ber 1995 . Volksſchäg⸗ J n kt Mädchen emarkſtraßg n ſchweret nleben for⸗ heim ver⸗ ilt über sel. icht gegen Mitfahrerm dchen auz und tö d. 1s kam mit Kittwoch it wieder in Bei einer 1 wäh end yt. Auf den am Diens. em Oſtwind em Schnee⸗ ö . Breite Stra 2 rium —— ind 17½ Uhr: Südpol ächtbildem Atteste bslose 10 F N wenigen 0 „ R 1 e Erſcheinungsweiſe: Täglich 2mal außer Sonntag. Bezugspreiſe Frel Haus monatlich.08 Mk. und 62 Pfg. Trägerlohn, in unſeren Geſchäftsſtellen abgeholt.25 Mk., durch die Poſt.70 Mk. einſchl. 60 Pig. Poſtbef.⸗Geb. Hierzu 72 Pfg Beſtellgeld. Abholſtellen: Wald⸗ ofſtr. 12. Kronprinzenſtr. 42, Schwetzinger Str. 44, Meerfeldſtr. 13. Ne Fiſcherſtr. 1. Fe Hauptſtr. 63, W Oppauer Str. 8. Se Luiſenſtr. 1. Abbeſtellungen müſſen bis ſpäteſt. 25. f. d. folgend. Monat erfolgen. Poſtſcheck⸗Konto: Karlsruhe Nummer 175 90 Mannheimer General-Anzeiger Verlag, Schriftleitung u. Hauptgeſchäftsſtelle: N 1, 46. 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Zu einer Eutſpannung der Atmosphäre werde eine ſolche Maßnahme keines⸗ wegs beitragen können. Man müſſe weit mehr verlangen. Wenn auch dieſe Aeußerungen des Blattes in dieſer ſcharfen Formulierung nicht in Anſpruch neh⸗ men können, die allgemeine Meinung wiederzuge⸗ ben, ſo macht ſich doch allenthalben in Italien eine gewiſſe Mißſtimmung darüber bemerkbar, daß man nach den geſtrigen Truppenzurückziehungen aus Libyen noch nichts über irgendwelche engliſche Flot⸗ tenbewegungen im Mittelmeer offiziell gehört hat. „Friedensfühler“ ohne viel Ausſicht — London, 25. Oktober. Die engliſche Preſſe beſpricht auch weiterhin die zwiſchen Rom, Paris und London auf diplomati⸗ ſchem Wege ausgeſtreckten„Friedensfühler“, ohne jedoch viel Neues berichten zu können. Reuter ſchreibt, die Rolle Englands bei dieſen Irledensbeſprechungen werde in London als die eines Beobachters angeſehen, der die Sache des Völ⸗ kerbundes und Abeſſiniens vertrete. Soweit Eng⸗ land überhaupt von Muſſolinis Friedensbedingun⸗ gen unterrichtet worden ſei, ſei dies durch Frank⸗ reich geſchehen. Die Rolle Lavals beſtehe offenbar darin, eine Brücke über die Kluft zwiſchen den ita⸗ lieniſchen Mindeſtforderungen und den Höchſtzuge⸗ ſtändniſſen zu finden, die der Völkerbund in Ueber⸗ kinſtimmung mit ſeinen Grundſätzen machen könne. Eine hohe abeſſiniſche Perſönlichkeit hat dem Reutervertreter in Aoͤdis Abeba zu den„Friedens⸗ fühlern“ in Rom erklärt, daß nicht die geringſte Ausſicht auf Frieden beſtehe, ſolange die Italiener auch nur einen Fußbreit Gebiet der Provinz Tigre beſetzt hielten. Wenn ber Kaiſer einwillige, die Provinz Tigre an die Italiener abzutreten, würde er innerhalb 24 Stunden ſeinen Thron verlieren, ſelbſt wenn man eine finanzielle Entſchädigung oder einen Ausgang nach dem Meere hin als Gegenleiſtung anbiete. Eine neue Anterredung Laval-Cerruti .— Paris, 26. Oktober. Die mehr als einſtündige Beſprechung, die Miui⸗ kerpräſident Laval am Freitagnachmittag mit dem ſtalteniſchen Botſchafter Cerruti hatte, gehört in den Rahmen der gegenwärtig unternommenen An⸗ ſtrengungen, eine geeignete Grundlage zu finden, um die Feindseligkeiten in Abeſſinien zu beenden. um jedoch die Erfolgsausſichten nicht zu gefährden, ren die amtlichen Pariſer Kreiſe über den In⸗ halt der Beſprechungen ſtrengſtes Stillſchweigen. Die Verhandlungen werden als beſonders hei⸗ kel bezeichnet, weil die Anregungen, zu denen man gelangen könnte, für den Fünferausſchuß des Völkerbundes annehmbar ſein müßten, da ohne die Zuſtimmung des Fünferausſchuſſes eine endgültige Regelung nicht getroffen werden könne. Italien zu Verhandlungen in Genf bereit? ö ( Funkmeldung der NM 3) 3— Paris, 26. Oktober. 1 Die Pariſer Morgenpreſſe bringt keine neuen uthüllungen über den Stand der diplomatischen Fidlungnagme zur Löſung des italieniſch⸗abeſſiniſchen 3 Es finden ſich aber in mehreren Blättern nweiſe darauf, daß Italien einer Ver⸗ 1 in Genf nicht mehr abgeneigt wer 11„Oeuvre“ gibt wiederum eine Juhalts⸗ 5 e der angeblichen Vorſchläge Muſſolinis, die zendon zugänglich gemacht worden ſeien. Dieſe Inhaltsangabe ſtellt wiederum die Gebietsforderun⸗ Pitt een auf abeſſiniſches Grenzgebiet und die 110 8. undsltberwachung des abeſſiniſchen Mittel⸗ ni es, verbunden mit einem Hafenzugang Abeſ⸗ niens in Eritrea, zuſammen. Dieſe römischen Vorſchläge ſeien aber für London vollkommen unannehmbar, en den Edenſchen Vorſchlägen aus dem Augut 8 feſthalte. 5 ae allerdings, daß ſie geheim geführt Der Negus fühlt ſich ſtark genug zum„Nein (Funkmeldung der NM.) O London, 26. Oktober. Die„Times“ berichtet aus der abeſſiniſchen Hauptſtadt, bei der gegenwärtigen Lage ſei es unmög⸗ lich, irgendeine Friedensgrundlage im italieniſch⸗ abeſſiniſchen Streit zu finden. Der Negus ſei entſchloſſen, keinen Fußbreit der Tigre⸗Provinz ohne Widerſtand auf⸗ zugeben. Er ſei zwar anſcheinend bereit für einen Waffen⸗ ſtillſtand, aber nicht gewillt, ihn auf einer anderen Grundlage als der abeſſiniſchen Unabhängigkeit und Unverſehrbarkeit zu erwägen. Die Abtretung der Tigre⸗Provinz an Italien würde nicht nur das Ende der Dynaſtie, ondern auch das Ende Abeſſiniens als einer kontrollierbaren Einheit bedeuten. Die An⸗ nahme, daß die Abretung der Tigre⸗Provinz als un⸗ löslich betrachtet wird, werde durch die wachſende Ueberzeugung bewieſen, daß die abeſſiniſchen Streit⸗ kräfte ihren erſten entſchloſſenen Widerſtand vor der Stadt Makale leiſten werden. „Daily Expreß“ meldet aus Addis Abeba, daß Italien den Negus durch eine Mittelsperſon auf⸗ gefordert habe, die Vorteile direkter Frie⸗ densver handlungen mit Rom zu er⸗ wägen. f 5. Friedensl emühunge 1 Rote Kreuz-Hilfe für Abeſſinien Unter Führung des Arztes Dr rder iſt nach Abeffinien abgegangen. Eine Sammlung für dieſe eingebracht. Das Bild zeigt die Gattin vom Hauptbahnhof in Stockholm. Hylander iſt eine Hilfsexpedition des ſchwediſchen Roten Kreuzes Eppebitton hat bisher iber 200 000 Kronen Abreiſe Dr. Hylanders, Dr. Smiths und Paſtor Svenſſons mit Weltbild, M. England im Wahlkampffie ber Das Wahlmanifeſt der Arbeiterpartei— Valowin ruft die Nation zur Anterſtützung ſeiner Politik auf (Funkmeldung der NM.) — London, 26. Oktober. Die Auflöſung des alten Parlaments hat das Zeichen für die Eröffnung des Wahlfeldzuges in ganz England gegeben. Für die 615 Parlaments⸗ ſitze ſind bis zum Augenblick etwa 1270 Kandi⸗ daten, darunter 57 Frauen, aufgeſtellt worden. Die Regierung verfügt über annähernd 600 Kandidaten, während die Arbeiteroppoſition bis⸗ her etwa 530 aufgeſtellt hat. Die nationale Regierung veröffentlichte am Samstag ein großes Wahlmanifeſt, das etwa 3000 Worte umfaßt. Vierundzwanzig Stunden vorher hat die Ar⸗ beiterpartei ihren amtlichen Wahlaufruf heraus⸗ gegeben. Sie wirft darin der Regierung vor, daß ſie nicht einen einzigen konſtruktiven Schritt zur Verbeſſerung der inneren politiſchen Lage getan habe. Zwei Millionen Menſchen in Eng⸗ land ſeien arbeitslos und über 17 Millionen ſeien auf die Armenunterſtützung angewieſen. Die Tra⸗ gödie der Notſtandsgebiete habe ſich verſchärft. Durch ihre„ſelbſtmörderiſche“ Aufrüſtungspolitik habe die Regierung die Abrüſtungskonferenz zugrunde ge⸗ richtet, eine Vereinbarung über die vollſtändige Ab⸗ ſchaffung der Luftſtreitkräfte verhindert. Im übrigen fordert die Arbeiterpartei eine um⸗ faſſende Zuſammenarbeit mit dem Völkerbund, eine Aufrechterhaltung der Streit⸗ kräfte, ſoweit ſie ſich mit der Mitgliedſchaft beim Völkerbund vertrügen, und eine Wiederaufnahme der Verhandlungen für eine allgemeine Abrüſtung. Auf innenpolitiſchem Gebiet wiederholt die Arbeiter⸗ partei ihre altbekannten Forderungen nach Ver⸗ ſtaatlichung der Banken und der wichtigſten In⸗ duſtrien des Landes und nach einer Politik der Planwirtſchaft und verlangt die Abſchaffung des Oberhauſes. Der Führer der Oppoſitionsliberalen, Sir Her⸗ bert Samuel, hat ſeine Anhänger aufgefordert, in denjenigen Wahlkreiſen, in denen keine liberalen Kandidaten aufgeſtellt ſind, für den Kandidaten der „Friedens⸗und⸗Wiederaufbau“⸗Bewegung zu ſtim⸗ menn. Einige Zeitungen ziehen daraus den Schluß, daß die Oppoſitionsliberalen für den Wahlkampf einen Dreibund mit Lloyd George und Lord Snow⸗ den geſchloſſen hätten. Ein Appell Balöwins (Funkmel dung der N M3.) — London, 26. Oktober. Der Wahlfelözug der nationalen engliſchen Regie⸗ rung wurde am Freitagabend durch eine bedeutſame Rundfunkrede des Miniſterpräſidenten Baldwin eröffnet. Die Hochziele der nationalen Regierung, ſo erklärte Baldwin, ſeien die Verbeſſerung der Lage daheim und die Aufrechterhaltung des Friedens in der Welt. Er bitte erneut um das Vertrauen des Volkes, da beim gegenwärtigen Zuſtand der Welt eine feſt im Sattel ſitzende Regievung ausſchlag⸗ gebend ſei. Der Miniſterpräſident ſagte dann, daß er den jetzigen Zeitpunkt für die Abhaltung der Parla⸗ mentsneuwahlen feſtgeſetzt habe, da er ſich nicht für die außenpolitiſche Lage im Januar verbürgen könne. Er ſprach dann ausführlich über die engliſche Völkerbundspolttik:„Wir haben unſere Politik klar dargelegt: Kein iſoliertes Vorgehen, keine Maßnahme, die nicht von allen anderen Mitglie⸗ dern ergriffen wird. Ich weiß nicht, wie lange die gegenwärtige kritiſche Lage andauern wird, aber wir treten in ein neues Zeitalter in Europa ein, nachdem der Völkerbund jetzt verſucht, ſeine Ver⸗ pflichtungen zu erfüllen. Dies iſt keine Tages⸗ politik. Der Völkerbund wird wahrſcheinlich andere und ſchwierigere Prüfungen zu beſtehen haben. Es gibt Gefahren des Friedens, nämlich Gefahren in der Art der auferlegten Sühnemaßnahmen. Wenn Sühnemaßnahmen der ſtrengſten Art auferlegt werden, dann wird dies unweigerlich zu einer Blockade führen und eine Blockade wirft die Frage der Haltung der außerhalb des Völkerbundes befindlichen Länder auf. Dieſe Tatſache hatte ich vor Augen, als ich erklärte, daß ich niemals den Eintritt Englands in eine Blockade geſtatten würde, Lavals geführliches Spiel mit den Nolverordnungen: Die Feuerkreuzler warnen Laval Scharfer Proteſt gegen Auflöſungspläne— Rede Herriots auf dem Parteitag (Funkmeldung der NM.) — Paris, 26. Oktober. Das„Echo de Paris“ veröffentlicht den Wortlaut eines Schreibens, das der Führer der Feuerkreuzler, Oberſt de la Rocque, am 22. Oktober, alſo am Tage vor dem Erlaß der drei Geſetzesveroroͤnungen, die die öffentlichen Kundgebungen, den Waffenbeſitz und das Vereinigungsrecht betreffen, dem Miniſterpräſi⸗ denten Laval übermittelte. Oberſt de la Rocque warnt in dieſem Schrei⸗ ben den Miniſterpräſidenten vor einer Auf⸗ löſung der Kampfbünde, vor allem aber der f Feuerkreuzler. Die Feuerkreuzler ſeien eine vaterländiſche Be⸗ wegung, die ohne Rückſicht auf wahlpolitiſchen Ehr⸗ geiz dem franzöſiſchen Volk dienen wolle. Keine Ge⸗ ſetze der Welt könnten eine Bewegung der Anſtän⸗ digkeit, der Ausſöhnung und des ſozialen Geiſtes ein⸗ dämmen. Herriot d iſtanziert ſich von Laval — Paris, 25. Oktober. Auf dem Radikalſozialiſtiſchen Parteitag hielt Staatsminiſter Herriot am Freitagnachmittag eine große Rede, in er er u. a. ausführte, die Frage laute nicht, ob Frankreich italienfreundlich oder englandfreundlich oder italienfeindlich oder eng⸗ landfeindlich ſei, ſomdern ſie laute:„Iſt Frankreich für oder gegen die Politik des Völkerbundes; will Frankreich die Genfer Politik befolgen oder nicht; will Frankreich Schluß machen mit der bisherigen Epoche und eine neue begründen, oder will es zurück⸗ kehren zum Syſtem der Bündniſſe, zum Gleichgewicht der Kräfte, zu Auffaſſungen, die ſtets zum Kriege geführt haben?“ Als es 1924 das Genfer Protokoll ausarbeitete, ſei es Frankreich geweſen, das Sühnemaßnahmen ver⸗ langt habe. Zwölf Jahre habe es gedauert, um England zu dieſer Aufſaſſung zu bringen. Könne Frankreich jetzt erklären, daß es ſeine Anſicht»eän⸗ dert habe und daß es nicht mehr Anhänger des Grundſatzes gemeinſamer Sühnemaßnahmen ſei? Die Rede Herriots hat in Pariſer parlamentari⸗ ſchen Kreiſen ſtarke Beachtung gefunden, vor allem, weil Herriots außenpolitiſche Anſichten und Empfeh⸗ lungen zum Teil in Widerſpruch zu der von Laval verfolgten Außenpolitik ſtehen. So verweiſt man auf Herriots Betonung der un⸗ bebingten Pakttreue und auf das Unterſtreichen der franzöſiſch⸗ſowjetruſſiſchen Freundſchaft, während La⸗ val der franzöſiſch⸗italieniſchen Freundſchaft gegen⸗ wärtig den Vorzug gebe. Man nimmt daher an, daß die Rede Herrivots noch gewiſſe Auseinander⸗ ſetzungen im Gefolge haben wird. 0 2. Seite/ Nummer 495 Neue Mannheimer Zeitung Mittag ⸗Ausgabe Samstag, 26. Oktober 1995 N wir nicht im voraus der Stellungnahme der Vereinigten Staaten ſicher wären. Was auch in der Zukunft bezüglich einer Blockade geſchehen mag, die Hauptlaſt irgend einer daraus folgenden Unruhe muß im Anfang auf die engliſche Flotte fallen.“ Baldwin führte dann aus, daß die engliſchen Ahrüſtungshoffnungen enttäuſcht worden ſeien. Viele Nationen hätten ihre Rüſtungen erhöht, einige ſogar zu einem gewaltigen Stand. Sie hätten fer⸗ ner ihre Waffen moderniſtert und ihre Erzeugungs⸗ fähigkeit geſteigert. England wolle dieſen Staaten nicht nachfolgen. Es wolle nur ſeine Streitkräfte moderniſteren. Die engliſche Flotte ſet zum großen Teil veraltet und nur drei der Schlachtſchiffe ſtamm⸗ ten aus der Nachkriegszeit. Wenn England aber eine Politik der umfaſſenden Unterſtützung des Völ⸗ kerbundes verfolge, und wenn zu irgend einer Zeit als Folge von Sühnemaßnahmen ein Krieg mit einer Nation entſtehen würde, dann werde die Hauptlaſt auf den Schultern der engliſchen Flotte liegen. Dies würde bedeuten, daß veraltete eng⸗ liſche Schiffe gegen moderne Schiffe in den Krieg ziehen müßten. Die engliſche Flotte würde zwar letzten Endes ſiegen, aber der Sieg müßte durch unnötige Opfer von Menſchenleben erworben werden. England ſei daher für eine kollektive Sicherheits⸗ politik. „Ich kann aber dieſe Politik nicht verfolgen, wenn ich nicht Vollmachten erhalte, die Schwächen unſeres Verteidigungsſyſtems zu heilen. Was wir wollen, ſind nicht gewaltige Streitkräfte, ſondern daß unſere Leute mit den beſten heutzutage erhält⸗ lichen Waffen ausgerüſtet ſind, wenn ſie zum Kampf aufgerufen werden. Dieſe Fragen werden für das neue Parlament bereit ſein, wenn wir an der Macht bleiben.“ Flugzeugangriffe an der Og aden-Front Als Vorbereitung einer größeren militäriſchen Aktion der italieniſchen Süd- Armee?— Die Sicherung Aegyptens gegen Libyen — Addis Abeba, 25. Oktober. Die italieniſche Fliegertätigkeit an der Südfront wurde am Freitag entgegen den Erwartungen der Abeſſinier wieder aufgenommen. Zahlreiche ſchaften am Webi Schebeli⸗Fluß und vor allem der Hauptſtützpunkt der abeſſiniſchen Truppen Gorahai wurden mit Bomben belegt. Der römiſche Heeresbericht Aktionen: An der Somali⸗Front wird das militäriſche Vor⸗ gehen in der Gegend von Schebeli fortgeſetzt. Nach der Einnahme des befeſtigten Ortes Dagnerei wurde der Vormarſch am Fluß entlang fortge⸗ ſetzt, wobei zahlreiche am Ufer liegende Dörfer be⸗ ſetzt wurden. Eine Abteilung unter dem Befehl des Leutnants Moreo, die Goddͤere umging, hat das Dorf Kalaffo, den Hauptort des Bezirks Delie Schiavelli, genommen. Zahlreiche Stammes⸗ häuptlinge haben ſich unterworfen und ihre Waffen den Italienern übergeben. Hierdurch kamen 500 Gewehre in italieniſchen Beſitz. Der Sultan von Schiavelli, der zu den Italienern übergegangen war, hat mit ſeinen Bewaffneten die Flanke der italieniſchen Truppen gedeckt und dadurch einen ſiegreichen Zuſammenſtoß mit feindlichen Truppen in der Nähe des Dorfes Gheledi erfolgreich unterſtützt. Das Dorf wurde genommen. Die Luftwaffe führte im Gebiet von Ogaden Auf⸗ klärungsflüge aus, wobei ſte bis Saſſabane, Giuba BBFFFFFFUbUbbCbCCCCC(((CoCo(((((bGbTbTbTbTbTbTbTbTT Ort⸗ meldet über dieſe Chineſiſches Munitionslager explodiert! Aeber 100 Tote? Mehrere hundert Häuſer zerſtört?-Fahrläſſigkeit als Arſache? — Schanghai, 25. Oktober. Wie erſt jetzt bekannt wird, hat ſich am 20. Okto⸗ ber in Lautſchau, der Hauptſtabt der nordweſtchine⸗ ſiſchen Provinz Kauſu, ein furchtbares Exploſions⸗ unglück zugetragen. Ein Munitonslager, in dem große Mengen von Munition zur Bekämpfung der kommuniſtiſchen Armeen aufgeſtapelt waren, flog in die Luft. Dabei ſollen mehrere hundert Soldaten und Einwohner getötet und verwundet worden ſein. Die vermutlich aus Unachtſamkeit erfolgte Exploſion verurſachte ein Großfeuer, durch das mehrere hun⸗ dert Häuſer vollkommen zerſtört wurden. Orkan an der pommerſchen Küſte — Stettin, 26. Oktober. Durch ſchweren Nordoſtſturm, der im Küſten⸗ gebiet zeitweiſe Winoſtärke 9 bis 12 erreichte, und anhaltende Regenfälle wurden im Laufe des Frei⸗ tags an der ganzen pommerſchen Küſte große Schä⸗ den angerichtet. Im Stettiner Hafengebiet ergab ſich am Freitagabend Hochwaſſergefahr, ſo daß die Sied⸗ ler in verſchiedenen Bezirken ihre Häuſer räumen mußten und auf höher gelegenes Gelände flüch⸗ teten. Hausgeräte und Vieh wurden durch Hilfs⸗ mannſchaften gerettet. Auf Uſedom richtete der Sturm vor allem an der Steilküſte bei Koſerow und Zempin große Ver⸗ heerungen an. Bis an die Bruſt im Waſſer ſtehend, verſuchten die Fiſcher aus ihren über⸗ ſchwemmten Booten wenigſtens die Motoren zu ret⸗ ten, was aber nicht gelang. Auch hier mußten Hilfsmannſchaften eingeſetzt werden. Von er Rügenküſte werden ebenfalls ſchwere Sturmſchäden gemeldet. Eine ganze Reihe von Motorbooten ſind von den anſtürmenden Wogen vollkommen zerſchmettert worden. Exploſion in Pulverfabrik- 3 Tote — Rom, 25. Oktober. In der Patronenabteilung der Pulverfabrik in Leccp ereignete ſich am Freitag ein Exploſions⸗ unglück. Ein amtlicher Bericht ſpricht von drei To⸗ ten und mehreren Verletzten. Notlandung eines Verkehrsflugzeuges — Brüſſel, 25. Okt. Ein Verkehrsflugzeug der „Imperial Airways“, das von London kam, mußte außerhalb des Flughafens in Haeren eine Notlan⸗ dung vornehmen. In dem Flugzeug befanden ſich ſieben Paſſagiere, von denen zwei verletzt wur⸗ den. Beim Auſfſetzen des Apparates brach eine Tragfläche ab. 9,5 Millionen Dollar Walobranoſchaden — Los Angeles, 25. Okt. Der Geſamtſchaden, den die am Freitag zum Teil eingedämmten großen Waldbrände in Südkalifornien bisher verurſacht haben, wird auf 9,5 Milltonen Dollar geſchätzt Da⸗ von entfallen auf Ernteſchaden allein 4 Millionen Dollar. Am Freitag bedrohten die Flammen Hun⸗ derte von Wohnhäuſern in der Film. kolonie Maribu Lake. Millionenerbſchaſt geht nach Deutſchland — Neuyork, 26. Oktober. Das Gericht in Pittsburgh(Pennſylvanien) verfügte am Freitag über die Verteilung von rund einer Million Dollar aus dem Nachlaß des in ſei⸗ nem deutſchen Heimatort Lengerich begrabenen Junggeſellen Karl Banning. Der geſamte Nachlaß beträgt 2 Millionen Dollar, von denen bis auf 30 000 Dollar alles nach Deutſchland geht. Der Reſtbetrag wird nach Abzug der Erbſchafts⸗ ſteuer in Jahresfriſt flüſſig gemacht werden. Berliner Brief Das Kino hat Jubiläum— Der Mann, den das Kino nicht reich machte— Bismarck im„gedruckten Kintopp“— Filmgagen von einſt und heute— Adele und das Varieté. — Berlin, im Oktober. In der Dorotheenſtraße bringen ſie gerade eine Gedächtnistafel an: In dieſem Hauſe wurden am 1. November 1895 die erſten deutſchen Filme vorgeführt. Der Film. eine der größten Senſationen aller Zeiten, feiert jetzt alſo ſeinen vierzigſten Geburts⸗ tag. Der Mann, der ihn für uns erfand, lebt noch. Aber nicht, wie man denken ſollte, als Multimillio⸗ när in einer Villa am Wannſee, ſondern als ein ganz beſcheidener Lichtbilder⸗Fabrikant im Norden von Berlin. Er hat ſeine Erfindung nicht ausnützen können, vielleicht hat er ſelber ihre Tragweite auch nicht geahnt. Als er beim Direktor der Deutſchen Bank Anfang der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts vorſprach, um einen Kredit für Film⸗ Verſuche größeren Stils zu erhalten, ſchüttelte der den Kopf über die„Erfindung“ und ſagte:„Für ſolche Hirngeſpinſte hat die Deutſche Bank keine Gelder.“ 5 Der arm gebliebene Erfinder des Films iſt be⸗ kanntlich Max Skladanowſky. Vorher hatte er jene kleinen Büchlein fabriziert, in der zahlloſe Mo⸗ ment⸗Aufnahmen einer Perſon oder einer Szenerie ſo hintereinander geheftet ſind, daß beim ſchnellen Durchblättern der Eindruck der Bewegung entſtand. Dieſer„gedruckte Kintopp“ war der Vorgänger des richtigen Kintopps. Skladanowſky brachte für dieſe Serie auch zwei Büchlein„Bismarck“ und„Wil⸗ helm.“ heraus. Er hätte es aber als Blasphemie empfunden, die beiden hohen Herren perſönlich für den gedruckten Kintopp aufzunehmen. Deshalb ließ er einen bekannten Opernſänget und einen Mimiker, die in der Statur Bismarck und dem alten Kaſſer ähnlich waren, die Maske der beiden annehmen und photographierte ſie für ſeine Hefte. Dann wurden dieſe Photos den Originalen vorgelegt und erſt, als diefe ihre Zuſtimmung gaben, wurden die Bewe⸗ gungsbüchlein gedruckt Die Erfindung des Kinematographen lag in den neunziger Jahren in der Luft. Zu gleicher Zeit waren in Amerika, Paris und London ähnliche Verſuche gemacht worden. Die Geräte, die ſich Skladanowſky erbaute, hatten insgeſamt nicht mehr als hundert⸗ fünfzig Mark gekoſtet. Irgendwie hatten die Direk⸗ toren des Berliner„Wintergartens“ von ſeiner Er⸗ findung gehört. Sie fuhren zu ihm hinaus nach Pankow, nahmen die Sache in Augenſchein und ver⸗ pflichteten Skladanowſky für den„Wintergarten“. Bedingung war, daß er ſeine Sache ganz geheim hielte, nicht einmal zum Patent durfte er ſie an⸗ melden, bevor ſie nicht im„Wintergarten“ geſtartet wäre. So viel Angſt hatte man damals vor der Konkurrenz. Als Gage gab man ihm für jeden Tag 75 Mark, das war die erſte Filmgage. Die erſten Filme waren jeder ſechs bis acht Meter lang. Ihre Stoffe waren Tänze, Reckdarbietungen und andere artiſtiſche Leiſtungen. Publikum und Preſſe nahmen die Erfindung ſehr intereſſtert auf. Er wurde dann gleich nach Paris verpflichtet, wo er ſeine Erfindung in den Folies Bergeres zeigen ſollte. 3000 Franken im Monat Gage wurde verein⸗ bart, Skladanowſky erhielt ſie auch ausgezahlt, aber er brauchte nicht aufzutreten. Inzwiſchen war in Paris Lumieère mit ſeiner ähnlichen Erfindung her⸗ ausgekommen, da ließ es der franzöſiſche Chauvinis⸗ mus nicht zu, auf einer franzöſiſchen Bühne der Welt darzutun, daß den Deutſchen auch ſo etwas ein⸗ fallen könnte. Jetzt am 1. November werden jene Erſtlinge des deutſchen Films noch einmal im„Wintergarten“ ausgegraben. Sie haben damals vor vierzig Jah⸗ ren mit außerordentlicher Schnelle zur Ausbreitung des Kinos in Deutſchland geführt. Der„Winter⸗ garten“⸗Direktor Ludwig Schuch, der gerade ſeinen fünfzigſten Geburtstag feierte, erzählte uns an dieſem Tage aus ſeinen Erinnerungen, weil er auch einer der Pioniere des Kinos in Deutſchland iſt. Selfmademan, hat er ſich vom Metallarbeiter emporgearbeitet. Er war gerade als Zwanzigjähri⸗ ger in Berlin bei Siemens gelandet, da kam durch die epidemiehaft auſſchießenden„Kinematographen⸗ theater“ eine große Konjunktur für die junge Kino⸗ technik. In Frankfurt a. M. hatte der Beſitzer einer Wach⸗ und Schließgeſellſchaft ein Kino gegrün⸗ det. In kurzer Zeit hatte er bereits ein Dutzend davon in Frankfurt und im Rheinland, die alle der unge Schuch techniſch betreuen mußte. Dieſe erſte Magallo vordrang, und erfolgreiche Bombenabwürfe auf militäriſche Punkte vornahm. Von der Eritrea⸗Front iſt nichts Neues zu mel⸗ den, außer daß die Vorhut fortlaufend ihre Stellun⸗ gen in Tigre nach vorne verlegt, wobei ſie von der Bevölkerung mit Begeiſterung aufge⸗ nommen wird. Die Lage an der ägyptiſchen Weſigrenze — Kairo, 25. Oktober. Zwiſchen dem Generaldirektor der ägyptiſchen Eiſenbahnen und einigen Miniſterien finden gegen⸗ wärtig Beſprechungen ſtatt über die Verlängerung der von Alexandrien nach Weſten führenden 200 Km. langen Stichbahn nach Marſa Matru. Man will damit eine beſſere Verſorgung dieſes neuen militä⸗ riſchen Stützpunktes erreichen. Der Unterbau die⸗ ſer Verlängerungsſtrecke iſt bereits vor mehreren Jahren zum großen Teil fertiggeſtellt worden, ſo daß mit der Schienenlegung ſofort begonnen wer⸗ den könnte. Nach Blättermeldungen ſoll das in Sollum an der Tripolis⸗Grenze ſtehende ägyptiſche Militär auf Marſa Matru zurückgenommen werden. Dieſe Maß⸗ nahme wird mit den hohen Koſten begründet, die die Verſorgung größerer Truppeneinheiten in Sollum mit ſich bringen würde. Sollum iſt etwa 600 Km. vom Nil⸗Delta entfernt. Dazwiſchen liegt nur Wüſte. Inzwiſchen wird der Ausbau von Marſa Matru zu einem Luftflottenſtützvunkt und zu einer Ver⸗ teidigungsbaſis gegen einen Angreifer aus dem Weſten in großem Umfange fortgeſetzt. 480 Kilometer in der Stunde Fieberhafte Aufrüſtung der engliſchen Luftflotte (Funkmeldung der NM.) — London, 26. Oktober. Der Luftfahrtkorreſpondent des„Daily Tele⸗ graph“ meldet, daß die engliſche Flugzeuginduſtrie zur Zeit mit voller Kraft arbeite, um den Erforder⸗ niſſen der engliſchen Luftaufrüſtung gerecht zu wer⸗ den. Die Baupläne für einen neuen Kampfflugzeug⸗ typ und für Maſchinen, die bis zu 480 Stun ⸗ denkilometer erreichten, ſeien weit vorgerückt. Ein Stratoſphärenflugzeug ſei bereits im Bau. „Vollkommene Ruhe“ Die Athener Regierung dementiert Aufſtandsgerüchte — Athen, 25. Oktober. Die halbamtliche Athener Nachrichtenagentur hat am Freitagabend folgende Darſtellung über die Lage in Griechenland ausgegeben: Die öffentliche Meinung in Griechenland wo man mit den Vorbereitungen für die Feier des 26. Okto⸗ ber, des Jahrestages der Einnahme Salonikis im Jahre 1912, beſchäftigt iſt, war höchſt erſtaunt, zu erfahren, daß im Auslande Gerüchte über ſogenannte „Unruhen“ auf der Inſel Kreta, Entſendung von Truppenverſtärkungen und andere aufſehenerregende Neuigkeiten gleicher Art verbreitet waren. Es iſt wahr, daß Militärabteilungen— wie immer zu Wahlzeiten— auch jetzt nicht nur nach Kreta, ſondern auch nach allen Inſeln und Provin⸗ zen entſandt worden ſind, um die örtlichen Kräfte zu verſtärken und die Ruhe während der Volksab⸗ ſtimmung, für deren unparteiliche Durchführung die Regierung die Gewähr übernommen hat, ſicherzu⸗⸗ ſtellen. Wahrſcheinlich gaben dieſe durchaus nor⸗ malen Truppenverſchiebungen Anlaß zu den im Ausland umgehenden Gerüchten. Auf jeden Fall ſteht es feſt, daß vollkommene Ruhe auf Kreta wie im ganzen übrigen Griechenland herrſcht. Keimzelle der Ufa, die dann 1913 von Frankfurt nach Berlin überſiedelte und hier bereits ihre erſten eigenen Filme zu drehen begann, für die man ſich aus Dänemark Aſta Nielſen holte. Da gab es ſchon Prunkfilme mit den berühmteſten Darſtellern. Ein neues rieſiges Erwerbsſeld war gefunden, neuer Ruhm und neue Unſterblichkeiten taten ſich auf. * In dieſen Tagen wird ſich eine neue Wendung im Filmſchaffen vollziehen. Die Reichsfilmkammer hat in der Perſon von Prof Dr. Lehnich einen neuen Führer erhalten, Lehnich iſt Nationalökonom, das deutet vielleicht darauf hin, daß der deutſche Film zunächſt einmal wirtſchaftlich auf andere Grundlagen geſtellt wird. Filmproduzenten und Theaterbeſitzer halten, um eine Senkung der Eintrittspreiſe zu er⸗ möglichen, eine Senkung der Filmgagen für erfor⸗ derlich.„120 000 Mark Gage für Hans Albers, die ſind nicht mehr drin“, ſagte ein Gewaltiger der ſüd⸗ lichen Friedrichſtraße. Auch die andern verdienen je ganz hübſch. Mittlere Darſteller können darauf, rechnen, pro Tag 200 Mark im Film zu verdienen, wenn ſie einen Abſchluß für den ganzen Film machen, kommen ſie auf 10000 Mark. Das iſt zum Beiſpiel die Gage, die Hilde Hildebrand für ihren letzten Film erhielt. Die Filmproduzenten waren bei den letzten Filmen, in der Hoffnung auf ein weiteres ſtarkes Anziehen der Filmkonjunktur, ſehr großzügig in der Bewilligung der Gagen. Mancher hat ſich dabei verrechnet und hofft nun auf eine Gagen⸗ regelung von amtswegen. 5 Eine Senkung der Filmgagen würden auch die Sprechtheater ſehr begrüßen, weil eine Angleichung der Film⸗ an die Theatergagen doch manchen Dar⸗ ſteller reizen würde, ſich wieder mehr der Sprech⸗ bühne zuzuwenden. Aber Adele Sandrock hat neulich von einem Varieté ein Angebot erhalten, das ihr für zehn Minuten Auftreten 500 Mark ſicherte, das wären im Monat 15 000 Mark. Sie hat es ab⸗ gelehnt.„Ich bin eine alte Frau, die gar keine Ver⸗ wendung für ſo viel Geld hat. Sagen Sie dem Direktor, er ſoll dafür lieber zehn junge tüchtige Artiſten verpflichten, da hat das Publikum mehr da⸗ von, als wenn es mich alte Ruine ſieht.“ Alſo ſprach Adele und bewies damit mehr Herz und Vernunft, als bei attraktionsgierigen Schaubühmenbeſitzern zu⸗ weilen vorhanden iſt, die ſich auch nicht ſcheuen,„Die Kinematographengeſellſchaft in Frankfurt wurde die J Lieblingsfrau des Kaiſers von Abeſſinien“ auf ben ——ů— . Die Beflaggung der Kirchen Gegen unbotmäßige Anordunungen einzelner Kirchenſtellen — Berlin, 25. Oktober Amtlich wird mitgeteilt: Eine Reihe kirchlicher Stellen hat für die Beflaggung der Kirchen und kirchlichen Gebäude Anordnungen getroffen, die mit dem Erlaß des Reichsminiſters des Innern über die Kirchenbeflaggung vom 4. Oktober 193 in Widerſpruch ſtehen. Die Reichsregierung ſtellt die Unrechtmäßigkeit und Nichtigkeit jener An, ordnungen hiermit öffentlich feſt und hat die erforder⸗ lichen Maßnahmen ergriffen, um ihren auf Geſetz und Recht geſtützten Erlaſſen auch kirchlichen Stellen gegenüber die gebührende Achtung zu verſchafſen. 5 22 r SA und Köſener SC Eine weitere Verfügung des Stabschefs der 82 — Berlin, 26. Oktober, Die Adjutantur des Stabschefs gibt folgende Verfügung bekannt: Nachdem die Vorausſetzungen für meine Ver⸗ fügung vom 19. September 1935, in der ich die Zu⸗ gehörigkeit von SA⸗Führern und ⸗Männern zum Köſener SC unterſagte, durch die Auflöſung des Köſener SC⸗Verbandes weggefallen ſind, hebe ih dieſe Verfügung für die einzelnen, dem früheren Köſener SC angeſchloſſenen aktiven Korps und Ag⸗ Vereine auf.:. Da ſich die aktiven Korps in wenigen Tagen ſelbſt ſuspendieren werden und die bindende Erklä⸗ rung abgegeben haben, daß für den ſtudentiſchen Nachwuchs nicht mehr ein Korps oder eine Korpo⸗ ration in Frage kommen könne, ſondern ausſchließ⸗ lich eine Gliederung der Partei, insbeſondere der Nationalſozialiſtiſche Deutſche Studentenbund, itt die Sachlage auch in dieſer Richtung geklärt. Für die AH ⸗Vereine des ehemaligen Köſenet SC, die dem Arierparagraphen in ihren Reihen keine Geltung verſchafften, bleibt meine Verfügung vom 19. September 1935 in vollem Umfange beſtehen. Der Chef des Stabes, gez. Lutze. Verantwortung und Initiative Pflege der Initiative von unten — Berlin, 25. Oktobet, Die organiſationsamtliche„Landgemeinde“ macht auf wichtige Darlegungen aufmerkſam, die— we ſich aus dem jetzt vorliegenden Wortlaut ergibt Reichsminiſter Kerrl auf der Sondertagung dez Hauptamtes für Kommunalpolitik in Nürnberg ge⸗ macht hat. Der Miniſter erklärt u. a. der Führer habe im Kabinett eindeutig klar⸗ geſtellt, er wolle unter keinen Umſtänden die Unterdrückung der Initiative unterſtützen, denn es köunten nur dann wirklich verant⸗ wortungsbewußte Männer erſtehen, wenn ihnen die notwendige Freiheit zum Wirken 5 eingeräumt werde. f Det Deutſche Gemeindetag entnimmt da raus freudige Zuverſicht, daß die Selbſtverwaltung une Wahrung des Führergedankens in den deutſchen Oe meinden in Zukunft noch mehr geſtärkt werden wir als bisher. 2———— S und verantwortlich für Politik: Dr. Alots Winbaus tellvertreter des Hauptſchriftleiters und verantwortlich für Theater Wiſſer ſchaft u. Unterhaltung: Carl Onno ꝑiſenbart⸗Handelsteil! Dr. Fritz Lokaler Teil? Dr. Friz Hammes Sport: Wily Müller„ ei weſtdeutſche Umſchau, Gericht und übriger Tell: Curt Wilen Fennel Anzeigen und geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Falls ſämtlich in Mannheim. Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Mannheimer Zeitung ritz Bode& Co., Mannheim .⸗A. IX: Mittagauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8: fa Abendauflage der Ausgabe A u. Ausgabe 8: 1976 Zur Zeit Preisliſte Nr. 5 gültig. Für unverlangte Beiträge keine Gewähr Rückſendung nur bei Rückert Dr. R 1, 4— 1 Schriftleitung in Wall Dr. Fri Fillies, W 85, Viktoriaſtraße l N Zettel zu ſetzen. Der Berliner Bat Richard Strauß wohnte geſtern, wie angeln digt war, der erſten Wiederholung ſeiner neue ſtudierten Oper„Arabella“ im Nationaltheater bel Er hatte in der Loge des Intendanten Platz genom men und wurde nach dem zweiten Akte ſtürmſh gerufen. Er dankte von der Bühne aus im Kreiß der Mitwirkenden auch am Schluß der Oper, wo ihm überaus herzliche Huldigungen dargebracht wur den. Er ſchien von der Aufführung, die einen beſchwingten Verlauf genommen hatte, beſriedig und ſchüttelte Marlene Müller⸗Hampe und Dr. Schlol. mann kräftig die Hand. Natioualtheater Mannheim. Heute Same im Nationaltheater als Erſtaufführung„Schlriy und Getraude“, heitere Oper von Paul Gene ner. Muſikaliſche Leitung: Ernſt Cremer. Ju. 7 ſzenierung: Heinrich Köhler⸗Helffrich. Bühnenbill! Hans Blanke. Beſchäftigt ſind: Die Damen Erie Müller, Landerich, Gillardon und Juchem, und Herren Trieloff, Bartling, Wuthinor und von auß, wetter. Die Partie des erkrankten Herrn Mam hat Herr Daniel übernommen. Morgen Sonntag n Nationaltheater Gaſtſpiel Hans Fideſſer von du Reichsoper Berlin als Linkerton in„Ma dan! Butterfly“, im Neuen Theater„Jugend“ un Max Halbe in der Inszenierung von H. C. Müll Die Bühnenreifeprüſung beſtanden. Stürmer und Erich Krempin, Schüler des“ Schauſpielſtudios von Hans Carl Mülle“ Mannheim, haben vor der Oberprüfungskommiſn in Köln ihre Schlußprüfung beſtanden. 5 O Jutendant Rode vom Berliner Deuſhee Opernhaug zum Generalintendanten ernannt. de! Reichsminiſter für Volksaufklärung und Pro, ganda, Dr. Goebbels, hat den Intendanten d Deutſchen Opernhauſes, Wilhelm Robe, un Generalintendanten ernannt, 5 5 G Eine Goethe⸗Straße in Teheran. Die Stall verwaltung von Teheran hat kürzlich eine bet ſchönſten Straßen der kaiſerlichen Hauptſtabt Goethe⸗Straße umbenannt. Wie aus diefer Tatſache erſichtlich, erfahren die gegenſeitigen ku turellen Beziehungen der beiden Länder erften . eine immer wetter fortſchreitende Ber 8 bekant U. d. Straß Straß — wi ſich vo planvt nehme an ei eſſierb das z Linden aber war g unter jetzt b her ge eine! derfel zwan nes f Bäcke. 4 55 einzelner 0 Oktober. „kirchliche: irchen und en, die mit nern über ktober 105 regierung t jener An; ie erforder⸗ auf Geſetz hen Stellen erſchaffen. C s der SA Oktober, t folgende teine Ver⸗ ich die Zu⸗ nnern zum löſung des d, hebe ih n früheren s und Aß⸗ igen Tagen ende Erklä⸗ tudentiſchen ine Korpo⸗ ausſchließ⸗ ondere der enbund, iſt lärt. en Köſener ren Reihen Verfügung ge beſtehen. Stabes, tze. lialibe ten Oktober. inde“ macht die— ue tt ergibt tagung dez ürnberg ge ig klar⸗ eden die rſtützen, verant⸗ wenn Wirken di vas a ltung une zutſchen G herden wir —— ots Win baus Theater, Wiſſes Dr. Fritz Beh Jakob Fabse er Zeitung iktoriaſtraße g n 20644 197⁵⁵ r bei Rückporth eee n“ auf den r BAH ie angekl ter neuein⸗ ltheater bel, latz genom. te ſtürmiſh im Kreit r Oper, wo bracht wur einen ſeht „ befriedii Dr. Schloll⸗ te Sams lag „Schütit Paul Gra remer. Ju. Bühnen bill! amen Erilt m, und dit d von Kü errn Maß Sonntag in r von del „Ma dau! gend“ von C. Müllel den. N Schüler de! Müllet“ skommifto taunt. Det ind Propa⸗ kanten deß tobe, zun Die Stab, 5 4 tſtadt 115 10 0 tigen ku er erfrem * Neue Maunheimer Zeitung Mittag⸗Ausgab mmer 495 G Mannheim, den 26. Oktober. Das neue Stadtgebiet zwiſchen Neckarau und Lindenhof Wer ſeine Schritte durch die Steubenſtraße lenkt, die den nächſten Zufahrtsweg vom Lindenhof nach dem Strandbad bildet, wird feſtſtellen können, daß im Anſchluß an die Almenſieoͤlung der Lindenhof immer mehr mit Neckarau zuſammenwächſt. Schon ſtehen in beachtlicher Zahl ſtattliche Neubauten und immer noch wird weitergebaut, ſo öͤaß die vorhande⸗ nen Lücken ſtändig weniger werden. Am weiteſten erſchloſſen iſt oͤas Gebiet zwiſchen der Speyererſtraße und der Niederfeldſtraße, wo in den letzten Tagen eine große Zahl von Häuſern neu bezogen wurde. Die Straßenzüge ſind durchweg gufgeſchüttet, ſo daß jetzt mit den Befeſtigungsarbei⸗ den begonnen werden konnte. Sie tragen die Namen bekannter Freiheitskämpfer und ſo finden wir dort u d. eine Paul⸗Billet⸗, Schlageter⸗, Karl-Blind⸗ Straße. Südlich der Niederfeldſtraße werden daun Straßennamen zu finden ſein, die an Schlachtfelder wie Langemarck— und an Seeſchlachten erin⸗ lern. Die Auffüllung der Straßenzüge in dieſem CCC bbb Euer Opfer dem Winterhilfswerk! Spendet zur Reichsgeldſammlung des Winterhilfswerkes heute und mor⸗ gen; denn die da hungern, ſollen und müſſen ſatt werden! Gebiet konnte jetzt wieder aufgenommen werden, nachdem vorher wegen des hohen Waſſerſtandes eine Kiesentnahme in dem zwiſchen der Steubenſtraße und dem Waldpark liegenden Stollenwörth nicht möglich war. Bei der Planung des neuen Stadt⸗ gebietes zwiſchen Neckarau und dem Lindenhof legte man ſelbſtverſtändlich nicht nur ſtädtebauliche Erfahrungen zugrunde, ſondern berückſichtigte auch die modernſten Forderungen. Inmitten des neuen Stadtgebietes wird ein großer Platz erſtehen, der auch als Normalſportplatz ausgebaut wird und der ſpäter noch einen Kinderſpielplatz erhält. Dieſer ſich von der Robert⸗Blum⸗ bis zur Schlageter⸗Straße erſtreckende Platz wird den Namen„48er Platz“ er⸗ halten. Sehr ſinnvoll ging man auch bei der Verteilung der Geſchäfte vor, die zur Deckung des Lebens⸗ hebarfs der Bewohner erforderlich ſind. Man läßt bon ſedem Gewerbe nur ſo viel Geſchäfte zu, daß die Geſchäftsleute nicht vom Wettbewerb erdrückt wer⸗ ben können. Hierbei zeigen ſich wieder die Vorteile lanvoller Zuſammenarbeit. Was würde der Unter⸗ nehmergeiſt nützen, wenn zu viel gleiche Geſchäfte an einer Stelle beiſammen wären. So inter⸗ eſierten ſich nicht weniger als zwanzig Bäcker für das zu erſchließende Gebiet zwiſchen Neckarau und Lindenhof. Außer verſchiedenen Stellen ſchaltete ſich aber auch der Reichsnährſtand dazwiſchen, denn es war ganz klar, daß bei der Größe des Gebietes und unter Berückſichtigung, daß nur ein Teil davon bis letzt bebaut iſt, eine Bäckerei vollauf genügt. Da⸗ her gab man auch nur einem Bäcker die Erlaubnis, eine Bäckerei an der Ecke Schlageterſtraße und Nie⸗ derfeldſtraße zu erſtellen, nachdem man unter den zwanzig Bewerbern einen würdigen Vertreter ſei⸗ nes Faches herausgeſucht hatte. Wie hier bei der Bäckerei und Konditorie, die jetzt ihren Betrieb auf⸗ genommen hat, wird man es auch bei den übrigen Geſchäftsarten halten. Großer Erfolg der§⸗Leiſtungsſchau Ueber 15 000 Beſucher waren bis jetzt in der HJ⸗ Leiſtungsſchau in der Rhein⸗Neckar⸗Halle, über 15 000 ſahen die Produkte der Arbeit, die die Hitlerjugend leiſtet. und daß Gewaltiges geleiſtet wurde am Aufbau der deutſchen Staatsjugend, das beweiſt das vielfeitige, reiche Material, das ſich in den ein⸗ zelnen Kojen der Ausſtellung befindet. Man ſieht Eine Hundertjährige: Die Mannheimer Caſino-Geſellſchafl Unter den vielen Mannheimer Vereinen haben wir nur wenige, die auf ein ſtattliches Alter zurück⸗ blicken können. Zu dieſen wenigen Vereinen und Geſellſchaften gehört zuerſt die„Harmonie⸗Geſell⸗ ſchaft“, die bereits als älteſter Mannheimer Verein ihr hundertjähriges Jubiläum feiern konnte. An zweiter Stelle folgt die„Caſino⸗Geſell⸗ ſchaf“, die im Jahre 1835 gegründet wurde und die ſomit jetzt die Feier ihres hundertjähri⸗ gen Beſtehens begehen kann. Der Name Ca⸗ ſino trat zwar im geſellſchaftlichen Leben bereits 1803 auf, wo eine„Rauch⸗, Spiel⸗ und Leſegeſellſchaft“ dieſes Namens gegründet wurde. Als ein Teil der Mitglieder die Einbeziehung der Damen in die ge⸗ ſellſchaftlichen Veranſtaltungen wünſchte, kam es 1808 zu Meinungs verſchiedenheiten, die dazu führten, daß die damenfreundlichen Mitglieder die Mu⸗ ſeumsgeſellſchaft gründeten. Beide Geſellſchaften vereinigten ſich 1814 zur„Harmonie⸗Geſellſchaft“. Die„Harmonie“ als einzige geſellige Geſellſchaft ſchloß aber die bürgerlichen Kreiſe aus, denn damals beſtand eine ſehr ſtrenge Scheidung und die Mit⸗ glieder waren in der Hauptſache Adelige und höhere Beamte. Von einer im Café Zutt in E 1, 1 zu⸗ ſammenkommenden Stammtiſchrunde wurde daher angeregt, eine Geſellſchaft zur Pflege der Geſelligkeit zu gründen und ſo einen bürgerlichen Verein zu ſchaffen. Meiſt waren es Handelsleute und ange⸗ ſehene Bürger Mannheims, die mit dem Plan ein⸗ verſtanden waren und die Ende November die „Caſino“⸗Geſellſchaft gründeten, nachdem man mit 60 Mitgliedern ſicher rechnen konnte. Im Januar 1836 konnte bereits die erſte Generalver⸗ ſammlung abgehalten werden, wobei ſich 89 Mit⸗ glieder verpflichteten, zur Sicherung der aus dem Mietvertrag für die Geſellſchaftsräume erwachſenden Verbindlichkeiten öͤrei Jahre lang ihre Mitgliedſchaft nicht zu kündigen. Die Höhe des jährlichen Mit⸗ gliedsbeitrages wurde auf 11 fl. feſtgeſetzt. Im Jahre 1837 verzeichnete die Gaſino⸗Geſellſchaft bereits 150 Mitglieder, 1839 waren es 207 Mitglieder und ein Jahr ſpäter zählte die Geſellſchaft 328 Mit⸗ unter glieder. Der Höchſtſtand mit 430 Mitglieder wurde im Jahre 1847 feſtgeſtellt. Wie man aus meiſt mündlichen Ueberlieferungen weiß, war das geſellſchaftliche Leben innerhalb der Caſino⸗Geſellſchaft ſehr rege und nahm von Jahr zu Jahr zu. Gar manche Veranſtaltung war ein wirkliches Ereignis für die Stadt. Geſellſchaftliche Zuſammenkünfte mit rezitatoriſchen und muſika⸗ liſchen Darbietungen, Bälle und FJa⸗ ſchingsveranſtaltungen bildeten Höhe⸗ punkte im Leben der Caſino⸗Geſellſchaft, die ſelbſt einige Zeit über einen eigenen Chor, und über ein Orcheſter verfügte. Hofkapellmeiſter Langer und der Komponiſt JIſenmann befanden ſich den Dirigenten der Caſino⸗Muſikfreunde. Die 1840 gegründete Bücherei er⸗ ſo ſorgte man im Jahre freute ſich größter Beliebtheit und für ihren Ausbau, ſo daß aus den bei der Eröff⸗ nung zur Verfügung ſtehenden 760 Bänden im Jahre 1874 bereits 4461 Bände geworden waren; heute umfaßt das Bücherverzeichnis rund 8000 Bände. Eine Unterbrechung erfuhr das geſellſchaftliche Leben durch die Kriegsjahre 1870/1, doch er⸗ ein Unruheherd war und die auch anderen Vereinen wachte ſpäter in den neuen Räumen der Geſellſchaft ein reges geſelliges Leben, das manche wertvolle Veranſtaltung brachte, deren Bedeutung allerſeits gewürdigt wurde. Der Pflege heiterer Geſelligkeit wurde aber ein Ende geſetzt, als der Weltkrieg ausbrach. 137 Mitglieder ſtanöͤen im Felde und die Zurückgebliebenen ließen es ſich nicht nehmen, das enge freundſchaftliche Band auf⸗ recht zu erhalten. Alle zehn Tage wurden Feldpoſt⸗ päckchen verſchickt. Als nach dem Weltkrieg die Vereinstätig⸗ keit wieder aufgenommen wurde, erreichte des ge⸗ ſellige Leben zwar wieder ſeine alte Höhe, doch fand eine äußere Anpaſſung an die Verhältniſſe ſtatt. Die Jahre der politiſchen Unruhen brachten für die Ge⸗ ſellſchaft manchen Ausfall, da häufig der Marktplatz eee Von Amerika zurück: Ein königlicher“ Beſuch Foſef Popfinger, der„König der Schwarzfahrer“ wieder einmal in der NMz „Ein gewiſſer Herr Popfinger will die Redaktion ſprechen“ meldet der Portier. Und ſiehe da, kaum hat das Telephon ſeinen letzten Gluckſer getan, ſchneit beſagter junger Mann bereits ins Zimmer. Schüttelt mir die Hand wie ein uralter Freund Aber wirklich, er iſt es ja auch. Entpuppt er ſich doch binnen 2 Sekunden als der„König der Schwarzfahrer“, der alljährlich über den „Großen Teich“ gondelt, jetzt, wo er„gemacht“ iſt, um ſeine alte Heimat, das Bayernland, zu öeſuchen und daneben eine Rundreiſe durch zahlreiche deutſche Redaktionen zu unternehmen, um dort überall fröhlichſtes Wiederſehen zu feiern. Man ſieht ihn gern, dieſen Münchener Jungen, der mit 17 Jahren plötzlich vom ſchwerſten Reiſe⸗ fieber gepackt und heute, wo er 25 Lenze zählt, da⸗ von noch nicht geheilt wurde. Allerdings: Die Tage und Nächte ſind längſt vorüber, da er ohne einen Penny in der Taſche als Tramp, als blinder Paſſagier auf den großen Expreßzügen Amerikas vom heißeſten Süden in den höchſten Norden, vom Neuyorker Oſten in den goldenen Weſten gefahren iſt, im Gepäckwagen oder auf dem Zugtender hinter Kohlenhaufen verſteckt. Ein Spiel mit 1000 Gefahren trieb. Aber noch immer iſt er„auf großer Fahrt“. Seitdem ihn Zeitungskönig William Hearſt auf der „Bremen“ entdeckt und als Reporter verpflichtet hat, hat er ſchon wieder einen phantaſtiſch großen Teil unſeres guten alten Erdballs geſehen. Was ſind da alle eigenen Erlebniſſe in Südeuropa und Nord⸗ afrika gegen die Abenteuer dieſes handfeſten, ker⸗ nigen Burſchen mit dem gemütvollen bajuwariſchen Zungenſchlag. Was er erzählt und was er plant, iſt wahrhaft 100prozentig amerikaniſch! Ob es ſich um eine Fahrt im Süd⸗Expreß durch Mexiko dreht, auf der er von Banditen beinahe erſchoſſen wurde, ob er von Nächten und Revolverknallen in der Bowery Neu⸗ horks erzählt, von den Kriegen der Gangſter und den unheimlichen chineſiſchen Geheimbünden, den Tongs, im tollen Chikago, ob er von ſeiner Ver⸗ lobung mit einer Dollarprinzeſſin berichtet oder von Reporterfahrten nach Tripolis und Moskau. „Ein paar Tage will ich jetzt noch mal heim zu den Eltern und verſchnaufen“ meint er und erkundigt ſich gleichzeitig, wie er am zweckmäßigſten von Bayern aus nach Abeſſinien fliegen kann. „Kann ſein, daß ich dahin gehe, würde unſere zeitungen drüben mächtig intereſſieren, was der Seppl Popfinger wieder Neues auszugraben hat.“ Sprachs, drückte mir die Hand und ging mit dem Verſprechen, eine Poſtkarte aus Maſſaua oder Addis Abeba zu ſchicken. Vielleicht käme ſie aber auch aus Cochambaba. Lachend zog er ab. Das muß der Neid dir laſſen, Seppl, du biſt wirklich o..! ewf. D hier das pflichlbewußte Streben, den unbeugſamen Willen der Jugend, mitzuhelfen am Aufbau der Nation, einer Nation, die dieſe Jugend einſt ſelbſt mit vollem Verantwortungsbewußtſein und Stolz verwalten wird. Ueber 15000 Volksgenoſſen waren bis jetzt Zeu⸗ gen der gewaltigen Schau, ſahen den Leiſtungswillen der deutſchen Staatsfugend. Um aber jedem Volks⸗ genoſſen Gelegenheit zu geben, die Leiſtungsſchau der badiſchen Hitlerjugend zu beſuchen, hat ſich die Leitung der Ausſtellung entſchloſſen, dieſe bis Donnerstag, den 31. Oktober, nachmit⸗ tags 5 Uhr, zu verlängern. Alle Volksgenoſſen müſſen Leiſtungsſchau geſehen haben! geöffnet von 10—13 und 15—19 Uhr. dieſe Täglich Eintritt frei! und Geſellſchaften zur Verfügung ſtehenden Säle des Geſellſchaftshauſes oft gemieden wurden. Der Umbruch 1933 brachte keine bedeutſamen Veränderungen innerhalb der Geſellſchaft. Mit einer ſchlichten Feier wird nun die Caſino⸗Geſell⸗ ſchaft ihr hundertjähriges Jubiläum begehen, und dabei Rückblick auf die Geſchehniſſe der letzten hun⸗ dert Jahre geſellſchaftlichen Lebens in Mannheim werfen. Aus der Geſchichte des Caſino⸗ 2 Gebäudes Die erſten Geſellſchaftsräume der Cafino⸗Geſell⸗ ſchaft befanden ſich im zweiten Stock des Kaffees Zutt in E 1, 1, wo vier Zimmer für den jährlichen Mietpreis von 600 Gulden gemietet wurden. Cafe⸗ tier Zutt war verpflichtet, für die Herrichtung der Räume zu ſorgen, und ſie im Spätjahr und Winter an Werktagen von 11 Uhr ab und an Sonn⸗ Durch das raſche tagen von 8 Uhr ab zu heizen. Anwachſen der Mitgliederzahl mußte man bald noch zwei weitere Zimmer hinzunehmen, für die weitere 200 Gulden jährlich zu zahlen waren. Als der Vertrag mit Cafétier Zutt im Jahre 1839 ab⸗ lief, beſchloß man, ein eigenes Heim zu ſchaf⸗ fen. Die Wahl fiel auf das Hillesheimſche Palais in K 1, 1, das man für 37000 Gulden zu⸗ züglich 475 Gulden Schlüſſelgeld erwarb und das heute noch im Beſitz der Caſtno⸗Geſellſchaft iſt⸗ Das frühere Hillesheimſche Palais und heutige Caſino⸗Gebäude iſt eines der älteſten Ge⸗ bäude der Stadt, an das ſich ſo manche ſtadt⸗ geſchichtliche Erinnerung knüpft. Es war eines der erſten Häuſer der Stadt, die nach der Zerſtörung Mannheims im Orleanſchen Kriege erbaut wurden, der Plan wird dem Baumeiſter Johann Jakob Ri⸗ ſcher zugeſchrieben, der im erſten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts in Heidelberg als kurfürſtlicher Bau⸗ meiſter tätig war. Nicht bekannt iſt auch, wer dieſes Haus am Marktplatz zuerſt bewohnte. Bei ſeinem erſten Beſuch der Stadt Mannheim im Jahre 1718 hielt Kurfürſt Karl Philipp Hoftafel darin ab. Als dann zwei Jahre ſpäter der Kurfürſt infolge Streitigkeiten mit den Reformierten Heidelberg verließ, bezog er oͤas Haus R 1, 1 als vorläufige Reſidenz, die er elf Jahre lang beibehielt, bis er 1731 in das halbfertige Schloß überſiedeln konnte. In dieſen elf Jahren ſahen die Räume des Hauſes manches glanzvolle Feſt und mancher hohe Gaſt weilte dort. So waren 1730 König Friedrich Wil⸗ helm J. von Preußen mit ſeinem Sohne, dem ſpäteren König Friedrich den Großen, zu Gaſte dort. Als der Hof in das Schloß übergeſiedelt war, wurde das Palais an den Reichsgrafen Kaſpar Wilhelm von Hillesheim verkauft, der kur⸗ pfälziſcher Miniſter, Regierungs⸗ und Oberappel⸗ lationsgerichtspräſident, und einer der einflußreich⸗ ſten Männer im damaligen Pfälziſchen Staat war⸗ Das letzte weibliche Mitglied der Familie, die 1807 in Mannheim verſtorbene Gräfin Hillesheim, ſchenkte das Haus ſchon zu Lebzeiten ihrem Groß⸗ nefſen, dem Reichsgrafen Franz von Spee. Da Reichsgraf Franz von Spee in Düſſeldorf wohnte; und keine weiteren Beziehungen zu Mannheim hatte, vermietete er 1808 das Haus an die damals neugegründete Muſeumsgeſellſchaft, die dort eine Reihe wertvoller Konzerte veranſtaltete. In den Räumen erklangen erſtmals auf Mann⸗ heimer Boden die Sinfonien Beete hovens auch Carl Maria von Weber weilte in dieſen Räumen. Als 1814 die Muſeumsgeſellſchaft die Räume aufgab, blieben ſie leer, bis das Haus 1824 von Ludwig Jolly, dem ſpäteren Oberbürger⸗ meiſter und erſten Handelskammerpräſidenten, in ein Geſchäftshaus umgewandelt wurde, das 1835 in den Beſitz zweier Drogenhändler überging und im Mai 1839 von der Caſino⸗Geſellſchaft erworben wurde. Ehe die Caſino⸗Geſellſchaft einzog, erfolgte eine gründliche Erneuerung des Hauſes, 1869 wurde der große Saal eingebaut und ein neues Stiegenhaus erſtellt. Die nächſte große Erneuerung, nachdem in⸗ zwiſchen eine Reihe anderer Veränderungen noch vorgenommen worden waren, erfolgte 1905. Voll⸗ kommen moderniſiert wurde das Haus 1926, wobei man allerdings bauliche Veränderungen nur ſoweit vornahm, als dies geſellſchaftliche und wirtſchaftliche Intereſſen erheiſchten. Die Außenfaſſade blieb von kleinen Ausnahmen abgeſehen von den Um⸗ bauten unberührt, ſo daß die Faſſade immer noch als äußere Geſtaltung eines Alt⸗Mannheimer Patrizierhaus gelten kann. Daß ein ſolches Haus unter Denkmalſchutz ſteht, braucht wohl nicht be⸗ ſonders erwähnt zu werden. 4. . In dieſen Räumen begeht nun die Caſino⸗Geſell⸗ ſchaft das hundertjährige Beſtehen, begleitet von den beſten Wünſchen der Mannheimer Bürgerſchaft, denen wir uns herzlichſt anſchließen. Meg noch als im Sommer ſind gie wahrſcheinlich bei ger unbeſtändigen Herbſtwitterung auf Ihren Wagen angewieſen. Regelmäßige Fahrzeugbenutzung verlangt aber auch regelmäßigen Olwechſel. Um ganz ſicher zu gehen, nimmt man gerade jetzt ESS OLU8s, weil es dem Motor jederzeit Vollſchutz gewährt. Und die richtige Sorte für dieſe Jahreszeit bekommen gie zuverläſſig an ben 8 TAN DAR O- Tankſtellen. Gerade jet 2 5 e 4. Seite/ Nummer 495 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Verdiente Ehrung Im Auftrag des Reichshandwerksmeiſters W. G. Schmidt überreichte Landeshandwerksmeiſter Näher, Präsident der Badiſchen Handwerkskammer Karls⸗ ruhe, im Beiſein des Geſchäftsführers der Kreis⸗ handwerkerſchaft Mannheim, Dr. Rotzinger, dem um das Handwerk hochverdienten bisherigen Landesvor⸗ sitzenden des badiſchen Mechanfkerverbandes, Herrn Mechanikermeiſter Joſef Boſſert in Mannheim, Meerfelöſtraße 65, das Amtsabzeichen des deutſchen Handwerks. Präſident Näher ſprach dem Geehrten den Dank des deutſchen Handwerks und der Badi⸗ ſchen Handwerkskammer Karlsruhe für ſeine lang⸗ jährige ſelbſtloſe Arbeit aus und erwähnte beſon⸗ ders, daß Herr Boſſert immer zu den im Stillen wirkenden Handwerkern gehörte, die nach außen hin wenig in Erſcheinung treten. Er bedauerte außer⸗ ordentlich, daß es Herrn Boſſert nicht mehr möglich iſt, weiterhin ſeine Dienſte dem Handwerk zur Ver⸗ fügung zu ſtellen. Herr Näher ſchloß ſeine Worte mit oem Wunſche, daß Herr Boſſert ſeinen Lebens⸗ abend in beſter Geſundheit verbringen möge. Geſchäftsführer Dr. Rotzinger übermittelte im Auftrag des Kreishandwerksmeiſters Stark dem Ge⸗ ehrten die herzlichſten Glückwünſche der Kreishandwerkerſchaft Mannheim und bat Herrn Boſſert, auch weiterhin dem Handwerk mit Rat und Tat zur Seite zu ſtehen. 5 NeSN⸗Kinder auf Reiſen Die Kinderlandverſchickung der NS⸗Volkswohl⸗ fahrt bleibt auch weiterhin in Tätigkeit. Heute ge⸗ langten im Zuge dieſer Aktion wieder 10 Knaben nach dem Kniebis zu einer vierwöchigen Erholungs⸗ kur. Andererſeits kommen aus Kurheſſen am gleichen Tage 13 Kinder in unſer Kreisgebiet, um hier auf verſchiedene Orte verteilt zu werden, die ihnen für die nächſten 4 Wochen Heimat ſein ſollen. Wieder billige Fahrten ins Neckartal Mit Inkrafttreten des Winterfahrplans fielen zum größten Leidweſen aller Wanderfreunde die drei billigen Verwaltungsſonderzüge ins Neckartal aus, die an Sonntagen mit 60 v. H. Fahrpreisermäßigung gefahren wurden. Um nun auch im Winter bil⸗ lige Fahrgelegenheiten ins Neckartal zu ſchaffen, hat ſich die Reichsbahn entſchloſſen, Fahrkarten mit 60 v. H. Ermäßigung auf der Strecke nach Eber⸗ bach auszugeben; für die Inhaber dieſer Fahrkarten ſind die Sonntagszüge ab Mannheim Hauptbahnhof .50 Uhr und 13.38 Uhr frei. Die Rückfahrt kann beliebig mit allen Perſonenzügen angetreten werden, die nach 16 Uhr den Bahnhof Eberbach ver⸗ laſſen. Mit dieſer Regelung iſt zweifellos den Wün⸗ ö TK ld Verfilmte Operette iſt nicht immer eine reine Freude. Aber nachdem in fjüngſter Zeit der „Zigeunerbaron“ und andere Operettenſtoffe mit einigem Glück und viel Erfolg von der Kamera ein⸗ gefangen worden ſind, iſt man, ſolchermaßen ermu⸗ tigt, auch dem Zellerſchen„Vogelhändler“ mit den weitreichenden Möglichkeiten der Filmkunſt zu⸗ leibe gegangen. Und ſo vernimmt man denn die altvertrauten Liedlein vom Ahnerl, als es noch zwanzig Jahr alt war, von der Nachtigall, die noch a mal, noch a mal, noch a mal zu ſingen aufgefordert wird, und das gefühlvolle, einſchmeichelnde und viel⸗ ſagende vom Roſenſchenken in Tirol aus der tönen⸗ den Wand und ſchaut den jungen Vogelhändler Adam, dieſen Prachtburſchen mit den betörend blitzenden Augen und ſeine appetitliche Briefchriſtl auf eine neue Art. Beide, der Wolf Albach⸗Retty Maria Andergaſt, ſind ſo verteufelt liebens⸗ würdig und in ihrem Spiel von ſo entwafſnender Naturhaftigkeit, daß ſich ſchon ihretwegen die Ver⸗ filmung der Operette gelohnt hat. E. W. Emo, der Regiſſeur, hat zudem die ganze Geſchichte mit ſoviel ehrlicher Sauberkeit ſchauprächtig und ſchmackhaft gemacht, die unbefangene Harmloſigkeit der tiroli⸗ ſchen Naturkinder ſo geſchickt mit den Pikanterien und die ſchen der Wanderfreunde Rechnung getragen wor⸗ den, die nun auch während der Wintermonate bil⸗ lig in den Odenwald fahren können. a Wer machts nach? Vielen erwerbsloſen Volks⸗ genoſſen war es nicht möglich, den Patenwein einer Prüfung zu unterziehen. Es iſt deshalb auf das lebhafteſte zu begrüßen, daß der Inhaber der Gaſt⸗ ſtätte„Zum Schneeberg“ in D 4 ſich entſchloſſen hat, der Ortsgruppe Friedrichspark eine erhebliche Menge Patenwein zur Verfügung zu ſtellen. Der Einladung zu der Koſtprobe war ſo zahlreich Folge geleiſtet worden, daß die Wirtſchaft die Beſucher kaum zu faſſen vermochte. Zur Unterhaltung trug in erſter Linie die Kapelle Jodl bei, die ebenfalls ohne Gegenleiſtung aufſpielte. Aber auch die Gäſte ſteuerten zur Unterhaltung bei. Sänger und Spaß⸗ macher ſorgten dafür, daß die Stimmung ſchnell die eines echt pfälziſchen Beiſammenſeins erreichte. Erſt lange nach Mitternacht lichteten ſich die Reihen, wo⸗ mit der Beweis erbracht iſt, daß ſich alle im Kame⸗ radenkreiſe recht wohlgefühlt haben. Verfilmter„Vogelhändler“ Die Zeller⸗Operette als Tonfilm im Univerſum höfiſcher Schürzen⸗ und Wiloſchweinjägerei und den ebenſo luſtigen wie grundloſen Eiferſüchteleien eines erlauchten kurfürſtlichen Paares ſich überſchneiden laſſen, er hat ferner aus der Gegenſätzlichkeit zweier Kulturſphären— Dorf und Stadt, Hütte und Schloß — die Wirkungen einer ſo freundlichen Menſchlich⸗ keit gezogen, daß viele ſich der temperierten Heiter⸗ keit dieſer zweiſtündigen hübſchen Unterhaltung ſehr geneigt zeigen werden. Schöne Landſchaftsaufnahmen, mächtig viel höfi⸗ ſcher Glanz, blendendes koſtümliches Kolorit und andere optiſche Reize, alles mit Geſchmack darge⸗ reicht, kommen dem ganzen zugute. Lil Dagover, eine charmante Kurfürſtin, Hans Zeſch⸗Ballot als Kurfürſt ein Vorbild von Kavalier, Georg Alexan⸗ der und Max Gülſtorff in ſeinkomiſchen Leiſtungen als Adjutant und Hofjagdmeiſter, Jakob Tiedtke als beſchränkter Dorfſchulze und Genia Nikolajewa in einer Hofdamenrolle geben dem Bildſtreifen gutes darſtelleriſches Niveau. Im Vorprogramm ein höchſt überflüſſiger, an Einfalt und Unwahrſcheinlichkeit kaum zu überbie⸗ tender Kurztonfilm„Der arme Reiche“ und ein ſehtr anſchaulicher Bildbericht über Moorkultivierung in Oldenburg und Oſtfriesland. . E. Man darf annehmen, daß die Initiative des In⸗ habers des„Schneeberg“ Nachahmung findet, da es dadurch auch den erwerbsloſen Volksgenoſſen ermöglicht wird, an der Weinwerbewoche teilzuneh⸗ men. Es werden ſich ſicherlich auch Spender finden, die dem Gaſtſtätteninhaber die alleinige Koſten⸗ deckung abnehmen. In dieſer volksverbundenen Gemeinſchaft erblicken wir den ſchönſten Abſchluß der Hilfe, die wir den notleidenden Winzern zuteil wer⸗ den laſſen. zei Die letzten Feldfrüchte werden eingebracht. Mit dem Einbringen der Kartoffeln iſt man in der Feudenheimer Gemarkung voll beſchäftigt. Mit Menge und Güte iſt man zufrieden. An einem Stock kann man 25 bis 30 Stück zählen, beſonders bei„Edeltraut“ und„Ackerſegen“. Kartoffeln von 1% Pfund ſind keine Seltenheit. Auch mit den Dick⸗ rüben iſt man zufrieden. Ein Landwirt in der Kirchbergſtraße wog drei Stück, die über 80 Pfund ſchwer waren. Nur die Weißrüben laſſen zu wünſchen übrig, da ſie wegen der Trockenheit zu ſpät geſät werden konnten. Gollesbienſt- Ordnung Evangeliſche Gemeinde Sonntag, den 27. Oktober 1935 Trinitatiskirche:.30 Frühgottesdienſt, Vikar Bodemer; 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Kiefer; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Virar Bodemer; 11.15 Chriſtenlehre, Pfr. Kiefer und Pfarrer Dr. Engelhardt; 8 mufitaliſche Abendfeier. Jung buſchpfarrei: 11.20 Chriſtenlehre für männl⸗ Jugend, Pfärker Speck; 12 Chriſtenlehre für weibliche Jugend, Pfarrer Speck. Neckarſpitze: abends 8 Gemeindeabend, Vikar Schulze. Konkorbienkirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Horch; 11.15 Kindergottesdienſt, Vitar Bauer; 11.15 Chriſtenlehre für Knaben, Pfarrer Horch und Vikar Brenner; 12 Chriſten⸗ lehre für Mädchen, Pfarrer Horch und Vikar Benner; 6 Abendgottesdienſt, Vikar Brenner. Chriſtuskirche: 10 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Mayer; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Hauck; 11.15 Chriſtenlehre, Pfarrer Mayer und Pfarrer Dr. Weber; 6 Abendgottes⸗ dienſt, Pfarrvitar Staubitz; 8 Orgelfeierſtunde, Kirchen⸗ muſikdirektor Arno Landmann. Neuoſtheim: 10.00 Hauptgottesdienſt, Pfarrvikar Staubitz; 11.00 Chriſtenlehre, Pfarrvikar Staubitz; 11.30 Kinder⸗ gottesdienſt, Pfarrvikar Staubitz. Friedenskirche:.30 Chriſtenlehre der Nordpfarrei in der Kirche, Pfarrer Zahn;.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Bach: 10.45 Kindergottesdienſt, Vikar Rupp; 10.45 Chri⸗ ſtenlehre der Südpfarrei, Pfarrer Bach. Johanniskirche: 10 Konfirmandeneröffnungsgottesdienſt für beide Pfarreien, Pfarrer Emlein; 11.15 Chriſtenlehre für Knaben und Mädchen, Dekan Joeſt; 11.15 Kindergottes⸗ dienſt, Vikar Schoener; 11,15 Ehriſtenlehre für Knaben, Pfarrer Emlein; 11.45 Chriſtenlehre f. Mädchen, Pfarrer Emlein; 6 Abendgottesdienſt, Vikar Ochs. Lutherkirche: 10 Konftrmandeneröffnungsgottesdienſt, Pfr. Jundt; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Höfer; 11.15 Chri⸗ ſtenlehre, Pfarrer Frantzmann, Pfarrer Jundt u. Pfarrer Walter; 6 Abendgottesdienſt, Pfarrer Walter. Gemeindehaus Eggenſtraße 6: 9 Uhr Gottesdienſt, Pfarrer Frantzmann.. Melauchthonkirche: 9 Chriſtenlehre, Pfr. Hahn; 10 Haupt⸗ gottesdienſt, Miſſionar Wenz; 11.15 Kindergottesdienſt Vikar Wallenwein;.00 Konfirmandeneröffnungsgottes⸗ dienſt, Pfarrer Hahn. Gemeindehaus Zellerſtraße 34:.30 Gottesdienſt, Vikar Schleſinger; 11.15 Chriſtenlehre, Pfarrer Heſſig. Städt. Krankenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfarrer Haas. Diakoniſſenhaus: 10.30 Gottesdienſt, Pfarrer Scheel. Feudenheim: 10 Hauptgottesdienſt, Bikar Vogel; 11 Kinder⸗ gottesdienſt, Vikar Vogel;.30 Chriſtenlehre f. Mädchen, Pfarrer Kammerer. Friedrichsfeld:.30 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Schönthal; 10.80 Kindergottesdienſt, Pfarrer Schönthal; 1 Chriſten⸗ lehre, Pfr. Schönthal; abends 8 Bibl. Andacht, Pfarrer Schönthal. Käfertal: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Adelmann; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Adelmann:.30 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfarrer Schäfer; 8 Uhr Abendgottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Käfertal Süd: 10 Hauptgottesdienſt, Vikar Gſcheidlen; 11.15 Kindergottesdienſt, Vikar Gſcheidlen. Neckarau:.45 Hauptgottesdienſt, Pfr. Kühn; 10.45 Chriſten⸗ lehre, Pfarrer Gänger u. Pfarrer Kühn; 11.15 Kinder⸗ gottesdienſt der Südpfarrei, Pfarrer Kühn; 1 Kinder⸗ gottesdienſt der Nordpfarrei, Pfarrer Gänger. Gemeindehaus Speyerer Straße 28:.0 Hauptgottesdienſt, Pfarrvikar Müller; 10.30 Uhr Chriſtenlehre, Pfarrvikar Müller; 11 Kindergottesdienſt, Pfarrvikar Müller. Rheinau: 9 Chriſtenlehre für Knaben, Vikar Seel; 10.00 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Vath;: 11 Chriſtenlehre für Mädchen, Pfr. Vath: 11.30 Kindergottesdienſt, Pfr. Bath. Pfinaſtberg: 9 Gottesdienſt, Pfarrer Vath; 10 Kindergottes⸗ dienſt, Vikar Seel. Sandhofen:.90 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Bartholomä, anſchließ. Chriſtenlehre, Pfr. Bartholomä; 11.30 Kinder⸗ gottesienſt, Pfarrer Bartholomä. Seckenheim:.30 Hauntaottesdienſt, Ordination des Pfarr⸗ kandidaten Adolf Würthwein, Predigt Pfarrkandidat Würthwein: 19.30 Kindergottesdienſt, Vikar Enderle; nachm. 1 Chriſtenlehre für Knaben, Vikar Enderle. Pauluskirche Waldhof:.45 Chriſtenſehre für heide Pfar⸗ reien, Pfr. Clormann;.80 Hauptgottesdienſt, Pfarrer Lemme(Kirchenviſitation):; 10.45 Kindergottesdienſt, Pfarrer Clormenn. Mallſtadt: 9 Ehriſtenlehre, Vikar Braun;.90 Hauptgottes⸗ dienſt, Vikar Braun; 10.30 Kindergottesdienſt, Vikar Braun. 7 i Wochen gottesdienſte: Trinitatiskirche: Dienstage8 Abendgottesd., Vikar Schulze Mittwoch vorm. 7 Morgenandgcht. Konkordienkirche: Donnerstag abd. 8 Andacht, Pfr. Horch. Chriſtuskirche: Mittwoch abend 8 Andacht(Lukas⸗Evange⸗ lium), Pfarrer Dr. Weber. Friedenskirche: Mittwoch abend.30 Bibelſtunde in der Kirche, Pfarrer Bach. Montag, Dienstag, Donnerstag bis Samstag abends 8 Andacht. 0 8 Johanniskirche: Donnerstag abend 8 Bibelſtunde, Vikar Schoener. Lutherkirche: Mittwoch abend 8 Andacht, Pfarrer Jundt. Feudenheim: Donnerstag abend.00 Uhr Bibelſtunde im Schweſternhaus, Pfarrer Kammerer. Käfertal: Donnerstag 8 Abendgottesdienſt, Pfr. Schäfer. Freitgg abend 8 Bibelſtunde, Pfarrer Schäfer, 5 Käfertal⸗Süd: Mittwoch 8 Abendgottesdienſt mit anſchließ. Frauenabend, Pfarrer Schäfer. Gemeindehaus Speyerer Straße 28: Andacht, Pfarrvikar Müller. Pauluskirche Waldhof: Mittwoch abend 8 Andacht, Pfarrer Lemme. Waldſchule Gartenſtadt: Mittwoch abend 8 Andacht, Pfarrer Clormann. Reformationsſchülergottesdienſt am Donnerstag, den 31. Oktober 1935. Trinitatiskirche:.30 Pfarrer Speck; 10 Religionslehrer Dr. Schneider. Konkordienkirche:.90 Vikar Braun; 10 Vikar Brenner. Chriſtustirche:.30 Profeſſor Kiefer. Neuoſtheim: 10 Uhr Pfarrvikar Staubitz. Friedenskirche:.30 Vikar Rupp 10 Vikar Rupp. Johanniskirche:.30 Vikar Schoener. Lutherkirche: 10 Uhr Vikar Höfer. Melanchthonkirche:.30 für ältere Schüler, Vikar Wallen⸗ wein; 10 für jüngere Schüler, Vikar Schleſinger. Feudenheim: 9 Uhr Vikar Vogel. Friedrichsfeld: 9 Uhr Pfarrer Schönthal. Käfertal: 10 Uhr Vikar Gſcheidlen. Neckarau: 9 Uhr Pfarrer Gänger. Rheinau: 9 Uhr Pfarrer Vath. Pfingſtberg: 9 Uhr Vikar Seel. Sandhofen: 9 Uhr Vikar Müller. Seckenheim: 9 Uhr Profeſſor Knobloch. Waldhof: 9 Uhr Pfarrer Clormann. Wallſtadt:.30 Uhr Pfarrer Münzel. Vereinigte epangeliſche Gemeinſchaften Evang. Verein für Innere Miſſion A.., Stamitzſtraße 13 (Inſp. Stöckle): Sonntag.00 und Donnerstag.15 Ver⸗ ſammlung.— Schwetzinger Straße 90; Sonntag 3 und Dienstag.15 Verſammlung.— K 2. 10(Stadtmiſſtonar Keidel): Sonntag 8 und Donnerstag.00 Verſammlung. Freitag abend 8 Uhr Bibelſtunde für junge Männer.— Neckaran, Fiſcherſtraße 31(Stadtmiſſionar Welk): Sonn⸗ tag 8 u. Dienstag.15 Verſamml.— Rheinau, Däniſcher Tiſch: Sonntag 3 u. Mittwoch.15 Verſamml.— Pfingſt⸗ berg, Herrenſand 42: Alle 14 Tage Donnerstags.15 Ver⸗ ſammlung.— Lindenhof. Belleuſtraße 52: Sonntag 8 und Freitag.00 Verſammlung.— Seckenheim, Kinderſchule: Donnerstag 8 Verſammlung.— Sandhofen. Kinderſchule: Sonntag 3 und Mittwoch 8 Verſammlung.— Waldhof: Freitag.45 Verſammlg.— Feudenheim, Untere Kinder⸗ ſchule: Sonntag 8 und Dienstag 8 Verſommlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Bethesda⸗ Heim, I. 11. 4. Sonntag vorm. 10 Bibelſtunde; nachm. 8 Jahresfeier in der Aula des Adolf ⸗Hitler-Realgymnaſiums(Eingang Roſengarten⸗ und Tullaſtraße); abends 8 Fortſetzung, Evangeliſationsvortrag im„Bethesda⸗Heim“.— Diens⸗ tag abend 8 Männerſtunde. Mittwoch abend 8 Gebets⸗ ſtunde. Donnerstag nachm..00 Frauenbibelſtunde.— Käfertal⸗Süd, Dürkheimer Straße 92: Montag abend 8 Evangeliſationsvortrag.— Almenhof, Gemeindehaus Speyerer Straße: Montag abend 8 Evangeliſationsvor⸗ trag.— Scharhof⸗Sandhofen: Dienstag abd. 8 Evangeli⸗ ſationsvortrag.— Pfiungſtberg, Oſterſtr. 30: Donnerstag abd, 8 Evangeliſationsvortrag.— Neckarau. Kirchgarten⸗ ſchnle: Freitag abend 8 Evangeliſationsvortrag. Landeskirchliche Gemeinſchaft„Haus Salem“, K 4 Nr. 10. Sonntag nachm. 2 Sonntagsſchule;.30 Jungmänner⸗ ſtunde;.00 Jugendbund für junge Mädchen; abends 8 Evangeliſationsvortrag, Thema:„Gottes Barmherzigkeit.“ Dienstag abend.00 Uhr Gebetsſtunde.— Mittwoch nachm. 5 Mädchen⸗ u. Knabenſtunde; abends 8 Männer⸗ ſtunde; abends 8 Jugendbund für junge Mädchen. Don⸗ nerstag nachm 4 Frauenſtunde; abends 7 Freundeskreis für junge Mädchen;.00 Blaukreuzſtunde.— Käfertal, Sonnenſchein W bei Habermeier: Sonntag nachm. 2 Uhr Sonntagsſchule; 3 Verſammlung.— Almenhof, Mönch⸗ wörthſtraße 218 bei Reißner: Montag abend 8 Verſamm⸗ lung.— Pfingſtberg, Strahlenburgſtraße 19 Dienstag abend.15 Verſammlung.— An den Kaſernen 12 bei Schepper: Mittwoch abend 8 Verſammlung.— Sand⸗ hofen, Sandhofer Straße 297 bei Niebel: Freitag abend 8 Uhr Verſammlung. Landeskirchliche Gemeinſchaft der Lievenzeller Miſſion und Jugendbund für entſchiedenes Chriſtentum, Lindenhof⸗ ſtraße 34: Sonntag abd. 8 Evangeliſation(Reichsbundes⸗ wart Weber, Friedrichshagen). Montag abend 8 Frauen⸗ Donnerstag abend 8 ſtunde. Dienstag abend.15 Bibelſtunde Fahrlachſtr. 13 bei Dörr. Mittwoch abend 8 Bibelſtunde. Samstag abend .15 Männerbibelſtunde.— Jugendbund für EC.: Sams⸗ tag abend.15 Kreisbeſprechung. Sonntag nachm. 4 und Donnerstag abend 8 Jungfrauen.— Neckarſtadt, Uhland⸗ ſtraße 41, part.: Donnerstag abend.00 Bibelſtunde.— Feudenheim, Schwanenſtraße 30: Sonntag abend 8 Wort⸗ verkündigung. Mittwoch abend 8 Frauenbibelſtunde.— Wallſtadt, Atzelbuckelſtraße 4: Sonntag nachm..30 und Dienstag abend 8 Bibelſtunde. Evang. ⸗luth. Gemeinde (Diakoniſſenhauskapelle, F 7. 29): Sonntag nachm. 5 Uhr Predigt, Kandidat Kadereit.— Montag abend 8 Gottes⸗ kaſtenabend, Erzählungen aus der Arbeit des Maxtin⸗ Luther⸗Bundes, Pfarrer Görg aus Elberfeld. Evangeliſche Freikirchen Methodiſten⸗ Gemeinde, Eben⸗Ezer⸗Kapelle. Augartenſtr. 26. Sonntag vorm..45 Abſchiedspredigt, Prediger F. W. Müller; 11 Uhr Sonntagsſchule; abends.30 Predigt⸗ gottesdienſt. Evang. Gemeinde gläubig getaufter Chriſten(Baptiſten), Mannheim, Max⸗Joſeph⸗Straße 12. Sonntag vorm..30 Gottesdienſt; 11 Sonntagsſchule; abends 8 Verſammlg., Thema;„Die Bibel— das Schwert des Geiſtes“. woch abend 8 Bibel⸗ und Gebetsſtunde. Evangeliſche Gemeinſchaft, Mannheim, U 3. 23. Sonntag vorm..30 Predigt, Prediger Sautter; 10.45 Sonntags⸗ ſchule; abends.30 Predigt, Br. Müller. Mittwoch abd. 8 Bibelſtunde. Donnerstag nachm. 4 Frauenmiſſionsſtunde. Freitag nachm. 5 Religionsunterricht; 6 Knabenſtunde. Adventgemeinde Mannheim, J 1. 14: Sonntag vorm. 10 Chriſtenlehre; abends 8 Vortrag:„Nordiſche und chriſt⸗ liche Gottesverehrung“, Pred. W. Edener.— Dienstag abend 8 Bibelſtunde J 1. 14. Mittwoch abend 8 Bibel⸗ ſtunde Gartenſtüdt, Hainbuchenweg 11. Donnerstag abd. 8 Bibelſtunde Käfertal⸗Siedlung, Lampertheimer Str. 120. Freitag abend 8 Gemeinde⸗Jugenddienſt J 1. 14. Sams⸗ tag vorm. 9 Sabbatſchule; 10 Predigt J 1. 14 u. Lampert⸗ heimer Straße 120(Siedlung). 5 Blaukreunzverein Mannheim J, Meerfeldſtraße 44. Hths.: Montag abend 8 Bibel⸗ und Gebetsſtunde.— Mittwoch nachm. 4 Hoffnungsbund; abends 8 Blaukreuzſtunde.— Donnerstag nachm. 3 Frauenſtunde. Die Heilsarmee, O 1. 15. Sonntag vorm.30 Heiligungs⸗ verſammlung; nachm. 2 Kinderverſammlg.; 4 Freigottes⸗ dienſt am Stephanienufer;.30 Heilsverſammlg. Mitt⸗ woch abend.00 Uhr Lichtbildervortrag:„Das Lied der Schöpfung“, Donnerstag abend 8 Heimbund für Frauen und Töchter. Freitag abend 8 Heiligungsverſammlung. Rirche Jeſu Chriſti der Heiligen der letzten Tage Alphornſtraße 13. Sonntagsſchule(f. Kinder u Erwachſene) vorm. 10.3012; 19: Predigtverſamml. Mittwoch 19.30 Fortbildungsverein. Neu⸗Apoſtoliſche Kirche Mannheim⸗Stadt. Kirche Ecke Langerötter⸗ u. Moſelſtraße. Sonntag vorm. 9 und nachm..30 Gottesdienſt. Mittwoch abd. 8 Gottesdienſt.- Mhm.⸗Sandhofen. Zwerchgaſſe 16: Sonntag vorm..30 u. nachm. 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Neckaran, Gießenſtr 1: Sonntag nachm.30 Gottesdienſt Mittwoch abend.47 Gottesdienſt.— Mannh.⸗Friedrſchsfeld. Nendorfſtr 68: Sonntag nachm 3 Gottesdienſt. Mittwoch abend 8 Gottes⸗ dienſt.— Mannheim ⸗Seckenheim,. Kloppenheimerſtr. 37: Gottesdienſt. Die Chriſtengemeinſchaft, L 2, 11 Bewegung zur religiößſen Erneuerung. Sonntag vorm. 10.00 Menſchenweihehandlung mit Prediat; 11 Sonntagsſeier für Kinder.— Mittwoch vorm 9 Uhr Menſchenweihehandlung; abends.15 Vortrag Pauli: „Warum iſt das Böſe auf der Welt?“ Katholiſche Gemeinde Sonntag, 2. Oktober(20. Sonntag nach Pfingſten) Chriſtkönigsfeſt Obere Pfarrei, Jeſuitenkirche: von 6 an Beichtgelegenheit: 6 Frühmeſſe;.45 hl. Meſſe;.30 Singmeſſe mit Predigt; .30 Kindergottesdienſt mit Predigt;.30 Feſtpredigt und levit. Hochamt mit Weihegebet und Segen; 11 hl. Meſſe mit Predigt: nachm. 2 Chriſtenlehre für Jünglinge:.30 Herz⸗Jeſu⸗Bruderſchaftsandacht mit Segen: Chriſtkönigsfeier mit Feſtpredigt, Prozeſſion, und Segen. St. Sebaſtianuskirche, Untere Pfarrei: 6 Frühmeſſe und Beginn der Beichtgelegenheit; 7 hl. Meſſe: 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt, levitiert. Hochamt mit Segen; 11 Kindergottesdienſt mit Predigt; 12 Chriſtenlehre füür Jünglinge;.30 Roſenkranzandacht; 5 Chriſtkönigsfeier der Kinder;.90 Chriſtkönigsfeier mit Predigt. Heilig⸗Geiſt⸗Kirche: 6 Beichte. hl. Meſſe; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 Predigt und levit. Hochamt Tedeum Jeder Pfennig hilft dem Winterhilfswerk! Samstag, 26. Oktober 1995 abends.80. Mitt⸗ nn * Wochenbericht der DDAC⸗Ortsgruppe Mann heim. Schweiz: Ohne Ketten befahrbar: Brünig, Lenzerheide, Moſſes. Mit Ketten befahrbar: Julier, Flüela, Ofen, Jaun, Bernhardin, Gr. u. Kl. St. Bernhard, Simplon. päſſe ſind geſchloſſen. fahrbar: Rolle, Fugazze, Mendel, Andalo. Die übrigen Schweizer Alpen⸗ Italien: Ohne Ketten he⸗ Mit Ketten befahrbar: Brenner, Broccone, Campolungo, Reſchen. ſchloſſen. Die übrigen italieniſchen Päſſe ſind ge⸗ un Die Sonntagsrückfahrkarten zu Allerheiligen ſind gültig zur Hinfahrt von Donnerstag, 31. Ok⸗ tober, 12 Uhr, bis Sonntag, 3. November; zur Rück⸗ fahrt von Donnerstag, 31. Oktober, bis Mo 4. November, 12 Uhr. * Verſetzung in Oberſekunda. ntag, Nach einem Er⸗ laß des Reichserziehungsminiſters brauchen Schüler, die Oſtern 1935 vor Bekanntwerden des Ausleſe⸗ erlaſſes in der Unterſekunda ſitzengeblieben ſind dem Beſuch der Oberſtufe nicht „von ausgeſchloſſen zu werden, wenn ſie zu Oſtern 1936 die Verſetzung nach Doch iſt ie Sitzenbleiben Oberſekunda erreichen. ſorgfältig zu prüfen, ob das vorübergehende Störungen eingetreten war. mit Segen; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm..30 Veſper mit Segen;.30 Feſtpredigt, Wetheandacht. St. Joſeph, Lindenhof: 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; dieſen Fällen durth feierl. .00 Beichtgelegenheit, hl. Meſſe 9 Kindergottes dienſt; 10 Feſtpredigt, feterl. levit. Hochamt mit Segehz 11.45 Singmeſſe mit Predigt; abends 7 feierliche Chril, königsandacht. St. Peter: 6 Beichte; 7 Frühmeſſe; 8 Singmeſſe mit Pit digt;.30 Hochamt m. Predigt; 11 Singmeſſe m. Preblg, anſchließ. Chriſtenlehre für Jünglinge; N abends 7 Roe, kranzandacht;.80 Ehriſttönigsandacht mit“ Predigt.“ Herz⸗Jeſu⸗Kirche, Neckarſtadt⸗Weſt: 6 Frühmeſſe u. Bei gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt; 98 Predigt und levit. Hochamt; 11 Kindergottesdien ſt mil Predigt; nachm..00 Chriſtenlehre für Junglingef Roſenkranzandacht mit Segen; abends.30 Chriſtkönitz⸗ feier mit Prozeſſion und Segen. St. Bonifatinskirche, Mannheim: 6 Frühmeſſe und Beich gelegenheit; 7 hl. Meſſe; 8 Singmeſſe mit Predigt;.90 Hochamt mit Predigt; 11 Singmeſſe mit Predigt; nachm, 2 Uhr Chriſtenlehre für Jünglinge;.30 Roſen kranz⸗ andacht mit Segen;.80 Chriſtkönigsfeier mit Jugenh⸗ weihe, Predigt, Lichterprozeſſion und Segen. Pfarrkuratie St. Nikolaus, Mannheim: 6 Beichtgele genh. 7 Frühmeſſe;.30 Kindergottesdienſt; 10.00 Feſtprebig levit. Hochamt m. Segen; nachm..30 Roſenkranzandach mit Segen; abends.30 Chriſtkönigsfeier mit Predig, Prozeſſion, Weihe an Chriſtus den König und Segen, St. Jakobuspfarrei, Neckarau: 6 Frühmeſſe;.45 hl. Meſſe 8 Singmeſſe mit Predigt;.30 feierl. levit. Hochamt Predigt und Segen; 11 Singmeſſe mit Predigt; abends .30 Ehriſtkönigsandacht mit Segen. St. Franziskuskirche Waldhof: 6 Beichte; 7 Kommunion⸗ meſſe mit Frühpredigt; 8 Uhr Predigt und Amt in ber Waldkapelle; der Spiegelſabrik;.30 Feſtpredigt und .15 Predigt und Hochamt in der Kapelle levit. Hochamt vor dem Allerheiligſten mit Segen: 11 Predigt u. Siug⸗ meſſe in der Kapelle der Spiegelfabrik; 11 Predigt und Singmeſſe in der Waldkapelle; 11.15 Schülergottesbienſ nachm..30 Chriſtenlehre für Jünglinge u. Veſper; Sopntagabendandacht mit Segen. St. Vaurentins, Käfertal: 6 Frühmeſſe und Beichte; 7 hl. Meſſe mit Predigt; 9 Predigt mit Hochamt; 11 Schil⸗ lergottesdienſt mit Predigt; nachm..30 Chriſtenlehre it Ilinglinge; 2 Roſenkranzandacht mit Segen; königsfeter. 6 Chriſ⸗ St. Peter und Paul, Feudenheim:.30 hl. Beichte; 60 Frühmeſſe;.30 Singmeſſe;.30 feierl. vor ausgeſetztem Allerheiligſten; Hauptgoktes bien 11 Schülergottesdſenſ 11.45 Chriſtenlehre für Jünglinge; nachm. 2 Miſſionz andacht: abends 8 Roſenkranzandacht. St. Bartholomäuskirche Sandhofen:.80 Beichtgelegenhel 7 Frühmeſſe; 9 Hauptgottesdienſt mit Predigt, Hochan und Segen; 11 Schülergottesdienſt mit Predigt u. Si meſſe; abends.30 Chriſtkönigsandacht mit Segen. St. Antoninus. Rheinau: Feſtgottesdienſt mit Feſtpredigt(H. H. Pfarrer 6 hl. Beichte; 7 Frühmeſſe nachm. 2 feierl. Roſenkranzandacht mit Segen .0 mannn⸗Neſſelried), levit, Hochamt, Tedeum und Segel 10.10 Schſtlergottesdienſt mit Predigt; abends.30 feen. liche Chriſtkönigsveſyer mit Segen. St. Aegidius, Seckenheim: 7 Frühmeſſe:.30 Schülergolte!“ 6 dienſt?.40 Hauytaottesdſenſt, anſchl. Chriſtenlehre i Jünglinge:.30 Chriſtenlehre für Mädchen; 2 Andacht abends 7 Chriſtkönigsfeſer in St. Agnes. St. Bonifatinskirche. Friedrichsfeld:.30 Beichtge heit;.30 Frühmeſſe:.30 Predigt, Amt; abends? Chr legen könſasfeſer in der Kirche, Predigt und liturg Feier, St. Thereſia vom Kinde Keſn, Pfinaſtberg:—.90 Beichte. .90 Amt vor ausgeſeßten Anda .90 Frühmeſſe mit Predſat; Allerbeiſſaſten mit Predigt; nachm..30 feierl. .30 Abendandacht. Pfarrenratie St. Hildegard, Käfertal: Frithmeſſe:.30 Hochamt mit Predigt u. Segen, deen 5 abends“ Cöhriſtenſeßre; nachm..90 Roſenkranzandacht; .90 Cfriſtkönfgsfeier. St. Paul Almenhof: 7 Frühmeſſe;.08.30 Beichte 110 1 .„ Sinameſſe mit Predigt: 11 Singmeſſe mit Predigt: 6 Uhr Chriſtrönſasfeier mit Predigt und Segen. .80 Beichte: T7 0 Neues Thereſien⸗Hranrenhans Mannheim:.90 hl. Meſe 8 Sinameſſe mit Predſat. Ilnesfeim:.80 Fl. Kommunjon: 7 Früßmeſſe m. Prebiſ .30 fejerl. Hochamt mit Predigt u. Segen: 10 Segel? andacht; Fanelle(Siedlung); abends 8 Eßriſtränfasandach z Rofenkranz in der St.⸗Bruder⸗Honrahe t mit Weihe d. Pfarrgemeinde an den Chriſtkönig in d. Kich Alt⸗Hatholiſche Gemeinde(Schlokkirche) Sonntag normittag.30 Uhr hl. Meſſe in deutſcher Sprae mit Predigt. Freireligißſe Gemeinde Körperſchaft öffentlichen Rechts. Sonntag vorm. 10 Sonntagsfeier, Prediger Dr. Karl über„Erbfünde oder Erbſegen“ im Kaſinoſaal, am Marktplatz. Weiz R 1. Biel. oder aus Unfähigkeit Im letzteren Falle iſt der Ueber⸗ gang auf die Oberſtufe zu verſagen. trüger naten, träge Die 2 erſten Urkun ſchäfti fängni ö 1 e ppe Mann⸗ ir: Brünig, har: Julter, u. Kl. St. ier Alpen⸗ Ketten be⸗ dalo. Mit ampolungo, ſe ſind ge⸗ lerheiligen ag, 31. Ok⸗ zur Rück⸗ s Montag; einem E en Schüler, 8 Ausleſe⸗ en ſind, von chloſſen zu ſetzung nach ſen Fällen iben dur Unfähigkeit der Ueber⸗ n..30 feierl. indacht. t, hl. Meſſtz Kindergottez⸗ e mit Segen rliche Chriſ⸗ eſſe mit Pit m m. Predigt nds 7 Rose Predigt.. ſſe u. Beit Predigt; 9% tesdienſt mi nglinge; 2 Chriſtkönigs⸗ e und Beicht Predigt; 90 edigt; nachm. Roſenkranz⸗ mit Jugend ichtgelegenh⸗ ) Feſtpredigt, ukranzandach mit Predig, nd Segen. 45 hl. Meſſt Hochamt mi digt; abends 3 1 * Kommunion⸗ Amt in der der Kapelle eit. Hochamt digt u. Sing⸗ Predigt und rgottesdienſ Veſperz 7 Beichte; mt; 11 Schl iſtenlehre ſſt n; 6 Chriſ⸗ Beichte; 600 ptgottesdienſ rgottesdlenſt 2 Miſſtonz, htge legenheit 54gb, Hogan digt u. Sing. mit Segen ühmeſſe; 8 farrer Biel“ und Segel ds.90 feier, Schü lergottes, ſtenlehre ſit 2 Andacht Beichtgelegen nds 7 Chriſ⸗ irg Feier, .80 Beichte. ausgeſetzen erl. Andach Beichte: 7 egen, darnad acht; abends Beichte: 90 rediat; abs egen. N 90 hl. Meſe“ m. Preh .30 Segen der⸗Hontah, Sandacht 1. in d. Kinhe kirche) tſcher Sprach r. Karl Welz* ioſaal, 1 7 Samstag, 26. Oktober 1935 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe 5. Seite JV Nummer 495 — Die ruſſiſchen Behörden betreiben augenblick⸗ lich Erhebungen über die Wohnverhältniſſe der Be⸗ völkerung. Man iſt dabei zu ganz verheerenden Ergebniſſen gekommen. Beſonderes Aufſehen erreg⸗ ten die Zuſtände in Dujeproſtroy, dem ruſſiſchen In⸗ buſtriezentrum, auf das die Bolſchewiſten ſo ſtolz ſind. Man hat feſtgeſtellt, daß in dieſer Gegend ein ge⸗ radezu maßloſes Wohnungselend herrſcht. Die Ar⸗ heiter, die in dem großen Elektrizitätswerk in Dnjeproſtroy beſchäftigt ſind, wohnen hier in rich⸗ tigen Höhlen, die jeder Beſchreibung ſpotten. Rund 300 Familien, mit ihren Angehörigen insgeſamt 16000 Menſchen, hauſen hier in dunklen und ſchmut⸗ zigen Erdlöchern, die weder Licht noch Waſſer haben. Man behilft ſich mit Petroleumlampen und ſchleppt das Waſſer weite Strecken von einem Ziehbrunnen herbet. Trotzdem das Rieſenelektrizitätswerk, das durch oer Hände Fleiß dieſer Arbeiter erſt geſchaffen werden konnte, den Strom bis in die entlegenſten Gebiete leitet, iſt man bisher noch nicht dazu über⸗ gegangen, den eigenen Leuten dieſe Annehmlichkeit auch zukommen zu laſſen. Es ſind troſtloſe, men⸗ ſchenunwürdige Behauſungen, in denen die Arbeiter manchmal mit vier, fünf und mehr Kindern leben. Die ruſſiſche Zeitung„Isweſtija“, die dieſe unglaub⸗ lichen Zuſtände ausführlich ſchildert, erhebt zuletzt lategoriſch die Forderung, daß hier unbedingt ab⸗ geholfen werden müſſe, und daß die Höhlenwoh⸗ nungen der Arbeiter durch ſaubere und hygieniſche Bauten erſetzt werden ſollen. * — Ein Förſter, der mit ſeinem Hunde, einem Ungjährigen treuen Jagoͤgefährten, ſein Revier in ber Umgebung von Berlin durchſtreifte, beobachtete, wie in einiger Entfernung ein Seeadler her⸗ unterſtieß und ſeinen Hund angriff. Um das Tier vor den Fängen des gefährlichen Raubvogels zu ſchützen, erlegte der Jäger durch einen wohlgezielten Schuß den Seeadler. Die Folge dieſes Jagdzwiſchen⸗ ſalles war, daß gegen den Förſter ein Verfahren wegen Vergehens gegen das Preußiſche Jagoͤgeſetz eingeleitet wurde. weil der Seeadler— ein in unſe⸗ zen Gegenden ſehr ſeltener Vogel— das ganze Jahr hindurch unter Schutz ſteht und nicht geſchoſſen wer⸗ den darf. Der eigenartige Prozeß durchlief alle In⸗ tanzen, bis er ſchließlich vor dem 1. Senat des Kam⸗ mergerichts zur endgültigen Entſcheidung ſtand. Zu prüfen war hier die ſehr ſchwierige Frage des ſo⸗ genannten„übergeſetzlichen Notſtandes“. Wenn der Wert des vom Förſter verteidigten„Rechtsgutes“ weit höher als der des„verbetzten Rechtsgutes“ war, mußte ein ſolcher Notſtand anerkannt und der För⸗ ſter freigeſprochen werden. Das Kammergericht kam im ſeinem Urteil(Jur. Wochenſchrift 42/2982) zu dem Ergebnis, daß der ideelle Wert des alten Jagoͤhundes weit höher einzuſchätzen ſei, als der des allerdings het uns ſeltenen Raubvogels und daß der Förſter ſomit zu ſeinem Vorgehen berechtigt war. * — Von Beamten der Charlottenburger Krimi⸗ halpolizei wurde eine berüchtigte Hochſtaplerin, die Hjährige Auna Bäthky, feſtgenommen. Sie hatte hon vor Jahren durch Hochſtapeleien großen Stils mel von ſich reden gemacht. Jetzt verübte ſie als angebliche Witwe des Generaldirektors Stimming tom Norddeutſchen Lloyd erneut umfangreiche Be⸗ krügereien. Insgeſamt htte ſie in den letzten Mo⸗ naten, wie ſchon feſtſteht, etwa 10 Perſonen um Be⸗ lräge von vielen tauſend Reichsmark geſchädigt. Die Bäthky wurde bereits mit 19 Jahren zum erſten Male wegen einer Anzahl Betrügereien und Urkundenfälſchungen beſtraft. Seit dieſer Zeit be⸗ ſchäftigte ſie, ſofern ſie nicht in irgend einem Ge⸗ füngnis oder Zuchthaus eine Freiheitsſtrafe ver⸗ büßte, dauernd die Polizei und Gerichtsbehörden. Meiſt trat ſie, äußerſt elegant gekleidet, unter hoch⸗ klingendem Namen auf. Einmal nannte ſie ſich Gräfin von Meerſcheid⸗Hülliſſen, in anderen Fällen wieder gab ſie ſich als Tochter eines Großfürſten oder als Nichte des Großfürſten Diwidoff oder als die Tochter eines bekannten Großinduſtriellen aus, die eine zur Zeit noch nicht auszahlbare Millionen⸗ erbſchaft zu erwarten habe. Durch ihr ungewöhnlich raffiniertes und gewandtes Auftreten wußte ſie vielfach Geldgeber zu veranlaſſen, ihr große Sum⸗ kostet weniger als mancher Vierzylinder, „eleistef mehr als viele Sechszylinder so muß auch Ihr 5 sein tem Junants Celienswenk Am 30. Oktober jährt ſich zum 25. Male der auf deſſen Anregung die Gründung des Roten Kreuzes zurückgeht, 8 Wohltaten in der ganzen Welt verrichtet hat. Unſer Bild zeigt die denkwürdige Gründ Kreuzes in Genf. „Oas Encle æines espenstenlauses“ Das Budapester„Türken-Rondo“ unter der Spitzhacke Budapeſt, im Oktober. In Alt⸗Ofen, der Budapeſter Vorſtadt, ſoll der Abbruch eines Hauſes vergeben werden. Der Beſchluß iſt gefaßt, jedoch kein Abbruchunterneh⸗ mer iſt bisher für dieſe Arbeit gefunden worden, denn es handelt ſich um das„Rondo“, das der Volksmund das„Geiſterhaus“ nennt. Irgend etwas muß an den Greuel⸗Erzählungen, die zu Hunderten im Volksmund kreiſen, ſchon wahr ſein. Wer geht nicht an dieſem„Rondo“ mit einem gewiſſen Schaudern vorüber? Nun ſoll das Haus abgebrochen werden, und die Budapeſter ſtehen noch einmal ſo neugierig vor dieſem eigenartigen Rund⸗ bau, deſſen Treppenhaus außerhalb des Gebäudes liegt. Gebaut wurde das Haus zur Zeit der Türken⸗ herrſchaft in Ungarn. Bauherr war der Bei K 5 pli⸗ Mohammed, der das Gebäude für ſeine Harems⸗ damen dringend benötigte. Der Bei ſah ſehr auf die Treue ſeiner Ehegattinnen und— ſo wollen es die Erzählungen— alle Frauen, die ihm untreu wurden, ließ er erbarmungslos in dem Gebäude einmauern. Es iſt ſchwer, zwiſchen Sage, Aberglauben und Wirklichkeit zu unterſcheiden. Zunächſt glaubte man feſt daran, hier irgendwo im Keller eingemauert auch die Schätze einer ehemals ſteinreichen Familie Baranya zu finden. Hierfür werden auch einige glaubwürdig klingende Beweiſe angeſtellt. Unmög⸗ 3.———————————' men zu leihen. Sie pflegte ſich auch gern größere Villen mit Kraftwagen, Pferden und Dienerſchaft zu mieten, beſtellte koſtbare Möbel und andere Ein⸗ richtungsgegenſtände, die dann nach Erhalt ſofort von ihr verſchleudert wurden. Der von ihr ſeiner⸗ zeit auf dieſe Weiſe angerichtete Schaden belief ſich auf Hunderttauſende von Mark. 1930 erhielt ſie eine Gefängnisſtrafe von zwei Jahren. Nach der Machtübernahme hörte man eine ganze Zeit lang nichts mehr von der Gaunerin. Bald aber ſetzten wieder in Deutſchland umfangreiche Betrügereien ein, die auf ſie ſchließen ließen. Seit Sommer dieſes Jahres wurde ſie geſucht. * — An der Polizeipräfektur von Paris finden augenblicklich Umbauten ſtatt. Bei den Arbeiten an den Grundmauern ſind nun dieſer Tage von den Todestag des berühmten Schweizers Henry Dunant, dort beſchäftigten Arbeitern zahlreiche menſchliche macht. punkt. Ungewöhnlich großer, Bequem zugäng- licher Kofferraum. NZugfreie Entlüftung bei 4 tür. Limousine und 4 fenstr. Cabriolet. Von der Federung unabhängige, dadurch absolut ruhige Lenkung. Gröhßtmögliche Verringerung der unab- gefederten Massen. X Größte Kurvensicherheif, tiefer Schwer- OPEL- viele ndung des Roten (Graphiſche Werkſtätten, as ſeitdem ſo .) licher wird es ſchon ſein, hier den ſagenhaften Schatz des Attila ſowie den dreiteiligen Sarg des großen Hunnenkönigs zu finden. Was iſt weiter verwunderlich, als daß ſich bei ſolchen Toten und bei ſolchen Schätzen einige Dutzend Geiſter eingefunden haben? Sie bewerfen nachts mit Steinen die Vorübergehenden les könnte aller⸗ dings auch der Wind ſein..) und treiben ſonſt noch allerlei Unfug. Auf jeden Fall haben die Budapeſter einen mäch⸗ tigen Reſpekt vor dieſen unſichtbaren Geſellen. Das ſtört allerdings drei Perſonen nicht, die bis heute den Mut gefunden haben, in dem Hauſe zu wohnen. Weitere Mieter bonnte man jedoch trotz ſtärkſter Be⸗ mühungen nicht finden. Vergeſſen ſei nicht der Maurer, der um 1900 den Auftrag hatte, in dieſem Hauſe zu arbeiten. Man erzählt ſich von ihm, daß er bei ſeiner Arbeit überraſchend ein Berg gol⸗ dener Teller gefunden hätte. Tatſache iſt, daß der Mann weſentlich länger in dem Hauſe gearbeitet hatte, als es ſeine Aufgabe war, und daß er endlich vergaß, für ſeine Tätigkeit eine Rechnung zu ſchicken. Nur wenige Zeit ſpäter ließ er ſich in einem anderen Vorort von Budapeſt als Rentier nieder ind ver⸗ fügte von da an über großen Reichtum. Die Spitzhacke wird die Romantik um das „Rondo“ zertrümmern. Alte Steine und viel Staub werden den Geiſtern den Garaus machen. Knochenreſte entdeckt worden, ſowie Ueberreſte von Mauern, die dort einſt geſtanden haben müſſen. Man teilte dieſe zufällige Entdeckung dem Direktor des archäologiſchen Forſchungsinſtituts von Paris M. Guichard mit, der alsbald, von anderen Sach⸗ verſtändigen begleitet, an der Fundſtelle erſchien. Nach den Angaben des bekannten Pariſer Archäo⸗ logen handelt es ſich ſehr wahrſcheinlich um die Spu⸗ ren der älteſten Kapelle von Paris, auf die man bei den Arbeiten bei der Polizeipräfektur geſtoßen iſt. Von dieſer kleinen Kirche, die den Namen Saint⸗ Germain⸗le⸗Vieux gehabt haben ſoll, wird ſchon in einer Chronik aus dem 5. Jahrhundert berichtet. Dieſe Chronik iſt allerdings der einzige Hinweis auf dieſe älteſte Kirche von Paris. Es handelt ſich um eine jener frühchriſtlichen Baſiliken, die eine Fläche von 600 Quadratmeter bedeckt haben dürfte. Alſo nach heutigen Begriffen eine richtige kleine OPEL-Vorzüge— Musterbegriffe für Fahreigen Fahrsicherheit, Fahrkomfort! X Die berühmte„OPEL Synchron-Fede- rung a, die aus jedem Weg eine Autostraße Motorkraft. den Limousinen Alle Sitze im bestgefederten Raum. Ausgeglichen und ruhig laufender Motor mit Fallstrom-Vergaser- lebendig, betriebs- sicher und sparsam. o Vierganggetriebe mit fast geräuschlosen oberen Gängen— restlose Ausnutzung der * Geraumige und besonders widersfands- fähige schöne Karosserie— Stahldach bei Kapelle. Einer der Ausgänge, und zwar der zum Seine⸗Ufer, iſt bereits freigelegt worden. Im übri⸗ gen ſollen jetzt unter ſachkundiger Leitung weitere Ausgrabungen durchgeführt werden. Man hofft, noch manches Zeugnis aus dem Leben dieſer erſten Chriſten in Paris zu finden. 3 — Von 5 Uhr früh bis 6 Uhr abends mußten am letzten Sonntag alle Türken zu Hauſe bleiben. Es war ihnen von Amts wegen ſozuſagen Stubenarreſt aufgebrummt worden, da an dieſem Tag in der gan⸗ zen Türkei eine Volkszählung durchgeführt werden ſollte. Dieſe boriginelle behördliche Anordnung wurde überall, vor allem in den Städten, ohne Aus⸗ nahme ſtreng überwacht. Wenn ein Sünder doch den ſchüchternen Verſuch machte, über die Schwelle ſeines Hauſes herauszutreten, dann konnte er ſicher ſein, daß auch ſchon ein Polizeibeamter eiligſt auf ihn zukam und ihn an ſeine Pflicht erinnerte. Wer trotz aller Ermahnungen nicht hören wollte, der be⸗ kam ein Strafmandat. Unter dieſen Umſtänden hat ſelbſtverſtändlich auch der Verkehr in den Städten an dieſem Tag völlig ſtillgelegen. Selbſt die inter⸗ nationalen Züge wurden angehalten und durften ihre Fahrt nicht fortſetzen. In den Ortſchaften, in denen Truppen in Garniſon liegen, herrſchte Alarm⸗ zuſtand, um gegebenenfalls die Soldaten zur Ver⸗ ſtärkung der Polizeimannſchaften heranziehen zu können. Auch die Hauptſtadt Ankara und die zweit⸗ größte Stadt des Landes, Iſtanbul, das ehemalige Konſtantinopel, boten ein Bild der Oede und der Verlaſſenheit. Pünktlich um 6 Uhr abends heulten dann die Fabrikſirenen, und gleichzeitig verkünde⸗ ten Kanonenſchüſſe der Bevölkerung, daß nunmehr der Hausarreſt zu Ende ſei. Das Ergebnis der Volkszählung iſt offiziell noch nicht bekannt gewor⸗ den. Man iſt daher mehr oder weniger noch auf Schätzungen angewieſen, die ſich zwiſchen 16 und 18 Millionen bewegen. Die ganze Türkei wartet jeden⸗ falls mit Spannung auf die Verkündung der amt⸗ lichen Zahlen. Fageohale cles Samstag, 26. Oktober Nationaltheater:„Schirin und Gertraude“, Oper von P. Graener, Miete B, 20 Uhr. Autobusſonderfahrt ab Paradeplatz: 14 Uhr Limburger Hof Speyer— Maikammer— Neuſtadt— Königsbach— Ruppertsberg— Dannſtadter Höhe— Maudach— Mann⸗ heim. Kleinkunſtbühne Libelle: 16 Uhr Tanztee mit Kabarett; 20.15 Uhr Kabarett⸗Programm. Tanz: Flughafen⸗Kaſino, Palaſthotel, Kaffee Vaterland. Kaffee Odeon: Konzert(Verlängerung). Pfalzbau⸗Kaffee: 16 und 20 Uhr Kabarett und Tonz. Lichtſpiele: Univerſum:„Der Vogelhändler“. Alhambra:„Die ſpantſche Tänzerin“.— Schau⸗ burg:„Ich liebe alle Frauen“.— Palaſt:„Gauner auf Urlaub“. Gloria:„Oberarzt Dr. Monet“.— Capitol:„Ein idealer Gatte“. Was hören wir? Sonntag, 27. Oktober Reichsſender Stuttgart .00: Hafenkonzert aus Hamburg.—.25: Bauernfunk .30: Von der Winterorbeit des Bo M. 10.00: Reichsſendung: Morgenſeier der HJ.— 10.80: Har⸗ monikamuſik.— 11.00: Reichsſen dung: Kundgebung zur Eröffnung der Woche des deutſchen Buches. Anſprachen Reichsminiſter Dr. Goebbels.— 12.15: Mufik am Mittag, 13.00: Kleines Kapitel der Zeit.— 13.15: Muſik am Mittag.— 14.00: Kinderſtunde.— 14.45: Viertelſtunde für Handel und Handwerk. 15.00: Chorgeſang.— 15.30: Hausmuſik.— 16.00: Unterholtungskonzert.— 17.00: Nach⸗ mittogskonzert. 18.00: Weltringſendun o: Ju⸗ gend ſing über die Grenzen.— 20.00: Turnen und Sport. 20.15: Des Kaiſers von Utopia Einzug und Kurzweil in Schilda. Hörſpiel.— 21.00: Reichs ſen dun g: Meiſter⸗ konzert 2. Paul Graener dirigiert eigene Werke.— 22.00; Nachrichten.— 22.30: Unterhaltungs⸗ und Tanzmuſik.— 24.00: Nachtkonzert: Beethoven. Aus Mannheim über Stuttgari .45: Kath. Morgenfeier. Leitung und Anſprache: Pfarr⸗ kurot Carl Bauer. Der Kirchenchor von St. Paul. Soliſt: Hermann Paul(Violine). Deutſchlandſender .00: Stunde des Bauern.—.00: Deutſche Feierſtunde. .45: Deutſches Volk— Deutſche Luftfahrt.— 10.301 Phantaſten auf der Orgel.— 12.15: Kolberger Marſchklänge. — 13.00: Glückwünſche. 13.10: Muſik zum Mittag.— 14.00: Muſikaliſche Kurzweil.— 14.45: Ratſchläge zur Sip⸗ penforſchung.— 15.00: Von alten und jungen Soldaten. — 15.35: Allerlei Gedenken übers Leſen.— 16.00: Bei der Kolberger Fiſcherinnung.— 17.00: Muſtk am Nachmittag.— 17.30: Deutſchland⸗Sportecho.— 20.00: Hanns Frieörich Blunck ſpricht aus eigenen Dichtungen. 22.30: Kleine Nachtmuſik.— 23.00: Tanzmuſik. SHA OPEIL- Handler! X Unverbindliche Probefahrt bei jedem el schon für RM 3250 ab Werk Schmoll& Kalau V. Hofe G. m. b.., OPe.OrOHDRdel, Merrmeirn, T G, 51/Sa. Neuzeitlich eingerichtete Spezial- Werkstätten, reichhalti Fritz Hartmann, Auorisierfer Opehberdler u. Spezielwerksfsffe, Seckerheirnier Str. SS, Ferrisprechler 40516 *& H. Hartmann, Opelnhsndler, Augerfens free 97/00, Fernsprecher 43084 Auto- SschmI EI. 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Der Verkauf und Ankauf von Induſtriegerſte iſt nur noch mit ausdrücklicher Erlaubnis des für den Verkäufer zuſtändigen Getreidewirtſchaftsver⸗ bandes zuläſſig. Gerſte, die für induſtrielle Zwecke freigegeben worden iſt, darf zur Verfütterung nur mit Genehmigung des für den Verkäufer zuſtändigen N ts verbandes verkauft oder veräußert werden. Dies gilt auch für die Abfälle, aus der Be⸗ und Beben tung von Induſtriegerſte ſowie für Sortier- und Halbkörnergerſte. Inländiſcher Hafer darf grundſätzlich nur zu Futzerzwecken verkauft oder veräußert ſowie nur für dieſe Zwecke verarbeitet ader verwendet werden. Hafer, der nicht zu Futterzwecken beſtimmt iſt(Induſtriehafen) darf nur mit Erlaubnis des Getreidewirtſchaftsverbandes. in deſſen Gebiet der Ver⸗ käuſer ſeinen Wohnſitz hat, veräußert werden und erwor⸗ ben werden. Die Anordnung tritt am 28. d. M. in Kraft 22 erfolgt, wie wir bereits ausführlich meldeten, eine Neufeſtſetzung der Mehlpreiſe, nach der Roggenme hlpreiſe für November wieder auf den Stand von September zurückgeführ t werden, ſie erfahren alſo eine He rabſetzung. den Okto⸗ berpreiſen 0 Pfg. je 100 Kg. Dieſe neuen Rog⸗ genmehlpreiſe blei ben vorl läufig für das ganze lauſende Getreidewirtſchaftsjahr unverändert. Durch die gleiche Anordnung erfolgt auch die Feſtſetzung der Weizenmehl⸗ preiſe für Dezember 1935 und Januar 1936. Im Gebiet des Getreidewirtſchaftsverband es gelten nach dieſer Anordnung ſolgende Mehlpreiſe: Type 997: R 14 22,70, R 15 22,80, Durch die Anordnung Nr. Baden Rogg enmehl R 18 5, R 19 23,60, gültig vom 15 November 1935 bis 15. iſt 1935.— Weizen! 5 790: November W' 14 'ſ165 28,20, Wᷣ' 16 2 5 1'᷑19 28,555 W 20 1 für Dezember 17 28,30, W 19 und Im Gebiet des Getreidewirtſchaftsverbandes Pfalz⸗ Saar haben folgende Mehlpreiſe Gültigkeit: Roggenmehl: 1. November bis 15. Auguſt 36 R 18 23,80, R 19 23,50 l. Weizenmehl, Type 790: November 35'ö 19 28,55, W 20 * ; Dezember 35'e 19 28, 65, Dieſe Anordnung tritt am 1. Die Vereinigung der Roggen⸗ und Weizenmühlen wird danach weiter ermächtigt, den für die Verarbeitung von Weizen feſtgeſetzten Ausgleichsbetrag im Einvernehmen mit dem Vorſitzenden der HV in Einzelfällen um höchſtens 2/ zu erhöhen. Durch eine weitere Bekanntmachung iſt für Weizen⸗ mehl, das aus inländiſchem Weizen mit einer Beimiſchung von 20 v. H. amtlich anerkanntem Kleberweizen hergeſtellt wird, abgeſehen von den ſonſt zuläſſigen Aufſchlägen, ein weiterer Aufſchlag von 1,25/ je 100 Kg. zu berechnen. Eine letzte Bekanntmachung der HV befaßt ſich ſchließ⸗ lich mit der Durchſchnittsbeſchaffenheit von inländiſchem Getreide und Qualitätsabweichungen. Danach bleiben die bisher gültigen Richtlinien über Durchſchnittsqualitäten sowie Qualitätszuſchläge und ⸗abſchläge für das Getreide der Ernte 1935 in Gültigkeit. Bei Feſtſtellung eines Mehr⸗ oder Minderwertes iſt eine Beſcheinigung auszu⸗ füllen, aus der die Höhe des Eigengewichtes und des be⸗ rechneten Zu⸗ oder Abſchlages hervorgeht. Dieſe Bekannt⸗ machung tritt ebenfalls am 1. November in Kraft. 'ö 20 28,65 l. November 1935 in Kraft. Die Kauineigung für badisches Sandblaff hälf an O Schwetzingen, 25. Oktober. Auf der heute hier ab⸗ gehaltenen zweiten diesjährigen Sandblatt⸗Einſchreibung kam das Sandblatt der nördlich von Karlsruhe gelegenen badiſchen Anbaugemeinden zum Ausgebot. Die Nachfrage nach dieſem Material war ſehr groß, ſo daß im Durchſchnitt für die Sandblätter der Hardt ein Pr von Anfang der 90er„ angelegt wurde. Den Höchſtpreis in dieſem Gebiet erzielte die Pflanzerfachſchaft Liedolsheim, die ihren Tabak für 98,85/ verkaufen konnte. Im Anſchluß an die Ausgebote der Hardt kam das Sand⸗ blatt des Gundigebietes zum Verkauf. Da dieſes im Durch⸗ ſchnitt ſpezifiſch leichte Tabake waren und auch farbliche Vorzüge aufwies, hielt ſich der Durchſchnittspreis für dieſe Partien bei Ausgang der 90er. Den Höchſtpreis konnte die Pflanzerſgchſchaft Altlußheim erlöſen, der man einen Preis von 109,85„ bezahlte. Danach verſteigerte man die Sandblätter der zwiſchen Bruchſal und Heidelberg gelegenen Anbaugemeinden. Mit Rückſicht auf ihre Beſchafſenheit fanden dieſe Tabake im Durchſchnitt zu etwa Anfang der 80er„ Abnehmer. Deu Abſchluß der noröbadiſchen Tabak⸗Gemeinden bil⸗ beten diefenigen der Bergſtraß e. Für dieſe Sand⸗ blätter fanden ſich zwiſchen Ausgang der 7ber und Anfang der 90er/ Liebhaber; am höchſten wurde ein Tabak aus Leutershauſen bewertet, für den man 92,35 4 bezahlte. Im Anſchluß an das Ausgebot des Landes⸗Verbandes badfſcher Tabakbau⸗Vereine kamen die Sandblätter des Landesverbandes württembergiſcher Tabakpflanzer⸗ fachſchaften zur Verſteigerung. Die Preiſe für dieſes Ma⸗ terial bewegten ſich zwiſchen Anfang der 70er/ und An⸗ fang der 80er 1, je nach Beſchaffenheit der einzelnen Tabake. Insgeſamt kamen aus Baden etwa 24000 Zentner und aus Württemberg etwa 2000 Zentner zum Verkauf. Der Käuferkreis ſetzte ſich aus der direkt einkaufenden Rauch⸗ tabak⸗ und Zigaretten⸗Induſtrie ſowie aus dem Rohtabak⸗ handel zuſammen, wobei von allen Seiten größtes Intereſſe für das angebotene Material gezeigt wurde. Am Mittwoch, den 30. Oktober, findet in Speyer die dritte diesjährige Sandblatt⸗Einſchreibung ſtatt, und zwar werden dort die Sandblätter des rheinbayeriſchen Ober⸗ landes ausgeboten. Anſchließend daran wird am Donners⸗ tag, den 31. Oktober, ebenfalls in Speyer, eine Einſchrei⸗ bung auf die Frühtabake des Schneidgutgebietes der Pfalz abgehalten werden. Sanierung der Kaiser-Keller. AG. 30 VH. Umsaßsfeigerung in den ersfen 9 Monaſen 2 Berlin, 25. Okt.(Eig. Dr.) Der Rechnungsabſchluß der Kaiſer⸗Keller AG., Berlin, für 1934 beſeitigt den in den letzten Jahren der Kriſe und Kriſenauswirkung ent⸗ ſtandenen Verluſt durch eine umfaſſende Bilanzbereinigung. Dieſe wird laut Beſchluß der HV. ee durch Herab⸗ ſetzung des A, von 3,5 Mill. auf 500 000, durch Teil⸗ auflöſung des Reſerveſonds und durch Beſeitigung der Rückſtellungen und Bankverpflichtungen. Dieſe Maßnah⸗ men wurden erſt möglich durch die Wiedererſtarkung der Wirtſchaft und durch die erkennbaren Erfolge der Beſtre⸗ bungen zur Belebung der Berliner Innenſtadt. Der bisherige Verlauf des neuen Geſchäftsjahres hat der Verwaltung die Richtigkeit di eſer Maßnahmen beſtätigk, iſt gelungen, trotz Aufgabe eines unrentabel ge⸗ Sommerbetriebs den Umſatz des Unternehmens Vorjahreszeit um über 30 v. H. ſtei⸗ denn es wordenen gegen die gleiche gern. 3 Kleine Umsätze in Broi- und Indusfriegeſreide Mannheim, 24. Oktober. An den Weltgetreidemärkten, beſonders in Chicago und Winnipeg, waren die Weizenpreiſe in der Berichtswoche den ſtärkſten Schwankungen ausgeſetzt; dabei berief man ſich in Chicago auf die Börſenvorgänge in Winnipeg und umgekehrt in Winnipeg auf die Vorgänge in Chicago. Zu⸗ nächſt beſtand einige Haufluſt, geſtützt durch die beruhigen⸗ den Erklärungen der neuen kanadiſchen Regierung hin⸗ ſichtlich ihrer Verkaufspolitik; auch für Exportzwecke wurde gekauft. Dieſe günſtige Gelegenheit benützten Weizen⸗ ſpekulanten aus dem Oſten Amerikas, ihre Engagements glattzuſtellen. Eine Meldung über größeren Rückgang der Vorräte trieb die Preiſe wieder aufwärts, und eine Ver⸗ ringerung der Ausſuhrziffern ließ ſie wieder abſinken. Schließlich gaben günſtige Berichte aus Argentinien den Preiſen den Reſt und die Weltbörſen ſchloſſen in ſchwacher Haltung. Auch die hier vorliegenden Cif⸗ Offerten gegenüber den Vorwochen leichte Kursrückgänge. Man ver⸗ langte jeweils zur Lieferung Oktober bis ſpäteſtens 15. November eif Antwerpen für Manit o ba J, hard, Atlan⸗ tie 5,87½ hfl., für Manitoba J, Atlantie 5,80 hfl., für Ma⸗ nitoba J, hard, Pacific, 5,70 hfl., für Manits ba 5 Pacific, 5,65 hfl., für Manitoba II, Pacific, 5,5% hfl. Die Nr genannte Sorte war auch loko Antwerpen 5 5,57% hſl. transporde Antwerpen, erhältlich. Amber Durum[, Ca⸗ nada Weſtern, ſtellte ſich zur Abladung Oktober⸗15. November auf 5,62½ hfl., desgl. II zum gleichen Termin auf 5,37% hfl., desgl. III zum gleichen Termin auf 4,95 hfl., jeweils cif Antwerpen. Laplata⸗Weizen war nicht an⸗ geboten, dagegen Ruſſen weizen, 79—80 Kg., loko Antwerpen, zu 99 belg. Frs. transbordé Antwerpen; auf Abladung war auch dieſer Weizen nicht erhältlich. Am Markt für Inlanbsweißen hat das Angebot weiter leicht nachgelaßen; gegenüber der ausgeſprochen ſchwachen besen rage war es jedoch auch weiterhin als ausreichend zu ezeichnen. Von ſüddeutſchen Herkünften waren die aus 755 näheren Umgebung, wie badiſche, pfälziſche, heſſiſche und württembergiſche weiter erhältlich. Wett erauer, teilweiſe hier auf Lager, konnte zu den Oktober⸗, November⸗ und Dezember⸗Feſtpreiſen gekauft werden. Das Angebot in unterfränkiſchem Weizen, für den hier Kauineigung vor⸗ handen war und von dem auch einige Partien verkauft wurden, iſt weſentlich zurückgegangen; die Käufe bezogen ſich auf November⸗ und Dezember⸗Lieferung zu den jeweili⸗ gen Feſtpreiſen. Bayern⸗Weizen war dagegen reichlicher vorhanden; er wurde meiſt nach Muſter zur Woggonladung, Lieferung November⸗Dezember zu den Feſtpreiſen angebo⸗ ten. Von norddeutſchen Herkünften wurde reiner Pommern⸗ Weizen, Waſſerverladung, Abladung für November⸗ Dezember, offeriert; Pommern⸗ Mecklenburger, hier auf Lager, konnte bis zur Januar⸗Abladung gekouft werden. Der gleiche Weizen wurde dem Handel zur November⸗ Dezember⸗Lieferung um 40 Pfg. unter den Feſtpreiſen an⸗ geboten. Mitteldeutſche Herkünfte, wie Sachſen⸗Sgale und ander kleberreiche Sorten waren nur in geringen Mengen am Markte. Für Futterweizen mit einem Hektoliter⸗ gewicht von 73/74 Kilo, in trockenem Zuſtand, mit leichtem Geruch behaftet, verlangte man zur Oktober⸗Lieſerung 20,25 Mark, eif Mannheim; dabei waren Weizen der diesjährigen und der vorjährigen Ernte gemiſcht. Der Markt für Alt⸗ weizen erfuhr durch die vor kurzem angeordneten Käufe zeigen der Miſchfutter⸗Herſteller eine ſtarke Entloſtung. * Am Roggenmarkt ging es ſehr ſtill zu. Süddeutſche Herkünfte wurden kaum umgeſetzt; kiſchen Roggen verlangte Lieferung 16,85., für pommeriſch⸗mür⸗ man vom Handel zur Oktober⸗ zur November⸗Lieferung 16,90% und zur Dezember⸗Lieferung 17,10 1. Kontingentfreier Rog⸗ gen war zu 16,75, November⸗ Lieferung, erhältlich. Oſt⸗ preußiſcher Futterroggen, 71/78 Kg., in trockenem Zuſtand, mit leichtem Geruch behaftet, ſtellte ſich auf 17,0 4 und war auch im Verband mit oſtpreußiſchem Hafer, 52/53 Kg., der 18,40 4 koſtete, erhältlich. Dem Verkauf wurde der deutſch⸗niederländiſche Vertrag II, Kaſſa gegen Dokumente, zugrunde gelegt. * Am Brangerſtenmarkt konnte ſich die feſte Haltung be⸗ haupten. Das Angebot hat ſich nicht unweſentlich verrin⸗ gert, aber auch die Nachfrage iſt mit Rückſicht auf die hohen Preiſe ſehr zurückhaltend geworden. Man glaubt vielſach, daß mit Beendigung der Rüben⸗ und Kartoffelernte nach dem zweiten Druſch wieder größere Angebote herauskom⸗ men werden. Außer der pfälziſchen Braugerſte ſind jetzt auch einige andere ſüdweſtdeutſche Gerſten zu 60 v. H. aus den Händen der Erzeuger gegangen. In allen dieſen Ge⸗ bieten müſſen daher für weitere Verkäufe Genehmigungen der zuſtändigen Getreide⸗Wirtſchafts⸗Verbände eingeholt werden. Von Berlin iſt kürzlich die Aufforderung ergan⸗ gen, in der Erteilung dieſer Genghmigungen nicht zu weit⸗ herzig zu ſein, damit eine genüßende Menge Futtergerſte verbleibt, und damit nicht der Verfixung des Marktes Vor⸗ ſchub geleiſtet wird. Bei der hohen Qualität der pfälziſchen Braugerſten dürfte jedoch nicht anzunehmen ſein, daß davon größere Mengen für die Verfütterung zurückbehalten würden. Man wird zuverläſſigen Firmen die Möglichkeit, Brau⸗ gerſte zu kaufen, geben, ſich jedoch verſichern, daß dieſe Gerſte dem Verbrauch unmittelbar zugeführt wird. Die Preiſe für beſte pfälziſche Braugerſte belieſen ſich bis auf 23,50 /, ab Station. Bayeriſche Braugerſte mittlerer Qualität war zu 23,25 /, frei Mannheim, Ludwigshafen, Worms, erhältlich; einige Partien Jura⸗Gerſte wurden zu 23,20 /, eif Mannheim, angeboten. Unterfränkiſche und Taubergerſte waren kaum am Markt, auch Saale⸗Gerſte war nicht erhältlich. Bei den hohen Braugerſte⸗Preiſen beſteht bei einigen Brauereien die Neigung, ſtatt ſelbſt zu mälzen, Malz zu kaufen. Die Preiſe dafür hielten ſich ungefähr bei 38,50 bis 39„].— Induſtriegerſte war weiter geſucht; aus Süddeutſchland lagen kaum Angebote vor. Oſtpreußiſche Induſtriegerſte, 66 Kg., mit leichtem Geruch, trocken, ſtellte ſich auf 20,70, eif Niederrhein, und 20,80, ceif Mannheim. * Das Haferangebot hielt ſich den erwähnten Offerten von oſtpreußiſchem Hafer zuſam⸗ men mit Futterroggen war nichts am Markt. Der Mehlmarkt hielt ſich ſehr ſti Die laufenden Be⸗ darfsgeſchäfte hielten an, während größere Voreindeckungen nicht vorgenommen wurden. Kraftfuttermittel blieben begehrt; Markt kommenden Mengen wurden ſoſort aufgenommen. Biertreber wurden vereinzelt für Januar⸗Lieſerung gehandelt. Das Angebot an alzkeimen blieb noch gering. Der Preis von 18„/ iſt nur als nominell zu be⸗ zeichnen. Kleie und Futtermehl waren weiter geſucht; Nachmehbe etwas reichlicher vorhanden. Heu blieb u auch die Nachfrage nach Stroh iſt geſtie⸗ gen, da Rübenfutter üblicherweiſe mit Stroh⸗Häckſel ge⸗ miſcht Verwendung findet. in engſten Grenzen; außer die wenigen auf den Georg Haller Indusirie- und Handelskammern für Senkung der Personenſariſe Die deutſchen Induſtrie⸗ und Handelskammern hatten Gelegenheit, ſich auf Grund einer Anregung der heſſiſchen Kammer zu Darmſtadt zur Geſtaltung der Perſonentarife der Reichsbahn zu äußern. Die heſſiſche Kammer hatte ſich für eine Aus wei⸗ tung der Zehnerkarte der Reichsbahn eingeſetzt, die mit ihrer Verbilligung nach den gegenwärtigen Vor⸗ ſchriften(Entſernungen von höchſtens 40 Km. und nur von Bahnhöfen in Städten mit mindeſtens 100 000 Einwohnern) ſich gerade nicht für die vielen deutſchen kleineren Städte und das Lond auswirke. Die überwiegende Mehrheit der Induſtrie⸗ und Handelskammern hat ſich gegen 1 Darm⸗ ſtädter Vorſchlag ausgeſprochen. Etwa zwei Drittel der eingegangenen Aeußerungen ſtellen feſt, daß nicht nur die alte Forderung nach einer allgemeinen Senkung der Perſonentariſe aufrechterhalten werden müſſe, ſondern daß eine weitere hrung der Sondertarife Hieſe all⸗ gemeine Senkung immer in Frage ſtelle. Ausmwahmslos 5 alle eingegangenen Aeußerun⸗ gen eine allgemeine Senkung der Perſonentarife als dringend notwendig, wobei die Reichswirtſchaftskammer annimmt, daß die Deutſche Reichsbahngeſellſchaft grundſätz⸗ lich gleicher Meinung ſei. Wenn eine allgemeine Perſonen⸗ Tarif Ermäßigung um beiſpielsweiſe 20 v. H. durchgeführt werden könnte, dann würde man wohl beſtimmt damtt rechnen müſſen, ſo meinen die Kammern, daß eine Reihe von zur Zeit geltenden Sondertarifen aufgehoben werde. Die Arbeitsgemeinſchaft der deutſchen ene und Handelskammern hat das Ergebnis der Umfrage im Sinne vorſtehender Ausführungen der Hauptverwaltung der Deutſchen Reichsbahn unterbreitet. Ve Der Zinn verbrauch ſteigt weiter. Nach dem Bericht des Internationalen Zinnforſchungsinſtituts belief ſich der ſichtbare Zinnverbrauch der Welt in den erſten acht Monaten des laufenden Jahres auf 90 910 Tonnen. Im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres iſt ein Anſteigen um 11692 Tonnen oder 14,8 v. H. feſtzuſtellen. Die Geſamt⸗ erzeugung an Zinn in der Berichtszeit wird mit 84 929 Tonnen angegeben, d. ſ. 14306 To. mehr als in der ent⸗ ſprechenden Vorjahreszeit. Die angegebenen Zahlen be⸗ ziehen ſich auf die geſamte Weltzinnerzeugung und den Weltverbrauch mit Ausnahme der chineſiſchen, japaniſchen und auſtraliſchen Erzeugung, die im eigenen Lande Ver⸗ wendung findet. In dem im Auguſt 1935 abgelaufenen Zinnjahr hat der Verbrauch in den Vereinigten Staaten eine Zunahme von 11,9 v. H. auf 54 160 Tonnen erfahren. In Rußland wurde für den gleichen Berichtsabſchnitt ein neuer Rekordverbrauch von 6345 Tonnen verzeichnet. Auch in Italien hat der Verbrauch mit 5362 Tonnen einen Höchſtſtand erreicht. Gegenüber dem Vorjahr war ein An⸗ ſteigen um 34,4 v. H. zu verbuchen. Frankreich und Bel⸗ gien dagegen haben einen Rückgang der Verbrauchsziffern um 16,7 oder 25 v. H. aufzuweiſen. Die Welterzeugung an Weißblech im Auguſt 1935 wird mit 305 000 Tonnen gegen 299000 Tonnen im Juli angegeben. Die Geſamt⸗ erzeugung in dem im Auguſt abgelaufenen Jahre beläu't ſich guf 3 322 000 Tonnen. Im Kraftfahrzeugbau war ein Anſteigen der Erzeugung um 25 v. H. auf 3 652 000 Stück in den erſten acht Monaten 1935 zu verzeichnen. Für Ende September 1935 werden die ſichtbaren Vorräte an Zinn nur noch auf 13 423 Tonnen beziffert gegen 15 422 Ende Auguſt. Das Verhältnis der Vorratsziffer zur Verbrauchs⸗ zahl des laufenden Jahres hat ſich alſo gebeſſert, es betrug im September 10 v. H. gegenüber 12 v. H. im Auguſt. * Lederſchuhwerk.— Rückgang der Einfuhr. Die Ein⸗ fuhr von Lederſchuhwerk iſt im September gegenüber dem Vormonat um 3 v. H. zurückgegangen, dagegen iſt die Aus⸗ fuhr um 5,5 v. H. geſtiegen. * Die deutſche Mineralöleinfuhr betrug in den erſten neun Monaten dieſes Jahres 2,72 Mill. To. gegen 2,32 Mill. To. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. * Badiſche Gas⸗ und Elektrizitätsverſorgung Ach. Wieder 4 v. H. Dividende. Die zum Thüringer Gas⸗Kon⸗ zern. Badiſche Gas⸗ und Elektrizitätsverſorgung AG., Lörrach, verteilt für 1934/35 wieder 4 v. H. Dividende. Der Reingewinn beträgt 80 266(80 829)/ aus 3,808(.276) Mill. ebm verkauftem Gas. * Rheinkraftwerk Albbruck⸗Dogern., Waldshut/ Rhein. — 5 v. H. Dividende. Nach dem Bericht des Vorſtandes wurden im Geſchäftsfahr 1934/35 die reſtlichen Bauarbeiten zu Ende geführt. Dabei handelte es ſich insbeſondere um Entwäſſerungsmaßnahmen in den Niederungen hinter den Rheindämmen des Staugebietes auf Schweizer und deut⸗ ſcher Seite. Die Waſſerführung des Rheins war im Be⸗ richtsjahre günſtig. Inf olgedeſſen iſt auch das Betriebs⸗ ergebnis von 521 Mill. kWh zufriedenſtellend. Die Strom⸗ einnahmen ſtiegen auf 5,1(2,9) Mill., ſo daß ſich ein⸗ schließlich Vortrag von 1127 ein Reingewinn von 881 977 (441 127)/ ergibt, woraus 5 v. H, Dividende auf 16 Mill. Mark ausgeſchüttet werden ſollen. * Ludwig Aſſel, Kaiſerslautern.— Zahlungseinſtellung. Die im Jahre 1893 gegründete Firma Ludwig Aſſel, Leinen und Wäſche in Kaiſerslautern, hat, wie der„Konfektionär“ meldet, die Zahlungen eingeſtellt. Es werden 75 v. H. der Forderungen in 12 gleichen Monatsraten, beginnend am 15. Dezember 1935, geboten. * Rütgerswerke Ac, Berlin. Der Ur erſten neun Mongten des Geſchäftsjahre höher als im gleichen Zeitraum des ſatz war in den etwa 8 v. H. Vorjahres. Auch bei den Tochtergeſellſchaften war die Umſatzentwicklung be⸗ friedigend. * Ebano Aſphalt⸗Werke AG., Hamburg.— Verluſt ge⸗ tilgt. Die mit einem Aktienkapital von 9 Mill.„ aus⸗ geſtattete Geſellſchaft ſchließt das Geſchäftsjahr 1934 bei 1,29(i. V. 0,85) Mill./ Anlageabſchreibungen und 0,24 (0,55) Mill./ anderen Abſchreibungen mit einem Gewinn von 770 281„ ab, der zur Deckung des Verluſtvortrages von 718 861„ ausreicht; darüber hinaus verbleiben noch 51920„ zum Vortrag. Bankſchulden beſtehen in unver⸗ änderter Höhe von 8,40 Mill. I. ukerwerke.— Wiederaufnahme der Dividendenzah⸗ lung. Die Ankerwerke AG, Bielefelo, nimmt für das Ge⸗ ſchäftsjahr 1984/5 die Dividendenzahlung mit 2 v. H. wieder auf. *«abcock u. Wilcox.— Beträchtliche Umſatzſteigerung. Die Beſchäftigungsverhältniſſe haben ſich in dem am 30. Sep⸗ tember 1935 abgelaufenen Geſchäftsjahr weiter erheblich gebeſſert und die Umſätze haben eine beträchtliche Stei⸗ gerung erfahren. Inwieweit jedoch auch das geldliche Er⸗ trägnis durch die Umſatzſteigerung beeinflußt worden iſt, läßt ſich bei dem derzeitigen Stand der Abſchlußarbeiten noch nicht überſehen(i. V. Dividendenermäßigung von 4 auf 3 v..). Im laufenden Jahr hielt die günſtige Be⸗ ſchäftigungslage weiter an. Der vorliegende Auftrags⸗ beſtand ſichert dem Unternehmen noch Arbeit für eine Reihe von Monaten. Gebührenermäßigung der Poſt in Holland. Die hol⸗ ländüſche Poſtverwaltung hat beſchloſſen, ab 1. November ihre Gebühren für eine Reihe beſtimmter Kunden herab⸗ zuſetzen. * Italien prägt Maria⸗Thereſieu⸗Taler. Um den Marta⸗Thereſien⸗Taler, dieſes durch den italieniſch⸗abeſft⸗ niſchen Krieg ſo berühmt gewordene Geld, rumort es wie⸗ der einmal. Der Duce ſoll das Wiener Finanzminiſte⸗ rium mit dem Erſuchen angegangen ſein, ihm die Son⸗ derrechte der Wiener Prägeanſtalt zur Herſtellung dieſer Münze käuflich zu überlaſſen. Wie man hört, iſt das Ge⸗ ſchäft inzwiſchen abgeſchloſſen worden. Oeſterreich gab der ttalteniſchen Regierung die Erlaubnis, Marta⸗Thereſien⸗ Taler in eigener Regie auszuprägen. Darob große Er⸗ regung in einigen ſanktionsfreundlichen Hauptſtädten. Man hat jedoch dort die Rechnung ohne den öſterreichiſchen Finanzminiſter gemacht, der eine überraſchende Erklärung für das Geſchäft fand: 1. Der Maria⸗Thereſien⸗Taler iſt ſeit über 100 Jahren in Oeſterreich nicht mehr im Kurſe, er kann daher auch keinen Anſpruch mehr auf geſetzlichen Schutz haben; 2. hat ſchon früher einmal ein engliſches Unternehmen ein ähnliches Verfahren angewandt wie jetzt Muſſolini. Im übrigen hätte ſich England während des Weltkrieges gar nicht geniert, Maria⸗Thereſien⸗Taler zu prägen, weil es das Geldſtück in Afrika brauchte. Da⸗ mals beſtand zwiſchen England und Oeſterreich gar kein Vertrag, weil ja beide Staaten im Kriege miteinander lagen, und weil ferner das Inſelreich es nicht der Mühe für Wert hielt, überhaupt zu fragen. Nach Wiederherſtel⸗ lung des Friedens entſchuldigten ſich die Engländer ein⸗ fach und zeigten ſich auch nobel, indem ſie dem hungern⸗ den Oeſterreich eine Entſchädigung bewilligten. 1 Mittag-Ausgabe Nr. 493 EN Nhein-Mainische Abendbörse Geschaflslos Frankfurt, 28. Oktober Die Abendbörſe lag vollkommen geſchäfts! rufsmäßige Börſenhondel übte ſtärkſte Zurück Aufträge der Kunoſchaft nach jeder Seite man überhaupt Kurſe hören konnte, blieben ſie Stand des Berliner Schluſſes unverändert. kamen mit 8036(80,50) zur Notiz. ö Der Rentenmarkt lag ruhig aber im Grundton weit u freundlich, da hier weitere Nachfrage vorhanden war, Die Abendbörſe blieb bis zum Schluß ſehr ſtil, de Kurſe vermochten ſich aber verhältnismäßig gut zu 15 haupten. Die Veränderungen gegen den Berliner waren unbedeutend. Die Notierungen hotten allerdings meiſt nominellen Charakter. Von lokalen Papieren lonnteg ſich Scheideanſtalt um 2 v. H. auf 228 erholen. Am Renten. markt hatten deutſche Staatsanleihen zu unve nderleg Kurſen etwas Nachfrage, ſo 4proz. Reichsanleihe von 10 zu 98 und ößproz. Reichsanleihe von 1927 zu 100,37. 0 Aus landsrenten lagen proz. Schweizer Bundesbahn u 190,50(190) etwas höher. An der Nachbörſe hörte man JG Farben Aku 55,50 und Stahlverein mit 80,2580, 75. Belgiſche Kohlenpreiserhöhnng ab 4. November, Dh Beſſerung am belgiſ chen u Kohlenmarkt hat in der letzten 800 ö weiter angehalten. Die Umfätze ſind ſowohl in Ha fut. brandkohle als auch in Induſtriekohle erheblich 10 ſo daß die Vorräte einen ſtarken Rückgang 1 20 haben. Wie jetzt verlautet, ſoll die am ſtaatlichen Ko 185 verlaufskontor in Ausſicht genommene Kohlenpreiserhöhun endgültig am 4. November in Kraft treten, alſo an dem Tage, an dem auch die Erhöhung der Arbeitslöh S 15 Kenn altung fehlten. auf dem 0 Stahlvereſg Schl 5 mit 140%, Kraft geſetzt wurde, die durch das Stei um weitere 12 Punkte gerechtfertigt iſt. beträgt für Hausbre andfohle 10 Fre für Größe 50/80 und 10 Induſtriekohlenpreiſe erhöl ſich für Hal! fettkohle un ö 4 F 8. Viertelfettkohl um 5 Frs. und Magerkohle ig 6 Frs. je Tonne. b 2 Waren und Märkſe Rotterdamer Getreidekurſe vom 25. Okt.(Eig. Ir) Schluß: Weizen(in per 100 allo) Nov., Jan. 4,57; März 4,45; Mat 4,47% V.— Mais an Hl. ve er Laß 2000 Kilo) Nov. 52,50; Jan. März 55,25; Mai 50 Baumwollkurſe vom 25. Okt. Auer kar Stand. Middl. Schluß: Nov. 614; Dez. 611; Jan.(86) 609; Febr., Mürz. 608; April, Mai je 607; Juni 605; Juli 604; Auguſt Sept. 594; Okt. Dez., Jan.(37), März, Mai je 500 Juli 583; Okt. Tendenz ruhig, ſtetig. Liverpoler Amerik. 622 (Eig. Or) Okt,( don: Leinſogat Pl. per Okt. 10(un.); Okt.⸗Nov. 1256(unv.); Leinſaatöl loko 25,0(26); Aan 25(25,3): Jon.⸗April 25,3(25,6), Baumwolle ägupt. (unv.) Baumwoll⸗St. ägypt, per Okt. 6,25(unv,). Neu⸗ york: Terp. 51,50(52). Savannah: Terp. 46,50(1 Geld- und Devisen marki Zürich, 25 Moder(echtug smillch Lonstenftt. 20) bei, 20.29 ¼ J Spanien 4205 ora 127 Buer t dondon 15,13 fog! 208,80— Verschen 57,90 oft. akk. 2 gemor: 787 berlin 125. 70— Bu iepes 8 150. eld f belgien 51.80— ien off. H. 57,30 delyra] 700 U egehgee ſltaſen 25,00— Fofia 66.25— Atſben 200,— U Nerafsgee! Paris, 25 Oktober Schluß amilich) London 74.55] Fpanien 207.25 Kopenhagen 382.50] Wien 3 Leher 15,17 flaſſen 23.0 keln 129 J herin d n beſgſen 255,87 Ichgelz 492,52 Stockholm J 884.25] Warschen London, 25. Ober(thlaß amtlich) 7 Seel Teuro 491.42] Lopenbagen 22,0] Mosten f 849,.— Ithenbes 18 nenen 888.50 locken 18,88% fumksien 628.— bead 5 imsferlam 724.— so 1980„ Konstantin..12— Aura 188 bers 24— Lssbon 110.12 den 517— erte 75 Brüsse 29.18 ½ J Relstagfers 228,87 ien 25,08 Monterited A ltelien 60.37 118,62] Warchen 2909 1 1053 gerſin 12.21. 5 Suess Altes 15,— Bens Schw: 15.12¼ ig de Jen. 4. al ien 1800 panlen 35,97 flongkon-.031 J Südais 100 Hamburger Mefallnofferumgen vom 25. Okfober aper bands u iceſle dun Uflef End 0 Leſd bezahl. 0 lanust 204„ Hüttenrobzin e 20 A U februar 2. kelnsiiber(H. p. lc).. 57,50 Harz 284,0. Feingoid(H. p. gr. 282 April 9.„4„.-Platin(Ab falle) 143 Na 55„„. rep.(id. 5. gr.).. 81% M duni 8 N Techn feines pleſſg 1 Juli Detallpr,(M. 9. gr. 365 0 augus!s 8 Leplemd. I 858 35 tete, Kleber 44,50 450 2040294. 0. atmen Begulus unnes.( fh.) El.— 60 Hovemd 44,50 44,50. 294,0 294,0. uscksilber(2 per flasche) 1250000 Jezeme. 44,5044, 0. 284094. 0 Wolkramert chines. in Sd.), * Erhöhung der Metallkurspreiſe. Durch Bekanntmachung KP 40 wurden mit Wirkung ab 26. Okt. die Kurspreſſe für die meiſten Metalle neu feſtgeſetzt. Dabei wurden Ble! und Zink um 0,50 /, Kupfer, Meſſing und Rotguß um 0,75„, Bronze um 1,25/ und Zinn um 7 und 4 100 Kg. erhöht. Frachfienmarki Duisburg- Ruhrort Die Nachfrage nach Leerraum war an der heutige Börſe im Gegenſatz zu geſtern etwas reger. Die Frachles und Schlepplöhne erfuhren keine Aenderung. ö Amtlichel — re Ludwigshafel u. Heidelbeer 5 Winter-Ausgabe 193500 7 UEBERALL 20 HagE 0 f * 2 Leinöl⸗Rotierungen vom 25. Okt.(Eig. Dr.) Loß⸗ 8 Leinſagt fill 4 Se als 8 inden die S. 909 2 Begeg ſeldor Sport zelnen runde Ne deutſch Einſch das al bespol antritt anerke greifer Weltbe acht und zi ſchwer⸗ weiter. eine 1 Atember tritt e Meder ſchen wir gle setzen. Nat ſpiele Gaue währer ſtattfin Gaꝛ Gar Polize ſindet Rugby und de Mannf geſtellt Widerf Oo⸗Un deutſch furt tr im Ga heim d trägt! Vopber einen kürzlic hagen im Lä⸗ began in Har deutſch men,; worder allem — Ir. 495 1 — —— jörse 26. Oktober los. Der be. ckhaltung, da ſie a den Stahlverein ndton weiter n mit 140, ovember. DR er letzten Zei Mai je . . Dr.] Log; 9 5 Leinſaat a 6) Nov.⸗Dez 5 löl ägur 5 unv,). Ney⸗ rp. 46,50(4, 11 Lonstanfin. 20 Baketesst 20 Oft. und. 7 Tigl. Ceig 1 Wonetzgel!“ Moratsgele! 3 Wien ern 4 fie Warst ſchwbe 1 b Tokohenn 1 Au ra en 128 erika 17⁰⁰ Monterite Zl Valparsiis 1083 nens auf Tonen 180 dals 1000 5. Okfober örlef 55 g (E hel. asche) 1250 l in.) J. 0 ekanntmachung ie Kurgpreſſt wurden Bes Rotguß un und 6 K fe ihrort der heutigen Die Frachtes 8 ö iche ſannhein vigshafel sidelbeſh Atemberg— Süd weſt. Samstag, 26. Oktober 1935 Neue Mannheimer Zeitung Mittag⸗Ausgabe 7. Seite Nummer 408 eee Der Sport am Sonntag Der letzte Oktoberſonntag bringt wieder eine Reihe von Da ſind z. B. die dritte ſpportlichen Großveranſtaltungen. Zauptrunde um den Vereinspokal, die Handballpokal⸗Vor⸗ zundenſpiele, das Länderſpiel im Hockey gegen Dänemark, die„Hockey⸗Silberſchildſpiele“ der Frauen und das 3. Fels⸗ bergrennen u. a. Das wichtigſte Ereignis im Fußball ind die Vereinspokalſpiele, an denen noch 16 Mannſchaften aus dem ganzen Reich beteiligt ſind. Die fünf ſüddeut⸗ ſchen Mannſchaften, die noch im Wettbewerb ſind, haben durchweg ſehr ſchwere Gegner erhalten; das gilt vor allem für den S Waldhof(in Düſſeldorf gegen Fortuna), für den Pi Mannheim(in Mannheim gegen Benrath) und für den 1. FC Nürnberg lin Chemnitz gegen Polizei), während im Treffen Sp. Vg. Fürth— Freiburger FC die Bayern als Favoriten angeſehen werden. Auf ſüddeutſchem Boden inden alſo zwei Spiele ſtatt, in denen, wie ſchon erwähnt, die Sp. Vg. Fürth und aus dem Mannheimer Treffen der ie Benrath in Front zu erwarten ſind. In den übrigen Begegnungen ſollten ſich rein gefühlsmäßig Fortuna Düs⸗ ſeldorf, 1. FC Nürnberg, Hanau 93, Minerva Berlin, Sportfreunde Dresden und Schalke 04 durchſetzen. Im ein⸗ zelnen ſieht das Programm der acht Spiele der 3. Haupt⸗ tunde wie folgt aus: Vfn Mannheim— Pf Benrath Sp. Vg. Fürth— Freiburger FC Fortuna Düſſeldorf— S Waldhof Polizei Chemnitz— 1. FC Nürnberg Hanau 93— Berolina Berlin Minerva Berlin— Eintracht Braunſchweig Sportfreunde Dresden— Maſovia Lyck Hannover 96— Schalke 04. Neben den Vereinspokalſpielen gehen natürlich die ſüd⸗ beutſchen Punkteſpiele weiter, wenn auch das Programm Einſchränkungen erfahren mußte, ſo vor allem in Bayern, das an dieſem Sonntag zum Wiederholungsſpiel der Bun⸗ hespokal⸗Vorrunde in München gegen den Gau Schleſien antritt, nachdem dieſer Gau vor 14 Tagen in Breslau ein gnerkennenswertes:1⸗Unentſchieden erzielen konnte, und Haden. Das Meiſterſchaftsprogramm: Gan Südweſt: Phönix Ludwigshafen Eintracht Frank⸗ furt, Union Niederrad— F Frankfurt, Boruſſia Neun⸗ lichen— Wormatia Worms, FV Saarbrücken— Kickers Offenbach, Opel Rüſſelsheim— F 03 Pirmaſens. Gan Baden: 1. Fc Pforzheim— Amicitia Viernheim, Phönix Karlsruhe— Karlsruher FV. Gan Württemberg: Sportfreunde Stuttgart BfB Stutt⸗ garl, Ulmer FV 94— FW Zuffenhauſen, SVg. Cannſtatt gegen Sportfr. Eßlingen. Gan Bayern: ASV Nürnberg— Wacker München. Zwei ſüddeutſche Vereine, die von Punkteſpielen frei find, reiſen nach Frankreich. Die Stuttgarter Kickers gaſtie⸗ ten bei Stade Reims, während der Bf Neckarau ſich in Us Valenciennes einen ſchwereren Gegner ausgencht hat.— Im Handball greifen zum erſtenmal fämtliche deutſchen Gaue in den Weltbewerb um den Haudball⸗Pokal ein. Zwei von den acht Begegnungen werden in Süddeutſchland ausgetragen, und zwar wird der Gau Baden in Mannheim vor die ſchwere Aufgabe geſtellt, den Gau Brandenburg aus dem weiteren Wettbewerb auszuſchalten. In Göppingen ſteigt eine rein füddeutſche Begegnung mit dem Treffen Würt⸗ Der vierte ſüddeutſche Gau, Bayern, leltt einen ſchweren Gang nach Krefeld an, wo der Gau Mederrhein als Gegner auftritt. Drei Vertreter ſüddeut⸗ cen Handballs können alſo in die Zwiſchenrunde kommen, kr glauben jedoch, daß ſich nur Baden und Südweſt durch⸗ ſeßzen. Der Spielplan der Vorrunde: Mannheim: Baden— Brandenburg Göppingen: Württemberg— Südweſt Krefeld: Niederrhein— Bayern Minden: Weſtfalen— Nordmark Stettin: Pommern— Schleſien Gera: Mitte— Noroheſſen Werdan: Sachſen— Oſtpreußen Braunſchweig: Niederſachſen— Mittelrhein. Naturgemäß erfahren die ſüddeutſchen Meiſterſchafts⸗ ſpiele durch die Pokalſpiele eine ſtarke Einſchränkung. Die Gaue Baden und Württemberg verzeichnen keine Spiele, während in Südweſt ein und in Bayern zwei Treffen ſaltfinden, und zwar folgende: Gan Südweſt: TB Haßloch— Ingobertia St. Ingbert. Gan Bayern: 1. Fc Nürnberg— TW Milbertshofen, Polizei München— Be Augsburg.— Im Rugby lindet in Lyon der alljährlich zum Austrag kommende Rugbykampf zwiſchen der deutſchen Nordſüdmannſchaft und der Fünfzehn des Comité Lyonnais ſtatt. Die deutſche Mannſchaft wurde bis auf drel Ausnahmen genau ſy auf⸗ gestellt, wie ſie im letzten Jahr den Franzoſen einen harten Wigerſtand entgegenſetzte und ſchließlich ein beachtliches Uh⸗knentſchleden erzielte.— Die Punkteſpiele in Süd⸗ dentſchland werden mit zwei Spielen fortgefetzt. In Frank⸗ furt treffen Eintracht und Stadt⸗S aufeinander, während im Gau Baden der Heidelberger TV und der RC Pforz⸗ heim die Gegner ſind.— Im N Hockey trägt die deutſche Nationalmannſchaft Vorbereitungen für die Olympiſchen Spiele 1 5 weiteren internationalen Kampf aus, nachdem erſt dl die Schweiz hoch geſchlagen wurde. In Kopen⸗ hagen ſtehen unſere Natlonialen zum viertenmal Dänemark im Länderkampf gegenüber. Wie ſchon in den vorauf⸗ gegangenen Begegnungen 1928 in Kopenhagen(5172), 1929 . Hamburg(510 und 1990 in Roſtock(:0) wird die eutsche Mannſchaſt auch hier zu einem neuen Sieg kom⸗ 50 zumal die Auswahl recht ſorgſältig vorgenommen 5 en iſt.— Neben dieſem Länderſpiel intereſſiert vor alem die Vorrunde um den„Silberſchild“ der Hockey⸗ im Rahmen ihrer in Berlin frauen. Nachdem Baden⸗Württemberg am Sonntag gegen Bayern mit 011 ausgeſchieden iſt, werden die Spiele am letzten Oktoberſonntag mit folgenden Begegnungen fort⸗ geſetzt: Bayern— Nordheſſen⸗Südweſt, Nordmark— Sach⸗ ſen in Hamburg, Oſtpreußen⸗pommern— Brandenburg.— In der Leichtathletik werden in den Gauen Niederſachſen noch ausſtehenden Waldlaufmeiſter Südweſt wickelt in Frankfurt ſeine Gepäckmarſchmeiſter⸗ ſchaften über 25 Km. und mit 25 Pfund Gepäck ab. Das ſchon volkstümlich gewordene Badiſche Hallenſportfeſt in Offenburg erlebt am kommenden Sonntag feine vierte Wiederholung. Auch in dieſem Jahr werden die beſten Athleten Süsddeutſchlands in Offenburg am Start zu fin⸗ den ſein.— Im und Noroöheſſen die ermittelt. Der Gau Schwimmen nehmen die„Amerikaner⸗Schwimmfeſte“ mit einem Start Adolf Kiefers und ſeiner Kameraden Brydenthal und High⸗ land in Bochum ihren Fortgang. Neben den Kämpfen der Amerikaner gegen unſere beſten Vertreter ſind auch die Rahmenkämpfe für Bochum ausgezeichnet beſetzt; dafür garantieren die Namen Leo Eſſer, Anni Hölzner, Trude Wollſchläger, Claire Dreyer, Frl. Ohliger, Ernſt Küppers uſw.— Im Motorſport intereſſtert in erſter Linie das die deutſche Automobil⸗ Rennzeit abſchließende III. Felsbergrennen bei Saarlouis. Für dieſe Veranſtaltung ſind über 200 Meldungen ein⸗ gegangen, die bemerkenswerteſte von Bergmeiſter Hans Stuck auf Auto⸗Union. Als weitere Teilnehmer gelten u. a. die Wagenfahrer Kohlrauſch, Steinweg, Haſſe, Wim⸗ mer und Brudes ſowie die Motorradfahrer Steinbach, H. Winkler, W. Winkler, Babl, Braun, Mannsfeld, Fleiſch⸗ mann und Weyres.— Die Motorbrigade Südweſt des Nec veranſtaltet eine Orientierungsfahrt, die von ſechs Startorten ausgehen kann. Im Umkreis von 50 Km. Stutt⸗ garts ſind dabei 32 Punkte anzufahren, die auf einer Karte eingezeichnet ſind.— Der Radſport bringt in der Folge nur noch Rennen auf Winterbahnen. Das Programm kann aus dieſem Grunde naturgemäß nicht groß ſein. So iſt es ſchon am Sonntag, wo deutſche Bahnen keine Rennen veranſtalten. Die deutſchen Fahrer beteiligen ſich ſo ausſchließlich an ausländiſchen Rennen. Der Bo⸗ chumer Lohmann ſtartet in Paris, Richter und Hille in Antwerpen, in Gent und Brüſſel gehen dagegen keine deutſchen Fahrer an den Ablauf.— Das Frankfurter Welt⸗ meiſterſchaftspaar im Zweierradball, Schreiber⸗Blerſch, be⸗ tetligt ſich an einem Radballturnier in Hannover, in deſſen Rahmen die Frankfurter u. a. auf die deutſchen Meiſter Köping⸗ Schnoor(Falke Stellingen) treffen.— Der Pferdeſport bringt Galopp⸗ und Hindernisrennen in Hoppegarten, Dresden, Hannover, Krefeld und Frankfurt.— Unter Verſchiedenes verdienen die Kämpfe um die Mannſchaftsmeiſterſchaft im Ringen in den Gauen Süödweſt, Baden und Württemberg Erwähnung. Weiter iſt der Gaukampf im Turnen zwiſchen Niederrhein und Mittelrhein in Wuppertal und das Nibe⸗ lungenfechten in Worms, an dem auch eine Mannſchaft von Hermannia Frankfurt teilnimmt, zu nennen. Der reine Sportgedanke ſiegt Avery Vrundage rechnet mit den„Anti-Olympia-Hetzern“ ab Die Rede des Präſidenten des Amerikaniſchen Olympi⸗ ſchen Komitees, Avery Brundage, in der er ſich an die „Anti⸗Olympia⸗Hetzer“ mit ſcharfen Worten wendet und die nicht nur in Amerika, ſondern in der geſamten Sport⸗ welt mit Spannung erwartet wurde, hat folgenden Wort⸗ laut: „Die Olympiſchen Spiele gehören den Athleten und nicht den Politikern. Weil ich die Stimmung der echten Sportführer und der Amateur⸗Athleten unſeres Landes kenne, die in dieſer Beziehung einer Meinung find, ſage ich poſitiv, daß die Vereinigten Staaten 1936 an den Olym⸗ piſchen Spielen durch Mannſchaften vertreten ſein wer⸗ den. Die Sportsleute unſeres Landes werden es nicht dul⸗ den, daß der ſaubere US A⸗Sport als Vorſpann benützt wird, um Gehäſſigkeiten der Alten Welt in die Vereinigten Staaten zu verpflanzen. Mit der Annahme der Einladung, an den Olympiſchen Spielen 1936 teilzunehmen, unter⸗ ſchreibt das Amerikauiſche Olympiſche Komitee ebenſo wenig wie die Olympiſchen Komitees von 48 anderen Na⸗ tionen, die ſie ebenfalls annahmen, die Politik irgendeiner Regierung. Das Komitee zog dabei nichts als den Sport und ſeine Erforderniſſe in Betracht. Deutſchlands Politik innerhalb oder außerhalb ſeiner Grenzen hat hiermit nichts zu tun. Das Komitee iſt nur dem unſverſalen und ungebrochenen Olympiſchen Beiſpiel von vierzig Jahren gefolgt, belangloſe politiſche, raſſiſche und religiöſe Fragen ignorierend. Verſuche, den einſtim⸗ migen Entſchluß des Komitees in eine Billigung der natio⸗ nalſozialiſtiſchen Politik zu verdrehen und zu entſtellen, ſind nichts als eine bodenloſe Unverſchämtheit. Das Amerikaniſche Olympiſche Komitee, das ſich aus Vertretern von über 70 führenden Amateurſport⸗Organiſa⸗ tionen zuſammenſetzt, nahm nach eingehender Unterſuchung aller Beſchwerden und nach gehöriger Ueberlegung ein⸗ ſtimmig die Einladung zur Teilnahme an den Spielen an. Dieſe Männer, von denen die mei⸗ ſten viele Jahre lang Zeit, Arbeitskraft, Energie und Geld dieſer Sache ohne Belohnung gewidmet haben, kennen die Intereſſen des Amateurſports am beſten und ſie denken auch an das Preſtige der Vereinigten Staaten. Sie werden nie erlauben, daß unſere Athleten zu Märtyrern einer Sache gemacht werden, die nicht ihre eigene iſt oder daß der Amateurſport einer politiſchen Streitfrage geopfert wird. Das Amerikaniſche Olympiſche Komitee iſt die einzige Or⸗ ganiſation, der es zuſteht, ſich mit der Frage der amerikani⸗ ſchen Vertretung bei den Olympiſchen Spielen zu befaſſen. Als Ergebnis von Hunderten von Anfragen wird das Ame⸗ rikaniſche Olympiſche Komitee eine Flugſchrift veröffent⸗ lichen, die die geſamte Lage behandelt. Die erzeugten bitteren Gefühle, der verſuchte Zwang und die Einſchüchterung durch nuſanbere und ſchmutzige Mittel, die gemeine und heimtückiſche Propaganda, die in dieſer Hetzkampagne hauptſächlich von Einzelperſonen benutzt werden, die nie die Lehren des Amateurſports ſich zu eigen gemacht haben und deshalb nicht zögern, Methoden zu gebrauchen, die allen Geſetzen der„Sportmanſhip“ zuwiderlaufen, ſind nur eine Anden⸗ tung deſſen, was erwartet werden kann, wenn erlaubt wird, daß religtöſe, raſſtſche, politiſche oder ſoziale Streitfragen in die Sportſtätten eindringen, an denen ihnen kein Platz gebührt. Viele wagen nicht einmal ihre Meinung zu äußern in⸗ ſolge eines ſozialen, politiſchen oder wirtſchaſtlichen Drucks, den gewiſſe organiſterte Minderheiten ausüben. Es kann jedoch mit aller Sicherheit geſagt werden, daß die große und überwältigende Mehrheit intelligenter Amerikaner einſieht, daß wir viele Gelegenheiten zur Ausübung unſerer altrniſtiſchen Impulſe gerade hier in den Vereinigten Staaten haben. Es iſt nicht mehr als anſtändig, daß wir Kleine Sport- Nachrichten München und Stuttgart tragen am 31. Oktober in München einen Städtekampf im Amateurboxen aus, zu dem Stuttgart folgende Mannſchaft benannt hat: Häußler, Möſch, Dreher, Pfanner, Gurray, Bernlöhr(), Hölz und Leiſer. Bernlöhrs Mitwirkung iſt noch fraglich, denn er gehört der Olympia⸗Kernmannſchaft an. Die Südweſt⸗Boxſtaffel kämpft am 29. November in Gelſenkirchen gegen Weſtfalen. Am Tag davauf findet in Buer oder Dortmund ein zweiter Kampf ſtatt. Nach Mainz verlegt wurden die Süd weſt⸗Gerätemeiſter⸗ ſchaften, oͤie urſprünglich in Darmſtadt ſtattfinden ſollten. Der Termin, 17./18. November, bleibt beſtehen. Ueber 400 Sportler aus Baden, Württemberg, Pfalz⸗ Saar und dem Elſaß beteiligen ſich am 5. Badiſchen Hallen⸗ ſportfeſt in Offenburg, das am kommenden Sonntag durch⸗ geführt wird. Polniſcher Handballmeiſter wurde wieder Pogon Katto⸗ witz. Im entſcheidenden Spiel wurden die Poſener Eiſen⸗ bahner mit 43 Treffern beſiegt. Dentſche Poſtboxer werden die freundſchaftlichen Be⸗ ziehungen zwiſchen den engliſchen und deutſchen Amateur⸗ boxern durch einen Kampf am 22. November in London bereichern. Atrebert Heymann(Berliner HC), der bekannte frühere Nationolſpieler, wurde an Stelle Dettmar Wettes(Köln), der nun ſchon viele Monate krank iſt, als ſtellvertretender Sportwort des Deutſchen Hockey⸗Bundes eingeſetzt. Die beiden Mannſchaften Amateurboxen Baden— Württemberg Für den Gau kampf der Amateurboxer von Baden und Württemberg am 2. November in Mannheim ſind die bei⸗ den Mannſchaften aufgeſtellt worden. Der Gau Württem⸗ berg hat eine Staffel namhaft gemacht, die von den bisher für repräſentative Kämpfe herangezogenen Vertretungen ſtark abweicht. Es handelt ſich dabef um eine Mannſchaft aus dem Weſten Württembergs. Die beiden Vertretungen werden ſich vom Fliegen⸗ bis Schwergewicht wie folgt gegenüberſtehen: Häußler⸗Polizei Stuttgart— Stetter⸗Poſt Mannheim, Möſch⸗ Germania Stuttgart— Baiker⸗BIfn Mannheim, Häuſſer⸗ASs BV Heilbronn— Hoffmann⸗Vfg Mannheim, Wagner⸗AS Vo Heilbronn— Köhler⸗Vfn Mannheim»der Hettel⸗l. Karlsruher BB, Tafelmater⸗ASV Oßweil— Stolz⸗Poſt Mannheim, Gurry⸗SpVa Cannſtatt— Mayer⸗ Vg Mannheim oder Bolz⸗Poſt Mannheim, Glaſer⸗K V Oberndorf— Keller⸗Vfn Mannheim, Hölz⸗Spͤg Prag— Döring⸗Vfä 86 Mannheim, oder Huſer⸗1. Karlsruher BV, oder Seiler⸗Freiburg. Die 10. Partie der Schachweltmeiſterſchaſt Um die Schachweltmeiſterſchaft wurde am Donnerstag in Gouda die zehnte Partie geſpielt. Euwe hatte die weißen Steine und ſpielte ein Damengambit. Er bam ſchon in der Eröffnung in Vorteil, und dieſer Vorteil vergrößerte ſich im Mittelſpiel noch mehr. Aljechin verſuchte im weiteren Verlauf einen verzweiſelten Angriff, der aber von Euwe abgeſchlogen wurde, und zwar mit materiellem Verluſt für Aljechin. Nach 40 Zügen gab Aljechin die ausſichtsloſe Partie auf. Der Stand des Wettkampfes iſt nunmehr: Aljechin 5, Euwe 3, remis 2. Lyons Rugby-Jünfzehn Die deutſche Rugbymannſchaft wird am Sonntag in Lyon auf einen ſehr ſtarlen Gegner treffen. Die Fran⸗ zoſen haben ihre Mannuſchaft jetzt wie folgt namhaft gemacht: Schluß: Tournier(Bourg); Dreiviertel: Petit (Ou]— Sire(Su)— Meunier(Bourg)— Rival (Vienne); Halbs: Brial(Ou)— Prudhomme(Ou); Stürmer: Vallin(Givors)— Théau(Vinne)— Sal⸗ et(Ou); Rentz(Vienne)— Didier(Vienne); Goyard Ou)— Pal(Ou)— Beutin(Vienne) oder Rat(Ou). Den Stamm der Mannſchaft bilden auch diesmal die Spieler von Lyon Olympique Univerſitaire. Die meiſten Spieler waren beim Heidelberger Spiel im Frühfahr (16:14) für Deutſchland!) dabei, ſo der Schlußmann Tour⸗ nier, die Dreiviertel Siere und Rival und die Stürmer Vallin, Salzet, Rentz, Rat, Goyard und Boutin. 400 Teilnehmer in Offenburg 5. Badiſches Hallen⸗Sportfeſt Eine ausgezeichnete Beſetzung wird das 5. Badiſche Hal⸗ lenſportfeſt in Offenburg erfahren, zu dem nicht weniger als 400 Teilnehmer aus Baden, Württemberg, der Pfalz und dem Elſaß gemeldet wurden. SA, SS und Arbeits⸗ otenſt werden am Paul⸗Billet⸗Gedächtnis⸗Gepäckmarſch teil⸗ nehmen, der ſemit ebenfalls einen recht intereſſanten Ver⸗ lauf verſpricht. Das Hallenſportfeſt ſteht unter der Schirmherrſchaft des Landes⸗Sportbeauftragten für Baden, Miniſterialrat Kraft. unſer eigenes Haus in Ordnung bringen, ehe wir die Welt reformieren. Bemerkenswert iſt, daß jeder, der Deutſchland beſucht hat, die höfliche und gaſtfreundliche Behandlung betont, und daß die deutſchen Behörden jedes dem Internationalen Olympiſchen Komitee gegebene Verſprechen erfüllen.“ Der Reichsſportführer in Olympia Griechiſche Begrüßungstelegramme an den Führer Der Reichsſportführer iſt in Olympia eingetroffen. Die Schulen, Sportvereine und die Fremdenverkehrsorganiſa⸗ tion bereiteten dem Reichsſpor rer auf dem Bahnhof einen herzlichen Empfang. Der Bürgermeiſter würdigte den Beſuch in einer Begrüßungsanſprache. Als Ausgongpunkt für den Fackel⸗Staffellauf zum Be⸗ ginn der Olympiſchen Spiele wurde der Zeustempel in Olympia erwählt. Der Präſident des griechiſchen Olympia⸗Komitees, Ri⸗ nopolos hat dem Führer und Reichskanzler folgendes Begrüßungstelegramm überſandt: Das griechiſche Olympia⸗Komitee und die griechiſche Fremdenverkehrs⸗Organiſation find glücklich, den Reichs⸗ ſportführer unter ſich zu wiſſen und bitten, den Ausdruck tiefſter Verehrung anzunehmen. Auch der Bürgermeiſter von Pyrgos, Vakalopulos, der zu Ehren des Reichsſportführers einen Empfang ver⸗ onſtaltete, hat dem Reichskanzler ein Telegramm geſchickt, das folgenden Wortlaut hat: Der Beſuch des Reichsſportführers und ſeiner Mit⸗ arbeiter an geweihter Stelle in Olympia hat uns Griechen herzlich bewegt und erfreut. Als berufener Vertreter meiner Landsleute in dem hieſigen Bezirk entbiete ich dem Erbaner des neuen Deutſchland in aufrichtiger Be⸗ wunderung und Verehrung unſere Grüße Zum Tode des Reichsſtatthalters Loeper Beileid der Reichsſportführung In Abweſenheit des Reichsſportführers hat die Reichs⸗ ſportführung aus Anlaß des Todes von Reichsſtatthalter und Gauleiter Loeper folgendes Telegramm an die Gau⸗ leitung der NSDAP D u gerichtet: „Während ſich der Reichsſportführer auf einer Auslands reiſe befindet, auf der er ſich für die Olympia⸗Vorberet⸗ tung und für die deutſchen Leibesübungen aus deutſcher Haltung einſetzt, erreicht die Turn⸗ und Sportgemeinde die Trauerkunde vom Ableben des Reichsſtatthalters und Gauleiters Loeper. Der ganze Deutſche Reichsbund für Leibesübungen nimmt an dieſem ſchweren Verluſt, der die Bewegung durch den Tod eines ihrer älteſten und erfolg⸗ reichſten Kämpfers betroffen hat, den innigſten Anteil. Der Verſtorbene iſt und bleibt in ſeiner Treue zum Führer und ſeiner Einſatzbereitſchaft für die Ziele des Führers allen jungen und alten Sportlern ein Vorbild. Reichsſportführung.“ Deutſchland Luxemburg Erſter Handball⸗Länderkampf in Luxemburg Die Fédération Luxembourgebiſe d' Athlétisme und der Deutſche Handballverband haben für den 1. Dezember den erſten Handball⸗Länderkampf nach Luxemburg zwt⸗ ſchen Deutſchland und Luxemburg vereinbart. Dieſem er⸗ ſten Treffen der beiden Handballvertretungen kommt noch eine erhöhte Werbewirkung zu, da gleichzeitig im benach⸗ barten Frankreich die erſten Vereine das Handballſpiel aufnehmen. Der Fachamtsleiter für Handball wird die deutſche Elf aus Spielern der ſaarländiſchen Vereine zu⸗ ſammenſtellen, die evtl. durch Spieler des Gaues Süd weſt verſtärkt wird. Die Saarländer haben vor kurzem in Bayern einen ſehr guten Eindruck hinterlaſſen, ſo daß ſie auch in Luxemburg den deutſchen Handballſport würdig vertreten werden. Jubiläumsſchauturnen beim Z Germania Nachdem nun der Mannheimer Turnerbund Germania ſein 50jähriges Beſtehen in einer würdigen Abendſeier im Friedrichspark ſeſtlich begangen hat und die Handball⸗ und Hockeyabteilungen mit großangelegten Turnieren aus dieſem Anlaß an die Oeffentlichkeit getreten ſind, findet zum Abſchluß des Jubiläums ein großes Schau⸗ turnen am kommenden Sonntagnachmittag im Muſen⸗ ſaal es Roſengartens ſtatt. Das letzte Schauturnen veran⸗ ſtoltete der Turnerbund anläßlich des 40. Gründungsjahres im Jahre 1925. Nach zehnjähriger Pauſe wird er nun er⸗ neut Zeugnis ablegen von ſeiner unermüdlichen Arbett auf dem Gebiet der Leibesübungen. Sämtliche Abteilungen, vom Jungen bis zum Altersturner, vom Mädchen bis zur Frau, werden Proben ihres Mutes und ihrer Geſchicklich⸗ keit zeigen. Sie werden beweiſen, daß Leibesübungen, rich⸗ tig betrieben, ewig jung erhalten. Die Abteilungsleiter haben, ſoweit es beim Vorhandenſein einer eigenen Halle möglich war, alle Vorbereitungen getroffen, um den Be⸗ ſuchern einen Geſamtüberblick über den Turn⸗ und Sport⸗ betrieb innerhalb des Vereins zu geben. Die Erſtellung einer vereinseigenen Turnhalle iſt geplant und ſoll noch im Lauſe dieſes Jahres ausgeführt werden. Es iſt nur zu hoffen, daß der Veranſtaltung des Jubilars die ihr ge⸗ bhührende Aufmerkſamkeit geſchenkt wird, denn der Tur⸗ nerbund wünſcht nur, daß der Wert der Beſtrebungen der deutſchen Turnerſchaft erneut erkannt und verbreitet wird. Mannſchaftsringen der Gauklaſſe Vg 1886 Mannheim gegen Verein für Turn⸗ und Raſenſport Feudenheim Dieſe Woche beginnen die erſten Kämpfe um die Mann⸗ ſchaftsmeiſterſchaft der Ringer. Bereits am Samstagabend 20.30 Uhr ſtartet der VfK gegen ſeinen ſtärkſten Gegner des Vorjahres, Feudenheim. Die letzten Erfolge der Mannhei⸗ mer laſſen erkennen, daß ſie gut gerüſtet in die Serien⸗ kämpfe gehen. Schon das erſte Treffen wird ein ungefähres Bild über das Kräfteverhältnis der Bezirksvereine geben, da allgemein Feudenheim als die zweitſtärkſte Mannſchaft angeſprochen wird. Während an kleineren Orten die Kraftſportvereine über eine große Anhängerſchaft verfügen, werben die Mannhei⸗ mer Schwerathleten ſeit Jahren erfolglos um die Gunſt der Zuſchauer. Mut, Entſchloſenhei und Ausdauer ſind die hauptſüchlichſten Eigenſchaften des Kraftſports, deſſen Aus⸗ breitung wir durch größere Anteilnahme unterſtützen müß⸗ ten. Austragungsort dieſer ſicher intereſſonten Kämpfe iſt im„Zähringer Löwen“, Schwetzinger Straße 103. der 20 toe.7 Sitzer mit fenp eng, dem 085 50 ps 6. Zylinder: Hochleistungsmotef mit abswech selbs ren Zylinderbüchzen und dos be⸗ e hwingschstahrgestell aohergewshnliche Vo, 92 verleihen, Preis sb Werk Reda 6500 Generalvertretung: Wolf& Diefenb 5 ach, Mannheim, E — riedrichsfelderstr. 5, Teſ. 424 33 U. 43715 Seite/ 8. Nummer 495 Neue Mannheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe Samstag, 26. Oktober 1935 * 5 e ** e Aus franzöſiſcher Haft entlaſſen! Nachſpiel zum Kampf an der Saar Die Saarländer Ralhke und Friſchmann in Kehl angekommen * Kehl, 25. Oktober. Der Leiter der Werkpolizet der Röchling Werke in Völklingen(Saar), der Kriegsblinde Rathke, und der Angeſtellte des gleichen Werkes, Friſchmann, die beide wegen angeblicher Spionage in Frankreich zu zweieinhalbjähriger Gefängnisſtrafe verurteilt wor⸗ den waren, ſind heute nach einer Haft von nicht we⸗ niger als einem Jahr vier Monaten an der Kehler Brücke im Wege des Austauſchverfahrens gegen 15,15 Uhr ausgeliefert worden. Sie wurden von einem Vertreter des Reichsarbeitsminiſteriums herzlich begrüßt. Sie werden dieſe Nacht noch in Kehl verbringen und dann am Samstag die Heim⸗ reiſe nach Völklingen antreten. Der Fall Rathke hatte in den vergangenen Mo⸗ naten nicht unbeträchtliches Aufſehen erregt. Man Aus Baden Einen Mann überfahren geflüchtet Unerhörte Rückſichtsloſigkeit eines Kraftwagen⸗ führers * Waldshut, 26. Okt. Vor einigen Tagen brach⸗ ten wir die Meldung, daß der 48jährige Dienſt⸗ knecht Karl Lott aus Münchingen auf dem Heim⸗ wege von einem Kraftwagen überfahren und getötet worden iſt. Die ſtaatsanwaltſchaftliche Unterſuchung dieſes Falles brachte nunmehr zutage, daß der Kraftwagenführer, der die alleinige Schuld an dem Umfall trägt, eine geradezu unerhörte Rück⸗ ſichtsloſtgkeit gegenüber dem ſchwerverletzten Lott gezeigt hatte, den er einfach liegen ließ und davon⸗ fuhr. Der Führer des Wagens wie auch die Mit⸗ fahrenden hatten reichlich dem Alkohol zugesprochen. Als das Unglück geſchehen war, ſtiegen ſie wohl aus, erkannten auch in dem am Boden Liegenden den Dienſtknecht Lott. Statt ſich aber um den mit dem Tode ringenden Mann zu kümmern, ſuchten ſie ſchleunigſt das Weite, wobei ſie ſich noch gegenſeitig verſprachen, über den Vorfall den Mund zu halten. Der Wagenführer wie auch die anderen Teilnehmer konnten aber doch ermittelt und ſämtlich verhaftet werden. Dienſt am deutſchen Lied * Falken⸗Geſäß b. Neckarſteinach, 26. Okt. Der Neckartal⸗Sängerkreis hielt ſeinen Kreisſängertag ab, zu deſſen Beginn der gaſt⸗ gebende Verein„Eintracht“ Falkengeſäß die Ver⸗ treter der 22 Kreis⸗Vereine mit dem deutſchen Sängergruß begrüßte. Kreiswalter Petri(Hirſch⸗ horn) eröffnete die Tagung mit einem Dank an die Vereine, die ihn bei ſeiner Arbeit im verfloſſenen Jahr unterſtützt hatten Schriftführer Schneider erſtattete den Jahresbericht. Hier iſt der zwei⸗ tägige Chormeiſterkurs im April hervorzuheben. Unter der bewährten Leitung von Chormeiſter und Komponiſt Grimm(Darmſtadt) wurde viel ernſte Arbeit für das deutſche Lied geleiſtet. Für die wirklich vorbildliche Führung der Kaſſengeſchäfte erhielt Dittmar den beſonderen Dank der Ver⸗ ſammlung. Nachdem die neuen Mitgliedskarten ausgeteilt waren, nahm Chormeiſter Möbus wird ſeiner beſonderen Genugtuung darüber Aus⸗ druck geben können, daß dieſer Fall jetzt endlich aus der Welt geſchafft worden iſt. Ganz beſonders wird man es begrüßen können, daß der Kriegsblinde Rathke, der nichts anderes getan hat, als ſich in den Dienſt der deutſchen Saarſache zu ſtellen, jetzt wieder ſeiner Familie und ſeiner Arbeit zurückgegeben worden iſt. Man wird dieſem Mann, der ein ſo ſchweres Los für ſein Vaterland hatte auf ſich neh⸗ men müſſen, nur wünſchen können, daß er ſich von den körperlichen und ſeeliſchen Strapazen der langen Gefängnishaft baldigſt erholen möge, und daß ihm bald wieder vergönnt ſein möge, ſeiner ihm lieb⸗ 1 Arbeit in den Röchling⸗Werken nachzu⸗ gehen. CCC ˙ wm (Kortelshütte) das Wort, um einen Bericht über das Sängerlager Brandau zu geben. Aus ſeinen Wor⸗ ten fühlte man deutlich die Begeiſterung, die den Vortragenden ſowie ſicher auch die übrigen Lager⸗ teilnehmer ergriffen hatte, weil ſie dem deutſchen Lied dienen durften. Jedem kann aufs wärmſte die Teilnahme an einem ſolchen Kurs empfohlen wer⸗ den. Als Neuerung wurde noch bekannt gegeben, daß künftig bei Wertungsſingen der Kreis geteilt wird. Lange Erörterungen fanden ſtatt, ob ent⸗ weder jedes Jahr jeweils die Hälfte der Vereine ſinge, oder ob jedes Jahr unter Heranziehung eines zweiten Wertungsrichters geſungen werden ſoll. In einer demnächſt ſtattfindenden engeren Vorſtands⸗ ſitzung ſoll endgültig darüber entſchieden werden. Bei der Juftiz zu Beſuch Staatsſekretär Dr. Schlegelberger in Baden * Karlsruhe, 26. Oktober. Die Juſtizpreſſeſtelle Karlsruhe teilt mit: Der Staatsſekretär im Reichs⸗ juſtizminiſterium, Dr. Schlegelberger, trifft am 28. Oktober zu einem mehrtägigen Beſuch der badiſchen Juſtizbehörden in Karlsruhe ein. Der Staatsſekretär wird im Laufe der kommenden Woche verſchiedene Gerichte in Baden, u. a. in Karls⸗ ruhe, Heidelberg, Mannheim, Offenburg, Freiburg und Lörrach, bei ihrer Arbeit beſichtigen. Auf Einladung der Techniſchen Hochſchule in Karls⸗ ruhe ſpricht Staatsſekretär Dr. Schlegelberger am Dienstag, dem 29. Oktober, von 17—18 Uhr in der Techniſchen Hochſchule über„Die Grundlagen des neuen Patentrechts“. Den Staatsſekretär begleiten auf ſeiner Reiſe außer ſeinem perſönlichen Referen⸗ ten, Amtsrichter Dr. Heintzeler, der Perſonal⸗ referent für Baden, Miniſterialrat Ruppert, und der Preſſereferent im Reichsjuſtizminiſterium, Ober⸗ regierungsrat Dr. Doerner. Neuhausbeſitzerverband Baden geſchloſſen im Seutſchen Siedlerbund * Karlsruhe, 25. Oktober. Auf Grund gegenſeiti⸗ ger Vereinbarung zwiſchen dem vom Reichsheim⸗ ſtättenamt der NSDAp und der DAc betreuten Deutſchen Siedlerbund e. B. Gaugruppe Baden und dem von der DA Gaufachgruppe Haus⸗ und Grundſtücksweſen betreuten Reichsverband deut⸗ ſcher Neuhausbeſitzer und Eigenheimbeſitzer e. V. Landesverband Baden iſt letzterer geſchloſſen in den Deutſchen Siedler⸗ bund übergeführt worden. Die Belange des Neuhausbeſitzerverbandes werden künftig in dem vom Reichsheimſtättenamt der NSDAP und der DA betreuten Siedlerbund in gleicher Weiſe wie bisher gewahrt werden. -a Weinheim, 26. Okt. Der Rentner Michael Schreckenberger, wohnhaft in der Obertorſtraße, feierte ſeinen 84. Geburtstag. * Pforzheim, 26. Oktober. In Neuenbürg hat ſich ein in den öber Jahren ſtehender Geſchäfts⸗ mann von dort am Grabe ſeiner Tochter erſchoſſen. Zu der Tat benutzte er ein Großvieh⸗ Tötungsgerät, wie es bei den Metzgern Verwen⸗ dung findet. eee Bei der Legung von Fernheizungsröhren Intereſſante Funde in Heidelberg Miederentdeckte Gräber auf dem ſeit 1392 nicht benutzten Bergheimer Friedhof ODHeidelberg, 26. Oktober. An das längſt verſunkene Bergheim erinnern heute in der Univerſitätsſtadt nur noch die Berg⸗ heimer Straße, einige Gaſthausnamen und die Kirch⸗ ſtraße, die nach dem früheren Gotteshaus, das hier einſt geſtanden hat, benannt worden iſt. Zur Zeit ſimd Bauarbeiten für die Fernheizung Ecke der Kirch⸗ ſtraßeWangerowſtraße im Gange, die die Erinne⸗ rung an dieſen älteſten Heidelberger Stadtteil 1 von neuem wecken. Im Zuge der Erdarbeiten wird auch ein Teil des ehemaligen Berngheimer Friedhofs erfaßt, der ſeit dem Jahre 1392, alſo ſeit dem graueſten Mittelalter, nicht mehr benutzt worden iſt. Allerdings hat dieſer Gottesacker viele Jahrhunderte lang die ſterblichen Ueberreſte der Bergheimer Bevölkerung aufgenom⸗ men. Die erſte Urkunde, darunter die aus dem Kloſter Lorſch, ſpricht vom Jahre 781 als dem Beginn der Beſtattungen auf dieſem Friedhof. Bei den heu⸗ tigen Arbeiten werden viele Gräber zutagegeſördert. Unterhalb der Erdſchicht, die den Frieſhof trägt, findet man einen Boden, der vermuten läßt, daß hier ſchon lange vorher ein feldmäßiger Anbau betrieben worden iſt. Der Grund, daß das Dorf Bergheim heute nicht mehr beſteht, iſt in einer Anordnung des Kurfürſten Rupprecht II. zu ſuchen, deſſen Vorgänger Anno 1386 die Heidelberger Univerſttät gegründet hatte. Da die Stadt damals noch zu klein war und zu wenig Woh⸗ nungen beſaß, um die Scharen der hier zuſammen⸗ kommenden und Unterkunft ſuchenden Studenten aufzunehmen, entſchloß ſich der Kurfürſt 1392, die Bergheimer aus ihrem bisherigen Dorf, das noch viel zu weit außerhalb der Stadt lag, auszuſiedeln und ihnen in nächſter Nähe des Stadtgeländes neue Wohnſtätten anzuweiſen. Nun konnten ſte auch, was beabſichtigt wurde, die Heidelberger Muſen⸗ ſöhne in ihren neuen Wohnungen aufnehmen. Die Bergheimer wohnten damals innerhalb des Alten Grabens. Für ihren neuen Wohnbezirk wurde ihnen huldvollſt von der kurfürſtlichen Regierung ein Steuernachlaß gewährt. Ihre Häuſer im verlaſſe⸗ nen Dorf aber wurden der Spitzhacke überantwortet und der Friedhof geſchloſſen. Erſt heute, mit den Grabungen zur Legung der Fernheizungsrohre hat man alte, längſt verweht geglaubte Spuren wieder aufgedeckt. eingehenden Bericht erſtattete. — Nachbargebiete Die Weinleſe faſt beendet. Aber die Weinberge zeigen ſich im ſchönſten Schmuck * Neuſtadt a. d.., 26. Okt. Die Woche der deut⸗ ſchen Traube und des Weins, die am vergangenen Samstag und Sonntag ſo eindrucksvoll in der Pfalz mit der Eröffnung der Deutſchen Weinſtraße und zahlreichen örtlichen Weinleſefeſten einſetzte, neigt ſich ihrem Ende zu. Wer ſich am vergangenen Sonn, tag nicht an der Beſichtigungsfahrt der Deutſchen Weinſtraße beteiligen konnte, wird gern die Gele⸗ genheit benutzen, um am Ausgang dieſer Wein⸗ werbewoche das in allen Herbſtfarben leuchtende Rebenmeer der Pfalz aufzuſuchen. In mehreren Weindörfern werden am morgigen Sonntag Win⸗ zerfeſte begangen. Die Weinleſe iſt zum größ⸗ ten Teil beendet, und nur wenig große Güter der Mittelhaardt ernten noch die Trauben der Spätleſe. „Federweißer“ und„Bitzler“, dazu die geröſteten „Keſchte“ warten überall in den freundlichen Wein⸗ ſtuben Comthurei des Deutſchherren-Ordenz freigelegt * Kaiſerslautern, 25. Okt. Das Stadthauamt hal im Laufe dieſes Jahres Vermeſſungen und Aus. grabungen in den Gewölben und Felsgängen unter der Hauswirtſchaft Orth im Altenhof vorgenom⸗ men, über deren Ergebnis Stadt⸗Oberbaurat Dr. Bremer am Donnerstag in einer Preſſebeſprechung Nach einem Stadt. plan des 17. Jahrhunderts aus dem Armee⸗Muſeum in München handelt es ſich bei den aufgefundenen Bauteilen um Ueberreſte eines ehemaligen Ver⸗ waltungsgebäudes des Deutſchherren⸗ Ordens, der von hier aus ſeine umliegenden Beſitztümer verwaltete. In den bayeriſchen Alpen kein Schnee * München, 26. Oktober. Während aus den deut⸗ ſchen Mittelgebirgen ziemlich ſtarke Schneefälle ge⸗ meldet werden, hat es in den bayeriſchen Apen neuerdings ſoviel wie nicht geſchneit. Es ergibt ſich ſomit augenblicklich der merkwürdige Zuſtand, daß man zum Beiſpiel in den ſchleſiſchen Bergen bit zu 30 Zentimeter Neuſchnee hat und behauptet, dort ſchilaufen zu können, während bei uns in etwa 1800 Meter noch keine 5 Zentimeter ſtarke Schnee⸗ decke zu finden iſt. Schilaufen kann man bis jetzt erſt am Zugſpitzplatt. Die Talorte ſind vollkommen ſchneefrei. Zuchthaus für ungetreuen Poſthelſer * Darmſtadt, 26. Okt. Da in Heppenhein a. d. B. ſeit einiger Zeit viel Poſt verloren ging, verſchärfte man die Kontrolle. Eines Tages wurde mun der Poſthelfer K. Treffert, der im Verdacht der Täterſchaft ſtand, dabei erwiſcht, wie er einen Brief öffnete und einen anderen in ſeiner Schublade ver⸗ ſteckte. Nach einigen Ausflüchten legte er ein ge ſtändnis ab, etwa 30 Briefe geöffnet und der aus Geld entnommen zu haben, um ſie dann witer zu ſchließen oder zu vernichten. Wegen Verletzung des Poſtgeheimniſſes, Amts⸗ unterſchlagung und ſchwerer Urkundenfälſchung wurde Treffert von der Großen Strafkammer Darmſtadt zu 17 Jahren Zuchthaus und 00 Mark Geldͤſtrafe verurteilt. * Bad Krozingen, 26. Okt. In der letzten Nacht hat ſich an der Stelle, wo die Landſtraße die Straße Staufen Krozingen kreuzt, ein Unfall zugetra⸗ gen, der ein Todesopfer forderte. Der Photo⸗ graph Kurt Lock aus Badenweiler wollte den ihm befreundeten Kurt Schmidt, der an einer Hochzeit ſeines Bruders in Badenweiler teilgenommen hatte, mit dem Kraftrad nach Hauſe bringen. An der ge⸗ nannten Straßenkreuzung wurde das Motorrad von einem Kraftwagen angefahren und der Beifahrer von der Maſchine geſchleudert. Er erlag bald darauf dem erlittenen Schädelbruch. Elnspaltige Kleinanzeigen bla zu einer Höhe von 100 mm je mm 38 Pig. 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Oktober 1935 Reue Maunheimer Zeitung/ Mittag⸗Ausgabe NSDͤAP-Mifſeilungen Aus partelamilichen Bekanntmachungen entnommen Politiſche Leiter Oſtſtadt. 28. Oktober, 20.30 Uhr, im Parkhotel Sitzung ber geld. 27. Oktober, vorm. 9 Uhr, Piſtolenſchießen für die Pol, Leiter und Amtswalter am Dianaplatz.(Dienſt⸗ dung). i ez ungbuſch. 27. Oktober, vorm ab 8 Uhr, Schießen der pol. Leiter auf dem Schießplatz Diana, Waldhof, O9 Stelle KS. Sämtliche Führer(15 Jahre und darüber) kreten 28. Oktober, 15.00 Uhr, auf dem Meßplatz zum Ge⸗ äckmarſch an. 1 BDM Ausſtellung vom 23. bis 30. Oktober in der Rhein⸗Neckar⸗ alle 26. Oktober, 20 Uhr, in der Rhein⸗Neckar⸗Halle ede Die Gruppen geben beſondere Befehle. 1 26, Oktober, 20 Uhr, Feierſtunde des BöM⸗Untergaues. Der geſamte Untergau tritt als Heimabenderſatz zur Feier⸗ an. inge fat und Almenhof. 28. Oktober treten fämtliche Mädel um 19.30 Uhr auf dem Gabelsberger Platz in Kluft an. 5 Pfg. ſind mitzubringen.— 28. Oktober treten fümtliche Mädel um 20 Uhr auf dem Gabelsberger Platz in Kluft an. Heimabende fallen dieſe Woche aus. Waldhof. 26. Oktober, um 18 Uhr, tritt die ganze Gruppe in Kluft vor der ev. Kirche an zur Teilnahme an der WM⸗Feierſtunde in der Rhein⸗Neckar⸗Halle. JM Ausstellung. Die Ausſtellung iſt geöffnet bis Dienstag, Montag bis 10 Uhr abends. Sonntag ebenfalls den ganzen Tag. Führerinnen und Mädels in Stadt und Land, kommt alle! 8 DA Kreiswaltung! Alle Ortsgruppen holen ſofort wich⸗ Ages Propagandamaterial ab. Karten für die Kund⸗ gebung am 29. Oktober im Roſengarten. dicht— gute Arbeit“, ſofort abholen. Strohmarkt. 27. Oktober Formaldienſt für ſämtliche Daßß⸗Walter und Köcß⸗Warte. Anzug: Marſchanzug oder Zivil mit Armbinde. Antreten.45 Uhr. Eingang Exer⸗ terplatz. b Friebrichspark. Die zum Marſchblock gehörenden Wal⸗ ter und Warte treten am 27. Oktober,.15 Uhr, auf dem Zeughausplatz an. Von hier erfolgt Abmarſch zum Exer⸗ zlerplatz. Anzug: Soweit vorhanden Dienſtanzug, ſonſt Zivil mit Armbinde und möglichſt DA F⸗Mütze. Waldhof. 27. Oktober, morgens.30 Uhr, treten ſämt⸗ liche Däſß⸗Walter auf dem Roggenplatz an. Anzutreten haben: Betriebszellenobleute mit Zellen⸗ und Blockwal⸗ tern, Ortsgruppe mit Zellen⸗ und Blockwaltern. Neckarſtadt⸗Oſt. 27. Oktober, morgens.30 Uhr, An⸗ Thema:„Gutes kreten ſämtlicher DAcß⸗Walter, Betriebswalter auf dem Meßplatz. Jeudenheim— Ortsjugendwaltung. Sämtliche Jungarbeiter von Feudenheim treten Montag, 28. Okt., in der Schützenſtraße, Spitze gegen die Hauptſtraße, zur Jugendkundgebung an. Antrittszeit: 20.15 Uhr. Hausgehilfen 27, Oktober iſt das Heim L 13, 12a von 19—22 Uhr zur geselligen Unterhaltung geöffnet, Amt für Technik und NSB De Am 29. Oktober, 20 Uhr, Vortrag von Pg. Dr. Wei⸗ gel, Karlsruhe, im Muſenſaal über:„Wie muß die gute Beleuchtung beſchaffen ſein?“ Für Elektro⸗Ingenieure und Architekten Pflichtverſammlung. Kreisfilmſtelle Schwetzingervorſtadt, Neuoſtheim und Oſtſtadt. Am 27. Oktober, vorm. 10.30 Uhr, im Gloriapalaſt, Seckenheimer Saat geht auf“. ber. Es ſpricht Kreisbauernführer Pg. Trei⸗ Kreisfilmſtelle Mannheim. Achtung! N SKK! Der Zeitfunk des Reichsſenders Stuttgart überträgt am unmenden Sonntag, den 27. Oktober, in der Zeit von 906.00 Uhr früh einen Hörbericht vom Start der Motor⸗ beigade Südweſt des NS sick zu Her auf dieſen Tag angeſetz⸗ ten Südweſt⸗Orientierungsfahrt. Der Funkberichterſtatter des Zeitfunks wird eine Schlil⸗ derung vom Antreten der Stuttgarker Standarte auf dem Eine Ortenauer Kirche wird 900 Fahre alt * Karlsruhe, 25. Oktober. Am kommenden Sonntag feiert die kleine Burgheimer Kirche bei Lahr ihr 900⸗ jähriges Beſtehen. Zufammen mit dem Kirch⸗ lein in Wittelbach(gleichfalls im Schuttertal) und dem noch etwas älteren in Freiſtett gehört ſie zu den älteſten der ganzen Ortenau. „Biſchof Wilhelm von Straßburg weihte am 25. Juli 1035 unter dem Zuſtrömen einer großen Menge Volkes aus der ganzen Ortenau die Kirche zu Burg⸗ heim zur Mutterkirche und widmete ſie der heiligen Maria, dem Apoſtel Petrus und allen Heiligen. Durch die Hand des Vogtes Her maun ließ er das Widemgut, Weinberge, Felder und Leibeigene ſowie den Zehnten beſtätigen, indem er Kuhbach und Diezen, ſoweit es ſein gehörte, hinzufügte.“ Soweit eine alte Urkunde, die uns als einziger Anhaltspunkt für die Geſchichte der Gründung des kleinen Gotteshauſes zur Verfügung ſteht. Abge⸗ ſehen von der Tatſache der Weihe der Kirche bereits im Jahre 1035 intereſſiert uns aber noch ein Punkt aus dem zweiten Satz der obigen Urkunde: Wer war der Vogt Hermann? Aus anderen Stellen geht hervor, daß das Patronat der Kirche an den Be⸗ ſitz des Schloſſes Tiersperg(Diersburg) geknüpft war, woraus ſich die Vermutung ergibt, daß es ſich um einen Tiersperger gehandelt hat. Dann wäre auch äußerſt wahrſcheinlich, daß Burgheim mit den Eberſteiniſchen Gütern 1404 an Baden gekommen iſt, da Clara von Schwarzenberg, die Tochter der letzten Tierspergerin, die Gattin Heinrichs J. von Eberſtein (12801332) wurde. Im 16. Jahrhundert gehörte Burgheim der badiſch⸗naſſauiſchen Gemeinherrſchaft Lahr, bei der Teilung im Jahre 1629 kam es an Lahr und wurde 1803 badiſch. Bemerkenswert an der Geſchichte des Kirchleins, das maleriſch zwiſchen Fachwerkhäuschen auf der Anhöhe über Lahr ſteht, iſt die Tatſache, daß es bis zum Jahre 1492 die Pfarrkirche für Lahr war, das das kleine Burgheim an Bedeutung bereits da⸗ mals längſt überflügelt hatte Erſt damals kam die Pfarrei endgültig an das Stift Lahr. Der bisherige Pfarrer durfte dann als Kaplan an der zur Kapelle herabgeſetzten Kirche weiter ſeines Amtes walten. Leider iſt die Annahme, daß dieſes ehrwürdige alte Kirchlein nun ſorgfältig gehegt und gepflegt wurde, hinfällig. Wenn ſich der Beſucher aus dem gegenüberliegenden Gaſthaus den Schlüſſel für das Kapellchen geholt und er das Innere betreten hat, befällt ihn gelindes Grauen. Was hier von unkun⸗ diger Hand an Verſchandelung geleiſtet wurde, ver⸗ dient ſo ſchnell wie möglich wieder gutgemacht zu werden. Wie wir hören, wird dies auch geſchehen. Die nötigen Schritte ſind bereits unternommen. Der Bauſtil der Kirche iſt der Zeit entſprechend romantiſch. Es beſteht aus einem einfachen Lang⸗ haus mit einem dieſem vorgebauten Turm, und hierin liegt der Chor. Oben im Turm unter dem maleriſchen Satteldach befinden ſich je zwei ſchöne Rundbogenfenſter auf kleinen Säulchen. Eine alte, wacklige Holztreppe führt zum Turm hinauf. An den prächtigen alten Turm angebaut iſt die Sakriſtei. Ihr Inneres zeigt ein ſchönes Kreuzrippengewölbe, der Schlußſtein trägt ein(früher bemaltes?) Wappen. Mitten in dieſes Wappen hinein hat in neueſter Zeit ein„Einfältiger im Geiſte“ die Faſſung einer elektriſchen Glühbirne montiert, ganz abgeſehen von der Beſchädigung des Stückes, eine Geſchmacks⸗ verirrung übelſter Art! An das alte aus der Gründungszeit ſtammende Langhaus wurde wohl im 15. Jahrhundert eine Er⸗ weiterung nach Weſten vorgenommen. Merkwürdi⸗ gerweiſe benutzte man als neuen Eingang die alte, ſchöne, romaniſche Pforte, die uns auf dieſe Weiſe ſehr gut erhalten iſt. Im Tympanon laſſen übrigens Spuren einer Bemalung auf die Darſtellung einer Kreuzigung ſchließen. In neuerer Zeit hat man die⸗ ſen Langhausteil vom alten durch eine Mauer ge⸗ trennt, offenbar, um den Raum beſſer heizen zu können. Den übrigen Teil benutzte man als— Feuerwehrlager, und vor ganz kurzem muß er noch als Kohlenlager gedient haben. An den Wänden bemerkt man noch deutliche Spuren einſtiger Fres⸗ ken. Ganz beſonders ſchön iſt die Darſtellung eines heiligen Chriſtophorus. Schließlich fallen uns noch an der nördlichen Außenwand einige ſehr ſchöne Grabplatten auf, die kaum ſpäter als um das Jahr 1350 gearbeitet ſein dürften. Die Darſtellung alter Zunftzeichen iſt für heute beſonders anregend. Still iſt es heute um das uralte Kirchlein, das einmal vor Hunderten von Jahren eine große Be⸗ deutung gehabt haben mag. Eine mächtige alte Linde ſteht wie ein treuer Wächter neben dem noch weſent⸗ lich älteren Turm, von deſſen Spitze man einen ganz herrlichen Rundblick über Lahr und das vor⸗ dere Schuttertal hat. Karlsplatz und vom Fahrerappell mit anſchließender Flag⸗ genhiſſung geben. Da das Startkommando für die in Stutt⸗ gart, Sigmaringen, Ulm, Freiburg, Karlsruhe und Heil⸗ bronn angetretenen Mokorſtandarten der Brigade von Stuttgart aus durch Rundfunk erfolgt, wird der Funk⸗ berichterſtatter gegen.45 Uhr die genaue Zeit ödurchgeben, um es den übrigen Standarten im Lande zu ermöglichen, ſich für das gegen 6 Uhr zu erwartende Startkommando bereitzuhalten. „Kraft durch Freude“ Sport für jedermann Sonntag, 27. Oktober Waldlauf: Kurſus 86.90 bis 10.30 Uhr Bootshaus des Mannheimer Ruderklubs(Rheinpromenade), Männer, Leibesübungen für Aeltere: Kurſus 67 8 bis.30 Uhr Stadion, Gymnaſtikhalle. Leichtathletik: Kurſus 80 9 bis 11 Uhr Stadion, Spiel⸗ feld 2, Frauen und Männer. Reichsſportabzeichen: Kurſus 73 9 bis 11 Uhr Stadion, Spielfeld 2, Männer. Boxen: Kurſus 88.30 bis 11.30 Uhr Stadion, Gym⸗ naſtikhalle, Männer. Tennis:.30 bis 11.30 Uhr Stadion, Tenntsplatzanlage, Männer und Frauen. * Volksmuſtkabend am Sonntag, den 27. Oktober. Wir weiſen darauf hin, daß an Sitzplätzen nur noch eine ſehr beſchränkte Anzahl von Karten vorhanden iſt. Wer ſich noch einen guten Sitzplatz ſichern will, darf nicht bis Sonniag⸗ abend warten, ſondern muß ſofort im Vorverkauf bei der Völkiſchen Buchhandlung oder auf dem Kreisamt, L. 4, 15 (bis 13 Uhr) ſich eine Eintrittskarte ſichern. 5 Wanderung Heidelberg— Wiesloch. Anmeldungen für oͤieſe Wanderung können leider keine Berückſichtigung mehr finden. Sämtliche Plätze ſind bereits belegt. Wir bitten die Teilnehmer, pünktlich am Paradeplatz zu erſcheinen. Späteſtens.45 Uhr. Wanderwarteſitzung. Die auf Mittwoch, den 30. Oktober, feſtgelegte Sitzung wird auf Donnerstag, den 31. Oktober, verlegt. Wetterbericht des Reichswetterdienſtes, Ausgabe⸗ ort Frankfurt a.., vom 26. Oktober: Im Oſtſee⸗ gebiet war ein kräftiger Wirbel zur Entwicklung gekommen, der dort beſonders geſtern heftige Nord⸗ ſtürme hervorrief, aber auch bis zu uns hin zu⸗ nächſt noch einmal Verſchlechterung bringt. Da ſich jedoch an der Weſtſeite kräftiger Luftoruckanſtieg fortſetzt und über Skandinavien ein ſtarkes Hoch⸗ druckgebiet entſtanden iſt, kann mit langſam fort⸗ ſchreitender Witterungsbeſſerung gerechnet werden. Vorausſage für Sonntag, 27. Oktober Wolkig bis aufheiternd und meiſt trocken, nachts wieder kälter(leichte Froſtgefahr), weſtliche und nördliche Winde. Höchſttemperatur in Mannheim am 25. Oktober + 70 Grad, tieſſte Temperatur in der Nacht zum 26. Oktober + 3, Grad; heute früh 48 Uhr + 3,7 Grad. Niederſchlagsmenge in der Zeit von geſtern früß 728 Uhr bis heute früh 28 Uhr 0, Millimeter„⁴ Liter je Geviertmeter. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Oktober 1 1 eee 2. 2 2. 2. 25 Peg 282 2 Aheinfelden.54.85 2,50 2,45 2,4%„„ ö Breifach.60 588 550 151.50 Mannheim 2,762.89 289.88 ſehl.57.88.85.50.55] Jagſtfeld.———: Maxau..894,08 4084 08 4,01 Heilbronn——————— Mannheim.79289.00.99.35[Plochingen——— Raub 1,73 1,70.75.84.840 Diedesheim.——- Röln.44 1,3510 134.45 Taste Da aaf die Steaſten Hale, Ad nale Salad Du die Uagebzag an f 1158 5 8 5 5 f 4 M i 5 2 5 N 2* 5 1 i 8 2 6 60 1. —— farkipſatz Wilhelm Braun juwelier, O 7. 16 Bahnhofplatz 11 Hauptnahnhof ſioldener Rarpfen iedrichsbrück Behannt für OQualitàt und Preiswürdigkeit Melagerei Lalee Stain Hotel Bauer) Damen-⸗Hüife 8 Den besten 0176 Sehwarzvalder Kirsch kaufen Sie im feinkosthaus Zerr 2 1. 1 Tel. 266 77 Schirme Schirm ⸗Kerner 9 1, 1 6175 Das große deutsche Bettstellen Fachgeschäft fur Matratzen Damenbekleidung See H. 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