E —— 1 a Freitag, 25. Jaunar 1929 Bezugspreise: In Mannheim u 14 feel g Haus oder durch die Poſt monatlich R⸗M.s N Bei epll. Aenderung der w ſorderung vorbehalten aupt ⸗Geſchäftsſtelle E ſſermannhaus). Geſchö Schwetzingerſtr. 19/20 u. Meerfeldſtraße 11 . 19 1115 e 8⸗Neb 1 Waldl Adreſſe. Generalanzeiger Mannheim Erſchein wöchentl. 4951, 24952 u. 24953 2 5 9 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945, 3 8 und 3 Leben 1 WMittag⸗ Ausgabe 8 EL 5 Wauheimer Selen Anzeiger Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der Welt der Cechnik Wandern und Anzeigenpreise nach Tarif, bei Verarsgaheng f je a Kolonelzeile für 2 Allgem. Anzeigen 0,40.-M. Rekla 4.⸗M. Kollektiv⸗ Anzeigen merden hahe berechnet Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird leine Verantwortung 1 5 5 men. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen usw. berechtigen, zu keinen Erſatzanſprüchen für efallene od. beſchränkte? Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge dutch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtänd iſt Mannheim. Reisen 8555 und 3 * Debalte über die Wartegeldempfänger Schimpfkanonade von den Tribünen 5 J Berlin, 2 25. Jan.(Von unſerem Berliner Buro. Der dei eg iſt nun glücklich wieder verſammelt. er Kampf kann beginnen. Bevor aber der Haush 3 deſſen Erledigung die Hauptaufgabe des neuen Tagungsabſchnlttes bildet, an das Parlament gelangt, werden noch mehrere Wochen vergehen. Den Beratungsſtoff für dieſe Zeit geben zunächſt der Nachtragsetat für 1928, mit dem Perſonaletat für 1929 verbunden iſt, ferner das Steuervereinheitlichungs⸗Geſetz und einige kleinere Vorlagen ah. Zu dieſen zählt der Geſetzentwurf über Aenderungen der Rechtsverhältniſſe für die Wartegeldempfänger, der geſtern als einziger Punkt auf der Tagesordnung ſtand Schon vor einigen Jahren hat die Regterung dieſe Materie zu regeln verſucht. Die damalige Vorlage, die ſehr viele Härten enthielt, blieb aber ſchon im Reichsrat ſtecken, wo ſie die erforderliche Zweidrittelmehrheit— es handelte ſich um ein verfaſſungsänderndes Geſetz— nicht finden konnte. Der neue Entwurf, zu dem Herr Hilferding einen längeren Kommentar lieferte, ſieht nun weſentliche Milderungen vor, um den Wartegeldempfängern— einer Beamtenkategorie, die nicht abgebaut, ſondern gewiſſermaßen zur Dispoſition ge⸗ ſtellt wurde— die Rückkehr in den Dienſt wieder zu ermög⸗ lichen. Die Verringerung der Zahl der Wartegeldempfänger, die auf immerhin 38 000 zu veranſchlagen iſt, ſoll nicht durch das Radikalmittel der Zwangspenſionierung, ſondern da⸗ durch erreicht werden, daß man denen, die freiwillig in den Ruheſtand zu treten bereit ſind, gewiſſe Erleichterungen ge⸗ währt. An das Referat Hilferdings ſchloß ſich nur eine kurze Debatte, Die Wirtſchaftspartei äußere, ol unter dem Eindruck der Etatsmiſere, Bedenken wegen der Koſten, die immerhin auf 25 Millionen veranſchlagt werden müſſen. Vorerſt einmal wurde die Vorlage dem Ausſchuß über⸗ wieſen. Der kommuniſtiſche Radau, der an ſolchen Er⸗ öffnungstagen nicht auszubleiben pflegt, folgte diesmal zur Abwechſlung am Schluß der Sitzung. Kaum hatte nämlich das Haus es abgelehnt, heute eine kommuniſtiſche Inter⸗ Eljaß⸗Hebatte V Paris, 24. Jan.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Die große Elſaß⸗Debatte hat heute nachmittag in der Depu⸗ tiertenkammer begonnen. In Erwartung heftiger Zwiſchen⸗ fälle und ſcharfer Auseinanderſetzungen zwiſchen den kleri⸗ kalen Rechtsgruppen und den für die konfeſſionsloſe Schule eintretenden Linksparteien ſuchten ſich viele ſenſations⸗ lüſterne Pariſer zu den Publikumstribünen Zugang zu ver⸗ schaffen. Um Kundgebungen zu verhüten, wurde ſtreng dar⸗ auf geachtet, daß ſich keine autonomiſtiſchen Demonſtranten mit den Tribünenbeſuchern einſchmuggelten. Man verlangte on jeder Perſon Ausweispapiere. Die Deputiertenbänke waren reſtlos beſetzt. Aber auf der Regierungsbank befanden ſich nur Poincars und der Unterſtaatsſekretär für das Geſunbheitsweſen, der rechtsſtehende elſäſſiſche Abgeordnete Oberkirch. Da es ſich bei der auf mindeſtens drei Sitzungen anberaumten Debatte um eine ebenſo breite wie tiefgehende Erörterung des elſaß⸗lothringiſchen Problems Handelt, ſo ſeien dem Sitzungsbericht eintge Bemerkungen Uher den Stand der Dinge vorgeſchickt. Die elſaß⸗lothringiſche Frage iſt ſo komplexer Natur, ſte greift ſo tief in die innerpolitiſchen Kämpfe Frankreichs ein, daß ſich beſonders ſeit dem Wahlſieg der Autonomiſten im der bekanntlich Sundgau und in Kolmar eine heftige Meinungsſchlacht in der Preſſe entwickelt hat, deren Ausgangspunkt ſebſtverſtänd⸗ lich die erregten Diskuſſionen im Parlament und in Regie⸗ rungskreiſen bildeten. Von ansſchlaggebender Tragweite iſt die Tatſache, daß ſich in allen Parteien die Erkenutnis heraus⸗ kriſtalliſtert hat, es ſei unmöglich, die autonomiſtiſche Be⸗ wegung im Elſaß ausſchließlich als ein Produkt dentſcher Propaganda und ſubtilen Einfluſſes des Vatikans hin⸗ zuſtellen. Das iſt ein wichtiger erſter Schritt, und wenn das franzöſiſche Sprichwort„der erſte Schritt iſt der ſchwerf richtig iſt, ſo wird man gezwungen ſein, aus der erwähnten Tatſache beſtimmte Schlüſſe zu ztehen. Man anerkennt die maßvollen und berechtigten Wünſche der elſäſſiſchen Bepöl⸗ kerung hinſichtlich der Verwaltung und des Schulweſens in den wiedereroberten Provinzen. Dagegen lehnt man es ab, irgendwelche autonomiſtiſche Zugeſtändniſſe auf politiſchem Gebiete zu machen. Die Rechtsparteien wollen der elſäſſiſchen Beyölkerung ihre religiöſen Sonder⸗ rechte zuerkennen und erheben gegen die Linke den Vorwurf. daß ſie durch Einführung der konfeſſionsloſen Schule und Aufhebung des Hohen Kommiſſariates für die Verwaltung Elfaß⸗Lothringens viel Unzufriedenheit in der Bevölkerung hervorgerufen habe. Von den Radikalen und Sozia⸗ liſten wird den Klerikalen entgegengehalten, daß die Aus Ats 1 der zipurf, an den mißlichen pellation über die Arbeitsloſen⸗Verſicherung zu beſprechen, als auf Kommando von den Publikumstribünen a its eine Schimpfkanonade durch offenbar beſtellte Elemente losbrach. Präſident Löbe tat das Geſcheiteſte, was er in ſolchem Falle tun konnte. Er ignorierte dieſe törichte Demonſtration, die ſich denn auch, als das Haus ſeinem Bei⸗ ſpiel folgte, bald tot lief. Hinter den Kuliſſen des Reichstags ging es geſtern bereits recht lebhaft zu. Zu der angekün⸗ digten Beſprechung Müller⸗Frankens mit den Vertretern der in der Regierung ſitzenden Parteien iſt es aber vorerſt noch nicht gekommen. Jedenfalls wird der Kanzler abwarten, bis die Zentrumsfraktion ſich ihr Oberhaupt gekürt hat. Die Frage der Nachfolgeſchaft des Herrn Marx verur⸗ ſacht den Zentrumsleuten anſcheinend ſchweres Kopfzer⸗ brechen. Die Fraktion beriet hinter hermetiſch verſchloſſenen Türen ſtundenlang. Heute ſoll nun der Würfel endlich fallen. Die ſiebengliedrige Kommiſſion, die mit der Vorbereitung der Wahl betraut iſt, tritt am Vormittag noch einmal zuſammen, um ſich über den endgültigen Vorſchlag ſchlüſſig zu werden, den 5 der Fraktion unterbreiten will. Neben der Kandidatur Eſſer, die auf Schwierigkeiten zu ſtoßen ſcheint, wird neuer⸗ 1 wiede r der Name Stegerwald genannt, der angeb⸗ lich Neigung hegen ſoll, ſeinen Verzicht zu widerrufen. Das wäre zwar einigermaßen merkwürdig, aber beim Zentrum iſt ja, wie die wechſelvolle Rolle des Dr. Wirth beweiſt, kein Ding unmöglich. Ueberdies ſoll Herr Kaas, der Vorſitzende der Partei, den Wunſch hege n, dis Verantwortung auf die Art mit Herrn Steger wald zu teilen und daher ſeinen Ein⸗ fluß für deſſen Wahl geltend machen. Die Fraktignen der Regierungsparteien haben ſozufagen die erſte Leſung der Stenervorſchläge beendet. In den Beratungen von Mann zu Mann, in kleinen und kleinſten Konventikeln, an denen ſich auch der Kanzler be⸗ tetligte, wurde hauptſächlich die Frage der Bierſteuer be⸗ ſprochen, die ja bei der oppoſttionellen Haltung der Bayriſchen Volkspartei zunächſt in der Tat die ſichtbare e für Eini⸗ gungsverhandlungen bildet. n der Kammer „Komplizin der Franzoſenfeinde im Elſaß die dortige Geiſt⸗ lichkeit ſet“. Zu dieſen Gegenſätzen kommen noch perſönliche Differenzen zwiſchen den elſaß⸗ lothringischen Abgeordneten, die ihre Streitigkeiten über das Wohl und Wehe der an⸗ gegliederten Provinzen ſtellen. Es beſteht aber— und das iſt für die Beurteilung der elſäſſiſchen Debatte von Bedeutung — zwiſchen allen Parteien mit Ausnahme der Autonomiſten und Kommuniſten, Einigkeit in dem Punkte, daß den par⸗ tikulariſtiſchen Beſtrebungen des Elſaß nicht das geringſte Zugeſtändnis gemacht werden dürfe. Grundſätzlich billigt man regionale Sonderbeſtrebungen zu, doch lehnt man die Einräumung kulturpolitiſcher Minderheitenrechte entſchieden ab und betrachtet die franzöſiſche Sprache als Grundlage des Schulweſens. Gleich zu Beginn der heutigen Debatte ſchien die Atmoſphäre gewitterhaft. Das Kreuzfeuer von boshaften Zwiſchenrufen und perſönlichen Ausfällen wollte kein Ende nehmen. Wir befinden uns aber erſt im Anfangs⸗ ſtadium der Debatte. Der Sturm wird losgehen, wenn die Diskuſſion über die verſchiedenen Anträge beginnt, 5 Als erſter Redner erſchien der ſozialiſtiſche Deputierte Grumbach[Wahlkreis Mülhauſen)]. ſeiner ganzen Rede ſprach ein geſinnungstüchtiger fran⸗ zöſiſcher Patriotismus, weniger ein pſychologiſches Verſtänd⸗ für die im Elſaß ger schende Stimmung. Grumbachs Wunſch iſt es, daß nun endlich die Geſetze der Lajenſchule und der Kirchentreunung feſt im Elſaß verankert würden. Er legte den Nachdruck auf das Wort„Duldſamkeit“ und ſuchte die ihm von rechts her gemachten Vorwürfe dadurch zu entkräften, daß er ſich gegen eine radikale Durchführung Kirchengeſetze ausſprach. Der Reformplan Gruinbachs enthält nichts Neues. Der Sozialiſt verlangt die Zubilligung des zweiſprachigen Schulſyſtems und verwaltungstechniſche Konzeſſtonen, die aber als Uebergang betrachtet werden ſollen, bis man die endgültige Eingliederung Elſaß⸗Lothringens ver⸗ wirklicht hat. Nach Grumbach ſprach der Demokrat Brom. Sofort ſetzte er akt einem Augriff gegen die Sozialiſten ein und erhob gegen die Linksparteten den Vor⸗ Zuständen in Elſaß⸗Lothringen ſchuld⸗ tragend zu ſein. Brom ſchilderte die ſchweren pfychologiſchen Fehler, die zur Zeit des Linkskartells in den wiedergewon⸗ nenen Gebieten begangen wprden ſeien, und forderte den Deputierten Herriot heraus, der ſich ſofort als Redner in der Debatte eintragen ließ. tags A u ß 55 nmintſter und Herrn von Hoe von ſchuſſes ſtattfinden. Anſpruch nehmen. Mehrfach pflichtete Miniſterpräſident Poincaré den Ausführungen des gemäßigten Abgeordneten Brom bei er die auto⸗ Gebilde Wünſche der und betonte in einer kurzen Bemerkung daß nomiſtiſche Bewegung im Elſaßals künſtliche betrachte, aber weit davon entfernt ſei, berechtigte Bevölkerung zu beſtreiten. Weder Grumbach, noch Brom lieferten in ihren Ausfüß⸗ rungen irgendwelche neuen Geſichtspunkte. Erſt aus dem Munde des linksſtehenden elſäſſiſchen Ab⸗ geordneten Michel Walther hörte man klare und den Tat⸗ ſachen entſprechende Mitteilungen über die Stimmung in Elſaß⸗ Lothringen. Der Deputierte konnte ſich dies⸗ mal Gehör verſchaffen. Man hörte Walthers Ausführungen mit großer Aufmerkſamkeit zu. Walther wies in einem Rück⸗ blick auf die bisherige elſäſſiſche Frage nach, daß man den Stammeseigenſchaften der Bevölkerung nicht im geringſten Rechnung getragen habe. Er betonte die Raſſenunter⸗ ſchtede zwiſchen den Franzoſen und den alemanniſchen Elſäſſern. Trotz der Verſicherung, daß Elſaß⸗Lothringen Frankreich treu bleiben wolle, ſprach aus ſeinen Worten die Sorge um die Zukunft ſeines engeren Vaterlandes. Michel Walther verurteilte den Kolmarer Hochverratsprozeß, die Einkerkerung der Autonomiſten, die Knebelung der Preſſe⸗ freiheit, die Unterdrückung der politiſchen Kundgebungen und den Ausſchluß Ricklins und Roſſes aus der Kammer. Einige gegen den Staatsanwalt Fachot gerichteten An⸗ griffe führten zu einer 5 ſcharfen Entgegnung des Miniſterpräſidenten Poincars, der ſich ſchützend vor den Staatsanwalt im Kolmarer Hochver⸗ ratsprozeß ſtellte. Weiter ergriff Herr Poincaré das Wort, um der Kammer mitzuteilen, daß er erſt nach den Interpel⸗ lationen die Regierungspläne vorlegen werde, doch müſſe er ſchon jetzt gegen die Uebertreibungen Michel Wal⸗ thers Stellung nehmen und ſeine Beurteilung des Kolmarer Hochverratsprozeſſes zurückweiſen. Es ſei paradox, daß man die Politik der Regierung im Elſaß ſo heftig angreife, wäh⸗ rend, wie doch in keinem anderen Falle, Frankreich größere Anſtrengungen unternommen habe, als gerade in den wieder⸗ gewonnenen Provinzen. Die Sitzung wurde um 8 Uhr abends aufgehoben und wird morgen vormittag fortgeſetzt, 5 Für vorzeitige Rheinlanöräumung V. Paris, 25. Jan.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Am Quai'Orſay wurde geſtern abend ausdrücklich erklärt, daß im Verlaufe des Geſpräches zwiſchen dem fransöſiſchen ſich die Eröffnung Verhandlungen über die frühere Räumung der beſetzten Gebiete ins Auge gefaßt wurde. 5 Gemäß den in Lugauod geführten Beſprechungen ſoll kurz nach dem Zuſammentritt des Sachverſtändigenausſchuſſes ein eingehender diplomatiſcher Meinungsaustauſch über die vor⸗ zeitige Räumung des Rheinlandes und im Zufammenhang damit über die Frage des Feſtſtellungs⸗ und Schlichtungsaus⸗ Die Arbeit der Sachverſtändigen dürfte drei Monate in Während dieſes Zeitrammes wäre auch ein praktiſcher Erfolg der diplomatiſchen Verhandlungen zu ge⸗ b wärtigen. ö Oberhausdebatte über den Kanaltunnel Im Oberhaus fand am Donnerstag eine kurze Debatte über die Frage des Kanaltunnels ſtatt. Nord Newiſon, der die Debatte einleitete, lobte die in dieſer Angelegenheit von der franzöſiſchen Regierung und vom franzöſiſchen Volke angenommene Haltung. Er betonte, es müſſe vor allem im Einvernehmen mit der franzöſiſchen Regierung feſtgeſtellt werden, ob das Profekt von wirklich wirtſchaftlichem Vorteil für beide Länder ſei. a Lord Thompſon unterſtützte im Namen der Arbefter⸗ partei den Borſchlag einer gründlichen Unterſuchung. Lord Salisbli wies in ſeiner Antwort auf die Unter⸗ hauserklärung des Premierminiſters hin. Vurgenländeſcher Veſuch in Deutſchland Berlin, 25. Jan.(Von ünſerem Berliner Büro.) Die burgenländiſche Regierung verauſtaltet in Gemeinſchaft mit der Zeitſchrift„Volk und Reich“ eine Vortragsreiſe durch das Deutſche Reich, die. Auftakt in München genommen hat und über Berlin nach Danzig, Königsberg, Hamburg, Duis⸗ burg, Eſſen, Köln, Koblenz, Frankfurt a.., Daumſtadt und Dresden führen ſoll. Begrüßungen durch die Behörden und Magiſtrate der Städte, Beſichtigungen, öffentliche und Rund⸗ funk⸗Vorträge ſind vorgeſehen. Die Fahrt ſoll, wie der Lan⸗ deshauptmann⸗ Stellvertreter, e Leſer, geſtern abend auf einem Preſſeempfang im Deutſchen Klub erläuterte, zur Weckung und Vertiefung eines liebevollen Verſtändniſſes in den breiten Schichten der Bevölkerung des deutſchen Mutter⸗ landes für das aufrichtige Streben des burgenländiſchen Vyl⸗ kes, als ein geachsos und gleichwertigez Glied des großen deutſchen Gegenwartsvolkes anerkannt zu werden, beitragen. In wenfgen, aber zündenden Worten zeigte Leſer auf, welche raſchen kulturellen und wirtſchaftlichen Fortſchritte das Bur⸗ genland ſeit ſeiner Wiedereingliederung in Oeſterreich gemacht habe.— Die burgenländiſchen Gäſte dürfen überall der ctitfrich⸗ tigen Sympathie ſicher ſein. 2. Seite. Nr. 41 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 25. Januar 1929 Badens Kampf gegen die Neichsbabn Große Ausſprache im Landtag Nach der Rede des Staatspräſibenten(ſiehe geſtriges Abendblatt) begründete Abg. Dr. Schofer(Ztr.) die förmliche Anfrage ſelner Fraktion wegen der Besetzung der Verwaltungs⸗ raksſteklen bei der Reichsbahn. Es ſei kein erfreulicher Zuſtand, daß ein Land nach dem anderen gegen das Reich agen müſſe. Dadurch würde das Vertrauen des Reiches namentlich in den Ländern erſchüttert. Auch liege es nicht im Rahmen des geſunden Volksempfindens. nach der Erfüllung der vom Reiche eingegangenen Ver⸗ flichtungen gegenüber der ſeinerzeit abgetretenen Ver⸗ mögensobjektion, wie auch darnach, wieviel Zins man bisher bekommen habe. Ein Vertrag könne nicht ohne weiteres aus der Welt geſchafft werden, wenn Treue und Glaube noch etwas gelten ſoll. Auch die Badener ſeien Kinder des Deutſchen Reiches. Sie wollen nicht eine einſeitige Diktatur, ſondern die Verſtändigung. Auch für die Belieſerungsaufträge gelte der Grundſatz von Recht und Billigkeit. Mit dem Staats⸗ präſibenten iſt der Redner der Meinung, daß alle Kritik und Beſchlüſſe nichts fruchteten, wenn wir nicht Sitz und Stimme im Verwaltungsrat haben. Eine Reihe von berechtigten Bahn⸗ wünſchen ſei bis heute noch nicht verwirklicht worden. Der Präſident des Reichsgerichts, Dr. Simons, habe aus der Sach⸗ lage eine Konſequenz gezogen, die imponieren müſſe. Zu der Nachmittagsſitzung beantwortete Staatspräſident Dr. Schmitt dieſe Anfrage des Zentrums. Er bertlef ſich dabei auf die Darſtellungen der Regierung in der„Karlsruher Zeitung“ und fuhr dann fort, das Verfahren der Reichsbahn fei u. a. bie Urſache für die heutige kritiſche Wirtſchaftslage der Waggonfabrik Heldelberg, der Maſchinenbaugeſell⸗ ſchaft Karlsruhe und der Waggonfabrik Raſtatt. Jede Hleſer drei Fabriken wurde ſchon vor längerer Zeit beim badi⸗ ſchen Finauzminiſterium vorſtellig mit der Bitte um Abhilfe gegen die zu geringe Berückſichtigung bei Vergebung der Fahr⸗ zeuglieſerungen der Deutſchen Reichsbahn. Das Finanz⸗ miniſterium habe jahrelang dieſe Bitte der babiſchen Induſtrie bel den zuſtündigen Stellen nachdrücklichſt unterſtützt, leider bisher ohne einen Erſolg. Die Einwirkung dieſes Umſtandes auf die Zahl der badiſchen Arbeitsloſen ſei klar. Aus dieſem inneren und ſehr ernſten Grunde heraus habe die badiſche Regierung gehandelt, wenn ſie einen Sitz im Verwaltungsrat der Reichsbahn verlangte und noch verlangt. Der Staatspräſident ging dann ausführlich auf die Ent⸗ wicklung der Dinge ein und ſchloß zuſammenfaſſend mit der Erklärung: Die babiſche Regierung legt öffentliche Verwahrung ein: 1. gegen die Ueberſchreitung der Vertrags rechte des badiſchen Landes, 4 gegen die Ablehnung der mehrfachen badiſchen Verſuche zu vergleichsmäßiger Verſtändigung, 8. gegen die Abſicht, Rechte aus Staatsvertrügen ein⸗ ſeitig durch Reichsgeſetz zu beſchränken oder zu beſeitigen, 4 gegen die in der Klagebeantwortung des Reiches ver⸗ tretene Auffaſſung, als ob nicht Vertragsabmachungen des Landes dann auch beachtlich ſeien, wenn das vertraglich berechtigte Land klein iſt, 5. gegen die ungleichmäßige Behandlung der Länder, das iſt gegen die Bevorzugung von Preußen, das einen Ländervertreter erhalten hat. Gegen dieſe Bevorzugung muß an ſich Widerſpruch erhoben werden, beſonders aber auch deshalb, weil die frühere Reichs⸗ regierung erklärt hat, nur mit allen Ländern gemeinſam zu verhandeln. Die badiſche Regierung verkennt nicht, daß bie volle Durch⸗ führung des urſprünglichen Vertrages auf Schwlerigkel⸗ ten ſtößt, kann aber nicht zugeben, daß ſolche Schwlerigkeiten ſofort zur völligen Ausſchaltung des Landes Baden führen müſſen. Wenn innen⸗ oder außenpolitiſche Schwierigkeiten die volle Erfüllung des Vertrages beeinträchtigen, ſo hat die Reichsregierung die Verpflichtung, ſich mit allen Vertrags⸗ teilen ins Benehmen zu ſetzen, um eine Verſtändigung her⸗ heizuführen. Zu dieſer Verſtänbigung war die badiſche Regie⸗ rung bereit, ſie hat mehrmals Vergleichsverhanblungen an⸗ geboten, welche aber abgelehnt wurden. Die badiſche Regie⸗ Tung hält daran ſeſt, daß ihr ein Rechtsanſpruch auf den Län⸗ Hervertrag zuſteht und ſie hält die Abſicht, Staatsverträge ein⸗ ſeitig durch Reichsgeſetz zu beſchränken oder gar zu beſeitigen, für eine Erſchütterung des Rechts⸗ und Staats, lebens. An dem Fundament einer Einigung zwiſchen den Staaten darf nicht einſeitig gerüttelt werden. Gegen die for⸗ ale, lebiglich prozeſſuale Auffaſſung als ob im Prozeß jede artei frei ſei und handeln könne, ſolange die Rechtsentſchei⸗ dung ausſtehe, iſt einzuwenden, daß das Verhältnis zwiſchen Reich und Ländern nicht nur ein prozeſſuales iſt. Zwiſchen Reich und Ländern beſteht vielmehr ein noch viel wichtigeres Verhältnis, nämlich das Verhältnis des gegenſeitigen Ver⸗ krauens. Dleſes Verhältnis hätte in den Tagen nicht geprüft werden dürfen, in denen die Länder mit dem Reich über Reichsreſorm verhandeln wollen. Trotzdem wird die badiſche Regierung auch künftighin Vergleichs vorſchläge, ob ſie vom Staatsgerichtshof, vom Reichskanzler oder von den Ländern kommen, pflicht⸗ gemäß prüfen. Vorerſt geht das Verfahren vor dem Staats⸗ gerichtshof in der Hauptſache weiter. Sachſen hat einen nenen Termin beantragt. Baden hat auf die Einhaltung der Friſten verzichtet. In der Ausſprache erklärte der ſozialdemokratiſche Fraktionsredner daß man der Reichsregierung den guten Willen abſprechen dürfe. Andererſeits ſei nicht zu verkennen, daß die badiſche Regierung juriſtiſch vollkommen im Recht fei, Rückert, Der Redner frügt ſtehe. Die Regierung hätte verſäumt, andere Stellen für ſich nicht ab⸗ die wirtſchaftliche Frage von der politlſchen trennen, Die Tarifgeſtaltuug der Reichsbahn gefährbe die Lebens⸗ intereſſen Deshalb ſei das Verlangen, einen badiſchen des Landes. Vertreter im Verwaltungsrat zu haben, berechtigt. Der Mannheimer Wirtſchaftsvertreter hätte die badiſchen Intereſſen ohne Zweifel wirkſamer vertreten, als das jetzt ernannte Verwaltungsratsmitglied, deſſen Intereſſenſphäre am Niederrhein liege. Aber die babiſche Regierung habe ihre Wünſche nicht burchſetzen können, Die Frage ſei nicht klärt, warum Baden in allem gegen Württemberg zurück⸗ arbeiten zu laſſen. Nicht einmal der Badiſche Handelstag el von den Abſichten der Regierung unterrichtet geweſen. 81 Die Rechtsfrage ſei nicht ſo klar, wie die Regie⸗ rung es jetzt barſtelle. Der Redner ging ſodann auf die Staatsgerichtshofs in der Frage des preußiſchen Sitzes ein, in der ausbrücklich betont worden ſei, daß die Anſprüche anderer Länder durch die Entſcheidung nicht feſtgeſtellt ſeien. Eine ſchlimmere Gefährdung der höchſten Autort⸗ täten im Staat könne es nicht geben, als wenn Reich und Land ſich gegenſeitig Vertragsbruch und Unwahrhaftigkeit vorwerfen. Dazu ſei die Auseinanderſetzung in einem Augenblick erfolgt, als die Reparationsfragen im entſchei⸗ denden Stadium ſtanden. Das Ausland müſſe ein trauriges Bild von der deutſchen Einheit bekommen. Die Preſſe des Zentrums habe die Angelegenheit agitatoriſch ausgenützt und geſchrieben, es könne der Tag kommen, an dem die Reichs⸗ treue der badiſchen Bevölkerung in das Gegenteil umſchlage. (Als Abg. Dr. Waldeck die Verantwortung im Reiche dem einen Zentrumsmanne Reichsverkehrsminiſter v. Gusrard zuſchob, rief Abg. Dr. Schofer erregt herüber, das ſei traurig genug, er habe das auch ausgeſprochen.] Dr. Waldeck wies ſodann die un fachlichen Angriffe auf Dr. Curtius zurck und wendete ſich ſcharf gegen den Brauch, dem poli⸗ tiſchen Gegner unſgchliche und unlautere Motive zu unter⸗ ſtellen, wie es hier wieder geſchehen ſei, Zuſammenfaſſend ſtellte er feſt, auch die Oppoſition unterſtützt die Regierung, wo das Wohl der badiſchen Bevölkerung dies verlange, wenn die Wege der Regierung in dieſer Frage auch nicht in allen Zügen gutgeheißen werden könnten. So ernſt die Reichs⸗ bahnfragen und ſo wichtig die Beſetzung der Verwaltungs⸗ ratsſtelle ſet, die Reichstreue der badiſchen Bevölkerung werde von dieſen Dingen nicht berührt. Nach weiterer Ausſprache, an der ſich die Abgg. Dr. Glockner(Dem) und Heymann(Komm.] beteiligten, wurde mit 41 gegen 3 kommuniſtiſche Stimmen bei 6 Stimm⸗ enthaltungen folgender Antrag angenommen: „Der Landtag billigt die in der Erklärung vom 21. Dezember 1928(Telegramm an den Reichskanzler über die Stellungnahme Badens im Eiſenbahnkonflikt) angenom⸗ mene Haltung der Staatsregierung.“ In einem Schlußwort gab der Interpellant, Dr. Scho⸗ fer, der Hoffnung Ausdruck, daß ſich eine Löſung auf güt⸗ lichem Wege finden laſſen werde. Er ſetzte insbeſondere ſeine Hoffnungen auf den Reichskanzler, der Badener ſei, daß er alles tun werde, um zu einer Verſtändigung zu kommen. Sodann wurde eine weitere förmliche Anfrage des Zen⸗ trums behandelt, die Auskunft haben will, wie ſich die Regie⸗ rung zu den wiederholt geäußerten Behauptungen ſtelle, Baden halte auf dem Gebiet der Langh⸗ und Gemeindefinanzen vier Stenerrekorde. Namens der Staatsregierung erwiderte Miniſterialrat Dr. Bund, der ausführte, die u. a, auch von dem Abg. Dr. Mattes in der Preſſe geäußerten Behauptungen ſeien un⸗ richtig und beruhten auf Gedanken⸗ und Rechenfehlern. Die Regierung gab dann eine umfangreiche Aufklärung zu den Preſſeangriffen. Als in dieſer Darſtellung inbezug auf den Abg. Mattes die Aeußerung fiel: Es ſei eine Schiebung, wenn Dr. Mattes die Steuereinnahmen der Hanſeſtädte beim Vergleich der Länder untereinander weglaſſe, erhob ſich lebhafter Wider⸗ ſpruch im Hauſe. Der Präſident rügte den Ausdruck„Schie⸗ ber“, da auch in einer Regierungserklärung ein derartiger Ausdruck unſtatthaft ſei. Abg. Dr. Obkircher erklärte, die Antwort der Regierung enthalte kaum mehr zu ertragende Vorwürſe gegen Dr. Mattes und er lege in deſſen Vertre⸗ tung ſchon jetzt Verwahrung ein. Die Sitzung wurde dann auf Freitag vormittag vertagt. Entſcheidung des * Aegypten ratifiziert den Kellogg⸗Pakt. Zu ben 15 Staaten, die den Kellogg⸗Pakt bereits ratifiziert haben, iſt nunmehr auch Aegypten getreten. Ihren Beitritt zum Kellogg⸗ Pakt haben jetzt insgeſamt 49 Reglexungen erklärt. 1 Bindung oder Wirrwarr? Berlin, 25. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Nach⸗ gerade ſcheint auch die Sozialdemokratie, die bislang die Koalitionsfrage etwas von oben herab behandelte, von leichten Beklemmungen heimgeſucht zu werden. So etwas wie Kriſenangſt drückt ſich in einer Betrachtung des ſozial⸗ demokratiſchen Preſſedienſtes aus, die bezeichnenderweiſe „Bindung oder Wirrwarr“ überſchrieben iſt. Da wird zunächſt der Kanzler in Schutz genommen gegen den Vorwurf, daß er zu wenig Initiative entwickelt habe. Dann aber heißt es weiter, es ſei ſelbſtperſtändlich, daß die bisherige Form des Re⸗ gierens, die ſogenannte lockere Bindung, ihre Grenze habe und es könne auch keinem Zweffel unterliegen, daß wir uns einem kritiſchen Moment nähern In einer Sache aber, wo ſich Recht und Zwang gegenüber⸗ ſtehen, ſei es das Vernünftigſte, ſich zu verſtändigen. Abg. Dr. Mauer(Dutl.] verlieſt eine Erklärung ſeiner Fraktion, in welcher der Rechtsanſpruch Badens auf einen zerwallungsratsſitz unterſtrichen und das Verhalten der Meichs regierung getadelt wird. Abg. Dr. Waldeck(Deutſche Volkspartei) wies auf den Beſuch des Staalspräſidenten in Mannheim bin. Der Staatspräſident habe ſich von den Sorgen der badiſchen Wirtſchaft überzeugen können. Bei der Frage der Beſetzung des Verwaltungsratspoſtens müſſe man Aus der Notwendigkeit heraus, den Etat zu verabſchieden und für das Defizit eine Deckung zu finden habe der Kanzler ſich veranlaßt geſehen, mit den leitenden Stellen der einzelnen Parteien Fühlung zu nehmen und das Terrain zu ſondieren. ö Man wird den Erfolg dieſer Bemühungen, die heute und in den folgenden Tagen fortgeſetzt werden ſollen, abwarten müſſen. Trotz aller Schwierigkeiten perſoneller und fachlicher Natur, die ihm entgegenſtehen, glaubt das parteloffiziöſe Or⸗ gan der Sozialdemokraten, doch zur Verſtändigung raten zu ſollen. Die Einigungüber die Steuerpläne würde zwar nicht leicht herbeizuführen ſein, aber immerhin wären die ges weiß das mannes) ſeit Jahren ein Verhältnis mit der Frau Rappa⸗ Die Grippe⸗Epidemie in Berlin Berlin, 25. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Grippe hat, wie wir einer Darſtellung im„Börſenkurier“ entnehmen, die Krankenziffer auf das Doppelte geſteigert. Seit dreißig Jahren iſt eine Inanſpruchnahme der Aerzte durch eine Epidemie im Ausmaß von heute nicht be⸗ kannt geweſen. Die 3 600 Berlirer Kaſſenärzte ſind bis zur Höchſt möglichkeit beſchäftigt. Auch ganz junge Aerzte, die ſich erſt vor einfgen Monaten niedergelaſſen haben, ſehen nicht ſel⸗ ten 20—25 Patienten in der Sprechſtunde. Die Aerzteſchaft hält den Wohnungsmangel für einen der Haupt⸗ gründe des Umfanges der jetzigen Epidemie. Zum Glück ſind Todesfälle nach wie vor wenig zu verzeichnen. Die Aerzte aber halten ſich verhältnismäßig immun. Der Betrugsſkandal Lewin ⸗Nappaport Berlin, 25. Jan.(Von unſerem Berliner Büro.) Aus den Hintergründen des Lewinſchen Millionenbelru⸗ ieſige kommuniſtiſche Abendblatt noch folgendes zu erzählen: Dr. Lewin habe(mit Wiſſen des geſchätzten Eh port gehabt. Die Dame ſtellte an ihre beiden Männer, alſo an den Inhaber des Bankhauſes wie an ſeinen Prokurtiſten, unerhörte Anſprüche. Sie beſaß wohl zwanzig koſt bare Pelzmäntel, von denen der billigſte 12 000 Mark gekoſtet hätte,(2] Erſt vor wenigen Wochen hätte ihr Lewin einen Ring gekauft, für den er 35000 Mark mit einem Akzept bezahlt hätte, das natürlich jetzt wertlos geworden iſt. Rappaport lebte in einer ſchloßartigen Villa, auch Le⸗ win und ſeine legitime Geſponſin bewohnten eine koſtbare Wohnung, beſaßen natürlich auch mehrere Automobile und Geld ſpielte keine Rolle. Kurz vor ſeinem Zuſammenbruch ſoll Herr Lewin ſich mit dem Plau getragen haben, die Oſtbank für Handel und Gewerbe zu erwerben, deren Depoteinlagen auf etwa 30 Millionen Mark geſchätzt werden. In dieſem Falle märe es ihm möglich geweſen, die Wechſel nachträglich decken zu laſſen.— Und ausgerechnet aus Kiew mußten wir dieſe talentvollen Leute beziehen. Trotz aller Bemühungen der Staatsanwaltſchaft und der Polizei konnte der Aufenthalt der flüchtigen Juhaber des Baukhauſes Löwenberg u. Co. bisher noch nicht feſt⸗ geſtellt werden. Dagegen iſt es gelungen, einen Ueberblick über die ungefähren Wechſelfälſchungen zu gewinnen. Summe der in Deutſchland in Umlauf gebrachten gefälſchten Wechſel beträgt etwa 1,5 Millionen Mark. Darüber hinaus werden aber noch größere Wechſel im Ausland laufen, ſo daß die Geſamtſumme der Verbindlichkeiten erſt in einigen Wochen feſtgeſtellt werden kann. Bel der Durchſuchung wurden in Lewins Schränken für über eine halbe Million Wechſel gefunden, auf denen die Unterſchriften des Bank⸗ hauſes Bleichröder gefälſcht find. Dieſe Wechſel wur⸗ den beſchlagnahmt und ſind alſo nicht mehr in den Verkehr gelangt. Die * Ein neuer großer Wechſelbetrug Bei der Berliner Kriminalpolizei ſind laut„Temps“ in der letzten Zeit Anzeigen über Anzeigen gegen den Kaufmann Otto Wolf eingegangen, der in der Behrenſtraße ein Immo⸗ biliengeſchäft betreibt. Wolf wird beſchuldigt, zahlreiche unge⸗ deckte Wechſel in Umlauf geſetzt und in Zahlung gegeben zu haben. Auch hat er mit Schecks, die keine Deckung hatten. Brillanten und Waren aufgekauft und daun weiter verſese Falſche Leichen — Köln, 25. Jan. Am Donnerstag ſollte auf dem Süd⸗ friedhof die Leiche eines Einwohners beerdigt werden. An⸗ gehörige und Freunde ſowie Mitglieder eines Vereins be⸗ gehrten die Leiche noch einmal zu ſehen. Wie erſchraken ſie, als anſtatt des Vaters und Freundes eine Frauen⸗ leiche in dem Sarge lag. Es ſtellte ſich heraus, daß die eigentlich zu beerdigende Leiche nicht mehr da war, alſo ſchon beerdigt ſein mußte. Die Verwechſlung ſoll im Kran⸗ kenhaus vorgekommen ſein. Es hat ſich weiter herausgeſtellt, daß noch mehrere Verwechflungen erfolgt ſind, ſo⸗ daß 15 bis 18 Leichen ausgegraben werden müſſen. Verſuchter Gattenmord — Berlin, 24. Jan. In der letzten Nacht verſuchte eine Frau Paul in Holzweiſſig, ihren Gatten zu er⸗ droſſeln. Die Schuldige und ihre Schweſter, die bei dem Berbrechen geholſen hatte, wurden verhaftet. Vierfacher Mord in einer engliſchen Stadt — London, 25. Jan. Iu ſpäter Abendſtunde wurden geſtern von ber Polizei in einem Hauſe in Remford(Eſſez) vier Kinder mit durchſchnittenen Kehlen aufgefunden. 300 Erdbebenopfer in Venezuela 5 — Rio de Janeiro, 28. Jau. Nach einer Meldung aus Caracas ſind bei dem Erdbeben in Venezuela iusgeſam: 300 Perſonen ums Leben gekommen, 2000 Perſonen wurden verletzt. Die Sozialdemokraten für die große Koalition Ausſichten unendlich viel günſtiger, als wenn die Fraktionen auf einander gar keine Rückſicht zu nehmen brauchten. So ſchreibt der„Vorwärts“: „Auf die Dauer werden ſie mit ihren Wünſchen und FNor⸗* derungen zu den Kompromißvorſchlägen des Kabinetts nicht zurückhalten. Ste werden jeden ihrer eigenen Erſparnis⸗ und Steuervorſchläge der Oeffentlichkeit unterbreiten, und was die Sozlaldemokratie angeht, ſo wird ſie ſicher nicht auf die Frei⸗ heit verzichten, von der die anderen Gebrauch machen. Das würde dann die Verwirrung auf die Spitze treiben und wenn einmal die Sonderprogramme aufgeſtellt ſind, wird es ſaſt un⸗ möglich ſein, eine Einigung, wie ſte jetzt noch denkbar iſt, her⸗ beizuführen. Das wäre dann die Kriſe und die, die es an⸗ geht, ſollten es ſich wohl überlegen, ob ſie es auf dieſen Aus⸗ gang ankommen laſſen wollen und wie ſie ſich die Beendigung der Kriſe denken.“ Dem allem wird man nur zuſtimmen können. Es fragt ſich nur, ob die Sozialdemokraten auch zu ihrem Teil die nötige Einſicht aufbringen, die es den anderen Parteien ermöglicht, mit ihnen zu paktieren. Die Dinge liegen gegenwärtig ſo, daß die prinzipielle Bereitſchaft zur Bildung der großen Koalition bei allen in Frage kommenden Fraktionen beſteht. Man müchte meinen, bemerkt die Ger manta“, die in zuſtimmendem Sinne zu den Ausführungen des ſozialdemo⸗ kratiſchen Preſſedienſtes Stellung nimmt, daß es unter dieſen Umſtänden dem Kanzler gelingen ſollte, über alle Schwierig⸗ ksiten hirweg den Forderungen der Stunde gerecht zu werden — 4 i 92 3 1 8 4 t. * 0 1 2 9 2 lt 5 + 8 * „ 1 9„, , E N + E 0 1 * f 8 * 5 0 4 K — E * 5 1 8 . 1 5 ö N 1 7 * 1 0 7 ö. 1 1 . f „ J N C ö 5 ö 1 ö 1 1 „ 0 5 q 5 7 g 5 J * Frau Dr. Rofin, zwei Selbſtporträts, beſonders das eine an 5. Januar 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr 41 zehn Fahre eulſche Volkspartei in Mannheim Goſelliger Abend des Ortsvereins im Mibelungenſagal Der Einladung, die der Ortsverein Mannheim der Deutſchen Volkspartei zu dem geſelligen Abend ergehen ließ, wurde erfreulicherweiſe ſehr zahlreich Folge geleiſtet. Der Abend war gut arrangiert. Im Rah⸗ men eines gediegenen, abwechflungsreichen Programms wur⸗ den mehrere Reden gehalten, die, da ſie ſich durch Kürze aus⸗ zeichneten, die Abwicklung der Vortragsfolge nicht zu ſehr in die Länge zogen, ſodaß die tanzluſtige Jugend und die nicht minder tanzluſtigen älteren Semeſter ebenfalls auf ihre Rechnung kamen. a Stadtrat Auguſt Ludwig, der verdienſtvolle erſte Vorſitzende und Mitbegründer des Ortsvereins, eröffnete den Abend, der einen ungemein har⸗ moniſchen Verlauf nahm, mit folgender Begrüßungsanſprache: Im Auftrage des Vorſtandes unſeres Ortsvereins heiße ich Sie aufs herzlichſte willkommen und gebe der lebhaften Freude Ausdruck, daß Sie unſerem Rufe ſo zahlreich Folge geleiſtet haben. Neben den Vertretern der Preſſe und den verehrlichen Mitwirkenden des Abends begrüße ich vor allem die Mitbegründer des Ortsvereins und die Freunde, die von auswärts hierher geeilt ſind, um an unſerem Feſte teilzunehmen, beſonders den Vertreter der Reichsgeſchäfts⸗ ſtelle, Generalſekretär Wittig. 10 Jahre waren am ver⸗ gangenen Sonntag ins Land gegangen ſeit dem Tage, an dem 16 Männer und Frauen die D. V. P. in Mannheim gegründet haben. Allzu ſchnell hat ſo mancher die Zeit vergeſſen, in der im allgemeinen Wirrwarr auch die politiſchen Parteien ins Wanken geraten waren, in der das Schlagwort Demokratie das Volk beherrſchte und in der Mut, großer Mut dazu ge⸗ hörte, ſich offen und frei zum nationalen und liberalen Ge⸗ danken zu bekennen. Aus kleinſten Anfängen heraus hat die D. V. P. Mann⸗ heim in dieſen 10 Jahren einen bewundernswerten Auf⸗ ſchwung genommen und ſich in zäher, harter Arbeit zur ſtärkſten bürgerlichen Partei unſerer Stadt emporgearbeitet. Was unſerem Ortsverein neben den Zielen der Partei vor allem den Aufſtieg ermöglichte, war die Geſchloſſen⸗ heit, die in ihm herrſchte, war das treue, vorbildliche Zu⸗ ſammenhalten zwiſchen Mitglied und Vorſtand. So glaubten wir den 10. Jahrestag der Gründung unſeres Ortsvereins nicht ſang⸗ und klanglos vorübergehen laſſen zu ſollen, den Tag, den wir auch als den Geburtstag der D. V. P. Badens bezeichnen dürfen. Aus berufenem Munde, durch den Mitbegründer und Führer der Partei in Baden, Reichs⸗ wirtſchaftsminiſter Dr. Curtlus, wird Ihnen, meine verehrl. Freunde, am nächſten Sonntag vormittag in einer ſchlichten Morgenfeler der Werdegang der Partei dargelegt werden. Aber nicht nur in einer ernſten Welheſtunde wollen wir des 10 jährigen Geburtstages unſerer Partei gedenken, ſondern auch in würdiger, froher Weiſe im Rahmen eines Familienabends. So hoffe und wünſche ich, daß der heutige Abend einen ſchönen gelungenen Verlauf nimmt, daß er das Band der Zuſammengehörigkeit enger knüpft und zur wei⸗ teren Stärkung der Partei beiträgt. Möge er ein würdiger Auftakt zu weiterer intenſiver Arbeit im Dienſte unſeres Vaterlandes im zweiten Dezennium der Partei ſein! Ste, geehrte Freunde, aber bitte ich zu Beginn unſeres heutigen Abends unſeres Geburtstageskindes zu gedenken und einzuſtimmen in den Ruf: Die Deutſche Volkspartei, die Hüterin des nationalen und liberalen Gedankens, ſie wachſe, blühe und gedeihe, ſie lebe hoch!(Starker Beifall.) Generalſekretär Wolf, Karlsruhe Überbrachte die Grüße des Landesverbandes Baden, deſſen Vorſitzender leider am Erſcheinen verhindert war. Ich glaube, ſo betonte der Redner, in der Geburtsſtunde der Deutſchen Volkspartei, da ſollte man auch eines Mannes gedenken, der von den erſten Tagen der Gründung an und nun ſeit neun Jahren verantwortlich an der Spitze der Deutſchen Volks⸗ partei in Mannheim ſteht. Es iſt dies unſer hochverehrter Stadtrat Ludwig. Wenn ich ſeine Tätigkeit beobachte, wie er unter Einſetzung ſeiner ganzen Perſönlichkeit gearbeitet hat für unſere Partei, ſo muß ich konſtatteren, daß uns dieſe 2 Von Berliner Kunſt und Muſik Von Oscar Bie Bruno Caſſirer hatte die gute Idee, die Arbeiten von Max Liebermann aus den Jahren 27 und 28, ehe ſie im Privpatbeſitz verſchwinden, ſchnell zuſammen auszuſtellen. Der alle Maiſter beſchäftigt ſich letzt eigentlich nur noch mit Aufnahmen ſeines Wannſeegartens und mit Porträts. Die Friſche iſt für ein Alter von 81 Jahren unglaublich. Welche Tiefe in der Landſchaft bis hinunter zu den ſchwarzen Baum⸗ ſchatten, welche Sicherheit in der impr ſſtoniſtiſchen Zerlegung des Laubs und der Blumen, welche Unermüdlichkelt in dem Studtum meiſt derſelben Gartenmo ive, welche Ruhe und Har⸗ monle in der geklärten Abſtimmung des Ganzen. Es iſt Frühling in dieſer Natur, es iſt Sommer, den Herbſt malt er nicht. So vereinigt, zeigen die Wannſeebilder eine un⸗ vermutete Abwechſlung und das eine Stück ſcheint das andere immer noch zu übertreffen. Die Porträts Geheimrat Nieſſer, der Staffelei, ſind in derſelben meiſterlichen Abtönung gehal⸗ ten. Sie geben das Leben, von einem Gipfel der Erfahrung aus geſehen. Einige ſchöne Zeichnungen und Radierungen kommen dazu, ein großkonturie tes Selbſtbildnis, mehrere Aufnahmen von Heinrich Mann. Nichts von alledem war bisher öffentlich zu ſehen. Ein anderer Achtzigiähriger, Chriſtlan Rohlfs, der bei Ferdinand Müller ausſtellt, hat ſich in ſeiner Art ent⸗ wickelt, wie ich immer fand mehr dekorativ, mit der Ruhe einer Ornamentik, in einer Farbenlyrik, die manches Drama überwunden hat. Ob er Figuren oder Blumen darſtellt, eine Tänzerin, eine Anprobe, oder den Soeſter Turm, ein Kloſter, eine Kirche oder zwei Akte, oder dieſe zwei aneinander ge⸗ ſchmiegten Köpfe in graugzünem Ton, immer iſt es die letzte Auflöfung der Materie in eine faſt zu geſchmackvolle Sym⸗ phonie von Farben, die den maleriſchen Wert in einen muſi⸗ kaliſchen aufſaugt. Kraft iſt es nicht, die ſpricht, aber Klang, Zauber und ein ganz klein wenig Schöngeiſt. Kraft iſt bei Max Beckmann, deſſen letzte Werke Flechtheim darbietet. Er hat die Epoche der Geſpenſtereten und Erzentriks hinter ſich, hat ſich an der Natur geſund gemacht und iſt auf einer ſoliden Baſis gelandet, etwa zwiſchen Hofer und Kokoſchka. Die Loge mit der ſitzenden Dame und dem Herrn mit dem Opern⸗ glas iſt ein formal gerundetes Werk in einem warmen Hauch reich erſchienenen jugendlichen Gäſten viele bereſt erklären werden, in Zukunſt in unſerem Kreiſe an der Weiterentwick⸗ eifrige Arbeit in der Partei und weit darüber hinaus im ganzen deutſchen Vaterlande nur von Nutzen war. In jenen Jahren, als die Gründung erſolgte, war das Bekenntnis für die Freiheit des Vaterlandes und das Eintreten für unſere Partei mit einem großen Mute, ja mit Lebensgefahr verbunden. In den Tagen der Nachkriegszeit gab es nicht allzuviel Perſönlichkeiten, die ſich bereit fanden, in der vor⸗ derſten Front zu kämpfen. Ein ganz beſonderes Wort des Dankes auch den Mitarbeitern und sſtreitern, die ſich im Laufe der Jahre um ihren erſten Vorſttzenden geſchart haben. Wenn ich nun den Geburtstagsgruß des Landesverbandes über⸗ mittle, ſo glaube ich in all Ihrem Sinne zu ſprechen, wenn ich Ihre Gedanken hinüberleite zu denen, die heute noch unter fremden Bajonetten leiden müſſen, obwohl der Krieg ſchon viele Jahre vorüber iſt. Das Ziel der Partei iſt, unſerem deutſchen Volk ſeine Freiheit zu geben.(Lebhafter Beifall.) Deshalb laſſen Sie uns am Beginn des zweiten Jahrzehnts der Ortsgruppe in Treue das Gelöbnis aus⸗ ſprechen: Vorwärts und aufwärts zur Einigkeit, zur Freiheit!(Lebhafter Beifall.) Geueralſekretär Wittig, Berlin der mit großer Freude begrüßt wurde,. ſprach im Auftrag der Reichsparteileltung, wobei er u. a. ausführte: Mit dem Gruß der Reichsparteileitung danke ich zugleich all' den Männern und Frauen in Mannheim, die im Laufe der vergangenen zehn Jahre an dem Wiederaufſtieg des nationalen Gedankens mitgearbeitet haben. Der Gruß der Parteileitung iſt ver⸗ bunden mit dem Wunſch, daß die Arbeit in Mannheim in Zukunft ebenſo erfolgreich ſein möge als in dem abgelaufenen Jahrzehnt. Ich danke ferner Str. Ludwig, daß er der Gründer der Partei ſo freundlich gedacht hat. Ich habe im Namen der Gründer den Dank auszuſprechen, Str. Ludwig hat die Fernſtehenden wieder herbeigeholt, als wir unſere Partei aufzubauen begannen. Es gehörte Mut und Kraft dazu. Auch Str. Ludwig Haas, ebenfalls ein Mitbegründer der Partei, gebührt unſer Dank, denn auch auf ihn iſt es zurückzuführen, daß die Partei hochgekommen iſt. Das, was uns zur Parteigründung veranlaßt hatte, das war das alte nationale und liberale Ge⸗ wiſſen. Aus eineminneren Zwang heraus haben wir gehandelt. Der Erfolg hat uns recht gegeben. Wir können uns alſo freiſprechen, wenn nicht nach berühmten Mu⸗ ſtern Amneſtie erteilt werden ſollte.(Heiterkeit.) Im Namen der Geſamtpartet, die in Man nheim immer ein ſtarkes Bollwerk beſaß, ſpreche ich den Wunſch aus, daß die große Stadt mit ihrer großen wirtſchaftlichen Vergangenheit ſich bald erholen möge von den Nach⸗ wirkungen des Krieges. Bei der Wlederaufbauarbeit werden auch die Frauen und Männer der Deutſchen Volkspartei mit in vorderſter Linie ſtehen, dann hebt ſich unſere politiſche Ar⸗ beit und unſer Kampf weit hinaus über den Alltag. Dann wird unſere politiſche Arbeit Dienſt am Volke, Dien ſt am Baterland!(Lebhafter Beifall.) Dr. Brandt von der Jugendgruppe der Deutſchen Volkspartel richtete an die Jugend behe zigenswerte Worte. Er führte u. a. aus: Wir wollen der national und liberal geſtunten Jugend bei ihrer vaterländiſchen Pflichterfüllung Führer ins Leben ſein. Schon ſeit vielen Jahren hat ſich hierfür ein ſtetig wachſender Kreis begeiſterler Jugendlicher in Jungmädchen⸗„Jungmänner⸗ und in der Hoch ⸗ ſchulgruppe der Deutſchen Volkspartet zuſammengefun⸗ den. Anläßlich unſerer heutigen Jubiläumsfeier haben dieſe drei Gruppen ihren Zuſammenſchluß zu gemeinſamer Arbeit vorläufig in dem Ortsausſchuß der volks⸗ partetlichen Jugendgruppen Mannheims ge⸗ funden. Dieſer ſtellt daher als oberſte Lokalorganiſation die Vereinigung und Vertretung der geſamten nationallikeralen Jugend unſerer Vaterſtadt Mannheim dar. Der bis jetzt ſo ſchöne Verlauf des Abends läßt hoffen, daß ſich von den zahl⸗ der lung unſerer Jugendarbeit mitzuwirken. Von dieſer Hoff⸗ nung beſeelt, bitte ich, auch weiterhin die Tore zu ihren Her⸗ zen weit und breit aufzutun und empfänglich zu ſein für das, was wir zu bieten vermögen. Auch für uns nationalliberale Jugend muß ſich heute abend das alte Wort bewahrheiten; Jung ſein heißt fröhlich ſein können!(Lebhaften Beifall.) Die wertvollen ſoliſtiſchen Darbietungen eröffnete Kam⸗ merſänger W. Fenten, der, vorzüglich bei Stimme, mit ge⸗ wohnter Vortragskunſt„An die Leyer“ von Schubert,„Wenn du kein Spielmann wärſt“ von Hoffmann und„Am Rheitz und beim Wein“ ſpendete. Seines„Baſſes Grundgewalt⸗ war vortrefflich dem Nibelungeuſaal angepaßt. Anſtelle von Frl. Friedel Dann, die infolge Unpäßlichkeit abſagen mußte, ſprang ein weiteres bewährtes Mitglied unſeres Natihnal⸗ theaters, Frau Marianne Keiler, auf das erfolgreichſte in die Breſche. Die Arie aus„Freiſchütz“„Kommt ein ſchlanker Burſch gegangen“ gelangte ebenſo ausdrucks reich und ſtimmlich wohllautend zum Vortrag, wie„Mein Herr Marquis“ aus der „Fledermaus“. Der ſtürmiſche Beifall erzwang eine Zugabe. Frl. Betta Liſt trug zu der ausgezeichneten Wirkung der Ge⸗ ſangsvorträge durch die brillante Begleitung bei. Wenn Neumann⸗Hoditz zu rezitieren beginnt, lauſcht man immer mit ganz beſonderer Aufmerkſamkeit. Aus dem reichen Schatze ſeines Repertoirs ſpendete er eine ganze Anzahl heiterer Vorträge von Dehmel, Schulte vom Brühl, Lilieneron, Trojan uſw., lauter dankbare hochdeutſche und Dialektfachen, die ihm den wohlverdienten rauſchenden Beifall eintrugen. Man entließ ihn nur ungern vom Podium. Einen geradezu ſtürmiſchen Heiterkeitserfolg erzielte Frau Eliſe Delank, die den verhinderten Opernſänger Voiſin ganz ausgezeichnet mit ihrem Hauptſchlager„Die weiße Sklavin“, dem zwerch⸗ fellerſchütternden Kinberlebnis, vertrat. Auch hier ging es ohne Zugabe nicht ab. Die Tanzkunſt wurde auf das beifalls⸗ würdigſte durch Frl. Annt Heuſer vertreten, die mehrere Tänze überaus eindrucksreich und leichtbeſchwingt geſtaltete. Ihr Radetzky⸗Marſch war ſo blendend, daß er teilwelſe wieder⸗ holt werden mußte. Wärmſte Anerkennung verdient auch die Kapelle Mohr, die unter ber ſtraffen Leitung ihres beliebten Dirigenten Mohr klaſſiſche und moderne Muſik in guter Auswahl und auf das feinſte nuanciert ſpendete. Auch dieſen Gaben wurde der wohlverdiente ſtarke Beifall zuteil. Nach Abwicklung des umfangreichen Programms wurde unter Leitung des Tanzmeiſters Stündebeek noch bis um 2 Uhr eifrigſt getanzt. Die zur Verfügung ſtehende Tanz⸗ fläche hätte noch größer ſein müſſen, um für alle Paare be⸗ quem Platz zu bieten. So harmoniſch, wie ſie durchgeführt wurde, klang die einen ausgeſprochen familtären Charakter tragende Feſtlichkeit aus. Seh. eee ee eee Städliſche Nachrichten „Pauli Bekehrung“ Der Tag, der im Kalender„Pauli Bekehrung“ genannt wird, iſt einer der Hauptwettertage, die auf den Lenz ſchlteßen laſſen; er ſteht ganz im Zeichen des kommenden Frühlings. Der Frühling läßt ſozufagen die erſte Friedens⸗ taube fliegen, die das Oelblatt als Zeichen guter Verheißung heimbringt. Man nimmt an, daß an ihm in alter Zeit ein Volksfeſt zu Ehren einer Frühlingsgottheit gefeiert wurde, denn im öſtlichen Deutſchland gilt er hier und da noch heute als heilig, und jegliche Haus⸗ und Feldarbeit iſt verpönt. Mit Pauli Bekehrung wächſt die Pflanze feſt im Erdreich, die Saat beginnt ſich zu beſtocken. Die Wurzeln empfangen reichlichere Nahrung aus dem Erdboden, weshalb es heißt:„Paul Be⸗ kehr kehrt ſich das Würzelchen rum in der Erd.“ Der Winter hat mit der höher ſteigenden Sonne ſeine Hauptkraft ver⸗ loren und tritt ſeinen Rückzug an. Die Mette iſt erreicht: „Pauli Bekehr, der halbe Winter hin, der halbe Winter her.“ Der 25. Januar hatte für das Wetter ſchon in der alten lateiniſchen Versweisheit ſeine Bedeutung; darin heißt es verdeutſcht: „Gute Zeiten verkündet heiterer Himmel am Paulstag, Iſt er windig, verkündet er nahe politiſche Stürme, Iſt er neblig, bedroht er mit Seuchen alle Geſchößfe, Schnee oder Regen bedrohen mit teuren Zeiten und der Materie. Seine Landſchaften und Stilleben haben das Feuer der Konzeption in ſich verwahrt. Scheveningen hat es ihm angetan. Ein Morgenblick aus dem Hotelzimmer, abend⸗ licher Strand, Kabinen und Meeraus ſchnitte ſind voll leiden⸗ ſchaftlicher Impulſe. Paſtelle von El kunſtlaufern Zeichnun⸗ gen von Italienerinnen beweiſen die ſtarke Hand. 8 Dagegen iſt alles um Senta herum ſehr dramatiſch und real und die Spinnſtube wirkt ganz ſtark durch die Beweglich⸗ keit des Chors und die Erlebniskraft der Ballade. Die Spinnerinnen ſind bäuerlich koſttmiert, braun und blau, Senta blau mit rotem Haar, ein rechtes Kind des Volkes. Aber die Mädchen ſpinnen nicht einmal alle, obwohl es die Muſik illuſtriert, ſie flicken Netze. So gehen die Stile durchein⸗ ander. Bisweilen nähert ſich Klemperer auch der modernſten Form der Operudarſtellung in der Aufnahme eines Chors in das Orcheſter. Der Chor des Holländerſchiffs iſt da unten poſtiert. Der Dirigent ſelbſt hält durch das Feuer und die Strenge ſeiner Interpretation alles Experimentelle möglichſt zuſammen und überzeugt uns wenigſtens muſtkaliſch von der un verminderten Lebenskraft diefes Werks. Kronn, der Holländer, koſtümiert wie eine moderne Todesfigur, bleich im Havelock, die Forbach Strauß, ohne von ihm anders abhängig zu ſein alb in der allgemeinen ſymphoniſchen Ausgeſtaltung ſieben großer auein⸗ ander gereihter Situationen, die das Lebensſchick al von Blazu⸗ 0 1 72 127— 8 2 bart ſuymboliſieren. Sieben Türen, ſieben Stationen: Blltt, Krieg, Schmuck, Blumen, Landſchaft, Tränen und die tote Frauen. Judith, die letzte Frau, erlebt dies ſehend u. empfindend. Der Dialog dieſer zwei Menſchen iſt faſt wie eine.eſungene Pantomime. Das Orcheſter ſchildert mit letzter Kühnheit aller modernen Mittel die verſchiedenen Milieus, mit einer wunderbaren Gipfelung der Tuttialkorde bei der Landſchaft, mit bunt gewechſelten Farben, mit Liedmotiven, mit einer Skala von Rhythmen, mit letzter Kolortſtik der Inſtrumente aus der Finſternis heraus und in ſie zurück. Eine Frei eit der Erfindung iſt darin, die unſere Nerven erſchüttert. Eine Welt von Tönen, die dieſen Kalvartienberg ohne Nachlaſſen erfüllt. Eine Aufführung von Niveau. Dobrowen in⸗ ſzeniert es auf traumhafter Drehbühne. Hofmann und die Rafdl ſingen die beiden Rollen mit letztem Aufwand, er ſtatuariſch gebändigt, ſie mit einer entzückenden tänzeriſchen Elaſtigttät. Ein Dirigent von noch nicht 21 Jahren, Hans Levy⸗Die m, meiſtert die ſchwierige Partitur mit unglaub⸗ licher Begabung. Dazu wird ein Weihnachtsballett von Wilhelm Gro 5 gegeben„Armer Relnhold“, Traumphantaſſe eines kran⸗ ken Kindes, die die Mutter zum Engel verwandelt, den Haus⸗ herrn zum Dämon, das Spielzeug aufbaut, mit allen alten und heutigen Tänzen, mit Weihnachts⸗ und Kinderliedern, mit Motivverwandlungen und einem raffinierten modernen Or⸗ cheſter. Den Text machte ihm der bekannte Salzburger Domorganiſt Paumgartner, und Groß ſelbſt, ein Schreker⸗ ſchüler mäßigte ſich in ſeinen Einfällen und ſeinen Tendenzen recht liebenswürdig dem Publikum entgegen. Es heſcherte ihm auch einen hübſchen Erfolg. a eee. 8 te. Nr. 41 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗ Ausgabe) Freitag, den 25. Januar 1929 En Rundgang Am Samſchdag Owend holt mei Fraa gemeent, daß es gar nix ſchade däyht, wenn'r emool en Rundgang dorch unſere verſchiedene Bekannte mache dähte, daß unter Berickſichdigung verſchiedener unn annerer Umſchände, teils diesbezieglich, teils annererſeits emvol en Ausgleich ſchaffe däht, dodeſor, weil uns als aach die Bekannte uff de Hals ricke unn uns als diesbezieglich unn annererſeits, teils angenehm, teils unangenehm die Zeid vertreiwe. Allerdings war ich nit ganz der Anſicht, denn ich habb als gemeent, daß der Samſchdag Owend en ſchlechder Zeitpunkt iß, um Beſuche zu mache, denn en Mannemer iß doch am Samſchdag Owend nit daheem. Awwer trotzdem ſinn'r gleich nvoch ſexe los, denn mei Fraa hott gemeent, e Nachteſſe werre'r ſchun irgendwo erwe unn des hätte'r dann ſchun widdet geſchpart. Als'r aus'm Haus raus ſinn, unn iwwer die Gaß niwwer ſinn, wäre'r beede beinoh hingeborzelt, denn die Strooße ware ſo glatt, wie e Eisbe Dorch den welt⸗ orſchitternde Vorfall vorſichdiger gemacht, hawwe'r dann unſere Latſche beſſer uffgehowe unn ſinn aach ohne weideren Unfall beim Kurt unſerem beſonnern Liebling an⸗ gekumme. Der hott awwer ſei Aage uffgeriſſe, wie der uns 1 8 geſehe hott. Wie der unſer Begehre gehört hott, daß mir uns länger bei ihm uffhalte wollte, hott'r gan geſchtammelt:„Nee, heit gehts werklich nit, werkli ich habb e ſchwere Arweit mir unn die muß heit noch ferdig werre, ferdig werre. Ich komponier en Feſchtmarſch for Gitarr' iwwer den leſchde Schneefall. Jedzt habb ich grad gude Einfäll, gude Einfäll, unn do kann ich kee Schtörung brauche. Geht alſo jedzt fort, ich beſuch eich devor negſchte Woch emvol, negſchte Woch emool.“ Des war wohl die längſcht Redd, die der Kurt je in ſeim Lewe gehalte hott, mir ſinn halt widder los, unner Eierdänz iwwer die Schtroße unn zum Schorſch. vor Der war gar nit daheem. Sei Fraa hott geſacht, er wär mit ſeine Schlittſchuh nunner uff die Gaß unn däht Schlittſchuh fahre. Daß'r des kann, hawwe'r aach ſchun gemerkt, awwer was wollte'r mache, zum Schorſch ſeiner Fraa wollte'r nit hinhocke unn ſo ſinn'r halt widder los. Unſer negſchter Iwwerfall war beim Eugen— er werd zwvoor immer Euſchähhn geruffe— der hott gleich an die Diehr en Zeddel hingemacht, daß'r mit ſeine Buwe uff de Gockelsberg rodle ſei unn während dem, daß's Schnee hawwe duhe däht, er kee Schprechſchtund hätt, for niemand. Allmählich ſinn die Ausſichte uff e Nachteſſe immer unſicherer worre, awwer dodefor de Hunger immer größer. Allmählich ſinn mir aach beſſer iwwer die Schtrooße gekumme, denn mir ware in'r Schtadt jedzt unn do ſinn bekanntlich die 2 Schrooße ſauwer geweſt. Al Schtockwerk hoch drowwe wa mir dähte um zehn Minude ſeine Schi in de Waldpark. Weider zum Au s'r bei Karle glicklich finf re, hott fei Loſchifraa gemeent, zu ſchbät kumme, er wär mit guſcht. Unſer Hunger war ſchun bei achzich Grad Fahrenheit angelangt unn bott ſicher iwwer zwanzich Ampeer gehatt, awwer ſo lang mir Hoffnung hott, ſoll'r nit die Flint ins Korn werfe. In Mannem iß noch keener verhungert. Wie uns beim Auguſcht uffgemacht worre iß, iß uns ſo en Geſchtank entgegekumme, daß uns'r Hunger beinoh vergange iß. Zunegſcht hott'r kee Nodiz genumme, daß mir iwwerhaupt dod ware unn wie'r uns bemerkbar gemacht hawwe, hott'r gemeent, ob mir denn nit ſehe dähte, daß'r ſchtreng beſchäf⸗ unn Schtörung brauche könnte. Er hott nähmlich Schi mit me Biggeleiſe gewaxt, weibr Narri 7 Ackerſche ——* Otto hott eines Schnee⸗ 1 g ſchloofe, 8 enhang hott ſchur B 9 hott. 2 Jeiſch verſucht, Wwe gern r puſſiert * Abwendung des Konkurſes der Baugenoſſenſchaft Mieter⸗ vereinigung Mannheim e. G. m. b. H. Die RA. Dr. Hir ſch⸗ ler und Oppenheimer teilen uns mit, daß nunmehr die Baugläubiger Zuſtimmung zur Eröffnung des Ver⸗ gleichs verfahrens gegeben haben, ſodaß der Kon kur 9 die z un ch ſt abgewendet iſt. * Neuer Froſt. Tauwetter wechſelt mit Froſt ab. Schon geſtern abend machten ſich die Anzeichen des Herabſinkens der Temperatur auf den Gefrierpunkt bemerkbar. Es glitzerte auf den noch feuchten Straßen. In der vergangenen Nacht ging die Queckſilberſäule bis auf 4,7 Grad C. zurück. Da in der Nacht zum Donnerstag 70,2 Grad C. gemeſſen wur⸗ den, betrug der Unterſchied nahezu 5 Grad. Die Höchſttempe⸗ ratur wurde geſtern mit. 1,8 Grad C.(genau ſo viel wie am Mittwoch) feſtgeſtellt. Heute morgen zeigte das Thermometer 4 Grad C. unter Null gegen 4 0,4 Grad C. am geſtrigen Morgen an. * Auf dem Wege der Beſſerung befindet ſich die eigene(nicht Stieftochter) des Oberſtadtſekretärs Feuchtner in Feuden⸗ heim. Die Meldung von dem Tode des beim Rodeln ver⸗ unglückten Mädchens hat ſich erfreulicherweiſe nicht beſtätigt. * Eine Mannheimerin angefallen. Auf dem verlänger⸗ ten Philoſophenweg unweit Ziegelhauſen wurde am Sonn⸗ tag eine Dame aus Mannheim von einem bisher noch nicht ermittelten Strolch angefallen. Die Dame, die den old abwehren konnte, erſtattete bei der Polizei Anzeige. Es wurde das Notrufkommando ſofort alarmiert, das Strei⸗ fen in den Wald ſchickte, die aber kein Ergebnis hatten. Die Bemannungsvorſchrift für die Rheinſchiffahrt iſt gemäß einem Rundſchreiben des Reichsverkehrsminiſters an die Miniſterien der Länder in folgender Weiſe geändert wor⸗ den: In der Mindeſtbemannung iſt der mit dem Rheinſchiffer⸗ patent verſehene Schiffsführer nicht eingerechnet. Als Matroſe gilt ein Schiffsmann, der mindeſtens 17 Jahre alt iſt und mindeſtens zwei Jahre zur See oder auf einem Fluß als Angehöriger der Deckmannſchaft gefahren iſt. Als Schiffs⸗ junge gelten, ſofern nicht zwei Matroſen ſich an Bord des Schiffes befinden, nur die, die während eines Jahres an Bord eines Schiffes tätig geweſen ſind. Im Schiffsatteſt dürfen nur die Bezeichnungen: Schiffsführer, Matroſe, Schiffsjunge, Maſchiniſt und Heizer gebraucht werden. Für erh der Schiffe von 15 Tonnen(300 Zentnern) oder mehr Tragfähigkeit geltenden Vorſchriften Anwendung. Bei Motorbooten, deren Motor mit einem flüſſigen Brennſtoff (Rohöl, Petroleum, Benzin) betrieben wird, kann von der Einſtellung eines beſonderen Maſchiniſten für die Bedienung des Motors abgeſehen werden, wenn es die Verhältniſſe der izer finden die für zu befahrenden Stromſtrecke als angängig erſcheinen laſſen, und die Einrichtung des Motors und Steuers vom Führer⸗ aus ſo einfach zu handhaben ſind, daß die Achtſamkeit des Schiffsführers auf die Vorgänge voraus dadurch nicht ab⸗ gezogen wird. Vereins nachrichten weiſen 8 Freitag l. Mit ⸗ * Mitglieder⸗ r Stelle 1. 8„ im Hotel National D ordent alieder ver der Jahresbexricht und die Jahresrechnung bekannt n werden. Es iſt zu wün⸗ ſchen, daß die Mitglieder ihr J reſſe aun der Tätigkeit des Ver⸗ kehrs⸗Vere durch eine rege Beteiligung an der Mitglieder⸗Ver⸗ ſammlung bekunden.(Weiteres Anz). 1 1 Veranſtaltunge 2 N Herrenabend im Turnverein Mannheim von 1846 Herrenabend der Männerturner im Turnverein 1846 erfre 1 beſonders ſtarken ſuches. Außer der Männerabteil 0 inahe vollzählig erſchienen war, hatte es ſich auch die kl ung B ni nehmen laſſen, daran teilzunehmen. Es iſt eigent⸗ lich verwunde was die Turner nicht alles aus eigenen Kräften beſtreiten. N rnboden ihren Mann ſtellen, keit und des Frohſinns in allen Turnvereins ſtellt fich ir daß ſie auf dem Pflege der Geſelli Auch die Männerabte mit den i Abends inne hatte, den er nach in ſſiger Weiſe durch⸗ Raſch floſſen die Stunden n Vorträgen der der Männer⸗ en mitglieder und künſtleriſchen durch die Herren Kammermuſiker ſchi Verdienſte. Le, [Deuchten ſterb Von Erika Gorrenz 7 Das aus dem Lächeln einer Frau. In ihren flirrende Kugel, die Glück und Wenn der Morgen kommt, ſie, ſie wiſſen um die Vergänglich⸗ keit 6 „Studiengeſellſchaft für elektroakuſtiſche Muſtk“ in Dar 5 e in D ſi worden. Sie hat elektriſch Muſik, * 0 5 50 jähriges ten des Dankes letzt Herr des Lö wecke, Ellinger, Spitzbarth, Samstag und Turnes wurden wie⸗ und„Das beſondere 8 Heutſchel gebildet, dahin. In traditioneller Weiſe derum die beſten Turnſtundenbeſucher durch Ehrennadeln Jahrbuch der Turnkunſt“ ausgezeichnet. Aber noch eine Ehrung ſtand im Mittelpunkt des Abends. Heinrich Hel bach Ernſt Thenau, die langjährigen Vorturner und Turnwarte, die ihr Turner jubiläum begehen konnten, wurde cht, die beide mit bewegten Wor⸗ entgegennahmen. Für jährige Zugehörigkeit zum Verein konnte der Vorſttzende Sattelmeier Walter Schmeiche 3 5 Paul Brandt und Albert Wolf die Ehrenurkunde übergeben. Am weiteren unterhaltenden Teil hatten reichen Anteil der unverwüſtliche Jean De Jank als Baritonſoliſt, die Männerturner Schön ber⸗ ger, Süß, Gentzke und Grande als Rezitatoren und nicht zu⸗ tttemar, Ludwigshafen, als Sänger zur Laute. Leb⸗ haften Anklang fand auch die Vorführung zweier Filme durch Turner Pfeifer. Für den ſchönen Abend konnten die Mitwirkenden, wi auch Turnwart Groß deu verdienten Dank entgegennehmen. 0 Gr Kommunale Chronik Das Gehalt des Heidelberger Oberbürgermeiſters * Heidelberg, 24. Jan. Auf den 1. Februar iſt der Bürgerausſchuß zu einer nichtöffentlichen Sitzung einberufen worden. Auf der Tagesordnung ſteht der Abſchluß einer Vereinbarung zwiſchen der Stadt Heidelberg und dem neuen eine prachtvolle Silberplakette überr Oberbürgermeiſter Dr. Karl Nein haus, zurzeit Bei⸗ geordneter in Barmen, auf Grund der Bad. Gemeinde⸗ ordnung. Danach erhält Oberbürgermeiſter Dr. Karl Nein⸗ haus mit Wirkung vom Tage des Amtsantritts, d. i. voraus⸗ ſichtlich der 1. Februar, folgende Bezüge: Grundgehalt jähr⸗ lich 22 200, Wohnungszuſchuß jährlich 2160, Dienſt⸗ einkommen jährlich 24 360 /, ſowie eine nichtruhegehalts⸗ * fähige Dienſtaufwandsentſchädigung von jährlich 3000 A, ins-. geſamt alſo jährlich 27 360 l. Nahezu 5,9 Millionen Spareinlagen bei der Städt. Sparkaſſe Schwetzingen Schwetzingen, 24. Jan. Der Einlagenbeſtand der Städt. Sparkaſſe Schwetzingen betrug zu Beginn des Berichts⸗ jahres rund 2,315 Millionen Reichsmark und ſtieg bis Ende 1928 auf rund 3,320 Millionen Reichsmark, alſo eine Stei⸗ 3419 auf 4610, alſo eine Steigerung um 1191 Konten 34,845 Prozent. Ihrer urſprünglichen Aufgabe, in erſter Linie min⸗ derbemittelten Volksſchichten Gelegenheit zu geben, ihre Er⸗ ſparniſſe unbedingt ſicher und nutzbringend anzulegen, um auf dieſe Weiſe kleine Kapitalien anzuſammeln, ſind die Spar⸗ kaſſen in vollem Umfange gerecht geworden, enthalten doch, wie aus den nachfolgenden Zahlen hervorgeht, rund 68,68 Prozent aller Sparkonten Guthaben bis zum Betrage von 500 RM. Von dieſen Konten entfallen auf Beträge bis 100 Reichsmark 1952 Stück träge bis 500 RM. 3164 Stück f 68,63 Prozent aller Konten. Ende 1928 beſaß faſt je der zwette Einwohner Schwetzingens ein Sparkaſſenbuch bei der Städt. Sparkaſſe, während noch Ende 1925 erſt auf jeden ſiebten bis achten Schwetzinger Einwohner ein Sparbuch ent⸗ ſtel. Im Jahre 1928 wurden an Spareinlagen 228 Millionen RM. einbezahlt und rund 1,280 Millionen RM. zurückerhoben. Die mit 22, Prozent aufgewerteten Papier⸗ markſpareinlagen betrugen Ende 1928 2,571 Millionen RM., ſodaß der Geſamteinlagenbeſtand am 31. Dezember 1928 rund 5,891 Millionen RM. erreicht hat. Gegenüber dem Stand vom 1. Januar 1928 mit 4,363 Millionen RM. war ſomit eine Steigerung um 1,528 Millionen RM. 35,2 Proz. eingetreten. Von dem geſamten Beſtand der Kapitalanlagen der Sparkaſſe mit.084 Millionen RM. waren Ende 1929 2,120 Millionen RM. in Hypotheken ⸗ Darlehen aus⸗ geliehen, das ſind 63,85 Prozent des Spa einlagenbeſtandes lohne Aufwertungseinlagen). Hiervon entfallen auf Woh⸗ nungsbauten allein 755000 RM. Ferner wurden der heimi⸗ ſchen Wirtſchaft erhebliche Gelder als kurzfriſtige Kredite gegen ſatzungsmäßige Sicherheit unter günſtigen Bedingungen zur Verfügung geſtellt. Die Bilanzſumme iſt im Ber richtsjahre von 5,030 Millionen RM. auf 6,313 Millionen RM. geſtiegen. Der Reingewinn für das Jahr 1928 beziffere ſich auf 74045 RM. * Weinheim, 18. Jan. Der hieſige Bezirksrat genehmigte die Kapitalaufnahmen der Geeminden Leuters⸗ hauſen und Laudenbach 7 3 Hirſchhorn, 23. Jan. In der jüngſten Gemeinde ⸗ ratsſitzung dankte vor Eintritt in die Tagesordnung Bürgermeiſter Zipp dem Gemeinderat für die Mitarbeit im verfloſſenen Jahre und gab dem Wunſche Ausdruck, daß das gute Verhältnis zwiſchen Gemeinderat und Bürgermeiſter auch im neuen Jahre weiterbeſtehen möge.— Das vou dem Kulturbauamt Darmſtadt i ausgearbeitete Gutachten wegen Behebung der zeitweiſen Waſſerknappheit dee hieſigen Waſſerleitung wurde vorgeleſen. Ein definitiver Beſchluß wurde vorerſt nicht gefaßt, vielmehr beantragt, daß zur nächſten Sitzung des Gemeinderats einer der Beamten Kulturbauamtes hierherkommt, um dem Gemeinderat die nötigen weiteren Aufklärungen zu geben.— Nach Verleſung der ergangenen Verfügungen des Kreisamtes und des Mini⸗ N ſteriums für Arbeit und Wirtſchaft wurde die Beſchlußfaſſung wegen Vertilgung der Krähen vorerſt zurückgeſt da die fiskal. Jagd in hieſiger Gemeinde demnächſt zur Nen verpachtung kommt und die jetzigen Jagdpächter ſich vorerſt nicht bereit erklären, zu den Koſten der Krähenvertilgung Beiträge zu leiſten.— Dem geſtellten Antrage entſprechend, iſt der Gemeinderat damit einverſtanden, daß Philipp Krimm dahier Pachtteilhaber des hieſigen Gemeindefagd⸗ „ bezirkes Nr. 4(Igelsbach) wird. ——— idotstr. ö. Schwetringerstr. 10/20 * 1 — .— n * * — — Freitag, den 25. Januar 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Nr. 41 — 5. Seite. —— 5 Ein raffinierter Betrug Preßkohlen für Radibapparate Da ſtand vor dem Erweiterten Schöffengericht in Köln ein hochgeſchoſſener Mann von dreißig Jahren, um ſich einer Idee wegen zu verantworten, die er ausgeheckt und verwirk⸗ licht hatte. Der junge Mann handelte zeitgemäß mit Radio⸗ apparaten. Da aber ſeine Abnehmer nicht mit einem Schlag die ganze Summe für einen Drel⸗ oder Fünfröhrenapparat mit Lautſprecher geben konnten, gab er ſie ihnen auf Teil⸗ zahlung. Das war inſofern ein zweiſchneidiges Schwert, als er ſelbſt einen längeren Lieferungsvertrag mit einer großen Berliner Fabrik geſchloſſen hatte, in dem er zur Bar⸗ zahlung verpflichtet war. Als nächſte Folge zeigte ſich bald eine derartige Verknappung ſeines Geſchäftskapitals, daß er nichk mehr in der Lage war, die laufend eingehenden Nach⸗ nahmepakete von der Berliner Fabrik einzulöſen. Er bat den Poſtboten, dem er ſchon viele Pakete abgenommen hatte, er ſolle die Nachnahmen ruhig im Geſchäft laſſen und ſich am nächſten Tag die Beträge dafür abholen. Und der Poſt⸗ bote, der volles Vertrauen hatte, ging darauf ein, ließ ihm die Pakete da und kam an andern Tag wieder, Aber auch jetzt konnte der junge Mann die Nachnahmen noch nicht ein⸗ Löſen, ſo daß der Poſtbote die Pakete mitnahm. Nachnahmen können längere Zeit auf der Poſt lagern, und von dieſem Lagerrecht machte auch der junge Mann Gebrauch. Regel⸗ mäßig löſte er aber die Nachnahmen ein, bevor die Lagerfriſt ablief. Das ging ſo lange gut, bis ein Paket, bei dem der Kauf⸗ mann verſehentlich die Lagerfriſt verſäumte, an die Fabrik nach Berlin zurückging. Als es dort geöffnet wurde, waren die Radivapparate daraus verſchwunden, und an ihrer Stelle enthielt es prachtvolle ſchwarze Preß⸗ 9 Aus dem Lande Geiſtesgegenwart eines Straßenbahnführers * Leimen bei Heidelberg, 24. Jan. Ein achtjähriges Mädchen rodelte geſtern die Lufſenſtraße herunter und kam unmittelbar vor einen Wagen der elektriſchen Itraßenbahn. Der Wagenlenker vermochte im letzten Augenblick noch den Wagen mit allen Mitteln zu bremſen und ſo das Kind vor dem ſicheren Tode zu bewahren. Er konnte aber nicht verhindern, daß das Kind noch unker den Wagen zu liegen kam. Mit einigen Hautabſchürfungen kroch das Mädchen unter dem Vorderwagen hervor, während der Schlitten vollſtändig zertrümmert wurde.(Eltern, klärt eure Kinder auf, daß verkehrsbelebte Straßen nicht zum Rodeln taugen!) Zu dem Leichenfund bei Kronau * Kronau bel Bruchſal, 24. Jan, Zu der bereits gemel⸗ deten Ländung der Leiche der ſeit Silveſter vermißten Antonie Staßen aus Kronau, iſt noch zu berichten, daß die Obduktion der Leiche ergeben hat, daß es ſich hier nicht um Selbſtmord handelt, ſondern um ein Verbrechen, Die weitere Unterſuchung ergab, daß das Mädchen vermutlich von ihrem Liebhaber ums Leben gebracht worden iſt. Dahingehende Feſtſtellungen ſind im Gange. Leider nicht der Rechte Karlsruhe, 25 Jan. Fahndungspolizei feſtgenommen wurden, befand ſich ein lediger 36 Jahre alter Kaufmann von hier. Er wurde wegen Unterſchlagung von 4500/ auf Erſuchen der Staatsanwaltſchaft Berlin dem hieſigen Amtsgericht vor⸗ geführt, Außerdem wurde ein lediger Kaufmann namens Nappaport aus Berlin⸗ Wilmersdorf, der gelegentlich einer Frühkontrolle in einem hieſigen Hotel ermittelt wor⸗ den war, feſtgenommen. Er ſtand im Verdacht, mit dem wegen Wechſelfälſchung in Höhe von 3 000 000% ge⸗ ſuchten Bankprokuriſten Rappaport aus Berlin identiſch zu ſein. Da ſich der Verdacht nicht beſtätigte, wurde er wieder entlaſſen. 1 Unter 11 Perſonen, die von der die ganze Belegſchaft gekündigt bekommen. kohlen, die wohl im Gewicht, aber nicht im Wert der ver⸗ tauſchten Ware gleichſtanden. Die Fabrik machte die Poſt erſatzpflichtig, und die Poſtverwaltung ließ auf dem Kölner Poſtamt alle für den Kaufmann noch lagernden Nachnahme⸗ pakete unterſuchen. Dabei wurde feſtgeſtellt, daß ihr Inhalt ohne Ausnahme aus fein ſäuberlich verpackten Preßkohlen be⸗ ſtand, Erſt nach und nach kam man hinter des Rätſels Löſung. Man befragte den Poſchaffner, der zugab entgegen ſeiner Anweſſung dem Kaufmann die Pakete überlaſſen 8 haben. Der Kaufmann hatte dle Nachnahmepakete geöffnet, die Apparate herausgenommen und an ihrer Stelle die Preß⸗ kohlen untergeſchoben. Während der Lagerzeit auf der Poſt hatte er die Apaparte verkauft und ſich ſo die Beträge ver⸗ ſchafft, die er zur Einlöſung ſeiner Preßköhlen brauchte. 2 Vor Gericht war der junge Mann geſtändig. Ein als Sach⸗ verſtändiger anweſender Poſtbeamter bezifferte den Schaden der erſatzpflichtigen Poſtverwaltung auf 924 Mark; der Ange⸗ klagte habe bisher darauf 363 Mark zurückgezahlt. Der Staatsanwalt beantragte mit Rückſicht auf die Vorſtrafen des Kaufmanns, mit Rückſicht auf den außerordentlich raffiniert ausgeführten Betrug und auf den ſchweren Mißbrauch des Vertrauens, das der Beamte dem Beſchuldigten entgegen⸗ gebracht habe, ſechs Monate Gefängnis. Das Gericht ließ es aber in Berückſichtigung der Tatſache, daß es der Poſtbote dem Angeklagten allzu leicht gemacht habe, bei drei Monaten Gefängnis. Wenn der Verurteilte ſich in den nächſten ſechs Monaten ſtraffrei führe und der Poſt den Schaden er⸗ ſetze, könne ihm auch Strafausſetzung in Ausſicht ge⸗ ſtellt werden. Haftentlaſſung in der Rauſchgift⸗Schmuggelaffäre Opörrach, 24. Jan. Die am vorletzten Samstag in Lörrach unter dem Verdacht einen Schmuggel von Rauſchgiften über die Schweiz nach dem Elſaß getrieben zu haben verhafteten Perſonen ſind nunmehr wieder auf frelen Fuß geſetzt worden, der Händler aus dem Elſaß allerdings gegen die Hinterlegung einer Kaution von mehreren hundert Franken. In Haft behalten wurde nur der Arbeiter der chemiſchen Werke in Grenzach, bei dem bei einer Hausſuchung Gifte vorgefunden wurden, die er ſeiner Firma entwendet hatte. Aus der Pfalz Bei lebendigem Leibe verhraunt * Bellheim, 24. Jan. Am Dienstag abend trug ſich hier ein ſchrecklicher Unglücksfall zu. Während der Ab⸗ wesenheit ihrer Angehörigen kam die 31jährige Ehefrau des Fahrradhändlers Eduard Settelmeyer im Wohnzimmer dem Ofen zu nahe, ſo daß ihre Kleider Feuer fingen, Mit brennenden Kleidern rannte die Frau als lebendige Fackel in den 2. Stock, wo ihre Mutter ſchliej und rief laut um Hilfe. Ein junger Mann, der ſich auf der Straße aufhielt, mußte zuerſt das Hoftor überklet⸗ tern um der Frau Hilfe zu bringen. mit ſchwogen Brandwunden am ganzen Körper bei vollem Bewußtſeſn vor und erſtickte die immer noch Kleider mit Bettzeug. Im Vinzenttus⸗Krankenhaus iſt die Frau ihren furchtbaren Verletzungen erlegen. ** * Pirmaſens, 24. Jan. Der„Pfälz. Kur.“ teilt mit: Der in den Leder werken vorherrſchende ſchlechte Ge⸗ ſchäftsgang ſcheint ſich nach der Sachlage zu einer Kriſe auswachſen zu wollen. Nachdem die hieſige bekannte Firma Gebr. Fahr ſchon ſeit Wochen ihren Betrieb mit bedentend verringerter Belegſchaft und verkürzter Arbeitszeit aufrecht erhielt, hat nun in Anbetracht des ſchlechten Geſchäftsganges Er fand ſie bereits brennenden Gerichtszeitung Durch das Fingerabdruckverfahren überführt Ein ſchlechtes Geſchäft bei ſehr viel Arbeit machten zweß Aus den Mannheimer Gerichksfälen Einbrecher bei zwei Einbrüchen in einem Haus in der Heinrich⸗Lanzſtraße. Der Beſitzer der Zigarrenhandlung, auf die es abgeſehen war, fand am 6. November morgens zwei Türen mit einem Sperrhaken geöffnet. Das ziwefte Schloß der Ladentüre hatte aber ſtandgehalten, weshalb dis Einbrecher ohne Beute abziehen mußten. Sie beſaßen die Frech⸗ heit, die folgende Nacht wiederzukommen. Wleder wurden die Haustüre, die Zwiſchentüre, auch das eine Schloß der Laden⸗ türe geöffnet. Das Schloß, das beim erſten Verſuch Wider⸗ ſtand geleiſtet, wurde von ihnen von außen abgeſchraubt, eine Glasſcheibe eingedrückt und durch die Oeffnung das Schloß mit einem Schürhaken abgeſprengt. Sie erbeuteten nur Zigaretten im Werte von 200 Mark. Die Stahlkaſſette enthielt nichts, das Geld hatte der Ladenbeſitzer im Geldſchrank untergebracht. Eine im Laden liegende Schnur mit einer Alarmvorrichtung veranlaßte die Diebe, ſchleunigſt dem Rückzug anzutreten. Aber der eine hatte unabſichtlich ſeine Viſitenkarte in Geſtalt eines Daumenabdrucks zurück⸗ gelaſſen, der andere hatte vorſichtiger Weiſe Handſchußhe bet der Arbeit angezogen. Im Verbrecheralbum zu Karlsruhe wur⸗ den die Fingerabdrücke untrüglich als die des 20 Jahre alten Taglöhners Hch. Hochlehner von hler feſtgeſtellt. Auch die Abdrücke der Handſchuhe waren wahrnehmbar geweſen. H. aber hatte keine Luſt, allein ins Kittchen zu marſchieren und nannte ſeinen„Mitarbeiter“, den 25 Jahre alten Autoſchloſſer Friedrich Wilh. Elgg von hier, Dex Stagtsanwalt beantragte gegen beide ſchon vorbeſtrafte Angeklagte je acht Monate Ge, fängnis. Das Amtsgericht, Amtsgerichtsrat Burger, beließ es bei je ſechs Monaten. * Schwerer Verkehrsunfall vor Gericht Der ſchwere Verkehrsunfall, der ſich am 3. September nachts auf der Landſtraße zwiſchen Schwegenheim und Speyer in unmittelbarer Nähe der Berghauſener Straße abſpielte und bei dem dem Beifahrer Riesbeck aus Landau ein Bein abgeriſſen wurde, war Gegenſtand einer mehrſtündigen Ver⸗ handlung beim Schöffengericht Speyer. Die Anklage richtet ſich gegen den in den ber Jahren ſtehenden Taxameterbeſitzer Emil Hochdörfer aus Nußdorf, der in jener Nacht von Impf⸗ lingen aus Kirchweihgäſte heimbeförderte und ein folgen⸗ ſchweres Unglück auf freier Landſtraße herbeiführte. Hoch⸗ dörfer ſteuerte während der Fahrt mit ſeinem Auto feitwärts. Der Wagen rannte dann in vollem Fahrtempo gegen einen Bau m. Hochdörfer ſelbſt wurde durch den ſtarken Anprall durch das Fenſter aus dem Wagen in den Straßen⸗ graben geſchleudert und trug eine leichte Gehirnerſchütte⸗ rund davon. Riesbeck flog ſo ungeſchickt aus dem Wagen, daß ihm während des Sturzes das linke Bein abge⸗ dreht und nachträglich amputiert werden mußte, Hoch⸗ dörfer machte geltend, daß plötzlich die Steuerung ver⸗ ſagt habe. Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß der Wagen keinen Steuerungsdefekt hatte. Hochdörfer war die gaze Nacht mit der Perſonenbeförderung beſchäftigt, und wurde deshalb bei dieſer letzten und Unglücksfahrt vom Schlaf übermannt. Der die Anklage vertretende Amtsanwalt hielt die Schuldfrage für ihn als erwieſen und beantragte eine Gefängnisſtrafe von vier Monaten. Das Urteil wurde vertagt. Maßferſtanssbeobachtungen im Monat Januar Aheln Reger 40 21 22 28 24 28 Near-Pegefſ 18 f 2 78. 275 Baſe 00 Nel 7 J J Schalen 0 0 58 080 f 52 0 fo fh S Wannen 2572,22 J 02 90 Kehl 16% 141.62 17476.62 Jagftfeld.00 0,00.00 000 0,00 0,00 Maxau.623.560.503,49.533 65 f 5 Mannbein 853.8426.28 2,722.84 Caub 15114700014 145 Kölr 186.29.611.261.2812 1 Sind in ganzen 68 2 Welt und au eiten Teilen Deutschlands beliebt, aber in Suddeutschland verhälinis- mazßig unbekannt. Es hat sich er- Wiesen, daß das eigenartige, herb- süße, starke Aroma der aus bulga- rischen Edeltabaken herge- Stelſten Zigaretten die Geschmacks- richtung des deutschen Rauchers trifft VERSUOHEN 81E. BUL GARNA-ZIGARETTENFABHNHK, DNESDOEN überall unter de chemiſche Unterſuchungen“ Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ansgabe) Freilag, den 28. Januar 1929 Ein lick über die Ein moderner Alchimiſt [Von unſerem Seit Jahren lebte in der Gegend von Bozen ein vor⸗ nehmes, reiches Ehepaar. Er war ein ernſt dreinblickender Herr, elegant doch diskret gekleidet, was ſeinen Ernſt zu unterſtreichen und ſeine Klugheit hervorzuheben ſchien. Sie war eine jugendliche, weltgewandte Dame, die hulbdvollſt zu grüßen verſtand. Ihn nannte man allgemein den„Herrn Aefeſor, weil er ſelbſt ſtets mit einem melancholiſchen Lächeln andeutete, Doktor der Chemie zu ſein. Sie war em Namen„Frau Baronin“ bekannt und nahm dieſen Titel auch mit der größten Selbſtverſtändlichkeit ent⸗ A Er beſaß einen dunkelblauen Merecedeswagen, den in in Leder gekleideter Diener führte; ſie einen mausgrauen zylinder, ſie ſelbſt ſportsgemäß lenkte. Beide zu⸗ ſammen bewohnten abwechselnd zwei herrliche Schlöſſer in Südtirol, Schloß Heichberg und Burg Paſchack, die von den„Fremden“ mit einem ungeheuren Koſtenaufwand ein⸗ gerichtet worden waren. Man erzählte ſich in der Gegend von Millionenausgaben. Und die Bewohner dieſer Gegend blickten mit ehrfurchtsvoller Scheu auf den Herrn Profeſſor, der das künſtliche Gold erfunden haben ſollte, und auf die Sechs den 8 Frau Baronin, die es ſo gut auszugeben wußte Dieſer Geſellſch aftsroman fand vor wenigen Tagen, wie wir bereits meldeten, ſein nicht eben geſellſchaftsmäßiges Ende. Wieder fuhr ein Auto in Bozen ein; doch war es diesmal weder der blaue Mercedes noch der graue Sechs⸗ zylinder, ſondern ein ganz ſchlichtes Polizeiauto. Es hielt vor dem Polizeigebäude; und zwiſchen bewaffneten Cara⸗ binieri betraten der Herr Profeſſor und die Frau Baronin das Zimmer des Unterſuchungsrichters. „Das Verhör ergab folgende Tatſachen. feſſor hieß wirklich Franz Tauſend, wie er ſich ſtets aus⸗ gegeben hatte. Doch er war weder Profeſſor noch Doktor. Die einzig wahre Tatſache war, daß er vor Jahren auf einer Schweizer Privatſchule ein Diplom in Chemie erworben hatte. Vorher war er ein ſchlichter Kupferſchmied geweſen. Auf Grund ſeines Diploms hatte er die ſtaatliche Genehmigung erhalten, in Freiburg(Schweiz) die„Geſellſchaft Tauſend für zu gründen. Dann hatte er die Welt— eine, wenn auch nur beſchränkte Welt— von einer ſeiner Erfindungen überzeugt, Gold auf chemiſchem Wege her⸗ zuſtellen. Bei leichtgläubigen Freunden hatte er die erforder⸗ lichen Mittel zur Ausführung ſeiner Pläne aufgenommen und die ſo erhaltenen, recht beträchtlichen Summen nicht gerade nutzbringend in Südtirol angelegt. Die Frau Baronin aber mußte beſchämt zugeben, daß ſie früher nur ein einfaches Dienſtmädchen geweſen war, dann auch die Geliebte des „Doktors“ und endlich ſeine legitime Ehefrau geworden war, damit auch die Mitwiſſerin ſeiner Geſchäftsgeheimniſſe und Der Herr Pro⸗ die Beſttzerin eines luxuriöſen Automobils. — Das war das Ergebnis der erſten Unterſuchung. In einem zweiten Verhör ergab ſich dann noch die Gewißheit, daß Franz Tauſend, wie er jetzt wieder hieß, vor nicht allzu langer römiſch 0 ſchwer, große! en Korreſpon denten) Zeit in der Nähe des Brennerpaſſes einen Fußgänger über⸗ fahren und getötet hatte. Die Bewohner von Bozen nahmen anfänglich dieſen Umſtand als einzigen Grund der Verhaftung 85 bis ſie erfuhren, daß die großen Chemiſchen Werke in Deutſchland, von denen der„Herr Profeſſor“ ſtets als Be⸗ ſiher und leitender Direktor geſprochen hatte, überhaupt nie beſtanden haben Hier muß das Intermezzo erzählt werden, das ſich zwiſchen das erſte glänzende Auftauchen des Schwindlerpaars in Bozen und das unrühmliche Ende der Verhaftung ein⸗ ſchiebt: Faſt alle zwei Monate fuhr der Herr Profeſſor nach München, um dort ſeine dringenden Geſchäftsangelegenheiten zu ordnen. Und wirklich fanden dort auch große Konferenzen ſtatt.— In München hatte ſich Franz Tauſend im Laufe der Zeit Eintritt in mehrere reiche Familien zu verſchaffen ge⸗ wußt, wo er bei jeder ſich bietenden Gelegenheit von der großen Rentabilität ſeiner Unternehmungen ſprach. Und bei ſeiner Beredſamkeit war es ihm nicht ſchwer gefallen, ſeine neuen Freunde zu Kapitaleinlagen zu überreden, um ſo mehr, da er eine dreimonatliche Dividende von 20 Proz. in Ausſicht geſtellt und in den erſten Fällen auch wirklich aus⸗ gezahlt hatte. So floſſen ihm immer weitere Mittel zu; die Höhe der Beteiligungsſummen wuchs, je mehr ſich das Ver⸗ trauen in das Erfindergenie Franz Tauſend ſteigerte. Bis endlich die verhängnisvolle Wendung eintritt. Einer der Finanzmänner des„Profeſſors“, der bereits über 400 000 Mk. in die Unternehmungen zur künſtlichen Goldgewinnung ge⸗ ſteckt und auch bereits die verlockende Dividende von 20 Proz. ausgezahlt erhalten hatte, bewog ſeine Mutter, ihren Immo⸗ bilienbeſitz zu verkaufen und den Erlös gleichfalls in die Goldgrube des berühmten Erfinders zu ſtecken. Doch es war ſofort einen Käufer zu finden. Da trat eines Tages der Herr Profeſſor ſelbſt als Käufer auf, erwarb den Beſitz und bezahlte ſelbſtverſtändlich in Schecks. Das war der erſte Fehler, den Franz Tauſend begann; denn als die Schecks auf der angegebenn Bank präſentiert wurden, ergab ſich, daß der Scheckbuchinhaber überhaupt nie ein Bankkonto beſeſſen hatte. So kam der Stein zum Rollen. Die ange⸗ ſtellten Nachforſchungen führten bald zur Wahrheit, zu einer bitteren Wahrheit für all diejenigen, die mit mehr oder weniger großen Summen an dem„Unternehmen Tauſend“ be⸗ teiligt waren. Faſt drei Millionen Goldmark hatten ſich in den geſchickten Händen des Schwindlers in Staub aufgelöſt; der moderne Alchimiſt hatte wie all ſeine vielen Vorgänger im Mittekalter das Gegenteil von ſeinen Behauptungen wahr gemacht.„ * Nun ſitzen der„Herr Profeſſor“ und die„Frau Baronin“ in Bozen in Unterfuchungshaft. Von italieniſcher Seite wird gegen Franz Tauſend Anklage wegen fahrläſſiger Tötung er⸗ hoben, weiter dann wegen mehrfachen Betrugs. Und in die letztere Anklage haben ſich mehrere Länder zu teilen.—— i Deutſchland In einer Nacht zu Tode getrunken Einen 41jährigen Bierkutſcher in Thale am Harz, der als trinkfeſter Mann galt, wollten ſeine Zechgenoſſen in eine Lage bringen, die ihn ſeines„Ruhmes“ entkleiden ſollte. Beim Billardſpiel ſtellten ſie ihm deshalb hintereinander fünf Groggläſer voll Schnaps hin. Der Bier⸗ lutſcher trank eines nach dem andern aus. Aber bald ſtellten ſich Beſchwerden ein und ſchließlich brach er zuſammen. Gegen Mitternacht brachte man ihn in ſeine Wohnung und um 6 Uhr früh war er eine Leiche. Die Polizei hat ſich der Angelegenheit angenommen. Frankreich Dramatiſcher Kinderraub in Verſailles In einem Verſalller Penſionat, wo zumeiſt Kinder reicher Amerkkaner untergebracht ſind, ereignete ſich vorgeſtern nach⸗ mittag ein aufſehenerregender Vorfall. Gegen 4 Uhr er⸗ ſchienen zwei Limouſinen vor dem Palaſt und es entſtiegen ihnen fünf elegante Herren, die ſich heim Pförtner als Ver⸗ wandte der Kinder des amerikaniſchen Millionärs Frank Woodward bezeichneten und den Direktor zu ſprechen wünſch⸗ ten. Nachdem ſie in das Arbeitszimmer des Direktors geführt wopden waren, verlangten ſie die Geſchwiſter Woodward, einen 14jährigen Knaben und ein 15jähriges Mädchen, zu ſehen. Kaum waren die Kinder in das Zimmer getreten, ſo ſtürzten ſich die Männer auf ſie. Die beiden Kinder wurden in das Auto geſchleift. Im Nu waren ſie mit ihren Räubern entſchwunden. Man konnte durch polizeiliche Nachforſchungen feſtſtellen, daß ſich unter den fünf Herren der Vater der beiden Kinder befand. Er fübrt gegenwärtig einen Scheidungspro⸗ zeß gegen ſeine in Paris lebende Frau. England Rekordpreis für einen Foxterrier In der engliſchen Stadt Carliſle iſt ein Foxterrier, genannt Eden Ariſtokrat, von ſeinem bisherigen Beſitzer Fred Robſon für 25000/ weiterverkauft worden. Der bis⸗ herige Höchſtpreis für einen Foxterrier war 20000 l. Tragiſcher Unfall a Wie aus Sidney berichtet wird, hat ſich dort ein tra⸗ giſcher Unfall ereignet, als ein Flugzeug, das zur Notlandung gezwungen wurde, einem Landarbeiter, der gerade ein Feld pflügte, den Kopf abriß. Das Flugzeug ging in Flammen auf, doch konnten ſich der Pilot und der Mitreiſende durch Abſpringen retten. Norwegen Ein norwegiſcher„Prophet“ In Oslo iſt dieſer Tage im Alter von 70 Jahren ein „Prophet“ geſtorben, der nach ſeinem Geburtsort Lebesby in Finmark der„Lebesbymannen“ genannt wurde. Er Hat ſich der norwegiſchen Oeffentlichkeit durch eine große fordern. Anzahl von Weisſagungen bekannk gemacht. Davon ſind einige berühmt geworden. So prophezeite er im Jähre 1913 unabläſſig das nahe Bevorſtehen eines Weltkrieges. Er überſchwemmte die Redaktionen der norwegiſchen Zeitungen geradezu mit ſeinen Hinweiſen auf die nahende Kataſtrophe, ſo daß er mit ſeinem ewigen Prophezeien ſchließlich läſtig wurde. Als dann ein Jahr ſpäter der Weltkrieg ausbrach, erinnerte man ſich ſetner. Der„Lebesbymannen“ iſt unter Hinterlaſſung einiger ſehr trüben Prophezeiungen geſtorben. Er hat angekündigt, daß die vereinigten ruſſiſch⸗franzöſiſchen Heere Schweden und Norwegen im Jahre 1953 angreifen werden und daß Rußland den nördlichen Teil Skandinaviens bis zum atlantiſchen Ozean ſich unterwerfen wird. Aber was noch ſchlimmer iſt— Frankreich wird ſeine Luftſchiffe und Flugzeuge weit nach dem Norden vorſchicken und nicht nur Trondhiem, ſondern noch eine ganze Anzahl anderer norwegiſcher Städte durch Luftbomben zerſtören. Dieſe Prophezeiungen haben großes Aufſehen erregt, aber doch nicht viel Gläubige gefunden. daten, ſchällen gefochten haben, treiben ſich jetzt, dem Elend preis⸗ China Ruſſiſche Offiziere hungern in China Etliche hundert Ruſſen, ehemalige weißgardiſtiſche Sol⸗ die zumeiſt jahrelang unter den verſchiedenen Mar⸗ gegeben, in den größeren Städten Nordchinas herum. Viele dieſer Leute haben nach der United Preß Familien, denen zultebe ſie ſich in den chineſiſchen Armeen für einen lächerlich geringen Sold als Söldner haben anwerben laſſen. Während des Vorſtoßes der Nationalarmee wurden fünfzig dieſer Weißen Ruſſen verwundet, doch ſie erhielten keine Penſion, ja, nicht einmal richtige Pflege, ſo daß ſie ſich von ihren Wun⸗ den nicht erholen konnten und zum Teil für immer Invaliden blieben. Vielleicht die Hälfte der früheren weißruſſiſchen Sol⸗ daten aus der Armee Tſchang⸗Tſchung⸗Tſchangs begaben ſich nach Tientſin, wo ihnen die ruſſiſche Wohltätigkeits⸗Geſellſchaft zu helfen verſuchte. Doch die meiſten Weißen Ruſſen in Ching ſind ſelber arm und beſitzen kaum ſo viel wie ſie für ſich ſelber brauchen. Eine Gruppe von 67 Männern und Frauen und Kindern lebt in einem Hauſe zu Tientſin, ſechs oder ſieben in einem Zimmer, für das ſie eine Monatsmiete von ſechs Mark zahlen. Für alle übrigen Auslagen bringen ſie täglich noch eine Mark 70 Pfennig auf. Viele von den Männern hatten einſt hohe Poſten in den Kaiſerlich Ruſſiſchen Armeen inne. Die Weißen Ruſſen haben tapfer unter Tſchang⸗Tſchung⸗ Tſchang, dem Militärgouverneur von Schantung, gefochten. Sie ſicherten ihm in gefährlichen Lagen ſogar zweimal die Flucht. Aber Tſchang⸗Tſchung⸗Tſchang hat ihre Dienſte ver⸗ geſſen. Er lebt heute im Luxus in Dairen, jener mandſchu⸗ riſchen Stadt, wohin ſich viele Neureiche Chinas und viele, die das nationaliſtiſche Regime aus irgendeinem Grunde fürchten, unter japantſchen Schutz geflüchtet hatten. Von ſeinen Weibern hat er nur 2 entlaff ſen, ſein Harem beſteht noch immer aus 35. Aber ſeine einſtigen ruſſiſchen Offiziere hungern! 5 Amerika Der photographierte Mordiüberfall In den Vereinigten Staaten werden nicht nur bei der Ver⸗ übung von Verbrechen, ſondern auch bei deren Abwehr und Verhütung außergewöhnliche Methoden angewandt. So ſind vor ein paar Tagen bei einem Raubüberfall in Detroit nicht nur Poliziſten, ſondern auch Photographen gegen die Mord⸗ geſellen aufgeboten worden. Die Polizei hatte Kunde davon erhalten, daß auf den millionenreichen Leiter einer Holzbau⸗ geſellſchaft namens Ralph Wood ein Mordüberfall geplant war. Einer der Beteiligten hatte den Plan verraten und zu⸗ gleich mitgeteilt, daß Frau Wood, die von ihrem Manne ge⸗ trennt lebt, die Anſtifterin ſei. Der Mann ging mit der Ab⸗ ſicht um, ſich ſcheiden zu laſſen und ſollte wahrſcheinlich in das Jenſeits befördert werden, damit die liebevolle Gattin noch vor der Verwirklichung der Abſicht in den Beſitz des Ver⸗ mögens gelangte. Die Vereitelung des Mordplanes wurde ſorgfältig vorbereitet. Ralph Wood ſollte— das war der Plan— an die Tür ſeines einſam gelegenen Geſchäftshauſes gelockt, mit einem Knüppel niedergeſchlagen und getötet wer⸗ den. Dann wollte man ihm einige Rauſchgifte in die Taſche ſtecken, um den Eindruck zu erwecken, als ſei er im Kampfe mit Schmugglern getötet worden. Die Polizei hatte ſich ganz in der Nähe des Hauſes in ein Gebüſch verſteckt und auch zwei Photographen dorthin poſtiert, die die bevorſtehenden Vor⸗ gänge aufnehmen ſollten. Ralph Wood ſelbſt ſtattete ſich mit einem ſchußfertigen Revolver aus. Automobil vor dem Hauſe vor. Einer der Inſaſſen klingelte und holte ſofort zum Schlage aus, als der Beſitzer die Türe öffnete. Aber ehe er zuſchlagen konnte, traf ihn die tödliche Revolverkugel. Gleichzeitig eröffneten die Poliziſten das Feuer auf den Wagen, deſſen Inſaſſen die Schüſſe lebhaft er⸗ widerten, ehe ſie davonfuhren. Die Photographen hatten, wie ſich ſpäter heraus? tte, die Verbrecher genau im Bilde feſt⸗ gehalten. Ihre Aufnahmen waren aber zur Ergreifung der Banditen nicht mehr nötig, da das Auto ſamt ſeinen Inſaſſen kurze Zeit nach der Tat in die Hände der Polizei fiel. Frau Wood lag bei dem Beſuch der Polizei angeblich an einer Grippe erkrankt zu Bett. Sie konnte nicht verhaftet werden, ſteht aber unter ſtrengſter Polizeiaufſicht. Mit dem Fahrrad über den Ozean Die Naivität ſcheint unter gewiſſen Leuten um nichts in der Welt ausſterben zu wollen, und ſie wird es auch nicht. Einzelne Meuſchenkinder erfreuen ſich aber einer ganz beſon⸗ deren Kindlichkeit, beſitzen eine Weltfremdͤheit, die einem faſt ſchon unwahrſcheinlich vorkommt. Zum Beweis dafür diene eine kleine Begebenheit aus Roth bei Nürnberg, die den Vorzug hat, daß ſie von Anfang bis zum Ende— nicht er⸗ funden, ſondern wahr iſt. In Roth lebte, wie das„Stuttg. N. Tgbl.“ meldet, ein Arbeiter, ein guter biederer Mann, der das Glück hatte, einen Bruder in Amerika zu beſitzen. Ja, es war nämlich tätſächlich ein Glück, denn der brave Mann über dem großen Waſſer, der keinen weiteren Verwandten beſaß und ſich daher recht einſam fühlte, ſandte eines ſchönen Tages ſeinem lieben Bruder in Roth ein nettes Sümmchen Dollar und einen Brief, in dem er ihn bat, ihn ſo ſchnell wie möglich zu beſuchen. Dazu ließ ſich der in Roth natürlich nicht zweimal auf⸗ Er beſchloß, ſofort loszuſegeln, aber nicht etwa mit einem Schiff, ſondern— mit einem ganz einfachen, aber ſo⸗ liden Fahrrad. Mit dem Fahrrad kommt man doch von Roth bis nach Nürnberg, einzelne ſollen ſogar noch weitere Strecken damit zurückgelegt haben, dann wird das Ding wohl auch bis nach Amerika durchhalten. Das waren ungefähr die Ueberlegungen unſeres biederen Arbeitsmannes, der ſich offenbar das Wunderland Amerika irgendwo hinter Nürnberg gelegen vorſtellte. Vorerſt wurde eine kleine Abſchledsfeier gefeiert. Nicht ſo ſehr darum, weil es dem guten Mann weh ums Herz wurde, von ſeinen Lieben ſcheiden zu müſſen— mein Gott, bei ſo einem kleinen Rutſch nach Amerika, das doch gleich da in der Nähe, wahrſcheinlich hinter einem Wäldchen verborgen lag, ſonſt würde man es ja vom Rother Kirchturm ſicher ſehen, da wird man doch nicht ſentimental werden, ſondern vielmehr deshalb, um die paſſende Gelegenheit wahrzu⸗ nehmen, einmal wieder in fröhlichem Freundeskreiſe ein paar gute Gläschen zu ſchlürfen. Denn das nötige Geld dazu, und noch gut darüber hinaus, hatte der liebe Bruder, der ſich in dem fabelhaften Dollarland da hinter Nürnberg ein ganz anſehnliches Vermögen erworben hatte, ja erfreulicherweiſe, gleich mit ſeinem Brief geſandt. Nachdem das Räuſchchen ausgeſchlafen war, machte ſich unſer Mann auf die Beine, das heißt, er ſetzte ſich auf das Rad, um mal„hinüber zu fahren.“ Plötzlich fiel ihm ein, daß er ja den Weg nicht genau wußte. Er hatte zwar eine blaſſe Ahnung von der Richtung, in der er fahren mußte, um zu ſeinem Bruder zu kommen, aber ſicher iſt ſicher, dachte er, und darum wollte er ſich lieber noch genau nach dem Weg er⸗ kundigen, damit er ſich nicht vielleicht unnötigekweiſe mit der Ankunft in Amerika um einige Stunden verſpäte, beſonders, da ſein lieber Bruder ihm ſchrieb,„ſo ſchnell wie möglich“ zu kommen. Er fuhr deshalb zu einem„Grünen“, der an einer Wegkreuzung ſtand und fragte höflich, wie man von da am ſchnellſten nach Amerika gelangen könne. Der gute Schutzmann glaubte anfangs, der Arbeiter wolle ſich mit ihm ein Späßchen erlauben, merkte aber bald, daß dies durchaus nicht der Fall war. Aber baß erſtaunt war unſer Amerikafaßhrer, als ihn der Schupo ſchonungsvoll aufgeklärt hatte. Daß man von Roth nicht mit dem Rad nach Amerika fahren könne, das war i en etwas ganz Neues. Bald verwandelte ſich ſeine aufängl che Verblüffung in Wut. Er verkaufte das Vehikel, mit dem er ſeinen Bruder ſo in der Eile beſuchen wollte, und das jezt nach der komiſchen Anſicht des Schutzmannes zu einer Fahrt über See gar nicht taugte, um einen Spottpreis und ver⸗ jubelte darauf das geſamte Geld— ungefähr tau⸗ ſend Mark— das ihm ſein Bruder geſandt hatte, auf die flotteſte Weiſe. Dann kehrte er wieder friedlich zu ſeiner täg⸗ lichen Beſchäftigung zurück.— Von Amerlkareiſen, erklärte er, habe er vollauf genug. 1 Wie erwartet, fuhr e — 1 * 2 K een. . K — 5 * e Nan Freitag, den 25. Januar 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabel 7. Seite. Nr. 44 Sportliche Schwerer Anfall bei der Monte Carlo ⸗Jahrt Zuſammenſtoß im Nebel.— Carracciola und andere verletzt Die in Riga geſtartete Gruppe von Teilnehmern an ber inter⸗ Rationalen Sternfahrt nach Monte Carlo iſt wirklich von Pech ver⸗ folgt. Nach Ueberwindung der ſchneeverwehten und veteiſten Straßen im öſtlichen Deutſchland erwuchs den Rivierlafahrern in der Nähe der belgiſchen Grenze ein neuer, womöglich noch ſchlimmerer Feind, der Nebel. Er war zwar nicht ſo dicht, wie in England, wo Monte Carlofahrer auf offener Lanoͤſtraße die Nacht über liegen bleiben mußten, weil buchſtäblich keine Hand mehr vor Augen zu ſehen war, es genügte aber, um einen Unfall herbeizuführen, der leicht noch ſchlimmere Folgen hätte haben können. In raſender Nachtfahrt mit einer Stundengeſchwindigkeit von annähernd 70 Kilometer hatten di beiden Wandererfahrer R. Carracciola und Berlet das Stunden C ühnen in Berlin geſtartete Groß der Gruppe eingeholt und in ge⸗ meinſamer Fahrt ſtrebte man der Kontrolle Brüſſel zu. Etwa 40 Kilometer vor der belgiſchen Hauptſtadt bei Tirlemont wollten bie Gebr. Birnholz mit ihrem NAG.⸗Wagen den vor ihnen liegenden Carracciola überholen, bemerkten aber infolge des Nebels zu ſpät, daß dieſer abgeſtoppt hatte, um einem entgegenkommenden Wagen e auszuweichen. Sie fuhren auf inh auf und drückten ihn gegen den Laſtwagen, kam dabei aber ſelbſt ſo ins Schleudern, daß er ſchließlich eine 15 Meter hohe Böſchung hinabſtürzte. Während die Gebr. Birn⸗ holz mit Schnittwunden im Geſicht davonkamen, erlitten ihre Mit⸗ fahrer, ein Berliner Journaliſt und ein Monteur, Schulterbrüche. Carracciola, der zwiſchen Kitz und gebrochenem Volant eingeklemmt wor, zog ſich Bruſt⸗ und Armquetſchungen zu, ſein Erſatzſteuermann, vor Rund ſchan Gehirnerſchüterung, die beiden anderen Juſaſſen des Wanderer Wa⸗ gens kamen mit geringfügigen Verletzungen durch. Der nachfolgende Wandererwagen Bernets ſorgte für die Ueberbringung der Schwer⸗ verletzten ins Krankentaus und ſetzte dann, allerdings mit großem Zeitperluſt, mit Carracciola an Bord, die Fahrt fort. Der allgemeine Ausfall bei diefer 8. Sternfahrt nach Monte Carlo wird recht be⸗ trächtlich ſein. Soweit ſich bisher überfehen läßt, dürften weit we⸗ niger als 50 Prozent aller Bewerber beim offiziellen Kontrollſchluß am Mittwoch nachmittag in Monte eing en ſein. Es beſteht jedoch die Möglichkeit, daß das Organiſations in Anbetracht der be⸗ ſonderen Schwlerigkelten, gegen die die Sternfahrer diesmal auzu⸗ kämpfen hatten, beſondere Zugeſtändniſſe macht. Das Ende der Sternfahrt Nur 24 Mannſchaften am Ziel Die ſchier unüberwindlichen Schwierigkeiten, die ſich den Teil⸗ nehmern an der Sternfahrt nach Monte Carlo boten, übten einen zu erwartenden Einfluß auf das Endklaſſement aus. Eis, Schnee und Nebel räumten unter den Fahrern auf, ſodaß es kein Wunder iſt, wenn von rund 90 Startern nur 24 innerhalb der vorgeſchrie⸗ benen Zeit das Ziel in Monte Carlo erreichten. Als erſter Wagen traf der von Ottin geſteuerte Delarge ein, der aber auch nur 500 Kilometer von Lyon aus hinter ſich gebracht hatte. Auf faſt 3000 Kalometer brachte es der nach ihm ankommende 2½ Liter Lancia von Viſſer⸗Holland, geſtartet in Stockholm. Dritter im Ziel war der in Berlin geſtartete Ballot⸗Wagen des Franzoſen Meilheurat. Die weit⸗ aus beſte Leiſtung vollbrachte indeſſen der ungariſche Ingenieur V. Szmick mit einem 875 cem. Manfred Weiß, der 2939 Kilometer von 8 Direktion Ferdinand Heyme. den deutſchen Fabrikaten komen nur zwei Horch⸗Wagen durch. Der Prinz zu Schaumburg⸗Lippe kam auf den 16. Platz, während der Holländer Laich im geſchlagenen Feld blieb. Von den nach Kontrolb⸗ ſchluß eintreffenden Wagen ſind Frau Marie Seeliger mit Merce⸗ des⸗Benz, P. v. Guilleaume, Frau Bahr und Dr. Holzknecht auf Steyr zu nennen. Das Klaſſement ſtellt ſich wie folgt: 1. Ing. V. Szmick⸗Ungarn (Manfred Weiß) 304,085 Punkte; 2. Dr. van Eifk⸗Holland(Graham⸗ Page) 303,880 Punkte; 3. Viſſer⸗Holland(Lancia) Punkte; 4. Mrs Bruce⸗England(Arrow⸗Aſter); 5. H. Pet ankreich(Ls Licorne); 6. Berlescu⸗Rumänien(Citroen); 7. Pommier⸗Frankreich Talbot); 8. Meilheurat⸗Frankreich(Ballot). * Tiſchtennis in Maunheim. In den Räumen des Tennis⸗ klubs Mannheim findet heute(Freitag) abend ein Tiſchtennis⸗Klub⸗ kampf zwiſchen der Harmonte⸗Geſellſchaft und dem Tennis⸗Klub ſtatk, Briefkaſten Sir bitten für den Briefkaſten beſtimmte Einſendungen auf dem Umſchlag als ſolche kenntlich zu wachen. Mündliche Auskünfte können nicht gegeben werden. Beantwortung juriſtiſcher, medizint⸗ ſcher und Auſwertungs fragen iſt ausgeſchloſſen. Jeder An⸗ frage iſt die Bezugsquittung beizufügen. Anfragen ohne Namens⸗ nennung werden nicht beantwortet. Efrä. Die Adreſſe iſt uns unbekannt. K. Re. 1. München hat 680 704 Einwohner, Stuttgart 341 967, Freiburg 90 475, Karlsruhe 145 694, Heidelberg 73034, Dar mſtadz 89 465, Frankfurt 457 Berlin 4024 165. 2. Erkundigen Sie ſich bei der amerikaniſchen Botſchaft — — Herausgeber: Drucker und Verleger Druckerei Dr. Haas Reue Mannheimer Zeitung G. m b H, Mannheim E 8. 3 Tbeſrebakteut Kurt Ziſcher— Verantwortl. Redakteure Für Polttik. H. A Meißner euilleton; Dr. S Kayſer— Kommunalpolitik und Lokales Richard Schönfelder= vor! und Neues aus aller Welt: Willy Müller— Handelsteſl: Kurt Ehmer ber ebenſalls bekannte Rennfahrer Burggalle r, erlitt eine leichte Bukareſt aus zurücklegte und damit den erſten Preis erhielt. 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Das Geſchäft iſt mit Ak⸗ tiven und Paſſiven und ſamt der Firma auf Franz Schwab Ehefrau Anna geborene Schindler in Mannheim übergegangen, die es als alleinige Inhaberin unter der bisherigen Firma weiterführt. Die Prokura des Franz Schwab, Mannheim, beſteht fort. Florian Schießl, Mannheim. erloſchen. Brauereigeſellſchaft Elchbaum(vorm. Hof⸗ mann), Mannheim. Die Generalverſammlung hat durch Beſchluß vom 10. Januar 1929 den Vertrag vom 3. Januar 1929 mit Nachtrag vom 9. Januar 1929, wonach das Vermögen der Aktiengeſellſchaft als Ganzes nebſt dem Firmenrecht auf die Werger⸗Brauerei Aktien⸗ geſellſchaft in Worms unter Ausſchluß der Etgutdation übertragen wird, genehmigt. Die Geſellſchaft iſt aufgelöſt. Rheiniſche Treuhand ⸗Geſellſchaft Aktien. geſellſchaft, Mannheim. Dem Johann Feld⸗ huber in Lampertheim iſt Prokura ſo erteilt, daß er gemeinſam mit einem Vorſtandsmit⸗ gliede oder einem Prokuriſten zur Zeichnung der Firma berechtigt iſt. Schwarzwaldwerke Lanz Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung, Mannheim. Hans Röhl iſt nicht mehr Geſchäftsführenr. Mitteldeutſche Ereditbauk Filtale Maun⸗ heim, Mannheim, als Zweigniederlaſſung der Mitteldeutſche Creditbank, Frank⸗ furt a. M. Die Prokura des Wilhelm Wagner iſt erloſchen. Süddeutſche Zucker⸗Aktiengeſellſchaft, Mann⸗ heim. Der Geſellſchaftsvertrag iſt durch Be⸗ Die Firma iſt nuax 1929 in 8 15(Aufſichtsrat) und in (Aktienhinterlegung] geändert. Amtsgericht Mannheim F. G. 4. Jaudl-Vernachtung Die Evang. Pflege Schönau in Heidelberg verpachtet am Dienstag, den 29. Jannar, vorm. 10 Uhr im früheren Verwaltungs⸗ gebäude in Sinsheim a. d. E. die Ausübung der Jagd in den vorm. Freiherrl. von Gem⸗ mingen⸗Hornberg'ſchen Waldungen, Diſtrikt Eckbuſch und Heiligenwald und angrenzenden Grundſtücken der Gemarkung Adersbach mit ca. 76 Hektar im Wege öffentlicher Verſteige⸗ rung für die Zeit vom 1. Februar 1929 bis zum 31. Januar 1935. Die Bedingungen können im Geſchäftszimmer der Verwaltung in Heidelberg, Zähringerſtraße 18, eingeſehen werden. 1082 Fuofſen- Brennholzversteigerungen aus len Mannheimer Staatswaldungen. Das Forſtamt Weinheim verſteigert je⸗ weils im„Pflug“ in Mannheim⸗Käfertal: I. Am Dienstag, 29. 1. 1929, vorm. 9 Uhr — große Verſteigerung— aus dem Sandtorfer Diſtrikt II„Neuwald“ Abteilungen 1 bis 4: 209 Brennſter(Nr.—4,—49, 190—259) und 2765 Wellen(Nr.—35); aus dem Diſtri“t 1 „Herrſchaftswald“ zwiſchen Karfſtern u. Luft⸗ ſchiffer⸗ Kaſerne. Abteilungen 1, 2, 4 und 5: 920 5 1059 Wellen(Nr. 36—48). Die nicht genann⸗ ten, blau unterſtrichenen Stere kommen nicht zum Ausgebot. II. Am Mittmoch, 30. 1. 1929, vorm. 9 Uhr — kleinere Verſteigerung— aus dem Diſtr. 1 „Herrſchaftswald“, Ahteflungen 3, 5 und 6: (in Abteilung 6 auch Eichenbrennholz): rund 120 Brennſter(Nr. 367 und aufwärts) und rund 1400 Wellen(Nr. 49 und aufwärts). Zinsfreie Zahlungsfriſt bis 1. Maf 1929. ſchluß der Generalverſammlung vom 4. Ja⸗ Es kommen weit über 11 10000 ö Hosen zu stark herabgesetzten 2 5 0 preisen zum Verkauf gibt e Herren-Hosen wr 4 80, 0, 280 80 bit in der Paßtorm 14.50,.50, J0.50,.25, 8²⁵ Anzug-Efsatzhosen Fast zu ſedem Anzug die passende 038 16.00 13.00 11.00.00.50 G. 90 Starke Arbeits-Hosen 3705 Aus prima engl. Leder, Manchester, Zwirn und Buxkin-Stoſfen Fosen für Stam beleibte Henen 12.75 10.75.75 875.75 30.— 28. 24. 19. 17. 3 0 „ Knickerbecker 7 n 16.80, 14. 30, 12.80, 10.80,.86, 100 Billiger geht es nidit Sehen Sie sich unsere rjesenhaften Auslagen an u. auch Sle werden sagen: Jetzt kaufe jeh mir eine Hose belm Warmile H 3, 1 Mannheim N 3, 1 Zweiggeschatt: Schwetzingerstrafle 98 Unsere Hosen haben gute Paß form, das hört man täglich. 2 5 11 a Dasserg Straifen-Hozen — 1 1 3 Beſfe Hosen Ersatz für Maßarbeit 26.— 22.— 18.— Breeches Hosen 12.78, 10.78,.78,.78, 6. 78, 8345⁵ Zeige durch eine Anzeige an, was Du zu verkaufen hast Verbürgung od. Barzahlung jeweils im Ver⸗ ſteigerungsraum nach Beendigung des Aus gebots. N Auskunft durch Forſtwart Herbel, Sandhofen. 908 0 Hornhauf. Schwielen und Worzen I beselligt schnell, sicher und unblutig 1. N Masern 3 Verlangen Sie in der nachsten Kukirol-Verkoufssielle ausdrücklich die neue Packung mit dem Goranfie: schein, denn Sie erhelten donn 2 Nichterfolg Ihr Geld zurück! bei Rlartg Hühneraugen Eine Packung Kukirof mit dem Jaranlieschein kosſet 4 8. Seite. Nr. 41 Neue Freitag, den 25. Januar 1929 l Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Juchs Eine Erklärung von Raſtatt Zu den gemeldeten Beſtrebungen, das badiſche Waggonproblem grundlegend über eine Fuſion von Fuchs Waggon und Raſtatter Waggon zu löſen, wofür ſich neben der badiſchen Regierung ganz be⸗ ſonders auch die Reichsbahn eluſetzt, gibt jetzt die Verwaltung der Waggonfabrik Raſtatt eine Erklärung ab. Die Raſtatter Waggon legt Wert darauf, feſtzuſtellen, daß ſich die Verhältniſſe bei ihr in dem am 1. Oktober 1928 zu Ende ge⸗ gangenen Geſchäftsjahre 1927/28 ſo geſtaltet haben, daß nach dem in den nächſten Tagen zur Veröffentlichung gelangenden Geſchäftsbericht der Jahresgewinn mit 128 664.21 4 ausgewieſen werde, um welchen Betrag ſich der Verluſtvortrag aus den früheren Jahren auf rund 950 000% ermäßige. Die Geſamtverpflichtungen einſchließlich Hypotheken und Schuldverſchreibungen hätten ſich von rund 1320 000 auf rund 550 000 4 ermäßigt. Zur Zeit würden im Werk etwa 170 Ar⸗ Heiter beſchäftigt. Bezüglich der Quote der Raſtatter Waggonfabrik von.1 v. H. verhandle die Fabrik ſeit längerer Zeit mit der Reichs⸗ bahn, weil bei der Feſtſetzung offenſichtlich eine irrtümliche Be⸗ rechnung ſtattgefunden habe und nach den von ihr vorgelegten Grundlagen ihr richtiger Anteil mindeſtens.7 v. H. betragen müßte. Die Naſtatter Verwaltung habe in Anbetracht der Schwierigkeiten, in die Heidelberg geraten iſt, die dortigen Verhältniſſe bis jetzt oberfläch⸗ lich geprüft. Eine große Schwierigkeit liege in dem ſehr hohen Schuldenſtand Heidelbergs. Zu eingehenden Verhandlun⸗ gen— von Fuſtonsbeſchlüſſen gar nicht zu reden— ſei es bisher nicht gekommen. Für Raſtatt liege auch keine Veranlaſſung vor, ſeinen Be⸗ trieb etwa nach Heidelberg zu verlegen, da die Verhältniſſe in Raſtatt weſentlich günſtiger gelagert ſind als in Heidelberg und im übrigen die Raſtatter Fabrik in der Lage wäre, eventl. die ganze badiſche Quote abzuwickeln. Dazu iſt zu bemerken, haß zweſfellos die Raſtatter Waggon inner⸗ lich geſunder iſt als Heidelberg, das bedeutet aber noch keineswegs, daß Raſtatt, das trotzalledem noch notleidend iſt, mit ſeinen Forde⸗ rungen einer großzügigen Regelung der im ganzen unhaltbaren und für Baden ſehr ſchwierigen Quotenfrage entgegenſtehen darf. Es handelt ſich doch nicht nur um die Abwicklung der Qudte von Fuchs — wobei es nach unſerer Anſicht immer noch fraglich erſcheint, ob der Raſtatter Waggonbetrieb ſie ohne Ausbau und dementſpechende Neu⸗ inveſtterungen wirklich leiſten kann, während das bei Fuchs außer Frage ſteht— ſondern um eine endgültige Regelung der badiſchen Länderquote. Man kann es verſtehen, wenn in Naſtatt aus lokalen Erwägungen heraus Widerſtand gegen eine Still⸗ legung des dortigen Waggonbetriebes— nur um dieſen handelt es ſich— geltend gemacht wird. Wenn aber die badiſche Quote erhalten bleiben und die badiſche Waggoninduſtrie lebensfähig werden ſoll, 1 Die Kunſtſeideproduktſon in ASA Die Kunſtſeideprodukttion in U. S. A. belief ſich im Jahre 1928 auf 98 650 000 los. gegen 91 272 000 lbs. im Vorfahre. Der Verbrauch an Kunſtſeide betrug über 110 000 000 lös. Die American Viscoſe Company beabſichtigt eine Steigerung ihrer Produktion von 12 000 000 los, auf 66 000 000 lös. Die Dupont Rayon Company kün⸗ digt eine Erhöhung der Produktion um 27 v. H. an, die American Glanzſtoff Corpn. wird ihre Fabrik in Elizabethtown bekanntlich be⸗ deutend vergrößern, die American Bemberg Corpu. wird eine neue Fabrik in Johnſon City errichten, die American Chatillon Company wird ihre neue Fabrik im März 1929 in Rome(Georgia) in Betrieb ſetzen, mit einer Verarbeltungs kapazität von 6000 000 Ibs. Azetaſeide und 4 500 000 lbs. Viskoſegarn, die Induſtrial Rayon Company wird gleichfalls noch in dieſem Jahr eine Fabrik mit einer jährlichen Ka⸗ pazität von 5 000 000 lös. in Betrieb ſetzen, die American Fnuka, die im Jahre 1000 000 lbs produzierte, wird durch die Inbetriebnahme ihrer Fabrik die tägliche Produktion von 20 000 lbs. auf 30 000 lbs. ſteigern. Die Geſamtproduktion von Kunſtſeidegarnen, die ſchon im Jahre 1928 eine Verdoppelung gegenüber dem Vorfahr aufwies, wird im Jahre 1029 vermutlich die Produktion um das Doppelte übertreffen. * e Plvidendenerhöhung bei der Reichsbank? An der Börſe ſind Gerüchte im Umlauf, die von elner Erhöhung der i. V. um 2 guf 12 v. H. heraufgeſetzten Nivedende der Reichsbank wiſſen wollen. Demgegenüber wird uns jedoch von anderer Seite betont, daß eine Diuidendenſteigerung nicht in Betracht kommt. * Der Vergleich der Bank für Saar⸗ und Rheinland angenom⸗ men. Eine Verfammlung der Saorbankgläubiger kam, wie aus Saarbrücken gemeldet wird, zu einer Einigung auf folgender Grund⸗ lage: Sämtlichen Gläubigern wird eine Abfindungsguote von 00 v.., zahlbar in drei Jahren, angeboken. Die Forderun⸗ gen ſollen in dieſer Zeit mit 3 v. H. verzluſt werden. Den Gläu⸗ bigern. die mit dleſer Rate nicht einverſtauden ſind, wird eine 100 prozentlae Abfindung binnen 15 Jahren in Ausſicht geſtellt. Der Zinsſatz ſoll in dieſem Fall 1 v. H. betragen. Für die öoproz, Abſindung haben ſich, mit Ausnahme der franzöſiſchen Saargrubenverwaltung und des Eréhit Lyonngis, fämtliche Gläubiger elnſchl. der Mutterbank erklärt. Die Saargruben und der Credit Lnonnals haben ſich für die 100proz. Abfindung innerhalb 15 Jahren kutſchleden. Hinſichtlich der Frage, ob und in welcher Form die Bank für Saar und Rheinland welter geführt werden ſoll, beſteht anſchei⸗ neus die Ausſicht, daß die Mutterbank weltere Mittel zur Pflege ihrer im aurgebiet lonzentrierten ſaarländtſchen Geſchäftsbezleßungen zur Vereügung, Wieder 10 v. H. Dioidende der Bayerlſchen Berg⸗, Hütten⸗ und Salzwerke.⸗G. Die Hoſſnung, daß die bayer ſchen ſtagt chen Montanwerke die vorgeſehene Ablieferung von 7 an den Staal als einzigen Aktlonär ermöglichen ürden, hat ſich erfüllt. Der Abſchtuß der Bayer. Berg⸗, Hütten⸗ und Salz⸗ werte A. G, für die Zeit vom 1. O. tober 1927 bis 30, Septem! 1028, alſo für das erſte volle G., weiſt bel 7 M ll.% Lak. einen Reingewinn von 802 895 4 aus, aus dem 10 v. H. Div i dende ſomit 700 000 /, vertert werden. Im Vorjahre wurden für 6 Monate 8 v. H. Dividende aus 464093„ Reingewinn ver⸗ teilt. Der Geſchäftsbericht erklärt, daß die im erſten GJ. allge⸗ mein herrſchende gute Konfunktur im Berichtsjahre zurückgegangen iſt. Unberührt blieb der aute Abſatz an Kohle und Salz. Bei der Luttpolbhütte in Amberg war die Preisbildung gegenüber den Selbſtkoſten unbefriedigend. Die elſenverarbeltenden Betriebe erſter Stufe(Erzeugung von Gußwaren] blelten ſich noch geraume Zeit auf der günſtigen Abſatzlage des Vorfahres. Gegen Ende des G. trot elne Verſchlechterung ein. Der Geſamtumſaß der G. aus dem Verkauf der Erzeugnſſſe betrug rund 30 Mill.„, davon ent⸗ flelen auf die Ausfuhr 8,53 v. H. Stahlwerk Becker Ach. in Willich bei Krefeld. Soweit die Bi⸗ kanzziſſern für 1977/8 bisher ein Urteil zulgyen, iſt der Beſchäfti⸗ gunesgrasd ein beſſerer geweſen und auch die Erträgniſſe werden vor⸗ Aus ſichtlich die Beſrledigung regulärer Abſchreibungen zulaſſen. Eine Pildende kommt dagegen nicht in Betracht. Uebergang einer Braunkohlenzeche auf die RW'. Die Braun⸗ kohlenzeche Guſt av in Dettingen bei Honau a. M. iſt auf die Rheiniſch⸗Weſtſäliſche Elektrizitäts⸗Geſellſchaft übergegangen, die das Werk nunmehr auf die Eleltrizitätserzengung vollkommen um⸗ ſtellen wil. Bisher wurde auf der Zeche Guſtap in erſter Linie bie Fabrikation von Briketts betrieben. “ Dinglerſche Maſchinenſabrik.⸗G., Zweibrücken. Nach einer Mittellung der Geſellſchaft laſſe ein Vergleich mit dem Abſchluß des Vorfahres erkennen, daß die Anſpannung der Geſellſchaft am 1. April 1998 ſich immerhin gegenſtber der am 1. April 1927 günſtiger geſtaltet habe, wenn auch eine weſentliche Verminderung der Schulden noch nicht habe vorgenommen werden können. Unter keinen Umſtänden treſſe die Befürchtung zu, daß eine neue Sanſerung und Neube⸗ ſchaffung von Kapitalten erforderlich werden könnte. Die ver⸗ floſſenen neun Monate des neuen Geſchäftsjahres batten eine weitere weſentliche Entlaſtung des Status der Geſellſcſaft gebracht. * Veith⸗Merke.⸗G. in Sandbach l. Odenwald.— Vor einer nſammenlegung. Die Geſellſchaft, die per 30. September 1924 ihr Aktienkapital von 20 Mill. Paplermark auf 1 Mill, Reichsmark um⸗ 0 Maggon Raſtatter dann bleibt nur der von uns im geſtrigen Abendblatt ſkizzterte Weg. Was die Frage des Kñapitaleinſchnitts bei Fuchs betrifft, Waggon ſo kann im Augenblick noch nichts geſagt werden. Die Verwaltung hat zwar eine Zuſammenlegung im Verhältnis:1 ins Auge gefaßt, oh dieſe Annahme ſich aber zu einem feſten Vorſchlag verdichten wird, hängt ganz von dem Vergleichsverfahren, von der Haltung der Gläubiger ab. Erſt wenn die Einigung mit den Gläubigern erfolgt iſt, wird über die entſprechenden Sanſerungsmaßnahmen der Ac. zu ſprechen ſein, * „Das Auftragsprogramm der Reichsbahn für Fahrzeuge für das Geſchäftsſahr 1929 69 v. H. der verfügbaren Ausgaben für Beſchaffung von Perſonenwagen In ihrer der Reichsregierung ſ. Zt., vorgelegten Denkſchrift zum Antrag auf Tariferhöhung hatte die Geſellſchaft den Betrag für Aufträge an Fohrzeugen in den nächſten Jahren auf 285 Mil⸗ lionen Mark geſchätzt. Mit Rückſicht auf die finanzielle Lage hat die Geſellſchaft ihr Programm für das Jahr 1929 auf 227 Mill. eilngeſchränkt. Der Verwaltungsrat hat davon bereits einen Betrag von rund 124 Mill./ genehmigt, der zur Begleichung der im erſten Holbjahr fälligen Zahlungen dienen ſoll. Das Auftragsprogramm pro 1920 umfaßt: im Betrage von 23 Dampflokomotiven 2,17 Mill. 6 elektriſche Lokomotiven 2,00 Mill. 4 340 Triebs und Beiwagen 26,25 Mill. 4 2942 Perſonenwagen 157,02 Mill. 500 Gepäckwagen— 18,12 Mill. 4 1112 Güterwagen 15,07 Mill. 459 Bahndienſtwagen 5,87 Mill. 4 3 Schiffe 1,00 Mill.% Insgeſamt: 227,00 Mill. 4 Von dieſem Geſamtbetrage von 227 Mill.& ſollen 124 in der erſten Jahreshälfte und 103 Mill.& in der zweiten Jahres⸗ hälfte zur Verausgabung gelangen. Dazu treten noch 17 Mill. Reſtzahlungen auf früheren Jahren, ſodaß die tatſächliche Ausgabe im Jahre 1920 wahrſcheinlich auf insgeſamt 244 Mill.(die zu Laſten der Betriebs rechnung gehen) gegen 227,3 Mill./ im Jahre 1928 und 202 Mill.„/ im Jahre 1927 ſteigen wird.— An Fohr⸗ zeugen iſt die Reichsbahn infolge der beträchtli ßen Aufträge in den Nachkriegsjahren reſchlich verſehen. Noch heute hat ſie einen Ueber⸗ beſtand an 1800 Lokomotinen und 30 000 Güterwagen. Der Per⸗ ſonenwagenpark iſt dagegen nicht ausreichend. Aus dieſem Grunde erfolgen im Jahre 1929 die geldlichen Aufwendungen in der Hauptſache für die Erneuerung der Perſonenwagen. Dafür ſind. wie oben angegeben. 137 Mill./ oder 9 v. H. der verfügbaren Geſamtſumme norgeſehen. Mill. 4 ſtellte, ſieht ſich vor die Notwendigkeit einer Korrektur dieſes Gold⸗ umſtellungsverhältniſſes geſtellt. Ueber das Ausmaß einer etwa in Frage kommenden Zuſammenlegung ſind noch keinerlei Beſchlüſſe gefaßt. * Panzer Az., Berlin.— Kritik am Verluſtabſchluß in der HV. Ueber die Verluſtwirtſchaft dieſes Unternehmens, durch deſſen ungün⸗ ſtiges Droſchlengeſchäft die Entwicklung bei der Neckarſulmer 7 0 hrzeugwerke Ac. mitbeſtimmt wurde, iſt bereits vor einiger Zeit einiges miigeteilt worden. Ebenſo iſt bereits bekannt, daß zur Beſeitlgung des Verluſtes eine Kapitalherabſetzung von 3,6 auf 0,36 Mill.& und eine Erhöhung auf 1 Mill., erfolgen ſoll. Die jetzt vorgelegten Verluſtabſchlüſſe zeigen an Einnahmen aus Droſchlen betrieben, Mieten uſw. für 19727 2,67(für 1926-27 2,19) Mill. 4. Gegenüber ſtehen Betrlebs⸗ und Handlungsunkoſten von 3,21(2,30) und ſehr hoch bemeſſene Abſchreibungen von 2,88(0,45) Mill. Mark. Das Geſchäſftsſahr 27 hatte einen Verkuſt von 629 000 Mark ergeben. Im Geſchäftsjahr 192728 hat ſich der Geſamtver⸗ u ſt guf 3,553 Mill.& erhöht, alſo rund die Höhe des Aktienkapitals erreicht. Die Bilanzen für 192728 bezup. 1928⸗27 zeigen u. a. in Mill. Mark; Gebäude 1,47(1,50); Kraftdroſchken 2,85(4,50); Anßenſtän de 0,23(0,61): Wertpapiere 0,08(0,46); anderſeits Akzepte erhöht auf 2,94 (0, 28] und Fläubiger vermehrt auf 2,19(1,2). Ueber die Bilanz und den Boricht für 26⸗27 entſpann ſich eine längere Auseinanderſetzung, ein Aktionär beantragte die Einſetzung eines Prüfungsaus⸗ ſchufſes. Dleſer Vorſchlag wurde aber gegen 358 Stimmen der opponlerenden Alttonre abgelehnt. Die anſchließende., die über die Genehmigung des Abſchluſſes für 192728 ſowie über die vorge⸗ ſchlagene Kanlerung zu beſchließen hatte, kam gleichfalls erſt nach längerer Aussprache zu Ende. Die Oppoſition verlangte nochmals die Einſetzung einer Prüfungskommiſſton und gab gegen die Ablehnung Hieſes Antrags ſowie gegen die Genehmigung der Bilanz und ſpäter auch genen die Sanierungsßbeſchlüſſe Widerſpruch zu Proto ⸗ kühl. Für die aus dem Auſſichtsrat ausſcheſdenden Dr. Eiger, Mafor Wilt und Bankler Salomon wurden Staatsminiſter a. D. Südekum und Kommerzienrat Manaſſe neugewählt. Die Beſchäfttgungsminderung der deniſchen Induſtrie Berechnung des Inſtituts für Konjunkturforſchung Die Beſchäftigung der Induſtrie iſt im Dezember beträchtlich zu⸗ rückgegangen. Der Beſchäftigungsgrad ſtellte ſich(nach den auf Grund der Gewerkſchaftsſtatiſtik durchgeführten Berechnungen des Juſtituts für Konjunkturforſchung) im Dezember auf 78,6 v. H. gegen ⸗ über 86,5 v. H. im November. Nicht allein, daß die Jahres- zeit die Beſchäftigungs möglichkeiten in den Saiſonberufen vermindert hat; auch in den Induſtriezweigen, in denen die Saiſonſchwankungen nur eine geringe oder gar keine Rolle ſpielen, iſt die Zahl der voll⸗ beſchäftigten Arbeiter im Dezember weſentlich geſunken. Beſonders ſtark iſt die Beſchäftigung— abgeſehen nom Baugewerbe, in dem im Dezember nur 49,8 v. H. der Arbeiter voll beſchäftigt waren gegenüber 81 v. H. im November— in wichtigen Zweigen der Verbrauchsgüter⸗ induſtrien zurückgegangen, ſo in der papierverarbeitenden Induſtrie, Glas⸗ und Porzellaninduſtrie. Im ganzen ſtellt ſich die Beſchäftigung in den Verbrauchsgüterinduſtrien(wenn man die Saiſongewerbe nicht einrechnet) auf 80,6 u. H. gegen 83,7 v. H. im November. Der Beſchäftigungsgrad hat ſich hier alſo um 3,7 v. H, vermindert. Aber auch in den Produktionsmittelinduſtrien iſt im Dezember ein Rück⸗ gang des Tätigkeitsgrades eingetreten. Von je 100 Mitgliedern der Gewerkſchaften waren hier im Dezember(gleichfalls ohne Saiſon⸗ gewerbe) rund 90 vollbeſchäftigt, während es im November rund 92 waren. Der Abſtand, der zwiſchen dem Beſchäftigungsgrad der beiden Hauptgruppen der Induſtrie bisher beſtand, hat ſich ſomit im Dezem⸗ ber wieder erweitert. 5 „Verminderung der koufunkturellen Spannungen. Nach dem Wochenbericht des Inſtituts für Konjunkturforſchung iſt die Neu⸗ beanſpruchung von Wechſelkredit von November auf Dezember geringfügig geſtiegen. Die Wechſelziehungen liegen mit 4487 Mill. 4 im Dezember nur um 44 Mill.„ über November. Dieſe Bewegung war geringer, als ſaiſonmäßlg für Dezember zu erwarten war. Nach Ausſchaltung der Salſonſchwankungen ergibt ſich daher ein, wenn auch geringer konſunktureller Rückgang, der nun ſchon ſelt Auguſt 1928 anhält, In dieſem konfunkturellen Rück⸗ gang der Wechſelziehungen kommt einmal die verminderte Umſatztätigkeilt in der Produktionswirtſchaft und darüber hin⸗ aus das geringere Bedürfnis der Unternehmungen, ihre Umſätze mit Wechſelkredit zu finanzieren, zum Ausdruck. Die konjunk⸗ turellen Spannungen, die mit einer hohen Beanſpruchung des Wechſelkreditsgegeben ſind, haben ſich demnach weiter ver⸗ mindert, Deutſche Ton⸗ und Steinzeugwerke AG. in Charlottenburg. Der Geſchäftsgang des Unternehmens war im Jahre 1928 recht zu⸗ frledenſtellend. Auch die Tochtergefellchaften, über die die Deutſche Ton⸗ und Steinzeugwerke ihren hauptſfächlichſten Charakter als Holding⸗Geſellſchaft verfügt, hätten recht gut gearbeitet Dement⸗ ſprechend könne mit einer Dividende in mindeſtens Vorfahrshöhe (10 v..) gerechnet werden. * Leberwerke vorm. Ph. Jacob Spicharz AG., Offenbach a. M. Die HV. genehmigte den Jahresabſchluß vom 31. Dezember 1928. Hiernach ergibt ſich ein Verluſt von 0,15(i. V. 0,034) Mill., jo daß noch für die Llgquldatlon ein Vermögen von 0,567(0,217 Mill./ verbleibt. In der Bilanz ſind die Fabrikanlagen mit 0,479 (0,489) Mill/ und der Reſt der Maſchinen mit 0,02(.0153) Mill. 4 bewertet. Die Wohnhäuſer ſtehen unverändert zu Buch mit 0,38 Mill. Mark, die Schuldner mit.046(0,05) Mill. 4. Die Vorräte ſind von 16 000 auf 500/ zurückgegangen. Anderſeits betragen die Krehitoren gegenüber dem Vorfahr kaum verändert, 22 918. Von Verwal⸗ tungsſeite wurde ausgeführt, daß der Verluſt in der Hguytſache durch Abſchreibungen bedingt fel. Bei der Behandlung des Punktes der Tagesordnung Verwendung des Grunsbeſitzes wurde mitgeteilt, daß ein Barungebot in Höhe von 150 000% vorliege, von dem ledoch die vorausſichtliche Grunderwerbsſteuer in Höhe von 84 00„ und ein weiterer kleiner Betrag für Koſten abgeſetzt werden müßten. Die HV. beſchloß entſprechend dem Verwaltungsvorſchlag mit 23 716 Stimmen gegen 101 Stimmen, die Liegenſchaften, erkorzerlichenſalls zuſammen mit den Wohngrunodſtücken im Lauf des Monats Februar meiſtbſetend zu verſtelgern. » Wiedereinfſſhrung der Goldwährnna in der Schwelz. Eine ſchwelzeriſche Münz und Währungs konferenz erklärte ſich für die Gol dumlauf währung, entſchied aber, daß eine Einlöſung der Noten in geſetzlichem Bargeld oder Guld, wie ſie vor dem Kriege beſtand, noch nſcht möglich ſei. Es ſoll daher eine leber gangszeit eingeführt werden, in der die Natlonalbank die M' lichkeit erhält, die Noten nach ihrer Wohl in Goldmünze, Goldbarren und Golddevſſen auf Länder, die einen freſen Goldmarkt haben, einzulßſen. Ferner ſoll das ſchwei⸗ zeriſche Fſinffrankenſtſick in kleinerem Format, aber d kis⸗ her aus Silber geprägt werden. Der oberrheinſſche Holzhandel und Frankreich Das neue Schiedsgerichtsabkommen Um 1. Januar iſt das Schledsgerichtsahkommen zwi⸗ ſchen dem Verein von Holzintereſſenten Südweſt⸗ dontſchland(Sitz Freiburg i. Br.) und der franzöſiſchen Haudels kammer für Niederrhein, Oberrhein und Moſelgehiet(Sitz Straßburg) in Kraft getreten. Dieſe inter⸗ nattonale Schiedsgerichtsgemeinſchaft bezweckt die ſchiedsgerichtliche Eutſcheidung von Streitfällen, die aus dem Betrieb der Holzproduk⸗ tion, des Holzhandels und der Holzinduſtrie entſtehen, mit Ausnahme von Klagen im Wechſel⸗ und Scheckprozeß. Das Schiedsgericht tagt [grundſätzlich ſeweils in dem Lande, in dem die beklagte Partei wohnt, das alſo für die Vollſtreckung in Betracht kommt. Als Tagung s⸗ orte ſollen in der Regel die Nachbarſtäbte Straßburg(Elſaß und Kehl(Baden] gelten. Die Schiebsrichter werden aus einer bereits aufgeſtellten gemeinſchaſtlichen Liſte beider Körperſchaften entnommen. Die Schiedsgerſchtsordnung ſieht auch eine Berufungsinſtanz vor, deren Anrufung indeſſen an einen Streitwert in gewiſſer Höhe(3500 Schweizer Franken] ge⸗ bunden iſt. Das„Internationale Holzſfachſchiedsgericht“ entſcheidet unter Ausſchluß jeder anderen Gerichtsbarkeit Grundlage für die Beurteilung der Rechtsbeziehungen iſt die Gültigkeit der jeweils ver⸗ einbarten Holzhandelsgebräuche. Im übrigen lehnt ſich die Schieds⸗ gerichtsordnung des Abkommens an die Schiedsgerichtsordnungen des Südweſtdeutſchen Holzintereſſentenvereins, der ſchon ſeit 1903 ein Holzfachſchtedsgericht hat, und der Straßburger Holzhandelskammer an. Wichtig iſt dieſes internationale Abkommen hauptſächlich für die alten Handelsbeztehungen der ſüdweſtdeutſchen Holzwirtſchaft mit dem benachbarten weſtlichen Ausland, die unter der Unſicherheit und Koſtſpieligkeit der Rechtsverfolgung im Lande des jſeweſligen Gegen⸗ kontrahenten zu leiden hatte. Ein Teil der Hemmungen dürfte durch dieſes Abkommen beſeitigt ſein. Damit iſt der erſte Schritt nach zehn Jahren zur Normaliſierung der Wirtſchafts beziehungen zu beiden Seiten des Oberrheins durch das Zuſtandekommen dieſer Schiedsgerichtsgemeinſchaft getan. —— * Keine neue Zinkkonferenz. Eine neue Zuſommenkunft der Mitglieder des internationalen Zinkkartells wird in nächſter Zeit nicht ſtattfinden. Die proz. Produktionselnſchränkung iſt., Zt, für die erſten 3 Monate des laufenden Jahres ſeſtgeſetzt worden. Es wird angenommen, daß etwalge Aenderungen im Rahmen dieſer Verein⸗ barung den Kartellmitgliedern ſchriftlich aufgegeben werden. Die Einſchränkung hat ſich im laufenden Monat u, a. deshalb noch nicht ausgewirkt, weil die Jannar⸗ Produktion erſt im Februar auf den Markt gelangen wird. Man erwartet, daß es unbedingt gelingen wird, den Stabikiſterungskurs von Lſtr. 27/— wieder zu erreichen und zu halten. 5 eee eee Oeplſenmarkt em heutigen Priühverte votierten Pinnte gebe Nem⸗ Hor! 1855 4574 Ichweiz 75519 25,21 Stocchholm 18,12 18.J4 Warte 12400 fee! Sean. 3%.03 dadrid 28.78 20 80 Arüſſe 34,89 34/8 Oslo 18.18 18.38 Mallan ß 92,68 82.68 Kopenhagen 15.17 18,18 Gegen Reichsmark wurden Dollar my.2070 uu Riund⸗ mit 20.4028 gehandelt 105 a 5 Mannkeimer Nroduktenbörſe Die Kurſe verſteben ſich per 100 Kilo netios woggonfre Mannherm mit Sock. ahlborin RM Amiſſche Preisnotierungen nom 24. Januar 1923 22.50 Weizen, nl. 2459 ter-Gerſt 20.50 Weizenmehl 8 75/4, „ dust 286.75 78.5 itiizer erſte 26 2827-[ Webrotmehl Roggen. inl. 23,50/24.— ais a. Biſch. 23,75% Roggenmeh⸗ 30.50 32 80 aus!— Biertreber 0 25/0.75 Wei enkleie 14, 14.45 Haſer imänd 23,25 24, Wleſenheu 12.40 13.20 Raps— „ aus, Luz. ⸗Kleeheu 13 20 14. Klee men— Brau⸗Gerſte 28.50/26. WPreßſiroh.60/85, 0[Nohzuckermel;— dies aus!— Geb. Stroh.0/5,[hiaffi,eriemel.— „ Süpdeutſcher Großmühlenpreis ab Mühle. Mehlpreiſe ma Sack. Berliner Metallbörſe miittetturs nein⸗Mickel für 10 Kg 23 24 29. 24 Anton Reg. Kupfer 149.2 149 2 Slektrolptkpy. 161,5 161,2[Feinſilber ke Blei. 4425 43,75 H Aium.% 190,0 190%[Gold Freip Bin 63,58, do. Walz⸗Drahiſ 184,0 84,0 J Slatin do. do Londoner Metallvörſe Meal in E pre Aenne I. 4. Silber Unze ſtand. 15/0) fein, Plaun Unze. dp. Ausl. 28.[ 24 dp Elektw 78,75 78 75 Queckſilber Kupfer faſſa 78,15 78.35 Zinn Kaſſa 223.1 2220 untimon eg donn Monate 74,85 74,45 do, 8 Monait 222,5 2 0[Platin Sellementſpr. 76,15 7085 do Seitlemen 228,0 222, Wolſſameiz Kupfei elektroi.] 80, 80,— do. Banka 224 0/ 223.0 Nickel Inland du, beſt ſeler 79,25 79,50 do, Straits 225,0 224,5 do. Ausland do strong en 102( 102.0 J Wlei prompf 22. 22,05[Silber 3 Frachtenmaret Dulsburg-⸗Muhrort- 24. gmuar gegenüber geſtern unverändert, Es wurden wohl einige Reiſen bergwärts mehr angenommen und zwar konnte dafür Tagesmiete durchgedrückt werden. Dieſelbe betrug 4 Pfennig pro Tag und Tonne ab Ruhrort und 4% ab Rhein⸗Herne⸗Kangl. Die Schlepp⸗ löhne erlitten keine Aenderung. * Rekorbverkehr des Snezkanals im Jahre 1928, Der Verw k⸗ tungsbericht der Geſellſchaſt ſtellt feſt, daß die Betriebsergebniſſe des Jahres 1928 die günſtigen ſind, die die Geſellſchaft ſe erzielt hat. Die Zahl der durchgeführten Schiffe beläuft ſich auf 6084, was gegenfiber dem Jahre 192/ das bereits ein gRekordſahr war, eine Erhöhung um 9,7 p, H. bedeutet. Die Nettotonnage hat den Höchſtſtand des Jahres 1927 mit 31,9 Mill. To, um 10,1 v. H. überragt. Die Tätigkeit der Kanalſchiffahrt war während des ganzen Jahres faſt ſtetig. Die Zlf⸗ ſern des erſten und zweiten Bierteljghres waren ſaſt genau gleich. Der Monatsrekord, der zuerſt im April mit 2,8 Mill. To., wurde Dezember mit 8 Mill. To. erneut geſchlagen. 5 5 5 5 Das Geſchäft an der heutigen Börſe war im großen und ganzen * 4 3 Bucher. L..18. Mie 0 5 Alleinſtehende berin ſucht Schnel⸗ * 2291 Kleine Wohnung auch Manſarde, in d. Oſtſtadt oder Innen⸗ ſtadt. evtl. auch arr ß. Einzelzimmer. 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