FTF N 9 N K 1 Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk. durch die Voſt.70 Mk einſchl 50 Pfa Poſtbef.⸗Geb Sterzu 72 Pfa Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr 12. Kronprinzenſtr 42 Schwetzinger Str 44. Meerfeldſtr 13, Ne Ftſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr 63. cy Oppauer Str 8 Se Lufſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt 25 f d folgend Monat erkolgen. Mannheimer General- Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1,-0. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590 — Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für 3 eil Anzeigenpreiſe: 29 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig. 79 wm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Kleinanzeigen ermäßtate Grundpreiſe iſt die Anzeigen Preisliſte Nr. 8. Konkurſen wird keinerlet Nachlaß gewährt Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, fernmündlſch Einzelpreis 10 Pf. Für Familien und Allgemein gültig Bei Zwangsveraleichen oder Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und Gerichtsſtand Mannheim⸗ erteilte Aufträge. Mittag⸗ Ausgabe A Nele Ablö Donnerstag, 10. März 1038 Chautemps' Endkampf um ſeine Vollmachten Die Sozialiſten wollen ſie nicht bewilligen— Der Rücktritt der Regierung ſo gut wie unvermeidlich Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 10. März. Die franzöſiſche Regierungskriſe dauert weiter an. Man kann ruhig ſagen, daß eine Ueberraſchung der anderen folgt. Wenn ſchon die Regierungskriſe plötzlich kam, dann kam der Beſchluß geſtern abend, nicht zurückzutreten, noch plötzlicher. Nach⸗ dem nämlich Chautemps gegen 20 Uhr ſeinen Freun⸗ den ſelbſt geſagt hatte, er würde ſich mit ſeinen Miniſterkollegen ins Elyſée begeben, um dem Präſi⸗ denten der Republik ſeinen Rücktritt anzuzeigen, wurde gegen 22 Uhr durch den Kabinetts rat der Be⸗ ſchluß gefaßt, es nicht zu tun. Inzwiſchen muß natürlich einiges paſſiert ſein. In der Tat fanden Beſprechungen zwiſchen dem Mi⸗ niſterpräſidenten Chautemps und Herriot ſowohl wie dem Präſidenten der Republik Lebrun und dem Präsidenten des Senats Jeanneney ſtatt. Beſonders Lebrun und Jeanneney ſollen Chautemps geſagt haben, daß man das Parlament vor ſeine volle Ver⸗ antwortung ſtellen müſſe. Genauer geſehen darf man ruhig ſagen, daß man mit der Volksfront ins Gericht gehen will. Es geht ein großes innerpoliti⸗ ſches Spiel vor ſich. Man will die Volks⸗ Front bloßſtellen. Geſtern haben in der Tat ſämtliche Linksparteien getagt, ohne den Mut zu finden, irgendeinen Be⸗ ſchluß zu faſſen. Ja ſogar die Linksdelegation, von der man glaubte, daß ſie ſich zu einem Beſchluß auf⸗ raffen würde, kam nicht dazu. Man ſieht die Feig⸗ heit vor der Verantwortung. Nur die Sozialdemo⸗ kraten, d. h. alſo Leon Blum, der immer glaubt, im Namen ſeiner ganzen Partei ſprechen zu können und das in der Tat wohl auch kann, ließ wiſſen, daß ſie nicht daran dächten, den Vollmachten der Regierung zuzuſtimmen. Damit iſt die Lage im Grunde unverändert. Die Radikalſozialen fanden zwar nicht ebenſo den Mut, in gleicher Weiſe Chautemps zu unterſtützen, da ſte glauben, daß die Zeit noch nicht reif ſei, der marxi⸗ ſtiſchen Linken eine Abſage erteilen zu können. So wird alſo nun heute morgen 9,30 Uhr die Re⸗ gierung vor der Kammer erſcheinen, wobei dann Miniſterpräſident Chautemps eine Erklärung ab⸗ geben wird. Wenn kein Wunder geſchieht, d. h wenn die So⸗ zialdemokraten nicht in letzter Minute umfallen, daun wird die augenblickliche Regierung nun endgültig ſoſort zurücktreten. Darau glaubt übrigens jeder, ganz gleich welcher politiſchen Partei er im Parlament angehört Chautemps würde nach der Verleſung ſeiner Erklä⸗ rung in einem ſolchen Falle jegliche Debatte vermei⸗ den mit der Erklärung, daß er an weiteren Erörte⸗ rungen nicht mehr intereſſiert ſei, d. h. zurücktrete. Der Moskauer Vlutrauſch: Die Vermeidung der Debatte erfolgt, um die Volks⸗ front zu ſchonen Die Radikalſozialen haben nämlich alle Scheu, es nunmehr innerhalb der Linsparteien zu einer offenen Auseinanderſetzung kommen zu laſ⸗ ſen. Da ſich mit der Rechten kaum eine Regie⸗ rungsmöglichkeit ergibt, wird die Regierung alſo keine Schlacht im Parlament liefern. Die Radikalen, an ihrer Spitze Chautemps, wer⸗ den es ſich nicht leiſten können, die durch die Halbung der Sozialdemokraten und Kommuniſten ausfallen⸗ den Stimmen durch die Gruppen Flandin und Ma⸗ rin erſetzen zu laſſen. Dadurch würde ſich nämlich das geſamte Geſicht der Regierung und man kann ruhig ſagen der franzöſiſchen Innenpolitik verändern und dazu iſt die Stunde noch nicht reif. Aber das Land ſoll neben dem Parlament durch die Erklärung heute morgen noch einmal die Wahrheit und zwar die ganze Wahrheit über die Lage Frankreichs hören. Das wird von dem Präſidenten der Republik, Lebrun, gewünſcht, damit die kommende Regierung ganz eindeutig vor die Aufgabe geſtellt werden kann, die gegebene Lage zu retten. Angeſichts der innen⸗ und außenpolitiſchen Probleme glaubt man, daß die Regierungs⸗ kriſe eine ſchnelle Löſung finden wird. Immer noch wird angenommen, daß in der neuen Regierung ſowohl Leon Blum wie Paul Reyu aud vertreten ſein werden. Die„Action Francaiſe“ ſagt dazu ſehr vitzig, daß die Republik von Zeit zu Zeit immer wieder die Notwendigkeit verſpüre, ſich an ihren eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen. Dieſes Verfahren be⸗ ſtehe darin, ihre eigenen Inſtitutionen für eine ge⸗ wiſſe Zeit aufzugeben, um Garantien gegen ſich ſelbſt zu erhalten. Das iſt eine Anſpielung auf die von der Regierung für unbedingt notwendig erach⸗ teten außergewöhnlichen Vollmachten, um die not⸗ wendigſten Schwierigkeiten zu überwinden. Der neue Frühjahrsfeldzug in Spanien: Nationale Offensive an der Arggon⸗Front Die bolſchewiſliſchen Stellungen in 8 km Tiefe durchſtoßen dnb. Paris, 9. März. Wie Havas aus Saragoſſa meldet, haben die nationalen Streitkräfte an der Aragon⸗Front auf einem Frontabſchuitt von über 90 Kilometer Länge eine Offenſive eingeleitet. Sie haben die bolſchewiſtiſchen Linien einge⸗ drückt und ſind ſtellenweiſe bis zu 8 Kilometer tief vorgerückt. Die Bolſchewiſten zogen ſich in Unordnung und unter Zurücklaſſung beträcht⸗ lichen Materials zurück. Wie der Heeresbericht mitteilt, durchbrachen die nationalen Truppen die feindlichen Linien in vier Abſchnitten und überrannten alle bolſchewiſtiſchen Stellungen einſchließlich der Reſerveſtellungen. Sie drangen bis zu einer Tiefe von acht Kilometern vor. Zahlreiche Ortſchaften wurden beſetzt und viele Ge⸗ fangene gemacht. Umfangreiches, noch nicht zu über⸗ ſehendes Kriegsmaterial wurde erbeutet. Der Vor⸗ marſch dauert an. Die Frontberichterſtatter des Hauptquartiers be⸗ ſtätigen in ihren Meldungen, daß die nationalen Truppen bereits am erſten Tage der Offenſive die für drei Tage geſteckten militäriſchen Ziele erreicht haben. Der Angriff wurde am Mittwoch früh durch heftiges Geſchützſeuer und Bombenabwürfe der na⸗ Kommt jetzt auch Blüther an die Reihe? Die Ga durchſchnüffelt ſein Hauplquartier— Gerüchte um die Kremlwache (Funkmeldung der N M.) E London, 10. März. Die letzte noch überlebende und zugleich auch mächtigſte Säule Sowjetrußlands, Marſch all Blücher, der die Rote Fernoſtarmee befehligt und über ein Gebiet regiert, das größer iſt als China, ſcheint durch den Moskauer Schauprozeß nun auch ins Wanken zu geraten. Wie der„Daily Expreß“ aus Warſchan berich⸗ tet, hat die Gpu das Hauptquartier Blüchers in Chabarowſk vergangene Woche durchſucht, eine Anzahl Dokumente beſchlagnahmt und einen engen Freund des Marſchalls, Wareikis, ver⸗ haftet. Wareikis, der Sekretär der Kommuniſtiſchen Partei für den Fernen Oſten war, werfe man vor, mit Rykow und Bucharin, die jetzt in dem augenblicklich ſpielenden Theaterprozeß verwickelt ſind, zugunſten fremder Mächte Spionage getrieben zu haben. Der „Daily Expreß“ hebt hervor, daß Wareikis der erſte unter den Freunden Blüchers ſei, den die Gpu ver⸗ haftete. In ganz Sowjetrußland frage man ſich, oh Blücher der nächſte ſein werde, der als„Antiſtaliniſt abgeführt werde.. * hr Inzwiſchen geht, wie der Warſchauer Korreſpon⸗ dent weiter meldet, die„Aktion“ in Moskau weiter. Elf Angehörige des ſowjetruſſiſchen Außenamtes, darunter drei Telephoniſtinnen, ſeien wegen Spio⸗ nage und Trotzkis mus verhaftet worden. Den Mädchen werde vorgeworfen, Telephongeſpräche Lit⸗ winow⸗Finkelſteins abgelauſcht und dann die„Ge⸗ heimniſſe an ausländiſche Mächte verkauft“ zu haben. In Kürze werden die früheren ſtellvertretenden Kriegskommiſſare Ruchimowitſch und Muklewitſch ebenfalls vor Gericht kommen. g Ein neuer Anſchlag auf Stalin? dnb. London, 9. März. Aus Warſchau bringt„Daily Mail“ eine auf⸗ ſehenerregende Meldung über neue revolutionäre Umtriebe in Sowjetrußland. Zwei Oberſten und ein Major der Kreml⸗Brigade ſeien unter dem Ver⸗ dacht verhaftet worden, daß ſie die Brigade zu einem Anſchlag gegen Stalin überreden wollten. Mehrere „treue“ Regimenter der GPu ſeien aber daraufhin von Leningrad nach Moskau in aller Eile entſandt worden, und man erwarte, daß es aufs neue wieder zahlreiche Verhaftungen geben würde. tionalen Fliegerverbände auf die bolſchewiſtiſchen Stellungen eröffnet. Um zehn Uhr hatten die Trup⸗ pen des Generals Davila, der den Oberbefehl führt, bereits die wichtigſten Ziele erreicht. Neues Kanonenfutter für Sowielſpanien dnb. Rom, 10. März. Zu dem Thema Einmiſchung zugunſten Rotſpa⸗ niens und den fortgeſetzten Kriegsmateriallieferun⸗ gen, die aus Sowjetrußland, der Tſchechoflowakei und Frankreich über die Pyrenäengrenze geſchafft werden, veröffentlicht„Giornale'Italia“ neue be⸗ zeichnende Einzelheiten. Die rotſpaniſche Vertretung in Paris ſei gerade in dieſen Tagen mit der Verteilung von ſowjetſpa⸗ niſchen Päſſen an 5600 hauptſächlich in Frankreich und einigen anderen europäiſchen Ländern neuan⸗ geworbene Freiwillige beſchäftigt. Es ſeien ferner 350 für Rotſpauien be⸗ ſtimmte Flugzeuge teils aus der Tſchecho⸗ ſlowakei, teils ͤirekt aus Sowjetrußland in Frank⸗ reich eingetroffen. Die Maſchinen ſollen bis 15. März nach Spanien geſchafft werden. Schließlich ſollen 475 beſonders ausgebildete ſowjetruſſiſche Pi⸗ loten zwiſchen dem 10. und 25. März in verſchiede⸗ nen Gruppen in Paris eintreffen, Schulung für den Gaskrieg Um auch für einen chemiſchen Krieg gerüſtet zu ſein, wurde in Edgewood(USA) eine Schule geſchaffen, in der Offiziere der amerikaniſchen Wehrmacht für den Gaskrieg geſchult werden.— Offiziere der Edgewooder Schule füllen eine Mörſerbatterie mit 60 Pfund ſchweren Gasgeſchoſſen, die über 1000 Meter weit geſchleudert werden. 8 5.(Weltbild, Zander⸗M.) 149. Jahrgang— Nr. 114 ung Chautemps durch Blum? Eine Rovolution frißt ſich ſelbit * Mannheim, 10. März. Im Oktober 1918 endete auf dem weiten Platz vor dem Petersburger Winterpalais die kurze und zweiſelhafte Herrlichkeit des Kerenſki⸗Regimes. Die meuternden Matroſen von Kronſtadt und die Ar⸗ beiter der Putilowwerke ſiegten über den Widerſtand des letzten treugebliebenen Garderegiments. Ueber den Blutlachen des ſchönen, weiten Platzes ging im düſteren Nebel des vorwinterlichen Tages die rote Flagge des Bolſchewismus hoch. Die bolſchewiſtiſche Revolution hatte geſiegt. Die bolſchewiſtiſche Regierung konnte ihre Arbeit beginnen. Noch am gleichen Abend konſti⸗ tuierte ſie ſich. Sie ſetzte ſich aus folgenden Mit⸗ gliedern zuſammen: Lenin, Trotzki, Sinowjew, Sta⸗ lin, Kyrow, Tomſki, Rykow und Bucharin. Man merke ſich die Namen gut. Es ſind die Namen derer, die das bolſchewiſtiſche Rußland geſchaffen haben, die „Helden und Herrſcher“ ſeiner Revolution, die un⸗ beſchränkten Herren über ein 120⸗Millionen⸗Volk. Von ihnen allen iſt ein einziger eines natürlichen Todes geſtorben: Lenin, der ſeit dem Jahre 1924 im gläſernen Sarg der kal⸗ ten Gruft an der Moskauer Kremlmauer ruht— und bei ihm ſtreitet man ſich heute, wieweit ſein natürlicher Tod nicht bloß einem geplanten Morde zu vorgekommen iſt. Ein einziger unter ihnen lebt noch in Rußland in Freiheit und Macht: Stalin. Alle anderen ſind ermordet, ver⸗ bannt, haben ſich ſelbſt aus dem Leben geflüchtet oder erwarten jetzt den Tod von Henkers hand. Sinowjew wurde erſchoſſen am 26. Aug. 1936, Am gleichen Tage trat Kamenew vor die Gewehr⸗ mündungen des Hinrichtungspelotons. Trotzki iſt in der Verbannung ſeit 1929. Kirow iſt ermordet worden am 1. Dezember 1934. Tomſki beging Selbſtmord am 23. Auguſt 1936— zwei Tage, ehe er mit Sinowjew und Kamenew dem Henker über⸗ liefert werden ſollte. Rykow und Bucharin erwarten heute ihr Todesurteil. Ein einziger iſt übriggeblieben und er iſt ihr aller Mörder geworden: Stalin. Wahrhaftig: Rußland hat ſich fürchterlich an denen gerächt, die es in den Fluch des Bolſchewis⸗ mus geſtoßen haben: es hat ſie alle zum Opfer ihrer eigenen Tat werden laſſen. Sie alle ertranken ſelbſt in dem Blut, in dem ſie das Glück eines Landes ertränkten. Bis auf den einen, den das Schickſal beſtimmte, zum Vollsieher dieſer Rache zu werden und den es aufhebt bis zu jenem Tage, an dem es ganz ſicher auch ihn, den letzten, in die Tiefe des fürchterlichen Abgrundes fallen läßt. Wer an eine immanente Gerechtigkeit in der Geſchichte glaubt, kann den Fluch, mit dem die Geſchichte die Gründer des Bolſchewismus verfolgt hat, als tröſtliche Stär⸗ kung dieſes Glaubens empfinden. Raſcher und fürch⸗ terlicher, als es ſonſt ſichtbar zu werden pflegt, hat die Gerechtigkeit der Geſchichte an dieſem Beiſpiel gezeigt, daß ſie ihrer nicht ſpotten läßt! Und um dieſe Herden der bolſchewiſtiſchen Revo⸗ lution ſteht der große Kreis derer, die einmal ihre nächſten Mitarbeiter in ihrem revolutionären Leben waren und auch ihre unmittelbaren Gefährten in ihrem ſchrecklichen Sterben werden ſollten. In vier großen Prozeſſen hat man ſie ihren Führern in den Tod nachgeſchickt. Viermal erlebt jetzt ſchon die Welt das Schauſpiel, daß die erſten Männer der bolſche⸗ wiſtiſchen Revolution von dieſer Revolution ſelbſt für den Henker gefordert werden. Vom 19.—24. Auguſt 1936 war der erſte dieſer großen Schauprozeſſe: damals ſchon genau unter den gleichen Anſchuldigungen inſzeniert wie der heutige: des Trotzkismus, oer Spionage, der Sabotage, der Verſchwörung gegen das Leben Stalins. 16 Ange⸗ klagte wurden damals in den Tod ge⸗ ſchickt. 24 Stunden nach Schluß des Prozeſſes hat⸗ ten ſie aufgehört zu leben. Vom 23.—29. Januar 1937 war der zweite dieſer Prozeſſe. Diesmal wurden 13 Angeklagte dem Henker übergeben. Am 30. Januar endeten ſie ihr Leben. f i Am 12. Juni 1937 war der dritte: er galt diesmal der roten Armee und ihren Führern. Mar ſchall Tuchatſchewſki mit 7 Generälen: Putna, Eidemann, Feldmann, Jakir, Ouborewitſch, Kork und Primokw wurden vom Henker geholt. Diesmal wartete man nicht einmal mehr den Morgen des 2. Seite Nummer 114 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabß⸗ Donnerstag, 10. März 1938 nächſten Tages ab. Ehe noch die Sonne verſchwunden war, hatte der Henker ſein Werk getan. Im gegenwärtigen Prozeß, dem vierten, ſtehen 21 Angeklagte vor ihren ſogenannten Richtern: es iſt der Reſt der politiſchen und geiſtigen Elite, die um die Väter des Bolſchewismus ſich einmal gebildet hatte. Sie alle werden ſterben, wie die anderen vor ihnen geſtorben ſind. Und ſchon bereiten ſich neue Prozeſſe vor. Schon ſind die Sowjetgefängniſſe wieder überfüllt von ehe⸗ maligen Sowjetkommiſſären, Generälen und Diplo⸗ maten. Schon werden neue Anklageſchriften abgefaßt, ſchon werden die Zeugen des heutigen Prozeſſes zu Angeklagten von morgen. Jeder Prozeß gebiert einen neuen Prozeß, jede Hinrichtung verlangt eine neue Hinrichtung. Es iſt, wie wenn die Schleuſen geöffnet würden. Der Strom reißt jetzt alle Waſſer mit.— Es iſt nur kein Waſſer, es iſt Blut, rotes, lebendiges Blut. Vor dieſer phyſiſchen Selbſtvernichtung einer Re⸗ volution ſteht die ganze Menſchheit ſprachlos. Sie hat dafür keine Erklärung, nur mehr ein Eutſetzen übrig. Und ſie fragt ſich, ſie muß ſich in dieſer Stunde fragen, ob nicht doch dieſe phyſiſche Selbſtvernichtung ſchließlich auch die moraliſche und politiſche Selbſt⸗ vernichtung des Bolſchewismus und ſeines Syſtems bedeuten und bringen muß. Wie kann ein Syſtem beſtehen, das ſeine Vernichtungswürdigkeit ſelbſt in ſo fürchterlicher Form beſtätigt? Für europäiſche Begriffe gibt die Antwort ſich von ſelbſt. Aber iſt da drüben noch Europas? Gelten dort noch unſere Begriffe von Moral, Ver⸗ nunft und geſchichtlicher Beſtändigkeit? Sind Men⸗ ſchen und Zeiten, Laſter und Leidenſchaften da drüben noch mit unſerem Maße zu meſſen? Führt das Mor⸗ den da drüben zur Auflöſung des ganzen Apparates des bolſchewiſtiſchen Regimes, das die mordet, deren Bekenntnis und Arbeit es bisher zuſammengehalten haben, und führt es damit zur Freimachung von geſunden Kräften einer wirklichen Regeneration oder haben 20 Jahre Terror genügt, dieſe geſunden Kräfte ſoweit zu töten, daß auch die Blutdiktatur eines einzigen Wahnſinnigen dumpf und gleichmütig er⸗ tragen wird? Aber wozu mordet dieſer einzige überhaupt? Er iſt ja ſo allein im Beſitze der Macht, Herr über Leben und Tod, ohne Bindung und ohne Schranke! Iſt es der Blutrauſch eines maniſch gewordenen Sadiſten? Oder verfolgt er wirklich noch einen politiſchen Zweck damit? Europa kann dieſe Fragen nur ſtellen, beantwor⸗ ten kann es ſie nicht. Dazu iſt das Unbegreifliche zu groß, das ſich zwiſchen ſeine Welt und der Welt da drüben dazwiſchenſchiebt. Es kann nur mit Entſetzen auf das Schauſpiel ſchauen, das dieſes Rußland ihm bietet: Da drüben brennt eine Welt aus, die ſich auf⸗ zubauen verſucht hat auf der Leugnung allen gött⸗ lichen und menſchlichen Rechts— eine Menetekel für ganz Europa, das durch den gleichen Weg des Blutes waten müßte, wollte es der Verſuchung folgen, mit der die kommuniſtiſche Idee dieſer fürchterlichen bol⸗ ſchewiſtiſchen Praxis drüben in allen Ländern lockt! i Dr. A. W. Neue rumäuiſche Geſandte für Berlin und Rom. Die Ernennungen der neuen rumäniſchen Geſandten für Berlin und Rom ſind nunmehr erfolgt. Der rumäniſche Geſandte in Brüſſel, Radu Djuvpa va, wurde nach Berlin verſetzt, wührend der rumäniſche Geſandte in Warſchau, Duilio Zamfiresku, ſeinen neuen Poſten in Rom antritt. Dr. Goebbels Dank an die Preſſe: Ein ſtets einſatzbereites „Ohne die Mitarbeit der Preſſe wären die großen Erfolge der Politik des Führers nicht denkbar geweſen“ dnb. Berlin, 9. März. Reichsminiſter Dr Goebbels gab am Mittwochabend in den Räumen ſeines Miniſteriums einen Empfang für die deutſche Preſſe. Im Laufe des Abends nahm Reichsminiſter Dr. Goebbels das Wort zu wichtigen preſſepolitiſchen Fragen. „Ich möchte zunächſt“, ſo führte der Miniſter aus, „Ihnen gegenüber meinen herzlichen Dauk zum Ausdruck bringen für die großartige Mithilfe, die Sie in den vergangenen fünf Jahren dem deutſchen Aufbauwerk angedeihen ließen. All die vielen Probleme, die uns im Jahre 1933 und 1934 noch beſchäftigten, ob die Preſſe das Recht zur ſchrankenloſen Freiheit beſitzt oder nicht, ob es eine abſolute Freiheit der Meinung und des Gei⸗ ſtes überhaupt gebe oder nicht, ob uns darum die Preſſe eintönig ſei oder nicht, alle dieſe Probleme fänd nun längſt gelöſt. Und zwar nicht durch Preſſeprogramme und theoretiſche Forderungen, ſon⸗ dern durch die ſtille, zähe und manchmal heroiſche Tages⸗ und Nachtarbeit, die Sie geleiſtet haben. Ich kann mir nicht vorſtellen, daß das deut⸗ ſche Aufbauwerk auf allen Gebieten unſeres inneren und äußeren Lebens hätte durchgeführt werden kön⸗ nen, wenn die deutſche Preſſe in dem Verfalls⸗ zuſtande geblieben wäre, in dem wir ſie am 30. Ja⸗ nuar 1933 übernommen haben. Ich kann mir aber auch nicht vorſtellen, daß die großen Erfolge, die der Führer durch ſeine Poli⸗ tik zu verzeichnen hat, überhaupt hätten erreicht werden köunen, wenn die Preſſe nicht als ein lets einſatzbereites Armeekorps des Geiſtes der politiſchen Führung zur Ver⸗ fügung geſtanden hätte. Glauben Sie nicht, ſo fuhr der Miniſter fort, daß gewiſſe Journaliſten des Auslandes, die den Mangel an Freiheit Ihnen und uns mit wechſelnder Tonſtürke immer und immer wieder zum Vorwurf machen, ſich einer geiſtigen und publiziſtiſchen Freiheit erfreuten. Sie ſtehen meiſt im Dienſte geheimer Mächte, Sie dagegen ſtehen auch im Auftrage, aber nicht in dem einer geheimen, ſondern einer ſehr offenen Macht. Sie ſtehen im Auftrage Ihres eigenen Volkes, und die Arbeit, die Sie tun, iſt Dienſt an der Nation, ſieh immer wiederholende Pflichterfüllung an der Geſundheit, am Wohl, an der Ehre und an der Freiheit des deutſchen Volkes. Wenn heute von einer gewiſſen Auslandspreſſe der nationalſozialiſtiſchen deutſchen Preſſe entgegen⸗ gehalten wird, daß ſie, da ſie in einem autoritären Staat wirke, ſich die Geſetze des Wohlverhaltens und der politiſchen Anſtändigkeit auferlegen müſſe, daß dagegen die Preſſe der weſtlichen Demokratien frei ſei und deshalb ſchreiben dürfe, was ſie wolle, ſo hal der Führer auf dieſe Frage ſchon bei ſeiner letzten Reichstagskede eine ausgiebige Antwort erteilt. Sollten ſich die hier eingeriſſenen verwilderten Zuſtände, ſo betonte der Miniſter, nicht ändern, ſo wird der Zeitpunkt nahe ſein, daß die Füh⸗ rung des Volkes die deutſche Preſſe aufruft, um nun auch ihrerſeits dagegen polemiſch anzu⸗ treten. In den letzten Tagen iſt vor allem in der eng⸗ liſchen Preſſe die Behauptung aufgetaucht, der Führer verſuche, der engliſchen Preſſe einen Maul⸗ Abſchluß des Veck-Veſuches in Rom: Polen erkennt das Imperium an Bekräftigung der polniſch-italieniſchen Freundͤſchaft Drahtbericht unſ. röm. Verireters — Rom, 10. März. Das wichtigſte greifbare Ergebnis der römiſchen Beſprechungen Becks, die geſtern abend beendet wur⸗ den, iſt nach römiſcher Auffaſſung die Anerken⸗ nung des Imperlums durch Polen. Außen⸗ miniſter Beck hat ſte in ſeinem mit dem Grafen Ciando ausgetauſchten Trinkſpruch auf dem Diner im Pa⸗ lazzo Barberini ausgeſprochen, indem er ſein Glas „zu Ghren feiner Majeſtät Viktor Emanuels, des Königs von Italien und Kaiſers von Aethiopien“, erhob. Dieſe Anerkennung kommt micht überraſchend, aber ſie iſt der nach außen hin ſichbbare Beweis für die außerordentlich weitgehende Uebereinſtimmung Italiens und Polens in allen außenpolitiſchen Fragen. Inhaltlich iſt über die Unterredungen nichts be⸗ kanntgegeben worden. Es wurden weder Verträge unterzeichnet noch Protokolle veröffentlicht. Die amtliche Verlautbarung über die Beſpre⸗ chungen beſagt folgendes: „Bei den wiederholten herzlichen Unterredungen, die der Duce und Außenminiſter Graf Ciano in die⸗ ſen Tagen mit dem polntſchen Außenminiſter Oberſt Beck gehabt haben, ſind die verſchiedenen Probleme der allgemeinen Politik und jene Probleme, die die beiden Länder im beſonderen angehen, freundſchaft⸗ lich durchbeſprochen worden. Mit beiderſeitiger Ge⸗ nugtuung iſt dabei die volle Ueberetnſtim⸗ mung der Anſichten der beiden Regierungen feſtgeſtellt rden. Es wurde vereinbart, daß der Austauſch von Informationen und Anſichten auf dem normalen diplomatiſchen Weg fortgeſetzt werden ſoll. Auch wurde der Vorſatz bekräftigt, die aufrichtige und erzliche Zusammenarbeit zwiſchen Italien und Po⸗ dem Boden der gemeinſamen Intereſſen und gemeinſamen Willens für Ordnung und Frie⸗ sowohl auf dem politiſchen wie auf wirtſchaft⸗ ichem 28 kulturellem Gebiet fortzuſetzen und zu 1. b i wicke a a Der Duce hat geſtern nachmittag in ſeiner von bst geführten dreimotorigen Maſchine zuſam⸗ it Oberſt Beck das Gebiet der bonifizterten Sümpfe und Rom 5 einem über ein⸗ logen, eine Freundſchaftsgeſte, die er bisher nur gegenüber deutſchen Gäſten voll⸗ zogen hat. Heute wird Oberſt Beck noch den Kardi⸗ nalſtgatsſekretär Pacelli aufſuchen und ſich dann pri⸗ vat nach Neapel begeben. Faſt elf Millionen Arbeitsloſe in Amerika. Nach Schätzungen eines amerikaniſchen Gewerkſchaftsver⸗ bandes betrug die Zahl der amerkkaniſchen Arbeits⸗ loſen im Januar 1938 10 973 000 gegenüber 9241000 zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Beſchäftigung habe jedoch ſeit etwa Ende Januar etwas zugenom⸗ men. „Nicht bloß vorläufig..!“ korb umzuhängen. Davon kann ſelbſtverſtändlich gar keine Rede ſein. Niemand wird der engliſchen oder der franzöſiſchen oder der Preſſe irgendeines anderen Landes verwehren, die deutſchen Zuſtände wahrheits⸗ gemäß zu ſchildern. Iſt aber für dieſe Art von Hetz⸗ preſſe die Wahrheit über die deutſchen Zuſtände nicht mehr das ausſchlaggebende Element der publiziſti⸗ ſchen Arbeit, ſondern die Lüge, die Verleumdung und die Senſationsmache, ſo kann in einer ſo erhitzten und verleumderiſch entſtellten Atmoſphäre von Entſpannung der Geiſter überhaupt nicht mehr die Rede ſein. Ich glaube, daß es für Sie alle ein beglückendes Ge⸗ fühl ſein muß, nun nicht mehr für die Deutſch⸗ nationale oder die Deutſche Volks⸗ oder die Demo⸗ Tratiſche Partei, nicht für Bürger⸗ oder Arbeiter⸗ organiſationen, ſondern für Ihr eigenes Volk zu ſchreiben. Es muß Sie aber auch ſehr befriedigen, bei jedem großen Erfolg, den der Führer mit ſeiner Politik erreicht, zu wiſſen und davon überzeugt zu ſein, daß Sie ſelbſt an dieſem Erfolg mitbeteiligt ſind durch Ihre geiſtige Arbeit, durch Ihr geſchliffenes Die letzten Vernehmungen im Moskauer Prozeß: Alles wülzt die, Schuld“ auf Jagoda ab. Willfährige ärztliche„Sachverſtändige“-„Talisman' des Angeklagten Roſenholtz 8 — Moskau, 10. März, Die Verhandlungen im Moskauer Prozeß wur⸗ den geſtern mit der Vernehmung des Herzſpeziali⸗ ſten Pletnew, eines der bekannteſten ruſſiſchen Aerzte, fortgeſetzt. Pletnew erklärte, Jagoda hätte ihm geſagt, er kenne ſeine oppoſitionelle Einſtellung den Sowjets gegenüber, und hätte ihn dann aufge⸗ fordert, bei der Beſeitigung Kuibiſchews, des frühe⸗ ren Präſtdenten der Plankommiſſion, mitzuhelfen. Pletnew bezeugte ferner, daß die falſche ärztliche Behandlung Gorkis herbeigeführt worden ſei, um deſſen Widerſtand gegen die Oppoſition zu ſchwä⸗ chen. Er hätte keine Anzeige von dem Komplott er⸗ ſtattet: „Ich fürchtete die Drohungen Jagodas— des mächtigen Leiters der GPU“. Nach Jagodas Abberufung hätte er nicht gewagt, über die Angelegenheit zu berichten, da ſein bisheri⸗ ges Schweigen ihn ſo ſtark hätte belaſten müſſen, daß er mitangeklagt worden wäre und ein Todes⸗ urteil gegen ihn hätte ergehen können. Der mitangeklagte Arzt Kazakow, der dann aufgerufen wurde, beſtäütigte die Ausführungen Plet⸗ news und auch die Ausſage Levins über die Behand⸗ lung Menſchinſkis. Ebenſo wie Pletnew, häufte Ka⸗ zakow alle Schuld auf Jagoda, der ihm erklärt hätte, Menſchinſki müſſe ſo behandelt werden, daß er bald ſtürbe. Jagoda hätte ihm gedroht und zu ihm geſagt: „Ich warne dich vor Widerſtand. Ich weiß, wie ich dich kriegen kann“. Als Letzter der Angeklagten wurde dann May i⸗ mo w vernommen, der bereitwillig eingeſtand, daß er ſeit 1928 der Rechtsbppoſition angehört habe. Im Jahre 1932, ſo führte Maximow weiter aus, habe ihm der damalige Sekretär des Zentral⸗Exekutiv⸗ ausſchuſſes, Jenukidze, mitgeteilt, daß die Rechtsoppo⸗ ſition den Sturz des Sowfetregimes herbei⸗ zuführen wünſchte. Zwei Jahre ſpäter habe Jenu⸗ kidge dann die Anſicht vertreten, die Organiſation einer Maſſenerhebung ſei undurchführbar und es beſtehe nicht die geringſte Hoffnung, auf dieſe Weiſe zur Macht zu gelangen. Darum müſſe man zu Ter⸗ rormitteln greifen. „Jenukidze forderte mich in dieſem Zuſammen⸗ haug auf, einen Anſchlag auf Kufbiſchew, den da⸗ maligen Präſidenten der Plankommiſſion, vorzu⸗ bereiten. Er ſagte, Jagoda ſei nicht gegen uns, ſondern er helfe und ſchütze uns ſogar.“ Ueber die Durchführung des angeblichen Anſchlags auf Kuibiſchew berichtete Maximow anſchließend: „Wenn Kuibiſchew krank werden ſollte, ſo ſollte ich bewußt nicht ſogleich Aerzte herbeirufen. Ich ſicherte das zu, und als Kuibiſchew tatſächlich in Zentvalaſien erkrankte und ſein Leiden ſich nach der Rück⸗ kehr nach Moskau veyſchlimmerte, verkröſtete ich ihn Festigung der Stellung von Lord Halifax Keine bloß vorübergehende Betrauung mit der Führung des Außenminiſteriums Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters f— London, 10. März. Zwei Kabinettsveränderungen, die mit der Er⸗ nennung von Lord Halifax zum Außenminiſter zu⸗ ſammenhängen, wurden geſtern bekanntgegeben, und zwar wurde der bisherige Lordkanzler Lord Hailsham zum Lordpräſidenten des Staatsrates ernannt. Lord⸗ präſtdent des Staatsrates war bisher Lord Halifax. Ferner iſt Lord Maugham zum Lordkanzler anſtelle von Lord Hailsham ernannt worden. Dieſe Ernennungen beſtätigen, wie in unterrich⸗ teten Kreiſen hier ſeit einiger Zeit betont wurde, daß Lord Halifax entgegen den urſprünglichen Ankündigungen tatſächlich länger als für die Dauer der italieniſch⸗eugliſchen Verhandlungen Außenminiſter ſein wird. 95 Nur zur innerpolitiſchen Beruhigung wurde zunächſt bei ſeiner Ernennung ausgegeben, daß ſein Amt nicht länger als einige Wochen dauern werde. Weitere Kabinettsveränderungen werden zunächſt nicht er⸗ wartet. Zwar wird der Luftminiſter Lord Swin⸗ ton bei der Debatte über den Cadman⸗Bericht in der nächſten Woche ſtark angegriffen werden, doch iſt die Regierung entſchloſſen, Swinton zu halten. Die Stärke der engliſchen Luftwaffe dnb. London, 9. März. Der Unterſtaatsſekretär im Luftfahrtminiſterium, Muirhend, gab Mittwoch im Unterhaus die Stärke der engliſchen Luftwaffe bekannt. Am 1. März 1937 habe England über 25 Kampfgeſchwader, 63 Bomben⸗ geſchwader, 10 Geſchwader, die mit der Armee zuſam⸗ menzuarbeiten haben, 14 Aufklärungsgeſchwader und 4 Torpedobombengeſchwader verfügt. Dazu kämen noch die 20 Geſchwader der Luftwaffe der Flotte. Seit dem 1. März 1937 ſeien neu hinzu ⸗ gekommen: Fünf Kampfgeſchwader, 20 Bomben⸗ geſchwader, fünf Geſchwader zur Zusammenarbeit mit der Armee und drei Aufklärungsgeſchwader, eines davon aus Flugbooten beſtehend. 8 Armeekorps des Geiſtes Wort, durch Ihre Einſatzbereitſchaft und nationale Diſziplin. Sie ſind nicht mehr ausgeſchloſſen vom großen Aufbauwerk. Im weiteren Verlauf einer Rede gab der Miniſter ſeiner großen Befriedigung darüber Aus⸗ druck, daß die in den Jahren 1933 und 1934 noch vorhandene Eintönigkeit in der deutſchen Preſſe ſtetig und ſteigend im Schwinden begriffen ſei und daß ſich nun wieder freie Individualität, freie geiſtige Konzeption nach allen Richtungen hin entfaltet. Der Miniſter forderte die Preſſe auf, auf dieſem einmal eingeſchlagenen Weg tatkräftig fort⸗ zuſchreiten. Es gibt gewiſſe Augenblicke, vor allem im außenpolitiſchen Leben einer Nation, in denen es beſſer iſt, zu ſchweigen als zu reden. Daß die deutſche Preſſe in zunehmendem Maße einſieht, daß das ſein muß, erfüllt mich und alle meine Mit⸗ arbeiter in dieſem Haus mit tiefſter Freude und höchſter Befriedigung. Ich wünſche deshalb eindringlich, daß Sie ſich an dieſem Abend bei uns nicht nur als Gäſte, ſondern als Mitarbeiter fühlen an einem großen Werk des nationalſozialiſtiſchen Aufbaus.“ mit der Verſicherung, daß ärztliche Hilfe unnötig ſei, Als ich dann ſchließlich doch einen Arzt herbeirief, war es zu ſpät.“ i Anſchließend an Maximows Vernehmung wurden an die der Verhandlung beiwohnenden„meöizi⸗ niſchen Sachverſtändigen“ von Staatsanwalt Wyſchinſki mehrere Fragen gerichtet. In ihren Ant⸗ worten erklärten die Sachverſtändigen, die Unterſuchung von Kazakows Spezialmedizin „Lizates“, die bekanntlich für den Tod Menſchin⸗ ſkis verantwortlich gemacht worden iſt, habe keine Anzeichen dafür ergeben, daß ſie ſich bei der Be⸗ handlung Menſchinſkis als ſchädlich habe aus⸗ wirken müſſen. Trotzdem haben die mediziniſchen Sachverſtändigen einſtimmig einen Bericht unterzeichnet, in dem die ſeinerzeitige Behandlung Gorkis, Pieſchkows, Kui⸗ biſchews und Menſchinſkis durch die angeklagten Aerzte als verbrecheriſch bezeichnet wird; Iſſie ſei bewußt auf Herbeiführung des Todes der . Patienten abgezielt geweſãe nnn. Weiterhin beſtätigen die Sachverſtändigen den Ver⸗ dacht, daß auf Jagodas Veranlaſſung ein Mord ⸗ anſchlag auf ſeinen Nachfolger Jeſcho w, den jetzigen Leiter der Gpul, verübt worden ſei. Die chemiſche Unterſuchung der Möbel und der Luft in Jeſchows Arbeitszimmer und die chemiſche Ana⸗ lyſe von Jeſchows Urin hätten untrügliche Anzeichen dafür erbracht, daß man verſucht habe, Jeſchow zu vergiften. Dieſer Anſchlag, ſo ſagen die Sachverſtän⸗ digen, hätte Jeſchows Leben in ernſte Gefahr brin⸗ gen müſſen, wenn ſich der GPu⸗Chef nicht ſofort hätte ärztlich behandeln laſſen. Der dann vernommene ehemalige Kran⸗ kenpfleger Maxim Gorkis ſagte aus, er habe ſchon ſeinerzeit den Verdacht gehabt, daß es mit der Behandlung Gorkis durch die Aerzte nicht ganz in Ordnung ſei. Seiner Anſicht nach habe Gorki Ruhe gebraucht, keine Medizin. Da er ſich nicht ſachver⸗ ſtändig fühlte, habe er jedoch die Anordnungen der Aerzte befolgt und ſich damit begnügt, ſeine An⸗ ſicht Dr. Levin mitzuteilen. Dann kam es zu einem kleinen Zwiſchen⸗ fall: Der Vorſitzende des Gerichts, Ulrich, richtete an den Staatsanwalt Wiſchinſki die Frage, ob er von ſich aus noch Fragen zu ſtellen hätte. Hierauf brachte der Staatsanwalt zum größten Erſtaunen des Gerichts ein roſafarbenes Stück Papier, das in einem Stück Brot verſteckt war, zum Vorſchein. Auf dem Papier war ein„Gebel“ aufgeſchrieben. „Dies“, ſo rief der Staatsanwalt mit erhobener Stimme aus,„wurde in der Taſche des Angeklag⸗ ten Roſenholtz gefunden.“ Das„Gebet“ wurde ſy⸗ dann von Staatsanwalt Wiſchinſki verleſen und lau⸗ tete:„Laßt Gott auferſtehen und ſeine Feinde in den Staub treten. Möchten ſie vernichtet werden durch die Pfeile der Verteidiger Gottes!“ 85 Wiſchinſki vichtete hierauf an Roſenholtz die Auf⸗ forderung, ſich hierzu zu äußern. Der Angeklagte Roſenholtz erwiderte.„Meine Frau hat mir das E als Talisman in die Taſche geſteckt. Ich wußte nicht, 9* was auf dem Papier ſtand. Meine Frau ſagte nur, 1 es ſei zu meinem Glück. Das Papier war bereits ö ſeit Monaten in meiner Taſche, und ich habe ihm keine weitere Beachtung geſchenkt.“ Dann vertagte ſich das Gericht, das im Laufe des Abends noch eine Sitzung unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit abhielt und heute„sur Beſchluß⸗ faſſung“ zuſammentreten wird. — Sport: Willy Müller.— Südweſtdeurſche Umſchan, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilbelm Fennel, ſämtliche in Mannbeim. Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗Friebengu, Südweſtkorſo 60. 5 Für unberlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung mu 5 bel Rückporto. 5. Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannbelter Zeitung Dr. Fritz Bode& Co., Mannbeim, R 1,—6. 5 Verantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mittellungen Jakob Faude, Mannbeim. 5 Zur Zeit Preisliſte Nr. 8 gültig. Die A en der Ausgabe à Abend und A Mitta ſcheinen gleich⸗ 5 zeitig in der Ausgabe B 5 1 Ausgabe A Mittag über 10 500 Ausgabe A Abend über 9 500 Ausgabe B über 11 000 Geſfamt⸗ Del. Monat Februar über 21 500. 1 Donnerstag, 10. März 1938 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 3. Seite Nummer 114 Mannheim, 10. Mürz. Bei friſchen Jungens Es iſt immer etwas Herzerfriſchendes, wenn man an einem Fähnleinabend des Jungvolkes teilnimmt. Die Jungens ſind mit einer derartigen Begeiſterung dabei und vermeiden vor allem alles, was nach Poſe oder Theater ausſieht, daß man ſich freut über dieſe ungekünſtelte Art ſich zu geben. So war es auch am Mittwochabend im großen Caſinoſaal, wohin das Fähnlein 9/171, Neuoſtheim, zu einem Eltern⸗ abend eingeladen hatte. Es ſpricht ſchon für das Fähnlein, daß der große Saal überfüllt war und daß nicht nur die Eltern, ſondern auch„die ältere Jugend“ ſich ſehr zahlreich eingefunden hatte. Flott begann die Vortragsfolge mit einem Lied des Fähnleins, das über den ganzen Abend, ſoweit es nicht auf der Bühne mitwirkte, vor der Bühne ſtand. Einen Aus ſchnitt aus ihrem Wollen und Schaffen wollten ſie geben, ſagte nach der Begrüßung der Fähnleinführer und wünſchte den Gäſten einen ſchönen Abend, der auch als Dank gelten ſolle für all die Unterſtützung, die das Fähn⸗ lein durch die Eltern ſchon erhalten habe. Nun ging es pauſenlos weiter. Lieder wurden ab⸗ gewechſelt von Scharaden oder Spielen, die meiſt ſelbſt zuſammengeſchrieben waren oder, beſſer geſagt, halb aus dem Stegreif geſpielt wurden, ſo daß der echte Jungenston überall mitſprach, wie ſich das gehört. Dabei vergaßen dieſe Jungens nicht in deut⸗ lichen, aber doch witzigen Randbemerkungen auf ihre nächſte Hunsrückfahrt, ihr Landheim und ihre ſonſti⸗ gen Sorgen, zu deren Bewältigung eben Geld gehört, hinzuweiſen und die Eltern dafür etwas in Stim⸗ mung zu bringen. Beſonders die Scharaden waren zu dieſer Werbung geeignet, mußten doch die Zu⸗ ſchauer erraten, was auf der Bühne geſpielt wurde. Nach einem Schlußwort des Fähnleinführers, der noch einmal alle Wünſche ſeiner Jungen an die Eltern auspackte, ſchloß der Abend mit dem netten Lied„Heim, heim, heim..“ g. Die Schule der Wirtiſchaft Ein Wort über die Mannheimer Oberhandelsſchule Es iſt ein guter Beweis für die Richtigkeit des Gedankens der Wirtſchaftsoberſchule, daß dieſer in Mannheim ſeit 1932 an der Friedrich⸗Liſt⸗ Handelsſchule eingerichtete Schultyp in von Jahr zu Jahr ſteigendem Maß die wirtſchaftsbefliſſene ſtudie⸗ rende Jugend an ſich zieht. Die Wirtſchaftsoberſchu⸗ len ſind zu einem wichtigen Beſtandteil des deutſchen Schulweſens geworden. Ja, wir dürfen ſagen, daß ſie bei der allgemeinen Kürzung der Klaſſenzahl an höheren Schulen(8 ſtatt früher 9) vergleichsweiſe gewonnen haben, inſofern als ihre drei Aufbauklaſſen(O 2, U 1, O]) unge⸗ ſchmälert geblieben ſind. Sie kann alſo ihre Auf⸗ gabe junge Menſchen für beſon dere Anforde⸗ rungen der praktiſchen Wirtſchaft, der Verwaltung oder des wirtſchaftswiſſenſchaftlichen Studiums an Hand eines lebensnahen Bildungsſtof⸗ ſes zu ſchulen, im vollen Umfang wie bisher erfüllen. Und wie die ſteigenden Schülerziffern zeigen, wird die Arbeit der Wirtſchaftsoberſchule in der Oeffent⸗ lichkeit immer mehr gewürdigt. Auch darin darf ſie eine Anerkennung für ihre Leiſtung erblicken, daß die Wirtſchaftsabiturienten nach einer Verfügung des Reichs wirtſchaftsminiſte⸗ riums nunmehr an allen Handelshochſchulen und wirtſchaftswiſſenſchaftlichen Fakultäten der Univerſi⸗ täten zum wirtſchaftswiſſenſchaftlichen Studium(mit dem Ziel des Diplom⸗Volkswirts, Diplom⸗Kauf⸗ manns, Diplom⸗Handelslehrers, Wirtſchaftsprüfers) zugelaſſen ſind. Bis dahin galt die Berechtigung nur für das Studium an den Univerſitäten Heidelberg und Freiburg. Die Fächer, die den Wirtſchaftsoberſchulen das unterſcheidende Gepräge geben, ſind neben den beſon⸗ deren kaufmänniſchen Wiſſensgebieten(kaufm. Arith⸗ metik, Buchführung, Betriebswirtſchaftslehre) Volks⸗ wirtſchaftslehre und Rechtslehre. Gemäß ihrem drei⸗ klaſſigen Aufbau iſt für die Zulaſſung von Schülern der erfolgreiche Beſuch der Obertertia(5. Klaſſe) einer ſtaatlichen höheren Lehranſtalt nachzuweiſen. Abſolventen der Obertertia einer anderen höheren Schule müſſen durch Ablegung einer Aufnahmeprü⸗ fung einen gleichwertigen Kenntnisſtand nachweiſen. Als Uebergangsmaßnahme wird im kommenden Schuljahr für Abſolventen der Oberſekunda (6. Klaſſe) ein beſonderer zweijähriger Lehrgang, ebenfalls mit dem Ziel des Wirtſchaftsabiturs, ein⸗ gerichtet werden. ae Der Reichsjugendführer ſpricht zur Heim⸗ beſchaffung der HJ. Der Deutſchlandſender über⸗ trägt am 11. März von 20 Uhr bis 20.15 Uhr die Rede des Jugendführers des Deutſchen Reiches, Reichsleiter Baldur von Schirach, zur Eröffnung der Propagandaaktion für die HJ ⸗Heimbeſchaffung, die am 2. März in der Krolloper Berlin gehalten wurde. Die Rede befaßt ſich mit der Ausbildung der jungen Architektenſchaft und dem Bauwillen der jungen Nation. ze Das kranke Kind! Zahlreich ſind ſchon die Krankheiten, die den kindlichen Organismus befal⸗ len. Nährſchäden, erſchwertes Zahnen, Hautaus⸗ ſchläge, Drüſenſchwellungen und allerhand Katarrhe ſtehen manchmal im Zuſammenhang. Und gar die vielen Jufektionskrankheiten! Wie vieles ließe ſich da verhüten. Der am Freitag ſtattfindende ärztliche Vortrag im Prießioitzverein wird darüber aufklären. Wenn alle Männer wützten, was manche Witw daun hätten alle Männer ihr Leben läugſt verſichert. Im Rahmen des Verufserziehungswerkes: Mannheim erhält eine i. Geimeinſchaſts⸗Lehrwerkſtütte Sgcheseeg Die DAß hat hierfür das Haus 0 4, 8 erworben Die DA bemüht ſich ſeit zwei Jahren, für die Betriebe, die infolge ihrer beengten Raumverhält⸗ niſſe oder aus finanziellen Gründen eine Lehr⸗ werkſtätte nicht errichten können, Gemein⸗ ſchafts⸗Lehrwerkſtätten ins Leben du rufen. Die Struktur der Maunheimer Induſtrie bringt es mit ſich, daß über hundert Betriebe, die eine nebenbetriebliche Schloſſerei haben, für eine ſolche Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte in Frage kommen. Es hat ſich gezeigt, daß durch Syſtematik in der Aus⸗ bildung und durch ſorgfältige Auswahl der Aus⸗ bilder weſentliche Erfolge erzielt werden. Deshalb iſt die Errichtung einer Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte auch für Mannheim ein dringendes Bedürfnis, zu⸗ mal beim Berufswettkampf ſich herausgeſtellt hat, daß beim Handwerk die Lehrlingsausbildung noch ver⸗ hältnismäßig ſchlecht iſt. Welche Induſtriezweige kommen für die Ge⸗ meinſchafts⸗Lehrwerkſtätte in Frage? Nahrung und Genuß, Textil, Holz, Eiſen und Metall, Chemie und Verkehr und öffentliche Betriebe haben vor allem eine derartige Lehrlings- Ausbil⸗ dungsmöglichkeit nötig. Die Errichtung einer Ge⸗ meinſchafts⸗Lehrwerkſtätte in Mannheim ſtieß auf große Schwierigkeiten, weil kein zentral gelegenes Gebäude zur Verfügung ſtand. Von einem Neubau konnte überhaupt keine Rede ſein, weil es den in Frage kommenden mittleren und kleineren Betrieben nicht möglich geweſen wäre, die Koſten aufzubrin⸗ gen. Nach dem ursprünglichen Plän wäre auf den Lehrling ein Anteil von 1400 Mk. entfallen. Inzwi⸗ ſchen hat ſich dadurch, daß der Gemeinſchafts⸗Lehr⸗ werkſtätte der Maſchinenpark, der durch die Auf⸗ löſung der Arbeitsloſen⸗Schulungswerkſtätte des Ar⸗ beitsamtes frei wurde, zur Verfügung geſtellt wer⸗ den kann, eine befriedigende Löſung erzielen laſſen. Bei einer Beteiligung von hundert Lehrlingen iſt je Lehrling nur noch ein Anteil von 400 Mk. aufsu⸗ bringen. Wie geht die Ausbildung vor ſich? Tritt der Lehrling ſeine Lehrzeit an, ſo kommt er ſofort auf die Dauer von zwei Jahren in die Ge⸗ meinſchafts⸗Lehrwerkſtätte, um ſich die Grund⸗ kenntniſſe in ſeinem Beruf anzueignen. Den Reſt der Lehrzeit verbringt er in dem Betrieb des Lehrherrn, um dort die Beſonderheiten kennen zu lernen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß, je beſſer die Grundausbildung, deſto gründlicher die Speziali⸗ ſierung iſt. Deshalb iſt es durchaus möglich, daß ſich Lehrlinge aus den verſchiedenſten Induſtriezweigen mit der Grundausbildung in der Gemeinſchafts⸗Lehr⸗ werkſtätte vertraut machen. Der Finanzplau Iſt der Lehrling eingetreten, bezahlt die Firma vier Monate lang monatlich 70 Mark. Mit dieſem Betrag trägt die Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte die Verwaltung(Aufwendungen für das Ausbildungs⸗ perſonal, Licht, Heizung und Reinigung) und die tarifmäßige Erziehungsbeihilfe des Lehrlings. Vom fünften bis vierundzwanzigſten Monat macht ſich die Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte mit Aufträgen im Werte von 80 bis 90 Mark je Monat und Lehrling bezahlt. Der Voranſchlag hat ergeben, daß ſich die Lehrwerkſtätte mit Hilfe dieſer Aufträge, zu denen ſich die Firmen, die Lehrlinge einweiſen, verpflichten müſſen, vollkommen ſelbſt finanziert. Gemeinſchaftsausbildung iſt billiger als betriebliche Auf den erſten Blick ſehen die Aufwendungen der Firmen für die Ausbildung ihrer Lehrlinge in der Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte recht koſtſpielig aus. Aber wenn man ſich die Sache näher betrachtet, ſtellt man feſt, daß der Lehrherr weſentlich billiger wegkommt, wenn er den Lehrling zwei Jahre der Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte überweiſt. Dreierlei iſt zu beachten: 1. Geht faſt keinerlei Material durch falſche Handhabung verloren. 2. Wird der Ausbil⸗ dungsmeiſter erſpart. 3. Leiſtet der Lehrling vom dritten Lehrjahr ab weſentlich mehr als der von vornherein im Betrieb ausgebildete. Der Vorteil der charakterlichen Erziehung Die Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte bringt dem Lehrherrn und Lehrling aber außer dieſen materiel⸗ len auch beachtenswerte ideelle Vorteile. Vor allem iſt die charakterliche Erziehung nicht zu unterſchätzen. So wird nach dem Eintritt des Lehr⸗ lings in den erſten ſechs Tagen planmäßig nicht ge⸗ arbeitet. Zunächſt wird er in das Weſen der Avbeit an Hand von kurzen Lichtbildervorträgen eingeführt. Es wird ihm ferner gezeigt, wie er in dieſen zwei Lehrjahren arbeitet. Aber vor allem wird er durch die weltanſchauliche Schulung ganz anders als im Lehrbetrieb erfaßt. Allwöchentlich ſind im Lehrplan —4 Stunden Sport vorgeſehen. Dazu kommt noch die Sportausübung in der HJ. Wer leitet die Gemeinſchafts⸗Lehrwerkſtätte? Ein hervorragender Praktiker, der zu⸗ gleich ein ebenſo hervorragender Lehrer ſein muß. Dieſe Ausbilder werden auf der Reichsſchule für In⸗ genieure in Gelſenkirchen geſchult. Ueber die Einrichtung der Gemein⸗ ſchafts⸗-Lehrwerkſtätte, für die von der DA das Haus O 4, 8 erworben wurde, werden wir in einem weiteren Artikel berichten. Sch. Das Pflicht ahr für Mädchen Was bringen die Ausführungsbeſtimmungen?— Sinn und Zweck— Wer iſt dienſtpflichtig? In den erſten Tagen nach Veröffentlichung der Anordnung vom 15. Februar häufen ſich die Anfra⸗ gen über Sinn und Zweck des Pflichtjah⸗ res, den Perſonenkreis und die Möglichkeiten über die Ableiſtung derart, daß einige Hinweiſe hierüber an dieſer Stelle nochmals gemacht werden ſollen. Der Mangel an Arbeitskräften in den haus⸗ und landwirtſchaftlichen Berufen nahm Ausmaße an, die im Rahmen der Durchführung des Vierjahresplanes entſprechende Maßnahmen forderten. Es geht nicht an, daß der Zuſtrom zu einzelnen Berufen, z. B. den kaufmänniſchen, einen nicht wünſchenswerten Um⸗ fang annimmt. Dagegen iſt es erforderlich, daß zur Sicherſtellung der Ernährungsfreiheit des deutſchen Volkes und zur Unterſtützung der Hausfrau und Mutter der Land⸗ und Haus wirtſchaft genügend Arbeitskräfte zur Verfügung geſtellt werden. Wer muß das Pflichtjahr ableiſten? Die Vorſchriften über das Pflichtſahr für Mäd⸗ chen umfaſſen ledige weibliche Perſonen unter 25 Jahren, die als Arbeiterin im Beklei⸗ dungsgewerbe, in der Textil⸗ und Tabakinduſtrie oder als Angeſtellte eine Beſchäftigung annehmen wollen. Lehrverhältniſſe gelten nicht als Beſchäf⸗ tigungsverhältniſſe, d. h. daß nach Abſchluß der Lehre vor Aufnahme der Beſchäftigung als Gehilfin oder Angeſtellte das Pflichtjahr abzuleiſten iſt. Hieraus ergibt ſich, daß Lehrlinge, die nach dem 28. Februar das Lehrverhältnis beenden, das Pflichtjahr abzu⸗ leiſten haben. In Zukunft erſcheint es jedoch zweck⸗ mäßig, vor Beginn der Lehrzeit in das Pflichtjahr einzutreten, um zwiſchen Lehre und Beſchäftigungs⸗ verhältnis keine Unterbrechung herbeizuführen. Beſonders zu beachten ist, daß Mädchen, die vom Lande ſtammen das Pflichtjahr auf dem Lande ableiſten müſſen. Das bedeutet, daß Jugend⸗ liche, die den Wohnſitz in einer Landge⸗ meinde haben, nur das Pflichtjahr angerechnet er⸗ halten, wenn ſie es auf dem Lande zurückgelegt haben. Was wird als Pflichtjahr anerkannt? Hauswirtſchaftliches Jahr in ſtädtiſchem oder ländlichem Haushalt(nur zugelaſſen für Oſtern 1938 ſchulentlaſſene Volksſchülerinnen, Mittelſchüle⸗ rinnen, Höhere Handelsſchülerinnen). Beim Haus⸗ wirtſchaftlichen Jahr iſt Vertragsabſchluß Voraus⸗ ſetzung für deſſen Gültigkeit. Die Ableiſtung des Hauswirtſchaftlichen Jahres iſt nur zuläſſig in Haus⸗ haltungen, die durch das Deutſche Frauenwerk— Ab⸗ teilung Haus⸗ und Volkswirtſchaft— geprüft und anerkannt ſind. Anträge auf Vermittlung eines Mäd⸗ chens nehmen das Frauenwerk und das Arbeitsamt entgegen. Stellen als Tages mädchen oder Haus⸗ gehilfin in ſtädt:ſchen oder ländlichen Haushaltun⸗ gen, wenn es ſich um eine arbeitsbuchpfeichtige und damit auch kranken⸗ und invalidenverſicherungspflich⸗ tige Beſchäftigung har delt. Hierbei iſt zu beachten, daß der ortsübliche Lohn vergütet wird. Landdienſt der HJ und vom BDM durch⸗ geführte zweimonatige Umſchulungslehrgänge in Verbindung mit zehn Monaten Landdienſt oder zehn Monaten Jaudöhilfe. Landhilſe, die in bäuerlichen Familien abge⸗ leiſtet wird. Anerkennung als Pflichtfahr nur bei Einhaltung der Bedingungen wie unter„Stellen als Tages mädchen“. Ländliche Haus arbeitslehre(nur in vom Reichsnährſtand anerkannten bäuerlichen Be⸗ trieben). Zweijährige häusliche Lehre in ſtäd⸗ tiſchen anerkannten Haushaltungen Arbeitsdienſt, z. Z. Dauer ein halbes Jahr, Aufnahmealter vollendetes 17. Lebensjahr. Zur An⸗ erkennung als Pflichtjahr iſt als Ergänzung noch ein halbes Jahr haus⸗ oder landwirtſchaftliche Be⸗ ſchäftigung nötig. Nicht arbeitsbuchpflichtige Beſchäftigung(keine Pflichtverſicherung, kein Lohn) im Elternhaus oder bei Verwandten nur, wenn es ſich um Familien mit vier oder mehr Kindern unter 14 Jahren handelt. Auch bei Verwandten. wenn Stellen im hauswirtſchaftlichen Jahr, als Tages⸗ mädchen oder Hausgehilfin in ſtädtiſchem oder länd⸗ lichem Haushalt, in der Landhilfe können auch bei Verwandten angenommen werden, wenn es ſich eben⸗ falls um verſicherungspflichtige, orts⸗ üblich entlohnte Beſchäftigung handelt. Die im Pflichtjahr aufgenommene Beſchäftigung iſt mit Ausnahme der zuletzt genannten Art im Arbeits⸗ buch durch den Haushaltungsvorſtand einzutragen. Alle durch eigene Bemühungen als Tages mädchen, ſtädtiſche oder ländliche Hausgehilfin gefundenen Stellen bedürfen keiner Anerkennung durch das Ar⸗ e leibet, 2 Seen Die Mädchen melden ſich lediglich unter Es ſind hierbei lediglich die bereits erwähnten Bedingun⸗ gen, Kvankenverſicherungspflicht und Eintrag im Ar⸗ beitsbuch einzuhalten. beitsamt. Angabe der Stelle beim Arbeitsamt ab. * Gehwegausbeſſerung bei der Hauptpoſt. Der Randſtein an der paradeplatzſeitigen Ecke von 92 (gegenüber P 1) wurde geſtern herausgenommen und anſchließend neu eingeſetzt. Er hatte ſich im Laufe der Jahre geſenkt und wurde nun wieder auf normale Höhe gehoben. Allabendlich mit Nives- Creme die Heut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, ohne rissig oder spröde zu werden. an Die Verpaſſungsſtelle der VM 37 in Neckarau befindet ſich in der NSV⸗Dienſtſtelle im Hauſe Lui⸗ ſenſtraße 46. Dort können alſo die Neckarauer gegen Rückgabe des Bezugsſcheines ihre Volksgas⸗ masken in Empfang nehmen. ** Der Deutſche Reichskriegerbund(Kyffhäuser) nimmt am Sonntag an der Heldengedenkfeier im Schloßhof teil und wird an den verſchiedenen Denk⸗ mälern Kränze niederlegen. Fageehaleucles Donnerstag, 10. März Nationaltheater:„Der Borbier von Sevilla“, G. Roſſini, 20 Uhr. Libelle: 20.30 Uhr Kabarett und Tanz. Harmonie, D 2, 6: 20 Uhr Liederabend Erika Müller. Friedrichspark: 15 und 20 Uhr Modenſchau mit Kabarett und Tanz. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternenprojektors; 20.15 Uhr Lichtbildervortrag von Dr. Alfred Bofinger über„Weſen und Struktur Hes deutſchen Rundfunks“. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle, Kaffee Belbe. Lichtſpiele: Univerſum:„Gewitter im Mat“.— Alhambra:„Rätſel um Beate“.— Schauburg:„Roman eines Schwindlers“. Capitol und Scala:„Der Schimmelkrieg von Holledau“. Palaſt und Gloria:„Serenade“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 10 bis 12.30 und von 14.30 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Mannheim als Feſtung und Garntiſonſtadt. Theatermuſeum E 7, 20: Geöffnet von 10 bis 18 und von 71 bis 17 Uhr. Sonderſchou: Schwetzingen und ſein Theater. Sternwarte: Geöffnet von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Schloßbücherei: Ausleihe von 11 bis 13 und 17 bis 19 Uhr. Leſeſäle geöffnet 9 bis 13 und 15 bis 19 Uhr. Städtiſche Kunsthalle: Gebffnet von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Sonderſchau: Gemälde und Zeichnungen von Toni Stadler. Leſeſool geöffnet von 10 bis 18, 18 bis 17 und 19.30 bis 21.30 Uhr. Mannheimer Kunſtverein, L 1. 1: Geöffnet von 10 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Ausſtellung: Schinnerer, Gött, von Houwald. Städtiſche Volksbücherei: Buchausgabe von 10.30 bis 12 Uhr und von 16 bis 19 Uhr. Leſeſäle geöffnet von 10.30 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 21 Uhr. Leſehalle Neckarſtadt: Buchausgabe von 15 bis 19 Uhr. Leſehalle geöffnet von 11 bis 19 Uhr. 5 Alle Auskünfte durch den Verkehrs⸗Verein, Telefon 343 21. Was hören wir? Freitag, 11. März Reichsſender Stuttgart .30: Frühkonzert.—.30: Muſik am Morgen.— 10.00: Für 10 Pfennig Brötchen, bitte! Hörſolge.— 10.30: Durch harte Zucht zum olympiſchen Sieg. Geſpräch mit Ruderer Strauß.— 11.30: Volksmuſik.— 12.00: Mittagskonzert. — 14.00: Beſuch bei Walter Jäger(Schallpl.).— 14.15: Zur Unterhaltung.— 16.00: Muſik am Nachmittag.— 18.00: om Weſen der Blutübertragung. Hörfolge.— 18.30: Griff ins Heute.— 19.15: Stuttgart ſpielt auf.— 20.30: Großer bunter Abend.— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Ru⸗ mäniſche und deutſche Volkslieder.— 23.15: Tanz und Unterhaltung.— 24.00: Nachtkonzert. Deutſchlandſender 3 .00: Aufnahmen.—.30: Frühkonzert.— 10.00: Hering und Walfiſch. Hörfolge.— 11.30: 30 bunte Minuten.— 12.00: Muſik zum Mittag.— 14.00: Allerlei von zwei bis oͤrei.— 15.15: Kinderliederſingen.— 15.35: Viva la muſica. — 16.00: Muſik am Nachmittag.— 18.00: Das große Signal. Jungengeſchichte.— 18.30: Cellomuſik.— 19.10: Zu Tonz und Unterhaltung.— 21.00: Deutſcher Kalender: März.— 75 Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Zu Tanz und Unter⸗ altung. 3 Oper von 05 4. Seite Nummer 114 Donnerstag, 10. März 1938 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe -Heimbau im Grenzgau Saarpfalz Eine Arbeitstagung der am§-Heimbau tätigen bildenden Künſtler in Oppau * Ludwigshafen, 8. März. Im Ratskeller in Oppau fand am Samstag nach⸗ mittag eine Arbeitstagung ſämtlicher bildenden Künſtler, vor allem der Architekten, ſtatt, die mit dem Bau von Hg⸗Heimen im Gau Saarpfalz betraut wurden und bereits ſeit einem Jahr ſich zu einer Arbeitsgemeinſchaft zuſammenſchloſſen. Die dies⸗ malige Tagung fand in Oppau ſtatt, weil für das dortige H⸗Heim ein Wettbewerb unter den Ar⸗ chitekten ausgeſchrieben wurde. Dem Oppauer HJ⸗ Heim kommt auch inſofern beſondere Bedeutung zu, als es . ein Muſterheim des Gaues werden ſoll und dadurch bei dieſer Beſprechung grund ſätzliche Fragen angeſchnitten wurden, deren Ergebniſſe für die zahlreichen HJ⸗Heime, die teils in dieſem Jahre noch fertiggeſtellt, in Bau genommen oder ſpäter in Angriff genommen werden ſollen, richtungweiſend ſein werden. Nach einer kurzen Feier und nach den Begrü⸗ ßungsworten des Oppauer Bürgermeiſters Wolff nahm zunächſt Gebietsführer Thiemel das Wort, Um einen Rechenſchaftsbericht über das auf dem Ge⸗ biet der HJ⸗Heimbeſchaffung im vergangenen Jahre Erreichte abzugeben. Eingehend auf die Bedeutung non HJ⸗Heimen gerade in gefährdeten Grenzgebie⸗ ten, wo die Heime als ein Bollwerk gegen die geiſti⸗ gen Einflüſſe der weſtlichen Welt angeſprochen wer⸗ den müßten, gab der Redner bekannt, daß nunmehr ein Gemeinſchaftsfſonds gegründet worden ſel, der es ermögliche, gerade den meiſt recht armen Grenzgemeinden ein HJ⸗Heim zu erſtellen, denn bis⸗ her ſei das nur in finanziell gut fundierten Gemein⸗ den möglich geweſen. Die Ausleſe der Architekten ſei beſonders ſcharf gehandhabt worden, denn nur der mit der Jugend gehende und ihr Suchen und Seh⸗ nen verſtehende Architekt könne auch das ihrer kla⸗ ren, geraden und feſten Haltung entſprechende Heim ſchaffen. Ziel ſei, in zehn Jahren den Bau der Heime abzuſchließen; dann müſſe jede Gemeinde ihr Heim haben. Der Landesleiter der Reichskammer der bildenden Künſtler ſprach anſchließend über den gemeinſamen Weg, den Architekten, Bildhauer und Maler gehen müßten, um das Ziel eines einheitlich im Geiſte aus⸗ gerichteten Baues zu erreichen. Bannführer Hart⸗ mann von der Reichsjugendführung ſprach über die Arbeitsgemeinſchaft am Bau. Die Hitler⸗Jugend habe ſich die Aufgabe geſtellt, mit ihren Heimen am Werden eines neuen Bauſtiles 8 mitzuarbeiten; daher auch die Streuge bei Auswahl der Architekten und Beurteilung der Pläne Mit der Tagung verbunden war eine Schau bereits ſertig⸗ geſtellter Pläne, die dem Beſucher das Wollen der HI in der Geſtaltung ihrer Heime vermittelte. Bürgermeiſtereiverband Albersweiler 2: Aunweiler, 10 Mürz. In Anmweſenheit des Kreisleiters Bachmann hat eine im Sitzungsſaale der hieſigen Gemeinde abgehaltene Tagung der Bür⸗ germeiſter und Gemeinderäte von Albersweiler, Ram⸗ ach ace berg und Eußerthal den verwaltungstechniſchen Zu⸗ ſammenſchluß dieſer Gemeinden gutgeheißen und die Bildung eines Bürgermeiſtereiverbandes mit dem Sitze in Albersweiler beſchloſſen. Die künftige Lei⸗ tung der Gemeinden obliegt dem hieſigen Bürger⸗ meiſter Zörcher. * Speyer, 8. März. Hier mußte eine größere An⸗ zahl Perſonen angezeigt oder gebührenpflichtig verwarnt werden, weil ſie anläßlich der letzten Verdunklungsübung zum Teil mangelhaft ab⸗ geblendet hatten.— Ebenſo mußten eine größere Anzahl Hausbeſitzer gebührenpflichtig verwarnt wer⸗ den, weil ſie die Anordnung über Rattenbekämpfung (Auslegen von Gift) nicht befolgten. Beſuch in der Heimat der Ahnen Bundesminiſter Glaiſe⸗Horſtenau in Landau * Landau, 10. März. Nachdem letztes Jahr im Landauer Stadtarchiv die Feſtſtellung getroffen worden war, daß der öſter⸗ reichiſche Bundesminiſter Glaiſe⸗Horſtenau die Stadt Landau als Heimat ſeiner Vorfahren be⸗ trachten kann, ſetzte zwiſchen Landau und Wien ein reger Schriftwechſel ein. Die Stadt Landau ließ es ſelbſtverſtändlich nicht an herzlichen Ein⸗ ladungen an den öſterreichiſchen Staatsmann fehlen, und als bekannt wurde, daß er nun in dieſen Tagen in Stuttgart weilen würde, erneuerte die Stadt Landau ihre Einladung. Der öſterreichiſche Miniſter folgte ihr freudigen Herzens und traf am Mittwoch⸗ nachmittag, von Stuttgart kommend, im Kraftwagen hier ein. Im Stadthaus wurde ihm durch Bürgermeiſter Maſchemer, mit dem ſich die Beigeordneten und Ratsherren eingefunden hatten, ein herzlicher Emp⸗ fang zuteil. Der Gaſt dankte mit bewegten Worten, worauf Stadtarchivar Lutz über die Beziehungen der Familie Glaiſe v. Horſtenau zul Stadt Landau ſprach. Hierauf wurde im feſtlich geſchmückten klei⸗ nen Saal der Städtiſchen Feſthalle ein Imbiß ein⸗ genommen. Hier hieß Kreisleiter Bachmann den öſterreichiſchen Staatsmann herzlich willkommen. Nach einer Rundfahrt durch die Straßen der Stadt wurden noch dem Stammhaus der Fa⸗ milie Glaiſe in der Gymnaſiumſtvaße und dom Haus der Landauer Verwandten in der Eichhorn⸗ ſtvaße Beſuche abgeſtattet. In der Zwiſchenzeit hatte Gauleiter Bürckel zur Begrüßung des Uſberreichiſchen Miniſters eingefunden. Der Jandauer Aufenthalt würde mit einer Fahrt über die Deutſche Weinſtra ße abgeſchloſſen. * Oftersheim, 10. März. Die Regimentsmuſik des JR 110, unter Leitung von Muſtkmeiſter Frei⸗ bott, veranſtaltete am Sonntagnachmittag im Saale „Zur Roſe“ ein großes Militärkonzert. Am Abend ſpielte ſodann die Kapelle zum Tanze auf.— Die Eheleute Dreher Georg Adam Johe und Frida, geb. Röſch, Peter⸗Gießer⸗Straße 14, konnten ihre ſilberne Hochzeit feiern. dae 0 Zur Vereinheitlichung des ſtädtiſchen Kaſſenweſens Aus der letzten nichtöffentlichen Ratsherren⸗ ſitzung iſt noch folgendes nachzutragen: Im Zuge der Vereinheitlichung des ſtädtiſchen Kaſſenweſens hat das Stadtrent⸗ amt mit dem Raiffeiſen⸗Spar⸗ und Darlehensverein in Handſchuhsheim, dem Vorſchußverein in Kirch⸗ heim und der Spar⸗ und Darlehenskaſſe in Rohr⸗ bach vereinbart, daß dieſe Kaſſen Zahlſtellen für das Stadtrentamt einrichten. Damit wird die Entſen⸗ dung von ſtädtiſchen Kaſſierern eutbehr⸗ lich. Die neuen Zahlſtellen werden zum 1. April 1938 eröffnet. Sie nehmen nicht nur Einzahlungen aller Art für das Stadtreutamt entgegen, ſondern führen auch Auszahlungen und Ueberweiſungen durch dasſelbe an Volksgenoſſen in dieſen Stadtteilen durch Mit dieſer Regelung iſt den Volksgenoſſen auch für die Zukunft ein bequemer Zahlungsverkehr mit dem Stadtrentamt gewährleiſtet. Darüber hinaus kann jeder durch Errichtung eines Kontos bei dieſen Kaſſen zur Förderung des bargeldloſen Zahlungs⸗ verkehrs beitragen. Nach dem Erlaß des Reichs⸗ und Preußiſchen Miniſteriums des Innern vom 18. Jan. 1937 wird eine neue, nach einer gegebenen Muſterſatzung im weſentlichen für das ganze Reich gleiche Fried⸗ hofsordnung geſchaffen und demnächſt als Orts⸗ ſatzung für Heidelberg verkündet werden. Ihre wich⸗ tigſten Beſtimmungen beziehen ſich auf die Geſamt⸗ geſtaltung des Friedhofs, der— wie auch den ein⸗ zelnen genehmigungspflichtigen Grabdenkmälern und gärtneriſchen Grabgeſtaltungen— ein heſonderes Augenmerk zu ſchenken iſt. Bildhauer, Steinmetz⸗ aufe use und Schmiedehandwerker ſowie die Gärtuer erhalten Berechtigungskarten, die im Benehmen mit der betr. Innung ausgegeben werden. Heldengedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof Geſtaltung durch die Wehrmacht Am kommenden Sonntag, dem Heldengedenktag, findet auch hier eine große Feier auf dem Ehreufriedhof ſtatt, und zwar in Form einer durch die Wehrmacht ausgeſtalteten militäriſchen Ge⸗ denkfeier zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges. Neben den militäriſchen Abordnungen der Wehr⸗ macht nehmen Abordnungen des Reichs⸗Arbeitsdien⸗ ſtes, der Partei und ihrer Gliederungen, des Sol⸗ datenbundes, des Kyffhäuſerbundes, des Grünen Korps, der DA(Abt. Wehrmacht), des Reichs⸗Luft⸗ ſchutzbhundes, des Roten Kreuzes und der Feuerlöſch⸗ polizei teil. Beginn: 10 Uhr vormittags. Die Feier wird durch einen Choral eingeleitet, den das Muſik⸗ korps des Ing.⸗Regts. 110 ſpielt. Hierauf wird der Standortälteſte, Oberſt Engelbrecht, in einer kurzen Anſprache der Toten des Weltkrieges gedenken Unter den Klängen des„guten Kameraden“ erfolgen die Kranzniederlegungen. Nach der Feier findet auf dem Weg zum Ausgang des Friedhofs ein Vor⸗ beimarſch vor dem Standortälteſten ſtatt. Heidelberger Veranſtaltungen Heute Städtiſches Theater: Die Nibelungen 1 und 2—„Der ge⸗ hörnte Siegfried“ und„Siegfrieds Tod“(Stammplatz⸗ miete C 24, Preisgruppe), 20 bis 22.45 Uhr, * MAG Gl; Sie überhörten den Schnellzug Bei Ausmeſſungsarbeiten vom Zug erfaßt— Ein Toter, zwei Verletzte — Appenweier, 10. März. Der ögjährige Oberwerkführer Karl Wiegand und zwei Techniker aus Bruchſal waren im Bahnhof Appenweier vormittags mit Ausmeſſungs⸗ arbeiten beſchäſtigt. Auſcheinend überhörten ſie dabei den herannahenden Schnellzug aus Richtung Karlsruhe. Sie wurden angefahren und ſchwer verletzt. Wiegand ſtarb noch am Vormittag im Offenburger Krankenhaus, wohin die drei Verletzten gebracht worden waren; die beiden anderen dürften mit dem Leben davonkommen. Badener in Etuador verunglückt Beim Flugzeugabſturz am Chimboraſſo 2 Ueberlingen, 10. März. Der bei dem Abſturz des deutſchen Flugzeuges in der Nihe des Chimbo⸗ raſſo unweit Guaranda tödlich verunglückte zweite Flugzeugführer Butſcher ſtammt aus Ueberlin⸗ gen, wo er als Schreiner in der Orgelbauanſtalt Mönch tätig war. Als eifriger Segelflieger widmete er ſich zuletzt ganz der Fliegerei und war als Leiter der Segelfliegergruppe der Schloßſchule Salem tätig. Auch der ebenfalls tödlich verunglückte Flugzeug⸗ führer Hammer iſt bein Unbekannter am Boden⸗ ſee. Seine beiden Söhne weilten in Salem. Sinsheimer Notizen I. Sinsheim, 9. März. Die Maul⸗ und Klauenſeuche iſt im Bezirk Sinsheim auf dem Rückzug begriffen. In den letzten Tagen konnten folgende Gemeinden als ſeuchenfrei bezeichnet wer⸗ den: Adelshofen, Weiler, Reihen, Steinsfurt, Sins⸗ heim, Daisbach, Eſchelbach und Obergimpern. Die Gemeinden Hilsfach und Haſſelbach haben ebenfalls das Erlöſchen der Seuche gemeldet. Die Zeit ſcheint alſo nicht mehr fern, wo der ganze Bezirk ſeuchenfrei gemeldet werden kann. Die Frage der HJ. ⸗Heimbeſchaffung war Gegenſtand einer Bürgermeiſterverſamm⸗ lung, zu der ſich die Bürgermeiſter des ganzen Be⸗ zirks eingefunden hatten. Die Tagung wurde von Landrat Dr. Denzel eröffnet. Von Vaden⸗Baden nach Berchtesgaden Eine neue Autobus⸗Verbindung * München, 9. März. Eine Autobus⸗Oſtweſt⸗ Verbindung durch den deutſchen Süden wird im kommenden Sommerfahrplan Wirklichkeit werden. Es erfolgt nämlich der Auſchluß der Schwarzwald⸗ Bodenſeepoſt an die deutſche Alpenpoſt, die bekannt⸗ lich von Lindau nach Berchtesgaden führt. Die Schwarzwaldpoſt beginnt in Baden⸗Baden und führte bisher bis Konſtanz, künftig ſoll ſie bis Lindau durch⸗ geführt werden. „ 5 Die 40. Freiheitsſtrafe! %½ Jahre Zuchthaus für einen Unverbeſſerlichen * Ludwigshafen, 9. März. Ein unverbeſſerlicher Gewohnheitsverbrecher iſt der 35 Jahre alte verheiratete Wilhelm Riedin⸗ ger von Ludwigshafen, der ſich vor dem Schöffen⸗ gericht Ludwigshafen zu verantworten hatte. Rie⸗ dinger iſt bereits 39mal vorbeſtraft. Noch einmal bot man ihm eine Gelegenheit, auf ehrliche Weiſe durchzukommen, indem man ihm eine Stelle als Los⸗ verkäufer bei der Winterhilfslotterie bot. Schon nach vier Tagen aber unterſchlug er 400 Loſe, von denen er einen Teil verkaufte, 350 Stück aber in der Hoffnung öffnete, einen größeren Gewinn zu finden. Damit war es allerdings nichts. Nunmehr verurteilte ihn das Schöffengericht zu einer Zuchthausſtrafe von zwei Jahren und ſechs Monaten und einer Geldͤſtrafe von 200 Mk. Wegen der Ge⸗ meinheit der Tat wurde dem Angeklagten die bisher erlittene Unterſuchungshaft auf die Strafe nicht an⸗ gerechnet. Brief aus Lampertheim db Lampertheim, 10. März. Bei zahlreichem Beſuch hielt die hieſige Milch⸗Abſatzgenoſſe nſchaft im Darmſtädter Hof ihre Generalverſamm⸗ lung ab, die vom Aufſichtsratsporſitzenden Seelin⸗ ger geleitet wurde. In der kurzen Zeit ihres Be⸗ ſtehens hat ſich die Genoſſenſchaft zu einem beachtlichen Inſtitut im einheimiſchen bäuerlichen Wirtſchaftsleben entwickelt. Nach dem Geſchäftsbericht des Vorſitzen⸗ den Knecht wurden im Geſchäftsjahre von Lampert⸗ heim mit Hüttenfeld 1095 530 Liter Milch abgeliefert. Am Jahresende waren 224 Mitglieder vorhanden. Die Jahresrechnung ſchließt mit einem Rohgewinn von 8259,49, der Reingewinn beträgt 571,4 RM. Der Kohlenkonſumverein Leſehal le hielt ſeine Generalverſammlung in der„Sonne“ ab. Nach dem Geſchäftsbericht des Rechners Boxheimer wurden ins⸗ geſamt 12 424 Zentner Brennmaterial(Kohlen, Koks, Briketts uſw.) umgeſetzt, das ſind faſt 1000 Zentner mehr als im Vorjahre. Der Mitgliederſtand betrug 306. Die Bilanz wurde einſtimmig genehmigt, auch ſtimmte man der Gewinnverteilung zu. Für den durch Krankheit ausſcheidenden Aufſichts ratsvorſitzen⸗ den Laſchinger wird Herr Adam Kettler gewählt. L. Ketſch, 10. März. Als eine der älteſten Ein⸗ wohnerinnen konnte hier Maria Thereſia Geiſt ihren 83. Geburtstag begehen. L. Brühl, 10. März. Bei der Schweine zäh⸗ lung ergab ſich am 3. März ein Beſtand von 460 Tieren gegen 741 zur gleichen Zeit des Vorjahres. Der ſtarke Rückgang an Läufern und Zuchtſauen muß künftig wieder ausgeglichen werden. 5 * Hockenheim, 10. März. Die Kameradſchaft der ehemaligen 110er hielt am Sonntagnachmittag im„Ritter“ die diesjährige Generalverſammlung ab. Es wurde der einſtimmige Beſchluß gefaßt, den Wiedereintritt in den Kyffhäuſerbund zu vollziehen. PPPPPPPPPCbPbPbPbPbPTGTPTGTGTGTòéT'Tb'''''''''''''''''''... ß ß ß ß p ꝓßpꝓßꝓꝓßꝓß———PPPPPPPP—ꝓPSGTT—ꝓTTT———ꝓTꝓꝓꝓTꝓT—TꝓTꝓTVTTTVVTTTT7T——[kd!!....''' NSDAP-Miffeilungen Partetlamtlichen Bekanntmachungen entnommen Ortsgruppen der NS DA p Neckarſpitze. 10.., 20 Uhr, öſſentliche Kundgebung im großen Saale des Wartburg⸗Hoſpizes, F 4, 8. Es ſpricht Stoßtruppredner Pg. Corſten, Hamburg, über„Die Stärkung der Nation“. Teilnahme iſt Pflicht ſür alle Parteigenoſſen, Pirtejanwärter und Blockhelſer ſowie für Angehörige der Gliederungen und angeſchloſſenen Ver⸗ bände. Neueichwald. 10.., 20 Uhr, in der Geſhäftsſtelle Stab⸗ und Zellenleiterſitzung. NS⸗Frauenſchaft Waſſerturm. 10.., 15.30 Uhr, im Bollhaus Wevbe⸗ nachmittag der Abt. Volks⸗ und Haus wirtſchaft. Käfertal⸗Süd. 10.., 20 Uhr, Heimaßend im„Heidel⸗ berger Hof“. Frauenwerk iſt eingeladen. Lindenhof. 10.., 20 Uhr, Pflichtheimabend im„Rhein⸗ park“ für alle Frauenſchafts⸗ und Frauenwerksmitglieder. Sandhofen. 10.., 20 Uhr, Stab⸗, Zellen⸗ und Block⸗ frauenleiterinnen⸗Beſprechung im Geſchäftszimmer Hinter⸗ gaſſe 3. Bleiſtift und 1 Paßbild mitbringen. Humboldt. 10.., 20 Uhr, Pflichtheimobend in der „Floxa“, Lortzingſtriße 17. Kreisfrauenſchaftsleiterin Pan. Drös ſpricht. Seckenheim. 10.., 20 Uhr, Heimabend im Schloß. Bismarckplatz. 11.., 20.15 Uhr, nehmen die Frauen un der Großkundgebung der NS Da p im„Zähringer Löwen“, Schwetzinger Straße 103, teil. Es iſt unbedingt Pflicht zu erſcheinen. Erlenhof. 11.., 20 Uhr, Heimabend bei Teifel, Zeppe⸗ linſtraße. Erſcheinen der Stab⸗, Zellen⸗ und Blockfrauen⸗ leitexinnen iſt Pflicht. Neckarau⸗Süd. Alle Friuenſchafts⸗ und Frouenwerks⸗ mitglieder nehmen an der Großkundgebung der NS Da p im„Volkschor“ am 11.., 20.15 Uhr, teil Abteilung Jugendgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. 10.., 20 Uhr, Heimabend in der Wohlgelegenſchule. Vollzöhliges Erſcheinen iſt Pflicht. Deutſches Eck und Innenstadt. 10.., 20 Uhr, Pflicht⸗ heimabend in L 9, 7. Erſcheinen iſt unbedingt Pflicht. Wollausgabe. Lindenhof. 11.., 20 Uhr, Heimabend im BDM⸗Heim, Dieſterwegſchule. Erſcheinen iſt unbedingt Pflicht. BDM Erſte⸗Hilfe⸗Kurſus Dr. Zimmermann: Am 10. 3. um 19.45 Uhr ruf dem Untergau N 2, 4. 11/171 Humboldt. 10. 3. treten die Schaften Steigen⸗ berger und Weidner um 20 Uhr am Heim mit Putzeimer und Schürze an. Deutſche Arbeits front Kreiswaltung Mannheim, Rheinſtr. 3 Ortswaltungen Almenhof. Donnerstag, 10.., Appell der Ortswaltung Almenhof ſowie Beſichtigung der Dienſtſtelle durch den Kreisobmann. Um 19.45 Uhr haben der Stab des Orts⸗ obmanns ſowie ſämtliche Straßenzellen⸗, Block⸗ und Be⸗ triebsobmänner der Ortswaltung in der Schillerſchule(Ein⸗ gang Speyerer Straße) anzutreten. Dienſtanzug. Strohmarkt. Am 9. 3, 29.15 Uhr, in„Haus der Dout⸗ chen Arbeit“ Monaksverſammlung für alle Betriebs⸗ and Straßenobmänner wie Kd Warte. Wichtige Tages⸗ ordnung. Seckeuheim. Freitag, 11.., 20 Uhr, im„Deutſchen Hof“ in Seckenheim Schulungsabend mit Kreisſchurungswalter Pg. Bieber. 5 Ilvesheim. Freitag, 11.., 20 Uhr, im„Deutſchen Hof“ in Seckenheim Schulungsabend mit Kreisſchulungswalter Pg. Bieber. Friedrichsfeld. Freitag, 11.., 20 Uhr, im„Deutſchen Hof“ in Seckenheim Schulungsabend mit Kreisſchulungswalter Pg. Bieber. Jungbuſch. Donnerstag, 10.., 20 Uhr, findet die Mp⸗ natsverſammlung im„Prinz Max“, II 3, 3, ſtatt. Alle Be⸗ triebsobmänner, Warte ſowie Straßen⸗ und Zellenwalter haben zu erſcheinen. NS„Kraft durch Freude“ Abteilung Reiſen, Wandern, Urlaub Wanderung am Sonntag, 13. März: Edenkoben— Ruine Scharfeneck— Ruine Meiſterſel— Landauer Hütte— Edenkoben. Wanderzeit 6 bis 7 Stunden. Abfahrt Lud⸗ wigshafen ab.54 Uhr, Rückfahrt Edenkoben ab 20 Uhr. Verbilligte Fahrkarten zu.80„/ nur im Vorverkauf bei den Geſchäftsſtellen bis einſchließlich Freitag, 11. Mürz. Dieſe Wanderung wird von Freunden und Kennern der ſchönen Pfolz beſonders begrüßt werden. 5 Achtung! Oſterfahrten! 4 Tage Hochſchwarzwald 18., 4 Tage Bodenſee 20,50 ,, 4 Tage München(nur Fahrt) 9„, 2 Tage Amorbach 9,10 /, 2 Tage Wertheim am Moin 10,40 ,, 2 Tage Tübingen am Neckar(Omnibusfohrt, beſchränkte Teilnehmerzahl 17/ 2 Tage Miltenberg (Omnibusfahrt, beſchränkte Teilnehmerzahl) 11,60% An⸗ e zu den Oſterfahrten werden möglichſt frühzeitig erbeten. 5 Amt Kulturgemeinde Sechſter Kammermuffkabend am Dienstag, 15. März, um 20.15 Uhr in der„Harmonie“, D 2, 6, mit dem Fehfe⸗ Quartett, Berlin. Preiſe: Mitglieder der ch.60,.90, .10,.50, Nichtmitglieder.—,.30,.50,.70 /. Vor⸗ verkauf bei den KöF⸗Geſchäftsſtellen und Betriebswarten. Fünfte muſikaliſche Feierſtunde am Freitag, 11. März, 20.15 Uhr, im Nibelungenſaal des Roſengartens. Es ſpiekk das Saarpfalz⸗Orcheſter unter Leitung von Generalmuſik⸗ direktor Prof. Ernſt Boehe. Als Soliſt iſt Siegfried Bor⸗ ries, 1. Konzertmeiſter der Berliner Philharmonie, ver⸗ pflichtet. Preiſe: 1, für unnumerierten Sitzplatz. 2% für numerterten Sitzplatz. Vorverkauf bei den Kö c⸗ Betriebswarten und ⸗Geſchäftsſtellen. Maunheimer Volkschor Nächſte Proben! Montag, 14. März, 19.30 Uhr, Männer⸗ chor⸗Probe. Mittwoch, 16. März, 20 Uhr, Frauenchor⸗Probe, Abteilung: Volksbildungswerk Pplitiſche Zeitfragen. Dieſe Arbeitsgemeinſchaft wird am Montag, 14. und Montag, 21. März, 20 Uhr, in der Eliſa⸗ bethſchule, D 7, weitergeführt. 5 Achtung, Kyffhäuſer⸗Kameraden! Die Kamerasſchaften des Kreisverbandes Mannheim be⸗ teiligen ſich geſchloſſen am Sonntag, 13. März, an der vom Standort Mannheim im Schloßhoſe veranſtalteten Helden⸗ gedenkfeier. Antreten.15 Uhr auf den freien Plätzen 0 5/8(Ingenieurſchule). Anzug: Kyffhäuſer⸗(oder dunkler) Anzug mit Mütze, be den Armbinden, große Ordensſchnalle. Alles Nähere iſt bei den zuſtändigen Kameradſchaftsführern zu erfahren. Der Bezirks⸗ und Kreisführer Dr. Hieke. * N 1 Kommt das Ende des„Maharadscha“? Jncllen ill keine Jitel mel Orden gehen nach London zurück— Rabindranath Tagore machte den Anfang Bombay, im März. Der Glanz des Oſtens, bisher untrennbar ver⸗ bunden mit dem Begriff von ſtrahlenden Orden und phantaſtiſchen Titeln, beginnt ſich immer ſchneller zu verdunkeln. Dieſer Tage hat die Kongreßmehrheit der Vereinigten Provinzen Indiens beſchloſſen, auf ihrem Gebiet ſämtliche Titel abzuſchaffen; die Mini⸗ ſter wurden bevollmächtigt, dem König⸗Kaiſer Georg dem Sechſten mitzuteilen, daß keine weiteren Titel, Orden und Ehren angenommen würden. Wer den Orient kennt, kann ſich einen Be⸗ griff davon machen, was dieſe Revolte gegen Titel bedeutet. Jahrhundertelang wurden im Orient Titel geſammelt wie anderwärts Briefmarken. Aber bald nach dem Ende des Weltkriegs ergriff die allgemeine Umwandlung der Anſchauungen auch den Oſten, und der als rückſtändig verſchriene Orient ging in ſchnel⸗ lerem Tempo vor als der Okzident: die Türkei, Per⸗ ſten und der Irak hoben alle Adelsgrade auf. Heute werden offiziell alle Türken mit„Bey“, alle Perſer mit„Monſieur“ und alle Jrakier mit„Sidi“ ange⸗ ſprochen. Was einſt, wie„Herr“ und„Sire“ in Europa, ein Titel war, iſt zu einer gutbürgerlichen Alltagsanrede geworden. 7500 Titel in Gefahr Schon 1919 verwandelte ſich das Geſicht Indiens. Mit dem Beginn des„paſſiven Widerſtands“ ver⸗ zichteten die Kongreßmitglieder, unter Gandhis Führung, auf alle Titel— aber dies war nicht mehr als eine theoretiſche Demonſtration. Erſt im ver⸗ gangenen Jahre, als die Kongreßleute zum erſten⸗ mal politiſche Aemter bekleideten, konnte der Kampf gegen die Titel in ſein akutes Stadium treten. Die Antititelrevolte hat ein weites Feld vor ſich. Allein in den britiſch⸗indiſchen Provinzen gibt es 30 Groß⸗ grundbeſitzer mit dem Titel Maharadſcha, wei⸗ tere 70 mit dem Titel Radſcha, 30 Großkomman⸗ Heure des Ordens„Stern von Indien“, 50 Groß⸗ kommandeure des Indiſchen Reichs, 100 Ritter des „Sterns von Indien“, 150 Ritter des Indiſchen 150. Geburtstag Eichendorffs Joſef Freiherr von Eichendorff, einer der volks⸗ tümlichſten deutſchen Lyriker, wurde am 10. März Schloß Lubowitz bei Ratibor geboren. 1788 auf (Atlantic, Zander⸗Multiplex⸗K.) Reichs, etwa 300 Kommandeure des„Sterns von Indien“ und 700 Kommandeure des Indiſchen Rei⸗ ches. Dazu kommen an die 1000 Rao Bahadurs und Khan Bahadurs ſowie über 5000 Khan Sahibs und Rai Bahadurs— insgeſamt alſo etwa 7500 Titelinhaber, die nun ihrer Würde entkleidet werden ſollen. Das„guke Beiſpiel“ gab ſchon vor 17 Jahren der Dichter Rabindranath Tagore, der auf ſeine Titel feierlich verzichtete, ſeine ſämtlichen Orden in ein Schächtelchen packte und ſie eingeſchrieben an den engliſchen König ſandte. Seinem Beiſpiel folgen nun zahlloſe andere Inder, und die Hofpoſtverwaltung im Buckinghampalaſt hat alle Hände voll zu tun, um die vielen unerwünſchten Orden zu ſortieren. Geld oder Würden? Aber ganz ohne Titel wird es auch in Indien nicht abgehen. Allerdings— die Inder werden ſich ausſchließlich gegenſeitig ihre ſelbſterfundenen Wür⸗ den verleihen, von denen heute ſchon zwei exiſtieren: „Mahatma“ und„Pandit“,„Mahatma“— ein ſei⸗ nerzeit eigens für Gandhi geſchaffener Titel— heißt „große Seele“ oder, frei übertragen,„Heiliger“; und „Pandit“ bedeutet„Weiſer“. Sein erſter Träger iſt der Kongreßführer Jawaharlal Nehru. Aber der Titel„Sahib“ wird in Zukunft nichts anderes ſein alls die übliche Anrede auf jedem Briefumſchlag. So wenig wie Gandhis Salzproduktion, Spinn⸗ räder und paſſiver Widerſtand vermag natürlich auch der Kampf gegen die Titel das indiſche Problem nicht zu löſen. Denn hinter dem Begriff„Maharadſcha“ ſteckt eine recht konkrete ſozjale und politiſche Frage. Es geht ja nicht nur um die nationale Selbſtbeſtim⸗ mung der Inder, ſondern vor allem um ein men⸗ ſchenwürdiges Leben, und das iſt Hunderttausenden, ja Millionen von ihnen verſagt, eben weil dieſe Großgrundbeſitzer die märchenhaften Schätze des Landes in Juwelenberge, Luxusbauten und Gold⸗ barren verwandelt haben. Der Nizam von Haidara⸗ bad, der reichſte Mann der Welt, wird nicht um einen Penny ärmer, wenn er ſich nicht mehr„Maha⸗ vadſcha“ nennen darf. Seine Kollegen, die Fürſten von Baroda, Waipur, Myſore, und wie ſie alle hei⸗ ßen, ſie werden gerne auf ihren Titel verzichten, wenn man ihnen ihre unermeßlichen Beſitztümer und Schätze läßt. Aber auch dies wird eines Tages in Indien zur Diskuſſion ſtehen— wenn ſich her⸗ ausgeſtellt hat, daß es dem indiſchen Volk auch ohne Titel nicht beſſer geht. Die Vorfahren waren ihr nicht „fein“ genug a Eine junge Berlinerin, die 24 jährige Ingeborg., die wegen Urkundenfälſchung vor dem Berliner Schnellſchöffengericht ſtand, hatte zur Führung ihres Ariernachweiſes von den einzelnen Pfarrämtern die Abſtammungsurkunden ihrer Vorfahren angefordert, auf denen auch, wie üblich, die Berufsbezeichnungen eingetragen waren. Es ſtand nun u. a. darin zu leſen, daß der eine Großvater Schiffszimmermann war, während der andere das ebenſo hochachtbare Handwerk eines Flei⸗ ſchermeiſters ausgeübt hatte. Oh, wie peinlich, dachte das dumme und eitle Fräulein Ingeborg, der es lieber geweſen wäre, wenn ſie unter ihren Ahnen Kommerzienräte oder vielleicht hohe Beamte feſt⸗ BILDER VGM TAGE Wieder einmal: Heiratsgerüchte um Greta Garbo Ueber die nordiſche„Sphinx“ laufen wieder Gerüchte um, noch denen ſich Greta Garbo mit dem Dirigenten des Philadelphia⸗Orcheſters, Leopold Stokowſki(links) in Turin verheiraten will. (Preſſephoto, Zander⸗M.) Ueberall Triumph des Frühlings: In Paris trinkt man den Kaffee ſchon wieder im Freien Die lachende Frühlingsſonne hatte die Bewohner der fronzöſiſchen Houptſtadt ſchon frühzeitig auf die Terraſſen der Kaffeehäuser gelockt, ein Bild, das jedem Beſucher der Seineſtadt wohlvertraut iſt. Unſer Bild eine Terraſſe gegenüber der Madeleine kirche. (Weltbild, Zander⸗M.) „——— geſtellt hätte. Die Angeklagte glaubte die„Schmach“, daß ſich unter ihren Vorfahren„nur“ Handwerker befanden, nicht überwinden zu können und ſte„er⸗ höhte“ deshalb mit Hilfe eines Radiergu mmis den großväterlichen Schiffszimmermann zum Schiffsingenieur, während ſie den Fleiſcher⸗ meiſter in einen Kaufmann„umfriſterte“, Die Sache kam heraus und Fräulein Ingeborg mußte vor den Kadi.— Aus rechtlichen Gründen erfolgte ihre Freiſprechung, denn das Gericht kam zu der Auf⸗ faſſung, daß ſie nur aus Eitelkeit und nicht in recht⸗ widriger Abſicht gehandelt hatte. Der Vorſttzende warnte die eitle Enkelin dringend vor einer Wieder⸗ holung ſolcher törichten Streiche. Eine Märzfahrt Von Gerhard Ühde In der klaren Morgenluft des Märztages ſtarrte noch der Froſt, während die Sonne ſchon wie ein ge⸗ heimer Magier hinter den Schneegipfeln wirkte und die höchſten Spitzen eben mit goldenen Strahlen an⸗ ſchnitt. Hier oben wurde es ſchon Tag, aber das Tal lag noch ſchlafend unter der Dämmerung, die um den Preis der Geborgenheit das frühe Wunder vopenthielt. Von ſeinem Bette aus ſah der Bauer durch die eisbeblümten Scheiben den werdenden Tag. Die Nacht war lang, wenn man wachend dalag und die Dunkelheit um ſein Leben befragte, und gar noch, wenn man ſich das Stöhnen verbiß, um nicht den Schlaf ſeines Weibes zu ſtören, das ſchon manche Nächte in treuer Pflege geopfert hatte. Am Abend vorher war der Arzt da und hatte des Bauern Einlieferung in das Krankenhaus des Städtchens angeordnet, das dort unten im Tale lag. Er ſollte operiert werden. Daß er um die Mittagszeit dort ankäme, ſo war es vorgeſehen. Der Nachbar ſtellte ſein Pferd zur Verfügung, das einzige, das der Weiler hier oben an der Berg⸗ lehne beſaß, und als ſich die Sonne anſchickte, die Höhe des Tages zu erklimmen, wurde der Kaſten⸗ ſchlitten hergerichtet, mit Heu und Kiſſen gepolſtert und der Kranke hineingebettet. Sein Weib war in bangender Erregung. Zum erſtenmal in den langen Jahren der Che ſollte ſie ſich von ihrem Manne tren⸗ nen, und es war ja nicht leicht Ruhe zu bewahren, wenn man ſich die Art der Trennung bewußt werden ließ. Aber ſie kämpfte tapfer gegen die fremdartige Furcht und Beſorgnis, ſaß ſchweigend neben dem Nachbarn vorn auf dem Kutſcherbrett und blickte von Zeit zu Zeit nach dem Kranken zurück, der ſein Ge⸗ ſicht reglos der warmen Sonne hingab. Langſam glitt der Schlitten den Weg hinab, der ſich bald als Serpentine an der Lehne hinunterſchlän⸗ gelte, bald wieder zwiſchen kleineren Höhen hindurch über ein Stück Hochebene führte. Dann ſetzte das Pferd zu gewohntem Trabe an, aber die Bäuerin griff fogleich nach dem Arm des Nachbars, der die Zügel führte, und ſah ſorglich nach rückwärts, ob das ſchnellere Anziehen des Schlittens dem Kranken ge⸗ ſchadet haben könnte. Der ſchlug die Augen auf und hielt den Blick ſeines Weibes jetzt ſo feſt, Faß ſte be⸗ troffen war. Aber der Zwang, mit dem ſie alſo ge⸗ bannt wurde, kam nicht aus ihm. Wo hatte ſie ſol⸗ chen Blick geſehen, ſo ruhig und weit und tief zu⸗ gleich? Das war nicht mehr das Auge eines Men⸗ ſchen, das war die Welt rundum, in dem einen Licht⸗ ſtrahl des Blickes eingefangen, und das, was ztwi⸗ ſchen und hinter dieſer Welt lebte, war in ihm. Wie oft hatte die Bäuerin dieſe Natur um ſich herum geſehen, aber jetzt, nachdem ſie ſich aus ſeinem Blicke gelöſt hatte, war es ihr, als ob ſie von dem Wunderbaren erdrückt werden ſollte. Sie hatte keine Worte dafür. Eins nur vermochte ſie, ſich aus dieſer Bedrängnis in ein ſtummes Gebet zu retten: daß der Herrſcher über dies alles, dem auch das Wunderbare und Unerklärliche zu eigen war, ihren Mann ohne Schaden in dem verheißungsvollen Leben gefunden ließ, das ſo jubelnd für ſich Raum forderte. Die Vögel ſangen in der warmen Mittagsluft, hier und dort am Hange hatte die Sonne ſchon die Erde befreit, und an den Haſelbüſchen blühte es ſchon. Ruhig kam der Schlitten dem Tale näher, aus dem das Läuten der Glocken wie auf breiten Flügeln heraufſchwebte, um irgendwo dort oben im reinen Aether zu verfliegen. Der Kranke hatte die Augen wieder geſchloſſen, als ſich ſein Weib abermals nach ihm umſah. Aber es deuchte, als ob er durch ſeine Lider hindurchſchauen konnte. Auf ſeinem Geſicht lag ein ſeliges Lächeln, und nichts mehr verriet, daß er noch Schmerzen hatte. In Freude und Feierlichkeit verklärte ſich dies Antlitz. Da nickte die Bäuerin und atmete tief und ge⸗ troſt in die Zukunft, denn aus feinem Geſichte glaubte ſte leſen zu dürfen, daß ihr Gebet erhört worden war.„Er ſchläft,“ ſagte ſie zum Nachbarn und bat, daß er noch langſamer führe. Vielleicht konnten ſie ihn ſchlafend ins Krankenhaus hinein⸗ tragen, dachte ſte, dann würde er gar nicht merken, was mit ihm geſchähe. g Als der Schlitten vor dem Spital hielt, war ſie glücklich, daß ihr Mann noch nicht erwacht war Be⸗ hutſam wurde er auf die herausgebrachte Bahre ge⸗ legt und hineingetragen. Sonnenwarm war die Stirn, über die ſein Weib zum letzten Male ſtrich. Abſchied nahm ſie von einem Schlafenden und wußte noch nicht, daß er auf dem Schlitten ſchon in fene Welt hinübergegangen war, die zwiſchen und hinter dieſer Welt webte. de eee. Kun brief aus Karlsruhe Eine Nachlaßausſtellung des Münchener Pro⸗ feſſors Eugen Wolff⸗Filseck, der im ver⸗ gangenen Sommer als 64jähriger in München ſtarb, füllt in dieſem Monat den großen Saal des Badiſchen Kunſtvereins. Urſprünglich Schüler Zügels, was zwei Tierbilder, in hellſter Sommerſonne gemalt, deutlich zeigen, ſchloß ſich Wolff der Münchener Sezeſſion an und erntete bei den Jahresausſtellungen in München, aber auch in anderen Städten, viele Jahre hindurch reiche Anerkennung. Von den anderen Malern ſei⸗ ner Richtung unterſcheidet er ſich weſentlich durch die ruhigen, faſt düſteren Farben— er malt mit Vor⸗ liebe bei bedecktem Himmel— erſtrebt aber bei allem Impreſſionismus große Naturtreue und ſteht uns heute mit manchen ſeiner Bilder dadurch näher als die radikalen Sezeſſtioniſten. Seine Landſchaftsmotive entſtammen ſeiner ſchwäbiſchen Heimat(Alb, Brenz⸗ tal, Ludwigsburg, Monrepos bei Ludwigsburg), dem bayeriſchen Voralpenland(Simſee), den deutſchen Al⸗ pen(Schlierſee, Tölz), unter denen Schneebilder am ſtärkſten wirken, oder er malt mit beſonderem Ge⸗ ſchick das Innere alter Schlöſſer und zeichnet Tiere und Kameraden im Schützengraben. Einige ſeiner beſten Bilder hängen in deutſchen Galerien. 5 Impreſſioniſtiſch malt auch Sepp Lin der aus Offenburg, doch betont er ſtärker die Wirkung des Sonnenlichtes und verteilt mit Berechnung Farb⸗ flecken gleicher Tönung auf dem Bild, die einen kräftigen Reiz bilden(Beim Klöſterle, Ortenauer Dorfſtraße). Sehr gut gefallen auch ſeine Bildniſſe (Alter Mann, Chordirektor., Frauenkopf u. a) Bernd Bauſchke aus Berlin gehört zu fener neuromantiſchen Richtung, wie ſte Schrimpf vertritt, und malt mit größter Klarheit und reinen Farben weite Fernen in Bayern, im Odenwald und in der Mark. N f f Unter den Graphikern ſei Ferd. Steiniger aus Dresden hervorgehoben, der mit dem Blick für Das Kunſtwerk des Monats März Die Berliner ſtaatlichen Muſeen bringen in beſonderer Würdigung des Heldengedenktages am 18. März ein griechiſches Grabrelief aus dem 5. Jahrhundert v. Ehr. heraus. Die Schönheit der Linienführung dieſer griechi⸗ ſchen Arbeit verdient beſondere Beochtung. (Scherl Bilderdienſt, Zander⸗Multiplex⸗K.) das Maleriſche alte Bäume, Felſen, Wälder und Tä⸗ ler radiert und in der Technik hinter ſeinem großen Landsmann Rich. Müller kaum zurückſteht.— Hüb⸗ ſche Zeichnungen und Aquarelle, darunter intereſſante Entwürfe zu Wandmalereien mit vaterländiſchen Motiven, stellt. Willi Diernhöfer aus München aus; in großzügigem Strich zeichnet H. Anſelment aus Freiburg treffliche Bildniſſe und Landſchaften, die zum Teil mit Farbe gehöht ſind. 5„ Dr. H. K. Kieſen 5 wieder vergeſſen! Da die Tüllrüſche über ihrer linken Schulter herab⸗ geglitten war, half er ihr, ſie hochzunehmen, und als 6. Seite Nummer 114 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Donnerstag, 10. März 1938 Vumlschtes — Zur ſelben Zeit, da man in unſeren Zonen ſich fröſtelnd in dicke Mäntel hüllt und in den Bergen die Schiläufer ihre Spuren in die weiße Lanoſchaft zeichnen, liegen in Miami Amerikas Finanzkönige und Dollarprinzeſſinnen in Badeanzügen am Strand der Biscaynebucht und laſſen ſich von der tropiſchen Sonne bräunen. Dieſes Luxusbad iſt gebaut wor⸗ den, um den merkwürdigen und ausgefallenſten Lau⸗ nen amerikaniſcher Millionäre und deren verzürtel⸗ ten Töchtern zu dienen. Es gibt keinen noch ſo ver⸗ rückten„Sport“, dem man hier nicht huldigen könnte, ſei es ein Wettrennen von Flamingos oder die Jagd nach tropiſchen Fiſchen. In Miami kommt auf oͤrei Badegüſte ein Poliziſt. Die 25 Luxushotels, die hier, weißſchimmernd und von einem Meer von Orchideen übergoſſen, neben⸗ einanderſtehen, bezeichnen das Paradies der Millio⸗ näre als den„ſicherſten Kurort von ganz Amerika“. Das will beſagen, daß man ein Heer von Polizisten, ſchwer bewaffnet und mit Khakianzügen bekleidet, aufgeſtellt hat, um das koſtbare Leben der Oel⸗, Nüh⸗ nadel⸗, Tapioka⸗, Druckknopf⸗ und ſonſtigen Könige, die den Winter an der Küſte Floridas verbringen, zu bewachen. Jeder Fremde, der in Miami erſcheint, hat ſich erſt einmal auf dem Polizeipräſidium zu mel⸗ den und wird ſorgfältig begutachtet, ob er würdig iſt, im Bad der Millionäre Aufenthaltsbewilligung zu bekommen. Gangſter und Kidnapper, Erpreſſer und Heiratsſchwindler haben hier keinen Zutritt, und Reporter ſind zum mindeſten nicht gerne ge⸗ ſehen, denn ſchließlich möchte Mr. Millionär ſein Privatleben auch einmal ungeſtört und unbedroht genießen. Und wie ſieht dieſes Privatleben aus? In Miami iſt alles künſtlich, von dem Dſchungel, den man für leidenſchaftliche„Großwildjäger“ angelegt hat, bis zu dem Badeſtrand, deſſen Sand„verſilbert“ wurde und deſſen Kabinen kleinen Luſtſchlößchen gleichen, von den palmenbewachſenen Boulevards mit den zahlloſen Juweliergeſchäften bis zu den kunſtvoll ge⸗ bauten Kanälen, auf denen man ſich in„echt venetig⸗ niſcher Romantik“ bei Vollmond in kleinen Schiffen ſpazieren fahren läßt. Ein paar Schritte nur— und ſchon iſt man mitten im„Urwald“, wo wilde Tiere in Freiheit leben und darauf warten, daß Mr. Carraway Jagd auf ſie macht. Das koſtet freilich ein Vermögen, öͤenn die Erhaltung eines bequem zu durchſtreifenden Urwaldes und die ſtän⸗ dige Auffüllung des Tierbeſtandes ſind teuer. Hier kann man die ſeltenſten Vögel der tropi⸗ ſchen Welt bewundern— Millionäre haben eine Vorliebe für ſeltene Vögel— dort wiederum ver⸗ treiben ſich einige eifrige Herren die Zeit mit dem Sammeln exottiſcher Pflanzen, und da es an der Küſte von Florida dank der geſchickten Bemühungen der Unternehmer allein über tauſend verſchiedene Or⸗ chideenarten gibt, iſt dafür geſorgt, daß genügend Auswahl vorhanden iſt. Heute finden Autorennen ſtatt, morgen ſtampfen die Pferdehufe auf einer Rennbahn, die man nicht mit Unrecht die pracht⸗ vollſte der Welt nennt. Die Tribünen liegen in⸗ mitten eines Palmhaines, und die Zielgerade führt an zwei dunklen Seen entlang, an denen ſtolz eine Herde von Flamingos einherſchreitet. Und die Natur drückt beide Augen zu, ewiger Sonnenſchein ver⸗ klärt dieſes Paradies, kein Windſtoß zerzauſt die gelockten Friſuren der Ladies mit den unwahrſchein⸗ lich roten Lippen, niemals ſinkt das Thermometer ſo tief, daß man einen Mantel brauchen würde. Nicht umſonſt haben namhafte Meteorologen nach jahre⸗ langen Meſſungen Miami als den Ort mit dem idealſten Klima der Vereinigten Staaten bezeichnet. Wo auf der Welt gibt es ſonſt noch eigene„Holi⸗ day Company“, eine in einem Hochhaus reſtdierende Geſellſchaft, deren Manager ſich von früh bis ſpät den Kopf darüber zerbrechen, wie man den Millio- nären ihr dollarſchweres Leben erleichtern könnte? Haben der werte Kurgaſt ein beſonderes Stecken⸗ Paul Hartmann in dem Hans⸗H.⸗Zerlett⸗Film der Euphono„Re⸗ volutionshochzeit“, der am Freitag in Mannheim anläuft.(Photo: Euphono⸗Tobis.) pferd? Dann wende er ſich an die Holiday⸗Company, die ſeine ausgefallenſten Wünſche befriedigt, Einer⸗ lei, ob man ein Wettangeln wünſcht oder ein Derby der Schiloͤkröten, ob man plötzlich ein Mozartkonzert in der Dämmerung hören oder ob man eine Coktail⸗ party in den Lüften geben will und dafür ein Spe⸗ zialflugzeug braucht Nicht umſonſt nennt man im Volksmund Miami ſo treffend„Millionaires play⸗ ground“, was auf Deutſch etwa„die Spielwieſe der Millionäre“ heißt. Hier ſind die Könige der Wallſtreet unter ſich, die Hotelpreiſe ſorgen dafür, daß ſie nicht von Unberu⸗ fenen geſtört werden. Hier fügt man ſich den tollſten Launen, und die baumlangen Poliziſten zucken nicht einmal mit der Wimper, wenn ſie etwa einen Neu⸗ horker Bankpräſidenten mit Regenſchirm, Sandalen und in einen arabiſchen Burnus gehüllt, auf einem Eſel einherreiten ſehen. * — Der Dampfer„Montroſe“ hat ein Liebespaar nach der neuen Heimat Kanada entführt, das Jahr⸗ zehnte auf die Vereinigung warten mußte. Vor 35 Jahren überreichte Herbert Gvuld ſeiner Verlobten Mary den traditionellen Ring, um dann von ſeiner Braut Abſchied zu nehmen. Es hieß, in Kanada das Glück zu ſuchen, damit Mary in einen ſicheren Hafen der Ehe eingehen könne. Wer nun von Kanada nicht wiederkam, um ſeine Braut zurückzuholen, war Herbert Gould. Er heiratete in der Neuen Welt, bis ihn jetzt, Witwer geworden, das Heimatfieber packte und er die kleine Stadt aufſuchte, in der ſeine Mary geweilt hatte. Er dachte keineswegs daran, ſeine frü⸗ here Verlobte wiederzutreffen. Auch ſie hat ſich in⸗ zwiſchen verheiratet und iſt Witwe geworden. Die beiden trafen ſich ganz zufällig in der großen Welt⸗ ſtadt London, wo ſie recht alltägliche Beſorgungen zu machen hatten. Sich treffen und an die Jugendliebe und ihre Schönheit ſich zurückerinnern, war eins. Mary hat zwar geheiratet, aber ihren Herbert nie⸗ mals vergeſfen können. Ueber ihrem Ehering und ſpäter über den Doppelring als Witwe trug ſie das winzige Kleinod, das ihr Herbert zum Abſchiede als Treueverpflichtung ſchenkte, als er nach Kanada ab⸗ ſegelte. Jetzt erſt iſt die Treue wahrhaftig geworden und die beiden alten Leutchen ſind ſehr erfreut dar⸗ Ein Totengräber der Volksgeſundheit Sechs Jahre Zuchthaus für einen Frauenarzt dnb. Magdeburg, 9. März. Das Magdeburger Schwurgericht verurteilte nach einem ſieben Wochen dauernden Prozeß, der weit über Magdeburg hinaus großes Aufſehen erregte, den 64 Jahre alten Magdeburger Frauen⸗ arzt Dr. Kurt Kam aun wegen gewerbs⸗ mäßiger Abtreibung zu ſechs Jahren Zuchthaus und ſechs Jahren Ehrverluſt. Zur Verhandlung ſtanden über 30 Fälle. In 28 Fällen wurde nach einer außerordentlich gründ⸗ lichen Unterſuchung und auf Grund der üdereinſtim⸗ menden Gutachten von vier Sachverſtändigen als er⸗ wieſen angeſehen, daß der Angeklagte gewerbsmäßig Abtreibungen vorgenommen hat. Darüber hinaus iſt auffällig, daß von den 1350 Klinikfällen, die Kamann in den Jahren 1926 bis 1936 aufzuweiſen hatte, faſt 600 Fehlgeburten waren, ſo daß der oͤringende Ver⸗ dacht heſteht, daß er ſich noch in einer ganzen Reihe anderer Fälle in der gleichen verbrecheriſchen Weiſe gegen den Fortbeſtand des deutſchen Volkes vergan⸗ gen hat. Zu dem Trübſten in dieſem Prozeß gehört ſchließ⸗ lich die ungemeine Geldgier, mit der der Angeklagte vorgegangen iſt. Er hat ſich im Laufe der Jahre ein anſehnliches Kapital durch ſeine verbrecheriſchen Handlungen geſchaffen und hat ſeinen Patientinnen ſehr hohe Honorare abgenommen, auf deren Eintrei⸗ bung er in einer Weiſe bedacht war, wie ſie mit den ärztlichen Standesanſchauungen abſolut unverein⸗ bar iſt. Anglaubliches Verbrechen — Neuyork, 9. März.(U..) Ein ſcheußliches Verbrechen beging hier eine ge⸗ wiſſe Margaret Thomſon, die ihre beiden Kinder im Alter von drei und fünf Jahren tötete, weil ihr Mann ſie nicht in den Farbenfilm„Schneewittchen und die ſieben Zwerge“ genommen habe. Margaret Thomſon geſtand der Polizei, die beiden Kinder ge⸗ tötet zu haben, als ſie gerade eingeſchlafen waren. rr p pcrrcpcGpccprrhGhPGGGThbhGbGbGTbTbGTGTGTGbGTGTGTGTGTbTGTbTVTGTGTGTCTbTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTCTCTCTCTCTVTCTGVCVTVbCVGVGVCVGVVVVUVCVCVCVCVCVCVCVCVCTVCTVTTVTVTTere über. Kanada wird Mary zur zweiten Heimat und der Herbert Gould hat nun kein Heimweh nach Ka⸗ nada mehr und kann ſich ganz ſeinen ausgedehnten Geſchäften hingeben. Er iſt mittlerweile nämlich Mil⸗ lionär geworden. * — Der unermeßlich große Park New Foreſt in der Grafſchaft Hampſhire geht auf eine Gründung Wil⸗ helms des Eroberers zurück. Er gilt heute als Natur⸗ ſchutzgebiet und iſt Nationalpark. In dem weiten Gelände laufen wilde Ponys in freier Bahn. Auch wildes Hornvieh enthält der Park in großen Men⸗ gen. Trotz ſeiner Ausdehnung wird das Gelände nur von ein paar Forſtpolizeibeamten bewacht, was in der letzten Zeit von Pferdedieben ausgenutzt wird, zumal ſich Hehler genug finden, die die geſtohlenen Tiere kaufen. Es ſind in den letzten Wochen ſehr viel Ponys verſchwunden. Die Zahl der Forſtpoli⸗ ziſten wurde vermehrt, auch eine Belohnung von 100 Pfund auf die Ergreifung der Pferdediebe ausgeſetzt. Geholfen hat das bisher wenig, denn die Diebſtähle reißen nicht ab. Auch die ſchwere Strafe ſcheint einſt⸗ weilen nicht zu ſchrecken. Der Pferdedieb wird nach oͤen Geſetzen des Waldfrevels beſtraft, die zum Teil noch auf Wilhelm den Eroberer zurückgehen. Zur Ahmdung des Wild⸗ und Waldfrevels tritt in der Grafſchaft Hampſhire ein beſondeves Forſtgericht zu⸗ ſammen, das ausnahmslos ſchwere Strafen ver⸗ hängt. Pferdediebe, ö. h. die Ponyräuber von New Foreſt, kommen unnachſichtlich ins Zuchthaus von Dartmor, bekanntlich das gefürchtetſte aller eng⸗ liſchen Gefängniſſe. 5 — Nichard Evelyn Byrd, Admiral der amerikani⸗ ſchen Flotte, hat bekanntlich von Spitzbergen aus den Flug zum Nordpol unternommen und überflog am 29. November 1929 auch den Südpol. Seine For⸗ ſchungsreiſe(1928) nach dem Südpolgebiet führte ihn in weite Strecken neuentdeckten Landes. Jetzt iſt Admiral Byrd dabei, einen neuen Trip nach dem Südpol zu unternehmen. Die Deviſe der Expedition iſt aber nicht, irgendeinen antarktiſchen Rekord zu ſchlagen, ſondern die Verwirklichung des Gedankens, auf den Eisſelbdern der Südpolargebiete ein regel⸗ rechtes Leben zu führen. Hunderte von Meilen ſoll es über die Eisfelder des Roß⸗Plateaus gehen. Kreuz und quer in eigens dazu hergeſtellten gerade⸗ zu unvorſtellbar großen Reiſe⸗ oder Expeditions⸗ wagen. Die Einrichtung dieſer Wagen, die aus einer Anzaßhl zuſammengehörender Stahlkabinen beſtehen, iſt die denkbar komfortabelſte. Sogar mit einer Zen⸗ tralheizung ſind ſie verſehen. Der Küchenwagen ſoll 1 es ermöglichen, ſich auf den entlegenſten Diſtrikten des ewigen Eiſes wie zu Hauſe zu fühlen; man kann eſſen, was einem gerade ſchmeckt, denn der Vorrats⸗ wagen enthält in Konſervenform alle Speiſen. Der Wagenpark iſt eigentlich eine Wohnſtraße. Ein Wa⸗ genhaus für die Begleitmannſchaft, ein weiteres für die wiſſenſchaftlichen Geräte, ein oͤrittes für die Expe⸗ ditionsführung und endlich ein Wagenhaus, das Material für den Brückenbau mit ſich führen ſoll. Admiral Byrd will in ſeiner Kreuz⸗ und Querfahrt durch Schnee und Eis keine Störungen erleiden. Wollen Gletſcherſpalten oder Eislöcher oder irgend⸗ eine unvorhergeſehene Hemmung ſeinen Weg gefähr⸗ den, ſo wird das Hindernis einfach überbrückt. Der Wagenburg geht ein„toter Wagen“ voran. Er iſt das Verſuchskarnickel für die Fahrſtraße dieſer Expe⸗ dition. So ausgerüſtet will Admiral Byrd dem Pol trotzen. Sein Motto iſt: Es hat keinen Zweck, ledig⸗ lich einen gewiß verdienſtvollen Flug über den ant⸗ arktiſchen Kontinent ausgeführt oder eine gewiſſe Zielgrenze erreicht zu haben. Man muß lange Zeit leben auf dem Eiſe des Südpols, um der Forſchung und Wiſſenſchaft wirkliche bedeuklſame Dienſte zu leiſten 50..300 Jahnſtein die große Gefahr! Jahnſtein kann ſogar die geſündeſten Jänne loczern und oft zum Rusfall bringen. Des- halb fampf dem gefährlichen Jahnſtein! Regelmäßiges zähneßutzen mit Solido ent- fernt allmählich den Jahnſtein, verhindert ſeine Neubildung. Blendendweiß, feſt und geſund bleiben Ihte Foſtbaren zähne! X Nur Solidox Zahnpoes te enthält in Deutschland Sulforizin- Oledt nach Dr. Bràunlich gegen Zahnstein. DORA e 9 · * be 407 2 Olde lebe 60pig. Copyright by Knete Hirtp N it U nebes Aces ea er s earn as asker: ! deere deerseeeseesr iger 11 Und ohne ihren Arm loszulaſſen, zog er ſie auf den Stuhl neben ſich.„Stille, um Himmels willen!“ rief er gedämpft, wie ein Verſchwörer in einem Rit⸗ terdrama, der einen Gefangenen befreit hat. Sie betrachtete ihn kurz und aufmerkſam, es war ein kühler, graublauer Blick, ſchien es ihm,— aber man würde ja ſehen. Es verpflichtete noch keinen Mann, wenn er einer Dame Gelegenheit gab, ihm einen kühlen Blick voll Abwehr zuzuwerfen. Er betrachtete ſie von der Seite.„Biſt du allein hier?“ Sie ſchüttelte den Kopf. „Ich auch nicht!“ ſagte er zufrieden.„Ich bin mit einem Mädchen hergekommen, das ich jetzt drei Wo⸗ chen lang kenne. Sie iſt ein nettes Mädchen, aber ich habe ſie im Verdacht, daß ſie alle Männer nett findet, die in ihre Nähe kommen. Sie wird keine Träne vergießen, wenn ſie mich mit dir ſieht—!“ „Sie wird mich kaum mit dir ſehen— ich gehe gleich wieder!“ antwortete ſie gleichgültig. „Eine hübſche Altſtimme haſt du!“ „Das weiß ich—“ „Das kann man nicht wiſſen. Niemand kann ſeine eigene Stimme ſo hören, wie die anderen ſie verneh⸗ men. Das liegt daran, weil—“ a Sie erhob ſich.„Danke. Wirklich, du brauchſt es bich zu erzäblen, ich weiß es ſelbſt!“ Und ſte zog mit dem Finger die gemalte Linie eines Chineſen⸗ zopfes an der Wand nach. 5 „Wie gut!“ ſagte er,„ich habe es nämlich ſchon Möchteſt du rauchen? Nein?“ er dabei ihre warme Haut berührte, war es ihm an⸗ genehm. Angenehm, aber nicht weiter wichtig. „Du biſt Spanierin?“ fragte er, in einer ſozu⸗ ſagen ſprungbereiten Haltung neben ihr wartend, um ſich ihr raſch anzuſchließen, falls ſie weitergehen würde.„Natürlich! Man ſieht es auf den erſten Blick. Schwarze Haare, ſchwarze Augen, feuerrotes Kleid, ſchwarzer Spitzenſchal—— das Kliſchee haſt du ausgezeichnet getroffen!“ Sie trug ein hellblaues, enges Koſtüm aus glän⸗ zender Seide, und ihr Haar mußte, wenn nicht in⸗ zwiſchen böſe Mächte ſte verzaubert hatten, blond ſein, ihre Augen waren blau, und nicht die winzigſte Spur von ſchwarzer Spitze befand ſich an ihr. Sie ſchien gegen ihren Willen zu lächeln.„Ja, ich bin Spanierin!“ f Er kokettierte mit ſeinen roſa Schuhbändern. „Weshalb biſt du hier?“ Sie blickte über ihn hinweg in den Saal hinunter. „Weshalb biſt du hier?“ Er ſah ſie in plötzlichem, leichtem Aeger an.„So kommen wir nicht weiter“, murmelte er, und da nun unten die Tanzmuſik wieder einſetzte, flocht er in die wattige, weiche Saxophonmelodie eine Frage hinein: „Biſt du eine Frau oder ein Mädchen?“ Und er fügte raſch einen kleinen Schwall von Nachſätzen hinzu: „Mindeſtens die Hälfte aller Anweſenden ſind näm⸗ lich verheiratet. Es ſind ja nicht nur Künſtler hier. Uebrigens ſind die ebenfalls verheiratet, denn heut⸗ zutage iſt jeder Beruf bürgerlich, ob jemand nun Tankwart, Opernſänger, Juriſt oder Telegraphen⸗ arbeiter iſt.. Nicht wahr?“ Das Mädchen lächelte ſanft.„Ja“, ſagte ſie,„und ich habe blonde Locken, ich habe— hier einen Ring — ich habe gelackte Fingernägel— ein breites Arm⸗ band— und hier—, ſie öffnete in einer raſchen, ernſthaften Geſchäftigkeit ihre Handtaſche und zeigte ihm ein Spitzentuch, eine goldene, flache Puderdoſe und einen Lippenſtift. Vielleicht glaubſt du mir nun, daß ich kein ver⸗ kleideter Mann bin, ſondern eine Frau!“ ſagte ſie, anmutig triumphierend. N Er ſchwieg, ſeine Augen glitten ab. Er ſetzte zu einer Erwiderung an, und ſagte dann doch nichts. Plötzlich ſenkte er den Kopf.„Geſchlagen!“ ſagte er,„ich gebe mich geſchlagen!“ Und ſein Ton wurde unvermittelt anders, führte zurück in das harmloſe ,* Er war feſt entſchloſſen, dieſes hier, was ihm das Künſtlerfeſt zugeweht hatte, auf einige Stunden feſt⸗ zuhalten, wenn es ſein mußte, am Kleiderzipfel. „Meine Freundin nimmt meine Gefühle ganz leicht..., ſagte er.„Ungefähr ſo leicht, wie du es auch tuſt.— Bin ich denn kein Mann, um den man Tränen vergießt?“ Sie betrachtete ihn höflich, vielleicht mit einer Spur winzigen Wohlgefallens.„Ich kann es nicht beurteilen.— Iſt es wichtig, daß du es von mir erfährſt?“ „Ich wünſchte, ich wäre als Südſeeinſulaner ge⸗ kommen“, ſagte er in bedauerndem Tonfall, in einer bewußt parodierenden Geſte.„Dann hätteſt du ſehen können—“ 5 „Man tut ſelten, was richtig iſt!“ Sie erhob ſich und er griff ſofort nach ihrem Arm. „Bleib hier..! Wie taktlos, daß du jetzt gehen willſt! Wo wir gerade über meinen Wert ſprechen!“ Sie lächelte ironiſch⸗träumeriſch und ſagte mit einem Schimmer höflicher Bosheit:„Wir können deinen Durchſchnittswert experimentell ermitteln. Du gehſt da drüben aus der Tür, und dann die Treppe hinunter, und in den gelben Saal— und ich habe dich damit alſo verloren. Ich werde verſuchen, ob ich aus dieſem Anlaß weinen kann. Und wenn du dieſes Experiment heute abend noch mit verſchie⸗ denen anderen Damen unternimmſt, und wir uns vielleicht um zwei Uhr hier alle treffen und unſere Tränen zuſammenzählen, und—“ — und dividieren durch die Anzahl der Verſuchs⸗ objekte—“ 5 Sie nickte.„— dann haben wir experimentell dei⸗ nen Durchſchnittstränenwert—“ „Sieh mal an! Du biſt eine Zynikerin!“ ſagte er empört.„Aber das ſind mir zu viele Treppen, liebes Kind, zu viele Säle, zu viele Männer— bleib ruhig bei mir, dann brauche ich dich nicht zu ſuchen! Und überhaupt weiß ich Beſſeres, als die Nacht mit Statiſtik zu verbringen! Darf ich dich mit dieſem Bindfaden an mich ketten?“ e „Nein. Ich bin nicht gern gebunden!“ Sie ſprachen zueinander in einer geſchmütckten, aufgezäumten, pompöſen Sprache, die ſie beide ſo gut beherrſchten, daß es ihnen faſt etwas minder⸗ wertig vorkam, ſich ſo auszudrücken. Es war ein zu leichtes Dialogſpiel. N 8 . Er ſah ſie an. Sie hatte ein reizendes Kinn und eine ſanfte Haut. Er fühlte unbeſtimmte Wünſche in ſich aufſteigen. Um elf Uhr ſollte eine Revue begin⸗ nen, aber ſie würden ſich unter die Amuſiſchen rech⸗ 991 und ſich irgendwo verkrümeln, vielleicht in die Hölle. Er deutete auf den roſa glitzernden Drachen an der Wand.„Gleich wird nicht mehr getanzt, ſondern jedes gemalte Phantaſietier tritt im Saal noch ein⸗ mal perſönlich auf. Aber du kommſt doch mit in die Hölle, an das Sektbüfett?“ Von unten ſtrahlten jetzt die Scheinwerfer herauf; das Licht überfiel ihr glänzendes Kleid, das plötzlich mondfarben ausſah, ſich dann ins Seegrüne und Vio⸗ lette verfärbte, während ihr Geſicht immer noch vom hellgoldenen Licht überflammt blieb. Es waren klare Züge, mutig und klug, und ihre reinen Linien wür⸗ den auch am Tage reizvoll ſein. 5 Summende Heiterkeit flutete gegen die bunten Wände und die ſonderbar abgeſtuften leuchtenden Stoffraffungen der Decken. Im Winkel des großen Saales tat ſich ein ſchwelgeriſch grüner Bananen⸗ wald auf, und gegenüber gähnte eine düſtere Schloß⸗ ruine, und irgendwo ſchlich auch, nicht allen ſichtbar und nicht allen dienſtbar, das Geſpenſt der Lange⸗ weile durch die Säle, und kroch freundlich über die breiten Treppen, verweilte hier, verweilte dort; es war nicht allzuſehr beſchäftigt an dieſem Abend, und konnte ſich ſo den einzelnen, die es oͤurch ihre Art herbeigerufen hatte, deſto ausgiebiger widmen. Die übrigen amüſterten ſich in Tanz und Flirtbereitſchaft, Lachen und leiſen und halblauten Worten ſehr gut, und unten, ganz unten, neben den Garderoberäumen, brodelte auch noch die Hölle, eine Bierhölle, in der meiſt Sekt getrunken wurde. 8 0 Als ſie in dem kleineren, kremgelben Saal wa⸗ ren, fiel Klaus Duwenſee etwas ein.„Ich habe dir nun geſagt, wie ich heiße. Vielleicht biſt du nun ſo freundlich und ſagſt mir auch—2“ f „Denn meine Träume, die wiſſen den Weg genau“, ſang der Mann an der Kapelle, und alle Tanzenden 2 * ſchienen ſich bei der Vorſtellung wohlzubefinden, daß 5 wenigſtens ihre Träume die Wege wußten, die ihnen ſelbſt unbekannt oder doch für ſie mit der unſicht⸗ baren Warnungstafel„Betreten verboten“ verſehen waren. 855 a ortſetzung folgt) es e ee 2 ee — 22 1 C C T. * 8 1 Donnerstag, 10. März 1938 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 114 Die Spiele der Kreisklaſſe 2 Mannheim Erſte Niederlage des Tabellenführers— Die übrigen Ergebniſſe durchaus normal Mit Hochdruck gehen die Spiele der Kreisklaſſe 2 Mann⸗ heim den erſten Vorentſcheidungen entgegen und es iſt be⸗ greiflich, daß die Kämpfe in dieſen Phaſen von allen Mannſchaften beſonders ernſt genommen werden. Ueberall rüſtet man zum letzten Spurt auf den Metſtertitel, der zwar ſchon zu ſtark zwei Dritteln an den TV Viern⸗ heim vergeben iſt, aber die ſharfen Verfolger, wie die BSG Lanz und der FV Lauderbach haben das Rennen längſt noch nicht aufgegeben. Am allerwenigſten jetzt nach dem Ausgong der Spiele des erſten Mörzſonntig: Lützelſachſeu— Laudenbach:5 Spy Maunheim⸗Stadt— SA⸗Stand. 171:0 T Viernheim— Spe Garteuſtadt 011 Altenbach— Sulzbach(ausgefallen) die als Höhepunkt die erſte und zugleich überreſchende Niederlage des Tabellenführers, TV Vieruheim, brachte. Es kann kein Zweifel geben, daß ſich die Heſſen zu ſicher fühlten, und daß ſie ſelbſt bei der vermeintlichen Si her⸗ heit eine Nervoſität und Schwäche zeigten, die ſozuſagen nicht ungeſtraft bleiben konnte. Daß die Elſ angeſichts der Niederlage allerdings den Kopf verlor und am Ende noch mit dem Spfelleiter Rothermel(Schriesheim) an⸗ handelte, gehört auf ein anderes Blatt. Soweit ihr guten Heſſen, die ihr den gleichen Spielleiter ſchon des Oefteren hattet, durfte es denn doch nicht kommen und nlle nachträglich eingeworfenen Begründungen eures Vor⸗ geheus können keine Anerkennung finden, ſondern müſſen durch die ſpielleitende Behörde gemaßregelt werden. An ſich war das Treffen kampfbetont und das einzige Tor des Spieles ſiel bereits in der erſten Halbzeit durch den Mittelläufer Hahner(Gartenſtadt). f Die Ergebniſſe der reſtlichen zwei Spiele kinn man als durchaus normal bezeichnen. Laudenbach ließ Lützel⸗ ſachſen ſelbſt auf deſſen eigenem Platze keine Chance, ſon⸗ Gegen Angarn dern Laudenbach behauptete ſich vielmehr mit einem ein⸗ drucksvollen Sieg. Reßt tempoerfüllt lief der Kampf der Stadt Mannheim gegen die Staffel der SA, wobei beide Stürmerreihen, trotz guter Gelegenheiten, zu keinen Tor⸗ erfolgen kommen konnten. Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte Viernheim 11 10 0 1 37˙10 20.2 BSpo Lanz 13 10 0 3 35716 206 Gartenſtadt 23114 6 3 5 19:14 15˙13 Jahn Weinheim 12 6 2 4 38 27 14.10 SA⸗Standarte 171 12 5 2 5 17218 12.12 SV Mannheim Stadt? 4 3 5 21717 11:13 Lützelſachſen 12 5 1 6 29:31 11·13 Laudenbach 8 4— 2 28715 10¹6 Altenbach 1¹ 1 1 9.39:19 Sulzboch 13 1 665 12 13796——⁴ Der Blick auf die Tabelle ſteht nun den SpC Garten⸗ ſtadt auf dem dritten Tabellenplatz, dicht geſolgt von den Mannen der SA. Die Spitze hält indes nach wie vor noch Viernheim, das nur noch, wie einganas geſagt, mit der BSG Lanz und Laudenbach zu rechnen hat. Der kommende Sonntag ſieht die Spiele: Jahn Weinheim— Stadt Mannheim TV Viernheim— Lützelſachſen BSc Lanz— Laudenbach S A⸗Standarte 171— Garteuſtadt(:2) vor, wobei es ſich bei den erſten drei Gängen um Nach⸗ hutgefechte aus der Vorrunde handelt. Dos vierte Treffen brachte bei ſeiner erſten Auflage eine Punkteteilung und auch für die zweite Begegnung könnte man ein ähnliches Ergebnis erwarten. und Luxemburg Zwei deutſche Fußballmannſchaften Der 20. März bedeutet für den deutſchen Fußballſport Großkampftag. Im Mittelpunkt ſteht der Zweifrontenkampf unmſerer Nationalmannſchaften gegen Ungarn in Nürnberg und gegen Luxemburg in Wuppertal, darüber hinaus finden auf jeden Fall zwei Gruppenſpiele zur deutſchen Meiſter⸗ ſchaft ſtatt, und ſchließlich werden an dieſem 20. März in verſchiedenen Gauen entſcheidende Meiſterſchaftsſpiele aus⸗ getragen. Das Reichsfachamt hat nun am Mittwoch bereits die beiden Mannſchaften aufgeſtellt, die Deutſchlands Farben in den Länderkämpfen gegen Ungarn und Luxemburg ver⸗ treten ſollen, Zum Hauptſpiel gegen Ungarn in Nürnberg wurde folgende Elf aufgeboten: Jakob (Jahn Regensburg) Jaues Münzenberg (Forxtung Düſſeldorf!(Alemannia Aachen) g Kupfer Goldbrunner Kitzinger (Schweinfurt 3)(Bauern München Schweinfurt 05 Lehner Gelleſch Siffling Szepan Urban (Schw. Augsb.)(Schalke 04)(SW Wald.)(beide Schalke 04) Erſatz: Buchloh(Hertha BSc Berlin) oder Sonnrein [FIC Hanau 93), ferner Billmann, Uebelein 1, Friedel(alle 1. Fc Nürnberg). 8 Schiedsrichter iſt John Langenus aus Belgien. Es ſpielt alſo unſere„Skandinavienelf“ oder noch deut⸗ licher ausgedrückt, die ſtärkſte deutſche Mannſchaft, die wir zur Zeit aufzubieten in der Lage ſind. Schön iſt noch nicht ſo weit, als daß er als Weltmeiſterſchaftskandidat berückſichtigt werden könnte, dagegen iſt Kitzinger wieder ganz geſund, ſo daß der Allroundſpieler Gelleſch wieder für den Angriff zur Verfügung ſteht. Nach dem immerhin etwas enttäuſchenden:1 gegen die Schweiz iſt die deutſche Fußballgemeinde auf das zweite diesjährige Auftreten und Abſchneiden unſerer Nationalmannſchaft ganz beſonders geſpannt. Wir haben gegen die Ungarn noch etwas gutzu⸗ machen; denn im letzten Spiel, am 15. März 1936, wenige Wochen nach den beiden ſiegreichen Spielen in Barcelona und Liſſabon wurde die deutſche Elf in Budapeſt mit:2 geſchlagen. Ueberhaupt iſt unſere Länderſpielbilanz gegen die Ungarn aufbeſſerungsbedürftig; von 12 Spielen gewann Deutſchland nur drei, während ſechs verlorengingen. Drei⸗ mal endete der Kampf unentſchieden. Der Nachwuchs gegen Luxemburg Zum ſechſten offiziellen Länderkampf mit Luxemburg, der am gleichen Tage in Wuppertal durchgeführt wird, kommt neben einigen bereits erfahrenen Spielern vor allem der Nachwuchs zu Wort. Die Aufſtellung lautet: Klodt(Schalke 04); Schulz(Arminia Hanndver)— Dittgens(Boruſſia Gladbach); Müller(Spuog Sandhofen) Sold(F Saarbrücken)— Schädler(Ulmer F 94); Winkler(Schw.⸗W. Eſſen)— Lenz(Bor. Dortmund! Berndt(TB Berlin)— Gauchel(Tus Kobl.⸗Neuendorf)— Fath(Wormatia Worms). Erſatz: Jüriſſen, Günther(beide Rot⸗Weiß Oberhau⸗ ſen) und Miller(FC St. Pauli), Berg(Schalke 04).— Für Berndt würde Hänel(BE Hartha) ſpielen, Falls Tennis⸗Boruſſia brondenburgiſcher Meiſter werden ſollte, wöhrend wiederum für Hänel der Kornweſtheimer Seitz den Angriff führen würde, wenn auch BC Hartha ſeinen Titel eines ſächſiſchen Gaumeiſters erfolgreich verteidigen ſollte. Gegen Luxemburg wurden bisher alle fünf Spiele gewonnen. Eine badiſche Gaumannſchaft Im Anſchluß an die verſchiedenen Spiele der badiſchen Gaumannſchaft übermittelte uns ein guter Kenner der deutſchen und internationalen Fußb illverhältniſſe eine Mannſchaftsaufſtellung. Wir bringen dieſe, um einen Vergleich mit den bisherigen Vertretungen zu ermöglichen. Folgende Mannſchaft wird vorgeſchlagen: Müller (IC Freiburg) Eb Keller erle 2 (FC Freiburg)(1. FC Pforzheim Heermann Neuweiler upold [SV Waldhof)(1. Fc Pforzheim)(SV Waldhof) Langen bein Fiſcher 1 Siffling Lutz Striebinger (fk Mannh.)(1. Fc Pforzh.(Waldhef)(beide VfR) Als Erſotzſpieler: Drayß(S Waldhof), Konrad(BfR Mannheim), Feth(Vi Mannheim), Wahl(Bie Neckarau) Schneider(SV Waldhof). Die erſte Zwischenrunde um den Tſchammer-Pokal In Unterbaden ſind folgende Spiele angeſetzt: Lauda— Mergentheim Mosbach— Walldürn Heinsheim— Rappenau Handſchuhsheim— Eberbach Doſſenheim— Käfertal Sinsheim— 05 3 Eſchelbronn— Union Heidelberg uberg— Wiesloch 5 Sp Rohrbach— Schwetzingen Nußloch— TB Rohrbach FV Weinheim— Kirchheim Ladenburg— Friedrichsfeld Poſt⸗SB Mannheim— 08 Maunheim Reilingen— Neulußheim 7 Mannheim— Seckenheim (Pflichtſpiel, wird gleichzeitig als Pokalſpiel gewertet] Feudenheim— Viernheim (Pflichtſpiel, wird gleichzeitig als Pokolſpiel gewertet] TV Rohrhof— Phönix Mannheim Neulußheim— Plankſtadt Sanudhauſen— Hockenheim Ilvesheim— Eppelheim Heddesheim ſpielfrei. Billard- Städte Kampf Mannheim— Karlsruhe Das Rückſpiel des Stüdtektompfes Klub ger Billard⸗ freunde Mannheim gegen den Karlsruher Billardklub fand am letzten Sonntag in Karlsruhe ſtatt. ten waren in ihrer ſtärkſten Aufſtellung erſchienen. Der Mannheimer Klub ſiegte überiegen mit 439 Punkten Unterſchied über die Karlsruher ſtorke Mann⸗ ſchaft, von der ſich beſonders Kuſterer als ſtärkſter und beſter Spieler vorſtellte. Die Monnheimer Mannſchaft war in vorbildlicher Form, vor allen Häberle, Kieſe⸗ wetter, Ludwig, Schmidt und Altmeiſter Schu⸗ bert, die mit glänzendem Spiel und teils hervorragenden Durchſchnitten aufwarteten. So blieb es nicht aus, daß trotz tapferſter Gegenwehr der Karlsruher Klub mit der⸗ artig hohem Unterſchied geſchlagen wurde. Das Vorſpiel gewann der Karlsruher Klub in Mannheim mit 5 Punkten Unterſchied. Die Revanche iſt den Monnheimern alſo voll⸗ auf geglückt, und ſie haben damit erneut unter Beweis geſtellt, daß ſie auch im Billardſport ſchon eine beachtliche Stellung einnehmen. Dag Torverhältuis entſchied den Abſtieg am Mittelrhein und in Sachſen. Der Bonner FV iſt um 0,006 Tore ſchlech⸗ tex als Vin Köln und ſteigt deshalb ab. Ein 19:1000 ſchlech⸗ teres Torverhältnis verurteilt Spog Leipzig zum Abſtieg. Neues vom Eisſporttag der Hitler⸗Jugend Um der breiteren Oeffentlichkeit ein Spiegelbild der an⸗ läßlich der Reichswinterſportkämpfe der Hi Anfang Fe⸗ bruar in Garmiſch⸗Portenkirchen gezeigten Leiſtungen im Eisſport zu geben, veranſtaltet das Gebiet Berlin der H am Samstag. 12. März, im Berliner Sportpalaſt einen Eisſporttag, an dem alle Sieger von Gormiſch⸗Paxten⸗ kirchen noch einmal in Erſcheinung treten werden. Das Programm iſt, ſeines Umfanges wegen, in eine Nachmit⸗ tags und Abendveranſtaltung aufgeteilt und umfaßt Kunſt⸗ loufen mit u. a. Lydia Veicht, Lucie Merz und Duſold⸗ Hofer, Eishocken mit den Spielen Oſtland— Hochland und Berlin— Franken ſowie Eisſchnellauf, Der Abend⸗ veronſtaltung wird auch der Reichsjugendführer Baldur von Schirach beiwohnen. Reichsſportführer beglückwünſcht Schiläufer Der Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten hat an die bei den Weltmeiſterſchaften in Engelberg ſo über⸗ aus erfolgreich geweſene Nationalmannſchaft des deutſchen Schiſports folgendes Glückwunſchtelegramm geſandt: „Meine beſondere Anerkennung und beſte Glückwünſche zu den ausgezeichneten Erfolgen bei den Weltmeiſterſchaften in Abfahrt und Torlauf“. Eisgruber ſiegt in Schreiberhau Auf der Himmelsgrundſchanze in Oberſchreiberhou fand ein Freundſchafts⸗Springen ſtatt, an dem ſich verſchiedene Springer aus dem Reich beteiligten. Toni Eisgruber, der ſchon einen Probeſprung von 58 Meter bei verkürztem Anlauf ſtand, wurde mit zwei N von 56 Meter im Rahmen des Wettbewerbs mit der Note 226 Sieger vor Max Meinel⸗Aſchberg, der mit 50,5 und 51 Meter auf 209,4 Punkte kam. Der Mühlleitener Seyſart erhielt mit 53,5 und 53 Meter wegen ſeiner ſchlechteren Haltung nur 209,1 und wurde Dritter vor Feiſt⸗Hirſchberg. Auch die Sieger im Wettbewerb der Jungmannen und Ingend wor⸗ teten mit Weiten von über 50 Meter auf. Paul Krauß murde Vierter Beim Schiſprunglauf auf der Hannibalſchanze bei Oslo ging auch der Deutſche Paul Krauß an den Start. Mit zwei Sprüngen von je 53 Meter und der Note 144,7 be⸗ legte er den vierten Platz. Sieger wurde der Norweger A. Kongsgoord mit zwei 54⸗Meter⸗Sprüngen und der Note 153,8. eltmeiſter Asbiörn Rund gewann das Sprin⸗ gen der Klaſſe 2 mit Note 152,6 und Sprüngen von 52 und 54 Meter. 5 ö Weisheit verletzt 3 Der zur Zeit bei den Gebirgslägern in Reichenhall ſich befindliche bekannte Schiſpringer Weisheit wurde beim Auſſtieg zum Hohen Brett im Göllgebiet durch ein ab⸗ Beide Mannſchaf⸗ Breslau, ein Feſt des deutſchen Volkstums insbeſondere auch ſchleſiſches Brauchtum. Die Darbietungen verſinnbildlichen, wie Leibesübungen ſchon immer deutſches Breslau rüſtet in dieſen Tagen zu den erhebenden Feiern, in denen der Wiederkehr der Tage gedacht wird, an welchen von der ſchleſiſchen Landeshauptſtadt aus vor 125 Jahren, nach Jahren der tieſſten Schmach, der Aufbru h der deutſchen Nation erfolgte. Keinen ſchöneren Auftakt kann man ſich für das Deutſche Turn⸗ und Sportfeſt Ende Juli denken, als gerade eine ſolche Stimmung, die zutiefſt an die deutſche Seele greift und Erinnerungen an eine Zeit wachruft, die ſchon ſo fern liegt und uns doch ſo nah dünkt. Geſtalten der deutſchen Geſchichte der Leibestbungen werden dabei gleichzeitig lebendig ſo der Turnvater Jahn, der mit ſeinem treuen Friedrich Frieſen nach Breslau zog und ſich als einer der erſten in das neu gebildete Lützowſche Freikorps einreihte. Wenn dieſe Tage ſtolzeſter nationaler Erinnerungen vorüber ſind, dann tritt das Rüſten auf das große Deuklſche Turn⸗ und Sportfeſt wieder in den Vorder⸗ grund, dann bereitet ſich eine ganze Stadt, ja das ganze Schleſierland, auf den Empfang von Hunderttauſenden deutſcher und ausländiſcher Turner und Sportler vor. Was bei den Deutſchen Turufeſten und bei den Deutſchen Kampf⸗ ſpielen, in gewiſſem Sinne auch bei den Olympiſchen Spielen 1936, begonnen wurde, ſoll nun fortgeſetzt und zur Spitze geführt werden. b Das ganze Programm dex großen Feſtwoche atmet den Gedanken der kulturellen Verankerung und Verſchmelzung der Leibesübungen. Ganz von ſelbſt werden Traditionen lebendig werden, die gerade in den deutſchen Leibesübungen von altersher ſchlummern. So wird Breslau ein Feſt des deutſchen Volkstum werden und in Feiern und Vorführungen, Empfängen und Aufmärſchen, unter Teilnahme von vielen Taufenden von Volksdeutſchen aus den derſchiedenſten Ländern, die kulturelle Einheit der deutſchen Nation, des deutſchen Volkes in Leibesübungen, darſtellen. Den erhabenſten Ausdruck wird dieſe Idee in dem Feſtſpiel finden, das im Laufe der Feſtwoche allabend⸗ lich in der Schleſterkampfbahn im Hermann⸗Göring⸗Sport⸗ feld zufgeführt wird. Die gedanklichen Grundlagen dieſes Feſtſpiels wurden von Guido von Mengden, dem General⸗ referenten des Reichsſportführers für den Deutſchen Reichs⸗ bund für Leibesübungen, entworfen, die ſzeniſche Geſtal⸗ tung obliegt dem Regtſſeur des Feſtſpiels der Olympiſchen Spiele und der vorjährigen Feſtſpiele zur 700⸗Jahr⸗Feier Berlins, Dr. Hanns Niedecken⸗Gebhard. In ſechs kurzen, aber um ſo eindringlicheren Bildern gibt das Feſtſpiel die Ausdeutung der großen, aber bis heute noch nicht allgemein erkannten Rolle, die die Leibes⸗ erziehung in der politiſchen und kulturellen Geſchichte des deutſchen Volkes geſpielt hat. Allen, die es mit erleben werden, wird das Feſtſpiel aus dieſer Tatſache die Ver⸗ pflichtung zum Bewußtſein bringen. an der endgültigen Formung eines„Volkes in Leibesübungen“ mitzuwirken. Daher wird es. auch in ſeiner ſzeniſchen Geſtaltung ein Volksfeſt im tieferen Sinne werden. In weiteſtem Umfang werden die Gliederungen der Bewegung, die Wehrmacht und die Schulen herangezogen und in modernſter Raum⸗ geſtaltung mit allen Mitteln der Lichtwirkung, der Koſtüm⸗ kunſt und der Muſik gearbeitet werden. Hauptträger ſind natürlich die Gliederungen des Deutſchen Reichsbundes für Leibesübungen, insbeſondere die Vereine. Dr. Niedecken⸗Gebhard hat mit ſeinem Stab an Ort und Stelle ſich bereits davon überzeugt, ob die in monatelanger Arbeit angeſtellten thepretiſchen Ueber⸗ legungen für die Geſtaltung des Feſtſpieles ſich auch in der Praxts als richtig erweiſen. Unter Zuhilfenahme von von rund 400 Schulkindern— das Geſamtſeſtſpiel fordert nicht weniger als 10 300 Mitwirkende!— galt es feſtzu⸗ ſtellen, ob die erdachte Raumaufteilung und choreographiſche Geſtaltung der Tendenz des Feſtſpiels entſpricht. An und für ſich iſt nämlich die Anlage der Hermann⸗Göring⸗Kampf⸗ bahn für die Durchführung des Spieles infoſern denkbar ſchwierig, als die Innenfläche ſehr weiträumig, die Ausſicht dagegen nur gering iſt. Um nun jedem Zuſchauer vonſ ſeſnem Platz aus eine Ueberſicht über das Ganze zu geben, müſſen die Gruppen des Feſtſpiels ſehr locker geſtellt wer⸗ den, die Fläche muß immer durchſichtig beſetzt werden, eine. Maſſierung von Menſchen begrenzt die Sicht. Andererſeits muß jeder Einzelausſchnitt in dem Geſamtbau ſo ſymbol⸗ haft ſein, daß aus ihm allein die Abſicht des Spiels deut⸗ lich wird, ſo daß es dem Zuſchauer vollkommen überlaſſen bleiben kann, ob er ſich auf Einzelheiten konzentrieren oder das große Ganze im Auge behalten will. Die Stellprobe hat bewieſen, daß die theoretiſche An⸗ lage des Feſtſpiels richtig iſt und daß die eingeſchlagenen Wege der Regie die allein möglichen ſind, um in dem monumentalen Raum der Kampfbahn einen eben ſo monu⸗ mentalen Eindruck des Feſtſpiels zu gewährleiſten. Das Feſtſpiel baut ſich auf ſechs aroßen Szenen auf. in denen immer wieder zum Ausdruck kommt. wie die Leibesübungen das Volk eben ſo ſehr erfreuen wie auch körperlich und ſeeliſch ertüchtigen. Die erſte Szene„Das Volk ſpielt und tanzt“ zeigt Spiel⸗ und Bewegungsformen des deutſchen Volkes in enger Anlehnung an deutſches, Winterſport brechendes Felsſtück am Unterkörper getroffen, wohei er Rippenbrüche und innere Verletzungen davonkrug. Keine Zweifel Prof. Kano voller Zuverſicht für Tokio Den alarmierenden Auslands⸗Nachrichten, die ſich gegen die Durchführung der Olympiſchen Spiele 1940 in Tokio ausſprechen, trat Prof. Kano, der Führer der japaniſchen Olympig⸗Delegation, die zur Teilnahme am Olympiſchen Kongreß ſchon ſeit einigen Tagen in Kairo weilt, ſcharf entgegen. Prof. Kano erklärte Preſſevertretern gegenüber, daß an der Austragung der 12. Olympiſchen Spiele 1940 in Tokio keine Zweifel beſtehen könnten. Das geſamte japaniſche Volk mit ſeinen rund 80 Millionen Einwohnern warte auf den Tag, an dem es zeigen könnte, was Nippon auf dieſem Gebiete zu leiſten imſtande ſei. Alle Kräfte des Kaiſerreiches arbeiten daran, die Spiele zu einem rieſigen Erfolg zu machen. Die notwendigen Mittel ſeien längſt von der Regierung bewilligt und die vorbereitenden Ar⸗ beiten in vollem Gange. Prof. Kano gab zum Schluß ſeiner Ausführungen bekannt, daß der Konflikt mit Chino nicht das mindeſte mit den Spielen zu kun hätte und abſolut keine Gefahr bedeute, zumal der Krieg ſich auf chineſiſchem Gebiet abſpiele. Der Spielbeginn bei der Fußballweltmeiſterſchaſt wurde ebenfalls feſtgelegt. Sonntags beginnen die Spiele um 16.30 Uhr, während an Wochentagen der Beginn auf 17.30 Uhr We ſeſtgeſetzt wurde. 0 In Twickenham tragen am 18. März die Ländermann⸗ ſchaften von Schottland und England einen Rugbykampf aus, der zur innerbritiſchen Ländermeiſterſchaft zählt. Adolf Schön wurde als erſter Fahrer für die Abſchluß⸗ rennen der diesjährigen Winterbahnzeit am Samstag, 19. März, in der Stuttgorter Stadthalle verpflichtet. 5 Boruſſia Fulda erhält wegen der Vorkommniſſe im Meiſterſchaftsſpiel gegen Se 03 Kaſſel am vergangenen Sonntag bis auf weiteres Platzſperre und muß ſein nächſtes Spiel in Friedberg austragen. g Der FS Frankfurt hat ſich die Dienſte des früher in 1 tätig geweſenen Trainers Eiling ge⸗ ſichert. ö Der KV 95 Stuttgart, der Zweite in der deutſchen Rin⸗ germannſchaftsmeiſterſchaft, gewann nach ſeiner:10⸗Nieder⸗ lage durch den T Münſter am Dienstag ſeinen dritten Endkampf zur württembergiſchen Maunſchaftsmeiſterſchaft gegen den KV Untertürkheim mit 11:7 Punkten. Ausſcheidungskämpfe im volkstümlichen Dreikampf der Männer, Frauen und Jugend für das Deutſche Turn⸗ und Sportfeſt 1938 in Breslau werden am 8. Mai in Stutt⸗ gort, Tübingen, Heilbronn und Ulm durchgeführt. Der Frankfurter Dohnal wurde beim. turnier in Mentone von dem italieniſchen Davispokal⸗ ſpieler Canepelle in drei Sätzen 3,6, 6278,:6 beſiegt. denken Sie an Wurtmann-Schirme iviera⸗Tennis⸗ re ede. 7. 8. 9 0 Rhein! 0 Rheinfelden 2˙98.0502 10 295205 Kaub.102 082. 5 7* 9 125 l Köln.262.112. Maxan:.84 33.780377 Leeren 9 Mannheim 291 2888.862 81 2 81 Mannheim 2995 2,94 286290 als ſolches gepflegt worden ſind. Die zweite Szene„Freiheitskriege“ will vor Augen führen, daß nur planmäßige Leibeserziehung die Stärke eines Volkes gewährleiſtet und daß nur die Verbindung von Leibeserziehung mit dem politiſchen Willen der Nation jene Volksart ſichert, die zur Exiſtenzbehauptung des Volkes notwendig iſt. Die dritte Szene„Biedermeſer“ wird nach dem Vorbild alter Biedermeierſtiche in Farbe und Bewegung das Geruhſame dieſer Zeit verdeutlichen. In einer volksfeſtmäßigen und hiſtoriſchen Darſtellung des erſten Deutſchen Turnfeſtes verdeutlicht die vierte Szene „Das erſte Deutſche Turn⸗ und Jugendſeſt zu Coburg 1866“ den politiſchen Gehalt der Gründung der Deutſchen Turner⸗ ſchaft. Die nächſte Szene„Die endloſe Straße“ führt in das große Geſchehen des Weltkrieges von 1914 bis 1918 und Turnen und Sport der Kraft des Brauchtum waren und licht dann, daß die nationalſozialiſtiſ Beſtrebungen von Turnen und Sport gleichgerichtet, zu gemeinſamem Wollen verbunden und zu gemeinſamem Ein⸗ ſatz fähig gemacht hat. Die deutſche Mannſchaft Hallenhandball⸗Länderkampf gegen Schweden Abſchluß der Hallenhandball⸗Spielzeit wird aut 24. März, in Göteborg das Länderſpiel Schweden gegen Deutſchland ausgetragen. Das Treffen gilt als Rückkampf zum Weltmeiſterſchaftskampf in der Berlinere Deutſchlandhalle, das vor einigen Wochen von Deutſchland mit:2(:1) gewonnen wurde. Die deut⸗ ſche Mannſchaft iſt noch nicht endgültig zuſammengeſetzt, ſie ſtützt ſich abere in erſter Linie auf die Spieler, die in Berlin den Weltmeiſtertitel im Hallenhandball miterrin⸗ gen halfen. Die Expeditlon ſetzt ſich aus folgenden Spie⸗ lern zuſammen: Zum Donnerstag, Herbolzheimer(Polizei Stuttgart), Mahnkopf(Tgſ. Frankfurt⸗Rödelheim), Keiter(Polizei Berlin), Schauer (Hamburg), Walter Hömke(Aſk. TV Berlin), Ortmann (Ig 49 Breslau), Theilig(Oberalſter Hamburg), Bau⸗ mann(Sc Charlottenburg), Pörner(DB Berlin), Ober⸗ mark(Polizei Frankfurt). Gegen Holland in Aachen Als Austragungsort für die Handball⸗Länderſpiele un⸗ ſerer Männer und Frauen gegen Holland aufangs Mai iſt Aachen vorgeſehen. Am 24. April findet ein weiterer Länderkampf Handball gegen Luxembürg ſtatt. Das Treſſen in einer luxemburgiſchen Stadt ausgetragen werden. im ſoll 29 1tts Weiterkarte der Reichs wetterdienſtſtelle Frankfurl[ M. 8 2* 2 Ker. 1058 nach. e ee e ** —— — Heeres,, r Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 10. März: Der geſtrige Mittwoch brachte den Höhepunkt der Erwärmung, wobei Temperaturen bis zu 19 Grad im Schatten er⸗ reicht wurden. Gleichzeitig machte ſich jedoch ſchon das Eingreifen der nordeuropäiſchen Wirbeltätigkeit im Aufkommen von lebhaften Weſtwinden und einer Bewölkungszunahme bemerkbar, die ſich in⸗ zwiſchen weiter verſtärkt hat. Die Unbeſtändigkeit bleibt erhalten, doch wird es nur zu leichten Nie⸗ derſchlägen kommen. 72 Vorausſage für Freitag, 11. März Meiſt bewölkt, doch nur ſtrichweiſe leichter Niederſchlag, Tagestemperaturen um etwa zehn Grad, weſtliche Winde. 1 2 I 8 Höchſttemperatur in Maunheim am 9. März 5 I 19,0 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 1 3 + 3, Grad; heute früh halb 8 Uhr 5,0 rad. 5 Es Wird regnen, Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Donnerstag. 10. März 1938 Die Dresdner Bank im Jahre 1937 Verbesserſe Liquidiſai, größere Umsäße und weiſer ansſeigende Reniabilifaf 5(4)% Dividende Die als zweite der Filialgroßbanken mit dem Abſchluß 1937 aufwartende Dresdner Bank gibt in ihrem Bericht ein Bild der Entwicklung der Geſamtwirtſchaftslage unter Berückſichtigung der beſonderen, den Banken insgeſamt zu⸗ gewieſenen Aufgaben bei der Durchführung der großen Vorhaben des Reichs. Für das Inſtitut ſelbſt war die Ent⸗ wicklung am innerdeutſchen Kapitalmarkt im Berichtsjahr inſofern von beſonderer Bedeutung, als dadurch die Rück⸗ führung der Aktien der Dresdner Bank in Privathand erleichtert wurde. Die im Beſitze des Reichs und der Deut⸗ ſchen Golddiskontbank befindliche Aktienmehrheit der Dresdner Bank konnte, wie bekannt, in kurzer Zeit und auf breiteſter Grundlage untergebracht werden, nachdem vorher die Gewinnbeteiligungsanſprüche, die dem Reich noch zuſtanden, geregelt waren. Unter Hinweis auf die den Banken vermöge ihrer weitreichenden Auslands⸗ beziehungen ſeit jeher zugewieſene Stellung als gegebene Helfer im zwiſchenſtaatlichen Güterverkehr wird mit Be⸗ ſriedigung feſtgeſtellt, daß es der Dresdner Bank auch im abgelaufenen Jahr möglich geweſen iſt, zur Durchführung einer großen Anzahl zuſätzlicher Aus landsgeſchäfte für ihre Kunsſchaft beizutragen. Im Rahmen der Geſamtentwick⸗ lung ergab ſich bei dem Inſtitut eine fühlbare Geſchäfts⸗ gausweitung auf faſt allen Gebieten. Die damit im Zuſammenhang ſtehende weitere Umſutz⸗ ſteigerung geht mit 19 v. H. nicht unbeträchtlich über die entſprechende Entwicklung der Vorjahre hinaus. Gleich⸗ zeitig erhöhte ſih die Zahl der Kunden auf rund 539 000 gegenüber rund 497 000 Ende 1936. Die Zahl der Konten iſt entſprechend geſtiegen. Die wachſende Beanſpruchung wirkte ſich auch im Kreditgeſchöft aus; der Kreditumſchlag hat eine Steigerung erfahren. Insgeſamt belief ſich die Summe der neubewilligten Kredite ſohne Prolongationen und Wiedererhöhungen) auf 861 Mill./ gegenüber 740 Mill./ im Vorjahr. Verhältnismäßig ſtark war dabei die Steigerung der Stückzahl bei den Einzelkrediten bis 5000 Mark ſowie bei den Krediten über 100 000 4. Im Intereſſe einer beſſeren Abwicklung des weiter geſtiegenen Zahlungsverkehrs wurden gegen Ende 1937 zunächſt unter den Großbanken Abreden über die Enführung eines ein⸗ heitlichen Ueberweiſungsformulars getroffen und im Zu⸗ ſammenhang damit im Bericht der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß ſich dieſes Formular bei den privaten Ban⸗ ken allgemein einbürgert und daß dadurch mit Erfolg der Koſtenſteigerung entgegengearbeitet wird, wehhe die wach⸗ ſende Beanſpruchung der Banken durch Dienſtleiſtungen zwangsläufig mit ſich bringt. Dem verſtärkten Einſatz der Banken auf dem Kapitalmarkt entſprechend haben ſich die Effektenumſätze des berichtenden Inſtituts mit feiner Kundſchaft gegenüber dem Vorjahr um 15 v. H. erhöht. Die Genoſſenſchaftsabteilungen in Berlin und Frank⸗ furt a. M. haben eine nennenswerte Vergrößerung des Umſatzes aufzuweiſen, der die Beteiligung der Dresdner Bank auf dieſem Gebiet der gewerblichen Wirtſchaft und an der Verſorgung des Handwerks mit Krediten erkennen läßt. In der Zahl der Niederlaſſungen im Reich haben ſich ſeit Erſtattung des letzten Geſchäftsberichts Aenderungen nicht ergeben. Das gleiche gilt auch für die Auslands⸗ filiglen. Im neuen Jahr hat die Ausweitung der Ge⸗ ſchäfts tätigkeit eine weitere erfreuliche Fortſetzung erfahren. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung wirkt ſich die im Berichtsjahr eingetretene ſtarke Umſatzſteigerung ſowie die Erweiterung der übrigen Geſchäftstätigkeit vor allem in der Erhöhung der Zins⸗ und Propiſionserträgniſſe aus. Aus Zinſen und Diskont wurden(alles in Mill.) 517 Ac, üus Proviſionen und Gebühren 43,68(37,72) bers einnahmt, Effekten⸗, Deviſen⸗ und Sortengewinne erbrach⸗ ten 6,91(9,96). Die Einſtellung dieſer Erträgniſſe erfolgte Rärh Abfetzunng von Sondererträgniſſen mit einem gegen⸗ über dem Vorjahr ermäßigten Betrag. Die Unkoſten haben ſich bei weſentlich erweiterter Geſchäftstätigkeit um insge⸗ ſamt rund 0,90 auf 76,5 erhöht. Im einzelnen erforderten Perſonglausgaben 58,01(56,93), Ausgaben für ſoziale Zwecke, Wohlfahrtseinrichtungen und Penſionen 5,61(4,75), ſonſtige Aufwendungen einſchließlich der Abſchreibungen auf Mobilien 12,90(13,92), Steuern 14,54(8,03), die Zu⸗ weiſung zum Penſionsfonds 1(2) und Zuweiſungen zur geſetzlichen Reſerve 2(). Abſchreibungen auf Immobilien, die im Vorjahr mit 1 eingeſtellt worden waren, ſind dies⸗ mal in gleicher Höhe vorweg zu ſtillen Rücklagen verwandt worden. Unter Berückſichtigung des Vortrags von 2,02(2,48) ergibt ſich ein Reingewinn von 9,62(11,02); er erſcheint alſo nicht unerheblich geringer als im Vorjahr, doch iſt die ſchon erwähnte Zuweiſung zur geſetzlichen Rücklage in Höhe von 2 Mill./ zu berückſichtigen. Der HV am 9. 4. wird die Verteilung einer von 4 auf 5 v. H. erhöhten Dividende vorgeſchlagen, der Reſt von 2,12 verbleibt zum Vortrag. Die Bilanzſumme weiſt eine Erhöhung um 84 Mill. auf 2,515 Mrd.% aus. Unter den Aktiven wird der Wech⸗ ſelbeſtnd mit lalles in Mill. /) 734,50(544,90) aus⸗ gewieſen, die Schatzwe hſel und unverzinslichen Sch anweiſungen des Reichs und der Länder ſtiegen auf 98,88 (89,03). Von den unter eigenen Wertpapieren, die mit insgeſamt 322,83(347,66) zu Buche ſtehen, ausgewieſenen Anleihen und verzinslichen Schatzanweiſungen des Reiches und der Länder entfällt ein Betrag von nom. 71,28 auf verzinsliche Schatzanweiſungen des Reichs, die am 15. 1. 1988 fällig geworden und eingelöſt ſind. Soweit Wert⸗ papiere und Konſortialbeteiligungen während des Berichts⸗ jahres veräußert wurden, lag der Erlös nicht beträchtlich über den Bu hkurſen. Vorſchüſſe auf verfrachtete oder eingelagerte Waren ermößigten ſich um rund 7 auf 53,61 (60,37). Schuldner erſcheinen mit insgeſamt 1000,35 (1074,85); auf Kreditinſtitute entfielen davon 87,64(89,02). Bei den unter Hypotheken⸗, Grund⸗ und Rentenſchulden mit insgeſamt 22,22(23,44) ausgewieſenen Forderungen handelt es ſich wie i. V. vor allem um Reſtkaufgelder und im Zuge von Abwicklungen übernommene Hypotheken. Bei den Beteiligungen— 27,07 nach 33,45— haben ſich nur unweſentliche Zugänge durch Abrundung des Beſitzes an einzelnen Unternehmungen ergeben. Von den Ab⸗ gängen entfällt ein größerer Betrag auf die bereits Ende 1937 erfolgte Löſung des Kommanditverhältniſſes zu dem Bankhaus Wilh. Ahlmann in Kiel. Grundſtücke und Ge⸗ bäude haben, ſoweit ſie dem eigenen Geſchäftsbetrieb dienen, durch Neuerwerb Zugänge von 0,38 erfahren. Sie ſtehen mit 58,01(55,86) zu Buche. Ferner erſcheinen die Barreſerven mit 62,46(49,74), fällige Zins⸗ und Dividendenſcheine mit 3,91(4,68), Schecks mit 27,80(25,85), Konſortialbeteiligungen mit 51.80(68,21), kurzfällige Forderungen unzweifelhafter Bonität uſw. mit 39,85(31,39), Forderungen aus Reports⸗ und Lombard⸗ geſchäften mit 2,51(4,72), durchlaufende Kredite mit 12,00 (14,28), eigene Aktien mit 1,48(0,04)— dieſe ſind in den erſten Tagen des Januar wieder zurückgefloſſen, ſo daß kein Beſitz an eigenen Aktien mehr vorhanden iſt—, tranſi⸗ toriſche Poſten mit.09(2,76) und ſonſtige Aktiva mit 0,33 (0,41) Mill. J. Unter den werden mit Gläubiger Paſſiven 1859,87 der Neuen Mannheimer Zeitung HANDELS- d WIRTSCHAFT-ZETTW Mittag-Ausgabe Nr. 114 (1805,46) Mill./ ausgewieſen. Davon entfallen auf Seiten der Kundſchaft bei Dritten benutzte Kredite 93,09(120,89), auf Noſtroverpflichtungen 91,38(153,59), auf Einlagen deut⸗ ſcher Kreditinſtitute 258,21(252,45) und auf ſonſt. Gläubiger 1417,19(1278,53) Mill. J. Die Verpflichtungen aus Akzepten und Solawechſeln ſind auf 215,67(240,97) Mill./ zurück⸗ gegangen. Eine erfreuliche Steigerung auf 205.07(158,02) Mill./ haben die Spareinlagen aufzuweiſen, wobei die Größenoroͤnung der einzelnen Konten nicht unerheblich über denen der Sparkaſſe liegt. 0 Hypotheken⸗, Grund⸗ und Rentenſchulden erſcheinen mit 0,79(1,26), durchlaufende Kredite, die wie die unter den Paſſiven ausgewieſenen nur Treuhandgeſchäfte betreffen, mit 12,02(14,28) und bei unverändert 150,00 Grundkapitas die geſetzliche Rücklage nunmehr mit 21,50(16,50), nicht aufrechnungsfähige Rückſtellungen mit 19,01, der Penſions⸗ jonds mit insgeſamt 15(14), wovon jedoch in Wertpapieren 7,06(4,19) angelegt wurden, ſo daß in der Bilanz nur 7,94 (9,81) erſcheinen, ſowie tranſitoriſche Poſten mit 3,33(5,30). Avale und Bürgſchaftsverpflichtungen werden vor dem Strich mit 207 Mill.„ gegenüber dem Vorjahr um 23 Mill. Mark höher ausgewieſen. Die Steigerung entfällt in der Hauptſache auf Avalſtellungen im Intereſſe des Exports. Eigene Indoſſamentsverbindlichkeiten betragen 166,89 (303,96). Aus dem Sozialbericht iſt zu entnehmen, daß die Ge⸗ ſamtzahl dere Gefolgſchaftsmitglieder ſich am 2. Jan. 1938 auf 12 162 ſtellte. Während des Berichtsjahres wurden 708 Neueinſtellungen vorgenommen, denen 823 Abgänge gegen⸗ überſtanden. Das Durchſchnittsalter der Betriebsangehöri⸗ gen liegt zur Zeit zwiſchen 37 und 38 Jahren. Zum Jah⸗ resabſchluß erhält die Gefolgſchaft eine gegenüber dem Vor⸗ jahr erhöhte Sonderzuwendung. Beſonderen Raum im Rahmen der ſozialen Maßnahmen und Einrichtungen nimmt die Alters⸗ und Hinterbliebenenverſorgung ein. Bis zum Eintritt des geſetzlichen Verſicherungsfalles erhalten die Penſionäre eine Altersverſorgung. Die bei dem Inſtitut vorhandenen Ausbildungsein richtungen wurden weiter aus⸗ gebaut. Insbeſondere wird den Lehrlingen eine gründliche praktiſche Ausbildung verſchafft. Die Barliquidität errechnet ſich mit 3(i. V. 2,43) v..), die erweiterte Liquidität mit 41,8(36) v..; letztere über⸗ ſchreitet damit die geſorderte Norm von 30 v. H. nicht un⸗ erheblich. Deuische Werff AG. Hamburg Släürksfe Beschäffigung/ Ethöhfer Aufiragsbesfand Die Deutſche Werft Ach, Hamburg, ſchließt nach dem vorliegenden Geſchäftsbericht das Jahr 1937, das für die Werft ein Johr ſtärkſter Beſchäftigung war, nach Vornahme der Abſchreibungen von 1,7(1,6) Mill./ mit einem Ge⸗ winn von 706 639(814 621)/ ab, der ſich um den Gewinn⸗ vortrag auf 892 459(885 821)/ erhöht. Es wird vorgeſchla⸗ gen, eine von 6 auf 8 v. H. erhöhte Dividende auf das An von 10 Mill./ zu verteilen, wobei 2 v. H. dem Anleihe⸗ ſtock zuzuführen ſind, und den Reſtgewinn von 92 459/ vorzutragen. Die Werft brachte im abgelauſenen Geſchäftsjahr 15 Schiffsneubauten mit einer Geſamt⸗Tragfähigkeit von 160 000 To. zur Ablieferung und erzielte bei einer gleich⸗ zeitigen erheblichen Beſſerung des Reporaturgeſchäfts eine Erhöhung des Umſatzes von 40,3 Mill./ im Jahre 1936 auf 49,9 Mill./ im Berichtsjahre. An der auf deutſchen Seeſchiffswerften im Jahre 1937 zur Ablieferung gekom⸗ menen Handelsſchiffs⸗Neubautonnage war die Werft mit 28,8 v. H. beteiligt, wobei ihr Anteil an der geſamten deutſchen Ausfuhr von Seeſchiffsneubauten 43,3 v. H. be⸗ Innerhalb des Neubauumſatzes der Werft entfielen f Die Zahl der Ge⸗ olgſchaft ie D Wich nitt des Bexichtsjghres auf 6515 1 5 im Vorfahre. N Nach der Erfolgsrechnung betrugen(in Mill.„%]: Der Jahresertrag 21,(18,7), Erträge aus Beteiligungen 0,01 (0,607), Zinſen und ſonſtige Kapitalerträge 0,94(0,55), gußerordentliche Erträge und ſreigewordene Rückſtellungen 0,13(0,11) und Kursgewinne aus Währungen und ver⸗ kauften Wertpapieren 0,08(0,03); andererſeits erforderten Löhne und Gehälter 15,9(12,4), ſoziale Abgaben 2,5(1,4), darunter freiwillige 1,06(0,3), Abſchreibungen 1,7(1,6) und Steuern 15(0,84). Aus der Bilanz(in Mill.): Grundſtücke und Ge⸗ bäude 2,8(2,8), Hellinge und Betriebsanlagen 0,94(0,78), Maſchinen 0,89(0,95), Docks 1,3(1,4), Roh⸗, Hilfs⸗ und Betriebsſtoffe 5,3(4,5), im Bau befindliche Schiffe und ſonſtige Objekte 21,2(13,4), Wertpapiere 6,9(4,7), gelei⸗ ſtete Anzahlungen 22,7(26,4), Forderungen auf Grund von Warenlieferungen 2,3(1,5), Forderungen an Konzern⸗ unternehmungen 1,6(0,2), ſonſtige Forderungen 9,9(0,08), Wechſel 0,14(0,19), Kaſſenbeſtand einſchl. Reichsbank⸗ und Poſtſcheckguthaben 0,4(0,96), andere Bankguthaben 31,8 (28,5). Auf der Paſſipſeite erſcheinen: AK(deſſen Mehr⸗ heit ſich im Beſitz der Gutehoffnungshütte befindet) unv. 10, Rücklagen unv. 1,0, Sonderrücklagen ſind neu mit 0,5 ausgewieſen, da der in den Vorj ihren unter Rückſtellun⸗ gen enthaltene Betrag von 0,32, für Fälle außergewöhn⸗ licher Gewährleiſtung zurückgeſtellt war, inſolge des Nuf⸗ hörens der Schuldverpflichtungen zuzüglich weiterer 0,18 dieſer Sonderrücklage zugeführt iſt. Rückſtellungen be⸗ tragen nunmehr 1,5(1,7), Verbindlichkeiten 94,6(73,2), darunter Anzahlungen auf im Bau befindliche Schiffe und ſonſtige Objekte 91,2(70,6), Verbindlichkeiten auff Grund von Warenlieferungen 2,1(2,0), Verbindlichkeiten ain Konzerngeſellſchaften 0,57(0,44) und ſonſtige Verbinslich⸗ beiten 0,77(0,18). Der Auftragsbeſtand am Schluſſe des Berichtsjahres Fetrug 44 Shiffsneubauten mit mehr als 530 000 Tonnen Tragfähigkeit gegenüber 38 Schiffen mit mehr als 450 000 Tonnen Tragfähigkeit am Schluß des Vorjahres. * Chemiſche Fabrik von Heyden AG., Radebeul⸗Dresden. Die Geſellſchaft ſchließt 1937 mit einem Ueberſchuß von 1169 077(i. V. 1011721)/ ab. Die ordentlichen Abſchrei⸗ bungen betragen 1034 686 /, die Sonderabſchreibungen 567 203 /, zuſammen alſo 1601889/(i. V. ordentliche Abſchreibungen auf Anlagen 839 426, Sonderabſchrei⸗ bungen auf Anlagen 916 400 /, andere Abſchreibungen 102 838 J, zuſammen 1858 664). Der HV, die auf den 29. März einberufen wird, ſoll eine Dividende von 7 v. H. (6 v..) auf 13,58 Mill./ Stammaktien und von wieder 7 v. H. auf die 120 000% Vorzugsaktien zur Verteilung vorgeſchlagen werden. Dabei geht für die Stammaktien 1 v. H. an den Anleiheſtock. Als Gewinnvortrag verbleiben 197 701(183 399) /. * Berghau⸗ und Hütten⸗A Friedrichshütte, Hersdorf. Auf Grund des Intereſſengemeinſchaſts vertrages mit der Vereinigte Stahlwerke AG ſchüttet die Bergbau⸗ und Hüt⸗ ten⸗Ach Friedrichshütte, Herdorf, für das Geſchäftsjahr 1936⸗J7(30..) an die freien Aktionöre eine Dividende von 424(4½) v. H. zus. Vereinigte Strohſtoff⸗Fabriken, Dresden. Der Auf⸗ ſichtsrat der Vereinigte Stroſtoff⸗Fabriken, Dresden, hat in ſeiner letzten Sitzung dem Vorſchlag des Vorſt andes auf Ausſchüttung einer Dividende von wieder 6 v. H. für das Geſchäftsjahr 1937 zugeſtimmt. HV am 5. 4. 1938 in Dresden. * Rheiniſche Kunſtſeide AG, Krefeld. Die Geſellſchaft hat jetzt ihre Aktionäre aufgefordert. bis zum 5. April 1938 eine zweite Rate von wieder 25 v. H. des jeweils über⸗ nommenen Aktienbetrages einzuzahlen. Die erſte Rate (25 v..) war bereits kurz nach der Gründung im Novem⸗ ber 1937 eingefordert worden. * Vereinigte Deutſche Metallwerke AG, Frankfurt a. M.— 50 v. H. Umſatzſteigerung. In der AR⸗Sitzung wurde der vom Vorſtand vorgelegte Abſchluß für das am 30. September 1937 abgelaufene Geſchäftsjahr 1936/37 ge⸗ nehmigt. Der Umſatz iſt gegen das Vorjahr um rund 50 v. H. geſtiegen. Der Reingewinn ſtellt ſich bei einem Roh⸗ ertrag von 69,118(47,257) Mill./ nach Abſchreibungen und Rückſtellungen ſowie Wertberichtigungen auf 2,593 (2,412) Mill. /. Die Abſchreibungen auf das Anlagever⸗ Nhein-Mainische Abendbörse Freundlich An der Abendbörſe ſtellte ſich auf verſchiedenen Gebieten Nachfrage heraus, die zu einigen Sonderbewegungen führte. So waren Allianz in Abſchlußerwartungen bei 283,50 nach geſtern 276 geſucht. Auch Conti Gummi in Nachwirkung des Beſchluſſes bei 212,50 gegenüber dem Mit⸗ tagsſchluß 211,75 gefragt. Aus dem gleichen Grunde erhöhten ſich Verein. Metallwerke bis 177,50. In Verbin⸗ dung damit wurde Metallgeſellſchaſtf etwas feſter mit 136,25 feſtgeſetzt. Au h Montanaktien zeigten eine freund⸗ liche Grundhaltung; Verein. Stahl 11278, Mannesmann 113,75, beide alſo etwas ſeſter notiert. Im übrigen lagen die Aktienmärkte ſtill und ohne Verönderung. Am Rentenmarkt erholten ſich Kommunal⸗Umſchuldung 96,15(96,10). JJ.ãã.õõüõüũũũ d ã mögen betragen 7,895(4,955) Mill. //, andere Abſchreibun⸗ gen 0,82(0,69) Mill. J. Der zum 30. März 1938 ein⸗ berufenen oH wird vorgeſchlagen, eine Dividende von 9 (8) v. H. auf 20,575 Mill./ AK auszuſchütten, wovon 3 v. H. in bar gezahlt und 1 v. H. an den Anleiheſtock aß⸗ geführt werden. Der Sonderrücklage wird wieder ein Be⸗ trag von 500 000/ zugeführt, ſchließlich werden 188 443 (184 015)/ vorgetragen. Außerdem wird der im Vor⸗ johr geſammelten Anleiheſtock mit rund 1½ v. H. auf den Nennwert der Aktien bar zur Ausſchüttung kommen. Die Werke des Unternehmens ſind auch im neuen Geſchäfts⸗ jahr gut beſchäftigt. Kennziffer der Großhaudelspreiſe ſchnitt Februar. Die Kennziffer der Großhandelspr ſtellt ſich für den Monatsdurchſchnitt Februar auf 105,7 (1913 gleich 100); ſie iſt gegenüber dem Vormonat(105,6) wenig verändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarſtoffe 105,3(. 0,3 v..), Kolonialwaren 89,6(— 0,6 v..), induſtrielle Rohſtoffe und Halbwaren 94,4(unv.) und induſtrielle Fertigwaren 126,0(. 0% v..). Waren und Märkte Rotterdamer Getreidekurſe vom 9. März.(Eig. Dr.) Weigen(in Hfl. per 100 Kilo) März 6,90; Mai 7,00 Br.: Juli 6,85; Sept. 6,60.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) März 104,50: Mai 104; Juli 103,50; Sept. 104,75. Liverpooler Baumwollkurſe vom 9. März.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal& I.(Schluß) März(33) 497; April 499; Mai 5 Juli 508; Auguſt 510 Sept. 512; Okt. ö Dez. 516; Jan.(39) 518; Juli 524; Okt. 525 im Monatsdurch⸗ if Febr. 519 März 520 Mai 527; Tendenz ſtetig. Leinölnotierungen vom 9. März.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſagt Pl. per März 127/10; Leinſaat Klk. per März 1318/8; Bombay per März 14¾6; Leinſaatöl loko 28,0; März und Mai⸗Auguſt 26,10%; Baumwollöl ägypt. 19,0; Baumwoll⸗St. ägypt. per März 5% Neuyork: Terp. 31,0. Savannah: Tery. 20,0. Geld- und Devisenmarkf Paris, 9. März.(Schluß amtlich), London 156.10 Italien 164,95 Stockholm 811.— Neuyork 3133,.— Schweiz 727,25 Wien 1269.— Belgien 530,75 Kopenhagen 702,25 Berlin 9 Spanienn Holland 1755,.— J Warſchau 558,— London, 9. März.(Schluß amtlich). Neuyork 501,60 Liſſabon 110,13 Buenos Aires] 1600,— Montreal 501,25 Helſingfors 226,20 Rio de Jan. 412.— Amſterdam 893,75 Prag 143,— Hongkong.300 Paris 157537 Budapeſt 2500,— Schanghai 172¹⁰ Vrüſſel 2962,75 Belgrad 214,.— Yokohama 4285 Italien 9525,— Sofia 403,— Auſtralien 125. Berlin 1242,— Moskau 2630,— Mexiko 1800,— Schweiz 2160,50] Rumänien 676,— Montevideo 2675,— Spanien 7800,— J Konſtantin 621.— Valparaiſo 124,0 Kopenbagen 2240, Athen 546,50 Buenos Stockholm 1041,87 Wien 2637,— auf London 1660, Oslo 1996,25 J Warſchau 2631,— 1 Südafrika 100,12 Melalle 2 Hamburger Mekallnokierungen vom 9. März 5 Banca- u. Brief Geld Hupfer Straits zinn 0 Brief Geld Brieffcheld[Hüttenrohzink p. 100 kg) 18,75 18,75 Januar....„.. Feinſilber(RM per kg) 41,90 88,90 Februar 99 eee Feingold(RM per g).84 2,79 März 51,7551, 75/254,.254,00 Alt⸗Platin(Abfälle) ö April 51,75[51,75254, 00254, 0 Circapr.(RM per g) 2,40 2,60 Mai 51,7551, 75254, 254,0] Techn. reines Platin Juni 5177551, 75254, 0254, 0 Detailpr.(RM per g). 3,40 3,65 Juli 51,7551,75254,0254,0 Auguſt 51,7551, 750254, 0 254,0 Loco Abl. September...... Antimon Regules chineſ. Oktober„ ber e) 61,— 59,— November.... Aueckſilber(Sper Flaſche) 13,50 13,50 Dezember Wolframerz chineſ. in[.. 71. * Neue Metallkurspreiſe. Laut Bekanntmachung Kc 436 werden ab 10. 3. die Kurspreiſe für Kupfer und Rolgußleg. um 0,50% je 100 Kilo herabgeſetzt. Frachfenmarki Duisburg-NRuhrori Das Geſchäft an der heutigen Börſe erfuhr gegen geſtern keine Aenderung. Die Frachten und Schlepplöhne blieben unverändert. J ẽ ¶ꝑVVVddddddddpßp/ // dddddrrrrrrrhrFrfFrrhrhrhrPhhhhhhhhhhhkkkkfkßddßßß dpx! p In Leipzio Wird gekauff (Sonderbericht der Neuen Mannheimer Zeitung) — Leipzig, 9. Merz. Die Leipziger Meſſe ſteht ſeit Beginn im Zeichen eines außerordentlich regen Intereſſes der zahlreich erſchienenen Einkäufer aus dem In⸗ und Ausland. Der Andrang in den Meſſehäuſern und auf dem Ausſtellungsgelände iſt zu manchen Stunden gerade⸗ zu beängſtigend— und immer weitere Extrazüge der Reichsbahn bringen neue Zehntauſende von Be⸗ ſuchern. Wie wir bereits in unſerem erſten Bericht erwähnten, iſt das Intereſſe des Auslands diesmal ungewöhnlich ſtark; nach den ſoeben bekanntgegebe⸗ nen Feſtſtellungen des Meßamts beträgt die Zahl der in Leipzig zur Meſſe anweſenden Ausländer weit über 34 000, alſo ſchon jetzt nicht unerheblich mehr als die Geſamtzahl der ausländiſchen Beſucher gur vorigen Frühjahrsmeſſe betrug. Als Kauf⸗ intereſſenten traten zunächſt folgende Länder beſon⸗ ders in Erſcheinung: England, die Tſchechoſlowakei, Oeſterreich, Italien, Frankreich, die Schweiz und der Balkan. Auf der Techniſchen Meſſe wird in vielen Ständen mehr mit Ausländern als mit deut⸗ schen Einkäufern verhandelt; vor allem intereſſiert ſich das Ausland offenſichtlich ſehr ſtark für die neuen deutſchen Textilmaſchinen zur Verarbeitung der jetzt ja auch außerhalb Deutſchlands in ſtändig wachſen⸗ dem Maße fabrizierten Zellwolle. Im Hauſe der Elektrotechnik und in der Halle der Baumaſchinen iſt ebenfalls ein ſehr ſtarker Andrang ausländiſcher Intereſſenten feſtzuſtellen. Das gleiche gilt für Werkzeugmaſchinen und Motore. i Auf der Muſtermeſſe hat bisher die Textil⸗ meſſe die beſten Geſchäfte gemacht— hier iſt ſchon ganz ausgezeichnet verkauft worden. Beſonders ſtarke Nachfrage herrſcht nach Wäſche, Strick⸗ und Wirkwaren, Strumpfwaren und Wolldecken. Auch die der Textilmeſſe neu angeſchloſſene Beklei⸗ dungsinduſtrie iſt mit dem bisherigen Ge⸗ ſchäftsverlauf recht zufrieden. Eine angenehme Ueberraſchung erlebte die Spielwarenmeſſe, die ja erſt als eine der letzten von der anſteigenden Konjunktur erfaßt worden iſt. Sie hatte bisher wenigſtens in dem für dieſe Branche ſo beſonders 5 N. wichtigen Exportgeſchäft ſtark unter den bekannten Ausfuhrſchwierigkeiten(Zölle, Deviſenfragen uſw.) zu leiden. Diesmal konnten auf der Spielwaren⸗ meſſe ſchon recht anſehnliche Aufträge— auch aus dem Ausland— hereingenommen werden, namentlich nach Holland und den nordiſchen Staaten. Sehr zufrieden iſt vorläufig auch die Stein⸗ gütbranche, die vor allem ein größeres Intereſſe des Auslandes— hauptſächlich tritt Frankreich weit ſtärker als bei den letzten Meſſen in Erſcheinung— zu verzeichnen hat, das auch bereits zu größeren Exportaufträgen führte. Weniger zufrieden iſt vor⸗ läufig die Branche Porgzel lan, allerdings rechnet man hier mit einer ſtarken Geſchäftsbelebung in den nächſten Tagen, da ſich die Einkäufer erſt über das außerordentlich umfangreiche Angebot zu orientieren wünſchen. Die Branche Lederwaren verzeich⸗ net reges Kaufintereſſe, namentlich für echte Leder⸗ waren, aber auch für die aus den neuen Werkſtoffen hergeſtellten Erzeugniſſe wie Koffer uſw. Das Aus⸗ landsgeſchäft wird wohl erſt im Verlauf der Meſſe in Gang kommen. Die Baumeſſe weiſt einen in dieſem Umfange bisher noch kaum dageweſenen Zu⸗ ſtrom von Beſuchern auf, die auch ſchon vielfach als ernſthafte Reflektanten auftraten. Beſonders gefragt ſind Preßſtoffe der verſchiedenſten Art, ferner Leicht⸗ bauplatten, Iſolierſtoffe ſowie Oefen und Herde. Viel Intereſſe— beſonders auch von ſeiten des Aus⸗ landes— finden die neuen Baumaſchinen, die teilweiſe auf Grund der Erfahrungen beim Bau der Reichsautobahnen ein ganz neues Geſicht bekommen haben. Auch hier ſpielt die Anwendung der neuen deutſchen Roh⸗ und Werkſtoffe bei den Maſchinen ſelbſt und bei dem von ihnen bearbeiteten Material eine große Rolle. f Neue Werkſtoffe auf der Meſſe Die Textilmeſſe wird geradezu beherrſcht von dem unaufhaltſamen Vordringen der Zell⸗ wolle, deren Produktion ſeit der letzten Meſſe ſchnell angeſtiegen iſt und ſich immer weitere Anwen⸗ dungsgebiete erobert. Wir finden diesmal bei⸗ ſpielsweiſe Treibriemen, die völlig aus Zellwolle be⸗ ſtehen und ſich in der Praxis ausgezeichnet bewährt 1 . neuen deutſchen haben, wir ſehen Feuerwehrſchläuche aus Zellwolle und Buna, Lampendochte, Eiſenbahnvorhänge und Gepäcknetze aus Viſtra, ſynthetiſche Spezialfaſern für Teppichgarne aus dem gleichen Material. Neu iſt auch eine Zellwolle, die ſich im Gegenſatz zu Viſtra und anderen Erzeugniſſen dieſer Art in ihren Färbeeigenſchaften wie Wolle verhält: man kann ſie mit Wollfarbſtoffen färben und kann daher von jetzt ab Miſchungen aus Wolle und Zellwolle in einem Farbbad färben, was bisher nicht möglich war. Erſt⸗ malig wird auf der Meſſe auch eine lufthaltige Faſer gezeigt, die infolge des Luft⸗Einſchluſſes ein ganz ungewöhnlich leichtes Gewicht beſitzt und trotz⸗ dem weſentlich beſſer wärmeiſolierend wirkt als Wolle. Die zahlloſen neuen Muſter, in denen die Verwendung von Zellwolle und Kunſtſeide gezeigt wird, die von Meſſe zu Meſſe in raſchem Tempo fort⸗ ſchreitende Vorführung immer neuer, für weitere Zwecke geeigneten Faſern macht es jedem Meſſe⸗ beſucher deutlich, welche ungeheure Bedeutung dieſe Erzeugniſſe haben— und gerade dieſe Meſſe beweiſt, daß ſich die Zellwolle auch ohne den Druck der Deviſenfrage durchgeſetzt hätte. Ebenſo ſtürmiſch und unaufhaltſam wie bei der Zellwolle iſt auch der Siegeszug der neuen Kun ſt⸗ ſtoffſe, die auf der Meſſe in kaum mehr zählbarer Menge und Verwendungsart gezeigt werden. Eine wichtige Rolle ſpielt diesmal das ſogenannte Schichtholz, ein neuer und ſehr ausſichts reicher Werkſtoff mit recht erheblichen Vorzügen. Das Schichtholz wird durch Verleimung von Furnieren mit Hilfe von Kunſtharz hergeſtellt und eignet ſich für beſtimmte techniſche Zwecke— z. B. im Flug⸗ zeugbau— infolge ſeiner hohen Feſtigkeit für be⸗ ſonders beanſpruchte Teile wie Propeller, Holme, Gewehrkolben, als Material für Werkzeuge zur Be⸗ arbeitung von Leichtmetallen uſw. N Viel Intereſſe finden auch die Zahnräder aus ver g ütetem Holz, die ſich vor allem gegen ſtoßweiſe Belaſtung als beſonders geeignet erwieſen Haben. Ferner ſetzt ſich die Verwendung von Kunſt⸗ harzen zur Herſtellung von Anſtrichmitteln im⸗ mer mehr durch; ihr entſcheidender Vorteil beſteht darin, daß die Kunſtharzlacke nicht geſpritzt zu wer⸗ den brauchen, ſondern mit dem Pinſel aufgetragen werden können. Ein Monopol beſitzt Deutſchland in Teppichinduſtrie. Kunſtharz⸗Erzeugniſſen für den chemiſchen Ap⸗ paratebau. Auf der Meſſe werden Rohre, Be⸗ hälter uſw. aus Kunſtſtoffen gezeigt, die gegen zahl⸗ reiche Säuren und ſonſtige ätzende Chemikalien völ⸗ lig beſtändig und außerdem beſonders leicht find. Zu erwähnen iſt in dieſem Zuſammenhang auch der Stoff Guttaſin, eine ſynthetiſche Guttapercha, mit techniſch ſehr günſtigen Eigenſchaften wie Unempfind⸗ lichkeit gegen Benzin und Oel, Säuren, Lau⸗ gen uſw. Dieſer Stoff iſt für viele techniſche Zwecke ſehr gut an Stelle von Gummi oder Leder zu ver⸗ wenden und hat beſſere Eigenſchaften als das Ma⸗ terfal, das er zu erſetzen beſtimmt iſt. Dr. H. Woltereck. Lebhaffer Messeverkehr am 4. Tag Zahlreiche Besucher aus Miſieldeuischland Besonders guſe Umsäße auf der Technischen Messe Die von der Reichsbahn eingelegten Geſellſchafts⸗ züge brachten namentlich aus Mitteldeutſchland ſehr wiele neue Beſucher nach Leipzig, ſo daß das Meſſe⸗ bild faſt dem am Eröffnungsſonntag glich. Beſon⸗ ders auf der Techniſchen Meſſe und der Baumeſſe waren gute Umſätze in Werkſtoffen und Werkzeug⸗ maſchinen, Elektrotechnik und Textilmaſchinen zu verzeichnen. Die Reichsmöbelmeſſe hat durchſchnittlich die Vorjahresumſätze verbeſſern können. ß In Sportartikeln wurden Waſſerſportgeräte von Schweden, Sportbekleidung von Holland und Win⸗ terſportartikel von Polen aufgegeben, während der Binnenmarkt ſich für Boxhandſchuhe und Medizin⸗ bälle, Fechtgeräte, Sport⸗ und Kletterſchuhe inter⸗ eſſterte. Die Bedarfsdeckung in Stahl war normal, desgleichen in Edelmetallen, Uhren und Schmuck⸗ waren. Das Kunſthandwerk iſt namentlich in Textil⸗ und Ledererzeugniſſen ſehr zufrieden. Lebhaftes In⸗ tereſſe gab es in Bürobedarf. Für Galankeriewaren traten Südeuropa und der Balkan, aber auch Süd⸗ und Mittelamerika als Beſteller hervor. f Auf der Textil⸗ und Bekleidungsmeſſe ſind na⸗ mentlich die Ausſtellerfirmen der Bekleidungsbranche mit dem Meßerfolg ſehr zufrieden. Ebenſo zufrie⸗ den waren ferner die Firmen der Strumpf⸗ und weif Mk. 8 M 9. 2 Tüch Hal (aud Näh, arbe Zuſt Nr. Geis u. d Jung Fab N. Arn Ter Gefu 4 Donnerstag, 10. März 1938 Neue Mannheimer Zeitung 7. 9. Seite Nummer 114 — 8 Fiche I Las Kante kind Ausschläge, Drüsenschwellungen, Hatarrhe, Rachitis 2 2 22 sind wie Hühner Nasern, Röteln, Scharlach usw., das neruöse Hind. Hubertät, Ernährung u Abhärtg., Winke u. Ratschläge tatsächlich, der Eiweißgehalt des Fisches kommt dem von Freitag, 14. März, 20 Uhr, Gasino, R 1. 1 Redner: Dr. med. Bachem, Frankfuri Hühnerfleisch gleich. Unkostenbeitrag: 10 Pfg., MS- Frauenscheſt, Nueipp- Frisch von der See: Kabeljau o. Kopf. 300 g 22 Verein 20 Pig.,(Ausweis). 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