. 9 5 .5 euern •14 — den in dischen * 5 Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: in unſeren durch die Poſt.70 Mk einſchl Abholſtellen: Wald⸗ Meerfeldſtr 13, Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str 8 Se Lutiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt 25. f. d folgend. Monat erfolgen. Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pig Trägerlohn Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk. 50 Pfg. Poſtbef.⸗Geb Hterzu 72 Pfg Beſtellgeld hofſtr. 12. Kronprinzenſtr 42 Schwetzinger Str 44 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590 Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R I,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 — Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für Jei Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzetle 50 Pfennig Kletnanzelgen ermäßtate Grundpretſe. iſt die Anzeigen ⸗Pretisliſte Nr 8. Konkurſen Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, fernmündlich Einzelpreis 10 Pf. lung Für Familſen⸗ und Allgemein gültig Bet Zwangsveraleichen oder keinerlei Nachlaß gewährt Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und Gertchtsſtand Maunheim. wird erteilte Aufträge. Abend⸗ Ausgabe KA Mittwoch, 9. Februar 1038 149. Jahrgang— Nr. 66 Japan lehnt Klarlegung ſeiner Flottenpläne ab Keinerlei Recht zu jragen! Die japaniſche Antwort an Amerika, Frankreich und England dnb. Tokio, 9. Februar. Nach einer Mitteilung des„Tokyo Nichi Nichi“ ſind das japaniſche Außenamt und die Marineſtellen grundſätzlich entſchloſſen, das ulti⸗ mative Erſuchen der Vereinigten Staaten, Eng⸗ lands und Frankreichs um Mitteilung der japa⸗ niſchen Flottenbaupläne abzulehnen. Die japaniſche Antwort erfolge ſpäteſtens am Ende dieſer Woche und berückſichtige, daß die Ueber⸗ reichung der Waſhingtoner, Londoner und Pariſer Noten als gemeinſamer Schritt der drei Mächte in Tokio anzusehen ſei, da dieſe Noten im Kernpunkt abereinſtimmten. Die japaniſche Antwort werde hervorheben, daß Japan am Londoner Vertrag der drei Mächte unbe⸗ teiligt und infolgedeſſen auch zu keiner Erklä⸗ rung über ſein Flotten bauprogra mm verpflichtet ſei. Der Hinweis der drei Mächte auf die ſogenannte Gleitklauſel berühre die japani⸗ ſche Regierung nicht. Wenn Japan durch die Kün⸗ digung des Waſhingtoner Abkommens und ſeine Nichtbeteiligung am Londoner Flottenvertrag ſeine Rüſtungsfreiheit wieder hergeſtellt habe, ſo bedeute das keineswegs eine auf Angriffsabſichten abgeſtellte Aufrüſtung, ſondern habe vielmehr die defenſive Sicherung nach dem Grundſatz der Nichtbedrohung und des Nichtangriffes bewirken ſollen. Japan ſei, fährt das Blatt fort, jederzeit zu Ver⸗ handlungen über qualitative Begrenzungen bereit, ſofern ſeine Vorſchläge zur quantitativen Begren⸗ zung, d. h. alſo zum Rüſtungsausgleich unter An⸗ erkennung der Gleichberechtigung aller Nationen, als Verhandlungsbaſis anerkannt würden. In Tokio werde eine ſolche Löſung der Flottenfrage als der richtige Weg zur Erhaltung des Weltfriedens und zur Wiederherſtellung gegenſeitigen Vertrauens an⸗ geſehen. In politiſchen Kreiſen wird dazu betont, Hirota habe im japaniſchen Reichstag den feſten Willen der Regierung zu erkennen gegeben, daß Japan nichts unverſucht laſſen werde, um die Beziehungen zu den Flottenmächten auf ihre traditionelle Grundlage freundſchaftlicher Verſtändigung zurückzuführen. „Völlig unſinnia“ dnb. Tokio, 9. Februar. Im Zuſammenhang mit den kürzlichen Maßnah⸗ men des Innenminiſters Suyetſugu zur Unter⸗ drückung einer ſogenannten Volksfrontbewegung in Japan, die— wie gemeldet— zu zahlreichen Ver⸗ Haftungen geführt hat, erklärte Miniſterialdirektor Tomita im Unterhaus, das Innenminiſterium werde in Zuſammenarbeit mit maßgebenden Stellen jede Wüßhlarbeit der Komintern unterdrücken. Zur Tendenzmeldung des Auslandes, daß Deutſchland und Italien Vereinbarungen des Anti⸗ komintern⸗Paktes, vor allem während des China⸗ Konfliktes, verletzen, nimmt die dem Außenamt nahe⸗ ſtehende„Japan Times“ klar Stellung, indem ſte ſolche Gerüchte als„völlig unſinnig“ erklärt. Deutſchland, Japan und Italien hätten ſich, ſo meint das Blatt, zum gemeinſamen Kampf gegen den Kom⸗ munismus zuſammengeſchloſſen. Das bedeute jedoch noch lange nicht, daß die Vertragspartner im Hinblick auf andere Probleme etwa keine eigene nationale Politik verfolgen dürften. Daß dieſe Politik freilich dem gemeinſamen Ziel der Bekämpfung der Komin⸗ tern nicht zuwiderlaufe, ſei verbürgt. Japan habe zu ſeinem Vertragspartner in dieſer Hinſicht, auch a b⸗ ſolutes Vertrauen. Darüber hinaus, heißt es weiter, gründe ſich der Antikomintern⸗Pakt nicht „auf bloße Zweckmäßigkeit, ſondern auf eine geiſtige Einheit“, die bei den drei Staaten in einem tiefen moraliſchen Prinzip zum Ausdruck komme. Hull dementiert Keine Flotten vereinbarung mit fremden Mächten Waſhington, 9. Februar.(U.). In der heutigen Senatsſitzung verlas Senator Pittman einen Brief von Staatsſekretär Hull, in dem erklärt wird, daß die Flotte der Vereinigten Staaten durch keinerlei Abkommen mit einem ande⸗ ren Lande gebunden ſei. Der Brief ſtellt die Beantwortung einer von Se⸗ nator Johnſon eingebrachten Entſchließung dar, in der Johnſon fragt, ob ein Flottenbündnis mit Eng⸗ land oder ein Abkommen mit einer anderen aus⸗ ländiſchen Macht beſtehe oder ob Vereinbarungen über die Patrouillierung gewiſſer Gewäſſer getroffen ſeien. Alle drei Fragen ſind von Hull in dem Brief mit„Nein“ beantwortet worden. Aeberlebende der„Endymion“ Die Ueberlebenden des im Mittelmeer auf bisher noch werden in Cartageng verhört. gena. Weiter Blanco, der Erſte Offizier Stanley Thomas und Dampfers„Endymion“ ungeklärte Weiſe geſunkenen engliſchen Links der Adjutant der Marinebaſis Carta⸗ der Chefingenieur William Wood. (Preſſephoto, Zander⸗Multiplex⸗K.) Die neue GPA-Senſation: Wo ſtetkt der Cowieldiplomat Budenko? Noch keine Spur von dem Bukareſter Diplomaten— Auf ein Sowjetſchiff verſchleppt?— Eine amtliche Erklärung (Funkmeldung der NM.) +Bukareſt, 9 Febr. Die Preſſe beſchäftigt ſich heute ſpaltenlang und in größter Aufmachung mit dem rätſelhaften Fall Budenko. Wie iſt es möglich, ſo lautet die allgemein geſtellte Frage, daß ein Diplomat verſchwinden kann, ohne daß auch nur die geringſte Spur zurückbleibt und einen Anhalt gibt? Ein gewöhnliches Verbre⸗ chen kann als ausgeſchloſſen gelten. Es bleiben nur zwei Möglichkeiten beſtehen: Die Gpu hat gear⸗ beitet oder Budenko hat ſich ihr durch ſein Verſchwin⸗ den entzogen. Mehrere verdächtige Umſtände müf⸗ ſen hierbei beachtet werden. Warum, ſo fragte man ſich in rumäniſchen Kreiſen, hat die Sowjetgeſandt⸗ ſchaft erſt den ganzen Montag verſtreichen laſſen, ehe ſie Anzeige erſtattete? Selbſt bei einem„Diploma⸗ ten“, deſſen lockerer Lebenswandel und deſſen Vor⸗ liebe für alkoholiſche Ausſchreitungen allgemein be⸗ kannt waren, ſollte ſeine Unauffindbarkeit doch Grund genug zur Beſorgnis ſein. Ein weiterer Um⸗ ſtand iſt die Exterritorialität der ſowjetruſſiſchen Geſandtſchaft, auf die die rumäniſchen Behörden da⸗ her ihre Unterſuchung nicht ausdehnen können. d Die rumäniſche Polizei verfolgt ihrerſeits die Spuren einiger verdächtiger Geſtalten, die vor eini⸗ gen Tagen die ſowjetruſſiſch⸗rumäniſche Grenze „Durch einen weggeworfenen Zigarellenſtummel Großer Theaterbrand in Mailand Mailands Opereltentheater durch die Fahrläſſigkeit eines Veſuchers zerſlör! dnb. Mailand, 9. Februar. Das Teatro Luirieb in Mailand wurde am Mitt⸗ wochvormittag durch einen Brand faſt vollſtändig zer⸗ ſtört. Das Feuer, das ſich wahrſcheinlich ſchon wäh⸗ rend der Nacht im Innern des Gebäudes ausgebrei⸗ tet hatte, wurde erſt in den frühen Morgenſtunden bemerkt, ſo daß es der Feuerwehr nicht mehr gelang, das Theater zu retten. Der Zuſchauerraum wurde durch den Einſturz der großen Dachkuppel vollſtän⸗ dig zerſtört, und auch das Bühnenhaus hat ſchwere Beſchädigungen erlitten. Von dem vorderen Teil des Theaters blieb nur die Faſſade ſtehen. Mau nimmt an, daß der Brand durch einen während der geſtrigen Abendvorſtellung achtlos weggewor⸗ fenen Zigarettenſtummel entſtanden iſt. Bei den Löcharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann Ver⸗ letzungen. Das der Stadtgemeinde Mailand gehörende Thea⸗ ter, in dem hauptſächlich Operetten und Revuen ge⸗ ſpielt wurden, wurde im Jahre 1894 erbaut. Es war eine der größten Bühnen Mailands und faßte 2700 Perſonen. Im Jahre 1932 war es völlig renoviert worden. Franzöſiſches Waſſerflugzeug zerſchellt Paris, 9. Februar. Ein franzöſiſches Waſſerflugzeug der Strecke Mar⸗ ſeilleToulouſe iſt am Mittwochvormittag beim Start in Marignane in der Nähe von Marſeille gegen eine Kaimauer geraſt und zerſchellt. Die Zahl der Todesopfer ſoll ſich auf acht belau⸗ ſen. Einzelheiten zu dem Unglück ſind noch nicht be⸗ kaunt. überſchritten haben und in denen GPli⸗Agenten ver⸗ mutet werden. Unterredungen, welche Budenko mit unbekannten Perſonen gehabt hat, ſpielen gleichfalls eine Rolle. „Cuvantul“ weiſt auf den merkwürdigen Um⸗ ſtaud hin, daß genau wie beim Verſchwinden der ruſſiſchen Generäle Miller und Kutiepoff aus Paris auch jetzt wieder ein Sowjetſchiff im näch⸗ ſten Hafen gelegen hat. Auch in dem Falle Agabe⸗ koff, der vor ſechs Jahren in Bukareſt ſpielte, hat bekanntlich ein Sowjetſchiff in Conſtantza ge⸗ legen. Agabekoff war ein GPl⸗Agent, der die Sowjet⸗ union verlaſſen hatte und in anderen Ländern ſeine Zuflucht ſuchte. Eine ganze Armee von Spitzeln heftete ſich an ſeine Sohlen. Agabekoff wurde nach Bukareſt gelockt und von dort unter dem Vorwand lohnender Geſchäfte nach Conſtantza, Hier wurde er betäubt und auf den Sowjetdampfer„Filomela“ ge⸗ bvacht, der unter Dampf im Hafen lag. Die rumä⸗ niſchen Behörden waren hinter den Plan gekommen und konnten im letzten Augenblick eingreifen, um Agabekoff vom ſicheren Tode zu retten. Sein Todes⸗ urteil wurde u. a. vom GP ⸗Agenten Griſcha zu⸗ gegeben, der mit der„Filomela“ nach Conſtantza ge⸗ kommen war. Zwiſchen der rumäniſchen Polizei und der Schiffs⸗ beſatzung entwickelte ſich damals ein regelrechter Straßenkampf, bevor die„Vollſtrecker“ des Mord⸗ ſpruches der GPu verhaftet werden konnten. Diesmal war es der Dampfer„Katamaja“, der in der vorigen Woche eingetroffen iſt, Koh⸗ len ausgeladen hat und angeblich vor dem Ver⸗ ſchwinden Budenkos abgefahren iſt. Das Blatt ſtellt die Frage:„Iſt er wirklich abgefahren oder hat er nicht erſt Budenko übernommen und iſt dann abgefahren, worauf die ſowjetruſſiſche Ge⸗ ſandtſchaft das Außenminiſterium benachrich⸗ tigte?“ Weiter erſcheine folgendes auffällig: Budenko iſt erſt vor ſieben Wochen nach Bukareſt gekommen. Als der abberuſene Geſandte Oſtrowſki am Freitag vergangener Woche abreiſte, übernahm er die Geſchäfte der Geſandtſchaft. Ein von ſowjet⸗ ruſſiſcher Seite ausgegebener Lebenslauf behauptet, er ſei 1935 in den Auswärtigen Dienſt eingetreten. Vorher habe er die Abteilung für klaſſiſche Literatur im Staatsverlag geleitet. Er habe ſich auch litera⸗ riſch⸗kritiſch betätigt. Das wird von unterrichteter Seite beſtritten. Es wird behauptet, daß Budenko nur der angenommene Name war, 1 daß der Mann ganz anders geheißen haben oll. 6 0 Wie von Perſonen, die mit ihm in Berührung ge⸗ kommen ſind, verſichert wird, iſt Budenko Jude. Zum Fall Budenko ſchreibt„Cuvantul“:„Das eigentümlich bolſchewiſtiſche Verfahren, das ſeit ſo langer Zeit alle Länder Europas ſtört und beleidigt, hatte ſich noch nicht auf Rumänien erſtreckt. Jetzt aber erfährt auch Rumänien die Aufmerkſamkeit des finſteren internationalen Räubertums, mit dem Moskau ſeine unſauberen Angelegenheiten ordnet.“ Lebhaft beſprochen werden die unglaublichen Zu⸗ ſtände in der Sowjetbotſchaft vor allem in Hinſicht auf die Spannungen, die von Moskauer Seite nach Amtsantritt Gogas in das Verhältnis zu Rumänien getragen wurden. Man empfindet allgemein die An⸗ gelegenheit Budenko als eine Provokation, mit der Handhaben geſchaffen werden ſollen, um Rumänien Schwierigkeiten zu machen. Ganz Bukareſt ſpricht außerdem von den ſchon vorher aus aller Welt be⸗ kannt gewordenen ſeltſamen„diplomatiſchen“ Uebun⸗ gen und perſonellen Verfahren des Moskauer Außenkommiſſariats und der GPU. Eine Erklärung der Regierung — Bukareſt, 9. Februar.(U..) Das Auswärtige Amt gab geſtern abend das fol⸗ gende amtliche Kommuniqué über das geheimnis⸗ volle Verſchwinden des ſowjetruſſiſchen Ge⸗ ſchäftsträgers Butenko aus:„Am 7. Je⸗ bruar, um 6 Uhr nachmittags, erſchienen der erſte Sekretär der Sowjetbotſchaft Kukoliew und der Ver⸗ treter der ſowjetruſſiſchen Nachrichtenagentur„Taß“ in Rumänien, Bozrow, beim Auswärtigen Amt und teilten mit, daß der Geſchäftsträger der Geſandtſchaft der Sowjetunſon, Butenko, am Abend des 6. Fe⸗ bruar auf geheimnisvolle Weiſe aus ſeiner Privat⸗ wohnung in der Strada Pictor Mirea verſchwun⸗ den ſei. Der Chauffeur der Geſandtſchaft habe er⸗ klärt, daß er ihn am Abend des 6. Februar bis zu ſeinem Hauſe gebracht und dort abgeſetzt habe. Nach⸗ dem Butenko im Laufe des 7. Februar nicht in der Geſandtſchaft erſchtenen ſei und ſich dort auch nicht gemeldet habe, hätten ſich die Herren Kukoliew und Bozrow nach ſeiner Wohnung begeben, ihn aber dort nicht vorgefunden. Angeſichts der im Zuſammenhang mit dieſem Ver⸗ ſchwinden von den Herren Kukoliew und Bozrow ge⸗ äußerten Bedenken hat das Auswärtige Amt ſofort den Generalſtaatsanwalt von der Angelegenheit in Kenntnis geſetzt, der zuſammen mit den Unter⸗ ſuchungsrichtern, der Bukareſter Polizei und der Staatspolizei Sicuranza eine augenblickliche Unter⸗ ſuchung der Angelegenheit eingeleitet hat. Dieſe Unterſuchung, die während des ganzen 7 und 8. Fe⸗ 2. Seite/ Nummer 66 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend Ausgabe Mittwoch, 9. Februar 1938 bruar durchgeführt wurde, iſt noch im Gange. Ihre Ergebniſſe werden veröffentlicht werden, ſobald ſie eindeutig feſtſtehen.“ Die Kämpfe in China (U..) Nach den Beobachtungen der ausländiſchen Mili⸗ tärſachverſtändigen iſt kein Nachlaſſen des chineſiſchen Widerſtandes nach der Einnahme von Pengpu durch die Japaner zu verſpüren. Die Chineſen leiſteten heftigſten Widerſtand und machten die Einnahme der Stadt für die Japaner ſehr verluſtreich. Den Japa⸗ nern iſt es jetzt gelungen, auf dem Nord fer des Hwai⸗Fluſſes feſten Fuß zu faſſen. Die Schlacht am Hwaifluß iſt ale immer noch in 1 5 Gange. Beide Parteien haben große Verſtärkungen erhalten. Es hat den Anſchein, als ob die Chineſen trotz der Erfolge der Japaner in den letzten Tagen mit aller Energie verſuchen, den Vormarſch der Japaner von Süden her auf Hſutſchau aufzuhalten. — Schanghai, 9. Febr. Im nördlichen Schanſi finden zur Zeit erneut ſchwere Kämpfe ſtatt. Abteilungen der 8. chineſiſchen Armee haben die 120 Kilometer nördlich von Taiyuan liegende Stadt Nuanping umſtellt und ſind mit etwa 20 000 Mann japaniſcher Truppen in leb⸗ hafte Gefechte verwickelt worden. Die Japaner konnten die Chineſen zunächſt zurückdrängen. Eine neue Bezugsquelle dnb. London, 8. Febr. „Daily Herald“ meldet aus Hongkong, nach An⸗ gaben aus Kreiſen der chineſiſchen Zentralregierung ſet jetzt die chineſiſche Ueberlandſtraße nach Franzö⸗ ſiſch⸗Indochina fertiggeſtellt. Auf dieſem Wege ſeten auch ſchon Lieferungen für China durchgeführt wor⸗ den. Mit oem Bau einer Eiſenbahnlinie nach Indo⸗ china habe man jetzt begonnen, und man hoffe, in drei Monaten damit fertig zu ſein. Wiener Befürchtungen Die öſterreichiſchen Schiwettkämpfe in Muran abgeſagt Wien, 9. Februar. Die öſterreichiſche Sport⸗ und Sturmfront ſagte am Dienstagabend die Schiwettkämpfe in Murau, an denen bekanntlich auch reichsdeutſche Wett⸗ Kämpfer teilnehmen wollten, ab. Dem Vernehmen nach befürchten die Behörden ähnliche Zwiſchenfälle, wie ſie ſich am 6. Februar auf der Saßnitz⸗Schanze bei Klagenfurt ereigneten. Die engliſch-italieniſchen Verhandlungen: Erkennt London das Imperium an? Vor einer Geſamtbereinigung der Mittelmeerfragen„Die Achſe bleibt unberührt“ dnb London, 9. Februar. Die Morgenblätter ſprechen im Zuſammenhang mit den am Dienstag erfolgten Unterredungen, die Lord Plymouth zur Vorbereitung der nächſten Sit⸗ zung des Nichteinmiſchungsausſchuſſes geführt hat, neuerlich von einer ſich anbahnenden engliſch⸗italie⸗ niſchen Fühlungnahme. Der diplomatiſche Korreſpondenz der„Times“ bezeichnet die ſpaniſche Frage als eine Art Prüf⸗ ſtein für die engliſch⸗italieniſchen Beziehungen. Wenn man in der ſpaniſchen Frage zu einer Ueber⸗ einkunft gelange und dieſe dann ohne Verzögerung in die Tat umgeſetzt werde, würden ſich automatiſch auch die Ausſichten für Beſprechungen über eine all⸗ gemeine Verſtändigung beſſern. Der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Te⸗ leg vaph“ berichtet, daß Graf Grandi am Dienstag⸗ abend mit dem ſtändigen Unterſtaatsſekretär Cado⸗ gan eine Unterredung gehabt habe. Seitdem Italien ſeine Bereitſchaft zur Verſtärkung der Patrouillen⸗ tätigkeit im Mittelmeer erklärt habe, ſcheine eine wirkſamere Zuſammenarbeit auch in den anderen Fragen des ſpaniſchen Konfliktes ausſichtsreicher zu ſein. Der diplomatiſche Korreſpondenz der„Daily Mail“ glaubt ſogar, mitteilen zu können, daß die britiſche Regierung bereit ſein würde, im Rahmen eines allgemeinen Abkommens über die verſchiedenen wichtigen Mittelmeerfragen auch die Anerkennung des italieniſchen Imperiums zuzugeſtehen. Die römiſche Stellungnahme anb Rom, 9. Februar. Die Ausführungen der Londoner Blätter über die engliſch⸗italieniſchen Beziehungen werden von der italieniſchen Preſſe ohne öden aus den engliſchen Veröffentlichungen ſprechenden Optimismus ver⸗ zeichnet. Die römiſchen Morgenblätter beſchränken ſich in ihren Londoner Berichten jedenfalls darauf, die Be⸗ deutung feſtzuſtellen, die die engliſche Preſſe den ver⸗ ſchiedenen Beſprechungen des italieniſchen Botſchaf⸗ ters Grandi beilegt. So ſchreibt der Londoner Ver⸗ treter des„Popolo di Roma“, der geſtrige Tag ſei zwar in London durch eine zweifellos vege diploma⸗ tiſche Tätigkeit ausgezeichnet geweſen, doch habe an⸗ dererſeits die Preſſe daraus in politiſcher Hinſicht reichlich viel Kapital ſchlagen wollen. Unter der Die Kämpfe im Alfambra-Tal: Der Todeskampf der acht Bataillone Ole Verluſte der Volſchewiſten Verbindung Teruels mit dem Norden zerriſſen Franzöſiſch⸗ſpaniſche Grenze, 9. Februar.(U..) Die nationalen Truppen ſetzen ihren Vormarſch in Richtung Teruel längs des Alfambra⸗Fluſſes ſtetig fort, trotzdem die Milizen immer neue Ver⸗ ſtärkungen an dieſe gefährdete Front e und teilweiſe ſehr heftigen Widerſtand leiſten. Die geſtri⸗ gen Kämpfe brachten drei wichtige Fortſchritte der Franco⸗Truppen. Der erſte iſt die Eroberung der Bergſtellungen von Zancado, etwa 45 Km. nördlich Teruels, die das Flußtal in der Richtung auf die Stadt beherrſchen. Große ſtrategiſche Bedeutung kommt auch der Einnahme von Peralésjos zu, die nach längeren Kämpfen im Laufe des Nach⸗ mittags erfolgte. Weiter oberhalb, bei Villalba Bajo, gelang es den Franco⸗Truppen, zum erſtenmal ſtär⸗ kere Truppeneinheiten auf die öſtliche, bisher vom Gegner gehaltene Seite des Alfambra⸗Tales zu wer⸗ Kunſtbrief aus Karlsruhe Karlsruhe, im Februar. Im Badiſchen Kunſtverein ſtellen gegenwärtig die beiden Malerinnen vereine Badens und Württembergs Oelgemälde, Aquarelle, graphi⸗ ſche Arbeiten und Plaſtiken aus, die einen inter⸗ eſſanten Einblick in das weibliche Kunſtſchaffen unſe⸗ rer Zeit gewähren. Die angeborene Beobachtungs⸗ gabe der Frau kommt namentlich dem naturnahen Bild zuſtatten, dem gutgetroffenen Biloͤnis ſowohl als der Landſchaft und dem Stilleben, während Werke weitſchweifender Phantaſie wohl immer dem männlichen Künſtler überlaſſen werden müſſen. Wer die Schau mit dieſer Einſtellung durchwandert, wird ſeine ungeteilte Freude haben an den in ſolideſter Technik gemalten, ſehr ausdrucksvollen Bildniſſen einer Lotte Gebhard(Oel und Zeichnung), G. Leon⸗ Hard, die das Scheue des jungen Schwarzwaldmädels worzüglich trifft, an den Werken der treuen Schü⸗ lerin Hagemanns H. Büdingen, an Jordan⸗Uhrig, Volbort, Huber, Joos, Lautenſchläger, Dethleffs⸗ Edelmann und anderen. Ebenſo erfreuliche Erſchei⸗ nungen ſind auf dem Gebiet der Landſchaft M. Kropp(Weg im Winter), Hahn, Hübſch, Malburg⸗ Dill(die Gattin des kürzlich 90 Jahre alt geworde⸗ nen Karlsruher Profeſſors), Senfter, Horn⸗Zippe⸗ lius uſw. Für Graphik ſeien Wagner, Rühle, Beckſtröm, Gebhard, Dethleffs hervorgehoben, als Plaſtikerinnen Rendler⸗Schneider und Kaſten. 20 Oelgemälde aus Alt⸗Pforzheim und vom Rain ſtellt Karl Stretz aus Pforzheim aus, die inen großen Fortſchritt dieſes begabten, noch zu den ren gehörenden Malers bedeuten. Im klaren 0 ud in der Friſche der Farbe erinnert er te Trübnerſchule. Hans Drechſler aus Lahr ausge Bildniſſe(Paula, Urſula, in SA⸗Uniform) und Land⸗ ich die kleineren recht bröheimer Bildhauer in aften, von denen nam immungsvoll ſcheinen. De⸗ lebkel als einziger fen. Da ſie von hier aus die ganzen umliegenden Hügelketten beherrſchen können, wird die Verbin⸗ dung zwiſchen den öſtlich Teruels ſtehenden Miliz⸗ Abteilungen mit der Hauptarmee im Norden völlig unterbrochen. Wie von Saragoſſa erklärt wird, ſollen die Ver⸗ luſte der Barcelona⸗Milizen ſeit dem Beginn der nationalen Offenſive etwa 50000 Mann an Toten und Verwundeten betragen. Acht feindliche Batail⸗ lone ſind bei den Kämpfen um die Bergſtellungen in der Sierra Palomera bis zum letzten Mann aufge⸗ rieben boͤer gefangengenommen worden. Die Bol⸗ ſchewiſten hatten vergeblich verſucht, durch Einſatz von 60 Flugzeugen den acht Bataillonen einen Ausweg zu bahnen. Dieſer Verſuch wurde durch die Wach⸗ ſamkeit der nationalen Jagdſtaffeln vereitelt, die zwölf der feindlichen Maſchinen kampfunfähig mach⸗ ten und die übrigen zum Rückzug zwangen. Pforzheimer an der Ausſtellung im Hauſe der Deut⸗ ſchen Kunſt beteiligt war, zeigt uns fünf ſeiner be⸗ ſten Bildnisplaſtiken aus neuerer Zeit, unter denen zwei weibliche und ein Kind ganz beſonders an⸗ ſprechen. Ausdruck, Haltung und plaſtiſche Durch⸗ führung weiſen auf eine Begabung hin, die ſich ge⸗ wiß durchſetzen wird. Den für alle Kunſtfreunde anziehendſten Teil der Ausſtellung nehmen Radierungen, Bleiſtiftzeich⸗ nungen und kleine Temperabilder von Prof. Georg Broel aus München ein, der heute zu den anerkann⸗ teſten deutſchen Landſchaftern gerechnet werden darf. Seine Zyklen„Rheinſymphonie“ und„Waldſympho⸗ nie“, zu denen die erſten Ideen, wie er ſelbſt in einem Vortrag erklärt hat, bis in den Schützengra⸗ ben zurückreichen, ler war Offizier in Hitlers Re⸗ 6 Hochflut von Nachrichten und Informationen, die die Londoner Blätter in dieſem Zuſammenhang ver⸗ öffentlichten, ſeien nur wenige ſtichhaltig „Meſſaggero“ ſchreibt in einem Londoner Bericht, in dortigen diplomatiſchen Kreiſen ſei der Eindruck vor⸗ handen, daß die optimiſtiſchen Aeußerungen über die Zukunft der engliſch⸗italieniſchen Beziehungen wirk⸗ lich zu einer tatſächlichen Beſſerung der Atmoſphäre beitragen könnten, die zweifellos von beiden Seiten gewünſcht werde. Die Haltung der franzöſiſchen Preſſe wird von dem Pariſer Vertreter des„Popolo di Roma“ dahin zuſammengefaßt, daß, abgeſehen von den unvermeid⸗ lichen Uebertreibungen und der entſprechenden Alar⸗ mierung grundſätzlich öͤie Ueberzeugung beſtehe, der 4. Februar ſei ein Tag erſten Ranges für die Kon⸗ ſolibierung der Achſe Berlin— Rom. Dieſer in gut unterrichteten Kreiſen allgemein herrſchenden Ueber⸗ zeugung verſuche die offiziöſe Pariſer Preſſe mit einer Reihe von Schwindelnachrichten und Manövern entgegenzutreten, um zwiſchen Berlin und Rom einen Keil zu treiben, indem Rom der Wunſch angedichtet werde, die Achſe zu verlaſſen und zur Streſa⸗Front zurückkehren zu wollen. Der tatſächliche Zweck dieſer franzöſiſchen Preſſe⸗ kampagne müſſe wahrſcheinlich in dem Wunſch ge⸗ ſehen werden, die zwiſchen London und Rom beſte⸗ henden Mißverſtändniſſe aufrecht zu erhalten und noch zu ſteigern. Nicht mehr daran zu zweifeln 18 Seeleute fanden den Seemannstod Der Untergang des Richard Borchardt (Funkmeldung der NM.) + Hamburg, 9. Februar. Nachoͤem alle Verſuche, Einzelheiten über das Schickſal des Dampfers„Richard Borchardt“ zu er⸗ halten, fehlgeſchlagen ſind, wendet ſich das Amt See⸗ fahrt der Auslandsorganiſation der NS DA p mit folgendem Nachruf an die Oeffentlichkeit: „Wie uns die Reederei Richard Borchardt mit⸗ teilt, iſt in ſchwerem Wetter der vergangenen Woche der Dampfer„Richard Borchardt“, der mit einer Ladung Kohlen von Norödham nach Paſajes gehen ſollte, geſunken. Mit dem Schiff fand die aus 18 Mann beſtehende Beſatzung den Seemannstod. Der Abſchnitt„Elbe“ des Amtes Seefahrt der Auslandsorganiſation der NSDAP betrauert den Verluſt der Parteigenoſſen Paul Schwart, 1. Offizier und Polttiſcher Leiter, Karl Kaminſki, Matroſe. In treuer Pflichterfüllung verloren ſie mit ihren 16 Arbeitskameraden ihr Leben. Wieder einmal haben Naturgewalten das Leben einer ganzen Schiffs⸗ beſatzung vernichtet. Erſchüttert von der tiefen Tra⸗ —Trauerbeflaggung der deulſchen Schiffe Sterbens ſetzen wir die Gedanken und unſer ſchwergeprüften Hinter⸗ Leben geriſſenen Kame⸗ gik dieſes heldenhaften Flaggen Halbſtock. Unſere tiefes Mitgefühl gilt den bliebenen der ſo jäh aus dem raden. Die vom Führer geſchaffene Stiftung für Opfer der Arbeit auf See hat ſich ſofort der Hinterbliebenen unſerer Partei⸗ und Volksgenoſſen angenommen und wird dafür ſorgen, daß wirtſchaftliche Not von ihnen ferngehalten wird.“ Der Führer der deutſchen Seeſchiffahrt, Staats⸗ rat Eßberger, hat nachſtehendes Telegramm an alle . Seeſchiffe gerichtet: „Nachdem nunmehr der Untergang des Dampfers „Richard Borchardt“ zur traurigen Gewißheit gewor⸗ den iſt, flaggen alle deutſchen Schiffe in trauerndem Geoͤenken für die ums Leben gekommenen Seeleute am Donnerstag, dem 10. Februar, Halbmaſt.“ Dementſprechend iſt auch für alle Dienſtgebäuds im Hamburger Hafen, ſowie für die ſtaatlichen Ha⸗ ſenfahrzeuge für Donnerstag, den 10. Februar, Trauerbeflaggung angeoroͤnet worden. Jranzöſiſche Militär- Schiläufer Am Mont Revard in den fronzöſiſchen Alpen werden die Hiesſährigen Militär Eine Patrouille froanzöſiſcher Alpenjäger beim L ausgetragen. Militär⸗Schi⸗Meiſterſchaften. giment Liſt) erklingen in Muſik wie Radierungen Klingers. Broel ſelbſt nennt ſich einen Expreſſio⸗ niſten, inſofern er ganz beſtimmten Geſetzen und einem durchdachten Wollen folgt, und einen Impreſ⸗ ſtoniſten, weil er das Naturbild manchmal ganz in Licht auflöſt; er iſt aber reiner Romantiker wie Eichendorff und Stifter in der Dichtung. Seine fa⸗ belhafte Technik der Zeichnung erſcheint am klarſten in den Handzeichnungen aus dem Voralpengebiet, die mit Rich Müller verglichen werden können; in der farbigen Stimmung der Temparabilder wer⸗ den wir an Künſtler wie Steppes erinnert. Das Wort Eichendorffs:„Schläft ein Lied in allen Din⸗ gen,“ das er gern zitiert, iſt für ſeine Kunſtauffaſ⸗ ſung beſonders bezeichnend. 8 Der. Kiefer. Slaw e ſche Kammermuſik Erſter Abend des Kergl⸗Quartetts Das Amt Kulturgemeinde unſerer RSG„Kraft durch Freude“ hat für den auf Februar und März ſich erſtreckenden Kammermuſik⸗Zyklus das heimiſche mit Recht vielgerühmte Kergl⸗Quartett ver⸗ pflichtet. In der Programm⸗Geſtaltung fügten ſie ſich ſinnvoll in die große Linie des gegenwärtigen, von Elmendorff beſtimmten Mannheimer Muſik⸗ lebens ein, das gerade flawiſcher und insbeſondere böhmiſcher Muſik ſich ſehr liebevoll und großzügig annimmt. Max Kergl, Karl Korn, Willi Kuß⸗ maul und Karl Müller, der hervorragende Cel⸗ liſt, begannen geſtern ihren erſten Abend in der „Harmonie“ mit dem Quartett Nr. 2 D⸗Dur von Borodin. Der Komponiſt wurde 1833 als natür⸗ licher Sohn des Fürſten Gedianow in Petersburg geboren und ſtarb ebenda 1887. Urſprünglich war er Militärarzt und dann Prrofeſſor der Petersburger mediko⸗chirurgiſchen Akademie. Nebenher war er eifriger Muſiker, der viel reiſte, auch durch Deutſch⸗ land, und mit Liszt befreundet war. Als Haupt⸗ vertreter der jungruſſiſchen Schule wußte er natio⸗ „Aus meinem Leben“, eee nalen Muſikgedanken allgemeinfeſſelnde Geſtalt zu verleihen. In ſeinem D⸗Dur⸗Quartett entzückt be⸗ ſonders das Thema des Scherzos und des Nottur⸗ nos, das recht audrucksvoll und innig wiederge⸗ geben wurde. Im Finale wechſelt Andante unab⸗ läſſig und reizvoll mit Vivace. Recht wirkſam weiß Borodin den Klangzauber der Pizzicato⸗Technik aus⸗ zuwerten, namentlich am Schluß jeden Satzes. Friedrich Smetanas Streichquartett e⸗Moll das deutſch auch arrangiert für Pianoforte zu 4 Händen vorliegt(Edition Pe⸗ ters), ſchildert nach eigenen Aeußerungen des Ton⸗ dichters zuerſt die jugendliche Liebe zur Kunſt und die Vorahnung nahenden Unheils, dann, im Allegro moderato a la Polka, die Tanzleidenſchaft des jun⸗ gen Mannes und Komponiſten, im Largo die Selig⸗ keit junger Liebe zur ſpäteren Lebensgefährtin und ſchließlich das Unglück, als Muſikus taub zu werden, erſchütternd dargeſtellt mit einem langgedehnten 4⸗ geſtrichenen e nach einem freudig bewegten Einlei⸗ tungsſatz. Anton Dyorak ſchloß den gehalt⸗ und umfang⸗ reichen Abend mit ſeinem Streichquintett G⸗Dur [Werk 77) für 2 Violinen, Viola, Cello und Kontra⸗ baß, den Max Flechſig vom Nationaltheaterorche⸗ begeiſterten e Schi⸗Meiſterſchaften Langſtreckenlauf während der franzöſiſchen (Weltbild, Zander⸗M.) ſters kunſtvoll beöiente. Beſonders zart und innig verklang hier der dritte Satz. Dr. Fritz Haubold Aus dem Nationaltheater. Heute Mittwoch wird Lope de Vegas Trauerſpiel„Richter— nicht Rächer“ in der Uebertragung und Bearbei⸗ tung von Hans Schlegel geſpielt. Inszenierung: Helmuth Ebbs. Beginn: 19.30 Uhr.— Morgen Don⸗ nerstag in Anweſenheit des Autors„Der Rei⸗ ter“, Schauſpiel von Heinrich Zerkaule n.— In Roſſinis komiſcher Oper„Der Barbier von Sevilla“, die am Freitag, neu einſtudiert, im Nationaltheater erſcheint, ſind beſchäftigt: In den Hauptrollen die Damen Gelly und Landerich und die Herren Lienhard, Koblitz, Scherer, Heinrich Hölzlin und Peter Schäfer. mendorff. Regie: Friedrich Brandenburg.— Das Schauſpiel bereitet unter der Leitung von Rudolf Hammacher die Erſtaufführung von Charlotte Riß⸗ manns Luſtſpiel„Verſprich mir nichts“ vor. Das bayeriſche Staatsoperuballett in Baden⸗ Baden. Die Tanzgruppe der Münchener Staats⸗ bper wurde aufgefordert, unter Sonia Korty, Ballettmeiſterin der Kgl. flämiſchen Oper in Ant⸗ werpen, auf dem internationalen Muſikfeſt in Baden⸗Baden im April d. J. mit der Wieder⸗ gabe von zwei modernen Werken in Erſcheinung zu treten. Zur Aufführung gelangen: 9 von Igor Strawinſky und„Jeu ſentimentale“ Jean Francaix. Die choreographiſche Leitung 75 beiden Werke hat Sonia Korty, welche gleichzeitig die Partie der„Perſephone“ verkörpert; die übrigen Partien werden von den Solisten des bayeriſchen Staatsoperuballetts dargeſtellt. Die Inſzenierung der„Perſephone“ hat Max Heinrich Fiſcher vom Bayeriſchen Staatstheater. Knappertsbuſch dirigierte in Athen. Vor wie⸗ derum ausverkauftem Saal gab Generalmuſikdirek⸗ tor Knappertsbuſch ſein zweites Konzert in Athen. Er dirigierte Werke von Wagner, Schu⸗ mann und Beethovens„Eroica“. Dem Konzert wohnten auch Prinz und Prinzeſſin Georg bei. Die Zuhörer ſpendeten, wie ſchon beim erſten Konze Muſikaliſche Leitung: Karl El⸗ 8 thin eid⸗ lar⸗ der on⸗ gut her⸗ ner ern tom uſch azur eſſe⸗ ge⸗ ſt e⸗ und ffe die nſer ter⸗ me⸗ pfer nen men von ats⸗ alle fers DDr dem ute unde Ha⸗ tar, — 1 Mittwoch, 9. Februar 1938 Neue Maunheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 66 Maunheim, 9. Februar. Angeeignete Fütterung Manche machen ſich ein Vergnügen daraus, auf dem Marktplatz die Tauben zu füttern, ein Ver⸗ gnügen, das man vielleicht weniger ſich ſelbſt als den Kindern bereitet. Will man aber ſchon mal füttern, dann ſollte man das in der geeigneten Weiſe und mit jenen Mitteln tun, die zuläſſig und von den Verhältniſſen bedingt ſind. Beiden Vorausſetzungen aber hat das Futter nicht entſprochen, das man in den letzten Tagen wieder⸗ holt auf dem Marktplatz ausgeſtreut finden konnte. Es waren das nämlich die Schalen von gekochten Kartoffeln. Da zu befürchten iſt, daß dieſes gewiß nicht nachahmenswerte Beiſpiel doch Nachahmung findet und bald noch andere Abfallſtoffe hier nieder⸗ gelegt werden, vor deren Anblick man bewahrt ſein möchte, ſo mag mit geziemender Rückſicht auf die Ge⸗ fühle der Tierliebhaber doch geſagt werden, daß ſolche Abfallſtoffe doch nicht auf einen Platz wie unſern Marktplatz gehören. Einmal, weil der Anblick nicht ſchön iſt, dann aber auch, weil eine gewiſſe Gefahr dabei beſteht, da man beim zu⸗ fälligen Drauftreten auf dieſe Schalen leicht aus⸗ rutſchen und zu Schaden kommen kann. 5 Es wird niemand wünſchen, daß es ſchließlich auf dem Marktplatz ebenſo unappetitlich ausſieht, wie es vielfach auf den Futterbrettern der Friedrichs⸗ brücke ausſah, als man hier noch reichlich Abfallſtoffe niederlegte. Das hat ſich ja weſentlich geändert, da ſich die Möwen ja nicht mehr der weitgehenden Sympathie der Mannheimer zu erfreuen haben, wie dies früher der Fall geweſen iſt. Die guten Zeiten ſind für ſie vorüber, was ſich auch in ihrem Gehaben ausdrückt. Sie ſind viel zudringlicher geworden, als ſie einſt waren. Sie ſind rechte Bettler geworden. Jetzt ſind ſie auch viel mehr auf dem Waſſer als früher und ſegeln dahin wie ſtolze Fregatten, was von der Brücke aus ein hübſches Bild gibt. Zuweilen ſieht man ſie auch am Ufer ſitzen, und zwar recht nachdenklich. Vielleicht ſtellen ſie die Be⸗ trachtungen darüber an, wie es mit menſchlicher Gunnſt beſtellt iſt. Jetzt ärgert man ſich auch ſchon an ihrem Geſchrei, wenigſtens taten das die zwei, die ſich geſtern auf der Brücke dahin entſchieden, daß die Möwen beſeitigt werden müßten. Ja, ja, ſo iſt das Leben! 15 Wieder ein Kind auf der Straße verletzt Polizeibericht vom 9. Februar Drei Verkehrsunfälle. Geſtern ereigneten ſich hier drei Verkehrsunfälle. Hierbei wurde ein Kind leicht verletzt. Außerdem wurde eine Straßenlaterne beſchädigt. 0 Verkehrsüberwachung. Wegen verſchiedener Ueber⸗ tretungen der Straßenverkehrsordnung wurden 32 Perſonen gebührenpflichtig verwarnt und an 26 Kraftfahrzeughalter wurden rote Vor⸗ fahrtsſcheine ausgehändigt, weil ihre Fahrzeuge tech⸗ niſche Mängel aufwieſen. ai Das Feſt der goldenen Hochzeit feiern in Feudenheim in voller geiſtiger und körperlicher Friſche der Rentner Jakob Ueberrh ein und ſeine Frau Helene geb. Schäfer, Kronenſtraße 20. 7 Der Jubilar iſt 74, die Jubilarin 75 Jahre alt. Zwei Kinder, drei Enkel und drei Urenkel freuen ſich mit dem Jubelpaar des ſeltenen Feſtes. * In der Hauptverſammlung der Bundesgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen des Bundes heimattreuer Schleſter ſtellte Bundesgruppenleiter Bauch feſt, daß die Ortsgruppe infolge vieler Neuanmeldungen im Aufſtieg begriffen iſt. Kaſſenwart Sand wurde für die muſtergültige Führung der Kaſſe der Dank ausgeſprochen und Entlaſtung erteilt. Bundesgrup⸗ penleiter Bauch gab noch bekannt, daß die Landsleute im Monat Juli Gelegenheit haben, ſich an der Tur⸗ nerfahrt nach Breslau zu beteiligen. Anmel⸗ dungen hierzu werden in der nächſten Monatsver⸗ ſammlung am 5. März im Vereinslokal„Wartburg⸗ hoſpiz“, F 4,—9, entgegengenommen. Der nationalſozialiſtiſche Muſterbetrieb Ein Vortrag von Prof. Dr. Thoms im Amt für Verufserziehung und Betriebsführung der DA Im Kampf um die beſte Lebensoroͤnung hat das deutſche Volk eine völkiſch⸗biologiſch beſtimmte Ge⸗ ſtalt angenommen, in der keine unterjochende Her⸗ renklaſſe maßgebend iſt, ſondern das völkiſche Be⸗ wußtſein. Seine Betriebe ſind die Arbeitsſtätten eines freien, ſtolzen und ehrſamen Volkes. Im Gegen⸗ ſatz hierzu iſt es nun„wiſſenſchaftlich erwieſene Tat⸗ ſache, daß durch das Eindringen des Judentums nicht nur artfremdes Blut, ſondern auch artfremdes Den⸗ ken in die Betriebe Eingang gewann, und zwar durch den Kapitalismus“. Dieſer ſieht im Betrieb „keine Aufgabengemeinſchaft, ſondern eine Kapital⸗ inveſtition.“ Die Entwicklung zur„internationalen Kapitalnutzung baſierend auf dem individualiſtiſchen Vertragsſyſtem ohne raſſiſchen Untergrund“ führte zur Arbeitsloſigkeit und Zerſtörung der Weltwirt⸗ ſchaft. Der Nationalſozialismus will die Arbeitsge⸗ meinſchaft des Betriebes wieder einordnen in den völkiſchen Lebenszuſammenhang. Die Vorausſetzung dafür iſt die Wiederaufnahme der Arbeit, die Vor⸗ ausſetzung hierfür wiederum die Uebernahme der Macht. Das nationalſozialiſtiſche Wirtſchaftsprinzip heißt nicht Rentabilität, ſondern Recht auf Arbeit, denn„der deutſche Menſch ſieht das Recht auf Leben nur verwirklicht, wenn er das Recht auf Arbeit hat.“ Dieſer Grundſatz iſt eine„politiſche Tatſache, die mit der Idee des Nationalſozialismus unauflöslich ver⸗ bunden iſt. Die neue Wirtſchaftsordnung ruht hier⸗ mit auf einer artgemäßen Sippen⸗Rechts⸗ und Ar⸗ beitsordnung. Eine induſtrielle Reſervearmee darf und wird es nicht mehr geben. Denn der National⸗ ſozialismus kann nicht zulaſſen, daß es Arbeitsloſe gibt,„weil das Abſprechen des Rechtes auf Arbeit auch nur einem Volksgenoſſen gegenüber die größte Unſtttlichkeit iſt, die es im Nationalſozialismus über⸗ haupt geben kann“. Der Aberglaube, als ſei die Arbeit abhängig vom Kapital, iſt beſeitigt. Die Konjunktur verſchwindet, wohl nicht die Spannungen zwiſchen Angebot und Nachfrage, die es immer geben werde, aber dafür die Spekulation und die auf künſtlichen, jüdiſchen Manipulationen beruhende Konjunktur Es gibt auch keine Verachtung der Arbeit mehr, und am wenig⸗ ſten brachliegende Arbeitskraft, das wertvollſte Ak⸗ tivum überhaupt, wichtiger als Geld und Material, deſſen Wert man einmal auf 100 Milliarden Mark be⸗ rechnete. In der geſicherten, vollbeſchäftigten, lei⸗ ſtungsfähigen Wirtſchaft iſt der Betrieb eingeordnet in die Lebensordnung des deutſchen Volkes. Mu⸗ ſterbetrieb kann nur derjenige ſein, der nicht im Widerſpruch ſteht zu Art, Raum und Geſchichte des Volkes. Ver⸗ wirklicht wird dies allerdings nicht durch ein Rezept, ſondern durch den perſönlichen Einſatz des freien deutſchen Unternehmers. Hier iſt ein Feld der fruchtbaren Spannung gegeben; denn „die Perſönlichkeit kann ſich ja nur entfalten, wenn ſie Aufgaben der Gemeinſchaft löſt.“ Zwei Grund⸗ ſätze ſind allerdings hierbei zu beachten: der Be⸗ trieb iſt eine Einheit und der Betrieb iſt eine Gemeinſchaft. Durch ihre Verwirklichung und die Erhaltung der Arbeitsehre kommen wir zur völ⸗ kiſch⸗raſſiſchen Betriebsgemeinſchaſt. Dr II. Erhöhung der Kleinrentnerbezüge Wahrſcheinlich ab 1. April zufätzliche Sonderzuwendungen Die Reichsregierung hat nicht nur durch ihre letzte Kleinrentnerverordnung den zum Bezug der Klein⸗ rentnerhilfe berechtigten Perſonenkreis erweitert, ſondern gleichzeitig angekündigt, daß darüber hinaus die Lage der Kleinrentner durch eine Ergänzung der Fürſorgeleiſtungen fühlbar verbeſſert werden ſoll, und zwar dadurch, daß die Mittel, mit deuen ſich das Reich ſeit Jahren an der Kleiunrent⸗ nerfürſorge und Kleiurentnerhilſe beteiligt, künftig nur noch zur Gewährung laufender Zuſchüſſe an die Kleinrentner verwendet werden dürfen. Damit tritt eine nicht unweſentliche Erhöhung der Bezüge der Kleinreutner ein. Im Reichsarbeitsblatt macht Oberregierungsrat Dr. Zimmerle nähere Ausführungen über dieſe Maßnahme. Die Gewährung der Reichs zuſchüſſe, die 1927 eingeführt wurde, hat ſich zu einer Dauermaß⸗ nahme entwickelt. Seit 1932 beläuft ſich der jährliche Reichsbeitrag auf 28 Millionen Mark. In den Kri⸗ ſenjahren, in denen die Wohlfahrtslaſten der Ge⸗ meinden immer drückender wurden. waren die Be⸗ zirksfürſorgeverbände in immer größerem Umfange dazu übergegangen, die Reichsmittel zur Entlaſtung ihres Fürſorgehaushalts, d. h. lediglich zur Beſtrei⸗ tung ihrer fürſorgeriſchen Leiſtungen, zu verwen⸗ den. An der urſprünglichen Zweckbeſtimmung der Mittel, die in einer Verbeſſerung der einzelnen Für⸗ ſorgeleiſtungen durch Gewährung von Sonderbeihil⸗ fen lag, hielten die Fürſorgeverbände nur noch ver⸗ einzelt feſt, namentlich in Süddeutſchland und in Heſſen. Mit Rückſicht auf die Finanzlage der Ge⸗ meinden war es nicht möglich, dieſe Zweckbeſtim⸗ mung der Reichsmittel in der erſten Zeit nach der Machtübernahme wieder herzuſtellen. Nachdem aber inzwiſchen eine grundlegende Beſſerung der Ge⸗ meindefinanzen erreicht werden konnte und die Für⸗ ſorgelaſten erheblich zurückgegangen ſind, kann der gegenwärtige Zuſtand, wonach die Art der Verwen⸗ dung der Reichsmittel im Ermeſſen des einzelnen Fürſorgeverbandes liegt, nicht mehr länger aufrecht erhalten werden. Das Reich muß vielmehr ver⸗ langen, daß ſeine Mittel wieder ihrer urſprünglichen Zweckbeſtimmung zugeführt werden und den Klein rentnern unmittelbar zugute kommen. Werden die vom Reich zur Verfügung geſtellten Mittel künftig wieder als zuſätzliche Sonderzuwendungen an die eee Mann mit d f * grünen Binde kommt Was muß jeder über die Neuorganiſation der Altmaterialſammlung wiſſen? 1. Das geſamte in den Häuſern anfallende Alt⸗ material wird von dem regulären Altmaterialhan⸗ del regelmäßig geſammelt und ſo der Wirtſchaft wieder zugeführt. 2 Die dafür vorgeſehenen Sammler ſind von uns nach Prüfung ihrer Zuverläſſigkeit und Eignung zugelaſſen und beſitzen den vorgeſchriebenen Wan⸗ dergewerbeſchein. 3. Die Stadt iſt in Bezirke eingeteilt, die im allgemeinen den Ortsgruppengebieten der Partei entſprechen. Für jeden Bezirk iſt ein Samm⸗ ler eingeſtellt, der einen Ausweis der Fachgruppe Alt⸗ und Abfallſtoffe beſitzt, aus dem die Abgrenzung ſeines Bezirkes hervorgeht. 5 i 4. Die zugelaſſenen Sammler beſitzen einegr ü n e abgeſtempelte Armbinde, die ſie ſtets zu tragen haben. 5. Außer dieſen zugelaſſenen Sammlern hat ni e⸗ mand das Recht, Altmaterial in den Häuſern in Empfang zu nehmen. 6 In fämtlichen Häuſern Mannheims werden durch die Hausleiter der Partei im Benehmen mit dem Hausbeſitzer Sammelbehälter in einem verſchließbaren Raum aufgeſtellt. Die Hausleiter unterrichten die einzelnen Fa⸗ milien hiervon und ſorgen dafür, daß das Altmate⸗ er rial ſo wie es anfällt in dieſe Sammelbehälter ge⸗ bracht wird. 7. Die Hausbewohner werden gebeten, das Mate⸗ rial koſtenlos zur Verfügung zu ſtellen. Der Sammler bezahlt es zu den feſtgeſetzten Preiſen an den Hausleiter, der darüber Buch führt und von Zeit zu Zeit im Benehmen mit dem Hausbeſitzer und dem Luftſchutzhauswart die angefallenen Be⸗ träge für die allmähliche Ausgeſtaltung der Luftſchutzräume mit den notwendigen Geräten und Einrichtungsgegenſtänden verwendet f 8. Wer nicht in der Lage iſt, auch auf die nur gerin⸗ gen Beträge für das Altmaterial zu verzichten, kann natürlich deſſen Bezahlung verlangen. Es. wird je⸗ doch der Erwartung Ausdruck gegeben, daß dieſes Verlangen auf Ausnahmefälle beſchränkt wird, da ja jeder Hausbewohner ein beſonderes Intereſſe an der allmählichen Ausgeſtaltung des Luftſchutzraumes hat und gerne im Intereſſe des Schutzes der Haus⸗ gemeinſchaft dieſes kleine Opfer bringen dürfte. Die geſamte Bevölkerung Mannheims wird ge⸗ beten, dieſe Neuordnung zu beachten und damit zur Erfüllung einer wichtigen Aufgabe innerhalb des Vierjahresplanes zum Wohle der Geſamtheit unſeres Volkes beizutragen. 5 ö Der Kreispropagandaleiter gez. Fiſcher Kleinrentner verteilt, ſo kann auf dieſem Wege der Notlage der Kleinrentner, deren Lebensunterhalt durch die Leiſtungen der öffentlichen Fürſorge er⸗ fahrungsgemäß nicht ausreichend geſichert iſt, wirk⸗ ſam begegnet werden. Der Referent kündigt an, daß eine entſprechende Regelung vorausſichtlich bereits mit Beginn des neuen Rechnungsjah⸗ res in Kraft treten wird. Aufnahme in die Handelslehranſlalten Auf Grund der Kürzung der Schulzeit der bisher neunſtufigen Höheren Lehranſtalten auf acht Jahre und der damit verbundenen lehrplanmäßigen Glie⸗ derung in eine fünfjährige Unter⸗ und Mittelſtufe und eine dreijährige Oberſtufe wird in einer Be⸗ kanntmachung des Unterrichtsminiſteriums für die Handels ſchulen und Höheren Han dels⸗ lehranſtalten folgendes beſtimmt: 1. In die Höhere Handelsſchule mit ein jährigem Lehrgang ſind Schüler aufzunehmen, die das Ver⸗ ſetzungszeugnis in die 6. Klaſſe einer Höheren Schule beſitzen. 2. In die Höhere Handelsſchule mit zwei jähri⸗ gem Lehrgang ſind begabte Schüler und Schülerin⸗ nen mit abgeſchloſſener Volksſchulbildung oder gleich⸗ wertiger Bildung auf Grund einer Aufnahmeprü⸗ fung aufzunehmen. Als„gleichwertige Bildung“ iſt der Beſitz des Zeugniſſes über den erfolgreichen Beſuch der 4. Klaſſe (Untertertia) einer Höheren Schule oder der ent⸗ ſprechenden Klaſſe einer Oberſchule für Jungen in Aufbauform anzuſehen. Die Aufnahmeprüfung hat ſich in ihrem ſchriftlichen Teil auf Deutſch(Aufſatz und Diktat) und Rechnen, in ihrem mündlichen Teil auf Geſchichte und Erdkunde zu erſtrecken. Nachge⸗ wieſen werden muß eine gute Beherrſchung des Lehrſtoffes der oberſten Klaſſe der Grund⸗ und Hauptſchule. 3. In die Oberhandelsſchule, die— der Oberſtufe der Höheren Schulen entſprechend— wie bisher dreijährig geführt wird, ſind Schüler aufzu⸗ nehmen, die eine Allgemeinbildung beſitzen, wie ſie⸗ durch den erfolgreichen Beſuch der 5. Klaſſe einer Höheren Schule erworben wird. 4. Schüler(innen), die das Verſetzungszeugnis nach der ſechſten Klaſſe einer Höheren Schule beſitzen, können in die zweite Klaſſe der Pflichthandelsſchule aufgenommen werden. Beſondere Klaſſen für oͤieſe Schüler mit einjäh⸗ rigem Lehrgang ſind nicht mehr zu führen. Die vorſtehenden Beſtimmungen werden erſtmals Oſtern 1938 angewendet. Neben der Höheren Han⸗ delsſchule mit einfährigem Lehrgang vermittelt auch die Höhere Handelsſchule mit zweijährigem Lehrgang auf Grund der„Vereinbarung der Länder über die Zuerkennung der Mittleren Reife an die zweiklaſſi⸗ gen Handelsſchulen“ die Mittlere Reife. ze Aus Feudenheim. In dem Prokuriſten Her⸗ mann Boch iſt hier eine Perſönlichkeit aus dem Leben geſchieden, die ſich um den Raſenſport große Verdienſte erworben hat. Die Beiſetzung fand unter großer Beteiligung ſtatt. Die Troſtesworte ſpendete Stadtpfarrer Kammerer. Der Geſangverein„Froh⸗ ſinn“ ſang Abſchiedslieder. Kränze mit warmen Nachruſen legten nieder: Der Verein für Turn⸗ und Raſenſport, die Gefolgſchaft der Firma Carl Grab & Co., Bauſtoff⸗Großhandlung, der Turnverein „Badenia“ und der Geſangverein„Frohſinn“ u. a. Der Verein für Turn⸗ und Raſenſport, deſſen Ehren⸗ mitglied der Heimgegangene war, beſtimmte, daß die Erſatzliga für immer den Namen„Hermann⸗Boch⸗Ge⸗ dächtnis⸗Mannſchaft“ führen ſoll. * Lichtbildervortrag im Odenwaldklub. Am Freitag, dem 11. Februar, findet im großen Saale des Wartburghoſpiz ein Lichtbildervortrag über ale⸗ manniſche Volks⸗ und Brauchtumsfasnacht ſtatt. Der Redner, Prof. Ernſt Weis, Mannheim, wird im erſten Teil ſeines Vortrags die Entſtehung und Be⸗ deutung der Fasnachtsbräuche erläutern und im zweiten Teil in vielen Lichtbildern beſonders die Elzacher, Villinger und Ueberlinger Volksfasnacht ſchildern. 1 8 „Ware aus ariſcher Hand“ 1 5 e eee EPPCCCTTPTTPTTTT—TT——————— Im ariſchen Einzelhandel werden jetzt Schutzſchilder von der Adeſa herausgegeben, die dem Verbraucher die Sicherheit geben, daß das Erzeugnis vom Weber und Wirker bis zum Einzelhändler nur durch ariſche Hände gegangen iſt. N (Preſſe⸗Hoffmann, Zander⸗Multiplex⸗K.) PPPPPPCœ Alhambra und Schauburg zeigen: „Das indiſche Grabmal“ Der zweite Teil des Eichberg⸗Filmes Auf den„Tiger von Eſchnapur“ folgt nun der zweite Teil des in der indiſchen Fürſtenſtadt Udai⸗ pur gedrehten Eichbergfilms, der genau wie in der längſt verklungenen Stummfilmzeit den prunkhaften Titel„Das indiſche Grabmal“ trägt. Während der erſte Film ein Mixtum kompoſitum aus allerlei indi⸗ ſchen Konglomeraten und ſehr viel europäiſchem Großſtadtbetrieb darſtellte, bildet dieſer neue und die ſolchermaßen eingeleiteten teilweiſe vecht erregen⸗ den Begebenheiten zu Ende führende Bildſtreifen eine in ſich völlig abgeſchloſſene Einheit, die nicht mit allzu vielem Beiwerk belaſtet iſt. Wer prächtige Großaufnahmen aus dem Indien liebt, das mit dem Zauber von„Tauſendundeiner Nacht“ ſo vieles ge⸗ meinſam hat, und wer ſich gerne von geheimnisvollen Vorfällen in einem rieſigen Schloß, von tollen Hof⸗ kabalen und verwegenen Ueberfällen in angenehme Spannung verſetzen läßt, der wird hier hundert⸗ prozentig auf ſeine Koſten kommen. Im Rahmen der wahrhaft märchenſchönen weißen Stadt Udaipur, die im Film den Namen Eſchnapur empfangen hat, begeben ſich die aufregendſten Dinge. Die Gemüter der Notabeln des Landes erhitzen ſich nämlich bedenklich, als ihr Maha radſcha mit einer weißen Frau hoch zu Staatselefant in ſeine Reſidenz einzieht. Es ſcheint auch, daß der Fürſt ſich mehr für die Europäerin, die die Frau ſeines weißen Ar⸗ chitekten iſt, intereſſiert, als für beide Teile gut iſt. Jedenfalls nutzt ſein falſcher Freund und Rivale die Situation aus, um mit Hilſe eines vachſüchtigen Nachbarfürſten und der frondierenden Würdenträger von Eſchnapur ſich ſelbſt Macht und Thron anzueignen. Er legt ſeine Minen.. und es geſchieht dann auch allerhand, was zartnervigen Kinobeſuchern Gruſeln und Herzklopfen verurſacht. Eine Frau, die unge⸗ treue Maharani, ſoll auf Geheiß des Fürſten lebend eingemauert werden, da werden die weißen Archi⸗ tekten von wilden Horden überfallen, verjagt und verſchleppt. Ein Staatsſtreich mit Mord und Brand ſteht bevor. Eine verbrecheriſche Sprengung unter den Fundamenten des Grabmales wird vorbereitet. Ein Gefangener vor dem ſicheren Tod gerettet. Schüſſe fallen, ein Staudamm bricht und ſchließlich in letzter Sekunde wird dem Maharadſcha ſelbſt durch das Opfer ſeiner ehemaligen Gattin, die er mit ſeiner Rache bis nach Europa verfolgte, das Leben gerettet. Um die Geſtaltung des zweifellos feſſelnden Ge⸗ ſchehens ſind die bereits im erſten Filmteil agieren⸗ den Darſteller wiederum mit Erfolg bemüht: Fritz van Dongen in der Rolle des Maharadſchas, Golling, der dem teufliſchen Schurken in der Maske des fürſtlichen Freundes und Beraters For⸗ mat gibt, Stüwe als Architekt Fürbringer, Lin⸗ gen als ſein ſpaßiger Adlatus und die ſchöne La Jana als die Gefangene auf dem Bergſchloß, die die Rettung des Fürſten mit dem Leben bezahlt. Auch Kitty Jantzen iſt wieder dabei und Guſtav Dieß l abenteuert wacker wie im erſten Film. Ein General⸗ lob dem Mann an der Kamera, der diesmal Aus⸗ gezeichnetes in der Aufnahme indiſcher Szenen ge⸗ leiſtet hat. n Im Beiprogramm: Netter Film vom welt⸗ berühmten Hunsrück⸗Städtchen Idar⸗Oberſtein und ſeiner Diamantſchleiferinduſtrie. Dazu die pielſei⸗ tige Fox⸗Wochenſchau. Curt W. Fennel —— * Tarifſenkungen in anderen Städten. In Biele⸗ feld wurde der Strompreis beim allgemeinen Licht⸗ tarif um 5 Pfg., beim Arbeitsſtrompreis um 2 Pfg. herabgeſetzt.— In Uſedom ſind die Grundgebüh⸗ ren für den Strompreis für eine Ein⸗ bis Zwei⸗ Zimmer-Wohnung um 40 v. H. geſenkt worden, die Grundgebühren für größere Wohnungen um 18 bis 25 v. H.— In Augsburg und in Pots da m ſind die Grundpreiſe für Strom und Gas um ein Erhebliches herabgeſetzt; der neue Grundpreistarif trat am 1. Januar 1938 in Kraft.— In Coburg und ebenfalls in Tilſit wurde auf der letzten Ta⸗ gung des Stadtrates die Herabſetzung der Gas⸗ preiſe beſchloſſen In Köln wird der Waſſerpreis von 26 auf 22 Pfg. je Kubikmeter herabgeſetzt, der ermäßigte Preis wird erſtmals für den nach dem 16. Januar 1938 abgeleſenen Verbrauch berechnet. en Der Turnverein von 1846 veranſtaltet in den Räumen ſeiner Turnhalle am Samstag einen luſtigen Jahrmarkt im Ort Terau. Hinweis Lichtbildervortrag„Das ſchöne deutſche Dorf“ in der Kunſthalle. An Stelle von Prof. Dr. h. e. O. Bartning, der ſeinen Vortrag über„Muſik und Raum“ am 24. und 25. Februar halten wird, ſpricht am Donnerstag und Frei⸗ tag, 20.15 Uhr Dr. Werner Lindner, der Fachbeauf⸗ tragte des Deutſchen Heimatbundes Berlin über„Das ſchöne deutſche Dorf“. Der Redner, der im vorigen Winter mit großem Erfolg über„Bauten der Technik und des Verkehrs im Rahmen des Heimatbilses“ ſuxrach, wird die Weſenszüge des heimatgebundenen deutſchen Dorfes und die guten und verheißungsvollen Anſätze zur Wieder⸗ 17 0 echter und zeitentſprechender Dorfkultur kenn⸗ zeichnen. 0 5 5 eee eee eee Mittwoch, Neue Mannheimer Zeitung/ Wer wird badiſcher Gerätmeiſter? Gaumeiſterſchaften der Zahlreich ſind die Meldungen zu den Ge rätemeiſter⸗ ſchaften des Gaues 14 Baden, die am kommenden Sonn- tag in Weinheim ausgetragen werden, eingegangen. Keiner der bekannten Könner f Es wird ſicherlich einen harten Kampf geben. bei Zehntelpunkte ent⸗ U heiden. Das Geräteturnen ſteht in Baden auf hoher tufe. Im Verhältnis zur Größe kann unſer Gau mit die breiteſte Spitzengruppe aufweiſen. Das hat ſtch ja ſtets bei den Mannſchaftskämpfen um die Deutſche keiſterſchaft gezeigt. Schwierige Ue Wir bungen ſind mit Abſicht ausgewählt wor⸗ werden die Ausleſe der Beſten ſehen und don en vorzügliche Leiſtungen bekommen. Gezeigt werden die Pflicht⸗- Uebungen für die Deutſchen Gerätemeiſter⸗ 0 n in Karlsruhe. Reichsfachwart Scheider hat die Aufſtelluna für die WSW Veranſtaltung der Deutſch⸗ londriegen ſo eingeteilt, daß die d. Badener am Sonntag für Weinheim frei ſind. D chenburg⸗ ſtadt wird für den rechten Rahn en ſorgen. rbereitungen ſind getroffen. Der Vorverkau eingeſetzt. Auch aus dem heſſiſchen Odenwald iſt ſrage ſtark. In der Turnhalle der Peſtalozziſchule(Schulſtraße) und in der Bender⸗Schule imnen um 8 (Realgymnaſiumi b. Uhr die fe. Eine Vor vicklung iſt 5 1 rei ibungs ſe gewährleiſtet. Gaufachwart Dr. Fiſcher und Oberturn⸗ wart Schweizer haben an Ort und Stelle dazu bereits nehmer— 28 45 Jugendturner hoben Gelegenheit zu awartiere. In der urner an. die Vorbereitungen getroffen. Die Aktive, 11 Turnerinnen, Alters⸗ — treffen am Samstag hier Beſichtigungen und einen Fr Peſtalozzi⸗Turnhalle treten die Juen Die Entſcheidungen fallen nachmittags im ſtädt. 855 bau(Pfälzer Hoff. Die 8 Beſten turnen an den Ringe an Barren und Pferd, dann die Freiübungen und am Rec Die 5 beſten Turnerinnen zeigen auf Schlag werden dabei Höchſtleiſtungen geboten. Stark vertreten ſind Villingen( ludra) und T V 46 Maunheim(Anna) mit je 4 und der gaſtgebende Verein(Walter und Eſchwey vom TW 62) mit 5 Teilneh⸗ mern. Klinger(Mannheimf fehlt, da er nach ſtfalen verſetzt iſt. Auch H. Beckert(Neuſtadt) hal eine gute Chance. Weiter treten u. a. Turner aus Heidelberg, Schwetzingen, Lörrach⸗Stetten, Singen und Freiburg an. Wenn wir tippen ſollten, würden wir Iſele(Heidelberg) nennen. Aber, wie geſagt, es geht um Zehntelspunkte. Die Tagesform entſcheidet. Uebungen. von 2% drei innerhalb Schlag Stunden In erfreulich großer Zahl meldeten die Vereine Jugend⸗ liche, Hier mußte von vornherein eine Höchſtzahl angeſetzt werden. Die Auswahl wurde durch die Kreiſe getroffen. Bei den Altersturnern kämpfen Aupperle(Pforzheim), Ebel(Jahn Neckarau), Rothardt(Oberhauſen) und Fleiß (Villingen! um den Sieg. Klein iſt r der Reigen, bei den ſchwierigen Uebungen verſtändlich, aber alle Namen hatten ſchon immer einen guten Klang. Die meiſten Tur⸗ nerinnen ſtellen Mannheim(TV 46) 3, Pforzheim 2 und Konſtanz 2. Vaden muß nach Hamburg Die Paarungen zur Vorſchlußrunde um den Reichs⸗ bundpokal am 20. Februar wurden vom Reichsfachamt wie folgt bekanntgegeben: Nordmark gegen Baden in Hamburg und Südweſt gegen Sachſen. Für dieſes Spiel iſt der Austragungsort noch nicht beſtimmt. Kiltan-Vopel kaltgeſtellt Ein ganzes Sechstagefeld wurde beſtraft Im amerikaniſchen Radſport gab es kurz noch Beendi⸗ gung des Chikagoer Sechstagerennens, in dem die deutſchen Fohrer Kilian/ Vopel ihren zehnten Sechstageſieg hinter⸗ einander erkämpfen konnten, eine große Senſation. Aber nicht der Sieg der Deutſchen war es, ſondern eine Moß⸗ nohme des Nationalen Radſportverbondes, die ſo großes Aufſehen erregte. Das Chikagoer Sechstagerennen wurde von einem neuen Veranſtalter durchgeführt, der es unter⸗ laſſen hatte, beim Verbande die Genehmigung einzuholen. Der Verband ſtellte dargufhin ſämtliche beteiligten Fahrer auf ein Jahr kalt! Neben Killan/Vopel und den Amerikanern Walthour⸗ Croßley wurden von dieſer Maßnohme betroſſen; die Deutſchen KürtgenKorsmeier, die Kanadier Audy/Lepage, der Holländer Piet van Kempen und der Schweizer Bühler, um nur die bekannteſten Fahrer hervorzuheben Man darf wohl als ziemlich ſicher annehmen, daß dieſe„Beſtrafung“ ſchon bald wieder aufgehoben wird, zumal der Machtbereich nicht alle Staaten umfaßt, eine Tarſache, die uns aus dem amerikaniſchen Boxſport ſchon ſehr geläufig iſt. Polizei⸗Schimeiſterſchaften am Oberjoch Im bayeriſchen Winterſportgebiet am Oberſoch werden in den Tagen vom 23. bis B. Februar die Schi⸗ Meiſterſchaften der deutſchen Polizet Ada die zum erſten Male alle unter dem Reichsführer SS Himmler zu⸗ ſammengefaßten Formationen im Wettbewerb ſehen, wäh⸗ rend bei den vorſährigen Polizei⸗Schiwettkämpfen im Feld⸗ berggebiet im Schwarzwald die Würde eines Polizei⸗Schi⸗ meiſters nicht vergeben wurde. Die Titelkämpfe verſprechen ein winterſportliches Er⸗ eignis zu werden. Ueber 200 Polizei ffch äußern, die ſeit Wochen von der neu eingeweihten Polizei⸗Schiſchule gus ſich in harter Selbstdisziplin auf die bevorſtehenden Kämpfe vorbereiten, werden ihr Beſtes zeigen. Das Hauptkontin⸗ gent der Teilnehmer ſtellen ſelbſtverſtändlich Baden, Würt⸗ kemberg, Bayern und Sachſen, alſo Gebiete, in denen bei der Polizei der Schilauf aus dienſtlichen Gründen betrie⸗ ben wird. Dazu werden aber auch je eine Mannſchaft der Ordnungs- und Sicherheits⸗Polizei aus Berlin teilnehmen. Die Ausſchreibungen ſehen einen Langlauf über 18 Km. einen Abfahrts⸗ und einen Torlauf ſowie als Hauptwettbewerb einen Streiſenlouf vor. Der Turner in Weinheim Schi⸗Streifenlauf, der zum erſten Mannſchaftsſtärke(1 Fü und 1 hrer wird, verſpricht beſonders ereſſante da hier zwei ſehr gute 2 Ordnungspolizei Sicherheitspolizei mann, aufeinander feulaufes ſind ſehen an Bayern⸗S unter S treffer dem praktiſchen einem unbekant Schießwettbewerb vor, der für d dend iſt. Neben bekannten beſonders aus dem Sicherhei neter Kämpfer, wie z. B Sturmmann Neue Weltbeſtleiſlung in Kopenhagen Deutſche Tage der Schwimmerſiege Am kämpfe in Kopenhagen In der 4⸗mal⸗100⸗Meter⸗Freiſtil⸗Staffel deutſch gab es Schwimm eltbeſtle gelang es Mädels in der Beſetzung Elvi Svendſen Gunvor Kraft— Ove Peterſen Ragnhild Hveger :29.7 Minuten die bisherige Weltbeſtleiſtung der länderinnen non 432,8 Minuten um faſt drei Sekunden 31 verbeſſern. Bei den Wettbewerben der Männer gab es eine Reihe deutſcher Siege. Die Ergebniſſe: Männer: 200 Meter Bruſt: 1. Arthur däniſchen eine neue erſten däniſchen Heinga⸗Deutſch⸗ land 240,1; 2. Willi Schilt⸗Dänemark 259,7 100 Meter Rücken: 1. Heinz Schlauch ⸗Deutſchland 108,9; 2. Becker⸗ Dänemark:18,6.— 100 Meter Freiſtil: 1 Zolfgang Heimlich ⸗Deutſchland:01,09: 2. John Chriſtenſen⸗ Dänemark 102,4. Frauen: 100 Meter Rücken: 1. Tuve Brundſtröm⸗Däne⸗ mark:16,3; 2. Inge Schmitz⸗Deutſchland:19,90.— Kunſt⸗ ſyringen: 1 Inge Dänemark 33,57.; 2. Mette Beelen 2 Gregagrd⸗Dänemark 32,20.; 3. Ilſe 32,17 Punkte. 2 14 Spieler nach Prag Deutſchland bei der Eishockey⸗Weltmeiſterſchaft Nach einer aus zahlreichen Spielen gegen ausländiſche Mannſchaften reiſt die deulſche Vertretung in Stärke von 14 Spielern zur 0 1 Weltmeiſterſchoft vom 11.—20. Juni nach Prag. Allei i fünf Spieler ſtellt der deutſche Meiſter SC Rießer See, drei gehören zur Düſſeldorfer EGG, während Füſſen und Ber⸗ liner Schl. Cl. ſe zwei Mann in der Nationalmannſchaft haben. Folgende Spieler treten die Reiſe in Begleitung ihres Trainers Bobby Bell und des Eishockeyſportwarts Martin an: Egainger(Rießer See), Hofmann(Zehlendorf), Jänecke (Berliner Schl. Cl.), Schibukat(Raſtenburg), Kuhn(Füſſen), Schenk, Dr. Strobl, Lang(alle Rießer See) Wiedemann (Füſſen). Schmiedinger, Keßler(beide Düſſeldorf), Ball (Berliner Schl. Cl.), Wild(Sc Rießer See), Tobien(Düf⸗ ſeldorſer EG]. Beim Kongreß der wird Deutſchland 8 99555 treten ſein. Heinke⸗Deutſchland giebigen Vorbereitung in ckey⸗Liga in Prag leiter Kleeberg ver⸗ Intern. Eis Reichsfacha Polen durchaus zuverſichtlich In Poſen finden unſere Borer einen ſtarken Gegner Kaum Länderkä r und hren, ampf Köni* belegt teil und (Preſſephoto, durch Guſtov überreichte reich gegen V. von dem Zander⸗M.) meiſter und den dabei in Mailand errungenen Erfolg als Sieger der Nationen, kann wenn die Polen der die am kommenden Sonntag in der mit 6500 Zuſchauern reſtlos ſtellungshalle ſtattfindet, mit ruhiger ſehen. Sie wollen dem erſten ein Zufallserfolg, bei dem das rechte Urt eil traf, einen dürfen e Stelle ruhig ſchaft Treffen eren einen Biegen und K a. man es neunten Begegnung mit ſchon ſeit einigen Poſener Brechen durchaus r Deutſchland, ausverkauften verſtehen, Togen Aus⸗ Zuverſicht entgegen⸗ 0 geben, Un en. Sieg aus dem Jahre 1931, das Punktgericht weiteren nicht immer gen. Und wir Maun⸗ wird von ſere Es wobei . PꝓP]?.. ß Literatur „Der Deutſche Sportflieger“, Verlag Edgar Herfurth u. Co., Leipzig bringt in ſeinem Januar⸗ Heft wieder eine reiche Fülle intereſſanter Artikel aus dem geſamten Ge⸗ biet der Luftfahrt. Das Heft beginnt mit einem Artikel von Mafor(E) Hermann Adler, Reichs zuftfahrminiſte⸗ rium, in dem anläßlich des 45. Geburtstages des General- oberſt Göring die gewaltigen Leiſtungen des Dritten Rei⸗ ches auf dem Gebiet der Luftfahrt gewürdigt werden. Sehr interſſant iſt diesmal die Volksflugzeugſeite, die wektere Verſuchsergibniſſe mit der„Leipziger Lerche“ bringt, dar⸗ über hinaus aber auch über Erfolge mit einer franzöſiſchen „Laus“ berichtet. Hauptſchriftleiter Kar? Seyboth ſetzt ſeine aktuellen Erlebnisberichte über ſeine Amerikareiſe fort und der Artikel„Luftmacht kommt zur Geltung“ gibt einen in⸗ tereſſanten Ueberblick über die Eroberung der Luft. Eine Anzahl fachlicher Artikel ergänzen neben den üblichen Ru⸗ briken„Modellbauecke“,„Luftfahrt⸗Patentſchau“,„Indu⸗ ſtrie und Technik“ und„Was gibt's Neues?“ das mit über 100 Bildern verſehene reichhaltige Heft. *. „Deutſchland“. Ein Handbuch. Lanoſchaft— Volkstum— Kultur. Herausgegeben von Dr. Hans Pflug. 720 Seiten, davon 64 Bildſeiten mit 130 Bildern auf Kunſtdruckpapier, zahlreichen Zeichnungen, einer politiſchen und einer mehrfarbigen Bildkarte von Deutſchland im Format 88„ 48 zum Ausſchlagen.— In Ganzleinen 6,50, in Halbleder gebunden 8,0. Jede Generation ſchafft ſich ihr eigenes Bild von ihrem Vaterland. Immer neue Züge machen ſich hemerkbor. Die große Aufgabe, dieſes Lond in der Fülle ſeiner Er⸗ ſcheinuerigen, dem Reichtum ſeiner lebendigen Kräfte dem deutſchen Volke nahezubringen, hat Hans Pflug reſtlos erfüllt. Im erſten Teil ſeines Deutſchland⸗Buches gibt der Verfaſſer einer umfaſſende Geſamtdarſtellung vom deutſchen Land und deutſchen Volk. Das Weſentliche und Charakteriſtiſche der Landſchaft, einer Stadt oder eines Volksſtammes iſt anſchaulich und packend herausgearbaitet. Geſpannt und unmerklich belehrt folgen wir auf den Wan⸗ derungen durch Deutſchland. Dieſes Geſamtbild Deutſch⸗ lands findet im zweiter Teil durch ein vielſeitiges„Deutſch⸗ land⸗Lexikon“ ſeine Ergänzung, das über alle Fragen Ju kunft gibt. Bei allem wurden immer die neueſten Tatſachen berückſichtigt. Dieſes Deutſchlandbuch iſt ein Buch, das uns die Schönheit und Größe unſeres Vater⸗ landes näherbringt und uns alles überaus zahlreichen Bilder, höhen noch den Wert dieſes Buches. 85 Volks⸗Brehm“, 2 Ram mne Bände. r. Band 1: W Lurche— Kriechtiere— Vögel— geſamt etwa 640 Seiten Text. und 403 Kunſtdruckpapier. 4,80. Beim neuen Volks⸗Brehm Jeder Band tung jahrzehntelanger tätigkeit neu aufgebautes Naum eine umfaſſende Darſtellung Tatſachen material aufbaut: den Urtierchen. Das Um dem leichtern iſt beſonders nehmen der Tiere, worden. Jedes Kapitel auf das wird Der äußere und der innere Bau Lebensfunktionen ſind klar ** „Geſchichte der Deutſchen Literatur“. Schmitt,„Ernſt Haueis. und In ten 4,80 J. Dieſe Literaturgeſchichte nungen unſerer ſammenhänge Beiſpiel ihrer herausgearbeitet. 2 hat die der geſamten hervorragenden Nach einer einfarbige Abbildungen handelt ſtark verkürzte Ausgabe, ſondern um Forſchungs⸗ Werk. Es wird auf beſchränktem die ſich auf Der erſte Baud beginnt mit eſamtwerk endet Laien das Erkennen der einzelnen T Gefamtbild, a ihre Lautäußerung uſw. mit zau des beſchrieben. Lehmann 336 Seiten Text, 16 farbige Offſettafeln 32„55 Kunſtdrucktaſeln mit 112 Bildern. miterleben Zeichnungen, Karten uſw. er⸗ Neubearbeitet vem irbelloſe Fiſche. Säugetiere. 64 mehrfarbige Tafeln im Te läßt. Die Dr. Walter Band 2: Ins⸗ rt und auf in Leinen gebunden es ſich nicht um eine ein, und Unter Verwer⸗ Beobachtiigs⸗ geboten, mit Je 5 it eittem Ueberblick über die entſprechende Tieraruppe Tieres den Aſſen. iere zu er⸗ uf das Be⸗ eingegangen eingehenden eingeleitet. und ihre 8 ö 1 Auch der Nicht⸗ fachmann wird an dieſem Werk Freude und Gewinn haben. 5 Von Dr. Ludwig E. und Dr. Albert weſentlichen Erſchei⸗ Dichtung klar zuſammengefaßt. deutſchen Dichtung Vertreter kurzen Einleitung wird zu⸗ ſind Die Zu⸗ an 77 meiſterhaft erſt die geiſtliche Dichtung von 750—1000 behandelt, hier⸗ auf die Ritterdichtung von 10501300, dann die Städtiſche Dichtung von 13001600; hier beſonders die Reformation, Luther und Haus S Zeitalter des Barock. Humanismus. bringt das achs. Das zweite Buch die Epoche der Auf⸗ klärung, die deutſche Klaſſik, die Romantik, die Freiheits⸗ kriege und die Entwicklung der politiſchen Dichtung und ſchließlich die ſchließt mit der ſerer Zeit ab. über die einzelnen Zeitabſchnitte deutſchen Dichtung gegeben. volkhaften und Dichtung des Realismus. und politiſchen Es wird alſo ein mitreißender Ueberblick Strömungen der Willy Müller. Das dritte Buch Dichtung un⸗ ſoll, daß in den er 1 55 Verlierer nicht gegeben wird. in Poſen r 0 Schweizer cher 18 55 ſeine Sachlichkeit erkannt, dem Polen Bie ⸗ und jetzigen Breslau), als iſchen Amateure ger verſam⸗ erhält. Hier Jent⸗ in Erwä⸗ haben, heinen. Nach den letzten ſind mpfer ungen zungen mö Meldung en, nach denen die? Fliegengewicht⸗ lers Rothol f. f ſen mit folgenden Paaru ngen rechne Fliegengewicht: Sobkowiak(Warſchau)— Tietzſch(Ber⸗ nau]. Bantamgewicht: Koziolek(Poſen)— Graaf(Berlin). Völker(Berlin). Heeſe(Düf⸗ Federgewicht: Czortek(Warſchau) Leichtgewicht: Wozniakiewiez(Warſchau) ſeldorf). Weltergewicht: Kolezynſki(Warſchau)— Murach Schalke). Mittelgewicht: Chmielewſki(Lodz)— Campe(Berlin]. Halbſchwergewicht: Szymura(Poſen!— Vogt(Ham⸗ burg). Schwergewicht: Pilat(Kattowitz!— Runge(Wuppertal). Wie ſtehen unſere Ausſichten? Nach unſerer Meinung jedenfalls nicht ſchlechter als die der Polen. Kämpfen lön⸗ nen auch unſere Jungen, wenn wir auch nicht verhehlen wollen, daß wir auf zwei ſichere Kämpfer, den kleinen. iſter n verzichten müſſen. Esch wird wahrſcheinlich die Punkte darf man Graaf als Sieger er⸗ eine große Leiſtung zeigen, wenn er will. Heeſe könnte mit dem Schlä⸗ werden, ichel Murach bedeutet zartigen Kampf wird man zwiſchen erleben, deſſen Ausgang durchaus Gewinnpoſten bedeuten unſere „Schweren“ Vogt und Runge, die wahr heinlich die Ent⸗ ſcheidung zu unſeren Gunſten herbeiführen werden. 10:6 alſo? Das wäre übrigens ein traditionelles Ergebnis. VfK Schifferſtadt TS Ludwigshafen 13:5 Schifſerſtadt ſetzte am n ſeine Mannſchaf sringen des Bezirks Pfalz fart. Auf eigener Matte beſiegten die Schifferſtädter die TS Ludwigshafen, die ohne Federgewichtler gekom⸗ men war, mit 13:5 Punkten überlegen. Die Ergebniſſe(vom Bantamgewicht aufwärts): Wahl (S] beſ. Cavolla(e] entſch., Sturm(]) kampflos Sieger, R. Kolb(S) bes. Neeſer(L u.., Wittmann(8) beſ. Loch⸗ ner(S) n.., Heißler(S] beſ. e(L] entſch., Krummenocker(Sz beſ. Schierle() n.., Presber 81 beſ. Wißmann(S) entſcheidend. —— Miner und Europame Der kleine Berliner T abgeben müſſen, dagegen worten. Völker muß gegen Czortek gewinne ger Wozniakiewiez fe zwei Punkte. Einen gr Campe und Chmielewski offen iſt. Zwei ſichere Der Vg Meiſterſchaftskämpfe im Albin Kitzinger hat ſich von feiner Knieverletzung ſo weit wieder erholt, daß er mit dem Training beginnen konnte und wahrſcheinlich Ende Februar für ſeinen Verein Schweinfurt 05 wieder ſpielen konn. Die Univerſität Berlin ſiegte in einem Vorrundenſpiel zur deutſchen Hochſchul⸗ Meiſterſchaft im Hockey in Ham⸗ burg über die Elf der dortigen Univerſität mit:0. Berlin trifft nun in der Zwiſchenrunde am Samstag auf die To Charlottenburg. Engueſtangen lief neue Weltbeſtleiſtung Der norwegiſche Eisſchnelläufer Engneſtan gen verbeſſerte ſeine bisherige Beſtleiſtung über die Sekunden auf 41,8 (Schirner, Archiv, Zander⸗Multiplex⸗K.) Strecke von 500 Meter von 22,3 Sekunden. 9. 8 8 8 8 9. 8 9 8 9 8 9 3 ſeihen d. Kom. 4 ½ Pr. Ld.⸗Pfbrf. 8 f 1 3% Rh. Hyp.⸗Bk. adiſche Maſc.. Großkraft. M hm IIdenw. 144,0 144,0 ſhürttemb. 2 5 7 Frankfurt een eee en 5 anabrlefe] Maaß P. 100 0 zog o Bann. Be Pero: 73 Ji Geli e Bittner 7. 2. bene Keren Hale, Wancref 96 0730 Verktehrs-Alellen tsch Oberheſſ. Pr.⸗Anl. 137,7 137,7 N 9 1000 1000 v. Hypothekenbanken 4% bo. 688 88s 100,0 100, Naor. Mocdreaw. 155 152.5 ellſt. Waldhof. 145 148,0 B08 elch. f. Rhein⸗ Deutsdie 8134 5 do d 22. 110,0 100,0% Baur Bodener. 5% do. Lig, 2 5 102,3 102,3 0 mberg, J. B. 140, 139,2 gaſenmühte. 149,0 143,0 fl d Bürger br.. U 8.„ ſchiff. und See⸗ lestverzinsl. Werie adtanlethen do..stom fz 99,50 9,50] Würzb.-n 101,3 101,3 ½ Rh.-Hyp⸗ Julius Berger. 153, 152% 8 u. eu 104,7 104,2 80 Mühlen. 160,0 160,0 transportMRhm. 4% Augsburg 26 99,50 99,50 4% Württ Wohn. 4% Bayt.Vandw⸗ Gum. RI 11 99,62 99,300 Brauer. fleinlein 114,0 114,0 Hanauer Hofbr. 160,5 160,5 Pf. Preßg.“Sprſtt... Bank- Aktien Vl. Reichsb. Bor⸗ 129,7 130,0 5 4½ 0„Haden 26 98.75 98,75 20 f M. 100,1 100,1] dank K 32. 102.0 102,0 5% Südd Boder. 27 Bronce Schenk.. 190,5] Hanfwerke füſſen. 132,5 5 Bad 8 Ptsch. Staatsanleihen 4½ Berlinchold24 103.6 10270 4% Bert. Pyp.⸗ Bk. eg Fyfbr 8 1 Brown Bover!„ 138,0 138,0 16810 einern 210. Come Baba 122 122 1 8. 4% Darmſtam 45 88.87 00% Landes: und Provinz: S nen 35,., 100,0 1000] und te. u. 1025 10e ü 18455 Fordere z d e ee ee e, ee 10 1 3 1 16 5 101% 8 9% 0— banken, kom. GiroVverd i ov. ur. l ue ben Ader. 1370 13770(Penningergrauer 350 e e e 1153 112 e a „Anl.„ 5007 1 4 er 1 5 3 5 5 F. 158 5 8 5 f.5 8 0 5 0 1 5 4% Schaß D. R 4½% Hanau 26 958,75 98,75 4% Bad.⸗Vdbt. 5 15 3 Pf. 4d 1 U 10050 100.0 aimler⸗Benz. 1417 143, e 5 5 1000 fl WE. 120,6 126,7 0 103,0 103,0 Mannheim Verf.— von 85 f. 41/5 99,62 99,62 4½ Heidelberg 26 98,80 08,80 Mannh. 20, R 2 100,0 100,0 8.. 102,2 102,2 emag 144,5 144,0.„ e pfl 5 124, 124,7 Württ Transport 42,— 42.— 4% do. b. 6 2. F. 90,— 90,— 4½ Ludwigsg. 26 00, 00, do. Goldsd Al 99,50 99,50, ber Gelben. Schuldverschreibung. Deold u. Silber 254,5 254,5 1„ne: Kalzwk. Heilbronn 275,0 275,0 Rag ben l % do v 37 8. F. 98,75 98,75 4% Mainz 26 K. 98,87 99,12 4% Kaſſelsokr 26 R 2 99,50 99,50 8 KruppTreib 103.5 103,7 Di, Steinzeug chlinck& Co 150,0 150,0 Rae 505 Bank 107 1509 4% aden 27 90.50 99,75 4% Maunhelm29 98.75 68,5 NI n 2.„ 100,0 100,0 4% do. Per. ut, J cube reibe 10% Hürxwerke.. ſletn, Schanztin.... Scheiig, Sem. 112,5 113,0 ade e 1755 15 % Bahern 27 90.75 90,75 4% do. 27 88,5 08, 4½ Udskom. Bk. Gofbr. ki u. 100 0 100 9 Kerar Stan 23 101•7 101,7 Durlacher H.. Unser, Heilbronn 241.0 2400 Schmaez Storch 1240 12.9 5 Bank. 118 1185 4% Heſſen 28 K. 90,— 90, 4% Pirmaſens 28 98,75 98,75 Giroz. 1 Heſſen 5½ do. Lig. k U 102,2 102,2 8 Rochei 600 102˙2 102˙2 6 Werder Kolb ü. Schüle. 130,0 130,0 Seilind.(Wolff) 120,0 120,0 47 e 100,0 100 S tüm 28 K. 100,2 100,2 R 2 09,25 90,25 4½ do. Kom. E 99,30 99,50 ieee 2 2 ka N 107½/7 107% Konſerven Braun 99,87 99, Sante.. 5 85 e 2 5 7 55 Munndelm Aus. 1345 134.5 17 3 8 15 7 5 5 95 e we. 103 1 102 2 tn Arten unwandelbar Eichwellerdrgrw.„ Kraftw. Ali würfte. 8 n 0 14% Amtlieh nicht notierte Werte do. 1 5„* N g„ 2 5„2 Ich. Farben M- Eßünger Masch. 120.5 Elek. 112,5 112,5 Sinnet, Gr nw. 104,0 104, 1 4½% da, R 12 99,50 90,50 4½ Mein. Hyp. Bk. bing 0 555„5 lech, Elektetzitat„. 5 Umtaus 5 A e e 5980 9907 Pfandbriefe u Schuld- zi Raffaugdsdt, 0 Fofer F M.. 1000 100 0 Wee wee e F Lande Nane 1900 100 8 N TTT 40% d. v. 00,30 00,3 verschtelbungen Gufbr. 25, K 1 100,2 1002 4½ Pfalz. Opp. Bt. ohne Zins verrechnuna Erd ortman. dec lochen ne 150.0 180,0 ſenus N 12 e 8 8 8 Kreditanstalton der Länder 0. Kom. 2881 99.50 99280 47% 20 1 101,0 1017,00 Recarstuttg. 21 101,7 101,0 1775 8 3 13 19 1 5 nale 2 5 us Vergbau 130,0 130,0 4¼% Aan eue g Städtiſche Eletir⸗Werke fälig 9. Februar o.. 5. 5 10 ebr.„ ſaintraftw ert ul. von 19. —% Heſſzadg pt. 2g, dr gam s Abl. 11 135.3 10.0, 8. M, Ba 102 2 102 Industrie- Aktien Farben. 159,8 1005 langer Ake ⸗ r. 85.— sb. Pede. laat 13910 190,0 4% Pigtraß Mannheim., Pfatzwerte 10 1028 2. 103. 103,5 103,5 27 u. 28, K 1. 2, 185 92 1515 18½% 4½ do. Elder. 5 einmech.(Jetter.. Mez NG. 3 do Glanzſtoſ f. 4% W- Weſf Ale Anl. bon 1927 1952 5 5 1035 107 108,5 1. 8 und. 100,0 100,0 N. 909,50 90,50 2„ 1175 1170 Feldmügle Papen. Moenus. 135, 134 do Soth ni.. d 19²³ 8 8 1838. 1,%% do. 8992 Landschafte 0 e 3 146·0 Friedrichsbütte. Motoren Darmft. 117,0 117,0„do Strobſteff.. 138,5 1% 7 1930 5 151 1937.„ 115,5 115 uldv. 28 f 2 99,2 99,25 schaften 5% Pr 0 Boder. ae ee 1600 160,0 N 8 5 do Ultramarin 142,8 142,5 4½% e 5 1255 5 0 196. 119,0 110,0 55 4% Oſtpr. Sandſch. Lig. Gold VII, Aſchaff. Buatpap 94,.— 94, 1„ 141,2 140,7 3 142,0 142,00 Voigt& Haeffnenr 60 5% Ver. Stahlwerke(Rheinelbe uni 1838 2 uibeſt D. Reich 130.0 130.6 Sea af 1020 102,21 El l. 5. T 127. Stb u Ju. o. A. 102,1 102721 do. Bellſteff. 14%. Urizuer ⸗Rayſei 59,50 Volkhom, Sell. 8 2 2 1855— 8 1* N 1* Aus Baden Er wollte ſie ſteinigen! Schwere Steine auf die Schwiegertochter geſchleudert * Salmbach(bei Pforzheim), 9. Febr. Ein 70⸗ fähriger Einwohner von Salmbach(Wttbg.), der bei ſeiner Schwiegertochter wohnte, hatte mit dieſer ſchon ſeit Jahren ſchwere Meinungsver⸗ ſchiedenheiten. ewigen Auseinanderſetzungen ließen in dem alten Mann ſchließlich den teuflichen Plan heranreifen, die ihm unaugenehme Schwieger⸗ tochter aus dem Wege zu räumen. Mit großer Mühe ſchleppte er Ste fünf Die ne im Gewicht bis zu fünf Kilogramm auf den Heuboden und wartete, bis die Frau die Scheune betrat. Dann ſchleuderte er die Steine nach ihr, traf aber ſchlecht, ſo daß ſein Opfer nur leicht verletzt wurde. Der Mann wurde nun unter dem dringenden Verdacht des ver⸗ ſuchten Mordes von der Gendarmerie ſeſtgenommen. Zwei neue Fachſchulen in Pforzheim * Pforzheim, 8. Februar. In einer Ratsherren ſitzung gab Oberbürgermeiſter Kür z die Errichtung zweier neuer Fachſchulen bekannt. An der Gewerbe ſchule 1 erſteht eine Meiſterſchule für Präziſions⸗ maſchinen und Werkzeugbau mit einem Sommer⸗ und Winterſemeſter ſowie eine gewerblche Berufs⸗ fachſchule, in der zukünftige Lehrlinge des Kraftfahr⸗ zeughandwerks eine einjährige Vorlehre durchlaufen. za⸗ Heddesheim, 9. Febr. Georg Heinrich Kolb und ſeine Ehefrau Franziska, geb. Dluzak, feierten ihre ſilberne Hochzeit. L Neckargemünd, 9. Febr. Unter großer Anteil⸗ nahme der Bevölkerung wurde Hauptlehrer i. R. Ad. Rotter zur letzten Ruhe geleitet. Am Grabe legten u. a. Kränze nieder ein Vertreter des NSSB., ein Kurſusgenoſſe und ein Jagd pächter. * Kleinſteinbach, 9. Febr. Abends kurz nach acht Uhr kam ein von Karlsruhe kommendes Per⸗ ſonenauto eines Pforzheimer Fabrikan⸗ ten an der gefährlichen Kurve am Ortsausgang von Kleinſteinbach ins Schleudern und überſchlug ſich. Dabei trugen die vier Jufaſſen zum Teil ſehr ſſchwere Verletzungen davon, wodurch ihre ſo⸗ ſortige Unterbringung in das Krankenhaus erfor⸗ derlich wurde. Wie man hört, ſoll der Fahrer des Wagens durch die Scheinwerfer zweier entgegen⸗ kommender Radfahrer geblendet worden ſein. Flammen in Hergheimer Zigarrenfabrik * Landau, 9. Febr. In Herxheim ſind Diens⸗ tag früh die Sortiererei und die Fertigmacherei der Zigarrenfabrik Eduard Mohn u. Cie. durch ein Schadenfeuer ausgebrannt. Die Maſchinen und Ma⸗ terkalien dieſer A lungen wurden vernichtet. Auch das Lager wurde ſtark in Mitleidenſchaft gezogen. Die Feuerwehren mußten auf beſchrünken, ein Uebergreifen des Brandes, der vier Stunden an⸗ dauerte, zu verhüten. Ueber die Brandurfache iſt die Unterſuchung noch im Gange. Die nicht brand⸗ geſchädigten Betriebsabteilungen arbeiten weiter. ſich da Neue Mar r l Zum 10. Februar: unheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe N 2 — 2 — — 2 —. — 75 — S 2 Denkwürdige Landtagsſitzung vor 100 Jahren Wie die Schaffung eines badischen Eisenbahnnetzes beschlossen wurde * Karlsruhe, 9. Febr. Man kann den Pionieren des deutſchen Eiſen⸗ bahnbaues die Achtung nicht verſagen: bereits zehn Jahre nach der Eröffnung der erſten Eiſenbahn in deren Mutterland Großbritannien ertönte auch in dem damals durch den„Deutſchen Bund“ dargeſtell⸗ ten Deutſchland der Pfiff der Lokomotive. Ohne R auf Sgrenzen hatte der leider erſt nach ſeinem Tode anerkannte Volkswirt⸗ ſchaftler Friedrich Liſt, der gleiche Mann, der da⸗ mals ſchon die Notwendigkeit des Erwerbes von Ko⸗ lonien zur Ableitung des Bevölkerungsüberſchuſſes die Lande von Eiſenbahnfragen unter Führung von Nebenius gebildet. Zwar verhielt ſich die Regierung bis zum Jahre 1835 ablehnend, erkannte aber dann die Not⸗ wendigkeit des Eiſenbahnbaues an, nicht zuletzt, weil Großherzog Leopold ſelbſt regen Anteil an dem neuen Verkehrsmittel nahm. Dieſer ernannte 17. Januar 1836 ein neues„Komitee“, deſſen Haupt wieder Nebenius war, wenn ar nach ein Miniſter den Vo ihrte und Perſönlichkeiten angehörten, die mit den lichen Verhältniſſen der einzelnen Landesteile be⸗ ſonders vertraut waren. Baden beſaß zu der da⸗ maligen Zeit einen eigenen Generalſtab, der durch Transporttaxen pro Perſon und im Durchſchnith 85 v. H. unter denen der Extrapoſt liegen ſollten. Um das Riſiko möglichſt niedrig zu halten, gedachte man, zunächſt einmal die Strecke Mannheim—Heidel⸗ berg Karlsruhe zu bauen und an ihr die nötigen Erfahrungen zu ſammeln. Zur Verringerung der Verwaltungskoſten ſollte die Eiſenbahn der Poſtyer⸗ waltung unterſtellt werden. Am 14. Mai 1836 trat das„Komitee“ in Karls⸗ ruhe zuſammen. Nebenius legte ſeine Pläne vor, die in drei Sitzungen durchberaten wurden. Im März 1837 erfolgte die Veröffentlichung der Berichte, die man dann den Landſtänden zunächſt zur Einſicht⸗ forderte, den Plan eines einheitlichen deutſchen Eiſen⸗ bahnnetzes entworfen. In dieſem Entwurf war be⸗ reits u. a. die Rheintallinie als wichtigſte Nord⸗Süd⸗ Verbindung enthalten. Wenn in den folgenden Land nach ſeinem eigenen Ermeſſen Eiſenbahnen baute, ſo gebührt doch unſerem Gau Baden der Ruhm, unter Führung des„Vaters der badiſchen Eiſenbahnen“ Carl Friedrich Nebenius, der ſech auch um die Schaffung des Deutſchen Zollvereins Verdienſte erworben hat, bei der Einrichtung ſeines Eiſenbahnnetzes weitgehend den Liſtſchen Gedanken⸗ gängen gefolgt zu ſein. Auf Grund von Eingaben eines Mannheimer Bankiers wurde ſchon 1833, alſo im gleichen Jahre, in dem Liſt ſeine der Zeit weit vorauseilenden Pläne ver⸗ öffentlichte, in Baden eine Kommiſſion zur Prüfung Jahren jedes hui ub. Bi ſunubor Nnunon lun lliſlounuͤb Das Grenzlandtheater in Saarbrücken geht seiner Vollendung entgegen Das Grenzlandtheater, das Geſchenk des Führers an die 5 5 die Innenausſtottung ſertiggeſtellt Das prachtvolle Bauwerk, eine Schöpfun telbar am Ufer der Saar und wird noch Prof. Baumgarten, liegt unmi Beſtimmung übergeben. Bühnenbau Südweſtdeutſchlonds. Blick von der„Alten Brücke“ auf g des Berliner Architekten in dieſem Jahre feiner das Grenzlandtheater, den größten (Weltbild, Zander⸗Multiplex⸗K.) ä————— Betrunken am Steuer! Unfall verſchuldet * Ludwigshafen, 9. Febr. Am Dienstag gegen 22.15 Uhr ſtießen an der Kreuzung Stern⸗ und St. ⸗ Gallusſtraße ein Perſonenkraftwagen und ein Rad⸗ fahrer zuſammen. Der Radfahrer ſtieß mit dem Kopf gegen eine Scheibe und trug Schnittverletzun⸗ gen, Prellungen und eine Gehirnerſchütterung davon. Seine Verbringung ins Krankenhaus war notwendig. Der Lenker des Perſonenkraftwagens Hermann Lud⸗ wig Weidig, geb. am 13. 4. 1890, kaufmänniſcher Angeſtellter, hier, Pfauſtraße 17 wohnhaft, war be⸗ trunken. Er hatte vorher on einer Geburtstagsfeier teilgenommen. Es erfolgte ſeine Feſtnahme und Vorführung zum Amtsgericht. Im Nebel zuſammengeſtoßen Vier Juſaſſen durch das Dach auf die Straße geſchleudert * Erbach i.., 9. Febr. Im dichten Nebel ſtie⸗ ßen in der S⸗Kurve bei Groß⸗Gumpen in der Nähe von Reichelsheim zwei Perſonenkraftwagen zuſam⸗ men. Beide Wagen wurden ſchwer beſchädigt, die Inſaſſen mehr oder minder ſchwer verletzt. Der Zu⸗ ſammenſtoß war ſo heftig, daß ein Wagen buchſtäblich auseinandergeriſſen wurde. Die Inſaſſen, vier Er⸗ wachſene und ein Kind, wurden durch das Dach des Wagens auf die Straßenböſchung geſchleudert. Stadt Saorbrücken, iſt nunmehr bis auf 5 r d eee Das Modell des ersten badischen Eisenbahnzuges den Oberſten von Fiſcher gleichfalls in dem Eiſen⸗ bahnausſchuß vertreten war. Es würde zu weit führen, das von dem„Komitee“ verfaßte Gutachten, das 1837 in der Haſperſchen Hof⸗ buchdruckerei in Karlsruhe erſchien, im einzelnen wiederzugeben. Aber einige Punkte ſeien doch er⸗ wähnt, die zeigen, daß von den Sachbearbeitern die wirtſchaftliche Bedeutung der Eiſenbahn durchaus erkannt worden war. Danach ſollte die Bahn vor allem den Tranſitverkehr in das Rheintal ziehen. Die Anlage ſollte daun weiter die Fortſetzung ſo⸗ wohl in der Hauptrichtung als auch ſeitwärts zu den wichtigen Handelszentren ermöglichen. Sie ſollte ferner die Dampfſchiffahrt auf dem Rhein (die damals praktiſch bei Mannheim ihr Ende hatte) fortſetzen und ergänzen, ſie ſollte alle großen Städte des Landes berühren, die Beförderung von Perſonen und Frachten mit größtmöglicher Geſchwindigkeit und zu niedrigſten Preiſen bewirken und endlich andere„Kommunikationen“ ſo wenig wie möglich ſtören. Mau glaubte damals vielfach, der Bau von Eiſenbahnen mache die Landſtraße überflüſſig und führe daher zu einer Schädigung der Fuhrunternehmer. Von größter Bedeutung war es aber, daß Ne⸗ benius in Wort und Schrift für die Anlage der Bahn als Staatsbetrieb, der ausſchließlich der All⸗ gemeinheit dienen ſollte, eintrat. Die ſpätere Ent⸗ wicklung hat dieſe Anſicht in vollem Ausmaße ge⸗ rechtfertigt. Von vornherein dachte man an eine doppelgleiſige Anlage. Die Geſamtkoſten der „Hauptbahn“ Mannheim—Heidelberg—Karls⸗ ruhe—Dinglingen—Freiburg Schweizer Grenze mit Abzweigung nach Kehl waren mit etwa 18 Millionen Gulden veranſchlagt mit der Hoffnung, daß ſich das Kapital mit 4 v. H. verzinſen würde, wobei die (Archiv NM] nahme übergab. Sie bereits zu einer Regierungs⸗ vorlage zu machen, hatte man anſcheinend noch Be⸗ denken. Als aber der Bau einer Konkurrenzbahn auf dem linken Rheinufer von Baſel nach Straßburg in bedrohliche Nähe rückte, wurde in aller Eile am 22. Dezember 1837 durch ein Großherzogliches Reſkript ein außerordentlichen Landtag auf 10, Februar 1838 einberufen. 1 Die eiſenbahnfreundlichen badiſchen Landſtände ließen ſich weder durch die Eingabe des Frei⸗ herrn von Mayn au aus der Faſſung bringen, der zwar einen Eiſenbahnbau in dem dünn beſiedel⸗ ten Rußland oder Amerika befürwortete, nicht aber in dem reich geſegneten Baden, wo ſchon der hervor⸗ gerufene Luftzug und der Kohlendampf ſchädlich auf die Pflanzen wirken müſſe, noch ließen ſich die Land⸗ ſtände durch die Bedenken eines Gelehrten beirren, nach denen die Eiſenmaſſen der Schienen als Elektrizitätsleiter den Verlauf der Gewitter beein⸗ fluſſen müßten. Der Landtag vom 10. Februar 1836 iſt hiſtoriſch geworden, denn im Verlauf ſeiner Dauer hat er tatſächlich das badiſche Eiſenbahnnetz, wie es Nebenius vorgeſchla⸗ gen hatte, genehmigt. Am 29. März erfolgte die Veröffentlichung der erſten drei Eiſenbahngeſetze. Noch im gleichen Jahre wurde mit dem Bau der Strecke Mannheim — Heidelberg begonnen, die bekanntlich 1840 vollendet wurde. Ein Viertelfahrhundert ſpäter waren ſchon über 500 Kilometer in Betrieb. In küh⸗ nen Windungen baute ſpäter Robert Gerwig die Schwarzwalödbahn in Deutſchlands ſchönſtes Mittel⸗ gebirge hinein, erweckte die ſtillen Täler aus ihrem Dornröschenſchlaf und erſchloß ein herrliches Reiſe⸗ land. Für das baßdiſche Land ſind die Eiſenbahnen, die der Staat auf Carl Friedrich Nebenius' Rat von vornherein in eigene Verwaltung nahm, zu einer wohlſtanderſchließenden Quelle geworden. Die amtlich vor geschriebenen Bau- Formulare nämlich: Form. 0: Entwässerungs- desu 1: Baugesuch 27 Baubeginn 3: Baufluchtangade 4: Baufluchtrevlslon 5: Revlslon aut Soskeſhöhe 6: Rohbau Revlston 7: Kamin- Untersuch. 81 Bezugserlaubnge kerner: Unfell- Anzeigen sind v. unserem Verlage zu beriehen. Ianckergt Ur. Haas R.46 Nur noch 3 Tage! Wer in den Genuß der S ON D ER- VORTEILE kommen Will, die unser Winterschluß- Verkauf bietet, der beeile sich! Meister Zwirn hat die Preise der Anzüge und Mäntel ohne Feder- lesen herabgesetzt. Auch Ski- Kleidung und— nicht zu ver- gessen— Herrenhemden, Damen- Mäntel und Knaben- Anzöge sind ganz erheblich verbilligt! un bee eee „55 6. Seite Nummer 66 ——— Die groge französische Militär- Revolte von 1917/ Ein Erlebnis- und Augenzeugenbericht von P. C, Ettighoffer 14 Kataſtrophe in Vendͤreſſe Währenddeſſen ſtehen in der Nähe von Vendreſſe, weitab im Süden, hinter der franzöſiſchen Angriffs⸗ front, mehrere Munitionszüge, die man gerade ent⸗ lädt. In Erdlöchern, auf Stapeln, zuſammengebracht auf einem verhältnismäßig kleinen Raum, liegen ſchon 45 000 ſchwere und ſchwerſte Briſanz⸗ granaten beiſammen. Hier in Vendreſſe, in einem rieſigen Munitionsdepot, wartet das Futter für die ſchwerſten franzöſiſchen Batterien. Hier liegt der unerbittliche Tod, der ſchon in den nächſten Ta⸗ gen aus den Rohren weittragender Eiſenbahngeſchütze tief in die deutſche Etappe heulen und dort Verwir⸗ rung und Schrecken ſäen ſoll. Hier liegen die ſchwe⸗ ren und ſchwerſten Granaten der letzten Trommel⸗ feuerſtunden. Sie ſollen, kurz vor dem Losbrechen der Infanterie, am denkwürdigen„Tag“, die er⸗ kannten Eingänge der Naturhöhlen und Stollen drü⸗ ben bei den Deutſchen einwuchten und die feldgrauen Reſerven gefangenſetzen, erſticken, erledigen. Eine gefährliche Macht liegt hier zuſammengedrängt im Munitionsdepot von Vendreſſe. Morgen ſchon ſoll der Abtransport der Granaten zur Front und in die einzelnen Stellungen der ſchwerſten Mörſerbatte⸗ rien beginnen. Nur mit halbem Ohr vernehmen die hier arbei⸗ tenden Poilus die vorne brandende und brodelnde Schlacht. Wiis geht ſie die Schlacht da vorne ſchon an! Sie haben hier ihre Arbeit und ihre Front. Nein, es iſt keine Kleinigkeit, täglich mit den ſchwe⸗ ren Granaten umzugehen. Es iſt fernerhin nicht un⸗ gefährlich, hier leben und hauſen zu müſſen. Aber von den Deutſchen ſelbſt werden ſie nie etwas zu ſehen und zu hören bekommen. Kein deutſches Ge⸗ ſchütz wird je ſeine Geſchoſſe bis hierher ſenden—— In dieſem Augenblick vauſcht es in der Luft. Es iſt wie das Niedergehen eines Kampfflugzeuges, halt — es iſt mehr, es iſt ſchon wie das rückſichtsloſe, energiſche Bremſen eines ganzen Munitionszuges, der plötzlich ſtehen ſoll, der auf glatten Schienen glei⸗ tet, der mit geblockten Rädern holpert, ſtockt und donnert. Es iſt ein Ton, der etwas Urhaftes, etwas nie Gehörtes in ſich birgt. Nur ſekundenlang dieſer Ton, dieſer Schrei aus der Luft. Und dann hat die deutſche Granate aus dem Wald von Pinon, der Sendbote aus dem am hellen Tag in genauer, verwegener Facrt herange⸗ brachten Eiſenbahngeſchütz, ſein Ziel erreicht. Copyright by C. Bertelsmann Verlag Gütersloh. Luft und Erde beben auf mehr als 40 Kilometer im Umkreis. Eine hohe dunkle Wand ſtrebt empor, eine Mauer aus Stein, Erde, Granaten, Fahrzeugen, Eiſenbahnſchwellen und zerriſſenen Menſchenleibern. Das rieſige Munitionsdepot von Vendreſſe iſt in die Luft geflogen——! „Eine Bagatelle“, ſagt General Nivelle Deutſche Beobachtungsflieger, die haben, aus der Höhe die Wirkung des deutſchen Eiſenbahngeſchützes zu beobachten, kehren um und bringen die Meldung vom unerhörten und raſchen Erfolg. Und währenddeſſen durchſuchen die Batte⸗ rien den Wald von Pinon und wollen das deutſche Geſchütz vernichten. Schwere Granaten taſten wü⸗ tend die Eiſenbahnlinie ab. In der Ferne aber, un⸗ ſichtbar in der inzwiſchen angebrochenen Dämmerung, fahren zwei Lokomotiven, Rauchſahnen im Nacken. Zwiſchen ſich, gezogen und geſchoben, das ſiegreiche, unverſehrte deutſche Giſenbahngeſchütz. Bis zum folgenden Morgen noch brüllen die Exploſionen im Munitionslager bei Vendreſſe. Die bereitgeſtellten Munitionszüge brennen, die Baracken brennen, der Wald ringsum brennt, und jedesmal, wenn das Feuer einen neuen Munitionsſtapel erreicht, geht alles mit gewaltigem Toben und Krachen in die Luft. Man muß das Rieſendepot ausbrennen laſſen bis auf die letzte Granate, bis auf die letzte Kartuſche. Ausbrennen, nur ausbrennen. Nichts iſt zu retten, kein Geſchoßkorb, kein Fahrzeug, nichts. Fünfzig Poilus, die ihre Abkommandierung zum Munitionsdepot als Lebensverſicherung in die⸗ ſem männerfreſſenden Krieg angeſehen hatten, ſind ſpurlos verſchwunden, von der Exploſion zu Aſche und Staub zermalmt, zerrieben, vernichtet. Nicht einmal ein Uniformfetzen, nicht einmal eine Stiefelſohle, nicht einemal eine Gamaſchenſchnalle findet man von ihnen. Weitere hundert Poilus lie⸗ gen ſterbend in der Kirche von Vendreſſe, wo man in Eile ein Feldlazarett errichtet hat. Meldung geht an General Nivelle. Man ver⸗ heimlicht dem Oberbefehlshaber keineswegs den ſchweren Schlag. Man berichtet ihm über die Ver⸗ nichtung der ſchweren Munition. Und Nivelle: „Wieviel Granaten waren es?“ „Fünfundvierzigtauſend ſchwere und ſchwerſte Ge⸗ ſchoſſe, Herr General!“ den Auftrag 22 Mittwoch, 9. Februar 1938 „Was ſind ſchon 45 000 Geſchoſſe, meine Herren, das iſt der Bedarf eines Tages für die ſchwere Artillerie der Armee Mazel. Spielt keine Rolle, meine Herren, ſpielt abſolut keine Rolle. Wenn uns die Boches 45000 Granaten ſprengen, dann werden wir ihnen 450 000 ſchwere Granaten auf den Pelz brennen. Eine Bagatelle, meine Herren, ein kleiner Zwiſchenfall. Es rollt ja doch alles ab, wie es ab⸗ rollen muß. An 45 000 Granaten mehr oder weniger wird Frankreich nicht zugrunde gehen, aber Deutſch⸗ land wird ſeine Niederlage nicht aufhalten können. Der Durchbruch, meine Herren, wird ſtattfinden!“ Harte Gegenwehr deutſcher Artillerie Zwiſchen Reims und Soiſſons brüllt das Trom⸗ melfeuer. Am Oſterſonntag, dem 8. April, iſt's ſo ſtark, daß eine Erhöhung der Wucht und der Geſchoß⸗ dichte ſcheinbar nie mehr erreicht werden kann. Aber nein, ab Oſtermontag haben weitere Batterien ein⸗ gegriffen. Denn nun ſtellt ſich heraus, daß die deutſche Artillerie noch nicht ohnmächtig nieder⸗ gekämpft iſt, wie es Nivelle zuerſt angenommen hat. Im Gegenteil, die deutſche Artillerie wehrt ſich ver⸗ zweifelt. Kaum iſt eine Batterie durch ſchwere und ſchwerſte franzöſiſche Geſchoſſe ausgeräuchert, kaum haben die gelichteten Beſpannungen in heroiſchem Draufgän⸗ gertum und Wagemut die von Splittern ver⸗ ſchrammten Rohre mit den vielfach durchlöcherten und verbeulten Schutzſchilden aus den Bettungen gezogen, da machen die Geſchütze an anderer Stelle wieder Front und eröffnen das Feuer, bis man ſie auch dort ermittelt, erſpäht und niederkämpft. Manch⸗ mal müſſen die deutſchen Kanoniere die Geſchützſtel⸗ lungen verlaſſen, weil ſchwere Munitionsentzündun⸗ gen getroffener Geſchoßſtapel ihre gefährlichen Split⸗ ter umherfetzen. Bald aber ſind die Männer wieder am Geſchütz und ſchießen, ſchießen! Hölliſches Grauen im Trommelfeuer Wie iſt's vorne in den deutſchen Infanterieſtel⸗ lungen? Schon am Tage nach Oſtern gübt es keine deutſchen Infanterieſtellungen mehr. Alles iſt zermalmt, überpflügt, vernichtet. Unter einer undurchdringlichen Wolke von Gas und Ge⸗ ſchoßqualm, unter der Wand der roten Exploſionen, unter dem tödlichen Regen der ſurrenden und peit⸗ ſchenden Geſchoßſplitter liegt eine öde, faſt menſchen⸗ leere Trichterlandſchaft. Verſchwunden die letzten Grasnarben, verſchwun⸗ den das junge Grün, das ſchon im erſten Frühlings⸗ ahnen gleich nach der Schneeſchmelze zu ſprießen und keimen begonnen hatte. Nur die helle, zähe Kalkerde jener Gegend verbirgt ſich unter dem Rauchſchleier der Materialſchlacht. Große und kleine Kalk⸗ und Kreidebrocken ſind es, von der Wucht der Ent⸗ zündungen aus den Eingeweiden der Erde an die Oberfläche geſchleudert. Frierend, hungrig, den Tod erwartend, kauern in der Tiefe dieſer Kreidelöcher die letzten Ueberlebenden der deutſchen Graben⸗ beſatzung. Ihre Maſchinengewehre, ihre Munition, ihre Handgranaten haben ſie in raſch geſchaufelten Erdniſchen untergebracht, zum Schutz gegen Splitter. Es regnet. Der Wind pfeift eiſig daher, bringt Feuchtigkeit und tauenden Schneematſch. Eime Wohltat wäre es, ſich unter die Zeltbahn zu legen, ſich unter dem waſſerdichten Stoff gegen die Unbilden der Witterung zu ſchützen. Aber nein, die Feldgrauen frieren lieber. Zu koſtbar ſind Zelt⸗ bahnen. Die Zeltbahnen müſſen Gewehre und Maſchinengewehre, Munition und Handgranaten vor Näſſe ſchützen. Mit zärtlicher Gebärde haben oͤße Schützen ihre Waffen und die Munitionskäſten in die herrlichen Zeltbahnen gewickelt und vorſorglich verſtaut. Lieber jetzt Unbill leiden, als nachher, im entſcheidenden Augenblick, wehrlos daſtehen. Nachts liegt das Trommelfeuer wie ein Lavaſtreifen auf den Höhen des Damen⸗ weges. Wie feurige Lohe, wie eine glühende Maſſe laſtet die Wucht unzähliger Exploſionen auf den deutſchen Stellungen. Gleich rieſigen Irrlichtern tanzen die Einſchläge franzöſiſcher Granaten weit drunten in der Ebene im deutſchen Hinterland. An dem Brennpunkten des Etappenverkehrs, an den Anmarſchwegen, an den Kanalübergängen, an den Brücken und an den Ausgängen der Ortſchaften, im denen man Truppenunterkünfte vermutet, iſt der Die Nächte ſind klar und mondͤhell Meiſt verziehen ſich die Wolken nach Sonmen⸗ untergang, und dann leuchtet ein ſternenvoller, ſamt⸗ ſchwavzer Himmel über der gemarterten Erde. Die Sternbilder ſcheinen herabzutropfen. Dieſe Stun⸗ den der Sichtloſigkeit benutzt der deutſche Inſanteriſt zum Atemholen. Verwundete werden weggeſchafft, Tote geborgen oder mit einigen Schaufeln voll mit⸗ leidiger Erde bedeckt. Man weiß es, morgen wird das Trommelfeuer ſie ja doch wieder aus der Allmutter Erde reißen, aber der Kameradſchafts⸗ pflicht iſt Genüge getan. Keine Minute bricht das Feuer auf die deutſchen Stellumgen alb während dieſer Nächte um Oſtern. Aber die Granaten jaulen jetzt meiſt weiter rückwärts auf Lauf⸗ gräben und Anmarſchwege. Der Mann des vorde⸗ ren Trichterfeldes kann aufatmen bis zum Morgen⸗ grauen. Man zählt die Verluſte und ſtellt neue Po⸗ ſten auf zu neuem Wachtdienſt. Man teilt neue Gruppen und neue Kompanien ein. Opferbereite Trägerzüge unterlaufen ohne Rück⸗ ſicht auf eigene Verluſte das mahlende Störungs⸗ feuer, öͤringen kilometerweit bis in die Etappen⸗ dörfer durch, holen dort heißen Tee, Brot, Büchſen⸗ fleiſch, Verbandspäckchen und Munition. Und dann beginnt wieder der Tag mit neuem Grauen und neuen blutigen Verluſten. Vorerſt keine Möglichkeit für die deutſche Infante⸗ rie, ſich zu wehren. Ihr Tag iſt noch nicht gekom⸗ men. Das Nivelleſche Trommelfeuer rollt und rollt ungebrochen und bügelt den gewaltigen Front⸗ abſchnitt aus, zerſtört die deutſchen Verteidigungs⸗ möglichkeiten. Bald wird ſich dieſes Trommelfeuer als unwiderſtehliche Walze in Bewegung ſetzen, ſo wie es der Nivelleſche Plan vorſieht, 70 Meter Ge⸗ ſchwindigkeit in der Minute, 200 Meter etwa in drei Minuten, zwei Kilometer in 30 Minuten— genau, wie es ſeit Wochen beſtimmt und feſtgelegt iſt. (Fortſetzung folgt) Ganlen-, oder kl. Acker⸗ Haus ö grundstück in fleicelberg benhchs“e a J K 3 Zimmer, zu kaufen oder Küche, Bad, Gar⸗ pachten geſucht. ten, freiſtehd., i. Ang, u. P B 19 beſter Wohn lage an d. Geſchäfts Neuenheims, ſtelle d. Blattes. bill. zu verkauf. Alles Nähere un Feutkenheim lach feuer! 1 1214 beſte Maunh. 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Im einzelnen j i Handelswechſeln und Schecks um a* auf Mill., an Lombardſorderungen um 5,9 uf 59,8 J 4 und Reichsſchatz wechſeln um 55,0 auf 4,9 Mill. 10 90 ommen, diejenigen an deckungsfähigen Werk⸗ popieren dagegen um 2,7 auf 110,9 Mill.„/ zugenommen. Die Beſtände an ſonſtigen Wertpapieren ſtellen ſich bei einer gen Abnahme auf 2., In der erſten Fe⸗ arwoche ſind 8 v. timobeanſpruchung wieder deckt worden gegen„H. im Vorjahre. Dieſe aſtung iſt, 1 5 ſie unter dem Vorjahr liegt, als normal anzuſprechen, wenn man berückſichtigt, daß der Stichtag des diesjährigen Ausweiſes für die erſte Fe⸗ bruarwoche nach dem Termin der neuen Reichsanleihe liegt, während er im Vorjahr vor dem Reichsanleihetermin lag. Ueberdies ſcheint ſich in dieſem Jahr der bevorſtehende Steuertermin ſtärker fühlbar zu machen. An Reichs banknoten und Rentenbankſcheinen zuſammen ſind 256,6 Mill./ aus dem Verkehr zurückgefloſſen, und 4 ſich der Umlauf an Reichsbanknoten um 241,7 auf Mill. 1, derjenige an Renter anner um 14,9 1 Mill. ermäßigt. Der Umlauf an Scheide⸗ münzen nohm um 11,3 Mill/ auf 1520 Mill./ ab. Die ände der Reichsbank an Rentenbankſcheinen haben ſich 2,7 Mill. J, diejenigen an Scheidemünzen unter Be⸗ rückſichtigung von 0,3 Mill./ neu ausgeprägter auf 185, Mill./ erhöht. Der geſamte Zahlungsmittelumlauf be⸗ trug am 7. Februar 6854 Mill.„ gegen 7121 in der Vor⸗ woche, 7032 im Vormonat und 6440 im Vorjahr. Die frem⸗ den Gelder zeigen mit 744,1 Mill.„ eine Abnahme um 107, Mill.&. Die Beſtände an Gold und deckungsfähigen Deviſen ſind um 0,2 Mill. 4 auſ 76,3 Mill.„ geſtiegen. Im ein⸗ zelnen ſtellen ſich die Goldbeſtände auf 70,8 Mill. /, die Beſtände an deckungsfähigen Deviſen auf 5,5 Mill. I. Teilweise Erholung der Nohsſoffpreise Geireidemärkte unter dem Einfluß der Saatenſtands⸗ berichte.— Neue Sicherungsverkäufe in Braſilkafſee. — Lebhafte Tee⸗Umſätze.— Baumwolle widerſtands⸗ fähig.— Größere Rückſtände auf der Londoner Woll⸗ verſteigerung.— Fortdauer der Unſicherheit im Metallhandel. Wenn auch vorläufig von dem Rüſtungsprogramm der Vereinigten Staaten noch keine Anregung für das Ge⸗ ſchäft mit Welthandelsartikeln ausgegangen iſt, ſo wurde durch die Flottenprojekte der USA, zu denen ſich in den küngben Tagen auch Frankreich geſellte, das Abſtiegstempo der Warenpreiſe doch wenigſtens verlangſamt. Hier und da Machen ſich ſogar die Spuren einer Erholung bemerkbar, ſie reichen indes nicht aus, das Geſamtbild nach der helle⸗ ren Seite hin zu wenden. Störend wirkt vor allem die Unklarheit über den künftigen Verlauf der amerikaniſchen Konjunktur; ferner laſſen die fortwährenden Währungs⸗ diskuſſionen die beteiligten Kreiſe nicht zur Ruhe kommen. Die Verbraucher beſitzen entweder noch Vorräte aus dem Vorjahr her, und, wo dies nicht der Fall iſt, decken ſie ſich aus den noch immer recht reichlichen Beſtänden des Han⸗ dels ein. Die Produzenten tragen dieſer Sachlage Rech⸗ nung und ſchränken die Erzeugung ſo weit ein, als ſie ſie ohne Verluſt an den Mann zu bringen hoffen. Die Pglitik des Durchhaltens wird ihnen hierdurch erleichtert, daß ihre Gewinne infolge der Hauſſe des Jahres 1937 viel⸗ fach recht bedeutend waren. Die Getreideernten von der ſüdlichen Erdhalbkugel kön⸗ nen im großen und ganzen als abgeſchloſſen gelten. Der Weizenertrag Argentiniens lautet auf Grund der letzten amtlichen Schätzungen auf 5,23 Mill. Tonnen, das ſind 23 v. H. weniger als im Vorjahr. Auſtralien brachte an Wei⸗ zen 4,41 Mill. Tonnen ein, das ſind 6 v. H. weniger als im Durchſchnitt. Da Kanada nur die Hälfte eines mitt⸗ lexen Ertrages geerntet hat(4,96 Mill..), ſpielt der Ex⸗ port der Vereinigten Staaten z. Zt. eine ausſchlaggebende Rolle. Trotz der niedrigen Ergebniſſe in Argentinien und Auſtralien waren die Preisbeſſerungen des Weizens an den internationalen Märkten doch nur ſehr gering⸗ ſügig. Es liegt das daran, daß von überall her über den Befund der Winterſaaten günſtige Meldungen eingehen. Nur im Südweſten der Union, nämlich in den Diſtrikten. Oklahoma, Teras, Weſt⸗Kanſas und Colorado, ſcheint augenblicklich ein gewiſſer Mangel an Bodenfeuchtigkeit vorzuliegen. Der einzige Artikel unter den Kolonialwaren mit einer ausgeſprochen freundlichen Grundſtimmung iſt der Tee. Sie kam beſonders auf den Verſteigerungen in England und Holland zum Durchbruch. Der Export der Erzeugungs⸗ länder betrug in den Monaten Apri! bis Oktober 1987: 537,7(i. V. 512,6) Mill. lbs.; der Weltverbrauch ſtellte ſich auf rund 487(492) Mill. lbs. Das erhöhte Intereſſe für Tee kam auch den Außenſeitern zugute. China führte in 1937; 40,65(i. V. 37,30), Japan 24,58(16,40) und Formoſa 10,75(8,70) Mill. lbs. aus.— Seit Beginn der Export⸗ offenſive Braſiliens durch ſcharfe Senkung der Kaffee⸗ preiſe kann der Markt nicht zur Ruhe kommen. Es ſieht auch nicht ſo aus, als ob dies in nächſter Zeit der Fall wäre; denn die Verſtändigungs möglichkeiten mit den Milds⸗Ländern klingen augenblicklich nicht gerade ſehr gut. Inzwiſchen nähert ſich die Zahl der bisher vernichteten Kaffeemenge der Grenze von 60 Millionen Sack. Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe uneinheitlich * Frankfurt, 9. Die Börſe hatte gegenüber den vorbörslichen Erwar⸗ tungen einen uneinheitlichen Be be In eee Werten lagen vom Berliner Platz 2 lögaben. vor. 11 am Aktienmarkt Reichsbank bei größerem Angebot auf 200 (209.50) und Harpener auf 166(168) ſowie JG Farben auf 160%(161) zurück. Andererſeits war das Kaufintereſſe klein und nur von lokaler Bedeutung. Die Kursbildung war unregelmäßig, wobei aber die durchſchnittl ichen Ab⸗ weichungen kaum über Bruchteile eines Prozentes hinaus⸗ gingen. Von Bergwerkswerten ermäßigten ſich Hoeſch auf 114(114.50), Mannesmann auf 114(114.25), während Ver. Stahl v. H. gewannen auf 11276. Von lokalen Papieren zogen Mönus Maſchinen weiter an auf 136(135), Adler⸗ werke gewannen 4 v. H. auf 119. Im einzelnen kamen Geffürel mit 146(145.75), Weſtdeutſche Kaufhof mit 60.50 (60), Zellſtoff Waldhof mit 149(148.50), Bekula mit un⸗ verändert 169, Deutſche Linoleum mit unverändert 167 und Hanfwerke Füſſen mit unverändert 132.50 zur Notiz. Nach den erſten Notierungen bröckelten die Kurſe vielfach weiter etwas ab. Am variablen Rentenmarkt blieben Reichsaltbeſitz gut behauptet mit 130.60, ebenſo Kommunal⸗Umſchuldung mit 95.25 und 4proz. Rentenbank⸗Ablöſung mit 94.20, dagegen bröckelten Reichsbahn⸗VA j v. H. ab auf 129.75. Am Pfandbriefmarkt wurden Frankfurter, Meininger und Rhein. Hyp. Gold zu unverändert 100 repartiert. Von Kommunal Obligationen ſtellten ſich Rheiniſche auf 9958 (99.50), Liquidationspfandbriefe lagen unverändert. Stadt⸗ und Staatsanleihen kamen zumeiſt behauptet zur Notiz, Induſtrie⸗ Obligationen zeigten nur wenig Abweichung. Im e waren Städte⸗Altbeſitz ſtark gefragt mit 135756(134.75). In der zweiten Börſenſtunde ſtockt das Geſchäft nahezu vollkommen, die Aktienkurſe bröckelten größtenteils leicht ab. Auch die höher notierten Papiere konnten ſich nicht immer voll behaupten. Verein. Stahl 11274 nach 1127, JG. Farben 159,75 nach 16076, Buderus 123,5 bis 123 (122,5), Rheinſtahl 141.75 bis 141,75(141,75), Jul. Berger 153,5 bis 153(152,75. Von ſonſtigen ſpäter notierten Wer⸗ ten lagen Bemberg 1 v. H. höher mit 140.25, im übrigen hielten ſich die zumeiſt nom. Veränderungen bei.25 bis .5 v. H. Großbankaktien waren feſt, beſonders Deutſche Bank mit 127(126,5), Dresdner Bank gewannen 7 v. H. auf 114, Commerzbank blieben mit 122,25 unverändert. Im Freiverkehr wurden genannt: Burbach Kali 67,5 bis 68,, Dingler Maſchinen 88, Schuh Berneis 76, Verein. Pinſel 76, Ufa 6976. Februar. Berliner Börſe: Aktien überwiegend feſter Berlin, 9. Januar. Die Börſe war auch heute auf einen freundlichen Grund⸗ ton abgeſtimmt, wenn auch der Geſchäftsumfang eng be⸗ grenzt blieb. Das Fehlen von Verkäufen der bisher in größerem Umfang als Abgeber aufgetretenen Kreiſe und der anhaltende geringe Anlagebedarf ſorderten in Verbin⸗ dung mit der weiter ſehr flüſſigen Geldmarktlage eine eher anſteigende Tendenz des Kursniveaus. Allerdings blie⸗ ben Zufälligkeiten im Zuſammenhang mit der herrſchenden Marktenge keine Seltenheit. Am Montanmarkt wurden z. B. Harpener, die bekanntlich in den letzten Tagen unter dem Eindruck günſtiger Produktionsziffern einen ſtetigen Anſtieg zu verzeichnen hatten, angeboten, wodurch ſich der Kurs um 3 v. H. ermäßigte. Geſucht waren am gleichen Marktgebiet Rheinſtahl und Buderus(je plus 0,75 v..). „Ueberwiegend feſter lagen Braunkohlenwerte, ſaſt durch⸗ weg um ca. 0,25 v. H. gebeſſert Kaliaktien. In der chemi⸗ ſchen Gruppe konnten ſich Farben mit 160,25 zunächſt nicht voll behaupten, erhöhten ſich aber bald auf den Vortags⸗ ſchlußkurs von 1606. Auf kleinen Bedarf um 3 v. H. feſter waren bei den Elektrowerten Akkumulatoren, anhal⸗ tend gefragt blieben Siemens u. Schuckert(plus 0,75 bzw. plus 0,5 v..). Auch Maſchinenbauwerte waren in der Mehrzahl gut gehalten und z. T. feſter, ſo Deutſche Waffen um 2 und Orenſtein um 0,75 v H. Eine Ausnahme bis⸗ deten Schubert u. Salzer, die bei kleinſtem Angebot 0,75 v. H. hergaben. Sonſt ſind mit augenfälligen Kursverände⸗ rungen nur noch Bemberg(plus 1,75), Bremer Wolle(pl. 1,5) ſowie andererſeits AG. für Verkehr(minus 1,75) und Reichs bank(minus 1 v..) zu erwähnen.— Am variab⸗ len Rentenmarkt ermäßigte ſich die Reichsaltbeſitzanleihe unweſentlich auf 130,70(130,75). Die Umſchuldungsanleihe würde in größeren Beträgen gehandelt, aber mit unverän⸗ dert 95,20 feſtgeſetzt. Im Verlauf war die Kursgeſtaltung in variablen Ab⸗ ſchnitten Schwankungen nach beiden Seiten unterworfen, ohne daß ſich dabei im allgemeinen nennenswerte Ver⸗ änderungen ergaben. In der zweiten Börſenſtunde trat ke ein Rückgang um 1, bei Deutſche 0 alleröings bei Koks, 1 0 0 d bei Rheinſtahl um 1,25 v. H. 9 58 Erdöl um 1 v. H. Akkumulatoren erhöhten ihren Anfangsgem inn um 1 v. 9 Am Kaſſarentenmarkt iſt die Nach Arage nach Hypot heken⸗ pfandbriefen t gr Die Kurſe galten ſaſt Hurchr Geld. konnte n ler dings wegen der beſtehenden ppheit kaum getätigt werden. Von Stadt 29er Bonn mit plus 0,20, ferner f 2. Dekoſame i ½ v. H. zu erwähnen. Neue Ham⸗ burger zogen um 20 Pfg. au. Von Induſtri ieobliggtionen wurden Aſchinger 2 und Fahlberg Liſt. v. H. höher bewertet. Von den zu Einhei ts kurſen gehandelten Bankaktien be⸗ gegneten namentlich Deutſche Bank verſtärktem Kaufinter⸗ eſſe und zogen um). H. an. Handelsgeſellſchaft waren um, Dre er Ba und Adea um 18 6 v. H. feſter, während Vereinsbank Hamburg 7 und Deutſche Ueberſee⸗ bank 1 v. H. hergaben. Von Hppolhetenbanken fielen Bayeriſche Sypo theke un mit plus„ und Meininger Hypo⸗ theken mit—, v. H. auf. Von Induſtriepapieren ſind Heidenauer Papier mit einer gegen letzte Notiz erlittenen Einbuße von 5,75 v. H. hervorzuheben. Sonſt itberwoge n eher Beſſerungen im A aß von bis zu 2 v. H. Kolon ſal⸗ papiere waren bis a1 g, die ½ v. H. verloren, geſtrichen, bzw. unverä Steuergutſcheine bisheriger Ba Reichsſchuld 100,75 B; 1942 1945er bis 1 G 100,62 B; B; 1945er 90 G 0 75 5 Wiederaufbauanle 1946/48er 83,37 G 84,12 B. Aproz. Umſchuld.⸗Verb. 94,825 G 95.5 575 B. Gegen Börſenſchluß trat zunehmendes Angebot hervor, durch das das Kursniveau leicht gedrückt wurde. Nachbörslich blieb es ſtill. Geld- und Devisenmarki Berlin, 9. Februar. Am Geldmarkt wurden für Blanko⸗ tagesgeld zwar noch unveränderte Sätze von 2 274 v. H. genannt, doch war nicht mehr wie geſtern, darunter an⸗ zulommen. Die geringe Verſteifung iſt vermutlich auf den morgigen Steuertermin zurückzuführen, deſſen Finanzie⸗ rung allerdings unter den gegenwärtigen Marktverhält⸗ niſſen mühelos möglich iſt. Käufe kurz⸗ und mittelfriſtiger Abſchnitte waren heute nur noch in geringem Ausmaß zu beobachten. Der Privatdiskontſatz ſtellte ſich auf unver⸗ ändert 27 v. H. Im internationalen Deyiſenverkehr lag der franzöſiſche France nach der vorübergehenden Befeſtigung wieder ſchwächer. Aus London kam eine Meldung mit 152.90 nach Sat, in Amſterdam 11 er.86 nach.87% und in Zürich 14.12% nach 14.13. Das engliſche Pfund wurde eim auf geſtriger Baſis notiert, und„zwar ſtellte ſich die Amſterdamer Notiz auf wieder.9694, die Züricher auf 21.61(21.5956). Die Befeſtigung am letztgenannten Platz iſt auf die ſchwächere Haltung des Franken zurückzuführen. Der Dollar blieb gut gehalten, der Gulden konnte ſich nicht voll behaupten. Später war der Frane den Früh⸗ kurſen gegenüber gehalten. Diskont: Reichsbank 4, zum Teil nach Paufſe, auf 5 1: 194ler 100 G 194ger 99,37 G 100,25 B: Ausgabe 2: 1941er 99,87 6 100,12 B; 1944er 99,12 G 99,87 Lombard 5, Privat 3 v. H. Dis⸗ 9. Februar 8. Februar ee Rm. ont Weld Brief Geld J Brief Aegypten Jägypt.Pf... g 1 111 745 Argentinjen 17 5255 5 5 955 9655 680 Belgien 2 5 47.024210 Braſtlien„1M Lis. 140„142.10].142 Büldarien. 100 Leda 8. 3⁵⁰ 308 30538 Dänemark igogronen 540 58.52 55.22 55.54 Danzig 100 Gulden 4 47.— 4710.— 47.10 England:. 1D 1210 0 12415 1245 Estland icleſtn Kr. 4/6818 68½2 58.18 68.27 Finnland 100finn. Mk. 4,8490 8479.499] 5,509 Fankreich 100 Fr/.132 38.143.482.148 Griechenland 00 r 3 25530 2857 282357 Holl und 100 Gulden 2 138.40 188.68 138 45 189,73 Fran Teheran) spann N. 18.4? 18.45 IJsland„ 100 isl Kr. 5½ 5588 35 Ftalſen.. 100 Lire 42 18.09. 13.11 Japan 1 en.29.225.225 Jugoflavien!0. 5.694 5,706 Kanada 1 kan* 22% 288 Lettland„ 100 Latts 8 2910 49.20 Litauen„100 50 41 94 42.02 Norwegen 100 RKronen 4 6240 6252 Oeſterreich 100 Schill 3¼ 48.99 49.05 Polen„ 100 loty 5 47 8 4/40 Portugal 100 Estudo 4 11.280 11.300 Rumänien. 100 Le* N 12— Schweden. 100 fr 24 6300 83.12 Schweiz 10ofranten 1½ 5747 57.89 Spanien, 100Peſeten[2 14.40 15 51 Tſchechoſflowalei ion 3.691] 8 709 Türkei. i Pfd.%.978].982 Ungarn„10 4 8 15 krnguay, 1G 2 1,139].141 Ver Stag ſen 17.7.481 * Frankfurt, 9. Februar. Tagesgeld unverändert 274 v. H. Obwohl auch während der letzten Tage bei der Baum⸗ wolle Poſitionslöſungen ſtattfanden, läßt dieſer Spinnſtoff doch eine bemerkenswerte Widerſtandsfähigkeit erlennen, da die Abrufef der amerikaniſchen Spinnereien ſich auf bisheriger Höhe hielten, und die Anforderungen zu Ex⸗ portzwecken eher noch eine Ausweitung erfuhren. Bis zum 27. Januar ſind 4,82 Mill. Ballen beliehen worden. Wann eine endgültige Regelung der Verhältniſſe des amerikaniſchen Baumwollmarktes eintritt, läßt ſich zur Stunde noch nicht überſehen. Der Ackerbauminiſter der Union glaubt ſich nicht dafür verbürgen zu können, daß die„Farmbill“ ſo frühzeitig verabſchiedet werden würde, Haß ſie auf die neue Ernte Anwendung finden könne. Ju jedem Falle aber— ſoviel ging aus den Darlegungen auf dem Kongreß zu Kairo hervor— werden die USA den Markt dauernd unter Kontrolle halten. Man will unter allen Umſtänden verhindern, daß durch Vergrößerung der Baumwollanbaufläche im Johre 1088 ein neuer Rekord heranwächſt, nachdem der Ertrag des Jahres 1937 bereits den amerikaniſchen Behörden unendliche Sorgen und Schwierigkeiten bereitet hat. Eine Rückſchau auf die Ergebniſſe der letzten Londoner Wollanktion lehrt, daß die Käufer keineswegs gewillt ſind, die von ihnen geforderten hohen Preiſe in jedem Falle zu bewilligen. Von den zum Verkauf geſtellten Angebeten (101477 Ballen) wurden nur 59 500 untergebracht. Der Reſt mußte wegen zu hoher Limite zurückgenommen wer⸗ den. Lediglich erſtklaſſige Wollſortimente behaupteten den Preisſtand der vorigen Serie; bei den übrigen bildeten Preisabſchläge von 5 bis 10 v. H. die Regel. Die zögernde Haltung der Bieter erklärt ſich u. a. aus der Beobachtung, daß genügende Wollmengen zur Verfügung ſtehen und mit einer Vertnappung in keinem Fall gerechnet zu werden örgzachk. Die hochgradige Unſicherheit im Metallhandel hält an. Das Zink hat den niedrigſten Stand des Jahres 1937 noch unterſchritten das Gleiche gilt für Zinn, obwohl die baren Weltvorräte im Jer um 744 auf 24967 To rückgegangen ſind. Der Kreis derjenigen, die einer neuer Kürzung der Qucten für die Sitzung des Zinkkomitees das Wort reoͤen, wird daher immer größer. Einer neuen Verflauung verfiel auch der ame ritaniſche Kupfermarkt, dem ſich London vorübergehend mit recht ſchwachen No⸗ tierungen anſchloß. Aus der Tatſache, daß vor all Standarödkupfer ſehr matt lag, geht hervor, daß Bai abgaben eine Rolle geſpielt haben mütſſen. Enigerm behauptet war das Blei, weil ſeitens der Kabelinduſtri und der Herſteller von Akkumulatoren darin laufende Käufe erfolgten. Die Preisentwicklung der wichtigſten Welthandelsortikel zeht aus nachſtehender Tabelle hervor iin der betreffenden Landeswährung]: ez 32 Dez. 33 Juli 34 Dez. 35 Weizen Chicago 490 81.50 8787 101.50 N. Roggen Chicago 30.00 33.25 64.63 49 88 30 5 Mais Chieago 22.8 44,37 57/0 57.25 0 4 Schmalz Chicago.30.40.90 11.15 J 1185— Zucker Magdeburg.10.85.25.80 4 42 32 Face Neu york 66.00 110,00 179,00 214.00 109 04 Kautſchuk London.40.40.12.81 7200 5 93 Baumwolle Bremen.20 1159 14.80 13.98.70 8⁰ Baumwolle Neuvork 6,10 10,15 12.70 11,80.52 51 Kupfer London 2860 32.19 29,63 33,75 38,84 60 Zucker⸗Notterung fü ür Kontrakt 4. * Die Wohnbantätigkeit in den badiſchen Großſtädten. Im Dezember 1987 wurden in den drei badiſchen Großſtäsd⸗ ten insgeſamt 295 Wohnungen fertiggeſtellt. Davon ent⸗ fallen auf die Landeshauptſtadt Karlruhe allein 227 Woh⸗ nungen, auf Freiburg 49, auf Mannheim 19 Wohnungen. Bis auf zwei(Mannheim) wurden ſämtliche Wohnungen durch Neubau gewonnen. Bauerlaubniſſe wurden im Be⸗ richtsmonat erteilt in Karlsruhe 59, in Mannheim 58 uns in Freiburg 54. Gleichzeitig ſind in Karlsruhe 75, in Mann⸗ heim 41 und in Freiburg 32 Baubeginne zu verzeichnen. Waren und Märkte * Berliner Getreidegroßmarkt vom 9. Februar. Im Berliner Getreideverkehr bewegte ſich das Geſchäft bei ſteti⸗ ger Grundſtimmung weiterhin in ruhigen Bohnen. Die Anlieferungen bewegen ſich etwa im Rahmen der letzten Tage, genügen aber vollauf, um den laufenden Bedarf zu befriedigen. In Roggen verfügen die Mühlen noch immer über nennenswerte Beſtände, ſo daß ſie nur zögernd Ware aufnehmen, während Weizen, ſoweit am Markte, jeweils ſchlank Unterkunft findet. Das Mehlgeſchäft hat keine Belebung erfahren. Namentlich in Roggenmehl iſt der Ab⸗ zug ſchleppend. Futtergetreide wird zu kaufen geſucht, ge⸗ langt aber nur vereinzelt in kleinen Poſten an den Markt. Braugerſten liegen ſtill und werden kaum beachtet. Bremer Baumwolle vom 9. Febr.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl.(Schluß loko 10,60. Magdeburger Jucker nozſern gen vom 9. Febr.(Eig. März, April 4,40 B 4,25 G; Mai 4,40 B 4,80 G: Auguſt 4,50 B Dr.) Febr., Juni 4,45 B 4,35 G; Juli.50 8 4,35 G; 4,40 G; Tendenz ruhig.— Gemahl. Melis per Febr. und Febr.⸗März 31,45—31,50: Tendenz ruhig; Wetter bewölkt. Hamburger Schmalznotierungen vom 9. Febr.(Eig. Dr.] American Steamlard tranſito ab Kai 23,25 Dollar. American Purelard raff., per vier Kiſten je 25 Kilo netlo, verſchiedene Standardmorken tranſito ab Kai(Preiſe je 100 Kilo] 23,7524 Dollar. Marktlage ſtetig. Berliner Metallnotierungen vom 9. Febr.(Eig. Dr.) Je 100 Kilo notierten: Elektrolytkupfer(wirebars] 56,00; Standardkupfer 50,25 nom.; Originolhüttenweichblei und Standordblei je 20,50 nom.; Originolhüttenrohzink ab norddeutſche Stationen und Standardzink je 19,20 nom.; Original⸗Hütten⸗Aluminium 98—99proz. in Blöcken 1383: desal. in Walz⸗ oder Drahtbarren 99proz. 137 M Fein⸗Silber je 1 Kilo 39,50—42,50 J. * Die Lage an den Kartoffelmärkten. In der Saarpfalz wickelten ſich in der letzten Woche die Speiſekartoffelmärkte unverändert ruhig ab. In Fabrikkortoffeln wurden lau⸗ fende Abſchlüſſe noch Sachſen⸗Anholt, Braunſchweig und der Altmark getätigt. Die Umſätze am Futterkartoffelmarkt er⸗ reichten keine Bedeutung. Ebenſo blieb das Bild an den Pflanzkartoffelmärkten ruhig. Die badiſchen Märkte zeigten das bisherige Bild ausreichender Speiſekartoffel⸗ zuſuhren bei ruhigem Bedarf. Etwas lebhafter entwickel⸗ ten ſich die Futterkartofſelumſätze. Fabrikkartoffeln wur⸗ den beſonders nach Sachſen⸗Anhalt gelieſert und flott untergebracht. Am Pflanzkartoffelmarkt iſt keine Belebung eingetreten. Die Kenuziffer der Großyandelspreiſe ſtellt ſich für den Monatsdurchſchnitt Jauuar auf 105,6(1913= 100): ſie iſt gegenüber dem Vormonat(105, P] wenig verändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarſtofſe 105,0 (plus 0,4 v..), Kolonialwaten 90,1(— 4,1 v..), indu⸗ ſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 94,4(plus 0,1 v..) und induſtrielle Fertigworen 175,9(— 0, v..) AZZ—.ʃʃ. Haupeſchriftleiter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Win bauer. Stellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater, Wiſſenſchaft und Unterhaltung: Cart Onno Eſſen bart. Han⸗ delsteil: Dr. Fritz Bode.— Lokaler Teil: Dr. Fritz Hammes. Sport: Willy Mäller. Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt; Curt Wilhelm Fennel, ſämtliche in Mannheim. Scoriſtleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friedenau, Südweſtkorſo 60. Für unverlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung nur bei Rückporto. . Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung Fritz Bode& Co., Mannbeim, R 1, 46. „ für Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen Jakob Faude, Mannheim. Zur Zeit Preisliſte Nr. 8 gültig. Die Anzelgen der Ausgabe A Abend und A Mittag erſchelnen gleich⸗ zeltig in der Ausgabe B Ausgabe A Mittag über 11 000 Ausgabe A Abend über 10 000 Ausgabe B über 10 500 Geſamt⸗D.⸗A. Monat Jaunar über 21 500 eee eee eee e x e e r n...r. B eErlin 5 9.„ 9. 8. 9. 8. 9. 8. 9. 8. 9. 8. 9. 8. 9. 8. 4½ Kaſſel Bz. Verb. 4% Rhein. Hypbk. achm KLadewlg 133,0.. Dresdner⸗Leipz. Hoeſch. Röln Bgw 113,8 114, 0fatronzelſtoſ e. 140,0 Stemens& Halske 211,7 212,5 1. Handelsgef. 135,7 135 Deutsche Oſtpreuß. Altheſ. 134,6 134,6 F R 35. 36, 39. 100,0 Jace, Mascunen 12275 122,7 Schneapreſſen 112,0. Hoffm.⸗Stärke„ leckarwerke.. 1 Stader 5 115 e eee 12272 23 Pommern Altb. 1 140, 4% Schl. Landſch. 99.80 99,90 8% do. Liquid. 102,3 102,3 Baſalt.-G... 66,50 66,— Düren. Metalv.„. Hot. Holzmann 10169 160,0 Niederl. Kohle: 174% 174,0 Steatit-Magneſic, Deutſche Bank. 1270 12055 lestverzinsl. Werte] Rbeinprov.Alibef 134,8 134,8 Opf. de 20 5 504% bo. Rom. f-8 99,62 99,50 Bayr. El. Lief. 02„ Düſſeld. Hoefelbr. 172,0 172,0 Hoteſbelrieb 95,5 55,12 Nordd. Kabeln.. Steitin. Portl.⸗3. 124,7 124,0 Dt Centralb.⸗Kr. 1245 124 Aneinen⸗.-Holſt. Altbeſ. 851 3 Westf.. Gp 99,75 99,80 4% W do. Elektr.⸗W... Dynam. A. Nobel 83,50 83,50 Hutſchenreuter, L. 90,37 96,50] do. Steingut... Stock& Cie. Dt Eff.⸗u. W. Bk. 83,30 83.20 e 0 5 Westfalen Altbeſ. 135,1 1385,1% be. Abfind 88,87. 8,12, 10 4 1000 100,0 Bergmann Elekt. 135,2 138,5 kintracht Oraunk. 175,3 175,8 Ilenſzene gabel 108,7 108,5 Stäbrftammgarn 130,8 13755]Pt. Golddise⸗Ote 100,0 100,0 10 eich, Länder, Relchspoſt, a 146601 Bdkred. Berk. Kindl Bw. 9 77 1 2Verkrem 150,0 158,0 lſe Bergbau... 158,5 Usnabrück. Kupfer Stolberger Zink. 92,75 Dt. Hypoth.⸗Bank 1237 124,0 entenbrieſe, Schutzgebiete 4% Aachen u. 22%%0 1 7 100,0 100,00 do. St.⸗BPr.. Elektr Liefe do. Genußſch. 134,5 134,1 hhönix, Braunk.: 114,0[Gebr. Stollwerk 125,5 120,0 St. Aeberf„Bank 119,5 119.7 108% 2 eren s. 100 0. Stadtschaften* Scher böte, de anton n Elektr eich n us. 11270 Immab, Münch 79.— Je is fittler. Werkzeug 208,0 205,0 Süd. gucken:. 208,5 Dresden Fat 11403 1153 1 01 dec„5 4% 40 Piber oldpf. kn. 22 100,0 101,5 Beton'u Monter. 165,0 105, Engelhardt Brau.. 83,87 Induſtrie blauen 142,0 140,0 Momm Eiſengle EE Feld 80,12 80, 25 Reining. Hop. Br 124, 128,2 7 101% 101 65.— oldp 99.75 09,75 3½ Süd, Bbkred. Brauh Rürnderg 110,7 0[Enzinger ⸗Unſon. ſacopſen. W. 85, gon art Brau... lhüt Elette a. G.. feichsbank! 2080 33 7980 5 3 995 90 99, e 3 925 1 1000 10004. 5 1 9 101,5 100,0.. 201,5 77 Erdmannsd. Spi, 124,5 124,8 John, J. A.. 85,25 85,75 97. 1598„ e 25 5 80. W Bt hm. 157,5 15775 3 0 5. t„„„Thür andes⸗ rem. Wollaem.. Erlang ⸗ Baum. la, 1 reußengrube... Tucher, Brauerei.. 90, Ry Weſt. Boder. 143,0 143,2 2 Reichsant. 1984 90,25 99725 4½ Düſſeldorf a2„Bk. 3 21 100,0 100,0 Brown, Bop.& C. 138, abla Porzellan 153,3 153, Tuchfebr. Aachen 107,8 107,0 g 5 e eee 1055 1050 47 Eſſen 288 98,90 thek.-Sank Werte“ en. Buderus, Elſenw. 123.7 122,5 Feuer Liſt 5 17972 e e eden 11100 75 5 aan 88 255 Tete. 5 Su e 1187 1108 175 e 1„ 55 7 5 2 7p krebii kn. 6 100,00... Buſch, Opt.. 137,7 e J. G. 159,7 loo geramag 164,5 Lehel eta. 160% 4 Bereinsbk Hamb. 139,5 140,0 1 1 6 Feipsig 28,„ 99,2% Dayr Hdbk. 16. 101,8/ Württ. bk. 110 110,7 7 elbiſch, 5. 3„Klöckner Werke 118,8 118,6 J. E. Reinecker 167,5.. er sptelkarten..... Wſtd. Bodenkredit. 122 „ Baden 27. 99, 5 n 4% BayrBereins⸗ artonn Dreßden,. Fein⸗Jule⸗Spinn 134,0 133,2 Kn 5 heinfelden Kraft 137001. Chem. Sarl. 116, 4% Bader 27 400,0 100 04%„o de.*„anf 438-113 102,0 100, garl. Waſſerw.. 117,7 lis,2 Felten e Gail. 130, 137,30 d. Cher 156.0 156.7 Rhein, Braunes 221,2 250,7 do Guns Rasch. 12,. Verkents- Aktien 44d. Ser Anl.! 1001 100. ½ München 2 5 100,05 ig 8. 102,6 102,5 Industrie-Obligationen Gbem, Buckau.... 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