A r 0 N Erſcheinungsweiſe: Wöchentlich 7mal. Bezugspreiſe: Frei Haus monatlich.50 Mk. und 30 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.50 Mk., durch die Poſt.80 Mk. einſchl. Poſtbef.⸗Gebühr. Sierzu 86 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Waldhofſtr. 12, Kronprinzen⸗ ſtraße 42, Schwetzinger Straße 44. Meerfeldſtraße 13, Ne Fiſcher⸗ ſtraße 1, Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Straße 8. Se Luiſenſtraße 1. Abhbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Mannheimer General Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1,-6. Fernſprecher: Sammel⸗Nummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mann heim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile zahlende Familien⸗ und Gelegenheitsanzeigen beſondere Preiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen⸗Preisliſte Nr. 2. Bei Zwangs⸗ vergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. 50 Pfennig. Für im voraus zu be⸗ .50 RM. im Monat 7 Ausgaben + 30 Pfg. Trägerlohn wöchentlich Ausgabe Freitag, 25. Januar 1935 146. Jahrgang— Nr. 40/4 zichtige Reithsroform und Zinsſenkung Meldung des DNB. — Berlin, 24. Januar. In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts ge⸗ dachte der Führer und Reichskanzler zunächſt mit tiefempfundenen Worten des Dankes und der Freude des überwältigenden deutſchen Sieges bei der Saar⸗ abſtimmung, auf deſſen politiſche Bedeutung er kurz hinwies. Das ganze deutſche Volk ſei den Saar⸗ deutſchen für ihre große Treue und Beharrlichkeit tiefſten Dank ſchuldig. Alsdann nahm der Führer und Reichskanzler die offizielle Einführung des neuen Reichsmini⸗ ſters ohne Geſchäftsbereich Dr. Hans Frank vor. a 5 Das Reichskabinett verabſchiedete hierauf das dritte Geſetz zur Ueberleitung der Rechtspflege auf das Reich. Nachdem die Leitung der Juſtizverwaltung der Län⸗ der in der Hand des Reichsminiſters der Juſtiz ver⸗ einigt worden iſt, übernimmt das Reich als Träger der Juſtizhoheit die geſamte Juſtiz mit allen Zu⸗ ſtändigkeiten, Rechten und Pflichten, mit allen Juſtiz⸗ behörden und Juſtizbedienſteten. Den Hauptinhalt der heutigen Kabinetts⸗ ſitzung bildeten die von dem Reichsminiſter des Innern Dr. Frick vorgelegten Geſetze, die einen weſentlichen weiteren Schritt zur Reichsreform bedeuten. 5 Es handelt ſich dabei um das Reichsſtatthalter⸗ geſetz, wonach der Reichsſtatthalter in Zukunft grundſätzlich an der Spitze der Landesregierung ſtehen ſoll und die Stellung des Reichsſtatthalters oͤerjenigen der preußiſchen Oberpräſidenten angepaßt wird, ferner um die neue deutſche Ge⸗ meindeordnung, die ſich auf die gegenwärtigen Grundſätze des bisherigen Landesrechtes gründet, aber eine weitgehende Mitwirkung der Partei in der Gemeindeverwaltung vorſieht. Dieſe umfangreiche und weittragende Ge⸗ ſetzesarbeit, die nach einer eingehenden Aus⸗ ſprache vom Reichskabinett gebilligt wurde, wird am 30. Januar d. J. der Oeffentlichkeit übergeben werden. Zum gleichen Termin werden die heute ebenfalls be⸗ ſchloſſenen Geſetze über die vorläufige Verwaltung des Saarlandes und über die Vertretung des Saar⸗ landes im Reichstag veröffentlicht werden. Schließ⸗ lich nahm das Reichskabinett das von dem mit der Führung des Reichswirtſchaftsminiſteriums beauf⸗ tragten Reichsbankpräſidenten Dr. Schacht vorgelegte Geſetz über die Durchführung einer Zinsermä⸗ ßigung bei Kreditanſtalten an, durch das die ſeit langem angeſtrebte und vorbereitete orga⸗ niſche Zinsſenkung nunmehr in die Tat um⸗ geſetzt wird. Zinsſenkung bei den Kreditanſtalten — Berlin, 24. Jan. In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts wurde das ſchon ſeit langem erwartete Geſetz über die Durchführung einer Zinsermäßigung bei den Kreditanſtalten beſchloſſen und verkündet. Danach wird den Kreditanſtalten, die den Inha⸗ bern ihrer mit 6 v. H. und höher verzinslichen Schuldverſchreibungen die Abänderung des zwiſchen ihnen beſtehenden Rechtsverhältniſſes anbieten, die Ermächtigung erteilt, dieſes Angebot zu erlaſſen mit der Maßgabe, daß es als vom Inhaber angenommen gilt, wenn es von ihm nicht innerhalb einer Friſt von 10 Tagen abgelehnt wird. Schuldver⸗ ſchreibungen im Sinne dieſes Geſetzes ſind ſolche, auf die das Hypothekengeſetz vom 13. Juli 1899 oder das Geſetz über Pfandbriefe und verwandte Schuld⸗ verſchreibungen öffentlich⸗rechtlicher Kreditanſtalten vom 21. Dezember 1927 oder das Geſetz über Schiffs⸗ pfandbriefbanken(Schiffsbankgeſetz) vom 14. Auguſt 1933 Anwendung findet. Das Angebot muß die Herabſetzung des Zins⸗ ſatzes auf 4% v. H. jährlich mit Wirkung vom 1. April 1935 an unter Gewährung einer einmaligen, dem Inhaber der Schuldverſchrei⸗ bung mit dem nächſten nach dem 31. März 1935 fälligen Ziusſchein bar zu zahlenden Ent⸗ ſchädigung von 2 v. H. des Nennbetrages der Schuldverſchreibung vorſehen. Die aus der Annahme des Angebotes ſich ergebende Zinserſparnis bei der einzelnen Kreditanſtalt iſt zur Zinsentlaſtung innerhalb des Beſtandes an Hypo⸗ theken und Grundſchulden, ſowie Forderungen gegen öffentlich⸗rechtliche Körperſchaften zu verwenden. Die Zinsentlaſtung beginnt mit dem 1. Oktober 1935 und beträgt höchſtens anderthalb vom Hundert jährlich; ſoweit die Schuldverſchreibun⸗ gen mit einem höheren Satz als 6 v. H. verzinslich waren, erhöht ſich der Satz von anderthalb vom Hundert höchſtens um ſo viel, als der bisherige Satz 6 v. H. überſchritten hat. Zinserſparnis von 120 Millionen Mk. Meldung des D. N. B. — Berlin, 24. Januar. Die überragende Bedeutung des heute vom Reichskabinett beſchloſſenen Geſetzes über die Zins⸗ konverſion von 6. v. H. auf 472 v. H. geht deutlich aus der Tatſache hervor, daß es ſich hier um einen Komplex von Wer⸗ ten im Umfange von etwa acht Milliarden Mark handelt, deren Zinſen geſenkt werden. Durch dieſe Maßnahme wird das geſamte Zinsbelaſtungsniveau in Deutſchland um einen Betrag von jährlich rund 120 Millionen Mark verringert. Es iſt zweifellos, daß ſich daraus eine erhebliche weitere Wirtſchaftsbelebung ergeben wird, ebenſo wie die Aktion auch eine Verbeſſerung des ge⸗ ſamten Kapitalmarktes, insbeſondere des Pfand⸗ briefmarktes, herbeiführen wird. Was nun die ethode der heute in die Wege ge⸗ leiteten Zinskonv⸗eſion betrifft, ſo iſt zunächſt her⸗ vorzuheben, daß ſie auf vollſtändiger Frei⸗ willigkeit beruht, es iſt keine irgendwie geartete Eigentumsbeeinträchtigung mit ihr verbunden. Auf die früher gelegentlich gehandhabte Methode eines Barzahlungsangebotes an diejenigen, die die Konver⸗ ſion nicht mit. achen wollten, konnte bei dem neuen Geſetz nicht zurückgegriffen werden. Bei den unge⸗ heuren Beträgen, die überall in den verſchiedenen Staaten bei Konverſionen der letzten Jahre in Frage kamen, hat man im übrigen ebenfalls von einem An⸗ gebot auf Barzahlung abgeſehen, da dieſe Methode ſich unter ſolchen Umſtänden als unmöglich erweiſt. Weder in Italien bei der dort vorgenommenen gro⸗ ßen Konverſion, die etwa 12 Milliarden umfaßte, noch bei dem ſehr viel reicheren und in ſolchen Me⸗ thoden ſehr erfahrenen England hat man das Syſtem der Barzahlung angewendet. Auch in England hat man die Konverſion auf demſelben Grundſatz aufgebaut, mit dem ſie in dem deutſchen Geſetz durchgeführt wird: Wer nicht widerſpricht, hat zugeſtimmt. Mit dieſem Grundſatz, der auch die abſolute Frei⸗ willigkeit zugleich enthält, unterſcheidet ſich die jetzt von dem kommiſſariſchen Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Schacht vorgenommene Konverſion ſehr weſent⸗ lich von den Brüningſchen Methoden bei ähnlichen Fällen, die auf die Dauer das Vertrauen in den Kapitalmarkt und in alle Anleihen erſchüttern mußten. So ſtellt ſich die heute eingeleitete Zins⸗ konverſion vollſtändig in den Gang einer freien organiſchen Entwicklung. Bezeichnend iſt, daß das Publikum zweifellos ſchon leit langer Zeit mit der Konverſion gerechnet hat, die heute durch die Ent⸗ wicklung auf dem Kapitalmarkt möglich geworden iſt. Es ſei nur darauf hingewieſen, daß heute die Kursdifferenz zwiſchen den 6prozentigen und den 4% prozentigen Werten ſo gering geworden iſt, daß damit die natürliche Baſis für eine Konverſion von vornherein gegeben war. Was die Erwartung des Publikums, das eine Konverſion ſeit langer Zeit als wahrſcheinlich anſah, anbetrifft, ergibt ſich deutlich daraus, daß heute die 6prozentigen Papiere ohne dieſe Vorausſicht eigentlich viel höher ſtehen müßten, ſie müßten über pari ſtehen. Das Intereſſe des Publikums hat ſich in viel ſtärkerem Maße den 4⸗ und%prozentigen als den 6prozentigen Werten zugewendet. Das ganze Sparerpublikum iſt auf die Kon⸗ verſton vorbereitet und wenn etwas als Ueberraſchung in dieſem Augenblick dienen kaun, ſo höchſtens das zufällige heutige Datum der Beſchlußfaſſung im Kabinett. Die ganze Aktion liegt im natürlichen Zuge der deutſchen Wirtſchaftsentwicklung und muß ſelbſtverſtändlich in einem Zuge durch⸗ geführt werden. Es hat keinen Zweck, etwa die einzelnen Emiſſio⸗ nen aufzulöſen und eine nach der anderen vorzuneh⸗ men, ſondern die geſamten Pfandbriefgruppen müſ⸗ ſen erfaßt werden. Es iſt nur eine techniſche Konſe⸗ quenz, daß man nun dafür ſorgen muß, daß die umgewandelten Stücke von 4 vom Hundert ſofort an der Börſe wieder liefer⸗ und handelbar werden. Die Notiz, die bisher für die 6prozentigen Stücke galt, wird auf die 4, prozentigen übertragen. Damit verſchwindet der 6prozentige Typ au der Börſe, deun die proteſtierenden Stücke werden nicht weiter notiert. So entfällt die Möglichkeit ihrer Beleihung. Was die Hypothekenbanken auf der einen Seite ein⸗ ſparen, wird ihnen auf der anderen nicht zufließen, ſondern für die Entlaſtung der Schuldner zur Ver⸗ fügung geſtellt werden. In welcher Form das er⸗ folgt, iſt den Ausführungsbeſtimmungen vorbehal⸗ ten. Ebenſo wird noch geklärt werden, wie die Ver⸗ teilung des 2prozentigen Bonus und der Umtauſch⸗ koſten, die beide aber nicht mehr als zuſammen 27% vom Hundert betragen dürfen, auf die Schuldner zu geſchehen hat. Es wird daran gedacht, die Um⸗ legung auf den Schuldner auf eine Reihe von Jah⸗ ren zu verteilen, damit der Schuldner möglichſt raſch in den Genuß der niedrigeren Verzinſung gelangt. eee eee Weilgehende Umbildung der ſitalieniſchen Regierung — Rom, 24. Januar. Ueber eine weitgehende Regierungsumbildung in Italien hat die„Agentur Stefani“ heute abend 7 Uhr eine ausführliche Mitteilung veröffentlicht, derzufolge ſämtliche Miniſterien, die nicht in den Händen des italieniſchen Regierungschefs liegen, alſo mit Ausnahme der Miniſterien für Inneres, Aeußeres, Heer, Flotte, Luftwaffe, Kolonien und Korporationen. neubeſetzt worden ſind. Neu ernannt ſind als Finanzminiſter der Senator und Admiral Thaon oͤi Revel(an Stelle von Jung), Unterrichtsminiſter der Quadrumvir de Vecchi(bisher Ercole), Laudwirtſchaftsminiſter der bisherige Unterſtaatsſekretär in der Präſidentſchaft Roſ⸗ ſoni(früher Acerbo), s Miniſter für öffentliche Arbeiten der Abgeordnete Racca(bisher Crollalanza), Verkehrsminiſter der Abgeordnete und Induſtrielle Benni(bisher Kuppini), Juſtizminiſter Solmi(bisher de Fran⸗ cisei). Gleichzeitig treten an die Stelle der bisherigen Unterſtaatsſekretäre der von dem Wechſel betrof⸗ fenen Miniſterien neue Männer. Schließlich iſt der Gouverneur von Rom, Fürſt Boncompagni, von ſeinem Poſten zurück⸗ getreten und zum Staatsminiſter ernannt worden. An ſeine Stelle tritt der frühere Korpo⸗ rationsminiſter Bottay. * Die Umbildung der italieniſchen Regierung iſt, obwohl von Zeit zu Zeit immer wieder davon die Rede war, im gegenwärtigen Augenblick, nachdem vor kaum zehn Tagen der Wechſel im Kolonialmini⸗ ſterium eingetreten war, allgemein doch recht überraſchend gekommen. Die Nachtausgaben der römiſchen Preſſe bringen die amtliche Mitteilung in großer Aufmachung unter Ueberſchriften, die die Umbildung als das kennzeichnen, was ein Regie⸗ rungswechſel im faſchiſtiſchen Italien tatſächlich iſt: eine Ablöſung in den leitenden Regie⸗ rungsſtellen. In einem kurzen Kommentar führt„Giornale 'Italia“ dazu aus, es handele ſich um die in aller Stille, aber regelmäßig eintretende Neuvertei⸗ lung der Aemter. So ausgedehnt ſie diesmal auch ausgefallen ſei, ſo ſei ſie ooch nichts anderes als die Ablöſung der in die ermüdende politiſche Tages⸗ arbeit eingeſchalteten verantwortlichen Männer, ohne daß damit irgendeine Abweichung von der Politik Muſſolinis verbunden wäre. Aus der Begründung des Geſetzes über die Zinsſenkung bei den Kreditanſtalten iſt folgendes hervorzuheben: Bei den Gläubigern und Schuldnern derjenigen Kreditanſtalten, die der Beſchaffung langfriſtigen Kredites dienen, iſt bisher eine Ermäßigung des Zinsſatzes nicht möglich geweſen. Einen zwangs⸗ weiſen Eingriff hat die Reichs regierung abgelehnt. Erſt die zunehmende Erſtarkung des Kapitalmarktes und die dadurch bewirkte Senkung des Landeszins⸗ fußes haben die Kreditanſtalten in die Lage ver⸗ ſetzt, den Inhabern ihrer hochverzinslichen Schuld⸗ verſchreibungen die Ermäßigung des verbrieften Zinsſatzes unter gleichzeitiger Gewährung eines einkommenſteuerfreien, alsbald zahlbaren Be⸗ trages als Schadloshaltung für den aus der amt⸗ lichen Notierung erkennbaren Bewertungsunter⸗ ſchied anzubieten. Die Umwandlung iſt eine freiwil⸗ läg ez geſetzlicher Vorſchriften bedarf es nur zur Er⸗ Beſchlüſſe des Reichskabinelts 300 Millionen Mark N Reichsanleihe Meldung des DNB. — Berlin, 24. Jauuar. Die Reichsregierung hat, wie der„Deutſche Han⸗ delsdienſt“ meldet, mit dem Deutſchen Sparkaſſen⸗ und Giroverband und der Deutſchen Girozentrale einen Vertrag abgeſchloſſen auf Uebernahme von nominal 500 Millionen Reichsmark 4% prozentiger Reichs anleihe zum Kurſe von 98% vom Hundert. Amtlich wird dazu mitgeteilt: Die Reichsbank hat für Rechnung des Reiches mit dem Deutſchen Spar⸗ kaſſen⸗ und Giroverband und der Deutſchen Giro⸗ zentrale, Deutſchen Kommunalbank 500 Millionen 4½ prozentige Deutſche Reichsanleihe zum Kurſe von 98% Prozent zur Unterbringung bei den Sparkaſſen abgeſchloſſen. Die Anleihe wird getilgt mit jährlich 2 v. H. der urſprünglichen Summe unter Verwendung der Zins⸗ erſparniſſe zur Tilgungsverſtärkung. Die Abnahme und Bezahlung der Anleihe erfolgt mit 40 v. H. zum 20. Februar 1935, 30 v. H. zum 15. Mai 1935, 30 v. H. zum 15. Auguſt 1935. Der Erlös der Anleihe iſt zur Konſolidierung von Aufwendungen für Arbeits beſchaffungs⸗ zwecke beſtimmt und dient ſomit der Erleichterung der Finanzlage des Reiches in den ſpäteren Jahren. Die Zulaſſung der Anleihe zum Lombardverkehr der Reichsbank iſt vorgeſehen. leichterung der Durchführung der Umwandlung. Hierbei iſt davon auszugehen, daß bei den Gläubi⸗ gern in weiteſtem Umfange die Bereitſchaft vorhan⸗ den iſt, zu der von der Reichsregierung ſtets als dringend bezeichneten Maßnahme ihr Teil beizutra⸗ gen. Es war ſomit erforderlich, für dieſen Teil der Gläubiger der Kreditanſtalten die Umwandlung ihrer Forderungen in niedriger verzinsliche ver⸗ fahrens⸗ und koſtenfrei zu geſtalten. Aus dieſem Grunde ſind die Kreditanſtalten ermächtigt worden, das Angebot mit der Maßgabe zu erlaſſen, daß es als angenommen gilt, wenn es nicht innerhalb der im Geſetz beſtimmten Friſten abgelehnt worden iſt. Es iſt weiterhin Vorſorge getroffen worden, daß hinſichtlich der im Zins geſenkten Schuldverſchreibun⸗ gen die von einer deutſchen Börſe ausgeſprochene Z u⸗ laſſung zum amtlichen Handel erhalten bleibt. Schließlich iſt volle Freiheit von allen Steuern und Abgaben ausgeſprochen worden, Die aus der Zinsermäßigung bei den Schuldver⸗ ſchreibungen ſich ergebende Erſparnis wird von den Kreditanſtalten unter Mitwirkung der ſtaatlichen Aufſichtsbehörden nach näherer Anweiſung des Reichswirtſchaftsminiſters und der übrigen beteiligten Reichs miniſter zur Zinsentlaſtung innerhalb des Beſtandes der Kreditanſtalten an Hypotheken, Grund⸗ ſchulden und Forderungen gegen öffentlich sch tliche Körperſchaften verwendet werden. Von der Tagung der Haus und Grunobeſitzer Meldung des DN B. Berlin, 24. Januar, In der Nachmittagsſitzung der Führertagung des Zentralverbandes deutſcher Haus⸗ und Grund⸗ heſitzervereine ſprach Miniſterialdirektor Dr. Volk⸗ mar, Reichsjuſtizminiſterium, über„Die Ent⸗ ſchuldung des Hausbefitzes“. Ein Milliar⸗ denblock alter Schulden ſei flüſſig zu machen und all⸗ mählich abzutragen. Es frage ſich, inwieweit durch eine Umwandlung ſchwebender Schulden in Til⸗ gungshypotheken zu helfen ſei. Die Möglichkeiten würden beſtimmt dͤurch die Verhältniſſe am Kapital⸗ markt. Wegen der Zuſammenhänge mit dem Zins⸗ problem laſſe ſich die Löſung des Entſchuldungspro⸗ blems heute noch nicht genau aufheichnen. Immer⸗ hin ſeien die Fragen erkennbar, die zur Entſcheidung zu bringen ſeien. Dazu gehöre außer der Frage der Tilgungshypotheken das Problem der Schuldenrege⸗ lung beim Neuhausbeſitz. Bei dieſer Gruppe han⸗ dele es ſich darum, eine gerechte Regelung für die Verteilung des Verluſtes zu finden, der durch die Schrumpfung des Grunsſtückswertes entſtanden ſei Als nächſter Redner ſprach Geheimrat Schreyer, Führer der privaten Hypothekenbanken, über„Hypo⸗ thekenfragen“. 1 In Vertretung des Hauptamtsleiters, Pg. Hil⸗ genfeldt, nahm der Hauptſtellenleiter im Haupt⸗ amt für Volkswohlfahrt bei der Reichsleitung der NSDAP, Pg. Althaus, das Wort zu einem Vor⸗ trag über„Die NS und ihre Aufgaben in der Wohnwirtſchaft“. Der Rentenſtandpunkt des nur an ſich denkenden Hausbeſitzers gehöre einer überwun⸗ denen Epoche an. Die Ablehnung kinderreicher 2. Seite Nummer 41 Neue Mannhefmer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Freitag, 25. Januar 1935 Familien ſei eine Sünde gegen den Geiſt des Natio⸗ nalſozialismus. Das Verhältnis von Vermieter und Mieter müſſe zur Vermeidung unnötiger Miets⸗ prozeſſe auf eine geſunde Baſis geſtellt werden. Die No wirkte daher vermittelnd, um Räumungsklagen möglichſt zu vermeiden. Zum Schluß ſprach Profeſſor Dr. Hunke, Vize⸗ präſident des Deutſchen Werberates, über„National⸗ ſoßzialiſtiſcher Eigentumsbegriff“. 23⸗Millionen⸗Spende des WH W — Berlin, 25. Januar. Am Jahrestag der nationalen Revo⸗ lution wird— wie der„Völkiſche Beobachter“ meldet— vom Winterhilfswerk eine große zuſätz⸗ liche Spende im Wert von 23 Millionen Mk. verteilt werden. Es handelt ſich dabei um 14 Millionen Lebensmittelgutſcheine im Werte von je einer Mark und ſechs Millionen Kohlengutſcheine im Werte von je 1,50 Mk. Die Lebensmittelgutſcheine werden in der Zeit vom 30. Januar bis 15. Februar 1935 in allen Lebensmittelgeſchäften in Zahlung ge⸗ nommen. Die Erſtattung des Gegenwertes an die Lebensmittelgeſchäfte oder Großhandlungen erfolgt nach Abgabe der Gutſcheine nach Abzug von 5 v. H. für das Winterhilfswerk bis ſpäteſtens 28. Februe⸗ 1935 bei allen Zahlſtellen der in oer Reichsgruppe 4 zuſammengeſchloſſenen Kreditinſtitute. Die Gutſcheine, die nach dem 15. Februar 1935 von den Bedürftigen in Lebensmittelgeſchäften vorgelegt werden, oder Scheine, die den Ausgabe⸗ ſtempel des Winterhilfswerks nicht tragen, dürfen nicht in Zahlung genommen werden. Die als Son⸗ derausgabe zur Verteilung gelangenden Kohlengut⸗ ſcheine werden gemeinſam mit den gewöhnlichen Kohlengutſcheinen Serie D verausgabt und ſind ge⸗ nau ſo zu behandeln. Ihre Geltungsdauer erſtreckt ſich auf den Monat Februar 1935. Es bleibt bei zweieinhalb Jahren Gefängnis für Gereke Meldung des DN B. — Leipzig, 24. Januar. Das Reichsgericht verwarf am Donnerstag die von dem früheren Reichskommiſſar für Arbeits⸗ beſchaffung Dr. Günther Gereke gegen das Urteil des Berliner Landgerichtes vom 14. Juli 1934 ein⸗ gelegte Reviſion als unbegründet. Damit iſt der An⸗ geklagte wegen Betruges in zwei Fällen rechtskräf⸗ tig zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Dem Angeklagten lag zur Laſt, ſich durch über Jahre hinziehende Täuſchungs⸗ und Verwiſchungs⸗ manöver das Eigentum an dem Verbandsorgan der Preußiſchen Landgemeinde,„Die Landgemeinde“, rechtswidrig angeeignet zu haben. Weiter wurde er heſchuldigt, aus dem ihm anläßlich der Reichspräſi⸗ dentenwahl anvertrauten Hindenburg fonds 480000 Mark zu ſeiner perſönlichen Verfügung zurückgehalten zu haben. Der Beſchwerdeführer erſtrebte die Amneſtierung der Straftaten. Der Reichsanwalt betonte, eine Verjährung ſei nicht eingetreten und eine Amneſtie⸗ rung komme in dem Fall Zeitſchriftenbetrug nicht in Frage. Auch im Falle Hindenburgwahlausſchuß ſcheide ſowohl die Anwendung der Amneſtie vom 20. Dezember 1932 als auch das Straffreiheitsgeſetz vom 21. März 1933 aus. Abſchließend ſtellte der Reichsanwalt feſt, daß die Triebfeder des Handelns des Angeklagten nicht poli⸗ tiſche Beweggründe, ſondern Eigennutz u nd perſönliches Geltungsbebürfnis ge⸗ weſen ſeien. 3 Rund fünf Milliarden Dollar zur Bekämpfung N der Arbeitsloſigkeit in US — Waſhington, 25. Januar. Das Repräſen⸗ tantenhaus hat die Nothilſevorlage, in der 4880 Mil⸗ lionen Dollar zur Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit vorgeſehen werden, mit 328 gegen 78 Stimmen an⸗ genommen. Meldung des DNB. — Schanghai, 24. Januar. Die Erklärung des japaniſchen Militärattachés in Peiping, daß die Japaner bei Tuſchikau nicht ſtehen bleiben würden, falls die Chineſen ihren Widerſtand fortſetzten, löſte in Schanghai erhebliche Nervoſität aus, was ſich an der Börſe durch ſtarke Kursver⸗ luſte chineſiſcher Stagtspapiere ausdrückte. Die Abendͤpreſſe befürchtet, daß die Kämpfe wei⸗ tergehen und damit entgegen den japaniſchen Er⸗ klärungen der Anfang für den Verluſt der Tſchacharprovinz für China gemacht iſt. Chineſiſche Regierungskreiſe zeigten äußerſte Zuxrück⸗ haltung und Selbſtbeherrſchung, um die Möglichkei⸗ ten für eine friedliche Regelung nicht zu beeinträch⸗ tigen. 5 Die Verluſtliſte Meldung des DNB. — London, 24. Januar. Einer halboffiziellen Meldung aus Peiping zu⸗ ſolge ſind bei der Beſchießung Tſchachars durch die Japaner mehr als 50 Perſonen, meiſt Zivi⸗ liſten, getötet und verletzt worden. Japa⸗ niſche Verſtärkungen tauchten in der Nähe von Kaynan auf. In Peiping wurde eine offizielle japaniſche Erklärung veröffentlicht, die heſagt, daß bei dem Zuſammenſtoß zwiſchen japaniſchem Militär und chineſiſcher Miliz am Dienstag drei Japaner getötet und fünf verletzt wurden. Weiter heißt es, die chineſiſche Miliz hätte ſich dann im ſtrittigen Gebiet zerſtreut und wäre ſchließlich verſchwunden. Man nehme an, daß es in Kalgan bald zu Verhand⸗ lungen kommen werde. Bombenwurf auf ein chineſiſches Hauptquartier — Tſchaugtſchun, 25. Januar. Japaniſche Flugzeuge belegten am Donnerstag das Hauptquartier des Generals Liutuche, eines örtlichen Unterbefehlshabers der mit Japanern ins Gefecht geratenen chineſiſchen Truppen, mit Bom⸗ ben. Die Chineſen erlitten eruſtliche Ver⸗ Lu ſte. Die Japaner wollen dieſem General die Verantwortlichkeit für die Zuſammenſtöße aufbür⸗ den. Sie behaupten, daß die Truppen Liutuches die Japaner beſchoſſen haben. 40 japaniſche Gefangene wurden von dem japaniſchen Regiment Aſami bei Oberſtudiendirektor Schwedtke ſeines Amtes enthoben — Berlin, 24. Januar. Reichsminiſter Ruſt hat den Oberſtudiendirektor Dr. Kurt Schwedtke⸗Berlin mit ſofortiger Wirkung ſeines Amtes enthoben. Auf einem Spaziergang vom Herzſchlag dee betroffen e 3 3 55 — Hildesheim, 25. Jan. Generalmajor a. D. Iwan Kettler, der hier im Ruheſtand lebte, unternahm am letzten Dienstagnachmittag einen Spaziergang, von dem er jedoch nicht heimkehrte. Am Mittwoch wurde er von einem Feldhüter in einem Graben tot aufgefunden. Die gerichtsärztliche Un⸗ terſuchung ergab, daß ein Herzſchlag dem Leben des Generalmajors ein Ende gemacht hat. Kettler war auf ſeinem Ausflug offenbar vom Wege abgekommen und war dann im Dunkeln in der Gegend umher⸗ geirrt, ohne ſich zurechtfinden zu können. General⸗ major Kettler ſtand im 75. Lebensjahr. Monarchiſtiſche Flugblätter in Wien — Wien, 25. Jan. In der Nähe der Hofburg wurden am Donnerstag wieder zahlreiche mongr⸗ chiſtiſche Flugblätter verteilt. beraumt werden ſoll. Die japanische Offensive in China In Schanghai befürchtet man, daß die Kämpfe fortgeſetzt werden der Beſetzung Tſchangliangs wieder befreit.— Ein Vertreter der japaniſchen Armee erklärte, der japa⸗ niſche Befehlshaber ſei zu durchgreifenden Maßnahmen feſt entſchloſſen, falls der Gouverneur von Tſchachar weiter eine feindliche Haltung gegen die Mandſchurei einnehme. Neue japaniſche Verſtärkungen Schanghai, 25. Jan. Chineſiſchen Meldungen zufolge haben die Japaner erneut auf Kuyuang, Tuſchikau und Tungſchatze Bomben abgewor⸗ fen. Außerdem ſeien vor Kuynang weitere tauſend Japaner eingetroffen. Im Gebiet von Dolonor ſol⸗ len die japaniſchen Truppen ſich ſtark mit der Vor⸗ bereitung militäriſcher Maßnahmen beſchäftigen. Engliſche Kritik der japaniſchen Chinapolitik — London, 25. Jan. In einem Leitaufſatz be⸗ grüßt„Times“ die außenpolitiſche Rede des japani⸗ ſchen Außenminiſters Hirota, bedauert aber, daß es unmittelbar nach dieſen verſöhnlichen Erklärungen zu einem Angriff fapaniſcher und mandſchuriſcher Truppen auf die Chineſen gekommen ſei. Das Blatt bemerkt, dieſe Tatſache werfe ein grelles Licht auf die Unfähigkeit der japaniſchen Diplo⸗ matie, ihre Soldaten zu veranlaſſen, nicht nur militäriſche, ſondern auch politiſche Geſichtspunkte zu beachten. Das Blatt vergleicht die Selbſtändigkeit der ja⸗ paniſchen Armee in Mandſchukuo mit der Selbſtän⸗ digkeit, die Julius Cäſar und ſeine Legionen in Gal⸗ lien hatten, und bemerkt, ſolange das japaniſche Außenminiſterium außerſtande ſei, die Wehrmacht dazu zu überreden, ühre eifrige Tätigkeit in Einklang mit der erklärten Politik der Regierung zu bringen, dürften die Wortführer Japans nicht enttäuſcht ſein, wenn ihre friedfertigen politiſchen Erklärungen im Auslande mit Skepſis aufgenommen wür⸗ den. Rußland entſchuldigt ſich wegen Ueberfliegung mandſchuriſchen Gebiets — Schanghai, 25. Jan. Der ruſſiſche Generalkon⸗ ſul in Charbin ſtellte den mandſchuriſchen Behörden eine Note zu, in der ſich Rußland wegen Ueber⸗ fliegung mandſchuriſchen Gebietes entſchuldigt. Das Flugzeug ſei durch ſtarken Wind abgetrie⸗ ben worden. Zudem habe es ſich um ein Privat⸗ flugzeug gehandelt. Heute Kammerinterpellation über die angebliche deutſche Aufrüſtung — Paris, 24. Jan. Außenminiſter Laval hat ſich mit dem Abgeordneten Franklin Bouillon dahin geeinigt, daß der Zeitpunkt für die Beratung ſeiner Interpellation über die angebliche deutſche Aufrüſtung in der Freitagſitzung der Kammer an⸗ Italieniſcher Proteſtſchritt in Athen — Athen, 24. Jan. Der italieniſche Geſaudte ſtattete Miniſterpräſident Tſaldaris einen Beſuch ab und erhob Einſpruch wegen der geſtrigen Vorfälle in der Caſa Italia und wegen der Haltung griechiſcher Blätter in der Dodekanes⸗Frage. Ueber 100 Todesopfer der Schneeſtürme und Ueberſchwemmungen in Amerika — Neunyork, 25. Januar. Die Zahl der Todes⸗ fälle, die durch die Schneeſtürme und durch die Ueber⸗ ſchwemmungen am Miſſiſſippi verurſacht worden ſind, ſollen nach neuen Meldungen im Geſamtgebiet der Vereinigten Staaten 100 überſteigen. Die Schwarze Sturmfahne der Saar in Berlin — Berlin, 24. Jan. Den grandioſen Abſchluß des Triumphmarſches der Schwarzen Fahne der Kriegsopferverſorgung des Saargebiets durch das Reich und durch Berlin bildete heute abend die gewaltige Kungebung im Sportpalaſt, bei der die Reichswehr durch eine kompanieſtarke Abordnung ihre Verbundenheit mit den Kriegsopfern auch des Saargebiets zum Auts⸗ druck brachte. Die Kundgebung wurde eröffnet durch den Ge⸗ ſchäftsführer der NS⸗Kriegsopferverſorgung, Bezirk Groß-Berlin, der ganz beſonders die Kameraden der Saar begrüßte und nach einem ſtillen Gedenken an die Gefallenen darauf hinwies, daß der Führer am Freitag die Schwarze Fahne übernehmen wird. Der Reichsführer der N SOV, Oberlind⸗ o ber, weihte dann nach Worten des Dankes für die Treue, die die Saarländer dem deutſchen Vaterlande gehalten haben, die neue Fahne, die, wie er betonte, an ihrer goldenen Spitze den Namen des Schlageter des Saargebietes, Jakob Johannes, trägt. Er vollzog die Weihe, indem er die neue Fahne mit der alten berührte. Nachdem dann der Landesführer der Deutſchen Kriegsopferverſorgung des Saargebiets, Baltes, verſichert hatte, oͤaß es den Saarländern eine Freude ſein wird, treue deutſche Grenzwacht zu halten, über⸗ brachte Prinz Auguſt Wilhelm von Preußen die Grüße des Stellvertreters des Führers, der, wie der Führer ſelbſt, wegen dienſtlicher Verhinderung nicht in der Lage war, zu der Kundgebung zu erſcheinen. Die Hauptrede hielt dann der Reichsführer der NS OV, Oberlindober. Es iſt mir eine Ge⸗ nugtuung, ſo rief er aus, meine Kameraden aus dem Saargebiet heute in der wiedergegebenen Gemein⸗ ſchaft begrüßen zu können. Wir tun das alles aus übervollem Herzen. Wir Deutſchen ſehen in dieſem ſtummem Marſch der Saarfahne durch Deutſchland die Wiederholung eines anderen Marſches, des Mar⸗ ſches, auf dem Adolf Hitler als Fahnenträger die neue Flagge, das Hakenkreuz, durch Deutſchland ge⸗ tragen hat. Der Reichskriegsopferführer würdigte dann den tieferen Sinn des ewigen Soldatentums, in dem ſich bedingungsloſe Gefolgſchaft, Pflicht zum Opfer, Stolz, Ehre und Freiheit und das nationale und ſoziale Gewiſſen der Nation verkörpern, ſo wie es oͤer Wille des großen Preußenkönigs war. Trach⸗ ten wir danach, ſo rief er aus, ebenſolche Helden zu ſein wie die Kameraden, die Opfer an Leib und Le⸗ ben brachten. Abſchließend betonte der Reichskriegsopferführer, daß die erſtrebenswerte und an ſich ſelbſtverſtändliche gegenſeitige Achtung der Frontkämpfer aller Natio⸗ nen dazu beitragen kann, den Frieden feſt zu ſichern. Die Kundgebung ſchloß mit dem toſend aufgenom⸗ menen Sieg Heil! auf den Führer. Eugliſcher Fiſchdampfer mit 14 Mann Beſatzung geſunken — London, 24. Jan. Der engliſche Fiſchdampfer „Jeria“ iſt in einem ſchweren Sturm an der Weſt⸗ küſte von Island untergegangen. Man befürchtet, daß die geſamte Beſatzung von 14 Mann den Tod in den Wellen gefunden hat. Fiſcherleute haben a der isländiſchen Küſte Ueberreſte der„Jeria“, darunter Rettungsringe mit dem Namen des Schiffes, auf⸗ gefunden. Hauptſchriftletter: Hans Alfred Meißner gerantwortlich für Politik: Hans Alfred Meißner Handelsteil: 1. V. Willy Müller- Feuilleton: Carl Onno Eiſenbart Lokalen Teil: Dr. Fritz Hammes Sport: Wily Müller Südweſtdeutſche Um⸗ ſchau, Gericht und den übrigen Teil Curt Wilhelm Fennel— Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen Jakob Faude, fümtlich in Mannheim Herausgeber. Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas, Neue Mann⸗ 5 heimer Zeitung. Mannheim f 1, 48 Schriftleitung in Berlin: Dr. Fritz Fil lies, W 36, Viktoriaſtraße 30 ee A 12920 Ausgabe B 8581, Geſamt⸗D.⸗A Dezember 1934: 21501 Abend⸗Ausgabe K 12361 Ausgabe 8 8881 Geſamt⸗D.⸗A. Dezember 1934; 20 942 Rückſendung nur bei Rückport⸗ Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Schiller und die deutſche Tragödie Zweiter Vortrag von Werner Deubel Nachdem der erſte Vortrag von Werner Deubel das Weltbild der deutſchen Kulturrevolution auf⸗ gerollt hatte, zerſtörte der zweite Vortrag die Auf⸗ faſſung einer„weltanſchaulichen Falſchmünzerei“, daß nämlich Goethe, Kant und Schiller als eine Einheit zuſammengehörten. Jene beiden wurden als Gegen⸗ ſätze begriffen, neben denen Schiller mit ſeinem deutſchen Weg zur Tragödie eine durchaus ſelbſtändige Stellung aus ſeinem innerſten Weſen heraus einnimmt. Schiller lebt ſein Leben aus einem herbiſchen Seelenüberſchwang und aus göttlicher Er⸗ leuchtung, man kann ihn nur begreifen aus ſeiner Tragödie, die er als erſter Deutſcher der Welt ſchenkte. Er erneuerte die griechiſche Tragödie nicht als eine Kunſtform, ſondern aus einem gleichen kraftvollen Lebensgefühl. Die Elemente der Tragödie ſind der große Held und das Schickſal, die, wie Deubel ausführte, beide in Chriſtentum und Idealismus keinen Platz haben. Dieſe wollen den heiligen und den moraliſchen Men⸗ ſchen, nicht den heldiſchen. Allerdings iſt Schiller von dieſem Zeitgeiſt nicht frei, und daher kommt es, daß ſeine tragiſchen Entwürfe verdorben ſind. Seine Hel⸗ den bekommen ein ſchlechtes Gewiſſen, ſie entarten von Helden zu Verbrechern, die entſprechend der ſitt⸗ lichen Weltordnung gerichtet werden. Der Kampf n dem heldiſchen Tragiker und dem Moraliſten, dor ſich in Schiller abſpielt, iſt die Tragödie, die er ſelbſt lebt mit ihren fünf Akten. g i In der Berührung mit dem Idealiſten Körner entſteht für Schiller zuerſt eine Verachtung des Le⸗ bens, die„Flucht aus der Sinne Schranken in die Freiheit der Gedanken,“ die ihn der Verzweiflung nahe brachte. Denn er ſah, daß er damit nicht mehr in der Wirklichkeit des Lebens ſich bewegte. Aus die⸗ ſem Grunde wurde aus dem Treutod des Bluts⸗ freundes in Don Carlos der Märtyrertod für eine Idee. Die Begegnung mit Kant, die der Redner als nationales Unglück bezeichnete, beſtärkte durch die Macht der Begriffe den Abſcheu vor der gemeinen Sinnlichkeit und Natux und belaſtete Schiller mit dem Glauben an die Idee der ſittlichen Freiheit. Schillers Weſen wurde dadurch vollends zerſtört, „ich möchte faſt ſagen: getötet“. So waren denn dieſe ſieben Jahre dichte riſch unfruchtbar, da das unbewußte ſeeliſche Leben ſeiner Würde entkleidet war. Die moraliſchen Begriffe Tugend und Glück, Schuld und Sühne ſind mit Heldentum und Schickſal unvereinbar. Erſt die Freundſchaft mit Goethe ſchenkte Schiller das Leben wieder. Voll Jubel findet er ſich zur Na⸗ tur zurück und durchſchaut die Geiſtesmoral als Stütze und als Halt für das Kranke und Schwäch⸗ liche. Jetzt kann er ſeine größte Tragödie, den Wallen⸗ ſtein, dichten, wo das Schickſal wirkt mit ſeinen Ham⸗ merſchlägen, um den Helden mit dem Einſatz ſeines Lebens ſein Leben gewinnen zu laſſen. Damit ſetzt dann aber auch die Trennung von Goethe ein, der als bürgerlicher Menſch für die tragiſche Sendung Schil⸗ lers kein Verſtändnis hat. Er kann nicht begreifen, daß für Schiller alles Dichten eine heilige Forderung iſt, an deren Erfüllung er immer mit ſeiner„Innig⸗ keit“ beteiligt iſt. Schiller fühlte ſich im Stich ge⸗ laſſen und wurde wieder Moraliſt, nur daß er die Das Modell des das nach dem Entwurf des Sockels für das Leipziger Richard⸗Wagner⸗Denkmal, Bildhauers Hipp geſchaſſen und im Jahre 1938 aufgeſtellt werden fol. ſeeliſche Bläſſe durch äußere Spannung und Tempo verdeckt. Er ſelbſt ſpricht vom„Geräuſch“ ſeiner Stücke, während Goethe ſich vor der ihm läſtigen Unruhe zurückzieht. In der letzten Selbſtbeſinnung„Ueber das Er⸗ habene“ findet ſich Schiller noch einmal zum Tra⸗ giſchen und zu ſeiner Sendung zurück. Er vollzieht ganz die Löſung vom klaſſiſchen Menſchen und ſchaut den Dämon, das Göttliche im Menſchen, das im Leibe eingekerkert iſt und unter den Schlägen des Schickſals hervorbricht, ohne daß menſchlicher Wille Macht darüber hat. So wird der„Demetrius“ be⸗ nen. Daß er nicht vollendet werden kann, iſt das große Opfer, das Schiller mit ſeinem Tode dem deutſchen Volke in ſeinem Kampf um die Tragödie bringt. Wenn unſere Zeit heldiſche Geſinnung des Germanentums wieder als Vorbild hinſtellt, daun kann ſie an Schiller ſehen, daß Heldentum ohne Tra⸗ gik nicht möglich iſt. Tragiſche Geſinnung aber iſt etwas Eigenes, das gegründet iſt auf eine neue Weltanſchauung. Sie ſtand mit ihrer ganzen belebenden und erregenden Kraft auch hinter dieſem Vortrage Deubels und wirkte wahrhaft zündend auf die Hörer. B. Nationaltheater Mannheim. Morgen findet im Nationaltheater die Erſtaufführung von Puc⸗ einis letzter Oper„ſTurandot“ ſtatt. Es wirken mit die Damen Buchner, Heiken und die Herren Bartling, Hallſtrvem, Hölzlin, Kuppinger, Küß⸗ wetter, Voiſin und Wuthinor. Ein Jahr„Theater des Volkes“ in Berlin. Unſer Berliner Theatermitarbeiter ſchreibt uns: Daß das Theater des Volkes im früheren Schumannſchen Zirkus, im ſpäteren Großen Schauſpielhaus, ſein ein⸗ jähriges Jubiläum feſtlich beging, begreift man um ſo mehr, wenn man bedenkt, daß hier tatſächlich ohne viel Lärm und viel Werbungsaufruhr das Volk ſein Theater erhalten hat. Wenn ſein Leiter, Karl Zandor, in ſeiner Feſtrede betont, daß außer dem Ziel, gutes, ja beſtes Theater zu bieten, das Haupt⸗ ziel geweſen ſei, das Volk wieder innerlich für das Theater zu gewinnen, ſo dürfen wir beſtätigen, daß er dieſes Ziel erreicht hat. Es bedurfte nicht einmal des Aufwandes großer Mittel, um dem Theater zu einem ſicheren Beſtehen zu verhelfen. Das Theater des Volkes war ſich von Anfang ſeiner Arbeit an bewußt, daß das Beſte gerade gut genug für das Volk iſt. Das Volk ſah ſich verſtanden, und ſo iſt es denn gekommen, daß das Theater ſeinen Rieſenraum Abend für Abend zu füllen vermag. O Umbau des Leipziger Opernhauſes. Aus Leip⸗ zig wird uns geſchrieben: Das Heim der Leipziger Oper, das Neue Theater, iſt in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erbaut worden. Der prächtigen Faſſade und dem ſchönen Zuſchauerraum entſpricht in keiner Weiſe mehr das Bühnenhaus. Mit Ausnahme der Beleuchtungsanlage iſt ſeit Erbau⸗ ung des Hauſes nichts geändert worden. Alle Ein⸗ richtungen und Maſchinerien ſind aus Holz, das im Laufe der Jahrzehnte völlig ausgedörrt iſt. Un⸗ zweifelhaft beſteht hier große Feuersgefahr. Dieſer Zuſtand hat der Stadtverwaltung ſchon lange Zeit Sorge bereitet. Jetzt ſoll rüſtig an die Beſeitigung der Schäden gegangen werden. Die Durchführung des Geſamtprojektes wird mehrere Millionen Mark erfordern. Der Rat hat jetzt für den erſten Bauabſchnitt 800 000 Mark bewilligt. In dieſem ſoll alles verbeſſert und neu geſchaffen werden, was die feuerpolizeiliche Sicherheit erfordert. Außerdem ſoll der Orcheſterraum verſenkbar umgeſtaltet werden. . S Dee 55 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Fragen, die alle Vermieter und Mieter intereſſieren Führertagung der Haus- und Grund beſitzer Meldung des DNB. — Berlin, 24. Januar. Im großen Sitzungsſaale des Preußenhauſes be⸗ gann am Donnerstag vormittag unter außerordent⸗ lich ſtarker Beteiligung aus dem ganzen Reiche die Führertagung des Zentralverbandes deutſcher Haus⸗ und Grundbeſitzervereine e. V. Dieſe Tagung iſt dazu beſtimmt, der Oeffentlichkeit ein Bild von den großen Problemen der Wohnungswirtſchaft zu geben, an deren Löſung der deutſche Haus⸗ und Grundbeſitz an verantwortlicher Stelle mitzuwirken entſchloſſen iſt. Die große Reihe der Fachvorträge zeigte den Umfang dieſer Aufgaben. Die Bedeutung der Tagung wurde unterſtrichen durch die Anweſen⸗ heit von Vertretern faſt ſämtlicher Reichsminiſterien, Behörden und Parteiorganiſationen. Unter ihnen befanden ſich Reichsarbeitsminiſter Seldte, Staats⸗ ſekretär Krohn ſowie der Leiter des Heimſtätten⸗ amtes der NSDAP, Dr. Lu dowici. Präſident Tribius wies in ſeiner Begrüßungs⸗ anſprache u, a. darauf hin, daß das Problem Ver⸗ mieter und Mieter nur gelöſt werden könne, wenn die Intereſſen aller an der Wohnungswirt⸗ ſchaft Beteiligten berückſichtigt würden. Der Haus⸗ und Grunodbeſitz habe volles Vertrauen zu den wei⸗ teren Maßnahmen der Reichsregierung. Reichsarbeitsminiſter Selote führte in einer längeren Ausſprache u. a. aus: Der deutſche Hausbeſitz mit ſeinen über 13 Millionen Alt⸗ und über drei Millionen Neubau⸗ wohnungen und den großen darin inveſtierten Kapitalwerten ſtellt nicht nur wirtſchaftlich einen Faktor von ungeheurer Bedeutung dar. Ihm iſt als Verwalter dieſer Wohnungen, der Heime für die deutſchen Menſchen, auch eine äußerſt verantwor⸗ tungsvolle ſoziale Aufgabe geſtellt. Die Regierung unter der Führerſchaft Adolf Hitlers ſetzt in den deutſchen Hausbeſitz das Vertrauen, daß er ſich die⸗ ſer ſeiner großen Verantwortung für die Volksge⸗ meinſchaft bewußt iſt. Sie hat ihn deshalb zum Ban⸗ nerträger in der Arbeitsſchlacht gemacht. Ueber 600 Millionen Reichsmark hat die Reichsregierung dem Hausbeſitz als Zuſchüſſe für Inſtandſetzungs⸗ und Umbauarbeiten zur Verfügung geſtellt. Die große Inſtanoͤſetzungsaktion liegt im weſent⸗ lichen hinter uns. Der Hausbeſitz hat dabei, ebenſo wie das Handwerk und die ſonſt Beteiligten, voll ſeine Pflicht getan. Für annähernd drei Mil⸗ liarden Reichsmark Aufträge ſind vom Hausbeſitz vergeben. Der Rückgang der Arbeits⸗ loſigkeit, der die kühnſten Erwartungen übertrifft, und die Beſſerung der allgemeinen Wirtſchaftslage ſſt nicht zuletzt auf oͤieſes Werk zurückzuführen. Heute kann man feſtſtellen, daß die von der Reichsregierung ergriffenen Maßnahmen zur Wirtſchaftsbelebung auch eine Beſſerung in der Lage des Hausbeſitzes gebracht haben. Faſt 170 000, früher unvermietbare große Wohnungen ſind durch Teilungen und Um⸗ bauten wieder vermietbar geworden. Die allgemeine Belebung der Wirtſchaft hat die Zahlungskraft der Mieter geſtärkt und damit die Mietausfälle verringert; die Nachfrage nach Woh⸗ nungen iſt, begünſtigt durch die ſtarke Zunahme der Eheſchließungen, lebhaft gewachſen. Zwei Dinge vor allem ſind es, die Ihnen beſon⸗ ders Sorge bereiten, die Zinſen und die Steuern. Für den Althausbeſitz ſtehen die Steu⸗ ern, für den Neuhausbeſitz die Zinſen im Vorder⸗ grund. Die für die ſteuerliche Entlaſtung des Alt⸗ hausbeſitzes dringend erwünſchte Senkung der Hauszinsſteuer tritt, wie Ihnen bekannt iſt, mit dem 1. April 1935 ſchon ein. Was weiter die Zinsfrage anbetrifft, ſo beginnt die auf eine orga⸗ niſche Senkung des allgemeinen Zin ſatzes aufgebaute Politik der Reichsregierung mehr und mehr ihre Früchte zu tragen. So läßt die ganze Entwicklung eine optimiſtiſche Betrachtung gerechtfertigt erſchei⸗ nen. Zum Schluß dankte der Miniſter dem Präſidenten Tribius dafür, daß er bemüht ſei, im Intereſſe der Volksgemeinſchaft zu einem günſtigen Verhältnis zwiſchen Mieter und Vermieter zu gelangen. Dabei ſei der Einheits mietvertrag ein wichtiger Markſtein. Vielleicht laſſe es ſich ermöglichen, den Einheitsmietvertrag zum Muſter eines Hypothe⸗ ken vertrages zu machen und dann den Haus⸗ beſitz von einzelnen überholten Feſſeln zu befreien, um den Hausbeſitz gewiſſermaßen zu einem Treuhän⸗ der der ganzen Nation zu machen. Tribius der Re⸗ Nach einem Dankeswort des Präſidenten an Reichsminiſter Seldte begann die Reihe ferate. Zunächſt ſprach Reichshandwerksmeiſter Schmidt über„Hand⸗ werk und Hausbeſitz“. Die Verflechtung zwiſchen Handwerk und Hausbeſitz werde dadurch noch enger, daß jeder zweite Handwerker auch Hausbeſitzer ſei. In zahlreichen Handwerksgruppen gehe der Hundertſatz der Hausbeſitzer ſogar über 70 v. H. hinaus. In ſeinen weiteren Ausführungen beſchäftigte ſich der Reichshandwerksmeiſter mit der Stellung des Haus⸗ beſitzes als Auftraggeber gegenüber dem Handwerk. Amneſtie im Saargebiet Weitgehende Straffreiheit bei politiſchen Straftaten und ſolchen aus wirtſchaftlicher Not Meldung des D NB. — Saarbrücken, 24. Januar. Das Amtsblatt der Regierungskommiſſion ver⸗ öffentlicht eine große Amneſtieverordnung auf Grund der Entſchließung des Völkerbundsrates vom 17. Ja⸗ nuar und auf Grund des Beſchluſſes der Regierungs⸗ kommiſſion vom 22. Januar. Der erſte Abſchnitt behandelt die Straffreiheit bei politiſchen Straftaten. Artikel 1 lautet: Für Straftaten, die aus poli⸗ tiſchen Beweggründen begangen ſind, oder die einen politiſchen Einſchlag haben, wird nach Maßgabe der Artikel 2 bis 4 Straffreiheit gewährt. Artikel 2: Strafen, die bei Inkrafttreten dieſer Verordnung rechtskräftig erkannt und noch nicht verbüßt ſind, werden erlaſſen, wenn ſie in Geldſtrafe oder Freiheitsſtrafe bis ſechs Jahren allein oder nebeneinander ſtehen. Frei⸗ heitsſtrafen von längerer Dauer werden zunächſt um ſechs Jahre gemildert, die Reſtſtrafen werden auf die Hälfte herabgeſetzt. Dabei tritt an die Stelle von Zuchthaus Gefängnis. Bei der Umwandlung von Zuchthaus in Gefäng⸗ nis findet eine Umrechnung gemäߧ 21 des Straf⸗ geſetzbuches nicht ſtatt. Artikel 3: Der Straferlaß(Artikel 2, Abſatz 1) erſtreckt ſich auf Nebenſtrafen und Sicherungsmaß⸗ nahmen, ſoweit ſie noch nicht vollſtreckt ſind, auf ge⸗ ſetzliche Nebenfolgen, auf rückſtändige Geldbußen, die in die Landeskaſſe fließen, und auf rückſtändige Koſten. Iſt auf Einziehung oder Unbrauchbarmachung erkaunt, ſo behält es dabei ſein Bewenden. Bei der Umwandlung von zeitlichen Zuchthaus⸗ ſtrafen in Gefängnis kommen die mit der Verur⸗ teilung eingetretenen geſetzlichen Folgen von dem Inkrafttreten dieſer Verordnung an in Fortfall. Artikel 4: Anhängige Verfahren werden ein⸗ geſtellt, wenn die Tat vor dem 17. Januar 1935 begangen und keine ſchwerere Strafe als Geld⸗ ſtrafe oder Freiheitsſtrafe bis zu ſechs Jahren allein oder nebeneinander zu erwarten iſt. Nebenverfahren werden nicht eingeleitet. Iſt eine ſchwerere Strafe zu erwarten und dem⸗ nach das Verfahren einzuleiten oder fortzuſetzen, ſo darf auf keine ſchwerere Strafe erkannt werden, als ſie bei Anwendung der Vorſchriften des Artikels 2, Abſatz 2 und 3, zu vollſtrecken wäre, wenn die Tat vor Inkrafttreten dieſer Verordnung rechtskräftig abgeurteilt worden wäre. Der zweite Abſchnitt der Verordnung betrifft die Straffreiheit bei Straftaten aus wirtſchaſtlicher Not. Artikel 5. Für Straftaten, die infolge wirtſchaft⸗ licher Not des Täters oder ſeiner Angehörigen, ins⸗ beſondere Arbeitsloſigkeit, begangen ſind, wird Straffreiheit nach Maßgabe der Artikel 6 und 7 ge⸗ währt, wenn der Täter nicht oder nur mit Geldſtra⸗ fen oder Freiheitsſtrafen von insgeſamt höchſtens ſechs Monaten vorbeſtraft iſt. Vor⸗ ſtvafen, deren Vermerke im Strafregiſter getilgt ſind, bleiben außer Betracht. Artikel 6. Strafen, die beim Inkrafttreten dieſer Verordnung rechtskräftig erkannt und noch nicht ver⸗ büßt ſind, werden erlaſſen, wenn ſie in Geldſtrafe oder in Freiheitsſtrafe von nicht mehr als neun Monaten allein oder nebeneinander beſtehen. Artikel 3, Abſatz 1, gilt entſprechend. Artikel 7. Anhängige Verfahren werden einge⸗ ſtellt, wenn oͤie Tat vor dem 17. Januar 1935 began⸗ gen und keine ſchwerere Strafe als Geldſtrafe oder Freiheitsſtrafe bis zu neun Monaten allein oder nebeneinander zu erwarten iſt. Neue Verfahren werden nicht eingeleitet. Artikel 8. Ausgeſchloſſen von den Ver⸗ günſtigungen dieſer Verordnung ſind erſtens Ver⸗ brechen des ſchweren Raubes(Is 250 und 251 Straf⸗ geſetzbuch), zweitens Verbrechen der Brandſtiftung (SS 306 bis 308, 311 Strafgeſetzbuch), oͤrittens Verbre⸗ chen der vorſätzlichen Gefährdung eines Eiſenbahn⸗ transportes(8 315 Strafgeſetzbuch), viertens Verbre⸗ chen gegen 8 321 Abſatz 2 des Strafgeſetzbuches, fünf⸗ tens Zuwiderhandlungen gegen die Zollgeſetze. Gerichtliche Entſcheidungen(8 490 der Strafprozeß⸗ ordnung) darüber, ob und inwieweit eine Geſamt⸗ ſtrafe nach den Vorſchriften des Abſatz 1 zu kürzen iſt, werden von dem Gericht erlaſſen, das für die Ent⸗ ſcheidungen für die Einzelſtrafen wegen der im Ab⸗ ſatz 1 genannten Zuwiderhandlung zuſtändig iſt. Die Verordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. 8 i Weitere Amneſtie- Verordnungen (Funkmeldung der N M.) O Saarbrücken, 24. Januar. Die Regierungskommiſſion hat außer der großen Amneſtieverordnung eine Verordnung über die Ge⸗ währung von Straffreiheit und Strafmilderung in Diſziplinarſachen erlaſſen. Eine oͤritte Ver⸗ ordnung betrifft die Straffreiheit bei Zuwiderhand⸗ lungen gegen ſteuerrechtliche Vorſchriften. Außer Kraft geſetzt wird ferner die Verordnung betreffend das Verbot von Einrichtungen des Freiwil⸗ ligen Arbeitsdienſtes ſowie die Meldepflicht für Angehörige verſchiedener Organiſationen vom 4. September 1934. Strafen, die auf Grund dieſer Verordnungen rechtsgültig erkannt und nicht ver⸗ büßt ſind, werden erlaſſen. Anhängige Verfahren werden eingeſtellt. Die Erhaltung, die Erneuerung und die Ergänzung des Hausbeſitzes gebe großen Teilen des Handwerks Arbeit und Brot. Mehr denn je müſſe die Parole der Arbeitsbeſchaffung durch Selbſthilfe befolgt wer⸗ den, da die Wirtſchaft auf die Dauer nicht durch öffentliche Zuſchüſſe in Gang gehalten werden könne. Handwerk und Hausbeſitz müßten in einer ſolchen Arbeitsſchlacht wieder an erſter Stelle ſtehen. Im weiteren bezeichnete er die Entſchuldung und Umſchuldung des Hausbeſitzes als eine vor⸗ dringliche Frage. Eine Erleichterung werde der Hausbeſitz durch die Senkung der Hauszinsſteuer am 1. April 1935 erfahren. Die dadurch freiwerdenden Beträge müßten dem Hausbeſitz ungeteilt zur freien Verfügung ſtehen. Das Handwerk werde alle Maßnahmen unterſtützen, die auf eine ſchnellmögliche Wiederherſtellung der Wirtſchaftlich⸗ keit des Hausbeſitzes hinzielen. Der Präſident des Reichsluftſchutzbundes, Generalleutnant a. D. Grimme, hielt einen Vortrag über„Die Zuſammenarbeit des Reichsluftſchutzbundes mit den deutſchen Haus⸗ und Grundbeſitzern“. Er wandte ſich gegen die vielfach verbreitete Auffaſſung, öͤaß Deutſchland nur einige tauſend Flugzeuge zu haben brauche, um wirkſam geſchützt zu ſein. Dieſe Auffaſſung ſei grunofalſch, da auch ein ſtarker militäriſcher Luftſchutz nicht ver⸗ meiden könne, daß Bomben auf deutſches Land fal⸗ len. Gewiſſe Sorgen bereitet zur Zeit noch die Finanzierung des Schutzraumbaues, da nur ein Teil der Hausbeſitzer in der Lage ſei, die notwendigen Mittel aus eigenen Kräften aufzubringen. Es ſei ſelbſtverſtändlich, daß Hausbeſitzer und Mieter an⸗ teilig die Koſten zu tragen hätten. 5 Miniſterialdirektor Dr. Kühne vom Reichs⸗ finanzminiſterium legte die Bedeutung, Ziele und Methoden der Einheitsbewertung des Grundvermögens dar. Er gab einleitend eine Ueberſicht über die bisheri⸗ gen Geſchicke der vom Reichsfinanzminiſterium ver⸗ folgten Vexeinheitlichung der Steuerwerte und Beſteuerung des Grundbeſitzes vom Reichsbewer⸗ tungsgeſetz 1925 an bis zum Reichsbewertungsgeſetz 1934 und zu dem neuen Reichsgeſetz vom 22. Januar 1935. Hier iſt letztmalig oͤie Vereinheitlichung unt zwei Jahre hinausgeſchoben worden, um endgültig mit Wirkung vom 1. April 1937 ab auf der Baſis der Einheitswerte 1935 in Kraft geſetzt zu werden. Zwei Todesopfer oͤurch Kohlenoryoͤgaſe — Lauterecken(Pfalz), 24. Jau. Vom Un⸗ glück ſchwer heimgeſucht wurde im nahen Offen ⸗ bach a. Gl. die Familie des etwa 50 Jahre alten Schneidermeiſters Jakob Bohnen berger. In⸗ folge Erkrankung der Mutter ſah man ſich veranlaßt, das elterliche Schlafzimmer zu heizen. Die Eltern ſowie die beiden Söhne ſchliefen in zwei neben⸗ einanderliegenden Zimmern im Erdgeſchoß, während die beiden Töchter im erſten Stock ſchliefen. Als die beiden Mädchen am Mittwoch morgen nach unten kamen, fanden ſie zu ihrem Entſetzen den Vater und den 13 jährigen Bruder im Schlaf⸗ zimmer tot auf, während die Mutter und der andere Bruder ſchwere Vergiftungs⸗ erſcheinungen zeigten. Da Fenſter und Türen auſcheinend feſt verſchloſſen waren, hatten die Kohlen⸗ oxydgaſe, die ſich im Laufe der Nacht angeſammelt hatten, keinen Abzug gefunden und das Unglück heraufbeſchworen. Die Ehefrau und der 19jährige Sohn konnten dank der Bemühungen des ſofort herbeigerufenen Arztes am Leben erhalten werden. Eine Bekanntmachung Dr. Leys O Berlin, 24. Jan.(Funkmeldung der NM 3) Der Reichsorganiſationsleiter der NS DAP, Dr. Ley, gibt bekannt:„Ich möchte noch einmal bekanntgeben, daß für alle Mitglieder der Deutſchen Arbeitsfront alle vor dem 2. Mai 1933 erworbenen Rechte garan⸗ tiert werden. Dies gilt auch in Sonderheit für die deutſchen Angeſtellten. Es iſt in Ausſicht genom⸗ men, zu den Leiſtungen der DA nach dem 2. Mai 1933 noch eine beſon dere Zuſatzverſiche⸗ rung aufzunehmen, die von jedem Mitglied der DA benutzt werden kann.“ Die magiſche Kuh 7 Von Peter Baum Als Cäſar den Rubikon überſchritt, war ein ſtil⸗ ler Frühlingsmorgen. Die Eſel ſchrien auf den Wieſen, der Nebel zog in zarten Streifen durch das Flußtal. Es war ein wunderbarer Manövertag, und die Legionäre gingen über den Fluß, als ob es ein Spaziergang wäre. Es iſt nicht gerade ſchwer, fünfzig oder hundert Jahre ſpäter die Bedeutung dieſes Tages zu erkennen. Alle ſpäteren Hiſtoriker haben ſie erkannt. Aber der Unterſchied zwiſchen einem Hiſtoriker und einem großen Feldherrn iſt gerade der, daß der Feldherr vorher genau weiß, was jene ſpäter nur mit Mühe zu erkennen vermö⸗ gen. Das„Alea jacta est“, das der große Cäſar an dieſem ſtillen Morgen ſprach, iſt die bewunderns⸗ werteſte Aeußerung, die uns von dieſem Manne überliefert iſt. Aus den zarten Nebeln des Früh⸗ lingsmorgens ſah er das Imperium Romanum her⸗ aufſteigen, während ſeine Soldaten nur das Schreien der Eſel hörten. Als Kepler vom Turm von Piſa kleine Steine hinunterwarf, war ein heißer Mittag. Selbſt die Eſel waren ſtill vor Hitze. Niemand beobachtete den unſcheinbaren Mann, der ſich mit einer dieſer jungen⸗ haften Albernheiten zu beſchäftigen ſchien, die den Männern bis in ihr höchſtes Alter hinein ſo viel Spaß machen. Mit einem kleinen Klax ſprangen die Kieſel unten auf. Aber mit jedem ſauſte eine großartige phyſikaliſche Erkenntnis in die Tiefe. Und dieſe kleinen Kieſelſteine, die der kleine Mann da hinunterwarf, haben größere Verwüſtungen in der mittelalterlichen Welt angerichtet, als es die größ⸗ ten Fliegerbomben in der heutigen Welt vermöchten. Die umſtürzenden Ereigniſſe in der Geſchichte der Menſchheit ſpielen ſich in aller Stille ab. So hat das Zeitalter des ſterbenden Rationalismus, in dem wir zu leben das Glück haben, einen fürchterlichen Schlag bekommen in einem kleinen Dorf in Polen. Im Dorfe Strzalkow ſollte einem Bauern eine Kuh gepfändet werden. Es kann nichts Gewöhn⸗ licheres geben als das. Mauchmal natürlich ſtirbt eine Kuh, bevor der Gerichtsvollzieher zum äußerſten geſchritten iſt. Manchmal auch ſtirbt eine Kuh, wenn ſie in den Beſitz des Stgates übergegangen iſt. Nie⸗ mand würde ſich darüber wundern. Aber in Strzal⸗ b kow trat etwas ganz anderes ein. In demſelben Augenblick, in dem der Gerichtsvollzieher der Kuh das Siegel auf den Achterſteven klebte, brach die Kuh zuſammen und war tot. Nun, die Rationaliſten werden überlegen lächeln und werden ſagen, daß man nach der Wahrſcheinlich⸗ keit ausrechnen könne, daß das immer einmal wieder eintreten müſſe. Viele Kühe ſterben, viele Kühe wer⸗ den gepfändet. Alſo warum ſoll nicht einmal eine Kuh ſterben in dem Augenblick, in dem ſie gepfändet wird? Aber ihr Lächeln hat etwas Fahles und Ver⸗ zerrtes. Sie befinden ſich in der Lage der falſchen Propheten, die glauben, daß ſie vor der Entlarvung ſtehen. Tatſächlich, niemand glaubt ihnen mehr. Nichts iſt aufſchlußreicher, als daß die Nachricht vom Tode der Kuh in Strzalkow durch alle Gazetten der Welt gegangen iſt. Sie ſtand unter„Vermiſchtes“, der eigentlich myſtiſchen Rubrik des Weltgeſchehens. Wir alle haben das Empfinden, daß die Pfändung einer Kuh eine ruchloſe Tat iſt. Wir wollen nichts davon wiſſen, daß die Kuh an Zufall geſtorben iſt. Wir ziehen es vor, zu glauben, daß ſie an der Ruch⸗ loſigkeit geſtorben iſt. Und niemand von uns würde die Geſchichte auch nur das kleinſte bißchen über⸗ raſchender finden, wenn ſtatt der Kuh der Gerichts⸗ vollzieher tot zu Boden geſtürzt wäre. Es kommt nicht auf die Beweiſe an. Es kommt darauf an, welche Beweiſe geglaubt werden. Die magiſchen Zuſammenhänge haben etwas, was den Menſchen leichter einnimmt, als die rationalen Zu⸗ ſammenhänge. Geiſter ſterben da nicht aus, wo an ſie geglaubt wird. Freilich, warum die Menſchen von irgendeinem Augenblick an lieber an das eine als an das andere glauben, das iſt eines der Geheimniſſe des Weltgeiſtes, das nicht einmal die Magier zu er⸗ klären vermögen, geſchweige denn die Rationaliſten. ieee e Araufführung in Heidelberg „Katrin Howard“ von Malte Maſſon Als erſte Uraufführung dieſer Spielzeit brachte das Heidelberger Stadttheater das fünfaktige Schau⸗ ſpiel Katrin Howard“ von Malte Maſſon heraus und errang damit einen ſtarken Publikums⸗ erfolg. Malte Maſſon iſt ein Pſeudonym, hinter dem ſich ein Freiburger Arzt verbirgt.„Katrin Howard“ iſt ſein dramatiſches Erſtlingswerk und als ſolches eine erſtaunlich reife und bühnenwirkſame Arbeit. Das Stück ſpielt am engliſchen Hof zwiſchen 1540 und 1542 und ſchildert die Ehe Heinrichs VIII. mit ſeiner fünften Gemahlin Katrin Howard. Es beginnt mit der Verhaftung von Thomas Cromwell und endet mit der Hinrichtung Katrins. In außer⸗ ordentlich geſchickter, nur gelegentlich hiſtoriſch etwas zut belaſteter Form ſchildert Maſſon das politiſche Ränkeſpiel, das auch um dieſe Heirat des engliſchen Königs ausgetragen wurde und das im weſentlichen in dem Kampf zwiſchen den Katholiken(Herzog Nor⸗ folk und Biſchof Gardiner) einerſeits und den Pro⸗ teſtanten(Erzbiſchof von Canterbury) andererſeits beſtand. Das Objekt dieſes Kampfes iſt Katrin How⸗ ard, von den Katholiken zur Königin gemacht, von den Proteſtanten zu Fall gebracht. Die keimende Liebe der durch die Grauſamkeiten des Königs ab⸗ geſtoßenen Katrin zu dem Kammerherrn Culpepper, der ebenfalls gerichtet wird, wird im Netzwerk dieſes höfiſchen Intrigenſpiels erſtickt. In knapper und klarer Dialogführung entwickelt Maſſon die Handlung, gut aufgebaut von den im Ton noch leichtgeformten Eingangsakten bis zu den kata⸗ ſtrophenſchweren Schlußbildern. Der unzweifelhafte Erfolg des nur hie und da noch etwas breit gera⸗ tenen Stückes iſt auch der von Martin Baumann mit großer Sorgfalt vorbereiteten Uraufführung zu danken, die vor allem in Hans Ney einen Hein⸗ rich VIII. hatte, wie er echter— auch in der Erſchei⸗ nung— kaum gedacht werden konnte. Die Titel⸗ rolle ſpielte Trude Oehm geſchickt vom etwas leichtſinnigen, koketten Mädchen zur Königin und Liebe wie Leben hoheitsvoll entſagenden Frau hin⸗ über. Neben dem in der Haltung edlen Culpepper von Helmut Wittig verdienen noch die beiden ſcharf profilierten Gegenspieler, der Herzog von Canterbury von Karl Fürſtenberg, beſondere Erwähnung. Der Dichter durfte am Schluß für einen langanhaltenden und ſtarken Beifall danken. f Dr. W. Sch. O. Nationaltheater Mannheim. Intendant Bran⸗ denburg hat das hervorragende Mitglied der Ber⸗ liner Staatsoper Kammerſänger Jaro Pro⸗ haska zu einem Gaſtſpiel am 3. Februar verpflich⸗ tet. Prohaska wird in den„Meiſterſingern von Nürnberg“ den Hans Sachs ſingen. Damit beginnt im Nationaltheater die Reihe der Vorſtellungen, die im Laufe dieſer Spielzeit jeder Mietabteilung das Gaſtſpiel eines namhaften auswärtigen Künſtlers bringen werden.— Erich Hallſtroem wurde eingeladen, bei den zur Zeit laufenden Wagnerfeſt⸗ ſpielen am Theatro del Liceo in Barcelona die Titel⸗ partie im„Lohengrin“ und den Walter Stolzing in den„Meiſterſingern von Nürnberg“ zu ſingen. Der Künſtler mußte dieſes ehrenvolle Angebot infolge ſei⸗ ner hieſigen Verpflichtungen ablehnen. 60. Geburtstag des Liederkomponiſten Mat⸗ tieſen. Emil Mattieſen, der deutſch⸗baltiſche Liederkomponiſt, wurde geſtern 60 Jahre alt. Der in Dorpat Geborene iſt von Haus aus Philoſoph und Naturwiſſenſchaftler. Als ſolcher unternahm er Rei⸗ ſen in Aſien und Amerika, arbeitete von 1904 bis 1908 wiſſenſchaftlich in England, hernach in Berlin (1908 bis 1915) und Roſtock(1915 bis 1922). Von 1922 bis 1925 lebte er bei München, ſeitdem in Gehls⸗ dorf bei Roſtock. Mattieſen iſt erſt ſeit 1910 auf Ver⸗ anlaſſung von Carl Muck und dem Hugo⸗Wolf⸗Ken⸗ ner Prof. Paul Müller als Liederkomponiſt hervor⸗ getreten. Die herbe Liedkunſt dieſes Norddeutſchen hatte es nicht leicht, ſich durchzuſetzen. Erſte Künſtler wie Lula Myſz⸗Gmeiner, Franziska Martienſſen, Paul Lohmann, Paul Bender u. a. traten jedoch mit Nachdruck für ſie ein, und auch die übrige Fachwelt ſtellte ſich geſchloſſen hinter dieſes eigenwüchſige Ta⸗ lent.(In Mannheim ſang bekanntlich Hein⸗ rich Hölzlin vor kurzem auf ſeinem Liederabend einige charakteriſtiſche Liedkompoſitionen Mattie⸗ ſens.) Ein Mann wie Paul Graener bekennt frei⸗ mütig, daß die Lieder Mattieſens für ihn„zum Schönſten und Wertvollſten des deutſchen Liedſchaf⸗ Norfolk von Egon Helms und der Erzbiſchof von fens“ gehören. Freitag, 25. Januar 1935 Manuheim, den 25. Masken im Fenſter In den Schaufenſtern der großen Geſchäfte ſind te Maskenkoſtüme erſchienen und gleich iſt die Ver⸗ kehrsſtörung da. Röſels Schritt bekommt etwas weiches und ſchleichendes, ſie hat Beute eräugt und auf einmal, bummsl, ſteht ſie felſenfeſt und iſt nicht weiter zu kriegen. Mag die Linie 3 dreimal dahin⸗ gehen, mögen Buſter Keaton und Weiß Ferdl war⸗ ten, oder Gregor VII. ſelber,— ſie hat jetzt etwas anderes im Kopf, und die ganze Welt mit allen Ver⸗ abredungen und Anfangszeiten geht ſie mehr an. d nichts Ob ihr das Phantaſiekoſtüm in Silber und Rot wohl ſtehen mag?— Wir ſchauen unentwegt nach links unten, wo der Preis ſteht, und wie ſie es nicht merken will, bemerken wir ſchlicht:„Tja, die iſt ja nun ſehr ſchlank, die Dame da.“ Das merkt ſie. Normalerweiſe würde ſie jetzt wutentbrannt davon⸗ ſtapfen und mindeſtens bis an die Friedrichsbrücke keinen Ton mehr reden. Aber Frauenliſt kommt anders. Sie ſchmiegt den Arm in die Taſche rechts und ſagt:„Ach Gott, haſt du aber kalte Hände, du mußt unbedingt mal ein paar neue Handſchuhe Sieh mal, Waſchermaol iſt ja nicht teuer, und Win⸗ zerin iſt ja auch niedlich. Aber meinſt du Nicht Wir lugen nach Möglichkeiten. Da unten liegt, zwar nicht gefüllt, aber doch auch vielverſprechend „Lift⸗Boy“ für 10,50 Mark. Iſt das nicht erſtaunlich? Nun ſchaut ſie einen wirklich vorwurfsvoll an. Denn zu einem Lift⸗Boy zu 10,50 Mark iſt wirklich Schlankheit über alle Maßen vonnöten. Tröſtend erinnern wir daran, daß ſie in früheren Zeiten doch immer ſo wacker ſelbſt geſchneidert hat. Und flugs erwidert ſie, daß ſie nie im Traume daran gedacht habe, ſich etwas fertig zu kaufen, ſie will nur wiſſen, was ihr ſteht. „Haha!“ haben wir da nur gemacht. Doch ſie iſt heute nicht unterzukriegen. Da ſtehen wir vor dem Papiergeſchäft, für das Herren zuſtändig ſind. Ha, wer möchte da nicht zu⸗ greifen. Ganze Hände voll Knallerbſen möchte man auf die Straße pfeffern, und ſieh da, die mühſelige Schmeißerei von Papierſchlangen wird einem ja auch jetzt endlich durch ſinnreiche kleine Schleudermaſchinen leichter gemacht. Welche Pracht von Orden, welche imponierende Verſchnörkelung der Kopfbedeckung. Dieſer Faſching muß gelingen! Seit ſieben Jahren waren wir nicht mehr richtig froh, die Kriſe, die Steuer, die Gummiknüppel laſteten auf unſerem gramumflorten Gemüte. Aber Heiſſaſſa, über dieſen Masken und Scherzartikeln ruht ein Glanz von beſſeren Zeiten. Wir brauchen nur noch einige Klei⸗ nigkeiten: haltbare Papierſchlangen, mit denen man die umringelte Schöne wirklich zu ſich rüber ziehen kann. Eine Knallerbſe, die nicht nur, auf den Tiſch geworfen, knallt, ſondern ſich darauf zu einer Blume öffnet, auf der ſteht:„Ich liebe Sie!“ oder „Du biſt meine Sehnſucht!“ Und einen Schlager mit Schmelz und Spiritus, einen Schlager, der drei Flaſchen Forſter erſetzt, der alle ungelenken Mann⸗ heimer zu Tanzlöwen macht, bei deſſen Geſang der Kartenknipſer im Roſengarten die Augen beſeligt gen Himmel aufſchlägt und Minderbemittelte vorbei⸗ läßt. Schließlich aber brauchen wir noch eine Taſchenlampe mit infraroten Strahlen, die durch Hintertaſche und Geldbeutel hindurch leuchtet und die das Verfubelungsvermögen von alten Bekann⸗ ten einwandfrei zu beobachten erlaubt. Man will doch endlich mal die richtigen erwiſchen. Alſp erzählten wir Röſel zur Rechten, und ſie war auch ſo zufrieden, die phantaſievollen Voraus⸗ ſetzungen des Vergnügens vorerſt zu genießen.— Nachts aber träumten wir, ein Lift⸗Boy hätte uns eine Rakete gereicht. Mit der ſauſten wir auf die Spitze des Waſſerturms, woſelbſt das neuerrichtete Detektiv⸗ und Auskunftsbüro„Maskengeld durch Infra⸗Beſtrahlung“ unſerer ſegensreichen Mitarbeit wartete. De Hr, Am die Verlegung des Staatstechnikums Nur zwei Abteilungen kommen nach Mannheim Von zuſtändiger Stelle wird dem Oberrhein. Lan⸗ desdienſt mitgeteilt: Vor kurzem ging von Mannheim aus die Mitteilung durch die Preſſe, daß das Staatstechmikum von Karlsruhe nach Mann⸗ heim verlegt werden ſoll und daß bereits ein Wettbewerb für die Erlangung guter Pläne und ge⸗ eigneter Entwürfe für die neue Mannheimer An⸗ ſtalt ausgeſchrieben ſei. Die Mitteilung iſt in die⸗ ſer Form nicht richtig. Die Verhandlungen wegen der Verlegung bezogen ſich lediglich auf zwei Abteilungen des Staatstechnikums. Das Hauptkontingent der Studierenden wird mach wie vor in Karlsruhe verbleiben. Die ſeit bald 60 Jah⸗ ren in der Landeshauptſtadt anſäſſige frühere Bau⸗ gewerkſchule wird alſo auch weiterhin als das Ba⸗ diſche Staatstechnikum ihren Sitz in Karlsruhe haben. Am 30. Januar Vetriebsappelle Zur Verbreitung des Gedankens der regelmäßi⸗ gen Betriebsappelle hat die Deutſche Arbeitsfront für den 30. Jauuar eine große Aktion vorbereitet. An dieſem Tage ſollen im ganzen Reich und in allen Betrieben Betriebsappelle durchgeführt wer⸗ den. Die Arbeitskameraden und Arbeitsbameradin⸗ nen aus den Maſchinenſälen und den Kontoren, in den Dienſträumen der Behörden und an allen Ar⸗ beitsplätzen werden ſich am 30. Januar verſammeln, um erneut ihren Willen zur Kameraodͤſchaft und zur gemeinſamen Arbeit für Deutſchland zu bekunden. Der 30. Jauuar iſt dafür gewählt worden, weil er als Jahrestag der Machtübernahme durch Adolf Hitler beſonders geeignet für ein großes ge⸗ meinſames Bekenntnis des ſchaffenden Volkes iſt. Der von der Deutſchen Arbeitsfront angeſetzte große Appell wird einheitlich unter den Gedanken geſtellt: Was bedeutet der 30. Januar für den ſchaffenden deutſchen Menſchen? Gleichzeitig ſoll ehrend des Saararbeiters gedacht werden. Berufs A Ein Veſuch beim Jas ſollen unsere Ki Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe Nummer 41 — 7 77 der werden? Entlaßſchüler und der Eitern Allmählich rückt Oſtern näher und damit der Zeit⸗ punkt, an dem allein im Stadtbezirk Mannheim 2100 Knaben und 2200 Mädchen die Schule verlaſſen, um in eine Lehre einzutreten und ſich für ihren künftigen Beruf vorzubereiten. Mehr denn je ſpielt heute die richtige ahl eines Berufes die größte Rolle. Das liegt nicht allein im Intereſſe der jungen Leute, ſondern auch ebenſoſehr der All⸗ gemeinheit. Es iſt natürlich nicht leicht, für jeden einzelnen die paſſende Lehrſtelle zu finden wie es auch nicht möglich iſt, jeden Berufswunſch zu erfüllen. Dem Berufsberater, der zugleich Lehrſtellen⸗ vermittler iſt, fällt ſomit eine ungeheuer wichtige und verantwortungsreiche Arbeit zu. Die Vorbereitungen für die Lehrſtellen vermittlung reichen ſchon Monate zurück. Das Arbeitsamt ließ in den Schulen vor den Schülern der achten Klaſſen Vorträge halten, in denen die Schüler mit den wich⸗ tigſten Arbeiten der einzelnen Berufe und mit den Erforderniſſen hierfür bekanntgemacht wurden. Dann mußten die Schüler eine Schülerkarte aus⸗ füllen. Auf ihr hatten ſie anzugeben: Familienver⸗ hältniſſe, welchen Beruf ſie gerne wählen wollen, für welchen Beruf ſie noch Neigung haben und ihre Lieblingsbeſchäftigung in der Freizeit. Auf dieſer Karte wurde ferner eingetragen der ärztliche Beſund und ein Urteil des Lehrers über den Schüler im all⸗ gemeinen, über ſeine ausgeprägten Jöhigkeiten, ſeine Arbeitsweiſe und ſein Arbeitstempo, über ſeine Charaktereigenſchaften, ſeine Durchſchnittslei⸗ ſtungen und ſeine Leiſtungen über und unter dem Durchſchnitt. Die von den Schülern anzufertigenden Bewerbungsſchreiben und das letzte Schulzeugnis ergeben zuſammen mit der Schülerkarte ein ziemlich getreues Bild von dem Schüler und ſeiner Eignung für den gewählten Beruf. Neuerdings wird bei den der Hitler⸗Jugend angehörenden Schülern noch ein H J⸗ Fragebogen den Schülerkarten beigelegt, der Angaben über Geſchicklichkeit, Begabungsrichtung, Arbeitsweiſe, Oroͤnung, Sauberkeit, Anſtand, Ver⸗ halten in der Gemeinſchaft und Willenseigenſchaften enthält. Wer einmal an einem Mittwoch nachmittag in den dritten Stock des Arbeitsamtes einen Blick wirft, wird vor den Türen der Berufsberatung in langer Reihe die Schüler warten ſehen, von denen einer nach dem anderen hinter der Türe des für ihn zuſtändigen Zimmers verſchwindet. Im Zimmer ſelbſt geht oͤie Abfertigung ſehr vaſch. Hat doch der Berufsberater mit einem Blick über die Schülerkarte ein Geſamt⸗ bild des Vorſprechenden und kann die Zuteilungen an die Firmen vornehmen, die freie Lehrſtellen ge⸗ meldet haben. Große Firmen und Betriebsführer, die den Gang der Dinge kennen, haben ſchon ihre Lehrlinge angefordert, weil ſie wiſſen, daß jetzt die größte Auswahl vorhanden iſt und ſie noch die fähigſten Schüler und die beſten Kräfte bekommen können. Wer erſt kurz vor Schluß ſich um einen Lehrling umſieht, wird unter Umſtänden damit rech⸗ nen müſſen, den Durchſchnitt oder eine Kraft mit geringerer Auffaſſungsgabe und beſchränkteren Fä⸗ higkeiten zu bekommen. Es iſt keine kleine Verantwortung, die der Be⸗ rufsberater trägt, zumal wenn er die jungen Men⸗ ſchen von dem gewählten Beruf abbrin⸗ gen muß, weil die körperliche Verfaſſung nicht ſo iſt, daß die Erforderniſſe des Berufes erfüllt werden können. Da muß einem Jungen geſagt werden, daß er zum Bäcker nicht taugt, weil er zu klein iſt, dort iſt einem üler, der Kaufmann werden möchte, davon abzuraten, weil ſeine Schrift ſehr ſchlecht iſt und die Noten in den entſchewdenden Fächern nicht genügen. Daun wieder muß man einem ſchmächti⸗ gen Bürſchchen, das Schloſſer werden will, den Rat geben, erſt einmal auf dem Land ſich als Hütefunge zu erholen und heraus zumachen. Daneben ſollen gar vielerlei Sonderwünſche der Lehrherrn erfüllt werden. a cke — Die Berufswünſche ſind gar mannigfacher Axt, doch wind von den Kna⸗ ben der Wunſch, Kaufmann zu werden oder im Metallgewerbe unterkommen zu können, am meiſten geäußert. Vor zwei Jahren noch wurden Klein⸗ gewerbebetriebe bevorzugt, und faſt jeder zweite Entlaßſchüler wollte Bäcker, Metzger uſw. werden. Der Aufſchwung unſeres Wirtſchaftslebens und die geſchäftliche Entwicklung brachten die Abwanderung zum kaufmänniſchen Beruf und zum Metallgewerbe mit ſich. Dieſem ſtärkeren Andrang ſteht auch ein ſtärkerer Bedarf gegenüber, doch können lange nicht alle Wünſche erfüllt werden. Bei den Mädchen iſt die Neigung, Verkäuferin zu werden, ſo groß, daß man bald nicht mehr weiß, was man hierzu ſagen ſoll. 50 v. H. aller Ent⸗ laßſchülerinnen möchten gerne als Verkäuferin ihr Brot verdienen, und erſt in ſehr, ſehr weitem Ab⸗ ſtand folgt der Friſeurberuf. Nicht zu überſehen iſt, daß gerade bei den Mädchen der Einfluß der Eltern auf die Berufswahl ſtark zum Ausdruck kommt. Wie oft ſchon äußerte ein Mädchen, ſich der Hauswirtſchaft wiömen zu wollen, bis dann ſpäter die Eltern kamen und erklärten, daß ihr Kind Verkäuferin werden müßte. In dieſem Falle muß die Berufsberaterin zur Ueberredungskünſtlerin werden, um den Eltern klarzumachen, daß wir heute ganz andere Verhält⸗ niſſe haben als früher und daß hauswirtſchaftliches Können bei einem Mäd⸗ chen im Vordergrund ſtehen muß. Es mögen zwar häufig die häuslichen Umſtände eine Rolle ſpielen, und gar manches Mädchen ſoll nur deswegen Verkäuferin werden oder in die Fabrik gehen, weil es im erſten Lehrjahr ſchon einen klei⸗ nen Verdienſt hat, den es zum Unterhalt der Fami⸗ lie beiſteuern ſoll. Vielfach wird überſehen, daß auch das hauswirtſchaftliche Anlernfahr große Vor⸗ teile bringt, wenn es dort auch außer einem kleinen Taſchengeld kein bares Geld gibt. Das Mädchen, das ſich für ein hauswirtſchaftliches Anlernjahr ent⸗ ſcheidet, wird voll in die Hausgemeinſchaft auf⸗ genommen, hat ſeine Unterkunft und ſein Eſſen, was nicht unterſchätzt werden darf. * Den Betriebs führern muß immer wieder nachdrücklichſt ans Herz gelegt werden, möglichſt viele Lehrlinge einzuſtellen und für Facharbei⸗ ter⸗Nach wuchs Sorge zu tragen. Bei den hohen Anſprüchen, die heute geſtellt werden, bei unſerer nationalen Verpflichtung, deutſche Werbarbeft 31 fördern und ihr ihren guten alten Ruf zu erhalten, iſt es doppelt erforderlich, eine Arbeitskraftreſerve bu ſchaffen, die ſich nur aus geeigneten Menſchen zu⸗ ſammenſetzen kann. Dafür, daß die geeigneten Men⸗ ſchen an den richtigen Platz kommen, ſorgt der Be⸗ rufsberater als Berufsvermittler, ſoweit dies in ſeinen Kräften ſteht. te. n 5 Mit Gunſt und Verlaub Richtfeſt in der Rheinhäuſerſtraße An der Ecke Burgſtraße und Rheinhäuſerſtraße iſt in den letzten Wochen ein aus fünf Häuſern beſtehender Häuſerblock entſtanden, der nun ſo weit gediehen iſt, daß geſtern nach alter Sitte das Richt⸗ feſt gefeiert werden konnte. Die Bauunternehmer hatten ſich mit den Bauarbeitern zuſammen zu dieſer Feier eingefunden. Hoch auf dem Giebel des Eck⸗ hauſes grüßte der Richtbaum mit Kranz und Bän⸗ dern. Ein Zimmergeſelle ſprach von luftiger Höhe aus den markigen Richtſpruch, wünſchte Glück und Segen den Häuſern und ſprach den Wunſch aus, daß die Bewohner in Frieden leben mögen. Klirrend zerſprang das Weinglas, das er zum Wohle des Baues bis zur Neige geleert hatte. Dann ergriff Geſchäftsführer Funk das Wort, um allen bei dem Bau beteiligten Arbeitern zu danken und ihnen für das Gelingen des Werkes Glück zu wünſchen. Nach dieſer eindrucksvollen Feier am Bau ver⸗ ſammelten ſich alle Beteiligten in der Wirtſchaft„zum Platzl“, um dort in kameradſchaftlichem Kreiſe das Richtfeſt zu feiern. Geſchäftsführer Pfeiffer be⸗ grüßte die Gefolgſchaft und dankte für den guten Geiſt, der in ihren Reihen geherrſcht habe. Der Ge⸗ folgſchaft ſei es aue) durch ihr emſiges Arbeiten zu verdanken, daß der am 15. Oktober begonnene Bau ſo raſch unter Dach und Fach gebracht und vor Ein⸗ tritt des Froſtes ſo weit fertiggeſtellt werden konnte, daß keine Unterbrechung einkrat. Auch gab der Red⸗ ner ſeiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß es ge⸗ lang, im Winter Arbeit zu ſchaffen, wo ſonſt das Bauhandwerk zum Feiern verurteilt iſt. Architekt W. Leonhardt ſprach dann über ſolide Bauweiſen und betonte, wie ſehr die Bauten das Kulturbild zu beeinfluſſen vermögen, zumal die Bauwerke erken⸗ Privatmuſiklehrerprüfung 1935 Im März und April 1935 findet in Karlsruhe eine ſtaatliche Privatmuſiklehrerprüfung nach Maß⸗ gabe der Verordnung des Miniſteriums des Kultus und Unterrichts vom 19. April 1928 ſtatt. Mel⸗ dungen zu dieſer Prüfung ſind bis ſpäteſtens 30. Januar unter Beifügung der Nachweiſe und Zeug⸗ niſſe an das Miniſterium des Kultus und Unterrichts in Karlsruhe einzureichen. ze Ihr 40jähriges Ehejubiläum begehen am kom⸗ menden Samstag Karl Braun und ſeine Ehefrau Eva geb. Zapf, Waldparkſtraße 20. Dem Paar, das zut den treuen Beziehern der„Neuen Mannheimer Zeitung“ gehört, unſeren Glückwunſch. nen ließen, auf welcher Kulturſtufe ein Volk ſtehe. Auch wies er auf die gute handwerksmäßige Aus⸗ führung hin, die ſich allezeit bewährt habe. Die fünf Häuſer, die insgeſamt 44 Zweizim⸗ merwohnungen mit Küche und Bad enthalten und dazu beitragen, dem in Mannheim beſtehenden Man⸗ gel an Kleinwohnungen etwas abzuhelfen, wurden durch die Haus⸗ und Heimbau G. m. b. H. er⸗ ſtellt. Die Geſellſchaft wurde im Jahre 1931 gegrün⸗ det und umfaßt eine Reihe der im Baugewerbe be⸗ ſchäftigten Handwerker, die ſeinerzeit durch Selb ſt⸗ hilfe das Bauhandwerk beleben wollten. Die Zeit⸗ verhältniſſe zwangen damals zur Aufſchiebung der Baupläne, obgleich einige Bauplätze, darunter die Ecke Burgſtraße und Rheinhäuſerſtraße pereits ge⸗ kauft waren. In erſter Linie war der Bankkrach des Juli 1931 ſchuld. Jetzt iſt es gelungen, die er⸗ forderlichen Hypotheken aufzunehmen und in einem Vierteljahr einen Häuſerblock hinzuſtellen, der im Mai beziehbar ſein wird. Außer einer Beſchäfti⸗ gungsmöglichkeit für zahlreiche Baufirmen konnten ſtändig hundert Bauarbeiter beſchäf⸗ tigt werden, während durch die Nebenarbeiten noch weitere hundert Volksgenoſſen Arbeit gefunden haben. Nach Beendigung der offiziellen Anſprachen ſand eine einfache Bewirtung der Bauarbeiter ſtatt, in deren Kreis ſich auch die Betriebsführer der Bau⸗ firmen befanden. An Unterhaltung fehlte es nicht, das Schifferklavier wurde in Betrieb genommen und ſchließlich erfreuten auch die Zimmerleute mit alten Zunftbräuchen, ſo daß die geſelligen Stunden wie im Fluge vergingen. P yd ³¹Üq¹A/ Ad ei 25 Jahre iſt am 25. Januar der Schmied und Vorarbeiter Paul Hartmann, Ludwigshafen, Wörthſtraße 11, bei der Firma M. Eichtersheimer, Maſchinenfabrik und Apparatebau, Mannheim⸗ Rheinauhafen. Aus dieſem Anlaß verſammelte ſich geſtern die ganze Belegſchaft nach Arbeitsſchluß im Aufenthaltsraum, wobei der Betriebsführer Willi Eichtersheimer dem Jubilar ſeinen Dank ausſprach für die der Firma geleiſteten Dienſte und ihm eine Gabe überreichte. Ebenſo wurde Herr Hartmann von der Belegſchaft mit einem ſinnigen Geſchenk überraſcht in Anerkennung ſeines ſtets kameradſchaft⸗ lichen Verhaltens. en Winterſportzüge verkehren: am Samstag, dem 26. Januar: Zug 2600 Mannheim ab 14.55, Offenburg an 17.39. Am Sonntag, dem 27 Jan.: Zug 2602 Mannheim ab.08, Offenburg an.28; Zug 2601 Offenburg ab 18.17, Mannheim an 20.56 Uhr. k Ein aufregender Zwiſchenfall ereignete ſich in der vergangenen Mitternachtsſtunde bei der Haupt⸗ feuerwache, wo ein Mann von einer Kraftdroſchke über n wurde. Es ſtellte ſich jedoch heraus, daß den Führer der Kraftdroſchke keine Schuld trifft, da ſich der Mann in ſelbſtmörderiſcher Abſicht vor den Wagen geworfen hatte. Seine Verletzungen ſind je⸗ doch, wie ſich im Krankenhaus herausſtellte, nur leich⸗ ter Art. ze„Die neueſten Deviſenbeſtimmungen!“ Der kürz⸗ lich angekt Wochenendlehrgang muß infolge Woche verſchoben immt am Samstag, Februar in Mannheim, C 1, 1011. 15 enendlehrgang wird ge⸗ leitet von Herrn Dr. Fauſt von der Deutſchen Bank & Diskonto⸗Geſellſchaf z Eine offene Singſtunde veronſtaltet die NS⸗ Kulturgemeinde am nächſten Montag abend. Der Abend iſt dem Auslandsdeutſchtum gewidmet und es werden deutſche Lieder aus Siebenbürgen geſungen und Siebenbürger Märchen e 2 zee Der Volkstumsabend in Käfertal am morgigen Samstag iſt aus der Arbeit des Lehrgangs für Feier⸗ abend⸗ und Feſtgeſtaltung herausgewachſen und bringt Lieder, Sprechchöre, Ernſtes und Heiteres. ein Bevölkerungsbewegung in Sandhofen. Im Mongt Dezember wurden in Sandhofen 16 Ehen geſchloſſen, 16 Kinder erblickten das Licht der Welt, 6 Sandhofener ſtarben. Kraftpoſt 30 v. H. billiger für Landjahrpflich⸗ tige. Der Reichspoſtminiſter hat beſtimmt, daß den in den Landjahrheimen unterzubringenden Land⸗ fahrpflichtigen und ihren Leitern und Helfern bei der Hinfahrt zu den Landjahrheimen und bei der ſpäteren Rückfahrt mit der Kraftpoſt eine Fahrgeld⸗ ermäßigung von 50 v. H. gewährt wird. Voraus⸗ ſetzung iſt, daß es ſich dabei um Kraſtpoſtfahrten auf Strecken ohne Eiſenbahnverbindung handelt. um eine det nunmehr be ag, dem 3 beſonderer f werden. Er f dem 2. und 1 1 Hinweiſe Miniſterialrat Federle aus Karlsruhe ſpricht am kommenden Montag über Familienkunde im Mannheimer Altertums verein. **. Städtiſches Schloßmuſeum. Wegen Rücklieferung der Leihgaben kann die Ausſtellung„Das deutſche Lied“ nicht über den vorgeſehenen Endtermin, 17. Februar, verlängert werden. Die letzte Gelegenheit zum unentgeltlichen Beſuch wird Sonntag, den 27. Januar, von 11 bis 4 Uhr geboten. * Planetarium. Am Montag ſpricht Prof. Dr. K. Feurſtein im 5. Lichtbildervortrag der Reihe „Das Weltbild der Naturwiſſenſchaften“ über das Thema:„Die Stellung des Menſchen im Weltall.“ f Wettertarte der Frankfurter Uniperſ.⸗Wetterwarte * Hanne, Cen. nur H, 2 1 5 —— 2 An Naydn— r — 27—* ö eee 85 8 . — n N 1 0 — S 7 30 5 1 i 8 Od. 2 — 2 Ovoßemos& netter O nid dedeckt& ond bedeckt Regen K Schaee& Craupein e debel K dcwtter Owiasune. Os sed lelchter o massiger Sucsugwest! sturmscher Nocdwess oſe biene ſuegen mut gem vnde die del den Staunen stenengen 285 len gedeß gie lemperatut an Die binien verbinden orie mit glelchem aut Reeresnivezu umgecechneten Cullgrucs Bericht der Oeffentlichen Wetterdienſtſtelle in Frankfurt a. M. vom 25. Jaunar. Ein neuer, vom Atlantik oſtwärts wandernder Sturmwirbel hat vollen Einfluß auf die Witterung Deutſchlands ge⸗ nommen. Er verfrachtet bei ſtürmiſchen Weſtwinden zunächſt milde Ozeanluft oſtwärts, die auch bei uns Anlaß zu verbreiteten Regenfällen geben wird Von der Rückſeite des Sturmwirbels ſtoßen dann zunächſt etwas kältere Luftmaſſen nach Deutſchland vor. Vorausſage für Samstag, 26. Januar Bei kräftigen weſtlichen Winden veränderlich bewölktes Wetter mit wiederholten ſchauerarti⸗ gen Niederſchlägen, etwas friſcher, doch für die Jahreszeit noch mild. Höchſttemperatur in Mannheim am 24. Januar 4 5 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 25. Januar + 3,0 Grad; heute früh 28 Uhr + 3,9 Grad. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Jannar Abel Degel 21. 22.. 24. 25 Neckar⸗Pegel 22. 25 24 0 25 einfelden 1,70 1,72.77 1,65 1,68: Bean en. 9244 056 05e 0 80% Manndem 185, 184, ils 80 Kehl. 1,71 1,68 1,081, 721,640] Jagſtfeld.——— Maxau 4254185 10 5 e 5 Mannheim 1704.93 1,911.04 1880 8 FFF! 2 85 120 122 118,17 1,14 Diedesheim, 0,55 0,63 0,65 0,63 Köln.30 1,29.191,12 1,07 i CTC 1 So D eee S 9 * Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Polizeibericht vom 24. Januar Vorſicht bei der Ausfahrt aus Einfahrten. Wegen fahrläſſiger Körperverletzung wurde der Führer eines Perſonenkraftwagens angezeigt, weil er geſtern nachmittag bei der Ausfahrt aus einem Anweſen auf dem Lindenhof durch Unvorſichtigkeit einen Rad⸗ fahrer anfuhr und dieſen verletzte. Das Fahrrad wurde vollſtändig zertrümmert. Zwei Laſtkraftwagen ſtoßen zuſammen. Auf der Straßengabel Freher⸗ und Dalbergſtraße ſtießen geſtern nachmittag zwei Laſtkraftwagen zuſammen, wobei beide Fahrzeuge ſtark beſchädigt wurden. Die Schuld ſoll en einen der Fahrer treffen, weil er J ſchnell gefahren iſt. Singſtunde in der Liedertafel Fünf Geſangvereine beim Gruppenſingen Zur Förderung des Gemeinſchaftsſingens ſind im Deutſchen Sängerbund jeweils mehrere Geſangver⸗ eine, unbeſchadet ihrer Selbſtändigkeit, zu„Grup⸗ pen“ zuſammengefaßt worden. Dieſe Gruppen hal⸗ ten gemeinſame Geſangsproben. Erſtmals trafen ſich num geſtern abend im Liedertafelheim die Vereine: Mennheimer Lied tafel, Geſangverein der Polizei⸗ beamten, Kurpfälziſcher Männerchor, Sängerluſt und Männerchor der Vereinigung der Württemberger zum Gruppenſingen. Mehr als 300 Sänger ſtellten ſich dem Chorleiter der Liedertafel, Ulrich Herzog, nachdem als Grup⸗ penführer der Vereinsführer der Liedertafel, Karl Blumentritt, die Erſchienenen begrüßt hatte. Er wies in kurzen Worten auf Bedeutung und Zweck des Gruppenſingens hin, das die Bewältigung größerer Aufgaben ermögliche. Er bat um rege Beteiligung auch weiterhin und un die notwendige Chordiſziplin im Dienſt des deutſchen Liedes. Bis zum Badiſchen Sängesbundesfeſt ſeien ahrſcheinlich noch zwei Lie⸗ der und ein Chorwerk mit Orcheſterbegleitung einzu⸗ üben. Dann begann nach dem Badiſchen und Deutſchen Sängerſpruch die Probe, und man kann ſchon ſagen, daß Ulrich Herzog ſeine Aufgabe mit leidenſchaft⸗ lichem Ernſt anfaßt— aber auch mit Humor, der die gewiß notwendige Strenge milderte. Zwei Chöre aus dem offiziellen Liederbuch„Greif“ waren nach ungefähr anderthalb Stunden ſchon weit aus dem gröbſten herausgearbeitet. Stimme für Stimme war vorgenommen worden. Da galt es zunächſt der Me⸗ lodie, dann dem Rhythmus, dann dem Zuſammen⸗ klang, den Einſätzen und nicht zuletzt der guten Aus⸗ ſprache und dem Abtönen der Klangſtärke. Und zu⸗ letzt ſtanden die zwei Chöre„Flamme empor“ und „Dem Volke“, vaterländiſche Bekenntniſſe von ſchöner Eindringlichkeit. Im Anſchluß an die Probe blieb man in froher Runde noch zwei Stunden zuſammen und freute ſich an den Vorträgen des Herrn Götz von der Lieder⸗ tafel, den Schnurren, die Jakob Frank zu erzählen wußte, und an Liedern, die aus Kreiſen der Sänger geboten wurden.—8. Heitere Muſik bei der 86 Farben Das Pfalzorcheſter konzertiert mit Alfred Höhn Faſchingslaune überglänzte das 4. Sympho⸗ niekonzert beim Bildungsausſchuß der JG⸗ Farbenindustrie. Prof. Boehe wandelte das Thema „Humor in der deutſchen Muſik“ mit künſtleriſchem Geiſt ab, und das Pfalzorcheſter folgte ihm in ausgezeichneter Verfaſſung. Das einleitende Vor⸗ ſpiel zu Mozarts„Figaro“ war nicht nur von Grazie erfüllt; Boehe brachte die Zwieſprache zwi⸗ schen Streichern und„Hölzern“ recht vielſagend und darum keineswegs überhaſtet. Den Blechbläſern blieb mehr nur die Rolle des lachenden Dritten. Bei ſolch bedeutungsvoller Auffaſſung des deutſchen Ro⸗ koko begreift man kaum, warum der„Licht⸗ und Lie⸗ besgenius“ Mozart auf die Klarinette, die ſein Salz⸗ burger Orcheſter noch gar nicht duldete, in der Be⸗ gleitung mancher Solokonzerte verzichtete. Nur eine Maske iſt es, wenn auch Max Reger die Geiſter der galanten Zeit in ſeiner„Ballettſuite“ aus der Verſenkung rief. Sein„Harlequin“ iſt im Grunde doch ein tragiſcher Bajazzo, und wenn in der Valse'amour und dem Finale auch der dieſem „abſoluten“ Muſtiker angeborene Humor ſich anzeigt, ſo iſt es, wie wenn die Sonne durch Regenwolken bricht. Fühlt man nicht die Ahnung eines bevor⸗ ſtehenden frühen Endes heraus? Ein mehr an der Oberfläche haftender Witz iſt Georg Schumanns glänzend gemachten Variationen über das Volkslied vom„Vetter Michel“ eigen. Das Pfalzorcheſter ſpielte den muſikaliſchen Blender, der eigentlich ein Orcheſter von lauter Soliſten verlangt, wieder ganz hervorragend. Die Vortragsfolge verzeichnete nur einen So⸗ liſten: Alfred Höhn. Der Künſtler, ein gern ge⸗ hörter Gaſt in den Konzerten des Vereinshauſes, gab dem Mozartſchen A⸗Dur⸗Konzert eigene Prä⸗ gung. Man möchte ſeinen Klavierton„kriſtallen“ nennen: höchſt geſchliffen, durchſichtig, farbig in Prismen ſpiegelnd und blitzend, aber auch etwas gläſern⸗ſpröd. Auf der Höhe ſeines virtuoſen Kön⸗ nens zeigte den Künſtler Strauß'„Burleske“, in der ſchon die ſonſt tragiſch gemeinte d⸗Moll⸗Tonart eulenſpviegeliſch die Ruhe des Philiſters„demoliert“. Prof. Höhn durfte für den ſtarken Beifall mit Cho⸗ pins As⸗Dur⸗Polonaiſe danken. Belgiſche Prinzeſſin tritt ins Kloſter ein Ol. Freiburg i. Br., 23. Jan. Die Prinzeſſin Joſephine von Belgien, die Witwe des am 2. 2. 1919 verſtorbenen Fürſten Karl von Hohen⸗ zollern und Schweſter des verſtorbenen Königs Al⸗ bert von Belgien, iſt am vergangenen Sonntag ins Kloſter der hl. Lioba in Güntherstal bei Frei⸗ burg i. Br. eingetreten. 8 In Wolkenhöhen von Am er damn nach Batavia Stärkerer Tobak! ſcheint Harun al Raſchid ſich geſagt zu haben. Denn jetzt biegen wir in eine Gaſſe ein, deren Eingang von Poliziſten bewacht wird. Es iſt ein Engpaß der Hölle; ähnliche in Marſeille und Genua erſcheinen hier als blütenſchimmernde Gefilde. Ein verwilderter Ali Baba und vierzig Räuberinnen, vierzigmal vierzig, lungern und lau⸗ ern da. Nur die Erzähler der Märchen aus Tau⸗ ſendundeiner Nacht ſelbſt könnten ſie beſchreiben: dieſe Geſchöpfe„mit gebeugter Stirn und räudiger Braue, mit Schlitzohren und roten Glotzaugen und bleichen, hohlen Wangen; mit einer ſchlaffen Naſe, die da einer Eierpflanze gleicht, und einem Geſicht gleich der Schürze eines Schuhflickers; mit vorſprin⸗ genden Zähnen; mit Lippen gleich den Nieren des Kamels, ſo locker hingen ſie herab....“ berm Kriſtallſtift, an dem ein Tropfen hängt, umzingelt er mich.„Oh? Sie lieben ſie nicht parfümiert?! Ein Hauch nur, mein Herr, oder ſollten Sie grauen Amber vorziehen? Lilienwaſſer, Veilchenwaſſer, Roſenwaſſer, verſetzt mit Moſchus?“ Während er die Düfte aufzählt, öffnet, beſchnuppert und ſchließt er mit der Fixigkeit eines Taſchenſpielers ſeine Phio⸗ len. Gelegentlich nimmt er die Naſe hoch, macht die Augen zu und ſtrahlt überwältigt. Es iſt ein für Dufthändler wirkungsvoller Zuſtand. Der Beherr⸗ ſcher der Gläubigen, der das Gehabe ſeines Volkes ſtudiert, nickt beifällig. Jetzt ſchnuppert ſich unſer Gaſtgeber in den End⸗ ſpurt.„Und hier, mein Herr“, er tut feierlich und ſpricht leiſe,„iſt das Weidenblütenelixier für die Fürſtin— Ihre Frau Gemahlin!“ Ein Blick auf ſtiehen, hocken und liegen ſie: reihenweiſe ſtrecken ſie die Arme aus und zerren, was ſie zu faſſen kriegen. Es iſt aus Gebrechen und Verbrechen ein grauenvoller Vor den Oeffnungen ihrer Spelunken Karneval. Unvorſtellbar nur, daß hier wirklich Männer——. Aber vieles, was iſt, iſt nicht vor⸗ ſtellbar. Großer, gütiger Harun al Raſchid! Wir ſind Spießruten gelaufen. Aber deine Majeſtät wurde auch mit den Hexen fertig, nur mein weißer Anzug muß etwas aufgebügelt werden. Arabiens Wohlgerüche beſäduben mich Der Kalif kennt lieblichere Gaſſen. Vor dem dunkeln Schaufenſter einer kleinen Parfümerie macht er halt. Hier wollen wir uns ſtärken, ſagt er und klopft an die Scheibe. Dreimal kurz, einmal lang. Ich halte ihm meine Armbanduhr hin: 2,30 Uhr. Harun lächelt.„Der Inhaber iſt mein Verwandter.“ In dieſem Augenblick wird der Laden hell, ſpringt die Tür auf und ein Mann ins Freie, um uns in Empfang zu nehmen. Der Dufthändler perſönlich. Ein Kunde in der Nacht? Nie hat ein mir fremder Menſch ſich ſo leidenſchaftlich über meinen Beſuch gefreut. Ob Harun gewiſſe Prozente—? Ich ver⸗ dächtige grundſätzlich keinen Kalifen. Ueberdies be⸗ ſchwört mich der Händler, nichts zu kaufen, mich nur ein bißchen umſehen zu wollen in dem beſcheidenen Laden eines armen Freundes. Er hat mich in einen Seſſel gedrückt.„Ein Kiſſen! So, und nun noch eins in den Rücken!“ Er hat in die Hände geklatſcht, ein Diener iſt erſchienen, der, haſtig wie er ſelbſt, die Tür zur Straße abſchließt, die Vorhänge herunter⸗ läßt und Kaffee und Kuchen— das muß alles bereit⸗ geſtanden haben— auftiſcht.„Und nun ein Tröpf⸗ chen Orangenblüte auf die Zigarette!“ Mit dem meine Hand:„Ledig? Das Elixier für Ihre Ge⸗ liebte, meinte ich, für die Frau, die es morgen wer⸗ oͤen wird— dank dieſem Duft der Düfte. Ein Nichts genügt, die Miniatur eines Atoms macht die Luft zärtlich.“ Mit dem Tropfenſtift betupft er den imagi⸗ nären Diwan, auf dem die von Duft verzaußberte Frau liegt, er lehnt ſich zurück, er lächelt. Er tut, wie ſie täte. Ich bin hingeriſſen von dieſer nächtlichen ſchau⸗ ſpieleriſchen Leiſtung und greife nach dem Fläſch⸗ chen. Da muß er mich enttäuſchen:„Unverkäuflich!“ erklärt er ſtreng.„Aber weil Sie der Freund mei⸗ nes Freundes ſind, habe ich beſchloſſen, es Ihnen zu ſchenken. Sie erhalten ein aromatiſches Kleinod, das nicht ſeinesgleichen hat. Vollkommen umſonſt!“ Kaum wage ich es anzunehmen„Umſonſt, wie geſagt! Sie erſetzen mir die zwei Dinare für die Elfenbeinflaſche“, ſagt er beſcheiden,„und dann reden wir nicht mehr davon.“ Es ſind dreißig Mark— aber das wird mir erſt ſpäter klar— für ein Fläſch⸗ chen aus gelb angeſtrichenem Gips. Und weil er nun mal die Spendierlaune hat, läßt der Dufthänd⸗ ler noch eine Runde erquickender Getränke kommen. In meinen Becher wirft Harun, der ſich unbeobachtet glaubt, ein Stück kretiſchen Banghs. Ich weiß nicht, was das iſt; aber ſo heißt in den Märchen aus Tau⸗ ſendundeiner Nacht das Zeug, das der Kalif denen, die er nachts in ſeinen Palaſt befördern will, in den Trunk miſcht. „Sie ſind ſehr müde!“ ſagt er. Ich bin es plötz⸗ lich ſo ſehr, daß ich ihm nicht mehr widerſprechen kann. Während ich die Treppe meines Gaſthofs, beſſer ſeines Hofes, hinaufgleite, ſchwant mir ſchwach, daß das Schickſal Abu Haſſans, jenes Laſtträgers, auch mir blühen könnte: morgen früh werde ich im Thronſeſſel erwachen, die Eunuchen werden kommen und mir die goldͤbeſtickten Pantoffel bringen und Ein Flug in den leuchtenden Orient von Erwin Be 0 rghau 2 8 krähend verſichern, daß ich wirklich der Kalif, wirk⸗ lich der Statthalter des Herrn der drei Welten bin und nur zu regieren brauche. Und wie das für die Eintagsdoppelgänger des Kalifen ſo Sitte iſt, werde ich meinen Freunden Golddukaten, meinen Feinden aber Hiebe verabreichen laſſen, und die harrenden Sklavinnen, die ſüßen Geſchöpfe, will ich mit dem Weidenblütenelixier des Dufthändlers benetzen Gute Nacht! Märchenflug im Morgenland Guten Morgen!.... Harun al Raſchid iſt wie⸗ der da, ehe die Sonne kommt. Es iſt ein Traum, der nicht aufhört. Zwar erſcheinen keine jungen Berbe⸗ rinnen, um mich mit Pfauenfedern wachzukitzeln ich ſehe nur rauhe Männer, die mit einem Satz aus ihrem Dachbett in die Hoſenbeine fahren. Aber was Harun mir nun zat bieten hat, das iſt viel märchen⸗ hafter als die Märchen aus ſeinen vielen Nächten. Noch ehe die Muezzins auf den Minaretten Bag⸗ dads zum Gebet rufen, hat er uns über die polternde Tigrisbrücke bis vor die Stadt begleitet. Und hier ſehen wir einen Zauberteppich, wunderbarer als der, oͤen Prinz Huſſain einſt dem Zauberer für vier⸗ zigtauſend Golöſtücke abkaufte und mit dem er über die Länder flog bis ins Elefantenland Biſchangarh. Wir betreten den Teppich, wir ſchweben ſchon. Wir ſchwebten geſtern über Afrika, vorgeſtern über Europa; bald werden wir über Indien ſchweben. Es iſt ein Morgen im Morgenland. Das Tigris⸗ waſſer beginnt ſilbern zu glänzen. Es wird ſpäter wie flüſſiges Gold leuchten. Alle Bagdader ſcheinen auf ihren flachen Dächern zu ſchlafen. Bei dieſer Septemberhitze ſtellen ſie machts die Betten an die Luft. Wir überfliegen eine Sdaoͤt aus Schlafzimmern, in die wir wohl oder übel hineinſchauen müſſen. Da liegen ſie dicht unter uns: Araber, ältere und jüngere, männliche und weibliche, vielleicht auch die Hochzeiter von geſtern macht mit den— längſt ausgegangenen— Petroleum⸗ lampen. Wir treiben Luftſpionage, aber die Ge⸗ ſchwindigkeit mildert etwas ihre Unverfrorenheit. Trotzdem beobachten wir, neugierig an den Ibisfen⸗ ſtern verſammelt, daß es die Stunde des allmählichen Wachwerdens iſt und daß Frühaufſteherinnen Mädchen tags tief verſchleiert, jetzt nur mit etwas Morgenſonne bekleidet— ſchon bei der großen Wäſche ſind. Manche jedoch werden ſich nur halb aufgerichtet, geſchaut, gegähnt und ſich nochmals auf die andere Seite gewälzt haben. Noch nicht ganz wach, haben ſie die rauſchende Himmelserſcheinung wahrgenom⸗ men... Nun fliegen wir in ihre Träume. Kann man Traumhafteres träumen als die Wirk⸗ lichkeit? Früher ſchien man das noch zu können. Da haben die Märchendichter dieſes Landes, dieſel⸗ ben, die oͤen Zauberteppich erfanden, auch von einem wunderbaren Elfenbeinrohr geträumt. Der Prinz Ali brauchte nur hindurchzuſchauen, um das Ent⸗ fernteſte, weltweit Entfernteſte, nahe zu ſehen. Die vier Röhren des Radivapparates, mit dem unſer Funker die Stimme der Ferne in die fliegende Zelle holt, ſind nicht weniger wunderbar als das Rohr. Und das Ebenholzpferd aus Tauſendundeiner Nacht, das den Prinzen Kamar al⸗Akmah durch die Lüfte trug— was für eine wunderſame Zukunftsmuſik muß das damals geweſen ſein!„Er flog über grüne lachende Lande, während Gazellen zierlich über die Flächen ſchritten“, ſo heißt es in dieſer erſten Flug⸗ ſchilderxung der Welt; abends erblickte er unten in der Stadt„einen Palaſt, der ſich hoch über die obere Luft erhob. Er drehte die Abſtiegsfeder, und das Roß ſenkte ſich mit ihm gleich einem müden Vogel.“ (Fortſetzung folgt.) a Verſetzt wurde die Fachlehrerin Margarete Klein von der Gewerbeſchule Singen a. H. an die Gewerbeſchule 3 in Mannheim. * Die Rennwieſen⸗Pappeln verſchwunden. Die allen Mannheimern bekannten Pappeln an der ſüd⸗ lichen Zufahrtsſtraße zur Rennwieſe, die in einer Reihe inmitten der Straße ſtanden und die dadurch den Richtungsverkehr abgrenzten, ſind gefällt wor⸗ den. Die Gegend hat ein vollkommen verändertes Ausſehen bekommen und iſt ohne die Pappelreihe kaum wiederzuerkennen. Die Bäume mußten wegen drohender Altersſchwäche umgelegt werden. Eine Neuanpflanzung kommt nicht in Frage, da man den Kleingärtnern nicht Licht und Luft rauben will und da die auf der anderen Seite der Straße ſtehenden Kaſtanienbäume ſo ſtattlich ſind, daß ſie den Spazier⸗ gängern genügend Schatten ſpenden werden. au Ein geſchoſſener Feldhaſe hatte es zwei Bur⸗ ſchen aus Sandhofen angetan, die aus einem unver⸗ ſchloſſenen Raum Meiſter Langohr mitgehen hießen. Außerdem nahmen ſie noch ein Beil mit, das ſie wohl zum Zerlegen des Haſen verwenden wollten. Wozu ſie allerdings noch einen Vogelkäfig mitführten, iſt weniger verſtändlich, da man kaum annehmen kann, daß ſie den toten Haſen in den Käfig ſperren wollten. Die ſeltſame Zuſammenſtellung der Gegenſtände er⸗ regte die Aufmerkſamkeit einiger Sandͤhofer, denen die Sache nicht ganz geheuer vorkam. Sie ſorgten dafür, daß ſich die Polizei des Falles annahm. Der eine Burſche konnte ſofort dingfeſt gemacht werden, während der andere das Weite ſuchte. * Die Kalkulation in der Maſchineninduſtrie Die in der Metallinduſtrie beſchäftigten Angeſtellten hatten ſich zu einem von der Reichsberufsgruppe ver⸗ anſtalteten Wochenendlehrgang zuſammengefunden. In mehrſtündigen Ausführungen erörterte Dipl.⸗ Ing. Schiel nacheinander Vor⸗ und Nachkalkula⸗ tion, Betriebsunkoſten, Lohnfragen und alle damit in Zuſammenhang ſtehenden Probleme. Es iſt nach den Darlegungen des Redners zu unterſcheiden, ob die Kalkulation für Einzelerzeugniſſe, Serienfabrika⸗ tion oder Maſſenherſtellung aufzumachen iſt. Nicht immer laſſen ſich Konſtruktionszeichnungen anferti⸗ gen. Auch an Hand von Skizzen und einfachen Ent⸗ würfen muß der Vorkalkulator in der Lage ſein, den Preis zu ermitteln. Die fachlich⸗ſachlich wertvollen Ausführungen wurden von dem Vortragenden an Hand eines Schemas nach dem Refa⸗Syſtem ſehr ein⸗ gehend erläutert. e Jahresverſammlung des Geſangvereins„Sän⸗ gerbund“ Sandhofen. Der bei der Jahreshauptver⸗ ſammlung des Geſangvereins„Sängerbund“ Sand⸗ hofen erſtattete Jahresbericht wies ein arbeitsreiches Jahr aus und zeigte, daß dem Verein ſchöne Erfolge beſchieden waren. Der Vereinsführung wurde das Vertrauen ausgeſprochen, ſo daß nichts im Wege ſtand, den Führerring in ſeiner bisherigen Zuſam⸗ menſetzung zu belaſſen. Ehrenpräsident Jean Wernz nahm die Ehrung der Sängerkameraden vor, die im vergangenen Jahre durch regelmäßigen Proben⸗ beſuch ein leuchtendes Vorbild ihrer Treue zum deutſchen Lied gegeben haben. Es waren dies: Eduard Dott, Peter Gramm, Heinrich Helm, Hans Michel, Erwin Schenkel und Leo Zeller. Ehe Ver⸗ einsführer K. Steinmann die Jahreshauptbver⸗ ſammlung mit einem dreifachen„Sieg Heil!“ auf den Führer ſchloß, gab er noch das vorläufige Jahres⸗ programm für 1935 bekannt. — Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Wir entnehmen einer von 70 in der weſtlichen Unterſtadt in den G- II-, J. und-Quadraten anſäſſigen Volksgenoſſen unterzeichneten Zu⸗ ſchrift die folgenden beachtenswerten Ausfüh⸗ rungen: Die Bewohner des weſtlichen Stadtteiles waren im Monat März vorigen Jahres gezwungen, ſich mit einer Denkſchrift an alle amtlichen Stellen der Stadt Mannheim und durch die Tageszeitungen an die Oeffentlichkeit zu wenden, um der planmäßigen Ver⸗ ächtlichmachung dieſes Stadtteiles und ſeiner Bewoh⸗ ner ein Ende zu bereiten. Auch erhielten wir von amtlichen Stellen Zuſchriften, die den Beweis erbrach⸗ ten, daß dieſer Notſchrei als berechtigt anerkannt worden iſt. Desgleichen haben alle Mannheimer Tageszeitungen unſere erſte Denkſchrift ihren Leſern zur Kenntnis gebracht, worauf eine gewiſſe Beruhi⸗ gung eintrat. In dem betreffenden Schriftſatz mußten wir dar⸗ auf drängen, daß die Proſtituierten, welche, wie in anderen Teilen der Stadt, auch in unſerem Stadt⸗ teil eingeniſtet waren, entfernt würden. Dank der Einſicht des Bürgermeiſteramtes und des Bezirks⸗ amtes iſt dieſem Uebelſtand durch Kaſernierung be⸗ gegnet worden. Nun müſſen wir aber heute leider feſtſtellen, daß die Verleumdung unſeres Stadtteiles als„abbruchreifes Stadtviertel“ von ſeiten einer unbekannten Baugeſellſchaft in letz⸗ ter Zeit wieder mit Nachdruck betrieben wird. Die planmäßige Vergiftung der öffent⸗ lichen Meinung über unſeren Stadtteil, wozu ſich leider auch eine Tageszeitung am 28. Dezember 1934 her⸗ beiließ, zwingt uns hiergegen Stellung zu nehmen. In raffinierten Schreibwendungen werden hier mit Zuhilfenahme von Schlagwörtern wie z. B.„Neue Etappe im Mannheimer Stadtbau, Altſtadt wird ſa⸗ niert, Geſundmachung der Innenſtadt, Filzbach⸗ viertel“ ganze Stadtteile als minderwertige Wohn⸗ viertel bezeichnet. Durch dieſe Unwahrheiten wird die Bevölkerung getäuſcht, und die betreffenden Stadtteile werden ohne Grund geſchäftlich gemieden. Es beſteht kein Zweifel, daß hierbei wieder die⸗ ſelben Agenten wie im Vorjahre am Werk ſind, die unbekümmert um die nachteiligen Folgen für Haus⸗ beſitzer und Mieter undurchführbare Ideen aufwer⸗ fen, die an Vandalismus grenzen, zumal zwei Drit⸗ tel der Wohnungs⸗ und Geſchäftshäuſer nur Jahr⸗ zehnte alt und nach den Vorſchriften der amtlichen Bauordnung erſtellt ſind. Auch werden von dieſer Seite im Namen von Architekten⸗Firmen die Hauseigentümer bei perſön⸗ lichen Beſuchen damit getäuſcht, als ſei dies Projekt der Niederlegung amtlich be⸗ ſchloſſene Sache und hätten ſie nur noch im Auftrag des Herrn Oberbürgermeiſters die Un⸗ terſchriften einzuholen, andernfalls Enteignung er⸗ 85 0 ürde. N 5* Wai ö f n Macken Stadtteil denkt niemand dart, n ste f hausb wendigen Renovierungen und Hofbereinigungen entgegenzuarbeiten, aber ö die Abſicht, aus dem Herzen eines Stadtteiles mit 34 Quadraten vier Quadrate mit 110 Wohn⸗ und Geſchäftshäuſern, die zumeiſt in gutem Zuſtande ſind dem Erdboden gleich zu machen, bedeutet eine unſinnige Wertver⸗ nichtung und Verſchleuderung von Volks⸗ vermögen. Wenn jedoch bei dem großen Millionenauſwand der Plankenneubauten einige hunderttauſend Mark erübrigt werden könnten, ſo würde mit einem Schlag auch im Sinne unſerer fürſorglichen Regierung ge⸗ handelt, indem die ſtädtiſchen Baubehörden den Be⸗ Ein Stadtteil wehrt ſich gegen ſeine Herabſetzung Aus einer Denkſchrift gegen die Verunglimpfung der weſtlichen Anterſtadt ſitzern von zu beanſtandenden Baulichkeiten die Mög⸗ lichkeit zu größeren Renovierungen verſchaffen könnten. Intereſſant iſt, daß dieſe private Baugeſellſchaft am 25. Juli 1933 den ſtädtiſchen Behörden die eigene Finanzierung zuſagte, die auf die Summe von 5,29 Millionen Reichsmark veranſchlagt wurde, jedoch mit der Bedingung, daß der Auftrag nicht an das Hochbauamt, eine Geſellſchaft dooͤer Dritte erteilt werden darf. Obwohl die ſtaatlichen und ſtädtiſchen Baubehörden auf Grundlage der geſetzlichen Bau⸗ ordnung allein nur ſolche wichtige Entſcheidungen treffen dürfen, hat dieſe Baugeſellſchaft zu dieſem Millionenprojekt ſelbſtändig mit Bedingungen Stel⸗ lung genommen. Auch für den Fall, daß irgendein Zuſchuß für Arbeitsbeſchaffung gegeben werden kann, beſteht kein Zweifel, daß das ganze Unter⸗ nehmen auf dem Rücken der dort anſäſſigen Ge⸗ werbetreibenden, Hausbeſitzer und Neuhausbeſitzer ausgetragen werden ſoll. Es darf mit Beſtimmtheit angenommen werden, daß all die dort verdrängten Gewerbetreibenden eine neue Exiſtenz in einem anderen Stadtteil nicht grün⸗ den können, am allerwenigſten aber können die der⸗ zeitigen Hauseigentümer mit dem geringen Erlös aus ihrem Haus ſich ein entſprechendes neues Haus erwerben. Die letzten Jahre lehren, und es iſt offen aus⸗ geſprochen worden, daß mit aller Gewalt das Recht errungen werden ſoll, oͤſe Mannheimer quaoͤratiſche Innenſtadt innerhalb 15—20 Jahren durch Abbruch und Neubauten der Neuzeit anzupaſſen. Bedauerlich iſt, daß alle unſere Abwehrmaßmah⸗ men und Aufklärungen gegen die geplante Ver⸗ gewaltigung von dieſer privaten Intereſſengruppe ſtets mit vermehrter Schärfe und zyniſchen Entſtel⸗ lungen beantwortet werden, die einer ehrlichen Volksverbundenheit Hohn ſprechen. Heute müſſen wir uns auch dagegen wenden, daß bei den Karneval⸗ Umzügen nicht wie im Vorjahre unſer Stadtteil und ſeine Be⸗ wohner mit unwahren und beſchämenden Schau⸗ ſtellungen vor einer großen Zuſchauermenge auf den Straßen herabgewürdigt werden mit dem Ergebnis, daß wiederum intereſſierten Kreiſen Gelegenheit ge⸗ geben iſt, unter der Spottbezeichnung„Filzbachviertel beim Auszug wegen Abbruch“ ein Apachenviertel in Mannheim zu konſtruieren. Eine Karneyalsgeſell⸗ ſchaft hat bereits in ihrer erſten karnevaliſtiſchen Sitzung Spottgeſänge auf die untere Weſtſtadt ſteigen laſſen, die ganz im Sinne dieſer ſpitzhacken⸗abbruch⸗ freudigen Baugeſellſchaft waren. Wir ſind weit davon entfernt, karnevaliſtiſchem Humor und Witz die Flü⸗ gel zu ſtutzen, aber wenn ſolch durchſichtige Geſchäfts⸗ themen einſeitig und nur gegen einen Stadtteil auf⸗ gezogen werden, ſo iſt ein Proteſt der Bewohner als gerechtfertigt hinzunehmen und dieſe Proteſtierenden zählen nach Tauſenden. Mit dieſen Verunglimpfungen unſeres Stadtteiles ſind den Bewohnern der weſtlichen Unterſtadt ſchon wiederholt unſagbare Schäden zugefügt worden, und wir bitten alle einſichtigen Volksgenoſſen, ins⸗ beſondere die ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden, die Untergliederungen der NSDAP, die Tageszei⸗ tungen und Vereine, uns in dieſem Abwehrkampf vor weiteren Verächtlichmachungen zu be⸗ wahren. Fasching kommt in Schwung Großer Erfolg der zweiten Die Faſchingsſtimmung ſteigert ſich. Das konnte man vorgeſtern abend in der zweiten Sitzung des „Feuerio“ feſtſtellen, oͤie die Stammburg Haber⸗ eckl derart füllte, daß man ſehr zuſammenrücken mußte. Ehrenpräſident Theo Schuler, der die Sit⸗ zung wieder in der ihm eigenen humorſprühenden Weiſe leitete, konnte zahlreiche Ehrengäſte begrüßen, u. a. die Elferräte der„Fröhlichen Pfälzer“ und der Karnevalgeſellſchaft Heidelberg⸗Neuenheim und drei Mitglieder der Oggersheimer Narren„Hans Warſch“. Die Unterhaltungsfolge hätte jeder großen Sit⸗ zung zur Zierde gereicht. Eisbrecher war wieder Fritz Weinreich, der verſchiedene neuzeitliche lokale Eeigniſſe, ſo die Einbahnſtraßen und die Rat⸗ eſtrahlung, unter Verwendung des Waßlſpruchs „Lach dich geſund, dann ſparſcht de Dokter!“ in witzi⸗ gen Reimen behandelte. Karl Eichele war wieder köſtlich als Feuer⸗ wehrmann, der von der Frau nicht aus dem Bett zu bringen war, weil zum Löſchen die Berufsfeuerwehr da ſei, die ohnehin den ganzen Tag auf einen Brand paſſe. Eichele iſt nicht nur in der Aufmachung ein Original, ſondern auch in der ungemein witzigen Art ſeines Vortrages. Auch Adolf Wagner bewährte ſich wie⸗ der als Büttenredner. Frau Vogt war ſchon be⸗ deutend ſicherer als vor acht Tagen. Diesmal zog ſie ſcharf gegen das ſtarke Geſchlecht in ſeinem Ver⸗ halten vor und nach der Hochzeit vom Leder. Aber eee Schaufenſterwettbewerb für junge Kaufleute Als Eröffnung des 2. Reichsberufswettkampfes in der Woche vom 17.24. Jebruar Der erſte Reichsberufs wettkampf der deutſchen Jugend ſteht in allen Kreiſen der ſchaffenden deutſchen Menſchen und in der deutſchen Wirtſchaft noch in eindrucksvoller, lebhafter Erinne⸗ rung. Die Jugend des ganzen Volkes, in einer Be⸗ geiſterung und in einem Wollen in der Hitler⸗ Jugend geeint, bekannte ſich über alle Standesunter⸗ ſchiede hinweg zum deutſchen Grundſatz: Tüchtig im Beruf! Fleißig, gewiſſenhaft und treu in der Arbeit! Alle für die Berufsertüchtigung des jungen Deut⸗ ſchen geleiſtete Arbeit hat den Sinn und das Ziel, ihn zu einem vollwertigen Mitarbeiter in ſeinem Berufe zu erziehen, aus ihm einen im National⸗ ſoztalismus verwurzelten deutſchen Arbeitsmenſchen zu machen, deſſen Wirken und Schaffen im Betrieb zugleich Dienſt am Volk iſt. In zäher Beharrlichkeit und mit größter Zielklarheit führt die Hitler⸗Jugend damit das von ihr begonnene Aufbauwerk weiter. Der im März dieſes Jahres zur Durchführung ge⸗ langende zweite Reichsberufs wettkampf wird durch einen im Februar veranſtalteten Schauſenſterwettbewerb eröffnet werden. Die jungen Berufskameraden aus den Einzelhan⸗ delsgeſchäften werden in ganz Deutſchland zu dieſem Wettſtreit aufgerufen. Dem Berufsnachwuchs im deutſchen Einzelhandel ſoll damit Gelegenheit ge⸗ geben werden, die im Schgufenſter liegende Werbe⸗ möglichkeit für den Verkauf zu erkennen und unter Beweis zu ſtellen, ob und in welchem Ausmaß er ſie erfolgreich auszunutzen befähigt iſt. Der Schaufenſterwettbewerb wird dieſem Gebiet beruflicher Erziehungsarbeit auf breiteſter Grund⸗ lage neuen Auftrieb geben. Bereits in früheren Jah⸗ ren ſind ſolche Schaufenſterwettbewerbe für die Kauf⸗ maunnsjugend in einigen Teilen von Deutſchland durchgeführt worden. Im nationalſozialiſtiſchen Deutſchland wird zum erſtenmal in allen Teilen des Reiches dieſe Veranſtaltung erfolgen. Es wird bei dieſem Wettbewerb der Jugend ganz beſonderer Wert darauf gelegt werden, daß ſich nicht nur die großen, ſondern auch die vielen mittelgroßen und kleineren Einzelhandelsbetriebe darau beteiligen. Auch unſere jungen Berufskameraden in Geſchäf⸗ ten, die ſich ſehr oft in Nebenſtraßen, Vororten und Kleinſtädten befinden werden, wollen ihr Können und ihren Leiſtungswillen beweiſen. Gerade in die⸗ ſem Leiſtungswettbewerb der Jugend ſollen jeder junge Kamerad und jede junge Kameraoͤin ſpüren und wiſſen, daß man ſie„entdecken“ wird, ob ſie nun im größten Geſchäft der Hauptgeſchäftsſtraßen oder in einem kleinen Ladͤen einer Nebenſtraße ihre Pflicht an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Beruf erfüllen. Ausſchlaggebend iſt einzig und allein bie Leiſtung. Der vor den Augen der Oeffentlichkeit ſich ab⸗ wickelnde Schaufenſterwettbewerb wird in ganz be⸗ ſonders ſtarkem Ausmaß Ehrgeiz und Schaffens⸗ drang unſerer jungen Arbeitskamerad'en anſpornen. Sie werden ſich regen, werden planen und überlegen, wie durch das Schaufenſter neue Verkaufserfolge ihres Geſchäftes errungen werden können. Bei jeder Erziehungsarbeit an der deutſchen Jugend iſt immer erneut von größter Wichtigkeit, ſich nach den für das Volksganze lebensnotwendigen Ge⸗ ſichtspunkten auszurichten. Der junge Kaufmann muß ſich auf ſeinem beruflichen Ausbildungsweg den Grundſatz zu eigen machen, oͤaß er mit jeder beruf⸗ lichen Teilarbeit Dienſt an der deutſchen Volkswirt⸗ ſchaft zu leiſten hat. Gerade auch der Schaufenſter⸗ wettbewerb wird ihm das lebendig machen können. Das Schaufenſter hat eine nicht unwichtige volks⸗ wirtſchaftliche Bedeutung. Ein zugkräftig dekoriertes Schaufenſter bringt Umſatzbelebung und Abſatzſteige⸗ rung und gibt dadurch der Geſamtwirtſchaft neue Arbeitsmöglichkeit. Bei richtiger Geſtaltung der Schaufenſterdekora⸗ tion kann der einzelne Handel⸗ und Gewerbe⸗ treibende erfolgreich an dem Arbeitsbeſchaffungs⸗ plan des Führers und am Kampf gegen Schund⸗ waren für den Qualitätsgedanken mitwirken. Die Oeffentlichkeit wird an dieſem Schau⸗ fenſterwettbewerb lebhaften Anteil nehmen und ſich von dem Leiſtungswillen und Leiſtungsvermögen der jungen deutſchen Generation im Berufsleben über⸗ zeugen können und wollen. So wird der Schau⸗ fenſterwettbewerb den rechten Auftakt bilden für den Leiſtungswettbewerb der geſamten deutſchen Jugend in allen Berufen und an allen Arbeitsplätzen im deutſchen Wirtſchaftsleben, der dann wenige Wochen ſpäter im zweiten Reichsberufs wettkampf vor ſich gehen wird. Unſere jungen Kameraden im Einzelhandel werden ſich der Ehre würdig erweiſen, als erſte Gruppe zu dieſem Wettbewerb anzutreten. Sepp Fas old. Feuerioſitzung im Habereckl ſo gut alle Büttenredner waren, ſie reichten doch nicht an den Gerſchteferzl heran, der wieder ein wahres Brillantfeuerwerk von Witzen abbvannte. Dazu kommt die unnachahmliche Aufmachung, die allein ſchon die größte Heiterkeit erregt. Immer wieder neue zugkräftige Witze zuſammenzutragen, iſt allein ſchon eine Kunſt, die nicht angelernt werden kann. Zwei Quartette ließen ſich hören, einmal das mit Beifall überſchüttete Flora⸗ Quartett(Begleiter Pelzer), das vier Lieder mit der gewohnten Meiſterſchaft ſang, und dann etwas ganz Ulkiges: Knapp, Ziegler, Kunz und einzelne war eine Type, die verdient hätte, im Bilde feſtgehalten zu werden. Ausgezeichnet waren auch wieder Scherpf und Tochter in einem Zwie⸗ geſpräch. Die beiden hatten ſich in zwei Putzfrauen verwandelt, die allerlei von ihrer Herrſchaft und von ſich ſelber zu erzählen wußten. Auch dieſer Vortrag war ſehr witzig. Lene Kamuf, die unübertreffliche heimiſche Vortragskünſtlerin, erzielte wieder mit ihren Mundartſchlagern einen Bombenerfolg. Te⸗ noriſt Soyez zeigte von neuem mit zwei Liedern, daß er über ſehr ſchöne Stimmittel verfügt, die bei richtiger Ausbildung zu den beſten Hoffnungen be⸗ rechtigen, während Fritz Knapp und Toni Kunz ihr humoriſtiſches Talent ins volle Licht rückten. Und ſchließlich hatte Onkel Fiſcher vom Rhein mit Köl⸗ ner Krätzchen die Lacher auf ſeiner Seite. Zwiſchen⸗ durch wurden mit und ohne Schunkeln drei aus⸗ gezeichnete Lieder geſungen, die ſich„Abſchied von der Enge Planken“(Verfaſſer Jakob Fran),„Ent⸗ rümplung“(Theo Schuler) und„Mannem, die lewendige Stadt“(E. Gehrig) betitelten. Ein Ordeusregen ergoß ſich diesmal auf die Mitwirkenden und zahlreiche Gäſte. Auch Ehrenpräſident Schuler erhielt die wohlver⸗ diente Auszeichnung, wobei Fritz Weinreich be⸗ tonte, daß Schuler der würdige Nachfolger ſeines Bruders Heinrich ſei. Als die Offiziere der Prinzen⸗ garde den Orden 1935 erhalten hatten, konnte Gene⸗ valfeldmarſchall Wöllner eine ſtattliche Schachtel mit Auszeichnungen für ſeine Gardiſten entgegen⸗ nehmen. Nach der Auszeichnung der drei Gaſt⸗Elfer⸗ räte dankte der Heidelberger Karl Klebes mit einer ſtimmgewaltigen Anſprache. Auch Kunſtmaler Birkenmeier, der mit viel Sinn für Humor den Hintergrund der Elferratstafel geſchaffen hatte, und Inſpektor Keßler, der Vertreter des Polizei⸗ präſidenten, wurden ausgezeichnet. Beſondere Freude bereitete Theo Schuler die Anweſenheit des Erſten Staatsanwaltes Dr. Weinreich, des älteſten Soh⸗ nes des unvergeßlichen Feueriopräſidenten. Dr. Weinreich wurde vor den Elferrat gerufen, um den Orden des Abends nach einer herzlichen Anſprache des Leiters entgegenzunehmen. Pianiſt Bal duf, der die Muſik zu dem Feuerio⸗Quartettvortrag ge⸗ liefert hatte und die anderen Vorträge am Flügel begleitete, erhielt den Komponiſtenorden. Die när⸗ riſche Polizeiſtunde(11.11 Uhr) war ſchon längſt vor⸗ über, als der Elferrat unter den Klängen einer Ab⸗ teilung der Kapelle Lang abzog. Sch. „Markt in Kairo“ Der Ortsverband Mannheim⸗Ludͤwigshafen des Reichskolonialbundes veranſtaltet am Samstag, den 2. Februar, im großen Saale des Ver⸗ einshauſes der JG. Farben in Ludwigshafen ſein Kolonialfeſt 1935 unter dem Motto„Markt in Kairo“. Der geſamte Reinertrag iſt für die Erhaltung der deutſchen Schulen, Schulpenſionate und Krankenhäu⸗ ſer in den ehemaligen deutſchen Kolonien beſtimmt. z Die Reichsbahn ſchützt die Vögel. Um die Vögel in ihrem Brutgeſchäft nicht zu ſtören, hat die Deutſche Reichsbahn angeordnet, daß das Abbrennen von dürrem Gras ſowie von Rohr und Schilf auf dem Eiſenbahngelände vor dem 15. März jedes Jahres Gehrig als Muſikanten, die den Herren⸗Ausflug des„Feuerio“ im Moritatenſtil beſangen. Jeder Brigitte Horney aus den Großfilmen„Heideſchulmeiſter Uwe Karſten“ und„Ein Mann will nach Deutſchland“ gut bekannt, wird ſich gelegentlich der Mannheimer Erſtaufführung des neuen Ufafilms„Liebe, Tod und Teufel“ perſönlich vorſtellen. vorgenommen werden muß und von dieſem Zeit⸗ punkt ab bis Ende September unterbleibt. Bei dem Abbrennen ſind Sträucher, Hecken und Bäume, die den Vögeln als Niſt⸗ und Zufluchtsſtätten dienen, möglichſt zu ſchonen. i Der Kurszeitel der Hausfrau „Naß, näſſer, am näſſeſten!“ Vielleicht beleuchtet dieſe Steigerung am beſten die Verhältniſſe auf dem heutigen Hauptmarkt. Es iſt wirklich das Wetter der Erkältungen und der ſo mit Recht gefürchteten Grippe, denn die Näſſe dringt ſelbſt durch feſteſtes Schuhwerk. Als gutes Vorbeugungsmittel, beſonders als Fieberlinderungsmittel, werden Rote Rüben empfohlen. Ihre heilkräftige Wirkung kommt vor allem bei den roh geriebenen zur Geltung, die mit etwas Meerrettich ooͤer geriebenem Rettich, Zi⸗ tronenſaft und Zucker gemiſcht zu allen Fleiſchgerich⸗ ten, vor allem Suppenfleiſch, ausgezeichnet ſchmecken. Es ſollte dieſes natürliche Heilmittel, deſſen Wirkung durch den Zitronenſaft noch geſteigert wird, jetzt mög⸗ lichſt täglich genoſſen werden. Auch wird man gut tun, ein Glas Honig im Hauſe zu halten, und mit Zucker gekochter Zwiebelſaft iſt ebenfalls ein vorzüg⸗ liches Huſtenlinderungsmittel und ſchmeckt dabei nicht mal ſo ſchlecht, wie man denkt. Auffallend groß war heute die Anfuhr von Win⸗ terkohl, der aber verhältnismäßig wenig Liebhaber ſand. Prächtige Schwarzwurzeln, von ſchneeiger Weiße, lockten ebenſoſehr wie die neuen Meer⸗ rettichſtangen. Beim Roſenkohl war die Beſchaffen⸗ heit ſehr verſchieden; es gab großen, offenblättrigen und ganz hervorragende kleine„Knoſpen“, bei denen es überhaupt keinen Abfall gibt. Günſtig war, nach⸗ dem Kopfſalat wieder um etwa 5 Pfennig angezogen hat, das Angebot in„krauſem“ Endivienſalat, ebenſo in mehr oder minder gut geputztem Feldſalat. Die Preiſe für Eier beſtehen noch in gleicher Höhe, hoffentlich macht ſich die bereits angekündigte Preisſenkung bald bemerkbar. Am Wild⸗ und Geflügelſtand überwogen Haſen und Suppenhühner; in Reh und Faſanen war die Anfuhr etwas geringer, aber bei weitem ausreichend. Fiſche, vor allem Seefiſche, wurden gerne gekauft; blütenweißer Stockfiſch warb im Verein mit Fiſchfilet um die Gunſt der Hausfrauen. An Blumen war kein Mangel; neben den Treib⸗ haus⸗ und Auslandsblumen gab es duftende Hyazin⸗ then, leuchtende Tulpen und— als Frühlingsgruß— herrliche Kaiſerveilchen. Vom Stüdtiſchen Büro für Preisſtatiſtik wurden foß⸗ gende Verbraucherpreiſe für ein Pfund in Pfg. ermittelt: Kartoffeln 4— 4,5, Sabatkartoffeln 10—12, Wirſing 712, Weißkraut 710, Rotkraut 12—15, Blumenkohl, Stück 20 bis 50, Roſenkohl 20—25, Karotten 10—15, Gelbe Rüben? bis 10, Rote Rüben—10, Spinat 10—45, Zwiebeln—12, Schwarzwurzeln 20—30, Kopfſalot, Stück 15—25, Endivten⸗ ſalat, Stück 10—20, Felldſalat 60—80, Oberkohlraben, Stück 340, Tomaten 40—60, Radieschen, Bſchl. 15, Rettich, Stück —25, Meerrettich, Stück 10—35, Suppengrünes, Bſchl. 4 bis 5, Peterſilie, Bſchl.—5, Schnittlauch, Bſchl.—10, Aepfel 15—90, Birnen 15—30, Zitronen, Stück—5, Oran⸗ gen 14—25, Bananen, Stück—10, Süßrahmbutter 1504160, Landbutter 125—140, Weißer Käſe 25— 30, Eier, Stück—45, Hechte 120, Barben 80, Karpfen 80—100, Schleien 100, Bre⸗ ſem 5060, Backfiſche 35— 40, Kabeljau 3545, Schellſiſche 50 bis 60, Goldbarſch 35, Seehecht 70, Stockfiſcche 30, Hahn, ge⸗ ſchlachtet, Stück 120— 00, Huhn, geſchhachtet, 200—409, Enten,. geſchſſachtet, Stück 500, Tauben, geſchlachtet, Stück 70 bis 90, Gänſe, geſchlachtet, Stück 60041000, Gänſe, ge⸗ ſchlachtet, Pd. 90120, Rinodfleiſch 80, Kalbſleiſch 8090, Schweinefleiſch 87. 7 2 La Was hören wir? 2 8 4* Freilag, 25. Januar Neichsſender Stuttgart .00: Frühkonzert(Schallpl.).—.35: Frauenfunk.— 10.15: Wir ſuchen die Ahnen.— 10.45: Lieder und Klavier⸗ ſtücke von Muſſorgſki.— 11.15: Funkwerbungskonzert.— 11.45: Wetter, Bauernfunk.— 12.00: Mittagskonzert.— 13.00: Saardienſt, Nachrichten.— 13.15: Auf leichten Füßen (Schallpl.).— 15.15: Kinderſtunde.— 16.00: Nachmittags⸗ konzert.— 18.00: Bücherſtunde.— 18.30: Hausmittel, Plau⸗ derei.— 19.00: Volksmuſik.— 19.45: Winterſportecho aus Garmiſch⸗Partenkirchen. 20.00: Nachrichten.— 20.15: Reichsſendung: Stunde der Nation.— 21.00: Orche⸗ ſterkonzert.— 22.00: Nachrichten.— 22.30: Nachtmuſik.— 24.00: Nachtmuſtik. Deutſchlandſender .35: Fröhliches Schollplattenkonzert.—.40: Das Erb⸗ teil. Deutſches Volksmärchen.— 10.15: Volk an der Arbeit. — 10.45: Spielturnen.— 11.40: Bauernfunk.— 12.00: Mit⸗ tagskonzert.— 13.15: Mittagskonzert.— 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei.— 15.25: Für die Frau.— 15.40: Wir Jungmädel.— 16.00: Nordiſche Muſik.— 17.30: Muſik Jung 0 1 0 .— 19.00: Mieke von rfolge.— 21.00: Hier unſerer Zeit.— 18.00: Stunde der H der Kaktusfarm. Muntere Muſikal irren die Komponiſten.— 23.00: Weltpolitifcher Monats⸗ bericht.— 23.30: Tanzmuſik. Freitag, 25. Januar 1935 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite Nummer 41 — An einem bitterkalten Jannartag des Jahres 1785 wurden die Einwohner der Reſidenzſtadt Mün⸗ chen von einer Tragödie erſchüttert. Fanny, Frei⸗ fräulein von Jckſtatt, 17 Jahre alt, hatte ſich vom nörolichen Turm der Münchener Frauenkirche in die Tiefe geſtürzt. Fanny von Ickſtatt war ein künſt⸗ leriſch begabtes Mädchen. Sie hatte trotz ihrer Ju⸗ gend ſchon ein Trauerſpiel und mehrere Erzählun⸗ gen geſchrieben, ſpielte in öffentlichen Konzerten und entzückte durch ihren Geſang. Das junge Mädchen tand im Mittelpunkt des öffentlichen Intereſſes der Reſidenz, als es den jungen bayeriſchen Leutnant von Vincenti kennen und lieben lente. Die Mutter ſuchte die Verbindung zu verhindern. Fanny glaubte den Schmerz nicht überwinden zu können und be⸗ ging jene Tat, die in den Tagebüchern des bayeri⸗ ſchen Geſchichtsſchreibers Weſtenrieder ausführlich geſchildert wird. Es heißt dort u..: „Den 14. Jänner 1785, welches ein Freytag war. Nachmittag ein wenig vor halb 3, ſtürzte Franziska, Freiin von Ickſtatt, alt 17 Jahr, von dem Frauen⸗ turm, welcher nordwärts ſteht, zu höchſt, wo der Türmer wohnt, herab. Allen Nachrichten zufolge hat ſie dies aus eigenem Entſchluß getan. Sie liebte einen Lieutenant, Vincenti, einen hübſchen Mann, der bei ſeinen Eltern in meinem Haus über einer Stiege wohnt. Da die Mutter des Mädchens nicht gleich und nur mit der Bedingniß, wann Vincenti ein hinlänglich Auskommen erhalten würde, darein willigte, und wie man erzählt, ihr drohte, ſie nach einem Kloſter zu ſchicken, ſo faßte ſie dieſes ſchreck⸗ liche Vorhaben, an welchem eine romanhafte, weib⸗ liche Eitelkeit vermuthlich einen großen Autheil ge⸗ nommen hat. Sie beſtieg den Thurm in Begleitung ihres Kammermädchens mit heiterem Sinn, wie man denn nie einige Melancholie an ihr beobachtet hat, woraus man auf eine ſolche Unternehmung hätte ſchließen können.“ Der Fall erregte in ganz Bayern großes Auf⸗ ſehen und wurde gelegentlich von Schriftſtellern jener Zeit auch als eine Art Gegenſtück zu Goethes„Wer⸗ ther“ behandelt. Die öffentliche Meinung wandte ſich gegen die Mutter oͤes Mädchens, die bald dar⸗ auf München verlaſſen mußte. d — Der Aufang Februar ſtattfindende traditionelle Berliner Preſſeball erhält dadurch eine beſondere Note, daß in der Tombola der erſte auf ſynthetiſchem Wege gewonnene Smaragd verloſt wird. Zum erſten Male in der Welt iſt es zwei deutſchen Chemikern, Dr. Jäger und Dr. Eſpig, in den Laboratorien der J Farbeninduſtrie in Bitterfeld gelungen, derartige Steine herzuſtellen. Profeſſor Karl Berthold, der Lei⸗ ter der Kölner Kunſtgewerbeſchule, hat einige dieſer neuen deutſchen Smaragde zuſammen mit edelſten Naturſteinen zu einem Ring zuſammengefaßt, der auf dem Preſſeball zur Verloſung gelangt. Die Her⸗ ſtellung des neuen Steines wird auch in Zukunft nur in wenigen Exemplaren erfolgen, ſo daß der Stein ideell wie materiell großen Seltenheitswert hat. * — Rings um die Liebes⸗ und Finanzaffären der ſchönen Lady Canney in Paris entwickelt ſich langſam ein rieſenhafter Geſellſchaftsfkandal. Als Lord Can⸗ ney, ein älterer Ariſtokrat, vor Jahresfriſt von einem Rennſtallbeſitzer mit prominentem Namen in die erſten Pariſer Geſellſchaftskreiſe eingeführt wurde, fand er in allen Salons eine ungewöhnlich freundliche Aufnahme. Seine ſchöne Frau heimſte Triumphe ein und wurde von zahlreichen Männern ihres Kreiſes verwöhnt und angeſchwärmt. Vor drei Monaten war nun der Sohn eines amerikaniſchen Millionärs nach Paris gekommen, ein friſcher, un⸗ verbrauchter, lebensfroher, zweijundzwanzigjähriger junger Mann, Johnny., der in der franzöſiſchen Hauptſtadt Sprachen lernen und europäische Geſellig⸗ keit genießen ſollte. Der junge Mann, aus einem uhomplizierten Milieu kommend, lernte Lady Can⸗ ney kennen. Er verliebte ſich Hals über Kopf in ſte. Er ſchickte ihr Berge von Blumen, Juweliere gingen MGatosplichenlug in ne Hndel Der ſponiſche Oberſtleutnant Emilio Höhe von 23 000 Meter zu erreichen hofft. 0 deſſen Modell rechts gezeigt wird, einen Flug in die 0 1 er zr Der Name. ſchiffer iſt, bürgt für die wiſſenſchaftliche Ernſthaftigkeit des Vorhabens. Herrera(links) wird Aufang Februar mit einem Ballon, Stratoſphäre unternehmen, bei dem er eine Herreras, der Spaniens bekannteſter Luft⸗ Im Gegenſatz zu den bisher verwendeten Stratoſphärenballons wird Herreras Ballon eine offene Gondel haben. Zum Ausgleich von Kälte und Luftunterdruck wird Herrera einen elektriſch geheizten„Taucheranzug“ tragen. Cu mal it ο t et Ein Spassvogel narrt ein ganzes Pariser Stadtviertel Paris, im Januar. Ganz Paris lacht gegenwärtig über die Streiche eines modernen Till Eulenſpiegels, der es verſtanden hat, ein ganzes Stadtviertel an der Naſe herumzu⸗ führen. Allerdings weiß man nicht, ob die An⸗ gelegenheit nicht noch ein gerichtliches Nachſpiel haben wird. Kurz vor Weihnachten fand in Paris die große Ziehung der National⸗Lotterie ſtatt. An dem Tage, an dem das große Los gezogen wurde, kam Jules Groſſelin, ein biederer Arbeiter, in ſeine Stammkneipe und berichtete freudeſtrahlend, er hätte eine Million Franken in der Lotterie gewonnen. Man kann ſich vorſtellen, welch eine Aufregung dieſe Freudenbotſchaft auslöſte. Selbſtverſtändlich mußte er die ganze Tafelrunde zum Champagner einladen. Es fanden ſich immer mehr Gäſte ein, die an dem Gelage teilnehmen wollten. Aber Groſſelin machte frühzeitig Schluß, indem er erklärte, es werde ja noch eine Weile dauern, bis er ſein Los einlöſen könnte. Am nächſten Morgen bereits fanden ſich Nachbarn und Bekannte ein, die dem glücklichen Gewinner gra⸗ tulieren wollten. Der neugebackene Millionär er⸗ zählte, daß er ſich ein Gut kaufen würde. Unter den anweſenden Freunden wählte er ſich dann bedachtſam ſeine zukünftigen Angeſtellten aus. Den einen er⸗ nannte er zu ſeinem Sekretär, der andere ſollte Ver⸗ walter werden, der oͤritte ſeine Intereſſen in Paris vertreten. Kurzum, für jeden fand ſich ein Poſten. Bald darauf erſchienen auch einige Reporter, denen Groſſelin ganz genau ſeine Zukunftspläne ent⸗ wickelte. Nur gegen eines ſträubte er ſich, er wollte ſein Glückslos nicht photographieren laſſen. Aber der große Trubel ſetzte erſt ein, als die Kaufleute des Viertels herbeieilten. Sie rannten Groſſelin buchſtäblich die Tür ein, drängten ihm ihre Waren auf. Fleiſch, DDD e bei ihr ein und aus, in kurzer Zeit konnte ſich Lady Canney ſeiner Aufmerkſamkeiten faſt nicht mehr er⸗ wehren. Eines Tages erſchien aber Johnnys Vater in Paris, um nach dem Rechten zu ſehen. Johnny Würſte in ungeheueren Mengen, Sekt, Zigarren, alles erhielt er in Hülle und Fülle, wobei die Geſchäftsleute ihn himmelhoch baten, doch nicht an Bezahlung zu den⸗ ken. Automobilvertreter ſtellten ihm die teuerſten Wagen zur Verfügung, koſtbare Teppiche wurden in mehreren Stücken geliefert. Schließlich hätte Groſſe⸗ lin faſt ein Warenhaus eröffnen können, und noch immer nahm der Segen kein Ende. Der Tag er⸗ reichte ſeinen Höhepunkt, als ſich ſogar einige Ban⸗ kiers einfanden, die hohe Kredite anboten, ja, ihm ſogar das Geld aufdrängten, damit er bis zum Einlöſungstag nicht in Verlegenheit geriete. Beſonderen Eindruck machte es, als ſich in jenen wilden Tagen öfter ein Bettler einſtellte, der ſich als Jugendfreund Groſſelins ausgab. Er erhielt vor den Augen der ſtaunenden Nachbarn an jedem Tag einen Tauſendfrankenſchein zum Geſchenk. Allerdings ſtellte ſich erſt ſpäter heraus, daß es ſich ſtets um denſelben Schein gehandelt hatte, den der von Groſſelin beſtellte„Bettler“ zurückgeben mußte. Nicht weniger als zweitauſend Bettelbriefe gingen in vier Wochen ein. Schließlich iſt nun dieſer Tage der ganze Schwin⸗ del herausgekommen. Groſſelin hat ſeinen Nach⸗ barn, die ſich zu wundern begannen, weshalb er noch immer ſeine ärmliche Wohnung behielt, klaren Wein eingeſchenkt. Er hatte die un bezwingliche Sehnſucht verſpürt, ſich wenigſtens einige Tage als Millionär zu fühlen. Zugleich hatte es ihn gereizt, ſeine Umwelt auf die Probe zu ſtellen. Mit Vergnügen hatte er beobachtet, wie ſich alle vor ihm demütigten, ihn umſchmeichelten. Allerbings haben jetzt ſeine Lieferanten Krach geſchlagen und mit der Polizei gedroht. Aber Groſſelin hat ver⸗ ſichert, daß er allen Verpflichtungen nachkommen werde, denn der Spaß ſei ſo gut gelungen, daß er gern bereit ſei, einige Monate für deſſen Bezahlung zu arbeiten. beantwortete dieſen Schritt damit, daß er Lady Can⸗ ney einen Heiratsantrag machte. Die Lady zauderte, ſchließlich willigte ſte ein. Aber ihr Mann war kei⸗ neswegs mit dieſer Löſung einverſtanden. Er begab ſich zu Johnnys Vater und forderte eine Million Franken für die Freigabe ſeiner Frau. Der Amert⸗ kaner, der froh geweſen wäre, wenn ſein Sohn die Lady nicht bekommen hätte, lehnte ab, und nun be⸗ gann der Lord zu plaudern. Ex erzählte, daß er ſeine Frau vor wenigen Jahren im Neuyorker Chi⸗ neſenviertel buchſtäblich von der Straße aufgeleſen habe. Kurz vorher war ſie aus dem Gefängnis ent⸗ laſſen worden. Sie war verurteilt worden, weil ſie ihr neugeborenes Kind erwürgt hatte. Vier Jahre hatte ſie in einem amerikaniſchen Zuchthaus ver⸗ bracht. Lady Canney hörte von dieſen Enthüllungen durch Johnny, der zu ihr kam, um ſich von ihr ſagen zu laſſen, daß alles erlogen und erfunden war. Lei⸗ der ſtellte es ſich heraus, daß die Geſchichte auf Wahr⸗ heit beruhte. Lady Canney beſchwor ihn, trotzdem an ihre Liebe zu glauben. Als ſie ſah, daß Johnny kein Vertrauen mehr beſaß, als es feſtſtand, daß er ſie verlaſſen würde, verfiel ſie in eine Art Enthül⸗ lungswahnſinn. Sie begann, die Männer aufzuzäh⸗ len, mit denen ſie ihren Mann betrogen hatte, und deckte Manipulationen des Lords auf, die den Staats⸗ anwalt zum Eingreifen zwangen. Die Lawine war ins Rollen gekommen. Beſchuldigung folgte auf Beſchuldigung, Anklage auf Anklage. Lord Canney wurde verhaftet, auch ſeine Frau wanderte auf einige Tage ins Gefängnis und wurde nur auf Interven⸗ tion ſehr einflußreicher Freunde wieder freigelaſſen. Indeſſen ſind einige bisher feſtgefügte Ghen in Un⸗ ondnung geraten, und eine große Induſtriegeſellſchaft, die ſich mit Lord Canney eingelaſſen hat, ſchwankt bedenklich. * — Eine junge Schiläuferin, die im ſerbiſchen Ko⸗ paonikgebirge vom Weg abgekommen war, hatte ein unheimliches Abenteuer, das ihr faſt das Leben ge⸗ koſtet hätte. In einſamer Gegend ſah ſich die Sport⸗ lerin plötzlich einem Rudel gieriger Wölfe gegen⸗ über, die gleich auf ſie losſtürzten. In höchſter Not riß ſich die mutige Dame die Schier von den Füßen und konnte dann auf einen Baum klettern. Die hungrigen Beſtien aber ließen nicht von ihr ab und führten Stunde auf Stunde unter fürchterlichem Ge⸗ heul einen grauſigen Tanz unter dem Baum auf. Achtzehn Stunden mußte die Schiläuferin auf dem Baum in eiſiger Kälte ausharren, bis ſchließlich Menſchen kamen, die nach ihr ſuchten und die Wölfe vertrieben und ſie ſelbſt in halb erſtarrtem Zuſtande befreiten. * — Zum erſtenmal in der engliſchen Luftfahrtge⸗ ſchichte iſt ein als abſolut abſturzſicher geltendes Windmühlenflugzeug abgeſtürzt. Der Unfall ereig⸗ nete ſich in der Nähe von Salisbury in der Graf⸗ ſchaft Lancaſhire. Das Flugzeug ſtürzte plötzlich aus einer Höhe von 700 Metern ab und fiel wie ein Stein zur Erde, wo es vollkommen zertrümmert wurde, ſo daß es unmöglich erſcheint, die Urſache des Un⸗ glücks einwandfrei feſtzuſtellen. Der Flugzeugfüh⸗ rer, ein Fliegeroffizier, der ſeinen erſten Alleinflug mit einem Windmühlenflugzeug unternahm, war ſofort tot. * — Budapeſter Blättern zufolge hat Gitta Alpar, deren Scheidung von Guſtav Fröhlich bevorſteht, be⸗ reits ein neues Heiratsangebot erhalten. Graf Anton Szapary, der zum engſten Bekanntenkreiſe der Künſt⸗ lerin gehört, hat ihr ſeine Hand angeboten. Bericht⸗ erſtattern hat Gitta Alpar erklärt, daß ſie einſtwei⸗ len an keine neue Heirat denke— aber vielleicht ſpäter. 5 Copyright 1988 by August 70%, Scherl G. m. b.., Berlin 5 Gal,/ ld His! NONHAN VON FRfkübgfc Hf kEISsENTOHR 29 „Laſſen Sie mich noch eine Weile hier! Ich habe kein Fieber. Ein bißchen vielleicht. Aber das habe ich jetzt öfters. Es geht gleich vorüber. Es tut mir wohl, wenn ich hier liegen kann. Ich habe ja keine Schmerzen. Und Sie verſprechen mir, daß Sie alles wieder vergeſſen werden! Es iſt nicht ſo wichtig. Nichts iſt mehr wichtig, wenn man die Angſt hat, zu ſterben. Glauben Sie nicht auch, Otto, daß es beſſer ſein wird, wenn Ludwig Billy heiratet? Nicht die andere, Kalte, Hochmütige... Für Billy wird es auch beſſer ſein, als daß ſie den Doktor Kern heiratet. Das haben Sie doch auch ſchon bemerkt, daß er ihr Augen macht? Ich habe es zuerſt nicht geglaubt. Bisher hat er nämlich überhaupt nicht geſehen, daß ſie auch eine Frau iſt. Eine beſſere kann ein Mann ſich nicht wünſchen d wenn ſie auch gar nicht hübſch iſt.“ „Allerdings. Und wie ſteht es mit ihr? Mag ſie ihn denn?“ fragte Hartl haſtig. Er ſtürzte ſich blindlings auf dieſes Thema, um Eliſabeth von ihren düſteren, ſchmerzlichen Vorſtellungen unter allen Umſtänden abzubringen. „Natürlich hat ſie es längſt gemerkt. Er iſt ja ſo ungeſchickt. Wie ein Student. Und dabei noch ſo ſtolz auf ſeinen„Zynismus“!“ antwortete Eliſabeth verändert und öffnete die Augen. Sie lächelte. Hartl ließ ihre Hand los und ſtand auf.„Sehen Sie, Otto, ſo geht es mir jetzt oft. Auf einmal weiß ich nicht mehr, wo ich bin, und damit fängt die Angſt an. Heute aber war es nicht mehr ſo ſchlimm. Heut habe ich gar nicht geſchrien. Hab' auch nicht nötig gehabt. das Kiſſen vor den Mund zu preſſen, daß man mich nicht hört Heute ging es ſo ſchnell und gut vor⸗ Über, Ich hab' ſogar ſprechen können.— Ja, ich hab' mich ganz deutlich gehört. Nur weiß ich nicht mehr recht, was ich geſagt habe. Hab' ich etwas Schlimmes geſagt, Otto? Sie ſehen ſo erſchreckt aus.“ „Nein, nein. Nur ganz Allgemeines. Das ſind Schwankungen des Bewußtſeins, von denen Kern ge⸗ ſprochen hat. Sie ſind ja vorüber. Ganz vorüber.“ „Ich glaube, es iſt etwas anderes, Beſſeres. Viel⸗ leicht wird es jetzt immer ſo ſein, ohne den großen Schrecken? Ich glaube wirklich, Otto, jetzt kann ich es durchhalten.“ Sie verſuchte, ſich zu erheben, was ihr mit Hartls Unterſtützung gelang. Er führte ſie langſam ins Haus zurück und verbarg ſeine Erſchütterung. Als Eliſabeth ſich zu Bett gelegt hatte kehrte er noch einmal an den Platz im Garten zurück. Auf dem Tiſchchen neben ihrem Liegeſtuhl lag ein Stoß illuſtrierter Blätter, in denen ſie am Nachmittag ge⸗ leſen hatte. Das oberſte zeigte ein paar leicht zer⸗ knitterte Stellen und faltete ſich, als er es mechaniſch aufnahm, wie von ſelbſt in der Mitte auseinander. Er ſah auf eine Reihe von„Bildern vom Tage“, Köpfe von Diplomaten, Gelehrten, Künſtlern; eine ſenſationelle Sportaufnahme ſtand darunter, und dann folgte ein halbſeitiges Bild mit prominenten deutſchen Schauſpielern aus Hollywood. Ganz im Vordergrund ſtand Ludwig Thiele, breitbeinig, im offenen Sporthemd, und ſchüttelte mit lachendem Ge⸗ ſicht einem Kollegen die Hand. Rechts von ihm war der Direktor Grolman zu erkennen, dahinter aber— Hartl erſchrak, als er ſie identifizierte— Mira von Alten mit ihrer Kuſine. Ja, es gab keinen Zweifel! Sie war es. Das Bild war techniſch ausgezeichnet und erfüllte vollkom⸗ men ſeinen propagandiſtiſchen Zweck. Ebenſo klar und deutlich wie Ludwig Thiele war auch Mira zu erkennen und die lange, knochige Geſtalt ihrer Kuſine Aenne. Wahrſcheinlich hatten die beiden gar nicht gewußt, daß der Photograph ſie als einen wirkungs⸗ vollen Hintergrund mit in ſein Bild einbezogen hatte. Hartl legte die Zeitſchrift auf ihren Platz zurück und ſah ſich ſcheu um, wie ein ertappter Dieb. Die andere, Kalte, Hochmütige— wie Liſa ſie genannt hatte— von der ſie ſo lange nichts mehr gehört hat⸗ ten, war alſo drüben in Hollywood mit Ludwig und lebte ſorglos mit ihm, wie vor anderthalb Jahren! Sicher war ſie ſchon im Frühjahr mit hinübergefah⸗ ren und hatte fern und insgeheim erreicht was ſie wollte. Jetzt aber hatte ein Zufall Eliſabeth alles verraten. Sie mußte das Bild geſehen haben. Das Blatt trug noch die Spuren ihrer erregten Hände. Vielleicht wußte ſie ſchon ſeit Tagen alles und hatte geſchwiegen? Haſtig nahm Hartl die Zeitſchrift noch einmal auf und ſuchte nach ihrem Datum. Die Num⸗ mer war zehn Tage alt. Mein Gott, ſie wußte es alſo längſt und hatte alles in ſich vergraben. Sie wollte ſterben, weil Ludwig ſie wiederum an die andere verraten hatte. Jetzt ſchien es Hartl, als ob die Zuſammenhänge ſich klär⸗ ten. Jetzt mußte er eingreifen, ſie retten. Sie durfte nicht ſterben. Sie mußte leben, weiterleben mit ihm, ſpäter, nachdem alle Stürme ſich gelegt hatten. Sie hatte ihm nichts geſagt von ihrem Wiſſen und niemandem. Aber vielleicht war es der tiefe Schmerz dieſes Wiſſens geweſen, der ſte ſo überwäl⸗ tigt hatte, daß ſie gegen ihren Willen, aus halbem Bewußtſein alles ausgeſprochen hatte, was in ihr vorging, auf die Spitze getrieben von ihrer tödlichen körperlichen Angſt. Hatte ſie darum auch allen ſeeli⸗ ſchen Widerſtand aufgegeben und ließ ſich hilflos hin⸗ abgleiten in das purpurne Dunkel... Das durfte nicht ſein! Aber von dieſem Wiſſen, das jetzt auch ſein eigenes geworden war, durfte Hartl keinen Ge⸗ brauch machen. Die Perſon Ludwigs, und was er drüben getan hatte, fern von hier, durfte nicht in Hartls Hände zur Waffe werden gegen ihn. Ludwig hatte getan, was er mußte. Er mußte allein damit fertig werden, wie Hartl ſelbſt mit ſich fertig gewor⸗ den war und wie Eliſabeth allein und tapfer damit gerungen hatte. Sie allein war jetzt am Unterliegen und mußte zuerſt gerettet werden Hartl ließ die Zeitſchriſten liegen, wie er ſie ge⸗ funden hatte. Er ging in ſein Zimmer, als er erfuhr, daß Eliſabeth ſchlief, und erſchien nicht mehr an die⸗ ſem Abend. Am nächſten Tag begannen bei Eliſabeth die kör⸗ perlichen Schmerzen. Doktor Kern, von Billy telephoniſch herbeigeru⸗ fen, kam mit dem Profeſſor ſofort heraus. Doch ſie mußten feſtſtellen, daß ſie viel zu früh erſchienen waren, Der Proſeſſor fuhr nach einer halben Stunde wieder zurück. Doktor Kern aber blieb da und ver⸗ einbarte mit ihm, ihn ſofort zu verſtändigen, ſowie eine Veränderung eintreten ſollte. Die Schmerzen, die Eliſabeth zu erdulden hatte, wurden keineswegs ſo heftig, wie alle erwartet hat⸗ ten. Sie ertrug ſie tapfer, und Kern konſtatierte be⸗ friedigt, daß auch ihr ſeeliſcher Zuſtand viel härter, widerſtandsfähiger geworden war. Wie durch ein Wunder hatte die Angſt, auch als ſie jetzt wiederkam, 5 ſchlimmſten vernichtenden Schrecken für ſie ver⸗ oren. In der Nacht kam das Kind zur Welt. Bis in die letzten, heftigſten Schmerzen hinein blieb Eliſa⸗ beth bei Bewußtſein und hielt durch. Es ging ſchnel⸗ ler zu Ende, als ſelbſt die Hebamme gehofft hatte. Dann war der Augenblick da, in dem ſie erlöſt und verklärt in eine nie erlebte Schmerzloſigkeit zurück⸗ ſinken konnte, wie in ein Meer von Stille und Har⸗ monie. Nebenan wuſch die ſchwatzhafte Hebamme das Kind. Von dort kam ein hoher, dünner Laut, wie der Schrei eines kleinen hungrigen Vogels. Der „Prinz“ war ein Mädchen. 28 Der Profeſſor traf ein, als das Kind ſchon da war. Es blieb für ihn nichts mehr zu tun, als nach der Feſtſtellung, daß alles normal verlaufen war, mit Doktor Kern eine Flaſche Wein zu trinken unten im großen, hell erleuchteten Speiſeſaal, wo auch Haptl ſaß. Die beiden Aerzte vertieften ſich bald in ein Fachgeſpräch über intereſſante Fälle aus der Praxis. Hartl zwang ſich, zuzuhören, aber es wollte ihm nicht gelingen. Dieſen Tag und dieſe Nacht würde er nie mehr im Leben vergeſſen. Er hatte die ganze Skala menſchlicher Empfindungen durchlaufen, von zitternder Angſt, hilfloſer Verzweiflung bis zum äußerſten Gipfel der Freude und dankbarer Erlbö⸗ ſung. Wenn er daran dachte, wie er am Morgen er⸗ wacht war, geweckt von einem Schrei, der ſo voll tiefſter menſchlicher Not war, wie er ihn nur damals im Felde draußen gehört hatte, begann er von neuem zu zittern. Den ganzen Tag über war er wie ein Gefangener umhergegangen, immer wieder den gleichen Weg vom Haus in den Garten und wieder zurück, und hatte fieberhaft auf die Entſcheidung ge⸗ wartet, die in jedem Augenblick fallen konnte und die immer noch nicht kommen wollte. Er hatte keinen anderen Gedanken, als daß es um Eliſabeths Leben ging, um das Teuerſte, was er auf der Welt beſaß. Hundertmal ſagte er ſich, daß er ohne Zögern ſein eigenes Leben hingeben würde, wenn ſie durch dieſes Opfer erlöſt werden könnte. (Fortſetzung folgt.) * Freitag, 25. Januar 1935 Beilage der Neuen Mannheimer Zeitung 146. Jahrgang/ Nr. 41 Die ſchönſten deutſchen Schiwanderungen Von Winterberg ins Apland— Aeber Höhen des Sauerlandes Wenn an einem ſchönen Winter⸗Wochenend fünf⸗ tauſend und noch mehr Schiläufer aus dem Induſtrie⸗ gebiet an Rhein und Ruhr in das Sauerland, das ihnen nächſtgelegene Schigebiet fahren, dann wird in den vielen Sportſonderzügen eifrig die Frage erörtert, welches wohl die ſchönſte Schiwanderung ſei, die dort oben durchzuführen iſt. Die Kenner haben viele Vorſchläge zu machen, denn vielgegliedert iſt das große Gebiet, das unter dem Sammelnamen„Sauerland“ das Lenne⸗, Ebbe⸗ und Rothaargebirge, Homert und Haarſtrang ſowie die Bergländer Siegerland und Wittgenſteiner Land zuſammenfaßt. Es iſt ein krauſes Bergland, das die Schönheit winterlicher Mittelgebirgswelt den Er⸗ holungsſuchenden glückvoll verheißt. Winter auf den Höhen des Sauerlandes Die Reichsbahn hat alte und junge Schihaſen auf 700 Meter Höhe gebracht nach Winterberg, dem Mittelpunkt des Sauerländer Winterſports. Schon am Bahnhof fällt auf, daß alle Winterſportarten hier oben auf der Hochfläche im Bannkreis des Kahlen Aſten gepflegt werden. Schwere Bobs werden ausgeladen, die bald über die Bobbahn von der„Kappe“ aus zu Tal ſauſen werden, ein naher Stauweiher gibt Gelegenheit zum Eislauf, die große Maſſe der Winterſportler ſind aber Schiläufer. Sie ſtehen bald am Schnittpunkt der großen Sauerland⸗ Straßen, an der ſogenannten„Oberen Pforte“, wo viele Wegweiſer und eine rieſige Wegtafel die Wahl faſt zur Qual machen würden, wenn nicht gleichzeitig auch ein Verkehrsbüro dem Wintertouriſten mit Rat zur Seite ſtehen würde. N Wir wollen einmal eine ausgeſprochene Höhen⸗ wanderung unternehmen, die immer zu empfehlen iſt und für das Sauerland als typiſch gelten kann. Gleich am Bahnhof wenden wir uns dem Schiweg zu, der mit großartigen Ausblicken über das kleine freundliche Dörſchen Küſtelberg in die Waldecki⸗ ſche Schweiz und in das Upland führt. Dort⸗ hin leitet einer der Kammwege, mit einem großen K gekennzeichnet, der in Küſtelberg ſeinen Anfang nimmt und erſt hoch im Norden, in Brilon, endet, wenn man es nicht vorzieht, vom Kamm vorher öſt⸗ lich oder weſtlich abzuzweigen. Wir ziehen unſere Spur den Hang hinauf und ſuchen Küſtelberg zu erreichen. Wenige Minuten vom Schiweg entfernt liegt übrigens die Quelle der Ruhr, die ſich hier als Bächlein entlangſchlängelt, bevor ſie dem größten Induſtriegebiet der Welt den Namen gibt. Waldreiche, romantiſche Höhen ziehen zur Rech⸗ ten, die Alte und die Junge Grimme. Aus den weißen Häuſern mit dem ſchwarzen Gebälk tief un⸗ ten im Tal, aus Elkeringhauſen, ſteigt der feine Rauch des Holzſeuers in die klare Winterluft. J fiehlt, dann wird er bald die Weite ſuchen, denn dann Bald ſind wir in dem beſcheidenen Dörfchen Küſtel⸗ berg. Nun fahren wir in die Senke und ſtreben dem Hillekopf zu, deſſen Hänge wir anſchneiden. Hier ſtehen wir ſchon wieder vor der Wahl, denn nun lockt der Schiweg K 2e, der uns über den Krutenberg zu den Schigefilden des Kahlen Pön und von dieſem hinunter in das ſtattliche Uplanddorf Uſſeln füh⸗ ren würde. Dieſer Krutenberg, an dem man im Winter natürlich keine Kröten findet, die ihm den Namen gegeben haben, iſt ein prächtiger Geſelle. Eine ſchöne Waldabfahrt führt uns hinunter in das alte Grenzgebiet zwiſchen der Provinz Weſtfalen und dem Fürſtentum Waldeck, dann aber ſteigen wir auf der anderen Seite wieder an zu dem Knoll, und weiter geht es einen oft verblaſenen Gratweg entlang zum Kahlen Pön. Auch dieſer faſt völlig baumfreie, wuchtige Sauerlandgipfel trägt auf brei⸗ ter Schulter ein großes Plateau, an deſſen Rand an einer Markierungsſtange wir den Tiefblick über die langen Hänge genießen, bevor wir ihnen die Spuren einer zackigen Abfahrt einſchneiden. Da drüben ent⸗ ſpringt auch die Diemel, denn wir haben die Waſſer⸗ ſcheide zwiſchen Rhein und Weſer auf unſerer Wan⸗ derung längſt überſchritten Im weiten Rund um Uſſeln locken der kegelförmige Oſterkopf und die tan⸗ nenbeſtandene Seere. In reinem Weiß ſtrahlt der Schneeberg herüber, der uns immer weiter in noch wenig bekannte Gebiete der waldeckiſchen Schweiz wegweiſen will. Und nur zu ſchnell ſind wir dann im lieben, traulichen Uſſeln. Ein anderes Mal werden wir am Hillekopf nicht den Schiweg nach Uſſeln einſchlagen, ſondern in nördlicher Richtung weiterlaufen. Ein lichter Buchen⸗ wald wechſelt mit den dunklen, hohen Tannen im Gebiet des Hegekopfes. Wundervolle, oft ſehr enge, weltverlorene Schneiſen laſſen dieſe Winterfahrt immer wieder zu einem Erlebnis werden. Irgend⸗ wo auf unſerem Weg ſtoßen wir auf eine Lichtung, die von neun ſich kreuzenden Schneiſen gebildet wird.„Große Grube“ heißt dieſer Platz, von dem man übrigens einen bequemen Abſtecher zu der An⸗ laufhahn der rieſigen Mühlenkopfſchanze unterneh⸗ men kann, auf der das große Schiſpringen um die Weſtdeutſche Schimeiſterſchaft ausgetragen wurde. Wir aber folgen als Wanderer dem leichten Anſtieg zum Ettelsberg, mit ſeinen für Abfahrten aller Art glänzend geeigneten Hängen, die ebenfalls in die⸗ ſem Winter Mittelpunkt ſchiſportlicher Kämpfe im deutſchen Weſten ſein werden. Hier, im Gebiet der kleinen Uebungsſprungſchanze, ſtoßen wir auf die neuerdings eingerichtete ſtändige Slalomſtrecke, die in dieſem Winter bei den Meiſterſchaften ihre Weihe erhielt. Wir machen den kleinen Umweg und fahren der Uebung wegen über dieſe Bahn hinunter über die allmählich flacher werdenden Hänge ins trauliche Willingen. Dr. Dr. Konrad Pfennig. ee eee eee. Winterſport im Odenwald Wenn der„weiße Rauſch“ über den Odenwald hereingebrochen iſt, bietet ſich für Schifreunde ein gern aufgeſuchtes Dorado. Aus allen vier Winden ſtreben ſie herzu, um des Winters Herrlichkeit voll auszukoſten. Sanfte und ſteile Hänge bieten ſich an, hier ſein Können ſpielen zu laſſen. Jeder Sport⸗ freund kommt auf ſeine Rechnung. Für den Anfän⸗ ger findet man Uebungswieſen, wo er den Stemm⸗ bogen übt, bis er ſich in die Weite trauen kann. Te⸗ lemarkſchwung ſchließt ſich an. Der Fortgeſchrittene, der aus den Kinderſchuhen des befreienden Sports herausgetreten, wagt ſeinen Schieſprung und ſtellt ganz beachtliche Leiſtungen auf die Beine. Sprung⸗ ſchanzen werden jetzt auch da gebaut, wo noch keine vorhanden. Sprungtiſch, Aufſprung⸗ und Auslauf⸗ bahn ſtellen ſich in den Dienſt der Körper⸗, Mut⸗ und Charakterſtählung. Für Strecken läufe iſt das Gelände vorzüglich geſchaffen. Die Längstäler mit Schneefeldern laſſen den Schihaſen den Raum über⸗ winden. Schon tritt ein Querriegel in den Weg, der leicht und ſpielend genommen wird. Beſonders eigen iſt dem Odenwald die Tatſache, daß die Unterſchiede zwiſchen Berg und Tal nicht zu ſtark ſind. Hier bie⸗ tet ſich ein Betätigungsfeld, wo der Anfänger, der Fortgeſchrittene, ja ſelbſt der Künſtler ſich betätigen kann. Oft findet man Studenten aus den nordiſchen Ländern, die über die hier gegebene Möglichkeit ent⸗ zückt ſind und nicht genug Worte des Lobes finden können, zumal das Sportfeld geradezu vor der Haus⸗ titre liegt. Denn die Entfernungen ſind derartig ge⸗ ring, daß von einem weiten Anmarſchweg gar nicht die Rede ſein kann. Was würde der Berliner für eine ſolche Möglichkeit geben, dem Schi⸗ und Rodel⸗ ſport in ſolch ausgiebiger Weiſe huldigen zu können! Das Oberflächengeſicht des Odenwaldes bedingt eine reiche Fülle von Sportplätzen. Wenn einige ge⸗ nannt werden, ſo ſoll dadurch keineswegs die Quali⸗ tät gekennzeichnet werden. Jeder Schilaufluſtige ſucht eben den Platz auf, der ihm am nächſten liegt. Der Darmſtädter ſchwärmt für die Neunkircher Höhe, der Mannheimer, Heidelberger und Lud⸗ wigshafener mehr für die Tromm oder Grasellenbach, der Sportjünger aus der Ge⸗ gend von Eberbach mehr für den Katzenbuckel. We⸗ ſentlich iſt nur, daß vielen die Möglichkeit geboten iſt, dieſem nervenſtärkenden Sport zu frönen. Wer noch nicht zu den„Zünftigen“ zählt, der findet auf der Neunkircher Höhe und auf der Tromm willkommene Gelegenheit. Allerlei luſtige Bilder werden hier auf⸗ gezogen, bis man die Bretter einigermaßen unter ſeine Gewalt gebracht hat. Zu Heiterkeit und Luſt kamm hier jeder beitragen, ob er will oder nicht. Das ſoll jedoch keinen abſchrecken, hier ſein Abe ſich zu eigen zu machen. Wenn ſeine Bewegungen flüſſiger werden, wenn er über die bockbeinigen Hölzer be⸗ beginnen die Wunder der Streckenläufe, wo man mit Pfeilſchnelle über den Plan dahinſauſt. Das iſt ja auch letzten Endes Ziel des Schiſports, Ueberwinder des Raumes zu werden und zu ſein, wie dies in nor⸗ diſchen Ländern, der Heimat dieſes bezaubernden Sports, der Fall iſt. In den Dienſt der Willens⸗ bildung tritt der Schiſprung, wo bedeutende Leiſtun⸗ gen erzielt werden. Wer hier die Gelegenheit richtig auszunutzen verſteht, erhält das Rüſtzeug, auf grö⸗ ßeren Sprungſchanzen ſeine Kunſt zu beweiſen, wo Spitzenleiſtungen geboten werden. Zu gefügigen Brettern muß der erſehnte Schnee ſich geſellen, dazu erſehnte Geſchicklichkeit, etwas Mut, dann taucht man hinein in den himmliſchen Reiz des Schiſports. Bald wird aus dem ſteifen Anfänger der flotte Zünftige geworden ſein(nach Jahren, wenn man kein Wunderkind vor ſich hat!) Dann wartet man voll heißem Verlangen auf den Schnee, das Schmalz aus den Gelenken zu ſtoßen. Dann hält man den Daumen, daß die Filigranwelt des Schnees ſich lange hält, denn Wunder über Wunder tun ſich auf, wenn man dem ſchlagenden Herzen der Natur im Gepränge des Eiszuckers nahe iſt. Der Menſch ſtellt ſich neben den Menſchen. Kameradſchaft blüht auf. Hilfe iſt allezeit bereit. Meinungen werden ge⸗ tauſcht. Ein anfeuernd Wort läßt Schwierigkeiten überbrücken. Hier bin ich Menſch, hier darf ichs ſein! Hinaus aus den engen Räumen, gebt dem Ich win⸗ terliche Feiertage, hinein in die weiße Welt der Berge und Täler, wo der weiße Rauſch ſich aufgetan hat, auch dich zu erfaſſen, auch dich hinanzuführen zu dem Born winterlicher Genüſſe, auf daß du nippen und koſten ſollſt. Winter im ſagenumwobenen Oden⸗ wald! K. W. Das Saargebiet in der deutſchen Verkehrswerbung Mit der Rückkehr des Saargebietes zum Reich hat auch die deutſche Verkehrswerbung dieſes ſchöne Stück deutſcher Erde in ihr Arbeitsgebiet einbe⸗ zogen. Im gleichen Augenblick, in dem das Abſtim⸗ mungsergebnis durch den Rundfunk der ganzen Welt bekanntgegeben wurde, eröffnete die„Reichsbahn⸗ zentrale für den Deutſchen Reiſeverkehr(RD)“ in den Auskunftsbüros ihrer Auslandsvertretun⸗ Das Schauſenſter in Amſterdam gen in London, Amſterdam, Rom, Zürich, Stockholm und Belgrad Schaufenſter⸗ Ausſtellungen unter dem Leitwort„Die Deutſche Saar“. Mittelpunkt iſt jeweils eine Ueberſichtskarte des Saarlandes. Zahlreiche Groß⸗ photos zeigen Städte⸗ und Landſchaftsbilder des Saargebietes, während Erzeugniſſe der ſaarländi⸗ ſchen Keramikinduſtrie, Vaſen, Schalen und bunte Kacheln, ſowie Grubenlampen aus alter und neuer Zeit einen Ausſchnitt aus der Wirtſchaft des Saar⸗ gebietes geben. Trachtengruppen, ein Bergmanns⸗ paar darſtellend, zeigen, daß auch dieſes deutſche Land alte Ueberlieferung in Brauch und Sitte treu pflegt. Beſonders wirkungsvoll iſt ein großes holz⸗ geſchnitztes Modell des Rathauſes von Saarbrücken, das zunächſt im Fenſter des Amſterdamer Büros der RD eausgeſtellt wurde. Einen Berg, der ſchon ſeit 250 Jahren brennt, gibt es im Saargebiet. Es iſt ein Kohlenflös bei St. Ingbert in der Saarpfalz, der vor 250 Jah⸗ ren in 300 Meter Tiefe in Brand geriet und ſeitdem ununterbrochen brennt. Kleine, aus dem Erdboden aufſteigende Dampfſäulen und der warme Felsboden kennzeichnen noch heute die Lage dieſes brennenden Flözes. Nach einem Bericht Goethes, der den Berg 1770 beſuchte, war die Hitze zu ſeiner Zeit ſo groß, daß man ſie ſelbſt durch die Stiefelſohlen an den Füßen ſpürte. Bei Blieskaſtel findet man ein bemerkens⸗ wertes Denkmal aus germaniſcher Zeit. Es iſt der Gollenſtein, ein ſpindelförmiger 7,5 Meter hoher Stein, der vermutlich dem Sonnenkult und der Sonnenbeobachtung diente. Der Schloßberg von Homburg im Saargebiet birgt in ſeinem Innern große Sandſteinhöhlen, die ſich auf örei Stockwerke verteilen und eine Geſamt⸗ länge von etwa 5 Km. haben. In der Franzoſen⸗ zeit des 17. Jahrhunderts wurden dieſe durch Aus⸗ waſchung entſtandenen Höhlen erweitert und zu Ver⸗ teidigungszwecken ausgenutzt. Ein Barock⸗Kloſter, das heute Fabrik⸗ gebäude iſt, kann man in Mettlach an der Saar bewundern. Es iſt die ehemalige Benediktinerabtei Was es nur im Saargebiet gibt Merkwürdigkeiten aus dem deutſchen Schickſalsland im Weſten Mettlach, die ſchon im ausgehenden 7. Jahrhundert vom Frankenherzog Lutwinus gegründet wurde und heute Teil einer Weltfirma der ſaarländiſchen Kera⸗ mikinduſtrie iſt, die ihren Ruhm vor allem ihren „Mettlacher Plättchen“ und Moſaikarbeiten verdankt. Der prachtvolle Kloſterbau, der mit einer über 100 Meter breiten Front am Ufer der Saar ſteht, iſt ein Werk des berühmten Barockbaumeiſters Chriſtian Kretſchmar, das 1728 begonnen wurde. Aſtronomiſche Zahlen muß man anwenden, wenn man den Kohlenreichtum der Saar ſchildern will: Bis zu einer Tiefe von 1000 Meter werden die Koh⸗ lenvorräte auf 5000 Millionen Tonnen geſchätzt; geht man noch 500 Meter tiefer, ſo verdoppelt ſich dieſer Vorrat auf 10 000 Millionen Tonnen! Trotz dieſes Reichtums an Bodenſchätzen, die im letzten Jahr⸗ hundert eine bedeutende Induſtrie entſtehen ließen, iſt das Saargebiet kein„Kohlenpott“ wie etwa das Ruhrgebiet. Hier ſteht nicht ein Schlot, ein Förder⸗ turm neben dem anderen, hier iſt die Induſtrie ganz in die Landſchaft, in rieſige Wälder eingebettet. In Neunkirchen, einem Hauptorte der ſgar⸗ ländiſchen Eiſeninduſtrie, hat die Eiſen verarbeitung eine faſt 700jährige Geſchichte. Schon die älteſte vor⸗ handene Urkunde über das Dorf, die aus dem Jahre 1281 ſtammt, beſchäftigt ſich damit. Tage zuw Wintferspori nach Halmisch-Danenirchen und Tegernsee mit Reichsbahn- Sonderzug vom 13.— 24. Februar 1935 Gesamtpreis einschl. 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Wirthle, Besitser. 21 SAND Schwarzwald. 20e f deere, Bel Anfragen nehme man Bezug auf die Anzeigen in der „Neuen khannheimer Zeiſung“ * Ahddagaalgadtonhg dg hen genung — — 2 2 8 fßöN auadeneedddddddadaadadadadmadddaadndadd St. Georgen WT-e Wintern rA Æ Skisport— Eislauf— Rodelbahn Ideales Skigelände für Anfänger u Tourenläufer Päglich Skikurse von geprüften Lehrern Preiswerte Unterkunft in Hotels und Pensionen Näheres durch das VER R EE HRS BU RO & GAS * U Nummer 41 Aus Vaden Den Valer erſchlagen die Mutter zu erdroſſeln verſucht Zwölf Jahre Zuchthaus wegen Totſchlags, * Karlsruhe, 25. Jan. Das Schwurgericht verurteilte den 21 Jahre alten, bisher unbeſtraften Erich Meier aus Rußheim wegen Totſchlags und Totſchlagsverſuchs zu zwölf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrperluſt. Der Angeklagte hatte am 20. September morgens im Stalle des elterlichen Anweſens ſeinen 50 jäh ri⸗ gen Vater, den Landwirt und Zimmermeiſter Theodor Meier, mit dem er auf geſpanntem Fuße ſtand, durch Beilhiebe auf den Kopf getötet und darauf die in der Küche weilende 48 Jahre alte Mutter zu erdroſſeln verſucht. Der Staatsanwalt hatte 13 Jahre Zuchthaus beantragt. Eine Fabrik brannte in Gutach * Gutach i. Schw., 25. Jan. In der Nacht zum Donnerstag brach in Gutach in öͤer Fabrik Chri⸗ ſtian Schindelmeier ein Brand aus, der ſofort entdeckt wurde. Die Feuerwehr und die Motorſpritze von Hornberg waren alsbald zur Stelle und konnten den Brand erfolgreich bekämpfen. Es entſtand aber trotzdem ein Schaden von mehreren tauſend Reichs⸗ mark. Der Schaden an fertigen und halbfertigen Waren iſt bedeutend größer, jedoch iſt dieſer durch Verſicherung gedeckt. Man nimmt an, daß der Be⸗ trieb baldmöglichſt wieder aufgenommen werden kann. Tagung für Hochſchulausleſe in Heidelberg * Heidelberg, 25. Jan. Die Preſſeſtelle der Heidel⸗ berger Studentenſchaft teilt mit: Am 26. und 27. Ja⸗ nuar 1935 findet in Heidelberg eine Tagung der Deutſchen Studentenſchaft über die Frage der Hoch⸗ ſchulausleſe ſtatt. Zu dieſer Tagung werden an⸗ weſend ſein die Reichsleitung der Deutſchen Studen⸗ tenſchaft ſowie Vertreter der zuſtändigen NS⸗Orga⸗ niſationen und Behörden. Im Mittelpunkt der Ta⸗ gung ſteht die Ausſprache über den heutigen Stand der Frage der Hochſchulausleſe und die Stellungnahme der Deutſchen Studen⸗ tenſchaft und der Hitler⸗Jugend. Zugleich werden Berichte über die Auswirkung der„Hoch⸗ ſchulreife“ und über den Einſatz von 20 Jungarbei⸗ tern ohme Abitur in der Hochſchule gegeben, wie er bereits in Heidelberg und Königsberg durchge⸗ führt wunde. Die Leitung der Tagung hat der Führer der Deutſchen Studentenſchaft, Ehren⸗Arbeitsführer Andreas Feickert. Alte Soldaten treffen ſich * Freiburg, 24. Jan. Die 4. Kompanie des Landſturm Infanterie ⸗Erſatzbatail⸗ lons XIV/ 27 Heidelberg feiert, wie 1925 in Freiburg und 1930 in Offenburg, auch dieſes Jahr ein Wiederſehensfeſt am 24. Februar 1935, 14 Uhr, im„Ganterbräu“, Schiffſt raße 9, in Frei⸗ burg. Der ehemalige Hauptmann der 4. Kompanie, der als Bataillonsführer das Bataillon wieder nach Heidelberg ſeinerzeit zurückführte, Oberlandesge⸗ richtsrat Friedrich Haſſeneamp, Karlsruhe, Liebig⸗ ſtraße 15, ladet zugleich die Angehörigen des ganzen Landſturm⸗ Bataillons XIV/7 zur Teilnahme an der Wiederſehensfeier ein. Fahrpreisermäßigung iſt beantragt. Anfragen ſind an Hauptlehrer Karl Thep⸗ dor Mayer, Freiburg, Thurnſeeſtraße 20, zu richten. * .* Lahr, 24. Jan. Die Kameraden des ehemali⸗ 3 gen 4. Badiſchen Feldartillerieregiments g Nr. 66, der Erſatztruppenteile, ſämtlicher leichten ſywie der., 7. und 8. Artillerie- und Jufanterie⸗ Munitionskolonnen, der Reſerve⸗F.⸗A.⸗R. 12, 52 und 259, ſowie der aus dem Regiment 66 aufgeſtellten Landwehrbatterien 858 und 859, ferner der Flakbat⸗ terien und ſonſtigen Formationen, werden zu dem vom 1. bis 3. Juni 1935 in Lahr(Baden) vorberei⸗ teten 66er⸗Tag eingeladen. Baldmöglichſte Mel⸗ dungen an Kamerad Karl Wahl, Lahr i.., Fried⸗ richſtraße 10. * Dilsberg(Amt Heidelberg), 25. Jan. Im Ge⸗ wann Reithenberg ſtieß man, wie bereits kurz ge⸗ meldet, diefer Tage bei Notſtandsarbeiten auf inter⸗ eſſante Funde aus der Römerzeit, die auf Spu⸗ ren einer Befeſtigungsanlage ſchließen laſſen. Ein Schlüſſel und eine Sandſteinplatte mit einer Re⸗ ltefdarſtellung des Handelsgottes Mer⸗ kur wurden geborgen. In der Nähe beſtand wohl eine Feuerungsanlage. * Weinheim, 24. Jan. Im Rahmen der Arbeits⸗ beſchaffung ſoll eine Verbreiterung der Birkenauer⸗ talſtraße, die bekanntlich ins heſſiſche Gebiet führt, vorgenommen werden. Die Fahrbahn ſoll verbreitert, 5 für Radfahrer eine Fahrbahn von etwa 1,50 Meter, . und für die Fußgänger ein 1,50 Meter breiter Fuß⸗ N weg geſchaffen werden. Der Geſamtaufwand für Löhne wird etwa 20 000 Mark betragen; 50 Arbeits⸗ loſe könen auf einige Zeit Beſchäftigung finden. i St. Georgen i. Schw., 24. Jan. Gegenwärtig tragen im Walde zahlreiche junge Tannenbäumchen an den Kronen Bleche, die von weitem wie die Halter von Weihnachtskerzen ausſehen. Es ſind dackige Stanzblechteile, die zum Schutz gegen das Rehwild aufgeſteckt wurden. Wenn bei hohem Schnee die Nahrung etwas knapp wird, gehen die Rehe gerne an junge Weißtannen und freſſen die Kronen ab, wodurch die Bäumchen dann ver⸗ krüppeln. Deshalb ſollte das Publikum dieſe Bleche nicht abreißen und dadurch eine mühevolle Arbeit zunichte machen. i Neue l Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗ Ausgabe 3 = „——. 1 e 1 *. c * Hier irrt Baſel Keine Vernachläßigung des Eiſenbahnverkehrs durch das badiſche Rheintal * Karlsruhe, 25. Januar. Die„Baſler Nachrichten“ beſchäftig⸗ ten ſich kürzlich mit der Behandlung des Nord—Süd⸗Verkehrs durch die Deutſche Reichs⸗ bahn. Sie glaubten, feſtſtellen zu müſſen, daß die badiſche Rheintallinie ſtark vernachläſſigt werde, und daß man bewußt Baſel zu einem Eiſenbahnknotenpunkt mittelmäßiger Qualität herabzudrücken ſuche. Dazu erhalten wir von maßgebender Stelle eine Rückäunßerung, aus der ſich ergibt, daß die vorgebrachten Be⸗ ſchwerden grundlos ſind. Im einzelnen wird geſagt: Die baoͤiſche Rheintallinie Frankfurt- Baſel iſt heute eine der am beſten mit Schnell⸗, Eil⸗ und Per⸗ ſonenzügen verſorgten Linien Deutſchlands. Es kann deshalb nicht der geringſte Anlaß zu einer Klage über ungenügende Verkehrsbedienung beſtehen. Die Schnellzüge auf dieſer Linie ſind dauernd vermehrt und bis an die Grenzen des zur Zeit Möglichen be⸗ ſchleunigt worden. Wenn behauptet wird, daß der zwiſchen Hol⸗ land und der Schweiz den Rhein entlang fah⸗ rende„Rheingoldzug“„zur Bedeutungsloſig⸗ keit degradiert ſei“, ſo kann feſtgeſtellt werden, Richlfeſt auf der Heidelberger Thingſtätte * Heidelberg, 25. Jan. Die Hochbauten auf der Thingſtätte ſind ſo weit vorgeſchritten, daß nun⸗ mehr am kommenden Samstag mittag das Richt⸗ feſt begangen werden kann. Neben den beteiligten Arbeitsdienſtmännern und Bauarbeitern werden auch der Gauarbeitsführer Helff und der Leiter der Lan⸗ desſtelle Baden des Reichs miniſteriums für Volks⸗ aufklärung und Propaganda, Schmidt, an der Feier teilnehmen. Wer wird ſiedeln? — Karlsruhe, 24. Januar. Landesbauern⸗ ſchaft Baden teilt uns mit: Auf Grund des günſtiger Ergehniſſes der Umſiedlung von badiſchen Bauern in die Provinz Brandenburg wurden der Landesſtelle Baden der Reichsſtelle für die Auswahl deutſcher Bauernſiedler eine Reihe weiterer Neu⸗ bauernſtellen in der Provinz Branden⸗ burg zur Verfügung geſtellt. Unter anderem konn⸗ ten auf dem Gute Ernſthof in der Provinz Branden⸗ burg, auf dem bereits 13 badiſche Bauern⸗ familien angeſetzt worden ſind, weitere drei Achtzig⸗ und Neunzigmorgenſtellen für die hieſigen Bewerber freigeſtellt werden. Weitere fünf Neubauernſtellen liegen auf gutem und ſchwerem Boden, zirka 40 Kilometer nordöſtlich von Berlin. Der Reſt verteilt ſich auf eine Reihe weiterer Objekte nördlich und öſtlich von Berlin. Die Landesſtelle Baden beabſichtigt, in der Zeit vom 31. Januar bis 2. Februar eine Beſichtigung dieſer Objekte vorzunehmen, wobei gleichzeitig Ge⸗ legenheit geboten iſt, unſere baoͤiſchen Bauern in Dyrotz und Ernſthof zu beſuchen. Außerdem iſt die Mogllihkeit geboten, gelegentlich der grünen Woche 1935 Berlin die große Winterſchau der deutſchen Bauernſchaft zu beſuchen. Anmeldungen ſind bis zum 28. d. M. einzureichen und gleichzeitig iſt für Fahrkoſten der Betrag von 25 Mark auf das Poſtſcheckkonto Karlsruhe 27 722 Reichsſtelle für die Auswahl deutſcher Bauernſtiedler, Landesſtelle Baden, Karlsruhe, Beiertheimerallee 16, zu überweiſen. Auch in Schleſien ſind noch einige ſehr gute Neubauernſtellen in der Nähe von Breslau zu vergeben. Für ſämtliche Sieoͤlungen kommen jedoch nur Bewerber in Frage, die die Beſcheinigung der Bauernfähigkeit beſitzen. Die * Auerbach, Amt Mosbach, 24. Jan. Abſchied von der Heimat nimmt dieſe Woche die Familie des Landwirts Otto Wagner von hier. Die Scheidenden ziehen in die Mark Brandenburg, wo Wagner ein Siedleranweſen erworben hat. * Steinmauern b. Raſtatt, 24. Jan. Wieder in Arbeit und Brot kamen vergangene Woche 40 Mann aus unſerem Ort. Sie werden bei den Notſtands⸗ arbeiten zur Verbeſſerung des Rheinwaldgebietes zwiſchen Wintersdorf und Brühl verwendet. Ihre Arbeitsſtätte iſt Au a. Rh. I. Rot, 24. Jan. Der 56 Jahre alte Metzger und Wirt Wilhelm Bellemann, Beſitzer des Gaſt⸗ hauſes„Zum Schwanen“, der ſich wegen einer Hals⸗ operation nach Heidelberg begeben hatte, iſt dort ſchnell und unerwartet geſtorben.— Wiederum wird in der Nähe des Ortes ein Bohrturm gaufgeſtellt. Bei dem vor kurzem erſtellten Turm machen die Ar⸗ beiten ſchöne Fortſchritte. Das Bohrgeſtänge hat bereits eine Tiefe von über 200 Metern erreicht. Bei der letzten Tabakverſteigerung wurden hier die Preiſe von 65 und 71 Mark erzielt. Kehl, 25. Jan. Der Hitlerjunge Xaver Scheer rettete einen Jungvolkkameraden, der auf dem Eisweiher in Goloͤſcheuer eingebrochen war, vom Tode des Ertrinkens. O Lautenbach, Amt Oberkirch, 25. Jan. Abends wurde der Gemeindefarrenwärter Jak. Schmälzle in der Farrenſtallung von einem Farren an⸗ gegriffen und ſo ſchwer verletzt, daß er an den Folgen der ſchweren Verletzungen geſtorben iſt. Der Familie wendet ſich allgemeine Teil⸗ nahme zu. 7 daß er ſich immer noch beſonderer Beliebtheit erfreut. Wenn auch die Deviſenſchwierigkeiten den landsverkehr naturgemäß zurückhalten, ſo wird dem Wettbewerb der elſäſſiſchen Linien durchaus auch weiter mit Erfolg begegnet. Der Schnelltriebwagenverkehr wird auf der Strecke Frankfurt—Baſel vorausſichtlich nur eine geringe Rolle ſpielen, weil der Reiſeverkehr auf die⸗ ſer Strecke für Einzelwagen zu ſtark iſt. Man will aber, ebenſo wie in anderen Verbindungen zwiſchen Großſtädten Deutſchlands, auch in Baden, Schnell⸗ triebwagen zur Ergänzung des D⸗Zugverkehrs ein⸗ ſetzen. Der Zeitpunkt dieſer Maßnahme hängt ledig⸗ lich davon ab, in welchem Umfange die dafür erfor⸗ derlichen Mittel bereitgeſtellt werden können. Zur Frage der Elektrifizierung iſt zu bemerken: Die badiſche Nord—Süd⸗Linie iſt eine Flachlandſtrecke, auf der bereits im Dampfbe⸗ trieb hohe Geſchwindigkeiten gefahren werden. Eine Elektrifizierung würde eine weſentliche Beſchleu⸗ nigung des oͤurchgehenden internationalen Verkehrs in erheblichem Maße nicht bringen. Anträge auf einen zweigleiſigen Ausbau der Ver⸗ bindungsbahn Baſel⸗Badiſcher Bahnhof— Baſel⸗ Bundesbahnhof ſind bisher, vermutlich mangels eines Bedürfniſſes, nicht geſtellt worden. FFF Wieder Kokainſchmuggler gefaßt * Darmſtadt, 25. Jan. Vor acht Tagen erſt ſtand ein Ausländer vor dem Strafrichter, um ſich wegen Kokainſchmuggels zu verantworten. Am Montag verſuchten wieder zwei in Darmſtadt zu⸗ gereiſte Perſonen, ſich auf dem gleichen Schleichwege Kokain bei der Firma Merck zu verſchaffen. Im Gegenſatz zu den anderen Schmugglern gingen ſie oͤreiſt auf ihr Ziel los und verlangten Kokain, das ſie ſofort bezahlen wollten. Zu dieſem Zweck hatten ſie ſich mit Geldmitteln genügend eingedeckt. Da ſie die erforderliche Genehmigung nicht aufweiſen konn⸗ ten, wurden ſie ſofort verhaftet. Viernheim, 22. Jan. Der Bau der Zu⸗ fahrtsſt raße zur Reichs autobahn bei Lorſch iſt nach ſchwierigen Verhandlungen jetzt ge⸗ ſichert. Mit dem Bau iſt bereits begonnen wor⸗ den. Damit iſt auch die Errichtung eines Umlade⸗ bahnhofes und ſonſtiger notwendiger Gebäulichkei⸗ ten verbunden. Dieſe Tatſache hat für Lorſch eine nicht zu unterſchätzende Bedeutung. 232 Was hören wir? Samstag, 26. Januar Reichsſender Stuttgar! .00: Frühkonzert.—.35: Schallplotten.— 10.15: Der beherzte Flötenſpieler. Dramatiſches Märchen.— 10.45: Orgelmuſik.— 10.55: Anton Dyorak: Muſik für Violon⸗ cells und Klavier.— 11.00: Reichsſen dung: Eröff⸗ nung der Grünen Woche 1935.— 19.00: Mittagskonzert. 13.00: Saardienſt, Nachrichten.— 13.15: Laſſet uns das Le⸗ ben genießen(Schallplattenkonzert).— 14.15: Bunte Muſik. — 15.00: Die Gebietsführung der HI berichtet.— 16.00: Froher Samstag⸗Nachmittag.— 18.00: Tonbericht der Woche.— 18.30: Tanzmuſik(Schallpl.).— 20.00: Nachrich⸗ ten.— 21.00: Bunte Stunde.— 22.00: Nachrichten.— 22 Winterſportechh aus Garmiſch⸗ Partenkirchen.— 22 Tanzmuſik.— 24.00: Nachtmuſil. Aus Mannheim über Stuttgart 20.15: Aus dem Nibelungenſagl: Winterfeſt der Gruppe„Kurpfalz“. Deutſchlandſender Schallplattenkonzert.— Sa⸗ .35: Fröhliches 10.10: Kinder⸗ ſunkſpiele.— 13.25: Alleweil fidel(Schallpl.).— 14.00: Allerlei— von Zwei bis Drei.— 15.15: Kinderbaſtelſtunde. — 15.45: Wirtſchaftswochenſchau,— 16.00: Unterhaltungs⸗ muſik.. 18.00: Sportwochenſchau.— 18.30: Zeitfunk. 18.50: Funkbrettl(Schollpl.).— 19.45: Geſpräche aus un⸗ ſexer Zeit.— 20.10: Der Opernball. Operette von R. Heu⸗ berger.— 23.00: Tanzmuſik. Dageolꝛaleucles Freitag, 25. Januar Nationaltheater:„Das Muſikantendorf“, Luſtſpiel von Heinz Lorenz, Miete E, 20 Uhr. Städtiſche Kunſthalle— Freier Bund: Lichtbildervortrag von Architekt Prof. Poul Bonatz⸗Stuttgart über„Reprä⸗ ſentative Bauten des Volkes“, 20.15 Uhr. Planetarium: 16 Uhr Vorführung des Sternprofſektors. Kleinkunſtbühne Libelle: 20.15 Uhr Kabarett. Tanz: Palaſthotel Mannheimer Hof, Kaſſee Vaterland. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: 20 Uhr Kappenabend Kabarett. Kaffee Vaterland: Foſchingsabend. Lichtſpiele: Univerſum:„Liebe, Tod und Teufel“.— Alhambra:„Hohe Schule“. Schauburg: „'ſchichtin aus dem Wiener Wald“.— Palaſt und Gloria:„Hermine und die ſieben Aufrechten“. Capitol:„Cleopatra!.— Scala:„Die engliſche Heirat“. 1 5 Ständige Darbietungen Städtiſches Schloßmuſeum: Sonder⸗Ausſtellung„Das deutſche Lied“. Geöffnet von 11 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Städtiſche Kunſthalle: 14 bis 16 Uhr. Mannheimer Kunſtverein L 1. f: und von 14 bis 16 Uhr. Schneebericht vom Freitag, 25. Januar mit Tanz und Geöffnet von 11 bis 13 und von Geöffne: von 10 bis 13 Schwarzwald: i Feldberg(Schwarzwald): bewölkt,— 4 Grad, Schnee⸗ höhe jc Zentimeter, Pulverſchnee, Schi ſehr gut. Schauinsland(Freiburg): naſſer Nebel,— 2 Grad, Schneehühe 90 Zentimeter, Rauhreif, Schi und Rodel ſehr gut. 2 2 5 St. Märgen: bewölkt,— 2 Grad, Schneehöhe 60 Zenti⸗ Aus⸗ meter, verharſcht, Schi, Rodel gut. Freitag, 25. Januar 1935 Aus der Pfalz Mit dem Meſſer gegen den Gaſtgeber r. Ludwigshafen, 25. Jan. Ein„fahrender Mann“, der im Bruchwieſenviertel in einem Wohnwagen hauſt, hatte geſtern ein Pferd ſeines Wagens um⸗ getauſcht. Als er ein Dutzend ſeiner umwohnenden Genoſſen mit ihren Frauen in einer Wirtſchaft am Schlachthof zu Gaſt lud, entſtand im Verlauf der Zecherei ein Streit, wobei einer der„dankbaren“ Ge⸗ ſellen den Gaſtgeber durch mehrere Meſſerſtiche im Geſicht, am Kopf und in der Bruſt ſo ſchwer verletzte, daß der Mann, lebensgefährlich getroffen, ins Krankenhaus geſchafft werden mußte. Der Arzt hofft, ihn am Leben erhalten zu können. * Oppau, 25. Jan. Die Aufwärtsentwicklung der Sbadt hat ſich auch dahin ausgewirkt, daß das Rat⸗ haus, in welchem bisher Polizei, Stadtkaſſe und Stadtbauamt untergebracht waren, dringend einer Erweiterung bedarf. 1930 hatte man die Kellerräume des Rathauſes in Büroräume umgewandelt. Nun⸗ mehr ſſoll das Rathaus gegen das Proteſtantiſche Gemeindehaus zu erweitert werden, wobei vor allem geeignete Kaſſenräume für die Stadtſparkaſſe geſchaffen werden ſollen. * Frankenthal, 24. Jau. Die Ein wohner⸗ zahl Fraukenthals betrug am 1. Januar 1935 26 770. Gegenüber dem 1. Januar 1934 bedeutet das eine Zunahme von 286 Perſonen. Im abgelau⸗ fenen Jahr wurden 274 Eheſchließungen vorgenom⸗ men(1932: 194, 1933: 251). * Speyer 25. Jan. Nach Mitteilung der Kreis⸗ ſchülbehörde werden in der Pfalz auch dieſes Jahr an den Volks- und Berufsſchulen keine Schluß⸗ und Entlaſſungsprüfungen abgehalten. Nur an größeren Berufsſchulen können auf Antrag der Schulvorſtandſchaften Entlaſſungsprüfungen ab⸗ gehalten werden, d. h. wenn ſie mit Rückſicht auf die Gehilfenprüfungen auch zweckmäßig erſcheinen. Die Genehmigung durch die Regierung iſt jedoch erforder⸗ lich. 5 * Haßloch, 24. Jan. Der Gendarmerie iſt es ge⸗ lungen, drei Wilderer feſtzunehmen, die in letzter Zeit im Haßlocher Wald fortgeſetzt ihr trau⸗ riges Gewerbe ausgeübt und u. a auch zwei Reh⸗ geißen mit Schlingen geſangen hatten. Es handelt ſich um den 20jährigen Georg Brill, deſſen Bruder Karl Brill und den 18jährigen Emil Völkel. Wei⸗ tere Perſonen ſollen ſich wegen Hehlerei ſtvaſbar gemacht haben. Schneehöhe 55 Höchenſchwand: bewölkt,— 1 Grad, Zentimeter, Schi und Redel ſehr gut. Altglashütten⸗Schluchſee: bewölkt,— 2 Grad, Schnee⸗ hehe 5090 Zentimeter, Pulverſchnee, Sport ſehr gut. Hinterzarten⸗Titiſee: bewölkt,— 1 Grod, Schneehöße 40 Zentimeter, Schi ziemlich gut. Schön wald⸗Schonach: bewölkt,— 4 2 Grad, Schneehöhe 80 Zentimeter, Sport gut. Furtwangen⸗Brend: bewölkt,— Zentimeter, Sport ſehr gut. St. Georgen(Schwarzwald): bewölkt,— 1 Grad, Schnee⸗ höhe) Zentimeter. Pulverſchnee, Sport ſehr gut. Hornisgrinde: trockener Nebel,— 3 Grab, Schnoehbhe 100 Zentimeter, verharſcht, Schi und Rodel ſohr gut. Unterſtmatt Ruheſtein: bewölkt,— 2 Grad, Schneehöhe 60 Zentimeter, Pulverschnee, Schi umd Rodel ſehr gut. 1 Grad, Schneehöhe 85 Sand⸗Bühlerhöhe: bewölkt,— 0 Grad, Schneehöhe 15 bis 20 Zentimeter, Firnſchnee, Schi. Rodel und Eislauf ſehr gut. Kaltenbronn: trockener Nebel,— 2 Grad, Schneehöhe 40 Zentimeter, Schie ziemlich gut. a 925 Dobel: Regen,— 2 Grad, Schneehiche 15—20 Zenti⸗ meter, Sport gut. Taunus: Großer Feldberg: Zentimeter, verhapſcht, Rhön: Waſſerkuppe: Nebel,— 2 Grad, Schneehöhe 38 Zenti⸗ meter, davon 2 Zentimeter Neuſchnee, verharſcht, Schi und Rodel gut. Vogelsberg: Hoherodskopf: Nebel,— 2 Grad, Schneehöhe 28 Zenti⸗ meter, verharſcht Schi und Rodel im Wallde gut. Sauerland: Nebel,— 0 Grad, Schi mäßig, Rodel gut. Winterberg: Nebel,— 0 Grad, Schmeehbhhe 28 Zenti⸗ meter, davon 2 Zentimeter Neuſchnee, Schi mäßig, Ro⸗ del gut. Schwäbiſche Alb: 6 Dreifaltigkeitsberg: bewölkt,— 3 Grad, Schneehöhe 24 Zentimeter, verharſcht, Schi und Rodel mäßig. Münfingen: bewölkt,— 2 Grad, Schneehöhe 20 Zenti⸗ meter, Pulverſchnee, Schi und Rodel gut. Alpen: Garmiſch⸗Partenkirchen: bewölkt,— 4 Grod, Schneehöhe 34 Zentimeter, Pulverſchnee Schi und Rodel ſehr gut. Wank⸗Kreuzeck: bewölrt,— 8 Grad, Schneehöhe 80 Zentimeter, Pulverſchnee Schi und Redel ſehr gut. Oberſtdorf: heiter,— 4 Grad, Schneehöhe 50 Zenti⸗ meter, Pulperſuchee, Schi und Rodel ſehr gut. Schneefernerhaus: heiter,— 7 Grad, Schneehöhe 900 Zentimeter, Pulverſchnee Schi gut. Thüringerwald Oberhof: bewölkt,— 1 Grad, Schneehöhe 22 Zentimeter, gekörnt, Schi und Rodel gut. Inſelsberg: Nebel,— 1 Grad, Schneehöhe 50 Zenti⸗ meter, verharſcht, Schi und Rodel ſehr gut. Harz: a Schierke: bewölkt, 1 Grad, Schneehöhe 10 Zenti⸗ meter, Pappſchnee nur Schi möglich. 5 N Altenau: Nebel,— 1 Grad, Schneehöhe 90 Zentimeter, davon 2 Zentimeter Neuſchnee, gekörnt, Schi umd Rodel mäßig. Sächſiſche Gebirge: 5 Klingenthal: Nebel,— 5 Grad, Schueehöhe 4 Zenti⸗ meter, davon 4 Zentimeter Neuſchnee, Pulverſchnee, Schi und Rodel ſehr gut. 5 ö Oberwieſenthal: bewölkt,— 2 Grad, Schneehöhe 51 Zentimeter, davon 4 Zentimeter Neuſchnee, Pappſchnee, Schi und Rodel ſehr gut. 88. Schneehöhe 13 Nummer 41 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Freitag, 25. Januar 1935 Deutſche Hallentennis⸗Meiſterſchaſten Die letzten Damen: Sperling, Gleerupp, Panot, Horn— 3 Deutſche unter den letzten Acht In der Bremer Tennishalle herrſchte auch am Donners⸗ tag wieder vom frühen Morgen an auf allen Plätzen Hoch⸗ betrieb, ebenſo war wieder eine rege Anteilnahme des Bremer Publikums keſtzuſtelleu. Im Herreueinzel wurden die„letzten Acht“ ermit⸗ telt. Es ſind von oben nach unten: v. Cram m, Le⸗ ſueur, Lacroix, Gentien, Palmieri, Ber⸗ nard, Henkel 1 und Henkel 2, alſo öͤrei Deutſche, drei Franzoſen, ein Italtener und ein Belgier. Der Ham⸗ burger Dr. Deſſart unterlag im Kampf um den Eintritt ins Viertelfinale gegen den Franzoſen Gentien mit 315, 816, 316 erſt nach härteſter Gegenwehr. Die gutgeſetzten Quer⸗ bälle brachten dem Franzoſen zum Schluß die entſcheidenden Punkte ein. Gottfried von Cramm hatte wenig Mühe, den ungoriſchen Graf Zichy mit:1,:2 auszuſchalten. Schwerer hatte es da ſchon Ferdinand Henkel, der gegen den Nor⸗ weger Haanes mit 14:12,:6,:2 gewann. Henkel bot erſt im letzten Satz gute Leiſtungen. Etwas überraſchend wurde der frühere deutſche Hallenmeiſter Curt Oeſtberg(Schweden) von dem Belgier Laeroix geſchlagen. Der etwas zu lang⸗ ſame Schwede verſchlug viel und lonnte im zweiten Satz eine:1⸗Führung nicht zum Satzgewinn ausnutzen. Hart zu kämpfen hatten die Franzoſen Leſueur und Bernard gegen den Schweden Schröder bzw. den Tſchechen Siba. Das Dameneinzel ſieht erwartungsgemäß nur eine Deutſche in der Vorſchlußrunde, und zwar die Wiesbadene⸗ rin Horn, die gegen Frl. Hein:2,:3 gewann und nun gegen die Schweizerin Payot, die erſt nach hartem Kampf die Italienerin Manzutto aus dem Rennen warf, anzu⸗ treten hat. Oben ſtehen die Titelverteidigerin Sperling ⸗ Krahwinkel und ihre Landsmännin Gleerup in der Vorſchlußrunde. Im Herrendoppel ſtehen die Franzoſen Bernard⸗ Gentien, die gegen Dr. Deſſert⸗Ellmer 611,:4 gewannen, bereits in der Vorſchlußrunde. G. v. Cramm⸗Henkel 2 kamen eine Runde weiter. Auch die übrigen Doppelwett⸗ bewerbe konnten gut gefördert werden. Die Ergebniſſe: Herreneinzel(Achtelfinale): v. Cramm— Graf Zichy 61,:2; Leſueur— Siba:8,:5; Henkel 1— Haames 14:12,:6,:2; Gentien— Dr. Deſſart 613,:8, 618; Lacroix— Oeſtberg:7,:4; Bernard— Schröder 618, 61; Palmieri— de Borman 725, 611. Dameneinzel(Viertelfinale): Payot— Mazutto 715, :2 Horn— Hein:2,:3; Gleerup⸗Roberg:0, 715. Herrendoppel: Bernard⸗Gentien— Dr. Deſſart⸗Ellmer :1,:4; v. Cramm⸗Henkel 2— Arnet⸗Bjurſtedt:2,:17 Smith⸗Haanes— Kuhlmann⸗Gottſchewſky:4,:5. Damendoppel: Olivieri⸗Roſche— Ferber⸗Herbſt 618, 614; Sperling⸗Horn— Schneider⸗Peitz⸗Bartels:0,:2. Gemiſchtes Doppel: Ehepaar Gleerußp— Agquilon⸗ Oeſtberg:6,:3,:5; Ullſtein⸗Caska— Roberg ⸗Schröder :3,:7,:2; Payot⸗Gentien— Buß ⸗Pethoe 60,:6, 63. Am die Eishockey-Weltmeiſterſchaft Die Zwiſchenrunde beendet— Canada muß kämpfen Bei den Spielen um die Eishockey⸗Welt⸗ und Europa⸗ meiſterſchaft in Davos wird es nun endgültig ernſt. Am Samstag werden, nachdem am Donnerstag die Zwiſchen⸗ runde mit den letzten Spielen abgeſchloſſen worden iſt, zwiſchen den„letzten Vier“ die Spiele der Endrunde ihren Anfang nehmen, und zwar ſo, daß zunächſt die Schweiz auf die Tſchechoflowakei und anſchließend Kanada auf Eng⸗ land trifft. Die Teilnehmer an der Endrunde beſtanden bereits am Mittwoch feſt. Dennoch waren die letzten Spiele der Zwiſchenrunde recht intereſſant. In der Gruppe B feierte die Schweiz mit:0(:0,:0,:0) gegen England einen neuen Sieg und ſetzte ſich damit an die Spitze ihrer Gruppe. Das einzige Tor ſchoß Cattini ſchon drei Minu⸗ ten nach Beginn. Im zweiten Spiel dieſer Abteilung fer⸗ tigte Oeſterreich Frankreich mit 411(:0,:1,:0) Toren ab. Großartigen Widerſtand fand die kanadi⸗ ſche Mannſchaft der Winnipeg Monarchs in der Tſche⸗ choſlowakei. Mit 21(:0,:0,:1) fiel der Sieg der Kanadier denkbar knapp aus. Im zweiten Spiel der Gyuppe A trennten ſich Schweden und Italien an⸗ entſchieden:1(:1,:0,:). Die Tabellen: Gruppe A: 1. Kanada 3 Spiele, 16:3 Tore,:0 Punkte; 2. Tſchechoſlowakei 3 Spiele,:4 Tore,:2.; 3. Schweden 3 Spiele,:8 Tore,:5.; 4. Italien 3 Spiele, 215 Tore, 175 Punkte. Gruppe B: 1. Schweiz 3 Spiele,:2 Tore, 511 Punkte: 2. England 3 Spiele,:2 Tore,:2.; 3. Oeſterreich 3 Spiele,:6 Tore,:3 Punkte; 4. Frankreich 3 Spiele, 2710 Tore, 076 Punkte. In der Troſtrunde lieferte die deubſche Mannſchaſt egen Lettland eines der mäßſgſten Spiele. Mit 3˙1 920.:0,:1) fiel der Sieg aber doch an unſere Vertreter. Gewiß, kein eindeutiger Sieg über einen ſo ſchwachen Geg⸗ ner, wie die Letten es ſind, wenn man aber bedenkt, daß neben den ſchwachen Leiſtungen beider Mannſchaften noch der Schiedsrichter nicht gantz auf der Höße war, ſo muß das Urteil etwas gemildert werden. Mitte des Kampfes er⸗ zielte Kögel für Deutſchland den Führungstreffer, den im letzten Abſchnitt der Lette Petrowfbi aber wieder wett⸗ machte. Gutes Abſpiel der Scheibe zwiſchen Dr. Strobl und Jänecke brachte unſerer Mannſchaft aber noch zwei weitere Treffer. Im zweiten Spiel der Troſtrunde ſertiate Rumänien Holland mit:0(:0,:0,:0) ab und wird nunmehr mit Deutſchhand um den erſten Phatz der Abteilung A zu kämpfen haben. Immer noch Sonja Henie! Eiskunſtlauf⸗Eurxopameiſterſchaften in St. Moritz Am zweiten Tag der Eiskunſtlauf⸗Europameiſterſchaften in St. Moritz abſolvierten die Frauen ihr Pflicht⸗Pro⸗ gramm. Bei milderem Wetter und vorzüglichem Eis ſtell⸗ ten ſich 17 Bewerberinnen dem internationalen Kampf⸗ gericht. Schon bei den Pflichtübungen ſicherte ſich die Titel⸗ verteidigerin und Weltmeiſterin Sonja Henie einen entſcheidenden Vorſprung und es iſt wirklich nicht wahr⸗ ſcheinlich, daß ſie ihren Titel verliert. Die Norwegerin lief alle Pflichtfiguren mit größter Exaktheit, vollkommen fehlerlos und in Ausführung und Haltung unübertrefflich. Ihr am nächſten kamen noch die Engländerinnen Ceciliea Colledge und Gweneth Butler. Die Deutſche Mei⸗ ſterin Maxie Herber ließ Fortſchritte erkennen, aber ſie wird doch in Zukunft mehr Sorgfalt und Training auf die Pflichtübungen verwenden müſſen. Die junge Wienerin Hedy Steuuf lief aufangs unſicher, wurde dann aber beſſer und ſtand Grete Lainer und Liſelotte Landbeck kaum nach. Gleichzeitig wurden auch die Pflichtübungen für die in⸗ ternationalen Junioren⸗Wettbewerbe gelaufen. Bei den Frauen ergab ſich eine ziemlich geſchloſſene Spitzengruppe mit den Deutſchen Edlinde Weiſe⸗ Berlin, Martha Ma⸗ gerhans⸗ München und Suſi Demoll⸗Stuttgart ſo⸗ wie der Schweizerin Angela Anderes, dagegen hat bei den Männern der Oeſterreicher Herbert Alward einen glatten Vorſprung vor dem Deutſchen Günther Lorenz⸗ Berlin. Verlegung der Delegiertenverſammlung der Rennvereine 1935 Da der Reichsſportführer am 29. und 30. Januar am Erſcheinen verhindert iſt, muß die Delegierten ver⸗ ſammlung der Renn vereine auf den 381. Januar 1935, vormitkags 11 Uhr(Hotel Adlon, Eingang Wilhelm⸗ ſtraße 70a) und der Gemeinſchaftsabend des Galopprenn⸗ ſports auf den 31. Januar 1935, abends.30 Uhr,(Garten⸗ ſaal des Zoo Berlin, Eingang Adler⸗Portal, Budapeſter Straße), verlegt werden. Das Jahr 1934 iſt für die Entwicklung der Leibes⸗ erziehung und der deutſchen Leibesübungen von entſchei⸗ dender Bedeutung geworden: es brachte die Neuordnung im Reichsbund für Leibesübungen und damit die Grund⸗ lage, auf der ſich die geſamte Organiſation der Leibes⸗ übungen nun entwickeln wird. Als Ziel ſtand über dem Neubau, die Leibesübungen zu einem Auf bau⸗ faktor erſter Ordnung im Werden von Volk und Staat zu machen und zu einer Einrichtung, die die deutſchen Menſchen zu nationalſozia⸗ liſtiſcher Haltung und Uebung erzieht.— Der Werdegang des Reichsbundes für Leibesübungen aus dem Deutſchen Reichsausſchuß für Leibesübungen über den Reichsſport⸗ führerring iſt bekannt. Die urſprüngliche Organiſation mit den äußerlich und innerlich noch unverbunden neben⸗ einanderſtehenden Fachſäulen war eine Notlöſung inner⸗ halb widerſtreitender Intereſſen, wie ſie jede erſte Entwick⸗ lung zur Folge hat. Es war eine rein techniſche Löſung, eine Summierung von Organiſationen, die ſich als un⸗ tragbar erwies, ſchon weil ihr die innere Marſchlinie, der beſtimmende Gedanke der Gemeinſchaft, fehlte. Es iſt das Verdienſt des Reichsſportführers, daß er in dieſer Lage nicht eine Gewaltlöſung verſuchte, ſondern die Dinge ſich langſam entwickeln ließ. Das höchſte Erziehungsziel: Leibesübungen hineinge⸗ ſtellt in das ewige Lebensgeſetz eines Volkes, das über dem Jahnſchen Turnen ſtand, ſteht heute als oberſtes Geſetz über dem Reichsbund für Leibesübungen. Der Reichs⸗ ſportführer hat das Vermächtnis des politiſchen Jahn als nationalſozialiſtiſche Kraft hineingebaut in das Werden und Geſtalten der neuen Zeit. Er hat damit beſte deutſche Tradition fortgeſetzt. Darum iſt auch die Deutſche Turner⸗ ſchaft freudig den eingeſchlagenen Weg mitgegangen. Wie ſieht nun die Form des neuen Bundes aus? Oberſter Leiter der geſamten Leibesübungen iſt der Reichsſportführer. In dieſer Eigenſchaft iſt er Vertreter des Staates. Wichtig hierbei iſt, daß die Einheitlichkeit der Front durch die Tatſache gewahrt iſt, daß der Reichsſportführer Referent ſeines Arbeits⸗ Neter bei der SA und bei der H iſt und durch ſein eferat beim Miniſterium auch in gewiſſer Beziehung ſeine Hand auf dem Turnbetrieb der Schulen halten kann. Nach unten ſetzt ſich die Stellung des Reichsſportführers in der Perſon des Gaubeauftragten jedes Gaues fort. Der Reichsbund ſelbſt umfaßt alle Vereine, ſoweit ſie einem anerkannten Verband angehören. Sogenannte wilde Vereine, die keinem Verband angehören, haben im Reichs⸗ bund keine Stätte und ſind aufzulöſen oder müſſen ſich für einen Verband entſcheiden. Der Reichsbund iſt damit in ſeinem Aufbau einen klaren und guten Weg gegangen. Es ſind nicht die verſchiedenen Verbände Mitglieder, nicht die Fachſäulen, wie es verſchiedentlich gewünſcht wurde, ſon⸗ dern die Vereine ſelbſt, deren innere Einheit und eigen⸗ geſetzliche Entwicklung damit geſichert iſt. 5 Die Führung der einzelnen Zweige der Leibes⸗ übungen haben nicht die Verbände, ſondern die Fach⸗ ämter. Verband und Fachamt können ſich im Einzelfalle decken, ſie ſind aber auf jeden Fall voneinander zu trennen und haben auch verſchiedene Rechte. Das Fachamt iſt für beſtimmte Aufgaben und nur für einen beſtimmten Zweig der Leibesübungen als einzige Inſtanz zuſtändig. Dem Verband bleibt es überlaſſen, ſein Eigenleben in den ver⸗ ſchiedenſten Richtungen auszugeſtalten und zu pflegen, nur daß er für die Zweige ſeiner Leibesübungen die Anord⸗ nungen des betreffenden Fachamts zu beachten hat. Die Organiſation wird verſtändlicher, wenn man die Fachamts⸗ organiſation als die behördliche, die Verbandsorganiſation als die freie, die private, anſieht. Mit der ſäuberlichen Scheidung zwiſchen Verbgnd und Fachamt entſcheidet ſich auch die Frage der Zugehörigkeit Die Spiele der Kreisklaſſe 1 Mannheim Eigentlich ſollte der letzte Janabarſonntag in beiden Gruppen die endgültigen Abteihungsmeiſter ermitteln, aber der eingeſchobene Pokalſpielſonntag, ſowie eine Reihe aus⸗ gefallener und noch wachzüholender Spiele, wird den Spiel⸗ betrieb der Kreisklaſſe 1 Mannheim noch bis Mitte nächſten Monats andauern haſſen. Soweit ſind allerdings die Ent⸗ ſcheidungen gereift, daß man in der Gruppe Oſt wohl Heddesheim als Endſieger erwarten darf, während für die Abteilung Weſt der alte Kämpe Rheinau, nach ſeinem letzten Sieg über 67, die beſten Ausſichten für die Enticheidung hat. An dieſer Tatſache wird die Runde des 27. Jawuar nichts ändern. In der Gruppe O ſt, wo Leutershauſen und Edingen noch immer auf der Lauer liegen, iſt Heddesheim dieſen Sonntag ſpielfrei und man wird im Fortunenlager mit Rue dem letzten Kampf gegen Hemsbach entgegenſehen, der dann wohl den Meiſtertitel bringen wird. Mit dem vorgeſehenen Programm: Ladenburg— Hemsbach Neckarſtadt— Wallſtadt Edingen— Gartenſtadt Leutershauſen— Neckarhauſen ſteigen vier intereſſante Paarungen, bei denen wohl die Phatzbeſitzer die meiſten Ausſichten auf Punktgewinn haben dürften. Dies gilt zunächſt für das Treffen Edingen— Gartenſtadt. Edingen iſt zu Hauſe baum zu ſchlogen, und nachdem Gartenſtadt vor Wechenfriſt auff eigenem Platze gegen Leutershauſen mit:6 den Kürzeren zog, ſo bann man die Reiſe der Gartenſtäcdtler wohl als ausſichtslos betrachten. Aehnlich liegen die Dinge beim Treſſen Leutershauſen— Neckar hauſen. Schon beim Vorſpiel gewannen die Bergſträßler mit:8 und es iſt antzunehmen, daß man auf eigenem Felde dieſen Sieg noch beutlicher geſtalten wird, da Leutershauſen wie Eldangen immer noch eine— wenn auch nur ſchwache— Hoffnung auf den Meiſtertitel haben. Die beiden anderen Spiele ſind weniger bedeutend, ſie können lediglich eine Verſchiebung der Tabellenmitte bringen. Neckarſtadt empfängt Wal lſtadt und wird verſuchen für die bei der erſten Begegnung erlittene:3⸗Niederlage Revanche zu nehmen, während Ladenburg gegen Hemsbach zur Abwechflunng wieder einmal einen Sieg regiſtrieren wird. In der Vorrunde behielt Ladenburg in Hemsbach mit:0 die Oberhand. Die Gruppe Weſt ſieht ihre ſämtliche für die Meiſter⸗ ſchaft noch in Frage kommenden Mannſchaften in Aus⸗ wärtsſpielen beſchäftigt. Das Spielprogramm: Altlußheim— SpVg 07 Poſt— Rheinau Kurpfalz— Brühl Oftersheim— 1846 ſieht mit Auswahme der pauſierenden Ketſcher alle Mann⸗ ſchaften am Start. 07 hat gegen Altlußheim den Vor⸗ bampf mit:0 für ſich entſchieden und müßte unbedingt auch diesamal gewimnen, wenn der Anſchluß nicht reſtlos verpaßt ſein ſoll. Rheinau hat gegen die Poſt ler in der 1. Runde zwar:2 gewonnen, aber dennoch müſſen die Alemannen ſchwer auf der Hut ſein, denn die Poſtler ſind am eheſten noch befähigt, für Ueberraſchungen zu ſorgen. Die zur Verfügung ſtehende Mannſchaft hat ſich in den letzten Wochen gut gefunden und nicht zu Unrecht halten die Poſtler den ehrenvollen 4. Tapellenplatz. Einen ſchweren Gang geht Brühl zu Kurpfalz Neckarau, denn die Kurpfälzer ſind erſtens zu Hauſe und nicht zuletzt wollen ſie für die Vorſpielniederlage(:3) Revanche nehmen. Unentſchieden:1 kämpften vor Wochen 1846 und Oftersheim und es ſollte nicht Wunnder nehmen, würde man ſich auch in Oftersheim in die Punkte teilen. Keine Fußball-Meiſterſchaftsſpiele in Bayern Auf Antrag der Vereine Wacker München und AS Nürnberg ſind im Gau Bayern jetzt auch noch die beiden reſtlichen Meiſterſchaftsſpiele für den 27. Januar— Wacker München— Fc 5 Schweinfurt und ASV Nürnberg— SpVg Weiden— abgeſetzt worden. Wacker ſtellt bekannt⸗ lich Streb für die ſüddeutſche Mannſchaft ab, die am Sonm⸗ tag in Luzern gegen Schweiz B ſpielt, und Wiesner macht die Reiſe nach Lutzern als Erſatzſpieler mit. Der Aufbau der deutſchen Leibeserziehung D⸗Gauführer Dr. Becker⸗Anklam verſchiedener Abteilungen. Ein Verein braucht jetzt mit ſeinen ſämtlichen Abteilungen nur einem einzigen Verband anzugehören, nicht die Schwimmer dem Schwimmverband, die Tennisſpieler dem Tennisverband uſw. Denn die Lei⸗ tung der entſprechenden Wettlampfart hat ja kein Verband, ſondern das Fachamt. Es iſt damit jedem Verband ſein Eigenleben gewährleiſtet, und auch die Deutſche Turner⸗ ſchaft braucht keine Tradition aufzugeben, denn der Aufbau des Reichsbudes deckt ſich mit dem Konſtruktionsgefüge der Deutſchen Turnerſchaft. Was hat denn die D dem Reichsbund zu geben? Der Reichsſportführer hat immer wieder zum Ausdruck ge⸗ bracht, daß die DT als die Kerntruppe, im Reichsbund ſteht und daß ohne ſie eine Gemeinſchaft im Reichsbund undenkbar iſt. Sie ſoll unter einem neuen Geſetz im Bunde, in dem größeren Rahmen, die Möglichkeit haben, die Auf⸗ gabe, an der ſie faſt ein Jahrhundert gearbeitet hat, nun⸗ mehr endgültig in die Tat umzuſetzen. Ueber die fach⸗ amtliche Tätigkeit und Mitwirkung in den verſchiedenen Fachämtern hinaus ſind ihr allgemeine Aufgaben über⸗ tragen, wie ſonſt keiner anderen Organiſation. Für dieſe allgemeinen Aufgaben: leibliche Grundausbildung. gelände ſportliche Erziehung und weltanſchauliche Schulung(Diet⸗ weſen), die das Kernſtück der geſamten erzieheriſchen Lei⸗ ſtungen des Reichsbundes umfaſſen, ſind den deutſchen Turnern beſondere Funktionen erteilt worden. In dez Grundausbildung iſt eine abſchließende Regelung noch nicht erfolgt. Die weltanſchauliche Schulung der im Reichsbund zuſammengeſchloſſenen Organiſationen iſt der DTübertragen und damit zugleich die poſi⸗ tive Zuſammenarbeit mit der Partei, ihren Gliederungen und der Schulungsarbeit in ihnen. Der Dietwart der De iſt Dietwart im Reichsbund, die Dietwarte in den DeT⸗Gauen ſind auch Dietwarte in den Reichsbundgauen. In Anerkennung ihrer Bedeutung hat der Reichsſport⸗ führer die Gaufeſte der DT als Feſte des Reichsbundes erklärt und ſie zu Pflichtveranſtaltungen für alle Turner und Sportler gemacht. Auch hier ſetzt ſich der alte turne⸗ riſche Gemeinſchaftsgedanke fort, daß ſie als Höhepunkte turneriſchen Lebens zu Feſten der größeren Gemeinſchaft werden, zu Zentren der Volksgemeinſchaft. Den Leibesübungen in Deutſchland iſt nun der Weg gewieſen und geebnet, die große Linie der Entwicklung ge⸗ funden. Mit verſtärkter Kraft heißt es nun an die Ar⸗ beit gehen. Turnfeſt für Breslau geſichert In Vertretung des Reichsſportführers von Tſchammer und Oſten war der ſtellvertretende Führer der DT, Ste⸗ ding(Berlin) ſowie der Schatzmeiſter Troyka(Dort⸗ mund) nach Breslau gekommen, um mit dem Oberbürger⸗ meiſter Friedrichs und Vertretern der Stadt Breslau noch einmal über die Durchführung des Deutſchen Turnfeſtes im Jahre 1938 zu verhandeln. Alle techniſchen Einzelheiten zur Organiſation einer derort großen Veranſtaltung wur⸗ den durchgeſprochen und zufriedenſtellend geregelt. Zum Schluß war man ſich in allen Punkten völlig einig, ſo daß das Deutſche Turnfeſt 1938 für Breslau geſichert iſt. Be⸗ reits in den nächſten Tagen ſollen weitere Beſprechungen ſtattfinden, um auch die kleinſten Einzelheiten des Feſtes programmäßig ſeſtzulegen. Neue Schwimmhöchſtleiſtungen in Düſſeldorf Die ſeit ihrem Uebertritt zu Düſſeldorf 98 ſtiliſttſch vollkommen umgeſtellte frühere DT⸗Meiſterin Irmgard Ohliger trat am Donnerstag abend zum erſtenmal mit einem offiziellen Rekordverſuch an die Oeffentlichkeit. Sie konnte über 200⸗Meter⸗Freiſtil den von Hilde Salbert (Nixe Charlottenburg) mit:46,9 Minuten gehaltenen deutſchen Landesrekord auf:40,9 Minuten verbeſſern. Die erſten 100 Meter legte Frl. Ohliger in der famoſen Zeit von:11, Minuten zurück. Hinter der Welthöchſt⸗ leiſtung der Holländerin Willie den Ouden iſt dieſe neue deutſche Beſtzeit aber noch beträchtlich zurück. Die Welt⸗ höchſtleiſtung ſteht auf:28,65 Min. Außer der Beſtleiſtung von Irmgard Ohliger gab es am Donnerstag noch eine neue deutſche Beſtleiſtung, und zwar in der 6 mal 50⸗Meter⸗Lagenſtaffel, ww Düſſeldorf 98 mit der Mannſchaft A. Boſe, A. Stole(Rücken), L. Stolte, C. Dreyer(Bruſt), Driewer und Ohliger(Freiſtil) die bis⸗ herige Beſtleiſtung von Nixe Charlottenburg von 352,4 1 Minuten auf 3249,9 Minuten herabdrückte. China mit großer Mannſchaft Das Olympiſche Komitee der Republik Ching hat ſoeben beſchloſſen, zu den Olympiſchen Spielen 1936 in Berlin eine aus mehr als 50 Teilnehmern beſtehende Mannſchaft zu entſenden. Die ziemlich erheblichen Koſten ſind bereits zum größten Teil von der Regierung zur Verfügung geſtellt worden. Nachdem in dieſem Sommer im ganzen Reich der Mitte Ausſcheidungskämpfe ſtattgefunden haben, ſoll im Herbſt dieſes Jahres die engere Auswahl der Mannſchaſt vorgenommen werden. Damit wird China bei den Olympiſchen Spielen ge⸗ ſchloſſen als eine Mannſchaft vertreten ſein. Bisher war das zahlenmäßig größte Volk der Welt bei den Weltſpielen immer nur durch einen oder zwei Athleten vertreten. Eder gegen Gunnar Anderſſon Der deutſche Weltergewichts⸗Europameiſter Guſtav Eder (Köln), der von ſeinem Titelkampf gegen Aggerholm her ſich noch in Skandinavien befindet, wird im Maj in Göte⸗ borg gegen den ſchwediſchen Meiſter Gunnar Anderſſon antreten. Eder ſetzt bei dieſem Kampf ſeinen Titel nicht aufs Spiel, denn dem Schweden fällt es ſchwer, das Gewicht zu bringen. 7 dD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!...õũ bkFFTFkWThꝓhTꝓTWTTT'TFdſ„'õ.!!!!! d e NSDAP-Miffeilungen Aus varteſamilſchen Behnnutmschungen egmommen Anordnungen der Kreisleitung Pg. Heinrich Ding, Edingen(Neckar), Grenzhöfer⸗ ſtraße 34, hat ſeine Mitgliedskarte Nr. 3 402 843 ſowie die Quittungskarte der Hilfskaſſe München verloren. Vor Mißbrauch wird gewarnt. d Die Pgn. Sofie Betz, Mannheim, Meerſeloöſtr. 18, hat ihre Mitgliedskarte Nr. 2 543 301 ſowie die Quittungskarte der Hilfskaſſe München verloren. Vor Mißbrauch wird gewarnt. Die Kreiskaſſen verwaltung: Karteiabteilung. Sämtliche Stadtortsgruppen holen im Laufe des Freitag⸗ vormittag Karten auf der Propagandaleitung ab. Der Kreispropagandaleiter. 5 Bann 171, Abt. E(Ertüchtigung). Alle Schwimmer, die ſich zur Teilnahme an dem Lebensrettungskurſus gemeldet haben oder noch teilnehmen wollen, finden ſich am Son n⸗ tag, 27. Jan.,.30 Uhr, im Herſchelbad ein. Jede Stadt⸗ Gefolgſchaft hat mindeſtens 15 Teilnehmer zu ſtellen.(Ein⸗ tritt 30 Pfg.) Flugſchar des Baunes 171 ſteht Samstag, den 28. Jan., im Hofe der Ortskrankenkaſſe angetreten. Beitrag und Geld für„Volksjugend“ mitbringen. Standortbefehl der Hitlerjugend Mannheim An alle Formationen! Sämtliche ſchulpflichtigen Kamera⸗ den der Hitlerſugend und des Jungvolks ſowie die Kamera⸗ dinnen des BDM ſtellen ſich für die am 26. Januar 1935 und 9. März 1935 ſtattfindenden Sammlung des VDA zur Verfügung. Die Sammlung findet zugunſten des Winter⸗ hilfswerkes ſtatt. Sammler tragen keine Uniform! Der Führer des Bannes 171 H. Vetter Deutſches Jungvolk Fähnlein 4/VII/I/171. Beſucht alle den Elternabend des Fähnleins„Giſelher“ am Samstag, 28. Januar, 20 Uhr, im„Kolpinghaus“, U 1. Bd M 5 Sämtliche Gruppenführerinnen nehmen an der Kreis⸗ e ie e der Da am Freitag, 25. Jonuar, 18.90 Uhr, in 17 1 eil. Feudenheim. Freitag, 25. Januar, abends, Turnen. Bo dng Jungmädelgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. Samstag, 26. Ja⸗ nuor, wird zum Staatsjugendtag wie folgt angetreten: Schar 1, 2, 3 um.45 Uhr ohne Turnzeug auf dem Clig⸗ netplatz. Schar 4 und 5 um 10 Uhr mit Turnzeug auf dem Clignetplatz. Jungmädelgruppe Neckarſtadt⸗Oſt. Achtung Neueintei⸗ lung! Alle Jungmädel, die rechts der Waldͤhofſtraße wohnen und früher der Gruppe Humboldt 1 angehört haben, kom⸗ men Samstag, 26. Jan., 15.80 Uhr, auf dem Herzogen⸗ riedpark an wegen Neueinteilung. Jungmädelgruppe Schwetzingerſtabt. Samstag, 28. Januar, 9 Uhr, Antreten an der Heiliggeiſtkirche in Uni⸗ form. Es müſſen unbedingt alle antreten. Jungmädelgruppe 2 Lindenhof. Samstag, den 28. Januar, treten die Schaften wie folgt an: Schaften 1, 2, 3, 5. 7 um.30 Uhr; Schaften 4, 6. 8, 9, 10 um 10.30 Uhr mit Turnzeug am Altersheim.— Von 15 bis 16 Uhr Sprech⸗ ſtunde für Neuanmeldungen, Kalmitplatz 4. Gruppe Humboldt 1(Irma Hieſtand]. Alle Jungmädel und Führerinnen haben Samstag, 286. Januar, 16 Uhr, am Neckarſtodt⸗Marktplatz zu erſcheinen. Beitrag für Fe⸗ bruor und rückſtändige Beiträge ſind mitzubringen. DA Reichsberufsgruppen der Angeſtellten in der Deutſchen Arbeitsfront Berufsſchule. Der Wochenlehrgang„Die neuen Devi⸗ ſenbeſtimmungen“ beginnt am Samstag, den 26. Jan., 20 Uhr, in O 1, 10. Anmeldungen bis Freitag, Zimmer 18 in O 1, 10—41. Kreisbetriebsgemeinſchaft 8„Druck“. Samstag, 26. Januar, 20 Uhr, im„Deutſchen Haus“, O 1, 1011, Lichtbildervortrag für ſämtliche Sparten der Reichs⸗ betriebsgemeinſchaft„Druck“. Thema:„Karten und Pläne und ihre Herſtellung“. Direktor Becken bach.„Mit Kraft durch Freude nach Oberbayern“, Vg. Biegert. NSs⸗Hago, Kreisamtsleitung Mannheim Kreisbetriebsgemeinſchaft 17(Handel), Fachſchaft Außen⸗ handel und Großhandel. Freitag, 25. Januar, 20.15 Uhr, im Saal des„Deutſchen Hauſes“, O 1, 1011, Ver⸗ ſammlung. Redner: Privat⸗Dozent Dr. Wendt, Heidel⸗ berg, über die„Handelsvertragspolitik des neuen Deutſch⸗ lands“. Wir erſuchen ſämtliche Arbeitskameraden, dieſen Vortrag zu beſuchen. Kreisbetriebsgemeinſchaft 17(Handel) und 18(Hand⸗ werk). Der Landesverband Badiſcher Haus⸗ und Grund⸗ beſitzervereine hält Sonntag, 27. Januar, vorm. 10.30 Uhr, im Roſengarten, Muſenſaal, eine große Kundgebung ab, um deren Beſuch wir unſere Mitglieder erſuchen. NS⸗Volkswohlfahrt Fiſchfilet. Die Bedürftigen der Gruppen D in den Ortsgruppen Deutſches Eck, Humboldt, Käfer⸗ tal, Neckarſtadt⸗Oſt, Rheimtor und Stroh⸗ markt werden hiermit aufgefordert, ihr Fiſchfilet bei den auf ihren Fiſchſcheinen benannten Fiſchgeſchäften ſo⸗ fort abzuholen.— Die Hilfsbedürftigen der Gruppen —0 der übrigen Stadtorts⸗ und Vorortsgruppen werden nunmehr lt. Mitteilung der Lieferſtelle am Dienstag, 29. Januar, in den Beſitz der Fiſchfilets kommen. „Kraft durch Freude“ Offene Singſtunde Am Montag, den 28. Januar 1935, veranſtaltet die NS⸗ Kulturgemeinde im Ballhaus⸗Saal ihre nächſte Offene Singſtunde. Es werden deutſche Lieder aus Siebenbürgen geſungen, alſo deutſche Volkslieder. In den Pauſen zwi⸗ ſchen den einzelnen Liedern werden einige Siebenbürger Märchen erzählt, ſo daß der ganze Abend einheitlich dem Siebenbürger Auslandsdeutſchtum gewidmet iſt. Getragen wird die Singſtunde von dem derzeitigen Lehrgang für Feierabend⸗ und Feſtgeſtaltung der NS⸗Kul⸗ turgemeinde. Es iſt, wie in den bisherigen Singſtunden, jedermann als Gaſt willkommen, auch wer nicht muſikaliſch iſt, oder nicht beſonders gut ſingen kann. Der Abend be⸗ ginnt um 8 Uhr, der Eintritt koſtet 10 Pfg. Dafür erhält jeder Beſucher ein Singblatt mit den Melodien und Texten der geſungenen Lieder. — Volkstumsabend in Käfertal Am kommenden Samstag, den 26. Jan. 35, veranſtaltet der Lehrgang für Feierabend⸗ und Feſtgeſtaltung der NS Kulturgemeinde in Käfertal einen Volkstumsabend. Der Abend bringt Lieder, Sprechchöre, Scharaden und derglei⸗ chen, Ernſtes und Heiteres. Er wird den Beſuchern zugleich eine Freude bereiten und ihnen einen vorbildlich geſtal⸗ teten Abend bringen. Der Volkstumsabend findet abends 8 Uhr in der Alten Käfertaler Schule in der Wormſer Straße ſtatt, nicht, wie frither mitgeteilt, in der Albrecht⸗Dürer⸗Schule. Eintritt 15 Pfg. 85 Wer ſpendet der NS„Kraft durch Freude“, Orts⸗ gruppe Deutſches Eck, zum Einrichten eines Büros ge⸗ brauchte Büromöbel, wie Tiſche, Schreibtiſche, Schreib⸗ maſchine, Regale uſw.? Gefl. Zuſchriften ſind zu richten an: NS„Kraft durch Freude“, Ortsgruppe Deutſches Eck, P 4,—5, Zimmer 38. Achtung! Heute abend einmaliges Gaſtſpiel im Fried⸗ richspark Rolf Sylvero„Macht über Meuſchen“. Außergewöhnliche Darbietungen. Kommt alle! Einige Eintrittskarten ſind noch an der Abendkaſſe erhältlich. NS„Kraft durch Freude“, Kreis Mannheim. Schifahrer und Winterſportler! * Am kommenden Sonntag, 27. Januar, findet der nächſte Wochenend⸗Schi⸗Kurſus ſtatt. Die Fahrt in geheizten Poſtomnibuſſen geht nach Unterſtmatt(Hornisgrindegebiet). Der Fahrpreis ab Mannheim betrügt mit Kurſusgebühr .80, ohne Kurſusgebühr 5„ für Mitglieder der DA. Für Nichtmitglieder“ der DA.30„ bzw..50. Treff⸗ punkt:.15 Uhr am Paradeplatz. Meldungen ſind unter Beifügung des betreffenden Betrages bis ſpäteſtens Samstag, 28. Januar, vormittags 10 Uhr, an das Sport⸗ amt Mannheim⸗Ludwigshafen in L 15, 12, einzureichen. Omnibusfahrt zum Ruhſtein Eine weitere Fahrt unter den gleichen Bedingungen geht nach dem Ruhſtein. eee. 2 Dr e needs 2 Steuer- See ele. — . 8 d nd. 1 8 2 & SD An d. Durchſührung der Pläne und bei Hinzurechnung der Koſten Freitag, — men N r be Nr. 41 eee eee Die Lage der Maschinenindustrie Von der Wirtſchaftsgruppe Maſchinenbau wird uns ge⸗ ſchrieben: Die Maſchineninduſtrie hatte auch im Dezember ſtarken Eingang von Anfragen aus dem Inland zu ver⸗ zeichnen. Im Auftragseingang wurde das Ergebnis der beiden vorhergehenden Monate infolge hr günſtigen Auswirkungen der Verordnung über Steuererleichterung für Erſatzbeſchaffungen zum eil noch überſchritten. Er⸗ freulicherweiſe erfuhren auch im Aus landsgeſchäßt Anſragen und Aufträge eine leichte Zunahme. Der Be⸗ ſchäftigungsgrad der Maſchineninduſtrie ſtieg im Dezember auf 65 v. H. der Normalbeſchäftigung. Zur Erledigung des erhöhten Auftragsbeſtandes und beſonders auch mit Rück⸗ ſicht auf die kurzen Lieferzeiten, die von vielen Beſtellern zur Ausnützung der Steuererleichterungen für Erſatz⸗ beſchaffungen angeſetzt waren, wurden von den Betrieben im Dezember wiederum Arbeiter ſowie techniſche und kauf⸗ männiſche Angeſtellte in erheblicher Zahl neu eingeſtellt, Der Zugang belief ſich unter Berückſichtigung des gleichzeitigen Abgangs— auf mehrere 1000 Köpfe und ver⸗ teilte ſich auf faſt alle Maſchinengruppen. Der Belebung des Inlands. eſchäfts entſprechend weren die Neueinſtellun⸗ gen am ſtärkſten in der Werkzeugmaſchineninduſtrie und im Kran⸗ und Fördermittelbau. Eine Steigerung der Inlands⸗ aufträge ergab ſich ferner bei Dieſelmotoren, Dampfmaſchi⸗ nen, Lokomotiven, Kältemaſchinen, Textilmoſchinen, Waa⸗ gen, Bergwerksmaſchinen, Zerkleinerungs⸗ und Aufberei⸗ kungsmaſchinen und Armaturen. Im Aus londsgeſchäft wurden, wenn auch noch meiſt vereinzelt, Auftragsſteige⸗ rungen gemeldet in Kraftmaſchinen, Lokomotiven, Material⸗ der f prüfmaſchinen, Waagen, Aufbereitungsmaſchinen, Land⸗ maſchinen und gewiſſen Sondermaſchinen. Die neuen Schlachfhofgebühren in Mannheim und Karlsruhe Im Reichsanzeiger werden nunmehr die Einheits⸗ gebühren für die Benützung der Schlachtviehmärkte und Schlachthäuſer am 1. Oktober 1934 veröffentlicht. Für Mannheim ergibt ſich folgendes Bild im Vergleich zum 1. 1. 1993: Schlachtviehmarktgebühren: 1 Rind 1,50 (1,50), 1 Kalb 0,60(0,60), 1 Schwein 0,60(0,60), 1 Schaf 0,5 (0,35) /, Stallgeld wird für die Dauer einer Kalender⸗ woche nicht erhoben. Schlachthofge bühren: 1 Rind 125250 Kg. Lebendgewicht 4,00(früher 150250 Kg. 3,00), 250400 Kg. 6,00(850350 Kg. 6,00), 400600 Kg. 10,00(850500 Kg. 8,00), 600 und mehr Kg. 13,00(500600 dg. 12, 600 bis 750 Kg. 12,00 Jo und mehr 14) /, 1 Kuh 150250 Kg. Le⸗ bendgewicht 3,00, 250—400 Kg. 6,00, 400600 Kg. 14,00, 600 und mehr Kg. u,(bisher Magerkuh Höchſtſatz 6), 1 Halb 2,00(2,00), 1 Schwein von mehr als 40 Kg. Lebend⸗ gewicht 5,00(bisher 30—65 Kg. 3,50, mehr als 65 Kg. 5,00), 1 Schaf 1,50(1,50) l. Für Karlsruhe ergibt ſich folgender Vergleich: „Schlachtviehmarktgebühren: 1 Rind 2,00 (am 1. 1. 1993: 2,40), 1 Kalb 0,80(0,85), 1 Schwein 0,80 (0,85)., für die Dauer von 7 Tagen wird ein Stallgeld nicht erhoben. Schlachthofgebühren: je Kg. Schlachtgewicht 0,4(0,05) /, Trichinenſchaugebühr 0,50(0,75)% 8 5 nheitsgebühren umfaſſen bei der Schlachtvieh⸗ 5 Die E marktgebtühv die Viehmarktgebühr einſchl. Unterſuchungs⸗ gebühr, Gebühr für einmaliges Wiegen und Stallgeld für das am Tage vor dem Markt eintreffende Vieh, beim Schlachthof die Schlachtgebühr, die Fleiſchbeſchaugebühr, bei Schweinen auch die Trichinenſchaugebühr und die Gebühr für einmaliges Wiegen nach dem Schlachten. Erweiterungsbauten bei der Hochofenwerk Lübeck AG. Bei der Hochofenwerk Lübeck Ach iſt mit dem Bau einer neuen Batterie Koksöfen begonnen worden. Die neue Batterie wird fünfzig Kammern umſaſſen. Das Projekt beläuft ſich zunächſt auf 1% Mill. /. Bei vollständiger für alle Anſchlüſſe uſw. dürfte ſich das Bauvorhab f Mil. A eshöhen. ſich haben auf Brauerei Henninger⸗Kempf⸗Stern Ach, Frankfurt a. M. Das Unternehmen verzeichnet trotz erhöhter Abſchrei⸗ bungen infolge Mehrabſatzes um rd. 9 v. H. ſowie durch Steuerrückvergütungen und erhöhte andere Einnahmen einen Bruttogewinn in dem am 31. Auguſt abgeſchloſſenen Ge⸗ ſchäftsjahr 1933/34 von 0,58(0,47) Mill. /. Nach Abſchrei⸗ bungen von 0,29(0,19) Mill./ verbleiben 0,293(0,277 Mill.„ Reingewinn, woraus wieder 6 v. H. Divi⸗ dende auf 9,96 Mill./ Stammkapital verteilt und 81 592 Abschluß der Badischen Bank Nach dem Bericht oͤes Vorſtandes für das Geſchäftsjahr 1934 iſt der Induſtrie des Landes Baden der geſamte Auf⸗ ſchwung der wirtſchaftlichen Betätigung im Deutſchen Reich zugute gekommen. Ein weſentlicher Teil der badiſchen in⸗ duſtriellen Produktion iſt auf Export nach außerdeutſchen Ländern eingeſtellt. Von einer fortſchreitenden Befriedung der Welt erwarten die Exporteure die Aufhebung der noch beſtehenden Schwierigkeiten in der Rohſtoffverſorgung und den Austauſch der Güter von Land zu Land ohne Behin⸗ derung des Zahlungsverkehrs durch Eingreifen der Regie⸗ rungen. Wie in den vergangenen Jahren war es auch in 1934 mit Hilfe der Deutſchen Rentenbank⸗greditanſtalt (Landwirtſchaftliche Zentralbank) in Berlin möglich, den landwirtſchaftlichen Betrieben ihre Kredite zu belaſſen. Die Landwirtſchaft konnte eine im ganzen gute Ernte verzeich⸗ nen. Insbeſondere die Weinernte war nach Qualität und Quantität ausgezeichnet. Die Abtragung der alten Schul⸗ den der Landwirte gehe aber trotzdem nur langſam vor ſich. Der Eingang guter Handelswechſel iſt ebenſo wie in frit⸗ heren Jahren unbefriedigend geweſen. Das Noten⸗ ausgaberecht der Bank war ab 1. Januar 1934 bis zum Jahresſchluß auf 27 000 000% bemeſſen, das dem In⸗ ſtitut zuſtehende ſteuerfreie Notenkontingent konnte auch voll genützt werden. Die als Mindeſtſätze für die Bank maßgebenden Zinsſätze der Reichsbank betrugen im Wech⸗ ſelverkehr 4 v.., im Lombardverkehr 5 v. H. wie i. V. Die Belebung des Renten marktes förderte die Steigerung der Kurſe der feſtverzinslichen Werte an den deutſchen Börſen. Hierdurch konnte ſowohl durch die Er⸗ höhung des Umſatzes der Effektenabteilung als auch durch Verkauf niedrig einſtehender eigener Beſtände guter Nutzen aus dieſem Geſchäftszweig gezogen werden. Im Hinblick auf die Notwendigkeit, unter dem neuen Ueberleitungs⸗ geſetz die umlaufenden Noten zum überwiegenden Teil mit kurzfriſtigen Schatzanweiſungen des Reichs, der Länder, der Reichsbahn und der Reichspoſt zu ſichern und dieſe Werte einem Treuhänder übergeben zu müſſen, wurde der Beſtand an ſolchen Werten laufend erhöht. Der Badiſchen Staatsſchulden verwaltung und der Lan⸗ Heshauptkaſſe wurden auf Grund deren geſetzlichen Vor⸗ ſchriften für ihre Guthaben bei der Badiſchen Bank eine Sicherheit in Wertpapieren in Höhe von 8 150 000 J ge⸗ ſtellt und ferner der Deulſchen Rentenbank⸗Kreditanſtalt (Landwirtſchaftliche Zentralbank) in Berlin für ihr Dar⸗ lehen zur Weitergabe an die badiſche Landwirtſchaft eine Sicherheit in Wechſeln von und 715 000. Da nach dem § 11 Ziffer 3 des Reichsgeſetzes über das Kreditweſen vom 5. Dezember 1934 außerordentliche Reſerven, ſtille Reſerven, Delkredere⸗Reſerven und Rückſtellungen jeder Art nicht als haftendes Eigenkapital anzuſehen ſind, wurde der Divi⸗ de nergänzungsſonds von 1000 000„/ den Rücklagen von b 000/ zugeſchrieben, ſo daß die ordentlichen ick⸗ lagen mit 4 500 000/ gusgewieſen werden. Hierzu wird die Genehmigung der HV erbeten. Die ſeſten Bezüge des Vorſtandes betrugen im Berichtsjahr 34 999,92,(i. V. 31 550 //). Die ſchon im letzten Geſchäftsbericht erwähnten Verhand⸗ bungen mit den zuſtändigen Reichsbehörden haben zum Er⸗ laß des zweiten Geſetzes zur Aenderung des Privatnoten⸗ bankgeſetzes vom 30. Auguſt 1924(Ueberleitungsgeſetz) vom 29. Dezember 1934) geführt. N den Die Bank will nun von in dieſem Geſetz gegebenen Möglichkeiten zur Erleichterung der Umſtellung des Geſchäftsbetriebes auf die Geſchäfte einer Kreditbank ſo ſchnell als möglich Gebrauch machen, um die noch verbleibende kurze Zeit bis zum Erlöſchen der Notenausgaberechte, d. i. 31. Dezember 1995, zum Ein⸗ richten und Ausbau einer Kreditbank zu nützen. Der auf den 30. Januar einberufenen HV wird deshalb— wie be⸗ reits gemeldet— die Neufaſſung des§ 1 der Satzung vor⸗ geſchlagen, der wie folgt lauten ſoll:„Gegenſtand des Unternehmens iſt der Betrieb einer Privatnotenbank nach Maßgabe des Priwvatnotenbankgeſetzes vom 30. Auguſt 1924 mit einem nach dem zweiten Geſetz zur Aenderung des Privatnotenbankgeſetzes vom 30. Auguſt 1924(Ueberlei⸗ tungsgeſetz vom 29. Dezember 1034) erweiterten Geſchäfts⸗ kreis“. Nach Zuſtimmung der HW wird dann nach Einhal⸗ bung der entſprechenden Vorſchriften die Ueberleitung in die Geſchäfte einer pegionalen Kreditbank vorgenommen. Die Noten der Bank behalten bis zu deren Aufruf volle Umlaufsfähigkeit, und es wird großer Wert auf die Zirkulation der Noten der Badiſchen Bank im Verkehr bis zu dieſem Zeitpunkt gelegt. In der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung wer⸗ den die Zinſen aus Guthaben, Depotgebühren und ſonſtige Erträgniſſe mit 2167 615(1 672 146) /, die Zinſen aus be⸗ liehenen Wertpapieren mit 121070(251 793) J, die Zinſen aus diskontierten Wechſeln mit 769 956(970 547) /, der Effektenertrag mit 396 025(540 754)/ ausgewieſen. Dem⸗ gegenüber beanſpruchten Steuern 560 168(418 709), perſön⸗ liche Unkoſten 468 240(458 498), allgemeine Unkoſten(ſoz. Laſten, ſonſtige ſachliche Ausgaben einſchl. Spenden) 163 282 (447 780), Zinſen im Scheckverkehr 1445 662(1 259 390)/ (1. V. wurde außerdem für noch anfallende Steuern eine neue Steuerrücklage von 200 000/ eingeſtellt). Es ergibt ſich ſonach ein Reingewinn von 817312(950 864) J, der ſich um 200 000(un.)/ Gewinnvortrag erhöht. Hier⸗ aus werden äuf die Stammaktien unv. 8 und auf die Vor⸗ zugsaktien unv. 6 v. H. Dividende ausgeſchüttet, für Tantieme des AR. ſind 24 266(45 509) /, für Tantieme des Vorſtandes 40 000(32 813)/ zu verwenden. Der Ge⸗ (86 032)/ vorgetragen werden. Aus der Bilanz lin Mill. Mark): Grundkapital unv. 3,97, geſetzliche und Sonderrück⸗ lage unv. 1,297, Hypothekenſchulden 0,34(0,33), nicht fällige Steuern 0,20, Warenſchulden 0,098(i. V. zuf. 0,27), Spar⸗ konten 0,28(0,27), dagegen Anlagevermögen 3,46(8,64), Vor⸗ räte 9,77(0,67), Wertpaptere 1,07(0,98), Aktiohypotheken und Grundſchulden 0,91(0,64), Baukguthaben 0,42(0,46), Darlehen 9,22(0,32). Die erſten drei Monate des neuen Geſchäftsjahres brachten nur einen geringen Mehrabſatz. SV 29. Januar. Bavaria Film⸗Ach, München. München, 24. Jon. (Eig. Dr.) In der o. H dieſer 1932 als Aufſang⸗Geſell⸗ ſchaft für die inſolpvente Münchner Lichtſpielkunſt⸗AGG ge⸗ gründete Geſellſchaft wurde der Abſchluß zum 90. Juni 19ga genehmigt. Nach Abſchreibungen von 284 961 (10 253)/ wird ein Gewinn von 14326/ ausgewieſen, der ſich um den Jahresverluſt von 7800 4 auf 6526/ er⸗ mäßigt. Hiervon werden 6000/ der geſetzlichen Reſerpe zugeführt und der Reſt vorgetragen. Die Geſellſchaft und ihre Tochtergeſellſchaften brachten 1933/34 13 deutſche Spiel⸗ lülame, ginen fremdſprachigen Tonfilm 15 deutſche Kultur⸗ filme, 14 deutſche Kurgztonfilme, zwei fremdſprachige Kurz⸗ tonfilme und 52 Wochenſchau⸗Ausgaben heraus. Die Ate⸗ ters in Geiſelgaſteig waren für eigene und fremde Pro⸗ duktion zu 87,5 v. H. beſetzt. Die Ausnützung der Anlagen wurde im Intereſſe der Beſchäftigten gleichmäßig auf das ganze Jahr verteilt. Im neuen Geſchäftsjahr ſind die An⸗ lagen bis jetzt voll ausgenutzt. Zur Entwicklung im neuen Geſchäftsjahr wird ferner berichtet, doß das neue Jahr bis jetzt normale Ergebniſſe gebracht hat, wenn auch das Aus⸗ landsgeſchäft als noch nicht voll befriedigend zu bezeichnen iſt. In letzter Zeit ſeien jedoch Anſätze zur Beſſerung guch im Auslandsabfatz der Filme in Erſcheinung getreten. * Anhaltende Steigerung in dem Antragszugang der öffentlich⸗rechtlichen Lebensverſicherung. Im Dezember 1934 wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensverſiche⸗ rungsanſtalten in Deutſchland zuſammengeſchloſſenen 18 An⸗ ſtalten 42 091 neue Kapitalverſicherungen mit 29,14 Mill. 4 Verſicherungsſumme beantragt(gegenüber 24 099 Verſiche⸗ rungen mit 23,54 Mill./ Kapital im Vormonat). Die durchſchnittliche Verſicherungsſumme beträgt in der Groß⸗ lebensverſicherung 3540(3 615)% und in der Sterbegeld⸗ verſicherung 302(302) J. Die günſtige Entwicklung, welche der Antragszugang ſeit der Machtübernahme durch die nationalſoztaliſtiſche Bewegung erfahren hat, iſt aus der Gegenüberſtellung folgender Jahreszahlen erſichtlich: Im Jahre 1092 betrug die Anzahl der neu beantragten Verſiche rungen bei den öffentlichen Lebensberſſcherüngsanſtalſen 143 203 mit einem Kapital von 198 Mill.„. Für das Jahr 1933 lauten die Zahlen bereits über 177612 Verſicherungen mit 218,05 Mill./ Kapital. Im Jahre 1994 ſtieg die An⸗ zahl der neu beantragten Verſicherungen weiter auf 203 549 und die Verſicherungsſumme auf 249,22 Mill.. winnanteil des Staates beträgt 67 009(90 108) J, 28 088 (120 434)/ werden an die Beamtenunterſtützungskaſſe überwieſen und unv. 200 000 // auf neue Rechnung vor⸗ getragen. Aus der Bilanz(in Mill.): Kaſſenbeſtand 17,06 (17,36), wovon 8,78(unv.) Goldbeſtand und 6,83(6,31) eigene Banknoten, Wechſelbeſtand abzüglich Rückzinſen 15,97(21,26), Lombardforderungen zuzüglich Zinſen bis 31. 12. 34 1,93(2,44), Beſtand an Schatzanweiſungen und Effekten 19,23(10,41), Konto⸗Korrent⸗Guthaben 29,65 (24,58), Grundſtücke unv. 0,3, andererſeits Grundkapitil unv. 8,3, Rücklagen 4,5(3,5), Geſamtbetrag der in den Betrieb gegebenen Banknoten zu 50/ 27,0(unv), täglich fällige Verbindlichkeiten 10,31(11,47), an eine Kündigungs⸗ friſt gebundene Verbindlichkeiten 32,8(23,76), Steuer⸗ Rücklage unv. 0,2. In dem in der Bilanz ausgewieſenen Beſtand an Schatz⸗ anweiſungen ſind u. a. enthalten 15,61 kurzfriſtige Schatz⸗ anweiſungen des Reichs, der Länder, der Reichsbahn und Reichspoſt, 1,166 Reichs⸗, Staats⸗ und Städteanleihen und 1,696 Mill./ Steuergutſcheine und Zinsvergütungsſcheine. Der durchſchnittliche Notenumlauf ſtellte ſich im Berichts⸗ jahre auf 19 985 600 /, die durchſchnittliche Golddeckung auf 43,92 v. H.(i. V. 21 990 900%— 40,07 v. H. Gold⸗ und De⸗ viſendeckung). Der Wechſelbeſtand betrug am Ende Dezem⸗ ber 1934 16 044 375(21 357 634) J. Die aus 1983 übertra⸗ genen Rückzinſen betrugen 95665(117 893) J; in 1934 wurde ein Diskontertrag von 749 754(948 319)& erzielt, abzüglich 75 463(95 665)% Rückzinſen; für die nach dem 31. 12. 34 verfallenden Wechſel verbleibt ein Ertrag von 769 956 (970 547) 1. Der Beſtand an Schatzanweiſungen und Effek⸗ ten am 1. Jan. 1934 ſtellte ſich auf 10 405 558(8 188 678) 4 im Laufe des Jahres wurden für 74 711 197(104 295 178)% angekauft. Dagegen wurden begeben ſowie an Zinſen ver⸗ bucht 66 282 516(102 619 052)%, ſo daß 18 884 239(9 864 805) Mark verbleiben. Die am 31. Dezember 1934 verbleibenden Schatzanweiſungen und Effekten haben aber einen Bilauz⸗ wert von 19 230 264(10 405 558) /, ſo daß ſich ein Ertrag von 396 025(540 754)„ ergibt. Auf das Scheck⸗Konto waren am 1. 1. 34 32 805 130(31 181 048)„/ eingezahlt; im Laufe des Jahres kamen 452 978 855(430 806 476)% hinzu. Zu⸗ rückgezahlt wurden 444 063 050(429 182 394) /, ſo daß ſich der Beſtand am Bilanzſtichtage auf 41 720 936(32 805 130), ſtellt. Zinſen im Scheckverkehr wurden 1445 662(1 259 390) Mark verausgabt. * Aus dem Südd. Zucker⸗Konzern. Das bisher bei den Rheiniſchen Rübenanbauergenoſſenſchaften befindliche Ak⸗ tienpaket der Zuckerfabrik Jülich, vorm. Alex Schoeller u. Co., Jülich, iſt, wie jetzt durch die Anfechtungsklage eines Aktionärs gegen die Beſchlüſſe der letzten GV dieſer Ge⸗ ſellſchaft bekannt wird, in den Beſitz der Süd deutſchen Zucker A Mannheim übergegangen. Im übrigen hat der Aktionär in ſeiner Anfechtungsklage ein obſiegen⸗ des Urteil erhalten. Nhein-Mainische Abendbörse ruhig Die Abendbörſe blieb recht ruhig, doch war die Grund⸗ ſtiümanung weiter freundlich, wobei auch der bisher erzielte Stand der deutſch⸗franzöſiſchen Sgarverhandlungen etwas anrogte. Angeſichts des nur kleinen Ordereinganges blieb das Geſchäft aber klein. Etwas Intereſſe zeigte ſich füt r Zellſtoff Waldhof auf die voraus ſichtliche Wiederauf maßhnre der Dividendenzahlung zu 522,5 v. H. wobei beſonders im freien Markt Umfätze ſtatiſanden. In Nachwirkung des Maſchinenbauberichtes wurden im Freiverkehr Muag urit 65(Berliner Schluß 64,75) gehandelt. Somſt eröffneten J Farben mit 142,25(142), Klöckner nit unverändert 81 v. H. Von Schiſſahhrtswerten waren Nord. Lloyd noch etwas ge⸗ fragt. Am Rentenmarkt herrſchte bei unveränderten Kur⸗ ſen vollkommene Geſchäftsſtille. „Im Verlaufe trat der Rentenmarkt ziemlich plötz⸗ lich ſtark hervor und die Kurſe epfuhren bei lebhaften Umſätzen merkliche Erhöhungen. Altbeſitz ſtiegen guf 10,5 Dis 1 Gu, 20, Kommumal⸗Umſchuldung um etwa zs v.., auch Zinsvergütungsſcheine waren auf 89,90(89,70) erhöht. Der Aktienmarkt bbb dagegen ſtill und war kaum ver⸗ ändert wenn auch die Tendenz durch die Feſtigkett des Rentenmarktes ngeregt wurde. Nachbörſe: Altbeſitz 141,5, Zinsvergütungsſcheine 89,90, Jh Farben 142,25, Zellſtoff Waldhof 52,25. Frankfurt, 9 5 1 5 1 5 9. 1 Darmſtadt 25[93,62 93.82 Landes- und Provinz- e Bayr. Landwö! 6 Nhein.-Hyp„Bk. adſſche Maſch. afenmühle 2 Verkehrs. Aketi 6 Oresden 26 K. D 88— 92.75 i 8 ö 5 3 da e Akkti 920 Deutsche fastver- e 0% Frantfurt 20 82.60.25 banken. kom. Giroverb. fg Berl. 695. Br 68, Sido odere% 25 a d. 8. 8 ee ee Bad ach ſegthein⸗ Ainsllene Werte 30 do. 26 84,25 94.— 6 Bad Kom.. 5% Südd Roder“ F e e Badiſche Bank...— 130 5 ſchiff. und See⸗ 8 1 75 195 99 1 5 8 0 von 25. 97.25 97.50 Lig. Hpfbr. S 1 1 0 Brauer. Rleinlein 1 Füſſen 1057 10 00 bein. Graunkogl. 2149 214 5. Com.e n. Privatb. 77.— 76,25 transport chm. 61.80 6180 tsch. Staatsanleihen] Fetdelberg 2,. getsſe do. Gad, Ai e e fern„% e Würm gone: Stone Schlenk⸗„% ͤĩ Diespner Ban. 59 89 750 Heide end 118 8 35 8 6 26 11 80 52 152 6 Darmſt. Kom. 5½ bo, Lig. Pf. 5 Gpfbr. 1, 2. 99,50 99,50 Brown, Boveri Henninger Brauer—.——.— Rheſnmetalkl„ 1270—.— Frankfurter Bank 1010 1070 Lü Eee 5 9 8 2 5 N e 2 1 Sdbank Gold⸗ 9. A. R. 7,62 97.676 do. Erdtu. 1.8 98.25, 88,25 5 Heſſen⸗Naff. Gas—.— e Rheinmühlen 68,— 68.— 8 655 Gant 95— 95. Eiß 5 875 38 K. nl 34 06, 99580 05 5 2565 5 2 s do. Gold⸗Kom⸗ 5 1 2 0 Heidelbg. Hilgers A.. 64,50[Roeder, Gebr... 9250 Pfälz Hyp⸗Bank 95.78 95,87 5 s Haden... 30e 08e c Pirmaſens 26 93.50 8580 do- f, 4 N 2.. 0880 95,28 Schuldyerschteibung. E de, Kargtabt Hilpert. 46,80 e 0 galzwe. Heilbronn 181.0 181,0 Reichsbane 156.0 155,2 Versicherungen 6 Bapern 27 375 98.50 5 Hirmgzeng 280 88.50 08.506 do.„kb ens 94876 do. fbr. Br. 6 Daimler Benz 2799,— 90. J. Chem. Baſel Holzmann Ph. 6037 8050 Je 8 e Ahein. Hyp.⸗Bant 1220 1213 Bad. Aſſer TTT dpd Gpfor kali r. a, 93.25 s Linoleum v. 28 88 25,8925 C c. 80 ien bed. g e. kethrins. Z. 1550 589 Schriſtg Stempel 78,50 78.50 Wicttög⸗ Mokenb. o. 97, A., Mom 8 1. St.⸗Ant 28 1051 100 Mannhelm Ausl.—.——.— 6g elf, 11 94. do. Lig. k 198,75, 88.756 Lindner Brau 26—,— 88. Chem. Albert unghans 72 62 See 1060%%%%8hQQùn⅔u ee 1 1 05 fn 8 Kassel bt. 20. do. Kom. k 85,28 88.50 1 9850 e i Seilind.(Wolff) 55.— 56.— Württ Transport—.— 9 Dt. Rahn R 1 100,9 1b, 1 N 1 u. 2„97,80% Goth. Grer.⸗ 5 2. Werk eg. 5 e glein, Schanlin 180]:—Siemens⸗Reinig.——. 485 8 pot 4 F 198.87 85 Pfandbriefe u. Schuld. 6 Naſſau Idsbk. Bank A 7.. 97, 97.75] in Aktlen umwandelbar Dürrwerks e. 79.— 79.— alen e 1 Sale, „ e de ie] verschrelbungen Gpför. 25, K 1 98 62, 8,e2Js Mein. pp.. 8 2 r c 2. 1985. 106,6 106,6 8 do. 26, A 3 99.12 98.37] Gpfbr.k U, U, Al 47.37 97,12] Anl. v. 28 119 6 119.7 E. Kraftw. Altwürtt. 87,— 87 2 Sütdd. Au 7 e 1 tlic 2 2 . 11 8 1 5 1054 Kredltanstalten der Länder S. do, Kom. 28 81 95.25 35.506 Pfäl 15„BE e e 107.0 106,0 15 Klett 9455 94 25 ellus Bergbau.. IAI Mitket Notipptg Werl 8 186. 047 104. Dtetom. S Abl. 1 11275 1120 24(25/0 ff 78 97.75 5 Eßlinger Masch![on i 173,2 feret 92,80 94.50 18 1 . 198.1025 102.06 Heſſ. Ldsbk..26, Kom. S. Abl. 3 112, 94576 bo. Lig. 28.28„ſa Herrenmühle ich. 61. 61. böwenbr. Milnch. 178,2 ſſerein. dt. Oelfab. os,. Umtauschobligationen Altbeſitz dt. Reich 110,5 110.5] 27 u. 28. R 1, 2 9„FFF Genz 97....—,— faber u, Sch eich. 61. 15 Ludwigsh. Ak. Br. 86,50 86 5 do. Glanzſtoff ee a Al Anl. 158 1505 1500 7, Sund 5 0078 96.75 5. A, Ad. 98, 98.— s Reckarstuttg.21 95.— 95, 1 r. Gebr... 1400 145 0ſdto. Walzmühle 16,0 110 bo. Strohſtof 6,50 98.80 5 8 416 do. Gold⸗ Landschaften 6 do. Gold ⸗ om. J Farben 41.0 1455 ainkraftwerk.. 68, 87,0 do. Ultramar.—.— 131.8 4¾% Berliner Städtiſche Elektr.⸗Werk fällig 24. Jan, l Schuldv. 26 N 2 05,— 95,— 6 Ofpr. Landſch.k Ri u. 3. 5, 8095,50 lndustrie-Aktien Feinmech(Jetter) 67,75 67.75 Mainzer Aker., 72.25 Voigt& Wee 5 eee 1951 50 Anleihen d. Kom.-Verb. 8¼ů Heft..⸗Hynbt. 0, U, Uu.-F 4827 6350 94.— 57% Preuß. Boder⸗ ü— Frankfucter dof———— Nez AG...,. Volthom, Seil. 12,— 71.— 50% Großkraft Maunhei lzwerke 19 ö 5 1 5„behu. 5 5 dt, Gebrüder.. 7.— 58.87 Friedrichshütte——— 81 85 5„„Großkraft Maunheim u. Pfalzwerke 1841 37 80 Oberheſſ. Pr.⸗Anl. 111.8 ig. Ant! 124 96.75 97,.— Lig, Gold vu, 1g. Kunſt. Unie 51.— 52,12 Friebrich„ Moenus 64,75 1830 ürttemb. Elektr. 69.— 69- 4½9% Rh.⸗Weſtf. Elektr. Anl. von 1927 1952 94.50 6 Pr. Lo. Pförf.⸗ Goldhyp.- Pfandbriefe Lit. H. u. Vo. A. 97.— 97,50 fl. 6 WG. 29.62 29,62 ſlelſenbirchen. Motoren Darmſt. 79,50 79, do. Hohenz. Br. 60,— 80,— 480 5„ 1928 1953 94.50 . 11 G. Kom. 5 ens dean 6 hein. Hyp.⸗Bk. Alum. Ind.... 229,0 Uoldſchmidt iederrh. Leder.. Wulle, Brauerei.. 4½% 1„ 1980 1985 94.50 68 5% Nele. 95,50 95.80% NMypotekeſbanken] Maung R2 497,37 97,28 Andreae-Noris 115,0 116,0 Gritzner ⸗Kayſer ordweſtd. Kraft——. 5 Waldh. St. 51.75 82.—4½% Ruhrwohnungsbau. 1988 84.80 8 8 1— 5 6 Württ Wohnkr, 6 Bayr. Bodener. 6 do. R 39,86 u. 0 97,87 97.28 Annawerk., Großkraft Mhm. enn Hartſtein—.— do. Vorz. 98,— 99,— 50% Ver. Stahlwerke(Reinelbe Union) 1926 95.87 in Go 5 5 Anſt. 28, K- 95,—85.— Würzb. 5-In.780 97,7515 ½ do. Lig, Pfbr. 58,501 98.75 Aſchaff. Buntp.: 53.— 53,— Grün& Bilfinger 2 do. Pap. Memel——„%% 5 5„ 11951 94.— Berli 28. 24. 28. 24. 28. 224, 28, 24. 28. 24. 28. 24. 28. 24. 2 2. D 6 Pommern 30., Landschaften 6 Rh.⸗Weſtf. Bdk. Bayr. El. Lief. Gef., 119,0 Dortm. Akt.⸗Br., 148,7 150,00 Hubertus Braunk, 120,0.— ſlrenſteingeoppel 90,50] 89,25 fact, Conr.& Cie. Deutsche festwer- Sachſen, 16 85,62 98 60 6 Schlef. Jandſch 8 4, 6, 12, 10„96.50 96,87 Ales do. tete ⸗Wt. 113.8 114,0 do. Ritterbr.. 70, 78, Lor, Hutſchenr. 55.25 55,75 Usnabrück. Kupfer 95.—.—[hörts Oelfabrik 82. Schl Helft. d. e ee Goldpf. Em. 1 98,27 98.126 Noggenrentend⸗ Bank- Aktien do, Moloren 120.7 129.0 do Unionbr.. 1617—.— ige Bergban. 1490 Pont, Bergbau. 54.12, 54,37 Thür Elektr. u. G.. Ainsliche Werte Kaſſel 5 6 Weſtf. L. ⸗Gldpf. 95,50, 88.80, f. es....d 968,28 Ang. Ot. Er.⸗Anſt.[69,50] 68,50 Wemberg J. P. 8 119,5 Dresd. echnellpr./ Fibo. Genußſch. 1210 12, P bo. Braunfohl, 82. Triumph, Werke 36,75 86.50 1 Oſtpreuß. Altde 48 1002% do. Abfind 46,62 98. e 150 8785 Badiſche Bank—— 130,0 Berger, J, Tiefb. 115,5 115,0 Düren Metallw. 124.0„ Inag, Ind.⸗Unt.—— Julius Piniſch.- Tucher, Brauerei—.—— Anleihen: bo. Neubef. 22,80 22 80 95. 25 97,50 97.59 Jank f. Brauind. 112,1 1121 3 Sin. e ee ee, 5 Worſeng 959 12059 Tülchabrt lle 1 er g 5 88 555 81 108.8 1 8 5. 5 5„ u. 91,—„250 Berl.⸗Gub. Hut.. Dyckerh. dm e loh. Jeſerich., 59 Pol onwerke 12.75 12,62 Tullfabri Bha 8 2 JJ Sid oben 68 50 66 7s Ade Werenstk 100,0 1000] dr. Karle Ind 114 11556 Dona A. Nobel 748 76,6 Pom Glſengiez. 40300 ſaton chem. Prob. 101) 1040 e rieſe, 54 falen 2 9775 81 6 Berl. Pfbr. Gpf———.— 1 odenkr. 9 25 98 25 Berl. Handelggeſ. 106,0 104.5 do. Kind! Br. 2 Fe 8 5 1190 Jahla, Porzellan 23.87 12 15 Pongs& Zahn 180,00, 0„ 10¹ß, Aachen v. 29„84,75 84,50 7½ Pr. Zentral⸗„„ N 5 Bank 20,0] do. St.⸗Pr. 25„= Liſenb.⸗Verktrem 119,0„lali⸗Chemie„breußengrube.. 1 1985 23. 24. 6 Bochum Stadtſch. 5 7 100.9 100,9] Thür. Landes⸗ d 77— 12010 do. Kraft u. L. 188,0 137.2 Elektr Lieferung 108,2 103,5 Raki Aſchersleben 108,00 108,0 5 5 5 15 10 1675180 er. Spielkarten 119 0—.— 6 Schatzan. d. B. R. ö 6 Braunſchw. 26 dc do. do N e 98,— 88, Hop. Bk.? a 97,28 97,25 Ot. Bank u. Disc. 78,50(7800 Berth. Meſſing 55.— 68.75 Clektr Licht u Kr 11, tis Keramag. 450 71 10 1 95715 18775 1945 55 6 Wüßlertaßt 2 25, fällig 1985 94, 20 94,806 Breslau e 2 55 93 70 6 do. R 28/27. i 128 Dt. Centralb.⸗Kr. 91,50 61,75 5 205 1270 Sa 13 7 155 5 31.37 81.12 Ratggche Wag. 5 e 100 0 4192 5 Dt, Reichsanl.27 98,90 98,906 do. v. 2811 83.82 83 edit. km. 6—. 1 Dt. Eff.⸗ u..⸗Bk.-,——.— Brauh Nürnberg 129.0 120,0 Erdmannsd. Spt. 105.0 4,9 C. H. Knorr. e ad: ei e er 0 Nl 258, Mal. 1854.285 96.25 6 Duisburg 25. 52,25 9,5 Hypothek. Sank Werte]fs bo. km 2446 90.12 96,12 5 Gilddise.⸗ Ot. 100 0 105.0 Braun t. u. Brifen 171 0.-[Eſchwell Berg. 2685 26,5 Korsw. u. Chem 88,78 09, e ee e ee 5 do. Meſchatz K. e 26 9 75 1 5 6 Bayr. Hpbk..6499,— 99 256 Württ. ok. d 10 90,12—,— Dt. Hypoth.⸗Bank 89,50 89.25 Bremen⸗Beſ. Oel„ N J. G. 141,2 142,0 Kollmar& Fourd. 771 9 5 5 1 Main Don 3 9 95 Sich—12 28.80 5% Hounganleih. 100.2 100,3 Eſſen„ 88,. r. Vereins Drlieberſee⸗Bank 55. 88,75 do. 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Alfen 0* 8 182( K 4 1 8— 8 1 1 1 70 8 755 D 15 2 0 1 15 5 5— in a— 5 ö Cc 9 eee,— i 5 5 Jed eit eg all.... f D lt . 1 D 12 get In üs Ilſon 4% 7 ell, lache, e 0 18 Hei Ae e e, nel, lol, leben;, 1 55 ge ee! 1* 50 Schlachten 5 175 1 i 65 des 98 8 aller Zelten 2 200 Fiage Ningel 8 Furchtbar wütet 28* S ae 8 die Kriegsfurie! S 1 0 Ae ahef 8 7 a ede ee, 2 3 Die Erde zittert.— Dörfer und Stsdte 1 1 0 Orchos fer 0 Sinken in Staub und Trummer 2* e Re 2 9 2112 N a 5 „ ee ee, 2 2 i 1 Nilljonen 5 * 1 i 8 a Deutsche 1 8 2 irn Offenen Karnpf— in 2 8 5 8 ban a 2 5 8Hindenburgs 105 Nee, S 15 Sieg bei Tannenberg 3 — fl 1775 1 5 5 die menschenmordende 2 ſchaf ee verduns 5 . chlacht 15 15 3 0 5 8 Oeff f 8 5 Todesfort Douaumorit 18 5 50 5„ 5 5 5— 755(Ent 5„5. BSoot- Krieg 5 ban i„ 5 8 tere e 2 85*** Die Schlacht Somm 92 12 en ö el iger Hersſeller: 1 5 9 0 0 8 der Millionen: 12 0 1 5. 0 85 5=. bos. feisetsautem 60 ö 1 Gas- und Bombenangriffe 2 Wet N 20 4 8 8 Flieger Kämpfe S dit rr 3 ö 0 N 5 und Tankschlachten 0 be Die neue. lustige und längst vermigßte Wagghangt elt Ein Schnee Volles del nach e i b 1 5 8 Auf 8 785 185 in Schweizer Volksstück nach der im Hakenkreuzbanner erschienenen 5 Oi Schlscht am. Pfei dulkige Ni Ener skrauß⸗ Operekte g 5 Meister-Novelle v. Gottfried Keller, Das Fähnlein der sieben Aufrechten“„ hoher See: N 8 2 9 Sbenswürdig, beschwingt und einfallsteie 5 10. f Wundervoſt das Wener Phiiharmonische Orchester! a F Busch Regie: Frank Wysbar Danseuer uu e Ralph Seotoni 8— K.— F F S K 2 25 Sie versenken die Zuhörer in Al. Mathuetn 9 Zimmermeister Frymann Heinrich George 128* ö 2 1 i 5 Karl-Mathystr 5 ene ee l wu ei Millionen 225 ö e. 1 1 N. 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Heidelberg, Dr. Motz in Heis Eingeſtelltes Konkursverfahren mangels Maſſe: Firma mann Front Ro m me (Konkursverwalter: eis in Rechtsanwalt gerichtsbezirk Heidelberg: in Hei idelberg, Anlage 17. Aufgehobene Konkursverfahren Schluß verteilung: Amtsgerichtsbe Dünant⸗Eigenheim⸗ Familien fried getragene Gen noſſenſchaft mit beſchrär Heidelberg. Firma Labor a * geſellſchaft mbß in Heidelberg.— Rudolf Loewe thal, alleiniger Inhaber der Firma Soerwe uthal in Heidelberg. Eröffuete Amtsgerichtsd in Sennſe landwirtſchaftliche irt (Entſch uldungsſtelle: (Entſchuldungsſtelle: Bezirks. gerichtbezirt B o berg: heim.(Entſchu.. (Bauernbank) em Karlsruhe). in Eubigheim. bonk(Bauernbank) emo, Karlsr und Jakobine geb. Kraft Emil ſtelle: Bad. Landwirtſchaftsbank(Bauernbank) e Gn Ludwig und Anna geb. Neuwirth in Nüſtenbach.(Ent⸗ Karlsruhe).— Philipp Nickolaus und Berta geb. H ſchuldungsſtelle: Städt. Sparkaſſe Mosbach). Philipp in Schwabhauſen.(Entſchuldungsſtelle: Bad. Landwirt⸗ 2 zug wig in Nüſtenbach. 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Sparkaſſe e— Am ytsbezirk 75 40 a u be r 1 K Wiesloch: Adolf Fiſcher und Eli in Rauen. d Maria Marga berg.(Entſchuldungsſtelle: 1 cht ernannt). chuldungsſtelle: Betzir 0 m Leo R a ab in Grüns feld. Aufgehobene landwirtſchaftliche Entſchuldungsverfahren: sſtelle: Bez ürks spar baff Tauber biſcho e Amtsgerichtsbezirk Adelsheim: Auguſt Fink und 5 upp in Vil e Kathoring geb. Schweizer in Roſenberg.— Herm Merz 2 g.* ath in Hüngheim.— Amtsgerichtsbezirk Tau berbiſchofs⸗ irksſparkaſſe Tau⸗ heim: Alois Joſef Both und Thereſia geb. Maninger in Dittwar. Handball-Enokämpfe ſetzen ein Mit dem vergang Sonntag hat der SV Waldhof Vorrücken der Po ſt auf der anderen Seite, wodurch die die Geſtaltung Gauklaſſe eufpitze inſofern geſtaltend be⸗ Stellung der übrigen Mannſchaften ſich gleichfalls ent⸗ einflußt, als er durch ſeinen Sieg Nußloch nicht nur ſprechend veränderte. Der jetzige Stand iſt folgender: eine eigenen Aus 8 ſichten beſtens gewah ſondern auch da⸗ Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte bag um eabeleenoritten, ver, polizei Manndenn. 1 10 d o K 5 und Ketſch eilen nun dem übrigen TV Seckenheim 11 7 3 1 90•56 17 d weit vo raus, mit einem Unterſchied von 5 und 6 Ver⸗ Jahn Neckarau 985 10 6 1 3 66563 55 zunkten. Durch den Ausfall des Spieles Vn— Phö⸗ W i 10 5 9 3 5485 12 eb das Mittebfelld 1b br wogegen die wenig[Turnverein 1846. 11 5 0 6 98.73 10 e untere Hälfte in verzweifelten Kämpfen ſich ihrer Dag Lindenhof 9 4 1 4 48.64 9 Haut we hrte, mit dem Ergebnis, daß für Beiertheim und Poſt Mannheim.— 11 3 2 6 67597 8 durch das unentſchiedene Ergebnis auch für Ty Friedrichsfeld. 10 3 1 6 65 87 7 e Lage etwas hoffnungsvoller wurde, während Ty Abena 3 10 2 1 7 64•82 5 unſere einheimiſche 08⸗Elf olleiniger Leidtragender blieb Spog 07 311 1 0 10 37105 2 1 ſehen mußte wie Etilingen um eine Stelle vorrückte. 2 355. 8 Am ſchlechteſten ſind nun, wenn auch noch nicht alles ver⸗ Die Spiele aan 27. Januor: loren iſt, 8 und TV Hockenheim daran. Für komant es darauf an, ob die Leiſtungsſteigerung von Be⸗ ſtand iſt. Bireine Spiele gew. unentſch. verl. Tore SV Waldhof 11 10 1 0 10581 Sade Ketſch 1 9 2 0 1 5 Tu Sp Nußloch 12 8 0 4 103. Bf Mann beint 810 5 3 2 68 46 Mey C Phönix 10 6 0 4 57:53 Ty 62 Weinheim 11* 1 6 63:59 Tſchft Beiertheim 12 3 1 8 71:107 Ty Ettlingen 33 2 1 8 49.111 Mo SS 11 2 0 9 42.96 Ty. Hockenheim. 11 1 1 9 35:71 Die Spiele am 7. Januar: My Phö Tſchft Beiertheim nix— TV 62 Weinheim(:3) SV Waldhof(:17 TV Hockenheim— TS Nußloch(:9) Tgade Ketſch— Vfk Mannheim(:3) MFC 08— TW Ettlingen(12:4) Mannheimer Bezirksklaſſe hat auch vollen Vetrieb Die drei Spiele vom 20. Januar haben die Geſamtlage nur wenig beeinflußt. TV Seckenheim unaufhaltſam, wie es ſcheint, im Vor⸗ marſch⸗ den Abfall der M T Nach wie vor ſind Pol iz Als ins Auge ſpringende Merkmale ſtellt man feſt, Gu und des T W486 auf der einen, das Ettlingen Jahn Neckarau Miß— TW Seckenheim(:6) Da Lindenhof(:7) Turnverein 1846— Poſt(14:3) TV Rheinau— Polizei(:12) zunkt 8 7 85 521 a T Friedrichsfeld— Spög 07(:7) 20 16 Staffel 2 13 5 1 12 Auch an der Bergſtraße blieb der letzte Sonntag ohne 9 größere Ueberraſchungen. Nach wie vor gibt es hohe Tor⸗ 7 zahlen und beinahe ausnahmslos Siege der Platzmann⸗ 5 ſchaften, die das Geſamtbild nur wenig veränderten. Durch 4 den Spruch der Spielleitung ſind diesmal noch einige 3 Korrekturen in der Tabelle erforderlich. Die bekannten zwei Spielabbrüche Neulußheim— John Wein⸗ Tgoe St. Leon bei 3 indem die Spiele jeweil die heutige Lage mit: heim beim Stande von:2 und Tb Hockenheim— 0 haben ihre Erledigung gefunden, s für die Platzvereine Neulußheim und Hockenheim als gewonnen zu werten ſind. Darnach Vereine Spiele gew. unentſch. verl. Tore Punkte 2 5 12 10 1 1 127.84 1 NI 12 8 2 2 108.72 18 25 Neulußheim 12 7 1 4 73151 15 Polizei Heidelberg. 11 7 0 4 88:64 14 St. Leon 5 6 1 5 81˙80 13 ahn Weinheim 5 5 0 7 74.74 10 e i und v. Handſchuhsheim 10 3 2 5 78 78 8 TV Leutershauſen 11 2 2 7 70.107 6 r 3 0 9 73.113 6 Tbd Hockenheim. 12 2 1 9 45:89 5 al bee merge Handelsregiſtereinträge vom 23. Januar 1935: 86 Ehape Aktiengeſellſchaft für Ein⸗ heitspreiſe, Mannheim, Zweig⸗ niederlaſſung, Sitz: Köln. Die bis⸗ herigen ſtellvertretenden Vor⸗ ſtandsmitglieder Dr. Werner Schulz und Bruno Dreſcher ſind zu or⸗ deutlichen Vorſtands mitgliedern be⸗ felt. Erich Mielke, Köln⸗Kletten⸗ berg und Hans Häßlin, Köln⸗ Marienburg, iſt derart Prokura erteilt, daß jeder gemeinſam mit einem Vorſtandsmitglied oder mit einem Prokuriſten vertretungs⸗ berechtigt iſt. Die Prokura des Heinz Georg Lange iſt erloſchen. Drahtverband Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Düſſeldorf, Zweigniederlaſſung Mannheim, Mannheim, Hauptſitz: Düſſeldorf. g Carl Cyriax, Direktor in Düſſel⸗ dorf, iſt zum weiteren Geſchäfts⸗ führer beſtellt. Remynolwerk⸗Verkaufsſtelle Ge⸗ ſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Die Geſellſchaft iſt durch Geſellſchafterbeſchluß vom 18. Dezember 1934 aufgelöſt. Der bisherige Geſchäftsführer Dr. Wil⸗ helm Weis in Mannheim iſt Li⸗ quidator. Kohlenkontor Weyhenmeyer& Co., Mannheim. Die Einlagen von 42 Kommanditiſten ſind er⸗ höht, die Einlagen von 2 Komman⸗ ditiſten ſind herabgeſetzt. Joſef Murſt, Mannheim. In⸗ haber iſt Joſef Murſt, Kaufmann, Mannheim. Geſchäftszweig iſt Ver⸗ kauf von Herrenkleidung und Maß⸗ konfektion. Geſchäftslokal: O 3. 16. Mathilde Harniſchfeger, Mann⸗ 1 55 Das Geſchäft iſt ſamt der irma, jedoch unter Ausſchluß der Forderungen und Verbindlich⸗ keiten, von Mathilde Harniſchfeger auf Kaufmann Willi Weber in Mannheim⸗Käfertal übergegangen, der es unter der Firma Willi Weber Mathilde Harniſchfeger Nachfolger als alleiniger Inhaber weiterführt. Die Prokura des Heinrich Harniſchfeger iſt erloſchen. Amtsgericht FG. 3b Mannheim. Deutsche Adar eee ausgepf. täglich fulſch 5 mur Poſtpak. v. 9 Bid. F 3, 12 12 Mahale „.65 p. Bſd. zu haben Probeſendg. geg. Nachn. 553 Molkerei Mannheim, Ueber das Vermögen der Erben⸗ gemeinſchaft zwiſchen: 1. Edwin Schwalbach Witwe, Anna Karoline geb. Stapf: 2. Edwin Schwalbach, Monteur; 3. Hellmut Schwalbach, Polſterer, und 4. Herbert Schwal⸗ bach, alle in Mannheim, Inhaber der Firma H. Schwalbach Söhne, B 7. 4, wurde heute mittag 12 Uhr Konkurs eröffnet. Konkursverwalter iſt Rechtsanwalt Einspahige Kleinenzelgen bis zu elner Höhe von 100 mm je mm 8 Pfg. Stellengesuche je mm4pPig. Beyerlen in Mannheim, O 6. 6. Konkursforderungen ſind bis zum 20. März 1935 beim Gerichte an⸗ zumelden. Termin zur Wahl eines Verwalters, eines Gläubigeraus⸗ ſchuſſes, zur Entſcheidung über die in§ 182 der Konkursordnung be⸗ zeichneten Gegenſtände iſt am Dienstag, den 19. Februar 1935, vorm. 11% Uhr, und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen am Dienstag, den 2. April 1935, vor⸗ mittags 11 Uhr, vor dem Amts⸗ gericht, Zimmer 215, 2. Stock. Wer Gegenſtände der Konkursmaſſe be⸗ ſitzt oder zur Maſſe etwas ſchuldet, darf nichts mehr an die Gemein⸗ ſchulönerin leiſten. Der Beſitz der Sache und ein Anſpruch auf abge⸗ ſonderte Befriedigung daraus iſt dem Konkursverwalter bis 20. März 1935 anzuzeigen. 47 Mannheim, den 21. Januar 1935. Amtsgericht BG. 9. * Damen u. welche Da ue r⸗ 5 810 u. eimmal d. geſucht. Hoppe. L 13. 19. Redegewandte Rerren verdienſt ſuchen, nelden ſich 3. Hof. 1505 Saubere, ehrbiche. putzfrau —7. Bezirksleiter mit Vertreterſtab, im bad. Hinterland, beſte Leiſtungen nachweisbar, in ungek. Stellung, will ſich verbeſſern.— Gefl. Angebote von Firmen, die dort organiſieren wollen, mit Diskr.⸗Zuſicherung erbeten unter G X 104 an die Geſchäftsſtelle dieſes Blattes. 1513 Leſt die NM: ndwerksatte AUTO-KAUFER 1935 erhalt. gratts u. Informat. über d. 6⸗Zyl.⸗Wagen d. Preiskl. durch Postfach 71. neueſten 4 u. -4000% Maunheim. heize ein mlt Grog Glühwein punseh Aulo-Batterlon fal hae Schanzenstr, ga n diesem HN Preis vorteile! Au 7, 29 frei Haus. Dünsbac Webs. UilcMergl Ui. Haas finden Sie die größte Auswahl Küchen Schlafzimmer Ezimmer NMerrenzimmer und nicht mehr zu überbietende Besichtigung ohne Kaufzwang! G. m. lüngen a Batzdorf Ehestandsdarlehen! Kostenlose Aufbewahrg.! Gutgehendes. Lebensmitte derte, Pian und Markthalle, l mod e BLUTHNEn ib. 20 J. beſteh.. hoh. Umſatz. mit gebr., aut erh., kl. Wohnung zau N 250. 9 0 5— forderlich zürka 2500 Mk. 44519 Flügel Fr. 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