Oktober 19g — Einzelpreis 10 Y. Neue Mannheimer Zeitung Mannheimer General-Anzeiger Frei Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: R 1, 46. Fernſprecher: Sammel⸗Rummer 24951 Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 17590— Drahtanſchrift: Nemazeit Mannheim Anzeigenpreiſe: 22 mm breite Millimeterzeile 9 Pfennig, 79 mm breite Textmillimeterzeile 50 Pfennig. Für Familien⸗ und Kleinanzeigen ermäßigte Grundpreiſe. Allgemein gültig iſt die Anzeigen ⸗Preisliſte Nr. 5. Bei Zwangsvergleichen oder Konkurſen wird keinerlei Nachlaß gewährt. Keine Gewähr für Anzeigen in beſtimmten Ausgaben, an beſonderen Plätzen und für fernmündlich erteilte Aufträge. Gerichtsſtand Mannheim. 60 Pfg- Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg. Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ hofſtr. 12, Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44, Meerfeldſtr. 13. 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Das„Oeuvre“ beſtätigt die bereits ſeit 24 Stunden in Paris umgehenden Gerüchte, daß die Berichte der fremden Militärattachés in Abeſ⸗ ſinien über den italieniſchen Feldzug vernichtend ſeien. Ihr Inhalt könne ſich wie folgt zuſammenfaſſen laſſen:„Der Feldzug iſt härter, als man erwartet hat. Die großen Schwierigkeiten, die man erſt in 3 oder 4 Monaten für die Italiener kommen ſah, ſind ſchon gleich eingetreten. Die ita⸗ lieniſche Artillerie kann ihre volle Wirkung nur dann ausüben, wenn ſie befahrbare Straßen zum Vor⸗ gehen findet. In den Nahkämpfen iſt die Ueberlegenheit der Abeſſinier über jeden Zweifel erhaben. Unter dieſen Umſtän⸗ den habe ſich die ganze Sanktionslage geändert, mel⸗ det das„Oeuvre“ weiter, denn nun zeigten ſich die Abeſſinier ſelbſt ſtark genug,„um die Sanktionen gegen die Italiener durchzuführen“. Es genüge da⸗ her wohl, wenn man ihnen„ein wenig nachhelfe“. Entrüſtung Muſſolinis (Drahtbericht von unſerem Vertreter in Paris) Paris, 12. Okt. Die Nachrichten vom abeſſiniſchen Kriegsſchauplatz werden hier immer ſpärlicher, ohne dadurch ihren Widerſpruch zu verlieren. Tatſächlich weiß keiner in Paris, wer beiſpielsweiſe Adua hält, die Italtener oder die Abeſſinier. Akſum, die heilige Stadt, wird dagegen als weiter in den Händen der Abeſſinier befindlich angeſehen. Insgeſamt wird die Kriegslage in Abeſſinien für die Italiener ſehr un⸗ günſtig beurteilt. Mit Erſtaunen hat man hier bemerkt, daß der Generalſtabschef Marſchall Badoglio nach Abeſſinien abgereiſt iſt. Man glaubt, daß Marſchall Badoglio in Abeſſinien eine„Reini⸗ gung“ unter den höheren Offizieren der italieniſchen Expeditionsarmee vornehmen werde. Es ſeien eine Reihe von takti⸗ ſchen und ſtrategiſchen Fehlgriffen vorgekommen. Muſſolini ſei aufs höſhſte darüber ent⸗ rüſtet, daß die Offenſive nicht ſchnell genug vorangegangen ſei. Er wünſche einen militäriſchen Erfolg, damit da⸗ durch ſeine diplomatiſche Stellung gegenüber Genf geſtärkt werde. ö Abeſſiniſcher Gegenſtoß in Vorbereitung — Addis Abeba, 12. Oktober. In abeſſiniſchen Kreiſen verlautet, daß ſich die drei Heerführer Ras Seyvum, Ras Kaſſa und Ruchi vereinigt haben und an der Nordfront mit 100 000 Mann einen Gegenſtoß vorbereiten. Die Bewegun⸗ gen der abeſſiniſchen Streitkräfte haben die Ein⸗ ſchließung von Adua zum Ziel. Der Zuſammenſtoß mit den italieniſchen Truppen wird wahrſcheinlich am Oberlauf des Mareb ſtattfinden. Auch an der Oſt⸗ front ſollen abeſſiniſche Angriffs vorbereitungen im Gange ſein. * Der geſtrige Bericht des Reuterbüros, das, ſeiner Stellung als offizielles engliſches Nachrichtenbüro entſprechend, im allgemeinen eine vorſichtige und ſachliche Nachrichtenpolitik betreibt, hatte geſtern die Einnahme von Adua durch einen nächtlichen abeſſi⸗ niſchen Handſtreich gemeldet. Neue Meldungen über dieſen Fall liegen heute nicht vor, außer der Mittei⸗ lung des Reuterbüros, daß ein abeſſiniſcher Miniſter die Tatſache und den Erfolg dieſes Ueberfalls be⸗ ſtätigt habe, und dem zu erwartenden italieniſchen Dementi, das die Nachricht als frei erfunden und das Leben in Adua als normal bezeichnet. Raſche Arbeit des Sank Schützengräben, noch europäiſchem Vorbild angelegt, ſicheypn die Sibfront Abeſſinjens gegen die italieniſchen Truppen. (Weltbild,.) tionsausſchuſſes Das Waffenausfuhrverbot bereits beſchloſſen— Engliſche Waffenſtapel im Sudan zur Verfügung Abeſſiniens! Meldung des DNB. — Genf, 11. Oktober. Die Sanktionskonferenz hat ohne weſentliche Ausſprache den ihr unterbreiteten Entſchließungs⸗ entwurf über das Waffenausfuhrverbot einſtimmig unter Stimmenthaltung Ungarns angenommen. Die weſentlichen Beſtimmungen lauten: 1. Die Regierungen der Völkerbundsmitglie⸗ der, die gegenwärtig Maßnahmen zum Verbot oder zur Beſchränkung der Ausfuhr, der Wieder⸗ ausfuhr oder der Durchfuhr von Waffen, Muni⸗ tion und Kriegsmaterial nach Abeſſinien Heftige Kämpfe um Akſum Die abeſſiniſche Verteidigungsſtellung wird ſturmreif geſchoſſen — Addis Abeba, 12. Oktober. In der abeſſiniſchen Hauptſtadt verſtärken ſich die Gerüchte von einer Schlacht an der Nordfront. Die Italiener ſollen in Wolkait, Tigre und Agame ver⸗ ſuchen, mit Artilleriefeuer und Fliegerangriffen die abeſſiniſchen Stellungen, die gut verſchanzt ſind, ſturmreif zu mache n. Der Schwerpunkt der Schlacht ſoll im Gebiet um Akſu m liegen. Auch ſüdlich von Adigrat ſoll eine erhöhte Kampf⸗ tätigkeit im Gange ſein. Eine Beſtätigung dieſer Nachrichten konnte noch nicht erhalten werden, da die Telephonleitung Adua Addis Abeba zerſtört iſt. Etwa 20 000 Freiwillige mit ihrem geſamten Troß und ihren Frauen aus dem Wollogebiet lagern vor Addis Abeba und ſtellten ſich dem Kaiſer als ge⸗ ſchloſſenes Freiwilligenkorps zur Verfügung. FJtalfen ſtoppt den Vormarſch an der Norofront ab (Funkſpruch des Kriegsberichterſtatters des DNB.) — Asmara, 12. Oktober. Von der Nordweſtecke Abeſſiniens werden ſtarke abeſſiniſche Truppenbewegungen gemeldet, die ſich hauptſächlich auf den Fluß Setit konzentrieren. Die italieniſchen Truppen verhalten ſich dort zunächſt 1 85 vorſichtig, da angeſichts der nahen Sudangrenze Ne Gefahr politiſcher Verwicklungen naheliegt. Im übrigen iſt der italieniſche Vormarſch auf der ge⸗ ſamten Nordfront a b geſtoppt worden. Man will zunächſt einmal die Nachſchubfrage regeln und vor allem auf artilleriſtiſche Verſtärkung warten. 0 Auf abeſſiniſcher Seite wurden auf der Linie Megina--Rasdaſchan- Amba-Alagi ſtarke Trup⸗ penanſammlungen beobachtet. Auf dieſer Widerſtandslinie wird es allem Anſchein nach zu ſehr heftigen Kämpfen kommen, die durch die Eigen⸗ art dieſes Hochgebirgsplateaus beſtimmt ſein werden. Wie ſtark iſt die italieniſche Expeditionsarmee? (Funkſpruch des Kriegsberichterſtatters des DNB.) — Asmara, 12. Oktober. Ueber die Stärke der italieniſchen Truppen, die am 3. Oktober in drei Abteilungen den Vormarſch nach Abeſſinien angetreten haben, werden jetzt Ein⸗ zelheiten bekannt. Es handelt ſich um 110 000 Mann mit 2300 Ma ſchinengewehren, 230 Geſchützen, 92 Tanks und 35 000 Pferöen und Maultieren. Jeder einzelnen Truppenabteilung ſind mit den Landverhältniſſen vertraute Sachverſtändige beigege⸗ ben, denen gemeinſam mit ihrem Mitarbeiterſtab die politiſche Bearbeitung der Bevölkerung in den beſetzten Gebieten obliegt. Sie bedienen ſich bei ihrer Tätigkeit vorzugsweiſe der früheren Askaris, die ſich nach Beendigung ihrer Dienſtzeit in der ita⸗ lieniſchen Kolonialarmee in dieſen Gebieten nieder⸗ gelaſſen haben. 5 Nach Stägigem Hungern gefangen 55 genommen. — Asmara, 11. Okt.(Funkbericht des Kriegs⸗ berichterſtatters des DNB.) Nach den Kämpfen bei Amba Augher ſind von den italieniſchen Truppen 300 Abeſſinier gefangen genommen worden, die, von ihrer Truppe abgeſchnitten, ſeit fünf „Mittelpunkt des Intereſſes ſtehen. Tagen anwenden, werden dieſe Maßnahmen ſofort auf⸗ heben.. 5 a 2. Die Regierungen der Völkerbundsmitglie⸗ der werden ſofort die Ausfuhr und Wiederaus⸗ fuhr und die Durchfuhr von Waffen, Munition und Kriegsmaterial, die in der angeführten Liſte aufgeführt ſind, nach Italien verbieten. Der Finanzausſchuß der Konferenz wird Sams⸗ tagvormittag die Frage des Verbotes von An⸗ leihen jeder Art prüfen. Es iſt dabei an Regierungskredite, an Anleihen auf dem Finanz⸗ markt, an Bankkredite ſowie in gewiſſem Umfange auch an gewöhnliche Handelskredite gedacht. Wie von engliſcher Seite erklärt wird, iſt die Konferenz darüber einig, daß äußerſte Beſchleunigung in der Anwendung konkreter Maßnahmen geboten iſt. Das war erſt der Anfang! (Funkmeldung der N M.) — London, 12. Oktober. Die Mehrzahl der engliſchen Morgenblätter zeigt ſich außerordentlich befriedigt darüber, daß der Verbindungsausſchuß des Völkerbundes be⸗ reits eine praktiſche Sühnemaßnahme in Geſtalt der Aufhebung des Waffenausfuhrverbotes nach Abeſ⸗ ſinien beſchloſſen habe. Der diplomatiſche Mitarbeiter des„Daily Tele⸗ graph“ weiſt aber in ſeiner Meldung aus Genf darauf hin, daß die eigentlichen Schwierigkeiken noch nicht erreicht ſeien. Dieſe würden ſich ergeben, wenn der Wirtſchaftsausſchuß Pläne zu einem Ausfuhr⸗ verbot für Schlüſſelerzeugniſſe und zu einem Einfuhrverbot für italieniſche Waren aufſtellen wolle. Damk der Beharrlichkeit der engliſchen Ver⸗ treter werde jedoch dieſe Frage ohne Verzögerung angefaßt werden. Sowjetrußland werde eine wichtige Rolle bei dieſen Beſprechungen ſpielen, da der Oel⸗ bedarf der italieniſchen Flotte und 60 v. H. der Mangan⸗Einfuhr aus Sowjetrußland N 5 bezogen würden. Es werde wahrſcheinlich die Frage von Entſchädi⸗ gungen für die vorausſichtliche Abſchnürung ſeines Ausfuhrhandels aufwerfen, und Rumänien werde einen ähnlichen Kurs einſchlagen. Auch die Stellungnahme der anderen Länder, die die hauptſächlichſten Rohſtoffe wie Chrom, Nickel, Platin, Gummi uſw. an Italien liefern, werde im In dieſem Zu⸗ ſammenhang werde erwogen, dem Beiſpiel Rooſe⸗ velts zu folgen und eine Ablehnung der Beförde⸗ rung von Frachten und Paſſagieren auf italieniſchen Schiffen vorzuſchlagen. Aus einer ſolchen Maßnahme würden übrigens andere Schiffahrtslinien Vorteil 2 1. ohne Nahrung waren. Sie waren ſo erſchöpft, ztehen. daß ſie noch nicht hinter die Front gebracht werden konnten. Der Korxreſpondent weiſt dann darauf hin, daß die Beſchlüſſe des Sühneausſchuſſes in Genf keine Entſcheidungen mit bindender Wirkung, ſondern Empfehlungen an die einzelnen Regierungen ſeien. Man dürfe daher nicht ohne weiteres annehmen, daß irgend eine beſondere Maßnahme ſofort wirk⸗ ſam werde. Auch ſei an Muſſolinis Erklärung zu erinnern, daß Italien auf mindeſtens drei Monate eingedeckt ſei. „Morningpoſt“ meldet aus Genf, daß der Sühneausſchuß wahrſcheinlich baldigſt den Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen mit Italien vorſchlagen werde. Die liberale„News Chroniele“ gibt die Anſicht eines„gutunterrichteten Beobachters“ aus Genf wieder. Danach würden innerhalb einer Woche finanzielle und mäßige wirtſchaftliche Zwangsmaß⸗ nahmen in Kraft ſein, innerhalb von vierzehn Ta⸗ gen ſchwere Wirtſchaftsmaßnahmen und in drei Wochen eine Blockade von Exitrea und Somaliland. England als treibende Macht (Funkmeldung der NM) : O Paris, 12. Oktober. Die Schnelligkeit, mit der der Genfer Ausſchuß für Sühnemaßnahmen ſeine erſten Beſchlüſſe gefaßt hat, ſcheint in Paris ein wenig Ueberraſchung ausgelöſt zu haben. Man hält jedoch mit der Kri⸗ tik zurück, da Laval ſelbſt ſich in der Ausſchußſitzung für ein ſchnelles Verfahren ausgeſprochen hat. Vor allem aber häufen ſich Bemerkungen gegen England, wie in London arbeite man auf eine Regimeände⸗ rung in Italien hin, die man zum mindeſten aber gern ſehen würde. Die außenpolitiſche Mitarbeiterin des„Oeuvre“ ſchreibt aus Genf, daß in den letzten 48 Stunden die Lage eine unvorhergeſehene Entwicklung genommen habe. Die letzten in Genf verbreiteten Nachrichten ließen gewiſſe Schwierigkeiten der italke⸗ niſchen Armee in Abeſfinien erkennen. Die Reiſe des italieniſchen Generalſtabschefs Badoglio nach Oſtafrika werde in Genf dahin gedeutet, daß eine Reorganiſation der ganzen abeſſiniſchen Expedition notwendig ſei. „Le Jour“ ſchreibt, in London mache man kein Ge⸗ heimnis daraus, daß man im Falle des Sturzes der Regierung Laval mit einem Kabinett Herriot⸗Flan⸗ din⸗Mandel rechne, das den Plänen des engliſchen Außenminiſteriums gegenüber Italien eindeutig günſtig eingeſtellt ſein würde. N Auch die Wahl des Portugieſen Vaſeoncellos zum Vorſitzenden des Ausſchuſſes für Sühnemaßnahmen wird als für die engliſche Politik günſtig hingeſtellt. Man verweiſt auf die alte Freundſchaft, die zwiſchen England und Portugal ſeit dem Vertrage von 1706 beſteht.„Echo de Paris“, das dieſe Tatſache beſon⸗ ders herausſtreicht, ſchieht England in Verbindung 2. Seite/ Nummer 471 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag ⸗Ausgabe Samstag, 12. Oktober 1935 mit den Beſchlüſſen des Ausſchuſſes für die maßnahmen weiter in den Vordergrund mit merkung, daß ſeit langem im Sudan und in Britiſch⸗ Somaliland Waffen aufgehäuft worden ſeien. Man werde ſich jetzt beeilen, ſie dem krieg⸗ führenden Abeſſinien zuzuleiten. Die Bedeutung der Beſchlüſſe des Ausſchuſſes vom Freitag lägen jedoch weniger in einer Verſtärkung der abeſſiniſchen Rüſtung, als in der Gefahr von Zwiſchenfällen, da nämlich die italieniſchen Kriegsſchiffe ſich das Recht nehmen könnten, im Mit⸗ Sühne⸗ der Be⸗ telmeer oder anderswo Schiffe zu durchſuchen. In der nächſten Woche, ſo ſchreibt das Blatt ferner, werde die erſte Serie der wirtſchaftlichen und finan⸗ ziellen Sühnemaßnahmen beſchloſſen ſein; eine zweite, maſſivere, werde in etwa vierzehn Tagen folgen. „Was wir begonnen haben, wird durchgeführ! (Funkmeldung der NM.) O London, 12. Oktober. Völkerbundsminiſter Eden ſprach am Freitag⸗ abend von Genf aus über den engliſchen Rundfunk zum italieniſch⸗abeſſiniſchen Konflikt. Er betonte, daß man in Genf bisher keine Zeit vergeudet habe. In Anbetracht der Kampfhandlun⸗ gen in Abeſſinien müſſe die Aktion ſchnell und wirk⸗ ſam ſein, wenn der Völkerbund ſein Ziel erreichen ſolle. England, erklärte Eden, habe keinen Streit mit Italien, das ſein alter und geſchätzter Freund ſei. Man würde daher nirgends mehr erfreut ſein als in England, wenn Italien auf die Pfade des Frie⸗ dens zurückkehren würde. England könne ſich je⸗ doch ſeinen übernommenen Verpflichtungen nicht ent⸗ ziehen. Nachdem Eden dann noch auf die kollektive Aufgabe der beteiligten 50 Regierungen verwieſen hatte, ſchloß er ſeine Rede mit den Worten: „Soweit die engliſche Regierung betroffen iſt, kann ich verſichern, wie wir begonnen haben, ſo werden wir ausharren.“ Englands weitreichende Sanktionspläne — Paris, 12. Oktober. Der„Petit Pariſten“ verzeichnet aus Genf das Gerücht, daß oͤie brittſche Regierung den wirtſchaft⸗ lichen und finanziellen Sühnemaßnahmen eine Art von halbem Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen zwiſchen Italien und den Völker⸗ bundsmitgliedſtaaten hinzufügen wolle, indem man die Leiter der Botſchaften und Geſanbtſchaften vorübergehend aus Rom zu⸗ rückziehen ſolle. Das Blatt findet eine ſolche Maßnahme jedoch nicht angebracht, wenn das auch 1921 durch die Völker⸗ bundsverſammlung vorgeſehen ſei. Auch tauche in Genf erneut das Gerücht auf, daß die Engländer daran dächten, das Rote Meer für Italiens Transporte zu ſchließen, wenn die wirtſchaftlichen und finanziellen Sühnemaßnahmen ſich als un⸗ genügend herausſtellen ſollten. Eine ſolche Blockade könne daun möglicherweiſe Ita⸗ lien zu verzweifelten Handlungen veranlaſſen. Auch das„Journal“ ſchreibt, daß die Engländer leidenſchaftlich entſchloſſen ſeien, den Widerſtand Ita⸗ liens zu brechen. Frankreich hingegen wolle die Würde und die Intereſſen Italiens ſchonen, ſelbſt, wenn man die Paktbeſtimmungen und die Sühne⸗ maßnahmen durchführen müſſe, um den Krieg ſchnell zu beenden. England kleidet die abeſſiniſche Armee ein — London, 12. Oktober. Nach der„Morningpoſt“ iſt einem in Mancheſter verbreiteten Gerücht zufolge an die engliſche Baum⸗ wollinbuſtrie ein Auftrag von 8 Millionen Yards Uniformtuch für das abeſſiniſche Heer erteilt worden. Ein ſolcher Auftrag würde 2000 Arbeiter auf rei Monate beſchäftigen und einen Wert von rund Berliner Brief Der Signalmaat der„Emden“ als Gaſtwirt— Feierliche Tafelrunde in„Stabt Prenzlau“— Ein neues Wahrzeichen der Innenstadt— Die Hinden⸗ burgſtube im Haus des Handwerks— Täglich für 8000 Mark Revuewunder Kühles Wiederſehen zeit den Trillergirls Balletts, die Eindruck machen. — Berlin, im Oktober. Am Katiſerdamm iſt die Gaſtwirtsausſtellung zu Ende gegangen. Aber der jüngſte und vielleicht in⸗ bereſſanteſte Berliner Gaſtwirt hat ſie nicht beſucht. Sein junges Geſchäft, der Gaſthof„Zur Stadt Prenzlau“, macht ihm ſo viel zu ſchaffen, daß er keine Stunde aus dem Hauſe gehen kann. Er heißt Walter Hoff, an der Tür ſeines Gaſthauſes aber ſteht Walter Hoff⸗Emden. Der Wirt ſtammt nämlich aus der Beſatzung unſerer„Emden“, bie zu Kriegsbeginn unvergänglichen Meeresruhm an ihre Planken kettete. Er hat die große Zeit als Signal⸗ maat auf der„Emden“ mitgemacht und hat ſich nun nach mancherlet Wanderjahren in Berlin als Gaſt⸗ wirt niedergelaſſen. An den Wänden hängen Kriegs⸗ und Seemanuserinnerungen, die dieſer Tage auf eine ſeltſame Tafelrunde herabſahen: Walter Hoff hatte die Ueberlebenden der alten„Emden“ in ſein Haus geladen und dazu Beſatzungs mitglieder der neuen„Emden“, die jetzt vor Wilhelmshaven vor Anker liegt. Der Koch der neuen„Emden“, der Ober⸗ maat Hans Böttcher, hatte das Mittag⸗Gedenk⸗Eſſen bereitet. Was gab es? Es gab das, was einſt im Weltkrieg Tag für Tag in der Meſſe der„Emden“ auf den Tiſch kam: Reis mit Curry. Und als die Teller geleert waren, erhob ſich Walter Hoff zu einer markigen Erinnerungsrede:„361 Mann ſtark war die Beſatzung der„Emden“— nur 15 davon ſahen die Heimat wieder!“ Da ſpringen die jungen und die alten„Seebären“ von den Bänken auf und ver⸗ harren eine Minute in ehrfürchtigem Schweigen der Erinnerung Dann ſpricht der Gaſtgeber weiter aus ſeinen Er⸗ innerungen an die Heldentaten der„Emben“, die vom Kriegsbeginn bis zum 9. November 1914, wo ſte im indiſchen Ozean der Uebermacht zum Opfer fiel, den Feinden für 88 Millionen Mark Schaden zu⸗ fügte. Ein kleines Häufſein der Beſatzung rettete Die Ausbildung der Erſatzreſerviſten Einziehung zur kurzfriſtigen Ausbildung bzw. zum Arbeitsdienst Meldung des DN B. — Berlin, 11. Oktober. Das Reichsgeſetzblatt veröffentlicht die erſte Verordnung des Reichskriegsminiſters zur Aende⸗ rung der Verorödnung über die Muſterung und Aus⸗ hebung 1935. Nach dieſer Verordnung gliedert ſich die Erſatz⸗ reſerve in die Erſatzreſerve J, Marineerſatzreſerve l, Luftwaffenerſatzreſerve 1 und in die Erſatzreſerve II. Der Erſatzreſerve J, Marine⸗ und Luftwaffenerſatz⸗ reſerve J werden diejenigen wehrfähigen Dienſt⸗ pflichtigen zugeteilt, die bei der Aus hebung überzählig bleiben. Die Angehörigen der Erſatzreſerve J, Marine⸗ und Luftwaffenerſatzreſervel können im erſten Jahre ihrer Zugehörigkeit zur Erſatzreſerve J nach⸗ träglich zur Deckung von Ausfällen, ferner in den zwei nächſten Jahren bei Bedarf noch zum aktiven Wehrdienſt herangezogen werden. Im übrigen werden ſie innerhalb der erſten drei Jahre zur kurzfriſtigen Ausbildung (Erſatzreſerve⸗Ausbildung] einberufen. Soweit die Angehörigen der Marineerſatzreſerve 1 im zweiten Jahr nicht zur Erfüllung der aktiven Dienſtpflicht oder zur Erſatzreſerveausbildung in der Kriegsmarine einberufen werden, können ſie hierzu im Heer herangezogen werden. Soweit die Angehörigen der Erſatzreſerve l, Marineerſatzreſerve 1 und Luftwaffenerſatz⸗ reſerve! des Jahrganges 1914 noch nicht 26 Wochen Arbeitsdienſt geleiſtet haben, kön⸗ nen ſie bei Bedarf hierzu vom Reichsarbeits⸗ führer im Einvernehmen mit dem Reichs⸗ kriegsminiſter noch herangezogen werden. Der Erſatzreſerve JI ſind die beſchränkt Tauglichen und alle übrigen Dienſtpflichtigen mit Ausnahme der Wehrunwürdigen und nicht zum Wehrdienſt Heranzuziehenden zuzuweiſen. Heiralsalter für Soldaten auf 25 Fahre herabgeſetzt — Berlin, 12. Okt. Im Zuge des Neuaufbaues der Wehrmacht iſt jetzt das Heiratsalter der Soldaten offiziell herab⸗ geſetzt worden. Bisher durften Soldaten nicht vor Vollendung des 27. Lebensjahres oder des achten Dienſtjahres heiraten. Durch eine vom Reichs⸗ kriegsminiſter verfügte Aenderung der Heirats⸗ ordnung iſt das Heiratsalter jetzt auf 25 Jahre feſt⸗ geſetzt worden, die Zahl der Dienſtjahre gleichzeitig auf ſechs. Schweres Erdbeben in Zentralaſien Turkeſtaniſche Bergdörfer verſchüttet— Vis jetzt 50 Tole und 300 Verletzte — Moskau, 12. Oktober. An der ſowjetruſſiſch⸗afghaniſchen Grenze hat ſich ein furchtbares Erdbeben ereignet, das nach vorläufigen Mitteilungen etwa 30 Tote und über 900 Verletzte gefordert hat. Wie die Sowfetruſſiſche Telegraphenagentur aus Stalinabad, der Hauptſtadt der Sowfetrepublik Tadſchikiſtan im Süden Ruſſiſch⸗Turkeſtans, meldet, hat ſich die Naturkataſtrophe bereits am 8. Oktober um 20 Uhr zugetragen. Das Zentrum des Bebens befindet ſich im un⸗ wirtlichen Gebirgsgebtet von Towil⸗Dorinſk in Tad⸗ ſchikiſtan, in dem furchtbare Verwüſtungen angerichtet worden ſind. Die drahtlichen Verbindungen mit dem Erdbebengebiet ſind unterbrochen, ſo daß Nach⸗ richten über das ſchweve Unglück nur ſpärlich in die Außenwelt dringen. Die Brücke über den Fluß Changan wurde weggeriſſen. Durch herabſtürzende Geſteinsmaſſen wurden mehrere Bergdörfer vollkommen zerſtört. Exploſionsunglütk auf einer Schiffswerft — Paris, 11. Oktober. Auf der größten franzöſiſchen Schiffswerft Penhoet in Saint Nazaire ereignete ſich am Freitag in der großen Keſſelſchmiede eine fol⸗ genſchwere Explosion, durch die drei Arbeiter getötet und elf ſo ſchwer verletzt wurden, daß man bei ſieben von ihnen jede Hoffnung aufge⸗ geben hat, ſie am Leben zu erhalten. Etwa 200 Arbeiter waren am Freitagmorgen mit dem Schweißen der Keſſelnähte für das Linien⸗ ſchüff„Straßbourg“ und den Panzerkreu⸗ zer„Georges Leygues“ beſchäftigt, als plötz⸗ lich aus bisher noch nicht feſtgeſtellter Urſache eine der großen Sauerſtofflaſchen explodierte. Sämtliche Fenſterſcheiben der Werkſtätte gingen in Trümmer, und unter den Arbeitern entſtaud eine Panik. Durch den ungeheuren Lärm, den die Exploſion verurſacht hatte, aufmerkſam gemacht, ſtürzten die Arbeiter aus den anderen Werkſtätten herbei und begannen ſofort mit den Rettungsarbet⸗ ten. Ein Arbeiter wurde mit zerſchmetterter Schä⸗ deldecke neben der explodierten Flaſche aufgefunden. 13 andere lagen mit meiſt lebensgefährlichen Ver⸗ letzungen neben dem großen Keſſel, mit deſſen Schweißung ſie beſchäftigt waren. Zwei von ihnen ſind bereits auf dem Wege nach dem Krankenhaus geſtorben. Nach den bisherigen Unterſuchungen vermutet man, daß der Gummiſchlauch, der die Sauerſtoff⸗ flaſche mit dem Schweißapparat verbindet, aus bis⸗ her unbekanter Urſache Feuer gefangen hat und die⸗ ſes Feuer das Hauptventil der Flaſche erreichte, worauf die Exploſtom erfolgte. 250 000 Pfund darſtellen. Es ſei bekannt, daß ſchon in ben letzten Monaten beträchtliche Lieferungen von Khaki⸗Tuch an die abeſſiniſche Armee ausgeführt worden ſeien. Der italleniſche Geſandte verläßt Addis Abeba — Nom, 12. Okt. Der italieniſche Geſandte, Graf Vinet, verläßt am Samstag ſeinen Poſten in Addis Abeba, Er begibt ſich zunächſt mit der Bahn nach ſich nachher auf der„Ayeſa“, drang in den Hafen Padang ein und marſchierte 4 Monate lang, immer von den Beduinen verfolgt, durch die ſyriſche Wüſte. Voran wehte die deutſche Flagge, die ſie, an einem Beſenſttel befeſtigt, vor ſich hertrugen. Walter Hoff war unter dieſem Häuflein— ſo feſ⸗ ſelnde Dinge wie der Wirt der„Stadt Prenzlau“ hat kein anderer Berliner Wirt zu erzählen * In ein paar Tagen feiert die Berliner Innen⸗ ſtabt ein Feſt: das Haus des deutſchen Hand⸗ werks wird geweiht. Es erhebt ſich zwiſchen Mittel⸗ und Dorotheen⸗ ſtraße mit dem Eingang von der Neuſtädtiſchen Kirchſtraße. Das Gebäude iſt 1888 von dem Deut⸗ ſchen Offüziersverein als Armee⸗Marine⸗Haus er⸗ baut worden. Es war das Einkaufshaus für die Offiziere der alten Armee. Auch Marſchall Hinden⸗ burg war Kunde des Armee⸗Marine⸗Hauſes, dem als genoſſenſchaftliches Unternehmen auch einne Wein⸗ handlung angeſchloſſen war. Dieſe Weinhandlung hatte ihre Probierſtube im Keller. Hindenburg und Ludendorff waren hier Gäste. Zur Erinnerung daran iſt das Hindenburgzimmer auch jetzt in un⸗ veränderter Geſtalt in das Haus des Handwerks übernommen worden. Sonſt iſt das alte Armee⸗ Marine⸗Haus ſo durchgehend umgebaut worden, daß eigentlich von ſeiner urſprünglichen Form nichts anderes übrig geblieben iſt als die Renaiſſance⸗ Faſſade, die unter Denkmalsſchutz ſteht. Für den Haupteingang haben die deutſchen Hand⸗ werkskammern Kunſtſchmiedegitter geſtiftet, die Szenen aus deutſchen Sagen darſtellen die auf das Handwerk Bezug haben. Ein Zimmermann, ein Schuhmacher, ein Fleiſcher und ein Schmied aus Stein krönen den Haupteingang. Die Ehrenhalle im Erdgeſchoß iſt den Toten des Weltkrieges gewid⸗ met. Hier findet ſich der Spruch:„Geboren als Deutſcher, gelebt als Kämpfer, geſtorben als Held, auferſtanden als Volk.“ In den Schlußſtein wird bei Einweihung der Reichshandwerksmeiſter Schmidt eine Metallkapſel mit Bauzeichnungen und re einltzten. Der Schlußſtein trägt dieſe In⸗ ſchrift: 8 „Im dritten Jahre der Regierung Adolf Hit⸗ lers wurde dieſes Haus durch den Opferſinn des 3 Handwerks unter W. G. Schmidt ge⸗ 0 en.“ Diibuti. Die Vertretung der italieniſchen Belange in Abeſſinien wird nach Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen Frankreich oder Belgien übertragen werden. Oberſt Beck bei Reichsminiſter v. Neurath. Der polniſche Außenminiſter, Oberſt Beck, hat heute auf ſeiner Rückreiſe von Genf nach Warſchau einige Stunden in Berlin verweilt. Er hat dieſe Gelegen⸗ heit zu einem Geſpräch mit dem Reichsminiſter des Auswärtigen, Frhr. v Neurath, benutzt. Meiſter aus allen deutſchen Gauen haben das Haus ſchmücken helfen. So ſind die Säulen in der Mittelhalle mit Keramiken verkleidet, die die Zei⸗ chen der fünfzig Reichs⸗Innungsverbände tragen. Und im Erdgeſchoß hat eine große Ausſtellungshalle ihren Platz mit elf Schaufenſtern. Hier werden ab⸗ wechſelnd Leiſtungsſchauen der verſchiedenen Hand⸗ werkszweige ſtattfinden. Die anderen Stockwerke beherbergen den Reichs⸗ ſtand des deutſchen Handwerks, den Handwerks⸗ und Gewerbekammertag, die Reichsgruppe Handwerk, das deutſche Handwerksinſtitut, den Handwerker⸗ Ehrengerichtshof, das Seminar für Handwerkskunde, ſowie die Geſchäftsſtellen verſchtiedener Reichsinnungs⸗ verbände. Das ganze Gebäude wird gekrönt von einem hohen Fahnenmaſt mit dem weithin ſichtbaren Zeichen des deutſchen Handwerks— ein neues Wahr⸗ zeichen der Innenſtadt. * Die Reiſezeit iſt vorüber. Immerhin iſt der Fremdenverkehr noch ſtark in Berlin. Und wenn unſere Gäſte jetzt weniger die landſchaftlichen Reize des melancholiſch gewordenen Grunewald reizen können, um ſo mehr haben ſie zu tun, wenn ſte Berlin als„Abendſchönheit“ ſtudieren wollen. Wem große Zahlen etwas ſagen, der kann ſich erzählen laſſen, daß in der Scala jetzt eine Repue gezeigt wird, die einen Tagesetat von 8000 Mark verſchwendet, um die Zuſchauer zu verblüffen, zu berauſchen und zu begeiſtern. Ihr Held iſt Charon, der Fährmann der Unterwelt, der ſeines tragiſchen Handwerks müde wird und darum Urlaub nach der Oberwelt erhält. Dort gefällt es ihm ſo gut, daß er beſchließt, nie wieder nach unten zurückzukehren. Der Filmliebling Georg Alexander verkörpert Charon— vielleicht müßte man kritiſch anmerken, daß hier eine edle Figur der antiken Sagenwelt ver⸗ flacht und offenbachiſch veroperettelt wird. Aber das Publikum, das auf der Bühne lange nicht ſolche Far⸗ benräuſche erlebt hat, wie ſie hier in märchenhaften Balletts und Ausſtattungswundern geboten werden, iſt gar nicht kritiſch geſtimmt und gibt ſich atemlos dem Opiumrauſch dieſer blühenden Bilder hin. Das andere Groß⸗Varieté, der Wintergarten, hat ein Ok⸗ tober⸗Programm zuſammengeſetzt, das nur von Frauen beſtritten wird. Frauen ſitzen im Orcheſter, Frauen turnen, tanzen, reiten auf der Bühne, ſelbſt die Bühnenarbeiter ſind Frauen. Und das Wort I Inhalt bes — Die Wiederkehr der griechiſchen Monarchie König Georg bleibt vorerſt in London — London, 12. Oktober. König Georg von Griechenland, der ſich zur Zeit in London aufhält, wurde am Freitagabend durch den griechiſchen Geſandten von der Wiederherſtel⸗ lung der Monarchie in Griechenland unterrichtet. Nach der Unterredung erklärte der Geſandte:„Ich habe Ew. Majeſtät die Ehrfurchtsbezeugungen meiner Regierung Der König er⸗ übermittelt.“ Die neueſte Aufnahme des Königs von Griechenland König Georg weilt zur Zeit in London, 5(Weltbild, M) klärte, daß er ſeinen ſtets ausgedrückten Wunſch für die Einigkeit und das Glück des griechiſchen Volkes erneuere. Der König bleibt in London, bis das Er⸗ gebnis der Volksabſtimmung in Griechenland be⸗ kannt iſt. Falſchmeldungen über die Arbeit des Winter, hilfswerks. In der Auslandspreſſe ſind in den letz, ten Tagen mehrfach Meldungen erſchienen, wonach Juden vom deutſchen Winterhilfswerk nicht betreut werden. Dieſe Nachrichten ſind falſch. Tatſache itt, daß in der Organiſatton des Winterhilfswerks auch eine Betreuung der Juden vorgeſehen iſt. Religionsunterricht im öſterreichiſchen Heer. Das Bundesminiſterium für Landes verteidigung hat ver⸗ fügt, daß im öſterreichiſchen Bundesheer von No⸗ vember an ein regelmäßiger Religtonsunterricht an die Heeresangehörigen durch die Heeresgeiſtlichen zu erfolgen hat. Blutiger Zufammenſtoß zwiſchen Hindus und Mohammedanern. Wie aus Delhi gemeldet wird, kam es in Rohtak(Pundſchab) zu blutigen Zu⸗ ſammenſtößen zwiſchen Hindus und Mohammeda⸗ nern. Die Polizei eröffnete das Feuer, wobei ein Hindu getttet und 11 Eingeborene verletzt wurden, dokaler Teil? Dr. Fritz Hammes— Sport: Willy Müller- Suüb⸗ Fanae Umſchau ericht und übriger Teil: Curt Wiſhelm enne Ds., IX: Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 205844 Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe B: 19756 Zur Zeit Tꝛeisliſte Nr. 5 gültig Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückporto vom ſchwachen Geſchlecht muß in dieſem Hauſe in dieſem Monat wirklich aus dem Wörterbuch geſtri⸗ chen werden. Aus England ſind die berühmten Trillergirls herübergekommen. Als ſie das erſtemal nach Berlin kamen, ſchrieben wir 1923. Da hat uns der muſter⸗ hafte Drill ihrer ſchlanken Beine außerordentlich beeindruckt. Wir hatten gerade die Inflation mit allen ihren Auflöſungserſcheinungen hinter uns. Da war der ſtaunenswert exakte Drill der Trillergirls beinahe das einzige Zeichen der Diſsiplin, dag die Großſtadtmenſchen zu ſehen bekamen. Da jubelten die Berliner den Trillergirls zu, daß die Wände zit terten. Heute ſcheint es, daß ſie uns erheblich kllh⸗ ler laſſen. Eine Zeit, die ſelber präzis und exalt geworden iſt, kann das alles ſelber viel beſſer, als es von den marſchierenden engliſchen Fräuleins auf der Bühne gezeigt wird. Sie ſind kein Gegenſaß, keine Ausnahme mehr— daher der ſchwächere Ein⸗ druck. Und vielleicht wirken darum die ſanften Wil zer in den Seala⸗Balletts ſtärker, weil ihre Zürich keit, ihr fließendes Schweben, ihre hingehauchten Träumereien allerdings ein Gegenſatz zu einer Welt ſind, in der wieder die Kanonen donnern und die Soldaten marſchieren. Der Berliner Bät. Nationaltheater Maunheim. Heute Samstag im Nationaltheater nach einer Pauſe von beinahe 20 Jahren Millbckers„Bettelſtudent“, die klaſſiſche Operette. Inſzenierung: Hans Becker. Muſtkaliſche Leitung: Karl Klauß. Morgen onn⸗ tag im Nationaltheater„Oberon“, romantiſche Oper von Carl Maria von Weber, in der neuen erfolgreichen Inſzenierung.— Im Neuen Theater: Zur Feier von Max Halbes 70. Geburtstag„Ju⸗ gend“, das erfolgreichſte Stück des Dichters in neuer Inſtzenierung von H. C. Müller. Weſtermanus Monatshefte.(Georg Weſtermanns 814 lag, Braunſchweig). Die Oktoberfolge von Weſtermann Monaksheften gibt einleitend eine Würdigung des u Berlin lebenden Malers Georg Ehmig Raum. Da Thema„Aus landsdeutſchtu m“ behandelt Dr. Her⸗ maun üllmann, Volkstumsfragen werden weiterhin be⸗ handelt in Beiträgen wie:„Volksart im Spiegel de Sprache“„Kinder denben und dichten“ und„Der Arbeits? Kienſt ſingt“. Reizebeſchreibungen, Kriegserinnerungen, Novellen, Gedichte, der gewohnte literariſche Teil und eine Anzahl Bilder und Kunſtbetlagen vervollſtändigen den 1 2 klein wis die ware liche Feue erful anſch iiber don ktober. zur Zeit nd durch erherſtel⸗ errichtet. dte:„Ich zugungen önig er⸗ iechenlam n. uld, N) zunſch für en Volkes das Er⸗ Hand be⸗ Winter. den letz⸗ „ wonach ht betreut atſache iſt, herks auch Beer. Daß g hat ver⸗ von No⸗ erricht an ſtlichen zu dus und het wird, tigen Zu⸗ hammeda⸗ wobei ein t wuroͤen. —— Winbauer enter, Wlſſen⸗ r. Fritz Bode Iller-Süb⸗ urt Wilhelm kob Faube, r Zeitung oriaſttaße 4a 544 755 bel Rückporto — Hauſe in ich geſtri⸗ rillergirls ich Berlin r muſter⸗ ordentlich ation mit Uns. Da rillergirls „ daß die jubelten Zände zit⸗ blich kuh. und epxalt ſeſſer, als tleins a Gegenſatz, here Ein⸗ ften Wil⸗ Zärllich⸗ zehauchten iner Welt t und dis r Bäk. Samstag n beinahe n“, die Becker. en Jonn⸗ h mantiſche er neuen Theater! tag„Ju? chters in anns Ver⸗ eſtermanns g des in kaum. Das t Dr. Her⸗ terhin be⸗ ziegel de 1 Arbeits⸗ unerungen, und eine digen den 8 7 1 f 10 Samstag, 12. Oktober 1935 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5 8— Mannheim, den 12. Oktober. Der Beſuch des Stabschefs Lutze Wie bereits bekanntgegeben wurde, trifft der Stabschef der SA, Viktor Lutze, heute nachmittag in Mannheim ein. Der Standort Mannheim mar⸗ ſchiert auf dem Karl⸗Reiß⸗Platz um die vierte Nach⸗ mittagsſtunde auf. Hier wird der Stabschef zu den SA⸗Männern ſprechen und von der Kreisleitung der Ne Daß empfangen werden. Am Roſengarten nimmt dann der Stabschef den Vorbeimarſch der SA ab. Es wird erwartet, daß die Einwohner⸗ ſchaft der Stadt Mannheim ihre Verbundenheit mit den politiſchen Soldaten Adolf Hitlers dadurch zum Ausdruck bringt, daß ſie nicht nur in den Auf⸗ marſchſtraßen der Oſtſtadt, ſondern auch in allen Hauptverkehrsſtraßen der Innenſtadt zu Ehren des Stabschefs die Flagge des Reiches und der Be⸗ wegung zeigt. Fahnen heraus! Volksgenoſſen! Die Preſſeſtelle der HJ erläßt dieſen Aufruf: Die Hitlerjugend des Standortes Mannheim veranſtaltet am Samstagabend einen Fackelzug und am Sonntagmorgen einen großen Aufmarſch der geſamten Hitlerjugendeinheiten Mannheims. Die Bevölkerung Mannheims wird aufgefordert, an dieſen beiden Tagen ihre Häuſer zu beflaggen! Volksgenoſſen! Zeigt eure Verbundenheit mit der deutſchen Jugend! Fahnen heraus! Marſchweg: Friedrichsbrücke—Breiteſtraße Schloßhof. Abmarſch: 20.30 Uhr Adolf⸗Hibler⸗Ufer. Neuer Fahrplan der Siedlungsfahrten Die Rundfahrten durch die Mannheimer Rand⸗ ſtedlungen werden nunmehr nach einem anderen Wochenplan durchgeführt, und zwar erfolgt bis auf weiteres die Abfahrt jeweils Sonntags um 10 Uhr ab Hauptpoſt wie bisher auch. Die Fahrten Mon ⸗ tags, Freitags und Samstags fallen aus, ſo daß die Rundfahrtomnibuſſe nur Dienstags, Mittwochs und Donnerstags um 15 Uhr ab Parade⸗ platz abfahren. Poſtrat Kaehler vor den Telegrafenarbeitern Die DA führt in Verbindung mit dem Reichs⸗ poſtminiſterium jetzt auch Kurſe zur weltanſchaulichen Feſtigung und fachlichen Weiterbildung bei den Tele⸗ grafenarbeitern durch. Geſtern verſammelte man ſich zum erſten Male im großen Saal des Deutſchen Hauſes. Zur Einleitung gab Poſtrat Kaehler, der Vorſteher des hieſigen Telegrafenamts, einen kleinen pſychologiſch⸗politiſchen Rückblick, unterſchied zwiſchen ſolchen, die aus idealiſtiſchen und ſolchen, die aus ſachlichen Motiven zum Führer gekommen waren, und ſetzte auseinander, wie die weltanſchau⸗ liche Schulung ſich zur Aufgabe gemacht habe, das Feuer der Begeiſterung nicht erlöſchen zu laſſen. Man erfuhr, daß die Leute neben einem Lehrgang Welt⸗ anſchauung und deutſchem Sprachunterricht auch einen über phyſikaliſche und elektrotechniſche Grundbegriffe ſowie über die einſchlägigen Beſtimmungen des Starkſtromſchutzes und der Unfallverhütungen be⸗ kommen würden. Im zweiten Lehrgang, der im April anfängt, ſollen Apparatkunde,„Vermittlungsſtellen“,„Nebenſtellen⸗ anlagen“ und Rundfunk durchgenommen werden. Vorausſtchtlich werden auch noch beſondere Vorträge für Kraftfahrer eingerichtet. Der Unterricht verteilt ſich auf zwei Stunden je Woche, für Telegrafenbau⸗ handwerker, die die Prüfung ablegen wollen, noch zwei Stunden mehr. Der Redner ging dann dazu über, die große Aufgabe der Staatsfugend zu ſchil⸗ dern, forderte auf, doch ja die Kinder nicht zu hin⸗ dern, an den Veranſtaltungen der Jugend teil⸗ zunehmen, und ſchloß mit einem„Sieg Heil!“ auf den Führer. Kreisberufswalter Welſch von der DA wies dann noch auf die Bedeutung der Berufserziehung hin, ehe man für dieſen erſten Tag zu einem gemüt⸗ lichen Nachmittag beim Biere zuſammenrückte. Mannheim ſchmücke dich! Balkonprämtierungsfeier im Frieoͤrichspark Der Arbeitsausſchuß für Fenſter⸗ und Balkon⸗ prämiierung hat auch in dieſem Jahre wieder ſeine Arbeit durchgeführt und den ſchönſten Fenſter⸗ und Balkonſchmuck bewertet. Zum erſten Male führte man eine kleine Feier im„Friedrichspark“ durch. Der Erfolg dieſer Feier dürfte zweifellos Veranlaſſung geben, die Preisverteilung auch in Zu⸗ kunft ähnlich zu begehen. Nach muſikaliſchen Dar⸗ bietungen der Kreiskapelle Mannheim unter Stab⸗ führung von Muſikzugführer Brecht begrüßte der Vorſitzende des Arbeitsausſchuſſes für Fenſter⸗ und Balkonprämiierung, Gartenarchitekt Fr. Seidler, die Erſchienenen, unter denen ſich Vertreter der Stadtverwaltung und der Gartenbaubetriebe be⸗ fanden. Gartenarchitekt Seidler erinnerte in ſeiner Anſprache daran, daß mit der Prämiierung eine alte und ſchöne Sitte weitergeführt wird, die das Ziel hatte, aus einer Fabrikſtadt eine Blumenſtadt zu machen. Die Bepflanzung der Balkone verſchönere nicht nur das Städtebild, ſie diene auch zur Er⸗ haltung der Geſundheit, da die Pflanzen die ſtark ſäurehaltige Luft verbeſſern. Zum Schluß bat der Redner, nie zu vergeſſen, daß der Balkon ein er⸗ weiterter Wohnraum ſei und Gelegenheit biete, Liebe zur Natur zu zeigen. In einer zündenden Anſprache ging Gartendirektor Bußjäger auf die Entwicklung der Gartenkultur und die Blu⸗ menkultur ein, die ſchon bei den alten Völkern auf einer hohen Stufe ſtanden, die aber im Altertum ein Vorrecht der herrſchenden Kreiſe waren. Erſt im Mittelalter kamen auch die wohlhabenden Bür⸗ ger in den Genuß der Gärten, und heute iſt die Gartenkultur eine Angelegenheit aller Volksgenoſ⸗ ſen. Man hat erkannt, daß es höhere Werte gibt, als in der Großſtadt Vergnügungen nachzulaufen: Die Liebe gur Scholle, zur Natur, zur Heimat. Ueberall um die Städte herum hat ſich der Gartenbau entwickelt und heute liegen die Groß⸗ ſtädte in einen Grüngürtel eingebettet. Leider iſt die zur Verfügung ſtehende Fläche nicht ſo groß, daß jeder Volksgenoſſe ſeinen Garten haben kann. So muß man zurückgreifen auf das Blumenbrett, auf den Blumenkaſten. Unſerer Sehnſucht nach der Natur und ihrer Schönheit verdanken wir, daß die Großſtädte Blumenſchmuck tragen. Nicht nur zu umſerer eigenen Freude, ſondern auch zur Freude unſerer Mitmenſchen bepflanzen wir die Balkone und die Fenſterbretter. Dank iſt denen zu ſagen, die mit dazu beigetragen haben, das Stadtbild zu verſchönern und Farbe in das Stadtbild zu tragen. Die zur Verteilung gelangenden Pflanzen ſollen ein Dank für die Arbeit ſein und ſollen als Kameraden und Hausgenoſſen in die Wohnung ein⸗ ziehen. „Mannheim ſchmücke dich“ muß die Loſung ſein, die auch in den kommenden Jahren zu befolgen iſt. Dann wird Mannheim ſtets die arbeitsreiche und ſchöne Stadt ſein. Gartendirektor Bußjäger gab noch einige An⸗ regungen für die weitere Ausgeſtaltung der Stadt und wies ganz beſonders darauf hin, daß hin⸗ ſichtlich ber Ausgeſtaltung der Vorgärten noch ſehr viel geſchehen müſſe, ehe er Hin⸗ weiſe zur Pflege der Zimmerpflanzen gab und er⸗ mahnte, nie zu vergeſſen, daß die Pflanzen ohne Licht, Luft, Wärme, Waſſer und Nährſtoffe nicht be⸗ ſtehen könnten. Mit einem glühenden Bekennt⸗ nis zur Heimat ſchloß Gartendirektor Bußjäger ſeine Anſprache. Kreisfachberater Illhardt legte in längeren Ausführungen die Begriffe Blut und Boden dar. Das Schlußwort hatte Reichsbauernführer Trei⸗ ber⸗Plankſtadt, der von der Notwendigkeit ſprach, daß der deutſche Menſch wieder bäuerlich denken und fühlen lerne. Die innere Freude ſei der ſchönſte Lohn für die gehabte Arbeit. Mit einem Treuege⸗ löbnis zum Führer klang die Ansprache aus, die mit oem Deutſchlandlied und dem Horſt⸗Weſſel⸗Lied beſchloſſen wurde. Nach dem feſtlichen Teil wurden die 700 Pflan⸗ zenpreiſe ausgegeben, von denen 400 von der Städti⸗ ſchen Gartenverwaltung und 300 von den Mitglie⸗ dern der Fachſchaft Gartenbau zur Verfügung ge⸗ ſtellt worden waren. dee eee Wo hat der Mannheimer ſeine Ferien verbracht? Deutſchland bevorzugt— Der Zug nach dem Oſten und nach Bayern Odenwald und Schwarzwald ſehr beliebt Die Sommerurlauber ſind nun glücklich wieder alle zu Hauſe, und nun zehrt man von den Ferien⸗ erinnerungen, träumt von den Tagen der Erho⸗ lung und des Ausſpannens, die zurückliegen— und die für die meiſten ſo ſchnell nicht wiederkehren. Mit neuen Kräften und geſtählten Nerven ſitzt man wieder an der Arbeit— und ſchmiedet im dtillen vielleicht ſchon Pläne für das nächſte Jahr, wenn man nicht zu den Glücklichen gehört, die ein Winter⸗ urlaub in bie weißen Berge lockt. Wenn man einen Rückblick auf die vergangene Reiſetzeit wirft, dann kann man feſtſtellen, daß die Mannheimer ſehr gerne gereiſt ſind und daß der allgemeine Urlaubsverkehr einen weſentlich größeren Umfang angenommen hatte, als in den vergangenen Jahren. Selbſt wenn man nur be⸗ ſcheidene Mittel für eine Urlaubsreiſe freimachen konnte, ſo ſuchte man doch die Urlaubstage ſo aus⸗ zunützen, daß man ſie auf dem Lande verbrachte. Das Intereſſe der Urlauber war begreiflicher⸗ weiſe faſt ausſchließlich auf die deutſche Heimat ge⸗ lenkt. Die wenigen Leute, die etwa nach der Schweiz reiſten, fallen in der Maſſe der Urlauber überhaupt nicht ins Gewicht. Verſucht man einen Ueberblick über die Reiſeziele der Mannheimer zu bekommen, ſo kann man die überraſchende Feſtſtellung machen, daß die größte Anziehungskraft Oſtpreußen aus⸗ übte. Vielfach trugen zu dieſer Beliebtheit die ſehr beachtlichen Fahrpreisermäßigungen für Oſtpreußen⸗ reiſen und die Möglichkeit von Rundreiſen bei. Sehr beltebt waren bei den Mannheimern auch die O ſt⸗ ſee⸗ und Nordſeebäder, die ſich wohl die Waage halten konnten. Gleich hinter Oſtpreußen muß aber Bayern ge⸗ nannt werden, wo es hauptſächlich das Allgäu war, das eine ungeheuer ſtarke Anziehungskraft ausübte. Den Vogel ſchoß zweifellos Berchtesgaden ab; aber auch Orte wie Füſſen, Oberſtdorf, Hinde⸗ lang, Garmiſch⸗Partenkirchen und Mittenwald hat⸗ ten einen gewaltigen Anſturm erholungſuchender Mannheimer auszuhalten. Daß Berchtesgaden bis in den Herbſt hinein noch ſeine Anziehungskraft nicht verlor, iſt dadurch bedingt, daß Oberſalzberg in der Nähe liegt, wo man hofft, den Führer ſehen zu können. Faſt ſo ſtark wie bei Bayern war die Anziehungs⸗ kraft, die vom Bodenſee ausging, weil man hier ſehr vorteilhaft unterkommen konnte und außerdem Gelegenheit zu Abſtechern nach der Schweiz hatte. Was den Bodenſee immer beliebt macht, iſt die herr⸗ liche Baoͤegelegenheit, von der man ja im vergan⸗ genen Sommer ſo reichlich Gebrauch machen konnte, Auf die gleiche Linie der Beliebtheit muß Her Schwarzwald geſtellt werden, den die Mannhei⸗ mer im Sommer wie im Winter ins Herz geſchloſſen haben. Im Sücdſchwarzwald traf man vorwiegend mer, die ſich in auffallend großer Zahl in Freiburg und auf oem Schauinsland niedergelaſſen hatten. Im Nordſchwarzwald waren die Höhenkurorte an der Schwarzwaldhochſtraße ebenſo beſucht, wie kleine abgelegene Plätze, an denen man ſich in Ruhe präch⸗ tig erholen konnte. Wer richtig ausſpannen wollte und ſeinen Geloͤbeutel nicht überanſtrengen durfte, der ſuchte ſich ein jöylliſches Plätzchen im Oden⸗ wald oder in der Pfalz. Es waren nicht nur die außerordentlich billigen und guten Unterkünfte, die ſehr vielen Mannheimern Veranlaſſung gaben, den Odenwald als Urlaubsziel zu wählen, es war eben⸗ ſo auch die leichte Erreichbarkeit und die damit verbundene Verbilligung der Reiſekoſten, die bei Urlaubsreiſen von kurzer Dauer eine weſentliche Rolle ſpielen. Es gab aber auch zahlreiche Mannheimer, die ihren Urlaub— zu Hauſe verbrachten und von Mannheim aus Tagesausflüge und Wanderungen unternahmen. Sehr ſchätzte man die nach allen Rich⸗ tungen ausgeführten Omnibusfahrten und dann vor allem auch die Rheinfahrten. Die Rheindampfer⸗ fahrten ſcheinen ſich wieder ſteigender Beliebtheit zu erfreuen. Der Verkehr auf den durchgehenden Rhein⸗ ſtrecken hielt ſich im vergangenen Sommer etwa auf der gleichen Höhe des Vorjahres, während der Lo⸗ Noichtum micht nur höhere Bonußmöglichkeiten, ſondern vor allem auch höhere Pflichten“ 8 Adolf fiütlet, 9. U. 33 Uf kalverkehr trotz einiger Einſchränkung der Fahrten und einer um drei Wochen verkürzten Verkehrs⸗ dauer der Rheindampfer Mehrergebniſſe brachte. Ein erheblicher Zuwachs war an Sonderfahrten zu verzeichnen, wobei die Fahrten der NS⸗Gemeinſchaft „Kraft durch Freude“ und die Gefolgſchaftsausflüge an erſter Stelle ſtehen. In dieſem Zuſammenhang muß hervorgehoben werden, daß die von Speyer aus jeden Mittwoch nach Mannheim durchgeführten bil⸗ ligen Fahrten ſehr ſtarken Anklang gefunden haben. Gerade auf dem Gebiete des Rheinverkehrs könnte noch manche Werbung für Mannheim getan werden — das nur nebenbei, weil es nicht zu dem Thema gehört, das wir uns geſtellt haben. Jedenfalls darf abſchließend geſagt werden, daß wir mit dem Ergebnis des Urlauber⸗Sommers in jeder Hinſicht zufrieden ſein können, denn was wir vorſtehend berichtet haben, iſt der Urlauberbetrieb außerhalb der Koͤcß⸗Urlaubsreiſen, die im Geſamt⸗ reiſeverkehr eine ſehr weſentliche Rolle ſpielen. Pilzvorträge mit Ausſtellung in der Aula Dr. Bickerich, der unermüdliche Pilzberater, hat jetzt zum Wochenende in der Aula der früheren Handelshochſchule(& 4) eine entzückende kleine Pilzausſtellung von etwa 40 Sorten zuſammenge⸗ tragen, unter denen ſich etliche Seltenheiten befin⸗ den. So einige Herbſtlorcheln und Orangen⸗Becher⸗ linge aus Heidelberg, Rotkappen aus Burgtal bei Wachenheim, Rieſenporlinge und manches mehr Nur der grüne Knollenblätterpilz, der eigentliche Pilz⸗ Böſewicht, der kommt erſt heute hinzu. Es hatten ſich eine anſehnliche Anzahl Pilzfreunde eingefunden, u. a. weiblicher Arbeitsdienſt, und ſo konnte man denn an Hand des vorzüglichen Licht⸗ bildermaterials vom Stadtſchulamt(größtenteils Farblichbilder aus der Natur) den Erörterungen über Fliegenpilz in allen Stadien, über den Geruch mach Kartoffelkeimen beim gelben Knollenblätterpilz und ſeiner verdächtigen Aehnlichkeit mit dem Cham⸗ pignon lauſchen und alle anderen Beſonderheiten in Hut und Stiel, Farbe und Verfärbung, Eßbarkeit in im Höllenthal und im Felöberggebiet die Mannhei⸗ der Jugend und Giftigkeit im Alter bei ſämtlichen Sorten durchnehmen, und bei der Kaſſe obendrein noch Pilzmerkblätter für 25 Pfg. mitnehmen. Sehr nützlich, volkswirtſchaftlich wie volksverbin⸗ dend ſolche Ausführungen! Denn im eifrigen Drange nach guten Pilzen vereinen ſich armer Rand⸗ ſtedler und verwöhnter Feinſchmecker, und wenn erſt der eine dem anderen was verkaufen kann, dann kann man erſt recht gratulieren. Im übrigen iſt zu bemerken, daß der Odenwald voll iſt von Hallimaſchen und daß im Käfertaler Wald ſich jetzt der Maronenpilz anfängt, vorzudrängen. Der Vortrag wird Sonntag abend.15 Uhr wiederholt. ri In der Veoͤrängnis erſchoſſen Wegen fahrläſſiger Tötung verurteilt Das Mannheimer Schöffengericht ver⸗ urteilte den 51 Jahre alten verheirateten Feldhüter Mathias Müller aus Altdorf wegen fahrläſſiger Tötung zu ſechs Wochen Gefängnis. Mül⸗ ler erſchoß am 3. September auf dem Felde bei Neckarau den 21 Jahre alten Konrad Klotz, den er kurz zuvor nebſt anderen jungen Burſchen wegen verbotenen Herumtreibens auf den Grundſtücken bereits verwarnt hatte. Ein ausführlicher Bericht folgt. Auch jetzt im Herbſt ſoll Ihr Fahrzeug unvermindert leiſtungs fähig und betriebsſicher ſein. Itörungsfreie Benutzung aber ſichern Sie ſich durch regelmäßigen Olwechſel. Halten Sie ſich dabei gerade jetzt an das unübertroffene ESS O¹Us Vollſchutz⸗ Motor ⸗Ol. Die richtige Jorte für dieſe Jahreszeit bekommen Sie zuverläſſig an den 8 TAN DAR O- Tankſtellen. 4. Seite Nummer 471 Reue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Hausſchlachtungen N Die Landesbauernſchaft Baden teilt uns mit: Am 1. Junt wurde durch die Hauptvereinigung der Deutſchen Viehwirtſchaft ein Verbot über das Aus⸗ funden von Fleiſch durch den Erzeuger erlaſſen. In letzter Zeit wird nun dieſe Anordnung dahin umgedeutet, daß Hausſchlachtungen überhaupt ver⸗ boten ſeien. Dieſe Anſicht iſt falſch. Hausſchlach⸗ tungen für den Eigenbedarf und im üb⸗ lichen Umfange der vergangenen Jahre werden von hieſer Anordnung überhaupt nicht berührt, ſoweit dieſe lediglich zum Zwecke Eigenverbrauches 9e des Erzeuger, ſofern dieſe bei Großvieh das Gefälle unter mehrere Haushaltungen, jedoch nicht über vier Haushaltungen, verteilen, ſind erlaubt. Insbeſon⸗ dere iſt die entgeltliche Abgabe von Fleiſch aus Hausſchlachtungen an Arbeitnehmer geſtattet. Verboten iſt dagegen, Hausſchlachtungen vorzu⸗ nehmen, um einen Teil für den eigenen Bedarf zu verwenden, während der andere in kleineren Teil⸗ ſtücken verkauft wird. Morgen iſt Eintopfgericht! Das erſte in dieſem WHW. Alle ſpenden den frei⸗ willigen Sammlern. ei 70 Jahre alt wird heute Herr Carl Voegtle, Böckſtraße 10. Im Jahre 1886 nach Mannheim zugezogen, machte er ſich 1892 als Han⸗ delsvertreter ſelbſtändig und gründete den Handels⸗ vertreter⸗Verein, den er als Vorſitzemnder von 1905 bis 1930 führte. Herr Voegtle trat 1903 in den Bürgerausſchuß ein als Mitgründer der parteiloſen Bürgervereinigung und war bis 1919 Bürger⸗ ausſchußmitglieb. Von ſeinen Berufsgenoſſen 1907 in die Handelskammer gewählt, ſchied er erſt nach 26 Jahren aus. Von 1913 an übte er zwanzig Jahre das Ehrenamt eines Handelsrichters aus. Während des Krieges war er nicht nur Mit⸗ glied mehrerer wichtiger ſtädtiſcher Kommiſſionen beim Lebensmittelamt und Preisprüfungsamt, ſon⸗ dern auch rege in oer Kriegsfürſorge tätig. Als Mit⸗ glied des Handelsſchulbeirates und Vorſitzender des ſtenographiſchen Prüfungsamtes der Handelskam⸗ mer hatte er wichtige Aufgaben zu erfüllen. Wir ſprechen Herrn Voegtle unſere beſten Glückwünſche aus! * Ihr 40jähriges Ehejubiläum feiern heute der Maſchinenmeiſter a.., langjähriger Bademeiſter im Volksbad Lindenhof, Johannes Hauck mit ſeiner Ehefrau Margarete geb. Wetterich, Bellenſtr. 66. zen Der Mannheimer Kunſtverein eröffnet am Sonntag, dem 13. Oktober, vormittags 11 Uhr, die Auguſt⸗Macke ⸗Gedächtnisausſtellung. Lothar Erdmann, Berlin, wird einleitende Worte über Werk und Perſönlichkeit des Künſtlers ſprechen. Die Ausſtellung umfaßt nahezu den geſamten Nach⸗ laß und das meiſte aus Privatbeſitz und iſt mit ihren 70 Gemälden die vollſtändigſte bisher gezeigte Außſtellung des Künſtlers.. 70 zee Die dritte Tagung des Mannheimer Schwur⸗ gerichts. Die am kommenden Montag, vormittags Uhr beginnende, dritte Tagung des Mannheimer Schwurgerichts umfaßt folgende Anklagen: 14. und 15. Oktober Karl W. wegen Meineids; 16. und 17. Oktober Erwin B. aus Mannheim wegen Tot⸗ ſchlags; 18 und 19. Oktober Philipp Schl. und Jo⸗ genommen werden. Auch Hausſchlachtungen durch Schreibt der Mannheimer viele Briefe? Was leiſtet die Reichspoſt im Oberpoſtdirektionsbezirk Karlsruhe zu dem wir gehören? Die Poſt nimmt im privaten und wirtſchaftlichen Leben eines jeden Volksgenoſſen immer eine bevor⸗ zugte Stellung ein. Ohne die Poſt wäre das moderne Wirtſchaftsleben überhaupt nicht denkbar. Welche gewaltigen Leiſtungen die Poſt jedoch bewältigen muß, um allen Menſchen gerecht zu werden, das iſt den wenigſten Volksgenoſſen bekannt. Der Geſchäfts⸗ bericht der Reichspoſt für das Rechnungsjahr 1934/½5 gibt einen Einblick in den umfangreichen Betrieb der Reichspoſt und damit auch über die Lei⸗ ſtungen im Oberpoſtdirektionsbezirk Karlsruhe. 143,8 Millionen gewöhnliche und eingeſchriebene Briefe, Poſtkarten, Druckſachen, Poſtwurfſendun⸗ gen, Geſchäftspapiere, Miſchſendungen, Warenproben und Päckchen wurden im Bezirk der Reichspoſt⸗ direktion Karlsruhe, zu dem Mannheim gehört, innerhalb des Rechnungsjahres 1934/35 eingeliefert; das Rechnungsjahr, auf das ſich dieſe Zahlenangaben erſtrecken, hat mit dem 31. März 1935 ſein Ende ge⸗ funden. Das bedeutet alſo, daß im Jahresdurchſchnitt jeder Mannheimer 95 Briefe und Poſtkarten ſchreiht. Die ſchreibfaulſten Leute ſcheint es im Oberpoſt⸗ direktionsbezirk Landshut in Bayern zu geben, die Berliner, Leipziger, Bremer, Dresdner, Münchener, Frankfurter und Hamburger dagegen haben einen ſehr umfangreichen Brieſwechſel. Sie ſchreiben alle mehr als hundert Briefe im Jahresdurchſchnitt, was gewiß mit dem Geſchäftsverkehr zuſammenhängt. Rund 5,3 Millionen gewöhnliche Pakete wurden bei den Poſtanſtalten unſeres Bezirks eingeliefert; darunter befanden ſich 107000 nach dem Ausland beſtimmte Pakete und 831000 Poſtgüter. Weiter wurden 135 000 verſiegelte Wertpakete eingeliefert, darunter 50017, die ins Ausland gingen. Einen guten Gradmeſſer der Wirtſchaftlichkeit unſeres Ge⸗ bietes gibt immer der Geldverkehr der Reichspoſt ab. An den Einzahlungen durch Zahlkarten und Poſtanweiſungen mit rund 426 Millio⸗ nen Mk. waren auch die Einwohner Mannheims ſtark beteiligt, ebenſo hatten ſie bei den Aus zah⸗ lungen mit rund 195 Millionen Mk. großen An⸗ teil. Zu den Briefen, Paketen und Geldanweiſun⸗ gen treten noch 556000 Telegramme. Darunter befanden ſich 74000 Telegramme, die nach dem Aus⸗ land beſtimmt waren, und ebenſoviele, oͤie aus dem Ausland kamen. Zahlreiche Zeitungsleſer erhalten ihre Zeitung durch den Zeitungsdienſt der Reichspoſt. So wurden im Reichspoſtdirektionsbezirk Karlsruhe im vergangenen Rechnungsjahr 33,6 Millionen Zei⸗ tungsnummern und 1991000 außergewöhnliche Zei⸗ tungsbeilagen eingeliefert, die durch die Zuſteller der Reichspoſt in die Hände der Empfänger gelangten. Ueber 49 Millionen Telefongeſpräche wurden über die 71123 Sprechſtellen unſeres Ober⸗ poſtdirektionsbezirks geführt. Zählt man hier auch die rund 556000 Telegramme auf, ſo ergibt ſich die Feſtſtellung, daß der„Drahtverkehr“ der Reichspoſt in unſerem Gebiet gegen das Vorjahr eine Stei⸗ gerung erfahren hat. Im„drahtloſen“ Verkehr wurden am 1. April insgeſamt 196089 Rundfunk⸗ anlagen gezählt, darunter allein in der Stadt Mannheim 30 173 Rundfunk⸗ empfänger. Intereſſant iſt hier die Feſtſtellung, daß in unſerem Stadtgebiet nach dem Reichspoſtbericht auf hundert Rundfunkanlagen 6,4 gebührenfreie Anlagen kommen. Zum Schluß ſei noch das Poſtkraftfahr⸗ weſen im Gebiet unſeres Oberpoſtdirektionsbezirks erwähnt. den 1918 000 Perſonen mit den Poſtomnibuſſen befördert. Mit der vorſtehenden Ueberſicht iſt nur ein klei⸗ ner Ausſchnitt aus dem großen Aufgabengebiet der Reichspoſt im Oberpoſtdirektionsbezirk wiedergegeben. Die Zahl der Verkehrsanſtalten in unſerem Oberpoſtdirektionsbezirk betrug nach dem Stand vom 1. April insgeſamt 933 Poſtanſtalten, Telegrafen⸗ Fernſprech⸗ und Funkanſtalten. hann Schw., beide aus Mannheim, ſowie Heinrich M. aus Nuſtenbach wegen Meineids.— Montag, 21. Oktober, Luiſe J. von Mannheim wegen Mein⸗ eids. * In Feudenheim iſt ein langgehegter Wunſch der Spaziergänger und Landwirte in Erfüllung ge⸗ gangen. Der Weg vom Neckartal dem Kanaldamm enhlang und durch die obere Kuhweide bis zum Zwetſchengraben iſt geſchottert und gewalzt worden. Es iſt nun ein Vergnügen, dort zu gehen. e Mißbräuche mit der Bezeichnung„Patenwein“ werden verfolgt. Im Rahmen werbung für den deutſchen Wein während des Feſtes der deutſchen Traube und des Weines haben viele deutſche Städte Patenſchaften⸗ übernommen, die darin beſtehen, daß in dieſer Zeit Weine dieſer Gemarkungen als Patenwein aus⸗ geſchenkt und verkauft werden. Zur Vermeidung von Mißbräuchen mit der Bezeichnung„Patenwein“ weiſt der Werberat der deutſchen Wirtſchaft darauf hin, daß der Abſatz von Patenweinen nur den beſonders dafür zugelaſſenen Gaſt⸗ der Gemeinſchafts⸗ für Weinorke⸗ ſtätten und Firmen erlaubt iſt und daß als Patenwein nur der Wein verkauft werden darf, der nachweislich zuſätzlich aus den betreffenden Weinbau⸗ bezirken aus oͤieſem Anlaß bezogen iſt, dem Jahr⸗ gang 1934 angehört und eine einwandfreie Güte be⸗ ſitzt. Bei Nichteinhaltung dieſer Beſtimmungen durch Gaſtſtätten und Handel würde der Werberat die mißbräuchliche Verwendung der Bezeichnung Patenwein ahnden. zu Um ein Semeſter zurückgeſtellt. Nach Mittei⸗ lung des Reichsarheitsführers läßt ſich die Einſtel⸗ lung von Abiturienten in den Arbeitsdienſt zum 1. Oktober nicht ermöglichen. Der Reichserzie⸗ hungsminiſter hat daher angeordnet, daß bei der Hüulmtatrikwlation im Winterſemeſter 1935/36 vom Nachweis der Teilnahme am Arbeitsdienſt abge⸗ ſehen werde, Die Anordnung bezieht ſich auch auf die älteren Abiturienten, die bisher vom Arbeits⸗ dienſt zurückgeſtellt waren. Der Miniſter bemerkt jedoch, daß es ſich nur um eine Zurückſtellung um ein [Semeſter handele und daß der Arbeitsdienſt im Sommerſemeſter 1936 nachzuleiſten iſt. Vom 1. April 1934 bis 31. März 1935 wur⸗ SeichenerkArung, Zur Wetterkarte Hater Nude front vor dringender Kalftuf: A Wermer Wad] S front vordtingender Warmluft WSS l. G. A Front nit Warmluft in der Hehe FVS U. N wolkenlos 0 wWolleg hae gengebiet fel Schmeefaſſgebiet Oiheiter& bededuſ yy Schebertöfgkeit. Nebel.& Gewiſer O halbbedecttt . Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe- ort Frankfurt a.., vom 12. Oktober: Unter dem kräftigen Sturmwirbel, der uns am Donnerstag unter heftigen Böen Regenfälle brachte, iſt der Luft, daß Deutſchland an die Randzone des ſüdlichen Hoch⸗ oͤruckgebietes vordringt. Unter ſeinem Einfluß kann mit verhältnismäßig freundlichem und mittags ziem⸗ lich warmem Wetter gerechnet werden. Vorausſage für Sonntag, 13. Oktober Vielfach dunſtig, ſonſt heiter bis wolkig, und mittags ziemlich warm, ſchwache ſüdliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 11. Oktober + 16,8 Grad, tiefſte Temperatur in der Nacht zum 12. Oktober. Grad. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Oktober W- edel 1 12. Reckar⸗Pegelſ 910 1. 12 90 190 Mannheim 3,283.81 3,88 337 Kehl!.040 Jagſtfeld e Maxau 47 0——— i Glochingen———— 9 5 2 e—— Rölg 801 ö NSDAP-Miffeilungen Aus vartetamtilichen Bekanntmachungen entnommen 5 4/1/71. Samstag, 12. Oktober, ſteht die Geſolgſchaft 19.25 Uhr auf dem Platz vor der Heilig⸗Geiſt⸗Kirche. Uni⸗ form ohne Mütze.— Am Sonntag, 13. Oktober, ſteht die Gefolgſchaft.25 Uhr auf dem Platz vor der Heilig⸗Geiſt⸗ Kirche angetreten. Gefolgſchaft 1/171. Die Geſolgſchaft tritt am Samstag, 12. Oktober, 19,15 Uhr, in Uniform auf dem Zeughausplatz an. 3 Jungbann 1/171 IV/1/171. Sämtliche Skamm⸗ und Fähnleinführer und ſe drei Jungzugführer eines jeden Stammes treten 13.45 Uhr vor dem Haupteingang des Stadions an. Abnahme des H⸗Leiſtungsabzeichens Der Gepäckmarſch am 12. Oktober findet nicht ſtatt. Stammſpielmannszug Altſtadt, Stamm 1. Samstag, 12. Oktober, Antreten in Uniform mit Inſtrument 14.30 Uhr auf dem J ⸗2⸗Schulplatz. BdM Alle Stadtgruppen ohne Vororte treten Samstag, 12. Oktober, 20 Uhr, ringweiſe geordnet auf dem Zeughaus⸗ platz zur Teilnahme an der Feier im Schloßhof an. Jede Gruppe bringt ſämtliche Wimpel mit. Alle Gruppen einſchl. Vororte treten Sonntag, 13. Oktober,.15 Uhr, ringweiſe geordnet auf dem Zeughaus⸗ platz mit ſämtlichen Wimpeln an. Deutſches Eck und Strohmarkt. Samstag, 12. Okt., 19.45 Uhr, auf dem 12⸗Schulplatz Antreten. Sonn⸗ tag, 13. Okt., 8 Uhr, ebenfalls dort antreten. Weſtſtadt 5/171. Die Gruppe tritt Samstag und Sonntag eine Viertelſtunde vor dem Antreten des Un⸗ tergaues auf dem Gabelsbergerplatz an. 23/171, Oftſtadt. Die geſamte Gruppe beſucht den Kolo⸗ nialvortrag am Montag, 14. Okt.,.90 Uhr, im Fried⸗ richspark. Karten zu 10 Pfg. beim Samstag ⸗Antreten bei der Gruppenführerin erhältlich. Gruppe 3, Lindenhof. Antreten Samstag, 12. Okt., 19.90 Uhr, am Gontardplatz.— Sonntag, 13. Oktober, .45 Uhr, Gontardplatz. Feudenheim und Wallſtadt. JM Untergau 171 Sonntagmorgen 8 Uhr treten außer den Gruppen der Ringe, I, II, III, V und VI ſämtliche Führerinnen der Vororte ebenfalls am K⸗5⸗Schulplatz an. Werkarbeit für die Ausſtellung iſt von Stadt und Land bereits am Montag, 14. Okt,, an den Untergau einzuſenden und abzugeben. Die Landgruppen fordern ſofort die Berufsberakungs⸗ karten des Arbeitsamtes für die entlaſſenen Jungmädel zahlenmäßig auf dem Untergau an. „Volksjugend“ Oktober ſofort auf dem Untergau ab⸗ holen!. Gruppe 8/171. Der Staatsfugendtag am 12. Oktober fällt aus.— Am Sonntag, 13. Okt., tritt die Gruppe.30 Uhr vor der Hauptfeuerwache an. Nicht antreten. Neckarau Süd und Nord. Mädel.15 Uhr am Heim der Ortsgruppe, ſtraße 48, an. Neuland. Sonntag treten ſämtliche Mädel um.20 Uhr morgens an der Heilig⸗Geiſt⸗Kirche an. Ebenfalls die Mädel der Jungmädelgruppen Schwetzingerſtadt II, Oſt⸗ ſtadt und Neuoſtheim. Deutſche Arbeitsfront Arbeitsſchule. Die Anmeldefriſt für die Lehrgänge iſt bis 18. Oktober verlängert. Anmeldungen in der Geſchäfts⸗ ſtelle, C 1, 10/11. Achtung, Betriebszellenobleute! Die Beſtell⸗Liſten für die Broſchüre„Buch und Volk“ ſind ſofort auf der Kreisleitung der DAß abzuliefern. Hausgehilfen. Sonntag, 13. Okt,, iſt das Heim, I. 138, Am Dienstag treten alle Rheingold⸗ 12a, von 19—22 Uhr, zur geſelligen Unterhaltung geöffnet.“ Humboldt. Montag, 14. Okt., im Heim IL. 13, 12a, um 21 Uhr, Heimabend. 5 BSD(Jungjuriſten) Gruppe Jungjuriſten. Montag, 14. Okt., im Lokal„Pergola“. Reichsbund der Körperbehinderten, Ortsgruppe Maunheim ladet alle Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitglieder⸗ verſammlung ein. Gauwalter Richard Faas, Pforzheim, ſpricht über„Was brachte uns der Bundestag 1935“. Am 20.15 Uhr. Samstag, 12. Oktober, 20 Uhr, im Vereinslokal „Schnakenbuckl“, J 5, 1. NSK OV Feudenheim⸗Wallſtadt. Samstag, 12. Okt., 20.00 Uhr, im„Jägerhaus“ in Feudenheim Filmvorführung.„Ehre und Recht“. Käfertal. Montag, 14. Okt., 20 Uhr, im„Adler“ Tonfilm „Ehre und Recht“. Sageskaleucles Samstag, 12. Oktober Nationaltheater:„Der Bettelſtudent“, Operette von Carl Millöcker, Miete H 3, Sondermiete H 2, 19.30 Uhr. Auf dem Meßplatz: Große Schau⸗ und Beluſtigungsmeſſe. Am Adolf⸗Hitler⸗üſer: Verkaufs- und Geſchirrmeſſe. Auf dem Marktplatz: Neuheiten⸗Verkaufsmeſſe. Autobusfahrt nach den Stadtrandſiedlungen: 15 Uhr ab Paradeplatz. 5 Autobusſonderfahrt ab Paradeplatz: 14 Uhr Limburger Hof — Speyer— Matkammer— Neuſtadt— Königsbach— Rupperksberg— Dannſtadter Höhe— Maud ach— Mann⸗ Mit Familienangehörigen. beim. 5 Kabarett⸗Varieté Libelle: 16 Uhr Tanztee mit Kabarett; 20.15 Uhr 4 Soundys und ein Klaſſe⸗Programm. Tanz: Flughafen⸗Kaſino, Palaſthotel, Kaffee Vaterland. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Pfalgban⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tonz. 8 Lichtſpiele? Univerſum:„Der arüne Domino. Alhambra:„Variete“.— Schauburg:„Die Werft zum grauen Hecht“.— Palaſt und Gloria:„Epi⸗ ode“.— Capitol:„Um eine Fürſtenkrone“. Ständige Darbietungen: Städtiſches Schloßmuſeum: Geöffnet von 11 bis 17 Uhr. Sonderausſtellung„Vom Wildpfad zur Reichsautobahn“. Ge⸗ Städtiſche Kunſthalle: Geöffnet von 11 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr. Entwürſe von Wandbildern für ein Haus der Arbeit. Mannheimer Kunſtverein, L 1, 1: Geöffnet von 10 bis 13 und von 15 bis 17 Uhr. Muſeum für Natur⸗ und Völkerkunde im Zeughaus: öffnet von 11 bis 13 und von 16 bis 17 Uhr. N 7 7 2 Mauufui ua. Noulio nal lſuovlas- 8 412 Woran iul zl 5 vom 13. bis 21. Oktober 1935 in Nationaltheater Sonntag, 13. Oktober: Miete B 4, Sondermiete B 2 und für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abteilung 261 und 262,„Oberon“, Oper von C. M. von Weber, Ein⸗ tauſch von Gutſcheinen aufgehoben, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Montag, 14. Oktober: Für die NS⸗Kulturgemeinde Mann⸗ heim: Abt. 184, 281282, 291, 336— 338, 361369, 381 bis 383, 519520, 549—550, 574—576, 584—590, 594—597, Gruppe D Nr.—400, Gruppe E Nr. 301600,„Peer Gynt“, dramatiſches Gedicht von Henrik Ibſen, mit der Muſik von E. Grieg, Anfang 19 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Dienstag, 15. Oktober: Für die NS⸗Kulturgemeinde Lud⸗ wigshafen, Abt. 46—49, 111, 401—404, 421—423, 425429, 431, 432496, 451452, 471472, 501502, 521528, 525, 905907, Gruppe F Nr. 815—817 und Gruppe B,„Obe⸗ ron“, Oper von E. M. von Weber, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Mittwoch, 16. Oktober: Miete C 4, Sondermiete C 2 und für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abt. 181—183, „Viel Lärm um nichts“, Komödie von William Shake⸗ ſpeare, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Donnerstag, 17. Oktober: Miete D 5, Sondermiete D 2, „Der Bettelſtudent“, Operette von Carl Millöcker, An⸗ fang 19.30 Uhr, Ende etwa 22.30 Uhr. Freitag, 18. Oktober: Miete F 4 und für die NS⸗Kultur⸗ gemeinde Mannheim, Abt. 130—1832, in neuer Inſzenie⸗ rung„Iphigenie auf Tauris“, Schauſpiel von W. v. Goethe, Anfang 20 Uhr, Ende etwa 22.30 Uhr. Samstag, 19. Oktober: Miete G 4 und für die NS⸗Kultur⸗ gemeinde Mannheim, Abteilung 145—147,„Der Bettel⸗ ſtudent“, Operette von Carl Millöcker, Anfang 19.30 Uhr, Ende etwa 22.30 Uhr. Sonntag, 20. Oktober: Miete A 5, Sondermiete A g, in neuer Einſtudierung„Arabella“, Oper von Richard Strauß, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Montag, 21. Oktober: Miete E 4, Sondermiete E 2, „Viel Lärm um nichts“, Komödie von William Shake⸗ ſpeare, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Donnerstag, 24. Oktober: Für die NS⸗Kulturgemeinde Mannheim, Abt. 136—144, 221—231, 359, 390, 510, 529—530, 569—570, Gruppe D, Nr. 1— 400, Gruppe E, Nr. 1— 300, „Oberon“, Oper von C. M. von Weber, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Im Neuen Theater— Roſengarten Sonntag, 13. Oktober: Zum 70. Geburtstage von Max Halbe, in neuer Inszenierung,„Jugend“, Liebesdrama von Max Halbe, Eintrittspreiſe 0,50 bis 3 Mk., Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. Freitag, 18. Oktober: Für die NS⸗Kulturgemeinde Monn⸗ heim, Abt. 121—129, 504— 510, 554—557, Gruppe D Nr. 1 bis 400, Gruppe E Nr.—700 und Deutſche Jugendbühne Mannheim,„Madame Butterfly“, Oper von G. Puceini, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22.15 Uhr. Sonntag, 20 Oktober:„Jugend“, Liebesdrama von Max Halbe, Eintrittspreiſe von 0,50 bis 3 Mk., Anfang 20 Uhr, Ende gegen 22.90 Uhr. Samstag, 26. Oktober: Für die NS⸗Kulturgemeinde Mann⸗ heim, Abt. 389350, 361—369, 514—520, 586, 544—550, 589—590, Gruppe D, Nr. 1400, Gruppe E, Nr.—700, „Hockewanzel“, Schauſpiel von Hans Chriſtoph Kaergel, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Was hören wir? Sonntag, 13. Oktober Reichsſender Stuttgart .00: Hafenkonzert.—.25: Bauernfunk.—.45: Kath, Morgenſeier.— 10.00: Reichsſendung: Morgenfeler der HJ.— 11.00: Trio v. Ewald Straeſſer.— 11.80: Lie⸗ derſtunde.— 12.00: Mittogskonzert.— 13.15: Hinter den Kuliſſen der Württembergiſchen Landesbühne.— 13.15: Mandolinenkonzert.— 14.00: Kinderſtunde.— 14.45: Vier⸗ telſtunde für Handel und Handwerk.— 15.00: Stunde des Chorgeſangs. Ausſchnitte vom badiſchen Sängerbundeßfeſt. Hundert Kilometer Reichsautoboahn. Staſfelhörbericht.— des.— 19.30: Turnen und Sport.— 20.00: Heitere Stunde mit Willy Reichert.— 21.00: Reichsſendung: Meiſter⸗ konzert E. v. Reznicek.— 22.00: Nachrichten.— 22.90 Unterholtungsmuſik und Tanz.— 24.00: Orcheſterkonzert⸗ Deutſchlandſender .00: Stunde des Bauern.—.00: Deutſche Feierſtund⸗ —.45: Deutſches Volk— deutſche Luftfahrt.— 10. Fantaſten auf der Orgel.— 11.00: Volk, Land und Golt. — 11.90: Wiener Komödienlieder.— 12.00: Heimat, wie bit du ſo ſchön. Blasorcheſter.— 13.00: Glückwünſche.— 14.00; Kinderfunkſpiele.— 14.30: Unterhaltungsmuſik aus Eng: land.— 15.15: Ratſchläge zur Sippenforſchung.— 15.30: Stunde des Landes.— 16.00: Muſik om Nachmittag. 17.45: Stunde der Auslandsdeutſchen.— 18.15: Deutſcher Fußballpokal.— 19.00: Heimatdienſt.— 19.10: Deutſchland⸗ Sportechbo.— 19.30: Alfred Hoehn ſpielt Beethoven.— 20.00: Muſik om Sonntag⸗Abend.— 22.30: Kleine Nachl⸗ muſik.— 23.00: Unterhaltungs⸗ und Tanzmuſik. „Kraſt durch Freude“ Sonntag, 13. Oktober Leibesübungen für Aeltere: 8 bis.30 Uhr Stadion, Gymnaſtikhalle. Leichtathletik und Reichsſportabzeichen: 9 bis 11 Uhr im Stadion, Hauptſpielfeld. 5 110 Boxen:.30 bis 11.30 uhr Stadion, Gymnaſtikhalle, für anner. Tennis:.30 bis 11.30 Uhr Stadion, Tennisplatzanlage⸗ Männer und Frauen. NMinein in die Niilerjugend! druck zunächſt wieder ſehr erheblich angeſtiegen, ſo 9,6 Grad; heute früh gas Uhr ct 0 — 15.90: Hausmuſik.— 16.00: Nachmittagskonzert.— 19,00: 18.30: Blasmuſik. Dazwiſchen: Hörberichte von der Groß⸗ 0 kundgebung des Gaues Baden des Deutſchen Sängerbun⸗ 3 der der! Tor: (Alen Gran Mün (BC Sdep D dem von Kand iſt be links gern, Jane Leute zwar aber ein z ger Gold bei z! einse ernſtl ſere (Ham Cone: Hohm rechte wolle don 1 ganz ſetzun hunde ſeine letzt! ſagt kob u wird B o x Kamp ſche( unter Großt Verei Leute präſer Dr einer vertre Mann Gewic 8 Uhr xer a nings gen ihre ſporin Ausw ſchaft vorgel Je! nitur die R nahm vortre einer e — e 1935 — alto! WarmIUff der blöhe efelgebiet E Gewifſer Ausgabe Inter dem onnerstag der Luft⸗ tiegen, ſo chen Hoch⸗ 1 fluß kann ags ziem⸗ lober „ und idliche Oktober ſtacht zum ihr ch 0 tober igendbühne 5. Puccini, von Max ing 20 Uhr, nde Mann⸗ 544550, Nr.—700, h Kaergel, 2 .45: Kath. ſtorgenfeler 11.80: Lie⸗ Hinter den — 139.15: .45: Vier⸗ Stunde des bundeßfeſt. t.— 18.00: bericht. der Groß⸗ Sängerbun⸗ ere Stunde : Meiſter⸗ * ſterkonzert. Feierſtund⸗ — 10.90. und Gol. at, wie bi e.— 14.00; aus Eng⸗ 15.50. yhmittag.— : Deutſcher ſeutſchland⸗ ethoven.— ine Nacht⸗ Stadion, 11 Uhr im iehalle, für latzanloge⸗ — Samstag, 12. Oktober 1935 Neue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5. Seite Nummer 471 Kandidaten für London Die deutſche Jußballelf gegen Bulgarien Zum 1. Fußball⸗Länderkampf Deutſchland-— Bulgarien, der am 20. Oktober in Seipsig ſtattfinden wird, hat der D B, wie bereits gemeldet, folgende Elf aufgeſtellt: Tor: Buchloh(VfB Speldorf); Verteidiger: Münzenberg (Alem. Aachen), Haringer(Wacker München); Läufer: Gramlich(Eintracht Frankfurt), Goldbrunner(Bayern München), Warnken(Komet Bremen); Stürmer: Lehner (BE Augsburg), Siffling S Waldhof), Pörtgen und Szepan(Schalke 04), Semetsreiter(Bayern München). Da das Länderſpiel gegen Bulgarien das letzte vor dem großen Kampf gegen England in London iſt, war von vornherein damit zu rechnen, daß einige„England⸗ Kandidaten“ in Leipzig eingeſetzt würden. Bemerkenswert iſt bei der Leipziger Elf zunächſt, daß„Sigi“ Haringer links ſpielt. Es mangelt uns an guten linken Verteidi⸗ gern, während wir für den rechten Verteidigerpoſten mit Janes, Münzenberg und Haringer gleich drei erſtklaſfige Leute zur Verfügung haben. Der Villinger Gramlich hat zwar bisher als linker Verteidiger gut gefallen können, aber ſeine Verwendung im Englandſpiel wäre zweifellos ein zu großes Riſtko. Eine Abwehr Münzenberg⸗Harin⸗ ger oder Janes⸗Haringer wäre idealer. Gramlich und Goldbrunner haben die größten Ausſichten, in London da⸗ bei zu ſein. Der Bremer Warnken, der in ſeiner Ver⸗ einself Mittelläufer ſpielt, iſt ein Neuling, der wohl ernſtlich für London nicht in Frage kommen wird. Un⸗ jere erſte Wahl iſt da Bender(Fortuna) und Zielinſki (Hamborn). Intereſſant iſt die Leipziger Sturmbeſetzung. Conen fehlt, Fath fehlt und auch die drei Düſſeldorfer Hohmänn, Raſſelnberg und Kobierſki ſind nicht dabei. Am kechten Flügel Lehner⸗Siffling ſcheint man feſthalten zu wollen; von der Mitte aus nach links kann es bis Lon⸗ don noch Veränderungen geben. Aber wir können uns ganz gut einen Londoner Sturm in der Leipziger Be⸗ ſetzung denken, vorausgeſetzt, daß der Neuling Pörtgen hundertprozentig einſchlägt und der junge Siemetsreiter ſeine Mitbewerber Kobierſki und Fath vergeſſen läßt. Zu⸗ letzt die Torhüterfrage: Buchloh ſpielt in Leipzig, das be⸗ jagt noch nicht, daß er auch in London ſpielen wird. Ja⸗ koßh und Buchloh ſind ſich ziemlich gleichwertig, der D wird da eine ſchwere Wahl haben. Badiſcher Spielplan geändert Der Spielplan der badiſchen Fußball⸗Gauliga wurde wieder einmal geändert und ſchon am kommenden Sonn⸗ tag, 13. Oktober, finden die beiden urſprünglich vorgeſehe⸗ nen Spiele nicht ſtatt. Die Begegnung in Brötzingen bleibt, dogegen wurde das Karlsruher Spiel zwiſchen Phönix und Vi Mühlburg abgeſetzt und auf den 24. November verlegt. Amieitia Viernheim, die ein Geſellſchaftsſpiel mit Boruſſia Neunkirchen vereinbart hatte, muß nach Freiburg zum Ic reiſen. Der Spielplan für Sonntag lautet alſo wie folgt: Germania Brötzingen— 1. FC Pforzheim Freiburger F— Amieitia Viernheim An wichtigeren Geſellſchaftsſpielen wurden noch bekannt: Wormatia Worms— Vfß Mannheim; F Kornweſtheim — BfB Stuttgart; SV Neckarſulm— Karlsruher FV; Sportfreunde Eßlingen— FV Nürtingen. Die Vorbereitungen zum Mannheimer Großkampf im Boxen Die Arbeitsgemeinſchaft Mannheimer Boxvereine iſt in emſiger Vorbereitung, um den Kampfabend der deutſchen Länderſtaffel gegen die badi⸗ ſche Gaumannſchaft zu dem größten Sportereignis im unterbadiſchen Bezirk in dieſem Jahre zu geſtalten. Den Großteil der badiſchen Vertreter ſtellen die einheimiſchen Vereine, die in einem ſyſtematiſchen Kampftraining ihre Leute auf dieſe ernſte Kräfteprüfung ſchulen. Der Re⸗ präſentant in der Schwergewichtsklaſſe ſteht nun auch feſt. Döring vom Verein für Körperpflege 1886, der von einer Reiſe zurückgekehrt iſt, wird die Farben Mannheims vertreten. Es gereicht zum Stolze unſerer Vaterſtadt, daß Mannheim bis auf das Feder⸗ und Leichtgewicht ſämtliche Gewichtsklaſſen beſetzen wird. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr findet eine Generalprobe unſerer Mannheimer Bo⸗ rer auf den großen Kampfabend in Form eines Trai⸗ nings in der Stadiongymnaſtikhalle ſtatt. Unter den Au⸗ gen der geſamten Gaubehörde wird unſere Vertretung ihre derzeitige Form unter Beweis ſtellen. Der Gau⸗ ſportwart Ulmrich wird dabei die letzte Prüfung ſeiner Auswahlmannſchaft vornehmen. Sollte ſich in der Mann⸗ ſchaft eine ſchwache Stelle zeigen, wird eine Umſtellung vorgenommen. Jedenfalls wird in den Kampf Badens allerbeſte Gar⸗ nitur geſchickt werden. Auch der Schauplatz der Treffen, die Rhein⸗Neckar⸗Halle, wurde einer gründlichen Einſicht⸗ nahme unterzogen. Ihre Räumlichkeiten werden auf das vortrefflichſte ausgenutzt und ihre Platzausgeſtaltung in einer Weiſe geregelt werden, daß jeder Beſucher eine gute Ausſicht zum Ring, der in der Mitte der Halle er⸗ richtet wird, haben wird. Für die Preſſevertreter, die ſich bereits aus allen ſüdweſtdeutſchen Großſtädten angemeldet haben, wird eine beſonders günſtige Platzgelegenheit ge⸗ ſchaffen werden. Der Empfang der Gäſtemannſchaft, die direkt vom Länderkampf in Baſel kommt, ſoll würdig ge⸗ ſtaltet werden. Während ihres hieſigen Aufenthaltes wird ſie auch die bekannte Mannheimer Gaſtfreundſchaft ſchätzen lernen. Geländeritt-Aeberraſchungen Military in Döberitz Mit dem Geländeritt über insgeſamt 29 Km. wurde am Freitag bei prachtvollem Wetter die letzte Vielſeitigkeits⸗ prüfung vor den Olympiſchen Spielen fortgeſetzt. Ur⸗ ſprünglich war das Gelände bei Potsdam⸗Fahrland als Austragungsort vorgeſehen, Grundwaſſer machte jedoch eine Verlegung auf die Olympiaſtrecke auf dem Döberitzer Truppenübungsplatz notwendig. Im Beiſein von Reichs⸗ kriegsminiſter von Blomberg, des Oberbefehlshabers des Heeres General Freiherr von Fritſch, des Kom⸗ mandeurs der Kavallerieſchule Hannover Generalleutnant von Dalwigk und zahlreicher höherer Offiziere ſo⸗ wie vieler Zuſchauer erledigten die Teilnehmer ihre Auf⸗ gabe zur vollſten Zufriedenheit, wobei allerdings berück⸗ ſichtigt werden muß, daß der Kurs auf dem gleichen Ge⸗ lände gegenüber der letzten internationalen Military etwas verkürzt und durch den Fortfall einiger Sprünge erleichtert war. Die eigentlichen Schwierigkeiten lagen diesmal ledig⸗ lich in den beiden breiten Gräben. Am Klettergraben ſchied als einziger Kronprinz(Oblt. Niemack) aus. Der Rheinbaben⸗Graben mit ſeiner Breite von über 4 Metern wurde verſchiedenen Pferden zum Verhängnis. Ginſter ſchied hier nach öreimaligem Verweigern aus dem Wett⸗ bewerb, Wattenmeer unter Rittm. Lippert kam zu Fall und der nach der Dreſſur an der Spitze liegende Ka⸗ kadu zog ſich durch den Sturz ſeines Reiters, Rittm. v. Plötz, 80 Fehlerpunkte zu. Kakadu, der übrigens auch als einziges Pferd bei der Tempobewertung auf der Querfeldeinſtrecke Minuspunkte erhalten hatte, wurde durch dieſen Zwiſchenfall ausſichtslos zurückgeworfen. Eine großartige Leiſtung ſah man von dem zuerſt auf die Strecke gegangenen Vollblüter Kurfürſt unter Oblt. Neckel⸗ mann, der nicht nur ſämtliche Sprünge fehlerlos nahm, ſondern auch beim Rennbahngalopp(86.) und auf der Querfeldeinſtrecke(57.) die meiſten Gutpunkte erhielt. Der erſt ſiebenjährige Wallach rückte dadurch vom zehnten auf den dritten Platz vor. Die Spitze übernahm Preis⸗ träger unter Hauptm. Stubbendorf, der ſich beim Renn⸗ bahngalopp ebenfalls auszeichnete. Nach zwei Uebungen(Dreſſurprüfung und Geländeritt) ergibt ſich folgende Plazierung: 1. Preisträger(Hptm. Stubbendorf) Wertziffer 42; 2. Gelber Kater(tu. Huck) 53,80; 3. KHurfürſt(Oblt. Neckel⸗ mann) 56,50; 4. Fortuna(Hptm. von Langsdorff) 69,30; 5. Kakadu(Rittm. von Plötz) 78,50; 6. Wattenmeer(Rittm. Lippert) 188,50; 7. Loki(Oblt. von Trotha) 151,0; 8. Bal⸗ dur(Oblt. Brinkmann) 160,5. Wieder gegen die Schweiz Deutſchlands 41. Amateur-Vorländerkampf Wenn am kommenden Montag im Bafler Küchlin⸗ Theater die deutſche Nattonalſtaffel der Amateurboxer zum vierten Male gegen die Schweiz antritt, dann kann ſie bereits auf eine Reihe ſtolzer Erfolge zurückblicken. Seit dem erſten Kampfe einer deutſchen Länderacht im Jahre 192, der uns in Wiesbaden ebenfalls mit den Eidgenoſſen züurſammenführte, ſtiegen deutſche Vertretungen noch wei⸗ tere 38 mal in den Ring und verließen ihn in 31 Fällen als Siegern. Vier Begegnungen endeten unentſchieden und nur fünf Kämpfe wurden verloren. Gegen die Eidgenoſſen kämpften wir bisher erſt dret⸗ mal. 1922 in Wiesbaden gab es ein:8⸗Unentſchieden, ſechs Jahre ſpäter, 1928, in Genf ſiegten wir mit 14:2 Punkten. Und das 15:1 der dritten Begegnung vor weni⸗ Gewicht: Deutſchland: Fltegengewicht: Färber(Augsburg) Bantamgewicht: Rappfilber(Frankfurt) Federgewicht: O. Käſtner(Erfurt) Leichtgewicht: Schmedes(Dortmund) Weltergewicht: Murach(Schalke) Mittelgewicht: Stein(Bonn) Halbſchwergewicht: Bernlöhr(Stuttgart) Schwergewicht: Schnarre(Recklingshauſen) Deutſchland hat ſeine Mannſchaft gegenüber München in vier Gewichtsklaſſen verſtärkt, d. h. dieſe Acht ſtellt ſo ziemlich das ſtärkſte dar, was Deutſchland aufbieten kann. Hier und da iſt zwar noch eine Verbeſſerung möglich, die aber keineswegs von ausſchlaggebender Bedeutung iſt. Die Schweizer haben ihre„Münchner“ Mannſchaft nur im Weltergewicht und Halbſchwergewicht geändert. Immerhin hat Raes erſt noch einen Ausſcheidungskampf mit Stähli zu beſtehen. Der Haanpfgeiſt und die Tapferkeit der Eid⸗ genoſſen war im letzten Treffen bewundernswert. Wenn ſte in Baſel mit dem gleichen Eiſer losgehen, dann werden gen Wochen in München iſt noch in friſcheſter Erinnerung. Die deutſche Vormachtſtellung— eine ſolche beſteht im in⸗ ternationalen Boxſport ohne Zweifel— wird auch in Bafel eine erneute Beſtätigung erfahren, deſſen ſind wir uns gewiß. Die Eidgenoſſen, die ſich planmäßig auf das Boxtur⸗ nier der Olympiſchen Spiele vorbereiten, haben in Mün⸗ chen erkannt, daß ihnen die Technik des Boxens noch fehlt und wiſſen ſehr wohl, daß man dieſe nur in internatio⸗ nalen Kämpfen erwerben kann. Gerode deshalb iſt Deutſchland mit ſeiner ſtärkſten Mannſchaft der beſte und willkommenſte Gegner. Der Schweizer Olympia⸗Aus⸗ ſchuß, der Ausſcheidungskämpfe durchgeführt hat, ſchickt das allerbeſte Material in den Kampf, ſo daß ſich folgende Sbaffeln gegenüberſtehen werden: Schweiz: 5 — Stöckli(Baſel) — Bandle(Baſel) — Zurflüßh(Bern) — MRaes(Zürich) oo. Stähli(Biel) — Gerber 1.(Solothurn) — von Büren(Zürich) — Graf(Baſel) — Bürgin(Baſel) ſie in heimiſcher Umgebung, vor„ihren“ Zuſchauern viel⸗ leicht etwas günſtiger abſchneiden. In der Gefamtwertung können ſte die deutſche Staffel baum ſchlagen, es ſei denn, ein mehr als 100 v. H. Glück ſtünde ihnen zur Seſte. Im Punktgericht ſitzen zwei Franzoſen, die erſt am Kampftage namhaft gemacht werden. Wifniewſky (Kaſſel) und Ritz i(Baſel) amtieren abwechſelnd im Ring. Sekundant der Deutſchen iſt Olympiatrainer Joe Dir k⸗ ſen, der Schweizer Olympiatrainer H. Gaß. Boxſport⸗ führer Rüdiger wird die deutſche Mannſchaft nach Ba⸗ ſel, dem Mittelpunkt eidgenöſſiſchen Amateurboxſports, beglebten. 31. Deutſche Schimeiſterſchaft Nur Reichsdeutſche ſtartberechtigt Soeben ſind die Ausſchreibungen für die Deutſchen Schimeiſterſchaften 1936 erſchienen, die ihre beſondere Be⸗ deutung dadurch erhalten, daß ſie als letzte große Prü⸗ fung unſerer Olympiaanwärter vor den Olympiſchen Spielen angeſehen werden müſſen. Die ſeit 4900 ſtets international ausgetragenen Meiſterſchaften ſind erſtmalig für 1996 nur für Reichsdeutſche ausgeſchrieben worden. Wie im Vyrjahre, werden wieder vier deutſche Mei⸗ ſterſchaften zu vergeben ſein. Zunächſt einmal wird die Meiſterſchaft im zuſammengeſetzten Lauf(Lang⸗ und Sprunglauf) um den„Goldenen Schi“ vergeben, die für Läufer der Klaſſe 1 und der Altersklaſſe 1, ſofern dieſe der erſten Leiſtungsklaſſe angehört haben, ausgeſchrieben. Der zweite zuſammengeſetzte Lauf(Torlauf und Abfahrts⸗ lauf) um die„Goldene Nadel“ iſt offen für alle Läufer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Aller⸗ dings behält ſich das Fachamt vor, die Teilnehmerzahl zu beſchränken. Die dritte Meiſterſchaft iſt der zuſammen⸗ geſetzte Abfahrts⸗ und Torlauf für Frauen und ſchließ⸗ lich iſt noch die 4 mal 10 Km. ⸗Staffelmeiſterſchaft zu ver⸗ geben, für die auch ein Wanderpreis des Führers und Reichskanzlers zur Verfügung ſteht. Das Programm wird aber noch bereichert durch einen Sonder⸗Lamglauf für Läuſer der Klaſſe 1 und der Alters⸗ klaſſe 1 bis 3, einen Sonder⸗Sprunglauf für die Klaſſe 1 Kleine Sport-Nachrichten Die USal⸗Tennislehrer konnten den in Paris ausgetra⸗ genen Länderkampf gegen Frankreich mit ail gewinnen. Vines und Tilden gewannen auch die beiden letzten Ein⸗ zelſpiele gegen Plaa und Ramillon, dagegen waren die bei⸗ den Franzoſen im Doppel über das amerikaniſche Paar Lott⸗Stoefen erfolgreich. Die Nordmark⸗Fußballelf zum rückſtändigen Bundes⸗ pokalſpiel gegen Oſtpreußen(20. Oktober in Schwerin) wurde wie folgt aufgeſtellt: Kath; Henneberg, Mundt; Amann, Luchs, Schindowfki; Richter, Heine, Seeler, Hunk, Gerbe. Bei den Berliner Boxkämpfen am 18. Oktober im „Spichernring“ werden der Berliner Mittelgewichtler Er⸗ win Bruch und Belgiens früherer Europameiſter Adrien Annet den Hauptkampf beſtreiten. Beck(Düſſeldorf) und Bernhardt(Leipzig) beſtreiten einen Ausſchei⸗ dungskampf zur deutſchen Federgewichtsmeiſterſchaft. Europameiſter Guſtav Eder wird Mitte November in Köln boxen. Da man für ihn keinen gleichwertigen Mann der Weltergewichtsklaſſe auftreiben kann, ſoll ſein Gegner der italieniſche Mittelgewichtsmeiſter Roechi ſein. Prüfungs⸗Abnahme im Nadfahren für das Reichsſport⸗Abzeichen Am Sonntag, dem 18. Oktober, 8 Uhr, erfolgt in dieſem Jahre die letzte Abnahme⸗Prüfung im Radfahren für das Reichsſport⸗Abzeichen. Treffpunkt iſt das Kriegerdenkmal bel der End⸗Halteſtelle der Elektriſchen Straßenbahn in Sanoͤhofen. Diesmal ſiegte Württemberg Bei ihrem zweiten Start in Weſtdeutſchland waren die witritembergiſchen Amateurboxer erfolgreicher als am voraufgegangenen Tage in Eſſen, wo ſie gegen die Staffel des Gaues Niederrhein mit 5111 Punkten unterlagen. In Krefeld ſtellbe allerdings der Gau Niederrhein am Frei⸗ tagabend eine zweite Garnitur in den Ring, die mit 816 Punkten knapp geſchlagen blieb. Den beſten Kampf lie⸗ ferten ſich die Schwergewichte Fels(Vierſen) und Leiſer (Stuttgart). Fels ging aus dieſem Kampf als Punkt⸗ ſteger hervor. Vorher war der Federgewichtskampf wegen boxeriſchem Unvermögen zwiſchen Bamdel(Stuttgart) und dem Krefelder Heinen ohne Entſcheidung gegeben worden. In einem Einlagekampf ſchlug der deutſche Schwergewichts⸗ meiſter Runge(Elberfeld) den Dortmumder Drewutzki klar nach Punkten. Die Ergebniſſe vom Fliegen⸗ bis Schwergewicht: äußler(Stuttgart) ſchlägt Schiffer(Gladbach) n.., 19 55(Stuttgart) und Limbach(krefeld) machen untent⸗ ſchieden, Bandel(Stuttgart)— Heinen(Krefeld) ohne Entſcheidung, Wüſt(Ulm) ſchlägt Herchenbach(Elberfeld) durch Disqualifikation wegen zu langer Bandagen, Knoth (Düſſeldorf) und Gurray(Cannſtadt) machen unentſchie⸗ den, Loibl(Ulm) ſchlägt Hollenbender(Grefeld) n.., Roſenkranz(Barmen ſchlägt Hölz(Stubtgart) n.., Fels (Vierſen) ſchlägt Leiſer(Stuttgart n. P. und die Jungmaunenklaſſe, und einen 80 Km.⸗Dauerlouf für Läuter über 23 Jahre. In Oberſtdorf, der Austragungsſtätte der Meiſterſchaf⸗ ten 1986, ſind unterdeſſen die Vorbereitungen ſchon mächtig fortgeſchritten. Die Landlaufſtrecken wurden bereits feſt⸗ gelegt. Der 18 Km.⸗Langlauf führt in Richtung Walſer⸗ ſchanze, Schrattenwang und Burgſtall. Der Staffellauf wird auf zwei Teilſtrecken, der 50 Km.⸗Lauf im Kreiſe um Oberſtdorf ausgetragen. Die verbeſſerte Schattenberg⸗ ſchanze für die Sprungläufe läßt Weiten bis zu 70 Meter zu. Der Abfahrtslauf wird am Söllereck ausgetragen, wo eine.5 Km. lange Strecke mit 960 Meter Höhenunter⸗ ſchied ausgewählt wurde. Die allgemeine Leitung hat der Fachamtsleiter Joſef Maier(München), Sportwart Ba⸗ ron Le Fort hat die ſportliche Leitung in Händen. Hampf⸗ und Schiedsgericht wurden ebenfalls ſchon feſtgelegt. Siege und Niederlagen Deutſche Ringer in Schweden Der größte Teil der augenblicklich in Schweden wei⸗ lenden deutſchen Ringer beteiligte ſich auch in Eskilſtung an einem internationalen Turnier. Die deutſchen Meiſter Hering, Schwartzkopf und Hornfiſcher waren ſiegreich, während Laudien und Seelenbinder geſchlagen wurden. Bemerkenswert iſt der glatte Punktſieg Hornfiſchers über den Schweden Rudolf Spenſſon, dem er an den Vortagen zweimal nach Punkten unterlag. Im Leichtgewicht trat der deutſche Meiſter Schwartzkopf (Koblenz) zweimal an. V. Kumlin(Eskilſtuna) warf er ſchun nach 345 Minuten. Gegen den ſtarken Finnen Hoſkelo hatte der Weſtdeutſche ſchwer zu kämpfen, um mit :1 knapper Punktſteger zu werden. Meiſter Sebaſtian Hering(München) holte ſich im Federgewicht gleichfalls einen entſcheidenden Sieg. Dem Schweden B. Johanſſon kommte er nach 14:45 Minuten eine Schulterniederlage bei⸗ bringen. Laudien(Wilhelmshaven) verlor im Mittel⸗ gewicht gegen O. Kumlin(Eskilſtuwa) mit:8 glatt nach Punkten. Auch der Halbſchwergewichtsmeiſter Seelen⸗ binder(Berlin) blieb ohne Sieg. Allerdings hatte er in dem Europameiſter Cadier(Schweden) einen ganz hervor⸗ ragenden Gegner, dem er zwar großen Widerſtand leiſtete, aber eine:8 Niederlage nicht verhindern konnte. Mit Spannung ſah man im Schwergewicht der dritten Begeg⸗ nung zwiſchen Europameiſter Hornfiſcher und dem Schwe⸗ den Rudolf Svenſſon entgegen. Zweimal hatte der Schwede den Nürnberger nach Punkten bezwungen. Im dritten Kampfe zeigte ſich Hornfiſcher wieder von ſeiner beſten Seite und erhielt mit:0 einen überlegenen Punktſieg zuge'prochen. Ein ſuspendierter Weltmeiſter Im Verlauf der Fechtwettkämpfe der Studenten⸗Wolt⸗ meiſterſchaften in Budapeſt ließ ſich der junge ungariſche Fechtmeiſter Geverich zu einer groben Unſportlichkeit hinreißen. Mit einer Entſcheidung des Unparteitſchen nicht einverſtanden, warf er ſeine Maske zu Boden. Jetzt befaßte ſich der Ungariſche Fechtverband mit dieſer An⸗ gelegenheit und ſuspendterte Geverich, der nach Fortſetzung der Wettkämpfe Weltmeiſter geworden war, auf die Dauer von vier Monaten. Infolgedeſſen wird Ungarn am 19. Ok⸗ tober in München ohne Geverich gegen Deutſchland zum Länderkampf antreten müſſen. —— in . sagt vom OPEL Typ Olympia, er sei ein ausgesprochener Gebrauchstyp und in dieser Hinsicht eines der vollkommensten Fahrzeuge, das die internafionale Aufomobilindustrie in PE L. MACHEN SIE EINE UNVERBINDIICHE PRNOBE FAHRT „M impin Mann, der tausend Wagen kennt, dieser Preislage zu bieten vermag. Eine fach- männische Feststellung, vollgültig bestätigt durch die guten Erfahrungen von fausenden zufriedener Typ Olympias- Besitzer. 2 5 0 FUE RM 2500 Af WERR als Cabriolet-· Limousine und jetzt auch als Limousine Sennett E Ralau v. Hofe G. m. b.., Spell Großhendel, Merrheirn, T&, 51S. Neureitllch eingerichtete Spezlal- Werkstätten, reichhaltiges Original-Opel-Ersatzteillager. Fernsprectier 213 33/36. FrigB Hartmann, Aforisierfer Opelhetdler u. Spe zlelwerks fete, Seckerhheirnier Str. SS, Fermspt echer 40518 A.& H. Hartmann, Auflo-sSch mitt, OPelhSndler, Augertfensfrase 97/00, Fernsprscher 20 84 MAU Heim- RSferfal am Halfepunkf, Fernsprecher 557 02 6. Seite/ Nummer 471 eee Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 12. Oktober 193 — Die Eingeborenen in Indien ſind in vielen Gegenden auf die Elefanten ſchlecht zu ſprechen. Denn dieſe Dickhäuter ſind oft rückſichtslos genug, die Reisfelder zu zertrampeln, wenn ſie ſo in ganzen Herden vorbeiziehen. Schon ſeit langer Zeit beſteht daher bei den Indern der Brauch, gegen die Elefan⸗ teuplage mit Mäuſen anzugehen. Beſonders weiße Mäuſe können die gewaltigen Dickhäuter nicht aus⸗ ſtehen. Dieſen kleinen Tieren gegenüber fühlen ſich dieſe Koloſſe völlig wehrlos, ſie fangen an zu zittern, wenn ſie ſie ſehen, und ergreifen die Flucht. Die Inder, die Reisfelder zu ſchützen haben, ſetzen daher in ihren Anlagen weiße Mäuſe aus. Damit bewah⸗ ren ſie ihre Saaten tatſächlich davor, von den Ele⸗ fanten zertrampelt zu werden. Aber dabei bleibt es meiſt nicht, ſondern die Eingeborenen legen auch noch Fallgruben an, in die die erſchreckten Dickhäuter auf ihrer Flucht vor den weißen Mäuſen hineinfallen. In manchen Gegenden wurde der Fang von Elefan⸗ ten überhaupt nur auf dieſe Weiſe ausgeführt. Vor einiger Zeit hat nun die engliſche Regierung ein⸗ gegriffen, um den Tieren des Dſchungels einen ge⸗ wiſſen Schutz vor den blindwütigen Nachſtellungen durch die Eingeborenen zu gewähren. Sie verbot kurzerhand dieſe Art von Jago auf die Dickhäuter mit Hilfe weißer Mäuſe. Die erlaſſenen Beſtimmun⸗ gen machten zwar böſes Blut, aber die Engländer blieben feſt. Doch auch die Eingeborenen wußten ſich zu helfen— ſie tun ganz ſo, als wäre ihnen von dem ganzen Geſetz nichts bekannt und gehen ſeelen⸗ ruhig weiter auf die Elefantenjagd mit weißen Mäuſen. 5 — Die militäriſchen Beobachter und Sachverſtän⸗ digen, die den Probeflügen eines neuerworbenen däniſchen Marineflugbootes über dem Oereſund in der Nähe von Kopenhagen beiwohnten, wurden Zeugen eines ſeltſamen Flugunglückes, das um ein Haar das Leben des Piloten gekoſtet hätte. Die neue Maſchine wurde von einem Marinsleutnant geſteuert, oer als außerordentlich erfahren und zu⸗ verläſſig gilt. Er hatte bereits mehrere gefährliche Zerreißproben mit beſtem Erfolg durchgeführt, als er, in zwanzig Meter Höhe über dem Meeresſpie⸗ gel, plötzlich die Kontrolle über die Maſchine verlor. Sie ſchwankte beängſtigend, neigte ſich ſchließlich über und ſtieß mit großer Wucht ins Meer. Inner⸗ halb von Sekundenbruchteilen war das Flugboot den Blicken der entſetzten Zuſchauer entſchwunden. Es wurde ſofort Alarm gegeben und mehrere Ret⸗ tungsboote fuhren mit höchſter Geſchwindigkeit zur Stelle des Unglücks. Bange Augenblicke vergingen. Was war geſchehen?! Würde es der Pilot noch fer⸗ tigbringen, ſich an die Waſſeroberfläche zu retten? Alles atmete erleichtert auf, als endlich der Kopf eines Schwimmers in den Wellen ſichtbar wurde. Es war tatſächlich der abgeſtürzte Marineleutnant. Er wurde von einem der Rettungsboote aufgefiſcht und konnte ſchon gleich danach ſeinen Vorgeſetzten über ſein Abenteuer Bericht erſtatten. Es ſtellte ſich heraus, daß der Leutnant während des Fliegens Jas Encle cle Resclmecle qnetna q e n Neue Heiratsgesetze in Schottland in Aussicht— Keine übereilten Eheschliegungen mehr London, im Oktober. Gooͤfrey Collins, der Miniſter für Schottland, hat es durchgeſetzt, daß die ſchottiſchen Heiratsgeſetze durch eine Studienkommiſſion überprüft werden mit dem Ziele, ſie in verſchiedenen Punkten abzu⸗ ändern. Beſonders ſoll das Privileg des Schmiedes von Gretna Green einer ge⸗ nauen Nachprüfung unterzogen werden. Schon lange wußte man, daß die in Gretna Green geſchloſſenen Ehen beim Staate nicht beliebt waren. Der wackere Schmied nämlich traute bisher jeden, der nur über irgendwelche Papiere verfügte. Tra⸗ fen ſich irgendwo zwei Menſchen, die ohne große Ueberlegung Gefallen aneinander fanden und der Stimme des Augenblicks folgend ſich bereitfanden, einander zu heiraten, ſo fuhr man in jedem Falle, in dem die Eltern die Zuſtimmung zu der Verbin⸗ dung verſagten, nach Gretna Green, entrichtete eine halbe Guinee und ließ ſich über dem Amboß trauen. Romantiſch war zwar eine ſolche Eheſchließung, aber das war auch alles. Hätte der Schmied von Gretna Green auch die Lizenz gehabt, die bei ihm geſchloſſenen Ehen wieder zu löſen, ſo wäre dies unbedingt das beſſere Geſchäft geweſen, denn es hat ſich im Laufe der Zeit herausgeſtellt, daß viele der hier geſchloſſenen Verbindungen ſchon nach kurzer Zeit wieder in die Brüche gingen. Sowie nämlich der romantiſche Hauch ver⸗ flogen war und der Ernſt des Lebens an die jun⸗ gen Eheleute herantrat, ſtellten ſich jene Wider⸗ ſprüche ein, die naturnotwendig zu einem Bruch führen müſſen. Der Staat aber legt Wert auf Ehen, Beſtand ſind und nicht nur wenige Monate oder Jahre halten. So wird denn auch hier verlangt, daß die Eltern ihre Zuſtimmung zur Eheſchließung die von . dc èͤ GGG ĩã èͤĩd Cc TdꝓaabT0T0TPTPTGTGTGTGTGTꝙTGTꝙTPTGT0TTbTbT'' einen unerklärlich heftigen ſtarrkrampfartigen An⸗ fall von Hexenſchuß erlitten hatte, durch den er völ⸗ lig gelähmt worden war. Er hatte nicht mehr die Kraft, das Höhenſteuer zu betätigen, und ſo konnte ihm die Maſchine entgleiten. Erſt als ihn die kal⸗ ten Meeresfluten umſpülten, löſte ſich die Starre wieder. Er ſchnallte ſich frei und war nun imſtande, den Führerſitz zu verlaſſen. Da er ein guter Schwimmer iſt, konnte er nunmehr auch mit einiger Mühe die Waſſeroberfläche erreichen. Er hat bei dem Abſturz nicht die geringſte Verletzung davonge⸗ tragen. Seine Maſchine allerdings iſt ſtark beſchä⸗ digt, ſo daß es zweifelhaft erſcheint, ob ſie nach ihrer Bergung inſtandgeſetzt werden kann. * — Ein neuer Prinz von Wales— das iſt die überraſchende Ueberſchrift eines Aufſatzes, in dem die verbreitete Londoner Wochenſchrift„Tit⸗Bits“ von der großen Wandlung erzählt, die ſich im Prin⸗ zen von Wales in den letzten Jahren vollzogen Jugendlicher geben. Zu mehr als ſechzig vom Hun⸗ dert beſtehen die Partner der in Gretna Green ge⸗ ſchloſſenen Ehen aus jungen Leuten unter 20 Jah⸗ ren, die dieſen Weg wählten, um die elterliche Er⸗ laubnis zu umgehen. Vor dem Jahre 1754 wurden ſolche Ehen auch in London im„Fleet⸗Priſon“ geſchloſſen. Hier wurden junge Leute ohne elterliche Erlaubnis getraut, wenn ſie nur die anderen Bedingungen erfüllten. Erſt als Lord Hardwick in dem genannten Jahre ein Geſetz erwirkte, das die elterliche Erlaubnis zur Vorausſetzung für die Eheſchließungen Jugendlicher machte, war es unmöglich, ſich in London zu ver⸗ heiraten, wenn man nicht großjährig war. Dieſe Bedingung galt nicht für den Schmied von Gretna Green, deſſen Privileg nicht anzutaſten war und deſſen Haus ſchön bequem auf der Grenze zwiſchen Schottland und England ſtand. Die Verhältniſſe be⸗ günſtigten ihn alſo, und das Haus an der Grenze kam in Mode. Die Handlung war ſehr einfach. Die Heiratsluſtigen klopften an das Feuſter der Schmiede, gewöhnlich zur Nachtzeit, und der Schmied öffnete ihnen. Unter dem Dach der Werkſtatt und über dem Amboß legte der lange bärtige Mann die Liebesleute ineinander, ſprach ſeinen Segen, und die Ehe war geſchloſſen. Dann hielt er nur noch die Hand auf, um die halbe Guinee Honorar hinein⸗ gleiten zu laſſen. Bis in die neueſte Zeit hinein ſind in Gretna Green etwa jährlich zweihundert⸗ fünfzig Ehen geſchloſſen worden. Nun alſo ſoll die romantiſche Eheſchmiede ver⸗ ſchwinden. Es iſt klar, daß ſich die Leute von Gretna Green dagegen wehren werden, aber ſie werden dem Zuge der Zeit weichen müſſen, der verlangt, daß Ehen nicht leichtſinnig geſchloſſen werden. Und ſo wird vielleicht auch der jetzige Schmied von Gretna Green zum Amboß zurückkehren, der bisher nur ein Symbol und nicht Arbeitsgerät war. hat.— Es war einmal, ſo heißt es da, ein junger Prinz, den jedermann in England für ein„reizen⸗ des Kerlchen“ erklärte. Der Prinz tanzte und ritt, verkehrte in Nachtklubs, reiſte in der. Welt herum und wurde dort öraußen„Englands lachender Bot⸗ ſchafter“. Unzählbar waren die Lichtbilder, die ihn in Geſellſchaft ſchöner Frauen oder beim neueſten Sport zeigten, oder auch, wie er vom Gaule fällt, aber immer mit dem geſunden feinen Lächeln, das alle Welt entzückte. Auf ſeiner großen Reiſe nach Nordamerika bezauberte er auch dort die Leute, man wollte ihn gar nicht weglaſſen, und die Ge⸗ rüchte über ſeine„Verlobungen“ nahmen kein Ende. Er war ein richtiger Märchenprinz, deſſen Daſein in eitel Glück und Sonnenſchein getaucht war.— Aber die Jahre gingen dahin und eines Tages er⸗ regte es Aufſehen, als der Prinz einen vorlauten Lichtbildner hart anfuhr und ſich verbat, daß er immer nur als„Amüſter⸗Prinz“ gezeigt würde. Er blieb noch immer der feſſelnde Geſellſchafter, aber Goltesbienſt- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 13. Oktober 1935 Trinitatiskirche:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Bodemer; 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Dr. Engelhardt; 11.15 Kinder⸗ gottesdienſt, Vikar Bodemer. 1 Jungbuſchpfarrei: 11.20 Chriſtenlehre für männl. Jugend, Pfarrer Speck; 12 Chriſtenlehre für weibliche Jugend, Pfarrer Speck. Konkordienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Horch: 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Bauer; 11.15 Chriſtenlehre für Knaben, Pfarrer Horch u. Vikar Brenner; 12 Chriſten⸗ lehre für Mädchen, Pfarrer Horch und Vikar Brenner; 6 Abendgottesdienſt, Vikar Bauer. Chriſtuskirche: 8 Frühgottesdienſt, Vikar Hauck, 10 Haupt⸗ gottesdienſt, Pfarrer Dr. Weber; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Vikar Hauck. 8 Neuoſtheim: 10 Uhr Hauptgottesdienſt, Vikar Hauck; 11.80 Kindergottesdienſt. Friedenskirche:.30 Chriſtenlehre der Südpfarrei in der Kirche, Pfarrer Bach;.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Rupp: 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Rupp; 10.45 Chriſtenlehre der Nordpfarrei in der Kinderſchule, Weidenſtraße 18, Pfarrer Zahn. 5 3 Johanniskirche: 10.00 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Emlein; 11.15 Chriſtenlehre für Knaben und Mädchen, Pfarrer Joeſt; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Schoener; 11.15 Chriſtenlehre f. Knaben, Pfarrer Emlein; 11.45 Chriſten⸗ lehre für Mädchen, Pfarrer Emlein; 6 Abendgottesdienſt, Vikar Ochs. 5 Lutherkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Frantzmann; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Höfer; 11.15 Chriſten⸗ lehre, Pfarrer Frantzmann und Pfarrer Walter. Gemeindehaus Eggenſtraße 6: 9 Gottesdienſt, Vikar Höfer. Melauchthonkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Heſſig: 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Schleſinger; 11.15 Chri⸗ ſtenlehre, Pfarrer Hahn. 5 5 Gemeindehaus Zellerſtraße 34:.30 Gottesdienſt, Pfarrer Hahn; 11.15 Chriſtenlehre, Pfarrer Heſſig. Städt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfarrer Haas. Diakoniſſenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfarrer Scheel. Feudenheim: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Vogel; 11 Kinder⸗ gottesdienſt, Vikar Vogel; 11 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfarrer Kammerer. 5 Friedrichsfeld:.30 Feſtgottesdienſt, 9. kirchlicher Heimat⸗ tag(Evang. Kirchen⸗ und Mädchenchor), Pfr. Schönthal: 10,45 Kindergottesdienſt, Pfarrer Schönthal; nachm..00 Ehriſtenlehre, Pfarrer Schönthal. 1 Käfertal: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Adelmann: 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Adelmann;.15 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfarrer Schäfer;.00 Einführungsgottes⸗ dienſt für Konfirmanden, Pfarrer Schäfer;.00 Abend⸗ gottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Käfertal⸗Süd: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Gſcheidlen; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Neckarau:.30 Chriſtenlehre, Pfarrer Gänger und Pfarrer Kühn;.30 Hauptgottesdienſt, Vikar Schmitt; 10.30 Kin⸗ dergottesdienſt Nordpfarrei, Pfr. Gänger; 11.15 Kinder⸗ gottesdienſt Südpfarrei, Pfarrer Kühn. Gemeindehaus Speyerer Straße 28:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrvikar Müller; 10.30 Uhr Chriſtenlehre, Pfarrvikar Müller; 11 Kindergottesdienſt, Pfarrvikar Müller. Rheinau: 9 Chriſtenlehre ſ. Knaben, Vikar Seel; 10 Haupt⸗ gottesdienſt, Pfarrer Vath; 11 Chriſtenlehre f. Mädchen, Pfaxrer Vath: 11.30 Kindergottesdienſt, Pfr. Vath. Pfingſtberg:.00 Gottesdienſt, Pfarrer Vath: 10 Kinder⸗ gottesdienſt, Vikar Seel, Sandhofen:.30 Uhr Hauytgottesdienſt cröffnungsgottesdienſt, Pfarrer Bartholomä, Chriſtenlehre, Pfarrer Bartholomä; dfenſt, Pfarrer Bartholoma. Seckenheim: 9 30 Hauptgottesdienſt, Vikar Enderle; 12.80 Kindergottesdienſt, Vikar Enderle; nachm 1 Chriſten⸗ lehre für Knaben, Vikar Enderle. Pauluskirche Waldhof:.45 Chriſtenlehre(Südpfarrei), Pfarrer Lemme;.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Lemme; 16.45 Chriſtenlehre(Nordpfarrei), Pfr. Clormann; 10.45 Kindergottesdienſt, Pfarrer Lemme. 3 Waldhof, Waldſchule Gartenſtadt:.90 Frühgottesdtenſt, Pfarrer Clormann. Wallſtadt:.00 Chriſtenlehre, Pfarrer Münzel;.30 Haupt⸗ gottesdienſt, Pfarrer Münzel; 10.30 Kindergottesdienſt, Pfarrer Münzel. (Konfirmanden⸗ anſchließ. 11.30 Kindergottes⸗ Wochengottes diente: Trinitatiskirche: Dienstag 8 Abendgottesd., Vikar Schulze; Mittwoch vorm. 7 Morgenandacht. Konkordienkirche: Donnerstag abd. 8 Andacht, Pfr. Horch. Chriſtuskirche: Mittwoch abend 8 Andacht(Lukas⸗Evange⸗ lium), Pfarrer Dr. Weber. Friedenskirche: Montag bis Samstag 8 Abendandacht. Johanniskirche: Donnerstag abend 8 Bibelſtunde, Vikar Schoener. Lutherkirche: Mittwoch abend 8 Andacht, Pfarrer Jundt. Melanchthonkirche: Samstag abend 8 Wochenſchlußandacht, Pfarrer Heſſig. Fendenheim: Donnerstag vorm..15 Uhr Morgenandacht, Pfarrer Kammerer. Käfertal: Donnerstag 8 Abendgottesd., Vikar Gſcheidlen. Freitag abend 8 Bibelbeſprechung, Pfarrer Schäfer. Käfertal⸗Süd: Mittwoch 8 Abendgottesd., Vikar Gſcheidlen, anſchlteßend Frauenabend. Matthäuskirche Neckaran: Donnerstag.45 Abendgottes⸗ dienſt, Vikar Schmitt. Gemeindehaus Speyererſtr. 28: Mittwoch 8 Abendgottes⸗ dienſt, Pfarrvikar Müller. Rheinau: Donnerstag abend 8 Andacht, Vikar Seel. Gemeindehaus Pfingſtberg: Mittwoch abend.00 Andacht, Vikar Seel. Sandhofen: Donnerstag abd. 8 Andacht, Pfr. Bartholomä. Pauluskirche Waldhof: Mittwoch abend 8 Andacht in der Kirche, Pfarrer Lemme.. Waldſchule Gartenſtadt: Mittwoch abend 8 Andacht, Pfarrer Clormann. i Vereinigte evangeliſche Gemeinſchaften Evang. Verein für Innere Miſſion A.., Stamitzſtraße 13 (Inſp. Stöckle): Sonntag.00 und Donnerstag.15 Ver⸗ ſammlung.— Schwetzinger Straße 90: Sonntag 3 und Dienstag.15 Verſammlung.— K 2. 10(Stadtmiſſionar Keidel): Sonntag 8 u. Donnerstag.15 Verſammlung. Freitag abend 8 Uhr Bibelſtunde für junge Männer.— Neckaran, Fiſcherſtraße 31(Stadtmiſſionar Welk): Sonn⸗ tag 8 u. Dienstag.15 Verſamml.— Rheinau, Däniſcher Tiſch: Sonntag 3 u. Mittwoch.15 Verſamml.— Pfingſt⸗ berg, Herrenſand 42: Alle 14 Tage Donnerstags.15 Ver⸗ ſammlung.— Lindenhof, Bellenſtraße 52: Sonntag 8 und Freitag.15 Verſammlung.— Seckenheim, Kinderſchule: Donnerstag 8 Verſammlung.— Sandhofen, Kinderſchule: Sonntag 3 und Mittwoch 8 Verſammlung.— Waldhof: Freitag.45 Verſammlg.— Feudenheim, Untere Kinder⸗ ſchule: Sonntag und Dienstag 8 Verſammlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda Heim“, I. II. 4. Sonntag 2 Kinderſtunde: 4 Bibelſtunde für jg. Mädchen: abends 8 Evangeliſationsvortrag.— Dienstag abend 8 Männerſtunde.— Mittwoch abend 8 Uhr Gebetsſtunde. — Donnerstag nachm. 4 Frauenbibelſtunde.— Käfertal⸗ Std, Dürkheimer Straße 32: Montag abend 8 Evange⸗ liſationsvortrag.— Almenhof, Schillerſchule: Montag abend 8 Evangeliſationsvortrag.— Scharhof⸗Sandhofen: Dienstag abd. 8 Evangeliſationsvortrag.— Pfingſtberg, Oſterſtraße 30: Donnerstag abend 8 Evangeliſations⸗ vortrag.— Neckarau, Kirchgartenſchule: Freitag abend 8 Evangeliſationsvortrag. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Haus Salem“, K 4 Nr. 10. Sonntag nachm. 2 Sonntagsſchule;.30 Jungmänner⸗ ſtunde; 4 Jugendbund für jg. Mädchen; abends 8 Ernte⸗ dankfeſt. Dienstag abend.00 Gebetsſtunde. Mittwoch nachm. 5 Mädchen u. Knabenſtunde; abends 8 Männer⸗ ſtunde; abends 8 Jugendbund für junge Mädchen. Don⸗ nerstag nachm. 4 Frauenſtunde; abends 7 Freundeskreis für junge Mädchen;.00 Blaukreuzſtunde.— Käfertal, Sonnenſchein P bei Habermeier: Sonntag nach Sonntagsſchule; 3 Verſammlung.— Almen wörthſtraße 218 bei Reißner: Montag abend 8 Ve lung.— Pfingſtberg, Strahlenburgſtraße 13: abend.15 Verſammlung.— An den Kaſernen 12 bei Scheppner: Mittwoch abend 8 Verſammlung.— Sand⸗ hofen, Sandhofer Straße 297 bei Niebel: Freitag abend 8 Uhr Verſammlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft der Lievenzeller Miſſion und Jugendbund für entſchiedenes Chriſtentum, Lindenhof⸗ ſtraße 34: Sonntag abend 8 Wortverkündigung(Pfarrer Rupp). Montag abend 8 Frauenſtunde. Dienstag abend .15 Bibelſtunde, Fahrlachſtraße 13, bei Dörr.— Mitt⸗ woch abend 8 Bißelſtunde. Samstag abend.15 Männer⸗ bibelſtunde.— Ingendbund für EC: Sonntag nachm. 4 und Donnerstag abend 8 für Jungfrauen. Neckar⸗ ſtadt, Ühlandſtraße 41, part.: Donnerstag abend 8 Uhr Dienstag Bibelſtunde.— Maunh.⸗Fendenheim, Schwauenſtraße 30: Sonntag abend 8 Wortverkündigung. Mittwoch abend 8 Frauenbibelſtunde.— Wallſtadt, Atzelbuckelſtr. 4: Sonn⸗ tag nachm..30 und Dienstag abend.30 Bibelſtunde. Evang.⸗luth. Gemeinde (Diakoniſſenhauskapelle K 7. 29). Sonntag(Erntedanfßfeſt) nachm. 5 Uhr Predigt, Pfarrer Fritze. Evangeliſche Freikirchen Methobiſten⸗ Gemeinde, Eben⸗Ezer⸗ Kapelle, Augartenſtr. 26. Sonntag vorm..45 Predigt, Prediger F. W. Müller; 11 Sonntagsſchule; abends.30 Geſangsgottesdienſt.— Montag abend 8 Jugendgottesdienſt.— Mittwoch abd. 8 Bibel⸗ u. Gebetsverſammlung.— Donnerstag nachm. 3 Frauen⸗Miſſionsverein. Evang. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten(Baptiſten), Mannheim, Max⸗Joſeph⸗Straße 12. Sonntag vorm..90 Gottesdienſt u. Abendmahl; 11 Sonntagsſchule; nachm. 4 Verſammlung. Thema:„Die Ernte Gottes“, anſchließend Erntedankfeſtfeier. Montag abend 8 Männerbibelkreis. Mittwoch abend 8 Bibel⸗ u. Gebetsſtunde. Freitag abd. 8 Jugendverſammlung. Evangeliſche Gemeinſchaft, Mannheim, U 3. 28. Sonntag vorm..30 Predigt, Prediger Sautter; 10.45 Sonntags⸗ ſchule; nachm. 3 Uhr Knabenſtunde; abends.30 Predigt, Br. Gähr. Mittwoch abend 8 Bibelſtunde. Donnerstag nachm. 4 Frauenmiſſionsſtunde; abends 8 Jungfrauen⸗ Miſſionsſtunde. Freitag nachm. 5 Religionsunterricht. Adventgemeinde Maunheim, J 1. 14: Sonntag vorm. 10 Chriſtenlehre. Dienstag abend 8 Bibelſtunde. Freitag abend 8 Gemeinde⸗Jugenddienſt. Samstag vorm. 9 Uhr Sabbatſchule; 10 Predigt, Pred. W. Edener. Blaukrenzverein Mannheim I, Meerfeldſtraße 44. Hths.: Montag abend 8 Bibel⸗ und Gebetsſtunde.— Mittwoch nachm. 4 Hoffnungsbund; abends 8 Blaukreuzverſammlg. Donnerstag nachm. 3 Frauenſtunde. Die Heilsarmee, C 1. 15. Sonntag vorm..30 Heiligungs⸗ verſammlung; nachm. 4 Freigottesdienſt am Stephanien⸗ ufer; abends 8 Heilsverſammlung.— Mittwoch abend 8 Aufführung:„Dank der Einſamen“.— Freitag abend 8 Heiligungsverſammlung. Kirche Jeſu Chriſti, der Heiligen der letzten Tage Alphornſtraße 13. Sonntagsſchule(f. Kinder u. Erwachſene) vorm. 10.30—12; 19: Predigtverſamml. Mittwoch 19.30 Fortbildungsverein. Neu⸗Apoſtoliſche Kirche Mannheim⸗Stadt, Kirche Ecke Langeröbtter⸗ u. Moſelſtraße. Sonntag vorm. 9 und nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abd. 8 Gottesdienſt.— hm.⸗Sandhofen. Zwerchgaſſe 16: Sonntag vorm..30 u. nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottesdienſt.— Maunh.⸗ Neckarau, Gießenſtr. 1: Sonntag nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abend.45 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Friedrichsfeld, Neudorfſtr. 68: Sonntag nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottes⸗ dienſt.— Mannheim ⸗Seckenheim, Kloppenheimerſtr. 37: Gottesdienſt. Die Chriſtengemeinſchaft, L 2, 11 Bewegung zur religiöſen Erneuerung. Sonntag vorm. 10.00 Menſchenweihehandlung mit Predigt: 11 Sonntagsfeier für Kinder.— Mittwoch vorm. 9 Uhr Menſchenweihehandlung; abends.15 Vortrag Schulz: „Die Geſtalt des Mephiſtopheles in Goethes Fauſt“. Katholiſche Gemeinde Sonntag, 13. Oktober(18. Sonntag nach Pfingſten) Obere Pfarrei, Jeſuitenkirche: von 6 an Beichtgelegenheit; 6 Frühmeſſe;.45 hl. Meſſe;.30 Singmeſſe mit Predigt; .30 Kindergottesdienſt mit Predigt;.30 Hauptgottes⸗ dienſt mit Predigt und Amt; 11 hl. Meſſe mit Predigt; nachm. 2 Chriſtenlehre für Jünglinge;.30 Corporis⸗ Chriſti⸗Bruderſchaftsandacht mit Segen; abends.30 Roſenkranzandacht mit Segen, ebenſo jeden Abend. St. Sebaſtianuskirche, Untere Pfarrei: 6 Frühmeſſe und Beginn der Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Hauptgottesdienſt mit Predigt u. Amt; 11 Kindergottesdienſt mit Predig; 12 Chriſtenlehre für Jünglinge; nachm..30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen; abends.30 Roſenkranzandacht. St. Jakobuspfarrei, Neckarau: 6 Frühmeſſe:.45 hl. Meſſe St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ St. Laurentinspfarrei Käfertal: 6 hl. Meſſe;.30 Beichte St. Peter und Paul. Fendenheim:.30 hl. Beichte; 600 St. Bartholomäuskirche Sandhofen:.90 Beichtge legenheit St. Antonins. Rheinau: 6 hl. Beichte; 7 Frühmeſſe! 8. St. Aegidius. Seckenheim: 7 Frühmeſſe:.30 Schülergottes⸗ St. Bonifatinskirche. St. Thereſia nom Kinde Jeſu, Pfingſtherd(Feſt der hl, St. Paul, Almenhof: 7 Frühmeſſe:.90—.30 Beichte;.0 Pfarrkuratie St. Hildegard, Käfertal: Nanes Tnerofſen⸗Krau kenhaus Mannheim:.30 hl. Meſſe: ſeine nähere Umgebung bemerkte, wie ein andere Ausdruck in ſeine Augen trat. Als er 34 Jahre alt war für die große Menge noch immer der reizende Kerl“ und der Märchen⸗Prinz, wurde er plötzlich don einer großen Jagd in Afrika abberufen, weil gen Vater, König Georg, ſchwer krank war. Die gewal. tige Verantwortung, die damals zum erſten Male vor ſeine Augen trat, machte den jungen Prinzen zum reifen Mann. Hinzu kam die ſchwere Krie welche bald nach dem Kriege über dem ganzen eng. liſchen Lande laſtete. Eines Tages auf einer Reiſe in einer nördlichen Provinz beſtand er zum ärger⸗ lichen Staunen ſeines Gefolges darauf, in einem Bergwerksbezirk ſich mit den Bergarbeitern in ihren Wohnungen ganz unmittelbar in Verbindung zu ſetzen. Auf die Einwände ſeiner Ratgeber ant⸗ wortete er mit einem jetzt berühmt gewordenen Worte:„Ich muß die Dinge mit meinen eigenen Augen ſehen!“ Damit war ein„neuer“ Prinz von Wales geboren. Er iſt ſeitdem viel im Lande un⸗ terwegs und ſah oͤie Dinge wirklich mit ſeinen Augen an. Die Wandlung trat dann immer offener her⸗ vor, und wohin ſie ging, zeigen ſeine Worte bei der Einweihung einer Arbeiterſiedlung:„Heute ſind wir nicht mehr die Individualiſten, die wir zur Zeit der Königin Viktoria und des Königs Eduard wg⸗ ren. Wir leben jetzt, hauptſächlich als Folge des Weltkrieges, ein Leben, das in ſeinen Grundſätzen ſehr viel mehr auf die Gemeinſchaft als auf das Einzelweſen eingeſtellt it 1 — Die ſüdauſtraliſche Regierung hat einen Ent⸗ ſchluß gefaßt, der nirgends mehr Widerhall finden wird, als in Deutſchland. Am Vorabend der Hun⸗ dertfjahrfeier der Provinz Adelaide hat ſich die dor⸗ tige Regierung nämlich dazu entſchloſſen, vier Sti ten ihren alten deutſchen Namen, wie ſie ihn vor dem Kriege ſchon in Ehren trugen, wiederzugeben, Es handelt ſich um die deutſchen Anſiedlungen Lem, zig, Hahndorf, Lobetal und Herrgott. Dieſe vier auſtraliſchen Städte, die deutſchen Pionieren ihr Da⸗ ſein verdanken, wurden während des Krieges umge⸗ tauft und erhielten engliſche Namen. Dieſe Maß. nahme ſoll nun alſo wieder rückgängig gemacht wer den. In der Einleitung zu dem Geſetz, das der Re. gierung von Adelaide bereits vorgelegen hat, heißt es, daß man auf oͤieſe Weiſe die Erinnerung an eine ſchmerzliche Vergangenheit endgültig auslöſchen wolle, und daß es ſich um eine Geſte handelt, die zur Verſöhnung unter den Völkern beitragen ſoll. — 5 e d. .. „Ja, ja, kleines Käferlein! Ich, der Menſch, könnte dich zwiſchen zwei Fingern e (Oſt, M. nteſſe mit Predigt, nach derſelben Chriſtenlehre für dit männliche Jugend;.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen, abends 7 Roſenkranzandacht mit Segen. 25 0 Liebfrauen⸗Pfarrei: von 6 an Beichtgelegenh.;.30 Früß⸗ meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und Amt 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm. 2 Chriſtenlehre der Jünglinge;.30 Roſenkranz mit Segen. 5 Kath. Bürgerſpital:.30 Singmeſſe mit Predigt; 10 Uhr Gymnaſiumsgottesdienſt.. St. Joſeph, Lindenhof:.00 Beichtgelegenheit, hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; 9 Kindergottesdienſt; 10 Pre digt und Amt; 11 Chriſtenlehre für Jünglinge; 11.0 Singmeſſe mit Predigt; abends 7 Roſenkranzandacht. St. Peter: 6 Beichte; 7 Frühmeſſe: 8 Singmeſſe mit Pre; digt;.30 Hochamt m. Predigt; 11 Singmeſſe m. Predigt anſchließend Chriſtenlehre für Jünglinge; abends 70 Roſenkranzandacht mit ſakramentalem Segen. Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe u. Beicht⸗ gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.00 Predigt und Amt; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt 2 Chriſtenlehre für Jünglinge;.30 Herz⸗Jeſu⸗Andacht mit Segen; abends? Roſenkranz mit Segen. l St. Bonifatinskirche, Mannheim: 6 Frühmeſſe und Beicht gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.50 Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm. .30 Uhr Roſenkranzandacht. 5 Pfarrkuratie St. Nikolaus, Mannheim: 6 Beichtgelegenſ 7 Frühmeſſe;.30 Kindergottesdienſt mit Predigt; 1000 Hauptgottesdienſt mit Predigt u. liturg. Gemeinſchaſtz⸗ meſſe, anſchl. Chriſtenlehre für Jünglinge; nachm. 200 Corporis⸗Chriſti⸗Bruderſchaft mit Segen; abends 70 Roſenkranzandacht mit Segen. 8 Singmeſſe mit Predigt; 9 Chriſtenlehre f. Jünglinge .30 Hochamt mit Predigt; 11.00 Singmeſſe mit Predigt; abends.30 Roſenkranzandacht mit Segen. meſſe mit Frühpredigt; 8 Predigt und Singmeſſe in der Waldkapelle:.15 Amt und Predigt in der Kapelle der Spiegelfabrik; 9,30 Predigt und Amt; 11 Schülergottes⸗ dienſt m. Predigt u. Singmeſſe; 11 Singmeſſe u. Homilie in der Kapelle der Spiegelfabrik; 11 hl. Meſſe mit Pre⸗ digt in der Waldkapelle; nachm..30 Chriſtenlehre füt Jünglinge u. Roſenkranzandacht mit Segen;.30 Sonf⸗ tagabendandacht mit Segen. .15 hl. Meſſe mit Predigt;.00 Predigt und Amt; 1100 Schülergottesdienſt mit Predigt;.30 Chriſtenlehre füt Jünglinge; 2 Roſenkranzandacht. Frühmeſſe;.30 Singmeſſe;.30 Miſſa recitata oh Choral; 11 Schülergottesdienſt; 11.45 Chriſtenlehre it Jünglinge; nachm. 2 Heilig⸗Geiſt⸗Andacht; abend 8 Ut Roſenkranzandacht mit Segen. 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt mit Predigt u. Sing meſſe; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt u. Singmeſee nachm. 2 Chriſtenlehre für Jünglinge, hernach Andacht z. Hl. Familie; abends.30 Roſenkranzandacht mit Segen. Schſftlergottesdienſt mit Anſprache;.30 Chriſtenlehre 10.10 Hauptgottesdienſt mit Predigt. Nachmittags Betei⸗ liaung an der Patroziniumsfeier auf dem Pfingſtberg. dienſt;.40 Hauptgottesdienſt, anſchl. Ehriſtenlehre filr Jünglinge:.30 für Mädchen: 2 Roſenkranz. Friedrichsfeld:.30 Beichtgelegen⸗ beit:.30 Früßmeſſe;.90 Predigt, Amt; nachm. Roſenkranzandacht, rr Thereſia vom Kinde Jeſu)t hl. Meſſen: 6 und.30 mit Austeilung der. Kommunfon:.30 levit. Hochamt mit Feſturedigt; nachm. 3 Wallfahrt und Prozeſſion durch die Straßen des Pfingſtherges. Feſtyredigt: H. H. Pater Konrad Ehrlinſzieſ OH. F..; abends 8 Gemeindefeier. Sinomeſſe mit Preßigt:.80 Chriſtenkehre; 11 Singmeſſe mit Predigt: 2 Roſenkranzandacht mit Segen. .30 Beichte: 700 Frühweße: gag Amt mit Predigt, Ausfetzung u. Weihe, darauf Ehriſtenlehre:.90 Andacht zur Hl. Familie. 8 Singmeſſe mit Predigt. Alt⸗Ratholiſche Gemeinde(Schloßkirche! e ee a 4. Beichte, hl. Meſſe; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und Amt; 11 Sing⸗ Sonntag vormittag.80 Uhr hr. Meſſe in deutſcher Sprache mit Predigt. Auf zue des ſein v. Del Mu meh ſtell ſyrt nen der G es f jede ger! Vol gab in tun, 4 übe buch des Sat gold ein chli tober 193 ein anderer Jahre alt war reizende Kerl plötzlich pon en, weil zei Die 90 erſten Male igen Prinzen chwere Kriz ganzen eng⸗ einer Reiſe r zum ärger⸗ tf, in einem arbeitern jn b Verbindung tatgeber ant⸗ gewordenen inen eigenen “Prinz von n Lande un⸗ ſeinen Augen noffener her⸗ Vorte bei der „Heute ſind wir zur Zeit Eduard wa⸗ 8 Folge des Grundſätzen als auf ds t einen Ent⸗ berhall finden end der Hun⸗ ſich die dor⸗ n, vier Stüd⸗ e ſie ihn vor ieder zugeben, dlungen Lem⸗ Dieſe vier ieren ihr Da⸗ rieges umge⸗ Dieſe Maß⸗ gemacht wer⸗ das der Re⸗ zen hat, heißt rung an eine 3 auslöſchen ndelt, die zur en ſoll. her Menſch, rmalmen.“ (Oſt, M) nlehre für dit ht mit Segen; .;.30 Früh⸗ higt und Amt riſtenlehre det edigt; eren 10 Uhr eit, hl. Meſe; ienſt; 10 Pre- iglinge; anzandacht. neſſe mit Pre⸗ ſe m. Predig Nabends zen. 11.0 7 eſſe u. Beicht⸗ Predigt; 90 mit Predigt „⸗Jeſu⸗Andacht en. ſe und Beicht⸗ Predigt;.0 redigt; nachm. eichtgelegenß; Predigt; 1000 Bemeinſchaſts⸗ nachm. 20 abends 7 . 45 hl. Meſſe f. Jünglinge mit Predigt Kommunjon⸗ gmeſſe in der 1 Kapelle der Schülergottes ſe u. Homilie eſſe mit Pre⸗ iſtenlehre füt t;.30 Sonn⸗ .30 Beichte; id Amt; 1100. ſtenlehre füt Beichte; 60 recitata ont ſtenlehre i abend 8 Ut hege legenheit digt u. Sing⸗ t. Sing! ich Anda t mit Segen. ühmeſſe: 8. Fhriſtenlehre⸗ ittags Betel⸗ Pfingſtberg. Schülergottes⸗ ſtenlehre füt 2 Zeichtgelegen⸗ nachm..90 (Feſt der hl. und.30 mit Hochamt mit jon durch die H. H. Pater neindeſeier, Beichte:.0 11 Singmeſſe t. Beichte 00 t u. Weihe, Familie. 0 bl. Meſſe: kirche) ſcher Sprache —— * Samstag, 12. Oktober 1935 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 7. Seite/ Nummer 471 —— Die Landeshauptſtadt gleicht einem Fahnenmeer! Feierlicher Auftakt in Karlsruhe Der Beginn oͤes Großen Vadiſchen Sängerbunde (Eigener Bericht der NM.) * Karlsruhe, 11. Oktober. Die badiſche Landeshauptſtadt ſteht in feſtlichem und überreichem Flaggenſchmuck und entbietet den 33000 badiſchen Sängern, die ſich in dieſen Tagen zur Abhaltung des Elften Badiſchen Sängerbundesfeſtes in ihren Mauern verſammeln werden, einen aufrichtigen und herzlichen Willkomm. Die Ausgeſtaltung des Programms iſt vielſeitig und gibt den Sängern Gelegenheit, neben ihren Pflichten in der Reihe der Haupt⸗ und Sondͤerkonzerte, der Unterhaltung und des fröhlichen Beiſammenſeins nach⸗ zugehen, die Ausſchmückung der Stadt zu betrachten und vor allem das große Lichtfeſt in Augenſchein zu nehmen, oͤas am Samstagabend einen der Höhe⸗ punkte oͤes äußeren Rahmens des Feſtes bilden wird. 1 Der Gauſängertag Die Feſttage der badͤiſchen Sänger in der Landes⸗ hauptſtadt wurden am Freitagvormitta g mit der Hauptverſammlung, die unter ſehr ſtarker Be⸗ teiligung aus dem ganzen Lande in der feſtlich ge⸗ ſchmückten Feſthalle ſtattfand, eingeleitet. Den Ver⸗ handlungen voraus erſcholl der baoͤiſche Sängergruß und der Männerchor„O Schutzgeiſt alles Schönen“ durch die weite Halle. Sängergauführer Schmitt⸗ Kehl ſprach zunächſt Willkommworte und gedachte dann der Gefallenen im Weltkriege, zu deren ehren⸗ dem Gedächtnis die Sänger ſich von ihren Sitzen erhoben und, während die Orgel leiſe ſpielte, in minutenlangem Schweigen verharrten. De. geſchäftliche Teil fand eine raſche Exledi⸗ gung. Der in der„Süödeutſchen Sängerzeitung“ veröffentlichte Geſchäfts⸗ und Kaſſenbericht wurde einſtimmig und ohne Ausſprache erledigt und dem Gauführer und Gauſchatzmeiſter Entlaſtung erteilt. Nun folgte ein Vortrag des Sängergauführers Schmitt über die Aufgaben und die Zielſetzung des DSB. Dieſe teilen ſich in völkiſche und kulturelle Aufgaben, die aber ſtets in enger Wechſelbeziehung zueinander ſtehen müſſen, ſollen ſie der Zielſetzung des DSB., von Reichsleiter Alfred Roſenberg bei ſeiner Antrittsrede als Ehrenführer am 30. Juni v. J. richtungweiſend formuliert, gerecht werden. Dem Kulturprogramm des DS entſprechend iſt Muſtk nicht mehr Mittel und Außenwirkung, nicht mehr Schauſtück, ſie muß vielmehr aus dieſer Rand⸗ ſtellung wieder zurückgeführt werden zu ihrer ur⸗ ſprünglichen Beſtimmung, das Leben jedes einzel⸗ nen durchdringend und Kraftquelle und Ausdruck der Gemeinſchaft ſein. Das iſt das Glaubensbekenntnuis der deutſchen Säugerſchar, es zu befolgen iſt heilige Pflicht jedes Sängers und jedes Sängerführers gegenüber dem Deutſchen Sän⸗ gerbund, desgleichen aber auch gegenüber Führer, Volk und Vaterland. In der Erfüllung dieſer Auf⸗ gabe liegt praktiſche Kulturpolitik, der hier bei uns in der Südweſtecke des Reiches beſondere Bedeu⸗ tung zukommt. Der Führer der Karlsruher Sängervereinigung überreichte dem Badiſchen Sängerbund ein Gedenk⸗ buch an das 90jährige Beſtehen der KS, der Führer des Pforzheimer Sängerkreiſes, Grimm, ehrte den Sängergauführer Schmitt durch Ueberreichung des goldenen Bundesabzeichens. Den Abſchluß bildete ein dreifaches„Sieg Heil!“ auf den Führer und an⸗ ſchließend der begeiſterte Geſang der Nationallieder. ee Ankunft der Bundesfahne Die wertvolle, prächtige, mit einem großen gol⸗ denen Wappentier geſchmückte Bundesfahne des Badiſchen Sängerbundes, die am Donners⸗ tagabend von Freiburg, wo ſie ſeit dem letzten Sängerbundesfeſt im Jahre 1929 ihren Standort hatte, nach Karlsruhe übergeführt worden war, wurde am Freitagnachmittag.30 Uhr vor dem Karlsruher Rathaus in den Schutz und Schirm des Karlsruher Stadtoberhauptes gegeben. Auf der Rathaustreppe hatten ſich zahlreiche Ehrengäſte verſammelt, eine große Menſchenmenge umſäumte den Adolf⸗Hitler⸗ Platz. In einem vierſpännigen Wagen wurde das Bundesbanner, gefolgt von dem Wald der Fahnen der Karlsruher Sängervereinigung, von allen Er⸗ ſchienenen mit dem deutſchen Gruß bewillkommt, vom Bahnhof nach dem Rathaus gebracht un) hier vor der Freitreppe aufgeſtellt. Nach dem Lied„Wo gen Himmel Eichen ragen“ meldete Sangesbruder Haas⸗Karlsruhe dem Führer des Badiſchen Sän⸗ gerbundes, Karl Schmitt⸗Kehl, die Ankunft der Bundesfahne. Der Freiburger Kreisſängerführer, Oberlehrer Gerner, übergab ſodann in einer kurzen An⸗ ſprache dem Gauſängerführer das Bundesbanner. ingerbundesfeſtes— Feierliche Aebergabe des Sängesbanners— Karlsruher Skadtväter degrüßen die Sängerführer In ſeiner Erwiderung wies der badiſche Sänger⸗ führer darauf hin, welche Bedeutung dem Elften Badiſchen Gauſängerbundesfeſt zukomme, da es das erſte Gaufeſt nach dem Umbruch der deutſchen Na⸗ tion ſei. Darauf übergab er das Banner in die Obhut des Oberhauptes der Landeshauptſtadt. Ober⸗ bürgermeiſter Jäger nahm das Banner entgegen mit dem Ausdruck der ſymboliſchen Bedeutung, daß dieſes nun ein Heimatrecht in der Stadt in An⸗ ſpruch nehmen wolle. Dieſes Banner, um das ſich die Sänger jederzeit ſcharten in einem Geiſte, der immer das höchſte Ideal in der Liebe zum Vater⸗ land und zum Deutſchen Reiche ſah, führte die Sänger in der Zeit des Umbruchs als Wegbereiter umd Vorkämpfer und ihr Lied gab dem höchſten Ideal des Deutſchen künſtleriſchen Ausdruck. Der Oberbürgermeiſter heftete nun eine pracht⸗ volle Fahnenſchleife in den Farben der Landes⸗ hauptſtadt an das Bundesbanner und forderte zu einem dreifachen„Sieg Heil!“ auf Volk, Führer und Reich auf. Darauf erklangen die nationalen Lieder und mit dem Lied„Unter der Fahne“ war der ein⸗ dpucksvolle Akt beendet. Am ſpäteren Nachmittag des Freitag fand im Bürgerſaal des Rathauſes eine kurze feierliche Be⸗ grüßung der Sängerführer im Badiſchen Sänger⸗ bunde durch die Stadtverwaltung ſtatt. Der Gruß der Stadt Karlsruhe In den Bürgerſaal des Rathauſes hatte die Stadtverwaltung am Freitagſpätnachmit⸗ tag die Sängerführer im badiſchen Sänger⸗ bund zu einer Begrüßung eingeladen. Zugegen war nun auch der ſtellvertretende Bundesvorſitzende des Deutſchen Sängerbundes, Oberbürgermeiſter Memmel⸗ Würzburg. Sehr ſtimmungssvoll leitete das unter Profeſſor Junker ſtehende Kammermuſik⸗ orcheſter der Badiſchen Hochſchule für Muſik die feſt⸗ liche Stunde ein. Oberbürgermeiſter Jäger entbot herzlichen Willkommgruß der Stadt Karlsruhe und ihrer Bevölkerung. Für den feſtlichen und herzlichen Empfang dankte darauf Oberrealſchuldirektor Dr. Joſef Münch⸗Bruchſal, der ſtellvertretende Sän⸗ gergauführer. Der Gemeinſchaftsgedanke, ſo er⸗ klärte er, der uns immer mehr erfüllen muß, wird gerade durch das Lied in die Herzen der Menſchen getragen. Bei dieſem Elften Badiſchen Sängerbundes⸗ feſt fehlen die Lieder, die die Liebe und Natur prei⸗ ſen, denn es iſt ganz eingeſtellt auf den Kampf⸗ gedanken für die Heimat, unſere Erde, unſer Bauern⸗ und Arbeitertum. Das Sängerfeſt ſoll den Beweis liefern, wie ſehr das deutſche Lied eine kräf⸗ tige Waffe für deutſches Volkstum iſt. Kurze Zeit darauf nahm im großen Feſthallenfaal der Begrüßungsabend ſeinen Anfang, die erſte größere, auch von der brei⸗ teren Oeffentlichkeit beſuchte Veranſtaltung des Sän⸗ gerbundesfeſtes. Max Regers prächtiges Orgelprä⸗ ludium in-Dur, geſpielt von dem Sohn des badi⸗ ſchen Gauchormeiſters Dr. Hugo Ernſt Rahner, er⸗ wies ſich als eine ſtimmungsfördernde Einleitung auch dieſer feſtlichen Veranſtaltung. Der unter Her Leitung von Kapellmeiſter Erich Sauerſtein ſtehende und von ihm trefflich geführte gemiſchte Chor des Karlsruher Lehrergeſangvereins vermit⸗ telte oͤie gehaltvollen Feſt⸗ und Gedenkſprüche von Johann Brahms. Es reihten ſich verſchiedene An⸗ [Strömungen leiten laſſen. ſprachen an, und zwar nahm zuerſt Sängerkreisfüh⸗ rer Ferdinand Dietz das Wort, der dem Lied als dem großen Träger des Gemeinſchaftsgedankens huldigte. Oberbürgermeiſter Jäger nahm erneut die Gelegen⸗ heit wahr, den badiſchen Sängern zu danken, daß ſie nach mehrjähriger Pauſe nun die badiſche Landes⸗ hauptſtadt für die Abhaltung ihres Sängerbundes⸗ feſtes auserſehen haben. Sechs badiſche Sängerbundesſeſte ſind bisher in Karlsruhe durchgeführt worden. Ihre Ueberlieferung wurde ſtets lebendig erhalten durch eine ſtarke und künſtleriſch leiſtungsfähige Sängerſchaft. Das Sängerbundesfeſt iſt ein Tag reicher Ernte, und die Frucht jahrelanger Klein⸗ arbeit darf jetzt gepflückt werden. Den Willkomm an die Gäſte, vor allem an den ſtellvertretenden Bun⸗ desvorſitzenden Memel⸗Würzburg, entbot der ba⸗ diſche Sängergauführer, Kaufmann Schmitt⸗Kehl, der darauf hinwies, wie das deutſche Lied als der große Werber für das Volkstum und für Kultur angeſprochen werden dürfe, über die Oedͤheit des Werktags hinwegführend zu erhebenden und ſchönen Stunden. Sein Sieg Heil! galt dem Führer Adolf Hitler als dem Hüter deutſcher Kultur. Nach dem Verklingen der nationalen Lieder er⸗ griff ſtellvertretender Bundesvorſitzender Mem⸗ mel das Wort. Zunächſt überbrachte er die Grüße der Führung des Deutſchen Sängerbundes, vor allem des Bundesfüthrers Albert Meiſter, der erſt zu den ſonntäglichen Veranſtaltungen des Sängerbun⸗ desfeſtes in Karlsruhe eintreffen kann. Der Emp⸗ fang und die Ausſchmückung der badiſchen Landes⸗ hauptſtadt zeige, ſo führte Oberbürgermeiſter Mem⸗ mel aus, die innere Verbundenheit der Karlsruher Bewohnerſchaft mit dem deutſchen Lied. Die deutſche Sängerſchaft habe ſich niemals von irgendwelchen Sie habe Deutſchland und Vaterland auch in einer Zeit geprieſen und be⸗ ſungen, in der unter ſozialdemokratiſcher Führung deutſches Kulturgut und deutſcher Geiſt geſchmäht und beiſeitegeſtoßen wurden. Juden und Witzblät⸗ ter haben Sänger und deutſches Lied in den Kot ge⸗ zogen, aber es iſt herrlich wieder auferſtanden. Wir arbeiteten bewußt im Sinne des Dritten Rei⸗ ches, und wenn wir ſangen:„Lied wird zur Tat, früh oder ſpat“, ſo ſehen wir, daß dies heute zur herrlichen Wirklichkeit geworden iſt. Wir vom Deutſchen Sängerbund dürfen reinen Herzens in den Reihen des Dritten Reiches mitmarſchieren. Wir ſind kein Vergnügungsverein oder irgendein Klub, der aus großen Humpen trinkt, ſondern eine Geſinnungsgenoſſenſchaft deutſcher Männer, die nichts anderes wollen, als einzig und allein dem deutſchen Lied und damit dem deutſchen Volke zu dienen. Dieſes deutſche Lied, unſer herrliches Kleinod, wollen wir erhalten, und ihm gilt unſer „Sieg⸗Heill“⸗Ruf. Einen friſchen und lebendigen Abſchluß fand der erſte Teil des Begrüßungsabends mit der Wiedergabe des für Männerchor und Knabenſtim⸗ PEPPPPPPPPGGGGGTGGPGPTPTPPGTPTPTPTTbTbeee Morgen erſter Eintopfſonutag! Wir alle opfern! EEC ã ͤ VVT men(HJ) von Erich Sauerſtein in Muſik geſetzten Gedichts von Rudolf G. Binding:„Junges Deutſch⸗ land“, oͤas mit ſo lebhaftem Beifall aufgenommen wurde, daß es wiederholt werden mußte. Im zweiten Teil des Abends kamen Mnitſikſtücke und Chöre zu Gehör. mt. Plankſtadt, 12. Okt. Das Winterhilfs⸗ werk hat in unſerer Gemeinde etwa 300 Anträge von Hilfsbedürftigen genehmigt. Die hierfür ein⸗ geſetzte Arbeitsgemeinſchaft ſetzt ſich aus nachſtehen⸗ den Perſonen zuſammen: Ortsamtsleiter Rektor Geiß für die NS, Hermann Zimmer, Beigeordne⸗ ter des Gemeinderates, Adam Schardt für die NS⸗ Hago, Auguſt Buſch für die DAF, Emil Kolb für die SA, Pfarrer Brand für die Innere Miſſion, Ka⸗ plan Artur Weber für die Caritas, Johann Grimm für die NS, Frl. Liſette Grimm für die NS⸗ Frauenſchaft und Georg Philipp Kolb für die NS⸗ Bauernſchaft. R. Laudenbach, 11. Oktober. Das neue Gemeinde⸗ ratskollegium wird ſich wie folgt zuſammenſetzen: 1. Beigeordneter Stephan Büchel, 2. Beigeordneter Emil Wolf; Gemeinderäte: Ad. Spengler, Peter Windiſch, Karl Wind und Jak. Neuthinger. Die feierliche Verpflichtung durch Bürgermeiſter Kilian fand dieſer Tage ſtatt, wobei der Bürgermeiſter ſeine Mitarbeiter auf die hohen Pflichten hinwies, die mit ihrem Amt verbunden ſind. * Pforzheim, 12. Okt. In den letzten Tagen hat die hochbetagte Witwe von Dr. Carl Benz aus Ladenburg mit ihren Söhnen die Ausſtellungsräume der NS⸗Kulturgemeinde beſucht und dabei beſonders einne Büſte ihres verſtorbenen Gatten, die von dem Pforzheimer Künſtler Bernhard Mayer, einem Verwandten des Hauſes Benz, geſchaffen wurde, in Augenſchein genommen. Palenſtädte für Pfälzer Winzerorie * Bad Dürkheim, 12. Okt. Wie bekannt wird, hat der oberbayeriſche Ort Starnberg die Patenſchaft für den Wein Bad Dürkheims übernommen. 1 * Niederhorbach, 12. Okt. Nun hat auch Nie⸗ derhorbach eine Weinpatenſtadt: Heidenheim a. d. Brenz. Heidenheim bezieht mehrere tau⸗ ſend Liter Niederhorbacher Weißwein vom Jahre 1934, der möglichſt in allen Wirtſchaften Heiden⸗ heims zum Ausſchank kommen ſoll. . 2 S 2 2 * e 5 A Tui. TETTER „Geoß Nachfolger NMaplełplatz E 2 G Luzenhberg K 1. Hallenbad 11. Trübpnerstraßble träßer Kaxl⸗Lsdenbürg: Steahe Den besten 0175 Schwarzwälder Kirsch kaufen Sie im Feinkosthaus Tem D 1, 1 Tel. 266 77 Das große deutsche Bettwäsche Fachgeschäft für Pejh wäsche Damenbekleidung eee e H. MARX N 1, 7, am Markt F ERENSPRECHER NT 324 87 ben Hing von Marr aum Fhabunde, Hesleck don Mar du sdtes Hunde, Die Uli von Im at Sd Dir die& unde, Den Schmut von In a Tx, stefs blelbsl Du Hunde. on Je ſt die N. 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Er ernannte zu Mitgliedern des Präſidiums den Leiter der Wirtſchaftsgruppe„Privates Bankgewerbe“, Staatsrat Friedrich Reinhart, Vorſitzender des Aufſichtsrats der Commerz⸗ und Privat⸗Bank AG., der zugleich ſtellver⸗ tretender Präſis d den Leiter der = Inſti „Sparkaſſen 5 dent des Wirtſchaftsgruppe N der Deutſchen 1 s konto⸗Geſellſchaft. Ein weiteres Mitglied des Präſiciur aus dem Kreiſe der korreſpondierenden Miiglieder des Inſtituts, deren Ernennung in Kürze er⸗ folgen wird, wird noch berufen. 9 Bank⸗ und D Das Inſtiut ſoll der wiſſenſchaftlichen Durchforſchung aller mit dem Bank⸗ und Kreditweſen zuſaammenhängenden Fragen dienen und zu dieſem Zweck eine dauernde und enge Verbindung zwiſchen Wiſſenſchaſt und Praxis ein⸗ ſchließlich der ſtagtlichen Aufſichtsſtellen über das Kredit⸗ weſen herſtellen. Das Inſtitut hat bereits folgende Arbeiten in Angriff genommen:.) Geſchichte des deutſchen Bankweſens von 18701914 unter beſonderer Berückſichtigung des Filial⸗ bankweſens, der Beziehungen zwiſchen Induſtrie und Bankweſen und der deutſchen Auslandsbanken..) Eine Darſtellung der Ergebniſſe des Schrifttums zur Banken⸗ quote..) Der ſtagatliche Einfluß auf das Bankweſen und deſſen Selbſtverwaltung im Ausland..) Bilanz und Ge⸗ winn⸗ und Verluſtrechnung der Bank, formelle Geſtaltung, vorgugsweiſe der Gewinn⸗ und Verluſtrechnung ſowie ein⸗ heitliche Auffaſſung über die Behandlung der einzelnen Poſitiynen. Ah 13. Oki. keine Meisſbegünsſigung mehr zwischen Deuschland und den Vereinigien Staaſen Wie wir bereits mitteilten, tritt am 15. Oktober der die Meiſtbegünſtigung auf dem Warengebiet regelnde Artikel 7 des bisherigen deutſch⸗amerikaniſchen Handelsvertrages außer Kroft. Infolgedeſſen ſinden vom gleichen Tage ab auf die deutſche Wareneinfuhr nach den Vereinigten Staa⸗ ten ebenſo wie auf die amerikanſſche Wareneinfuhr nach Deulbſchlamd nicht mehr die vertrogsmäßigen, ſondern die autonomen Zollſätze Anwendung. Die Waſhingtoner Berichterſtatter der amerikaniſchen Preſſe berichten über das bevorſtehende Ende der Meiſtbegünſtigung in vuhiger, fachlicher Form und ohne jede Schärfe. Allgemein wird feſtgeſtellt, daß die in letzter Zeit abgehaltenen formloſen Beſprechungen zur Klärung aller Ei zelheiten geführt hätten und daß beiderſeits Verſtändnis für die Lage be⸗ ſtehe, in der der andere Teil ſüch befindet. Angeſichts des grumd ſätzlich feſtgelegten Programms, das die Vereinigten Staaten zur Zeit zur Neuregelung ihrer Handelsbeziehun⸗ gen durchführen und das auf unbedingter, unbeſchränkter Meiſtbegünſtigung aufgebaut iſt, konnte man im deutſchen Fall, ſo wird hervorgehoben, beine Ausnahme machen, ohne daß das Programm, das bereits zechs Handelverrträge mit gegenſeitigen Zollbegünſtigungen gezeitigt hat, zu⸗ ſammengebrochen wäre. Ein Entgegenkommen gegenüber Deutſchland hätte, ſo befürchtet man auf amerikaniſcher Seite, zur Folge gehabt, daß die anderen zwölf Staaten, die gegenwärtig mit den Vereinigten Staaten in Handels⸗ vertrogsverhandlungen ſtehen, alsbald eine ähnliche Sonderſtellen verlangt haben würden. Hansa AG. Frankfuri Die Hanſa., Frankfurt a.., die bis Mitte 1934 Hermann Wronker AG. firmierte, wird jetzt die beiden fäl⸗ ligen Jahresabſchlüſſe 1933/34 und 1934/35(81 Januar) vorlegen. Gleichzeitig wird der auf den 2. November ein⸗ berufenen o. HV. ein neuer Sanierungsplan unterbreitet. Die Hauptverluſtquelle für die Geſellſchaft rührt noch von dem Haupthauſe auf der Zeil her, das zum 15. März 1984 geſchloſſen worden iſt. Die neue zur Beſchlußfaſſung ge⸗ ſtellte Sanierung iſt nunmehr die dritte, nachdem das Aktienkapital von urſprünglich 6 Mill./ im Jahre 1931 halbiert und 1933 weiter auf 978 600/ bei einem gleich⸗ zeitig abgeſchloſſenen Gläubigervergleich mit 33 v. H. Quote herabgeſetzt worden iſt. Nach Schließung des Haupthauſes ſind noch 4 Unternehmen in Betrieb geblieben, und zwar das im Eigenbeſitz befindliche Kaufhaus Hanſa auf der Zeil und das Kaufhaus in Hanau ſowie die Mietbetriebe in Frankfurt a..⸗Bockenheim und in Mannheim. Das Geſchäftsjahr 1933/34 hat bei Abſchreibungen von 0,14, Mill./ und 0,55 Mill./ beſonderen Rückſtellungen für die Auflöſung des großen Zeilhauſes, Abfindungen uſw. mit einem Verluſt von 1,89 Mill./ leinſchließlich 13 410/ Verluſtvortrag) abgeſchloſſen. Es waren jedoch noch weitere Abſchreibungen auf die Eigenhäuſer mit.25 und auf Waren mit 0,115 Mill./ erforderlich, wodurch ſich der Geſamtverluſt auf 3,26 Mill.„ erhöht. Mit Wirkung auf den 31. Januar 1934 wird nun das faſt ausſchließlich im Beſitz der Dresdner Bank, die gleichzeitig Großgläubiger iſt, befindliche Grundkapital im Verhältnis 10:1 auf 97 860 Mark zuſammengelegt, wodurch ein Buchgewinn von 881/ entſteht. Durch Ermäßigung des Reſervefonds auf 9000 werden 88 860„ frei. Ferner läßt die Großgläubigerin 916 500% Schulden nach. Dieſe drei Poſten ermöglichen die Deckung des Jahresfehlbetrags von 1,89 Mill.„. Für die erwähnten Sonderabſchreibungen wird ein weiterer Schuldennachlaß gewährt, ſo daß die Großgläubigerin ins⸗ geſamt 2,22 Mill./ freigibt Darüber hinaus übernimmt die Dresdner Bank gegen Aufrechnung weiterer 902 140% Forderungen neu auszugebende Aktien im gleichen Nenn⸗ betrag, wodurch ſich das Aktienkapital auf 1 Mill./ wieder erhöht. Schließlich werden noch Sicherheiten in Höhe von 15 Mill.„ in eine ſeſte Hypothek umgewandelt. Hierdurch tritt zwar eine Erhöhung der Hypothekenſchulden auf 2,27 Mill./ am 31. Januar 1934(i. V. 0,77 Mill. /) ein, an⸗ dererſeits iſt aber mit der Neuordnung eine Ermäßigung der Bankſchulden auf 1,63(5,15) Mill./ erzielt worden. Im Geſchäftsjahr 1934/35 hat ſich öie troffene Umſtellung bereits günſtig ausgewirkt. Es wird bei 0,09 Mill. normalen Abſchreibungen ein geringer Ueberſchuß von 1200„ ausgewieſen.— Die Bilanz zum 31. Januar 1935 zeigt im Vergleich mit dem 31. Januar 1934 folgendes Bild ſalles in Mill.): AK. 10, Reſerve 0,009, Rückſtellungen 0,21(0,55), Verbindlichkeiten insgeſamt 3,63(4,94), darun⸗ ter Hypotheken 2,27(2,27), Warenſchulden 1,1(0,95), Bank⸗ ſchulden 2,15(1,63). Andererſeits erſcheinen Anlagen mit 4,37(4,49), Vorräte mit 2,39(1,92), Außenſtände mit 60,09 (0,09) und flüſſige Mittel mit 0,04(0,05). Im laufenden Geſchäftsjahr haben ſich die Umſätze ouf Vorjahreshöhe gehalten. Vorausſagen über das Ergebnis laſſen ſich noch nicht machen. Kabel Rheydt.— Weitere Umſatzerhöhung. Der Bericht der Kabelwerk Rheydt AG, Rheydt, die für das Geſchäftsjohr 1934/35 die Vorjahrsdividende mit 12 v. H. aufrechterhält, teift nur zurz mit daß die Beſchäftigung befriedigte. Trotz der Schwierkgkeiten bei der Beſchaffung von Rohmaterialien konnte der Umſatz weiter geſteigert werden. Die Erhöhung wird nach dem Inland mit 15 v. H nach dem Ausland mit 5 v. H. angegeben, während für das Vorjahr von einer Umſatzſteigerung um rund 50 v. H. berichtet wurde. Die kurzlebigen Wirtſchaftsgüter und der Zugang an langlebigen Maſchinen wurden völlig abge⸗ schrieben. Hierunter dürften vor allem die Aufwendungen für die Ausweitung der Aluminiumperarbeitung fallen. Nach dem Berichb hängen die Ausſichten auch im kommen⸗ den Jahre vollſtändig von der Beſchaffung und Verorgung mit Rohmaterialien ab. 6,07- hfl.; Nuhige Broſgeireidemärkie Gersie wieder fesi Mannheim, 10. Oktober. An den Weizenmärkten der Welt war eine einheitliche Entwicklung nicht feſtzuſtellen. Soweit irgendwelche Gründe für eine Preiserhöhung vorlagen, wurde diefe ſofort durch umfangreiche Glattſtellungen ausgeglichen, und ſobald man Anlaß zu haben glaubte, mit nachgebenden Preiſen rechnen zu dürfen, durchkreuzte die Spekulation eine entſprechende Preisbildung. Im Vergleich zur Vor⸗ woche liegen die meiſten Märkte leicht abgeſchwächt, nur in London konnten ſich die Preiſe im großen ganzen be⸗ haupten. Der kanadiſche Markt erfuhr eine Anregung durch die Meldung, daß größere Vorräte von den Müh⸗ len im Nordweſten der Vereinigten Staaten angekauft werden. An den amerikaniſchen Märkten machte ſich eine ſtärkere Vorliebe für den Dezember⸗Termin geltend, der bisher hinter der Entwicklung des Lokomarktes zurück⸗ geblieben ſei.— Die in England vorliegenden Angebote von ruſſiſchem Weizen haben ſich bis jetzt noch nicht ver⸗ größert; man iſt ſich noch immer nicht im Klaren darüber, ob dieſe Angebote nur die Vorboten größerer Lieferungen ſein ſollen, oder ob ſich das Geſchäft auch weiterhin in ſo engen Bahnen bewegen wird. Die gleiche unſichere Markthaltung ſpiegelt ſich auch in den Eif⸗Anbietungen, die hier vorlagen, wider. Man ver⸗ langte für Manitoba 1, hard, Atlantic, fälliger Dampfer, 6,05 hfl., transborde Antwerpen, desgl. Abladung Okt.⸗Nop. für Manitoba 1, Atlantic, Abladung Okt.⸗Nov. 6,0%½ hfl.; für Manitoba 1, hard, Pacific, für Okt.⸗Nov.⸗ Dez. 5,87% hfl.; für Manitoba 1, Pacific, Lieferung Okt.⸗ Nov.⸗Dez. 5,85 hfl. für Manitoba 2, Pacific, gleiche Ab⸗ ladetermine 5,67% hfl. desgl. disponibel Antwerpen 5,75 hfl., boröfrei Antwerpen. Amber durum 1, Canada Weſtern, ſtellte ſich für Oktober⸗Ablad ung auf 5,80 hfl., desgl. für Nopvember⸗Abladung auf 5,827 hfl., Amber Durum 2, Okt.⸗ Abladung, auf 5,55 hfl., desgl. Nov.⸗Abladung 5,57 hfl.; Amber Durum 3, Canada Weſtern, Okt.⸗Abladung, 5,12½ hfl., desgl. Nov.⸗Abladung 5,15 hfl. Von Laplata⸗Weizen wurde Baril, 79 Kilo, in fälligem Dampfer zu 98,50 belg. Frs., bordfrei Antwerpen angeboten. Ruſſiſcher Weizen, 79/80 Kilo, nach Muſter, ſeeſchwimmend, ſtellte ſich auf 102 belg. Frs., bordfrei Antwerpen, desgl. Sept.⸗Okt.⸗Abladung auf 99 belg. Frs. Sämtliche Preiſe verſtehen ſich, ſoweit nichts anderes vermerkt, eif Antwerpen. Am Markt für inländiſchen Weizen war die Verſorgung recht reichlich. Das Angebob kam nicht mehr ſtoßweie her⸗ vor, und für die Marktentwicklung ſind nicht mehr, wie früher zum Herbſtgeſchäft, ſpekulative Gründe maßgebend, ſondern die Deckung des laufenden Bedarfes. Auf dieſe Weiſe wirken ſich die Marktoröͤnung und die Kontingen⸗ tierungsvorſchriften im beſten Sinne regelnd aus. Es waren alle üblichen Herkünfte erhältlich und zwar wurde ſſaſt ſtets der Feſtpreis gefordert; lediglich für Saale⸗ Weizen, der im übrigen nur in beſchränkten Mengen am Markt war, verſuchte man, allerdings vorgeblich, Aufgelder zu bekommen. Bayern⸗Franken⸗Weizen naſch Muſter war zur Waſſerverladung Oktober⸗November⸗Dezember zu den jeweiligen Feſtpreiſen erhältlich; bayeriſcher und mittel⸗ fränkiſcher Weizen wurde zu den November⸗ und Dezem⸗ ber⸗Feſtpreiſen, eif Mamnheim oder Worms angeboten, unterfränkiſcher, ebenfalls eif Mannheim oder Worms, zur Dezember⸗Lieſerung zum Feſtpreis von 21.40. Un⸗ ter den gleichen Bedingungen wurde den Mühlen auch Pommern⸗Weizen zur November⸗ und Dezember⸗Lieferung angeboten. Für den Handel waren einige Partien Pom⸗ mern/ Holſtein Mecklenburger zu 20.80 /, eif Mannheim⸗ Ludwigshafen erhältlich. Die Kaufneigung der Mühlen war recht gering, da ſie zur Zeit eingedeckt ſind, und da auch noch nicht ſeſtſteht, ob ſie nicht demnächſt neue Zu⸗ iſt, veranlaßt ſie, mit ihren Käufen zunächſt einmal abzu⸗ warten. Kontingentfreier Weizen war im Verlauf dieſer Woche nicht angeboten und auch kaum verlangt. *. Einen noch geringeren Umfang hatte das Roggen⸗ geſchäft. Der Umſatz beſchränkte ſich auf einige Käufe der Mühlen aus der hieſigen Umgebung. Aus Norddeutſchland lagen einige Angebote vor, ſo in Pommern⸗ Mecklenburger Roggen, der ſich für November auf 17/ und für De⸗ zember auf 17,20, eif Mannheim, Kaſſa Ankunft, ſtellte; aber auch für dieſe Herkünfte waren keine Käufer am Markt. Die Großmühlen beſchränken ſich im weſentlichen darauf, den ihnen zugewieſenen Roggen zu vermahlen. Kontingentsfreier Roggen und Futterroggen wurden in dieſer Woche nicht gehandelt. Der Braugerſteumarkt blieb weiter ſehr feſt; für einige Herkünfte wurden die Preiſe ſogar weiter heraufgeſetzt. Die Kaufneigung der Mälzereien und Brauereien hat da⸗ gegen ſtark nachgelaſſen. Für pfälziſche Gerſten wurden bis zu 23/ gefordert und auch bezahlt; darüber hinaus⸗ gehende Forderungen blieben unberückſichtigt. Eif Nie⸗ derrhein ſtellte ſich pfälziſche Braugerſte bis auf 25. Für rheinheſſiſche Braugerſten verlangte man 22,50—22,65, ab Station, für fränkiſche Gerſten 2222,50 J, eif Mann⸗ heim, und für Taubergerſte 2,75 J, ab Station.— Noch ſtärker waren die Preisſteigerungen bei der Juduſtrie⸗ gerſte; hier waren verſchiedentlich Vorverkäufe vorgenom⸗ men worden, für die man nun Deckung ſuchte. Süddeut⸗ ſche Induſtriegerſte war nicht erhältlich. Für oſtpreußiſche Sommer⸗Induſtriegerſte, 69 Kg., nach Muſter, wurden zur Lieferung Oktober⸗November 20,50 20,70 /, eif Mann⸗ heim, genannt. Pommeriſch⸗mecklenburgiſche Sommer⸗ Induſtriegerſte, 69—70 Kg., koſtete zu gleichen Terminen 20,90 21,10, eif Ober⸗ und Niederrhein. Die Verbrau⸗ cher von Induſtriegerſten hieltn ſich angeſichts dieſer hohen Preiſe mit ihren Einkäufen zurück.— Futtergerſte war nicht am Markt, da die Beſitzer von Gerſte dieſe zurück⸗ halten, um ſie vielleicht ſpäter doch noch als Brau⸗ oder Induſtriegerſte abzuſetzen. * Auch Futterhafer wurde nur ſehr vereinzelt und nur in ſehr kleinen Partien angeboten. Das Angebot von ſüd⸗ deutſchem In duſtriehafer hat nahezu aufgehört, da⸗ gegen wurde etwas oſtpreußiſcher Induſtriehafer, 53/54 Kilo, zu 19,20 /, Okt. Lieferung gehandelt. In den meiſten Fällen war das Angebot in dieſem Hafer mit dem der oben erwähnten oſtpreußiſchen Induſtriegerſte verbunden. . Am Weizenmehlmarkt kam es nicht zu größeren Ab⸗ ſchlüſſen; die Verbraucher kauften lediglich kleine Poſten für ihren laufenden Bedarf. Dagegen hat ſich das Rog ⸗ genmehlgeſchäft neuerdings etwas belebt. Gehandelt wurden vor allem norddeutſche Mehle, die hier einen Preisvorſprung haben, wobei die Type 815 bevorzugt wurde. Der Futtermittelmarkt bewahrte ſeine ſtille Haltung, da immer noch nicht genügend Abfälle der Bier⸗ und der Zuckererzeugung zur Verfügung ſtehen. Das Kleie⸗ Geſchäft beſchränkte ſich auf wenige Umſätze, da die Markt⸗ regelung noch nicht durchgeführt werden konnte. Neuer⸗ dings haben die Landesbauernſchaften eine Aufforderung an den Futtermittelhandel und die Genoſſenſchaften ge⸗ richtet, die Formbkätter für die Anmeldung für den Handel mit eiweißhaltigen und anderen Futtermitteln anzufordern oder einzureichen. Futtermehl war weiter geſucht, Nachmehle etwas leichter erhältlich. Auch die Nachfrage nach Heu hat ſich noch nicht vermindert, während Stroh auch teilungen durch die Reichsgetreideſtelle erhalten. Die Datſache, daß die Marktbelieferung auf jeden Fall geſichert weiterhin in reichem Maße zu haben iſt. Georg Haller Zeißer Eisengießerei u. Maschinenbau- AG Erfurt, 11. Oktober.(Eig. Dr.) Die Zeitzer Eiſen⸗ gießerei und Maſchinenbau⸗Acf führt in ihrem Geſchäfts⸗ bericht zum 30. Juni 1935 aus, daß infolge des guten Auf⸗ tragseinganges im abgelaufenen Jahr die Kurzarbeit beſei⸗ tigt und die Gefolgſchaft erhöht werden konnte. Der Be⸗ trieb in Zeitz wurde durch Inſtandſetzungen und Ergänzun⸗ gen verbeſſert, dagegen iſt eine Wiederinbetriebſetzung des Werkes in Köln⸗Ehrenfeld nicht beabſichtigt. Ein Teil der dortigen Betriebseinrichtungen konnte im Berichtsjahr ab⸗ geſtoßen werden. Durch die Umſatzſteigerung hat ſich der Betriebserlös auf 1,36(1,04) Mill./ erhöht, während ſonſtige Erträge mit 0,03(0,09) geringer ſind. Nach Verrechnung der Un⸗ koſten, von denen 0,76(0,63) auf Löhne und Gehälter entfallen und nach Anlageabſchreibungen von 0,081(0,075) ergibt ſich einſchließlich des im Vorjahr in voller Höhe vorgetragenen Reingewinns von 47 767/ ein Reingewinn von 112 892/ und hieraus wird, wie ſchon früher gemeldet, die Dividendenzahlung mit 5 v. H. wieder aufgenommen. Ueber die Entwicklung des neuen Geſchäftsjahres wird berichtet, daß die Geſellſchaft für eine Reihe non Monaten gleichmüßig beſchäftigt iſt. Die weiteren Ausſichten werden zuverſichtlich beurteilt. Englische Kohlenindusirie vor einer Lohnkrise? Die engliſche Kohleninduſtrie ſteht zur Zeit am Vor⸗ abend einer Lohnkriſe, die möglicherweiſe ernſte Folgen haben wird. Die Forderung der Bergarbeitergewerkſchaft nach einer geſamtengliſchen Erhöhung der Berg⸗ arbeiterlöhne um zwei Schillinge je Tag iſt bisher von den Bergwerksbeſitzern abgelehnt worden. Die Berg⸗ arbeitergewerkſchaft wird, wie„Morningpoſt“ meldet, am 17. Oktober auf einer Sonderſitzung in London die Schritte erwägen, die ſie im Falle einer anhaltenden Weigerung der Grubenbeſitzer unternehmen will. Sollten radikale Maßnahmen beſchloſſen werden, ſo ſei eine engliſche In⸗ duſtriekriſe zu befürchten, denn der Gewerkſchaftskongreß und die Arbeiterpartei ſeien verpflichtet, der Bergarbeiter⸗ organiſation in allen Maßnahmen zu unterſtützen. Bemerkenswerterweiſe erklärte der engliſche Kriegs⸗ miniſter Lord Halifax in Sheffield, daß die Kohlenkriſe neben dem italieniſch⸗abeſſiniſchen Krieg eine düſtere Wolke am engliſchen Himmel darſtelle. Er hoffe, daß alle Betei⸗ ligten auf beiden Seiten nicht vergeſſen, daß der Friede in der Kohleninduſtrie ein ausſchlaggebender Faktor auf dem Wege der engliſchen Wiedererholung ſei. * * Butterknappheit in England. Starkes Zunehmen des Margarineverbrauchs. Infolge der Butterknappheit iſt, wie„Morningpoſt“ meldet, der Verbrauch von Mar⸗ garine in England um 20 v. H. in den letzten zwei Mona⸗ ten geſtiegen. Die engliſchen Mindeſtpreiſe für Butter haben von 9 ö auf 1 Sh. 1 d für das Pfund angezogen. Der Margarinepreis hat ſich um einen Penny erhöht. * * Norddeutſche Tricot. Wieder 5 v. H. Dividende. Der Aufſichtsrat der Norddeutſchen Tricotweberei AG., Berlin, hat in ſeiner Bilanzſitzung beſchloſſen, der o.., die am 19. Oktober ſtattfinden wird, für das Geſchäftsjahr 1934/5(30. April) die Ausſchüttung einer Dividende von 5 v. H. wie i. V. vorzuſchlagen. Der erzielte Reingewinn entſpricht ungefähr dem des Vorjahres. Die Umſätze waren im allgemeinen beſſer als im Vorjahr, ſie lagen aber in den letzten Monaten des neuen Geſchäftsjahres etwas niedriger. * Hafenmühle, Frankfurt a. M. In der AR⸗Sitzung wurde beſchloſſen, der auf den 5. November einzuberufenden o. HW aus dem Reingewinn von 181 600(i. V. 196 0110 8 Dividende von wieder 574 v. H. in Vorſchlag zu ringen. l 0 * Geringerer Rheinhafenverkehr in Baſel. Nach den Rekordumſchlagsziffern der Monate Mai bis Jult bringt der September im Baſler Rheinhafenverkehr gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres eine Verminderung auf 172 594 Tonnen gegenüber 207 355 und 200 327 Tonnen im Auguſt dieſes Jahres. Der Rückgang kommt in erſter Linie von einer Frachtverlagerung her, indem infolge der gün⸗ ſtigen Waſſerverhältniſſe uſw. große Mengen von Getreide frühzeitig hereingenommen wurden, wie dies in den Vor⸗ —— Nhein-Mainische Abendbörse sehr ruhig * Fraukfurt, 12. Oktober. Auch für die Abendbörſe lagen keine Anregungen und vor allem keine Aufträge der Kundſchaft weder nach der einen noch nach der anderen Seite vor. Infolgedeſſen hielt die ſchon im Mittagsverkehr vorherrſchende ſtarke Ge⸗ ſchäftsſtille unvermindert an. Die Kuliſſe zeigte zudem auf die weitere Entwicklung der weltpolitiſchen Lage ſtärkſte Zurückhaltung. Die Grundſtimmung blieb indes ſowohl am Aktien⸗ als auch am Rentenmarkt freundlich und die letzten Kurſe der Berliner Mittagsbörſe konnten ſich voll behaupten. Umſätze fanden zunächſt noch nicht ſtatt. Der Verlauf blieb ſehr ruhig und nennenswerte Ver⸗ änderungen traten nicht ein. Infolge der Geſchäftsſtille ergaben ſich indes doch verſchiedentlich leichte Abbröckelun⸗ gen von 4 bis 72 v.., Gebr. Junghans gaben um, v. H. auf 8496 nach. Der Reutenmarkt lag freundlich. Von Staatsanleihen notierten 4 v.., Heſſen von 29 mit 967 (96). Und von Stadtanleihe zogen 4% proz. Mainzer von 1926 und 28 um je ½ v. H. auf 91 an. Auslands renten lagen ruhig. Nachbörſe: JG Farben 151/½— 4, Stahlver⸗ ein 8178.76. monaten mit der Kohle geſchah. In den erſten neun Mo⸗ naten des Jahres 1935 wurden im Baſler Rheinhafen 1650 365 Tonnen gegenüber 1 439 271 Tonnen in der glei⸗ chen Zeit des Vorjahres umgeſchlagen. Vom September⸗ Umſchlag wurden 67 726(93 457 im Auguſt) Tonnen auf dem offenen Rheinſtrom befördert, der Reſt auf dem Hünin⸗ ger⸗Kanal. * Ein internationaler Kobalt⸗Vertrag. Zwiſchen der Anfang Oktober 1934 gegründeten Vereinigung deutſcher Kobalterzeuger und der Cobalt Aſſociation, beſtehend aus der belgiſchen Union Miniere du Haut⸗Katanga, der kana⸗ diſchen Deloro Smelting and Refining Co. to., der eng⸗ liſchen Rhokano Corp. Ltd. und der marokkaniſchen Soetstz Minièeré du Bou⸗Azzer, iſt ein Vertragswerk zuſtande ge⸗ kommen, das grundſätzliche Bedeutung beanſpruchen kann, Der Vertrag mußte mit Rückſicht auf die deutſche Deviſen⸗ lage auf der einen Seite die Verſorgung mit ausländiſchen Erzen und Rückſtänden, auf der anderen Seite die deutſche Ausfuhr an Kobalt in Form von Metall, Oxyden und Sal⸗ zen— ſchätzungsweiſe etwa die Hälfte der deutſchen Ge⸗ ſamterzeugung an Kobaltinhalt— ſicherſtellen. Es iſt nicht nur gelungen, die Verſorgung mit den notwendigſten Roh⸗ materialien zu ſichern, ſondern eine Umlagerung der Ein⸗ fuhr von Fertigmetall und Zwiſchenprodukten auf Erze in Angriff zu nehmen. In der Verwertung deutſchen Kobalt⸗ rohmaterials und in der Ausnutzung von Aus landsrohſtof⸗ fen, in denen das Kobalt nur einen unweſentlichen Be⸗ ſtandteil bildet, haben die deutſchen Erzeuger, die auf die Verarbeitung ſolcher Rohſtoffe ſeit langem beſonders ein⸗ gerichtet ſind, völlig freie Hand. Die beſtehenden Auslauds⸗ verträge über Erze und Rückſtände wurden in das Abkom⸗ men eingebaut. Ueber die deutſche Ausfuhr an Kobalt⸗ erzeugniſſen wurde eine Vereinbarung auf der Grundlage des durchſchnittlichen Mengenverhältniſſes der letzten Jahre getroffen. Schließlich ſind die Vertragſchließenden ſich darüber einig geworden, daß eine Beruhigung des Marktes und eine langſame Preiserholung im Ausland und im In⸗ land, wenigſtens bis zur Deckung der Selbſtkoſten der deutſchen Erzeuger, erzielt werden ſoll. Dieſe letztere Maßnahme iſt dadurch notwendig geworden, daß, wie in der„Metallwirtſchaft“ zum Vertrag ausgeführt wird, ſelt 1929, d. h. ſeit dem Zuſammenbruch des früheren Abkom⸗ mens zwiſchen der ausländiſchen Cobalt Aſſociation und der damaligen deutſchen Kobalt⸗Konvention, die Preiſe er⸗ heblich(von 15 bis 20% auf 6 bis 7„ je Kg.) gedrückt worden ſind. Frachienmarki Duisburg-Nuhrorf Die Geſchäftslage an der heutigen Börſe erfuhr im großen und ganzen keine Aenderung. Die Frachten und Schlepplöhne notierten mit dem geſtrigen Satz. Waren und Märkfe Rotterdamer Getreidekurſe vom 11. Okt.(Eig. Dr.) Schluß: Weizen(in Hfl. per 100 Kilo) Nov. 4,80; Jan. 4,75%; März 4,67% Mai 4,67%.— Mais(in Hfl. per Laſt 2000 Kilo) Nov. 56,50 Verkäufer; Jan. 56,75; März 58,25 Mai 58,50. 5 . Liverpooler Baumwollkurſe vom 11. Okt.(Eig. Dr.) Amerik. Univerſal Stand. Middl. Schluß: Okt.(35) 616: Nov. 611; Dez. 603; Jan.(36), Febr., März, April, Mai je 609; Juni, Juli je 608: Auguſt 603; Sept. 596; Okt. 593; Dez., Jan.(37), März, Mai, Juli je 588, Loko 533; Tendenz ſtetig. 7 Leinöl⸗Notierungen vom 11. Okt.(Eig. Dr.) Lon⸗ Non: Leinſaat per Okt. 10½(10,75); dto. Klk. per Okt.⸗ Nov. 12¾h(121½6); Leinſaatöl loko 27,4%(27,6), Okt. 26,4%(26,6); Nov.⸗Dez. 26,7%(27,6); Jan.⸗April 27,0 (26,10%); Baumwollöl ägypt. 25,6(unv.); Baumwoll⸗St. ügypt. per Okt. 618¾5(676). Neuyork: Terp. 52,25(51). Savannah: Terp. 47,25(46). Geld- und Devisenmarkt Zürich, II. Okiober Gchlus emilich) Konstantin. 257 Peris 20.2 ö] Spanlen 44.92%] Prag 12.72 akerest 250 London 15,05 flolland 297.90— Versthes 57.90 ff. Bankd. 274 leuyort 30712 berlin 128.50— Budspes gl. Geld 1½ belgien 3170 Nies off. K. 87,80— beſgra 200 Vonatsgeſd 8 ſlaſſen— J off 66,25— Alden 290.— L SMonafsged“ 3 Paris, 11. Oklober Echluß amilich). London 74. A] Fpenien 200.25 Kopenhagen 832.—] hien— 2 Leuyon 15,17/ llallen 124,00 fioſtand 10.27 Berlin 610,50 gelglen 2855,50[ Schweiz 494,25 Stockholm 383 Watschen 285,50 London, 1. Oxtober Cthlaß amtlich) Neuro 490.30 Ropenbegen 22,40 J Norkau 59,.— Schendel 17618 Montre 97.12 Stecchem 19.39/ Famzvien 628,.— okchemna 1207 amsferdam 728,50 ble 19,90% Ronstantin. 8,1— funraen 125,— bers 74.41— IIssbon 110,12 Alben 19.— 10 17.75 Brüczel 20.13— flelsingfors 228.87 Wien 05 Vonteri 20.— llalien 60.25— prag 120,12 Wersten 28,12 Vaipzrano 105,3 Lerlin 12.18— Iudspest 27,50 Buenor Aires 18.55 Buenos Schweiz 28.05 ¼. J Belgrad 218.50 Flo de Jen. 412.— auf London 18.50 penlen 35,88 Solf 395,— flongkong.125 J Sfdafrts 100,12 Hamburger Mefallnoſierungen vom 11. Okiober Ru p fer 0 1 geief del rief Veld berahlif Arie] Celd berabl Januar 47.254,50. 806, O Hüftenrehink... 21.751.725 Februar 4847,25. 06,0 808,0. feivsflber(Rl. p. h 57,75 54,75 Mir: 48.50 4/5. 808,0 806, 0. Feingold(A. F. r...84 279 April 554555444„„„„ Plain(nie Mai 1JCCCCVCCCVVVVVVCV 2.10 290 Juni e ec. reines platin Jul.„ Detallpr.(HA. g. gr.. 3,65.60 Augu!! 7 9 deptemb..... Loco Able 7 8 8 8 1 1 25 3 1 1485 chines.(K fo.) 58.— 60.— emb. 48.— 48. N e uecksilber( per flache) 11,/ 11,% Deremd. 45.— 145.-... 805, 0l805,0 Woltramert dines,(in Sb.). 35. * Pforzheimer Edelmetall⸗Notierungen vom 12. Oktober. (Mitgeteilt von der Deutſchen Bank und Diskonto⸗Geſell⸗ ſchaft, Filiale Pforzheim): Platin techniſch rein 3,40 je Gramm; oͤto. 4 v. H. Palladium 3,35 je Gramm; dto. 4 v. H. Kupfer 3,25 je Gramm; Feingold 2840 je Kilo; Feinſilber 57,70—59,50„ je Kilo; je nach Abnahme von 50 Kilo bzw. 1 bis 9 Kilo. * Höhere Metall⸗Kurspreiſe. Durch Bekanntmachung KP 39 wurden die Kurspreiſe für Kupfer um 0,25 J, für * Londoner Goldpreis. Der Londoner Golöpreis beträgt am 11. Oktober 1935 für eine Unze Feingold 141 Sh. 97½ ö gleich 86,4929, für ein Gramm Feingold demnach 54,7045 Pence gleich 2,78081 A. vom Wein Die Weiß weinlese an der Miffelhaardi Seit Anfang dieſer Woche iſt der Weißweinherbſt an der ganzen Mittelhardt in vollem Gange, einzelne Ge⸗ markungen begannen erſt zu Beginn dieſer Woche damit, Das Wetter iſt ziemlich unbeſtändig, ſo daß die Leſe ver⸗ ſchiedentlich an manchen Tagen unterbrochen werden mußte, Mengenmäßig wird das Ergebnis etwa ein Drittel bis ein Viertel hinter dem vorjährigen zurückbleiben. In ausgeſprochenen Qualitätsweinbaugebieten um Deidesheim rechnet man ſogar mit einem Ausfall um die Hälfte gegen⸗ über dem Vorjahr. Die Güte des Moſtes iſt recht zu⸗ friedenſtellend, wurden doch durchſchnittliche Moſtgewichte von 75-90 Grad, aus beſſeren und beſten Lagen ſogar um die 100⸗Grad⸗Grenze ermittelt. Die Säure iſt normal und durchweg etwas höher als 1994. Die Trauben ſelbſt ſind von außergewöhnlicher Süße und auch bei der Kelte⸗ rung ergiebig. Vielfach trifft man auch ſchon die Edel⸗ fäulnis an. Das Herbſtgeſchäft bewegt ſich in ziemlich ruhigen, aber trotzdem normalen Bahnen. Da in allen Mittelhardter Gemeinden durch die Orts⸗ bauernführer und Bürgermeiſter im Benehmen mit dem Gebietsbeauftragten eine Einteilung der Verkaufspreiſ⸗ je nach Lage und Güte auf Grund der Richtpreiſe vorge⸗ nommen wurde, iſt die Preisregelung überall bindend erklärt. Da bei den Kleinwinzern keine nennenswerten Altweinbeſtände mehr lagern, iſt man vielfach geneigt, das geſamte Ernteerträgnis einzulagern. Die Winzer⸗ vereinigungen beſchreiten meiſt den gleichen Weg. Was freihändig an Weißmoſt zu Verkauf geſtellt wird, konnte bisher ohne Schwierigkeiten Abſatz finden. Die Logel Weißmoſt(40 Liter) ſtellt ſich an der Mittelhapdt je nach Ort, Lage, Güte uſw. auf Grund der Klaſſeneinteilung auf 14,5025/ und mehr(Deidesheimer Gebiet). Es wurden auch ſchon neue Weißweine verkauft, dabei han⸗ delte es ſich aber meiſt um kleine und kleinſte Partien, die ſogleich dem Konſum in Geſtalt von Süßwein oder Feder⸗ weißer zugeführt werden. Die Stimmung der Winzer iſt feſt, man rechnet in ihren Kreiſen ſchon bald mit einem Anziehen der Preiſe. Nach 1934er Rotweinen beſtand anhaltend gute Nach⸗ frage, doch haben darin faſt fämtliche Winzergenoſſenſchaf⸗ ten ſowie die Mehrzahl der Kleinwinzer und Großgüter ausverkauft. Nach alten Weinen beſteht ſeit kurzem gleichfalls etwas beſſere Nachfrage, zumal ſich die Preisgeſtaltung dafür im Verhältnis zu den neuen Richtpreiſen und neuen Wei⸗ nen gebeſſert hat. Die Preiſe ſelbſt ſind ja nach Lage, Güte, Menge uſw. ſehr unterſchiedlich. Im Ausſchank ſtellt ſich der Preis für das ½ Liter neuen Weins an der Mittelhardt auf etwa 2030 Pfg. Er wird vom Publi⸗ Bronze und Blei um 0,50„ und für Zinn(nicht legiert) um 4% je 100 Kilo erhöht. Die neuen Preiſe treten am 12. Oktober in Kraft. 0 re 5 kum gut aufgenommen. Die Winzerlokale weiſen auch werktaas einen änßerſt starken Beſuch an Fremden auf. In zahlreichen Lagen tritt die Fäulnis immer ſtärker auf, Samstag, 12. Oktober 1938 — t— Schweres Schadenfener bei Bruchſal Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 9. Seite/ Nummer 471 Verkehrsunglück. Ein aus der Richtung Wag⸗ häuſel kommender Stuttgarter Laſtkraftwagen ſtieß mit einem Perſonenkraftwagen aus Mechtersheim waren der 61 Jahre alte Kaul Siegel und der 28jährige Friedrich Weiden hammer, beide als Aetgeſtellte der betreffenden Firma, ferner der 46 J Nr. 471 95. 5 3 5(Pfalz) zuſammen. Dieſer wurde buch ſtäblich Jahre alte Heinrich Weber, der bei der Reichs⸗ — Ein Großbrand wütete in Oeſtringen— 2 Scheunen und 3 Häuſer zerſtört zermalmt. Einer der vier Inſaſſen, der Vieh⸗ bahn tätig war und als„Vermittler“ fungierte. Die „. 1 händler May aus Berghauſen, wurde ſo ſchwer Kohlen wurden an einen Kohlenhändler in Lingen⸗ 5 OL. Oeſtringen, 11. Okt. Freitag nachmittag Zu dem Großfeuer in Oeſtringen erfahren wir verletzt, daß er alsbald ſtar b. Die übrigen drei feld weiterverkauft, der ebenfalls unter Anklage börse gegen 12.45 Uhr entſtand hier im unteren Dorfteil noch: Es ſind zwei Scheunen völlig vernichtet wor⸗ mußten in ſchwerverletztem Zuſtande(einem wurde ſtand. Siegel hatte an dieſem„Geſchäft“ etwa 5 bis 89 1 8* 1 1 1 5 2*. 1 7 N 2 4 2 8 8 1 2 7 M. E 1 1 W̃᷑ 21 320 1 N ein Großbrand, durch den zwei Scheunen vollkom⸗ 955 20 1. Knittel 35 ein Bein abgequetſcht) ins Schwetzinger Kranken⸗ 600 1 e eee 8 i 2 bo: 3 er Witwe Pius Gramlich. Schwer betroffen wurde 1 1 Die Relzrde orſchie„verdient“. Vor dem Schöffe den : e 5 8 8 5 aus usportiert werden. Die örde erſchien 88.— 12. Oktober, men und drei Häuſer zum Teil zerſtört wurden auch der Landwirt Alfred Hartlieb. Er hatte von 0 transp t n ie Behörde erſch mehrſtündiger Verhandlung verurteilt: Siegel und alsbald an der Unfallſtelle, um die Schuldfrage zu klären. Wie wir noch hören, handelte es ſich bei ſämtlichen regungen und Um die genannte Zeit ſah man aus dem Schuppen 1 des Theodor Knittel dichte Rauchwolken auf⸗ gede hien 3 g g lee e ſteigen. Schon nach kurzer Zeit war die Ortsfeuer⸗ Frau Gramlich einen Teil ihres Wirtſchaftsgebäudes abgemietet. Seine Erntevorräte ſind größtenteils ein Opfer der Flammen geworden. Weber zu je ſechs Monaten, Weidenhammer zu fünf Monaten Gefängnis. Der Kohlenhändler und ein weiterer Mittelsmann wurden freigeſpro⸗ de ſtarke Ge⸗. g 5 2 5 An Wohngebäuden iſt das des Benjamin vier Verunglückten um jüdiſche Viehhändler aus der chen. Ein in zwei Fällen Beteiligter wurde am⸗ gte zudem auf wehr zur Stelle, die 2 2 5 Löſcharbeit 15 Waas völlig niedergebrannt. Die Wohn⸗ Pfalz, die zum Walldorfer Viehmarkt unterwegs neſtiert, da ſeine Vergehen in das Jahr 1933 zurück⸗ Lage ſtärkſe weiteres Umſichgreifen des Feuers verhütete. Die ßäuſer von Frau Gramlich und der Geſchwiſter Erna] waren. reichten. 1 ſowohl Schweine und das übrige Vieh konnten noch recht⸗ und Cäcilie Wagner ſind durch das Feuer beſchädigt zdlich und die 3 iſ worden. f 1 zen an eiche. e ee 2 Sieben Waggon Kohlen verſchoben 5 5 5 e ht ſtatt. find die Familien Th 5„ Jetzt das gerichtliche Nachſpiel Dahn, 11. Okt. Im Rahmen der Einweihungs⸗ ner und Waas betroffen. Die Löſcharbeiten, die noch andauern, ſtud um ſo ſchwieriger, als die Brand⸗ objekte ganz nahe beieinander liegen. Ueber die Urſache des Brandes wird die ſofort eingeleitete Unterſuchung Aufſchluß ſchaffen müſſen. feierlichkeiten der Paul⸗Hindenburg⸗Jugendherberge in Hannover, bei der u. a. auch der Reichsjugendfüh⸗ rer Baldur von Schtrach ſprechen wird, werden gleichzeitig 27 Jugendherbergen in Deutſchland ein⸗ geweiht, darunter auch die neue Jugendher⸗ berge in Dahn. enswerte Ver⸗ Geſchäftsſtille Abbröckelun⸗ aben um J v. eundlich. Von on 29 mit 967 Mainzer von Perſonenauto von Fernlaſtzug zermalmt Ein Todesopfer, drei Schwerverletzte * Hockenheim, 11. Oktober. An der Neuluß⸗ * Ludwigshafen, 12. Okt. In Kalſerwör tch⸗ Hafen waren von Juli 1939 bis März d. J, ſa e⸗ ben Waggon Nußkohlen auf dem Umſchlag⸗ lager einer hieſigen Firma geſtohlen bzw. verſch o⸗ ben worden. Beteiligt an dieſem Kohlengeſchäft heimer Straßenkreuzung ereignete ſich am Freitag morgen kurz nach 7 Uhr ein folgenſchweres uslandsrenten* 1 8 0 5 8 1 ͤ ͤ—— 1, 9, 3 Tr. b. ., Slublber LEDER. eee eeres 1 e„iam Ausschnitt. a g I Frs. 4% wöchtl. 9 165 5 l. an ält. alleinſt. 1084 3 i alen wein teſch⸗ Dauermieter ſucht eleg. möbl. Frau zu verm. 5 ten neun Mo⸗ haltiges Lager in: 7 O 7, 12. Zu erfr. Mollſtr. 8, 2 Tr. 1 i Unser früheres Vorstandsmitglied i rieten Herrn-Sohlatzimmer 5 e.. de Gf ute ü r glei⸗ 7 ö m Septen Lernabfälle Cam, mit Zentralheiz., fließ. Waſſer od. 5 ö Balkonzimmer Tonnen auf 2 miabsätze, Kleb- Bad, 1 n een en Schön. cer. Zl. of., pretsmw, 1 ern dae Herr Ceheimrat dee aper d. A Geld.. S g e ee ee de 1 FSchakmacherart. 5 u, el. Vicht. ſof. z 10 5. 1 7 5 5 1 0 öh, Wohn- l. J ſch In Tahlung genommen.(861* 24, epp. 1 5 beſtehend ans 1 9 0 0 5 000 24074 Schlaf zimmer uga, der kana⸗ kor Ramm a 5 8 8 5 Alleinküche, z. v. Std, der Lederbanslugg, in gepflegt. 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Acchen 9 auch bei der Gründung unserer Gesellschaft in unserem Vorstand. Er hat durch seine JXI-.-Wolng. g, ren e e 1 tſe Kann 2 1 212 5 f 8 117 5 iw. z Frl. ſof.„ 6 e 4 großen geistigen Fähigkeiten, seine Tatkraft und seine vorbildliche Pflichttreue zu der Fulle S. V. B. Mann- 15170784 Teen e ſentlichen Be⸗ 5 7 5 5: f 3. 3. 18, 1 Tr. f. , die auf J Entwieklung und dem Aufstieg des Unternehmens in hohem Maße beigetragen. Diese 02.2 m,. 91061— 2 ane 2 5 5 g 1 f ff 0 10 18 11 Verdienste, verbunden mit seinen hervorragenden menschlichen Eigenschaften, werden ihm e nm. l. Küche%%* TVT Auslands⸗ 8. 7; Keller, in eigen 7 üüchenden u das Abkon⸗ bei allen Angehörigen unseres Unternehmens ein ehrendes und dankbares Andenken sichern. neben Bauplpos“ Abſchluß 1. St. Z immer„„ aa e e Gr detect bz Ager J ei ee a er Grundlage in Anfr. u O t 65 verm. 5. Weigel, 2. r. 710 letzten Jahre 2 11. aan d. Geſchäfts⸗ Seckenh. 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OSHAR NICH. unebenen ee e e 500 det. fenvetrag. 1253., 2710, 10, 18, 28, 54, 58, 12850, 5e, 12042, 34, 62, E 4 t an e 00 n ee, d de, i ee e ee, ee ee tand en, ö 5 1563, 5 98 5 6„ 71, 20, e eee e le, ee ee 4, 245. able gebr. Model 52, 1722, g, 85, 1804, 45, 1, 4 22. 05s, 68, 00, 4, 88, 40700, 10, 44, 6% 80, 25, J580h, 20 54, 89. nur 0 Alle 0 l. 2002. 19 21, 6 62 66, 2105, 92, 2272 99, 2828, 91, 13982, 97, 14016, 14117, 33, 65, 87, 14214, 42, 6a, ardi f. Baumann, pt 2487, 61, 2562, 37, 55, 66, 77, 70, 217, 40, 76, 95, 14516, 28, 97, 42, 43, 14400, 80, 90, 14557, 60, 90, einherbſt an 1590 T. Breite Str. Fernſpt. 280 45 97 2702, 23, 68, 72 2871, 2908, 04, 12.— Serie D: 14638, 415 40, 59, 82, 14708, 66, 68, 70, 95, 14855, 5 in Klante EE, I Golbttein. T 4a 13 Sing Nennbetrag. 3001, 43, 66, 58, 67, 70, 14917, 32, 78, 88, 15014, 50, 56, 57, 80, einzelne Ge⸗ 81 Stück zu je 100 RM. Nennbetrag„43, 68,„67, 70,„ 50. 7 Woche dam 8009 S694 3128, 90, 89, 52, 86, 9201, 30, 97, 3904, 4, 40, 90, 15105, 20, 68, 96, 15281, 89, 75, 76, 15811, 25, 29, eee 5440. 76, 80 05, 3814, 70, 86, 90, g084, grö 30,67 39, 84 16403, 10, 57, 67, 15550, 7, 45628, 65, 94, „ LSF MCH. 83, 95, 96, 3809, 37, 05, 91, 92, 9090, 98, 97, 4011, 600, 15712, 13, 35, 50, 85, 15828, 68, 84, 15906, 90, 1 EB. LASER 0 20, 34, 49, 60, 78, 4155, 82, 4252, 61, 75, 97, 4968, 16080, 76, 10105 1655 9 0 1 15 1 r ſtärker auf, B 5, 85, 4455 75, 4527, 35, 55, 89, 4782, 4821, 30, 58, 64, 78, 16514, 23, 45, 60, 81, 16636, 40, 42, 63, Heiter il C Fit 00e 55 dt, 7d, dh og, 2 70, 87, 88. 6124 bra,, 74, 1670. 16800. 10012. 20 70, 97, 47048, 85, bleiben. 9 23, 24, 47, 08, 5922, 50.— Serſe B: 105 Stück zu 99, 17108, 30, 48, 44, 17221, 94, 17833, 17408, 16, Deidesheim CCT je 50 RM Nennbetrag. 5553, 64, 70, 77, 89, 5612, 40, 41.— Serie G: 158 Stück gu je 12.50 RM. älfte gegen⸗ 75, 5721, 36 67, 5812, 40, 83, 8968, 70, 72, 6008, 63, Nennbetrag. 17959, 18018, 25, 64, 74, 08, 18100, Ale ge Cabriolet 64 58. 0, 44 82 2 50, 64, 60, dio, 0. 0, 4, 18558, 7, Jaden, 66, 5 loan, gi, 48570,, it recht lu 0 40 0 anderer- f ble 460, 68, 76, 6505, 20, 26, 6611, 41, 62, 6783, 93, 20, 71, 18787, 40, 44, 99, 18815, 39, 52, 58, 74, 88, Moſtgewichte 6001, 19, 52, 6904, 16, 17, 04, 65, 68, 7016, 17, 33, 94, 18900, 14, 34, 91, 96, 19008, 25, 30, 68, 69, 98, zen ſogar unt 17. Nercedos-Denz-Limous 40, 60, 60, 7104, 11, 40, 81, 6g, 37, 68, 7807, 19118, 90, 71, 87, 91, 19226, 88, 19921, 47, 72, iſt normal— 5 Neue n 5 8 in tabellof 82, 99, 7408, 10, 90, 7559, 769„73, 7813, 16, 19424, 4g, n 85 19975 8 115 rauben ſelbſt g zurlokgesetztef reſse beide Fahrzeuge in tadelloſer 22, 42, 68 66, 7919, 50, 81, 91, 96, 8601, 19, 40, 77, 83, 19819 41, 44, 5„84,„ 88,„ i der gelle Offene Stellen Stellengesuche Küchenaurichten, Verfaſſüng, prekswert abzugeben.] 8160, 82, gegi, 40, 55, 58, 3561, 96, 8413, 42, 83, 59, 74, 20257, 20944, 68, 20404, 15, 17, 20540, 18, in die Elfenb u. Natur. Wolf u. Diefenbach, 8526, 27, 56. 58, 87, 89, 8604, 8720, 29, 40, 42, 75, 46, 47, 56, 70, 20692, 45, 47, 69, 20755, 20878, 05, in ziemlich i 48. 65. 68. Friebrichsfelder Straße 51, 82, 86, 8816, 28, 80, 8951, 80, 9082, 78, 5108, 59, 20971, 76 21069, 46, 81, 88, 21128, 35, 36, 57, 658, in ziemli 5 8 Küchenhüfett 68. S140 25 42433 105201, 11, 20, 61, 73, 78, 81, 85, 90, 9915, 25, bass, 7g, 21208, 19, 68, 21805, 17, 34, 76, 2445, 28, 2 651. Klei derſchr. 8 5 eee 69, be, 9505, 28, 93, 96, 9624, 42, 70, 5760, 9880, 21611, 40, 56, 99, 21096, 40, 21720, 30, 90, 60, ch die Orts. Ar, lack., 88. 4 80, 54, 78, 87, 9988, 66, 85, 10012, 61, 84, 10112, 35, 21881 88, 92, 21065, 22001, 02, 12, 17, 48, 69, 75, ten mit den 33., evangl., mit langjähr, gut. 180 br., voll ab⸗—0 PS 0 23 76, 85, 91, 10845, 47, 62, 10436.— Serie F: 223 Stück 81, 88, 22168, 72, 76, 22295, 42, 55, 65, 68. 78, 88, 92, erkaufspre, 85 8 1 Einkommen erg ane 050 15 0. ee 95. Personenwagen zu je 25 Rich, Nennbetrag. 10770, 72, 1505 17 96, 22929, 36, 22487, 52, 8g, 22501, 22621, 78, 81. reif, rge⸗ letet ſich tüchtigen Herren und erpieren, Nähen, Kinderpflege u.„ 120 1 kauf. acht 10911, 84, 11038, 36, 47, 40, 50, 11147, 11209, ll, za Ping ben Schheltebernahme eines in alen Zweigen des Haushalts, br. 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So 2, 4, 6,.20 Uhr Ai naNHSRA Nachdruck verboten Wie er wirklich war! Deutschlands Weltmachtstellung Neid und Miggunst g Serajewyio 1914 Mobilmachung Der schnelle Aufmarsch unserer Truppen Dle Russen fallen in Ostpreußen ein Deutsche Soldaten Uberall siegreich! Der eiserne Hindenburg Masuren— Tannenberg die Deutschen vor Paris! in tragischer Verkennung der Lage wird der— Rückzug befohlen! Marneschlacht Wettlauf nach dem Meer Die Kriegsfreiweilligen Wom Langemerckl! Dle mörderischen Geschütze, Gaskampf klasslges Feuer, Flleger, Tanks, Minen Des Volkes HNHeidengang! acht- Vorführung Heute Samstag 22 Uhr und Sonntàg vormittag 11 Uhr Karten.80,.—,.20[Logen.50,.7 Kinder Sonntag vormittag halbe Preise Al. HA NMBRa — Atemlos spannen!!! ber neue Ufa- Tonfilm Weitere Heuptfollen: Alice Trefft Erika v. Thellmann- Theodor Loos Ausschankstellen: Palmbrau-Bierstube, Kalserting 32 Palmbräu- Automat, K 1, 4. 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Musik von Carl Millöcker* 5 055 3 7 2 aut.30 Uhr Ende ewa 2230 Uhr die große N 5 8„er. 1 eee eee 2 Lenzen Die Ereignisse berstürzen sid! am Wasserturm—— Fanmstag 10.43, fountag id. i Das Kondiforei- Kaffee. 5— 1 Nachivorsfellung der 9 in schönster Lage der Stadt 85 Nacht- 855 spannendsfen Sensa⸗ mit ungeahnter Schnelligkeit 610. Stellung ionen, der kühnsfen N 1 f U 1 J behaglicher, angenehmer/ Ein Abenteuer und 10llsfen Abenieuer iel n 5 5 31000 55 185 K 5. D) aufenthalt& Kapelle Dewald voll jagender Sensstlonen N dell, nOοο 9 8 5 5 Dieser Fm kommt zur remten Leit Kein Buch, keine noch so que Berichfersfaffung ö Die Beil 8 5 Sind imstande, ein so umfassendes Bild Über die 9 88 4„ den bee ee 51 em Rande der Sehere liegenden Kolonial- „Mannheimer Frauen-Loftung', f. g geblele 2u vermitth, de Über kz oder arrogt erscheint jeden Mit tw och 5 leng in den Krieg verwidtelt Werden KSnrien. 5 8 Der erste grobe Ton- und Sprech-Expedifionsfilm 1 . 1 N 1 3 der UFA vom unbekannfen Nordafrike 15 1 6 T eheimnisse des Fernen 5 i Im Rande fler Fahara im Hafenviertel.— Die J Um eine Ovpiumhöhle brennt- Hinter err 18.. ee ioergestel von der Kulfur-Abfeilung der Ua Fürslenkrone 0 Sie erleben China a(Ceiung: Dr. Pich. Keufmenn. Die Expeditlens- 75 Modtee tte a Sie erleben Schanghai jeltung hate der wie kein zweier hierlüüir geeignefe 8 ontag letzter lag! rwerbsl 45 Pfg. Gew. Preise, berübmte Globefroffer Nx. 286 i 9 N ie Dr. Mariin Rikll 0 5 55 Voller Spannung folgt men der Expedifion und erlebf. 5 N f einen dremelischen Enblde in Lendscheff, Nlensch, ö 5 er Fim der 1000 Gefahren lier. Vir staunen über perediesische Schönheifen, 5 8 g 8 uber die geheimnisvollen Röhren: und Höhlensfsdfe, 8 5 11 0 öff 0 fi en e en J dle kaum je emes EUuropders Fuß beftef: 8 2E erer nung. Borneos. Eine n 1 8 5 5 5 5 nervenkitzliche Angelegen- 35 Afrika ungeschminkt 5 85 2 V heit!— Dieser phantastische 8 5 Film zeigt gewaltige Vulkan- 2— Tatsine 2 Caslslälle agausbrüche— Hämpfe 51 8 große Sonder- 3 parden und figern— Die 5 2 Märchen der Südsee und die Vorstellungen 0 N 1 1 ATE Wunder der indischen Weliß; 25 *„„ 5 begegnen sich hier. Samsiag, 12. Oki. Sonnfag, 13. Ok. 7 Ersiklassige Küche Bekannf gufe Weine Vorprogramm Wochenschau a Machl- Malin 0 0 00 0 g 7 5 Ee 9 — Mies i Vormi 5 1 agen Vorslellung 1130 Ur 4 8 geneigten Zuspruch bittet E. Johannes u. 1 1 Beginn 22.43 Uhr Jugend Zuiriit 25 U 5 316 Gewöhnliche Preisel Alle Plätze numeriert III III 0 1 III ö Oeffentliche Mahnung. 5 5 7 5 9 an 115 e a Mannheim waren fällig ſpäteſtens Dalbergstr. 3 am 5. Oktober 1935: die Gebäude⸗ Be ſonderſtener f. September 1935; 5(am Luisenring) 5. 70 1935: 525 von den Arbeit⸗ 1 11 1 1 gebern an den Lohn⸗ und Ge⸗ 9 Neuen süßen Wein und Bitzler 4 3 Welzl em Peredeplaz D 1. 3 inden Sie jelzf den Hut Sie passenden neu en modernen Damenhuf Anfertigung im eigenen Afelf erz Umerbelfung schnell nd preiswer! pertingan uad lade das he wirkende ieenvaszel wird nachgewie- senermaßen mit Erfolg angewen⸗ det.- Preise für / tt. Füllung 28. 5 tt. füllung 30 bei Abnahme von mind. 25 Flaschen — e eee Für die augena teute nicht morgen 0 f Aae sollten Sie mit all den vielen Dingen aufräumen, die Sie zum ßernen in schon seit Jabren dufbe, Haul. 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