e . — Freitag, 12. Juli 1929 Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatlich.⸗M..— ohne Beſtellgeld. Bei eptl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ forderung vorbehalten. Poſtſcheckkonto 17500 Karlsruhe. aupt⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle K 1, 9/11 Baſſermannhaus) Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofftr. 6. e 19/0 u. Meerfeldſtraße 13 Telegramm⸗ Adreſſe Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945, 24951, 24952 u. 24953 Beilagen: Sport und Spiel. Aus Seit r 3 2 und Le Witkag⸗ Ausgabe f Nr. 316— 140. Sahrgang Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlung je einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen 34.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet. Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, e uſw. berechtigen zu keinen Erſatzanſprüchen für ausgefallene od beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Jernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſland iſt Mannheim. Aus der Welt der Technik Wandern und Reisen Geſetz und Necht 10 junge Engländer lebendig verbrannt, 5 weitere tödliche Brandwunden Bei einer Feuer⸗Löſchübung London, 12. Juli.(United Preß.) Eine furchtbare Kataſtrophe hat ſich gelegentlich eines Wohltätigkeitsfeſtes zu⸗ gunſten eines Krankenhauſes bei Gillingham(Keut) ereignet, als Pfadfinder und Marinekadetten eine Feuerlöſchübung vor⸗ führten. Es war zu dieſem Zweck ein hölzernes Gebäude er⸗ richtet worden, das angezündet werden ſollte. In dem Gebäude befanden ſich fünfzehn Kadetten und Pfadfinder, die, wie das Programm vorſah, von der Feuerwehr mit Sprungtüchern und Leitern gerettet werden ſollten. Durch ein Verſehen wurde das Gebäude zu früh angezündet, die In⸗ ſaſſen ſchrien und winkten, aber die Zuſchauer, unter denen ſich die Mütter der Darſteller befanden, hielten ihre Hilferufe für einen Scherz und merkten erſt dann den furcht⸗ baren Ernſt der Sitnation, als die Flammen das ganze Ge⸗ bände einhüllten. Unter den Zuschauern entſtand ein furchtbare Panik. Die Eltern der in dem brennenden Gebäude eingeſchloſſenen Jungen ſtürzten herzu, um ihre Kinder zu retten, wurden aber von den Flammen zurückgetrieben, und die Feuerwehr, die programmäßig eingriff, konnte nichts mehr ausrichten, ob⸗ wohl die Jenerwehrlente ihr Leben riskierten und ſich ſo nahe an den Brand heranwagten, daß ihre Kleider Feuer fingen. Schließlich ſtürzte das Gebäude zuſammen und es war möglich, die Opfer zu bergen. Zehn Jungen waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, während die übrigen ſo ſchwere Brandwunden erlitten, daß ſie von den Aerzten aufgegeben worden ſind. Es iſt vorläufig ein Rätſel, wie es trotz der Vorſichtsmaßregeln geſchehen konnte, daß das Gebäude vorzeitig angezündet wurde. Eiſenbahnunglück in Anzerika 6 Tole — Newyork, 11. Juli. Der Expreßzug nach Cleveland der Erie⸗Eiſenbahn erlitt in der Nähe von Eaſtceorning im Staate Newyork einen Unfall dadurch, daß ein Wagen aus dem, dem Expreßzug auf dem Nebengleis entgegenkommenden Güterzug entgleiſte, ſodaß der Expreßzug in den eut⸗ gleiſten Wagen hinein fuhr. Die Frachtwagen und der Gepäckwagen des Expreßzuges gerieten in Brand. Bier Beamte vom Perſonal des Expreßzuges, ſowie ein blinder Paſſagier, der ſich auf dem Güterzuge be⸗ funden hatte, wurden getötet. Sämtliche Paſſagiere blieben unverletzt. eee Orlow⸗Prozeß Je 4 Monate Gefängnis für Orlow und Pawlonowfki Im Orlow⸗Prozeß wurde am Donnerstag nachmittag das Urteil gefällt. Orlow und Pawlonowſki wurden wegen ſchwerer Urkundenfälſchung in Tateinheit mit Betrug in einem Falle zu je vier Monaten Gefängnis ver⸗ Arteilt, im übrigen aber freigeſprochen. Die Strafen wurden als durch die Unterſuchungshaft verbüßt erklärt und die Haft⸗ befehle gegen beide ſofort aufgehoben. Aus der Arfeilsbegründung In der Begründung zu dem Urteil gegen Orloff und Pawlonowſki heißt es u..: Zur Beurteilung ſtand lediglich, ob die Angeklagten ſich der ſchweren Urkundenfälſchung und des Betruges ſchuldig gemacht haben. Im erſten Falle(Fall Knicker bocker) haudelt es ſich um drei Schriftſtücke, die gefälſcht wurden und mit denen betrügeriſch vorgegangen worden ſein ſoll. Beide Angeklagten haben im gewollten und bewuß⸗ ten Zuſammenhang gehandelt und Vermögens vorteile erſtrebt deren Rechtswidrigkeit ihnen nicht zweifelhaft ſein konnte. Im Falle Siewert konnte wegen der Trileſſer⸗Briefe eine Verurteilung nicht erfolgen, weil die Unechtheit dieſer Briefe nicht nachgewieſen iſt. Bei dem letzten Punkt der An⸗ klage, den ſogen. Poſtlagerbriefen, iſt das Vorliegen einer Urkundenfälſchung verneint worden, weil dieſe Briefe nicht als erhebliche Urkunden im Sinne des Geſetzes anzu⸗ ſehen ſind. Wenn auch dringender Verdacht des Betruges gegen die Angeklagten vorlag, ſo konnten ſie doch nicht als überführt angeſehen werden. Bei der Frage der Straf⸗ zumeſſung im Falle Kuickerbocker u eee Am die Arbeitsloſenverſicherung E Berlin, 12. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Vor der unerbittlichen Logik der Tatſachen iſt die Arbeits⸗ Jloſenverſicherung, wie ſie heute gehandhabt wird, ein mehr als zweiſchneidiges Ding geworden. Die Gegnerſchaft iſt ſehr ſtark geworden und führt zuviel gute Gründe ins Feld. Die Auseinanderſetzung iſt ja bis zum Herbſt nerſcho⸗ Hen' worden, die Sozialdemokratie lätß aber nicht nach, die Frage unausgeſetzt neu zu behandeln. Heute heißt ſie im „Vorwärts“„Grundſätzliches zum Arbeitsloſen⸗ schutz“. Es wird darin ausgeführt, daß dieſr Schutz glücklich auf vier Formelngebrachtſei: Arbeitsloſenverſicherung, Kriſen⸗ fürſorge, Landesfürſorge und Wohlfahrtspflege. Dabei habe ſich ergeben, daß zum Schluß die Laſten auf die Wohlfahrts⸗ pflege abgeſchoben würden, unter großem Nachteil für die des Schutzes Bedürftigen. Dieſe Methode der Laſtenverſchiebung ſei nicht nur ſinnlos, ſondern arbeitsmarktpolitſch höchſt ge⸗ fährlich. Jufolgedeſſen iſt der Grundſatz, der gefolgert wer⸗ den ſoll, daß das Reich die Arbeitsloſenfürſorge übernehmen muß und die Reichsanſtalt die einzige öffentliche Arbeits⸗ Irganiſation bleibt. ———— König Fuad bei Präſident Doumergue Paris, 12. Juli. Der Präſident der Republik Frank⸗ reich hatte am Donnerstag nachmittag König Fuad von Aegypten empfangen. 85 ä mußte erwogen wer⸗ den, daß beide Angeklagte unbeſtraft ſind und daß ſie nicht nur aus gewinunſüchtiger Abſichtt gehandelt haben. Das Gericht durfte aber auch nicht überſehen, daß heide An⸗ geklagte das Gaſtrecht, das ihnen in Deutſchland gewährt wurde, in ſchwerer Weiſe mißbraucht haben. Beiden Angeklagten wurden mildernde Umſtände zugebilligt und die Strafe von vier Monaten Gefängnis wurde für ſie durch die Unterſuchungshaft als verbüßt erklärt. Trotz der Aufhebung des Haftbefehls gegen die beiden Angeklagten wurden dieſe nicht auf freien Fuß ge⸗ ſetzt. Sie werden nunmehr der politiſchen Polizei zugeführt werden, die über die Frage ihrer Ausweiſung aus Preu⸗ ßen zu entſcheiden haben wird. Die Verteidiger beabſichtigen jedoch, Schritte beim Fremdenamt einzulegen, damit das ein⸗ zuleitende Ausweiſungsverfahren vorläufig ausgeſetzt wird. Berufung wird eingelegt Im Dokumentenfälſcherprozeß erklärte vor der Verkün⸗ dung des Urteils im letzten Wort der Angeklagte Orlow, daß er ſich für unſchuldig halte. Die Knickerbocker über⸗ gebenen Dekomente halte er inhaltlich auch jetzt noch für echt. Der Angeklagte Pawlonowſki ſagte in ruſſiſcher Sprache:„Ich bitte um meine Freiſprechung, ich bin vollkom⸗ men unſchuldig. Ich ſchwöre, daß ich nie wieder ein politi⸗ ſches Dokument in die Hand nehmen werde. Ich werde ein neues Leben anfangen.“ Die Beratung des Gerichtshofes dauerte über 3 Stunden. Gegen das Urteil werden die Rechtsanwälte Dr. Jaffe und Dr. Fuchs für beide Angeklagten ſofort Berufung an die Strafkammer einlegen. Abnahme der Arbeitsloſigkeit um 3 Prozent Nach den endgültigen Berichten der Landesarbeitsämter betrug die Zahl der Hauptunterſtützungsempfänger in der Arbeitsloſenverſicherung am 30. Juni rd. 723 000, alſo etwa 23 000 oder 3 v. H. weniger als Mitte Juni. Die Hauptunterſtützungsempfänger in der Kriſenunter⸗ ſtützung haben ihren Stand vom 15. Juni ungefähr gehalten. Neues Republikſchutzgeſetz Berlin, 12. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Im Reichsminiſterium des Innern arbeitet man, wie der„Jung⸗ deutſche“ erfahren haben will, eifrig an dem neuen Republik⸗ ſchutzgeſetz, das Herr Severing bekanntlich in derſelben Nacht in der das alte ſiel, angekündigt hat. Der Referenten⸗ entwurf ſoll ſpäteſtens in vier Wochen fertiggeſtellt ſein. In das neue Republikſchutzgeſetz ſollen nach derſelben Quelle die Ausführungsbeſtimmungen zu Artikel 48 der Reichsverfaſſung (Diktatur) eingebaut werden. Für die Annahme des neuen Geſetzes würde dann eine einfache Mehrheit genügen. * Die Reichstagswahlen in Finnland. Das Ergebnis der Wahlen zum finniſchen Reichstag ſtellt einen Sieg der Land⸗ bündler dar. Die bisher regierende Fortſchrittspartei erlitt eine weitere empfindliche Niederlage. Der neue Reichstag tritt am 1. Auguſt zuſammen. Franzöſiſche Mani ver“ und deutſcher„unglänbiger Thomas“ Von Staatsſekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben, M. d. R. Das Wort„Manöver“ hat im Franzöſiſchen einen gegen⸗ über dem entſprechenden deutſchen ſehr erweiterten Sinn und Begriffsinhalt. Bei uns ſprachen wir im alten Deutſchland von Manöver eigentlich nur dann, wenn im September die blauen und die roten Armeen auf den Stoppelfeldern mit⸗ einander um die Palme friedlichen Sieges rangen und am Schluß auf dem Manöver⸗ bezw. Feldherrnhügel die mehr oder weniger ſtrenge und feierliche Kritik abgehalten wurde. In Frankreich dagegen haben die Worte„Manbver“ und „manövrieren“ mit Vorliebe einen übertragenen Sinn. Auf die Politik angewandt, bedeuten ſie, geſchickt und liſtig zu Werke gehen, Vorwände machen, Ausflüchte ſuchen. Wir kannten dieſe Form und Art franzöſiſcher Be⸗ lätigung ſchon in den Jahren deutſchen Glanzes und deutſcher Größe. Wir erinnern uns der zahlloſen Verſuche vor 1914, das deutſch⸗franzöſiſche Verhältnis zu verbeſſern und erinnern uns gleichzeitig, daß alle dieſe Verſuche hauptfächlich deswegen immer fehlſchlugen, weil das immer feſter um uns aufgerich⸗ tete Bündnisſyſtem der Tripelentente der franzöſiſchen Politik ſtets den Vorwand gab, zu behaupten, ſie könne in dieſer oder jener Frage nicht allein vorgehen, müſſe ſich erſt mit ihren Verbündeten beſprechen uſw.— und dann verlief die Aktion im Sande. Ganz ſchlimm wurde es, wenn wir wie in der Marokkofrage einmal eine direkte große Aktion mit Frank⸗ reich verſuchten. Dann verſtand es die franzöſiſche Politik meiſterhaft, die Verhandlungen ſo in die Breite zu ziehen und die Problemſtellung ſo zu erweitern, daß der mit Sicherheit eintretende unglückliche Ausgang internationaler Konferenzen das deutſch⸗franzöſiſche Verhältnis immer weiter ver⸗ ſchlechterte. Nach dem Weltkriege ſtießen wir in Paris auf den neu geprägten Begriff der„Vertragspolitik“. Das dicke Buch des abſichtlich und vieldeutend ohne Verhandlung mit dem beſiegten Gegner abgefaßten Friedensdiktates bot für die franzöſiſche Politik ein geradezu glänzendes Feld neuer „Manövriertätigkeit“, Bald ſtand die Reparation, bald die deutſche Entwaffnung, hald die Forderung nach vertraglicher Sicherheit im Vordergrund und niemals gelang es dem nun ohnmächtigen Deutſchland, irgendeins der aktuellen Probleme klar und einfach für ſich anzupacken und nach irgendwelchen Vernunftgründen zur Löſung zu bringen. Herr Poincaré ins⸗ beſondere entwickelte ſich zum advokatoriſchen Meiſter der Ver⸗ tragsauslegung im Sinne des„im Kampfe gegen die Barbarei und für Ziviliſation und Recht ſiegreichen Frankreichs“ und mußte ſich gefallen laſſen, daß nicht nur wir Deutſchen ſelbſt, ſondern auch die engliſche Regierung ihn im Ruhrkampf als Vertragsbrecher bezeichneten. Wie mühevoll verliefen dann ſchließlich im Frühjahr 1924 die Vorverhandlungen über den Dawesplan und die Londoner Konferenz, wiederum infolge der beliebten franzöſiſchen unaufrichtigen Taktik und hinhal⸗ tenden Manövrierens. In einem beſonders kritiſchen Augen⸗ blick der Konferenz ſelbſt mußten dann bekanntlich die inter⸗ nationalen Bankiers eingreifen und ohne die nüchterne Sprache der Zahlen und die Macht weltfinanzieller Verbun⸗ denheiten wäre es niemals zur Annahme des Dawesplanes gekommen. 5 Die folgenden Jahre von 1925 ab zeigten die franzö⸗ ſiſche Manövrierkunſt in nicht minder hellem Lichte. Es ge⸗ lang ihr, mit halben Zuſagen, mit tönenden auf die Welt⸗ meinung abgeſtellten Reden, mit fortdauerndem Wechſel der Problemſtellung und— ſprechen wir es offen aus— infolge bedauerlicher Schwäche und Nachgiebigkeit der engliſchen Po⸗ litik ſich den exakten eigenen Verpflichtungen aufgrund der Locarnoverträge in weitgehendſtem Maße zu entziehen. Jetzt ſind wir nun über manche dornenvollen Erörterungen in Genf, über die Abrüſtungsſabotage und die Gegenwehr gegen die Forderung einer loyalen Garantierung der Minderheiten⸗ rechte, über die entſetzlich ſchwierigen und demütigenden Ver⸗ handlungen über die Durchführung der deutſchen Entwaff⸗ nung endlich nach jahrelangem Kreuzwege dahin gekommen, daß mit der Stelluugnahme zum Poungplan die endgültige Probe auf das Exempel der Loccarnopolitik und damit auf das ganze Vertragsgebäude der Nachkriegszeit gemacht wer⸗ den muß. Und wieder ſehen wir beim Aufmarſch zur beab⸗ ſichtigten neuen Konferenz die beliebte und bewährte Taktik franzöſiſchen Manövrierens eifrigſt am Werke. Vor einem vollen Monat trocknete die Tinte unter der Unterſchrift der Sachverſtändigen unter den Youngplan und noch iſt nicht einmal der Ort, die Zeit und die Tagesordnung der Kon⸗ ferenz beſtimmt. Das, wiederum aus dem Beſtreben, ſich berechtigten Verpflichtungen zu entziehen, herrührende par⸗ lamentariſche Durcheinander in Paris iſt noch um vieles größer als das in Berlin— und das will wirklich eine ganze Menge ſagen. Mit Staunen, mit Skepſis, ja mit einer er⸗ klärlichen Erbitterung nimmt der deutſche Zeitungsleſer von all dieſen Winkelzügen Keuntnis, die nun den Prozeß der Liquidation des Weltkrieges zwiſchen Deutſchland und Frank⸗ reich einleiten ſollen. Mag ſein, daß auch diesmal wieder wie im Juli 1924 außerdeutſche Kräfte wirkſam ſein werden, um einen für alle Beteiligten erträglichen Kurs feſtzukegen verlaſſen können wir uns darauf nicht und müſſen uns ſelbſt rechtzeitig die Frage ſtellen: Was können wir der franzö⸗ ſiſchen Taktik gegenüber tun und wie können und ſollen wir unſeren eigenen deutſchen Auf marſch zur Konferenz dieſes Sommers einrichten? Mit„Manövern“ im franzöſiſchen Sinn können wir kaum aufwarten. Das Deutſchland von heute iſt leider immer noch ſo wenig geſchloſſen und daher ſo wenig„manöprierfähig“, Nr. 316 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 12. Jult 1929 daß wir mit einer Nachahmung franzöſiſcher Verhandlungs⸗ methoden ſicherlich die allerſchlechteſten Geſchäfte machen wür⸗ den. Die deutſche Außenpolitik hat nach meiner Auffaſſung nur den Weg ehrlicher Verſtändigungsbereitſchaft vor ſich, die jedoch untrennbar mit Würde und Feſtigkeit in der Ver⸗ tretung nationaler Intereſſen verknüpft ſein muß. Ich glaube, daß das größe Verdienſt der deutschen Außenpolitik der letzten Jahre weniger im Auffinden irgendwelcher genk⸗ aler Patentlöſungen oder im Suchen nach neuen politiſchen Orientierungen oder in Aehnlichem liegt. Der Kurs unſerer Außenpolitik iſt vielmehr im Großen und Ganzen ſehr viel zwangsläufiger, als das aufgeregte Geſchrei parteipolitiſcher Kritik es wahr haben will. Das zweifelloſe Verdienſt der deutſchen Außenpolitik dieſer Jahre, die einſt die Geſchichte als ſolches anerkennen wird, liegt vielmehr in meinen Augen darin, daß angeſichts einer ſo unheilvollen inneren Zer⸗ ſplitterung und Verwirrung der Geiſter überhaupt ſo lange und ſo konſequent ein beſtimmter Kurs durchgehalten worden iſt. Und für die weitere Beſchreitung dieſes Kurſes d. h. zur Nutzbarmachung der gegenwärtigen Weltlage, zur Wieder⸗ erlangung deutſcher Souveränftät und Unabhängigkeit fällt mir in dieſen Tagen immer wieder die Geſchichte vom„un⸗ gläubigen Thomas“ ein. Nach allem was Deutſchland ſeit 1918 vorgeleiſtet und geopfert hat, nach allen unzähligen Be⸗ weiſen ſeiner dem Frieden und dem allgemeinen Aufbau zugerichteten Anſtrengungen, dürfen wir diesmal den Fehler des 1. Dezember 1925 nicht wiederholen. Wir dürfen den Moungplan nicht ratifizieren, d. h. durch Mehrheit der deut⸗ ſchen Volksvertretung einen neuen ſchwerwiegenden inter⸗ nationalen Vertrag billigen, wenn die franzöſiſche Seite nicht Zug um Zug eine entſprechende verſtändigungsbereite Haltung einnimmt und ſie anders als in den Jahren 1926 bis 1928 einwandfrei durch international garantierte Hand⸗ lungen beſtätigt. Mit anderen Worten: Der ungläubige Thomas einſt und der ſchwer geprüfte Deutſche von heute wollen erſt praktiſche Beweiſe haben, ehe ſie den Glauben an eine neue Daſeins⸗ und Lebensepoche zu hegen vermögen. Nach dem Zeugnis der Apoſtelgeſchichte und nach dem, was uns über die Perſönlichkeit des Thomas überliefert wurde, lag bei ihm ſehr wahrſcheinlich ein charakterlicher Mangel an Glauben und Zuverſicht vor. Bei dem„ungläubigen Deut⸗ ſchen“ von heute iſt es umgekehrt gerade die auf langjährige und ſchmerzliche Erfahrungen aufgebaute Gewißheit, daß ein neues und beſſeres Europa nur auf dem ſchwierigen Prozeß franzöſiſcher Erkenntnis aufgebaut werben kann, daß eine ehrlichere und loyalere Einſtellung Deutſchland gegenüber auch im wohlverſtandenen Intereſſe 7 Frankreichs liegt. Alles deutet darauf hin, daß dieſe franzbſiſche Erkenntnis ſich nicht ohne das Beſtehen einer neuen großen Kraftprobe durch Deutſchland einſtellen wird. Wir müſſen ſie ganz einfach be⸗ ſtehen, denn ſonſt gibt es überhaupt keinen Weg zurück zu deutſcher Freiheit und Gleichberechtigung. Mit dieſer Ziel⸗ ſetzung wollen wir daher dem franzöſtſchen Manövrierauf⸗ marſch zur Konferenz gegenüber ruhiges Blut bewahren und können uns im übrigen vor Augen halten, daß der ungläubige Thomas der Apoſtelgeſchichte keineswegs ein ſchlechter Menſch war und ſpäter ſogar heilig geſprochen wurde! Die Amgeſtaltung der Reichsbahn Im Zuſammenhang mit dem bald zu erwartenden Be⸗ ginn der Arbeiten der Organiſationsausſchüſſe für die In⸗ kraftſetzung des Woungplanes haben in den letzten Tagen Verhandlungen zwiſchen der Reichsregierung und der Reichs⸗ bahn über die Umgeſtaltung der Reichsbahn ſtattgefunden. Die deutſche Regierung wird für das Reichsbahn⸗ Organiſationskomitee vorausſichtlich je einen höheren Be⸗ amten des Reichsfinanzminiſteriums und des Reichsverkehrs⸗ miniſteriums ernennen. Von ſeiten der Reparationskom⸗ miſſion dürfte, wie verlautet, der bisherige Reichsbahnkom⸗ miſſar Leverve und das engliſche Verwaltungsratsmit⸗ glied Mance in dieſes Komitee entſandt werden. Was den Aufgabenkreis dieſes Ausſchuſſes betrifft, ſo beſtimmt der Voungplan, daß die erforderlichen Vorkehrungen dafür zu treffen ſeien, daß die Deutſche Reichs bahn⸗Geſellſchaft wäh⸗ rend der Geltungsdauer des Moung⸗Planes ihre Eicenſ chaft als Privatunternehmen, die ſie bereits im Dawes⸗ plan hatte, beibehält. Ausweiſung aus Belgrad E Berlin, 12. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Theo⸗ dor Berkes, der langjährige Balkankorreſpondent des„Ber⸗ liner Tageblattes“, iſt aus Belgrad, das ihm— ſeltſam genug— die Stadt ſeiner Sehnſüchte iſt, ausgewieſen worden. Er iſt, wie er ſeinem Blatt mitteilt, am Donnerstag vormit⸗ tag zum Chef der politiſchen Polizei gerufen worden, wo ihm erklärt wurde, er habe in einem Zeitraum von drei Tagen das Land zu verlaſſen. Berkes hat das Verbrechen begangen, neulich in einem ſehr bemerkenswerten Aufſatz auszuſprechen, daß es in dieſer ſüdſlawiſchen Welt nach Blut rieche und hat an den Maſſenerſchießungen von Mazedoniern an der bulgariſch⸗ſerbiſchen Grenze Kritik geübt. Kultusminiſter Becker verhandelt mit der evangeliſchen Kirche Wie wir erfahren, empfing der preußiſche Kultusminiſter Dr. Becker am Donnerstag den Präſidenten des evangeli⸗ ſchen Oberkirchenrates, Kapler, den Vorſitzenden der Generalſynode, Dr. Winkler und den Geheimen Konſiſto⸗ rialrat Karnatz zu Vorbeſprechungen für die Aufnahme der Verhandlungen zwiſchen den evangeliſchen Kirchen und dem preußiſchen Staatsminiſterium. Es wurden zunächſt nur techniſche Fragen beſprochen und feſtgelegt, daß die vorgenannten Herren Verhandlungs⸗ führer der evangeliſchen Kirchen ſein ſollen. Es iſt zu er⸗ warten, daß von evangeliſcher Seite zunächſt in der Art die Wünſche der Kirchen vorgetragen werden, wie es ſeinerzeit durch die Biſchöfe für die katholiſche Kirche geſchehen war. Darauf wird das preußiſche Kabinett, das am 13. Auguſt zur Unterzeichnung des Konkordats zuſammentritt, zu den Wünſchen der evangeliſchen Kirchen Stellung nehmen und Richtlinien entwerfen. Erſt nach dem 13. 5 8 wird in den Hauptverhandlungen fortgefahren. Neun Wochen als Spione eingeſperrt Berlin, 12. Juli.(Von unſerem Berliner Büro.) Am Himmelfahrtstage ſind, wie man ſich erinnern wird, drei Her⸗ ren aus Bautzen in der Tſchechoſlowakei unter Spionagever⸗ dacht verhaftet worden. Nach langen, unendlich mühſeligen Verhandlungen ſind die Herren, wie uns mitgeteilt wird, ge⸗ ſtern freigelaſſen worden. Sie ſind volle neun Wochen einge⸗ ſpertr geweſen.. f (Von unſerem Berliner Büro.) Die die Idee der Vereinigten Staaten von Europa auf der nächſten Völ⸗ J Berlin, 12. Juli. Parfer Mitteilungen über die Abſichten Briands, kerbundsverſammlung in die Diskuſſion zu werfen, finden bei unſeren Kontinentalpolitikern ein freudiges Echo. Die„Voſſiſche Zeitung“ berichtet daraufhin: Die pan⸗ europäiſche Idee hätte bei den letzten Pariſer Unterhaltungen Streſemanns mit Briand und Poincaré einen verhält⸗ nismäßig breiten Raum eingenommen und ſet, dann auch noch in der Reichstagsrede des Außenminiſters nachgeklungen. Das iſt doch wohl ein kleines Mißverſtändnis. Dr. Streſe⸗ mann hat in jener Etatsrede vornehmlich von der Notwen⸗ digkeit, die Zollſchranken niederzulegen und dem Bedürfnis Europas nach einem Wirtſchaftsfrieden geſprochen. Das war ungefähr dasſelbe, woran auch Herr Schacht in ſeinem ſo viel befehdeten Memorandum gerührt hatte und das dann noch ſchließlich einen Niederſchlag auch im Moungplan gefunden hat: Die Gläubigerſtaaten ſollen danach trachten, durch wirtſchaftliche Maßnahmen Deutſchland ſeine ungeheu⸗ ren Zahlungen zu erleichtern. Ganz anders ſteht es um das alte Condenhov'ſche Projekt der ſogenannten„Vereinigten Staaten von Europa“. Herr g Aitranensantröbs Jim Preußenparlament E Berlin, 11. Juli.(Von unſerem Berliner Büro). Im preußiſchen Landtag ſtanden heute noch einige kleine Vor⸗ lagen, u. a. zahlreiche Anträge des Hauptausſchuſſes auf der Tagesordnung. Dabei kam auch ein Antrag zur Behandlung, der die Regierung auffordert, zu prüfen, ob nicht die Sperr⸗ ung der Auszahlung der Oſtpreußenhilfe ſofort aufge⸗ hoben werden könne. Hierüber kommt es zu einer lebhaften Auseinanderſetzung zwiſchen den Demokraten und der Rech⸗ ten. Herr Grzimek von den Demokraten geht mit dem Landbund und ſeinem Vorſitzenden Abg. von Rohr, ſcharf ins Gericht. Er wendet ſich vor allem gegen den jüngſt vom landwirtſchaftlichen Verband in Inſterburg beſchloſſenen Boykott. Nachdem eine Einigung zwiſchen den Parteien zur Unter⸗ ſtützung der oſtpreußiſchen Landwirtſchaft erreicht worden war und alle anderen Berufe ſich bereit erklärt hätten, vor der Landwirtſchaft zurückzutreten, ſtelle dieſe Maßnahme das tollſte dar, was Deutſchland auf dieſem Gebiete bisher er⸗ lebt habe. Um 12 Uhr wurde dann die Ausſprache unterbrochen, um die Abſtimmungen über die gegen die Staatsregierung und einzelne Miniſter eingebrachten Mißtrauensanträge vorzunehmen. Die Anträge werden in namentlicher Ab⸗ ſtimmung mit 214 Stimmen der Regierungsparteien gegen 187 Stimmen der übrigen Parteien abgelehnt. Ueber das Ergebnis quittieren die Koalitionsparteien mit Beifallsklatſchen, die Rechte antwortet mit lebhaften Pfui⸗ rufen. Der Preußiſche Landtag vertagt ſich — Berlin, 11. Juli. Nachdem im Preußiſchen Landtag heute ſämtliche Mißtrauensanträge gegen das Staatsminiſte⸗ rium und Einzelminiſter wegen der Verſaill⸗Kundgebungen und der Frankfurter Rede des Innenminiſter abgelehnt hatte, vertagte ſich das Haus auf den 15. Oktober. Die verſchollenen Kurgäſte Von den fünf Kurgäſten aus dem Oſtſeebad Koſerow, die in der Nacht zum Sonntag zu einem Segelausflug aufgebrochen, aber nicht wiedergekehrt ſind, fehlt noch jedes Lebenszeichen. Dagegen ſcheint jetzt das verunglückte Segel⸗ boot gefunden zu ſein. Ein Flugzeug des deutſchen Luftdienſtes, das geſtern abend von der Seeflugſtation Holtenau bei Kiel zu einem Kontrollflug über die Oſtſee geſtartet war, hat bei Deep in der von Kolberg ein Boot kieloben auf dem Waſſer treibend geſichtet, deſſen Beſchreibung, ſoweit ſich vom Flugzeug aus feſtſtellen ließ, mit der des Segelbvotes aus Koſerow überein⸗ ſtimmt. Das Boot iſt am Donnerstag nachmittag beim Oſt⸗ ſeebad Deep angetrieben worden. Ob es ſich tatſächlich um das Boot der verſchollenen Berliner handelt, ſteht zur Stunde noch nicht feſt. Die verweigerte engliſche Einreiſe⸗ Erlaubnis für Trotzki Im Unterhaus hat die durch den Staatsſekretär Clynes erfolgte Mitteilung über den bereits gemeldeten Entſchluß des engliſchen Kabinetts, Trotzki die Erlaubnis zur Einreiſe nach England zu erteilen, eine kurze, aber lebhafte Debatte ausgelöſt. 5 Die Mitteilung des Staatsſekretärs, der u. a. noch er⸗ klärte, daß der Entſchluß der Regierung nach ſorgfältiger Prüfung aller Umſtände erfolgt ſei, wurde von der konſer⸗ vativen Oppoſition mit Händeklatſchen begrüßt, während der Abg. Wedgewood an den Staatsſekretär die Frage richtete, ob ihm bekannt ſei, daß ſeinerzeit auch Garibaldi, Mazzin i und Karl Marx die Erlaubnis erhalten hätten, nach Eng⸗ land zu kommen. Darauf griff der Sprecher ein. Gleich darauf warf auch der Abg. Harris die Frage auf, ob es nicht eine allgemein gültige engliſche Tradition ſei, daß man das Aſylrecht als eines der heiligſten Güter Englands anſehe. Der Sprecher lehnte es ab, weitere Fragen dieſer Art zuzulaſſen. * Amerika will den Eibſee kaufen! Nach einer Meldung der„Deutſchen e Zeitung“ aus Garmiſch ſoll der Eibſee für Deutſchland verloren gehen. Das am See liegende Eibſeehotel iſt Privatbeſitz der Gebrüder Terne, und Direktor Terne ſteht bereits ſeit einiger Zeit mit einer amerikaniſchen Privatgeſellſchaft in Verkaufsverhandlungen, die nunmehr vor dem Abſchluß ſtehen. Käme der Verkauf tatſächlich zuſtande, ſo würde das Hotel und der See ausſchließlicher Beſitz der Amerikaner, die dort ein Klub⸗Heim zu errichten gedenken. Der See würde ſomit für die Oeffentlichkeit geſperrt⸗ werden.(2) 3 5 wie man 5 ein 3 ſterter 9 e 0 85 Coudenhov'ſchen Paneuropäismus, vermutlich, weil er i ſchnellem Blick erkannt hat, eine wie günſtige taktiſche Stela lung ſich für Frankreich daraus ergäbe. Man darf wohl auch ohne weiteres annehmen daß dieſe Begeiſterung von den Tſchechen, inſonderheit von Herrn Eduard Beneſch, gehegt und gefördert wird. Die Vereinigten Staaten von Europa im gegenwärtigen Status deutſcher Ohnmacht— das hieße die der maligen Machtverhältniſſe zur Erſtar⸗ rung bringen und die franzöſiſche Suprematie verewk⸗ gen. Mit einem Schlage wäre Frankreich und wären die Tſchechen ihrer Anſchlußängſte ledig, und Polen, Südſlawen, Rumänen und ſofort brauchten in dieſem unter Frankreichs Führung geeinten Europa ſich nicht mehr in die Auseinander⸗ ſetzungen mit ihren Minderheiten hineinreden zu laſſen. Da⸗ ran hat, wie wir erneut feſtſtellen konnten, der Reichsaußen⸗ miniſter natürlich nicht gedacht, hat er auch gar nicht denken können. Wenn die Herren Briand und Poincars ihren Ein⸗ fluß aufbieten wollen, jene unheilvolle nationaliſtiſche Wirt⸗ ſchaftspolitik zu beſeitigen, die ihre vornehmſte Pflegeſtätte in den neugebackenen„nationalen Staaten“ findet, wird man das in Deutſchland natürlich mit lebhaftem Dank begrüßen. Lei⸗ der ſieht es einſtweilen nicht gerade danach aus, als ob ſelbſt 2 8 Terrain mit 3 1* chen 5 5 Meldungen Schurmann in Freudenſtadt — Freudenſtadt, 11. Juli. Der amerikaniſche Botſchafter in Berlin, Shurman und ſeine Frau ſind heute zu 14tägigem Aufenthalt hier angekommen und im Hotel Waldluſt ab⸗ geſtiegen. Die Oppelner Theatervorfälle vor Gericht — Sanne 12. Juli. Vor dem Schwurgericht in Oppeln erfolgte am Donnerstag die Vernehmung von 24 Angeklagten wegen der Vorfälle bei den polniſchen Theateraufführungen in Oppeln. Die Vernehmungen hatten inſofern kein poſi⸗ tives Ergebnis, als die Täter bei der Gegenüberſtellung von den Zeugen nicht genau wieder erkannt wurden. Um Zwiſchenfälle zu vermeiden, war ein großes Aufgebot von Kriminalbeamten bereitgeſtellt worden, das die Straßen, die die polniſchen Zeugen zum Gericht zurück⸗ zulegen hatten, überwachte. Ein Polizeikommando unter Führung eines Offiziers ſicherte den ungeſtörten Verlauf der Vernehmungen. 8 Ein Flug mit Dieſel⸗Motor — Berlin, 11. Juli. Wie erſt jetzt bekannt wird, ſtieg geſtern nachmittag in Deſſau der Pilot Röder mit einem Junkers⸗Großflugzeug der Type G 24, in das ein Gegen⸗ kolben⸗Dieſelmotor eingebaut war, auf. Nach einwandfreiem Start blieb das Flugzeug nahezu 4 Stunden in der Luft. Auch die Landung ging glatt vonſtatten. Flugzeugabſturz — Eger, 12. Juli. In unmittelbarer Nähe des Egerer Flugplatzes ſtürzte ein Flugſchüler mit ſeinem Flugzeug al und erlitt ſchwere Schädelbrüche und andere Verletzungen, denen er bald danach erlag. Die Verhandlungen über die Markfrage — Brüſſel, 11. Juli. Die Beſprechungen über die Mart frage gehen ihrem Ende zu. Die Verhandlungen, die heute zwiſchen dem belgiſchen und dem deutſchen Unterhändler ſtattgefunden haben, er⸗ lauben die Annahme, daß morgen eine Entſcheidung fällt. H 47 endgültig verloren gegeben — London, 12. Juli. Die Admiralität hat nunmehr bie Hoffnung auf Rettung des geſunkenen Unterſee⸗Bootes H 47 aufgegeben. Geſtern abend liefen die Kreuzer„Rodney“ und ein Geſchwader Torpedobootzerſtörer an die Unglücksſtelle aus, um die letzten Ehren zu erweiſen. Rhodes⸗Schüler beim Staatsſekretär Paßfield — London, 12. Juli. Anläßlich des 25. Jahrestages der Rhodes⸗Stiftung gab der Staatsſekretär für die Dominkons, Lord Paßfield, in der Weſtminſter⸗Hall einen Empfang für ehemalige und fetzige Rhodes⸗Schüler. Von Deutſchland nahmen als ehemalige Rhodes ⸗Schüler Profeſſor Brink ⸗ mann⸗ Heidelberg, Reichstagsabg. von Lindeiner⸗ Wildau und von der deutſchen Botſchaft, Graf Bern⸗ ſtorff an der Veranſtaltung teil. General Dawes bei Macdonald — London, 12. Juli. Der Premierminiſter empfing am Donnerstag nachmittag den amerikaniſchen Botſchafter, Gene⸗ ral Dawes, in ſeinem Privatkabinett im Unterhaus. Die Unterredung, eine Fortſetzung der Beſprechungen in Loſſie⸗ mouth, dauerte mehrere Stunden. Oberbaurat Arendt wieder auf freiem Fuß — Warſchau, 11. Juli. Oberbaurat Arendt aus Gelſen⸗ kirchen, der von den polniſchen Behörden unter Spionage⸗ verdacht, verhaftet worden war, weil er die deutſchen Krie⸗ gergräber in Kielce photographiert hatte, iſt geſtern wieder auf freien Fuß geſetzt worden. Nachdem der alte Herr, der über 60 Jahre zählt, fünf Tage verhaftet war, konnte auf die mehrmalige Intervention der Geſandtſchaft hin ſeine Unſchuld feſtgeſtellt werden. Unfall des Belgrader Schnellzuges — Belgrad, 12. Jult. Auf der Station Klenje der Niſcher⸗ Linie iſt am Donnerstag nachmittag der Belgrader Schnell⸗ zug in die letzten Wagen eines ebenfalls in der Richtung nach Niſch fahrenden Güter zuges hineingefahren. Die ſechs letzten Wagen des Güterzuges und die Lokomotive des Schnellzuges wurden ſchwer beſchädigt. Der Materialſch den iſt bedeutend. Menſchen ſind bei dem Unfall nicht zu Schaden gekommen. * 221 Stunden in der Luft — Culver City(Kalifornien), 12. Juli. Das Flugzeug „Angelano“ befand ſich am Donnerstag mittag um 71 Uhr 221 Stunden in der Luft. Es fliegt weiter. * Geſchenk der preußiſchen e Staatsregierung an den Papſt. Wie der Amtliche Preußiſche Preſſedienſt mitteilt, hat der preußiſche Geſandte beim Vatikan dem Papſt aus Anlaß ſei⸗ nes 50jährigen Prieſterjubiläums ein Exemplar der in Heidelberg befindlichen Maneſſiſchen Handſchrift der deutſchen Minneſänger überreicht. 25 10 7 1 3 reg . Sn Dc e e. 82 2 * N SG SSS g — N A G S e 5 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 3. Seite. Nr. 316 A kann man eſſen? betriebe, Warenhäuſer, dern uſw. einſeitig begün⸗ ſtigt. Allerdings muß immer wieder betont werden, daß das Handwerk ſelbſt mit Schuld iſt. Der Staat wird nur dann kräftig 1110 lebensfähig ſein, wenn ihm an der Erhaltung f 3 g 5 eines geſunden Mittelſtandes gelegen iſt. Der Mittel⸗ In Thüringen kommt es i noch vor, daß dem Gaſte und 0 Durchmeſſer von fünf bis ſechs Zentimetern. Bei ſtand war von jeher der Ausgleich zwiſchen den beiden 5 Holunderblüten, in Mehlteig getaucht, in Butter ge⸗ ihrer Vollreife ſpringt die Frucht auf und läßt einen roten Polen, Kapital und Arbeit. Der Redner ſtreifte die Punkte 5 backen und mit Zucker beſtreut, als Leckerbiſſen angeboten Mantel blicken, der das Samenkorn umſchließt. Dieſer Man⸗ Steuerreform, Steuernot, Steuerflucht ins Ausland, Arbeiks⸗ N. werden. Den meiſten iſt dieſes Gericht fremd, denn heut⸗ tel wird im Handel Muskatblüte genannt, während der Kern loſenverſicherung als Begünſtigung der Schwarzarbeit, die 5 8 die 5 55 5 auf die Tafel. An die Mastalun beißt Krankenkaſſe des Handwerks, die Sozialverſicherung des ndun 1 r 9 ks Ae rſchacher het ß das H 5 .•ü NTJTTJ½J½%%/ù%/ùù f Beliebtheit. In dieſer Hinſicht iſt vor allen Dingen der die 9 enſchen 5 als Blütennaſcher, denn als Blütteneſſer⸗ 1 e 57. 115 ſta i 0 99 0 7 g 5 f Aſien iſt aber auch das Blüteneſſen Brauch. Es wachſen 857 175 1 1 ee 815 1 . Alter Kohlgemüſe geprieſen wird. Was wir von ihm ver⸗ dort die ſogenannten Butter bäume, aus deren Früchten 1 1 ne cht en Sen er en, ö zehren ind die Blütenſtände pie 5 Wucherung 155 die Schibutter gewonnen wird. Die Blüten dieſer Bäume 5 5 e. n base e 11 125 a Zellgewebes zu dichten Maſſen verwachſen ſind. Der Blumen⸗ u dengel 191 1 ein wic as daß. ger er keiten 6 gichen,„:E; . 1 chältnismägia; 18 1 De. 0 indien ſogar ein e 8 Nahrungsmittel 15 är⸗ 2 5 VVV f g das ihn von der Inſel Zypern eingeführt haben ſoll. Ein 5 weifem Wittengnee dais genen Ende den Mongtes were 1 110 955 0 1 5 00 been 0 90 9 0 1 8 5 . Nerwandker bes Binmenkohls ift ber 599 9 ah r den die Blütenblätter fleiſchig und ſchwitzen einen ſüßen Saft wurde der Gautag durch Herrn Gelb geſchloſſen. a ſtammt aus Italien, wo er Broccoli genannt wird. Auch von au, Sie ſind dann„reif, wie die Eingeborenen ſagen, 5 . 0 ihm verzehrt der Menſch die Blütenſtände, 8 95 3 115 ziehen 8 den benachbarten Dörfern Fackelzug f 40 2 Ein Blumengemüſe liefert uns ferner die Artiſchocke, liches Lager auf auß ernten dem de die Bliten oflacken der Studterenden der Handelshochſchule J 13 1 2 S5 8 f 8 755 17 a 25 N 5 5 5 n 1 i*VNV¼Ü! 1 85 1 oder abſchlagen. Immer wird ein Teil der Blüten unberührt Verleihung des Promotionsrechts bei der heutigen g. Boden ind de i e er cee eee e 5 damit ſie ſich zu Früchten entwickeln können. Aber Jahresfeier 0 dieſen Gewächſen finden Blüten in unſerer Küche nur noch 0. 5 vollkräftigen Baume eine Blütenlaſt 8 Fackelzug! Ein Wort, das die Jugend elektriſiert und als Würzen Verwendung. Dabei handelt es ſich meiſtens den 955 e n 8 1 In den Dörfern wer⸗ fröhlich ſtimmt. Aber auch die Erwachſenen. Alles blieb um Blütenknoſpen aus wärmeren Ländern. Es gab aber in 5 55 Sanne 15 1 9„ vor den Hütten ſtehen, bildet Spalier auf den Straßen und ließ den von eine Zeit, in der auch die Blumen unſerer heimatlichen Flur verlieren, e 1 115 ie Hälfte ihres„ weitem wie eine ſarbenprächtig leuchtende Schlange aus⸗ und unſerer Gärten häufig und mit Vorliebe verwendet 1 1 169. roſtbraun werden. Die ſehenden Fackelzug an ſich vorüberziehen. Immer dichter und wurden. gen und i nieder alle 5 05 1 1 1 4 11 ep e . Mi Duf Roſe würz ane te 25 8 805 l 0 ng aufrecht, was mitunter ſehr ſchwer war. 5 a i 8 e oder dergleichen vermiſcht, als tägliches Gericht verzehrt. Der Fackelzug wurde anläßlich des heutigen 21. Jahres⸗ 5 b 5 2 7 77 e 5 Man verpachtet in Indien dieſe Blütenernte wie bei uns tages der Handelshochſchule und zur beſonderen Ehre Seiner kennen und ſchätzen wir einen Roſeulikör. Aber gebackene die Obſternte. Auch di Alüt 5 Mag; Re 1 5 5 Roſen nach der Art des eingangs erwähnten Holunderblitten⸗ 5 5 ernte. lich die ten der anderen Butterbäume e des ſcebenden Rektors, Prof. Dr. Tuckermann, ene ene n neren Seel öl völlig ber ſin eßbar. Berühmt iſt in dieſer Hinſicht der Illupiebaum ver 5 ltet. Der Zug, der 1 eſes Jahr eine beſonders feiere 5 ſchwunden. In früheren Zeiten war dieſer Leckerbiſſen be⸗ 15 5 i Ein Salat aus ſeinen Blitten gilt liche ie rug, nahm um 10 Uhr abends an der Jeſuiten⸗ liebt. Länger hat ſich die Roſenſuppe erhalten. Denn ſie it und breit als Delikateſſe. e a al und e e dicht non Zuſchauern 8 wurde noch oft zu Anfang des vorigen Jahrhunderts gekocht.—. urch die„ der 1 5„ wurde a ö Gewiegte Roſenblätter miſchte man mit einem Teig, der ge⸗ a Da 1 1. e und der Kapelle Moher. i 1 trocknet ſich ein Jahr lang hielt. Er wurde bei Bedarf fein 2 7 551 i 5 i 9 5 Sdenten che hoch zu Pferde N geſtoßen und aus dieſem Pulver bereitete man mit Milch, dliſche Nachrichten Es e„ e e ee m Wagen. Eidotter und Zucker die wohlriechende Suppe... i ſchloſſen ſich an: die e des Aſta, die Chargen der i Ueberzuckerte Veilchen werden uns von unſeren N 0 1 Wochſchrken die Studenenen de ie 0 Zuckerbäckern auch heute noch angeboten. In der Küche Wirtſchaftskriſe und Handwerk ichn e N 0 8 dee e 1 8 Wellen a Ernennung von eee durch die Handwerks⸗ Woffen king zuſammengeſchloſſenen Korporationen gebildet 0 Das Ve n 8 ammer Me e 0 f wohl deshalb in der Küche in hohen Ehren, weil es als Heil⸗ 1 8. i d ö l 5 5.. 8 Am Sonntag, 7. Juli hielt der Unterpfalzgau des Lan⸗ Bicb Als er kurz nach 10 Uhr zu einer mittel galt. Es ſollte gegen die Fallſucht und das Kopfweh des verbandes der adh 885 159 a f wirken. Halb zum Genuß, halb zu Heilzwecken wurde auch desverbandes der Badiſchen Gewerbe⸗ und Handwerkerver⸗ Kundgebung am Waſſerturm die gelbe Schlüſſelblume verwendet, die im Frühling unſere einigungen ſeinen ordentlichen Gautag 111 Schriesheim anrückte, hatte ſich dort eine vieltauſendköpfige Menſchen⸗ Wieſen ſchmückt. 8 e 1 menge angeſammelt. Vor 5 1 1 Fackeln 2 8 f f 95 5 1. 5 1 ren uſammengeworfen, dere, 97 Die 5 g Die Salate waren wie auch heute noch in früheren des Gautages, Rechtsanwalt Eiermann, Syndikus der 9 mit 93 1 5 en 35 5 en 11 5 Zeiten in der Küche wohlbeliebt. Man zog aber damals eine Handwerksk // f n Fahnen ha ſich der den Waſſerturm 5 aß piel bunttere Mischung aks tente yr s wurde alles Handwerkskammer Mannheim. Der Redner führte in einem umziehenden Eſtrade aufgeſtellt. Von hier aus hielt nach ö e e e, ee e en ee ee e e e ene ee, Geſang des alten Burſchenliedes„Burſchen heraus!“ cancl. Artiſchocken 1285 1 et den 5 Gelb⸗ Die verſtümmelte Reichshandwerksordnung iſt dem Hand⸗ rer. cee, Heinz Kleinau eine Anſprache, worin er betonte, 0 rere a aue uta en werk in dieſem Frühjahr als Handwerksnovelle beſchert wor⸗ daß man vor einem bedeutenden Ereignis der Alma mater empfohlen. Man richtete in früheren Zeiten auch Sonne n⸗ den. Der wichtigſte Teil, die Pflichtzuhörigkeit zu einer ſtehe. Handle es ſich doch um die Verleihung des 8 n been Weiſe wie Artiſchocken als Gemüſe 95 Innung iſt gefallen. Die Novelle enthält als weſentlichſtes Promotionsrechtes an die Hochſchule. Er ver⸗ l 3 5 15 5 E88 5 7 5 bie kenne und vergeſſe nicht die großen Schwiertaketten, deren 5 1 Wir können die 15 2 3 e 1815 Aenderung des Syſtems der Handwerkskammerwahlen und e e e erforderlich war. Die letzten Hinderniſſe 4 3 8 4700 A he 1 1 die Handwerksrolle. Prof. Dr. Tuckermann, der der Studentenſchaft ſtets ein treuer 1 befinder ſich in unſcheinbarer, eingedörrter Geſtalt ſo manche Die Handwerkskammer Mannheim hat bei den im Fab. f e 1 9 155 dne 1 11 ö a 4 köſtliche Blütenknoſpe. Obenan ſtehen in dieſer Beziehung zahr ſtattfindenden Wahlen 25 Siße wovon miballchſt leber 1 8 15 95 5718 cc 11 5 5 id 31 77 50 11910 81 . die Gewürznelken, getrocknete Blüten des Gewüfrzuel⸗ Amtsbezirk einen Sitz erhalten 11 Nach der neuen Wahl⸗ W 5 nee e An 52„„ enbaumes. Sie galten in dem Mittelalter als das köſtlichſte ordnung findet eine Liſten wahl fat wobei jeder Fable es der Mannheimer Sindentenſchaſt eine galt e 5 85 5. 5 i die gesehene Ju, vorſchlag von 100 Handwerkern unterſchrieben ſein muß. Die es, der Mannheimer Studentenſchaft eine gaſtliche Stätt . f Gewürz des fernen Oſtens. Die Kapern, die geſchätzte Zu⸗ 8 785 e be det eine zweite Heimat zu ſchaffen. Komme erſt das Promot f. tat zu pikanten Tunken, Salaten und dergl., ſind gleichfalls Wahl erfolgt auf 5 Jahre. Die abſolute Mehrheit entſcheidet. chi id ie 25 0 9 15 60 92 1 8 Hoch 3 Blütenknoſpen. Man bricht ſie von dem Kapernſtrauche, der Als wichtige Beſtimmung iſt die Ernennung von Sachver⸗ gebäude, 50 9 0 5 re 5 117 ach f in den Ländern des Mi iktelländichen Meeres als dorniger, ſtändigen und deren Beeidigung durch die Handwerks⸗ ſtol 6 9 15 185 5 Die Aut 5 5 e deter boßer Buſch beheimakek ist. Südfrankreich betreibl kammer zu nennen. Her Geſellenausſchuß iſt in der Hand⸗ pegel nne al ranked ro dent ne 1 1 dieſem Gewürz e Handel. Als Erſatz werkskammer im Prüfungsweſen nach wie vor mitbeſtim⸗ che ea e 5 81190 en EcNadern Werden die Blütenknoſpen verſchtedener anderer mend und bat wie bisher s Mialieder Künftig ſteht dem Ger mee was ende keene ane de 1 1 a 5 iche g 8 us Blüten- ſellenausſchuß das Recht zu, bis is ſeiner Mitglieder durch wieder in ge chloſſenem Zuge unter Vorantritt der Kapelle Pflanzen verwertet.„Deutſche Kapern“ beſtehen aus Blüte 5 F 5 e Mohr nach dem Ballhaus abmarſchierten, womit das glän⸗ knoſpen der Sum pfdotterblume, die man vierund⸗ Zuwahl aus Sachverſtändigen zu ergänzen. ende ſtudentiſche Schauſpiel ſeinen Abſchluß fand. ch. 1 zwanzig Stunden in Salzwaſſer liegen läßt, um die Schärſe Im e Teil ſeines Vortrages e der Redner 5 a b 5 e. 6 auszuziehen, und dann in Eſſig einmacht. f—tI!!* Vorſicht vor umfallenden Grabſteinen. Durch ei en „ 5 Das Muskatgewürz wird zu Unrecht als Blüte be⸗ Zermürbung des Mittelſtandes umſtürzenden Grabſtein wurde geſtern abend auf den 5 zeichnet. Die reifen Früchte des Muskatnußbaumes, der von zeigten ſich ſchon vor dem Kriege. Die bedrängte Lage des Hauptfriedhof ein 10 Jahre alter Knabe am linken Fuß 5 i den Bandainſeln ſtammt, gegenwärtig aber in Südaſien und Handwerks will keine Hilfe vom Staat: Man wehrt ſich nur F verletzt, daß ſeine Einlieferung in das Allgemeine 5 1 3 iſt haben eine. 8 2 88 n Re die Gro Lerclebe 1 1 e mußte. 4 3 8 5 2 N 5 2 75 e Dee e e 2 N n— 5 4 Am Morgen dieſes eben Tages 7781 eine 88 Ka m⸗ Der Muſikverein hat ſich gewiß nicht eingebildet, Das Tonk allerfeſt in Duisburg mermuſik ſtatt. Ueber das nach Schönbergs Zwölftöne⸗ zweifellos vorhandene e e 58 e mit eine 5 1 ſyſtem geſchriebene ſterile Streichguartett von dem Schlage beſeitigen zu können. Aus der Kriſe hat uns 3 Ein ganz vollendetes muſtkaliſches Bühnenwerk hörte Saarländer Julius Schloß, das die Verauſtaltung ein⸗ Tagung auch nicht hinausgeführt, aber dieſe hat uns in 7 9 man in Duisburg nicht, aber zwei Stücke, deren Verfaſſer leitete, braucht, da vom kürzlichen Genfer Muſikfeſte her be⸗ Spiegel des heutigen Opernſchaffeus ſehen laſſen und den an⸗ 8 4 wiſſen, worauf es bei der Gattung Oper hauptſächlich an⸗ kannt, nichts weiter geſagt zu werden. Künſtleriſch erſtaunlich weſenden Tonſetzern vielleicht ſogar Andeutungen gegeben i. kommt. Waren Emil Peter Trörinnen dem antiken Stil ſehr gewachſen iſt, wie zwei Chöre aus einer Ch bralſ uite gus⸗ von welcher Art und Haltung das muſikaliſche Bühnenwer f nahe gekommen, aber in den beiden erſten Akten noch nicht wieſen, in der letzten Zeit der Rheinländer Ern ſt Pep⸗ ſein muß, um Auſpruch auf weite Beachtung zu haben. deut bühnenmwirkſam hingeſtelt, ſo zeichnete ſic das Swluß Pi par eine, Wenegug obern geweiſet, di anger— b 3 werk der Tagung gerade durch eine dramatiſche Treffſicherheit zu barmbniſcher Beziehung mobern geweitet die kanoniſche 5 a aus, die„ O! 1 ſelten ge⸗ Fi inen e Richtig ee Theater und Muſik 5 8 565 9 e e e aſch in iſt Meiſterſtück gelten. Auch der in Bamberg lebende Carl e 8 8— A 7* 0 7 4 a* LIE 1 0 1* 5 1 825 2 2 8 7 4 r 8 Hopkins“ 1 75 A drei Akte in zwölf Bildern, N ee e 1 1 Ber inen 5 8 Die muſikaliſche Leitung der Heidelberger Jef piel⸗ 5 9 M 5 d. Orgel, Trompeten, Soloſopran und einſtimmiger Männer⸗ Wie bereits früher mitgeteilt wurde, iſt Artur Bo dau e ee in der Univerſal⸗Edition) 115 a* 1 20 U d. chor) keinen geringen Eindruck: ein mitunter recht feierliches für die muſtkaliſche Leitung der Heidelberger Feſtſpiele f 85 e und 155 1 1 85 und faſt durchgängig auch nach außen hin wirkendes Stück von wonnen worden. Er wird den geſamten muſtkaliſchen · 8 FFF M 5 0 5 ter moderner Haltung, aber gelegentlich zu dem ſchlichten Choral des Eröffnungeſeſtaktes dirigieren. Für die muſtkaliſche Situationen der aus dem Reiche der. und Arbeiter recht gewagten Kontrapunkten. Das einzige Einzelgeſangs⸗ bereitung und Leitung des„Sommernachtstraum“ gegriffenen Bilder hin. Da alle ſeine Muſik ſtreng an die werk—„Die vier Jahreszeiten“(mit Streich⸗ meiſter Wilhelm Wache heiner für die ma Handlung gebunden iſt, erklingt Jazzmuſik auch nur da, wo quartett) von dem Wiener Werner Züllig— ſind nen⸗ Vorbereitung und Leitung von„Troilus und Er 5 ſie wirklich hingehört. Gegen den unglaublich realiſtiſchen nenswerte feingeäderte Gebilde von impreſſtoniſttſcher Prä⸗ Kapellmeiſter Rudolf Borubka verpflichte 8 Text wäre mancherlei einzuwenden, doch ſei nur feſtgeſtellt, gung nach antiken japauiſchen Gedichten. Die Sopraniſtin Wilhelm Bachenheimer iſt bereits aus ſeiner a 0 daß er formal und inhaltlich weit über e A Margot Hinnenberg⸗Lefebre ſpürte ihren Stimmungen mit Theatertätigkeit und aus ſeiner Wirkſamkeſt in den 3 des Krenekſchen Jonny, 15755 1 ſeiner 5 1 1 15 künſtleriſchem Erfolg nach. Für die Chorwerke ſetzten ſich ſpieljahren 1927 und 1928 bekannt. Rudolf Bo 8 35. mit ſeinen 1 58 1 8 einige Duisburger Geſangvereine und der a cappella⸗Chor erſter Kapellmeiſter am Mannheimer Nationaltheagte n Umwelt als beſonders für das Ruhrgebiet wie geſchaffen. Das des Opernchores wechſelweiſe unter Führung Prof. Walter 5 5 n Werk wird wegen ſeiner ſtarken äußeren Wirkung ſeinen Weg Joſephſons und des Chordirektors R. Hillenbrand ein. Noch e 5 machen. Die Duisburger Aufmachung des Stückes iſt geradezu ſtand eine prächtig gearbeitete Sonate für Flöte(Carl Ferien! fabelhaft. Johannes Schröder hat wieder den Bühnen⸗ Bartugat) und Klavier von Kurt Thomas in der Spiel⸗ 125 rahmen geſchaffen: Fabrikſtraßen, die Halle mit rotierenden folge; daß bei dem vorwiegend ſpielfreudigen Stücke vielfach Die Kölniſche Julu„%% tung wi 1 Maſchinenſchwungrädern, die Bühne auf der Bühne, eine Bach pate geſtanden hat, verkleinert ſeinen Wert nicht. treuer Begleiter ihrer Leſer ſein. Sie will deshalb auch Kellerſchenke uſw. ſind bildhaft und wirkſam geſtellt. Frau e 55 5 a auf Urlaub gehen, um dort die Ferienfreuden zu e Bieber⸗Baumann und die Herren v. d. Linde, Bohnhoff und**.*. Das heute vorliegende Heft iſt 1 ganzen Inha . Trieloff ſpielten und ſangen die Hauptrollen ausgezeichnet, e 1 auf das Thema„Ferien“ abgeſtimmt. Luſtige Seiten 7 Muſik und Szene gingen unter Leitung Drachs und Dr. Es war für viele eine Ueberraſchung, daß Duisburg als die Erholungszeit und den Urlaub mit entſprechenden 3 5 Schmitts am Schnürchen. Auguſt Rudolph betreute die tech⸗ Tagungsort für eine Opernwoche auserſehen wurde. Aber nungen, Aufnahmen von der See, aus ber 5 niſche Einrichtung, eine beſonders ſchwierige Sache des der künſtleriſche Hochſtand der Vorſtellungen gab der Wahl andern Urlaubsſtätten ſind geeignet, Ferienſt. 2 Werks, aufs ſorgfältigſte. Der Erfolg war ungewöhnlich recht. Dieſen Ruhm, den die Preſſe nun weit ins Reich und bringen. Die aktuelle Bildberichterſtattung zeigt Auft das Haus— zum erſten Male während der Kane ins Ausland hinausträgt, verdankt die Stadt der wejtblicken⸗ und Zeichnungen vom Feſt der Tonkünſtler in Dulsb burg, modernen 995 8 W beſett. 1 5 1 den Muſikpolitik des bene„ Dr. vom Spiel um den Davispokal, dem amerikaniſchen National. feiertag und anderes 1 1 Seite. Nr. 916 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, den 12. Jult 1929 Internes vom Vom öffentlichen Leihamt Mannheim wurden in einem Jahr 127895 Pfänder beliehen. Davon 117 105 eingelöſt und 6313 verſteigert. 1042 000/ wurden verliehen. 5,1 Proz. der Pfänder verſteigert. 25000 ¼ Jahresüberſchuß. Die Berichte der öffentlichen Leihämter über ihren Ge⸗ ſchäftsbetrieb und Geſchäftsumfang geben intereſſante Ein⸗ blicke in gewiſſe ſoziale Verhältniſſe eines Volkes und ſind ein Gradmeſſer für ſein Vermögen und ſeinen Wohlſtand. Es er⸗ ſcheint merkwürdig, daß trotzdem zuſammenfaſſende Ver⸗ ölffentlichungen über das öffentliche Leihhausweſen in Deutſch⸗ land ſo gut wie ganz fehlen. Zum erſtenmal erſchien 1907 etwas, infolge mangelnder Unterlagen jedoch unvollſtändig; ſeitdem wurde nichts wieder über das deutſche Leihhausweſen veröffentlicht. Da insbeſondere in kommunalpolitiſchen Kreiſen immer wieder die Forderung nach einer Leihhaus⸗ ſtatiſtik erhoben wurde und die Beurteilung der Bedeutung der Leihhäuſer infolge der ſozialen Umwälzung in der Kriegs⸗ und Nachkriegszeit eine weitgehende Umgeſtaltung erfahren Hat, ſah ſich der Deutſche Städtetag veranlaßt, durch den Ver⸗ band der Städteſtatiſtiker eine Erhebung über das öffent⸗ liche Leihhausweſen in Deutſchland durchzuführen. 91 Städte wurden durch Fragebogen von der Erhebung erfaßt. Zwar gelang es nicht, gewiſſe Feinheiten wie die Feſtſtellungen der Berufszugehörigkeit der die öffentlichen Leihhäuſer ein An⸗ ſpruch nehmenden Perſonen herauszuſtellen, aber doch iſt eine wertvolle Arbeit entſtanden; im übrigen hofft der Deutſche Städtetag, in den nächſten Jahren eine weitgehendere Arbeit norlegen zu können, weun die Verwaltungen der öffentlichen Leihhäuſer durch Anfertigung und Hergabe des entſprechenden Materials ihm das ermöglichen. Zu den 91 Städten, deren öffentliches Leihhausweſen von der Erhebung des Deutſchen Slädtetages erfaßt wurden, gehört 3 Mannheim. Hier gibt es bekanntlich ein öffentliches Leihamt. Mit Aus⸗ nahme von Berlin, wo zwei öffentliche Leihhäuſer beſtehen, gab es bei der Erhebung am 1. Januar 1927 in allen 91 Städten nur ein öffentliches Leihamt. Das hieſige Leihamt wurde im J. 1809 gegründet. Deutſchlands öffentliche Leihhäuſer können im allgemeinen auf ſehr ſtattliches Alter zurückblicken. Das älteſte beſitzt Regensburg, es wurde 1560 gegründet. 1598 folgte Hannover mit der Gründung eines öffentlichen Leih⸗ hauſes. 1603 die Stadt Augsburg, 1618 Nürnberg, 1650 Ham⸗ burg. Das Staatliche Leihamt des Preußiſchen Staates in Berlin wurde 1834 eröffnet, das zweite öffentliche Leihhaus in Berlin 1910. Zwölf öffentliche Leihhäuſer Deutſchlands haben nach 1914 ihren Betrieb geſchloſſen, wenn auch nur vorüber⸗ gehend. Davon ſechs allein 1923, zwei 1924. Breslau ſchloß 1920, Stuttgart und Dortmund 1923, Gelſenkirchen 1924. Dort⸗ mund eröffnete 1926 das öffentliche Leihamt wieder, Breslau bereits 1924. Das öffentliche Leihamt Mann heim hat trotz Frieg und Inflation ſeinen Betrieb nicht eingeſtellt. Sein Betriebskapital ſetzt ſich aus 180000/ Leihkapital und 77 000/ Eigenkapital zuſammen. Das Leihkapital iſt bei der Stadtkaſſe aufgenommen und muß mit 6 Prozent verzinſt rden. Im Durchſchnitt beläuft ſich der Durchſchnittsbetrag des geſamten Betriebskapitals der öffentlichen Leihämter auf reichlich 500 000 //. In Mannheim beträgt es 257 000 /, bei den kleineren Städten iſt der Durchſchnitts⸗ betrag 158 000% und 74000 J. In der erſten Gruppe beſaßen die öffentlichen Leihämter 27 Prozent eigenes und 73 Prozent geliehenes Kapital, in der zweiten Gruppe 34 Prozent und 66 Prozent und in der drit⸗ ten 4 und 96 Prozent. In Mannheim beſaß das öffentliche Leihamt 34 Prozent eigenes und 66 Prozent geliehenes Kapi⸗ tal. Das Leihkapital der öffentlichen Leihämter der Städte⸗ gruppe, zu der Mannheim gehört, ſtammte aus der Stadtkaſſe. Das bei den Stadtkaſſen geliehene Leihkapital mußte mit drei Ausnahmen überall verzinſt werden, der Zinsfuß ſchwankte zwiſchen 5 und 10,5 Prozent(5 Proz. in Nürnberg). Bei den Sparkaſſen mußte das Leihkapital ausnahmslos verzinſt wer⸗ den. Hier ſchwankte der Zinsfuß zwiſchen 5 und 10 Prozent. a Die Beleihungsgrenze beim Leihamt in Mannheim betrug 50 Prozent des Taxwertes 75 Prozent bei Gold und Silber. Der Höchſtbetrag bis zu dem ein Gegenſtand beliehen werden insgeſamt jannheimer Leihamt kann, iſt unbegrenzt, der niedrigſte 2%. Sachpfän der können beim hieſigen Leihamt bis zu ſechs Monaten be⸗ liehen werden. Dann iſt eine Verlängerung um je weitere 6 Monate möglich. Für die Auslöſung ſteht noch eine Nach⸗ friſt zur Verfügung. Ein Mehrerlös aus der Verſteigerung der Pfänder oder dem Verkauf verfallener Pfänder ſteht beim hieſigen Leihamt noch 12 Monate zur Verfügung des Pfand⸗ ſcheinbeſitzers. Die Zinſen für das Darlehen 1½ Prozent.. Abſchlags⸗ Im allgemeinen iſt die Beleihungs⸗ grenze bei Gold⸗ und Silbergegenſtänden 84 des Taxwertes, auch 56, bei anderen Gegenſtänden häufig nur% oder 7. Die Beleihunzs dauer ſchwankt zwiſchen 3, 4 und 6 Monaten. Eben⸗ alls die Verläuderungsfriſt. Der Zins ſatz iſt im allge⸗ meinen 2 Prozent monatlich. Abſchlagszahlung iſt Die öffentliche Verſteigerung bei Nichteinlöſung iſt überall üblich, nur in einzelnen Fällen, wie in Chemnitz, Düſſeldorf, Bonn, Aachen, reiburg, Osnabrück, Offenbach und Recklinghauſen iſt freihändiger Ver⸗ kauf bei Nichtabſetzung ſtatthaft. Die Gebühren für Verſtei⸗ gerung, Pelzklopfen uſw. ſind örtlich ſehr verſchieden. Wieviel Pfänder wurden in Mannheim beliehen, eingelöſt, verſteigert? Durch das hieſige Leihamt wurden im Jahre 1926: 127 895 Pfänder beliehen. Davon wurden 117 105 eingeöſt und 6313 mußten verſteigert oder verkauft werden. Am 1. Januar 1927 befanden ſich 29 867 Pfänder im Leihamt Mannheim. Hinſicht⸗ lich der Zahl der Pfänder ſteht Lei pig an erſter Stelle mit über 300 000. Der Darlehensbetrag der im Laufe des Jahres 1926 vom öffentlichen Leihamt Mannheim beliehenen Pfänder beträgt 1042 000 J. Davon wurden 967 000/ ein⸗ gelöſt, für 49 000„ mußten verkauft oder verſteigert werden. Ende 1926 waren hier 29 867 Pfänder vorhanden, die mit 285 000„ beliehen waren Von 100 exloſchenen Pfändern wurden 5/1 verſteigert oder verkauft. Den höchſten Prozent⸗ ſatz verſteigerter oder verkaufter Pfänder hat bei Städten über 200000 Einwohner Düſſeldorf(8,0), den niedrigſten Bres⸗ lau(2,8). Verhältnismäßig iſt der Satz der verſteigerten Pfänder oder verkauften Pfänder wie in Mannheim überall gering. 5 5 25 000/ Ueberſchuß beim öffentlichen Leihamt Mannheim Die Einnahmen des Leihamtes Mannheim betrugen im Jahre 1926: 129 000, die Ausgaben 104 009 J. Mithin blieb ein Ueberſchuß von 25 000 /. Die Einnahmen des hieſigen Leihamtes ſetzten ſich folgendermaßen zuſammen: 74000/ Darlehenszinſen, 48 000% Auktions⸗ und ſonſtige Gebühren, 1000/ ſonſtige Einnahmen, 3000/ Kapitalzinſen, 3000/ aus verfallenen Mehrerlöſen aus Verſteigerungen. Zuſammen 129 000 J. Die Ausgaben betrugen: 12000% Zinſen für ge⸗ liehene Kapitalien, 2000/ Verſicherungsgebühren, 61000% perſönliche Koſten(Beſoldungen uſw.), 26 000/ ſachliche Ko⸗ ſten, 3000/ ſonſtige ordentliche Ausgaben.— Faſt alle öffent⸗ lichen Leihhäuſer ſchließen mit einem Ueb erſchuß ab. Nur Frankfurt a. M. und Bonn haben weder Ueberſchuß noch Ver⸗ lüſt. Dortmund, Krefeld, Wiesbaden, Freiburg, Görlitz, El⸗ bing, Flensburg Recklinghauſen und Hildesheim haben Ver⸗ luſt. Den höchſten Ueberſchuß hatte 1926 das öffentliche Leih⸗ haus Leipzig mit 217 000„, den höchſten Verluſt das öffent⸗ liche Leihhaus Dortmund mit 27000 l. 9 N * Praktiſche Kenntnis in Rheinſchiffahrtsſachen. Um den mit Rheinſchiffahrtsſachen befaßten Richtern, Staats⸗ und Amtsanwälten und den in dieſen Sachen tätigen Rechts⸗ anwälten der Oberlandesgerichtsbezirke Gelegenheit zu geben, ſich über die Tätigkeit der Schiffahrts⸗ polizei zu unterrichten, hat ſich der Oberpräſident der Rheinprovinz in Koblenz auf Anregung des Reichsverkehrs⸗ miniſters bereit erklärt, Beſichtigungsfahrten 3u veranſtalten. Hierbei ſoll den Teilnehmern die Möglichkeit geboten werden, die Verhältniſſe der Rheinſchiffahrt und ihre ſen unter den verſchiedenſten Umſtänden kennen zu Intereſſ lernen. 2 2 1 7 2.— 17 E Biliten im amerikaniſchen Blätterwald SGeſammelt von Howard F. Gibſon⸗St. Louis Ein Direktor der„Newyork Lebensverſicherungsgeſell⸗ ſchaft“ erhält für jede Sitzung, an der er teilnimmt, fünfzig Dollar, und Direktor Calvin Cooblidge macht auf uns den Eindruck eines Mannes, der ſeine Pflicht ſchon immer treu und redlich erfüllt.(Ohio State Journal.) Manche unter uns halten ſich für gut genug, weil ſie Leute kennen, die noch ſchlechter ſind.(Kanſas Eity Journal Boſt.) 5 Einem Chicagoer Rechtsanwalt hat ein Klient, ein Mil⸗ är, die Hauptmaſſe ſeines Vermögens hinterlaſſen. Be⸗ bor der Rechtsanwalt den Prozeß gegen die anderen Erben gewonnen haben wird, dürfte er recht oft ſtoßſeufzen:„Hätte ch doch lieber mit dieſer Sache als Rechtsanwalt zu tun!“ Lonisville Courier Journal.) f Dr. Robert Maynard Hutchins, der mit dreißig Jahren um Präſidenten der Univerſität von Chicago gewählt wurde, tacht auf uns den Eindruck eines jungen Mannes, der nicht einer Zeit in geparkten Kraftwagen zugebracht hat, und dürfte deshalb nicht ſehr gut über die Probleme der heu⸗ Jugend unterrichtet ſein.(Ohio State Journal.) Colonel Stewart iſt aus der Standard Oelgeſellſchaft „verbannt“ worden und ſoll eine Jahrespenſion von 50 000 lar erhalten, Trotzki iſt nach Konſtantinopel verbannt rden. Er wohnt dort einer ägyptiſchen Prinzeſſin gegen⸗ über, und an der Ecke iſt ein Bierkeller. O, Verbannung, wo iſt dein Stachel.(Detroit Free Preß.) Wir haben gehört, die Matroſen auf britiſchen Kriegs⸗ e Sicher wird jetzt auf den Fahrzeugen Seiner Majeſtät Himbeerſaft an Stelle des Grogs treten.(Boſton eript.) Peſſimiemus Schopenhauer mochte die Frauen nicht leiden, er hat zücher gegen ſie geſchrieben. Was wunder, daß er zeit Lebens unverheiratet blieb? erſetzten ihre fluchenden Papageien durch Kanarien⸗ PPUPUwßßfßTfßPTGFPbPTPTfTfTPTGTPTGTbPbPTGTPVſTTPTPTPTPTPTPTPTCTGTCTCTCTCTCTGTCTCTTTe f 5 Aachilung auf den Hund (Nachdruck verboten) Richard Rübezahl wollte Ramonas beſuchen. Ramonas bewohnten ein kleines Gartenhaus in Richard⸗Wagner⸗Straße. Vor dem Garten hing ein Schild: „Achtung auf den Hund!“ Rübezahl bleibt ſtehen und getraut ſich nicht hineinzugehen. Klingelt, wartet. Klingelt nochmals. Nichts rührt ſich aber. Auch der Hund bellt nicht.. „Sicher hockt das Bieſt heimtückiſch hinter einer Pla⸗ tane“ öffnet jetzt Rübezahl ängſtlich die Gartentür. Tritt in den Garten. Und läuft immer ſchneller marſch⸗marſch bis an die Haustür. Vor der Haustür hängt ein Schild, größer als das erſte: 5. „Achtung auf den Hund!“ Die Haustür iſt angelehnt. Rübezahl ſteckt den Kopf hindurch. Guckt und guckt. Macht humm und hömm. Pocht auf die Klinke. Aber kein Hund bellt. Da ſteigt Richard Rübezahl mutig bis zum erſten Stock hinauf. Vor dem Wohnungseingang von Ramonas. Und wieder hängt hier das Schild, wieder größer als das an der Haustür: „Achtung auf den Hund!“ Rübezahl klingelt. Der Hausherr öffnet. „Seien Sie uns willkommen!“ „Einen Augenblick!“ bleibt Rübezahl ſtehen.„Wo iſt der Hund?“ „Warum? Wieſo?“ „Wegen der Schilder! Er iſt wohl ſehr biſſig?“ „Im Gegenteil! Meine Frau hat einen ganz kleinen Zwergrattler und hat dieſe Schilder deswegen anbringen laſſen, damit niemand aus Verſehen das Tier todtritt. * J0 Hanns Rösler. der — Ein wurden in einem Ban enen Privatdrucks von phie ſowie Wagners Brief an en, der den Anlaß zur Trennung er erſten Gattin, Minna geb Planer gab. Wagner⸗Fund. In Lond in Exem es ö Die Rheinſirombefahrung Beſeitigung der Schiffbrücken Maxau und Speyer— Groß⸗ ſchiffahrt nach Baſel Die internationale, von der Zentralkommiſſion für die Rheinſchiffahrt eingeſetzte Kommiſſion techniſcher Sachverſtän⸗ diger, die, wie gemeldet, den Rhein und die Häfen von Mannheim bis Baſel befahren hat, konnte ihre Ar⸗ beiten mit einer Schlußverhandlung in Baſel am 6. Juli 1929 abſchließen. Die Kommiſſion hat ſich davon über⸗ zeugt, daß eine Reihe von beachtenswerten Verbeſſe⸗ rungen zur Erleichterung des Schiffahrtsver⸗ kehrs ausgeführt und die zuſtändigen Verwaltungen be⸗ ſtrebt ſind, ſoweit das Bedürfnis vorliegt, weitere Verbeſ⸗ ſerungsmaßnahmen zu ergreifen. Unter anderem befaßte ſich die Kommiſſion mit der Beſeitigung der Eiſenbahn⸗ ſchiffsbrücken bei Maxau und Speyer deren Erſatz durch feſte Brücken geplant iſt, vor allem aber mit der Hebung der Kehler Brücken und mit der Ermöglichung der Großſchiffahrt nach Baſel durch die Bauſtelle des Kembſer Wehres. Bei dem gegenwärtigen Zuſtand können die Schiffahrtstreibenden die Verantwortung für die gefahr⸗ volle Fahrt durch die Bauſtelle mit Schleppzügen von Rhein⸗ ſchiffen nicht übernehmen, ſodaß hier die Großſchiffahrt prak⸗ tiſch unterbunden iſt. Der gutachtliche Bericht der Kommiſſion wird demnächſt der Zentralkommiſſion für die Rheinſchiffahrt vorgelegt werden. Für pünktlichen Ladenſchluß in den Sommermonaten Wir werden um Aufnahme folgender Zuſchrift gebeten. Die Sommerzeit mit ihren täglichen Sommerfreuden— ſei es ein Spaziergang oder ein erquickendes Bad im Fluß— iſt herangekommen. Leider gibt es aber Millionen von Men⸗ ſchen, die an dieſen Freuden nicht teilnehmen können, weil ſie tagaus, tagein ihrer Berufsarbeit nachgehen müſſen, die ſie tagsüber an ihrer Arbeitsſtätte feſthält, und die höchſtens einmal im Jahr von wenigen Urlaubstagen angenehm unter⸗ brochen wird. Insbeſondere reicht die tägliche Arbeitszeit von hunderttauſenden von Geſchäftsinhabern und ihren An⸗ geſtellten im Einzelhandel häufig bis weit in die Abend⸗ ſtunden.— Bis 7 Uhr dürfen nach den Geſetzen die Laden⸗ geſchäfte geöffnet ſein. Aber es wäre gefehlt, anzunehmen, daß um 7 Uhr die dort Beſchäftigten ſchon ihren Arbeitsraum verlaſſen könnten. Das Zuendebedienen von Käufern, die erſt wenige Minuten vor Schluß den Laden betreten, die Ab⸗ rechnung, die Aufräumungsarbeiten nehmen meiſt nicht nur Minuten, ſondern Viertelſtunden der folgenden Freizeit hinweg.— Wie kann den im Einzelhandel Beſchäftigten ihr Los erleichtert werden, ſodaß ſie ebenfalls abends noch einige Stunden der Erholung genießen können? Der„Gewerk⸗ ſchaftsbund der Angeſtellten“, und mit ihm eine ſehr große Anzahl einſichtiger Geſchäftsinhaber und ſozial eingeſtellte Behörden ſetzen ſich lebhaft ein für einen früheren Laden⸗ ſchluß an allen Werktagen. Bis aber dieſer in Erfüllung geht, mögen alle Hausfrauen und Einkäufer, die nicht aus beruflichen Gründen zur Eledigung ihrer Einkäufe un⸗ bedingt auf die Hauptandrangsſtunden von 47 Uhr ange⸗ wieſen ſind, die folgenden Leitſätze beachten:„Kauft nicht in den letzten Tagesſtunden ein! Frühe⸗ rer Kauf erſpart Zeit und Unzufriedenheit. An den Vor⸗ mittags⸗ und Mittagsſtunden könnt ihr raſcher und ſorgfäl⸗ tiger bedient werden. Vermeidet die ſozialen Schädigungen, die ihr euren Mitmenſchen unter den Geſchäftsinhabern und ihren Angeſtellten durch Kauf in letzter Minute zufügt. Unter⸗ ſtützt die Forderungen auf pünktlichen Ladenſchluß, auf Frek⸗ zeit und Erholung auch für Geſchäftsinhaber und Einzel⸗ handelsangeſtellte.“ a * * Der Himmelsſchreiber wieder in Mannheim. Ein Him⸗ melsſchreiber hatte geſtern Mannheim wieder einmal einen Beſuch abgeſtattet und hat in rieſiger Höhe und ebenſolchen Buchſtaben die Namen der Produkte einer der erſten Waſch⸗ mittelfabriken an den Himmel geſchrieben. In der wind⸗ ſtillen Luft und dem klarblauen Himmel zeichneten ſich die Schriftzüge deutlich ab. Es war eine Freude, die eleganten Kurven des Fliegers zu beobachten. * Wer war der Uebeltäter? Auf dem Fahrdamm vor G 5 wor heute vormittag eine ältere Frau auf weggewor⸗ fenen Gurkenſchalen zu Boden gefallen. Eine Radfahrerin und zwei Radfahrer verloren dadurch die Herrſchaft über ihre Räder und ſtürzten. Während ein Radfahrer und die Rad⸗ lerin mit leichten Hautabſchürfungen davonkamen, erlitt der andere einen Schlüſſelbeinbruch und mußte mit einem Auto nach 5 Krankenhaus gebracht werden. f Vorträge Einzelhandel und Preſſe Ueber. die außerordentlich intereſſanten Beziehungen zwiſchen Einzelhandel und Preſſe ſprach, wie uns vom Ver⸗ band des Einzelhandels mitgeteilt wird, in einer Ver⸗ ſammlung des Einzelhandels am Mittwoch, den 10. Juli, abends.30 Uhr Chefredakteur Kurt Fiſcher. Preſſe und Einzelhandel haben ſehr vieles miteinander ge⸗ mein. Sie ſtehen in unmittelbarer Berührung mit dem letzten Verbraucher, ſind alſo in gleichem Maße auch der Kritik der großen Maſſe ausgeſetzt. Herr Fiſcher wies in ſeinem feſſelnden Vortrag darauf hin, wie die Beziehungen zwiſchen Einzelhandel und Preſſe für die Folge weiter ausgeſtaltet werden können, in welcher Form vor allen Dingen der Einzel⸗ handel ſelbſt dazu beitragen könne, in der Preſſe auch ſeine Intereſſen zu vertreten. Die Zuſammenarbeit zwiſchen Preſſe und Einzelhandel, die jetzt in die Wege geleitet werden ſoll, wird dann auch zur Aufklärung der großen Maſſe der Verbraucher über die zahlloſen Probleme der Waren verteilung beitragen. a Schluß des redaktionellen Teils Maqenbesghrerden Oo Hhrennen) Jaser ständig steigender Millionen- Umsdtz oe des OOjährige Besfshen unserer 5 e e Original Bullrich⸗Salz nech wis vor unüber- . 5 troffen gegen alle „Srclsuungsstörungen vnd Sodbrennen ist. Verszumen Sie nicht, Ach e noch un batzef für 60 Pfg. Zu ksufen oder unsere Jableften zud. 25 U. f. 50 N ZU Versdchen. duch Sie werclen von der prompten Wircung Ubertaschif sein, Nur echt in bla 5 ackung mit dem Biſcde des Erfinders,.. C. W. Bullrich, Berlin 57.. 9 r 22B552577333FFW FGG PFF 2 „ e 18 2 4 Freitag den 12. Juli 1929 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ansgabe) S Vereinsnachrichten 30 Jahre Heſſeuverein Mannheim⸗Walbdhof Anläßlich des 30jährigen Stiftungsfeſtes des Heſſenvereins Mannheim⸗Waldhof fanden in den Lokalitäten des neuen St. Fran⸗ ziskushauſes größere Veranſtaltungen am Samstag, Sonntag und Montag ſtatt. Während an den beiden Werktagen Unterhaltungs⸗ konzerte mit Tanz abgehalten wurden, wies der Sonntag durch den ſchönen Feſtzug eine beſondere Glanznummer auf. Im Feſtzug, der ſich durch die Straßen des Stadtteils Waldhof bewegte, mar⸗ ſchierten 14 angeſchloſſene Vereine aus Mannheim, Heidelberg, Weinheim und Ludwigshafen mit. Trotz des zweifelhaften Wetters war der Feſtplatz von Beſuchern dicht gefüllt. Allerlei Erheiterungen für Groß und Klein luden zum Verwetlen ein. Die Kapelle Woll konzertierte im Garten, während die Jazzkalelle Clauter zum Tanz aufſpielte. Man vergnügte ſich bis in die ſpäten Abendſtunden hin⸗ ein. Die Geſangvereine„Sängerluſt“ und„Rheingold“ bereicherten das Feſt durch einige Liedervorträge. Der Vorſtand des Vereins, Herr Heinrich Hahl, verſtand es in vorzüglicher Weiſe, das 30 jährige tungsfeſt in harmoniſcher Weiſe zu begehen. Bei heiterem Spiel und deutſchem Sang wurden die Alltagsſorgen auf Stunden vergeſſen. K. E. Aus dem Lande Perſonal⸗ Veränderungen im babiſchen Staatsdienſt Ernannt wurden, Praktiſcher Arzt Dr. Karl Gerteis in Kleinlaufenburg zum Medizinalrat als Bezirksarzt in Säckingen; Verwaltungsinſpektor Karl Ganter, beim Mini⸗ ſterium des Innern zum Verwaltungsoberinſpektor; Polizei⸗ wachtmeiſter Emil Weil in Pforzheim zum Polizeihaupt⸗ wachtmeiſter; zum Gendarmerieoberwachtmeiſter Gendar⸗ meriehauptwachtmeiſter Bernhard Heckner in Oppenau, Amt Oberkirch. Verſetzt zum Miniſterium Prücklmaier in Karlsruhe. wurde Oberreviſor Albert In den einſtweiligen Ruheſtand verſetzt wurde Polizeioberleutnant Gerhard Blum⸗Neff in Karlsruhe. Beim Kirſchenpflücken ſchwer verletzt Schwetzingen, 10. Juli. Der 20jährige Sohn des Alt⸗ händlers Martin von hier pflückte geſtern nachmittag an der Mannheimerſtraße Kirſchen, und hatte zu dieſem Zwecke von der Straßenſeite aus eine Leiter an einen Kirſchbaum geſtellt. ein Motorradfahrer, der einem entgegen⸗ kommenden Autos ausweichen wollte, kam zu nahe an den Straßenrand und riß die Leiter um. Der junge Martin ſtürzte zu Boden und erlitt dadurch einen Bruch des rechten Armes ſowie Kopfverletzungen, die' ſeine Einlieferung in das Schwetzinger Krankenhaus zu Folge hätten. Der Motor⸗ radfahrer, der inzw! hen ermittelt werden konnte, fuhr da⸗ von, ohne ſich um den Verletzten zu kümmern.— Der Reichs⸗ bund der Kriegsbeſchädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegs⸗ hinterbliebenen, Ortsgruppe Schwetzingen, plant den Bau von 12 Wohnhäuſern in dem neu erſchloſſenen Bau⸗ gelände hinter dem ſtädtiſchen Gruppenwohnhaus in der Mannheimerſtraße. Die Vergebung der Arbeiten iſt bereits ausgeſchrieben. Mit dem Bau ſoll in Bälde begonnen werden. Nach Fertigſtellung der neuen Bauten werden etwa 45 neue Wohnungen bezugsfähig ſein. * * Seckenheim, 11. Juli. Der 26 Jahre alte Arbeiter Herre, hier wohnhaft, hat ſich in der Nähe des Vereins⸗ hauſes an einem hohen Baum erhängt. Der Selbſtmörder hinterläßt zwei Kinder und eine junge Frau, die ſich z. Zt. in einem Erholungsheim befindet. Der Mann wird als fleißiger, braver Arbeiter geſchildert, Die Urſache der Tat iſt unbekannt. L. Wiesloch, 10. Juli. Es iſt eine auffallende Erſcheinung, daß die Stadt Wiesloch innerhalb des letzten Jahres von dem Verluſt einer großen Anzahl von führenden, im öffentlichen Leben tätigen Perſönlichkeiten zu beklagen hat, es ſeien hier nur genannt: Rektor Gamer, Stadtrechner Walter, Fabrikant Kramer, Feuerwehrlöſchinſpektor Zutavern. Nun wurde durch den Tod des Gewerbeſchuldirektors Edgar Wolbert er⸗ neut eine Lücke geriſſen. Wolbert hat ſich als Leiter der hie⸗ ſigen Gewerbeſchule um den Ausbau dieſer Anſtalt große Ver⸗ dienſte erworben, wie er ſeinen Schülern als liebenswerter Berater und Pädagoge in ſtändiger Erinnerung bleiben wird. Als Vorſtandsmitglied der Wieslocher Gewerbe⸗ und Hand⸗ werkervereinigung hat er viel zur Förderung des Handwerks und der Heranbildung eines tüchtigen Nachwuchſes bei⸗ getragen. * Reihen b. Bretten, 11. Juli. Ein hieſiger junger Mann, der ſich heimlich vom Elternhaus entfernt hatte, hat einen Brief aus Algier geſchrieben, der darauf ſchließen läßt, daß ſich der Abenteurer in der Fremdenlegion befindet. Aus der Pfalz Obſtmarktnotierungen in Freinsheim, Weiſenheim a und Dürkheim * Freinsheim, 11. Juli. Am heutigen Obſtgroßmarkt koſteten: Kirſchen 1542, Johannisbeeren 1822, Stachel⸗ beeren 1836, Heidelbeeren 308, Birnen 1530, Tomaten 40, Bohnen 2528, Erbſen 15 Pfg. das Pfund. Die Anfuhr betrug 1150 Ztr. Abſatz und Nachfrage gut, ausverkauft.— In Weiſenheim a. S. wurden bei ſtarker Anfuhr und flottem Abſatz folgende Preiſe erzielt: Kirſchen 3038, Erd⸗ beeren 6067, Johannisbeeren 1822, Stachelbeeren 2640, Aprikoſen 5565, Bohnen 2530, Tomaten 4550, Gurken pro 100 Stück 250350 Pfg. Zum Verſand kamen 930 Ztr.— Auf dem Dürkheimer Obſtmarkt koſteten: Kirſchen 25 bis 40, Stachelbeeren 18—34, Johannisbeeren: weiße 1718, rote 23, Heidelbeeren 3236 Pfg. das Pfund. Aufuhr 250 Ztr. Abſatz gut. 8. f N r Ludwigshafener Indexrziffern * Ludwigshafen, 11. Juli. Die Ludwigshafener Index⸗ ziffer ging im Monat Juni um 0,1 v. H. und zwar von 163,5 auf 163,3 zurück. Dieſe rückläufige Veränderung iſt auf Preisrückgänge bei Gemüſe in Gruppe Ernährung zurückzuführen, die dadurch eine Senkung um 0,3 v. H. er⸗ fahren hat. Alle übrigen Gruppen ſind unverändert geblieben. Der Wiener Lehrer⸗à capella⸗Chor in Pirmaſens * Pirmaſenus, 10. Juli. Geſtern mittag traf, von Saar⸗ brücken kommend, in Stärke von 60 Mann der Wiener Lehrer a capella⸗Chor in Pirmaſens ein. Viele hundert Pirmaſenſer hatten ſich am Bahnhof zur Begrüßung eingefunden, wo der Vorſitzende des Weſtpfälziſchen Sängerbundes, Hauck⸗ Rodalben, herzliche Worte der Begrüßung fand. Nach einer weiteren Begrüßung durch Geheimrat Strobel, den die Wiener gleichfalls durch Abſingen des Deutſchen Sänger⸗ grußes ehrten, begaben ſich die Gäſte ins Café Luitpold, wo von der Stadt ein Bankett bereitet wurde. In herzlichen Worten feierte Geheimrat Strobel die Anweſenheit der Wie⸗ ner Lehrer und begrüßte ſie im Namen der Pirmaſenſer und Pfälzer Bevölkerung. Der Vorſitzende des Wiener Lehrer⸗ geſangvereins, Lehrer Schönbauer, dankte für die Gaſt⸗ freundlichkeit der Stadt Pirmaſens und hob die liedfrohe Eigenſchaft der Wiener und der Pfälzer Bevölkerung hervor. Ihre Treue zum deutſchen Vaterland habe die Pfalz bis zum heutigen Tage in vorbildlicher Weiſe bewieſen. Das Kon ⸗ zert am Abend war von der Pirmaſenſer Bevölkerung zahlreich beſucht, die Wiener Sänger wurden begeiſtert ge⸗ feiert, f * * Neuſtadt a. d.., 11. Juli. Mit Rückſicht auf ordentlich ſchlechte Wirtſchaftslage im Pfälziſchen Weinbau⸗ gebiet wird dieſes Jahr ausnahmsweiſe von der Durchfüh⸗ rung der Pfälzer Weinwoche mit Weinfach⸗Aus⸗ ſtellung Abſtand genommen. Dieſe wird jedoch im nächſten Jahre, und zwar im Herbſt, beſtimmt wieder zur Durchführung gelangen. 0 * Neuſtadt a. d.., 10. Juli. Der Verband Pfälziſcher Induſtrieller wird am 25. Juli nachmittags in Neuſtadt an der Haardt ſeine Hauptverſammlung abhalten, in der die übliche Berichterſtattung über das abgelaufene Ge⸗ ſchäftsjahr ſtattfinden wird. In dieſer Verſammlung wird einer der deutſchen Vertreter bei der Pariſer Sachverſtändi⸗ genkonferenz, Geheimrat Kaſtl, über das Sgchverſtändigen⸗ problem ſprechen. 5 Nachbargebiete Gemüldediebſtahl * Darmſtadt, 10. Juli. Aus dem Jagdſchloſſe Krähenberg des Grafen zu Erbach ſind zwölf Oelgemälde entwen⸗ det worden. Es handelt ſich um Jagdſtücke von Chriſtian die außer⸗ lichen Hauſes Erbach ſtand und 1869 im Alter von 93 Jahren geſtorben iſt. Der Diebſtahl wurde erſt jetzt entdeckt; er iſt möglicherweiſe ſchon im Herbſt 1928 verübt worden. Durch Funkſpruch verhaftet * Wiesbaden, 10. Juli. Der Augeſtellte der Naſſauiſchen Landesbank, Volk, der für eine ihm bekannte Frau 100% abheben ſollte, hob den Betrag von 6000/ ab und ſchiffte ſich auf dem Dampfer„Thuringia“ nach Kanada ein. Die Wies⸗ badener Kriminalpolizei erließ einen Haftbefehl als Funkſpruch, worguf Volk auf dem Schiff feſtgenom⸗ men werden konnte. Er wird zu ſeiner Aburteilung hierher transportiert. g Vor einem Streik der Frankfurter Hafenarbeiter? * Frankfurt a.., 10. Juli. Eine ſtark beſuchte Ver⸗ ſammlung der Kohlentransportarbeiter Frankfurts hat geſtern morgen beſchloſſen, zur Durchführung ihrer FJor⸗ derungen in den Streik zu treten. Die Ausführung des Beſchluſſes wurde jedoch zunächſt hinausgeſchoben, weil noch einmal Vermittlungsverhandlungen vor dem Schlichter ſtatt⸗ finden, Sollten dieſe ſcheitern, ſo werden die Arbeiter in den Frankfurter Häfen die Arbeit niederlegen.— Auf Antrag der Stgatsanwaltſchaft iſt gegen den Arbeiter Grün, der in ſeiner Wohnung in der Gneiſenauſtraße ſeine Ehefrau durch Meſſerſtiche tötete und ſeine Tochter verletzte, die Vorunter⸗ ſuchung wegen Mordes gegenüber der Ehefrau und der gefährlichen Körperverletzung gegenüber der Tochter am Samstag eröffnet worden. Grün bleibt in Unterſuchungshaft. Großfener in Saarbrücken * Saarbrücken, 11. Juli. In der vergangenen Nacht hrach guf bisher noch nicht geklärte Weiſe in der Backſtube des Bäckermeiſters Schmee in Biſchmisheim ein Groß ⸗ feuer aus, das das Anweſen des Bäckermeiſters zum größ⸗ teil Teil in Schutt legte. Die ſoſort alarmierte Feuerwehr, die das Feuer mit mehreren Schlauchleitungen angriff, konnte nicht verhindern, daß die Flammen auch auf eine an⸗ liegende Garage und eine Scheune übergriff und dieſe vollkommen zerſtörte. Auch der Dachſtuhl des Wohnhauſes, zu dem die Scheune gehört, fing Feuer und wurde ſtark be⸗ ſchädtgt. Die Höhe des Brandſchadens iſt bis jetzt noch nicht ermittelt, jedoch iſt der verurſachte Schaden ſehr bedeutend. Er ſoll durch Verſicherung gedeckt ſein. 85 5 ö 5* * Fraukfurt a.., 11. Juli. Der 10jährige Sohn des Arbeiters Nikolaus aus dem Stadtteil Griesheim fuhr heute vormittag auf der rechten Straßenſeite mit ſeinem Fahrrad und ſtürzte in dem Augenblick, als ein Laſtkraft⸗ wagen an ihm vorbeifuhr, zu Boden. Er kam unter das Wilhelm Kehrer, der als Archiyrat im Dienſte des gräf⸗ 5. Seite. Nr. i Gerichts zeitung §„Geſchäftsgepflogenheiten der Hygienos“. Unſerem geſtrigen Gerichtsſgalbericht unter obiger Ueberſchrift iſt be⸗ richtigend nachzutragen, daß das von der Firma„Hygienos“ vertriebene Nährmittel nicht identiſch iſt mit dem von der Ver⸗ tretung der Firma Salzbreuner bezogenen Mal z⸗ präparat, das als„Vitaminekur“ bezeichnet war. Letzteres iſt ein einwandfreies Erzeugnis, wurde von dem Angeklagten Geißler aber unter einer falſchen Bezeichnung in den Ver⸗ kehr gebracht. Die Firma Salzbrenner hat ſ. Zt. ſelbſt wegen dieſer Manipulationen die Anzeige gegen die Firma „Hygienos“ erſtatten laſſen. Der Teilhaber des Kaufmanns Friedrich Karl Geißler, C. Berberich, war an den ſtrafharen Handlungen, die zur Verurteilung Geißlers führten, nicht beteiligt. Er trat in dem Prozeß vielmehr als Zeuge gegen dieſen auf. Der„Erzherzog“ vor Gericht. Der 46jährige Land⸗ ſtreicher Heinrich Grim mm aus Rübeland(Kreis Branden⸗ burg) kam auf ſeiner bisherigen Lebensreiſe 25 mal mit den Gerichten in Berührung und hat u. a. auch fünf Jahre im Zuchthaus verbracht. Zuletzt war er in Kreuz⸗ nach vor den Richtern, weil er ſich als„Erzherzog Franz Joſeph ll.“ ausgab, was er auch in Landau getan hatte. Der Einzelrichter in Landau ſprach wegen Landſtreicherei 6 Wochen Gefängnis, wegen unberechtigter Führung von Adelsprädikaten weitere 6 Wochen Gefängnis aus und ver⸗ fügte Grimms Ueberweiſung an die Landespolizeibehörde. § 150 Vorſtraſen. Der wegen Bettelns, Landſtreiche rei und ähnlicher Delikte 150 mal vorbeſtrafte Friedrich Rein⸗ hardt hat ſeit 1924 nur vom Betteln gelebt. Das Amts⸗ gericht Lahr verurteilte ihn zu fünf Wochen Haft und zur Ueberweiſung an die Landespolizeibehörde. Damit gab aber der Ritter der Lanbſtraße nicht zufrieden. Er prote ſtierte gegen die Ueberweiſung ins Arbeitshaus. Seine Be rufung hatte aber keinen Erfolg. Die Offenburg er zweit Kleine Strafkammer verwarf ſie, da ſie auf dem Standpunkt ſteht, daß für Reinhardt der Aufenthalt im Arbeitshaus außerordentlich angebracht iſt. 5 5 § Der Bafler Rangierunfall vor dem Schöffengericht Frei⸗ burg. In der Frühe eines Februartages ereignete ſich auf dem Ranglerbahnhof Baſel ein ſchwerer Zugunfall, be dem dem Zugſchaffner Vorgrimmler aus Freiburg der Kop zerquetſcht wurde, ſodaß der Tod auf der Stelle eintrat, wäh rend dem Packmeiſter Götz durch den Zuſammenſtoß kü liche Verletzungen und eine Gehirnerſchütterung zugefügt wurden. Zwei Stellwerksbeamte hatten ſich unter der A klage fahrläſſiger Tötung, fahrläſſiger Körperverletzung un fahrläſſiger Transportgefährdung vor dem Schöffengericht Freiburg zu verantworten. Das Gericht kam nach längeren Verhandlung zu einer Freiſprechung der beiden, da niit Sicherheit in einem Falle ein Verſchulden überhaupt nicht ſteht und im anderen Falle nicht nachgewieſen werden kann. Aus Handel und Wande! [(Hinweiſe auf Anzeigen.) 1 * Uraufführung in den Capitol⸗Lichtſpielen. Ab Sonntag läuf im Capitol⸗Lichtſpiel in Uraufführung der große Bopkam film„Schmeling Paolino“, in dem neben den Aufnahmen über ſämtliche Runden beſonders die Zeitlupen Aufnahmen Kampf erſtklaſſig wiedergeben.(Näheres ſiehe Anzeige.) Veranſtaltungen Freitag, den 12. Juli „Der Zigeuner baron“..90 Uhr. Wiener Revue:„Das lebende Magazin“.15 ö Alhambra:„Saxophon ⸗Suſi“. S burg:„Diane“.— Ufa Theater:„Spione“,— Pala ſt⸗ Theater:„Carmen“,— Sea ba: J Capitol;„Die Panterkatze“, „Der Garten Eden“, ö Nationaltheater: pollotheater: Lichtſpiele: Zu beriehen in der Hauptnebenstelle R 1, 9% Nebenstellen Waldhofstraße 6, Schwetzingerstra und Meerfeldstrage 13, sowie durch unsere Trä Hinterrad des Anhängers und wurde auf der Stelle getötet. 1 schließlich mit bleibt. Nivea- Kinderseiſe 5 e Sen f 5 sollte jede Mutter ihr Kind eus- der reinen, miſcgen waschen und baden, Das Kind wird es ihr einst danken, weil ihn dadurch später monche Sorge um die Erhal- tung seines guten Teints erspart fſettet und nach ärztlicher Vorschrilt r e ist öber⸗ Sonnengebrãunte, gesunde Haut vowunllen Sie doch haben. Drum reiben Sie Ihren Körper 1555 55 Wur Mir 5 reme enthalt 085 Haul. f Negende Euceri, und dareuf be. rufn ihre emtigarige Wirkung. 088 Und . thetiſchen Betriebsſtoff der J. G. Farben; Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗ Ausgabe) Freitag, den 12. Jult 1929 Großer Preis Zum Nür Großer Sport ſteht bevor. Die beſten Fahrer der Welt auf den ſchnellſten Sportwagen werden ſich am 14. Juli auf der beſten, aber auch ſchwierigſten Auto⸗Prüfſtraße der Welt, dem Nürburgring, gegenüberſtehen. 44 Teilnehmer auf 15 verſchiedenen Fabrikaten haben genannt. Das Training auf dem Nürburgring iſt ſchon eifrig im Gange. Die Mehrzahl der Fahrer, Vertreter und Manager der Induſtrie, Funktionäre der veranſtaltenden Automobilklubs von Deutſchland ſind zur Stelle. 8 Nationen werden vertreten ſein. Doch zunächſt ein Rückblick. Der„Große Preis der Nationen“ für Sportwagen hat im deutſchen Vaterland ſeinen Vorgänger im „Großen Preis von Deutſchland“. Das erſte Rennen dieſes Namens fand 1926 auf der Avus ſtatt. Der„Große Preis“ hatte eine glänzende Beſetzung gefunden. Hier war Roſenberger auf ſeinem Mercedes⸗ Kompreſſor zunächſt mächtig in Front gegangen— ſchon lag er ſieghaft an der Spitze, da ereignete ſich jenes furchtbare Unglück, das wie ein Schatten auf dieſem Rennen lag. Roſenbergers Wagen kam auf der regennaſſen Avus ins Schleudern, fulr im 160 Kilometer⸗Tempo in eine Zeitnehmertribühne, und es gab Tote und Schwerverletzte. Carraceiola wurde auf ſeiem Mercedes⸗Benz Achtzylinder nach Aus⸗ ſcheiden Roſenbergers überlegener Sieger vor Chriſtian Riecken auf NAG, der Sieger der—3 Liter⸗Klaſſe wurde. Der Wettbewerb der 17% Liter⸗Wagen wurde zu einer Siegesfahrt für die Marke NSU. 1927 war der Nürburgring Schauplatz des großen Rennens. Die Strecke war neu— die Bedingungen waren weſentlich andere, ſchwie⸗ rigere, als die des Rennens 1926. Wieder wurde dies Rennen zu einer großen Siegesfahrt für Mereedes⸗Benz. Im 102 Km.⸗Durch⸗ ſchnitt beendete Otto Merz auf einem 6 Zyl. Mereedes⸗Benz S⸗Wagen das Rennen ſiegreich. Chriſtian Werner auf Mercedes-Benz wurde Zweiter vor Willy Walb auf Mereedes⸗Benz und vor Paul v. Guilleaume auf Steyr. Mit dieſem Dreier⸗Erfolg hatte der neuge⸗ ſchaffene Mereedes⸗Benz⸗S⸗Wagen ſich im Nu populär gemacht. In der 1½—3 Liter⸗Klaſſe ſiegte Frau Junek(Prag) auf Bugatti gegen Baader(Mannheim) auf Bugatti, und in der Kleinwagenklaſſe(bis 1½ Liter) war Urban⸗Emmerich(Prag) auf Talbot vor Willi Cleer (Frankfurt) auf Bugatti ſiegreich. Noch intereſſanter, noch internationaler, noch ſchneller war der „Große Preis“ von 1928. Alle beſtehendenNürburg⸗Rekorde wurden unterboten. Fahrer⸗Ablöſung war geſtattet. Sieger in einem un⸗ unerhört hartnäckigen, ſpannenden, wundervollen Rennen wurde die Mannſchaft Caracciola⸗Chriſtian Werner auf Mereedes⸗Benz Ss⸗ Wagen; der Durchſchnitt betrug 103,09 Kilom. Zweiter Preisträger wurde— ohne Ablöſung Otto Merz, gleichfalls auf Mercedes⸗Benz vor der Mannſchaft Willi Walb⸗Chriſtian Werner auf Mercedes-Benz An vierter Stelle folgte der erſte der Bugatti⸗Fahrer, Graf Brilli⸗ Peri. Die Mannſchaft Kimpel⸗Roſenberger auf Mereedes⸗Benz folgte an 5. Stelle vor Chiron und Minoja, beide auf Bugatti und vor Birkin und Benthley. Sieger in der Wertungsgruppe der Wagen bis 1½ Liter war H. Simons(Berlin) auf Bugatti vor Ker⸗ ſting(Bremen) auf Bugatti. Leider brachte dies Rennen die trauri⸗ gen Todesſtürze von V. Junek(Prag) und von Einem(Halle). Der Nürburgring hat gut überwintert... ſeine dankenswerte Anlage wird wieder gewaltigen Fremdenſtrom in die Eifel bringen. Neues Leben iſt ins Ahrtal und in die ſonſt ſo ſtillen Eifelberge ge— zogen. Auch diesmal richtet ſich das Hauptintereſſe auf den großen Zweikampf: Mercedes⸗Benz— Bugatti. Für Mercedes⸗Benz fährt Caraceciola, zweimaliger Sieger des Großen Preiſes, ferner Kimpel (Ludwigshafen), Spandel(Nürnberg), Roſenſtein(Stuttgart) und Momberger(Frankfurt). Ueber Kimpels techniſche Ausrüſtung ſind allerhand Gerüchte in Umlauf, die ſeinen Start und ſein Abſchneiden umſo intereſſanter machen. Kimpel wird ſeinen Wagen erſtmalig mit dem neuen ſynthetiſchen Gummi der J. G. Farbeninduſtrie(der Kimpel ja angehört) bereifen. Dieſer ſynthetiſche Gummi ſoll ſo halt⸗ bar ſein, daß Reifenwechſel während des Rennens gar nicht oder nur einmal erforderlich ſein wird, während die anderen Fahrer ſchwerer Wagen ja zweimal wechſeln müſſen. Das alſo würde guten Zeitge⸗ winn für Kimpel ausmachen. Ferner fährt Kimpel den neuen ſyn⸗ durch beſonders großen Betriebsſtofftank will er auch zweimaliges Tanken vermeiden. Roſenſtein hat ſich gerade im Laufe dieſes Jahres zu einem Fahrer ganz großer Klaſſe entwickelt. Spandel iſt bekannt als Draufgänger und als Fahrer mit vorzüglicher Ausdauer. Und Mom⸗ berger?... er wird im Rennen zeigen was er kann. Caracciola iſt jedenfalls neben Kimpel der routinierteſte von allen; er darf als Favorit gelten. Die Bugatti⸗Fabrik hat ihre beſten Fahrer entſandt. Erneut wird auf dem Nürburgring die Frage entſchieden werden: hochtourige Sportmaſchinen oder niedrigtourige Tourenmaſchine. Die Mercedes⸗ Benz ſind niedrigtourige, die Bugatti außerordentlich hochtourige Schnelläufer. Bugatti hat fraglos aus der Niederlage von 1928 ſeine Lehre gezogen. Vielleicht..— wenn die Franzoſen Glück haben— werden gewinnen können. Louis Chiron, Leport und Louis Philipps ſind ſo ſporterfahrene Rennfahrer, daß ſie als„Könner“ mit an erſter Stelle zu nennen ſind. Der ſtärkſte der teilnehmenden Wagen iſt der Renault von Klim⸗ berg(Eſtland) mit 91 Liter⸗Zylinderinhalt. Er iſt das unbekannte Rätſel unter den Bewerbern„ alſo abwarten! In der mittelſtarken Klaſſe ſollte das Rennen zwiſchen Bugatti und Alfa Romeo(Fahrer Baron Sartorio) liegen. Als deutſche Bugatti⸗Fahrer gehen Fürſt Hohenlohe(der das Taubenſuhl⸗Rennen ſehr ſchneidig gefohren hat) und der Oſtpreuße Graf Kalnein, ins Rennen. Aus Brünn kommt Dr. Bittmann, bereits mehrfach er⸗ probter Nürburgring⸗Fahrer. Marquis de Sterlich fährt einen 2 Liter Maerati⸗Wagen. Alle Wagen der 1—3 Liter⸗Klaſſe haben Kompreſſor. Und nur der Alfa⸗Romev iſt Sechszylinder, alle anderen 8 Zylinder. Wertungsgruppe III der Wagen bis 1½ Liter wird am ſtärkſten beſchickt ſein. 27 Fahrer haben genannt. Beſonders intereſſant iſt dieſer Wettbewerb durch die Teilnahme der Zweitakter von DW und der jungen tſchechiſchen Fabrik„“. Intereſſant wird auch das Hanomag⸗Debut des Hanomag⸗Vierzylinders mit Kompreſſor, von Buthenuth geſteuert, in dieſer großen Konkurrenz ſein. Simons, der der Nationen burgring-Rennen am 14. Juli Vorjahrsſieger, fährt diesmal DaW⸗Kompreſſor. Auch Macher und Oeſterreicher fahren DKW. Ausſichtsreich iſt fraglos A. E. Broſchek (Hamburg) auf ſeinem Amilcar, mit dem er im Taubenſuhl⸗Rennen einen großen Klaſſenſieg erſtritt. Burgaller(Berlin) und Kerſting (Bremen) ſind erfolgreiche Bugatti⸗Fahrer dieſer Klaſſe. Nach län⸗ gerer Pauſe iſt als Sportfahrer neu auferſtanden Willi Scholl(Ber⸗ lin), der für Amilcar fährt. Gerade in dieſer Klaſſe aber, in Der Man ſoll nie annehmen, es könnte in dieſen Sommermonaten einmal ein Sonntag ohne ein Rekord⸗Sportprogramm verlaufen. Schnell wird man eines Beſſeren belehrt. Es gibt kein Verſchnaufen, ein Sonntag hat ſeine Anzahl von großen Ereigniſſen wie der andere. Wenn es diesmal im Fußball und bei den Leichtathleten einiger⸗ maßen ruhig zugeht, ſo melden ſich dafür Tennis, Radſport, Schwim⸗ men, die Hochſchüler und die Automobiliſten mit großen Veranſtal⸗ tungen. Das ſtärkſte Allgemeinintereſſe findet der Tenniskampf Deutſchland— England mit dem die Davis⸗Pokalkämpfe in der Europazone abgeſchloſſen wer⸗ den. Die Begegnung findet in der Zeit vom 12. bis 14. Juli auf den Plätzen von Rot⸗Weiß Berlin ſtatt. Das Intereſſe des Publikums iſt ſo groß, daß ſchon ſeit Tagen keine Eintrittskarte zu haben iſt, obwohl der Hauptkampfplatz noch einmal um 1000 Stehplätze ver⸗ größert wurde. deutſche Tennis, nach den Tſchechoſlowakei bis in Endſpiel gegen England gekommen ſein. Wie es uns allerdings im Kampf mit den Engländern gehen wird, iſt ſehr fraglich. England ſtützt ſich auf Auſtin, Dr. Gregory, Collins und Hughes(Erſatzmann). die Einzelſpiele, Gregory Collins das Doppel. Deutſchland ſtellt Moldenhauer und Prenn. Im Doppel werden wir kaum etwas zu beſtellen haben, nur im Gewinn von drei aus den vier Einzelſpielen kann unſer Heil liegen. Moldenhauer und Prenn können Gregory ſchlagen, einer von den beiden Deutſchen muß dann noch den jungen, aber ſehr ſpielſtarken Auſtin beſiegen können. Die Deutſchen Hochſchulmeiſterſchaften in Münſter kommen diesmal geſchloſſen in den verſchiedepſten Sport⸗ zweigen zur Abwicklung. Im Fußball beſtreiten Techniſche Hoch⸗ ſchule München und Univerſität Hamburg das Endſpiel, für das Finale im Handball haben ſich Univerſität Berlin und Techniſche Hochſchule Hannover qualifiziert, das Endſpiel im Hockey führen die Untverſitäten von Bonn und Berlin zuſammen. Glänzend beſetzt ſind die leichtathletiſchen Wettbewerbe. Im Ten nis findet man ſo gute Leute wie von Cramm, Kuhlmann und Hartz.— Die Hochſchul⸗ Regatta konnte nicht in Münſter durchgeführt werden, ſie findet gleichzeitig auf der Grünauer Rennſtrecke ſtatt. Auf dem Nürburgring wickelt ſich am Sonntag mit dem Großen Preis der Natio⸗ nen für Sportwagen ein motorſportliches Ereignis ab, das weit über die Grenzen des Reiches hinaus Beachtung findet. Die mit Namen von Rang ausgefüllte Meldeliſte verſpricht große Kämpfe. In erſter Linie dürfte das Rennen wieder auf ein Duell zwiſchen den Fahrern der Marken Bugatti und Mercedes⸗Benz hinauslaufen.— Auf der 600 Meter⸗Bahn des Deutſchen Stadions zu Berlin Grunewald kommen in der Zeit vom Freitag bis Sonntag die Deutſchen Radſport⸗Meiſterſchaften der Berufsfahrer für Steher und Flieger zur Abwicklung. Der Bund Deutſcher Radfahrer hat diesmal die Meiſterſchaften in eigene Regie übernommen, d. h. er iſt ſelbſt Veranſtalter und wird dabei höchſt⸗ wahrſcheinlich kein ſchlechtes Geſchäft machen. Insgeſamt wurden 24 Dauerfahrer und 49 Flieger zu den Meiſterſchaften zu⸗ gelaſſen. Bei den Stehern dürfte ſich der Endkampf— vorausgeſetzt, daß es ohne Motor⸗ und Radpannen abgeht— zwiſchen Weltmeiſter Sawall, Möller und Krewer abſpielen, bei den Fliegern gilt Mathias Engel als erklärter Favorit. Vielleicht gibt es aber auch in beiden Kategorien angeſichts der ſtarken Beſetzung einige Ueberraſchungen. Fußball Die Sommer⸗Ruhepauſe macht ſich ſtark bemerkbar und hat das Programm ſtark eingeſchränkt. Angeſetzt ſind noch einige Auf⸗ ſtiegsſprele, ſo in der Gruppe Württemberg Sportfr. Eß⸗ Es iſt zweifelsohne auch ein großer Erfolg für das Siegen über Spanten, zu lingen— 1. FC. Pforzheim, in der Gruppe Saar Sp. Vg. Ober⸗ ſtein— VfB. Dillingen, VfR. Kaiſerslautern— SV. Völklingen 06 und in der Grupe Nordbayern Sp. Vg. Hof— FC. Fürth. Außerdem gibt es noch einige Spiele in den Privat⸗Pokal⸗ runden. Zu erwähnen iſt um den Beo⸗Pokal das Spiel zwi⸗ ſchen Pfalz Ludwigshafen— Mannheim 08 und Ludwigshafen 03— Sp. Vg. Mundenheim;; um den Ufa⸗ Pokal ſpielen Stuttgarter SC. und VfR. Heilbronn. An Geſellſchaftsſpielen ſind angeſetzt Stutt⸗ garter Kickers gegen Rapid Temesvar, Wormatia Worms gegen Sandhofen und SV. Wiesbaden gegen Mainz 05.— Deſto umfang⸗ reicher iſt das Programm der Leichtathletik Neben den Deutſchen Hochſchulmeiſterſchaften intereſſierten vor allem die leichtathletiſchen Wettkämpfe Holland— Weſtdeutſchland in A m⸗ ſter dam und der Frauen⸗Länderkampf Holland— Weſtdeutſchland im Haag. Nattonale Veranſtaltungen gibt es in Hannover, Wiesbaden und in Gelſenkirchen, ebenſo ein Internatio⸗ nales in Trier. Ferner hält Eintracht Frankfurt ein Jugendſportfeſt ab. Von den ausländiſchen Veranſtaltungen ſind her⸗ vorzuheben die leichtathletiſchen Dreiländer⸗Wettkämpfe zwiſchen Frankreich, Italien und der Schweiz. Schwimmen Süddeutſchland trägt ſeine Schwimm Meiſterſchaften und zwar in Ulm a. D. Dadurch, daß die aus, Italien und die. Neben Auſtin und Gregory beſtreiten port am Sieger berechtigt welcher DW, Hanomag, Bugattt,„“, Talbot, Lombard, BNC, Salmſon, Maſerati, Fiat, Imperia, und Amilcar vertreten ſind, wird das Ergebnis intereſſant ſein, denn es werden Typen ins Rennen gebracht,— Neukonſtruktionen, die zunächſt ſchier geheimni voll ſcheinen. Ueber 100 000% Preiſe gelangen zur Verteilung. Der Sieger im Geſamtklaſſement erhält außer 30 000% den Goldpokal des A. v.., der Zweite im Geſamtklaſſement 20 000%, der Dritte 10 000 J. Jeder Klaſſenſieger erhält 8000 /, jeder Klaſſendritte 2000 J. Ein Sonderpreis iſt geſtiftet worden für den ſchnellſten Wagen mit Zweitaktmotor, ein Ehrenpreis von Frau Junek, für den ſchnellſten Fahrer der 6. Runde und der„Goldene Nürburgring“ für den Ge⸗ ſamtſieger. Möge Sonne dem Rennen ſcheinen und möge der beſte Fahrer auf dem beſten Wagen ſiegen! Siegfried Doerschlag. ſind, an den Deutſchen Meiſterſchaften teilzunehmen, iſt das Melde⸗ ergebnis überraſchend gut ausgefallen. Zum erſten Male werden dabej auch Wettkämpfe im Figurenlegen für Damen ausgetragen. Schleſien ermittelt ſeine Kreismeiſter in Gleiwitz, desgleichen Weſtdeutſchland in Dortmund. Rudern Bei den Ruderern hält noch immer die Hochſaiſon an. gen wird eine Mittelrheiniſche Regatt! abgehalten, ferner bringt Bamberg eine Regatta zur Durchführung. Intereſſant wird auch die Don au⸗ Regatta auf dem Kachlet verlaufen. Dazu kommt idelberg, die Regatten in und in Swinemünde. In Bin⸗ ferner noch die Schüler⸗-Regatta in He Hamburg, in Halle, Duisburg Tennis Neben dem Groß⸗Kampftag in Berlin um den Davis gibt es noch eine ganze Reihe bemerkenswerter Tennis⸗Ti den Deutſchen Hochſchulmeiſterſchaften intereſſieren vor 8⸗Pokal rniere. allen ch zahlr die ſich ſportlich hochwertige Kämpfe rn wer n werden in Münſter, wie bereits er⸗ wähnt, die Tennismeiſterſchiften der Deutſchen Hochſchulen ausge⸗ tragen. Turnen Für die Turnvereine iſt die Zeit der Gau⸗ und Kreisturnen ge⸗ kommen. Auch die badiſchen ſtehen mitten in ihren Gauturnen, denen am 2. Auguſtſonntag in Gaggenau als Kreisveranſtaltung das 2. Badiſche Frauenturnen folgt. Vier Gauturnen verteilen ſich am kommenden Sonntag auf das ganze Land. Der Hegau⸗ Bodenſee hat Rielaſingen zum Sammelpunkt gewählt. Der Murgtalgau wird ſich in Gernsbach ein Stelldichein geben, wo der dortige Turnverein ſein 50jähriges Beſtehen gleichzeitig feiert. Der Bad. Neckar⸗Gau bereitet in Heidelberg⸗ Rohrbach eine eindrucksvolle Kundgebung für Männer⸗ und Frauenturnen in ſeines Gauturnens vor. In N weilen die Form unmittelbarer Nähe Vereine des Mannheimer Turngaues, der mit dem Gau⸗ turnen die Feier ſeines 25jährigen Beſtehens verknüpft, und hierfür die Spargelſtadt Schwetzingen erwählt hat, da dort gleichzeitig der Typ. 64 Schwetzingen ſein 65. Vereinsjubiläum begeht. Die Fechter haben mit dem Altmannenfechten eine Kreisver⸗ anſtaltung in Villingen. Der Vorbereitung und Probe zum Badiſchen Frauenturnen dienen, das Probeturnen des Ob. Kraichgaues in Jöh⸗ lingen und die Turnwarteverſammlung des Pforzheimer Gaues in der Goldſchmiedeſtadt. Auch die Schwimmer ſind nicht untätig. Die Man n⸗ heimer haben ein Gauſchwimmen in Schwetzingen, der Karls⸗ ruher Gau ein ſolches in der Landeshauptſtadt, der Breisgau ein Stromſchwimmen in Breiſach. Vom Markgräfler Gau iſt noch ein Jugendtreffen in Lörrach zu vermerken. Eine kreisoffene Veranſtaltung gibt es in Frankfurt, an der ſich die beſten Kräfte des Mittelrheinkreiſes beteiltigen werden. Die Bayeriſchen Volksturnmeiſterſchaften werden in Augsburg zur Durchführung gelangen, Pommern hat ſich dafür Neu⸗Stettin auserwählt, weitere volkstümliche Kreismeiſter werden in Lands⸗ hut ermittelt. Schach Der Kongreß des Deutſchen Schechbundes mit den beiden Mei⸗ ſterſchaftsturnieren in Duisburg beſitzt das ungeteilte Intereſſe der deutſchen Schachwelt. Radſport Die Bahnrennen ſind diesmals auf das Berliner Grun e⸗ waldſtadion beſchränkt, in dem die Deutſchen Radſportmeiſter⸗ ſchaften der Berufsfahrer durchgeführt werden. Dagegen iſt die Zahl der Straßenrennen bedeutend größer. Zunächſt werden in den einzelnen Gauen die BDR.⸗Gaumeiſterſchaften im Vierer⸗Mann⸗ ſchaftsfahren zur Austragung gebracht. Die DR. hat in Brau n⸗ ſchweig ein Rennen zur Ermitklung der Amateurſtraßenmeiſter angeſetzt. In Weingarten geht das Rennen um den Großen Opelpreis vom Allgäu vor ſich. Ein weiteres Rennen, das ſich„Quer durchs Bayriſche Hopfenland“ betitelt, nimmt in Moosburg ſeinen Anfang. Außerdem gibt es in Berlin noch die Tagung des DRV. Motorſport auch das 8. Karlsruher Wildparr⸗ vorzüglichen Meldeergebnis zu einem der Veranſtaltungen Süddeutſchlands gewor⸗ Erwähnung verdient rennen, das bei dem größen motorſporlichen den iſt. Pferdeſport Eine Internationale Rennwoche wird vom 14. bis 21. Juli in Berlin abgehalten, die eine internationale Beſetzung gefunden hat. Daneben laufen noch Galopprennen im Grunewald, München⸗ Niem, Mühlheim⸗Duisburg, ferner auf den franzöſiſchen Bahnen von S Tourquet und Clairfontaine. Saint Cloud, Le Sie lasen es am Himmel! O marschiert. O findet täglich freudigere Aufnahme.. das von Millionen Frauen ersehnte wundervolle Geschirrabwasch⸗, Spül⸗ und Reinigungsmittel. Seine Hersteller sind die Persilwyerke. Ist es nötig, mehr zu seiner Empfehlung zu sagen? — G S K „CCCCCPPCCCPCCCCCCCCCCC C 24 S SS „ coe e 5 Freitag, den 12. Juli 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabey 7. Seite. Nr. 918 Diplo a Vor genau hundert Jahren hatte ein hoher preußiſcher Offisier Gelegenheit, ſich in einer Diplomatenrolle auszu⸗ zeichnen. Die geſchichtlich denkwürdige und zum Teil recht ergötzliche Epiſode, die ſich damals abſpielte, geſtattet einen ſehr intereſſanten Einblick in die Methoden der alten Diplo⸗ matenſchule. Sie iſt außerdem im Hinblick auf unſere heu⸗ tigen Verhältniſſe ſo lehrreich, daß es ſich wohl lohnt, dieſe zeitgemäße Jahrhunderterinnerung aufzufriſchen. Als im Jahre 1829 im ruſſiſch⸗türkiſchen Kriege der ruſſi⸗ ſche Feldmarſchall Diebitſch Sabalkanſky vor den Toren von Adrianopel ſtand, erſuchten Frankreich und England Preußen, den Frieden zu vermitteln. Infolgedeſſen ſandte der König Friedrich Wilhelm III. von Preußen den Chef ſeines General⸗ ſtabes, General von Müffling, nach Konſtantinopel. Müffling reiſte über Smyrna, wo er ſich einige Tage aufhielt. Der dortige preußiſche Konſul Tezzer, der den General als Fein⸗ ſchmecker kannte, bot ihm die feinſten Delikateſſen an, darunter auch Beccafigen, d. h. kleine, überaus zarte und ſchmeckende, in ſüßem orientaliſchem Eſſig eingemachte Vögel. Müffling war entzückt von ihrem Wohlgeſchmack und nahm ſich eine Anzahl von Gläſern mit dieſer ſeltenen Delikateſſe mit nach Konſtantinopel, wohin ihn Tezzer begleitete. Nachdem er dort dem Großweſir Chosref Paſcha ſeine Aufwartung gemacht hatte, wurde er ſchon am folgenden Tage von dem Sultan Mahmud II. empfangen. Er machte auf den Sultan einen ſehr günſtigen Eindruck und erhielt von ihm durch Vermittlung des Großweſirs den Auftrag, ſofort in das ruſſiſche Lager vor Adrianopel aufzubrechen und die Ruſſen von weiterem Vordringen abzuhalten. Damit war die Audienz bei dem Sultan erledigt. Müffling aber reiſte nicht ab, weil die Türken ſowohl wie die Ruſſen ihre Forderungen noch zu hoch ſpannten. Bald darauf erſchien Konſul Tezzer bei Müffling und teilte ihm mit, daß der Fall von Adrianopel nur noch eine Frage von wenigen Stunden ſei, daß aber unter den ruſſiſchen Truppen die Peſt wüte und der ruſſiſche Befehlshaber ſich infolgedeſſen in größter Verlegenheit befinde. Dies beſtärkte den preußi⸗ ſchen Diplomaten in dem Entſchluß, vorläufig noch nicht ab⸗ zureiſen. Er fragte mit feinem Lächeln, ob noch Beecafigen vorhanden ſeien. Da nur noch eine halbe Flaſche vorhanden war, veranlaßte er Tezzer, aus Smyrna möglichſt viel Becea⸗ figen herbeizuſchaffen, da er ohne ſie nicht in das ruſſiſche Lager reiſen könne. Betroffen wendete der Konſul ein, daß der Sultan jeden Augenblick ſeine Abreiſe erwarte. Der General erklärte aber:„Senden Sie nur ſchleunigſt Ihre Eilboten. Ich werde ohne die Beccafigen nicht abreiſen.“ Der Konſul mußte ſich fügen. Er ſandte mehrere Eilboten ab und Müffling blieb ruhig in Konſtantinopel, um auf das Eintreffen der Becca⸗ figen zu warten. 5 Zwei Tage ſpäter traf die Nachricht vom Falle Adria⸗ nopels ein. Darüber war der Sultan auf das höchſte ent⸗ rüſtet. Wütend ſchrie er den zitternden Großweſir an:„So —— e eee Holtelgäſte etwas verrückt Der zweibettige Eugländer— Der Ententeich in der Badewanne— Die Dame mit dem Pelzſpleen— Der 8 parfümierte Teppich— Sechs türkiſche Leibwächter in Aengſten Wenn ein Berliner Droſchkengaul nicht ſo wie ſein Herr, alias Droſchkenkutſcher, will, dann hat er Mucken. Aber dieſe gerade nicht ſehr lobenswerte Eigenſchaft haben nicht nur Pferde oder Tiere überhaupt; es gibt auch Menſchen, die Mucken haben. Nur redet man bei der Gattung homo sapiens von verrückten Einfällen, und der Engländer hat dafür das bezeichnende Wort„spleen“. Nun iſt es ja natürlich und ſelbſtverſtändlich, daß der großen Oeffentlichkeit nur ſehr wenig von dem bekannt wird, was an Verſchrobenheiten hinter den Stirnen von Leuten lebt, die Zeit und Geld genug haben, ſich die ausgefallenſten Verrücktheiten zu geſtatten. Es iſt viel⸗ leicht ganz gut ſo, daß man nicht alles erfährt, was in dieſer Beziehung geſchieht. Aber man frage einmal bei den Ge⸗ ſchätfsführern der großen ianternationalen Hotels im In⸗ und Auslande nach. Sie können uns da mancherlei aus ihren Erlebniſſen und Erfahrungen auf dieſen Gebieten zum beſten geben, was uns wohl eine frohe Stunde bereiten, aber auch Grund zum Nachdenken geben kann. In einem bekannten erſtklaſſigen Berliner Hotel erſchien eines Tages ein Engländer, der für ſich allein ein Doppel⸗ zimmer— er forderte ausdrücklich zwei Betten für den eigenen Gebrauch— belegte. Er nahm auch keinen Anſtoß daran, daß er 100 Proz. mehr als für ein Einzelzimmer zahlen mußte. Der Gaſt machte einen ganz normalen Eindruck, und das ganze Hotelperſonal ſann über das Rätſel nach, wozu er wohl zwei Betten nötig habe. Er ſuchte Abend für Abend ſchon um neun Uhr ſein Zimmer auf, wo er ſich ſofort ſchlaſen legte. Dabei hatte er angeordnet, daß er allnächtlich um zwölf Uhr geweckt werden wollte, ein Wunſch, der natürlich auch erfüllt wurde. Er verließ dann aber nicht etwa ſein Zimmer, ſon⸗ dern blieb bis in die ſpäten Morgenſtunden unſichtbar. Welch Geheimnis barg das Doppelzimmer des ſeltſamen Englän⸗ ders? Endlich erfuhr man es: er hatte die Gewohnheit, von neun bis zwölf in dem einen Bett zu ſchlafen. Nach dem Wecken um Mitternacht ſchlief er dann im anderen Bett weiter! Recht luſtig iſt die Geſchichte, die von zwei Schweſtern be⸗ richtet wird, die längere Zeit im Belmont⸗Hotel in Newyork wohnten. Täglich in der Frühe gab ein Bote für ſie eine große Tüte mit geſchrotetem Mais ab. Was hat das zu be⸗ deuten, fragten ſich die Angeſtellten des Hauſes, ohne eine Antwort auf dieſe Frage zu finden. Dabei durfte das Zim⸗ mermädchen immer nur auf wenige Minuten und zwar zu einer ganz beſtimmten Stunde den von den Damen be⸗ wohnten Raum betreten. Als nun die beiden Schweſtern ein⸗ mak ausgegangen waren und vergeſſen hatten, ihr Zimmer zu verſchließen, kam man hinter ihr ſorgſam gehütetes Geheim⸗ nis. Berſtend vor Neugier, ſtellte das Zimmermädchen Nach⸗ forſchungen an und ſah im Badezimmer in der bis zum Rand mit Waſſer gefüllten Wanne zwei Enten luſtig umher⸗ ſchwimmen. Enten? Ja, der Arzt hatte der einen der Schweſtern friſche Enteneier verſchrieben, und ſie meinte, dieſe nur erhalten zu können, wenn ſie ſich einen eigenen Enten⸗ teich im Badezimmer anlegte. Was wird nicht alles aus dem jetzt geſchloſſenen Waldorf⸗ Aſtoria⸗Haus in Newyork erzählt! Dort pflegte Jahr für Jahr eine reiche Engländerin abzuſteigen, die wohl an einer e Pelzſpleen litt. Sie führte in Koffern und Kiſten ſo wohl⸗ Aber eine Bedingung ſtellte ſie: jedes Mal ſollte ein neuer ialie der alten Schule hat denn das Wort des preußiſchen Paſcha auf den ruſſiſchen Hund, den Allah verderben möge, keinen Einfluß gehabt!“ Bebend geſtand der Großweſir, daß der Geſandte noch gar nicht abgereiſt ſei. Außer ſich vor Zorn erkundigte ſich der Sultan nach dem Grunde.„Herr, verſetzte der zitternde Großweſir, kaum wage ich dir das Unglaubliche zu ſagen. Der preußiſche Seraskier iſt noch hier, weil er eingemachte Beeca⸗ figen aus Smyrna erwartet, die er außerordentlich gern ver⸗ ſpeiſt und ohne die er nicht abreiſen will. Er hat Eilboten abgeſandt, die ihm die Beccafigen aus Smyrna beſorgen ſollen. Sobald ſie eingetroffen ſind, will er aufbrechen“. Der Sultan ſtarrte ſeinen Weſir, der atemlos einen Wur⸗ ausbruch befürchtete ſprachlos an. Dann aber heiterte ſich ſein Geſicht auf und er ſprach:„Chosref, mein Sklave, welch ein gewaltig großer und würdiger Mann muß dieſer Seraskier des preußiſchen Sultans ſein, daß er es wagt, meinem Willen zu widerſtehen, weil er eingemachte Beccafigen eſſen will! Er muß der Erſte und Höchſte nach dem Padiſchah in Preußen ſein, weit erhaben über andere, denn wo fände er ſonſt den Mut zu ſolchem Wagnis.“ Der Großweſir beſtätigte dieſe Auffaſſung. Dann fuhr der Sultan fort:„Allah hat es zugelaſſen, daß der Feldherr der Ungläubigen in Adrianopel ſteht. Wenn jedoch dieſer preußiſche Seraskier dorthin kommt, ſo wird ſeiner Würde und Weisheit der ruſſiſche Ungläubige nicht widerſtehen. Chosref, mein Sklave, er muß abreiſen, und zwar ſo ſchnell wie möglich. In jeder Stunde ſoll ein Bote nach Smyrna abgehen, um Beccafigen herbeizuſchaffen, ſo viele er tragen kann. Jedem, der nicht in kürzeſter Friſt zurück iſt, ſoll der Kopf abgeſchlagen werden.“ So geſchah es. Bote auf Bote eilte jetzt nach Smyrna, Zeccafigen zu holen. Inzwiſchen blieb General v. Müffling uhig in Konſtantinopel, wo eine unbeſchreibliche Panik über den Fall von Adrianopel herrſchte, um die Ruſſen, deren Reihen durch die Peſt immer mehr gelichtet wurden, mürbe und nachgiebig zu machen. Er wußte nur zu gut, daß die Peſt eine Fortſetzung des Krieges unmöglich machte und ihm deshalb eine Vermittlung zwiſchen den beiden Parteien leicht werden mußte. Nachdem einige zwanzig Boten mit Beccafigen angelangt waren, konnte der Weſir dem Sultan endlich melden, daß der preußiſche Seraskier abreiſe. Dieſen Entſchluß hatte aber Müffling erſt gefaßt, als der Weſir ſich in der letzten Be⸗ ſprechung bereit erklärt hatte, die Bedingungen anzunehmen, die Müffling glaubte den Ruſſen vorſchlagen zu können. Auch nachdem der General abgereiſt war, reiſten ihm noch tage⸗ lang Boten nach, um ihm eingemachte Beccafigen zu über⸗ bringen. Dafür kam auch in Adrianopel der Friedensſchluß bald zuſtande, und noch lange danach ſprach Sultan Mahmud mit den Ausdrücken der höchſten Anerkennung und Bewunde⸗ rung von dem mächtigen, großen und weiſen Seraskier, der ſo gerne eingemachte Beccafigen aß. R N * 1 e viel Pelze mit ſich, daß ſie ausgereicht hätten, um ein ganzes Regiment Eskimos damit zu bekleiden. Der ganze Pelz⸗ reichtum wurde in einem beſonderen Zimmer neben dem ihren untergebracht. Damit nun die Pelze immer in geraden Rei⸗ hen hängen konnten, wie ihre Beſitzerin es forderte, wurden aus dem Pelzzimmer ſämtliche Möbelſtücke, ja ſogar die Röhren der Zentralheizung entfernt!— Daß eine reiche Amerikanerin die beſten Räume in einem Hotel verlangt, iſt gewiß nichts beſonderes. Daß ſie aber nach der Beſichtigung der Paradezimmer des Hauſes mit allen Zeichen des Abſcheus erklärt, in ſolche Zimmer könnten ſie nicht zehn Pferde brin⸗ gen, iſt doch nicht alltäglich. Der Grund? Die rote Tapete „paſſe nicht zu ihr“. 5 Güſte, die von Zeit zu Zeit im gleichen Hotel abſteigen, bewohnen mit Vorliebe immer wieder dieſelben Zimmer. Da⸗ gegen läßt ſich wohl nichts einwenden. Das pflegte auch eine alte Dame in einem der erſten Hotels in Newyork zu tun. Teppich in ihrem Wohnzimmer liegen, doch Muſter und Farbe durften nicht geändert werden. Einmal kurz nach ihrer An⸗ kunft im Hotel fand das Zimmermädchen die Dame auf der Erde knieend, wobei ſie eifrig mit der Naſe eine Ecke des Teppichs beſchnüffelte. Mißtrauiſch, wie die alte Dame nun einmal war, hatte ſie vor ihrer letzten Abreiſe eine Ecke des Teppichs mit einem ſcharfen Parfüm durchtränkt und ſtellte nun, da ſie keine Spuren dieſes Duftwaſſers mehr vorfand, feſt, daß tatſächlich der alte Teppich aus dem Raum entfernt und durch einen neuen erſetzt worden war. Ein türkiſcher Würdenträger, der es ſich leiſten konnte, ließ ſich in einem Hotel von ſechs kräftigen Leibwächtern be⸗ wachen, die allnächtlich im Dunkel des Flures vor ſeinen Ge⸗ mächern Poſten ſtanden. Als nun eines Nachts ein Hotel⸗ angeſtellter die Feuermeldeaulage revidierte, ohne eine Ah⸗ Chefkonſtrukteur Dornier entbunden hat. den die Stufen, und um ſo höher führt die Treppe ſchließ⸗ nung von der Anweſenheit der ſechs Türken zu haben, hörte er plötzlich ein ſcharfes Ziſchen, womit die Leibwächter ſich gegenſeitig von dem Nahen einer Perſon verſtändigten. Ein Todesſchreck befiel den Hotelangeſtellten, als ſich vor ihm ſechs dunkle Geſtalten vom Boden erhoben und auf ihn zukamen. In ſeiner Angſt ſetzte er den Feuermelder in Tätigkeit. Ein ohrenbetäubendes Klingeln im ganzen Haus ſetzte ein. Von allen Seiten ſtrömten jetzt die Hausdiener mit Löſchapparaten herbei. Nun bekamen es die türkiſchen Leibwächter mit der Angſt zu tun. Schreckensbleich mit ſchlotternden Knieen ſtan⸗ den ſie an die Wand gelehnt und harrten der böſen Dinge, die da kommen ſollten. Aber der Lärm hatte auch ihren Dol⸗ metſcher herbeigerufen, und bald war das Mißverſtändnis auf⸗ geklärt. Ja, im Hotel, da kann man was erleben! Der Regen als Zahl Wie werden Niederſchlagsmengen gemeſſen? Von Hans Bourquin Man kann ſich heute ſogar gegen Regenwetter verſichern, und bei wirtſchaftlichen Unternehmungen im Freien iſt das von großem Wert. Es muß dabei natürlich genau feſtgeſtellt werden, unter welchen Bedingungen die Entſchädigung fällig wird. Es gilt alſo, den Regen„auf eine Zahl zu bringen“, deren Ueberſchreitung während einer beſtimmten Zeit ent⸗ ſcheidend iſt. Dies führt auf das intereſſante Gebiet der Re⸗ genmeſſung, die bei dem verregneten Flugtag in Berlin⸗ Tempelhof gewiſſermaßen auf des Meſſers Schneide die Ver⸗ ſicherungsgeſellſchaft von jeder Entſchädigungsverpflichtung Der Meteorologe betritt das Gebiet der Zahlenwelt, in⸗ dem er mit„Regenhöhen“ arbeitet, die er nach Millimetern beſtimmt. Wenn der in einer gewiſſen Zeit gefallene Regen — oder der Schnee in flüſſigem Zuſtande— ſich auf einer feſten, ebenen Geländefläche geſammelt hätte, ſo würde eine Waſſerſchicht von beſtimmter Höhe entſtanden ſein, und da⸗ mit wäre die Regenhöhe zum Ausdruck gekommen. Es gibt nun beſondere„Regenmeſſer“, mit denen die Unterſuchun⸗ gen auf einen kleinen Raum beſchränkt werden und mit denen ſich die Regenhöhe bis auf Bruchteile von Millimetern ſicher erkennen läßt. ö Wie groß Regenhöhen etwa ſein können, ſollen einge Beiſpiele zeigen, bei denen es ſich um jährliche Beträge han⸗ delt. Ungemein ſtarke Regen fallen am Himalaya, wo Güſſe auftreten, die zuſammen im Jahr einer Höhe von 12 000 Mil⸗ limeter entſprechen. Auf der Zugſpitze werden dagegen nur rund 1200, in Frankfurt am Main gegen 800, in Berlin 530, in Suez gar nur 30 Millimeter verzeichnet. 8„ Der einfachſte Regenmeſſer beſteht aus drei Stücken. Die Tropfen werden in einem kleinen, oben offenen Zylinder auf⸗ 0 gefangen, der einen trichterförmigen Boden hat. Dieſer Be⸗ hälter ſitzt auf einem zweiten, auch offenen Zylinder, der als Fuß des Regenmeſſers dient, den man einfach an paſſen⸗ der Stelle auf den Erdboden ſtellt. In dem unteren Gefüß ſteht dann noch ein ſchlankes Meßglas, in welches der Trich⸗ ter das Waſſer ſchickt, welches er empfangen hat. Der Rand oben umfaßt etwa 100 Quadratzentimeter; er fängt daher nur einen ganz kleinen Ausſchnitt aus dem Niederſchlag Auf, Aber dieſer läßt ſich ſehr gut meſſen, weil ſich das Waſſer in dem ſchmalen Glaſe künſtlich höher ſtaut, als es der viel⸗ leicht ſehr geringen Regenhöhe entſpricht. Das Meßglas iſt mit Millimeterſtrichen verſehen, und es ſind neben dieſen auch einige Zahlen eingeſetzt. Natürlich ſind jene ſo weit aus. einandergerückt, als es der durch die Umfüllung bewirkten Ueberhöhung der natürlichen Waſſerſchicht entſpricht, e Derartige ſchlichte Apparate reichen etwa zur Meſſung von 25 Millimeter Regenhöhe aus. In nicht regenreichen Gegenden wird dieſer Betrag kaum in 24 Stunden erreicht, Es genügt dann, wenn täglich etwa früh um 8 Uhr das Meß⸗ glas beobachtet und nach Notierung des Befundes entleert wird. 8 n N Bei einer etwas bequemeren Einrichtung ſind nur zwei Stücke nötig. Der Auffänger mit ſeinem Trichter iſt hier ſeitlich an einem ungefähr meterhohen Pfahle befeſtigt, und das Meßglas ſteht frei darunter auf einer kleinen Konſole. Auf dieſe Weiſe kann man das Glas ſtets beobachten, ohne es aus einem anderen Behälter herausheben zu müſſen. Aller⸗ dings kann hier die Sonne leichter an dem Inhalt des Meß⸗ behälters zehren.. Auf den meteorologiſchen Stationen benutzt man größere Regenmeſſer verwandter Art, ſowie ſolche, die ſelbſttätig meſſen und aufzeichnen. Mit den erſteren kann man auch die feſten Niederſchläge, wie Schnee und Graupeln, beſtimmen. Die auffangende Fläche mißt hier etwa 200 Quadratzenti⸗ meter, und das Waſſer, um zunächſt von dieſem zu ſprechen, fließt nicht ſogleich in das Meßglas, ſondern in eine große Sammelflaſche, aus der es von Zeit zu Zeit abgefüllt wird. Hat ſich nun Schnee angeſammelt, ſo bringt man den Auf: fänger— gut zugedeckt und abgeſchloſſen— in einen mäßi warmen Raum, wo der Inhalt flüſſig wird und dann ſeine weitere Wanderung durch die Sammelflaſche antreten ka Beiläufig kann die Schneehöhe zehnmal ſo groß ſein als die Regenhöhe.„ Von den mechaniſch aufzeichnenden Regenmeſſern iſt der von dem Meteorologen Hellmann erfundene weit verbreitet. Hier ſammelt ſich das Regenwaſſer— mit Schnee kann nich gearbeitet werden— in einem Zylinder, der einen Schwim⸗ mer enthält. Dieſer ſteigt mit zunehmender Füllung und ſchiebt entſprechend eine Stange empor, die mit einem wage⸗ rechten Schreibſtift verbunden iſt. Deſſen Spitze zeichnet nun auf der Papierumhüllung einer ſenkrechten Trommel, di von einem Uhrwerk gedreht wird, eine eigenartig gebrochen Schaulinie des Niederſchlages auf. Jedesmal nämlich, wenn 10 Millimeter Regenhöhe von neuem erreicht worden ſi entleert ſich der Zylinder durch eine ſinnreiche Saughebervor⸗ richtung; Stift und Kurve fallen von der erklommenen Höhe jäh nach unten ab, und nun kann ein neuer Aufſtieg beginnen. Das aufgeſpannte Blatt, das mit ſenkrechten und wagexechte Linien verſehen iſt, muß aber täglich erneuert werde 5 Ferner hat Sprung einen elektriſch regiſtrierenden Re genmeſſer konſtruiert. Seine Einrichtung iſt allerdings verwickelt, und es ſei darum auf eine nähere Beſichtigung verzichtet Hier wird die Schaulinie in Form einer Treopp aufgezeichnet. Alle Stufen ſind gleich hoch und bedeuten ei beſtimmte Regenhöhe, die von der Einrichtung des Werke abhängt. Je mehr Regen niedergeht, um ſo zahlreicher wer lich empor. 5 5 Aus den Tagesweiſungen der Regen meſſer werden dan jährliche Regenhöhen zuſammengeſtellt, und aus vielen J resergebniſſen leitet man mittlere Werte ab, welche durchſchnittliche Niederſchlagsmenge der Orte ken Mehr und mehr findet man heute auch in Gärt 0 Regenmeſſer in ſeiner einfachſten Ausgeſtaltung, und manch 75 Der Vater des neuen und größten TUJUlugſchiffes Dor. N Viel Millimeter Regen buchen kann. Landwirt freut ſich, wenn er des Morgens wieder ſo und ſo 8. Seite. Nr. 317 a Neue Mannheimer geltung(Mittag⸗Ausgabe) 8 e rektug/ den 2. Jukt 192 8 ſi ei Mm m — N 12 ö Kartelle als ce All f xpreiskonv 8 R J Rapallo b 1 f 1 g 8 i 5 Die deutſche tung hat in den letz Jahren e 2 raſchen und ſtarken 1 vuüung erfa 11 S ſogar höher wie por dem Kriege, e. beobachter ſehen in einen gewalkigen ſtets einen pital. 5 Wertſchaft. Zweifellos iſt das Ziel der Wir 50 der Lebenshaltung. Dieſes Ziel wird aber auf 5 reicht, wenn ſich die Lebens ig auf ein geſunde 1 aufbaut. Einſichtige A lsheobachte die g l 15 Wirtſchaftsgrundlagen für ungeſund und den gegenw er Weltmarkt⸗ 9 der Lebenshaltung für unfundiert und unſicher. nicht dem wilden heranz hen. ö 9 Blüte unſerer irtſchaft und die übertriebene Lebens ſondern in gemer nnen dem 5 „ zu prüfen, in wel⸗ erweitern und zu 1 1 N— Abmachungen 40* onkurrenzkampf 1 mildern, ſondern h bisher keiner⸗ die Zucker⸗ 3 vorſtellt. eiten der Raffi⸗ nicht herausge⸗ mach ihrer zutreffenden Auffaſſung bare Borg⸗ und vorzeitige Konſu Konſum entſpricht nicht der eigenen Kapltal ſchaft auf die Dauer gefunden ſoll, kom b Herige alleinige Konſumwirtſchaft durch eine Kapftalwi dem Ziele, die Lebenshaltung zu fördern, zu e von Elgenkapital iſt das Ziel, dem von allen den muß. Hier ſoll die viel e terte age unter dem ſichtspunkt geprüft we b eſem Haupfkziel dienen als Hapitalbildner und Kap ner wirken können und wi er untrag⸗ umfang und da ühren. Der an den decke, Wenn die g de es darauf an, die ſchaft mit zen. Die ten zugeſtrebt w ex gefü verfügen wie der len, möglich, f d Konditionenkart nicht über die org etzungen hierz! 5 Ein großes der geſamten Kartellbewe⸗„ Die Haupttätigkeit der Kartelle iſt die Marktregelung, 2 be- gung, das wohl ii, 1 VVV 8 annt, ſind Kartelle in der Regel ider der Not. Allgemein fi hrung von Stet au einzelner d. bezwecken ſie, Preisſchleudereien zu unterbinden. Ihre Markttät in der Be dert ſtarke rie und dem 2 kkelt iſt deshalb darauf gerichtet, die Preiſe und Geſchlif edingut Beſpegung und wirkt nach denen der ſe a derart zu ſtellen, daß ſie einen Erſatz der Koſten und ange⸗ dami darſ lediglich bei der ſchle a meſſenen Gewinn bieten. Wenn Kartelle er dieſe Preisgrenze Ka fü 990 gal u hingusgehen, ſo entziehen ſie damit der Wirt haft unnötig Kapftal ö 0 li und können angeſichts des Kapltalmangels ſchädlich wirken. Sollte menſchen leicht erden. Denken an A eine derartige Preisüberſetzung auch ſtellenweiſe und vorübergehend der Inflatio eit, ſo werden wir uns er ern, daß in d rinduſtrie er, K eintreten, ſy wäre ſie doch nur eine Ausnahme in der Preisregelung hängnisvollen Periode der Einzelne ebenſoſehr, vielleicht ange⸗ önnen, lä ick noch nicht 50 der Kartelle. Regel iſt eine Verhinderung von Pre sſchleu⸗ ſtrengter arbeitete wie heute. Der volk t dieſer vebungen, zu ein eſundung der an ſich ſchwer 31 dereien, d. h. eines Verkaufes unter dem angemeſſenen Preis und Arbeit war da, alle f und unter Uel enden Zuckerinduſteie d damit eine Verſchleuderung von Sachkapital. Eine derartige Ver⸗ organismus 31 lrbelt zuf e ſtrafferxe Zuſammenfaſſun; 8. jer beizutragen, wer⸗ 9 ſchleu derung oder Verſchwendung von Kapital kann ſich ſogar derart Es fehlte über geringſte den jedoch weiter verfolgt und ſollen ſchon ziemlich weit gediehen ſein. 2 ausweiten, daß ganze Wirtſchaftszweige zum Erliegen kommen. Ins⸗ Steligkeit der beſondere iſt dies öfter bei ausgeſprochenen Salſon⸗ und Mode⸗ größer die Stetigket erzeugniſſen zu beobachten. Eine angemeſſene Preisſtellung der kung des Kapit tenden Zur Kapitalserhöhung bei D W Vertikaler Ausbau des Konzer in ihr arbei Kartelle dient demnach in hohem Grade der! Erhaltung und Scho⸗ Abgeſehen von der Marktregelung befaſſen ſich aber die Kartelle Die ZIſchopauer Motorenwerke J. S. Rasmuſſen AG. in Zſchopau 5 1 i j 50* Au 9* 1 0** 1 5 4 N* 1 4 1 80 8 28 20 52 E 2.* 5 F.* nung von Kapital, Die finanzjelle Stärkung der Unternehmungen gerade in der Wirtſe not der letzten Jahre in zunehmendem beghſichtigen, wie an gemeldet, der G. tellung unver⸗ in nächſter Zeit entſpre⸗ von nom. durch die Sſcherung eines augemeſſenen Prelſes und damit auch die Maße auch mit der unmittelbaren Förderung der Produktivität. ändert gelaff b. Hebung der Kreditfählgkeit ſördern die Kapitalwirtſchaft und beugen Wenn dieſen Beſtrebungen der Kartelle guch auf Grund ihrer ge⸗ chend der Ve jung des Ur erhöhen,(umſatz 1929: einer wirtſchoftlich ungerechtfertigten Konſumwirtſchaft vor. ringen Feſtigkeit und ihrer Kurzlobigkeit Grenzen geſetzt ſind, ſo 1d Mill.(, 10/ u Mill., loss: 4 M 5 1555 1. Halbfahr 1929: Hinſichtlich der Geſchäftsbedingungen der Kartelle iſt der wich⸗ haben doch in der Tat bereits viele Kartells erhebliche Leiſtungen in and 57 92 1 15 1 e der in ropa eie tigſte Punkt die Bemeſſung der Zahlungsfriſt. Die Beſtrebungen der der Förderung der Produk ät vollbracht, und es liegen 1 wefte Falten 15 0 l ben de ers 5 11 um dent geſam⸗ Möglichkeiten vor uns. Dieſe Förderung der„ten Fabkkationsprozeß vom Rohſtoff bi ausgerüſteten 1 ie en r ri f angepaßt an die beſonderen Bedürfn und Fäl 1 der einzel⸗J[Motorrad innerhalb der dem Unternel 0 ſſenen Betriebe irgendwelcher Willkür, ſondern entſpricht der Kapital⸗ und Kredit⸗ nen Wirtſchaftszweige, mit den ver erfolgt, iſt ſzu ermüglichen, Sy gliedert ſich die Firma eine eigene Magnetfabrik, kraft. Uebermäßige Zahlungsziele— ſo ſehr ſte auch von kurzſich⸗ auf eine Unkoſtenherabſetzung ſowie auf lug der Qua⸗ ſowie Grau⸗ und Aluminkumgießerei an. verfügt über eine tigen Beurteklern begrüßt werden— fördern künſtlich den Kauf lität gerichtet und dient deshalb natürlicherweiſe einer ErſparnisGeſenkſchmiede, eine große Stanzerei und Zieherei und ſtellt ihre Fus. 7 7 3 1 8 5 7 2 5 5 5 7 Buftoße tte Naffe ar feht 1 3* 1 2778 und den Konſum guf Koſten des Kapktals. Es iſt desholh erforder⸗[ und Schonung von Kapftal. Vergaser, Getriebe, Sättel und Rollenlager ſelbſt her. Die 1927/8 Achtzylindermotoren ſoll on Bon . 0 3 5 77 7 825 5 1 8 ruf ommene Prod lich, daß mehr als bisher bei der Bemeſſung der Zahlungsfriſt dle Immer unter der Vorausſetzung, daß die Kelle eine weit⸗ aufgenommene Prod 1 8 Kap 75 8 15 5 7 1 n vf 1517 5 0 2 5 r 75 7 g N durch die Intereſſenn 2 f n in Zwickau, die nun⸗ dapktalſtärke und nicht der Konſumwille berückſichblat wird. Durch ſichtige und geſunde Politik betveihen, können ſie ungegc der mehr auch eine Fabrikation eines Achtzylindergualilätswagens mitt⸗ ine„Anpaſſung der Zahlungsfriſt an. die tatſächliche Kapital⸗ und Vorwürfe, die ſich aus kurzſichtiger Beurteilung ergeben, in hervor⸗ lerer Preislage aufgenommen haben, eine beſſere Ausnützung ge⸗ Wirtſchoftskraft wirken deshalb die Kartelle bei weitem mehr, als ragendem Maße dazu mitwirken, unſere Wirtſchaft wieder auf ge⸗ währen. 1928 ſchließk vorausſichklich“ nach Abſchreibungen von 1,5 es die Einzelfirma im freien Wettbewerb kann, auf eine Erhaltung funde Grundlagen durch Schonung und Neubildung von Eigen⸗ Mill./ mit einem Gewinn von rund.5 Mill.% ab. und Förderung der Kapftalkraft. kapktal zu ſtellen. 2 5. 5 5. 3* Deutſche Ach für Neſtle⸗Erzengniſſe in Lindau. Die Geſellſchaft Der Hauptvorwurf, dem die Kartelle begegnen, iſt die Behaup⸗ F 1 f. 2 5 5„ 2 1 8 3 beruft zum 5. Auguſt eine ao. GV. ein, die neben Beſchlußfaffung über ung, d le veraltete Betriebe dur 705 f ur Vos*) Entnommen Deutſche Wirtſe rief“ beruft zum 5. Aug 1 V f. eſchluf 2 1 aß ſie veraltete Betriebe durchſchleppen und ſo der Volks⸗) Entnommen 5 Wirtſcha 15 5 die Bilanz per 91. Dezember 1928 auch noch über eine Verlegung *.. h E N 7SFFCFC(((C/(/w/ãGſãã 0 ²³² A des Ge ah res auf Kalenderfahr beſchließen fol Außerde ſoll die GB, die Genehmigung zum Verkauf der Fusion Glanzſtoff- Enka genehmigt teilt, als Vermitklungsſtelle ein 1 nter nehme 0 Inbereſſenk Schokoladenwerke in Hatternheim an die Sarotti AG. Berlin gegen . E ſerung von nom..5 Mill./ Sarottiaktien mit Dividendenberech⸗ Kleine Oppoſition— Glanzſtoff⸗Enka größtes enropäiſches glied hat der S. A. Fiat vor längerer Zeit einen Kredit einge tigung ab 1. Januar N chließlich ſoll dem Vorſtand l Aktion erfbigen die Ermächtigung erteilt werden er Sarotti Ach. und der de end nen Neſtle and Auglo Swiß Condenſes Milk Go, einen „Verbindnagen Markenrechtsvertrag zum Auſchluß bringen. Als letzter Punkt Flat ſollen übris der Tagesordnung werden Aufſichtsr ahlen genannt. Kunſtſeideunternehmen deſſen Rückzahlung mangels anderer Möglichkei In der geſtrigen oo Gr. der Be. Glansſtoffabriken Pakets Flalaktien über die erwähnte Geſellſchaf Ach, in Elberfeld wurde der Umtauſch der Glauzſtoff⸗ zwiſchen dem Betrieb der General Motors und der aktien in Aktien der Niederländiſchen Enka unter den ges ſchon längſt beſtehen. Der Dod Jverſuchte, zu dieſer Meldung bereits bekannten Modalitäten genehmigt gegen 6 Stimmen des eine Auskunft ſerdens der General Motors Corp. in Berlin zu er⸗. 3 früheren Juſtitlars der Geſellſchaft Dr. Fröhlich, der auch Pro⸗ halten, doch iſt man hier entweder über die Zuſammenhänge nicht Deviſenmark te ſt einbegte. informiert oder zögert pofltive E rungen ähnlich wie ſeiner Zeſt am heutigen Frühverkehr notſerten Pfunde gegen Der Vorſitzende des Ag. Dr. Wolff wies darauf hin, daß die in Fall Opel hikaus, bis die Transaktion nicht mehr abguleugnen Bewegung der Kunſtſeideninduſtrie durch das, Fehlen einer ſeſten iſt. Auch ein abermaliges Dementi der Verhandlungen General Orgauiſalion und durch dle mangelnde Elaſtfaltät des Produktlons⸗ Motors— Fiat wird die Tatſache nicht aus der Welt ſchaffen können, Dor „129,94 123,87 Sofland, 12,06] 12,07 Mad eld, k„485,25 489, e] Schweiz. 25,23 25,21 Stockholm 18,10 18,09 0 3 88 57 93 „84,92 34,0 Oslo„19,20 18,20 e e dem Markt e 17 daß man in eingeweihten Kreiſen dennoch auf dem Vorhandenſein„„ 9274 92,780 Kopenhagen. 15,20 18,21 N ö f 1 ei. Die 0 0 1 1 abrike! er te j* 8 fer Mosi nen beſteht 1 15 5* f 1 77 5 mm italteniſchen Unſtſeidenfabriken verſuchten, durch gewiſſer Be ziehungen beſteht. Gegen Neichsmark wurden Dollar mit 419,87 und Pfunde mit 2086.75 gehandelt ſyndtkatsmäßige Bindung und Kartelllerung die Stahjiliſierung zu erreſchen. Die Bemühungen von Glanzſtoff hätben nach anderer 2 n„ N Richtung gehen müſſen. Deshalb habe man beſchloſſen, ſich mit der 72 99 o 2 1 8 5. 5 7. ſeit langem befreundeten Enkg zuſammenzuſchließen und einen Weg Er 19 ger 2 8 roma 90 2 2 19 222 Er E zur vollkommenen Vereinheitlichung der beiderſeitigen In⸗ teveſſen und der internationalen Interefſen durch Bil⸗ 5 8. 8 3 8 233 8 8 8 8 2 57 eines einheitlich geleiteten 9 on z er ns zu iich 0 eine Die Badiſche Landes ⸗Elektrizitätsverſor gungsf richtsjahres den Teilbetrag von 500 000 /. Auf das AK. von 30 einheitliche und jede gegenſeitige Konkurrenz ausſchließende Pro⸗ A G(Baden waer) in Kar I** he verzeichnet auf 91. März] Mill. Schw.⸗Franken der im Oktober 1926 gegründeten Kraftwerk Huflions⸗ und Verkaufspplitik mit ſämtlichen Weltmärkten betreiben an Geſamtein ahmen 12,84(12,03) Mill.% wobei auf die Rybhurg⸗Schwörſtadt Ach. in Rheinfelden, an dem man ſolle. Die eigenen Produktionskräfte des zukünftigen Unternehmens Stromein nahmen 12,78(11,2) Mill. entfallen. Die Be⸗ dieſes bekanntlich mit 25 v. H. gleich 5 Y ill. Schw.⸗Franken betei⸗ 5 5 5 N 2* 5 0 9 9 9 75 1 mit Fäg lich 600g 0 Kilogramm machen es zum größten triebsgusgaben erforderten 5,49(4,81), die Unkoſten und Steuern 1,39 ligte, ſind im Laufe des GJ. weitere 30 v. H, gleich Mill. Schw.⸗ 516 en 9 0 13 101 5 5 ac e 5 1 5. N(1,47), die Anleihen⸗ und ſonſtigen Zinſen 2,28(2,04) Mill,./ und das Franken einbezahlt worden, ſo daß ihre Geſamteinzahlung nunmehr 1 1155 ee e ee dreiwöch en eie wis gestört Erneuerungskonto 1(4,5) Mill.. Aus dem Reingewinn von am Ende des Berichtsjahres 70 v. H. der Beteiligung gleich 3 280 000 worden 9 1 85 man ſei daran wieder aufzuholen, And beide Geſell⸗ 2 001 426(2 099 917), werden bekanntlich lt. 5.⸗Beſchluß 0,1(0,1) Schw. ⸗Franken betrug. Von der im Mat 1928 beſchloſſenen Kapftal⸗ ſchaften arbeiten mit erfreulicher Gewinnmarge. Das deutſche Inter⸗ Mill.„ der geſetzlichen Rücklage zugeführt, wieder 9 v. H. Div i⸗ erhöhung der Großkraftwerk Mannheim Ach, in Höhe von 2 Mill. eſſe bei der Kombingtion Glausſtoff— Enkg ſei, wie Dr. Wolff bende auf 21 Mill.. Ae. verteilt und der kleine Reſt vorgetragen. entfielen auf das Badenwerk 26 v. H. mit 590 000, Hierauf wurde ſeinen weiteren Ausführungen erklärte, durch die Form der Ve Nach dem Geſchäßts bericht wurden nuzbar abge⸗ die erſte Einzahlung von 25 v, H. gleich 180 000 geleiſtet. träge auf das heſte gewahrt, Er betonte insheſondete die Zuſammen⸗ geben im ganzen Verſorgungsgebiet 204 370 878(l. V. 234 380.2 5) letzung des Gemeinſchaftsrates. 9 krotegt einbegende 7 Kilowattſtunden, wovon 191 742 718(295 087 02) is St güf Licht im 0 röhli egrü te das dami 5 ſeiner Anſie anzſtoff n 1 255 5 s W̃ Fröhlich begründete das damit, daß ſeiner Anſicht nach Gkanzſtoff Kleinverbrauch entfallen. Der Rückgang der Abgabe wurde 5 f Am Ak. von 1 Mill. l der zwecks Gemeinſchaftsarbeit in der tdeutſchen Stromverſorgung im Februar 1929 gegründeten Wa ſr⸗ eubſchen Elektrizitätswirtſchaft⸗ A.., Frank ⸗ f 18 3 5 ur t a.., beteiligte man ſich it 100 000%, we 25 Proz. glei sjahres verurſacht. Die 5a. 0 1., be eiligte man ſich mit 100 000%, wovon 250 Proz. gleich 25 000 Mk. eingezahlt wurden. ſeine Seloſtämdigteil aufgebe. Es wurde noch mitgeteilt, daß die 5 5 58 E 3. Einführung der Unie⸗Akten mit kunlichſter Beschleunigung erfolgen durch eine außergewöhnlich große und langanhaltende Waſſerklemme ürde. Die weiler 8 le der Tagesordnut Je S en⸗ der Schwarzwaldflüſſe während des Ber Würde. Die weiſeren unkte der Tagesordnung mie Statuten 1 5 1 00 5 acht. 5 änderungen und AR.⸗Wahlen wurden glatt erledigt. In den Vor⸗ Abgabe an die regelmäßig zu beliefernden Abnehmer weiſt hierbei ſtand von Glanzſtoff tritt Herr Dr. Hartogs ein und in den A9. jedoch teils infolge Ausdehnung des Verſorgungsgebietes, teils in⸗ Die Bilanz verzeichnet u. a. die Ende Mal 1928 mit einem a lſftonen.. 5 a folge erhöhten Bedarfs im bisherkgen Verſorgungsgebtet gegenüber internationglen Bankenkonſortium unter Fi ung der Schweize⸗ Auf Anfrage äußerte ſich Generaldirektor Dr. Blüthgen dem Vorfahr einen Zugang von 36,5 v. H. auf. Auch das neue riſchen Kreditanſtalt in art, 7 1 8 Such eder 9 5 1 0 BZugauf 5 5 riſchen Kreditanſtalt in Zürich abgeſchloſſenen 50 Mill. Schweize ö 1 175 1 e 4 5 5 8 g 775 1 8* 0 Geſchloſſenen ill. Schweizer Fr. her die Lage auf dem Kunſtſeidenmarkt, Der mongtliche Abſatz Geschäftsjahr läßt eine weitere Zunahme bes Be⸗ 6 proz. Anleihe mit 40,61 Mill., Aus dem Anleihen ns 105 a stelle ſchon ſeit April einen Rekord dar. Der Jun f⸗Abfatz darfes erkennen e 100 antethe b 8 855 Weill.. Aus dem Auleiheerlös zahlte die ſei der arbßte ſeit dem Beſtehen der Werke, und zwar nicht nur r ust 1028 de die Stromliefer Ii Veckarwerke Geſellſchaft die zu Anfang des Jahres 1926⸗27 beſchafften lang⸗ in Bezug auf das Gewicht, ſondern auch auf den erzielten Preſs,!. Im Auguf n ee die G romlieferung an die Neckarwerke ſfriſtigen 6,5proz. Anleihen zurück. Das Konto⸗Darlehen hat ſich dem⸗ denn die Preuſe hätten ebenfalls eine Aufwärtsbewegung Eßlingen und die Stadt Stuttgart tber die neu erbaute, von dem gemüß vermindert von 28,21 auf 14,04 Mill., Außerdem kaufte genommen. Ein Peſimismus hinſichtlich der wefteren Ent pick Schalthaus bei Karlsruhe abgehende 100⸗KV⸗Leitung, welche au der das Unternehmen 163 015 Tonnen der nicht abgeſtempelten Kohlen⸗ Jung ſei durchaus unberechtigt. Eine Vorgusſetzung für die Sſiche⸗ Landesgre mit den 100⸗KVLeitungen der Württembergiſchen Lan⸗ wertanleihe und weitere 394 Mill./ der auf Reis 1 aste rung der Lage am Künſtſeſdemarkt ſei aber d z 9 ethe und weitere 3,94 Mill.„der auf Reichs mark umgeſtellten K* 2 den L 0 7 2 2 5— 0 felde ing erſcheinen dieſe Poſten nur Mill,. Die Kontokorxent⸗ . e 85 K 0 ö 1 4 die internationale Ver- des Elektrizitäts⸗Ach. Stuttgart zuſammentrifft, aufgenommen. Kohlenanleihe zurück. In der Bi ändſgaung. Die amerfkaniſchen Tochtergeſellſchaften produzieren N Im Dezember wurde unter Mitwirkung des Rheiniſch⸗Weſt⸗ noch mit 0,70(3,31) bezw. 0,28 elt kürzer Zeit, und zwar mit erfreulichem Gewiunmarſche. Es fäliſchen Elektrizitätswerkes Ach der Kraftübertragun ee„ e Me. ee e 5 5 r wuüpde noch mitgeteilt, daß die Einführung der Unke⸗Aktien mit tun⸗ c e e Kraftü une e gläubiger haben aus dem im Bericht erwähnten Grunde eine weſent⸗ lichter Beschleunigung an den deutſchen Börfen erfolgen würde. Rheinfelden und des Kraftwerkes Laufenburg die Schl 1 che e, liche Erhöhung von 3,13 auf 15,74 Mill./ erfahren. Bezüglich der In den Vorſtand von Glanzſtoff trat Dr. Hartogs ſſumlhwy enſalr we k AG in Freibur 9 k. Br. urtt einem Ack, von 14 Mill.„ Steigerung des Beteiligungs kontos von 3,19 auf 40,88 Mill. und gegründet. Am Ack, dieſer Geſellſchaft beteiligte dich das Badenwerk des Effektenbeſtandes von 0,7 auf 4,93 Mill.„äverweiſen wir eben⸗ Neue Heneral⸗Molors⸗Ausdehnung?— Figt⸗Turſn. Man er⸗ mit 37,5 v. H. gleich 5 250 000 /, welcher Betrag voll eingezahlt wor⸗ falls auf die obigen Angaben des Geſchäftsberichts. Sehr weſentlich innert ſich, daß in den letzten Mongten und Wochen Gerüchte auf⸗ den iſt. Die aus dieſer 35 Mill. Schwetzerfrankenaulethe des Schluch⸗ geſtiegen ſind außerdem die Guthaben einſchlteßlich der Bankguthaben dalichten, die von einer Intereſſennahme der General Motors Corp. ſeewerks nicht ſofort benötigten Gelder wurden dem Badenwerk im von 0,82 auf 19,43 Mill.%, die ſich wohl im weſentlichen aus den 5 an den Fiatwerken wiſſen wollen. Immer wieder wurden dieſe Ge⸗ Verhältnis zur geleiſteten Bürgſchaft(37,5 v..] von der Schluchſee⸗ Reſtbeträgen der vorerwähnten Schweizer⸗Franken⸗Anleihe ö rüchſe dementiert, zuletzt am. Junt durch die Deutſche Flat⸗Auto⸗ werk Ac. in Höhe von rund 12.2 Mill. kurzfristig üb 8 Kontokorrentſchllß nn 1 5 tre mohllpertriebsgeſellſchaft in Berlin-Tempelhof im offizlellen Auf⸗ unter Konto⸗Korrent⸗Gläubiger Pörbücht. n n ee 8. 2,55 ohn Mill. M. trag des Slgmmpbauſes in Turin. Dennoch wollen die Verſionen 5 n N 8 8 5„F e(0,62), Mill. 5 Bon den Anlagewerten be über ein Zuſammengehen der 1 erden gusgewieſen die Grundſtlicke mit 0 0,63), Gebäude mit 19. Wie man het, ſoll es zwar richtig ſein, daß ſich General Motors 8 5,74(5,48), Betriebsanlagen mit 59,7(57,27), im Ban befindliche M direkt nicht an Fiat beteiligt. 5 Br. erwarb das Badenwerk Anlagen mit 0,77(2,04) und die Zähler mit 2,03(1,85) Mill.. än — e e 2* e 2 F N 57 225 2 7 ee, 1 ge La un den . — eee u u a lee ee n Freitag, den 12. Juli 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 9. Seite. Nr. 316 Ein neuer Inveſtment⸗Truſt mit deutſcher Veteiligung ö N 4 Die Nachricht, daß unter maßgebender Beteiligung der Deut⸗ ſchen Bank in Verbindung mit einem amerikaniſchen Bankenkon⸗ ſortium und erſter ſchwediſcher und ſchweizer Bankhäuſer die Bildung eines neuen Inveſtment⸗Truſts vorbereitet wir, iſt in mehrfacher Hinſicht bemerkenswert. Im gegenwärtigen Zeitpunkt ſieht man zwar noch nicht völlig klar, da die Verhandlungen noch nicht ganz abgeſchloſſen ſind und von den intereſſierten Stellen über wichtige Ein⸗ zelheiten, wie z. B. die Bemeſſung des Kapitals, noch ſtillſchweigend bewahrt wird. Aus den bisher vorliegenden Meldungen kann man aber bereits entnehmen, daß die vor einiger Zeit von der Deutſchen Bank in Gemeinſchaft mit Harris Forbes u. Co. gegründete United States and Overſeas Co rp. zu einem internationalen Fi⸗ nanzierungs⸗Inſtitut ausgeſtaltet werden ſoll. Unter den Beteiligten sollen ſich nach unbeſtätigten Verſionen die Schweizeriſche Kreditanſtalt, die Baſeler Handelsbank und die Skadinaviska Kredit AG. befinden. Der Zweck der neuen Geſellſchaft ſoll angeblich nicht nur der börſen⸗ mäßige Ankauf von Aktien ſein, vielmehr wird auch an Kreditge⸗ währungen, Vorfinanzierung von Anleihe— Emiſſionen uſw. gedacht. Neben dem Aktienkapital ſollen auch in größerem Umfange Bonds emitiert werden. Bei dem ſtark ausgeprägten internationalen Charakter dieſes neuen Inveſtment⸗Truſtes iſt natürlich noch kein genauer Ueberblick darüber möglich, welche Beträge im einzelnen für den deutſchen Ka⸗ pitalmarkt in Betracht kommen. Es kann jedoch ſchon mit ziemlicher Sicherheit vorausgeſagt werden, da ßes ſich um ziemlich anſehnliche Summen handeln wird; denn das deutſche Zinsniveau, das im Ver⸗ hältnis zu den meiſten ausländiſchen Geldſätzen ſehr hoch iſt, wird für den Truſt naturgemäß einen beſonderen Anreiz zur Kapitalanlage in deutſchen Wertpapieren bieten. Es iſt kaum zweifelhaft, daß die von dem neuen In veſtment⸗Truſt ausgegebenen Aktien und Bonds mit Leichtgelegenheit untergebracht werden können; denn die Emiſſionen der in den letzten Jahren recht zahlreich gegründeten Inveſtment⸗ Truſts hatten— beſonders in Amerika und England— faſt ſämtlich ausgezeichnete Erfolge. Die Aktien und Schuldverſchreibungen der⸗ artiger Geſellſchaften erfreuen ſich nämlich deswegen beim Anlage ſuchenden Publikum ſo großer Beliebtheit, weil ſie dem Privatkapita⸗ liſten, dem es an Zeit, Kenntnis und Gelegenheit ſehlt, um günſtige Anlagemöglichkeiten auszunützen, die Sorge um die Plazierung ſeines Kapitals abnehmen. Aus den oben erwähnten Meldungen geht her⸗ vor, daß ſich der neue Truſt ſehr verſchiedendartigen Geſchäftszweigen zuwenden will, ſo daß ſich alſo eine recht weitgehende Verteilung des Riſikos ergibt; die siſt natürlich für die Sicherheit der Ka⸗ pitalanlage von ganz beſonderer Wichtigkeit. Die an der Gründung des neuen Inveſtment⸗Truſtes beteiligten deutſchen Kreiſe werden in erſter Reihe dafür ſorgen müſſen, daß der unter der Kapitalormut Deutſchlands ſchwer leidenden Induſtrie die zur Verfügung ſtehenden Beträge zu möglichſt günſtigen Be⸗ dingungen zugeführt werden. Eine weſentliche Rolle ſpielt hierbei die Uebernahme von Aktienpaketen deutſcher Geſell⸗ ſchaften, die aus zwei Gründen als vorteilhaft bezeichnet werden kann. Einmal wird nämlich ein Teil des jeweils„herumſchwim⸗ menden“ Aktienmaterials auf längere Zeit feſtgelegt, wobei es ver⸗ mieden wird, daß die in das Portefeuille des Inveſtment⸗Truſtes übergegangenen Pakete bei einer Verknappung am innerdeutſchen Geldmarkt wieder herauskommen. Andererſeits beſteht kaum die Gefahr einer Ueberfremdung, da ſich die Inveſtment⸗Geſellſchaften faſt immer auf die Vermögens verwaltung beſchränken und im all⸗ gemeinen nur relativ geringfügige Prozentſätze des geſamten Aktien⸗ kapitals der in Frage kommenden Firmen übernehmen. Auch aus grundſätzlichen Erwägungen wird eine ſolche Geſellſchaft davon ab⸗ ſehen, ſich in die Verwaltung einer Aktiengeſellſchaft einzumiſchen. Ein beſonderer Vorteil des Inveſtment⸗Truſtes iſt ſchließlich darin zu erblicken, daß der billigere ausländiſche Zinsfuß auch ſolchen Unternehmungen zu ſtatten kommt, die infolge ihrer geringen Ka⸗ pitalſtärke nicht direkt an den ausländiſchen Kapitalmarkt heran⸗ treten können. Dieſes Momenk kommt vor allem für die Abſatz⸗ fähigbeit der Privatobligationen kleinerer Geſellſchaften in Betracht. Vor dem Kriege waren von den 3359 Mill. /, Privatobligationen der deutſchen Wirtſchaft nur 121 Mill. auch an den ausländiſchen Börſen umſatzfähig; die Schwierigkeiten einer Unterbringung von Obligationen im Auslande ſind heute eher noch größer als vor dem Kriege. Das Erfordernis der Börſenfähigkeit im Auslande entfällt jedoch, wenn deutſche Obligationen von den Inveſtment⸗Truſts un⸗ mittelbar übernommen werden. Gerade auf dem Gebiete der Kreditverſorgung der mittleren und kleineren Betriebe ſind noch große Aufgaben zu löſen; denn die Steigerung der Exportfähig⸗ keit iſt für dieſe Unternehmungen beſonders wichtig, ſie kann aber oft nur unter Zuhilfenahme von größeren Betriebskrediten erreicht werden. 22: Tonuwerk Mackle AG. in Oberhauſen. Auf der TO. der am 27. Juli 1929 ſtattſindenden o. GV. der Tonwerk Mackle AG. ſteht neben Genehmigung der Bilanz eine Erhöhung des Aktien ⸗ kapitals um 100 000 auf 200 000. Im Fall einer Ablehnung dieſes Antrags foll über die Liquidation der Geſellſchaft Beſchluß ge⸗ faßt werden. Funiverkehr der Mannheimer Häfen Der Verkehr in den Mannheimer Häfen leinſchl. Rheinau) war auch im Monat Juni tellweiſe noch befriedigend. Es kamen an: 134 Güberboote und 768 Schleppkähne. Es gingen ab: 133 Güterboote und 781 Schleppkähne. 5 Der Güterumſchlag betrug im ganzen 512 117 Tonnen(im Vork. 347 070 Tonnen), Ankunft 400097 Tonnen, Abgang 63 436 Tonnen. Hiervon entfallen auf den Handelshafen Ankunft 203 971 Tonnen, Abgang 52 037 Tonnen; den Induſtriehafen Ankunft 56 819 Tonnen, Abgang 7635 Tonnen; den Rheinauhafen Ankunft 189 307 Tonnen, Abgang 3764 Tonnen. Der Umſchlag von Hauptſchiſf zu Hauptſchiff betrug: auf dem Rhein 90 266 Tonnen, auf dem Neckar 18 318 Tonnen. Von den wichtigſten Güterarten haben an dem Verkehr Anteil: Anfuhr in Tonnen Abfuhr in Tonnen zu Berg zu Tal zu Berg zu Tal Holz 555500 31754— 10⁰ 111 Getr elde. 80 221 1 1572 927 Ehle 222 034—— 1004 „ 3966— 2815 8 458 Kies und San 1633 26987—— Roheisen 6 270——— Eisen aller Art.. 4855—— 3 70⁰⁰ Rok zucker 4¹⁴— 10— FEI 8 30¹— 234 4700 emen! 886— 5 7 294 Düngemittel! 14 282— 186 330 w'——— 12 866 Obige Zahlen ſind mit denen des Vorjahres inſofern nicht ver⸗ gleichsfähig, als im Monat Juni v. Is. die Schiffahrt durch den Streik des Schiffahrtsperſonals noch ſtillgelegt war. Der Waſſerſtand des Rheins ſowie des Neckars war während des ganyzen Monats ſehr günſtig. Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrei Mannheim mit Sack, zahlbar in RM Amtliche Preisnotierungen vom 11. Juli 1929 Weizen, inl.— Pfälzer Gerſte—* Weizenmehl[ 38,50 „ ausl. 27,50/0,— Futter⸗Gerſt— Wibrotmehl— Roggen, inl. 24.— Mais a.'ſch 21. 21,50 Roggenmehl 32.50/35,— aus! 25.25 Biertreber 17,50/18.75 Weizenkleie 11.50,/11,75 Hafer inländ 23.25/24,—] Wieſenhen 12,30/13,20 Raps— „ ausl. 22,50/28,50] Luz.⸗Kleehen 13,10/ 14,20] T ockenſchnitzel 14.— Brau⸗Gerſte— Preßſtroh 5, 5,69 Soyaſchrot 21.— dto ausl.— Geb. Stroh 4,60/5,— J Rohzuckermel,— Süddeutſcher Großmühlenpreis ab Mühle. Mehlpreiſe mit Sack. 7: Die Neuregelung der Zuckerwirtſchaft.— Weitere Verbrauchs⸗ ſteuer⸗Befreiungen? Nach der Regelung der Höchſtpreiſe für Zucker durch Zuſchbäge von 0,15% zu dem Höchſtpreis von 21/ von Januar bis September jeden Jahres iſt die Aufhebung der Zuckerſteuer für den zur Tierfütterung verwendeten Zucker genehmigt worden. Sicherem Vernehmen nach werden die intereſſierten Wirtſchaftsgruppen — nach dem Vorbilde der Tſchechoflowakei— auch die Aufhebung der Zucherſteuer für die zum Appretieren verwendeten Mengen beantragen 1 Heute verschied unerwartet unser lieber Vater, Großvater und Schwiegervater Herr Ingenieur Ernst Hänsel im Alter von 70½ Jahren Mannheim(Lortzingstr. 52), 11. Juli 1929 In tiefer Trauer: 088 Arno Hänsel u. Familie Die Feuerbestattung findet statt Samstag 2½ Uhr Heute vormittag verschied unerwartet nach kurzem, schwerem“Leiden meine innig geliebte Gattin, unsere liebe Mutter, Tochter, Schwe Ster, Schwägerin, Tante, Enkelkind und Nichte frau Helene Sdktitz geb. Plösch im 28. Lebensjahre Mannheim, den 11. juli 1929 765¹ Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Hans Schüfz 2 Die Beerdigung findet Samstag, den 13. Juli 1929, nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle aus statt eee t machung. Betr. Handwerksrolle. Das Verzeichnis derjenigen Gewerbe⸗ treibenden, welche die Handwerkskammer Maunheim in die Handwerksrolle einzutragen beabſichtigt, iſt in der Zeit vom.—37. Juli 7 Metünden Frül. möhl. Zimmer an ſol. berufst. Hrn. 1929 auf der Geſchäftsſtelle der Kammer ſof. zu verm. T 6, 19, Mannheim ſowie bei den Bürgermeiſter⸗ 4. St. r. Ringſeite. ämtern des Kammerbezirks zur Einſichtnahme 5 öffentlich aufgelegt. Falls nicht innerhalb ut öbl Zimmer drei Monaten nach Beendigung der ange⸗ 5 832 gebenen Friſt Einſpruch bei der Handwerks⸗ p. ſoſ. od. 15. zu N kammer eingelegt wird, erfolgt die Eintrag⸗ El Licht u. Tel. 5560 ung in die Handwerksrolle.(Geſetz zur Aen⸗— I. 5, 10, parterre. derung der Gewerbeordnung([Handwerks⸗ nopelle] vom 11. 2. 1929, R. G. Bl. 1 S. 21 ff.). Mannheim, den 1. Juli 1929. 7508 Handwerkskammer Mannheim für die Kreiſe Mannheim. Heidelberg und Mosbach. Zimmer an berufst. Herrn zu vm. Ried⸗ feldſtr. 25. 3. St., Iks. 3612 Jodes-Anzeige Nach längerem Leiden verschied am 11. ds Mts, vorm. 7 Uhr. unsere liebe, gute Mufter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Tante, Schwiegermutter und Schwägerin, Frau Maria Hitzleld WVe. geb. Bauer im 72. Jahre Mannheim(Eichelsheimerstr.), den 11. Juli 1929 Ludwigshafen a. Rh., Mainz Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hitzleld Die Feuerbestattung findet am Samstag. 18. ds. Mts., nachm. 2 Uhr statt den * 816 1 habe mich als Rechtsanwalt in Heidelberg niedergelassen. 0 per 15. Juli zu ver⸗ mieten.*545 Näheers Peſtalozzi⸗ Dr. E. Emanuel 2 Rechtsanwalt Kanzſei: Hauptstraße 124.„„ Laden mit Wohnung zu vermieten. B3009 Angeb. u. Q 8 10 an die Geſchäftsſtelle Die Unterzeichneten üben die Kristallzucker pd 283 Grieß zucker pnnd 29 Hlatlenzu eker Piund 353 geksschinken/ Plund 555 (Rrakauer rand Mk..10 Hamburger Kaffeelager hams& Garfs H 3, 1. e 1, 16. Telephon 316 81. Lieferung frei Haus. 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Juli 1920 8 Landesverband badiſcher Schreinermeiſter erſten Vorſitzenden Dr. Hambloch⸗Eſſen, zum zweiten Vorſitzenden Da 5 Tagungen Kofanke⸗Stettin und zu ſtellvertretenden Vorſitzenden Frau Dr. Ha⸗ 1 1 5 1 Der Landesverband Badiſcher Schreinermeiſter hielt. dem mann⸗ Kaſſel und Dr. Schäfer⸗Köln gewählt. . 1 Vorſttz von Schrei zermeiſter Peghin⸗ Freiburg ſeine 5 8 20 Veranſta ltung ſprach der Vorſitzende Dr. Ham⸗ e der badiſchen Hafnermeiſter Hauptverſammlung in Elz ach ab. Direktor Eckert von bloch Bundes. Er führte etwa „ee; werkskammer⸗Freibu rg ref ferkerte über dwerkerfragen der 8 f 0 d iſt aus d ten Will tſtanden, is 8. Juli fand 5 1 en Hafnerſtadt, di folgende zune iſt aus dem feſten ilben en 7 1595 8. Ju li fand in Kandern, ber alten Hafnerſtadt, die] wart, Im Anſchluß daran wurde eine eßung angenommen, in auftelle des en unzureichenden Verbandes unter ſtrenger Was“ des„ ſchen Hafnermeiſter ſtatt, di e recht gut beſucht der es u. a. heißt ertretern der Behörden und andere if hand werks auch eine ſtar ſche Abe eine beſonders her en& jenen. wendig, die 5 e ka m p f Referat des 0 nchen, üb eile, außerdem über 0 „daß für die Erzeugniſſe d un rem verkehrsr i 50 Abſatbnot berr un 105 des Pfuſchertums, der Verbraucherkreiſe zu en. Durch die typiſierte e an Ue 2 5 rung des niſation mäkerprinzips eine tatkrüftige beru tändiſche Orga⸗ f die dem immer wichtiger werdenden Berufsſtand größere Geltung ön Staat, Kommune und Eine ſtärkere Fühlungnahme zwiſchen Praxis Umſtellung der Volkswirtſch haftslehre auf eine m Sinne einer beſſeren Anpaffung an die Erforder⸗ eine planmäßige Regelung der praktiſchen Vorberei⸗ ke neue niſſe der Prax . 18 N ömig faßte 2 durch Aufſtellung von Ausbildungsplänen und König aßten W c 7 10 3 ö 5 5 5 0 75 ug zur Frag Meiſte 5'abalt t fich 5 i e und dengel n, 1801 e n den den 988 nden ee 33 wendet ſich weiter die hen der für das Ha be, da in der Von beſon sführunge tigen Hafnerf e fängnis arbeit, egen den uner⸗ und die fortm 8 talen cherkreiſe aller Stände und in gerichtet, in erſter Linie bei Einkäufen Bed 18 5 Und Ode wurd e. miſſion für die be 10 987 Grundlag b einer umfaſſen⸗ 50„Wie fünd det der Volkswirt 2“ Seine n Ausf ührungen ſtellte er den Grund⸗ dien E 155 lungsgang des Volk Swirts keinen Aus dieſem Grunde verſprach er ſich auch Hemben, den i ne ene der Volks⸗ t und durch Staatsprüfungen Wirt⸗ aſſeſſoren zu ſchaffen. angenommen, in der der Reichsbund irte e. V. die zuverſichtliche Hoff⸗ die Parlamente, die wirtſchafts⸗ niſationen der Wirtſchaft und die 1 tiſc ſch en E 270 1 n Weg in die Praxi voran, daß es für verk zu aft Hilfspetein der deutſchen Juden, Abteilung Maunheim a a l⸗Freiſtet rde wiedergewählt. In der 5 Hafnerme ſoll in Freibu vereins der deu 5 Vorausſetzung, daß i Simon, kam eine Reihe wichtiger Probleme zur Beſprechung. Her gruppe zuſtandekomn Warburg wies unter Darlegung der Eindrücke von ſeiner Pa Tagung 5 Beige e Schuhmach cher e ſtinareiſe auf Arbeits möglichkeiten für den Hilfs⸗ der abe 5* N 3„ vereit 1 Paläſtii i Beſonderes Jute 2 0 ie An⸗. 8 %%% ↄ ¼· Tagung des Landesverbandes 5 a 5 1 11 cher Schu h⸗ JI kum t Hatfſa, das noc heute als Symbol der Ota en Sitzung des äftsf. ſchen Juden in Berlin unter Vorſitz von Dr. aß die Be Spitze * 1 6 5 5 5 Hilf eit in Pa 1 8 Ne zu förde Gene⸗ ſe ſeine ungen ichtlich Erweiterung der für die aka⸗ mei ſt er ſtatt, die einen auf der großen Beſuch, aus 1 5 8 0 255 l, aufs 5 Neue e. 85 755 demie 9100 8 1 5 racht kommenden Betätigungs⸗ Landes aufwies. Der Tagung vorau ralſekretär M. Wif tete über ſeine Studienreiſe nach 9 5 1 ging eine itzung. Zu dem Begrüßungsabend im am Samstag fanden ſich außer den Vertretern der einzelnen Behörden auch die Einwohner der Stadt aft im wohlverſtandenen Rumänien. Trotz der Beſſerung der politiſcher wirtſchaftliche Lage der Juden außerordentlich kritiſch. vielfach große Not beſonders in Beſſarabien. Der Hilf bereits vor 0 K Zuf ſtände Es herr sverein werk 5ſt unt erſtützen. Die erſt E eiche Tagung für Laute und Lied und größere Beträge für das Zell zahlreich ein: Die erſte Verbandsſitzung fand am Referer 0 5 5 vom 27 Juni in Bad Dürrheim geſtaltete ſich nicht nur zu tag vormittag ſtatt. Der Landes verbandsvorſitzende, Schuh⸗ 5 8 55 1 e e auch einem muſi„ſondern allem auch zu einem kulturellen 75 2 5 1 5. 2 0 ruktive Hilfe ie be em notwendi e denen 1 5 Ae kate Ja 2389 n här it ih machermeiſter Grether⸗ Lörrach, konnte außer den verſchiedenen zen mine Ditfe ee ee e ene enen üöberſättigter Jazz Atmosphäre mit ihren ökonomiſchen Umſch eß zu beraten und zu unterſtützen. Sehr weſentlich iſt auch die Förderung der Schulweſens, das der Hilſsverein vor dem Kriege bereits unterſtützt hat. r ge⸗ ſchã hrende Ausſchuß bewilligte zunächſt 30 000 Mk. für die kulturelle Arbeit in R änien und 100 000 Mk. für die ſanit Einrichtungen in den jüdiſchen Kolonien in Südrußland. Ambulatorien des Hilfsverei in der Krim und in der Ukr⸗ haben Feſttage, die der Laute ihr Heimat⸗ Volke erhalten und betonen, zweifellos eine beſon⸗ In dieſem Geiſte ſtand die Dürrheimer Veranſtal⸗ ne waren die herrlich en Konzerte beſonders zu hrenden deutſchen Meiſtern gegeben wurden, vom iſter Robert Kothe mit Frau Lies Engelhardt⸗ g Egle er, der mit Kraft und Feuer der Laute Beh n auch eine große Anzahl Vertreter von Nachbarverbänden, ſo von Württemberg, Bayern, von Heſſen⸗Naſſau und eus der Schweiz ßen. Im 1 elpunkt der Tagung ſtand ein Vortrag des Schuh⸗ 18 ch r ecken brunner⸗ München, der zunächſt auf ert der Jualitätsarbeit für das Schuhmacherhand⸗ hinwies. Gengque Maßarbeit ſei ſowohl in volkswirtſchaft⸗ cher als auch beſonders in geſundheitlicher Hinſicht ein uner⸗ her Wertfaktor. Ein beſonderes Tätigkeitsfeld eröffne ſich für den zeitgemäßen Meiſter auf dem Gebiet der Orthopädie. Der lyriſch ſo Kothe * 25 i. a. 50 auch im Tempo und Sturm der Neuzeit ſieghaft den Platz ſichert, von ſind bereits im Bau. Durch eine umfaſſende Auswandererfürſorge, Ruth Porita, der Karlsruher Künſtlerin, von Lina Poppe mit die infolge der Nachkriegsverhältniſſe beſond ausgeglichenen Frankfurter Lautenchor, nicht zu⸗ kompliziert iſt, und 125 prachtvollen e ſich hier lerdings befund Spezlalk ini die er im engſten Einvernehmen mit Reichs⸗ und Landesbehörden letzt on Dr. Hans 5 be cke, den unverwüſtlichen Bänkelſänger, dem Meiſter müſſe ſich hier allerdings beſondere Spezialkenntuiſſe, vor durchführt, entlaſtet der Hilfsverein in erheblichem Maße die be⸗ das 183 5 Volk für die Frohſiunsarbeit in ſchwerer Zeit dankbar allem auch ſolche auf anatomiſchem Gebiet, aneignen. Im allge⸗ ſtehenden Wohlfahrtsinſtitutionen innerhalb Deutſchlands. ſein muß. Das Inte reſſe des Publikums wuchs von Tag zu Tag, meinen betonte der Redner, daß nur durch Qualitätsarbeit der 9 Rei 3 5 755 ſt 91 befetzt r der Feſtfaal. Die Künſtler ſchieden nach den Konkurrenz der. und der Pfuſcher in den eigenen Reichstagung der Volkswirte Feſtt t er Genugtuung. Bad Dürrheim veranſtaltet Reihen zu begegnen ſei. Wenn ſich dieſe Anſicht wieder allgemein Der Reichsbund der akademiſch gebildeten Volkswirte e. V. hatte] künftig alljährlich eine ſolche Tagung. durchgeſetzt hätte, dann ſei auch mit einer Beſſerung der Lage des ſeine Mitglieder zu inet zweiten ordentlichen Mitglieder ver ⸗— n en 8 3 S ammlung am 22. Juni nach Düſſe 1 orf eingelad zu. Der Chefredakteur: Kurt Fiſcher ö e 155 1 5 17 05 e e Einladung waren zahlreiche Mitglieder aus den verſchledenſten Lan⸗ Verantwortlich für Politite„ A Meißner„ ffeulleton: B. Kurt Fiſcher chte bei ſchönſtem Wetter eine Run ahr auf dem nter⸗ desteilen nache ommen. In 8 Gesche 91 n kannte der ehr Kommunalpolitik und Lokales: 1. Franz Kircher— Sport und Ve miſchtes: Die Er 1 7 8 8 1 1 2 f 2 8 i. V. Kurt Eh— Hand Kurt Ehmer— Gericht d alles übrige; . 105 e e e 1 0 105 9 amtliche Geſchaf 8 er Dr. K nderem Nach 9 8 4 9 5 1 78 1 e 329 ten Sitzungen ſta„— Mit der Tagung verbunden war eine druck auf die ſtarke Auf wär 55 ent wi ck Lu n g des Bundes hin⸗ ſämtlich iu Mannheim— Hera e cker und Verleger: Druckerei Dr. Haas g von Schuhmacherbedarfsarttkeln, Geräten und Maſchinen⸗ J weiſen. In der geſchloſſenen Mitgliederverſammlung wurden zum Neue Mannheimer Aan G. m. b.., Mannheim, F 6, 2. f DiE SEIFE DER DENKENDEN HAUS während unseres Umbaues in u 2, 29 werden Sie überraschen Versäumen Sie die vorteilhafte Gelegenheit nicht. Sie werden so leicht nicht wieder die Gelegenheit haben AUATIUIAIS- 7,38 Metzgerei Mannheimer 7, 38 7 eg(nur hies Soblachtung) Halbfleisch gagout, faxen, Pfund 00 Kotelett„„ bl.00 Nieren Braten Pfd..00] Staten. pfusd.10 Schweimelappen 8. 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