* in „ A 11 Irrer rr 0 2 55 Mittwoch, 26. Juni 1929 Bezugspreiſe; In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatlich.⸗M..— ohne Beſtellgeld. Bei evtl. Aenderung der wiriſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ forderung vorbehalten Poſtſchecktonto 17590 Karlsruhe Haupt⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R 19/11 Baſſermannhaus) Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofſtr.6 chtoetzingerſtr. 1020 u. Meerfeldſtraße 13 Telegramm⸗ Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24044, 24945, 24951, 24952 u. 24953 Beilagen: Sport und Spiel. Aus Zeit und L eben Mann Miklag⸗ Ausgabe annheimer General Anzei 2 N Unterhaltungs⸗Beilage. Aus der N Welt der Technik Wandern und Neiſen Geſetz und Recht Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. 5 Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen —4.⸗M. 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Man neigt der Anſicht zu, das franzöſiſche Parlament ausſchließlich und allein mit dem fran⸗ zöſiſch⸗amerikaniſchen und dem franzöſtſch⸗engliſchen Schulden⸗ abkommen zu befaſſen und die Ratifizierung des neuen deutſch⸗alliierten Reparationsſtatutes auf einen ſpäteren Zeitpunkt, eptl. bis auf Oktober dieſes Jahres, zu vertagen. Hierfür ſollen, wie Poincaré ſelbſt, dem„Echo de Paris“ zufolge, einem Parlamentarier mitteilte, ſehr wichtige Gründe aus⸗ ſchlaggebend geweſen ſein. Jusbeſondere habe es ſich als äußerſt ſchwierig erwieſen, die Verhandlungsgrundlage für die internationale Reparations bank eutſprechend vor⸗ zubereiten. Die Unterſuchungen, die gegenwärtig von den Juriſten des franzöſiſchen Außenamtes durchgeführt werden, lieferten, dem„Echo de Paris“ zufolge, das Ergebnis, daß der No ungplan eine Reihe von Un möglichkeiten, Widerſprüchen und ſtark umſtrittenen Stellen enthält. Der Umſtand, daß zum erſten Male die vier Texte, der franzöſiſche, engliſche, italieniſche und deutſche,gleich⸗ berechtigt ſind, erſchwert die Arbeit der Juriſten außer⸗ ordentlich. Die Vorarbeiten für die Konferenz geſtalten ſich dem⸗ gemäß ſehr ſchwierig und es ſcheint Herrn Poincarés Abſicht zu ſein, bis zum 1. Auguſt die Ratifizierung der alliierten Schuldenabkommen zuſtande zu bringen und die Einberufung der poltiſchen Konferenz erſt dann gutzuheißen, wenn die juriſtiſche Vorarbeit geleiſtet worden iſt. „Echo de Paris“ glaubt zu wiſſen, daß auch das eng⸗ liſche Außenamt einen ähnlichen Standpunkt einnehme. In Geſprächen mit Deputierten und Senatoren äußerte ſich der franzöſiſche Miniſterpräſident auch noch dahin, daß er nach wie vor einem Konferenzort in der Schweiz gegenüber London den Vorzug gebe. Im„Figaro“ wird heute der Regierung der dringende Rat erteilt, ſich in der nächſten Zeit ſtärker auf die öffent⸗ liche Meinung zu ſtützen, die in der Rü u mu ngsfrage ſehr ſtarke Skepſis zeige und der Regierung bei den kommenden Verhandlungen den Rücken ſtärken könnte. Ein Schwimmer gegen den Strom VMParis, 26. Juni.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Während die geſamte franzöſiſche Regierungspreſſe im Hinblick auf die kommenden diplomatiſchen Verhandlungen einſtim⸗ mig darauf beharrt, die Einſetzung einer ſt än digen Ueberwachungskommiſſion im Rheinland ſei die unerläßliche Bedingung einer vorzeitigen Räu⸗ mung des Rheinlandes, unternimmt es der ſozialiſtiſche Füh⸗ rer Leun Blum im„Populaire“, die Nutzloſigkeit und Un⸗ zweckmäßigkeit einer ſolchen einſeitigen Kontrollſtelle darzu⸗ legen. Er weiſt darauf hin, daß ein einſeitiger Kontrollams⸗ ſchuß niemals eine Sicherheitsgarantie bilden khune. Außer⸗ dem ſei heute die Rheingrenze durch die Verträge von Lo⸗ carnv in einem ſo ſtarken Maße geſichert, daß mon in der Geſchichte kein ähnliches Beiſpiel einer ſo weitgehenden Garantie finde. Aus dieſen Gründen müſſe jede zuſätzliche Sicherheits⸗ forderung als eine Ausflucht, eine Schikane betrach⸗ tet werden, die dem guten Rufe und den Intereſſen Frank⸗ reichs ſchade. Es gäbe deshalb keine andere Löſung als die ſchleunige Näumung des Rheinlandes, ohne irgend einen Vorbehalt daran zu knüpfen. Konferenz in London oder Lauſanne? London, 26. Juni.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Die deutſche Regierung hat auf eine Anfrage des Berliner engliſchen Botſchafters ihre Zuſtimmung zu dem Plan ge⸗ geben, die Rep-parations⸗ und Rheinland⸗Kon⸗ ferenz in London abzuhalten. Dieſe Antwort hat in engliſchen politiſchen Kreiſen große Befriedigung hervor⸗ gerufen, und zwar umſomehr, als man weiß, daß von frau⸗ zöſiſcher Seite ein ſtarker Druck auf Dr. Streſemann aus⸗ geübt worden iſt, in dem Sinne der franzöſiſchen Wünſche, die Konferenz in einem neutralen Land abzuhalten. Die belgiſche und die italieniſche Regierung haben ebenfalls auf engliſche Anfragen hinweiſen laſſen, daß ſie gegen London als Kon⸗ ferenzort keine Einwendungen zu machen haben. Von Paris aus wird jedoch nach wie vor verſucht, für Lauſanne Stimmung zu machen. Es heißt, daß die franzöſiſche Regie⸗ rung ſchon in den nächſten Tagen eine Art Gegenoffen⸗ ſive gegen die engliſche Demarche unternehmen wird. In hieſigen verantwortlichen Kreiſen iſt man jedoch jetzt völlig überzeugt, daß es gelingen wird, auch die Fran⸗ zoſen zur Zuſtimmung für London zu bewegen. Der diplo⸗ matiſche Korreſpondent des„Daily Telegraph“ bringt heute die engliſche Befriedigung über die deutſche Antwort zum Ausdruck, wenn er ſchreibt, man begrüße das Verſtänd⸗ nis, das die Schwierigkeiten des engliſchen Kabinetts in Berlin gefunden hätten. Ebenſo begrüßenswert ſei der Bericht, daß die deutſche Delegation neben Dr. Streſemaun auch den Reichskanzler Müller und wahrſcheinlich auch den Reichsfinanzminiſter Dr. Hilferding einſchließen werde. Der engliſche Botſchafter in Berlin, Sir Horace Rum ⸗ bold, befindet ſich gegenwärtig in London, um dem Mi⸗ niſterpräſidenten und dem Außenminiſter über die Stellung⸗ nahme der deutſchen Regierung zum Voung⸗Plan Bericht zu erſtatten. Man nimmt an, daß Numbold auch über die ruſſiſche Frage konſultiert werden ſoll. Darin iſt bisher noch keine endgültige Ent⸗ ſcheidung getroffen. Offiziell wird bekanntgegeben, daß die Regierung ſich zunächſt mit den Dominions in Verbindung geſetzt hätte, um die Wiederaufnahme der Beziehungen zur Sowjetunion gemeinſam mit den angeſchloſſenen britiſchen Regierungen vornehmen zu können. In der Preſſe kommt jedoch ſtellenweiſe die Vermutung zum Ausdruck, daß die Be⸗ fragung der Dominions nicht der wahre Grund der Ver⸗ zögerung ſei, die man in der Angelegenheit der engliſch⸗ruſ⸗ ſiſchen Beziehungen wahrnimmt. Der„Daily Tele⸗ graph“ beiſpielsweiſe, glaubt, daß im Kabinett Meinungsverſchiedenheiten über die Notwendigkeit herrſchen, die zur Wiederaufnahme der Beziehungen ausſchlaggebend ſeien. Während ein Teil der Miniſter die konventionelle Methode einzuſchlagen wünſcht, zunächſt lediglich Geſchäftsträger in den beiden Hauptſtädten zu ernennen und ſpäter auf Grund von gründ⸗ lichen Verhandlungen dieſe zu Botſchaftern zu erheben, ſind andere Miniſter der Auffaſſung, daß es das Beſte ſei, ohne lange Vorbeſprechungen unverzuglich Botſchafter in Moskau und London zu beſtellen. Der„Daily Telegraph“ nennt dabei wiederum den Abgeordneten en worthy als den Kan⸗ ditaten Englands für den Moskauer Botſchafterpoſten. In diplomatiſchen Kreiſen hören wir jedoch, daß dieſer Vorſchlag bisher nur von unmaßgeblicher Seite gemacht iſt und nicht ſehr viel Wahrſcheinlichkeit für ſich habe. runkrei Deutſcher Goldkauf in London S London, 26. Juni.(Von unſerem Londoner Ver⸗ treter.) In Eitykreiſen erregte geſtern die Ausfuhr eines beträchtlichen Betrages von Gold nach Deutſchland ſtarkes Auffehen. In den letzten beiden Tagen haben deutſche Ban⸗ ken ſchätzungsweiſe für 50 Millionen Mk. Gold auf dem Londoner Markt aufgekauft. Bei der gegenwärtigen prekären Lage der Bank von Eugland hinſichtlich ihrer Gold⸗ beſtände beunruhigt dieſer Goldkauf Deutſchlands ſehr, um⸗ ſomehr, als der Stand der Mark eine Fortſetzung der Käufe wahrſcheinlich erſcheinen läßt. Allerdings hatte man in ein⸗ geweihten Kreiſen in der letzten Woche bereits mit bevor⸗ ſtehenden deutſchen Goldkäufen gerechnet, da Deutſchland ſeit Ende März nicht weniger als eine Milliarde Mark in Gold verloren hat und die Mark nunmehr ſo günſtig ſtand, daß neue Goldkäufe nur noch durch das Verbot der Reichsbank verhindert wurden. Dieſes iſt nun offenbar Anfang dieſer Woche aufgehoben wor⸗ den, ſo daß dem Aufkauf auf dem engliſchen Markt nichts mehr im Wege ſtand. Die Lage der Bank von Englaud iſt jedoch dadurch bedenklich erſchüttert worden, umſomehr, als in der letzten Woche ununterbrochen Goldkäufe von ame⸗ rikaniſcher Seite getätigt worden ſind. Engliſche Sorgen vor deutſchen Kolomalwünſchen § London, 26. Juni.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Während die engliſche öffentliche Meinung den Hauptteil der außenpolitiſchen Rede Dr. Streſemanus geſtern durchaus gün⸗ ſtig aufgenommen hat, erregen nunmehr einige Stellen dieſer Rede doch noch nachträgliche Kritik. Die„Daily Malls“ ſchreibt in einem verſpäteten Kommentar, man dürfe bei der Rede Dr. Streſemanns nicht ſeine eigentümlichen Bemer⸗ kungen über die deutſche Kolonjalpolitik überſehen. Es werde in London zu wenig erkannt, daß Deutſchland katfäch⸗ liche Anſtrengungen mache, um Kolonfen zu erhalten Und um die britiſche Kolonlalpolitik an verſchledenen Stellen zu be⸗ kämpfen. Der deutſche Außenminiſter ſei diesmal ſo weit ge⸗ gangen, ausdrücklich zu erklären, daß er ſich den britiſchen Plänen in Oſtafrika widerſetzen werde. Dies ſei zweifellos nur als Beginn einer Kampagne aufzufaſſen, die von engliſcher Seite alle Aufmerkſamkeit verdiene. Wenn Deutſchland in ſeiner gegenwärtigen Lage zunächſt nur thedo⸗ retiſche Einwände gegen die engliſchen Pläne der Vereinigung Oſtafrikas unter einheitlicher Verwaltung vorbringe, ſo könne man ſich darauf gefaßt machen, daß es unter günſtigeren Um⸗ ſtänden ſein ganzes Gewicht gegen die engliſche Kolonialpolittk einſetzen werde. Man müſſe damit rechnen, daß Deutſchland eines Tages mit der Forderung der Wiedergabe feiner alten Kolonien auf den Plan treten werde. s Sorgen als Schuldner Pointaré vor dem„Kleinen Parlament y Paris, 26. Juni.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) In der vierten Sitzung des„Kleinen Parlaments“, d. h. der vereinigten Kommiſſtonen für Finauzen und auswärtige An⸗ gelegenheiten, befaßte ſich der Miniſterpräſident Poincaré geſtern nachmittag eingehend mit dem Schuldenabköm⸗ mien zwiſchen Frankreich und England. Nach einer geſchichtlichen Darlegung der Ereigniſſe, die ſchließlich zum Abſchluß des Vertrages Caillaux⸗Churchill führten, ſuchte Poincaré die Ruhraktion zu rechtfertigen mit dem Hinweis darauf, daß ſie Frankreich 1 Milliar⸗ den eingetragen habe. Der Miniſterpräſident machte ſodann mit beſonderem Nachdruck auf eine ſehr unangenehme Folge einer Nichtratifizierung der Schuldenabkommen auf⸗ merkſam. Wenn die Ratifizierung nicht vor dem 1. Auguſt vorgenommen wird, muß Frankreich bekanntlich die ameri⸗ kaniſche Haudeksſchuld von 400 Mill. Dollar zurück⸗ zahlen. In dieſem Falle aber wird die britiſche Regie⸗ rung die Zahlung einer ebenſo großen Summe beanſpruchen, trotzdem die franzöſiſche Regierung gegen dieſe Forderung proteſtiert und geltend macht, daß die Schuld für das in Frankreich zurückgelaſſene Heeresmaterial nicht auf dieſelbe Stufe geſtellt werden könne wie die eigentlichen Kriegs⸗ ſchulden. In Bezug auf die Ratifizierung des Abkommens Caillaux⸗ Churchill machte Poincaré dieſelben Bemerkungen wie beim Schuldenvertrag mit den Vereinigten Staaten. Er äußerte die Anſicht, die beſte Löſung ſei die Ratifizierung durch ein Regierungsdekret, doch ſtelle er es der Kammer anheim, die Ra⸗ tiftgierung gegebenenfalls ſelbſt auszuſprechen. Heute wird der Mintiſterpräſident der Kommiſſion den fünften Teil ſeines Expoſés über die Reparationen und den Moungplan vorlegen. Briand und Chéron haben darauf verzichtet, ebenfalls ein Expoſe vorzulegen. Sie werden ledig⸗ lich auf beſtimmte Fragen antworten, die von Mitgliedern der Kommiſſionen geſtellt werden. Briand trägt ſich auch mit der Abſicht, ein Gelbbuch über die Frage der iuteralltierten Schulden herauszugeben. Der Quai d Orſay ſteht bereits in Verhandlungen mit der britiſchen und amerikaniſchen Regie⸗ rung, um ihre Zuſtimmung zur Veröffentlichung der Akten⸗ ſtücke zu erhalten, die auf die interalltierten Schulden Bezug Einige Zeitungen ſprechen die Anſicht aus, daß die Er⸗ klärung Dr. Streſemauns, der Mpungplan ſei hauptſäch⸗ lich für die nächſten zehn Jahre vorgeſehen, in parla⸗ mentariſchen Kreiſen einen ſehr ſtarken Eindruck hervorrief. Die Aufgabe der Regierung ſei jetzt außerordentlich erſchwert, Amneſtie für die Autonomiſten Die frauzöſiſche Regierung hat am Dienstag in einem Miniſterrat beſchloſſen, die verurteilten elſäſſiſchen Autono⸗ miſten zu amneſtieren. Sie wird den Geſetzentwurf, der die in Colmar verhängten Strafen und deren Wirkung auf⸗ hebt, ſofort der Kammer zugehen laſſen, die ihn zweifellos mit einer ſtarken Mehrheit unverzüglich verabſchieden wird. Die Regierung beſchränkt dieſe Amneſtie auf alle Ver⸗ urteilten, die bis zum 22. Juni d.., alſo bis zum Tage der Freiſprechung im Roos⸗ Prozeß, ausgeſprochen worden ſind. Aus der Amneſtie ergibt ſich eine Reihe von praktiſchen Folgen und zwar zunächſt die, daß die Herren Ricklin und Roſſeé nach erfolgter Amneſtie in den Beſitz der Wähl⸗ barkeit treten. Es iſt möglich, daß die beiden für ſie gewähl⸗ ten Abgeordneten Hauß und Stürmel dieſe Gelegenheit be⸗ nutzen und ihnen den Wiedereinzug in das Palais Bourbon dadurch ermöglichen werden, daß ſie ihre Mandate zur Ver⸗ fügung ſtellen. Immerhin können nunmehr die Verurteilten ihre Generalrats⸗ und Gemeinderatlsmandate ausüben, was ihnen bisher im Hinblick auf ihre Strafe verſagt war. 5 Von der„Numancia“ noch keine Spur — Paris, 26. Juni. Wie Havas aus Liſſabon berichtet, iſt das mit Nachforſchungen nach dem Verbleiben des ſpauiſchen Flugzeuges Numaneia beauftragte portugieſiſche Kanonenboot nach Ponta del Gada zurückgekehrt, ohne die geringſte Spur entdeckt zu haben.. Verhängnisvolle Folgen eines„verſehentlichen“ Bombenangriffs — Mexiko, 26. Juni. Durch einen verſehentlichen Bombenangriff eines mezikaniſchen Fliegers auf die Bundes⸗ haben. truppen wurden ein Offizier und 15 Mann getötet und 15 weitere Mann verwundet. i i ö 2. Seite. Nr. 289 Neue Mannheimer Zeftung(Mittag⸗Ausgabe) Mittwoch, den 26. Junt 1929 J Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Reichstag machten ſich geſtern noch die Nachwehen der Zwölf⸗ ſtundenſitzung vom Mont tag bemerkbar. Man folgte den Ver⸗ handlungen mit einiger Zerſtreutheit. Dabei bot die Tages⸗ ordnung eine Reihe intereſſanter Gegenſtände. Es handelte ſich zunächſt um das Sperrgeſetz, das bis zur endgül⸗ tigen Regelung die ſchwebenden Rechtsſtreitigkeiten über „ältere ſtaatliche Renten“ ſiſtieren ſoll. Betroffen werden von dieſer Maßnahme vor allem die Standesherren, die aus bis in 18 graue Mittelalter hinreichenden Beſtimmungen ihre zum Teil recht erheblichen Anſprüche an den Staat her⸗ leiten. Rein menſchlich betrachtet, gibt es für dieſe Nutznießer einfach keine Rechtfertigung. Verwickelt wird das Problem, wenn man es von der formal«⸗juriſtiſchen Seite her anpackt. Die Fräge, ob das Sperrgeſetz verfaſſungsändernd iſt der nicht, ſpielte in der geſtrigen. eine große Rolle. Der Reichs juſtizminiſter, der mit Recht betonte, es handle ſich hier um die Beſeitigung eines das Volksempfinden tief verletzenden Zuſtandes, vertrat die Auffaſſung, daß die Vorlage des verfaſſungs⸗ ändernden Charakters entbehre. Ihm wurde nicht nur von der Rechten, ſondern auch von der Volkspartei und den De⸗ mokraten widerſprochen. Der greiſe Geheimrat Kahl be⸗ zeichnete das Geſetz geradezu als einen ſchweren Schlag gegen die Verfaſſung. Für die Demokraten gab der Abg. Haas die Erklärung ab, daß ſeine Fraktion das Geſetz für verfaſſungs⸗ ändernd halte. Die Sozialdemokraten ſchloſſen ſich der Auf⸗ faſſung des Juſtizminiſters an und mit ſolcher, wenn auch ſchwacher Mehrheit, wurde ein Antrag dieſer Partei gutgehei⸗ ßen, durch den dem Geſetz eine die Notwendigkeit einer Zwei⸗ drittelmehrheit ausſchließende Präambel beigegeben wird. Die Novelle wurde danach in einfacher Abſtimmung angenommen und das Haus wandte ſich der dritten Leſung der Verlängerung des Republikſchutz⸗ i geſetzes zu. Die Ausſprache war überraſchend ſchnell beendet. Nicht Rur die Regierungsparteien verzichteten auf das Wort, ſon⸗ dern auch von der Oppoſition meldeten ſich nur noch zwei Red⸗ ner, der Kommuniſt Maslowſki, der ein großes Jammer⸗ geſchrei über die Verfolgungen ſeiner Partei anſtimmte, und Herr Goeppels von den Nationalſozialiſten. Schon vorher, während der Debatte über das Sperrgeſetz, wären Sozialdemokraten und Nationalſozialiſten beinahe Die Reichshilfe für Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Verhandlungen über das Agrarhilfsprogramm ge⸗ ſtalteten ſich auch geſtern recht ſchwierig. Kabinett, Partei⸗ führer und Ausſchuß waren weiterhin bemüht, eine Eini⸗ gungsgrundkage zu finden. Der Kartoffelzoll iſt bereits am Montag im handelspolitiſchen Ausſchuß genehmigt wor⸗ den. Dagegen dauerte im interfraktionellen Ausſchuß der Widerſtand der Sozialdemokraten gegen die Butterzölle auch geſtern an. Die bürgerlichen Parteien ſchlugen in dieſer Frage geſchloſſen eine Art„Erziehungszoll“ vor und zwar in der Form, daß 50 Mark pro Doppelzentner für vier Jahre gelten und dieſer Zollſatz für die folgenden zwei Jahre um 10 Mark und dann nochmals um 10 Mark ermäßigt wer⸗ den ſoll. Der Zweck dieſer ſchließlich vom handelspolitiſchen Aus⸗ ſchuß angenommenen Löſung iſt, die in pielen Teilen des Reiches noch ſehr rückſtändige Erzeugung auf ein höheres Niveau zu bringen, bis das däniſche Vorbild erreicht iſt. Schon im landwirtſchaftlichen Notprogramm ſind zu dem Ende Mittel eingeſetzt worden und die Regierung hat zuge⸗ ſagt, daß weitere Mittel in den Etat eingefügt werden ſollen, ſo daß man in einigen Jahren auf die Höhe der däniſchen Produktion zu kommen hofft. 5 Ungeklärt bleibt noch 5 die Frage der Viehzölle. 5 Die S ozialdemokraten wollen die Angleichung des Zollſatzes für Kudotebfrſcfleſe an den für Lebendvieh einräumen, nicht aber das gleiche für Schweinefleiſch zugeſtehen. Auch die Regierung hat hier, wohl mit Rückſicht auf die Handelsver⸗ tragsverhandlungen mit Polen, gewiſſe Bedenken. Etne er⸗ hebliche Rolle hat bei den Verhandlungen der gleichfalls vom handelspolitiſchen Ausſchuß gebilligte volksparteiliche Antrag Hamkens geſpielt, die 0 zu erſuchen, mit Dänemark zu verhandeln, um die Einfuhr von Rindpieh während der Zeit vom 1. Auguſt bis 30. November einzuſtellen. Es hat ſich nämlich ergeben, daß in dieſem Zeitpunkt der deutſche Markt mit Rindvieh überfüllt iſt. In Deutf 1 hal mit Zunahme der 1 der 3 an Am das Preußentonkorbat Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Nach einer weit über das herkömmliche Maß ausgedehnten Pfingſt⸗ pauſe hat ſich der preußiſche Landtag geſtern wieder berſammelt. Der kurze Tagungsabſchnitt vor den großen Sommerferien, die am 13. Juni beginnen ſollen, wird aus⸗ üllt werden von den Verhandlungen über das neue Ein⸗ ndungsgeſetz, vor allem aber von dem Kampf um das ogenannte Konkordat. Der Miniſterpräſident iſt ent⸗ chloſſen, den Vertrag mit der Kurie im Plenum nach allen egeln der Kunſt durchzupeitſchen. Im Aelteſtenrat hat ſich Mehrheit ſeinen Anordnungen gefügt, nach denen die erſſe eſung am Montag nächſter Woche, die zweite am Freitag d die dritte am darauffolgenden Montag ſtattfinden ſoll, aß die Beratungen insgeſamt ſich auf nicht mehr als 8 age erſtrecken würden. Juswiſchen hat die evangeliſche Generalſynode tagt und in einer Reſolution die Forderung nach paritäti⸗ cher Behandlung erhoben. Sie verlangt, daß noch vor Ab⸗ 9 5 Ronkordats im Landtag auch mit der evangeliſchen Die ble Verhandlungen we eunigung i! luß 1 5 5 Schlachtvieh Deutſche 9 erhebt bekaunklich die Forderung, daß von der chen Regierung Garantien dafür gegeben werden, un auch nicht a tempo, ſo doch mit ch die. d beziehen, andesherren⸗Renten und Schutz der Republ Beſchlüſſe der geſtrigen Reichstagsſitzung Im ü handgemein geworden, weil Herr Frick Herrn Heilmann einen„Barmatſchieber“ geſcholten hatte. Nur durch das Eingreifen Löbes, der, nebenbei bemerkt, von den National⸗ ſozialiſten um Hilfe erſucht wurde, konnte ein Zuſammenpral⸗ len verhindert werden. Herr Goeppels machte nun ſeinem Zorn durch ein wahres Maſchinengewehrfener von Beſchimpfungen gegen die Sozialdemokraten Luft, denen er Geſinnungsterror ſchlimmſter Art und vieles andere vorwarf. Die Abſtimmung über das Republikſchutzgeſetz wird erſt am Donnerstag zuſammen mit den Etatsabſtimmungen erfol⸗ gen. Der eſtniſche Handelsvertrag wurde danach ohne Debatte dem Ausſchuß überwieſen, das deutſch⸗ſchweizeriſche Zuſatzabkommen, das der Ausſchuß abgelehnt hatte, wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kom⸗ muniſten angenommen. ü Heute ſoll die dritte Leſung des Etats beginnen. der Präſident Vorſorge getroffen, die Agraranträge, noch während der Plenarſitzung und hinterher im politiſchen Ausſchuß eifrig gefeilſcht wurde, auf die nung zu ſetzen. Streſemann-A. S. A. Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) In der amerikaniſchen Oeffentlichkeit zeigt ſich eine gewiſſe Ver⸗ ſtimmung über jene Stelle der erſten Rede des Außenmini⸗ ſters vom Montag, in der er beiläufig bemerkte, daß bei der dermaligen Zerklüftung Europas alle Staaten ohne Ausnahme zu Kolonien werden könnten. Wer unbefangen die Rede auf ſich wirken ließ, konnte daraus keine Spitze gegen die Vereinigten Staaten heraushören. Sie hat dem Miniſter auch völlig fern gelegen. Was er ſagen wollte, war doch nur:„Amerika, du haſt es beſſer als unſer Kontinent, der alte“. Gerade zu den Vereinigten Staaten hat Dr. Streſemann immer einen perſönlich ſehr intimen Ver⸗ kehr gehabt. Er hat ſchon als junger Reichstagsabgeordneter Amerika bereiſt und iſt mit den ſtärkſten Eindrücken zurück⸗ gekommen, die er damals in einer Reihe von Aufſätzen nieder⸗ gelegt hat. Dieſes günſtige Vorurteil hat ihn auch immer als Miniſter beſtimmt. Es kann gar keine Rede davon ſein, daß in der Beziehung bei ihm irgend ein Wandel eingetreten mdwirtſchaßt Auch hat um die handels⸗ Tagesord⸗ die Le gegenüber der Vorkriegszeit ſich um das Fünffache geſteigert, ſo daß mit der däuiſchen Einfuhr zuſammen ſich im Herbſt ein von Jahr zu Jahr ſteigendes Ueberangebot bemerkbar macht, da die däniſche Viehauk sfuhr nach Deutſchland 82 v geſamten däniſchen Exportes beträgt und andere Abſatzgebiete als Deutſchland für Dänue⸗ mark nicht in Frage kommen, ſo würde Dänemark ſich ſol⸗ chem Verlangen ſchwerlich widerſetzen können, das umſo weniger, als von deutſcher Seite durch die gleichzeitig ge⸗ plante Neuregelung der Verhältniſſe der Seegrenz⸗Schlacht⸗ anſtalten ein Druck ausgeübt werden könnte, d. h. vor allem durch eine Verſchärfung der für dieſes Inſtitut zurzeit gel⸗ tenden ſanitären Vorſchriften. Als ſchwierig zu betrachten iſt auch die 5 der ſo⸗ genannten Vermahlungszwangs⸗ Verordnung. Ueber die Höhe der obligatoriſchen Abnahmemenge einhei⸗ miſchen Getreides, die den Mühlen auferlegt werden ſoll, wird man ſich noch zu verſtändigen haben. Weiter wird der Ge⸗ danke erwogen, Mittel für die Finanzierung der nächſten Ernte bereitzuſtellen. Auch liegt die Anregung vor, die jetzt noch zugelaſſenen 50000 Tonnen zollfreien Gefrierfleiſches zu beſeitigen und dafür die zollfreie Einfuhr von 50000 Tonnen Friſch⸗ fleiſch aus europäiſchen Staaten zu geſtatten. Dieſe handels⸗ politiſche ane wäre ſofort durchführbar, da unſere N mit Argentinien, von wo wir das Gefrierfleiſch ſtark paſſiv iſt. Unſere Einfuhr von dort überſteigt die Ausfuhr um das Dreifache. Indes, auch dieſe Maßnahme ſoßt auf den Widerſtand der Sozialdemokraten. Die Aufhebung der Zwiſchenzöll e iſt ene be⸗ ſchloſſene Sache. Auch die Sozialdemokraten erden ihr zweifellos zuſtimmen, nachdem das Ger d endgültig begraben iſt. Die Aufhebung ſoll ſich jedoch nicht auf die Futtergetreidezölle beziehen. Völlig ablehnend verhalten ſich die Sozialdemokraten gegenüber den autonomen Zöllen für Getreide. Sie wollen allenfalls im Herbſt darüber mit ſich reden laſſen. v. H. des Die Frage iſt nun, ob der Miniſterpräſident im Verlauf der Plenarſitzung ſich zu einer Erklärung bereit finden wird, die dieſen Wünſchen Rechnung trägt. Die Sozial⸗ demokraten ſind einer derartigen Zuſicherung abgeneigt und von Herrn Braun weiß man ja zur Genüge, daß er die evangeliſche Kirche mit unverbindlichen Ver⸗ ſprechungen abſpeiſen möchte. Seine Haltung in dieſer Frage wird aber für die Stellungnahme der Volks⸗ partei und der Demokraten bei der, e von weſentlicher Bedeutung ſein. Man ſpricht im Landtag davon, 9 zum mindeſten die Volkspartei, falls ihr ee nicht erfüllt werden ſollte, ernſtlich erwäge, ſich der von ver Oppoſi⸗ tion geklanten Obſtruktion anzuſchließen. Freilich wäre die Annahme des Konkordats, vorausgeſetzt, daß die Sozialdemokraten geſchloſſen dafür ſtimmen, mit Hilfe der Wirtſchaftspartei geſichert.— Obligatoriſches Schlichtungsverfahren — Paris, 25. Juni. Die Kammer hat heute mit 575 gegen 12 Stimmen ein Geſetz verabſchiedet, das das obligatoriſche Schlichtungsverfahren für Arbeitnehmer und Ar⸗ beitgeber vorſieht. König Fuad nach Prag abgereiſt — München, 26. Juni. König Fuad hat geſtern abend Weitere e bon München uach Prag augetretken. Vor lands bat der igyptiſche Herrſcher an anktelegr mim N — 2 2 2 Italiens Volſchafter beim Valikan Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Die Uebergabe des Beglaubigungsſchreibens des erſten italie⸗ niſchen Botſchafters im Vatikan iſt, wie der„Voſſ. Ztg.“ aus Rom gemeldet wird, geſtern ſtreng nach dem vorgeſchrie⸗ benen Zeremoniell erfolgt. Der Botſchafter machte drei Kniefälle vor dem Papfſt und verlas dann ſeine An⸗ ſprache, in der es heißt, daß er ſich glücklich ſchätze, weil er als erſter italieniſcher Botſchafter das in ſeinem Glauben, ſeinen territorialen Grenzen und ſeinem nationalen Geiſt vereinigte Italien vor dem Stuhle Petris zu vertreten habe. Er fügte hinzu, daß Italien das glücklich abgeſchloſſene Ab⸗ kommen in wahrhaft katholiſchem Geiſt und in aufrichtigſtem Sinn zu erfüllen gedenke. Schließlich erbat er den päpſtlichen Segen auf die Häupter der königlichen Familie und auf gauz Italien. Der Papſt ſprach in ſeiner Erwiderung die Zuverſicht aus, daß dem glücklichen Beginn eine glückliche Vollendung folgen möge. Er verſicherte den Botſchafter ſeiner Unterſtützung. Schließlich erteilte er ihm den päpſtlichen Se⸗ gen. Wie das Zeremoniell es vorſteht, begleitete der Botſchaf⸗ ter dann den Papſt in ſeine Privatbibliothek, wo er 1 Stun⸗ den verweilte. Daun machte der Botſchafter dem Kardinal⸗ ſtaatsſekretär G 1 ſeine Aufwartung und begab ſich hierauf in die Peterskirche, wo er vor dem Altar des Sakraments, 980 N 551 und des heiligen Petrus die für die Vertreter der katholiſchen Mächte vorgeſchriebene Andacht verrichtete. Die Rheinlandkommiſſion verbietet Verſailles⸗Kundgebungen Wie aus Koblenz gemeldet wird, hat die Rheinlandkom⸗ miſſion alle Kundgebungen anläßlich der zehnjährigen Wieder⸗ kehr des Tages der Unterzeichnung des Verfailler Vertrages verboten. Zu dem Verbot verlautet noch, daß die interalliferte Rheinlandkommiſſion bereits im Februar an das Reichskom⸗ miſſariat für die beſetzten Gebiete einen Brief gerichtet hat, in dem zum Ausdruck gebracht wurde, daß alle Kundgebungen am 28. Juni anläßlich der zehnjährigen Wiederkehr des Tages der Unterzeichnung des Verſajller„ ſoweit ſie die Würde und die Sicherheit der Beſatzungstruppen gefährden. könnten, von vornherein verboten würden. Der Reichskommiſſar oder die nachgeordneten Inſtanzen würden bei event. Vorkommniſſen von der interalltierten Rheinland⸗ kommiſſion verantwortlich gemacht werden. *. Der Mainzer Oberbürgermeiſter zum 28. Juni Der Oberbürgermeiſter der Stadt Mainz hat zum W. Juni folgende Kundgebung herausgegeben: „Seit der Unterzeichnung des Verſailler Vertrages ſind zehn Jahre verfloſſen. Das deutſche Volk hat durch dieſen Vertrag Laſten übernommen, die ohne Beiſpiel in der Ge⸗ ſchichte daſtehen. Zudem trägt die Bevölkerung am Rhein neue Laſten und den ſchweren Druck der Beſatzung. In be⸗ ſonders een Maße iſt die Stadt Mainz in Mitleidenſchaft gezogen. Da durch die Regelung der Reparationsfrage auch jeder Vorw hand für die weitere Beſetzung weggefallen iſt, fyr⸗ dert die Stadt Mainz am 10. Jahrestag der Unterzeichnung des Friedensvertrages die endgültige und reſtloſo Freigabe des beſetzten Gebietes. Sie fordert, daß mit der Räumung auch jede weitere Kontrolle, die über den Friedens⸗ vertrag hinausgeht, wegfällt.“ Dieſe Kundgebung wurde von dem Mainzer Stadtrat ein⸗ ſtimmig angenommen. Letzte Meldungen Bergmannstod — Eſſen, 26. Juni. Durch niedergebrochenes Geſtein wurde auf Zeche„Hugo“ in Sterkrade bei Oberhauſen vier Bergleuten der Ausgang zum Schacht verſperrt. der Suche nach einem anderen Ausweg verirrten ſich die Berg⸗ arbeiter und gerieten in eine unbenutzte Strecke, wo ſie durch malte Wetter betäubt wurden. Von der Rettungsmannſchaft konnte einer wieder ins Leben zurückgerufen werden, wäh⸗ rend die übrigen dreinur als Leichen geborgen wurden. Mißhandlung eines Verkehrsſchutzmanus — Berlin, 26. Juni. Der Fuhrmann Liedke ſpraug ge⸗ ſtern an der Ecke der Augsburger und der Nürnberger Straße, als ihm die Weiterfahrt geſperrt war, von ſeinem Wagen und griff zuſammen mit zwei Begleitern den dort poſtierten Ver⸗ kehrsſchutzmann tätlich an. Die Angreifer ſchlugen den Schutzmann den Tſchako vom Kopf und verletzten ihn durch Fauſtſchläge, ſodaß er ſich mit ſeinem Gummiknüppel vertei⸗ digen mußte. Die Täter ſind feſtgeſtellt. Kein Verbrechen an Dr. Pinkus Berlin, 25. Juni. Nach den bisherigen Feſtſtellungen liegt für ein Verbrechen an Dr. Pinkus kein Anhaltspunkt vor. Die Sektion ergab, daß Pinkus rücklings aus dem Zuge geſtürzt ſein muß und mit dem Hinterkopf zuerſt auf den Schotter des Bahnkörpers aufſchlug. Strafverſetzung und Geldſtrafe — Berlin, 26. Juni. Der frühere Leiter des Berliner Fremdenamtes, Regierungsrat Bartels wurde nach zwei⸗ tägiger geheimer Verhandlung wegen Disziplinarverfehlun⸗ gen vom Disziplinarſenat am Kammergericht zur Straf⸗ erſetzung in ein anderes Amt und zu einer Geldſtrafe verurteilt. Prozeß Ulitz muß vertagt werden Berlin, 26. Juni.(Von unſerem Berliner Büro.) Der Führer der deutſchen Minderheit in Polen, Ulitz, iſt, wie uns ſoeben berichtet wird, ziemlich heftig an Blinddarmreizung erkrankt. niſchen Reglerung gegen ihn angeſtrengte Prozeß, 27. Juni ſtattfinden ſollte, wohl vertagt werden. Italien ehrt Malmgreen — Rom, 26. Juni. Die italteniſche Regierung hat be⸗ ſchloſſen, dem ſo heldenhaft geſtorbenen ſchwediſchen Forſcher Prof. Malmgreen zum Gedächtnis die Goldene Zivil⸗ medaille zu verleihen. Der Mutter des Forſchers iſt eine Rente von jährlich 2000 Schwedenkronen ausgeſetzt worden. Muſſolini empfing die Schweſter Malmgreens, die ihm den Dank der Familie des Toten ausſprach. 5* 5 a — Frankfurt a.., 26. Juni. Hier fand man in einem Hauſe in der Torwaloͤſtraße die Inhaberin einer Paxterre⸗ der am 85 wohnung mit ihren beiden erwachſenen N mit 1 vergiftet tot auf, ö . 1 Auf Unter diefen Umſtänden dürfte der von der pol⸗ 5 3 Mittwoch, den 2. Junt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgohe) 3 3. Seite. Nr. 289 Reform der Oberrealj Aus einer den Lehrerkollegien der Oberrealſchulen zu⸗ gegangenen Stundentafel des Unterrichtsminiſteriums iſt erſichtlich, daß es eine einſchneidende Reform jenes Schultyps ins Auge gefaßt hat. Die Erläuterung des neuen Lehrplanentwurfs unter⸗ ſtreicht, daß an lateinloſen Schulen mit vorwiegend natur⸗ wiſſenſchaftlich gerichteten Fächergruppen zwei moderne Fremöſprachen(Franzöſiſch und Engliſch)„ein be⸗ friedigendes Ergebnis in Oberprima nicht gezeitigt haben, vielleicht nicht zeitigen konnten“. Daher iſt ge⸗ plant, das Engliſche in der Geſamtwochenſtundenzahl (d. h. alle Klaſſen zuſammengenommen) um acht Wochen⸗ ſtunden zu ſenken, das Franzöſiſche aber um neun zu erhöhen, die im weſentlichen dem Oberklaſſenbetrieb zukommen ſollen. Gleichzeitig wird vorgeſchlagen, dem deutſchen Unterricht ſechs Stunden und der Geſchichte drei Stunden zu nehmen, welche Zahl, um eins erhöht, den naturwiſſenſchaft lichen Fächern(Biologie, Phy⸗ ſik, Chemie, Geologie uſw.) zugeſchlagen werden ſoll. Das Stundenzahlverhältnis der deutſchkundlich philologiſchen Fächer, zu den mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlichen, würde ſich alſo ſo ſtellen: 114:99, ſtatt wie bisher 122:89. *** Dieſem Verſuch, der in Anlehnung an preußiſches Muſter gedacht iſt. die Oberrealſchule zu einer Anſtalt mit vor⸗ wiegend mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftlich orientierten Bildungsgut umzuformen, kaun die pädagygiſche Einſicht zu⸗ grunde liegen, die Schüler mehr als bisher in die Gebiete des praktiſchen Lebens einzuführen, weniger die Welt der Theorie zu pflegen, kurz, ſte eine wirklichkeitsnahe, höhere Allgemein⸗ bildung gewinnen zu laſſen. Man denkt an die Bebdürfniſſe der Technik, des Handels, der Wirtſchaft. Man entwickelt einen mehr zweckhaften Typ, der ſeinen Antrieb nicht gerade aus der Ehrfurcht vor überzeitigen Bildungsnormen emp⸗ fängt. Auf jeden Fall, wenn auch mit dieſer geplanten Re⸗ form nicht beabſichtigt, iſt der Weg zu einem tech niſchen Gymnaſium angedeutet, deſſen Schaffung in anderen Ländern ſchon öfters erhoben worden iſt. Damit iſt aber eigentlich ſchon ausgeſprochen, daß die ge⸗ plante Stundentafel einen Schultyp ſchaffen muß, der keinen Auſpruch mehr darauf erheben kann, eine breite, höhere Allgemeinbildung zu vermitteln. Denn der Ader laß, der beſonders dem Deutſchen zu⸗ gemutet wipd, iſt unerträglich und beſonders ſchmerz⸗ lich, weil es ſich um ein Wertfach erſter Ordnung handelt. Hier kann Bildung, der Zentralbegriff aller Pädagogik, am ſtärkſten zu einem„ſchöpferiſchen Tun aus den tiefſten Kräften von Ich und Welt werden“. Ein Jammer auch für jede höhere Schule, die ihre Schüler nicht ſättigt mit dem Geiſt, jener ſäkularen Epoche eines Kant, Schiller und Goethe. Deutſch mit Geſchichte ſind aber auch jene Wertfächer, die hauptſächlich nationale Kulturwerte vermitteln. Nationale Kultur aber iſt die Vorbedingung für jede Welt⸗ kutur. In dieſe Weltkultur find wir eingebettet, haben die mannigfachſten Anregungen von ihr empfangen und wieder geiſtige Wirkungen an ſie abgegeben. Während aber in fritheren Jahrhunderten Frankreich darin eine Dominante be deutete, hat heute das angelſächſiſche Pandominium(England und Amerika) ihm dieſe Führung auf faſt allen Gebieten ab⸗ genommen. Das Engliſche iſt Weltſprache, nicht mehr das Franzöſiſche. Gerade von dieſem mehr prak⸗ tiſch gerichteten Geſichtspunkt aus verſteht man es nicht, warum das Kultusminiſtertrum an der Oberrealſchule als moderner lebensnaher Bildungsanſtalt dem Franzöſiſchen eine Spitzenſtellung aufdrängen will. Vielleicht ſagt es, wir leben in der Nähe von Straßburg, ſind Grenzgebiet, auf Vorpoſtenſtellung... Das aber wäre ein regtonaler, kleinſtaatlicher Geſichtspunkt. Weiter: Die Oberrealſchule will eine Anſtalt mit vorwiegend naturwiſſen⸗ ſchaftlich gerichteten Fächergruppen ſein. Ingenieure, Wirt⸗ ſchafter uſw, ſollen von ihr ausgehen, die wiederum für ihre wiſſenſchaftliche Weiterbildung heute hauptſächlich Engliſch benötigen. Jedermann weiß außerdem, daß an den wirt⸗ ſchaftlichen Brennpunkten der Erde engliſch ſprechende Men⸗ ſchen leben. Und dann: Glaubt man, mit zwei Stunden Engliſch in den Oberklaſſen Shakeſpeare in der Urſprache interpretieren zu können? Wir verſagen es uns hier, wei⸗ Beethovens„Fidelio“ beſitzt zum Mannheimer National⸗ theater manch enge Beziehung. Die erſte deutſche Aufführung des„Waſſerträgers“ von Cherubini, dem Beethoven die An⸗ regung zu ſeiner Oper verdankt, war in Mannheim. Dar⸗ über hinaus erhielt der„Fidelio“ als erſte Oper, die Franz Lachner hier dirigierte, eine beſondere Bedeutung für die Geſchichte der Maunheimer Oper und ſchließlich war er die erſte große Neueinſtudierung, die 1915 der damalige neue Erſte Kapellmeiſter des Nationaltheaters vornahm. Er hieß Wilhelm Furtwängler! Aber nicht nur geſchichtlich, auch ideell iſt der„Fidelio“ eng mit Mannheim verknüpft. Sein Geiſt der Befreiung iſt der Erbe des 18. Jahrhunderts, deſſen Feſſeln die Idee des in Mannheim geſchaffenen nationalen Theaters ſprengen wollte. Inhaltlich gehört der„Fidelio“ zu den Revolutions⸗ und Schreckensopern, die von Frankreich herkamen, und Grauſam⸗ keit, Todesſchrecken und Rettung aus höchſter Gefahr zum Inhalt hatten. Cherubinis Oper iſt der Typus und Anreger geweſen. In Beethovens„Fidelio“ hat ſie— äußerlich eine Gefolgſchaft gefunden. Auch hier Kerker, Todesgrauen und Befreiung; die franzöſiſche Revolution zittert nach,— aber die Befreiung wird nicht nur zur Sprengung der Ketten, ſondern zum herrlichſten Jubel und Huldigung der Menſch⸗ lichkeit. In dieſer Art iſt Beethoven durchaus Schiller ver⸗ wandt, der die Revolutionsideen in ſeinen„Räubern“ mächtig aufgriff, aber ſtie ins Ideelle umwandelte. Schiller hat durch ſeine Sprache gewirkt; ihr Geiſt wird zur Seele der„Räu⸗ ber“, die ſonſt eine Schauertragödie blieben. Schillers Sprache muß das heutige Theater erſt wieder zurückgewinnen. Was ſtie für die„Räuber“ war, iſt für Beethovens„Fidelio“ die Muſik, ohne die dieſes Werk nichts als die typiſche Schreckensoper bliebe. Während wir uns vergebens danach umblicken, welche Bühne die wirkliche Kraft beſitzt, die Sprachmuſtk Schillers zur Darſtellung zu bringen, beſttzt die deutſche Oper immer wieder einen vom Innerſten der„Fidelio“⸗Muſtik beſeelten ule? Fremdſprache das Wort reden, noch dazu an einer Schule, die Lebensnähe in ihre Mauern ziehen möchte. *** Iſt aus dieſen Erwägungen heraus die geplante Um⸗ formung an ſich abzulehnen, ſo muß der Entwurf darüber hinaus als ein ſchwerer Einbruch in unſer badiſches höheres Schulſyſtem betrachtet werden, wenn keine Kompenſation für den Ausfall der deutſchkundlichen Wertfächer an einem anderen Schultyp geſchaffen wird. Man kann doch nicht einfach drei⸗ hundertſechzig Stunden Deutſch und Geſchichte(im Jahr für den Geſamtunterricht an einer Vollanſtalt) ausbrechen, um dafür 400 Unterrichtsſtunden Naturwiſſenſchaft einzuſetzen! Wir betrachten alſo den Entwurf als einen Teil einer begin⸗ nenden notwendigen weitergreifenden Reform un⸗ ſeres badiſchen höheren Schulweſens. Wenn dem ſo wäre, könnte man an ſich die Initiative der Schulbehörde begrüßen, der die gute Abſicht nicht abzuſprechen iſt. Zwei Möglichkeiten für eine ſolche Reform liegen vor: 1. Umbau der Ober⸗ realſchule zu einem techniſch⸗mathematiſchen Gymnaſium mit Engliſch als erſtem, Franzöſiſch als Randfach, ferner Ent⸗ wicklung eines neuſprachlichen Reformrealgymnaſitums und ev. Schaffung einer deutſchen Oberſchule, oder 2. Gabelung der Oberſtufe der Oberrealſchule in eine ſprach⸗ liche und mathematiſch⸗naturwiſſenſchaftliche Abteilung. Dieſe Regelung ſcheint uns vorerſt die einfachere und zweckentſprechende zu ſein. Bei der geplanten Neuordnung frägt man ſich immer wieder: Warum wird vom Unter⸗ richtsminiſterium der Plan dieſer Gabelung oder jener der Kern⸗ und Ergänzungsfächer nicht zur Dis kuſſtion ge⸗ ſtellt? Man weiß doch, daß das geiſtige Verhalten der Schüler auf der Oberſtufe ungleich geworden iſt. In der Tat iſt eine freiere elaſtiſche Geſtaltung der Unterrichtsfächer in An⸗ paſſung an die individuelle Neigung und Begabung der 17 bis 19 jährigen notwendig. Sollen die Ergebniſſe der Jugend⸗ pſychologie ſchulpädagogiſch denn unverwertet bleiben? Weiß die Behörde nicht, daß aus den friſchen Quartanern inner⸗ halb weniger Jahre oft müde, blaſierte Durchſchnittsprimaner geworden ſind, die ſich für das Vielerlei der dargebotenen Stoffgebiete nicht mehr intereſſieren? Gerade bei einſeitig ſtark Begabten kaun man dieſe Wahrnehmung machen. (Natürlich liegen auch andere Einflüſſe vor.) Dieſe Forde⸗ rungen bedeuten nicht Verengung geiſtiger Bildung, da die Kernfächer ſie verhindern, ſondern Konzentration. Sie reden auch keiner individuellen Schrankenloſigkeit das Wort. Freiheit läßt ſich mit gefſtiger Zucht wohl paaren. Eines allerdings iſt für die Gabelung notwendig: Eine ſtarke leiſtungstüchtige Mittelſtufe. Dann aber wird ſpä⸗ ter die Mitarbeit an Stoffgebieten ungleich wachſen, die durch Neigung und Wahl beſtimmt ſind. Sicherlich hat das Unterrichtsminiſterium bei ſeinen Re⸗ formplänen in Bezug auf die Oberrealſchule die bei den Abi⸗ turtentenprüfungen gemachten Erfahrungen auszuwerten ge⸗ ucht. Es hat auch nicht die mannigfachen Klagen der Uni⸗ verſitäten, der Verwaltung, Induſtrie und Wirtſchaft über⸗ hört. Daher: Reform der Oberrealſchule! Gut. Aber nicht auf halbem und einſeitigom Weg. Wir verlangen, wenn nicht eine weitgreifende Reform des höheren Schul⸗ weſens in Baden, ſo zum mindeſten eine Neubildung der Oberrealſchule in dem oben angegebenen fortſchrittlichen Sinne.* * Die rückſichtsvolle Poſt beim Stempeln. Für den Auf⸗ gabeſtempel hat die Poſt neue Beſtimmungen in die Dienſt⸗ anweiſung aufgenommen. Sie nehmen z. T. Rückſicht auf die Gefühle der Empfänger. So dürfen Briefſendun⸗ gen mit Trauerrand nicht mit Stempeln bedruckt werden, die Werbeinſchriften tragen oder auf feſtliche Veranſtaltungen uſw. hinweiſen. Poſtkarten dürfen nicht mit Ganzſtempelmaſchinen geſtempelt werden. Wenn ausnahmsweiſe die Benutzung von Ganzſtempelmaſchinen zur Abſtempelung gemiſchter Poſt nicht zu umgehen iſt, müſſen die Poſtkarten unter allen Umſtänden ausgeſondert und mit Halbſtempelmaſchinen oder mit der Hand geſtempelt werden. Die Stempelabdrücke müſſen den Aufgabeort, ſämtliche Ziffern uſw. deutlich erkennen laſſen und dürfen nicht Teile der Aufſchrift treffen und unleſerlich machen. Wenn die Aufſchrift ſo nahe am oberen Rand ſteht, daß Teile der Ans tere gute Gründe anzuführen, die dem Engliſchen als erſter den k Geiſt. In Wilhelm Furtwängler ſteht er vor uns. Sein Erfaſſen Beethovens, die Art, wie die Form dieſer Muſik in ihm Geſtalt und Ausdruck gewinnt, gehört zu dem Ueber⸗ zeugendſten und Elementarſten, was die heutige Muſik zu geben hat. Sein„Fidelio“ iſt ein ſich ſteigernder Hymnus auf Beethoven. Furtwängler legt den„Fidelio“ im Sinne Beethovens in gleicher Verteilung der Kräfte von Orcheſter und Bühne an; das Duett von Marecelline und Jaquino, im Mozartſtil gehalten, läßt es bereits erkennen, dazu die feine Modulie⸗ rung, deren Dirigentenausdruck im Spiel von Furtwänglers linker Hand eine ſo überlegene und ſuggeſtive Zeichengebung findet. Die Arie Marcellines hat den ſchwärmeriſchen Aus⸗ druck Beethovens, während deſſen Geſangslinie ſich bereits hier ankündigt. Dann der Quartett⸗Kanon, der in hohem, ergreifendem Ernſt erklingt. Die Gold⸗Arie Roccos, in der ein leichterer Ton angeſchlagen wird, geht dem herrlich auf⸗ gebauten Terzett„Hab immer Mut“ voraus. Der Zwiſchen⸗ akt⸗Marſch erklingt in prächtiger Straffheit. Dann baut Furtwängler die Enſembles nach ſeiner überwältigenden Vorſtellung von der Dämonie dieſes Werkes Wie ein drohen⸗ des Unwetter in Klängen begleitet die Muſik Pizarros Rache⸗ gelüſte. Mit tiefſter Empfindung erklingt der Gefangenenchor. Und nun dieſer zweite Akt, in dem ſich das muſikaliſche Geſchehen verdichtet. Das Terzett mit ſeiner unheimlichen Spannung und dem tiefen Schmerz der beiden Gatten, von denen nur ein Teil um den andern weiß. Dann dieſe hin⸗ reißende, alles überwältigende Steigerung dem Höhepunkt von Pizarros Anſchlag zu! Die Grundfeſten des Hauſes ſcheinen zu beben. Und doch— das iſt das Geheimnis bleibt alles Muſik. Gibt es nach dieſem Höhepunkt noch eine Steigerung? Ja, ſie zwingt in der anſchließenden C⸗Dur⸗ Ouvertüre alles in ihren Bann. Sie erklingt wie eine Repriſe des ganzen Dramas, und überwältigt die Hörer ſo, daß der Beifallſturm, der nach ihr losbricht, jene einheitliche Stäͤoͤtiſche Nachrichten Blühende Roſen Die Roſen blühen in den Gärten. Wie die Roſe uns heute entzückt, ſo hat ſie ſchon vor zweitauſend und mehr Jahren die Menſchen mit ihrer Farbe und ihrem Duft erfreut. Bei den Gaſtmählern der Römer wurde der Eſtrich ſo dick mit Roſenblätter beſtreut, daß man wie auf einem Tep⸗ pich darüber wandelte. Die Tafeln und Ruhebetten wurden mit Roſen überſchüttet. Oft ſtürzten ſie bei Bacchanalien in ſolcher Fülle von der Decke, d mit einer Flut von Roſen überrieſelt wurde mußten, um in dem duftenden Roſenmeer Die alten Griechen, die einen wahren 9 hatten ſie dem Eros und der Aphrodite geweil ſie als Liebesorakel, indem ſie aus ihren Blättern Liebestränke üs eth geheimnisvolle Roſenſpiele Liebesglück prop Sb be⸗ rauſchend es war, über duftende Roſente kt, die Feſte des Lebens zu feiern, ſo lockend mochte in, über die Roſen gebeugt, ſich die Adern zu öffnen und ſein Herz⸗ blut mit dem Rot der Roſen zu miſchen oder auf einem Roſen⸗ ſchiff, das durchlöchert war, langſam in den blauen Fluten zu verſinken. Wenn die Gallier in den Kampf zogen, umwanden ſie ihre Helme mit Roſen; denn die Roſe galt ihnen 8 Sinnbild des Kampfes und Sieges. Es war im Altertum nichts Seltenes, daß Soldaten mit roſenbekränzten Waffen vor den roſengeſchmückten Triumpfwagen einherzogen, wie es ſpäter, um die Poeſie des Bildes zu ſteigern, blühende Jung⸗ frauen taten. Fürwahr ein ſchöneres und eines Siegers würdigeres Bild kann man ſich nicht vorſtellen, als wenn ſeinem Wagen Jungfrauen Roſen ſtreuend voranſchritten, auf deren von der Feſtesfreude geröteten Wangen noch herr⸗ lichere Roſen erblühten, als die waren, die ihre Hände aus ſilbernen Körben anmutig mit der Geſte des Schönen ver⸗ ſchwendeten. Das Chriſtentum hat den Roſenkult aufgenommen Überall in der Kirche, beſonders in der Marienverehrung, ſpielt die Roſe eine bedeutſame Rolle. Es gibt eine Reihe von Roſenlegenden, von denen die der heiligen Eliſabeth von Thüringen am bekannteſten iſt. Schöne Bräuche knüpften ſich von je an die Roſen, zu allen Zeiten und bei allen Völ⸗ kern. In Kaſchmir in Perſien wird zur Roſenzeit ein Roſen⸗ feſt gefeiert, bei dem Mädchen und Jünglinge mit Roſen⸗ körben durch die Straßen ziehen. Auch in Armenien findet im Juli ein Roſenfeſt ſtatt,„Das Feſt der Roſenblüte“, wobei ſich junge Mädchen bekränzen. Ebenſo werden in Frankreich Roſenfeſte abgehalten. Dabei wird das hübſcheſte Mädchen zur Roſenkönigin gewählt. Die Roſe war oft auch ein Sinnbild des Schweigens. Aus dieſem Grunde wurden in früherer Zeit auf die Beichtſtühle Roſen gemalt und damit mag es auch zuſammenhängen, wenn man noch heute an den Decken von Trinkſtuben Roſengir⸗ landen als maleriſchen Schmuck vorfindet. Die Roſe iſt die Königin der Blumen. Von der einfachen Heckenroſe an bis zu den ſeltenſten Sor⸗ ten, die der Stolz jeden Roſenzüchters ſind, erfreut ſie in allen Farben und Düften das Herz der Menſchen „Noch iſt die blühende, goldene Zeit, Noch ſind die Tage der Roſen.“ Hermann Schnellbach. * * Wetterſturz. Nach der Hochſommerhitze vor einigen Wochen iſt nun ein ſehr empfindlicher Witterungsu m ſchlag eingetreten. Schon die letzten Tage waren unfreund⸗ lich, kühl und ohne Sonne. Heute früh betrug die Luftwär me gar nur 13 Grad C. In den Flußbädern herrſcht kein Be⸗ trieb. Aus dem Schwarz wald wurde ein Weklerſturz bis zu einem Grad gemeldet. Scharfe Temperaturrückgänge mel⸗ den alle Höhenlagen des Gebirges. Auf der Feldberg⸗ kuppe wurde 1 Grad unter Null gemeſſen. In den Berggaſthöfen mußte man die Oefen heizen. * Zugverſpätungen bis zu 40 Minuten. Die heutigen in Mannheim eintreffenden Morgenzüge von Frankfurt über Darmſtadt wieſen ſämtlich Verſpätungen auf. Die größte Verſpätung betrug 40 Minuten. Wie uns mitgeteilt wird, ſind in vergangener Nacht in Großſachſen einige 12 18 e kann. Wagen eines Güter zuges enkgleiſt, wodurch die Störung, die jetzt behoben iſt, hervorgerufen wurde. D ee 80 R ee eee Und ſelbſt dieſen Gipfel weiß Furtwängler im Strahlenglanz des Finales noch zu überfliegen. „Fidelio“ iſt das Werk der Steigerungen. Es gibt nur ganz wenige Dirigenten, die dieſer Ueberſchichtung, diefer grandioſen Architektonik des Werkes gewachſen ſind. Furt⸗ wängler iſt ihr Meiſter. Wenn er in die geheimſten Gänge dieſes muſikaliſchen Reiches hineinhört, ſcheint alles um ihn zu verſinken; ſein ganzer Ausdruck nimmt etwas Ekſtatiſches an. Und dieſe Ekſtaſe reißt mit. Kommt eine ſo ſchön⸗, volle, auch die lyriſchen Stellen mit beſonderer Liebe ausſchöpfende Stimme wie die Gertrud Bin dernagels hinzu, ſo iſt der Eindruck von beſonderer Einheitlichkeit. Ihre Arie wal ein Meiſterſtück der Steigerung ſchönen Geſanges. Karl E o ſang als Gaſt den Floreſtan mit der ihm eigenen Kultur; die Arie beſaß Empfindung, das Duett zeigte den Abſtand gegen die Blüte der geſtrigen Leonorenſtimme. Guſſa Heike n ſingt die Marzelline in feinem Mozartſtil, daun mit dem Sentiment, das Beethoven heißt; in den Enſembles behauptet ſie ſich vortrefflich. Fritz Bartling gibt einen ſtimmlich be⸗ ſonders fein getönten Jaquino. Fenten als prächtiger Rocco und Bahlings düſterer Pizarro ſind bekannt. Neugebauer und Voiſin ſingen die beiden Gefangenen, deren Chor das höchſte, ſchönſte Lob verdient. Auch der ver⸗ ſtärkte Schlußchor war ausgezeichnet. Die Bühnenbilder Dr. Löfflers geben Bruchſaler Zuchthauseindrücke wieder, aber ſie gehen mit der Mutſik, ebenſo wie Heins Regie. Der Beifall am Schluß war ein einziger Epilog der Begeiſterung, der auch vor dem eiſernen Vorhang nicht Halt machte. Dem herrlichen Orcheſter noch beſonderen Dank! Dr K. (Fritz Klippel vom Nationaltheater, der erfolgreiche Darſteller des Karl Moor in der Feſtaufführung der„Räu⸗ ber“, wurde vom Intendauten Jeßneir an das Berliner Staatstheater verpflichtet. Das Mannheimer Theater⸗ jubiläum hat ihm Glück gebracht. 5 Heidelberger Feſtſpiele. Prof Ludwig Kater it von Guſtav Hartung für die Geſamtausſtattung von Shake⸗ ſpeares„Troilus und Ereffida“ in der Bühnenbear⸗ Farbe beſitzt, wie ſie nur die lodernde Begeiſterung finden beitung von Walter Mehring verpflichtet worden, 4. Seite. Nr. 289 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Mittwoch, den 28. Juni 1929 Die Zentralſtelle für Radſfahrwege, Berlin, hatte auf geſtern nachmittag zu einer Beſprechung betreffs Grün⸗ dung eines Vereins für Fahrradwege in das Sitzungszimmer des Verkehrsvereins eingeladen. Außer den zunächſt beteiligten Intereſſenten, den Vorſitzenden der hle⸗ ſigen Radfahrervereine, Fahrradhändler uſw. waren Reg.⸗Rat Dr. Heim vom Bezirksamt, Bürgermeiſter Büchner und Landgerichtsrat Dr. Frommeis anweſend. Wie exinner⸗ lich, haben bereits im vorigen Jahre die Radſportverbände eine Arbeitsgemeinſchaft zur Vertretung ihrer In⸗ tereſſen gegründet. Dieſe Arbeitsgemeinſchaft wird ſich auch der Schaffung von Fahrradwegen in Mannheim annehmen und mit dem geſtern abend gewählten Ausſchuß eine Pla⸗ nierung der Wege vornehmen und dieſe den ſtaatlichen und ſtädtiſchen Behörden unterbreiten. Geplant iſt vor allem die Schaffung von Fahrradwegen von der Wohn⸗ zur Ar⸗ beitsſtätte, von Mannheim nach Heidelberg den Neckar ent⸗ lang, von Mannheim nach Frankfurt, in der Nähe der Stadt Uu. a. Orten mehr. Das Fahrrad gehöre weg von der Straße und auf beſondere Wege. g Der Vertreter der Berliner Zentralſtelle trat zunächſt der irrigen Auffaſſung entgegen, als ob das Fahrrad im Ab⸗ nehmen begriffen ſei. Der Straßenrennſport werde zweifellos früher oder ſpäter von der Straße vollſtändig ver⸗ ſchwinden und auf die beſonders dafür angelegten Renn⸗ bahnen verwieſen. Das Fahrrad als Verkehrsmittel habe dagegen eine ſtarke Zunahme erfahren. Im Jahr 1913/4 wurden in Deutſchland durchſchnittlich 1 Mill. Fahrräder hergeſtellt und abgeſetzt. Die Ausfuhr betrug 40 p.., während in Deutſchland 600 000 abgeſetzt wurden. In den Jahren 1926/28 betrug die durchſchnittliche Produktion 1,8 Millionen, die Ausfuhr 9 v.., der Verkauf in Deutſch⸗ land 1 638 000. Hieraus ergibt ſich eine Zunahme des inlän⸗ diſchen Fahrradbedarfs um rund 160 v. H. Ein einziger Rad⸗ ſportverein hat allein 240 000 Mitglieder, der Verein für Radfahrwege in Magdeburg allein 75000 Mitglieder und 2 Millionen Radfahrer ſtehen hinter der Zentralſtelle für Radfahrwege. Zahlen beweiſen und jeder, der ohne Vorein⸗ genommenheit dieſe Zahlen einer ernſten Prüfung unterzieht, wird zugeben müſſen, daß die Tatſache der ungeheuren Ueber⸗ zahl der Radfahrer dem größten Teil des Publikums und vielen Behörden leider nicht bekannt iſt. Unweigerlich ergibt ſich für letztere die Pflicht, den wirklichen Verhältniſſen Rech⸗ nung zu tragen und ſich nicht durch das übliche Schlagwort der Motoriſierung blenden zu laſſen. Die Autoverbände gaben es verſtanden, die Reklametrommel ſtärker zu rühren und ſich dadurch mehr Gehör zu verſchaffen. Die Zentrar⸗ le hat ſich in Wort und Schrift mit allen für Straßenbau und Verkehrsregelung in Frage kommenden Behörden in Verbindung geſetzt und ſie hat Aufklärung geſchaffen über die wirkliche Verbreitung des Fahrrades, ſeine volkswirt⸗ ſchaftliche und verkehrstechniſche Bedeutung. Die oberſten Be⸗ hörden des Reiches haben rückhaltlos den Ausführungen der Zentralſtelle zuſtimmen müſſen. Es ſind von faſt allen Mini⸗ terien Verfügungen ergangen, bei Um⸗ und Neubau von Straßen Radfahrwege mitanzulegen, da nur durch Trennung des Radfahrverkehrs vom übrigen Verkehr eine wirkliche Sicherung des Verkehrslebens herbeizuführen iſt. Radfahrwege dienen dem Schutz von Menſchenleben und wo es um Menſchenleben geht, da dürfen Koſten keine . Rolle ſpielen. Mit welchem Ernſt man auch im Rheinland die Frage der Radfahrwege betrachtet, erhellt aus der Druckſchrift des Oberpräſidenten des Rheinlandes, worin die Schaffung eines Radfahrwegenetzes als unbedingt dringlich bezeichnet ind gefordert wird. Zunächſt ſind für das Rheinland rund 750 Klm. Radfahrwege geplant und werden für 1929 als erſte Rate 500 000/ dafür angefordert. Gelegentlich einer Tagung, die kürzlich in Eſſen ſtattfand, und an der faſt ſämtliche Be⸗ hörden des Rheinlandes und Weſtfalens ſowie der Ruhrſied⸗ 5 lungsverband teilnahmen, brachte Provinzial⸗Oberbaurat Gründung eines Vereins für Fahrradwege Außergewöhnlicher Aufſchwung des Fahrrades als Verkehrsmiltel Müller zur Kenntnis, daß die Provinz Weſtſalen endgültig ein Radfahrwegenetz von 1260 Km. mit einem Koſtenaufwand von 12,6 Millionen Mark entworfen habe. Die zunehmende Sicherung des Verkehrs durch Schaffung von Radfahrwegen wird dazu führen, daß mehr und mehr Kreiſe ſich wieder dem Fahrrad zuwenden, die es vor Jahren verzweifelt in die Ecke ſtellten. Je mehr infolge intenſiver Siedlungstätigkeit im ganzen Lande die Entfernungen zwi⸗ ſchen Arbeits⸗ und Wohnſtätte wachſen, um ſo mehr wird das Fahrrad als Auto des kleinen Mannes in Auf⸗ nahme kommen. Es ſteht alſo feſt, daß das Fahrrad als Ver⸗ kehrsmittel nicht im Abſterben ſich befindet, ſondern einer neuen Blüte entgegengeht. In der Aus ſprache, an der ſich insbeſondere die Ver⸗ treter der Behörden lebhaft beteiligten, wurde namentlich auf Magdeburg verwieſen, wo wie in anderen norddeutſchen Großſtädten jeder Radfahrer pro Jahr 1 Mark für die Errichtung von Fahrradwegen bezahlt. Dafür bekommt der Radler einen Ausweis an das Rad. Wer dieſen nicht hat, wird von den Fahrradſtraßen weggewieſen. Vom Vorſitzenden des Verkehrsvereins, Direktor Hieronymi, wurde die Schaffung eines Fahrradweges von Mannheim nach Heidelberg befürwortet. Auch im Schwarzwald ſollen be⸗ ſondere Fahrradwege errichtet werden. Am Schluſſe der Sitzung erklärten ſich die Anweſenden für die Gründung des Vereins, deſſen Ausſchuß ſie übernehmen. Damit iſt der erſte Schritt für die Beſchaffung von Fahrradwegen getan. Wir wünſchen dem Verein viel Glück und auch viel— Erfolg. ch. * Beſtattung von Direktor Heremann. einer außerordentlich graßen Tyauer: ſtern nachmittag Abſchied yon einem liebwerten Meuſchen, dem am Samstagef Direktor Herrmann vom Warenhaus Wronker. Im Krematorium hatten ſich eingefunden neben den nächſten Familienangehörigen die Vertreter des Einzel⸗ handelsverbandes, des Frankfurter Stammhauſes Wronker, ein großer Teil des Perſonals des hieſigen Warenhauſes Wronker und Logenbrüder. Nach Vorträgen des Bläſerchors und Geſängen vom Perſonal hielt Stadtpfarrer Dr. Hoff die Trauerrede. Den Leichentert„Sei getreu bis in den Tod“ hatte ſich Direktor Herrmann ſelbſt gewählt. Der Geiſtliche zeichnete das Lebensbild des allzeit arbeitsfreudigen Men⸗ ſchen unter beſonderer Hervorhebung der trefflichen Charak⸗ tereigenſchaften von Direktor Herrmann. Direktor Wedel vom Warenhaus Wronker widmete alsdann namens der Ge⸗ ſchäftsleitung der Firma dem 7 Mitarbeiter Worte des Dan⸗ kes für ſeine aufopfernde Tätigkeit. Direktor Herrmann habe ſich während ſeiner hieſigen 10jährigen Wirkſamkeit bei ſeinen Mitarbeitern und Untergebenen nur Freunde erwor⸗ ben. Sein Andenken werde weit über das Grab hinaus bei all ſeinen Bekannten weiterleben. Aus der Anſprache klang die Liebe und Verehrung, deren ſich Herrmann überall er⸗ freute. gemeinde nahm manu ge⸗ 1 * 9 ene e Einſprüche Bagatellen waren es, mit denen ſich am Dienstag vormit⸗ tag das Mannheimer Schöffengericht unter dem Vorſitz von Amtsgerichtsrat Dr. Leſer zu befaſſen hatte. In faſt allen Fällen lagen Einſprüche gegen Strafbefehle vor. Für alle Angeklagten, mit Ausnahme von zwei, wäre es beſſer geweſen, wenu ſie ihren Strafbefehl beglichen hätten, da ſie jetzt neben der Geldſtrafe noch die Gerichtskoſten und teilweiſe Anwaltskoſten zahlen müſſen. Hinzu kommt noch, daß die Gerichte auf dieſe Art mit Arbeit überhäuft werden. Gerade die Bearbeitung dieſer Nichtigkeiten nimmt viel koſt⸗ bare Zeit weg. Fahrläſſige Körperverletzung und Vergehen gegen die Kraftfahrzeugverordnung behandelte der erſte Fall. Zwiſchen KA 1 und B 1 in der Breitenſtraße wollte ein Laſtkraftwagenführer mit ſeinem Laſtkraftwagen zwiſchen einem fahrenden Kohlenfuhrwerk und einem ſtehen⸗ den Auto hindurchfahren. Der Platz reichte jedoch nicht aus, der Fuhrmann, der neben ſeinem Pferde herlief, wurde von dem Laſtwagen erfaßt und auf die Seite geſchleudert. Er trug Verletzungen davon und mußte längere Zeit mit der Ar⸗ Rokoko Ein Badeerlebnis von Hans Buttmann Fred war nervös. Eigentlich brauchte man ſich darüber t zu wundern, denn er war meiſtens nervös. Aber heute res beſonders ſchlimm. Sollte man in der Sommerfriſche am Meer ſitzen und ſich ärgern? Was nützten ihm die Wäl⸗ der, die den Ort freundlich umſtanden, was Blicke auf Inſeln ud ferne Dörfer, die er nicht kannte? Was nützt das alles, wenn man verliebt iſt! Ein reizendes Perſönchen.— Ro⸗ oko.— Fred war erſt nach langem Nachdenken auf das Wort gekommen. Er ſpielte meiſterhaft Tennis, war aber in den Jahrgängen der Kunſtgeſchichte nicht ſo zu Hauſe. r ſie war doch Rokoko. Zierlich, ſchmal, den kurzen Rock leicht gebauſcht, die Augenbrauen wie ein gerader, ſchwarzer trich in dem feinen Geſicht. Rokoko, Rokoko, der Rhythmus ud der ganze ihm etwas unverſtändliche Klang des Wortes chte ihn noch raſend. Er wußte noch nicht einmal, wie 'eß, denn ſie war in einer Privatpenſion abgeſtiegen, und ann man nicht einfach hingehen und den Portier nach m Namen fragen. gte Fred vor ſich hin und ging zum Sportplatz, wo die ſo zetitelte als Zuſchauerin zu weilen pflegte. a In Badeorten macht man leicht Bekanntſchaft.„Sind zie mit Ihrer Penſion zufrieden? Herrliche Luft hier. Und ie See Leidens⸗ und Badegenoſſen müſſen ſich an einander ßen. Wollen wir nicht einmal zuſammen eine Tour Das war furchtbar einfach, und Fred war in Sachen nicht dumm. Aber der Blick, den er zuge⸗ rfen bekam. In dem Blick lag eine tadelloſe Vergangen⸗ ine hoheitsvolle Abweiſung, lagen ſtrenge Prinzipien. d wandte ſein Intereſſe dem Spiel zu. Er ſah aber wagte einen Seitenblick. Er begegnete ihrem s war ſanfter als vorhin.„Verzeihen Sie, ———ůůůů— „Nennen wir ſie einſtweilen Rokoko,“ ſchnitt ſie ab. Fred war nicht für pfychologiſche Entwicklungen.„Wollen wir zuſammen Kaffee trinken?“ fragte er auf die Gefahr hin, wieder einen Blick, der Prinzipien ſchleuderte, zu erhalten. „Aber gern,“ ſagte ſie. Fred war ſelig. Und zog mit ihr los. So nannte er in Gedanken ihr ehrbares Schreiten zur nächſten Gaſtſtätte. Fred beſtellte großartig. Wie immer. Sie tranken Kaffee. Sie tranken Likör. Sie aßen zu Abend und tranken ſchließlich Wein. Es wurde ſpät, und über ihnen flimmerten die Sterne groß und ſonderbar.„Nur einen Wunſch habe ich noch,“ flüſterte ſie, als Fred leiſe ihre Hand ergriff.—„Jeden, jeden,“ ſagte Fred ſo laut, daß der Kellner mit forſchendem Blick an ihnen vorüber ging.—„Werden Sie ihn mir er⸗ füllen?“ fragte ſie mit zärtlichem Blick.„Jeden, jeden,“ wie⸗ derholte Fred. Er war an dem Punkt angelangt, an dem Genie ſo leicht zum Wahnſinn wird. f „Bleiben Sie bis ein Uhr mit mir auf,“ bat ſie lächelnd. —„Die ganze Nacht, die ganze Nacht,“ hauchte Fred beſeligt. —„Nein, nur bis ein Uhr, dann bringen Sie mich an die Bahn.“—„Prachtvoll, durch die Anlagen, den langen Weg zur Bahnſtation, kein Menſch wird uns begegnen. Sie fahren ab?“—„Nein,“ ſagte ſie erſtaunt,„ich will meinen Mann abholen.“. 8 Fred war nüchtern. Ihm war, als ſei er mit dem Kopf gegen eine Wand gerannt. Die Wand hatte gehalten, der Koyf aber nicht.„Selbſtyerſtändlich, gnädige Frau.“—„Mein Mann wird ſich freuen, Sie kennen zu lernen.“—„Selbſt⸗ verſtändlich, gnädige Frau.“ Geiſtreicheres ſagte Fred an dieſem Abend nicht mehr. Seine Gedanken kreiſten um den einen Punkt: Rokoko, ich muß in einer Kunſtgeſchichte nachleſen, ob die Frauen damals wirklich ſo merkwürdig waren, daß ſie unvermutet Männer hatten, mit denen ſie verheiratet waren. vom R 0 hat durch dieſes Erlebnis einen gan bekommen. 8 8 In Anweſenheit gegen Strafbefehle s falſchen Begriff Vorträge Pater Muckermann über Kriegasliteratur Wenn Pater Fr. Muckermann ſpricht, hat er ein dichtbe⸗ ſetztes Haus. So war es auch geſtern Abend im Kolpinghaus. Der Redner ſprach einleitend vom Schriftſtellereum und Kriegsbücher ſchreiben. Er ging dabei von dem Gedanken aus, das es noch keinem einzigen Schriftſteller gelungen iſt, ein Kriegsbuch zu ſchreiben, in dem der rechte Inhalt verzeichnet ſei. Weiter behandelte er die Kriegserinnerungen die ſich aneinander reihen wie Ketten, von denen man verſucht Kriegsbücher zu ſchreiben. Bei allen dieſen Büchern vermißt der Redner die gediegene Art, die nicht nur das übergroße Leid vor dem Auge erſtehen läßt, ſondern die deutlich den Wert des Lebens kennzeichnen müſſe, daß doch 99 v. H. wußten, wofür ſie kämpften und fallen mußten. Kriegsgenerationen ſind wir alle, ſo betonte der Vortragende. Von denen, die noch da ſind, erhebt ſich ein Teil, der noch für ſeine Heimat einſtehen würde, um dieſe erneut zu 8 ſchützen. Mit großem Verſtehen verſuchte nun Pater Muckermann das Deutſchtum zu ſchildern, das gegenüber anderer Staaten als reaktionäre Macht hingeſtellt wird. Vielfach iſt es die verhaltene Angſt anderer Mächte, die in den Deutſchen Barbaren ſahen und das aufwärtsſtrebende Deutſchland voll Neid haßen. Es gibt zwer Weltordnufgen, eine die die Machthabenden ſind und die andere, die die Freiheit im Programm enthalten. Es ſind zwei Grundſätze, die an ihrer Schärfe ſich meſſen und aneinander abprallen. Doch der ein⸗ zige Weg, der noch offen bleibt, muß die Ver bindung dieſer bei⸗ den Gegenſätze bezwecken. Weiter ſprach der Vortragende von einem iriſchen Pater, der mit göttlichem Ideale hinauszog, Seelen zu retten. Er kommt an einem Offizier vorbei, der im Lazaret liegt, der ihm aber ſagt,„ich bin nicht von deiner Kirche“. Der Pater er⸗ widert,„aber wir gehören zu einem Gott“. In dieſem Beiſpiel legt viel von dem, was verbunden werden muß, das ſonſt ge⸗ trennt iſt. Er nennt in ſeinen Schlußäußerungen die Zeit für ange⸗ bracht, den mittleren Weg zu finden, die ſcharfen Gegenſätze zu trennen. Deshalb warte er auch noch auf ein Kriegsbuch, in dem von dem großen Schickſal geſchrieben ſteht, das ſich über alles überhebt und Wegbereite im inneren Frieden wird. Pater Muckermaun ſprach noch einige Worte über die Notwendig⸗ der n ren Ausgeſtaltung der Kriegsliteratur und ſchloß mit e, daß der Mann ſich findet, dieſes Kriegsbuch zu ſchrei⸗ f ben, von dem er in ſeinem zweiſtündigen Vortrag klar und deutlich N redete. K. G. 9 N 8.* N * Verordnung über Aenderung der Rheinſchiffahrtspolizei⸗ ordnung. Aufgrund Beſchluſſes der Zentralkommiſſion für 1 die Rheinſchiffahrt vom April 1929 wird die Rheinſchiffahrts⸗ 6 polizeiordnung wie folgt geändert: 1. 8 11, Ziffer 6, Abſatz 1 5 erhält folgende Faſſung: Der Abſtand zwiſchen dem Schlepper und dem erſten Anhangſchiff darf nicht mehr als(20 Meter betragen. Bei einem mit einem ein⸗ zigen Anhangſchif zu Berg fahrenden Schleppzug kann jedoch, wenn dieſes Schiff über 1000 To.(20 000 Ztr.) Tragfähigkeit hat, der Abſtand bis auf 200 Mtr. vergrößert werden. Der Abſtand zwiſchen den einzelnen Anhangſchiffen darf nicht mehr als 80 Meter betragen.— 2.§ 21, Ziffer 8, wird durch folgenden Abſatz vergrößert: Für Verſuchs fahrten zu Berg können von den Behörden der Uferſtaaten Aus⸗ nahmen von dem Verbot der Anwendung von Scheinwerfern zugelaſſen werden. Die Anwendung der Scheinwerfer muß jedoch unter allen Umſtänden auf die Be⸗ dürfniſſe der Fahrt beſchränkt bleiben; eine Beläſtigung der übrigen Schiffer und der Uferbewohner muß möglichſt vermieden werden.— Dieſe Beſtimmungen treten vom J. Aug. 1929 in Kraft, die unter 2. vorläufig für zwei Jahre. 1 keit dem Wu . 0 220 Laſtkraftwagenführer einen Strafbefehl von 80 Mark, gegen den er Einſpruch erhob.. Die Verhandlung ergab eindeutig, wie das auch der Sach⸗ verſtändige an Hand von Modellen darlegte, die Alleinſchuld des Chauffeurs. Das Gericht erkannte gleichfalls auf eine Geldſtrafe von 80 Mark oder 10 Tage Gefängnis. Fahrläſſige Gefährdung eines Eiſenbahntransportes Die Oberrheiniſche Eiſenbahngeſellſchaft hat bekanntlich auch eine Linie, die durch die Hauptſtraße von Edingen führt. Am 22. April 1928 verſuchte ein 24jähriger Kraftwagenführer, der ungefähr 5 Monate im Beſitz des Führerſcheins war, vor der Elektriſchen das Gleis zu überqueren. Dies gelang ihm nur teilweiſe, mit dem Anhänger drückte er die linke Seite des Triebwagens ein, an dem Anhänger wurde die eine Sei⸗ tenwand beſchädigt. Sowohl der Führer der Elektriſchen(100 Mark) als auch der Chauffeur(80 Mark) erhielten Straf⸗ befehle. Man hatte dem Wagenführer zuerſt die größere Schuld zugeſchrieben. Beide erhoben Einſpruch gegen den Strafbefehl. Jeder erſchien mit einem Rechtsanwalt. Die Beweisaufnahme ergab, daß der Wagenführer die nötige Sorgfalt hat walten laſſen, während der Chauffeur gegen verſchiedene Beſtimmungen des Kraftfahrzeuggeſetzes ver⸗ ſtoßen hatte. Aus den Zeugenausſagen war zu entnehmen, daß die Elektriſche von links angefahren wurde, da die linke Seite eingedrückt war, der Anhänger des Laſtwagens alſo nicht mehr über das Gleis, das er ſchräg ſchnitt, hinüberkam. Der Verteidiger des Wagenführers, Dr. Ebertshe im, be⸗ g ſe antragte Freiſpruch, ebenſo der Verteidiger des Chauffeurs,. Dr. Zang. Der Wagenführer hatte mit ſeinem Einſpruch 1 Glück, denn das Gericht kam aufgrund der Zeugenausſagen 1 er und des Sachverſtändigengutachtens bei ihm zu einem Frei⸗ 1 et. ſpruch, während der Chauffeur zu einer Geldſtrafe 4 che von 80 Mark verurteilt wurde. 9 Zeugen und ein Sach⸗. Te verſtändiger waren zur Aufklärung dieſes Unfalls aufgeboten N worden. 5 g 5 1 ten Verworfene Einſprüche f 0 fu Sehr raſch erledigten ſich 2 andere Fälle. Ein Kaufmann 1 hatte wegen Betrugsverſuchs einen Strafbefehl auf 2 Monate 8 W Gefängnis erhalten. Er hatte verſucht, ſich Wechſelgeld an* let Verkaufsſtänden auf dem Wochenmarkt zu erſchwindeln. Ge⸗ ha gegen den Strafbefehl erfolgte Einſpruch. Da der Angeklagte 5 1 S nicht zur Verhandlung erſchienen war, wurde der Einſpruch* 5 verworfen. 8 85 Ein Kaufmann aus Worms erhielt wegen Vergehens. de gegen das Kraftfahrzeuggeſetz einen Strafbefehl in Höhe von 8 Ve 30 Mark. Er hatte einen Anderen fahren laſſen, der noch 4 keinen richtigen Führerſchein hatte. Sein Einſpruch war der gleichfalls wegen Nichterſcheinens verworfen worden, als er. Be plötzlich auftauchte und ſein Zuſpätkommen entſprechend be⸗. 8 gründete. Die Verhandlung wurde dann durchgeffihrt. Dem 4 1 0 Angeklagten war der Strafbefehl von 30 Mark zu hoch. Der. Vorſitzende zeigte zur Erheiterung der Zuhörer großes Ent⸗ gegenkommen, er aing mit der Strafe zuerſt auf 20 M. und dann auf 15 M. herunter. Lachend nahm der Angeklagte dieſe„herabgeſetzte“ Strafe mit Dank an. 0 0 Der Zuhörerraum war überhaupt in ausgezeichneter Stimmung, ſo daß der Vorſitzende einmal bei Abnahme des Eides— der Zeuge ſtreckte nur einen Finger der rechten lauf legte ſich die behagliche Heiterkeit e Saales drohen mußte. Hier⸗ der Zuhörer. u — 5 785 1 Mittwoch, den 26. Juni 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) N 5 8— 5. Seite. Nr. 289 Aus dem Lande Zum Selbſtmord des Rechtsanwalts Hermann in Baden⸗Baden.— 200 000 Mk. unterſchlagen? * Baden⸗Baden, 25. Juni. Das Verſchwinden und der Selbſtmord des Rechtsanwalts Dr. Ernſt Hermann hat in Baden⸗Baden außerordentliche Beſtürzung hervorgerufen. Hermann gehörte zu den beſchäftigſten Anwälten der Stadt. Vor dem Kriege gehörte er als Stadtrat der Baden⸗Badener Stadtverwaltung an. Er wurde aber nicht wiedergewählt, weil er ſich keiner Partei anſchließen wollte. Hermann zeigte in der letzten Zeit vor ſeinem Tode Anzeichen ſtarker geiſtiger Depreſſionen, ſodaß er nicht mehr in der Lage war, ſeine Ge⸗ ſchäfte ordnungsmäßig durchzuführen. Dieſe Depreſſionen ſollen zurückzuführen ſein auf die für ihn aus einer Er b⸗ ſchaftsauseinanderſetzung, die er zu leiten hatte, entſtandenen Schwierigkeiten. Bei der Nachprüfung der von Hermann verwalteten Hinterlaſſenſchaft ſtellte es ſich heraus, daß von den Vermögensſtücken 200000 R/ fehlten. Einer der Klienten drang auf Rechnungslegung. Hermann wußte dieſe immer wieder hinauszuſchieben, bis endlich der Klient ihm ſeine Generalvollmacht entzog und einen anderen zum Generalbevollmächtigten ernannte. Dieſer ſetzte ſich ſofort mit Hermann in Verbindung. Im Anſchluß an eine Unter⸗ redung, in der der neue Vertauensmann auf Uebergabe der Geſchäfte oͤrang, entfernte ſich Dr. Hermann und verübte wie gemeldet Selbſt mord. Mit dem Motorrad tödlich verunglückt * St. Blaſien, 24. Juni. Auf der Strecke nach Seebrugg kurz hinter Häuſern verunglückte der Friſeur Ernſt Kaiſer von St. Blaſten. Er befand ſich auf dem Soziusſitz eines Motorrades, das in ſchnellem Tempo in einer Kurve in dem dort liegenden Straßenſplitt ausrutſchte, ſo daß Kaiſer über das Rad hinweggeſchleudert und ihm der Bru ſtkorb ein⸗ gedrückt wurde. Er ſtarb kurz darauf, wahrſcheinlich an den Folgen einer inneren Verblutung. Der Verunglückte iſt 26 Jahre alt und hinterläßt Frau und zwei Kinder. Der Fahrer ſelbſt iſt ohne Schaden davongekommen. Raubüberfall * Badenweiler, 25. Juni. Am Samstag abend gegen 6 Uhr wurden auf dem Wege bei Firſtenfreude zwei ältere Damen von zwei Handwerksburſchen angehalten, mit einer Scheintodpiſtole bedroht und aufgefordert, ihr Geld abzugeben. Einer Dame wurde die Handtaſche entriſſen, worauf ſich die beiden Strolche ſchleunigſt in die Büſche ſchlu⸗ gen. Die ſofort aufgenommenen Fahndungen der Gendar⸗ merte führten am Sonntag vormittag zur Verhaftung der Räuber in Laufen. Nc * Karlsruhe, 24. Juni. Am Montag vollendete Taver von Paſinſki in beſter körperlicher und geiſtiger Friſche ſein 90. Lebensjahr. Bis zum Jahre 1899 war er Re⸗ gimentszahlmeiſter beim hieſigen Leibdragoner⸗Regi⸗ ment. Er hat an den Kriegen 1864, 1866 und 1870 aktiv teil⸗ genommen. Während des Weltkrieges hat er 1½ Jahre lang dem Vaterlande in der Militärintendantur gedient. * Weil am Rhein, 24. Juni. Samstag vormittag kam bei Inſtallationsarbeiten auf dem Gelände der Eiſenbahnbrücke zwiſchen Leopoldshöhe und Friedlingen ein Elektriker mit der Starkſtromleitung in Berührung. Er erlitt einen Schlag und ſtürzte auf den Gehweg hinab. Neben Knochenbrüchen und Brandwunden erlitt er einen ſchweren Schädelbruch. Sein Zuſtand iſt bedenklich. Aus der Pfalz Die Pfalzfahrt der Wiener Lehrerſänger * Landau, 25. Juni. Wie ſtark das Jutereſſe für die Weſtgrenzfahrt der Wiener Lehrerſänger iſt, zeigt die Tatſache, daß für das am 10. Juli in Landau ſtatt⸗ findende Sängerfeſt bereits heute 1100 Karten im Vor⸗ verkauf abgeſetzt wurden. Straßenſchlacht wegen eines Mädchens.— Vier Schwer⸗ verletzte * Pirmaſens, 25. Juni. In der vergangenen Nacht gegen Mitternacht entſtand inmitten der Stadt, am Oppenheimer Tor, zwiſchen etwa 25 Fabrikarbeitern, die in zwei Parteien geſpalten waren, eine ſchwere Schlägerei, bei der mit Stöcken, Eiſenſtangen, Schlagringen und Pflaſter⸗ ſteinen gegeneinander gearbeitet wurde. Vier der Teilneh⸗ mer an der Schlacht, die eine große Menſchenmenge in der Nähe verſammelte, wurden ſchwer verletzt und mußten ins Krankenhaus bezw. in eine Privatklinik verbracht wer⸗ den. Die Verletzungen rühren vom Werfen mit Pflaſter⸗ ſteinen, von Meſſerſtichen und von Schlägen mit Eiſen⸗ ſtangen her. Die Polizei konnte ſpäter die Ruhe wieder her⸗ ſtellen. Der Streit ſoll wegen eines Mädchens entſtanden ſein. 4 * Schifferſtadt, 24. Juni. Im Verlaufe eines Streites erhielt der 28 jährige ledige Otto Mörlock von Mutterſtadt einen Stich in die Bruſt, an deſſen Folgen er faſt drei Wo⸗ chen im Krankenhaus lag und jetzt verſchie den iſt. Der Täter, der 22 Jahre alte Friedrich Reinig, wurde verhaftet. * Dörrenbach, 24. Juni. Zwei ſchwere Unfälle ſereigne⸗ ten ſich in der Dorfſtraße. Der 28jährige Georg Knochel fuhr von der Talſtraße die ſteile gefährliche Borngaſſe hinab und verlor die Herrſchaft über ſein Rad. Er fuhr mit aller Wucht gegen ein Wohnhaus und blieb mit ſchweren Ver⸗ letzungen bewußtlos liegen. Er mußte nach dem Kranken⸗ haus in Bergzabern gebracht werden, wo außer einer ſchweren Schädelverletzung ein doppelter Armbruch feſtgeſtellt wurde.— Die 29jährige Anna Scheik fuhr mit einem Fuhr⸗ werk ins Feld und geriet auf einem abhängigen Weg unter den Wagen. Das Fuhrwerk überfuhr ſie. Mit ſchweren Verletzungen mußte ſie in das Krankenhaus gebracht werden. * Jockgrim, 25. Juni. Durch ein Auto angerannt wurde der achtjährige Sohn des Fabrikarbeiters Franz Schloß. Die Verletzungen am Kopfe waren ſo ſchwer, daß das Kind nach einigen Stunden ſtar b. Der Fall iſt umſo tragiſcher, als erſt vor fünf Wochen ein dreijähriges Kind der gleichen Fa⸗ milie durch ein Fuhrwerk überfahren und getötet wurde. Sportliche 46. Oberrheiniſche Regatta Jubiläums⸗Regatta des Mannheimer Regattavereins Zu der am 6. und 7. Juli auf dem Mühlauhafen ſtattfindenden 640 Ruderer gemeldet worden. Das bedeutet gegen die entſprechen⸗ verband als Große Regatta beſtimmt iſt, zu der auch Renngemein⸗ ſchaften zugelaſſen ſind. Von den ausgeſchriebenen Rennen fallen ſechs aus, da nur ein Boot hierzu gemeldet iſt. Leider befinden ſich hierunter auch drei Große Rennen, der Büxenſtein⸗Vierer, der Hoch⸗ ſchulpreis und der Erſte Vierer ohne Steuermann, die beiden letzteren Mannheimer Jubiläums⸗Regatta ſind von 24 Vereinen 81 Boote mit den Ziffern des Vorjahres 23 Vereine, 163 Boote und 640 Ruderer einen erheblichen Ausfall, der ſich nicht nur ziffernmäßig, ſondern auch ſportlich ungüſtig auswirkt, da Mannheim vom deutſchen Ruder⸗ Rundſchau „Amititia“ Mannheim führt mit 206 Punkten Auf Grund der auf der Großen Berliner Regatta durch den Mannheimer Ruderverein Amicitia mit ihren Se⸗ nioren H. Mater, Schneider, G. Maier, Herbold, Hofſſtätter, Reichert, Gaber, Aletter, St.: Bauer(Trainer Gwinner) errungenen vier Siege nebſt dem jetzt zu bewertenden zweiten Platz im Verbands⸗ Achter(Eduard⸗Beer⸗Gedächtnisrennen) iſt die Amicitia“ an die Spitze aller in dieſem Jahre ſiegreichen Ruder⸗ vereine gerückt. Mannheim führt jetzt mit 206 Punkten bei neun Siegen(Heidelberg, Karlsruhe, Berlin) vor Germania Köln, die mit 150 Punkten bei 17 Siegen(Mülheim⸗Ruhr, Trier, Bad Ems, Kob⸗ lenz) vor Allemannta⸗Hamburg, Hanſa⸗Hamburg und Wiking⸗Leipzig rangiert. „Amicitia“ Mannheim gewinnt den Kaiſer⸗Vierer in Grünau Ruder⸗Club“ durchs Ziel gehen. vormaligen Landesherren, den Großherzögen Friedrich., und Friedrich II. geſtiftet. Die beiden großen Achter kommen nur zuſtande, weil neben der Mannheimer Amieitia die Kaſteler Rudergefellſchaft ihre Meldung abgegeben hat. m erſten Vierer mit Steuermann tritt der Mannheimer Amicittat die Ruder⸗ riege des Eſſener Turn⸗ und Fechtklub entgegen. Im großen Einer hat der Ludwigshafener van Hoven nur Bender vom Heidelberger Ruderklub als Mitbewerber. Von den Frankfurter Vereinen haben nur Sachſenhauſen und die Germania gemeldet. Der ſtarke Ausfall an gemeldeten Booten iſt nicht nur auf wirtſchaftliche Verhältniſſe zurückzuführen, ſondern vor allem auf das ſeit Jahren feſtſtehende Zuſammenfallen der Termine von Mannheim und Schweinfurt, wo die Große Fränkiſche Regatta ſtändig gerudert wird und die eine ſtarke Anziehung auf wichtige Rudergebiete ausübt. Erfreulicherweiſe ſind von neutraler Seite Beſtrebungen im Gang um hier eine Aende⸗ rung herbeizuführen und ganz beſtimmte Entſchließungen hieran zu knüpfen. Ebenſo wird eine Verminderung der Ueberzahl der Regatten angeſtrebt, wobei Mannheim als alljährliche Regatta in Kraft bleiben wird. Die Meldungen verteilen ſich nach der Reihenfolge der Startver⸗ loſung wie folgt: um die von den Erſter Tag: Mühlau⸗Vierer: 1. Mannheimer RC. 2. Mannheimer RV. Baden; 3. RG. Speyer; 4. Mannheimer RV. Amicitia.. Büxenſtein⸗Gedächtnis⸗Vierer: 1. Mannheimer RV. Amicitia. Gaſt⸗Vierer: 1. Mainz⸗Kaſteler RG.; 2. Ruder⸗Riege Eſſoner Turn⸗ und Fechtklub; 3. Frankfurter RG. Sachſenhauſen.. Zweiter Einer: 1. RH. Worms(Lerch); 2. Heidelberger RC. (Friſch); 3. Kreuznocher RV.(Threß). Junior⸗Achter(Rheinpreis): 1. Mannheimer RV. 2. Frankfurter RG. Germania; 3. RV. Rüſſelsheim; 4. hafener RB. 5 Otto Beck⸗Gedächtnis⸗Vierer: Zweiter Vierer ohne Steuermann: 1. Karlsruher RV. v. 1879; 2. Mannheimer RC. Junior⸗Einer: 1. Heidelberger RC.(Bender). Hochſchul⸗Vierer: 1. Akad. RC. Karlsruhe. Jungmann⸗Achter: 1. Heilbronner Rudergeſellſchaft 2. Mannheimer RV. Baden; 3. Heidelberger RC. a Zweiter Achter: 1. Karlsruher RV. von 1879; 2. Mannheimer RG.; 3. Mainzer RV.; 1. Heilbronner RG. Schwaben; 5. RG. Worms 6. Frankfurter RG. Germania. Doppelzweier ohne Steuermann: 1. Heidelberger RC. Erſter Achter: 1. Mainz⸗Kaſteler RG.; 2. Mannheimer Amieitia. Amieitia; Ludwigs⸗ Schwaben; RV. Zweiter Tag: Junior⸗Vierer: 1. Mannheimer RC,; 2. Mainzer RV.; heimer RG.; 4. Wormſer RV.; 5. Ulmer RC. Donau; 6. hafener RV.; 7. RV. Rüſſelsheim. Erſter Vierer ohne Steuermann: 1. Mannheimer RV. Jungmann⸗Einer: 1. Heidelberger RC.(Friſch). Jungmann⸗Vierer: 1. RG. Heidelberg; 2. Heilbronner Schwaben; 3. Mannheimer RV. Baden; 4. Manheimer RC.; 5. Speyer; 6. RG. Ludwigshafen; 7. Ludwigshafener RV. Verbands⸗Vierer: 1. Mannheimer RB. Amicitia; 2. Ruder⸗Riege Eſſener Turn⸗ und Fechtklub. Elſaß⸗Preis. Achter: 1. Mainz⸗Kaſteler RG.; 2. Mainzer RV. Straßburg Gedächtnis⸗Einer: 1. Ludwigshafener RV.(von Ho⸗ ven; 2. Heidelberger RC.(Bender). Leichtgewichts⸗Vierer: 1. RG. Speyer; 2 Mannheimer RV. Baden Zweier ohne Steuermann: 1. Heidelberger RC.; 2. RV. Hellas Offenbach. Bonadies⸗Achter: 1. Mannheimer RC.; 2. Mainz⸗Kaſteler RG.; 2. Heidelberger RC. Wilhelm Zeiler⸗Gedächtnis⸗Vierer: 1. Karlsruher RV. v. 1879; 3. Akad. Rc. Karlsruhe. Rheinhafen⸗Preis⸗Vierer: 1. Wormſer RV.; 2. RG. Speyer; 3. Mannheimer.; 4. Mannheimer RG.; 5. RV. Heilbronn; 6. Lud⸗ wigshafener RV.; 7. Ulmer RC. Donau. Neckar⸗Preis. Vierer: 1. Ludwigshafener RV.; 2. 3. Mann⸗ Ludwigs⸗ Amicitia. RG. RG. RV. Heilbronn; g. Mannheimer RV. Baden; 8. Mannheimer RC.; 4. RG. Speyer; 5. RV. Ludwigs⸗ hafen. Junior⸗Achter: 1. Mannheimer RV. Amicitia; 2. R. Rüſſels⸗ heim; 3. Heilbronner RG. Schwaben; 4. Frankfurter RG. Germanta. Jubiläums⸗Achter: 1. Mannheimer RV. Amicitia; 2. Mainz⸗Ka⸗ ſteler RG Das große Vierer⸗Ruderrennen um den Kaiſerpreis ſah in dieſem Jahre die Mannheimer „Amicitia“ als Steger. Mit einer Zeit von:41,6 konnten die Mannheimer vor dem„Berliner Namen der Mannſchaft: Steuer Fritz Bauer, Karl Aletter, Ernſt Gaber, Hermann Herbold, Hans Maier. Welt ⸗Tennisturnier in Wimbledon Fünf Deutſche behaupten ſich in der zweiten Runde. Moldenhauer von Morpurgo knapp geſchlagen Auch am Dienstag blieb den allengliſchen Tennis⸗Meiſterſchaften in Wimbledon das ſchöne Wetter treu. Bei prächtigem Sonnen⸗ ſchein wurde auf allen Plätzen hart gekämpft. Die Organtſation war wieder muſtergültig, trotzdem es zahlreiche Zuſatzſpiele gab, konnte das Programm pünktlich beendet werden. Für die Deutſchen war der Tag teils erfreulich, teils weniger, denn die deutſche Verluſtliſte mußte wieder um einige Namen vermehrt werden. Das Haupt⸗ ereignis der Spiele in der zweiten Runde war das Zuſammentreffen des italieniſchen Meiſters de Morpurgo mit dem Deutſchen Hans Moldenhauer. Es gelang dem Italiener, für die beim Davts⸗ pokalſpiel in Hamburg durch den Deutſchen erlittene Niederlage Revanche zu nelmen, allerdings erſt nich härteſtem Kampf. Fünf Sätze waren nötig, ehe ſich Moldenhauer geſchlagen gab. Das Ergebnis :6, 614, 613, 216,:4 beſagt bei weitem nicht, wie hart gekämpft wurde. Noch im letzten Satz riß Moldenhauer die Führung an ſich und erſt nach einem 4·4 konnte Morpurgo den Sieg ſicherſtellen. Dr. Kleinſchroth wurde pon dem Engländer Kingsley glatt:1, 62, 6 72 abgefertigt. Für dieſe zwei Niederlagen gab es in der zweiten Runde aber auch zwei deutſche Siege. Der Italiener del Bono hatte gegen den deutſchen Meiſter D. Prenn nie eine Chance. Dem härteren und ſicheren Spiel des Berliners mußte del Bond ver⸗ hältnismäßig leicht in drei Sätzen 613,:4, 61 weichen. Ein ſehr ſchöns Spiel gab es zwiſchen dem Pforzheimer Wetzel und dem Engländer Ruſſell. Der Deutſche diktierte dank ſeiner beſſeren Tech⸗ nik das Spiel, mußte aber zeitweiſe doch hart kämpfen, um 612, 622, :6 in die dritte Runde zu kommen. Ein Ereignis für die Engländer war das Spiel ihres populären Auſtin gegen den Amerikaner Hunter, der von dem Engländer überraſchend leicht:3,:2, 416,:3 bezwun⸗ gen wurde. Bei den Damen hatte Frau Friedleben in der erſten Runde das Pech, auf dem Platz 18 gegen die Engländerin Round ſpielen zu müſſen. Der Platz 13 iſt nicht nur ſeiner Zahl wegen, ſondern auch wegen ſeiner Beſchaffenheit ein Unglücksplatz. Frau Friedleben fand ſich mit den Verhältniſſen nicht zurecht und verlor :6, 614, 628. Frl. Roſt ſpielte gegen die Franzöſin Gallay im zweiten Satz etwas leichtſinnig, ſiegte aber ſchließlich doch:0, 12210, Frl. Außem und Frau Schomburgk kamen kampflos in die zwerte Runde und hier hatte Frau Schomburgk noch einmal das Glück, ohne Kampf weiterzukommen, da die italieniſche Meiſterin Valerio nicht antrat. Frl. Außem machte mit der Engländerin Tyrell, die immer eine bekannte und recht gute Turnierſpielerin iſt, wenig Federleſens, mit einem:0,:2 brachte ſie ſchnell den Sieg an ſich. Weitere Ergebniſſe der 2. Runde Herren: Tilden⸗ ll A.— Campbell⸗Indien 611,:2, 610; Coen⸗ USA— Robbins⸗Südafrika:1,:1, 719,:1; Lott⸗it SA.— de Bor⸗ man⸗Belgien 61,:1,:2; Henneſſy⸗ us A.— Worthington⸗Egland :4,:4,:3; Cochet⸗Frankreich— Dollver⸗England:4,:4, 624 de Buſſelet⸗Frankreich— Ulrich⸗Dänemork 416, 715,:0,:4; Timmer⸗ Holland— Hilliard⸗England:3,:0,:2 Bouſſus⸗Frankreich— Crole⸗Rees⸗England 614,:4,:3; Lee⸗England— Otha⸗Japan 5575 674, 614,:5; Borotra⸗Frankreich— Collins⸗England 613, 84% 8 Bonei⸗Italien— Greigh⸗England:2, 614,:3; von Kehrling⸗Ungarn — Colvin⸗England 618,:4,:4. Damen: Mallory⸗US A.— Dismith⸗Südafrika 678, 326, 255 Wills⸗US A.— Tomblin⸗England:0,:0; Heine⸗Südafrika— Thomp⸗ ſon⸗England 613,:8; Nuthall⸗England— Marſhall⸗Englond 621, 6·47 Mathieu⸗Frankreich— Conquerque⸗Holland:2,:2; Baybier⸗Frank⸗ reich— Sondiſon⸗Indien:2, 612; Alvarez⸗Spanien May⸗England 60,:2; Ryan⸗US A.— Anderſſon⸗u SA.:1,:1; Wotſon⸗England — Collyer:5,:2; Jacobs⸗ AUS A.— Neave⸗Südafrika 620,:3. * Baden⸗Badener Automobilturnier. Bei der Schönheitskon⸗ kurrenz der Wagen in Baden⸗Baden errang Bren nabor ß erſte Preiſe, 4 zweite Preiſe und 2 dritte Preiſe, zuſammen alſo 11 Schön⸗ heit e und nicht wie gemeldet 8 Chlorodont-Zahnpaste die herrlich erfrischend schmeckende Pfefferminz-Zahnpaste. Tube 60 Pf. u. 1 Mk. Chlorodont- Zahnbürste ö Spezialbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Für Erwachsene.25 Mk. für Kinder 70 Pf. Chlorodont- Mundwasser N mit gleichem köstlichen Pfefferminz-Aroma. Reisespritzflasche.25 Mk. kirktag⸗ Ausgabe) beben Aral fah E E. Hebi ing der deutſchen 1 gerufen wo lange, und nut au K der deutf Generaldirektor 5 35 c. Gu t 0 1 00 d, el Vorte der Be⸗ eichsverkehrs⸗ zum Aus druck Nes nachkommen zu können. Der Zentral⸗Verein für deutf hrer Syndikus E. Schreiber⸗Ber⸗ eiugangs feſt, daß, ſeit ſich der r Fragen des binnenländiſchen Ver⸗ orität der berufenen Gremien, der ebenſo u wie verdi len Arbeit unterzogen hat, die bekannten u um die Zielſetz g. unter dem te der Wohlfahrt d zu durchleuchten, eren Bah⸗ licher Unterſt en gelangt il. Sleicwoßl ſteht der Zen⸗ ein heute 60 Jahren wieder vor der Aufgabe, 05 i gen Aus banes Auleres deutſchen Waſſe der deutſchen Bin⸗ 0 Were vor den 1 zu rt vom 1 ronis nal⸗ bauten“ un 90550 en Befriedigung der Verk niſſe durch das M nehmen der Reichsbahn noch imme 25 b ultama ratio allen verkehrspolitiſchen Denkens iſt. Auch im Jahre 1928/1929 beſtand auf dem Gebiete der Waſſerſtraßenbaupolitik die verkehrspolitiſche Arbeit des Zentral⸗Vereins darin, in S hrift und Wort die eigene Ueberzeugung von der volkswirtſchaftlichen Notwendigkeit der umſaſſenden Ausnutzung der natürlichen Waſſer⸗ läufe in die Oeffentlichkeit zu tragen und durch objektive Unter⸗ ſuchungen der Irrlehre von der wirtſchaftlichen Unvernunft künſt⸗ licher Waſſerſtraßen zu begegnen. Der Geſchäftsbericht gibt dann einen kurzen Ueberblick über die mannigfachen„ der Ver⸗ bandsarbeit, auf denen der Zentral⸗Verein dieſes Ziel zu erreichen ſuchte und ſucht. Trotz aller Nackenſchläge, die des Reiches Not der Arbeit des Vereins zugefügt haben, ſtärke der Blick auf das Erreichte zu neuer Arbeit. Bei den Projekten, die heute im Vordergrunde ſtänden, gelte es vor alle ut, der Kohle durch billige Transportwege im We genüber dem Ausla die M zu behau und zu große Induſtriegebiete durch billige Tre wege au den Markt heranzuführen und die deutſchen Ströme in den Staud der techniſchen Vollkommenheit zu verſetzen, der die wirtſchaft lichſte und beſtmögliche Ausnutzung dieſer Verkehrsſtraßen gewähr⸗ letſte. ude Die Entwicklung der deutſchen Binnenſchiffahrt im Jahre 1928 bezeichnet der Bericht als kataſtrophal. Syndikus Schreiber ging auf die unſeren Leſern bekannten hemmenden Momente näher ein und kam ſodann im einzelnen auf die ſchiffahrtsabträgliche Tarifpolitik der Reichsbahn, das lang umſtrittene Gebiet der Schiff hrtabgaben⸗ erhöhung, die Notwendigkeit einer ſofortigen und umfaſſenden Re⸗ form der Reichswaſſerſtraßenverwaltung zu ſprechen. 8 führungen gaben, in Verbindung mit intereſſanten Mitteilungen über Einzelfragen der Verbandsarbeit ein anſchauliches Bild von der umfangreichen Tätigkeit des Vereins auf dem Gebiete der wirtſchafts⸗ politiſchen Intereſſen vertretung des Binnenſchiffahrtsgewerbes. Im Mittelpunkt auch dieſer Feſtſitzung ſtanden zwei Vorträge, die der praktiſchen Arbeit des Verbandes dienten. Geh. Regierungsrat Prof. Dr. H. Thieß⸗Köln behandelte Die Stellung ber Binnenſchiffahrt in der deutſchen Volkswielſchaft der Gegenwart und Zukunft Seit 90 Jahren iſt die Frage, ob neuſchiffahrt noch eine Zukunft habe, neben der Eiſenbahn die Bin⸗ immer wieder periodiſch auf⸗ getaucht. Schon oft haben ſeit 90 Jahren Theoretiker die Neigung gehabt, die Frage zu verneinen, immer wieber hat die Praxis ſie bejaht. In auffallender Regelmäßigkeit innerhalb des Geſamtverkehrs mit leiſtungen. Wie im ganzen deutſchen für ſie die Fragen der! behauptet ſich die Schiffahrt einem Viertel der Verkehrs⸗ Wirtſchaftsleben ſind nach dem Kriege Aus augung des Beſtehenden wichtiger gewor⸗ den vor denen des Ausbaues. Bei Ausbauplänen mußten ſich die Kanäle in den Vordergrund ſchieben, bei dem Wettbewerb um die knapp gewordenen Transporte mit der Eiſenbahn muß die Tatſache hervortreten, daß das natürliche Syſtem der großen Ströme weitaus den meiſten Verkehr auf dem Waſſer bewältigt, zwiſchen 85 und 90 v. H. Der Waſſertransport behauptet ſich durch ſeine billigen Selbſt⸗ koſten, die hinter den Durchſchuittskoſten der Bahn um die Hälfte z rückbleiben. Die ſtarke Differenzierung der Bahntarife gleicht für manche Verkehrsaufgaben freilich den Vorteil aus und das drängt die Schiffahrt zurück. Die Ausnahmetarife der Bahn ſind gegen aus⸗ länbiſchen Wettbewerb und für nationalwirtſchaftliche Zwecke geboten, über aus reinen Wettbewerbsgründen gegen das gleich vorteilhafte Verkehrsmittel der Schiffahrt ſollten ſie nicht angewandt werden. Die zu ſtäarke Differenzierung der Bahntariſe führt dazu, die fixen Koſten und Abgaben einſeitig auf den Nahverkehr zu häufen und die Kon⸗ kurrenz des Kraftwagens auf den Plan zu rufen, auch da, wo er an ſich nicht wirtſchaftlicher arbeiten, ſondern die Tarife der Bahn nur wegen ihrer ſtarken Ueberhöhung durch die fixen Koſten und Repara⸗ Honen ſchlagen kann. Für die Volkswirtſchaft und die Produktion würde eine einverſtändliche Arbeitsteilung zwiſchen Bahn und Schiffahrt ſein, die jedem Verkehrsmittel die Aufgaben zuweiſt, die es nach ſeiner am vorteilhafteſten Eigenart und ſeiner Koſtenzuſammenſetzung am günſtigſten löſen kann. Die natürlichen Vorbedingungen zu ſolchem Ausgleich der Leiſtungen ſind nach wie vor gegeben. Die Hauptleiſtungsfähigkeit der Schiffahrt liegt in den Jahreszeiten des ſtärkſten Verkehrs, ſo kaun ſie trotz Unterbrechungen die Bahn wirkſam entlaſten. Zu der Streitfrage, ob wir überhaupt wieder Zeiten ſtärkeren Güterverkehrs bekommen werden, die beide Verkehrsmittel voll beſchäftigen, find ungünſtig die großen Betriebszuſammenlegungen, Fernſtrom, Fern⸗ gas, Oel ſtatt Kohle, aber die entgegenſtehenden Tendenzen, die immer noch wachſende Verſtaatlichung des Volks, der Zwang zum ſtärkenen Export und Rohſtoffbezug durch die ſteigenden Reparationen und Ziuslaſten ſcheinen ſtärker zu ſein. Viel wird für den Umfang des künftigen Verkehrs auf die Leiſtungen der Verkehrsmittel ſelbſt an⸗ kommen. ellen: 1 95 T. tt wickelte 7 8 Aufſch ich geweſe 527 en f 9 eit ten des Wa von de e Leiſtungsſä ihigkeit halten und ſich 5 von jeglicher Uebertreibung vorſichtig fern zu halten.. der Zentralverein ſeiner klugen und ſtaa politiſchen Tradition auch in Zukunft treu bleiben, dann darf bei den Regierungen des Reichs und der Länder auch fernerhin auf eine verſtändnisvolle Aufnahme ſeiner An⸗ regungen und Anträge rechnen. liſche Binnenſchiffahrt 1928 29 Am meiſten umſtritten iſt die künftige Rolle der Kanäle, den überſch lichen Hoffnungen der g zu ungünſtig beurteilt werden. Soweit ſie als Erw es Flußnetzes deſſen Frachtvorteile einem weiteren Gebiete gig machen, ſoweit deutſchen Einfuhrbebarf zurückzud verſprecher ft vermehren und die Wohlfahrts⸗ koſten erleichtern, ſoweit ſie ferner großentei ſchon gebant ſind, aber zur Entfaltung ihrer Vorteile des Abſchluſſes bedürfen, iſt ihre ruug nach wie vor zu begünſtigen. Ebenſo wenn ein ausgebau⸗ Waſſerſtraßennetz uns günſtige Ausfuhrwege ſchafft. Vortragende empfahl die gemeinſame Behandlung der Ver⸗ kehrsfragen, namentlich der Streitpunkte zwiſchen den Verkehrs⸗ gruppen, der Verſtändigungsmöglichkeiten in Einzelheiten der Ta⸗ rife, des Anſchlußverkehrs und dergl. Durch beiderſeitige Sachver⸗ ſtändige, ohne daß ſich daran nach früheren Vorſchlägen Verwaltur befugni zu knüpfen brauchen. Die ärmer gewordene deut he Volkswirtſchaft bedarf eines von Natur ſo ökonomiſchen und elaſti⸗ ſchen Transportmittels, wie die Binnenſchiffahrt iſt, mehr denn zuvor. 367 Fal die nach sie t Ihre i voll zu erhalten für die jetzt vorhan⸗ e und die künftigen Aufgaben und für die vielen wichtigen Unternehmungen, die ſich im Vertra ſtraßen aug delt haben, bleibt eine e ede Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen 1 gen des anerkann Fachmannes ſchloß ſich, Dank quittiert, das Referit des von ſchätzten Geb. Rat Prof. uen auf ſie an den Waſſe wichtige Aufgabe der Volks⸗ hrun⸗ ebenfalls mit er Binnenſchiffahrt ge⸗ Dr. ing. H. Dresden. Das amerikaniſche Handelsamt veröff Vereinigten Staaten für 1928. 0 In ſeinem Vorwort weiſt Handelsſekretär Lamont darauf hin, daß dieſe von Hoover eingeführte und unter ſeiner Leitung jährlich zweiter ausgehäute, vervollkommnete Ueberſicht nicht nur für die pri⸗ vate und ar utliche amerikaniſche Finanzpolitik eine große Rolle ſpiele, ſondern daß ihre Bedeutung über die Landesgrenzen hinausgehe. Die Ueberſicht, heißt es weiter, zeige beiſpiel Isweiſe, daß man den Faktor der alliierten Kriegsſchulden und das deutſche Transferproblem mei ſt it berſchätzſe[vom Standpunkte Amerikas aus!) Der Bericht bringt hierüber Einzelheiten und ſtellt feſt, daß die Geſamtzahlungen an die Vereinigten Staaten im Vor⸗ jahre 10 648 Mill. Dollar betrugen; darin ſind an Kriegs ſchuld⸗Zahlun gen 210 Mill. Dollar enthalten, die alſo nur 2 v. H. der Geſamtſumme ausmachen Die Beſorgnis, daß man dieſe zwei v. H. nur in der Form von fuhrwaren annehmen könne und dadu den renmarkt überl erſcheine alſo unbegründet, um ſo mehr, als dieſe 210 Mill. nur Zweifünftel der Ausgaben amerikaniſcher Tou⸗ riſten im Ausland barſtellten. Auch das deutſche Transfer problem erſcheine nicht ſo gew tig, wenn man bedenke, daß 1922 Amerika etwa l. Dollar für Touriſten⸗Ausgaben, Geldſendun⸗ die alte Heimat und für Wohltätigkeits⸗ entlicht die Zahlungsbilanz der s ſte, Dollar M gen der Einwanderer zwecke transferierte und 1928 über 728 Mill. Dollar mehr fremde An⸗ an lagewerte kaufte als 1922 und dieſe Beträge wies, ohne zu merken, daß es ſich um ein Andererſeits habe ſich die aktive„ in der zweiten Hälfte von 1928 um 452 Mill. Dollar erhöht, während gleichzeitig die Anlagen in Auslandswerten um 610 Mill. Dollar zurückgingen, ſo daß das Ausland gewaltige Be ütberweiſen mußte, ohne daß dieſer Transfer die Weltwirtſchaft gefährdet hätte Die wirtſchaftlichen Kräfte, die das Gleichgewicht in den interngtionalen Zahlungen be⸗ wirken, ſeien alſo offenbar mächtiger als meiſt angenommen werde. Beiſpielsweiſe ſteigere der amerfkaniſche Wohlſtand faſt automatiſch die Ausgaben Amerikas für Lux und Auslandsreiſen. In der mit kund 1900 Millionen Dollar auf der Abtiv⸗ Paſſipſeite abſchließenden Bilanz erſcheinen als Gruppenſalden gunſten der Vereinigten Staaten beiſpielsweiſe aus Waren und Goldverkehr 1109 Mill. Dollar Zinſendienſt und Amortiſatton der amerikaniſchen Kapitalanlagen im Ausland 882 Mill. Dollar, Kriegs⸗ ſchuldenzahlungen 210 Mill. Dollar, denen folgende Gruppen ſalden zugunſten des Aus lands gegenüberſtehen: neue Anlagen im Ausland 962, amerikaniſche Touriſtenausgaben 789 Metll. a„Zinſendienſt fremder Anlagen in den Vereinigten Staater 50 Mill. Dollar. Einwanderer⸗Ueberweiſungen an die alte Heimat 217 Mill. Dollar, Frachten an das Ausland 84 Mill. Dollar. an das Ausland über⸗ Transferproblem handelte. eträge hierher und zu⸗ * K. Lorenz A. in Berlin⸗ Tempelhof. In der v. HW. waren 5 600„/ Stel, darunter 1012 000„ duch die Philips Glühlampen⸗ fabriken in Holland, vertreten. annte Abſ wurde ein⸗ ſtimmig genehmigt und die Divis 6 v. f ſetzt. Der Ge⸗ ſchäftsgang habe ſich im neuen Jahre weiter güunſtig geſtalket, Dee Aufträge der Reichspoſtverwaltung, dem größten Kunden der Geſell⸗ ſchaft, erfuhren eine Belebung. Es wäre wünſchenswert, wenn die Auftragsertetlung durch die Re ichspoſtverwaltur nicht mehr ſo ſchwunghaft vor ſich gehe, ſondern durch gleichmä Verteilung au das ganze Jahr eine Spitzenforderung an die( wirrde. Um den Ausbau der Radio⸗ und man weiter bemüht. mit Siemens u. Halske getroſſen worden, ſo daß ſich f ſtreitigkeiten nicht mehr wiederholen könnten. 972 Schleſiſche Mühlenwerke Ac. Breslau(Oſtwerke⸗ Konzern). Das Unternehmen erzielte 1928 math wieder 9,24 Mill./ Abſchrei⸗ bungeg 0,42(0,41) Mill./ Reingewinn. Vorgeschlagen we rden wieder 5 b. H. Dividende. Das abgelaufene mäßig und unruhig; zu keiner Zeit des ell ſchaft vermi Telegraphen⸗ Abteilung del Im Telegraphenapparatebeu ſei ein Abkommen frühere Patent⸗ t, auf „Die Notwe koſten tun ſoweit dabei te nahmen herbei ſodann durch d des e e iſt t das en die Beförderung in geſchleppt w wird ga weſe dingt von ugung, dem 2 mitteln, dem Schaufelr Fzinfachheit und ihr g Sie ſtellt aber grö e zur den Fortbeweg Schraube ſind ihre haft eigentümlich. tiefe als Schaufelrad. Erſt mit und des Schraubenſchirms hat ſie kleiner Waſſertiefe gefunden. das auch Eingang Die ſigen Bemühun und dynar Wirkungsgra Dampfmaſch ihrem unbeſtreitbaren Erfolge den wachſenden W tors als Antriebsmaſchine nicht aufhalten kön Iich als ipreſſorloſer Dieſelmotor in d Verwendung findet. beſondere dem* en wird. In neueſter Zeit ſind auch Antrieb von Radſchiffen zufriedenſteller Verbe en zur der tung verlel turbine zum ztelt worden. Für die techniſche Ausbildung des einrichtung von beſonderer Bedeutung. auf unſeren und namentlich wachſenden Swiderſtandes an verhältnism gebunden ſo kaun eine Vermehrung der Hauptſache nur durch Abkürzung der Schleu enthalts in Häfen herbeigeführt werden. Abſchließend hob der Redner hervor, daß nur die p lung der Schiffahrttreibenden zum techutſchen ſprießliches Zuſammenarbeiten mit dem Inge damit die techniſche Durchbildung der Binnenſchi Und dankbar müſſe N werden, daß der Zentra deutſche Binnenſchiffahrt e. ſeit ſeinem Beſtehen unabl — die Da Kanälen iſt, des Au ein opſitive tſchritt müht geweſen ſei, dieſe 8 zu fördern, nicht mißverſtändlichen Auffaffung des uns von Plutarch überlief Wortes des Pompeſus„Ne Wwigare necesse es! Vivere 15 necesse“, ſondern in der Erkenntnis: Wir müf 1 3 tut 3 uns not! galten Müßken voll ausgenützt werden, obwohl die e der Ueberproduktion machte ſich verſchärft, c Auftragsbeſtand, mit dem die Mühlen in das en ſind, ſei zufriedenſtelle Ernte gut 2: Die exſten deutſchen Goldkäufe. nach der Aufhebung des Embarg nach De nunmehr ber folgt. 9 um in r H 1 95 von denen 1/2 M und zwar von der wird an die Reichsb g Deviſenmarkt en. Dieſer Betrag te irbung der Käufe war am Berliner in einer en Erholung des e deutlich zu merken. 5 Stickſtoffver ändigung,— Prei Sherabſetzung um das Kilo. Im Nacht rag zu der Meldung betr. d 5 ber die Zuſammenarbeit zwiſchen Ehfleſalp Vuftſtick 8 noch, aß über die am Montag in Par wein Kommuniguc ur Ausgabe gelang ö wir, daß eine Herabſetzu ing um Reinſtickſtoff im „ N= 0 5 Durchſchnitt zu erwarten iſt. Deulſche Continental⸗G- Geſel liſchaft in Beſſau Angriffe auf das Kohlenſyndikat In dex b. GW., die unter Vorſitz von Dr. Sintenis von der er Handelsgeſellſchaft abgehalten wurde, war ein AK. von „vertreten. Vor Ei. in die ung bemerkte zende, daß, nachdem mehrer die Elektr Politik das große Gebiet der ge lichen B der ſchoft geweſen ſei, ſie jetzt vornehmlich der 5 wandt habe. Im Wiede raufhau des Geſch uß eingetreten. Der Rohbau ſei beendet und die möglichkeit der Deſſauer G ſellſchoft ſei auf lange ſichert. Generaldirektor bbaurat Heck nahn umfangreichen und grund 1 Darlegungen. e gabe ihre Kas po ſltiſchen Abele Wes eſentlichen erreicht und ſi Jahrzehnte fruchtbare Arbeit 6 der nutzbringenden Ausarb ihrer b Er erfahrungen er, Trotz der Koſten für die dehnung der Geſellſchaft habe ſie auch heute noch keiner ke! Bankſchulden, verfüge vielmehr über Guthaben, die es ermöglichten, auch die Dividende ohne Inanſpruchnahme der Banken auszuzahlen. Ohne den Rückhalt einer Zeche und einer ſo Kohlenſubſtanz, wie es der Weſtfalen⸗Beſitz iſt, wäre es geweſen, der Stadt Magdeburg und dem M Angebote für Gaslieferungen zu machen. Im übrigen ſei die Geſellſchaft ſo ſtark, Elektrove egungsgeſellſchaften ſeien in ſo auf daß ſich leiſten könnten, die Zeche 1 den ufelderbeſitz zu bewahren, auch wenn dieſe von hren keine ſichtbaren Ueberſchüſſe bringe. nicht möglich itteldentſchen Gebiet ſeſte ſie W̃ Kol ei Ja R* K o h le ſyndikat ſei für die Geſellſchaft eine uberftaſſige und hemmende, Un wer⸗ die Das Einrichtung, die fallen müßte. Dann den, die Einfuhr von engliſcher Kohle Magdeburger Gründungen ſei jetzt die Gaswerken an der Elbe anſtatt der bis gegangen uken. Durch k gegeben, t engliſchen weſtfü ſe Kohle zu beziehen. Mit der Ruhrgas 2 habe die Deſſauer Geſellſchaft keine ſchwerwiegenden Differenz Punkte und beide Geſellbſchaften könnten fetzt friedlich nebene gander arbeiten, weil feder von ihnen ein großes Arbeitsgeb! et zur Ueber das Schickfſal des Warſchauer Beſt hab noch keine Entſcheidung getroffen. de Termin anberaumt worden, fedoch ch nicht überfehen, 95 Ausführung des Houng⸗ Planes einen Einfluß auf dieſe Froge au üben werde. Die bisher verfloſſenen Monate des neuen Geſch . böten ſich befriedigend entwickelt und es beſtehe die Ausſicht, eegweite Hälfte des laufen Bü jahres befrr edigend Erd mit einem gün⸗ Erde 1 man dahe 5 iß rechnen könne. Die Verſammlung beſchloß, den Abſchluß für 1928 zu genehmigen, Dividende von 9(i. V. 8) v. H. zur Verteilung zu bringen und ung an Vorſtand und Aufſichts rat zu erteilen. 8 d 1 1 40 4 1 — 4 3¹ 3 Mittwoch, den 28. Juni 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgaze) 7. Seite. Nr. 289 ——* 8 2 I. 6 Farbenindustrie Aktiengesel schaft * 1 2 0 i b f fn Un Aktiva Bilanz am 31. Dezember 1928 Passiva 0 5 1, ire—̃———— J Inner, Küche, u R 0 RR Manſarde, am 1. Juli Anlagewerte 8 Stammaktienkapital., 980 000 000.— beziehb., in gut. Lage Liegenſchaften R. /. 75 279 590.19 ab: nicht weiterbegebene Lindenhof zu vermiet. Hebäude u. Eiſenbahn.„ 154 261 889.— Aktten: Angeb. unt. V P 123 Apparate u. Utenſilien„ 224 373 990.— 451915 469019 davon einbezahlt an die Geſchſt. B2746 Beteiligungen und Wertpapiere 3082 6 R. 80 212 200.— Vorräte 1 davon nicht einbezahlt 1 hi 2 Zimmer Rohmaterialien...“ 24074 932.18 N. 8090 900.—. 2. 100 202 200.—] 799 297 800.— 18 f Brennſtoffe und techn. Vorzugsaktienkapital evtl. als Büro, Nähe Artikel„ 57 277 259.75 Serie A R. 4 100 000 000.— e an Eigene Erzeugniſſe. 260773 951.43 342 126 14386] ab: nicht weiterbegebene Set enge en 5 Forderungen 1 Aktien: e 1 Konzerngefellſchaften.“ 75 961 937.78 2 00000 5 Sonft 24 1 5 R. 25— VV—..2 828.02 5000 474 40575 davon nicht einbezahlt L 0 50 s ung 8 195 Wechſelbeſtände 28 814 965026.“ 25 000 000.—„ 100 000 000.—— Küche, Stube u. Kam. ankguthabenn 227 778 78601 Vorzugsaktſenkapital m. kompl. Einrichtung Serie 8 R. 40 000 000.— an kinderl. Fam. auf davon nicht einbezahlt 2. 26.606 250.— 18 898 750——5 Mon. zu vermiet. Reſervteeee ne. 18 291 85568 Adreſſe in der Geſchſt. Wohlfahrtsfonds—17 Penſions⸗ u. Unter⸗ 5 ſtützungskonto. R. 43 400 000. In ſchöner fr. Lage Jubiläumsfonds.„ 3 000 000.— 46 400 000— 1 Zimmer U Küche Stiften 2989 717 09 mit Zubehs pere Teilſchuldverſchreibungen v. Jahre 1928 mie Beg 5 Endiner Dalfran ia, Ftanmaktlen] 280 909 900 mne. 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Rh., 2. durch die Geſellſchaftskaſſe der Firma Kalle& Co., Aktlengeſellſchaft, Wiesbaden⸗Biebrich, 3. durch nachſtehende Banken und deren Zweigniederlaſſungen: Deutſche Bank in Berlin, Gebrüder Bethmann in Frankfurt a.., Berliner Handels⸗Geſellſchaft in Berlin, Georg Hauck& Sohn in Fraukfurt a.., Commerz⸗ und Privatbank Aktiengeſellſchaft in J. J. Weiler Söhne in Frankfurt a.., Berlin, Norddeutſche Bank in Hamburg, Darmſtädter und Nationalbank, Komm.⸗Geſ. M. M. Warburg& Co. in Hamburg, a. A. in Berlin, A. Schaaffhauſen ſcher Bankverein A. G. in Köln, Deutſche Länderbauk Akt.⸗Geſ. in Berlin, Deichmann& Co. in Köln, Direction der Disconto⸗Geſellſchaft in Berlin, A. Levy in Köln, Dresduer Bank in Berlin, Sal. Oppeuheim fr.& Co. in Köln, Reichs⸗Kredit⸗Geſellſchaft Aktiengeſellſchaft in 91 H. Stein in Köln, erlin, heiniſche Creditbank in Maunheim, S. Bleichröder in Berlin, Süddeutſche Disconto⸗Geſellſchaft.⸗G. in Eleg. möhl. Wohn- und Schlafzimmer ev. mit Tel. u. Bad⸗ benütz. an ſer. 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Juni 9½ Uhr vormittags und 2 Uhr nachmittags Die beabſichtigte Generalversammlung vom 1. Juli 1929 findet nicht ſtatt Die Anfechtungsklage iſt erledigt; die Vergleichs⸗ verhandlungen mit den Herren des früheren Aufſichtsrats gehen weiter. 7898 Hannkeiner bewerbebank e. 6. m. b. N. (( unter teilweiſer Abänderung der früher ge⸗ nehmigten Fluchten beantragt. X 7 85 hierüber ag 1 8 5 lagen liegt vom Tage der Ausgabe der dieſe 9 5 5 Bekanntmachung enthaltenden Nummer dieſer Anf. Jeräffentlehungen lor Itaut Mannheim Zeitung während 2 Wochen in dem Rathaus Arbeitsvergebun N 1, 3. Stock, Zimmer 128, zur Einſicht der 5 8 9. Beteiligten auf. Hofherſtellung für die Mütterberatung, Etwaige Einwendungen gegen die beab⸗ Kinderhort u. Kindergarten beim Schulhaus ſichtigte Anlage ſind innerhalb der oben be⸗ 5 Käfertal. 3 5 zeichneten Friſt bei Ausſchlußvermeiden bei Nähere ee im Rathaus N 1, Zimmer dem Bezirksamt oder dem Oberbürgermeiſter Nr. 106. Dort liegen die Zeichnungen und die der Hauptſtadt Mannheim geltend zu machen. Ausſchreibungsunterlagen auf. Oeffnung der Mi n 0 den 1 Junt 10 Angebote: Mittwoch, den g. Juli 1929, 9 Uhr, 5 be im, den 18. Junk 1929. 3 Rathaus N 1, Zimmer 124. 1 Bad. Bezirksamt— Abt. II. 1 Hochbauamt. M 4, D 8. Seite. Nr. 289 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗ Ausgabe] Mittwoch, den 26. Juni 1929 Die Forderungen Gleichzeitig mit der Deutſchen Rohſtahlgemeinſchaft, die bekar lich Ende Oktober abläuft, geht auch das Abkommen zwiſchen Rohſtahlgemeinſchaft und der Avi über die Treurabatte für aus⸗ geführtes Walzeiſen zu Ende. Die Eiſenerzeuger haben der Aut bereits eine große Anzahl von Forderungen unterbreitet, non deren Erfüllung ſie ein Weiterbeſtehen ihres Abkommens mit der Avi abhängig machen wollen. Die Stellung der Eiſen verarbei⸗ tex hierzu iſt noch nicht bekannt. Sie wird aber jedenfalls in der am 1 26. Juni ſtattfindenden Sitzung der Avi feſtgelegt werden. Von den Reſormvorſchlägen der Eiſenerzeuger erdienen einige beſondere Beachtung. Ein Vorſchlag, der beſonders die klein⸗ ſten Verarbeiter recht ſchwer treffen wird, geht dahin, daß in Zukunft Mengen unter 2 Tonnen pro Monat nicht mehr bonifiziert und auch auf den nächſten Monat nicht mehr übertragen werden ſolle Bis jetzt bet die kleinſte Menge, auf die es noch immer einen 2 rechtigungsſchein gab, eine Tonne. A ie Einrichtung, daß k Betriebe geringere Mengen aus mehreren Monaten ſammeln 1 ten, bis dieſe Mindeſtmenge von einer Tonne erreicht war, ſoll beſei⸗ tigt werden. Ein weiterer wichtiger Reformvorſchlag iſt der, in Zukunft keine Berechtigungsſcheine mehr zu geben, ſondern Bar rabatte. Das Abſetzen des Rabattes vom Verkaufspreis, oder die Erteilung eines Berechtigungsſcheines über die Rabattſumme nach erfolgter Ausfuhr ſoll in Zukunft wegfallen. D 6 tabatt war ſchon vor dem Kriege allgemein üblich. Seine Wiedereinführung w zweifellos viele Schwierigkeiten beheben, die die Verarbeiter bis jetzt bei der Realiſierung der Rabattſcheine hatten. Weiter verlangt die Rohſtahlgemeinſchaft, daß nur von ihren Werken bezo Material bonifiziert werden darf. Dieſe Forderung iſt von 1 zu großer Bedeutung, denn auch kommt Außenſeiter⸗ e 2 N—— 2—— 2 Stavi Minen- uns Eiſenbahngeſellſchaft Die Geſellſchaft, die bekanntlich für 1928/29 eine Dividenden⸗ erhöhung von 12,5 auf 16,66 v. H. vornimmt, ſchließt mit einem . Rohgewinn von 17,48(14,79) Mill./ ab. Verwaltungskoſten, Steuern, Proviſionen und Gehälter, Verfrachtungs⸗, Verſchiffungs⸗, Verſicherungs⸗ und Analyſeſpeſen der Erze erforderten 6 282 489 (4 694 060)„, Betriebskoſten des Bergbaus und der Hütte 6 414 047 (6038 341) l. (1,66) Mill. (2,17) Mill.. Nach dem Bericht hatte die Aufwärtsbewegung der Kupfer⸗ preiſe das Ergebnis günſtig beeinflußt. Es wurden rund 161 000 Tonnen(i. V. 158 000) Grz gefördert, verſchifft rund 47 000 Tonnen (43 000 Tonnen). Mit dem Abteufen eines Geſenkes von der 16. Sohle aus wurde begonnen. Von dieſem Geſenk aus ſollen nach Erreichung der 20. Sohle durch weitere Aufſchließungsarbeiten die zwiſchen der 16. und 20. Sohle auſtehenden Erze nach Menge und Qualität ſeſt⸗ geſtellt werden. Die Produktion der Hütten konnte weiter geſteigert werden auf 14 727 Tonnen(11408 Tonnen) Kupfer und 5003 Tonnen (3535 Tonnen) Werkblet. Der Geſamtabſatz der Erzeugniſſe Ferro⸗Vanadin⸗Werkes konnte durch erhöhte Auslandlieferungen ver⸗ mehrt werden. Die in der Bauxit Truſt.⸗G. vereinigten, in Ungarn, Italien, Sübflawien und Rumänien gelegenen Bauxit⸗ gruben hatten auch im letzten Jahr einen befriedigenden Abſatz. Dieſe Geſellſchaft, an der Otapt beteiligt ſei, habe für das am 31. Januar 1929 abgeſchloſſene Geſchäftsjahr 20 v. H. Dividende verteilt. Entwicklung der Induſtrie, welche Bauxit als Rohſtoff verarbeitet, laſſe den Schluß zu, daß für die Zukunft mit einer Vermehrung, nicht aber mit einer Verminderung von Bauxit zu rechnen ſei. Nach wieder 200 000% Abſchreibungen beträgt Reſervezuweiſung und 1,55 der Reingewinn 3,03 des Die In der Bilanz für 1928/9 erſcheinen Schuldner mit 11,66 (9,36) Mill., das Konſortialkonto mit 1,96(1,64) Mill., Land und Minenrechte mit 700 000(823 610) /, Gebäude und Anlagen mit 2,84 (3,22) Mill., Materialien und Einrichtung mit 3,59 Beſtände an Erzen und Produktion ſind auf 0,80(0,88) Mill./ be⸗ wertet. Unter den Verbindlichkeiten erſcheinen bei einem Aktien⸗ kapital von unverändert 16 Mill.„ Reſerven mit 2,60(2,40) Mill. Gläubiger mit 764 523(820 850) A. Société Lorraine des Acisries de Rombus.— Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. Die o. GV. dieſer Nachfolgegeſellſchaft der ſegueſtrierten„Kombacher Hüttenwerke“ genehmigte den Jaßhresabſchluß 1928, der nach Vornahme der Abſchreibungen einen Reingewinn von 5 544 768 Frs. auſweiſt. Die Dividende beträgt 7 v. H.(Der vorjährige Reingewinn von 2 575 021 Frs. war zu Abſchreibungen verwendet worden). Der Verwaltungs 3,31) Mill. ,. 2 Nu Abi⸗Ablommen der Eiſenerzenger Material praktiſch ſo gut wir gar nicht in Frage. Ein Punkt in den Forderungen der deutſchen Rohſtahlgemeinſchaft, der ſchon leichter zu hen Differenzen führen kann, iſt die ſcharſe Kontrolle, die die Rohſtahlgemeinſchaft für ſich verlangt. Danach wollen die f rzeuger ihre eigenen Reviſoren in die Verbände der Ver⸗ er entſenden, ja ſogar wenn begründeter Verdacht vorliegt, in Berke ſelbſt. Die Verbände der Verarbeiter ſträuben ſich dagegen lich mit Händen und Füßen. Sie betrachten ſich mit Recht als Treuhänder. Wahrſcheinlich wird man, um dieſen Streitpunkt zu be⸗ igen, zur Einrichtung neutraler Kontrollorgane ten, wie ſolche der Avi⸗Vertrag bereits vorſieht. Außerdem for⸗ dert die Rohſtahlgemeinſchaft noch die Feſtſetzung von ſcharf um⸗ riſſenen Durchſchnittsabfallſätzen. Daß wegen irgend einer der ſtrittigen Fragen etwa das Abkom⸗ men zwiſchen der Rohſtahlgemeinſchaft und der Abl nicht erneuert werden ſollte, iſt kaum anzunehmen. Allerdings könnte der Vertrag eine etwas veränderte Form erlangen. Bei der Forderung der Roh⸗ f J uſchaft nach einer Verſchärfung der Kontrolle kommt es der tahlgemeinſchaft wahrſcheinlich auch darauf an, einen Ueberblick nat Roh über die Finanzgebarung der Verbände der Eiſenver⸗ arbeiter zu gewinnen. Die Ueberſchüſſe, die die Verbände der Ver⸗ arbeiter erzielen, müſſen bekanntlich nach dem Avi⸗Vertrag zur Förderung der Ausfuhr verwendet werden. Ueber die beſte Art, die Ausfuhr zu fördern, kann man natürlicherweiſe ſehr ver⸗ ſchtedener Meinung ſein und auch innerhalb der Eiſenerzeuger und der Eiſenverarbeiter gehen die Meinungen hierüber ziemlich weit auseinander. 5 Die Beantwortung der Frage Verlängerung des Avi⸗Abkommens oder nicht iſt alſo hauptſächlich abhängig von der Geſtaltung der Kriſe bericht ſtellt feſt, daß die Lage des Eiſenmorkts im Jahre 1928 ſowohl in Frankreich wie auch für die Ausfuhr gut geweſen iſt. 5 Produktion der Rombacher Werke ſtieg um 10 v. H. gegenüber Der Verwaltungsbericht betont ſodann dan andauernd ſchwere teuerbelaſtung der Induſtrie ſowie die wachſenden Schwierigkeiten der Arbeiterrekrutierung. * Der Jahresabſchluß des Bezirksverbandes Oberſchwäbiſche werke Biberach. Nach dem vorliegenden Geſchäftsbericht abgelaufene Geſchäftsjohr, über das wir den Bericht des ſtandes in der unlängſt gehaltenen ordentlichen Generalverſa lung wiedergegeben haben, ſchließt öͤie Bilanz per 31. Dezember 1928 mit einem Reingewinn von 41 787(54 524) /, der bekanntlich auf neue Rechnung vorgetragen wird. Es ergaben: Strymverkauf 8(7,40) und ſonſtige Einnahmen 0,18(0,09) Mill. 4. Gegenüber en: Zinſen 1,90(1,64), Verwoltungs⸗Unkoſten 0,73(0,59), Be⸗ triebsunkoſten 3,80(3,21), Zuführung an Rücklage 0,20(0,25) Mill. J. Die normalen Abſchreibungen wurden in Höhe von 0,56(—) vor⸗ genomen. In der Vermögens aufſtel lung per 31. Dezember 1928 erſcheinen Anlagewerte mit 34,29(30,91); Betetligungen 3,47 Elektrizität für da 5 (1,18); Wertpapiere 1,23(1,96); Bankguthaben 3,07(0,74); Darlehen 1 Guthaben bei Stromabnehmern 2,23(1,92); Waren⸗ und Be⸗ . Suorräte 1,29. Andererſeits: Anlehen und Schuldverſchreibungen 56); Verpflichtungen an Lieferanten 1,74(2,47); Rücklagen und Angeſtellten⸗ und Arbeiter⸗Fürſorge 9,50(unv.) Mill. 22: Die Leitung der Opelwerke. Wie Geheimrat Dr. Wilhelm v. Opel mitteilt, trifft die in den letzten Tagen durch die Preſſe ge⸗ gangene, von uns nicht gebrachte Nachricht, daß er ſich von der Lei⸗ tung der Adam Opel Ass. zurückgezogen hätte, in keiner Weiſe zu. Opel in eine Aktiengeſellſchaft im Herbſt 5,48(5,25) Bei Umwandlung der Firma v. J. hat Geheimrat v. Opel den Vorſitz im Aufſichtsrat der Geſell⸗ ſchaft übernommen und iſt zuſammen mit ſeinem Bruder Dr. Fritz Opel als geſchäftsſühre Mitglied des Auſfſichtsrats im gleichen Umfang wie früher im Geſchäft tätig. Sein Sohn Fritz v. Opel iſt, ebenfalls ſeit dieſer Zeit Mitglied des Vorſtandes. 5 Konkursverhängn: in Mitnchen⸗ Gladbach. importeuren bei dem Am öffnung des Konkurs Antrag iſt ſtattgegebe hat gegen den Ger Eröffnung des ge des Konkurſes anſtrebt. :? Dividendenloſer Abſchluß der Trikotfabriken Hermann Moos AG., Buchau. Für 1928 ergibt ſich ein Betriebsüberſchuß von 264 329 (i. B. 314 303) /, wovon Steuern und ſoziale Laſten 103 770(117 091) Mark, Abſchreibungen 84 279(87 473], erforderten, ſo daß demnach einſchließlich des Vortrags ein Reingewinn von 95 524(141 460), vepbleibt. Im Intereſſe der Betriebsmittelſtärkung wird laut HV. Beſchluß von der Verteilung einer Dividende(i. V. 6 v..) abge⸗ ſehen. Aus der franzöſichen Rheinſchiffahrt Die im Jahre 1921 begründete Straßburger AG. Comptoir Rhéenou de Transports Fluviaux, die Agenturen in Ludwigshafen, Mannheim, Duisburg, Antwerpen, Rotterdam und Baſel unterhält, weiſt für das Geſchäftsjahr 1928 abzüglich ſämtlicher Laſten und Abschreibungen einen Reingewinn vonz07 472 Frs (gegen 234 392 Frs. i..) aus, wozu der vorjährige Vortrag vo 4769 Frs. tritt. Auf das uverändrete Stammkapital von 4 Millione Francs gelangt eine Dividende von wieder 7 v. H. zur Ausſchüttun⸗ Die bereits ſeit 1880 beſtehende Straßburger Transport⸗ und Lager⸗ hausgeſellf Millionen Franes. chaft„ſSotrapo“ verdoppelte ihr Kapital von 3,6 auf 7,2 — Berliner Liquidationskurſe vom 25. Juni Dit. Credit⸗A. 128: Barmer Bank⸗Ver. 131; Bayr. Hyp. u. Wechſelbank 152; Berlin. Handels⸗Geſ. Comm 5 1 u. Nat.⸗Bk. 276 ſch 1725 „ AG. f. kehr 154; Allg. Lokalbahn 1 Hapag 119; Hbg.⸗Süd am. Dpf. Han d 111; Allg. Ebektriz.⸗Geſ. 193, Bayr. Motorenw. 12 J. P. Bemberg 343; Be Elektr. 222; Berl. Maſchinenbau pp; Buderus Eiſenw. 73; 6. Waſſer 110; Comp. Hiſpano 104; Con⸗ butchouc 171: 2 enz 59; Dtſch. Cont. Gas 210 Deutſche Linoleum⸗Wk. 318; Dynamit A. Nobel 116, Elek⸗ Elektr. Licht u. Kraft 219; Eſſener einkohle 181; ſtrie? n u. Guilleaume 134, 1; Th. Goldſchmidt 75; 1; Philipp Holzmann F R. Karſtadt 194; Ludw. Loewe 210; Allg. 0 Van U 91 75 Dampf Gelſenkirch. Harpener Be 113; Ilſe Bergb 2 Klöckner Werke 108; Neueſſen Bgw. 128; Mannesmannröhren 122; Metallb. u. Metallurg. 129; Mitt Stahlw. 7 National. Automob. 127; Nordd. Wolle 143; Oberſ. 111; Orenſtein u. Koppel 90; Oſtwerke 251; Polyphonwerke 486; Rhein. Rhein. Elektrizität 160; Rhein. Stahlwerke 127 ⸗Weſtf, Elektr.⸗W. 254; A. Riebeck⸗Montan 146; Rütgerswerke 87; etfurth Kali 409; Schleſ. El. u. Gas 195; Schubert u. Salzer Schuckert u. Co. 240; Schulth.⸗Patzenh. 311; Siemens u. 3 Spenska 415; Thür. Gas 138; Leonhard Tietz 277; Trans⸗ radio 446; Ver. Glanzſtoff 449; Ver. Stahlwerke 104; Weſteregeln Alkali 250; Zellſtoff⸗Waldhof 250; Otavi Minen u. Eisb. 70; Schleſ. Zortlamd⸗Zement 192. * Neue Kupferblechpreiſe. Der Entwicklung der Marktlage ent⸗ ſprechend hat die Verkaufsſtelle des Kupferblechſyndikates, Kaſſel den Grundpreis für Kupferblechfabrikat mit Wirkung vom W. 6. auf 233, pro 100 Kg. feſtgeſetzt. Briefkaſten Wir bitten für den Briefkaſten beſtimmte Einſendungen auf dem Umſchlag als ſolche kenntlich zu machen. Mündliche Auskünfte können nicht gegeben werden. Beantwortung juriſtiſcher, medizini⸗ ſcher und Aufwertungsfragen tſt ausgeſchloſſen. Jeder An⸗ frage iſt die Bezugsguittung beizufügen. Anfragen ohne Namens⸗ nennung werden nicht beantwortet. Ein Mord verjährt nach 30 Jahren. Dieſe Aoreſſe iſt uns unbekannt. H. Sch. Es gibt verſchiedene Fachzeitſchriften. Die genaue Ad reſſen können Sie ſich auf unſerer Geſchäftsſtelle aus dem Zei⸗ tungskatalog herausſchreiben. L. N. 100. das durch Ueberweiſung oder perſönliche Uebermittlung machen dſt gleichgültig. Portvabzüge dürfen Sie nicht vornehmen. R. S. 16. Die Eltern ſind für ihre Kinder verantwortlich und müffen Ihnen den Schaden erſetzen. Fachzeitungen. Zeitungen dieſer Art gibt es verſchiedene. Viel⸗ leicht können Sie einmal auf der Geſchäftsſtelle vorbeikommen und ſich aus dem Zeitungskatalog die gewünſchte Aöreſſe rausſchreiben. F. H. 100. Wenn nur die Hälfte der Lampen brennt, iſt auch nur der halbe Betrag zu entrichten. Verſuchen Ste eine Einigung mit dem Hausbeſitzer. Halske 3 S. Ala. —— Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Juni Rhein Pegel 20. 2122 24 25 26 Neckar ⸗Pegel 20 21. 22. 2425 28, Baſel.71 150 f 0 inſel Mannheim.29.20.12.028,97.96 50 326 Jagſtfeld 967 d 850 680 6 80 ö 6 Maxau.31 5,08 N Mannhein.38.08 Faub 0,00 90 00 Köln.66.81 Wa Herausgeber. Drucker und Verleger Druckerei Dr. Haas Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim, E 6. Direktion Ferdinand Heyme. Dhefredakteur Kurt Fiſcher— Verantwortl. Redakteure Für Politik, H. A. Meißner Leuilleton: Dr. S. Kayſer— Kommunalpolitik und Lokales: i. B. Franz Kircher— port und Vermiſchtes: Willy Müller— Handelsteil Kurt Ehmer— Gericht und alles Uebrige: Franz Kircher— Anzeigen: Jakob Faude; ſämtliche in Mannheim Danksagung Für die aufrichtige Anteilnahme an dem schmerz- lichen Verlust unseres lieben Vaters, Bruders, Onkels, Großvaters und Schwagers Franz Pusch Oberlokomotivführer a. D. sagen wir innigsten Dank. Insbesondere Herrn Vikar Dr. Barner, für seine trostreichen Worte, der Gewerkschaft, Deutscher Lokomotivführer und Gesangverein Flügelrad, für den Nachruf und Kranzniederlegungen, sowie allen, welche ihn zur letzten Ruhe begleiteten 998 Die ſieltrauernden Hinterbliebenen Mannheim Kepplerstr.), den 23. Juni 1929 Wer wurde von dem Geldvermittler W. Schäfer(C 7. 20, B 7 Nr. 13b) 48790 geschädigt? Adreſſenang. erbet. an Detektivbüro„Hausa“ Robert Wörnert, Luiſenring 38. Sshlafzimmer eiche, mit Roſt u. Ma⸗ tratzen, Preis 650 l. Prachtvolle Küche 270 l. 2799 Miltenberger, R 3. 4. Schreibmaschinen bill. zu verk. Winkel, N 8. 7. Tel. 224 85. S175 Für die uns anläßlich des Ablebens meines innigstgeliebten Gatten, meines guten Vaters erwiesene Teilnahme sprechen wir Allen unseren herzlichsten Dank aus Mannheim(Friedrichsplatz 14), Berlin, den 25 juni 1929 1 767 Trau Emma Wübler u. Sohn 1 Kaufe Gold, Silber, Brillanten, bess. 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