* 25. Februar 1929 Bezugspreise: In Mannheim u Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatlich.⸗M.g.— ohne Wat n e Bei eptl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ forderung vorbehalten Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe Haupi⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R 19/11 Baſſermannhaus). Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhoſſtr. 6, chwetzingerſtr 19/0 u. Meerfeldſtraße 11 Telegramm⸗ Adreſſe Generalanzeiger Mannheim Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945. 24951. 24952 u. 24953 Beilagen: Sport und Spiel Abend ⸗ Ausgabe Mannheimer General Anzeiger Aus Seit und Leben Mannheimer Frauenzeitung Unterhaltungs⸗Beiloge. Aus der Welt der Technik Wandern und Neiſen Geſetz und Recht Unzeigenpreiſe nach Tarif, bei Voraus 59 905 einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen 34.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage. Stellen u. Aus⸗ gaben wird leine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw berechtigen zu keinen Exſatzanſprüchen für ausgefallene od beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim. Neur Kültrwelle in Eitht In Verlin wurden heute ſchon wieder bis 10 Grad Kälte gemeſſen In Berlin war die tiefſte Temperatur heute(Montag) früh minus 10 Grad. Aehnlich lagen die Temperaturen in ganz Mitteldeutſchland und Schleſien, wo man überall durchſchnittlich—10 Grad Kälte maß. Beſonders empfindlich macht ſich die Kälte in Pommern und Oſtpreußen bemerkbar. Dort betrug die Durch⸗ ſchnittstemperatur minus 20 Grad. Auch das Rhein⸗ land, in dem man geſtern zum Teil noch Wärmegrade meſſen konnte, hat Temperaturrückgänge zu ver⸗ zeichnen. Tauwetter herrſcht zur Zeit noch in Baden, Württem⸗ berg und im ſüdlichen Bayern. In München und Karlsruhe wurden 2 Grad Wärme gemeſſen. In Schleſien und Mitteldeutſchland ſind ſtrichweiſe leichte Schneefälle zu verzeichnen, in Weſtdeutſchland teilweiſe Regen. Die Temperaturen in Rußland ſanken bis auf miuus 22 Grab, im nördlichen Schweden ſogar bis auf 37 Grad. Stockholm meldet minus 12 Grad. Auch Weſteuropa hat für die nächſte Zeit mit neuer Kälte zu rechnen.(Siehe hierzu den neueſten Wetterbericht an anderer Stelle der vorliegenden Ausgabe.) eee Vom Koalitions⸗Kriegsſchauplatz Berlin, 25. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Vom Koalitionkriegsſchauplatz iſt heute nichts neues zu melden. Die weiteren Schritte des Kanzlers werden' von der Entſcheidung abhängen, die morgen der Zentralvorſtand der Deutſchen Volkspartei zu fällen hat. Die Fraktion der Deutſchen Volkspartei hat auf heute nachmittag eine Sitzung anberaumt, die ſich vermutlich mit der bevorſtehenden Tagung des Zentralvorſtandes befaſſen wird. Reichsentſchädigung für die Länder [ Berlin, 24. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie der„Demokratiſche Zeitungsdienſt“ mitteilt, hat ſich der Reichsfinanzminiſter entſchloſſen, im Hinblick auf die Entſchädigungsforderungen der Länder dieſen einen Vorſchlag zu unterbreiten. Inzwiſchen ſoll den Ländern insgeſamt der Betrag von 70 Millionen Mark zur Verfügung geſtellt werden. Durch dieſen Betrag ſoll die füddeutſche Poſt⸗ abfindung endgültig geregelt werden. Außerdem iſt darin inbegriffen die Abfindung für den Betriebsmittel⸗ fond, den die preußiſche Staatsregierung beim Uebergang der Eiſenbahnen auf das Reich dieſem bar mitgegeben hatte. Die weitere Eiſenbahnabfindung wird vertagt, da bei der gegen⸗ wärtigen Finanzlage des Reiches keine Möglichkeit gegeben iſt, dieſe Frage anzuſchneiden. Es muß auch damit gerechnet wer⸗ den, daß hierüber endgültig entſchieden wird, wenn die Reichsbahn wieder in das Eigentum des Reiches zurückgegeben . worden iſt. Wie wir hierzu aus dem Reichsfinanzminiſterium hören, trifft es zu, daß man gegenwärtig angeſichts des beim Staats⸗ gerichtshof eingeleiteten Prozeſſes beſchäftigt iſt, ein Kompro⸗ miß auszuarbeiten. Ein endgültiger Plan liegt jedoch, wie uns verſichert wird, nicht vor. Man bedauert es, daß die zur Zeit ſchwebenden Verhandlungen, die ſtreng vertraulich find, durch verfrühte Veröffentlichungen von„falſchen und widerſpruchsvollen Ziffern“ geſtört werden. MReichswehrminiſter und Munitionsprozeß Berlin, 25. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Im „Montag Morgen“ wird mit der dort bekannten Tendenz, dem Reichswehrminiſter etwas anzuhängen, davon be⸗ richtet, daß der ſogenannte Kieler Munitionsprozeß nunmehr ſtattfinden ſoll. Wir können nur erneut feſtſtellen, was hier ſchon mehrfach geſagt wurde: Die Gerichtsverhand⸗ lung wird vom Reichswehrminiſter gewünſcht. Herr Groener hat auch ſie beantragt und hat den preußiſchen Juſtiz⸗ miniſter dazu gedrängt, die Anklage erheben zu laſſen, damit auf dieſe Weiſe endlich Klarheit in die etwas dunkle Schieber⸗ geſchichte kommt. Zu den Angeklagten, das iſt richtig, gehört auch der Leutnant der Marine Protze. Ob ſich dieſer wirklich ſchuldig gemacht hat, wird ſich nun herausſtellen. Mit zu dieſem Ende iſt der Prozeß eben angeſtrengt worden. Leute, die es wiſſen können, ſchildern ihn als einen ordent⸗ lichen Mann, dem nicht zuzutrauen iſt, daß er irgend welche Geſchäfte für die eigene Taſche gemacht hätte. Im übrigen iſt Protze nicht Leutnant zur See, wie immer erzählt wor⸗ den iſt, ſondern Leutnant der Marine. So werden die⸗ jenigen genannt, die nicht aus dem Offiziersſtande hervor⸗ gegangen ſind. Protze iſt, ſoviel wir wiſſen, bis zur Klärung der Angelegenheit von der Dienſtleiſtung im Reichswehrmini⸗ ſterium ſuspendiert worden. Die Deutſchen in Afghaniſtan Berlin, 25. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Ueber die Lage in Kabul wird von unterrichteter Seite mit⸗ geteilt, daß acht Deutſchen die Ausreiſeerlaub⸗ ES» nis von Habib Ullah nicht bewilligt worden iſt. Handelt ſich dabei wahrſcheinlich um Deutſche, die in afghani⸗ ſchen Dienſten ſtehen. 18 weiteren Deutſchen, denen die Aus⸗ reiſerlaubnis erteilt worden iſt, iſt von der engliſchen Ge⸗ ſandtſchaft erklärt worden, daß ſtie wegen Mangel an Flug⸗ zeuger nicht befördert werden könnten. Baron v. Pleſſen, der, wie bereits gemeldet, nach Kabul abgereiſt iſt, um dem ſtehen, wird dortigen erkrankten Geſandten zur Seite zu vorausſichtlich deſſen Funktionen endgültig übernehmen, da ſich das Befinden des Geſandten wetter verſchlechtert hat. Die Stahlhelmführer bei Hindenburg Berlin, 24. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Stahlhelmführer Seldte und Düſterberg ſind am Samstag vormittag vom Reichspräſidenten empfangen wor⸗ den. Gegenſtand der Aussprache war, wie man vermutet, jene unglückliche„Haßbotſchaft“, die durch ihre ſcharfe Tonart das Befremden Hindenburgs— der Reichspräſident iſt be⸗ kanntlich Ehrenmitglied des Stahlhelms—, erregt und zu einer Rückfrage der Reichskanzlei an die Stahlhelmleitung geführt hat. Die Unterredung iſt, wie die„Deutſche Zeitung“ mitteilt, auf Wunſch der Stahlhelmführer erfolgt, die gebeten hatten, ihre Antwort dem Präſidenten perſönlich übermitteln zu dürfen. Ueber den Inhalt und Ausgang des Geſprächs wird vorerſt Stillſchweigen bewahrt. Nur ſoviel konn⸗ ten wir feſtſtellen, daß Staatsſekretär Meißner an der Be⸗ ſprechung nicht teilgenommen hat. Wie„Tempo“ behauptet, haben die Stahlhelmführer Er⸗ klärungen abgegeben, nach denen der Stahlhelm dem heutigen Staat nicht prinzipiell feindlich geſinnt ſet. Infolgedeſſen ſei es dem Reichspräſidenten möglich, ſeine Beziehungen zum Stahlhelm aufrecht zu erhalten. Meichsbahn und Reparationen ! Berlin, Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Reichsbahndirektton weiſt mit aller Schärfe die Behauptung der Beamtenbundkorreſpondenz zurück, daß ſie ohne Rückſicht auf die Nation verſucht habe, über die aus⸗ ländiſchen Mitglieder des Verwaltungsrates auf die Repara⸗ tionskonferenz in Paris Einfluß zu nehmen. Irgend welche Konferenzen nach dieſer Richtung hin hätten überhaupt nicht ſtattgefunden. Die Reichsbahn habe von feher den Stand⸗ punkt vertreten, daß die Behandlung der Reparationsfrage ausſchließlich Sache der Reichsregierung ſei. Unter Wahrung dieſes Standpunktes hätte ſie niemals über außerhalb der Reichsregierung ſtehende Perſönlichkeiten den Verſuch ge⸗ macht, ſich in die Verhandlungen einzumiſchen. Von den zuſtändigen Stellen der Reichsregierung wird dieſe Darſtellung beſtätigt, mit dem ausdrücklichen Hinzu⸗ fügen, daß die Reichsbahngeſellſchaft ſich ſtets durchaus loyal gezeigt habe. Die Direktion erklärt weiter daß die Ratio⸗ naliſijierungs maßnahmen, mit denen ſie zur Zeit beſchäftigt iſt, ſich durchaus im Rahmen des Reichsbahngeſetzes bewegten und daß keinerlei Tendenz beſtehe, vom Reichsbahn⸗ geſetz loszukommen. Sthiedsſpruch in der Textilinduſtrie Die ſeit fünf Tagen dauernden Verhandlungen zur Bei⸗ legung der Lohnſtreitigkeiten in der deutſchen Textilinduſtrie unter dem Vorſitz des Schlichters für den Bezirk Weſtfalen, Dr. Brahn, ſind ſveben nach langen Debatten beendet worden. Der neue Schiedsſpruch ſieht eine—5prozentige Lohn⸗ erhöhung vor und zwar geſtaffelt in zeitliche Zulagen. Die Lohnzulagen erſtrecken ſich über ein bis zwei Jahre. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages gilt für die verſchiedenen Textilbezirke auf eineinhalb bis zwei Jahre. Auf Grund der in den Vorverhandlungen zwiſchen den Parteien getroffenen Vereinbarungen, wonach bei einmütiger Fällung des Schieds⸗ ſpruches der Spruch rechtskräftig wird, ſomit alſo jeder wei⸗ tere Rechtsweg ausſcheidet, muß die Arbeit heute je nach den techniſchen Verhältniſſen wieder aufgenom⸗ men werden. Von den durch den Lohnſtreit betroffenen 200 00 0 Texrtilarbeitern in 21 Bezirken befinden ſich un⸗ gefähr 70000 im Streik und die übrigen in Aus⸗ ſperrung. Die Parteien ſind übereingekommen, daß bei etwaigen zus dem Schiedsſpruch ſich ergebenden Mißverſtändntſſen der Schlichter entſcheiden ſoll. Eine endgültige Beſchlußfaſſung ſoll den drei unpartetiſchen Schlichtern in einem ſolchen Falle überlaſſen ſein. 25 20. Colsmann Ehrendoktor. Die Techniſche Hochſchule Stuttgart hat den Leiter des Zeppelin ⸗ Konzerns, Kom⸗ merzienrat Colsmann, angeſichts ſeiner Verdienſte um die Luftfahrt im allgemeinen und ſeiner Verbienſte um die Ent⸗ wicklung der Zeppelinwerke im beſondern zum Dr. ing. e. h. ernannt.“ Präſident Daladier ſpricht in Straßburg VpParis, 24. Febr.(Von unſerem Pariſer Vertreter.] Der Präſident der radikalen und radikal⸗ſozlalen Partei, Dala⸗ dier, hielt heute in einer politiſchen Verſammlung in Straßburg eine bedeutſame Rede, in der er die Stellung der Linksparteien zur elſäſſiſchen Frage behandelte. Daladier machte vor allem Front gegen die maßloſe Hetze im Elſaß, die unter dem Vorwand der Unterdrückung der Autonomie⸗ bewegung die Meinungsfreiheit knebele. Am Schluß ſeiner Rede kam Daladier auf die ſoziale Frage zu ſprechen, die in Frankreich und beſonders im Elſaß noch der Löſung harre, Daladier befürwortete den Abſchluß von Kollektivverträgen, die Einführung von Betriebskäten und obligatoriſchen Schiedsgerichten für Arbeitskonflkte. Er bemerkte, daß die Arbeitgeber gegen die Reform ſicherlich ebenſo hartnäckig Widerſtand leiſten würden wie gegen die Sozialverſtcherung, „Ich glaube, die Stunde wird bald kommen“, rief Daladier am Schluß ſeiner Rede aus,„in der man zwiſchen den So⸗ zialreformen und der Revolution zu wählen hat. Die⸗ jenigen, die glauben, man könne in Frankreich einen ſoztalen Frieden mit der Einführung amerikaniſcher Methoden her⸗ ſtellen, täuſchen ſich ſchwer.“ a Dieſe Ausführungen aus dem Munde des radikalen Füh⸗ rers ſind ſehr wichtig, da ſie deutlich auf eine Annäherung der Radikalen mit den Sozialiſten in dieſer Frage hinweiſen. Die gegenwärtige Regierung iſt, wie aus den Erklärungen des Arbeitsminiſters Loucheur im Parlament hervorgeht, gegen die von Daladier angeregten Reformen, die fetzt einen wichtigen Punkt im Programm der radikalen und der radikal⸗ ſoztalen Partei bilden. Trotzki iſt noch in der Türkei Der Korreſpondent des Petit Pariſten in Konſtantinopel ſchreibt ſeinem Blatte, daß er am Samstag abend Trotzki in Begleitung ſeines Sohnes auf dem Unabhängigkeits⸗Boule⸗ vard in Pera habe ſpazieren gehen ſehen. Trotzki ſehe ſehr friſch aus. Er habe ſich ſeinen Knebelbart abnehmen laſſen. Ueber ſeine nächſten Abſichten befragt, habe er erklärt, daß er noch nichts Beſtimmtes vorhabe. Trotzki habe mit Intereſſe die Schaufenſterauslagen betrachtet. Auch der Korreſpondent der„Daily Mail“ berichtet ſeiner Zeitung aus Konſtantinopel, daß Trotzki ſich noch immer durt aufhalte. Er habe brieflich um eine Unterredung mit dem türkiſchen Außenminiſter in Angora nachgeſucht. Die neuen Kämpfe in China Peking, 25. Febr.(United Preß.) Die geſchlagenen Truppen der Aufſtändiſchen in der Provinz Schantung haben ſich ſcheinbar von ihrer Niederlage erholt und ziehen ſich num⸗ mehr wieder zuſammen. Der Führer der Regierungsarmee, General Liutſchenien, für den, wie bereits gemeldet, Verſtär⸗ kungen von Süden her im Anmarſch ſind, hat ſich jetzt auch mit der Bitte um Truppenſendungen an den Generalgouver⸗ neur von Peking, General Peitſchungſi, gewandt. Dieſer hat dem Erſuchen entſprochen und bereits auf dem ſchnellſten Weg mehrere Abteilungen verſchiedener Waffengattungen nach Tſchifu, dem Kommandoſitz des Generals Liutſchenten, ent⸗ ſandt. In der Bitte um Verſtärkungen brachte Liutſchenten zum Ausdruck, daß die Rebellen, wie es ſcheine, einen neuen Angriff vorbereiten und er mit Hilfe einer genügend ſtarken Militärmacht entſchloſſen wäre, von vornherein alle Pläne des Feindes zu vereiteln., 5 Obwohl, wie weiter aus Schanghai gedrahtet wird, die Nationaliſten behaupten, einen Sieg über Tſchangtſchung⸗ tſchang davongetragen zu haben, ſteht ihre Lage von Tag zu Tag bedrohlicher aus. So wird gemeldet, daß nationaliſtiſche Truppenverbände zu dem Gegner, der offenbar über reiche Geldmittel verfügt, übergetreten ſeien. Hier dagegen heißt es, daß die Zahl der Ueberläufer bereits 40 000 Mann betrage. Jedenfalls beſitzt Tſchangtſchungtſchang zahlenmäßig ein gro⸗ ßes Uebergewicht über den Kommandanten von Tſchifu, Liut⸗ ſchenien und die zu ſeiner Verſtärkung in Schantung eingetrof⸗ fenen nationaliſtiſchen Truppen. Weitere Verſtärkungen ſins von Nanking ſowohl auf dem Seeweg wie auf dem Landweg e Gleichzeitig werden in hieſigen nationaltſtiſchen reiſen 5 Verdächtigungen gegen die Japaner laut, die beſchuldigt werden, die Bewegungen der nattonaliſti⸗ ſchen Truppen im Bezirk Tſinan zu behindern und j Tſchangtſchungtſchang indirekt Dienſte zu leiſten. Beflelle 2. Seite. Nr. 94 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) Montag, den 25. Februar 197 Im Falle eines Der„Nieuwe Rotterdamſche Courant“ ver⸗ öffentlicht den Wortlaut eines geheimen belgiſch⸗ franzöſiſchen Militärabkommens, welches er⸗ gänzt iſt durch eine beſondere Auslegung der betreffenden Generalſtäbe, vom Sommer 1927. Das Dokument ſoll dem„Utrechtiſch Dagblad“ durch einen Zufall in die Hände geraten ſein. Es habe aber ſolange damit zurückgehalten, bis 115 Echtheit feſtgeſtellt worden ſei. Das Abkommen agt: 1. Im Falle eines Krieges zwiſchen Frank⸗ reich und Deutſchland oder einem von Deutſchland in irgend einer Weiſe unterſtützten Staat wird Belgien ſeine geſamte Macht zur Verfügung Frankreichs ſtellen. Im Falle eines Krieges zwiſchen Belgien und Deutſch⸗ land oder einem von Deutſchland in irgendeiner Weiſe unterſtützten Staat wird Frankreich ſeine geſamte Macht zur Verfügung ſtellen. 2. Dieſes Abkommen bezieht ſich nicht nur auf die Rhein⸗ grenze, ſondern auf jeden Angriff auf einer anderen Grenze. 8. Frankreich und Belgien mobiliſieren ſofort ohne Vor⸗ beſprechung, ſobald ein von Deutſchland in irgendeiner Weiſe unterſtützter Staat mobiliſtert und ſobald der in den gegen⸗ wärtigen Verträgen und Abkommen über die internationalen Beziehungen zwiſchen Frankreich und Belgien auf der einen und Deutſchland auf der anderen Seite beſchriebene casus Födris vorliegt. 4. Belgien verpflichtet ſich, eine Min deſtzahl von 600000 Mann halb aktiver, halb Reſervetruppen zu mobt⸗ liſteren, Frankreich verpflichtet ſich, Belgien auf belgiſchem Boden mit mindeſtens 1200 000 Mann halb aktiver, halb Reſervetruppen zu Hilfe zu kommen. 5. Die Truppen beider Länder werden gleichzeitig einen raſchen und kräftigen Angriff in der Weiſe beginnen, daß Deutſchland gezwungen wird, im Norden und Süden gegen die gemeinſame Front zu kämpfen. 6. Die Generalſtäbe der beiden Länder werden ſtets die nötige Fühlung für die Vorbereitung dieſer Maßnahmen unterhalten und mindeſtens einmal im Jahr zu Beſprechungen über das Abkommen zuſammenkommen. 7. Das Abkommen gilt für 25 Jahre mit ein⸗ jähriger Kündigung und wird bei Nichtkündigung automatiſch um weitere 25 Jahre verlängert. Beide Länder verpflichten ſich, kein Militärabkommen einzugehen und keinen diplo⸗ matiſchen Akt zu unterzeichnen, der dieſes Abkommen auf⸗ heben würde. Im Falle eines Krieges wird kein Einzel⸗ frieden geſchloſſen. 8. Der Wortlaut dieſes Abkommens iſt ſtreng geheim zn halten. In der Auslegung, den die Generalſtäbe dem Abkommen bei ihrer Zuſammenkunft im Jahr 1927 gaben und die eine Anpaſſung an die geänderte Lage war, heißt es: Durch das Uebereinkommen vom 7. Juli 1927 ſeien die Gegner von Belgien auf zwei, nämlich Deutſchland und Holland, die Frankreichs auf drei, nämlich Deutſchland, Italien und ev. Spanien beſchränkt worden. Das Prinzip der gemeinſamen Front von Frankreich und Belgien bleibe unangetaſtet. Da aber die Verteidigung des eigenen Bodens den Kernpunkt bildet, werde Frankreich bei einem niederländiſch⸗belgiſchen Streit ſich auf die Entſendung der im Jahre 1922 feſtgelegten Expedition von zwei Armeekorps beſchränken, während Bel⸗ gien bet einem italieniſch⸗franzöſtſchen Streit zwei Infan⸗ teriediviſtonen zur Verfügung des franzöſiſchen Generalſtabs ſtellen wird. Hinſichtlich Hollands wird darauf hingewieſen, daß man unter Unterſtützung von Deutſchland ſowohl eine Unter⸗ ſtützung milttäriſcher, als diplomatiſcher Natur(ö) zu ver⸗ ſtehen habe und daß ferner die ſeit acht Jahren zwiſchen Bel⸗ gien und Holland geführten Vertragsverhandlungen() von holländiſcher Seite Handlungen herbeigeführt hätten, die unter Umſtänden als Angriff zu bezeichnen wären. Art, 3 enthält genaue Angaben über die ſtrategiſche Ver⸗ ſtärkung und den Ausbau der belgiſchen Eiſenbahnlinien. Für einen Angriff nach der Ruhr, der nach dem belgiſch⸗ engliſchen Uebereinkommen einem neuen Stadium unter⸗ worfen wurde, wurde vorgeſchlagen, daß die franzöſiſch⸗bel⸗ ſeges Frankreit Ein geheimes belgiſch⸗franzöſiſches Militärabkommen Deulſchland giſchen Truppen nur durch die Eiſenbahnlinien Micheroux Plombières und Battice Verviers unter franzöſiſchem Be⸗ fehl auf demſelben Wege, wie im Jahre 1923, in die Ruhr einrücken ſollten, während eine zweite Truppe unter belgiſchem Befehl durch Holländiſch⸗Limburg gegen Geilenkirchen und Heinsberg anrücken ſollen. * Die Verantwortung für die Richtigkeit der Veröffent⸗ lichung muß man natürlich den holländiſchen Blättern über⸗ laſſen. Sie iſt nicht frei von ſolchen Stellen, die Zweifel hervorrufen. Daß ein ſolches Abkommen beſteht, iſt indeſſen längſt bekannt. Was ſagt man dazu in Berlin? Berlin, 25. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Die aufſehenerregende Veröffentlichung des„Utrechter Dag⸗ blad“ hat, wie wir hören, in Berlin auf das peinlichſte berührt. Von maßgebender Seite wird beſtätigt, daß der franzöſiſch⸗belgiſche Freundſchaftsvertrag von 1920, in dem auch auf das Beſtehen einer Militärkonvention Bezug genommen wird, vom Völkerbund ſeinerzeit regiſtriert worden iſt. Der Wortlaut wurde damals allerdings nicht bekannt gegeben. Von einem Zuſatzabkommen wußte man bisher in Berlin nichts, ebenſo wenig davon, daß die Ausführungsbeſtimmun⸗ gen im Sommer ergänzt worden ſind. Man betont hier mit allem Nachdruck, daß ein derartiges Vorgehen nach Locarno abſolut unmöglich iſt. Die Ausflüchte, es handele ſich ja doch nur um Vereinbarungen zwiſchen den beiderſeitigen Generalſtäben, die für die Regierungen nicht bindend ſeien, ändern an der Tatſache, daß trotz Locarno ein franzöſiſch⸗ belgiſches Militärabkommen getätigt worden iſt, nicht das min⸗ deſte. Die Ereigniſſe der Vorkriegszeit haben gezeigt, daß die Regierungen derartige Vereinbarungen ihrer Generalſtäbe ſtets anerkannt haben. Die Angelegenheit wird zur Zeit nachgeprüft. Von dem Ergebnis der Unterſuchung wird es abhängen, welche weiteren Schritte die Reichsregierung zu unternehmen gedenkt. Wie wir ſchon andeuteten, wird aller Vorausſicht nach Herr Dr. Streſemann in Genf Gelegenheit nehmen, von den Ver⸗ tretern der beteiligten Mächte nähere Aufklärungen zu ver⸗ langen. Jungersnot in Britiſch⸗Oſtafrika Durch eine in Britiſch⸗Oſtafrika ausgebrochene Hungers⸗ not, die durch eine Heuſchreckenplage noch verſchärft wird, ſollen mehr als 250000 Ein geborene ohne Nah⸗ rungsmittel ſein. Die engliſche Regierung hat 20 000 Pfund als erſte Hilfsmaßnahme augewieſen. 4 242 2 72 Kleine politiſche Mitteilungen Parker Gilbert wieder in Berlin — Berlin, 25. Febr., Der Generalagent für die Repara⸗ tionszahlungen, Parker Gilbert, traf heute vormittag von Paris kommend, auf dem Bahnhof Friedrichſtraße ein. * 2* Erhöhung der Altersgrenze für Richter beantragt. Im Hauptausſchuß des Preußiſchen Landtages wurde eine Ent⸗ ſchließung gefaßt, durch die die Staatsregierung erſucht wird, einen Geſetzentwurf einzubringen, wodurch das Höchſtalter für richterliche Beamte von 65 auf 68 Jahre feſtgeſetzt werden ſoll. a Das Ueberfliegen des Panamakanals. Präſtdent Co o⸗ Li d ge hat einen Erlaß unterzeichnet, durch den die Panama⸗ kanalzöne für den Handelsflugverkehr aller Länder frei⸗ gegeben wird. Das Staatsſekretariat behält ſich jedoch das Recht vor, Flugzeugen irgendwelcher Länder das Ueber⸗ fliegen der Kanalzone zu unterſagen. * Lindbergh techniſcher Berater für Luftfahrt. Der Han⸗ delsminiſter der Vereinigten Staaten hat den Ozeanflieger Oberſt Lindbergh zum techniſchen Berater für Luftfahrt⸗ fragen ernannt. 7 2 5 40 Der Mörder Kleiers gefaßt? Berlin, 24. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Wis die„Welt am Montag“! von zuſtändiger Seite hört, haben die polizeilichen Vernehmungen in Sachen des an dem fungen Stahlhelmer Kleier am Freitag verübten Mordes zu einer entſcheidenden Belaſtung des mutmaßlichen Täters geführt. Verhaftet ſind zwei Verdächtige namens Kaiſer und Schulz, von denen einer in der kommuniſtiſchen Jugend, der andere bei den Rotfrontkämpfern organiſiert ſind. 5 Beide ſollen die Radfahrer ſein, von denen die Jungſtahlhelmer in Pankow verfolgt wurden. Ein Geſtändnis hat noch keiner ab⸗ gelegt. Die heute den ganzen Tag über fortgeſetzten Verneh⸗ mungen und Ermittlungen haben jedoch gegen Kaiſer die ſtärkſten Ver dachtsgründe erbracht. Kaiſer hat voriges Jahr ein Revolverattentat auf ſeine Ehefrau unter⸗ nommen. Das gerichtliche Verfahren deshalb ſchwebt noch. Die Obduktion der Leiche Kleiers hat das Geſchoß zutage ge⸗ fördert, dem er zum Opfer fiel. Es handelt ſich nach dem Gutachten des gerichtlichen Sachverſtändigen um eine Kugel aus einem Trommelrevolver ſeltenen Modells. Eine Patronenhülſe, die in Kaiſers Wohnung gefunden wurde, 2 paßt genau in die bei der Leiche gefundenen Kugel. Kaiſer hat ſich bereits durch offenſichtlich unwahre Angaben belaſtet. Jedenfalls ſind die Verdachtsmomente ſo ſchwer, daß die Ver⸗ haftung aufrechterhalten bleiben muß. Berlin, 25. Febr.(Von unſerem Berliner Büro.) Bei der Suche nach dem Mörder des Oberprimaners Kleier iſt, wie die B. Z. zu berichten weiß, ein dritter junger Mann ſiſtiert worden, deſſen Alibi für die Zeit der Tat nachgeprüft wird. Die Waffe, aus der der tödliche Schuß abgegeben wurde, konnte noch nicht ermittelt werden. Der Kreis der der Tat Verdächtigen ſchließt ſich indes immer enger, ſo daß man auf die baldige Ermittlung des Täters hofft. Vadiſche Politik Aus dem Lanotag Die nächſte Sitzung des Landtags findet am 28. Fe vormittags 10 Uhr ſtatt. Die Tagesordnung ſteht u. Beratung über einen Strafverfolgungsantrag des Juſtigucini⸗ ſters gegen Abg. Heymann vor, ferner Förmliche Anfragen über Notſtandsarbeiten und Maßnahmen für Erwerbsloſe und das Handwerk. Letzte Meldungen Verſuchter Raubmord — Stuttgart, 25. Febr. Vergangene Nacht wurde auf der Staatsſtraße zwiſchen Böblingen und Vaihingen der 22⸗ jährige Führer einer Kraftdroſchke von einem Fahrgaſt plötzlich von hinten angefallen und durch mehrere Hammer⸗ ſchläge auf den Kopf nicht unerheblich verletzt. Es gelang dem Kraftwagenführer, ſeinen Angreifer zu überwältigen. Der Täter, der ebenfalls verletzt wurde, iſt ein 2lähriger Autoſchloſſer. Brand bei den Stickſtoffwerken Troſtberg — Troſtberg(Oberbayern), 25. Febr. Heute morgen brach im Förderturm der Kalkſtickſtofflagerhalle, wahrſchein⸗ lich infolge von Unvorſichtigkeit, bei einer Reparatur Feuer aus, das durch ſofortiges Eingreifen der Feuerwehr auf den Turm beſchränkt werden konnte. Vier Arbeiter mußten mit Brandwunden in das Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden. Vier wurden leicht verletzt. Ein Mann, der wäh⸗ rend des Brandes am Förderturm beſchäftigt war, wird ver⸗ mißt. Vermutlich iſt er tödlich verunglückt. Raubüberfall auf einen Geiſtlichen — Paris, 25. Febr. Ein verwegener Raubüberfall wurde am Sonntag auf den katholiſchen Prieſter in Holbach in Lothringen verübt. Zwei Unbekannte läuteten abends an der Haustüre des Prieſters, den ſie, als er öffnete, mit Knüppeln niederſchlugen. Sie beraubten ihn ſeiner Barſchaft und der Uhr. f Auf den herbeigeeilten Schwager des Prieſters gab einer der Räuber einen Schuß ab, der den Mann ſofort tötete. Auch das Dienſtmädchen, welches auf die Straße flüchtete, wurde beſchoſſen, ohne jedoch getroffen zu werden. Die bei⸗ den Räuber entkamen unerkannt. Der ſingende Körper Rudolf von Labau und der Bewegungschor Wie viele von uns wiſſen es, daß wir nicht nur mit un⸗ ſerer Stimme ſingen können. Daß wir nicht nur das Ohr haben, um den Geſang eines anderen wahrzunehmen. Nein, es gibt auch einen Geſang, den das Auge aufnimmt. Seine Stimme iſt der Körper. Eine arg vernachläſſigte Stimme. Laſſen wir einmal den Bühnentänzer beiſefte. Was man da ſonſt beobachten kann, das iſt wahrhaftig kein„Geſang“; iſt beſtenfalls ein Lallen, ein Stottern— wenn man an den heutigen Geſellſchaftstanz denkt. Oft aber iſt es noch ſchlimmer. Da kann man ſp ſinn⸗ loſe, krankhafte, krampfhafte Zuckungen ſehen, daß man, han⸗ delte es ſich um Sprache— ganz zu ſchweigen von Geſang— zum Arzt gehen würde. Neunundneunzig unter hundert Menſchen wiſſen heute gar nicht, daß ſie in ihrem Körper ein genau ſo feines, genau ſo bildungsfähiges Inſtrument haben wie in ihrer Stimme— wahrſcheinlich iſt dieſer Verhältnisſatz noch zu hoch gegriffen. Sie ſpüren ihren Körper nicht. Sie 19 Stummgeborene. Sie müſſen ſprechen, müſſen ſingen lernen. Es iſt gar nicht ſo ſchwer. Denn hier gibt es keine babyloniſche Sprachverwirrung. Hier ſpricht der Neger wie der Deutſche, der Indianer wie der Chineſe. Man wird etwas einwenden wollen. Gewiß beſteht ein Unterſchied. Was ſie ſagen, iſt gewiß verſchieden. Aber die Sprache, der ſie ſich bedienen, iſt ein und dieſelbe, ſie liegt in uns allen, mur verſchüttet, beengt, tot, ſtumm. Und wenn ſie einmal auf⸗ wachen will, wenn unſer Körper einmal ganz leiſe, ganz vor⸗ ſichtig ein paar Töne ſingen möchte, dann kommen alle die un⸗ geheuer nützlichen, die peinlichen Geſetze der Konvention, der Geſellſchaft. Und flugs wird der erſte Ton erſtickt. man könnte ſich— lächerlich machen. Was wir nun einmal mehr ſcheuen als alle Drohungen des Strafgeſetzbuches. So wurde der Körper durch Jahrhunderte hindurch miß⸗ handelt. Nicht mit Geißeln und Folterwerkzeugen wie im Mittelalter, nicht mit Gas und Bomben, wie es heute vor⸗ kommen ſoll. Man hat ihn lebendig begraben. Man ihn in eine Zwangsjacke geſteckt, ihn ſtumm und ſchefntot gemacht. unſerer Zeit, ging es nicht mehr. einem Höhepunkt angekommen war— man denke nur an die Frauenkleidung vor wenigen Jahrzehnten— da begann ſich da und dort ein Widerſtand anzukündigen. Einige Menſchen ſpürten, daß hier ein ſchweres Unrecht geſchah. Sie ſuchten, zuerſt beim Bühnentanz, mit den alten Starrheiten aufzuräumen. Und das Wunder geſchah: Man erkaunte, daß auch der Nichttänzer, das heißt der Nichtbühnentänzer, einen Körper beſaß. Zunächſt gab es noch reichlich viel Theorie, gab es noch reichlich viel Geſetzmäßigkeit und Starrheit. Als Ziel ſtand meiſt die Kraft im Vordergrund. Für dieſe Richtung war ein Vorläufer das alte Turnen im Sinne Jahns. Wie um alles Neue— ob es nun wirklich neu oder nur ſcheinbar neu iſt— gab es einige Erregung, viel Mißver⸗ ſtändniſſe, auch bei den Anhängern, ja Begeiſterung aus Miß⸗ verſtändnis, viel Ablehnung aus Bequemlichkeit, und dann nach dem Sturm die Ruhe. Aber die Ruhe iſt nicht immer allmähliches Wiedereinſchlafen, iſt nur Klärung, Sammlung. Was ſich einſt in wenigen Perſönlichkeiten geſchloſſen der großen Oeffentlichkeit gegenüberſtellte, beginnt jetzt an den Ausbau zu gehen. Das Bewußtſein, das in feineren Seelen zuerſt erwachte, muß nun in den anderen geweckt werden. Und dieſe anderen ſind ſelten die ſtürmiſch begeiſterten aus den Anfangsjahren. Es ſind die jungen Menſchen, in denen ſich das Bewußtſein des Körpers noch nicht ganz hat erſticken laſſen durch öͤie Schranken der Alltagsgeſetze. Dieſe Menſchen zu finden, zu wecken, das iſt einer der Wege, die Rudolf von Laban jetzt beſchritten hat. Was er am Sonntag im Apollotheater auseinanderſetzte, hatte nur wenig mit den ſonſt in der Jugend teilweiſe gepflegten reigenmäßigen Volks⸗ tänzen, wenig mit Gymnaſtik gemein. Es galt vielmehr der Erweckung des Zuſammengehörigkeitsgefühls unter den Kör⸗ pern, um es mit dem Fremdwort zu ſagen: des Kollektiv⸗ bewußtſeins, um die Erweckung einer Maſſenſeele. Wie leicht und ſelbſtverſtändlich das ſein kann, zeigten die Vorführungen des Bewegungschors, der nach den kurzen Anweiſungen Labans frei improviſierte. Immer wieder fand ſich aus den anfangs etwas chaotiſchen, nur von den Individuen getragenen Bewegungen eine Einheit heraus; auch ohne jede Muſik, die eine einheitliche Grundlage gebildet hätte, ſtand in wenigen Augenblicken überraſchend Das ging hundert, zwei, dreihundert Jahre. Aber dann, in ein geſchloſſener Bewegungseindruck vorm Zuſchauer. Man Als die Mißhandlung auf gekehrt, wo ſie als Lehrerin für Sologeſang an ſollte nicht nur die äſthetiſch⸗kulturelle, ſondern auch die volks⸗ erzieheriſchse Bedeutung dieſer„Entdeckung“ nicht unter⸗ ſchätzen. Das Bewußtſein der Einheit, der Verwandtſchaft zu dem Mitmenſchen, wächſt. Und das zerrüttende Mißverſtehen der Menſchen, beſonders der Deutſchen untereinander, kann auch mit dieſen Mitteln beſchränkt werden. Sie müſſen nicht in ſozialiſtiſchem, klaſſenkämpferiſchem Sinne wirken, wie man es geſtern aufzuziehen verſuchte. Das Problem liegt nur in der Beantwortung einer Frage: Sind die Menſchen heute für eine derartige auf äſthetiſcher Grundlage aufge⸗ bauten Gemeinſchaftskultur reif— iſt überhaupt Europg im⸗ ſtande, ſie zu tragen? Wenn dieſe Frage verneint wird— vom Leben, nicht vom Theoretiker— dann werden auch die Be⸗ mühungen Labaus und aller, die in ähnlichem Sinne wirken, umſonſt und zwecklos ſein. Dann iſt ſein Gedanke des Be⸗ wegungschores ein Experiment wie tauſend andere, die nach wenigen Jahren vergeſſen ſind. Nux als ein Zweig am ge⸗ ſunden Baume einer neuen Kultur des Abendlandes kann die Verwirklichung dieſes Gedankens wirklich fruchtbar ſein. „Volkslied und Schlager“. Die Sängerin, die in dieſer Vortrags⸗Veranſtaltung der Volkshochſchule ſang, hieß nicht, wie in unſerem Bericht in unſerer Samstag⸗Mittagausgabe zu leſen war, Marianne Keiler, ſondern Lisbeth Düren, die für die erkrankte Frau Keiler eingeſprungen war. S Kammerſängerin Giſela Staudigl⸗Karlsruhe f. Nun iſt auch die Gattin des ehemals weltberühmten Sängers Staudigl, deſſen Namen dem Theaterfreund eine glanzvolle Zeit in der Erinnerung zurückruft, Frau Giſela Staudigl, mit ihrem Mädchennamen Koppmayer, im Alter von 69 Jahren geſtorben. Nach ihren Ruhmesfahrten in alle Welt iſt ſie vor längerer Zeit nach dem Ausgangspunkt ihrer Er⸗ folge. nach der badiſchen Landeshauptſtadt Karlsruhe, zurück⸗ der nun⸗ mehrigen Hochſchule für Muſik eine tiefe und weitwirkende künſtleriſche Tätigkeit bis zum letzten Tag threr mit ſanftem Tod endigenden kurzen Kronkheft in bewundernswerter Friſche ausübte, Mit der Verowigten ſchwindet aus dem geiſtigen Leben Karlsruhes eine ungemein charaktexiſtiſche und weiten Kreiſeu auch perſönlich verbundene Geſtalt, 7 5 * 0 „ lags aus dem S Montag, den 25. Februar 1929 Neue Maunheimer Zeitung[Abend⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr. 9³ i Bum— ein mächtiger Knall durchdröhnt die Luft. Nach 3 5 e 15 5 5 kurzen Pauſen folgen weitere Schläge, doch iſt man beruhigt, denn man weiß, daß das Neckar⸗ und Rheineis geſprengt wird. Das iſt doch ein Ereignis, das nicht alle Tage zu ſehen iſt und ſo ſchaut man ſich die Sache am Neckar einmal an. Wenn man durch die Pulverentladungen nicht die Stelle der Sprengungen finden könnte, ſo würde man dies beſtimmt Hurch die Menſchenmaſſe tun können, die ſich am Ufer auf⸗ geſtellt hat, um dem ungewöhnlichen Schauſpiel zu folgen. Es iſt auch zu intereſſant, wie raſch und planmäßig die Sprengungen folgen. Mit der Axt wird ein Loch geſchlagen, die Sprengkapſel verſtaut, ein warnender Hornruf ertönt, die Arbeiter gehen aus der Gefahrzone, zwei weitere Signal⸗ töne, die Leitung wird durch Anſchluß an eine Batterie unter Strom geſetzt. a Ein Knall— wie ein Springbrunnen wird das Waſſer mit Eisblöcken in die Höhe geſchleudert und krachend poltern die Eisſtücke auf die Eisfläche zurück oder ſchlagen klatſchend in das Waſſer. Durch die ganze Eis⸗ fläche geht ein Dröhnen. Selbſt auf der Neckarwieſe ſpürt man den Schlag. Die ſchweren losgeſprengten Etsplatten treiben langſam flußabwärts, um ſich aber gleich wieder zu ctauen. Männer mit langen Stangen ſorgen, daß die Blöcke wenigſtens ſich ſo legen, daß die geplante Fahrrinne frei bleibt. Ein Mann mit einem Rettungsring geht andauernd umher, um im Falle eines Unfalles gleich helfend eingreiſen zu können. Es iſt auch gar zu gefährlich für die Arbeiter, guf der tauenden und dauernd den ſchweren Erſchütterungen außgeſetzten Eisfläche zu arbeiten. Aber Gefahr droht den wielen Schiffen, die noch vor dem Eisgaug im Hafen unter⸗ gebracht werden ſollen. Da gilt es, mit ganzer Kraft das Werk zu vollenden. Immer größer wird die freie Waſſer⸗ fläche. Weiter zieht die Sprengkolonne dem Binnenhafen zu. Die roten Warnungsflaggen werden eingezogen. Das Publikum betritt das Eis. Trotzdem an allen Stel⸗ ken die großen ſchwarzumrandeten Warnungsplakate der Polizeidirektion aufgehängt ſind, ſtrömt jung und alt auf den Neckar. Ganz Schlaue haben ſich Fiſchnetze inzwiſchen geholt. Wer kein Fiſchnetz hat, kommt mit einem Schmetter⸗ kingsnetz. Die Jagd nach den toten und betäubten Fiſchen kann beginnen. Zuerſt wird nur von der zuſammenhängenden Eisdecke aus gefiſcht. Dann betreten aber ein paar gar zu Waghalſige die loſe abgeſprengten Eisſchollen, um ja den anderen voraus zu ſein. Keiner will aber den anderen mehr Fiſche gönnen. Eine ganze Anzahl junger und älterer Leute hält ſich ſchließlich auf den loſen Eisſchollen auf, Das Schlimmste bei der Sache iſt, daß auch ſchulpflichtige Kinder ſich dieſem gefährlichen Sport hingeben. Die bienſttuenden Schutzleute ſind machtlos. Alle Mahnungen nützen nichts. Selbſt als die Leute ſehen, daß die gar zu Wag⸗ halſigen aufgeſchrieben werden, laſſen ſie von ihrem gefähr⸗ lichen Tun nicht. Man muß ſich nur wundern, daß weiter kein Unglücksfall vorgekommen iſt und muß den Kopf ſchütteln Übor die Leute, die ſich wegen einigen kleinen Fiſchen in e ſichtliche Gefahr begeben. 5 Weitere Schiffe geborgen Die umfangreichen Eisſprengungen auf dem Rhein, dem Neckar und im Hafen nähern ſich ihrem Ende. Nachdem der Rhein bis geſtern abend unterhalb der Brücke ganz von ſeiner Eisdecke befreit worden war, wurde Montag vor⸗ mittag auf der Mannheimer Seite eine Fahrrinne bis un⸗ mittelbar an die Schiffe geſprengt. Zwiſchen den Fahrzeugen und dem Ufer war die Eisverbindung ebenfalls unterbrochen worden, ſodaß ein Byot bereits nach Ludwigshafen gebracht werden konnte und auch die übrigen im Laufe des Nachmit⸗ dtrom geſchleppt werden können. Ebenſo wurde auf dem Neckar eine Reihe von Schiffen in Sicherheit gebracht. Nachdem man zunächſt zur Mündung eine Rinne freigelegt hatte, wird fetzt nach der Jungbuſchbrücke zu die Eisdecke geöffnet, um die dort noch liegenden Fahrzeuge ebenfalls zu bergen. Auf dem Neckar geſtalten ſich die Arbeiten ſchwieriger als auf dem Rhein, da ſich die losgeſprengten Schollen häufig wieder feſtſetzen. s wird gesprengt Leichtſinnige Jugend Trotz aller Warnungen wird das Neckareis immer noch betreten und häufig wird der Fluß ſogax noch überſchritten. Ein ſoſches waghalſiges Unternehmen hätte beinahe einem Jungen von ungefähr 10 Jahren das Leben gekoſtet, als er in der Nähe der Einmündung des Neckarkanals über den Neckar wollte. Trotzdem auf der Eisfläche große Sprünge und zwiſchen den Eisſchollen Waſſer ſichtbar war, verſuchte er den Uebergang. Ein in der Nähe ſtehender älterer Herr warnte den Buben, aber dieſer benahm ſich, als ob die War⸗ nung ihn nichts angehen würde. Kaum drei Schrifte pom Ufer entfernt, gibt das Eis nach, ein Schrei und der Junge hängt zwiſchen dem Eis im Waſſer. Klägliche Hilferufe er⸗ ſchallen. Hilfsbereite Leute eilen von der nahegelegenen Halteſtelle der Straßenbahn herbet. Aber ehe dieſe Leute an der Unglücksſtelle angelangt ſind, hat ſich der ältere Herr, der vorher gewarnt hat, langſam daran gemacht, dem immer wilder ſchreienden Buben zu helfen. Uebereifrige wollen nich gleich auf das Eis begeben, um zu helfen, doch der Herr hält ſie zurück.„Nur mit der Ruhe“, warnt er,„der Lauſe⸗ junge hat Grund und kann ſo ſchnell nicht abgetrieben wer⸗ den“. Dann läßt er ſich von zwei kräftigen Leuten ſichern und geht allein zur Einbruchſtelle, die ja ganz am Ufer liegt. Mit der einen Hand zieht er den Buben heraus. Kaum ſinbd die beiden am Ufer, als auch ſchon ein weiteres Stück Eis abbricht. Um ſeine Retter, die ihn ins Krankenhaus bringen wollten, kümmert ſich der Junge nicht, ſondern rennt einfach in der Richtung Ebertbrücke dayon. Der unausbleibliche Schnupfen wird hoffentlich eine Lehre ſein. Nach der Wieder⸗ herſtellung wünſchen alle die, die von dem Vorfall Zeuge waren, eine angemeſſene Portion auf die Kehrſeite. N Schutzmaßnahmen Die Waſſer⸗ und Straßenbaubirektinn Karlsruhe teilt mit: Um bei Eintritt von Tauwetter die notwendig werden⸗ den Schutzmaßnahmen treffen zu können, iſt angeordnet, daß von Beginn des Eisganges an ein regel m äßiger Eis⸗ meldebienſt ſtattfindet, der in derſelben Weiſe arbeiten wird wie der Nachrichtendienſt bei Hochwaſſer. Schon fetzt tauſcht das Rhein bauamt Mannheim die Nachrichten über die Eisverhältniſſe am Oberrhein mit denen des für den Mittel⸗ und Niederrhein eingerichteten Eiswachtdienſtes in Koblenz aus. Bei höherem Waſſerſtand wird der Eis, meldedienſt mit dem ſonſt üblichen Hochwaſſermeldedienſt zu⸗ ſammenfallen. * * Ein Schleppbvot ausgepumpt. Wie bereits in letzter Nummer berichtet wurde, geriet geſtern im Verbindungskanal ein Schlepphpot in Bedrängnis. Die um 8,51 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr hatte mit dem Auspumpen des Schiffes mit der Motorſpritze hrei Stunden zu tun. Der an der Innenein⸗ richtung angerichtete Schaden beträgt einige hundert Mark. An der Handels- Hochſchule Mannheim beginnt das Sommer⸗Semeſter am 2. Mat. Das Vorleſungs⸗ Verzeichnis iſt ſpeben erſchienen. Der Vorleſungsplan ent⸗ hält eine Reihe neuer Vorleſungen. Sprachkurſe ſind vorgefehen für Franzöſiſch, Englisch, Italieniſch, Spaniſch und Ruſſiſch, ferner Kurſe zur Pflege der deutſchen Sprache. Betreffs der Einzelheiten ſei auf das Vorleſungs⸗Verzeichnis ſelbſt verwieſen. * Tödlicher Unfall durch Verbrühen. Am 1. Februar iſt in der Alphornſtraße ein 2½ Jahre alter Knabe in der Küche ſeiner Großmutter in einen mit heißer Wäſche auf dem Boden ſtehenden Topf gefallen. Das Kind hat ſich am Gefäß Brandwunden zugezogen, denen es am Samstag im Städti⸗ ſchen Krankenhaus erlag. * Feuer in der Lindenhof⸗Unterführung. Von unbekann⸗ ten„Spaßvögeln“ wurden in die Lindenhof Unterführung zweit alte Matratzen verbracht, die geſtern früh aus un⸗ bekannter Urſache in Brand gerieten. Das Feuer wurde durch die um.21 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr gelöſcht. Das Mauerwerk wurde etwas beſchädigt. Der Schaden iſt aber geringfügig. Staoͤtiſche Nachrichten Trauerkundgebung auf dem Ehrenfriedhof Zu einer eindrucksvollen Kundgebung geſtaltete ſich die geſtrige Kranzniederlegung auf dem Ehrenfried⸗ hof durch ben Vorſtand der Ortsgruppe Mannheim des „Volksbundes Deutſche Kriegsgräberfürſorge“. Den von dem Verband deutſcher Blumengeſchäfts⸗Inhaber, Ortsgruppe Mannheim⸗Ludwigshafen, geſtifteten, beſonders ſchönen Lor⸗ beerkranz legte der 1. Vorſitzende, Direktor A. Schneider, nieder, wobei er u. a. ausführte: Seit einer Reihe von Jahren iſt der 5. Sonntag vor Oſtern zum Volkstrauertag gemacht worden, zu einem Tag von beſonderer Bedeutung. Heute gedenken wir in erſter Linie der im Weltkrieg gefallenen Brüder. Zuſammen mit dem deutſchen Volke gehen wir vom„Volksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge“ im Geiſte und in der Wirklichkeit den hitterernſten Gang zu den Gräbern, die wir täglich betreuen und vor würbeloſer Vernachläſſigung bewahren. Wir nahen ihnen mit heißer Liebe, mit unwandelbarer Treue und mit nimmer exlöſchendem Dank. 2 Millionen deutſche Gräber! Heilige Erde, benetzt mit unſerem Herzblut und unſeren Trä⸗ nen. Aus ihr hervor rufen wir heute den Geiſt unſerer Ge⸗ treuen, der Schützer unſerer Heimat und unſerer Arheits⸗ ſtätten. Wir hören ihre Mahnung: „Unſere Opfer könnt Ihr Lebenden nur durch die Art Eures Lebens, durch Nichtvergeſſen ehren! Wir fordern Treue um Treue!“ Und ſo iſt es doch wahl und bleibt es ewiglich: Es geht nicht an, das größte Erlebnis eines Volkes, und ſei es auch das Bitterſte, abtun zu wollen, wie das Mißgeſchick eines Tages. Deshalb begrüßen wir es, daß Anzeichen dafür zu erkennen ſind, daß heute, ein Jahrzehnt nach jenem furcht⸗ baren Geſchehen, mehr und mehr Menſchen ſich ihm zu⸗ wenden und beginnen, über es nachzudenken. Je mehr und je gründlicher wir es tun, je mehr wir den Geiſt unſerer Gefallenen hören und bewahren, je mehr wir der Toten und ihres Opfers nicht vergeſſen, je mehr wir uns bewußt bleiben, was wir der Heimat ſchulden: Einigkeit, Nächſten⸗ liebe, fſelbſtloſen Dienſt zum Mohl der All⸗ gemeinheit, Arbeit an uns ſelßſt, umſo ſicherer und umſg früher werden wir durch Glaube, Zuverſicht und Tat⸗ kraft wieder hoch kommen nach dieſem furchtbaren Zuſammen⸗ bruch. Segen über uuſere Toten, Segen über uns alle! Segen über das Mühen edler und weiſer Menſchen, den Völkern der Erde ein menſchenwürdiges Daſein, den Segen des Friedens und der Arbeit zu bewahren. Wir gedenten heute nicht zuletzt mit unferer Liebe derer, die ihr Liebſtes dahingegeben. Wir gedenken in Treue der Kriegs beſchädigten und auch derer, die draußen ſtanden und wieger heimkehren durften zu Weib und Kind, zu einem ge⸗ liebten Herzen, zu treuem Freundeskreis. Ihnen allen gilt unſer heißer Dank. 2 Millionen unſerer Beſten ſind dahin, ſie ſollen wahrlich nicht umſonſt gefallen ſein. So, wie ſie ihre Pflicht getan haben, tue es ein jeder von uns. Fün jeden, der Schützer der Heimat geweſen iſt, für alle, die für die Gef amtheit gefallen ſind, beſonders für die Gefallenen aus unſerem Bezirk legen wir dieſen Lorbeerkranz nieder in Treue und Dankbarkeit von der Ortsgruppe des„Volksbund Deutſche Kriegsgräberfürſorge“. 9 * i Schwere Stürze. Am Samstag zog ſich ein 42 Jahre alter Sattler, der in einem Betrieb an der Neckarauer⸗ ſtraße von einer Leiter ſtürzte, eine Beckenprellung zu. Am Sonntag brach ſich eine 51 Jahre alte Frau, die auf der Treppe ihrer in Feudenheim gelegenen Wohnung zu Fall kam, den rechten Unterſchenkel. Die Verunglückten wurden ins ſtädtiſche Krankenhaus verbracht. * Eine Wohnungsränmung wurde in der vergangenen Nacht durch das Tauwetter erzwungen. Auf dem Sportplatz Sellweide lief das Waſſer in die Wohnung des Platzverwalters. Die um 18 Uhr alarmierte Berufsfeuerwehr brachte die Wohnungseinrichtung in dem in nächſter Nähe liegenden Wirk⸗ ſchaftsgebäude unter. Der Schaden iſt nicht bedeutend. * Seinen 70. Geburtstag begeht am morgigen Dienstag Werkmeiſter Auguſt Bohne, Rheinauhafen, Stengelhofſftr. 11, in voller körperlicher und geiſtiger Friſche. Wreckers Etre dr ier e— eee 8 Nationaltheater Mannheim „Die Walküre“ Daß Kreisrund des„Rings“ will ſich in dieſem Jahr nicht ſchließen. Nur„Rheingold“ und„Walküre“ ſind dazu aus⸗ erſehen, den heurigen Spielplan zu zieren, aber ſie ſcheinen ſich als keine beſonders wertvollen Edelſteine im Nibelungen⸗ ring zu eryweiſen. Ihr oberſter Fehler beſteht in der dekora⸗ tiven Zurichtung. Die peinlichen Erinnerungen an kubiſtiſche Zeiten, die die Kuliſſen der beiden Abende darſtellen „Siegfried“ und„Götterdämmerung“ bewegen ſich noch in faſt erträglicherem älterem Rahmen— ſind wirklich nicht dazu angetan, die für Wagner ſtets notwendige theatraliſche Illuſton hervorzurufen. Der grauenvolle Zickzack, der links und rechts das Bild einrahmt und jeden Eindruck der freien wilden Götternatur totſchlägt, legt ſich hemmend auf das Ganze, und das armſelige Kartoffelfeuerchen, das am Ende den Feuerzauber vortäuſchen ſoll, verträgt ſich ganz und gar nicht mit der Waberlohe der Mufik und dem Funkenregen ihrer Inſtrumentierung. Dennoch führt man die„Walküre“ in dieſer Zurichtung auf. Vielleicht weil man ſich der Notwendigkeit, den„Ring“ ober wenigſtens Teile daraus zu geben, nicht entziehen kann, vielleicht auch, um in gewiſſem Sinne zu demonſtrieren: 0 ſehen unſere Kuliſſen aus. Aber um die Abſicht handelt es ſich nicht, ſondern um die Wirkung. Und die muß ſo ſein, daß dem Publikum durch jene ſzeniſchen Unzulänglichkeiten die Freude am Wagnerſchen Kunſtwerk langſam, aber ſehr ſicher abgewöhnt wird. dieſe noch manchen Wunſch offen, dann wirkt das ſzeniſche Elend doppelt erſchwerend. Es wird nicht leicht ſein, hier eine Eutſcheidung zu treffen. Dem Theater ſehlen die Mittel, Vorſtellungen dieſer Art auf ein ihnen entſprechendes Niveau zu bringen. Auf der andern Seite darf man nicht verſchwel⸗ gen, daß durch eine mehrfach geforderte Planwirtſchaft ſtatt der Mittel wenkgſtens die Wege gefunden werden könnten, zu einer durchgreifenden Auffriſchung der ſtehenden Spiel⸗ plauwerke zu kommen. Das mürde bedeuten, daß man von allem Exparimentteren abſteht. Aber gerade dieſe Forderung exſcheint beſonders ſchwer zu erheben Das„ iſt zur Zeit ein Charakteriſtikum Allerdings entſcheidet darüber auch die muſikaliſche Qualität der Aufführung. Läßt aber auch Her in den verſchiedenen Fächern ertragen zu können. Das unſerer Oper. Auch in ben Perſonalfragen. Die geſtrige 5 0 von Margarethe Kyo o bildet einen Beweis dafür. Dieſe ohne Frage ſtimmbegabte Anfängerin hat da plötzlich eine Rolle bekommen, die zu den ſchwerſten, diffexenzierteſtan, eigenartigſten der ganzen Opernhühne gehört. Die Sieglinde erfordert mehr als nur Stimme, ſie verlangt ein ganzes Nervenſyſtem, mit deſſen künſtleriſcher Aktion eine Anfänge⸗ rin unmöglich aufwarten kann. Warum ſtellt man deshalb einer Künſtlerin von den an ſich gewiß nicht ſchlimmen und immer mehr überwindbaren Befangenheitsgraden der Frau Krob eine ſo ſchwere Aufgabe? Rein ſtimmlich beſtätigten ſich die günſtigen Eindrücke aus anderen Vorſtellungen; die vorhandene Stimmbegabung 1155 ſich, was den Sitz und die Rundung des Tons angeht, ſogar auf dem Wege des Fort⸗ ſchrittes gezeigt. Aber die ganze Anlage der Partie blieb naturgemäß ſo ſehr hinter dem eigentlichen Bild dieſes Wälſungenkindes zurück, daß man die bereits geſtellte Frage noch dahin ergänzen muß: iſt man ſich überhaupt klar, wie ſehr durch eine ſolche Zwangsbeſetzung einer Künſtlerin ge⸗ ſchadet werden kann? Die ganze Angelegenheit erklärt ſich ja durch die Unmög⸗ lichkeit, mit einer einzigen Kraft das jugendliche und hoch⸗ dramatiſche Fach auszufüllen, wozu Frau Bin dernagel an ſich in der Lage wäre, was ſich aber mit den ſtärkeren Geſetzen des Enſembles nicht verträgt. Dadurch tauchen Er⸗ ſcheinungen wie Frau Krob im Perſonal auf, die die Sängerin für alles ent laſten ſollen, in Wirklichkeit aber nur das En⸗ ſemble be laſten. Damit Frau Bindernagel die Brünnhilde ſingen konnte, mußte alſo dieſe Sieglinde auftreten; das ge⸗ hört in das Kapitel des Experimentellen. Nur gut, daß die Stimme Gertrud Bindernagels ſo geſund iſt, dieſes Hin und zeigte die geſtrige Brünnhilde, die ſie trotz einer angekündigten Indispoſition als unerſchrockene Schildmald durchführte, mit größtem gefanglchen Gelingen. Das Geſangstalent dieſer Künſtlerin iſt ſo ſtark, daß es die Stileigentümlichkeiten ſolcher Partien aus ſich heraus erzeugt, ohne daß die verſtandesmäßige Anlage noch nachhelfen müßte. Deshalb ſind dieſe Leiſtungen aber auch mie eigentlich profiliert; ſie ſind da, ziehen in reſpek⸗ taßlen geſanglichen Einzeſheiten vorüber, aber ſie beſitzen nicht die letzte überzeugende Kraft des Indinidusllen. Für Hans Bahling ſang Robert vom Schaidt(Frank, furt) den Wotan. Der Künſtler, der hier beſtens bekannt iſt, wird ſich gepunbert haben, in was für eine dekorative Um⸗ welt er hier im Gegenſatz zu der Frankfurter„Ring“ ⸗Sze⸗ nerie geriet. Adolf Los en als empfindſamer Siegmund und Erna Schlüter als offenbar ebenfalls nicht beſtens dis⸗ ponierte Fricka ſind neben Feu tens kraftvollem Hunding zu neunen. f Mit dem Walkütrenenſemble wollte es diesmal nicht ſo recht gehen. Dafür war auch die Orcheſterſtärke von Rudolf Boruyka von vornherein zu intenſiv genommen. Für die eigentliche Wagnerphraſe dieſer Muſik beſitzt er kein Organ; aber er hat ſich Mühe gegeben, den orcheſtralen Klang zu for⸗ men. Der Abend zeigte kein beſonders gut beſuchtes Sonntagshaus, aber wachſenden Beifall des Publikums Wie nielen mag wohl bie alte Vorſtellung am geſtrigen Volks⸗ trauertag ins Bewußtſein gekommen ſein, daß die Walküren die gefallenen Krieger nach Walhall bringen.. Inſoſerzt eine ſinnige Wahl des Werkes. Nur die Bedingungen ſeiner Wiedergabe ſollten ſich ändern. D Kunſt und Wiſſenſchaft Enenuung zum uebenamtlichen Dozenten der Haudels⸗ Huchſchule Mannheim. Der Leiter der Städtiſchen Handels⸗ ſchuſe und Höheren Hotelfachſchule in Heidelberg, Dtrek⸗ tor Adolf Willaxeth, der ſeit dem Winter⸗Semeſter 1924/5 an der Handelshochſchule Mannheim mit Vor tungen aus dem Gebiet der Haudelspäbagogik und mit der Leitung bes handelspädagogiſchen Seminars beauftragt iſt, wurde mit Wirkung vom Sommer⸗Semeſter 029 ab zum nebenamtlichen Dozenten der Handels⸗Hochſchule Mannheim ernannt. Nener literariſcher Verein. Die Ortsgruppe Lan dau des literariſchen Vereins der Pfalz wird ihre Tätigkeit wieder aufnehmen. In die Vorſtandſchaft wurden gewählt: Zum 1. Vorſitzenden Schriftleiter Paul Ginthum⸗Landau, der Poſten des 2. Vorſitzenden blieb vorläufig unbeſetzt. Zum Schrift⸗ führer wurde Kaufmann Welling⸗Landau, zur Kaſſtererin Wrau Dr. Hübner, als Velſitzer wurden Direktor Dr. Sahrmann, Profeſſor Hagen, Dr. Friab, Lehrer Wolff, Fräulein J. Köh⸗ ler, Schriftleiter Neubauer⸗Landau und Gleßgen⸗Dahn ge. 1 ihlt. Nach ber Verſammlüng traten ſufort 12 neus Miiglleder 5 dam Literaxiſchen Verein ber Pfalz bei, ſodaß die Landauer 8 Ortsgruppe ſich nunmehr eine: Beſtande von 50, Mitgtiedern 175 nähert. 7 1. Seite. Nr. 94. Neue Mannheimer Zellnng[Abend⸗ Ausgabe, Montag, den W. februar 1929 Der Rhein unter der Eisdecke Aufgeſtaute Eisſchollen An den Brückenpfeilern haben ſich die Eisſchollen, bevor ſie zum Stehen kamen, zu wüſten Trümmer⸗ feldern zuſammengeſchoben. am Mannheimer Ufer, die heute nachmittag aus Die eingefrorenen Schiffe ihren Eisfeſſeln geſprengt Photo Adolf Wuttke — wurden. Mennhelm — Am eine Stunde Wenn ſich der Abend über die Stadt geſenkt hat, nimmt das Leben auf dem auch ſonſt ſo regen Paradeplatz eher zu als ab. Da ſammeln ſich an den Straßenbahnhalteſtellen alle die vielen, die nach Schluß der Geſchäftszeit aus den zahl⸗ reichen Kaufhäuſen und Büros nach Hauſe ſtreben. Andere verlaſſen ſich lieber auf ihre Füße und eilen auf Schuſters Rappen zu ihrer Abendmahlzeit. Als Treffpunkt zum Rendez⸗ bons iſt der Parddeplatz noch heute beſonders beliebt. Zwar läßt dieſe Betriebſamkeit, wenn es ſpäter wird, lang⸗ ſam nach. Erſt wenn die Kinos, die Theater ſchließen, nimmt der Verkehr wieder zu, um dann, von den letzten Nacht⸗ chwärmern abgeſehen, allmählich für wenige Stunden ganz einzuſchlafen. Aber zeitig am nächſten Morgen geht es wie⸗ der los, noch ehe die Sonne— wenigſtens in dieſer Jahres⸗ zeit— ihre erhellenden Strahlen in das Dunkel der Straßen fallen läßt. Dieſe Ausführungen beweiſen, daß der Parade⸗ platz ein„Tnotenpunkt des Verkehrs“ iſt, wie man ſo ſchön zu ſagen pflegt. Für den Mannheimer im Grunde eine Tatſache, die keinen Beweis nötig hat. Aber es ſollte noch einmal ſicher feſtgeſtellt werden. Für alle dieſe vielen Menſchen nun gibt es einen ge⸗ meinſamen Gedanken, mit dem ſie ſich alle, bewußt oder unbewußt, beſchäftigen: ö „Wie ſpät iſt esd“ Aber ach, gerade hier, wo es am notwendigſten wäre, gibt es keine Uhr, die im Dunkel zu erkennen wäre. Die des Rathauſes hat anſcheinend ſelbſt am Tage nur den Zweck, als Prüfſtein zu dienen, wer noch ſcharfe Augen hat, etwa wie unter den Sternen das kleine„Reiterlein“ auf dem Großen Bären ſchon bei den Alten für derartige Experimente be⸗ Autzt wurde. Die Rathausuhr iſt in den nicht ganz hellen Stunden als Zeitanzeiger nicht ernſt zu nehmen. Bleibt nur die Uhr auf der Hauptpoſt, die in der Dunkelheit aber auch nicht zu erkennen iſt. Nur an wenigen Abendſtunden gibt es einen Erſatz. Da flimmern auf dem Poſtgebäude zwar nicht alle Zahlen des Ziffernblattes auf, aber groß und deut⸗ lich ſteht die Zeit, die es gerade geſchlagen hat, vor den dunklen Abendhimmel. Minute auf Minute ſpringt eine andere Ziffer vor und gibt Kunde davon, daß wieder eine kleine Zeiteinheit unwiderbringlich dahingeſunken iſt. Es iſt kein vollgültiger Erſatz für eine deutlich ſichtbare, immer be⸗ leuchtete Uhr, weil dieſer Zeitmeſſer ſchon gegen zehn Uhr ſeine Tätigkeit einſtellt. Aber immerhin, ein Erſatz iſt es, zumal er gerade zu den Stunden des Hochbetriebes leuchtet Aber am Sountag! Da gab es auf dem Parade⸗ platz heilloſfe Verwirrung! Wer gemächlich dem Theater, dem Rendezvous, der Einladung zum Abendeſſen zuſtrebte, der wurde auf einmal an der Poſt von einem wilden Schrecken gevackt. Was war das? Ging die Uhr zu Hauſe, die Taſchen⸗ uhr, tatſächlich eine Stunde nach? . 1 Denn dort oben war es ja eine Stunde ſpäter, 8 als man angenommen hatte. Die entſetzte Phantaſie malte allerlei peinliche Bilder von erzürnten Logenſchließern, die wie Zerberuſſe die Eingänge in den Zuſchauerraum hüteten, von beleidigten Hausfrauen, die ſelbſt der bisher ſorgſam gehütete Blumenſtrauß nicht verſöhnen konnte, von ab⸗ gegeſſenen Schüſſeln und grollenden Freundinnen, die ent⸗ weder frierend ſeit einer halben Stunde warteten— eine halbe Stunde kommen ſie ja meiſt ſchon ſelbſt zu ſpät— oder längſt allein ins Kino gegangen waren. So eilte man klopfen⸗ den Herzens zur nächſten Normaluhr oder trat hutlüftend auf den Schupo zu.— Gott ſei dank: Die Zeit ſtimmte, nur der Ührerſatz ging vor! Und nach dem Schrecken war es dann nur um ſo ſchöner.* * * Bei vier Waſſerrohrbrüchen wurde am Samstag die Be⸗ rufsfeuerwehr zur Hilſeleiſtung herbeigerufen. Die Gefahr wurde durch Abſtellen des Haupthahns beſeitigt. In zwei Fällen mußte der Keller ausgepumpt werden. * Für richtigen Rauchabzug mußte am Samstag die Be⸗ rufsfeuerwehr im Hauſe. 7, 1/8 forgen. Da der Rauch in die Kellerräume eindrang, wurde ein Kellerbrand vermutet. * Unruhige Nächte. In den letzten beiden Nächten ge⸗ langten wegen Ruheſtörung 38 Perſonen zur Anzeige. * Warnung. In den letzten Tagen ſind in norddeutſchen Stidten mehrfach Raubüberfälle auf Geſchäftsperſonal, das abends nach Ladenſchluß die Geſchäfte verließ, vorgekom⸗ en, Die Täter haften es dabei hauptſächlich auf weibliches Perſonal abgeſehen, dem ſie die Aktentaſchen zu entreißen berſüchten in der Annahme, daß ſich Geld darin befinde Es Rheinbrückeninterpellation im Reichstag Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat zur Rheinbrückenfrage folgende Interpellation eingebracht: „Am 13. November vorigen Jahres wurde dem Delegier⸗ ten der Deutſchen Reichsbahngeſellſchaft bei der interalliierten Feldeiſenbahnkommiſflon ein Beſchluß der Partſer Botſchafter⸗ konferenz vom 3. November vorigen Jahres mitgeteilt, wonach die Antwort auf den Antrag zum Bau von drei neuen Rhein⸗ brücken bei Ludwigshafen, Speyer und Maxau vertagt wurde, bis die Geſamtprüfung der allgemeinen Frage der Einrich⸗ tung der rheiniſchen Eiſenbahnen durch die Botſchafterkonferenz beendet ſei. In einer Interpellation vom 4. Dezember vorigen Jahres haben die Abgeordneten Dr. Stegerwald und Genoſſen die Reichs regierung auf die dadurch verſchärfte unerträgliche Beeinträchtigung des Wirtſchafts⸗ und Verkehrsweſens am Rhein aufmerkſam gemacht. Infolge der außergewöhnlichen Kälte während der letzten Wochen mußten die drei Schiffs⸗ brücken von Maxau, Germersheim und Speyer wegen Ets⸗ ganges abgefahren werden, ſodaß nun wochenlang für den badiſch⸗pfälziſchen Verkehr auf der Strecke Baſel bis Worms nur noch eine Straßenbrücke und zwar die ohnehin weit überlaſtete zwiſchen Mannheim und Ludwigshafen den Rhein⸗ übergang für Fuhrwerke und Kraftfahrzeuge ermöglicht. Wir fragen an: Was hat die Reichsregierung bisher für die beſchleunigte Behebung ſolcher unerträglichen Verkehrs⸗ mißverhältniſſe getan und iſt ſie bereit, erneut mit größtem Nachdruck auf die Botſchafterkonferenz einzuwirken, damit durch Genehmigung der drei Brückenbauten die Verkehrs⸗ und damit Wirtſchaftsdroſſelung am Rhein behoben werde?“ Die Interpellation wird am Mittwoch auf die Tagesord⸗ nung des Reichstags geſetzt werden. Film⸗Rundſchau Palaſt⸗Theater: Pat und Patachon als Detektive Kürzlich wurde im Verein für Volksbildung bei der Behandlung des Themas„Theater und Kino“ die Verlogenheit des Filmtitels und feine Gefahr für den Film eingehend und berechtigt bekrittelt. Als Bewels für die dort erhobenen Anſchuldigungen dient fetzt diefer Film, der die beiden däniſchen Lumpecivagabunden unter einer Flagge ſegeln läßt zu der ſte ſich ſelbſt wohl nur ungern bekennen werden. Und wenn in jener vorgenannten Beſprechung auch für den Film der geradezu ſchreiende Mangel an guten Manuſkripten behan⸗ delt wurde, ſo zeigt die Armut diefes Drehbuches, das mit den bil⸗ ligſten Attributen hinterwälderiſcher Situationskomik arbeitet, daß ent⸗ weder der Film keine Mitarbeiter von Nivegu mehr beſitzt oder er ſein Publikum für anſpruchsloſer und dümmer hält, als es in Wirk lichkeit iſt. Und dabei verlangt man doch von einem Pat⸗ und Pa⸗ tachon⸗Film nicht ſonderlich viel Sinn. Aber das iſt es wohl, daß gerede dieſe beiden Sorgenbrecher, dieſe köſtlichen Typen bisher immer noch in ihren Handlungen ſo etwas von befreiender ſinnvoller Un⸗ finnigkeit brachten, was nunmehr auch verloren zu gehen ſcheint. Denn was ſie hier bieten, iſt läppiſch. Wo ſie ihre Komik noch zur Wirkung bringen können, iſt es alterprobres Rezept und wurde ſchon weit beſſer von ihnen oder ihrem Regiſſeur dargeboten. Werden die beiden Globetrotter etwa mit den Jahren geſetzter? Das ſollte doch gerade ihrer philiſtröſen Komik zur Weiterbildung, zur Hößherführung ihrer Darſtellungskupſt verhelfen können, der Weg aber, den ſie mit dem letzten Laufbild einſchlagen; wird ins Brachland führen, darüber täuſchen auch nicht die ſatten Bilder von Rhein und Moſel hinweg.— Oedeſtes Brachland filmiſchen Humors ſind die beiden Nebeufilme, neben denen allerdings Pat und Patachon wie eine wahre Erlöſung wirken, aut uns wenigſtens. denn das Publikum belacht ſte ohne Unterſchied** Kommunale Chronik Amtsantritt des neuen Heidelberger Oberbürger⸗ meiſters * Heidelberg, 24. Febr. Oberbürgermeiſter Dr. Nein⸗ haus machte Freitag vormittag auf dem Rathaus ſeinen erſten Beſuch. Am Nachmittag erfolgte die Vereidigung durch den Landeskommiſſar. Einſchränkung des Schulunterrichts in Karlsruhe Die Aufrechterhaltung des Betriebes hängt bei wichtigen Induſtrien die zahlreiche Arbeiter beſchäftigen, von regel⸗ mäßiger Lieferung entſprechender Mengen Koks ab; beim Fehlen größerer Zufuhren ſteht an Koks zurzeit im weſent⸗ lichen nur zur Verfügung was im Gaswerk täglich anfällt. Diejenigen ſtädtiſchen Betriebe, bei welchen dies techniſch mög⸗ lich iſt, ſind daher auf Verwendung von Kohlen umgeſtellt worden, an denen genügende Vorräte vorhanden ſind. Die Knappheit an Koks zwingt zu genauer Einteilung der ver⸗ Gerichtszeitun Schwurgericht Mannheim Die erſte Sitzung des Schwurgerichts Mannheim in dieſem Jahre beginnt am Mittwoch, 13. März, vormittags 9 Uhr. Vorſitzender iſt Landgerichtsdirektor Link. Den erſten Punkt der Tagesordnung bildet der Fall Rittersberger, der der Körperverletzung mit nachfolgendem Tode angeklagt iſt. Er hat in der Nacht vom 17.18. November mit einem Dolchmeſſer dem Hilfsarbeiter Kärcher aus Stuttgart einen Stich verſetzt, der Herz und Lunge traf. Kärcher iſt an der erlittenen Verletzung gleich nach ſeiner Einlieferung ins Krankenhaus verſchieden. Nach⸗ mittags halb 5 Uhr wird gegen die Auguſte Renneis wegen Meinbids verhandelt. Am Donnerstag, 14. März, vormittags 9 Uhr, kommt die Strafſache gegen Lema n tz y k, der ebenfalls des Meineids angeklagt iſt, zur Verhandlung. * Eine Ohrfeige im Gerichtsſaal in Heidelberg Vor dem Schöffengericht Heidelberg hatten ſich ein Kettenſchmied und ein kriegsbeſchädigter Arbeiter wegen Diebſtahls bezw. Hehlerei im Rückfalle zu verantworten. Als im Laufe der Verhandlung der letztere den Schmied erheblich belaſtete, verſetzte ihm dieſer mit den Worten„Du großer Lügner“ eine ſchallende Ohrfeige. Das Gericht ſprach ſo⸗ fort eine Haftſtrafe von 3 Tagen wegen Ungebühr vor Gericht aus. Der Geſchlagene erging ſich darauf in Schimpf⸗ worten gegen den Täter und wurde ſchließlich auch mit einer Haftſtrafe von 3 Tagen belegt. Ruhe trat erſt ein, nachdem der Schmied für die Dauer der Vernehmung des anderen Angeklagten aus dem Saale geführt worden war. Wegen Mangels ausreichender Beweiſe wurde der Schmied freige⸗ ſprochen, der Arbeiter wurde zu 1 Jahr 1 Monat Ge⸗ fänguts verurteilt. Großer Betrugsprozeß in Heidelberg Vor dem erweiterten Heidelberger Schöffengericht hatte ſich heute der mehrfach vorbeſtrafte Kaufmann Georg Leon⸗ hard aus Heidelberg⸗Rohrbach wegen Betrugs in 40 Fällen und 80 Wechſelfälſchungen zu verantworten. Es handelt ſich, ähnlich wie bei dem Mannheimer Prozeß gegen die Leiter der„Spaka“, um Gründungsbetrügereien. Der verurſachte Schaden beträgt ungefähr 2025 000 RM., während der durch die Wechſelfälſchungen angerichtete Scha⸗ den in die Tauſende geht. Leonhard iſt wegen gleicher De⸗ likte bereits dreimal vorbeſtraft. Er befand ſich zur Unter⸗ ſuchung ſeines Geiſteszuſtandes mehrere Wochen in der pſy⸗ chiatriſchen Klinik. 5 * Von der Anklage der fahrläſſigen Tötung freigeſprochen. Das Große Schöffengericht Waldshut ſprach den Chauffeur Karl Piſter aus Manuheſm wegen fahrläſſiger Tötung und fahrläſſiger Körperverletzung nach längerer Verhandlung frei Piſter überfuhr als Chauffeur der Firma Grün u. Bil⸗ finger⸗Mannheim am 28. November 1928 in Badiſch⸗Rhein⸗ felden auf der Friedrichſtraße den Kaufmann Ernſt Bann⸗ warth, der getötet und den Forſtgehilfen Eugen Bau m⸗ gartner, der ſchwer verletzt wurde. § Ein gräflicher Wilderer. Der polniſche Graf v. Weſter⸗ inſtanz wegen gewerbsmäßigen Wildernß zu vier Mo⸗ hagen wurde von der Strafkammer Bonn in der Berufungs⸗ naten Gefängnis und Stellung unter Polizet⸗ aufſicht verurteilt. Ende vorigen Jahres war der Graf auf Grund einer bei ihm vorgenommenen Hausſuchung, die eine aroße Menge Wildererwerkzeuge zutage förderte, vom Rheinbacher Amtsgericht wegen Wilderns zu einer Gel d⸗ ſtrafſe von 120 Mark verurteilt worden, wogegen er Ein⸗ ſpruch erhoben hatte. Schluß des redaktionellen Teils Bei Arippe- Gefahr zur Vorbeugung. beim Unterrichtsminiſterium zu beantragen, daß von Behek⸗ ung der Tirnhallenabgeſehen ſowie der wird aus dieſen Anlaß zur Vorſicht beim Verlaſſen der Ge⸗ ſchäfte nach Ladenſchluß gemahnt richt ſäntlicher Harlsruher Schulen norläufig auf den Bor mittag zufſammengefaßt wird. i 15 „ . fügbaren Menge und haf den Ka lsruher Stadtrat veranlaßt, Unter⸗ ö GUHE= He οοον te, fur Hund und Rechen, % Cingsgspforte def meisten Hranicheſtsgeime. ö rhältllah la Apotheken und Drogerles 8 Arten gnetkengntes WSS een ee ee — 22 —— Montag, den 25. Februar 1929 Neue Mäunheimer Zeituntz(Abend⸗Ausgabe) 8. Seite. Nr. 94 Aus dem Lande Der Volkstrauertag im Lande Gedenkfeier in Schwetzingen ch. Schwetzingen, 24. Febr. Heute vormittag 11 Uhr fand auf dem Friedhof eine Gefallenengedenkfeier ſtatt. An der Veranſtaltung nahmen auf Anregung des Artillerie⸗ bundes Schwetzingen ſämtliche hieſige Militärvereine teil. Es iſt ein Verdienſt der Vorſtandſchaft des Artilleriebundes, die Gefallenenehrung zu einem lokalen Ereignis, an dem außer den Militärvereinen auch eine große Anzahl der übrigen Be⸗ völkerung regen Anteil nahm, geſtaltet zu haben, da in den verfloſſenen Jahren nie eine gemeinſame Feier ſtattfand. Stadtkapelle Schwetzingen eröffnete unter der be⸗ en Leitung von Herrn Kapellmeiſter Singer die ltung mit dem Choral:„Jeſus, meine Zuverſicht“. Die wäh Veran Die itzenabteilung des Infanterie⸗Vereins Schwetzingen feuerte alsdann drei Ehrenſalven ab. Der 1. Vorſitzende Artilleriebundes, Herr Richard Meier, tr den Vor⸗ ſpruch:„Die Dankesſchuld“, von Walter Fley, nor Geſangverein Liederkranz Schwetzingen ſang unter meiſter Kille das Lied„Fahr wohl, Du goldene Sagune“ Beethoven. Die Gedächtnisrede hielt Apotheker Eri Er forderte die Verſammelten auf, jeden Parte Bruderzwiſt zu begraben und miteinander zu wetteifern. um auf den Trümmern unſeres ehemals ſo großen und ſtolzen gaterlandes ein neues, einiges Deutſchland auf⸗ zubauen. Die Frontſoldaten, die den Krieg am eigenen Leibe empfunden, die im Schlachtengewitter dieſe Edelſten unſeres Volkes haben ſterben ſehen, müſſen verlangen, daß die Ehre unſeres deutſchen Volkes und Vaterlandes auf friedlichem Wege wieder hergeſtellt wird. Der Redner legte dann einen Kranz auf dem Heldenfriedhof nieder. Die Stadtgemeinde Schwetzingen ließ durch Stadtrat Hepp ebenfalls einen mit einer Schleife in den Stadtfarben geſchmückten Kranz nieder⸗ legen. An die Kranzniederlegungen ſchloß ſich das allgemeine Lied:„Ich hat einen Kameraden“ au. Auch der im Kriege 1870⸗71 Gefallenen wurde durch ehrende Worte und Nieder⸗ legung eines Kranzes am Veteranen⸗Denkmal durch den Vorſitzenden des Gaues Schwetzingen des Badiſchen Kriegerbundes, Herrn Moſer, gedacht. Die erhebend ver⸗ laufene Feier war gegen 12 Uhr beendet. 7 8 Volkstrauertag in der Landeshanptſtadt * Karlsruhe, 24. Febr. Zum Zeichen der Trauer um die Toten des Weltkrieges hatten am heutigen Sonntag die öffent⸗ lichen Gebäude und zahlreiche Privathäuſer halbmaſt geflaggt. Regierung und Stadtverwaltung ließen auf dem Ehrenfried⸗ hof Kränze niederlegen, auch die Gefallenendenkmäler in der Stadt waren mit friſchen Kränzen geſchmückt. Die Kirchen ehrten das Gedächtnis der Gefallenen durch feierliche Gottes⸗ dienſte. Um die Mittagsſtunde mahnte Glockengeläute die geſamte Bevölkerung zum ſtillen Gedenken. Abermals ſtröm⸗ ten viele Hunderte ernſt geſtimmter Männer und Frauen zu der vom Reichsbund für Kriegergräberfürſorge veranſtalteten Weiheſtunde im Großen Feſthalleſaal. Im Mittelpunkt von Geſangs⸗ und Muſikvorträgen der Liederhallen⸗ und Harmo⸗ niekapelle ſtand die Anſprache des Konſtanzer Stadtpfarrers Schack. Ergreiſens war, als der Redner an paſſender Stelle innehtelt, die Menge ſich von den Sitzen erhob und lautlos e Minste Lang ent Gebet verharrte. 2 —— Motorradunfall mit Todesfolge * Heidelberg, 25. Febr. Der Heidelberger Friſeur Neidig kam auf einer Fahrt mit dem Motorrad von Doſſenheim nach Heidelberg auf der glatten Straße ins Rutſchen und fiel ſo unglücklich, daß er alsbald nach ſeiner Einlieferung ins Akademiſche Krankenhaus ſeinen ſchweren Verletzungen er⸗ lag. Der Verunglückte war 29 Jahre alt. Auch ſein Mit⸗ fahrer Miltner erlitt ſo ſchwere Verletzungen, daß an ſet⸗ nem Aufkommen gezweifelt wird. Ein ſechsjähriges Mädchen verbrannt * Freiburg i. Br., 25. Febr. In der in der Nähe von Freiburg im Dreiſamtale am Fuße des Schwarzwaldes ge⸗ legenen Ortſchaft Unteribental brannte am Sonntag nachmittag der ſogen. Schlegelhanſenhof, einer der größten Höfe des Dorfes, vollſtändig nieder. Geret⸗ tet wurden nur einige Stück Vieh. Die ſechsjährige Tochter Anna Schlegel, die aus dem brennenden Hauſe heraus war, lief noch einmal zurück, um ihre neuen Schuhe zu holen. Das wurde ihr zum Verhängnis. Die Flammen verſperrten ihr die Rückkehr, ſodaß das Mädchen ver⸗ brannte. Nur zwei Pferde und ſieben Stück Großvieh konnten gerettet werden. Die Brandurſache iſt noch un⸗ bekannt. Der entſtandene Schaden iſt durch die Verſicherung nur notdürftig gedeckt. * Heidelberg, 23. Febr. In einern bieſigen Hotel ſtarb im Alter von 71 Jahren an Herz ſchlag dor Venezuelaniſche Konſul Carl Grubbens aus Stockho a R. Mönchzell(Kreis Heibelbeng), 22. Febr. Infolge der in unſerem Orte, meiſt unter den Schulkindern, ſtark aufge⸗ tretenen Grippe mußte die hieſige Volksſchule ge⸗ ſchloſſen werden. Der größte Teil der Schfler iſt erkrankt. Treibeis im Rhein Eingebrochen * Germersheim, 25. Febr. Unter dem Einfluß des ſtarken Tauwetters hatten ſich ſchon am vergangenen Sams⸗ tag allerorts im Rhein eisfreie Rinnen gebildet, die ſtändig wuchſen und das Eis mit zu Tal nahmen, ſodaß ſchon am Sonntag nachmittag der Rhein etwa 30 Meter breit offenes Waſſer von Sondernheim bis Germers⸗ heim zeigte. Heute morgen iſt der Rhein von Sondernheim bis Rheinsheim mit Ausnahme von Randeis vollkommen eisfrei.— Geſtern nachmittag ging ein junger Mann von hier gleich Tauſenden vor ihm bei der früheren Schiffsbrücke über das Eis des Rheines, als er plötzlich inmitten des Stromes einbrach und bis aun den Hals verſank. Ein Zweiter, der hinzueilte, um ihn zu retten, brach ebenfalls ein. Beide konnten nur mit vieler Mühe und durch den Umſtand, daß ſie feſtes Eis in der Nähe hatten, dem ſicheren Tode ent⸗ rinnen. Zweibrücker Exploſionsunglück— Ein Material⸗ fehler iſt ſchuld * Zweibrücken, 25. Febr. Am geſtrigen Sonntag wurde die bei der Keſſelexploſion im Zweibrücker Gaswerk tödlich verunglückte Anna Werner in ihrem Heimatort Nieder⸗ auerbach zur letzten Ruhe geleitet. Kurz vor der Beerdigung traf der geſamte Zweibrücker Stadtrat in einem Sonder⸗ wagen der Kraſtpoſt vor dem Trauerhaus ein, wo ſich eine unüberſehbare Menge Leidtragender eingefunden hatte. In⸗ zwiſchen wurde die Unterſuchung der Urſache des Unglücks weitergeführt. Niemand trifft ein Verſchulden. Die Explo⸗ ſion iſt vielmehr darauf zurückzuführen, daß der Keſſel einen Materialfehler aufwies, der auch bei den regelmäßigen und ſorgfältigen Reviſionen nicht erkennbar zutage trat. Aus Handel und Wandel (Hin weiſe auf Anzeigen, * Ühlaud⸗Garage. Da die Zunahme des Kraftwagenverkehrs auch nach neuen Unterbringungsmöglichkeiten für die Fahrzeuge verlangt, hat die Süddeutſche Kraftwagen ⸗Verkaufsgeſell⸗ ſchaft m. b. H. eine neue Garage mit getrennter Zu⸗ und Ab⸗ fahrt in der Uhlandſtraße eröffnet. Tanks, ein Reifen⸗ und ein Ool⸗ kager und eine Betriebswerkſtätte fehlen nicht. Außerdem ſind ein Aufenthaltsraum und zwei Baderäume für die Wagenführer vorhan⸗ den. Die neue Garage wurde am Sonntag in Anweſenheit eines In⸗ habers der Brennaborwerke, Eduard Reichſtein, Hannover, durch Geſchäftsführer Müller eröffnet und ihrer Beſtimmung übergeben. (Weiteres Anzeige.) * Kirchenbaulotterie. Die Gemeinde Zuſen hofen im Rench⸗ tal poeranſtaltet eine Lotterie, um mit dem Ertrag eine Kirche zu er⸗ bauen. Die Notlage der in letzter Zeit ſtark angewachſenen Gemeinde iſt groß, da die Bevölkerung zumeiſt aus armen Arbeiterfamilien be⸗ ſteht. Die Ziehung findet garantiert ohne Verlegung am 15. und 16. März ſtatt. Der Höchſtgewinn 6500 4. Alles Nähere iſt aus der Anzeige zu erſehen. FFFPUUUUUUFFTFTFTFTPTbTCTCTCTCT(TCTCT''TTb Melternachrichten der Karisruher Landesweiterwarte Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(7“ morgens) Ser gut rem: S E 22 Win 3 208 8*VVV'nua! ß cd 2 Nicht. Stärke 8 Wertheim 83 0 ſtill Nebel Königsſtuhl 1 80 leicht] bedeckt Karlsruhe 100 1% tin bedeckt Bad.⸗Bad 91 SW leicht Nebel! Villingen 1„ bedeckt Feldbg. Hof 43 1 Sw§ G ſteif Badenweil. 100 5„leicht wolkig St. Blaſien! ain ſtilk bedeckt ö Höchenſchw. 0 1 ö Der Einbruch milder Luft aus Südweſten hat in ben letzten Tagen bei uns vorübergehend zu Tauwetter geführt. In der Rheinebene ſind die Temperaturen geſtern mittag bis auf zehn Grad über Null geſtiegen, heute nacht aber bis nahezu an den Nullpunkt geſunken. Eine neue Kältewelle aus dem wtiederhergeſtellten nordoſteuropäiſchen Hochdruck- gebiet(Kältepol minus 37 Grad), die am Samstag die deutſche Küſte und geſtern die Mittelgebirge erreicht hatte, iſt heute bis zur Mainlinie vorgedrungen und rückt ſtetig wei⸗ ter nach Südweſten vor, ſo daß auch in unſerem Gebiet wie⸗ der mit dem baldigen Eintritt von Froſtwetter zu rechnen iſt. In Norddeutſchland herrſchte heute früh ſtrenger Froſt(Ber⸗ lin minus 10 Grad, Stettin minus 20 Grad). Der Kälte⸗ rückfall wird von Niederſchlägen(Regen in Schnee über⸗ gehend) beglettet ſein. Vorausſichtliche Witterung für Dienstag, 26. Febr. 1929: Wiedereintritt von Froſtwetter für mehrere Tage, Regen in Schnee übergehend. D.————BK———.tʃ Maſſerſtandsbeobachtungen im Monat Februar Abein Pegel 19 20 21 22 23 25 Neckar ⸗ Pegel 1920 1 2 28 28. Bafel 9000 4800 50 0,55 5961 0„ Schuſterint⸗ 1 17.70 49 060 70.04 Mannheim 3 408.823 49.419 299.41 Kehl 1 10 19597 565883 87 Jagſtfeld 900 dog 0,00.00 o, 000.00 Mapau.19 3193.02.058.882 84 g 8 Mannheim.55 3 55 588.45 3 38.23 Caub 331 413 505 70825 6,64.1800 26 0 54 0 48 056 Rr N. (e % 0, Seite. Nr. 94 Nene Mauuheimer Zeitung[Abeud⸗ Ausgabe) Montag, den 28. Februar 199 Der Exiſtenzkampf der Lokomotiv-Induſtrie Eine Eingabe an den Reichstag Ju Nam en deu Heimrat v. 19 g gi ne Eingabe zug Deutſche Me ich r dring t zur Her abe von L lungen zu ve b Her keit der wir hier ihr „Die geſomte deutſche wendet ſich an den Lokomotiv⸗Induſtrie 2 ag mit de in dringlichen Bitte um Un⸗ genüber d eutſchen Reichsbahn ⸗Ge⸗ weiſt darauf hin, daß die Lokomotivbeſtellungen 6 Stück im. tück im Durchſchnltt der J Rur 7 v. H. der Normal ver gebung daß für 1929 im ganzen ſogar leicht ſchaffung vorgeſehen ſind, was einen Rückgang %8 ber früheren Nor malver geb geitig der Abſatz auf dem Auslandsmarkt Eigener ausländiſcher Lokomotipinduſtr um mehr als die Hälfte zurückgeg a Deutſchen Reichst re derſtützung ſellſchaft Sie uf nur 0,78 y. H. edeutet; daß gleich 771 2 22 Eine Neugründung des preußiſchen Staates Fimanzierungsgeſellſchaft für die preußiſchen Bergwerks⸗ und Elektrobetriebe Am Samstag ging an den Preußiſchen Landtag eine Vorlage, die bie Zuſammenfaſſung der Preußiſchen Clektrizi⸗ tas ⸗ A.., der Preußtſchen Bergwerks⸗ und Hütten⸗ A.., ber Bergwerks ⸗ A. G. Recklinghauſen der Berg⸗ werksgeſellſchaft Hiber nia ſowie der Gaweg G. m. b.., deren Anteile bekanntlich im Beſitz ber Hibernia ſind, in eine Holding⸗ Beſellſchaft vorſieht. Dieſe Geſellſchaft ſoll als Finanzterungsgeſell⸗ ſchaft der zu 100 v. H. im Beſitz des Staates befindlichen obengenannten Aktiengeſellſchaften lediglich dem Geldausgleich und der Kapital⸗ Heſchaffung dienen. Man geht dabei von dem Geſichtspunkte aus, daß es leichter und vorteilhafter ſei, wenn eine große Muttergeſellſchaft den Anlethebedarf beſonders z. B. im Hinblick auf die Pſyche des ame⸗ rtkaniſchen Anleihemarktes deckt, als wenn die einzelnen Geſellſchaften ihren Kapitalbedarf zu befriedigen verſuchen. Die neue Geſellſchaft wird lediglich als Verwaltungs und Finanzierungsgeſellſchaft tätig ſein und als ſolche nicht etwa den Charakter der Viag im Reiche annehmen. Der Aufbau der Geſellſchaft ſoll ſo einfach und ſparſam wie nur möglich ſein. Es iſt geplant, zwei Mitglieder des Direktoriums der Staatsbank als Vor⸗ ſtandsmitglieber und zwei Mitglieder des preußiſchen Finanz⸗ und Handelsminiſtertums als Aufſichtsratsmitglieder zu beſtellen. Die Höhe des Kapitals ſoll etwa 180 Mill. betragen. Die neue Geſellſchaft wirb wahrſcheinlich Preußiſche Elektrizi⸗ täts⸗ und Bergbau A. G. firmieren. Beahſichtigt iſt die Au f⸗ nahme einer Auslanbsanleihe für die angeſchloſſenen Be⸗ kriebsgeſellſchaften, deren Kapitalbedarf infolge großer Ausbaupläne erheblich ſein ſoll. Dies trifft namentlich für die Preag zu, bei der neue Meberlandleitungen ſowie der Ausbau eines großen Speichers Aufm. in Frage kommen. Bei der Hibernia ſollen die Stickſtoffanlagen der von bieſer Geſellſchaft kontrollierten Gaweg ausgebaut werden. Die Gaweg arbeitet mit der Mont Cenis, da zu dem Betrieb der Stickſtoffanlagen die Ausnutzung der Mont Cenis⸗Patente erforderlich E ſchl täütsarbeiter und Spezial⸗ ſo daß der deutſche Lokomotiphau eine außer⸗ buße an konſtruktiver und faßrikatoriſcher Lei⸗ ingente 31 ſtungsſähi hat. 2 ihrerfeits durch Selbſthilfemaßnahmen alles Faſt alle Fabriken haben mit großen Koſten i Audererſeits hat die Deutſche 00 Lokomotiven fraglos * 1 hon einen gewiſſen Bedarf an Lokomotiven befonderer Bauart. Die Lokomotlpinduſtrie bittet den Rei chs tag, die Reichs⸗ bahn zu einer Aenderung ihrer Haltung und zur Heraus gabe von Beſtellungen wenigſtens in ſolchem Umfan u ver⸗ anlaſſen, daß eine Lokomotiv⸗Induſtrie von einer, wenn auch ſehr eingeſchränkten Leiſtungs fähigkeit auch im eigenen Intereſſe der Reichsbahn erhalten wird. Hierzu iſt erforder⸗ lich, daß ſofort etwa 100 Lokomotiven im Werte von rund 16 Mill. beſtellt werden. Dieſe Summe ſtellt noch nicht eine einzige durchſchnitt⸗ liche Tageseinnahme der Reichsbahn dar. Es kann die Finanzge⸗ barung der Geſellſchaft kaum berühren, wenn ſie dieſe bescheidenen Mittel für die Erhaltung der Lokpmotiv⸗Induſtrie aufbringt die öteſe ßlich ſogar noch zu ſtunden bereit wäre 2 Eine loſe Fühlungnahme mit eiſtem amerikaniſchen Bankenkonſor⸗ tium wegen der Aufnahme einer Auslandsanleihe iſt bereits erfolgt. Die Aktien der neuen Finanzierungsgeſellſchaft bedürfen zu ihrer Veräußerung oder Verpfändung ebenſo wie bisher bei den einzelnen Geſellſchaften der Zuſtimmung des Landtages oder eines Landtags⸗ ausſchuſſes. Der preußiſche Finanzminiſter hofft, baß die Vorlage be⸗ reits am Dienstag im Hauptausſchuß erledigt werden kann. Dauziger Privat⸗Actien⸗Bank in Danzig. Inu der Bilanz⸗ ſttzung wurde beſchloſſen, der auf den 8. März einzußerufenden Generalverſammlung die Verteilung einer Dipibende von 9 v. H. (I. V. 7,5) für das Geſchäftsjahr 1928 vorzuſchlagen. Sächſiſche Bauk zu Dresden. Der AR. ſchlägt für 1928 wieder 10 v. H. Divldende vor. 7: Rungewerke Ach, Spaudau. Auf der Tagesordnung einer zum 18. März einberufenen ao, H. ſteht der Bericht über das Ver⸗ gleichsverfahren und die Genehmigung des Vergleichsvorſchlag. :2 Ver. Filszfabriken in Giengen a. d. B. Der AR. hat be⸗ ſchloſſen, aus dem Reingewinn von 351 082(809 428/ auf die Sta. eine Dividende von 5(6) v.., auf die Genußſcheine eine ſolche von 10(12), je Stick zu verteilen und 1134(238)„ auf neue Rech⸗ nung vorzutragen.(GW. am 19. März). 22: Pfälziſche Preßhefen und Spritfabrik Ludwigshafen. Die heu⸗ tige d. GB., in der 948 600 Aktien vertreten waren, erledigte die Regu⸗ Iaxien und genehmigte einſtimmig die Verteilung von wieder 9 v. H. Dividende aus 105 409% Reingewinn. 2: Leipziger Preßhefenfabrik und Breunerei Ach. in Leipzig⸗ Mockau. Die Geſellſchaft erzielte im abgelaufenen Geſchäftsjahr einen Betriebsltberſchuß von 779 782(659 324) /. Nach Abſchreibungen von 219 899(91 093)„ verbleibt ein Reingewinn von 142 882(165 845) 4, aus dem wie im Vorfahr 10 v. H. Dividende aufdie StA. und 8 v. H. auf die BA. verteilt werden ſollen. Im neuen Jahr hofft die Geſellſchaft bei dem Fortbeſtand normalen Geſchäfts wiederum eln befriedigendes Ergebnis erzielen zu können. * Pſchorrbräu Az. in München. Die GW. beſchloß aus dem Reingewinn von rund 790 000„, der ſich faſt auf gleicher Höhe wie der des Vorjahres hält, die VBertetlung von wie der 10 v. H. Divibende. Die Ausſichten für das neue Betriebsſahr können heute noch nicht beurteilt werden. Sollten die Stenerpläne der Reichsxegterung eine Verwirklichung enfahren, ſo müßte eine Min⸗ derung des Ausſtoßes und damit des Ergebniſſes einkreten. : Ein Mann und Hunderttauſend Mark Roman von H. L. Rumpff Wer aber dachte an ſo etwas, als Peter, um Jahre gealtert, Hleich und verſtört im Türrahmen erſchien? Frau Fiſcher, eine farbloſe Bayerin, nach Kirche und Malzbier duftend, ſchrie um die Hilfe aller Heiligen, Berthold Mac verleugnete ſeine ame⸗ kikaniſche Erziehung und ſtürzte dem Wankenden entgegen, Mrs. Ethel Fiſher, Bertholds zweite Frau, die noch vor neun Jahren mit bemerkenswertem Geſchick in Buſters Kenſington Bax, zweihundertvierundſiebzigſte Avenue, vorzügliche Coc⸗ falls und zur Freude der Gäſte ab und zu unzweideutige Lie⸗ der hineinmiſchte, vergaß ſogar die längſt erworbene Geſell⸗ ſchaftsfähigkeit und ſtieß ein„Damned“ zwiſchen den gold⸗ ſtrotzenden Zähnen hervor, das ſie dann ſchnell mit abſchwächen⸗ den Ouhs überholte, Leider konnte ſie ihrer friſchen Verwandt⸗ ſchaftszärtlichkeit keinen deutſchen Ausdruck verleihen. Und Peter Fiſcher berichtete die nicht mehr zu bezwetfelnde Kataſtrophe, die ſeiner Familie nur als enormer Geldverluſt erſchien. Nicht einmal ſeine eigene Frau ahnte hier die Be⸗ ſtätigung eines bibliſchen Schlagwortes, daß bei Simon Bloom muyſtiſche Schauer hervorgerufen hatte. Berthold Mae Fiſher, längſt wieder beherrſcht und ein⸗ gedenk ſeines verpflichtenden Berufes als amerikaniſcher Gentleman, zeigte einen Moment gigantiſcher Großzügigkeit. Er nahm Scheckbuch und Füllhalter heraus, ſchrieb exakt einiges 8 das Papier und reichte es dem erneut faſſungsloſen Bru⸗ ex. „Duh“, machte Mrs. Ethel ſtolz. Es war ein Scheck der Weſtern⸗Union⸗Bank, Chikago, auf fünfundzwanziztauſend Dollar. II. Herr Bloom empfing inzwiſchen den Beſuch eines Herrn, deſſen Erſcheinung in ſchreiendem Widerſpruch ſtand zu der ausgeſuchten Hochachtung, die der Handelsherr ihm erwies. Es War ein faſt kleiner, ſchmächtiger Mann in unmöglich weitem, ſchlotterndem Konfektionsanzug,— der Typ eines dürftigen ſächſiſchen Bürvangeſtellten. Sah man flüchtig zu ihm hin, war er überhaupt nicht auweſend, ſah man genauer, entdeckte man, daß er Gummiwäſche trug und eine echt goldene Uhrkette aus Kupfer, aber wer Augen hatte, zu ſehen, der begegnete unter der Brille zwei kühlen, prüfenden, durchaus nicht ängſtlichen Blicken. Nahm gar der Mann die Brille herunter, was ſelten geſchah, ſo ſaß ein anderer Menſch da. Der Mund war nicht mehr verkniffen, ſondern energiſch und fein ironiſch zugleich, die Augen blickten nicht nur prüfend, ſondern auch verſtehend in die Welt, und hörte man dann ſeine natürliche Stimme an⸗ genehmer Klangfarbe, ungetrübt non jedem dialektiſchen Haut⸗ Aput, ſo erſchten Blooms Hochachtung bereits verſtändlſcher. Dieſer Mann war der Privatdetektiv Paul Ollmer. Herr Ollmer liebte nicht in Erſcheinung zu kreten, obwohl er gemeſſen an ſeinen kriminaliſtiſchen Leiſtungen allenthalben Beachtung beanſpruchen durfte. Aber da er weder andauernd Whisky trank, noch mit der Bügelfalte zu Bett ging, alſo durchaus nicht den allgemeinen Anſichteſt von einem ſiegreichen Detektiv entſprach, behielt er praktiſcherweiſe ſeine Dienſt⸗ geheim zu halten. Bloom erzählte, was er von Broderſens Verſchwinden wußte. Das einzige, was den Detektiv intereſſierte, war der Grund, warum Peter Fiſcher das Geld nicht überweiſen, ſon⸗ dern bar abholen ließ. Bloom warf einen erſtaunten Blick auf den unſchelnbaren Herrn, deſſen Art er ſchätzen gelernt hatte, aber er beantwortete die Frage nicht. Das wäre ein zu weites Ausholen geweſen,— der Zuſammenhang mit der Tat war nur allgemein, nicht urſächlich,— und das Bekännt⸗ werden des Diebſtahls würde auch Fiſchers Geheimnis offen⸗ baren. Wilm Broderſen, auserſehen, einen finſteren Plan ahnungslos zu beenden, hatte in merkwürdiger Verkehrung der Abſicht ihn nun publiziert. Bloom beſchloß, um etwaigen peinlichen Sympathieäußerungen zu entgehen, ſeine Loslöſung vom Geſchäft und die Abreiſe aus Deutſchland zu beſchleunigen. Zerſtreut vernahm Herr Ollmer noch die Erzählung von dem anfänglichen Mißverſtändnis am Draht Leipzig München, verurſacht durch die überraſchende Ankunft Mr. Berthold Mae Fiſhers, der übrigens die Münchner Firma ſicherſtellen würde,— dann empfahl er ſich. Beim Durchſchreiten von Blooms Vorzimmer bemerkte er in einer Ecke des Bodens ein zerknittertes Zeitungsblatt. Der Detektiy hob es auf und ſchob es in ſeine Taſche. Es war die Morgenausgabe des Berliner Tageblattes vom 15. März 1925. III. 3000 Mark Belohnung! In der Nacht vom 15. auf den 16. März verſchwand der am 14. Junt 1901 zu Hamburg geborene unten abgebildete Handlungsreiſende Willem genannt Wilm Broderſen aus dem D⸗Zug Nr. 40 Berlin München, den er in Leipzig um 9 Uhr 30 abends beſtiegen hatte. In ſeinem Beſitz be⸗ fanden ſich Einhunderttauſend Mark in Reichskaſſenſcheinen zu je 1000 Mark. Vorzimmer gefunden und ſorgfältig ſtudiert hatte. 3 NN Derkdufsſtellęe Mannheim Neu. 29 Malzfaßrik Hellrichsſtadt.— 6 v. H. Dividende. Untoſten und nach Abſchretbung von 8 4 25 881 K. de Vo Es t ſich der Reingewinn au Geſchäftsjahr iſt bas Unternehmen zu 5 ſtigt, ſo daß angenommen werden ein günſtigeres Erg Aus den Rund funk⸗Programmen Dienstag, 26. Jebruar Deutſche Sender Berlin(Welle 475,4), Königswuſter hauſen(Welle 18181 20 Uhr: Abendunterhaltung. Breslau Frankfurt gramm; 18 Uhr: Von Stuttgart: Konzert des orcheſters; 5 Uhr: Die Durchgängerin, Luſtſpie Hamburg(Welle 391,6) 20 Uhr: Feſtakt und Ni Dichterabend; 22 Uhr: Kammermuſikabend; 28.20 Tor. Königsberg(Welle 280,4) 20.05 Uhr: Orcheſterkonzert; 21.30 Uhr; Uebertragung von Berlin: 22.16 Uhr: da, Unterhaltungs⸗ und Tanz muſik. Langenberg(Welle 462,2) 18.05 Uhr: Mittagskonzert; 17.48 Uhr: Veſperkonzert; 20.30 Uhr: Abenbkonzert. Leipzig(Welle 361,9) 20 Uhr: Das Klavier in drei Jahrhunderten (.) Brahms; 21 Uhr: Proteſtantiſche Kirchenmuſtk; 29.80 Uhr: ca. Funktanzſtunde; anſchl. Tanzmuſtk. 3 5 München(Welle 585,7), Taiſerslautern(Welle 272,7 12.55 Uhr: Nürnberger Sendung: Soliſtenkonzert; 17.80 Uhr: Veſperkonzert; d Uhr: Konzert des Rundfunkorcheſters; 20.48 Uhr: Muſikaliſche Stllepochen und Stilkriſen;.80 Uthe Muſtk um 1600. Stulrtgaxrt(Welle 874,1) 12.15 Uhr: Schallplattenkonzert; 18.18 Uhr: Nachmittagskonzert; 20.15 Uhr: Gaſtpiel der Stuttgarter Kammeroper: Undine; anſchl. hlagerſtunde. Ausländiſche Sender 406) 20.10 Uhr: Von Lauſanne: 22 Uhr: Spätkonzert. Bu dapeſt elle 554,5) 20 Uhr: Drei Einakter: 1. Die Prima⸗ donna, Operette; 2. Die Naſe, Komödie: 83. Gute Nacht, Drama; 21.45 Uhr: Konzert; ſpäter Schallplottevonzert. 7 Bern(Welle Feſtabend Jagues⸗ Daleroze; (We Daventry(Welle 482,3) 19.30 Uhr: Tanzmuſik; 21 Uhr: Von Birmingham: Konzert einer Polizeikapelle; 28.15 Uhr: Kammer⸗ muſikkonzert. Daventry(W. 15525) 20.45 Uhr: Abendkonz.;.45 Uhr: Tanze Mailand(Welle 504,3) 20.32 Uhr: Abend konzert; 28 Uhr: Tanzm. Prag(Welle 943,2) 20.20 Uhr: Populäres Konzert;.20 Uhr: Kom⸗ pofitiobnen von W. A. Mozart. Rom(Welle 443,8) 20.45 Uhr: Abendkonzert. Wien(Welle 519,0) 20.05 Uhr: Unbekannte Lieder von Frauz Schu⸗ bert; 20.30 Uhr: Muſikoliſche Humoresken. Zürich(Welle 489,4) 20 Uhr: Feſtabend Daleroze, von Lauſanne; 21.40 Uhr: Wunſchkonzert. fladio-Spezialhaus Gebr. Hettergott Marktplatz 6 2, 6— fel. 28347 a Zur ſtändigen Prüfung und Ueberwachung Ihrer Anlage be⸗ nötigen Sie ein gutes Meßinſtrument. Sie finden ſolches bes uns in jeder gewütuſchten Ausführung. Voltmeter 6/120 V. Mk..50. Wir haben noch einen kleinen Vorrat in 14. Dreh⸗ ſpulinſtrumenten zu ſpottbilligen uie wiederkehrenden Preiſen. 2 ignalement: Größe 1,71 Meter, Figur ſchlank, Augen blau, Haare dunkelblond, Geſicht ſchmal und bedeutend jünger ausſehend, lebhafte norddeutſche Ausſprache. Trug zuletzt dunkelgrauen Anzug, großkarterten Raglanüber⸗ zieher und weichen dunkelgrauen Fllzhut. Ob Broderſen einem Verbrechen zum Opfer fiel oder mit der ungewöhn⸗ lich hohen Summe entfloh, ſteht noch nicht feſt. Bei der Po⸗ lizeidtrektion München iſt für ſeine Auffindung und Wleber⸗ beſchaffung des Geldes eine Belohnung von dreitauſend Mark hinterlegt worden. Sachdienliche Angaben an Staatsanwalt Huber II, München, Amtsgericht, Abtlg. IV, Zimmer 84. Abends um ſieben Uhr hingen die blutroten Plakate in München, andern Morgens in Berlin, Leipzig und ſchnell folgend in allen großen Städten Europas. Broderſens Bild wanderte in ſämtliche Kriminalfachblätter der Erde, ſeine Beſchreibung in Tauſende von Zeitungen, und Millionen Menſchen laſen mit Staunen oder Verdruß das Rätſel von den Hunderttauſend Mark, die mit einem jungen Menſchen ſpurlos verſchwunden waren. Zweites Kapitel Ollmer rekonſtruriert den fü 1. Ein ſchöner Tag war das geweſen. Die Sonne lachte vom blauen Himmel, verfrühte Stare lärmten,— plötzlich ſah man erſte Knoſpen, die der Nebel der letzten Tage noch ver⸗ hüllt hatte, und ſelbſt der Bahnhofsplatz in Leipzig machte einen liebenswürdigen Eindruck. Paul Ollmer konnte ſich die Siimmung des unſchein⸗ baren jungen Mannes, namens Wilm Broderſen, an bleſem ſchönen Vormittag ſehr gut vorſtellen. Eigentlich kannte er ihn ſchon ſehr genau, nicht auf Grund der äußeren Beſchrei⸗ bung, die einen Dutzendmenſchen ſympathiſchen Charakters ſchilderte, ſondern durch eine kleine belangloſe Notiz in jener Morgenausgabe des Berliner Tageblattes, die er in. ſeſe Notiz gewährte einen überraſchenden Einblick in das Seelen⸗ leben eines Vierundzwanzigjährigen, und der Detektiv, der ſtets an den Kern der Dinge heranging, war bereits etwas gerührt geweſen. Beim Gedanken an den Augenblick, wo er den unbedeutenden jungen Mann mit der Pſyche eines romantiſchen Knaben den Händen der irdiſchen Gerechtigkeit überliefern mußte, konnte er ſich eines leiſen Bedauerns nicht uf zehnten März erwehren. Daß dieſer Augenblick im Verlauf weniger Stun⸗ den da ſein würde, ſtand feſt, und doch war es mehr eins pfy⸗ chologiſche als kriminelle Angelegenheit. Fortſetzung folgt.) Unserem zeigen, daß wir in Mannh 8²⁴ repräsentative Verkauf neu eröffnet haben. Sie und Farbenwahl. Auch oßen Freundes- und Kundenkreise beehren wir uns anzu⸗ Unlandstraße-35, 4 Cy. Sweisitzer bis zur würdigen 3 Liter- yl. eim, Uhland-Garage Fernspr. 334 11 sräume, verbunden mit besteſngerichtetem Reparatur- Werk, finden hier alle Srennabor-Fypen, vom beliebten 1½ Liter Luxus Hmousine, in reicher Formen- % To und 2 To.-Nutzkraftwagen karren Ihret Prüfung. Wir Warten auf Sie, um auch Ihnen die neuesten Breunsbor Schöpfungen vorführen zu önnen. . FLüdueutsch Rraftwanen Varhaufsgesplismhnft m. h H. Mannheim 1 1 4 1 6 e er reer eee 288 Montag, den 258. Februar 1929 dirtſeh Ilſe Bergbau As. Höhere Produktion und beſſeres Ergebnis Die Ilſe Bergbau.⸗G., die größte Einzelgeſellſchaft im oſt⸗ elbiſchen Braunkohlenrevier, hat auch 1928 befriedigend gearbeitet, ob⸗ wohl gegen Ende des Berichtsjahres neben einer weiteren Lohn⸗ erhöhung eine neue halbſtündige Verkürzung der Arbeitszeit eingetre⸗ ten iſt und für ſoziale Laſten(2,65 gegen 2,40 Mill.%) ſowie für Steuern(5,77 gegen 4,50 Mill.) erheblich größere Beträge als i. V. aufgewendet werden mußten. Die Kohlen förderung konnte weiter auf 10,84(9,59) Mill. t geſteigert werden, wobei die Anzahl der Arbeiter verhältnismäßig weniger ſtark auf 5287(4815) anſtieg. Er⸗ heblich größer ſind die Fortſchriſte, dank der inzwiſchen vorgenomme⸗ nen Rationaliſierung, gegenüber 1913, wo 4,84 Mill. t Kohle mit 3380 Arbeitern gefördert wurden. Gegenüber dieſem Jahre hat ſich die Produktion um etwa 125 v.., die Zahl der Arbeiter dagegen nur um etwa 60 v. H. vermehrt. An Rohbraunkohle wurden 1928 1,98 (1,39) Mill. t abgeſetzt. Der Abſatz an Braun kohlenbriketts entſprach mit 3,27(3,07) Mill. t der Herſtellung. In den Kraft⸗ anlagen wurden 139,54(119,63) Mill. kWh. erzeugt, und in den Ziegeleien 24,54(23,26) Mill. Steine aller Art hergeſtellt. Der Abſatz von Induſtriebriketts war wegen der zeitweilig unbefriedigen⸗ den Beſchäftigung verſchtedener Induſtriezweige etwas ſchwächer. Die Verwendung von Rohbraunkohlen bei größeren Entfernungen mußte wegen der neuerdings eingetretenen erhöhten Frachtbelaſtungen weiter zurückgehen. Der Abſchluß zeigt entſprechend der höheren Produktion ein befriedigendes Ergebnis. Der Rohertrag der Werke und Neben⸗ betriebe iſt nach Abzug der ſozialen Laſten um rund(alles in Mill. 44) 2,8 auf 19,86 geſtiegen, während die Einnahmen aus Beteiligungen geringfügig auf 0,39(0,40) zurückgegangen ſind. Die allgemeinen Un⸗ koſten haben ſich demgegenüber nur wenig auf 0,77(0,72) erhöht, die Zinſen ſind ſogar auf 0,35(0,58) zurückgegangen. Nach 5,77(4,50) Steuern, 9,20(—) Zuweiſung an die Ruhegehaltsklaſſe und auf 6,10 (8,33) anſehnlich erhöhten Abſchreibungen verbletbt einſchl. 0,13(0,10) Vortrag ein Reingewinn von 7,19(6,0), der, wie be⸗ richtet. Dividendenerhöhung auf 10(8) v. H. geſtattet. Die Liqui⸗ ö dtität der Bilanz iſt befriedigend. 10,57(7,67) Rechnungsſchulden, Guthaben von Angeſtellten und ſonſtigen Gläubigern ſowte 3,86(5,54) ö Gläubigern ſtehen 8,34(7,06) Schuldner einſchl. Barbeſtänden bei 5,06 (5,43), Vorräten einſchl. Tagebau⸗Vorratsabdecke gegenüber. Gruben⸗ felder, Grundſtücke, Gebäude und Betriebsanlagen werden nach 8,67 Neue Maunheimer Zeitung[Abenb⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 94 atts · und Handelszeitung Juchs Waggon AG. Heidelberg GV. nimmt Mitteilung gemäß 5 240 HGB. entgegen— Eine neue GV. wird Zuſammenlegung des AK. im Verhältnis 10:1 und Wiedererhöhung auf 1,5 Mill.„ vorgeſchlagen In der heutigen a. o. GB., in der 6930 Stimmen von Vorzugs⸗[ Heidelberg in allernächſter Zeit zu aktten Lit. A, 975 Vorzugsaktien Lit. B und 6916 Stammaktien ver⸗ führen. treten waren, machte der Vorſitzende Mitteilung gemäß 8§ 240 auf der Tagesordnung der neu auf 21. März einzuberufenden des HGB., wonach mehr als die Hälfte des Aktienkapitals verloren fa ußerordentlichen Generalverſammlung wird als⸗ tſt. Zu den in der letzten v. GB. vorgetragenen Verluſten ſeien in⸗ dann ſtehen: 1. Beſchlußfaſſung über die Herabſetzung des zwiſchen weitere Verluſte entſtanden. Die damals ſchon im Gange Aktienkapitals zum Zwecke der Beſeitigung einer Unterbilanz befindlichen Bemühungen um Behebung der Illiquidttät ſeien in⸗ um 34g 000/ durch Zuſammenle gung der Stammaktien awiſchen fortgeführt worden, allerdings nicht mit dem gewünſchten und der Vorzugsaktien Lit. A im Verhältnis von 10:1 und raſchen Erfolg. Es mußten infolgedeſſen Vergleichsverhandlungen der Vorzugsaktien Sit. B, die obligationsartigen Charakter beſitzen, eingeleitet werden, bei denen ſich 98 v. H. der Gläubiger mit dem im Verhältnis von:1. 2. Beſchlußfaſſung über die U m wan d⸗ Vergleichs vorſchlag von 50 vH ein verſtanden er⸗ lung der Vorzugsaktien Buchſtabe A und B in Stam m⸗ klärt haben. Dieſe einſichtsvolle Entſchließung der Gläubiger ſei aktien. Beſchlußfaſſung über die darauf folgende Wieder⸗ allerdings bedingt dadurch, daß die Bemühungen um weitere finan⸗ erhöhung des A, auf bis zu 1 500 000 4 durch Ausgabe von bis zielle Mittel für die Firma zu einem Erfolg führen und daß es zu 1323 Ihnaberaktien zu je 1000“ unter Ausſchluß des geſetzlichen außerdem gelingt, die Aktionäre zu einer Transaktion zu beſtimmen, Betzugsrechtes der Aktionäre. 4. Auſſichtsratswahlen. Verhandlun⸗ die es ermöglicht, der Firma außer entſprechenden Darlehen gen über die Uebernahme der Aktien ſind im Gange. Einige Inter⸗ auch neues Aktienkapital zuzuführen. Die Verwaltung eſſenten ſind auch ſchon gewonnen, die einen beſtimmten Betrag des hofft, daß die Darlehensverhandlungen mit der Stadt] neuen Kapitals übernehmen wollen. r. ͤ d ccc · w D dddfdfddffFFFFFFbFFFFbFGFGGbbGFbFbGPbpbGp f bbb Continental Cadutchouec⸗ dieſem Rücckerwerb auch maßgebend beteiligt iſt. einem guten Ende * und Gutta⸗Percho⸗Co. erfahren wir, daß an die Peters Unlon AG., Frankfurt, In dieſem Zuſammenhang erklärt ſich wohl auch, daß die für Freitag anberaumte Aufſichts vatsſitzung der Peters Union für kurze Zeit vertagt wurde. : Törl's Vereinigte Harburger Oelfabriken AG., Harburg. Der AR. ſchlägt der GV. am 21. März aus dem nach Abſchreibungen von rund 1 829 000 4(i. V. 1 148 146 4) verbleibenden Reingewinn von 1160 000 4(i. V. 1 174 425 /] eine Dividende von wieder 6 v. H. vor. Pechelbronner Oelbergwerke 15 a.'Exploitations Minisres de Pechelbroun], Merkweiler⸗Pechelbronn[Unterelſaßl. Im Ver⸗ waltungsrat dieſer anfongs 1921 begründeten franzöſiſchen Nachfolge⸗ geſellſchaft ſind ſoeben erhebliche Veränderungen eingetreten. Der Verwaltungs ratspräſident Daniel Mieg und der Verwaltungsrats⸗ delegierte Roger Ehrhardt haben ihre Demiſſion eingereicht. Zum Verwaltungs ratspräſidenten wurde der Vorſitzende der Straßburger Handelskammer, Fernand Herrenſchmidt, berufen. Altimoflaute auf der ganzen Linie Berlin allgemein rückgängig Alle zuverſichtlichen Prognoſen und Hoffnungen, die man vor⸗ mittags noch bei den Banken hören konnte, ſind heute wieder ein⸗ mal ins Waſſer gefallen. Anſcheinend unter dem Eindruck der Pa⸗ riſer Verhandlungen, die in dieſer Woche die Entſcheidung in der Trausferfrage bringen ſollen, iſt das Publikum und zum Teil auch die Börſe ſelbſt vor dem Ultimo engagementsmüde geworden und hat verkauft. Bei der herrſchenden Geſchäfts⸗ loſigkelt genügte ſchon in kleinen Beträgen herauskommende Prämienware, um die Notierungen bei vielen Papieren bis zu 8 v. H. zu drücken. Daß Reportgeld reichlich zur Verfügung ſteht und teik⸗ weiſe unter Satz angeboten wird, war hierbei von untergeordneter Bedeutung. Einige Paplere, wie Laura, Schleſ. Zink, Stolberger Zink, verbuchten kleine Gewinne, andererſeits verloren ſogenannte ſchwerere Werte über die 8 v. H⸗Grenze hinaus bis zu 7,5 v. H. Anlethen eher ſchwächer, auch Ausländer meiſt rückgängig, Pfand⸗ briefe uneinheitlich, für alle Weſtfalenemiſſionen beſtand etwas In⸗ tereſſe. Auch am Geldmarkte machte ſich der Ultimo bereits be⸗ merkbar, Tagesgeld zeigte mit 577— 77 v. H. Verſteifungserſchei⸗ e 98 6 e e e Mannheim abgeſchwächt 5 Verlaufe lagen bie Kurſe weiter überwiegend gen mit 4,68(4,52) bewertet. 5 88 a 5 5 8 9 4 7 ueber die vorausſichtlichen Abſatzverhältniſſe in 1929 lleßen iich In der neuen Woche war die Börſe für Akttenwerte weiter ſchwäche r. Angeblich ſind an verſchiedenen Märkten Stellagen abgeſchwächt, beſonders der Rückgang der Farbenaktien wirkte de umgefallen und weitere Prämienware verflaute die Märkte. enttäuſchend. Da an den Hauptbörſenplätzen heute die Ul timoli⸗ Vorausſagen nicht machen. n Bemberg, R. W. In Anbetracht des langen und ſtrengen Glanzſtoff verloren erneut bis zu 17 Winters hofft die Geſellſchaft auf einen befriedigenden Abſatz. guidatlon begonnen hat, dürfte in Verbindung hiermit die v.., Spenska gingen 4 unter Anfang um und das Gros 1 N— ͤ U— 28 5 90 855 5 10 0 5 10 zurückzuführen 5 Der Geld⸗ 555 8 war. ö Auch der K 3 ſamarkt . markt war tro r Nühe de bimo relativ leicht. Bei kleinſtem!] hatte erwlegend wächere Tendenz. Die Börſe schloß faſt * 1 Noroͤdeutſcher Lloyd Geſchäft wurden von Induſtrieaktien Farben, Daimler, Rheinelektraf allgemein zu den nlebrigſten Da geskurſen. Die Ver⸗ und Weſteregeln niedriger notiert. Bank⸗ und Verſicherunaswerte blieben unverändert. Von Brauerelbaktien waren Werger höher ge⸗ ſucht. Feſtverzinsliche Werte ohne Geſchäft. Frankfurt ſchwach Zu Wochenbeginn eröffnete die Börſe infolge des heutigen Ulti⸗ mos in großer Zurückhaltung. Obwohl ungünſtige Momente nicht vorlagen, zeigte die Tendenz ein ausgeſprochen ſchwaches Ge⸗ präge. Verſchledentlich wurden Ultimoverkäufe vorgenommen und die Kurseinbrüche wurden Hurch dieſe Tatſache beſchleunigt. Da Orders kaum vorlagen, hatte die Tendenz keine Stütze u. das Geſchäft konnte ſich nur zögernd im Rahmen der Kuliſſe entwickeln. Die immer noch luſte gegen den Anfang betrugen bis zu 10 v. H. Bei der Feſt⸗ ſetzung der Liquldatlonskurſe ergaben ſich gegen den Ultimo Januar nur ganz vereinzelt kleine Beſſerungen, während die Haupk⸗ Spekulationspapiere bis zu 7 v. H. verloren. Burbach 218211, Kali⸗Induſtrie 225,50. Devlſen gegen Reichsmark lagen unverändert, Dollar notierten 4,2190. Spanten etwas ſchwäche r, 31,50 Londoner Uſance. Holland und Schweiz internatlonal unver⸗ ändert, die Mark war mit 2 Stellen Report gegen Dollar auf einen und drei Monate geſucht. Mannheimer Viehmarkt vom 25. Februar Preis für 50 kg Lebendgewicht— Geſamtzufuhr 5365 Stück Erhöhter Roh⸗ und Reingewinn Losgelöſt von dem Geſchäftsbericht, der erſt ſpäter ausgegeben wer⸗ hen ſoll, gibt jetzt der Nordd. Lloyd die Abſchlußziffern bes G. 1928 bekannk. Bei einem von 39,44 auf 45,84 Mill.& geſtiegenen Roh g e⸗ winn erhöhte ſich nach Abſetzung der 12,63(11,09) Unkoſten, 4,18 (1,65) Zinſen und nach 15,59(15,67) Mill.& Abſchrelbungen auch ber Reingewinn und zwar von 11,73 auf 19,37 Mill. 4. Wie wir ſchon mitteilten, bleibt der Lloyd bei ſeiner Vor jahrsdkt⸗ dende von 8 v.., die allerdings bei dem von 125 auf 160 Mill. Mark erhöhten jetzt 12,95 Mill. 4 gegen 10,14 Mill. i. V. erfordert Tantiemen beanſpruchen 0,41(0,35) Mall., den ſozialen Fonds wur⸗ den 0,25(0,0) Mill. zugewieſen, ſodaß ein Vortrag von 0,55(0,72) günſtigen Gelomarktverhältniſſe und die geſteigerten Kohlenförderung] dchſen.. 105 St Kühe 879 St. Kälber. 310 St. Schweine 8189 Sg. Millionen 4 verbleibt. konnten keine Anregung bieten. Gegenüber den Schlußkurſen vom z: Mt. 5. Mt. 4951..„ Ak. In der Vermögens aufſtellung ſind Seedampfer mit Samstag gingen die Verluſte durchſchnittlich bis zu 3 v. H. bei den 55 3 2 51 8 1).. 0 55 77 7⁸ 465,30(156,0) Mill. 4; kleine Fahrzeuge mit 243(.61); Grundſtücke ſchweren Werken wurden dieſe ſogar noch am ein Beträchſliches über⸗ 993 ch. 1 99 2 22 9„„ 113 15 mit 6,2(6,70); Beteiligungen mit 25,64(9,57) und Vorräte mit 1254 ſchritten. Bei großem Angebot verloren am Elektromarkt Siemens] Zulen 147 Si. Fürſen 432 8.„ 0 zen Mil.„ bewertet. Kaffe und Bankguthaben ſteßen mit 40,94 5,75; Schuckert 3,25 und A8 G. 1,75 v. H. Bei letzteren muß der Dlvi⸗[).. r. 4951). Mt. 5058 Schafe. 45 St.. 70-75 ,, Debitoren mit 489(46,33) und Anzahlungen mit 89,35(83,82) dendenabſchlag berückſichtigt werden. Von chemiſchen Werten war auch 5) 47%).„ 4851. NE 97955 Mill.„ zu Buch. Auf der Gegenſeite erſcheinen neben den genannten J. G. Farben ſtärker vernachläſſigt und 2,50 v. H. niedriger. Hier% 3540 Freſſer..— St. b. 46 50 Arbeitspferde 89 St Sk. die Vorzugsaktien mit 5(3,91) Mill.„, die Vorkriegsanleihen] kam infolge des geringen Geſchäfts erſt ſpät eine Notiz zuſtande.). 3486 a. Ml.„— Mk. 800 1600 mit 1,81(2,17); Die Rücklage mit 22,50(17,0) Mill.; ſonſtige Rücklagen nit 17,50(unv.); langfriſtige Kredite mit 13,01(unv.); Kreditoren mit 31,27(27,12); noch nicht abgerechnete Kreoltoren mit 37,18(44,87) und bbe Dollaranleihe mit 84(unv.) Millionen. Unter dem Druck der allgemeinen Luſtloſigkeit hatten noch Salzdet⸗ fürth mit minus 4 und Kali Weſteregeln minus 2 v. H. und am Bankenmarkt Handelsgeſellſchaft mit minus 4 v. H. zu lelden. Von internationalen Werten hatten nach der letzttägigen ſtarken Steige⸗ rung Svenska einen Verluſt von 4/ aufzuweiſen. Einiges In⸗ tereſſe beſtand für Zement Heidelberg, Frankfurter Maſchinen, Nl. und Rütgerswerke, die etwas anziehen konnten. Gut behauptet er⸗ öffneten Zell Waldhof und Bergmann. Renten ſtill, deutſche Anleihen eine Kleinigkeit nachgebend. Nach den erſten Kurſen erfuhr das Kursniveau eine weitere Abſchwächung. Farben lagen erneut 1,5, Schuckert 1 und Siemens 2 v. H. ſchwächer. Auch der Montan⸗ markt hatte jetzt in ſtarkem Maße unter der allgemeinen ſchlechten Lage zu leiden. Vereinzeltes Intereſſe beſtand für AE. mit plus 1 v. H. Der Geldmarkt erfuhr mit 5,5 v. H. eine Verknappung. Geld über Ultimo 7,258,285 v. H. Marktverlauf: mit Großvieh ruhig, kleiner Ueberſtand, mit Kälbern ruhig, langſam geräumt, mit Schweinen mittelmäßig, ge⸗ räumt, mit Arbeitspferden ruhig, mit Schlachtpferden mittelmäßig. 9⁵ Schlachtpferde, 50— 140; 4 Ziegen, 10—24. * Mannheimer Produktenbörſe vom 25. Febr.[Eigen bericht). Die Tendenz des heutigen Produktenmarktes war ſtetig. Auslandsweizen wurde mit 829,25/ waggonfrei Mannheim angeboten. Intl. Weigen mit 25—.25, 25; inl Roggen 24,50; ausl. 26,50; inl. Hafer 24 bis 24,50; ausl. Hafer 24—25; inl. Braugerſte 24,75 26,25; Malz pfälz. 47; Futtergerſte 20—22; Mais auf Bezugſchein 28: Biertreber 225 Rapskuchen 20— 20,50; Soyaſchrot 29,50; Trockenſchnitzel 17,25—17,507 alles waggonfrei Mannheim. Weizenmehl ſüdo. 34,75; Weizenbrot⸗ mehl ſttod. 23,75; Roggenmehl 60—70proz 31,50—3g; Weizenfuttermehl 9 Weizenkleie feine 14,25; Roggenkleie 18; alles waggonfrei Mann⸗ eim. * Kapitalerhöhung des Crödit Lyonnais. Der Verwaltungsrat beſchloß, das Aktienkapital von 255 auf 408 Mill. Franken, und zwar durch Schaffung von 150 Mill. Franken StA. und 3 Mill. Franken mehrſtimmige VA. zu erhöhen. Die neuen StA. werden zu 400 v. H. 8 zu 5 angeboten. Durch die Kapitalerhöhung werden dem Inſtitut etwa 600 Mill. neue Mittel zufließen, wovon 450 Mill. zur Verſtärkung der Reſerven, die gegenwärtig 227,25 Mill. betragen, verwandt werden. Continental Caoutchone⸗ und Gutta⸗Percha⸗Co. in Hannover. In Ergänzung der Meldung über den Rückerwerb der Aktien der Kurszettel der Neuen Mannheimer Zeitung Aktien und Auslandsanleihen in Prozenten. bel Stückenotierungen in Mark je Stück— Mannheimer Effektenbörſe vom 25. Februar 23 8 28. 285. 28, ea Bad. St.-U. 2 78, 78,— Pfalz. Srefſehefe 148,0 145,0 10% Grk., M. BM. 125,0 1 FeSad Kom. Gb 68.— 88,— Sewon Storch. 185.0 185.0 1%„„ 8A 140,0 1 7% dafene stadt d/ Werger Worm 188,0 200,0 Kerlsr. üb. Pelb 3 Mhm. Gold 102.2 102,2 8. 7 186.5 87% 2 8 91 19— 99. 5 05 1105 Sone Gen 9— 10 9 E 3 i Continent. Verf. 92. 2 annh. Gumm 2 8% Farben sds. u 188.0 188.0 Jr 5 5 Herſich. 153,0 152,0 Negarfalmn Fhrz 1275 Badische Bank. 175.0 175,0 Oberrd. B.. Pfälz. Müßhlens 162.0 Pfälz. Hypoth. B. 159.0 Rh. Hypoth. Be 214.5 * 8 23 etersunie 101.7 „Nähm. Rag. 39.— Philipps Fran. 24.7 Vorzellan Weſſel—,— Nein. Gebhæsch 108.0 Rheinelekt. B. A. 78 25 5 St. A. 164,0 Roebet. Gebr. D. 129.0 129,0 Nückfertg Rütgerswerke 91. Schlinckege 90,— 90 Schnell pred 1219 76.25 28. ankfurter Was 137,0 Dok. 4 Wit. 61. —OSesfürel. 285.0 92, SGolbſchmidt 85.80 Grizner M. Durk 108,0 Srün d üftnges 176,5 1500 em a nes 88. anfwerk Büten 11972 anſfw 4 Hilzert Armer 98,80 ürſch Kupf. u. M. 188,0 75,50 Hoch u. Tiefbau 106,5 111 0 Holzmann, Phil 128.0 Holwerkotl.⸗ d 68,50 3 Erlangen 95, ſunghans Si. M. 78 50 2 Sarmm. Ralſeral 289.5 Karſtad! Rub. 221.5 Klein. Sch.& Beck 94,— 23 Ang. Sieker.-W. 175,0 Ammendf Paß. 171.2 Ka e chaffbg. Ze—— Augsb. aſch 67,75 Balcke Maſchin 127,5 Bumag⸗Meguin J. B Bemberg 383,0 23. Od. 1 Hurt. 146,0 1 Ahein. Shame 59.75 Ahein. Klekirizit 184.2 ge Lek e 23. Ortn asufinger 178.0 Srufczrwin Keef 7. 7 Hackethal Drahn 94.5 88.— Halleſche Maſch 110.5 Fan Spin 181.7 Hann. M. Egeſt 44.75 Hb.⸗Wien Gum 78. 7 Harkort Bergwk.—.— Rheinſtah! Rlebeck Roſtzger Zucker 53 75 Rückfoerth. Ferd. 72.— Rütgerswerſe 98.8 Bergmann Elekt 207,0 0 Harpener Bergb. 187.0 Sachſenwer!l„119,0 Berl. Gub. Hut 330.0 bartm Maſchin. 19.— Salzdetfurth„ 828.2 Berl. Rarls. Ind. 66.— 65,85 Saen a 93.50 25 Sarotti 213,0 Berliner Maſchb. 79,75 ilpert Maſch. 88,— 92,.— Scheidemander- e 168 0 11 1 11 05 100˙⁰ S er 225 chramm Lackf. 128.0 Br.⸗Beſigz. Oelf 67, ir fer 4 uckert 4 C0. 0 S4 Arb 225,0 222,0 Seen—.— irſchberg Leder 101,5 Schuhfabrik Perz— Schuhf. Berneis 58—. Bremer Wolle 219,7 veſch Eiſen. 124.0 0 Schultdeiß Path 281.8 Seilinduſt. Wolff 65,50 Brown, Bop.& C. 151.0 e 71¹.— Siem. 4 Haläke 379.58 Siem& Halske 278,7 Buderus iſenw. 82,— Phil Holzmann 124.0 Sinner.-G.. 137.51 S. Sed. 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Cred.⸗Anſt. 34,50 Pfälz. Hyp.⸗Bk.. Reichsbank— Rhein Creditbk. 124,7 Bhein Hyp.⸗Bk. 214,7 Südd Boden⸗C. 193,0 Südd. Disconto 135, 214.6 135.0 14.75 Württ Notenbk-.— 181.0 r 1000 1000 kf. R. u. Mitv. 18,.— 18. Mannh. Verſ.⸗G.—,— 189,0 Oberrh. Verſ.⸗G. ,- Crausport- Aletſen. Bad Lokaldahn—.— e 8 eidelb Straßb 58. Norbd Lloyd. 124,0 Schantungbahn. err.-N& 2781 57 Adler Klever 248.0 Zellſtoff Waldöf. 255,0 Februar WMontan⸗Aletfen. .——— chweil. Bergw. Gelſenk. Bergm 128,2 41 Bergbau—.— Ilſe 185 t. K. 212.0 Kali Uſchersleb. 216,0 Kalt Salzdetfurth 320,0 Kali Weſtersgeln—.— Klöckner Mannesm.⸗M. Mansfeld Akt. Oberſchl. E. Bed.—.— Otavi⸗Minen 67,75 Rhe Bergban ,. 105. 124.2 ein Braunk.—— Rheinſtahl. Riebeck⸗Montan- Salzw. Heilbr. 232,0 — Tellus Bergbau 118.0 Ku. Saurahütte—— Ber. Stahlwerke 97,50 Induſtrie⸗ Aktien. Eichd.-Manntz. enninger K. St 175,0 wen Liünchen 288,0 Main, St.-A 248.0 Schöfferh. Bindg. 353,0 Schwartz⸗Storch 165,0 Tucherbrään Wergen. 200.0 Acrumulateren.. 58.50 Adt, Gebr.. A. E. G. St.⸗A. 174.2 Aſchaff Runtz 1670 ber. 5275 Faber& Schleich 113,5 Anork, Hellbr. 15570 Konſerv. Braun 61.50 Kraus ke. ock. 60.— Jahmener 4 K. 160,0 Düſſed. Rat. Dürt 58. erh. Wibm 09,50 210,1 bet Bengbe a Jüdef 4 s 168.0 Jed, Sab Psd l. 58.— 89 5 — 4 Albert 75,25 5 5 üdd. Imms. 1 8 an 48. 8 Eviun 100.0 Gebr. Jungbans—, 5 Ber. Chem Ind. 90.— 111 5 0 ucker 144 Rahlo Porzellan 101, Tel liner 5 Ber. deütſch. Gelf 71. Daimlet Wenz; 55,— 59,25 Kaliw. Aſchergl 218.0 Thelen de fab. 9550 97 Lech Augedurg Bergt Jule 122,0 Deſſauer Gas 212,7 Klöcknerwerke. 106,1 Tlez, Leonhard 264.0 Lederwerk Rohe—— Her. Ultramarin 184 5 Stſch.⸗Artant, K. 145,.f Knorr 06. N .— dude Wal 128 0—— Soi Much St 62.20 6 80 Disch Fuat 6 Sele 4 done 10 Transrabis. 146,5 1 15„Jon 2 Barziner Papier 133,7 „ Lus Maschinen.— Popil. Mach. Sr 6 Ae 9225 Gebr. Körting 68. Krauß Cie, Lok 61.508 B. B. rtf. Gummf 81. Mainkraftwerke. 120,0 Diſche. Maſchſbr. 50,75 fer inz Miet. 61,50 Ver. Ghem. Kharl. 9225 Meiallg. Frankf. 185.0 Dusche. Seis. 2870]! Koffbäul. Ort 38.— B. Deſch. Nickelw. 179,2 Mes Sen: 68, 64 9, Deueſche Woflrw, 37,50 A. Dlangſt. Elbf. 2200 Miag, Muhld.—— 142.0 Diſch Eiſenhdl. 79,50 vabmeyer a G0, 100.1 A ee 98.— Moenus St.. 30 Deulſche Zinol. 331.0 Jaurahütte 68 Fe Motoren darmſt. 57... Zenhoff chr 180.8 3 Dresb. r aneh 14 Ainbe Eis 100.2 Stahl. v. d. Zy. rebr Firm 7 Motoren Deu 3„Memel 138 5 u 7 855,0 Ver. Uitramärin 185,6 .6 Farben. 248.8 571755 Deen 91 5 9„ Waldhof 256,5 e 99015 2170 1 15 5 e e i 25 99.25. 20.50„ ucker theingau- Dynamit Truß 115,0. 7— 4 Co. 2 211,8 e 5 9120 2170 5 g g ö 90 l g 5 ner 212.0212, a— eee eee Elektr. uteferung 168,0 5 Kaden der 108,0 Wanderer Werke 96,50 93.50 a Mag'rus.-G. 84, Weſtereg Alkal. 218.2 213, Mannesmann 123,6 Wicking⸗Cemem 159, 1572 Mansſelder Akt, 113 5 Wiesloch Tonw. 117.0 1170 Markt⸗ u. Kühlh. 150,2 Wiſſener Metan 137.0 881 Ciſen Kaiſersl. Elektr. Sicht u. Elektr. Lieferung 163.0 Emag Frankf. 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Biſt& Co. 117,5 Farben 446,7 443.5 do 6% Bonds 28—— 5 Dap 421,0 abet Bleiſtiſt. 15 e be 1000 ell ſtoff Waldhof 2545 Motoren deuz 6772 Müblbeln Bess 100.2 Neckarſulm. Fhrz 787 Nordd. Woll kam. 168.0 180.1 Oberſchl. E. Bed. 98,25 Gelſent Sera. 10,„ Sberſchl. Koksm. 102,0 Genſchow ck Co. Orenſt& Koppel 7. Stüc zu 400 1000 Germ. Poctl.⸗Z. 189,0 166,5 Serresden e 142,0 14,7 Phbntz Bergbau 96.15 Polyphon N Industrie ⸗Alctſen. Gel. f. elkt. Unt. 8,8 230.5 Actumulatoren 160,0 161.0 Gebr. Goedhardt 95228 335,0 Ratghgeber Wagg 72.80 54 0 Adler& Oppenbz..— Soldſchmidi Th 6735 87.75 Relsholz Papier 228,0 Rhelnfeld. Kraft 183.0 158 5 1720 12³⁰U 124 5 175.7 175.7 tapi Minen 67.5067, Jreiverkehrs⸗Kurſe. Petersb. J. Habk.25 Ruſſenbank 205 Deutſche Petrol. 79/80 75. 5 8— dler alt 89*. 572 55 . ochfreguenn 5 8 0.0 208. Ronnenberg. Sloman Salpet. 90. Südſer Phospk 33.— elten& Gul. 187,7 Frankfurter Bas—,— 10 Dresdner Bank. 108,5 1 1 Kriſtet Mitteld. Kredbk. 196 0 Oeſterr. Creditbk. 34,80 Reichsbank„308 0 Rhein. Erebitbk. 124.5 Südbeutſc. Disc. 186,0 Frankf. HMllgem. 07.50 Gaggenau B. ⸗A. 4565 .79 Gebhard Textil. Bank- Alktien. Bank f. el. Werte 140 Bank f. Srauind. 1690 1 ö 1680 Adlerwerkt 52.— 50 75, Grützner Moſch. 108,2 103,0 14⁴⁰ Rein Braunk 483.0 4½% Mnat. Ser 19 50 Barm. Bankver 140,5 8 Alerxanderwerk 50.— 50. Gebr Graßmann 2, 62,90 Ufa.„„„„ 8, 7 Nene Mannheimer Zeitung[Abend⸗Ausgabe) Montag, den 28. Februar 1929 VVV Rur 14 Tage olympische Spiele Der Deutſche Olympia⸗Ausſchuß tagte Der Deutſche Olympia⸗Ausſchuß beſchloß die Reihe der Tagungen des Deutſchen Reichsausſchuſſe für Leibesübungen. Zu dem Olympi⸗ ſchen Kongreß, der im nächſten Jahre in Berlin ſtattfindet, wurde ein Programm nach den Vorſchlägen von Dr. Diem zuſammenge⸗ stellt. Die Tagung findet vom 2. bis 15. Junt ſtatt. In dem erſten fünf Tagen ſollen die Sitzungen des Internationalen Olympi⸗ ſchen Komitees abgehalten werden, die feierliche Eröffnung iſt für den 7 Junt vorgeſehen. Die Verhanblungen des Kongreſſes ſelbſt often am Pflingſtſonntag, 8. Juni beginnen und ſich bis zum 15. Junk erſtrecken. An die Behandlung der Spielplatzfrage ſoll ſich eptl. eine Sternfahrt nach den Sportzentren Deutſchlands anſchließen. Zu ben Vorſchlägen, die dem JO. für das Programm der nächſten Dlympiſchen Spiele gemacht werden ſollen, einigte man ſich dahin, daß bie Spiele auf 14 Tage zu beſchränken ſeſen und daß zu jebem Einzelwettkampf nur drei Teilnehmer und ein Er⸗ fatzmann zugelaſſen werden ſollen. Der Ausſchuß iſt gegen dite nom Oc in Ausſicht genommene Trennung der Sportarten und konnte dem Vorſchlag des Oc, bei den Hauptſpielen Olympiſche Medatl⸗ zen, bei den übrigen Wettkämpfen nur Ertinnerungsmedalllen zu geben, nicht zuſtimmen. Der Ausſchuß ſteht auf dem Standpunkt, daß alle Sportarten gleichmäßig behandelt werden müſſen. Ob die Mannſchaftsſportarten(alſo Fußball und Hockey) beibehalten werden ſollen, bleibt dem JO. und dann ſpäter dem Olympiſchen Kongreß vorbehalten. Da ſowohl die Vorbereitung des Berliner Kongreſſes wie auch bie Beratung über die Einzelheiten des Olympiſchen Pro gramm die Abhaltung einer Sitzung des JOc. notwendig er⸗ ſcheinen laſſen, iſt von Deutſchland an das JO, das Erſuchen ge⸗ richtet worden, anſtelle der nicht ſtattfindenden Sitzung in Alexan⸗ drig eine andere Tagung möglichſt bald abzuhalten, bei der dann Erdellenz Lewalb die deutſchen Vorſchläge vertreten wird. Turnen Ein babiſcher Turnerführer geſtorben Der driäbrige Adolf Arnold, der älteste badiſche Turner Am Freltag mittag entſchlief ſanft im Alter von nahezu 97 Jahren der Privatmann Abolf Arnold ſen. Er dünfte wohl, wie die „B..“ meldet, der älteſte Turner Badens, ſa vielleicht Deutſch⸗ land ſein. Am 8. April 1832 im Schwarzwaldſtädtchen Haß lach als Sohn des damaligen Aktuars Andreas Arnold, deſſen Vater und Großvater Pfarrer waren, verlebte Arnold ſeine Jugendfahre in Mannheim und Bruchſal, wo er die Gymnaſten beſuchte und eine poxtreffliche Schulbildung genoß. Die Sturm⸗ und Drangjahre 1848½4 gingen an dem jungen Mann nicht ſpurlos vorüber, und als 16 feiner Freunde zum Militär gingen, leder mit dem Traum, General zu werden, da pockte es auch unſeren Arnold. Doch die Wünſche ber Eltern wogen mehr, und ſo ging er, der im Zeichnen Hervorragendes leiſtete, nach Pforzheim, wo er als Stahlgraveur lernte und 10 Jahre lang in verſchlebenen Geſchäften in Hanau und im Ausland als Zeichner und Modelleur kätig war. Ex galt ſeiner Zeit als gonz hervorragender Bifouterlezeichner, Elſeleur und Graveur. Im Jahr 1886 machte er ſich ſelbſtändig und genoß Licht⸗ und Schattenſeiten der Fabrikation, bis ihm bei Einführung der Invakiben⸗ und Altersverſicherung das Amt des PVorſtandes und Rechners der Gemelndekrankenkaſſenverſicherung von der Stadt⸗ berwaltung übertragen wurde und deren beiden Kaſſen er bis zu ährem Uebergang zur Ortskrankenkaſſe 1891 vorbildlich, pünktlich und treu führte. Von da ab als Regiſtrator der Invalidenverſtche⸗ rung beſtellt, führte er dleſes Amt bis er im Oktober 19920— im 88. Lebensfahr— um Verſetzung in den Ruheſtand vorſtelllg wurde, die ihm auch unter Anerkennung ſeines gejährigen Dienſtes vom Sberbürgermeiſteramt bewilligt wurde. Er hatte ſtets reges Inter⸗ ee für das öffentliche Wohl. 94 Jahre war er Stadtverordneter in Pforzheim, mehrere Jahre war er Vorſtond der Goldſchmieds⸗ krankenkaſſe, ſowie deren Arbeitsunfähigen und der Krantenkaſſe für Frauen, welch letztere er gründete. Von der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr gehörte Arnold 26 Jahre derſelben an und ſtellte ſeinen Mann bel Brand⸗ und Waſſersnot in verſchiebenen Graden der Arbeitsmannſchaft, auch geraume Zeit als ſtellvertreben⸗ der Kommandünt. Turner war Arnold 70 Jahre lang. Ex trat 1881 in den Turnverein ein und leitete 12 Jahre als Vorſitzender die Geſchäfte des Bereins. Er war Mligründer und Führer des Beute 38 Bereine mit 7000 Mitgliedern zählenden Pforzheimer Turngaues. In Dankbarkeit und Treue haben beide Korporationen ihn zum Ehreumitalieb ernannt. Volksturnwartelagung des 10. Kreiſes in Karlstuhe Unter Kreisvolksturnwart Behr ⸗ Heidelberg tagten ſämtliche Haunvoltsturnwarte der Bacdiſchen Turnerſchaft in Karlsruße, um zu⸗ nüchſt bie bevorſtehenden Veranſtaltungen durchzuſprechen. Die Gau⸗ waldläufe verteilen ſich auf den 3. Oktober und 17. März, nachdem die Witterung eine einheitliche Durchführung am 3. März nicht zu⸗ läßt. Der Krelswaldlauf am 14. April wird in zwei Klaſſen gelauſen und dem MTB. Karlsruhe überragen. Die Kreis mel⸗ ſterſchafte n ſollen am 7. Juli in Lörrach ſtattfinden. 10 000 Meter Bauf und Maratonlauf werden nicht ausgetragen, dagegen kommt neu hinzu eine vier mal 400 Meter⸗Staſſel und eine zehn mal Halbrundenſtaffel. Letztere für Vereine oder Gaumannſchaft. Für den Mehrkampf iſt ein volkstümlicher Sechslampf vorgeſehen. Beim Frauenturnen in Gaggenau einigt man ſich auf einen volkstümlichen Vierkampf. Weſentlich iſt, daß in Zukunft alle Volksturner und Turnerinnen bei Gau⸗ und Krelsfeſten an den allgemeinen Frei⸗ bungen teilnehmen müſſen, andernfalls ſie ihres Sieges verluſtig gehen, Für das Landesturnen 1980 in Mannhenim wird ein volks⸗ bümlicher Fünfkampf vorgeſchlagen Lehrkurſe finden in der nächſten Jett in Singen. Bruchſal und' Bretten ſtatt. Die Vorbereitungen für das geplante Knieblsturnen werden einem beſonderen Ausichuß über⸗ krogen. Auch wurde der Krelsunterausſchuß für Volksturnen neu ge⸗ wählt, dem nun angehören Behr⸗ Heidelberg als Krelsturnwart, Rles⸗ Freiburg, Kußhnmünch⸗Karlsruhe und Doiriung⸗Maunhei m. Gr. * Turnverein 1846 Mannheim— Tbd. Jahn Oggersheim 228(:0) 8 Beide Mannſchaften fanden ſich verhältulsmäßig gut mit den ungünſtigen Bodenverhältniſſen ab, ſodaß ſich in kurzer Zeit ein Flottes Splel entwickelte. Dle Einhelmiſchen halten in der erſten Halbzeit etwas mehr vom Spiel, was durch elnen Trefſer zum Ausdruck kam. In der zwelten Hälfte zog der Vertreter der Kreismeiſterklaſſe alle Regiſter ſeines Könnens und perſtand es, die durch einen Er⸗ fahberteidiger geſchwächte Hintermannſchaft der er dreimal zu Überwinden. Mannheim hält das Spiel aber trotzdem offen und war koch einmol erfolgreich, ſodaß der gut amtlerende Schiedsrichter bein Skonde non din zugunſten der Gäſte das Splel abpfeift, Gegen die pielſtarke Pfälzer Meiſterklafſenmannſchaft bedeutet das gute Abſchnelden der diger ein ſchöner Erfolg. 2. Mannſchoften 21 f 1848; Jugend mannſchaften 05 für Oggersheim 1 Lennie Süddeulſche Tiſchtennismeiſterſchaften Unter regſter Beteiligung der Maingau Spieler begonnen in Fraukfurt die Kämpfe um die ſüdbdeutſche Tiſchtennismeiſterſchaft. Als einziger Ausländer hat der Ungar Szentaiförghi gemeldet, der ſchon am erſten Abend durch einen Sieg über den Frankfurter Neu⸗ mond ſein Können unter Beweis ſtellte. Ueberraſchend wirkte der Sieg des Homburgers Salinger über den Frankfurter Klaſſeſpieler Schwarzſchild mit 18:21, 21:6, 24:22, 21:12. Die gleichfalls zur erſten ſüddeutſchen Tiſchteunisklaſſe gehörenden Spieler de Neufville, Stern und„Ljuſchka“ ſpwie die Wiesbadenerin Frl. Horn und die Frank⸗ furterin Fray Hedwig gewannen ihre erſten Runden. Am zweiten Tage erreichten bei den Herren die Favoriten zum Teil ſchon die Vorſchlußrunde, ſo Salinger, der erſt ſchwächere Gegner, dann die Frankfurter Speer und Patzig abfertigte. Der Ungar Szeutgiförgyt wurde von Walter Stein 21:7, 17:21, 21:17, 15:21, 21115 ausgeſchaltet, weil er trotz guten Spiels nicht ſicher genug war. Der Sieger wird nun gegen ſeinen unter dem Pfeudonym„Efuſchka“ ſpielenden Bruder antreten. Im letzten Viertel unterlag de Neufpille in drei Sätzen gegen Stern, der vorher Roſenbuſch geſchlagen hatte. Bet den Damen kam Frl. Horn auch ins Demifinal. Frau Lefeld ſchlug Frau Leyy 17:21, 22:10, 21:15, 21:11. Unten trug Frl. We ngek keinen leichten Sieg über Frl. Fleck davon und ſchlug daun Frl. Beer, während Frau Hedwig über Frl. Zier triumphierte. Von dex Vorſchlußrunde ab werden die Spiele„feder gegen jeden“ abgeſchloſſen. Vom Gemiſchten Doppel ſind Siege von Frl. Horn/ Beer, Frau Levy/ Rob. Levy, Frau Lefelb/ sjuſchka und Ehepaar Weſtenberger zu nennen. Das Herren⸗ doppel kam über Vorrundenſpiele noch nicht hinaus. Vor den Eubſpielen Wie zu erwarten war, qualifizierten ſich für die Endſpiele der fübbeutſchen Herren ⸗Einzelmeiſterſchaft der Homburger Salinger, die Frankfurter Lluſchka und Stern, ſowie der in Frankfurt anſäſſige Ungar Hedwig. Der Homburger Solinger ſicherte ſich durch einen Steg über Lluſchta in drei Sätzen den erſten Platz und damit den Meiſtertitel mit 4 Punkten ohne Niederlage. An zweiter Stelle plazierte ſich Liuſchka mit 2 Siegen gegen Stern und Hedwig und einer Niederlager gegen Salinger. Die drttte Stelle nahm Hedwig mit einem Steg gegen Stern ein; letzterer blieb ohne Gewinnpunkt. Die moderne Spielart Salingers, der von den vor einiger Zeit in Frankfurt weilenden Engländern am meiſten gelernt hatte, gab den Ausſchlag. Die Damen meiſterſchaft ſicherte ſich die Frankfurterin Frl. Wenzel, die ſie ſchon im Jahre 1925 errungen hatte. mit 3 Sie gen gegen Frau Lefeldt, Frl. Horn⸗Wiesbaden und Frau Hedwig⸗ Frankfurt; letzteres Spiel war bart umſtritten und fiel erſt nach heißem Fünfſatzkampf an die Siegerin. Frl. Horn⸗Wiosbaden ſchien indispontert und mußte ſich hinter Frau Lefeldt mit dem 3. Platz begnügen. An vierter Stelle kam Frau Hedwig ein. Das Herren- boppelſpiel gewannen in ſehr ſchönem Spiel Liuſchka⸗Salinger mit 21:16, 22784, 21:17, 21:13 gegen die Forſthausſtraßen kombination Bruns⸗Theo Schmidt. Das gemiſchte Doppelſpiel fiel verdienter⸗ maßen an Frl Wenzel⸗Schwarzſchild vom Tenntsklub 14, die in ber Schlußrunde verhältnismäßig leicht mit 21714, 21:16, 21:15 über Frau Höſch⸗Salinger ſiegten, nachdem ſie in der Vorſchlußrunde einen härteren Bierſatzkampf gegen Frau Lefeldt⸗Ljuſchks guszufechten ge⸗ habt hatten. Die Herren⸗B⸗Klaſſe gewann Weſtenberger gegen Brunb, die Damen⸗B⸗Klaſſe ſah Frl. Huck über Frl. Bormann⸗ Frankfurt ſiegreich. In der Herren G⸗Kkaſſe blieb Hekberger über Bieuer erfolgreich. Hecken Hocken Tagung in Leipzig Stellungnahme zur Amateurfrage— Gilt They Haag als Berufs⸗ ſpielerd— Die Vorrunde zu den Silberſchilöſpielen verlegt Die in Leipzig abgehaltene Ausſchuß⸗Sitzung des deutſchen Hockey⸗ bundes beſchäftigte ſich in erſter Linie mit den neuen Satzungs⸗ änderungen, die dem an Pfingſten in Kaſſel ſtattfindenden Bundestag zur Beſchlußfaffung vorgelegt werden ſollen. Dieſer ſoll übrigens in Zukunft nur alle zwei Jahre abgehalten werden. Sehr ſorgfältig ging man in der Amateurfrage vor. Sportlehrer und Trainer, die aus ihrer Betätigung bet Vereinen oder Verbänden irgendwelche Ver⸗ mögeusvortetle ziehen, gelten nicht als Amateure, ebenſo Angeſtellte von Vereinen oder Verbänden. Sportlehrer dürſen auch nicht als Schiedsrichter wirken. Bei Annahme dieſer Anträge würde alſo auch der Frankfurter Internattongle, Theo Haag, der als Sekretär vom Frankfurter Golfklub verpflichtet wurde, ſeine Spielberechtigung ver⸗ lieren. Der Amateureigenſchaft verluſtig erklärt werden ſoll ferner, wer gegen Entgelt ſeinen Namen zur Anpreiſung vnd Waren ober Mitteln hergibt, wer gegen Entgelt photographiſche Aufnahmen von ſeiner Perſou veröffentlichen läßt, wer als Berfaſſer ppn Büchern oder Zettungsarttkeln zeichnet, die nicht von ihm ſtammen. Die urſprünglich auf den 17. März anberaumte Vorrunde zu den Silberſchildſpielen wurde auf den erſten Sonntag nach Oſtern, alſo auf den 7. April hinausgeſchoben. Winterſport Heeres⸗Ski⸗Patrouillenlauf im Harz Zum Gedächtnis der Gefallenen des Harzer Skiverbandes ver⸗ anſtal bete bieſer mit Statt und Ziel in Schirke über eine Strecke von 27 Kilometer einen Heeres⸗Ski⸗Patrpulllenklauf. Die Patrpuillen hatten ſeldmerſchmäßig, alſo mit Waffen und Belaſtung anzutreten. Der Sieg fiel an die Patroullle It. Ullrich von den Goslarer Jägern in:28 00 Stunden vor der Patroullle Lt. Heinze vom 2. Batl. Juf.⸗ Reg. 12 Quedlinburg:43:54 Stunden und der Patrpullle Oberläger Wolff(Goslarer Jäger):49:12 Stunden. * Norwegens Eisläufer ſind die beſten Ueberlegener Sieg gegen Finnland f Das bedeubendſte Ereiguls im jährlichen Eisſport, der Länder⸗ kampf im Schnellaufen zwiſchen Norwegen und Finnlaud, kam am Samstag und Sonntag in Helſingfors bei 12 Grad Kälte und ſtar⸗ kom Wind zur Durchführung. Obwohl die Norweger ohne Bollan⸗ grud und Evenſen antraten, zelgten ſie ſich khren finnſſchen Gegnern Überlegen und gewannen im Geſamtergebnis mit 98½ 121 Punkten. Die Ergebuiſſe: 500 Meter: 1. Pederſen⸗Norwegen 45,3 Sek.; 3. Claes Thunberg 45,5 Sek.; 3. Staxrud⸗Norweg. 46,4 Sek.; 4. Bakman⸗Finnl. 46,5 Sek. 1500 Meter: 1. Claes Thunberg:25 Min.; 2. Blomquiſt⸗Finn⸗ land:80,2 Min.; 3. Staxrud:81,2 Min.; 4. Roald Larſen⸗Nor⸗ wegen 283,5 Minuten. 5000 Meter: 1. Blomquiſt 87 54,7 Min.; 2. Steenbeck⸗Finnland 8156 Min; 8 Stoxrud gibs Min.; 4. Larſen 908,0 Min.; 5. An⸗ derſen⸗Norwegen 910,3 Min.; 6. Claes Thunberg 916,3 Minuten. 10 000 Meter: 1. Blomguiſt 18:50,4 Miu.; 9. Steenbeck 18:56,8 Min.; 3. Larſen 19:18,2 Min.; 4 Anderſen 19:27,3 Minuten. * Skiſpringen in St. Moritz f Ein ſh⸗Meter Sprung Auf der Olumpiaſchanze bel St. Moritz traf ſich die Elite der ſchweiszeriſchen Selſpringer. Die Leſſtungen waren zun Teil genz hervnrtagend, alß weitauß beſter Mann erwies ſich Fritz Kaufmann, Grindelwald, der in der erſten Serie 67 Meter, in der zweiten 68 und in dritten ſogar 69 Meter ſprang. Das war der weiteſte Sprung des Tages, von den Richtern mit der Note 19,588 bewertet. Auch Kauf⸗ manns Gefamtnote non 10,000 kommt nicht alle Tage vor, Das Ergebnis: 5 1. Fritz Kaufman n⸗Grindelwald Note 18(87, 68, 89 Meter) 2. Steſan Lauener⸗Wengen Note 18,588(56,60, 65 Meter]: 8. Davis Zogg⸗Aroſa Note 16,088(48, 62, 64 Meter]; 4. Adolf Rubi⸗Grinbel⸗ wald Note 15,694; 5. Schlumpp⸗Wengen 14,222; 6 Willi Dick⸗Büöhmer 18,972. Athletik Auswahlkämpfe für die Europameiſterſchaften im Ringen in Musberg Der Deutſche Athletitverband von 1891 läßt zur Ermittlung ſeiner Kandidaten für die Europameiſterſchaſten im Amateurringer an verſchiedenen Orten Ausſcheidungskämpfe abhalten. In Mus⸗ bera(Württemberg) beſtritten die Bantamgewichtler ihre Musſcheidung. aus der der Einheimiſche Reiber als Sieger her⸗ vorging, ſo daß er Deutſchland bei der Europameiſterſchaft in ber Bantamgewichtsklaſſe vertreten wird. Leuch t⸗Nürnbera errang über Wahl⸗Zella⸗Mehlis einen knappen Punktſieg, Gaubald⸗ Pirmaſens war ſchon nach vier Minuten über Nagel⸗Bitten er⸗ folgreich und Reibe r⸗Musberg bezwang dann Leucht nach 18 Min. durch Hüftſchwung. Gegen Wahl gab Gaubald wegen Verletzung auf, Nagel mußte wegen unreinen Ringens gegen Reiber disqualifiziert werden. Der Endkampf zwiſchen Reiber und Wahl ſah dann Reiber einwandfrei nach Punkten ſiegreich. Demnach ſtellt ſich das End⸗ klaſſement wie folgt: 1. Reiber 1 Fehlerpunkt, 2. Leucht 4 Fehler⸗ punkte, 3. Wahl 6 Fehlerpunkte, 4. Gaubald nach 8 Feßhlervunften aufgegeben, 5. Nagel 8 Fehlerpunkte. Nordbayeriſche Meiſterſchaft im Maunſchaftsringen Um die Nordbayeriſche Meiſterſchaft im Manuſchaftsringen wurde am Samstag ber Rückkampf zwiſchen dem S. C. Maxvor⸗ ſtadt und der Spielvereinigung Sandow ausgetragen. Die Sandower, dle ſchon den Vorkampf mit 1118 gewannen, blieben ouch im Rückkampf mit:7 ſiegreich. Damit iſt aber das Ringen um die Nordbayeriſche Meiſterſchaft noch immer nicht endgültig entſchioden. da Maxnorſtadt ohne den Olympiaſieger Leucht antrat. Dieſer Kampf im Federgewicht muß noch nachgeholt werden. Bei einem eventuellen Punktſieg Leuchts können die Maxvorſtädter zum Sieger im Rückkampf erklärt werden, umſo mehr, als bei der Punktwer⸗ tung im Rückkampf ein Fehler unterlaufen iſt, der ſich bei ſeiner eventuellen Korrektur zugunſten von Maxvorſtabt auswirken kaun. * Sportvereinigung 1884 Maunheim rückt in die Liga auf Nachdem die Sportvereinigung 1884 Maunheim bei den Manw⸗ ſchaftskämpfen des Rhein⸗Necklar⸗Gaues Meiſter im Gewichtheben der -Klaſſe geworden iſt, kümpfte ſie am vergangenen Sonntag mit dem Meiſter des Neckar⸗Elſenz Gaues in Ziegel hauſen um den Auf⸗ ſtieg in die Siga. Bel dieſem Kampfe gelang es wiederum der Sporb⸗ vereinigung 1884 Mannheim Sieger zu werden, ſie ſteigt ſomit in die Liga des Rhein⸗Neckar⸗Gaues auf Leichtathletik Amerikaniſche Hallen meiſterſchaften Nurmi disqualifiziert Die im Newyorker Mabtſon Squgre Garden am Samstag aus⸗ getragenen amerskaniſchen Hallenmeiſterſchaften in her Letchtathletik ſind durch das Eingreifen der amerikaniſchen Leichtathlettkunſon um einen intereſſanten Kampf ärmer geworden. um die Bogegnung Nurmi— Wide in der 2 Meilen ⸗Meiſterſchaft. Die amerikaniſchen Behörden verboten dem finniſchen Weltmeiſter Paavo Nurmi den Start auf unbeſtimmte Zeit, angeblich wegen Vertetzung der Ama⸗ teurbeſtimmungen. Man darf geſpannt ſein, was die Unterſuchung in dieſer Angelegenheit für Material zutage fördern wird. Bei den Hallenmeiſterſchaften ſelbſt. die vor überfülltem Hauſe vor ſich gingen, gab es eine Reibe hervorragender Leiſtungen. Zwei neue Hallenweltrekorde wurden geſchaffen. Der Finne Pure holte im 2 Meilen⸗Hindernislaufen die neue Weltbeſtzeit von 9785, heraus. Der auch in Deutſchland bekannte Amerikaner Schwarz verbeſſerte den Weltrekord von Hirſchfeld⸗Allenſtein im Ku⸗ geſtoßen auf 15,31 Meter. Welter ſtellte der bekannte ame vi⸗ kaniſche Läufer Edwards im Laufen über 600 Nards mit:12 einen neuen amerikaniſchen Rekord auf. Schwedens Meiſterläufer Edwin Wide holte ſich in Abweſenheit Nurmis den Titel eines amertkantſchen Meiſters im 2 Meilen⸗Lauſen in der ausgezeichneten Zeit von:07, obwohl ex erſt am Tage vorher in Boſton über die gleiche Strecke in 9105, einen neuen amerikaniſchen Hallenxekord auſgeſtellt hatte. Schwimmen Turuerſchwimmfeſt in Berlin Spauuende Staffelkämpfe Der akabemiſche Turnverein hatte mit feinem kretsofſenen Wett ſchwimmen im Hallenbad au der Krummeſtraße einen außerordent⸗ lichen Erfolg. Var ſtark beſuchtem Hauſe gab es ſpannende Kämpfe. In den Staffeln zeichneten ſich beſonders die Vertreter ber Dresdener Bank aus, die auch den Hauptwettbewerb, die 10 mal 50 Meter Bruſt⸗ ſtaffal um den Ehrenpreis der Stabt Berlin an ſich brachten. Ueberaus heiß umſtritten war das 100 Meter Bruſtſchwimmen der Oberſtufe, das bis ins Ziel hinein unentſchieden blieb. Die Ergebniſſe: 4 mal 50 Meter Lagenſtaffel: 1. Dresdener Bank 2,19 Minuten; 2. akademiſcher TW. Berlin 2,25,2 Minuten, 4 mal 100 Meter Bruſtſtaffel: 1. A. T. B. Berlin 6 Min.; 2. Turn⸗ gemeinde in Berlin 6,44 Min. 6 mal 50 Meter Staffel: 1. Dresdener Bauk 3,5, Min.; 2. ATV. Berlin 4,083 Min. 10 mal 30 Meter Bruſtſtaffel: 1. Dresdener Bank 6,47 Minuten; 3. Hochbahn Berlin; 8. ATV. Berlin. 100 Meter Nücken Unterſtufe: 1. Baudmann⸗Hochbahn⸗Berlin 1,85 Minuten. 100 Meter Rücken Mittelſtuſe: 1. Kürſchner⸗Waſſerfreunde 120,2 Minuten. 5 100 Meter Freiſtil Unterstufe: 1. Topp⸗Hochbahn⸗Berlin 1,15, nuten. 100 Meter Freiſtil Mittelſtuſe: 1. Steinhauff⸗Berlin 10,8 Min. 400 Meter Freiſtil: 1. Steinhauff⸗Berlin 5,33,3 Min.; 2. Hilde⸗ brand, Turngemeinde in Berlin 7,10 Min. 100 Meter Bruſt Oberſtufe: 1. und totes Reunen: Scheu, ATV. Berlin und Lepke, Aegir ſe 127,1 Min. 100 Meter Seite Mittelſtuſe: 1. Schlickſupp, AT V. Berlin. Springen; 1. Wisbar, BTSch. 41,285 Punkte. Schach Mannheimer Schacherſolge 5 Der Maun heimer Schachklub trug am Sonntag in Bruchſal einen Klubkampf gegen den Karlsruher Schach ⸗ klub auß, den er mit 186% gewinnen konnte. 0 Herausgeber Drucker und Verleger! Drucketet De Haes Neues Mannheimer Aae m d 5 Mannbeim k 8 2 dakteut Kurt Fischen. Nedettenee 50. Voltelt e kuflleton dt en„ Fommunalpolitſt und ggkales 8 4 8 wor, unnd Reues aus aller Welt. Willy Malle de Kurt Ehmen t und alles nebrige: Err uz Kiez— Mnzeigen: Maß Mile neee Montag, ben 28. Februar 1929 Neue Mannheimer Zeitung[Abend⸗Ausgabe Oestern entschlief unerwartet unser lieber Vater, Oroßvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Heinrich Cänshirt Schneldermeister Kurz vor Vollendung seines 74. Lebensſahres. Mannheim, P 3, 11, den 25. Februar 1929 Die trauernden Hinterbliebenen Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 2 Uhr statt. 88366 Am Samstag, den 23. ds. Mis. ist unsere llebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Susamme Gattung Wwe. nach kurzer Krankheit, im Alter von 84 Jahren, sanft entschlafen Mannheim(Rheinbäuserstr.). 24. Februar 1929 Die trauernden Hinterbliebenen: Peter Steinmann, Werlimelster Trau Elisabeih Steinmann Hermann Philipp Steinmann Die Beerdigung findet Dienstag 2 Uhr von der Leichen- halle aus statt 5289 Gott dem Allmächtigen bat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter u. Großmutter, Frau Elisabeih Kühner WWe. * 8 7 am Samstag, den 28. ds. Mts., infolge eines Hirn- f 5 schlages, zu sich abzurufen 5 Mannheim(Holzbauerstr.), den 28. Februar 1929 Die tieltrauernden Hinterblzebenen Die Feuerbestattung fludet am Dienstag nach- mittag 3½ Uhr von der Leichenhalle aus statt Danlesagung Für die uns beim Ableben unseres leben Herrn Ernst Heymann erwiesene Teilnahme, sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Mannheim(F 4. 13), den 22. Februar 1929 Im Namen der Hinterbliebenen: Familie Schiller 5232 Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes und guten Vaters, unseres Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers und Onhals, Herrn Ceorg Boniler Bürstenmacher Der- 8 f 57 1 be f 5 241 g 4 Es. 5 E. 1 7 3, N 8 * 5, —— eue, Nau ſath.- Bürger-,. 05 ta fer aße Hannſermei Le mmneen 7, ee, 2 Seel 1* 1 6 22.5, 2 5s 1 Das Anwesen der„Neuen Mannheimer Zeitung“ in E 6, 2 und E 6, 4/5 1065 qm grog aus dem obigen Lageplan ersichtlich wird Mitte dieses Jahres frei und ist zu vermieten oder zu verkaufen. Im gegenwärtigen Zustande sind die Gebàulichkeiten für Büros und Lagerräume (an zwei Stragen) besonders geeignet. Der Verkehrsmittelpunkt der Stadt ist in 5 Minuten zu erreichen. Straßenbahnen der Linien No. 1, 2, 15, 17 zwischen D und E und zwischen G und H. Nähere Auskunft erteilt Druckerei Dr. Haas-Neue Mannheimer Leitung G. m. b. H. E 6, 2 gage ich hiermit meinen aufrichtigsten Dank. 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