IS t 5 1 3 5 5 kiſcheinungswelſe: Täglich àmal außer Sonntag. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfa. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk. durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 0 Pig. Poſlbef⸗Geb Sterzu 72 Pfa Beſtellgeld Abbolſtellen: Wald⸗ boftr. 12. Kronprinzenſtr 42 Schwetzinger Str 44. Meerkeldſtr. 18, Ne Fiſcherſtr. 1 Fe Hauptſtr. 63. W Oppauer Str 8 Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellunaen müſſen bis ſpäteſt 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R I.-6. Feruſprecher: Sammel⸗RNummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nema zeit Mannheim für ener 10 Anzeigenpreiſe: 22 min breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 wm breite Tertmillimeterzeile 50 Pfennig Kleinanzeſgen ermäßtate tſt die Anzeigen ⸗Pretsliſte Nr. 9. Konkurſen Anzeigen in beſtimmten Ausgaben fernmündlich Für Familien und Grundpreiſe Allgemein aültig Bel Zwangsvergleichen oder keinerlei Nachlaß gewährt Keine Gewähr für an beſonderen Plätzen und Gerichtsſtand Mannheim. wird erteilte Aufträge Abend⸗Ausgabe A Montag, 31. Oktober 1038 140. Jahrgang— Nr. 505 Die Schreckensbilanz von Marſeille-„Weltraum-Luftangriff auf 8A“ m 2. November Schiedsspruch Prag und Budapeſt erklären ſich bereit ihn definitiv und vorbehaltlos anzunehmen“ dnb. Berlin, 31. Oktober. Nachdem das Problem der ungariſchen Minder⸗ heiten in der Tſchecho⸗Slowakei und die Frage einer gerechten ethnographiſchen Grenzziehung zwiſchen Ungarn und der Tſchecho⸗Slowakei in den letzten Wochen durch direkte Verhandlungen der beiden Re⸗ gierungen nicht gelöſt werden konnte, haben ſich die ungariſche und die tſchecho⸗ſlowakiſche Regierung mit der Bitte an die deutſche und italieniſche Regierung gewandt, dieſe Fragen durch einen Schiedsſpruch zu löſen. Der Reichsminiſter des Auswärtigen von Rib⸗ bentrop hat anläßlich ſeines Beſuches in Rom mit dem italieniſchen Außen miniſter Graf Ciaup auch dieſe Frage beſprochen und die italieniſche Regierung bereits dahin informiert, daß Deutſchland dem Grundſatz einer ſolchen ſchiedsgerichtlichen Regelung zuſtim me. Nachdem ſich die tſchecho⸗ſlowakiſche und die unga⸗ tiſche Regierung heute bereit erklärt haben, den Schledsſpruch als definitive Regelung vor⸗ hehaltlos anzunehmen und ihn unverzüglich durchzuführen, haben ſich die deutſche und die ita⸗ lieniſche Regierung nunmehr entſchloſſen, den Schiedsſpruch zu fällen. Reichsminiſter des Auswärtigen von Ribbentrop und Außenminiſter Graf Ctano werden deshalb am 2 November in Wien zuſammentreffen. Der unga⸗ tische und der tſchecho⸗flowakiſche Außen miniſter ſind für den gleichen Tag nach Wien eingeladen worden. Sſchechiſch⸗ungariſche Veſprechungen dnb. Preßburg, 31. Oktober. Heute traten in Preßburg die ungariſchen und iſchecho⸗flowakiſchen Militärſachverſtändigen zuſam⸗ men, um die Modalitäten der Räumung der wahr⸗ ſcheinlich an Ungarn fallenden Grenzgebiete zu be⸗ ſprechen. Deulſche Kundgebung in Preßburg dnb. Preßburg, 31. Okt. Die„Deutſche Partei“ veranſtaltete am Samstag⸗ abend in Preßburg eine Großkundgebung, zu der ſich ungefähr 20 000 Volksgenoſſen aus Stadt und Um⸗ gebung eingefunden hatten. SS⸗Hauptſturmführer Proß Knoll⸗Wien und der Leiter der Deutſchen Par⸗ lei, Prof, Hausknecht, hielten Anſprachen, in denen ſie unter ſtürmiſcher Zuſtimmung die reſtloſe Treue gegenüber dem Führer betonten. Gelüſtet es Moskau nach Krieg? Eine kriegshetzeriſche Rede Schdanows EP. Moskau, 31. Oktober. genhdanow. der Sekretär des Zentral⸗Komitees der Kommuniſtiſchen Partei und Stellvertreter Stalins in Leningrao, hielt am Sonnabend abend auf der Tagung der jungkommuniſtiſchen Organiſation im Großen Theater eine kriegshetzeriſche Rede. Er er⸗ klärte wörtlich: „Uunſere nächſte Aufgabe wird wohl darin beſte⸗ hen, den Faſchismus auf der Grundlage der Ge⸗ walt zu überzeugen. Wir haben eine ausgezeichnete Fliegerei, Flotte und Armee. Arm Wir müſſen am weiteſten und ſicherſten ſchießen können. Die Beherrſchung unſerer modern⸗ ſten Waffen iſt eine obligatoriſche Aufgabe der Jungkommuniſten.“ Eine unglaubliche Geſchichte in ASA: Hörspiel verursacht Kriegspanik! Panikſzenen in den Städten der amerikaniſchen Oſtküſte anb. Neuyork, 31. Oktober. Teiluahmslos hörten geſtern abend die amerika⸗ niſchen Rundfunkhörer ihre Wetternachrichten; gleich⸗ gültig ließen ſie die abendliche Tanzmuſik über ech ergehen— da unterbrach der Auſager das Pro⸗ gramm der Columbia Broadcaſting Companie um mit allen Anzeichen der Furcht und des Entſetzens eine Mitteilung zu machen, die in den Oſtſtaaten eine beiſpielloſe Panik verurſachte: Ein Weltraumſchiff ſei auf New Jerſey nie⸗ dergegangen, Männer mit Todesſtrahlen bewaff⸗ Das Rieſenfeuer in Marſeille Das Warenhaus wenige Minuten nach dem Aus bruch des Feuers aufgenommen. Hotel, in dem Miniſterpräſident Daladier wohnte. die völlig ausgebrannten rauchenden Ruinen des rieſigen Warenhauſes am Nochmittag des gleichen VVV 8 (Scherl⸗Bilderdienſt, Zander⸗M.) 6 Rechts liegt das (Scherl⸗Bilderdienſt, Zander⸗M.) Die Polizei beginnt mit de m Aufräumungsorbeiten. * net ſeien ihm entſtiegen, die mit den Mitteln der Technik einen un vorbereiteten Angriff auf die friedlichen USA begonnen hätten. Der Kom⸗ mandeur der Nationalgarde gab anſchließend der Bevölkerung Verhaltungsmaßregeln gegen Bombenangriffe, deren furchtbare Verwüſtung er in allen Farben ausmalte, und ſchließlich er⸗ mahnte der Innenminiſter das Volk, aus den Städten zu fliehen und ſich in Sicherheit zu bringen. Im Augenblick durchſchwirrten die großen Städte der Oſtſtaaten Neuyork, New Jerſey, aber auch Chikago nud Los Angeles die wildeſten Ge⸗ rü chte. Beſonders im Staate Neuyork kam es zu unvorſtellbaren Szenen. Von Panik ergriffene Hausbewohner ſtürzten in den Mietskaſernen von Wohnungstür zu Woh⸗ nungstür und alarmierten die Nachbarn. Ganze Häuſerblocks wurden von den Bewohnern verlaſſen, die in den Luftſchutzkellern Zuflucht ſuchten. In den Krankenhäuſern und Hoſpitälern kam es zu pa⸗ nikartiger Aufregung, In New Jerſey ſtürzten faſſungsloſe Menſchen in die Kirchen u. unterbrachen dort die Gottesdienſte. Frauen knieten auf den Straßen nieder, um zu beten. Tauſende liefen, in ihrer Angſt mit Taſchentüchern und Handtüchern den Kopf gegen vermeintliche Giftgaſe ſchützend, durch die Straßen. Auf den Polizeiämtern, bei den Zeitungen, bei den Rundfunkſtationen liefen die telephoniſchen Aufragen tauſendfach ein. Die Ausfallſtraßen der Städte waren in kür⸗ zeſter Zeit von Tauſenden von Wagen verſtopft, deren Inſaſſen den naheliegenden Bergen in größter Haſt zuſtrebten. In New Jerſey ſam⸗ melten Hunderte von Familien ihre notwen⸗ digſte Habe zuſammen und verließen, nur mit dem Notwendigſten ausgerüſtet, die Stadt. Unvorſtellbar war die Panik im Negerviertel Har⸗ lem, deſſen Einwohner die Radioübertragung Wort für Wort für Wirklichkeit gehalten hatten. Und der Grund für dieſe Panik der Bevölkerung? Columbia Broadcaſting hatte ein allzu„reali⸗ ſtiſches“ Hörſpiel geſendet, das betitelt war „Krieg der Welten“ und den Angriff der Mars⸗ bewohner auf die Erde ſchilderte. Wem darf man wohl den Erfolg der durchſchla⸗ genden Wirkung dieſer Sendung zuſchreiben? Dem Hörſpieldichter oder jenen gewerbsmäßigen Greuel⸗ fabrikauten, die den Boden vorbereiteten, auf dem eine ſolche phautaſtiſche Sendung die friedliche Pſyche der gutgläubigen Amerikaner in Verwirrung ſetzen konnte? Botſchafter Lipſki zur Berichterſtattung in War⸗ ſchau. Nach ſeiner Beſprechung mit dem Reichs⸗ außenminiſter iſt der polniſche Berliner Botſchaften Lipſki in Warſchau eingetroffen. aun, Zonder⸗Multiplex K . 4 5 1 2 Seite/ Nummer 505 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Montag, 31. Oktober 1259 Die Schreckensbilanz von Marſeille: -100 Opfer! Die Schuldfrage noch ungeklärt Maſſenverhaftungen von Dieben Die vorſinſflutlichen Zuſtände bei der Marſeiller Feuerwehr Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 31. Oktober. 5 Die Bilanz der Brandkataſtrophe von Mar⸗ ſeille ſtellt ſich augenblicklich auf 24 Tote, 69 Ver⸗ mißte und 30 Verletzte. Dabei ſteht nicht feſt, ob man die Geſamtzahl der Toten oder nur einen Teil von der Geſamtzahl der Vermißten abziehen darf oder nicht. Jedenfalls ſchwankt alſo die Zahl der Opfer zwiſchen 80 und 100. Die Bergungsarbeiten haben inzwiſchen ununter⸗ brochen fortgedauert. Eine ſtarke Abteilung des Pionierregiments Avignon ſowie einige Abteilungen des Senegalſchützenregiments Marſeille ſind dafür eingeſetzt worden. Rettnugsarbeiten geſtalten ſich recht ſchwierig, einmal weil das Feuer unter den Trümmern noch immer weiter glimmt, dann aber auch, weil ein Teil der Mauertrümmer wegen Einſturzgefahr geſprengt werden mußte. Bei einer dieſer Sprengungen wurden vier Poliziſten und ein Arbeiter verletzt. Unter den Trümmern des Warenhauſes iſt man nun an die Kabinen der Aufzüge herange⸗ kommen, die einen ſchaurigen Anblick bieten. Die Aufzüge waren bei Ausbruch des Brandes mit Flüchtigen vollgeſtopft. Als aber der elektriſche Strom abgeſchnitten wurde, blieben die Aufzüge mitten in der Fahrt ſtecken und ſtürzten erſt ſpäter, als die Seile durchbrannten und durchſchmolzen, in die Tiefe ab. Die ausgebrannten Kabinen ſehen heute aus wie rieſige Drahtkörbe voll verkohlter Knochen. An einer anderen Stelle der Trümmer fand man drei Leichen. Der eine der Toten hielt noch den Hörer des Telephonapparates in der ver⸗ kohlten Knochenhand. Es war unmöglich, den Apparat loszumachen. So wurde er dem Toten mit in den Sarg gelegt. Im übrigen ſind die Ueberreſte, die man in den Trümmern fand, derart unkenntlich, daß man viel⸗ ſach noch nicht einmal mit Sicherheit ſagen kann, ob es ſich wirklich um menſchliche Ueberreſte handelt. Geſtern hatten die Rettungsarbeiter ſchon einen un⸗ förmigen Klumpen in den Mülleimer geworfen, weil man glaubte, einen verkohlten Stoffballen oder den Kadaver eines Hundes vor ſich zu haben. Die ärztliche Unterſuchung, die glücklicherweiſe noch recht⸗ zeitig vorgenommen wurde, ergab, daß es ſich um eine menſchliche Leiche handelte. Seit dieſer Ent⸗ deckung werden alle Trümmer an der Brandſtelle durch ein Sieb geſchüttet, da man womög⸗ lich die Schmuckſtücke entdecken will, die die Toten bei ſich trugen. So konnte einer der Toten an ſeiner Taſchenuhr wiedererkgunt werden, ein anderer an ſeinem Ehering. Gleichzeitig wurde geſtern auch eine Reihe von Verhaftungen vorgenommen. Sy iſt ein Italie⸗ ner namens Quaglia verhaftet worden. Er war in dag Hotel Noailles eingebrochen und hatte ſich die Korreſpondenz des Außeuminiſters Bon⸗ net angeeignet. 8 Die Zwei andere Marſeiller Gangſter wurden in dem Augenblick feſtgenommen, als ſie mit einem Privat⸗ auto, das der Beſitzer während des Brandes hatte ſtehen laſſen, davonfahren wollten. Natürlich war das Auto bis unters Dach mit Diebesgut aller Art vollgepfropft. Zwei andere Verbrecher wurden im Hotel Noailles verhaftet, gerade als ſie mit dem ſchweren Kaſſenſchrank da vonwollten. Dazu wurde ein armer Irrſinniger, ein Schneider, in das Irrenhaus eingeliefert. Er hatte nämlich auf der Polizei angegeben, daß er ſelbſt das Feuer an⸗ gelegt hätte. Für heute abend iſt der Stadtrat von Marſeille zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen wor⸗ den. Man macht ſich auf überaus ſtürmiſche Dis⸗ kuſſionen gefaßt und ſpricht ſchon davon, daß der Bürgermeiſter Taſſo, der am letzten Sonntag als ſo⸗ zialdemokratiſcher Kandidat zum Senator gewählt worden iſt, zur Demiſſion gezwungen werde. Die gerichtliche Unterſuchung hat bisher die Brandurſache noch nicht eindeutig feſtſtellen kön⸗ nen. Man glaubt jedoch, mit größter Wahr⸗ ſcheinlichkeit annehmen zu können, daß das Feuer im erſten Stockwerk in der Abteilung für Damenkonfektion ausbrach, wo gerade eine neue Auslage aufgebaut wurde. Endgültige Klarheit wird man fedoͤoch wohl nie er⸗ halten können, da die vier Arbeiter, die hier beſchäf⸗ tigt waren, mitverbrannt ſind. Nach der Ausſage der überlebenden Zeugen verbreitete ſich der Brand mit ungeheurer Schnelligkeit„wie ein Pferd im Galopp“. zählte, er ſei von einer Verkäuferin auf die erſten Flammen aufmerkſam gemacht worden. Es ſeien nur einige kleine Flämmchen geweſen. Sofort habe er die Schlauchleitung aufgerollt und oͤͤie Feuerhähne geöffnet. Der Waſſerſtrahl ſei zwar nicht ſehr ſtark geweſen, aber immerhin genügend. Auch ſeien meh⸗ rere andere Verkäufer mit chemiſchen Löſchapparaten herbeigeſprungen, aber alle Rettungsverſuche hätten nichts genutzt. Das Feuer habe ſich mit ſolcher Macht und Schnelligkeit ausgebreitet, wie wenn man nicht Waſſer, ſondern Benzin darauf geſchüttet hätte. Der Innenminiſter Sarraut hat geſtern bei einem Preſſeempfang deutlich auf die Mängel der Feuerwehr in Marſeille hingewieſen. Er erklärte u.., daß es für eine Millionenſtadt wie Marſeille nicht angehe, wenn nur 400 Feuerwehr⸗ leute vorhanden ſeien, von denen nur 150 in einer Kaſerne konzentriert ſeien, während die übrigen im Bürgerquartier ſchliefen. Am Mut der Feuerwehr ſei zwar nicht zu zweifeln, aber oͤie techniſche Aus⸗ rüſtung ſei völlig ungenügend. Was Marſeille an Feuerwehrmaterial beſitze, 90 Es ſeien üälteſten ſei„direkt vorſintflutlich“. vorhanden: drei Motorpumpen der Bauart und nur eine einzige Leiter. Er habe ſich alſo mit dem Bürgermeiſter dahin ver⸗ ſtändigt, daß das techniſche Material von Marſeille eee eee, Morgen taßt das Londoner Parlament: Aufrüstung wird seine Parole heißen! Inzwiſchen iſt ein weiterer Rücktritt im Chamborlain⸗Kabinett zu verzeichnen Drahtbericht unſ. Londöner Vertreters — London, 31. Oktober. Für heute nachmittag iſt eine beſondere Sitzung des Kabinetts anberaumt worden, in der die mor⸗ gige Parlamentsſitzung vorbereitet werden ſoll. Mi⸗ niſterpräſtdent Chamberlain trifft heute aus Che⸗ quers wieder in London ein. Hauptgegenſtand der heutigen Kabinettsberatung iſt eine Regierungs⸗ erklärung im Parlament über die Verteidigungs⸗ frage. Chamberlain hofft, hierüber heute zu einer Einigung im Kabinett zu kommen. Die erſten Mei⸗ nungsverſchiedenheiten über den wichtigſten Punkt dieſer Frage, nämlich die Einrichtung eines Wehr⸗ machtsminiſteriums oder Beſchaffungs⸗ miniſteriums, ſind noch nicht beſeitigt. Dagegen ſteht für alle Blätter feſt, daß eine endgültige Entſchei⸗ dung für die Organiſiexung des Luftſchutzes und des nationalen Hilfsdienſtes gefallen ſei. Beide Aufgaben ſollen dem energiſchen früheren Gouverneur von Bengalen, Sir John Anderſon, anvertraut werden, der ſeit kurzem Unterhausabgeordneter iſt. Das Amt wird entweder als ſelbſtändige Abteilung innerhalb eines der beſtehenden Miniſterien geführt oder Sir John Anderſon wird der Form halber zum Lordſiegelbewahrer ernannt werden, um von hier aus die neuen Aufgaben in Angriff zu nehmen. Das Dominienminiſterſlum ſoll vorläufig unbeſetzt von Kolonialminiſter Macdonald geführt werden. Inzwiſchen iſt ein weiterer Kabinettspoſten frei geworden. Der Präſident des Staatsrates, Lord Hailſham, iſt zurückgetreten. Sein Rücktritt iſt noch nicht veröffentlicht worden. Die morgen beginnende viertägige Parlaments⸗ ſitzung wird an drei Tagen von einer großen außen⸗ und rüſtungspolitiſchen De⸗ batte ausgefüllt werden. Der Leiter der Oppoſi⸗ tion, Major Attlee, wird die Ausſprache eröffnen mit einer Rede über die politiſchen und wirtſchaft⸗ lichen Ereigniſſe in Mittel⸗ und Südoſteuropa. Chamberlain wird darauf antworten. Weitere Punkte der Ausſprache ſind die Inkraftſetzung des Abkommens mit Italien und die Lage in Paläſt ina. Im Mittelpunkt wird jedoch die Rüſtungsfrage ſtehen. In der Oeffentlichkeit wird hierin weiter ein ſtarker Druck auf die Regierung ausgeübt. Sämtliche Blätter, ohne Unterſchied einer politi⸗ ſchen Richtung, von der„Times“ bis zur Boule⸗ vardpreſſe, fordern energiſche Maßnahmen von m mung der Regierung. Bezeichnend für die Sti ſind einige Sätze des„Obſervers“ manden davon ſchwätzen, daß die Gefahr vorüber ſei. Wir ſind immer in Gefahr und müſſen jeder⸗ zeit bereit ſein, ihrem Hereinbrechen zu begeg⸗ nen. Im Kalender von heute gibt es keine Sicherheitszonen.“ Selbſt in Afrika herrſcht Rüſtungspſychoſe dnb, London, 31. Oktober. Der Gouverneur von Kenya, Luftmarſchall Sir Robert Brooke⸗Pupham, ſprach am Sonnabend im Parlament von Kenya. Er ſagte, daß er mit den Verteidigungsmaßnahmen der Kolonie an ſich zwar zufrieden ſei, daß aber auch hier die Aufrüſtung einer Beſchleunigung bedürfe. Man plane u. a. die Regiſtrierung aller Männer, die Schaffung einer Frauenorganiſation, die Ausdehnung des Nachrich⸗ tendienſtes und die Erweiterung des Luftſchutzes. Dieſe Maßnahmen würden im kommenden Finanz⸗ jahr größere Ausgaben verurſachen. Einer der Abteilungschefs er⸗ unbedingt moderniſiert und verſtärkt werden müßte. Die Koſten würden zu gleichen Teilen vom Staat und von der Stadt übernommen werden. Wenn es nicht anders gehe, werde er die Feuerwehr von Marſeille einſach verſtgatlichen und wie in Paris unter militäriſches Kommando ſtellen. Bezeichnend für die Zuſtände bei der Marſeiller Feuerwehr iſt, daß niemals eine Feuerwehrübung abgehalten wurde. Die Kontrolle über die Feuer⸗ wehrleute war ſo geringfügig, daß einer der Feuer⸗ wehrmänner jahrelang im Gefängnis von Aix ſitzen konnte, ohne daß die Feuerwehrverwaltung etwas davon erfuhr. Seit acht Jahren hatte der Feuer⸗ wehrhauptmann immer wieder darauf aufmerkſam gemacht, daß weder die Pumpen noch die Leitern funktionierten und daß die meiſten Schläuche ſchon allzu oft repariert worden ſeien, um noch irgendwie verwendbar zu ſein. Für die Feuerwehr wurde alljährlich ein Kredit von 1,2 Millionen ausgewor⸗ fen, aber nur 250000 Franken oder rund 15 000 Mark waren zur Unterhaltung des Materials be⸗ ſtimmt. Die übrigen Gelder gingen in die ſo⸗ genannte Penſionskaſſe der Feuerwehr, was, wie der„Jour“ betont, nach Marſeiller Gebrauch nichts anderes bedeutet, als eine glatte Wahlpropaganda. — Fürs Vaterland gefallen Ramond Frauco, der Bruder des ſpaniſchez Staatschefs, tödlich verunglückt dnb Burgos, 31. Oktober Wie heute hier bekannt wird, iſt der Brubet des Generaliſſimus, Oberſtleutnant der Lust, waffe und Chef der Luftſtreitkräfte der Baſts Mal⸗ lorka, Ramond Franco, bei einem Dienſtſug ums Leben gekommen. Neun Meilen nördlich von Kap Formentera wurde die Leiche, im Meer treiz bend, aufgefunden. a Oberſtleutnant Franco, Hauptmann Sangre Oberleutnant Dominguez, ein Mechaniker und 1 Funker waren am 28. Oktober zu einem Beobach⸗ tungsflug aufgeſtiegen. Man vermutet, daß ſie die Richtung verloren haben und auf dem Meer nieder, gehen mußten. Ramond Franco wurde weltbekaupt als er 1926 mit dem Flugzeug„Plus Ultra“ pen Atlantikflug von Palos nach Buenos Aires unter nahm, begleitet von dem nachmaligen Falangeführer Ruiz de Alda, der 1936 von den Roten im Mahrider Gefängnis ermordet wurde. Franco war auch he⸗ kannt als Kampfflieger, als der er mit ſeinen rez⸗ chen Erfahrungen und ſeinem Wagemut felgen Vaterland unſchätzbare Dienſte geleiſtet hat. Mindeſtens 1500 Reichsmark nach der zwölſſähtt gen Dienſtzeit. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt, daß Unteroffiziere und Mannſchaf⸗ ten, die zwiſchen dem 1 Oktober und 31. Dezember 1938 ihre zwölfjährige Dienſtzeit vollenden, bei ihrer Entlaſſung, wenn ſie Anſpruch auf eine Dien belohnung oder Uebergangsbeihilfe haben, minde⸗ ſtens 1500 Mark erhalten. e „Es iſt keine Zeit zu verlieren!“ Daladier geht Der Ruf nach autoritärer Regierung“ verſtärkt ſich Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 31. Oktober. Für heute nachmittag hat Daladier einen außer⸗ ordentlichen Kabinettsrat ſeiner Regierung einbe⸗ rufen. Jetzt nämlich, wo er vom Parteitag in Mar⸗ ſeille ein einſtimmiges Vertrauensvotum für ſeine Innen⸗ und Außenpolitik erhalten hat und erneut zum Parteipräſidenten gewählt worden iſt, will er keine Zeit mehr verlieren, um die erforderlichen Notverordnungen zur Sanierung Frank⸗ reichs zu erlaſſen. Frantois⸗Pontet beſpricht ſich mit Daladier. Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters g Paris, 31. Oktober. Der bisherige Botſchafter in Berlin, Francois⸗ Ponect, der am vergangenen Freitag in Paris ein⸗ getroffen iſt, wird heute eine Unterredung mit dem Miniſterpräſidenten Daladier und dem Außen⸗ miniſter Bonnet haben. Wie der„Excelſior“ meldet, dürfte dieſe Aus⸗ ſprache zum Ausgangspunkt einer neuen diploma⸗ tiſchen Initiative zur politiſchen und wirtſchaftlichen Verſtändigung zwiſchen Deutſchland und Frankreich werden. „Es muß ganz anders werden“ Drahtbericht unſ. Pariſer Vertreters — Paris, 31. Oktober. Der Präſident des Verbandes der ehemaligen Frontkämpfer, Pichot, hielt geſtern in Nevers eine große Rede. Er betonte dabei wieder, daß die alten Frontkämpfer nur aus begreiflicher nationaler Sorge die Einrichtung einer autoritären Regierung in Frankreich gefordert hätten.„Man wirft uns Frontkämpfern vor, daß wir keine politiſche Erfah⸗ rung und keine geſchäftliche Geriſſenheit beſäßen, aber wir wollen ja gar nicht geſchickt und geriſſen ſein. Wir ſtellen den völligen Bankrott der Par⸗ teienwirtſchaft feſt und wünſchen daher eine Ge⸗ ſchäftsfühhrung des geſunden Menſchenverſtandes, der Ehrlichkeit und des Mutes. Dann werden wir künftig in Frankreich eine andere Luft atmen können.“ Der Schriftſteller Jules Romain erklärte in einer Rede in Toulouſe, daß nur eine entſchiedene Abkehr von allen bisherigen politiſchen Sitten Frankreich retten könne.„Unſer außenpolitiſches Syſtem, das wir mit ſoviel Mühe und Pfiffigkeit in den Nachkriegsjahren aufgebaut haben, iſt völlig zu⸗ ſammengebrochen. Der Völkerbund iſt tot, und unſere Bündniſſe in Mittel⸗ und Südoſteuropa haben Englands neuer Paläſtina-Plan: Kultur-Aufonomie ſtatt Teilung! Später ſoll die Bildung einer jüdiſch-arabiſchen Regierung verſucht werden; EP, London, 31. Oktober. Nähere Einzelheiten über den von dem Woood⸗ head⸗Ausſchuß für Paläſtina ausgearbeiteten Plan werden am Montag in einem Bericht des„Daily Te⸗ legraph“ aus Jeruſalem gemacht. Der Korreſpondent des Blattes hatte eine längere Unterredung mit einem Führer der arabiſchen Freiheitsbewegung, deſ⸗ ſen Namen er aus beſtimmten Gründen nicht be⸗ kanntgab. Danach ſoll, wie bereits mehrfach augekün⸗ digt, der Teilungsplau endgültig fallen ge⸗ laſſen und ſtatt deſſen die Errichtung von Kultur⸗Autonomien in beſtimmten arabi⸗ ſchen und jüdiſchen Siedlungsgebieten vor⸗ . 5 geſehen ſein. 5 Von dem Plan der Bildung einer aus Arabern und Juden zuſammengeſetzten Regierung ſei, da die Ge⸗ zwiſchen Arabern und J Ordnung Weiter wird mitgeteilt, daß, falls ſich die Errich⸗ tung von Kultur⸗Autonomien bewähre, vielleicht ſpäter an die Bildung einer ſolchen Regierung ge⸗ dacht werden könnte. Das Blatt glaubt aber, daß dies früheſtens zehn Jahre nach der Inkraftſetzung der vorgeſchlagenen Neuordnung geſchehen könne. Auch dann ſolle England noch die Oberherr⸗ ſchaft über die Verwaltung Paläſtinas behalten. Schließlich wird ein Gebiet, das ſich für die Er⸗ richtung einer jüdiſchen Kultur⸗Autonomte durch ſeine vorwiegend jüdiſche Bevölkerung beſonders gut eigne, als Beiſpiel angeführt. Es handelt ſich um das Gebiet zwiſchen Tel Aviv und Athlit, das ſich von Athlit öſtlich bts Emek erſtreckt. Bemerkenswert war die Feſtſtellung des Araber⸗ Führers, daß man auf arabiſcher Seite nicht nur auf die Beſchränkung der jüdiſchen, ſondern auch auf die Limitierung der arabischen Einwanderung in Paläſtina 11 55 1 5 der 8 Ruhe und un die Arbeit ſich zu nichts verflüchtigt. Gerade dieſe Bündniſt und halben Bündniſſe haben uns ſehr viel gekoſtet und uns nichts eingebracht. Sie haben uns giele Milliarden, viel Verantwortung, viel Sorge und viel Durcheinander und viele Gefahren gekoſtel Sie haben uns daran gehindert, die Friedensber⸗ träge der allgemeinen Lage anzupaſſen und gerabe wegen dieſer Bündniſſe haben wir niemals die nölige Art gefunden, wie wir uns mit Deutſchland aus⸗ ſprechen könnten. Zur franzöſiſchen Innenpolitik erklörte Romain, er glaube nicht, daß es möglich ſei, die 0e Stundenwoche nur etwas anzupaſſen.„Mit dieſem Geſetz hat man der Arbeiterſchaft ein verderbliche Geſchenk gemacht, verderblich wenigſtens für alla wenn nicht auch für die Arbeiterſchaft ſelbſt. Die Arbeiter haben Unrecht, wenn ſte ſich an ſogenangte heilige Erklärungen anklammern, denn e wirklich für die franzöſiſche Arbeiterſchaft heilfgent Pflichten als die, möglichſt wenig zu arbeiten“ Wahlen in Portugal dnb. Liſſabon, 31. Oktober. Am Sonntag ſtand ganz Portugal im Zeichen der Wahlen zur Nationalyerſammlnug. Die Staals⸗ partei hatte in ihrer Wahlpropaganda die Beyblle⸗ rung aufgefordert, die Wahl zu einer Vertrauen⸗ kundgebung für Miniſterpräſident Salazar zl. machen. 5 Unter den erſten, die ihrer Stimmpflicht nat kamen, waren Staatspräsident Carmona und Mi⸗ niſterpräſident Salazar. Nach den erſten Wahl. ergebniſſen aus Liſſabon iſt mit 85 bis 90 v, Stimmen für die Regierungsmehrheit und de Politik des Miniſterpräſidenten Salazar zu rechnen, Mit dem Bekanntwerden der Wahlergebniſſe ik erſt im Laufe des Montags zu rechnen. Anfall des-Zuges Königsberg⸗ Bern dnb. Königsberg, 31. Oktober, Wie die Reichs bahndirektion Königsberg mittel ſtieß in der Nacht zum Montag der D⸗Zug König“ berg—Berlin in Elbing mit einer Rangierabteilng zuſammen. Vier Perſonen des D⸗guges wurden leicht verletzt. Die Strecke Elbing Königsberg war vorübergehend geſperrt. Die Nacht züge Berlin Königsberg mußten umgeleitet werbe und erlitten Verſpätungen. 5 Straßenbahnunfall in Mien nb. Wien, 31. Oktober In den frühen Morgenſtunden am Montag ereſg nete ſich am Praterſtern in Wien ein ſchwerer lr; ßen bahnunfall. Infolge Verſagens der Bremſe ut ein Straßenbahnzug in eine bei einer Halteſele ſtehende Straßenbahn. Durch den Zuſammenſoß wurden die Wagen ineinandergekeilt. Von den P- ſagieren wurden durch den Zuſammenprall ie zehn leicht⸗ und drei ſchwer verletzt Ben 10 85 Perſonen mußten ins Krankenhaus gebracht N werden. g 1 Winbauer⸗ 5 Slellvertreter des Hauptſchriſtleiters und verantwortlich für Thea. Wiſſenſchaft und Unterhaltung; Carl Onno Elſenbart,— 1772 bestell: O. Frig Bode.— Lekaler Tefl: De. Fels Homme „ Spert. wur Malter— Sudeſtdeuſche mch dre und Bilderdienſt: Curt Wilhelm Fennel, ſämtliche in Manne Schriftleitung in Berlin: Dr. E. F. Schaffer, Berlin⸗rſedeng Südweſlkorſo 60. 1 5 Für unverlangte Beiträge keine Gewähr.— Mäckſendung nuß — bei Rückporto. 5 Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zelkung Dr. Fritz Bode& Co., Mannheim, R I, l Verantwortlich für Anzeigen und geſchäftliche Mitteilung 5 akob Faud e, Mannbelm, 5 Zur Zeit Preisliſte Nr. 9 gültig. 3 Ausgabe à Abend und A Mittag erſchelnen gl zeitig in der Ausgabe B 5 Ausgabe A Mittag äber 11 00 Ausgabe A Abend über 10 000 Ausgabe 3 über 10 500 N eptember Die Anzeſgen der Nor — At, einen s mnte 15 gere 4188 * — tober 1938 Montag, 31. Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe g. Seite/ Nummer 505 eee Mannheim, 31. Oktober. Venn der Oktober ſcheidet. Wenn der Oktober ſcheidet, ſeufzt man erleichtert auf! Er iſt uns arg verleidet und übel angekreidet durch ſeinen Lebenslauf! Zwar läßt ſich nicht beſtreiten, daß er ſehr farbig war; er ſchenkte uns beizeiten des Herbſtes Herrlichkeiten und ein erfülltes Jahr! Doch ſetzte auf öͤie Sohlen er auch den Winter ſchon: Es kamen Koks und Kohlen, die Sonne ſtieg verſtohlen von ihrem Sommerthron. Er ging auch in den Keller mit der Kartoffelfracht nud füllte Topf und Teller, doch ward dabei auch ſchneller der Geldſack leergemacht! Auch ſtand er traumverloren vor Spind und Kleiderſchrank; man ſteifte zwar die Ohren, doch als die Finger froren, da kaufte man ſich blank! Sb iſt es zu verſtehen, daß man nicht grade weint, wenn jetzt auf kalten Zehen der Weinmond ſich zum Gehen anſchickt und ſelber greint. Wir aber woll'n uns freuen der neuen Tage Glanz! Wir werden's nicht bereuen, wenn wir viel Futter ſtreuen demnächſt der Martinsgans! W. IL. h Möbel e, Dietrich Filialen: Schwetzingen und Lampertheim E 3. 11 Teufel Alkohol im Verkehr Sountag mittag fuhr der 40jährige Kraftfahrer Otto Grellmaun aus Mannheim mit einer Zugmaſchine und zwei Anhängern betrunken durch die Altrheinſtraße und hielt auf das Haltezeichen eines Poliziſten nicht an. Der Beamte ſprang auf die in Fährt befindliche Zugmaſchine auf und zwang den Führer unter Vorhalten der Dienſtpiſtole zum Halten. Nach erklärter Feſtnahme leiſtete Gr. er⸗ heblichen Widerſtand und beleidigte die Beam⸗ ten. Der verantwortungsloſe Kraftfahrer wurde nach Entnahme einer Blutprobe ins Gefängnis eingelieſert und hat außer der Entziehung des Füh⸗ krſcheines eine empfindliche Strafe zu gewärtigen. deſigenommener Mirtſchafts einbrecher In den letzten Wochen, ſo meldet die Kriminal⸗ polizei, wurden hier und in Ludwigshafen eine große Anzahl Einbruchsdiebſtähle in Wirtſchaften ausge⸗ führt. Der Täter, ein 24jähriger Schloſſer von hier, wurde nunmehr durch die Kripo Mannheim ermit⸗ elt und in ſeiner Wohnung auf dem Lindenhof feſt⸗ 1 Er hat bis jetzt 23 Fälle zugege⸗ En. Ein Autobrand entſtand ber Näge des Hauptbahnhofes. Es handelte ſich um einen Vergaſerbrand eines Fernlaſtzuges, deſſen Auhänger ſchnell abgekuppelt und dadurch vor dem Jeuer bewahrt wurde. Die Bekämpfung des Bran⸗ des, durch den hauptſächlich das Vorderteil des Laſt⸗ zuges in Mitleidenſchaft gezogen wurde, wurde bon zer Berufsfeuerwehr mit Erfolg vorgenommen. heute vormittag in er 17. Jahrestag des Marſches auf Rom Eindrucksvolle Feier in der Mannheimer Caſa d' Italia 5 Zur geſtrigen Feier des Jahrestages des Mar⸗ ſches auf Rom waren in der Caſa'Italia in& 2 eine Reihe hoher Gäſte erſchienen: der Gaugruppen⸗ leiter für Süsdweſtdeutſchland Cavalier Ufficiale Giovanni Jviglia(Frankfurt a..) mit Gemah⸗ lin, und der Leiter der Dopolavoro⸗Organiſation für Südweſtdeutſchland Signor Primavera(Frank⸗ furt a..) ebenfalls mit Gemahlin. Unter den deut⸗ ſchen Gäſten aus Mannheim bemerkte man Kreis⸗ leiter Schneider und Kreispropagandaleiter Fiſcher. Die hieſige Ortsgruppe der Faſchiſtiſchen Partei und faſchiſtiſchen Jugend war in Uniform angetreten. Nach der Begrüßung und Anruf von König und Duce durch Konſul Spinelli ergriff ner des Tages das Wort in italieniſcher Sprache; es war der Konſul der faſchiſtiſchen Miliz und Abgeord⸗ nete des italieniſchen Parlaments, Qnorevole Paolo Ceci, der mit ſeiner Gemahlin gerade eine Rund⸗ reiſe durch Deutſchland macht. Er entbot einleitend den Vertretern der NSDAp kameradſchaftliche Grüße und gab ſeiner Freude Ausdruck, daß er auch hier Zeuge der Kraft und Kultur des Reiches ſein durfte. Doch über die Gaſtfreundſchaft hinaus wäre ja eine Einigkeit im Werk und in den Leitgedanken beider Völker lebendig, die immer wieder zur ſicht⸗ baren Vermählung drängten. Nach einigen allgemei⸗ nen Ausführungen über die Bedeutung oöͤes Mün⸗ chener Abkommens und in Verbindung damit über die Bedeutung der klaren und rechtzeitigen Erklärung des Duce, auf welcher Seite er ſtehe, für den Frie⸗ den überhaupt, ging der Reöner dazu über, den Jah⸗ restag des Marſches auf Rom rückblickend in ſeinen Urſachen und Wirkungen zu erkennen. Der Krieg hätte Itolien das Bewußtſein ſeiner militäriſchen Kraft gegeben, aber die Kriegsfolgen drohten ſich zur Der ec Kataſtrophe auszuwirken,— da führte der Wille des Duce den Tag der Befreiung herauf, ſein 8 Wille und ſein Genie! Denn das Genie erkennt den rechten Zeitpunkt gegen die vorſichtigen, empiriſchen, techniſchen Denker, die immer zum Abwarten raten. Der Marſch gelang, weil er nicht zu früh und nicht zu ſpät angeſetzt wurde. Von da an geht nun ein Aufbauwerk durch den einen, der voranmar⸗ ſchiert und die Verantwortung trägt, immer weiter zu gewaltiger Formung nationaler Kraft. Die Trag⸗ weite des Geſchehens iſt den meiſten nur ungefähr oder gar nicht bewußt, weil ſie mitten darin leben, und ſie den ſteten täglichen Fortſchritt als etwas Selbſtverſtändliches hinnehmen; man muß ſich darum gelegentlich an ſolchen Tagen beſinnen... In Ver⸗ bindung damit freute ſich der Reoͤner auch über die Feſtſtellung deutlicher Solidarität und Zu⸗ ſammenarbeit auf allen Gebieten zwi⸗ ſchen Deutſchland und Italien wie er es auf ſeiner Rundreiſe in den einzelnen Ortsgruppen geſehen und von der er in Rom berichten werde. Zur Gegenwartsſitugtion übergehend wurde die Liquidation des Bolſchewismus wie der Genfer Liga erkannt und gewürdigt, und zurückgezogene Iſolierung Dr. Beneſchs und Mr. Edens hingewie⸗ ſen. Niemand in der mehr gewillt, die Aktien der wackelnden Genfer Firma zu überneh⸗ men! In Schlußausführungen wurde der Jugend gedach“', der die 3 8 D uns die dess ganz beſonders ans Herz gewachſen iſt.— auf die Welt iſt ukuhuft gehört ite Die aus⸗ gezeichnete, leidenſchaftlich vorgetragene Rede wurde öfter von viel Beifall und temperamentvollen Zu⸗ rufen unterbrochen. Konſul Spinielli brachte dann ein dreifaches Eſg⸗ Eja⸗Alala auf den Führer und Duce gemeinſam aus. r Aueh dl, C 08 55 2 cle, fi un! 277 7754730 8 8 Der Verkauf der WHW⸗ Abzeichen Im Winter 1937/8 brachten die mit viel Liebe angeferti für da ieg davongetragen, ſondern hot auch bei den Ergeb⸗ Platz eingenommen. Im Gau Sachſen brachte ſie allein Platz eintrugen. ſtraßenſommlungen insgeſamt 30 132 576,71% hat nicht nur in der Geſamtſumme den niſſen der einzelnen Gaue den zweiten den Betrag von 628 013,20 /. Den erſten WW die Summe von 638 787,51 Straßenobzeichen der 6 Reichs⸗ W. Die kleine Blume aus Kunſtharz Berlin mit den Büchlein, die dem hielt Gau 5 (Tuſzkay, Zonder⸗Multiplex⸗K.) Sie leuchtet wieder! Die Uhr am Gockelsmarkt. die ſolange mit dunklem Ziffernblatt an ie Zeiten der Kriſis und der ausgedehnten Luftſchutzübungen erinnerte. Denn damals ging ihr Licht aus, um einen ganzen Monat nicht mehr anzugehen. Vieſes batte betrübliche Wirkungen; denn man bedenke, daß der Gockelsmarkt ein Hauptparkplatz der Stadt iſt, ferner befindet ſich dort die Rheiniſche Ingenieur⸗ ſchule mit rheiniſchen Studenten ſowie rundum im eee Aus den Mannheimer Gerichtsſälen Intreue führt hinter ſchwediſche Gardinen Zuchthaus für einen Der 1897 in Buſenberg geborene Heinrich Kel⸗ er hatte ſich ſeine Vorſtrafen nie zur Warnung 15 8 laſſen. Immer wieder wurde er rückfällig ud hat Volksgenoſſen mit ſeinem Sch vindel herein⸗ er In dem letzten Urteil vom Jahre 1936 wurde 5 0 Gericht klar gemacht, daß bei einem Wie⸗ 5 ungsfall ihm Zuchthaus ſicher ſei. Dies iſt un eingetreten. So geringfügig ſeine letzte Straf⸗ 19 1 ſo wurde doch ſein bishriges Verhalten im e gewertet. Er hatte bei einem Zeitſchrif⸗ 1 gearbeitet und Beſtellungen fin⸗ 9 7 5 n einem Fall unterſchrieb er ohne Wiſ⸗ 110 1 Ehemannes deſſen Namen unter eine Auf⸗ ee um ſich ſieben Mark Provſſion e Das Schöffengericht Mannheim ver⸗ e dieſen unverbeſſerlichen Sünder zu 1 Jahr 9 Monaten Zuſch 5 5 1h a Kahr 7 Nrluſ. Zuchthaus und zu 5 Jahren Ehr Lohnſteuer veruntreut erbor dem Mannheimer Schöffengericht hatte ſich r bisher nicht vorbeſtrafte 55 Jahre alte Bern⸗ 115 Stolz aus Bieſau wegen Unterſchlagung zu en Der Angeklagte, der lange Zeit zbeitslos war, hatte dann das Glück, als Geſchäfts⸗ b eines Filialgeſchäftes tätig zu ſein mit einem 95. mmen von 350 Mark. Das Vertrauen der 1 lohnte er ſchlecht. Er hat in den Jah⸗ 0 084 bis 1938 Lohnſteuerbeträge in Höhe c 2700 Mark aus der Kaſſe entnommen und für l verbraucht. Damit dieſe Unterſchlagungen nicht uftelen zahlte er ſtets einen Teil der Lohnſteuer Rückfallbetrüger an das Finanzamt, zuletzt gab er an, daß dieſe Steuer in Köln verrechuet würde. Daß Schöffen⸗ gericht diktierte dem Angeklagten ſechs Monate Gefängnis zu und erkannte auf eine Geldſtrafe von 1200 Mark. Dieſe wurde als verbüßt durch die Unterſuchungshaft erklärt. Das Gericht war mit der Staatsanwaltſchaft der gleichen Auffaſſung, daß dieſes Verhalten ſtreng zu verurteilen war. Da der Angeklagte ſich aber ſonſt gut geführt hatte, wurden mildernde Umſtände zugebilligt. Kameradendiebſtahl Ein Ehepaar ſaß auf der Anklagebank. Die Ehe⸗ frau wurde von der Anklage der Hehlerei freige⸗ ſprochen, da nicht nachgewieſen werden konnte, daß ſie von dem Diebſtahl ihres Mannes, des 28 Jahre alten Wilhelm Leutz aus Sattelbach, gewußt hat. Für den Kameradendiebſtahl wurde der Angeklagte zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Wilhelm L. hatte aus dem Spind im Betrieb einen Geldbeutel mit 248,50 Mark entwendet. Dieſes Geld hatte am Tage zuvor ſein Arbeitskamergd kaſſiert und wollte es der Firma abliefern. Der Spind wurde mit Nachſchlüſſel geöffnet. Seiner Frau ſagte., daß er ſich Geld geliehen habe, um Schul⸗ den zu begleichen. Die Schulden wurden auch be⸗ zahlt. 18 Mark von dem Diebesgut konnten noch an die Firma abgeführt werden. 70 Mark wurden bei einer Autofahrt nach dem Schwarzwald ver⸗ jubelt. Der Angeklagte iſt ſeiner Arbeitsſtelle ver⸗ luſtig und muß nun obendrein noch ins Gefängnis wandern. ä Kreiſe Geſchäfte und Büros mit hübſehen Mädels, die um ſechſe, ſiebene abgeholt weroͤen müſſen. Was da eine dunkle Uhr aur an Durcheinander in der Zeiteinteilung, für eine Verwirrung der Her⸗ zen, eine Erkaltung der Gefühle bewirken kann, das mag nur der ermeſſen, der hier einmal einen größe⸗ ren Verſvätungskrach beim Stelldichein mitgemacht hat. Solche Uhren ſind Zentren, Nerven und Her⸗ zen der Großſtadt, um ſie gruppiert ſich das höchſte der Gefühle. Darum iſt es vonnöten, daß ſie leuch⸗ ten,— von der Pünktlichkeit gar nicht zu reöͤen. Es gibt übrigens noch mehrere, die ſeit einigen Wochen ſtreiken. Wechſel in der Führung des SS.-Abſchnittes XIX Am Sonntag, dem 29. Oktober, fand in Rupperts⸗ berg eine Zuſammenkunft der Führung der Ein⸗ heiten des SS⸗Abſchnittes XIX ſtatt. Der bisherige Führer des Abſchnittes, SS⸗Obergruppenführer Katz, der mit Wirkung vom 1. November zum SS⸗ Hauptamt in Berlin verſetzt wurde, verabſchiedete ſich mit herzlichen Worten von ſeinen Kameraden. SS⸗Gruppenführer Hildebrand vom SS⸗Ober⸗ abſchnitt Rhein widmete dem Scheidenden warme Abſchiedsworte und gedachte der großen Verdienſte, die ſich Dr. Katz ſowohl beim Neuaufbau wie auch der Führung des SS⸗Abſchnittes XIX erworben hat. Er ſei ſtets ein Führer mit ſtarkem Pflichtgefühl und Verantwortungsbewußtſein geweſen, deſſen Weggang er bedauere. Den Dank der Kameraden ſprachen die Standartenführer Leffler und Burk⸗ hardt aus. SS⸗Standartenführer Ihle, früher Führer der 32. SS⸗Standarte, welcher die Führung des SS⸗Abſchnittes XIX übernimmt, ſtellte ſich der Führerſchaft vor und verſprach, den SS⸗Abſchnitt in gleicher Kameradſchaft und Pflichterfüllung, die er ebenſo von ſeinen Männern verlange, zu führen. e„Einjährig⸗Freiwillige“ für den Arbeitsgau W des Reichsarbeitsdienſtes. In dem für den Ausbau der Weſtbefeſtigungen eingeſetzten Arbeitsgau W. können unter ganz beſonders günſtigen Bedingun⸗ gen noch bis zum 15. November mindeſtens 17jäh⸗ rige, noch arbeitsdienſtpflichtige Jungmänner als„Einjährig⸗ Freiwillige“ eingeſtellt werden. Näheres iſt bei der Arbeitsgauleitung W, Köln, Trajanſtraße 18,(Dienſtabteilung) zu erfahren. Dlene den Rufgaben der.⸗Dolkswohl⸗ fahrt. Das ſchaffende deutſchlond krönt ſeinen Fleiß durch ſeinen opfergeiſt. N Steuerkalender für den November (Mitgeteilt vom Städt. Informationsdienſt) a) Stadtkaſſe: Es werden fällig bis zum: im Oktober 1938 einbehaltenen Beträge. 5. Nov.: Bürgerſteuer, Ablieferung der von den Ar⸗ beitgebern an den Lohn- und Gehaltszahlungen 10. Nov.: Bürgerſteuer, 4. Viertel 1938, der mit be⸗ ſonderem Beſcheid angeforderten Steuer. 14. Nov.: Schulgeld der Höheren Lehranſtalten für das 4. Sechſtel 1938/39. 14. Nov.: Schulgeld der Höheren Handelslehranſtalten für das 4. Sechſtel 1938/39. 15. Nov.: Gewerbeſteuer, 3. Viertel der Vorauszah⸗ lungen für 1938. 15. Nov.: Gebäudeſonderſtener und Grundſteuer, die Monats⸗ oder die Viertel⸗ und Halbjahres⸗ beträge in der in den Steuerbſcheiden feſt⸗ geſetzten Höhe. 18. Nov.: Gebühren für Oktober. 21. Nov.: Gemeindebierſteuer für Oktober. 21. Nov.: Gemeindegetränkeſteuer für Oktober. b) Finanzamt: Nov.: Lohnſteuer, einſchl. Wehrſteuer, einbehalten K — im Oktober. 10. Nov.: a) Umſatzſteuer für Oktober. b) Vermögensſteuer, 3. Rate für das Rech⸗ nungsjahr 1938. Landwirte zahlen die 2. und 3. Rate. c) Verſicherungsſteuer, Abſchlagszahlung der Vierteljahreszahler für Oktober. 15. Nov.: a) Tilgungsraten für Eheſtandsdarlehen. b) Börſenumſatzſteuer für Abrechnungszeit⸗ raum bis 31. Oktober. 21. Nov.: Lohn⸗ und Wehrſteuer für 1. bis 15. Noubr., ſoweit der einbehaltene Geſamtbetrag 200 Mk. überſteigt. 30. Nov.: Verſicherungsſteuer der Monatszahler für Oktober. Ferner im November fällig werdende„Abſchluß⸗ zahlungen“ auf Grund der zugeſtellten Steuer⸗ beſcheide. Wer eine Zahlung verſäumt, hat ohne weiteres die gebührenpflichtige Erhebung des Rückſtandes durch Nachnahme oder koſtenpflichtigen Einzug im Wege der Beitreibung zu erwarten. Wird eine Zahlung nicht rechtzeitig geleiſtet, ſo iſt mit dem Ablauf des Fälligkeitstages nach geſetzlicher Vorſchrift ein einmaliger Säumniszuſchlag von 2 v. H. des rückſtändigen Betrages verwirkt. Man zahle möglichſt unbar. Unbare Zahlung er⸗ ſpart Zeit und unangenehmes Warten bei der Finanzkaſſe. Bei allen Einzahlungen und Ueberweiſungen iſt die Angabe der Steuernummer und Steuerart dringend erforderlich. „Saliheringsjahr 1939“ Markeuware nun auch in der Fiſchwirtſchaft Die Hauptbereinigung der deutſchen Fiſchwirt⸗ ſchaft hat zum Aufbau und zur Zuſammenfaſſung der bisherigen Beſtimmungen neue einheitliche Prü⸗ fungsbeſtimmungen für Salzheringe aufgeſtellt, die insbeſondere der Hebung der Qualität dienen und die ſich als erſter Schritt zur Herſtellung einer Mar⸗ kenware in der Fiſchwirtſchaft darſtellen. Wie Dr. Buddenböhmer hierzu erläuternd in der „Deutſchen Fiſchwirtſchaft“ bemerkt, iſt für den Aus⸗ bau der Qualitätsförderung, der im„Salzherings⸗ jahr 1939“ angefaßt werden ſoll, die neue Vorſchrift von beſonderer Wichtigkeit, daß beim Vorliegen einer entſprechenden Qualität ein Markenſtempel Elegant, modisch, Rerrenhüte preiswert sind unsere seit 1881 und Mützen 8218 Gebrüder Kunkel FI, 2 Das bekannte Fachgeschäft in def Btelten Straße verliehen werden kann, der die damit ausgezeichneten Gebinde als hervorragende Qualität kennzeichnen wird. Die Einführung der Gattung Matjes⸗Hering unter Zugrundelegung beſtimmter Anſprüche wird einen neuen Begriff, den„Deutſchen Matjes“ ſchaffen, der durch ſeine Qualität und die vorgeſchrie⸗ bene Behandlung einen neuen deutſchen Heringstyp bedeutet. Insbeſondere wird er ſich auch dem Aus⸗ land gegenüber behaupten können. Die mengen⸗ mäßige Stellung, die die deutſche Salzheringserzeu⸗ gung ſich im letzten Jahrzehnt erarbeitet hat, wird nun qualitativ beſeſtigt und der deutſche Salzhering zu einem Qualitätsprodukt gemacht werden. Nun auch Kontenplan für den Einzelhandel Dem Erlaß der Buchführungspflicht oͤurch den Leiter der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel iſt jetzt mit der Einführung eines Konten rah⸗ mens eine weitere wichtige betriebswirtſchaftliche Maßnahme für den Einzelhandel erfolgt. Durch eine Anordnung werden alle Mitglieder der Wirt⸗ ſchaftsgruppe Einzelhandel verpflichtet, ab 1. Januas 1939 oder zu Beginn des Geſchäftsjahres 1939 den einheitlichen Kontenrahmen der Wirtſchaftsgruppe Einzelhandel ihrer Buchführung zugrunde zu legen, ſofern es ſich nicht um Betriebe handelt, deren Buch⸗ führung innerhalb der in der Anordnung über die Buchführungspflicht aufgeſtellten Mindeſtanforde⸗ rungen liegt. Der Kontenplan wendet ſich dem⸗ gemäß an alle Mittel⸗ und Großbetriebe des Einzelhandels. Was als Mittel⸗ oder Großbetrieb im Sinne der Anordnung über den Kontenplan gilt, wird innerhalb der einzelnen Fach⸗ zweige des Einzelhandels von den zuſtändigen Fach⸗ gruppen und Zweckvereinigungen beſtimmt. Für Kleinbetriebe des Einzelhandels gilt als Kontenplan die Einteilung des Geſchäftstagebuches für den Einzelhandel. 75 Der neue einheitliche Kontenrahmen wird den Einzelhandelsbetrieben durch die zuſtändigen Fach⸗ gruppen zugeſtellt. Die Einführung des Konten⸗ rahmens wurde angeordnet, um auch den größeren Betrieben des Einzelhandels zu einer Verbeſſerung und Vereinheitlichung ihres Rechnungsweſens zu verhelfen. a ö a 5 5 4. Seite/ Nummer 505 Aus Baden Der Gauleiter bei den Arbeitern der WMeſtbefeſtigungen * Karlsruhe, 31. Oktober. Im Laufe der letzten Woche beſuchte der Gau⸗ leiter und Reichsſtatthalter, Pg. Robert Wagner, mit dem Gauobmann, Pg. Dr. Roth, erneut ver⸗ ſchiedene Gemeinſchaftslager der DA ß, um ſich über das Befinden der dort beſchäftigten Arbeiter und den Stand der Arbeiten ſelbſt zu unterrichten. Wie im⸗ mer herrſchte in den beſuchten Lagern große Freude und bereitwillig gab jeder einzelne Arbeiter Aus⸗ kunft über ſeine perſönlichen Angelegenheiten. Hier⸗ bei konnte feſtgeſtellt werden, daß die Stimmung trotz der harten Arbeit und trotz mancher Witte⸗ rungsſtörungen wirklich hervorragend iſt, und daß ſich die Arbeiter voll deſſen bewußt ſind, dem Führer geholfen zu haben, die Sicherung ſeines Friedenswerkes zu ſchaffen. Ebenſo erfreulich war b Nm oder Mütze, NUr- WEBER berät Sie richtig. Das moderne Huthanus in der Breiten Straße 11. 6 es, feſtzuſtellen, daß der Geſundheitszuſtand der Ar⸗ beiter ganz hervorragend iſt und daß mit Ausnahme kleinerer Verletzungen faſt keine Erkrankungen feſt⸗ zuſtellen waren. Durch genaue Beſichtigung der Unterkünfte, der Barackenlager, der Reviere und vor allem auch der Kücheneinrichtungen, überzeugte ſich der Gauleiter, daß das Menſchenmögliche getan worden war, um den an den Weſtbefeſtigungen arbeitenden Volks⸗ genoſſen das allerbeſte zu bieten. Die Arbeiter ſelbſt äußerten ſich ſehr befredigend über die Fürſorge, die man ihnen auch in ſozialpolitiſcher Hinſicht an⸗ gedeihen läßt. Die Beſichtigung der verſchiedenſten Befeſti⸗ gungswerke zeigte, daß hier in allerkürzeſter Friſt durch hervorragenden Einſatz aller bei dem Bau Beſchäftigten ein eiſerner Wall um Deutſch⸗ lands Weſtgrenze gelegt wurde. Neue Man Kameradentreue übers Grab: nheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Eiter jedem Gefallenen ein Lebender! Weiheſtunde der Heldenehrung durch den Volksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge Feierlicher Ernſt lag über dem ſinnvoll ge⸗ ſchmückten weiten Raum der ſtädtiſchen Feſthalle in Karlsruhe, wo ſich auf den Ruf des Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge, Oberrheingau, Tau⸗ ſende zu einer Weiheſtunde im Dienſte der Heldenehrung verſammelt hatten. Gauleiter und Reichsſtatthalter Robert Wagner unterſtrich die Bedeutung der Veranſtaltung durch ſeine An⸗ weſenheit. Ferner bemerkte man führende Perſön⸗ lichkeiten der Partei und ihrer Gliederungen ſowie die Vertreter von Staat, Wehrmacht und Stadtver⸗ waltung. Stimmungsvoll klang das Orgelvorſpiel von Prof. Franz Philipp und die Trauermuſik von Stabsmuſikmeiſter Johannes Heiſig auf, während Staatsſchauſpieler Stefan Dahlen die wuchtigen Worte Prof. Dr. Deckers„Kreuze am Weg zur Frei⸗ heit“ in die Herzen hämmerte. Regierungsrat La Fontaine entbot den Gruß des Oberrheingaues ſo⸗ wie der Ortsgemeinſchaft des VD. und verlas ein Begrüßungstelegramm des Bundesführers Dr. Eulen, um ſodaun auf den tieferen Sinn der Hel⸗ denehrung als Ausdruck des nieverlöſchenden Dan⸗ kes und nicht zuletzt als Maßſtab für die Kultur eines Volkes hinzuweiſen. Im Mittelpunkt der Veranſtaltung ſtand der Vortrag des Gauführers Am Schluß der Beſichtigung äußerte ſich der Reichsſtatthalter und Gauleiter ſehr befriedigt über das Geſehene und dankte allen an dem großen Werk Beſchäftigten für die geleiſtete Arbeit. Alte Leute in Baden 100 Jahre alt * Königshofen(Ufr.), 31. Okt. Am heutigen Montag feiert der im Ruheſtande lebende Eiſen⸗ bahner Johann Röſer ſeinen 100. Geburtstag. Er war 49 Jahre lang bei der Eiſenbahn tätig, davon ce de Empfindſame Reiſe durch Karlsruhe Ein Herbſibrief aus der Gauhauptſtadt Wir waren im Badiſchen Staatstheater und hör⸗ ten Wagners„Rienzi“. Mit dem Strom der nach Hauſe eilenden Beſucher laſſen wir uns durch die Waldſtraße treiben und faſſen nach inem Bummel durch die Kaiſerſtraße am„Weſtend“ der Stadt den Entſchluß, Karlsruhe bei Nacht in Augen⸗ ſchein zu nehmen. Bei den alten Wachthäuschen an dieſer Ecke, die tagsüber ein Sammelbecken des Verkehrs ſind, vecken ſich im ſcharfen Uebergang von grell zu dunkel ge⸗ waltige Schlagſchatten. Ein ganz neuer Aſpekt ent⸗ ſteht, in den die andern Umriſſe, Gebäude, Häuſer⸗ fronten und Bäume, fremd und wie unzugehörig, ihr ſpukhaft Spiel hineinleben. Da prunkt das Prachtbild des Kaiſerplatzes, ganz anders als ſonſt, in einem Rahmen, der überraſcht. Wenden wir uns nach Weſten und blicken dann gen Oſten zurück, ſo ſtehen am Himmel wie Scherenſchnitte die Konturen des Reiterſtandbildes und ſeiner Umgebung. Und dahinter flammt der magiſche Tag der großſtädti⸗ ſchen Lichtreklamen. Hier ſchwebt die wohlbekannte Silhouette der Kirchenanlage, luftig, aufgelöſt; dort ragt der Bau des Gotteshanſes ſo hoch, als ver⸗ ſchmelze er im Nebel zur Höhe eines mythiſchen Turmes. Bummel im Regen Zu dieſer Jahreszeit, zwiſchen Herbſt und Win⸗ ter verdichten ſich die Eindrücke bei einer Reiſe durch die nächtlichen Straßen und Plätze der Stadt wahrhaftig zum Erlebnis. Noch ſchwingt der Rhythmus der kaum abgelegten ſommerlichen Le⸗ bensgewohnheiten in uns nach, doch immer mehr werden ſie von jenen Empfindungen und Ahnungen verdrängt, die uns mit dem zu Ende gehenden Jahre jedesmal ergreifen. Bogenlampen und Scheinwerfer der Gefährte werfen gleiſende Lichter auf unſern Weg, den wir mit ungenauem Ziel fort⸗ ſetzen. Es fängt nun on zu regnen, und langſam wird aſtes leiſe eingenäßt. Wir fröſteln und ſchlagen den Manbolkragen hoch. Von jetzt an gleicht unſer Bum⸗ mel einer jener empeindlichen Reiſen, die zwiſchen den Dinoen vor ſich zu gehen ſcheinen. Straßenboßnen gleiten vorüber. Puppenhaft geistern Gesichter an den Fenſtern. unbewealich, bläß lich, wächtern. Nur der Schaffner ſteht boch⸗ gereckt ouf der Plaltſorm und aleicht dem„Fößr⸗ mann über sen aroßen Strom.“ Und da die Kaiſer⸗ allee ſchuurgerede in die Ferne zieht und endlos ſcheint, mird Fieſe ſtille Fahrt zur Paradel, zum ſymbolitchen Zug in die Unendlichkeit Seltſame Begegnung Während wir über den Mühlburger⸗Tor⸗ Platz ſchreiten, denken wir unwillkürlich daran, wie der Platz wohl vor 100 Jahren ausgeſehen ha⸗ Alte Staklſtiche tauchen vor uns auf, er war niedriger eingefaßt, hatte„ländlichen Charak⸗ ben mag. ter“. Auch andere Menſchen waren es, die ihn be⸗ gingen, auch ſie waren einmal Karlsruher, jung und voller Leben. Doch, biegt da nicht im Grau des geſpenſtigen Regenabends ein Reifrock um die Ecke? Trippeln da nicht hohe Stöckelfüßchen über das Pflaſter? Tänzelt da nicht ein Kavalier mit hohem Hut und in Storchenbeinkleidern einher, ſeinen Krückſtock ſchwingend, auf dem ein ſilberner Knauf aufblitzt? In der Tat, ſchon iſt das ſeltſame Paar aus einem verblichenen Jahrhundert in einem Haus verſchwunden. Ein wenig benommen, müſſen wir uns ſagen, daß es ſich ſicherlich um den Gaſt einer Abendveranſtaltung handelte. Die Begegnung aber paßte vortrefflich in den Rahmen unſerer empfind⸗ ſamen Reiſe, die wir nun fortſetzen, dem nächt⸗ lichen Walde entgegen. Nächtlicher Hardtwald Tief hängen hier alte hohe Bäume ihr Geäſt bis hinab zu den noch erleuchteten Fenſtern der Häuſer an der Peripherie des Nordens. Heimelig wirkt dieſes Bild, wir hier im Regen und fröſtelnd im Dunkeln, dort das warme, lichtumhüllte Geborgen⸗ ſein. Und da erkennen wir, wie ſehr der Wald zu dieſer Stadt gehört, ein Stück von ihr iſt, wenn er jetzt auch ſchwarz ſteht und dräuend unſer Hardtwald. Kaltſprühende Sprinter ſchütteln unſichtbare Kobolde auf dem Geäüſt über uns auf Naſe und Ohren, necken uns und kichern im Gebüſch. Das macht einen Heidenſpaß, und federnd gleiten die Schritte, unhörbar, bis irgendwo ein Wurzel⸗ knorren den Schuh einfängt. In das kapellenartige Düſter gleiſt jetzt ein Licht⸗ ſchein von weitem. Wir nähern uns wieder dem Kreis des Geſelligen, und ſchon ſind wir mitten im Banne von Leuchtreklamen. Sie erleichtern uns den Uebergang zum Wirklichen, nachdem wir erkannt haben, daß es ſich ſchon lohnt, auch Karlsruhe bei Nacht einmal zu beſchäuen. Lichtflut der Gegenwart Eine zauberiſche Inſzenierung erwartet uns aber noch am Abend dieſes Tages. Noch einmal ſind nämlich zur Probe die für die kommende Weihnachtswerbebeleuchtung vorgeſehe⸗ nen Lichtſäulen entflammt worden und geben uns einen Begriff davon, wie die Kaiſerſtraße im Mär⸗ chenlicht erſtrahlen wird, wenn die ganzen Fronten dieſen Schmuck tragen werden. Stadtverwal⸗ tung, Verkehrsverein und Einzelhan⸗ del bringen mit dieſer Einrichtung der Geſchäfts⸗ welt auch eine Art Weihnachtsgabe dar; da die Werbebeleuchtung beſtimmt dazu beitragen wird, den Umſatz der vorweihnachtlichen Verkaufsperiode zu ſteigern. Von der Schönheit und der Augenweide für die Beſucher ganz zu ſchweigen. Wir blinzeln die Straße entlang, überblicken die lange Front, wo Licht an Licht buntfarben und lockend, die Ver⸗ kaufsgeſchäfte belebt, und ſtellen uns die Geſamt⸗ wirkung in den Tagen vom 10. bis 26. Dezember vor. Es wird ein großer Erfolg ſein, dieſen Ein⸗ druck haben wir jetzt ſchon. Div.⸗Pfarrer a. D. Schaack⸗Konſtauz. Er leitete ſeine beredten und mitreißenden Ausfüh⸗ rungen mit der Totenehrung ein. In ſtiller Minute weilten die Gedanken der Tauſende bei denen, die ihr Herzblut für das Vaterland und die Bewegung gaben. Dumpfer Trommelwirbel und die ergrei⸗ fende Weiſe vom guten Kameraden erklangen. Dann umriß der Redner die Zielſetzung des Volksbundes. In Kriegsgräberfürſorge, ſo betonte er, ſind wir nicht die großmütig gebenden, ſondern nur die Erfüller des Rechts, das unſere Kameraden im Opfertode ſich erhorben haben, und das uns zur Erhaltung ihrer Grabſtätten verpflich⸗ tet. In dieſem Gedanken iſt der Volksbund geboren worden, und er hat inzwiſchen an allen Fronten des Weltkrieges ſeine Tätigkeit entfaltet. Die ihn da⸗ bei leitenden Grundſätze ſind der deutſche und helödiſche Gedanke und die Schaffung ewiger Werte durch die Bauwerke. Ausgezeichnete Lichtbilder, die den Vortrag wert⸗ vol ergänzten, gewährten einen Einblick in die Ar⸗ beit des Volksbundes hinſichtlich der Ausgeſtaltung der Kriegerfriedhöſfe. Unendlich viel gibt es a her noch zu tun. Wir wollen uns deshalb den Worten des Bundesführers Dr. Eulen auf der Kölner Tagung 1936 erinnern:„Hinter jedem ge⸗ 38 Jabre im Bahnwärterhäuschen Laudau—Königs⸗ hofen, und lebt ſeit dreißig Jahren im Ruheſtande. * * Kirubach(bei Wolfach), 31. Okt. Der Altveteran von 1866 und älteſte Einwohner des Dorfes, Konrad Eßlinger, feiertte am Freitag, dem 28. Oktober, in beneidenswerter körperlicher und geiſtiger Rü⸗ ſtigkeit ſein 97. Wiegenfeſt. * * Hauſach i.., 31. Okt. Der Aelteſte der ſog. „alte Manne“, die alljährlich an Hebels Geburts⸗ tag, dem 10. Mai, aus den Mitteln der Baſler Hebelſtiftung mit Speis und Trank bewirtet wer⸗ den, Karl Auguſt Glatt, konnte dieſer Tage ſein 87. Lebensjahr vollenden. Er iſt noch ſehr rüſtig. Noch gut erinnert er ſich der großen„Zentral⸗ Hebelfeier“, die im Jahre 1860 aus Anlaß des 100. Geburtstages des großen Alemannendichters, von wo das Hebelmähli ſeinen Ausgang nahm und die Hauſener wie die Bafler Hebelſtiftung ins Leben gerufen wurden, ſtattfand. * eg. Laudenbach, 31. Okt. ger Witwe feierte dieſer Tage burtstag. Der erſte We-Wachenburg- Wirt 80 Jahre alt eg. Weinheim, 31. Okt. Am Sonntag feierte der Senior des Gaſtſtättengewerbes des Bezirks, Gaſt⸗ wirt Peter Gebhard, Beſitzer des Gaſthauſes Frau Thereſia Pfle⸗ ihren 78. Ge⸗ „Zum Amtsſtübl“, ſeinen 80. Geburtstag. Er war der erſte WSC⸗Wachenburg⸗Wirt, iſt das einzige noch lebende Gründungsmitglied der TG Jahn 1878 Weinheim und das zweitälteſte Mitglied der Krieger⸗ kameradſchaft 1872 Weinheim.— Rentner Peter Dattge wurde 76 und Frau Margarete Horch⸗ ler Witwe 73 Jahre alt. Einbruch im Landhaus UWeinheim, 31. Okt. Am 25. Oktober in den Morgenſtunden wurde in dem Landhaus des Fabrikdirektors Hagander bei Nächſten⸗ bach eingebrochen. Die Täter wurden jedoch ver⸗ ſcheucht und ließen das bereitgeſtellte Diebesgut größtenteils zurück. Entwendet wurden: 1 hellgrauer Somaeranzug und Wäſcheſtücke. Die bis jetzt unbekannten Täter ließen 1 älteren grünen Wandererhut mit in dem Schweißband eingeſtanz⸗ ten Buchſtaben W. U. zurück. Der Hut ſtammt aus dem Hutgeſchäft A. Hetzel, Nachfolger Karl Furck, Frankfurt a. M. Ferner ließen ſie folgende teils neue Einbruchswerkzeuge zurück: 1 neuen 35 Zenti⸗ meter langen Meißel, 1 neue Zange, 1 älteres Brecheiſen. Um Mitfahndung und zweckdienliche Nachricht an die Kriminalpolizei hier wird gebeten. Im Alter von 22 Jahren ſtarb in treuer Pflicht⸗ erfüllung für ſein Vaterland der Sohn des hieſigen praktiſchen Arztes Dr. med. Georg Hälſen, Fried⸗ richſtraße 26, Leutnant der Stabsſtaffel Geſchwader „General Wever“, Werner Hälſen. Auf der Dienſifahrt tödlich verunglückt * Pforzheim, 31. Okt. An der gefährlichen Straßenkreuzung Parkſtraße—Lindenſtraße ſtießen Kraftradfahrer und Laſtwagen zuſammen. Der Kraftradfahrer geriet unter den Laſt zug, wobei ihm der Kopf buchſtäblich abgedrückt wurde; er war ſofdrt tot. Es handelt ſich bei dem Ver⸗ unglückten um den Poſtaſſiſtenten Walter aus Ettlingen, der ſich auf der Dienſtfahrt nach Pforz⸗ heim befand. Die Schuldfrage iſt noch nicht geklärt. eg. Birkenau, 31. Okt. In der letzten Gemeinde⸗ ratsſitzung wurde beſchloſſen, das Gelände gegen⸗ über dem Bahnhof Birkenau als Baugelände zu erſchließen, woſelbſt 130 Wohnhäuſer erſtellt werden ſollen. Mont ag, 31. Oktober 1998 fallenen deutſchen Soldaten des Weltkrieges muß ein Lebender als Mitglied des Volksbundes Deulſche Kriegsgräberfürſorge ſtehen. Dann iſt die Fo rung unſeres Werkes geſichert“. Man bedenke: dreieinhalb Millionen deutſcher Brüder ſind in dem großen Völkerringen verblutet, der Volksbund zählt aber nur 500 000 Mitglieder; von rund 5 500 Toten berichtet die Stadt Karlsruhe aber 600 Rede des E Mitglieder ſind erſt beigetreten. Gauführers mündete in das Gelöbnis: über das Grab hinaus ewige Kamerg⸗ dentreue zu bewahren. Nachdem der feierliche Marſch für Orcheſter und Orgel von Richard Strauß verklungen war, teilte Kreisleiter Worch im Schlußwort mit, daß für die Werbeaktion in der Gauhauptſtadt der ganze Par⸗ teiapparat eingeſetzt werde. Das kleine Opfer von 25 Pfennig im Monat für die große Sache zu hrin⸗ gen, ſei eine ſelbſtverſtändliche Ehrenpflicht, Wit beseitigen Sie durch E b Uf pillen. Mk. 1. u. 1. 80 in Apoth bus pillen wirken mid die Verdauung und reinigen das Bunt. und wollen unſere Kriegergräber ſo geſtalten, wie es einer großen und ſtolzen Nation würdig iſt. Der Wunſch des Führers, den ſich der Gauleiter zu eigen gemacht hat, iſt uns Befehl. Mit dem Siegheil auf den Führer und das große Deutſche Reich und dem Geſang der Nationallieder erhielt die erhebende Stunde ihren würdigen Abſchluß. Kraftradfahrer lotgefahren * Ludwigshafen, 30. Okt. Auf der Bruch⸗ wieſerſtraße ſtieß ein Laſtzug mit einem 44jährigen Kraftradſahrer zuſammen. Der Kraftradfah⸗ rer wurde dabei ſo ſchwer verletzt, daß er im Kray⸗ kenhaus geſtorben iſt. Giſtmordverſuche einer Ehefrau Aſoztale erhält 12 Jahre Zuchthaus OL. Zweibrücken, 29. Okt. Einen erſchütternden Beweis für die Richtigkeit der nationalſozialiſtiſchen Forderung, erbkranke und aus aſozialen ga⸗ milien ſtammende Menſchen an der Fortvererbung ihrer volksſchädigenden Eigenſchaften und Anlagen zu hindern, erbrachte die hier vor den Geſchworenen durchgeführte zweitägige Verhandlung gegen die g jährige Ehefrau Philippine Fuhrmann von hier, angeklagt des Mordverſuches. Die aus einer Trih⸗ ker familie ſtammende, gleich ihrer Mutter lange Zeit der gewerbsmäßigen Unzucht ergeben geweſene Angeklagte war als 23jährige durch den Maurer Wll⸗ helm Fuhrmann aus dem Schmutz gezogen und ge⸗ heiratet worden, fiel aber wieder in ihren lockeren Lebenswandel zurück, ſo daß der Mann erklärlicher⸗ weiſe einmal von der Arbeitsſtelle außerhalb heim⸗ kehrend in Zorn geriet und die Liederliche züchtigke⸗ Ihrer Drohung entſprechend hat ſie dann mehrmals verſucht, ihn durch Beimiſchung von bleihalti⸗ gem Pulver in die Speiſen und Getränke„n die Ecke zu bringen“. Nach anderthalbjährigem Leug⸗ nen geſtand ſie die Mordverſuche ein, begründete ſe aber lediglich mit ihrem Rachegefühl wegen der em fangenen Zrügel. Obwohl der Ankläger gegen die Verbrecherin 14 Jahre Zuchthaus und 15 Jahre Ehr⸗ verluſt beantragte, erkannte das Gericht auf 12 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverluſt. Die Angeklagte trat die Strafe ſofort an. Betrunkener ſticht auf Aulfolenket „ Elmſtein, 28. Okt. Auf der Helmbachtalſtraße legte ſich ein Betrunkener quer über die Straße. Einem herankommenden Autolenket war es im letzten Augenblick noch möglich, zu brem⸗ ſen. Der Wagenführer wollte dem auf der Straße Liegenden behilflich ſein, wobei er durch den Be trunkenen einen Meſſerſtich ins Geſicht en hielt. Der Burſche wurde in Haft genommen. Tödliche Anglücksfälle * Saalhaus bei Kaiserslautern, 31. Okt. dn Samstagabend gegen.30 Uhr ſtürzten unweit bon hier Sandmaſſen einer Steilwand herab und traſen das Führerhaus eines Baggers, das ſeitlich einge drückt wurde. In dem Führerhaus befanden ſich der Baggerführer und der 19 jährige Paul Weigner von Kleinſteinhauſen. Weigner wurde die lie Bruſtſeite eingedrückt. Er war ſofort kot. Der Baggerführer mußte mit Quetſchungen und einem Beckenbruch ins Krankenhaus gebracht werden. * * Homburg, 31. Okt. In der Nacht auf Sonnen wurde gegen 22 Uhr im nahen Schwarzenbach det 32jährige Arbeiter Wilhelm Grimm aus Hern von einem Lieferwagen angefahren und ſchwer be letzt in den Straßengraben geſchleudert. Ohne ſich un den Verletzten zu kümmern, ſuchte der Fahrer da Weite. Grimm wurde in das Krankenhaus gebracht wo er ſtarb. ai Lampertheim, 31. Okt. Als Anerkennung fit treue Dienſte hat der Führer und Reichs kanzlet dem ſtellvertretenden Leiter der Allgemeinen Ort; krankenkaſſe Mannheim, Verwaltungsdirektor Au; cob Becker und Verwaltungsinſpektor Fraſt Meyer, beide wohnhaft in Lampertheim, das l berne Treuedienſt⸗Ehrenzeichen verliehen.— Jul volk und Schulkameraden geleiteten ihren Kamen den, den 13jährigen Jakob Wüſt, zu Grabe. Die Schulklaſſe ſang das Sanktus aus der deutschen Meſſe von Schubert. Danach legalen ein Fähnlein⸗ führer und ein Mitſchüler des Verſtorbenen unter Worten der Liebe und Freunoſchaft je einen Kral nieder. uch gen 92 als Montag, 31. Oktober 1938 Neue Mannheimer Zeitung/ Ab zeud⸗ Ausgabe ——— Das Mannheimer Brucknerfeſt Die e⸗Moll⸗Meſſe in der Joſephs⸗Kirche.— Eine Morgenfeier im Nationaltheater Bruckners Meſſe in e⸗Moll Aufführung in der St. Joſephs⸗Kirche Alle drei Meſſen Anton Bruckners entſtanden 1 etwa 70 Jahren, alſo zu der Zeit, als der Mei⸗ ter eben erſt ſeine künſtleriſche Vollreife erreicht batte Die Meſſe in e⸗Moll,(die in k⸗Moll ſollen wir am Mittwoch im Roſengarten hören) wurde am 20. September 1869 uraufgeführt, als die Votiv⸗ kapelle des damals im Bau begriffenen neuen Doms zu Linz eingeweiht wurde. Der Tondichter hob ſein dem Biſchof Rudigier gewidmetes Werk ſelbſt aus der Taufe, und zwar nach nicht weniger als 28 Pro⸗ ben. Dieſe gewaltige Probenarbeit zeugt von den großen Anſorderungen, die dieſe große Meſſe an den Kirchenchor ſtellt. Der Aufwand der äußeren Mit⸗ tel iſt, daran gemeſſen, gering: Bruckner ſchreibt nur 15 Bläſer vor, wobei er empfiehlt, alle Holz⸗ bläſer doppelt zu beſetzen: je zwei Hoboen, Klari⸗ nekten, Fagotte ſowie vier Hörner, zwei Trompeter und oͤrei Poſaunen. Als 1885 das Werk im alten Dom zu Linz wiederholt wurde, ſpielte Bruckner ſelbſt die Orgel dazu, obwohl in der Partitur keine Orgelſtimme erſcheint, auch nicht ad en Der Chor der St. Joſephs⸗Kirche im Lindenhof hat ſeit 1932 die Brucknerſche e⸗Moll⸗Meſſe ſchon fünf⸗ oder ſechsmal aufgeführt, zuletzt im vergangenen Jahr, und wohl immer, wie geſtern auch, im Rahmen des Hochamtes. Dank dieſer kirchenmuſikaliſchen Tradition und der Umſicht des Organiſten Winter bewältigte der Chor dieſe außerordentlich ſchwere Aufgabe auch diesmal recht anerkennenswert. So⸗ pran, Alt und Baß verdienen beſonderes Lob, ⸗ der Tenor zeigte zu Beginn, im Anfang des„Kyrie“, ein wenig Unſicherheit, ſang ſich aber dann auch bald makellos ein. Die 15 Bläſer ſtellte in dieſem Jahr das Philharmoniſche Orcheſter. Die Wiedergabe wurde allen Hörern im überfüllten Gotteshaus zum liefen Erlebnis. An der Orgel aſſiſtierte Organiſt Wahrheit, und Pfarrer Mosmann würdigte Bruckners künſtleriſches Schaffen. Die Morgenfeier im Nallonaltheater Auch die Morgenfeier im Nationaltheater brachte vier Arbeiten Anton Bruckners, die aus ſeiner Organiſten⸗Tätigkeit entſtanden. Begonnen wurde mit zwei vierſtimmigen Graduales(„Stufenge⸗ ſängen“]:„Christus factus est“ und„Os justi“, die urſprünglich der Prieſter in der Meſſe zwiſchen Glorig und Credo auf den Stufen(„gradus“]) des Altars intonierte, und die der Chor beantwortete. Wundervoll klar und ſchön, unübertrefflich unter⸗ einander ausgeglichen, ſang auch diesmal der Lu d⸗ wigshafener Beethovenchor, unter bewähr⸗ ter Stabführung ſeines Profeſſors Fritz Schmidt. Am innigſten und ergreifendſten erklangen die Pianiſſimo⸗Stellen. Der Dirigent wurde immer nent herausgerufen, und erſt recht nach den Mo⸗ teken am Schluß, dem ſiebenſtimmigen Ave Maria nud dem vierſtimmigen„Virga Jesse floruit.“ Prof. Fritz Schmidt gab den Dank des begeiſterten aus⸗ gezeichnet beſuchten Theaters an den wundervollen Klangkörper weiter. Anton Bruckner beſchränkte ſich in ſeinem Schaf⸗ fen faſt ausſchließlich auf monumentale muſikaliſche Architektur, auf gewaltige Meſſen und Symphonien. Um ſo erfreulicher, daß zwiſchen ſeinen Motetten oͤas einzige kammermuſikaliſche Werk erſchien, das er uns hinterließ, das F⸗Dur⸗Quintett für zwei Violt⸗ nen, zwei Violen und Violoncell. Er widmete es dem Herzog Max Emanuel von Bayern. Die Wieder⸗ gabe durch das heimiſche Kergl⸗ Quartett mit Max Kergl, Albert Ellinger, Ernſt Hoeniſch, Karl Müller, und— zur Ergänzung— Heinrich Krug für die zweite Bratſche, erſchloß der feſtlich geſtimmten Hörergemeinde die ganze Tiefe und Schönheit des großartigen Kammermuſikwerkes, ins⸗ beſondere die Urtiefen und den himmliſchen Glanz des 3.(Adagio⸗) Satzes. Anton Bruckners Geiſt uns Herz feierte hier Triumphe im engeren, aber intime⸗ ren Rahmen kammermuſikaliſchen Heiligtums. Dr. Friß Haubold Feſtlicher Abend im Nationaltheater „Die ſchalkhafte Witwe“ Wolf. Ferrari und Anton Bruck terſchiede wie Tag und Nacht, aber da unſer Opern⸗ ſpielplan des Deutſch⸗Italieners Wolf⸗Ferraris „Schalkhafte Witwe“ in einer wah ſrhaft reprä⸗ ſentativen Aufführung mit ausgezeichneter Beſetzung zu bieten hat, ſo mag dieſer Umſtand bei der Wahl des Objekts für einen feſtlichen Theaterabend in der Brucknerwoche in erſter Linie mitbeſtimmend ge⸗ weſen ſein. Sicher iſt jedenfalls, daß das reizende Werk unter Elmendorffs Leitung und mit der ebenſo ſcharmanten wie ſtimmlich⸗muſikaliſch hochwer⸗ tigen Leiſtung von Erika Schmidt in der Titel⸗ partie die Zuhörer wie am erſten Tag entzückte und begeiſterte. In dem vom unvergleichlichen Theo Lienhard weidlich an der Naſe herumgeführten Kavaliers⸗Quartett fehlte diesmal Max Baltruſchat, der erkrankt war und von Curt Nurdorf aus Han⸗ nover würdig vertreten wurde. ner ſind zwar Un⸗ Eiſenbart. „Des Teufels Gebetbuch“ Komödie von A. ten Hertog. Heidelberg, Ende Oktober. Mit dieſer erfolgreichen Uraufführung erwarb ſich Heidelbergs Städtiſches Theater das Verdienſt, mit einem neuen holländiſchen Dramatiker be⸗ kannt zu machen. Paul van der Hurk hat das Stück überſetzt. Bernd Böhle, der neue Heidel⸗ berger Chefdramaturg, Spielleiter und Darſteller führte die Regie und wußte alle Feinheiten 100 dra⸗ matiſchen Möglichkeiten der Komödie, teils auch durch eigene Zuſätze und treffende Wendungen im Geſpräch, zur Geltung zu bringen. Er erreichte ein vorbildlich ebenmäßiges Spiel aller Beteiligten. Ein Büßhnendichter und der jungverheiratete Ro⸗ ger blättern ſolange in des„Teufels Gebetbuch“, wie man die Spielkarten auch nennt, bis Roger alles verſpielt hat und ins Freie ſtürzt, obwohl ihm der mephiſtopheliſche Sekretär vom„Mittelalter“ er⸗ zählt, wo Verſpieler ſchließlich noch ihre Frauen als Einſatz örangewagt hatten. Während einer halben Stunde zwiſchen ſeinen zwei abendlichen Aperitifs träumt nun Philipp ſich 80 neues 5 zu⸗ recht; Roger wäre auf den phantaſtiſchen Vorſchlag eingegangen, hätte ſeine liebreizende Fraul an ihn verloren, die ihm nach ſtolzem Sträuben mit ent⸗ zückender Freiheit entgegengekommen ſei. In Wirk⸗ lichkeit verſpielt Roger nur eine Blume, und ſeine hausbackene Frau holt ihn beſorgt ab, und hinter⸗ läßt Philipp um einen Wunſchtraum und eine Illuſion ärmer. Intendant Kurt Erlich ſpielt in geiſtpoller Ueberlegenheit den Bühnendichter, vor deſſen Geiſt ſich Wahrheit und Dichtung ſo köſtlich miſchen. Sei⸗ ne Alice, wie die Rogers„gab Wiltraut von Nege⸗ 5. Seite Nummer 505 May in ehm Roger wußte Gerhard wie im Wunſchtraum Unebenbürtigen r vom Dichter ſo verſchwenderiſch ansgeſtattezen Aliee öar⸗ zuſtellen. Ihre Freundin(Annelore Vo 1a aröt), der Vater(Arno Hofmann) und das nerpaar (Agnes F ink. Horſt Uhſe), wie der Sekretär(Karl Fürſten berg) fügten ſich ausgezeichnet ins Ganze ein und ſicherten der Uraufführung den Erfolg. Friedrich Baſer., LE Reger Thealerbeginn in Düſſeldorf Düſſeldorf, im Oktober. Die Di üs ſeldorfer Bühnen ſpielen ſeit etwa einem Monat. Die Oper ſetzte mit den„Meiſterſin⸗ gern“ ein. Von den neuen Kräften, die ſich bei dieſer Gelegenh eit vorſtellen durften, gefiel beſon⸗ ders der Baſſiſt J. Greindl, deſſen Verpflichtung wohl der größte Gewinn des Opernenſembles be⸗ deuten dürfte. Der„Wildſchütz“, die zweite Neu⸗ infzenierung, ließ bereits erkennen, daß man in der Ergänzung des Spielopernenſembles die Lücken weniger glücklich zu ſchließen verſtand. Der Publi⸗ kumserfolg iſt auch heute d' Alberts„Tiefland“ treu geblieben. Max Gloor, der von Koblenz kommt, konnte ſich als„Sebaſtiano“ vorteilhaft ein⸗ führen. Auch Bernd Aldenhoff, der neue ju⸗ gendliche Heldentenor, der ſich bereits als„Stoltzing“ bewährt hatte gab ſeinem„Tiefland“⸗Part eine an⸗ ſprechende Prägung. In der Gaukulturwoche erreichte das Or⸗ cheſter(Hugo Balzer) und das Enſemble der Düf⸗ ſeldorfer Oper ein überprovinzielles Niveau. Seit langen Jahren konnte hier wieder der geſchloſſene „Ring“ aufgeführt werden, ein Verdienſt, das in erſter Linie der Initiative von Generalintendant Prof. O. Krauß zu danken iſt. Der Einſatz des Orcheſters, der Soliſten und des Chors ließen Lei⸗ ſtungswillen und Fähigkeiten deutlich werden, den Aufführungen, deren Niveau von Künſtlern wie Erna Schlüter, Eliſabeth Höngen, Joſef Greindl, Lotte Wallbrandt, Joachim Sattler, Eyvind Laholm, Gotthilf Piſtor, Jaro Prohaska, J. Pölzer und anderen beſtimmt wurde, feſtſpielmäßigen Charakter u geben. Das Schauſpi. ſetzte mit Shakeſpeares „Julius Cäſar“ ein. Anſtelle des mit Span⸗ nung erwarteten K. 8. Stroux führte der„Hamlet“ der Römerbergſpiele, Peter Stanchina gaſtweiſe Regie, die trotz aller ae bee ein wenig nüchtern wirkte. Erich Muſils„Mare Anton“ und Hermann Weißes„Brutus“ hoben ſich aus dem Enſemble her⸗ aus, während Peter Eſſer dem„Cäſar“ mit Pathos (hier als Stilmittel eingeſetzt) beizukommen ſuchte. Eine Nachſommerunterhaltung: Paul Helwigs deli⸗ kat gebotenen„Flitterwochen“. Julius A. Flach Muſik und Jägerei. Lieder. Reime und Geſchichten vom „Edlen Waidwerk“, geſammelt und bearbeitet von Carl Clewing. Rund 300 Seiten mit 100 Liedern in zweiſtimmigem Satz, geſchmückt mit 200 Bildern nach alten Meiſtern und Streuzeichnungen von G. A. H. Schubert. Künſtleriſche Buchausſtattung durch Alfred Mahla u, Mitglied der Akademie der Künſte. In Ganzleinen gebunden.50 J.(Band 1 der Denk⸗ mäler deutſcher Jagdkultur.) Verlag J. Neumann, Neudamm, und Bärenreiter⸗Verlag, Kaffel⸗Wilhelms⸗ höhe. Reichsjägermeiſter Hermann Göring leitet dieſes wertvolle Werk mit einer Widmung ein, in der er u. a. ausführt:„Was das Volk zur Jagd in ſeinem Lied, was der Künſtler in Wort und Weiſe, was die Jäger ſelbſt im Laufe der Jahrhunderte zur Dichtung und Sangeskunſt bei⸗ getragen haben, vereint ſich mit dem Rauſchen des deutſchen Waldes zu einem vielſtimmigen Zuſammenklang. In den „Denkmälern deutſcher Jagdkultur“ ſoll das Lied vom deut⸗ 5 5 2 Ihe, meine Bücher Von Fritz Kudnig Ihr ſpendet ſtets, begehrt doch nimmer Lohn, Ihr ſeid ſo reich und doch ſo tief beſcheiden. Ihr ſeid mir Raſt nach Tages Haſt und Fron und ſtiller Troſt in Kümmernis und Leider Ihr ſeid mir wert wie Freunde in der Not; und oft, wenn Tiefſtes ſich in mir will regen, muß ich, von Liebe zu euch heiß durchloht, ſtill dankend meine Hände auf euch legen. Arr. is in . ten“, den neu mit Laus füt uf Jahrhunderten Jager zwei Le auf Pleß ren Kranz ge⸗ die neun franz und Eichendorffs dekannteſte 20 alten deutſchen a verbu unde hörnern eingeleitet, zu 1 8 unver munden. Als beſonderer Gewinn Unterlegung von vierzehn Melodien des großen f chen Anakreon aus deutſchem Geſchlecht. Carl Michael Bellman Stockh olm 1740—1795) Beachtung fordern. dgerechte Jäger und Jagoͤfreunde werden dieſes Werk, in dem vom fjüngſten Jagerbuben in Tirol bis zum weißbärtigen Oberförſter der Rominter Heide jeder ſein Lied 5 ſeinen Spruch findet, gern 1 Bibliothek einverlei Richard Schbnkelder * tene Bibel in Taſchenformat. Bei der Privileg. Württ. Bibelanſtalt Stuttgart⸗S. iſt das Jubiläums⸗Teſtament mit Pfſalmen, Einleitungen und Erklärungen in Taſchen⸗ format erſchienen. Es iſt dies eine Sonderausgabe der Jubiläums⸗Taſchenbibel, die im htember letzten Jahres zu dem 183jährigen Jubiläum der Anſtalt herausgegeben worden iſt. Das Buch hat die Größe und Stärke eines Notigbuches, ent Abe lt aher Aae, was in der großen Bibel Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 31. Oktober: Ueber dem europäiſchen Feſtland hat ſich ein Hochdruckgebiet entwickelt, in deſſen Bereich auch bei uns zunächſt mit weiterer Wetterbeſſerung gerechnet wer⸗ den kann. Fortgeſetzte Wirbeltätigkeit über Nord⸗ europa läßt jedoch unbedingt trockenes Wetter nicht erwarten. Vorausſage für Dienstag, 1. November Morgens vielfach dunſtig oder neblig, ſonſt wolkig bis aufheiternd und meiſt trocken, tagsüber etwas milder, nachts friſch. Höchſttemperatur in Mannheim am 30. Oktober + 7,4 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 31. Oktober 4 5,7 Grad; heute früh halb 8 Uhr + 5,8 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früh Nach 8 Uhr bis heute früh halb 8 Uhr 0,3 Millimeter 0,3 Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat November ſchen Waidwerk für alle Zeiten erhalten bleiben.“ bein- Bed 27 28 29 30 31 n-megel 28 20. 30 31, Wi rnen in dem B t. de noͤlichen Shak„5 0 Fe e e „ 1281„ dan a der ſugendlichen Shake. peinſelden 1 89 1 01.88.87.88 132 101.30 139 ſpeare als ilderer und den gereiften Dramatiker als n 697267 1 1 N 9 Breiſach. 0,72.78 0 7800.73 0,69 93 0 90.0091 0,97 Waidmann kennen. Wir ergötzen uns an Hans Sachſens Hehl„18860 851,911.9601,80 N Me treuherzigen Lehrgedichten, die ihn lange vor irgend einem maxau. 3343.32 3,34.40 3,37 e 3 der gedruckten Jagdklaſſiker als weiſen Kenner des Wald⸗ Mannheim 2202.26.27 227.28 10 245,192.19 1 1 1 1 1 werks und als nachdenklichen Betrachter der Natur zeigen. Ft u 51 25 C 3. 20 1 29. 31. 20 5. 29 21 20 51. 29 Anleihen.Kom.-Verb.% r. Sd.⸗Pfbrf. 4½% Nh, Hype. adiſche Maſch. 100,0 100,0 Sroßkraft. M hm 5 3 rttemb. Glektr. 100,0 98 50 1 Tan Url 5 a m. Verb Anl. G ⸗Pfdri V Hypothekenbankey Mann R2—4 100,0 100. 2 Br. Pfor z. Grün& Bilfinger. Fanden Ulle, Brauerei 75 5 Aletten Deuische berheſſ. Pr.⸗ Anl.. 1 100,0 100 31. 29 305 do. K 35,36,39 100,0 100. Sener 8. 5 VVV Lan Waldhof 135,0 136,5 i 1 de 22. 100,0 100,0% GaprBodener, do. Big. fbr. 10175 101.2 Bemberg, J. B. 142.0 142.2 arten Bürgerbr. 18,„ 1 5 lestverzinsl. werte Stadtanlethes do G. gemg in 100,0 100,0] Würtb. 5 ih 100,3 100.3 ½ Rh.-Hpp Ok. Julius Berger. 153, flaſenmudte. 107,0 167,0 0Pfätz Mühlen. 133.0 133.5 e 38 e ee 2 225 92517. Wohn 7 8 7 4½ Bayr. Vandw⸗ 5 G. tom. Rl 100,0 100,0 Brauer. Kleinlein 120,0 120,0 99 e e 1110 108,00 Pf. Preßh.⸗Spelt 164.0 164,0 Sank-Aktien.Reichsb Nor, 125,6 125,6 „Baden. 5 00 1 i% Südd Boder. 2“ 5 nB ofbr 165,0 106,0 Otsch. Staatsanleihen 4% eln pt 102.7 102.7 l zee s 8 9 Aren 2 85 120%„. Hanfwerke Füſſen 12128„ dein. Sraunkatzt, 216% 2 1 115,0 114,7 Versicherungen 4½ Darmſtadt 46 08,50 98,50 8 3 6 100,0 100,0 und Ie. A.. 101.0 101.0 5 Harpener 150,0 149,5 heinelektra St. 725 i N 5 5 rn n e ander und Frovins: e de h% Württ Cane 10 10, leren Neid ada. 150.8 less Zenn 4 br. 135,0 134,0 de. wor. 0 140 eesne, ant 114.0 113.7“ Sd. A fernen 1 8 3 101,6 101,5 4½% 00 Frankl. 20 88.75 98,75 banken, kom. Giroverb red. r 100,0 100,0 Gpfür. 1, 7„. 100.7 100,7 hem. Albert.. 118.0 117,7 W 124,0 124.0 e„ 1219 92770 Frankfurter Banz 1000 8855 7777 105 2 1 5 2 5.% Hanau 4 97,50 97,50 4% Bab. 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Nabe Schlee, Hocaper- 4 adde 0 50037 8, 4 f a 125 87 Goldpf. 1928 100,0 100.0 U. C. G. 123, 122, do, Waffen. 152, 153, Bap. Mercur Wollßw. 94,25 93,25 Schöfferhof Br. 6%. 5 05 1 de 000 e 8 de. Laub i 10 ita 104,2 fllen Born gen 1470 Je de Eee, d d bee dee a 124 125,0 5 Salta 4 eme e 1 17 5 1010 101% Pr Hep n Ammendorf Pap 114.0 114, Sidier⸗ Werke.. 99, Heſſeu. Herku Br. 112 85 ühlenban 139.0 135.5 Schuckert& Fa. annovei in 9, 0 1 990,75 0087.5. Pf. 2 114 100,0 100, ümperwerte 123.00 Dierig. Ehrlſttan 183,0.. Hildebrand Müghl 75,75 73,75 Mimoſa 188 170 e 87 Femmern 90 44 5 5 Ur. ene. 5 4 Lacſen K. 1 9580 er 2 4 eee edge 100,0 100,0 Uſchaffog. 855 8 log, Zellſt. 119,5 117 K 5 Ane 20 20 99,— 99,— Anasll. 10 145 „„ lt em. 3528 99,12 09, 121 ½ 86, Anhalt. Kohlenw. 117.7 118,0 Dortm. Akt. ⸗Br. 1890 1 alch, 146,0 145,0[Preabner Garbü 121, 119% Hindrichs⸗Auff. 154,0 1577 Mittel bi. Stag Schwabenbräu do, Unionbr.. 208,3. ebe Leder.. 2, Müßte Rün ingen, Seld KMaumann ede, Siemena Slasdiab 153,21 Mülzeim. Berge.. 105, Steattt⸗Magneſta... Deutſche Bank. 120,0 1196 2 4½5 Stettin Vortl.⸗J. 117,0 11,0 Dt Fentralb.⸗Ar. 1172 117½2 133,0 Stog 4 Cie 190, Dt. Eff.⸗ u..⸗Bk. 90.— 89.12 1180 116,3 Stönrgamm arn 1 85 131,50 Dr. Goldbisc⸗ Bt. 8 Stolberger Zink. 5„ Dt. Hypoth.⸗Ban, 116,0 116,0 110.0 1000 Bedr. ee 130,2 130,0 St. eberſee⸗Bank 112,7 114.0 „ e dr 5557 6 e 12505 empelhsfer J„50 Meining Hop. Bt 120,0 120, 230,0 230,0 leur Elektr. u. ùũũ Reica nan 5 193.6 193,5 „ riumph Were Ry. Hyp. Bt. Mhm. 138, 138.5 . Tucher, Brauerei 109,2 109, ng Weſt. Boder. 132,5 1325 , 178,0 Fuchfobr. Aachen 110,0 115,2 Sächſiſche Bank 107, 107,2 40,25 40, Inte, chem. Ured.„„ Südd. Badenerdd. 101.0 140,5 f 5 Vereinsdt. Hamb. 128,0 128,0 78.0„ er, Spielkarten 212,2 211,0 Wſtd. Bodenkredit 117,0 1170 12 3 Them. Charl. 6 210,0 216,10 Gum Maf 99,50 Vorkehrs-Aktlen 2 1170, dt. Alicke! 355 ͤè 11 20. Nertebet ee. 188 105 130,2 138.800 Frik, Boum Allg. gelb u Nrw. 145,5 146, Dt. Eiſenb.⸗Betr. 73.75 74,62 101,5 170,0 11252 e Mienen 1970 124,5 124,8 marin 131,0 N. i e en cee dae 55 12570 5 Hapag 1 75,25 78,50 163. 102,0 100,0 05.25 116,5 11585 Vogel. Tel.⸗Draht 97.02 anderer⸗Werte. e—— . e ae ee 0 f eee 92.25 94.7 Wenderotd 15. lord. Lloyd, 80,25 82, 5 148.1 147,5— Kaufb. Ac. 105,0 105,3 Versicherungs-Aktlen 344,5 G. ach. u. M. Feuern 910,0 ECVM!ßmß. 2dr 28 140,½j 140,5 Wintershall 123.5 123•0 W 270,0 270,0 1105 120.5 Bine: Mesen. 69,8 100,0 Gerti euerer. lf 110,5 120,5 58 1875 8 9 5 eid Fenn% 142,0 Colonia⸗Feue rd. 1010 e leger Maſg. Fe 190,0 188 5 N 722—— 101,0 101,0 „! 135,1 1370 Magdebg. deu. 127 50 uckerf. l- Wang. Thuringia. K . 0 137%„ Sank-Aktien Kolonial- Werte 180,„. Allg. Dt. Gr.⸗Anſt. 99,37 99.36 Otſch.⸗Oſtafrita. 12,5 124, 100,8 106,8 Badiſche Bank 2 RHamerun Eiſend— 100,0 ont J. Brauind 126,5 120,5 5 5 255 5 22, Bayr. 5p. u. Wo. 101,8 100,7 Otavi⸗ N 75 205 2 lil de. Beseladsk, 1052 100k Scher gd ud 10 12057 e 3228 5. Seite/ Nummer 305 1 Neue Mannheimer Zeitung/ Abend⸗Ausgabe Montag, 31. Oktober 1938 Süddeutſche Gauliga im Kampf F 03 Pirmaſens— FS Frankfurt:6(:1) Zmei völlig verſchiedene Halbzeiten gab es am Zonntag bei dem Spiel in Pirmaſens zwiſchen dem IK os und FS Frankfurt. In der erſten Halbzeit war der Gaſtgeber leicht überlegen, um dann aber in der zweiten Halbzeit völlig auseinanderzufallen und noch mit:6(:1) zu verlieren.— 3500 Zu⸗ ſchauer. TSch 61 Ludwigshafen Rotweiß Frankfurt:3(:0) 2000 Zuſchauer ſahen am Sonntag in Ludwigs⸗ hafen in dem Kampf der beiden Neulinge ein ſpan⸗ nendes und ſchönes Spiel, in dem ſich ſchließlich die TSch 61 Ludwigshafen gegen Rotweiß Frankfurt dank ihres größeren Kampfeifers mit:3⸗(:)⸗Toren durchſetzte. Beide Mannſchaften traten mit Erſatz zu dieſem Kampf an; bei TS fehlten Maſar und Degen, während Rotweiß den geſperrten Dekus er⸗ ſetzen mußte. FV Saarbrücken— Kickers Offenbach 93(:3) 2 Die Kickers traten zu dieſem Spiel in Saarbrük⸗ ken wieder mit ihrem Mittelſtürmer Staab an, der dem Angriff wieder Schwung und Linie gab und ſeine Mannſchaft zu einem verdienten 0300:)⸗Sieg führte. Der FV Saarbrücken hatte wieder die gleiche Mannſchaft wie am letzten Sonntag gegen die Ein⸗ tracht zur Stelle, aber Sold bewährte ſich wieder nicht als Mittelläufer. Bei den Kickers gefiel dies⸗ mal beſonders auch die Hintermannſchaft, die die wenigen Angriffe der Saarbrücker ſicher abſtoppte.— 2500 Zuſchauer; Schiedsrichter Groß(Luoͤwigshafen). Boruſſia Neunkirchen— SW Wiesbaden:1(:1) Durch ein taktiſch kluges Spiel konnte ſich der SV Wiesbaden am Sonntag in Neunkirchen einen Punkt holen. Die Gäſte ſpielten teilweiſe mit 8 bis 10 Mann in der Verteidigung, ſo daß die Boruſſen im Feld wohl ständig überlegen waren und der Kampf wie ein Spiel auf ein Tor anmutete aber es reichte Neunkirchen wohl zu zehn Ecken, jedoch nur zu einem einzigen Tor. Bei Wiesbaden gefielen diesmal beſonders der Torhüter Wolf, die beiden Verteidiger ſowie Mittelläufer Vogel. Die Boruſſen woren diesmal etwas ſchwächer als ſonſt, beſon⸗ ders der Sturm lief menche Wünſche offen.— Schieds⸗ richter Baue r⸗Saarbrücken. Eintracht Frankfurt— Wormatia Worms 619(:1) Vor über 10 000 Zuſchauern zeigten ide beiden Mannſchaften am Riederwald ein ſehr ſchönes und kampfreiches Spiel, in dem die Eintracht erſtmalig wieder mit dem früheren Nationalſpieler Lindner antrat, während die Wormatia Kiefer als Mittel⸗ ſtürmer eingeſetzt hatte. In der erſten Halbzeit war der Kampf ziemlich ausgeglichen; der Wormatia⸗ Sturm erwies ſich als äußerſt gefährlich und nur mit Glück konnte ſich die Eintracht eine knappe Füh⸗ rung erkämpfen. VfB Stuttgart— SS Ulm 220(:0) Vor 6000 Zuſchauern wickelte ſich auf dem Cannſtatter Waſen ein ſpannender Kampf ab, den der VfB verdient ge⸗ wann. Im geſamten betrachtet zeigte das Spiel gute Ver⸗ teidiger, zum Teil aber auch aute Stürmerleiſtungen. Die Kleinigkeit, die der VfB im Sturm beſſer war, genügte aher auch, um in der zweiten Halbzeit durch zwei Tore des Mittelſtürmers Schäfer(50, und 70. Minute) das End⸗ ergebnis herzuſtellen. Bei Ulm waren die Leiſtungen ein⸗ ſchließlich der Läufer ausgezeichnet; dagegen war der Ulmer Sturm nicht auf der Höhe, ſonſt hötte der Links⸗ außen Arnold vor dem VfB. Tor den Ball nicht verſchiaßen dürfen. Schiedsrichter war Jeremias(Feuerbach). Jußball Gauſpiel: In Königsberg: Oſtpreußen— Bayern 114 Vrandenburg: Hertha⸗BSC— Berliner SV 92 318; Tennis⸗Boruſſia— Unicet Oberſchöneweide!:!; Blau⸗ Weiß— Wacker 04:3; Bewag— Minerva 93:1: SC 05 Brandenburg— Frieſen Cottbus:0. Schleſien: Reichsbahn Gleiwitz— Breslau 92 112 Preußen Hindenburg— 1. FC Breslau 611 Ratibor 03 Vorw.⸗Raſenſp. Gleiwitz:2; Breslau 06— SW Kletten⸗ dorf:1: Hertha Breslau— Sportfreunde Klausberg 111. Sachſen: Guts Muts Dresden— Dresdener SC:0: Polizei Chemnitz— BC Hartha:3; SC Planitz— VfB Leipzig:2; Tura Leipzig— Konkordia Plauen:7; For⸗ tung Leipzig— Sportfreunde 01 Dresden 211. Mitte: F Thüringen Weida— 1. Fe Lauſcho:2; Erſurt:0; SV 99 Merſeburg— Fortuna Magdeburg.1. . SV Jena— S Steinach:0; SW 05 Deſſau— SpVg Fortuna Magdeburg 611. g Nordmark: Hamburger SV— Viktorie Homburg 510; Eimsbüttel— Komet Hamburg:1; Boruſſia Harburg— Polizei Lübeck 10:1; Holſtein Kiel— St. Pauli Ham⸗ burg 22. Niederſachſen: Arminig Hertnover— Bf Peine 1128: ASV Blumenthal— Hannover 96:2; MSW Lüneburg — Werder Bremen:0; Jäger 07 Bückeburg— Vie Osnabrück 12. Weſtfalen: Schalke 04— Arminia Bielfeld 111; Bo⸗ ruſſia Dortmund— Arminia Marten:3, Preußen Mün⸗ ſter— Weſtſalia Herne:2; Spog Röhlinghauſen— SV. Höntrop:1; VfL 48 Bochum— SpVg Herten 310. Niederrhein: SSV Wuppertal— Weſtende Hamborn :0; Schwarz Weiß Eſſen— Fortuna Düſſeldor':0; Turu Düſſeldorff— Rot Weiß Eſſen 11; Duisburg 48⸗49— S 07 Hamborn:2; Union Hamborn— Deutſcher SW Brüſſel (Geſ.⸗Sp.] 111. ö Mitelrhein: Ves Köln— Mülheimer SW 51: VfR Köln— Tura Bonn:2; SW Beuel— Köln Sülz(7 011; Rhenanjia Würſelen— S Troisdorf:3; Tus Neuen⸗ dorf— Alemannia Aachen 22. Heſſen: Dunlop Hanau— Kurheſſen Kaſſel:2, Heſſen Hersſeld— Bin Großauheim:0; SC 08 Kaſſel— Kewa Wa henbuchen:0; Sp Kaſſel— Bf Friedberg 970. Oſtmark: Auſtro Fiat— Amateure Steyr:2; Admira Wien— Wiener SC:0; Auſtria Wien— Vienna Wien 22 Rapid Wien— Wacker Wiener Reuſtadt 220. Die Spiele der Bezirksklaſſe Abteilung 3 Germania Brötzingen— BSc Pforzheim 111 Grötzingen— Frankonia Karlsruhe 221 Blankenloch— Birkenfeld 11:3 Dillweißenſtein— Würm 110 8 Unterreichenbach— VfR Pforzheim 111 Abteilung 4 Ettlingen— Durlach⸗Aue 211 Raſtatt— Beiertheim 918 Knielingen— Daxlanden 32 Rüppurr— Germania Durlach:0 Neureut— Weingarten 8 18 8 Baden⸗Baden— Durmersheim:4 FW Zuffenhauſen— Stuttgarter SC:3(:2) Auf der Schlotwieſe gab es am Sonntag einen harten und erbitterten Kampf, den der Stuttgarter SC erwor⸗ tungsgemäß gewann. Das:0(:)⸗Ergebnis entſpricht den beiderſeitigen Leiſtungen. Die geſchickte Mannſchafts⸗ umſtellung der Stuttgarter machte ſich bezahlt. In der 35. Minute erzielte Mittelſtürmer Boßler den Führungs⸗ treffer, 6 Minute ſpäter erhöhte Volz auf:0. Nach dem Wechſel ſtand dos Spiel erneut im Zeichen des SS. In der 83. Minute ſtellte wiederum Boßler das Ergebnis auf:0.— Schiedsrichter wor Brändle⸗,Ulm.— 3000 Zuſchauer. SpVg Cannſtatt— Union Böckingen:2(:2) Der Neuling Spygg Bad Cannſtatt bereitete ſeinen Anhängern eine bittere Enttäuſchung. In einem wenig überzeugenden Spiel mußte er mit:2(:2) zwei weitere Punkte an die Union Böckingen abgeben. Das Ergebnis iſt für die Böckinger durchaus verdienſtvoll zuſtande ekom⸗ men, und zwar in erſter Linie durch die beſſere Leiſtung der Stürmer wie auch der Läufer. Schiedsrichter Erb⸗Tutt⸗ lingen leitete vor 1000 Zuſchauern gut. Ulmer FV 94— S Feuerbach:1(120) Unter der guten Leitung von Schiedsrichter Klingler (Waiblingen) erlitt der SV Feuerbach vor 2000 Zu⸗ ——0 ſchoauern im Spiel gegen den Ulmer FV 94 eine knappe, aber verdiente Niederlage. Obwohl die Feuerbacher nicht ſchlecht ſpielen, konnten ſie den Ulmer Sieg nicht verhin⸗ dern. In der 12. Minute erzielte Mittelſtürmer Bertel den Führungstreffer für die Platzherren Feuerbach hatte dann Pech, da ſein Linksaußen Blumenſtock zu Fall kam und verletzt ins Krankenhous eingeliefert werden mußte. In der 16. Minute nach dem Wechſel erhöhte Schädler auf :0. Kurz vor Schluß ſandte Mauch für Feuerbach den Ehrentreffer ein. 1. FC 05 Schweinfurt— Wa Neumeyer Nürnberg:0 Mit dem:0(:0) über die Wa Neumeyer Nürnberg übernahm der 1. Fé Schweinfurt 05 am Sonntag wieder die Führung im Gau Bayern. Das Ergebnis fiel klarer als erwartet aus. Das Spiel begann überraſchend, denn bereits in der erſten Minute hatte Niederhauſe, Lotz freigeſpielt, der glatt einſchoß. In der ſechſten Minute erzielte Niederhauſen mit einem Zwei⸗Meter⸗Schuß den nächſten Treffer. In der 39. Minute gab es ein Mißverſtändnis in der Nürnberger Hintermann⸗ ſchaft, das Gorſky zum 31:0 auswertete. Nach der Pauſe ſetzten ſich die Gäſte ſtark ein, aber ſie hatten viel Pech.— 10 000 Zuſchauer. Orientierungsfahrt im Renntempo Große Leiſtungen der NSKK-Molorgruppe Sü weſt Am Sonntag veranſtaltete die NSKK⸗Motorgruppe Süs⸗ weſt ihre nun ſchon Tradition gewordene alljährliche Orientierungsfahrt. Mit faſt 600 Teilnehmern bildet ſie eine der größten motorſportlichen Veranſtaltungen Deutſch⸗ lands in dieſem Jahr. Organiſation, Durchführung und Verlauf der Fahrt waren muſtergültig. Der gut aufgezo⸗ genen Veranſtaltung entſprachen auch die Leiſtungen, die von den Fahrern des NS, der Wehrmacht, der SA, SS, Pe, Hg und des DDA vollbracht wurden. Die Fahrt hatte ihre Beſonderheiten. Die 25 in der Karte, die den Fahrern eine Stunde vor ihrem Start übergeben wurde, angezeichneten Kontrollpunkte waren nicht nur raf⸗ finiert ausgeſucht, ſie ſagen vor allem auch in einem ſo ausgedehnten Raum, daß ſie innerhalb der ſiebenſtündigen Fahrzeit unmöglich alle von einer Mannſchaft oder einem Einzelfahrer„mitgenommen“ werden konnten. Das war vorher ſchon bekannt, und deshalb wurde die Orientie- rungsfahrt faſt zu einem Rennen. Die Fahrer mußten jede Sekunde Zeit ſchinden und auf den wenigen Strecken, die nicht über Felder und Waldwieſen führten, bis zum letzten aufdrehen, um möglichſt viele Kontrollſtellen an⸗ laufen zu können. Nebel in den Frühſtunden, Schlamm⸗ ſtrecken öſtlich von Tübingen und verſchiedene Wieſen⸗ fahrten, die nötig waren, ſtellten für den Wettbewerb be⸗ ſondere„Feinheiten“ dar. Aber alle Schwierigkeiten wur⸗ den gemeiſtert; der größte Teil der Teilnehmer traf recht⸗ zeitig am Ziel in Tübingen ein und hatte eine ganze nette Anzahl von Stempeln geſammelt. 18 Kontrollſtellen für Einzelfahrer und 16 für Mannſchaften waren höchſtens herausgeholt worden. Sailer⸗Stuttgart fuhr die 392 Kilo⸗ meter lange Strecke in einem Durchſchnittstempo von 58 Km.⸗Std. Wacker hielten ſich auch die Hitler⸗Jungen auf ihren Kleinſtmotorrädern. Die Ergebniſſe (Die nachſtehend aufgeführten Sieger erhielten plaketten): Perſonenkraftwagen über 2500 cem: Mannſchaft: NS. Singen 106 P.— Einzelfahrer: Stm. Loenholdt(N Frankfurt) 124 P.— Bis 2500 cem: Mannſchaft: NScdck Ulm 148., Einzelfahrer: Rf. Kauffmann(NS Kai⸗ ſerringen) 150 P.— Bis 2000 cem: 1. NS Kin Ulm 148 P. Einzelfahrer: Stm. Fuß(NS Ebingen) 160 P.— Bis Gold⸗ im Reich Abteilung 5 Gutach— Elgersweier 30 Kehl— Lahr 710 Emmendingen— Walbkirch 313 Jahn Offenburg— Endingen:9 Abteilung 6 Rheinfelden— Sportfr Freiburg 710 Sc Freiburg— Fahrnau:1 Tumringen— Weil:1 Abteilung? St. Georgen— Fe Konſtanz:8 Villingen— Donaueſchingen:0 Gottmadingen— Stockach 324 BfR Konſtanz— Radolfzell 113 Bezirksklaſſe Südweſt Main: SpVg 03 Fechenheim— VfL Germania 94 311; Viktorig Eckenheim— VfB Unterliederbach:2; VfL 47 Rödelheim— Sportfreunde Frankfurt:1; SpVg 02 Gries⸗ heim— SpVg Bergen⸗Enkheim:1; J Frankfurt— SpVg 03 Neu⸗Iſenburg:4; FV 09 Sprendlingen— Ger⸗ mania Schwanheim 410. Starkenburg: BSC 99 Offenbach— Germania Bieber :1 Vs Offenbach— FSV Heuſenſtamm:4; SC 07 Bürgel— Fc 03 Egelsbach:0; Germania Oberroden— Kickers Obertshauſen:0? Ds Darmſtadt— SV 98 Darmſtadt:1; Haſſia Dieburg— SpVg 04 Arheilgen 911. Rheinheſſen: F 02 Biebrich— Fg 03 Mombach 310; SV Koſtheim— Haſſia Bingen:1; Opel Rüſſelsheim— TSV Abenheim 14:0; S Hofheim— Viktoria Walldorf 01; RTS Mainz 05— Trug Kaſtel:0 SV 09 Flörs⸗ heim— SpVg Weiſenau 410. Saarpfalz: Vfs St. Ingbert— VB Dudweiler 023; Sc 09 Völklingen— Sportgemeinde Burbach:2 FC Quierſchied— Saar 05 Saarbrücken:0; VfB Dillingen — FV Diefflen:2; VfB Theley— SV Sulzbach 113; Sc Mittelberbach— Saor Saarlautern 222. Bezirksklaſſe Württemberg Unterland: SpVg Aſperg— BfR Heilbronn:2; SpVg Heilbronn— VfB Sontheim:1; FV Neckargartach— Kornweſtheim:1; Knorr Heilbronn— Fc Renningen 14 Stuttgart: TS Münſter— Spvg Untertürkheim 42; FC Urbach— Wach Allianz Stuttgart 215; Vs Böblingen — VfR Gaisburg:1. Zollern: SV Eningen— VfB Obereßlingen:0; SpVg Tübingen— FV Nürtingen:1; VfB Kirchheim— Sportfreunde Tübingen 113. Schwarzwald: SpVg Freudenſtodt— Fc Mengen:1; DSV Aiſtaig— SpVg Schramberg:3; Sc Schwennin⸗ gen— FC Tailfingen:2; FV Tuttlingen— SV Spai⸗ chingen:1. Alb: FV Geislingen— SV Göppingen:2; Fc Uhin⸗ gen— VfR Aalen:3; TSV Mergelſtetten— Pf Hei⸗ denheim:2; FC Eislingen— Reichsbahn Ulm 23. Bodenſee⸗Vorarlberg: FE Wangen— S Weingarten 121; Vfch Friedrichshafen— Ic Dornbirn:1; FC Feld⸗ kirch— FC Bludenz:2. 1500 cem: Mannſchaft: NSsickh Stuttgart 136 P.— Ein⸗ zelfahrer: Truppf. Fiſcher Nürtingen] 160 P.— Sport⸗ wagen über 2500 cem: Einzelfahrer: Stufſ. Wieland Ulm) 180 P. Bis 25% cem: Mannſchaftf Ss Sücdweſt 1 Stuttgart 160., Ss Südweſt 2 Stuttgart 160 P.— Ein⸗ zelfahrer: Frau Chriſtel Meinecke(Hannover] 150.— Kübelwagen: Mannſchaft: Nachrichtenabtlg. 25 Cannſtatt 168 P.— Einzelfahrer: Rf. Zöpperitz(Stuttgart) 170 P. Kleinſtkrafträder bis 125 cem: HJ Neckarſulm 66., Ein⸗ zelfahrer: Oberſchf. Pauer(Ulm Motor⸗HZ 76 P.— Bis 100 cem: Mannſchaft: Motor⸗H3 Stuttgart 54., Ein⸗ zelfahrer: Ri. Alf(Rottweil) 46 P.— Bis 250 cem: Mann⸗ ſchaft: NS Ulm 128., Einzelfahrerr NScK⸗Mann Grüninger(Bomdorf) 144 P.— Bis 350 cem: Mannſchaft: NS Neckarſulm 140., Einzelfahrer: Sch Höfer(Hei⸗ denheim) 148 P.— Ueber 350 cem: Mannſchaft: NS Isnb 250., Einzelf. Schf. Baiſch(Walddor'), ſchik(Rottweil), ÜUſchf. Vogt(Ellwangen). S2 Deutſchland, Dürr(Calmbach), DDA, alle 140 P.— Krafträder mit Beiwagen: Mannſchaft: MG⸗Batl. 4 Müllheim 168., Einzelfahrer: NSͤͤK⸗Mann Holder (Köngen) 178., Oblt. Braune(Sch.⸗R. 1 Gera) 1,70 P. tm. Gott⸗ Standarte 4 2 Nationalelf- Württemberg Eine Reihe großer WHW⸗Fußballſpiele Die Aufgaben, die das Winterhilfswerk als größte ſoziale Einrichtung der Welt in den nächſten Monaten vorfindet, ſind derart gewaltig, daß es während dieſer Zeit eines beſonderen Einſatzes des geſamten deutſchen Volkes bedarf. Auch für unſere Fußballſportler gilt der Mahnruf unſeres Führes, in dieſem Jahr beſonders groß⸗ zügig in der Mitarbeit zu ſein. Und ſo ſind für den 16. November, der unter dem Motto„Fußball und Winterhilfe“ ſteht, eine Reihe zugkräftiger Auswahl⸗ ſpiele angeſetzt, die bei etwas gutem Wetter ſicherlich ihren Zweck erfüllen werden. Im Mittelpunkt des Programms ſteht ſelbſtverſtändlich wieder die Nationalelf die diesmal in der Stuttgarter Adolf⸗Hitler⸗ Kampfbahn auf die Gaumannſchaft von Würt⸗ temberg trifft. Daneben werden ſicherlich auch die Städteſpiele München— Wien und Augsburg— Wien großen Anklang finden. Das bisherige Programm der WH W⸗Spiele: 5 — Hertha⸗BSC Berlin, BC Hartha SS Stettin Deſſau 05, Hamburger SV— Berliner SW 92, Fortung Düſſeldorf— Hannover 88, DSc Hagen 05— Schalke og, Hanau 93— VfR Mannheim, 1. FC Pforzheim — Eintracht Frankfurt, 1. Fc Nürnberg— Rapid Wien, Wiener SE— München 1860, Kricket Magdeburg Fortung Leipzig, Vfs Osnabrück— TV Eimsbüttel, Alemannia Aachen— Boruſſia Dortmund, SC 03 Kaſſel — Schwarz⸗Weiß Eſſen, Boruſſia Neunkirchen— Kickers Stuttgart, Oberſchleſien— Mittelſchleſien in Hindenburg, John Henry Lewis, der Neger⸗Weltmeiſter im Halb⸗ ſchwergewicht, verteidigte ſeinen Titel in Newhaven mit Erſolg. Ueber 15 Runden beſiegte er ſeinen Landsmonn Al Gainer nach Punkten, obwohl Gainer noch nach der 10. Runde klar in Führung log. Oſtpreußens Amateurboxer ſiegten im Rigaer„Drei⸗ länder⸗Turnier“ mit 22 Punkten vor Lettland mit 16 P. und Polen mit 10 P. Die Deutſchen Limbach(Badttamj, Schimanſki(Feder), Garmeiſter(Mitteſ)und Stinfki (Halbſchwer) wurden Sieger ihrer Gewichtsklaſſen. Die deutſchen Billard⸗Meiſterſchaften 1939 ſtehen termin⸗ lich wie folgt feſt: Titelkämpfe im Fünfkampf ab 19. Ja⸗ nur in Magdeburg, im Zweiball⸗Ccce 45 ab 16. Februar in Hannover, in der Freien Partie ab 24. Februor in Wien, im Dreibandenſpiel a 16. März in Berlin und iir Einbandenſpiel ab 4. Mai in Bremen. Die Meiſterſchaft im Zweiball⸗Cadre 71 wird ab 13. April ausgetragen, doch ſteht der Ort noch nicht feſt. Der„Deutſche Turnerbund Wien“ hat ſich aus rund 80 Wiener Vereinen unter Führung von Bürgermeiſter SA⸗Brigadeführer Dr. Neubacher gebildet. Der neue Großverein gehört dem Dae an. Hermannia Frankfurt oͤreifacher Meiſter Auch im Degeunfechten wieder Meiſter Die Vormachtſtellung der Frankfurt a. M. ſcheint auch in dieſem Jahre bei den Deutſchen Vereins⸗Mannſchoftsmeiſterſchaften im Fechten in Leipzig allen Anſtürmen ſtandzuhalten. Nach dem Sieg der Frankfurter auf Florett wurde Hermannia jetzt auch wieder Meiſter auf Degen, ſo daß wahrſcheinlich eine Wie⸗ derholung des dreifachen Meiſterſchaftsſieges des Vor⸗ jahres bevorſteht. Im dritten Durchgang fertigten die Frankfurter Fechter die Stuttgarter Ss ganz überlegen mit 19˙ ab und SS Berlin kam über die Wehrmacht mit Fechter von Hermannia 10:5 zum Sieg, ſo daß die Berliner den zweiten Platz eroberten. Die Ergebniſſe: Mannſchaftsmeiſterſchaft auf Degen: 1. Hermannia Frankfurt a. M. 3 Siege, 0 Niederlagen; 2. SS Berlin 2., 1.; 3. MTV Wünsdorf 1., 2.; 4. SS Stutt⸗ gart 0., 3 N. Hermannia holt ſich auch den oͤritten Titel Dramatiſcher Endkampf mit der Berliner SS Wiederum iſt es Hermannia Frankfurt a. M. ge⸗ lungen, wie auch im Vorjahr alle drei Mannſchaftstitel zu erringen. Nach Siegen auf Florett und Degen er⸗ kämpften ſich die Frankfurter nun auch die Meiſterwürde auf Säbel. Jedoch iſt der Vormarſch der SS⸗Fechter Ber⸗ lins unverkennbar, und nur das ausgeglichenere Können aller Fechter gab für Hermannio den Ausſchlag. Der zweite Durchgang ſah die Berliner SS in aus⸗ gezeichneter Form. Die Frankfurter SA⸗Männer leiſteten zwar harten Widerſtand, aber die Berliner SS mit Grup⸗ penführer Heydrich an der Spitze kämpfte äußerſt vorſichtig und gab keinen Treffer unnötig ab. SS⸗ Gruppenführer Heydrich beſiegte nach ſchiitem Gefecht SA⸗Obergruppen⸗ führer Beckerle und den Frankfurter Löffler. Mit 10:6 ge⸗ wann die Berliner SS über die Frankfurter SA. Her⸗ mannia Frankfurt a. M. ſchlug den DF Düſſeldorf gleich⸗ falls mit 10:6, ſo daß die Entſcheidung im Trefßen zwiſchen Hermannia und der Berliner SS fallen mußte. 2 In prächtigem Einſctz behaupteten ſich die Berliner SS. Fechter gegen die Frankfurter Hermannia. Mit 877 hatte ſich der Titelverteidiger einen knappen Vorſprunig erkämpft, als Altmeiſter Casmir gegen den jungen Hauptſcharführer Liebſcher antrat. Casmir rettete durch ſeinen Sieg auch den Enderfolg wit:7 für Hermonnia, ſo daß die Fronk⸗ fürter wieder alle drei Titel an ſich brachten. Hätte Lieb⸗ ſcher das:3 erzwungen, wäre der SS auf Grund des beſſeren Trefferverhältniſſes der Sieg zugeſallen. Um den dritten und vierten Platz trennten ſich SA Frankfurt a. M. und DC Düſſeldorf:8. Das Treffer verhältnis 60:63 ent⸗ ſchied für die Frankfurter. Die Ergebniſſe: Mannſchaftsmeiſterſchaft im Säbelfechten: 1. Herman⸗ nia Frankſurt a. M. 3 Mannſchaftsſiege, 29 Einzelſiege; 2. SS Berlin 2 Mannſch., 25 Einzelſiege; 3. SA Frank⸗ furt a. M. 1 Mannſchafts⸗, 20 Einzelſiege; 4. Dee Düſſel⸗ dorf 0 Mannſchafts⸗, 22 Einzelſiege. Deutſche Hockey-Frauenelf gegen Irland Ein Aus wahlſpiel auf dem Reichsſportfeld bildete am Sonntag den Abſchluß des Reichslehrgonges der Hockey⸗ Frauen, an dem 25 Spielerinnen beteiligt waren. Die neu zuſammengeſtellte-Mannſchaft beſtreitet am 6. No⸗ vember in Köln den Kampf gegen Irland in folgender Aufſtellung: Stickel(Frankfurt a..); Diercks(Homburg), Schell hardt(Köln); Pahl(Berlin), Haſſelbach, Lohſe(beide Ham⸗ burg); Veit, Trede, Schmidt(alle Berlin), Hargus(Lu⸗ beck], Heegard(Berlin). Erſatz: Bäuerle(Mannheim) Gleichzeitig wurde die Auswahl einer B⸗Mannſchaft getroffen, für die Frankreich ader Belgien als Gegner, gewonnen werden ſoll; ſie ſetzt ſich wie folgt zuſammen Stecher(Bremen), Beumelburg(Berlin), Vogel(Han⸗ nover); Thien(Berlin), Bäuerle(Mannheim), Pet⸗ mecki(Berlin); Klein(Hamburg), Drews(Berlin), Latte (Köln), Vogel(Würzburg), Niebuhr(Düſſeldorf), Ersatz; Faber(Magdeburg). ö Balke ſchwamm Rekord Die internationale Jubiläumsveranſtaltung der Waſſer⸗ freunde 98 Hannover nahm am Samstag einen verheißungs⸗ vollen Auftakt. Europameiſter Joachim Balke war in beſtechender Form und wartete gleich zu Beginn der Hallen⸗ ſchwimmzeit mit einem neuen deutſchen Retord über 100 pz Bruſt auf. Er verbeſſerte die alte Höchſtleiſtung von Ohr⸗ dorf von:10,8 auf:10.7; Ohrdorf wurde Zweiter in:12,06 vor dem deutſchen Jugendmeiſter Köhne mit 113,4. Ueber 100 Meter Kraul ſtartete Europameiſter Keel Hoving; ſein Erſcheinen verlor aber durch das Fehlen des deutſchen. Meiſters Helmut Fiſcher und ſeines Klubkameraden Heibel viel an Wert. So brauchte ſich der Holländer nicht ſehr anzuſtrengen, um in:02,3 vor Wille und Birr anzu⸗ ſchlagen. Im Waſſerballſpiel ſtanden ſich die Meiſter von Frankreich und Deutſchland, Enfants de Neptune tour⸗ coing und Waſſerfreunde Hannover, gegenüber. Die Waſſer⸗ freunde gewannen gegen die ſtarken Franzoſen verdient mit:4(:2) Toren. Bei den Frauen waren die däniſchen Europameiſterinnen Ragnhild Hveger und Inge Sörenſen in den Einzelrennen nicht zu ſchlagen. 85 Die Ergebniſſe: 100 Meter Bruſt: 1. Balke⸗Bremen 110,7(neuer deut⸗ ſcher Rekord); 2. Ohrdorf⸗Magdeburg 112,6: 3. Köhne⸗ Magdeburg:13,4.— 100 Meter Kraul: 1 Hoving⸗Holland 102,3; 2. Wille⸗Spandau und Birr⸗Berlin:03,5.— Frauen. 100 Meter Kraul: 1. Hveger⸗Dänemark 107,5; 2. Arndt⸗ Dänemark 110,5; 3. Kraft⸗Dänemark:10,5: 4. Pollak⸗ Spandau:11.4.— 200 Meter Bruſt: 1. Sörenſen⸗Däne⸗ mark:06,5; 2. Wollſchläger⸗Duisburg:10,3; 3. Engelmann⸗ Berlin 315,2.— 4 mal 100 Meter Kraul: 1. Dänemark 40,8: 2. Deutſchland(Pollak. Halbsguth, Schmitz, Karnatz) Balke in Hochform Die Vexranſtaltungen der Waſſerfreunde 98 Hannover anläßlich ihres 40jährigen Beſtehens wurden durch zwei neue Rekorde des deutſchen Meiſters Joachim Balke zu einem ſportlich überragenden Ereignis. Am zweiten Tag legte der Bremer die 200 Meter Bruſt in neuer Europarekordzeit zurück. Er verbeſſerte ſeinen eige⸗ nen Rekord von 238,3 auf:37,8 und iſt nun dem Welt⸗ rekord des Amerikaners Kasley auf ſechs Zehntelſekunden nahegerückt. Der Magdeburger Rudi Ohrdorf hatte am Zu⸗ ſtandekommen des Rekords hervorragenden Anteil, denn el führte Balke in:13 an die 100⸗Meter⸗Marke heran, Der Holländer Hoving wartete am Sonntag mit einer weitaus beſſeren Leiſtung als am Vortag auf. Mit einer Zeit von 59,8 für 100 Meter Kraul bewies er ſeine große Klaſſe. Hinter ihm war die Reihenfolge von Birr und Wille kaum zu erkennen. Im Waſſerballſpiel drehte dies mal der franzöſiſche Meiſter Enfants de neptune tourcbing den Spieß um und ſchlug die Waſſerfreunde Hannover 528 (221). Ausſchlaggebend waren die größere Geſchloſſenheit— ſie gewannen auch die Kraulſtaffel der Waſſerballer über „mal 50 Meter vor Hannover— und einige Deckungs⸗ fehler der Hannbveraner, die Padou, der alte Fuchs, prompt ausnutzte. Zudem war Gunſt nicht in beſter Form. n den Wettbewerben der Frauen ſpielten die Däninnen eine überragende Rolle, doch mußte ſich Europameiſterin Inge Sörenſen über die kurze 100⸗Meter⸗Bruſtſtrecke ſehr uu ſtrengen, um die gute Duisburgerin Trude Wellſchläger mit:25,41 im Endſpurt niederzuringen. 5 Die Ergebniſſe: 100 Meter Kraul: 1. Hoving(Holland) 59,8; 2. Bike (Berlin) 102,3; 3. Wille Spang):05,37 4. Dewafß (Paris) 124,6.— 200 Meter Bruſt: 1. Balke(Bremen 237,8(ueuer deutſcher und Europarekord); Urdor! (Magdeburg):45,65 3. Köhne(Magdeburg) 22503. Frauen: 100 Meter Bruſt: 1. Sörenſen(Danemet 125,14; 2. Wollſchläger(Duisburg) 125,3, 3. Engelmann (Berlins 134,4.— 400 Meter Kraul: f. Hpeger(Düle mark) 517; 2. Kraft(Dänemark) 545,6; 3. Schmitz(Sunn dauf 5144,—(0g Meter Rücken I. Brunſtrzm date — F mark) 149,1; 2. Pollak(Spandau):22,1; 3 Heins(Mag burg]:24,5 4. Arndt(Dänemark) 1230/6; 5. Kraft(Da mark) 180,7.— 4 mal 50 Meter Kraul: 1. Dänemar 2505; 2. Deutſchland(Schmitz, Halbsguth, Pollak, Ba Holz):07,8. + ö 2 5 8 — e reer Montag. 31. Oktober 38 2 228 8 FTS-ZETTTLNG Abend- Ausgabe Nr. 505 W e Für alle Verkehrsmiſiel im nãchsien Jahrzehni reichlich Arbeit Binnenschiflahrisſag in Magdeburg 3 Nach dem feierli shebewerks Magde 0 938 ganz im hr und Wir überragenden Die Tagung wurde am ö Kundgebung in der Magdeburger Btzepräſident des Zentralvereir t mit einer lle eröffnet. Der 8 8 deutſche Binnen⸗ ſchiffahrt E.., Dr. Krohne, begrüßte den Rei rkehrs⸗ Miniſter und die übrigen Ehrengäſte und Teilnehmer. Dann ſprach Reichsverkehrsminiſter Dr. Dorpmüller „Wir haben geſtern in einer eindrucksvollen Feier die Kololverbindungen zwiſchen Rhein und Elbe gefeiert. Mit dieſer Verbindung wurde eine Löſung gefunden, durch die die Waſſerſtraßenſyſteme des Weſtens und des deutſchen Oſtens zu einem Ganzen ſammengefügt wurden. Die Arbeit geht weiter. Schon ſahen Sie die Pfeiler der Kanalbrücke bei Hohenwarte in der Elbe flehen. In wenigen Jahren wird der Umweg über die Elbe in den Ihle⸗ Plauener Kanal nicht mehr nötig ſein. Der Südflügel des Mittellandkonals über die Saale nach g ſchreitet ſort. h freue mich, daß ich als Betreuer ihres ſchweren Be⸗ rufes an dleſem Feſttage zu den Herren des Binnen⸗ ſchiffahrtstages ſprechen kann. Sie haben ja ein Anrecht darauf, meine Einſtellung gegenüber der Binnenſchiffahrt zu erfahren, und das um ſo mehr, als Sie wiſſen, daß ich oller Eiſenbahner bin, und daß zwiſchen Eiſenbahnen und Baſſerſtraßen manchmal ein etwas wohl zu heftiger Gegen⸗ ſatz beſtand. Ich darf Ihnen aber heute ſchon ſagen, daß Sie ſich keine Sorgen um meine Perſon zu machen brau⸗ chen, Gewiß, in Zeiten, wo die Wirtſchaft und damit der Verkehr darniederlag, traten naturgemäß die verfe beuen Verkehrsmitteln in ſcharſen Wettbewerb zueinander. Heute liegt ober eine bis auf 600 Millionen Tonnen ſührlich angewachſene Transportmenge vor, die ſo groß iſt, daß jedes Mittel zu ſeiner Bewältigung mit herangezogen werben muß. Man wird mir einwenden, daß dieſe Trans⸗ bortmenge auch wieder ſinken könne; zu einem gewiſſen Maße kann das richtig ſein. Aber einen ſolchen Abſturz, wie wir ihn von 1929 an im Verkehr erlebt haben, halte ich für die Zukunft für unmöglich. Auch wenn die großen Aufträge für den Ausbau des Heeres und der Befeſtigung und das Vierjahresprogramm beendet ſind, liegen in dem neuen um die Oſtmark und das Sudetenland vergrößerten Deutſchland noch ſo gewal⸗ lige Aufgaben vor, daß für alle Verkehrsmittel im nächſten Jahrzehnt auch wenn ich weiter nicht denken wollte, reichlich Arbeit vorhanden iſt. Heute fehlen uus etwa eine Million Arbeiter. Ich habe die Vorkriegszeiten miterlebt, wo jährlich der Eiſenbahn⸗ bexkehr ſich um 6 v. H. vergrößerte und wo von ber Eiſen⸗ Jahndirektion Eſſen der Bau des Rhein⸗Herne⸗Kanals geradezu begrüßt wurde, weil die Eiſenbahn den ſtändig wachſenden Verkehr nicht mehr bewältigen konnte. Man ſehnte ſich bei der Eiſenbahn direkt nach einer Ruhepauſe, um die eigenen Anlagen, die unter dem Druck des ſtets weiter ſteigenden Verkehrs unſyſtematiſch erweitert wor⸗ den waren, endlich einmal organiſch umbauen zu können. Was die Binnenſchiffahrt zu leiſten vermag, hat der nur halbfertige Mittellandkanal ſchon im Kriege gezeigt, und doch ſehe ich den Tag kommen, wo der für 13 Mil⸗ lionen Tonnen gebaute Kanal durch Vergrößerung der Shleuſenzahl leiſtungsfähiger geſtaltet werden muß, um bie gewaltigen Erz⸗ und Kohlentransporte der neuen Heimann⸗Göring⸗Werke und der ſonſtigen ſich an ihm und in Mitteldeutſchland entwickelnden Induſtrie bewältigen zu können. Ich weiß, daß Sie große Beſorgnis wegen der Tarißf⸗ gestaltung auf dem Kanal hegen. Es iſt alſo Pflicht des Reiches, jeder Ungerechtigkeit zu wehren. Dem neuen Kanal wohnt ja eine ſo ſtarke Dynamik von großer Reich⸗ weite inne, daß ſie vom Reich durch ſeine Abgabenvpolitik geſteuert werden muß, andernfalls würde ſie zu Schädigun⸗ gen im deutſchen Wirtſchaftskörper führen, die dieſem nicht zugemutet werden können. Der Mittellandkanal iſt aber nicht nur eine wertvolle Gabe für die deulſche Wirtſchaft, ſondern in gleichem Maße auch für die deutſche Binnenſchiffahrt ſelber. Die Stärke der Binnenſchiffahrt liegt ja gerade im Verkehr über lange Strecken, und ſo ſchafft der Kanal für den Waſſerweg Ver⸗ kehrsbeziehungen in einem ſolchen räumlichen Ausmaß, wie es von der deutſchen Binnenſchiffahrt bisher noch nicht geboten wurde, Sie haben jetzt die Möglichkeit, ihre Stärke im Langſtreckenverkehr zu beweiſen. Nunmehr vollzieht ſich ein wichtiger Schritt für den inneren Zuſammenſchluß des Schiffahrtsgewebes. In wenigen Jahren werden ſie durch die vollwertige Kanal⸗ verbindung vom Rhein zur Donau noch eine weitere Er⸗ gänzung finden. Der gegenſeitigen Befruchtung zwiſchen weſt⸗ und oſt⸗ deulſcher Binnenſchiffahrt iſt jetzt das Tor geöffnet und wird Ver geſamten Binnenwirtſchaft zum Segen werden. Der Eifer, mit dem Oſt und Weſt ſich ſchon vor der Er⸗ öffnung des Kanals zur Gemeinſchaftsarbeit zuſammenge⸗ ſunden haben, kann als verheißungsvoller Auftakt hierfür angeſehen werden. Wesideuische Schiffahrf und Elbekarſell Geſetzliche Regelung des Verhältniſſes Am 30. Oktober wurde der Uebergang des Mittel⸗ landkanals zur Elbe der Schiffahrt freigegeben. Mit der Herſtellung der durchgehenden Waſſerſtraßenverbindung kann, ohne ſchwere Schädigungen für die Wirtſchaft und die mürkiſchen Waſſerſtraßen kommen und die mittel⸗ und oſt⸗ beutſche Schiffahrt über den Mittellandkanal bis in das Rheingebiet fahren. Demit trifft die bisher nur wenig gebundene weſt⸗ dentſche Schiffahrt auf die kartellierte Elbeſchiffahrt und wefter öſtlich auf die Bindungen der Needereivereini⸗ gungen und Kleinſchifferverbände. Da das Elbeſchiffahrtkartell nicht aufgehoben werden lan, ohne schwere Schädigungen für die Wirtſchaft und die Kleinſchiffahrt auszulöſen und auch die Verbondslöſungen l der Kurmark und auf der Oder aufrechterhalten werden müſſen, war es notwendig, das Verhältnis der weſtdeut⸗ ſchen Schiffahrt zu der mitteldeutſchen und oſtdeutſchen zu 56 0 Eine 29. Durchführungsverordnung des Reichsver⸗ ſchreminiſters zum Geſetz Über oe Bekämpfung der Not⸗ lage der Binnenſchiffahrt ſieht vor, daß für den Wechſelverkehr Weſten nach Oſten und von 1 nach Weſten die weſtdeutſche Binnenſchifſahrt von den für die Elbe, die Waſſerſtraßen der Kurmark und die Oder erlaſſenen Sondervorſchriften zur Bekämpfung Notlage der Binnenſchiffahrt befreit bleibt. zie dür dielenigen Transporte der weſtdeutſchen Schiffahrt, 963 15 Bereich der Elbe und der mit ihr im Zufammen⸗ bleib ehenden östlichen Waſſerſtraßen beginnen und enden, 9 5 die celine ungen des Elbekartells, der Reederei⸗ Aurach en und Kleinſchifſer⸗Verbände grundſätzlich enplokereen Es iſt den Verbänden im Oſtraum ſedoch deulf en, im Wege von Sondervereinbarungen den meſt⸗ 50 chen Schifahrttreibenden ouch im Raume von Elbe 5 der Transporte zu überlaſſen. 25 Wesen eue Schiffahrt muß ſich dabei aber den glei⸗ . ränkungen unterwerfen, die die mittel⸗ und Aer che Binnenſchiffahrt freiwillig übernommen oder fol 5 N erhalten hat. Die weſtdeutſche Binnenſchifſahrt aich 5g die Möglichkeit zur Gewinnung von Rückſrachten wiche zun bekommen, wenn ſie ihre Schiſſe nicht gleich r mit Ladung auf den Mittelland kanol zurückgehen Zuversichfliche Grundiendenz Aufowerie bevorzugt/ Renten sſill Rhein⸗Mainiſche Mittagsbörſe; Ruhig und wenig verändert Frankfurt, 31. Oktober. Von der Kundſchaft lagen eher kleine Kaufauftrage vor, die aber wiederum nur einzelne Spezialpapiere betrafen. Andererſeits erfolgten aus der Börſe heraus mäßige Glatt⸗ ſtellungen, ſo daß die Kursentwicklung am Aktienmarkt nicht ausſchließlich nach oben gerichtet war. Auch bewegte ſich das Geſchäft in engſten Grenzen, ſelbſt bei den bevor⸗ zugten Papieren waren die Umſätze ohne Bedeutung. Die freundliche und zuverſichtliche Grundtendenz beſtand weiter fort, zumal die Börſe in den nächſten Tagen kaum mit Nachlaſſen der Kurſe rechnen zu können glaubt. Die Be⸗ gründung dafür dürften Hoffnungen auf bevorſtehende verſchiedene Abſchlußmitteilungen ſein. Am Montaumarrt lagen Hoeſch 1% v. H. ſchwächer mit 119, auch Mannesmann nur knapp gehalten mit 113.75(114); andererſeits Verein. Stahl voll behauptet mit 112(11176). Erhöhtes Intereſſe fanden Autowerte, insbeſondere Daimler mit 139.75—140.50 (139), ſodann begegneten AE größerer Nachfrage bei 122.75 bis 123.50(122.50). Zellſtoff Aſchaffenburg waren um A v. H. auf 119.50 erholt. 17 74 Lloyd 81,(81.50) Am Rentenmarkt blieb das Geſchäft auf allen Gebieten äußerſt klein, ebenſo wurden keine größeren Abweichungen bekannt. Im Verlauf lagen jedoch einzelne Liquidations⸗ pfandbrieſe feſt, Frankfurter Hyp. 101,50(101), Rheiniſche 101,50(101,20), Naſſauiſche 10136(101). Außerdem zogen bei den Induſtrieanleihen 6 v. H. J Farben auf 12295 (12176) an und von kommunalen Werten ſtellte ſich Deko⸗ ſama 1 auf 136(135,65). Von den variablen Papieren Alt⸗ beſitzanleihe unv. 13076, ebenſo Reichsbahn⸗VA mit 12575 und Kommunalumſchuldung halbamtlich mit 93,80. Von einzelnen Spezialwerten ausgehend, war die Hal⸗ tung im Verlaufe eher etwas feſter, was aber kursmäßig nur vereinzelt zum Ausdruck kam. Auch belebte ſich das Geſchäft nur wenig. AEG 124 nach anfangs 122,75, Deutſche Erdöl 133 nach 132, Hoeſch 0,75 v. H. erholt auf 119,75, Demag 151,75—152 nach 151,50 und Weſtd. Kaufhof ſchwan⸗ kend zwiſchen 1056— 105,50. Die ſpäter notierten Werte lagen größtenteils 0,50—1 v. H. höher, Harpener plus 1,50 v. H. auf 151, andererſetts eine Reihe von Elektrowerten nur knapp gehalten. Für Bankaktien hat ſich die Nachfrage belebt, Großbankwerte je 0,25 v. H. ſeſter, von anderen Frankfurter Bank nach Pauſe 100(98) und Effektenbank 90 ). Im Freiverkehr lagen Ufa⸗Film weiter feſt mit 84,50 (82,25), ſonſt blieben die letzten Kurſe behauptet. Berliner Börſe: Aktien uneinheitlich Berlin, 31. Oktober. Hatte man vorbörslich auf Grund der bei den Banken eingegangenen Kaufaufträgen der Kunsſchaft mit einer feſteren Tendenz der Aktienmärkte gerechnet, ſo zeigte ſich bei Börſenbeginn in der Kursgeſtaltung eine uneinheitliche, wenn nicht ſchwächere Tendenz. Das lag daran, daß der berufsmäßige Handel vom Samstag Material übrigbe⸗ halten hatte und dieſes nunmehr glattſtellte. Dadurch wur⸗ den die Kaufaufträge des Publikums überdeckt. Die Grundtendenz blieb indeſſen freundlich, ſo daß nach der erſten Notiz vielfach kleine Beſſerungen Platz griffen Zu einer nennenswerten Belebung kam es jedoch nicht. Mon⸗ tonwerte wurden meiſt auf Samstagſchlußbaſis gehandelt; um je 96 v. H. feſter kamen Verein. Stahlwerke und Laurahütte an, während Hoeſch 0,50 v. H. hergaben. Von Braunkohlenwerten hatten nur Ilſe Genußſcheine mit minus 0,50 v. H. eine Abweichung aufzuweiſen, Am chemi⸗ ſchen Markt ermäßigten ſich Farben zunächſt um 6 auf 153,25, zogen dann aber wieder auf 15336 an. Elektro- und Venſorgungswerte ſtanden eher im Angebot, ſo u. a. Sie⸗ mens(minus 1,50), Schuckert, Lieſerungen und Deſſ. Gas (je minus 0,75 v..; andererſeits konnten Bekulo unter Nachwirkung der Dividendenerklärung& v. H. gewinnen. Bei den Schiffahrtsaktien trat nach den vorangegangenen Steigerungen eine Reaktion ein. Dabei verloren Nordod. Lloyd 1,25 v. H. Im übrigen waren über Prozentbruch⸗ teile verändert nur noch Orenſtein, Deutſcher Eiſenhandel, Holzmann und Zellſtoff Waldhof mit je minus 1 v. H.— Am variablen Rentenmarkt ſtieg die Reichsaltbeſitzanleihe um 5 Pf, auf 130.30, während die Gemeindeumſchuldungs⸗ anleihe im gleichen Ausmaß auf 93.70 zurückging. Im Börſenverlauf war die Kursentwicklung weiterhin nicht ganz einheitlich, jedoh überwogen die Kursbeſſerun⸗ gen. Farben ſtiegen um ½ v. H. auf 153,75. Hoeſch ge⸗ wannen, Conti Gummi, Aſchaffenburger Zellſtoff 95, AEch 1 und Daimler 1,75 v. H. Andererſeits ſchwächten ſich Norddeutſcher Lloyd um, Rheinbraun um 1956 und Junghans um 1,75 v. H. ab. Am Kaſſarentenmarkt lag in Kommunalobligationen ich die Notierungen pten konnten. So gaben Deutſche Preußiſche Hpothekenbank und lt Gold⸗Kommunal je um 7 freundlich. Von Stadt⸗ 0 Reichs⸗ und stagbaſis gehan⸗ k ma mit 0,15 v. H. gationen ſtiegen Farbenbonds um 38, je um ½ v.., während Aſchinger 8 v. H. verloren. t vor, ſo daß einiges? voll Bei den Ind Harpener und! und Baſalt Von den zu büßten Deutſche Ueberſee 1 v. H. ein. Bei den Hypot a 5 1 Einheitskurſen gehandelten Bankaktien 1 und Lübecker Commerzbank k 1 Baye⸗ banken ſtellten ſich höher. Am Markt der K Kamerun um 2, Dag um 275 5 H. ab. Von Induſtriepapieren ſtiegen S rk gegen die Notiz vom 13. Oktober um 10,5 v. H..W Kamp und Müller Gummi gewannen beide nach Unterbrechung 4 bzw. 4% v. H. Andererſeits woren Breitenburger Zement nach Pauſe um 4% v. H. ückgängig, auch Magdeburger Mühlen ſchwächten ſich um 2% v. H. ab. Steuergutſcheine blieben unverändert. E Reichs uldbuchſorderungen, Ausgabe 1: 199er und 1940er je G 1 B; igater G 100 B; 19 zer 98,25 G 99 B; 1943er 98 G 98,75 B; 1945er 97,75 G 98,5 B; 1946er bis 1948er je 97,62 G 98,37 B. Wiederaufbauanleihe, 1944/485er 82 G 82,75 B; 81,87 Gü 82,62 B. Aproz. Umſchuld.⸗Verb. 93,325 G 94,075 B. Am Börſenſchluß zogen die Notierungen zumeiſt an, das Geſchäſt erfuhr jedoch keine Belebung. Daimler, Klöck⸗ ner, Demag und Mannesmann gewannen je 4, Hoeſch ſtiegen um und Reichsbank um 76 v. H. Farben ſchloſſen zu 153,50. Die Reichsaltbeſitzanleihe erreichte im Verlauf der Börſe einen Stand von 130,50. Nachbörslich blieb es ruhig. Geld- und Devisenmarki Berlin, 31. Oktober. Am Geldmarkt waren heute, am Monatsſchluß, für Blankotagesgeld zwar um 16 v. H. höhere Sätze von—3½ v. H. anzulegen, doch war bereits in den Mittagsſtunden wieder die Tendenz zur Ver⸗ flüſſigung vorhanden. Das kam auch darin zum Ausdruck, daß im Wechſelgeſchäft Kaufneigung vorherrſchend war, wo⸗ bei ſich das Intereſſe auf alle verfügbaren Titel erſtreckte. Der Privatdiskontſatz war mit 275 v. H. unverändert. Im internationalen Deufſenverkehr ſtieg der Dollar in London auf 4,7681(4,7653), während er in Amſterdam mit 1,83%(1,83ſ⅜) und in Zürich mit 4,40(.40) nottert wurde. Der holländiſche Gulden ſtellte ſich in London auf .754(.7593) und in Zürich auf 239,55(239,60). Der fran⸗ zöſiſche Frane veränderte ſich in London mit 178,82(178,84) nur unbedeutend. Auch in Amſterdam und Zürich wies er leine nennenswerten Veränderungen auf. Der Schweizer Franken wurde in London mit 20.98(20,99) und in Amſterdam mit 4,74(41,73) bewertet. Später zeigte das engliſche Pfund leicht rückläufige Tendenz, während der Dollar wieder etwas feſter war. 1946/ 8er Diskont: Reichs bank 4, Lombard 5. Privat 8 v. G. Amtlich in Mm Dis⸗ 31, Oktober 29 Oktober tn kont eld Brief Geld Brief Aegypten lögypt. d. 12,175 12,205 12,185 12,215 Argentinien 1P.⸗Peſoſ 0,625 0,628 0,655 0,620 Belgien 100 Beigaf ½ 42,20 42,28 42,19 42,27 Braſiſien„1 Milreis 0,146 0, 148 0,146 0,148 Bulgarien. 100 Leva 6 3047] 3,053 3,047 3,053 Dänemark 100 Kronen] 4 53 0353,13 53,08 53,18 Danzig 100 Gulden 4 475 47,10 47,— 47, 10 England.. IfdDb 2 11,875 11,905 11,885 11,018 Eſtland. logeſtn Kr.] 4% 68,13 68,27 68,13 68,27 Finnland i00finn. Mk. 4 5,40 3,250 5,245 5,253 Frankreich 1007 3 55643 6,657 6,048 6,064 Griechenland 100 Dr.353 2,357.353 2,357 Hollund 100 lden] 2 135,74 136,02 135,71 135,99 Jran( Teheran) spann 14.760 14.78 14,77 14,79 Island. 100 ist Kr.% 53,3 53,23 53,18 53,28 Italſen„ 100 Lire 4% 13,00 13,11 13,00 13,11 Japan ien] 329] 0,693 0,095 6,03] 0,005 Fugoflavilen ioo Dina 5 5,604 5,700 5,694 5,700 Ronada 1 lan Dollar 2,480 2,484 27478 2,482 Lettland. 100 Latts 48,7 438,85 48,75 48,85 Sitauen. 100 8itas,%] 494 42.02 41,94 42.02 Norwegen loogtronen 4 47. 5 8 7710 olen 100 gloty] 3 755 f— 47,10 1 10⁰ 5 55 10,780 10,800 10,790 10,819 5 008 2— 5 92* Saen ie i e ee e Schweig 100 Franken 1 5,63 50,75 50,63 56,75 Span en 100 Peſeten 2— 232 715 7 55 Türkei,. tu 1. ufd. 40 17978 1,982 1,978 1,982 Ungarn„ 100 pengs 2 14 5 78 Uruguay, 1Goldpeſo 9,999 1,982 0,909 1,001 Ger. Staaten Dollar ½ 27405“.40.4051.499 * Fraukfurt, 31. Oktober. Der Geldmarkt war zum Ultimo lecht verſteift, Tagesgeld wurde auf 24(%) v. H. erhöht. laſſen kann, ſondern zunächſt mit einer Zwiſchenladung im Bereich der mitteldeutſchen oder oſtdeulſchen Waſſer⸗ ſtraßen bleiben muß. Sie hat ſich aber dem Notverord⸗ nungswerk der Binnenſchiffahrt im Oſtraum einzufügen. n Frauß Kathreiners Nachfolger Ach. München.— 8 v. H. 7 v..] Dividende. Die Geſellſchaft, deren A ſich vor⸗ wiegend in Familienbeſitz befindet, legte der am 29. Oktober abgehaltenen HV ihren Abſchluß für 1937/38(31. März) vor. Im Bericht wird betont, daß die Tatſache der Um⸗ ſatzerhöhung und des befriedigenden Ergebniſſes den Maß⸗ nahmen zu verdanken war, die hinſichtlich der Waren⸗ einfuhr und Warenverteilung durch die beauftragten Re⸗ gierungsſtellen getroffen worden waren. Die ſtrenge Markt⸗ ordnung habe auch verſchiedentlich Auswüchſe des Konkur⸗ renzkampfes beſeitigt. Das abgelaufene Geſchäftsjahr ſtellte an Leitung und Gefolgſchaft hohe Anſprüche, die jedoch durch das vorbildliche Zuſammenarbeiten gemeiſtert werden konnten. Nach Abzug des diesjährigen Gewinnvortrages von 79 202/(54 009 /) und der ſatzungsmäßigen Ver⸗ gütung an den Auſſichtsrat verbleiben für die Aktionäre beider Gattungen 8 v. H. Dividende, von der 1 v. H. an den Anleiheſtock geht.(Im Vorfahr erhielten die Stamm⸗ aktien 7 v..). Die HV nahm den Abſchluß zuſtimmend zur Kenntnis und wählte in den unveränderten Auſſichts⸗ rat Anton Seißer⸗Würzburg neu hinzu. Den Satzungs⸗ änderungen. die im Zuſammenhang mit dem neuen Aktien⸗ geſetz notwendig waren, wurde Zuſtimmung erteilt. Tuchfabrik Aachen vorm. Süßkind u. Sternau AG, Aachen. Die mit.50 Mill.„ A ausgeſtattete Geſellſchaft hatte 1936⸗37 die Dipidendenzahlung mit 3 v. H. wieder aufgenommen. Wie man erfährt, iſt das am 30. September 1938 abgelaufene Geſchäftsjahr durchaus befriedigend ver⸗ laufen. Wenn auch die Bilanzarbeften erſt begonnen haben, ſo könne doch mit einer Erhöhung der Diyfdende gerechnet werden. In welchem Ausmaß dieſe erfolgen werde, ſtehe zur Zeit allerdings noch nicht feſt. Angaben, wonach 5 v. H. in Frage kommen würden, ſind jedenfalls Vermutungen. Näheres könnte erſt in einſgen Wochen ge⸗ ſagt werden, wenn das Ergebnis feſtſtehe und die Prü⸗ fungsarbeiten durchgeführt ſeien. * Maſchinenfabrik Meer Ac, Mütnchen⸗Gladbach.— 8 (10) v. H. Dividende. In der H des zum Mannesmann⸗ Konzern gehörenden Unternehmens wurde der Abſchluß für das Geſchäftsfahr 1937/8 genehmigt und beſchloſſen, eine Dividende von 8(10) v. H. auszuſchütten. Die Divi⸗ dendenherabſetzung wurde mit Rückſicht auf ein vom Vor⸗ ſtand vorgelegtes Inveſtitionsprogramm vorgenommen, das die Bereitſtellung erheblicher finanzieller Mittel er⸗ forderlich mocht. Wie mitgeteilt wird, iſt der Geſchäftsgang nach wie vor gut. Der Umſatz hat ſich im abgelaufenen Geſchäftsfahr wieoerum gehoben. Ungefähr ein Drittel der geſamten Produktion wurde exportlert. Dos Unter⸗ nehmen rechnet damit, durch entſprechende Maßnahmen in der Fabrikation den Umfatz im laufenden Geſchäftsjahr weiter zu erhöhen. * Beſitzwechſel. Zur Herſtellung und zum Hondel mit Bekleidungsgegenſtänden in Deutſchland ſowie zur Vor⸗ nahme aller dieſem Zweck dienenden Nebengeſchäfte, ins⸗ beſondere zur Uebernahme der Verkaufsſtelle der Firma Bamberger und Hertz Kommanditgeſellſchoft in Köln iſt die Hanſen u. Co. Gmb mit 300 000% Kapital mit Sitz zu⸗ nächſt in Berlin, jetzt Köln, gegründet worden. * Die Zuckerfabriken im September 1938 und im Be⸗ triebsjahr 1937/38.— Erhöhter Abſatz. Auch im September fand in den deutſchen Zuckerfabriken keine Verarbeitung von rohen Rüben mehr ſtatt. Im ganzen Betriebsjahr 1937/38 ſind 136.86 Mill. Dz. rohe Rüben verarbeitet wor⸗ den gegenüber 106,48 Mill. Dz. 1936/37. Die Verarbeitung von Rohzucker betrug im September 110 756 Dz. und vom 1. Oktober 1937 bis 30. Sept. 1938: 12,65(10,94) Mill. Dz. Gewonnen wurden im September 4322 Dz. Rohzucker, wo⸗ mit ſich die Gewinnung vom 1. Okt. 1937 bis 30. Sept. 1988 auf 13,54(11,32) Mill. Dz. beläuft. Der in den freien Verkehr übergeführte verſteuerte Rohzucker belief ſich im September auf 659 Dz. und im Betriebsfahr 1987/38 auf 12 298(12 354) Dz. und auf 1,74 bzw. 16,38(16,25) Mill. Dz. Verbrauchszucker, auf die zuzüglich der anderen Zucker⸗ erzeugniſſe wie Rübenſäfte, Rübenzuckerabläufe, Stärke⸗ uckerſirup und ſeſter Stärkezucker im September 37.52 Mill. ark und im ganzen Berichtsjahr 355,56(350,65) Mill. M. an Zuckerſteuer entfallen. Wiedererhöhungd es ſchweizeriſchen Zuckerzolls. Der Bundesrat hatte am 15. Oktober 1986 nach der Franken⸗ abwertung die Zollſätze je 100 Kilo brutto für Rohzucker um 2 Fr. und für raffinierten Zucker um 3 Fr. herab⸗ geſetzt. Ab 1. November 1938 wird dieſe Zollermäßigung für beide Zuckerarten wieder aufgehoben, und es werden die alten Zollſätze wieder in Kraft geſetzt. Durch dieſe Er⸗ höhung des Zuckerzolls werden ſich die Zolleinnahmen der Schweiz um jährlich etwa 3 Mill. Franken erhöhen. * Speuska Socker AB, Malmö.— Verminderter Rein⸗ gewinn, aber trotzdem wieder.5 v. H. Zum 31. Juli 1938 erzielte dieſe ſchwediſche Zuckerfabrik, weſche auf Grund eines Monopolvertrages mit der ſchwediſchen Reglerung der 9 0 5 Zuckerherſteller des Landes iſt, einen verringer⸗ ten Reingewinn von 4,85 li. V. 5,31) Mill Kr., woraus wieder 3,50 Kronen Dividende auf 80 Mill. A ausgeſchüt⸗ tet werden. Roheinnahmen h als Folge der angewach⸗ ſenen Ernte auf 117,6(101) Mill. Kronen angeſtlegen. Nach dem Bericht war die letztfährige Zuckerrübenernte von 2,1(1,8) Mill. To. die größte, die je verzeichnet wurde. Inſolgedeſſen überſtieg die Rohzuckergewinnung nicht unerheblich den Bedarf, ſo daß eine Verminderung des Rübenanbaues beſchloſſen werden mußte. Der Verkauf von Rafſinadezucker hat ſich leicht auf 271812(270 103) To. erhöht. Es ſcheint indeſſen, als ob fetzt die Verbrauhs⸗ ſteigerung zum Stillſtand gekommen iſt. Die finanzielle Lage des Unternehmens iſt ſehr ſtark, hat aber dadurch eine Verſchlechterung erfahren, daß die Rübenpreiſe bei unverändertem Zuckerpreis erhöht werden mußten. Der deuische Außenhandel Die Einfuhr Deutſchlands lohne Oeſterreich) belief ſich in den erſten neun Monaten auf 4,0 Milliarden 4. Sie hat ſich gegenüber der gleichen Zeit d Vorjahres um 122.1 Mill. J oder um 3,1 v. H. erhöht. 2 Zunahme ent⸗ fällt auf das 1. Vierteljahr; im 2. und 3. Vierteljſahr war taus größten ropäiſchen 46,3 v. H ebietes betrug in tember 3,86 Milliar 1. Die Ausfuhr des Monaten Janugr bis 5 Mill.„4 oder um 8 v. H. geringer als in iſt um 33 r gleichen Vorjahrszeit. Zum größten Teil entfiel dieſer Rückgang auf die Ausfuhr nach den europäiſchen Länder ſie nahm um 183,6 Mill./ oder 6,4 v. H. ab. Die Ar nach Ueberſee war um 153.2 Mill./ oder 11,7 v ringer. Dementſprechend verminderte ſich der 2 überſeeiſchen Länder an der Geſamtausfuhr von 31,2 auf 30,0 v. H. Die Handelsbilanz ſchließt in den erſten neun Monaten mit einem Einfuhrüberſchuß von 164,1 Mill. // ab, der an die Stelle des vorfährigen Ausfuhrüberſchuſſes von 2 Mill. 4 getreten iſt. Miinahme von Zahlungsmifſel in die sudelendeufschen Gebieie die Ver⸗ ing über di herkehr mit e Nachdem die ſudetendeutſchen Gehi Irönung über die Einführung der Deviſenbewirtſchaftung und den 5 Ausland in den ſudetendeutſchen 1938 zum Inland im Sinne der Deviſenbeſtimmungen erklärt worden ſind, hat der Reichs wirtſchaftsminiſter durch Runderlaß 126/38 DSt⸗UeSt die bislang noch be⸗ ſtehenden deviſenrechtlichen Beſchränkung für die Mit⸗ tahme von Zahlungsmitteln aus dem bish Reich gebiet in die ſudetendeutſchen Gebiete mit ſofortiger Wir⸗ kung aufgehoben. Die Mitnahme von tſchecho⸗ſlowakiſchen Geldſorten in die ſudetendeutſchen Gebiete iſt jedoch noch bis auf weiteres verboten. Eine Ausnahme beſteht nur für tſchecho⸗flowakiſche Geldſorten bis zu 300 tſchechg⸗ſlowa⸗ kiſche Kronen für den Durchreiſeverkehr nach der Tſchecho⸗ Slowakei. * United Dairies Ltd. London.— Wieder 12½ v. H. Dividende. Für das im Juni 1938 abgeſchloſſene Geſch jahr 1937⸗38 weiſt der führende Londoner Molkerei⸗Kon⸗ zern, der mit 5,71 Mill. Lſtr. Act ausgeſtatlet iſt, und mehr als Hälfte des Milchkonſums der Stadt London verſorgt, faſt unveränderten Bruttoertrag von 654000 Eſtr. und einen Reingewinn von 632 000 Eſtr. aus. Die ſechsprozer tige Vorzugsdividende auf 3,25 Mill. Lſtr. erfordert 195 000 Lſtr., die ſeit Jahren unveränderte Dividende von 12½ v. H. auf 2,46 Mill. Lſtr. A abſorbiert 308 000 Lſtr. Rück⸗ ſtellungen werden um 34000 auf 100 000 Eſtr. a während der Vortrag um W 000 auf 114000 LEſtr. anw Beteiligungen ſtiegen von 0,74 auf 0,92 Mill. Lſtr. info des Erwerbs weiterer Großlieferungsunternehmen und einiger neuer Verkaufsfilialen. Die 20⸗fh⸗Stamm⸗Units haben einen Kurs von 53,75 fh. * Imperial Airwans.— 7(9) v. H. Dividende. D führende engliſche Luftverkehrsunternehmen Imper Airwans weiſt für das abgelauſene Geſchaftsjahr einer gegenüber dem Vorfahr ſtark verminderten Reingewinn von 92 267(134 735] Lſtr. aus. Auf das Stammlayital, das im vergangenen Jahr von 0,62 auf 1,62 Mill Eſtr. erhöht worden iſt, gelangt eine Dividende von 7 v. H. zur Ver⸗ teilung, während im Vorjahr 9 v. H. ausgeſchüttet wor⸗ den waren. * Vorbereitung eines engliſch⸗griechiſchen Handelsab⸗ kommens. Zu dem derzeitigen Auſentholt des Königs von Griechenland in London, der om Sonntogabend in der engliſchen Hauptſtadt eintraf, wird bekannt, König Georg werde ſeinen auf mehrere Wochen berechneten Beſuch in England mit Beſprechungen wirtſchaftlicher Art ausfüllen. Der Londoner„Dailn Telegraph“ will erfahren haben, doß Enaland und Griechenland ſchon in Kürze ein Han⸗ delsabkommen abſchließen würden, Jas ähnliche Abmachun⸗ gen wie das engliſch⸗türkiſche Abkommen enthalten werde. Waren undd Märkte * Berliner Getreidegroßmarkt vom 31. Oktober. Auch zu Beginn der neuen Woche blieben die Umſätze im Ber⸗ liner Getreideverkehr verhältnismäßig klein, da der Be⸗ darf ſich lediglich auf einzelne Artlkel beſchränkte. So fanden Haſer und Gerſte zu Futterzwecken insbeſondere von frachtgünſtig gelegenen Stationen Beachtung, während Brotgetreide vernachläſſigt blieb. Die Mühlen verfügen noch immer über anſehnliche Beſtände und nehmen nur zur Lieferung zweiter Hälfte Dezember in Weizen verein⸗ zelt Ergänzungskäufe vor. Induſtriegelreide liegt weiter⸗ hin ſtill, auch Braugerſten haben kleines Geſchäft, da die gewünſchten hochwertigen Sorten nur ſpärlich an den Markt gelangen. Am Futtermittelmarkt blieb die Kaufluſt gering. Mehle hatten normales Bedarfsgeſchäft. Magdeburger Zuckernotlerungen vom 31. Okt.(Eig. Dr.] Unverändert; Tendenz rubio Gemahl. Melis per Okt, und Nov. ſe 31,50; Tendenz ruhig; Wetter heiter. Bremer Baumwolle vom 31. Okt. Loko 10,87. Hamburger Schmalznotierungen vom 31. Okt.(Eig. .) Unverändert. Tendenz ſtetig. Berliner Metallnotierungen vom 31. Okt.(Eig. Dr.) Je 100 Kilo notierten: Elektrolylkupfer(wirebars] 65,25; Standorödkupfer 59 50 nom.; Oxiginalhüttenweichblei und Standardblei ſe 20,75 nom.: Ortginalhüttenrohzink ab norddeutſche Stationen und Standardzink je 19,50 nom.; Original⸗Hütten⸗Aluminſum 98—9g9proz. in Blöcken 133; desgl, in Walz⸗ oder Drahtbarren 99proz. 137“ Fein⸗Silber ſe Klo 36.709,70. Die Metallkurspreiſe wurden wie folgt geändert: D NG N RM 637 5 633 RM 637 633 100 K in Kraft ab 1 1 in Kraft ar ee e e, 2 10 ſe 100 ke 20 10 27, 10 Alum. n, leg.] 133 137 133-137 Vranfeleg. 88 91 ½% 88 9 do. Legler 58 61 58 61 Neuſilberleg. 57 59½ 50 ¼ 59 Blei nicht leg. 18 20¼ 18— 20½ Nickel n. leg.] 236246 230246 Hartblei 21% 230% 21 23 Zint ſein, 21—23½ 21 23½ Kupfer u. ler 63 ½¼ 66, 62— 65 do roh, 7—1½%%%% Meſſingleg 45%—47¼ 44% 47] Zinn n. leg.] 253 263 25 261 Rotguß leg. 63 65 62, 65 Banta⸗Zit eu 205 275 263 273 * Weinheimer Schweinemarkt. Zufuhr: 47 Milch⸗ ſchweine, 77 Läufer. Preiſe: Milchſchweine 13—20, Läufer 2548/ das Stück. Verlauf gut. Vorläufiges Ergebnis der Aepfel⸗ und Birnenernte und endgültige Ermittlung der Waluußernte 1938 Im Oktober wurde, wie das Statiſtiſche Reichsamt mit⸗ teilt, die Vorſchätzung der diesjährigen Kernobſterträge durchgeführt Die vorläufigen Durchſchnittserträge errech⸗ neten ſich bei den Aepfeln auf 6,5 Kilo je Baum(Vorjahr 35 Kilo); auf die Hoch⸗ und Halbſtämme entfiel ein vor⸗ ausſichtlicher Ertrag von 6,8 Kilo, auf die Niederſtämme von 4% Kilo und auf die Spalierbäume von 23 Kilo je Baum. Insgeſamt dürfte in dieſem Jahr mit einem vor⸗ ausſichtlichen Geſamtertrag von 3,5 Mill. Dz. Aepfeln (Vorfahr 18,7 Mill. Dz.) zu rechnen fein. 5 Die Vorſchätzung der Birnenerträge ergab einen Baum⸗ ertrag von 7,2 Kilo(Vorfahr 21,1 Kilo). Dabet entftelen auf die Hoch⸗ und Halbſtämme 8 Kilo, auf die Nieder⸗ ſtämme 3,7 Kilo und auf die Spaltere 2,5 Kilo je Baum. Der vorausſichtliche Geſamtertrag der diesjährigen Ernte wurde nach den Mitteilungen der amtlichen Berichterſtatter auf 1/6 Mill. Dz. Birnen[Vorfahr 46 Mill. Dz.]) geſchätzt. Die endgültige Ernte an Walnüſſen erbrachte in dleſem Jahre bei einem Baumertrag von 24 Kilo(Vorjahr 23.9 Kilo) einen Geſamtertrag von 28 000 Di.(Vorjahr 307 000 Doppelzentner). Der Rückgang der Kernobſt⸗ und der Walnußerträge iſt in der Hauptſache auf Hie diesjährigen Kälterückfälle in den meiſten Anbaugebieten des Reſches, namentlich in Süd⸗ und Süd weſtoeutſchland, zurückzuführen. Nene Maunhe imer Zeitung Abend⸗Ausgabe NN mn Zerbröckelnde Moral der Truppen Hicks Anfang Paſcha am nördlich der Oktober 1883 ſteht die Armee von Hicks Ufer des Weißen Nils, 100 Kilometer Inſel Abba. Obwohl der Heerhaufen ter dicht am Fluß entlang marſchiert, gerät er n in eine bedenkliche Lage. Die Truppe muß mit ſich ſchleppen, weil die Bevölkerung geflo⸗ Unerträglichſte aber iſt die Hitze, deren daß die Armee in it It. Das hen Qual ſich noch dadurch ſteigert, einer dichten Sandwolke marſchiert. Hicks kann es nicht wagen, die Truppe in kleinere Kolonnen einzuteilen, denn die Reiter der Mahdis ſind kühn und beweglich wie der Wind. Das Heer marſchiert alſo in einer rieſigen Säule, in der Mitte, beſonders ſorgſam geſchützt, befinden ſich 6000 Kamele und die Kanonen. Wenn ſpäter der Weg weſtwärts vom Nil in die waſſerloſe Wüſte abbiegt, werden die Tiere unſchätzbare Dienſte leiſten, darum hält ſie Hicks in einer einzigen rieſi⸗ gen Herde zuſammen— er will ſie ſtets unter ſeiner Kontrolle haben. Leider wird die Diſziplin der haſtig zuſam⸗ mengeſtellten Truppen ſchon jetzt mit jedem Tage lockerer. Zwei kleinere Erfolge, die Hicks bei Duem gegen die Mahdiſten erringt, ver⸗ mögen nicht, die Moral der Truppen zu heben. Im letzten Nil⸗Biwak hält die Armee länger MRaſt. Dort hören die Burſchen der Offiziere im Stabe Hicks und Allah ed Dins: „General! Der Vormarſch nach El Obeid birgt die größten Gefahren in ſich!“ „Wenn ſchon! Können wir denn jetzt noch um⸗ kehren? Wollen Sie dieſe Schande auf ſich nehmen?“ Eine Pauſe folgt. Dann fährt Allah ed Din fort: „Wenn wir nun hierbleiben, um die Armee beſſer auszubilden und zu diſziplinieren?“ „Dann iſt der Mahdi nicht nur Herr in Kordofan, ſondern auch über Darfur. Und wir ſind noch ſiche⸗ rer verloren als jetzt.“ Allah ed Din gibt nicht nach. Auch die anderen Stimmen werden lauter und lauter, die Ausdrücke ſchärfer und ungeſtümer. Zu⸗ letzt artet die Ausſprache in einen leidenſchaftlichen Streit aus. Plötzlich wird der Vorhang des Zeltes aufgeriſſen. Der erregte Hicks kommt herausgelau⸗ fen... Die überraſchten Lauſcher ſuchen erſchrocken das Weite * „Far mir!“ Hicks Farquhar Vorgeſe quhar! tzten beiſtehen. Farquh muß gegen ar! Kommen ſeine Er fühlt: in d Sie ſchnell * zu ſucht Unterſtützung bei ſeinem Stabschef.— Ueberzeugung ſeinem ieſer entſchei⸗ denden Minute darf er ſeinen General nicht im Stich laſſen. ägypt tion z Sta b Wie . Die ſonders rung ſteht noch Ende September voll Waſſer Schlamm. Oktober trennt Weiß er doch, iſchen Offiz u Hicks und ſtehen. ein Lauffeuer Regengüſſe ausgiebig; war jede Erſt Mitte verbreitet Montag, 31. O ktober 1999 Eopyright by Dorhut-Derlag(Otto Schlegel), Berlin 80 68 einer zwiſchen Gene diven im Lager. Truppe ſinken weiter. beſtätigen ſich mehr und unüberbrückbaren I mehr. 7 Und bald iſt jedermann überzeugt, daß der? in Mann erschüttert“ Afrika uadnddnddondaddnddndaddndadaddadadmdondddaddadaddadadaaddadddadddaddadadaadddd ee ö 0 0 0 Annen ubtattseaeneadn num Der e Mahdi-Aufstand gegen die Engländer Ein Bericht von General A. A. Noskoff Meinungsverſchiedenheit ral Hick und dem Vertreter des Khe⸗ Die Moral und das Allah ed Dins Befürchtungen Vertrauen der Marſch glühende daß Allah ed Din und die nach El Obeid ein Marſch ins Grab ſein wird. tere in offener Oppoſi⸗ Hicks iſt feſt entſchloſſen, dem Mahdi in El Obeid ſeinem„europäiſchen“ den Todes ſtoß zu verſetzen. Soweit die Sonne die Waſſermaſſen der Regenzeit ſich die Von den Schrecken der in dieſem J Schlucht en kleine Armee vom Weißen Nil. Hicks hat, abweichend vom kürzeſten Wege, ſüdlichere Richtung eingeſchlagen. Wälder von rieſigen Deckung dienen können. Truppe auf Hie Aka Nachricht von ahr ganz be⸗ „jede Niede⸗ ßen aufgeſogen hat, will er Wüſte umlauert einigerma⸗ r den Weißen Nil verlaſſen. Bei jeder Raſt der Armee bleiben mehr und mehr Kamele liegen, um nicht wied er aufzuſtehen. Auch *— 8 ſo——— Ein befreundeter Araberſtamm sollte ſich mit Hicks in Rahat vereinigen. Ta no Reit könnten den Vormarſch der Truppe weſentl 155 erleichtern, des Ma wenn ſie oͤie Scharen 3 ſicht zwingen würden Aber die Leiden Paſchas ſind für das heimnis mehr. Baggara⸗Reiter ziehen es vor, auf Seite des neuen Herrſchers überzugehen, Der Mahdi hat die Oberhand in El Obe eid und in Kordofan— alſo iſt er auch der richt ige Herr des Landes. 0 ößerer Vor 58438 das und Elend lend der Armee geg ſchwarze Land längſt kein Ge⸗ Die die 2 „El bi achat umak ter heiratet, iſt dein heit. Lr hua abuk!“„Wer deine Mut⸗ Vater!“ ſagt die arabi ſche Weis⸗ tadellose& leganz 2 5 eln Gchul mit Lacla- Glare DDr — So ſetzt die Armee trotz unſägliſcher Schwierig⸗ keiten ihren Weg fort. Am 28. Oktober raſtet die Armee des Paſchas in einem lichten. Wald xies iger Affenbrotbäume etwa 100 Kilometer vor El l Obeid. Seltſamerweiſe haben die Mahdiſten an dieſem Tage weniger hartnäckig angegriffen als bisher, und ſeit Erreichen des ſchützenden Waldes ſind ihre Ueber⸗ fälle ſogar vollkommen ausgeblieben. und die Zahl der Menſchenleichen, die den Leidensweg der Die Qualen der Sol daten ſind unerträglich ge⸗ ſich Hick!“ Armee grauſig markieren, ſteigt in erſchreckendem worden. Um ſich über ihren Durſt hinwegzutän⸗ Maße. ſchen und den vertrockneten Gaumen zu kühlen, neh⸗ eine Ein großer Teil der Offiziere und Mann⸗ men ſie Bleikugeln in den M t Ein Glück, daß r trifft die ſchaften iſt krank oder verwundet und wird 90 Feind ſich ruh ig ver nt 1 eee viele zien, die als mühſam mitgeſchleppt. Schon iſt es Einzelgänger in der Hoffnung, irgendwo Waſſer im Auch beſteht die Hoffnung, Regenlöcher in größerer Anzahl zu finden. Der kürzeſte Weg nach El Obeid führt dagegen durch die offene Wüſte Brunnen. ſolch ein Gebiet ungeheure Hicks und hat nur verzichtet auf ihn, denn ſeine für ſo weit, daß die Rationen der Soldaten ringerung erfahren. eine erhebliche Vorräte verbrannt werden müſſen, und Ver⸗ Walde zu finden, auf den Weg. O' Donowans Diener, der ehemalige preußische Garde⸗Ulanen⸗Unterof er Kloß, befindet ſich unter ſehr wenige z Hicks ſelbſt und die anderen Europäer entbehren ihnen. Vorſichtshalber hat er Gewehr und Revolver längſt jene Bequemlichkeiten, an die ſie gewöhnt mitgenommen. Lange irrt er im Walde umher, ſind. Eines Tages iſt man ſogar gezwungen, einen Maſſe von Menſchen und Tieren würde wohl unüberwindliche Schwierigkei⸗ Teil der Zelte Der Berichterſtatter zu vernichten. der „Daily News“, O' Dono⸗ Schon beginnt es zu dämmern, aber alle Bemühun⸗ gen, Waſſer zu finden, ſind erfolglos geblieben. Vor 7 5 8 855 Verzweiflung und Wut wirft ſich Kloß auf den per⸗ ten 8 8.„„ wan, fährt zwar fort, ſein Tagebuch zu führen und trockneten den Seine verkrampften Hunde ſhar⸗ Zwei Wochen dauert der Marſch, und noch iſt die ausführliche Berichte niederzuſchreiben, aber immer ren die Erde auf. Vergeblich! Vergeblich! K ine Armee keine 100 Kilometer vom Weißen Nil ent⸗ häufiger fragt er ſeinen deutſchen Freund, den Spur von Waſſer! 5.. fernt. Brennende Hitze lähmt Mann und Tier. Die 5 5 n Waſſerſtellen werden von Tag zu Tag ſeltener. Major von Seckendorff: „Na, mein Lieber, vielleicht können Sie mir ſagen, Der Wahnſinn⸗ naht, oͤie Kräfte beginnen ihn zu verlaſſen. Jetzt fallen die Kamele nicht nur unter den ara⸗ für wen ich das alles ſchreibe?“ biſchen Kugeln: noch ſicherer werden ſie von Durſt Als erfahrener Soldat ſieht Maj S a i 5 2 Ku. ſiche 2 Als fal Sold ſi Mafor von Secken⸗. 7 8 oder Hunger getötet. Man darf, die Tiere nicht wer⸗ dorff deutlich, welchem Abgrund die Armee Hicks Ein Deulſcher in den Händen des Mahdi den laſſen, und was ſie unter ihren Füßen im Lager unaufhaltſam entgegenmarſchiert. Aber je ſchwerer Bei Tagesanbruch wird Kloß von einer Mahol⸗ finden, reicht lange nicht aus. Dabei bekommen die Lage iſt, deſto höher gilt es den Kopf zu halten. Patrouille gefunden Im Lager der Mahdiſten 5 Hunderte von Kamelen entſetzliche Wunden, weil„Mein lieber'Donowan! Schreiben Sie ruhig kommt er zu ien 11115 zu trinken Der verhaßte ihnen die Sättel ohne Polſter aufgeſchnallt werden weiter. In Rahat werden wir genug Waſſer bekom⸗ Engländer“, denn für einen ſolchen wird 9 Deut⸗ müſſen: die verhungerten Tiere freſſen das als Un⸗ men, dann wird ſich alles ändern.“ 17 1 8 ſei 3 f 0 ˖ 1 8 915 5 5 5 a ſche von ſeinen Begleitern gehalten, hat noch e terlage dienende Stroh einfach auf. 5 n e Die Manneszucht der Soldaten iſt ſchon ſo man⸗ gelhaft, daß niemand mehr wagt, von ihnen Aufmerk⸗ ſamkeit für die Tiere zu fordern. Aber die Ankunft iy Rahat verßbeſſert nicht im ge⸗ ringſten die verzweifelte Lage der Armee. lung iſt von allen Einwohn Die ern verlaſſen Auch das letzte Rind iſt weggeführt. Sied⸗ worden. weiten Weg vor ſich: der Mahdi ſelber ſoll ihn in El Obeid verhören. [Fortſetzung folgt) Offene Stellen Durch Krankheitsfall für ſofort oder ſpäter 8102 Alleinmädchen ordentlich und gewiſſenhaft, für gepflegt. Haushalt mit Zentral⸗ heizung u. Warmwaſſerverſorg. geſucht. Vorzuſtellen mit Zeugn. Meerwieſenſtraße 20, III. feudenheim! Einfamilien- Villa mit 5 Zim., eingeb. 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