7 Baſſermannhaus) Geſchäfts⸗Nebenſtellen- Waldhofftr 6, Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945, 24951.24952 u. 24953 Frektag, den 28. aguſt 1929 Im letzbe zum wieder! Kreiſe des 9, N 9 0 1 8 Mannheim u. Umgebung frei ins Hau⸗ gemein Böſt monatlich R⸗M.g.— ohne Beſtellgeld. durhefberung der wirtschaftlichen Verhältniſſe Nach⸗ täng vorbehalten. Poſtſchecktonto 17500 Karlsruhe. zupt⸗Geſchäftsſtelle.6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R 1/1 chwetzingerſtr. 19/20 u. Meerfeldſtraße 13 Telegramm⸗ Montag: Sport und Spiel Regelmäßige Beilagen: Rheinland Geſetz u. Necht —— Willig verfahre e Lage im Hang Mittag ⸗ Ausgabe Deutſchland ſoll neue Opfer bringen Heute Vormittag Entſcheidung Den Haag, 23. Aug.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Der in der geſtrigen Vollſitzung gefaßte Beſchluß führte zur Beteiligung der Miniſter Curtius und Hilferding an den Verhandlungen der vier Reparationsempfänger. Zweck dieſer Verhandlungen iſt es bekanntlich, die engliſchen Forde⸗ rungen zu befriedigen. Durch die Mitarbeit der deutſchen Vertreter iſt ohne Zweifel ein neuer Zuſtand geſchaffen worden. In der Beratung der aus den Finanzzminiſtern Chéron, Snowden, Houtart und Mosconi be⸗ ſtehenden„Opferkommiſſion“ wurden verſchiedene Löſungsmöglichkeiten unterſucht. Reichsminiſter Dr. Cur⸗ tius entwickelte gewiſſe Vorſchläge über ein Entgegen⸗ kommen in der Sachleiſtungsfrage. Es wurden jedoch an die Vertreter Deutſchlands Zumutungen geſtellt, die ſich höchſtwahrſcheinlich auf eine Erhöhung der geſchützten deutſchen Jahresleiſtungen beziehen. i Um 6 Uhr fand die Sitzung ihren Abſchluß, da die deut⸗ ſchen Delegierten den Wunſch äußerten, eine interne Be⸗ ſprechung abzuhalten. Die Miniſter Curtius und Hilfer⸗ ding kehrten ins Oranje Hotel zurück. Nachdem ſie über den Stand der Dinge konferiert hatten, begaben ſie ſich wieder in den Binnenhof, wo die Sitzung um 7 Uhr abends wieder auf⸗ genommen wurde. Nach Aeußerungen deutſcher Delegierter iſt die Lage als ſehrernſt zu betrachten. Die Entſchei⸗ dung über das Schickſal der Konferenz dürfte im Laufe des heutigen Vormittags fallen. Ernſte Sorgen in Berlin; nur Berlin, 28. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) n Berlin iſt man von ernſter Sorge über die Entwick⸗ Jung der Dinge im Haag erfüllt. Allgemein, nicht zuletzt auch in amtlichen Kreiſen, wird die Situation außerordentlich ſkeptiſch beurteilt. Zunächſt erſcheint es höchſt zweifelhaft, ob es gelingt den Quvtenſtreit noch zu bereinigen. Kommt es aber zu einer Einigung, ſo ſteht zu befürchten, daß uns neue Opfer zugemutet werden. Es iſt indes nicht anzu⸗ Sen, daß ſich in Deutſchland noch eine Partei finden werde, die bereit wäre, nach allem von uns bereits Geleiſteten weitere Laſten zu übernehmen. Es bleibt dabei, daß ohne die bekannten politiſchen Vorbedingungen der Moungplau im Reichsparlament keine Mehrheit erhalten kann. Bedeutungs⸗ voll ift in der Beziehung die Haltung des Zentrums, das durch Entſendung zweier Beobachte r, der Abgeord⸗ neten Brüning und Hoffmann ⸗Kaiſerslautern nach dem Haag auf die Einhaltung der in dem vor ein paar Wochen veröffentlichten Briefwechſel Kaas⸗Wirth feſtgelegten Richtlinien hinwirken will. In dem geſtrigen Bericht der „Germania“ aus dem Haag wird in Uebereinſtimmung mit dieſer Aktion aufs nachdrücklichſte betont, daß der im Schoße der deutſchen Delegation erwogene Vermittlungs⸗ vorſchlag Gaus⸗Frommageot, die Befugniſſe der im Locarno⸗ vertrag vereinbarten deutſch⸗franzöſiſchen und deutſch⸗belgi⸗ ſchen Schiedskommiſſionen auch auf das entmilitariſterte auszudehnen, von den führenden Zentrums⸗ inſtanzen unbedingt abgelehnt wird. Es wird jedoch die Hoffnung ausgedrückt, daß die Haltung der deutſchen Delegation das Zentrum„eines Votums in dieſer Frage ent⸗ heben“ werde. Treffen die Reparationsgläubiger im Haag ein Kom⸗ promiß, das wir nicht annehmen können, dann beſteht die Gefahr, daß uns die moraliſche Schuld an dem Scheitern der Konferenz zugeſchoben wird. Immer mehr ſtellt ſich nach Auffaſſung hieſiger politiſcher Kreiſe heraus, daß das Aus⸗ ſcheiden Poincarés und die dadurch bedingte Aende⸗ rung in der Poſition Briands ſich recht verhängnis⸗ voll ausgewirkt hat. Es iſt kaum anzunehmen, daß Briand, der ohne Poincarés Autorität im Innern zu beſitzen, nicht gut von deſſen Politik abweichen kann und dabei auf die Sicherheit einer Kammermehrheit bedacht ſein muß, zu Zugeſtändniſſen nach beiden Seiten, d. h. an England und an uns bereit ſein wird. 8 Bezeichnend für die in Berlin herrſchende, peſſimiſtiſche Stimmung iſt, daß ſich hartnäckig das Gerücht von einem be vorſtehenden ö a Rücktritt des Reichfinanzminiſters Hilferding ehauptet, deſſen, man muß es ſchon ſagen, kat aſtrophale n 11 die Stellung der deutſchen Delegation im Haag ganz ungemein erſchwert hat. Wie die D. A. 3. wiſſen will, ſoll Hilferding im Kabinett gegen den Wiſſellſchen Entwurf zur Arbeitsloſenverſicherungsreform geſtimmt haben. angeblich um ſich einen guten Abgang zu ſichern. Das wäre dann freilich das erſte Mal, daß Herr Hilferding ſich dem Druck ſeiner Partei, die jede Rückſicht auf die Finanzlage des Reiches hat vermiſſen laſſen, nicht gefügt hätte. Erſtaunlich iſt die Leichtfertigkeit, mit der ſich der„Vor⸗ wärt s“ über das bedenkliche der außen⸗ und innenpolitiſchen Situation hinwegſetzt. Er kröſtet ſich damit, daß die neue engliſche Politik die Grundlage für eine wirkliche dentſch⸗ Die Sitzung der vier Reparationsempfänger, an der die Miniſter Curtius und Hilferding teilnahmen, wurde um 8 Uhr aufgehoben. Miniſter Curtius erklärte uns folgendes: „Wir haben uns eingehend mit dem Sachleiſtungsproblem be⸗ ſchäftigt und im Anſchluß daran die engliſchen Mehr⸗ forderungen hinſichtlich der geſchützten und ungeſchützten deutſchen Jahresleiſtungen erörtert. Zu einer Annäherung der Standpunkte iſt es bis jetzt noch nicht gekommen.“ Heute vormittag werden die Verhandlungen in dem gleichen Kreiſe ihre Fortſetzung finden. Der franzöſiſche Finanzminiſter Chéron und Handelsminiſter Loucheur bezeichneten die Lage als„ſtationär“. Von engliſcher offt⸗ ziöſer Seite wurde an die Adreſſe der vier Reparations⸗ empfänger noch einmal eine dringende Mahnung ge⸗ richtet, den unabänderlichen Forderungen Eng⸗ lands nachzukommen. Es wäre bedenklich, wenn jetzt noch einmal der Oeffentlichkeit vorgetäuſcht würde, daß Eug⸗ land ſich von ſeinen berechtigten Anſprüchen etwas abhandeln ließe. In dieſer engliſchen Erklärung wird noch darauf hin⸗ gewieſen, daß die Londoner Regierung den Aufbau der Inter⸗ nationalen Reparationsbank nach beſten Kräften fördern werde. 8 Handelsminiſter Louche ur teilte mit, daß in der geſtri⸗ gen Abendſitzung der Opferkommiſſion mit den deutſchen Ver⸗ tretern an Deutſchland die Forderung einer Er⸗ höhung der geſchützten deutſchen Jahres⸗ leiſtungen geſtellt wurde und daß auch die Italiener, Franzoſen und Belgier weitere Zugeſtändniſſe gemacht haben. der„Vorwärts“ iſt optimiſtijth franzöſiſche Verſtändigung ſchaffen helfe. Gegenüber ſolcher Verbeſſerung blieben Terminfragen— wann geräumt wird und wann der Poungplan in Funktion geſetzt wird man höre und ſtaune:„Fragen zweiten Ranges“. Die Lage, in der ſich Deutſchland nach dem Scheitern der Haager Konferenz befinden werde, bilde nicht den geringſten Grund zur Nerpoſität.„Je kaltblütiger ſie betrachtet wird, deſto leichter wird es gelingen, das beſte aus ihr herauszu⸗ holen.“ Wie geſagt: In Kreiſen, die ſicherlich nicht weniger verantwortungsbewußt als die Leute vom„Vorwärts“ die Dinge betrachten, vermag man ſich zu ſolch fröhlichem Opti⸗ mismus nicht aufzuzwingen. Hier herrſcht die Auffaſſung, daß wir in den nächſten Tagen und Wochen vor ſchweren Entſcheidungen ſtehen. Wenn, womit man ſchließlich ja doch rechnen muß, die deutſche Delegation, ohne daß ſie eine Schuld trifft, mit leeren Händen nach Hauſe kommen ſollte, ſo erſcheint eine innerpolitiſche Kriſe kaum mehr ver⸗ meidbar. Es iſt keineswegs die oppoſttionelle Rechtspreſſe, die der deutſchen Delegation dringend nahelegt, ſich nicht zu weiterer Nachgiebigkeit bereit zu finden. So erklärt die der Deutſchen Volkspartei naheſtehende„D. A..“:„Die deutſche Reichs⸗ regierung muß die ihr geſtellte Zumutung ablehnen, nicht einmal ernſt in Erwägung ziehen. Tut ſie das nicht, ſo hat ſie mit Herrn Briands rühmlicher Unterſtützung ſich politiſch ſelbſt vernichtet.“ Die„Germania“ appelliert„in letzter Stunde“ an die Delegation, den neuen unerhörten Zumutungen der„Opfer⸗ mächte“ gegenüber feſt zu bleiben. Im übrigen richtet das Mlannheimer General Anzeiger Nr. 388— 140. Jahrgang 9 je einſp. M. Reklamen 34.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung ühernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. ee keinen E Aus e nach Tarif, bei 0 Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40 Erſatzanſprüchen für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben oder für verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtsſtand iſt Mannheim,. Dienstag wechſelnd: Aus der Welt der Cechnik Kraftfahrzeug und Verkehr Neues vom Film. Mittwoch wechſelnd: Aus Feld und Garten Donnerstag wechſelnd: Mannheimer Frauenzeitung. Aus dem Kinderland Freitag: Wandern u. Neiſen Samstag: Aus Seit u. Leben Maunheimer Muſikzeitung „Graf zeppelin wieder unterwegs Tokio, 28. Aug.(United Preß.) Heute vormittag .18 M. E.., 15.18 Uhr japaniſche Zeit, iſt„Graf Zeppelin“ vom Flugplatz Kaſumigaura zum Fluge nach Amerika auf⸗ geſtiegen. Der geſtern nachmittag M. E. Z. bereits beabſichtigte Auf⸗ ſtieg mußte ſehr un ünſtiger Wetterverhältniſſe wegen noch⸗ mals verſchoben werden. 21574 2 RE N 45. 223** 1 4 Mbh e deuten 11 bf 27 5 2 5 2 2 5 1 8. i 20 100 160 180 7 140 120 Unüberſehbare Menſchenmengen wohnten dem Abflug det „Graf Zeppelin“ bei. Es herrſchte ein wahrer Jahrmarkts⸗ trubel. Etwa 20 000 Menſchen hatten bereits ſeit den frühen Morgenſtunden auf dem Platz ausgeharrt. Um 14 Uhr 6 Uhr Mz.) waren alle Paſſagiere an Bord und die Vorbe⸗ reitungen zum Hinausholen des Luftſchiffes waren vollendet, Es wurde jedoch auf Befehl Dr. Eckeners nochmals eine ge⸗ naue ſummariſche Reviſion vorgenommen. Um 14,55 Uhr ver⸗ ließ das Luftſchiff, von den japaniſchen Haltemannſchaften mit größter Vorſicht geführt, die Halle. Das Luftſchiff wurde daun gegen den Wind geſtellt und um Punkt 15,13 Uhr(7,13 Uhr Miez.) gab Eckener das Kommando„'Taue los!“. Das Luftſchiff erhob ſich ſchnell, zog einen Kreis über dem Flugplatz, wobei es auf 300 Meter Höhe heraufging. Der ganze Platz brauſte wieder von den jubelnden Hoch⸗Rufen der Menge, die Tücher und Papierfähnchen ſchwenkte. Ein Geſchwader japaniſcher Marineflugzeuge begleitete den Luftrieſen, ber ſich ſchnell in öſtlicher Richtung entfernte u. bereits um 15,20 Uhr den Blicken entſchwunden war. Blatt den ſcharfen aber berechtigten Vorwurf gegen den Reichsfinanzminiſter Hilferding, dem es die Hauptſchuld an der für Deutſchland ſo nachteiligen Entwicklung der Dinge im Haag beimißt.„Ohne uns in die politiſche Diskuſſion ein⸗ zulaſſen, müſſen wir doch entſchieden betonen, daß an dieſer deutſchen kataſtrophalen Stimmung die Taktik des Reichs⸗ finanzminiſters die Mitſchuld trägt, der den Poungplan aß 1. September bereits als vollzogene Tatſache in dem Reichs⸗ haushalt behandelt und dadurch die deutſche Delegation im Haag eines ſehr erheblichen Arguments beraubt, in dem er die Annahme des Youngplanes durch Deutſchland vorweg⸗ nahm.“ f Neue Konzeſſionen über den Houngplan hinaus hält auch das„Berliner Tageblatt“ für unan neh m⸗ bar. Es müſſe bei dieſen Ziffern, die letzten Ende im Reiche der Hypotheſe liegen, auch einmal eine Grenze geben, die mit Brinzipientreue verteidigt wird. Bezeichnend iſt, daß ſelbſt der„Vorwärts“ und die „Voſſiſche Zeitung“ die Annahme des franzöſiſchen Vorſchlages direkt nicht zu empfehlen wagen. Freilich(ieſt man zwiſchen den Zeilen den Wunſch, daß es, wenn auch auf Koſten Deutſchlands, zu einer Einigung kommen möge. Man merkt aus all dem, die Neben⸗ regierung iſt nicht untätig: Die Herren Breitſcheis und Bernhard weilen im Haag. Pariſer Beleuchtung der Kollekte für England“ Paris, 23. Aug.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Pertinar ſchildert heute im„Echo de Paris“ die Anſtren⸗ gungen der vier Kontinentalgläubiger England zu befriedigen in folgendem Bild: Von Delegation zu Delegation wird ein Teller herumgeboten wie beim Almoſenſammeln für die Seelen des Fegfeuers. Der Teller geht rings herum und kommt faſt leer zurück. Immer und immer wieder geht er in die Runde, hier und da hört man ein Geld⸗ ſtück klingeln, darauf erhebt ſich ein Freudengeſchrei. Wenn der Teller halbvoll iſt, trägt man ihn feierlich zum Schatz⸗ kanzler Snowden, der beiſeite ſteht und gleichmütig dieſer Kollekte zuſieht.. a Dieſer Almoſenteller wird jedoch, um im Bilde des Korre⸗ ſpondenten des„Echo de Paris“ zu bleiben, nicht nur den Kontinentalgläubigern hingehalten, ſondern auch die deut⸗ ſchen Delegierten werden dringend aufgefordert, herzhaft in den Beutel zu greifen und das Fehlende draufzulegen. Ja, mit einer wohlberechneten Wendung ſtellt die heutige Mor⸗ genpreſſe die Dinge ſo dar, als ob das Schickſal der Konferenz nun plötzlich ausſchließlich von dem guten Willen Deutſchlands abhängig wäre. Wenn Deutſchland nichts auf den Sammelteller legen wolle, ſo werde heute deſſen ganzer Inhalt auf den Tiſch geſchüttelt und jede Delegation nehme zurück, was ſie eingelegt hat, und damit werde die Konferenz geſchloſſen. „Petit Journal“ verrät, daß es Loucheur war, der zuerſt daran gedacht habe, Deutſchlan d auf zufor⸗ dern, ein Opfer zu bringen, um den Voungplan zu retten, da das Reich mehr als irgend eine andere Macht au ſeiner Durchführung intereſſiert ſei.(2) Wiederholt habe Loucheur in ſeinen privaten Beſprechungen mit den deutſchen Delegierten dieſen Gedanken geäußert. Man verlange, ſo ſchreibt„Petit Journal“, weiter von Deutſchland kein bares Geld, ſondern erſtens ſeine Zuſtimmung zur Ueber⸗ tragung eines Teils der unbedingt zu leiſtenden Annuttäten an England, zweitens den Verzicht auf den deutſchen Antetl an der Differenz zwiſchen den Dawesannuitäten und den Poungannuitäten für die letzten 5 Monate des laufenden Jahres. Es handelt ſich dabei, wie das Blatt Loucheurs feſt⸗ ſtellt, um die Geſamtſumme von 300 Millionen Mark, die einer Jahreszahlung von etwa 10 Millionen Mark ent⸗ ſpricht. Wenn alle Anteilberechtigten mit dem Verzicht auf dieſe Summe einverſtanden wären, ſo könnte dadurch allein ein Viertel der Forderung Snowdens erfüllt werden, „Wenn die deutſche Autwort negativ ausfällt,“ ſchreibt„Petit Ipurnal“ weiter,„ſo wären alle Anſtrengungen der übrigen Mächte vergeblich. Deutſchland würde eine ſchwere Verantwortung auf ſich laden. Wenn die Deutſchen ein⸗ willigen, ſo muß noch die Zuſtimmung Snowdens eingebolt werden für dieſes Angebot der 5 Mächte, das 70 v. 8. er engliſchen Forderungen darſtellt. Heute, Freitag, wird man erfahren, welchen Ausgang die Konferenz nimmt.“ „Petit Pariſien“ ſchreibt, die vier Kontinentalgläu⸗ bigerſtaaten hätten nicht deshalb Opfer gebracht um einen Bruch der Konferenz zu vermeiden, denn De utſchlan d 2. Seite. Nr. 388 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Freitag, d. allein habe Grund, einen ſolchen Bruch zu be⸗ dauern, vielmehr wollten ſie jede Entſchuldigung entkräf⸗ ten, die Snowden etwa vorbringen könnte, um die Zer⸗ ſtörung des Poungplanes zu rechtfertigen.„Petit Pariſien“ fügt hinzu:„Was Deutſchland anbetrifft, ſo hat es das größte Intereſſe am Erfolg der Konferenz, da gleichzeitig ſeine Schuld beträchtlich vermindert und das Rheinland befreit wird. Es iſt daher ſelbſtverſtändlich, daß das Reich ſich bereit erklärt, ſich an den gemeinſamen Opfern zu beteiligen.“ In welchem Maße auch immer dieſes Opfer den engliſchen Forderungen entſpricht, meint„Petit Pariſien“ zum Schluß, ſo werden die Anſtrengungen, die von den übrigen Mächten im Hinblick auf eine Verſöhnung übernommen werden, Snow⸗ den vor der öffentlichen Meinung der Welt in eine ſehr heikle Situation bringen. „Le Journal“ lüßt durchblicken, Dr. Streſemann habe eine Gelegenheit, ſich die Räumung des Rheinlandes durch ſeine Beteiligung an der„Kollekte“ für England zu ſichern. Wenn nämlich die Verwirklichung des Noung⸗ planes tatſächlich nur von den Deutſchen abhänge, ſo habe Dr. Streſemann den Vorteil für ſich, zu erklären, daß die An⸗ nahme des Poungplanes nur dann möglich ſei, wenn man ſich vorher über die Räumung des Rheinlandes an einem be⸗ ſtimmten Datum geeinigt habe. Demgegenüber verrät jedoch das„Echo de Paris“, daß bereits geſtern Briand eine deutſche Anregung für eine Beſchleunigung der Rheinlandräumung und für eine Löſung der Saarfrage zurückgewieſen habe. Wiloweſt und Wildoſt Von Prof. Dr. Waldemar Oehlke Es ſind gerade hundert Jahre her, als der wilde Weſten für die Literatur und damit für die Welt entdeckt wurde, ſamt einen Meſſern und Revolvern bei uns zuerſt durch unſern guten Gerſtäcker eingeführt. Iſt er inzwiſchen durch den ziviliſierten Oſten abgelbſt und in den Großen Ozean ge⸗ drängt worden? Nach meinen Erlebniſſen in Kalifornien und Arizona 1926 wage ich das nicht zu bejahen, im Gegen⸗ teil: Das Wilde des Weſtens ſcheint mir auf den Oſten abge⸗ färbt zu haben, wenigſtens in der Politik; denn iſt nicht ſchon der Vertrag von Verſailles eine Art Wildweſt? Muten nicht die meiſten weiteren Verhandlungen— Geldforderungen uſw. mit vorgehaltener ſchußfertiger Waffe!— bis zum Haag wildweſtlich an? Nicht bloß gegen uns; denn die New⸗ vorker Diskonterhöhung ſieht doch angeſichts des geſchwächten Londoner Geldmarkts aus wie ein romantiſcher Wildweſthieb des einen angelſächſiſchen Bruders auf den Hinterkopf des andern— Hinterkopf ſage ich, weil Herr Normann von der Bank von England kaum erſt von Newyork enttäuſcht zurück⸗ gekehrt war. Und das zu einer Zeit, in der das diesſeitige angelſächſiſche Regierungs⸗Oberhaupt dem jenſeitigen ſeinen Beſuch in Ausſicht geſtellt hat! Vielleicht ſehen Finanzkreiſe das anders an als ein ſtiller Gelehrter, der ſich noch über dergleichen wundert, weil er einſt feine hiſtoriſchen Studien durch nationalökonomiſche ergänzt hat; obwohl wir heute eigentlich alle Finanzleute ſind, denn wir haben alle Inflation ſtudiert. Wahrſcheinlich alſo ſind wildweſtliche Manieren in der Weltpolitik guter Ton ge⸗ worden. Wie ließen ſich ſonſt der neue Oelfriede zwiſchen Standard Oil und Shell und die erhoffte Flottenabrüſtung mit dem Uebrigen in Einklang bringen! Das iſt umſo glaublicher, als der eigentliche Oſten ebenfalls in wildweſtliche Bahnen eingelenkt hat. Nicht daß uns Deutſchen in der Mitte Europas gelegentliche Wildweſt⸗ Romantik in der Politik fremd geblieben wäre! Wildöſtlich aber fängt es doch erſt jenſeits der ruſſiſch⸗polniſchen Grenzen an, beſonders in Moskau, das ſchon die ganze Tonleiter menſchlicher wie unmenſchlicher Gefühle heruntergeſpielt hat, um die Welt und zumal den Fernen Oſten für kommuniſtiſche „Ideale“ zu gewinnen; bis es dann den Betroffenen immer wieder zu arg wurde, ſogar den Chineſen. Wie nun ſyllten dieſe letzteren reagieren? Sie nahmen wildweſtliche Sitten als international verbindlich an und warfen die ruſ⸗ ſiſchen Propagandiſten zweimal hinaus, im April 1927 und jetzt. Der entſcheidende Tag für dieſe letzte wildöſtliche Wen⸗ dung der Dinge war der 11. Juli ds. Is., an dem die drei chineſiſchen Häuptlinge Tſchiang Kat Schek, Tſchang Hſueh Liang und Nen Schi Schan— der ſo ſeine mit Feng Yu Hſiang geplante Auslandsreiſe fröhlich hinausſchieben durfte— in dem franzöſiſchen Hotel de Pekin zu Peiping(alias Peking) tagten. Tſchang hatte eine Schutzwache von 1500 Mandſchuren bei ſich in der Nähe; Yen aber bewies Mut, als er zu dieſem Zweck das deutſche Lazarett im ſicheren Geſandtſchaftsviertel verließ, denn das genannte Hotel liegt außerhalb. Feng ſelbſt hätte das nicht wagen dürfen: Die Gefahr, urplötzlich erſchoſ⸗ ſen zu werden, iſt auch in China nicht neueren Datums, über⸗ ragt vielmehr durch ehrwürdige Tradition erheblich die Ueber⸗ raſchungstechnik ſelbſt des wildeſten Weſtens. Da ſaßen die drei als Vertretung von Wildoſt, aber ſie hatten einen bei ſich, den man ſo nicht bezeichnen kann: Nankings klugen Außenminiſter Dr. C. T. Wang. Das iſt ein Kopf wie mein früherer Pekinger Univerſitätskollege Dr. Hu Schi, der ſo⸗ eben wieder in der oſtaſiatiſchen Preſſe die Unantaſtbarkeit des einzelnen außerhalb der Rechtſprechung fordert, auch gegen Machthaber und Regierung, wie es der Beſchluß des Kuomingtangkongreſſes am 20. April dieſes Jahres ver⸗ heißen hat. Anlaß zu ſolchen Proteſten gab und gibt die chineſiſche Soldateska, vor allem die des ſogenannten chriſtlichen Generals Feng, der nach ſeiner letzten Verwaltung der un⸗ glücklichen Provinz Honan den Beinamen Schao Kuti Tſe, zu Deutſch:„Der kleine Teufel“ erhalten hat. Wie ſehr auch die chriſtliche Miſſion von wildöſtlichen Gemütern oft mißbraucht wird, lehrt wieder das neue Werk des Vale⸗ Profeſſors James Latourette„Hiſtory of chriſtian miſſion in China“(N.., Macmillon Cie.). Chineſiſche Sol⸗ daten ſind aber ſeit jeher Chinas Leiden, beruflich dort am ja auch nicht mehr als 30 Silber⸗Dollar Taſchengeld monat⸗ lich beziehen, offiziell; das übrige„beziehen“ ſie inoffiziell, d. h. wildöſtlich, was dann ſolche Namen wie„kleiner Teufel“ erklären hilft. Wie es mit Nankings Soldaten heute ſteht, weiß ich nicht. Dieſe Dinge intereſſieren angeſichts des ruſſiſch⸗chineſiſchen Bahnſtreits, deſſen Horizont kriegeriſch bleibt, auch wenn dieſe und jene Zuſammenſtöße ein frühes Ende finden ſollten. Was das aber für Kämpfe ſind, davon macht ſich der Europäer kaum einen Begriff. Wildoſt im Kriege ſtellt wildweſtliche Barbarei und Unmenſchlichkeit denn doch noch in den Schatten. Ein ruſſiſch⸗chineſiſcher Wüſtenkrieg, ſo kurz er ſein mag, bedeutet Grauen. Kurz würde er ſein, denn Japan atmet bereits ſchneller, erleichtert und erfreut. Endlich! Nicht aus Imperialismus. Japan herrſcht eigentlich nur durch ſeine Seide, mit der es zu 60 Prozent am Weltmarkt beteiligt iſt, und mit Seide kann es ebenſowenig ſchießen wie etwa das ihm ähnliche roh⸗ ſtoffarme Italien mit Apfelſinen. Aber die Zeit drängt. Nur 800 000 Japaner leben im Ausland, obwohl Japans Bevölke⸗ rung jährlich um 1 Million wächſt, und ſeit 20 Jahren hat ſich die Mandſchurei um jährlich 1 Million zugewanderter Chine⸗ ſen vermehrt. Wäre ebendieſe Mandſchurei nur nicht zugleich auch der beſte Markt der Vereinigten Staaten, die umſo drohender ausſehen, als ſie bisher noch niemals gegen Japans mandſchuriſche Abſichten amtlich proteſtiert haben. Wie gut kennen jedoch die beiderſeitigen Konſulate einander an Ort und Stelle! Ein kleines amtliches Tele⸗ gramm aus mandſchuriſchen Orten, die ein Europäer ſonſt Die Generaldirektion der Oeſterreichiſchen Bundesbahnen teilt mit, daß am Donnerstag bei einem Eiſenbahn⸗ unglück auf der Tauernbahn vier Perſonn ge⸗ tötet worden ſind. Unter den Schwerverletzten befinden ſich keine Reichsdeutſchen, wohl aber unter den leichter Verletzten. Ueber die Kataſtrophe ſelbſt werden folgende Einzelheiten bekannt: Kurz nachdem der Schnellzug Prag—Trieſt die Station Schwar⸗ zach⸗St. Veit verlaſſen hatte, ereignete ſich der Zuſammen⸗ ſtoß. Die Unglücksſtelle liegt etwa 50 Meter vor dem erſten Tunnel. Die Hauptzahl der Getöteten und Verletzten befand ſich im Schnellzug, deſſen erſte 3 Wagen ineinandergeſchoben wurden. Die erſten Wagen des Perſonenzuges Villach Salzburg waren der Poſt⸗, Dienſt⸗ und ein Perſonen⸗ wagen, ſodaß ſeine Paſſagiere weniger in Mitleidenſchaft ge⸗ zogen wurden. Verſchlimmert wurde die Situation noch durch den Umſtand, daß der Führer der den Schnellzug ſchiebenden Lokomotive den hinter einer Kurve erfolgten Zuſammenſtoß von ſeinem Stand aus nicht hatte ſehen können. Die Hilfs⸗ züge aus Schwarzach⸗St. Veit und Villach waren ſehr raſch zur Stelle, ſodaß die Verwundeten in ganz kurzer Zeit ver⸗ bunden werden konnten. Die Schwerverletzten befinden ſich 15 Spital Schwarzach⸗St. Veit. Die Schuldfrage iſt nicht ge⸗ klärt. Die Schwerverletzten Bei dem Eiſenbahnunglück auf der Tauernbahn wurden ſchwer verletzt: Hansjörg Rainer aus Berlin⸗Grunewald, Dr. Bernhard Müller, Mittelſchullehrer in Köln/ Rhein, Kaufmann Heinrich Köhler, Krefeld, ſowie die Journaliſtin Ella Lermer, Wien. Zu den Schwerverletzten gehören noch drei Schaffner und drei Kondukteure. Die Toten und Schwerverletzten wurden nach Schwarzach—St. Veit gebracht. Der Verkehr an der Un⸗ fallſtelle wird durch Umſteigen aufrecht erhalten. 2 Die Reform der Arbeitsloſenverſicherung Berlin, 28. Aug.(Von unſerem Berliner Büro). Das Geſetz zur Reform der Arbeitsloſenverſicherung iſt, wie jetzt bekannt wird, vom Kabinett mit 714 Stimmen angenommen worden. Gegen die Vorlage haben, dem Demokratiſchen Zeitungsdienſt zufolge, außer den beiden volksparteilichen Miniſtern der Reichsernährungsminiſter Dietrich und der Reichsftnanzminiſter Hülferding ge⸗ ſtimmt. Wie vorgeſehen, find im Zuſammenhang mit den Be⸗ ratungen des ſozialpolitiſchen Ausſchuſſes interfrakttonelle Beſprechungen der Regierungsparteien eingeleitet worden, zu dem Zweck über die vom Entwurf offen gelaſſenen Streit⸗ fragen eine Einigung anzubahnen. Die erſte dieſer Sitzungen fand geſtern nachmittag ſtatt. Wie das„Berliner Tageblatt“ zu berichten weiß, ſind zwiſchen der ſozialdemokratiſchen Reichstagsfraktion und der Leitung des Allgemeinen Deut⸗ ſchen Gewerksſchaftsbundes Beſtrebungen im Gange, die auf eine Verſtändigung in der Frage der Arbeitsloſenverſiche⸗ rung abzielen und zwar auf der Baſis, daß die Beitragser⸗ höhung von ½ Prozent mit einer Befriſtung von ſechs Mo⸗ naten gutgeheißen, eine durchgreifende Reform aber auf das nächſte Jahr verſchoben werden ſoll. Zum ruſſiſch-chinefiſchen Konflikt § London, 23. Aug.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Soweit die vorliegenden Berichte aus China erkennen laſſen, verſtärkt ſich in der Mandſchurei der Wunſch, mit Rußland zu einer friedlichen Löſung zu kommen. Der Hauptgrund iſt darin zu ſuchen, daß in der geſamten Bevölkerung der Mand⸗ ſchurei Unzufriedenheit über die Ausſicht eines neuen Krieges beſteht. Man befürchtet, daß kriegeriſche Verwicklungen dem Bolſchewismus in der Mandſchurei nur Vorſchub leiſten kön⸗ nen. Infolgedeſſen hat ſich der Kommiſſär für auswärtige Angelegenheiten Tſai nach Mandſchuli begeben, um dort wenn irgend möglich die Verhandlungen mit den ruſſiſchen Vertretern wieder aufzunehmen. Dieſe Reiſe iſt das Ergebnis einer Konferenz in Mukden, an der die führenden Perſönlich⸗ keiten der Mandſchurei unter Vorſitz des Gouverneurs der Mandſchurei teilnahmen. An der ruſſiſch⸗chineſiſchen Grenze hört man fortgeſetzt Geſchützfeuer. Anſcheinend ſchicken die Ruſſen größere Erkundungsabteilungen vor, um ſich über die Stärke der chineſiſchen Verteidigung zu unterrichten. Mukden behauptet, daß weitere 50 000 Mann Ruſſen im Anmarſch ſind. * — Moskau, 23. Aug. Die ruſſiſche Telegraphenagentur berichtet, in Charbin und auf den Stationen der Oſtchina⸗ Bahn dauerten die Verhaftungen von Sowjetbürgern an. Sämtliche Schulen und öffentlichen Gebäude in Charbin ſeien zu Haftlokalen für die Ruſſen umgewandelt. In Mukden wird amtlich bekanntgegeben, daß eine be⸗ deutende Flieger⸗ und Tankabteilung der Chineſen Befehl er⸗ halten habe, ſich nach der Grenze zu begeben. Die Viehausfuhr aus Dänemark Berlin, 23. Auguſt.(Von unſerem Berliner Bürv.) Die Verhandlungen über die Einſtellung der däniſchen Viehaus⸗ fuhr in den Herbſtmonaten von Auguſt bis September haben geſtern in Berlin begonnen. Wie erinnerlich wurde ſeinerzeit vom Reichstag ein Autrag angenommen auf Einſtellung der däniſchen Viehausfuhr während dieſer Zeit, da bei dem zu denſelben Friſten ſtattfindenden Verkauf des ſchlachtreifen deutſchen Viehs die Preiſs allzu ſehr gedrückt wer⸗ weder kennt noch richtig ausſprechen als der berühmte Funke für das Pul wild ſtünde dann Oſt gegen Weſt auf. Nicht gerade Wildoſt, denn die Chi drei unkontrollierbaren Generalen dienen, den Hintergrund treten. Und China blei Feind. Der„antijapaniſche Bund“ hat z den Namen gewechſelt, indem er ſich„Bun ungleicher Verträge“ nennt, aber nur den 2 Front, worüber ſich die japaniſche Preſſe in wieder aufgeregt hat. Wilder geht es ja jetzt im Oſten zu als im nur äußerlich. Hundert Milliarden verlangt kein Volk vom andern mit Zwangsandrohung, und eine Diskonterhöhung hat der chineſiſche Bruder vom japani, nicht zu befürchten. Eiſenbahnunglück auf der Tauernbahn Zum Dinkelſcherbener Eiſeubahnunglück — Augsburg, 23. Aug. Nach einjähriger Dauer wurde nun die Vorunterſuchung wegen des Eiſenbahnunglücks bei Dinkelſcherben abgeſchloſſen. Bekanntlich wurden bei dem Unglück 16 Perſonen getötet und 56 verletzt. Die Die Staatsanwaltſchaft hat gegen Oberwerkmeiſter Michael Amler⸗ Augsburg, Hilfsweichenſteller Michael Hübler⸗ Dinkelſcherben, Betriebs⸗Werkmeiſter Chirtian Wie den⸗ ler⸗Augsburg Anklage erhoben. Den Beſchuldigten wurde die Anklageſchrift zugeſtellt und ihnen eine Friſt zur Abgabe einer Gegenerklärung eingeräumt, nach deren Abgabe der Verhandlungstermin feſtgeſetzt wird. * Schwerer Grubenunfall— 2 Todesopfer — Eſſen, 23. Aug. Am Donnerstag verunglückten auf der Schachtanlage der Rheiniſchen Stahlwerke Arenberg Fort⸗ ſetzung in Botropp zwei Bergleute, die mit der Fertig⸗ ſtellung einer Bergkippe beſchäftigt waren, dadurch tödlich, daß der Aufbau der Kippſtelle zuſammenbrach und beide be⸗ grub. Die Leichen konnten erſt nach einigen Stunden gebor⸗ gen werden. Vier Todesopfer einer Granatexploſtion — Brünn, 23. Aug. In Czeitſch bei Göding fuhr der Landwirt Surman mit Mitgliedern ſeiner Familie und einem Hilfsarbeiter Klee vom Feld heim. Beim Abladen fiel plötzlich eine Granate auf den Boden und explodierte. Die Folgen waren furchtbar. Der fünfjährige Sohn eines Arbeiters und die 16jährige Tochter des Landwirts wurden ſofort getötet, die 21jährige Tochter Surmans und der Hilfsarbeiter erlagen im Spital ihren ſchweren Verletzungen, Die Frau des Landwirtes erlitt ſchwere Verletzungen. Auf dem betreffenden Kleefelde waren vor kurzem Artillerie⸗ übungen abgehalten worden. Letzte Meldungen Berliner Inlaudsanleihe — Berlin, 23. Aug. Die Verhandlungen der Stadt Berlin mit dem von der Preußiſchen Staatsbank geführten Konſor⸗ tium über eine neue Inlandsanleihe Berlins ſind im weſent⸗ lichen abgeſchloſſen. Die neue Anleihe wird in Höhe von 40 Millionen Mark aufgelegt und iſt zu parti nach vier Jahren rückzahlbar. Der Zeichnungskurs beträgt 95 Prozent. Die Anlethe dient der Finanzierung ſozialer und kultureller Einrichtungen. Taifun über Hongkong — Paris, 23. Aug. Nach einer Havasmeldung aus Hong⸗ kong iſt die Stadt von einem Taifun heimgeſucht worden, der eine Stundengeſchwindigkeit von 200 Kilometern erreichte. Durch den hohen Wellengang wurden die Dampfer und Kriegsſchiffe gezwungen, im inneren Hafen Schutz zu ſuchen. Der Verkehr wurde unterbrochen. Durch den Sturm wurden Bäume entwurzelt und infolge des ſtarken Regens ereigneten ſich größere Erdrutſche. Exploſion an Bord eines franzöſiſchen Kreuzers — Paris, 23. Auguſt. Wie aus Toulon gemeldet wird, hat ſich an Bord des 10000 Tonnen⸗Kreuzers„Duguay⸗ Trouin“, als das Schiff die Reede verlaſſen und an der Landungsbrücke des Arſenals feſtmachen wollte, eine Explo⸗ ſionskataſtrophe ereignet, bei der drei Maate getötet und zwei verwundet wurden. Es ſoll ſich um die Exploſton eines Turbo⸗Kompreſſor⸗Hilfsmotors handeln. Man glaubt, zur Verwendung gekommenen Stahl zurückzuführen ſei. Teilnahme Macdonalds an der Völkerbundverſammlung * London, 22. Aug. Miniſterpräſident Macdonald wird ſich am 31. Auguſt nach Genf begeben, um an der Völ⸗ kerbundstagung teilzunehmen. Aufſtieg eines neuen„Sowfetlaud“ Moskau, 23. Aug.(United Preß.) Nachdem der erſte Verſuch, mit einem Flugzeug von Moskau über Sibirien nach Newyork zu fliegen, geſcheitert iſt, wurde ein neues Flugzeug ausgerüſtet, das den gleichen Namen„Sowfjetland“ führt, wie das frühere, das in der Taiga verunglückte. Heute morgen 3 Uhr 15 Ortszeit(4 Uhr 15 M3.) iſt der neue„Sowjetland“ aufgeſtiegen und hofft nachmittags in Omsk zu ſein. Streik in der indiſchen Oelinduſtrie — Kalkutta, 23. Aug. 10 000 Arbeiter der Burma Shell Oil⸗Company und der Standard Oil Company ſind geſtern in den Ausſtand getreten. Die Maunſchaft der„Quimiſtau“ gerettet — Newyork, 28. Aug. Der Dampfer„Preſident Harri⸗ ſon“ teilt funkentelegraphiſch mit, daß er die 20 köpfige Be⸗ ſatzung des deutſchen Dampfers„Ouimiſtan“, der bren⸗ nend auf dem Ozean trieb, an Bord genommen habe. Am Samstag wird„Preſident Harriſon“ in Newyork eintreffen. Der Streik im Hafen von Roſari — Buenos Aires, 23. Aug. Im Hafen von Roſari, in dem ein Dockarbeiterſtreik ausgebrochen war, wurde jetzt der den. In der geſtrigen Sitzung wurde vorerſt nur die Auf⸗ 5 faſſung der däniſchen Delegierten entgegengenommen. Generalſtreik ausgerufen. Doch beteiligen ſich daran höchſtens 5000 Arbeiter. 2 bauer ⸗ Augsburg und Hilfsweichenſteller Wilhelm Mül⸗ daß die Exploſion auf die minderwertige Beſchaffenheit des . * 5 . 8 * 2 da — ** Freitag, den 28. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) 8 8 Jr. 388 3. Selle. ene 888 * 3 Arbeitslosigkeit und Jugendlicher Von Oberregierungsrat Dr. G. Lehmann, Arbeitsamt Mannheim Im letzten Winterhalbjahr hat die Arbeitslosigkeit ſchon zum wiederholten Male ſeit Kriegsende in die weiteſten Kreiſe des Volkes große wirtſchaftliche Not gebracht. Die all⸗ gemein wenig befriedigende Wirtſchaftslage wurde verſchärft durch die Folgen des überaus harten Winters, der die Bau⸗ tätigkeit auf lange Monate ſtillegte und dadurch ſämtliche da⸗ von abhängende Gewerbezweige, Metall-, Holz⸗, Leder⸗ und Ausſtattungsgewerbe, in Mitleidenſchaft zog. Die über die arbeitende Bevölkerung hereingebrochene Kataſtrophe machte nicht halt vor dem Teile des Volkes, den man gemeinhin ſeine Zukunft zu nennen pflegt, vor ſeiner Jugend. In welch um⸗ fangreichem Maße die Jugendlichen, die ich etwa bis zum Alter von 21 Jahren hier erfaßt wiſſen möchte, gelernte und un⸗ gelernte, in Mannheim der Arbeitsloſigkeit anheimfielen, zeigen folgende Zahlen: Als Arbeitſuchende waren gemeldet: männlich weiblich am 31. Januar 1929(in runden Ziffern) 3400 1400 am 28. Februar 1929 3500 1400 am 31. März 1929 3200 1400 am 30. April 1929 2800 1500 am 31. Mai 1929 2400 1500 am 30. Juni 1929 2200 1400 Die entſprechenden Ziffern am 30. Juni des Vorjahres waren 1700 männl., 1100 weibl. Der größte Prozent⸗ ſatz entfällt auf die Jahrgänge 1821. Während bei den männlichen Arbeitsloſen die gelernten Berufe überwiegen, da ſich in dieſen Gruppen an ſich die meiſten Arbeiter befinden, iſt es bei den weiblichen Arbeitſuchenden, die größtenteils un⸗ gelernte Arbeit verrichten, umgekehrt. Wenn man die ſtatiſtiſchen Nachweiſungen einer ein⸗ gehenden Durchſicht unterzieht, dann fällt vor allem die in dieſem Jahre viel ſtärkere Arbeitsloſigkeit auf; es ſtehen z. Zt. noch 800 arbeitsloſe Jugendliche mehr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, als zum gleichen Zeit⸗ punkt im Vorjahre. Die gelernten Berufe weiſen allgemein größere Schwankungen auf. Beim ungelernten Arbeiter liegt die Sache etwas anders; die Zahl der Arbeitsloſen iſt ver⸗ hältnismäßig geringen Schwankungen unterworfen. Die meiſten Arheitsverhältniſſe, die hier eingegangen werden, ſind Aushilfsbeſchäftigungen, Gelegenheitsarbeit, Stundenverdienſt, nach deren Ausführung der Arbeitsnachweis wegen Beſchaf⸗ fung einer neuen Arbeitsgelegenheit in Anſpruch genommen wird. Beſonders ungünſtig in den gelernten Berufen liegen 3. Zt. die Verhältniſſe beim kaufmänniſchen und te ch⸗ niſchen Perſonal und im Metallgewerbe, die trotz der vorgeſchrittenen Jahreszeit mit ihrer ſonſt üblichen Indu⸗ ſtrie⸗ und Gewerbebelebung kaum eine Abnahme zeigen, wäh⸗ rend bei einigen anderen Gruppen, hauptſächlich Bau⸗ und Holzgewerbe, die Saiſonarbeit immerhin zu einer Beſſerung geführt hat. Die erſchreckend hohen Zahlen der Arbeitsloſigkeit in faſt allen Gruppen laſſen ohne weiteres die Frage entſtehen: Iſt man als gelernter oder als ungelernter Arbeiter beſſer vor Arbeitsloſigkeit geſchütztd N Es iſt leider oft ſo, oft auch nicht zu ändern, daß nach Ablauf der Lehrzeit neben dem Lehrzeugnis dem jungen Gehilfen gleichzeitig der„blaue Brief“ in die Hand gedrückt wird. Es fehlen ſomit die überaus wertvollen erſten Gehilfenjahre zur vollſtändigen Ausbildung, insbeſondere wenn der Lehrling während ſeiner Lehrzeit nicht viel über Serienarbeit hinaus⸗ gekommen iſt. Dem wirken allerdings die in den letzten Jahren in den großen Betrieben eingerichteten Lehrwerkſtätten nach Möglichkeit entgegen. Dieſe Werkſtätten ſind es auch, die das Manko der handwerklichen Ausbildung in Kriegs⸗ und Nachkriegszeit wieder gutmachen wollen. Hat nun der Jugendliche nach der Lehrzeit das Pech, längere Zeit arbeits⸗ los zu werden und keine Stelle zu finden, hauptſächlich in der Metallinduſtrie, wo entgegen den meiſten anderen Gewerbe⸗ zweigen ältere erfahrene Spezialarbeiter be⸗ vorzugt werden, dann läuft er leicht Gefahr, in den Beruf des Hilfsarbeiters hinüberzugleiten, der noch weit geringere Fortkommens möglichkeiten bietet. f Und damit kommen wir zu den Ungelernten. Ich möchte ausdrücklich betonen, daß es ſich hier nicht darum handelt, Geſellſchaftsunterſchiede aufzuzeigen, ſondern auf Grund der Erfahrungen des Arbeitsamts um eine rein praktiſche Be⸗ trachtung der Unterbringungsmöglichkeiten, der Berufsausſich⸗ ten der gelernten und ungelernten Gruppen. Wohl hat der ungelernte Jugendliche ein weit höheres Lohneinkommen, als der gleichaltrige in der Lehre befindliche junge Mann, aber er hat es nur, wenn er laufend in Arbeit ſteht, was bei der bereits geſchilderten Art der Tätigkeit dieſes Berufes nicht der Regelfall zu ſein ſcheint. In den ſpäteren Altersklaſſen iſt der Berufsloſe jedoch ganz zweifellos ſchlechter daran als ſein Kollege, der das Glück hatte, ſich in einem Beruf aus⸗ bilden zu können. Auf eine einfache Formel gebracht, kann man fagen, daß der gelernte Arbeiter, der von der Arbeitsloſigkeit ergriſſen wird, immer als Hilfsarbeiter ſein Brot verdienen kann, was umgekehrt eben nicht der Fall iſt. Wer daher von den jungen Menſchen die Möglichkeit beſitzt, wer nicht gezwungen iſt, ſchon gleich nach der Schulentlaſſung für die Familie mit⸗ zuſorgen, ſollte ſich von der ſcheinbar beſſeren Verdienſt⸗ möglichkeit nicht blenden laſſen und lieber während der Aus⸗ bildungszeit mit geringerem Lohn vorliebnehmen. Zur Milderung der durch die Arbeitsloſigkeit verurſachten Notlage greifen die finanziellen Einrichtungen der Arbeits⸗ loſenverſicherung ein. Die geldliche Hilfe genügt jedoch bei lang anhaltender Arbeitsloſigkeit nicht. Es ſind außerdem Maßnahmen notwendig, die zu gleicher Zeit geeignet ſind, erzieheriſch und arbeitsmarktpolitiſch günſtig zu wirken. Er⸗ zieheriſch, um die im gezwungenen Nichtstun liegenden— ge⸗ rade für die Großſtadtjugend beſonders ſtarken— Gefahren abzuwenden, um die mit dem erfolg⸗ und hoffuungsloſen Warten verbundene geiſtige und körperliche Depreſſion, das allmähliche Stumpfwerden, die Gleichgültigkeit zu bekämpfen. Arbeitsmarktpolitiſch, um den Verluſt von Kenntniſſen und Fähigkeiten— das größte Hemmnis für die Vermittlung— hintan zu halten, alſo das vorhandene Wiſſen zu erhalten und zu feſtigen, dann aber auch, um mangelnde Kenntniſſe zu ver⸗ mitteln, die für eine Unterbringung in Arbeit Vorausſetzung ſind. Beide Ziele werden am eheſten erreicht durch berufliche Aus⸗ und Fortbildungsveranſtaltungen die dem Arbeitſuchenden eine befriedigende Beſchäftigung geben, darüber hinaus durch die Förderung der Arbeitsver⸗ mittlungsfähigkeit ein wirkſames Mittel der Bekämpfung der Arbeitsloſigkeit ſind. Dieſe Erwägungen haben das Arbeitsamt Mannheim ſchon vor Jahren veranlaßt, derartige Fortbildungseinrich⸗ tungen zu ſchaffen. Die erſten Maßnahmen galten dem Heer der Stellenloſen, oft mangelhaft ausgebildeten jüngeren Angeſtellten, die die Inflationsperiode und die Rationali⸗ ſierung der kaufmänniſchen Betriebe zurückgelaſſen hatten. Es wurden Kurſe in Kurzſchrift, Maſchinenſchreiben, Buchführung und Korreſpondenz, in den folgenden Jahren Fremdſprachen, Waren⸗ und Verkaufskunde, Schaufenſterdekoration, Plakat⸗ ſchrift durchgeführt. Für Facharbeiter wurden in den letzten Jahren praktiſche und theoretiſche Fortbildungskurſe für Elek⸗ tromonteure, Spengler, und Inſtallateure, Former und Kern⸗ macher, Modellſchreiner, Maler, Polſterer und Tapeziere und Buchbinder, ſowie Spezialkurſe für Schneider und Autogen⸗ ſchweißer veranſtaltet. Die Hilfsarbeiter nahmen an Kurſen in Deutſch, Rechnen, Wirtſchaftskunde und Staatsverfaſſung teil. Für die weiblichen Arbeitsloſen, vornehmlich für ungelernte Jugendliche, wurden ⸗Koch⸗, Näh⸗ und Kranken⸗ pflegekurſe eingerichtet. Während der erzieheriſche Wert der Veranſtaltungen unzweifelhaft iſt, kann der praktiſche Nutzen für den Arbeitsmarkt zahlenmäßig nur ſchätzungsweiſe erfaßt werden; er iſt auch in den einzelnen Gruppen verſchieden. Nach den gemachten Erfahrungen und Beobachtungen kann mit gutem Grund behauptet werden, daß die gebotenen Ausbil⸗ dungsmöglichkeiten allgemein eine Erleichterung des Wiedereintritts ins Berufsleben bewirken. Es wären in dieſem Zuſammenhange noch eine ganze Reihe von Maßnahmen anzuführen, mit denen man der Ar⸗ beitsloſigkeit der Jugendlichen entgegentritt, worunter auch Nachlfahrt„D 1313 Von Paul Bergenholt Die Bahnhofshalle liegt unter den kalkweißen Lichtkegeln hoher Bogenlampen, die den Geſichtern der Reiſenden ſchat⸗ tige Bleichheit, ihren haſtenden Bewegungen etwas Schemen⸗ haftes geben. Es ſind nicht grade ſehr viele Menſchen, die dieſe nächtliche Fahrt machen wollen, aber immerhin ſind es ſoviele, daß ſie wie eine dunkle Traube vor der Bahnſteig⸗ ſperre hängen, die noch verſchloſſen iſt. Einzelne ſprechen noch mit ihren Angehörigen. Mahnun⸗ gen und kleine Wünſche werden laut. Hier und da ſchwirrt noch das Tagesgeſchäft in die ſpäte Stunde. Aber als der Schaffner in der Sperre erſcheint, iſt es ſchon ſo, als ſprächen die Menſchen aneinander vorbei ins Unbekannte, Abenteuer⸗ liche. Dann ſtürmen ſtie vor. Das gemeinſame Warten im Zwang des Bahnſteigs wird zu egoiſtiſcher Haſt. „Welch lächerliches Schauſpiel!“.. Hat das jemand laut gerufen?... Etliche ſehen ſich verwundert um und tun lang⸗ ſamer. Aber nur zwei⸗drei Schritte.— Dann iſts wieder das Alte.— Verſchnaufendes Zögern tritt erſt ein, als jeder für ſich und ſein Gepäck den vermeintlich beſten Platz erwiſcht hat. Da erſt lehnen ſich befriedigt lächelnde Geſichter aus den Fen⸗ ſtern, zu ſehen, wer noch nachhinkt. Aber da iſt auf einmal eine deutliche Stimme:„Die Hauptſache iſt doch, daß man ans Ziel kommt! Auf welchem Platz?... Das iſt ganz nebenſächlich!“— Alle blicken geſpannt den Zug entlang von Fenſter zu Fenſter: „Haſt du das geſagt?“— Au den Wänden des Lichtſchachtes, in dem der Zug hält, mauert ſich die Finſternis auf. Darin fängt ſich der Gedanke:„Irgendwer muß das doch geſagt haben!“ Es iſt aber niemand da. Und nun laſtet das Schweigen umſo mehr, als ein Eiſenbahner den Zug ſehr bedächtig mit einem Hammer abklopft, wie der Arzt den Bruſtkorb eines Menſchen. Sichernd greift er an die Kuppelungen und die Verbindungen der Knorr⸗Weſtinghouſe⸗Bremſe. Einer ruft luſtig:„Iſt alles geſund?“— Der Kontroller lächelt ein wenig und fühlt noch feſter an die Adern des Zuges. Plötzlich iſt da ein letzter Gaſt:„Ein ſonderbarer Menſch!“ denken die, die ihn beobachten. Er trägt eine Aktenmappe in der einen, den Schlapphut in der auderen Hand. Rötliches die Vermittlung in leichtere landwirtſchafk⸗ liche Stellen zu nennen wäre. Alle dieſe Dinge können natürlich nicht eine radikale Beſſerung herbeiführen, die für den Jugendlichen erſt daun kommen wird, wenn die wirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe ganz allgemein eine Aenderung zum Beſſeren erfahren werden. Außerdem ſind alle dieſe Mittel, die der Arbeitsloſigkeit ſteuern ſollen oder ſie zumindeſt mil⸗ dern, ſei es geldlicher Art, ſei es Fortbildung, Beſchäftigung und dergl. nur geeignet, das vorhandene Uebel etwas zu lindern. Hauptaufgabe wird jedoch bleiben, hier vorbeugend einzugreifen, das hierzu geeignete Inſtrument, die Berufsberatung iſt deshalb auch als eine der wichtigſten Aufgaben in das Ge⸗ ſamttätigkeitsgebiet des Arbeitsamtes eingeordnet. Die fortſchreitende Induſtrialiſierung hat eine weitgehende Arbeitsteilung hervorgebracht, wodurch ein äußerſt feingeglie⸗ dertes und vielgeſtaltiges Berufsleben entſtanden iſt. Die früher einfache Berufswahl iſt dadurch außerordentlich er⸗ ſchwert worden. Die Unüberſichtlichkeit der Berufe, die Un⸗ kenntnis über ihre Auforderungen und Ausſichten, aber auch die ſchwierigen wirtſchaftlichen Verhältniſſe des einzelnen haben leicht Fehlgriffe bei der Berufswahl zur Folge. Es iſt⸗ eine unpartetiſche Stelle erforderlich, die die Wirtſchaft und die Berufe kennt, die die Neigung und die Eignung zum Be⸗ ruf, die in dem jungen Menſchen liegen, feſtſtellt und bei vor⸗ ſichtiger Abwägung aller dieſer Momente die Berufsguführung vornimmt, mit dem Endzweck, den Schulentlaſſenen einen Be⸗ ruf zu geben, der ihnen eine ſpätere Exiſtenz ermöglicht, der ihnen aber auch zum Lebensinhalt wird. Nicht nur dey Menſch, auch die Wirtſchaft braucht eine ſolche Einrichtung. Die vielen Arbeitsmarktkriſen in den letzten Jahren, die Ueberfüllung in einzelnen, vor allem in den ungelernten Be⸗ rufen, auf der Gegenſeite der häufige Mangel an tüchtigen Facharbeitern erfordern vorbeugende Maßnahmen zur Regu⸗ lierung des Arbeitsmarktes, die ſchon bei der Berufswahl ein⸗ ſetzen müſſen. Unſer ganzes Streben muß darauf hinausgehen, den Fra⸗ gen des Berufslebens der Jugendlichen mehr Aufmerkſamkeit zuzuwenden, als wir in den Jahren eines mächtigen Wirt⸗ ſchaftsaufſchwunges für notwendig hielten. Die Berufsberatung hat bereits ſehr viel dazu bei⸗ getragen, daß die Sorgloſigkeit, mit der man bisher das Berufsſchickſal aufzufaſſen pflegte, zu ſchwinden beginnt Durch umfangreiche berufskundliche Sammlungen, durch ſtete Verbindung mit der Wirtſchaft, Beobachtung des Arbeits⸗ marktes, durch Erfaſſung des Lehrſtellenmarktes wird die Be⸗ rufsberatung in der Lage ſein, die wirtſchaftliche Seite bei der Berufswahl zu beurteilen. So wichtig dieſe auch ſein mag, entſcheidender für den Berufserfolg werden letzten Endes doch die Eignung und Neigung des Ratſuchenden ſein. Außerdem ſind die Wünſche der Eltern, das Schulzeugnis, die Angaben über den Charakter des Schülers und das ärztliche Unter ſuchungsergebnis zu berückſichtigen. Ueber den Wert des Schulzeugniſſes iſt hier kein Wort zu verlieren, wie wichtig aber auch das ärztliche Zeugnis iſt, das darüber urteilt, ob der Jugendliche zum gewünſchten Beruf geeignet iſt, ſollem nachſtehend einige Ziffern beweiſen. Es ſind die Ergebniſſe der im Jahre 1928 ſchulärztlich unterſuchten männlichen Schü⸗ ler der Abgangsklaſſen des Stadtbezirks Mannheim, Von den 1950 unterſuchten Schülern waren für jeden Beruf geeignet 1078, an allgemeiner Körperſchwäche litten 373, au Krankheiten der Lungen 18, an Krankheiten der Kreislauforgane 69, an Krankheiten des Knochengerüſtes 79, an Krankheiten der Augen und Brechungsfehler 366, an Krankheiten der Ohren und Schwerhörigkeit 67, an ſonſtigen Kraukheiten 87. 1 Aus dieſen Zahlen ergibt ſich, daß von der Geſamtzahl der Jungen 872 beanſtandet wurden, die mit insgeſamt 1040 körperlichen oder geiſtigen Schäden behaftet waren. Wir ſehen alſo, daß die Aeußerungen der Lehrer und der Aerzte von größter Bedeutung für die Feſtſtellung der Berufseignung ſind. Ferner verſucht die Berufsberatung als weiteres Hilfs⸗ mittel die 8 Haar brennt wie eine kleine Flamme in der Stirnwölbung, unter der tiefe Augen glimmen, als müßten ſie das ſchatten⸗ zerriſſene Geſicht matt erhellen.— Ohne Haſt ſteht er und hebt die verſonnen fragenden Augen zu einem der Nummern⸗ ſchilder des Zuges, und ſenkt ſie wieder in das Grau des Aſphaltbelags. Dabei iſts, als bebe der ſchmächtige Körper mit einem Mal in jedem Nerv. „D 13131“.. auch das hat keiner geſagt!.. Oder doch?... Oder hat es jemand nur gedacht?. Niemand weiß das ſo recht!... Aber in dem Augenblick, in dem der merkwürdige Gaſt in einem Abteil ſtill einen freien Eckplatz nimmt, ahnt es der ganze Zug:„D 13131“.. Leiſe denkt jemand:„13 iſt Unglückszahl!“.. Ein anderer:„Zwei⸗ mal 13 iſt doppeltes Unheil!“... Wieder einer addiert aus 13 und 13 ſechsundzwanzig, oder aus der Querſumme 8, aus der einſtelligen Multiplikation 9 und aus der zweiſtelligen 169... Es iſt töricht, geradezu grotesk, iſt heller Blöd⸗ ſinn!... Iſt es denn nicht ganz egal, welche Nummer dieſer Zug trägt?!!! Ja.— Und dennoch iſt plötzlich eine geheimnisvoll laſtende Spannung im Zuge, der wie beſeſſen durch die Nacht donnert. Er ſpeit die Schienen unter ſich, frißt die Kilometer in ſich hinein und ſpült den gefräßigen Rachen nach mit Barrieren, kleinen Häuschen daran, rasenden Telegraphen⸗ ſtangen, mit Feldern und Wäldern und Flußausſchnftten, die geſpenſtiſch ſchnelle Lichtvierecke werden. „Es iſt furchtbar!“ erſchauert eine Stimme in dem Abteil, in dem der Merkwürdige auf ſeinem Eckplatz ſitzt. Keiner fragt:„Was denn?“ Aber die Augen des ſtillen Mannes fordern von den Lippen Antwort:„Das geſtrige Zugunglück!“ Einer ſagt: Die Ueberlaſtung des Perſonals iſt unglaub⸗ lich!... Daß Derartiges paſſiert, iſt unausbleiblich!.. Ge⸗ legentlich wenigſtens!“, begründet, beunruhigt und beruhigt er zugleich. Da fallen in die Stille plötzlich Laute:„Man ſollte ſich klar darüber ſein, daß Arbeitsüberlaſtung und Dawes nur ſekundär verantwortlich ſind!“.— Alle blicken in die Ecke, in der der Merkwürdige ſitzt und lieſt und ſphinxhaft lächelt. Der verkniffene Mund ſchweigt. Und doch klingts ganz deutlich in den kleinen Raum:„Menſchenſchickſal!, Immer iſt der Tod das Eude! Man weiß nicht wp und wie und wann! Das kann auf jeder Straße ſein!.. Ein Auto, ein Dach⸗ ziegel, eine Obſtſchale, ein Tomatenquark, ein Nichts die Ur⸗ ſache!... Oder ein Gehirnfaden ſetzt aus. Das kleinſte Minus gedanklicher Konzentration genügt: kreiſel iſt abgelaufen!... Schickſal, meine Damen Herren!.. Weiter nichts!“ Niemand hat das geſagt. Vielleicht hat der merkwürdige Mann es ſo laut gedacht, daß es jeder im Zuge jetzt hören muß!... Der Zug aber raſt und frißt und ſpült den fauchen⸗ den Rachen. Bisweilen fliegen ſchnelligkeitswinzige Bahn⸗ höfe an die Fenſter: Vorbei! Vorbei!.. Und es mag ſein, daß der Gedanke durch den ganzen Zug ſchwingt bis vorne zur Feuerung der Lokomotive, wo die Männer durch die ovalen Scheiben in die zerfreſſene Nacht ſpähen. Ihre Augen brennen ſich feſt auf Strecke, Weichen und Signale! Ihr Blut hämmert in den Adern! Und es iſt, als ſpringe das Gebankengeſpenſt des Zuges qualvoll in ihr Hirn! Und plötzlich reißen ſie die Hebel herum, bremſen unter Konterdampf, zittern in jedem Nerv, ſind bleich wie der Tod ſelbſt, der draußen vor der Einfahrt in einen kleinen Bahu⸗ hof auf der Strecke lauert!... Ein böſes Knirſchen ſprüht aus der raſenden Maſſe, die mählich verhält!. Hart in einer falſchen Weiche!. In zerwühlte, wirre Gedanken⸗ fetzen ſchreit es ſchrill:„D 13131“. Die Fahrgäſte rucken ſchmerzhaft zuſammen!.. Noch ein Aufbäumen. Dann hält das Stahlungetüm. Die Reiſenden ſchauen verzerrt aus den herabgeriſſenen Fenſternl.. Ein nottiefes Atmen ſchauert durch den Zugl. In den in die Nacht fragenden Stimmen bebt noch alle Qual: „Wo ſind wir hier? Schaffner, ſo antworten Sie doch!“... Der tut eine mühſelig beruhigende Handbewegung:„Keine Aufregung mehrl. Es iſt alles in Ordnung!. Bitte wieder Platz nehmen!“. Da dringt eine befreite Entſpannung durch und iſt wie ein Weinen und ein Lachen. Dringt auch in das Abteil, in und das der ſonderbare Gaſt zuletzt einſtieg, Irgendwer hat eine unbeherrſchte Freude: Er ſtößt den Schweigſamen an, rüttel ihn und ruft ganz laut!. Der aber rührt ſich nicht. Der Nachtwind hat die Gardine über ſein Geſicht geweht Der Freudige nimmt ſie behutſam fortl. Da ſitzt der Mann unter den Geretteten und lächelt ſtumm Lächelk weiſe und befreit in das Ferne und Fremde, das die Lebenden nicht kennen. 5 Und der Lebens⸗ Warum halten wir denn? 4. Seite. Nr. 388 ktag, den 23. Auguſt 1929 Eignungsprüfung i den Dienſt ihrer Beratung erforſchen kein Schulwiſſen chende die für den g (äigenſchaften und 8 zedächtnis 18 der C zeruf, e 28 Ar zu ſtellen. ſtellen ſondern Fäh ünſche naben, ernen: und Fa 8 el e 139, Baus iftſetzer und Buch Kaufmann der B 1 5 8 r Bei baufleute, och glauben, zerdienen zu kö beliebten Ber jers, auch die des Be eberufen geworden — ee. Das Arbeiten mit Inhaber denkbar einfach und be Kontos erhält er von der betreffe Girokaſſe, Girozentrale, Landesb ur kann. Zahlungen Waſſergeld Hat der Kontoinhaber ve [mäßig wiederkehrende I an beſtimmten Terminen zu leiſten, wie Steueri uſw. ſo kann er mit dieſen Zahlungen durch einmaligen Auf⸗ trag ein für allemal die Sparkaſſe betrauen und iſt ſo von der Ueberwachung der Termine entbunden. Hat er zu gleicher Zeit eine ganze Reihe von Zahlungen zu leiſten, ſo benutzt er zweckmäßig die ſogenannte kleine Girokarte. Dafür benutzt er dann den ſogenannten„Sammelauftrag“ unter Beifügung der Girokarten für die einzelnen Empfänger. CC Slädltiſche Nachri Burgenbau Man braucht nicht gerade an ſeinen Kindern die Möglichkeit zu die See zu reiſen, um geben, ſchöne Burgen zu bauen. Burgen kann man auch in Mannheim bauen. Nicht nur aus Sand, ſondern auch aus Steinen. Wenn es auch Rur Kleinplaſterſteine ſind, die für den Straßenbau Ver⸗ wendung finden. Am Ende der Dammſtraße wird geplaſtert. Die Jugend hat ſich der kleinen viereckigen Steine, die noch nicht benötigt werden, bemächtigt. Baut nun Burgen. Mit Zinnen, Schießſcharten und allem möglichen K omfopt. Kleine Steine gibt es genug, um ſich gegenſeitig zu bewerfen. Aber man wirft nicht gerade mit der Hand. Das wäre zu proſaiſch. Des hätte keinen Reiz. Man hat ſich dünne Hlasröhrchen beſorgt und bläßt nun die Steinchen dem Gegner in ſeine Burg. Doch von langem Beſtand ſind die Burgen nicht. Es finden ſich immer nach„Betriebsſchluß“ Kameraden ein, die dafür ſorgen, daß kein Stein auf dem andern bleibt. Gründlich wird alles zerſtört. Doch was ſchadet es. Am anderen Morgen wird alles neu aufgebaut. Vielleicht Noch ſchöner. Man hat ja ſo viel Zeit. Es ſind ja Ferien. Doch eines Tages wird die ganze Herrlichkeit ein Ende haben. Die Steine werden für das Reſtſtück der Straße benötigt werden. Sie werden hübſch nebeneinander in die Straße geklopft wer⸗ Die Beratung allein bliebe Stückwerk, wenn nicht der Un⸗ gegebene Rat auch in die Tat umgeſetzt werden trennbar mit der Beratung iſt daher die könnte. hen du e ſich einigerm ielleicht auch der Ae entwickelt, den A ten wird. nge über die ein guten Ueberb Ueberweiſungen ei kaſſe keine Gebü noch zu der Ver der Kont nen Gef ſorgen, daß ziehungen nutzen. ſelbſt ein Rechnungen uſw. zweckmä den nicht an dieſe ſonen ermöglicht, lick eines Kontoinhal erhoben, ein inſung hinzutritt. Zweckmä durch eine entſprechende Au (Briefe, Re ſonen und Firmen, Konto kennen uſw.) dafür mit denen er in Be⸗ und c ngen be⸗ Geld von jemand n, der nicht irokonto t, ſo fügt er ſeiner g einen Zahlſchein bei, der es auch 5 Ueberweiſun 3 angeſchloſſenen Per⸗ inzahlungen auf Spargirokon klaren ungen ahlunge Hat er ſolches Spargti Unterhe Jugend wird den. Die Wird höch⸗ ſtens noch manchmal flüchtig daran denken: Es iſt ſchön ge⸗ weſen. 0 andere Spiele ſpielen. * * Temperaturzunahme. Eine Temperaturſteigerung iſt feſtzuſtellen. In der vergaugenen Nacht betrug das Minimum 14 Grad C.(gegen 11,2 Grad C. in der Nacht zum Donners⸗ tag). Heute früh wurden 15,6 Grad C.(13 Grad.) ſeſt⸗ geſtellt. Die Höchſttemperatur ſteigerte ſich geſtern von 20,5 Grad C. am Mi) auf 22 Grad C aufgehört hat, darf damit gerechnet normalen Wärmegraden entgegenge Da auch der Regen daß wir- wieder Tätigkeit der Berufsfeuerwehr. Im Juli wurde die Berufsfeuerwehr im ganzen 33 mal alarmiert. In Fällen handelte es ſich um Großfeuer, in 5 Fällen um Mittelfeuer, in 7 Fällen um Kleinfeuer und in 18 Fällen um ſonſtige Hilfeleiſtungen. Mit dem Krankentraus port ⸗ wagen wurden 369 Transporte durchgeführt. * Preußiſch⸗Süddeutſche Klaſſenlotterie, nerstag⸗Vormittagzlehung wurden Gewinuen ausgel Nru. 67 162. 147 Nr. 222028. 10 Gewinne zu je In der Don⸗ von größeren Gewinne zu je 10000 Mark auf die 39.652, 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf 22028. 3000 Mark auf die Nrn. 176 084, 182 849, 210 003, 314 544, 378 387, in der Nachmittags⸗ stehung 2 Gewinne zu je 10000 Mark auf Nr. 285 8g, 2 Gewinne zu je 5000 Mark auf Nr. 266 579, 8 Gewinne Zu je 3000 Mark auf die Nrn. 187 194 723, 334 738, 376 356. (Ohne Gewähr.) 76 2795 jedoch auch Diers ern n ſolleu ſie nicht a indeabteil neuen Bekannt⸗ andere auf einmal aus weil er näm⸗ Wellen nicht Er hat auf⸗ wird abgelöſt rachtet in der h aufbläſt und einmal anerkannt ſonſt ve „wo er ſie er nun wird, bloß um der enſchaft willen, nicht waſſerſcheu zu ſein. Teddy 1 Gummikavalier dieſen kurzen Fli ſeiner Her 1 t verträumt und verlaſſen in iner Urla D N Auf weggeworfenen faulen g vor 1 auf dem h⸗ Neckarau ſo ungl 8 J )herarm brach. Die Verletzte inken zohnung in Neckarau gebracht zu ihrer W̃ ie Kinder vor Feuerzeug! Unbeaufſichtigt ſpie⸗ deten geſtern mittag im Schloßgarten die ſie jedenfalls zuhauſe weggenommen jähriges de das eine große blaue trug, hatte be Haarband Feuer ge⸗ cherweiſe wurde rechtzeitig bemerkt, Inglück ver wurde. s am es noch den ſodaß ein 145 137484 1 0 der Reſerve 111er Am 14. Septem werden die Angehörigen des ehemaligen Reſ.⸗In.⸗ Regt 111 in Villingen eine Wieder⸗ ſehensfeier vere verſammlung der Off ſtalten. imstags findet zunächſt die Haupt⸗ izters vereinigung ſtatt, der Sonntags die Wie⸗ eier folgt, zu der ſämtliche Unteroffiziere und Mannſchaf⸗ ten eingeladen ſind. derſehe N * Geſangs⸗ und N vorträge im Krankenhaus. Am Sonntag, 18. Auguſt, hat der Geſang verein Frohſinn Feuden⸗ heim im Krankenhaus geſungen. Im Lungenſpital hat die Ban ⸗ doneon kapelle Trio am 24. Juli und 14. Auguſt Muſikſtücke vorgetragen. * Neber die Zweckmäßigkeit des Einbaues von Fiſchtreppen an den Stauwerken der Neckarkanaliſation ſind des Oefteren in Fach⸗ wie Laienkreiſen die Anſichten nicht übereinſtimmend. Der Fiſch⸗ zucht Verein Mannheim E. V. hat daher Veranlaſſung ge⸗ i glieder und Intereſſenten des Fiſchereiſportes auf n, um e tigung der ein⸗ ſſe auf der Strecke Mannheim. Heidelberg cher Gelegenheit der Badiſche Landesftſcherei⸗ Regierungsrat Dr. Koch, über die Notwendigkeit agen zum Zwecke der Aufſtiegs möglichkeit der Fiſche e den Beweis ringen wird. Die Abfahrt des Bootes„Anita Maria“ zur Beſichtigung erfolgt um 13,45 Uhr ober⸗ halb der Friedrichsbrücke. . Sonntag, Be ſi ſachverſtär der Fiſchp 5 G Braſilianiſche Reyne in Ludwigshafen. Direktion des Ufa⸗Palaſtes hat die zur Zeit auf einer Tournee durch Deutſch⸗ land befindliche„Braſilianiſche Repue“ auf einige Tage ver⸗ pflichtet. Ueber 40 Mitwirkende verſchiedener Nationen, weiße, gelbe, braune, ſchwarze Menſchen, die 20 berühmten Doorlay⸗Tanzgirls, Tänzer, Tänzerinnen, Laſſ ſierte Hund he Feuerfreſſer, alles wirbelt kaleidoſkopartig über die Bühne auer völlig gefangen. Im Mit⸗ telpunkt der Reyue ſteht die weltberühnrte indianiſche Schlangentän⸗ zerin Saſcha Morgo wa, die in nicht weniger als 9 Sprachen ihr Publikum unterhält. Die N 5 5 er 5 re IN ee N eee eee eee eee— 85 . 5 8 durch Bahnhöfe, deren Namen ich kaum kannte, mit Hilfe von Exaktheit gymnaſtiſchen Tanzes dernier eri— was gibt Improvisationen im Auguſt Von Oscar Bie Der Auguſt iſt für den Schriftſteller die Zeit nicht des Be⸗ richtens oder Kritiſierens, es iſt die ſchönere Zeit des Träu⸗ mens und des Spielens. Es iſt die Dämmerſtunde eines Be⸗ Tufs. Er ſitzt am Klavier ſeiner Erinnerungen und Eindrücke und improviſiert allein und ſtill für ſich von der Laune des Einfalls getrieben bald in Bachſcher Kontrapunktik, um ſich ein bißchen feſt zu machen, bald in Schumannſcher Lyrik, um das Gefühl ganz auszugenießen, bald in weicher Wiener Wal⸗ zerei, und plötzlich in den ſcharfen Jazzrhythmen, die ihm modernes Feuer in die Glieder führen. Woran er dabei denkt, iſt gleichgültig. Er beginnt aus dem Nichts heraus und ſchließt, wenn der Atem verpufft iſt. Bilder ſchweben ihm or aus dem ablaufenden Sommer, er ſieht ſich von der Mu gem Horizont ſtundenlang Corvigliahütte über St. Moritz Unendliche grüne Matten vor ſch langſam zum bevölkerten See rab wandeln, an jeder Ecke ſein Gemüt ausſtrahlend in unbekannte und lieber nicht z enträtſelnde Fernen der Zuki und ſieht ſich acht Tage ſpäter auf märkiſchen Seen im elboot unter der Perſenning Freiheit des nach im Körpers in einem Klima, das r jeden ſicher verſprechen kann. 1 oder ſo, ſein ſt ſpielt auf dieſen Dingen, die wandelbar ſind und die Schärfe der Kritik nicht vertragen. Sie exiſtieren Rur im Moment des Erlebens und verlieren ihre Bedeutung in der Erzählung. die Sonne nicht f 1 2 o 92 Ich bin plötzlich auf dem Dach des neuen Waren⸗ hauſes Karſtadt in Neukölln, das früher den charak⸗ tervolleren Namen Rirdorf trug. Tauſende von Menſchen ſitzen in dieſem größten Dachreſtaurant Berlins, in Hallen, int Freien, zwiſchen ungeheuren Blumenbeeten, zwiſchen den ſteilen, gradlinigen Türmen, die dieſe modernſte vertikale Architektur krönen— ſie iſt anonym entſtanden, im Büro des Hauſes entworfen und in ihrer geradezu archaiſchen Strenge doch ſo einheitlich und ſelbſtverſtändlich, daß ſie ein Beweis wird für die bereits erreichte Unperſönlichkeit des heutigen Bauſtils der Sachlichkeit und der mathematiſchen Konſtruk⸗ Een. Wie ein Fremder kam ich d 2 2 ahin, auf Untergrundlinien, „und Andacht durch t [eine hat ja Wir hatten auch einmal einen Fi er die Stadt als Arbeit kleinen Landkarten, neugierig herumfragend, auf Rolltreppen hinaufgeſchoben durch dies klarſte und disponierteſte aller Berliner Warenhäuſer. Einen Obulus nimmt man mir ab zum Beſuch des Daches— man denke, es müſſen ſchon Mil⸗ lionen Oboli geweſen ſein. Ein Sitzplatz wird nicht garan⸗ tiert, aber eine Ausſicht über die Stadt von Südoſten her. Die Ausſicht iſt weit und ſcheußlich. Berlin iſt von hier eine Maſſe von melancholiſchen Dächern, unterbrochen von einigen ſpitzen Türmen und Schornſteinen. Ich denke an einen Film, den ich neulich ſah, Film von Paris, aufgenommen von dem Maler Sauvage als Album pariſeriſcher Stadtrhythmen. So lange die Theater noch ſchweigen, habe ich Zeit für Filme, die ich für ihre ſtumme Vorbereitung nehme. Stumm? Da ſitze ich im Tonfilm des Singing Fool(„Der ſingende Narr“!), überraſchend in der Technik, aber noch gemiſcht gus altem Film mit leitender Muſik und neuem Sprech⸗ film, noch unorganiſch, weit übertroffen von dem Gi litonfilm, ganze Szene aus der Cavalleria mit unglaublich illu⸗ ſoriſcher Photographie des Tons und der Bühne— und doch glaube ichen an die Gefahr für Opernhäuſer, es bleibt bei allem ein Abſtand der Mechanik, der eher dazu reizt, das wirk⸗ liche Leben der Bühne aufzuſuchen, als es vernichtet. Aber ich wollte von Paris ſprechen. Sauvage macht einige Aufnahme ohne doch ganz den Rhythmus der Stadt zu treffen. wie keine andere Straßen, die kerzengerade eile die Stauungen der Rue de la Paix, den W̃ die unterbrochene Flut der Boulevards, kinematographiſch zu faſſen, ein unendlich l der Stadt auch zu verſchiedenen Stunden. Der Film von Sauvage regt zu dieſer Kunſt mehr an erfüllt. er ſie 1 Arb dichte alle möglichen Filme hier e alls. Berlin tanzt nicht, ſpielt nicht Theater, es rollt geſchäftig durcheinander. Die Schornſteine ſind Wahrzeichen, Kirchen nur Konzeſſionen. Und abends in der Scala. Gern wieder einmal. Von Zeit zu Zeit köntrolllert man an der Artiſtik den Stand der Dinge, weil ſie die Probleme zur Spitze der Technik treibt. Paris iſt Tanz. Dies Tänzerpaax aus dem Caſino de Paris, Horame und Myrkill iſt die Vollendung in der Phantaſie und tig gab 21 es ſo für Tänzer in Varfetés, kaum gekannt, die alle unſre Bühnenſtars glatt an die Wand drücken. England iſt Clowne⸗ rie. Ein fabelhaft begabtes Weib grimaſſiert ihre Chanſons auf einer balancierten Leiter ſchwebend, trällert und lacht in den unmöglichſten Situationen immer weiter ihren Spott, bisweilen hat ſie etwas von der Baker, wie ein anderer etwas vom Raſtelli nimmt oder vom Reſo, Führer des Jonglierens mit Hand und mit Fuß. Amerika iſt Jazz. Ich höre die Re⸗ vellers, das berühmteſte, das beſtbezahlte Männergeſangs⸗ quartett. Sie ſingen ſchnurrige und ernſte Kompoſitionen von Geiſt und Qualität, werfen ihre Stimmen gegeneinander wie impropiſierte Töne und haben doch den Jazz zu einer muſt⸗ kaliſchen Kultur verfeinert, die die Varieteebühne zum Kon⸗ zertpodium macht. Der Tanz iſt ſtumm. Die Groteske iſt engliſch. Deutſchland hat keinen Beitrag auch zu dieſem Varieté geliefert. Gute Nacht. in Niebergall⸗Denkmal. t: Durch die heſſiſche durch andere Freunde der SEndli wird gemeld ſchaft und Aus Darmſtadt Spielgemein⸗ für das Denkmal, haben ſoll, vorliegt, hat die das die Form eines Brunnens Stadt zwecks der Annahme der zur Aufſtellung des Brunnens in der Altſtadt Darmſtadts er⸗ Schenkung die Genehmigung auf der ſogenannten„Inſel“ rain teilt. 2 Die ſumeriſchen A N dabungen in Buchform. Im An⸗ ſchluß an den vor kurzer Zeit in unſerer Zeitung erſchiene⸗ nen ſatz„Die Sintflut unter Glas“ wird es intereſfieren, daß die Franck'ſche Verlags bu ch⸗ handlung in Stuttgart im Herbſt dieſes Jahres de authentiſchen Bericht des peditionsleiters der engliſch⸗ame⸗ rikaniſchen Ausgrabung pebition in Ur über die wert⸗ vollen und bedeutenden Funde bei den Ausgrabungen ver⸗ öffentlichen wird. Die Funde in Ur ſind ja weit älter, als zum Beiſpiel die im Grabe Tut⸗ ench⸗Amuns und dement⸗ ſprechend für die menſchliche Frühgeſchichte bedeutungsvoller. Es ſind ganz erſtauyliche Zeugniſſe eit es hohen Standes der Kunſt und der Kultur in Ur aufgefunden worden. Das Werk wird den Titel„Vor 5000 Jahren, die Ausgrabungen von Ur und die Geſchichte der Sumerer“ tragen. nicht. 2 7 8 200 ——— — A. — ED W 5 5 8 meiſter Dr. Freitag, den 23. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Seite. Nr. 38 Kieler Reichsſtädtetag Nach einem feſtlichen Begrüßungsabend wurden geſtern die fachlichen Beratungen der Mitgliederverſamm⸗ lung des Reichsſtädtebundes, der Spitzenorgani⸗ ſation der deutſchen Kreis⸗ und Mittelſtädte, mit einer Be⸗ grüßungsanſprache des Bundespräſidenten, Oberbürger⸗ Belian⸗ Eilenburg, eröffnet, der zunächſt des verſtorbenen ſtellvertretenden Bundespräſidenten, 1. Bürger⸗ meiſters Dr. Schreiber ⸗ Prenzlau, ehrend gedachte. Er kam ſodann auf die Verabſchiedung des Umgemeindungsgeſetzes im preußiſchen Landtag zu ſprechen. 14 blühende Mittel⸗ und Kreisſtädte mit über 243 000 Einwohnern hätten zu beſtehen aufgehört, und zwar zum allergrößten Teile zum Nachteile der betroffenen Bevölkerung. Der Reichsſtädtebund prote⸗ ſtiere entſchieden gegen dieſe Benachteiligung. Die Verſamm⸗ lung lehnt die Umgemeindung ab. Der Reichsſtädtetag ſtellt feſt, daß in den Parlamenten und in der öffentlichen Meinung das Intereſſe für die Großgemeinden und Gemeindeverbände ſtark im Steigen betriffen ſei, während die Lage der zahl⸗ reichen größeren und kleineren Städte in auffallender Weiſe vernachläſſigt würden und richtet einen Appell an das ganze Volk für die im Intereſſe des allgemeinen Volkswohls ge⸗ 2 55 2 e Kommunale Chronik Die Ferngasverſorgung * Darmſtadt, 22. Aug. Im Rahmen der Verhandlungen über die Gasfernverſorgung der in der Hekoga zuſammen⸗ geſchloſſenen heſſiſchen Gemeinden und Gemeindeverbände haben am Mittwoch und Donnerstag in Darmſtadt unter dem Vorſitz des heſſiſchen Innenminiſters Beſprechungen zwiſchen den verſchiedenen Verbraucher⸗ und Gaslieferantengruppen ſtattgefunden. Zur Erörterung ſtand die Frage, inwieweit jetzt, nachdem die Verhandlungen zwiſchen Hekoga und Ruhr⸗ gas AG. zu einem gewiſſen Ergebnis gekommen ſind, eine Plattform für die gemeinſame Gasverſorgung im geſamten rhein⸗mainiſchen Gebiet gefunden wer⸗ den kann. Zur Erzielung des höchſten wirtſchaftlichen Nutz⸗ effektes wird dabei der Plan erwogen, das Fernleitungs⸗ ſyſtem von einer gemiſcht⸗wirtſchaftlichen Geſell⸗ ſchaft betreiben zu laſſen, an der die Verbraucher⸗Organk⸗ ſationen einſchließlich der Länder ſowie die Gaslieferanten beteiligt ſind. Nachdem es Mitte Juli in Bonn zwiſchen der Ruhrgas AG. und den in der Ferngas⸗Geſellſchaft Saar zuſammen⸗ geſchloſſenen Gruppen zu einer Verſtändigung über die Ver⸗ ſorgung Südweſtdeutſchlands mit Gas gekommen iſt, wurde ferner erörtert, wie dieſe Abmachungen praktiſch im Hekoga⸗ Gebiet durchgeführt werden können, damit der Saar die Teil⸗ nahme an der Gasverſorgung geſichert wird, was für die künftige Entwicklung des geſamten Saargebiets und ſeine Rückgliederung in die deutſche Wirtſchaft von größter Bedeu⸗ tung wäre. Die Verhandlungen, an denen neben den Vor⸗ ſtänden der Hekoga, der Ruhrgas AG. und der Ferngasgeſell⸗ ſchaft Saar auch Vertreter der Süwega ſowie des Pteußiſchen Handelsminiſteriums beteiligt waren, dürften in abſehbarer Zeit fortgeſetzt werden. Um das Darmſtädter Wohnungsbauprogramm Sw. Darmſtadt, 20. Aug. Der Oberbürgermeiſter der Stadt Darmſtadt gibt in der Darmſtädter Tagespreſſe be⸗ kannt, daß Mitteilungen der Verwaltung bezüglich des Woh⸗ nungsbauprogramms zu Mißverſtändlichkeiten Anlaß gegeben haben. Zahlreiche andere Städte, insbeſondere auch Großſtädte, würden mit Rückſicht auf öͤen hohen Zinsfuß für Anleſhegeld ihr diesjähriges Bauprogramm nicht zu Ende führen. Das ſei eine reine Zweckmäßigkeitsfrage. Es könne keine Rede davon ſein, daß die Stadt Darmſtadt ſich irgendwie in größeren finanziellen Schwierigkeiten befinde, als irgend⸗ eine andere deutſche Stadt mit geſunden Finanzverhältniſſen. Die zur Fertigſtellung der noch im Bau befindlichen Woh⸗ nungen erforderliche Summe von einer Million Mark wird ohne Schwierigkeiten aufgebracht werden und es beſteht auch kein Zweifel darüber, daß die weitere Bautätigkeit der Stadt in den nächſten Jahren programmäßig durchgeführt werden kann und wird. Kleine Mitteilungen Durch einen Beſchluß des Stadtrats Karlsruhe wurde ein wohnungspolitiſcher Ausſchuß gebildet, dem allgemeine Fragen der ſtädtiſchen Wohnungsbaupolitik zur Beratung vorgelegt werden ſollen. ö Der Voranſchlag der Stadtgemeinde Lörrach für das Rechnungsjahr 1929 wurde nach mehrtägiger Debatte mit knapper Mehrheit angenommen. Gleichzeitig wurde auch mit Mehrheit eine Ruhelohn⸗Ordnung für die Arbeiter der Stadt Lörrach genehmigt. Das neue Pumpwerk der Gemeinde Wörth a. Rh. am Altrhein wurde dem öffentlichen Betrieb übergeben. Mit ſei⸗ ner Erſtellung wird eine Entwäſſerung der Rheinniederung um Wörth und die anliegenden Rheindörfer im Falle eines Hochwaſſers ſichergeſtellt. Das Pumpwerk ſelbſt liegt etwa drei Kilometet nördlich des Ortes zwiſchen Wörth und Lei⸗ mersheim. legene Erhaltung der Kreis⸗ und Mittelſtädte. Das erſte Selbſtverwaltung der Referat über Soziale Aufgaben der Gemeinden hielt 1. Bürgermeiſter Stoll(Fürſtenwalde). Er erklärte u..: Die deutſchen Mittel⸗ und Kleinſtädte in ihrem be⸗ drohten kommunalen Eigenleben müßten erwarten, daß die Geſetzgebung in Reich und Staat ihre ſoziale Funktion aner⸗ kenne und Sorge trägt, daß ſie nicht unter den Wirkungen eines auf die Dauer untragbaren Zwangsverknappungsſyſtems verarmen, das ihnen die zur Erfüllung ihrer Aufgaben not⸗ wendigen Mittel vorenthält. Ueber die kulturellen Aufgaben der Gemeinden ſprach Landtagsabgeordneter Dr. Steffens: Bei aller An⸗ erkennung des Aufſichtsrechts des Staates und der Notwen⸗ digkeit öer einheitlichen Geſtaltung des höheren Schulweſens und anderer Beſtimmungen darf doch die ſelbſtverwaltende Tätigkeit der Städte nicht ſo beſchränkt werden, daß ihr die Freude an ihrem Schulweſen und damit produktives Arbeiten verloren geht. Die Feſtſtellung der Kompetenzen von Staat und Städten im Schulweſen muß neu, und zwar in gegen⸗ ſeitigem Vertrauen, erfolgen. Die Selbſtverwaltung iſt ge⸗ rade für kulturelle Betätigung nötig. e Aus dem Lande Aufſehenerregender Todesfall * Neckarſteinach, 22. Aug. Hier erregte der geſtern morgen plötzlich erfolgte Tod der Ehefrau des Gaſtwirts Schör ry in der„Harfe“ beſonderes Aufſehen. Die Staatsanwalt⸗ ſchaft hat, wie man hört, die Leiche nicht zur Beerdigung frei⸗ gegeben. Die altbekannte Gaſtwirtſchaft zur„Harfe“ ſoll demnächſt zwangsweiſe verſteigert werden. Gefährliche Weſpenſtiche * Gerolzahn bei Mosbach, 22. Aug. Bei der Feldarbeit wurde hier ein Mädchen von fünf Weſpengeſtochen. Sofort trat ein Schwächezuſtand ein, das Gehör verfiel, das eine Auge verſagte, und auf dem Heimweg wurde das 23⸗ jährige Mädchen ohnmächtig. Der raſch herbeigerufene Arzt konſtatierte Ameiſenſäure vergiftung. Dieſe Ver⸗ giftung kann, wenn nicht raſche Hilfe zur Stelle iſt, zu Starr⸗ lrampf und Tod führen. 100 000 Kilometer in 39 Jahren * Villingen, 22. Aug. Der Gemeinderat Storz von Donaueſchingen, der eit 39 Jahren bei der Firma Mauthe in Schwenningen beſchäftigt iſt, hat dieſer Tage die König⸗Karl⸗ Medaille dafür erhalten. In dieſen 39 Jahren hat er auf dem täglichen Weg zu ſeiner Arbeitsſtätte mehr als 100 000 Km. zu⸗ rückgelegt. * Tr. Ladenburg, 21. Aug. In einem ſehr herzlich gehaltenem Schreiben im Auftrage der Königin von Schweden be⸗ richtet die Hofdame der Gemahlin des verſtorbenen Dr. C. Benz mit Dankesgrüßen für übermittelte Glückwünſche, daß es der hohen Frau wieder beſſer gehe— aufwärts nach ſchwerer Zeit. Durch die Reiſe auf die Mainau hat ſich die Königin eine Bronchitis zugezogen, die recht ganz bedenkliche Formen angenommen habe. Aber, ſo fährt die Beauftragte fort:„bei allem Geſchwächtſein hat die Königin ein ſehr gutes Herz und das hilft über vieles hinweg.“ R Aus dem Lobbachtal, 21. Aug. Begünſtigt durch das ſchöne Wetter, iſt nun die Getreideernte in dieſer Gegend beendet. Es kann berichtet werden, daß man im Durchſchnitt mit dem Körner⸗ und Strohertrag zufrieden iſt, ſo daß ſich die geſtreuten Kunſtdünger bezahlt gemacht haben. Dieſes Jahr wurde meiſtens das Getreide ſofort nach dem Schnitt gebunden und aufgeſtellt und bei ſchöner Witterung eingefahren. Damit iſt die Gewähr gegeben, daß der Land⸗ wirt bei einem evtl. Witterungswechſel ſeine Früchte in kur⸗ zer Zeit einheimſen kann. Zur Zeit ſind die Landwirte mit dem Ausdruſch des Gelreides beſchäftigt. In allen Gemeinden ſtehen große Dreſchmaſchinen, die von morgens bis abends voll zu tun haben.— Die Kartoffeläcker ſtehen faſt ausnahmslos üppig und geſund. Mit dem Aus⸗ machen der Frühkartoffeln wurde bereits begonnen. Der Ertrag kann als gut bezeichnet werden. Auch die ſonſtigen Hackfrüchte— Dickrüben, Zuckerrüben und dergl.— werden günſtig beurteilt.— Die Luzerne blüht nun auch wieder und wird momentan dürr gemacht. Der Ertrag dieſer Aecker war dieſes Jahr ausgezeichnet, ſo daß der Landmann dieſen Winter genügend Rauhfutter hat. Mit dem Mähen des Oehmdoͤgraſes wird in einigen Tagen begonnen. Die Futter⸗ äcker und die Wieſen hatten in manchen Gegenden unter der Trockenheit zu leiden.— Manchem Landmann hat dieſes Jahr die Erbſenernte eine ſchöne Einnahme gezeitigt. Für den Zentner wurden 7,50 bis 8,50% bezahlt. Infolge der diesjährigen Rekordernte hat ſich der Preis im Verhältnis zum Vorjahre etwas ermäßigt. Abnehmer waren ver⸗ ſchiedene Konſervenfabriken.— Zur Zeit werden die in die⸗ ſer Gegend feldmäßig angebauten Konſervenbohnen gepflückt. — Der Traubenbehang iſt gut. Hauptſächlich die Edelſorten verſprechen einen reichlichen Ertrag. Die O bſt häu me hängen ſehr voll und müſſen geſtützt werden. Saardeutſche Kinder im Schwar; * Triberg, 21. Aug. Eine deutſche Volk Saarland hatte dieſer Tage eine Wanderfe Schwarzwald unternommen und damit die Pflege des Heimatgedankens im beſten Sinne geübt. Zur Durchführung hatte die Schulleitung ſich der Mithilfe von geeigneten Stand⸗ ortplätzen im Inner ö ſichert, darunter auch der Stadt Triberg. Dieſe ſte der Schule unentgeltlich Ver⸗ pflegung und billiges Quartier zur Verfügung. Wie ſehr dieſe Mitarbeit Freude und Anerkennung geweckt hat, zeigt ſich aus einem Schreiben, das bei der Stadt⸗ und Kurverwaltung Triberg eingegangen iſt. Es heißt da:„Ich habe die ange⸗ nehme Pflicht, Ihnen ein Wort aufrichtigen Dankes zu ſagen für das große Entgegenkommen, das wir bei unſerer Schwarzwald⸗Wanderung bei Ihnen gefunden haben. Das haben wir ſonſt nirgends gefunden. Triberg wird unſeren Kindern unvergeßlich ſein, denn die Summe der guten Ein⸗ drücke war ſo ſtark, daß Triberg zum Symbol des Guten im Schwarzwald geworden iſt.“ * sch. Wieſental, 19. Auguſt. Im allgemeinen ſind die Aus⸗ ſichten auf einen befriedigenden Wein herbſt in den Wein⸗ bergen unſerer Gegend nicht ungünſtig. Soweit die Reben im letzten harten Winter nicht oder nur ganz wenig unter der ſtrengen Kälte gelitten haben und auch gut gepflegt worden ſind, weiſen ſie einen geſunden und gleichmäßigen Beeren⸗ behang auf. Bei Fortdauer dieſer günſtigen Witterung berech⸗ tigt der augenblickliche Stand der Reben zu den beſten Ernte⸗ hoffnungen. * Karlsruhe, 20. Aug. Eine Berliner Reiſende erſtattete die Anzeige, daß ihr zwiſchen Freiburg und Raſtatt ein ſchwarzer Lederkoffer mit Inhalt im Wert von 100 Rl aus dem Kupee geſtohlen worden iſt. * Schonach, 20. Aug. Ein Verkehrsunfall, der noch glimpflich ablief, ereignete ſich hier zwiſchen einem zu Berg fahrenden hieſigen Kraftwagen und einem zu Tal gehenden, mit zwei Perſonen beſetzten Motorrad. Als der Kraftwagen nach links in den Ort einbog, rannte ihm das Motorrad gegen das Vorderrad. Durch den Anprall wurde die Steuerung des Autos defekt, das über eine vier Meter⸗ hohe Böſchung in den Bach ſtürzte. Der Inſaſſe erlitt eine Gehirnerſchütterung. Die beiden Motorradfahrer wur den vom Fahrzeug geſchleudert und erlitten Geſichts⸗ und, Armverletzungen. Das Motorrad wurde erheblich beſchädigk. * Freiburg, 22. Auguſt. Münſterpfarrer Domkapitular Dr. Brettle iſt heute 70 Jahre alt. Er wurde in Büchig bei Bruchſal als Sohn einer Weberfamilie geboren, beſuchte die Gymnaſialanſtalten Raſtatt und Bruchſal, ſtudierte von 1880—83 an der Freiburger Univerſität Theologie und wurd am 8. Juli 1884 in St. Peter zum Prieſter geweiht. Sein Wet) als Seelſorger führte ihn von Daxlanden zur Stiftskirche in Baden⸗Baden, St. Stephanuskirche in Karlsruhe, Pfarrkuratic von Unſerer Lieben Frau in Karlsruhe nach Freiburg i. Br. wohin ihn Erzbiſchof Dr. Thomas Nörber am 1. Mai 1906 all Dompfarrer an das Münſter Unſerer Lieben Frau berief Prälat Dr. Konſtantin Brettle iſt eine der markanteſten Per ſönlichkeiten des Freiburger Domkapitels. * Konſtanz, 21. Aug. Heute mittag 12.30 Uhr geriet ein vor einigen Tagen hier eingetroffenes engliſches dreimotori⸗ ges Flugzeug auf dem hieſigen Flugplatz bei den Vor⸗ bereitungen zum Start auf weichen Grund und ſank ein. Als verſucht wurde, das Flugzeug freizumachen, kippte es infolge Bruchs einer Fahrgeſtellſtrebe um. Hierbei wurde der Fü h⸗ rer, der ſich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, getroffen und an einem Oberſchenkel ſchwer ver⸗ letzt, ſo daß er ins Krankenhaus geſchafft werden mußte. den Nebenstellen Waldhofstr. 6, Schwetzingerstr. 19/20, Meerfeldstr. 13 u. durch unsere Trägerinnen 8 für den Rüchen zettel Porridge mit geschmorten Früchten: 1 Teil Quäker Rapidflocken, 2 Teile Wasser, eine Prise Salz gut verrührt 3 bis 5 Minuten kochen lassen; mit frischem oder geschmortem Obst heiß oder kalt servieren. Muesli auf kaltem Wege(für 4 Personen): . 50 Gramm Quäker Rapidflocken 10 Minuten in 3 EßBlöffeln Wasser weichen; gewürzt mit einem Eßlöffel Honig und süßer Sahne; ver⸗ mischt mit 150 Gramm geriebenem oder zer- quetschtem Obst. Sehr erfrischend. 88 S TAFELFERTIG in 8 5 Minuten Jetzt können Sie in kürzester Zeit ein wohl- schmeckendes Gericht auf den Tisch brin- gen, das bei alt und jung Anklang findet. Quäker Rapidflocken— sonnengetränkter, goldener Hafer, eigens präpariert— sind überaus nahrhaft, leicht verdaulich und nicht dick machend. Verlangen Sie im nächsten Lebensmittelgeschäft die staubfreien Pakete — ohne Spelzen— mit dem Gutschein für schwerversilbertes Besteck. Quäker Autun Nr. 388 Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) N Neue Freitag, den 2 3 1929 2 2*— IJilm⸗Nundſchau Seala:„Der Weg allen Fleiſches“ Es gibt vielleicht gr aber ganz gewiß ke Kaſſie e zartigere Filme von Emil Jannings, ſo ergreift wie dieſer. Er gibt darin den nvater, deſſen Vollbart allein ſchon die Bie sgerechnet dieſer Mann, der in zwanzig ſich als. gewiſſenhaf⸗ teſter auf einer Dienſtreiſe der Verfüh⸗ nic ur ſeinen Bart, ſondern auch das ihm an⸗ hmen. Durch einen Zufall hält man ihn für tot Famil betrauert ihn. Aber er lebt weiter als lebender „bis er als Bettler und Zaungaſt noch einmal am Heiligen Blick in das Glück ſeiner Familie tun kann. Das iſt 8 ſentimental, Ganze empor aber die Kunſt in ein Bereich jenſe muß ſehen, wie er den braven Kaſſ wie er in jeder Geſte, in jedem Blick einen Einblick in die dieſes Mannes tun läßt, wie dann der Rauſch über ihn kommt Verzweiflung und ſchließlich die Leere um dieſen zerſtörten Menſchen eine ganze Tragödie auf ſeinen Zügen malt. Das iſt alles mit er⸗ ſchütternder Einfachheit dargeſtellt.— Ein reizendes Luſtſpiel„Ehe⸗ ferien“ entführt an die ſchönen Ufer des Vierwaldſtätter Sees und in ein Reich toller Verwechſlungen. Ein unterhaltender Film⸗ ſchwank. ö von Emil Jannings hebt das 5 bloßer Sentimentalität. Man r im Kreiſe ſeiner Familie gibt, Aus der Pfalz Wer iſt der Tote? * Ludwigshafen, 22. Aug. Von der mitgeteilt: Am Mittwoch vormittag um 7. Kilometer 75,6 bei der Anilinfabrik, gegenüber der Neckar⸗ ſpitze, eine bis jetzt noch unbekannte, etwa 50 Jahre alte männliche Leiche geborgen, die ungefähr ſechs Tage im Waſſer gelegen hat. Der unbekannte Tote iſt bekleidet mit einem grünlichen Flanellhemd, auf der Bruſtſeite die Kennzeichnung K. B. 99 trägt, weißer, mit K. gezeichneter Trikotunterhoſe, graubrauner langer Hoſe, weißen, mit lila⸗⸗ gelben Streifen verſehenen Hoſenträgern, leichtr grüngräu⸗ licher Sommerjacke und braunen Schuhen. Mheinpoltzet wird Uhr wurde bei das Von einem Auto getötet * Kandel, 22. Aug. Der in den 40er Jahren ſtehende ver⸗ heiratete Arbeiter Johannes Kaiſer wurde geſtern nachmit⸗ tag auf der Straße von Wörth nach Kandel durch ein Auto von hinten angefahren und vom Rade geſchleudert. Der Auto⸗ fahrer vephrachte den Verunglückten in ſeine Wohnung. Kaiſer befand ſich auf der Heimfahrt von ſeiner Arbeitsſtelle und trug durch den Sturz ſchwere Kopfverletzungen davon, an deren Folgen er in Laufe der Nacht verſtorbemiſt. * * Ludwigshafen, 22. Aug. An der Deidesheimer Straße, einem der ſchönſten Gelände der Gartenſtadt, ſoll in den näch⸗ ſten Tagen der erſte Spatenſtich für das Fundament einer neuen katholiſchen Kirche ausgeführt werden. Hier wird die neue Siedlungskirche, St. Bonifazkirche genannt, in Form einer Baſilika erbaut werden. Die Kirche ſoll noch vor Eintritt der kalten Jahreszeit unter Dach und Fach ſein. * Oggersheim, 22. Aug. Vor der hieſigen Polizei geriet Mittwoch nacht ein Vierſitzer⸗Auto plötzlich in Brand. Das Auto wurde vollſtändig vernichtet. Der Beſtitzer erlitt empfindlichen Schaden, da der Wagen noch nicht verſichert war. Der Chauffeur blieb durch rechtzeitiges Abſpringen un⸗ verletzt. : Thaleiſchweiler, 20. Aug. Einem hieſigen Jäger wurde geſtern nachmittag beim Abgeben eines Schuſſes das Ge⸗ wehr von der Pulverladung auseinandergeriſſen. Der Jäger erlitt dabei den Verluſt mehrerer Finger. Er mußte ſofort ins Krankenhaus nach Rodalben verbracht wer⸗ den. Nachbargebiete Ein Rieſenweinſtock * Na„ 21. Aug. Im Hofe der Wirtſchaft und Metzgerei Göriſch in Nackenheim befindet ſich ein Rieſen⸗ weinſtock, der den größten Teil des Hofes mit ſeinen ple⸗ len meterlangen Ranken überſpannt. Dieſer Weinſtock, der an ſich ſchon eine Sehenswürdigkeit darſtellt, kann ohne Uebertreibung in dieſem Jahre als ein Phänomen angeſpro⸗ chen werden, da er nicht hunderte, ſondern tauſende von vollentwickelten Weintrauben trägt, ſo daß ſeine langen Ran⸗ ken an mehreren Stellen geſtützt werden mußten, weil ſie in⸗ folge der ſchweren Laſt an Trauben durchzubrechen drohten, was noch nie vorgekommen ſein ſoll. Das Gewicht der Trau⸗ ben wird bei Reife auf—8 Zentner geſchätzt. Selbſtmord, Verbrechen oder Unfall? * Mainz, 22. Aug. In ihrer Wohnung in der Golden⸗ luftgaſſe wurde die 45 jährige Arbeiterin Anna Knoob von hier bewußtlos aufgefunden. Aus einem Gasrohr entſtrömte an einer undichten Stelle das Gas, wodurch ſich die Knoob eine Vergiftung zuzog, die ihren Tod zur Folge hatte. Die Staatsanwaltſchaft hat die Leiche vorläufig beſchlagnahmt. Es ſoll feſtgeſtellt werden, ob Selbſtmord, Verbrechen oder Unfall vorliegt. Die Gans als Todesurſache Möglingen, OA. Ludwigsburg, 22. Aug. Der 52 Jahre alte Maurer Wilhelm Walter, der ſich abends mit dem Heimwege von Zuffenhauſen eigenartige Weiſe ums Leben gekommen. Bei der in den Ort flog ihm plötzlich eine Gans ans Vorderrad. Durch die Wucht des Stoßes wurde der Radfahrer unſicher und verlor die Beherrſchung über ſein Rad. Unglücklicher⸗ weiſe ſtand ein vollbeladener Erntewagen in der Nähe, auf Rad auf dem befand, iſt auf Einfahrt deſſen Deichſel Walter ſo heftig auffuhr, daß er ſchwere innere Verletzungen davontrug, an deren Folgen er ſtarb. * Ab Lampertheim, 22. Aug. Die Annahme, daß dem Brand⸗ ausbruch am 19. Auguſt Brandſtiftung aus Gehäſſigkeit zu Grunde lag, hat ſich nicht beſtätigt. Vielmehr hat ihn der Sjährige Sohn einer bei Adam Knecht wohnenden Familie verurſacht, der in der Scheune ein Zündholz anzündete, wo⸗ durch das Getreide in Brand geriet. Die Geſchädigten ſind zum Glück durch Verſicherung gedeckt. Mit dem Abſchieds⸗ gottesdienſt des von hier nach Büttelborn bei Groß⸗Gerau verſetzten Pfarrers Dörr war die Einweihung der im Chor der evangeliſchen Kirche neu eingebauten gemalten Kirche n⸗ fenſter verbunden. Das erſte wurde von dem inzwiſchen verſtorbenen Altbürgermeiſter Boxheimer und ſeiner Schweſter Fräulein Anna Boxheimer, das zweiſe durch eine Sammlung unter den evangeliſchen Gemeindegliedern zum Gedächtnis an den im vergangenen Frühjahre verſtorbenen langjährigen Pfarrer Eckel und das dritte von Dr. med. Adolf Schüßler zum Andenken an ſeine Eltern geſtiftet.— Im Gaſthaus„zum Rheingold“ wurde dieſe Tage unter dem Vorſitz von Bürger⸗ meiſter Keller die Gründung eines Verkehrs vereins e— Die durch das hieſige Forſtamt abgehaltene fis⸗ kaliſche Obſtverſteigerung erbrachte bei 53 Loſen das ſehr gute Reſultat von 2159.50 RM. sw. Darmſtadt, 22. Aug. Auf der Heimfahrt von Ober⸗ ramſtadt verunglückte der Jagdpüchter Guntrum von hier mit ſeinem Perſonenauto zwiſchen Ober⸗ und Niederram⸗ ſtadt. Der Wagenlenker Guntrum hatte vermutlich die Kurve überſehen und ſauſte gegen einen Straßenbaum. Dann fiel der Wagen die hohe Böſchung hinab. Das Auto über⸗ ſchlug ſich, doch der Lenker kam mit geringen Verletzungen davon. Beim Aufſtürzen kam die elektriſche Signalanlage in Tätigkeit und alarmierte ſo durch weithin hörbare Töne hilfs⸗ bereite Leute aus Niederramſtadt, die dem Verunglückten in Gerichtszeitung e Adreßbuchſchwindler adtverwaltung und einer Buchdruckerei in hienen im Mai vorigen Jahres zwei„Unter⸗ nehmer“ verhandelten wegen der Herausgabe eines Adreßbuches. Das Adreſſenmaterial ſollte aus den polizei⸗ lichen Unterlagen von einem Angeſtellten der beiden Herren, mit dem aber die dt einverſtanden ſein mußte, zuſammen⸗ geſtellt werden. Es kam zu alledem nicht, weil die Heraus⸗ 9891 ihre Hilfskraft nicht bezahlten und auch keine Zeit fan⸗ den, ſich dieſem Geſchäft zu widmen, da ſte ihre Aufmerkſam⸗ keit darauf richteten, unter Vorſpiegelung falſcher Tatſachen Inſerate für das zu ſchaffende Adreßbuch bei den Oberurſeler Firmen zu ſammeln. Sie hatten es dabei aber in erſter Linie auf die Vorſchußhonorare abgeſehen, die ihnen auch in vielen Fällen in erheblichen Beträgen zufloſſen. Die Sache wurde ſchließlich als Schwindel entdeckt und die beiden Gauner ver⸗ haftet. Das Schöffengericht Frankfurt a. M. ver⸗ urteilte nunmehr die beiden„Unternehmer“ zu je drei Mo⸗ naten Gefängnis. O be und * § Zwei Jahre Zuchthaus. Das Schöffengericht Lud⸗ wigshafen verurteilte den 31jährigen ledigen Kaufmann Eugen Hönig aus Ludwigshafen wegen fortgeſetzten Betru⸗ ges, Unterſchlagung und Urkundenfälſchung zu zwei Jahren Zuchthaus. Der 45 Jahre alte verheiratete Monteur Robert Weber, gleichfalls aus Ludwigshafen, der mit Hönig„Be⸗ triebsgemeinſchaft“ hatte, erhielt wegen Betrugs 9 Monate Gefängnis. Hönig„arbeitete“ hauptſächlich mit fingierten Be⸗ ſtellungen auf Gasherde, mit denen er durch Fälſchung von Unterſchriften Proviſionen erſchwindelte. Weber war bei die⸗ ſen Manipulationen behilflich. Die beiden hatten eine große Anzahl von Leuten hereingelegt. Tageskalender Freitag, den 23. Anguſt Operettenſpiele im Roſengarten: Volksvorſtellung:„Die goldene Meiſterin“..00 Uhr. Lichtſpiele: Al h a m bra und Sch a u b ur 95:„Der Graf von Monte Chriſto“.— Ufa⸗Theater„Die Schmugglerbraut von Mallor ca“.— Ca pit o 1:„Sklavin einer Ehe“.— Scala: „Der Weg allen Fleiſches“,— Gloria⸗ Pa f a ſt:„Das närriſche Glück“.— Pa laſt⸗Theater:„Ihr zweites Leben“. „Die ſpaniſche Revue“, Sehenswürdigkeiten: Kunſthalle: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 1 Uhr und 3 bis 5 Uhr: Theaterausſtellung im Schloß: und 3 bis 5 Uhr und Pfalz bau Ludwigshafen: Sonntags vorm. von 11 bis nachm. 5 Uhr.— Schloßbücherei:—1,—7 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völker⸗ kunde im Zeughaus: Sonntag vorm. von 11—1 und nachm. von 38 Uhr; Dienstag—5 Uhr: Mittwoch—5 Uhr: Freitag—7 Uhr. Planetarium: Beſichtigung 3 Uhr. Waſſerſtandsbeobachtungen im Monat Auguſt Rhein Pegel] 16. 17. 20. 21. 22 28. Neckar⸗ Pegel 18. 17. 20 21.22, 28. Bafel 0,77.0000.58..481.78.18 Schuſterinſe! 37.45202 2 be es Mannheim 2,80.88.729 2,88.48 8,59 Kehl.55 2,53 2,60 8,26 8,06.00 Jagſtfeld.00 0,00 0,000, 00 0,00].00 Maxau.18.15 4,174,658 4,914.70 Mannheim.88.902,87 3,04.578,61 Faub.80 0,00 1,70 180 25 60,00 föln.87.301,85.25.251,52 7 0 Waſſerwärme des Rheins 18,0“ C. Chefredakteur: Kurt Fiſcher(im Urlaub) Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner— Feuilleton: Dr. S. Kayſer— Kommunal politik u. Lokales: Richard Schönfelder— Sport und Vermischtes Willy Müller— Handelsteil: Kurt Ehmer— Gericht und alles übrige: i. V. R. Schönfelder— Anzeigen u. geſchäftliche Mitteilungen: Jakob Faude, ſämtlich in Mannheim— Herausgeber, Drucker und Verleger: Druckerei Dr. Haas ſeiner Not beiſtanden. Neue Mannheimer Zeitung G. m. b.., Mannheim B 82 Ganz besonders vorteilhafte Angebete für das Wochenendel bamen- Strümpfe kstl. 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Eine dankenswerte Neueinrichtung hat der Schachklub Mannheim inſofern getroffen, als er ſämtlichen Turnierteilnehmern außer dem Feſtprogramm ein geſchmackvoll aus⸗ geſtattetes Partienheft mit Diagrammen für die zu ſpielenden ſechs Runden ausgehändigt hat, wodurch die Spieler im Beſitze einer Er⸗ innerung an die ſchweren Mannheimer Kampftage ſind. Einige all⸗ gemeine Bemerkungen über die Bedeutung des Kongreſſes dürften ſicher am Platze ſein. Wie der erſte Vorſitzende des Mannheimer Schachklubs, Dr. Staeble, in ſeiner Eröffnungsrede erklärte, wird der geſellige Rahmen des Kongreſſes ganz ſchlicht gehalten ſein. Als nämlich Heidelbergs Schachkreiſe erklärten, daß ſie diesmal nicht in der Lage ſeien, den Kongreß für Heidelberg anzunehmen, ſah ſich der Schachklub Mannheim bei der Kürze der zur Verfügung ſtehenden Zeit vor eine keineswegs leichte oder einfache Aufgabe geſtellt. Es waren allerlet Geſichtspunkte organiſatoriſcher und finanzieller Art zu be⸗ rückſichtigen. Mit der Entſcheidung war aber kein Augenblck zu ver⸗ lieren. In dieſer Situation drang Vorſtandsmitglied Kann mit ſeiner optimiſtiſchen Anſchauung durch, und ſo war der„gordiſche Knoten“ zerhauen. Turnierleiter Kann erklärte ſeinerſeits in einer Anſprache, daß alles geſchehen ſei, um unter glücklicher Ueberwindung aller Schwierigkeiten dem Kongreß einen würdigen und har⸗ moniſchen Verlauf zu ſichern. Ganz zweifellos wird dieſes Wort zur vollen Einlöſung gelangen, und die Gäſte werden freund⸗ liche Erinnerungen an die Mannheimer Kongreßtage mit nach Hauſe nehmen. Soviel ſteht aber feſt, daß die Bedeutung des Kongreſſes nicht in der Ausgeſtaltung des geſelligen Rahmens, ſondern faſt aus⸗ ſchließlich auf rein ſchachlichem Gebiete liegt, was ſich ſchon aus der äußerſt ſtarken Beteiligung aller drei Turniere und in der feſtgeſetzten Ausſpielung von nicht weniger als 6 Runden ergibt Am Donnerstagnachmittag wurde beim Oberrheiniſchen Schach⸗ kpugreß in Mannheim im Meiſterturnier die dritte Runde geſpielt. Es flelen wieder nur zwei Entſcheidungen. Rutz(Karlsruhe) ſchlug Scheibe(Karlsruhe), Huſſong(Mannheim) und Ruchti(Mannheim) ſpielten remis. Die übrigen Partien wurden abgebrochen. Im Hauptturnier wurden die Spiele bis zur zweiten Runde gefördert. Die Ergebniſſe der erſten drei bezw. zwei Runden ſind folgende: Meiſterturnier: Pfützner⸗Heidelberg 2(1.), Ruchti und Huſ⸗ ſong je 2, Rutz⸗Karlsruhe 1%(1.), Theo Weißinger⸗Karlsruhe 90 8.), Klucker u. Ebeling⸗Karlsruhe ſowie Dr. Egon Meyer 9(2.), Scheibe⸗Karlsruhe 0(1.). Hauptturnier: Reinbold, Laux, Maier, Schottmüller, Dr. Linder, Fries, je 2 Punkte. 5 Nebenturnier: Schipphak, Morſch, Schmidt⸗Baden⸗Baden, Preiß⸗ ler⸗⸗Gaggenau, Heinrich und Anſchütz je 2 Punkte aus 2 Runden. Deutſchlands ehemals beſter Jußballſpieler erhält die Aöler⸗Plakette Eugen Kipp mit der Adler⸗Plakette. Der deutſche Reichs⸗ gusſchuß für Leibesübungen hat dem langjährigen Fußball⸗ ſpieler Eugen Kipp, der vor dem Kriege Deutſchland in 18 internationalen Fußballkämpfen vertrat, die Adler⸗Plakette verliehen. Dieſe Ehrung ſtellt eine ganz beſonders ſeltene Auszeichnung eines deutſchen Sportmanns dar. Rundſchau Internationales Automobilturnier in St. Moritz Roſenberger⸗Pforzheim auf Mercedes⸗Benz der Schuellſte im Kilo⸗ meter⸗Rennen— Hervorragendes Abſchneiden der Deutſchen Das Internationale Automobilturnier von St. Moritz nahm am Mittwoch mit der erſten großen Prüfung, dem Kilometer⸗Rennen, ſeinen Anfang. Die Rennſtrecke, die neue Shell⸗Straße, befand ſich in vorzüglichem Zuſtand, ſodaß die Fahrer alles aus ihren Maſchinen herausholen konnten. Die deutſche Induſtrie vermochte diesmal einige recht ſchöne Erfolge zu erzielen. Den Vogel ſchoß dabei Mer⸗ cedes⸗Benz ab, die nicht weniger als drei erſte Plätze belegen konnten. Der hoffnungsvolle junge Frankfurter Auguſt Momberger, der ſchon beim Großen Preis der Nationen auf dem Nürburgring eine ausge⸗ zeichnete Rolle ſpielte, holte mit 163,636 Km. die beſte Zeit der Sport⸗ wagen heraus. Bei den Rennwagen wurde erbittert um die Tages⸗ beſtzeit gekämpft. Roſenberger⸗Pforzheim auf Mereedes⸗Benz tri⸗ umphierte diesmal über die europäiſche Extraklaſſe; denn er brachte es mit 18,6 Sekunden auf 193,548 Km. und ließ dabei ſo bekannte Fahrer wie ſeinen Markengeſährten Caragcciola⸗Berlin, den deutſchen Bergmeiſter Hans von Stuck und keinen Geringeren als Louis Chiron den Erfolgreichſten der Saiſon, um ein Bedeutendes hinter ſich. In der kleinſten Klaſſe der Tourenwagen blieb Dixi erfolgreich, während hier ebenfalls Mercedes-Benz durch den Berliner Zettritſch die beſte Zeit buchen konnte. Die Ergebniſſe: Tourenwagen: bis 750 cem.: 1. Buchwald⸗Schweiz auf Dixi 43,4 Sek.— 52,940 Km. Bis 1100 cem.: 1. Spältig⸗Schweiz auf Amilear 41,7 Sek.— 86,331 Km. Bis 1500 cem.: 1. Keller⸗Schweiz auf Alſa Romev 37,5 Sek.= 96 Km. Bis 2000 cem.: 1. Pentley⸗Schweiz auf Lagonda 38,6 Sek.- 93, 264 Km. Bis 3000 cem: 1. Kagamini⸗Schweiz auf Moris 37,4 Sek.= 96,257 Km. Bis 5000 cem.: 1. Gieger⸗Schweiz auf Martini 31,9 Sek.= 112,853 Km. Bis 8000 cem.: 1. Steward⸗ New Port auf Packard 38,4 Sek.= 93,75 Km. Ueber 8000 cem.: 1. Zettritſch⸗Berlin auf Mercedes⸗Benz 35,1 Sek.= 143,426 Km.; 2. Merz⸗Zürich auf Mercedes⸗Benz 25,2 Sek.= 142, 875 Km.; 3. Hirth⸗ Berlin auf Mercedes Benz 27,2 Sek.= 119,962 Km. Sportwagen: bis 1100 cem.:: 1. Steinweg⸗München auf BMC. 32,1 Sek.= 112,350 Km.; 2. Rollendorf⸗Bitterfeld auf Salmſon 41,4 Sek.= 86,97 Km. Bis 1500 cem.: 1. Burggaller⸗Berlin auf Bugatti 26,2 Sek. 137,405 Km. Bis 2000 cem.: 1. Eſchel⸗Zürich auf Bu⸗ gatti 22,6 Sek.= 159,229 Km. Bis 5000 cem.: 1 Freuler⸗Zürich auf Steyr 27,0 Sek.= 133,33 Km. Bis 8000 cem.: 1. Auguſt Momberger⸗ Frankſurt am Main auf Mercedes⸗Benz 22,0 Sek. 163,636 Km. (beſte Zeit der Sportwagen); 2. Prinz zu Leiningen auf Mereedes⸗ Benz 22,1 Sek.= 162,896 Km. Rennwagen: bis 1100 cem.:: 1. Saarbach⸗Schweiz 24,3 Sek. 148,48 Km. Bis 2000 cem.: 1. Maſerati 22,4 Sek.= 160,714 Km. Bis 3000 cem.: 1. Chiron⸗Paris auf Bugatti 22,8 Sek.= 173,77 Km. Bis 5000 cem.: 1. Roſenberger⸗ Pforzheim auf Merecedes⸗Benz 18,6 Sek.= 193,548 Km.(ſchnellſte Zeit des Tages); 2. Hans von Stuck⸗Gut Sterz auf Auſtro⸗Daimler 22,05 Sek 160 Km. Bis 8000 cem.: 1. Rudolf Caracciola⸗Berlin auf Mercedes-Benz 20,4 Sek.= 178,471 Km.; 2. von Domi⸗München auf Mercedes-Benz 21,4 Sek.= 168,241 Km. auf Amilear de Sterlich⸗Jtalien auf Die Bedeutung der Großen Woche“ von Baden-Baden Ein Abſtecher nach Iffezheim, das ſo verführeriſch nahe am Strand des Rheins liegt, wo ſich ein buntes Badeleben entfaltet hat, gehört gegenwärtig zu den Lieblingstouren der Baden⸗Badener Kur⸗ gäſte. Dort gibt es etwas zu ſehen, wos Viele intereſſtert. Der Turf von Iffezheim iſt ſchon in aller Frühe bunt belebt, das Trai⸗ ning zur„Großen Woche“ hat begonnen. Auf dem herelichen Raſen, vor dem entzückendſten Panorama der Schwarzwaldoͤberge, im Vorland des breit und romantiſch dahinuſtrömenden Rheins probt die beſte Klaſſe der internotionalen Pferdezucht. Nur wenige Tage noch, und die Baden⸗Badener Rennwoche beginnt. Während früh⸗ morgens in Iffezheim das Training vor ſich geht, entfaltet ſich in Baden-Baden tagsüber und bis in die fanft abgekühlten Nächte hinein das großartige Programm privater und öffentlicher Feſte. Die Kurverwoltung hat ein üppiges Menn der beſten Unterhaltungs⸗ genüſſe ſerviert. Die Internationale der Geſelligkeit regiert im Kurhaus und in den Hotels. Schöne Frauen, bekannte Sports⸗ menſchen, intereſſante Perſönlichkeiten aus dem Adel, der Hochfinanz, der Wirtſchaft, der Politik und Geſellſchaft ſind zu ſohen. 5 Baden⸗Baden iſt wieder, wie man einſt ſagte, der Salon Euro⸗ pos. Aber nicht nur Europa iſt vertreten, auch das Amerika des Nordens und Südens, die transozeaniſchen Länder aller Zonen haben ihre Gäſte entſandt. Das Weltbad rechtfertigt ſeinen Ruf in größter Aufmachung, in beſter Beſetzung. Der Totaliſator des Sports und des Lebens iſt eröffnet, die Atmoſphäre Baden⸗Badens iſt mit allen Reizen geladen, ſeine Anlagen und Parks, im Hoch⸗ glanz der ſommerlichen Ueppigkeit, ſind erfüllt vom feſtlichen Treiben einer eleganten und genußbereiten Menge, welche ſich zu den amü⸗ ſanteſten Feſtlichkeiten, die zur Zeit bei uns auf den Programmen ſtehen, aus aller Welt abkommandiert hat. Die Lektüre der Fremoen⸗ liſte iſt wie ein Spaziergang durch das Adreßbuch internationaler Namen. Jetzt weiß man wirklich wieder, daß es noch eine euro⸗ päiſche Geſellſchaft gibt. Paneuropa und Panamerika laſſen ſich mit den klingendſten Namen vertreten, wenn es gilt, zu den„Inter natjonalen Rennen von Baden ⸗Baden“ zu erſcheinen. Sportereignis und Geſellſchaftsereignis verſuchen ſich zu überbieten. — Uus den abendlichen Feſtſälen, aus Gärten und Parks dringt die Melodie der Feſtlichkeit. Das Wetter iſt ſo ſchön, wie es nicht ſchöner ſein könnte, der himmliſche Regiſſeur ſcheint Baden⸗Baden auch in der„Großen Woche“ in ſein Herz ſchließen zu wollen. 5 So iſt es nur allzu verſtändlich, daß das Zauberwort der „Internationalen Rennen“ Baden⸗ Boden bis auf den letzten Platz gefüllt hat. An den Tagen von Iffezheim aber wird ſich alles in die Rheinebene verlegen, wo vor den Tribünen das ſpannende Erlebnis vor ſich geht, das die einen ſeiner großen ſportlichen Bedeutung, die anderen ſeines großen geſellſchaftlichen Glanzes wegen, alle aber deshalb lieben, weil es eine unnachahm⸗ lich reizvolle Völkerſchau iſt, bei der ſich die Repräſentanten der großen Welt, die Elite der Geſellſchaft, in einer feierlichen Auf⸗ machung zeigen, die einer internationalen Modeſchau von trefflicher Eleganz gleichkommt. Rennen zu Karlshorſt(22. Auguſt): F. v. Zobeltitz Menelaos(A. Tot: 19, Pl: 12, 14. Ferner 1. Hampelmann⸗Hürdenrennen: 1. Uhl), 2. Prunustochter, 3. Frintrop. lief: Colibir... 2. Preis von Frehne: 1. Abteilung: 1. J. Kühns Iſelthal (Matuſzewſki), 2. Garwhal, 3. Prievluſa. Tot: 45, Pl: 15, 227 Ferner liefen: Francesco, Herzensfreude, Soravig, Singida, Obacht, Minne, Oſtſee.— 2. Abteilung: 1. v. Zitzewitz⸗Weederns Lehnsherr(W. Printen), 2. Prohibition, 3. Grasgräfin. Tot: 76, Pl: 20, 15, 97. Ferner liefen: Coryx, Europa, Sangeskönigin, Till Eulenſpiegel, Briholder, Tiefenfurt, Petarde. 3. Maaslieb⸗Rennen: 1. M. Schönemanns Alſterſtern(B. Wurſt), 2. Der Muck, 3. Sonntagmorgen. Tot: 37, Pl: 15, 14, 19. Ferner liefen: Kurzſchluß, Moſſuk, Thea, Caſtor, Kahren, Minky, Mentor, Gunhilde. 5 5 4. Deutſches Jagdrennen: 1. J. v. Eckartsbergs Myron(Beſ.), 2. Gerwin, 3. Immelmann. Tot: 24, Pl: 15, 26. Ferner lief: Tippel. 5. Malna⸗Jagdrennen: 1. Heinz Stahls Kif Kif(W. Wolff), 2. Wildfang, 3. Senouſſi. Tot: 33, Pl: 18, 14. 48. Ferner liefen: Laokvon, Roſenprinz, Gnadenfriſt, Traminer, Lebenswonne, Autin, 6. Haſelhorſter⸗Jagdrennen: 1. Frau K. Perskes Don II(V. Holty), 2. Chifonie, 3. Der Zukünftige. Tot: 25, Pl: 16, 24. Ferner liefen: Girani, Cheri.. 7. Anker⸗Hürdenrennen: 1. R. Hinz Viei(M. Oertel), 2. Pir⸗ ſchau, 3. Hella. Tot: 27, Pl: 17, 26. Ferner liefen: Komm voran, Holdrio, Winska. Morzik⸗Deutſchland Sieger im Europarundflug Am Mittwochabend gab der Sportausſchuß in Orly noch drei⸗ tägiger Verhandlung das Ergebnis der Punktwertung bekannt. Dar⸗ nach iſt Fritz Morzik von der Deutſchen Verkehrsfliegerſchule als Sieger ermittelt worden. Mißglückte Kanalüberquerung Doe nach der engliſchen Küſte geſtartet war, ſah ſich nach 6 Stunden, um .10 Uhr Mittwoch früh genötigt, den Verſuch vier Kilometer vor der 135 5 0 Küſte aufzugeben. a Deutſchlands Segler gewinnen den Präſident⸗Hoover⸗Pokal Das erfolgreichſte Boot: Der 30 Quabdratmeter⸗Schären⸗ Kreuzer„Kicker le“. Bei der internationalen Seglerregatta in Marblehead(USA.) gelaug es den teilnehmenden deutſchen achten, den von Präſident Hoover geſtifteten Pokal zu er⸗ obern. Beſonders erfolgreich war der Schärenkreuzer „Kickerle“, der auf den ſechs Regatten drei erſte Preiſe errang. —— unüber⸗ er engliſche Kanalſchwimmer Dr. Schiff, der am Dienstag nach — & Seite. Nr. 388 Freitag, den 23. Auguſt 1929 Neue Maunheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe] Frankfurter Dreimonats-Moratorium f Die geſtrigen Gläubiger ⸗ Verhandlungen über die Schuldenabwicklung der Frankfurter Allgemeinen Verſicherungs A.., die in der Disconto⸗Geſellſchaft geführt wurden, haben zu einem Ergebnis geführt. Faſt ſämtliche größeren Gläubiger, ſowohl die deutſchen als auch die ausländiſchen, haben einem Zmonatigen Moratorium zugeſtimmt. Da nicht alle Gläubigervertreter mit ausreichenden Vollmachten verſehen waren, wurden noch verſchiedene Vorbehalte gemacht, doch nimmt man an, daß größere Schwierigkeiten nicht mehr entſtehen werden. Eine Erklärung der Allianz Die Allianz und Stuttgarter Verein Verſiche⸗ rung s⸗Ac. hatte am geſtrigen Donnerstag zu einer Preſſebeſprechung geladen, in der von der Direktion noch einzelne Erläuterungen zu der augenblicklichen Situation gegeben wurden. Die Allianz ſchließt danach mit der neugegründeten„Neue Frankfurter Allge⸗ meine Verſicherungs Ac.“ die ein Kapital von 5 Mill. 25 v H. Einzahlung) beſitzt, einen Garantievertrag ohne jede Klauſel und unbefriſtet ab. Letzteres iſt um ſo bemerkens⸗ werter, als ſich die Allianz zuerſt ein Rücktrittsrecht vorbehalten hatte, auf das ſie jetzt vollſtändig verzichtet. Die Neue Frankfurter Allgemeine Verſicherungs AG. bleibt ſelbſtändig. Ob in ſpäteren Jahren einmal eine Uebernahme durch die Allianz erfolgen wird, läßt ſich heute noch nicht ſagen. Die Allianz hat noch genug mit der Ver⸗ ſchmelzung der Allianz Verſicherungs⸗Ac h. und Stuttgarter Verein Verſicherungs⸗A. zu tun, die wirtſchaftlich noch nicht durchgeführt iſt. Die Allianz übernimmt nur die Verpflichtungen aus dem direkten Verſicherungsgeſchäft. Inwieweit eine Uebernahme einzel⸗ ner Rückverſtcherer erfolgt, muß erſt die nähere Prüfung ergeben. Eine Unterſtützung des Stillhaltekonſor⸗ ti ums dürfte darin zu ſuchen ſein, daß die Allianz auf einen weſentlichen Teil von 25 Mill. ihr zuſtehender Prämienreſerven verzichtet hat. Dieſer Betrag wird ſpäter auf den Kaufpreis verrechnet, der höher ſein wird als die Summe, auf die verzichtet wurde. Von der Verwaltung wurde noch betont, vor eine wie ſchnelle Eutſchließung die Allianz geſtellt wurde. Mit der Aufſtellung des Status und der Feſtſtellung des Kaufpreiſes ift man zur Zeit fieberhaft beſchäftigt. Auch das Aufſichtsamt iſt nun endlich mit der Klärung der Lage(1) beſchäftigt. Aus den allge⸗ meinen Ausführungen über das Verſicherungsgeſchäft iſt noch zu entnehmen, daß die Allianz in der Auto mobilverſiche⸗ rung ſeit 1924 nur Verluſte erlitten hat. Die Nebengeſchäſte der Frankfurter und ihrer Direktoren Nachſtehende Aufſtellung, die unſerem Fraukf. Korreſpondenten vom Aktionärſchutz zugegangen iſt, gewährt einen kleinen Einblick in die mannigfachen Grundſtückskäufe der Frankfurter Allgemeinen Verſicherungs A. und ihrer Direktoren: Im Jahre 1927 wurde die Mitteldeutſche Uhren vertriebs Gmb. gegründet, deren Geſellſchafter neben dem Häuſerſpekulanten Erlich, der jetzt flüchtige Direktor der Südweſtdeutſchen Bank, Siegfried Sauerbrey und die Helios⸗Rückverſicherung ſind. In der Bilanz ſpricht Helios von einem Beſtand an Wertpapieren in Höhe von rund 4 Mil⸗ lionen, die Beteiligung wird verſchwiegen. Wem ſind die Gewi aus dieſer Beteiltgung zugefloſſen? Wie ſtellt ſich das amt zu dieſer Beteiligung einer Rückverſicherungs⸗AG.? 1919 gründeten Direktor Kir ſchbaum(Frankf. Allg.) und Pro⸗ Fuxiſt Lauer eine„Rhenania Aſſekuranz⸗ und Revi⸗ (tonsbüro Gmbß.“, zu deren Geſchäftsführer Lauer, der Vor⸗ ſteher der Hypothekenabteilung des Fravagkonzerns, beſtimmt wurde. Ein halbes Jahr ſpäter gründete Direktor Becker, der derzeitige erſte Direktor des Konzerns, mit dem Prokuriſten Lauer die „Union bau⸗ und Verwaltungs Gmb..“, deren Geſell⸗ ſchafter die Immobilienfirma S. Kaufmann⸗Loeffler und Oskar Lauer ſind. Lauer und die Mitinhaber der genannten Immobilien⸗ firma, Leopold Kaufmann, ſind hier als Geſchäftsführer beſtellt. 1927 rief die Rhenania in Gemeinſchaft mit der Firma Anton Hilf die Antonia Verwaltungsgeſellſchaft mbc. ins Leben, als deren Geſellſchafter Anton Hilf(Rhenania) und Willi Kahnheimer (Bankfirma Kahnheimer u. Co., Frankfurt a..) figurieren. Alle dieſe Geſellſchaften, die die iunige Verbindung der betreffenden Be⸗ amten des Konzerns, insbeſondere des Vorſtehers der Hypotheken⸗ Kreugers weitere Ausdehnung Die Verbindung mit Holzwaren⸗ und Zellſtoffwerken Unſere geſtrigen Mitteilungen über die Verbreiterung dieſes ſchwediſchen Truſtgebildes werden nunmehr durch die inzwiſchen ver⸗ breitete Verwaltungserklärung noch ergänzt. Darin heißt es:„Nach vorläufigen Uebereinkommen, welche in den letzten Tagen geſchloſſen wurden, wird während der nächſten Zeit unter Zuſammenwirkung zwiſchen Svenska Handelsbanken und der A. B. Kreu⸗ ger u. Toll eine Holdinggeſellſchaft gebildet werden für die Uebernahme der Aktienmehrheiten an einer Reihe nordſchwediſcher Holzwarengeſellſchaften. Die von dem Abkommen berührten Unternehmungen ſind Bergvik u. Lala Nya A.., Skoenviks A.., Sunds A.., Holzwarengeſellſchaft Svartvik, Nyhamns Zellu⸗ loſegeſellſchaft, Torpshammars A.., Bjoerknaes neue Sägewerks⸗ geſellſchaft, Salſokers Dampfſägegeſellſchaft und Homſunds A. B. Auch mit den Mehrheitsintereſſenten der Kramfors A. B. wird in gleicher Richtung verhandelt. In den Aufſichtsrat der Holdinggeſellſchaft werden außer Fachleuten Vertreter ſowohl für Svenska Handelsban⸗ ken wie für Kreuger u. Toll eintreten. i Der geplante Zuſammenſchluß bezweckt die Herſtellung von Vorausetzungen für eine enge Zuſammenarbeit zwiſchen den er⸗ wähnten Geſellſchaften, um die verſchiedenen Vorteile auszunutzen, welche durch eine derartige Zuſammenarbeit unzweifelhaft erreicht werden können. Wenn ſich Kramfors dem Konzern anſchließt, wird Hieſer, wie bereits gemeldet, 450 000 Tonnen von der ſchwediſchen Er⸗ zeugung an chemiſchen Zellſtoffen und Holzſchliff und 140 000 Stan⸗ dards von der ſchwediſchen Holzwarenerzeugung kontrollieren. Der Ausfuhrwert der Produktion der genannten Geſellſchaften dürfte etwa 110 Mill. Kronen betragen. * Maſchinenfabrik Badenia vorm. Wm. Platz Söhne.ü⸗G. Noch kein Abſchluß der Verhandlungen. Bekanntlich werden ſeit eini⸗ ger Zeit zwiſchen der in Liquidation befindlichen Badenia und engli⸗ ſchen Intereſſenten Verhandlungen über den Fortgang des Betriebes geführt. Gegenüber einer anderweitig gebrachten Meldung, nach der dieſe Berhandlungen erfolgreich zum Abſchluß gekommen ſein ſollen, können wir erklären, daß dies nicht den Tatſachen entſpricht. Die Verhandlungen gehen vielmehr weiter und es kann z. Zt. noch in keiner Weiſe von einem etwa bevorſtehenden Abſchluß geſprochen wer⸗ den,. * Süddeutſche Telefon⸗, Apparate⸗, Kabel⸗ und Drahtwerke A6. — Gründung einer Vertriebsgeſellſchaft. Das Unternehmen hat jetzt eine eigene Vertriebsgeſellſchaft mit einem Kapital von 100 000 unter dem Namen„Tekade Radio Gmöß.“ gegründet. Sitz der Ge⸗ ſellſchaß, iſt Berlin. Abſatz konzentration der General Eelectrie Co. In Newyork 5 bteilungen ſeines Konzerns, die ſich mit dem Abe 1 80 Verkauf beſchäftigen 9 besondere Ge e e e e e ela. errichtet werde a 8.. N 5 5 8 25 2 5 8 1 er ümſa tz z. Z beſſer als i. B. fei. Allgemeine mit Firmen der gen über ſehr großen ſtücke ſind durchweg ſehr der Fravag Stelle. Immobilien⸗ und Baubranche dartun, Immobilienbeſitz. Die Grund⸗ hoch von den Konzernfir men belaſtet, verſchiedentlich an zweiter und dritter * Ausſcheiden der Direktionsmitglieder aus der Frankfurter Allgemeinen. Wie längſt erwartet, hat nunmehr die Auf ſlchts⸗ rats kommiſſion veranlaßt, daß die beiden Direktoren der Frankfurter Allgemeinen, Dr. Philipp Becker und Kirſch⸗ baum, aus ihren Vorſtandsämtern ausſcheiden. Bekanntlich ſind dieſe beiden Herren beſonders belaſtet bei den Vorgängen in der Frankfurter Allgemeinen, die zu dem Finanzkrach führten. Privat⸗ eſchäfte ſpielen angeblich die Hauptrolle, worüber die Unterſuchung noch läuft. * Frankfurter Allgemeine Lebeusverſicherungs AG. Wie gemeldet wird, bleibt die Geſellſchaft in ihrem bisherigen Rahmen völlig erhalten, da ſie Vorgänge bei dem Konzern nicht be⸗ rührt iſt. Soweit k te Prüfungen ergeben haben, iſt die Ge⸗ ſellſchaft völlig int Sollten ſich aber, was kaum anzunehmen iſt, bei näheren Prü erhebliche Mißſtände ergeben, ſo wird die Allianz bezw. deren Vertreter, die Neue Frankfurter Allgemeine ver⸗ ſuchen, für eine vollkommene Beſeitigung der Mängel einzutreten, ohne daß hierfür die geringſten Rückwirkungen für die Ver⸗ sicherten nach ausdrücklicher Erklärung der Allianz eintreten. * Die ſüdweſtdeutſchen Genoſſenſchaften zum Fall Frankfurter Allgemeine. Die Landesgewerbebank für Südweſt⸗ deutſchland hatte auf heute ihre Aktionärgenoſſenſ en zu einer Beſprechung eingeladen, um Aufklärung über ihre Beziehungen zum Konzern der Frankfurter A meinen zu geben. Nach hen Erörterung der geſamten Verhältniſſe wurde einſtimmig fol e E en Genof nach ſchließung gefaßt:„Die heute in Karlsruhe verſammelt ſchaften erklären einmütig, daß ſie der Landes ebebank vor volles Vertrauen entgegen ral nichts erſchüttern laſſen. Sie wie 7 2 nd können dies um ſo eher tun, als die P a kaſſe und die übrigen Intereſſenten daß bei ruhigem 0 i 0 gewährleiſtet iſt, und ſtellen. * Nationale Di Die Verwaltung die Allgemeine nich Infolgedeſſen müſſe die diges Inſtttut betrachtet ſichtig geführt und haben die zur Finanzierung durch verſchiedene Geldg terhin t Ausſicht Sconteerings⸗ en Financierungs Maatſchappij. ſti mit, daß die Frankfurter 45 v. H. ihrer Aktien beſitzt. Mij. als ein ſelbſtän⸗ wurden ſehr vor⸗ entwickelt. Die Gelder, twendig waren, wurt geſtellt, während 1 Geſchä ch bisher Geſellſchaft zur Verfügung 5 te Frankfurter Allgemeine die Garantie für alle Kredite übernahm. Infolge des Zuſammenbruchs jedoch dieſe Garantie keine h deſſen beſitzt die Geſellſchaft Geſchäfte. Dadurch iſt i ſt and eingetreten. Sämtliche Gelder reichlich gedeckt. * Univerſeele Reaſſurantie Mij. Amſterdam. Die Verwaltung teilt mit, daß weder ſie noch ihre Muttergeſellſchaft die Frankona Rück⸗ und Mitverſicherungs⸗Geſellſchaft, Berlin, an den Verluſten der Frankfurter Allgemeinen beteiligt iſt. * Audrege Noris Zahn AG. Frankfurt a. M.— Eine Erklärung. In verſchledenen M den Vor⸗ der Frankfurter Allgemeinen bietet inreichende Sicherheit, und infolge ine weiteren flüſſigen Mittel für en Finanzierungsgeſchäften ein Sti bl⸗ der Hypotheken ſind jedoch gängen bei der ankfuürter Allgemeinen geſellſchaft berichtet, daß einer Hauptſchuldner der en Bank e große vielger be Firma 8 f dels iſt. Um N eutungen vorzube 0 AG., daß ſie damit nich rter Allgemeinen Ve erſicherungsverträge la ner ihrer Tochtergeſellſchafte: chäftlichen Beziehungen geſtanden. ae Noris Zahn habe bei der Frank die meiſten ihrer V ſie mit dieſer oder ei welchen ſönſtigen ges Amerika verſchärft ſeine Verſicherungsaufſicht Aus Newyork wird gemeldet, daß dem ſtaatlichen Verſiche⸗ rungsdepartement eine Abteilung angeliedert werden ſoll, die in regelmäßigen Abſtänden das Effektenportefeuille der Verſicherungs⸗ holdinggeſellſchaften einer eingehenden Prüfung unterziehen und das Ergebnis ihrer Feſtſtellungen offiziell bekannt geben ſoll. Die Er⸗ weiterung des Aufſichtsamtes hat den Zweck, die Oeffentlichkeit über Zuſammenſetzung und tatſächlichen Wert der von den Holdinggeſell⸗ ſchaften gehaltenen Wertpapiere ſtets zu unterrichten. Verſicherungs⸗ holdinggeſellſchaften, deren Aktien ſich im Börſenhandel befinden, bleiben von dieſer Auſſicht befreit. Wie die Verwaltung mitteilt, ſind Anfang ö. J. Verträge abgeſchloſſen worden, nach denen die Werkzeugmaſchinenabteilung den Deutſchen Nile s⸗Werken AG., Berlin, angegliedert wurde, während die Abteilung für Textil⸗ maſchinen auf die Schubert u. Salzer Maſchinenfabrik AG. in * Sondermann u. Stier AG. in Chemnitz. Ehemnitz übergegangen iſt. Die Fabrikation iſt zu Beginn des neuen Geſchäſtsjahres vollkommen eingeſtellt worden. Da die Verwertung der Vorräte nicht ohne Preiszugeſtändniſſe durchführbar war, wird die Bilanz zum 30. Juni 1929 einen Buchverluſt von rund 354 000 Mark ausweiſen. Im übrigen iſt der Erlös aus der Veräußerung bereits im Berichtsjahr vereinnahmt worden, ſo daß den laufenden Verpflichtungen von noch 76000/ an Barmitteln und Außenſtänden rund 450 000/ gegenüberſtehen. Ein Teil der Fabrikräumlichkeiten iſt inzwiſchen vermietet bezw. verpachtet worden. Wegen des übrigen Areals ſchweben diesbezügliche Verhandlungen, wie auch wegen einer etwaigen Veräußerung von Teilen des Grundbeſitzes. Nach Tilgung ſämtlicher Verpflichtungen dürften namhafte Barmittel zur Verfü⸗ gung bleiben. Der ausgewieſene Buchverluſt wird ſchon durch den Wert eines Teils der Grundſtücke reichlich ausgeglichen, ſo daß nach Anſicht der Verwaltung die Aktionäre der weitern Entwicklung zu⸗ verſichtlich entgegenſehen können. „ Steatit— Magneſia AG. in Berlin. Kapitalerhöhungs⸗ beſchluß. In der go. GV. führte die Verwaltung aus, man ſei ſeit Jahren beſtrebt geweſen, die eigenen Werke wefter auszugeſtalten. Nunmehr ſolle aber durch Erwerb ſämtlicher Anteile der Por⸗ z lanffabrik Teltow Gmbc. eine Angliederung er⸗ folgen, für die ſich hier eine beſonders günſtige Gelegenheit biete. Man verſpreche ſich durch den Zuwachs der Quote beim Hochſpan⸗ nungsſyndikat erhebliche Vorteile. Dazu komme weiter, daß die auf⸗ zunehmende Geſellſchaft die Terrains und Anlagen in Teltow mit Gleisanſchluß in Größe von etwa 30 Morgen beſitze, vgn denen man ſich große Vorteile für die Ausführung der weiteren Pläne der Ge⸗ ſellſchaft verſpreche. Die Verwaltung ſchlug der GV. vor, das A K. um 2 Mill. auf 7 Mill. I zu erhöhen. Die neuen 2 Mill. St., die vom 1. Juli an dividendenberechtigt ſind, werden dem Vorbeſitzer der Gmb. als Kaufpreis zu pari überlaſſen. Der Vorbeſitzer wird jedoch verpflichtet, von dieſen Aktien 1,25 Mill, gleichfalls zu pari an die Bank für keramiſche Induſtrie zurückzugeben, erhält alſo in Wirklichkeit 1,25 Mill. in bar und für nom. 0,75 Mill. Aktien, die bei dem gegenwärtigen Kurſe von 149 v. H. aber einen erheblich höheren Wert darſtellen. Die Bank für keramiſche Induſtrie hat von den ihr übergebenen Aktien 1 Mill. den alten Aktionären der Geſellſchaft im Verhältnis:1 zu 127,5 v. H. zum Bezuge anzubieten. Die reſtlichen 0,25 Mill. bleiben in ihrem Beſitz. Ueber die zum Erwerb der Teltow Gmb. erforderlichen 2 Mill. Aktien hinaus ließ ſich die Verwaltung die Ermächtigung zu einer weiteren Er⸗ höhung des AK. um 2 Mill. einräumen, mit der Begründung, daß die aus dem Zuſammenſchluß entſtehenden Arbeiten vorausſicht⸗ lich größere Kapftalien erforderlich machen werden. Die Ermächt'⸗ gung läuft am 30. Sept. 1981 ab. Die Gg. genehmigte die Verwal⸗ tungs vorſchläge ahne Debate. Die Berwaltung führte noch aus, 1 Die Geſellſchaft ſei mit — in g Usländiſchen, ſpeziell auch amer kaniſchen Aufträgen reich⸗ lich,„ is zum Ende des Jahres verſehen. Mau erhoffe de lichen Vorbehalt wieder ein günſtiges Ergebnis. 11,4 Milliarden Wechſelumlauf Wie das Inſtitut für Konjunkturforſchung mit⸗ teilt, wurden im Juli für 4,6 Milliarden/ Wechſel neu gezogen, d. ſ. 420 Millionen mehr als im Juni. Trotzdem hat ſich die Summe der umlaufenden Wechſel in den Mona⸗ ten Juni und Juli um ſchätzungsweiſe 280 Millionen„ ver min ⸗ dert, ſodaß der größte Teil der außerordentlichen Wechſelziehungen der Frühjahrsmonate aus dem Umlauf ausgeſchieden iſt. Da in den Herbſtmonaten wieder eine verſtärkte Inanſpruch⸗ nahme des Wechſelkredits zu erwarten iſt, iſt die Bedeu⸗ tung des letzten Rückganges des Wechſelumlaufs noch ungewiß. Ge⸗ genüber dem Vorjahr hat ſich der Wechſelumlauf bei einer Erhöhung der volkswirtſchaftlichen Umſätze von 17 v. H. um etwa 27 v. H. er⸗ höht. Eine Erleichterung in der Umſatzfinanzierung iſt demnach alſo noch nicht feſtzuſtellen. Der Wechſelkredit unterlag in den letzten Jahren einem konjunkturellen offenbar auch einem ſtrukturellen f trie b. Der ſtrukturelle Auftrieb, der die Umlaufsziffer um die Jahreswende 1928/29 bis auf 12 Milliarden trieb, iſt keine ungeſunde Erſcheinung. Auch in der Vorkriegszeit hat ſich der Wechſelkredit ent⸗ ſprechend dem Wachstum der Umſätze erhöht. Die ſteigende Zahl der Erwerbstätigen läßt eine weitere Vermehrung der Wechſelziehun erwarten. Wechſelumlauf iſt im Verhältnis zur Zahl der Er⸗ werbstätigen gegenwärtig noch erheblich niedriger als in der Vor⸗ kriegszeit. Die Qualität der umlaufenden Wechſel hat ſich gegen⸗ über dem Vorjahre etwas verſchlechtert, da die Wechſe teſte ſtärker geſtiegen ſind, als es die Zunahme des Wechſelumlaufes zugelaſſen hätte. neben Au f⸗ 2 S De * Auslandsintereſſe für die in Zahlungsſchwierigkeiten geratene Mannesmaun⸗Automobil⸗AG. Die in Schwierigkeiten geratene Mannesmann Automobil⸗Aktiengeſellſchaft in Remſcheid erklärt jetzt über die Gründe, die zu dem Zuſammenbruch geführt haben, daß die Ungunſt der Wintermonate eine finanzielle Realiſierung der großen Materialbeſtände nicht zugelaſſen habe. Es ſei nicht mög⸗ lich geweſen, die erforderlichen Mittel anderweitig zu beſchaffen. Eine große Anzahl von Gläubigern habe ihre Zuſtimmung zu dem Vergleichs vorſchlag gegeben. Eine Treuhandgeſellſchaft ſtellt zurzeit einen neuen Statuts auf. Bemerkenswert iſt weiter, daß das Unternehmen mit einer aus ländiſchen Fin anz ⸗ und Induſtriegruppe Verhandlungen wegen Erweiterung des Produktionsbetriebes ouf dem Laſtwagenbau führt. Es ſei nicht be⸗ abſichtigt, die Betriebe ſtillzulegen. Auch während des Vergleichs- nerfahrens ſoll die Montage der Perſonenkraftwagen ſo weit als möglich fortgeführt werden. 2: Zuckerfabrik Jülich, Alex Schoeller u. Co. AG., Jülich. Der Abſchluß des abgelaufenen Geſchäftsjahres ergibt nach Abſchreibungen von 77 412(i. (125 062 von 6 7200 V. 51 972) // einen Reingewinn von 191 381, 10). Bekanntlich wird der GV. am 12. Sept. eine Dividende 4 v. H.(i. V. 6 v. H. auf 1 440 000% StA. und 8 v. H. auß % VA. nach Vornahme verſchiedener Rücklagen vorgeſchlagen. ergangene Geſchäftsjahr litt unter gedrückten Zuckerpreiſen. enverarbeitung im Berichtsjahr konnte weiter geſteigert wer⸗ den verlief ohne Unterbrechung. Die Ausſichten für das neue Geſchäftsjahr laſſen ſich zurzeit noch nicht überſehen. Für die kom⸗ mende Kampagne ſteht eine ausreichende Rübenmenge zur Verfügung. Norbddeutſche Hochſeefiſcherei AG.— Dividendenerhöhung. Die Geſellſchaft, deren geplante Fuſion mit der Hochſeefiſcherei Nordſtern bekanntlich nicht zuſtande gekommen iſt, hat in dem am 30. Juni 1928 abgelaufenen Geſchäftsjahr 197 153/(132 707) Betriebsgewinn erzielt. Nach 73 210%(55 980) Abſchreibungen verbleibt ein Ueberſchuß von 125 191/(77 200), woraus 10 uv. H.(i. V. 7) Dividende verteilt wer⸗ den. Gefangen wurden 15,77 Mill. Pfund Fiſche, deren Verſteigerung 1,87 Mill./ alſo 11,85 Pfg. für das Pfund erbrachte. In der Bilanz erſcheinen für 1,07 Mill/(1,14) Dampfer, ca. 28 000%(38 000) An⸗ lagen 55 510/(180 736) Waren 44 922/(76 756) Effekten, 3846 000, (419 928) Debitoren, 69 508(80 573) Kreditoren und 209 008/(209 008) Was der Deutſche raucht Neubauanleihe. Eine genauere Betrachtung der Eingänge an Tabakſteuern im Dutſchen Reich in der Zeit vom 1. April bis 30. Juni gibt Aufſchluß über die Qualitäten, die der deutſche Raucher bevorzugt. Bei den Zigarren iſt es zunächſt die 10⸗Pfeunig⸗Zigarre, die am meiſten bevor⸗ zugt wird. Sie ſteht mit 474 Millionen an der Spitze, in kleinem Abſtand folgt die 15⸗Pfennig⸗Zigarre mit 445 Millionen, in weiterem Abſtand die 20⸗Pfennig⸗Zigarre mit 243 Millionen. Schon die 25⸗ Pfennig⸗Zigarre ſteht weiter unter 100 Millionen. Was über 40 Pfennig Kleinverlaufspreis liegt, erreicht noch nicht 10 Millionen. Bei der Zigarette dominiert die„Fünfer“, die heute als die gang⸗ barſte Sorte anzuſprechen iſt. Nahezu 5 Milliarden wurden in der genannten Zeit verrechnet. Die„Vierer“ bleibt um faſt 3 Milliarden zurück, die„Sechſer“ um 4 Milliarden. Die anderen Preislagen, gleichgültig ob darüber oder darunter, ſind nur wenig beachtet. Beim ſeingeſchnittenen Rauchtabak iſt die Preislage von—10/ das Kilo am bevorzugteſten. Erſt wieder die Preislage von 18—20% finden dann noch ſtärkeren Anklang. Beim Pfeifentabak nimmt die Preislage von 6/ Kleinverkaufspreis die Favoritenſtellung ein. Hiervon wurden 3,72 Millionen Kilo verrechnet. Kau⸗ und Schnupf⸗ tabak ſind ihren Verbrauchsziffern nach zu urteilen ſtark in den Hintergrund geörängt. Fertige Zigarettenhüllen wurden über 7235 Millionen verrechnet. : Unveränderte Umlage beim Kohlenſyndikat. Die Ankündigung, daß im Hinblick auf die wenig veränderten arbeitstäglichen Abſfatz⸗ ziffern in das beſtrittene Gebiet einerſeits und das unbeſtrittene Ge⸗ biet anderſeits für den Monat Juli vorausſichtlich die gleiche Umlage wie für Juni erhoben werden würde, findet jetzt ihre Beſtätigung dadurch, daß der Syndikatsvorſtand bei den Umlageberechnungen für 555 Monat Juli wieder den Vormonatsſatz von 2,10/ zugrundegelegt. hat. 1 2: Prolongation von Reichsſchatzanweiſungen. Die Banken haben ſich dem Vernehmen nach bereit erklärt, die am 30. September J. fälligen Reichsſchatzanweiſungen in Höhe von 140 Millionen/ zu prolongieren. Die näheren Einzelheiten der Prolongation wer⸗ den noch feſtgelegt werden. Die Verlängerung der Laufzeit bis über das Jahresende hinaus wird als zweckmäßig angeſehen. Eine beſondere Belaſtung des Geldmarktes durch die Prolongation der Schatzanweiſungen wird nicht erwartet. Deviſenmarkt Int heutigen Frühver ſeh New⸗Dork. 484,75 494.85 notierten Pfunde gegen Schweiz 25,20 25,191 Stockholm 5 18.09 18.10 Paris. 12882 128,96 Hoflans.. 12,10 12,10 Madris 3— 88. Brüſſe! 7 84 34,88 Osls. 18,20 18,21 1 Sailanb. 2,72] 92,67 Kopenhagen. 18,20 18,21 Gegen Reichsmark wurden Dollar mit 419 90 und Pfunde mit 2035 75 gehndelt Mannheimer Produktenbörſe Die Kurſe verſtehen ſich per 100 Kilo netto waggonfrel Mannheim mit Sack, zahlbar in RM Amtliche Preisnotierungen vom 22. Auguſt 1929 Weizen 27 ½7.25 Pfälzer Ferſte 28,50/4,50 J Weizenmehl 0 40,.— „ ausl. 28,550,383, 80 Futter⸗Gerſt⸗—'brotmehl— Roggen 21.21.25 Mais a.'ſch. 21.—/½ 1,25 Roggenmehl 29.50/33, aus!— Biertreber 17,50/18,.50 Welzenkleie 10,50 Hafer inländ. 27 1. 10,80 11,50 Raps. „ ausl. 22.— 23.— Luz.⸗Kleehen 11, 20/17,—] Tl ockenſchnitzel 1 Grau-Gerſte 28—½4— Preßſtroh 480%. Spogſchre 8 dito ausl.— Geb. Stroh 4,—/4,70 J Rohzuckermel. 8 Sußddeutſcher Großmühlenpreis ab Mühle. Meblpreiſe mit Sack. Frachtenmarkt Duisburg-Rubrort 22. Auguft Das Geſchäft an der heutigen Börſe war äußerſt ſtill. Die Frachten gingen um 20 3 zurück und notierten mit.40.60% ab hier bezw. ab Kanal nach Rotterdam incl. Schleppen. Die Berg⸗ fracht ging ebenfalls zurück und wurde für vereinzelt abgegebene Bergreiſen mit.50% ab hier und.70% ab Kanal Baſis Maun⸗ heim bezahlt, Die Schlepplöhne tal⸗ wie bergwärts erfuhren gegen geſtern keine Aenderung. f N (Weitere Handelsnachrichten ſiehe Seite 10) in 1 1 e. 01 0 e eee —. S SN „55 Brektag, den 23. Auguſt 1929. 9. Seite. Nr. 988 4* 2 im Ozean 1 1 55 Fe 5 Nes 3 Die Baſis für den zukünftigen Europa-Amerika⸗Luftverkehr ö 8 Vor etwa 1% Jahren ſchrieb die amerikaniſche Jnduſtrie[An beiden Seiten des ſchwimmenden Landungsplatzes werden eine Konkurrenz für den Entwurf einer künſtlichen Flug⸗ Gebäude ausgeführt für die Unterbringung der Ausbeſſe⸗ ö ſtation 105 Ozean aus, an der ſich u. a. der amerikaniſche In⸗ rungs werkſtätten und Wohnräume für eine Belegſchaft von 5. Ar m ſtrong und der öſterreichiſche Techniker Robert etwa 80 Mann und für die Fahrgäſte, die evtl. den Flug 5 Sailer beteiligten. Aus den Modellen beider Erfinder unterbrechen müſſen. 1 55 nun ein Plan für eine künſtliche Inſel im Atlantiſchen Die geplante Flugſtrecke gleicht im großen und ganzen 55 Dean entworfen und ſogleich mit dem Bau begonnen. Die einer Eiſenbahnſtrecke. Die erſten Etappen von Europa und 5 erſte ſchwimmende Inſel wird gegenwärtig in Wil⸗ e 1 mington gebaut. Sie ſoll verſuchsweiſe auf hoher See, n zwiſchen Newyork und den Bermuda⸗Inſeln verankert werden. Ama onenſtaat 5 Der Bau dürfte im Laufe des Jahres 1930 fertiggeſtellt ſein. 5 3 5 Es handelt ſich alſo nunmehr keineswgs noch um phantaſtiſche 5 2 2 5 8 Probleme, die in weiter Zukunft liegen, ſondern um Wirk⸗ Die Frauen. Die Männer nur 5 lichkeit. 2 9 1 Durch die letzten Flüge des„Graf Zeppelin“ iſt die Frage Es iſt keine alte Geſchichte, auch keine Erfindung, aber 5** eines Luftverkehrs von Kontinent zu Kontinent wieder in ein noch weniger eine Erzählung, die in irgend einer Frauen⸗ * beſonders aktuelles Stadium getreten. Noch iſt es nicht ent⸗ zeitung geſtanden hat: es gibt tatſächlich heutzutage eine Inſel, 15 ſchieden, oh für derartige Strecken der Luftverkehr beſſer durch auf der etwa 400 Menſchen leben— es waren einmal mehr 8 das Luftſchiff oder durch das Flugzeug bewerkſtelligt werden als 5000— eine Inſel, deren Verwaltung ausſchließlich nur te kann, ſicher iſt jedoch, daß eine gefahrloſe Ueberquerung des in den Händen von Frauen liegt. Wir wollen eines hinzu⸗ * Ozean nicht ohne die Möglichkeit einer Zwiſchenlandung ge⸗ fügen und zwar: die Inſel wird von den Frauen gut und n wagt werden darf. Wären mehrere Inſelgruppen im Atlanti⸗ vorbildlich regiert; denn Ordnung und Friede herrſchen auf 25 ſchen Ozean verſtreut, ſo würde ſich das Ueberfliegen des ihr. Es gilt dort als ſelbſtverſtändlich, daß die Männer die 5 Desans gefahrlos und wirtſchaftlich geſtalten können. Da aber niedrigſten Diener dieſer Frauen ſind. „ ſolche Inſeln nicht vorhanden ſind, ſo müſſen ſie eben auf der Die Inſel heißt Tiburon ud ragt aus dem Golf von 3 Flugſtrecke künſtlich geſchaffen werden. Von dieſen Voraus⸗ Kalifornien hervor; ſie liegt vor der Küſte von Mexiko. Ihre 0 ſetzungen ausgehend hat man nun eben den oben erwähnten Bewohner, die S 5 indianer bewohnen ein unfrucht⸗ . künſtlichen Flughafen geſchaffen. bares Land, wo ſie in einem gewiſſen Hochmut vollkommen 1 Der Bau einer Ozeauflugſtation mußte lange an einer 1 ee en 1 1 09 1 5 t Bedingung ſcheitern, nämlich an der der Verankerung. iſt es ihnen lieber, ihren Stamm ausſ erben zu ſehen, a 8 5 daß ſie mit Fremden eheliche Verbindungen eingehen, ſelbſt G Abgeſehen von den unerſchwinglichen Koſten, die das erfor⸗ dann, wenn dieſe Fremden Indianer ſind, die die Inſeln in = dern würde, iſt bei der Tiefe des Ozeans(200012000 Meter) der Nähe des Feſtlandes bewohnen. Eine derartige Ver⸗ 0 eine Verankerung nur ſehr ſchwer möglich. Allerdings be⸗ miſchung iſt ihnen übrigens nach ihrer religiöſen Ueberliefe⸗ it ſtehen in dieſer Beziehung bereits Erfahrungen, die bei der rung unterſagt, und an ihrem Kult hängen ſie mit geradezu , Erforſchung des Golfſtromes im Jahre 1886/80 geſammelt fanatiſcher Treue. wurden. Das Schiff des Admirals Pillsbury, auf dem die Meſſungen im Golfſtrom vorgenommen wurden, mußte ſeine Anker in Meerestiefen von über 3000 Meter auswerfen. Das Modell des Ingenieurs Armſtrong hatte nun für die Ver⸗ ankerung der ſchwimmenden Inſel eine Schwimmboje von 125 Tonnen an drei Ankern, die in einem Winkel von 120 Grad zueinander ausgeworfen werden, vorgeſehen. An dieſer Boje ſoll die ſchwimmende Inſel befeſtigt werden. Der Oeſterreicher Sailer dagegen hat eine Erfindung der Ver⸗ wertung der Wellenkraft des Meeres gemacht, die es nun er⸗ möglicht, eine ſtabile, genügend große und gegen jedes Wetter geſchützte Station im Ozean zu errichten. Dieſe Erfindung, durch die die Kraft der Kohle durch die Wellen des Meeres erſetzt werden ſoll, wird für die erſte ſchwimmende Inſel ſchon in Anwendung gebracht. Die Landungsſtation beſteht aus drei Schiffskörpern, die ſich in einer Entfernung von ca. 50 Metern nebeneinander befinden und im vorderen Drittel durch je einen ſchwimmen⸗ den Tank ſtabil miteinander verbunden ſind. Dieſe Schiffskörper(180 mal 30 Meter) tragen gleichgroße Lan⸗ dungsdecks. Zwei Kranen am Bordrand dienen zur Hebung von Flugzeugen in die Hangars, zur Ausboobtung uſw. Den f Zwiſchenraum zwiſchen den Schiffskörpern bilden zwei ge⸗ ſchützte Häfen von 120 Meter Länge und 80 Meter Breite, in denen mehrere Waſſerflugzeuge, aber auch Schiffe anlegen können. 2 nd A d Au 3 f N 7 9 Die wichtigſten Maſchinenanlagen, die ſich im Innern des 2 Schiffskörpers befinden, ſind die Hilfsmaſchinen, Sid die Stationsanlage vom Mutterhafen zu ihrem Stand⸗ platz im Ozean treiben, und während abſoluter Windſtille den Betrieb aufrechterhalten, die Wellenkraftanlage, die bei mitt⸗ lerem Seegang eine Betriebskraft von 1200 bis 1500 Ps. ſpenden kann, und die für Beleuchtungszwecke erforderlichen Anlagen. Die Station iſt drehbar und paßt ſich ſtändig der Windrichtung an, ſo daß Start und Landung(beides kann ja mur bei Gegenwind erfolgen) jederzeit ermöglicht ſind. 22 5 Die Erfindung zur Ausnützung der Wellenbewegungen 5 hat aber auch noch andere wichtige Verwendungsarten. So 1 3. B. die Aufſtellung von ſchwimmenden Leuchttürmen an 5 2 err enn ern eee ue e A ſolchen Stellen des Ozeans, die bisher bei ſtärkerem Seegang für die Schiffahrt ſehr gefährlich ſind. Dieſe Leuchttürme werden bei ſtarkem Sturm automatiſch aufleuchten. Der Flugſtreckenplan Europa⸗Amerika ſieht die Unter⸗ teilung der Geſamtſtrecke in 8 Teilſtrecken von etwa 700 Km. vor. Die Zwiſchenlandungen für die Aufnahme des Breun⸗ ſtoffs und evtl. auch für den Wechſel des Flugzeugs ſollen drei Dr. Hermandez, ein mexikaniſcher Forſcher, beſchäf⸗ tigte ſich ganz beſonders mit dem anthropologiſchen Studium der Indianerſtämme von Zentralamerika, und in erſter Reihe wandte er ſeine Aufmerkſamkeit den Indianern auf der Inſel Tiburon zu. Er berichtet nun von ſeinen mehr als eigen⸗ artigen und ſeltſamen Beobachtungen. 140 Geburten, 84 To Wer das Statiſtiſche Jahrbuch des Deutſchen Reiches rich⸗ tig zu leſen verſteht, wird bald entdecken, daß die ſcheinbar ſo nüchternen Zahlen eine packende und eindringliche Sprache reden. Keine erklügelte Kombination, ſondern Tatſachen, dem täglichen, pulſierenden Leben entnommen, ſpringen uns aus jeder Seite an und ziehen uns in ihren Bann. Selbſt wenn wir das Material eines Jahres auf die Dauer einer einzigen Stunde reduzieren, wenn wir alſo ſozuſagen ein Statiſtiſches Stundenbuch des Deutſchen Reichs konſtruieren, ſelbſt dann noch muten uns die„Stundenzahlen“, die uns beiſpielsweiſe den Konſum an Lebensmitteln innerhalb 60 Minuten vor Augen führen, geradezu phantaſtiſch an: Ahnen Sie, wieviel Zentner Kartoffeln in Deutſchland ſtündlich verzehrt werden? Schätzen Sie ruhig hoch, Sie werden trotzdem das Quantum, das Sie zu wenig eingeſchätzt haben, noch nicht bis an Ihr Lebensende aufzehren, Stündlich wandern 50 000 Zentner oder 2500 Tonnen oder der Inhalt von 250 vollbeladenen Güterwagen in den Magen der deutſchen Staatsbürger![Durchſchniktliche Tagesration 2 Pfund pro Kopf der Bevölkerung.) Hierzu geſellen ſich jede Stunde 700 000 Pfund Fleiſch(durchſchnitt⸗ liche Tagesration etwas über ein Viertel Pfund pro Kopf der Bepölkerung). Der Zuckerkonſum von 156 Tonnen 156 000 Kilogramm pro Stunde, erſcheint, gemeſſen an den vorgenannten Zahlen, verhältnismäßig gering. Aber wenn wir uns dieſes Quantum in Würfel zucker umrechnen und jedes Stück Zucker, das im Laufe einer Stunde unſer bitteres Daſein verſüßen ſoll, zu einer fortlaufenden Kette aneinanderreihen, ſo haben wir nach Ablauf der 60. Mi⸗ nute eine Kette nun, was glauben Sie, bis wohin dieſe Kette reicht? Von Hamburg bis Harburg mutmaßen Sie? Etwas zu wenig! Bis Dresden? Sie müſſen ſchon etwas darauf legen! Alſo bis Prag, vermuten Sie kleinlaut. Be⸗ daure ſehr. Unſere Kette wäre bereits nach zehn Minuten in Prag angelangt; nach einer weiteren Viertelſtunde ſchlängelt auf dieſen ſchwimmenden Inſeln erfolgen. . Der engliſche Rekordflieger Atcherley Der engli ſche 8 liegerleutnant At ch 4 Aeber 500 Kilometer Slundengeſchwindigkeit Das engliſch erley, der mit dem nebenſteb enden Flu . eit von 500 Km in der Stunde ſie ſich über die Donaubrücke in Budapeſt— um nach Ablauf 0 Schneiderpokalflugzeng Der weibliche Senat— Ungezähmte Megären 5 In sechzig Minuen werden in Deutſchland 50 000 Sentner Kartoffeln, 700 000 Pfuns Fleiſch 3 und 156 000 Kilogramm Zucker verzehrt 3 alle derer, die ſtündlich hinweggerafft werden. Es ſterben Wenn Sie dieſe gigantiſchen Frau, dann ſtellen Sie ſich bitt und Zigaretten in einer einzige den Vereinigten Staaten ſind als Kopfſtationen, die von Flugzeugen aus verſchiedenen Orten angeflogen werden, ge⸗ dacht. Dann kommen in Abſtänden von je 700 Km. die einzel⸗ nen Stationen und dazwiſchen werden für den Flugſtrecken⸗ dienſt Poſten in Form der vorhin erwähnten ſchwimmenden, Leuchttürme angelegt, die den Flugzeugen die Richtung weiſen und automatiſch drahtloſe Wetterberichte übermitteln. Aehnlich wie eine Eiſenbahnſtrecke wird die Flugſtrecke ab⸗ patvulliert, für welchen Zweck größere Motorboote vorgeſehen ſind. 5 Die Baukoſten werden auf ca. 17 Millionen Dollar geſchätzt. Falls ſich die erſte Inſel im Betrieb be⸗ währen wird, ſo ſteht der Anlage der übrigen Hochſeeflug⸗ öff der Fluglinie Europa⸗Amerika nichts mehr im Wege. im 20. Jahrhundert Diener— Kannibalismus an ei * genen Kindern 87 „Die Seris“, ſo führt er aus,„ſind durchweg ſehr ſchöne Menſchen von hohem und kräftigem Körperbau. Die Frauen ſind prächtige und intelligente Geſchöpfe Man ſieht unter dieſem Volk nicht einen einzigen, ich betone ausdrücklich, kei⸗ nen einzigen verkrüppelten, ſchwachen oder hinfälligen Men⸗ ſchen. Man beobachtet dort überhaupt keinerlei Gebrechlich⸗ keit. Das hat ſeinen guten Grund; denn alle Kinder, die in allzu dürftiger Verfaſſung zur Welt kommen, werden erbar⸗ mungslos getötet und verſpeiſt.“. Dieſe kräftigen und energiſchen Kannibalen, die zuerſt den Angriffen der Spanier, dann denen der Mexikaner wirk⸗ ſamſten Widerſtand geleiſtet haben, laſſen ſich indeſſen vun ihren Frauen regieren! In ihren Hütten, die aus Baum⸗ ſtämmen errichtet werden, führt die Hausfrau ein unum⸗ ſchränktes Regiment.. Aus den Aufzeichnungen von Dr. Hermandez erfahren wir noch, daß die Regierung der Inſel in der Hand eines Rares älterer Frauen, alſo einer Art weiblichen Senats, liegt, der mit mehr als richterlicher Machtvollkommenheit ausgeſtattet iſt. Die Seris wählen ſich wohl dem Namen nach einen Mann als ihren Führer, aber dieſer arme Teufel beſitzt in erſter Reihe nur das Recht zu ſchweigen, nicht nur in dem Ama⸗ zonenſenat, dem er präſidieren ſoll— denn dazu iſt er ja ge⸗ wählt— ſondern auch in ſeinem eigenen Heim. 8 Die Megäre, das böſe Weib, wird auf der Juſel Tiburon nicht gezähmt.. und dieſe Inſel, wenn wir den Darlegungen des mexikaniſchen Forſchers folgen und ihnen unbedingten Glauben zumeſſen, exiſtiert nicht nur auf der Karte.. desfälle in der Stunde — der 60. Minute am Goldenen Horn landen. 1 Das Statiſtiſche Jahrbuch zeigt uns, wie die„Hamb. Nachr.“ ſchreiben, daß in jeder Stunde 140 Erden bürger das Licht ihres deutſchen Vaterlandes erblicken, und zwa 72 Knaben und 68 Mädchen, darunter ſtündlich zwei Zw lingspaare. Dieſer recht beträchtliche Kinderſegen kann un nicht Wunder nehmen, wenn wir aus dem Statiſtiſchen Jahr buch errechnen, 5 5 daß ſtiündlich 165 Ehen vor dem Standesbeamten vollzogen werden;„ hierbei iſt allerdings der Arbeitstag von acht Stunden zu grundegelegt, da Standesämter mit Nachtbetrieb ſelbſt unſerer ſortgeſchrittenen Zeit noch nicht exiſtieren. Zwö Ehen werden ſtündlich geſchieden, alſo wegen jeder vierzehn Ehe wurde der Standesbeamte umſonſt beläſtigt. ö Der große Gegenſpieler des Lebens iſt der Tod. Den 140 Geburten jeder Stunde ſtehen 84 Todesfälle 5 gegenüber, 5 ſo daß die Bevölkerung ſtündlich um 56 Bürger bereicher wird. Das Statiſtiſche Jahrbuch nennt auch das Lebensalte in Konſtantinopel zu im Alter unter einem Jahr: 16 Menſchen 5 von—10 Jahren: 5 15 6. 5„ 1020 77 3 1. . 5„ 2030 7 5 1. 4.. 1 30—40. 4 7 .„* 40—50 71 8 7 ** 1 50—6 0 75 1 0* 5 5* 60—70 77 5 2 5 55 E 5. 70—8 0 1 1 3 75 75* 5 it b 12 1 80 2 7. an Krebs an Tuberkuloſe an Lungenentzündung durch Unglücksfälle durch Selbſtmord, 352 Menſchen werden ſtündlich öffentlichen Krankenhäuſern überwieſen, alſo in jeder Sekunde faſt ſechs Menſchen. Unter den 84 Toten jeder Stunde befinden ſich 18 Jam lienväter, d. h. faſt alle drei Minuten verliert eine Familie ihren Ernährer. Welche Summe ſeeliſchen Schmerzes dieſe Zahl und wieviel Wirtſchaftstragödien nehmen in einer ſolchen Stunde ihren Anfang! 432 Familien täglich, 157 68 Familien jährlich ſtehen vor der bangen Frage: was nun? Daß es noch genügend durſtige Kehlen in Deutſchl gibt, beweiſt uns N der ſtündliche Bierkonſum von 5900 Hektolitern, oder Flaſchen umgerechnet ein Verbrauch von einer Millio N 770 000 Flaſchen pro Stunde! 8 Daß aber auch in ſchweren Zeiten glückliche Mitbürger ihre Durſt mit Schaumwein löſchen können, dafür bürgen d 1700 Flaſchen, deren prickelnder Inhalt ſtündlich durch getrocknete Kehlen rinnt. 5 Schimpfen Sie nicht, gnädige Frau, wenn Ihr H mahl Ihnen durch ſein leidiges„Tabakqualmen“ die friſch gewaſchenen Gardinen verdirbt; es muß wohl noch mehr Mit⸗ bürger in Deutſchland geben, die mit ihm das gleiche Laſte teilen; denn aus dem Statiſtiſchen Jahrbuch können wir rechnen, 3 ñẽd, daß ſtündlich 760 000 Zigarren und 3 Milli Zigaretten verpafft werden. Seſterben ſtündlich: do e. S 00 en Verf ichsflügen vo 8 mer geraucht würden— und da 10 in S beb, Nr. 388 Starke Ausfuhrſteigerung elektrotechniſcher Erzeugniſſe Unter dem Einfluß der von nur geringen Schwankungen unter⸗ etragenen Elektrokonjunkkur hat ſich rochenen und ſtetig aufwärts er Außenhandel mit elektr Huf der Einfuhr⸗ wie der Ausfu Niemlich ſtark erhöhen können. E echniſche bie Einfuhr in Mill. Rm. . 6,1 25 8,2 1 8,8 2 1 6,5 1997 1. Halbfahr 8,1 2. Halbfahr 142 1928 1. Halbjahr 14,0 2. Halbjahr 16, 1929 1. Halbjohr 20,7 Mark betragen. übrigens mit Mark re it einer Ausfuhr von wahrſch weil die Ausfuhr el pfbegt als in der erſten Jahres hälfbe Gasfernverſorgung Mittelbaden 5 1 ieferungsvertrages befaſſen. berg.(Bekanntlich beſteht auch Oberbaden GmbH., Freiburg i. Br.) * Nachwehen der Bauernbankſanierung?— Die ländliche Wirt⸗ ſchaftsgenoſſenſchaft eimbß. Orſchweier iſt Konkursverwalter iſt der Kaufmann C. Schnitzler aus Lahr. Gläubigerausſchuß beſteht aus je einem Vorſtandsmitglied der Ba⸗ der Zentral⸗Bezugs⸗ diſchen Bauernbank eGmbß., pr. med. piuis von der Neise zurueck. Ems! falle rägehmun fer Staut Mannheim Arbeitsvergebung. Erd⸗, Maurer⸗, Beton⸗ u. Eiſenbelonarbeiten für die unterirbiſche Bedürfnisanſtalt auf dem Gontardplatz. Nähere Auskunft im Rat⸗ haus N 1, Zimmer 172, in der Zeit von.30 bis 11 und von 4 bis 6 Uhr. Dort liegen die Zeichnungen und die Ausſchreibungsunter⸗ lagen auf. Oeffnung der Angebote: Montag, den 2. Sept. 1929, 10 Uhr, im Rathaus N 1, Zimmer 124. Zuſchlagsfriſt bis zum 30. Sep⸗ tember 1929, Hochbauamt. 20 Meckel. Midleli ten Mitesser entstellen das schönste Gesicht. Ein uundervolles Mittel gegen diese Schönheitsfehler ist: Fefuanfimn-FJeintwasser Das Fräparat löst den Ialg in den Po- ren, desinfiziert u. konserviert die Haut. Hele Anerhennungen u. Danhschreiben Exkültl. in allen Drogerien, Apotheken uαιι Far fuimerten. B3380 Fabr. C. Figge, chem. Laborat. 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Auguſt 1929 noſſenſchaft des Badiſchen Bauernvereins e GmbH. und aus einem Geſchäftsführer der Kornkompanie e GmbH., alle in Freiburg, Die Ar iſt läuft bis zum 3. Sept. Prüfungstermin iſt der 11. Sept. Dazu erfahren wir noch: Bis jetzt liegt beim Amtsgericht Etten⸗ heim noch keine Bilanz vor. Man ſchätzt die Rohüberſchuldung auf Es handelt ſich wohl um eine GmbH., jedoch ſei cine umme der einzelnen Genoſſen im Statut nicht feſtgelegt. Aus dieſem Grunde glaubt man, daß die„beſchränkte“ Haftung der Ge⸗ noſſen keinen großen Wert haben wird, weil eine Grenze nicht feſt⸗ gelegt iſt. Der Geſchäftsantell eines jeden Genoſſen beträgt ze 200„, es ſind etwa 88 Genoſſen vorhanden. Das Vermögen der Genoſſenſchaft iſt außer den Anteilen gering; hieraus iſt jedenfalls micht viel zu holen. Man hört von Zetrugs anzeigen, nie⸗ mand wi ÜSchuld haben und wiſſen, wie der(für dortige Verhält⸗ niſſe) große Verluſt entſtehen konnte. Gegen den Vorſtand(Kuhn) richtet ſich der Hauptvorwurf, auf ſeinen Liegenſchaftsbeſitz iſt eine Hypothek von 21000„ im Zwangswege erwirkt worden. 2 Gläu⸗ biger werden vorausſichtlich nicht viel einbüßen. Leidtragende wer⸗ den die Mitglieder ſein, wenn es ihnen nicht gelingt, jene Perſonen zum Erſatz heranzuziehen, die den Verluſt verſchuldet haben. * Dr. Siegfried Guggenheimer AG., Nürnberg. Die heutige o. genehmigte die Regularien. 8 Der im abgelaufenen Geſchäfts⸗ erzielte Reingewinn von ca. 70 000/ wird auf neue Rechnung 8 Weiter wurde beſchloſſen für je 10 Aktien à 20/ eine zu 200/ zur Ausgabe zu bringen. Der AR. wurde in der bisherigen Zuſammenſetzung wiedergewählt. 29: Union Miniere du Haut Katanga. Der Abſchluß der größten belgiſchen Kupferproduzentin, zeigt einen Reingewinn von 254,8 (140,3) Mill. Fr., aus dem eine Dividende von 300(300) Fr. pro Aktie und eine üdende von 176 Fr. neben der erſten Divi⸗ dende von 30 Fr. für die Vorzugsaktien verteilt wird. * Wachſender Auslandsabſaßz der General Motors. Der Aus⸗ landsabſatz der General Motors Corporation belief ſich im zweiten Viertelfahr 1929 auf 93 979 Wagegen gegenüber 80 533 Wagen in der entſprechenden Zeit des Jahres 1928. * Bayeriſche Aktien⸗ Bierbrauerei erhöhung genehmigt. Die av. GV. beſchloß die Erhöhung des Aktienkapitals um 0,5 auf 2 Mill./ Die neuen ab 1. Okt. 1928 dividendenberechtigten Aktien werden von einem Bankenkonſor⸗ ttum unter Führung des Bankhauſes Gebr. Arnhold zum Kurſe von 104 v. H. mit der flichtung übernommen, den alten Aktionären in Aſchaffenburg.— Kapital⸗ Ver Von der Süddeutſchen Disconto⸗Geſellſchaft .⸗G., der Commerz⸗ und Privat⸗Bank.⸗G. Filigle Mannheim, der Darmſtädter& Natio⸗ nalbank Kommanditgeſellſchaft auf Aktien Filiale Mannheim, Mannheim, iſt beantragt worden, 9352 nom. R. 5 500 000.— neue Stammaktien 4500 Stück über je R. 1000.— Nr. 39 00143 500, 10 000 Stück über je.“ 100.— Nr. 43 50153 500 der Conſolidirten Alkaliwerke in Weſteregeln zum Handel und zur Notierung an der hie⸗ ſigen Börſe zuzulaſſen. Mannheim, den 22. Auguſt 1929. Zulaſſungsſtelle für Wertpapiere an der Börſe zu Maunheim. Beste Ware, billige Preise durch Großeinkauf Fehweizerkäss, v 40. Fnmentaler, e. 8 Pte 0 Enmentaer en l. 00 Fuamerkäse...a. 42 U. 30 g. Mänsterkäge. p. 40 Ludwigshafen a. Rh. Ludwigstr. 10a. in Bezugsrecht 3: inzuräumen. Ferner wurde beſchloſſen, die e 9. 7 1 9 55 in Stücke zu je 200 4 begrd⸗ 1000%% 0 1 Zukunft gewähren je 200„ eine Stimme. Das laufende GJ. ſei bisher zufriedenſtellend geweſente Wenn nicht noch im September unvorhergeſehene Greigniſſe eintreten, dürfte mindeſtens mit der Vorjahrsdividende(1 v..) gerechwes werden. umzuwandeln. * Automobilüberproduktion in Amerika. In amerikanischen Fachkreiſen herrſcht die Auffaſſung vor, daß die Automobilprodaktiom in den Vereinigten Staaten gegenwärtig den dortigen Bedarf über⸗ ſteigt. Insbeſondere ſoll der Fordkonzern die Sättigung des amerikaniſch Automarktes empfindlich ſpüren. Die vorläufigen Verkaufsziffern der General Motors C orporation ſtellen ſich im Juli auf 189 000 Wagen, von denen 181 000 Wagen im Publi⸗ kum unkergebracht wurden. Die Verkäufe in den erſten? Monaten des laufenden Jahres beliefen ſich damit auf 1 361 000 bezw. 1262 000 Wagen. 55 ö * Frankreich erklärt ſeine Goldkäufe in England. Wie verſichert wird, betrugen die Goldabzüge der franzöſiſchen Banken aus Lon⸗ don insgeſamt nur 10 bis 12 v. H. der franzöſiſchen Guthaben in England und ſeien durch die innerfranzöſiſchen Geldbedürfniſſe be⸗ dingt. Dieſe Bedürfniſſe fänden deutlich in dem Anſchwellen des Wechſelbeſtandes der Bank von Frankreich ihren Ausdruck. Von irgendeinem politiſchen Druck könne nicht die Rede ſein. Die fran⸗ he Staatsbank und das Schaczamt hütten ihre in den letzten Wochen angenommene Haltung nichk verändert.— In Paris wurden am Samskag von Bankſeite trotz des Fehlens eines offiziellen Marktes bedeutende Pfundkäufe in Höhe von etwa 150 Mill. Fr. vorgenommen, die zum größten Teil für Goldtransferoperationen von London nach Paris verwandt wurden. „ Zuſammenſchluß in der deutſchen Verbrauchszuckerinduſtrie. In einer Sitzung der deutſchen Verbrauchszuckerfabriken am Mittwoch in Berlin, an der auch die Vertreter der freien Rohzuckerfabriken teilnahmen, iſt der in Ausſicht gewommene Vertrag zuſtande ge⸗ kommen und eine Vereinigung für Verbrauchszuckervertetlung ge⸗ gründet worden. Der Sitz der Geſellſchaft iſt Berlin. Nürnberger Hopfenbericht vom 22. Auguſt. Keine Zufuhr, 18 Ballen Umſatz. Tendenz unverändert. Tettnanger Hopfen erzielte 95105 l. Herren-Anzuge u. 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