1938 1 2 2 twort 4 5 und b und moch N 5 enden ktacht⸗ Zäue⸗ und Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag Bezugspreise: 2 2 1 9055„ 2 15 Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlobn. 1 unſeren 2 e e e ee e 5 405 Geſchäftsſtellen abgeholt 2˙.25 Bek. durch die Poft.70 Mk einſchl Kleinanzeigen ermäßtate Grundpreiſe Allgemein aülttg 60 Pfa. Poſtbef.⸗Geb Hterzu 72 fa. Beſtellgeld Abholſtellen: Wald⸗ iſt die Anzeigen Preisliſte Nr. g. Bei Zwangsvergleichen oder dem hofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42 Schwetzinger Str 44. Meerfeldſtr. 18. a a 5 5 8 Konkurſen wird keinerlem Nachlaß gewährt Keine Gewähr für ndes⸗ Ne Fiſcherſtr.! e Hauptſtr 63. W Oppauer Str 8 Se Lutſenſtr. 1 Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R l..0. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 2495 Anzeigen in beſtimmten Ausgaben an befonderen Plätzen und Ulm Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt 25 k. d folgend Monat erfolgen. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. Rei⸗ 8 2 11 Mittag-Ausgabe A Dienstag, 26. Juli 1938 140. Jahrgang— Nr. 338 1 ihmen Win⸗ Urück⸗ 9 E 1 f N 6 2 kt 4 B 1 46 1 N uſchte. ich die 2 gleich 8 danken wor⸗ id die uppen 4 er dem 7 London macht ſich Corge Der König wieder zu Haufe wor⸗ eß bei. 85 a a 5 5 a 5 ae Es ſieht eine neue ernſte Gefährdung des Friedens 5 hatte Drahtbericht unſ. Londoner Vertreters Der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Tele⸗ — London, 26. Juli. graph“ beſchäftigt ſich vor allem mit dem engliſch⸗ Miniſterpräſident Chamberlain wird in der heu⸗ franzöſtſchen Meinungsaustauſch über dieſe Frage tigen außenpolitiſchen Ausſprache im Unterhaus und ſchreibt, in den Beſprechungen zwiſchen Halifar mitteilen, daß die engliſche Regierung Lord Runci⸗ und Bonnet in Paris ſei der Plan aufgetaucht, daß i man zum Berater und Vermittler in Prag ernannt auch Frankreich einen ſolchen Berater 5 habe. Im Auswärtigen Amt wurde geſtern auf ernennen möge. Die franzöſiſche Regierung i Anfrage zugegeben, daß dieſer Plan beſtehe, jedoch habe das jedoch nicht für ratſam gehalten. Zu dieſer alert mit dem Hinzufügen, daß er noch von der Zuſtim⸗ Aeußerung des diplomatiſchen Korreſpondenten iſt Ein mung der tſchechiſchen Regierung abhänge. Dieſe iſt zu bemerken, daß die franzöſiſche Regierung in den bilden inzwiſchen eingetroffen. In der Beſprechung zwi⸗ Beſprechungen mit den engliſchen Stellen die Anſicht eiden⸗ ſchen. Miniſterpräſident Hodza und dem engliſchen geäußert habe, eine ſolche Ernennung würde den Mord Geſandten Newton, die auf Inſtruktion der eng: Charakter der Tſchecho⸗Slowakei als eines unab⸗ ie bei lichen Regierung an Newton geſtern ſtattfand, zat bängigen Staates beeinträchtigen. Rache Miniſterpräſident Hodza ſein Einverſtändnis mit Gleichzeitig ſeien die engliſche und die franzö⸗ Zeins⸗ dem britiſchen Plan erklärt. ſiſche Regierung jedoch übereingekommen, in 1 Au, Der Grund für den neuen Schritt beſteht dern, Ferse ernent daran en dpngen, daß den einde ib zog daß in Englands Regierungskreiſen das Ans⸗ tendentſchen in größerem Maße als es bisher ge⸗ war Leinanderklaffen zwiſchen den ſudetendeutſchen plaut ſei, entgegengekammen würde. 5 0 Forderungen und den tſchechiſchen Zugeſtändniſ: In tſchecho⸗ſlowakiſchen Kreiſen beſtehe das Gefühl, ſen immer klarer wurde. In hieſigen amtlichen daß England und Frankreich von der Tſchecho⸗Slowa⸗ — Stellen ſah man angeſichts der Unfähigkeit der kei verlangten, daß ſie ihre Unabhängigkeit opfere, — iſchechiſchen Regierung, die Lage allein zu mei⸗ damit ſie eine Verſtändigung mit Deutſchland errei⸗ ſtern, eine neue ſchwere Kriſe unausweichlich heranziehen. Gleichzeitig war die Bereitſchaft der vier europäi⸗ ſchen Großmächte, eine friedliche Löſung zu finden und auch im allgemeinen eine europäiſche Annähe⸗ rung zu verfolgen, in den letzten acht bis vierzehn Tagen durch eine engere deulſch⸗engliſche Fühlung⸗ nahme und durch die franzöſiſch⸗engliſchen Beſpre⸗ chungen in Paris offenſichtlich geworden. In dieſer Lage entſchloß ſich England zu dem ungewöhnlichen Schritt, einen Berater bei einer fremden Regierung zu ernennen. Man hofft hier, auf den Ausgang der Entwicklung ſoviel Einfluß nehmen zu können, daß die unmittelbare Gefährdung des Friedens, die von Prag auszugehen droht, behoben werden kann, und daß die allgemeine Entſpannung in Europa Fort⸗ ſchritte macht. Der nächſte Verſuch wird ſein, zu er⸗ reichen, daß das Nationalitätenſtatut in ſeiner jetzigen Form überhaupt nicht vor das Prager Parlament gebracht wird ſondern, daß, bevor das Parlament mit der Angelegenheit befaßt wird, eine reſtloſe Einigung zwiſchen der Regierung und den Volksgruppen her⸗ beigeführt wird. Man hofft hier, daß Lord Runeiman an dieſen Verhandlungen aktiv teilnehme. Runeiman wird bereits in den nächſten Tagen in Prag eintreffen. Er iſt einer der feinſten und beſten Köpfe der engliſchen Politik. Als Handels⸗ miniſter hat er ſich in den Jahren 1931 bis 1937 in⸗ chen könnten. Der politiſche Korreſpondent der„Daily Mail“ ſchreibt, es ſcheine ſo, als ob di e britiſche Regierung den Plan habe, eine Konferenz in London einzuberufen, an der die an der tſchechiſchen Frage intereſſierten Mächte teilnehmen und über die Lord Halifax präſi⸗ dieren ſolle. Dieſe Konferenz ſolle auf der Grund⸗ lage der Runeimanſchen Empfehlungen einen ſchieds⸗ richterlichen Spruch fällen.. Aus allen Preſſeäußerungen, ſo verſchieden ſie auch in den Einzelheiten klingen, geht einheitlich Er möchte vielleicht, aber er Unſer Bild zeigt König Georg VI. und Königin Eliſabeth beim Wiederbetreten engliſchen Bodens nach ihrer Frankreichreiſe. hervor, daß die engliſche Regierung ihr Haupt⸗ augenmerk darauf richtet, Mittel und Wege zu fin⸗ den, um ein Scheitern der Verhandlungen zwiſchen der tſchechiſchen Regſerung und den Sudetendeut⸗ ſchen zu vermeiden, oder, wie man ſich hier vielfach darf nicht (Preſſephoto, Zander⸗M.) 5 dd ausdrückt, eine Auffangvorrichtung zu ſchaffen. Des⸗ halb tauchen auch die in der„Daily Mail“ ange⸗ deuteten Konferenzpläne immer wieder auf, obwohl bisher in amtlichen Kreiſen anſcheinend dieſe Pläne noch nicht erwogen wurden. Hodza unter dem Drutk der Armee? Wachſender Widerſtand der Koalitionsparteien gegen die von London geforderten Konzeſſionen — Prag, 25. Juli.(U..) Der ſtarke Druck Londons in den letzten Tagen hat, nach Anſicht unterrichteter Prager Kreiſe, die Meinungsverſchiedenheiten zwiſchen Hodza und den die Regierung unterſtützenden Koalitionsparteien weſentlich verſtärkt. Dieſe Par⸗ teien ſtehen den von London mehr oder weniger deutlich geforderten größeren Konzeſſionen an die Nationalitäten ablehnend gegenüber. Man hört ſogar den Vorwurf, daß England ſeine Haltung in der tſchechoſlowakichen Frage gewechſelt habe und die ternationale Geltung erworben. Bevor Runeiman. angebahnte Verſtändigung mit Deutſchland„auf Lord wurde, gehörte er dem Unterhaus als liberaler 7 Koſten Prags“ ausbauen wolle. Auf der anderen Abgeordneter an. Mit dem jetzigen Schatzkanzler owe 90 0 owie k 29 bor ere ung Seite iſt Hodza auf die Unterſtützung der Koali⸗ Sir John Simon ſchwenkte er bei der Spaltung N tionsparteien für die Inkraftſetzung einer neuen der Liberalen zu der Regierungsſeite über. Er iſt letzt 68 Jahre alt. Wie Moskau den Sport in den Dienſt der Kriegspropaganda ſtellt Nationalitätenordnung angewieſen; die über das Wochenende geführten Beſprechungen zeigen, daß er Die heutige Morgenpreſſe macht die Ernennung 1 15 55.. i 5 ſeinen ganzen Einfluß aufbietet, um hier eine V JJ... Schlagzeilen. In den Stellungnahmen der einzelnen Die am Sonntag in Moskau wie alljährlich ab⸗ ſowietiſchen Jugend, können die Drohungen des ja würde, wie auch von Hodga ſelbſt naheſtehender lätter kommt zum Ausdruck, daß mit dieſer Er⸗ nennung ſich die Ausſichten auf eine friedliche Ent⸗ wicklung in Europa vermehrt haben. Der diploma⸗ liſche Korreſpondent der„Times“ ſchreibt, Lord Runeimans Pflichten werden beratender und ſchlich⸗ tender Natur ſein. Die tſchechiſche Regierung habe ſich bisher gegen eine Vermittlung von außen ge⸗ wehrt mit der Begründung, daß dadurch faſt unver⸗ meidlich die Sudetendeutſchen als eine ſouveräne gehaltene Sportparade ſtand diesmal ganz im Zei⸗ chen der Kriegsvorbereitung der Sowjetunion. Während in früheren Jahren die Sportparade mehr zur Volksbeluſtigung organiſiert war, trugen jetzt die meiſten Vorführungen kriegeriſchen Charakter. Im pantomimiſchen Spiel wurde z. B. auf dem Ro⸗ ten Platz vor der Tribüne der Sowjetgewaltigen das Thema des Kriegsausbruches(]) dargeſtellt, wo⸗ bei ſich tanzende Sportlerinnen im Handumdrehen paniſchen Diplomaten nicht überſehen. Beim erſten Schuß des Feindes bitten wir die Sowjetregierung, uns zu erlauben, den tollge⸗ wordenen Feind auf bolſchewiſtiſche Art zu be⸗ lehren. Auf Gewalt werden wir mit Gewalt antworten.“ Die Montagblätter widmen der Parade höchſt cha⸗ rakteriſtiſche Betrachtungen. Ueberall wird hervorge⸗ Seite zugegeben wird, ſeine Stellung ernſtlich ge⸗ fährden. Ausländiſche Beobachter glauben, daß Hodza mit einer ſtärkeren Oppoſition nicht nur von parla⸗ mentariſcher Seite zu rechnen hat, ſondern auch von gewiſſen Teilen der Armee. So ſoll die ſogenannte„Rette die Tſchechoſlowa⸗ kei“⸗Bewegung nicht nur von führenden tſchechi⸗ ſchen Geſthäftsleuten, ſondern auch von verſchtedenen e i Körperſchaft anerkannt würden. Durch die Art der in Amazonen und friedliche Fußballer in Piloten hoben, daß der Sport— ſo wie man ihn in der Sow⸗ hohen Heeresoffizieren unterſtützt werden. Dieſe Augerten. Ernennung Lord Runcimans ſeien dieſe Bedenken und Tankiſten verwandelten. Es e 17 50 jetunion betreibt— eine unerläßliche militäriſche Bewegung erklärt alle größeren Zugeſtändniſſe an ie, G.3 jedoch zerſtreut worden. Lord Runciman ſei„ſtän⸗ geſtellt, wie auf eine Herausforderung des 1 5 Vorſchulung darſtelle. die einzelnen Volksgruppen für gleichbedeutend mit , diger Berater“(die„Times“ gebraucht den deutſchen bin die Sowfetarmee die Grende überſchrei 10 75„Die Sowjetjugend weiß wohl“, ſo ſchreibt die einer Auflöſung der Tſchechoſlowaket als geſchloſſe⸗ um. Stüd. Ausdruck) der tichecho⸗flowakiſchen Regierung. Die die rote Fahne ins feindliche Land vorträgt() und„Prada“ z. B.„daß der Sport nicht nur bei der nes Staatsgebilde, die auf jeden Fall verhindert g Löufel tſchechiſch⸗lowakiſche Regierung habe auf den rein be⸗ dergleichen mehk. 5 8 Arbeit, ſondern auch im Kampf große Dienſte leiſtet.“ werden müßte. 5 Hodza müſſe„feſt bleiben“ und, ge⸗ a i 0 Charakter beſonderen Wert gelegt. Ueber 9 1 5 5 e„ Der Sport müſſe dazu dienen, die Sowjetbevölke⸗ 1 155 1 155 See 105 Sowjet⸗ J ge nie einen oder zwei Einzelpunkte ſei noch ein Meinungs⸗ ſahen ſich Stalin, Molotow, Kaganowitlch, mis rung in ſtändiger Mobiliſationsbereitſchaft zu halten. ru d, ſich dem engliſchen Druck widerſetzen. üer bel. austauſch zwiſchen London und Prag im Gange. troff und 1 5 Parteigewaltige 0 Schauspiel. 175„Komſomolſkaja Prawda“ ſchreibt::„Die ſow⸗ 0 1 5 855 2 7. nach 8 vor 0 5 2 3 Um keinen Zweifel daran zu laſſen, gegen wen jetiſche Sportparade war eine hervorragende Probe e in den acht Karlsba unkten enthaltenen Benkſ und Hodza hätten die engliſche Regie⸗ dieſe Demonſtrationen gemünzt ſind, hielt zu Be⸗ der Mobiliſationsbereitſchaft der breiten Maſſen der Forderungen als Mindeſtforderungen bezeichnet, rung wiſſen laſſen, daß ſie bis zur Grenze deſſen j f 5 1 85 5 87 ginn der Parade der Leiter des Jungkommuniſten⸗ Jugend, eine Probe ihrer kriegeriſchen Erhärtung, über die man zwar nicht hinausgehen wolle, auf erden was Lord Runeiman vorſchlagen verbandes eine Rede, in der er u. a. ſagte:„Wir ſte war Demonſtration dafür, daß die ſowjetiſchen die aber auch nicht verzichtet werden könne. 8e 48 möge, ſolange die Souveränität des tſchecho⸗flo⸗ wakiſchen Staates garantiert ſei. Die Ernennung Runeimans habe auch die Unter⸗ ſtützung der franzöſiſchen Regierun⸗. ſind wirklich jetzt() das einzige Land des Sozialis⸗ mus. Die geſamte kapitaliſtiſche Welt iſt gegen uns. Die Feinde drohen uns mit Krieg. Wir alle haben dieſer Tage die Mitteilung in der Zeitung geleſen Sportler, die voll von Haß gegen den Faſchismus und deſſen trotzkiſtiſche Agenten ſind, in der drohen⸗ den Stunde des Kriegsausbruchs ihre Heimat mit der Waffe in der Hand zu verteidigen wiſſen.“ Der engliſche Schritt wird in den der SD naheſte⸗ henden Kreiſen anerkannt und begrüßt. Man glaubt allerdings nicht, daß er die Einberufung des Parla⸗ ments beſchleunigen wird, da eine Umarbeitung des 2. Seite/ Nummer 338 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 81 Die Stag, 26. Juli 1938 — Minderheitenſtatuts zweifellos ausgedehnte Verhand⸗ lungen mit den Koalitionsparteien mit ſich bringen wird. Vor deren Abſchluß und vor Beendigung der Beſprechungen mit der SD dürften aber noch mehrere Wochen vergehen. Konrad Henlein in Breslau dnb. Breslau, 25. Juli. herzlich begrüßt, der Partei, Konrad Hen⸗ und Sport⸗ Am Montagabend traf, Führer der Sudetendeutſchen lein, in der Stadt des Deutſchen Turn⸗ feſtes ein. Bei ſeiner Ankunft wurde Henlein von einer Hun⸗ derechaft des Sudetendeutſchen Turnerverbandes, einer Hundertschaft Jungen ſowie Abordnungen der Mädelſchaft und des Mädel⸗Landdienſtes be⸗ grüßt, die vor dem Hotel angetreten waren. Pariſer Lob für Prag Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 26. Juli. Geſtern abend ſpät erſchien der tſchechiſche Ge⸗ ſandte Oſuſkg am Quai d Orſay. Er teilte dem Außenminiſter Bonnet mit, daß die Prager Regie⸗ rung mit der Entſendung Lord Runeimans nach Prag einverſtanden ſei. Die franzöſiſche Regierung Sachverſtändigen nach Prag verzichtet. Die geſam⸗ ten Pariſer Blätter beglückwünſchen die Prager Regierung auf das lebhafteſte zur Annahme der Miſſion Lord Runeimans. Man betont dabei, daß ſchön am 18. Juli, alſo vor dem engliſchen Königs⸗ beſuch in Paris, die Entſendung Lord Runcimans beſchloſſen worden ſei, daß es aber erſt jetzt habe mit⸗ geteilt werden können, weil inzwiſchen noch eine Reihe delikater diplomatiſcher Verhandlungen hätte geführt werden müſſen. 7 Es ſei für die Prager Regierung ein großes prinzipielles Zugeſtändnis, erklärt der„Petit Pariſien“, daß ſie„die Einmiſchung einer frem⸗ den Macht“ überhaupt annehme, ſelbſt wenn ieſe Einmiſchung nur ſehr diskret und reundſchaftlich ſei. Jedenfalls bedeute die Miſ⸗ ion Lord Runeimans eine entſcheidende Wen⸗ dung in der tſchechiſchen Kriſe. Man könne wohl mit Sicherheit annehmen, daß es dem engliſchen Staatsmann gelingen werde, eine Einigungs⸗ formel zu finden, zumal die Engländer ſelbſt bei der Regelung der Präzedenzfälle in Kanada, Südafrika und Irland Erfahrungen genug hätten ſammeln können. Einige Kreiſe in Paris zeigen allerdings gewiſſe Bedenken, daß England vielleicht zum Preiſe eines Stillhalte⸗ abkommens der Rüſtungen mit Deutſchland die Tſchechen opfern könnte. Dip'omatenbeſprechungen in Paris Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 25. Juli. % Der Außenminiſter Bonnet empfing den leauzöſiſchen Botſchafter in Berlin, Francois⸗ oncet, den er ſich zur Berichterſtattung nach was gtrig t getuſen hatte, ſowie den tſchechiſchen Ge⸗ ſandten Oſuſky und den ſowjetruſſiſchen Bot⸗ ſchafter Suritz. Alle dieſe Beſprechungen ſollen ſich, wie man in Pariſer diplomatiſchen Kreiſen offen zugibt, auf die iſchechiſche Frage bezogen haben. Sie ſollen bisher aber nur informatoriſchen Charakter gehabt haben. Dabei gehe es vorläufig um die rein taktiſche Er⸗ wägung, ob man zur Löſung der tſchechiſchen Frage eine internationale Konferenz einberufen ſolle oder nicht, eine Konferenz zu drei oder zu vier Mächten, oder ob man ſich mit Verhandlungen auf dem üblichen Kanzleienwege begnügen ſoll. Jedenfalls aber zeigt man ſich in Paris im Prinzip durchaus vberhandlungswillig, ſchon aus dem ein⸗ fachen Grunde, weil damit Zeit gewonnen und eine etwaige Aufhäufung von Konfliktsſtoff verhindert werden könnte. Aber man iſt ſich vorläufig noch keineswegs klar über ein greifbares Verhandlungs- rogramm, noch gar über ein etwaiges Verhand⸗ lungsziel. Die Nachwirkungen des Attentats von Haifa: In ganz Paläſtina flammt der Terror auf Vergell ungs maßnahmen der Araber— Steigende Anruhe im ganzen Lande — Jeruſalem, 26. Juli.(U..) Auf den Bonnbenanſchlag in Haifa, bei dem nach amtl. hen Angaben 45 Perſonen getötet und 46 ver⸗ letzt wurden, nd ſehr ſchnel Vergeltungsmaßnah⸗ men der Arabem gefolgt. Zahlreiche Juden wurden in den Straßen angegriffen und zwei getötet. In⸗ zwiſchen ſind die Polizei und engliſches Militär ein⸗ geſetzt worden, um die Straßen zu patrouillieren. In Nieder⸗Haiſa iſt allen Arabern verboten worden, die Häuſer zu verlaſſen. Die nach dem jüdiſchen Viertel der Stadt führenden Straßen ſind abgeſperrt worden. Vor der Durchführung dieſer Maßnahmen hatten die Araber neun jüd iſche Geſchäfte in Brand geſteckt, und die Feuerwehr mußte die Löſch⸗ arbeiten unter dem Schutz einer bewaffneten Wache durchführen. Aber nicht nun in Haifa, ſondern in ganz Palä⸗ ſtina hat ſich der arabiſchen Bevölkerung eine tief⸗ gehende Verbitterung bemächtigt, da ſich die Nach⸗ richt von dem Bombenanſchlag mit Windeseile im ganzen Lande verbreitete. In einer jüdiſchen Sied⸗ lung bei Nazareth wurde ein jüdiſcher Poliziſt ge⸗ tötet und zwei weitere verletzt. In der in der Nähe von Haifa gelegenen jüdiſchen Siedlung Kfaryavetz iſt eine Straße durch eine Mine aufgeriſſen worden. Dabei wurde ein Jude getötet und ein zweiter ſchwer verletzt. Beſonders geſpannt iſt die Lage auch in Jenin, wo die Behörden anordneten, daß die Ein⸗ wohner ihre Häuſer für 22 Stunden nicht verlaſſen dürfen. Dieſe Maßnahme wurde getroffen, nachdem ein berittener arabiſcher Poliziſt von unbekannten Tätern erſchoſſen worden war. Auch aus dem übri⸗ gen Lande treffen Berichte ein, nach denen mit ſchar⸗ fen arabiſchen Vergeltungsmaßnahmen für den Bombenanſchlag in Haifa gerechnet werden muß. Der ſapaniſche Angriff auf Kinkiang: Ein Geschwader löſte das andere ab.. Zwei Tage lang belegten japaniſche Flieger die chineſiſchen Stellungen mit Bomben dnb Hankau, 25. Juli. In der Nähe von Kutang ſind am Sonntag einige tauſend Japaner am Weſtufer des Pojangſees an Land gegangen. Weitere 8000 Mamn ſtehen mit über 100 Tanks am Oſtuſer des Sees bereit, um in der Nähe von Hukau zu landen. Wie weitere Nachrichten beſagen, ankern zur Zeit etwa 50 japaniſche Kriegsfahrzeuge auf dem Jangtſe in unmit⸗ telbarer Nähe des neuen Operationsgebietes, mit deren Eingreifen in jedem Augenblick gerechnet wird. Zur Vorbereitung der Landung bombardierte eine große Anzahl japaniſcher Flugzeuge die chineſiſchen Stellungen Mayangſee bis Kinkiang flußaufwärts ohne Unterbrechung zwei Tage lang, wobei ein Flugzeuggeſchwader das andere ablöſte. Das Bombardement wurde durch japa⸗ niſche Kriegsfahrzenge unterſtützt, mit dem Er⸗ folg, daß ſämtliche chineſiſchen Beſeſtigungen zum Schweigen gebracht und ihre Beſatzungen auf⸗ gerieben wurden. Dann begann die Landung der Truppen. Der größte Teil der japaniſchen Truppen hat bereits in weſt⸗ licher Richtung auf Kiunkiang und in ſüblicher Rich⸗ tung auf Nantſchang den Vormarſch angetreten. In der Nacht zum Montag kam es dabei noch zu er⸗ bitterten Nahkämpfen. Die nach Kiukiang marſchierende Kolonne pal be⸗ reits am Montagnachmittag die Nähe von Kiukiang erreicht. Die Chineſen geben zu — Hankau, 26. Juli.(U..) Die Eroberung der chineſiſchen Stellungen am Weſtufer des Poyangſees bei Hukau wird von chine⸗ ſiſcher Seite offiziell zugegeben. Das Bombarde⸗ ment japaniſcher Flieger und die ſchwere Beſchießung durch japaniſche Kriegsſchiffe „führte zur völligen Vernichtung unſerer Uſerbefeſtigungen und zum Opfertod aller unſerer Soldaten“ beſagt die amtliche Mitteilung über die Kämpfe. Dagegen ſeien die Forts auf dem Löwenhügel trotz unaufhörlicher Angriffe durch japaniſche Landungs⸗ truppen, Kriegsſchifſe und Flieger noch immer in chineſiſchem Beſitz. Bei Kutang ſeien ſeit Sonntag ſchwere Kämpfe im Gange. Hiſtoriſche Tage: Graz w 8 dnb. Graz, 26. Juli. Am Montag gedachte die Gauhauptſtadt der Steiermark der in die Ewigkeit des Todes ein⸗ gegangenen Helden der Juli⸗Erhebung 1934. Der Dag wurde mit einer Kranzniederlegung an den Gräbern der auf den Grazer Friedhöfen ruhenden Toten der Bewegung eingeleitet. Um 17 Uhr begab ſich der Gauleiter an der Spitze der Angehörigen der Gefallenen zum Ort der Kundgebung, dem Bismarck⸗Platz im Zentrum der kadt. Rund um den Platz hatten die Ehrenforma⸗ ionen der Partei und ihrer Gliederungen ſowie der Wehrmacht Aufſtellung genommen. Dahinter drängte eine unabſehbare Menſchenmenge. Nach den Klängen von„Siegfrieds Tod“ von Ri⸗ chard Wagner ergriff Gauleiter Uiberreither das Wort zu einer ergreifenden Gedenkrede, in der er a. ausführte:„Als vor mehr als fünf Jahren im Deutſchen Reich der Führer die Macht ergriffen hatte d das Volk, das bis dahin ehrlos, geknechtet und aus tauſend Wunden blutend am Boden lag, ſich nach nach aufrichtete, als langſam der von Fieber⸗ tuern durchrüttelte Staat zu geſunden begann, da rde auch die Bewegung im damaligen Oeſterreich übermächtig ſtark, daß keine Gegenpropaganda, en der Partei hätte aufhalten können. ie auf Grund eines Verfaſſungsbruches gebil⸗ r Syſtem aufrechferhielt, r, als die Partei mit in Geſinnungsterror das unaufhaltbare Vorwärts⸗ e Regierung. die ſich keineswegs auf den Volks⸗ en ſtützen konnte, ſondern lediglich mit Baſo⸗ wußte angeſichts 8 lementaren Entwickſung keinen anderen Aus⸗ 5 erlichen Parxagra⸗ gierte das Bajonett, das in die Bruſt von Volks. Heſterreich gedenkt der Juli-Erhebung 34 wird vom Führer als Stadt der Volkserhebung“ geehrt genoſſen geſetzt wurde. Dieſer Zuſtand wurde immer unerträglicher. Da kam, ſo wie ein Blitz einſchlägt, m 25. Juli 1934, um 12.50 Uhr, durch den Rundfunk die Nachricht:„Regierungswechſel!“—„Marſchbe⸗ fehl!“ Die Männer unſerer Formationen marſchier⸗ ten, aber die Stunde der Befreiung war noch nicht gekommen, der Aufſtand brach zuſammen. In dieſer feierlichen Stunde gedenken wir in tiefer Ehrfurcht aller Kameraden, die ihr junges Leben im Kampf um die Befreiung der Heimat zum Opfer gebracht haben. Wir ſtehen vor euch, Kame⸗ raden, die ihr ermordet wurdet, im Kampfe fielet oder zum Tode verurteilt worden ſeid, und neigen, von tiefſter Ehrfurcht erfüllt, im Gedenken an euer hel⸗ diſches Leben und Sterben das Haupt.“ Der Gauleiter begab ſich dann zum Ehrenmal, legte einen Kranz für die gefallenen Kameraden nieder und beendete ſeine Rede mit den Worten: „Mit ſtolzer Freude kann ich heute verkünden, daß Adolf Hitler in Anerkennung der beſonderen Ver⸗ dienſte der Steiermark und ihrer Hauptſtadt im Kampf um die Wiedervereinigung Oeſterreichs mit dem Deutſchen Reich genehmigt hat, daß die Stadt Graz von fetzt ab den Namen„Stadt der Volkserhebung“ trägt, Wir wiſſen, daß wir unſerem Führer den Dank für dieſe ſchönſte Aus⸗ zeichnung, die einer deutſchen Stadt zuteil werden kann, nur zum Ausdruck bringen können, wenn wir nach dem Vorbild nſerer Toten auch weiterhin ein⸗ ſetzen, was wir ſind und haben, wenn es der Führer befiehlt.“ . mehre hat am Tag der Gedenk⸗ n Die Japaner bereits in Kiukiang dnb. Schanghai, 26. Juli. Dienstag früh ſind die erſten ſtärkeren japa⸗ niſchen Truppenverbände in Kinkiang eingerückt. Die chineſiſchen Linien begannen am Montag- nachmittag nach dreitägiger Verteidigung ihrer öſtlich von Kiukiang gelegenen Stellungen zu weichen. Wie dazu ergänzend gemeldet wird, brachten Frei⸗ tag nacht japaniſche Transportſchiffe Truppen heran, nachdem vorher zwiſchen Matang und Kiukiang fapa⸗ niſche Minenſucher noch mehrere hundert Minen ge⸗ räumt hatten. Die Landung der Truppen erfolgte am Samstag an der Weſtſeite des Eingangs zum Poyang⸗See bei ſtarkem Regen. Japaniſche Kriegs⸗ ſchiffe beſchoſſen die chineſiſchen Stellungen am Vangtſe einſchließlich der Löwenforts. Nachdem am Montag beſſeres Wetter eingetreten war, griffen ſtarke Flugſtreitkräfte in den Kampf mit ein und bombardierten zuſammen mit der Artillerie die chineſiſchen Stellungen. Die Chineſen traten ſchließ⸗ lich den Rückzug unter Mitnahme ihrer Geſchütze an. Die Spitze der japaniſchen Trup⸗ pen erreichte Kiukiang Montag nacht. Nach einer Mitteilung des japaniſchen Sprechers ſind auch die Löwenforts gefallen, Der Führer bei der Kriegsmarine Auf Adolf Hitler bei der unſerem Bilde weilt jungen Gorde der Kriegsmarine auf dem Segel⸗ ſchulſchiff„Horſt Weſſel“. (Hoffmann, Zander⸗Mulſttplex⸗K.) Atentat auf amerikaniſchen Gouverneur „ Revolverſchüſſe bei der Parade anb. San Juan(Puerto Rico), 25. Juli. Bei der Truppenparade, die anläßlich der Wie⸗ derkehr des Jahrestages der Landung am rikaniſcher Truppen auf Puerto Rieo im ſpaniſch⸗am rikaniſchen Krieg ſtattfand, wurde am Montag auf den amerika⸗ niſchen Gouverneur, Generalmajor Winſhip, aus der Zuſchauermenge heraus ein erfolgloſes Revolver⸗ attentat verübt. Ein neben Winſhip ſtehender Se⸗ nator wurde leicht verletzt. Bei dem ſich anſchlie⸗ ßenden Tumult wurde von der Polizei wiederholt auf die Menge geſchoſſen, wobei zahlreiche Perſonen teilweiſe ſchwere Verletzungen erlitten. Mehrere Perſonen wurden verhaftet. Kränze des Reichsführers SS für die national⸗ ſozialiſtiſchen Freiheitskämpfer der Oſtmark. Ss⸗ Brigadeführer Kaltenbrunner legte am Montag an den Gedenktafeln an der Reichsſtatthalterei und am Ravag⸗Gebäude im Auftrage des Reichsführers Ss Himmler zum Gedächtnis der gefallenen national⸗ ſozialiſtiſchen Freiheitskämpfer Kränze nieder. Rücktritt des ſyriſchen Außen⸗ und Junen⸗ miniſters. Einer Havasmeldung aus Damaskus zu⸗ folge iſt der ſyriſche Außen⸗ und Innenminiſter Saadallah Djabri zurückgetreten. . N chene Gut Ding will Weile haben.. Burgos will erſt genau prüfen Vorerſt noch keine Antwort auf die Vorſchläge des Nichteinmiſchungsausſchuſſes — Burgos, 26. Juli.(UP.) Wie aus der Erklärung eines offiziellen Spre⸗ chers hervorgeht, befaßt ſich die Regierung Franeo zur Zeit mit dem Studium des vom Nichtein⸗ miſchungsausſchuß angenommenen britiſchen Plans, ohne daß jedoch mit einer baldigen Antwort Burgos! zu rechnen iſt.„Nur eine verantwortungs⸗ loſe Regierung wie Barcelona“, erklärte der Sprecher,„konnte in einer ſchnellen und freu⸗ digen Antwort einen Plan annehmen, den ſie von vornherein nicht zu erfüllen beabſichtigt. Die Aus⸗ wechſelung der ausländiſchen Ausweiſe bei den Mit⸗ gliedern der Internationalen Brigaden und ihre Erſetzung durch Nationalitäten⸗Karten zeigt das deutlich genug. Der Ernſt, mit dem die nationalliſti⸗ ſche Regierung ihre Aufgaben auffaßt, zwingt ſie zu einer reiflichen Ueberlegung aller Entſcheidungen. Dafür werden die Entſcheidungen, die die Antwort der Regierung des Generaliſſimo enthalten wird, auch unerbittlich erfüllt werden.“ Der Erfolg an der Eſtremadura-Front — Spaniſch⸗Franzöſiſche Grenze, 26. Juli.(U..) Die„Zuſchnürung“ der Don Benito⸗Taſche an der Eſtremadurafront hat zur Gefangennahme von 5000 Mann Milizen durch die Franco⸗Truppen geführt. Außerdem fiel den Reitern Queipo de Llanos, die die Aufräumungsarbeiten im Gebiet von Don Benito durchführten, wertvolle Kriegsbeute in die Hände. Eine große Anzahl von Laſtwagen, zahlreiche Ge⸗ ſchütze mit Munition, 1 Million Gewehrpatronen und 10000 Fliegerbomben wurden ſichergeſtellt. Die Tä⸗ tigkeit der Queipo⸗de⸗Llano⸗Reiter erſtreckte ſich hauptſächlich auf die bewaldeten Hügel dieſes Teils der Provinz Eſtremadura, auf denen ſich die Reſte der eingeſchloſſenen Milizverbände verborgen hatten. Die Schlupfwinkel des Gegners wurden umzingelt, und ſo eine Abteilung nach der anderen zu Ergebung gezwungen. Unter den jetzt von den Franecoſtreit⸗ kräften beſetzten Orten iſt die Stadt Caſtuera beſon⸗ ders wichtig wegen der dort befindlichen Kupfer-, Zink⸗ und Eiſenminen. 7 2 Göring in Dänemark Beſuch des Hamlet⸗Gaſtſpiels in Helſingör anb Kopenhagen, 25. Juli. Miniſterpräſident Generalfeldmarſchall Göring wohnte am Sonntagabend dem deulſchen„Hamlet“⸗ Gaſtſpiel im Schloß Kronberg bei. Der Generalfeld⸗ . der e unmittelbar vor Beginn Stellvertreter des Generalfeldmarſchalls geſtalkete ſich dank der genia⸗ len Darſtellungskraft Guſtaf Gründgens und Ma⸗ rianne Hoppes ſowie aller anderen mitwirkenden Mitglieder des Berliner Staatlichen Schauſpielhauſes dieſe Aufführung, die von dem beſten Wetter be⸗ günſtigt war, zu einem unvergeßlich ſchönen und großen Erlebnis für alle Anweſenden. Nach dem Theater gab der Generalfelömarſchall den deutſchen Schauſpielern ein Eſſen, bei dem im Namen der geladenen däniſchen Gäſte der Bürger⸗ meiſter der Stadt Helſingör in einer bewegten Rede dem Generalfeldmarſchall und den deutſchen Schau⸗ ſpielern den Dank dafür ausſprach, daß es Däne⸗ mark vergönnt wurde, dieſe klaſſiſche Darſtellung des„Hamlet“ zu ſehen, die er mit Worten größten Ehrerbietung vor der deutſchen Kunſt ein erhabene und unvergeßliches Erlebnis nannte. Generalſeldmarſchall Göring verbrachte auch noch den Montag in Dänemark. Ueberall, wo der Gens ralfeldmarſchall ſich zeigte, wurde er von dem Kopen⸗ hagener Publikum herzlich begrüßt. Dem Beſuch Görings in Helſingör wird durch die Kopenhagener Preſſe eine außer⸗ ordentlich ſtarke Beachtung geſchenkt. Die Blätter geben die Berichte über den Beſuch in größter Auf⸗ machung wieder. In ſpaltenlangen, mit vielen Bildern geſchmückten Schilderungen wird über den herzlichen Empfang berichtet, der dem Generalſeld⸗ marſchall auf ſeiner Fahrt durch den Hafen und an der Küſte des Oereſund entlang von den Ufern aus allen vorüberfahrenden Booten und Schiffen bereitet wurde. „Tag des deutſchen Rechts“ vom 7. bis 9. Oktober in Leipzig. Der Reichsführer des NSR, Reichs⸗ miniſter Dr. Frank, hat, nach einer Meldung de NS, den„Tag des deutſchen Rechts“ als 6. Reichs⸗ tagung des NS⸗Rechtswahrerbundes auf den 7. bis 9. Oktober 1938 in Leipzig feſtgeſetzt. br Hauptſchrifeleſter und verantwortlich für Politik: Dr. Alois Win bauer 5 uptſchriftleiters und. für Wee Wiſſenſchaft und 8. Carl Onno Eiſen bart. delsteilt Dr. Fritz Bode.— Lokaler Teil: Dr. Fritz 5 8 5 8 95. 125 5 Südweſtdeutſche 1 1 5 un erdien urt ilhelm Fennel kli in ann Schriftteitung in Berlin: Or. E. F. S le Berlin Beides Südweſtkorſo 60. Für unperlangte Vaide 95.— Rückſendung nus 1 Rückporto. Herausge er 5 Perl er: Neue Mannheimer geitung — 1 Bode& Co., Mannbeim, R 1, 46. twortlich für Anzeigen und geichäftliche Mittellungen Jakob Fau de, n 5. ee 8 galeig. Abend Fs, ache 10 Dienstag, 26. Juli 1938 Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 3. Seite Nummer 338 Die Sta diseiſe Mannheim, 26. Juli. Eine haarige Angelegenheit Kein Wort gegen den Frieſiereifer der Frauen! Wer viel Haare hat, muß auch viel kämmen, moderne Friſuren ſind eine kompliziert⸗wiſſenſchaftliche An⸗ gelegenheit, da ſoll man ſich als ſchlichter Laie nicht hineinmiſchen. Und nur das weibliche Kämmen bei Tiſch und beim Kaffeetrinken iſt unerfreulich; denn ſo herrlich Locken ſein mögen, ſo betrüblich ſind Haare in der Suppe oder in der Schlagſahne. Wobei mir übrigens der blinde Spiegel an der Garderobe des bisherigen Kaffees Belbe einfällt; denn jetzt, wo da umgebaut wird, kann man's ja verraten: der ſchöne Spiegel wurde bronziert, weil da gekämmt wurde, daß die Haare ſtoben bis hinüber auf die Kuchenſchalen. Aber das iſt keine Sucht, ſondern Eifer, Friſuren ſind heilig! Wer möchte neben un⸗ geſcheitelter Braut, gegenüber ungekämmter Frau, hinter unraſiertem Nacken im Theater ſitzen? Aber die Jungens! Seit einigen Jahren der hut⸗ loſen Mode ſind ſie früh und ſpät mit ihrem Kamm zuwege, und von den kurzgeſchnittenen oder behüte⸗ ten Kameraden wundert ſich keiner mehr. Vor dem Eisladen, im Strandbad und im Stadion, in der Straßenbahn und auf dem Fahrrad muß gekämmt, geſtriegelt, Scheitel gezogen werden. Wenn Buben von zehn Jahren eifrig am Baſteln ſind, daß ſie einen tadellbſen langen Scheitel herauskriegen, ſo kennt man das. Es war allerdings noch eine Angele⸗ genheit des Schlafzimmers und der ſtillen Stunden. Aber jetzt wird Friſieren zu jeder Tages⸗ zeit, auf allen Straßen und Plätzen der Stadt, und von allen Altersklaſſen geübt. Athletiſche Sportler⸗ geſtalten, die auf die Rheinſchiffe klettern und tage⸗ lang ſchwarz von Oel und Teer ſind,— kaum daß ſie aus dem Waſſer kommen, geht es zum Spiegel und ſie hantieren mit Bürſte und Kamm ſo liebevoll und ſelbſtverſunken wie unſere 18 jährigen Allermon⸗ dänſten. Zehn Minuten lang dürfen ſie nicht geſtört werden, es wird gelegt und gelockert, neu gezogen und letzte glättende Hand darübergeſtrichen— es iſt ganz gewaltig. Männliche Eitelkeit ſolls auch geben, der Begräb⸗ misſtil und die Pfeffer⸗und⸗Salz⸗Nüchternheit im Anzug ſollen aufhören! Es hat ja auch früher ſchon Männer mit Waſſerwellen, gebrannten Locken und ondulierten Bärten gegeben. Aber man muß doch nicht vor aller Welt das bißchen menſchliche Schwäche demonſtrieren. Sport iſt Sport, und die Dauerhaar⸗ pflege von Männern beim Baden, beim Tennisſpie⸗ len, beim Hockey iſt doch ein merkwürdiger Unfug. Und Straße iſt Straße und kein Friſierſalon. Ich hab mal beim Bummel auf den Planken einen ziga⸗ rettenrauchenden jungen Mann von 15—16 Jahren beobachtet, der hat in einer halben Stunde zehnmal den Kamm herausgezogen, und hat geglättet, ge⸗ reinigt, gebohnert und poliert... Wir waren drauf und dran, Wetten abzuſchließen über den Reſt der Stunde, da beſtieg er, nachdem er ſich nochmals ge⸗ kämmt, ſein Rad, ſtrampelte bis zur Hauptpoſt, ſchwupp hatte er den Kamm wieder raus, und regelte, freihändig fahrend, die Haarlage wieder bis zur Breiten Straße, wo wir ihn aus den Augen verloren. Man kann natürlich ſagen: da ſpricht der kahle Neid. Aber die Beobachtung wurde auch von meh⸗ reren vollhaarigen Zeugen gemacht, und im übrigen muß ich die dünnbehaarten Leidensgenoſſen in die Kritik mit hineinbeziehen. Sie ſind nicht am wenig⸗ ſten ſchnell bei der Hand mit Legen und Ordnen der ſpärlichen Reſte. Und nun frage ich Fachmänner und Laien, ſportliche und nachdenkliche Zeitgenoſſen: iſt dieſe übertrieben haarige Selbſtbeſchäftigung viel⸗ leicht Urſache für zunehmenden Haarſchwund in der Gegenwart... Und wenn ſchon die halbe Selig⸗ keit dran liegt, warum ſtülpt man nicht ein ſcheitel⸗ bewährendes Gehütel oder Gemützel über die empfindliche Stelle? P. Hr. un Hohes Alter. Am Dienstag, dem 28. Juli, kann Frau Philipp Lenz Wwe. in geiſtiger und kör⸗ perlicher Friſche ihren 84. Geburtstag feiern. Seit 1891 wohnt ſie in Rheinau und iſt wohl die älteſte Einwohnerin des Vorortes. Seit 40 Jahren hat ſie der Neuen Mannheimer Zeitung die Treue gehalten. Wir wünſchen ihr noch viele Jahre in gleicher Rü⸗ ligkeit und Friſche.— Herr Wilhelm Heinrich Sinn, Penſtonär, Obere Clignetſtraße 29, feiert am 25. Juli ſeinen 70. Geburtstag und iſt 35 Jahre Be⸗ 1 555 der NM. Unſere herzlichen Glückwünſche ür öie kommenden Jahre! i Oe Jelnau- chule cls Ein vorbildliches Bauwerk von eigenwilliger Prägung entſteht in Mannheims jüngſter Siedlung Mannheims jüngſte Siedlung, die Schönau, erhält zur Zeit einen Schulhaus neubau ganz eigener Art und von ſolcher Schönheit, daß damit höchſtens noch die Herbert⸗Norkus⸗Schule in der Gartenſtadt Waldhof konkurrieren kann. Mit dem Baut wurde Mitte Mai begonnen. Das Untergeſchoß iſt inzwiſchen im Rohbau nahezu fertig geworden. Späteſtens Mitte des nächſten Jahres wird das Gebäude ſeiner Beſtimmung übergeben werden können. Damit werden die ungünſtigen Schulver⸗ hältniſſe der Siedlung Schönau endgültig bereinigt ſein, denn daun brauchen die Schönau⸗Kinder nicht mehr wie bisher weite Strecken bis zur Schule zurückzulegen. Aber darüber hinaus bringt der Bau den Siedlern der Schönau große Vorteile, weil im Zuſammenhang mit der Schule zugleich ein großzügiger Gemeinſchaftsbau entſteht. Schon der derzeitige Bauſtand läßt erkennen, wie großzügig der Bau geplant wurde. Der Grund⸗ riß zeigt die Form eines rechten Winkels mit ver⸗ ſchiedenen breiten Schenkeln. Der breitere ſtellt die Schule dar, der ſchmälere das Gemein⸗ ſchaftshaus; der Stirnſeite des letzteren iſt — wiederum rechtwinklig— eine Turnhalle vorge⸗ lagert,. Der Schulhausbau kommt an die Katto⸗ witzer Zeile zu ſtehen, das heißt an einer der großen Verbindungsſtraßen zwiſchen Luftſchiffer⸗ und Frankenthaler Straße. Der Gemeinſchaftsflügel zieht parallel zum Bromberger Baumgang. Sowohl Schulhaus wie Gemeinſchaftshaus werden zweiſtöckig gebaut, aber dennoch wird architektoniſch das Hauptgewicht auf dem Schulhaus liegen, nicht zuletzt weil das Satteldach der Schule jenes des Gemeinſchaftshauſes überragen wird. Dazu kommt dann noch, daß das Schulhaus mit einem Türm⸗ chen ausgeſtattet wird. Dieſes Türmchen wird übrigens zwei Glocken erhalten. Das Schulhaus iſt für achthundert Schüler berechnet. Es wird im Erdͤgeſchoß und im erſten Obergeſchoß je acht Schulzimmer haben, zuſammen alſo Raum für ſechzehn Klaſſen. Im Dachgeſchoß wird man den Zeichenſaal unterbringen. Außer⸗ dem ſind noch Lehrerzimmer, Rektorzimmer, Lehr⸗ mittelzimmer, Handarbeitsſäle und Schulbücherei vorgeſehen. Das bereits hochgemauerte Unter⸗ geſchoß enthält außer dem Keſſelraum mit zugehö⸗ rigem Kokskeller einen Raum für Filmvorführun⸗ gen, eine Milchausgabeſtelle, Brauſebäder, Aus⸗ kleiberäume und Aborte für Jungen und Mädel. Auch der Gärtner, der für die mit dem Bau zu⸗ ſammenhängenden Grünanlagen zu ſorgen hat, wird da einen Raum zur Einſtellung ſeiner Geräte er⸗ halten. Das Schulhaus erhält zwei Eingänge, einen nach dem Hofe führenden, der an der nörd lichen Stirnſeite liegt, und einen Haupteingang an der Ecke Kattowitzer Zeile Bromberger Baum⸗ gang. Dieſer Haupteingang wurde beſonders mar⸗ kant durchgebildet. Die Treppe, die zu ihm führt, wird nach der Kattowitzer Zeile hin durch drei große Rundbogen begrenzt. Die Säulen dieſer Rundbogen ſtehen bereits, ſie ſind— wie der Sockel des geſamten Bauwerkes— aus rotem Kaiſerslauterner Sandſtein. Wenn man über dieſe Treppe kommend das Portal durchſchreiten wird, wird man in einen ſehr geräumi⸗ gen Vorplatz gelangen, auf deſſen linker Seite ſich das Haupttreppenhaus befinden wird. Eine zweiteilige, einen rechten Winkel bildende Treppe, wird nach dem Obergeſchoß führen, eine andere nach dem Untergeſchoß zu den Räumen, die wir oben ſchon genannt haben. Im Schulhaus wird aber noch ein zweites Treppenhaus eingebaut, und zwar hofwärts und mehr dem Nebeneingang zu. Ueber dieſes Treppenhaus werden die Schüler auch den im Dachgeſchoß gelegenen Zeichenſaal erreichen. Im übrigen wird natürlich zu jedem Schulzimmer das Tageslicht in reichſtem Maße Zutritt haben. Der Gemeinſchaftsflügel enthält in ſei⸗ nem Untergeſchoß zwei in ſich geſchloſſene Abteilun⸗ gen. Zunächſt einen Arztraum, dem einerſeits ein Auskleideraum für die zu unterſuchenden Schü⸗ ler und andererſeits ein Mütterberatungs⸗ raum angegliedert ſind. Auf dieſe Weiſe kann alſo der Arztraum zweierlei Zwecken dienſtbar gemacht werden. Zur Mütterberatung führt ein beſonderer Eingang von der dem Gemeinſchaftsbau vorgelager⸗ ken Grün anlage aus. Es iſt ſogar für einen Kinderwagenraum geſorgt. Weſtlich angrenzend wird ein Kindergarten mit ebenfalls beſonderem Zugang eingerichtet. Er wird aus drei Sälen be⸗ Aus der Geſchichte des 0 G⸗Ouadrales Einſt Zucht, Toll⸗ und Waiſenhaus— L. Sand war hier feſtgeſetzt Wir konnten vor einigen Tagen berichten, daß die Bauten des Q6⸗Quadrates in abſehbarer Zeit niedergelegt werden und der dadurch gewonnene freie Platz zum Parken der Kraftwagen Verwendung findet. Die Häuſer dieſes Quadrates zählen zu den älteſten der Stadt, ſtammen ſie doch mit weni⸗ gen Ausnahmen noch aus dem 18. Jahrhundert. Den größten Teil des Quadrates nehmen die Bauten des ehemaligen„Zucht Toll⸗ und Waiſenhauſes“ ein, unter welchem Namen das weitläufige Bauwerk nur noch wenigen Mannhei⸗ mern bekannt ſein dürfte, denn es hat ihn ſchon lange abgelegt. Der Bau mit ſeinem kleinen Turm über der ehemaligen Kirche, wurde im Jahre 1749 begon⸗ nen und ſpäter durch Hinzukauf einiger Nachbarhäu⸗ ſer auf ſeine heutige Größe gebracht. Wie ſein Name ſagte, hatte der Bau dreierlei Zwecken zu dienen. Im Zuchthaus ſollten die Uebeltäter und„Jauner“ zur Beſſerung gebracht und„Stadt und Land mehr als bisher von dem heilloſen liederlichen Geſindel ſchäd⸗ licher Vagabunden, auch Lotterbuben, Metzen und Dirnen gereinigt werden.“ Die Sträflinge hatten Zwangsarbeit zu verrichten, teils in eigenen Betrie⸗ ben(Spinnerei, Weberei, Strohflechterei, Teppich⸗ wirkerei und Kartenfabrik), teils im Zuchthausgar⸗ ten in der Schwetzinger Straße, deſſen Erzeugniſſe auf dem Wochenmarkt verkauft wurden. Auf einem Kupferſtich der Gebrüder Klauber ſieht man vor dem Zuchthaus einige barhäuptige, mit Schaufeln aus⸗ gerüſtete Gefangene, die von mit langen Piken be⸗ waffneten Aufſehern überwacht werden. Bei der Be⸗ ſchießung Mannheims im Jahre 1795 durch General Wurmſer wurde auch das Zuchthaus ſchwer mitge⸗ nommen. Zu ihrer Sicherheit mußten die Sträflinge in den ehemaligen Kaufhauskeller gebracht werden. Dem Zuchthaus war ein Tollhaus(Irren⸗ haus) angegliedert. Man wußte damals noch nicht recht, was man mit den Geiſteskranken anfangen ſolle. So ſperrte man ſie eben ein, um ſie unſchäd⸗ lich zu machen. Von einer wirklichen Irrenfürſorge und Behandlung konnte damals noch nicht die Rede ſein. Bis zum Jahre 1804 blieben die Irren hier untergebracht. Schließlich diente der Bau noch als Waiſen⸗ haus. Sechzig bis achtzig Findel⸗ und Waiſenkin⸗ der konnten hier aufgenommen werden, die in einem vom Zuchthaus getrennten Flügel untergebracht wurden. Die Kinder hatte man hier zu Handwer⸗ kern herangebildet. Die heute noch an der Faſſade gegenüber Q 7 angebrachte, künſtleriſch wertvolle Statue des guten Hirten weiſt auf die einſtige Zweck⸗ beſtimmung dieſes Flügels hin. Die Umgebung des Baues ſah damals ganz anders aus als jetzt. Nach den Angaben von Dr. Mai, dem ehemaligen Zucht⸗ und Waiſenhausarzt, lag er in einer Nachbarſchaft, die wenig für die Ge⸗ ſundheit der Inſaſſen verſprach.„Gegen Sonnen⸗ aufgang“ ſo ſchrieb er,„duftete der Stadtgraben und ein ſehr bevölkerter Gottesacker(lutheriſcher Fried⸗ hof) allerliebſte Dünſte aus. Hier ſind die Arbeits⸗, Schlaf⸗ und Krankenzimmer. Gegen Mitternacht und Sonnenuntergang ſind zahlreiche Miſtgruben und Schweineſtälle angebaut, welche natürlich den umliegenden Dunſtkreis nicht verbeſſern. Der ein⸗ zige Ort, von dem noch von Mittag her friſche Luft zudringen konnte, wurde durch eine hohe Scheuer zugebaut, damit ja keine friſche Luft in dieſen Ker⸗ ker einwehen könne.“ Man kann ſich hiernach unge⸗ fähr einen Begriff machen, wie es in dieſer Gegend ausſah. Erinnert mag noch daran ſein, daß Ludwig Sand bis zu ſeiner Erſchießung über ein Jahr in einer Zelle des Gefängniſſes verbrachte. Auf dem gegenüberliegenden Friedhof wurde er beigeſetzt. Aus dem Zucht⸗, Toll⸗ und Waiſenhaus wurde ſpä⸗ ter das Kreis⸗ und Landesgefängnis, diente damit alſo nur noch dem Zweck des Strafvollzugs, alſo dem „Brummen“, welcher Aufgabe es treu blieb bis zur Fertigſtellung des großen Landesgefängniſſes überm Neckar. Gegenwärtig dient das Anweſen noch poli⸗ zeilichen Zwecken. R. ſtehen und an der Hofſeite die erforderlichen Nehen⸗ räume haben. Im Erodͤgeſchoß des Gemeinſchaftsflü⸗ gels werden zwei Werkſtätten für den Werk⸗ unterricht und die Hausmeiſterwohnung untergebracht, während das Obergeſchoß für Zwecke der N SB, für die Siedlerfrauenbetreu⸗ ung und als Schweſtern wohnung eingerich⸗ tet wird. Das unter der Turnhalle liegende Unter⸗ geſchoß enthält Umkleide⸗, Waſch⸗ und Toiletten⸗ räume, die nicht nur für den Turnunterricht der Schule, ſondern auch für Vereinsturnen beſtimmt ſind. Zu dieſen Räumen, und damit zur Turnhalle, führt ein eigenes Treppenhaus, das ebenfalls einen Zugang von der Grünanlage am Bromberger Baum⸗ KalsßFfeN˖ 2 5 FRIEDRICH „ EE STAATI- ANMEREANNTE HEI GUELLE gang und einen zweiten vom Hofe her erhält. Wich⸗ tig iſt weiterhin, daß im Turnhalle⸗Untergeſchoß auch zwei Räume für einen Kinderhort eingerichtet werden. Während der ſchon genannte Kindergarten der Betreuung der Kleinkinder dient, iſt der Kinder⸗ hort für jene Schulpflichtigen beſtimmt, deren beide Eltern im Erwerb ſtehen. Der Seitenflügel ein⸗ ſchließlich Turnhalle ſtellt alſo im wahrſten Sinne des Wortes einen Gemeinſchaftsbau dar. Es iſt da für alles Erdenkliche geſorgt. Beſonders reizvoll wird der Gemeinſchaftsflügel aber in ſeiner hofſeitigen architektoniſchen Durch⸗ bildung ſein. Er erhält dort nämlich einen der Faſſade vorgelagerten Säulengang. Dieſer Säulengang— für den ebenfalls roter Sandſtein verwendet wird— wird zwei Stockwerke hoch ſein. Zwei an der Seite liegende breite Treppen werden die Zugänge zu ihm darſtellen. Schulgebäude und Gemeinſchaftsflügel begrenzen einen großen Schulhof. Weſtlich daran an⸗ ſchließen wird ſich ein Turnraſen von der Breite der Turnhalle. Es iſt geplant, an dieſen Turnraſen, nur durch einen Heckenſtreifen abgetrennt, einen gro⸗ ßen Sportplatz herzurichten. Dieſer hätte aller⸗ dings mit der Schule unmittelbar nichts zu tun. Schließlich iſt auch noch der Grünanlage zu gedenken, die dem Gemeinſchaftsflügel nach dem Bromberger Baumgang zu vorgelagert wird. Sie wird terraſſenförmig geſtaltet und aus einem Zierplatz und einem Kinderſpielplatz(für den Kindergarten) beſtehen. Die geſamte Grün⸗ anlage wird tiefer liegen als die Straße und erhält deshalb auch eine Sandſteineinfriedun g. Am Danziger Baumgang— das heißt entlang dem Schulhaus— wird man die dort ſtehenden Birken er⸗ halten und noch einen Grünſtreifen anlegen. Zwar ſteht im Augenblick von dem ganzen Bau nur das Untergeſchoß einſchließlich der Säulen des Haupteinganges, aber das Werk wird nun raſch wachſen und wohl noch im laufenden Jahr im Roh⸗ bau fertig werden. Die Schönau erhält in ihm ein ſchmuckes und zweckdienliches Gebäude von eigen⸗ williger Prägung, das vom Bauwillen unſerer Zeit künden wird. Dr. W. I ** Goldene Hochzeit. Friſeurmeiſter Reinh. Karl und Frau Luiſe geb. Gröhe, Jungbuſchſtraße 24, feiern am 26. Juli ihr 50jähriges Ehe⸗Jubiläum. Seit 50 Jahren beziehen ſie auch ununterbrochen die„Neue Mannheimer Zeitung“. Wir ſprechen ihnen die herzlichſten Glückwünſche aus. ae Silberne Hochzeit. Die Eheleute Bauunter⸗ nehmer Bernhard Tremmel, Uhlandſtraße 31, langjährige Bezieher der Neuen Mannheimer Zei⸗ tung feiern am 27. Juli ihre ſilberne Hochzeit. a Ein eigenartiges Naturſchauſpiel konnte man geſtern abend gegen 8 Uhr an der Sonne beobachten. Die Sonne ging bei ihrem Abſtieg durch einen gleich⸗ mäßig breiten Wolkenſtreifen horizontal hindurch und wurde dadurch in zwei Teile zerſchnitten. Als ſich der Wolkenſtreifen ſo ziemlich in der Mitte der Sonne befand, ſah es aus, als ob ſich ein feuriger Fallſchirm mit einem darunter umgekehrt hängenden zweiten Fallſchirm in der Luft befindet und langſam niedergeht. An dieſem Wolkenſtreifen konnte man aber auch weiter ſehen, wie raſch ſich die Sonne ſenkt, d. h. die Erde ſich um die Sonne dreht. Noch zweimar zeigten ſich dann dunkle Wolkenflecken auf der Sonne, bis ſie hinter den Häuſern verſchwand. „Gr. Preis v. Deutschland“(Nürburgring) sieger: Seaman auf Mercedes-Benz Zweiter: Lang(Mercedes-Benz), Dritter: Stuek(Aufo- Union), Vierter: Nuvolari(Aufo-Union) Sport- genrennen: Greifzu suf BMW- schnellste Zeit des ſages Kreſiräder: Winkler auf Aufo-Union-DKW- schnellste Zeit des Jages ZBosmtlich auf öntfinen fallen Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 26. Juli 1938 Hochſommerliche Zeit (2 8 „Zander⸗Multiplex⸗K.) Hundstage in Alt-Mannheim Mit dem 23. Tage der Juli haben die Hundstage,§. h. die größten Jahreswärme, begonnen, die dauern bis zum 23. Auguſt. Natürlich haben ſie auch ſchon den Bewohnern von Alt⸗Mannheim zu ſchaffen gemacht, die beſtimmt mehr unter den Hundstagen litten als wir, denn wir können ihre Hitze, wenn ſie ungemütlich werden will, leichter ihnen das und mit mehr Erfolg bekämpfen, als möglich geweſen iſt. Zeit der Hundstage mußten öſters be⸗ ſondere Verordnungen erlaſſen werden. Die Mann⸗ Jahre Für die heimer 1670 Marktordnung vom 2 SANTA Der 47 j. Hub bl Beihie —.25. 45. 80 WW beſtimmte, daß in den Hundstagen kein Schweine⸗ fleiſch geſchlachtet oder verkauft werden dür Auch war es unterſagt, während dieſer Zeit Bratwürſte feilzubteten, wie es ebenſo unterſagt war, gebackene Fiſche und Nudeln(ö) zu verkaufen. Verkaufsver⸗ bote beſtanden u. a. auch für Pflaumen, nicht aber für Zwetſchgen. Von ſo weitgehenden Einſchränkungen werden wir in den Hundstagen nicht mehr beläſtigt. In⸗ zwiſchen iſt die, Kältetechnik ſo weit fortgeſchritten, daß ſie die Gefahren auch der größten Hundstags⸗ Hitze auf dem Gebiet der Lebens mittelver⸗ ſorgung zu bannen vermag. Es iſt inzwiſchen jedenfalls gelungen, uns von der jeweiligen Jah⸗ reszeit unabhängiger zu machen. e Die neue Unterführung bei der Adolf⸗Hitler⸗ Brücke iſt bisher noch wenig benützt worden. Das wird ſich wohl ändern, wenn erſt der Wagenverkehr bei Beginn der Arbeiten für die Verbreiterung der Fiedrichs⸗Brücke in verſtärktem Maße über die Adolf⸗Hitler⸗Brücke einſetzt. Zunächſt hält man ſich noch an die bisherige Gewohnheit und überquert die Brücke, was von den Jungen wie von den Aelteren gilt, von den üblichen Ausnahmen natürlich abge⸗ ſehen. Wahrſcheinlich werden die Jungen und alle, die es immer„eilig“ haben, die Unterführung auch ſpäter kaum benützen, die Aelteren würden dies wohl jetzt ſchon häufiger tun, wenn ſie nicht das Trep⸗ penſteigen ſcheuten. Daß man die Treppen um⸗ gehen kann, indem man die da neben angelegten Böſchungswege benützt, ſcheint vielen zunächſt erſt daun einzufallen, wenn ſie die Zugänge zu dieſen Wegen ſchon hinter ſich haben und bereits vor der Treppe ſtehen. In einiger Zeit wird der geſteigerte Brückenverkehr aber gewiß viele dazu beſtimmen, den wenn auch etwas längeren, ſo doch durchaus ſicheren Weg der Unterführung zu benützen. . Der nächſte Sprechtag der Bezirksausgleichs⸗ ſtelle bei der Wirtſchafts kammer Baden findet am Freitag, 29. Juli, in der Induſtrie⸗ und Handels⸗ kammer Mannheim, L. I. 2, ſtatt. Voranmeldung notwendig. n Sportärztliche Beratungsſtelle. Das Sport⸗ amt Mannheim gibt bekannt, daß ſeine ſportärzt⸗ liche Beratungsſtelle im Geſundheitsamt(Haus der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe) in der Zeit vom 25. 7. bis 20. 8. wegen des Urlaubs des Sportarztes, Medizinalrat Dr. Linke, geſchloſſen iſt. i Brieftauben fliegen von Wien über 600 Km. Von den Einſatzſtellen der Reiſevereinſgung Baden⸗ Nord, Feudenheim, Waldhof, Neckarau, Heidelberg und Sinsheim ſetzten 50 Züchter 196 Tauben. Wegen des ſchlechten Wetters, das unterwegs eintrat, kam am erſten Tag keine der Tauben, die um 11 Uhr auf⸗ gelaſſen wurden, an. Am zweiten Tag kam die erſte um.47.32 Uhr bei Willi Uhrig, die folgenden bei We Bohrmann, H. Müller, Jakob Krämer, Feuden⸗ beim, L. Reubold, Waldhof, Hch. Zettel und Jakob Krämer, Feudenheim, Fr. Selzer Waldhof, Willi Uhrig und Willi Braun, Feudenheim an. Der letzte Flug mit den alten Touben führt am 30. Juli en Budapeſt aus über 810 Km. Daran beteiligen ſich die Reiievereinigung und der Gau. AG ERIC HTS BERICHTE AUS NAH UNO FERN Der Mantel Fortunas 29 Tauſendguldenſcheine waren im Futter eingenäht- Kobold Zufall ſtiflet Wirrwarr Amſterdam, 23. Juli. Die abenteuerliche Geſchichte eines alten Mantels beſchäftigt gegenwärtig die Gerichte von Amſterdam. Ein ganzer Rattenſchwanz von Prozeſſen iſt um dieſes Kleidungsſtück entſtanden, mit dem es freilich eine ganz beſondere Bewandtnis hat. Ein Jahr lang hing der Mantel friedlich im Laden eines Altkleider⸗ händlers der Stadt Batavia in Niederländiſch⸗ Indien. Dort erwarb ihn eines Tages der Ange⸗ ſtellte einer holländiſchen Exportfirma namens Carel de Jong. Der Mantel, den einſtmals ein vornehmer Herr getragen haben mußte, erwies ſich als etwas zu lang. Frau de Jong, die Fertigkeit im Schneidern beſaß, beſchloß, ihn der Figur ihres Mannes anzupaſſen. Und damit kam der Stein ins Rollen. Als Frau de Jong das Futter auftreunte, flat⸗ terte ihr plötzlich ein braunes Stück Papier ent⸗ gegen. Sie traute ihren Augen nicht, da ſie bemerkte, daß dieſes Stück Papier eine Tauſend⸗ guldennote war. Und als ſich gar noch herausſtellte, Faß ſich 29 ſol⸗ cher Banknoten im Futter des Mantels befanden, da glaubte ſie, ein Wunder ſei geſchehen. Ihr Mann wollte den Fund bei der Polizei anzeigen, aber Frau de Jong hinderte ihn daran. Sie machte ihm klar, was man mit dieſem märchenhaften Reichtum der ihnen durch einen Zufall in den Schoß gefallen ſei, alles anfangen könne. Carel de Jong entſchloß ſich, ſeine Stellung aufzugeben und mit dem entdeck⸗ ten Schatz nach Eu ropa zurückzukehren. Er eröffnete in Amſterdam ein Lebensmittelgeſchäft. Kurze Zeit ſpäter wurden bei der Firma in Ba⸗ tavia, bei der de Jong tätig geweſen war, Unterſchlagungen entdeckt. Der Verdacht fiel auf den Angeſtellten, der ſo plötz⸗ lich ſeine Poſition freiwillig aufgegeben hatte, und er verſtärkte ſich noch, als die Polizei in Amſterdam auf Anfrage aus Batavia hin feſtſtellte, daß Carel de Jong in überraſchend guten Verhältniſſen leble. Man verhaftete den Verdächtigen, der in ſeiner Not die ſonderbare Geſchichte ſeines Mautelkaufes er⸗ zählte. Natürlich glaubte niemand an die 29 Tauſend⸗ guldenſcheine im Manutelfutter, und wer weiß, wie es Carel ergangen wäre, hätte man nicht kurz dar⸗ auf in Batavia den wahren Schuldigen in der Unter⸗ ſchlagungsſache, den Hilfskaſſierer der Firma, er⸗ mittelt. De Jong war gerechtfertigt und wurde ſo⸗ fort freigelaſſen. Aber nun begann erſt der Wirr⸗ warr, denn die Geſchichte mit dem geldgeſpickten Mantel war in die Preſſe gekommen und hatte ihrer Kurioſität wegen viel Aufſehen er⸗ regt. Vor allem aber ſand ſie die Aufmerkſamkeit der im Haag lebenden Familie des Kaufmanns van Men em, der zu Beginn des Jahres 1937 in Nieder⸗ ländiſch⸗Indien geſtorben war. Dieſer Mann, als Sonderling bekannt, hatte überraſchenderweiſe außer Möbeln und Kleidern nichts hinterlaſſen, obwohl man ihn für wohlhabend hielt. Die enttäuſchten Erben, die vergebens ein Te⸗ ſtament geſucht hatten, verkauften die Habfeligkeiten, mit denen ſie nichts anfangen konnten, und dabei landete der Mantel des Verſtorbenen bei dem Alt⸗ kleiderhändler Prieß in Batavia. Als nun der Name dieſes Mannes im Zuſammenhang mit dem Geſtänd⸗ nis de Jongs in den Zeitungen erſchien, waren ſich die Erben darüber klar, daß der Sonderling Menem ſein Kapital in den Mantel eingenäht hatte, ohne jemand davon etwas zu ſagen! Sie ſtrengten ſofort Klage gegen de Jong auf Heraus⸗ gabe des Geldes an, und außerdem zeigten ſie ihn wegen Fundunterſchlagung an. Aber auch der Kleiderhändler Prieß war nicht müßig. Er verklagte Herrn de Jong auf Rückerſtat⸗ tung des Geldes im Mantelfutter, da er ihm nur den Mantel, nicht aber das darin enthaltene Geld ver⸗ kauft habe. Wie ſollen ſich die Gerichte in dieſem vom Kobold Zufall angeſtifteten Wirrwarr zurecht⸗ finden? Man hofft, den merkwürdigen Fall durch einen Vergleich beilegen zu können. —::::̃ pfff1f1]X1XłXł+ꝗÿä,éEößA nnn nd Anfall beim Betriebssport iſt Betriebsunfall Eine bemerkenswerte Regelung hat der Verband der deutſchen gewerblichen Berufs⸗ genoſſenſchaften allen gewerblichen Berufs⸗ genoſſenſchaften im Reiche empfohlen. Danach ei werden die Unfälle, die ſich bei dei Ausübung des Betriebsſportes ereignen, künftig als Betriebsunfälle anerkannt. Der Verband der Berufsgenoſſenſchaften geht bei dieſer Regelung davon aus, daß die Uebungen der Betriebsſportgemeinſchaft im Einvernehmen mit dem Betriebsführer ſtattfinden und in engſter Ver⸗ bindung mit dem Betrieb ſtehen. So würden Sportſtunden ſogar in den Räumlichkeiten des Be⸗ triebes oder in vom Betriebsführer gemieteten Hallen abgehalten, während als Zeitpunkt die Ar⸗ beitspauſen oder die Zeit vor oder nach der Arbeit gewählt würde. Aber auch diejenigen Sportſtunden fallen unter die neuen Beſtimmungen, die ohne zeit⸗ lichen Zuſammenhang mit der Betriebsarbeit ſtatt⸗ finden. Entſcheidend iſt allein, daß die ſport⸗ liche Betätigung der Geſolgſchaftsmitglieder als Ausgleich für die den Körper einſeitig bean⸗ ſpruchende Betriebsarbeit gedacht iſt. Dagegen können Unfälle, die ſich bei Wett⸗ kämpfen zwiſchen Mannſchaften verſchiedener Be⸗ triebe ereignen, nicht als Betriebsunfälle anerkannt werden. Wird z. B. aus der Gemeinſchaft eine be⸗ ſondere Fußballmannſchaft ausgeſucht und beſtreitet dieſe gegen andere Mannſchaften Wettkämpfe, ſo ſtehen dieſe Wettkämpfe nicht unter Verſicherungs⸗ ſchutz. In ähnlicher Weiſe regelt der Verband die Ver⸗ ſicherung von Unfällen im Werkſchar⸗ dien ſt. Auch die Werkſchar iſt eine Einrichtung des Betriebes und der Dienſt in ihr iſt ein Dienſt für den Betrieb in weiterem Sinne. Deshalb ſind die Unfälle beim Werkſchardienſt grundſätzlich als Be⸗ triebsunfälle zu entſchädigen. Weiter empfiehlt der Verband, Unfälle bei Reichsberufswett⸗ kämpfen als Betriebsunfälle anzuerkennen, zumal der Berufswettkampf als ein Teil der Ausbildung des Verſicherten gewertet werden muß. Allerdings erſtreckt ſich der Verſicherungsſchutz nicht auf Beſich⸗ tigungsfahrten, die etwa als Belohnung für einen Sieg veranſtaltet werden. NSDAP-Miffeilungen bartelamtliched Benanntmechungen enmommes An alle Stadtortsgruppen Die Ortsgruppen haben ſofort Plakate auf dem Kreis⸗ propagandaamt abzuholen. Kreispropagandaamt. Ortsgruppen der NSDAP Freudenheim⸗Oſt. Pg., die länger ass zwei Jahre Par⸗ teimitglied ſind und noch kein Mitgliedsbuch beſitzen, wer⸗ den aufgefordert, ſoſort Anträge auf Ausſtellung von Mit⸗ gliedsbüchern unter Vorlage der roten Ausweiskarten, ſämtlicher Beitragswertmarken und zwei Lichtbildern in der Geſchäftsſtelle der Ortsgruppe Feudenheim⸗Oſt, Haupt⸗ ſtraße 48, während der Geſchäftsſtunden, Montag und Frei⸗ tag, 2021 Uhr, zu ſtellen. 5 Ilvesheim. Mittwoch, 26.., 20.15 Uhr, Sitzung ſämt⸗ licher Politiſchen Leiter im Parteiheim. 8 NS⸗Frauenſchaft i Humboldt. 26.., 19.30 Uhr, Fiſchkochkurs in IL. 12, 6. 30. Januar. Beitragsmarken am 286. 7. zwiſchen 17 und is Uhr in der Geſchäftsſtelle Augartenſtraße 44 abholen. a 9 N 3 Flisgergefolgſchaft 3. Mittwoch 27. 7. treten die Führer der Gefolgſchaft um 20 Uhr zum Führerdienſt im Heim (Harlochweg) an,. Perſonalien der Leute mitbringen. 11. September aus. Motorgefolgſchaft 5/171 Neckarſtadt. Die Geſolgſchaft tritt am Mittwoch, 27. 7. um 20 Uhr auf dem EClignetplatz in Sommeruniſorm an. Sportzeug iſt im Brotbeutel mitzu⸗ bringen. Motorgefolgſchaft 6/171 Luzenberg. Die Gefolgſchaft tritt am Mittwoch, 27, 7, um 20 Uhr vor der Luzenbergſchule in Sommeruniform zum Geländeſpiel an. BDM Gruppe 19, Neckarſtadt⸗Oſt. Am 20 Ithr, in Uniform nor dem Haupteingang Krankenhaus zum Geſundheitsgppell antreten. (Turnſchule mitbringen). Nichtturnerinnen treten falls an: Gruppe 14/171 Neckarſtadt⸗Oſt. Am 26. 7. um 20 Uhr Antreten aller Mädel mit Sport und Turnſchuhen(auch Nichtturnerinnen) vor dem Städt. Krankenhaus zum Ge⸗ ſundheitsappell. Alle Beurlaubungen ſind aufgehoben. Gruppe 30/171 Rheinau. Am 29. 7. um 20 Uhr Geſund⸗ heitsappell in der Schule. Sport mitbringen. Feudenheim. 27. 7. treten alle Mädel der Gruppe um 20 Uhr im Schulhof an. Sportkleidung wie am Freitag iſt mitzubringen. Die Führerinnen kommen um 19.45 Uhr. Es iſt in dieſer Woche und vor den Ferien der letzte Dienſt. Deutſche Arbeitsfront Kreiswaltung Mannheim, Kheinſtr. 3 Abteilung Propaganda Betr. Leiſtungskampf der Deutſchen Betriebe 1938/9. Die Ortsobmänner erſtatten bis ſpäteſtens Freitag,. 7. Zwiſchenmeldung über den Erſolg der Werbung für die reſtloſe Teilnahme am Leiſtungskampf. Der Kreispropagandawalter. Berufserziehungswerk Am Dienstag, 27. 7. beginnt um 19 Uhr in I. 7, 1 der neue Lehrgang: Kaufmänniſches Rechnen für Fort⸗ geſchrittene. Anmeldungen hierzu kütnen noch beim Lehr⸗ gangsleiter abgegeben werden. Zu dem Lehrgang für Maſchinenſchreiben für Fort⸗ geſchrittene, der jeweils montags und donnerstags von 20.30 bis 22 Uhr ſtattfindet, werden noch Anmeldungen angenommen. Ab Montag,.8, werden ſämtliche Lehrgänge des Be⸗ rufserziehungswerkes im Hauſe G 1, 10 durchgeführt. Frauenabteilung Jungbuſch. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin diens⸗ taas von 20 bis 21 Uhr in J 1. 14. Käfertal⸗Nord. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin dienstags von 19 bis 20 lthr Mannheimer Straße 2. Neuoſtheim. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin dienstoas und freitags von 18 bis 19 Uhr Dürerſtraße 120. 30. Januar. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin dienstaas von 19 bis 21 Uhr Friedrichsfelder Straße 23. Hemsbach. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin diens⸗ tags und freitags von 19 bis 21 Uhr Gartenſtraße 40. Laudenbach. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin dienstags von 20 bis 21 Uhr Lindenplatz 8. Neckarhanſen. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin dienstags von 20 bis 21 Uhr im gräfl. Schloß. Neulußheim. Syprechſtunden der f Dienstag,.., zum Städt Sport eben⸗ eee Ortsfrauenwalterin dienstags von 19.30 bis 20.30 Uhr Rheinſtraße 25. Reilingen. Sprechſtunden der Ortsfrauenwalterin diens⸗ tags von 20 bis 21 Uhr Horſt⸗Weſſel⸗Haus. een n Almenhof. Facharuppenabend am Mittwoch, 27. 7. um 20 Uhr, Schillerſchule. Ortswaltungen Deler Feudenheim⸗Weſt. Sämtliche Mitarbeiter treten am Mittwoch, 27. 7, 19.13 Uhr, zur Teilnahme am Sport im Hofe des Parteiheims an. Sport iſt mitzubringen. Ortsjingendwaltung Strohmarkt. Dienstag. 26. 7. findet in M 2. 6 eine Dienſtbeſprechung für die Betriebsfugend⸗ walter und Referentinnen ſtatt, wozu dieſe mit Stellver- treterlin) pünktlich um.45 Uhr zu erſcheinen haben. Sportamt Mannheim Sportärztliche Beratungs ſtelle. Das Sportamt Mann⸗ heim aibt bekannt, doß ſeine ſportärztliche Berafungsſtelle im Geſundheitsamt(Haus der Allgemeinen Ortskranken⸗ koſſe! in der Zeit vom 25 7. bis 20. 8. wegen des Urlaubs ee. Dr. 1 iſt. etr zortwarte. Die bis jetzt noch nicht eingeſondten Manatsberichtskarten müſſen bis ſpäteſtens 29. d. M. dem Snortomt ſein. 8 5 1 Rollſchuhkurſe? Die jeweils montags, freikags in der Turnhalle des Karl⸗Fried [Eingong Moltkeſtraße) durchgeführten Ku lauf fallen in der Zeit vom 1. Auguſt b. Kraft durch Freude Abteilung: Reiſen, Wandern, Urlaub Nachmittags⸗Dampferfahrt am kommenden Sonntag nach Speyer. Abfahrt ab eigeſtelle der Köln⸗Düſſeldorſer Rheinſchiffahrt, unterhalb der Rheinbrücke 14.25 Uhr, Speyer an 16.20 Uhr, Speyer ab 18.35 Uhr, Mannheim au 19.45 Uhr. Es ſtehen alſa für die Beſichtigung der Stadt Speyer etwa 2 Stunden zur freien Verfügung. Be⸗ ſchränkte Teilnehmerzahl. Karten zu 90 Pf. bei Geſchaſts⸗ ſtelle Plank, Völkiſche Buchhandlung und Zigarren⸗ kiosk Schleicher am Tatterſall. i 5 Ausfallende Fahrten! Die Sonderzüge nach Wildbad kommenden Sonntag fallen An Stelle der gus⸗ und noch Woldmichelbach am wegen bahntechniſchen Gründen aus. gefallenen Großwanderfahrten nach Wildbad und Wald⸗ michelbach werden N derungen in den nahegelegenen vorderen Odenwald oder in die Pfolz durchgeführt(Sonn⸗ tagskarten]. Beachten Sie bitte die Parole in der Mitz⸗ wachmittagausgaobe. 4 Volksgenoſſe, Deine Urlaubsreiſe mit Koͤßß! Für fol, gende demnächſt ſtartende Urlaubsfahrten nehmem die äftsſtellen noch Anmeldungen entgegen: ud d vom bis 6. 8. Elöſandſteingebirge(Sächſiſche Schweiz!, Ge⸗ ſamtkoſten 4. U 4 vom 30. 7. s 3. 8. Bydenſes (Konſtanz und Umgebung), Gefamtkoſten 23,50% ß 84 vom 5. bis 16. 8. in die öſterreichiſchen Alpen(Pomgan!, Geſamtkoſten 44.50. U 86 nom 18. 8. Kärnten, Geſamtkoſten 56. Kremstal, Geſamtkoſten 37,50„. Die Fahrt geht in das landſchaftlich hervorragende Steyr und Teichelbachtgl. Uß 56, vom 28. 8. bis 3. 9. an den Baodenſee(Konſtonz und Umgebung], Geſamtkoſten 20%. U 78 vom 28. 8. 613 3. 9. in den Schwarzwald(Wolfach, Schiltach uſw.), Ge⸗ famtkoſten 23,9) /. Wegen weiterer Urlaubsfehrten er⸗ kundigen Sie ſich bitte bei den Geſchäftsſtellen. Achtung, Sonderzüge zur Rundſunkausſtellung in Ber⸗ lin. U 73 vom 6. bis 10. 8. und U 74 nom 13. bis 17. 8. Der Preis für ſede dieſer Fahrten beträgt einſchließlich zwei Uebernachtungen mit Frühſtück 2,50, nur Fahrt (Berwandtenbeſuch) 17 l. Tage hal eaclea Dienstag, 26. Juli Libelle: 20.80 Uhr Kabarett und Tanz. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternenproſektors. Paradeplatz: Omnibusfahrt durch die Stodtrandſied lungen. Tanz: Palaſthotel, Parkhotel, Libelle, Palaſtkafſes„Rhein⸗ gold“. 28.7. Lichtfpiele: tun, Sibylle?“— Alhambra:„Kampf der Tenne“.— „Maienzeit“. Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 10 bis 18 un von 15 bis 17 Uhr Prunkräume und Stadtgeſchichtliche Sammlungen in Neuordnung Theatermuſeum. E 7, 20; Geb inet von 10 bis 18 und non 15—17 Uhr. Sonderſchau: Adele⸗Sandrock⸗ Gedächtnis Ausſtellung Sternwarte: Geöftnet von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 10 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: Gebſſnet von 10 bis 18 und von 15 bis 17 Uhr. Lefeſgal geöffnet von 10 bis 13, 18 bis 17 und 19.30 bis 21.30 Uhr. Graphiſche Sammlung und Kupferſtichkabinett. Mannheimer Kuuſtverein. L 1, 1: Geölfnet von 10 bis 19 und von 15 bis 17 Uhr Ausſtellung: Fritz Hülsmonn (München) und Carl Schneiders(Berlin). Städtiſche Schlotzbücheret: Ausleihe von 11 bis 18 und von 17 bis 19 Uhr. Leſeſäle geölſnet von 9 bis 13 und van 15 bis 19 Uhr. Sonderousſtellung: Hutten⸗Gedöcht⸗ nisausßellung Städtiſche Volksbücherei: Ausleihe von se bis 12 Uhr und von 16 bis 10 Uhr. Leſeſaal geöffnet von 10.90 bis 13 Uhr und von 16.30 bis 21 Uhr Städtiſche Mufikbücherei, L 2. 9: Ausleihe von 10 bis 19 und von 16 bis 19 Uhr Städtiſches Hallenbad, U 3, 1: Geöffnet von 1020 Uhr Hafenrundfahrten: 10. 11. 15. 16 und 17 Uhr ab Fried⸗ richsbrücke. Flughafen: Rundflüge über Mannheim. n 120 Alle Auskünfte durch den Verkehrs⸗Berein, Teleſon 9 U. Was hören wir? Mittwoch, 27. Juli Reichsſender Stuttgart .30: Freut euch des Lebens.—.00: Gymnaſtik.— .30: Morgenmuſik.— 11.30: Volksmuſik mit Bauern kalender.— 12.00: Mittagskonzert.— 12.40 Deutsches Turn⸗ und Sportſeſt Breslau 1988.— 13.15: Mitkagsken, zert.— 14.00: Fröhliches Allerlei.— 16.00: Reichsſendung: Deutſches Turn⸗ und Sportſeſt Breslau 1988.— Na: Griff ins Heute.— 19.00: Wie es euch gefällt.— eg; Das Boſtoner Promenaden⸗Orcheſter.— 20.55: Tanzend Taſten.— 21.80: Kammermusik.— 22.30: Muſtk aus Wien.— 24.00: Nachtkonzert. Aus Mannheim Aber Sinttgart 18.00: Tanzmuſik. Es ſpielt die Mannheimer Tone kapelle. Leitung: Ludwig Garnier. Deutſchlandſender .05: Frühmuſik.—.30: Frühkonzert.—.40: Klein Turnſtunde.— 10.30: Fröhlicher Kindergarten.— 11.0: 30 bunte Minuten.— 12.00; Muſik zum Mittag.— 15.45: Heiter und bunt.— 18.00: Zeitgenöſſiſche Lieder.— 10.00: Und jetzt iſt Feietobend.— 20.10: Muſikaliſche Kleinigkei⸗ ten.— 21.13: Leichte Muſik aus Warſchau.— 23.185: Deut ſches Turn⸗ und Syortſeſt Breslau 1938.— 23.00: Abende konzert.— 24.00: Nachtkonzert. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt⸗Main vom 26. Juli: Ueber Mittel⸗ europa hat ſich vorübergehend wieder Hochdruckein⸗ fluß mit Aufheiterung und kräftig anſteigenden Tem⸗ peraturen durchgeſetzt. Die atlantiſche Störungs⸗ tätigkeit rückt aber immer mehr auf das Feſtland vor und wird, beginnend mit Gewittertätigkeit, wie der unbeſtändiges Wetter einlreten laſſen. Vorausſage für Mittwoch, 27. Juli Wolkig mit Gewitterſtörungen, tagsüber nicht meht ſo warm, noch ſchwül, veränderliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 25. Juli + 26,9 Grad, tieſſte Temperatur in der Nacht zum 26. Juli 4 16 Grad; heute früh halb 8 Uhr + 176 Grad, In den Rheinbädern wurden heute vormittag 8 Uhr 20,5 Grad Waſſer⸗ und 4 17 Grad Luft⸗ wärme gemeſſen. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juli Wen Bee 22 23 2425 20 Aenne ede 25 20 25 25 heinſelde, 3 08.02 325 3,22.140 Kaub.802,60,2.61 275 Breiſach 5 1 38.330 Köln 2632.502382 ge“ 3403.3 283520 8 17 5,00 4. 490.42 W eee 5 98.05 Mannheim 4,073.95 550 9 Ne Anleilallungccilo dei NMqhæ. Jie Jugencl den Puinktliclkæit „In dieſer Woche ſollen able, die bei Behörden und Aemtern zu tun haben, die Männer an den S en bitten, die Zeit des Volkes nicht durch 0 1 zu vergeuden. Das iſt Woche.“ Das iſt einer der Leitſätze, mit dem die ja pan i⸗ ſche tigſte „Pünktlichkeits⸗Woche“ in Tokio eingeleitet wurde. Die fortſchrittlichen Japaner haben das Wert⸗ vollſte erkannt, das dem Menſchen gegeben wurde: Die Zeit! Die Woche begann mit einer Erinne rungsfeier an den Kaiſer Tenchi(663— 671 n. Chr.). dem man nach alter Ueberlieferung die Erfindung der Uhr zuſchreibt. Er ſoll ein Gefäß gebaut haben, aus dem Waſſer tropfte, deſſen Menge dann gemeſ⸗ ſen wurde. In Japan hat das Streben nach Pünktlichkeit tie⸗ feren Sinn und größere Bedeutung als im Abend⸗ land. Denn dieſes tüchtige und arbeitſame Volk iſt in ſeinem Privatleben merkwürdigerweiſe von einer geradezu klaſſiſchen Unpünktlichkeit. Verzöge⸗ rungen von einer Stunde gelten als„kleinen Augen⸗ blick.“ Wenn es ſich aber um Arbeit und Pflicht handelt, wird mit Minuten gegeizt, und die japaniſchen Eiſen⸗ bahnen und Beförderungsein richtungen halten ihre Fahrpläne mit vorbildlicher Pünktlichkeit inne. Die Woche galt in erſter Linie alſo dem privaten Leben ſowie der erzieheriſchen Wirkung auf Behörden und koſtenlos auf ihren richtigen Gang einzuſtellen, ein Beweis für den Gemeinſchaftsſinn dieſes Volkes. Und wie immer, wenn der Japaner zu irgendeiner Leiſtung aufgerufen wird, zeigten ſich alt und jung die ganze Woche hindurch von einer herzerfriſchenden Verläßlichkeit im Gebrauch der Zeit. 5 Für jedes Land wären ſolche„Pünktlichkeits⸗ Wochen“ zu empfehlen. Denn in jedem Land laufen viel zu viel Unpünktliche herum. Wir kennen ſie nur allzu gut. Sie ſind es, die in der letzten Minute noch durch die Bahnſperre raſen und auf den ſchon anfahrenden Zug ſpringen. Sie ſind es, die weder zu einer Verabredung noch zum Eſſen pünktlich kom⸗ men können. Sie ſind es, die dann immer geradezu märchenhafte Entſchuldigungen vorbringen. Da war die alte, ehrliche Bahn, die gerade vor der Naſe fort⸗ fuhr, da ging die Uhr nicht richtig, da wurde man durch einen Verkehrsunfall aufgehalten, da hatte man ganz beſtimmt angenommen, daß man ſich auf halb vier Uhr und nicht auf drei Uhr verabredet hatte, da wurde man gerade in letzter Minute durch ein ganz dringendes Telephongeſpräch noch abgehalten! Es ſind immer die gleichen Gründe, immer die alten Märchen. Es gibt, vor allen Dingen bei Verabredungen, ein einfaches Mittel der Erziehung: man verabredet ſich nicht um viertel oder halb, ſondern man ſagt: „Wir treffen uns 3 Uhr 17!“ oder:„Wir wollen unſere Uhren vergleichen und treffen uns um 9 Uhr auf das Geſchäftsleben in den Großſtädten. Alle 23.“ Der andere ſtutzt zuerſt, macht aber dann doch Uhrmacher hatten ſich bereit erklärt, die Uhren mit und findet allmählich Freude daran.. 665 Dreſſur im Hühnerhof Nürnberg, 25. Juli. Der folgende Artikel mutet wie ein verſpäteter Aprilſcherz an, und doch iſt es Tatſache, daß ein Nürnberger Geflügelfarmbeſitzer es in unendlicher Geduldsarbeit fertig brachte, ſeine Hühner ſo zu dreſſieren, daß ſie ſeinen Befehlen folgen. „Du dummes Huhn!“ ſchimpft man gerne, wenn man ſich über die Ungeſchicklichkeit eines weiblichen Weſens ärgert. Vor den Toren Nürnbergs, zwiſchen den Sied⸗ lungen Mögeldorf und Lauſenholz, gibt es eine Hüh⸗ nerfarm, deren Beſitzer über die geiſtige Beſchaffen⸗ heit ſeiner Schützlinge anderer Meinung iſt.„Es kommt nur auf die Erziehung an“ ſagt er uns, und weil er auf ein ungläubiges Lächeln ſtößt, gibt er gleich die Probe aufs Exempel. Ein Pfiff, wie er ſonſt nur ſtreunenden Hunden gilt, ertönt, und ſchon laſſen die Hühner ringsum auf den Wieſen ihre Würmermahlzeit im Stich, und rennen, ſo ſchnell ihre Beine nur folgen können, zu ihrem Herrn, um⸗ ringen ihn und harren gehorſam ſeiner weiteren Befehle,„Es iſt nämlich Zeit zum Eierlegen“, meint der Farmer lachend,„Sie ſind gerade recht gekom⸗ men!“ Nein, es iſt kein Spaß, den ſich der Mann mit uns erlaubte. Er führt die paar Dutzend Hühner in den Stall, in dem jedes ſeine ſtrohgedeckte Koje hat, ein Sprung, und jedes Tier hat im Nu ſein Neſt eingenommen. Ohne ſich im geringſten von den Menſchen ſtören zu laſſen, entledigen ſie ſich ihrer Pflicht, deren Beendigung ein allgemeines frohes Gackern ankündigt. Auf das Geheiß ihres Herrn verlaſſen ſie gemeinſam ihr ſtilles Plätz⸗ chen, um draußen im Freien wieder ihre Mahlzeit ſortzuſetzen.„Nennen Sie es Dreſſur oder Trai⸗ Dem lifswerk mutter und kind dienſi du durch deinen miiglieds beitrag zur 80. ning, was Sie hier geſehen haben“, fährt der Far⸗ mer fort,„auf alle Fälle kümmere ich mich um jedes einzelne Federvieh ſchon von dem Kücken an und erziehe es wie ein Haustier. Durch dieſe Me⸗ thode, die ſich nur durch viel Liebe, Verſtändnis und Geduld ermöglichen läßt, iſt es mir gelungen, daß jedes Huhn auf mein Kommando folgt. Meine Er⸗ ziehungsarbeit blieb nicht ohne Erfolg. Faſt jedes meiner Hühner legt im Durchſchnitt jährlich 220 Eier, während die normale Produktion ſonſt bei 130 Eiern liegt!“ Dreſſierte Hühner, die Eier auf Kommando le⸗ gen, klingt zwar wie ein Scherz, und doch kann ſich jeder ſelbſt an Ort und Stelle von der Wahrheit des Geſagten überzeugen. Es herrſcht in dieſer Ge⸗ flügelfarm tatſächlich eine Diſziplin wie auf einem Kaſernenhof. Die Wunderhühner gehorchen wie Soldaten, und ſelbſt wenn ihnen ihr Herr eine Handvoll fetter Körner vor den Schnabel hält, rüh⸗ ren ſie den Leckerbiſſen ſo lange nicht an, bis er ihnen eigens die Erlaubnis dazu gibt. Seltene Tropenpflanze Der franzöſiſche Maler Meiſſonier hatte einen gelehrten Gärtner, der ſich beſonders in der Kennt⸗ nis aller Samenarten hervortat. Meiſſonier wünſchte ihn in dieſer Beziehung einmal hereinzülegen, aber lange vergeblich. Endlich zeigte er ihm eines Tages in Gegenwart von Freunden, die in den Scherz ein⸗ geweiht waren, eine Schachtel, in der ſich getrockne⸗ ter Heringsrogen befand, und fragte ihn, ob er auch dieſen Samen kenne. Der Gärtner betrachtete lange ſchweigend den Samen und ſagte dann:„Natürlich, das iſt der Samen einer ſeltenen Tropenpflanze: Polea irritans.“„So, und wann dürfte der Samen Ihrer Schätzung nach aufgehen, wenn Sie ihn heute noch ausſäen?“ fragte Meiſſonier vergnügt.„In zehn Tagen etwa.“ Gut, zehn Tage ſpäter verſam⸗ melte der Maler dieſelben Freunde um ſich, ließ den Gärtner kommen und fragte ihn, ob der Samen auf⸗ BILDER VON TAGE Die Deutſche Geſellſchaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird motoriſiert Unſer Bild zeigt einen geländegängigen Spezialwagen, der eine Fahrtleiſtung von etwa 70 Km.⸗Std. beſitzt und auf dem feſt überdachten verlängerten Fahrgeſtell neben dem Platz für die B mannſchaften das geſamte Raketengerät überſichtlich angeordnet und klar zum Gebrauch mit Auf der hinteren Plattſorm befinden ſich die Haſpeln für Rettungs⸗ und Jolltau. Das neben dem ſtarken Scheinwerfer das Rettungsboot und die Hoſenbofe. s Dach trägt Preſſephoto, Zander⸗M.) . Englands Küſtenartillerie beim Uebungsſchießen Im Rahmen der großen Monöver an der engliſchen Oſtküſte wurde den Küſtenbatterien die Aufgabe geſtellt, feindliche See⸗ und Luftſtreitkräfte, die von der Nordſee her kommen, abzuwehren. (Preſſephoto, Zander⸗M.) gegangen ſei.„Jawohl“, erwiderte der Gärtner mit ernſtem Geſicht,„er iſt prächtig aufgegangen.“ Der Maler und ſeine Freunde ſahen ſich verblüfft an, und alle folgten in den Garten. Dort führte der Gärtner ſie zu einem verdeckten Beet, hob das Glas⸗ fenſter hoch und ſagte freundlich:„Bitte!“ Und ſiehe da, aus der ſauber gejäteten Erde ſproßten, gerade ausgerichtet, drei Reihen Heringsköpfe! Elmendorff dirigiert in Bayreuth „Triſtan und Fſolde“/ dur slain geſtwiele — Bayreuth, 25. Juli. Nach mehrjähriger Pauſe iſt Richard Wagners Muſikdrama„Triſtan und Iſolde“ im Rahmen der Bayreuther Büßnenfeſtſpiele neu inſzeniert worden. Generalintendant Staatsrat Heinz Tiet⸗ len, deſſen Maſſenregie in der Bayreuther„Lohen⸗ grin“⸗Vorſtellung ſowohl in Berlin als auch zur Reichstheaterfeſtwoche in Wien ungeteilte Bewun⸗ derung fand, hat als Spielleiter der„Triſtan“⸗Auf⸗ führung dem dichtbeſetzten Haus ein neues Beiſpiel ſeiner ebenſo ſtilſicheren wie geiſtvollen Inſzenie⸗ rungskunſt gegeben. Seine feinfühlige Gliederung er ſzeniſchen Vorgänge und die vielfältige Schat⸗ tierung im hoheitsvollen Spiel der Darſteller zeig⸗ ten, wie unter der Führung von Staatsrat Tietjen ein ebenſo lebendiger wie werkgerechter Wagner ⸗Stil in Bayreuth gepflegt wird. Aufs innigſte verbanden ſich mit dieſen Regie⸗ abſichten die Bühnenbilder und Trachten, die Pro⸗ eſſor Emil Prätorius entworfen hatte. Die Naturpoeſie des Waldbildes im zweiten Akt und die keresweite des dritten offenbarten den Zuſchauern die mit ſinnvollen Gegenſätzen und feinſten Farb- und Lichtwerten maleriſch und räumlich überall ge⸗ ſtaltende Phantaſie des Künſtlers. Als muſtkaliſcher Leiter der Eröffnungsvorſtel⸗ lung hat Staats kapellmeiſter Karl El⸗ mendorff nach mehreren Jahren wieder ſeine Dirigententätigkeit in Bayreuth aufgenommen. Unter der Stabführung dieſes mit den akuſtiſchen Ver⸗ hältniſſen des Feſtſpielhauſes vertrauten Dirigenten ſpielte das prachtvolle Orcheſter mit einer Klangſchön⸗ heit und muſikaliſchen Vollkommenheit, die zu den ſtärkſten Erlebniſſen jeder Bayreuther Aufführung zählen. Elmendorffs ausgewogene und bei aller deidenſchaft verinnerlichte Auslegung des Muſik⸗ kamas vereinigte ſich mit einer ſicheren Beherr⸗ ſchung der Bühne. Hier ſtanden dem Dirigenten Süngen ert Ranges zur Verfügung. Neben Frida Leider als eine Iſolde von größtem darſtelleriſchem Format und hohen geſanglichen Fähigkeiten feſſelte vor allem Max Lorenz als Triſtan. Der Künſtler, der nach ſeinen zahlreichen Heldenrollen den Triſtan zum erſten Male ſang, verband mit der ihm eige⸗ nen Schauſpielkunſt eine geſangliche Leiſtung, die im Heldiſchen wie im Lyriſchen alle Anforderungen der ſchwierigen Partie reſtlos erfüllte. Mit dem ſtrömenden Wohllaut ihres Alts und ihrer großen Erfahrung als Wagner⸗Darſtellerin fügte Marga⸗ rethe Kloſe auch die Brangäne in das beherr⸗ ſchende ſoliſtiſche Dreigeſtirn dieſer Aufführung ein. Jaro Prohaſka als temperamentvoll ſpielender und makellos ſingender Kurwenal und Joſef v. Manowardas perſönlich profilierter König Marke trugen ebenſo wie Martin Kremer, Fritz Wolff, Edwin Heyer und der von Friedrich Jung einſtudierte Chor zu dem tiefen Eindruck bei. der ſich in ergriffenem Schweigen der Zuſchauer nach jedem Akt zu erkennen gab, bevor der herzliche Beifall einſetzte. eee eee. Bakterien 30000 fach vergrößert Die Möglichkeiten a des Aebermikroſkops Elektronen, die Aufklärungsflieger der Medizin Ueber die Möglichkeiten der Auswertung des Uebermikroſkops, der neuen epochalen Leiſtung deutſcher Wiſſenſchaft, über die bereits be⸗ richtet wurde, erhalten wir die folgenden fach⸗ männiſchen Ausführungen: f Unſere ſichtbare Welt war bisher beim zehntau⸗ ſendſten Teil eines Millimeters zu Ende; denn ſo kleine Teilchen konnte man mit Hilfe beſonderer Kunſtgriffe gerade noch in den leiſtungsfähigſten Mikroſkopen feſthalten. Damit waren dem menſch⸗ lichen Auge teils unmittelbar, teils mittelbar die feinſten Strukturen pflanzlicher und tieriſcher Zel⸗ len, die Bakterien und ſogar noch einige viel klei⸗ nere Krankheitserreger, die man als Virus bezeich⸗ net, ſichtbar geworden. Damit war aber auch die Grenze erreicht, oͤie dem Mikroſkop überhaupt aus phyſikaliſchen Gründen geſetzt iſt. Noch kleinere Objekte kann man im Lichtmikro⸗ ſkop nicht mehr ſehen, weil das Licht dafür„zu grob“ iſt. Es bedarf eines vieltauſendmal feineren Me⸗ diums, um bei der„Eroberung des Unſichtbaren“ noch weiter vorzudringen. Dieſes viel feinere Me⸗ dium iſt der ſogenannte Elektronenſtrahl. Elektronen ſind allerwinzigſte maſſeloſe elektriſche Daene, 5e 6. B. aud einem glühenden Metall austreten. Man bedient ſich ihrer techniſch heute in größtem Maßſtab u. a. in der Rundfunkröhre. Man kann dieſe Elektronen durch elektriſche Spannungen ſehr hoch beſchleunigen, ſo daß ſie geradlinige Strahlen aus lauter äußerſt raſch flie⸗ genden winzigſten Teilchen bilden. Dieſe Teilchen bringen einen Leuchtſchirm, auf den ſie auftreffen, zum Leuchten und werden dadurch für unſer Auge ſichtbar. Noch wichtiger iſt aber, daß ſie ſich genau ſo wie Lichtſtrahlen durch Linſen, die in dieſem Falle ſtromdurchfloſſene Spulen ſind, in einem Brennpunkt ſammeln laſſen, daß man alſo mit ihnen genau ſo wie mit Licht Abbildungen erhalten kann, und zwar ſolche in vergrößertem Maßſtab. Man kann alſo für Elektronenſtrahlen ein Gerät bauen, das genau ſo wie das Lichtmikroſkop aufgebaut iſt. Da aber die Elektronenſtrahlen eine hundert⸗ tauſendmal kleinere„Wellenlänge“ haben als das Licht, vermögen ſie auch ſehr viel feinere Strukturen aufzulöſen. Deshalb iſt das„Elektronenmikroſkop“, das auf dieſer Grundlage entſtanden iſt, imſt ande, auch noch hunderttauſendſtel Millime⸗ ter aufzulöſen und dem Auge ſichtbar werden zu laſſen. Während das gewöhnliche Mikroſkop bei 2000 facher Vergrößerung am Ende ſeiner Leiſtung angelangt iſt, liefert das„Ueber⸗ mikroſfkop“, wie man es auch nennt, Vergrößerungen bis zum 30 000 fachen.. i Dadurch wird es möglich, mit dieſem neuen Mi⸗ kroſkoy Dinge zu ſehen, die dem menſchlichen Auge bisher verborgen waren. Wir ſtehen alſo jetzt am erſten Anfang des Eindringens in eine unbekannte Welt. Zahlreiche techniſche Forſchungsrichtungen werden davon profitieren, vor allem aber wird die Biologie und Medizin durch dieſes neue Werkzeug ungeahnte neue Möglichkeiten haben. Einige dieſer Möglichkeiten deuten ſich ſchon heute, da man wenige Monate mit dem neuen Gerät arbei⸗ tet, an. Eitererreger zum Beiſpiel, die im Lichtmikroſkop bei 1000facher Vergrößerung als win⸗ zige kugelige Gebilde erſcheinen, treten im Ueber⸗ mikroſkop groß mit ihrer äußeren Form in Erſchei⸗ nung, und in ihrer Umgebung werden ſehr viel kleinere Gebilde ſichtbar, von denen man heute noch gar nicht ſagen kann, was ſie bedeuten, die aber ſicher mit den Lebensäußerungen der Bakterien zu⸗ ſammenhängen. Aber das Uebermikroſkop zeigt nicht nur die äußere Form ſolcher Gebilde, ſondern läßt in der Art einer Röntgenaufnahme auch zugleich ihre Maſſen verteilung erkennen; an manchen Stellen iſt der Bakterienleib dichter, an ande⸗ ren wieder dünner und man gewinnt neue Einblicke in den inneren Aufbau der Krankheitserreger. So nehmen Gebilde, die man längſt zu kennen glaubte, ein ganz neues Ausſehen an, das einſtweilen voller Fragen für uns iſt. Es wird aber auch möglich, Krankheilser⸗ reger, die man im Lichtmikroſkop nur ſchwer oder ütberhaupt nicht mehr ſehen kann, zu entdecken. An mehreren Erregern ſind ſolche Unterſuchungen bereits durchgeführt worden, und man darf hoffen, daß weitere Forſchungen uns noch weſentlich tiefere Einblicke in das große Reich jener gefährlichen Ge⸗ bilde bringen werden, die man als Virus bezeichnet. Es handelt ſich um Erreger, von denen man zwar weiß, daß ſie kleinſte körperliche Gebilde ſind, die aber noch kein menſchliches Auge je erblickt hat. Zu erinnern iſt an die Erreger der Maſern, der Grippe, der Maul⸗ und Klauenseuche uſw. So ſteht zu erwarten, daß dieſe große neue Errun⸗ genſchaft deutſcher Wiſſenſchaft und Technik uns einen weſentlichen Schritt vorwärts bringen wird in der Erkennung und Bekämpfung jener allerwinzigſten Sthädlinge, die der Menſchheit noch ſo ungeheuren Schaden an Leib und Leben zufügen. Marie Wilhelm. 6. Seite/ Nummer 338 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Veumlsciites — Das amerikaniſche Verſicherungsweſen kennt bekanntlich keine Grenzen ſeiner Betätigungsmöglich⸗ keit. Der neueſte Zweig iſt die Verſicherung gegen Heiratsſchwindel. Sie zählt ſchon viele wohlhabende Eltern heiratsfähiger Töchter zu ihren Kunden. Die Verſicherung verpflichtet ſich zum Erſatz jedes Scha⸗ dens, der der Familie daraus erwächſt, daß die Toch⸗ ter einem Heiratsſchwindler zum Opfer gefallen iſt. Bedingung iſt allerdings, daß der Geſellſchaft ſofort die Verlobung gemeldet und die Perſönlichkeit des Verlobten angegeben wird. Einen Tag nach Eingang der Verlobungsanzeige tritt die Erſatzpflicht der Ver⸗ ſicherung in Kraft. Sie erliſcht, wenn die Warnung der Verſicherungsgeſellſchaft vor dem Bräutigam oder der Braut— es können ſich auch männliche Hei⸗ ratskandidaten verſichern— nicht beachtet wird. Die weſentliche Aufgabe der Verſicherung iſt nämlich die gründliche Ermittlung der Qualitäten des Verlobten oder der Verlobten. Verſagt einmal der Aufklä⸗ rungsdienſt der Verſicherungsgeſellſchaft, ſo muß ſie den Schaden tragen. — Vor dem Gericht in Djokja(Java) hatten ſich fünf Mitglieder einer Familie wegen Tötung einer Verwandten zu verantworten. Die Frau war ſeit einer Woche erkrankt, vermutlich an einer Darm⸗ ſache. Die Familienmitglieder ſchrieben die Erkran⸗ kung jedoch dem Einfluß böſer Geiſter zu. Auf Grund von Eingebungen, die dieſer und jener gehabt ha⸗ ben wollte, kam man zur Ueberzeugung, daß die Kranke nur wieder geſund werden könne, wenn man ihr die Zunge entberne. Man verſuchte erſt gemein⸗ ſam, die Zunge mit einem Stück Bindfaden her⸗ auszureißen. Als dies mißlang, ſchnitt man ſie mit einem Krismeſſer ab. Das abgeſchnittene Stück wur⸗ den in elf Teile zerlegt, gereinigt, in Baumblätter gewickelt und als Opfer an den böſen Geiſt begra⸗ ben. Die derart Verſtümmelte erlag ihrer Verwun⸗ dung binnen einer Stunde. Bei der Gerichtsverhand⸗ lung gaben die Angeklagten ihre Tat freiwillig zu, ſie meinten, im Auftrage höherer Mächte gehandelt zu haben. Alle Beteiligten wurden mit Gefängnis von drei bis fünf Jahren beſtraft. . — Im Limfjord, der ſich in vielen Windungen durch den nördlichſten Teil Jütlands von der Nord⸗ ſee bis zum Kattegat erſtreckt, gibt es eine kleine Inſel, deren Bewohner ſämtlich farbenblind ſind. Während die meiſten Farbenblinden nur bei be⸗ ſtimmten Farben— gewöhnlich grün oder rot— ver⸗ ſagen, können dieſe Inſelbewohner überhaupt keine Farben erkennen und ſehen alles lediglich in ver⸗ ſchiedenen Abſtufungen von Grau. Auf dem gegen⸗ wärtig in Kopenhagen tagenden Kongreß ſkandina⸗ viſcher Augenärzte berichtete Oberarzt Dr. Ejler Holm über ſeine Unterſuchungen auf dieſer Inſel. Er bezeichnet den Fall als einen überzeugenden Be⸗ weis für die ſtarke Vererblichkeit der Farbenblind⸗ heit. Die Inſelbewohner entſtammen nämlich ſämt⸗ lich einer beſtimmten Bauernfamilie. 5 — Das amerikaniſche Juſtizdepartement hat An⸗ klage gegen acht der größten amerikaniſchen Film⸗ geſellſchaften erhoben. Die Geſellſchaften werden be⸗ ſchuldigt, daß ſie verſucht haben, den freien Wett⸗ bewerb der unabhängigen Schauſteller zu verhindern, um ſie aus dem Geſchäft zu drängen. Der Prozeß dürfte eine der größten Verhandlungen werden, die jemals in den Vereinigten Staaten durch die Bun⸗ desregierung geführt wurde. Die Anklage richtet ſich gegen folgende Filmgeſellſchaften: Warner Bro⸗ thers, Paramount, Loews, Ineoporated, Radio Keith Opheum Corporation, Twentieth Century Fox Film Corp., Columbia Pictures Corp., Univerſal Corp., United Artiſt Corp. und die Irving Truſt Company. Unter den angeklagten Direktoren be⸗ finden ſich bekannte Größen wie Mary Pickford, Douglas Fairbanks, Charlie Chaplin. Insgeſamt iſt gegen 133 führende Perſönlichkeiten Anklage er⸗ hoben worden. — Alle Berliner Schulen mit Lichtbild⸗Zimmern. Im Laufe der jetzigen Großen Ferien werden in allen Schulen der Berliner Verwaltungsbezirke Lichtbildzimmer eingebaut. Die Stadt hat größere Mittel bereitgeſtellt, um recht bald in allen Schulen mehrere Zimmer zur Vorführung von Lichtbildern und Schmalfilmen einzurichten. Solche Räume er⸗ halten Lichtbildwände, beſondere elektriſche Anſchlüſſe für Lichtbild⸗ und Schmalfilmgeräte, außerdem An⸗ lagen, die Fenſter lichtdicht zu verſchließen. Es iſt geplant, allmählich in allen Neubauten und bei grö⸗ ßeren Schulumbauten die Mehrzahl der Klaſſen mit Verdunklungseinrichtungen zu verſehen. In allen älteren Schulen ſoll aber wenigſtens auf jedem Flur ein Zimmer als Lichtbildraum ausgebaut werden. . — Das berühmte Pariſer Gefängnis„La Sants“ liegt am Boulevard Arago, einer außerordentlich ruhigen Straße, die den Blicken der Gefangenen durch eine hohe Mauer entzogen iſt. So mußte es den Wärtern allmählich auffallen, wenn ſeit einigen Tagen zur Mittagszeit auf dem ſonſt ſo ruhigen Boulevard ein parkendes Auto mit ſeiner Hupe einen ſchauderhaften Lärm machte. Immer wieder tönte die Hupe mit gewiſſen Intervallen auf, bis ihr Klang zufällig einem Beamten in die Ohren drang, der früher als Telegraphiſt in der Armee gedient hatte. Der bemerkte ſofort, daß die ſcheinbar ſo harmloſe Autohupe— Morſezeichen von ſich gab. Strich— Punkt— Punkt— uſw. Ganz deutlich konnte der Wärter abhören:„Guten Tag, Papa, wir ſind hier. Sage bei der Verhandlung keinesfalls, wo du an dem betreffenden Tage geweſen biſt!“ Das genügte dem Gendarm, um ſofort Alarm zu ſchlagen. Der Wagen wird beſchlagnahmt, ſeine beiden Inſaſſen, Frau Lilly Chipot und ihr 15jähriger Sohn, werden einem Verhör unterzogen. Seit Tagen haben die beiden dem Sträfling Chipot, der ſich wegen eines Raub⸗ überfalls in Kürze vor dem Richter zu verantworten haben wird, auf dem Wege über die Autohupe Ver⸗ haltungsmaßregeln in die Unterſuchungshaft ge⸗ ſandt, wie er ſich bei der Verhandlung benehmen ſoll. Man wird in Zukunft allen Hupzeichen am Boule⸗ vard Arago ganz beſondere Beachtung ſchenken. * — Im Münchener Tierpark Hellabrunn ſtauen ſich die Menſchen. Alle wollen die ſechs Panzer⸗ echſen ſehen, die ſozuſagen mitten aus den Kriegs⸗ wirren des Fernen Oſtens an die Iſar geflüchtet ſind. Unter dieſen China⸗Alligatoren, die man ſchon ausgeſtorben wähnte und die nunmehr in Europa ſeit 50 Jahren zum erſtenmal wieder zu bewundern ſind, erregt ein Exemplar das beſondere Intereſſe der Beſucher. Dieſem fehlt die Schwanzſpitze, die das Tier auf eigentümliche Weiſe verloren hat. China⸗Alligatoren ſind eine zoologiſche Seltenheit geworden. Sie leben im ſchmutziggelben 5 000 Kilo⸗ meter langen Rieſenſtrom des Jangtſekiang, doch ſind ſie lange Zeit nicht mehr geſichtet worden. Der Schlachtenlärm in Ching ſcheint jedoch die ſcheuen Tiere aus ihren Schlupfwinkeln vertrieben zu ha⸗ ben. Ein in Schanghai anſäſſiger Arzt hatte dabei das Glück, ſechs dieſer ſeltſamen Echſen trotz der tobenden Kämpfe in dieſem Gebiet glücklich nach Schanghai zu bringen. Dort waren die All!“ toren bereits in Ueberſeekiſten verpackt, um ſie mit dem nüchſten Dampfer nach Europa zu befördern, als japaniſche Flieger über der damals noch nicht er⸗ oberten Millionenſtadt erſchienen und vor allem den Hafen mit Bomben belegten. In der allgemeinen Panik blieben die Kiſten mit der wertvollen leben⸗ digen Ware auf dem Kai ſtehen, und als man ſich ſpäter der„Eilfracht“ erinnerte, war ſie ver⸗ ſchwunden. Der Teufel mochte wiſſen, wohin die Panzerechſen gelangt ſein konnten. Waren die Kiſten etwa in das Waſſer geſtürzt ooͤer hatten die darin gefangenen Tiere auf irgendwelche Weiſe den Weg in die Freiheit gefunden? Nun, man hatte nicht lange Zeit zum Ueberlegen, die Kämpfe um Schang⸗ hai wurden immer mörderiſcher, und ſchließlich zogen die Japaner ſiegreich ein. Bei den Wieder⸗ aufräumungsarbeiten ſtöberten ſie in der Ecke eines Schuppens ſechs ſchwere Kiſten auf, in denen ſie ver⸗ ſtecktes Kriegsmaterial vermuteten. Man öffnete ſie und bekam einen gewaltigen Schreck, als ſtatt der Gewehre und Munition wütende Alligatoren ihre Zähne fletſchten. Die chineſiſchen Hafenbeamten er⸗ * 1 2 ce ee PFPPPPPCCCCCCCCTCTCTVTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTVTCTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVTVVV————— FFVVVCFPCFFPFFFFFFFVVVVVVVFVVVVVVV Der Kampf um den Nanga-Parbat Lager Vin 7000 Meter Höhe bezogen dnb. München, 25. Juli. Die deutſche Himalaja⸗ Expedition hat vor einigen Tagen nach zweitägigem Sturm⸗ wetter das Lager Vin 6850 Meter Höhe beſetzt und durch Nachſchub von unten weiter ausgebaut. Als nächſtes wurde dann die Rakiot⸗Eis⸗ wand für Träger gangbar gemacht und am 21. Juli der ſogenannte Mohrenkopf, eine Erhebung, die aus dem Grat zum Silberſattel aufragt, erreicht. Am 22. Juli gingen die Bergſteiger mit Trägern hinauf, um das Lager VI, das bei 7000 Metern liegt, zu beziehen. Zweiter deutſcher Nordatlantikflug geglückt In 16 Stunden 28 Minuten von den Azoren nach Neuyork dnb Berlin, 25. Juli. Am Montagmorgen ſtartete um 2 Uhr GM von dem bei Horta(Azoren) ſtationierten Flugzeng⸗ ſtiitzpunkt„Schwabenlaud“ das Lufthanſa⸗Hoch⸗ ſeeflugzeug H 139„Nordwind“ zum Flug nach Neuyork. Das unter Führung von Flugkapitän v. Eugel, Flugzengführer Schirrmacher, Flugmaſchiniſt Roeſel und Flugzeugfunker Stein ſtehende Atlantikflugzeug laudete um 18.28 Uhr GMT in Port Waſhington, dem Neuyorker Waſſerflughafen. Auch dieſe zweite diesjährige Ueberfliegung des Nordatlantik durch eine Lufthauſa⸗Maſchine, die nur 16 Stunden und 28 Minuten erforderte, verlief plan⸗ mäßig. Möbelwagen fährt gegen Hausmauer dnb Köln, 25. Juli. In der Tiergartenſtraße in Prüm prallte am Samstag ein Möbeltransportauto an einer gefähr⸗ lichen Straßenecke gegen eine Mauer. Eine gerade vorübergehende Familie— Vater, Mutter und der 13jährige Sohn— wurde von dem Wagen erfaßt, das Elternpaar auf der Stelle getötet, der Sohn ſo ſchwer verletzt, daß er in hoffnungsloſem Zuſtand ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Die vier Inſaſſen des Kraftwagens kamen mit leich⸗ ten Hautabſchürfungen davon. Segeljacht von Motorſegler überrannt dnb. Bremen, 25. Juli. Die in Bremen⸗Burg beheimatete zweimaſtige Segeljacht„Gaby“ wurde nachts auf der Unterweſer, querab von Elsfleth, von einem auslaufenden Motor⸗ ſegler überrannt. Von den Inſaſſen des Segelbootes konnte eine Frau, die ſich an der beſchädigten Jacht feſthielt, gerettet werden. Eine weitere Fran klam⸗ merte ſich an dem Beiboot der Jacht feſt und wurde innerten ſich wieder des Alligatorentransportes, und die bedauernswerten Tiere, die wochenlang in ihren dunklen Käfigen ſich kaum rühren konnten, wurden nun endlich auf die Reiſe geſchickt. Bei der Gelegenheit ſtellte man feſt, daß eine Kiſte von einem Bombenſplitter getroffen wurde, der nicht nur die dicke Wand durchſchlug, ſondern einem Alli⸗ gator auch noch die Schwanzſpitze glatt abraſierte. Dieſe Kriegsverletzung hat der vierbeinige Veteran ganz gut überſtanden, wenigſtens fühlt er ſich im Jſarwaſſer des Münchener Tierparks zuſammen mit ſeinen fünf Artgenoſſen recht wohl und iſt wohl froh, dem Hexenkeſſel im Fernen Oſten glücklich entronnen zu ſein. mit Unterſtützung der Beſatzung des Motorſeglers „Grauenort“ von dem Lloyd⸗Dampfer„Delphin“ auf⸗ genommen. Ein Mann konnte ſchwimmend das Ufer erreichen, während zwei weitere In⸗ faſſen der Segeljacht vermißt werden und ertrunken ſein dürften. Ergänzend wird dazu noch berichtet: Die Segel⸗ jacht wurde von einem ſchwediſchen Motorſegler, der in Bremen Kohlen geladen hatte, überrannt. Die Frau, die ſich an der havarierten Jacht feſtklammerte, wurde von dem Schweden aufgenommen und in Bremerhaven an Land gebracht. Das Wrack der Jacht wurde von dem Schweden nach Bremerhaven gebracht und dort abgeſetzt. Lastwagen ſtürzt in einen Kanal dnb. Paris, 25. Jul. Am Sonntagvormittag ſtürzte in der Nähe von Carcaſſone ein mit ſieben jungen Männern beſetzter Laſtkraftwagen in einen Kanal. Vier Inſaſſen kamen ums Leben, die drei anderen erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Ein Steiger und drei Mann verſchüttet dnb Waldenburg(Schleſien), 25. Juli. Am Montag gegen 9 Uhr vormittags wurden bei Zubruchgehen eines Teils eines Strebbaube⸗ triebes am Guiba⸗Schacht der Glücks⸗Huf⸗Friedens⸗ hoffnungs⸗Grube in Hermsdorf bei Waldenburg (Schleſien) ein Steiger und drei Mann ver⸗ ſchüttet. Die ſofort aufgenommenen Bergungs⸗ arbeiten führten zur Bergung eines Vexrſchütteten, der unverletzt iſt. Die Bergungsarbeiten gehen weiter. Es beſteht Hoffnung, noch weitere Kame⸗ raden lebend zu bergen. Zwei Perſonenzüge zuſammengeſtoßen dnb Nürnberg, 25. Juli. Wie die Reichsbahndirektion Nürnberg mitteilt, ſtießen am Montag zwei Perſonenzüge im Bahnhof Fürth zuſammen. Einige Perſonen wurden ſchwer, 25 leichter verletzt. Die Schuld⸗ frage iſt noch nicht geklärt. Tödlicher Abſturz im Allgäu anb. Füſſen, 25. Juli. Drei junge Leute aus Kempten unternahmen eine Tour auf den Aggenſtein bei Pfronten. Am Samstag waren ſie bis zur Outlerhütte aufgeſtiegen, um den Gipfel zu beſteigen. Zwei Bergſteiger mach⸗ ten unterwegs auf eine ſchadhafte Wegſtelle aufmerk⸗ ſam und ſtellten den weiteren Aufſtieg ein. Der dritte Touriſt, der 18 Jahre alte Gärtner Hans Kreißel, achtete aber nicht auf die Warnungen ſeiner Freunde und ging weiter. Bald darauf glitt Kreißel aus und ſtürzte etwa 600 Meter tief a b. Die Leiche konnte inzwiſchen geborgen werden. Schwere Anwetter in Oberitalien Drei Tote, ſieben Verletzte 5 dnb. Mailand, 25. Juli. Die Unwetter in Norditalien häufen ſich in⸗ folge der andauernden ſtarken Hitze. Die Eiſen⸗ bahnlinie Como⸗Leceb wurde an zwei Stellen unter⸗ brochen. Bei Rovigo in der Lombardei ſchlug der Blitz mehrfach ein. Zwei Perſonen wurden getötet und vier verletzt. Auch bei Id ria ſind durch Einſturz eines Hauſes ein Todesopfer und drei Verletzte zu beklagen. Zahlreiche Gewitter in ganz Oberitalien ver⸗ urſachten ſtellenweiſe Ueberſchwemmungen. Durch Hagelſchläge wurde auf Feldern und in Gärten er heblicher Schaden angerichtet. 1 Schloß Bathelemont ROMAN VoN RU DOLEHPAGENSTECHER 42 Georges Brief aus Colombo hätte ihrer Berech⸗ nung nach längſt in ihren Beſitz gelangt ſein müſſen. Gerade während der ſchweren Erkrankung Ger⸗ maines hätte ſie ſo ſehr auf eine Nachricht gehofft, aber ſie war nicht eingetroffen. Erſt als Germaine das Bett ſchon wieder verlaſ⸗ ſen durfte, kam der Brief, den ſie ſo lange vergeb⸗ lich erwartet hatte. An Bord der„Lucie Woermann“. Meine geliebte Madeleine! Die glühend heiße Fahrt durch das Rote Meer und den Golf von Aden, vorbei an der klenien Inſel Perim, die mitten in der ſchmalen Fahrtrinne der Straße von Bab⸗el⸗Mandeb liegt, als habe ſie der Schöpfer der Welt dort eigens für die Englän⸗ der aus dem Nichts entſtehen laſſen, liegt längſt hinter uns(Auf Perim unterhalten die Engländer eine Kabel⸗ und Kohlenſtation, die wiederum rechts und links von Britiſch⸗Somali und der Küſte von Aden flankiert wird). Bei ſtürmiſchem Wetter und teilweiſe ſehr ſchwerer See durchquerten wir den Indiſchen Ozean. Aber an einem herrlichen Abend, kurz vor Sonnenuntergang, liefen wir endlich im Hafen von Colombo ein. Welch eine Wohltat, nach der öden Fahrt an den kahlen arabiſchen Wüſteneien vorüber nun in Berührung mit dem Wunderland Indien zu kommen. Wir kamen uns wie erlöſt vor, als wir wieder grüne Bäume ſahen und uns an der exotiſchen Blumenpracht der öffentlichen Anlagen er⸗ freuen konnten. Auf dem Korſo herrſchte noch reges Leben, als wir eintrafen, aber zu einem Ausflug in das Innere reichte die Zeit nicht. So konnte man nur ungefähr ahnen, welche Koſtbarkeiten ſich dem Auge offenbart haben würden, wenn man uns nur etwas mehr Zeit zur Umſchau gelaſſen hätte. Das einer modernen, europäiſchen Großſtadt. Nur die ind bilder hinaus, die ich bisher geſehen habe. Eu ropäerviertel mit ſeinen ſchönen Hotels und Ge⸗ chäftshäuſern unterſcheidet ſich nicht ſonderlich von igartige Lage hebt Colombo weit über die Städte ⸗ Nicht weit entfernt vom Europäerviertel liegen in Bananen⸗ und Kokospalmenhainen verſteckt die Hüt⸗ ten der dunkelhäutigen Singhaleſen. Die Frauen zeichnen ſich durch ſchöne Augen, die Männer durch wallendes dunkles Bart⸗ und Kopfhaar aus. Am liebſten hätte ich ſtundenlang all dieſe Wunder ange⸗ ſtaunt, aber die Pflicht rief uns leider nur allzubald wieder an Bord zurück. Und nun kam für mich eine Kataſtrophe. Während der Durchfahrt durch das Rote Meer hatte ich Dir nicht geſchrieben, weil die Eindrücke, die ich empfing, mir keinerlei Anregungen gaben. So warte ich bis zum Eintreffen in Colombo, um Dir wenigſtens etwas von der Zauberinſel Ceylon berichten zu können. Gerade als ich wieder an Bord eingetroffen war, um an Dich zu ſchreiben, wurde ich zum Kom⸗ mandeur befohlen, der mich bis nach Mitternacht feſthielt, um heiten mit mir zu beſprechen. Da wir erſt am nächſten Vormittag Colombo verlaſſen ſollten, ſo blieb mir immer noch Zeit genug, um an Dich zu ſchreiben. Stattdeſſen aber hörte ich, wie plötzlich die Ankermaſchine in Gang geſetzt und das Signal gegeben wurde, das die Beſucher zum Verlaſſen des Schiffes aufforderte. Es war zu ſpät und der ver⸗ ſprochene Brief an Dich lag unvollendet im Schub⸗ fach meines Schreibtiſches. Ich kochte vor Empö⸗ rung, mußte mir leider bei ruhiger Ueberlegung ſagen, daß ich allein die Schuld an der Unterlaſſung trug. Es bleibt mir nur übrig, Dich, geliebte Seele, ſehr innig um Entſchuldigung zu bitten. Meine Ge⸗ danken waren auch in den vergangenen Tagen un⸗ ausgeſetzt bei Dir. Was bedeuten die ganzen Ein⸗ drücke dieſer Reiſe, wenn ich ſie nicht gemeinſam mit Dir genießen darf. Wie ſehr hätte ich gewünſcht, Seite an Seite mit Dir den erſten Blick in die Welt der Tropen tun, das Kreuz des Südens mit Dir zuſammen ſuchen zu dürfen! Der Menſch iſt töricht, philiſterhaft, kleinlich, der nicht den Staub der heimatlichen Erde einmal im Leben von ſeinen Füßen ſchüttelt, um ſich den win⸗ zigen Planeten, auf dem er geboren wurde, von allen Seiten anzuſehen. Erſt wenn wir die häus⸗ lichen Verhältniſſe aus weiter Ferne betrachten erſcheinen ſte uns in der richtigen Größe. Ebenſo wie wir uns ein richtiges Urteil über die hiſtori⸗ ſchen Geſchehniſſe erſt dann zu bilden vermögen, eine Reihe dienſtlicher Angelegen⸗ wenn uns der genügende zeitliche Abſtand von ihnen trennt. Zu Hauſe bleiben bedeutet, immer mit der Naſe dicht vor einem hohen Berge zu ſtelhein, ohne ein einziges Mal den Verſuch zu machen, ſeinen Gipfel zu erklimmen. Jetzt erſt habe ich wirklich einen imponferenden Eindruck von der Größe des britiſchen Imperiums erhalten. Jetzt erſt kann ich den Stolz des Eng⸗ länders wirklich verſtehen, der in jedem einzelnen der Söhne und Töchter Albions lebt. Man darf nicht in den Fehler verfallen, den Briten dieſe Machtentfaltung zu zu verübeln, wenn man nicht in den Verdacht des Neides geraten will. Schließ⸗ lich war es ja den anderen Nationen der Erde un⸗ 1 ſich die gleiche Weltgeltung zu verſchaf⸗ en. f Während wir Deutſche uns in Jahrhunderte langen Bruderkämpfen zerfleiſchten und erſt ſpät, viel zu ſpät zu einem einheitlichen Reich gelangten — wurden die Länder der Erde ohne uns geteilt! Auch ihr Franzoſen habt Euch rechtzeitig einen ge⸗ waltigen Anteil aus der Beute geſichert und ſeid nach England und Rußland die größte Kolonial- macht der Welt. i Wo ſollen wir Deutſche mit den vielen Millionen unſerer überſchüſſigen Bevölkerung bleiben? Kann man es uns verdenken, wenn wir keine Luſt ver⸗ ſpüren, dauernd das Aſchenbrödel, la petite cendril⸗ lon, der europäiſchen Großmächte zu bleiben? So weit war ich in meinen Briefen an Dich gekommen, als wir auf der Reede von Singapore eintrafen. Der Anblick dieſer Stadt— der Löwen⸗ ſtadt— mit den zahlloſen Kirchen aller Bekennt⸗ niſſe, den Moſcheen und Hunderten von chineſiſchen Tempeln hat mir den Reſt gegeben. Auch an dieſer Pforte zum Eingang in die oſtaſiatiſchen Gewäſſer, in das 500⸗Millionenreich der gelben Raſſe, ſteht England und kontrolliert die Paſſage. Ein Macht⸗ wort von ihm genügt, und keines unſerer Schfffe käme je aus den zahlloſen Mauſefallen heraus, die es überall aufgeſtellt hat und die ſich„Straits Jettlements“ betiteln. Hier beherrſchen ein paar Tauſemd Engländer eine Million Chineſen, Ma⸗ laien und Inder. i Wir haben den ſüdlichſten Punkt unſerer Fahrt erreicht und den Aeguator ſozuſagen mit dem Armel geſtreift. Nun wenden wir uns wieder nordwärts. 8 S Ich hoffe, dieſe Zeilen treffen Dich und Germaſne in beſter Geſundheit in Eurem kleinen Paradies. Vier lange Wochen braucht der Brief, um Dich zu erreichen. Und wie lange wird es dauern, bis ich eine Zeile von Deiner lieben Hand an meine Lippen drücken kann. Wenn Du wüßteſt, wie ſeht ich mich nach einem liebenden Wort ſehne. Lebe wohl, Geliebte, und ſei tauſendmal gegrüßt! George. Der Inhalt dieſes Briefes war nach Madeleines Empfinden nüchterner und fachlicher als ſonſt, Er war durchaus nicht auf den Gemütszuſtand abge⸗ ſtimmt, in dem ſie ſich befand. Wie hätte ſich das bei der Unkenntnis Georges von dem, was ſich i zwiſchen in Bathelémont ereignet hatte, auch ermög⸗ lichen laſſen ſollen? Obgleich Madeleine ſich das immer wieder vorhielt, konnte ſie doch über das Gefühl der Enttäuſchung nicht hinwegkommen. Durch Germaines Krankheit waren die Intereſſen von Mutter und Kind auf andere Dinge gelenkt worden. Georges Perſon begann ganz allmählich zu verblaſſen. Madeleine verheimlichte ſich dieſe Tatſache nicht, ſo unglücklich ſie auch darüber war Die Sorge um ihr eigenes Anſehen, um ihre Ehre und ihren Ruf regte ſich in ihrem Herzen mit immer größerer Gewalt. Aber ſie konnte ſich zu keinem Entſchluß aufraffen. Oft ſaß ſie ſtundenlang allein in ihrem Zimmer oder im Park, nur mit der einen immer wiederkehrenden Frage auf den Lippen „Was ſoll ich tun?“ 5 Ein paar Mal ſchon hatte Madame Guilbert ſie ſo angetroffen, und als ſie den Verſuch gemach hatte, Madeleine zu erheitern, waren dieſer die Tränen aus den Augen geſtürzt. Da hatte Madame Guilbert an Madeleines Schwager geſchrieben und dieſem den Gemütszustand der Schwägerin geſchil⸗ dert. Erklärt hatte ſie alles mit Folgen der al ſtrengenden Pflege Germaines und der Sorge um die Erhaltung ihres Lebens. (Fortſetzung folgt) + ebf! Mo N e 5 8 dun Aller 22 glers auf; das J 2 den Segel⸗ 1, der Die nerte, d in der haven N uli. von ſetzter ſſen litten üllet uli. n bei aube⸗ dens⸗ burg ver- ungs⸗ teten, gehen tame⸗ ßen uli. teilt, e im nen chuld⸗ ll. ahmen Am jegen, mach⸗ merk⸗ dritte zeißel, eunde s und onnte e Dienstag, 26. Juli 1938 Aus Baden Tragiſcher Tod zweier Kinder Den Eltern beim Beerenſuchen entlaufen. * Bernau(Schwarzwald), 25. Juli. Von tie⸗ ſem Leid betroffen wurden die Familien Winkler und Bauer in Bernau. Die Eltern waren am Samstagmittag mit ihren beiden 27 bzw. 3% Jahre alten Kindern im Walde zwiſchen Bernau und Todt⸗ moos mit Beerenſuchen beſchäftigt, wobei ſich die Kinder entfernten. Trotz eifrigem Suchen konnten die Kinder nicht aufgefunden werden. Im weiteren Verlauf der Nachforſchungen wurden der Arbeits⸗ dienſt, die Forſtbeamten des ſüdlichen Schwarzwal⸗ des, motoriſierte Gendarmerie und die in der nähe⸗ ren und weiteren Umgebung ſtationierten Gendar⸗ meriebeamten eingeſetzt. In den erſten Nachmittags⸗ ſtunden des Montag wurden die beiden vermißten Kinder an der Nordſeite des Svitzberges tot aufge⸗ ſunden. Sie waren an Erſchöpfung geſtorben. Ein Verbrechen liegt nicht vor. Arbeitsgemeinſchaft zue Bekämpfung der Geſchlechtskrankheiten gegründet * Karlsruhe, 25. Juli. Unter Vorſitz des Präſi⸗ denten der Landesverſticherungsanſtalt Baden wurde eine Arbeitsgemeinſchaft zur Bekämpfung der Ge⸗ ſchlechtskrankheiten im Lande Baden gegründet. Dieſe Arbeitsgemeinſchaft hat die Aufgabe, alle Ge⸗ ſchlechtskranken, für die keine Koſtenträger vorhan⸗ den ſind, in Behandlung zu nehmen, die Koſtenüber⸗ nahme zu garantieren ohne Bekanntgabe ihres Namens, Jeder Volksgenoſſe kann ſich ſomit an die Arbeitsgemeinſchaft wenden. Anträge können bei einer der nächſten Berxatungs⸗ ſtellen für Geſchlechtskranke der Landesverſicherungs⸗ anſtalt Baden geſtellt werden. Beratungsſtellen für Geſchlechts⸗ kranke: Könſtanz, Städt. Krankenhaus Mainau⸗ ſtraße 33; Singen a.., Neues Städt. Krankenhaus; Villingen, Städt., Krankenhaus; Waldshut, Städt. Krankenhaus, Kaiſerſtraße 93; Lörrach, Städt. Kran⸗ kenhaus, Badſtraße 25; Freiburg i. Br., Hautklinik, Hauptſtraße 7, Offenburg, Städt. Krankenhaus— Ambulanz; Karlsruhe, Städt., Krankenhaus, Haut⸗ ahteilung; Pforzheim, Facharzt Dr. Höft, Enzſtraße Nr. 23; Heidelberg, Univerſitäts⸗Hautklinik, Thie⸗ bautſtraße 3; Mannheim, Altes Krankenhaus, R 5, 1, Zimmer 1; Würzburg, Luitpoldkrankenhaus, Haut⸗ poliklinik, Bau 12. Im Zweifelsfalle wende man ſich ſchriftlich an die Landes verſicherungsauſtalt Baden in Karlsruhe, Kaiſerallee 8. —— Internationaler Kongreß für Singen und Sprechen in Frankſurt a. M. adnb Berlin, 25. Juli. Auf Anregung des Reichsminiſters für Volksauf⸗ klärung und Propaganda findet vom.—16. Oktober in Frankfurt a. M. ein Internationaler Kongreß für Singen und Sprechen ſtatt. Zweck des Kongreſſes iſt die Zuſammenführung der Künstler, Wiſſenchafter und Techniker, kurz aller, die ſich praktiſch oder forſchend, lehrend ooͤer lernend mit dem künſtleriſchen Singen und Sprechen be⸗ ſaſſen, um durch Vorträge und Ausſprachen dieſes Arbeitsgebiet zu befruchten. Mit den Vorbereitungen dieſes Kongreſſes wurde ein Arbeitsausſchuß unter Leitung von Profeſſor Nax Doniſch beauftragt. Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 75 Fahre im Dienſt des deutſchen Liedes: Männergeſangperein Lampertheim Ein großes Werſungsſingen 5 5 AF Lampertheim, 26. Juli. Die geſamte Sängerſchaft des Bezirkes Süd⸗Ried im Deutſchen Sängerbund gab ſich am Sonntag in Lampertheim ein Stelldichein zu friedli ch e m Wettſtreit im Dienſte des deutſchen Liedes. Mit den Mittagszügen trafen die einzelnen Vereine aus Bürſtgoͤt, Viernheim, Gernshei m, Biblis, Groß-Rohrheim, Hüttenfeld recht zahlreich mit ihren Fahnen ein. Insgeſamt waren es über 700 aktive Sänger und eine große Zahl Begleiter. Am Bahnhof formierte ſich ein langer Zu g, der unter Vorantritt einer Muſikkapelle die Teilnehmer zum Römer geleitete, wo eine Kundgebung vor dem Rat⸗ haus ſtattfand. Alle Sänger fangen gemeinſam unter Chorleiter J. Koch⸗Frankfurt drei Chöre, worauf Kreisführer Alles, Groß⸗Gerau, herzliche Begrü⸗ ßüngsworte ſprach. Hierauf nahm der Kreisführer die Ehrungen im Auftrage des Deutſchen Sän⸗ gerbundes vor. Der Männergeſangverein 1863 Lampertheim erhielt anläßlich ſeines 75jährigen Jußi⸗ läums den Ehrenbrief des Deutſchen Sängerbundeg. Der Vereinsvporſitzende L. Steffan Brief mit Dankesworten entgegen. Weiter wurden folgende Sänger geehrt: Die ſil⸗ berne Ehrennadel des Deutſchen Sängerbundes er⸗ hielten für 40jährige aktive Sängertätigkeit vom Mx Cäcilia Lampertheim Valentin Kern, Jakob Brückmann(Sänger Daum erhielt ſie vor kurzem in Gernsheim). Ebenfalls für 40 jährige Zu⸗ nahm den feierte Zubilüum 700 Ried ſänger in friedlichem Wehſtren gehörigkeit Martin Weis und Leonhard Adel von Eintracht Biblis, für 25jährige Zugehörigkeit Kou⸗ rad Kras von Sängerluſt Bürſtadt. Namens der Jubilare dankte Sangesbruder M. Weis⸗Biblis. Zum Abſchluß dieſer Kundgebung richtete Bürger⸗ meiſter Grün ewald⸗Lampertheim herzliche Gruß⸗ worte an die Sänger aus dem Ried. Anſchließend begaben ſich die Vereine in die Säle, wo das Kreiswertungsſingen nach Verleſung der Be⸗ ſtimmungen ſofort ſeinen Anfang nahm. Innsgeſamt ſtellten ſich 19 Vereine. Jeder Verein hatte zwei Chöre zu ſingen. Im Kaiſerhof waltete Herr Noak⸗ Darmſtadt und im Rheingold Herr Samper⸗Darm⸗ ſtadt ſeines Amtes als Preisrichter. Am Wertungs⸗ ſingen beteiligten ſich folgende Vereine: Sängerbund Hüttenfeld; 4 Vereine von Bürſtadt: Sänger⸗ luſt, Liederkranz, Harmonie und Männergeſang⸗ verein; Männergeſangperein Groß Rohrheim; 5 Vereine von Viernheim: Sängertreue⸗Har⸗ monie, Männergeſangverein, Liederkranz, Sänger⸗ bund⸗Flora und Säugereinheit; 2 Vereine von Biblis: Eintracht und Frohſinn; 2 Vereine von Gernsheim: Sängerluſt und Liederkranz; 4 Vereine von Lampertheim: Männergeſang⸗ verein 1863, Sängerbund⸗Sängerroſe, Liedertafel und Cäcilia,— Die dem Wettſingen angeſchloſſene Wer⸗ tung durch die Herren Noak und Samper brachte den Sängern und Chorleitern intereſſante Beleh⸗ rungen. Im allgemeinen kam die Feſtſtellung zum Durchbruch, daß die Wahl der vorgetragenen Chöre gut war. eee eee Ausſtellung in Ludwigshafen: Deulſche Werkstoffe im Handwerk Die Kreishandwerkerſchaft zeigt aufſchlußreiche Wanderausſſellung im Großen Bürgerbräu- Glanzleiſtungen deulſchen Erſindergeiſtes H. Ludwigshafen, 26. Juli. Bei völlig freiem Eintritt gibt die Kreishand⸗ werkerſchaft Fachleuten wie Laien acht Tage lang ſchönſte und bequemſte Gelegenheit, ſich davon zu überzeugen, wie auch das deutſche Handwerk dem Vierjahresplan dient, und welche Glanzleiſtungen deutſchen Erfindergeiſtes ſich in den neuen deutſchen Werkſtoffen präſentieren. Die Wanderausſtellung „Deutſche Werkſtoffe im Handwerk“ ent⸗ ſtand im Auftrag des Amtes für deutſche Roh⸗ und Werkſtoſſe und ſteht unter der Schirmherrſchaft des Boauftrogten des Führers für den Vierjahresplan, Generaeeldmarſchall Hermann Göring. Die Schau füllt den großen Sael des Bürgerbräus und olle Nebenſäle Im Mittelpunkt ſteht ein wunderschön lankiertes großes Bild des Führers. Eine beſondere Rolle ſpielen die Austauſch⸗ ſtoffe natürlich für die Textilinduſtrie und die vielen davon abhängigen Gewerbezweige ö 8 e 0 Neues Schmuckſtück des Heidelberger Kriegsopfer fahren in den Odenwald Barockvſertels Die Fahrt der Schwerkriegsbeſchädigten führt dieſes Jahr am kommenden Sonntag die Kamerad⸗ Ru. Heidelberg, 23. Juli. Nachdem die Wieder⸗ herſtellung des Gebäudes unſerer Stadt- kaſerne in der Seminarſtraße— des alten Col⸗ legium Carolinum— nunmehr vollſtändig durch⸗ geführt iſt, lud der Standortälteſte Oberſt Engel⸗ brecht einen kleinen Kreis von Vertretern der Kreisleitung und der Heidelberger Verwaltungs- behörden zu einer Beſichtigung ein. Mit be⸗ rechtigtem Stolz führte er, da und dort Erläute⸗ kungen gebend durch die hellen, weiten Gänge und Büros, über die Treppen und in die Höfe. Ober⸗ bürgermeiſter Dr. Neinhaus gab in einer kurzen Anſprache der allgemeinen Freude über die Gewin⸗ nung dieſes neuen Schmuckſtückes der Stadt Heidelberg Ausdruck, das einen weſentlichen Schritt weiter bedeutet zu einer klaſſiſch⸗ſchönen Geſtaltung es alten Barockviertels unſerer Stadt; er ſchloß eine Ausführungen mit einer herzlichen Dankſagung an Oberſt Engelbrecht und Militärbaurat Lang, dem ablegen der Bauarbeiten im einzelnen Anter Naturſchutz geſtellt b Heidelberg, 25. Juli. Die Naturſchutzſtelle des Bezirkes Heidelberg Land hat das„Meutersloch“ lhatürliche Höhe) im Buntſandſtein) in Ziegelhauſen, am Süttang des Hanberges, unter geſetzlichen Natur⸗ ſchus geſtell, ebenſo die Mausbachwieſe, das Feljen⸗ meer(Jägerfelſenſ und die ehemaligen Sandſtein⸗ rüche am Felſenberg zwiſchen Ziegelhauſen und Kleingemünd. ſchaften Heidelberg, Wiesloch, Schönau und Eberbach der NSͤK O mit 700 Teilnehmern durch das NS, Motorſtandarte 153, nach Michelſtadt in den Oden⸗ wald. In Heidelberg findet am Sonntagvormittag eine feierliche Verabſchiedung auf dem Jubiläums⸗ platz ſtatt. In einem Aufruf hittet das NS alle Volksgenoſſen Heidelbergs und der näheren Umge⸗ bung, die über einen Perſonenkraftwagen verfügen, denſelben für 31. Juli zur Verfügung zu ſtellen und den Wagen(beim NS, Motorſtandarte 153, Heidel⸗ berg, Untere Neckarſtraße 21. Telephon 3548) zu melden. Roſen blühen am Bismarckplatz. Am Bis marck⸗ platz ſtehen die Roſen⸗Anlagen erneut in ſchönſter Blüte. Gerade jetzt in der hochſommerlichen Hitze iſt der Garten im Zentrum der Stadt mit ſeinen ſchat⸗ tenſpendenden Bäumen und herrlichen Blumenbee⸗ ten vielbeſuchter Aufenthaltsort. Am Platz vor dem Garten iſt übrigens auch eine auf die Reichsfeſtſpiele hinweiſende Tafel aufgeſtellt, auf der das tägliche Spielprogramm verzeichnet iſt. Die Heidelberger Polizei zieht um. Die hieſige Polizeidirektion verlegt Mitte dieſer Woche ihren Dienſtbetrieb in den ehemaligen Heidelberger Hof. Veteranenjubiläum in Neuenheim. Am vorgeſtrigen Sonntag wurde der älteſte Kamerad der Kriegskame⸗ radſchaft Neuenheim, Simon Steinbach, 92 Jahre alt. Er iſt mit Recht ſeit Jahren Ebren⸗ mitglied ſeiner Kameradſchaft, denn er hat die Kriege 1866, 1870/1 und den Weltkrieg erlebt. Er erlebte die Vorkaiſerzeit, oͤie Zeit der drei Kaiſer und nun mit Freuden das Dritte Reich. wie z. B. für Sattler, Polſterer und Tapezierer, Vorgefühhrt werden ſo u. a. Gardinen, die 30, 50, 80 und 100 v. H. aus Zellwolle beſtehen. Der Beſucher erlebt den Werdegang der deutſchen Spin u⸗ faſer. Proben von Anzugſtoffen enthalten 10 bis 50 v. H. Zellwolle, ohne daß ſelbſt der Fachmann aus Griff und Anſehen ohne weiteres Unterſchiede feſtſtellen kaun. Dabei nimmt die Zellwolle wenig Schmutz an, und darum kann man ien mit Seiſen⸗ löſung geradezu wegſpülen. Als Polſter⸗ material dient„Strofa“, das aus Stroh herge⸗ ſtellt wird, und Waldwolle, Früher verwendete der Polſterer vorwiegend Palmfaſer, ſogenanntes „Afrik“, aus Algier. Auch für Drelle als Matratzen⸗ bezug werden 30 v. H. Zellſtoff verarbeitet. Weil wir nicht ausreichend Roßhaar ſelbſt erzeugen und früher ſtark auf Einfuhr aus Argentinien(und vor dem Krieg aus Rußland) angewieſen waren, tritt an ſeine Stelle ein deutſches Polſterhaar, das im nahen Weinheim erzeugt wird, aus Abfällen der Pferdehäute. Das Damenſchneiderhandwerk hat es ſicherlich nicht ſchwer, Damenſtoffe, die zu 100 p. H. aus Zellwolle beſtehen,„an den Mann“ zu bringen bei den ſehr vielſeitigen und intereſſanten Farb⸗ tönungen der verſchiedenen Muſter. Als erſte und älteſte Zellwolle der Welt wird die Viſtrafaſer bezeichnet. Im Damenputz werden Damenhüte, echte Exoten, aus Amerika bezogen und deviſengebunden, dem Zellophan⸗Produkt gegenübergeſtellt. Deutſcher Werkſtoff iſt der deutſche Panama, der aus Papier gefertigt und durch Lack imprägniert wird. Mit deutſchen Pelzen iſt die deutſche Frau recht aut zu kleiden, wie die ausgeſtellten Modelle zeigen, Im großen Saal findet der Beſucher neue deutſche Werkſtoffe für das Malerhandwerk. Holzſchutz⸗An⸗ ſtriche ſichern gegen Hausſchwamm⸗Befall. Zelluloſe⸗ Leim und Kleiſter wird im Maler- Tapezter⸗ und Buchbinder⸗Handwerk verwendet. Für Bucheinbände macht man Fiſchhäute, z. B. vom Aal, nutzbar. Auch Gürtel und ähnliche Gebrauchsgegenſtände fertigt man aus Fiſchleder, Eine Schreibmappe aus Haf⸗ fiſchleder ſieht beſtimmt nicht alltäglich aus Für die aroben Bürſten der Straßenkehrmaſchinen haben ſich Walborſten als praktiſch erwieſen. Dargeſtellt wird auch der Werdegang des„Buna“, das hitze⸗, öl⸗ und abriebbeſtändig iſt. Sehr appetit⸗ lich machen ſich Kunſtdbärme im Metzgerhand⸗ werk. Drechfler und Schreiner arbeiten möglichſt ausſchließlich mit deutſchem Holz. Ein rein deutſcher Werkſtoff iſt auch das Glas. Im Elektro⸗Hand⸗ werk treten an Stelle von Kupfer, Meſſing, Gummi, Seide und Baumwolle Kunſtſtoffe, Leichtmetall uſw. Mit dieſer Aufzählung iſt der Inhalt der Wander⸗ ausſtellung nur angedeutet, nicht erſchöpft, Sie iſt eine recht lebendige Ergänzung beiſpielsweiſe der Fachkurſe, die der Reichsinnungsverband in Mann⸗ heim durch Edwin Wiegand, Tapeziermeiſter und Fachlehrer der Gewerbeſchule, hat durchführen laſſen und noch durchführt. die Polizei hi lehrling au Ludwigshafen rüſtet zum Feſtzug Ans Anlaß des großen Kolonialfeſtes Ludwigshafen,; Juli. Im Rahmen des 2. Kolonialfeſtes das Ende Juli im Hindenburgpark ſtattfindet, wird auch der ſtadtgeſchichtliche Teil des großen Feſt⸗ s u ges, der am 3. April dieſes Jahres alle Be überraſchte, wieder gezeigt werden, 1 in Verbindung mit einer großen Gruppe Stadt Ludwigshafen als Stadt der Che met iſt und außerdem in Verbindung mi künſtleriſchen Kolonial⸗Jeſtzug, der auf 9 folgt. Nachdem der April⸗Feſtzug zwei ganz hervorragende künſtleriſche und ore ſche Leiſtung darſtellte, wird man mit R geſpannt ſein können, was am letzten Juli⸗Sonnt in Ludwigshafen geboten wird. einem eine ſatori⸗ Else Man wird kaum fehlgehen damit rechnen zu kön⸗ nen, daß der Verkehrsverein, der die Organi⸗ ſation dieſes Zuges wieder übernommen hat, gurch dieſesmal wieder auf dieſem Gebiet nur Hoch⸗ wertiges wird. Beſonderes Intereſſe zeigen wird naturgemäß an einem Kolonialtag ein a geſprochener Kolonialfeſtzug erwecken, deſſen Geſtaltung ebenfalls der Verkehrsverein in Gemeinſchaft mit dem Reichs kolonial hund übernommen hat. Der Koloni ig ſoll vor allem die Erinnerung an unſere deutſchen Kolonien wach rufen. 5 Ludwigshafener Veranſtaltungen Heute Hindenburgpark: 16 bis 18 und 20.15 bis 22.30 Uhr Konzerte des Saarpfols⸗Orcheſters Pfalzbau⸗Kaffeshaus: Dilettanten⸗Abend. Kaffee Vaterland: Konzert und Tanz. Baneriſcher Hieſl: Konzert und Tanz Köln⸗Düſſeldorfer Rheindampfſchiffahrt: Täglich Abfahrten. In den Kinos jeweils neues Programm Nau du Niſuoulziu un Blick auf die Spargelſiadt * Schwetzingen, 26. Juli. Infolge Nichtbeachtung des Vorfahrtsrechtes fuhr ein Motorradfahrer auf einen Kraft⸗ wagen auf, als er dieſen in der Friedrichſtraße überholen wollte. Durch den Zuſammenſtoß wurde das Motorrad beſchädigt. Seinen 83. Geburtstag konnte hier Jakob Hartmann, Marſtallſtraße, feiern. Der Sünger⸗ bund brachte dem Sängerkamerden am Sonntag ein Ständchen dar. Am Montag konnle hier Rentner Max Uhde, Bismarckſtraße 9, ſeinen 80. Geburtstag feiern. Herzliche Glückwünſche! Am Sonntagvormittag trafen, mit Omnibuſſen kommend, nahezu 80 S A⸗Kameraden aus der Gegend von Aſchaffen burg in Schwetzingen ein, welche ſich auf einer Sonntagsfahrt befanden. Sturmhauptführer Krauß begrüßte die Kameraden, und nach einem Beſuch des Schloßgartens und einem kurzen Imbiß im„Schwanen“ ſuhren die SA⸗Män⸗ ner nach Speyer weiter. Der Sängerbund bereitete ſeinen Mitgliedern einen genußreichen Abend. Die Sängerkameraden konnten das Mitglied Reinhard Dörr begrüßen, der als Tenor am Deutſchen Opernhaus Berlin wirkt, Die Sängerkameraden ſpendeten dem Gaſte reichen Beifall. Hotkenheimer Nolizen * Hockenheim, 26. Juli. Mit dem Diplom und der goldenen Ehrennadel wurden am Samstagabend bei einem Ehrenabend des Hockenheimer Stäötiſchen Orcheſters verſchiedene Orcheſtermitglieder durch Bürgermeiſter Neu⸗ ſchäfer mit dem Dank für ihre uneigennützige Tätigkeit im Dienſte der Volksmuſik ausgezeichnet. Das Diplom und die goldene Nadel erhielten für 40jährige Tätigkeit: Hans Schneider(49 Jahre aktib), Fritz Brünning(46 Jahre aktiv), Abraham Weiß 40), Wilhelm Hoffmann(40). Sieben Jubilare er⸗ hielten die goldene Nadel: Theodor Böhler(36), Karl Baſt(26), Joſef Walter(28), Wilhelm Euſtacht(26), Guſtay Kögel(26), Albin Grübel(26) und Peter Zahn(26). Die Ehrung fand im Rahmen eines feſt⸗ lichen Konzerts im Stadtpark ſtatt. * Plankſtadt, 26. Juli. Seinen 70. Geburts⸗ tag feierte hier Herr Ludwig Zimmermann, Eiſenbahnſtraße. Aus dieſem Anlaß und gleichzeitig aus Anlaß der 50jährigen Mitgliedſchaft brachte die Sängereinheit ihrem verdienten Ehrenmitgliede am Abend ein Ständchen dar. Im Alter von 87 Jahren iſt hier die älteſte Einwohneri n, Frau Eva Magdalena Ochs, geb. Schuhmacher, Eiſenbahnſtraße 57, geſtorben. Weinheim, 26. Juli. Dieſer Tage wurde durch ier ein 14 Jahre alter Maurer⸗ l rhei m, der ſich aus Aben⸗ teurerluſt vo entfernt hatte, aufgegrif⸗ fen. Um zu Geld zu gelangen, entwendete er hier ein Fahrrad und verkaufte es. Er wurde feinen, Eltern wieder zugeführt. 8. Seite/ Nummer 338 Neule Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Dienstag, 26. Juli 1939 650 Nennungen für Iffezheim Starke ausländiſche Beteiligung bei der Baden-Badener Rennwoche Dieſer Tage war Nennungsſchluß für das Rahmenpro⸗ gramm der Großen Baden-Badener Rennwoche 1938, der für die 25 Rennen der vier Tage rund 650 Unterſchriften ergeben hat. Erfreulicherweiſe haben auch in den kleineren Rennen die Franzoſen zahlreiche Unterſchriften abgegeben, und da auch mit Nennungen aus Italien zu rechnen iſt, tritt der internationale Charakter dieſer rennſportsichen Veranſtaltungen im Oostal in dieſem Jahre beſonders ſtark in Erſcheinung. Man erlebt in der letzten Auguſt⸗ woche in der Zeit vom 21. bis 28. Auguſt an den vier Renntagen einen Aufmarſch der Klaſſenpferde. Im Mittelpunkt der Baden⸗Badener Rennwoche ſteht der Tag des Großen Preiſes von Baden-Baden, der mit dem Schwarzwaldrennen eingeleitet wird. In dieſer Troſtprü⸗ fung für die geſchlagenen Pferde des Zukunftsrennens ſind alle guten Zweijähr am Start, die in dieſer berühm⸗ ten Zweijährigen⸗pPrüfung zu keinem Erfolge kommen konnten. 26 Pferde verzeichnet die„Badener Meile“. Der Preis von Gaggenau hat mit 36 Nennungen das beſte Er⸗ gebnis zu verzeichnen. Im„Großen Preis“ iſt mit einem ausgezeichneten Feld zu rechnen, da in Ifſezheim— im Gegenſatz zum Braunen Band und Großen Preis der Reichshauptſtadt— auch die beſten Dreijährigen im Kampfe mit dem Ausland nicht fehlen. Der Schlußtag am Sonntag, 28. Auguſt, bringt eine Fülle von überragenden Rennen. Der Heidelberg⸗Ausgleich trägt in dieſem Jahre den Namen„Richard⸗Haniel⸗Ge⸗ dächtnisrennen“ zur Erinnerung an den verſtorbenen ver⸗ dienſtvollen Präſidenten des Internationalen Clubs. Mit 29 Unterſchriften hat dieſes Rennen eine gute Beſetzung gefunden. Dieſer 2800⸗Meter⸗Ausgleich ſcheint die ſtärkſte internationale Beteiligung zu finden, da in Paris allein 6 Pferde gemeldet wurden, darunter einige der beſten fran⸗ zöſiſchen Spezialiſten für Steherprüfungen, ſo daß die deutſchen Pferde in dieſem Rennen vor keine leichte Auf⸗ gabe geſtellt werden. Auch dieſer Tag bringt zwei Prü⸗ fungen des Hindernisſports, unter denen ſich ein inter⸗ nationales Offiziersreiten befindet, mit 24 Unterſchriften, darunter drei Franzoſen. Das Alte Badener Jagdrennen, die berühmteſte Hindernis⸗Prüſung der Baden⸗Badener Rennwoche, ſieht vor allem ein ſtarkes Aufgebot der Kavallerieſchule Hannover am Start. Eppelheim und Sand hauſen in der Kreisklaſſe 12 Das Fußball⸗Verbandsſpiel Eppelheim gegen Sandhauſen hatte für die beteiligten Vereine ein unangenehmes Nachſpiel. Eppelheim gewann bekanntlich überraſchend hoch mit 151 Toren, ein Ergebnis, das der Gaubehörde auf Grund einer Anzeige eines anderen Vereins Anlaß zu einer eingehenden Unterſuchung gab. Der Gaufachwart hat nunmehr entſchieden, daß beide Ver⸗ eine in die Kreisklaſſe 4 abſteigen ſollen, während Eberbach und Walldürn auch in der kommenden Spielzeit der Bezirksklaſſe angehören werden. Hockenheimer Motorradrennen als Meiſterſchaftslauf Das Hockenheimer Motorradrennen, das urſprünglich für den 18. September vorgeſehen war, findet nun bereits am 21. Auguſt ſtott. Das als Meiſterſchoftslauf vorgeſehene Marienburger Dreiecksrennen, das am 4. September ſtatt⸗ finden ſollte, fällt ebenſo wie das Hohenſyburgrennen für Motorräder und Sportwagen aus, und ſo wird nun der letzte Meiſterſchaftslauf für Krafträder auf dem Hocken⸗ heim⸗Ring ausgefahren. Franzoſen vom Nürburgring begeiſtert Dem Großen Preis von Deutſchland für Rennwagen wohnten am Sonntag auf dem Nürburgring auch zahlreiche franzöſtſche Motorſportfreunde bei. Sie alle waren von der großartigen Anlage in der Eifel begeiſtert. In einer Unterredung betonte der Direktor der franzöſiſchen Auto⸗ mobilwerke Delahaye, W. Quiffenbau, daß der Nür⸗ burgring in jeder Beziehung die franzöſiſche Bahn von Montlery übertreffe. Der Nürburgring ſei in höchſtem Maße eine Verſuchsſtrecke für den Bau von Gebrauchs⸗ wagen. Die Straßenlage, die Bremſen und die Motoren sowie alle anderen wichtigen Beſtandteile der Wagen könn⸗ ten dort auf Herz und Nieren geprüft werden. Den fran⸗ zöſiſchen Konſtrukteuren ſei zu empfehlen, den Nürburgring zu beſuchen und ſich dieſe großartige Strecke einmal anzu⸗ ſehen. Wenn in Frankreich keine neue Verſuchsbahn ge⸗ ſchaffen wird, werde er es ſich überlegen müſſen, ob er nicht auf dem Nürburgring ſeine Verſuchsfahrten mit den neuen Delahaye⸗Wagen machen ſoll. Im übrigen betonten die Franzoſen den volksfeſtlichen Sharakter der Veranſtaltug und die Begeiſterung der deut⸗ ſchen Motorſportfreunde, die weder Koſten, noch Reiſe, noch Unannehmlichkeiten geſcheut hatten, um„dabei“ zu ſein. Kluge und Petruſchke ſiegten Großer Motorrad⸗Preis von Frankreich Auf einer 2,585 Km. langen Rundſtrecke bei Nizza wurde am Sonntag der Große Motorrad⸗Preis von Frank⸗ reich entſchieden, an dem ſich die beiden deutſchen Fahrer Ewald Kluge und Bernhard Petruſchke, beide auf Da W. beteiligten. Die beiden Deutichen ſpielten auf der burvenreichen Strecke eine übe Rolle und ge⸗ wannen die Rennen in den Klaſſen 8 175 cem und bis 250 cem. Mit der kleinen 175er⸗DaW ſchaffte Bernhard Petruſchke die 28 Runden(70,7 in 48:22,3 Minuten und erreichte dabei einen urchſ hnitt von 87,021 Km.⸗ Std. In ſeiner ſchnellſten Runde, der zehnten 19 5 ſogar 89,8 Km.⸗Std. Ewald Kluge hatte in der 2 em⸗ Klaſſe ſeinnen einzigen Gegner in ſeinem Markengefährten Petruſchke, der hinter Kluge den zweiten Platz belegte. Kluge fuhr ſchon in der zweiten Runde non 30 zu fah⸗ renden mit 99,710 Km. Std. die beſte Zeit heraus und war damit genau ſo ſchnell wie der Schnellſte der nächſthöheren Klaſſe. Mit ſeinem Geſamtdurchſchnitt von 95,396 Km.⸗ Std. für die 75,6 Km. wor Kluge ſogar ſchneller als der Sieger der 350er Maſchinen. Die Ergebniſſe: Bis 175 cem: 28 Runden— 70,7 Km.: 1. Petruſchke (Deutſchland) DW 48 22,3 87,021 Km.⸗Std.; 2. Nou⸗ gier(Frankreich) Magnat⸗Debon 49:23. Bis 250 cem: 30 Runden 75,6 Km.: 1. Kluge(Deutſchland! Da W 7, 83,3— 95,9 Km.⸗Std.; 2. Petruſchke(Deutſchland) 48:47; 3. Soprani(Italien) Benelli.— Bis 350 cem: 32 Runden- 80,0 Km.: 1. Loyer(Frankreich! Velo⸗ cette 51259— 93,0009 Km.⸗Sto.— Bis 500 cem: 34 Runden = 85,6 Km.: 1. Cordier(Frankreich) Norton 52:28= 97,99 Km.⸗Std. Die Strecke zum Großen Bergpreis Für den Großen Bergpreis von Deutſchland 1938, der N f erſten auf Anordnung von Korpsführer Hühnlein zum Mole am 28. Auguſt auf der Großglockner⸗Straße aus⸗ getragen wird, wurde die Rennſtrecke feſtgelegt. Der Stort befindet ſich in Ferleiten und das Ziel am Franz⸗Joſeph⸗ Haus. Das Rennen führt alſo über 33,500 Km. Gute Beſetzung der Herrheimer Sandbahn-Rennen Die am 91. Juli zur Durchführung gelangenden 15. Herxheimer Sandbahnrennen haben auch in dieſem Jahre wieder eine ausgezeichnete Beſetzung gefunden, haben doch wieder die beſten deutſchen Sandbahnſpezialiſten ihre Nen⸗ nungen abgegeben, unter ihnen auch wieder Meiſter Gun⸗ zenhauſer(Neidlingen). Aus der deutſchen Oſtmark erwartet man in dieſem Jahr Hödlmeier und Sbiefer⸗ müller(beide Linz) und Ranb(Wien). Auch aus Schwe⸗ den, Holland und der Tſchecho⸗Slowakei werden verſchie⸗ dene Sandbahnſpezialiſten am Start ſein. Sechs DKW beim Großen Preis von Europa Die Auto⸗Union hat für den Großen Preis von Europa am 7. Auguſt auf dem Sachſenring bei Hohenſtein⸗Ernſtthal ſechs ihrer De W⸗Maſchinen gemeldet, wovon vier in der 250er⸗ und zwei weitere in der 350er⸗Klaſſe ſtarten. In der B0er⸗Klaſſe wurden als Fahrer Ewald Kluge und 0 2 Bernhard Petruſchke genannt, zu denen noch ein dritter bisher noch nicht feſtſtehender Fahrer kommt. Weiter will man in dieſer Kategorie dem Engländer E. R. Thomas Verfügung ſtellen. Die 35er auch noch eine Maſchine zur Winkler und S ſteuern dann noch Walfried Wünſche. Siegfried — Pferderennen im Reich Karlshorſt(20. Juli) Frau 2600 /, 2800 Meter. 1. Leuthen: 3. Toto; 17, 12. Kokette⸗Hürden rennen. Haniel, v. Rauchs Turmvogt(B. Ahr); 2. Fopors Prinz Ferner: Malve, Illniſch. 12:10. Lg. W- 6 W. EW: 28:10. Feldpoſt⸗Jagdrennen. 2600 /, 3400 Meter. 1. R. Diet⸗ richs Peloponnes(R. Flieth); 2. Orſina: 3. Allaſch. Ferner: Gitta, Ancona, Torquato. Tot.: 25, 18. 29:10. Lg. 4——3. EW: 164:10. Minor⸗Jagdrennen. 3400, 3600 Meter. 1. Heinz Junks Frieſenhof(J. Unterholzner); 2. Demoiſelle; 3. Rhein. Ferner: Fiametta, Carlo. Tot.: 19. 12, 20:10. Lg.-26. EW: 60:10. Landsberg⸗Jagdrennen. 5500 /, 3700 Meter. 1. A. Daubs Ratsherr(H. Müſchen]; 2. Gineruſta: 3. Magul. Ferner: Oceanus, Famor. Feldpoſt, Eitel. Quaſt, Osram. Tot.: 44, 16, 20, 19:10. Lg.-145. EW: 332210. Preis von Burg Schlitz. 2500 /, 1600 Meter. 1. K. Beckers Statthalter(J. Spehla); 2. Tererotochter: 3. Rhein⸗ wacht. Ferner: Meldereiter, Mumtas Mahal, Baron S. Tot.: 110, 56 20:10. Lg. K- H— 4. EW: 46010. Schüler⸗Jagdrennen. 2600, 3000 Meter. 1. Frhr. E. v. d. Heydts u. O. v. Mitzlaffs Herzogin(R. Flieth): 2. Feuernelke: 3. Königskerze. Ferner: Meiſterſang. Valanda, Domherr. Mümmelmann. Tot.: 27, 13, 13, 13:10. Eg. 12 8K. EW: 56:10. Trollius⸗Flachrennen. 2400 J, 1200 Meter. 1. K. Beckers Iller(B. Radach): 2. Zakuska: 3. Ceuta; 4. Cobra. Ferner: Bolivia. Storta, Vido, Taſſo, Claudius. Walküre, Carla, Carratſch. Tot.: 53, 17, 20, 35, 24:10. Eg. 74——1 1. EW: 252:10. Abendfrieden⸗Flachrennen. 2400 /, 2000 Meter. 1. F. W. Michaels Athanagil(O. Müller): 2. Trara; 3. Gueß Again; 4. Graf Flambo. Ferner: Fra Diavolo. Herzbube, Pesne, Agrarier, Archimedes, Jobſt, Ihringer. Conwallariag. Toto: 41, 13, 19, 17, 14:10. Eg.—1½—2. EW: 468:10. München(24. Juli) Internationales Offiziers⸗Jagdrennen. 3000 J, 3200 Meter. 1. Kav.⸗Reg.'˙ Silver Salt(Lt. Gadow); 2. Er⸗ win von Steinbach; 3. Quarz. Ferner: Roſenkxieg, Mademoiſelle Deiri, Roſen, Ramillies, Lodi, Ciganybaro. Tot.: 104, 13. 11, 10:10. Lg.: 72——1..⸗W.: 324:10. Preis von Leutſtetten. 3100 /, 1000 Meter. 1. Ge⸗ ſtütshöfe Jſarlonmds Votarius(t. Höllein); 2. Sport⸗ mädel; 3. Akos. Ferner: Harras, Tritogeneia, Ezüſtſiroly, Netty, Sphairina. Tot.: 50. 33. 66, 26:10..:——2. .⸗W.: 5204:10. „Nacht der Amazonen“. 12 000 4, 2000 Meter. 1. Geſt. Erlenhofs Galliero Brera(Rittm. W. Haſſe]; 2. Botos; 3. Wiener Walzer. Ferner: Atis, Pont Levis, Wiſa, Zenodore, Oſaka, Letzter Laudon. Grand Atlas. Tot.: 22, 13, 21, 19:10. Sg.:—17—1..⸗W.: 186210. Preis der Geſtütshöfe Iſarland. 5000 4, 9000 Meter. 1. Frau E. Michels Linda(Oſtermann); 2. Gallinella; 3. Gnom. Ferner: Armenienne, Vierthaler. Flirtinette, Yquem, Chattière, Crevecoeur. Tot.: 117. 33, 17. 16:10. ag.:-,.⸗W.: 860:10. Deutſcher Alpenpreis[Amateure]. 50 000 4, 6500 Mtr. 1. Vte. de Rivauds Un Griſard(M. de Pazzis]; 2. Stahl⸗ helm; 3. Menes 2. Ferner: Petrarca, Idomeneus, Tenor, Melnitz. Toto: 18, 13, 14, 17:10. Lg.: W- 2 W. EW: 79:10. Senioren⸗Flachrennen. 2500 /, 1600 Meter. 1. Maf. (Maf. v. Metzſch): 2. Dilmight; 3. Idolet, Parhelios Ingemaus, Ci⸗ Baſtler Ferner: v. Metzſchs Lompadius. rada. Toto: 21, 10, 11, 10:10. Lg.:——2. EW: 108:10. Preis der Löwenbrauerei. 3000 /, 1400 Meter. 1. Dr. E. Maiers Truchſeß(Redemann); 2. Padichah; 3. Milo: 4. Azolin. Ferner: Norddeich, Null, Greco, Süßer Junge. Harras, Bohemien, Jeſſe. Toto: 27, 13, 52, 18, 22:10. Lg.: 72——1..⸗W.: 708:10. Bad Kreuznach(24. Juli) Preis vom Oranienpark. 850 Mark, 1400 Meter: 1. Frau S. Beckmanns Mädchenfreund(K. Lübke); 2. Sol⸗ datenliebe; 3. Saarfreund; 4. Brick. Ferner: Onions, Peladoros, Cornet, Lauderis, Quitzow, Blumenfreude, Micky. Toto: 17, 13, 18, 16, 14:10. Lg.: 8 1. EW: 40:10. Rotenfels⸗Jagdrennen. 1150 Mark, 200 Meter: 1. Kav.⸗Reg. 15 Mirandola(Frhr. v. Boeſelager); 2. Qua⸗ Kleine Sport- Nachrichten Die Amerikanerin Wheeler ſiegte beim Internationalen Tennis⸗Turnier in Düſſeldorf. Die Italienerinnen San Donnino⸗Tonolli ſicherten ſich das Frauendoppel. Der Kölner Horn beſiegte auf ſeiner Heimatbahn am Sonntag im Fliegerkompf den deutſchen Meiſter Haſſel⸗ berg, Schorn und Aeymans. Großes Frauenſportfeſt im Mannheimer Stadion Alle deutſchen Spitzenkönnerinnen am Start Das„Internationale Stadionfeſt“ oder kurz Iſtaſ ge⸗ nannt, eine leichtathletiſche Veranſtaltung der drei Ber⸗ liner Großvereine SCC, Dec und BSc macht Schule. Soeben gibt eine Veranſtalter⸗Gruppe in Mannheim, der die Ortsgruppe im Doi, Poſtſportverein, Vſt und MG angehören, bekannt, daß ihr die Verpflichtung der deutſchen Frauen⸗Kernmannſchaft zum 7. Auguſt gelungen iſt. Für⸗ wahr eine Nachricht, die weit über den näheren Kreis hinaus Widerhall finden wird; man darf wehl ohne Ueber⸗ treibung behaupten, daß es ſich hier um eine einmalige Veranſtaltung in Deutſchland handeln wird, deren Be⸗ Feſtſpiel⸗Erſtaufführung„Deut⸗ ſches Volk in Leibesübungen“ iel wird in den Tagen des Deutſchen Turn⸗ und Sportſeſtes täglich wiederholt werden. e(Schirner, Zonder⸗Multiplex⸗K.) ſetzung rein leiſtungsmäßig nur bei Meiſterſchaften erreicht und überboten wird. Daß mehrere Mannheimer Vereine„gemeinſame Sache“ machen und mit einer ſolchen Veranſtaltung an die Oeffentlichkeit treten, muß in allen intereſſierten Sportkreiſen Anklang finden. Nicht nur deshalb, weil damit die finanzielle Laſt von vielen Schul⸗ tern getragen und die vorbereitenden Arbeiten bei der Kürze der Zeit trotzdem reibungslos und zielſicher ab⸗ gewickelt werden, ſondern auch aus rein ſportlihen Er⸗ wägungen. Denn ſeit 1920, als die damaligen ſüd⸗ deutſchen Titelkümpfe im Stadion durchgeführt wurden, waren wohl nicht mehr ſopiel Athletinnen, die den in der Welt führenden deutſchen Frauenſport repräſentieren, gemeinſam am Start. Die Teilnehmerliſte für den 7. Auguſt, auf die wir im einzelnen zurückkommen wollen, weiſt jedenfalls Namen auf, die gerade in den letzten Wochen in aller Munde ſind und ein beſonderer Reiz für die Kämpfe liegt auch darin, daß acht Tage nach den Mei⸗ ſterſchaften in Breslau mancherlei Revanchegelüſte nach einer Befriedigung verlangen. Schwab jr. beſiegt ſeinen Vater Vater und Sohn im Kampf um Meiſterehren in einem Wettbewerb, das iſt ſicherlich eine Seltenheit. Bei den Schweizer Leichtathletik⸗Meiſterſchaften ſtarteten im 10⸗Km.⸗ Gehen Arthur Tell Schwab und ſein Sohn Fritz, beide mit dem„ſchwarzen C“ auf der Bruſt, dem Vereinsabzeichen des SC Charlottenburg. Fritz Schwab holte ſich die Meiſter⸗ ſchaft in 47:11 Min. vor ſeinem Vater in 47:51,4 Minuten. Schwache Leiſtungen brachten die übrigen Wettbewerbe der in Baſel bei ſchlechtem Wetter durchgeführten Titelkämpfe. Die neuen Meiſter: 100 Meter: Marchard 10,9 Sek.; 200 Meter: Marchand 22,4; 400 Meter: Meyer 50,2: 800 Meter: Minder 200,8; 1500 Meter: Minder:09,9; 5000 Meter: Utiger 15:51,3; 10 000 Meter: Dubois 34:17; 110 Meter Hürden: Kunz 15,77 400 Meter Hürden: Chriſten 56,6; Hochſprung: Eggenberg 180 Meter; Weitſprung: Studer 6,901 Meter; Stabhoch: Geiſinger 3,66 Meter; Dreiſprung: Studer 13,56 Meter; Kugelſtoßen: Rüeg 13,47 Meter; Diskuswerfen: Balzer 43,36 Meter; Speerwerfen: Schumacher 57,84 Meter; Ham⸗ merwerfen: Nido 46,82 Meter. — Dauk des Reichsſportführers an die Bezwinger der Eiger⸗Nordwand Die kühnen Bergſteiger nach Breslau eingeladen Der zum Deutſchen Turn⸗ und Sportfeſt in Breslau weilende Reichsſportführer, Staatsſekretär von Tſcham⸗ mer und Oſten, hat an die Bezwinger der Eiger⸗Nord⸗ wand, Voerg, Heckmaier, Harrer und Kaſparek, ein Tele⸗ gramm folgenden Inhalts gerichtet: 5 „Den mutigen und ſchneidigen Bezwingern der Eiger⸗ Nordwand. Zu Ihrer hervorragenden Leiſtung die aufrich⸗ tigſten Glückwünſche der geſamten deutſchen Turn⸗ und Sportbewegung. Lade Sie ein, als meine Gäſte von Frei⸗ tag, den 29. Juli, bis Sonntag, den 31. Juli, am großen Deutſchen Turn⸗ und Sportfeſt teilzunehmen. (gez) Reichsſportführer von Tſchammer und Oſten.“ 8 Lonka, Lottchen. oto: 13, 13 52:10. ſtro; 3. Opera. Ferner: 21:10. Lg.:——8. EW: Preis von der Roſeninſel. 1350 Mark, 1 1 1. Rittm. v. Madeyſkis Rücktritt(Frl. M. v. 2. Fatima; 3. Gebersberg. Ferner: Onions, Flüſterton, Belladea. Toto: 30, 10, 10, 10:10. Lg.: 72—1 2. EW: 14:10. Preis von Bad Kreuznach. 1700 Mark, 10 5. Schweitzer jr. Feldmeſſer(Lt. Stoneck); 2. Alge. Ferner: Sarro, Gracias. Toto: „ 1 EW: 28110. Nahetal⸗Jagdrennen. 2000 Mark, 3600 Meter: 1, Ot. Schwerdtfegers Emſchi(Et. Schwerdtfeger); 2. Oſtraz g. Meter: 1. Mondicourtz 31, 15, 14210. D Kujel. Ferner: Melampos, Louveteau, Herzfalter, Ma⸗ hatma. Toto: 14, 12, 26, 16:10..:—4— K. EW: 12010, Preis von Stolzenfels. 17509 Mark, 1800 Meter: 1. Rittm. v. Holteys Bekaſſine(P. Krug); 2. Fidibus; 3. Marmolata. Fern: Blumengöttin, Faufreluche, Ilm Maharon, Gamin. Toto: 66, 27, 14, 15:10. Lg.: bis H. EW: 60710. Düſſeldorf(24. Juli) Preis der alten Reſidenzſtadt(2800 J, 1600 Meter): 1. Gebr. Rösle s Brocken(De Schmidt); 2. Staatspreis; 3. Thammo. Ferner: Jock, Der rote Prinz. Toto: 12, U, :10. Lg.—3— 27. EW: 20:10 Preis der Garniſonſtadt J, 3700 Meter): 1. P. Schroerens Lavant(L. Sauer]; 2. Finoteri; 3. Bengali, Ferner: Titine. Toto: 39, 12, 11:10. Og.-2. EW: 88:10. Preis der Kunſtſtadt(30 J, 1000 Meter): 1. Geſt. Röttgens Herzenswunſch(J. Staroſta]; 2. Eſther; 3. Gerro, Ferner; Puck, Maharacdſchah. Thorlind. Toto: 14, 13, 8, 21:10. Lg.—1— 4. EW: 14:10. Preis der Induſtrieſtadt(4500 J, 1400 Meter]: 1. Grof Beißel von Gymnichs Herzober(K. Buge); 2. Grimbaxts Bruder; 3. Cyrillus. Ferner: Orione, Humbert, Lord Tullus, Gräfin Mariza, Heſperion. Toto: 246, 28, 17, 17:10. Lg. H 12. EW: 1312:10. 650⸗Jahre⸗Stadtjubiläums⸗Preis(11000 4, 2000 Meters: 1 D. Krietes Ibis(H. Zehmiſch); 2. Elbgraf; 3. Florian, Ferner: Marienfels, Schill, Sonnenſalter, Elonus. Toto: 39, 14, 13, 14:10. Lg. 4294. CW: 176710. Preis der Schlageterſtadt(3100 /, 3700 Meter]: 1. B. Maffays Waldteufel(Maffay); 2. Baſtkorn; 3. Unie. Fer⸗ ner Laputz, Caſſandra. Toto: 44, 19, 22:10. Eg. 5 EW: 21210. Preis der Gartenſtadt(2800 J, 2400 Meter): 1. W. Seyferts Stobnd(Janzeng; 2. Xerxes; 3. Mithra. Ferner: Augur, Mogul. Toto: 44, N, 13:10. Lg. 52. EW: 88:10. Preis der Modeſtadt(2300 /, 2000 Meter]: 1. J. Joeres — Aviatik(H. Schmidt); 2. Broncelüſter, Kurigſalu. Fer⸗ ner: Anfänger, Bera, Coeuras, Filene. Toto: 46, 18, 14, 21:10. Lg.—3— 5. EW: 16:10. Die Fußball-Troſtrunde Am Dienstog wird beim Breslauer Fußballturnier neben der Zwiſchenrunde auch die Troſtrunde geſtortet, an der die Unterlegenen der Vorrunde beteiligt ſind. Füt die Troſtrunde lautete der Spielplan: a in Breslau: Mittelrhein— Pommern in Breslau: Weſtfalen— Nordmark in Brieg: Bayern— Niederrhein in Münſterberg: Sachſen— Oſtpreußen 19. Rhön-Segelflug-Weitbewerb Der zweite Wettbewerbstag der„19 Rhön“ ließ ſich witterungsmäßig äußerſt günſtig an, aber die im Laue des Tages unausgeſetzt wechſelnde Wetterlage brachte in Gebiet des Rhöngebirges und darüber hiraus nur äußert ſchwache Segelflugmöglichkeiten, ſo daß die Mehrzahl der Wettbewerbsteilnehmer trotz wiederholter Startperſuche ohne beſondere Streckenleiſtungen blieb. Um ſo höher end die Spitzenleiſtungen des Tages zu bewerten. Bereits ih der Mittagsſtunde war der Segelflugpilot Blech von der Luftwaffe aufgeſtiegen und erreichte 4600 Meter über den Meeresſpiegel. Die Tagesbeſtleiſtung im Streckenflug, die am Vortage mit 275 Km. aufgeſtellt wurde, konnte am Montag um weitere 5 Km. auf 280 Km. geſchraubt werden. Der Berliner Pilot Haaſe erreichte mit dieſer Leistung Jüterbog. Kurt Schmidt(Donaueſchingen) von der NS K⸗Gruppe Baden gelangte nach Wittenberg mit einer Strecke von 241 Km. und Boy(NSFK⸗Gruppe(Hannover) erreichte mit 295 Km. den Kreis Torgau an der Elbe. Wei tere gute Leiſtungen erzielten Kraft(Stuttgart), der mit 165 Km. nach Lützendorf kam, Flinſch(Darmſtadt], der mit 148 Km. Sangerhauſen erreichte und Treuter(Jena), der in Daſchau landete.. Eine willkommene Abwechſlung des Programms brachte der Beſuch des deutſchen Kunſtflugmeiſters Falterbaum, der das Segelfliegerlager beſichtigte und anſchließend ſeine Leiſtungen im Kunſtflug zeigte. Die„Tour“ im Bummeltempo Nach ihrem Ruhetag in Aix les Bains begaben ſich die 56 Fahrer der Frankreich⸗Rundfahrt auf den letzten Tei ihrer langen Fahrt. Auf der 16. Etappe über 184 Km. nach Beſancon wurden über 250 Km. ſtark gebummen Etwas Leben kam in das Feld, als es den Col de Faucill hinaufging, wo ſich Bartali als Erſter eine Gutſchrit von:50 Minuten ſicherte. Von Defekten betroffene Fah⸗ rer konnten immer wieder aufholen, auch Weckerling, der zweimal auf den Felgen fuhr. 30 Km. vor dem Ziel ent⸗ eilten Kint, Marie, Diſſaux und Bernardino, die, man ruhig ziehen ließ. Kint wiederholte nach einer Fohrzeit von 9789:56 Stunden ſeinen Sieg von der 15. Etap. Hinter dieſen vier Fohrern führte Egli eine elf Mon ſlarke Gruppe ins Ziel, der das Hauptfeld folgte, in 9 5 ſich neben den Favoriten ouch die Deutſchen Weckerling, Arents und Wendel befanden. 5 Das Ergebnis der 16. Etappe, Aix les Bains— Be⸗ ſancon, 181 Km.: 1. Kin t.39.56, 3. Morie; g. Diſſon 4. Bernardir 3; 5. Egli:41:26; 17. Neuens:42:52, mit der gleichen Zeit 37 weitere Fahrer, dorunter Areuts, Wecker ling und Wendel; 49. Hauswald:44:40. Geſamt: 1. Bat tali 11430240; 2. Verwgecke 114:51:57; 3. Coſſon 115700475 4. Vieini 115:07:17; 5. M. Clemens 115:14:34, 28. Wecker⸗ ling 116:18:24. Frankreichs neue Meiſter Im Pariſer Stade Colombes fanden die franzöſſſchen Leichtathletik⸗Meiſterſchaften ſtatt, denen die Franzoſen n Hinblick auf den Länderkampf mit Italien erhöhte Be“ deutung beimeſſen, da ſie hier auf einen gleichwertigeren Gegner wie Deulſchland treffen. In den mittleren Strecken über 800 und 1500 Meter wurden ausgezeichnete Zee erzielt. Beſonders gut iſt auch die Staffelzeit von Paris über 4 ma! 400 Meter mit:19 Min. N 5 Die Ergebniſſe:. 200 Meter: Jourdain 22,87 400 Meter: Bertolino 30 so Meter; Levegue 154,8; 1500 Meter: Leichtnam Jg 5000 Meter: El Ghazi 15719,5; 10 hö Meter: Sicart 32050 ahh Meter Hürden: Joye 51; Hochſprung: Mairoud 185 Meter; Weitſprung: Jeanblanc 7,14 Meter; Dreiſprung Paul 13,26 Meter; Stabhoch: Ramadier.90 Meter; Ae ſtoßen: Noel 14,51; Diskuswerfen: Noel 45,97; Hamme werfen: Wirtz 49,60; 4 mal 100 Meter: Stade Franect Paris 440; 4 mal 400 Meter: EAc Poris 319; Zeh kampf: Mahe 5504 Punkte. 5 1 zengali. GW: 1. Geſt, Gerro 13, 28, 1. Graf imbaxts t, Lord 26, 17 Meter): Florian, turnier rtet, an . Für verb 'eß ſich Lauſe chte in äußerſt ahl der verſuche her ſind reits in von der der dem ug, die tte am werden. zeiſtung n der it einer nnover) e. Vei⸗ der mit der mit ia), der brachte rbaum, ließend I ſich die 1 20 94 Km. Immel. Faucille utſchriſt ie Fah⸗ ng, der tel ent⸗ e man Fahrzeit Etappe. Monn in dem kerling, — Be⸗ Diſſon; mit der Wecker⸗ 1. Bar⸗ 5700451 Wecker⸗ HANDELS- Dienstag. 26. Juli 1938 der Neuen Mannheimer Zeitung TSCHAFTS-Z EIL ILNO Mittag-Ausgabe vr, 338 S Hypoſhekenmoraſoriums 2 17 beſtehenden Hypotheken⸗ und Kün⸗ nach der gegenwärtigen Rechts lage, in erwarten. Auch die bisherige geſetzliche He eiles der zur Zeit des ausge⸗ zum Ausdruck gelangende Schutzgedanke cht erhalten und, wenn auch in av⸗ eltung bleiben wird, beſchäftigt die igten Kreiſe lebhaft. Im allgemeinen wird damit echnet, daß es grundſätzeich bei der Beendigung der Mo⸗ orten bleiben wird, und d lediglich gewiſſe„Härte⸗ beſtimmungen“ den noch für Sondevfälle erforderlichen Schutz der Schuloner ſichern werden. Doch iſt das letzte Wort hier noch nicht geſagt, es fehlt beſonders noch an der Stellungnahme zuſtä maßgeb er Behörden, Immerhin wird ſich der Hausbeſitz in ſeiner Eigenſchaft als Hypothekenſchuldner mit d beſchleunigten Abbau und dem baldigen A ören des Hypothekenſchutzes bereits jetzt in Gedanken vertraut machen müſſen und, wenn irgend möglich, bald die erforderlichen Maßnahmen treſſen oder doch vorbereiten. Die gegenwärtige Rechtsdage wird beſtimmt durch die Geſetze vom Dezember 1933, 20. Dezember 1934 und 13. Dezember 1935. Düurch dieſe wurde die geſetzliche Stun⸗ dung für alle Fälligkeits⸗ und für nicht zinsgeſenkte Kün⸗ digungshypotheken bis zum 1. Juli 1939 verlängert; dieſer ird alſo als Ablaufstermin für den Fälligkeits⸗ 5 Rückzahkungstermin für dieſe Hypotheken au⸗ Zu dieſem Termin iſt die Kündigung der vorſtehend genannten Hypotheken zuläſſig. Ausgenommen von dieſem Kündigungsſchutz überhaupt ſind ſolche Hypo⸗ theken, die nach dem 17. November 1932 begründet worden ſind. Sie ſind alſo nach beſonderen Vorſchriften kündbar. len Moratorien auch weiterhin aufrecht geſchwächter Form, in G 51 zu 2 Ferner fallen ſolche Hypotheken allgemein nicht unter die Kündigungsſchutzbeſtimmungen, die zur Sicherung bank⸗ mäßiger Kredite oder ſonſt kurzfriſtig gewährt worden ſind. Für alle durch die Vierte Notverordnung vom 8. De⸗ zember 1931 im Zins geſenkten Hypotheken beſteht noch ein beſonderer Kündigungsſchutz, der aber auch in nächſter Zeit abläuft. Es wurde ein Kündigungsverbot erlaſſen, das, mehrmals verlängert, nunmehr grundſätzlich zum 31. De⸗ zember 1938, alſo zu Ende des laufenden Jahres, abläuft. Var die Kündigung vertraglich für beſtimmte Zeit aus⸗ geſchloſſen. ſo verlängert ſich die Lauffriſt um drei Jahre, aber keineswegs über den 31. Dezember 1939 hinaus— alſo nicht über das Ende des kommenden Jahres. Wenn die Kündigung erſt nach dieſem Zeitpunkt vertraglich zu⸗ gelaſſen war, ſo behielt dieſe Vereinbarung ihre Gültigkeit Amit anderen Worten: für ſolche Heypothken beſtand und beſteht kein Kündigungsſchutz. Für die Aufwertungshypotheken und für die landwirt⸗ ſchaftlichen Hypotheken beſtehen Sonderregelungen, die eine Hinausſchtebung der Fälligkeit und ein vorheriges Kündi⸗ gungs recht in beſonderen Fällen vorſehen. Dieſe Regelungen gelten einſtweilen noch längere Zeit fort. Gegen die auf Grund der gegenwärtigen Rechtslage er⸗ folgenden oder ſchon erfolgten Kündigungen kann der Schuldner Einſpruch grundſätzlich nicht erheben. Er muß vielmehr damit rechnen, daß die der Hupothek zu Grunde liegende Darlehensforderung fällig wird und er ſie am 31. Dezember 1938 oder zu dem nach dieſem Zeitpunkt inſolge der Kündigung eintretenden Fälligkeitstermin an den Gläubiger zahlen muß. Nur wenn inzwiſchen noch eine anderweitige geſetzliche Regelung eintritt, ſind die Vor⸗ ſchriften dieſer neuen Regelung anzuwenden. Im allgemeinen kaun aber der Hausbeſitz die durch Kündigung fällig werdenden Hypothekenbeträge nicht aus eigenen Mitteln bereit ſtellen. Es wird ſich vielmehr in den allermeiſten Fällen darum handeln, daß die Hypo⸗ thekenſchuldner rechtzeitig um den Erſfatz der zurückzuzah⸗ lenden Hypothek durch eine anderweitige neu aufzuneh⸗ mende bemüht ſind. Es ergibt ſich darnach für den Haus⸗ beſitz die Aufgabe der Umſchuldung ihrer erſtſtelllgen Grunoſtücksbelaſtung; und das Gelingen dieſer Aufgabe iſt naturgemäß in entſcheidender Weiſe von der Lage und der Bereilſchaft des Hypothekenmarktes abhängig. In dieſer Hinſicht wird die Lage von den meiſten Sach⸗ kennern ziemlich günſtig beurteilt. Es wird darauf hin⸗ gewieſen, daß der Hypothekenmarkt ſeit geraumer Zeit eine verhältnismäßig große Flüſſigkeit zeigt, und daß eher 500 Mangel an Hypothekennachfrage ſeſtzuſtellen iſt. In der Tat bereitet die Beſchaſfung erſtſtelliger Neubeleihun⸗ gen, das heißt alſo die Umſchuldung von erſtſtelligen Hypo⸗ theten auf Altbeſitzwohnhäuſern in größeren und Mittel⸗ ſädten, zur Zeit in den meiſten Fällen kaum Schwierig⸗ leiten; dennoch muß geſagt werden, daß die Flüſſigkeit des Hypothekenmarktes nicht ausreichend erſcheink, um den Geſamtbedarf, der durch das gleichzeitige Fälligwerden ſehr großer Beträge an Hypothekendarlehen eintritt, wiederum ohne Mühe aufzubringen. „Selbſt wenn man in Rechnung ſtellt, daß die durch Mündigung fällig werdenden Beträge wieder in erheb⸗ lichen Umfange dem Hypothekenmarkt als Ausleihungen zu Verfügung geſtellt werden, iſt dennoch darauf hinzu⸗ welſen, daß gerade für die ſchwierigerem Grundſtücke, wie ſolche mit vielen gewerblichen Räumen, ferner für die Ale ner und für die meiſten Hausgarundſtücke in 115 105 ten, die Neubeleihung im Wege der Umſchuldung 075 8 wierigkeiten ſtoßen dürfte. Hieran wird ſich auch „Zukunft, 8 und namentlich in der nächſten Zukunft, pn lelwos ändern. Demnach beſteht in den Kreiſen der diefen eren echter die Neigung zu der Annahme, daß 11 5 Umſtänden Rechnung getragen werden wird, und ein ein däverbebaltloſer Ablauf der Schutzbeſtimmungen und 10„fünz liches Aufhören der bisherigen Zahlungsweige⸗ üngs⸗Möglichkeiten kaum für alle Fälle zugelaffen werden wird. Grundfätzlich wird man den Abbau und das Aufhören 1 Moratorien als wirtſchaftlich geboten und dem Er⸗ mnfſentis der Normaliſterung entſprechend anerkennen 5 eu; eine weitere unveränderte Ausdehnung der Schutz⸗ aßnahmen, die ja von Anfang an nur als Aus nahme⸗ maßregeln gedacht waren, kaun weder erwünſcht noch 15 als notwendig bezeichnet werden. Wenn dennoch für . Fälle der Schutz noch nicht völlig entbehrt wer⸗ Fil ann, ſo ſind dies im Verhältnis zu der Geſamtheit der 9210 nur Ausnahmen; ſie fallen aber ihrer Zahl noch kalen ins Gewicht und die unter dieſe Ausnahmen 5 den Hypothekenſchuldner verdienen es wohl nicht, fal Ungewißbeit. ub die Ablöſung und ie e der 5 werdenden Fypokheken gelingt, einfach überkaſſen Ae Empfehlenswert erſcheint es, daß die Haus⸗ i die, gekündigt ſind oder deren Kündigung be⸗ 80 ble ſich ſchon jetzt um die Neubeſchafſung kümmern fun ale Möglichkeiten unterfuchen, die für die Neubeſcha⸗ beleben, Hypothekenbanken und Verſicherungsgeſell⸗ 15 ten etzenſo wie die übrigen Realkreditgeber, werden auch ihrerſeits auf die bevorſtehenden Umſtände vor⸗ reiten müſſen. Röchling Gmbfi 5(.5)% Dividende— versfärkie Invesfiſionen ling Die Röchling'ſche Eiſen⸗ und Stahlwerke Gmbcß Völk. 92 erzielte im Geſchäftsjahr 1937 einen Rohertrag von 15 Mill. nach Abzug der Aufwendungen(41½ ohne hälles der%7 Mill.„ Aufwendungen). Löhne und Ge⸗ 400 betrugen 2,23(20,22), ſoziale Leiſtungen insgeſamt 115„1% A bſchreibungen auf Anlogen 7,24 0 Sten Abſchreibungen 1,66(0,25), Zinſen 0,1(0) ſchließkin, 76(ec), davon Beſteſteuern 5724(1,80). Ein⸗ end des Vortrages von 0,29 verbleibt ein Rein⸗ auf zug vun.25(1,184), daraus wird eine Dividende chat 5 nicht im Beſitz der Geſellſchaft befindliche Geſell⸗ bie dapital von 5(.5) v. H. gezahlt. Erforderlich für fal iwidendenzahlung ſind 9,4(0,41), Zuweiſung on dus Bes 60, el, als Vortrog verbleiben.29, Erträge eteiligungen 0,86(0,02, ab Erträge 0,74(1,68. 1080 4 Bilanz(alles in Mill.„): Anlagevermögen 250(37,0), davon Grundſtücke 2,06(3,06), Geſchafts⸗ und Wohngebäude 2,20(2,4, Fabritgebäude 5,89(5,51), Ma⸗ ), Anlagen in gene Geſchäfts⸗ nominal] be⸗ ſchinen⸗ und maſchinelle Anlagen Bau 3,15(—), Bete in j anteile werden wertet. Umlau 25, 24], davon Mag Ri 4 Roh⸗, Hilf 1 8,42(6,37), 0 ind Fertiger eugniſſe 7,1(5,84), geleiſtete Anzahlungen 0,47 (0, 46], Forderungen auf G Warenlieferungen 0 5 und Leiſtungen 8,86(6,93 nehmungen 2,29(2,15), Forderungen 0,42(0,46). 20,0, Reſervefonds 5,0 15,0, tigungen 11,77(11,13 Rückſtell! 9,65(5,47). Sli ite* ſol lahrts(4,11), auf Grund von Warenlieferungen .11(3, ugahlungen 0,2(0,61), gegenüber 204 4 Mill.). i sbericht wird zut beſchäftigt darauf hi In dem Geſche faſt alle Betriebe igewieſen, daß ders wurde die Ausfuhr der in den Edelſta trieben hergeſtellten Qualitätsſtählen gefördert. Die Ausfuhr konnte ganz erheblich geſteigert werden. Neben der Zurch die erhöhte Inanſpruthnahme bedingten Erhaltung der Anlagen wur⸗ den deren Moderniſierung kräftig vickelt und insbeſondere die Anlagen erweite id verbegert, die den Erſorderniſſen des Vierfſahresplanes dienen. Die Erzver⸗ rgung wird, abgeſehen von vorübergehenden Schwierig⸗ keiten, als befriedigend bezeichnet. wenn auch die Preiſe für franzöſiſche Minette ſtark angeſtiegen ſind. Nach dem Verlauf der erſten Monate des neuen Geſchäftsjahres wird auch das Geſchäftsjahr 1938 günſtig beurteilt. weitere Morgenſhau in Paris Besprechungen über das Währungsabkommen Paris, 26. Juli. amerikaniſche Schatzkanzler Morgenthau, der am Samstagabend ſpät in Paris ein⸗ getroffen iſt, hat eine Reihe von Beſuchen abgeſtattet und zahlreiche Beſprechungen geführt. Geſtern fand zu ſei Ehren ein großes Frühſtück beim nanzminiß Marchandeau ſtatt. Wie Morgenthau ſelbſt betonte, hätten ſeine Pariſer Beſprechungen nur rein informatoriſchen Charakter. n. In einem amtlichen fronzöſiſchen Bericht wird mitgeteilt, daß bei den in freundſchaftlichſtem Geiſte geführten Be⸗ ſprechungen„das vollſtändige Funktionieren des Wäh⸗ rungsabkommens zwiſchen England, Frankreich und den Vereinigten Staaten feſtgeſtellt worden ſei, ſowie der gemeinſame Wunſch, dieſes Währungsabkommen auch weiterhin aufrecht zu erhalten.“ Der Sigmund Hirſch, Weinheim.— Beſitzwechſel. Die Lederfabrik Carl Freudenberg in Weinheim hat den Betrieb der Lederwerke Sigmund Hirſch in Weinheim übernommen. Die Uebergabe iſt am 26. Juli erſolgt. Die Firma Hirſch wird in iquidgtion treten. Die Firma Carl Freudenberg wird die Lederwerke Sigmund Hirſch als Betriebsabteilung „Roßlederwerk“ weiterführen. 8* Malgzfabrik Gengenbach AG in Gengenbach(Baden). Die mit 200 000% Grundkapital arbeitende Geſellſchaft ſchließt das Geſhäftsjahr 1936⸗37 bei einem auf 66 378 (0 190%) erhöhten Rohertrag nach Auflöſung der geſetzl. Reſerve mit 2000% mit einem Neuverkuſt von 22 601 /, um den ſich der Verluſtvortrag auf 24 279/ erhöht(i. nach Auflöſung von Delkredere, geſetzl. Rücklage, mit 25 000% mit einem Verluſt von 1206). In der Bilanz ſtehen den 0,19(0,15) Mill. Verbindlichkeiten, darunter unv. 6,2 Mill. Hypothekenſchulden auf 0,07(0,02) Mill. erhöhte Vorräte und 0,02(0,04) Mill. Warenforder gegen⸗ it Das Anlagevermögen iſt mit 0,28 Mill. n it ber.(0,29) aktiviert. * Waggonfabrik L. Steinfurt AG. Königsberg/ Pr. Die HV genehmigte den Abſchluß zum 31. März 1988 mit der vorgeſchlagenen Dividende von wieder 6 v. H. Der Auf⸗ tragseingang in den erſten Monaten des neuen Geſchäfts⸗ jahres entſpreche den Erwartungen und ſichere der Gefolg⸗ ſchaft Beſchäftigung für längere Zeit. * Pfeilring⸗Werke AG, Berlin. In der HV beantragte ein Aktionär, für die freien Aktionäre 8 v. H.(ſtatt wie vorgeſehen 4 v..) Dividende zu erteilen, wovon 2 v. H. an den Anletheſtock fließen ſollten. Er begründete ſeinen Antrag damit, daß nor Abſchluß des Pachtvertrages mit der talten Schering⸗Kahlbaum Ach im Jahre 1930 dieſe Geſellſchaft 15 v. H. Dividende verteilt habe, danach jedoch weſentlich weniger, ſo daß ſich die Pfeilring⸗Aktionäre jahreleng mit 274 v. H. Dividende haben begnügen müf⸗ ſen. Es wäre möglich geweſen, dieſes Unrecht an den freien Aktionären wieder gutzumachen als im Vorfahre der Pachtvertrag erneuert wurde, der eine Erhöhung der Diuvfdendenrelation zwiſchen den Pfeilring⸗Werken und der neuen Schering⸗A von 33.6 auf 50 v. H. mit ſich brachte. Aus dieſem Grunde beantragte der Aktionär, 8 v. H. Dividende zu verteilen, was um ſo eher möglich ſei, als es ſich nur um einen geringen Betrag handele, weil etwa 90 v. H. des Pfeilring⸗Kapitals ſich in ſeſtem Beſitz be⸗ fänden. Der Antrag des Aktionärs wurde gegen 6 Stim⸗ men des Antragſtellers unter Proteſt abgelehnt. Gleich⸗ falls gegen 6 Stimmen unter Proteſt wurde der Abſchluß zum 30. Juni 1988 zur Kenntnis genommen und die Divi⸗ dende auf 4(274) v. H. feſtgeſetzt. Entloſtung wurde ebeer⸗ falls gegen 6 Stimmen unter Proteſt erteilt. M. M. Warburg u. Co. K. G. überuimmt Solmitz u. Co., Hamburg. Wie man erfährt, hat das 1893 gegründete Bankgeſchäft Solmitz u. Co., Hamburg, ſein laufendes Ge⸗ ſchäft an das Hamburger Bankhaus M. M. Warburg u. Co. K. G. übertragen. * Deutſch⸗Amerikaniſche Petroleum⸗Geſellſchaft in Oeſterreich. Die Deutſch⸗Amerikaniſche Petroleum⸗Geſell⸗ ſchaft in Hamburg bat jetzt ihre Verkaufsorganiſation auch auf des Gebiet der Oſtmark ausgedehnt. Sie übernahm zu dieſem Zweck das dortige Pumpenttetz der Vacuum Oil Company Wien. * Sächſiſche Malzfabrik, Dresden⸗Planen. Der Auf⸗ ſichtsrat beſchloß, der HV am 25. Auguſt, die über den Ab⸗ ſchluß des Rumpfgeſchäftsjahres vom 1. g. 1937 bis 30. 6. 1998(10 Monate) zu beſchließen hat, die Verteilung einer Dividende von 6 Proz. vorzuſchlagen(für das 12 Monate umfaſſende Geſchäftsfahr 1936/37 6 Proz. Dividende). Das Anlagevermögen ſtellt ſich nach 64 800„ Abſchreibungen auf 632 000/ gegen 669 500„ nach Abſchreibungen i. V. * Papierfabrik Frohnleiten Carl Schweizer AG. Graz. In der H der Geſellſchaft(AK 1,4 Mill.) wurde der Abſchluß für 1937 genehmigt. Bei einem Ertrage der Papierfabrikation von 0,55 Mill.„ ſchließt das Berichis⸗ jahr nach teils normalen, teils ſteuerbegünſtigten Ab⸗ ſchreibungen und nach ausreichenden Rückſtellungen mit einem Gewinn von 86 406„ ab, der ſich um den Gewinn⸗ vortrag von 90 302, auf 179 708, erhöht. Hleraus werde der Rücklage II 17980„ zugewieſen, 5,33 Dividende ſe Aktie verteilt. Im Geſchäftsbericht wird ſeſtgeſtellt, daß nach der günſtigen Entwicklung des Ge⸗ ſchäftsganges im erſten Halbfohr 1937 von der Mitte des Berichtsjahres ab, beſonders durch die chineſiſch⸗fapaniſchen Wirren, ein empfindlicher Rückſchlaa eintrat, der ſich in ſeinen weiteren Folgen erſt im Jahre 1938 fühlbar machen werde. „„Nordſtern⸗Allgemeine! übernimmt den öſterreichſſchen Verſicherungsbeſtand der„Flume“. Die„Nordſtern⸗Allge⸗ meine“, die ſeit längeren Jahren in Oeſterreich arbeitet, hat das bisher von der italieniſchen Verſicherunasgeſellſchaft „Flume“ in Oeſterreich betriebene Kachgeſchäft übernom⸗ men. Hierdurch iſt ein weiterer Beitrag zur Stärkung und Vereinfachung der Verſicherungswirtſchaft in der Oſtmark eleiſtet worden. Darüber hinaus ſollen die getrofffenen reundſchaftlichen Vereinbarungen dazu beitragen, eine Ver⸗ tiefung der Beziehungen zwiſchen Nordſtern⸗Allgemeine! und dem„Iſtitute Naziongle“ in Rom, welches eine der größten Vexſicherungsgruppen des faſchiſtiſchen Italiens darſtellt und zu deſſen Konzern auch die„Flume“ gehört, herbeizuführen. 5 Bad. Landes kreditanſtalt für Wohnungsbau. In der kürzlich unter dem. des Miniſters des Innern, Pflaumer, abgehaltenen Beiratsſitzung der Bad. Landes⸗ kreditanſtalt für Wohnungsbau wurde der bereits be⸗ Warenaustauſches gegeben ſind. Es iſt ſomit kannte Bericht über das Geſchäftsjahr 1937 entgegengenom⸗ men. Miniſter Pflaumer konnte dabei abſchließend feſt⸗ ſtellen, daß das von der Bad. Regierung mit der Grün⸗ dung der Anſtalt im Jahre 1934 verfolgte Ziel erreicht wurde. Wie weiter mitgeteilt wurde, ſcheidet der Prä⸗ ſident der Anſtalt, Miniſterialrat Dr. Imhoff, aus dem Vorſtand der Landeskreditanſtalt aus, um die Leitung der Bad. Gebäudeverſicherungsanſtalt zu übernehmen. Der Miniſter ſprach dem ſcheidenden Präſidenten in warmen Worten ſeinen Dank und ſeine Anerkennung für die beim Aufbau der Anſtalt geleiſtete Arbeit aus. * Bauſparkaſſe Mainz Ac. Am 2. Juli führte die Bauſparkaſſe Mainz ihre 34. Zuteilung durch. Auf 53 Bauſparverträge wurden 626 000, zugeteilt. Die Ge⸗ ſamtzuteilungen haben damit 26 Mill.„ überſchritten. * Bankfirma Baſſenge u. Fritzſche.— Umwandlung in eine Kommanditgeſellſchaft. Wie man erfährt, kann die 186 gegründete Bankfirma Baſſenge u. Fritzſche, deren alleiniger Inhaber Alfred Reichelt vor einigen Mongten verſtorben iſt, durch Mitwirkung der Allgemeinen Deut⸗ ſchen Credit⸗Anſtalt als Privatbankgeſchäft erhalten wer⸗ den. Die bisherige Einzelfirma wird in eine Kom nan⸗ ſellſchaft umgewandelt, in die der ſchon ſeit langen Jahren bei Baſſenge u. ritzſche tätige Bankdirektor Walter Häwert als perſönlich haftender Geſellſchafter ein⸗ tritt, während ſich die Adea kommandttiſtiſch beteiligt. ia ger Se * Keine Kleinſtwechſel. Die Wirtſchaftskammer Sachſen hat ſchon in früheren Jahren auf die Un wirtſchaftlichkeit der Verwendung von Wechſeln über kleine Beträge hin⸗ gewieſen. Der Wechſel iſt ſeinem Weſen nach beſtimmt, Zahlungsverpflichtungen über größere Beträge zu erleich⸗ tern. Er ſoll aber nicht die Abwicklung von Kleingeſchäf⸗ ten, die unter geſunden Wirtſchaftsverhältniſſen durch Bar⸗ zahlung geregelt werden, verzögern. Neuerliche Beſchwer⸗ den geben Veranlaſfung, die beteiligten Wirtſchaftskreiſe wiederum auf dieſe Gedankengänge hinzuweiſen. Allein ſchon im Hinblick auf die bei Kleinſtwechſeln entſtehenden un verhältnismäßig hohen Behandlungskoſten liegt es im eigenen Intereſſe der Wirtſchaft, auf die Verwendung von Wechſeln im Betrage unter 100 4 zu verzichten, ſoweit nicht durch beſondere Umſtände Ausnahmen gerechtfertigt ſind. * Geſellſchaftsreiſen in dag Ausland im Rahmen der Freigrenze. Mit Rc 94/38 Dt gibt der Reichs⸗ wirtſchaftsminiſter im Anſchluß an Ré 45/8 DSt Abſ 2 Nr. 1 bekannt, daß für Geſellſchaftsreiſen im Rahmen der Freigrenze die Teilnehmerzahl mit ſo⸗ fortiger Wirkung von 30 Perſonen auf 50 Per⸗ ſonen heraufgeſetzt wird. Die Reichsver⸗ kehrsgruppe Hilfsgewerbe des Verkehrs kann in be⸗ ſondes begründeten Fällen eine höhere Teilnahme zulaſſen. * Abſchluß der italieniſch⸗franzüſſſchen Wirtſchaftsver⸗ handlungen.— Zuſatzabkommen unterzeichnet. Zwiſchen der italteniſchen Wirtſchaftsabordnung und dem Direktor für Handelsabkommen im fronzöſiſchen Wirtſchaftsminiſte⸗ rium iſt am Montag als Abſchluß der franzöſiſch⸗ italie⸗ niſche Wirtſchaftsverhandungen ein Zuſatzabkommen unterzeichnet worden, das Maßnahmen für ein beſſeres Funktionieren des franzöſiſch⸗italteniſchen Handels ver⸗ a umfaßt. Ein zweiter Vertrag über den Waren⸗ austauſch zwiſchen den franzöſiſchen Kolonien und Italien wird heute Dienstag unterzeichnet. z Polen verhandelt über Kompenſationsgeſchäfte in Getreide. Wie die„Gazeta Handlowa“ berichtet, finden z. Zt. Verhandlungen polniſcher Getreideausfuhrfirmen mit Italien, Frankreich und Deutſchland ſtatt, um auf dem Wege der Kompenſation polniſches Getreide gegen Waren aus dieſen Ländern ausgutauſchen. Auch mit England ſol⸗ len ſolche Verhandlungen aufgenommen werden. Danach dürfte die polniſche Regierung, ohwohl ſie bereits den Be⸗ We ſchluß auf Wiedereinführung der Getreideausfuhrprämken gefaßt hat, die Ausfuhr von Getreide auf einem anderen Wege bevorzugen, um die Zahlung der Prämie zu ver⸗ meiden. Sollten die Verhandlungen mit den genannten Ländern zu einem poſitiven Ergebnis führen, ſo könnte der vorausſichtliche Getreideüberſchuß in Höhe von 800 000 t zum größten Teil im Auslande abgeſetzt wer⸗ den, ohne daß der polniſche Staat mit der Ausfuhrprämie helaſtet wird. * Engliſch⸗auſtraliſche Handelsvertragsverhandlungen geſcheitert. Der politiſche Korreſpondent des„Daly Expreß“ berichtet, daß die Handelsvertragsverhandlungen zwiſchen England und Auſtralien als zuſammengebrochen angeſehen werden könnten, Die in der vergongenen Woche ausgegebene Denkſchrift über die engliſch⸗auſtraliſchen Handelsbeziehungen habe lediglich den Zweck, den Zuſam⸗ menbruch der Beſprechungen zu verſchleiern, die auf un⸗ beſtimmte Zeit verſchoben worden ſeien. Die auſtraliſchen Unterhändler ſeien mit leeren Händen und bitter ent⸗ täuſcht heimgegangen. Von hervorragender auſtraliſcher Seite werde erklärt, England habe die Verhandlungen mit der Abſicht aufgenommen, ein Geſchäft zu machen, und es habe„keinen Familien⸗Empire⸗Geiſt“ gezeigt. * Die deutſch⸗türkiſchen Wirtſchaftsverhandlungen erſolg⸗ reich abgeſchloſſen. Der Staatsſekretär des Auswärtigen Amtes, Frhr., v. Weizſäcker, und der Generalſekretär des türkiſchen Außenminiſtertums, Botſchafter Numan Mene⸗ menecioglu, haben am Montag im Auswärtigen Amt eine Reihe von wirtſchaftlichen Vereinbarungen unterzeichnet, Damit haben die Verhandlungen ihren 1 0 gefunden, die ſeit einigen Wochen über die Regelung der deutſch⸗ türkiſchen Wirtſchaftsbeziehungen ſtattgefunden haben. In den Beſprechungen hat ſich erneut beſtätigt, daß die deutſche und die türkiſche Voltswirtſchaft ſich ergänzen und daß alle Vorausſetzungen für eine Erweſterung des gegenſeitigen damit zu rechnen, daß auf Grund der neuen Vereinbarungen als⸗ bald eine weſentliche Steigerung der deutſchen Ausfuhr in die Türkei und der türkiſchen Ausfuhr nach Deutſchland eintreten wird. Die Verhandlungen haben ferner Gelegen⸗ heit gegeben, auf dem Gebiete des Waren⸗ und Zahlungs⸗ verkehrs eine Reihe von Erleichterungen zu vereinbaren, die ebenfalls der Entwicklung der wirtſchaftlichen Be⸗ ziehungen zwiſchen den beiden Völkern zum Nutzen ge⸗ reichen werden. Genc ſind die bisherigen Verein⸗ barungen zwiſchen den beiden Notenbanken über die Rege⸗ lung des Verrechnungsverkehrs durch ein ſtaatliches Ab⸗ kommen über die Zahlungen aus dem Warenverkehr er⸗ letzt worden. Die neuen Vereinbarungen exſtrecken ſich ſelbſtverſtändlich auf das geſamte deutſche 5 Für die Ueberleitung der früheren öſterreſchiſch⸗türkiſchen Ver⸗ träge wurden die erfoderlichen techniſchen Abreden ge⸗ troffen. Die Vereinbarungen ſind für ein Jahr abgeſchloſſen worden und treten am 15. Auguſt 1938 in Kraft. ͤ* Vickers Zwiſchendividende. Vickers Ltd. hat die Aus⸗ ſchüttung einer 2 prozentigen Zwiſchendividende für die erſte Hälfte des Geſchäftsfahres 1038 beſchloſſen. * Schweizer Nationalbank. Der Ausweis zum 23 mi zeigt bei Goldbeſtand und Deviſen keine nennenswerten Veränderungen, Erſterer beläuft ſich auf 2 785 997(2 780 213 in der Vorwoche), letztere auf 382 054(379113). Auch die Bewegung im Diskont⸗ und Lombardgeſchäft war nur no⸗ minal. Inlandswechſel betragen.995(5,077), Wechſel der Darlehenskaſſe.650(.750), Lombarövorſchüſſe 20.826 (21.092). Der Notenumlauf erfuhr eine kleine Verminde⸗ rung um 1452 auf 149,894(146.347), die täglich fälligen Verbindlichkeiten gingen um.825 auf 1768.056(1767. 231 Mill, in die Höhe. Notenumlauf und Giroguthoben waren am 23, Juli zu 85.88(85.97) v. H. durch Gold gegeckt. Waren und Märkte Maunheimer Getreidegroßmarkt Mannheim, 25. Juli. Die Umſätze in nord⸗ und mitteldeutſchem Weizen blieben beſcheiden, zumal im näch⸗ ſten Monat die Senkung der Höchſtyreiſe in Kraft treten wirs, Auch Roggen wurde vorläufig kaum gekauft, Die Nachfrage nach Induſtrie⸗Wintergerſte iſt geringer gewor⸗ Rhein-Mainische Abendbörse Still Frankfurt, B. Juli Nach dem ſchwankenden und etwes unſicheren Verlauf der Mittagsbörſe zeigte ſich abends äußerſte Zurückhaltung, zumal auch von außen her wieder Anregung fehlte. Bet ſehr ſtillem Geſchäft konnten ſich die Aktienkurſe nicht über⸗ all behaupten, da verſchiedentlich etwas Angebot vorlag. Bei zumeiſt um 4 v. er gten Kurſen beſtand eher Intereſſe. J Farben bröckelten auf 151,50, Verein. Stahl auf 104,50, Mannesmann auf 109,25, von Elektro⸗ werten Schuckert auf 165, Ac auf 113,5 und Geffürel auſ 184 ab, was Rückgängen bis 14 v. H. gleichkommt. Auch am Renter markt wa ſtill, die Haltung blieb aber nach wie vor t. Kommunal⸗Um⸗ ſchuldung unverändert 94,7„Bonds i v. H. niedriger mit 1217 gefragt. den, da die Fabriken vielſgch die ihnen zugewieſenen Be⸗ zugsſcheine ausgenutzt haben, und da man im übrigen auch ſehr gute Sommer⸗Induſtriegerſte erwartet.— Am Weizen⸗ mehlmarkt war weiter ruhiges Bedarfsgeſchäft. In Rog⸗ genmehl konnten mehrfach Abſchlüſſe tber füddeutſche Mehle vorgenommen werden.— Futtermittel blieben ſehr ruhig Die Angebote in Heu ſind reichlich, auch Stroh von der Wintergerſte iſt beſſer zu haben. Rotterdamer Getreidekurſe vom 25. Juli.(Ei Weizen lin per 100 Kilo) Juli 6,0; Sept. 5,2 5,27%; Jan. 3.- Mais(in Hfl,. per Laſt ü Kilo] Juli 103,50; Sept. 104,50: Non. 104,75: Jan. 10 Liverpooler Baumwollkurſe vom 25. Inli.(Eig.? Amerik. Univerſal Stand. Miedl.(Schluß! Juli 490; Auguſt 401; Sept. 492? Okt. 404; Nov. 496; Dez. 499: Jan.(39) 501; Febr. 503; März 505; April 506; Mai 505; Juni 508; Jult 509; Okt. 507; 508; Jan.(40) 509; März 511; Mai 513; Tendenz ruhig, ſtetig. Leinölnotierungen vom 25. Juli.(Eig. Dr.) Lon⸗ don: Leinſagat Pl. per Juli 11,75; Leinſaat Klk, per Juli 12%¼ů 6; Bombay per Juli 13½6; Leinſagtöl loko 95 Auguſt 23,97 Sept.⸗Dez. 23,6 Baumwollöl ägypt. Baumwoll⸗St. ägypt. per Juli 61ʃ4½6. 28, W. Savannah: 25 19,6 Neuyork: Terp. Terp. 29,2 * Obſt⸗ und Gemüſegroßmarkt Weinheim. Die Preiſe für das Kilogramm waren: Johannisbeeren 40—48, Him⸗ beeren 60—70, Brombeeren 70, Pfirſiche 80—96, Zwetſchgen 76, Bohnen 24— 30, Erbſen 24 Pfg. Anfuhr 25 Dz. * Rotterdamer Java ⸗Tabakverſteigerung. Auf der Rotterdamer Java⸗Tahakverſteigerung am 22. Juli kamen von der Beſoeki⸗Nachernte einige große Kollektionen Blatt zum Verkauf, die zu den beſten gehörten, die die Ernte 1997/38 eferte. Unter ſehr großem Intereſſe von ver⸗ ſchiedenen Seiten wurden dieſe Partien zu ſehr Preis verkauft. Auch die Hangkroſſopartien fanden flott Abſatz und gleichfalls die Stückblattabladungen. Haupt⸗ käuſer waren der niederländiſche und der deutſche Groß⸗ handel. Die letzten Partien Gawok dieſer Ernte wurden en biwe auf der beſtehenden hohen Preisbaſis durch die niederländiſche Großtnduſtrie erſtanden. Eine Kedoe⸗Qualität Füllmaterial wurde gleichfalls gut bezahlt. Von dem ganzen Beſoeki⸗Angebot wurden ungefähr 900 Ballen ſehr minderwertigen Tabaks angehalten. Die Ver⸗ ſteigerung ſchloß in feſter Stimmung. Serie * Weitere Preisſenkungen für Rundfunkröhren. Die Röhrenfabriken Telefunken, Deutſche Philips⸗Geſellſchalt (Marke Balvo) und Tungsram, haben eine weitere Preis⸗ ermäßigung für eine Reihe von Rundſunkröhren durch⸗ geführt. Die neuen Preiſe für die davon betroſſenen Röh⸗ reutypen, treten, ab 22. Juli 1938 in Kraft.„Die Preise ſenkung kommt zu der im April dieſes Jahres bereits bekguntgemachten allgemeinen öprozentigen Senkung hinzu. Von der Priisſenkung werden die im Volksenſpfänge vek⸗ mendeten Tupen erfaßt, die gleichzeitig auch in ſehr nielen Markenempfängern Verwendung finden. Ferner iſt eine große Anzahl von Röhren betroffen, die für den Erſatz in älteren Rundſunkgeräten dient. Die Preisermäßigung bewegt ſich zwiſchen etwo 5 und 15 v. H. bei den einzelnen Typen und bringt eine durchſchnittliche Senkung der Bruttopreiſe von etwa 10 v. H. Sie iſt olſo für den Käufer neuer Röhren durchaus fühlbar und wird den Ent⸗ ſchluß erleichtern, ein Rundfunkgerät mit neuen Röhren Wire und damit den Empfang weſentlich zu ver⸗ eſſern. Berliner amfliche Noflerungen Welren märl. Wintergerste Hafer märk. Berlin 75½7 198 zeil, fr. erl. Berl. 46/49 28 Nutterwz. Bl 0 märk. Stat... Erzeugpr. 8 4 152 Roggen mär k zeil, ſr Berl... Weizenmehl 10 28,70 Braugerste mürk Stat,„„ Erzeugerpr. 12 29.10 neu frei Berl. 14 29,40 märk. Stat. 125 Roggenmehl! 22,25 ee.„ gute frei Ber! märk. Stat... Erxzeugerpr. 12 22.35 märk. Stat. I kutterg. 50%0 131 22.45 Uittoria⸗Erbſen 34, 38,—[ Seradellnlaa 2 Alleine 98„ Leinkuchen ab Hambg 16,33 incl. 4,60 Futter⸗Erbſen 24. ½0,— Erdnußkuchen ab Hbög 15,83.30 Peluſchken 9 20, ½8.— Erdnußluchenmebl 1733 Ackerbohnen 33.24.50 Trockenſchnitzel 9,58 Micken deutſch.. 26, /28.— Sovabohnſchrot aßgſ 15,53.60 Futter 828 ab Stetiin 15,93„.60 Lupinen blau„ 16/17, Rartoffelflocken Stolpf„, beihſüick gelb%. ab Berlin 8 Geld- und Devisenmarkt Paris, 28, Jult.(Schluß amtlich London 178,03 Italien 190,43 Stockholm 918.25 Neuvork 361950 Schweiz 828,25 Berlin 1435. Belgien 611.02 Kopenhagen 797,50 Warſchau 800,— Spanje Holland 1988.50 London, 25 Juli.(Schluß amtlich), Neuvorf 402,00 Liſſabon 110,18 Rio de Jan. 283.— Montreal 493,53 Helſingfors 220,78 Hongkong 1 Amſterdam 895,30 Prag 142,62 Sch anghal 0 909 Paris 78,10 Budapeſt 2476, Vokohama 1 5 Brütſſel 2910,37[Belgrad 216,50 luſtralien 125.— Italſen 9350,.— Sofia 405, Mexiko 12 Berlin 1225. Moskau 2007, Montevldeds 2000, Schweiz 2149.7 Rumänien 662, Valparaſſo 0 Spanien 40 Konſtantin 618,— Buenos Kopenhagen 2240, Athen 346,30 auf London 1892, Stockbolm 1539.62 Warſckan 2012. Südafrika 100,12 Oslo 1990,12] Buenosttres] 1895, Melalle Hamburger Metallnotierungen vom 25. Juli Fracht zu Berg Banca u. Brief Geld Kuuler Atraitezinn 0 5 BrieſfGeldſgriefſcheld Hütten rohznt p. 100 kg) 18,50 18,50 anuar„„ K 80 11 70 per Kg). 40, 7037,70 ebrua„„.. Feingold(R per g 2˙84 75 Mürz„„ Alt⸗Platin(Apfälle) Aurt„ eee car. Nin per).40 260 Ma„eee Techn. reines Platin Jun; 2. Detailpr.(MM per g) 3,50%. Jult 52,25.52,25261,0261,0 Auguſt 52, 52,2520,0 201,0 Docs AL September52,2552,2526 1,025 1,0[ Antimon Regules chines. Oktober.2552,. 250201, 0201.0 iir 40,— 41 November 5,2552, 25201,0 261,0 Queckſilber(Eper Flasche)]. 70,50 Dezeinber 2,2515 2,25201,00 201,0 Wolframerz chineſ. in 55.— * Der Londoner Goldpreis betrug am 25. Juli für eine Unze Feingold 141 ſh 5 5 gleich 86,6591 /, für ein Gramm Jeingold demnach 54,5508 Peude gleich 2,75506„l. Frachienmarki Duisburg-nuhrori Das Berggeſchäft war heute außergewöhnlich ſtill. Die iſt unverändert mit 1% ab Ruhr und 4½0 e ab Kanal Auch für ta-wärts iſt nur wenig Raum zur Verladung angenommen. Auch hier erfuhren die Froch⸗ ten mit 1/ ab Ruhrort und 1,20/ ab Kanal nach Rotter, dam und 1,30% ab Ruhrort und 1,50% ab Kanal einſchl. Schleppen nach Antwerpen ⸗Gent keine Aenderung Der Berqgſchlepplohn notierte mit 70 bzw. 80 Pig. nach Mainz und 80 bzw. 90 Pſcg. nach Mannheim Der Talſchlepplohn beträgt nach wie vor 8 Pfg. für größere beladene Kühne ab Ruhrort noch Rotterdam. N Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe . Eine herrliche Gaudi da gibt's zu laschen g nell Finkenzeller, Erika Paul. Joe Stöckel, Fritz Kampers. los. Eichheim in dem neuen Ufa Fm Dienstag, 26. Juli 1938 — N Mapok- Dalratien wovon andere Mädchen EEA L E adet Unstethaltun Ia Java. Aufarbeit. billig. Braner..2 5 5. K lessel S 0 2 1— S5²⁰0 ein menschlich star ib ille: fiel Firäumen.. VUnzüge Was tun Au e, See 5555* 5 Frey enhöfef 9. abenteuer 5 8 ö Ju Maria Kopp 5 11 nene Hendtung 1. 2 8 om srosen Glück, des sich Fernumzüge 3 8 e 5 bie dene wide Zubtitt! u. Nonte cario abr 5 2 einmal doch erfüllen wird · da · übernimmt 5 30 J g ARS TELLE R. von träumt auch 5, u. b⸗m⸗-Auto⸗ lun: 3. 5 HAbf 55 i Möbel wagen. 8e 8 camilla Norn ‚ourisdh wollen wir lustig seln! 111 4 Möbel- Spedition Sanktelaget, Cen wegen f lee ce bang in gugenblick ele Freundin annz J 6. 8. Kan Günther, Ft. 7 nichts wesentlicher beilagen als 8 ARB ARA Fernſpr 287 75. e 0 .15 8. 105/—F 4 5 ö we Töglieh: 300.25 cheser humor volle Lia- Fim, dei e Morgen 3 50 hefahaft blauwelß und So un- verkennbar bagtisdt ide] Ist daß g der gube/ um ihn keine Grenzen, Rennen wird! 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Auguſt 1938 täglich einheitlich ſowohl während r 55 der Sommer, als auch während der garantlert dauernd und narbenfrei Wintermonate von 8 bis 20 Uhr Greil Stoll geöffnet. Ausnahmen bilden auch arrtlieh geprüfte Kosmetikerin weiterhin die beiden Bedürfnis⸗ Mannheim fullastr. 19- Fernrat 448 98 Sonntag, den 31. Juli nachmittags 1½ Uhr 7 ent Hlanafonde bold nenn (Klasse A und 8) Amazonenrennen Totalis atorbetrieb Rat der unbestegte Berg vier deutsche Aänner bet sſch behalten. Um die Tat der ö elellenen Gefährten zu vollenden. ist im pril 1937 wieder eine Maunscheſt sum Manga Barbat gesogen, Ste griff den Sisriesen, der hr Schneestürme und Pawinen ent- gegenwarſ. immer wieder mit unbeugsamem willen an. Als sie sich nach unsäglichen Mühen den Weg in die Höhne gebeahnt hatten, stürste der Manga Parbat einen berstenden Hängsgletscher über die tapfeten Männer 7 Deufsche und 9 Snerpa- Träger.— Neben den wissenschaſtiſchen Aufseſchnungen und den Tagebüchern der Expedition konnte auch das Flimmaterial gerettet und iu die Heimat gebracht werden. Diese Bilder aber werden Ala das unverſterbare Vermächtnis deutschen Fämilien-Druckss chen von der Druskerel Dr. Haas, f l.-6 20 anſtalten am Marktplatz und am Tatenmutes sur gansen Nation sprechen. Waſſerturm. Die Kloſettanlagen 5 5 der unterirdiſchen Bedürfnisanſtalt 1 7* S gewaltiges am Marktplatz bleiben kläglich von 3 i 5 bis 22 Uhr und diejenigen der 2 8 0 f 1 5 f Beese en aer gen%% ̃« ¶ͤ¶ͥ—uüuu preohtag der Bezicksausglelehstelte et- 40 uc 280 c aatte: 4 len es gfalenl 1 110 ee von 1655 is glückliche Geburf eines gesunden e 5 ts 21 r und während der eee, t 10 S Der nächste Sprechtag der Besirksaus- 1 K 1 Wintermonate von 8 bis 20 Uhr 2 Nude gleichstelle für öhenſliche Aufträge bei der ass 2 geöffnet. Stg. Wirtscheftskhammer Baden findet am im = Nur 3 Tage Dienstag bis Donnerstag! Anfangszeiten:.00.20.25.30 Uhr Für jugendliche sugelessen Mannheim, den 23. Juli 1938. Der Oberbürgermeiſter. Die Pfänder vom Monat Jannar 1988, und zwar Gruppe X Nr. 75032 bis 77912, Gruppe B Nr. 3 404 bis 10 523, zelgen in dankbarer Freude an Freitag, den 29. uli 1938 im Gebäude der ludustrie- und Handels- kammer Maunbheim, Mannheim, EJ, 2(Fern. sprecher 357 31) statt. Dorsprachen ua nach vorheriger Vereinbarung. Somnes- Selilũſi- Dr. Hens Kruse, Frau Liseloffe geb. Fiscier Inb. 8 Gan. 2. Gruppe C Nr. 96 586 bis 99 640 75 ALR AN 2 RA 1 e e ernte ene ende 11 Mannheim, Schumennstree 6— Z. Z. Lulsenbheim Bezirksausgleichsteile Industrie- und Ves had 1998 ausgeköſt en, an 5 handel 6 N P 7, 23 Planken P 7, 28 fſie Anfang 1555 e 5 8 R* 1 del 9 2. Städt! Leihamt. St10 3 822.—— 7 f Told 8 10 Anzeigen Haspa Kleinanzeigen bie zu Annahmese mut für die MAtueg- Sie Nehe ven 100 mm je mm Jusgabe vorm. 8 Uhr, für de Wie der Hannheim— Am Parsdeplat Pig. Stellengessuehele mm4pig, Abend-Ausgabe nachm. 2 Uhr anten Erfolg! 5 Frauer Rleidung .... 9jkꝓ72———„—-— 7 1 ö. 2 Bottst m. Mat een I. NILoEBE Wolf Offene Stellen Stellengesuche] Automarkt: Verkäufe beten heiraten J Nietgesuche rr. 5 8 r Selbstfahrer Spey 1 13..——— 2 Ruf 248 43 1 8 ers H Dee Saus angeſtellte, ine* 3 ſſeüfscheflöcheh erden gene; NMarane 5— ert 2a. 7* ene Teilzahlung 5. fand Wäſche⸗Ausſt. u. gut mäbl. 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