5 — önwoche 30 Une elessenl ſieue Erſcheiuungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.50 Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl Poſtbef.⸗Gebühr. Hierzu 36 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Waldhofſtr. 12, Kronprinzen⸗ ſtraße 42. Schwetzinger Straße 44. Meerfeldſtraße 13, Ne Fiſcher⸗ ſtraße 1 Fe Hauptſtr. 63. W Oppauer Straße 8. Se Luiſenſtraße 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. ſannheimer 3 Wannheimer General-Anzeiger Berlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-6. Fernſprecher! Sammel⸗RNummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— ODrahtanſchrift: Nemazeit Mannheim itung Anzeigenpreiſe: 22 mam breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 Wm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Für Familien und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 8. Bei Zwangsvergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, für fernmündlich erteilte Aufträge. Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und Gerichtsſtand Mannheim. wöchentlich.50 RM. im Monat 7 Ausgaben 4 30 Pfg. Trägerlohn Ausgabe B Donnerstag, 16 Dezember 1937 148. Jahrg.— Nr. 579/ 580 — Londoner Vertreters ö— London, 16. Dezember. Die engliſche Regierung hat heute früh die an⸗ gekündigte Proteſtnote durch ihren Botſchafter in Tokio überreichen laſſen und ihren Wortlaut hier veröffentlicht. Vorher hat ſie die Note den Ver⸗ einigten Staaten mitgeteilt. Zunächſt wird in ihr eine Darſtellung der Zwi⸗ ſchenfälle auf dem Yangtſe gegeben. Dann beſtätigt die Regierung mit Genugtuung, daß am Dienstag eine Note des japaniſchen Außenminiſters Draßhtbericht unf. Nel* eingetroffen ſei, in der die Regierung ſich entſchul⸗ zöbel digte, Maßnahmen gegen eine Wiederholung ſolcher Vorfälle verſpreche, mitteile, daß die Schuldigen zur Rechenſchaft gezogen würden und die Zahlung von Entſchädigung in Ausſicht ſtellt.. Die britiſche Regierung bemängelt an der japa⸗ kiſchen Note in ihrer Antwort jedoch, daß nur die Beſchießung von Kriegsſchiffen, aber nicht die von ndelsſchiffen erwähnt worden ſei. Weiter erklärt „daß nach früheren Erfahrungen der einzige Weg gegen eine Wiederholung von Zwiſchenfällen der ſei, icht nur die Verantwortlichen zur Rechenſchaft zu Riehen, sondern fie angemeſſen zu beſtrafen. Zum Schluß ſpricht die engliſche Regierung die Er⸗ Fartung aus, über die unternommenen Schritte un⸗ krrichtet zu werden. Eine Friſt zur Beantwortung der Note iſt nicht geſetzt, um ihr nicht den Charakter eines Ultimatums zu geben, doch wird der britiſche Botſchafter in Tokio auf beſchleunigte Ant⸗ wort drängen. Dieſe Note wurde geſtern vormittag in langer Kabinettsſitzung beraten. Vorher war an den bri⸗ tiſchen Botſchafter in Tokio bereits eine Note ge⸗ kabelt worden, die aber nach Eintreffen der erwähn⸗ ten japaniſchen Entſchuldigungsnote zurückgehalten würde. Der neue Entwurf Edens wurde vom Ka⸗ binett ebenfalls in mehreren Punkten abgeändert. Am Nachmittag war Eden im Unterhaus noch nicht in der Lage, den genauen Wortlaut bekanntzugeben. Bis in die ſpäten Abendſtunden dauerte es, bis ſie ſertiggeſtellt war. Das Ergebnis dieſer ſorgfältigen Vorbereitungen war, daß die Note dann nicht ganz ſoſcharfaus⸗ gefallen iſt wie die amerikaniſche Note und man hier allgemein erwartet hatte. Das beſagt jedoch nichts über oͤie Stimmung in den Regierungskreiſen. Es wird ausdrücklich betont, daß die Note ſich lediglich auf die Zwiſchenfälle beziehe 175 noch nicht weitere Verwicklungen in Rechnung elle. In dieſem Zuſammenhang wird darauf hinge⸗ wieſen, daß das Kabinett ſich mit dem angeb⸗ lichen japaniſchen Plan beſchäftigt habe, von For⸗ moſa aus Truppen im Südchina zu landen und im Raum von Kauton, alſo gegenüber der eng⸗ liſchen Kronkblonie Hongkong zu operieren. Auch gewiſſe Vorgänge hinter den Kuliſſen, die die Stimmung im engliſchen Kabinett charakteriſieren, werden der Oeffentlichkeit vorenthalten. Z. B. er⸗ klärt man in unterrichteten Kreiſen, daß Eden ur⸗ ſprünglich den Vereinigten Staaten die Absendung zweier gleichlautender Noten vorgeſchlagen habe. K 22 Der Plan einer Flottendemonſtration iſt vorläufig fallen gelaſſen worden. Eine Verſtär⸗ kung der Streitkräfte in den chineſiſchen Ge⸗ I wäſſern, u. a. durch Schlachtſchiffe der Mittelmeer⸗ flotte, iſt jedoch von der Admiralität bis in die Ein⸗ zelheiten vorbereitet worden und ihre Durchführung vorläufig nur verſchoben worden. 5 In dieſem Zuſammenhang ſtellt man hier feſt, daß der amerikaniſche Staatsſekretär Hull nur eine sofortige Flottendemonſtration dementiert, ihre Mög⸗ lichkeit für die Zukunft jedoch offen gelaſſen habe. Schließlich geht die Bedeutung, die die engliſche Re⸗ gierung dem ganzen Fragenbereich beimißt, daraus hervor, daß ſie der Oppoſition eine große außen⸗ politiſche Ausſprache im Unterhaus bewil⸗ ligte, die am Dienstag üattfinden wird. Sie wird von Oppoſttionsführer Attlee eröffnet werden. Dann verden Außenminiſter Eden und abſchließend Mini⸗ ſerpräſident Chamberlain ſprechen. Die heutige Morgenpreſſe geht in ihren Aeuße⸗ rungen gegen Japan ſehr viel weiter als die amtliche Note. f 5 einung empfände die Note als milde. denke 18 ſchärfer. Im Times Leitartikel kommt 8 a 5 eine ausgeſprochen feindſelige Stimmung nur gegen die für die Zwiſchenfälle Verantwort⸗ ichen ſondern auch gegen die geſamte militäriſche und politiſche Führerſchicht Japans zum Ausdruck, von Zeitungen behaupten, die engliſche n A N 1 mann erklärt hatte, nicht von Weidmann ſelbſt, ſon⸗ dern von ſeinem Komplizen und Lehrling Million lich zu ſeinen Mordtaten eines großkalibrigen Re⸗ denen nur kleine, nicht näher bezeichnete Kreiſe aus⸗ genommen werden. Außerdem beſtreitet die„Times“, daß Japan die Ordnungsaufgabe in China auch nur im geringſten erfüllen könne, die es ſich geſtellt habe. „Daily Telegraph“ hält für die wichtigſte Stelle in der britiſchen Note die Forderung, daß die Ver⸗ antwortlichen beſtraft werden müßten und ſchreibt dazu, als verantwortlich im Sinne der engliſchen Note hätten diejenigen zu gelten, die den Befehl ge⸗ geben hätten, auf alle Schiffe auf dem Yangtſe zu ſchießen, nicht aber diejenigen, die dieſen Befehl nur ausgeführt hätten. Die britiſche Forderung ſei mil⸗ der, als es bei der gegenwärtigen Lage angemeſſen Die engliſche Note an Japan Nicht ganz ſo scharf wie erwartet Aber für die Zukunft bleibt alles vorbehalten“ Engliſche Sorgen um Hongkong? ſei. Großbritannien ſei nicht nur auf Grund von Verträgen und als eine neutrale Macht, ſondern als alter Freund und früherer Verbündeter Japans be⸗ rechtigt, die volle Unantaſtbarkeit zu verlangen und es müßte als ein Zeichen von Schlappheit ange⸗ ſehen werden, wenn die britiſche Regierung nicht volle Genugtuung erlangen könne. „Daily Expreß“ meint, die britiſche Oeffentlichkeit empfinde, was die Regierung anſcheinend noch nicht empfinde, daß nämlich Japan nicht nur ſeinen Weg durch Chinas Reicht nehme, ſondern in beoroh⸗ liche Nähe anderer Reiche gerate. Man ſolle ſich nur die Landkarte vornehmen. Auch Amerikas Note wurde überreicht Enigegen den Ankündigungen läßt ſie den japaniſchen Kaiſer aus dem Spiel — Tokio, 16. Dezember.(U..) Die durch den amerikaniſchen Botſchafter Grew der japaniſchen Regierung überreichte Note zum „Panay“⸗Zwiſchenfall enthält keine Bezug⸗ nahme auf den japaniſchen Kaiſer. Man Hält es hier allerdings für möglich, daß der Wunſch des Präſtdenten Rooſevelt nach einer Unterrichtung Kaiſer Hirohitos von dem Inhalt der Note direkt von Waſhington nach Tokio weitergeleitet wurde. In einer Preſſekonferenz im Weißen Haus lehnte Rooſevelt es ab, ſich zu der Frage zu äußern, ob er eine direkte Entſchuldigung Kaiſer Hirohitos ver⸗ lange oder erwarte.„Der Proteſt der Bundesregie⸗ rung ſpricht für ſich ſelbſt“, ſagte er. Der Bericht des Kapitäns der Auguſta⸗ — Schanghai, 16. Dez.(U..) Wie der Kommandeur des amerikaniſchen Schlacht⸗ ſchiffes„Auguſta“ offiziell bekannt gibt, iſt ͤie Bombe auf bas Kanonenboot„Panay“ aus großer Höhe abgeworfen worden. Der Abwurf erfolgte am Sonn⸗ tagnachmittag gegen 130 Uhr. Die„Panay“ wurde um.05 Uhr von der Beſatzung verlaſſen und ging um.54 Uhr unter. Nach dem Bombenabwurf ſei die„Panay“ von zwei japaniſchen Booten aus mit Maſchinengewehren beſchoſſen worden. Die Boote hätten darauf an der„Panay“ angelegt, und die japaniſche Mannſchaft habe das Schiff kurz vor dem Abſinken wieder verlaſſen. Weiter beſagt der Bericht der„Auguſta“, daß alle Verwundeten der Beſatzung und der an Bord beſind⸗ lichen Flüchtlinge, ſoweit es ſich überſehen laſſe, jetzt geborgen ſeien. Die Verwundeten befinden ſich auf dem engliſchen Kanonenboot„Bee“ und auf dem amerikaniſchen Kanonenboot„Oahu“, und japaniſche Sanitätsmannnſchaften ſind bei der Pflege behilflich. 3 Him von Hongkong entjernt. Japaniſcher Bombenangriff an der ſüdchineſiſchen Küſte dnb. London, 15. Dezember. Berichten aus Schanghai zufolge haben japaniſche Flieger am Mittwochfrüh die Befeſtigungen der chineſiſchen Stadt Schumtſchun, die etwa drei Kilo⸗ meter von der britiſchen Kronkolonie Hongkong entfernt iſt, mit Bomben belegt. Die Deutſchen in Nanking wohlauf anb. Schaughai, 15. Dezember. Die japaniſche Botſchaft teilt mit, daß ſämtliche 27 Ausländer, die ſich innerhalb des Stadtkerns von Nanking aufhalten, wohlauf ſind. Unter ihnen be⸗ finden ſichſechs Deutſche, 18 Amerikaner, ferner ein Engländer und zwei Ruſſen. Diplomatiſche Ver⸗ treter fremder Mächte halten ſich nicht mehr in Nan⸗ king auf. In der Sicherheitszone befinden ſich noch 150 000 Chineſen. Million hat auch gemordet Neue Feſtſtellungen zum Weidmann⸗Fall 25(Drahtbericht unſeres Pariſer Korreſpondenten) — Paris, 16. Dezember. In der Mordaffäre Weidmann hat ſich geſtern ein neuer Zeuge gemeldet, ein Induſtrieller namens Deſtruel aus Bordeaux. Aus ſeinen Ausſagen ergibt ſich, daß die in der Villa Weioͤmanns noch vorhandenen Koffer und Wäſcheſtücke aus dem Auto⸗ mobil des Induſtriellen geſtohlen worden waren. Die Polizei nimmt an, daß der Dieb der Helfers⸗ helfer Weidmanns, Million, geweſen ſei. Demnach würde aber auch die Befürchtung entfallen, daß Weidmann noch weitere Opfer auf dem Gewiſſen habe. Die Autopſie der Opfer hat übrigens ergeben, daß der Schauspieler Leblond wahrſcheinlich, wie Weid⸗ ermordet worden iſt. Weidmann bediente ſich näm⸗ volvers von 7,5 Millimeter. Leblond aber iſt mit Die neue Peipinger Regierung dnb. Peiping, 15. Dez. Die am Dienstagvormittag gebildete„vorläufige Regierung der Republik China“ beſteht, wie jetzt bekannt wird, aus einem Ausſchuß von acht Mitglie⸗ dern unter dem Vorſitz des Bürgermeiſters von Peiping, Tſchangtſchaotſun. Die neue Regierung, die bisher weder den Poſten eines Staatspräſidenten, noch Abteilungen bzw. Mi⸗ niſterien für Auswärtiges und Wehrmacht geſchaf⸗ fen hat, erhebt Anſpruch auf alle Gebiete, die bisher von der augenblicklich in Hankau und Tſchungking reſidierenden Regierung geräumt wurden, und iſt de facto von Japan anerkannt. Die vorläufige Re⸗ gierung hat auch beſchloſſen, die Zollverwal⸗ tung von Nordchina einſchließlich der Zollverwal⸗ tungen von Tientſin, Tſchinwangtab und anderen Plätzen zu übernehmen und zu dieſem Zweck Ver⸗ handlungen aufzunehmen. .. ãõd f ðͤ AA einem kleinkalibrigen Revolver von 6,5 Millimeter erſchoſſen worden. Einen derartigen Revolver hatte ſich aber Million einſt in Cannes gekauft, und er konnte auch jetzt bei ihm beſchlagnahmt werden Außerdem ſind alle Opfer Weidmanns mit einem einzigen ſicheren Schuß nie⸗ dergeſtreckt worden. Leblond aber hat zwei Schüſſe in den Nacken erhalten, einen, der ihn nur leicht ver⸗ letzte und wahrſcheinlich betäubte, und dann den zwei⸗ ten tödlichen Schuß. Wenn man ſich dabei zurückerinnert, daß Weid⸗ mann dem Unterſuchungsrichter geſtanden hat, er habe am Tage vor dem Tode Million eine Lektion erteilt, wie er die Mordtat durchführen ſolle, dann liegt die Annahme nahe, daß der„Mörderlehrling“ bei ſeiner erſten Tat nicht allzu ſicher bei der Hand geweſen iſt.„ 1780 Keine beſonderen Feierlichkeiten auläßlich des Geburtstages Georg VI. Anläßlich des Geburts⸗ tages, den Georg VI. am Dienstag zum zweiten Male als König begeht, finden beſondere Feierlich⸗ keiten nicht ſtatt. Der Zwiſchenfall * Maunheim, 16. Dezember. Auf dem Yangtſe in der Nähe von Nanking haben fapaniſche Bombenflieger amerikaniſche und engliſche Kanonenboote bombardiert. Aus Verſehen, wie die Flieger und die japaniſche Regierung durchaus glaub⸗ würdig verſichern. In böswilliger Abſicht und aus antiengliſchen und antiamertkaniſchen Inſtinkten heraus, wie engliſche und vor allem amerikaniſche Zeitungen reichlich voreilig und vor allem reichlich verantwortungslos behaupten. Japan hat getan, was es unter dieſen Umſtänden tun konnte: es hat ſich in London und in Waſhing⸗ ton entſchuldigt, nicht einmal und nicht zweimal, ſon⸗ dern, nachdem es den Grund der Erregung in den angelſächſiſchen Hauptſtädten erkannt hat, nicht weni⸗ ger als zwölfmal. Es hat Genugtuung, Beſtrafung, Entſchädigung und Garantien für die Zukunft ange⸗ boten— wobei freilich zu den letzteren hinzugefügt werden muß, daß es im Kriegsfalle, noch dazu in dem beſonderen Falle des chineſiſchen Krieges, in dem chineſiſche, japaniſche und neutrale Intereſſenkreiſe ſo eng neben einanderlaufen, eine abſolute Garantie gegen Zwiſchenfälle nicht geben kann. England und Amerika haben dieſe japaniſchen Entſchuldigungen zur Kenntnis genommen, ziemlich unwirſch, wie feſt⸗ geſtellt werden muß, und mit der Miene eines Be⸗ leidigten, der die Bekeidigung nur ſchwer vergeſſen kann. Und faſt hat es den Anſchein, als hätten ſie nicht übel Luſt gehabt, ihren Proteſt über die japani⸗ ſche Entſchuldigungsaktion hinaus weiterzuführen: zum mindeſten zu einer diplomatiſchen, wenn nicht gar einer militäriſchen Gemeinſchaftsdemonſträtion gegen Tokio. 5 8 5 Soweit iſt es nicht gekommen und wird es wohl auch nach Lage der Dinge nicht mehr kommen. Man hat ſich ſchließlich in London wie in Waſhington be⸗ gnügt, ganz dick den„Ernſt der Lage“ zu unterſtrei⸗ chen und den Zwiſchenfall zum Anlaß zu nehmen, Japan zweierlei klar zu machen: erſtens, daß Eng⸗ land wie Amerika eine beſtimmte Grenze ihrer bisher paſſiven Chinapolitik kennen, und zweitens, daß zwiſchen ihnen beiden eine abſo⸗ lute Solidarität in der Vertretung ihrer Chinaintereſſen herrſcht. Japan weiß alſo, daß es in der Achtung der engliſch⸗amerikaniſchen Inter⸗ eſſen auf der Hut ſein muß, und es weiß, daß es im Ernſtfall mit beiden Staaten gleichzeitig zu rechnen haben würde. Da Japan begreiflicherweiſe nicht das geringſte Intereſſe an einer Ausweitung des Chinakrieges zu einem weltpolitiſchen Konflikt hat und haben kann— nicht einmal die japaniſchen Militärs, denen man„Abrechnungsgelüſte“ gegenüber England und Amerika nachſagt, dürften im Zweifel ſein, daß das Riſiko eines ſolchen Konfliktes, im Augenblick jeden⸗ falls, für Japan untragbar wäre— kommt dieſer engliſch-amerikaniſchen Feſtſtellung zunächſt nur grundſätzliche Bedeutung bei. f Das Intereſſante aber an der Geſchichte iſt, daß der ſcharfmacheriſche Kurs gegen Japan viel we⸗ niger von England als von Amerika aus geſteuert wiroͤ. Amerika hat ſich in dieſem Kon⸗ flikt durchaus als die weiße Vormacht des pazifi⸗ ſchen Raumes gefühlt. Es hat die Führung in dem Proteſt gegen Tokio gehabt und hat den Ton dieſes Proteſtes beſtimmt. England iſt nur brav ſeinen Spuren nachgegangen. f Das iſt eine Umkehrung des Verhältniſſes, wie es bisher im oſtaſiatiſchen Raum beſtanden hat. Und ſteht im Widerſpruch mit der tatſächlichen Intereſſen⸗ lage, wie ſie im chineſiſchen Konflikt gegeben iſt. Wenn hier fremdländiſche Intereſſen von Japan be⸗ droht werden, dann ſind es in erſter Linie engliſche Intereſſen, dann iſt es die Un⸗ gewißheit der Zukunft von Hongkong und Singapore und von Niederländiſch⸗Indien, die durch eine ent⸗ ſcheidende Unterwerfung Chinas unter den japani⸗ ſchen Machtwillen in erſter Linie in Gefahr kom⸗ men. Amerikas Intereſſen umgekehrt ſind im augen⸗ blicklichen Stadium des Konfliktes viel mehr kommer⸗ zieller als politiſcher Natur. a i i Wenn trotzdem England die Führung an Amerika abgegeben hat, dann iſt das ein weiterer Beweis dafür, daß England ſich nicht mehr imſtande ſieht, ſeine Weltimperiumsintereſſen an allen Punkten mit gleicher Selbſtverſtändlichkeit und gleicher Entſchte⸗ denheit zu vertreten. Auch England kann heute keine univerſale, ſondern nur regiv⸗ nale Politik treiben. Es kann nicht mit gleicher Entſchiedenheit in China und in Europa, im Mittel⸗ 2. Seite/ Nummer 380 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 2 0 Donnerstag, 16. ember 1937 Donn meer und in der Südſee auftreten. Es muß auch die Politik des Nacheinander ſtatt des Nebenein⸗ ander und es muß vor allem die Politik des Mit⸗ einander ſtatt die Politik der„splendid isolation“ treiben. Solange die europäiſche Politik und vor allem die Mittelmeerpolitik nicht kriſenfrei iſt, kann London keine ſtarke Politik in Oſtaſten treiben: oder es kann eine ſolche Politik nur treiben in Anlehnung an einen ſtarken und wirklich freien Bundesgenoſſen, in dieſem Falle in Anlehnung an Amerika. Das erklärt zur Genüge, warum England ſich begnügt, in dieſem Konfliktsfall mit Japan nur die amerikaniſchen Noten nachzuſchreiben. Das be⸗ ſtimmt auch ſeine ganze zukünftige Stellung gegen⸗ über den Entwicklungs möglichkeiten dieſes Konflik⸗ tes: England wird niemals weitergehen als Ame⸗ rika, aber es wird immer ſoweit gehen, wie Amerika zu gehen entſchloſſen iſt. Nun zielt auch Amerikas Chinapolitik freilich nicht auf gefährliche Wagniſſe. Es rüſtet ſich zwar augenblicklich wieder zu Südſee⸗Manövern— den größten ſeiner Geſchichte— die bedrohlich kriegs⸗ mäßigen Anſtrich und zweifellos einen Konflikt mit Japan zur theoretiſchen Vorausſetzung haben. Zwei⸗ fellos iſt auch die Vorſtellung, daß die Zeit jetzt noch günſtig ſei, während ſie nach der erfolgreichen Durchkämpfung des Chinakonfliktes ebenſo ſicher für Japan arbeiten werde, in manchen amerikaniſchen Kreiſen lebendig. Aber weder iſt das amerikaniſche Gewiſſen weit genug um ſolchen Verſuchungen zu folgen, noch iſt die amerikaniſche Rüſtung fertig ge⸗ nug um ſolche Riſiken wagen zu laſſen. Der Friede wird alſo in Oſtaſten erhalten blei⸗ ben. Wenigſtens zunächſt erhalten bleiben. Aber niemand wird ſich täuſchen, daß es kein ſicherer und beſtändiger Friede iſt. Es iſt ein Frieden des Zufalls; des Zufalls nämlich, daß nicht neue Zwiſchenfälle paſſieren. Die Welt hat ſich allerdings in dieſe Beziehung eine ebenſo erfreulich wie merk⸗ würdig harte Haut zugelegt. Wenn man bedenkt, daß auf dem Vangtſe ſich engliſche Kanonenboote und japaniſche Bombenflieger ſtundenlange, erbit⸗ terte Gefechte geliefert haben und dieſe Tatſache auch in den engliſchen Zeitungen nicht viel anders als eine ſonſtige harmloſe Meldung regiſtriert wird, ſo kann man die Wandlung, die in dieſer Beziehung gegenüber der Vorkriegszeit eingetreten iſt, er⸗ meſſen. Hätte die Welt noch die gleiche Empfindlich⸗ keit, die gleiche Reaktionsbereitſchaft auf Zwiſchen⸗ fälle wie früher, ſie müßte längſt an allen Ecken und Enden brennen! Aber dieſe Abſtumpfung hat auch ihre ſchlechte Folgen: man müht ſich auch nicht mehr ſo den Zwiſchenfällen aus dem Wege zu gehen. Man riskiert ſie in dem entſchuldigenden Be⸗ wußtſein nicht viel dabei zu riskieren, Solche Unſentimentalität einer drohenden Gefahr gegenüber kann ſich einmal ſchwer rächen. Einmal kann es ſich nämlich doch ereignen, daß ein Zwiſchen⸗ fall jenſeits der Grenze liegt, vonnder ernlediglich ein„Zwiſchenfall“ bleibt. Dann wäre es ſchlimm, wenn die Welt keine andere Sicherheit ihres Schick⸗ ſals hätte als die Erinnerung, daß es doch bisher immer gut gegangen ſei. Die Erinnerung würde dann wohl kaum genügen uns darüber hinwegzu⸗ helfen, daß die Zukunft umſo ſchlimmer wird! ö Fertekensiſts n e ee e Dr. A. W. Wenn nicht auf geradem, dann auf krummem Wege: Prag ſucht Wege zn Deulſchen⸗Enkrechtung Das iſchechiſche Parteiauflöſungsgeſetz und die nationalen Minderheiten - anb. Berlin, 15. Dez. Die„Deutſche diplomatiſch⸗politiſche Korreſpon⸗ benz“ ſchreiht: Die tſchechiſche Regierung hat am Dienstag im Prager Parlament eine Novelle zum Parteiauflöſungsgeſetz vom Jahre 1933 vorgelegt, die heute durchberaten und morgen verabſchiedet wer⸗ den ſoll. Als Neuerung iſt vorgeſehen, daß gegen⸗ über dem bisherigen Verfahren, das ein Parteiver⸗ bot von einem Regierungsbeſchluß abhängig machte, nunmehr der Landesbehörde die Befugnis einge⸗ räumt wird, auf dem Verordnungsweg nach freiem Ermeſſen und in jedem beliebigen Ausmaß, d. h ſowohl in gebietsmäßiger wie in perſoneller Hinſicht, „Gliederungen beſtimmter Parteiorganiſationen aufzulöſen. 5 Der Zweck dieſes neuen Geſetzes iſt kein anderer als der, die den verſchiedenen Volksgruppen im iſchechiſchen Nationalitätenſtaat noch offengelaſſenen Möglichkeiten, für ihre Gleichberechtigung einzutre⸗ ten und ſich organiſatoriſch zu behaupten, weiter zu beſchneiden. n Daß dieſes Geſetz in einem Augenblick vorgelegt wird und durchgepeitſcht werden ſoll, in dem ſich in Europa manche Hoffnungen regen, daß auch die Tſchechoſlowakei ihren längſt fälligen Beitrag zur Entſpannung liefern möge, läßt die tſchechiſche Aktion beſonders ſchwerwiegend erſcheinen. Zwar ſcheut man ſich infolge des beſtehenden Intereſſes im Ausland, dem Chauvinismus den Frontalangriff gegen die für die Belange ihres Volkstums entſchloſſen eintretenden und darum von einer überwältigenden Mehrheit getragenen natio⸗ nalen Parteien freizugeben. Dafür glaubt man, mit den Mitteln örtlicher Maßnahmen, d. h. der Auf⸗ löſung einzelner lokaler Gliederungen an ent⸗ ſcheidenden Stellen, alſo mit Mitteln, die mit „Demokratie“ nichts mehr zu tun haben, am Ende den gleichen Effekt zu erzielen und dem Verteidi⸗ gungslampf der Volksgruppen durch das behördlich mit allen Mitteln geſtützte Syſtem tſchechiſcher Ver⸗ drängungspolitik das Rückgrat zu brechen. Herr Delbos wird alſo gerade in einem Augen⸗ blick in Prag eintreffen, niſſe ein weiteres Glied die unter Außerachtlaſſun Verpflichtungen wie der gegen die Staat führt. Dieſe Dinge ge nend auf ſie hinzuweiſen, iſt im 5 wo im Schatten der Bünd⸗ einer Politik eingefügt wird, g ſowohl der eingegangenen Menſchenrechte, den Kampf Gleichberechtigung der Volksgruppen im mit Sorge zu beobachten und war⸗ General Daluege über die Probleme der Verkehrserziehung Was bringt die neue Verkehrsoroͤnung? Verſchärſte Beſtimmungen Allmählicher Rückgang der Anfallziffern dnb. Berlin, 15. Dezember. Der Chef der Ordnungspolizei im Reichs⸗ und Preußiſchen Miniſterium des Innern, General der Polizei, Daluege, nahm im Rahmen einer Vortrags⸗ reihe der Verwaltungsakademie Berlin zum Thema „Verkehrsunfallbekämpfung und Verkehrserziehung“ Stellung. General Daluege führte u. a. folgendes aus: Ein Blick auf die Entwicklung des Verkehrs in Deutſchland zeigt eine Verdoppelung des Kraftfahrzeugbeſtandes. Die in dieſem ungeheuren Tempo vorwärts getriebene Motoriſie⸗ rung verläuft in Deutſchland nicht organiſch wie in den übrigen Staaten, ſondern ſchnellt ſeit 1933 mit einem gewaltigen Sprung in die Höhe. Dieſe ſprung⸗ hafte Entwicklung hat zur Folge, daß der größte Teil der Verkehrsteilnehmer ſich nicht in demſelben Tempo auf die veränderten Verkehrsverhältniſſe umzuſtellen vrmag. Der Kampf gegen den Verkehrsunfall iſt in drei große Frontabſchnitte einzuteilen, in die Aufklärung im allgemeinen, in die Verkehrserziehung und in die Beſtrafung und Belehrung als Aufgabengebiet der Polizei. Die Statiſtik lehrt, daß 82,3 v. H. aller Un⸗ fälle ſich innerhalb geſchloſſener Ortsteile ereig⸗ nen. Dabei ſtellt es ſich jedoch heraus, daß die Unfälle außerhalb geſchloſſener Ortsteile durch die Schwere des Zuſammenſtoßes die weitaus höheren Verluſtziffern an Menſchenleben und Materialverluſt zu verzeichnen haben. Polizeilich geſehen ergab ſich hieraus die Notwen⸗ digkeit der Errichtung der motoriſierten Gendarme⸗ rie. Da beinahe, zu ein Viertel der Geſamturſachen, ſoweit beim Kraftfahrzeug oder deſſen Führer lie⸗ gend, der Unfallanlaß einwandfrei in der Nichtbeachtung der Vorfahrt N liegt, ergibt ſich daraus die Notwendigkeit, daß die Polizei ſowohl in ihren Abwehrmaßnahmen, als auch in der allgemeinen geſetzgeberiſchen Arbeit dieſer Un⸗ fallsgefahr beſondere Sorgfalt widmen mußte. Die neue Straßenverkehrsordnung weicht vor allen Dingen in einer einzigen Ueberlegung ſchon grundlegend dadurch ab von der alten, daß bisher die Strafbarkeit von Verkehrsvergehen weitgehend abhängig gemacht war von den eingetretenen Folgen, alſo einer Schädigung, einer Behinderung oder Be⸗ läſtigung anderer. Die Grundregel der neuen Stra⸗ ßenverkehrsordnung ſtellt dagegen bewußt jedes Verhalten unter Strafe, durch das der Ver⸗ kehr gefährdet werden kann. N j Damit iſt der Polizei dne iet gegen jedes vorſchriftswidrige Verhalten einzuſchrei⸗ ten, auch wenn ein ſchädigender Erfolg noch nicht ein⸗ S I 0 Ne eee enn Wieweit die neue Straßenverkehrsordͤnung be⸗ peits der künftigen Entwicklung des Verkehrs Rech⸗ mung zu tragen bemüht iſt, beweiſt die Beſtimmung über das Rechtsfahren. Die Verkehrsdichte in unſeren Großſtädten iſt durchaus noch ſteigerungs⸗ mit zwangsläufig verbundenen Beunruhigungen und Spannungen wahrlich alles andere als„Ein⸗ miſchung“. Gerade der Umſtand, daß man in Prag in keiner Weiſe im unklaren darüber iſt, welche friedensſtörende Wirkung die bisherige Nationali⸗ tätenpolitik ausgelöſt hat, läßt in der Tat berechtig⸗ ten Zweifel aufkommen, inwieweit überhaupt die tſchechiſche Politik Beiträge zur Entſpannung zu leiſten wünſcht. In Prag weiß man genau, daß eine Verſtändigungspolitik mit dem Reich über das Schick⸗ ſal der ſudetendeutſchen Volksgenoſſen hinweg unter keinen Umſtänden in Frage kommt. Normale Beziehungen Uruguays zu National⸗ ſpanien. Wie die Staatskanzlei in Montevideo be⸗ kanntgegeben hat, wurde die Einrichtung eines regu⸗ lären Konſulatsdienſtes und die Aufnahme norma⸗ fähig. Dies dürfte die Einführung des vom Füh⸗ rer befohlenen Volkswagens bald beweiſen. Dieſem Moment war deshalb ſchon jetzt mit Rück⸗ ſicht auf die Wirtſchaftlichkeit des Kraftfahrzeuges durch ein abſolutes Gebot des Rechtsfahrens Rechnung zu tragen. Für die angeordnete Unterſuchung auf Alkoholeinfluß bei an einem Verkehrsunfall beteiligten Perſonen wird die allgemein als zuverläſſig anerkannte Mikro⸗ Methode des ſchwediſchen Arztes Prof. Dr. Wid⸗ mark. benutzt. Außerdem iſt zur Vermeidung eines einſeitigen Urteils eine ſogen. kliniſche Unterſuchung vorgeſchrieben. Das Gutachten ſtützt ſich auf die Ergebniſſe beider Unterſuchungen und iſt ſomit auf eine abſolut ſichere Grundlage geſtellt. dnb. Paris, 16. Dezember. Die Polizei hat am Mittwoch in einer Garage in lex Handelsbeziehungen zwiſchen Uruguay und der nationalſpaniſchen Regierung beſchloſſen. Eine böſe Zwickmühle: Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 16. Dezember. Die engliſche Regierung iſt ausgesprochen miß⸗ gelaunt über eine arge Verlegenheit, die ihr Irlands Miniſterpräſident de Valera zu bereiten gedenkt. Die Regierung des iriſchen Freiſtaates plant ihr Konſulat in Rom in eine Geſandtſchaft umzuwandeln. Der neue Geſandte ſoll beim„König von Italien und Kaiſer von Aethiopien“ beglaubigt werden. Das be⸗ deutet, 5 5 daß Irland das italieniſche Imperium aner⸗ 1 5 N kennen will. Nach der geltenden Verfaſſung des britiſchen Reiches muß das Beglaubigungsſchreiben des iriſchen Ge⸗ ſandten vom engliſchen König gezeichnet werden. In ſeinem Namen tritt der Geſandte ſein . Der Brieſwechſel Hinblick auf alle hier⸗ ſchen Regierung geht durch das Auswärtige Amt. Da De Valera bringt Eden Irland will das italieniſche Imperium anerkennen zwischen dem König und der irt⸗ Wege zu einer Befriedung Europas darſtellen würde. Neue Waffenfunde in Paris: 10 10 Waffen im Geheimkeller Eine neue Polizeiaklion gegen verräteriſche Zuſammenarbeit mit dem Ausland“? Die Statiſtik läßt bereits in aller Deutlichkeit einen Erfolg der Bemühungen in der Verkehrsunfall⸗ bekämpfung erkennen. Die Kurve der Motoriſterung von 1932 bis 1936 iſt im ſtändigen Anſteigen, daneben verläuft die Kurve der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang zunächſt parallel, beginnt dann plötzlich gegenüber der Motoriſierungskurve zurückzubleiben und nimmmt jetzt einen völlig veränderten Verlauf. Der Zeitpunkt dieſer deutlich ſichtbaren Abſchwenkung der Verkehrsunfallkurve fällt zuſammen mit den erſten ſpürbaren Erfolgen der allgemeinen Aufklä⸗ rungsarbeit. General Daluege deutete Hließlich die Abſicht des Reichsführers SS und Chefs der deutſchen Polizei an, eine deutſche Verkehrsakademie zu ſchaffen, die ihren Sitz in der Reichshauptſtadt haben ſolle. * lizei aufgefunden wurde. Nicht weniger als zehn Tonnen Waffen und Munition wurden aus der Der Paris, deſſen Inhaber flüchtig iſt, einen Geheimkel⸗ Garage abbefördert. Im 6 ler und darin ein Waffenlager entdeckt, in dem ſich Der Innenminiſter Dermoy hat ſich gef gend jetz ſechs leichte Maſchinengewehre, darunter zweit von abend berſenlic 285 der Na 0 in des Adolf H denen, die aus dem Militärwaffenlager des Mobil⸗ das neue Waffenlager der Kapuzenmänner entdeckt wir wiſſ machungszentrums von Laon geſtohlen worden] worden war. Während einer halben Stunde ſchaule ſtehen. waren, ſowie 80 Militärgewehre befanden. Außer⸗ er der Arbeit der Poliziſten zu, die eine Kiſte nach unsere 9 dem wurden 30 große Pappkäſten gefunden, die jeder] der anderen aus dem Geheimkeller herausſchafften end int zwei Schnellfeuergewehre, ein Mtlitärgewehr und] Unter dem Magneſtumfeuer der Photographen 310 80 a ein Jagdgewehr enthielten. Auf jedem der Käſten Kinoleute lieferte der Innenminiſter einen Kom⸗ 1 0 05 war ein Klebezettel angebracht, der den Inhalt des mentar zu dieſen Waffen funden Ich hoffe, daß nun, Befehl, Kaſtens angab und darauf hinwies, Haß ſich die Mu⸗ mehr auch die Ungläubigen und die Spötter von dem 5 nition in anderen Käſten befinde. Auch dieſe Muni⸗ Ernſt der Verſchwörung überzeugt find 75 0 ten iſt. tionskäſten wurden beſchlagnahmt. Schließlich wur⸗ Wie das Oeuvre“ berichtet 5. Po erkämpf! den 28 Kiſten mit gebrauchsfertigen Granaten gefun⸗ lies 1 dee politiſche Parlei d 5 Hand. den ſowie Patronen. Schließlich wurden in dem zußerſten Rechten im Gange. Es handele ſich dabei Gut, aße 15 9 1 1. die anſcheinend für jedoch nicht um irgendeine Zuſammenarbeit mit der gabe han Waffen u ite eee waren Kapuzenmänner⸗Verſchwörung, ſondern um eine zu trag Es handelt ſich hierbei um das mengenmäßig„verräteriſche Zuſammenarbeit mit zähe un! wohl bedeutendſte Lager, das bisher von der Po⸗[dem Auslan de“.. s das Erb r ³ꝛ¹ m ſ 9 5 ö zur Tat Verſtärkte Ausländerüberwachung 55 1 N noch umgekehrt zu überbringen ge⸗ Kampfe 7 2. N n Berlin von mehreren leitenden ſoll wif Füenminiſter Doro be komt es mit der Perſönlichkeiten aufs herzlichſte empfangen worden. gegen d Angſt zu tun b 1 8 das eee Verhältnis babe, e, ee dee ee e ee e e zzwiſchen Deutſchland und Frankreich ſeſen Kuß een (Funkmeldung der N d 8 klarſte und 12 h eee ben S + Paris, 16. Dezember. Sein Geſamteindruck ſei der, betont Flandiß, Wie in gutunterrichteten Kreiſen verlautet, wird daß hinſichtlich der wichtigſten Probleme der in⸗ Innenminiſter Dormoy am Samstag im Kabinetts⸗ ternationalen Politik wohl beträchtliche rat die Frage der Ausländerüberwachung aufwer⸗ Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen fen. Im franzöſiſchen Innenminiſterium ſcheine man Paris und Berlin beſtänden. N zu wünſchen, daß künftighin die Päſſe ſämtlicher„Es liegt daher an den Regierungen und den Völ⸗ Ausländer, die ſich nach Frankreich begeben, vor kern, die Lage ernſthaft zu prüfen, ſowie die etwaigen O0 ihrer Einreiſe mit einem Viſum verſehen werden gegenſeitigen Zugeſtändniſſe, die im Intereſſe des i werden, dem ſogar auch der Fingerabdruck des Paß⸗] Friedens zwiſchen den beiden Ländern gemacht mer⸗ 3 8 inhabers beigefügt werden ſoll. den können. Jedenfalls habe ich den zwingenden Adolf 8 Alle Ausländer ſollen außerdem verpflichtet wer⸗ Eindruck, daß man jenſeits des Rheins den Frieden kämpfer den, ſich innerhalb von 48 Stunden nach ihrer Ein⸗ ebenſo wünſcht wie wir in Frankreich, wenn auch Am reiſe in Frankreich bei der zuſtändigen Polizei⸗ auf anderer Grundlage und mit anderen Mitteln“ Kräfte 5 behörde zu melden. Ferner ſoll unterſucht werden, 5 1 i Pelpüch ob für franzöſtſche Staatsbürger von 18 Jahren ab] Der Dank für die Freund ſchaft 19 05 zwangsläufige Identitätskarten zu ſchaffen ſeien. ebiets Barcelona verhaftet 55 eranzöfiſche Geſandt⸗ 9 8 4 ſchaftsſekretäre as wa „Aufs klarſte und genaueſte Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters ablegt. Flandin über die Eindrücke ſeiner Dentſchlandreiſe— Paris, 16. Dezember, des Kri (Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters) Wie die„Action Franeaiſe“ aus Perpignan mel⸗ 1 ee 10 Wege e det, ſeien zwei Geſandtſchaftsſekretäre der franzüft⸗ beſtialiſ l 5 ſchen Botſchaft bei der rotſpaniſchen„Regierung“ in angetre Der ehemalige Miniſterpräſtdent Flandin, der[Barcelona verhaftet worden. Die franzöſiſchen Be⸗ auch de dieſer Tage in Berlin weilte und dort mit ſühren⸗ hörden hätten ſofort die notwendigen Schritte unter⸗ tägliche den Perſönlichkeiten der Reichsregierung zuſammen⸗ nommen, aber die franzöſiſche Regierung in Paris Wen traf, erläßt im„Temps“ eine Erklärung über ſeine habe es bisher verabſäumt, der Oeffentlichkeit über gem Reiſeeindrücke. Darin betont er, daß er keiner⸗ dieſen„ſkandalöſen Fall“ Aufklärungen zu geben. kommt, 5 15 5 f 5 55 5 ie 55 5 3 e Es handele ſich dabei um einen direkten Eingriff der Bereitſ 5 Er habe Miniſterpräſidente is 0 1 15 1 8 . 1 von ſeinen Reiſeabſichten Mit⸗ euffeſchen ee eee e 1 05 eilung gemacht und er werde ihm auch jetzt nach⸗ 2 7 5 5 5 ante c über ſeine Reiſeeindrücke berichten, Neuer Zwiſchenfall in Paläſting 95 da a ö f f‚ N 5 von un er deshalb habe er einen Auftrag weder von Pa Schüſſe auf jüdiſche Omnibuſſe 8 Haifa, 14. Dezember.(U. P) Eine neuer ſchwerer Zwiſchenfall hat ſich in der 1 i Nähe der fjüdiſchen Siedlung Nahallal ereignet.) nin i Ein jüdiſcher Omnibus, der ſich auf dem Wege nuh Nuts i Nahallal befand, wurde von bisher noch unbekann? mandel R ten Tätern beſchoſſen. Von den insgeſamt 50 Schü:[ gKrie 00 I ſen, die abgefeuert wurden, wurden 12 Juden e 15 ner lebt drei den ee Schuß traf außerdem den Motor, der außer Betrieb a 5 Großbritaunten ſich jedoch bisher weigert, das ig. Siu auf File warten mußten. gin ae lieniſche Imperium anzuerkennen, entſteht eine delt! S 0 83 e warten mußten. Ein jüdn ach] gekenn kate Lage. Die engliſche Regierung wird zunächſt Omnibne ber ſic au der Sale van% versuchen, eine Löſung dieſer Doktorfrage durch Ver⸗ Jeruſalem befand wurde ebenfalls beſchoſſen„ 0 ch„ 2 5 9 0 9 ch da wo di handlungen mit Irland zu umgehen. Es ist jedoch daß jemand von den Inſaſſen getroffen wurde Auslaß zweifelbaft. 0 957 Eren 5 e e Hauptſchriftleiten und perantworülich für Polit Dr. Alois Win bauer* e nahme einer kleinen ſozialiſtiſchen Gruppe ſteht das Nelerteeler des omvtcche geter und veranworfich en Tenge ag, l ganze iriſche Parlament hinter dem Plan de Vale⸗ chaft u. unterbal ung Carl unde ten gart. Handelsfe er Feld ad werkes ras. Dieſer hat im Parlament erklärt, Irland habe weſdeneſche uche, Gele u. Shedſent Gun Wilen engel wird, k zwar an den Sanktionen teilgenommen. Dieſe ſeien fämtliche in Mannheim 5 8 geſtern 5 fehlgeſchlagen 3 e 3 Schriftleitung in Berlin; 5 e fer, Berlin⸗Friedenaun. 1 24⁰ olle man mit der Anerkennung von Realitäten b 5 5 e Alten 1 in die Ewigkeit warten? Irland habe keinen direk⸗ darananees Sund, und e e IJind, er ten oder indirekten Streitfall mit Italien. i Dr. Frit Bode e Co, Manndeim 8 1 4 ö 3 Von den Londoner Morgenblättern nimmt„Daily Verantwortlich für Anzeigen und geſchöftliche Mitteilungen; brechli at. een g n een ee e e eee, iriſche Standpunkt ein Zeichen vom geſun⸗ Ii ein ei„5 den Menſchenverſtand Man könne ganz all⸗ ene eee, e neigen e gemein ſagen, daß die„Anerkennung von Realitäten“ f. 5 9 5 einen bedeutenden Schritt weiter vorwärts auf dem i Ausgabe 8 üer 10500 155 1 1 Geſamt⸗D.⸗A. Monat November übt el überall * 13 er. mel⸗ rzöſi⸗ g“ in 4 14— Donnerstag, 16. Dezember 1937 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 580 Der Einſatz der deutſchen Jugend Im Kampf gegen Hunger und Kälte geht die Ju⸗ gend jetzt an die Front. Wir heutigen, die unter Adolf Hitlers Führung den Kampf ſiegreich führen, wir wiſſen, daß hinter uns unerſchöpfliche Reſerven ſtehen. Sie werden die Fahne feſt faſſen, wenn ſich unſere Reihen lichten, ſie haben ſchon jetzt Tritt auf⸗ genommen und marſchieren mit uns. Dieſe Reſerve iſt die deutſche Jugend. Sie folgt demſelben Befehl, nach dem wir angetreten ſind. Sie wird in dem Kampf nicht erlahmen, bis der Endſieg erfoch⸗ ten iſt. Und dann wird ſie zu hüten haben, was wir erkämpften. Sie übernimmt das Erbe aus unſerer Hand. Gut, wenn dieſe Jugend, der eine ſchwere Auf⸗ gabe harrt und die einſt eine ſchwere Verantwortung zu tragen hat, beizeiten gehärtet wird. Nur eine zähe unbeugſame Jugend ſichert die Zukunft und kann das Erbe verwalten. Der Kampf aber macht hart, er ſchärft den Blick und ſtärkt den Willen und den Mut zur Tat. Deshalb gehört die Jugend auch in dem Kampf gegen Hunger und Kälte an die Front! Sie ſoll wiſſen, was Not iſt, dann lernt ſie den Kampf gegen die Not um ſo eher begreifen. Jugend 2 Die Schenken Sie Opiik! J 1 N ö ds 8 Fernruf 248 27 O 7. 13, stellt Sie zufrieden Adolf Hitlers will auch keine Schonung. kämpfen gibt, da will ſie dabei ſein. Am 18., 19. und 20. Dezember werden ſie alle ihre Kräfte einſetzen. Ueberall wird ſie mit ihren Sam⸗ melbüchern mahnen. Vom kleinſten Pimpf bis zum Gebietsführer ſtehen deutſche Jungen und deutſche Mädel geſchloſſen im Kampf gegen die Not. Es iſt das wahre Tatbekenntnis, das dieſe Jugend ablegt. Während man in Moskau die Brandfackel des Krieges erhebt, während Städte und Dörfer in Spanien in Trümmern ſinken, Frauen und Kinder beſtialiſch ermordet werden, iſt die deutſche Jugend angetreten, um die Not bekämpfen zu helfen, damit auch der letzte Volksgenoſſe von den Sorgen um das tägliche Brot befreit wird. Wenn dieſe ſtarke Jugend, beſeelt von ewig jun⸗ gem Idealismus, mit ihren Sammelbüchſen kommt, dann wollen wir ihr zeigen, daß wir ihre Bereitſchaft zu werten wiſſen, dann wollen wir ihr in ihrem Mut und ihrer Kampfbereitſchaft zur Seite ſtehen. Sie ſoll wiſſen, daß wir ſtolz auf ſie ſind und daß wir viel, ja alles von ihr erwarten, wie ſie von uns erwarten darf, daß wir ihrem Ruf un⸗ ſer Ohr nicht verſchließen. Wo es zu * Kranzniederlegung. Oberbürgermeiſter Ren⸗ ninger läßt zur Erinnerung an den großen Sieg von Nuits am Grabe des Oberſten und Regimentskom⸗ mandeurs v. Renz auf dem Hauptfriedhof und am babe denkmal an der Colliniſtraße Kränze nieder⸗ egen.. 5 a Der Abwäſſerkaual der Zellſtofffabrik Waldhof konnte geſtern abend zum Teil wieder in Betrieb ge⸗ nommen werden, und zwar in der von uns geſtern gekennzeichneten Weiſe auf dem Teilſtück bis zu der kurz oberhalb der Bruchſtelle errichteten Spundwand, wo die Abwäſſer vorerſt durch einen behelfsmäßigen Auslaß in den Altrhein fließen. an Der erſte Schweineſtall des Ernährungshilfs⸗ werkes, der auf der Frieſenheimer Inſel erſtellt wird, konnte noch nicht— wie vorgeſehen war— geſtern bezogen werden. Vermutlich wird der Umzug der 240 Schweine des EH W, die heute noch in einem alten Fabrikanweſen in Käfertal⸗Süd untergebracht ſind, erſt im Laufe des Januar erfolgen können. e Der Weinglas⸗Zettel. Um für Pakete mit zer⸗ brechlichem Inhalt nach dem Ausland und vor allem nach Ueberſee eine möglichſt pflegliche Be⸗ handlung ſicherzuſtellen, empfiehlt das Reichspoſt⸗ miniſterium, die Pakete mit dem auch im zwiſchen⸗ . ſtaatlichen Eiſenbahnfrachtverkehr üblichen weißen Zettel mit einem rot aufgedruckten Weinglas, der überall verſtändlich iſt, zu bekleben. Das Mauſoleum der Stadtaklen Welchen Zwecken dient der Rathausturm? Er iſt uns ein lieber Bekannter, der alte Kauf⸗ haus⸗ und jetzige Rathausturm. Breit und wuchtig und ausdrucksvoll ſteht er da und läßt ſich nicht leicht überſehen, wenn man's auch noch ſo eilig hat. Aber von ſeinem„Innenleben“ weiß man kaum etwas. Man weiß, daß ſich hoch oben ein Triebwerk befindet, das die Aufgabe hat, die goldenen Uhrzeiger in ſtetem Lauf um die ſchwarze Scheibe wandern zu laſſen, und daß da auch zwei Glocken hängen, die ſeit den kurfürſtlichen Tagen den Bewohnern der Stadt pflichtſchuldig die Zeit künden. Damit aber hat es zumeiſt auch ſein Bewenden! Wohl frägt ſich mancher, der am Paradeplatz vorüber⸗ geht, was ſich in dieſem Turm abſpielen mag, denn er ſieht in den verſchiedenen Stockwerken vereinzelt ein Licht brennen und in der Dämmerſtunde die Fenſter hell erleuchtet. Dieſe Lichter am Tage und das Leuchten am Abend ſehen geheimnisvoll aus. Was mag da ſein? Der Turm iſt das Mauſoleum für die ſtädtiſchen Akten. Hier werden ſie, wenn ſie ihren Dienſt getan haben, zur Ruhe niedergelegt, aus der ſie nur noch ge⸗ legentlich geſtört werden. Vom dritten Geſchoß ab bis hoch hinauf zum ſiebenten iſt der Turm mit Akten angefüllt. Neue und alte Akten liegen hier, ſogar ganz alte, die ſchon nach Jahrhunderten zählen. Still liegen ſie beieinander, vom Geruch der Zeit befallen und leicht vom Staub einer großen Stadt beoͤeckt. Der„Zahn der Zeit“ ſucht hier natürlich auch Beſchäftigung, aber es gibt gar viel zu knabbern, oͤenn das Papier, beſonders das ältere, erweiſt ſich als ſehr zähe und widerſtands⸗ fähig, wie auch nichts die darauſſitzende Tinte zu bleichen vermag. Doch wir ſind ſchon zu hoch geſtiegen in die Ge⸗ ſchoſſe des mächtigen Turmes, denn wir werden rich⸗ tigerweiſe mit unſerer Beſichtigung von unten be⸗ ginnen. Der etwas im Dunkeln liegende erſte Stock bildet den Eingang zum Haupttreppenhaus, das in einem Anbau hinter dem Turm untergebracht iſt. Hier ſteht eine gewaltige Figur, die Mannheimia darſtellend, die nur diejenigen zu ſehen bekommen, die bei ihrem Beſuch des Rathauſes über dieſe Treppe geführt werden. Das zweite Stockwerk ent⸗ hält den ſogenannten Turmſaal, der gelegentlich zu Beſprechungen oder zu feſtlichen Veranſtaltungen dient, ein ſchön ausgeſtatteter Raum, von dem aus man Zugang zu der Altane vor dem Turme hat. Ein Stockwerk höher beginnt der Bereich der Akten. Eine eiſerne Tür ſchließt ſie von der Außen⸗ welt ab. In drei übereinanderliegenden Geſchoſſen befindet ſich die Hauptregiſtratur der ſtädti⸗ ſchen Hauptverwaltung, die nach dreißig Hauptabteilungen geordnet iſt. Zehntauſende von Aktenſtücken liegen hier in den Regalen und ſind jeden Augenblick greifbar, was natürlich nur möglich iſt bei gewiſſenhafter Arbeit der Beamten, die dieſe Schätze zu verwalten haben. Im ſechſten und ſiebenten Geſchoß ſind die Be⸗ ſtände des Stadtarchivs untergebracht. Ihm iſt die Aufbewahrung und Verwaltung jenes Akten⸗ materials anvertraut, das aus den Akten, deren Liegefriſt abgelaufen, ausgeſchieden und ſeines hiſto⸗ riſchen und ſonſtigen Wertes wegen für würdig be⸗ funden wird, den kommenden Geſchlechtern übermit⸗ telt zu werden. Auch hier iſt das vorhandene Ma⸗ terial wie in der Hauptregiſtratur in dreißig Haupt⸗ abteilungen gegliedert. Die beſonders wertvollen Akten und Bücher ſind im ſiebenten Gſchoß in einer Anzahl feuerſicherer, eiſerner Schränke untergebracht. Es ſind dies die Ratsprotokolle, die Bürger⸗ bücher, alte Stadtpläne und noch anderes wertvolles Aktenmaterial. Die eiſernen, in die Wandniſchen des Turmes eingebauten Schränke enthalten allein ſo ungeführ 450 Bände Ratsprotokolle, die bis zum Jahre 1661 zurückreichen. Und was für Bände ſind das! In Schweinsleder gebunden und von mäch⸗ tigem Umfang, hat jeder auch ein anſehnliches Ge⸗ wicht. Dieſe Protokolle, auf vorzüglichem, hand⸗ geſchöpften Papier geſchrieben, das heute noch von tadelloſer Weiße iſt, ſind beſonders bedeutungsvoll für die Stadtgeſchichte. Da der hier oben vorhandene Raum völlig ausgenutzt iſt, haben große Teile des Stadtarchivs noch in anderen Räumen Unterkunft ſuchen müſſen. Ueber dem Stadtarchiv befindet ſich der ſoge⸗ nannte Fahnen boden. Hier werden die Fah⸗ nen und die zugehörigen Maſten aufbewahrt, die zum Flaggen des Turmes dienen. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf das Häuſermeer der Stadt, wohl dem ſchönſten Blick, den man von einem Mannheimer Turm aus genießen kann. Da oben öffnet ſich erſt der Blick für die Schönheit ſo vieler Einzelheiten, die das Auge ſonſt kaum zu beachten vermag. Es iſt ein gewaltiges Aktenmaterial, das im Rat⸗ hausturm aufbewahrt wird, und ſein Wert für die Erforſchung der Stadt⸗, Wirtſchafts⸗, Rechts⸗ und Familiengeſchichte iſt nicht abzuſchätzen. R. eee bee— Schlachthäuſer und Viehmürkte Als Mannheim von der Peſt heimgeſucht wurde, kam erstmals der Plan eines Schlachthauſes auf Im Schlachthof ſind zur Zeit rund 50 Arbeits⸗ kräfte damit beſchäftigt, die Brandſchäden am Kühl⸗ haus zu beſeitigen. Dieſe Abräumarbeit wird einige Zeit in Anſpruch nehmen. Nach unſeren Informationen iſt die Frage, in welcher Form ein neues Kühlhaus erſtehen wird, noch nicht eutſchieden. Daß der ſchon einmal erwogene Plan, Schlacht⸗ und Viehhof überhaupt weiter von den Wohnbezirken weg zu verlegen, durch den Brand ſeiner Verwirklichung nahe gebracht werden wird, ſcheint wohl ausgeſchloſſen ſein, da die unverſehrt gebliebenen Gebäude und Anlagen einen zu gro⸗ ßen Wert verkörpern. Der Mannheimer Schlachthof, von dem das nun⸗ mehr ausgebrannte Kühlhaus einen Teil bildete, beſteht ſeit der Jahrhundertwende, aber er hatte auch ſchon einige Vorgänger. Der Gedanke, ein Schlachthaus zu erſtellen, iſt erſtmals im Jahre 1666 aufgetaucht, als die Peſt unſere Stadt heimſuchte und die Hälfte der Bevölkerung hinraffte. Von Anfang Juni bis Ende September ſollen in Mannheim einige tauſend Menſchen der Seuche zum Opfer gefallen ſein. Nachdem die Peſt aber über⸗ wunden war, blieb es dann lange Zeit doch nur beim Planen. Zudem verhinderten die Kriegswir⸗ ren die Ausführung der 1678 genehmigten Baupläne für zwei Schlachthäuſer(die Juden ſollten ein eige⸗ nes bekommen). Das erſte in der nach der Zerſtörung durch die Franzoſen wieder aufgebauten Stadt er⸗ richtete Schlachthaus wird 1726 erwähnt. Es ſcheint ſich hierbei jedoch nur um einen unzuläng⸗ lichen Bau gehandelt zu haben, der dann auch 1750 durch einen neben dem Neckarhafen erſtellten Neu⸗ bau erſetzt wurde. Dieſes zweite Mannheimer Schlachthaus fiel 1869 der Erweiterung des Hafens zum Opfer. An ſeiner Stelle erſtand öſtlich des Holzhafens am linken Neckaruſer, und zwar auf dem Platz des jetzigen Straßenbahnhofes, ein maſſives Gebäude, das techniſch gut eingerichtet war, aber ſich angeſichts der raſch wachſenden Einwohnerzahl bald als zu klein erwies. Bei der Suche nach einem ge⸗ eigneteren Gelände für den Neubau entſchloß man ſich dann für das Gewann Kleinfeld. Am 7. Mai 1896 genehmigte der Bürgerausſchuß die Vorlage. Alsbald wurde mit dem Bau begonnen, der am 3. Mai 1900 eröffnet werden konnte. Mit dem Tage der Eröffnung wurde in Mannheim der allgemeine Schlachthaus⸗ zwang eingeführt, wodurch die bis dahin noch vor⸗ handenen etwa 40 Privatſchlächtereien ihrer Privi⸗ legien verluſtig gingen. Das neue Schlachthaus brachte zugleich die Zentraliſation der Fleiſchbeſchau. Dem Schlachthof wurde 1901 die Fettſchmelze angegliedert. Zu Beginn des letzten Fahrzehntes wurde auch eine Trichinen⸗ ſchau eingerichtet. Der Gedanke, das Schlachthaus an der Stelle zu erbauen, an der es jetzt ſteht, wurde weſentlich da⸗ durch gefördert, daß dort ſchon ſeit 1892 der Vieh⸗ hof beſtand. Eine räumliche Verbindung von Schlacht⸗ und Viehhof erwies ſich aber als ſehr zweck⸗ mäßig. Im alten Mannheim hatte ſich der Viehmarkt auf den Planken abge⸗ ſpielt, und zwar fand ein Rindermarkt bis zum Jahre 1852 beim Quadrat Db 3 ſtatt. In dem ge⸗ l nannten Jahre wurde er auf den Speiſemarkt ver⸗ legt, aber die Verhältniſſe waren dort ſo ungünſtig, daß ſich die Stadtverwaltung dazu entſchloß, auf den Glaeciswieſen am Heidelberger Tor lin der Gegend des heutigen Waſſerturmes) eine Viehmarkt⸗ halle zu erbauen. Im Jahre 1865 ſtand dieſe Halle. Sie war zunächſt ein offener, auf hölzernen Säulen ſtehender Schuppen, den man in der Folge aber mit gemauerten Wänden verſah und dem man nach und nach einige Nebenhallen angliederte. Die Marktverhältniſſe wurden damit zwar beſſer, als ſie vordem waren, jedoch eine ideale Löſung war auch damit nicht gefunden. Einer Anregung des Landwirtſchaftlichen Bezirksvereins war es zu dan⸗ ken, daß ſich die Stadtverwaltung bereit fand, im Ge⸗ wann Kleinfeld einen neuzeitlichen Viehhof anzulegen. Nachdem er am 16. Januar 1892 eröffnet worden war, empfand man die räumliche Trennung vom damaligen Schlachthaus ſehr unangenehm. Das hat— wie ſchon erwähnt— mit dazu beigetragen, daß es zur Errichtung des heutigen Schlachthofes kam. in Mannheim Die räumliche Verbindung von Schlacht⸗ und Viehhof hat ſich bewäcrt, wie über⸗ haupt beide Einrichtungen weit vorausſchauend ge⸗ ſchaffen wurden und heute noch den Anſprüchen ge⸗ recht werden. Nur fehlt jetzt eben durch den Brand das Kühlhaus. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß ſein Er⸗ ſatz eine dringliche Angelegenheit iſt. dr. th. Zum Berufsweltkampf aller Schaffenden Aufruf an ſämtliche Lehrlinge, Geſellen und Meiſter des deutſchen Handwerks! Der Berufswettkampf aller Schaffenden fordert von jedem einzelnen Deutſchen reſtloſen Einſatz zum Gelingen des zweiten Vierjahresplanes. Auch das deutſche Handwerk iſt in ſeiner Geſamtheit dazu berufen, den Führer tatkräftig zu unterſtützen. Es findet oͤieſerhalb am Montag, dem 20. Dezember, im Muſenſaal des Roſengartens, abends 20 Uhr, ein Großappell ſtatt, ſtatt, bei dem über Sinn und Zweck des Reichs⸗ berufswettkampfes geſprochen wird. Sämtliche Lehrlinge mit Eltern ſowie Meiſter und Geſellen werden zur Teilnahme an dieſem Appell aufgefordert. Erſcheinen iſt Pflicht! Der Weihnachtsdienſt der Reichspoſt Glückwunſchtelegramme ins Ausland, Weihnachts⸗ geſpräche mit Ueberſee, Seefunkglückwünſche Auch in dieſem Jahre hat die Deutſche Reichs⸗ poſt alle Vorbereitungen getroffen, damit ſich der Weihnachtsdienſt glatt abwickelt und alle Geſchenk⸗ ſendungen und guten Wünſche zur rechten Zeit an Ort und Stelle ſind. Ueberall iſt das Perſonal für die Mehrarbeiten ausreichend bemeſſen, allerorts ſind genügend Fahrzeuge bereitgeſtellt. Pakete wer⸗ den während des Weihnachtsdienſtes auch außerhalb der regelmäßigen Schalterdienſtſtunden ohne Einlie⸗ ferungsgebühr angenommen. Ueberall greifen rüh⸗ rige Hände zu, damit im Abfluß der Pakete und Päckchen nach und von den Bahnhöfen ſowte beim Be⸗ und Entladen der Fahrzeuge keine Stockungen eintreten! Poſtbeamte und Helfer ſehen ihre ſchönſte Aufgabe darin, ſich zu Höchſtleiſtungen anzuſpannen. Aber auch die Poſtbenutzer müſſen mithelfen und ihre Weihnachtsſendungen, mag es ſich um Pa⸗ kete, Poſtgüter oder Päckchen handeln, gut und feſt verpacken und ſie vor allem nicht erſt in letzter Stunde zur Poſt bringen. Dann wer⸗ den die Millionen Päckchen und Pakete rechtzeitig auf dem Gabentiſch liegen. Am 24. Dezember wer⸗ den die Poſtſchalter möglichſt um 16 Uhr geſchloſſen, doch bleiben die Telegramm⸗ und Geſprächsannah⸗ men wie werktags geöffnet. Die Zuſtellungen wer⸗ den um 16 Uhr beendet, Paket⸗ und Eilzuſtellung jedoch nicht eingeſchränkt. Bis 6. Januar nehmen alle Telegrammannahme⸗ ſtellen verbilligte Weihnachts⸗ und Neu⸗ jahrsglückwunſchtelegr amme nach dem Ausland an. Dieſe Telegramme werden zum Feſt zugeſtellt. Die Gebühren ſind ermäßigt. An Emp⸗ fänger auf Schiffen in See ſind ebenfalls bis 6. Ja⸗ nuar verbilligte Seefunk⸗Feſttagstelegramme zuge⸗ laſſen, oͤie auch auf Telegrammſchmuckblättern zuge⸗ ſtellt werden. Ueber Einzelheiten geben die Tele⸗ grammannahmeſtellen Auskunft. Vom 23. Dezem⸗ ber bis 4. Januar können nach einer Reihe von Ueberſeeländern Weihnachts⸗ und Neufahrs⸗ geſpräche zu halber Gebühr geführt werden. Die Zeit der Abwicklung des Geſprächs kann mit der Vermittlungsſtelle vereinbart werden. eee ee In der Hildebrandmühle: Verpflichtung der zweiten Werkfrauengruppe durch Direktor Marwitz und die Vertreterin der DA Im mit der Büſte des Führers und dem Wahr⸗ zeichen der Deutſchen Arbeitsfront geſchmückten Feſt⸗ raum der Hildebrandmühle wurde am Mittwoch⸗ nachmittag die zweite Werkfrauengruppe feierlich verpflichtet. Dem einleitenden Lied „Unter Fahnen ſchreiten wir“ folgten das Gedicht „Um uns hämmern Maſchinen“, der Kanon„Wir Werkleute all“ und der Sprechchor„Geh ruhig dei⸗ nem Ziel entgegen“. Direktor Marwitz, der nach dieſen eindrucks⸗ vollen Vorträgen das Wort ergriff, betonte, daß die Verpflichtung der zweiten Werkfrauengruppe ein Beweis für den Geiſt ſei, von dem die Arbeit in der Hildebrandmühle beſeelt ſei. Unter Bezugnahme auf das Führerwort„Die Arbeit ehrt die Frau wie den Mann, das Kind aber adelt die Mutter!“ erin⸗ nerte der Redner daran, daß nach der Machtergrei⸗ fung zwar zunächſt die typiſch männlichen Eigenſchaf⸗ ten Geltung beanſpruchten, zugleich aber auch Stim⸗ men laut wurden, die der Frau ihren neuen Platz anwieſen. War es doch damals ſchon Dr. Goebbels, der in einer Berliner Verſammlung darauf aufmerk⸗ ſam machte, wie bedeutungsvoll die richtige Einord⸗ nung der Frau in das neu zu geſtaltende Leben ſei. Beherzige man das Führerwort, dann werde die Alltagsarbeit zum Feiertagserlebnis. Entſcheidend für das Wirken der Werkfrauengruppe ſei nicht die Zahl, ſondern der Geiſt der Kameradſchaft. In dieſem Sinne verpflichtete der Betriebsführer die Werk⸗ frauen durch Handſchlag. Frl. Münchbach ſchickte der Verpflichtung der einheitlich blau⸗weiß gekleideten Schar im Namen der Deutſchen Arbeitsfront ebenfalls beherzigens⸗ werte Ausführungen voraus, wobei es beſonders unterſtrich, daß die Werkfrauen berufen ſeien, den Nationalſozialismus in die Tat umzuſetzen. Mit frohem Mut und Diſziplin werde es immer möglich ſein, die Schwierigkeiten, die ſich der Werkfrau ent⸗ gegenſtellen, zu überwinden, wenn ſie ſich vergegen⸗ wärtige, daß ſie durch ihr Wirken im Sinne einer untrennbaren Schickſalsgemeinſchaft eine Dankes⸗ ſchuld an den Führer abtrage, dem jede mit lautem Ja und Handſchlag unverbrüchliche Treue gelobte. Betriebsobmann Heinrich Beſt ſtellte nach einem Gedichtvortrag und einem Lied der Werkfrauen⸗ gruppe feſt, daß die erſte Gruppe durch ihre Einſatz⸗ bereitſchaft bereits große Leiſtungen erzielt habe. Die zweite Gruppe übernehme alſo eine gewiſſe „Regimentstradition“. Unter Hinweis auf die Pflichten, die Werkſchar und Werkfrauengruppe als Stoßtrupps des Betriebes zu erfüllen haben, be⸗ merkte der Redner, daß es doch etwas wunderbares ſei, bei den Arbeitskameraden Saiten zum Erklin⸗ gen zu bringen, die bisher ſtumm geblieben ſeien. Wenn jede Werkfrau immer an die feierliche Stunde der Verpflichtung denke, werde ſie nichts von dem Wege abbringen, den ſie zum Beſten der Arbeits⸗ kameraden zu gehen habe, Als mit dem Anruf des Führers die Verpflichtung beendet war, begab ſich der Betriebsführer mit den Ehrengäſten und der Werkfrauengruppe in die Kan⸗ tine, wo man noch ein wenig fröhlich eee Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 16. Dezember 1937 Nebeiſtimmung Nebel klebt uns an Hut und Mantel, Bäume und Sträucher ſtehen in ſchwachem Umriß da wie Dunſt. Einſame Lichter trauern und winken zugleich. Wan⸗ derer gehen an uns vorüber; es riecht nach der Ver⸗ weſung in der Natur, als ob ſie ſich ſelber einſargen wollte. Es tropft von den Zweigen und Dächern. Gleicht nicht unſer Leben oft ſolchem trüben Tag? Wir tappen und taſten uns an Wegweiſern vorbei. Selten grüßt ein Licht. Wer Trauer im Herzen hat, ſieht um ſich Trauer. Uns fröſtelt und ſchauert, und doch müſſen wir unſer Ziel ereichen. MNenfeift! Neunffeitf! reueste Leglerung- im Mregen unbedingt wie 5856er Id Kar.) in reicher Auswenl Eãsc Jeoeueges buen Breite Straße Es gibt dunkle Tage im Leben, aber dann kommt wieder Sonne, es gibt Not, aber heller ſtrahlt doch die Freude. Sollte es Zufall ſein, daß wir lieber an Freudiges zurückdenken als an EGreigniſſſe mit ſchwarzen Rändern? Auch dir leuchtet ein Lichtlein. Schreite weiter, hoffe wieder! Raffe dich auf! Es ſind nur noch wenige Tage, dann iſt Winterſonnwend. Dann wächſt das Licht wieder. Die Tage werden heller. Dann werden auch unſere Herzen wieder jünger. Siehe, ſchon lichtet ſich der Nebel, ein zartes Blau ſteht dir zu Häupten, und ein goldner Saum wie eine Verheißung leuchtet am Rande der Nebelballen. Was die Polizei notiert Bei vier Verkehrsunfällen wurden geſtern oͤrei Perſonen verletzt und vier Fahrzeuge beſchädigt. Sämtliche Verkehrsunfälle ſind auf Nichtbeach⸗ tung der Verkehrsvorſchriften zurückzuführen. NMayser- Hüidtel- Bolsalino- Pousselef dAlese Markenhüte finden Sie bei Zeumer dem großen NMuthaus m der Breifen Streße N 7,-7 Verkehrsüberwachung. Wegen verſchiedener Ueber⸗ tretungen der Reichsſtraßenverkehrsordnung wur⸗ den 48 Perſonen gebührenpflichtig ver⸗ warnt und an 18 Kraftfahrzeughalter wurden rote Vorfahrtsſcheine ausgehändigt, weil ihre Fahrzeuge techniſche Mängel aufwieſen. Wegen Ruheſtörung kamen drei Anzeige. wars Perſonen zur e 2 Die geſchichtliche Tragödie des alten Moor: Der Batermörder Wilh. v. Sickingen Neues über die Arbilder der Geſlalten aus Schillers Räuber— Vortrag von Prof. Dr. Waas im Altertumsvereim In der„Neuen Mannheimer Zeitung“ vom 27. Oktober S. 7 brachten wir die erſten Meldungen von dem aktenmäßigen Nachweis über die hiſtoriſchen Urbilder zu den Grafen Moor in Schillers„Räu⸗ ber“. Es war ein Graf Sickingen, der in kurmain⸗ zer Dienſten als Staatsminiſter ſtand, der ſeinen Vater im Hungerturm gefangen hielt. Prof. Dr. Waas, der angeſehene Hiſtoriker aus Bad Nau⸗ heim hat nach genauer Durchforſchung des Mate⸗ terlals und eigenem weitergehenden Studium von Wiener diplomatiſchen Akten wertvolle Ergänzun⸗ gen zu dieſen intereſſanten Entdeckungen bringen können und berichtete hierüber geſtern im Alter⸗ tumsverein. Die Aktenpublikation verdanken wir Dr W. M. Becker in der„Zeitſchrift für die Ge⸗ ſchichte des Oberrheins“, außerdem findet ſich ein Bericht darüber im Juniheft der„Weſtmark“. Wir wiſſen aus den Berichten der Mannheimer Zeitgenoſſen von Schiller, daß ſowohl auf der Bühne wie beim Vorleſen von der Hungerturm⸗ ſzene in den Räubern die ſtärkſte Wirkung im gan⸗ zen Stück ausging. Nun gibt es eine ganze Menge Forſchungen über literariſche Beeinfluſſung Schil⸗ lers. Einigermaßen feſt ſteht ſie für den Fall der Schubartſchen ſentimental-moraliſchen Novelle, in der auch zwei böſe Söhne vorkommen, aber die Ge⸗ ſchichte von Reinhold Lenz über das Turmverließ wurde erſt 50 Jahre ſpäter gedruckt und Gerſten⸗ bergs„Ugolino“ weicht ziemlich weit ab von der Schillerſchen Fabel. Wohl wiſſen wir durch die For⸗ ſchungen Smekals(Wien), daß es in Oeſterreich ein Geſchlecht der Grafen Mohr(mit h) gab, ſogar um 1770 mit denſelben Vornamen wie bei Schiller, und einer von den Karlsſchülern hieß Chriſtoph v. Mohr. Irgendwelche Vatermordgeſchichten ſind aber über dieſe Grafen nie bekannt geworden, und ſo war man bisher nur auf die Andeutung von Charlotte von Schiller angewieſen, daß der Zorn des Herzogs Karl Eugen v. Württemberg ganz beſonders auch noch dadurch erregt ſei, daß es tatſächlich einen Franz Moor gäbe. Dieſer war nun ein Wilhelm v. Sickingen — ſein Bild hängt im kurpfälziſchen Muſeum in Hei⸗ delberg— deſſen Vater Karl Anton ſein Vermögen verlaborierte, weil er, wie vielfach in damaligen Adelskreiſen üblich, Gold machen wollte. Die Sickin⸗ gens gehörten wohl zu den reichſten Adelsfamilien der Pfalz, aber die Verwandten wollten natürlich das Geld anderweitig verwandt wiſſen, erreichten einen vorläufigen Reichshofratbeſchluß zu einer Art Entmündigung, die jedoch, wie die Akten zeigen, nur als Drohung gedacht war. Zunächſt hatte noch Jo⸗ ſeph Karl v. Sickingen, der Onkel des üblen Wilhelm, die Verantwortung. Er nutzte die Ge⸗ legenheit, und brachte den Bruder in ein ritter⸗ liches Gefängnis auf den Otzberg im Odenwald. Dort konnte er ſich frei bewegen, hatte ſtandesgemäße Geſellſchaft und auch etwas Geld zum Experimentieren. Hier hat der alte Herr immerhin ee er Verufsweltkampf aller Wie bereits bekanntgegeben wurde, wird im nächſten Jahre der bisher jährlich als„Reichs⸗ berufswettkampf der deulſchen Jugend“ ſtattgefun⸗ dene Leiſtungswettkampf als„Berufswettkampf aller ſchaffenden Deutſchen“ durchgeführt. Zum Gaubeauftragten des Gaues Baden für die Durchführung des Berufswettkampfes aller ſchaf fenden Deutſchen wurde der bisherige Leiter des Reichsberufswettkampfes im Gebiet Baden, Gan⸗ jugendwalter, Baunführer Pg. Friderich be⸗ ſtellt. Warum Berufswettkampf? Der Führer hat auf dem diesjährigen Reichspartei⸗ tag der Arbeit hervorgehoben, daß durch die Arbeit der politiſchen Organiſatignen guf allen Lebens- eee eee, Von der neuen Straßenverlehrs-Orönung: Beleuchtet die Fahrzeuge richtig! Welche Lichter ſind künftig vorgeſchrieben?— Auch die Pferdefuhrwerke fallen unter die neuen Auf Landͤſtraßen oder in ſchlecht beleuchteten Ort⸗ ſchaften kann man des Nachts oft Fuhrwerken be⸗ gegnen, unter denen eine ſchwach leuchtende Laterne hin und her baumelt. Vielfach fehlt überhaupt jede Beleuchtung oder ſie iſt ſo ungünſtig angebracht, daß ſie von anderen Fahrzeugen nicht zu ſehen iſt. Mancher Kraftfahrer hat erſt in letzter Sekunde zu erkennen vermocht, daß ſich vor ihm ein gefahrdro⸗ hendes Hindernis in Form eines Pferdefuhrwerks auftat. Die durch die Erfahrungen der Praxis und gewiſſenhafte Beobachtungen ſich als notwendig er⸗ wieſenen Beſtimmungen haben ſchließlich im 8 24 der neuen Verkehrsordnung eine geſetzliche Verankerung gefunden, der gerade für ländliche Gegenden von größter Bedeutung iſt. Bei Dunkelheit oder ſtarkem Nebel müſſen in Zukunft an Fahrzeugen aller Art(für Fahrräder gelten Sonderbeſtimmungen, auf die wir ſpäter ein mal eingehen werden), die ſeitlichen Begrenzun⸗ gen nach vorn durch weiße oder ſchwachgelbe Later⸗ nen und das Fahrzeugende nach hinten durch rote Laternen oder rote Rückſtrahler erkennbar gemacht werden. Die Beleuchtungs einrichtungen an der Vor⸗ derfront dürfen jedoch nicht— vielleicht aus Spar⸗ ſamkeit— auch gleichzeitig als Rücklichter benutzt werden, d. h. ſie dürfen nach hinten kein rotes Licht zeigen. f Die Anbringung von Lampen unter dem Fahrzeug zur Kenntlichmachung der ſeitlichen Begrenzung iſt verboten. Dieſe neuen Beſtimmungen haben beſonders für oͤen Fahrverkehr auf Landſtraßen und kleinen, ſchlecht oder gar nicht beleuchteten Ortſchaften Wichtigkeit, müſ⸗ ſen aber auch in der Großſtadt berückſichtigt werden. Aus wirtſchaftlichen Gründen wird für dieſe einſchneidenden Beſtimmungen eine Ueber⸗ gangszeit zugebilligt; ſie müſſen jedoch vom 1. Juli 1038 ab im ganzen Reichsgebiet ohne jede Ausnahme erfüllt werden. Außer den Kraftfahrzeugen und Straßenbahnen müſſen alſo . 5 auch die Pferdefuhrwerke, um die ſeitliche Begrenzung ausreichend anzuzeigen, die zur Fahrbahnbeleuchtung beſtimmten Lampen etwa in gleicher Höhe und gleichem Abſtand von der Fahrzeugmitte anbringen; die Lampen dürfen vom äußeren Fahrzeugrand nicht mehr als 40 Zentimeter nach der Fahrzeugmitte zu entfernt ſein, ſo daß man ſchon von weitem die ungefähre Breite des Fahr⸗ zeuges abſchätzen kann. Schließlich müſſen alle in Beſtimmungen Vorderende der Deichſel eine beſondere Lichtquelle angebracht ſein. f Dieſe Beſtimmungen gelten nicht für abgeſtellte Fahrzeuge, wenn ſie durch andere Lichtquellen aus⸗ reichend beleuchtet ſind. Dabei müſſen wir aber gleich auf den zweiten Teil des§ 2 hinweiſen, der vorſchreibt, daß nubeſpannte Fuhrwerke bei Dunkelheit oder ſtarkem Nebel überhaupt nicht auf der Straße belaſſen werden dürfen. Kann ausnahmsweiſe ihre Entfernung aus zwingenden Gründen nicht erfolgen, ſo muß die Deichſel abgenommen oder hochgeſchlagen werden und außerdem muß die ſeitliche Begrenzung des Fuhrwerks durch ausreichende Lichtquellen erkenn⸗ bar gemacht werden. Darüber hinaus iſt hinten am Fuhrwerk zwiſchen Fahrzeugmitte und der linken Außenkante eine Laterne mit rotem Licht nicht höher als 125 Zentimeter über dem Erdboden anzubrin⸗ gen. Sämtliche Lichtquellen dürfen andere Verkehrs⸗ schaffenden Deulſchen gebieten des deutſchen Volkes eine Leiſtungsſteigerung zu verzeichnen iſt. Jeder Volksgenoſſe ſollte für all die gewaltigen politiſchen Aufgaben, die für ihn in den letzten Jahren gelöſt wurden, dankbar ſein und durch den Nachweis ſeiner eigenen beruflichen Leiſtung ſeine Einſatzbereitſchaft und Verbundenheit zum Volksganzen kundtun. Die Willens⸗ und 2E Nicht für ſich, aber für die ärmſten Volksgenoſſen ſammelt die Jugend am kommenden Wochenende. Kommt alle zu den Stegreifſpielen der Jugend am Sonntag im Plankenhof. CCãã ĩ ĩͤAdbbbTbbTbbTbTbTbbTbTbbTb Leiſtungsſteigerung eines jeden ſchaffenden Volks⸗ genoſſen ſollen die Teilnahme am Berufswettkampf ſelbſtverſtändlich machen. Wer kaun und ſoll ſich am Berufswettkampf beteiligen? N Der Berufswettkampf iſt im nächſten Jahre zum erſten Male auf alle ſchaffenden Deutſchen erweitert worden. Somit kann jeder ſchaffende deutſche Volks⸗ genoſſe, ob Lehrling, un⸗ oder angelernter Arbeiter, ob Gehilfe, Geſelle oder Meiſter am Berufswettkampf teilnehmen. Wo kann man ſich melden? Bei allen Dienſtſtellen der Deutſchen Arbeitsfront, für Jugendliche auch bei den Dienſtſtellen der Hitller⸗Jugend. Wann iſt Meldeſchluß? Bis 20. Dezember müſſen ſämtliche Meldungen erfolgt ſein! 5 Am Wettkampf aller ſchaffenden Deutſchen nehmen alle diejenigen teil, die den Willen zur Leiſtung be⸗ ſitzen! Meldet euch zum Berufswettkampf aller ſchaffen⸗ den Deutſchen! * Der Ladenſchluß am Heiligen Abend. Nach der Regelung der Verkaufszeiten am 24. Dezember dür⸗ fen nur Lebens⸗ und Genußmittelgeſchäfte ſowie Blumenläden bis 18 Uhr offenhalten, während alle übrigen Verkaufsſtellen um 17 Uhr ſchließen müſſen. Es ſei darauf hingewieſen, daß zur Gruppe der Le⸗ bens⸗ und Genußmittelgeſchäfte nicht nur Feinkoſt⸗, Kolonialwaren⸗ und ſonſtige reine Lebensmittel⸗ geſchäfte gehören, ſondern auch Süßwaren⸗ und Scho⸗ teilnehmer nicht blenden. koladengeſchäfte, Tabakwarengeſchäfte uſw. Eine Warnung in In einer Familie war bei Beginn der Advents⸗ zeit ein Adventskranz zwiſchen zwei geheizten Zim⸗ mern aufgehängt worden. Die Lichter waren am Kranz mit Drahtſpiralen ohne Tellerunterſas be⸗ ſeſtigt worden. Als die Lichter am zweiten Weih⸗ nachtsfeiertag nochmals angezündet wurden, geriet der inzwiſchen ausgetrocknete Kranz durch eines ſei⸗ ner Lichter in Brand, flog ſchräg auf einen Perſer⸗ teppich in dem einen Zimmer herab und beſchä⸗ digte ihn beträchtlich. Der Eigentümer des Teppichs hat von feiner Feuerverſicherungsgeſellſchaft eine Entſchädigung von 1100 Mark für die Wertminde⸗ rung des Teppichs verlangt. Die Geſellſchaft hat u. a. grobe Fahrläſſigkeit des Verſicherten bei dem Ent⸗ ſtehen des Brandſchadens eingewendet, die nach ihren Allgemeinen Bedingungen den Verſicherungsſchutz verwirken läßt. Das Landgericht in Ber⸗ lin hat durch Urteil vom 8. Juni 1937 die Klage des Verſicherten rechtskräftig abgewieſen. Bewegung befindlichen Fahrzeuge bei Dunkelheit oder ſtarkem Nebel Lampen führen, die ihre Fahr⸗ bahn beleuchten. Die ſeitlichen Beleuchtungs⸗ einrichtungen bei Pferdefuhrwerken müſſen alſo ſo Grob fahrläſſig, delt derjenige, der in beſonders ſchwerer Weiſe die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer acht läßt. Der Kläger handelte hier grob fahrläſſig, als er ohne rke Wirkung haben, daß die Fahrbahn auch vor Geſpann beleuchtet iſt, andernfalls muß am beſondere Vorſichtsmaßregeln den ſchon etwa vier Wochen im Wohnzimmer hängenden Kranz mit den ſagt das Landgericht, han⸗ eee Perſerteppich und Adventskranz der Weihnachtszeit nur an einfachen Drahtſpiralen befeſtigten Lichtern anzündete. Es kann völlig dahingeſtellt bleiben, ob es verkehrsüblich iſt, Adventskränze auch noch während der Weihnachtsfeiertage anzuzünden: wenn Lichter an einem ſeit Beginn der Adventszeit auſgehängten Adventskranz noch am zweiten Weihnachtsfeiertag angezündet werden, ſo iſt es eine ſchwere Außeracht⸗ laſſung der Verkehrsſorgfalt, ſofern das mit den an einfachen Drahtſpiralen befeſtigten Lichtern in der Nähe koſtbarer Gegenſtände ohne beſondere Vorſichts⸗ maßregeln geſchieht. Mag der Kranz ſich auch ſo ſchnell entzündet haben, daß er auf den Perſerteppich fiel, ohne daß die in der Nähe befindlichen Perſonen es verhindern konnten, ſo hat es der Kläger alſo außer acht gelaſſen, beſondere Vorkeh⸗ rungen zur Verhütung eines größeren Schadens durch den ſehr leicht brennbaren Kranz zu treffen. Erfahrungsgemäß werden Adventskränze meiſt in nicht mehr völlig friſchem Zuſtand in den Handel gebracht, aber ſelbſt wenn der Kranz des Klä⸗ gers beim Ankauf noch friſch und feſtgebunden war, muß er nach Wochen mit ſeinen Tannennadeln völlig ausgetrocknet und leicht entzündbar geweſen ſein. Einen Beweis für beſondere Vorſichtsmaßregeln zehn Jahre zugebracht, als ihn nach dem Tod Karl Joſephs ſeine Söhne zum Schein befreiten, um ihn nun in ein weit härteres Gefängnis nach dem Dorfe Sauertal zu bringen. Dort hat der ſiebzigjährige alte Sickingen furchtbare Qualen der Einſamkeit und der Angſt ausgeſtanden. Das ganze Dorf mit Pfarrer war angeſtellt, ihn feſtzuhalten; in dem einſam gelegenen Bauernhäuschen waren Selbſtſchüſſe ausgelegt, und nach den Briefen, in denen er flehentlich bittet, doch in ſein Haus nach Rüdesheim gebracht zu werden, muß er ſehr ge⸗ litten haben. Dieſe Geſchichte iſt natürlich in Adels⸗ und Bürgerkreiſen bekannt geweſen, und ſo wird Schiller ſchon auf der Karlsſchule davon er⸗ fahren haben. Der Urheber war ſeit 1774 Staatsminiſter bei Kark Friedrich von Erthal, Kurfürſt von Mainz und des Reiches Erzkanzler, der damals in hoher Gunſt beim Hauſe Habsburg ſtand und den Sickingens auch die Reichsgrafenwürde beſorgte Sickingen ſelbſt war offenbar eine raffiniert⸗oberflächliche Günſtlings⸗ diu die„ noſie Socfte· Tischwäsche Handtücher Wäschesſoffe WEIDNER A WEISS Mannheim N 2, 8 Kunststrage natur, die ſich ſchon viel Feinde gemacht hatte, wie wir aus Berichten der Geſandten Metternich und vom Stein(beides Verwandte der ſpäteren berühmten Staatsmänner) wiſſen. Drei Monate nach der Ur⸗ aufführung der„Räuber“ mußte Wilhelm von Sik⸗ kingen ſeinen Abſchied nehmen, was allerdings nicht nur mit der durch das Stück geſchaffenen Volksſtim⸗ mung, ſondern auch mit der Schwenkung von Kur⸗ mainz nach Preußen hinüber zuſammenhängt. Und ſo erklärt es ſich auch, daß Dalberg ſo ſtarke Bedenken gegen die aktuelle Faſſung der Räuber hatte, und ſie in die Zeit Kaiſer Maximilians zurückverlegte; denn in Mannheim gab es mehrere Sickingens; er ſelber war mit ihnen verwandt. Ein Bruder von Karl Theodor von Dalberg— damals noch Mainzer Domherr, ſpäter Großherzog von Frankfurt— war es, der weiter gegen Wilhelm von Sickingen vorging, und zwar gab ihm den An⸗ laß hierzu eine Klage wegen ſchuldiger Beiträge an die Reichsritterſchaft, die Sickingen als Graf nicht mehr bezahlte wollte. Er iſt perſönlich nach Sauer⸗ vordringen, die Kerkermeiſter waren in der Ueber⸗ zahl und pfälziſches Militär lag in der Nähe. Die Folge war nun, daß Wilhelm ſeinen Vetter Franz beauftragte, den Alten in die Pfalz zu ſchaf⸗ fen. Er wurde wieder in einem Haus zwiſchen Lauterecken und Schallodenbach eingekerkert, wo ihn dann allerdings kurze Zeit ſpäter durch kaiſerliches Urteil die Befreiung erreichte. Er war 24 Jahre gefangen gehalten worden, und hatte mit ſeinen einigen achtzig Jahren kaum ein Bewußtſein davon, was mit ihm geſchah, und ſtarb kurz darauf. Der Helfer Franz von Sickingen aber ſtarb 1834 in völ⸗ liger Armut als Koſtgänger ſeines Gutspächters, und wird in Sauertal auf ſeinem Grabmal als letz⸗ ter Graf von Sickingen bezeichnet; denn man wußte 918 nichts von dem Fortleben der öſterreichiſchen inie 5 Schiller aber hat für oͤie Gerechtig⸗ keit gekämpft und geſiegt. Die Seene war ihm zum Tribunal geworden, und ſo konnte Prof. Dr Waas ſchön ſchließen mit programmatiſchen Sätzen aus„Die Schaubühne als moraliſche Anſtalt betrach⸗ tet“ und aus„Die Künſtler“: iſt in Eure Hand gegeben“. Mannheims Rechtswahrer in froher Gemeinſchaft Der erſte Geſellſchaftsabend der Rechts wah rer des Kreiſes Mannheim, veranſtaltet vom NS⸗Rechtswahrerbund am 11. Dezember im Verſammlungsſaal des ſtädtiſchen Roſengartens in Mannheim, war ein ſchönes Feſt froher Gemein⸗ ſchaft, das erſte ſeiner Art in Mannheim. Es erhielt eine beſondere Note durch die Anwe⸗ ſenheit des Miniſterpräſidenten Pg. Köhler, des Oberlandesgerichtspräſidenten Pg. Reinle und des Gauführers des NSRB Pg. Rechtsanwalt Dr. Schüßler ſowie zahlreicher anderer Ehrengäſte. Der Abend hat bewieſen, daß der NSR ſeine Mitglieder zu einer harmoniſchen Gemeinſchaft zu⸗ ſammengeſchweißt hat. Ein auserleſenes Programm wurde den Gäſten geboten. Vom Nationaltheater waren Kräfte gewonnen worden, die von vornherein einen glanzvollen Verlauf des Abends ſicherten. Opernſänger Hans Schweska wurde gefeiert, der mit Liedern von Schumann, Schumacher und Mil⸗ löcker ſeinen vollen, ſympathiſchen Bariton zur ſchön⸗ ſten Geltung brachte und ausdrucksvoll auch den Ba⸗ jazzoprolog zu ſingen wußte, der ſchon im National⸗ theater Beifallsſtürme entfeſſelte. i In liebenswürdiger Weiſe hatte ſich Frau Els⸗ beth Kinzler in den Dienſt des Abends geſtellt. Mit klangſchönem Organ ſang ſie die Arie der Mimi aus Boheme, und ſpäter„An der Donau, wenn der Wein blüht“ Ein wirklicher Ohrenſchmaus für die Anweſenden, die mit herzlichem Beifall quittierten. Vera Donalies, die Ballettmeiſterin des Natio- naltheaters, war mit ihren Soliſten vertreten und tanzte ſich in aller Herzen mit ihren„Capriolen“, eine eigene Tanzſchöpfung voll launiger Spielereien nach der rhythmiſchen Muſik von Peter Kreuder in geſchmackvollen Koſtümen. Man erzwang ſich ſtür⸗ der Künſtlerin, daß die Premiere dieſes reizenden Enſembletanzes ein voller Erfolg war, ebenſo, wie Walzer von Lehär„Gold und Silber“. a Beſondere Erwähnung verdienen die Soliſten und die Soliſtinnen des Balletts, die ſich in Einzel leiſtungen erfolgreich zeigten. Gabriele Loibl, fried Wilimzig mit dem Ungariſchen Tanz aus ters Jugendtagen Anno 1880. 55 Dies alles leitete mit viel Geſchmack humorvoll der Anſager(den man ſich diesmal aus Heidelberg verſchrieben hatte) Paul R. Henke ti⸗ ſchen Theater in Heidelberg, der ſchon zu Beginn eine herzliche Verbindung herſtellte und ſpäter 50 zur Schadensverhütung durch ein Inbrandgeraten des Kranzes konnte der Kläger nicht antreten. „ erleineee, eigenen, launigen Verſen zum allgemeinen tal geritten, konnte aber zum alten Sickingen nicht „Der Menſchheit Würde Dr. Hr. miſch eine Wiederholung, und reicher Applaus zeigte 1 der von der Meiſterin und ihren Soliſten getanzte 1 75 ut⸗ r vom Städti⸗ Se myſti kehr die s Tag ver ri woch über lebe einge! Pube⸗ das 2 alter, 5 Rückg Ir heiten 0 1 nah! Ein in eir ſeiner Nachn iſt die fall. Tod Alter Ur den B ung das ſi ben t Kraft⸗ üben. die K der, 8 irgent dieſe beſtim Swob ſönlich Siehe im 42 jahr im 42 Humb 28. ſei 49. Le Papſt Ehe a Welt Der 1 Geſche gebor wurde hensje da ſpü 2 n Aug. Wilh. Peck: Jas q lellenjala uncl Seine elieimnisse Schon in älteſten Zeiten wurde die Zahl 7 für myſtiſch gehalten. Es war wohl die häufige Wieder⸗ kehr der 7 bei den Sternbildern und Monophaſen, die ſolchen Glauben förderte. Der., 14., 21., 28. Tag galt als heiliger Tag, an dem keine Geſchäfte verrichtet werden durften. Unſere Sieben tage⸗ woche iſt die Frucht dͤieſes Sternglaubens. Dar⸗ über hinaus waren die Zahlen Lebensſymbole, mit denen man ſein Schickſal verknüpfte. In alten Schriften finden wir das Menſchen⸗ leben in ſiebenjährige Zeitabſchnitte eingeteilt. Das 7. Jahr= Zahnwechſel, das 14. Pubertät, das 21.= Bartwuchs und Männlichkeit, das 28. ſtärkſte Körperkraft, das 35.- Heirats⸗ alter, das 42.- Charakterabſchluß, das 49. und 56. Reife von Verſtand und Rede, das 63. und 70.= Rückgang. Intereſſant bei Betrachtung dieſer alten Weis⸗ heiten iſt die Tatſache, daß die moderne Zell⸗ forſchung die mehr oder minder ſpekulative An⸗ nahme der Alten wiſſenſchaftlich beſtätigt. Ein Forſcher errechnete nämlich, daß der Menſch in einem Kreislauf von ſieben Jahren den Hauptteil ſeiner alten Zellen durch Ausfall verliert und durch Nachwuchs neuer Zellen ergänzt. In jungen Jahren iſt die Neubildung von Zellen ſtärker als der Aus⸗ fall. Im reiferen Alter halten ſich Geburt und Tod der Zellen die Waage, während im höheren Alter der Zerfall der Zellen bei weitem überwiegt. Univerſitätsprofeſſor Dr. Swoboda, Wien, führte den Beweis, daß die Siebenjahrperiode eine ungeheure Bedeutung hat. Er wies nach, daß das ſtebte Jahr und alle Lebenszeiten, die durch ſie⸗ ben teilbar ſind, einen beſtimmten Einfluß auf die Kraft⸗ und Schickſalsgeſtaltung des Menſchen aus⸗ ſihen. Im ſiebenjährigen Rhythmus ſind vor allem die Keimzellen Wertſchwankungen unterworfen. Kin⸗ der, die in einem durch ſieben teilbaren Alter der irgendwie begabten Eltern geboren wurden, haben — je nach Anlage des betreffenden Elternteils— eine längere Lebensdauer als die übrigen Nachkom⸗ men, ſind begabter und leiſtungsfähiger und können dieſe größere Leiſtungsfähigkeit auch ihren Kindern weiter vererben. Bleibt von mehreren Kindern nur eins leben, ſo iſt dieſes wohl in allen Fällen ein Siebenjahrskind. Wird nach langer unfruchtbarer Ehe ein Kind ge⸗ boxen, ſo befindet ſich ein Elternteil oder auch beide beſtimmt im Siebenjahr. Zum Beweis führt Prof. Swoboda an, daß ſich die Eltern berühmter Per⸗ ſönlichkeiten z. Z. der Geburt faſt durchweg im Siebenjahr befanden. So wurde Richard Wagner im 42. Lebensjahr ſeines Vaters und im 35, Lebens⸗ jahr ſeiner Mutter geboren. Kant wurde ebenfalls im 42. Lebensjahr ſeines Vaters, Alexander von Humboldt im 49. Lebensjahr ſeines Vaters und im 28. ſeiner Mutter geboren. Leibniz erblickte auch im 49. Lebensjahr ſeines Vaters das Licht der Welt. Papſt Leo XIII. wurde nach langer unfruchtbarer Ehe als erſtes lebensfähiges Kind im Siebenjahr zur Welt gebracht und erreichte ein Alter von 93 Jahren. Der berühmte Juriſt Savigny überlebte ſeine 13 Geſchwiſter; ſeine Mutter war 35 Jahre alt, als er geboren wurde. Der bekannte Botaniker Hofmeiſter wurde nach 11jähriger unfruchtbarer Ehe im 42. Le⸗ bensjahre ſeines Vaters geboren. Das 42. Lebens⸗ jahr des Vaters iſt häufig das Lebensjahr, das be⸗ rühmte Perſönlichkeiten hervorbringt; auch Darwin wurde im 42. Lebensjahr des Vaters geboren. Prof. Swoboda wies weiter nach, daß Kinder von Säufern, trotz erblicher Belaſtung väterlicherſeits, geſund zur Welt kamen, wenn die Mutter zur Zeit der Geburt ſich im 21., 28. oder 35. Jahr befand, während die Kinder, die in den übrigen Altersjah⸗ ren geboren wurden, mit Krankheiten behaftet waren. Die Erreichung der Siebenperiode zeigt weiterhin geſteigertes Sexualverlangen. Eine Statiſtik der Heiratsanzeigen, Neuroſen und auch Sittlichkeits⸗ verbrechen beſtätigt dieſes. Ueber die geſteigerte Leiſtungsfähigkeit der Menſchen im Siebenjahr be⸗ richtet Prof. Swoboda weiter: Kant und Locke ſchrei⸗ ben ihre Hauptwerke im 56., Bjvernſon und Gold⸗ marck im 77. Jahre. Goethe zeigte ſeine großen Verliebtheiten und die erhöhte dichteriſche Produk⸗ tivität faſt immer im Siebenjahr. Dieſes Geſetz des Siebenjahres, das ſchon Hypo⸗ krates und anderen Weiſen des Altertums bekannt war, erhärtet Prof. Swoboda durch umfangreiches ſtatiſtiſches Material. Er begmügt ſich nicht allein mit nüchternen Feſtſtellungen, ſondern verſucht auch für dieſe überraſchenden Ergebniſſe eine Erklärung zu geben. Er ſieht die Urſachen dieſer Erſcheinun⸗ gen darin, daß im Leben aller Menſchen Energieſchwankungen auftreten, deren Höhepunkte alle 7 Jahre erreicht werden. Zu dieſen Zeiten iſt der Menſch beſonders leiſtungs⸗ fähig und vermag in dieſem Lebensabſchnitt die ihm innewohnende, beſonders ſtarke Lebenskraft auch auf die Nachkommen zu übertragen. Man kann feſtſtellen, daß die im Siebenjahr geborenen Kinder die meiſten perſönlichen Merkmale der Eltern mit⸗ bekommen. Der Vorſchuß Balzac ſaß, ſo wird in„Reclams Univerſum“ erzählt, mit ſeinem Kollegen Monnier zuſammen, um gemeinſam mit ihm ein Theaterſtück zu verfaſſen. Zwar hatten die beiden noch keine Zeile des Stückes niedergeſchrieben, aber ſie wußten doch wenigſtens ſchon, wie es heißen ſollte. Mehr als das, Balzac wußte ſogar ſchon, was ihnen das Stück einbringen würde. Denn wenn es ſich um Geld drehte, ging Balzaes Phantaſie ins Unendliche. Er rechnete alſo ſeinem Kollegen vor:„Hundertfünfzig Aufführungen werden wir beſtimmt erreichen. Das macht, wenn wir die Aufführung mit fünftauſend Franken an⸗ ſetzen, einhundertfünfzigmal fünftauſend, das ſind alſo ſiebenhundertfünfzigtauſend Franken. Als Tantieme haben wir zwölf Prozent zu bekommen, alſo neunzigtauſend Franken. Damit nicht genug, können wir auch unſere Freiplätze verkaufen. Das gibt nochmal fünftauſend Franken. Außerdem laſſen wir das Textbuch drucken. Dreißigtauſend werden ſicher gekauft werden. Das Stück drei Franken. Gibt einen ſchönen Batzen Geld.“ Hier unterbrach Monnier ſeinen Kameraden und meinte:„Das iſt ja fabelhaft, lieber Balzac, aber wenn ich mir die Frage erlauben barf: Würde es dir etwas aus⸗ machen, wenn du mir auf dieſe Einnahme hin drei Franken Vorſchuß gäbſt?“ getroffen. den im Hauptgang des Ihnen gefallen die neuen Mützen nicht! In der amerikaniſchen Marine wurden dieſe neuen Mützen eingeführt, die jedoch bei den Soldaten herzlich wenig Anklang fonden. i (Preſſephoto, Zander⸗M.⸗ Die künftige Weltausſtellung wird ſchon vorbereitet Für die Neuyorker Weltausſtellung 1939 wurden ſchon die Dieſe Skulpturen, die die Freiheit der Preſſe, die des Wortes und die der Arbeit verſinnbildlichen, Ausſtellungsgeländes erſten Vorbereitungen Verſammlungsfreiheit, die Freiheit ſind im Modell fertiggeſtellt. Die Skulpturen wer⸗ Aufſtellung finden.(Preſſephoto, Zander⸗M.) Er tauchte 130 Meter in den Michiganſee Dieſer funge amerikoniſche Taucher tauchte von Bord eines Küſtenſchiffes aus in die Tiefe des Michiganſees und erreichte dabei 130 Meter. Es iſt die größte Tiefe, die bisher von einem Taucher mit normalem Tauchgerät erreicht wurde. Die Verſuche hatten jedoch einen ſehr realen Hintergrund. Sie ſollen ein neuer Beginn zur Hebung der Schätze ſein, die auf dem Meeresgrund liegen.(Preſſephoto, Zonder⸗M.)] Wahre Kameraoͤſchaft 7 Von Werner Oellers Wir ſtanden auf der Bühne des Hochofens. Der Abſtich war beendet, die Cowpers blieſen wieder „Wind“ mit heulendem Getön, 600 Grad Celſius und zwei Atmoſphären. Unter uns, unter der Ofenbühne, zogen Lokomotiven die gleißende Lava des Eiſens und der Schlacke in feuerfeſten Pfannen davon. Um uns ſtand noch die Gluthitze des Abſtichs, und aus den mählich erſtarrenden Sandrinnen ſtiegen, durch⸗ ſichtig wie Glas, Dämpfe herauf, die die Kehle ein⸗ ſchnürten und die Bruſt beengten. Schweiß rann über die Geſichter. Verſchnaufend ſtand ich an das Bühnengeländer gelehnt und ſuchte etwas zu er⸗ haſchen von der friſchen, kühlenden Luft, die draußen vorbeiſtrich. Neben mir, auf einem Steinhaufen, hockte der„Zweite Mann“. Von Zeit zu Zeit wiſchte er ſich mit dem Aermel der Aſbeſtjacke über das gelbhäutige, perlende Geſicht. Ein Cowper dröhnte, und aus der Ferne donnerte die Preßluft durch das Stahlband eines Konverters. Hinter mir ging der„Erſte Mann“. Ich ſah ihn nicht und ich hörte ihn nicht, doch ich fühlte ihn. Seit Tagen ging er ſo an mir vorbei. Ohne ein gutes Wort, ohne einen guten Blick. Seit zwei Tagen, ſeit vorgeſtern, war ich Luft für ihn. Denn ich hatte unſern Jüngſten, den„Sechſten“, in Schutz genommen, als jener ihm unrecht tat. Deshalb ging er nun an mir vorbei, deshalb beachtete er mich nicht, deshalb ſtand um uns alle eine Schwüle, die un⸗ gleich ſchwerer zu ertragen war als die mörderiſche Hitze, die von den 1700 Grad des ſtrömenden Eiſen⸗ fluſſes auf unſere Leiber geworfen wurde, Es war, als ſei unſerer kleinen Gemeinſchaft eine ſchmerz⸗ liche Wunde zugefügt worden. Wie ich fetzt an der Bühnenbrüſtung ſtand und auf die Hüttenſohle hinabblickte, wie ich ihn wieder hinter mir hergehen fühlte, wortlos und feindlich, da ſpürte ich aufs neue die Unerträglichkeit des Zu⸗ ſtandes. Es mußte etwas getan werden. und ſei es auch um den Preis, daß ich mich ſeinem Weſtfalen⸗ ſchädel beugte. 9 8 Während ich noch darüber nachſann, gewahrke ich auf 85 1 Bühnen, die den Weg der Hüttenſohle wie Brücken überſpannten, aufge⸗ regte Bewegung. Faſt im gleichen. Augenblick tauch⸗ ten unter uns eiligſt, faſt laufend, zwei Sanitäter mit einer Tragbahre auf und hinter ihnen, mit nicht weniger eiligen Schritten, eine jugendliche Kranken⸗ er den„Poſaunen“⸗Chor lebendig werden in Schu⸗ ſchweſter. Alle auf der Bühne ſtanden an der Brü⸗ ſtung, ſchauten hinab und ihnen nach, wie ſie vor⸗ wärtsſtrebten durch die Brandung der Arbeit, rechts und links vom grauen Weg. Rund um ſie türmte ſich das Gewirr der Werksbauten und Eiſenkonſtruk⸗ tionen, der Schlote und Eſſen, der Türme und Ge⸗ pürſte, der gewaltigen Cowperzylinder, der feuerglu⸗ tenden, dampfumhüllten Koksbatterien. Drei arm⸗ ſelige Menſchlein liefen eiligſt unter ihnen dahin, um einem der Ihrigen zu helfen, den das Werk geſchla⸗ gen hatte. Das Werk, das ſie ſelber ſich geſetzt. Es war ſoweit, daß die Menſchen zuſammenſtehen muß⸗ ten, um ſich des Werks zu erwehren. Denn das Werk war nicht verwundbar, die Menſchen aber waren es. So liefen ſie dahin, und an den Bühnenbrüſtun⸗ gen ſtanden die Leute und ſchauten ihnen nach, mit großen Augen und ſchmalen, ſchweigenden Lippen. Hüttenleute ſind ſparſam mit den Worten, und es geſchieht vieles in einem großen Werk, Schicht um Schicht und Stunde um Stunde. So entſchwanden die Helfenden mählich unſeren Blicken, mehr und mehr zugedeckt und überwuchert vom eiſernen Ge⸗ ſträuch des Werkes, bis in der Ferne nur noch der flatternde Haubenſchleier der Schweſter den Blicken übrigblieb. Dann lag alles wie vorher, umzuckt von Feuer und Flammen, eingehüllt in ein gewaltiges, ſtoßendes, ſummendes, heulendes, dröhnendes Ge⸗ polter. Eine Viertelſtunde ſpäter, als wir die Sandrin⸗ nen reinigten und flickten, unterbrachen wir noch einmal die Arbeit und ſchauten hinab. Ein offen⸗ bar noch junger, kaum erwachſener Menſch wurde unter uns weggetragen, den Kopf in Mullbinden eingewickelt. Von den gegenüberliegenden Bühnen aber hörten wir die Leute reden und rufen, und in einem Augenblick der Stille trug der Wind es zu uns her:„Sechſter Mann an Ofen acht!“ Ein Eiſen⸗ ſpritzer hatte ihn erwiſcht.— Als ich nach beendigter Schicht die Bühne verließ, erwartete mich vor dem Waſchraum der Erſte Mann. „Du“, ſagte er, und ſein Blick war ein wenig un⸗ ſicher,„komm doch heute abend wieder mal zum Schach, wir haben lange nicht geſpielt.“ Da ſchob ich meinen Arm in den ſeinigen. eee eren Blinde Künſtler muſizſeren Die Konzertgemeinſchaft deutſcher blinder Künſt⸗ ler veranſtaltete in der„Harmonie“ einen Konzert⸗ Abend. Ein wunderſamer Troſt liegt darin, daß der Verluſt des Augenlichts meiſt den ſeeliſchen Geſichts⸗ kreis ſeltſam erweitert. Hörvermögen und muſika⸗ liſche Geſtaltungskraft läßt die gütige Mutter Natur zum Ausgleich wachſen, wenn ſich die Fenſterläden des Menſchen⸗Antlitzes vorzeitig ſchließen. Der Ge⸗ ſang Hans Kohls rührte auch an dieſem Lieder⸗ abend die Herzen zutiefſt in Werken mit überſinn⸗ lichen oder dämoniſchen Anklängen wie Schuberts „Prometheus“ und Loewes Ballade von„Odins Meeresritt“. Erfullt von männlichem Stolz und Selbſtbewußtſein, gebaltete Hans Kohl das genannte Schubertlied nach. Tonmaleriſch bemerkenswert ließ berts„Dem Unendlichen“. Wie wirkliches Ungewit⸗ ter erklang der Reiterchor in ſeinem„Prinz Eugen“. Selbſtverſtändlich ging es nicht ohne Zugabe ab. Ludwig Kühn aus Pforzheim begleitete den überragenden Baritoniſten auch diesmal am Klavier, mit korrekter ſicherer Anpaſſung, In Werken Haydns und Robert Schumanns erweiterte Kühn den guten Eindruck und wies ſeine hochentwickelte pianiſtiſche Technik, ſeinen beſeelten Anſchlag und ſeine reife Muſikalität nach. Beide Künſtler ernteten reichen, ehrlichen Beifall, den ſie ſich ausſchließlich durch ihre bemerkenswerten und hochwertigen künſtleriſchen Leiſtungen ſelbſt verdient haben. ̃ Dr. Fritz Haubold Weihnachten im Nationaltheater. Das Natio⸗ naltheater Mannheim bereitet für den 1. Weihnachts⸗ feiertag, am Samstag, dem 25. Dezember, eine Neu⸗ einſtudierung von Verdis Oper„Ada“ unter der muſikaliſchen Leitung von Karl Elmendorff und in der Inſzenierung von Friedrich Brandenburg vor. Am 2. Weihnachtsfeiertag:„Der Zigeuner⸗ baron“, Operette von Johann Strauß. Muſtkaliſche Leitung: Karl Klauß. Regie: Hans Becker.— Im Neuen Theater im Roſengarten erſcheint zum erſten⸗ mal der Schwank mit Muſik„Die große Kanone“ von Rudolf Perak. Inſzenierung: Hans Becker. An zwei Flügeln: Guſtav Semmelbeck und Rolf Schickle. Der Schwank wird an beiden Weih⸗ nachtsfeiertagen gegeben. Koſtbares Kunſtvermächtnis für Dresden und Bremen. Im Juni ſtarb in Dresden im Alter von 76 Jahren Johann Friedrich Lahmann, einer der bedeutendͤſten deutſchen Kunſtſammler. Wie jetzt be⸗ kannt wird, hat Lahmann ſeinen Kunſtbeſitz, der un⸗ gefähr 100 Gemälde und 6000 Handzeichnungen und Graphiken umfaßt, teſtamentariſch zu gleichen Teilen Dresden und ſeiner Vaterſtadt Bremen vermacht. Mit Gemälden ſind in der Sammlung Lahmann u. a. die Romantiker Carſtens, Overbeck und Blechen, mit Zeichnungen die Meiſter Schongauer, Altdorfer, Tie⸗ polo, Boucher, Chodowiecki, Schnorr von Carolsfeld und Ludwig Richter vertreten. Der Bremer Anteil an der Hinterlaſſenſchaft von Lahmann wurde der Bremer Kunſthalle zugeführt. Wilhelm Schäfer: Wendekreis neuer Anek⸗ doten.(Leinen 4,50 Mark. Verlag Langen⸗ Müller, München.) „Anekdoten“ hat Wilhelm Schäfer die epiſche Form ſeiner kleinen Erzählungen genannt, die an⸗ knüpfend an überlieferte hiſtoriſche Begebenheiten geſchichtliches Geſchehen dichteriſch geſtalten. Seiner früheren Sammlung, die längſt zum gültigen Be⸗ ſtand deutſcher Dichtung gehört und ein echtes Volks⸗ buch iſt, läßt er jetzt 25 neue Anekdoten folgen. Scheinbar zufällige Exeigniſſe, ein unbedeutendes, belangloſes Erlebnis, gibt ihm den Stoff, regt ſeine dichteriſche Phantaſie an; nie aber bleibt er bei der äußeren Tatſächlichkeit ſtehen: immer wird ſie ihm zum Gleichnis menſchlichen Schickſals, zum Sinnbild einer Zeit und ihrer Haltung gegenüber den ewigen Mächten des Daſeins. Ob er mit Humor und hei⸗ terer Laune von Joſeph II. und der Poſthalterin von Vöcklabruck in Tirol erzählt, ob er von Goethes Be⸗ gegnung mit Beethoven in Teplitz berichtet oder ob er etwa in dem Verhalten des Grafen Brockdorff⸗ Rantzau bei der Uebergabe des Verfailler Diktats die Würde des Beſiegten über die Unmenſchlichkeit der Sieger innerlich triumphieren läßt: ſtets ſteht ein Menſch dem Schickſal gegenüber,„wy er ſich nicht mehr nach Belieben verhalten kann, ſondern ſich entſcheiden muß!“. Mit dieſer neuen Anekdotenſammlung hat Schä⸗ fers Geſtaltungskraft und ſprachliche Meiſterſchaft eine Reife erreicht, die kaum mehr überboten wer⸗ den kann. Bis ins letzte Wort hinein ausgefeilt zu durchſichtiger Klarheit und Reinheit der Form, ge⸗ hört dieſe Proſa in der Tat(nach einem Ausſpruch Kolbenheyers),„wie bveniges unſerer zeitgenöſſiſchen Dichtung in die Weltliteratur“. L. B h m. 6. Seite Nummer 580 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗ Ausgabe Donnerstag, 16. Dezember 1937 — Ein aufregender Vorfall ſpielte ſich im Zucht⸗ haus zu Boiſe(Idaho) ab, wo ein zum Tode ver⸗ urteilter dreifacher Mörder aus dem oberſten Stock in den Innenhof herunterſprang, um der Hinrich⸗ tung am Galgen zu entgehen. Der Name des Mör⸗ ders iſt Douglas van Vlack; ſeine Verurteilung zum Tod durch den Strang erfolgte, weil er ſeine Frau ermordet und kurz darauf zwei Poliziſten, die ihn verhaften wollten, niedergeſchoſſen hatte. Kurz vor der auf Mitternacht angeſetzten Hinrichtung er⸗ ſchienen zwei Wärter in der„Todeszelle“, in die man van Vlack nach ſeiner Verurteilung gebracht hatte, um ihn zur Richtſtätte zu führen. Auf der Plattform vor der Todeszelle angelangt, riß er ſich plötzlich von den Wärtern los, ſtieß ſie zur Seite, kletterte drei Stockwerke höher und ſprang dann über das Geländer in die Tiefe. Sein ebenfalls an⸗ weſender Rechtsanwalt hatte noch verſucht, ihn am Sſprung zu verhindern, in dem er ihn an die Möglichkeit einer Begnadigung im letzten Augen⸗ blick erinnerte. Nach dem Sturz gab van Vlack noch Lebenszeichen von ſich, ſtarb aber, kurz nachdem man ihn in das Gefängnishoſpital eingeliefert hatte. Tos E — Bei Sl. Auguſtine in Florida iſt man dabei, einen Unterwaſſer⸗Film herzuſtellen, der alle bis⸗ herigen Verſuche und Ergebniſſe dieſer Art in den Schatten ſtellen ſoll. Man fertigt zu dieſem Zwecke zwei ungemein große Tanks an, die ſelbſtverſtänd⸗ lich mit allen nur erdenklichen Hilfsmitteln der Taucher⸗ und Kameratechnik ausgerüſtet ſind. Das Neue dieſer Tanks beſteht angeblich darin, oͤaß man in ihnen vollſtändig wie in einem Hauſe unter gu⸗ ten Luftverhältniſſen zu leben vermag, alſo imſtande ſein könnte, genügende Zeit zu beobachten, um das Leben in der Tiefſee zu erforſchen und einwand⸗ fpei ſpäter auf die Leinwand zu bringen. Denn die Wohnung unter Waſſer iſt nicht allein, ſo wird ge⸗ meldet, geräumiger und moderner, als je eine zu⸗ vor, ſondern ſie vermag auch tiefer, als es bisher geſchehen konnte, unter See zu gehen. Es dürften alſo Geheimniſſe auf dem Grunde des Meeres ge⸗ lüftet werden, wie ſie der Oeffentlichkeit über den Weg des Films bislang noch nicht geoffenbart wurden. Jadwiga Kenda die polniſche Sängerin in dem Film„Abenteuer in Warſchau“, der heute in Mannheim erſtauf⸗ geführt wird. ee 2 die seschlckte elner Familie aus der Nackkriegszeit von Hertha von Gebhardt 24 Sie umſtanden Großmama im Halbkreis. Es war ſtets ein etwas bedrückendes Gefühl, mit ihr allein zu ſein, ohne die natürliche Schutzmauer der Er⸗ wachfenen, hinter der man ungeſtört ſein Leben leben konnte. Großmama, kleine, rundliche Frau, mit ringgeſchmückten Händen, klugen, lebendigen und guten Augen und ſtreng geſcheiteltem dünnem Haar, weber ehrfurchtgebietend noch furchteinflößend, war bei allem Zugehörigkeits⸗ und Verantwortungsge⸗ fühl, das man ihr gegenüber empfand, wunderlich unnahbar. Stets ſchien eine Art luftleeren Raumes um ſie herum zu beſtehen, den man nur mit heili⸗ gen Schauern durchbrach, wenn man ſich ihr näherte und ihr etwa, zum Dank für die erhaltenen fünf Mark, einen Kuß auf die Wange lwie die Kleinen) oder auf die ringbewehrte Hand(wie Hansjörg) ver⸗ abreichte. Warum nur? dachte Bibi verdroſſen, der dies mie ſo zum Bewußtſein gekommen war wie heute. Als ob Großmama ein Weſen höherer Art wäre, mit dem man nicht verkehren könnte wie mit gewöhn⸗ lichen Menſchen! Aber kann man es denn noch? Wie ſoll man ſich einem Menſchen gegenüber liebend auf⸗ ſchließen, wenn man ihn im unklaren erhält über alles, was wirklich iſt? Und da wollen wir uns wundern, wenn Kinder in ihrer Gegenwart den Atem anhalten und froh ſind, wenn ſie aus dem Zimmer entweichen können. „Was wollt ihr mit dem Geld anfangen?“ fragte Großmama. Sie fragte das jedes Jahr; man war darauf ge⸗ rüſtet. Inge liebäugelte mit einen dicken Märchen⸗ band, Wölſchen mit einem Maſchinenmodellkaſten, und Hansjörg hatte mit einem Schulfreund einen Radausflug verabredet, über den Karfreitag. Sie würden Zehrung mitnehmen, aber ſie brauchten ja — In einem Walde bei Feuillervtte(Frankreich) ſtieß ein Jäger auf die Ueberreſte eines Mannes, der zwiſchen drei Bäumen feſtgebunden war. Aus⸗ weispapiere waren in den Taſchen der Kleidung nicht vorhanden, doch fand man eine Viſitenkarte mit dem ſchwediſchen Namen Keſten Hamilton ſowie etwas ſchwediſches Geld, zwei deutſche Banknoten und 39 Franken. Weiter entdeckte man in der Brief⸗ taſche eine Fahrkarte dritter Klaſſe von Dijon nach Paris und eine auf den Namen Berger ausgeſtellte Empfangsbeſcheinigung einer internationalen Trans⸗ portgeſellſchaft in Paris. Die Ueberreſte des Kör⸗ pers lagen auf einer Decke am Boden, während um den Hals eine Kette geſchlungen war, die nach einem Baum führte. Um die Oberarme waren zwei wei⸗ tere Ketten gelegt, oͤie an zwei anderen Bäumen be⸗ feſtigt waren. Auf der Decke fand man eine kleine Flaſche, in der ſich vielleicht Gift befunden hatte, ſo⸗ wie ein kleines Glas. Nach der Anſicht der Polizei muß der Tod vor mindeſtens ſechs Monaten einge⸗ treten ſein. Man hat bisher den geheimnisvollen grauſigen Fund in keiner Weiſe aufklären können. * — Nach einer Erklärung eines der größten nord⸗ amerikaniſchen Nachrichtenbüros iſt die tägliche Be⸗ richterſtattung über den kriegeriſchen Konflikt im Fernen Oſten die teuerſte ſeit nahezu zwanzig Jah⸗ ren und wird nur noch von den Kabelkoſten des Weltkrieges übertroffen. Die Leſer der amerikani⸗ ſchen Blätter ahnen wohl nicht, daß jedes einzelne Wort, das von den Berichterſtattern über den chine⸗ ſiſch⸗apaniſchen Konflikt täglich von Schanghai nach Neuyork gekabelt wird, mehr als einen Dollar Uebermittlungsgebühren erfordert. Während der ſpaniſche Freiheitskrieg der erwähnten Nachrichten⸗ agentur monatlich nur etwa 8000 Dollar an Tele⸗ graphenſpeſen koſtete, verſchlingt die Berichterſtat⸗ tung über den fernöſtlichen Konflikt allein etwa 60 000 Dollar Kabelkoſten im Monat. Bei allen wichtigen Meldungen muß der ſogenannte„Drin⸗ gend⸗Dienſt“ in Anſpruch genommen werden, bei dem jedes Wort, das von Schanghai nach Neuyork gekabelt wird, mit 84 Cent berechnet wird. Da die einzelnen Nachrichten jedoch meiſt auf verſchiedenen Wegen übermittelt werden— es gibt rei Kabel⸗ leitungen, die für die Berichterſtattung in Frage kommen— erhöht ſich dieſe Summe mitunter auf das —6fache. * — In Cuernavaca, einer wegen ihrer altertüm⸗ lichen Schönheit berühmten mexikaniſchen Stadt, kam es am hellichten Tage zu einer aufregenden Stra⸗ ßenſzene. Ein 60 Jahre alter Rechtsanwalt und ein 68jähriger Zahnarzt gerieten in eine Prügelei we⸗ gen eines Roſenſtraußes, den der Rechtsanwalt zu einer verwitweten Dame tragen wollte, die aber auch das Herz des Zahnarztes entzündet hatte. Bemer⸗ kenswert an dieſem ſonſt nicht alltäglichen Fall iſt die Tatſache, daß die Witwe in dem immerhin be⸗ achtenswerten Alter von 75 Jahren ſteht und daß die beiden Kampfhähne zu je 8 Tagen Haft verur⸗ teilt wurden. Das blühende Geſamtalter des Klee⸗ blattes von 203 Jahren läßt auf weitere Ereigniſſe Hoffen. a N 5 5 i — Wenn ein Zimmermann nicht ſein Glück früh⸗ zeitig zimmern ſollte, wer wäre dann dazu berufen! Cyrill William Frankheſie in London iſt allerdings recht frühzeitig auf den Gedanken gekommen, einen Hausſtand zu gründen, nämlich vor bereits 12 Mo⸗ naten. Da war er allerdings erſt 16 Jahre, während ſeine Braut, Fräulein Luiſe Beales, erſt 15 Jahre zählte Der zielbewußte junge Zimmermann ver⸗ ſuchte damals ſein Glück in Croydon, wahrſcheinlich weil er dachte, daß dort alles im Fluge genommen werden könnte. Trotzdem vermochte er ſein Heirats⸗ flugzeug nicht zu ſtarten, denn die kleine Luiſe war dem Standesbeamten nun doch zu jung. Mittlerweile arbeitete der Zimmermann an ſeinem Glück, aber auch in ſeinem Berufe. Er brachte es zu einem Wo⸗ chenlohn von dreieinhalb Pfund und erklärte den Eltern ſeiner Geliebten, daß man nun aber heiraten könne. Die Eltern ſagten Ja und die Hochzeit wird Anfang des neuen Jahres ſtattfinden. Damit dürfte England ſein jüngſtes Ehepaar erhalten. In dieſem Falle übrigens kein Glück aus dem Augenblick heraus, Das mit dem Radausflug war Großmama durch⸗ aus nicht angenehm.„Aber, bitte, fahrt vorſichtig! Und nimmt dir warme Sachen mit! Sowie die Sonne untergeht, iſt es doch noch ſehr kalt. Ich ſchicke dir auf alle Fälle Bibi heute nachmittag; ſie ſoll dar⸗ auf achten, daß du vernünftig biſt und Wollſachen in den Ruckſack packſt.“ Hansjörg lächelte beklommen höflich.„Wie du meinſt, Großmama. Aber ich kann wirklich ganz gut 3 „Du haſt doch Zeit, Bibi?“ fragte Großmama, und das hieß: Widerſpruch iſt nicht mehr erwünſcht! ... Bibi fand, als ſie am Nachmittag erſchien, Wölſchen und Inge ausgeflogen, um ihr Geld ſo⸗ gleich in Ware umzuſetzen. Hansjörg war allein, und dies ſchien ihm aus⸗ nehmend lieb zu ſein. Er packte— aber er packte keinen Ruckſack. Er packte einen Handkoffer, entſchie⸗ den wenig geeignet für einen Radausflug. „Ich habe es mir gedacht“, ſagte Bibi.„Und zu dieſem Betrug ſoll ich nun auch noch meine Hand reichen?“ „Bibichen“, flehte Hansjörg,„mach nicht ſo ein Geſicht! Du biſt doch meine Vertraute.. Natür⸗ lich kann ich Großmama ſo etwas nicht erzählen. Aber du verſtehſt es doch? Du mußt es doch ver⸗ ſtehen!“ „Fährſt du mit der Dame, die ihre Hüte ſelber macht?“ fragte Bibi ſtreng. „Welcher Dame? Ach ſo? Nein— das iſt ja vor⸗ bei. Du wollteſt doch damals ſelber, daß ich ſte nicht wiederſehen ſollte. Und übrigens——“ „Alſo: Wer fährt mit?“ „Wir fahren zu viert, Bibi. Mein Ehrenwort! Mein Freund und ich— und zwei Mädel. Jeder zahlt für ſich— es wird ganz billig.“ „Darauf kommt es nicht an. Es kommt mir dar⸗ auf an, ob dein Vater das weiß.“ Hansjörg ſenkte den Kopf.„Vater? Nein, der weiß es natürlich nicht. Dieſe Generation begreift ſo etwas nun einmal nicht— auch, wenn es noch ſo harmlos iſt...“ „Es iſt ja aber nicht harmlos! Das machſt du mir nicht weis!“ 8 Hansjörg zögerte, blutübergoſſen.„Na ja“, ſagte er dann raſch,„wie man's nimmt. Ganz harmlos Geld für Nachtlager und Getränke. Morgen früh ſollte es losgehen. iſt nichts auf der Welt. Das glauben immer nur die Große Gewinne gezogen dnb. Berlin, 15. Dez. In der heutigen Vormittagsziehung wurden bei der Preußiſch⸗Süddeutſchen Staatslotterie zwei Ge⸗ winne von je 50 000 Mark auf die Losnummer 273 679 gezogen. Die Nummer wird in der erſten Abteilung in Achteln in einer rheiniſchen Lotterieeinnahme und in der zweiten Abteilung gleichfalls in Achteln in einer Berliner Lotterie⸗Einnahme geſpielt. d. In der Mittwochnachmittagsziehung wurden bei der Preußiſch⸗Süddeutſchen Staatslot⸗ terie zwei Gewinne von je 100 000 Reichs⸗ mark gezogen. Die beiden Gewinne fielen auf die Losnummer 329 966. Das Los wird in der er⸗ ſten Abteilung in Achtelteilung in Danzig und in der zweiten Abteilung, gleichfalls in Achteln, in Bayern geſpielt. Drei Tote bei einem Verkehrsunglück dnb. Dresden, 15. Dezember. Am Mittwoch verlor auf abſchüſſiger Straße in Poſſendorf der Fahrer eines Laſtkraftwagen⸗ zuges die Herrſchaft über ſein Fahrzeug und prallte an einer Straßenecke mit voller Wucht gegen ein Haus. Dabei wurden die drei Inſaſſen des Kraftwagens auf der Stelle getötet. Der entſtandene Gebäude⸗ ſchaden iſt erheblich. Eiſenbahnunglück in Polen adnb. Warſchau, 16. Dezember. Zwiſchen Warſchau und Lublin ereignete ſich am Mittwoch ein ſchweres Eiſenbahnunglück, wobei ein Eiſen bahnbeamter getötet und neun weitere verletzt wurden. Vier von ihnen befinden ſich in Lebensgefahr. Das Unglück ereignete ſich kurz hinter der Sta⸗ tion Laſkarzew, wo der Perſonenzug Warſchau⸗Lem⸗ berg in voller Fahrt auf einen dort haltenden Güterzug auffuhr. Mehere Waggons des Güterzuges wurden zertrümmert Von den Fahrgäſten des Perſonen⸗ zuges iſt niemand verletzt worden. Der Stations⸗ vorſteher, den die Schuld an dem Unglück trifft, iſt geflüchtet. Tſchechoſlowakiſches Militärflugzeug abgeſtüezt anb. Prag, 16. Dezember. Bei der Durchführung von Schießübungen gegen ein Bodenziel ſtreifte ein mit zwei Perſonen be⸗ ſetztes Militärflugzeug bei Malacky in der Nähe von Preßburg den Boden. Beim Aufſchlag auf dem Erdboden geriet das Flugzeug in Brand. Die beiden Inſaſſen wurden getötet. ſondern es handelt ſich hier um zwei Menſchen, die das Leben ſehr ernſt auffaſſen. Der Verlobte hat, wie er ſagt, keine Luſt, heimatlos in der Welt zu trei⸗ ben. Die Eltern ſind ihm geſtorben und er ſehnt ſich nach einem Heim und nach einer Frau, für die er arbeiten kann. Hübſch iſt auch, was die Braut ſagt: Ich liebe William ſeit meiner Kindheit und werde ihm das ganze Leben eine brave und treue Frau bleiben. * — In dieſen Tagen iſt die berühmte Pariſer Seine⸗ Brücke„Pont du Carouſel“ abgeriſſen worden, um durch einen Neubau erſetzt zu werden. Bei der neuen Brücke ſoll jegliche Ausſchmückung in Wegfall kom⸗ men, und darum werden auch die vier großen Mar⸗ morſtatuen, die die„Pont du Carouſel“ ſchmückten, überflüſſig. Zwei dieſer Statuen waren Symbole für Paris und die Seine, die beiden anderen ſtellten die „Induſtrie“ und den„Reichtum“ dar. Dieſe Art von Allegorie iſt heute nicht mehr zeitgemäß, und ſo wird es kaum jemand bedauern, daß die nicht ſehr ge⸗ ſchmackvollen Skulpturen entfernt werden. Sie tre⸗ ten gleich vielen anderen Kunſtwerken vergangener Epochen den Wi'g in den berühmten„Statuen⸗Fried⸗ hof von Paris“ an, in dem alle die Büſten, Gedenk⸗ ſteine und Plaſtiken, die der Kunſtauffaſſung des 20. Jahrhunderts nicht mehr gerecht werden, unter⸗ gebracht ſind. Dieſes ſeltſame Depot, das im Volks⸗ mund als„Marmorfriedhof“ bezeichnet wird, enthält auch die einſt ſo viel bewunderten Büſten, die im Frühjahr anläßlich des Umbaues des Trocaderos ab⸗ geriſſen wurden. Obgleich dieſe„abgewrackten“ Kunſt⸗ denkmäler für geringe Beträge käuflich erworben werden können, hat ſich bisher noch bein Liebhaber für ſie gefunden. — Das berühmte Lilliputaner⸗Theater im Bu⸗ dapeſter Stadtpark wurde vor einiger Zeit von einem ſchweren Schlag getroffen. Die entzückende Prima⸗ donna des Zwergentheaters, die 25jährige Magda Tolnai, ſeit 15 Jahren ein unumſtrittener Liebling des Publikums, begann nämlich plötzlich und völ⸗ lig unerwartet zu wachſen. Die Aerzte konnten ſich trotz zahlreicher Unterſuchungen dieſes Phänomen ganz und gar nicht erklären. Wie dem auch ſei, bald war die kleine Primadonna dem Heldendarſteller, dem Clown und dem ganzen übrigen Theaterperſo⸗ nal über den Kopf gewachſen, ſo daß man ſie ſchließ⸗ lich, als die Gruppe unlängſt ein Gaſtſpiel in Ita⸗ lien gab, in den Zeitungskritiken ſpöttiſch als den „Giganten“ des Enſembles bezeichnete. So mußte die 25jährige mit Tränen in den Augen ihre Thea⸗ terlaufbahn aufgeben. Aber die Tragödie der Lilli⸗ putanerin findet in dieſen Tagen ein glückliches Ende. Magda iſt von einem bekannten Budapeſter Leichtgewichts⸗Jockei zum Traualtar geführt wor⸗ den. 4 — In Hen Vereinigten Staaten beginnen viele Schönheitsſalons ihren Dienſt am Kunden immer reicher auszubauen. In einigen Salons in Neuyork erhalten die Beſucher während der Zeit, da die Haare gewellt, öie Hände manikürt und der Teint aufge⸗ friſcht wird, unentgeltlichen Unterricht in fremden Sprachen. Ein Schönheitsſalon in Boſton hat für ſeine Kundſchaft ſogar die Einrichtung eines täglich wechſelnden Filmprogramms getroffen. Die Filme werden in einem großen verdunkelten Saal vorge⸗ führt, wo jede Kundin unter einem Haartrocken⸗ apparat ſitzt. Schließlich gibt es in Chikago einen Salon, wo den Kundinnen während der Behandlung eisgekühlte Getränke gereicht werden. * — Einem Gärtner in Grenoble namens Ardet iſt eine intereſſante Blumenzüchtung geglückt. Und zwar iſt dem Gärtner eine Chryſanthemenart gelun⸗ gen, deren Farben genau denen der Staatsfahne der franzöſiſchen Republik entſprechen. Die Chryſan⸗ themen zeigen die Farben Blau⸗Weiß⸗Rot ſäuberlich abgegrenzt und in ſchönſter Reinheit. Die neue Blume, die den Namen Trikoloren⸗Chryſantheme erhalten ſoll, ſoll in Zukunft in Frankreich als Schmuck bei amtlichen Anläſſen Verwendung finden. Schon àbends die Haut vorbeteſten. Gesicht und Hande mit Nivea- Ceme j pflegen, das macht die Heut w- — derstendsfshig u. geschmeidig. Großmamas; bei denen wird alles vertuſcht, zuge⸗ deckt, abgeſtritten. Und wie ſieht die Wirklichkeit aus? Du brauchſt bloß an unſere eigene Familie zu den⸗ ken! Tante Edith und Onkel Arwed, ein ſtrahlend glückliches Ehepaar— denkſt du, nicht wahr? Aber nur ſozuſagen von Großmamas Gnaden! Verſtehſt du?“ Bibi erſchrak.„Ich verſtehe gar nichts. Was willſt du damit ſagen?“ „Ich will damit ſagen, daß Onkel Arwed eine Freundin hat. Wie findeſt du das? Ich habe ihn nun ſchon zweimal mit ihr geſehen, in—— na, eben in einem Lokal... Ich erzähle es dir nur, um dir zu zeigen, daß es noch ganz andere Leute gibt, die mal über die Stränge ſchlagen.“ „Pfui Teufel!“ ſagte Bibi aus Herzensgrunde. „Tu mir den Gefallen, Bibi, und ſpiel nicht immerfort die leibhaftige Tugend! Bitte, vergiß nicht, daß ich dich auch decke! Es könnte dir wohl verdammt unangenehm ſein, wenn ich meinen Mund nicht hielte.“ „Was ſoll das heißen?“ Bibi war kreideweiß ge⸗ worden.„Was fällt dir ein, Bengel?“ „Na— und der Friedrich?“ „Ich verbiete dir, Friedrich' zu ſagen!“ „Immerhin hat Großmama den Namen erfun⸗ den. Uebrigens: Seit wann chauffierſt du eigentlich? Ich vebmute, daß der guten Großmama auch dieſer Tatbeſtand ein holdes Geheimnis geblieben iſt.“ „Ja, allerdings“, ſagte Bibi heiſer,„das gebe ich zu.“ „Schön. Na, ſiehſt du? Und deinen Ausflug mit dem Friedrich, den brauchſt du gar nicht erſt zuzu⸗ geben, da ich euch mit meinen eigenen Augen ge⸗ ſehen habe. Pech, Bibichen! Böſes Pech! Aber du kannſt dir denken, daß ich meinerſeits nicht geſon⸗ nen bin, dir Moral zu predigen. Mach du, was du willſt! Aber laß auch mich machen, was ich——“ Ein wilder Zorn gewann in Bibi die Oberhand. Mit der linken Hand faßte ſie Hansjörgs Schulter und begann ſie zu rütteln, mit der rechten holte ſie aus und landete mitten in Hansjörgs frohlockendes Geſicht hinein eine Ohrfeige, ſo verblüffend für ſie beide, daß ſie alle zwei, jäh erſchrocken, zurückwichen. „Die haſt du verdient!“, ſagte Bibi nach einer eiſigen Sekunde des Schweigens. Die Ohrfeige hatte ſie ſelbſt beruhigt. Sie wußte nun, was geſchehen müſſe. Sie ſah ganz klar. Wenn der Junge nicht alb⸗ rutſchen ſollte, wenn noch irgend jemand ſein An⸗ ſtandsgefühl anrufen könnte, dann mußte ſie han⸗ deln. Einer mußte der Wahrheit die Ehre geben, ſonſt ging alles allmählich zugrunde in dem Sumpf der Vertuſchungen, aus denen ſie alle gewohnheits⸗ gemäß eine mehr oder weniger edle Pflicht ſich er⸗ heuchelt hatten.„Ich habe in meinem Leben noch kei⸗ nen Menſchen angegeben“, ſagte ſie ſchroff,„und meinetwegen kannſt du treiben, was du magſt. Aber ich bitte dich, feſtzuhalten, daß zwiſchen deinen und meinen Angelegenheiten ein Unterſchied beſteht! Ich bin mit Herrn Uthermöhl verlobt...“ „Bibi—!“ Hansjörg wurde ganz blaß vor Ent⸗ ſetzen. „Verlobt!“ wiederholte Bibi unheimlich ruhig. „Und freilich weiß es Großmama einſtweilen noch nicht. Aber ich danke es dieſer Auseinanderſetzung mit dir, daß ich noch heute hingehen und es ihr ſagen werde. Ich will beweiſen, dir und uns allen, daß es auch mit der Offenheit geht und mit dem guten Ge⸗ wiſſen!“ „Du biſt völlig verrückt, Bibi! Ich beſchwöre dich — das gibt ja ein Unglück!“ „Und wenn es ein Unglück gibt! Du wirt ſehen, daß ich es tue! Und jetzt packe ein, was du willſt, und fahre, wohin du willſt, und mit wem du willſt! Mit dir hab' ich gar nichts zu ſchaffen!“ Damit war ſie zur Tür hinaus und ſchlug ſie unſanft ins Schloß. Ich habe ſchon wieder gelogen! dachte ſte. Aber zum letztenmal und zum Guten! Es gibt jetzt nur noch das eine: es erſt einmal wahr zu machen Sie winkte einer Kraftdroſchke. Jetzt mußte alles ſchnell gehen.„Kanonierſtraße“, befahl ſie,„bei der Dreifaltigkeitskirche!“ Dort betrat ſie mit Herzklopfen einen düſteren Hausflur, taſtete ſich die Treppe hinauf. Türſchilder mit Namen, die ihr nichts ſagten, und dann eins, wo neben dem Porzellanplättchen mit dem Aufdruck „Kirre“ eine weiße Karte haftete:„Wolfgang Uther⸗ möhl, ſtud. theol.“ „Hier!“ ſagte Bibi laut, und dann läutete ſie, ein⸗ mal, zweimal, weil niemand ſich zu öffnen bequemte. Sie würgte an Tränen der Enttäuſchung! ſie wandte ſich ſchon zum Gehen, als ſie örin eine Tür ſchla⸗ gen hörte. (Fortſetzung folgt) 2 Heinr badiſd war vembe logie gen, 1 willig Erleb. lebnif ſeine rung ſetzun⸗ 5 Piar 1 8 S= Einwe 9 0. G er noc tigung lentin zembe⸗ Reichs abfert! Ama 90 Ja 5 Krank, ch e n Stockm daß da Ai wurde „Sch u Man bei ge ſchweir Tier z Den einen Tagen ſpiegel Zeit u 8 Appe Der ter En Bauer: und C Möglic erzet weiſt e mitte ſenſcha Landha Die ve Samm lichen des eig ken. 2 der Schla damit gebiete. verkö weiſt die na der M Machte geſicher ſzipl auch di Weit 1 E * r e — Aus Baden Brief aus Neckarbiſchofsheim Kirchenrat Heinrich * Neckarbiſchofsheim, 15. Dez. Kurz nach ſeinem 88. Geburtstag ſtarb in Münſter am Stein, wohin der Verewigte erſt 1936 zu ſeiner Tochter gezogen Schmitthenner. war, ein treuer Neckarbiſchofsheimer, Kirchenrat Heinrich Schmitthenner. Er entſtammte der badiſchen Pfarrerfamilie der Schmitthenner und war in Kälbertauſen, Amt Mosbach, am 20. No⸗ vember 1849 geboren. Nach dem Studium der Theo⸗ logie in Erlangen, Berlin, Heidelberg und Tübin⸗ gen, machte er den Krieg 1870-71 als Kriegsfrei⸗ williger mit und wurde bei Nuits verwundet. Seine Erlebniſſe legte er in dem vielgeleſenen Buche„Er⸗ lebniſſe eines freiwilligen Grenadiers“ nieder. Für ſeine treuen Dienſte verlieh ihm die Kirchenregie⸗ rung den Titel„Kirchenrat“. Nach ſeiner Zurruhe⸗ ſetzung ließ er ſich in unſerem Städtchen nieder. Piano U. Ffügeffabrik Scharf& Hauk Erstklassige Fabrikate C4. 4 3903 a- Lützelſachſen, 16. Dez. Einer unſerer älteſten Einwohner, Landwirt Jakob Wolf l, beging ſeinen 90. Geburtstag. Trotz ſeinem hohen Alter geht er noch ſeinen Feldarbeiten nach. UI Weinheim, 16. Dez. Der bei der Güterabfer⸗ tigung Weinheim beſchäftigte Eiſenbahnbeamte Va⸗ lentin Nickel aus Lützelſachſen beging am 14. De⸗ zember ſein 40jähriges Arbeitsjubiläum bei der Reichsbahn. Aus dieſem Anlaß fand in der Güter⸗ abfertigung eine ſchlichte Feier ſtatt. Buchen, 16. Dez. Kronenwirtin Mina Schä⸗ fer, eine weithin bekannte und geſchätzte Frau, iſt nach kurzer Krankheit geſtorben. * Mudan, 16. Dez. Die älteſte Frau von hier, Amalie Gimbert geb. Ziegler iſt im Alter von 90 Jahren geſtorben. :: Neuſtadt(Schwarzwald), 16. Dez. Im hieſigen Krankenhaus ſtürzte ſich ein 28jähriges Mäd⸗ chen aus Kappel aus dem Jenſter des erſten Stockwerkes. Die Verletzungen waren ſo ſchwer, daß das Mädchen bald ſtarb. Lampertheimer Notizen ur Lampertheim, 16. Dez. In den letzten Tagen wurden in den Lampertheimer Waldungen „Schwarzkittel“ in ganzen Rudeln angetroffen. Man ging jetzt den Borſtentieren auf die Spur. Da⸗ bei gelang es Förſter Bayerer, aus einer Wild⸗ ſchweinherde ein junges, etwa 60 Pfund ſchweres Tier zu erlegen. 5 5 Der Altrhein hat ſchon ſeit langen Wochen einen ſelten niedrigen Waſſerſtand. Seit einigen Tagen iſt nun ein ſtändiges Steigen des Waſſer⸗ ſpiegels zu beobachten, und zwar iſt er in kurzer Zeit um mehr als einen Meter geſtiegen. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag ⸗Ausgabe Katharina Fallert vor den Geſchworenen: Der Offenburger Moròprozeß Die ſechs Anklagepunkte Ein Zeuge im Gerichtssaal verhaftet-Das Gericht fahrt zum Tafort * Achern, 16. Dezember. Der Offenburger Schwurgerichts⸗ prozeß gegen die Angeklagte Katharina Fal⸗ lert, geb. Lehmann, aus Sasbachwalden, begann mit der Verleſung des Eröffnungsbeſchluſſes. Die Angeklagte wird beſchuldigt: 1. an Fasnacht 1933 einen Steinhauer unter Hingabe von Lebens⸗ mitteln beſtimmt zu haben, ihren Bruder Joſef Lehmann zu verprügeln. Später habe ſie dieſem Zeugen 20 Mk. gegeben, damit er auf ihren Bruder ſchieße; 2. am 5. März 1933 habe ſie außerhalb ihrer Wohnung eine Schußwaffe getragen, ohne einen Waffenſchein zu beſttzen; 3. im Herbſt 1933 habe ſie einem anderen Zeugen Branntwein und Fleiſch gegeben und ihn in ihrer Wohnung gebeten, den Bruder totzuſchießen; 4. in der Nacht auf 2. Februar 1936 ſoll ſie ihrem Ehe⸗ mann Karl Fallert mit einem nicht ermittelten ſtumpfen Werkzeug mehrere mit großer Wucht ge⸗ führte Schläge auf den Kopf verſetzt haben, an denen der Ehemann geſtorben iſt. Der fünfte und ſechſte Anklagepunkt befaſſen ſich mit Abtrei⸗ bungsverſuchen, wobei die Angeklagte nach der Anklageſchrift auch einen Arzt unter Geldverſpre⸗ chungen zu beſtimmen verſuchte, die Schwangerſchaft zu beſeitigen. Bei ihrer Vernehmung gab die Angeklagte eine Schilderung ihrer perſönlichen Verhält⸗ niſſe. Sie iſt am 18. Dezember 1896 in Sasbachwalden ge⸗ clu/ etz boren. Ihre Eltern, in deren Haus heute noch ihr Bruder Joſef Lehmann lebt, haben auf dem Zinken Schönbüch eine Wirtſchaft. Mit ihrem Ehemann Fal⸗ lert hatte ſie einen zu gleichen Teilen beſtehenden Ehevertrag. Das Leibgedinghaus hat die Angeklagte nach ihrer Verheiratung zu einem Fremdenheim ausgebaut. Mit ihrem Bruder lebte ſie deshalb in Feindſchaft, weil er einen ſchlechten Leumund hatte, dem Trunk ergeben war und ihre Eltern mißhandelte. Die Angeklagte gab zu, daß ſie die beiden in der Anklage aufgeführten Zeugen beſtimmen wollte, ihren Bruder zu beſeitigen, aher deshalb, weil ſie ihre Eltern vor Angriffen und Tätlichkeiten ſchützen wollte. Auch bezüglich der Abtreibungswerſuche war ſie geſtändig. Die beiden Zeugen gaben im weſentlichen eine die Ausſagen der Angeklagten beſtätigende Dar⸗ ſtellung. Der eine von ihnen wollte ſich allerdings an wichtige Dinge, über die er früher ſchon Auskunft gegeben hatte, nicht mehr erinnern können. Er wurde daher ſofort in Haft genommen. Das Geſtändnis der Angeklagten wurde erweitert durch die Einvernahme des damaligen Nachbars, der zugibt, zu der Ehefrau Fallert intime Beziehungen unterhalten zu haben, aus denen auch die Schwanger⸗ ſchaft nach dem Tode des Ehemannes herrührte. Das Gericht begab ſich anſchließend, bevor die Vernehmung der Angeklagten zu dem Mordfall er⸗ an folgte, zu einem gerichtlichen Augenſchein den Tatort. 4 Fahrradmarder am Werk In Schwetzingen und Umgebung * Schwetzingen, 16. Dez. In der letzten Zeit wur⸗ den in Schwetzingen und der näheren Umgebung zehn Fahrraddiebſtähle zur Anzeige gebracht. In den allermeiſten Fällen hatten die Beſitzer die Räder ver⸗ trauensſelig nicht angeſchloſſen und an irgendein Haus oder eine Straße geſtellt. Erſt in der Nacht zum Montag wurden in Schwetzingen zwei Räder, des⸗ gleichen in Ketſch zwei Räder geſtohlen. Die ge⸗ ſtohlenen Fahrräder gehören meiſtens Arbeitern, für die der Diebſtahl einen empfindlichen Verluſt bedeutet. Wer in der Lage iſt, ſachdienliche Angaben zu machen, erer e Disziplin während der Seuchenperlode! Appell des Landesbauernführers an das Landvolk in den ſeuchenfreien Gebieten * Karlsruhe, 15. Dezember. Der Landesbauernführer in Baden, Ganamtslei⸗ ter Engler⸗Füßlin, richtete in dieſen Tagen an alle Bauern und Landwirte der nichtverſeuchten Gebiete und Gemeinden den dringenden Appell, von allen Möglichkeiten zur Steigerung der Milch⸗ erzeugung Gebrauch zu machen. Jusbeſondere weiſt er darauf hin, daß zuſätzliche Kraftfutter⸗ mittel gegeben werden ſollen, die in allen genof⸗ ſenſchaftlichen Lagerhäuſern und beim geſamten Landhandel in genügendem Umfang vorhanden ſind. Die verfügbaren Milchmengen ſollen reſtloos au die Sammelſtellen abgeliefert werden, und die bäuer⸗ lichen Hausfrauen werden gebeten, die Bedürfniſſe des eigenen Haushalts nach Möglichkeit einzuſchrän⸗ ken. Außerdem werden die Bauern und Landwirte der nichtverſeuchten Gemeinden erſucht, die Schlachtviehlieferung zurückzuſtellen, damit zunächſt einmal das Vieh aus den Seuchen⸗ gebieten abgenommen werden kann. Zu Angſt⸗ verkäufen beſteht kein Anlaß. Zum Schluß weiſt der Landesbauernführer darauf hin, daß die nationalſozialiſtiſche Marktorduung ſowohl in der Milch als auch in der Viehwirtſchaft ſeit der Machtergreifung geregelten Abſatz und ſtetige Preiſe geſichert hat. Im Hinblick darauf muß jetzt die Di⸗ ſziplin beſonders bewahrt werden, und manchmal auch die eutſtehenden Härten ertragen werden können. Weitere Zunahme der Seuche in Baden * Karlsruhe, 16. Dezember. Trotzdem in dieſer Woche weitere 43 badiſche Ge⸗ meinden von der Maul⸗ und Klauenſeuche erfaßt wurden, kann erneut feſtgeſtellt werden, daß die Seuche ſich auch heute noch in den bereits vorhande⸗ nen Befallsgebieten bewegt und keine neuen Teile des Landes befallen hat. In dieſer Woche iſt die Seuche in 12 Gemeinden erloſchen, ſo daß die Geſamtzahl der am 14. Dezember verſeuch⸗ ten Gemeinden 322 beträgt. Nunmehr ſind 21,8 v. H. der badiſchen Gemeinden verſeucht. Die Zahl der verſeuchten Gemeinden hat alſo um 3 v. H. zugenom⸗ men. Erloſchen iſt im Verlaufe diefer Woche die Seuche in folgenden Orten: Amt Emmendingen: Kollmarsreute. Amt Freiburg: Mengen, Offnadin⸗ gen. Amt Karlsruhe: Blankenloch, Hagsfeld. Amt Mannheim: Waldhof. Amt Müllheim: Britzin⸗ gen. Amt Raſtatt: Oetigheim, Würmersheim. Amt Sinsheim: Bockſchaft. Amt Tauberbiſchofsheim: Marbach, Wölchingen. In der Zeit vom 8. bis 14. Dezember iſt die Maul⸗ und Klauenſeuche in folgenden Gemeinden ausgebrochen: Amt Buchen: Schweinberg, Mer⸗ chingen, Bofsheim. Amt Bühl: Leiberſtung, Varn⸗ halt, Oberbruch, Ulm. Amt Bruchſal: Weiher. Amt Emmendingen: Köndringen, Heimbach, Nordweil, Denzlingen. Amt Freiburg: Kirchhofen. Amt Hei⸗ delberg: Eppelsheim, St. Ilgen. Amt Karlsruhe: Berghauſen, Ettlingenweier, Knielingen, Karlsruhe⸗ Stadtbezirk. Amt Kehl: Appenweier. Amt Lahr: Hugsweier. Amt Mannheim: Sulzbach, Wald⸗ hof, Leutershauſen, Seckenheim, Ilvesheim, Heddes⸗ heim. Amt Mosbach: Waldmühlbach. Amt Müll⸗ heim: Grißheim, Bremgarten, Britzen. Amt Offenburg: Zunsweier, Niederſchopfheim, Zuſen⸗ hofen, Ortenberg. Amt Sinsheim: Daisbach, Bab⸗ ſtadt. Amt Tauberbiſchofsheim: Beckſtein, Meſſel⸗ hauſen. Amt Wertheim: Reicholzheim, Amt Wies⸗ loch: Rot, Mühlhauſen, Dielheim. wolle ſich an oͤie Gendarmerie Schwetzingen wenden. Die Bevölkerung wolle aus dieſen Fällen lernen und ſtets die Fahrräder anſchließen. * Am Mittwochvormittag ſtürzte infolge Glatteis ein Mädchen aus Oftersheim vom Fahrrad als es die Kurve an der Ecke Hebel⸗ Kronenſtraße paſſierte. Das Mädchen zog ſich dabei einen ſchweren Oberſchenkelbruch zu und mußte in das Schwetzinger Krankenhaus gebracht werden. Am kommenden Freitag, dem 17. Dezember, von 9 bis 13 und von 14.30 bis 17 Uhr werden in der Hildaſchule die Oſtern ſchulpflichtig werdenden Kinder angemeldet. Hockenheimer Chronik * Hockenheim, 16. Dezember. Bald iſt der Abbruch der alten Federnfabrik durchgeführt. Doch entſtehen ſchon dicht daneben neue Gerüſte, denn es werden drei Wohnhäuſer in geſtaffelter Lage errichtet, um dem Bild der Karlsruher Straße ein ſchöneres Ausſehen zu geben. Für den im Mörſch mit der Umpflügung des bis⸗ her brachgelegenen Geländes beſchäftigten Bulldog wird nun auch dort eine Garage errichtet. Die ſtandesamtlichen Eintragungen verzeichnen vom 3. bis 9. Dezember zwei Geburten, eine Ehe⸗ ſchließung, einen Sterbefall. * Planukſtadt, 16. Dez. Den 70. Geburtstag konnte Herr Heinrich Muth, den 72. Frau Charlotte Mitſch, Franz Müller den 82. und Peter Hel m⸗ ling den 68. Geburtstag feiern. * Oftersheim, 16. Dez. Der örtliche Fleiſch⸗ beſchauer Georg Mergenthaler hat feinen Dienſt als Fleiſchbeſchauer, zugleich Schlachtvieh⸗ und Trichinenſchauer, in unſerer Gemeinde angetreten. * Neulußheim, 16. Dez. Das Ergebnis der letzten Viehzählung in Neulußheim iſt: 60 Pferde, Jungvieh(Rindvieh) 132, Rindvieh über 2 Jahre 163, Schweine 535, Ziegen unter einem Jahre 51, darüber 262, Federvieh(Lege⸗Hühner 2739, Junghennen 708, Hähne 284, Gänſe 55, Enten 21, Trut⸗ und Perl⸗ hühner 22) und 23 Bienenvölker. Der neue Bezirksamtsleiter im Amt Bezirksoberamtmann Schindlbeck :: Ludwigshafen, 16. Dez. Der neue Bezirksoberamtmann des Bezirksamtes Ludwigshafen, Franz raver Schindlbeck, wurde geſtern vormittag durch den Uebergabekommiſſar des Bezirks Ludwigshafen, Oberregierungsrat Helbig, feierlich in ſein Amt eingeführt. Zu der Donnerstag, 16. Dezember 1937 Feierſtunde hatten ſich außer Kreisleiter Klee⸗ mann und Oberbürgermeiſter Dr. Stolleis Vertreter ſämtlicher ſtaatlichen und ſtädtiſchen B⸗ hörden, der Induſtrie, des Handels, des Gewerbes und der Bauernſchaft eingefunden. Der neue Ober⸗ amtmann kommt vom Bezirksamt Roding in der bayeriſchen Oſtmark, wo er 12 Jahre tätig war. Er verſprach, in Zuſammenarbeit mit den politiſchen Dienſtſtellen das ſo fruchtbar begonnene Werk des bisherigen Oberamtmannes Schick fortzuſetzen und zum Wohle der Stadt und des Bezirkes zu arbeiten. Muſikaliſche Feierſtunde im Pfalzbau. Ein durch⸗ aus nicht alltägliches Programm iſt für die Muſika⸗ liſche Feierſtunde der NS⸗Kulturgemeinde in der NS„Kraft durch Freude“ am kommenden Sams⸗ tag im Konzertſaal des Pfalzbaus vorgeſehen. Auf⸗ geführt werden Werk 31 Edvard Griegs„Land⸗ erkennung“ ſowie Werk 23 Max Bruchs„Frit⸗ joſ“. Eingeſetzt werden für die Wiedergabe beider Werke die Sopraniſtin Anni König⸗Bomatſch, der Baritoniſt Wilhelm König, Karl Zapp, der einfüh⸗ rende und verbindende Worte ſpricht, ſowie das Philharmoniſche Orcheſter neben dem Geſangverein „Bapgrig“ 1873, der Geſangsabteilung der Bäcker⸗ innung und dem Geſangverein„Germania“, Geleitet werden die Aufführungen von Hermann Lehmler. Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Großer Saal des JG⸗Feierabendhauſes: 20 Uhr Filmabend des Bildungsausſchuſſes,„Die Kreutzer⸗Sonate“. Theaterſaal des Pfalzbaus: 20 Uhr Gaſtſpiel des Natio⸗ naltheaters für NSKG,„Cavalleria ruſticana“ und„Ba⸗ jazzo“. Großer Saal des Geſellſchaftshauſes: Ausſtellung„Das gute Geſchenk“. Leſeſaal im Geſellſchaftshaus: Geöffnet von 15 bis 20 Uhr. Heimatmuſeum, Wredeſtraße 1: Geöffnet von 15 bis 19 Uhr bei freiem Eintritt. Sonderſchau:„Ludwigshafen ſtellt ſich vor“. Pfalzbau⸗Kaffeehaus: Kleinkunſtbühne. Kaffeehaus Vaterland: Konzert und Tanz. Lichtſpiele: Ufa⸗Palaſt im Pfalzban: Gaſtſpiel des Nationaltheaters. Palaſt:„Pat und Patachon im Paradies“.— Ufa⸗Rheingold: „Pan“.— Union:„Es geht um mein Leben“.— Alhambra Mundenheim:„Die Unbekannte“.— Atlantik:„Fiakerlied“, 9* 4 ui ul bauen Oui uu Todesopfer eines Verkehrsunfalls. Seinen Ver⸗ letzungen erlegen iſt der Vertreter Lorenz Glock aus dem Stadtteil Handſchuhsheim, der am Montag⸗ vormittag in der Steubenſtraße als Radfahrer von einem Perſonenkraftwagen angefahren worden war. Glock ſtand im Alter von 63 Jahren. Die Heidelberger Geſellſchaft zur Pflege der Hei⸗ matkunde erinnert nochmals an den am heutigen Donnerstag(20.15 Uhr) im Kurpfälziſchen Muſeum ſtattfundenden Lichtbildervortrag von Geh.⸗Rat Prof. Dr. Panzer über„Die Wildenburg im Lichte ſtau⸗ fiſcher Dichtung und Kunſt“. Weihnachtswerbung der Volksbücherei. Die Städtiſche Volksbücherei gibt nun auch— wie Büche⸗ reien in anderen Städten— Jahresleſehefte für Jugendliche und Arbeiter aus. Jeder Volksgenoſſe kann nun zum Weihnachtsfeſt einem Bekannten eine Freude bereiten durch Vorausbezah⸗ lung der Einſchreib⸗ und Leihgebühren für ein Jahr. In einem beſonders hergeſtellten Geſchenkumſchlag wird die Beſtätigung über die geleiſteten Beiträge überreicht. Heidelberger Veranſtaltungen Heute Städtiſches Theater:„Tip auf Amalia“(Stammplatzmiete B 14, Preisgruppe], 20 bis 22.30 Uhr. Volkskundliche Lehrſchau:„Weihnacht in deutſchem Glau⸗ ben und Brauch“, Sonderausſtellung, veranſtaltet von der Lehrſtätte für deutſche Volkskunde an der Univerſität Heidelberg. Haus der Kunſt. Weihnachtsousſtellung der Heidelberger Künſtler und Chriſtkindlmarkt der Gedok. Aus den Kinos: Odeon:„Alarm in Peking“.— Kammer:„Auto⸗ bus“.— Capitol:„Der Lachdoktor“.— Gloria:„Heirots⸗ inſtitut Ida u. Co.“.— Schloß⸗ Filmtheater:„Zauber der Boheme“. J Muuel. PEL eee eee 7 Donnerstag, 16. Dezember 1937 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Seite Nummer 580 Deutſchland und die Fußball⸗Weltmeiſterſchaft Gegenüber dem Jahre 1934 ſind manche Vorteile gegeben ball⸗Weltmeiſter 1934, hat im Augenblick nicht die Spiel⸗ reichen Abſchneiden in den Fußboll⸗ der Fußball⸗Weltmeiſterſchaft eine b Aufgabe mit dem Kampf gegen all⸗Nationen der Welt. Allerdings wer⸗ am 14. Mai in Berlin der Länderkampf gland vor ſich. Man kann alſo, do vor⸗ bruar noch gegen die Schweiz in Köln, am Ungarn in Nürnberg und gegen Luxem⸗ al, am 24. April gege⸗ Portugal in Frank⸗ hielt wird und außerdem noch Uebungsſpiele engliſche Klubmannſchaft zur Durchführung n, von einem überaus ereignisreichen erſten jahr ſprechen. Deutſchlands Nationalmannſchaft erreichen? ſteht überall im Vordergrund und erklärlicher⸗ et ſich daher auch im Hinbli- auf die Fußball⸗ chaft allen internationalen Spielen eine ge⸗ ſmerkſamkeit zu. Es iſt ſelbſtverſtändlich ver⸗ velche Vergleiche zu ziehen. Immerhin kann ellung gemacht werden, daß ſich für die onalmannſchaft gegenüber der Teilnahme an Veltmeiſterſchaft 1934 in Italien manche Vor⸗ Einmal iſt die deutſche Vertretung heute Mannſchaftseinheit, zum anderen ſind auch Vorbedingungen günſtiger. Die Spiele auf Boden bedingen keine ſo weite Reiſe und ſe, ein erfolgreiches Abſchneiden in der Runde vorausgeſetzt, von deutſchem Boden aus be⸗ werden. . in Italien ſie Deutſchland in der erſten Runde enz gegen Belgien mit:2 und in der zweiten in Mailond gegen Schweden mit:1. In der chlußrunde gab es dann in Neapel gegen die Tſchecho⸗ flowakei mit eine Niederlage, doch blieb Deutſchlands lf im Spiel um den dritten Platz in Neapel gegen terreich mit 312 ſiegreich. In dieſem Treffen ſtand die Monnſchaft in der Aufſtellung Jakob; Janes, Zielinſki, Münzenberg, Bender; Lehner, Siffling, Szepon, Heidemann im Felde. Dieſe Vertretung ausgezeichnet und erreichte, namentlich in der zalbzeit, ihre beſte Leiſtung während der Kämpfe Fußball⸗Weltmeiſterſchaft. Man darf hoffen, daß die deutſche Mannſchaft, die im nächſten Jahre in Frankreich ſpielen wird, wahrſcheinlich aber noch ſtärker ols die Italien⸗Mannſchaft des Jahr 34 ſein wird, konnten doch in den letzten Jahren unzweifelhaft nicht unerhebliche Fortſchritte erzielt wer⸗ den. Hier und da ſind zwar Bedenken laut geworden, daß die deutſche Mannſchaft zu einem Teil vielleicht etwas zu alt geworden iſt. Dieſe Anſichten werden aber beiſpiels⸗ weiſe von Dr. Nerz nicht geteilt, der der Meinung iſt, daß es gelingen wird, die Leiſtungsſtärke der Mannſchaft bis zum nächſten Frühjahr noch um einiges zu ſteigern. Man darf wohl erwarten, daß dabei auch für eine Scho⸗ nung der Kräfte der Spieler der Nationolmannſchaft Sorge getragen wird. Allerdings dorf dabei nicht außer acht gelaſſen werden, daß am 27. März auch die Gaugruppen⸗ ſpiele um die Deutſche Fußballmeiſterſchaft beginnen, ſo daß Szepon und die anderen Spieler von Schalke 04 im Frühfohr vor beſonders ſchweren Anforderungen ſtehen. hr ſch⸗ die Stärke der übrigen Bewerber e Fußball⸗Weltmeiſterſchaft zu beurteilen, zumal Sie Ausſchreibung für die Für die vom 18. bis 20. Februar in Oberhof zum Austrag gelangenden NoS⸗Winterkampfſpiele 1938 liegt jetzt die Ausſchreibung vor. Die Durchführung der Kämpfe liegt in den Händen des Hauptamtes der Kampf⸗ ſpiele der Oberſten SA⸗Führung, die Leitung hat SA⸗ Obergruppenführer von Tſchammer und Oſten inne. Für die Organfſationsleitung zeichnet SA⸗Oberführer Ruhe verantwortlich. Zum Austrag kommen: a) Manuſchaftswettbewerbe: 1. Patrouillenlauf Klaſſe A über 18 Km. mit Kk⸗Schießen; 2. Patrouillenlauf Klaſſe B über 12 Km. mit Kk⸗Schießen; 3. Patrouillen⸗ lauf Klaſſe E über 12 Km. mit Kk⸗Schießen; 4. fünfmal Km. Meldeſtaſfellauf. b) Einzelwettbewerbe: Spezialſprunglauf. Im 18⸗Km.⸗Patrouillenlauf, Klaſſe A, wird um den Wanderpreis des Führers gekämpft, der in den endgül⸗ ligen Beſitz der Gliederung übergeht, die den Preis zwei⸗ mal hintereinander oder dreimal außer der Reihe ge⸗ winnt. 1986 gewann die SA⸗Gruppe Hochland, 1987 der SS⸗Oberabſchnitt Süd. Die Sieger der übrigen Wett⸗ bewerbe erhalten Plaketten. Teilnahmeberechtigt ſind Angehörige der SA, Sc, des Nen und Nec, und zwar für die Mannſchaftswett⸗ bewerbe 44 Sa-, 24 SS, 16 NSͤcͤ⸗ und 10 NSa⸗ Mannſchaften, für das Spezialſpringen 20 SA⸗, 12 SS⸗, 8 Nec, 6 NS ⸗Männer und 40 HJ⸗Mitglieder. Die Teilnehmer müſſen der meldenden Einheit mindeſtens ſeit dem 1. Juli 1937 angehören. Die Mannſchaften und Einzelkämpfer ſtarten für die gebietszuſtändigen SA⸗ Gruppen, Ss⸗Oberabſchnitte, NSKͤ⸗Obergruppen und NSßK⸗Gruppen. Mitglieder der Schi⸗Nationalmann⸗ ſchaft des Das ſind nicht ſtartberechtigt. Der Spezial⸗ ſprunglauf wird nach den Beſtimmungen des DR Hurch⸗ geführt, für die übrigen Wettbewerbe folgen beſondere Austragungsbeſtimmungen. Meldetermine ſind: Für die zohlenmäßige Meldung bis zum 20. Ja⸗ nuar, für die namentliche Meldung für den Spezial⸗ ſprunglauf bis 16. Februar und für die namentlichen Meldungen der Mannſchaften bis 18. Februar. Sämt⸗ Liche Nennungen ſind an den Organiſationsſtab der NS⸗ Winterkampfſpiele Oberhof(Thüringen) zu richten. Die genaue Zeiteinteilung Donnerstag, 17. Februar: Eintreffen der Teilnehmer. Freitag, 18. Februar: Frei zur Verfügung der Teil⸗ nehmer. Somstag, 19. Februar: 9 Uhr fünfmal 8⸗Km.⸗Melde⸗ ſtaffellauf, 14 Uhr Uebungsſpringen. Sonntag, 20. Februar: 8 Uhr 18⸗Km.⸗Patrouillenlauf der Klaſſe A, und 12 Km.⸗Patrouillenlauf der Klaſſe B, 14 Uhr Spezialſprunglauf, 18 Uhr Siegesfeier. Montag, 21. Februor: Abreiſetag. Nur Braſilten und Argentinien dabei Die Frage, ob neben Braſilien und Argentinien noch weitere füdamerilanſche Stadten an der Fußhall⸗Welt⸗ meifterſchaft teilnehmen oder nicht, iſt entſchieden. Durch die Verlegung des Kongreſſes der füdamerikaniſchen Lan⸗ desverbände vom 18. Dezember auf den 10. Januar iſt es der Fan A unmöglich, noch weitere Meldungen anzuneh⸗ men, da mit dem 31. Dezember der letzte Nennungstermin abläuft. Es beteiligen ſich alſo ſomit nur Bpaſilten, das gleich in die Schlußrundenkämpſe einareift, und Argen⸗ kinien, das zufammen mit USA, Niederländiſch⸗Indien und dem Sieger der Mittelamerſka⸗Zone auf franzöſiſchem Boden ein Turnier beſtreitet, deſſen zwei beſte Mann⸗ schaften unter die„letzten Sechzehn“ kommen. Neugeſtaltung des BD Der Verband Deutſcher Fauſtkämpfer hält am 29. De⸗ zember in Berlin ſeine Generalverſammlung ab, die ſich mit der Reorganiſation des deutſchen Berufsborſports zu beſchäftigen hat. Im Zuge dieſer Neuorientierung iſt das ſtärke wie damals, was auch durch das:0 im Spiel Frank⸗ reich— Italien in Paris wieder beſtätigt wurde. Man wird aber erwarten dürfen, daß die italteniſchen Vorberei⸗ tungen mit dem Ergebnis abſchließen, im Juni 1938 eine ſchlagkräftige Mannſchaft zur Verfügung zu haben. Frank⸗ reich hat das Unentſchieden in Paris dem großartigen Spiel des Torwächters Di Lorto zu danken gehabt. Wie Italien als letzter Fußball⸗Weltm ſo kommt auch Frankreich als Veranſtalter ohne idungen in die Endrunde. Nach dem gegenwärtiger Leiſtungsſtand hat die franzöſiſche Mannſchaft aber keine Ausſichten, eine der erſtem Rollen zu ſpielen. Man wird annehmen dürfen, daß neben noch Ungorn und die Tſchechoſlawakei den mitteleuropät⸗ ſchen Berufs⸗Fußball in Frankreich vertreten werden. Als Teilnehmer der nordiſchen Länder ſtehen Norwegen und Schweden feſt. Weiter hot Polen die beſten Ausſichten, ſich für die Endrunde zu qualifizieren. Holland, Belgien und der Sieger aus öͤem Spiel Schweiz— Portugal wer⸗ den vorausſichtlich die europäiſche Teilnehmerliſte vervoll⸗ ſtändigen. Die überſeeiſche Beteiligung iſt dagegen noch nicht völlig geklärt. Die Tſchechoflowakei iſt 1994 im Endſpiel gegen Italien erſt nach Spielverlängerung mit:2 unterlegen. Das 425 der Tſchechen gegen England in London hat gezeigt, daß die Mannſchaft gegebenenfalls immer beſonderer Leiſtun⸗ gen fähig iſt. Oeſterreich und Ungarn können Mannſchaf⸗ ten mobiliſieren, die in Beſtform jedem Gegner einen großen Kampf liefern. Polens Mannſchaft hat ſchon bei dem Olympiaturnier 1936 in Berlin einen ſehr guten Ein⸗ druck gemacht und kann ebenſo wie die anderen europäiſchen Teilnehmer mit Ueberraſchungen aufwarten. Im übrigen wird natürlich ſehr viel von der Zuſammenſtellung und von dem Eingreifen der Ueberſeemannſchaften abhängen. Vom deutſchen Standpunkt aus geſehen liegen die Ausſichten nicht ungünſtig, ein gutes Abſchneiden zu er⸗ reichen. Es iſt aber beſtimmt angebracht, in der Beurteilung mit äußerſter Vorſicht vorzugehen und jede Ueberſchätzung oder auch Unterſchätzung der Stärke der Gegner zu ver⸗ meiden. Englands dritte Pokalrunde Die dritte Runde im engliſchen Fußball⸗Pokalwett⸗ bewerb wurde jetzt ausgeloſt. Da nun auch die erſte Liga eingreift, gab es ſchon einige recht verheißungsvolle Paarungen. Am 8. Januar ſpielen: Oeſterreich Brentford— Fulham, Arſenal— Bolton Wanderers, Charlton Athletie— Cardiff oder Briſtol City, Chelſea— Liverpool, Millwall— Mancheſter City, Tottenham Hot⸗ ſpurs— Blackburn Rovers, Preſton Northend Weſtham United, Alderſhot— Notts Cite, Birminghom— Black⸗ pool oder Brighton, Crewe Alexandra oder New Brigh⸗ ton— Plymouth Argyle, Derby County— Stoke City, Doncaſter Rovers— Sheffield United, Grimsby Town gegen Swindon Town, Husdersſield Town— Hull City, Leeds United— Cheſter, Mancheſter United— Neovill and Peters, Mansfield Town oder Lincoln City— Lei⸗ ceſter City, Middlesbrough— Stockport, Norwich City— Aſton Villa Nottingham Foreſt— S Sheffield Wednesday Burnley, Sunderland Wat⸗ ford, Swanſea Town— Wolverhampton Wondexers, Trammere Rovers— Portsmouth, Weſtbromwich Albion gegen Neweaſtle United. NS⸗Winterkampfſpiele Verbandsgebiet bereits neu aufgeteilt worden. Es wurde in Anlehnung an die Gaue des Deutſchen Reichsbundes für Leibesübungen in vier Bezirke eingeteilt und dieſen Bezirken je ein kommiſſariſcher Leiter wie folgt beigegeben: Bezirk Mitte und Oſt(H. Herrmann Berlin) um⸗ faſſend die Gaue Oſtpreußen, Pommern, Brandenburg, Schleſien und Sachſen. Bezirk Nord(Fr. Röſemanns⸗ Hannover) umfaſ⸗ ſend öie Gaue Mitte, Ngrdmark und Niederſachſen. Bezirk Weſt(P. Faccendo⸗ Düſſeldorf) umfaſſend die Gaue Weſtfalen, Niederrhein, Mittelrhein, Heſſen und Südweſt. Bezirk Süd(Edmund Schneider⸗ München) um⸗ faſſend die Gaue Baden, Württemberg und Bayern. Kanadas„Wölfe“, die Eishockeymannſchaft, die Kanada bei den Weltmeiſterſchaften in Prag vertreten ſollte, kommt nicht nach Europa, da es dem engliſchen Eis⸗ hockeyverband nicht gelungen iſt, eine Europareiſe zu⸗ ſammenzuſtellen. Damit entfallen auch die Spiele der Ausländer in Deutſchland. Der Amateurboxkampf zwiſchen den Gauſtaffeln von Südweſt und Württemberg, der am 18. Dezember in Frank⸗ furt a. M. die Entſcheidung im Turnier der ſüddeutſchen Boxgaue bringen ſollte, iſt verlegt worden und wird nun vorausſichtlich am 29. oder 30. Dezember im Hippodrom zu Frankfurt abgewickelt. Schweden— Norwegen, der Hallentenniskampf um den Mr. G⸗Pokal, der als Endkampf der Ausſcheidungsſpiele angeſprochen werden muß, wird vom.—9. Januar in der Halle von Alvik bei Stockholm ausgetragen. Der Sieger trifft auf den Pokalverteidiger Frankreich. Boratto, der Fahrer des Duce, beteiligte ſich an einem Sportwagenrennen entlang der nordafrikaniſchen Küſte von Bengaſi nach Tripolis und ging aus dem 1097 Km. langen Rennen als überlegener Sieger in:41:54 Stun⸗ den hervor. Adolf Witzenmann zum Gedächtnis Binnen kurzer Friſt iſt wieder einer der leitenden Männer unter den Bergſteigern und ein wahrer Freund der Ziele der Alpenvereinsarbeit abberufen worden. Dem Leiter des Reichsdeutſchen Sektionstages des D. u. Oe. AV, Notar Dr. Fritz Rigelef, folgte nach längerer Krankheit Adolf Witzen mann(Pforzheim), der ſeit 1934 im derzeitigen Stuttgarter Verwaltungsausſchuß Sach⸗ wart für Hütten⸗ und Wegeangelegenheiten, für den Dar⸗ lehensſtock und die Hütten⸗Fürſorgeeinrichtung war. Schon vorher hat Witzenmann ſeine reiche Sachkenntnis der Lei⸗ tung des D. u. Oe. AW zur Verfügung geſtellt, als er in den Jahren 19301933 dem Hauptausſchuß angehörte. Die im Vorfahr in Kraft geſetzte Fürſorgeeinrichtung war ſein beſonderes Werk. Nahezu widerſpruchslos ſind in den Jahren ſeiner Amtszeit ſeine Verteilungspläne der Zu⸗ ſchüſſe für Hütten und Wege von den Hauptverſammlungen gebilligt worden. Eine ſchönere Anerkennung konnte ihm zuteil werden. Seine Sektion Pforzheim hat Fabri⸗ kant Witzenmann mitbegründek. die letzten 17 Jahre führte“ er mit geſchickter Hand das Steuer des Vereinsſchiffes. Darüber hinaus war er ſeit 1934 zum Bergſteiger⸗Gau⸗ führer für Baden(Deutſcher Bergſteigerverband im Dae) beſtellt worden, wo er in nützlicher Arbeit einen wichtigen Poſten im Neuaufbau des deutſchen Sports auszufüllen hatte. Dazu hatten ihm die Bergſteiger ſeines Gaues volles Vertrauen geſchenkt. Zu ſeiner fruchtbringenden uns anerkannten Tateskeit führte Witzenmann die Liebe zu den Bergen. Glänzende bergſteigeriſche Eigenſchaften konnte er während ſeines für die Sorge um einen gerechten Ausgleich wohl nicht 7 Southampton, Sgar z brough— Luton Town, Southend United— Barnsley, —————— 7 7 , eee a Badens Vorſtaffel verlor gegen Württemberg:12 2000 Beſucher in der Karlsruher Feſthalle— Baden ſtartet mit 4 Erſatzleuten Man kann ſchon ſagen, daß dem badiſchen Boxſport innerhalb des ſüddeutſchen Boxturniers wenig Glück zur Seite ſtand. Auch im Rückkampf gegen Württemberg mußte die badiſche Boxſtaffſel mit nicht weniger als vier Erſatzleuten an den Start gehen. Die Gaumeiſter Stät⸗ ter und Keller, die im Arbeits⸗ bzw. im Militär⸗ dienſt ſtehen, wurden für dieſen Gauvergleichskampf nicht beurlaubt, während der Gaumeiſter Hoffmann immer noch an ſeiner Armverletzung leidet, ſo kam auch noch in letzter Minute von Zloteki eine Abſage, der ſich im Training eine Ohrennerletzung zuzog. Gleichwertigen Erſotz in den Ring zu ſtellen war nicht möglich. Zu allem Unglück kam dann noch, daß ſich der ſavoriſierte Schwer⸗ gewichtler Maier gleich zu Beginn des Kampfes eine Augenbraueverletzung zuzog, die ſeine Aufgabe in der Pauſe zur zweiten Runde forderte. Der Veranſtaltung, die in der Karlsruher Feſthalle de, wohnten über 2000 Zuſchauer bei, il bei der Urteilsverkündung wenig 5 iplin erkennen ließen. Das Kampfgericht ſetzte ſich mit Ulmrich⸗Mannheim im Ring, Grau h Stuttgart, Bend er⸗Ludwigshafſen und Fa t h⸗Mann⸗ heim als Punktrichter zuſammen. Den Kampfabend leiteten die Karlsruher Nachwuchs⸗ boxer Horth und Hock ein. Noch einem ſehr lebhaften und ſpannenden Gefecht wurde Horth verdienter Punkt⸗ ſieger. Der Mannſchaftskampf: Fliegengewicht: Geisler⸗Baden gegen Kehl⸗Würt⸗ temberg. Der badiſche Vertreter hatte ſich bald in die Her⸗ zen der Karlsruher geboxt. Obwohl der Mannheimer erſt⸗ mals in der Gauſtaffel ſtand, wartete er mit überraſchend guten Leiſtungen auf. In den erſten zwei Runden boxte er einen eleganten Stil; Kehl mußte immer wieder weichen, am Kopf und Körper gut placierte Treffer einſtecken. Die Schlußrunde wurde ſehr erbittert geführt; der Schwabe ver⸗ ſuchte mit aller Gewalt den Ausgleich zu erzielen, aber Geisler kämpfte verbiſſen, ſo daß ſich Kehl nach Punkten ge⸗ ſchlagen bekennen mußte. Bantamgewicht: Reute r⸗Baden gegen Feucht⸗Würt⸗ temberg. Feucht brachte Uebergewicht, die Punkte waren ſomit für Württemberg ſchon auf der Waage veroren. Der Einlagekampf ging nur über eine Runde, die knapp an den Karlsruher fiel, der beidhändig wild ſchwingerte und ſeinen Gegner öfters hart aufs Knie traf. Reuter mußte aber nach der erſten Runde wegen einer Armverletzung auf⸗ geben. Federgewicht: Müller ⸗Baden gegen Pfanner⸗ Württemberg. In dieſer Klaſſe war der badiſche Vertreter zu ſchwer. Beide Kontrahenten lieferten ſich einen techniſch ſauberen, ſehr ſchnellen und doch harten Kampf, der gut gefallen konnte. Das Urteil lautete unentſchieden. Leichtgewicht: Hette“⸗Baden gegen Köhler⸗Würk⸗ temberg. Der Ex⸗Mannheimer Köhler boxte in der erſten Runde mit einer ganz großen Ueberlegenheit. Erſt in der zweiten Runde ging der Badener zum Gegenangriff über und kam mit beidhändigen Haken öfters wirkungsvoll ins Ziel. Nach einer ausgeglichenen zweiten Runde gab es eine erbitterte Schlußrunde, in der Hettel wohl ſehr gute Mo⸗ mente zeigte, aber dem von Köhler zu ſcharf vorgelegten Tempo nicht immer folgen konnte. Nach der Urteilsver⸗ kündung, Sieger: Köhler, ſetzte großer Proteſt ein, der aber vollkommen unbegründet war. Weltergewicht: Korn⸗Baden gegen Leitner⸗Würt⸗ temberg. Ein in allen 3 Runden ſehr unſauber geführ⸗ ter Kampf, der mit großen Mißßfallenskundgebungen quittiert wurde. Korn zeigte für den linken Haken von Leitner zu großen Reſpekt, er legte dadurch nur Wert auf Deckung und Halten. Leitner, der zu rückſichtslos boxte, verlor jegliche Sympathie der Zuſchauer. Nach⸗ dem Korn wiederholt den Boden aufſuchen mußte, wurde Leitner Punktſieger. Mittelgewicht: Wei ß⸗ Boden gegen Helo ⸗Württem⸗ berg. In den erſten zwei Runden ſah man einen flüſſigen und techniſch einwandfreien Kampf. Nuch der große Kön⸗ ner Held mußte ſchwere Brocken am Kopf und Körper einſtecken. Erſt in der Schlußrunde boxte ſich der Würt⸗ temberger klare Vorteile heraus und ſiegle verdient nach Punkten. Halbſchwergewicht: Sü n ß⸗Baden gegen Schöll⸗ kopf⸗Württemberg. Der Badener ſtand erſtmals in der Gauſtaffel und zeigte großes Kämpferherz, aber um gegen einen Gegner von der Güte wie Schöllkopf über die Rün⸗ den zu kommen, dazu beſitzt der Karlsruher noch zu wenig Kampferfahrung und Härte im Nehmen. Oefters mußte auch Schöllkopf unter dem Beifall der Zuſchauer Serien am Kopf einſtecken. Mit wuchtigen rechten Kopf⸗ und Körperhaken, wurde Süß gegen Ende der erſten Runde wiederholt zu Boden geſchickt. Der Ringrichter nahm den jungen Süß, um einer unvermeidlichen k..⸗Niederlage vorzubeugen, aus dem Ring. Sieger durch techn. k. o. Schöllkopf. Schwergewicht: Maie r⸗Boden gegen Bubeck⸗Würt⸗ temberg. Maier ging ſehr zuverſichtlich in den Ring, er wollte mit aller Gewalt ſeine Vorkampfniederlage wieder wettmachen, hatte aber das Pech, ſofort bei Beginn des Kampfes durch Zuſammenprall mit dem Kopf eine empfindliche Augenbraueverletzung davonzutragen, die ihn zur Aufgabe zwang. Rettung aus Waſſer und Eis Der Satz„Jeder Deutſche ein Schwimmer und jeder Schwimmer ein Retter“ wird vielſach als abgegriffen be⸗ zeichnet, und doch ſteckt in ihm ein tiefer Sinn. Schule, Hitler⸗Zugend und Reichsbund für Leibesübungen ſind in g e e e Arbeit bemüht, dem Schwimmen mehr und n ehr Eingauß zu verſchaffen. Die Vorausſetzungen— Schwimmbäder in Stadt und Land in ausreichemder An⸗ zahl.— find ebenfalls in Angriff genommen, ſo daß man in einigen Jahren damit rechnen kann, daß wir nur noch einen Bruchteil von jugendlichen Nichtſchwimmern haben. Auch„Kraft durch Freude“ und die übrigen Glie⸗ derungen von Partei und Staat wenden ſich in ſo ſtarkem Maße an die Erwachſenen, daß auch hier der Prozentſatz der Nichtſchwimmer erheblich herabgeſetzt wird. Gleich⸗ zeitig muß dem Rettungsſchwimmen erhöhte Aufmerkſam⸗ keit zugewendet werden, denn gerade das Retten vor dem noſſen Tod bedeutet eine hohe Pflicht an der Vonksgemein⸗ ſchaft. Schwimmfertigkeit allein genügt aber nicht, einem ertrinkenden Menſchen das Leben zu vetten. Noch immer fallen in Deutſchland 5000 Menſchen alliährlich dem Waſ⸗ ſertod zum Opfer. Das iſt eine erſchüttennd große Zahl, und wenn man bedenkt, daß die meiſten dieſer Menſchen beſtimmt nicht zu den Schwächſten gehören, dann nimmt dieſe Ziffer eine noch größere Bedeutung an. Einſatz und Pflichtbewußtſein müſſen natürlich mit der Kenntnis des Rettungsſchwimmens verbunden ſein, ſoll der einzelne in ſeinem Bemühen, einem Volksgenoſſen das Leben zu ret⸗ ten, auch wirklich Erfola haben. Die Deutſche Lebens⸗Rettungs⸗Geſellſchaft, die an ſich ſchon ſeit 1913 beſteht, aber 1925 erſt richtig aufgebaut wurde, hat 1926 die erſten Rettungsſtationen eingerichtet, und zwar in Offenbach a. M. Heute aibt es ſchon über Kleine Sport- Nachrichten tatenreichen Bergſteigerlebens entfalten. Die Zahl ſeiner Bergfahrten iſt bedeutend, zu ſeiner Zeit hatte er das äußerſte geleiſtet. Wir zählen Adolf Witzenmann mit vollem Recht zu den bekannteſten Erſchließern der Dolomiten, wo er früher, auch mit ſeinem Bruder Emil, beſonders im Sextener Tal, an zahlreichen Neufahrten Anteil hatte. Kühne Baſteien und Türme hat er dort auf neuem Wege betreten, ſo den Monte Criſtallo, die höchſte Cadinſpitze, Zwölferkogel, Kleine Zinne, Dreiſchuſterſpitze, Torre Siro⸗ paeas, Saſſo di Stria u. a. mehr. Mit der früher namen⸗ loſen„Cima Witzenmann“ haben die Topographen den bekannten Erſterſteiger frühzeitig geehrt. Eine tiefe Freundſchaft verband ihn mit Sepp Inner⸗ kof ber, der oft ſein Begleiter war. Der Heldentod des berühmten Führers am Paternkofel war ihm eine ſchmerz⸗ liche Fügung. g Viele Jahre vor dem Krieg betreute er als Hüttenwart die alte Pforzheimer Hütte in den Münſtertaler Alpen. Mit ſeinem Hüttengebiet war er innig verwachſen, das be⸗ zeugen auch die vielen dort ausgeführten Neufahrten. Nach dem Verluſt von Südtirol ſuchte er ſeiner Sektion ein neues Arbeitsgebiet, das er im Stubaier Gleierſchtal fand. Selbſt in der Umgebung der„Neuen Pforzheimer Hütte“ hat er, ſchon nahe dem ſiebenten Lebensfahrzehnt, neue An⸗ ſtiege erkundet und durchgeführt. Viele Gruppen der Oſt⸗ und Weſtalpen waren ihm innig vertraut; im Wallis erinnert die Südoſtkante des Zinal⸗ rothorn an ihren Erſtbegeher. Von ſeinen zahlreichen Fahrten brachte er als einer der Vorkämpfer alpiner Licht⸗ bildnerei viele Aufnahmen nach Hauſe, die er ſeiner viel⸗ leicht einzigartigen Sammlung einverleibte. Witzenmanns Name iſt auch gut verknüpft mit dem alpinen Schrifttum, das er durch zahlreiche Beiträge, mehr⸗ mals auch in der Zeitſchrift des D. u. Oe. AV, bereicherte. Am„Hochtouriſt“ hat er mitgearbeitet und mehrere Bände, darunter die ſeiner beiden Lieblingsgebiete„Sextener Dolo⸗ miten“ und„Münſtertaler Alpen“, herausgebracht. Die letzten Jahre galten ſeinem Führer rund um das Gebiet der Neuen Pforzheimer Hütte. Dieſe Herausgabe wurde als muſtergültig bezeichnet. Die Vorzüge des echten Bergſteigers hat Witzenmann auch in das bürgerliche und häusliche Leben hinübherge⸗ nommen. Wer ihn kannte— und das waren die Berg⸗ ſteiger vieler Länder— rühmte die ſchlichte Vornehmheit ſeines lauteren Weſens, die ſeiner Perſönlichkeit den Stempel aufdrückte. Die Berge hatten ſeinen Charakter geformt. Er blieb beſcheiden. Kerndeutſch war auch ſeine Geſinunng, die in der vollkommenen Treue ihren Ausdruck fand. Dieſe Treue galt auch dem Deutſchtum im Ausland, beſonders den deutſchen Brüdern in Südtirol, an deren Schickſal er mit hoffender Seele innigen Anteil nahm. Die deutſchen Beraſteiger haben einen guten Grund. dieſen Mann zum Vorbild zu nehmen. Die Trauer um ſeinen Tod iſt auch bei anderen berg⸗ ſteigeriſchen Vereinigungen eingekehrt. Witzenmann, der auch noch AVS Bayerland⸗München angehörte, war Mit⸗ clied Ses Oeſterreichiſchen Alpeavere ens des Schweizer Alpenklubs, des Schiklubs Schwarzwald. mit dem er auch als eifriger Schialpiniſt erfolgreich zuſammenarbeitete. 200 feſte Rettungsſtellen, und über eine halbe Million Vorksgenoſſen erwarben bereits die Leiſtungsgbzeichen der Geſellſchaft. 1933 wurde die Deutſche Lebens⸗Rettungs⸗ Geſellſchaft dem Fachamt Schwimmen im Doi zugeteilt. Als eine ſelbſtündige nationgle, gemeinnützige Wohlfahrts⸗ Einrichtung zur Erhaltung und Stärkung der deutſchen Volkskraft bemüht ſie ſich, in Tauſenden von Kurſen recht viele Schwimmer und Schwimmerinnen mit dex Lebens rettung vertraut zu machen, ihr Wirken ſteht wahrhaft im Dienſt der Volksgemeinſchoft. Sie arbeitet nicht vereius⸗ molten ſondern gemäß der Satzung im freien Hebfen⸗ wollen. Erfreulich zahrreich hat ſich die Jugend die immer wieder für die Sache der Waſſerrettung aufgerufen wird, in den Dienſt dieſer Arbeit geſtellt. Für den Grund⸗ de ge 1 1 Usfen Un lese cleſt N Gegen ſchein, der Prüfung für die Anfänger in der Lebens⸗ vettung, muß der Anwärter das 13. Lebensjahr vollendet haben, das bedeutet alſo, daß ein Junge oder Mädchen die⸗ ſes Alters ſchon über genügend Körperkräfte verfügt um eime ſolche Leiſtung auf ſich nehmen zu können. Für den Leiſtunasſchein, eine Steigerung iſt ein Alter don 17 Jahren notwendig, und für den Lehrſchein, der die Abſchlußprüfung als Rettungsſchwimmer bedeutet und zum Erwerb der Lehrfähigkeit berechtigt, muß der Anwärter das 20. Lebensjahr vollendet haben. Im Zuſammenhang mit dem Rettungsſchwimmen ſteht auch das Retten aus Eisnot. Immer wieder kann man beobachten, wie ſchnell ſich vor allem Kinder auf einen zugefrorenen Bach, Fluß oder See wagen krotz vieter Verbotsſchilder und trotz der Ermahnungen der Eltern. Wie leicht wird aber ein ſolches Handeln zum Verhäng⸗ nis. Die Eisdecke iſt noch zu dünn, plötzlich iſt das Un⸗ alück da. Do heißt es ſchnell handeln um erſfolgſicher ein⸗ gveifen zu können. Meiſt iſt die Rettung üheraus ſchwie⸗ rig, vor allem, wenn die Eisdecke zu dünn iſt; dann kann der Rettende nur unter aroßen Vorſichtsmaßregeln an den Eingebrochenen herankommen. Am beſten ſind in dieſem Fall Bretter oder umgedrehte Tiſche, um ſo eine größere Unterfläche zu habem. Ganz ſchwierig wird die Rettung, wenn der Eingebrochene unter die Eisdecke abgetrieben worden iſt. In dieſem Falle muß der Retter tauchen, dazu aber von dritter Seite beſonders geſichert werden, weil er ohne eine Seilſicherung kaum zum Einbruchsloch zurückfinden würde. Ganz gleich ob Rettung aus Waſſer oder Eis, immer bedeutet ſie Einſatz des eigenen Lehens. Wenn der Helfer aber körperlich kräftig und die Vorausetzungen er üllt, die notwendig ſind, um eine Rettumg durchzuführen donn wird ihm auch ſein Werk gelingen und er damit eine ſchöne Pflicht erfüllt haben. Die Jugend hat hier eine der dankbarſten Aufgaben, die man ſich überhaupt denken kann, vor ſich. Der Mahoney⸗Boykott gegen Deutſchland iſt von dem neuen Vorſtand der Amerikaniſchen Amafeur⸗Athletik⸗ union aufgehoben worden, damit dürfte auch der für nächſtes Jahr geplante Leichtathletik⸗Länderkampf Europa A im Berliner Olympiaſtadion geſichert ſein. Die Höhere Bauſchule Suttgart gewann die württem⸗ bergiſche Hochſchul⸗Fußballmeiſterſchaft mit einem in der Verlängerung erfochtenen:3(:2, Zis) Sieg gegen die Hochſchule für Lehrerbildung Eßlingen. Der Große Bergpreis von Deutſchland bei Freiburg wurde vom 31. Juli auf den 28. Anguſt verlegt. g Deutſchlands Eishockey⸗Vertretung für den Länder⸗ kampf gegen die Schweiz am kommenden Sonntog in Baſel lautet: Egginger, Schenk, Jänecke, Schmiedinger, Ball, Wiedemann, Trautmann, Kelch 2, Schibukat, Tobien, Lang, Dr. Strobl, Erſatztorwart Kaufmann. Die Eislauf⸗Weltmeiſterſchaften für Männer und Poore im Berliner Sportpalaſt wurden auf den Urſprungstermin vom 18.—21. Februar zurückverlegt. „Rund um Stuttgart“, eines der wichtigſten Amateur⸗ ſtraßenrennen des Gaues Württemberg, wird wohl bet ſeiner 20. Durchführung im kommenden Jahre inter⸗ national beſetzt ſein. Der Da hat das Rennen, das vorausſichtlich am 15. Mai veranſtaltet wird, als inter⸗ nationale Veranſtaltung bereits genehmigt. Saarbrücken⸗Weſt liegt bei den Meiſterſchaftskämpfen der Ringer im Bezirk Saar mit 10:2 Punkten knapp vor Heusweiler(:), Saar 05 Saarbrücken(:6) und Bfe St. Ingbert(:6) in Führung. Saarbrücken ⸗Weſt und Heusweiler ſetzten am vergangenen Wochenende die Serie ihrer Siege fort. Leiter Ortsgr Wo im Ve licher Dienſte Nec treten 19.45 U Hut ſergart 12. ſtraße bringe! Lin ſcheine⸗ Erl. lenfrar os ab. Wa Spielſe eingele Str Ballha Fül dieſer Forma werder Donnerstag, 16. Dezember 1937 — Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 8 3 J M* Deutſchlandſender 5 Sonderdienſt. Die Eingliederung für den Sonderdienſt.00: Schallplatten.—.30: Frühkonzert.— 11.30: NSDAP-Miffeilungen kann aus techniſchen Gründen am Freitag nicht ſtattfinden. 30 bunte Minuten.— 12.00: Muſik zum Mittag.— 14.00; Erſt nach den Weihnachtsferien! Allerlei von zwei bis drei.— 15.15: Kinderliederſingen.— Aus parteſamtiichen Behenntmachangan entnommen 1 2 15.40: O Tannenbaum. Hörſzene.— 16.00: Muſik am Nach⸗ Die D 5 5„Die Deutſche Arbeitsfront mittag.— 18.00: Geſchenkberatung.— 18.15: Kleines Unter⸗ Anord d 8 8 5 g 5 9 ſche ung nordnungen der Kreisleitung Kreiswaltung Mannheim, Rheinſtraße 3 haltungskonzert.— 19.10: Feierabend⸗Unterhaltung.— Ortsarunpen der NSDAP 8 5 Strohmarkt. 16. 12., 20.30 Uhr, Dienſtſtunde für Amts⸗ N g Propaganda e Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Europäiſches Konzert aus und Zellenleiter. Muſer der Nacht vom 20. auf 21. Dezember ſpricht im Helſingfors.— 5 Strohmarkt. Am 18. 12. treten ſämtliche Politiſchen] Siuſen gal des Roſengartens der Leiter des Deutſchen 5 Wetterkarte d Leiter und Anwärter im Dienſtanzug vor dem Hauſe der Ortsgruppe an. Wohlgelegen. Am 17. 12. Pflichtmitgliederverſammlung im Verſammlungsſaal des Roſengartens. Antreten ſämt⸗ licher Politiſchen Leiter 19.30 Uhr vor der Geſchäftsſtelle. Dienſtanzug. Neckarſtadt⸗Oſt. Am 16. 12. Mitgliederverſammlung. An⸗ treten ſämtlicher uniformierten Politiſchen Leiter um 19.43 Uhr vor der Geſchäftsſtelle. NS⸗Frauenſchaft Humboldt. 16. 12., 18 Uhr, Vorweihnachtsfeier im„Kai⸗ Abtei 5 N 5 0 5* 995 80 e e„ eilung Reiſen, Wandern, Urlaub Acuupigeiol u 1 a Oehntſtraße.. 1 eingeladen.— Achtung, Winterſportler! Am kommenden Sonntag wie⸗ Ae Veel ll. 100. 000 17. 12., von 14.30 bis 16.30 Uhr Beitragsabrechnung Mittel⸗ der die beliebte Omnibusfahrt in den Schwarzwald, dies⸗ ſtraße 24. Sämtliche Zellenfrauenleiterinnen rechnen ab und bringen die Baſarbücher mit. Lindenhof. 16. 12., 20.15 Uhr, Heimabend im Heim. Er⸗ ſcheinen iſt Pflicht. Erlenhof. 16. 12., zwiſchen 14 und 17 Uhr haben alle Zel⸗. 5— e bet Frau Haſſert N 2¹ 1 5 Achtung! Weihnachten im Schwarzwald! Sonderzug. 88 8 e 5„keſt?⸗ nach Oberbühlertal, Ottenhöfen und Seebach, Oppenau 1 8 abzutechnen. 5 l 8 l Bad Peterstal und Lautenbach. Abfahrt in Mannheim 0 2 2 E* 5 Wallſtabt. 17. 12., 20 Uhr, Vorweihnachtsſeier mit der am 25. Dezember um.14 Uhr, Rückkunſt Mannheim E. Spielſchar im„Pflug“. Frauenſchaft und Frauenwerk iſt an am 26. Dezember um 22.16 Uhr. Die Koſten betragen=S SSS s D eingeladen. nach Oberbühlertal 9,10 Mark, nach Ottenhöfen und See⸗ DEZ EHBER 12 Opar Strohmarkt. 17. 12., 20.15 Uhr, Pflichtheimabend im bach 9,50 Mark, ins Reuchtal 10 Mark. In dieſen Be⸗ 5 J Ballhaus. Frauenwerk iſt eingeladen. trägen iſt enthalten: Bahnfahrt hin und zurück Mittag⸗— 8 und Abendeſſen Im 25. Dezember, eine Uebernachtung mit——— J, D, BDM Frühſtück, Mittageſſen und Reiſeverpflegung am 26. De⸗ Donnerstag, 16. Dezember alle Hleefe lui, Führerſchulungswerk. Das Führerſchulungswerk fällt in zember. Der Zug hält auch in Neckarau, Rheinauhafen,.—— dieſer Woche für beide Gruppen aus. Es kann wegen der F Hockenheim und Neulußheim. Es ſind noch Nationaltheater:„Spiel an 5— Formationsferien erſt nach dem 16. Januar fortgeführt N nuch Serkußkertal 85 Neuſas zu 9,10 4, Bord“, Luſtſpiel von Axel nach Oppenau und Lautenbach zu 10.— J. Die übrigen Jvers, Miete H, 20 Uhr werden. Plätze ſind ausverkauft. Raſche Anmeldung rotſam. Flughafen: 10 bis 18[ihr 5„Nenfahrsfahrt in den mittleren Schwarzwald nach Rundflüge über Mannheim. 58 Motor⸗Unterbaun. Antreten des geſamten Unterbannes Schonach bei Triberg vom 31. Dezember bis 2. Januar 77.*.. X 1998 mit Omnibus ab Mannheim Paradeplatz am 31. De⸗ Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofektors: 55 um 19.30 Uhr in tadelloſer Uniform auf dem UJ⸗Schulplatz. Sämtliche Beurlaubungen ſind für dieſen Dienſt aufgehoben. Handels, Pg. Feit, und Reichsfachgruppenwalter Pg. Genſch über das Thema„Das Deutſche Gaſtſtätten⸗ und Beherbergungsgewerbe“. Karten ſind bei den zuſtändigen Ortswaltungen erhältlich. Abtlg. Propaganda. . Ortswaltungen Bismarckplatz. Am Donnerstag, 16. 12., 20.15 Uhr, Ge⸗ meinſchaftsabend im Lokal„Schwarzwälder Hof“, Kepp⸗ lerſtraße 39. Um vollzähliges Erſcheinen wird gebeten. NSc„Kraft durch Freude“ mal nach der Hundseck. Abfahrt des Omnibuſſes.30 Uhr am Paradeplatz(Treffpunkt.15 Uhr). Karten zu 5,70 ¼ ſind erhältlich bei Geſchäftsſtelle 1„Haus der Deutſchen Arbeit“, P 4,—5(Zimmer 11) und bei der Omnibus⸗ geſellſchaft Klingler, G 6, 5. zember um 14.30 Uhr. Die Fahrt geht über Freuden⸗ ſtadt, Triberg und zurück über Offenburg. In den Koſten 580 20.00: Der Wilöſchütz. Singſpiel von A. Lortzing.— 22.30 2 „fue ard oilsbaſchaffung 22.. 2 J. 20.15 Uhr Feterabendveranſtoltung der NS⸗Gemeinſchaft „Kraft durch Freude“ 18.232. 7057 nchen. 5 Wetterbericht des Reichswetterdieuſtes, Ausgabe⸗ BDM von 19.30 M f. lt ff 5 55 55 30 Mark iſt enthalten: Abendeſſen am 31. De⸗ k ibelle: 16 Uhr Tanz⸗Tee: 20.80 Uhr 5 1 Gruppe 3/171 Friedrichspark, Am 16. 12. treten ſämtliche zember, Mittag⸗ und Abendeſſen am( und 2 Januar 5 Elefant nnd 1277 e ort Frankfurt a.., vom 16. Dezember. Der geſtrige Mädel um 18.40 Uhr auf dem Zeughausplatz au. Erſcheinen 1938, ſowie zwei Uebernachtungen mit Frühſtück. Die ö 1 Nordſeewirbel hat ſich unter Verflachung ſüdwärts iſt unbedingte Pflicht. Gruppe 7/171 Lindenhof 2. Kluft am 16. 12., 18.20 Uhr, Eröffnungskundgebung der Sammlung. Mädel Pflicht. Gruppe 5/171 Oſtſtadt. Antreten aller Mädel am 16. 12., 18.30 Uhr, in Kluft auf dem Platz vor der Heiliggeiſtkirche zur Eröffnungskundgebung der Sammlung. Pünktliches Erſcheinen aller Mädel Pflicht. Anſchließend wird die Ein⸗ teilung der Sammlung vorgenommen. Gruppe 1/171. Deutſches Eck. 16. 12. Gruppenappell fällt aus. Dafür treten ſämtliche Mädel 18.30 Uhr auf dem Antreten aller Mädel in auf dem Gontardplatz zur Erſcheinen aller Rückkunft erfolgt am 2. Januar 1938 Mannheim an gegen 24 Uhr. Es ſind nur noch wenige Plätze frei. Am 2. 1. 38 Sonderzug nach Herrenalb. Fahrkarten ſind erhältlich bei den bekannten Verkaufsſtellen. Winterſport⸗ und Urlaubsfahrten! Von Weihnochten bis Oſtern finden 60 Fahrten von acht⸗ bis pierzehntägiger Dauer ſtatt, einſchließlich drei Viertagesfahrten, und zwar nach dem Schwarzwald, Allgäu Walſertal, Oberbayern, München, Berlin. Erkundigen Sie ſich bei den Geſchäfts⸗ 1 wo auch die Winterurlaubsprogramme erhältlich ind. Univerſum: ſchau“. Tanz: Palaoſthotel. Parkhotel, Libelle. Lichtſpiele: „Gewitterflug zu Claudia“. „Zigeunerprinzeſſin“.— Schauburg:„Abenteuer in War⸗ Palaſt und Gloria: „Worſchauer Zitadelle“. „Manege“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 10 bis 12.30 und Alhambra: Capitol: Scala:„Mädchen für alles“. verlagert. Sein Einfluß auf unfere Witterung wird ſich daher zunächſt verſtärken, zumal von Oſten her aus dem Mittelmeergebiet ſtammende angeholt wird. Die Niederſchläge werden wenigſtens in den Niederungen überwiegend als Regen fallen. Warmluft her⸗ Vorausſage für Freitag, 17. Dezember Vielfach dunſtig und meiſt bewölkt, zeitweiſe Niederſchlag(Niederungen Regen), Tempera⸗ * g U2⸗Schulplatz an. 5 2 5 von 14 30 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Mannheim als e Erſte⸗Pilfe⸗Kurs Dr. Taglang. Am 16. 12. um 20 Uhr Was hören wir? Feſtung und Garniſonſtadt. Allerhand Weihnachts⸗Tand. turen laugſam auſteigend, öſtliche Winde. in e Fächer leeren, Fübrerinnenliſten Theatermuſeum, E 7. 20: Geöffnet von 10 bis 18 und von 1 i N de 5 8 ö 197. 8 4 s erich 1 8„ Freitag 17 Dezember. 17 Uhr. Sonderſchau: Schwetzingen und ſein 5 Höchſttemperatur in Mannheim am 15. Dezember 0 5 0 + 2,1 Grad, tieſſte Temperatur in der Nacht zum Sonnwendfeier. Am 19. 12. treten ſämtliche Führerinnen und Wimpelträgerinnen pünktlich um 20 Uhr im Schloßhof an. Die Wimpel ſind am Freitag auf dem Untergau zu Sternwarte: Geöffnet von 9 bis 12 und von 14 bis 19 Uhr. Stäbtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Weihnachtsausſtellung der 16. Dezember + 0,7 Grad; + 12 Grad. Reichsſender Stuttgart heute früh halb 8 Uhr u dr 1 e F 7 „ * holen. Die Kameradinnen, die für das H⸗Ehrenabzeichen .30: Frühkonzert.—.30: Muſik am Morgen.— 10.00: Mannheimer Künſtler in Fra kommen, treten 20.15 Uhr auf dem Lindenhof⸗ Oſtlond wartet unſerer Pflüge.— 10.30: Die körperliche 7 1 e e 15 1 zel, Ertüchtigung der HJ.. 11.0 Volksmuſtk.— 12.00: Mit Muuab imer dente ihn, L 1. 15 Gebſſnet von 10 bis 15] Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Dezember Führeranwärteriunen! Am 17. 12. 19.30 Uhr, Heim⸗ kagskonzert.— 14.00: Bunte Stunde(Schallpl.).— 16.00: und von 15 bin 1“ Uhr. i f Abend n Muſit am Nachmittag.— 18.00: Der Kuhreigen. Weihnacht. Städtiſche Schlotzbücherei: Ausleihe von 11 bis 13 und 17 Rein-Pegel 12. 13. 14 15, 16 Rbein⸗Vegel 13. 14. 18, 15, Gruppe 5/171 Oſtſtadt. Am 16. 12. kritt die ganze Gruppe licher Brauch aus dem Schwarzwald.— 18.30: Griff ins bis 19 Uhr Leſefäle geöffnet 9 bis 13 und 15 bis ig Uhr..„e eee pünktlt chum 183. Uhr auf dem Platz vor der Heiliggeiſt⸗ Heute.— 19.15 Heitere Feierabendmuſik.— 20.15: Gäste] Städtiſche Volksbücherei: Buchausgabe von 10.30 bis 12 Prei he 71 n e 13010 8% kirche an. im Silbernen Stern. Weihnachtsmärchen.— A. 18: Orche.] Uhr und von 16 bis 19 lihr Leſehalle geöffnet von Leßl 2229520 28240 den, nnd Gruppe 11/171 Humbold. Am 16. 12, Heimabend der ſterkonzert.— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Das Quintett 10.30 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 21 Uhr. Maxau 5 365 3 5. Neckar- ene Schaft M. Heinicke, Karl⸗Benz⸗Straße. Antreten pünktlich Inſtrumental de Poris ſpielt.— 23.00: Zu Tontzz und Mannheim 2,5.61 1/5.40.88] Mannheim.82.85 28125 Unterhaltung(Schallpl.).— 24.00: Nachtmuſik, Alle Auskünfte durch den Verkehrs⸗Verein. Telefon 343 21. 1 0 E um 20 Uhr in Kluft. Aepfel und Kerze mitbringen. Nel Off 1 r Lerkäbfe Automarkt. J Motopräder r zum Verkauf v. e— e— verſilb. und roſt⸗ 5 freien Beſtecken Wesilälische ö Ersiklassiger auf Monatsraten Pianos Hüchen-un.-MWohng. 2, h, 8. t. ö U 9 1 1 J 5 + bei hoh. Propiſ. Wohnk., Spülk., Gut möbl. Zim. 5 billig abzugeben tomo Ivel all J 170. kauft 5 3 aparte Modelle n 1 zu verm. 2208 R 6. 8 8 7 5 na. u. V M 102 100 Jahren be a Balk. ingeb. 3 5 5. wacher schon mehere, dene e. 8, Genen en eie derzerede Pee, len, Autos becher a a born Ein. Heckel ena ndte Merge Ft dr. Möbl. Zimmer e tritt geſu cht. 58 reti e l 2. 0 ansan. rbelsarg E ler Natenkaas m. Pabben, J% eee ee 5 8 5 2 ims„388 zu 5. Näßh. 5 ee en r bent eng ene usnifs e te Me m— 2 2 EE wetzinger Str. billia zu de! e 1 7 5 918 deere See d. 5, 5 l l 5 e VD. 2 ten 1 Aan We 21 771 A.—.— 200 Rel. Feruſprecher 437 15. Verkäu— Kleider- Sonntag geöffnet u Un Nr. 100 on die m. L. 4,60„ p. Autoreifen Darlehen f. 85 8 S592 n ve N 1s aN Gefch Blatt Wo iu verm. 8 beer e Zins 219 berlein,* u. andere ſofort gesucht. guernd gut. Verdienst ferinnen Schränke 2 ou dateuf 1 Nustel! Schön mbl ſonn 1 1 810 Größen, neu] Angebote unter 85 Herren und Damen, die ganz oder helb- I- tür. gebelst30.. lataimmen b 2 Ziui ER 2 Aae eie 5 rivatkundſchaft beſuchen können. togswelse ge m. 1 od. 2 Bett., a 1 5 Vorzuſtellen Donnerstag u. Frei⸗ 9 8 5 75 2.„„ 40.. Wen ev. Bad u. Kla⸗ 22 Legen Wanderer-Lim. Blattes. 12133 tag, je 1416 Uhr: 72195 peßtef Bezoflg 3.„ 93. e vierben, in gut. 3% IImmer 4720. Gen 15 1. 10, 3 Treppen. Komm., 30. Matratzen 8 Geer Sl. WOnnung 00- Llefer wg Sriefmarken g. Erkrankg. N 2 Str. 5 i etzi 2. 35 3 ch. geſucht. 9 meines jetzigen K FF. Nachtt.. 12. Nr. 2. 1 Trevp. d. 5 u verkaufe en 29180 5 b au verkaufen. . Personal AOkkER. lch aumann Al⁰ f. Braner 7 5 a 611 6 beſeh Näheres 2200 f. 0 Näde hen ber re finden K R 1 40 N23, 2 79 enn Hanbrre niere nicht kelten, und„Heel. 2 5 5 15 5 50 Bie en 55 15 2. doch wiſſen A Stamitſtraße.8 2 25 geſucht. 22206 dieser Zeltung„„ 12 5 bat. nur wenige. An⸗ 8 2 48 a 11, 8 S574 vm. 2, 5. part. ders wäre es, 8 8 .. 0 3 9 0 Sie eine Aute 5 8 ä eine Anzeige 7 5 0 Nennheim- P 1. 3. Preite Streße 1 N in der„Neuen Quel Lieſer⸗ 3 ans Mannheimergei⸗ 553 Unten ir Piet Möbl. Zimmer ung“ deröftent Se ne g late e lichen würden. mon ſine lden, Hataoge, 3 5 1 7 9 5 1 8 N U Elzimmer 1 bann ales 2upneold in Schema le modern, seur auten. Geigenbau 2*„„ 5 „ was hatte Herr Hollmann auch mit dem Säubern f 8 79 ak. Pifchp.- Küche den eingerichtetes Zimmef Anzeigen von Aſchenbechern zu tun!-Das iſt Sache der Haus⸗ esel 9 Weihnachts ner strsuf“ 12. 12 7 eellste Bedienung Angeh. unt. 2 2 10 an die Wesch. 5 Pianolager 5 NMerm. 3 2 5 8 85 5 frau, denkt er. Herr Hollmann würde aber wohl oft N 2, 12 5 f 5 APEI der Nl 2 . 5 N t auch in Verlegenheit ſein, wenn es ſeine Sache wate 2 Krippe fu. Sal Schmidt 0 7 ee ur P 3. 14 5 a wie neu, Künſt⸗ br etre 2 4 f haben sſch Der feſtſitzende häßliche Rand i eoebilien ö b 4 0 0 0 bl e 1 Naben. ul duc.“ 31363 0 von Nikotin, Tabak und Aſche iſt nämlich gar nicht ſo ein⸗ Emil⸗Heckel⸗Str. 2 6 ingen. Aber da iſt Mutter Hollmann prak⸗ en n rb. e e Wohnhaus 14 7 fach wegzubringen. Aber de a Heckel 42200 5 80 gibi Kleiderschrank JaHRERN aich- nimmt irai: Mit ekwab beirn 03, 10 Kunststr. Sellafenmer i Wascesbtei Auch Neubau f 174 f—Axädri Wann need e n ee stets bewährt! ingi⸗Lauge ſind im Handumdrehen alle—— 4 ràdriger teren, Damen- ih„ zn Kauf. deſact, mit mittleren Wohnungen gegen VVWÄwGa ü/ 0 Gerüche entfernt! Deshalb ſagt Mut⸗ lampen Fbnalln-G kn, ehr aut erhalt, ermote an o, dureh eine füele. 22220 J. 1 7, 6 Lime naben⸗GEin- hill. zu vk. Zi kommode zu vt. i„ Hornung. IL 7. 6 ter Hollmann auch nichts wenn Vater Sg eg ee, 4. 1 2. e 2 5 8% iber n fene Amgelge„ Senad e. qualmt, als wenn er es bezahlt bekäme, Ou 7. 28. 1 Tr. 1 22198 5% 0% fpverkaufen liege! Lest lie M! Ruf Nr. 21397. S714 Nähmaschinen 1 ſchwer maſſive, ¹ Eichelshei⸗ 5 Sie koſtet nur Ich ſuche zum 1. Januar 1938 2216 billig abzugeben. J alle betartsenſze erſtr. 50. prt. l. neu, mit Garantie mod. barmige Kauf besuche 75 491.18 wenig. R 6. 3. Meffert. Nu onomsſpteiee, . feppdedden 55 Tibpazlügteraube Wulle 7 0 egg. Lee 3 e 1 e preisw. zu verk. f 5 85 res ee e dene nene eee. rumpen f. Li,, NA Ainderwagen Ie. u t a Ksterta ten ef Je S8 40s. Alipapler u verm. 42182 5 n een. e Speise- 1 Alimeialle wendig eg iat, Herr .55 29. 49.— zimmer 5 gleiche Alteisen. 7 0 0 ſofort Zablungserleicht. 8057 5 dle! Stößen ee 5 8 5 100 I 5 Immer Müh. Zimmer ENVDR ES u. Ausfuhrungen 2e einrich Krebs, gut heisbar, zu Ang. u. X 17 ech re Speise- eie 2212 e FE — Geigen zimmer Schreibmasch. 892. . Celle, Leuten, Glier. poet“ be preiswert abzu⸗ 9 len, Mandolinen und Speise 1 5 1. N 5 8 e e e ee ankauf vor E Piano Le Hover,, 800d leren Altgold HANDELS- U WIRTSCHAFTS-ZETITUNG/ Donnerstag. 16. Dezember 1937 Naſionalsozialisſische Wirischaffs- und Preispolifik Reichskommissar Wagner sprichi Auf Veranlaſſung des Gauwirtſchaftsberaters des Gaues Weſtfalen⸗Süd wurde am Mittwoch in der Stadthalle in Hagen eine wirtſchaftspolitiſche Kundgebung veranſtaltet, an der außer Vertretern der Partei und der Behörden eine große Zahl von Vertretern der weſtfäliſchen Wirtſchaft teil⸗ nahmen. Im Mittelpunkt der Kundgebung ſtand eine Rede des Reichskommiſſars für die Preisbildung und Oberpräſi⸗ denten Gauleiter Joſef Wagner, der in etwa zweiſtündiger Rede die Grund ſätze der nationalſozialiſtiſchen Wirtſchafts⸗ politik entwickelte. Eingangs betonte er, daß die Politik immer den Vorrang vor der Wirtſchaft haben müſſe, da wirtſchaftliches Blühen und Gedeihen un⸗ abänderlich gebunden ſeien an die Größe, Kraft und Ziel⸗ ſtrebigkeit einer wirklich echten und geſunden Staatspolitik. Die Entwicklung der deutſchen Wirtſchaft in den fünf Jah⸗ ren ſeit der Machtübernahme ſei der Beweis dafür, wie auf dem Wege einer kraftvollen politiſchen Entwicklung auch die wirtſchaftliche Geſundung einer Nation herbeigeführt werden könne. Wirtſchaftliche Führung habe grund ſätzlich von zwei Dingen auszugehen: Einmal von dem abſolutem Wollen, dem übergeoroͤneten politiſchen Willen der Staats⸗ führung zum unbedingten anerkannten Herrn über alle Ge⸗ biete des Lebens zu machen, und zweitens von dieſer Stel⸗ Zung aus in einer Art und Weiſe das geſamte wirtſchaftliche Leben ſo zu beachten, beeinfluſſen und notfalls zu lenken, daß der größtmöglichſte Erfolg für die Geſamtheit erreicht werde. Der Redner ſtellte in dieſem Zuſammenhang acht Richtlinien heraus, nach denen die Wirtſchaftspolitik ſich auszurichten habe: 1. Wirtſchaft iſt und bleibt die Dienerin der Nation inſofern, als ſie abhängig iſt von den großen politiſchen Zielen und Beſtrebungen des Staates. 2. Eine abſolute Freiheit des einzelnen Wirtſchaftenden iſt ebenſo wenig möglich wie die individuelle Freiheit des politiſch Tätigen. 3. Die Grundlagen des Wirtſchaftens müſſen nach Mög⸗ 9 0 auf einigen wenigen überſichtlichen Prinzipien be⸗ ruhen. 4. Der Staat muß in ſeiner ſtagtspolitiſchen Lenkung in geeigneter Weiſe den laufenden Veränderungen den wirt⸗ ſchaftspolitiſchen Lagen Rechnung tragen. 5. Je größer die vorhandenen Rohſtoffmengen ſind, je reibungsloſer alſo Erzeugung und Verbrauch ſich entwickeln, um ſo geringer ſind die Notwendigkeiten für ein Eingrei⸗ ſen von ſtaatlicher Seite; je ſtärker beſtimmte Verknap⸗ pungserſcheinungen auftreten, um ſo ſtärker muß ſich die Staatsführung um die Dinge kümmern. 6. Der Staat kann dieſe Aufgaben nur erfüllen, wenn er finanz⸗ und kreditpolitiſch völlig ſouverän iſt. 75 Jede kluge ſtaatliche Lenkung der Wirtſchaftspolitik wird immer beſtrebt ſein, die Initiative des einzelnen in der Wirtſchaft ſo frei ſich auswirken zu laſſen, wie dies überhaupt denkbor iſt. 8. Den höchſten Grad perſönlicher Freiheit im wirt⸗ ſchaftlichen Schaffen kann der Staat dann gewähren, wenn alle Männer der Wirtſchaft die höchſte Diſziplin gegen⸗ über der Geſamtheit zum Gegenſtand ihres Handelns ge⸗ macht haben. Gauleiter Wagner hob ſodann hervor, daß es für den Nationalſozialismus kein ſogen. Wirtſchaftsſyſtem gebe. Es ſei vielmehr danach zu verfahren, daß das, was zweckmäßig und vernünftig in der Hand des privaten Wirtſchaftsunter⸗ nehmens liege, dort bleiben ſolle, und das, was zweckmäßig in der Hand des Staates aus übergeordnetem Intereſſe ſein müſſe, dahin gehöre, wie auch gemiſchte Erſcheinungsformen reſpektiert würden, wenn ſie zweckmäßig ſeien; denn jedes Unternehmen ſolle ſo in ſeinen Beſitzverhältniſſen geſtaltet ſein, daß es den höchſten Nutzen für die geſamte Volkswirt⸗ ſchaft erzielen könne. Im letzten Teil ſeines Vortrags beſchäftigte ſich der Reoͤ⸗ ner mit den Fragen der Sozialpolitik, wobei er betonte, daß im Verhältnis vom Lohn zum Preis der Grad deſſen liege, was ſozialpolitiſch erreicht worden ſei. Uebergehend auf ſeine beſondere Tätigkeit als Reichskommiſſar für die Preisbildung führte Gauleiter Wagner dann noch aus, daß die Preispolitik auf die Dauer nur dann erfolgreich ſein könne, wenn ſie gleichzeitig auf die Sozial⸗ und Lohnpolitik Einfluß zu nehmen in der Lage ſei. Ein Unternehmer, der zur Vergrößerung ſeiner Produktion gelernte Arbeitskräfte zu erhöhten Löhnen an ſich ziehe, könne nicht damit rech⸗ nen, daß ihm Preiserhöhungen für ſeine Produkte zugeſtan⸗ den würden. Gauleiter Wagner ſchloß mit einem Hinweis auf die Notwendigkeit, ſich auch weiterhin mit allen Kräften für die Erreichung der Ziele des Nationalſozialismus auch auf wirtſchaftspolitiſchem Gebiet einzuſetzen. Um neue Schiffsgesſellungsvertrãge in der Rheinschiffahri Am 15. Dezember haben in Duisburg Verhandlungen zwiſchen der im Schifferbetriebsverband für den Rhein zu⸗ ſammengeſchloſſenen Partikulierſchiffahrt und den Rhein⸗ reedereien über eine Erneuerung der am 31. Januar 1938 ablaufenden Schiffsgeſtellungsverträge begonnen. Nach den jetzt zu Ende gehenden Abmachungen hatten ſich die Reedereien zur Abnahme von insgeſamt 3 Mill. To. Partikulierkahnraum in der Zeit vom 1. Februar 1937 bis 81. Januar 1938 verpflichtet, wovon 2,14 Mill. To. zu feſtem Frachtſatz und 860 000 To. zu Tagesſätzen übernommen werden. Bei den Verhandlungen über die Erneuerung der Verträge dürfte die Frage der von den Reedereien den Partikulieren für die Ueberlaſſung des Kahnraums zu ge⸗ währenden Frachtſätze im Vordergrund ſtehen. * Heſſiſche und Herkules⸗Bierbrauerei Ac, Kaſſel.— Wieder 5 v. H. Dividende. Der AR beſchloß, der HV am 28. Januar vorzuſchlagen, aus einem etwas erhöhten Reingewinn(i. V. 168 615 ,) unverändert 5 v. H. Divi⸗ dende zu verteilen und die Einziehung der 20 000„ Vor⸗ zugsaktien mit zehnfachem Stimmrecht durchzuführen, ſo daß nur noch das Grundkapital von 2,2 Mill.„ mit ein⸗ ſachem Stimmrecht verbleibt. 5 * Gebr. Adt AG., Wächtersbach.— Verluſtabſchluß. Die Geſellſchaft berichtet noch über ſtarke Auswirkungen beim Werk Ensheim durch die Eingliederung der Saarwerke in Las Wirtſchaftsgebiet des Reiches. Es gelang zwar wieder auf dem inländiſchen Abſatzmarkt Fuß zu faſſen, doch konn⸗ ten ſich die fabrikatoriſchen Umſtellungsmaßnahmen hierfür erſt gegen Ende des zum 30. Juni abgelaufenen Berichts⸗ jahres 1986/37 auswirken. Das Werk Schwarzenacker hat ſeine Umſtellung raſcher durchgeführt und eine beachtliche Produktions⸗ und Abſatzſteigerung erzielt. Das Werk Wächtersbach lieferte gleichfalls höhere Umſätze und ein beſſeres Ergebnis. Der Geſamtabſchluß zeigt infolge der außergewöhnlichen Einwirkung(Ensheim) noch einen Ver⸗ luſt von 124581(306 251)“, der jetzt aus der geſetzlichen Rücklage getilgt wird. Das ſeit Jahren ſtillgelegte Groß⸗ Auheimer Werk wurde an eine ſüddeutſche Fabrik für landwirtſchaftliche Maſchinen verkauft, ebenſo ein Doppel⸗ haus in Ensheim mit einem Geſamtbuchgewinn von 70 361 Mark. Im Zuſammenhang mit einem erweiterten Bank⸗ kredit wurden der Geſellſchaft 0,1 Mill.„“ Darlehen im Rahmen der Saarkredithilfe eingeräumt. Insgeſamt ſind 0,140 Mill./ Fremdͤmittel aufgenommen. Die Erfolgs⸗ rechnung zeigt einen Anſtieg des Leiſtungsertrages auf 1,85 (1,31) und die ab. Erträge infolge des Buchgewinns auf 0,098(0,00). Perſonalaufwendungen erhöhten ſich auf 0,95 (0,78), die übrigen Aufwendungen auf 0,98(0,69), Steuern wurden mit 0,11(0,135) etwas weniger. Nach 63 107(53 864) Mark Abſchreibungen verbleibt der erwähnte Verluſt von 424681„. In der Bilanz ſind bei 1,31(4,31) Grundkapftal die Rücklagen auf 0,22(0,42) ermäßigt. Von den Geſamt⸗ Deut verbindlichkeiten von 0,97(1,11) blieben Warenſchulden mit 0,22 unv., die Hypothek ging auf 0,255(0,38) durch die Ver⸗ wendung eines Teilerlöſes aus Groß⸗Auheim zurück, auch die Bankſchulden auf 0,28(0,44). Neu erſcheint das Dar⸗ rehen von 0,1.— Der Auftragsbeſtand in ſämtlichen Werken war im neuen Geſchäftsjahr befriedigend. Man hofft die ſeitherigen Schwierigkeiten im neuen Jahr zu überwinden. (SV. 17. Januar.) * Vomag⸗Betriebs⸗AG. in Plauen i. V.— Genehmigte Kapitalerhöhung. In einer ago. HV wurde beſchloſſen, das Ack von 1800 000„/ um 2 200 000/ auf 4 000 000/ zu er⸗ höhen. Die neuen Aktien ſind dividendenberechtigt ab 1. Ja⸗ nuar 1938. Sie werden von den Großaktionären der Vo⸗ mag⸗Betriebs⸗AGG., der Allgemeinen Deutſchen Creditanſtalt, der Deutſchen Bank, der Dresdner Bank und der Sächſiſchen Bank zu pari übernommen. 1 * Chemiſche Werke Eſſener Steinkohle AG, Eſſen. Die von der Eſſener Steinkohlenbergbau AG in Eſſen gemein⸗ ſam mit der Harpener Bergbau AG, Dormund, Anfang dieſes Jahres gegründete Chemiſche Werke Eſſener Stein⸗ kohle AG veröffentlicht ihren erſten Abſchluß zum 30. Sep⸗ tember 1937. Für die Zeit vom 2. Januar 1937 bis 30 September 1937 wird ein Verluſt von 3577/ ausgewie⸗ ſen. Die Bilanz weiſt bei 12 Mill./ Ax die geſetzliche Rücklage mit 0,89, Rückſtellungen mit 0,10 und die geſamten Verbindlichkeiten mit 10,25 Mill.„ aus, von denen die öproz. Reichsmarkanleihe von 1937 allein 10 Mill. I aus⸗ macht. Akzeptverbindlichkeiten betragen 0,22 Mill. JI. Auf der anderen Seite iſt das Umlaufsvermögen mit 17,74 Mill. bewertet, davon Konzernforderungen 17,12, Hilfs⸗ und Betriebsmaterialien 0,56 und Bankguthaben 0,06 Mill. 4. Das Anlagevermögen erſcheint mit 4,92 Mill.. » Deutſche Gold⸗ und Silber⸗Scheideanſtalt vormals Roeßler, Frankfurt a. M.— Wieder 9 v. H. Dividende. Der Bericht über das am 30. September abgelaufene Ge⸗ ſchöftsjahr 193697 läßt die Fortſetzung der lebhaften Ge⸗ ſchäftsentwicklung erkennen. Ueber die Pflege des Aus⸗ fuhrgeſchäftes wird bemerkt, daß teilweiſe andere Wege als die früher üblichen begangen wurden. In einer Reihe überſeeiſcher Märkte habe man ſogenannte Kon⸗ zernkorreſpondenten eingeſetzt, die in der Regel keine eigene Verkaufstätigkeit ausüben, ſondern die als Erfolge ihrer Arbeit eingehenden Aufträge den Aus⸗ und Ein⸗ fuhrfirmen zur Ausführung überlaſſen. Die Exfolgs⸗ rechnung zeigt die Erhöhung des Leiſtungsertrages auf 37,46(33,24), der Beteiligungsertrag auf 2,72(1,68), der Zins⸗ und Kapitalerträge auf 0,82(0,78) und der ao. Erträge auf 0,94(0,38) Mill.. Perſonalaufwendungen erforderten 18,12(16,87), Steuern 5,77(4,35), ſonſtige Aufwendungen 7,7(5,85) Mill. AI. Nach Geſamtabſchrei⸗ bungen von 5,875(5,37), davon auf Anlagen 4,35(2,68), verbleibt der Reingewinn mit 5,53(4,30), wovon wieder 9 v. H. Dividende auf jetzt 33,186(32,167) berechtigtes Stammkapital verteilt(1 v. H. an den Anleiheſtock) und 0,762(0,721) Mill.„ neu vorgetragen werden.(V am 7. Januar). * Rheiniſch⸗Weſtfäliſches Elektrizitätswerk AG, Eſſen. — Wieder 6 v. H. Dividende. In der Bilanzſitzung wurde beſchloſſen, der auf den 7, Januar einberufenen HV die Verteilung einer Dividende von wieder 6 v. H. auf das AK von 246 Mill.„ für das Geſchäftsjahr 1936/7 vor⸗ zuſchlagen. 5 * Univerſum⸗Film AG., Berlin. In der Hauptverſamm⸗ lung wurden Geſchäftsbericht und Abſchlus(rund 52 000 10 Reingewinn, der auf neue Rechnung vorgetragen wird), ge⸗ nehmigt. Ebenſo beſchloß die Hauptverſammlung die An⸗ nahme der Satzungsänderungen, die ſich aus dem neuen Aktiengeſetz ergeben. Der Vorſitzer des Vorſtandes, Gene⸗ rum ee i 1 8 unterrichtete die Hauptverſamm⸗ lung über den bisherigen Verlauf der geſchäftlichen Ent⸗ wicklung während der erſten ſechs Monate des gegenwärti⸗ gen Geſchäftsjahres. Der Theaterpark wurde während die⸗ ſer Zeit um 15 neue Theater vergrößert. Die Umſätze über⸗ treffen bei nach wie vor unbefriedigendem Auslandsgeſchäft die des Vorjahres. * Stillhalte⸗Abkommen verlängert.— Zwei Nenerun⸗ gen: Regelrechte Rembourskredite, unbenutzte Bankkredite werden nicht geſtrichen. Die Verhandlungen über ein neues Abtommen für Aufrechterhaltung der bankmäßigen Auslandskredite Deutſchlands(Stillhalte⸗Abkommen) für die Zeit nach dem 1. März 1938 ſind nach zweiwöchigen Beſprechungen mit befriedigendem Ergebnis abgeſchloſſen worden. Sie haben diesmol in London und einige Mo⸗ nate früher als ſonſt ſtattgefſunden. Der Geſamtumfang der durch die jährlichen Kreditabkommen geregelten deut⸗ ſchen Auslandskredite iſt ſeit Oktober 191 von einem Gegenwert von rund 6 Milliarden& auf einen ſolchen von etwas unter 1 Milliarde 4 zurückgegangen, wobei zur Verminderung zwar auch die Abwertung auslän⸗ diſcher Währungen erheblich beigetragen hat, ein weſent⸗ licher Teil des Abbaus jedoch durch die deutſchen Zah⸗ lungen in Reichsmark auf Regiſterkonto erfolgt iſt. Die Reiſemark, als welche die Reßziſtermark vorwiegend ver⸗ wendet wird, hat ſich für den ausländiſchen Reiſeverkehr in Deutſchlond als ſehr förderlich erwieſen. Ihre bis⸗ herige Handhabung iſt auch für das 1938er Abkommen vorgeſehen. Der neue Kreditvertrag iſt wiederum für ein Jahr abgeſchloſſen. Hierbei iſt vorgeſehen, daß im Laufe des Jahres 1938 eine Verlängerung des Abkommens von zwölf auf fünfzehn Monate erfolgen kann. Während im weſentlichen das Abkommen unveröndert fortgeſetzt wird und eine Rückführung der Kredite durch Deviſenzahlung wiederum unterbleibt, enthält es insbeſondere zwei Neuerungen. Die eine iſt der allmähliche Erſatz von Krediten, die den Erforderniſſen des internationalen Kre⸗ ditverkehrs nicht entſprechen, wie es für den deutſchen Kredit und die ausländiſchen Bankinſtitute erwünſcht iſt, durch regelrechte Rembours⸗Kredite. Der Beginn dieſer Umwandlung wird durch die Ausdehnung des deutſchen Außenhandels ermöglicht, der wiederum eine allmählich ſteigende Verſorgung der deutſchen Wirtſchaft mit Rem⸗ bours⸗Krediten verlangt. Dieſer Entwicklung, die im neuen Abkommen als„Rekommerzialiſierung“. und im einzelnen geregelt iſt, ſind naturgemäß Grenzen vor allem dadurch geſetzt, daß ein großer Teil des deutſchen Außenhandels unter Clearingverträgen ſtattfindet und dadurch dem Kreditinſtrument des Rembourswechſels nicht zugänglich iſt. Es darf dabei nicht überſehen werden, daß ſchon jetzt ein bedeutender im Laufe der Jahre anteilig ſtändig geſtiegener Teil der im Abkommen behandelten Kredite aus ſolchen Rembours⸗Krediten beſteht. Eine weitere Aenderung des Abkommens bedeutet es, daß unbenutzte Kredite von Banken an Banken nicht geſtrichen werden, auch wenn ſie ſchon ſeit längerer Zeit nicht in Nn⸗ ſpruch genommen worden ſind. Die Erfahrung Seng daß auch im letzteren Fall bei entſprechender Entwicklung des Auslandsgeſchöfts der Kunden der deutſchen Banken und Bankiers eine Wiederbenutzung ſehr wohl in Frage kom⸗ men kann. Dagegen kann man annehmen, daß ſeit län⸗ gerer Zeit nicht benutzte direkte Kredite eines einzelnen induſtriellen eder kommerziellen Schuldners tatſächlich keine Verwendungs möglichkeit mehr haben; dieſe Kredite werden, wenn ſeit zwei Jahren dauernd nichk mehr be⸗ nutzt, als erloſchen betrachtet. Bekanntlich hat im Jahre 1931 die Deutſche Golddis kontbank für Rechnung des da⸗ mals 9 Garautie⸗Verbandes der deutſchen Wirt⸗ ſchaft die W für gewiſſe Prozentſätze aller Kredite übernommen, die von den ausländiſchen Banken im Kre⸗ ditabkommen gebunden wurden. er Betrag dieſer Bürgſchaften hat ſich von urſprünglich annähernd 500 Millionen„ Gegenwert auf etwa 85 Millionen 4 Gegen⸗ wert ermäßigt. Mit der Zeit iſt die Deutſche Golddis⸗ kontbank durch Liquidierung oder Haftentlaſſung von verbürgten Schuldnern im Ausmaße von einigen Mil⸗ lionen„ zum alleinigen Schuldner ausländiſcher Gläu⸗ biger in fremder Währung geworden. Dieſe Eigenver⸗ pflichtungen der Deutſchen Golodiskontbank werden unter dem neuen Abkommen bezahlt. Um eine gleich⸗ mößige Behandlung aller Gläubiger herbeizufſthren, iſt vorgeſehen, daß hierbei gewiſſe Garantie⸗Verpflichtungen für die bisherigen Schuldner von einigen Auslandsgläu⸗ bigern auf andere umgelegt werden. Durch dieſe Rege⸗ lung gelangen etwa 10 v. H. der Verpflichtungen der 5 ſchen olddiskontbonk zur Erledigung. Im übrigen bleiben die bei der Garantie- Uebernahme urſprünglich vorgeſehenen in der Gläubigerwährung vereinbarten Rückzahlungsraten der Deutſchen Golddiskontbank wei⸗ terhin geſtundet. 3 5 0 5 der Neuen Mannheimer Zeitung 100104 Mittag-Ausgabe Nr. 580 * Schultheiß⸗Patzenhofer Branerei AG, Berlin.— Wie⸗ der 4 v. H. Dividende. Der AR beſchloß, der HV om 27. Januar 4 v. H. auf die Stammaktien für das Geſchäfts⸗ jahr 1936/37 vorzuſchlogen, nachdem die Vorzugsaktien und Genußſcheine den ihnen ſatzungsgemäß zuſtehenden Ge⸗ winnanteil von 6 v. H. erhalten haben. * Magdeburger Mühlenwerke AG, Magdeburg. Der AR beſchloß, der HV am 31. Dezember für das am 30. Sep⸗ tember 1937 abgelaufene Geſchäftsjahr die Verteilung einer Dividende in gleicher Höhe wie in den Vorjahren vorzu⸗ ſchlagen. Es werden alſo wieder 8 v. H. an die Aktionäre ausgeſchüttet und 2 v. H. an den Anleiheſtock abgeführt. Gebr. Pfeiffer, Barbaroſſawerke AG, Kaiſerslautern. Im Geſchäftsjahr 1936/37(31. März) trat die im voraus⸗ gegangenen Jahr durch erhebliche techniſche und organi⸗ ſatoriſche Umſtellungen des Betriebes vorbereitete und er⸗ wartete Belebung des Geſchäftes ein. Der am Ende des Geſchäftsjahres 1935/36 hereingenommene große Auftrag der den Auftragsbeſtand von ſeinem Tiefſtand auf das %½ fache erhöhte, wurde noch erweitert und vollſtändig ab⸗ gewickelt. Die erzielten Preiſe waren beſſer als in den Vorjahren. Der neu aufgenommene Fabrikationszweig (Tonerdekalzination) erwies ſich als ein Exfolg. der dem Unternehmen ſeine Exiſtenz auf Jahre hinaus ſichern dürfte. Die Werkſtätten wurden in techniſcher und bau⸗ licher Beziehung weiter verbeſſert, unwirtſchaftlich arbet⸗ tende Betriebsabteilungen durch Erhöhung der Produktion und Vermeidung der Leerlaufarbeit rentabler geſtaltet. Der Rohertrag ſtieg beträchtlich auf 1,10(0,64) Mill.. 75 dem entſprechend auf die Aufwendungen, von denen 0,63 (0,52) Mill./ auf Perſonalaufwendungen, 0,07(0,04) Mill. Mark auf Zinſen und Beſitzſteuern entfallen, während alle übrigen Aufwendungen ſich auf 0,31(0,22) Mill./ er⸗ und 0,06(0,01) Mill. J anderen Abſchreibungen bleibt ein höhten. Nach Vornahme von 0,03(0,02) Mill. Anlage⸗ Gewinn von 33 772/(115 785/ Verluſt), um den ſich der Verluſtvortrag auf 80 971%¼ vermindert. In der Bilanz werden bei unv. 0,65 Mill./ AK 0,065 Mill./ Reſerven und 0,08 Mill./ Delkredere⸗Rücklage ausgewieſen. Der Geſchäftsbericht bezeichnet die Ausſichten für das neue Ge⸗ ſchäftsjahr als günſtig. Die Verbindung mit der auslän⸗ diſchen Kundſchaft, die in den letzten Jahren ruhen mußte, ſei neu aufgenommen worden und habe bereits zu erheb⸗ lichen Abſchlüſſen geführt. * Neue Schiffahrtslinie Reval— Hamburg. Von der eſtniſchen Reederei Tallinna Laevauehiſus wird eine regei⸗ mäßige Frachtdampferverbindung zwiſchen Reval und Ham⸗ burg eingerichtet. Die beiden Dampfer„Kodumaa“ und „Kai“ ſollen den Dienſt auf dieſer Linie verſehen. Anleiheſtock und Aktienrenditen. Eine Ausarbeitung der Dresdner Bank gibt eine Darſtellung des neuen An⸗ leiheſtockgeſetzes und der in der Dritten Durchführungs⸗ verordnung vorgeſehenen Aufteilung der alten Anleihe⸗ ſtöcke. In einer tabellariſchen Ueberſicht werden die Divi⸗ denden, Kurſe und Renditen der wichtigſten Anleiheſtock⸗ werte den entſprechenden Angaben für eine Reihe ſonſtiger Aktienwerte gegenübergeſtellt. Bei der Berechnung der Rendite wurden die Steuergutſcheine mit rund 80 v. H. des Nennwertes angenommen und der Tageskurs um den Gegenwartswert der bevorſtehenden Anleiheſtockausſchüttung gekürzt. Die Ergebniſſe zeigen, daß Werte mit hohen An⸗ leiheſtockbeträgen zum Teil eine überdurchſchnittliche Rente bieten. * Erſt Jannar oder Februar 1988 Verhandlungen über ein neues deutſch⸗öſterreichiſches Wirtſchaſtsabkommen. Das deutſch⸗öſterreichiſche Wirtſchaftsabkommen vom Januar 1937 läuft mit dem Jahresende ab. Auf beiden Seiten wurden während der letzten Monate Erfahrungen über die Aus⸗ wirkungen des Abkommens geſammelt, das zu einer Ueber⸗ höhung der öſterxeichiſchen Aktivſpitze im Clearing geführt hat. Da die beiderſeitigen Ermittlungen, über die ein lau⸗ fender Meinungsaustauſch aufrecht erhalten wird, noch nicht ſo weit gediehen ſind, daß neue Verhandlungen aufgenom⸗ men werden könnten, Hürfte das Abkommen vorerſt über die Ablauffkiſt hinaus verlängert werden. Die eingehen⸗ deren Verhandlungen ſollen im Januar oder Februar 1938 aufgenommen werden. Ihr Hauptgegenſtand wird der Ab⸗ bau der Clearingſpitze oder doch die Verhinderung eines weiteren Anſteigens ſein. * Sondererhebung der beſchränkt Einſatzfähigen. Die Reichsanſtalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitsloſenver⸗ ſicherung führt gegenwärtig eine Sondererhebung durch, die den beſchränkt einſatzfähigen Arbeitsloſen gilt. Es wird dabei unterſchieden zwiſchen Arbeitsloſen, die zwar nicht mehr in ihrem eigentlichen Beruf, aber ſonſt noch voll⸗ einſatzfähig ſind, und ſolchen, die überhaupt nicht mehr als volleinſatzfähig gelten können. Dabei ſoll wieder, wie bei der erſten Sondererhebung der noch vorhandenen reſtlichen Arbeitsloſen im Sommer 1937 die ſogenannte Fluktuations⸗ arbeitsloſigkeit ermittelt und von der eigentlichen lang⸗ friſtigen Arbeitsloſigkeit geſchieden werden. Als Grenze hierfür gilt eine Arbeitsloſigkeit von ſechs Monaten, wo⸗ bei die kurzfriſtige noch einmal in eine ſolche von weniger und mehr als 13, Wochen unterteilt wird. Die berufliche Ausgliederung erfolgt nach Facharbeitern, nach Angeſtell⸗ ten und Ungelernten. Da es bei dieſer Sondererhebung ſehr weſentlich darauf ankommt, die Gründe der beſchränk⸗ ten Arbeitseinſatzfähigkeit kennen zu lernen, wird jeder be⸗ ſchränkt einſatzfähige Arbeitsloſe nach dem ausſchlaggeben⸗ den Grund einer beſonderen Gruppe zugeteilt. Dafür be⸗ ſtehen neun Gruppen: Unzulängliche Ausbildung, Berufs⸗ entfremdung, vorübergehende Krankheit, körperliche und geiſtige Behinderung, chroniſche Krankheit, Ueberalterung, charakterliche Mängel, Verhinderung oder fehlende Bereit⸗ ſchaft zum vollen Arbeitseinſatz, Beſchränkung der Einſatz⸗ fähigkeit durch Sonderwünſche und ſchließlich: ſonſtige Gründe. Ueberalterung wird nicht einheitlich von einem be⸗ ſtimmten Lebensalter ab angenommen, ſondern individuell beurteilt. Täglich 44 Schadenfener durch Fahrläſſigkeit. Wie notwendig die regelmäßige Durchführung ſog. Brandſchauen iſt, bei denen die Gebäude auf ihren feuerpolizeilich ein⸗ wandfreien Zuſtand überprüft werden, zeigt die Tatſache, daß im Oktober 1937 mehr als 2 v. H. der bei den pri⸗ vaten Feuerverſicherungsgeſellſchaften gemeldeten Schäden auf ſchlechte Feuerungsoniagen zurückzuführen ſind. Faſt ebenſo viele Schäden wurden durch Haushaltsgeräte ver⸗ urſacht. Im Oktober ſind täglich 44 Feuer durch fahr⸗ läſſige Brandſtiftung entſtanden' Waren und Märkte Mannheimer Häufe-Zeniral-Aukfion ( Mannheim, 15. Dezember. Auf der heutigen 107. badiſch⸗ſaarpfälziſchen Häute ⸗Zentral⸗Auktion wurden 20 221 Stück Großviehhäute(gegen 19 875 im November), 25 353 Stück Kalbfelle(24054) und 1875(1335) Stück Schaffelle, insgeſamt 47 449(45 264) Stück angeboten und verkauft. Die Vermehrung des Angebotes gegenüber dem Vormonat iſt darauf zurückzuführen, daß die Dezem⸗ ber⸗Auktion fünf Anlieferungswochen umfaßte, die No⸗ vember⸗Auktion dagegen vier. Nuf die Anlieferungs⸗ woche umgerechnet ergibt ſich eine Verringerung des An⸗ gebots um 18 v. H. bei Großviehhäuten und um 16 v. H. bei Kalbfellen, während Schaffelle eine Steigerung von 12 v. H. aufweiſen. Hinſichtlich der Herkunſt der Häute iſt zu erwähnen, daß diesmal mehr ſüddeutſche Häute zur Verfügung ſtanden als im vorigen Monat, woraus be⸗ ſonders die Sohlleder⸗Verarbeiter Nutzen ziehen konn⸗ ten. Das geſamte Gefälle gelangte Los für Los zur Ausbietung und wurde zu den 0 in e Höchſtpreiſen abgeſetzt. Es wurden erzielt je Kilo in Pfg.: 5 Kuhhäute: bis 14,5 Kilo 50(im November nicht no⸗ tiert); 15—24,5 Kilo 80—88 25—29,5 Kilo 8890 30.39, Kilo 94100; 40 Kilo und mehr 96-99.— Rinderhäute: gleiche Gewichtsklaſſen: 86; 96104, 98105, 100107 — ſenhäute: gleiche Gewichtsklaſſen 58, 76 bis 81; 8388; 102108; 9198; 50 Kilo und mehr 84 bis 88.— Bullenhäute: gleiche Gewichtsklaſſen 64; 77—84, 79 bis 84; 7883; 7478; 70—74; 60 Kilo und mehr 66 bis 70.— Norddeutſche Ochſen bis 24,5 Kilo 52; über 2 Kilo 66; Rinder bis 24,5 Kilo 82; über 25 Kilo 72; Kühe bis 24,5 Kilo 56; über 25 Kilo 62; Bullen aller Gewichte 52.— Schußhäute: ſüdd. Ochſen, Rinder, Kühe 62; Bullen 507 norödeutſche Ochſen, Rinder, Kühe, Bullen 40.— Huſumer: Ochſen bis 24,5 Kilo 50, über 25 Kilo 60; Rinder bis 24,5 Kilo 76; über 25 Kilo 66; Kühe aller Gewichte 50; Farren aller Gewichte 50.— Kalbfelle: ſüddeutſche bis 45 Kilo 125138; 4,5—7,5 Kilo 111120; 7,5 Kilo und mehr 102 NRhein-Mainische Abendbörse Freundlich Rhein⸗Mainiſche Abendbörſe freundlich Frankfurt, 15. Dezember An der Abendbörſe erhielt ſich die freundliche Haltung. Da aber Aufträge nur in beſcheidenem Umfange vor⸗ gelegen haben, war die Umſatztätigkeit nach der leichten Belebung im Mittagsverkehr wieder recht ruhig. Die zu⸗ nächſt genannten Kurſe blieben auf dem Berliner Schluß⸗ ſtand behauptet oder hotten nur geringfügige Abweichun⸗ gen.— Am Rentenmarkt drückte weiteres Angebot in der Kommunal⸗Umſchuldungsanleihe, doch blieb der Kurs wie mittags 94,75. Im Verlauf vermochte ſich das Geſchäft nicht ſtärker auszudehnen. Immerhin war in einzelnen Werten der Umſatz etwas belebter. Ueberwiegend kamen die Kurſe voll behauptet zur Notiz. Teilweiſe ergaben ſich auch Er⸗ höhungen um etwa 4 v.., während Ermäßigungen nur in ganz wenigen Fällen und nur in kleinſtem Aus⸗ maß vorlagen. Von Bankaktien Deutſche Bank weiter er⸗ höht auf 122,75(122,25). A den Reutenmärkten war die Umſatztätigkeit auch ſpä⸗ terhin nicht beſonders lebhaft. Einigen Umſatz hatten Reichsbahn⸗VA. bis 104(November 96104); Schuß 80.— Noroͤdeutſche bis 45 Kilo 95—104; 4,5—7,5 Kilo 92—98 7,5 Kilo 80—84; Schuß 60; Freſſer 60; ungeborene Kalbfelle 66.— Schaf⸗ felle: Wolle 90; Halbwolle 72; Kurzwolle 68; Blößen 56: Lammfelle 64.— Roßhäute: bis 219 em 7,95 /, 220 em und mehr 10,60„; Schuß 4/ je Stück. Rotterdamer Getreidekurſe vom 15. Dez.(Eig. Dr.) Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Jan. 7,02; Mürz 7,15, Mai, Juli je 7,20.— Mais lin Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Jan., März je 110; Mai 106,75 Juli 103,75. Liverpooler Baumwollkurſe vom 15. Dez.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl.(Schluß! Dez.(37) 461; Jan.(38) 463; Febr. 464; März 467: April 469; Mai 472; Juni 473; Juli 475, Auguſt 476; Sept. 478; Okt. 481 Nov. 482; Dez. 484; Jan.(39) 486; März 489; Mat 490; Juli 493; Okt. 496; Loko 475; Tendenz ſtetig. Leinölnotierungen vom 15. Dez.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſaat Pl. per Dez. 12,75; Leinſaat Klk. per Dez.⸗ Jan. 156; Bombay per Dez.⸗Jan. 158/16; Leinſaatöl 19bo 28,6; Dez. 7,7½; Jan.⸗April 27,10; Baumwoll⸗Oel ägypt. 19,6; Baumwoll⸗St. per Dez. 5,5. Neuyork: Terp. 31,0. Savannah: Terp. 28,0. Hamburger Kaffee- Termin- Nofierungen Amtliche Notierung für 4 Kg. netto n Reichepfennig, unverzollt Baſis Prime Santos(Kontrakt 1) 15. Dezember 10 Uhr 15. Dezember 12.30 Uhr Brief Geld bezahlt Brief Geld bezahli Dezember 3⁴— 34 3⁴— März 3⁴ 32— 2⁴ 32— Mai 3⁴ 82— 3⁴ 8²— Jul ß 324 32— 3⁴ 82— September 1 34 32— 3⁴ 3²— Hamburger Zucker- Terminbörse Amtliche Notierung für weißen Zucker, geſackt, trocken, nicht unter do Stand, 25, frei Seeſchiffsſ Hamburg, für 50 lg einſchl Sack. Termine 15 12.— 10 Uhr 30] 14. 12.— 2 Uhr 15 Brief] Geld] bez. Brief Geld] bez. Dez. 4,60.45 5.60.45 Januar.65, 0— 485 4,00 Februar.55 f..5„.55.85 März.70.65 255.70.55 April 5„ 47 270 Mal..80 4,7 4.75 Juni 4,80.7585 4. 585 Au.90 480. 0 0% uguſt.900.85„.90.85 00 Sept..95 8„ 5 485 Okt...00.0 5,—.99 Nov.„ 305 l 4,95„ 5,05 405er Geld- und Devisenmarki Paris, 15. Dezember.(Schluß amtlich). London 14/8 talien 154.90 J Stockholm 757.75 Neuyork 2847. chweiz 681.37 Wien 22 Belgien 50087 Kopenhagen 659— Berlin 1189.0 Spanien Holland 1639.25 J Warſchau 858,— London, 18. Dezember.(Schluß amtlich). Neuyork 409 80 Liſſabon 110.13 Buenos Aires 1500. Montreal 499.81 Helſingfors 228.20 Rio de Jan. 412.— Amſterdam 898 54 Prag 143.— Hongkong 1. Paris 147 20 Budapeſt 2500. Schanghai 1/19 Vrüſſel 2940. Belgrad 214.— Nokohama. Italien 9506.— Sofia 403— luſtralien 125.— Berlin 1239. Moskau 2539.— Mexiko 1800.— Schweiz 2150.50 Rumänien 675.— Montevideo 2875.— Spanien 92 Konſtantin. 621. Valparaiſo 1240 Kopenbagen 22.40— Athen 540,50 Buenos Stockholm 1940.— Wien 258/.— auf London 1660.— Oslo 1996,25 J Warſchau 2881ʃ,.— 1 Südafrika 100,12 5 Melalle Hamburger Mekallnotierungen vom 15. Dezember Banca- u. Brief Geld Kupfer Straits zinn 5 Brief Geld Brief Geld Hüttenrohzink(p. 100 kg) 197519. Januar.75517 288 0289.0 Feinfilber(RM per kg). 39.40 89.0 ebruar 51.7551 752880 88.[Jeingold( per g).84 27 ärz 21.851.785. 58.0 J Alt⸗Platin(Abfälle) April 51.755175 Eircapr.(RM per 9).40 2⁰ Mai 51.755175 Techn. reines Platin 5 Juni 5 Detailpr. RM per 9). 3550 375 Juli* E. Auguſt—— 4 5 Loco Abl. September 0 Antimon Regules chineſ. Oktober e ee(& per to).. 60. 5/2 November Queckſilber(& per Flaſche) 14.75 l, Dezember 51.75ʃ51,75 Wolframerz chineſ.(in sh).. 85, * Der Londoner Goldpreis betrug am 15. Dezember für eine Unze Feingold 139 Sh. 97 d= 86,7407, für ein Gramm Feingold demnach 53,9329 Pence= 2,78878 A. * Neue Metallkurspreiſe. Laut Bekanntmachung K 5 451 werden ab 16. Dezember die Kurspreiſe für Blei um .25„/, Meſſing⸗ und Neuſilberleg. um 0,50, Kupfer⸗ und Rotgußleg. um 1,00 /, Bronzeleg, um 1,50/ und Zinn um 8,00/ je 100 Kilo herabgeſetzt. 3 veröffentlicht aus 4 12. 15.12, veröffentlicht am 14. 12 2 RM 5 RM 1 5 5 in Kraft ab aft a de 100 ke 15. 12. 16. 12. ie 100 k 1 J.12 Alum. n. leg. 13318 189137 Bronzeleg. 8285 80¼—88½ do. Legler. Sl 5851 Neufilberleg.52½ 55254 Blei nichtleg.] 1921 48,207, Nickel n. len. 26220 2—250 Hartblei. 21½2½ 2 28½ Zint fein. 21 8. 58% 85 5 Kupfer n. leg. 38 581 5% do roh. 1719/1714. Meſſangleg 21 4ö 40% 4 Zinn l 22620 Rotguß leg. 5658, 55 57% Banka⸗ Zinn 28258 280280 * Geringe Speiſekartoffel⸗Umſätze. Am Speiſekartoffel⸗ markt find in der Berichtswoche, der Jahreszeit entſpre⸗ chend, nur geringe Umſätze getätigt worden. Lieferungen einzelner Gebiete nach außerhalb erfolgten nur in kleine⸗ ren Mengen. Der Tagesbedarf konnte größtenteils ohne Inanſpruchnahme der eingelagerten Vorräte aus laufenden Anlieferungen gedeckt werden. In Süddeutſchland iſt die Einkellerung vollkommen beendet. Der Verſand von Speiſe⸗ kartoffeln zwiſchen den einzelnen Gebieten iſt wegen Froſt⸗ gefahr ſehr zurückgegangen. Die Umſätze auf dem Speiſe⸗ kartoffelmarkt haben dementſprechend nachgelaſſen. Der tägliche Bedarf wurde aus den immer noch reichlichen lau⸗ fenden Anlieferungen gedeckt. Der kleine Bedarf in der Saarpfalz wurde leicht gedeckt. Das Verſfandgeſchäft ist trotz der milden Witterung ruhig geblieben. Futter- kartoffeln hatten etwas höhere Umſätze zu verzeichnen, während es bei Fabrikkartoffeln zu keinen nennenswerten Abſchlüiſſen kam. Die badiſchen Märkte waren mit Speiſe⸗ kartoffeln gut verſorgt, zumal bisher kein Froſtwetter ein⸗ . iſt. Der Tagesbedarf war wenig bedeutend. ennenswerte Umſätze in Futter⸗, Fabrik⸗ und Pflanz kartoffeln erfolgten nicht. Frachienmarki Duisburg-Ruhrori Das Geſchäft erfuhr an der heutigen Börſe gegen die Borkage keine weſentliche Aenderung. Die Frachten und Schlepplöhne blieben unverändert. Kader 6½% Bayer ½ Heſſen 4% Pr. St S teu: Oniſchein⸗ 5 8 8 5 mit B. Geſchäf Wir 90 perfekt ohelm, ugebot 2 C Erfahre Donnerstag, 16. Dezember 1937 * Neue Maunheimer Zeitung! Mittag⸗Ausgabe Frankfurt. 14 f 1 8 5 1. 18. 14. 14. 14 2. 14. 8 5 18. 14. Anleſnen d. Kom. Verb. 4% Pr. 8d.-Pfprf. Goldhyp. Pfandbriefe 4% Rh. 5a 8 adiſche Mach. 100.0] 400.00 Proßrraft, Mm.% c llbenw. Hartſteinn... Fürttemg. Elertr. 101.0 100 5 Verkehrs-Aktien Deulsche düerdeße hr. unt] 1657 185%, Sager 1000 10ac. p Sinetenbanten 1% be. 380 41400 109 80a Btemw e eee aur Faß. wee 31585 e e se 5 0 5 f 0 0 Bayr. Mototenw.„ N 1 2⁵³ 5—+33* 5 und See⸗ lestver zinsl. Werte Stadtentetten u.: 4% faprVodener. 5% ba. Lig Pte, 1520 1020 Senberg, S. B. 140, 80 Helen gte. 4325880 1 a5 15 krausportchm do ge ſtom un 99.— Würzb.-i 101.2 101 2 ½ Rg. Poe Oe Julius Berger 144,5 14.0 dald u. 85A 96 225 8 vt. Reichsb Bors 1802 1800 2 2 1 1 l ger 5 5 111.— 55 7% Augsburg 26] 99.50 89.50, Württ. Wohn. 5 0 J Rh.-Oyp iu ger„ 5 Hofbe. 1830, 1830 bf. Preßh. Sprii Zank-Aktlen t 3b. Bor„ Dtsch. Staatsanleihen 4½% Baden 26885 88.50 28 R ll 99.50 99 50% ahr vanow⸗ 020 0.⸗ om. Rl- Ulf 99.25 89.75 Brauer Kleinlein 8 10„ 5 ne 0. 09, 50 99 500 bank K 34. 1020, 10205 Süd Bodcr 27 Bronce Schlent, 98. 8 5 Weg. 2871 27.2 Badische Hank. 119g 79 verslenerungen 1987 15. 14. 4% Darmſtadt 28 08.37 98.3 Landes. und Provi 4½ Berl. Pyp.⸗Bl. Lig. Gpfbr. 8 Brown. Boveri 131.0 e 35 179 5188. Aheinelektra St. 125,5 125.5 Com. u. öriv ꝛtö 142.80 152 Srstoef 8 1 un u 100%) 10 8 4, reiben 8. ouinz- S von 5. 1000, 100 0 and si o. A.. 10211021 ment Sena. 470 F 5e. 144% lil Der lche Want, 48 f 143 T bad. Aſterurang⸗. 0 4 dd ꝙꝶ///ß, 9 47(8 261 99.—„„70 pfbr. 1. 2 0. 9 22 R 1 1 reer im. 2 5 40 725 e 4 bien„ ang. 2 8 4000 gag. gig Uf aide, tdi 40 87 9875 deee Abe FF Bär Erans ve 42— 48 .— 99. g 2 7 5 0 5 55 6* 7 7 5 5* 157 K. 5 928 85 4% big 25 888 855 eee org 1 Schuldverschreibung. I Gold u, Siber 220 820d„„ atzwz beilbronn 280.0, 280 0 Kelch bank... 205 0 208 15 aden 2. 99.50 9 4% Pain, 26 d. 88, 0 52 Kc 0975 9075, 2 b. 0 00.— at M 138 48 2 Pe e, 18g 5 108.2, W 8 8 102055 4% Haden. 88.9 8 2% Mane 0 2 88 5 gde, 8875.„ düärrwerte. fein, Shane 2250 2256 SPriſtg. Sgace, 108.5 08) Birctoa. Bank. 10751075 fegen e de 8 bee ese ball. 1 9 50%(L Uindner en 8 bana der een üs io ole ce 120 5 Saad(Wei 180 1480 . 8 5. ö 2 5—— 4*** 5„ 15 e. r. Sa l. 185,285 amiiich nieht wetterte Werte 1 ir. 9 om. f„ 99 8 22** ra 4 5 102 2 2. 930 890 Manndeſm Ausf 183,514.) 4% de. f 1 05 90 0% Soth Grder.⸗ in Aktien umwandelbat Eſchweller dee 190 Möm 178.9 175,0 Slang, Grüt 8 a a 5 f 105 do. F 12 88 12,88 12 Bank A 7. 101,7 1020 J% garden Rm ⸗ A 8 7 H lech Elettelgtet 118.00„ Stuttgart. 85 10778 4075 Umtausch Obligationen 5. 50 5 n 1 05 5 f fandbriefe u Schuld 0 1600 0 2 nn 978 8955 Anl. v. 28. 129129 8 een 17. Cöwende Min 18% gs d. Ju. 208 0 209.0. 2 e o. v. 4 J. i g 1 99,5 89. 5 5 8 8„Ak. Br. 0 1 7 5 fällig ezembe mot 4. 100 Je ee e Kang, 4 de, 20, K 1000 400 0% hals ep ar dene Hardter. fa l. te Walzmühle 4800 50 Jeus Pergzoan 1280 128 0/6 e Perlinet Stgdtinche Elette-Wert 10 che 2 50. 85 169.4. 100(4 47½ Heſſ. 785 26, er ae ede Ron 2881 3 2 8 101.0 1010s Neckar Stutta⸗“1 40,0 10l.2 7 55 987555 7418 88 fJainkraftwert 95./5 95,75 136,0 5% t u n e u. fan wert, 1 108 0. Lig. 26. 5 6 154. ö* 1„ 35. roßkraf ant m 9 4 72 33 u. 29. R 1, 3 S. Abl. 3 10 184 9 1350] o. A, N 102.0 102 0 Industrie-Aktien 1(eiter 3 1 85 ninzer Akt.⸗Or. 85.885, b. Wiaagteß—. 44% N0. Weſtf. Elektr. Anl. von 1937182 3975 * 1835.. 7, 8 und 9 99.75 09 75 da. 52 140 0 14,0 4% do. Golbgom dt, gebende. 62. 0 62.50 Feldmügle ape. 130,0 en A8.„, do. Sothani g 42—ů0ů 5 1920 18880 885 8 1557„% do. Sold Landschaft u. 4. 99.50 99.50 JG 5 413 5 Frentfucter oo... Moenus. 8g, 8 de. Strohſte. 4%„ 1930 1855 9875 1 14. 115,6 115 60, Schuldv. 77 7 98,7 schaften 5½ Preuß. Boder abr I Friedrichs güte Rotoren darmſt. 116,/ 145.6] da. Ultra nar. 138 0 135,0 4%% Ruhrwohnungsbau 1858 109.0 5 50 elf. g. Hypbr 4½ ſtpr.Landſch. 28 Lig. Gold VIl, W Buntvap 92.50 oldſchmldt.. 138.00 187.2 gtederrn. Sede.. Voigt e Hgeffae t...% Per. Stahlwerke(Kheinelbe Union! 182 0855 0 uitbch Sele 12961 1281 86.b. Ant.-26 101.6 0d. 5 Ek CI. T 127 8„ Sit. ud u. U. A. 101.7 101,71 de. Zellſtoff. 875 1857 eizner Kayser., Hlerbweſtd. Kraft! Volthom, Sell. 86,86,%%. 5 1851 100) Stets wilkKommene Weinnachts-Geschenke sind meine Spestalltäten aus eigener Brennerei! Jchwarzwälder Kirschwasser Marke Ren chtäler, mild Hleikristall Tollettegaimlturen- Schalen Platten- Vasen Bowlen-LlKörsetvice- Ttinksefvlce Ceschmackvolles Kungtgewerbe — Ein edles Geschenk 8 hocharomatisch 5201 Drehplatten Cöbstetts Sie finden Schwarzwälder Gebirgs- von.90 on von.30 an Webereien, Decken, Gläser, Buder des hoch willkommene Geschene das Feinste jür Henner Schwarzwälder Edelkirsch- Likör, pikant und würzig. der beliebte Damen- BIhör Schwarzwälder Zwetschgenwaszer Privatbrand! Hier: frei Haus! R. ZERR Mhm., D 1, 1 Ruf 266 77 Keremie- Schöne Holz- und Netallerbeſten- Schmuck, Hand- Weickel(i. 3 ietungen Halle oder Ausstellungsraum für ca. 10 Fabrzguge möglichſt zeutral gelegen, 75 8˙¹⁰⁹ taschen, Lampen, Spielzeug u. 8. Mehr. gebrauchte Mahmaschnen darunter auch verſenkbaxe, bill. g u verkauf. ahr. Fahrräder 10. 15. 20. 25 Mk. Kinderureiräder 13,50 Mk. an. in unserer Weihnachts- Ausstellung Bücher, Bilder, Aquètelle, Bronzen Gut erh. Nußb. Do iert. Bett u. weiß emaill. Das Kunsthaus ichen pfaffenhuber Nudolf Probst Edit Baum Hictemed, f. 1 0 sofort zu mieten gesucht. zu vf. Stumpf. F Q 7. 17a em Wasserturm. 9. Ruf 27807 ui kale perser Teppiche fürchte ind, Sea zu Ferkf, 2149 .15, 18 4. Kl. feeds J. Arzt N 3.-8 fut 22435 9²275 282 uimohilien Tages. Neubau „ Nei n (Cecleg. Herr 1 für kürzeren Aufentheſt in NHannheim ab 22. Dezember schönes waftmes ne Stellen Tüchtiger, zielstrebender K 5 Hadchen 1 Mannheim O 5,.7 auumann eee. san rücken Prlystzimmer der einen Betrieb leiten kann, das kochen W 2 1 2 2 Ki in grober Auwa l 5 i e ber ſofcrd g e ich Aagebote daneben w falt. N 5 Tepkaulzaprelgen e sttem eus. Immobilien per ſofort geſucht. Angebote Haushalt ſelb⸗ Bad, Garten. I Zuschriften unter X 5 12 an 2 UC 580 EU eaten 1 28 00 ſtändig führen.,. 8 0 nesolg 8815 in 1 0 80((ie Geschöftszteſſe d. Bl. l 1 8 g. Januar 19887 R. Il. 71 N eitung g E 5 N 2, 12 Beachtung und Ich ſuche: S91⁵ Wir bibi 9 ene glacten gen, gesucht. Schubert. U 454 8 bs FE 0 N für Hendel und Gewerbe ſelbtandigen, älteren Adr, dt der Ge am en guten Erfolg Ul. Werkstatt Vas N- 0 ſchäftsſt. 2178 Fernſpr. 280 44. Waſchkü. od. dal. Sie suchen finden 2 if lien Haus von der 3 Auktions 1 1 5— doeſ. Zuſchr. unt. Sie durch eine W am 2 8 ziehen!— 15 N 5 1 f Lehrlin Automarkt klaer. den Riad un. e% Kleine Anzeige guter Wohnlage, bis zu RM. Druckerei Dr. Maas, N,-6 perfekt an Drehbank, Fräs⸗ und Restposten zeitig eine Uhr zu schenken, 8 5.— n der N M2 55 000.—, bei Barauszahlung. l Hobelmaſchine.— Nur ee mit gut. Zeuan,, reren acrrreen etre Möbel. Antiqui dle Zeitverantwortung da- 3 7 8. bili B. S c, e 70 Für felnmechen⸗ 2 Liter Klee kee viel. e Ran Wang j erres Ammer 8 6. 0 Fernſpr 281 10. Männer& n on n o 2 Düster, Bilder. via GUTE Uhr ein soll: 4. 0 0 v. berufst. Frau— 5. Elertrs⸗ Mechen Werkſtätte, 2 Porsellan- ANR NRA-Garanfie-Uhren sind 5 ſofort geſucht. 0 14. gesucht warenutuleles weithin bekannt als„pünkl. 8 Treppen! Nähe Erlenhof. f 7 7 Erfahrene Zufchriften unt. andere spott- lieh wie die liebe Sonne!“ und Laden Waffergeregenht. Günstige Gelegenheit! gab lin, uůlgliaſn Ptzau“ Personal F R 11 on die e e. 1 Anerkannte Verkaufsstelle; 1 0 Seren 5 Neckarstadt: 8 ung kokhaus ſchäfteſtell Zuſtand, wegen 5 11 8 an die a jeder Art nden Ofätkeg. e100 Krankheiz 8 tent„ 0 Jeſcheſts telle d. Nähe des neuen Parkplatzes, mit u ſufun hi 5 ute„ zu verkaufen D 2. 4 2 Heſun⸗ganz-Slr. Sl. 82 K 1. fed 55 Swen f K e e e ln HIS Meal. fee ge 8. 0 8 2 5 2 Daldpark! 2 3 l 0 bf 600010 000. n. Mögl. Selbſt⸗ Leeres Zimmer Krippen int. ſchreib. u. X P 9 an Geſchſt. r Uhrenfschmenn/ D 3, 11 fofort zu ver⸗ Weihnachts- in jeder 8 f mieten. 9561 ab.3 mit Stall Ot 8 288 Au Stec in. i.„ beteilige d — 8 1 2. Usführun aufen J 7 51 570 4 8 8„ 2 3 alt. 116 Sie emsig! im Betei ENTE Heine Schön mötl. 2. Sssroeenden, eeene, Lian fofort od. ſpäter wünſcht ſoliden Christl. Kunst N hand- zu verm. 42181 Herrn(Witwer Mannheim 07,2 5 Universal- Im 5 1800 15 1 8 zwisch O 8 u. O 7 l 0 rr. ᷣ ͤTTPTbTPTPPPPPPPTPGGTGTGTGTGTGTGGTGPTGTCTGGTGTGTbTTTTT ccc 1 1. Treppe re zulernen zwe 5 5 dethenmaschinen][ Uhren i ſbäterer Setylet wegen . deneralvertretung: e aut dbl. Inn. 11.50 bis 27. erstkl. Muster. 5 eira 5 1 e e n,, Nötkesten Rhelnhzuserstt. 48 e 5.50 bis 20.50 J usm zu v. Meerfeld⸗ X U 14 an die e. f 0 J e eee 1 1 Geſchäftsſtelle d. e al Hedun ei Unternehmen. KN 9 * 785 84, 3 Tr. r. 2187 Blattes erbeten. Ausführl. Angebote unt. X P13 Nöhständer 22. bis 59. 5 2. 1 2 anbau- 5 an die Geſchäftsſt, d. Bl. 2184 Blumenhocker.25 2 clas Teel! 595/J0 e f Höbel 905. e Blumenständer 13.80 Noch groge Bestände in: 1 adden Größe** bieſengeinſtufen 1 5 en ab 34.25 Wintermäntel/ Anzüge/ hemden 5 Bau · Formulare Wondschränb chen 4 Schreib- 8 nämlich: NHerrenartikel/ Nosen/ lodenjoppen ben 12 1. turs Bad..90 bis 24.50 sommerbekleldung leder art/ Sport- 1 11.: Baubeginn stumme Dienert 1680 8— f a Skutzer/ Regenmäntel/ Lederkleidung 3 10 4 een das beliebte Geschenk a Wohnschr. 32 2 abe für den Herrn la, nem l. 50 freut ET sch in 8: Rohbau. Revision in ganz großer Auswahl Harmonika 7: Unt; ö 75 A 4 5 29 0 A 0 K— 5 7 Schöner 2100 nehtigs 5 e Sle 55 255 20 2 Noten-selten Entuässerungs- Gesuche Das große Haus für Herren- und Knabenkleidung I Fuchspelz 5 rr een den 6, .1112 ganman Tiserren-BENDER Druckerei Dr. haas MANNHEIM 7 5 an den Planken 197 W I Feraspfecber 22440 bende n 1,-6 o m P frGAdepetz U 6, 15, prt. Iks. das große Spezialhaus 2 15 Seite/ Nummer 580 Neue Mannheimer Zeitung 7„„ Donnerstag, 16. Dez ember 1937 2 Fer fn Jadliga Jamoms fra. iur ranscu 1 dle gefeierte pofnische Sän- 5 5 0 EA en Tuer 1 gerim, den Star der Dar- A Beppe Telefon 5222 Scanner Operette. ent für?. Ranga terne rhegteznarrgn künstler, Ab heute:.15.20.30 die e e ein. Da 2 8 181— 118 1 70 . um 21e bel beer Aüchnehr und ate Werner Hinz— Luole Köftoh 1 auch die Böden 118 5 großen Südamerſha-TFournee zu begrüßen Agnes Straub— Miotorla v. Ballasko lich strahlen. Dies erreicht „Aber““. Paul Hartmann— Marla Sazarina man ohne viel Mühe mit das ist nur der Anfang des neuen Tobis-Fllmes: KINE SS A- Holzbalsam welcher den behandelten Erſchein Flächen in einem Arbeits- atlt Nahrung. Hochęl 7 75 gang Nahrung. Hochglanz abgeholt dle wellberühmten itslientthen(ion 5 und Farbe(eichengelb maha- n Ufn Fm Hierzu. i ai 1 goni oder nußbraun) gibt. a N ſtraße 4. mit einem großen programm! 32 ĩ ſtraße 1 . 8 55 HEUTE heute für den Festputz OGA TSCHECAHOWA 575 Abbeſte 5 M. KO PPENHGFER deen bree, ii, INE n n Aus 5 5 5 22 5 H. LEIBELT, d. TIEDTRE 10 5 1 10 W N Uumerlerte Hsche: Ubele- Kasse, fur 220 bb. f. OLZ BAL SAM Splelleltung: Erich Waschneck 8 8 Harl Armbruster, Schweninger Str. 91-95 ee eee een torchen Drogerie, Harklpleiz, 1 4, 0 Kulturflim- Ole neueste Ufa-Tonwoche Ludwig& Schütthelm, 0 4, 3 HEUTE LETLZTEEIAS! und Filiale Friedrlohsplatz 9 Beginn:.00.30.30.30 Dr. Stutzmann acht. Walter Etle, U 1, 16 u lone unt. 12 d. nicht 9 52 Neckar-Drogerie fü. Lörmer, Mitteſsit. 2229 ene u n dee Drogerie à. Sperber, Ssekenheimer Str. 20 0 8 „ Heinrich Merckle, gontarüpla: 2 2 UFA PALAST N 1 f fl feudenheim: Löwen- Drogerie, l, hen UNIVERS Un 2 1 83 8 N. 2 F 5 Käfertal: Drogerie L. Heitzmann 0 Dramallsche beschehnisse a. dem Jahre 1906 5 lr Prinzessin Verkäofe Staatspolltisch Wertvoll 22 5 N 5 Ein Triumph des Farbfülms! 5 e Wertvoll ausgezeſchnet Einen Höhepunkt des I osENDLIOHE KENMEU ZU RN! Ein ꝛpaunender und unterhaltender Filmes bildet das große Film, in dem es um das Eheglück Englische Derby in Epsom! NODELLO 6 A der berühmtesten Warschauer Heute letzter Tag!:. Geräuschgedämpft 2 N 5 FOR DAS SONO jadu 1 ee d LLL ZI ZLI wW1 ile 5 Aus unserer 20 de 17 75 2 7 ö g Interreisen 6— Am Wiga Kenda neu eröffneten ore aden 5 15 die durch Schallplatten und Rundfunk interna- A1 1. N 8 N 1 i Jeden Samstag regelmäßige 3 75 iannheim f 4, 8— Anruf 287 28 Tel. 25240 gegenüber Hauptpost 5 Re ſional bekannt gewordene polnische Sängerin Besellschaftsfahrten nach—— A N 2 em ist dle welbllehe Hauptdarstellerin. 1 2 1 1 0 N genoſſel Neben qe dwiga Kenda und Paul Klinger National Theater 1 Bayrischzell 5. Hitlers eln Ensemble bekannter Komtker:* Mannheim W 69 Abteil un 9 Goldfllllnalter Aufent! deorg Alexander- Richard Romanůmky Denman tete 19% Pezimgk 12370 F 1 0 Viertarhstifte 5 Rudolf Car!— Robert Dorsay ll. Sonderwiete Rr. Garmisch- Partenkirchen Frisch von der See: patent- brutkhlelstifte zee geh Habef Heufe Donnerstag Zum letzten Male F Kabellau ohne Kopf 500 f 22 Erste Marken Donne . 2 5 1 in Ersflaufführung! Spiel an Bord Ortisei Dolomiten Kabeljau. Ausschn. 500 f 24 1 heute besonders. im Vorprogramm: Neue Deuligtonwoche und Lustspiel in drei Akten von 15 Tg ab u. bis München un. 145. Schellfisch o, Kopf 300 8 34 Ja Kob Kru M b hi 1 1 1 1 die für Hulturfm: Sing endes Von Axel Ivers Große I4 tägige Welhnachtsreise W 3 5 papierwaren · Schreibwaren Bauau Ein Füm von deutschem Männergesang Anfang 20 Uhr Ende etwa 22 Uhr nach Bayrischzell und Ortisei Goldbarsch o. Kopf 500 f„25 f 0 0. i Di Anfangszeiten:.00,.20,.20,.30 2 55 Begmn 18. Dezember Kabeljau-Fllet 33 E 1, 7 f b bach 1 22 5 80 Für jugendliche nicht augelassen. 5 8 3 Auskunft und Anme dung: 8 Breite Straße 5 f 575 1 8 f e ScH AUBURCU ichokalee ieee 8858 fü. Lerune Heringe-19— lan 1 34 de 1 un!! rettertig. 500 2 1 5 7—— 3 Relsebüro Plankenhof 1* 0 2000 K e—— 4 delegenheitskäufe e fund 2 . in gebr. Möbel. mod. u. antik. Stil, U J 0 drei biz Solf dir dein Geschäft gesunden 5 25 27 Herrenzimmer- Speisezimmer. AA 1 Im Nat ich dit zu allen Stunden: g Einzelmßbel, Zinn. Broncen, Por⸗ a V . 0 iin gelene, Terpiaſe gemeldete 10 enk ans Zeitungs- Inserat Saen e ahr 1 Des wird helfen in der Tat. e 6. Hi telt 5 dn 4. 5— 805.— Cn ler geſtellt 9. Staclel Juwelier, Uhrmacher hätte Ibre Ver⸗ 955 K Zum Gegl. 840 f.2, Breite Str. gegenbb.„Nprdsss.]] Kentables. anden en — 5 5 n ſtanden, die Sie 0 Für dle f 5 e be ausbaufähines Aimee doch ſchon lange a wan 5 Weinnachls Fest Sibel fn. e e Piſtormittel⸗ iche eden et: üer. große Auswahl in AI 0 kauf N n ihre Sicher hätten Sie meter eier age: 678000 0 prall 5 1 1 1 Gold- und ee 0 näft mit ihr auch Er⸗ Tel, 402 10 Vert 4677 Kilome ü K- Pralinen- Packungen 8 521¹ la g Wbslung tortepfpil * Von ersten e 0 Ankauf und Tausch von Altgold, Silber und bob a Mö bel Fig e ee We l 8 5. 90 0 8 altes Silbergeſd.— Genehmigung Nr, 4/2405 115 1 11 50„ U me KAFFEE.6 U23 l. 20,203,354.* ge delten Ind Waun. ge Hofdame de 1—— twa R.— 5 d trische Feiertagsröstungen aus eigener Fee ee 125 7 15 N 8 5 erforderl. 2199 1 5 anon. Kil Groß- Rösterei 3 f Schokolade g 5 5 30 5* gschenk- Hechte, schlelen,-2Kk f 18 5 W 16 otktewalen löcher u. ſonſtige La: „ 50 g 1 Näude— 15 an eſchäfts⸗ 1 a* 63, 75, 95 8 9 Ff. Schokolade sorgen: 20 5 0 e 85 0 f irisdie Leellsene tarinaden ſtelle d. Blattes. ü e bi 110 f. 155 Eine billige Mischung offen 125 f 47 8 100 9 94% J. 5 0 00 f wert bei 3980 Stickerel 1 f 5 W. Laue Hnachts-Karpfen] Tafel-Glawer. 5g r fer Aach P11 Ve Sohrelbers Kaffee, coftefntrel. 125-br.-Paket 65 3. en eee von Rt 5. an. inaeh 8 alp bl guter Ton, ſpott⸗ Binzenhöfer 32 Klier, N.7 f Ste ſhnachts-6 5 5 5 i 5 1 Wekenmehl, J) pe MM 20 3 bee 8 95 1.12 anne fel. 2222/7 Se e Pleſerung küchenfertig jrei Haus. a ae S206 2215 98 81 N. T Welzenmenl, Type 912 mi kleevalref, ½ Hud A bebäck tddescenhd..28..50 5 eee, Miene Alt E Nr. 28 Treppen. 8111 Hefe Backpulver- Vanillinzucker. Hausfrauen-Gebäck. 12 9 30% Aplelsaft g Traub 0 rel klaus! Trernrui 228 81 0 442 f armonium 1 te Tele f braucht Lebkuchen Pak m. Schokol. 25% pfelsaft U. Traubensa j l N ſehr aut u. halt⸗Neint ung ten Re Backfertiges Kuchenmehl Iype 302 Wermutweln pro Flasche 859(alkoholfrei, nstutnein, kalt und N elalandhaas N WEIN(Maunborg) ö 1 9 1 5 5 übern 9 S775 5 Kilo 8* imt! n„ 53 zur Bereitung von: 74 e 1575 7 5 11 aue ag Fate ene 155 in Feinkost O3. 3 4. e e 0 9 89 75 duelmüne. 10 1 Reinigungs⸗Jnſt. 0 8 „ n, Frankonia un 8. 5 0 8 5* 4„ N. 2 Marmorkuchen. Sandkutchen und andere Marken- schokoladen 1 allen Lelnschligigen Geschäften 2 125 22. 5 olken 5 25 3 Kronprinzenſtr. Ab 12—15 U. Nh. 5 8 eitne 25 1 benz 5 Verkeh Königskuchen. b00-97.-Patet 43 und Lokalen. repa be ner empfenle ioh meine Rhein- und Nr. 99, 3. St. b. W. Qu 1. 4. 1 Tr. bens ds Lenanſtraße 46, ſchwind Zubereit e, e Wo nicht, wende man sich direkt rlerſ Moselwelne. Lleterungfrelflaus 2204* 2210 Telephon 528 11. zin pri nbereitungsrorachrift an d. Packung an die Süßmostkelterel Ferd Nick lun., Wainhdlg. 7 3,1 ae 8 johann Lederer, Nälertalersfr.3)[E nudsen 30 g 5 5 und Jan ben. 58h 20 dbl. e 5 4/1 Dose 62, 80, 1. 20, J. 89 Ul.. a 5 verbran erbsen nt Karotten— Cemischte Gemüse. 5 Tungentee ger ale er⸗ Junge Sohnittbohnen. ¼ bose 48, 55 U. 65 Pater a feng. e e 85 unge brechbonnen ¼ bose 50, 58, 55 und 68 Baber. Pralzzudte% Wp. 20 Pfg. ein pflaumen mit Stein... ½ bose 60 Storchen-Drogerie„an H 1. 16 20: bis Apfelmus, dakelferl.. bose 50 15. irnen- Kirschen- Mirabelle. mtl. Bekanntmachungen Reichs felselbeeten, offen und in Dosen. Die Mae e aller di 5 5 n vesheim. eee Vorclerschinken, gekocht... 12 2 4 1 7 35 Salamt- und Zertelatwurst... 128 2 50 ernehen gag denen* Mettwurst Blerwurst- Krakauer. Die Oeneinbe Stbeszein wird 1 1 zum Sperrbezirk im Sinne der Münsterkäse 48 F. l.... 25 2 28 6 jf ff. der Ausf rungsvor⸗ Edamertäse 40e, f.. I. 28 f 80 fail e ohwelzertäse 45% f. l. I 15 322 War hb be Facthenhe nee bamemperttäse 89% F. l. I. Sebechtd an 20 3 mäß F. 408 ff. ber Ausführung, Fre 8831 b zum Viehſeuchengeſetz 517 5 her aus meiner Kellerei empfehle: f 8 a eee eee, 0 85 ee Cszsstlſler Weldvein rf. 95.3 80m. Eine gut abgefaßte Empfehlungs- von Sengendet Jiecsbeim ent un i. 38er Herthelmer Felsenderg. dlertarche l.-.8. Anzeige in der NMZ wird bestimmt ſernt(88 168 Viehſeuchengeſetz) ſeien g. Wachstum kefnrich weimar, Herxheim. 8 8 ſallen folgende Gemeinden und gültige J08er Inringer Syvaner. berlasche l. 05 08. 1 zum Kaufen anregen. Treffen Sie des- Ebingen. Schekesheim wen, 515 5 7 2 1— 880 12„ 2 ser Lisbfraumllch. aste. dtefasche. 20 0, halb gleich Ihre Vorbereitung für den F ba Valwiger Moselwein.. Ttertasche l. 20 0/8. 8 Text der Anzeige, die am Samstag ſachſen, Hohenſachſen, Lützelſachſen, 37 Wuhin, 8er Forster Schnepkertlͤg duet. 80 ul— 15 l.„ ſ deter Riedenweier Oberletkr⸗ 1889 h den do Orig.-Abjüllung Miederkirchener Winseruerein. Fernruf 24951 erscheinen so Auch wir sind gerne 5 bach, Urſenbach Wallſtadt Walöhof, 55 der Ha 85 E e 88 I dabei behilflen. F eld. Rheinau 1 ene verläu Ait Ausnahme der mit X bezeichneten Die für die Seuche maßgebenden geſetzlichen Beflimmungen, die zu Schöne Sortimenls-Kistehen! Japa beachten ſind liegen auf den Rat⸗ häuſern 1125 Einſicht offen. 68 25= und 50-Stück-Faccungen zehrt f Mannheim, 14. Dezember 1937. prelsweril io-Stück-Packungen Im Bezirksamt Abt. V/ 63. e N schon von Rid i an 4 kikanif annheim: am Para 8 8 Telefon 206 70; K I, 5, Breite St.,. Schlachthof abe zer re 54 el. 21567, 0 4. 7, an Strohmertt. Tel 20 92, On 1 5, Breite Sens Kuhfleiſch, Anfang Nr. 1(Ste Tel. 258 63; Augusta Anlage 5, gegenüber Falasthotei, Tel. 429 57.