8 * Fsisal äß. Pr. 6. 37. Sprach⸗ dsprax. Dienskag, 12. März 1929 Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatlich.⸗M..— ohne Beſtellgeld. Bei eptl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ forderung vorbehalten. Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe aupt⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R.9511 Baſſermannhaus) Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofſtr.6. chwetzingerſtr. 10½0 u. Meerfeldſtraße 11 Telegramm Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945, 24951, 24952 u. 249538 Beilagen: Sport und Spiel. Aus Jeit und Leben Mannheimer General A Mannheimer Frauenzeitung Unterhaltungs⸗Beilage Witkag⸗ Ausgabe a 3 Pariſer Kumpf um! Wird die Reparationskonferenz eine Einigung erzielen? Paris, 12. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Ge⸗ gen die Gerüchte, daß der Sachverſtändigenausſchuß nicht im⸗ ſtande ſein würde, zu einer praktiſchen Löſung der ihm geſtell⸗ ten Aufgabe zu gelangen, wendet ſich der offiziöſe„Petit Pariſien“: „Die Schwierigkeiten, die ſich aus einem Scheitern der Kon⸗ ferenz ergeben würden,“ ſo ſchreibt das offiziöſe Blatt,„wären viel größer, als die einer Verſtändigung. Das werde ver⸗ anlaſſen, daß alle Anſtrengungen darauf gerichtet ſind, der Kon⸗ ferenz den Erfolg zu ſichern. Die Differenz zwiſchen den alltierten und den deutſchen Zahlen ſei etwas geringer gewor⸗ den, als vor einigen Tagen, obgleich ſie noch ſehr bedeutend er⸗ scheint. Etwa l Milliarde ſei die gegenwärtige Differenz.“ Das Blatt hält es für möglich, daß Dr. Schacht nach ſeinen Beſprechungen mit dem Finanz⸗ und dem Handelsminiſter größeres Entgegenkommen bei den weiteren Verhandlungen über die Höhe der deutſchen Jahresleiſtungen zeigen werde. Im„Echo de Paris“ wird die etwas unklare Mitteilung gemacht, daß die franzöſiſche Delegation ſich zu einem wichtigen Zugeſtändnis bereit gefunden habe.„Die franzöſiſche Theſe“, ſo ſchreibt„Echo de Paris“,„lautet jetzt dahin, daß Frankreich zum mindeſten ſoviel verlangen werde, als es Amerika und England ſchulde und außerdem nur die Hälfte der in den ber⸗ wüſteten Gebieten verausgabten Beträge.“ Schacht kommt heute nach Verlin Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Reichsbankpräſident Schacht trifft heute aus Paris hier ein. Sein Aufenthalt wird, wie bereits gemeldet, nur von kurzer Dauer ſein. Einige Berliner Blätter fühlen ſich bemüßigt, die Reiſe Dr. Schachts als eine Art ſenſattonelles poltitiſches Ereignis zu gloſſieren. Das iſt natürlich völlig abwegig. Herr Dr. Schacht iſt zur Teilnahme an einer Familien⸗ feier hierher gekommen. Daß er die Gelegenheit wahr⸗ nehmen wird, nach ſechswöchtiger Abweſenheit die in Frage kommenden Stellen zu informieren, iſt doch eigentlich ſelbſt⸗ verſtändlich. Das iſt aber auch alles. Man hält in Berlin an dem Prinzip der Unabhängigkeit der Sachver⸗ ſtändigen feſt und gerade von Herrn Dr. Schacht iſt nicht anzunehmen, daß er aus der Reihe tanzen wird. Aeberſiedlung nach Berlin? Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Bürv.) In der„Börſenzeitung“ wird daran erinnert, daß bei den Vorbereitungen für die Reparationskonferenz in Ausſicht ge⸗ nommen ſei, den Tagungsort zu wechſeln und die Verhand⸗ lungen zeitweilig auch in Berlin ſtatfinden zu laſſen. Im Augenblick, wo die Frage der deutſchen Leiſtungsfähigkeit bei der Feſtſetzung der Jahreszahlungen akut würde, wäre es, meint das Börſenblatt, für die deutſchen Sachverſtändigen, wie auch für die anderen Konferenzteilnehmer, von erheblichem Vorteil, wenn die Verhandlungen nach Berlin verlegt würden. Das Material, das zu Unterlagen für die Feſt⸗ fetzung der deutſchen Leiſtungsfähigkeit herangezogen werden miiſſe, ſei in Berlin ſofort da, während es in Paris nicht ohne weiteres und erſt unter Zeitverluſt beſchafft werden könnte. Wir ſind im Gegenſatz dazu der Meinung, daß der genius loci von Berlin den Arbeiten der Konferenz und auch gerade den deutſchen Sachverſtändigen nicht unbedingt förderlich wäre. Berlin iſt die Stadt des lärmenden und ge⸗ ſchmackloſen„Betriebes“, es iſt zugleich der Ort eines dauern⸗ den Lärmens und Vergnügens, wie man es kaum an einem zweiten Platz der Welt findet. Gewiß, man lebt durch⸗ weg über feine Verhältniſſe. Für den Wirtſchaftsſtatus des Sandes wird dadurch nicht das Geringſte bewieſen, aber wie ſoll ntan das den Konferenzteilnehmern begreiflich machen? Die„Börſenzeitung“ meint: Nicht hinter den glanzvollen Lichtfaſſaden der großſtädtiſchen Vergnügungsviertel, ſondern in den oſtdeutſchen Kleinſtädten und Bauerndörfern ſei das wahre Geſicht der deutſchen Wirtſchaft zu finden. Sehr richtig. Aber in Berlin werden ſie doch eben nur dieſe glanzvollen Lichtfaſſaden ſehen und neben ihnen, da man nach Berliner Brauch in gewiſſen Vierteln ſie bald von Haus zu Haus reichen wird, eine private Gaſterei, die ihresgleichen nicht kennt. Vollſitzung der Sachverſtändigen⸗Konferenz In der Vollſitzung der Sachverſtändigen⸗Konferenz am Montag wurde die Beratung über die Funktionen der Reparatlonsbank fortgeſetzt. Dr. Schacht und Sir Stamp erſtatteten Bericht über dieſe Frage. Die Be⸗ ſprechungen erſtreckten ſich auf die Frage der Kapitalbeſchaf⸗ fung, auf den Zuſammenhang der neuen Bank mit den Zenkral⸗Notenbanken und auf die Operationen, die die Bank durchführen könnte. Im weſentlichen beſtand Einvernehmen daritber, daß die neue Bank ſchon wegen der Kreditgewährung ein ziemlich großes Kapital benötigen werde deſſen Beſchaf⸗ fung einige Schwierigkeiten bereiten wird. In der Sitzung ſind dafür ſchon gewiſſe Vorſchläge gemacht und auch erwogen worden. Schließlich wurde das Revel⸗ ſtock⸗Komitee mit der Prüfung der Frage beauftragt, wie das Kapital zuſammengeſetzt und beſchafft werden ſoll. Die übrigen Funktionen der Reparationsbank werden in der Stamp⸗Kommiſion bearbeitet werden. Beide Aus⸗ ſchüſſe werden durch neue Mitglieder erweitert und ergänzt werden. Das Revelſtock⸗Komitee begann ſchon nachmittags ſeine Arbeiten, während das Stamp⸗Komitee zuſammentritt, wenn eine Diskuſſionsgrundlage gefunden worden iſt. Der mit dem Studium der Sachlieferungen beauftragte Unterausſchuß unter dem Vorſitz des Amerikaners Perkins wird weiter be⸗ ſtehen bleiben und am Mittwoch nachmittag zu einer Be⸗ ſyrechung zuſammenkommen. Den Unterausſchüſſen iſt die gemeinſame Aufgabe ge⸗ ſtellt worden, unter Leitung von Stamp ihre Pläne ſo zu ver⸗ ſchmelzen, daß ſie in der Idee der Reparationsbank zu⸗ ſammenfließen. Daraus geht hervor, daß bei der Konferenz Einſtimmigkeit über die Notwendigkeit ihrer Grün⸗ dung beſteht, und daß die Schaffung der Zentralbank geſichert iſt unter der Vorausſetzung, daß eine Einigung über die deutſchen Zahlungen zuſtande kommt. Ueber ein⸗ zelne Funktionen der Neugründung beſtehen noch verſchie⸗ dene Meinungen. Die nächſte Vollſitzung der Konferenz findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr ſtatt. Bis dahin wird Dr. Schacht aus Berlin zurückerwartet. lizeiger Aus der Welt der Technik Wandern und Neiſen Geſetz und Necht Anzeigenpreiſe nach Tarif, dei 1 9 40 1 einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40 eklamen 34.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere He⸗ walt, Streiks e e uſw berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsftand iſt Mannheim. Reichstag und Reichsetat Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Ueber die weitere parlamentariſche Behandlung des Etats macht in Beſtätigung deſſen, was auch wir bereits andeuteten, die„Germania“ noch folgende Angaben: Der Reichstag beginnt am Donnerstag ſeine Arbeiten mit den Etatsvorlagen und zwar mit dem Nachtragsetat für 1928 und dem Etat für 1929. Am Freitag wird in die Debatte auch noch der Notetat für die nächſten drei Monate ein⸗ geſchoben werden. Unmittelbar anſchließend wird der Etat dann den Haushaltsausſchuß beſchäftigen. Da ihm andere dringende geſetzgeberiſchen Aufgaben nicht vorliegen, wird der Reichstag vorausſichtlich bald wieder ſchließen und in die Oſterferien gehen.— Die Kriſe aber bleibt vorerſt in der Schwebe. Eine neue Partei . Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Bürv.) In der„Berliner Börſenzeitung“ leſen wir von einer „Deutſchen Staats partei, die ſich mit dem Pro⸗ grammkernpunkt„Erfüllung der Reichsverfaſſung“ als die „Partei der ſtaatsbejahenden breiten Mitte“ geblldet hätte. Das Programm wolle auf breiteſter Grundlage durch das Zuſammenwirken aller ſchaffenden Stände die deutſche Politik auf geſündere, dem Volksganzen förderliche Baſis ſtellen, der Zerſplitterung entgegentreten und die Zuſammenfaſſung der ſogenannten Splitterparteien in die Wege leiten, im Gegen⸗ ſatz zum Zentrum. 5 Eine Rallitierung der bürgerlichen Parteien in dieſem Sinne, eine„Sammlung zur Mitte hin“, wird bekanntlich von verſchiedenen Seiten betrieben. Auch was die„Front 1929“ und der Jungdeutſche Orden wollen, läuft im Grunde auf dasſelbe hinaus. Aus der Mitteilung der„Börſenzeitung“ iſt leider nicht erſichtlich, worum es ſich bei dieſer„Deutſchen Staatspartet“ handelt und wer hinter ihr ſteht.. Für und gegen die Reparationsbauk 8 London, 12. März.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Der Vorſchlag einer Weltbank zur Verwaltung der Reparatio⸗ nen wird von England mit gemiſchten Gefühlen aufgenommen. Offizielle Londoner Kreiſe lehnen vorläufig jeden Kommentar zu den Pariſer Beſprechungen ab, da dieſe programmäßig un⸗ abhängig von den Regierungen bleiben ſollen. Einen Anhalts⸗ punkt für die engliſche Haltung gewährt jedoch die Infor⸗ mation des Pariſer Korreſpondenten der„Times“ aus „maßgebenden engliſchen Kreiſen“, worunter vermutlich die engliſchen Delegierten der Sachverſtändigenkonferenz zu ver⸗ ſtehen ſind. Darnach komme der vorgeſchlagenen Zentralbank eine weit größere Bedeutung zu, als das aus dem bisher ver⸗ öffentlichten Kommuniqus zu erſehen iſt. Wenn die Bauk ſtark genug ſei, Weltkredite abzugeben, ſo könne ſie auch den geſamten Umfang des Welthandels ſo ſtei gern, daß die Folgen dieſes Steigens den deutſchen Export un ſchäd lich machen werden. Mit der Zeit würde ſogar die Verwaltung der Reparationen nur eine Nebenfunktlon des Inſtituts ſein, während ſeine Hauptbedeutung die ſein würde, daß es ein Zentrum der Zuſammenarbeit aller Staatsbanken zum Zwecke der Belebung des Handels und der Realiſierung des Kredits werde. Möglicherweiſe würde die Bedeutung des Inſtituts für den Weltfrieden eines Tages größer ſein, als die des Völkerbundes. Die Ver⸗ ſuche der Leiter der Notenbanken, eine Zuſammenarbeit des internationalen Kreditweſens herzuſtellen, würden durch die Zentralbank auf größerer Baſis und mit beſſeren Mitteln er⸗ leichtert werden. Man werde finden, daß die Vorbeſprechungen Hinter den Kuliſſen der franzöſiſchen Diplomatie * Paris, 12. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Dem„Echo de Paris“ zufolge, hat ſich der franzöſiſchen diplomatiſchen Vertreter im Auslande in letzter Zeit eine ſtarke Unzufriedenheit bemächtigt. Die Botſchafter und Geſandten im Ausland haben außer ihren Gehältern auch Anſpruch auf eine Entſchädigung für Repräſentations⸗ pflichten. Seit dem 1. Januar wurden jedoch dieſe Entſchä⸗ digungen nicht mehr ausgezahlt, trotzdem die ent⸗ ſprechenden Summen im Budget vorgeſehen ſind und der Außenminiſter bereits zu wiederholten Malen beim Finanz⸗ miniſter Vorſtellungen erhoben hat. Infolgedeſſen ſind die Vertreter Frankreichs gezwungen, für ihre Repräſentatlons⸗ koſten im Auslande Anleihen aufzunehmen und müſſen dafür Zinſen zahlen. Das Bekanntwerden dieſer Tatſache hat in politiſchen Kreiſen große Entrüſtung hervorgerufen. Man fordert den Finanzminiſter dringend auf, dieſem Skandal, der Frankreich unwürdig ſei, ein Ende zu bereiten. Engländer zur Korridorfrage § London, 12. März.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Der Berliner Korreſpondent der„(Times“ ſetzt heute einen Reiſebericht über die deutſch⸗holniſchen Grenzverhältniſſe fort und kommt zu einer ſcharfen Kritik der durch den Korridor geſthaffenen Verhältniſſe. Europa könne ſich nicht mehr lange dem dringenden Pröblem des Kor r doors ver⸗ der Sachverſtändigen in Paris den Grundſtein zu einer weit größeren internationalen Regelung gelegt hätten, als der programmäßige Zweck der Pariſer Konferenz dies andeutete In engliſche Wirtſchaftskreiſen iſt man jedoch keineswegs ſo aptimiſtiſch, wie die Pariſer Information der„Times“ Der diplomatiſche Korreſpondent des„Daily Telegr a ph“ er⸗ fährt, daß in maßgebenden Eitykreiſen ſtarke Kritik an dey Vorſchlägen geübt werde. Namentlich befürchtet man, daß eine mächtige internationale Bank unter Umſtänden unter den Ein⸗ fluß einer Gruppe von Mächten kommen könnte, deren wirt⸗ ſchaftliche Intereſſen denen Englands entgegengeſetzt ſind und die indirekt die engliſche Bankpolitik beeinfluſſen könnte. Belgiſche Bedenken Dem„Temps“ wird aus Brüſſel gemeldet, daß man aufgrund des Berichtes, den die belgiſchen Reparations⸗ ſachverſtändigen Francqui und Gutt über die Arbeiten der Pariſer Konferenz den zuſtändigen Miniſtern erſtattet haben, in maßgebenden Brüſſeler Kreiſen keine ſehr lebhafte Be⸗ geiſterung für den ſehr weitgehenden Plan einer internatto⸗ nalen Bank aufbringe. Man ſei der Anſicht, daß der neue Zentralorganismus nicht ein abſorbierender ſein dürfe. Die Sachverſtändigen könnten möglicherweiſe den Plan weiter prüfen, aber man müſſe auf den allzu weittragenden Ge⸗ danken eines internationalen Bankorganismus verzich⸗ ten, der die Tendenz haben würde, ſich zu entwickeln und anderen ſeine Leitſätze aufzuzwingen. ſchließen. Die Tatſache, daß das gegenwärtige Korridorgebiet in der ganzen Pertode des Aufbaues des europäfſchen Wirt⸗ ſchaftslebens zu Deutſchland gehörte, könne auf die Dauer nicht außeracht gelaſſen werden. Der f Korreſpondent fügt jedoch den diplomatiſchen Ausſpruch hin⸗ zu, er habe während ſeiner Studienreiſe weder die Ueber⸗ zeugung gewonnen, daß der Korridor an Deutſchland zurück⸗ gegeben werden müſſe, noch daß er in polniſchen Hän deu blek⸗ ben ſoll.(2) Die Löſung bezeichnet der Korreſpondent in dem dunklen Satz:„Worauf es ankommt, iſt weniger, wer die Kor⸗ ridorgrenzen verwaltet, als wie ſie verwaltet werden.“ Der gegenwärtige Zuſtand erſcheint dem Korreſpondenten jedenfalls unhaltbar und er betont mehrkach, daß der Korridor den geraden Weg einer Reihe von wichtigen wirt⸗ ſchaftlichen Strömungen durchſchneide, ohne angemeſſene Kom⸗ penſationen für dieſe Unterbrechungen zu bieten. Er betont ferner die hohen Zollgrenzen, die Oſtpreußen von allen Sei ten einſchließen und nach Polen hin abriegeln. Namentlich die Abſchneidung Oſtpreußens von der Weichſel ſet eine der größten Härten der oſteuropälſchen Regelung. Die Regelung dieſer Frage nach der Volksabſtimmung von 1920 ſei nur als eine Farce zu betrachten. * Eine Neuerung Hoovers. Präſtbent Hoover hat den Vizepräſidenten der Vereinigten Staaten, Curtis, einge⸗ laden, in Zukunft an allen Kabinettsſitzungen teilzunehmen. Dieſe Einladung ſtellt eine Neuerung dar; bisher haben die Vizepräſidenten der Vereinigten Staaten, die kraft ihres Amtes auch den Vorſitz im Bundesſenat führen, an den Kabinettsſitzungen nicht teilgenommen. a 2. Seite. Nr. 119 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe Dienstag, den 12. März 1929 Vorarbeiten zur Neichsreform Wie aus Berlin berichtet wird, beginnt der Apparat von] Anregung gebacht, und wirb auch in der weiteren praktiſchen Unterausſchüſſen, der vom Reichsrat oder vielmehr Behandlung höchſtens eine Diskuſſionsgrundlage ſein können. von der Länderkonſerenz zur Durcharbeit der Verfaſſungs⸗ reform eingeſetzt worden iſt, langſam zu ſpielen. Der zweite Unterausſchuß dieſer Konferenz hat wieder eine Sonderlom⸗ miſſtion eingeſetzt, die jetzt ein Referat über die Organiſa⸗ ton der Länder erſtattet hat. Was das Intereſſante iſt, ein einſtimmiges Gutachten. Es iſt gelungen, die Mei⸗ nungen der vier Referenten, die zwar zunächſt nur als Perſön⸗ lichkeiten bem Unterausſchuß angehören, aber doch natürlich ihr Votum nur abgeben werden nach Rückſprache mit ihren Re⸗ gierungen, unter einen Hut zu bringen. Preußen, Sachſen, Württemberg und Hamburg liegen auf dieſem Referat nun feſt. Um das Entſcheidende vorweg zu nehmen, ſy iſt auch dieſer Unterausſchuß zu dem Ergebnis gekommen, daß die Schwierig⸗ keiten nur gelöſt werden können durch eine Auflockerung Preußens, die ſaſt an eine Auflöſung herankommt. Preußen ſoll in ſeinen Provinzen zerlegt werden, die in Zu⸗ kunft die Bezeichnung„Länder“ führen. Die preußiſche Zen⸗ tralreglerung fällt fort. Ihre Beſugniſſe gehen auf das Reſchs⸗ kahin⸗tt iber. f An der Organiſation ber ſüddeutſchen Staaten ſoll nichts geändert werden, weil„hiſtoriſche und politiſche Gründe ihre Selbſtändigkeit ex⸗ heiſchen“. Dagegen hält es der Ausſchuß für eine notwendige Folge der Neuorganiſation, daß die kleineren ſtaatlichen Ge⸗ hilde verſchwinden. Im weſentlichen alſo hat der Ausſchuß die Vorſchläge auf⸗ genommen, die Dr. Luther in ſeinem Bund zur Erneuerung des Reiches entwickelt hat, ohne allerdings ſeine Pläne bis zum letzten durchzudenken, weil hier angeblich die Kompetenz der anderen Ausſchüſſe beginnt. Das ganze iſt wohl auch mehr als 1 8 Staat und Kirche „Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Die „D. A..“ behauptet, daß in den zur Verhandlung ſtehenden Vertragsentwürfen über das Konkordat zwiſchen Preußen und der Kurie das Wort„Schule“ auch nicht ein einziges Mal erwähnt ſei. Man gebenke ſich ſagar damit abzufinden, daß das Konkordat überhaupt nicht„Konkordat“ genannt werde, ſondern„conventio solemnis“ ober ähnlich. Das Blatt tritt gleichzeitig den übertriebenen Aengſten vor einem Kon⸗ kordat entgegen. In der Tat iſt, ſofern man die Schule aus dem Spiel läßt, nicht recht einzuſehen, weshalb Staat und Kirche die ſie be⸗ rlihrenden Rechtsſagen nicht in einer beſonderen Abmachung regeln ſollen. Vortrag der Kraſſin“Leute in Berlin Am Montäg abend hielten in Berlin der Leiter der „Kraſſin“⸗Expedition zur Rettung Nohiles, Profeſſor Samo⸗ ilowitſch und der Flugzeugführer Tſchuchnowſki auf Einladung der Geſellſchaft der Freunde des neuen Rußland und der deutſch⸗ruſſiſchen Geſellſchaft für Kultur und Technik, tinen Vortrag in der Stadthalle, die ſchon lange vor Beginn der Veranſtaltung wegen Ueberfüllung polizeilich geſchloſſen werden mußte, Aufs lebhafteſte begrüßt von den Vertretern der Stadt Berlin und beider peranſtaltenden Geſellſchaften, ſchilderten heide Sprecher die ungeheuren Anſtrengungen, die dieſes kühne Unternehmen im Auftrage der ruſſiſchen Regierung durch⸗ machen mußte, um als Erfolg ſeiner Mühe dann auch durch die Rettung eines Teiles der„Italia“⸗Mannſchaft belohnt zu wer⸗ den, Tſchuchnowſki, der Flieger, erzählte über ſeine Er⸗ fahrungen bei den Erkundungsflügen nach den verſtreuten Gruppen, die ſich infolge der außerordentlich ungünſtigen Wit⸗ terungsverhältniſſe nur unter den allergrößten Schwierigkeiten abwickelten. Profeſſor Samoilowitſch berichtete auch über die Hilfstätigkeit der„Kraſſin“⸗Mannſchaft bei den Ausbeſſe⸗ rungsarbeiten an dem deutſchen Vergnügungsdampfer„Monte Cervantes“, der nur durch die Aufopferungsfreudigkeit der Aaeesens unbeſchädigt wieder den Heimathafen anlaufen onnte. Die Ausführungen der Vortragenden waren von intereſſan⸗ ten Lichtbildern begleitet. Die Gärung in Spanien Paris, 12. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Aus Madrid wird gemeldet, daß es geſtern wieder zu Zu⸗ ſammenſtößen zwiſchen ſtreikenden Studenten und der Polizei gekommen iſt. Die Mehrzahl der Studierenden hat wieder an den Vorleſungen teilgenommen. Vor den Privat⸗ wohnungen Primo de Riveras, des Kriegs⸗ und des Innen⸗ miniſters, veranſtalteten die Studenten lärmende Kund⸗ gebungen. Die Polizei verſuchte die Demonſtranten aus⸗ einanderzutretben. Dabei gab es mehrere Verletzte. Eine Anzahl von Mantifeſtanten wurde verhaftek. Unter ihnen be⸗ findet ſich auch der republikaniſche Führer und ehemalige Deputierte Domingo. Geſtern abend nach Schluß der Theater kam es zu neuen Unruhen. Die Polizei mußte von neuem einſchreiten. Wie⸗ der gab es eine Anzahl Verletzte und es wurden einige Ver⸗ Haftungen vorgenommen. Die Kämpfe in Mexiko Mexiko City, 12. März.(United Preß.] Die Gefangen: nahme des Rebellengenerals Simon Aguirre mit mehreren anderen Offizieren der Aufſtändiſchen auf dem Iſthmus von Tehuantepec im Süden des Staates Vergeruz wird von der Bundesregierung bekannt gegeben. Wie es heißt, ſoll General Aguirre mit den anderen Offizieren vor ein Kriegsgericht ge⸗ ſtellt werden. Die Stadt Torreon, deren Beſitz für die Bundeßregierung von großer ſtrategiſcher Bedeutung iſt, iſt, wie mehrere hier einlaufende Gerüchte beſagen, von den Aufſtändiſchen geräumt worden. Wie offiziell bekannt gegeben wird, haben die Bun⸗ destruppen unter dem Oberbefehl des Kriegsminiſters Cal⸗ les, der die Offensive gegen die Aufſtändiſchen perſönlich leitet, ihren Marſch auf die Stadt Torreon fortgeſetzt, ohne auf Widerſtand durch die Rebellen zu ſtoßen. Allgemein erwartet man, daß die Entſcheidungsſchlacht, die in der Nähe von Torreon vor ſich gehen ſoll, zwiſchen dem General Egzeobar, dem Führer der Aufſtändiſchen, und Expräſident Calles im Naufe der nächſten 24 Stunden ſtattfinden wird. Der Widerhall der Denkſchrift in Berlin J Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Büro.) In den Blättern der Rechten äußert ſich eine ſtarke, bisweilen ſo⸗ gar bis zur inviktiven Lebhaftigkeit geſteigerte Unzufriedenheit mit den Vorſchlägen des heute der Oeffentlichkeit übergebenen Gutachtens zur Reichsreform. Die Herren ſcheinen nur zu üherſehen, daß es ſich zunächſt um Vorſchläge handelt, in des Wortes buchſtäblichſter Bedeutung um eine Denkſchrift, und Gedanken ſollten ja wohl noch immer zollfrei ſein. Das Gutachten iſt dazu da, daß man darüber debattiert. Zu ihm wird ſich im Laufe des April noch, wie wir ſchon mehrfach mit⸗ teilten, ein anderes geſellen, über die Regelung und Sicherung der Zuſtändigkeiten und ihrer Verteilung zwiſchen Reich und Ländern. Hinterher, ſo um Pfingſten herum, ſoll dann die Län⸗ derkonferenz ſelbſt zu den Vorſchlägen Stellung nehmen. Erſt dann wird, wenn überhaupt, die Zeit der Entſcheidungen heranrücken. Wohlgemerkt, wenn überhaupt. Das wird von ber Stärke des Widerſtandes abhängen, denen bei Reich und Ländern die Vorſchläge in der Praxis des politiſchen Lebens begegnen, Wenn darauf hingewieſen wird, daß die Vorſchläge des bis jetzt veröffentlichten Gut⸗ achtens in vielen Punkten mit denen des Bundes zur Er⸗ neuerung des Reiches ſich treffen, ſo iſt das kein Wunder, Wir haben ſchon bei Gelegenheit der Jahresperſammlung des Bundes darauf aufmerkſam gemacht, daß ſich im Laufe des letzten Jahres eine gewiſſe Einmütigkeit, wenigſtens, was die Grundfrage angeht, in der Literatur über die Reichsreform eingeſtellt hat. Im übrigen wird man nicht vergeſſen dürfen, daß einer der Gutachter Hamburgs, Bürgermeiſter Karl Peterſen, zu den Wortführern des Bundes zur Erneue⸗ rung gehört. Dr Dokumentenfälſcher und kein Ende In Bu dapeſt hat die Polizei zwei ſeit mehreren Monaten in einem Hotel wohnende Grundbeſitzer aus Agram bezw. Groß⸗Betſchkerek feſtgenommen. Die Verhaftung er⸗ folgte auf Grund einer Anzeige der ſüdſlawiſchen Geſandtſchaft in Budapeſt, die auf Fälſchungen ſerhiſcher Kriegsentſchädigungsobligationen aufmerkſam machte, Bel der Durchſuchung der Wohnräume der Verhafteten, die durch großzügige finanzielle Transaktionen Aufſehen erregt hatten, wurden zahlreiche Kliſchees von Dokumenten und Wertpapleren beſchlagnahmt, Die Fälſcher, von denen ſich einer übrigens als ehe⸗ maliger Miniſter ausgab, haben ihre größten Teil zugegeben und auch geſtanden, daß ſie mit ausländiſchen Dokumentenfälſchern in Verbindung geſtanden hätten. Die Polizei glaupt, daß ſie einer weitverzweiten inter⸗ natianlen Fälſcherorganiſation auf die Spur gekommen iſt. Echt oder falſch? J Berlin, 12. März.(Von unſerem Berliner Büro.) Die durch die Veröffentlichung des„Utrechter Dagblads“ kompromittierten Regierungen haben das Beſtehen eine s militäriſchen Geheimpertrags geleugnet, und die helgiſche Regierung insbeſondere hat erklärt, es handle ſich um eine Fälſchung. Den hündigen Beweis freilich iſt ſie ſchuldig geblieben und daß die dunkle Affäre in dem Verfahren gegen den ehrenwerten Herrn Frank⸗Heine aufgehellt werden wird, erwartet wohl niemand. Auf der anderen Seite vermag das holländiſche Blatt poſitive Anhaltspunkte für die Echtheit der Dokumente nicht beizubringen. Daß ſie echt ſind, behauptet das„Utrechter Dagblad“ ent⸗ gegen allen belgiſchen Argumenten indes noch heute. Das Blatt weiſt, wie dem„Berliner Tageblatt“ aus Amſterdam gedrahtet wird, darauf hin, daß der Kern der Frage die aggreſſiven Abſichten Belgiens gegen die Nie⸗ derlande bildet und fährt fort:„Dieſe aggreſſiven Abſichten ſind, ſelbſt wenn man die Fälſchung als vorliegend annimmt, unzweifelhaft durch Tatſachen erwieſen. Wir übernehmen nach wie vor für unſere Veröffentlichungen die polle Verantwor⸗ tung und wir wiederholen: Die pon uns veröffentlichten Dokumente ſind echt, Unſere Gewährsmänner werden wir nie und nimmer verraten.“ Faſziſtiſche Generalverſammlung in Rom Rom, 11. März.(Von unſerem römiſchen Vertreter.) Geſtern nachmittag fand in der Königl. Oper die erſte General⸗ verſammlung des faſziſtiſchen Rates ſtatt, die alle fünf Jahre vor neuen Parlamentswahlen einberufen werden ſoll. Von der mit Liktorenbündeln ſymboliſch geſchmückten Bühne ſprach Muſſolini zu dem 500o0köpfigen Auditorium, das die geiſtige Elite des Faſzismus repräſentieren ſoll, Hinter ihm ſaßen die vollzählig erſchienenen Mitglieder der Regierung und des Thronrates und die 400 vom Großen Rat„genehmigten“ Wählerkandidaten. Muſſolini verlas, oft unterbrochen von frenetiſchem Beifall, den Bericht über die faſziſtiſche Aktion der letzten fünf Jahre. Er verkündigte die reſtloſe Erfaſſung des Staates und den völligen Sieg des Einheitsſtaates, der nunmehr gegen alle partikulariſtiſchen Beſtrebungen ge⸗ feit ſei, Er hob hervor, daß die kommende Parlamentswahl als Volksentſcheid über das Regime und nicht als Wahlkampf für utopiſtiſche Programme zu betrachten ſei. Die bisher vom Faſzismus erzielten Erfolge ſeien das beſte Verſprechen für die Zukunft. Er legte auch auf das Wort Frieden einen bedeutungsvollen Akzent. Italien erſtrebe im Intereſſe ſeines wirtſchaftlichen Aufſchwunges den Frieden, wie ihn der all⸗ gemeine wirtſchaftliche Zuſammenhang der Nationen erforder⸗ lich mache. Dann aber folgte eine einſchränkende Bemerkung, die dem ausgeprägten italieniſchen Nationalbewußtſein an⸗ gepaßt iſt, nämlich, daß Italien, wenn ſeine lebenswichtigen Intereſſen gefährdet ſeien, auch zum Kriege ent⸗ ſchloſſen ſei. Bemerkenswert war der offene Hinweis, daß bei der Auf⸗ ſtellung der Kandidatenliſte durch den Großen Rat vor allem die faſziſtentreue Geſinnung des Kandidaten berückſichtigt wurde. Obwohl dieſe mehr ſachliche Berichterſtattung nicht ſo zün⸗ dend wirken konnte, wie andere impropiſierte Reden vor dem Polke, löſte ſie doch ſtürmiſchen Beifall aus. Hierzu trug zweifellos die außerordentlich wirkſame ſzeniſche Aufmachung der Kundgebung bei. Irgendwelche praktiſchen Zwecke hatte die Kundgebung natürlich nicht. Vergehen zum Revolte im Erziehungshaus In der ſtädtiſchen Fürſorgeanſtalt Lindenhof in bor Nähe von Berlin, kam es zu Tumultſzenen, die eine Gruppe von 16 Jugendlichen unter Führung von zwei bis drei ſtare pſychopathiſch veranlagten jungen Leuten verurſachte. In zwei Schlafſälen wurden die Fenſter, das Mobiliar und die Türen demoliert, ſo daß die Polizei herbeigerufen werden mußte. Fünf der Rädelsführer wurden verhaftet. Nach Angabe des Nachrichtenamtes ſeien dieſe Ausſchrei⸗ tungen nicht auf Klagen über die Behandlung und das Eſſen zurückzuführen, ſondern vielmehr von außen herein⸗ getragen worden. ———ů 9 Hotelbrand in Hongkong Sechzehn Todesopfer In Hongkong iſt das„King Edward⸗Hotel“ am Mon⸗ tag durch Feuer zerſtört worden. Außer der Feuerwehr be⸗ teiligten ſich auch britiſche Matroſen an den Löſcharbeiten. Die Zahl der Opfer beträgt ſechzehn. Unter ihnen befindet ſich auch der Kommiſſar der Nanking⸗Regierung für diplomatiſche Angelegenheiten, Dr. Tſchu. Von chineſiſcher Seite wird erklärt, daß die Urſache bes Feuers in Brandſtiftung zu ſuchen ſei. Verkehrsunfälle Die große Oſtſee⸗Fähre geſtrandet Kopenhagen, 11. März. Auf der Fahrt von Korſör nach Nyborg iſt die große däniſche Eiſenbahnfähre, auf der ſich der geſtrige Nachtſchnellzug von Kopenhagen nach Deutſch⸗ land mit 150 Paſſagieren befindet, auf Grund gelaufen, Nach einer amtlichen Mitteilung iſt für die Paſſagtere keine un⸗ mittelbare Gefahr vorhanden, zumal ein Hilfsdampfer und ein Eisbrecher auf funkentelegraphiſche Hllferufe zur Unfallſtelle geeilt ſind. Die Fähre mußte infolge ſtarken Eiſes und des herrſchenden Nebels über den großen Belt mit ſehr geringer Geſchwindigkeit fahren. Als ſie in der Nähe der kleinen Inſel Vreſen in Nyborg⸗Fiord zahlreiche Sandbänke zu paſſieren hatte, lief ſie auf Strand. * s Gebweiler(Oberelſaß), 11. März. Geſtern abend rannte bei Oberhergheim das mit ſieben Perſonen beſetzte Auto des Bäckermeiſters Biſſinger bei dem Verſuch, einem betrunkenen Radfahrer auszuweichen, mit voller Wucht gegen einen Baum. Ein Inſaſſe wurde tödlich, drei andere ſchwer verletzt, Die übrigen kamen mit dem Schrecken davon. Das Auto wurde vollſtändig zertrümmert. Letzle Meldungen Doppelſelbſtmord eines Liebespaares — Dortmund. 11. März. Auf der Eiſenbahnſtrecke Dort⸗ mund⸗Scharnhorſt wurden am frühen Morgen die Leichen einer männlichen und einer weiblichen Perſon furchtbar ver⸗ ſtümmelt aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlungen er⸗ gaben, daß es ſich um einen 16 Jahre alten Lehr⸗ ling Klein aus Brakel und die Hausangeſtellte Wendt aus Neu⸗Aſſeln handelt. Die beiden jungen Leute hatten ſich vor einigen Monaten kennen gelernt. Die Eltern des Klein dul⸗ deten aber den Verkehr des Jungen mit dem drei Jahre äl⸗ teren Mädchen nicht. Aus dieſem Grunde beſchloſſen die bei⸗ den, aus dem Leben zu ſcheiden und ließen ſich in der ver⸗ gangenen Nacht vom Zuge überfahren. Die Lohnbewegung bei der Reichsbahn — Berlin, 11. März, Die Gewerkſchaften der bei der Reichsbahn beſchäftigten Angeſtellten und Arbeiter haben heute ihre Forderungen überreicht. Sie verlangen eine Er⸗ höhung des Grundlohnes um ſechs Pfennige, das einer Be⸗ laſtung der Reichsbahn von 81 Millionen gleichkommt. Orlom wird ausgewieſen — Berlin, 11. März. Der Poltzeipräſtdent hat den vom Verteidiger des Dokumentenfälſchers Orlow geſtellten Haft⸗ entlaſſungsantrag abgelehnt. Orlow wurde mitgeteilt, daß er aus Deutſchland ausgewieſen und unter Bewachung zur Grenze gebracht wird. Ueber den Ausweiſungsbeſchluß will der Verteidiger Beſchwerde beim Innenminiſter einlegen. Schiffsunglück y Paris, 12. März.(Von unſerem Pariſer Verkrgter.) Aus Lorient wird gemeldet: Bel der Ausfahrt aus dem Hafen wurde geſtern ein Schleppdampfer von einem anderen Schiff gerammt und ſank in einem Zeitraum von wenigen Minuten. Die ſechsköpfige Beſatzung war gezwungen, ins Waſſer zu ſpringen und konnte ſich nur durch Schwimmen retten. Ein Matroſe jedoch, der in der Kajüte eingeſchloſſen blieb, ertrank. Ein wild gewordener Stier Paris, 12. März.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Aus Le Creuſot wird berichtet: Beim Ausladen eines Viehtransportes im Bahnhof von Le Creuſot brach ein wild gewordener Stier aus. Er wandte ſich im Galopp der Stadt zu, durchraſte mehrere Straßen und konnte erſt nach langer aufregender Jagd aufgehalten werden. Ueberall auf dem Wege verbreitete das Tier Angſt und Schrecken und richtete Unheil an. Ein alter 74 jähriger Mann, der ſich nicht ſchnell genug in Sicherheit bringen konnte, war das erſte Opfer. Das Tier nahm den Greis auf die Hörner und ſchleuderte ihn in die Luft. Beim Niederwerfen wurde der Unglückliche im Geſicht ſtark verletzt. Dann ſtürzte ſich das wütende Tier, das von einer Schar Poliziſten verfolgt wurde, auf eine Arbeitergruppe und ein Aut o, das ſchwer beſchädigt wurde,. Die tolle Jagd ging bis nach dem einige Kilometer entfernt gelegenen Torey. Unterwegs wurden zahlreiche Fußgänger von dem Tier umgeworfen und verletzt. Schließ⸗ lich gelang es, das Tier, das ſich auf einen Eiſenbahndamm flüchtete, zu ſtellen und durch Revolverſchüſſe zu töten. König Boris in Belgrad — Belgrad, 11. März. Der bulgariſche König Boris traf geſtern auf ſeiner Reiſe nach Jtalien hier ein. Man bringt dieſe Reiſe in Zuſammenhang mit der bevorſtehenden Ver⸗ lobung der Prinzeſſin Giovanna von Italien. Dauernder Aufenthalt Trotzkis in der Türkeir — Konſtantinopel, 11. März. Wie das hieſige Büro der Aſſociated Preß von nicht offizieller Seite erfährt, iſt die tür⸗ kiſche Regierung bereſt, Trotzki die Erlaubnis zu dauerndem Aufenthalt in der Tüfrkei zu gewähren, falls ihm anders Länder die Einreiſeerlaubnis verweigern. N N * n Krenn ended dd den n eee eee ne * e ee ernennen eren eee eee r * * 18 gegeben wird, er ſpürt den wohltätigen Einfluß gegen das Dienstag, den 12. März 1929 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) 3. Sekte. Nr. 119 Der gefährliche Eisgang des Jahres 178“ An dem letzten Pfeiler der Alten Brücke zu Heidelberg er⸗ zählen die dort eingehauenen Zeichen und Jahreszahlen von hohen Waſſerſtänden und ſchlimmen Jahren. Die höchſte Marke heißt 1784; es war jenes Jahr, in dem der hölzerne Oberbau der Brücke„wie ein Federball“ von den eiſigen Fluten fort⸗ geführt und die tief liegenden Gebäude Heidelbergs durch Waſſer und Eis beſchädigt wurden. Auch die Mannheimer Chronik kennt jenen Eisgangim Februar 1784. Schon die Weihnachtstage 1783 hatten hohen Schnee gebracht, dazu eine grimmige Kälte. Der Rhein führte Grundeis, und der Neckar war ſchon mit einer Eisdecke überzogen. Doch der erſte Tag des neuen Jahres brachte Regen und Tauwetter, bei Feudenheim ging das Eis mit Gewalt los, riß in Mannheim die Landungsbrücke am Neckar weg und führte drei Joche der Schiffbrücke nach Sand⸗ Hofen, wo ſie ſpäter im zugefrorenen Rhein gefunden und aus dem Eiſe herausgehauen wurden. Die vielen Krümmungen in den damaligen Flußläufen hinderten den freien Ablauf des Neckareiſes, ſodaß Seckenheim, Ilvesheim und Neckarhauſen durch ihre hohen Ufer nicht geſchützt werden konnten. Der Neckar brach ſich zwiſchen Ilvesheim und Ladenburg Bahn nach Heddesheim, bei Seckenheim drang er gegen Neckarau vor, um dann über die Viehweide(hinter dem Schlachthaus) wieder nach Mannheim zurückzukehren. Aber auch„der Altvater Rhein bezeigte ſich gegen ſein nachbarliches Mannheim“ ſehr un⸗ geſtüm. Von oberhalb brachte er eine ſolche Menge Eis, duß man„auf der Glaeks“ um die Feſtung nicht mehr gehen konnte; die vor der Stadt ſtehenden Gebäude bekamen das Rheinwaſſer durch die Fenſter hinein, die Mühlau geriet trotz des hohen Dammes unter Waſſer, Altripp mußte ſein Vieh in die höher liegende Kirche bringen, bis Hilfe zum Weitertransport nach dem Schwetzinger Relaishaus erſchten. In der Stadt Mannheim glaubte man ſich„nach Lappland“ verſetzt, ſo waren überall Schneehaufen aufgetürmt. Von Eis und Waſſer ſo umfloſſen, befürchtete man die Unterbin⸗ dung in der Zufuhr von Lebensmitteln, und da auch der Rhein⸗ holzhof zugleich von hohem Waſſer überflößt war, ſo wußte man nicht, ob die Holzvorräte in der ſtrengen Kälte nicht früh⸗ zeitig zu Ende gehen würden. Neckar und Rhein trugen auf ihrem Eis die ſchwerſten Laſten, der Verkehr auf dem Eiſe herüber und hinüber war ſo groß, daß er einem Jahrmarkts⸗ trubel glich und Buden mit Eßwaren aufgeſchlagen, ja ſogar eine Kegelbahn auf dem Rhein errichtet wurde. Holzmangel in Mannheim Den ganzen Januar hindurch, bis zum 27. Februar, dauerte die große Kälte an. Der 4. Februar zeigte 14 Grad, am 31. Januar waren ſogar 17 Grad Kälte gemeſſen worden; dazu lag hoher Schnee auf den Landſtraßen, ſodaß die Beifuhr von Holz aus den Wäldern des Neckargebietes nicht durchgeführt werden konnte. Das Waſſer der Flüſſe kam fa infolge des Eiſes nicht in Frage; der Mangel an Brennmaterlal Kohlen wurden damals noch nicht gebrannt— machte ſich immer mehr fühlbar, ſodaß man die tief mit Schnee bedeckten Straßen und Wege„mit beſonderen Werkzeugen“ ebnete und für Fuhrwerke fahrbar machte. In den Schlifferſtädter Waldungen waren gtauſenb Hände“ täglich tätig, Bäume zu fällen, und aus dem Neckartal, wie Lützelſachſen uſw. kamen die Vierſpänner mit alten und grünen Scheitern über den knirſchenden Schnee nach Mannheim gefahren.„Es war ein weidlicher Anblick“, ſchreibt der Chroniſt,„faſt täglich vom Heidelberger Tore bis an den Platz des Schauſpielhauſes eine Menge angereihter vierſpän⸗ niger Holzwagen zu erblicken. Gedachter Platz wurde zum Marktplatz beſtimmt, und der Verkauf geſchah unter Auffſicht des verpflichteten Holzſchreibers.“ Ein„Meß“ des beſten weiß⸗ buchenen Holzes aus der Sternallee bei Schwetzingen kyſtete 5 38 Krz., das grobſcheitige buchene Neckarholz 10 Gul⸗ en. Verheerung der Stadt beim Eisgang des Neckars Ein gutes Zeugnis ſtellt der Geſchichtsſchreiber dem Rhein bei ſeinem Aufbruch aus,„ſchler keinen Zaunſtecken“ hat er uns mitgenommen. Um ſo ſchlimmer ließ ſich der Neckar an, Die Gattin des großen Königs Von Otto R. Gervais 8 Eliſabeth Ehriſtine war eine der menſchlich wertvollſten Geſtalten im Leben Friedrichs des Großen. Nur ihm bedeu⸗ tete ſie nichts, an ihr glitt ſein Blick vorbei; wenige Strahlen 1290 Glanzes fielen auf das freudloſe Daſein ſeiner Ge⸗ mahlin.— Tage in Rheinsberg, Briefe an Voltalre, an ſeine Schwe⸗ ſter, ein Souper à deux, die Goldene Hochzeit,— das ſind die einzigen Zeugniſſe ſeiner Ehe; das iſt alles, was von dieſem unſeltigen Verhältnis übrig blieb. Auf natürliche Weſſe wäre dieſer Bund nie zuſtande gekommen: Intrigen, ein Macht⸗ ſpruch, gefühlsarme Menſchen fügten Unvereinbares willkür⸗ lich zuſammen. Ob zum Glück oder Unglück, danach war ihr Sinn nicht gerichtet; ſie ſpielten Schickſal und ſchufen unend⸗ liches Leid.. König Friedrich Wilhelm, der Vater droht mit Enterbung, Thronverluſt, ewiger Verbannung in Küſtrin, und der Kron⸗ prinz gehorcht und heiratet die älteſte Tochter des Herzogs von Bevern, dieſes„gottesfürchtige Menſch“; für ſein Empfin⸗ den eine unerhörte Zumutung, gegen die er ſich auflehnt, mit Selbſtmord droht, aber der er ſchließlich nachgibt. Am 12. Juni 1735 findet die Vermählung des jungen Paares im Schloß zu Salzdahlum ſtatt. Tränen rollen Friedrich über die Wangen. Die Höflinge ſagten ſpäter, es ſeien Freuden⸗ tränen geweſen.— Friedrich Wilhelm gibt ſeinem Sohn die Herrſchaft Rheinsberg als Hochzeltsgeſchenk. 50 000 Taler wer⸗ den angewandt, um den verwahrloſten Bau in Ordnung zu ſetzen. Endlich— im Auguſt 1736— iſt das Luſtſchloß des jungen Paares fertig. Man kennt zur Genüge die Jahre Friedrichs zu Rheinsberg, die er als die ſchönſten ſeines Lebens bezeichnete. Doch faſt lautlos ſteht ſeine Gattin neben ihm, hinter ihm. Nur wenig Licht von der Sonne dleſer Tage fällt auf Ellſabeth Ehriſtine. Sie begnügt ſich mit ihres Gatten Gegenwart, mit ſeiner kühl⸗liebenswürbigen Höflichkeit, mit ſeiner lachenden Freude, die er unter dieſen auserleſenen, fröhlichen Menſchen empfindet. Der Kronprinz fühlt wohl das Angenehme der Atmoſphäre, das dem Haushalt durch die Bevern⸗Prinzeſſin Weg an Mannheim vorbei nicht nehmen, es zog bogenförmig Wirtshausleben in Ruppin, aber der am Freitag, den 27. Februar an Heidelberg und Neckar⸗ hauſen ſeine„Wut“ ausgelaſſen hatte. In der Nacht weckte ein„ſtarkes Notgelärm“ die Einwohner Mannheims. Das Waſſer des Neckars konnte in dem veretſten Flußbett ſeinen von dem Feudenheimer Brücklein her gegen dle Feſtung, über⸗ flutete die Glaeis und ſiel mit„entſetzlichem Geräusch“ in den äußeren Feſtungsgraben, riß das eiſerne Tor an der Vor⸗ dammung der Heidelberger Torbarriere mit ſolcher Gewalt auf, daß einer der ſtärkſten eiſernen Riegel entzwei brach. Gleichzeitig hatte ſich das Neckareis von dem oberen Teil des Roſengartens bis hinunter an den Rhein losgeriſſen, das dies⸗ ſeitige Brückenzollhaus zur Hälfte mitgenommen, und am Morgen des 28. Februar ſtanden die Straßen und Häuſer rechts und links am Neckartor unter Waſſer, auch die Brücken, und die Zollhäuſer, aus denen die Torſchreiber flüchtig gehen mußten. In das Jammern und Schreien der Kinder und Be⸗ drängten klang unaufhörlich das Geläute der Sturmglocke, die Bewohner der höher gelegenen Stadtteile herbetrufend zur Rettung der Kranken und Schwachen aus den bedrohten Häuſern. Mit Kähnen fuhr man durch die Straßen bis herauf zur Lutheriſchen Kirche in G 5: alle Keller waren mit Waſſer angefüllt, dabei war der Haupt⸗ ſtoß durch das Eis des eigentlichen Neckars noch zu befürchten. Jeder hatte mit dem eigenen Unglück ſo viel zu tun, daß man ſich nicht um die Nachbarorte bekümmern und deshalb auch nicht erfahren konnte, wie weit der Eisgang ſchon gediehen ſei. Bald drängte ſich das Eis von der Viehweide und dem alten Neckar klumpenweiſe heran, häufte ſich, türmte ſich auf, verſtopfte die Durchläſſe, während gleichzeitig der ganze Strom die Käfertaler Chauſſee auf etwa 300 Meter durchriß und einen großen Teil ſeines Eiſes und ſeines Waſſers über das Mannheimer Feld hinter den Gärten über die Käfertaler Weide in den Rhein führte und alles, was ihm in den Weg kam, zerſtörend zur Seite ſchob. Von allen Türmen in den Nachbarorten hörte man das Wimmern der Glocken und den Ruf um Hilfe; aber jeder hatte mit ſich ſelbſt zu tun. Man wußte fa nicht, daß der Hauptſtoß dadurch erheblich abge⸗ ſchwächt worden war, daß in der Nacht zuvor ein großer Teil des Eiſes vom tobenden Waſſer über die Felder getragen worden war, woburch ſeine Kraft gebrochen wurde. Aber die angerichtete Zerſtörung erwies ſich noch immer als furchtbar. Sehr ſtark hatten die Feſtungs⸗ anlagen gelitten, de Felder, die Dämme und Hochſtraßen waren verwüſtet, in den Gärten über dem Neckar waren Bäume, Planken, Geländer, Pumpenſtöcke aus dem Boden geriſſen und fortgeführt. Die vor dem Heidelberger Tore aus den Sumpflöchern und Rheinhäuſergütern erſt 10—15 Jahre angelegten ſchönen Gärten hatten ihre Mauern, Geländer und Gartenhäuschen verloren; ſie wären ganz der Vernſch⸗ tung anheim gefallen, wenn nicht die einige Jahre zuvor er⸗ ſtellte Krappmühle die Eismaſſen aufgehalten hätte. Alles war bis vor das Relaishaug eine Eisflut und ein Eisſee; an der Windmühle(Windmüßhlſtraßel), dem höchſten Platz in der Gemarkung, ſtand das Waſſer, 1,80 Meter hoch. Wäre das Eis des Rheines nicht ſchon abgegangen ge⸗ weſen, ſo hätten die beiden Flüſſe zuſammen die Stadt in un⸗ ſägliche Not gebracht; ſo aber blieben die am Rhein gelegenen Gebiete ziemlich verſchont, ſelbſt das Vieh konnte auf der Mühlau gerettet werden, indem man Pferde und Kühe in die hochgelegenen Wirtſchaftsſäle des ſommerlichen Erholungs⸗ platzes der Mannheimer trieb. Vierzehn Tage ſtand das Waſſer in der Stadt, trotz aller Bemühungen, ihm durch die niedergelegten Feſtungs⸗ wälle einen Abzug zu verſchaffen. Zur Nachtzeit wurden die Straßen mit Pechkränzen beleuchtet, die Bürgerwehr ſorgte für die öffentliche Sicherheit. Aus den Rettungsarbeiten ſeien nur einige Begebenheiten erwähnt. Der Kapitän bes kurfürſtlichen Jagdͤſchiffes ſuchte mit vier Mann nach dem be⸗ drängten Neckarau zu fahren, aber dies war nicht möglich, da die Waſſer⸗ und Eisfluten des Neckars mit ſolchem Un⸗ geſtüm und Wüten und Toben in den Rhein hinabfielen, daß ſich kein Fahrzeug halten konnte. Es wurde ihnen zugerufen, daß auf der Kalſerhütte, der Krappmühle und dem Hirtenhäuschen ſich viele Menſchen in Not befänden Unter großer Mühe und Gefahr ſteuerten ſie ihr Fahrzeug nach der Kaiſerhütte, wo ſtie 82 Menſchen mit Pferden und Kühen auf einem trockenen Platze der Hochſtraße vor dem botaniſchen(Augarten) Garten fanden, denen ſie Lebensmittel zu bringen verſprachen. In der Krappmüßhle fehlte es den dort befindlichen ſieben Perſonen an Brot. Auf der Windmühle hatten mehrere Menſchen Zuflucht geſucht: dieſen war es wegen der guten„Grundfeſte“ des Hauſes nicht bange. Im Hirtenhaus guckte der Hirte mit Frau und Magd zu den Dachziegeln heraus und erſuchten die Retter, ſich eines Mädchens aus Neckarhauſen anzunehmen, das ſchon 24 Stunden auf den Eisſchollen ſich in der Nähe halte Dieſes Rettungswerk gelang den Braven unter großen Ge⸗ fahren. Wohl am ſchlimmſten unter allen Orten der Umgegend er⸗ aing es Neckarhauſen. Hier wurden die Bewohner von Waſſer und Eis umringt, daß ſie nur mit Nachen gerettet werben konnten; aber Fahr⸗ zeuge und Retter fehlten. Gegen Mittag ſetzte ſich das Eis von Wieblingen her wie ein Gebirge in Bewegung; noch war aber das Eis unterhalb Neckarhauſen nicht abgegangen und gegenüber in Ladenburg türmte ſich das Eis haushoch auf. Zugleich brachten die Fluten das noch größtenteils zuſammengeſochte Gebälke der Heidelberger Brücke, dazu viele Holländerſtämme und die Trümmer der großen Heidelberger Rangſchiffe. Alle dieſe Hinderniſſe häuf⸗ ten ſich bei Ladenburg an und drückten den Strom gegen Neckarhauſen, wo in wenigen Minuten 35 Häuſerxr un d 25 Scheunen weggeriſſen wurden, daß nicht einmal eine Spur der Grundmauern übrig blieb. 13 Perſonen fanden ihren Tod in den eiſigen Fluten. Auch Secken⸗ heim hatte viel zu erdulden. Der erſte Einbruch des Waſſers kam von Neckarhauſen über die Weide her und ging im Bogen durch Ilvesheim, der zweite ſtürzte in die Mitte des Ortes, der dritte weiter oben auf den Ort herüber. Trotz⸗ dem das Eis von ben Fluten fortgeriſſen war, ging ein reißender Strom durch das ganze Dorf, vor des Schulzen Haus vorbei, durch Häuſer und Höfe, als wenn es der ganze Neckar geweſen wäre, mit entſetzlichem Toben und Rauſchen. Die unteren Häuſer waren his an das Dach unter Waſſer und Eis. Vorſichtigerweiſe war faſt alles Vieß beizeiten nach Schwetzingen getrieben worden, wo es gefüttert wurde.„Was noch weniges an Pferden und Rindvieh im Ort zurückgeblieben war, ſtand bei den Menſchen auf den Speichern.“ Als das Gewäſſer noch immer zunahm, verfügten ſich dieckin⸗ wohner nach Friedrichsfeld und Schwetzingen, welche Orte Wagen und Pferbe geſchickt hatten. Es ölteben keine 80 Menſchen im Dorfe; auch von Heidelberg und Mannheim kam Hilfe. Gräßlich ſah es aus, wie der Neckar über die Weide ins Feld ſtürzte, gleich als wenn ſich der Erdball dar⸗ itber hinwälzte. In der Mallau gegen Neckarau zu, ſchwam⸗ men einige Menſchen auf den Eisſchollen, elner war auf einem Weibenbaum. Man konnte ihnen keine Hilfe bringen. Auf der Neckarhäuſer Weide lag der größte Teil des Heidelberger Brückengehölzes, ganze Speicher mit der darin befindlſchen Frucht und unzählige andere Trümmer. 5 Auch Ilvesheim, Feudenheim und Neckarau wurden ant mitgenommen, nicht zu nergeſſen die Ortſchaften obertzalb Heidelberg und Heidelberg ſelbſt, wo man auf dem Marktplatz mit Nachen fahren konnte. Nur die zwet oberſten Stufen der Staffel an der Heiliggeiſt⸗Kirche waren von Waſſer frei, das Waſſer reichte bis an das Rathaus, und die Hauptſtraße. Der Strom trieb hier in der Schiffgaſſe ein großes Schiff die Straße herauf und legte es quer über die Hauptſtraße, ſo daß das Vorderteil auf der Hausmauer des Metzgermeiſters Marz auflag. Den hölzernen Oberbau der gedeckten Brücke hat das Eis wie„einen Federball“ weggeſchoben und davongetragen. Groß war auch hier das Elend und die Zerſtörung. Der uns die„umſtändliche Beſchreibung“ der großen Not hinterlaſſen hat, iſt E. F. Deurer bei der Kurfürſtlichen Akademie der Wiſſenſchaften; nur einen kleinen Ausſchnitt aus den Miktei⸗ lungen trüber Zeiten vermögen wir hier zu bringen, aber auch die ſchweren Tage voll Elend und Kummer dürfen wir in der Geſchichte unſerer Heimat nicht vergeſſen. 5 8. J. Gun d. ſie. Nur zögernd und klanglos ſpricht er ſie mit„Gnädige Frau“ an; ſie, die ihn liebt, die ihr Leben für ein Gedicht aus ſeiner Feder laſſen würde, die von Tag zu Tag auf ein inniges Wort aus ſeinem Munde harrt und die ſich nur durch die Hoffnung aufrecht hält, daß eine Stunde kommt, die ihm den Weg zu ihr weiſen wird. Noch glaubt ſie ja an die Ueber⸗ windung von Friedrichs gekränktem Stolz, und unermüdlich arbeitet ſie daran, ſich geiſtig zu vervollkommnen, denn ſie merkt den Abſtand, der ſie von ihrem Gatten trennt. Jede Stunde nützt ſie, um ſich ihm geiſtig zu nähern, um ſeiner würdig zu werden. Er aber ſieht nichts, will und kann nichts ſehen. Blendendes, Eroberndes beſitzt Eliſabeth Chriſtine nicht; weder in der Erſcheinung noch in ihrem Weſen. Aber Friedrich hat ſich auch kaum nur von Aeußerlichkeiten in ſeinem Ver⸗ halten zu ihr beſtimmen laſſen. Es iſt jener geheime Schwur, wie er aus einem früheren Brief an Grumbkow hervorgeht und den er konſequent befolgt:„Mein Wort halte ich; ich heirate. Aber nachher, iſt die Hochzeit vorbei: Guten Morgen, gnädige Frau, glückliche Reiſe!“— Eines Tages ſitzt man in Gruppen zuſammen; trifft Ver⸗ abredungen für den Abend; Briefe fliegen hin und her. Man ſchreibt ſich kleine, zärtliche, koſende Billets, wenn zwei ſich etwas zu ſagen haben, das die übrigen nicht hören ſollen. Dieſe Einrichtung iſt eine von jenen ſüßen Tändeleien, die Rheins⸗ berg erfunden hat. Friedrich richtet an„Finette“, an die reizende Tettau, einige ſehr deutliche Worte. Er ruft den Pagen, übergibt ihm den Brlef zur Beſtellung. Es ſind nur ein paar Schritte bis zur Adreſſatin. Hat nun der Page ſich im Wink geirrt oder die Aufſchrift nicht richtig geleſen,— jedenfalls übergibt er Eliſabeth Chriſtine den Brief Frieb⸗ richs. Sie errötet in freudiger Erregung, will ihn öffnen, doch da ſtürzt der Prinz, der die Szene beobachtet hat, hervor, reißt das Papier aus den Händen einer Gemahlin, verſetzt dem Pagen einen wütenden Tritt und reicht Finette den Brief. Die Kronprinzeſſin ſteht ſtarr; ihre leere Hand ſinkt herab; die Geſellſchaft verſtummt. Der Kronprinz will den Salon verlaſſen, da läuft ihm Finette nach, reißt ſeinen Brief in Fetzen und ſchleudert ihm dieſe vor die Füße. Die Stille wird unheimlich. Dem Prinzen fällt ein, daß er ſich woßl ſehr hat gehen laſſen; er verbeugt ſich vor ſeiner Gattin: Das iſt alles. Die Frau vor ihm lächelt nur; ihre in⸗ brünſtige Liebe hat dieſe Brutalität ſchon verziehen. Bewun⸗ dernswert iſt ihre Beherrſchung; keine Klage wird laut, keine Träne erlöſt das weinende Herz, „Madame, ich bitte um Verzeihung.“ Darin liegt der Hohn dieſer Ghe, die ein lebenslanges Entſchuldigen war. Ein Verzeihen für Friedrichs abgewandtes Leben von ſeiner Frau, für die Verkennung eines wertvollen Menſchen, für den grau⸗ ſamen Schmerz des Entbehrens, Verſagens und Verzichtens. Nie hat dieſe Frau ihm ein Unrecht getan, und doch glaubte er ſte zur Büßerin für eine erzwungene und verpfuſchte Ehe machen zu müſſen, ſie zur Verzweiflung zu treiben. Und häte er ihr nur einmal ein herzliches Wort geſagt, ſie nur einmal innig berührt, dann hätte dieſes Glück für Eliſabeth Chriſtine eine Hoffnungswelt bedeutet. Aber ſtets iſt ſein Blick an ihr vorüber geglitten, nie hat er auch nur einmal in die Augen ſeiner Gattin geſchaut. f Sie hilft ihm im Kriege, ſtürzt ſich für ihn in Schulden, wird zur harmloſen Lügnerin, um ihm keinen Grund zur Un⸗ zufriedenheit zu geben. Furchthar aber iſt ihr Martyrium, als ſie erfährt, daß Friedrich feſt gewillt iſt, ſie nicht anzurühren, ſie nicht zur Mutter zu machen, weil er ſein Gefühl gegen dle Natur nicht verleugnen kann. Der Leidensweg beginnt erſt mehr den Thron mit ihr teilt. Sie darf nur als„regierende Königin“ hervortreten, wenn Zeremonien und offizielle Au⸗ läſſe dies erfordern. Einſam wartet die Frau in Schönhauſen auf ihren König; wartet vergeblich, längſt hat er ſie auf⸗ gegeben. Nicht die geiſtige Geringſchätzung trennt Friedrich von Ellſabeth Cheiſtine, auch nicht körperliches Mißfallen, denn er erkannte ihre Schönheit ſpäter an! es ſind andere Gründe da, die dieſe tote Ehe erklärlicher machen. Ein Vorurteil, das aus dem Zwang zu dieſem Bund entſpringt, der Königin frommes Weſen, das ihm verhaßt ſein muß, ihre hausfrauliche, in ſeinen Augen ſpleßbürgerliche Art. Sie iſt keine Kameradin für ſein ereignisſchweres Leben, kann ihm nicht folgen. Sie iſt gut für dieſe Welt, mit ber er ſich herumſchlagen muß Eine Mara Thereſia, eine Katharina oder Pompadour ſind keine Gegner „Madame, ich bitte um Verzeihung Dem Volke unbekannt dann, als Friedrich König wird und ſie glaubt, daß er nun⸗ für ſte, die mit Gebeten kämpft. So bleibt ſie eine Königin des Zeremoniells, der Paraden und gütigen Mildtstiakelt 4. Sekte. Nr. 119 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Dienstag, den 12. März 1929 Stäoͤtiſche Nachrichten Das Neckareis kommt! Dieſer Alarmruf, der geſtern nachmittag die Stadt durch⸗ eilte, ſetzte Tauſende in Bewegung. Es wären ſicherlich noch viel mehr geweſen, wenn die Kunde von dem Ereignis die geſamte Einwohnerſchaft erreicht hätte. Am größten war der Andrang auf der Friedrichsbrücke. Hier ſtanden noch Hun⸗ derte und ſchauten hinab zum Neckar, als nur noch wenige Eisſchollen als Nachzügler vorbeilrieben. Einen ag randio⸗ ſen Anblick gewährlen die Eismaſſen von der Ried⸗ bahnbrücke aus. Hier trafen wir zufällig gegen 6 Uhr zwei Beamte des Rheinbauamtes, die uns mitteilten, daß die Spitze des Eiszuges um.45 Uhr die Brücke erreichte. Nach zuverläſſiger Schätzung iſt geſtern nachmittag eine Million Kubikmeter Eis an Mannheim vorbeigezogen. Es handelte ſich um ein Schol⸗ lenfeld von 12 Kilometer Län ge, das ſich vorgeſtern zwiſchen Heidelberg und Neckargemünd feſtgeſetzt hatte und, wie gemeldet, geſtern nachmittag gegen halb 3 Uhr in Heidel⸗ berg abzutreiben begann. Kurz nach 6 Uhr traf auf der Riedbahnbrücke die Nachricht ein, daß der Schluß der geſchloſ⸗ ſenen Etsmaſſen Ladenburg paſſiert hatte. Wir waren infolge⸗ deſſen gerade noch rechtzeitig gekommen, um den Höhepunkt des überwältigenden Schauſpiels zu erleben. Man muß in Superlativen ſprechen, wenn man den An⸗ blick ſchildern will. Man ſtelle ſich den Neckar vor, als er vollſtändig zugefroren war. Dieſe geſchloſſene Eisfläche ſetzt ſich plötzlich in kompakter Maſſe, lückenlos, in Bewegung. Aber das Vorübergleiten dieſes Rieſenbandes dauert nicht etwa nur einige Minuten, ſondern 2 Stunden. In voller Breite — es ſind 70 Meter— ſchiebt ſich die ungeheure Eismaſſe vor⸗ wärts, nur an den beiden Uferrändern einen ſchmalen Strei⸗ fen freilaſſend, in dem ſich die das geſchloſſene Feld begleiten⸗ den Eisſchollen drehen und wenden, um ſchließlich von dem ſchmutzigbraunen Waſſer weitergeſchickt zu werden. Manche Scholle wird auch ans Ufer geworfen. An verſchiedenen Stel⸗ len liegen, wie wir feſtſtellen, mächtige Stücke vier⸗ und fünf⸗ fach übereinander. Eigenartig iſt der Eindruck, wenn man vom Brlickenſteg aus hinunterblickt. Man glaubt, die Brücke bewege ſich vorwärts und die Eismaſſe ſtehe ſtill. Eine op⸗ tiſche Täuſchung, die bald Schwindelgefühl erregt. Der Neckar iſt ufervoll geworden. Teilweiſe hat er das ſtadtſeitige Vorland zwiſchen Riedbahn⸗ und Friedrich⸗Ebertbrücke bis zum Damm überflutet. Die Neckarpromenade iſt begreiflicherweiſe ſehr belebt. Aber es iſt kein Maſſenverkehr. Der Eisgang hätte 24 Stun⸗ den früher eintreten müſſen. Dann wäre ſicherlich die ge⸗ ſamte Bevölkerung auf den Beinen geweſen, um ein Ereignis zu erleben, von dem man in vielen Jahren noch erzählen wird. In der Nähe des Amieitiaheimes glauben einige junge Burſchen ihre Waghalſigkeit dadurch zeigen zu müſſen, daß ſie über die Eisſchollen, die an dieſer Stelle das Neckarvorland bedecken, bis zum Uferrande klettern. Auf einer der Brücken hätten ſie es bequemer haben können. Aber man muß eben zeigen, daß man gern Hals und Beine bricht. Ein älterer Mann macht es den jungen Burſchen nach. In ſeiner Begleitung befindet ſich eine ältere Frau. Mühſam balanzierend turnen ſie hinüber. Aber ſie gelangen zu den Burſchen, die ſich damit„vergnügen“, mit Eisſtücken das Schollenfeld zu bombardieren, ohne auszugleiten und zwiſchen die Schollen ins Waſſer zu geraten. Etwas unterhalb treiben ſich ſogar dret Schulbuben auf den Eisſchollen des Vorlandes herum. Man muß ſich wirklich wundern, daß bet einer ſolchen Waghalſigkeit, die doch ſo völlig unmotiviert, ſinnlos iſt, nicht mehr Unglücksfälle vorkommen Als wir auf der Friedrich⸗Ebertbrücke ſtehen, werden ſchon die Lichter angeſteckt. Hier weiſt das Eisfeld ſchon große Lücken auf. Und als wir um 7 Uhr die Friedrichsbrücke erreichen, treiben nur noch einige Schollen vorüber. Das großartige Na⸗ turſchauſpiel iſt zu Ende. Sch. * Die Treppe hinuntergeworfen wurde geſtern in einem Hauſe der Kleinfeldſtraße ein 22 Jahre alter Former. Der junge Mann wurde mit Verletzungen am Kopf in das ſtädtiſche Krankenhaus eingeliefert. Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiert am heutigen Dienstag Herr Wilhelm Linecke mit ſeiner Ehefrau Anna geb. Henninger, Viehhofſtraße 28. E. Verlängerung der Auguſtaanlage Anlage eines Platzes am Schnittpunkt der Auguſtaanlage mit der Seckenheimer Anlage Zur Fortführung der Oſtſtadterweiterung ſoll die Auguſta⸗ anlage in gerader Linie über die Sickenheimer Anlage hinaus zunächſt bis zum Ausgangspunkt der projektierten Autoſtraße Mannheim Heidelberg verlängert werden. Die von der Be⸗ bauung ausgeſchiedene Dreiecksfläche zwiſchen Auguſta⸗ anlage, Seckenheimer Anlage und öſtlicher Bebauungsgrenze iſt als Verkehrsplatz vorgeſehen, der nach Aufſchließung f des Gebietes öſtlich der Seckenheimer Anlage zu größter Be deutung kommen wird. Auguſtaanlage und Platz ſind durch⸗ ſchnittlich 2,5 Meter hoch anzuſchütten; die einzubauenden Straßenkanäle werden dem zukünftigen Bedürfnis für die Weiterführung der Oſtſtadt entſprechend bemeſſen. An Straßenbefeſtigung ſoll vorläufig nur das Notwendigſte aus⸗ geführt werden und zwar zunächſt nur die Auguſtaganlage ſelbſt mit ihren beiden Fahrbahnen und den Gehwegen, ſowie die Straßen und die Gehwege vor dem Haupteingang zur Ausſtellung und ein Autoparkplatz daſelbſt. Nach der Koſtenzuſammenſtellung entſteht ein Aufwand von 485 000 RM. Die Arbeiten ſollen— ſoweit möglich als Notſtandsarbeiten ausgeführt werden. Sie ſind hierzu ſehr geeignet, weil es ſich um größere Auffüllungs⸗ und Einebnungsarbeiten handelt. Bei etwa 550) Tagewerken kann mit einem verlorenen Zuſchuß von 16 500 und mit einem Darlehen von 33 000, zuſammen mit 49 500 RM. aus Mitteln der wertſchaffenden Erwerbsloſenfürſorge gerechnet werden. Für Geländeerwerb entſtehen keine Koſten, da durchweg ſtädtiſches Gelände in Frage kommt. Da auch das angren⸗ zende Gelände reſtlos in ſtädtiſchem Beſitz iſt, entfällt ein Straßenkoſtenbeizugsverfahren. Ein entſprechender Antrag liegt dem Bürgerausſchuß für ſeine nächſte Sitzung am kommenden Freitag zur Ge⸗ nehmigung vor. Der Aufwand von 485 000 Mk. iſt aus An⸗ lehensmitteln zu decken. 1 * Ein ſchwerer Motorradunfall ereignete ſich geſtern vor⸗ mittag in der Neckarſtadt in der Nähe der Brauereien. Als der in unſerm Betriebe beſchäftigte Maſchinenſetzer Eckert, mit ſeiner Frau vom Grabe des auf dem Ehrenfriedhof ruhenden Bruders kommend, ſich in der Nähe der Einfahrt der Durlacherhof⸗Brauerei befand, wurde Frau Eckert plötzlich von einem Motorradfahrer, der offenbar die Herrſchaft über die Maſchine verloren hatte und infolgedeſſen auf den Gehweg geraten war, von hinten angefahren und zu Boden geſchleudert. Frau Eckert trug einen komplizierten Unterſchenkelbruch und eine Quetſchung des Ober⸗ ſchenkels davon. Ein glücklicherweiſe bald die Unfallſtelle paſſierender Arzt leiſtete die erſte Hilfe und ordnete die Ueber⸗ führung der Verunglückten, die außerdem ſchwere Geſichts⸗ verletzungen davontrug, ins ſtädtiſche Krankenhaus an. Frau Eckert, die ſofort operiert werden mußte, war heute früh noch bewußtlos. Der Motorradfahrer, ein Mann in den Zoer Jahren, der ebenfalls ſtürzte— das führerlos gewordene Rad riß dann Frau Eckert um— kam mit leiteten Hautabſchür⸗ fungen davon. Er fand ebenfalls Aufnahme im ſtädtiſchen Krankenhaus. * Wechſel in der Leitung der badiſchen Gendarmerie. Ab 1. April iſt Regierungsrat Jung zum Gen darmerie⸗ oberſtleutnant im Miniſterium des Innern ernannt worden. Der höhere Gendarmerieführer im Miniſterium des Innern hat zugleich die Dienſtgeſchäfte des Gendarmexieoffi⸗ zters im Landeskommiſſärbezirk Karlsruhe und Freiburg wahrzunehmen. Die Zahl der Gendarmerieoffiziere wird da⸗ mit in Baden von 5 auf 3 verringert(Karlsruhe, Man n⸗ heim und Konſtanz). Regierungsrat Jung, aus der Marine hervorgegangen, gehört dem badiſchen Polfzeidienſt ſeit Anſang 1920 an. Er war zuletzt Sachbearbeiter für Gemeindepoltzei und Polizeitechnik. Als ſolcher unterſtand ihm auch die tech⸗ niſche Leitung des Polizeifunkweſens. Jung war badiſcher Re⸗ gierungskommiſſar für die große Polizeiausſtellung Berlin 1926. 5 * Preußiſch⸗Süddeutſche Klaſſenlotterie. In der geſtrigen Vormittags ziehung wurden an größeren Gewinnen gezogen: zwei Gewinne zu je 10 000% auf die Nummer 48 837, vier Gewinne zu je 5000“ auf die Nummern 146 010, 322 661, zehn Gewinne zu je 3000% auf die Nummern 20 251, 52 616, 74 765, 178 663 und 299 791. In der Nachmittags⸗ ziehung: vier Gewinne zu je 3000“4 auf die Nummern 63 500, 164 782.(Ohne Gewähr.) eine „Staatsprüfung für den mittleren techniſchen Dienſt im Tieſpanweſen. Die Nachgenannten haben die im Februar ab⸗ gehaltene Staatsprüfung für den mittleren techniſchen Dienſt im Tiefbauweſen beſtanden und hierdurch die Berufsbezeich⸗ nung„ſtaatlich geprüfter Baumeiſter“ erlangt: Bauer, Walter, Franz, aus Hilsbach; Eiſinger, Georg, aus Heidelberg⸗Kirch⸗ Fehrenbach, Albert, aus Pforzheim; Franke, Fritz, aus Holdenſtedt; Glatz, Anton, aus Blumberg; Glück, Franz, ous Haag in Bayern; Haas, Hugo, aus Sinsheim a. d. Elſenz; Heuß, Kaſtmir, aus Konſtanz; Hock, Willi, aus Hain i. Speſſart; Jo kobi, Heinrich, aus Heidelberg; Niedecker, Rudolf, aus Bröl i. Rheinland; Oeder, Heinrich, aus Durlach; Sauer, Friedrich, aus Grimmelshofen; Traut, Helmut, aus Rinklingen. heim; Film⸗Runsſchau Ufa⸗Theater: Wo die Alpenroſen blühn Aus dem Titel zieht man gewiſſe Schlüſſe auf Len Charakter des [Films. Und wenn man gar den Untertitel lieſt:„Ein Lied der Liebe uns der ſucht aus den Bergen in ſieben Akten“(— man denke: ein Lied in ſieben Akten), dann erwartet man nicht viel mehr als reichliche Portion Sentimentalität. Aber man bekommt dann doch mehr vorgeſetzt, erheblich mehr. Vor allem Aufnahmen, die wohl ausnahmslos als erſtklaſſig bezeichnet werden müſſen, mit einer präch⸗ Tig kontraſtierenden Abſtimmung, der Töne, wie man ſie nicht oft zu ſehen bekommt. Die Handlung arbeitet gern mit dem bewährten, etwas verſtaubten Inventar des mittelmäßigen Dramas: Der reiche Bauer, die ebenſo ſchöne wie arme Magd(Gritta Ley). Sie trägt „ſchwere goldene Flechten“— das einzige, was etwas ſtört. Man hat ſich dieſes Anblicks ſo entwöhnt, daß man ihn ſchon als äſthetiſchen Mangel empfindet. Mit einer friſchen natürlichen Keckheit gibt Hanns Beck⸗⸗Gaden, der auch Regie führt, den Wildhofbauern. Er kommt in der Handlung zunächſt ſchlecht weg. Er will die dralle Großwirtin(Emmy Kronberg) heiraten und ſpielt nur mit der ſüßen blonden Almreſerl. Das iſt nicht nett von ihm. Zudem kann er, der Großvater, das Wildern nicht laſſen. Und gerät auf dieſe Weiſe mit dem etwas eitlen Jäger Bertl(Joſef Maurer) zu⸗ ſammen, der ebenfalls mit der Großwirtin und der Reſerl flirtet. In der Nacht ſchießt er den Bauern der den gewilderten„Kapitalen“ ſortſchafft lahm. Reſerl rettet den Verwundeten, ziert ſich noch eine Weile— ſie hat ſchon ihren Stolz— und ſchließlich endet alles nicht nit dem ſonſt ſo beliebten, als Filmſchluß aber etwas faden Kuß, ſon⸗ dern mit einer eingehend geſchilderten Baueruhochzeit. Fazit: Man verſucht eigene Wege zu gehen; es gelingt nicht immer, aber der Zu⸗ ſchauer iſt ſchon für den Verſuch dantbar. Man ſpielt zudem meiſt mit einer ſympathiſchen, ſchlichten Natürlichkeit.(Nur die Reſerl— ſie hats ja auch gar zu ſchwer— verfällt ein oder zweimal in die Sentimentalität des Titels). Aber das bleibende, um es noch einmal zu ſagen, ſind die Bilder. 1 Partei⸗Nachrichten Im Bezirksverein Oberſtadt der Deutſchen Volkspartei be⸗ faßte ſich Stadtrat Vath mit kommunalpolitiſchen Fragen, die einen intereſſanten Rückblick und Ausblick auf Mannheimer Verhältniſſe gaben. Der Vorſtand ſetzt ſich zuſammen aus den Herren: Stadtober⸗ baurat Paul Lang, 1. Vorſitzender, Regierungsbaumeiſter Friedrich Hoffmann, ſtellv. Vorſitzender, Beiſitzer die Herren: Heßner, Schönfelder, von Richthofen und Frau Alice Hoffmann. Der Bezirksverein Rheinau hielt ſeine Bezirksverſammlung im Reſtaurant zum Ratskeller ab. Nach den Begrüßungsworten von Stadtrat Vath ſprach der Referent Stadtrat Rektor Haas über die kommunalen Fragen der Stadt Mannheim, im beſonderen mit dem neuen Etat, deſſen Ausgaben⸗ und Einnahmenſeite großes Inter⸗ eſſe bei den Anweſenden fanden. Nach einer regen Ausſprache wurde der Bezirksvereinsvorſtand neu gewählt: Spenglermeiſter Johannes Schäfer, 1. Vorſitzender; Kfm. Georg Schulze, ſtellv. Vorſitzen⸗ der, Beiſitzer die Herren: Seipp und Vath. l 5 Im Tatterſall fand die Bezirksvereinsverſammlung des Bezirks⸗ vereins Schwetzingerſtadt ſtatt. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorſitzenden Baumeiſter Wa tze l, wurden nach kurzer Debatte der Vorſtand einſtimmig gewählt! Baumeiſter Adam Watz el, 1. Vorſitzender, Hauptlehrer Schäufe le, ſtellv. Vorſitzender, Kaufm. Richard Fauth jun., Schriftführer, Beiſttzer die Herren: Hauſen⸗ ſtein, Räth, Burgmaier und Fritz. Rechtsanwalt Dr. Waldeck, M. d. L. gab ſtreiflichtartig ein Bild der politiſchen Verhältniſſe in Reich, Land und Gemeinde. Abſchließend hob er die Ausführungen Dr. Streſemanns hervor, daß ein Herankriſtalliſieren an eine liberale Mitte von Rechts und Links unbedingt notwendig ſei. Die Aus⸗ führungen veranlaßten eine rege Diskuſſion. Auch wurde beſchloſſen, jeden erſten Freitag im Monat eine Monatsverſammlung abzu⸗ halten. bl. Schluß des redaktfonellen Teils 8 an H gun 5 Zu 1 1 BASTELN GRIDDE Gegen die Zenſur Unſer Berliner Büro drahtet uns: Der„Kampfausſchuß gegen die Zenſur“, den der Reichsinnenminiſter perſönlich unter ſeine Fittiche genom⸗ men, hat geſtern abend in einer Kundgebung im ehemaligen Herrenhaus den erſten Schritt in die Oeffentlichkeit getan. Der Andrang war außerordentlich ſtark, viele mußten wieder um⸗ kehren. Als es in dem überfüllten Saal auch einige kom ⸗ muntſtiſche Enklaven gab, ging es zu Anfang recht lebhaft zu. Es ſchien ſogar, als hätten dieſe kommuniſtiſchen Gruppen es auf eine Sprengung der Verſammlung abgeſehen. Allein die zu vielen und zu langen Reden wirkten ſchließlich dämpfend auf die Temperamente der Zuhörer. Herr Severing leitete ſelbſt die Ausſprache ein. Er verſicherte, daß der Plan zur Gründung des Ausſchuſſes ſchon längſt ge⸗ faßt worden ſei, ehe das Verbot von Lampels„Giftgas“ erlaſſen wurde. Den Anſtoß hätten vielmehr die bekannten Entſchließungen im preußiſchen Landtag gegeben, in denen Maßnahmen gegen Auswüchſe der Kunſt verlangt wurden. Dabei geſtand Severing ein, daß eine akute Gefahr im Augenblick nicht beſtehe. Warum alſo ſoviel Lärm, zumal, wie der Reichsinnenmintſter feſtſtellte, ein derartiger Appell, wie ihn die preußiſchen Parteien an die Regierung richteten, im Reichstag die erforderliche qualftzierte Mehrheit nicht fin⸗ den würde. Freilich, Wolfgang Heine, der frühere Staatsminiſter, der eine juriſtiſche Plauderei über das Weſen der Zenſur bei⸗ ſteuerte, widerſprach ſeinem Parteifreund. Wir ſtünden, meinte er, ſchon mitten in der Zenſur und er zitierte zum Beweis den⸗ Polizelvizepräſidenten Weiß, der jüngſt auseinandergeſetzt hälte, daß die Polizei ausreichende Handhaben gegen die Aus⸗ wüchſe der Kunſt beſäße. Ganz zu entbehren ſeien Verbote nicht, gab indes auch Heine zu. 5 a Sehr radikal war der Dichter Fritz von Unruh, der, wie ſtets, überpathetiſch verſicherte, daß die heutige Jugend reif genug ſei, um jeglicher Zenſur entraten zu können. Sie werde, wie das Fohlen auf der Weide, aus eigener Kraft ſchon ſelbſt die Giftpflanzen zu unterſchelden wiſſen.(Ein herrlicher Vergleich! Schriftl.) Heinrich Mann predigte: Nicht Ab⸗ wehr, ſondern Angriff. Die Gegner müſſen gezwungen wer⸗ den, das, was ſie ſchon hätten, wieder herauszurücken, nämlich das Schund⸗ und Schmutzgeſetz. Der Reichskunſtwart. Reödslob definierte: Normal iſt das Empfinden, das auf künſtleriſche Wirkungen normal reagiert. Er, wie alle Einzelvertreter der verſchiedenen Ver⸗ bände, die dann der Reihe nach ſprachen, verdammten die Zenſur in jeglicher Geſtalt: Profeſſor Oscar B te, General⸗ intendant Jeßner, der Schauſpieler Kortne r, die Malerin Käthe Kollwitz und der Filmmann Lu pu Pick. Es fiel manche geiſtvolle und treffende Bemerkung. Aber im Grunde fragte man ſich doch immer wieder, ob dieſes Rieſen⸗ aufgebot denn wirklich notwendig ſei. Allerlei Wiſſenswertes Das kanoniſche Recht und das kanoniſche Alter haben mit Kanonen nichts zu tun. Kanoniſches Recht iſt das Recht der katholiſchen Kirche, das dieſe früher auf geiſtlichem Gebiete in vollem Maße beſaß. Kanoniſches Alter nennt man jedes höhere Alter einer weiblichen Perſon, das dieſe befähigt, ohne Anſtoß zu erregen, den Haushalt eines zur Eheloſigkeit verpflichteten Prieſters zu teilen. Kanon ſelbſt iſt die Be⸗ zeichnung für eine kirchliche Geſetzesſammlung. * Der Säugling ſchläft, vom Trinken abgeſehen, Tag u. Nacht. Im 3. Lebensjahr treffen auf 12 Wach⸗ 12 Schlafſtunden. In der Reifungszeit ſind—10 Stunden Schlaf nötig. Das durchſchnittliche Schlafbedürfnis des Erwachſenen von acht Stunden ſinkt im hohen Alter noch etwas ab. * Die holſteiniſchen Auſternbänke haben ein hohes Alter zu verzeichnen; ſie ſind im elſten Jahrhundert von Knut dem Großen angelegt. 8 5 5800 Kilometer Zündſchnüre wurden zum Sprengen des Ausbruchs materials beim Bau des Simplontunnels ver⸗ wendet. * Deutſchland beſttzt in 160 großen Bibliotheken einen Geſamtbücherbeſtand von etwa 30 Millionen Exemplaren; Nordamerika hat dagegen mehr als doppelt ſoviel Biblio⸗ theken mit rund 54 Millionen Büchern. Theater und Muſik Schauſpiel⸗Neuheiten. Dr. Robert Klein hat Franz (Molnars neue Komödie„Wenn N a pole on zur e für das Deutſche Künſtlertheater in Berlin erworben.—„Schrei aus der Str a ß e“ betitelt ſich ein neues Schauſpiel von Rolf Laukne r.— Das Ber⸗ liner Theater in der Stadt bringt in Kürze die Uraufführung des Schauſpiels„Zuchthaus“ von Heinz Graumann. Das Neue Schauspielhaus g önigsberg i. Pr.(Intendant Dr. Fritz Jeßner) erwarb zur Uraufführung für dieſe Spiel⸗ zeit Strindbergs noch nie geſpieltes Märchenſpiel„Die Schlüſſel des Himmelreichs“ in der Ueberſetzung von Erich Holm.— Der Verfaſſer des auch in Deutſchland vielgeſpielten Dramas„Das Grabmal des unbekannten Sol⸗ daten“, Paul Raynal, hat ein neues Kriegsſtück beendet, das den Titel„Fa Marne“ trägt.— In Beuthen findet durch das Oberſchleſiſche Landestheater die Erſtaufführung von Erich Ebermayers dramatiſcher Legende„Faſpar Hauſer“ ſtatt. Das Ende der Würzburger Oper. Der Würzburger Stadtrat hat beſchloſſen, am Stadttheater Oper und Operette abzubauen und nur noch das Schau⸗ ſpiel weiter zu betrefben. Die Spielzeit wurde auf ſieben Monate verkürzt. Der Grund zu dieſer Maßnahme iſt das große jährliche Defizit, das die Stadt nicht länger tragen konnte. Verhandlungen mit Bad Mergentheim, das Würzburger Theater⸗Enſemble dort in den Sommer⸗ monaten ſpielen zu laſſen, ſind geſcheitert. 5 N Giftgas⸗Troſt. Im Berliner Theater am Schiffbauerdamm gelangt nach dem„Giftgas“⸗Verbot vorläufig Bernhard Shaws„Helden“ zur Aufführung. Dieſes Stück kann jedoch nur in geſchloſſenen Vorſtellungen für die Mitglieder der Volksbühne gegeben werden, da eine andere Bühne, das„Berliner Theater“, die Komödie bereits als Neueinſtudierung vorbereitet. Die Gruppe junger Schau⸗ ſpieler hat ihre Darſtellerſchaft im Theater in der König⸗ grätzerſtraße von den Aufführungen„Revolte im Erztehungs⸗ baus“ zurſickgezogen, und bereitet eine geſchloſſene Serien⸗ Uvorſtellung von„Giftgas über Berlin“ vor, * FN 5 33%FF˙ͤà AUA Err * e Dienstag, den 12. März 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ansgabe) * 3. Seite. Nr. 119 Eisgang *Seckenheim, 12. März. Das Treibeis des Neckars hatte auch hier und in Ilvesheim eine große Menſchen⸗ menge an die Neckar⸗Ufer gelockt. Die erſten mächtigen Eis⸗ ſchollen kamen geſtern nachmittag kurz vor halb 3 Uhr hier vorüber. An einigen flachen Stellen des Ufers, ſo beſonders an der Zeile, ſetzten ſich verſchiedene Eisolöcke feſt. Unfälle ereigneten ſich nicht. Der Waſſerſtand des Neckars iſt ſtark zurückgegangen. rr. Ladenburg, 12. März. Geſtern nachmittag gegen Falb 8 Uhr kam das erſte Neckar⸗Treibeis von Heidel⸗ erg herunter. Im Augenblick befanden ſich zahlreiche Zu⸗ ſchauer an den beiden Ufern des Neckars, die das ſeltene Schauſpiel mit großer Aufmerkſamkeit verfolgten. Es waren mächtige, große Eisplatten, die im ſtürmiſchen Laufe nach Maunheim trieben. Die Eisplatten füllten das ganze Fluß⸗ bett aus. Am Stauwehr iſt alles in Ordnung. Um halb 5 Uhr war der Eisgang vorüber. * Edingen, 12. März. Kurz nach 2 Uhr kam geſtern nach⸗ mittag das Neckartreibeis vorüber. An einigen Stellen bil⸗ deten ſich förmliche Eisberge, da ſich die Eisſchollen zwei Meter hoch aufeinander ſchoben. Nach Verlauf von zwei Stunden war der Eisgang, der viele Schauluſtige angezogen hatte, vorüber. * Pforzheim, 11. März. Auf unſeren Flüſſen Enz und Nagold nimmt der Eisgang einen normalen Verlauf. Durch die Korrektion der beiden Flüſſe iſt jede Gefahr für die Stadt ſelbſt ausgeſchloſſen. An der Enz hat das Waſſer freien Ab⸗ fluß erhalten, indem ſtädtiſche Arbeiter rechtzeitig durch Auf⸗ hacken des Eiſes und Schaffung von Rinnen dem Waſſer zum Durchlauf verhalfen. Das gleiche Geſchäft vollzieht ſich jetzt Tag für Tag auf der breiteren Nagold, ſo daß die Auerbrücke ſtändig von Schauluſtigen beſetzt iſt, die die Vor⸗ gänge auf beiden Flüſſen aus Intereſſe verfolgen. Die Na⸗ gold iſt im Gegenſatz zur raſcher fließenden Enz noch weit⸗ hin mit Eis bedeckt, ſodaß die Arbeiter noch vollauf zu tun haben, vom vergletſchernden Uferrand die großen Schollen unter die noch über dem Waſſer lagernde Decke hinabzuſtoßen, damit ſie darunter forttreiben. 5 Hochwaſſer Nußloch, 11. März. Da das Waſſer des geſchmolzenen Schnees noch nicht in die Erde eindringen kann, kommen die Waſſermaſſen aus dem ganzen Gebiet des Stupfelberges ins Dorf herab. Am Freitag und Samstag nachmittag war die Sinsheimer Straße ein einziger Bach. Manche Häuſer waren regelrecht blockiert, andere nur auf Brettern zu erreichen.— Auch der Leimbach führte Hochwaſſer. An den Wehren und Kurven ſtauten ſich rieſige Eisplatten von Zimmergröße, ſo daß das Waſſer an mehreren Stellen über die Ufer trat, große Ackerflächen Aberſchwemmte und die Wege für den Verkehr ſperrte. Aus dem Lande Ueberfall Schwetzingen, 11. März. Am Samstag nachmittag wur⸗ den zwei Damen aus Schwetzingen auf dem Wege hinter dem Schloßgarten von einem Mann überfallen. Beide Damen ſchrien um Hilfe, worauf einige junge Burſchen, die im Schloßgarten die Hilferufe hörten, über das Eis des Welhers an die Stelle des Ueberfalles eilten. Der Mann ergriff hierauf die Flucht. Der Täter wurde am Sonntag von der hieſigen Gendarmerie verhaftet und in das Bezirksgefängnis nach Mannheim überführt. Es handelt ſich um den vorbeſtraften 38 jährigen Heinrich Metzger von bier. Der Mann hatte am Weihnachtsabend des Jahres 1922 ſeiner Ehefrau mit einem Meſſer die Halsſchlagader durchgeſchnitten; die Frau iſt noch am gleichen Tage an den Folgen jener ſchrecklichen Tat geſtor ben. Gewaltige Froſtſchäden in den Heidelberger Gärtnereien Heidelberg, 10. März. Die Kälte hat in den Heidel⸗ berger Gärtnereien, die für die Stadt bekanntlich von großer allgemeiner Bedeutung ſind, geradezu kataſtrophale Schä⸗ den angerichtet. Manche Gärtner müſſen mit dem faſt völligen Verluſt ihrer Frühjahrsein nahmen rechnen. Die Frühgemüſe wie Spinat und Salat ſind erfroren, die Niederroſen zu faſt zwei Dritteln, vor allem ſo ziemlich alle Staudengewächſe. Obwohl die meiſten Gärtner große Mengen Koks verfeuert haben, was wieder eine erhebliche Mehrbelaſtung bedeutet, ſind Tauſende von Gewächshausblumen vernichtet worden. Der Verband der Gärtnereibeſitzer hat ſich bereits an das Finanzminiſterium mit der Bitte um Steuererleichterungen gewandt. Fiſche, von denen man nichts wußte * Heidelberg, 10. März. Dieſer Tage mußte beim Her⸗ kules⸗Brunnen am Marktplatz wegen eines Rohrbruchs das Waſſer aus dem Steinbehälter herausgelaſſen werden. Dabei entdeckte man im Bodenſchlamm eine Anzahl ſtattlicher Fiſche, Felchen und Weißfiſche, über deren Herkunft nun viele Anſichten laut wurden. Die einen glauben, ſte ſeien als kleine Tierchen einer Fiſchfrau beim Ausſchwenken des Korbes in den Trog gefallen, andere meinen, ſie ſeien abſicht⸗ lich eingeſetzt worden. i* seh. Hockenheim, März. In einer der letzten Nächte ſtellte ein Bauer aus Mingolsheim, der einen Wagen Heu nach Mannheim bringen wollte, ſeine Pferde in Rei⸗ lingen in einer Wirtſchaft ein. Als er ſpäter weiterfuhr, ge⸗ ſellten ſich auf der Straße nach Hockenheim drei Männer zu ihm. In Hockenheim veranlaßten ſie den Fuhrmann, der des Weges unkundig war, anſtatt in die Schwetzinger⸗, in die Karlsruherſtraße einzubiegen. Als dann das Fuhrwerk einige 100 Meter von der Stadt entfernt war, überflelen bie drei den Fuhrmann, nathmen ihm ſein Geld im Betrage won 6 Mark und verſchwanden in der Dunkelheit. Morgens gegen 4 Uhr meldete der Fuhrmann den Ueberfall auf der Hieſtgen Polizeiwache, die ſofort die Gendarmerie von dem Zur Urteilsverkündung, die geſtern abend um 7 Uhr ſtatt⸗ finden ſollte, ſetzte ſchon zeitig ein ſtarker Andrang des Publikums ein, wie er ſelbſt bei großen Mord⸗ prozeſſen kaum zu verzeichnen geweſen iſt. Nur mit Mühe konnten die Beamten den Anſturm in die rechten Bahnen lenken und zur rechten Zeit abbrechen. Die zu ſpät Ge⸗ kommenen mußten durch Schutzmannſchaften zurückgedrängt werden. Warum dieſer Andrang, dieſe Teilnahme der breiteſten Oeffentlichkeit, obwohl es ſich doch wirklich nicht um einen „Senſationsprozeß“ handelte? Weil wohl ſelten bei einer Mannheimer Gerichtsverhandlung ſo viele Menſchen als Geſchädigte beteiligt, ſelten ſo viele Menſchen in Mitleiden⸗ ſchaft gezogen waren. Das Urteil wird wohl in der breiten wurde, wie zu erwarten war, der Strafantrag inſofern nicht erreicht, als das Gericht nicht auf Zuchthaus erkannte. Doch ging es bei Pfeiffer nicht unbeträchtlich über den Antrag des Anklägers hinaus. Damit wird der Fall Gewerbebank⸗Beamtenbank nicht aus den Mannheimer Gerichtsſälen verſchwinden. Es iſt nach der Begründung dieſes Urteils ein neues Ermittlungs⸗ verfahren gegen Brauch wegen der früher begange⸗ nen Urkundenfälſchung, ferner wegen der neulich aufgedeckten Fälſchung zu erwarten, um deretwillen er im Gerichtsſaal wieder verhaftet worden war. Außerdem hat ja der Staats⸗ her nicht auf der Anklagebank ſaßen. der Oeffentlichkeit wie dieſer Prozeß werden ſeine Nachfolger wohl kaum finden. * Kurz vor halb acht Uhr verkündete der Vorſitzende, Amts⸗ gerichtsrat Schmitt, folgendes Arteil Der Angeklagte Röttinger wird ſchuldig erachtet des Vergehens gegen das Genoſſeuſchaftsgeſetz, des betrü⸗ geriſchen Bankerotts in Tateinheit mit Verbrechen gegen das Depotgeſetz und des Betruges. Er wird zu einer Geſamtſtrafe von 5 Jahren Gefängnis ver⸗ urteilt unter Anrechnung der vollen ſeit dem 1. April 1928 erlittenen Unterſuchungshaft. Gleichzeitig werden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Daner von 5 Jahren aberkannt. Beim Angeklagten Groß erachtet es das Gericht für er⸗ wieſen, daß er Untreue in Tateinheit mit Unterſchlagung be⸗ gangen hat. Er wird daher unter Freiſprechung von der Anklage des betrügeriſchen Bankerotts, zu einer Gefäng⸗ nisſtraſe von 2 Jahren, bei Anrechnung der vollen Unterſuchungshaft verurteilt. Der Angeklagte Pfeiffer wird ſchuldig erachtet des Vergehens gegen das Genoſſenſchaftsgeſetz, des betrügeriſchen Bankerotts, und der Amtsunterſchlagung. Er wird zu einer Gefängnisſtrafe von 4 Jahren, unter Anrechnung der Unterſuchungshaft, und zur Aberkenn ung der bür⸗ gerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre, verurteilt. Brauch wird ſchuldig erachtet der Untreue in Tateinheit mit Unterſchlagung und der Beihilfe zum betrüfgeriſchen Bankerott. Er wird, unter Freiſpruch von der Anklage ge⸗ winnſüchtiger Urkundenfälſchung, zu 2 Jahren Gefäng⸗ n is, bei Anrechnung von 8 Monaten Unterfuchungshaft, ver⸗ urteilt. Schultheiß wird freigeſprochen. Der Haftbefehl gegen Röttinger, Groß, Pfeiffer und Brauch wird aufrecht erhalten, da wegen der Höhe der Strafe Fluchtverbacht, bei Pfeiffer und Brauch auch Ver⸗ dunkelungsgefahr vorliegt. Bei Röttinger wurde als erwieſen angeſehen, daß er ſich des Vergehens gegen 8 146 des Genoſſenſchafts⸗Geſetzes ſchuldig gemacht und ſich allein 390 000 Mark, davon 90 000 Mark für ſeinen Privatbedarf, angeeignet hat. Dazu kommen die mit den anderen Angeklagten begangenen Vergehen. Für nicht erwieſen wurde es gehalten, daß Röttinger ſich ſtrafbar gemacht hat bei der„Kurpfalz“ und bei dem Falle der Proviſtonen für Auslandsanleihen, erwieſen dagegen folgende Verſtöße: gegen das Genoſſenſchaftsgeſetz die Bewilli⸗ gung von Krediten unter Außerachtlaſſung der Höchſtgrenze und ohne genügende Sicherheiten, gegen das Depotgsſetz, fer⸗ ner die Konkursvergehen: in mehreren(nicht allen) Fällen die Bilanzverſchleierung, falſche Buchungen, das Herabdrücken der Forderungen der Gewerbe⸗ an die Beamtenbank, die Ein⸗ richtung der fingierten Konten und andere Einzelfälle. Bei Groß wurden ſtrafbare Handlungen als er wie ſen angeſehen hinſichtlich der 36000 Mark perſönlichen Kredits, 113 000 Mark für die Griffelfabrik und der 29000 Mark Kaſſen⸗ entnahmen für eigene Zwecke. Dagegen ſah das Gericht kei⸗ nen Beweis dafür erbracht, daß der Angeklagte durch ſeinen Reviſionsbericht Beihilfe zum betrügeriſchen Bankrott begangen habe. richt nicht leicht geweſen, aber es konnte keinen vollen Beweis als erbracht anſehen. Dazu kommen die mit Röttinger ge⸗ meinſam begangenen ſtrafbaren Handlungen. Pfeiffer wurden nach Anſicht des Gerichts folgende Straftaten nachgewieſen: die Einrichtung falſcher Konten und ungerechtfertigte Kreditgewährung, wodurch im ganzen die Bank um 180 000 Mark geſchädigt wurde, ferner Konkurs⸗ verbrechen. angeblich gemeinſam begangenen Unterſchlagungen für er⸗ wieſen an, wohl aber die von ihm allein zu verantwortenden 69000 Mark, ferner die Beihilfe zum Konkursverbrechen Röttingers durch die Anlage fingierter Konten Die Ur⸗ kundenfälſchung um 5000 Mark auf einer vom 28. März 1928 datierten Quittung ſieht das Gericht nicht für erwieſen an. Dieſe Frage kann erſt durch ein neues Vorfall in Kenntnis ſetzte. Obwohl dieſe der Sache nachging, hat man von den Tätern noch keine Spur gefunden. Oeffentlichkeit allgemeine Zuſtimmung finden. Bei Röttinger anwalt neue Verfahren angekündigt gegen Perſonen, die bis⸗ Aber die Teilnahme Dieſen Punkt fallen zu laſſen, iſt dem Ge⸗ 80 Bei Brauch ſah das Gericht nicht alle mit Röttingern Das Arkeil im Gewerbebank⸗Prozeß Nöltinger fünf, Pfeiffer vier, Brauch und Groß je zwei Fahre Gefängnis neu vorgeworfenen Urkundenfälſchung iſt ein dringender Ver⸗ dacht nicht von der Hand zu weiſen, doch ſteht dieſer Fall noch nicht zur Aburteilung. Die Urteilsbegründung Aus der Begründung des Urteils ſei noch folgendes er⸗ wähnt: Bei ſämtlichen Angeklagten lag keine wirtſchaft⸗ liche Not vor, die ſtrafmildernd anzuführen wäre. Röttinger bezog ein hohes, Groß ein mittleres, die andern beiden ein auskömmliches Gehalt; Röttinger hat für ſich allein in 4 Jah⸗ ren 90 000, Groß 29 000 Mark für ſich verbraucht. Alle ließen ſich grobe Verſtöße gegen genoſſenſchaftliche Pflichten zuſchul⸗ den kommen. Vor allem war noch zu bedenken, daß es ſich um die Gelder von wirtſchaftlich Schwachen handelte. [Zugunſten der Angeklagten ſpricht, daß ſte alle(mit einer hier nicht ins Gewicht fallenden Ausnahme bei Groß) nicht vorbeſtraft ſind; aus dieſem Grunde wurde ihnen die Unterſuchungshaft angerechnet. Allen wurde auch zugebilligt, daß die Auswirkungen der Inflation ihre Straf⸗ taten erleichterten. Bei drei von ihnen ſprach das ſchlechte Vorbild des Vorgeſetzten mit. Röttinger war nicht krank, wohl aber die andern Angeklagten, was ebenfalls be⸗ rückſichtigt wurde. Brauch hat ſich während der Verhandlung, beſonders am Anfang, von keiner günſtigen Seite gezeigt. Röttinger iſt durch größere Ausgaben allmählich auf die ſchiefe Bahn geraten. Den Schlußpunkt bildet die Depotverpfän dung, die als letzte Verzweiflungstat bei geſchwächten Nerven angeſehen wurde. Deshalb wurde auch von einer Zuchthaus⸗ ſtrafe abgeſehen. Schultheiß' Freiſpruch geſchah aus ſubjektiven Grün⸗ den, da ihm der erforderliche Vorſatz zu ſeiner Tat nicht ſicher nachgewieſen worden iſt.— Den Angeklagten war bereits ſeit der Verkündung des Strafantrags auch äußerlich eine erhebliche Erſchüttterung an⸗ zuſehen, bis auf Pfeiffer. Das Urteil nahmen ſie mit ſtarker Bewegung auf— ausgenommen natürlich Schultheiß. Nachbargebiete Schweres Antounglück— Ein Toter * Bensheim a. d.., 11. März. Ein Autv mit vier Inſaſſen, das von Weinheim kam, geriet geſtern abend in der Nähe von Bensheim in einen mit Schlamm gefüllten Graben. Das Auto überſchlug ſich und ſchleuderte die Inſaſſen heraus, von denen ein funger Mann von hier unter den Wagen in den Schlamm zu liegen kam. Er konnte nur als Leiche geborgen werden. Bei den Bergungsarbeiten fuhr ein Motorrad in die hel⸗ fende Menge und verletzte einen Mann und eine Frau ſehr ſchwer. ** * Hirſchhorn, 11. März. Am Samstag abend kurz vor Eintritt der Dunkelheit ereignete ſich unterhalb des„Kapellen⸗ grundes“ auf der Landſtraße Hirſchhorn Eberbach ein ſchwe⸗ rer Motorradunfall. An einem Motorrad mit Bei⸗ wagen löſte ſich in voller Fahrt eine Schraube an der Gabel des Vorderrades. Der Führer verlor durch die Er⸗ ſchütterungen die Gewalt über ſein Fahrzeug. Djeſes über⸗ ſchlug ſich. Die Inſaſſin und der Führer flogen an den Eiſen bahn damm. Der Fahrer kam mit leichten Ver⸗ letzungen davon, während die Beiſitzerin ins hieſige Boni⸗ fatius⸗Krankenhaus eingeliefert werden mußte, wo der Arzt ſchwere Rückenverſtauchungen feſtſtellte. abt Veranſtaltungen Dienstag, den 12. März Nationaltheater:„Der Schwarzkünſtler“. 8 Uhr. 5 Konzerte: 8. Akademiekonzert, Beethovenabend, Nibelungenſ..80 Uhr Lichtſpiele: Alhambra:„Glückliche Menſchen“.— Schau bur g: „Wolga Wolga“.— Ufa Theater:„Wo die Alpenrofen blühen“.— Palaſt⸗ Theater:„Ich küſſe Ihre Hand, Madame“.— Capitol:„Hotel⸗Geheimneſſe“— Scala: „Das Dorf der Sünde“.— Gloria⸗Palaſt:„Der Rolands⸗ bogen“. Muſeen und Sammlungen: Kunſthalle: 10—1 und—5 Uhr; Sonntag 11—5 Uhr.— Gemälde Galerie im Schloß: Mittwoch und Sonntag 11—1 und 85[Ihr Schloßbücherei:—1—7 Uhr.— Muſenm für Nalur⸗ und Völker⸗ kunde im Zeughaus: Sonntag vorm. von 11—1 und nachm. von—5 Uhr; Dienstag—5 Uhr; Mittwoch—5 Uhr; Freitag—7 Uhr.— Planetarium: Beſichtigung—4 Uhr. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat März Ahein Pegel 7. II 12 Dbegar-Hefelf g 7 e 11.15 7 5.470.889 17 53 1 Schuler 1e 1 02 e dannen ae.30.34.40 35226 ehl 42 141401 41.62 1 65 Jagſtfeld 000 0,000.00 0,00 05.00 Maxau 009807 6 55 Mannhein.801 751.7 1712 20.43 Taub 3 86 3 293.26 3 40 1 711.69 ftöln 1041.60 1001.65.73168 234 7 0 0 If 2 ug l—ůů Schwelz Moderne phys-dikt. Kuranstalt u. Erholungsheim. Nähe Strandbad. Arzt Deutsches Haus, das ganze Jahr besucht, Lens, v. Mk..- an. Prospekte frei Herausgeber: Drucker und Verleger Druckerei Dr. Hass Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6, 2 Direktion Ferdinand Heyme⸗ Chefredakteur Kurt Fiſcher— Verantwortl. Redakteure: Für Polttik: H. A. Meißner Feuilleton: Dr. S. Kayſer— Kommunaſpolitik und Lokales Richard Schönfelder— Sport und Bermiſchtes: Willy Müller— Handelstell: Kurt Ehmer— Gericht Bei der ihm Ermittlungs verfahren geklärt werden. und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzeigen: May Filter, fämtlich in Maunbeim 85 5 eee e eee 18 477 Ol. u de. beg ella, core Ale egi Nlauleeg G Seite. Nr. 119 Keue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) Dienstag, den 12. März 1929 eee Kommunale Chronik „Stabtpreſſeamt“ Heidelberg Heidelberg, 10. März. Wie der Oberbürgermeiſter in ber letzten Stabtratsfitzung bekannt gab, ſoll das ſtädtiſche Nachrichtenamt wieder in ein„Stadtpreſſe⸗ a m' umgewandelt werden. Großobſtmarkt 1929 in Weinheim Weinheim, 10. März. Der Stadtrat hat bie Bei⸗ dehaltung des 1928 zum erſten Male veranſtalteten O bſt⸗ großmarktes beſchloſſen, da er ſich als ein Bebürfnis herausgeſtellt habe. Die Verſteigerung ſoll 1929 nach hollän⸗ diſchem Muſter erfolgen, alſo daß die Verkäufer ihre Ware bet örtlichen Sammelſtellen abliefern und dann mit der Ver⸗ ſteigerung nichts mehr zu tun haben. Die Warenkontrolle wird durch unpartettſche Sachverſtändige gehandhabt. 25 jähriges Oberbürgermeiſter⸗Jubiläum Dr. Beliaus Der Bundespräſident des Reichsſtädtebundes, Oberbürger⸗ meiſter Dr. Belian, feierte am vergangenen Sonntag ſein 25flähriges Dienſt jubiläum als Leiter der Eilen⸗ burger Stadtverwaltung. Er hat ſich als Mitgründer des im Jahre 1910 geſchaffenen Reichsverbandes deutſcher Städte, deſſen Vorſtand er bald als ſtellvertretender Vorſitzender an⸗ gehörte und ſeit dem Jahre 1918 als Vorſitzender bezw. Bun⸗ despräſident des Reichsſtädtebundes durch umſichtige Leitung und unermüdliche Arbeit für den Bund außerordentliche Ver⸗ dienſte um die mittleren und kleinen Städte erworben, die ihm ſein energiſches Eintreten für ihre Intereſſen zu danken wiſ⸗ ſen. Dr. Belian gehört ſeit 1920 dem Reichswirtſchaftsrat an, ßekleidet außerdem aber noch eine große Reihe bedeutſamer Ehrenämter. Einer Anzahl Mannheimer iſt er im vorigen Sommer gelegentlich des Ausfluges nähergetreten, den eine große Anzahl Teilnehmer an der Heidelberger Tagung des Reichsſtädtebundes hierher unternahm. Kleine Mitteilungen Der Gemeinde Rheingönheim wurde von der bayeri⸗ ſchen Gemeindebank durch Vermittlung der Girozentrale ein Baudarlehen in Höhe von 80 000 Mk. zuerkannt, mit welchen Mitteln der gemeindliche Wohnungsbau unter Ein⸗ heztehung der privaten Bauvorhaben gefördert werden ſoll. Außerdem erhielt die Gemeinde durch den Bezirk aus dem ſtaatlichen Bauhilfsfonds einen Betrag von 22 000 Mk. zugewie⸗ ſen, mit denen die Bauvorhaben von Kriegsbeſchäbigten und ſonſtigen privaten Bauluſtigen unterſtützt werden. Während im vorigen Jahre in Zweibrücken der ſtäd⸗ tiſche Zuſchuß für Wohlfahrtszwecke auf 280 980 Mk. er⸗ rechnet geweſen iſt, hat für das neue Rechnungsjahr der Betrag von 332 250 Mk. eingeſetzt werden müſſen. r Sportliche Rund ſchau Am die ſüdweſtdeutſche Amateurbogmeiſterſchaft Die Eudrunde Nach Erledigung ber Vor- unb Zwlſchenrundenkämpfe ſteigt nunmehr am Samstag, den 16. März in Kalſerslautern bie End⸗ runde zur fübweſtdeutſchen Amateurboxmeiſterſchaft. Für die Titelkämpfe find in den einzelnen Klaſſen folgende Paarungen feſtgeſtellt. Im Fliegengewicht treffen Willand⸗ FSV. Frankfurt a. M. und Wißler⸗ V.. R. Mannheim aufeinander. Krämer⸗Phönig Karlsruhe und Fangmann⸗F SV. Frankfurt a. M. ſtehen ſich im Bantamgewicht gegenüber. Für das Federgewicht haben ſich Hettel⸗phönix Karlsruhe und Mitzel⸗Boxkluß Malnz qualiflztert. Winterbauer⸗Eintracht Frankfurt a. M. und Häußer⸗V.. R Mannheim beſtreiten die Partie der Leichtgewichtler. Das Mittelgewicht ſieht den ausgezeichneten Stuttgarter Techniker Bernlöhr mit dem mainiſchen Meiſter Zimmer⸗B. C. Rüſſelsheim im Kampf. Nickel⸗ B. C. Offenbach und Meier⸗B. C. Singen ſtretten um die Palme im Halbſchwer gewicht. Den Endkampf der Schwer⸗ gewichte tragen Trumpfheller⸗S. B. 98 Darmſtabt und Hareus⸗fF. G. 3 Lubwigshafen aus. Das Schiedsgericht beſteht aus den Herren Stammel und Müller⸗Köln ſowie Fiſcher⸗Bounn. Am Sonntag, den 17. Mär z findet, ebenfalls in Kaiſerslautern, der Verbandstag des füdweſt⸗ deutſchen Amateurbpxverbandes ſtatt. Dortmunder Sechs tage Nach 67 Stunden Gypebel⸗Dinale führen mit zwei Runden Die Dortmunder Weſtfalenholle war am Sonntag abend und in der Nacht zum Montag wieder ausgezeichnet beſucht Größere Exeigniſſe gab es allerdings nicht. Wohl verſuchten fortgeſetzt ver⸗ ſchledene Paare vom Feld wegzukommen., die Ausreißer wurden aber in allen Fällen nach kurzen Jagden wieder geholt, zudem machten ſich im Felde ſichtlich de Anſtrengungen der beiden erſten Tage bemerkbar. Am Montag nachmittag füllten Tauſende von Schulkindern die Weſtfalenhalle und wurden Zeuge ſpannender Jagden. In einem Augenblick des größten Wirrwarrs gingen Desmedt⸗Deneef auf und davon. Die Belgier hatten ſich bereits bis auf etwa 80 Meter an das hintere Feld herangebracht, als ſich Foudet⸗Louet und Goebel⸗Dingle an die Verfolgung machten und den Ausreißern den Borſprung wieder abnahmen. Auch Meyer⸗Stübecke, Krüger⸗ Funda und beſonders Rauſch⸗Hürtgen verſuchten ſtändig, aber ſtets vergebens, vom Feld wegzukommen. Nach 67 Stunden waren 1640,00 Kilometer zy- aeelegt. Der Stanb des Rennens iſt folgender: 1. Goebel⸗Dinale 116.; d wet Runden zurück: 2. Rauſch⸗Hürtgen 109 Punkte: 3. Vermandel⸗ van Hevel 22 Punkte; drei Runden zurück: 141 126.; 6. Dorn⸗ 4. Faudet⸗Louet.; 5. Dederichs⸗Tietz Maczinfky 8.; 7. Desmedt⸗Deneef 80.; 8. Kroll⸗ ˖ Hof 21 Punkte; vier Runden zurück: 9. Frankenſtein⸗Nockf 84.; 10. Schorn⸗Fricke 85.; 11. Krüger⸗Funda 28., fünf Mayer⸗Stübecke 46 P. Rabſport 20 Berufsfahrer⸗ Straßenrennen Die großen Fernfahrten der neuen Satſon Dem Antrage der Rennfahrer, die diesjährigen Straßen ⸗Zuver⸗ läſſigkeitsfahrten offen für alle lizenſierten Berufsfahrer zu halten, hat der Sportausſchuß des Bundes Deutſcher Radfahrer eutſprochen Der BDR. gibt auch bereits 20 Termine für derartige Veranſtaltun⸗ gen bekannt. Der Induſtriering für Berufsfahrerſtraßen (JBus.) hat zwar beſchloſſen, die für ſeine Marken verpflichtet Fahrer von den freien Wettbewerben zurückzuhalten, trotzdem ſoll der Verſuch gemacht werden, die freien Rennen durchzuführen, d 5 hofft, daß genügend Firmen und Fahrer ihre Meldungen Die Termine für bie 20 großen Rennen, bei denen Berufsſa Amateure gemeinſam ſtarten, lauten: März 31.1: April.: Berlin⸗Kottbus⸗Berlin; oder 14.: Rund 21.: Großer Straßenpreis der Weſtmark; 28.: Bochum⸗Meit: Bochum; Mai 5. Rund um Frankfurt a. M.: Bonn⸗ Trier⸗Bonn; 19.: Großer Bavariapreis; 26. Harz* Juni.: Rund um Leipzig;.: Rundfahrt durch Oberſchl Großer Straßeupreis von Hannover; 23.: Rund dur Juli.: Großer Sachſenpreis; 21: Rund um die 8 Rund um das Stettiner Haff: Ang. 4. Großer Kelteny Rund um Breslau; 11.: Großer Induſtriepreis 28. Rund um Berlin. Runden zurück: 12. non Kegelſport * Keglerverband Maunheim. Zwecks Austragung der Bezirks kämpfe wurde der Gan Baden⸗Pfalz in 3 Bezirke aufgeteilt Bezirk 1 gehört: Pirmaſens, Mutterſtadt, Freiburg, Edenkob Neuſtadt. Bezirk 2: Haßloch, Weinheim, Ludwigshafen, und Frankenthal. Bezirk g: Heidelberg, Karlsruhe, Durlach, Schiffe ſtabt und Edingen. Verlangt werden Zehnermannſchaften je 100 Kugeln mit Bahnenwechſel. Mannheim muß das Vorſpiel in Dur lach und den Rückkampf in Mutterſtabt austragen. Bei den bereits ſtattgefunbenen Kämpfen erreichten: Mutterſtadt 5418, Pirmaſe: 5929, Ludwigshafen 5268, Weinheim 5156, Karlsruhe 5145, Heidelberg 5101 und Durlach 5028 Holz. Um die Stadtmeiſterſchaft treten ſich weiterhin gegenüber: 13. März: Rheingold— Kurpfalz, 18. März; Geſ. 1926 Feudenheim— Fidele 1, Immer ſachte— Rheinperle; 15. März: Kurpfalz— Edelweiß, Fidele 12— Goldw. Harmonie, Gut Holz— Alles uff; 16. März Fidele 28 J— Eintracht; 19. März: Rheingold— Goldene Sieben, Roland Immer ſachte; 20. März: Geſ. 1926 Feudenheim— Rheinpexle, 22. Alle Fidele 19 und Alles uff— Fidele W J. März: Neun— NR Berkünbete: Monat Februar 1929: geb, 6. Holzarb. Ernſt Walther und Maria Breßler Monat Februar 1920: 28. Sattl. Eruſt Blum n. Wilhelmine geb. Bleeck Sattl. Heinr. Elektromonteur Karl Reichentaler u. Johanna Gegenheimer Getrante: Kfm. Karl Karlsruher 1 T. Dewold u. Barbara geb. Deutſch Werner Joſef 21. Kraftwagenf. Karl Niebel 1 S. Joſef Friſ. J. Ludw. Hahn 1 T. Inge Giſela Anna Maurer Guſt. Hennrich 1 T. Margot Paula Stefanie Regine Schloſſ. Aug. Gerſtner 1 S. Werner Auguſt o. Ingenieur Ferdinand Frauz Czerwenka 1 S. 23. Mathilde Murr geb. Halbach, Wiw. d. Kfm. Guſtav Adolf Hermann Murr 79 J. 1 M Sommer 75 J. 1 M. Anna Katharina Moſer geb. Haberkern, Wtw. Fuhrmanns Ludwig Moſer 62 J. 8 M. led. Km. Auguſt Stocker 59 J 9 M. Witw. Suſanna Gattung, Wiw. d. Maſchf. Och. Nikolaus Gattung 84 J. 97. Maſchtnentechntber Rudolf Trump und Hilde⸗ gard Bräutigam Maler Friedrich Kögel und Viktoria Dinkel Schloſſer Zudwig Reiſer und Roſa Weiß Bürbangeſtellte Friedrich Raſtätter und Soſie Möſſinger 5 m Georg Schleſtl und Gertrud Perſon Rotteumſtr. Karl Hofmann und Anna Wurth Ryottenmſtr. F. Dammert u. Viktoria Müller 28. Mechantker Karl Stumpf u. Maria Weber Dr. med. Heinrich Frank und Dr. med. Helene Wallenborn Km. Leopold Kamm und Gertrude Maxx Jager. Willi Schmitt u. Katharina Bollmann Kaufmann Theodor Steber und Erna Oberle Kaufm. Dr. fur. Georg Hirſchfeld u. Mignon Lewinſohn Ma r z 1. Juweller Wilhelm Rieger und Elſa Kocher Prok. Arthur Junghanz und Luiſe Köſtner Händler Gg. Schaub u. Anna Schiebelsberger Arbeiter Paul Kaiſer und Luiſe Müller Kfm. Otto Jungklaus u. Lotte Obermann 4 Maſchinenbau⸗Ing. Ernſt Baron v. Schilling und Dr. Edith von Schroeder Schloſſer Joh. Pulko und Margarete Plößer Em. Emil Zimmermann u. Suſanna Rech⸗ kemmer. Std. Angeſt. L. Martin u. Grete Riebel Maler Paul Spitz und Klare Heine 5. Fuhrmann Albert Deuſer u. Elſa Knecht Eiſendr. Alois Bergbold u. Margarete Keller Km. Gottlob Perrot und Karoling Reicherdt Müller Kaſp. Götz u. Suſanng Reſmling Karreſpondent om Kerber und Luiſe Walk Handels ſchulprakt. Fridolin Müller und Ju⸗ Nane Steberling 5 Schrein. F. Bürner u. Katharing Wiedemann Schloſſer Peter Schmitt und Ling Bauer 2 ſſer Karl Kammerer u. Suſanna Simon iter Joſef Schorr u. Marta Schmitz 0 rotechniter H. Hoffmann u. Paula Olbert Aybeiter Wilhelm Zier und Roſalie Büchner geborene Mangold Obe rſtabtſekretär Karl Rumpf und Nute geh Schliepkorte 5 Taxameterbeſitzer Otto Weiſenbach und Eltſab geb Kramer Monat März 1. Hochſchulprofeſſor Dr. fur. Hans Oppikofer u. Ilſe geb. Vollberg 7. Bahnarb. G. Denninger u. Marie geb. Brandt Schreinermſtr. R. Feil u. Eliſabeth geb. Bock Artiſt J. Flörchinger u. Charlotte geb. Gleede Arb. Wilh. Freund u. Anna geh. Garderer Kaufmann Helmut Gaus und Eleonora geb. Schlittenhardt Kfm. Heinrich Jenter u. Johanna geb. Grafe Bauarb. Robert Körner u. Frieda geh. Proſt Packer Wilh. Ludäſcher u. Eliſe geb. Röhrig Matroſe F. Müller u. Regina geb. Hennhöſer Form. Arth. Münch u. Walburga geb. Brenk Telegraphen⸗Werkführer Joſef Pöhlein und Amalie geb. Reiſer Telegraphenbauhandwerk Erich Röth u. Aung geb. Humburger Obertelegraphenſekretär Leonhard Roſtock und Anna geb. Ries Schloſſer Wilh. Sommer u. Anng geb. Link Heizer Jak. Stegmann u. Anna geb. Wagner Modellkantrolleur Joßann Weber und Anne geb. Rottermann Arb. Erwin Wetterich u. Emilie geß. Mundi Arb. Jakob Braun u. Anna geh. Sander 5. Oberſtadtſekr. O Laux u. Jutſe geb. Schlethauf Vandw. Wilß. Sutter u. Marie ge. Mees Geborene: Monat Februar 1090: 7. Kfm. Hugo Harz 1 T. Hanne Verwaltungsinſpektor Cäſar Otep Feſen meyer 1 FT. Beate 18. Km. Valentin Boos 1 S. Seinrich Radolf 18. Finanzamtangeſt. M Steuger 1 S. Günther Schloſf. K. Friedr. Pfiſter 1 T. Ruth Barbara Kfm. Walter K. Klods 1 T. Sonja Waltraude 20. Klavierl. E. Ad. Trautmann 1 S. Freb Ludw. Metallbahr. K. Cußnick 1 S. Helmut Konrad Landw. Ad. Wehe 1 T. Marie Eliſabeth Suf. * we — 24. Gichgehilfe Arbeiter Jacob Paß 1 T. Ilſe Jokomotipführeranwärter Heinr. Minna Erika Eguer 1 T. Kfm. Johann Wickt 1 T Adelheid Sofie Mechan. Aug. Hörnig 1 S. Rolf Ernſt Karl 0 Robert Karl Böhler 1 T. Ling Käthe Frieda Kaufmann Wilhelm Friedrich Wirth 1 T. M- ſela Lulſe Karoline Polizeiwachtmeiſter Friedrich Wilhelm Ham⸗ brecht 1 S. Gerhard Wilhelm Schmied Guſt. Ad. Weber 1 8 Adolf Guſtov Kfm. Zudwig Heiß 1 T. Marxlieſe Foſefe Kaufmann Karl Rätz 1 T. Irene Poltzeihauptwachtmeſſter ann Hohl 1 S. Johann Wilhelm Phyſiker Dr. phil. natural Friedrich Wirbelm Hermann Bergmann 1 S. Klaus Spengler Friedr. Joßaun Nolte 1 S. Werner 1 1 90 1 0 5 „Arb. K. Ant. Englert 1 S. Johann Eugen . Adrianus Jacobus Berwey 1 T. a Heizer Michael Seip 1 S. Rudolf Erich 28. Städt. Arbeiter Friebrich Wilhelm Au Geis 1 T. Magdalena 9 5 Gestorben Monat Februar 1929 Oberbauſekretärx a. D. Guſtay Theodor Karl Anna Käthe Strubel 1 J. 8 M. led. Arbeiter Karl Sommer 26 J. 6 M. Kraftwagenführer Theodor Anton Schertel 1 24. Wagnermſtr. Wilhelm Kauhl 74 J. 7 M. T. Iſolde Wilhelmine Auguſte Schnebdermſtr. Heinr. Gänshirt 78 10 M. Kim. Jakpß Sponagel 1 T Lilli 84 Thereſe Stumpp geb. Moosbauer, Ehofrau d. Bürochef Johann Philipp Lipp 1 S. Friedrich Packmſtr. Joſef Stumpp, 27 J. 2 M. Manfred Anna Reidenbach geb. Krieger, Witw. d. Rey⸗ Kfm. Hans Oeſt 1 S. Herbert Willi tenempf. Friedr. Reidenbach 76 J. 1 M. Schloſſer Friedr. Wilhelm Geißler 1 T. Anne Adele Büchler geb. Berker, Wiw. des Buchh. Marie Eltſabeth Rudolf Bühler 71 J. 1 M. Friſ. Thom. Amann 1 T. Ertka Lieſelotte Schrein. R. P. Theodor Torge 67 J. 3 M. Schutmann Georg Adam Raule 1 T. Giſelao Gärtner Martin Volk 72 5 M. Sufanna led berufsl. Jeanette Kaufmann 47 J. 10 M. Lehrer Heinrich Hofmann 1 T. Gertrude Maurer Norbert Reisigel 51 J. 4 M. 28. Maſchinenſormer Friedrich Karl Acker 1 S. Ming Frieba Wiſſinger geb. Grob 83 J. 1 M. Adam Max Werkmſtr. a. D. Gg. Lepold 59 J. 8 M Schneid. Heinr. Fontagnier 1 S. Roland 25 „Karoline Brenner geb. Winkler n Rentenempfängers 3. Brenner 61 J. 4 M. Schloſſ. Oskar Richard Obert 32 J. 1 M. Eduard Krön, Rentenempf. 72 J. 6 M. Werkmſtr. a. D. Gg. Leopold 50 J. 5 M. Eliſabeth Verwey 1 Stunde Katharina Mohr geb. Joſt, Wiw. d. Maſchiniſt. Peter Mohr 72 J. 9 M. Kaxolins Nothdurft geb. Herrmann Ehefrau ö, Rentenempf K. Friedr Nothdurſt 68 J. 28. Kaufmann Max Caßel 58 J. 10 M. Rentenempf. Guſtav Glatt 76 J. 4 M. Kfm. Bernhard Freund 70 J. 9 M. Maria Menger geb. Jakobt Witw. d. Sokvmvo⸗ tipführers a. D. Ludwig Menger 7d J. 8 M. ae Schmidt, Ghefrou d. Kaufmanns Karl Riße 51 J. 10 M. Karl Plechinger 2 J. 5 M. 7 8 7 55 Karl Schmid 47 J. 3 M. uſanna geb. Ahnen Ehefrau d. Jimmeemſtr, Jakob Vollmer 56 J. Maſchiniſt Karl Steruheimer 28 J. 5 M. Sandwirt Samuel Bühler 58 J. 5 M. Metzger Leonhard yronimus d J. 8 M led. Rentenempf. Hermine Fries 77 J. 1 M. Eva geb. Wolf Wiw. d. Ingenieurs Fubwig Friedrich Baptiſt Roeder 82 J. 8 M. Kfm. Ferdinand Silveſter Zitz 88 J. 2M. in jeder Ausführung llekert prompt Drndsacten Bruckeref Ur, Haas, G. m. b.., Mannheſm, E 5,2 das jst nicht nötig, um mühelos zu Geld 20 kemmen das kann man ungefährlicher haben. ö eee, fee. Als Maren Faamuch Bestecke in ecru Süwder undd versſnbert Monkrmarden-Cieschenke empfehle: eee Mricherns u Schwelzerfascrer-Urwen Arrrbærd-UHren— schriffiche Garemniie Herren- Und Detnen-Ririge, Colller, rriccler be Ob rirsge, Arrrbördder bedeuterid ertnöbicgte Preise Durch 3404 Lei terri ein sehr angenehm sch Pr. Ak..73, gr. Fl. Mk. 3. 5 in Apotheken. u. Drogerien. Salenus Chem. ind., Frankfurt a. Grippe Erkältungen, Halsentzundungen wird der Körper geschwächt, es gilt daher möglichst zchnell demeſben Kräfte zuru- führen, um ihn gegen Rückfälle zu sichern. ckendes Prüpa- tut, wird von Aerꝛten hierbei oft mit guten Erfolg ange wandt. Roconvalescenten kühlen sich oft schon nach kurzem Sebrauch Kräftiger und wohler. Külbidgeödhe nur bei uns! r bn 050 1 5 e Schuh- pPrelswerſe Osiergeschenke 50 Pig kostet das Los und Mk. I das 7 9 55 Jer jugendheimlotterle. Hauptgewinn 5100 Mk., 2. Gewinn 1500 Me., 3. Gewinn 1200 Mk. usw. Ziehung 10. April in Mannheim., Vielleicht rentiert Reelen Wert Zick bier ein Rühmer Griff— also bin zu den für getragene Loesverkaulern, zu den Losbverkaufs-Geschäften. 2 N 2 9 8 E Die ipleressengemeinschaft des Einzelhandels zahl St74 iu der Schwetengerstadt nimmt Nistenloss beim Einkauf von 10. Me. mit dem vollen Wert in Tahlung: Alse kenn man bur gewinnen, nichl BRYM An Tolsphon 26 803. Seht prelswer Hugo Schön L 4, ſſie deli kauft Brom Witwe, für Selbſtlahrer billigſ Tel. 33995. 7005 BRN Daeutsche und Perser Teppiche mit Zahlungsetrleichterung Vertrieb Qu 5, 9 Hisadetnstr ang am Friedrichsplstz ec NH Bartmann. R 4. 18. 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Was fehlt, iſt die groß⸗ zügige Aufklärung der geſamten Oeffentlichkeit bis in die be⸗ ſcheidenſte Arbeiter⸗ und Bauernhütte hinein. Wer weiß heute wirklich etwas von der Schlinge, die ſich mit unſeren Aus⸗ landsſchulden langſam um uns legt, aus der wir heute ſchon nicht mehr heraus können. Von der„Verſklavung an das Ausland“ allerdings wird viel geſprochen, ohne daß man ſich aber rechte Vorſtellungen davon macht, wie dieſe Verſklavung ausſieht; bedenklich iſt dabei beſonders, daß von keiner Seite etwas unternommen wird, das Gift aus Deutſchlands Wirt⸗ ſchaftskörper wieder zu entfernen. Im Gegenteil, wir nehmen von Monat zu Monat neu davon und ſind im erſten Augen⸗ nicht nur von der repara⸗ blick beglückt, daß das„Aprés nous le déluge“ heute Gemein⸗ gut aller geworden iſt. Das bloße Wort„Verſklavung“ beſagt nichts; wir müſſen ſie uns vorſtellen. Wir haben heute ſchon eine Jahreszinslaſt von über 1 Milliarde. aufzubringen; was iſt 1 Milliarde? Solche Zahlen kennen wir leider nur zu gut aus der Jufla⸗ tion, und es ſcheint, wir haben damals den richtigen Begriff, wo es auf ein paar Nullen nicht ankam, verloren. Man er⸗ innert ſich noch der heftigen Kämpfe, die es koſtete, um das Li⸗ qukdationsentſchädigungsgeſetz durchzubringen. Dafür werden „nur“ 1 Milliarde Mark benötigt, aber ſie ſind auf viele Jahre verteilt. Mit 1 Milliarde können wir heute den als Neubeſitz bezeichneten nachkrieglichen Erwerb unſerer alten Reichsanlei⸗ Hen zu 150 v. H. ſeines Nennwertes einlöſen(Kurs aber nur 13 v. H. 11). Mit 1 Milliarde könnten wir das geſamte bei uns umlaufende Hartgeld aufkaufen; wir brauchten ferner nicht die produktionshemmende Umſatzſteuer, die im letzten Reichs⸗ etat nur unweſentlich über 1 Milliarde ausmacht. Alle deut⸗ ſchen Aktiengeſellſchaften könnten ihre Dividenden um die Hälfte erhöhen und dann hätten wir noch keine Milliarde. Deutſche Raiffeiſenbank Unzulänglicher Geſchäftsbericht Nach Herſtewung eines Einheitsverbandes der landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften iſt die Liguidation der Raiffeiſen⸗Bank ge⸗ plant. Man hätte annehmen ſollen, daß der Bericht für 1928 auf die hiermit im Zuſammenhang ſtehenden Fragen eingegangen wäre; dies iſt jedoch nicht der Fall. Der Verluſt wird vorausſichtlich 56 Mill. Mark betragen einſchließlich uneinoringlicher Forderungen über 70 Mill. 4; das Kapital muß als vollſtändig verloren gelten, wobei das Meich, die Preußenkaſſe und die Rentenbank⸗Kreditanſtalt an dem Ver⸗ Iuſt mittragen. Für ſich betrachtet, macht der vorgelegte Geſchäfts⸗ bericht nicht einmal einen ungünſtigen Eindruck. Es ſei nicht nur möglich geweſen, die Zinſen für den Ueberbrückungskreöit von 40 Mill. Mark an die Preußische Zentralgenoſſenſchaftskaſſe in voller Höhe mit 3,37 Mill. R. abzuführen, ſondern nach Vornahme von 549 580 R. Abſchreibungen einen dem vorfährigen Ergebnis un⸗ geſähr gleichen Ueberſchuß in Höhe von etwas über 1 Mill. J u erztelen. Zinſen und Proviſionen werden mit 4,67(i, V. 4,81) kill..4 angegeben, Gewinne aus Wertpapieren, Deviſen und Sorten mit 106 835(406 646) R. und Erträge aus Beteiligungen mit 331 040(330 262).. Außerordentliche Einnahmen, die im Vorfahre 503 406 R. aus machten, ſind nicht mehr ausgewieſen. Ge⸗ neralunkoſten beanſpruchten 3,57(3,92) Mill. RL, Abſchreibungen 543 590(615 557).. Die vorgelegte Bilanz iſt äußerſt proble⸗ matiſch; denn in den Debitoren von 179,10(178,84) Mill. R./ iſt das ſog. Abwicklungskonto mit 48,8 Mill. R./ enthalten, das aber zum größten Teil wertlos iſt. Das Wechſelportefeuille beträgt in⸗ lolge der geringeren Rediskontierungen 23,29(4,64), Guthaben bei Banken 17,14(9,52), Kaſſe und Notenbankguthaben 1,9(1,68), Be⸗ teiligungen 49(4,93), Wertpaplere 2,37(3,17) Mill..“. Ueber die Zukunft der Bank wird nur bemerkt, daß„über die mit der Vereinheitlichung des deutſchen ländlichen Genoſſenſchaftsweſens im Zuſammenhang ſtehenden organiſatoriſchen Aenderungen des e Aktionären in der Hauptverſammlung berichtet wer⸗ den wird“. Der Zuſammenbruch der Frankfurter Spar⸗ und Kreoubank In der geſtrigen GV. der Allgemeinen Spar⸗ un d Kreditbank Frankfurt ſtellte nach einem Bericht des ſtellv. AR. Borſitzenden Fabrikanten Remmler über die Vorgänge, die zum Zuſammenbruch geführt hätten, der AR. der mit Ausnahme von Kon⸗ ſul Dr. Kotzenberg anweſend war, ſeine Aemter zur Verfügung, des⸗ gleichen der Vorſtand der Bank. Die GV. wählte einen neuen AR., beſtehend aus 9 und einen neuen Vorſtand, beſtehend aus zwei Fit⸗ gliedern. Dieſer neue AR. hat ſofort mit dem alten AR. und den übrigen in Frage kommenden Stellen die Verhandlungen über einen möglichſt raſchen Abſchluß des Vergleichs ver⸗ fahrens aufzunehmen. Der wichtigſte Punkt der Tagesordnung forderte eine Er⸗ höhung des Geſchäftsanteils der Genoſſen um 1000 auf 1500. Der Anwalt des Deutſchen Genoſſenſchaftsverbandes in Berlin, Profeſſor Dr. Stein, ſtellte hierzu einen Abänderungs⸗ antrag, die Anteile nur um 500 auf 1000% zu erhöhen. Eine Erhöhung der Haftſumme ſoll damit nicht verbunden ſein. Bei Einziehung dieſer Summe ſoll auf die wirtſchaftliche Lage der Ge⸗ noſſen die entſprechende Rückſicht genommen werden. Dieſer Be⸗ ſchluß ſoll nur unter der Vorausſetzung gefaßt werden, daß das Ver⸗ gleichsverfahren durchgeführt wird und es nicht zum Konkurs kommt. Die Banken übernehmen die Garantie, daß über dieſe 500 hinaus die Genoſſen nicht mit der Haftſumme von 1000, herangezogen werden. In der Abſtimmung wurde dieſer Antrag mit 158 gegen 28 Stimmen angenommen. Nach dieſem Beſchluß der GV. iſt damit zu rechnen, daß vom Gericht nunmehr der Eröffnung des Vergleichs⸗ verfahrens ſtattgegeben wird, womit die Gefahr des Konkurſes be⸗ ſeitigt ſein dürfte. Bayeriſche Gemeindebank(Girozentrale) München. Das Unter⸗ nehmen konnte auch im Jahre 1928 einen kräftigen Aufſchwung nehmen. Der Reingewinn hat ſich um rund 250 000 R./ auf 800 000 R.(erhöht. An über 200 bayeriſche Städte, Gemeinden und Bezirke ſind 39,5 Mill../ langfriſtige Darlehen gegeben wor⸗ den, die in der Hauptſache(33 Mill.) durch die Ausgabe und den ſofortigen Verkauf einer Sproz. bayeriſchen Kommunalgoldanleihe gedeckt wurden. Aus dem Reingewinn wird das Betriebskapital mit 5 v. H. verzinſt, der Sicherheitsrücklage werden 150 000., dem Fürſorgefonds 10000 R. überwieſen und 48 783 R. vor- getragen. 2: Günſtiger Abſchluß der Arbeiterbank. Der bereits in der HV. enehmigte Abſchluß der den freien Gewerkſchaften nahe⸗ ehenden Bank der Arbeiter, Angeſtellten und Beamten AG. für 1928 zeigt eine günſtige Entwicklung des Inſtituts. Der Anlagenbeſtand iſt non kund 79 Mill. zu Beginn des Jahres auf rund 117 Millionen am Jahresſchluß angewachſen. Der Umfaßz hat ſich von 1,5 auf Volksſchi Und ſolche Summen zahlen wir jährlich, dabei jedes Jahr weiter ſteigend. Was wird nun erſt, wenn es einmal gilt, außerdem noch die Schulden von heute ſchon über 13 Milliar⸗ den zurückzuzahlen. Wir wollen jede Beſchönigung beiſeite laſſen; wie unſere Wirtſchaftslage heute iſt, iſt überhaupt nicht daran zu denken. Gewiß wurden in den letzten Jahren ſchon kleinere Teile fällig; aber man frage nicht, wie ſie bewerk⸗ ſtelligt wurden; ſie waren zum großen Teil nur möglich, in⸗ dem neue Anleihen zu ungünſtigeren Bedingungen aufgenom⸗ men wurden, auf gut deutſch: man macht ein Loch zu und reißt ein neues dafür auf. Neben dieſer von uns ſelbſt verſchuldeten Krankheit laborieren wir auch noch an der nicht abzuſehenden Reparationslaſt und an dem Minus unſerer Handelsbilanz. Das muß unbedingt in den Ruin führen, wenn nicht bald ab⸗ geſtoppt wird. Wie aber abſtoppen? Gewiß, die Wirtſchaft braucht das Auslandsgeld; nur ihm verdanken wir überhaupt, daß wir nicht längſt am Boden liegen. Aber wer nur vom Pump lebt, lebt der richtig? Kein Unternehmen kann ſich ohne Eigen⸗ kapital halten. Solange nur geliehen wird, zeigt ſich überall dieſe vom Ausland ausgeſchlachtete Blüte, die aber nur eine Scheinblüte iſt, weil der gefunde Boden fehlt.. Warum aber kommen wir trotz des Aufſchwunges nicht hoch? Weil alles wieder abgegeben werden muß, weil zu den Produktionskoſten viel zu viel Abgaben treten, die man nicht verdienen, ſondern nur leihen kann. Die ganze Herrlichkeit hört in dem Moment auf, in dem das Ausland uns nichts mehr gibt. Dann wird auch die ganze öffentliche Steuerpolitik zuſammenbrechen. Aber wir werden leider immer weiter Geld bekommen, bis uns ſchlfeßlich der Atem ausgeht. Das iſt dann der Augenblick, wo unſere Gläubiger uns einſtecken können, alſo das erreicht haben, worauf letzten Endes der ganze Welt⸗ krieg hinauslief. Helfen kann uns nur eins: Sparſamkeit. Und die muß oben anfangen. Dazu gehört auch Sparſamkeit in der Steuer; ſetzt man hier den Hebel an, ſinken alle anderen Ausgaben, auch die Zinſen, automatiſch. Geſchieht das nicht bald, dann läuft das deutſche Volk rettungslos in ſein Verderben, und auch die, die die Wirtſchaft nur als ein Privileg beſtimmter chten hinſtellen. — .036 Milliarden erhöht. Dieſer Entwicklung iſt, wie erinnerlich, im Dezember durch eine Kapitalser höhung um 8 auf 12 Mill.% Rechnung getragen worden, wobei aber die Neuemiſſionen erſt für 1929 dividendenberechtigt iſt. Die Erfolgsrechnung weiſt einen Rein⸗ gewinn von 1,06(0,90) Mill. 4 aus, der nach 0,6 Mill.„ Rückſtel⸗ lungen mit 0,4 Mill./ zur Ausſchüttung von wieder 10 v. H. Di vi⸗ dende und mit dem Reſt zum Vortrag benutzt wird. 0 * Gründung einer neuen Hypothekenbank in Amſterdam. Zur Hypothekengewährung in Deutſchland und Holland. In Amſterdam iſt eine neue Hypothekenbank, die N. V. Holland⸗Deutſch⸗ land⸗ Hypothekenbank, mit einem Kapital von 1 Million Gulden, wovon 200 Aktien zu je 1000 fl. bei der Gründung in bar eingezahlt wurden, errichtet worden. Der Zweck der neuen Geſell⸗ ſchaft beſteht in der Beleihung von erſtſtelligen Hypotheken in Deutſch⸗ land und Holland und in der Ausgabe von Pfandbriefen. Gründer ſind die Kaufleute Heybroek(Amſterdam) und Schadd(Hilverſum). Rechtsanwalt Dr. Bruine Plooſe, van Amſtel(Hilverſum) und der Notar Kramer(Amſterdam). Kapitalerhöhung preußiſcher Staatsbefriebe Wie verlautet und von zuſtändiger Stelle im großen ganzen be⸗ ſtätigt wird, werden die Preußiſche Bergwerks⸗ und H ü t⸗ ten⸗ Ach. und die Preußtiſche Elektrizitäts⸗ AG., die bekanntlich in die neuzugründende Holding⸗Geſellſchaft(Preuß. Elektrizitäts⸗ und Bergwerk s⸗AcG.) übernommen wer⸗ den ſollen, vorher noch ihr Kapital ſelbſtändig erhöhen und zwar ſoll es ſich bei der Preußag um eine Kapitalerhöhung um 40 auf 140 und bei der Preag um 30 auf 110 Mill./ handeln. Zum Teil würde das allerdings nur eine Umbuchung bedeuten; in erſter Linie bei der Preußag, wo lediglich die vom Staat gegebenen Vorſchüſſe in Aktienbeſitz umgewandelt werden dürften. Das Aktienkapital der neuen Holding⸗Geſellſchaft iſt mit 180 Mill. I in Ausſicht genommen. Harpener Bergbau.⸗G. Wie wir hören, findet die AR. ⸗ Sitzung am 14. März ſtatt. Nachdem ſchon vorausgehend in den Anleiheproſpekten völlige Dividendenloſigteit für das abgelaufene GJ. angeſagt worden iſt, dürfte wohl der AR. nach dieſer Richtung endgültige Beſchlüſſe für den entſprechenden Vorſchlag für die HV. faſſen. Vereinigte Stahlwerke vau der Zypen und Wiſſener Eiſen⸗ hütten AG., Köln⸗Deutz.— Wieder 9 v. H. Dividende. Der AR. beſchloß, der auf den 27. März nach Berlin einberufenen HV. wieder 9 v. H. Dividende zur Ausſchüttung vorzuſchlagen. Voltohm Seil⸗ und Kabelwerke Ac. Frankfurt. Entſprechend der Ankündigung im letzten Geſchäftsbericht iſt, wie ſich bereits jetzt für den Abſchluß 1923 erſehen läßt, mit der Wie dera u fnahme der Dividendenzahlung, und zwar in Höhe von 4 v. H. zu rechnen. * Bayeriſche Elektrizitäts⸗Lieferungsgeſellſchaft.⸗G. Bayreuth. Der AR. beſchroß, der Ham 29. April die Verteilung einer Dividende von wieder 7 v. H. vorzuſchlagen. 72? Ambi, Woggon⸗ und Apparate au⸗AG. in Berlin. Während oͤas Unternehmen für das Geſchäftsfahr 1926 eine Dividenden⸗ erhöhung für das Aktienkapitel von 1,6 Mill. auf 80 v. H. gegen⸗ über 16 v. H. im Jahre 1920 vornehmen konnte verzeichnen die Bi⸗ lanzen für 1927 und 1928, die ſoeben zur Veröffentlichung kommen, einen Verluſt von 754 715. Die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung für 1927 zeigt noch Erträgniſſe von 486 618(4 230 964), die aus der für 1928 ganz verſchwundenen ſind. Die Unkoſten, die ſich 1926 auf 2949 231/ beliefen, erforderten 1927 882 499/ und 1928 852 101 1. Da Abſchretbungen in den beiden Berichtsjahren nicht verbucht wer⸗ den(1926 insgeſamt 615 274), ergibt ſich unter Berückſichtigung des Gewinnvortrages aus 1926 in Höhe von 243 207 noch ein Gewinn⸗ vortragzreſt von 97 886. Das Geſchäftsjahr 1928 zeigt dem ent⸗ ſprechend nach Abzug dieſes Gewinnvortrages eine Unterbilanz von 754 715„, die faſt die Hälfte des Attienkapitals erreicht. Bremer Silberwarenfabrik,.⸗G. in Sebaldsbrück. Die G. erzielte 1928 nach Abſchre bungen von 39 780(120 764) N. einſchl. Vortrag von 46 201(30 687).“ einen Reingewinn von 933 985 (207 401]., woraus wieder 12 v. ö. Divldende auf 1,20 Mill. Reichsmark alte StA. und 6 v. H. auf 240 000./ junge Aktien verteilt werden. Der Reſervefonds erhält 124000(i. B. 100 00% Reichsmark. Vorgetragen werden 44 885(46 201) RL. Nach dem Vor⸗ ſtandsbericht lonnte der Jahresumſatz geſteigert werden. Die G. hat ſich an der Umwandlung der Silberwarenfabrik von Karl Ko tenberg u. Söhne in Altenſteig(Württ.) in eine Aktiengeſellſchaft führend beteiligt. Große Kaſſeler Straßenbahn.⸗G. in Kaſſel.— Starke Divi⸗ dendenermäßigung. Der AR. beſchloß, der GB. am 15. April die Verteilung einer Dividende von 7 v. H. auf 8 Mill.% BA. Un den helden Vorfahren ſe 8 v..) und von 4 v. H. auf 3 534 000 Stammaktien(in den beiden Vorfahren ebenfalls 8 v..) Geſellſchaft hat, wie ſchon in letzter Zeit verſchiedentlich dargelegt worden iſt, erhebliche Verluſte mit ihrem Omnibus⸗ verkehr und anderwärts erlitten, was Reorgankſations⸗ maßnahmen notwendig gemacht hat. Dieſe auch ſind es geweſen, daß der Abſchluß, erſt jetzt fertiggeſtellt, der Oeffentlichteit zur Kenntnis gegeben wird. Opel an General-Motors verkauft? Nachdem mit der letzten Erklärung der Opel⸗Verwaltung ihre jetzt unbegreiflichen und ſachlich nicht berechtigten vorhergegangenen De⸗ mentis ſelbſt widerrufen wurden, kommt jetzt von einer bisher in Sachen Opel⸗General Motors verläßlich unterrichteten Seite die Nach⸗ richt, daß am geſtrigen Montag der notarlelle Vertra g über den Verkauf von 80 v. H. des 60 Millionen betragenden Aktien⸗ kapitals der Opelwerke A. G. Rüſſelsheim an die General Mo tors abgeſchloſſen worden ſei. Der Preis für dieſe 80 v. H. betrage 125 Mill. /. Das würde dem zuerſt genannten Kaufpreis von 200 v. H. etwa entſprechen. Der Vertrag ſei auf acht Jahre ab⸗ geſchloſſen, der, wenn er nicht zwei Jahre zuvor von einer Seite ge⸗ kündigt wird, ſich automatiſch um je acht Jahre verlängert. Bei Kün⸗ digung des Vertrages haben die Opelwerke die 80 v. H. des Kapi⸗ tals zurückzunehmen und den jetzt ausbedungenen Preis zu⸗ züglich 25 v. H. zu erlegen. Im Direktorium bleiben Wilhelm v. Opel und Dr. Fritz v. Opel, die beiden perſönlichen Gründer der Opelwerke A. G. Außerdem wird die Familie Opel durch mehrere Mitglieder im Aufſichtsrat vertreten ſein. Eine Beſtätigung der Meldung über den Verkauf war bisher von der Opel A. G. nicht zu erhalten, doch liegt dieſe Meldung auch von anderer Seite in ähnlichem Sinne bereits vor. Von der Opel A. G. wurde die Angabe gemacht, daß eine offizielle Meldung erfolgen würde, ſobald ein Abſchluß vorliege. Danach dürfte alſo der Kernpunkt der wiedergegebenen Meldung zutreffen und der Abſchluß des Vertrages Opel⸗General Motors zumindeſtens noch bevorſtehen. H. Wronker.⸗G.— Maßjorität an deutſches Konſortium über⸗ gegangen. In der.⸗V. vom 16. Dez. 1927 wurde bei der H. Wronker .⸗G. die Erhöhung des Kapitals um 3,3 auf 6 Mill. R./ beſchloſſen. Dieſe Kapitalserhöhung wurde im Jahre 1928 durchgeführt und mit dem neugewonnenen Kapital die Verſchmelzung der Warenhäuſer Hanſa G. m. b. H. in Frankfurt a. M. und Zum Strauß in Nürn⸗ berg mit Wronker durchgeführt. Dieſe 3,3 Mill. Aktien, die ſich in Händen der Vorbeſitzerin der beiden Warenhäuſer, der Sociste Internationale des Grands Bazars, S. A. in Lutt ich befanden, wurden ſetzt zu einem Kurſe von 140 v. H. von einem Konſortium unter Führung der Dresdner Bank übernom⸗ men. In dieſem Konſortium iſt die H. Wronker.⸗G. vertreten. Mit dem Erlös wird die durch den Aktienerwerb der Brüſſeler Ge⸗ ſellſchaft entſtandene ſchwebende S chuld abgelöſt. Der Reſt⸗ betrag dient zur Stärkung der Mittel der Wronker.⸗G. Die Sociéts Juternatkonale wird am 25. März über die aus dem Ueber⸗ gang der Altien ſich ergebenden Folgerungen beſchließen. * Annahme des Zwangsvergleichs im Konkurs Gebr. Himmels⸗ bach. Freiburg. In Sachen des Konkurfes der Firma Gebrüder Himmelsbach, Freihurg, fand geſtern eine Gläubigerverſammlung ſtatt, die nach mehrſtündiger Verhandlung mit 29 Kopfſtimmen gegen 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen den Zwangs ver⸗ gleichsvorſchlag annahmen. Hinter den 28 Kopfſtimmen ſteht die überwiegende Mafor tät der Forderungen. Det Zwangs⸗ vergleich hat folgende Grundlage: auf die erſten 500 91/ wird eine Quote von 100 v. H. verteilt, auf die zweiten 500., eine Quote von 55 o. H. und auf den Reſtbetrag eine Quote von 31 v. H. Die Konkursmaſſe beträgt 32,33 v. H. Es wurde mitgeteilt, daß zwiſchen der Bayer'ſchen Reglerung und der Gemein⸗ ſchuldnerin ein Vergleich zuſtande gekommen iſt, wonach letztere auf die Fortführung des Prozeſſes verzichtet, während die Bayer. Regierung jede weiteren Anſprüche auf die Konkursmaſſe bzw. an die Gemeinſchuldnerin fallen läßt. Auch in dem Ppeſſeprozeß Fern⸗ bach⸗Endriß iſt es zu einem Vergleich gekommen. Sinner AG. in Karlsruhe Nach dem erſchienenen Geſchäftsbericht verlief das Wirtſchaftsjahr 28 zu gewohnten Gleiſe. Der Anteil der Geſellſchaft am Abr. der Stettiner Spritwerte wurde von der Webnopolverwaltung angerauft, die damtt alleinige Beſtzerin des Werkes geworden iſt. Der bei dlieſer Transartion entſtandene Buchgewinn iſt zu einer Sonder⸗ rucklage im Jutereſſe des Hefegeſchaftes verwendet worden. Die Reinſgungsanſtart in Grunwinkel arocitete wie bisher im Lohn für die Webnopol verwaltung. Der Abſatz in pre Bhefe konnte ich erhöhen, hauptſachlich durch die Uebernahme des größten Teils ver Kundſchaft der Fa, Muller u. Feder in Großſachſen. Die Kon⸗ junttur im Hefegeſchafk iſt zurzeit ungünſtig. Im Mühlen ⸗ betrieb hat ich wenig geandert. Das Firorgeſchaft bunbe ſich ausdehnen und brachte befriedigenden Nutzen, im Nähr⸗ mittel⸗ und Konſervengeſchaft iſt die Konkurrenz immer noch groß, dee Glashütte arberbet in ruhiger Entwicklung, die Be⸗ telligungen ergaven zeitgemäßen Geweun, die Landwirtſchafts⸗ betriebe in Groß⸗uaſſow und Grünwinkrel brachten Verluſte. Einſchl. Vortrag von 200 908(240 40%% ſtellt ſich der Betriebsüberſchuß zuſammen auf 3,295(2,581 Mill... Demgegenüber erforderten Vandlungsunkoſten eenſchl. Staats⸗ und Gemeinveabgaben 1,145 4,122), Zinſen 905(512), Abſchreibungen auf Anlagewerte 6,25 (0,19), die bereits erwahnte Ruckftellung für erworbenen Heſeabſatz 6,0 Mill. N. Von den dann vervlelbenden 972920(654 205) t Neingewinn erfordern die loproz. Diruidende wieder 650 000 R diet Agt.⸗Bergütung 23 400(27 800)., Zuweiſung an die Rücklage für Arbelterwohlfahrtszwecke 20 600 20 00., ſo daß gum Vortrag auf neue Rechnung verbleiben 279 520.. Aus der Bilanz: den Aktiven Grundſtücke in Karlsruhe, Grünwinkel und Groß⸗Maſſow 1,8(1,65), Fabriten und Gebäude 3,70(3,58), eigene Wirtſchaften(47 Anweſen) 2,390(1,740), Gerätſchaften 1,045(0,40), Wertpapiere und Beterligungen 1,28(2,02), Vorräte 4,74(5,22) und Außenſtände 4,72(4,58). Dagegen bei unverändert 6,5, Mill. R. Abt. und 1,3 Mell. R. Rücklagen Hypotheren 185(1,88), Darlehen 0742(0,37), Bank⸗ und Wechſelverbindlichteiten 5,88(6,54), laufende Verpflichtungen 1,24(0,99). — * Amtliche Großhaudelsziffer. Die auf den Stichtag des 6. Mär, berechnete Großhandelsindexziſſer des Stattſtiſchen Reichsamtes mit 140,1(189,6) gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. H. geſtiegen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarſtoſfe um 1,1 u. H. auf 135,6(134,1) angezogen. Die Indexziffer für K o lontal⸗ waren iſt um 0,3 v. H. auf 125,4(125,8) zurückgegangen. Die In⸗ derziffer für induſtrielle Rohſtofſe und Halbwaren hat mit 134,0(133,9) leicht angezogen, während diejenige für induſtrielle Fer. tigwaren mit 158,0(158,1) leicht nachgegeben hat. g Deviſenmarkt Im beutigen Frübverſett Hotierten Pfunde gegen Nem- orf 485.09485,17 Schweiz 25,22 25 22 Stockzelm 237 19,18 Paris 124.21 124, Holland. 12,11 12,11 Marid. 33,04 32.58 Brüſſel. 34,83 84,94 Oslo 18,19 18,19 Mailand 92,68 92,68 Kopenhagen 16,18 18,20 Gegen Reichsmark wurden Dollar mit.2180 und Pfunde mit 20,45 gehandelt Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kils netto waggonfrei Mannheim mit Sack, zahlbar ln Nur Amtliche Preisnotietungen vom 11. März 1829 Weizen, inn. 23,75 Pfälzer Gerſte 25. ½5.50 f K Weizenmehl o 84,30 „ gqusl. 28, 29,50 Futter⸗Gerſt 20.25½2.50'brotmehl— Roggen, inl. 24. Mais a.'ſch. 25— Roggenmehl 31,2583. „ aus!— Viertreber 22 75/½3,50 Weizenkleie 14.— Hafer inländ 23.75 24,50 Wieſenheu 12.40 13,20 Raps— „ ausl. 23,75 Luz.⸗Kleehen 13.20 14,— T ockenſchnitzeſ Brau⸗Gerſte 24.75/25. Preßſtroh 5,606,440 Soyaſchrot— dto ausl.— Geb. Stroh 5, 40/6.— Rohzucker mel.— * Süddeutſcher Großmühlenpreis ab Mühle. Meylpreiſe mu Sack, Berliner Metallbörſe Mittelkurs gein-Ricket 350.0— 55 für 100 K. 6 11 2 11 fntinen Reg. 32,50 82,50 „KNupfer 1677 1670 Elektrelyttpf. 185,2 185,2 Jeinſilben kg. 78,50 78,50 Bletl. 47.50 47,50 Alum. 98/0, 190,0 190,0 Gold Frelv Er. 62 2,81 Zint 52,25 52,75 de. Walz⸗Draht 194,0 194,0[Blatin de. 7 10,25 10.2 Londoner Metallbörſe Metalle in E pro Alumfn Zl 88, 28.— . i. Silber Unze ſtand. 137/40) fein. Platin Unze dab. Ausl. 100,0 100,9 1 8. II. Ido Slektw 91.59 81 50 Jueckſilber 22,25 22, Jupfer Kaſſa 82,75 82,15 ginn Kaſſa 218,7 229.2 Antimon Reg 55.— 55. dye Monate 83, 83,70 de. 3 Monate 220.7 2210 Platin 13,85 13.85 etlementſpr. 82.75 82, de Settlemen 218,7 220,0 Wolſramerz.50 18,78 Nupfer elektrol.] 91.50 91,50 de. Banka 223 2224.5 Nickel Inland 175.8 175.0 d beſt ſelec 88 50 88,75 de. Straits 221,2 223) de. Ausland 178.6 175, de ſtrong zu 118.01 116,0[ Blei prompt 28,05 Suuber—— 1 1 4 1 1 1 N 8. Sette. Nr. 110 Dienstag, den 12. März 1929 8 e Am Sonntag nachmittag, den Siait besonderer Madaridat N 10. Marz verschied plötrlich und N 8 unerwartet mein lieber Gatte, unser guter Vater Meinrich Wilh. Nagel 2 Mannheim, den 12. März 1929 . Friederike Nagel 5 Hertha Nagel Heinrich W. Nagel, Dipiom- Volkswirt 5 Die Beeraeng, findet am Donnerstag, den 14. März nachmittags f 5 2% Uhr auf dem Friedhof in Ziegelhausen statt 8 2 Kondolenzbesuche dankend verbeten 0 1 5 Cas 1 1 2 Herr Drokurist im nahezu vollendeten 34. Lebensſahr Ganz plötzlich und unerwartet verschied am Sonntag, den 10. Märx 1929 2 N Heinrich Nagel N Der Verstorbene war fast 29 jahre in unserem Unternehmen tätig, in das er in jungen Jahren als Buchhalter eintrat, um späterhin zum 5 5 Ableilungsvorstand und zum kaufmännischen Prokuristen aufzurücken. 1 5 Seinen beruflichen Pflichten hat er sich stets mit voller Hingabe und g 5 mit großem Geschäftsinteresse gewidmet und sein verbindliches und 40 5 kameradschaftliches Wesen hat ihm auch die persönlichen Sympathien 48 99 seiner Mitarbeiter bleibend gesichert 5 Mannbeim-Kälertal Brown, Boveri& Cie., Alktiengesellsdhalt Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten Unerwartet und viel zu früh verschied am 10. März 1929 unser lang- jähriger Kollege g Herr Prokurist Heinrich Nagel Veber 28 jahre hat der Entschlafene dem Beamtenkörper unserer Firma, der er sein ganzes Können und seine Arbeitskraft in vorbild licher Treue und Hingabe widmete, als Abteilungsleiter angehört Sein lauterer Charakter, gepart mit großer Herzensgüte, hat dem Heimgegangenen bei uns und allen denjenigen, die seinem Schaffen und Sorgen nahestanden, allgemeine Wertschätzung gesichert Wir bedauern aufrichtig sein allzufrünes Flinscheiden und behalten ihn ehrenvoll im Gedächtnis Die Prokuristen der Bron, Boveri&(ie. Altiengesellschalt Iodes-Nadbricht Freunden und Bekannten die tieftraurige Nachricht, daß mein inniggeliebter Gatte, unser herzensguter treubesorgter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onßze Ludvig Egenlaul am Sonntag(Lätare) sanft verschieden ist Namens der trauernd Hinterbliebenen: Regina Egenlaul Wwe. T 8. 168 Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13, März, nachmittags 1 Uhr statt Von Beileidsbesuchen und Kranzspenden bittet man abzusehen.— 80 Langfährige, tücht Weigzeug- und 5 Die giudc uche Geburt eines gesunden 3 Sterrhrrhrelfers ige 20 en en l bee a Nleidermacherin perfekt in Herren⸗ Negbaumstr. K. Zendler.] wle, Asbener, 1 ch eini Frau Hells geb. ern 1 750 15 U. 5 0 Nennbelm(Nermersholstr. 255, U. Nrz 100 dem Hauſe au. 2 L Lanzkrenkernaus, Neerleldsft. W 85, 3 chmitzer. Herrenkleider dchude, pfandschelne inkel, 0 5, 5 Tel. 25474. 8168 Fahrräder Heparsturen- kraft billigst dug Vg 0 1 24 Qualitäts- öbel kauft man am beſten belm Fachmann. 8 unſereß reichhaltig Lagers, ſind Eigen⸗ erzeugniſſe, u. äußerſt preiswert. Zum unverbindlichen Beſuch ladet höflichſt 1160 kabr lünen 8 Möbelwerkstätte ſtelle dieſes Blattes. 5 oder 1. 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