Erſcheinungsweiſe: Täglich mal außer Sonntag Bezugspreise: Frei Haus monatlich 2% Mt und 62 Via Trägerlohn in unſeren Geſchäftsſtelen abgeholt.25 Mk. durch die Voſt.70 Mk einſchl Wald⸗ Meerfeldſtr 18, Fe Hauptſtr 68 W Oppauer Sti ns 8e vutſenſtr 1. Abbeſtellunagen mſtiſſen bis ſpäteſt 25 fd folgend Monat erfolgen 50 Pia Poſtbeſ Geb Hierzu 72 Pfa Beſtellgeld Abholſtellen ßofſtr 12 Kronprinzenſtr 42 Schwetzinger Str 44 Ne Fiſcherſte 1 el Poſtſcheck⸗Konto! Karlsruhe Nummer 175 90 Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R l.-6 Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Drahtanſchrift! Nema zeit. Mannheim(ür breite tertmillimeterzeile 50 Pfennt Kleinanzetgen ermäßtate Gru iſt die Anzetgen Pretsliſte Ni 8. Ronkurſen wird Anzeigen in beſttmmten Ausgaben fernmündlich erteſlte Aufträge keinerlet Nachlaß gewahrt Einzelpreis 10 Y Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig. 79 am a Für Fam lien und ndpreiſe Allgemein aültig Bel Zwanasveraleſchen oder Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und Gerſchtsſtand Mannheim, Abend⸗ Ausgabe K Montag. 14. März 1938 140. Jahrgang R Verhandlungen zwischen London und Paris Stute Erklärung Ehamberlains Nochmals ein„Proteſt“?- Im übrigen aber Das große Nachſehen Engliſch-franzöſiſche Verhandlungen über Stellungnahme u. Schlußfolgerungen' Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters f— London, 14. März. Miniſterpräſident Chamberlain kehrte geſtern abend von Chequers nach London zurück. Die Downing Street, der Sitz des Miniſterpräſiden⸗ ten, war von der Polizei völlig abgeſperrt, da die Demonſtrationen vor der deutſchen Botſchaft ſich auch gegen den Miniſterpräſidenten Chamber⸗ lain gerichtet hatten. Chamberlain berief ſofort nach ſeiner Ankunft den Außenminiſter Lord Halifax zu ſich, der den ganzen Sonntag über im Auswärtigen Amt gearbeitet, Berichte über die Entwicklung in Oeſterreich empfangen und Be⸗ ſprechungen mit dem franzöſiſchen Botſchafter Corbin und dem tſchechi⸗ ſchen Geſandten abgehalten hatte. In der Beſprechung zwiſchen Chamberlain und Halifax wurde die heutige Kabinettsſitzung und die Er⸗ klärung vorbereitet, die Chamberlain heute nach⸗ mittag im Unterhaus und Halifax im Oberhaus abgeben werden. Im Mittelpunkt der heutigen Kabinettsbera⸗ tung wird die Frage ſtehen, ob England auf den Vorſchlag des franzöſiſchen Botſchafters Corbin eingehen ſoll, die Unabhängigkeit der Tſchechoſlowakei zu garantieren. Für die engliſche Haltung beſtehen vier Möglich⸗ keiten: 1. hinſichtlich der Tſchechoſlowakei gar nichts zu unternehmen, 2. in die heutige Regierungserklä⸗ zung vor dem Parlament eine Erklärung einzube⸗ ziehen, daß England in dieſer Frage nicht gleichgültig bleiben werde, 3. ſich mit Deutſchland über die Frage der Tſchechoflowakei in Verbindung zu ſetzen, 4. auf den franzöſiſchen Vorſchlag einzugehen. Für die letzte Möglichkeit beſteht hier keine ſehr große Nei⸗ gung, vor allem mit Rückſicht auf die Dominien. Die dritte Möglichkeit wird von Lord Halifax bevorzugt, der die Anſicht der Reichsregierung einholen will, be⸗ vor England irgendeinen Schritt unternimmt. Es beſtünde darum die Möglichkeit, daß dieſe Fühlung⸗ nahme mit Deutſchland verbunden würde mit der Erklärung im Parlament, die aber nicht automatiſch bindend wäre. Für die erſte Möglichkeit, überhaupt nichts zu unternehmen, beſteht hier ebenfalls eine ſehr ſtarke Strömung, die noch dadurch unterſtützt wird, daß man die Frage der Tſchechoſlowakei in maßgeblichen Kreiſen für nicht aktuell hält. Man nimmt hier an, daß in der Regierungserklärung vor dem Parla⸗ ment im Gegenſatz zu den Beratungen des Kabi⸗ netts die Frage der Tſchechoſlowakei nicht im Vor⸗ dergrund ſtehen wird. Die Regierungserklärung i Wiens Poliziſten tragen die Hakenkreuzbinde i reſle-Boffmaun, Zonder⸗Murkipkex⸗.(% Weltbild, Zan der⸗M.(). Scherl⸗Bilderdienſt, Zonber⸗Multiplex⸗K.(N. wird möglicherweiſe die tatſächlichen Ereigniſſe, in der Form, in der ſte dem britiſchen Kabinett bekannt ſind, aufzählen und die ſehr unfreundliche, jedoch keineswegs faſſungsloſe Stimmung wider megeln, die in amtlichen Kreiſen hier herrſcht. Um ein mög⸗ lichſt vollſtändiges Bild zu geben, hat der Miniſter⸗ präſident Chamberlain den engliſchen Geſandten in Wien nach London berufen. Der hieſige öſterreichiſche Geſandte iſt inzwiſchen nach Wien berufen worden. Die Linke muß natürlich demonſtrieren anb. London, 13. März. In London hat ein bunt zuſammengewürfelter Haufen Ewiggeſtriger den Verſuch gemacht, ſich mit einer„Demonſtration“ gegen natürliche weltgeſchicht⸗ liche Entwicklungen aufzulehnen. Nach den üblichen Hetzreden, in denen üble Anwürfe gegen Deutſchland und Italien mit plumpen Angriſſen gegen die Po⸗ litik des britiſchen Miniſterpräſidenten Chamberlain abwechſelten, wurde eine„Entſchließung“ an⸗ genommen, in der die britiſche Regierung aufgefor⸗ dert wurde, ſich in die Ereigniſſe in Oeſterreich ein⸗ zumiſchen und die Anerkennung des italieniſchen Imperiums zu verweigern.(1) Paris ſchaut nach London Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 14. März. Die franzöſiſche Morgenpreſſe berichtet ausführ⸗ lich über die weitere Entwicklung in Oeſterreich. In großen Schlagzeilen heißt es:„Der Anſchluß iſt voll⸗ zogen“ oder„Oeſterreich in den Händen Adolf Hit⸗ lers“ uſw. Im ganzen werden aber nur Feſtſtellun⸗ gen getroffen und ſo gut wie keinerlei Kommentare gegeben. Die franzöſiſche Unzufriedenheit mit der Entwick⸗ lung der öſterreichiſchen Frage kommt natürlich zwi⸗ ſchen den Zeilen ſehr deutlich zum Ausdruck. Allge⸗ mein ſprechen die Blätter von einer engliſch⸗ franzöſiſchen Note, die in Vorbereitung ſei. Der Quai'Orſay und das Foreign Office haben in der Tat die letzte Nacht in dauernder Verbindung geſtanden. Man glaubt, daß ein gemeinſamer Pro⸗ teſt gegen Berlin angebracht ſei, der den Fall be⸗ zeichnen ſoll, in dem England und Frankreich auch durch Taten antworten werden. Im ganzen kann man ſagen, daß Frankreich, was die öſterreichiſche Frage angeht, zur Tages ord⸗ nung übergeht und ſeine Verlegenheit gegen⸗ über der neuerlichen Entwicklung kaum verbergen kann. Findet man ſich ab“ Anſer Bildbericht aus Oeſterreich 3 Der Führer zieht in ſeine Heimatſtadt ein Der Führer in Linz „„ Einmarsch beutſcer ærapven in Kufen Linien ihrer Außenpolittk nicht 2. Seite/ Nummer 121 Neue Mannheimer Zeitung Abend ⸗Ausgabe Montag, 14. März 1938 Eine Anterredung des Führers mit Ward Prite: Der Führer klürt das Ausland auf „Schuſchnigg hat Verrat begangen— Zurückweiſung des franzöſiſch-engliſchen Proteſles dnb London, 14. März. Der Führer gewährte dem engliſchen Sonder⸗ berichterſtatter Ward Price im Hotel Weinzinger in Linz eine Unterredung, die die„Daily Mail“ in großer Aufmachung veröffentlicht. Ward Price berichtet zunächſt, er habe den Führer gefragt, ob die geſtrigen Ereigniſſe in Oeſterreich irgendwelche Auswirkungen auf die beginnenden deutſch⸗engliſchen Beſprechungen haben würden. Der Führer antwortete:„Von unſerer Seite nicht im geringſten, und ich hoffe, auch nicht von britiſcher Seite. Welches Unrecht haben wir irgendeinem fremden Land zugefügt, weſſen Intereſſen haben wir verletzt, wenn wir mit dem Willen der überwältigenden Mehrheit des öſterrei⸗ chiſchen Volkes, Deutſche zu werden, überein⸗ ſtimmen?“ Auf die Frage, welche Haltung der Führer ge⸗ genüber der eugliſch⸗franzöſiſchen Pryteſtuote einnehme, antwortete Adolf Hitler, er könne einen derartigen Schritt nicht verſtehen.„Dieſe Leute hier ſind Deutſche. Eine Proteſtnote von anderen Ländern über mein Vorgehen in Oeſterreich hat nicht mehr Sinn, als eine Note der Reichsregierung ſie haben würde, in der gegen die Beziehungen der britiſchen Regierung zu Irland proteſtiert würde. Ich ver⸗ ſichere Ihnen in aller Aufrichtigkeit, daß ich vor vier Tagen keine Ahnung von alledem hatte, was ſich heute hier ereignen ſollte, oder daß Oeſterreich ein deut⸗ ſches Land werden ſollte wie Bayern oder Sachſen. Ich habe dies getan, weil ich von Herrn Schuſch⸗ nigg getäuſcht wurde, und Verrat iſt etwas, was ich nicht dulden wer de. Wenn ich meine Hand und mein Wort in irgendeiner Sache gebe, dann ſtehe ich dafür auch ein, und ich er⸗ warte von jedem, der mit mir eine Abmachung abſchließt, daß er das gleiche tut. Ich hatte mich mit Herrn Schuſchnigg darüber ge⸗ einigt, daß er ſeine Unterdrückung der Mehrheit des Volkes in ſeinem Lande einſtellen ſollte. Ich befaßte mich mit ihm völlig fair in meiner Reichstagsrede. Ich gab ihm die Gelegenheit zu ſagen,„ich habe mich mit der Reichsregierung geeinigt und ich werde in loyaler Zuſammenarbeit die Vereinbarungen durch⸗ führen.“ Statt deſſen verſuchte Herr Schuſchnigg, dieſen Volksentſcheid durchzudrücken, den er für ſein Land geplant hatte. Zunächſt konnte ich die Nach⸗ richt gar nicht glauben. Ich ſchickte einen Abgeſandten nach Wien, um feſtzuſtellen, ob das wirklich wahr ſein könne. Dieſer teilte mir mit, daß dies wirklich wahr ſei, und daher beſchloß ich, ſoſort zu bhandeln, und zwar ſo, daß ich an dem gleichen Tage, au dem Schuſchnigg ſeinen Volksentſcheld abhalten wollte, die Vereinigung Oeſterreichs mit Deutſchland verwirklicht hatte. Dieſe Vereinigung wird einem anderen, einem natio⸗ nalen Volksentſcheid unterworfen werden. Sie wer⸗ den aber das Ergebnis ſehen. Es wird eine über⸗ wältigende Mehrheit ſein wie an der Saar. Hier iſt meine Heimat. Lange habe ich darunter gelitten, das Volk, zu dem ich durch Geburt gehöre, unterdrückt und leidend zu ſehen. Mehr als 2000 von ihnen haben ihr Leben gelaſſen. Viele ſind im Gefängnis geweſen. Einige von ihnen ſind wegen ihrer politiſchen Anſchauungen und wegen ihres Glaubens an die deutſchen Ideale gehängt worden. Eine Minderheit von zehn v. H. hat die Mehrheit von 90 v. H. unterdrückt. Dem Habe ich ein Ende geſetzt. Ich habe ſogar mehr getan, ich verhinderte, daß die Mehrheit ſich an ihren Unter⸗ drückern rächte. Ich hoffe, daß die Welt verſtehen wird, daß das ein Friedenswerk iſt, was ich hier ge⸗ leiſtet haße. Wenn ich nicht interveniert und wenn die Schuſchnigg⸗ Regierung verſucht hätte, ihren Trick⸗Volksentſcheid durchzuführen, dann würde es hier eine blutige Re⸗ volution gegeben haben. Oeſterreich hätte dann ſehr gut ein zweites Spanien im Herzen Europas wer⸗ den können. Ich bin ein Realiſt. Schauen Sie ſich meine Beziehungen mit Polen an. Ich bin voll bereit, zu⸗ zugeſtehen, daß Polen— ein Land von 33 Millionen Einwohnern— einen Ausgang zur See benötigt Es iſt bitter für uns, daß dieſer Zugang zur See auf Koſten eines Korridors durch deutſches Gebiet er⸗ möglicht werden muß. Wir aber verſtehen, was dies für Polen bedeutet. Unter polniſcher Regierung leben Deutſche, und Polen leben unter deutſcher Herrſchaft. Wenn die beiden Länder ſich ſtreiten würden, dann Wus ſagt Rom würde jedes Land ſeine Minderheiten unterdrücken. Es war weitaus beſſer, durch ein Abkommen unſere Differenzen zu bereinigen. Ich hoffe, daß alle Nationen an dem, was ſich jetzt in Oeſterreich ereignet hat, den Unſinn er⸗ kennen werden, ihre nationalen Minderheiten zu unterdrücken. Warten Sie ein bißchen, daun werden Sie ſehen, was ich für Oeſterreich tun werde. Kommen Sie in vier Jahren hierher zurück, und Sie werden feſtſtellen, daß die Zahl der öſterreichiſchen Arbeitsloſen ſehr zurück⸗ gegangen iſt. Sie werden dann ſehen, wieviel beſſer es dann dem öſterreichiſchen Volke geht, und wie es glücklicher ſein wird.“ zum Anſchluß? „Italien iſt mit Deutſchland, weil Deutſchland mit uns war“ Drahtbericht unſ. röm. Vertreters — Rom, 14. März. Den Auſchluß Oeſterreichs an Deutſchland melden heute die am Montag erſt um 12 Uhr erſcheinenden römiſchen Mittagblätter mit rie⸗ ligen Ueberſchriften und in ſeiten⸗ langen Berichten. An den Zeitungs⸗ kiosken reißt das Straßenpublikum den Verkäu⸗ ſern die Blätter förmlich aus den Händen. Der Eindruck, den dieſes hiſtoriſche Ereignis in Italien macht, iſt ungeheuer und die Autoeil⸗ nahme an den für das Schickſal des befreundeten deutſchen Volkes entſcheidenden Vorgängen ſehr herzlich. Vor allem hat das Telegramm des Führers an Muſſolini auch dem einfachſten Italiener klar ge⸗ macht, daß die deutſch⸗italieniſche Freundſchaft auf einer feſteren Grundlage denn je ruht.„Das Tele⸗ gramm des Führers an den Duce, ſo ſagt ber „Meſſagero“ wörtlich, das in feiner lakoniſchen Kürze ſo beredt iſt, ſpricht abgeſehen von Dankbar⸗ keit eine tiefe Bewegung aus und findet in der vibrierenden Rede Görings einen Kommentar von unerhörter Eindringlichkeit“. Der„Piccolo“ ſagt, dieſes Telegramm ſei mehr wert als ein ganzer Stoß diplomatiſcher Verträge. Daß die Abſtimmung vom 10. April eine volle Beſtätigung des Anſchluſſes ſein wird, ſteht allen italieniſchen Beobachtern außer Zweifel. Der„Po⸗ polo di Roma“ ſagt, man brauche das Ergebnis der Abſtimmung gar nicht erſt abzuwarten und man könne ſchon heute vorausſagen, daß es ein voll⸗ ſtändiger Triumph Hitlers ſein werde. Gründlich ſind auch die Illuſionen all derer ent⸗ täuſcht worden, die geglaubt haben, Italien durch den Hinweis auf eine angebliche deutſche Ge⸗ fahr am Brenner in eine antideutſche Stellung⸗ nahme drängen zu können. Der„Popolo di Roma“ bringt die Frage auf die treffende Formel:„Deutſch⸗ land ſteht am Brenner. Das bedeutet nichts anderes, als daß die Achſe vom Mittelmeer zur Nordſee voll⸗ kommen funktioniert.“ Einen ſehr ausführlichen Kommentar widmet der „Tevere“ der Brennerfrage. Das Mittagsblatt ſtellt mit großer Schärfe feſt, daß lediglich Frankreich ſtets Italien das Schreckgeſpenſt einer deutichen Gefahr am Brenner an die Wand gemalt hat. Zu ſeinem Eigennutz habe Frankreich die italieniſche Miſſion in Mitteleuropa erfunden. Die Aufgabe Italiens läge im Mittelmeer und im Ausbau ſeines Impe⸗ riums und Italien könne ſich daher nicht, wie der Duce wiederholt geſagt habe, am Brenner„feſtnageln laſſen“. Der„Popolo di Roma“ bringt die neugefeſtigte deutſch⸗italieniſche Freundſchaft auf folgende Formel: „Jalien iſt mit Deutſchland, weil Deutſchland mit uns war, als in Genf 52 Staaten verſucht haben, uns zu erdroſſeln. Italien iſt mit Deutſchland, weil die beiden Völker in tiefer und feſter Freundſchaft miteinander verbunden ſind.“ Die Vollendung des hiſtoriſchen Werkes: Wien in Erwartung des Führer 8 1 Alle Betriebe geſchloſſen— Der Führer bereits unterwegs— Papen und Ribbentrop nach Wien abgereiſt dub. Wien, 14. März. Anläßlich des bevorſtehenden Eintreffens des Füh⸗ rers wurde für ſämtliche Wiener Betriebe ab Mon⸗ tag 12 Uhr Stillegung angeordnet. Es wurde gleich⸗ zeitig der Erwartung Ausdruck gegeben, daß die Ge⸗ ſolgſchaftsmitglieder keine finanzielle Einbuße durch dieſe Maßnahme erleiden. Bis einſchließlich Mittwoch haben alle Mittel-, Haupt⸗ und Volksſchulen ſchulfrei. Am Mittwoch werden in ganz Oeſterreich Schulfeiern ſtattfinden, in denen die einzigartige geſchichtliche Bedeutung des Zuſammenſchluſſes zum Großdeutſchen Reich gewür⸗ digt werden wird. Die hiſtoriſche Stunde in Wien dnb. Wien, 14. März. Nach den Tagen der ungeheuren Spannung brach am Sonntagabend Wiens große Stunde an. Um Englische Schlußfolgerungen Weitere VBerſtärkung der Rüſtungspolitik, im übrigen Anerkennung der Tatſachen Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters — London, 14. März. In ber heutigen Morgenpreſſe ſpiegelt ſich ſbark die Tendenz wieder, das durch die Ereigniſſe in Oeſterreich ausgelöſte Intereſſe der engliſchen Oeffentlichkeit für eine Stärkung der eng⸗ liſchen Militärpolitik und die Herſtellung einer Art Einheitsfront in England für die Regie⸗ rungspolitik einzuſpannen. Zum erſtenmal findet ſich in der offiztöſen„Times“ ſogar ein Hinweis auf die Möglichkeit eines irgendwie gearteten Pflicht⸗ dienſtes. Die„Times“ ſchreibt, England könne aus den Ereigniſſen auch eine Lehre ziehen; wenn Zweifel über die Notwendigkeiten des„koloſſalen und höchſt beklagenswerten Umfanges des engliſchen Rüſtungsprogramms“ beſtanden hätten, würde das Programm heute ohne Zögern allgemeine Zuſtim⸗ mung finden. Außerdem, ſo fährt das Blatt fort, wird die Bewegung für eine ſchnellere, wirkſamere und vielleicht ſogar pflichtgemäße Organiſation des engliſchen Volkes für den Zivildienſt verſtärkt, in einer Art, die den Gefahren unſerer Zeit entſpricht. Zu der Europa⸗Politik, fährt die„Times“ fort, Haß die britiſche Regierung natürlich von den großen abweichen werde, wie ſie vor allem am letzten Montag vom Miniſter⸗ ppäſidenten und bei früheren Gelegenheiten von Lord Halifax und von Miniſter Eden feſtgelegt wor⸗ den ſeien. Die britiſche Regierung werde zuerſt und vor allem die eigenen engliſchen Rüſtungen im Auge haben, die das wichtigſte ſeien. Sie werde Frieden und Freundſchaft mit jeder Nation durch jedes trag⸗ bare Mittel ſuchen. Sie werde fortfahren, Ver⸗ handlungen zu pflegen, wo ſte es mit Hoffnung auf irgend einen vernünftigen Erfolg tun könne. Das Rahmengebäude der Genfer Liga werde ſie aufrecht erhalten und verſuchen, es ſpäter mit neuem Leben zu erfüllen. Was die unmittelbare Frage Oeſterreichs au⸗ lauge, ſo werde ſie nicht von ihrer früheren An⸗ ſicht abweichen, die von jedem vernünftigen Eng⸗ länder geteilt werde, daß Oeſterreich früher oder ſpäter naturgemäß ſich in enger Verbindung mit dem Deutſchen Reich hätte finden müſſen. „Daily Telegraph“ ſchreibt, nachdem er feiner Enttäuſchung über die italieniſche Haltung Aus⸗ oͤruck gegeben hat, ſo willkommen die Nachricht ſei, daß Blum in Frankreich eine neue Regierung ge⸗ bildet habe, die Vertrauen im eigenen Lande fin⸗ den werde, ſo wenig könne darüber eine Täuſchung beſtehen, daß die Ereigniſſe in Oeſterreich eine an⸗ dere Richtung genommen hätten, wenn Blum bereits am Freitag in feinem Amte geweſen wäre. Weder Frankreich noch die engliſche Regierung noch vor allem die italie⸗ niſche Regierung ſeien darauf vorbereitet geweſen, Blut für eine Sache zu vergießen, die Herr Schuſch⸗ nigg ſelbſt nicht mit der Waffe zu verteidigen bereit geweſen ſei. Ueber Euglauds Haltung gegenüber ber Tſchechoſlowakei 5 heißt es in der„Daily Mail“, eine Einmiſchung in dieſem Teil Europas werde vom britiſchen Volk ab⸗ gelehnt. Englands Intereſſen ſeien unter gar kei⸗ nen Umſtänden in dieſem Teil Europas berührt, und auf keinen Fall werde die engliſche Oeffentlich⸗ keit zuſtimmen, in die Angelegenheiten eines Staa⸗ tes verwickelt zu werden, der nicht einmal eine Na⸗ tion im eigentlichen Sinne des Wortes ſei. r 9 Uhr abends verkündeten die Lautſprecher den vie⸗ len Hunderttauſenden in den Straßen die ſtolze Kunde von der amtlich vollzogenen Wiedervereini⸗ gung Deutſch⸗Oeſterreichs mit dem Reich. Ein einziger jubelnder Aufſchrei der Erlöſung brauſte über die Straßen, vom Stephansplatz über die Kärntner Straße bis zum Ring, vom Helden⸗ platz vor der Burg, wo Tauſende den nächtlichen Aufmarſch der Hitler⸗Jugend erwarteten. Nicht geringer iſt der Jubel bei den immer noch einrückenden Truppenteilen, denen die freudige Nach⸗ richt immer wieder von den begeiſterten Menſchen zugerufen wird, daß ſie nun Soldaten des Groß⸗ deutſchen Reiches ſind. Aus dem Haus der ehema⸗ ligen Vaterländiſchen Front, ſeit heute der Sitz der Dandesleitung der NSDAP, verkündete Stabschef Globotſchnigg den Rücktritt des letzten öſterreichiſchen Bundespräſidenten Miklas und die vollzogene Wie⸗ dervereinigung mit dem Reich. Bei den Worten der Verordnung„Oeſterreich iſt ein Land des Deutſchen Reiches“ bricht die Menge in minutenlange, nicht⸗ endenwollende Heilrufe aus, die ſich mit gleicher Ge⸗ walt wiederholen, als die Volksabſtimmung ange⸗ kündigt wird. Der Führer von Linz abgereiſt dnb. Lin z, 14. März. Um 10.40 Uhr hat der Führer und Reichskanzler Linz in Richtung St. Pölten verlaſſen. Die gleiche, aus tiefem Herzen kommende Be⸗ geiſterung, die die letzten großen Tage, beſonders die Stunden ſeit Samstag abend, kennzeichnete, N den Führer auch beim Verlaſſen der Stadt nz. Schon ſeit den früheſten Morgenſtunden ſtand die Linzer Bevölkerung wieder au den Hauptſtraßen, durch die die Fahrt des Führers gehen ſollte. Vor dem Hotel warteten wiederum Tauſende und ſchauten hinauf zu den FFenſtern, hinter denen der Führer weilte. Unabläſſig ſchallten Sprechchöre hinauf. Auf der Fahrt nach Wien + Berlin, 14. März. Botſchafter von Papen hat ſich heute nach Wien begeben. 5 8 * 5 + Berlin, 14. März. Stabschef Lutze ſtartete am Montagmorgen mik dem Flugzeug„Horſt Weſſel“ nach Wien. 5 i IJ Berlin, 14. März. Der Reichsaußenminiſter der Auswärtigen von Ribbentrop hat ſich heute mittag mit einigen Beam⸗ 92 3 Auswärtigen Amtes im Flugzeug nach Wien egeben.„ e — Die politiſche Neugeſtaltung Oeſterreichs Umbeſetzungen und Neuernennungen auf allen ö Gebieten f + Wien, 13. März. Im Zuge der politiſchen Neugeſtaltung Oeſter⸗ reichs wurden noch folgende wichtige Veränderungen getroffen: Die volkspolitiſchen Referate haben zu beſtehen aufgehört. Die bisherigen volkspolitiſchen Referen⸗ ten unter Leitung von Dr. Walter Pembaur ſind beauftragt, die Wiedergutmachung non Schäden, die die Nationalſozialiſten erlitten haben, zu organiſieren. Das Exekutivkomitee der Ravag wird abberufen. Mit der kommiſſariſchen Lei⸗ tung wird Dr. Franz Peſendorfer betraut, mit der künſtleriſchen Leitung und Programmgeſtaltung Dr. Ernſt Gautebrück. Der öſterreichiſche Rundfunk wurde der Hauptabteilung 7 Propaganda der Lan⸗ desleitung Oeſterreich der NSDAP angegliedert. Der Führer der öſterreichiſchen Nationalſozia⸗ liſten, Landesleiter Major Klausner, hat den Pg. Joſ. Ph. Nemetz zum Führer der DA in Oeſter⸗ reich ernannt. Er iſt beauftragt, die kommiſſariſche Leitung des Gewerkſchaftsbundes zu übernehmen und die bisherige ſoziale Arbeitsgemeinſchaft(SAG) zu liquidieren. Die Landesleitung Oeſterreich der NSDAP pat ihren Sitz in die Räume des früheren Hauſes der Vaterländiſchen Front verlegt. Im Amt des Lan⸗ desleiters führen Pa Glopotſchnigg das Stabsamt, Pg. Dr. Rainer das Politiſche Amt. Die Obergruppe der Su in Oeſterreich wird nach Mitteilung der Landesleitung Oeſterreich der NeSDaAp ſofort von Oberleutnant a. D. Dr. Lukeſch geführt. Die Partei greiſt durch (Funkmeldung der NM.) + Wien, 14. März. Der Landesführer der NSDAP in Oeſterreich, Mafor Klausner, richtete am Sonntag vom„Amt des Führers“ aus an die Volksgenoſſen eine An⸗ ſprache. Er betonte dabei, er habe verfügt, daß die Deutſche Arbeitsfront nunmehr auch in Oeſterreich zu errichten ſei. Weiter teilte er mit, daß der Bundeskanzler den Pg. Dr. Neubacher zum Bürgermeiſter von Wien ernannt habe. Weiter gab der Landesführer bekannt, daß die HJ die Herbergen der Pfadfinder und der ehem. Na⸗ turfreunde übernommen habe. An die Spitze der öſterreichiſchen Turn⸗ und Sportfront ſei im Einver⸗ nehmen mit dem Bundeskanzler Pg. Rainer be⸗ rufen worden. Alle jüdiſchen Vereine und Mitgliedes ſcheiden aus. Die geſamte Jugend der der Turn⸗ und Sportfront angeſchloſſenen Vereine und Ver⸗ bände tritt der HJ bei. Mit der SA und Ss wird eine Arbeitsgemeinſchaft geſchaffen. Geſandöte zur Dispoſition gefellt dub Wien, 14. März. Buudesminiſter für die Auswärtigen Angelegen⸗ heiten Dr. Wolff hat die öſterreichiſchen Geſaudten Georg Franckenſtein in London, Alois Vollgruber in Paris und Dr. Ferdinand Marek in Prag mit dem 13. März zur Dispoſttion geſtellt. Oeſlerreichiſche Soldaten beſuchen Deutſchland i dnb. München, 13. März. Zur Bekräftigung der deutſchen Einheit werden in den kommenden Tagen Truppenteile öſterreichi⸗ ſcher Grenzgarniſonen reichsdeutſche Nachbarſtädte beſuchen. Am Montag kommen nun eine Ehrenkompanie von Innsbruck nach Garmiſch, von Kufſtein nach Roſenheim ſowie von Salzburg nach Berchtesgaden. Die letztere Kompanie kommt auch nach München, wo ſtie am Montagabend zugunſten des Winterhilfswer⸗ kes des deutſchen Volkes ein Konzert gibt. Eine Kom⸗ panie iſt bereits am Sonntag in Lindau eingetroffen. Provokateure feſtgenommen 5 anb. Linz, 18. März: Eine Anzahl von jungen Mitgliedern der ehemali⸗ gen Vaterländiſchen Front hatte Gerüchte über Südtirol verbreitet. Eine Gruppe dieſer Provo⸗ kateure wurde ſofort feſtgenommen und in Haft ge⸗ ſetzt. Sie geſtanden, daß der Zweck ihrer Ausſtreu⸗ ungen war, zwiſchen Deutſchland und Italien . zu ſchaffen. Sie werden exemplariſch eſtra 5 7 1 Parlamentswahlen in Bulgarien. Am Sonntag fanden bie Wahlen für das Parlament in den Di⸗ ſtrikten Plewna und Burgas ſtatt. 41 Abgeordnete ſind gewählt worden, von denen 28 offen erklärten, daß ſie die Politik der Regierung unterſtützen wür⸗ den. Die Wahlen ſind ruhig verlaufen. i Seapelchelfe leger 8 5 8. für Politik: Dr. Alois Win bauer. evertreter des uptſchriftleit, d wort Thea Wiſſenſchaft und fed Sari une G 1— 5 delsteil: l. B. W MAI lee.— Lokaler Tefl: Dr. Fris Hammes. — Sport: Willßp Müller. Südweſtdeutſche Umſchau, Gericht und Bilderdienſt: Curt Wilbeim Fennel, ſämtliche in Miannbeim. Schriftleltung in Berlin: Dr. G. F. Schaffer, Berlin⸗Frledenau, 5 Süͤdweſtkorſe 60.. 5— underlangte Beiträge keine Gewähr.— Rückſendung bei ee 1 25 „Drucker und B. N beimer Zeitung Be, enn Bere d 8, Wen, Verantwortlich für Anzeigen und geschäftliche Mittellun 1 gated Feu be, Afannbehn 1 5 115 25 Zeit Preisliſte Nr. 8 gültig. 1 Anzeigen usgabe& Abend und 4 Mittag erſcheinen„ 8 in der Ausgabe 8 15 8 Ausgabe 4 Mittag äber 10 500 Ausgabe à Abend über 9 500 Ausgabe B über 11 000 Gelamt.A. Monat Februar über 21 500. * * 0 0 4 Montag, 14. März 1938 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe 3. Seite/ Nummer 121 Die Linke wieder unter ſich: Blums neues Volksfrontkabinelt Wieder auf die Anterſtützung der Kommuniſten angewieſen— Paul- Vontour, der intereſſanteſte Mann des Kabinetts Drahtbe richt unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 14. März. Miniſterpräſident Leon Blum hielt geſtern abend noch eine kurze Rundfunkanſprache, um gewiſſermaßen ſein Kabinett der Oeffentlichkeit vorzuſtellen. Er erwähnte dabei ſelbſt, daß die Oeffentlichkeit wohl ein anderes Miniſterium erwartet hätte. Er ſelbſt wiſſe das am beſten, da er ſich ja bemüht habe, ine Regierung der nationalen Einigung zuſtande zu bringen. Er ſei ſogar bereit, dieſen Verſuch wieder aufzunehmen, ſobald der Druck der öffentlichen Mei⸗ nung die für ihn unverſtändlichen Widerſtände ge⸗ brochen habe. Dabei mag der Miniſterpräſtident ſelbſt auf die vermutlich kurze Lebensdauer ſeines Kabinetts angeſpielt haben. Gleichwohl, ſo meinte Blum aber weiter, ſei die neue Regierung ſtark, da ſte ſich auf die Mehrheit, die bei den letzten Wahlen ſich ergeben habe, ſtütze. Es würde der Regierung gelingen, den Euthuſiasmus der Volksmaſſen zu erhalten und nen zu beleben, alſo den koſtbarſten Beſtandteil der nationalen Stärke. Der Augenblick der Ge⸗ ſchichte, in dem man ſtände, ſei gefährlich. Die Regierung ſehe der Lage, vor die Fraukreich ge⸗ ſtellt ſei, ins Auge und folglich auch den Das Theater iſt beendet: Pflichten, die ſie erwarten, Pflichten, die zu er⸗ füllen ſie ohne Zeitverluſt in Klugheit und Weis⸗ heit, aber auch mit ruhiger Entſchloſſenheit be⸗ tout habe. Anſchließend verſammelten ſich um den Mintiſter⸗ präſidenten der Kriegsminiſter Daladier, der Außen⸗ miniſter Paul⸗Boncour ſowie der bisherige Miniſter⸗ präſtdent und der bisherige Außenminiſter Delbos. Es handelte ſich bei dieſer Beſprechung um die Ueber⸗ gabe der Amtsgeſchäfte, die völlig formlos vollzogen wurde, und darum, ſich ein Bild über die internatio⸗ nale Lage zu machen. Anſchließend beriet Leon Blum mit dem bisherigen Finanzminiſter Marchandeau noch die Finanzlage Frankreichs, da er ja bekanntlich ſelbſt das Finanzminiſterium von jetzt an übernimmt. Ir⸗ gendwelche Beſchlüſſe wurden bisher nicht bekannt. Nur ein Propiſorium? Blum ſelbſt mochte es zu einem Kabinett nationaler Konzentration erweitern Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 14. März. Léon Blum hat geſtern die neue franzöſiſche Re⸗ gierung gebildet. Wie er ſagte, ſoll es ein Miniſte⸗ rium der Propaganda ſein. 26on Blum ſelbſt hat die Miniſterppäſtdentſchaft und das Finanzmini⸗ ſterium übernommen, Stellvertretender Mintiſterprä⸗ ſident und Miniſter für nationale Verteidigung wurde und blieb Daladier Außen miniſter Paul⸗Boncour, Innenminiſter der Sozial⸗ demokrat Marx⸗Dormoy, der im erſten Volksfront⸗ Die letzte Stunde im Moskauer Gerichtsjaal Die Verkündung der Todesbotſchaft an die Angeklagten anb. Moskau, 14. März. Sämtliche Moskauer Blätter veröffentlichen am Sonntag das in der Nacht gefällte Urteil, deſſen Voll⸗ ſtreckung ſpäteſtens am Dienstag erfolgen wird. Die Verurteilten haben zwar das Recht, beim Präſiden⸗ ten des Oberſten Rates der Sowjetunion ein Gna⸗ dengeſuch einzureichen, man nimmt aber allgemein an, daß die Gnadengeſuche zum mindeſten in der weit überwiegenden Mehrzahl abgelehnt werden In den üblichen Leitartikeln, Kommentaren und Reſolutionen kehren zum tauſendſten Male die Lo⸗ ſungen wieder:„Erſchießt die blutigen Verräter, die tollen Hunde, zermalmt die gemeinen Schlangen, ver⸗ tilgt die abſcheulichen Spione von der Sowjeterde!“ uſw. uſw. Die Blätter machen dabei kein Hehl mehr daraus, daß es den Sowjets in erſter Linie um die abſchreckende Wirkung des Urteils zu tun war. Der Leitartikel der„Prawda“ ſchließt z. B. mit den unmißverſtändlichen Worten: Jeden Verräter werdetman in Zukunft„genau ſo unerbitt⸗ lich ausrotten wie die tollen Hunde des rechtstrotz⸗ kiſtiſchen Blockes“ In einer der unzähligen„Reſolu⸗ tionen“ heißt es ferner, der Urteilsſpruch des Tri⸗ bunals ſolle„eine drohende Warnung ſein für alle Volksfeinde,„wo ſie ſich auch verſtecken, unter welcher Flagge ſie ſich auch verbergen.“ Das umfangreiche Dokument des Urteilsſpruches wiederholt im weſentlichen die Punkte der Anklage. Selbſtverſtändlich ſind darin auch die ungeheuerlichen „Beſchuldigungen“ auswärtiger Mächte im einzelnen als„erwieſene“ Tatſachen niedergelegt. Die Hauptpunkte der Gerichtsverhandlung, ſo z. B. die juriſtiſch ausſchlaggebende Haltung Bucharins, der einen weſentlichen Teil der Anklage beſtritt, werden einfach mit Stillſchweigen übergangen. Dagegen find die„Verbrechen“ der Angeklagten, deren Nach⸗ weis ſich ausſchließlich auf deren„Geſtändniſſe“ ſtützt, noch einmal im einzelnen aufgeführt. Das Urteil war mitten in der Nacht verkündet worden. Gegen 4 Uhr morgens, Moskauer Zeit, wurden die 21 Angeklagten zum letzten Male, von dem unbarmherzigen Licht der Scheinwerfer grell be⸗ leuchtet, in den Saal geführt. Im Hintergrund hatte ſich eine halbe Kompanie GPu aufgeſtellt. Im Saal herrſchte Totenſtille. Nur das leiſe Surren der Filmapparate war zu hören. Befriedigt ſitzt der Staatsanwalt Wſchinſki hinter ſeinem Tiſch. Das Bluttribunal erſcheint, und der Gerichts vorſitzende Ullrich beginnt ſofort mit der Verleſung des„Ur⸗ teils“. Sogar auf den ſo abgeſtumpften Zuhörern liegt diesmal der ſchwere Alpdruck dieſes entſetzlichen Schauſpiels. Nach der Verleſung des„Urteils“ werden die „Angeklagten“ einzeln abgeführt. Zuerſt die drei zu 15 bis 25 Jahren Haft verurteilten Beſſonow, Rakowſki und Pljetnow, f res“ Schickſal ſichtlich ruhiger erſcheinen. Während Beſſonow und Rakowſki ihr Leben wohl ihrer „muſterhaften“ Haltung bei der Juſtizkomödie ver⸗ danken, vermutet man, daß den Arzt Pljtnow„ſeine einzigartigen ärztlichen Fähigkeiten“, die ſich viel⸗ leicht doch noch einmal ſelbſt für die gegenwärtigen Machthaber günſtig erweiſen könnten, vom Todes⸗ urteil gerettet haben. Darauf werden die 18 To⸗ deskandidaten nacheinander, immer in Begleitung zweier GpPu⸗Soldaten, aus dem Saal geführt. Vollends niedergebrochen, wanken ſie totenblaß hin⸗ aus, Jagoda vornübergebeugt, den Kopf zwiſchen den Schultern, Rykow mit zuckendem Geſicht und weit aufgeriſſenen Augen, Bucharin als einer der letzten, blaß und mit trauriggeſenktem Blick. Das Theater im Moskauer Gerichtsſaal iſt be⸗ endet. die durch ihr„günſtige⸗ kabinett auch das Innenminiſterium innehatte. Im Luftfahrtminiſterium blieb, wie in der letzten Re⸗ gierung, Guy la Chambre. Das ſind ſo die wichtigſten Miniſterſeſſel. Es gibt im ganzen 34 Mintiſter, wenn man die Unterſtaatsſekretär mit⸗ rechnet, davon ſind 15 auf die Sozialdemokraten und 15 auf die Radikalſozialen entfallen, während vier verſchtedenen Parteien angehören. Die Regierungsbildung ſelbſt war überaus ſchwer. Was herausgekommen iſt, iſt keineswegs eine Löſung des Problems, ſondern nur ein Heft⸗ pflaſter auf die Wunde des Parlamentarismus. Die Regierung Chautemps wurde über die Finanzfrage geſtürzt. Während der Neubildung ereigneten ſich die Vorgänge in Wien, wodurch die Regie⸗ rungsbildung von der innenpolitiſchen auf die außen⸗ politiſche Ebene geſchoben wurde. Darauf prägte Léon Blum die Formel von der Notwendigkeit einer Regierung der nationalen Einigung um die Volks⸗ front herum. Seine Partei gab ihm dazu unbe⸗ grenzte Vollmacht. Die roten Gewerkſchaften ſpiel⸗ ten ſich auch plötzlich ganz„national“ auf. Das „Aber“ zeigte ſich jedoch bald, denn die Linke ver⸗ ſtand ihre nationale Regierung nur unter Hexrein⸗ nahme der Kommuniſten. Das franzöſiſche Bürger⸗ tum regte ſich aber dagegen, man wollte keine Mos⸗ kowiter in der eigenen franzöſiſchen Regierung haben. Leon Blum erſchten perſönlich vor den Rechts⸗ gruppen des Parlaments, um alle Töne der Ver⸗ führung anzuſchlagen. Da erhob ſich jedoch Flan⸗ din und vernichtete mit eingehenden Begründungen dieſes Spiel. Bezeichnend iſt nur, daß der Partei⸗ freund Flandins, Paul Reyn aud, ſich für die Formel Blums warm einſetzte. Immerhin erlitt Blum eine Niederlage. Deshalb mußte er ſich wie⸗ der auf ſeine Volksfrontmehrheit zurückziehen, da die Radikalſozialen in einem großen Kabinett bereit geweſen wären, die Kommuniſten zu ſchlucken, aber natürlich wiederum nicht bereit, in einem Volks⸗ frontkabinett die Kommuntſten zu dulden, weil es dann das notwendige Gleichgewicht der Rechten nicht mehr hatte. Deshalb gibt es in dem nenen Volksfront⸗ kabinett wiederum keine Kommuniſten, die aber dem Kabinett ihre Unterſtützung im Parla⸗ ment zugeſagt haben. Somit iſt die neue Regierung mittelbar wiederum abhängig von den Sendͤboten Moskaus. Der Senator Paul⸗Boncour, der das Außenminiſterium, das er früher ſchon verſchiedent⸗ lich innehatte, bezogen hat, bedeutet ein Programm für ſich. Paul⸗Boncour war in den letzten Jahren der franzöſiſche Vertreter bei der Genfer Liga und der glühendſte Verteidiger dieſer Einrichtung. Wenn er ſeinem Rufe treu bleibt, wird man erleben, wie die franzöſtſche Außenpolitik erneut dem Genfer Geſpenſt nachlaufen wird. Es ſteht weiter feſt, daß die Regierung ſich wohl nicht vor Dienstag dem Parlament ſtellen wird. Im ſtbrigen wird die neue Regierung von der Preſſe mit Zurückhaltung empfangen. Am ſchärfſten urteilt der„Figaro“, der ſchreibt, man müſſe ſagen, daß die Regierung nicht ernſt zu nehmen ſei, denn es ſei nicht ernſthaft, eine Regierung von 36 Mitgliedern zu bilden, wenn die allgemeine Lage eine feſt entſchloſſene Regierung, die in wenigen Hän⸗ den ruhe, bedinge. Der„Jour“ glaubt nicht an die Beſtändigkeit des neuen Kabinetts. Vielleicht genüge, meint das Blatt, ſchon ein erſtes Zuſammentreffen mit dem Senat in einer außen⸗ oder finanzpolitiſchen Frage, um es zu ſtürzen Die Linke lobt ſelbſtverſtändlich die neue Formel. Beſonders befriedigt iſt ſie mit der Rolle Paul⸗ Boncours als Außenminiſter. Bezeichnend iſt auch, daß die kommuniſtiſche„Humanité“ ganz beſonders den neuen Außenminiſter willkommen heißt und ihn ermahnt, nun ja alles Mögliche nachzuholen, was Delbos verſäumt habe. Dabei glaubt das Blatt, darauf hinweiſen zu müſſen, daß die Unabhängigkeit der Tſchechoflowakei ſich auf ſpaniſchem Boden ent⸗ ſcheide und in deutlicher Anſpielung wird von dem neuen Außenminiſter verlangt, daß er die Nicht⸗ einmiſchungs politik in Spauien ſo ſchnell wie möglich aufgebe. Ein wichtiger Erfolg Das Grubengebiet von Utrillas in den Häuden der Nationalen dnb Saragoſſa, 14. März:. Die nationalen Truppen ſäuberten am Sonntag auf dem nördlichen Abſchnitt der Aragon⸗Front die bei den letzten Vormärſchen von der bolſchewiſtiſchen Terrorherrſchaft befreiten Gebiete, wobei die Trup⸗ pen des Generals Yague zahlreiche Gefangene, dar⸗ unter den bolſchewiſtiſchen„General“ Eneiſo, mach⸗ ten. Unter dem geſammelten umfangreichen Kriegs⸗ material befinden ſich eine 10,5⸗Ztm.⸗Batterie und eine Luftabwehrbatterie, ferner wichtige Beweiſe für die internationale Hilfe für Sowjetſpanien. Im mittleren Abſchnitt marſchierten nationale Legionäre von Arino und Albalate in zwet Kolon⸗ nen auf die Ortſchaften Andorra und Alloza, die am Nachmittag genommen wurden. Im ſüdlichen Ab⸗ ſchnitt ſchloſſen die nationalen Truppen die Stadt Montalban im Grubengebiet Utrillas ein, das nunmehr als völlig geſäubert angeſehen wer⸗ den kann. Der Kriegsberichterſtatter des nationalen Haupt⸗ quartiers meldet, daß General Franco am Sonn⸗ tagnachmittag in Belchite zu den Truppen ſprach. Er erinnerte an die Tapferkeit der Verteidiger von Belchite und dankte den Truppen für ihren u; ermüdlichen Kampfesmut und vaterländiſchen Opfe; ſinn. — Das Große Los gezogen dub. Berli u, 14. März. Am Montag früh wurde in der laufenden Klaſſe der Preußiſch⸗Süddeutſchen Staatslotterie das Große Los in Höhe von je einer Million Reichsmark ge⸗ zogen. Es fiel auf die Losnummer 233 528. Die Glücksnummer wird in der erſten Abteilung in Viertelloſen in einer rheiniſchen Lotterie⸗Ein⸗ nahme und in der zweiten Abteilung in Achtelteilen in einer Lotterie⸗Einnahme in der Provinz Sachſen gespielt. 13 Tote bei einem Kraftwagenunfall dnb. London, 14. März. In der Nähe von Kapſtadt ſind zwei Laſtkraft⸗ wagen zuſammengeſtoßen. Zwei Europäer und elf Farbige wurden dabei getötet und 30 Farbige ſchwer verletzt. Die Verletzten ſind zum größten Teil Kinder, die von einem Gyottes⸗ dienſt heimfuhren. // ⁵ ò D ð˙.:: 28 „Die Zauberflöte“/ er ele Das klingende Myſterium der„Zauberflöte“, die⸗ ſes Wunderwerkes, deſſen weitgeſpannte,„von der höchſten Empfindung bis zum leichteſten Scherz“ hin⸗ guf⸗ und hinunterreichenden Gefühlsausmaße ſelbſt einen Goethe mit tieſſter Erfurcht vor dem Genie Mozarts erfüllten, übte wieder ſeinen unwiderſteh⸗ lichen Zauber. Die Neuſtudierung des National⸗ theaters, deren Regie teils von Rudolf Hamma⸗ cher, teils von Friedrich Brandenburg in Ver⸗ tretung des erkrankten Spielleiters beſorgt wurde, hält ſich, in ſzeniſcher und dekorativer Hinſicht, im weſentlichen an die noch von Eduard Löffler geſchaf⸗ ſenen ſehr eindrucksvollen, in freier Phantaſie geſtal⸗ teten Bühnenbilder, die ſich bemühen, eine möglichſt enge Beziehung zum Ideengehalt des Dramas her⸗ zustellen und ſomit dem Geiſt und der Geſinnung Mozarts eine glückliche Folie geben. Der Szenen⸗ wechſel vollzieht ſich ohne Vorhang bet völlig ver⸗ dunkelter Bühne, eine techniſche Löſung, die, wenn ſie auch vielleicht nicht in jedem Falle ideal iſt, künſtleriſch geſehen dennoch gegenüber der früher üblich geweſenen häufigen Schließung der Szene entſchieden von Vorteil iſt. Die muſikaliſche Aufführung. von Dr.. er mit rechter Mozartliebe dirigiert, trug das Gepräge ſchöner Einheitlichkeit. Sie war rein in der Stim⸗ mung und bemerkenswert gleichmäßig temperiert. Schon der Eindruck der Ouvertüre, die bei ſorgſamer Beachtung der periodiſchen und dynamiſchen Werte klar un durchſichtig geſvielt wurde, war überzeugend. Dazu kam das offenſichtliche Beſtreben des Dirigen⸗ ten, dem Zuhörer über die Bedeutung der Geſangs⸗ begleitung bei Mozart jeden Zweifel zu nehmen. Es lag eine andächtige Verhaltenheit in allem und das ſorgſame, alles Robuſte meidende Abwägen der Stimmkraft der Sänger durch den Orcheſterleiter kam dem Geſamteindruck ſehr zugute. So edel und wohllautend meint man den Saraſtro aus Heinrich Hözlins Mund noch nie vernommen zu haben wie am Samstagabend, wo das Ethos der mit großer Verinnerlichung vorgetragenen Arie„In dieſen heil gen Hallen“ dem Sänger einen fün maligen Hervor⸗ ruf bei offenen Szene eintrug Aeußerſt ſymvathiſch, voll e e und unter Auſbietung 5 eines ſehr wirkſamen, doch ſtets in den Grenzen des guten Geſchmacks ſich haltenden Humors ſangen und ſpielten bei ausgezeichneter ſtimmlicher Dispofition Theo Lienhard und Guſſa Heiken den Papa⸗ geno und die Papagena. Das liebende ernſte Paar Tamino und Pamina hatte in Franz Koblitz und Käte Dietrich zwei ſtimmlich vielleicht ein wenig zu zaghafte Vertreter gefunden. Franz Koblitz ſang gwar mit Geſchmack und Feinſinn, doch klang ſeine Stimme anſcheinend infolge einer Indispoſttion in der Höhe nicht immer ganz frei, auch liefen gelegent⸗ lich leichte Intonationsſchwankungen mit unter, denen der Sänger ſein beſonderes Augenmerk ſchenken ſollte. Käte Dietrich zeigte ſich erneut als durch und durch muſtkaliſche Sängerin, die genau weiß, was ſie ihrem gepflegten, wenn auch nicht ſehr kraftvollen Organ zumuten kan. Und ſang ſie auch ſtellenweiſe mit übergroßer Zurückhaltung, ſo ſang ſie immerhin mozartiſch und entzückte die Hörer wieder durch ihr feingebildetes piano. Gertrud Gelly ſetzte als ſternflammende Königin die Kunſt des Ziergeſanges mit viel Geſchmack ein, obgleich ihr in den beiden ſchwierigen Arien die Tücke des Zufalls einiges zu ſchaffen machte. Ein beſonders ſtimmkräftiges Paar, die beiden Geharniſchten, ſtellten Erich Hall⸗ ſtroem und Hans Scherer dar, Partien, die ſehr zu Unrecht oft mit kleinen Stimmen beſetzt werden umd diesmal ganz beſonders gut zur Geltung kamen. Ein wohlklingendes Damentriv bildeten Eliſe Meyer⸗Fiſcher(als Gaſt), Nora Landerich und Irene Ziegler. Auch die friſchen Stimmen der drei Knaben(Milly Gremmler, Ellen Ut⸗ pott und Lina Vogel) ergaben einen ſauberen Zuſammenklang. Den erotiſch aufgeregten Mohren gab Friedrich Kempf mit drolliger Lebendigkeit. Seiner Arie hätte man ſtimmlich noch etwas ſchär⸗ fere Proſilierung gewünſcht, was freilich bet dem be⸗ wegten Tempo dieſes Stückes nicht eben ganz leicht zu bewerkſtelligen iſt. In kleineren Partien und Rollen: Schäfer, Schweska und Bartling. Und nicht zu vergeſſen iſt der in der„Zauberflöte“ außerſt wichtige Chor, der feinfühlig und mit ſchöner ſauberer Tongebung ſich ſeiner Aufgabe entledigte. Der Beifall war groß und echt. f 2 Carl Onno Eiſen bart. deere, ö Erheblich wertvoller erſcheint Marx'„Marien⸗ gubel um Erna Satk lied“. Zum Glauben an die„Süße des Himmels“ Kammerſängerin Erna Sack, Staatsoper Dres⸗ den, Chicago Opera, Chikago, Covent Garden, London: ſo ſtellt der Zettel vor. Auf dem Podium erſcheint eine bezaubernde Geſtalt, mit blondem Haar und blauen Augen, frei, ſtolz und ſieggewohnt einherſchreitend. Mühelos überwindet die Sängerin eine anfängliche Indispoſition, die für Augenblicke ein klein wenig zum Detonieren zu verführen ſcheint. Ein italieni⸗ ſches Liebeslied von Pergoleſe macht den Anfang. Be⸗ ſtrickend innig ſingt Erna Sack die Agathen⸗Arte aus Webers„Freiſchütz“. Dieſer Opernarie entlockt ſie hier im Konzertſaal geradezu kammermuſikaliſche Feinheiten. Mit einer lang ausgeſponnenen Kolora⸗ tur beginnt ſie jetzt die Arie der Titelträgerin in Delibes„Jakmé“. Spielend meiſtert Erna Sack die⸗ ſes virtuoſe Stück, woran nur. neren ſich heranwagen. N 8 5 weiß dieſe göttliche Stimme die ungläubigſten Seelen zu bekehren. Dann folgten zwei Proben d' Albert⸗ ſchen Liedſchaffens, darunter das— als Zugabe im⸗ mer dankbare und geſchätzte— Bravourſtücklein„Zur Droſſel ſprach der Fink“. Ein Erlebnis für ſich wurde die Wiedergabe dreier Wiegenlieder von Brahms, R. Strauß und Max Reger. Das Brahmsſche ſang Erna Sack ſo hin⸗ gebungsvoll, als ob eine edle Guarnert⸗Geige er⸗ klämge. Kaum minder berühmt iſt Regers„Mariä Wiegenlied“, das allein ausreichen würde, ſeinen Namen mit Ehrfurcht ausſprechen zu müſſen. Da⸗ 1 erklang Richard Straußens„Wiegenlied“ in Geſtaltung und dieſer Nachgeſtaltung gegen . den gegebenen Rahmen ſprengt und Siebes a gluten in muſikaliſche Farben umgießt. Eine beſondere Ueberraſchung wurde die Wieder⸗ gabe der Lucia⸗Arſe(Wahnſinns⸗Arie!“) aus Doni⸗ dettis e di„ e„ 5 ſich hier eine Flötenſtimme mit der Singſtimme. Dann umſpielt das Inſtrument ganz entzückend die vox humana. Eine Ueberfülle des Wohlklangs um⸗ rauſchte das Ohr des entzückten Hörers. Der aus⸗ gezeichnete Flötiſt(Max Fühler vom National⸗ theater) wurde mit der Sängerin herzlich gefeiert. Obwohl nur eine Probe möglich geweſen war, paßte ſich der Flötiſt rhythmiſch der Sängerin genaue⸗ ſtens an. Ein wahres Brillantfeuerwerk des Ziergeſangs praſſelte dann auf die Hörer nieder mit J. Benedicts „Carneval von Venebig“ und Johann Strauß lebensfrohem Konzertwalzer von der Blauen Donau. Rolf Schroeder von der Staatsoper Dresden be⸗ gleitete am Flügel äußerſt gewandt und geſchmack⸗ voll und hatte auch teil an dem Jubel und der Be⸗ geiſterung, die zu vier Zugaben zwangen. Nur mit„ dem Verſprechen baldiger Wiederkehr ließ man die deutſche Nachtigall davonfliegen. Es wird im Sep⸗ tember ſein, im Konzert der„Liederhalle“ Mann⸗ heim, mit Nationaltheater⸗Orcheſter. Dr. Fritz dan bels, 1 Nationaltheater 8 Mord tag„Verſprich mir nichts“, Charlotte Rißmann.— Den Tag der Wehrmacht begeht das Nationaltheater Mannheim mit der Erſt⸗ aufführung von Hanns Gobſchs Schauſpiel„Der andere Feldherr“, das die Tragödie eines Heerführers geſtaltet Das Werk wird Montag, den 21. März, nachmittags, für Angehörige der Wehr macht, abends öffentlich gespielt.— Lutz⸗Walter Mil⸗ lex ſingt am Donnerstag, dem 17. März, zum erſten Male den„Rhadames“ in„Aida“.— Am Sonn⸗ tag, dem 20. März, findet im Neuen Theater ein einmaliges Gaſtſpiel des Elſäſſiſchen Thea⸗ ters(Karlsruhe) mit Guſtav e 1 „'r Herr Maire“ ſtatt. Keine Teilnahme Furtwänglers au den Sa burger Feſtſpielen. Wilhelm Furtwängl die Einladung, einen Teil der Aufführung Salzburger Feſtſpiele zu dirigieren, Rückſicht auf ſeine bereits anderweitig beſetzte? abgelehnt. Er wird aber, ſo wie im vo Jahr, eine Aufführung der 9. e von Be 1 in e Ae Komödie von 4. Seite/ Nummer 121 Die Stadtseife Maunheim, 14. März. Ein kleiner Teufel perſönlich Ich bin von allen teufliſchen Geſellen Der kleinſte zwar, doch bin ich ſehr bekannt. Geſtatten Sie, mich Ihnen vorzuſtellen: Druckfehlerteufel werde ich genannt. Mein Amt? Ich darf es Ihnen kurz beſchreiben: Der Kampf mit denen von der Druckerkunſt Wie hölliſch freut's mich, wenn mein teufliſch Treiben Des Gutenbergmanns ernſtes Werk verhunzt! Die Zeitungsleute müſſen immer haſten: Groß iſt die Arbeit, knapp nur iſt dießriſt. Dies nutzend, leit! ich auf die falſchen Taſten Des Setzers Finger hin mit arger Liſt. Doch leider gibt's da dieſe Korrektoren— Ein wirklich mörderiſcher Menſchenſchlag! Vor ihrem ſcharfen Blick bin ich verloren: Sie töten mich vielhundertmal am Tag. Nicht immer freilich! Groß iſt ihre Eile, Auch haben ſie zwei Augen nur, nicht vier. Bleib' ich am Leben dann in mancher Zeile So liegt es nicht an ihnen! Nur an mir! Wenn's ſebbſt in dieſen Verſen mir gelänge, Ein einz'ges Fehlerchen nur, klein, doch mein, Zu retten vor des Herrn Korrekors Strenge, So würd' mich das ödruckfehlerteufliſch freun Was die Polizei notiert Zwei Verkehrsunfälle. Bei zwei Verkehrsunfäl⸗ len, die ſich geſtern hier ereigneten, wurden 4 Per⸗ ſonen leicht verletzt und 2 Straßenbahnwagen be⸗ ſchädigt. Verkehrsüberwachung. Wegen verſchiedener Ueber⸗ tretungen der Straßenverkehrsordnung wurden 34 Perſonen gebührenpflichtig verwarnt und an 11 Kraftfahrzeughalter wurden rote Vorfahrts⸗ ſcheine ausgehändigt, weil ihre Fahrzeuge techniſche Mängel aufwieſen. Der„Fliegende Frankfurter fährt über Mannheim Vopausſichtlich wird mit dem Beginn des Som⸗ merfahrplanes am 15. Mai der„Fliegende Hambur⸗ ger“ die ſchon lange gewünſchte Schnelltriebwagen⸗ verbindung zwiſchen Süddeutſchland und Hamburg aufnehmen. Nachdem man im vergangenen Herbſt den„Fliegenden Frankfurter“ ab und bis Karlsruhe verlängert hat, wird auch der„Fliegende Hambur⸗ ger“ in Karlsruhe beginnen und enden. Der„Flie⸗ gende Hamburger“ verläßt Karlsruhe um.25 Uhr, iſt um.06 Uhr in Frankfurt, fährt.12 Uhr weiter und trifft um 13.52 Uhr in Hamburg ein. Die Rück⸗ fahrt wird um 17.45 Uhr in Altona, um 18 Uhr in Hamburg angetreten, 23.45 Uhr erfolgt die Ankunft in Frankfurt und.20 Uhr in Karlsruhe. Der „Fliegende Frankfurter“ fährt über Mannheim, der„Fliegende Hamburger“ über Heidelberg nach Frankfurt, wo ſich heide Schnelltrieb⸗ wagen morgens und abends um ie gleiche Zeit treffen, ſo daß die badiſchen Reiſenden bequem nach Hamburg ooͤer nach Berlin in Frankfurt umſteigen können. * Ihre goldene Hochzeit feierten die Eheleute Franz Jakob Beger und Frau Eliſabeth geb. Lu⸗ ſtinger in Mannheim⸗Waldhof. Der Jubilar, der aus Buchen ſtammt und mehrere Jahrzehnte lang bei Brown, Boveri& Cie. als Schloſſer tätig war, iſt 75 Jahre alt, die Jubilarin, die in Ladenburg ge⸗ boren wurde und wegen ihres guten Humors bekannt iſt, ſteht im 74. Lebensjahre. Seit 50 Jahren wohnt das Jubelpaar auf dem Waldhof. Unſeren nachträg⸗ lichen herzlichen Glückwunſch. en Der Erholungsurlaub des ſchaffenden Deut⸗ ſchen. Nach den Feſtſtellungen des Sozialamtes der DA iſt der früher feſtgelegte Höchſturlaub heute zum Mindeſturlaub geworden. 90 v. H. aller Tarif⸗ ordnungen verankern heute als Urlaubsmin⸗ deſtdauer 6 Arbeitstage. Die Wartezeit beträgt in der Regel nur noch 6 Monate; an einen Stichtag iſt die Urlaubsgewährung nicht mehr gebunden. Die Staffelung der Urlaubsdauer bis 18 Tage geſchieht nicht allein nach der Dauer der Betriebszugehörig⸗ keit, ſondern vielfach auch nach dem Berufs⸗ und Lebensalter. Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Montag, 14. März 1938 Fachbuch, Werkbücherei. und Berufserlüchtigung Eine Werbeaktion in den Monaten März und April In dieſer Woche wird man in Mannheim mit der Werbung für das deutſche Fachbuch au⸗ fangen. Alles, was es heute an großen Werken und Bau⸗ ten, an Maſchinen, Erfindungen, Waffen, Organiſa⸗ tionen gibt, iſt ſo oder ſo auch in Büchern verankert. Nur durch Bücher und Zeitſchriften gibt es Verſtän⸗ digung zwiſchen Autoritäten der Praxis und der Theorie, kann das ſtets mangelhafte Gedächtnis ge⸗ ſtützt, kann die Tradition erhalten werden, und der Fortſchritt in weitere Kreiſe gelangen. Ausdruck und weſentlichſtes Werkzeug einer materiellen Kul⸗ tur, die alſo auf Papier ruht, iſt das Fachbuch, und es iſt nicht mehr wie recht und billig, daß dafür auch einmal geworben wird. Fachbücher hat es natürlich ſchon länger auch ohne beſondere Werbung gegeben, und die Werbung richtet ſich darauf, das rechte Fachhuch in die richtigen Hände gelangen zu laſſen. Denn was helfen die ſchönſten Bücher in den Büchereien und Buchhandlungen, wenn ſie dem nicht zugeführt werden, der ſich für ſie intereſſiert und aus ihnen für ſich und ſein Werk Belehrung und Nutzen heraus⸗ holt, ganz beſonders, wo wir doch wiſſen, wie ſchnell heute die induſtriell⸗techniſche Entwicklung weiter⸗ geht. und die entſprechende Literatur in kleineren oder größeren Teilen als überholt anzuſehen ſein wiro. Weiterbildung, Erfindung und Verbeſſerung, wie ſie die Folge intenſiver Verſenkung in die Fach⸗ literatur ſind, iſt wichtiger Dienſt am Volke und am Vierjahresplan, und an vielen Ecken ſetzt die Wer⸗ bung ein, die das moderne Fachbuch aus dem toten Winkel ſeiner bibliothekariſchen Abgeſchiedenheit in die Hände des Fachmannes gelangen laſſen will, der damit was anzufangen weiß Man hat Fachbuchliſten zuſammengeſtellt, die etwa 4000 Nummern umfaſſen ſollen, und das Neueſte und Beſte vermitteln, was es auf jedem Ge⸗ biete gibt. Die Werke und Organiſationen werden dieſe Liſten enhalten oder ſich zuſchicken laſſen, und man wird vor allen Dingen daran denken müſſen, die Werk⸗ büchereien unter dieſem Geſichtspunkt einer ſinn⸗ vollen praktiſchen Fachbuchpflege zu ordnen und zu verbeſſern. Es bedarf keiner großen Ueberlegung, zu wiſſen, daß das Fachbuch das eigentliche Sammlungsobjekt einer guten Werk⸗ bücheret iſt, und nicht die Nachahmung einer mittel⸗ mäßigen Leihbücherei mit Kriminalromanen, Bio- graphien und Reiſebeſchreibungen. Natürlich gehört ein eiſerner Grundſtock an politiſcher und weltan⸗ ſchaulicher Literatur mit Handbüchern dazu, aber dann kommt ſofort das Fachbuch. das auch ſelbſt, wenn es nicht das allerneueſte iſt, noch mancherlei Nutzen als grundlegendes Lehrbuch für Umſchulung und Erweiterung der theoretiſchen Grundlage einer Ausbildung haben kann. Ganz beſonders werden natürlich Betriebsführer und Vertrauensleute ihr Augenmerk auch auf das Fachbuch als Schenkung und Preis bei Wett⸗ bewerben gerade auch deswegen, weil ein nur in wenigen Fällen von vornherein ein ſo beliebtes Geſchenk iſt wie ein Prachtwerk. Denn im Kreiſe von Berufskameraden und Vorgeſetzten kann man ſo ein Werk nicht einfach beiſeite legen. Man wird einmal hier und da hinein⸗ ſchauen müſſen, um Rede und Antwort ſtehen zu kön⸗ nen, und dann wird doch vielfach die große, ſchwere, dauerhafte Liebe kommen, die eben nur die Zeit und energiſche Vertiefung ſchenkt,— zu Nutz und Frommen von Werk, Arbeiter und Volk. Denn der beſte Rohſtoff, das wertvollſte Kapital für uns Deutſche iſt und bleibt unſere Geſchicklichkeit, theore⸗ tiſches Wiſſen praktiſch umzuformen, wie ſie ſich in einem lebendigen Kontakt von Buch und Kopf, von Fachbuch und Fachmann darſtellt. Man wird dieſe und ähnliche Gedankengänge in dieſen Tagen noch öfter zu hören bekommen, der Rundfunk wird ſich vernehmen laſſen, die Buch⸗ händler werden Ausſtellungen in ihren Schau⸗ fenſtern veranſtalten, in den Gewerbeſchulen wird man darauf hinweiſen, Fachblätter aller Behörden und Organiſationen, ſämtlicher Fachgruppen der DA: Papier, Holz, Handel, Verkehr, Leder, Beklei⸗ dung. Chemie, und wie ſie alle heißen, werden von der Bedeutung des Fachbuches widerhallen. Zentrum der örtlichen Werbegemeinſchaft iſt der Kreiskul⸗ turſtellenleiter der Partei, bei dem auch dieſer Tage eine Beſprechung über dieſes Thema ſtattfand Schließlich hören wir, daß die Reichsarbeits⸗ gemeinſchaft deutſcher Werkbüchereien, nachdem ſie eine Reihe von Städten beſucht hat, auch in Mann⸗ heim im Juni eine Tagung abhalten wird. Dr Kr zu richten haben; Fachbuch natürlich Muſikaliſche Köß-Feierſtunde Ernſt Boehe und Siegfried Borries zu Gaſt Mit Vorbedacht und Liebe hatte das Amt Kul⸗ turgemeinde der unternehmungsfrohen NSG„Kraft durch Freude“ auch die Fünfte muſikaliſche Feier⸗ ſtunde vorbereitet. Blumen, Lichter⸗Girlanden und die Fahnen der Bewegung und der DA ergaben einen feſtlichen äußeren Rahmen. Die Hörergemeinde zeigte ſich beſonders aufgeſchloſſen und aufnahmebereit für Köſtlichkeiten deutſchen Muſikſchaffens. Profeſſor Ernſt Boehe, ſeit 1020 Generalmuſtk⸗ direktor des Landesorcheſters der Pfalz, ſelbſt pfäl⸗ ziſchen Geblüts, wurde mit freundlichem Beifall empfangen und führte ſich vorzüglich ein mit einem ſeiner reifſten eigenen Muſenkinder, ſeiner tragiſchen Ouvertüre für Großes Orcheſter, einem„Sinfoniſchen Epilog zu einer Tragödie“. Dieſes Werk 11 ent⸗ ſtammt ſeiner Jugend. Mit Aufwand aller orche⸗ ſtralen Mittel führt Boehe in groß angelegter Stei⸗ gerung zum erſten Ausbruch muſikaliſcher Gedanken und Gefühle. Daran ſchließt ſtch, fetzt ganz auf har⸗ moniſcher Grundlage aufbauend, ein in herber Schön⸗ heit erſtrahlendes herrliches ſangliches Thema. Es folgen mehrfache ſtarke Temperaments⸗Entladungen. Den bezwingend ſtarken Ausklang bereitet die ſpan⸗ nungsſteigernde„ſchöpferiſche Pauſe“ vor. Das Orcheſter ſetzte ſich hingebend für das Werk ein, das herzlichſte Zuſtimmung fand. Wieder einmal erklangen dann Max Regers Orcheſter⸗ Variationen und Fuge über das unvergleichlich köſtliche Thema von Mozart, Werk 132, alſo aus Regers letztem Schaffensabſchnitt, den erfreuliche Abklärung und Einfachheit kennzeich⸗ net. Zuerſt erklingt das Thema ſelbſt im Andante. Die heitere graziöſe Haltung und Lebensauffaſſung einer ganzen Epoche ſpiegelt ſich darin wider. Boehe geſtaltete richtig und deutlich die erſte der 8 Variatio⸗ eee eee. Was ſind die Jugendgruppen der NS-Frauenſchaft und des Deuljchen Frauenwerkes? Sie ſind: Die Brücke vom BD zur NS⸗Frauenſchaft. Der feſte Zuſammenſchluß funger Frauen und Mädel, die das 21. Lebensjahr erreicht haben. Die frohe Kampfgemeinſchaft aller, die für die großen Ziele des Dritten Reiches kämpfen. Der ſchöne Feierabend aller, die mit Gleich⸗ altrigen und Gleichgeſiunten fröhlich ſind. Was wollen die Jugendgruppen der NS⸗Frauen⸗ ſchaſt und des Deutſchen Frauenwerkes? Sie wollen: a Dich Kameradin! Deinen guten Willen! Deine Freudigkeit! Ninistewräsidend Walter Köhler spient am Olenstsg, 15. Mirz 20.15 Uhr im Nibelungensaal des Rosengartens 5 Deine Einſatzbereitſchaft! Dein Vertrauen! Sie wollen deine junge Kraft in den Dienſt der nationalſozialiſtiſchen Frauenbewegung ſtellen! Mädel aus dem BDM Arbeitsmaiden Jungarbeiterinnen Jungbäuerinnen Hausgehilfinnen Studentinnen Beamtinnen gleich aus welchem Staud oder Beruf Ihr kommt, Ihr gehört alle in die Jugendgruppe der NS⸗Frauenſchaft und des Deutſchen Frauenwerkes! nen um einen Grad langſamer und nachdenklicher nach und die zweite entſprechend erregter und be⸗ wegter, mit ſpürbarer Temperaments⸗Entfaltung die dritte. Die ganz kurze fünfte erſchien faſt preſto, die folgende verhalten, mit gelegentlichem Ueberſchwang, die ſiebente wieder mehr dem Mozartthema angenä⸗ hert und die letzte ihm ganz ähnlich und darum be⸗ zaubernd eindrucksvoll. Auch im Finale taucht das Mozartthema greifbar deutlich wieder zutage. Stegfried Borries, einer der beiden erſten Konzertmeiſter der Berliner Philharmonie, iſt noch in beſter Erinnerung namentlich von ſeinen Lud⸗ wigshafener Gaſtſpielen. Peter Tſchaikowſkys einziges Konzert für Violine und Orche⸗ ſter, Werk 35(D⸗Dur), bot dem Gaſt Gelegenheit zu erneuter reicher Entfaltung ſeines überragenden techniſchen Könnens, das er der Ausmünzung dieſes herrlichen Melodienreigens dienſtbar machte. Bachs „Sarabande“ gab Borries zu, und Boehe ſchloß die Feierſtunde pompös mit R. Wagners Rienzi⸗Ouver⸗ türe. Dr. Fritz Haubold Bunter Abend im Friedrichspark Das Liebhaber⸗Orcheſter des Dipl.⸗Handhar⸗ monikalehrers Joſef Diehl gab am Samstag einen Bunten Abend unter Mitwirkung verſchiedener So⸗ liſten. Die völlig im Vordergrund des allgemeinen Intereſſes ſtehenden weltgeſchichtlichen Ereigniſſe legten die Erwägung nahe, die Veranſtaltung zu vertagen. Im Laufe der Abendſtunden wurde in⸗ deſſen der Beſuch gerade dadurch ſo feſtlich geſtimm⸗ ter Gäſte ſo ſtark, daß der Saal des Friedrichsparks kaum alle Erſchienenen zu faſſen vermochte, zeitwei⸗ lig mußte wegen Ueberfüllung der Eingang über⸗ haupt geſperrt werden. Die Stimmung entſprach dieſem Beſuch. Als wir vom Fackelzug dazukamen, war ein Teil der vielgeſtaltigen Vortragsfolge bereits abgerollt; was wir vom Handharmonika⸗Orcheſter Diehl ſpie⸗ len hörten, bedeutete zwar noch keine Umſtellung auf die neuen Wege und Ziele der Reichsmuſikkam⸗ mer, wie ſie z. B. kürzlich im Roſengarten praktiſch beſchritten wurden, aber im Rahmen des Herkömm⸗ lichen erreicht das Orcheſter Diehl Leiſtungsgrade, auf die auch jeder andere einſchlägige Klub mit Recht ſtolz ſein dürfte. Auch das aus ſieben gutgeſchulten Spielern zuſammengeſetzte Handharmonika⸗Orcheſter der Zellſtoff⸗Fabrik Waldhof erntete verdienten rei⸗ chen Beifall. Ludwig Nagler, Käfertal, erwies er⸗ neut ſeine virtuoſe Handhabung des Akkordeons. Die Tanzſchule Stündebeek ſchickte u. a. zwei kleine Mädel auf die Bühne, die ein Rokokp⸗Pärchen mim⸗ ten und eine graziöſe Gavotte zum beſten gaben. Das Programm nannte außerdem die Fünf Hotters, die wiederholt auftraten und Rhein⸗ ſowie pfälziſche Heimatlieder erklingen ließen, die„Fraa Knorze⸗ bach“, die ſo wirkungsvoll Temperamentsfragen des Ehelebens zu behandeln weiß, und das„Duo Moſe⸗ mann⸗Zieglex“. Als die Vortragsfolge abgewickelt war, begann— unter ſtarkem militäriſchem Aufge⸗ bot— fröhlicher Tanz, der erſt morgens 8 Uhr ſein Ende fand. Die Tanzmuſik beſorgte Seeze c. hd. Die Stärkung der lation Neue hauswirtſchafiliche Müllerſchulungskurſe mu Kochen Am Mittwoch, dem 16. März, abends 8 Uhr, be⸗ ginnt in der Mütterſchule der letzte Kochkurſus vor Oſtern. In den hauswirtſchaftlichen Mütterſchulungskur⸗ ſen wird eine geſundheitsgemäße, nahrhafte Koſt her⸗ geſtellt unter beſonderer Berückſichtigung der volks⸗ wirtſchaftlichen Forderungen, die heute an uns ge⸗ ſtellt ſind. Es wird reichlich Anregung gegeben den⸗ fenigen, die noch vollkommene Neulinge auf dem Ge⸗ biet der Haushaltführung ſind. Aber auch die er⸗ fahrene Hausfrau kann noch vieles dazulernen und ihre Kenntniſſe ſehr erweitern. Beſonderer Wert wird auf möglichſt ſparſame Wirtſchaftung ge⸗ legt, d. h. billig und doch ſchmackhaft und nahrhaft zu kochen. Die Kurſe finden jeweils mittwochs und freitags abends ſtatt. Dauer: 10 Abende. Gebühr einſchließ⸗ lich Eſſen: 6 Mark. Um möglichſt ſofortige Anmeldung bittet oͤte Mütterſchule Mannheim, Kaiſerring 8. 1 Treppe. Fern ruf: 43 495. Meckerer, die wir in Mannheim brauchen Die Kleinviehzucht iſt nicht nur auf dem Lande, ſondern auch in den großen Städten zu Hauſe. Wenn man die Ergebniſſe der Reichsviehzählung vom 3. Dezember 1937 ſtudiert, erkennt man daß in den Städten eine recht ſtattliche Anzahl von Kleinvieh gezogen wird. Die Ziegenwirtſchaft, in den Nachkriegsjahren immer mehr vernachläſſigt, erhielt erſt nach der Machtübernahme wieder die ihr zukommende Bedeu⸗ tung. Mit dem früheren Durcheinander in Zucht und Haltung der verſchiedenſten Ziegenſorten wurde Schluß gemacht. Den Vorrang erhielt der nützlichſte Typ, die hornloſe Saanenziege; ſie iſt heute faſt die einzige Ziege, die in Deutſchland gehalten wird. Bei der letzten Viehzählung am 3. Dezember 1987 wurden im Amtsbezirk Mannheim 9207 Zie⸗ gen gezählt. Im einzelnen gab es im Amtsbezirk Mannheim 130 männliche und 1267 weibliche Zie⸗ gen unter 1 Jahr alt, 144 männliche und 7666 weib⸗ liche Ziegen 1 Jahr alt und älter, davon 5198 träch⸗ tig Im Deutſchen Reich wurden 2,6 Millionen Zie⸗ gen ermittelt. Pach einer Erhebung vom September 1937 be⸗ trug im Amtsbezirk Mannheim die Milchleiſtung der Ziegen 50 Liter je Ziege gegenüber einem Reichs⸗ durchſchnitt von 51 Litern. Aber nicht nur die Milch, auch Fleiſch, Fell und Hörner der Ziege ſind begehrte und brauchbare Artikel. Dabei iſt die Ziege ſehr be⸗ ſcheiden. Gras, Blätter, Heu, Stroh frißt ſie reſtlos. So iſt zu wünſchen, daß die Ziegenzucht in unſerer engeren Heimat in den nächſten Jahren einen gro⸗ ßen Aufſchwung nehmen möge. G. Waͤm. Vor dem Maunheimer Schöffengericht: Faule Geſchäftsmeihoden bringen ins Gefängnis Einbrüche in Friedrichsfeld finden ihre Sühue Das Schöffengericht ee am Freitag den 36 Jahre alten Halbjuden Dr. Lev Heu maun aus Lippſtadt und den 32jährigen Angeklagten Karl Kohl aus Mannheim zu neun Monaten und 1% Jahren Gefängnis abzüglich vier Mona⸗ ten Unterſuchungshaft. Das Gericht hielt die beiden Angeklagten für überführt, bei Hypothekengeſchäften uſw. einer inzwiſchen verkrachten Zweckſparkaſſe in betrügeriſcher Abſicht gehandelt zu haben. Durch die zweifelhaften„Geſchäfts“⸗Methoden wurden mehrere Siedler, ein Soldat und eine Frau um größere und kleinere Geldbeträge geſchädigt. Im Vorort Friedrichsfeld haben die befden 20 jährigen Angeklagten Eugen Kneis und Joſeph Zill, je vier⸗ und einmal vorbeſtraft, eine Anzahl Einbrüche und andere Untaten verübt, für die ſie heute abgeurteilt wurden. Für mehrere andere Straf⸗ taten haben ſie im November 1937 bereits vor dem Heidelberger Schöffengericht geſtanden. Sie konnten alles brauchen, was ihnen in die Finger fiel: Bar⸗ geld, Photomaterial, Fahrräder, Flaſchenbier, ja ſogar 50 Geviertmeter Drahtgeflecht. Kneis iſt außer⸗ dem eines Taſchenraubes und eines ſchweren Jagd⸗ vergehens angeklagt. Unter Einbeziehung der Hei⸗ delberger Strafen(Kneis 15 Monate, Zill 2 Mo⸗ nate] erkannte das Mannheimer Gericht gegen K. auf 2 Jahre 7 Monate, gegen Z. auf 1% Jahre Ge⸗ fängnis. Obwohl die neuerlichen Straftaten zucht⸗ hauswürdig waren, ließ das Gericht den jugendlichen Angeklagten dennoch letztmals Milde angedeihen. Was kocht die ſparſame Hausfrau? Küchenzettel vom 14. bis 20. März Dienstag: peterſtlienſuppe, Gulaſch, Kartof⸗ felbrei, Salat; abends: Gebratener Kartoffelbrei, Weißkrautſalat. Mittwoch: Grießſuppe, Schwarzwurzeln, Weck⸗ kratzete; abends: Weißer Käſe, Schalenkartoffeln, Gurken, Tee. Donnerstag: Brotſuppe(Reſte), Grünkern⸗ küchlein, Gelbrüben, Büchſenerbſen; abends: Wurſt, Gemüſe vom Mittag, Kartoffeln. Freitag: Gerſtenſuppe, Fiſchauflauf, Spinat; abends: Haferbrei, Dürrobſt, Samstag: Kartoffelſuppe, Pfannkuchen, Acker⸗ ſalat; abends: Kakao, ſelbſtgemachte Schnecken⸗ nudeln. 5 Sonntag: Eintopf: Saure Rüben mit Schweinefleiſch und Kartoffeln; abends: Herings⸗ ſalat mit grünem Salat, Tee. Rus deinen Spenden ſchaffen wir die Voraus ⸗ ſenungen füt das Ewige beutſanland Für ein Gelundes volk!“ — * 4 v Montag, 14. März 1938 — Am 3. April: — 8. = Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe . . * II Aebergabe der Maxauer Rheinbrücke Meichsverkehrsminiſter Dr. Dorpmüller Die Schiffsbrücke * Karlsruhe, 14. März. Reichsverkehrsminiſter und Generaldirektor der Deutſchen Reichsbahn Dr. Dorpmüller wird am 3. April nachmittags die feſte Rheinbrücke bei Karlsruhe— Maxau dem Verkehr feierlich übergeben. Zum gleichen Zeitpunkt werden die alten Bahnhöfe Knielingen und Maxau geſchloſſen und die Schiff⸗ brücke abgefahren. Der Straßenverkehr über die neue Brücke wurde bereits am 17. Januar 1938 auf⸗ genommen. ö 2 Mit der Eröffnung der zunächſt eingleiſig betrie⸗ enen Eiſenbahnlinie über die neue Rheinbrücke bei Maxau treten bei den an dieſer Strecke gelegenen Reichsbahndienſtſtellen folgende Aenderungen ein: Der Haltepunkt Karlsruhe⸗Zeppelinſtraße er⸗ hält die Bezeichnung Bahnhoſ Karlsruhe⸗Weſt. Die Bahnhöfe Karlsruhe⸗Mühlburg, Maxau und Maxi⸗ miliansau werden in Haltepunkte umgewandelt; Maxau erhält die Bezeichnung Karlsruhe⸗Maxau. Der neue Bahnhof Knielingen erhält die Bezeich⸗ nung Karlsruhe⸗Knielingen. Der Ddac bei den Aebergabeſe erlich keiten Kameradſchaftsfahrt nach Karlsruhe * Freiburg i. Br., 14. März. Der DDA C wird bei den Uebergabefeierlich⸗ keiten am 3. April außerordentlich ſtark vertre⸗ ten ſein. Im Einvernehmen mit der Stadt Karls⸗ ruhe hat der Gau 14 eine Ausſchreibung für eine Kameradſchaftsfahrt herausgebracht, die in dieſen Tagen ſchon an über 100 Ortsgruppen der Gaue 13, 14 und 22(Württemberg, Baden, Saar⸗ pfalz) verſchickt worden iſt. Die Autofahrer wollen durch dieſe Veranſtaltung der Reichs⸗ und Landes⸗ regierung ihren Dank für die Erbauung der beiden Brücken bei Maxau und Speyer, hervorragende Denkmäler nationalſozialiſtiſchen Aufbauwillens, ausſprechen. Die Ausſchreibung iſt dank der tätigen Mithilfe der Stadt Karlsruhe und des Städtiſchen Verkehrsamtes glänzend ausgeſtattet worden, ſo daß alle Teilnehmer noch lange Zeit an dieſe Veran⸗ ſtaltung zurückdenken werden. Das Programm ſieht folgendes vor: 10 bis 12 Uhr Empfang auf dem Platze der SA und Ehren⸗ trunk der Stadt Karlsruhe, 11 Uhr Kranznieder⸗ legung am Karl⸗Benz⸗Denkmal, 12 Uhr gemeinſchaft⸗ liches Mittageſſen der einzelnen Ortsgruppen, 14 Uhr Aufſtellung auf dem Schloßplatz, 14.30 Uhr Abfahrt nach Maxau zur feſtlichen Uebergabe der Brücke. Nach der Feier Verteilung der Ehrengabe im klei⸗ nen Feſthalleſaal und gemütliches Beiſammenſein. In den Abendſtunden werden die Ortsgruppen, die zum Teil eine Anfahrt von über 200 Kilometer ha⸗ hen, die Heimfahrt wieder antreten. Mit der ört⸗ lichen Organiſation wurde die DDAC⸗Ortsgruppe Karlsruhe beauftragt. Gruß⸗Telegramm der Heidelberger Studentenſchaft Heidelberg, 12. März. Die Heidelberger Stu⸗ bentenſchaft hat an die Studentenſchaften in Graz, Innsbruck und Wien folgendes Telegramm geſandt: „An die Studentenſchaft Graz, Innsbruck und Wien. Zur Befreiung durch den Führer ſen⸗ den wir Euch in nationalſozialiſtiſcher Kamerad⸗ ſchaft die herzlichſten Grüße. Heil Hitler! Die Heidelberger Studentenſchaft.“ Landau beslückwünſcht Glaiſe-Horſlenau Begeiſterte Telegramme nach Wien 2: Landau, 14. März. Der geſchichtlich bedeutende Samstag löſte auch in der alten und jungen Garni⸗ ſonſtadt Landau begreifliche Freude und Anteilnahme aus. Der Bürgermeiſter der Stadt und der Kreis⸗ leiter hatten am Vormittag dem Vizekanzler Glaiſe von Horſtenau, der bekanntlich erſt in den letzten Tagen in Landau ſeiner Urgroßvaterſtadt, zum Beſuch weilte, ein Glückwunſchtele⸗ gramm folgenden Inhalts geſandt:„Dem neuen Vizekanzler die allerherzlichſten Glückwünſche! Es lebe Deutſch⸗Oeſterreich! Es lebe der Führer!“ Auch 14. 12 Anleihen d. Kom.-Verb. Oberheſſ. Pr.⸗Anl.. 137.5 Stadtanlelhen 4% Augsburg 26 4½jB Baden 28 4½ Berlincold2s 4% Darmſtadt 28 4½ Dresden 28. 4½(J) rank. 26 ½ Hanau 28 2½ Heidelberg 28 4½%½ Ludwigs. 25 4% Mainz 20 A. 4½%½ Mannheims 4% bo. 27 90,25 99,25 % Birmaſens 28 5 100,25 Ulm 26- C Manndeſ Aus— Pfandbrlefe u Schuld- verscrreibungen Kresitasstalten det Länder 4½ Pr. Id. ⸗Yfb Anl. G 195 Frankfurt Deutsche lestverzinsl. Werie Dtsch. Staatsanleihen 1988 11. 12. 3 Dt. 5 8 27 102,0 102.0 R. Bon 85 f. 4/5 99,80 99,80 675 do. v. ns 2. F. % do v 87 3.. 62 4% Br. St.⸗Lnl.28 4 Thüringen 28 % do. 2) A- 6% Dt. N. bahn 38 47 do. v. 36 R. 1 5 do..⸗Rom f: 100,0 100,0 4 5 „ 2„ Landes- und Provlnz- banken, kom. Giroverb 4% Bad..⸗Odbbk. Mannh. 29, R 2 4% bo. Golds“ Al 4½%-Raffelsdtt. 138 4½ Udskom. ⸗ Bk. Giro. f. 7 85 A Naſſansdsbk. Gpfbr. 28, K 1 4¼ 50. Rom. 26 81 wird die offtz elle Aebergabe vollziehen wird abgefahren zahlreiche Private hatten an den Vizekanzler aus ihrer Begeiſterung heraus Telegramme geſchickt. Von ſeiner Seite trafen in den Abendſtunden des Sams⸗ tag zahlreiche Danktelegramme hierauf ein. Kriminal polizeiliche Arbeuslagung in Karlsruhe Vom 22. bis 25. März 2: Karlsruhe, 14. März. Nach Durchführung der Neuordnung der Staatlichen Kriminalpolizei in Ba⸗ den im Sinne der vom Reichsführer Ss und Chef der Deutſchen Polizei im Reichsminiſterium des In⸗ nern gegebenen Richtlinien findet in der Zeit vom 22. bis einſchließlich 25. März 1938 bei der Kriminal⸗ polizeiſtelle Karlsruhe eine Arbeitstagung der Kriminalpolizeiſtelle Karlsruhe ſtatt, an der außer den Polizeipräſidenten, Polizei⸗Direktoren, Land⸗ räten und den Offizieren der Gendarmerie die Lei⸗ ter der Staatlichen Kriminalabteilungen, der Ge⸗ meindekriminalpolizei Weinheim ſowie die Bezirks⸗ führer der Gendarmerie in Baden teilnehmen wer⸗ den Was gibt es Neues in Weinheim? Heldengedenkfeier und Fackelzug K. Weinheim, 14. März. Die Benderſchule hielt am Samstag eine Heldengedenkfeier ab. Nach verſchiedenen muſtkaliſchen Darbietungen und Gedichtvorträgen hielt Bürgermeiſter Dr. Meiſer die Gedenkanſprache als ehemaliger Schü⸗ ler des Inſtituts. Anſchließend wurde die Gedenk⸗ tafel für die ſieben Schüler und einen Lehrer, die von der Schule aus in den Heldentod zogen, geweiht. Prof. Keller und ein Schüler legten Kränze nieder. Am Abend marſchierten die Formationen der Partei, die Werkſcharen und die Feuerlöſchpolizei durch die Straßen. Im Schein der Fackeln gaben vor dem alten Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz Ortsgruppenleiter Bock und Ortsgruppenleiter Niceus der Freude über die Heimkehr Oeſter⸗ reichs Ausdruck. Am Ehrenmal am Hindenburgpark fand am Sonntag die große Heldengedenkfeier ſtatt. Ortsgruppenleiter Niceus hielt die Anſprache. Zahl⸗ reiche Kränze wurden niedergelegt. In Karlsruhe: — Me S. Nitintzer 121 Fühterhort des RAd eingeweiht Ein Vildweltbewerb des Reichsarbe tsd.enſtes * Karlsruhe, 14. März. Im Gauſtabsgebäude des Reichsarbeitsdienſtes, Arbeitsgau 27 Baben, in Karlsruhe wurde in iner internen Feier ein Führerheim feſtlich einge⸗ weiht. Die Einweihung fand ſtatt in einer Feier⸗ ſtunde, zu der ſich das Führerkorps ſowie die Ange⸗ Hhövigen des Reichsarbeitsdienſtes Arbeitsgau Baden im feſtlich erleuchteten Lichthof des Gauſtabsgebäudes eingefunden hatten. Arbeitsgauführer, Oberſtarbeitsführer Helff hielt die Weiherede. Wenn der Reichsarbeitsdienſt in Baden, ſo führte Oberſtarbeitsführer Helff aus, erſt heute darangeht, ſich in ſeinem Gauſtabsgebäude eine Stätte des ge⸗ ſelligen und kulturellen Lebens zu ſchaffen, ſo liegt das daran, daß zunächſt der Aufbau und Ausbau des Reichsarbeitsdienſtes die vordringliche Aufgabe war und auch weil die geeigneten Räumlichkeiten zu⸗ nächſt fehlten. Nachdem nun der Rundfunk das Nebengebäude des Gauſtabsgebäudes im ehemaligen erbgroßherzoglichen Palais geräumt hatte, konnte auch das Führerheim geſchaffen werden. Das neue Heim habe den Zweck, hier die Führer des Reichsarbeitsdienſtes im gegeuſeitigen Sichken⸗ nenlernen einander näher zu bringen, eine Stätte der Kameradſchaft und der kulturellen Veranſtaltun⸗ gen zu ſein. Um dieſe Aufgaben verwirklichen zu können, erhalte das Heim den offiziellen Namen Führerhort. Zugleich mit der Einweihung des Führerhorts übergab Oberſtarbeitsführer Helff einen Bildwettbewerb des Reichsarbeitsdienſtes, Gau Baden, der Oeffentlichkeit. Dieſer Bildwettbe⸗ werb ſetzt wertvolle Preiſe aus für Bilder, Gra⸗ phiken, Radierungen uſw. aller Art aus dem Gebiet und der Arbeit des Reichsarbeitsdienſtes und wendet ſich an alle in Baden lebenden und ſchaffenden Künſt⸗ ler. Das Aufgabengebiet erſtreckt ſich dabei nicht nur auf Vorwürfe des Erlebniſſes und Geſchehens im Ar⸗ beitsdienſt, ſondern es ſoll auch der Verſuch einer ſymboliſchen Darſtellung der Idee des Arbeitsdien⸗ ſtes preisgekrönt werden. Die Arbeiten ſind bis zum 1. Oktober 1938 an die Hochſchule der bildenden Künſte Karlsruhe einzureichen. eee ee Neue Gemeinſchaftsſchule im Grenzland Grundsteinlegung der Hauns⸗Schemm⸗Schule im Warndt Anb. Saarbrücken, 14. März. Der erſte Bau⸗ abſchnitt in dem neuen Patendorf der Stadt Saarbrücken im Warndt mit 173 Siedlungs⸗ häuſern iſt ſoweit beendet, daß die erſten Häuſer am 1. April bezogen werden können. Am vergan⸗ genen Sonntag legte der Reichswalter des NSOB, Gauleiter Wächtler, den Grundſtein zu der Hans⸗ Schemm⸗Schule in dieſem Dorf, die zu einer einzig⸗ artigen Gemeinſchaftsanlage geſtaltet wird. Gaulei⸗ ter Wächtler wies u a. darauf hin, daß der NSS es ſich zur beſonderen Aufgabe geſtellt habe, gerade in eee ee Verheerende Bründe im Vodenſeegebiel Großfeuer in Markdorf und auf der Inſel Reichenau- 27 Perſonen obdachlos :: Konſtanz, 14 März. Dag badiſche Bodenſeegebiet wurde über das Wochenende von zwei ſchweren Großfenuern heimgeſucht. Innerhalb von acht Tagen brannte es unn ſchon zum zweiten Male in Markdorf. Hier brach am Sonntag im Auweſen des Schreinermeiſters Max Kleinhans Feuer aus. Von dieſem Braubherd griffen die Flammen in wenigen Minuten auf das angebaute landwirtſchaftliche Anweſen des Beruhard Wirth über. Die beiden Gebäude ſtanden innerhalb kurzer Zeit in hellen Flammen, die in den noch ver⸗ hältnismäßig reichen Heu⸗ und Holzvorräten ſtarke Nahrung fanden. Die Feuerwehr bekämpfte mit acht Schlauchleitungen den großen Brand. Vorſichts halber wurde auch die Motorſpritze von Ueberlingen ein⸗ geſetzt. Beide Gebäude braunten bis auf die Grund⸗ mawern nieder. Jusgeſamt ſind vier Familien mit 27 Perſonen obdachlos geworden. Die Brand⸗ urſache iſt noch nicht ermittelt. Am Sonntagabend wurde die Juſel Reichenau durch einen Brand heimgeſucht. In dem An⸗ weſen des Landwirts und Fiſchers Auguſt Beck brach aus bisher noch unbekannter Urſache Feuer aus, das ſich mit großer Schnelligkeit auf das ganze An⸗ weſen ausdehnte und dieſes in Schutt und Aſche legte. Die geſamte Habe iſt verbrannt, uur das Vieh konnte gerettet werden. Brennende Zigarette im Heu! Fahrläſſiger Braudſtifter verurteilt 2: Freiburg, 14. März. Der erſt 21 Jahre alte Johann Maximilian Müller aus Freiburg iſt Goldhyp. Pfandbrfeſe 1. 12 8 v. Hypothekenbanken „100,0 100,0 14 12. 100,0 4% Bayr Bodener. Würzb. J n 4½ Bayr. Sandw⸗ dank R 32. ½ Berl. Hyv. ⸗Bk. 8 6 von 28. i 5½ do, Lig. Pf. 100 0 1000]. K. f g. l. 99, 75 09, 75 4½ de. Gold Rom! 20„ e eee 100,2 100,2 4½½ do. Pfbr.⸗Bk. Gpför. kn u. 1 100.0 1 101,8 4½ do. Rom. k 100% 9½% Goth, Grder.⸗ Bant A.. 01,7 4½ Mein. Hyp. Bk. Gpfor E, l. Ii 100,0 4½ Pfälz. Hyp. Bk. 418%-N 4½ Rh. Hyp.⸗Bk. Mannß 2 4 100,0 4½ do. K 35,838,389 100,0 175 15 59 101,8 101.8 7„Hyp⸗ . e Lit 100.0 5% Südd Boder. 27 Lig. Gpfbr. 8 1 und II 5. A. 102.2 4% Württ Hyp⸗ 6 101,8 pfbr. 1. 2. 5 %do Erdtv.! 1 101,5 101,5 102,0 100,0 100,0 101,8 101,5 102.0 100,0 100,0 1010 100.0 „„ 96 Schuldverschreibung. 5 Kruppreibſtoff 104,0 6 Lindner Brau 28 1255 100,0 5 102 0 102.0 1900 5 Roch ing. Eſſe! 102,5 102.5 in Aktien umwanbelbar 101,7 4 1990 Unt.». 1 130,3 130.3 5 ohne Zens vertesznung 2 Keckarstuttg.21 104.5 102.5 5 do. Lig. k 100,2 100,2 10072 100.2 05 48 F122 103,5 27 b. 26. 5 . 1 408 5 100,0 100,0 „ Fe. Gol Schulbv. 28 K 2 100.0 100,0 8% e..⸗Hypbk. ed Aa Ab 101,7 102.0 15 108 1 Di. Reich Dt. Ram. S. Abl. 31 do. 32 Landschaften 4½ Oſtpr. Land „ u.-k 19 101,0 101,0 AA 0. A. 102.0 102.0 4% be. Gold Rom. u. 3 99.50 99,50 5½ Preuß Boder. ig. Gold VII, 150.5 139,0 574 de.28.28 1510 1510 industrie-Aktien r Gebrüder.. 72,80 72,50 E G. 1 Andreae-Noris 170,0 170,0 93,50 Labtlchh Masch Bayr. M Bemberg, J. B. an Berger Bronce Schlenk, Brown. Boveri ſemagg Dl. Holden. Silber Dt, Steinzeug * zinger⸗Untonn 1 50 5 inger Maſch, 119,7 120,0 Eiili Spinn. Ervortmal ber u. Schleich. 9 8 8955 Gebr. 1080 167,0 Hat A„Buntpap. 94 5 1 ae 141ʃ0 %% 2 Ott. K. U u. U o. A. 1017 101,71 bo, Zellſtoff ohne feſten Wohnſitz und treibt ſich ſchon ſeit Jahren unſtet in Südweſtdeutſchland herum. In der Nacht zum 15. November 1937 wollte er in der Scheune eines Erbhofes in Oberwinden(Elstal) übernachten. Nach ſeinem eigenen Geſtändnis hat er ſich mit einer brennenden Zigarette auf das Heu gelegt und das brennende Streichholz weggeworfen. Durch dieſe Fahrläſſigkeit entſtand ein Brand, dem der ganze Hof zum Opfer fiel. Dieſe fahrlſäſſige Brandſtiftung, vier Fälle bes Zechbetruges und zwei Diebſtähle, die ſich Müller zuſchulden kommen ließ, brachten ihm eine Geſamt⸗ gefängnisſtrafe von zwei Jahren und ſechs Monaten ein. Drei Monate der Unterſuchungs⸗ haft werden angerechnet. Laſtwagen wurde Flammenbeute :: Ettlingen, 14. März. Samstag früh geriet zwi⸗ ſchen Bruchhauſen und Neumalſch am Waldeingang ein großer Anhänger eines Laſtkraftzuges in Brand. Da kein Leſchwaſſer zur Verfügung ſtand, brannte der Anhänger vollſtändig aus. Der Schaden beträgt etwa 20000 Mark. Durch den brennenden Wagen war der nahegelegene Wald ſehr gefährdet. Schabenfeuer bei Bühl :: Sinzheim bei Bühl, 14. März Am Sams kag⸗ früh brannte das zur Zeit unbewohnte Anweſen des Karl Walter im Zinken Müllhofen völlig nieder. Große Futtervorräte und etwa 30 Hühner ſind mit⸗ verbrannt. Die Brandurſache iſt noch unbekannt. Großkraft,. Müm. aur. Br. Pforzh. Grün& Bilfinger otorenw. 150,0 ſafen mühle ald u. Nen Hanauer Hofße. 159,0 3 0 Sanfwerke Füſſen Harpener Hartmann E Br. i Brauer Heſfen⸗Naſf. Gas aan Ph.. 162,7 8 Irbang auer. Kleinlein 114,0 14275 1270 Kue de 34 161,5 del bem uten 82 aimler⸗Beng chlinck K Co. Schriftg. teme! ürrwerke 8 23 cher s e Schwall ⸗Storch. urlacher Hof 105,0 norr, Heilbronn Kolb u. Schüle Konſerven Bran Kraftw. Altwürtt. Land, Glekteizitat 5 wenbr. Münch . dte Walzmühle 2470 104.5 Silemens⸗Reinig. Sinalco 11205 102.0 150,0 95,75 92,50 99, 133, 11775 143,0 1 Bergbau wert, ere in dt. Oelfab. ainzer Akt.⸗Br. „Br. Mez.. 9 5 Moenus Motoren Darmſt. Fe 0 do, Gothanig do, Ultramarin oldſchmid 142.0 „RNavſes 48,62 48,25 VBolthom, Seil * 1 8 Hartſtein arlzu. Bürgerbr. 189,9 5 Mühlen Pf. Preßh.⸗Sptit hein. Braunkohl. helnelektra St. Vorz. Rheinmetall R. WE. Roeder, Gebr. 122⁷%5 10 wk. Heilbronn Seilind.(Wolff) Sinnei, Grünw. Stitttgart. Hofbr. Südd. Zucker do, Glanzſtoff do Strohſtoff Voigt& Haeffner den am weiteſten vorgeſchobenen Grenzgebieten Schu⸗ len zu errichten. Da keine Mittel im Warndt vor⸗ handen waren, habe die ganz deutſche Erzieherſchaft den dafür erforderlichen Betrag von faſt dreiviertel Millionen Reichsmark zum 48. Geburtstag des Füh⸗ rers aufgebracht. An der Vollendung mithelfen müß⸗ ten aber auch die Eltern, die Partei, der Arbeitsdienſt und die Wehrmacht. Erſtmalig erſtelle man hier nun in Deutſchland ein Gemeinſchaftshaus, deſſen Mit⸗ telpunkt die Schule bilde, in dem aber auch die Ho⸗ heitsträger der Bewegung, der NS, der Gliede⸗ rungen der Bewegung ihren Sitz haben ſollen. Dieſe Anlage ſei als Vorbild für künftige Neubauten von Staat, Ländern und Gemeinden gedacht. Auch in der Viernheimer Gemarkung. Fortſchritt der Arbeiten an der Auto⸗Zubringerſtraße Viernheim, 12. März. Auch auf der Viern⸗ heimer Gemarkung ſchreiten die Arbeiten der Auto⸗ Zubringerſtraße Mannheim Viernheim Weinheim rüſtig vorwärts. Zur Zeit iſt man damit beſchäftigt — um den notwendigen Baugrund von etwa 100 000 Kubikmeter zu gewinnen— im Viernheimer Wald einen großen Sandberg abzutragen. Ein Teil der Strecke iſt bereits beſtückt. Die Vorbereitungsarbei⸗ ten für die Ueberführungsbrücke der O...⸗Linie haben begonnen, während man mit den Unterfüh⸗ rungsarbeiten an der Reichsbahnlinie beſchäftigt iſt. Bis jetzt ſind nahezu 40 000 Kubikmeter Erde bewegt worden. Beſondere Schwierigkeiten ergaben ſich tech⸗ niſch bei dem Mittelſtück der Straße. Hier mußten infolge des ſumpfigen Geländes Pumpen in Aktion treten. Mit der Fertigſtellung der Straße wird bis Ende Auguſt gerechnet. Verbeſſerte Finanzlage des Bezirks Landau Waſſerverſorgungsanlage für neun Gemeinden wird gebaut e Laudau, 14. März. Der Bezirkstag Landan verſammelte ſich am Samstagvormittag zu einer Sit⸗ zung, um zu den wichtigſten Fragen Stellung zu neh⸗ men. Aus dem von Oberregſerungsrat Wüſt erſtat⸗ teten Jahresbericht ergab ſich die erfreuliche Tat⸗ ſache, daß im Rechnungsjahr 1936/37 im Haushalt ein Ueberſchuß von 70880 Mark erzielt werden konnte. Der Voranſchlag war mit 731 976 Mk. ausgeglichen. Die Mehreinnahmen wurden im Haus⸗ halt des neuen Rechnungsjahres bereits eingeſetzt und werden für Straßenausbeſſerungen verwendet. Der Bezirkstag ſieht als vordringliche Arbeit an: die Herrichtung verſchiedener Bezirks ⸗ ſtraßen und den Bau einer Waſſerverſor⸗ gungsanlage für neun Gemeinden des Heim⸗ bachtales. Mit dem Bau der Anlage ſoll bereits in bleſem Jahre begonnen werden. Es ſind zwei Jahte Bauzeit vorgeſehen. Dienſtnachrichten der Reichspoſtdirektion Speyer :: Speyer, 14. März. Verſetzt ſind: Poſtinſpektor Johann Timke von Pirmaſens nach Hannover; Poſt⸗ praktikant Franz Bettels von Köln nach Neuſtadt a. d. Weinſtraße; Poſtpraktikant Heinrich Wagner von Köln nach Neuſtadt a. d. Weinſtraße; Poſtſchaffner Wilhelm Feierſtein von Dahn nach Germersheim. Zwei Betrüger in Ludwigshafen feſtgenommen * Ludwigshafen, 14. März. Am Samstag wur⸗ den hier zwei Untervertreter, die für eine auswär⸗ tige Firma Beſtellungen auf landwirtſchaftliches Saatgut tätigten, wegen Urkundenfälſchung, Betrugs und Unterſchlagung feſtgenommen und in das hieſige Amtsgerichtsgefängnis eingeliefert. Aſozialer nach Dachau eingeliefert * Frankenthal, 12. März. Hier wurde der 34 Jahre alte Jakob Bernhard feſtgenommen und in das Konzentrationslager Dachau eingewieſen. Dieſer Volksſchädling vernachläſſigte ſeit Jah⸗ ren ſeine Familie in ſchwerſter Weiſe, vergeudete ſeinen Verdienſt zum größten Teil für perſönliche Vergnügungen, zerſchlug in der Trunkenheit die Mö⸗ bel und mißhandelte Frau und Kinder. ö Eine Diebesbande verhaftet Sie ſtahl in Frankfurt Motor- und Fahrräder Miltenberg, 12. März Der hieſigen Gendar⸗ merie gelang es, eine größere Diebesbande dingfeſt zu machen, die in Frankfurt fortlaufend Motorräder. und Fahrräder geſtohlen hatte. Die Haupttäter wur⸗ den verhaftet. Mehrere der geſtohlenen Fahrzeuge konnten ſichergeſtellt werden. Ein aus Kleinheubach ſtammender Hehler wurde gleichfalls feſtgenommen. 14. 12, 14 12 1 143,0 144,0 hürttemb. Elektr. 107,0 104,5 Verkehrs-Aktien un Weide: 1487 1470 Be, 4c. Rhein 123,3 123,0 Let. Waldbof. 148.7 470 ſchiſf. und See⸗ 160,0 160,0 transport Mhm.... .. Sank-Aktien Di. Reichsb Nor- 131,6 131,8 „ Badiſche Bank... 125, 5 0% e dem Feind 17 12 Lersloherungen „0 125,0 Deutſche Bank 7 127,2 7 0 111.0 1400 Dresdner Gant ier 140% S c ee, ! e 125 1275 Mannheim. Vertr. 111,5 do. Hyp ⸗Ban. 3 112,0[pfalz Pup. ⸗Bank 112.0 1115 Württ Transport* 275,0 275,0 Reichsbank.. 107,0 211,5 150,0 150,0 Rhein. Hop.⸗Bank 157.2 157.2 114,7 115, Württög. Bank. 113,5 113,5 12325 123,0 . 137,0 Amtlien nieht notlerte Werte 5 4259 Umtausch Obllaationen 212,0 209,2 101 5 „ 47% Berliner Städtiſche Elektr⸗Werke 8 März Anl. von 190255. 1051 1002 139,0 139,0%, 2 815 Maunheim u. Pfalzwerke 1941 10²⁴⁰ „„..-Weſtf. Elektr. An. von 1927 1052 59,30 „ 2„ 1928 1053 99,50 133,0 5 15 5ů„„1930 1955 99,50 5 97 8 Ruhrwohnungs ban 1058 100,2 .. 5 Ber. Stahlwerke(Rhelnelde Unlon) 1040. 92,50„„%%* 0 195 5 6. Seite Nummer 121 Neue Maunheimer Zeitung Abend ⸗Ausgabe Montag, 14. wearz 1938 Auftakt in Gleiwitz Vorw. Raſenſp. Gleiwitz— Fortuna Dlitſeldorf 023(:1) Mit elnem:0⸗Sieg eröffnete Fortuna Düſſeldorf am Sonntag die Vorrundenſpiele zur Deutſchen Fußballmei⸗ ſterſchaft. Wenn auch das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch ausgefallen iſt— die Gleiwitzer leiſteten härteven Wider⸗ ſtand als erwartet— haben die Weſtdeutſchen mit dem „zu Null“⸗Erfolg in ihrer Gruppe(2) bereits einen ſchönen Vorſprung erkämpft. Fortung ohne Janes Bet ſonnigem, kühlen Wetter hatten ſich in der neuen Kampfbahn im Gleiwitzer Wilhelmspark rund 16 000 Zu⸗ schauer eingefunden, die ein betont kämpferiſches Spiel erlebten, deſſen Ausgang bis 5 Minuten vor Schluß beim Stande von:0 für Fortuna völlig ungewiß war. Dem guten Merſeburger Schiedsrichter Rühle, der bei dem harten Spiel keinen leichten Stand hatte, ſtellte ſich der Niederrheinmeiſter ohne ſeinen Natinoal⸗Verteidiger Ja⸗ nes, ſo ſpielte Kluth rechter und Bornefeld linker Vertei⸗ diger. Beſter Mann der Rheinländer war Mittelläufer Bender, deſſen erfolgreiche Deckung mit beſomderer Unter⸗ ſtützung von Torhüter Peſch dem Gleiwitzer Angriff das Leben pecht ſchwer machte. Im Düſſeldorfer Angriff war de linke Flanke Kobierſki— Pickarts beſonders gefähr⸗ lich, ſie war auch ſchließlich entſcheidend für den klaren Sieg. Auch Gleiwitz hatte in der Hintermannſchaft mit dem betont defenſiv arbeitenden Mittelläufer Lachmann den beſten Mannſchaftsteil. Erſt als Koppa in der zwei⸗ ten Hälfte mit Piſchzek den Platz tauſchte, um dem Sturm größere Durchſchlagskraft zu geben, fiel die Elf mehr aus⸗ einander. Bis zur 40. Minute hatte Schleſiens Meiſter durch feinen kämpferiſchen Einſatz mehr vom Spiel, aber der Angptff ſcheiterte immer wieder an der glängend abge⸗ ſtimmten Düſſeldorfer Deckung. Zwei Minuten vor der Paufe flel das erſte Tor, als Kobierſki dem jungen Mit⸗ telſtürmer Broich den Ball in den freien Raum vor⸗ Am die deutſche FJußballmeiſterſchaft gelegt und diefer mit flachem Schuß unhaltbar verwan⸗ delt hatte. Der Niederrheinmeiſter kam auch nach dem Wechſel nicht vecht zum Zuge. Vorwärts Rafenſport drang immer wieder in den Düſſeldorfer Strafraum vor, alle Torchancen wurden aber in letzter Sekunde von der ent⸗ ſchloſſen dazwiſchen fahrenden gegnertſchen Abwehr ver⸗ eitelt. In den letzten fünf Minuten ſetzte ſich dann das beſſere techniſche Können durch. Zwei Tore von Ko⸗ bierſki und Pickarts, Mette hatte in beiden Fällen ſein Tor vorzeitig verlaſſen, ſorgten für den klaren For⸗ du wa⸗Sieg. Am die deutſche Fußball- Meiſterſchaft Die einzelnen Gruppen haben jetzt fehen: folgendes Aus⸗ Gruppe 1 Horck Inſterburg(Oſtpreußen) Stettiner Sc(Pommern) HSW oder Eimsbüttel(Nordmark) Eintracht Frankfurt?(Südweſt) Gruppe 2 Vorwärts Raſenſport Gleiwitz(Schleſien) Be Hartha(Sachſen) Fortuna Düſſeldorf(Niederrhein) VfB Stuttgart(Württemberg) Gruppe 3 Berliner SW 92(Brandenburg) SW 05 Deſſau(Mitte) Schalk 04(Weſtfalen) 1. Fc Pforzheim oder VfR Mannheim(Baden) Gruppe 4 Hannover 96 oder Vfès Osnabrück oder Eintracht Braunſchweig oder Werder Bremen(Niederſachſen) Alemannia Aachen(Mittelrhein) FC Hanau 93(Heſſen) 1. FCE Nürnberg(Bayern) Zwei Länderſpiele Belgien qualifiziert Luxemburg verliert 23(:1) Das zweite Ausſcheidungsſpiel zur Fußball⸗Weltmei⸗ ſterſchaft in der Gruppe 8 lumfaffend Holland, Belgien, Luxemburg) wurde am Sonntag vor 15 000 Zuſchauern im Luxemburger Stadion zwiſchen der Mannſchaft des Groß⸗ herzogtums und Belgien ausgetragen. Luxemburg, das am 28. November von Holland bereits mit:0 geſchlagen worden war, blieb auch gegen Belgien mit 32 auf der Strecke und ſchied nach dieſer zweiten Niederlage endgültig aus, wühvewd ſich Belgien zuſammen mit Holland für die Endkämpfe auf franzöſiſchem Boden qualifizierte. Der Kampf zwiſchen Belgien undd Holland am 3. April in Brüſſel iſt alſo praktiſch auf die weitere Geſtaltung der Tabelle in dieſer Gruppe ohne Bedeutung. Das Ergebnis in Luxemburg hätte auch umgekehrt bau⸗ ten können. Die Einheimiſchen hätten nach den Tormög⸗ lichkeiten der erſten Halbzeit auch mit:1 führen können. Die Luxemburger Elf gefiel durch eine erſtaunliche Kamp⸗ ſesfreudigkelt, und gegen dieſen Gegner wird die beutſche Mannſchaft am 20. März in Wuppertal beinen leichten Stand haben. Belgien enttäuſchte trotz dem Siege, be⸗ ſonders Raymond Braine, der ſich überhaupt nicht zur Geltung bringen konnte. Luxemburg ging in der vierten Minute durch den Halb rechten Libar(Düdelingen) in Führung, aber Belgien glich durch Voorhof(Lierſche Sg) in der 20. Minute aus. Luxemburgs Linksaußen Kemp(Differdingen) ſorgte in der 32. Minute für den zweiten Treffer. Nach der Pauſe ſiel in der 10. Minute durch Braine der Ausgleich, und vier Minuten ſpäter kam Belgien durch Devries zum dritten und ſiegbringenden Tor. Anentſchieden in Zürich Fußball⸗Kampf Schweiz— Polen 318(11) Mit zwanzig Fußball⸗Nationen hatte die Schweiz bis⸗ her Länderbämpfe ausgetragen. Auf dem Züricher Hard⸗ turm⸗Platz ſtanden vor rund 15 000 Zuſchauern die Eid⸗ genpſſen in ihrem 161. Länderſpiel zum erſten Male Polen gegenüber. Mit einer Aus nahme ſchickten die Schweitzer die gleiche Elf in den Kampf, die gegen Deutſchland in Köln das 121 erkämpft hatte. Die Mannſchaft ſchlug ſich auch diesmal wieder ſehr gut, zu dem erwarteten Sieg kam es jedoch nicht. Die Begegnung emdete 318(11). In einer flauen erſten Hälfte gingen die Polen durch ihren beſten Stürmer Wilimoſki nach einer Viertelſtunde :0 in Führung, aber die Schweiz glich noch vor der Pauſe durch ihren Mittelſttirmer Amado aus. Nach dem Wechfel ſpielte die Schweig mit dem ſtar ben Wind 155 Rücken und war bis auf wenige Angenblicke ſtets überlegen. Amado brachte die Eldgenoſſen auch 21 in Front, dann aber nutzten die Polen zwei ſchwere Deckungsfehler() der ſchweizeriſchen Verteidigung ge⸗ ſchickt aus und zogen auf:2 davon. Woſtal und Piontek waren die Torſchützen. Nur noch ſechs Minuten wa ven zu ſpielen. Der Druck der Schweizer wurde immer ſtärker, ein polnſſcher Verteidiger griff in höchſter Not zur Handabwehr. Den Elfmeter verwandelte dann Trello Abegglen unter der Erleichterung der Tauſende von Zu⸗ ſchauern zum Ausgleich. 8 Luxemburgs Elf für Wuppertal Im Anſchluß an das Ausſcheidungsſptel zur Weltmei⸗ e e hot Luxemburg ſeine. aufheſtellt, die am kommenden Sonntag, 20.. en 6, offiziellen Fußballänderkampf gegen eine 8 8 155 schaft beſtreiten ſoll. Mit einer Ausnahme wurde. gleiche Elf aufgeboten, die ſich gegen Belgien eden enz hielt und nur knapp mit 32 geſchlagen wurde. Allerding wurde der rechte Läufer Dumont am Sonntog leicht ver⸗ letzt, ſo daß er möglicherweiſe erſetzt werden muß. Die 0 t: Kütenun 0 Goſcheld i(Jeuneſſe Eſch) Mouſel Majerns 8(beide S Eſchj 5 85 . t 0 9 1 S ebnc een Union) ammet Spora] Liwar ei Sie eee 0(Stade Düdeling.)(Fola Eſch)(Sporo)(Diſſerd.) Cremer(Schifflungen). Frauenländerkampf Holland Dieutſchland m kommenden Sonntag, 20. März, wird in Bu fu m Amſterdam r Hockeyländerkamof d. ſErſatz: Schmit, Becker, Mengel(olle Us Düdelingen), Frauen von Hozlaud und Deutſchland ausgetragen. Die beiden Länder haben ihre Vertretungen am Sonntag bereits, nam⸗ haft gemacht. Die deutſchen Frauen, die in Berlin einer Probe unterzogen wurden, treten wie ſolgt aan: Tor: Stecher⸗Bremen; Verteidigung: Dierks⸗Hamburg, Vogel⸗Hannover; Läuferreihe: Genſert⸗Frankfurt a.., Voß⸗Hannover, Lohſe⸗ Hamburg; Angriff: Klein⸗Hamburg, Drews⸗Berlin, Keller⸗Berlin, R. Bäuerle⸗Mannheim, Har⸗ gus⸗Lübbeck. Erſatz: Rohde⸗Hannover. Als Schiedsrichterin macht Hag e⸗Leipzig die Reiſe mit. Holland läßt ſich vertreten durch: Tor: Hentink⸗PW; Verteidigung: Roos⸗BDoc, Rollin⸗Cougerque⸗HOc; Läu⸗ ferreihe: de Vletter⸗B DC, Vreede⸗Rot⸗Wit, Götink⸗Rot⸗ Wit; Angriff: Leeuwenburg⸗Rot⸗Wit, Terwindt⸗Amſterdam, van Büren⸗B Doc, Kurize⸗Amſterdam, Exalto⸗ HHG. Nachwuchs in breiter Front Die erſten Probefahrten haben die Wagen und Fahrer der deutſchen Automebil⸗Rennſtälle auf der berühmten Mailänder Monza⸗Bahn hinter ſich. Dis Ergebnis— Zeiten wurden allerdings nicht genommen— muß als durchaus zufriedenſtellend augeſehen werden. Unſere Nachwuchsfahrer haben ſich mit dem ſchweren Rennwagen der Auto⸗Union und von Mercedes-Benz vertraut gemacht. Nun können die verantwortlichen Rennleiter in den näch⸗ ſten Digen daran gehen, die Rennfahrerqualitäten des Nachwuchſes genaueſtens zu prüfen und die fahrtechniſchen Eigenſchaften eines jeden einzelnen zu verbeſſern und— wenn möglich— rennfähig zu machen. Zuerſt war der Untertürkheimer Rennſtall auf der Bahn. Hartmann, Bauer, Brendel und Bäumer legten Runde um Runde zurück, ſo daß man erwarten darf. daß auch ſie neben Caracciola, von Brauchitſch und Lang ſchon bald in dem neuen Formelwagen über die Strecke brauſen werden. Rennleiter Neubauer wax zufrieden. Später erſchien dann auch der Rennleiter der Auto⸗Union, Dr. Feureißen, mit ſeinem Stabe. Rudolf Haſſe und H. P. Mitller machten ihre Sache ſehr aut und gaben dem Nach⸗ wuchs ein Bild davon, wie es gemacht werden muß. Das Aufgebot der Chemnitzer iſt vorläufig noch recht groß, denn dort ſah man den bisherigen NSuüU⸗Beiwagenfahrer Zimmermann, der zum erſten Male im Rennwagen ſaß. Erfahrener iſt ſa Bobby Kohlrauſch, obwohl eint kleiner Rennwagen eine andere Behandlung braucht als der große. Der Berliner Bigalke und der Dresdner von Hanſtein haben ſich ſchon als Zuverläſſigkeitsfahrer hervorgetau. Außerdem war aber auch der Schweizer Chr. Kautz in Monza, per im Vorjahre bekanntlich bet Mercedes⸗Benz war. Bedeutſamere Ergebniſſe können allerdings erſt die nächſten Tage liefern. Man hat allerlei vor im Mannheimer Sport Staffellauf„Rund um den Friedrichsp'atz“— Mannheims Sport auf dem Parkett“ Großveranſta tung am 3. Juli im Stadion— And hinter allem Breslau! fand unter dem Vorſitz von Kreisführer Stalf eine Sitzung des Kreisführerrats und der Kreisſachwarte im Das ſtatt, auf der wichtigſte Fragen des Mannheimer Sportlebens zur Sprache kamen. Den Eingeweihten iſt es längſt klar, und allen übrigen ſei es nochmals ausdrücklich geſagt: die ſportliche Arbeit des Frühjahrs und Sommers richtet ſich im Reichsbund völlig auf das Deutſche Turn⸗ und Sportfeſt in Breslau aus. Wabei Breslau nicht nur zu verſtehen iſt als arößte ſportliche Maſſenkundgebung aller Zeiten. Das Feſt will und wird mehr ſein; in ſeiner Organiſation. ſeiner Zu⸗ ſammenſetzung, ſeiner großartigen Freiwilliakeit und ſeinem Geiſte wird es drei Gedanken zum Ausdruck bringen: die Leiſtung, die ſtarke Einheit des deutſchen Sports und den Dienſt am Volke. Unter dieſen Ge⸗ danken werden auch die geplanten Mannheimer Veranſtal⸗ tungen ſtehen. Der Staffellauf Rund um deu Friedrichsplatz iſt für Sonntog, 22. Mai, vorgeſehen. Er wird für alle Kreis⸗ vereine offen ſein und ſich im Proaramem wie in der tech⸗ niſchen Durchführung ziemlich eng an das vergangene Jahr anſchließen. Zum erſtenmal ſoll auch ein Lauf für Pimpfe hinzukommen. Eine weitere Neuerung wird die Steger⸗ ehrung bringen. Sie ſoll im Namen einer großen, ge⸗ ſelligen Veranſtaltung aller Mannheimer Sportkreiſe er⸗ folgen, wahrſcheinlich am Samstaa darauf im Roſengarten. Wir betrachten es als einen überaus alücklichen Ge⸗ danken, die gewaltige Mannheimer Sportgemeinde auch einmal zur geſelligen Einheit zuſammenzufaſſen; es iſt beinahe verwunderlich, daß es nicht ſchon früher geſchah. „Mannheims Sport auf dem Parkett“— ſo wird das Motto dieſes Abands lauten. Wir haben keinen Zweifel. daß hier ungeahnte Möglichkeiten der Verſtändigung und ge⸗ meinſamen Begeiſteruna liegen, die auf den sportlichen Kamvpfſtätten mitunter fehlen Alſo bitte vormerken! Den Höhepunkt des Sommers wird dann die große Kreisveranſtaltung bilden, die in der Zeit vom 25. Juni bis 3. Juli als eine Art Generalprobe für Der 25. Juni wird als Auftakt im Stadion einen Fußball⸗Städtekam pf Mann⸗ heim— Ludwigshafen bringen(Samstag); der 26. Juni gehört der Sportjugend, die, ebenfalls im Stadion. ihre Geſchloſſenheit, 5 ihr Können in einer großanlegten Kundgebung zu zeigen nor hat. In der folgenden Woche werden die ei nel nen Fachgruppen(alle ſind beteiligt) auf ihren eigenen Gebieten möalichſt umfaſſende Werbeveranſtaltungen und Leiſtungskämpfe durchführen. Und am 3. Juli(Sonntag) kommt dann als Krönung und zuſammenfaſſender Abſchluß das Sportfeſt im Stadion, das einem, wie wir hoffen, unerhört zahlreichen Publikum die Lebenskraft, den Umfang und die Spitzenleiſtungen des Mannheimer Sports gedrängt vor Augen führen ſoll. Die Einzelheiten des Programms werden zur Zeit noch beraten. Jedenfalls will der Kreis Mannheim beweiſen, daß er lebt und im Gau Baden an erſter Stelle marſchiert. Außer dieſen großen Plänen machte Kreisführer Stalf noch eine Mitteilung, die ein freudiges Echo finden wird und die ſportliche Betätigung gerade weiterer Kreiſe an⸗ regen dürfte: 2 Ab Oſtern haben ſämtliche Mitglieder von DReè⸗Vereinen die Möglichkeit, an den Samstagnachmittagen unter fach⸗ kundiger Anleitung im Stadion das Training zur Er⸗ werbung des Reichsſportabzeichens aufzunehmen. Das Fachamt Leichtathletik wird eine Reihe geſchulter Kräfte mit der Durchführung und Ueberwachung dieſes Trainings betrauen, das natürlich koſtenlos iſt. Die zuſtändigen Stellen im Kreis und in den Vereinen geben gerne nähere Auskunft. 1D. B. Ewald Kluge wieder daheim Nach einem prächtigen Fluge traf am Montagvormittag der deutſche Motorradmeiſter Gwald Kluge von Frank⸗ furt a. M. kommend von ſeiner Auſtralienreiſe wieder in Berlin ein, wo ſich ein kleiner Troß auf dem Flughafen Tempelhof zu ſeinem Empfang eingefunden hatte. Er wurde herzlich begrüßt, wobei ihm zahlreiche Blumen⸗ und Kranzſpenden überreicht wurden. Korpsführer Hühn⸗ lein, der Führer des deubſchen Kraftfahrſports, hieß den deutſchen Meiſter und vierfachen Sieger von Auſtralien willkommen und führte u. a. folgendes aus:„Trotz des Jubels um die Erhebung eines großen deutſchen Volkes vergeſſen wir Sie, Ewald Kluge, nicht. Es gibt nicht nur ganz große Fahrer im Wagen, auch auf dem Motorrad. Dazu gehören Sie, das weiß jeder“. Für ſeine großen Stege in Auſtralien ſprach er ihm dann den Dank des deutſchen Kraftfahrſports aus, überreichte ihm die deutſche Meiſter⸗Nadel unter gleichzeitiger Beförderung zum NScK⸗Truppführer. Anſchlleßend entbot Dr. Hahn, der Betriebsführer der Auto⸗Union, im Namen der 22 000 Ge⸗ folgſchaftsmitglieder einen herzlichen Willkommensgruß an den aus ſo weiter Ferne Zurückgekehrten. Erſte Arbeitsſitzung des JK Das Internationale Olympiſche Komitee trat an Bord der Nilfacht Victoria zwiſchen Aſſuan und Luxor zu ſeiner erſten Arbeitsſitzung zuſammen. Zunächſt wurden als neue Mitglieder General von Reichenau Deutſchland und Am Donnerstagabend Breslau ſtattfindet. Kleine Sport-Nachrichten Im Handball wurden am Sonntag mit Oberalſter Hom⸗ burg(Nordmark), TV 47 Wetzlar(Heſſen), DRe Haßloch (Südweſt) und SV Waldhof(Baden] vier weitere Gau⸗ 11 ermittelt, ſo daß nun insgeſamt acht Meiſter feſt⸗ ſtehen. Toni Merkens wird am Himmelfahrtstag(23. Mai) zum erſtenmal hinter Motoren ſtarten. Der Kölner be⸗ ſtrettet an dieſem Tage die Eröffnungsrennen in Han⸗ nover. 5 Das Gaumanuſchaftsſpringen auf der Hans⸗Heinz⸗ Schanze von Johanngeorgenſtadt wurde von der erſten ſächſiſchen Mannſchaft mit Kraus, Meinhold und Böhm mit der Geſamtnote 929,9 gewonnen. Württembergs Fechtmeiſterſchaften im Florett wurden in Ulm entſchleden. Bei den Männern ſiegte Dopſer(TB Ulm)], während bei den Frauen Frl. Möhringer(To Gmünd] erfolgreich wor. e Bei den Gerätmeiſterſchaften der HJ des Gebiets 25 (Saarpfalz) gab es ganz ausgezeichnete Leiſtungen. Schleſiſcher Schimeiſter im 50⸗Km.⸗Dauerlauf wurde in Schreiberhau in Abweſenheit des Titelverteidigers Leu⸗ pold Alois Horn vom HDW. Bei den Waldlaufmeiſterſchaften der SA⸗Gruppe Kur⸗ pfalz in Neuſtadt a. d. W. gewann in der Klaſſe 4 die D 5(Pirmaſens) den Wanderpreis des Gauleiters ürckel. Die Geſchwiſter Pauſin erhielten auch in Dortmund reichen Beifall. Im Eishockeykampf wurde Dortmund von einer Auswahl den Haags mit 123 geſchlagen. Rugbymeiſter von Niederſachſen wurde der Vik Han⸗ nover durch einen 13:10⸗Sieg über Odin Hannover. Der Berliner SB 92 wurde im erſten Spiel zur brandenburgi⸗ ſchen Meiſterſchaft von Stemens mit 6785 geſchlagen. Der AS Nütruberg gewann dis zweite Entſheidungs⸗ ſpiel um die fränkiſche Bezirtsklaßen⸗Mei erſchaft im Fußball mit:0(:0) Toren gegen Bayern berg und wurde damit Meiſter. Als ſolcher nimmt er an den Aufſtiegsſpielen zur Gauliga teil. i Jahn Regensburg benutzte den ſpielfreten Sonntag zu einem Freundſchaftskampf gegen den Se 88 kam über ein Unentſchieden von:1 nicht hinaus. 5. 5 ckers Nürn⸗ Planftz. Die Erich Mee gewann in Paris ein Dauerrennen weer Bre 40 Km. und ein Verfolgungsrennen, mußte ſich uber in einem Zweikampf knapp von Lacquehay geſchlagen be⸗ kennen. Albert Richter belegte im Fliegerkampf hinter Weltmeiſter Scherens den zweiten Platz. VfL Neckarau und SpVg 84 Mann heim 4e ſich bei den unterbadiſchen Meiſterſchaften im Mannſchafts⸗Ge⸗ ae in Mannheim die Teilnahme an der Gaumei⸗ erſchaft. Ein Dutzend Tore wurden im Fußball⸗Freundſchifts⸗ kampf zwiſchen dem Teplitzer F und der S ürth erzielt. Das Spiel nahm mit 616 einen unentſchiedenen Ausgang. a Der S Wiesbaden trug am Sonntag am Mittelrhein ein Freundſchaftsſpiel gegen den Vfe Köln 99 aus. Die Mannſchaft aus dem Gau Südweſt blieb mit:1(:0) ſiegreich. Megan Taylor, die neue Weltmeiſterin im Eiskunſt⸗ 8 195 8 der A. ein wundervolle rogramm. Im Eisheckeyka blieb Kre⸗ feld über Köln mit 10:5 ſiegreich.. 8 5 Sigmund Rund iſt auf ſeiner Amerikareiſe an einem Bruſtleiden erkronkt und vorläufig für längere Zeit außer Gefecht geſetzt. Frankreichs Fußballſpieler tragen vor ihrem Länder⸗ kampf mit Oeſterreich noch ein Probeſpiel am Mittwoch, 10. März, gegen eine Pariſer Auswahl mit folgender Maunſchaft aus: Di Lorto; Cazenave— Mattler; Baſtien — Jordan— Diagne: Courtois— Heißerer— Nicolas— Aznoar— Veinante. ö Den Nationen⸗Preis für Gemiſchte Doppel gewannen beim internationalen Tennisturnier in Mentone Sriven⸗ Shayer 611, 6˙4 gegen Sioda⸗Spychals. Im Frauen⸗ Doppel wurden Frou Beutter⸗Hammer Sander(Deutſch⸗ klond) von Scott. Jarvis(England) in drei Sätzen ge⸗ ſchlagen. g. 5 Im Basketball⸗Länderkampf Lettland— Deutſchland vor 4500 Zuſchauern in Riga blieben die e und körperlich ſtärkeren lettiſchen Spieler mit 50:16(36:11) ſiegreich. Einen cken⸗Stäbtekampf trugen Breslau und Dres⸗ den aus. die Sachſen blieben mit:1(220) erfolgreich. ihren Leiſtungswillen und Niederſächſiſcher Hockenmeiſter wurde Club zur Vahr emen dur einen:1⸗Sieg über den Do Hannover. — 10 1112 13 14 bein ⸗Wegel 11. 12 13 14. Rheinfelden 205 2 08 2 002 10203 Kaub.90193.89 1% Breiſach. 0 90.08 1,05 1 050 05 Köln 1 91 188 184 13 i al e 22, 02 2 26/20 Nedar⸗Bege t. f Maran 377 378 379,3 74 72 a- egel 0 ö Mannheim 2581 2,80.812.79 2,75 Mannheim 0 Rense Coudert⸗uSA begrüßt. Für Braſilien wurd Antonie Prado jg. in das IOc gewählt. Weiter wurde beſchloſſen, für China die Wahl eines zweiten Mitgliedes zu geſtatten. Bei den weiteren Beratungen wurden die olympiſchen Beſtimmungen inſoweit einſtimmig abgeändert, als die Winterſpiele auch in einem anderen Lande als dem Ver⸗ anſtalter der Sommerſpiele ſtattfinden können. In dem offiziellen Kommuniqué wird mitgeteilt, daß das JO ſehr erſtaunt iſt über die Tatſache, daß der Prä⸗ ſident des Internationalen Schiverbandes(FS) den Ver⸗ bänden verſchiedener Länder vor dem FiS⸗Kongreß in Hel⸗ ſinki mit feinem Rücktritt oͤͤrohte, falls die Mitglieder der FJS die olympiſchen„Qualifikationsgeſetze“ annehmen würden. Das JO drückt ſein Erſtaunen darüber aus, zu erfahren, daß die Fs in der Lage war, nicht nur die Schilehrer aus eigenem Ermeſſen auszuſchließen, ſondern auch den Lehrern die Amateureigenſchaft abzusprechen. H. Lantſchner Schweizer Schimeiſter Der dreifache deutſche Schimeiſter Helmut fügte ſeinen zahlreichen Erfolgen am Sonntag bei den Schweizer Schimeiſterſchaften einen neuen Sieg an. Er gewann in Wengen die Viererkombination, die ſich aus je zwei nordiſchen und zwei alpinen Wettbewerben zuſanr⸗ menſetzt. H. Lantſchner, der während des ganzen Kampfes die Führung nicht abgegeben hatte, ſiegte auch im Torlauf vor Roman Wörndle, dem Schweizer Willi Steuri und dem Torlaufſieger des Vorjahres, Rudolf Rominger, ſowie dem Titelverteidiger Heinz von Allmen. Der deutſche Meiſter hatte damit den Abfahrts⸗ und den Torlauf gewonnen, belegte im Sprunglauf den 2. und im Langlauf den 16. Platz. Mit 50,85 Punkten wurde Lantſchner Schweizer Schi⸗ meiſter 1938 vor dem Einheimiſchen Schlunegger und Heinz von Allmen. 5 Auf dem hartgefrorenen Hahnegghang wurden hohe Anforderungen an die Teilnehmer geſtellt. Die überragende techniſche Beherrſchung des Slalom und die große Stand⸗ feſtigkeit der deutſchen Teilnehmer erregte, wie ſchon bei den Frauen, allgemeine Bewunderung. Das Rennen wurde in zwei Läufen entſchieden. Erſt im zweiten Durchgang zeigten die Deutſchen ihr wirkliches Können. Betrug der Abſtand zwiſchen den beiden Deutſchen und den Schweizern anfänglich nur Zehntelſekunden, ſo wurden es dann volle Sekunden. Die:01,90 von Lantſchner und die:05,5 von Wörndle wurden von keinem anderen Läufer erreicht. Die Ergebniſſe: Torlauf: 1. Helmut Lantſchner⸗Deutſchland:12, (:10,7 und 101,9), 2. Roman Wörndle⸗Deutſchland 215,5, 3. Willt Steuri⸗Schweiz:15,9, 4. R. Rominger⸗Schweiz :20,7, 5. Heinz von Allmen⸗Schweiz:21,9, 6. Dr. Vetter⸗ Deutſchland:22,5 Min. Vierer⸗Kkombination: 1. und Schweizer Schimeiſter 1938 Helmut Lantſchner⸗Deutſchland 50,85 Punkte, 2. Hans Schlunegger⸗Schweiz 72,30, 3, Heinz von Allmen⸗ Schweiz 74,09, 4. Adi Gamma ⸗Schweiz 79,14 Punkte. Das erſte Galopprennen der Saiſon Mülheim⸗Dufsburg(13. März) 1. Saarner Jagdrennen. 2100 Mark, 3000 Meter: 1. 3. F. Schrecks Musca(5. Wortmann); 2. Moraz; 3. Gan⸗ gam; 4. Nußknacker. Ferner: Jägermeiſter, Blumenkönig, Cologna, Selmel, Lore, Bärbel. Toto: 25, 18, 89, 14, 1510. Lg.:——5; EW: 77410. 2. Preis von Dümpten. 2000 Mark, 2000 Meter: 1. Frau A. Buz Roman(W. Krbalek); 2. Marlamd; 3. Mardonius. Dantſchner Ferner: Sheila, Selim, Famaſino, Agnus, Sonny Boy, Lonſky, Satilla. Toto: 85, 59, 65, 23:10. Lg.: 44 „ GW: 1464.10. 3. Speldorf⸗Jagdrennen. 2400 Mark, 3500 Meter: 1. Major E. Aſpers Pollux 2(J. Hochſtein); 2. Waldteufel 3. Coeuraß. Ferner: Fungritter, Fangſchuß, Lavaut, Punktina, Kurzer Kopf. Toto: 36, 14, 16, 16:10. Lg. 179 110. EW 208 10. 4. Preis von Styrum. 2900 Mark, 1600 Meter: 1.& Kunſts Perlſiſcher(Präger); 2. Stobno; 3. Baſtkorn. Fer⸗ ner: Piniculus, Blumenghttin, Goldprobe, Commodore, Pireſtone, Schloßfrau. Toto: 29, 21, 28, 20:10. Lg. 1 H-2; EW: 57810. 5. Preis von Broich(1. Abteilung). 2000 Mark, 1400 Meter, Ausgleich 4: 1. F. Lecker⸗Candels Cirauo(M. Schmidt); 2. Romantik; 3. Frigga. Ferner: Senſe, Sil⸗ veſter, Charolus, Melle, Triſteſſe, Pompon. Toto: 20, 18, 80, 29:10. Lg.——2. EW: 24:10. a 5. Preis von Broich 91 Abt.). 2000 Mark, 1400 Meter, Ausgleich 4: 1. Willi Schmidts Ahnherr; 2 Lenar;: 3. Gla⸗ dius. Ferner: Sextus, Wildfang, Mauriza, Muſterknabe, Wernigerode. Toto: 179, 42, 28, 19:10. Tg.: 1/11. W: 3166:10. 7. Heißen⸗Flachrennen. 2100 Mark, 2000 Meter. Aus⸗ leich 4? 1. W. Seyferts Labul(W. Krbalek); 2. Graf oltke; 8. Laufpaß; 4. Sora. Ferner: Heidekönig, Berna, Pepbellina, Preisträger, Orchilles, Maktonſa, Faland. Toto: 59, 18, 15, 16, 14:10. Lg.: H—; EW: 40410. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 14. März. Das europäiſche Hochd ruckgebiet verlagert ſich mit ſeinem Kern über Deutſchland hinweg ſüdoſtwärts. Es behält ſeinen Einfluß auf unſer Wetter, doch kommen wir an ſeine Weſtſeite, ſo daß mit raſcher Wärme zun ahme gerechnet werden kann. Borausſage für Dienstag, 15. März Meiſt heiter, trocken, nach ſtelleuweiſe leichtem Froſt mittags warm, füdöſtliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 13. Märzt .12, Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 14. März:— 1,9 Grad; heute früh 8 Uhr:— 14 Grad. 5 Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März 5 4 nnen 11. 2 * 5 938 Montag. 14. Marz der Neuen Mannheimer Zeitung NDELS- n” WIRTSCHAFT-ZETT TUNG Abend- Ausgabe Fr. 121 Fragen der Devisenbewirischafſung Stärkere Verflüſſigung durch erhöhten Einlagenzuwachs Der Deutſche Betriebswirtſchafter⸗Tag in Düſſeldorf Am 14. und 15. März veranſtoltete der Deutſche Be⸗ triebswirtſchafter⸗Tag(Deutſche Geſellſchaft für Betriebs- wirtſchaft), Berlin, in Düſſeldorf im Ibach⸗Haus eine geſchloſſene Vortragsfolge über alle wichtigen Fragen der Deviſenbewirtſchaftung. Der Deutſche Betriebswirtſchafter⸗ Tag hatte ſich damit zur Aufgabe gemacht, dem deutſchen Kaufmonn an Rhein und Ruhr, einem der wichtigſten Aus⸗ fuhrgebiete Deutſchlands, in grundlegenden Vorträgen, die Vorſchriften für den einzelnen wirtſchaftlichen Vor⸗ gaug aus den verſtreuten Geſetzſtellen zuſammenfaſſend, die allgemeinen Kenntnine zu vermitteln, im täglichen Be⸗ triebsleben aufgetauchte Zweifelsfragen zu klären und gleichzeitig geeignete Mittel und Wege zu zeigen, auf denen er in Erfüllung ſeiner nationalen Pflichten auch weiterhin die Ausfuhr pflegen und noch ſteigern kann. Den einleitenden Vortrag hielt Dr. Leibrack(Knorr⸗ Bremſe AG, Berlin) über„Grundprobleme des deutſchen Außenhandels“. In einem kurzen geſchichtlichen Ueber⸗ blick wies der Vortragende auf die wahren Urſachen der Welthandelsſchwierigkeiten in der Gegenwart hin: Störung und Zerreißung der natürlichen Wirtſchaftsbeziehungen durch die Pariſer Vororts⸗Friedensdiktate, Reparationen und interalliierte Schulden, induſtriepolitiſch orientierter Hochprotektonismus in den Vereinigten Staaten, Abgehen Englands vom Freihandel. Die internationale Ableugnung des Grundſatzes, daß die zwiſchenſtagtlichen Ein⸗ und Verkäufe ſich wechſelſeitig beeinfluſſen, daß ſie ein enges Band umſchließt, zwang Deutſchland zur Einführung der Deviſenbewirtſchaftung und zum Abſchluß von Zahlungs⸗ und Verrechnungsabkommen. Der Vortragende ging dann auf die Notwendigkeit des zweiten Vierjahresplanes ein, behandelte ſeine Aufgaben und ſtellte unter Beweisführung den Grundſatz auf, daß erſt dieſer Plan das Fundament für eine erweiterte Beteiligung Deutſchlands am Welt⸗ Handel darſtelle. Der Vortragende behandelte dann noch u. a. die Clearing⸗Verträge, die Kompenſattonsgeſchäfte, die Frage der Preisgeſtaltung, der Schleuderausfuhr, ſer⸗ ner die Frage: Exporthandel oder nicht, die Auslands⸗ vertretungen uſw. Zum Schluß wies Dr. Leibrock darauf hin, daß man das heute der Menſchheit geſtellte Problem wie folgt formulieren könne: Wie nutzen wir den tech⸗ niſchen Fortſchritt in der Beherrſchung der Naturkräfte, wie nutzen wir die Millionen arbeitsfreudiger Hände, die Millionen geſchulter Köpfe, ſo daß die Mehrzahl der Menſchen wenigſtens in der Zett voller Arbeitskraft ein einigermaßen befriedigendes Auskommen findet? Die Ant⸗ wort lautet: Laßt in der ganzen Welt jedes Land und jeden Betrieb dasfenige produzieren, wofür ſie ſich am beſten eignen; begrabet das wirtſchaftliche Tote, um das Geſunde am Leben zu erhalten; denkt daran, daß ohne all⸗ gemeinen Wohlſtand der Welt kein Erdteil, kein Land das Höchſtmaß von Wohlſtand erreicht. Bis jedoch dieſe Idee ſich durchgeſetzt hat, wird es noch einer langen Zeitſpanne bedürfen; denn die ſtarken Aenderungen in der ökonomi⸗ ſchen Struktur und in der ſozialökonomiſchen Politik ver⸗ ſchiedener Staaten ſind noch nicht zu Ende geführt. Jedenfalls kehrt das Alte, das vor dem Weltkriege beſtond, nicht wieder; der nationale Markt wird die neue Weltwirtſchaft kennzeichnen, und der nationale Wille der Völker, ihre heimiſche Wirtſchaft planvoll zu geſtalten, wird den Woren⸗ und Güterſtrom der Länder weſentlich beein⸗ fluſſen und ihn damit in ſeiner bisherigen Struktur ver⸗ ändern. Mit dem zweiten Vortrog begann die Reihe der Sach⸗ vorträge. Zunächſt ſprach Dr. Eule(Referent für Devi⸗ ſenbewirtſchaftung bei der Induſtrie⸗ und Handelskammer Berlin) über„Reiſeverkehr“. Der Vortragende führte Grundſätzliches über das Verhalten von Deviſeninländern auf Reiſen aus und behandelte dann die verſchiedenen Vorſchriften, Verfahren und Reiſemittel für geſchäftliche und nichtgeſchäftliche Reiſen. Deviſenrechtliche Behandlung der Steuergutſcheine bei der Verteilung des Auleiheſtocks Mit Runderlaß 17/38 D. St.— Ue. St. vom 9. März 1938 gibt die Reichsſtelle für Deviſenbewirtſchaftung Beſtim⸗ mungen über die deviſenrechtliche Behandlung der Steuer⸗ gutſcheine bei der Verteilung des Anletheſtocks bekannt. Danach richtet ſich die Ausſchüttung des Anleiheſtocks nach den Vorſchriften, die für Wertpapiere und Erlöſe aus Wertpapieren beſtehen. Zahlungen an die Konverſionskaſſe für deutſche Auslandsſchulden ſind nicht zuläſſig. Steuer⸗ gutſcheine der Serie A, die für Ausländer beſtimmt ſind, können den ausländiſchen Empfängern ohne Genehmigung Bel einer Deviſenbank zur Verfügung geſtellt werden. Werden die Steuergutſcheine von Ausländern im Inland veräußert, ſo iſt der Erlös einem Wertpapierſperrkonto gut⸗ gubringen. Soweit Geſellſchaften die Steuergutſcheine für Rechnung ihrer Aktionäre verwerten, können ſie Zahlungen an Deviſenausländer gleichfalls ohne Genehmigung auf ein Wertpapierſperrkonto leiſten. Unter beſtimmten Vor⸗ uusſetzungen kann Deviſenausländern auch die Verſendung der Steuergutſcheine in das Ausland genehmigt werden. Der Runderlaß enthält ferner Beſtimmungen über die Tilgung von Steuerſchulden mit Stnuergutſcheinen. Verein deutſcher Oelfabriken, Maunheim. Es wird der für den 5. April 1998 einzuberufenden HV die Aus⸗ 51 einer N von 6 v. H. wie im Vorfahr in Vorſchlag gebracht. in Wensch Slffebelelhungsbauk Ach, Hamburg. In der Aufſichts ratsſitzung der Deutſchen Schiffsbeleihungs⸗ bank A6, Hamburg, wurde beſchloſſen, für das Geſchä kts⸗ jahr 1937 eine Dividende von 7(6) v. H. vorzuſchlagen. * Wezel u. Naumann Ac, Leipzig. Wie dem Dod von der Verwaltung e wird, hit das Geſchöfts⸗ jahr 1937 der Wezel u. Naumann Ac, Leipzig, nah an⸗ gemeſſenen Abſchreibungen und Rückſtellungen einſchließ⸗ lich Gewinnvortrag einen Reingewinn von 57 887(i. V. 49 286„ erbracht. Der auf den 4. Mai d. J anberaumten 9. HV wird die Ausſchüttung einer Dividende von 6(0) v. H. vorgeſchlagen. 5 5 dgatelteufabrit Richard Greiling AG, Dresden. Die w. HW der Zigarettenſabrik Richard 1 0 AG, Dresden, genehmigte einſtimmig den bekannten Abſchluß ſür 1997. Ueber die Entwicklung im neuen Jahr wurde mitgeteilt, Weileres Kaulinferesse Die Umsätße begrenzi/ Freundliche Stimmung am Schluß Rhein⸗Mainiſche Börſe: feſt Frankfurt, 14. März. Die Börſe war im Anſchluß an die kräftigen Erhöhungen vom Samstag auch zum Wochenbeginn weiter feſt, da ſich an den meiſten Gebieten des Aktienmarktes Käufe der Kundſchaft fortſetzten. Der Umbruch in Oeſterxeich findet weiterhin ſtärkſte Anteilnahme; auch verſchiedene wirtſchaft⸗ liche Momente regten etwas an. Indeſſen war die Umſatz⸗ tätigkeit nur in wenigen Spezialwerten lebhafter Nach den erſten Notierungen, die durchſchnittlich—2 v. H. höher zagen, flaute das Geſchäft merklich ab und auch die höch⸗ ſten Kurſe wurden nicht immer voll behauptet. Beſonders feſt lagen unter Berückſichtigung des Abſchlages der Divi⸗ dende und der Ausſchüttung des Anleiheſtocks Reichsbank⸗ anteile, die mit 197(211) rund 3 v. H. gewannen Ebenſo⸗ viel höher notierten Bemberg mit 147,50—147(144,50). Leb⸗ hafter waren JG. Farben mit 159,75—160—159,50(158,75). Maſchinen⸗ und Motorenwerte erhöhten ſich um—2 v.., Montanpapiere bei teilweiſe ſtärkeren Umſätzen um—1,50 v.., Elektropapiere kamen größenteils—2 v. H. höher an, Geſfürel plus 2,50 v. H. auf 148,50, dagegen Rheag Stamm 129,25(129,75). Auch Zellſtoffpapiere gewannen bis 2 v. H. Im Freiverkehr fanden Burbach Kali größeres Intereſſe bei 72,50—72. An den Reutenmärkten war es dagegen recht ſtill. Reichs⸗ altbeſitz blieben mit 32,75 voll behauptet, ebenſo nannte man Kommunal⸗Umſchuldung mit 96 bis 96,05 und 4proz. Rentenbankablöſung mit 94,90 bis 95.00 wenig verändert. In Goldpfandbriefen war die Nachfrage etwas ruhiget. Liquid zitionspfandbriefe konnten ſich zumeiſt nur knapp behaupten, ebenſo lag in einigen Stadtauleihen kleines Angebot vor. Kommunal⸗ und Induſtrie⸗Obligationen waren wenig verändert. In der zweiten Börſenſtunde ruhte das Geſchäft faſt völlig. Die Kurſe der Hauptwerte bröckelten zumeiſt eine Kleinigkeit ab, der Grumdton blieb indeſſen feſt. U. a. notierten Hoeſch 114 nach 114,50, Ver⸗ ein. Stihl 11358 nach 11398, Adlerwerke 120,50 nach 120,75, Bemberg etwa 146,50 nach 147,50. Die erſt ſpäter notierten Werte lagen überwiegend bis 1 v. H. höher. Großbank⸗ aktien waren teilweiſe etwas höher, Deutſche Bank 127,75 (127,50), Dresòner Bank 118(116). Auch ſonſt zeigte der Einheitsmarkt überwiegend Erhöhungen. Im Freiverkehr war das Geſchäft bei wenig veränder⸗ ten Kurſen klein. Etwas lebhafter gingen Dinglerwerke mit 89,25 bis 89,50(89) um. Burbach erhößten ſich bis 78 nach 72,50, ferner nannte man dagegen Raſtatter Waggon mit 54(55). Berlin: Aktien und Renten feſter Berlin, 14. Mörz. Die Börſe ſtand naturgemäß unter dem Eindruck der weltbewegenden Ereianiſſe der letzten beiden Tage. Der Wertpapierhandel ſelbſt trat ſtark in den Hintergrund, denn man beſprach zunächſt einmal die Neugeſtaltung und die vorausſichtlichen Veränderungen in wiriſchaftlicher Hinſicht, die ſich aus der Einbeziehung der öſterreichiſchen in die geſamtdeutſche Wirtſchaft ergeben müſſen. Das ſchon am Samstag beobachtete Kaufintereſſe erfuhr eine Fortſetzung, allerdings blieben die Umſätze eng begrenzt, da nur wenig Materirl zur Verſügung ſtand. Faſt aus⸗ nahmslos waren daher Steigerungen zu beobachten. Am Montanmarkt befeſtigten ſich Verein. Stahlwerke, bei denen auch noch Bericht und Rechnungswert für 1937 mitſprechen, um 1,25 v.., Hoeſch gewannen 1, die übrigen Werte des Marktes 4 bis 1 v. H. Braunkohlen⸗ und Ka irſtten blieben mangels Umſatzes meiſt geſtrichen, nur Winters⸗ hall konnten 1,75 höher notiert werden. Von chemiſchen Papieren ſind Farben mit einer Steigerung um 1,50, Koks⸗ werke mit plus 17 und Rütgers mit plus 2,25 v. H. zu erwähnen. Bei den Elektro⸗ und Verſorgungswerte hatten Schuckert und Siemens mit plus 2,50 bzw. plus 3,5 v. H. die größten Steigerungen. Auch Maſchinenbauwerte begegneten verſtärkter Nachfrage, ſo Schubert und Salzer (plus 176) und Grenſtein plus 19% v.). Von Metall⸗ werten wurden Met allgeſellſchaft 2,75, von Textilaktien Bemberg 2,25 v. H. und von Verkehrswexten Allg. Lokal und Kraft nach Pauſe 4,25 v. H. höher bezahlt. Reichs⸗ bankanteile, die heute exkl. Dividende und Anleiheſtock⸗ ausſchüttung gehandelt wurden, lagen 2,50 v H. höher. Braubank gewannen, nachdem anfangs keine Notiz er⸗ folgte, 3 v. H. Am Reuteumarkt ſtieg die Umſchuldungs⸗ anleihe um 5 Pfg. auf 96. Reichsaltbeſitz eröffnete zu ächſt 56 v. H. niedriger mit 13298, wurden dann aber ſoglelch wieder 1 v. H. höher bewertet. Im Verlaufe erhielt ſich an den Aktienmärkten eine freundliche Grundtendenz. Die Umſätze blieben allerdings weiter gering, da Abgaben nicht erfolgten und die auch nur kleinen Kaufaufträge meiſt nicht voll befriedigt werden konnten. Schleſiſche Gas wurden erſt im Verlaufe, und zwar 1 v. H. höher bezahlt, Junghans erhöhten einen An⸗ fangsgewinn von 1 auf 1 v.., Lahmeyer zogen um v. H. an. Im allgemeinen betrugen die Beſſerungen auch ſonſt nur Prozentbruchteile. Am Kaſſarentenmarkt konnte der Bedarf in Hypotheken ⸗Pfandbriefen und Kommunal⸗ Obligationen auch heute wieder zum größten Teil voll be⸗ friedigt werden. Pfandbriefe waren in kleinen Beträgen angeboten und zum Teil t v. H. ſchwächer, ſo Preußiſche Hypothekenbank und Preußiſche Pfandbriefbank. Bei den Stadtanleihen erreichten 26er Bonn bei einer Steigerung um 76 v. H. den Pariſtand. Wer Gelſenkirchen und Ager Aachen gaben je 1 v. H. her. Bei den Provinzanleihen wurden Oſtpreußen 7 v. H. höher bewertet. Länderan⸗ leihen wurden faſt durchweg auf Samstagsbaſis gehandelt. Reichsſchatzanweiſungen hatten heute ruhiges Geſchäft. Von Induſtrieobligationen wurden Laurahütte von 1919 und 21er Neckar AG je&, 86er AEG um. 3er Klöckner um 58. Mont Cenis und Braubank fe 74 v. H. höher bewertet. Bei den zu Einheitskurſen gehandelten Bankaktien ſtiegen Deutſche Bank um. Dresdner Bank um s, Deutſche Ueberſeebank wurde ſogar 2,25 v. H. höher bewer⸗ FFFFFUFUUUUUUUUCUCCCbCbCbCTGTGGTGTGTGT(TbTGTbTbVTbTbTbTbTbTbTbTTbTbTbTbTbTbTbTbT'''Tl''Tb''''''''''''Ilꝛl'lv''wꝛ'!'''''!'!'!'!'!'!'!';!;;!;.....·ĩůwꝛvꝛvꝛv..............v TTT... daß die Monate Januar und Februar etwas niedrigere Umſätze als die Monate November und Dezember des Vor⸗ jahres gebracht haben. Es ſei jedoch zu berückſtchtigen, daß dieſer Rückgang in der geſamten Zigaretteninduſtrie feſt⸗ zuſtellen ſei. Für März wird eine Beſſerung erwartet. Die Bankſchulden ſeien ſeit Anfang d. J. um rund 150 000 Mark ermäßigt worden. Die Bankkredite wolle man wei⸗ ter abbauen. Auch die Steuerverpfli htungen ſeien ge⸗ ringer geworden. Das reine Betriebsergebnis ſei in den letzten öͤrei Monaten aktiv geweſen. * Gebrüder Roeder AG, Darmſtadt. Die HV der Ge⸗ brüder Roeder AG, Darmſtadt, genehmigte den bekannten Abſchluß für 1937 mit— wie vorgeſchlagen wieder 5 v. H. Dividende auf die 1,8 Mill.„ Stammaktien und 7 v. H.(wie i..) auf die 5000„ Vorzugsaktien. Von Kleinaltionärſeite war eine Dividendenausſchüttung von 6 v. H. beantragt und damit begründet worden, daß die Geſellſchaft gut fundiert ſei; der Vortrag auf neue Rech⸗ nung von 25 245„ geſtatte deshalb ſehr wohl eine Kürzung. Der Antrag wurde abgelehnt. Im Rahmen der geſetzlich erforderlichen Neufaſſung der Satzungen wurde das Stimmrecht der Vorzugsaktien von bisher 150 Stimmen auf 90 Stimmen je nem. 100„ Vorzugsaktien herab⸗ geſetzt. Auf nom. 100% Stammaktien entfällt eine Stimme. Die Verwaltung begründete den Fortbeſtand der Vorzugs⸗ aktien mit Ueberfremdungsgefahr durch andere Unterneh⸗ mungen. Auch hier ſtimmte ein Kleinaktionär mit 1000 Aktien gegen die Verwaltungs vorſchläge in gleicher Weiſe wie gegen die Entlaſtung von Vorſtand und Auſſichtsrat. Aus dem Aufſichtsrat ſcheidet aus Dr. rer. pol. h. c. Fer⸗ dinand Bausback, Berlin. Ueber das laufende Geſchäfts⸗ jahr wurde noch mitgeteilt, daß der Au'trraseſmgang nach wie vor ſehr lebhaft fei. Durch die erhöhte öffentliche wie private Bautätigkeit ſei der Bedarf an Erzeugniſſen des Unternehmens bedeutend. * Zuckerraffinerie Halle.— Günſtige Wirkungen des ge⸗ ſtiegenen Verbrauchszuckerabſatzes. Die Zuckerrafftnerie Halle weiſt für das mit dem 31. Auguſt 1937 abgelaufene Geſchäftsjahr einen von 2,94 Mill., i. V. auf 3,29 Mill. erhöhten Rohertrag aus. Hierin kommt die günſtige Ent⸗ wicklung im Verbrauchszuckerabſatz zum Ausdruck, die ſich für die Geſellſchaft vorteſlhaft ausgewirkt hat. Daneben erbrachten Zinſen und ſonſtige Kapitalerträge 0,07(0,08) Mill. 4. Nach Abzug ſämtlicher Aufwendungen, hierunter 1,18(1,11) Mill.„ für Löhne und Gehälter und 0,08(0,08) Mill./ für ſoziale Abgaben verbleibt nach Vornahme von 0,41(0,34) Mill./ Abſchreibungen einſchl. 4841(4641) 4 Gewinnvortrag ein Reingewinn von 177828(176 841]. aus dem. wie bereits gemeldet, unverändert 4 v. H. Divi⸗ dende auf 4,30 Mill./ AK ausgeſchüttet werden ſollen. Im Zuge der Verbeſſerung und Ergänzung der Betriebs⸗ anlagen ergaben ſich auf dem Maſchinen⸗ und Bahnanlage⸗ Konto wieder größere Zugänge, die ſich auch in den nächſten Jahren wiederholen werden. Die umfangreichen Arbeiten konnten in dieſem Jaßre rechtzeitig fertiggeſtellt werden. Das Anlagevermögen iſt mit 4,44(4,59) Mill.& bewertet. Dem Umlaufsvermögen von 5,56(3,85) Mill.., wobei insbeſondere die Zunahme der Weechſelſorderungen von 0,32 auf 2,17 Mill. 4 auffällt, ſtehen andererſeits auch höhere Verbindlichkeiten von 4,46(2,90) Mill.„ gegenüber, die den gleichen Wechſelpoſten von 2,17(0,32) Mill./ ent⸗ hält. Die Rücklagen ſind mit 1,08(1,02) Mill. 4 nur wenig verändert.— In dem am 1. September 1937 be⸗ gonnenen neuen Betriebsſahr hat das Unternehmen den Rohzuckereinwurf am 18. Oktober 1937 aufgenommen. Die Verwaltung rechnet wieder mit einer erheblich größeren Verarbeitung.— VH am 15. März. * Brennabor⸗Umſatz weiter geſtiegen. Ueber das mit dem 90. September 1937 abgelaufene Geſchäftsjahr berichtet die Brennabor⸗Werke AG, Brandenburg(Havel), daß ſich die an ſie geſtellten erhöhten Anforderungen in einer er⸗ heblichen Umſatzſteigerung auswirkten. Die Gefolgſchafts⸗ zohl, einſchließlich der Tochtergeſellſchaft, erhöhte ſich auf 4600 Köpfe. Auch der Umfang des Ausland sgeſchäfts konnte weiter vergrößert werden. Insbeſondere gelang es, im Fahrradgeſchäft eine weit über dem Durchſchnitt liegenden Antetl am Geſamt⸗Export der Branche zu erreichen. Der weiteren Verſchönerung der Arbeitsplätze und Verbeſſerung von ſanitären Anlagen galt die beſondere Aufmerkſam⸗ keit der Verwaltung. Ste ließ ſich ferner die Heranziehung eines tüchtigen Facharbeiter⸗Nachwuchſes beſonders an⸗ gelegen ſein. In welchem Umfange die geſchäftliche Tätig⸗ keit zugenommen hat, läßt ſich ungefähr an der Steige⸗ rung des Rohertrogs von 9,01 auf 13,71 Mill. 4 ermeſſen. Hierzu ſind 0,02(0,18) Mill./ außerordentliche Erträge getreten. Auf der anderen Seite erforderten Löhne und Gehälter 7,85(574) Mill., ſoziole Abgaben 0,57(0,41). Zinſen 0,34(0,27), Beſitzſteuern 0,84(0,41) und alle anderen Aufwendungen 2,27(.10) Mill. J, ſo daß nach Vornahme von 1,35(0,88) Mill./ Anlage⸗ und 0,03(0,04) Mill. 4 anderen Abſchreibungen einſchließlich 29 291(22 453)„ Ge⸗ winnvortrag ein Reingewinn von 508 692(342 690)„ ver⸗ bleibt, aus dem, wie bereits mitgeteilt, die 1,14 Mill./ Stammaktien 7(6j n H Dividende und die 1,25 Mill. 1 Vorzugsaktten ſatzungsgemäß 6 v. H. Dividende erhalten. 0,24(0,12) Mill. 4 werden den Rücklagen zugewieſen und 0,08(0,05] Mill. 4 dem Wohlfahrtsfonds, ſo daß 88 892, vorzutragen bleiben. Bei.24(0,12) Rücklagen und 0,89 (0,28) Mill. 4 Rückſtellungen erſcheinen die geſamten Ver⸗ bindlichkeiten mit 6,17(5,92) Mill., dorunter u. a. die Grunoſchuld 2,90(2,983), Darlehen mit 0,24(0,24) Waren⸗ verbindlichkeiten mit 1,27(0,94), Akzeptverpflichtungen mit 0,40(0,83), Bonkſchulden mit 0,65(0,87) und ſonſtige Ver⸗ bindlichkeiten mit 0,60(0,48) Mill. 4. Auf der anderen Seite iſt das Umlaufsvermögen mit 6,39(4,37) Mill. ¼ eingeſetzt. Hierunter ſind Vorräte mit 3,12(2,12) und Warenforderungen mit 2,5(2,15) Mill.„ bewertet. Das Anlagevermögen ſchließlich iſt mit 3,80(3,70) Mill.„ ver⸗ bucht. Das neue Geſchäftsjahr hat ſich bisher gut an⸗ geloſſen. Soweit die Verwaltung heute die Ausſichten für den weiteren Verlauf zu übeſeſehen vermag, glaubt ſie auch für 1937/88 ein befriedigendes Ergebnis in Aus ſicht ſtellen zu können. tet. Einen kleinen Verluſt erlitten Adca(— 78 v..) Am Markt der Hypothekenbanken befeſtigten ſih Bayeriſche Hypotheken erneut um 1, Meininger Hypotheken gewan⸗ nen 7 v. H. Bei den Induſtriepapieren ergaben ſich gleichfalls zumeiſt Kursſteigerungen. Schwächer lagen jedoch Bayeriſche Elektriſche Werke mit— 3,50 und Rhei⸗ niſche Spiegelglas mit— 8 v. H. Andererſcits ſtiegen Balcke Maſchinen um 4,25, Bergmann und Karton Dresden ſowie Neu⸗Weſtend um je 4 v. H. Von Kolonialwerten beſefſtigten ſich Doag um 2,50 und Kameruner um 1 v. H. Steuergutſcheine blieben bis zuf die unverändert no⸗ tierenden 1938er geſtrichen. Reichsſchuldbuchforderungen, Ausgobe 1: 1988er 99,62 G 100,37 B; 1939er 100,25 G 101 B; 1940er 100,12 G 101 B: 194ler 99,87 G 100,62 B; 194er 99,75 G 100,5 B: 1943er und 1944er je 99,62 G 100,37 B; 1945er bis 1948er je 99,5 G 100,25 B.— Ausgabe 2: 1939er 100,2 G 100,87 B. Wiederaufbauanleihe, 1944/4 5er und 1946/48er 83,75 G 84,5 B. 4proz. Umſchuld.⸗Verb. 95,62 G 96,37 B. Die Börſe ſchloß bei ruhigem Geſcheft in freundlicher Stimmung. Soweit noch Kurſe zuſtandekamen, lagen ſie auf dem im Verlauf erreichten Niveau, vereinzelt konn⸗ ten noch kleine Beſſerungen erzielt werden. Reichsalt⸗ beſitz ſtiegen bis auf 183 und galten zu dieſem Kurſe Geld. Nachbörslich wurde nicht mehr gehandelt. Geld- und Devisenmarki Der Franken wieder ſchwankend Berlin, 14. März. Am Geldmarkt trat heute trotz des bevorſtehenden Medios eine teilweiſe Erleichterung ein, ſo daß für Blankotagesgeld nur noch 254-3 v. H. auzu⸗ legen waren. Die Diskontkompagnie vergütete über Mittag 2 v. H. Das Anlagegeſchäft hielt ſich in verhältnismäßig engen Grenzen, doch iſt zunehmende Kaufneigung feſtzu⸗ ſtellen. Der Privatdiskontſatz war mit 276 v. H. un⸗ verändert. 5 An den internationalen Deviſeumärkten zeigte der franzöſiſche Franc erhebliche Schwankungen. Nachdem er zunächſt, offenbar unter dem Eindruck des Zuſtandekom⸗ mens des Kabinetts Blum, eine Erholung erzielte, trot ſpäter wieder eine Abſchwächung ein. Gegen London wurde mit 162 nach 157,15 ein neuer Höchſtkurs erreicht. Die letzte Amſterdamer Notiz ſtellte ſich auf 5,75, die letzte Zu⸗ richer auf 13,75. Das engliſche Pfund lag eher etwas ſchwächer und ſtellte ſich an den letztgenannten beiden Plät⸗ zen auf 8,97(8,97%) bzw. 21,64%(21,65). Faſt völlig unverändert blieb der Dollar. Auch der holländiſche Gul⸗ den und der Schweizer Franken zeigten nur unerhebliche Abweichungen gegen den Samstagſtand. Diskont: Reichsbank 4, Lombard 5, Privat 3 v. G. Amtlich in Rm. Dise] 14 März 12 Marz 11 kont gel Brief Geld Brief Aegypten läggpt Pfd.. 12,700 12,750 12,700 12,730 Argentinien IP.⸗Meſo 0640 0,644 0,640.644 Belgien. 100 Belga] 2 41,84 41,92 41,84 4,2 Braſtlien 1Milreis 0,144 0,146 0,144 0,146 Bulgarien, 100 Leva 6 3,047 3,053.047] 3,053 Dänemark 100 Kronen 3 35,36 35,48 55,35 55,48 Danzia 100 Gulden] 4 47, 47,10 47,.— 47,10 England. 1D 2 12,400 12,430 12,400 12,430 Eſtland io eſtu Kr. 4% 68,13 68,27 68,13 68,27 Finnlanditoofinn Mk. 4 5,485 5,4905 5,485 5,405 Jane. 00 Fr. 3%.722].738.887 7,903 riechenland 00 Dr 8 235 25357 2,353 2357 Holl nd 100 den 2 138,26 138,54 138,24 138,52 Iran Teheran) fp 15,40 15,44 15,40 15,44 Jsland. 100 slr. 5% 58,40 55,58 35,0 85,58 Italien 10% Sire] 4% 13,00 13,11 13,00 13,11 Japan 1 en 3,29] 0,72 0,725 0,723 0,728 Jugoflavlentoh Dmna 5.604 8,700 5,604 5,706 Kanada l kan Dollar 2,482..486 27,487 2,491 Lettland 100 Latts 6 40,0 40,20 49,10 49,20 Litauen. 100 Litas 5½ 41,94 42.02 41,904 42,02 Norwegen 100 Kronen 4 62,32 62,44 62,32 62,44 Oeſterreich 100 Schill]%] 48,95 49,05 48,95 49,05 Holen„ 100 gloty 5 47,.— 47, 10 47,.— 47,10 Boreugal 100 Estudo 1. 11.265 11,285 11,265 11,285 Rumänien 10 2 2— 2.— 2 Schweden 100 gr, c 63% 63,8 6587 Schweis 190 Franken 1 57,9 5741 57,28 57,40 Spanien 100 Weſeten 3 5 5 2 285 Tſchechollowafeiious 3 8,107 8,719 8,711 8,729 Türkei. tü 1 Pfd. 5%.978.982 1,978 1,982 Ungarn 100 Mengö 4—— 85 l Uruguay, Goldpeſo fe 1,119 1,121 1,119] 1,121 Ver. Staaten Dollar 1 1%.483 2,487 2,487] 2,491 März. Tagesgeld unverändert 274 * Frankfurt, 14. Waren und Märkte Berliner Getreidegroßmarkt vom 14. März. Zu Be⸗ ginn der neuen Woche ſetzte das Geſchäft im Berliner Getreideverkehr nur zögernd ein, da das Hauptintereſſe nach wie vor naturgemäß die politiſchen Ereigniſſe der letzten Tage beanſpruchten. Die Zufuhren aus der Lond⸗ wirtſchaft blieben allgemein klein, audererſeits war aber auch die Kaufluſt nuk gering. Brotgetreide gelangte ver⸗ einzelt in kleinen Poſten an den Markt, wovon jedoch bei den Mühlen nur Weizen Unterkunft fond. Für Roggen boten ſich in der Provinz weiterhin Verwertungsmöglich⸗ keiten. Futtergetreide lag ſtill. Kleine Mengen wurden jedoch auch hier umgeſetzt. Der Mehlmarkt bot ein unver⸗ ändertes Bild. Auch Futtermittel wieſen gegen die Vor⸗ woche unveränderte Marktlage auf. Magdeburger Zuckeruptierungen vom 14. März.(Eig. Dr.] Unverändert; Tendenz ruhlg. Gemahl. Melis per März 31,50: Tendenz ruhig; Wetter ſchön. Bremer Baumwolle vom 14. März.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl.(Schluß) loko 10,84. Hamburger 1 vom 14. März.(Eig. Dr.] Unverändert. Marktlage ruhig. Berliner Metallnotierungen vom 14. März.(Eig. Dr.)] Je 100 Kilo notierten: Elektrolytkupfer(wirebars) 56,75; Standardkupfer 50,50 nom!; Originalhüttenweichblei und Standardblei je 20,25 nom.; Originalhüttenxohzink ab norddeutſche Stotionen und Standardzink je 18,75 nom.; Original⸗Hütten⸗Aluminium 98— 99 proz. in Blöcken 188; desgl. in Walz⸗ oder Drahtbarren 99proz. 137 l. Fein⸗Silber je 1 Kilo 39,50—42,50. — — a 12. 14. 12. 14. 12 14. 12 14. 12. 14 12. 14 12. 14. 14. 12. 14. 12 Be lin 4% 5 100.0 4% Rzein.Hypbk. achm EVadewig 134,7 132,2 Dresdner⸗Leipz. Hoeſch. ein Bgw 113,5 1130 ſatronzeuſtof„ 142,5 140,7 Siemens& Halske 205,0 202,0 Perl. Handelsgeſ. 130,0 130,0 1 e 1377 130,7 Landschaften R 85. 305 39 100,0 100 laacde Mascheneß 120,0 120,7 Schnellpreſſen. 116,7 Voffm.⸗Stärke 1 e„ Stader vederfabt 2% Com u. Privatb. 123, 123.2 Deutsdie Pommern Altb. 1 14%.% Schl. Landſch. 5½ do. Liquid. 101,8 101.8 Baſalt.-G. 64,87 64, Düren Metalbß.. Phil Holzmann 3, 162,5 Niederl. Kohle.„ Steatlt⸗Magneſia Deutſche Bank.. 127,8 127,5 lestverzinsl. Werte KbinprovAltbef 137, 137, Gpf. Eu.(fr 8% 100,0 89,04% Rom. d.8 100,0 100,0 Baur. l. Lief. Gef... Düſſeld. Hoefelbr.. 7% Hotelbetrieb 5, 94725 Nordd Kabelwk.. Stettin Portl.⸗J. 120,3. Dt Centralb.⸗Kr. 125,5 125,5 8 S.-Holſt. Altbe. 151.00½ Weſtf. L. Gdpf..87 4% Kh⸗WeſtfBdt. do, Elettr.⸗Wi. 144,5. Dun am. A. Nobel 85,— 84,25 Hutſchenreuter, 8 101,5 100,2] do Steingut.... Stock& Cie. 200,0 197,80 Dt Eff. u..⸗Bt. 89,— 89, Anleihen Westfalen Altbef. 1375 127,7 5½ do. Abfind 102,7 102,7 8 5, 19, 10, 4. 100,0 100,0 Bergmann Elek. 148,... fintracht Graunt 178,5 175,5 8 enten opel 109 105,0 Stagetkammgarn 4: Ft Holpdtsce dt 5 Reich, Länder, Reichspost 2 2 4% Süchl Bötred. Berl. Kindl Br. 5 27, iſend.⸗Vertrsm 160,0 159,7 U 11 5 11275. Usnabrück. Kupfer... Stolberger Zink. 93,25 93. Dt. Hyvoth.⸗Banf 128,7 128.7 Rentenbrlefe, Schutzgebiete 4% Aachen» 20 99,62 Stadtschaften 1 1621 100,0 100,0 do. St.⸗Br. 241,0. Eletir Aeferung 130,0 131,0 Amme 1 5 1855 142.0 Panne— 95.[Gebr. Stollwerk 127,2 125,7 Dt Ueberſee⸗Bank 128,0 1058 14 12% Verbinch 33 4½Schleſ Sdkred. de. Argſten g. 09,9 10g o älertr dich u ar. 145,2 145,2 Industrie Plauen 151,5 18.7 Boni Eten. 2570 Fand lee 0 8 88 Fferbner ane, 118d 198 5 e 99,50 ee 100 0 100,0 1 9 75 5 100,0 100,0 Breuß Nürnter 161,8 100,5 3 15 135 1 e 11 151,7 2 19 5 N 0 85,75 85, Sac ene 138.5 170 7 5 Di. Reichsanl. 94½ Braunſchw. 5 Gold pf. Südd, Bdkred. 2. nzinger⸗Union 5** 52 ö 5 3 e ank. 4½ R⸗Schatz; 35 99,80 09,80 4½ Breslau 2817 20½ Pr. Zentral⸗ 5 a 19, 10 101.5 101,5 Braunk. u. Brikett 199,7. ae d 125,5 125,5 lohn, J... 88, 86,25 Pongs 4 ann Ti 177.0 Ry. Hp. St. hm. 157 157,2 e/ ̃...... 4Reichsan!. 1 5 4½ Düſſeldorf? 5 Yb. ⸗Bk. 3 21 100,0 10,00 v. 5 5 Heer 1 adebergügpor tb..... Fuchfobr.„ 50 ſche Bank 110,0 110,0 e e 10554 ace. 00. y potnek.-Sanl Mette 10 esd Soden Fuderus Eifenů 12,7 120,0 Pahlberg.ig„, ls. ali Aßchersleben 1078 1070 ran Nane, 47 4 huen-chen. Prod. 112,5 11575(fs Bodenerdd.. les 4½¼ Preußen 1828 109,5 109,5 4½ Kaſſel 29,. 99,60. Hypotnek. 5 kredit kn. 8 100.0 100, 0 Buſch, Opt... 125,0 gebb. 95 1185 5 5 Feramag e oe. r 165,0 1880 fer Spielkarten id Boden e 8, 5 5—2** 1 29 J. E. Rei 5. 2 f 7 2 4% Beben 25, 1000 10004, Pant dein 2 80. abt obe e. 10% Bület ee.e ees farong Nrraden 12352 123.2 geln Jie, Splun nere, les Abeiaſelden mraß 14810 445%, gen ar FF 2% eber 27, io 100, 4% be n e ee Glen daten. eue e Ee no wo, Koks, A. Ghei 159,5 158.5 Rhein, Sraunt.. 21,5) bund Raich. e. Vernents- Aktien 4799. Ser. Anl. J 100, 100,3% München 28„ 5½ Berl. 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Di Eiſens„Betr. 60,— 89.— 7% Nchspoſt p. 34 100,0 1000 Mannheimeltbel 138.0. 4½0 Hypoth.⸗Bt e Hoeſch v. 1928 183 103 See 148,5 Gerresym,Glash 13370 133, ronpr, Metall A Riebeck Montan. 15, 851 1135 50,— Pt Reichb./ u 131,7 131,6 1. 5„ 1 8 1 5 5 225 0 2 1.—— 5 Ri 2 1 Dra 25 1 1 2 8 5 e, ,, ,,, . 5 b f 5 1000 1000 ff 5 M Don. 8. 102 Cent umme ll A1 VVV e Aobderzenlde... farben, Lien 1090 19 Hang. ee Eid en tbr: 100,90 100,0 Pfandb d Schuld Dep., 8 Hücker Kr.⸗Gk. 103.5 103,3 falmier⸗ de 142.3 1415 Hlanzig Buckerk. 130,0 135.5 hallrahütte... Roſiger Zucker Maſſerwt Gelfk. 170 177,0 Rordd. Stoyd. 73,25 70.— 853 bo, id, Gbrtbr 105,7 105,7 FPfandbr, und Schuld ti Pup. 18 0. 47 14 Hoedbari, Gebr. 1100 134.7 Letvz. Ir. Riebeg 88, 37750[Ferd. Rückforth. 83,50 87,50] Wenderotd„5 Disch. Anl Ans. I 8 17, Sktentt Kredi-Anstalt% tdpidr. 48.5 100,0 100 0„sen; e e ee Srun 4 Bolz et 250,.. eo eldgrubs 12899 17 ungerswerle. 1520 1500 Wees ee fp. ub. 985 das verslenerungs- Aktien „„ 5 8 0 3 5 5* 3„ 9 1„ nger*— 4„ 1 5. 7„. 75 e,.,,. Lölleing alben 122% 1 Bode. ß Siem e Halste.. 193 do. Erdöl. 141,7 144,0 faber.& Guckes 100,2 102,1Jbüngner Werte., 18055 Ane el 1075 3 a„ u. Stig. J. 281,0 280.0 4 Di. Schußzgeb.⸗ 1e 5„ 185 Goldhyp. 1 18 100,0 100,0 85 Kabelwerte 5 1 5 7 8 Draht 1255 1445“Lo kom, Kraug 136,0 130,0 Sangerh. 0 124,0 1270 Wiſner a 1077 1925 do, Lebensvdk.. 23870 7 5 91½¼ Old. St. K. 1 2% Mitteld. Bot. o Linoleum 170,5 170,1 Pagedag„2 124,5 Hannesmann. 114,0 113,2 Sarotti Scho 1270 120, 3 95„ Berlin. Geuerver e e 5 1910 11487 855 4% örLpfbr R. I 100%„ l 100,0 1000 Ahlen do. Spiegeigl. 146,0 145,5 Halleſche Maſch. 121,0 120,0 Mansfeld, Berg. Schleß⸗Peicken; 147¼7 145,5 1 1 15„ een 149,0 5 4½ Bürtt. Wkr.d? 4% Pe. Bobedte 1950 Industrie- Aktien bo. 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Er.⸗Anſt, 103,1 105,2 Diſch.⸗Oſtafrita, 1310 128,7 55 and 918 90,75 5 4 90.70 99775.5 Pf. 20 514 100% Umperwerte 124,0 Dierig, Chriſtian Siderrandmeg„„ Mimosa„„ 10% Schultheiß..„ 95,— 95, Babiſche Gant 124, amerun Etſenb 95, 4% Pommern 9 5 51. 2611%%% Pr. Pfandbr. Anhalt⸗Koblenw. 131,2 131,5 Dorim. Akt ⸗Br.. Hiudrichs⸗Auff. 159,7.. Aittelotſch. Sta.„ wabenordu..„„ Haut. Brauindz.. 129,0 Neu⸗Gulea 4% Sachſen R. 19 99,75——— Goldhop. c 50 100,0 190, uſcha e 142,1 do. Untonbr.. 222,5„8 e„ Nähte btünengen 198,5 197,2 Seid EMaumann 161,2 160,5 Bayr. Pap. u. W. 100 100,0 Otavt⸗ inen. 28,50 28,37 54, 99,75 4½% Dt Kom. 25/26 100,1 100, 11 bo, Kom. 20 100,0 100, 0 Augsb. Ich. 130,7 129,01 Dresdner Gardin 120,0 119,2„160,0 160,0 Mulgeim. Vergw..„(Siemens Glasind 129,0. do. ensbk. 111,0 111,01 Schautung⸗ H. A 1220 122.0 4 S. 3 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend ⸗Ausgabe Montag, 14. März 1938 über ſeinen ehemaligen Dienſtherrn zu machen. Das tätswerke aufgeſucht und aue der den fälligen 1 Schreiben erweckte den Eindruck, als wenn S von Betrag zu zahlen. Andernfalls wollte er die Kraft⸗ W irgendwelchen ſtrafbaren Handlungen des Diploma⸗ zuführung ſperren. Die Frau konnte nicht zahlen 6 ten Kenntnis hätte. Der Diplomat erſtattete ſelbſt⸗ und kam auf einen„patenten“ Ausweg. Sie bat dev verſtändlich ſofort Anzeige gegen den dreiſten Bur⸗ Herrn in ein Nebenzimmer, verſchwand, verſchloß 5 0 5 5 5 a di N zog ſich ſchnell um und fuhr in die Stadt. Vor Gericht verſuchte ſich dieſer herauszureden Nachdem der Gerichtsvollzieher eine Stunde lang e E R 1 C H T 8 8 E R 2 HT E A 0— N AN 6 N D F E R N und beteuerte, daß ſein Brief keineswegs eine Dro⸗ verzweifelt einen Weg in die Freiheit geſucht hatte, zung darſtellen ſollte. Das Gericht war aber anderer rief er vom dritten Stock des Hauſes auf die Straße . 1 i Meinung und verurteilte den bisher unvorbeſtraften hinunter und winkte mit einer großen Ein ungetreuer Diener Haushaltsausgaben zu tätigen. S. hat es nun ver⸗ Angeklagten zu der empfindlichen Strafe von ſechs Tiſchdecke, bis er ſchließlich von Vorübergehenden Erpreſſungsverſuch an ausländiſchem Diplomaten 5 im Verlaufe ſeiner Dienſtzeit über 600 Mark Monaten Gefängnis entdeckt wurde. Dieſe alarmierten die Polizei, die „Schmu“ z en. Als die Verfehl es un⸗ 1 6 1 15 N urg. Berlin, 14. März. 5 1 1 111 die e lungen bes un⸗ 2 8 mit Gewalt dem eingeſperrten Gerichtsvollzieher den Erf Vor dem Berliner Schöffengericht mußte ſich fortige Enklaſfung 395555 2 00 5 5 5 Der eingeſchloſſene Kaſſierer Weg ins Freie und in die Pflicht bahnte. In dieſem Fre N 55 1 8 f 5 1 9 d der Rechtsanwa es Diplo⸗ 2 Ai ick erſchie i ſetzte Haus i i 15 ane alte Friedrich S wegen fortgeſetzter maten forderte ihn auf, das veruntreute Geld iber Unüberlegter Streich einer Hausfrau b 9 e e e 5 05 nterſchlagung und verſuchter Erpreſſung verant⸗ zu erſetz 5 5. f 555 ch e— ſie he ſich von einer nu Freun⸗ elan r e 5 5 i n darauf mit 5 1— Kopenhagen, 14. März. oͤin das Geld geborgt, wäre dann aber ein bißchen hoff dem Dahlemer Haushalt eines län d 3 rohungen. Er ſchrieb, daß es wohl für Ein Fall von einzigartiger Kaltblütigkeit ereig⸗ ins„Plaudern“ gekommen. Sie behielt zwar EGlek⸗ 55 15.. halt eines au sländi⸗ beide Teile beſſer ſei, wenn die Angelegenheit güt⸗ nete ſich in Hobro in Dänemark. Hier wurde eine trizität und Gas, wird ſich jedoch wege Freih its⸗ Abb chen Diplomaten als Diener tätig. Zu ſeinen lich beigelegt würde. Andernfalls, ſo deutete er wei- Z35jährige Hausf i Vormittags 5 55 e, ee eee— ich en gehörte ez 1 e N e ete er wei⸗ 35jährige Hausfrau in den Vormittagsſtunden von beraubung für einige Tage ins Gefängnis begeben Annen gebbkte es auch, Abrechnungen über die ter an, wäre er gezwungen, gewiſſe Enthüllungen einem Vollziehungsbeamten der Gas⸗ und Elettrizi⸗ müſſen. N i N 5 2 — Einspoltige Klel 1 is 21 5 5 f 5 f derer: euere 4 Sees erer. 2e en Achtung Hausfrauen! 4 große Werbetage! 1„ von 100 mm je mm 0 or di 85 9 8 4 9 Ausgabe vorm. 8 Uhr, für die 1 5 5 1 Fig. Stellengesuche je mm4fpig. 5 85 8 Abend-Ausgabe nachm 2 Ubt». 8 GN 3 0 1 0 „Herkules e 0 und die hydrauliſche Wäſche⸗ — ere u Sauber,, ehrlich.— preſſe wird in Mannheim allen Hausfrauen erſtmali Off Stell Mädche f id. Jewere automat. Aottenkrade—— praktiſch vorgeführt! Endlich iſt es gelungen! Die leicht mene Stel en 90 9 nicht unt. Jade sa chen ſowie eine mmobilien n kompl. Waſchanlage für jede Familie. 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Hans Lelbrock beben schen] 2388! 88882! 388887 381650 15 3 Die Beerdigung findet am Mittwoch. nachmittags 3 Uhr, auf Die Beisetzung findet Mitt Drunter 2707 384738 8558, 57 8 829585 dem Friedhof in Neckarau statt. 5 friedhof 8 8 eee. 3 8 72 24 392111 392328 8 1 Im Oewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu ſe 1000900,* 8 N zu ſe 3000, 18 zu je 2000, 18 zu ſe 12 0. 2 zu ſe 500, 74 mu ſe 300, 1849 zu ſe 180 MM,. n