1 Samsfag, 31. Auguſt 1929 Nr. 403 140. Sahrgaug Seilung Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei 198 20 5 hlung je einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen 34.⸗M. Kollektiv⸗Anzeigen werden höher berechnet Für Anzeigen⸗Vorſchriften für beſtimmte Tage, Stellen u. Aus⸗ gaben wird keine Verantwortung übernommen. Höhere Ge⸗ walt, Streiks, Betriebsſtörungen uſw. e u keinen Erſa fan despete für ausgefallene od. beſchränkte Ausgaben oder fũ 6 ür verſpätete Aufnahme von Anzeigen. Aufträge durch 9 Mal Anzeiger Fernſprecher ohne Gewähr. Gerichtstand iſt Mannheim. Aus der Welt der Cechnik Kraftfahrzeug und Verkehr Neues vom Film Mittwoch wechſelnd: Aus Feld und Garten Samstag: Aus Zeit u. Leben Mannheimer Muſikzeitung Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus det durch die Poſt monatlich.⸗Pe. 3.— ohne Beſtellgeld. Bei evtl. Aenderung der wirtſchaftlichen Verhäliniſſe Nach⸗ forderung vorbehalten Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe Haupt⸗Geſchäftsſtelle E6, 2. 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Die Schluß⸗ ſitzung der Vollkonferenz findet mittags unter Ausſchluß der Oeffentlichkeit ſtatt und wird ſich auf die Paraphierung der Schlußprotokolle beſchränken. Die letzten Arbeiten der Fi⸗ nanzkommiſſion machen noch einige Schwierigkeiten. Trotz des nahe bevorſtehenden Endes der Konferenz nahm die Dis⸗ kuſſion einen unerfreulichen Charakter an. Der japaniſche Hauptdelegierte Adatci, wohl einer der ruhigſten Köpfe unter den hier tätigen Staatsmännern, geriet gänzlich außer Faſſung über die Tonart verſchiedener Sachverſtändiger und bemerkte:„Es iſt ein Glück, daß die⸗ ſer Zahlenkampf aufhört, denn ſonſt würden die Sachver⸗ ſtändigen noch hamdgreiflich werden.“ Von Wichtigkeit für Deutſchland war heute vor⸗ mittag die Diskuſſion über die Frage der Liquidationserlöſe deutſchen Eigentums. Die Gläubigerſtaaten beriefen ſich auf die dieſen Punkt betreffenden Paragraphen in Kapitel 9 des Voungplanes und wünſchten, daß Deutſchland auf ſeine An⸗ ſprüche Verzicht leiſte. Curtius und Hilferding ge⸗ lang es, dieſen Vorſtoß abzuwehren und die Bildung eines Unterausſchuſſes durchzuſetzen, der ſich mit der Regelung die⸗ zuhalten. Die Schlußſitzung der Konferenz dauerte knapp eine Viertelſtunde. Um ½1 Uhr mittags war die Haager Regierungskonferenz zu Ende. Im Oktober Ratifizierungs⸗Konferenz Den Haag, 31. Aug.(Von unſerem eigenen Vertreter.) In der Schlußſttzung der Konferenz wurde auf Wunſch Streſe⸗ manns der Vorſitz Jaſpar übertragen. Die Protokolle wur⸗ den von allen Delegationen genehmigt. Dann hielten die Hauptvertreter Dankreden. keit des europäiſchen Wiederaufbaues. rungs konferenz findet im Oktober im Haag ſtatt. Saarkonferenz in Paris Den Haag, 31. Aug.(Von unſerem eigenen Vertreter.) In den zum Austauſch gelangten Noten über die Durchfüh⸗ rung von Saarverhandlungen wird feſtgeſtellt, daß dieſe Ver⸗ handlungen ſobald wie möglich und in einem Zuge durchge⸗ führt werden ſollen. Die endgültige Regelung der Saarfrage ſoll erreicht werden. Paris iſt als Ort der Saarkouferenz beſtimmt worden. Unmittelbar nach der Rück⸗ kehr Staatsſekretär von Schuberts findet die diplomatiſche Vorbereitung der Pariſer Saarkonferenz ſtatt. a eber Berlin nach Genf I Berlin, 31. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie Snowden betonte die Notwendig⸗ Die Ratifizie⸗ Rückblick und Vorſchau Gärung und Klärung auf der Opferkonferenz— Deutſchland als Opfer der„Opfermächte“— Galgenhumor?— Streſemann und ſeine Politik Comedia finita! Das Spiel iſt aus, geht all' nach Haus! Ein grauſames Spiel war es, das heute im Haag zu Ende geht. Eine Art Katz⸗ und Maus⸗Spiel. Viel Komödie und viel Tragik. Am vorigen Wochenende ſchon ſollte ſich der Vorhang über die weltpolitiſche Bühne im Haag ſenken. Heute vor acht Tagen ſah es ganz ſo aus, als ob das Haager Theater⸗ und Spektakelſtück in allgemeiner Verwirrung ſeinen kläg⸗ lichen Abſchluß finden würde. Doch aus der Haager Gärung, aus der wochenlang hindurch kein Menſch ein richtiges Bild gewinnen konnte, iſt in dieſer vierten Woche nun doch noch eine Klärung entſtanden. Nachdem ſich die Staatsmänner der Gläubigerſtaaten länger als drei Wochen in einer oft aufs ſchärfſte perſönlich zugeſpitzten Kampfesart um die Verteilung der von uns zu zahlenden Gelder und Sachlieferungen herumgeſtritten und blamiert hatten, iſt es jetzt am Ausgang der vierten Woche doch noch zu einer grund ſätzlichen Einigung nicht nur im Beuteſtreit, ſondern auch über die Annahme des Youngplanes und die politiſchen Folgerungen gekommen, die für Deutſchland mit der An⸗ nahme des Poungplanes untrennbar verbunden ſind. Dieſe vierte Woche war, ſo aufregend auch die voran⸗ gegangenen drei Wochen für uns geweſen ſind, zweifellos am meiſten dazu angetan, wie ein Trommelfeuer auf un⸗ ſere Nerven zu wirken. Morgens, nachmittags, des Abends und einen großen Teil der Nacht hindurch wurde in den verſchiedenen Ausſchüſſen verhandelt, wurden Erklä⸗ rungen, Dementis und Proteſte herausgegeben, wurden In⸗ terviews in die Welt gefunkt, wurden Tendenznachrichten ver⸗ breitet und aus trüben parteipolitiſchen Quellen dazwiſchen geſpritzt. Alle paar Stunden mußte man ſich ein anderes Bild von der Lage machen. Einmal ſchien alles ganz günſtig 5 5. 5 5 5 nunmehr endgültig feſtſteht, wird ſich der Reichsgußen⸗ 8 5 ö 1 3 97 ſer e li e 9818 ede. den e der minister vom Haag nach Berlin begeben. Ihn begleiten die zu ſtehen, daun wieder war von neuen Kriſen Und jähem Ab⸗ Finanzkommiſſion iſt folgendes mitzuteilen: Er beſteht aus e bruch die Rede. Es war ein dauerndes Hin und Her. Bis einem Schlußprotokoll nebſt mehreren Anlagen. Das Haupt⸗ in die Mitte dieſer Woche hinein dauerte dieſes Tohuwabohn. 4 g 5 r Staatsſekretär von Schubert und Miniſterialdirektor 1 0 15 r 17 3 ſtück des Schlußprotokolls bildet die Vereinbarung zwiſchen Zechlin. Die deutſche Delegation wird am Sonntag früh Und als die Gläubiger ſchließlich Mitte dieſer Woche mit Ach den vier Reparationsempfüngern und England nebſt dem Arrangement zwiſchen den fünf Gläubigerſtaaten und Deutſch⸗ lands Zugeſtändniſſe an England betreffend und einer Ver⸗ einbarung über Sachlieferungen nebſt einer Unteranlage, die das Sonderprogramm für Sachlieferungen über den normalen Rahmen hinaus betrifft. Eine weitere Unteranlage enthält das. Abkommen zwiſchen England und Italien über die Kohlenlieferungen nebſt einer Vereinbarung zwi⸗ in Berlin eintreffen. Dr. Streſemann ſelbſt wird nur bis Mittag in Berlin bleiben, um ſich dann ſofort nach Genf zu begeben. Dr. Wirth bleibt vor ſeiner Rückkehr nach Berlin noch einige Tage in Freiburg, wo er dem Katholikentag bei⸗ zuwohnen gedenkt. In den erſten Tagen der nächſten Woche werden die in Berlin anweſenden Mitglieder der Reichsregie⸗ rung zu einem Kabinettsrat zuſammentreten, in dem und Krach unter ſich einig geworden waren, ſchloß ſich damit ſofort wieder die Einheitsfront gegen Deutſch⸗ land. Nun auf einmal hatte man größte Eile. Nicht das geringſte Gewiſſen hatte man ſich daraus gemacht, die deutſche Delegation wochenlang im Haag antichambrieren zu laſſen und nun auf einmal wollte man Hals über Kopf die für Deutſchland ſo außerordentlich wichtigen Fragen erledigen, auf deren Beſprechung und Erledigung unſere deutſche Dele⸗ n Italien und Frankreich über die Sachlieferungsanteile. über die Arbeiten der Haager Konferenz Bericht erſtattet 5 1 1 85 5 0 5 a 1 05 125 8 3 iſt 315 Ge 5 die 1150 gag werden ſoll. Den Reichsaußenminiſter werden Geheimrat gation all' die aufregenden Wochen hindurch mit bewunderns 8 9 25 werter Geoͤuld gewartet hatten. Mitten in der Nacht wollte periode vom Dawesplan zum Poungplan enthalten. Sie be⸗ trifft das für Deutſchland wichtige Ulebergangsprovi⸗ forium, in dem vorgeſehen wird, daß alle aus dem Dawes⸗ plan vorkommenden Ueberſchüſſe vom Generalagenten bis zur Inkraftſetzung des Youngplanes zur Verfügung des Reiches gehalten werden. Die Anlage 4 betrifft die gemeinſchaftliche Kaſſe zur Beſtreitung der Beſatzungskoſten. d von Kauffmann und Dr. Tripelou ry von der Reichs⸗ preſſeſtelle nach Genf begleiten. Die deutſchnationale Oppoſition [ Berlin, 31. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Die deutſchnationale Reichstagsfraktion beabſichtigt, wie ver⸗ lautet, einen Antrag auf Einberufung des Aus wär⸗ man Streſemann aus dem Bett holen, damit er die Meinung der wieder geeinigten Gläubiger zur Kenntnis nehmen ſollte. Streſemann hat Recht daran getan, daß er ſich damit Zeit ge⸗ nommen hat bis zum nächſten Vormittag. Hatten wir 37 Wochen vergeblich gewartet, ſo konnten die Verhandlungspartner auch einmal ein paar Stunden auf uns warten. Dann auf einmal, als wir kaum noch auf ein poſitives Der Vorſitzende der Finanzkommiſſion hat Vollmacht er⸗ tigen Ausſchuſſes zu ſtellen. Sollte der Reichs⸗ Ergebnis der Konferenz zu hoffen wagten, kam ganz plötzlich halten, die mit dem Zuſammentreten der Kommiſſionen ver⸗ außenminiſter ſich doch noch entſchließen, vom Haag die Nachricht von einer Klärung, von einer Einigung bundenen Ortsfragen zu erledigen und auch den Ort der Ratifizierungskonferenz zu beſtimmen. Es liegt der Wunſch vor, die Ratifizierungs konferenz im Haag ab⸗ direkt nach Genf zu fahren, ſo würde die Einberufung des Ausſchuſſes vertagt werden, damit die Ergebniſſe vom Haag und von Genf nicht geſondert erörtert werden brauchen. Ein bedeutungsvoller Epilog iſt für Genf vorgeſehen Den Haag, 31. Aug.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Ehe Henderſon und Briand den Haag verließen, ſprachen ſie noch in zwangloſen Unterredungen mit der Preſſe ihre Anſichten über das Werk der Haager Regierungs⸗ konferenz aus. Der engliſche Außen miniſter ging über die geregelten finanziellen Fragen hinweg und zog, den Blick gleichſam auf Genf gerichtet, die politiſche Bilanz. In den Mittelpunkt ſeiner Betrachtungen ſtellte er das enge Zuſammen wirken zwiſchen England und Frankreich. Als wir zum erſten Male die Räumungs⸗ frage erörterten, ſtießen wir bei unſeren franzöſiſchen Part⸗ nern auf Meinungen, die in uns die Befürchtung erweckten, daß es zu keinem Kompromiß kommen werde. Die engliſche Regierung beantragt ſofort bei Beginn der Konferenz die be⸗ ſchleunigte Räumung der zweiten und dritten Zone. Das franzöſiſche Kabinett lehnte die Trennung der finanziellen Fragen von den politiſchen grundſätzlich ab und es entſtand dadurch in den hier geführten engliſch⸗franzöſiſchen Verhand⸗ lungen ein luftleerer Raum, ein unerträglicher Zuſtand, den zu beſeitigen ich mir die größte Mühe gab. Die Ver⸗ handlungen mit dem franzöſiſchen Außenminiſter entwickelten ſich zuerſt unter begreiflichen Schwierigkeiten, aber nach etwa zwei Wochen kam eine Annäherung zuſtande, die ſich umſo raſcher vollzog, da Dr. Streſemann eine äußerſt ge⸗ ſchickte Haltung einnahm. Ich hörte, daß von verſchiedenen Seiten über Verſuche des deutſchen Außenminiſters ge⸗ sprochen wurde, eine der engliſch⸗franzöſiſchen Verſtändigung entgegenwirkende Taktik befolgt zu haben. Daran iſt nichts Wahres. Die Verhandlungen, die ich mit Dr. Streſemann zu führen hatte, beſaßen als Grundlage ein wechſelſeitiges Vertrauen und richteten ſich auf das Ziel, die politiſchen Probleme im Geiſte einer loyalen Zuſammenarbeit zwiſchen Frankreich, Deutſchland und England zu löſen. Was wir Fuſtandegebracht haben, iſt ein ſämtliche Teile befriedigendes Ergebnis. Die politiſche Atmoſphäre in Europa iſt nach meiner Ueberzeugung von gefährlichen Miasmen gereinigt. Wir können jetzt in Genf an die Löſung der beiden Grundfragen: Generalſchiedsvertrag und Abrüſtung mutig herantreten. Die Grundſteine für den Aufbau eines befriedeten Europas ſind vorhanden. Wir wollen gemein⸗ ſchaftlich an dem Verſöhnungswerk weiterarbeiten. Der franzöſiſche Außen miniſter hat gleich⸗ falls in einem Preſſegeſpräch über die Fortſetzung der euro⸗ päiſchen Verſöhnungs⸗ und Völkerbundpolitik geſprochen. Aus den Worten Briands ging hervor, daß in Genf erſt die Würdigung der Haager Konferenzergebniſſe vom inter⸗ nationalen Standpunkt aus geſchehen und ein Ruf an Nordamerika ergehen ſoll, um Mitglied der Genfer In⸗ ſtitution zu werden. Die Ausführungen Briands erregten dadurch beſonderes Intereſſe, daß der franzöſiſche Außenminiſter Streſe manns großes ſtaatsmänniſches Talent und das Wirken des Reichsaußenminiſters im Haag hervorhob. Briand machte noch die Mitteilung, daß in Genf„ein bedeu⸗ tungsvoller Epilog“ der Haager Konferenz ſtattfinden werde. 5 Vorſitzender in Genf Den Haag, 31. Aug.(Von unſerem eigenen Vertreter.) In einer Privatbeſprechung, die vorgeſtern zwiſchen den im Völkerbundsrat vertretenen Hauptdelegierten ſtattfand, wurde auch über die Wahl des diesjährigen Vorſitzenden der 10. Vollverſammlung geſprochen. Uebereinſtimmend einigte man ſich dahin, die Kandidatur des belgiſchen Außen⸗ miniſters Hymans zu unterſtützen in Anerkennung der großen Anſtrengungen, die diesmal von den Vertretern Bel⸗ gens gemacht wurden, um die Einigung in der Finanzkom⸗ miſſion zuſtande zu bringen. auf ein Kompromiß. Daß bei einem ſolchen Kompromiß wir Deutſche die Hauptleidtragenden ſein würden, konnte nach der vorausgegangenen Einigung der Gläubigerſtaaten nicht zweifelhaft ſein. Zwar haben ſich auch die ſogenannten „Opfer mächtel, ſo ſehr ſie ſich auch darum zu drücken ſuchten, zu Gunſten Englands einen Griff in die eigene Taſche zu machen, doch dazu bequemen müſſen, den hart⸗ näckigen Forderungen des engliſchen Schatzkanzlers Snowden bis zu 80 Prozent Rechnung zu tragen, doch letzten Endes läßt ſich nicht verkennen, daß wir Deutſche ein Opfer dieſer Opfermächte geworden ſind. Eine abſchließende Bilanz zu ziehen erſcheint uns auch heute noch zu früh. Dazu müſſen wir erſt noch einigen Abſtand gewinnen von all dem verwirrenden Durcheinander. Die im Haag verſammelten Delegierten der einzelnen Mächte ſind ſich über das jeweils für ſie Erreichte offenbar ſelbſt noch nicht recht klar geworden, wie wäre es ſonſt möglich, daß ſie ſich nach den entſcheidenden Sitzungen der politiſchen und finanziellen Kommiſſionen„mit gegenſeitigen Glückwünſchen und Händedrücken in auf⸗ geräumter Stimmung“ verabſchiedeten? Freilich kann dies alles auch nur Theater ſein oder eine Taktik, die von den gewiegten Diplomaten aus Preſtigegrün⸗ den und im Hinblick auf die Wirkung in der Heimat befolgt wurde. Möglich auch, daß es ſich um Galgen humor handelt, wenn in den geſtrigen Meldungen aus dem Haag von einer„aufgeräumten Stimmung aller Miniſter“ und von einem„Optimismus auf der ganzen Linie“ die Rede war. Vielleicht iſt es auch wirklich ſo, daß es im Haag weder Sieger noch Beſiegte gegeben hat. Im Grunde ge⸗ nommen iſt das zweifellos zutreffend; denn in dieſem letzten Jahrzehnt nach Kriegsende haben wir ja oft genug feſtſtellen müſſen, daß infolge der wirtſchaftlichen Verflechtung der gan⸗ zen Welt auch die Sieger im Weltkriege keine Veranlaſſung hatten, ſich ihres Sieges zu freuen. Der einzige Staat, der jetzt nach dem Haag allenfalls Grund hätte, ſich als Sieger aufzuſpielen, iſt england. Snowden hat es tatſächlich fertig gebracht, ganz beträchtliche Zugeſtändniſſe zugunſten ſei⸗ nes Landes durchzudrücken. Es hat ſchon ſeine guten Gründe, wenn er jetzt aus allen Ecken und Enden des britiſchen Welt⸗ reiches mit Glückwünſchen überſchüttet wird. Herrn Briand, der geſtern den Haag eiligſt verlaſſen hat und bereits wieder in Paris eingetroffen iſt, hat man zwar auch daheim einen begeiſterten Empfang bereitet, zwei⸗ Nr. 403 2. Sekte. Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) Samstag, den 31. Auguſt 1929 feklos iſt jedoch auch dabei ein gutes Stück Theater und Selbſttäuſchung Bei Lichte beſehen, hat Frankreich zur Be⸗ geiſterung über das Haager Konferenzergebnis ebenſo wenig Veranlaſſung wie wir. Weder in der Räumungs⸗ noch in der Kontrollfrage hat Briand dem Standpunkt zum Siege verhelfen können, der in krankhafter Herrſchſucht und Furcht noch immer von weiten und maßgebenden Kreiſen in Frankreich vertreten wird. Wir Deutſche haben in dieſer Be⸗ ziehung Zugeſtändniſſe machen müſſen, Frankreich aber auch. Zweifellos iſt es ſehr enttäuſchend für uns, daß wir jetzt noch olle 9g Monate darauf warten müſſen, bis das von fremder Soldateska beſetzte deutſche Gebiet reſtlos geräumt iſt. Bei dem leidenſchaftlichen Verlangen, das wir nach Wieder⸗ herſtellung der deutſchen Souveränität haben, wird uns diefe Zeit qualvoll lange vorkommen. Daß die Freigabe deutſchen Grund und Bodens durch die Franzofen nicht ebenſo ſchnell erfolgt, wie das die Engländer uns zugeſichert haben, iſt zwei⸗ fellos eine der franzöſiſchen Tücken un d Schikanen, durch die wir uns ſchon ſo oft gedemütigt und vergewaltigt gefühlt haben nud mit Einwendungen militärtechniſcher Art durchaus nicht zu bemänteln, doch ſchließlich wird auch dieſe Wartezeit vorübergehen. Daß wir dazu gezwungen worden find, zu den Beſatzungskoſten 30 Millionen zuzuſteuern, iſt zweifellos für uns ſehr niederſchmetternd, zumal wir gleich⸗ zeitig auch auf anderen Gebieten noch ſchwere finanzielle Einbuße erlitten und neue Opfer bringen mußten, doch schließlich durfte uns unter der Vorausſetzung, daß das Rhein⸗ land und die Pfalz 5 Jahre vor der im Verſailler Diktat feſtgeſetzten Zeit geräumt wird, kein irgendwie tragbares Opfer zu groß erſcheinen. Mit der Konkrollfrage verhält es ſich ähnlich wie mit der Erledigung der Räumung. Die Franzoſen hatten ſich ſelt Monaten mit allem Nachdruck für die Einrichtung einer neuen Kontrollinſtanz eingeſetzt, die unter dem harmloſen Namen einer Verſöhnungskommiſſion ſegeln ſollte. Wir Deutſche hatten uns dagegen aufs energiſchſte verwahrt und verlangten die reſtloe Herſtellung unſerer Souveränität ohne irgendwelches Kontrollrecht. Keiner der beiden Standpunkte hat ſich durchſetzen können. Das Kompromiß, auf das man ſich auch hier geeinigt hat, entſpricht jedoch noch mehr den Forderungen Deutſchlands als denen Frankreichs. Es bleibt bei den Schiedsgerichtskommiſſionen, die im Ver⸗ trag von Locarno zur Regelung von Streitigkeiten zwiſchen Deutſchland und ſeinen Nachbarn eingeſetzt worden ſind. Zwar ſollte man eigentlich annehmen, daß 5 volle Jahre nach In⸗ kraftſetzung des Locarnopaktes von der Gegenſeite Erleichte⸗ rungen zugeſtanden werden könnten, die der inzwiſchen ein⸗ getretenen weiteren Befriedung Europas Rechnung tragen, doch offenbar iſt die parlamentariſche Abhängigkeit Briande von den Rechtsparteien und der Einfluß der Generalität im⸗ mer noch zu groß, um den Weg frei zu machen für das, was von uns als logiſche Konſequenz aus dem Locarnopakt und unſerer Mitgliedſchaft im Völkerbund angeſehen wird. Die Leidtragenden und Benachteiligten ſind wir auch durch die Konzeſſionen, die in der Sachlieferungs⸗ frage zugunſten der Engländer hinſichtlich der deutſchen Kohlenlieferungen an Italten gemacht worden ſind. Alle dieſe Bitterniſſe, die uns das Haager Konferenzergeb⸗ nis nur mit fehr geteilten Gefühlen betrachten läßt, müſſen in den Augen und nach der politiſchen Weltanſchauung von Optimiſten, die wir ſein müſſen, überſtrahlt werden von der jetzt endlich erhaltenen Gewißheit, daß innerhalb eines Zeitraumes, der in der Geſchichte eines Volkes über⸗ haupt keine Rolle ſpielt, die ſchönſten Lande Deutſchlands wieder frei werden von fremden Soldaten, die ſchon durch ihren Anblick zehn Jahre hindurch eine dauernde ſeeliſche Belaſtung für alle Deutſchen geweſen ſind. Daß wir im Haag nicht mehr herauszuholen vermochten, iſt ganz gewiß nicht eine Folge der„verkehrten Erfüllungs⸗ politik und Taktik Streſemanns“, wie von der deutſchnatio⸗ alen Oppoſitionspreſſe behauptet wird, ſondern eine uner⸗ hittlich logiſche Konſequenz des verlorenen Krie⸗ ges, Trotzdem werden wir im Hinblick auf die Perſon Streſemanus noch auf abſehbare Zeit hinaus die Feſt⸗ ſtellung machen müſſen:„Von der Parteien Haß und Gunſt verwirrt, ſchwankt ſein Charakterbild in der Geſchichte!“ Inmitten dieſer Verwirrung aber mag zur Klärnug der Situation und der parteipolitiſchen Debatten über Streſe⸗ manns Politik und Perſon eine Stimme aus dem neutra⸗ Jen Ausland dienlich ſein, eine Aeußerung der„Neuen Zürcher Zeitung“, die den Abſchluß der Haager Konferenz als einen Sieg der politiſchen Vernunft feiert und schreibt: großen Erfolges deutſcher Arbeit „So findet im Haag die Politik von Locarno ihre ſpäte Krönung und Dr. Streſemann wird als Befreier der Rheinlande in die Geſchichte eingehen ein Erfolg, um den er ſeit Jahren, getragen von einem unver⸗ wüſtlichen Optimismus und geleitet von ſtaatsmänniſchem Weitblick, unter Aufbietung aller ſeiner Kräfte unermüdlich gerungen hat. Wenn er heute bei einem Teil ſeiner Lands⸗ leute, denen alles viel zu langſam ging und die die Poli⸗ tik mit nationaliſtiſchen Schlagwörtern ver⸗ wechſeln, dafür wenig Dank erntet, ſo fällt das angeſichts ſeiner hiſtoriſche« Leiſtung nicht ins Gewicht...“ H. A. Meißner. „Der ſchreckliche“ Dr. Wirth Berlin, 31. Aug.(Von unſerem Berliner Büry.) In einem Rückblick auf die Haager Tagung hebt der Korre⸗ ſpondent der„Germania“ die Schwere dieſes pierwöchigen Kampfes hervor und zollt dem Außen miniſter Aner⸗ kennung für die harten phyſiſchen Anſtrengungen, denen er, der kaum in einer Sitzung fehlte, ſich unterzogen habe. Einige Sonderlorbeeren fallen für Herrn Dr. Wirth ab, von dem es heißt: „Dr. Wirth hat im Kampf gegen die franzöſiſchen Kon⸗ trollforderungen und um die Beſatzungskoſten viele Tage hin⸗ durch in der vorderſten Linie geſtanden und in ſeiner ſchnell zupackenden, deutliche, offene Worte nicht ſcheuenden Dialektik die Arbeit des Außenminiſters in glücklicher Weiſe ergänzt. Der Name Wirth wurde in franzöſiſchen und engliſchen Dele⸗ gationskreiſen mit reſpektvoller Hochachtung genannt und Briand hat ihn einmal mit den Worten empfangen: Volla homme terrible.“ —yꝑͤ———P Sozialiſtiſcher Oruck auf das Zentrum J Berlin, 31. Aug.(Von unſerem Berliner Bürv.] Am Mittwoch nächſter Woche ſollen die Parteiführerbeſprechungen über die Arbeitsloſenverſicherung wieder aufgenommen wer⸗ den. Die demokratiſche Reichstagsfraktion iſt bereits zu einer Sitzung am Dienstag einberufen worden. Neben der Ar⸗ beitsloſenverſicherung ſoll auch das Haager Kompromiß beſprochen werden. Vermutlich wird im Anſchluß an die Sitzung der Fraktionsführer eine Miniſterbeſprechung ſtatt⸗ finden. Der Kampf um die Arbeitsloſenverſicherung tritt allmäh⸗ lich in ein eutſcheidendes Stadium. Auf ſozialdemokratiſcher Seite zeigt man ſich eifrig bemüht, das Zentrum im Sinne der ſozialdemokratiſchen Forderungen zu beeinfluſſen. So beſchäftigt ſich die„Gewerkſchaftszeitung“, das Organ des Allgemeinen Deutſchen Gewerkſchaftsbundes, mit der parla⸗ mentariſchen Konſtellation und weiſt darauf hin, daß für die Inkraftſetzung des Voungplanes die Sozialdemokratie unent⸗ behrlich ſei, ſo daß ein„objektiver Zwang“ zur Kbalition beſtehe. Beſonders für das Zentrum wäre es ein Wagnis, den Abbau durchzuſetzen. Es bleibe dem Zentrum nur die Wahl zwiſchen einer Reform der Ar⸗ beitsloſenverſicherung in den von den Gewerkſchaften ge⸗ zogenen Grenzen mit der Sozialdemokratie und einer ſchweren Erſchütterung des Beſtandes der eigenen Macht an der Seite der Deutſchnationalen. Mat Donalbs Beſuch in Waſhington „Times“ berichtet aus Waſhington: Die Vorkehrungen für den Beſuch Maecdonalds in den Vereinigten Staaten werden unter der Annahme getroffen, daß er am 1. Oktober in Waſhington eintrifft. Von den ſechs Tagen, die er zu bleiben gedenkt, wird er die erſten drei Tage in der britiſchen Botſchaft wohnen, im übrigen als Gaſt Hoovers im Weißen Haus. Dem Korreſpondenten zufolge werde geglaubt, daß ein weſentliches Flotten abkommen unmittelbar bevorſteht. Zeppelinfeiern in den Schulen Berlin, 31. Aug.(Von unſerem Berliner Büro.) Wie wir hören, hat der preußiſche Kultusminiſter angeordnet, daß am Tage der Rückkehr des„Graf Zeppelin“ nach Deutſchland in den Schulen Feiern veranſtaltet werden, in denen der Ju⸗ gend die Bedeutung der Zeppelinfahrt nahegebracht und des e Das galliſche Rom Aus ſüdfranzöſiſchen Reiſebildern: Arles Ein Städtchen von 16000 Einwohnern, ſtill und einſam träumend am rauſchenden Rhoneufer, dann plötzlich wieder erwachend zum Stierkampf in rieſiger Arena, reich mit Schät⸗ zen aus frommer Chriſtenzeit ausgeſtattet, noch lebend in der Erinnerung an den großen Maler der letzten Menſchenalter, Vincent van Gogh, deſſen Sonnengelb der Gemälde die Häuſer und Menſchen hier umbrandet,— das iſt Arles, einſt Reſidenz des Kaiſers Konſtantin, noch früher eine große römiſche Kolonialſtadt, die ihm den Namen ſchenkte: Galluia Roma, das galliſche Rom. 1 In der Sonnenglut des Mittags trete ich ein; über einen großen Platz geht es, auf dem wie tief unten im Süden, die Droſchkenkutſcher mit ihren Schindmähren und vorſintflut⸗ lichen Wagen herumlungern. Auf zwei dicke Tortürme ſchreite ich zu, die wie Knoten aus der Stadtmauer hervor⸗ treten; ſeit trutziger Reckenzeit umgibt dieſer Panzer die Stadt. Er ſchnürt ſie zuſammen. So weiträumig das Prälu⸗ dium des Platzes war, ſo eng wirds jetzt in der Stadt. Kleine ſchmale Sträßlein tragen ſtolze Namen; wo drei zuſammen⸗ ſtoßen, nennt man dieſes Ereignis einen Platz. Es iſt recht ſtill in dieſen Gaſſen, die gewiß beleidigt wären, wenn man ſie ſo anredete. Vor den vielen kleinen Schenken ſitzen ein paar Leute und trinken Limonaden oder Bier, für das der Sitdfranzoſe eine auffallende Leidenſchaft beſitzt, Wo ſind die ſchönen Arleſierinnen? Die Mädchen und Frauen mit ihren eigenartigen Hauben, die auf Bildern, in Baälletten, Muſikſtücken allüberall den Ruhm dieſes Städtleins aus der Provence verbreiten,— vergebens halte ich nach ihnen Ausſchau. Eine alte Frau ſchleicht gebückt über die Straße; ſie trügt die Haube der Arleſierin. Iſt das allein übrig ge⸗ blieben von jener anmutigen Kunde aus dem Land der Troubadburs? *. eſem ſeltſamen uſtrument? Wenige Schrit 8 dankbar gedacht werden ſoll. N 68. Deutſcher Katholikentag Der Samstag des Freiburger Katholikentages wurde mit einem feierlichen Pontifikal⸗Requiem für die verſterbenen Mit⸗ glieder der Generalverſammlung im Freiburger Münſter ein⸗ geleitet. Der Vormittag brachte zunächſt die zweile geſchloſſene Verſammlung mit recht gutem Beſuch. Die Verhandlungen leitete Vizepräſident Erſing. Zunächſt ſprach Oberregie⸗ rungsrat Bohn⸗Karlsruhe über„Elternrechte und Berufs⸗ ſchule“. Ihm folgte Univerſitätsprofeſſor Dr. Jakob Bleyer⸗ Budapeſt, der über das Thema„Elternrechte und nationale Minderheiten“ ſprach. Der nächſte Redner, Caritas⸗Direktor Schuſter⸗Breslau referierte über„Elternpflichten gegenüber falſchen Freunden der Kinderwelt“. Den Beſchluß des Vormittags bildete das Referat des Cakitasdirektors Carls⸗Elberfeld über„Das Berufs⸗ und Fa⸗ milienideal der Hotel⸗ und Gaſtwirtsangeſtellten“. Die Ver⸗ ſammlung nahm dieſe vier Referate mit Intereſſe entgegen. Der Nachmittag bringt wiederum eine große Anzahl von Standesverſammlungen, darunter eine öffentliche Kundgebung des Volksvereins für das katholiſche Deutſchland, in der der Präſident des Katholikentages, Reichskanzler a. D. Marx, ſprechen wird. Der Abend gehört der zweiten großen öffent⸗ lichen Verſammlung mit einer Anzahl Referate. Der apoſtoliſche Nuntius Dr. Pacelli wird am morgi⸗ gen Sonntag auch an der Kundgebung der Jugend und an der großen Arbeiter- und Männerverſammlung teilnehmen, des weiteren an dem am Abend in der großen Schwarzwaldhalle ſtattfindenden Kommers der katholiſchen deutſchem Studenten⸗ verbände. * 8 Plünderung und Brandſtiftung in Paläſtina E Jeruſalem, 30. Aug.(United Preß.) Die Kolonie Kſtinia iſt durch Brandſtiftung völlig vernichtet worden. Seit heute morgen durchziehen ſtarke Militärpatrouillen die Stadt und insbeſondere die Gegend der Klagemauer, um eine Wie⸗ derholung der blutigen Ereigniſſe, die ſich am vorigen Frei⸗ tag nach dem Gottesdienſt in der Moſchee ereignet haben, zu verhüten. 5 a 29 Studenten, von denen 144amerikaniſche Staats⸗ bürger ſind, ſchweben in äußerſter Gefahr in der Siedlung Metaillah, an der Grenze zwiſchen Paläſtina und Syrien, wo ſie auf einer Radtour durch Paläſtina Halt gemacht haben. Die amerikaniſche Konſularbehörde bemüht ſich, die Touriſten mit Unterſtützung der britiſchen Behörden in Sicherheit zu bringen. 1 Heute in den frühen Morgenſtunden griffen eine Anzahl von arabiſchen Plünderern die Dörfer Surbahar und Lifta bei Jeruſalem an. Wie der Korreſpondent der United Preß von den engliſchen Truppen erfährt, vereitelten dieſe den Angriff, wobei 12 Araber getötet wurden, während die engliſchen Truppen keine Verluſte hatten. Einbruch im Dresdner Hauptbahnhof — Dresden, 31. Aug: In die Hauptkaſſe des Dresdner Hauptbahnhofs iſt heute Nacht ein Einbruch verübt worden. Die Diebe wären mit Hilfe eines Nachſchlüſſels in ein neben der Kaſſe liegendes Geſchäftszimmer gelangt und hatten ſich von dort aus unbemerkt durch eine etwa 20 Zentimeter ſtarks Wand hin durchgearbeitet. Einer der Geldſchränke wurde auf⸗ gebrochen. Die Diebe erbeuteten etwa 400 /. Da noch vier weitere Geldſchränke angebohrt wurden, wird angenommen, daß die Einbrecher bei ihrer weiteren Arbeit geſtört wurden. Die Täter ſind unter Zurücklaſſung von Werkzeugen un⸗ bemerkt entkommen.. 5 Ueberſchwemmungskataſtrophe in Judien 8 — London, 31. Aug. Die Ueberſchwemmungen im Strom⸗ gebiet des Indus, über die bereits ſeit einigen Tagen be⸗ unruhigende Nachrichten vorlagen, haben nach Blättermel⸗ dungen aus Indien in den Bezirken Attok und Nowſhere, wo ganze Dörfer weggeſpült worden ſind, beſonders kataſtrophale Formen angenommen. Nicht nur iſt die Ernte und der Vieh⸗ beſtand ſo gut wie völlig vernichtet, ſondern es dürften nach den bisherigen Feſtſtellungen rund 300 Menſchen ums Leben gekommen ſein; da heute oder morgen die Hoch⸗ waſſerwelle im Bezirk Sind eintreffen dürfte, wird alles ge⸗ tan, um Ufer und Dämme zu ſchützen. 0 An 8 8 gemauert vor mir: die gewaltige Arena aus der Römer⸗ zeit lagert wie ein Rieſe unter Zwergen in dieſen Häuschen und Gäßlein. Zehutauſend Menſchen mehr als ganz Arles faßt, kann ſie aufnehmen und noch finden hier Stierkämpfe ſtatt. Ich habe Glück; für den heutigen Abend iſt in großen Plakaten ein Kampf angeſagt. Noch iſt von dem Ereignis in der Stadt nichts zu ſehen. s Die Schauluſt der Römerzeit muß hier im galliſchen Rom ſehr groß geweſen ſein; denn an die Arena ſchließt ſich das antike Theater, aus deſſen gewaltigen Trüm⸗ mern zwei hohe korinthiſche Säulen als letzte Verkünder ein⸗ ſtiger Pracht emporragen; wie Brüder lehnen ſie aneinander, die ſich gegenſeitig feſthalten, um Wind und Wetter der Jahrtauſende zu trotzen. Ich denke zurück an die Urbilder dieſer Bauten im ewigen Rom, an ſtille Stunden in der Campagna; hier iſt alles einſamer, noch melancholiſcher als dort. Und melaucholiſche Stille herrſcht auch in dem Garten, der ſich an das römiſche Theater ſchließt. Ein paar alte Leute halten ihr Mittagsſchläfchen, und ein Pärchen ſitzt einſam auf einem umgefallenen Säuenſtumpf aus der Römerzeit. Alleen führen aus der Stadtmauer heraus in die Weite. Ich komme an einer Zuavenkaſerne vorbei. Den ſpärlichen Schatten auf dem Exerzierplatz ſuchen die farbigen Soldaten auf, während ſie in voller Rüſtung Kniebeugen und alle möglichen Verrenkungen nach den monotonen Kommandos der Korporale machen. Ein penetranters Geruch kommt aus den in der Sonne glühenden Mäuern der Kaſerne. Das iſt nicht mehr Provence; das iſt Afrika. Doch bald umgibt mich wieder der Stimmungszauber mittelalterlicher Zeit in den Alis camps, der ſeltſamen Gräberſtraße von Arles, einer Via Appia des Mittelalters. Steinerne Sarkophage, einer neben dem anderen, ſtehen zu beiden Seiten der Pappelallee. Wie eine Kuliſſe ſchließt eine alte romaniſche Kirche die Gräberſtraße am Ende ab.“ * Dante hat dieſer Gräber im Inferno gedacht. Sie führen in die chriſtliche Zeit von Arles, deren erhabenſte Denkmäler, Kirche und Kloſter des heiligen Trophimus, mich nach einer ſtaubigen Rückkehr nach der Stadt ju wun⸗ derbarem Frieden aufnehmen. Ich krete durch das herrliche %%% ſam in Zellen und doch gemeinſam andächtig Wache halten; darüber wölbt ſich der Himmel der Seligen in ſteinerner Frömmigkeit und Majeſtät. Aus dem Halbdunkel der Kirche hebt ſich die Geſtalt einer grauen Arleſierin ab, die mir die Pforte zum Kloſter öffnet. Hier beginnt für mich das Wunder von Arles, der Kreuzgang mit ſeinen Säulen aus dem 12. Jahrhundert. Die Kapitäle der Doppelſäulen erzählen bibliſche Geſchichten, aber nicht in der Sauftmut ſpäter Legen⸗ den, ſondern in der unmittelbaren Kraft und Fülle einer Zeit, der die Barbarei noch im Blute, aber das Bild des Herrn ſchon am Herzen lag. Kindliche Unmittelbarkeit ſpricht aus dieſen ergreifend ſchönen Skulpturen, von denen ich mich nicht zu trennen vermag. Wie bei Kindern ſind die Köpfe dieſer Geſtalten groß im Verhältnis zum Körper. Sie erzählen in gewaltigem ſteiner⸗ nem Ausdruck bibliſche Taten und Leiden, und die großen Figuren an den Ecken des Kreuzganges ſcheinen in andächtiger Verſenkung dieſen Geſchichten zu lauſchen. Dann taucht plötz⸗ lich wieder die Geſtalt eines Ritters mit Schwert und Harniſch im Kampf mit einem Ungetüm aus dieſer ſteinernen Lithurgie auf, ein Recke aus der Zeit, die in der Provence gar unchriſt⸗ liche Heldentaten ſah, bis die Herren Ritter wund und müde vom Kampf vor dem Kreuze niederſanken. 0 f Der Raſen des Kloſterhofes wird immer mehr vom Schatten überdeckt; als ich aus dieſem frommen Traum ver⸗ gangener größer Zeit wieder erwache, iſt es Abend geworden. Und plötzlich iſt ganz Arles verändert. Auf den Plätzen eif⸗ riges Diskutieren und Geſtikulieren der Männer. Frauen und Mädchen— hier ſind ſie ja, die Arleſierinnen!— beleben die Straßen. Alles iſt in Bewegung. Ziel: Die Arena. Durch einen Imbiß geſtärkt etle ich dorthin, dränge mich durch den Eingang, vor dem eine rieſige Züſchauermenge ver⸗ ſammelt iſt, gelange in das Innere der Arena— und bin enttäuſcht⸗ 8 i 5„ Es iſt alles recht nüchtern. Die Leute ſtehen auf den ſteinernen Bankreihen, nur wenige haben die ſogenaunten beſſeren Plätze eingenommen. Kinder ſpringen herum. Von dem Begiun eines Stierkampſes habe ich mir wahrlich etwas anderes verſprochen. Ein gemütlicher Arleſier ſieht mein ent⸗ täuſchtes Geſicht und gibt mir die nötige Aufklärung; ich darf mich auf keine Corrida mit blutigem Degen, gewandtem 0* * * Samstag, den 31. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) 8. Seite. Nr. 408 . 4 2 NR u Es. Im blumengeſchmückten Ritterſaal des Schloſſes wurde heute vormittag die Sonderausſtellung„Die politiſche Bewegung der Jahre 1848/9 durch einen Feſtakt eröffnet, zu dem ſich etwa 200 Damen und Herren eingefunden hatten. Wir bemerkten u. a. Miniſter Dr. Remmele, Prof. Dr. Hellpach, Oberbürgermeiſter Dr. Heimerich, die Bür germeiſter Dr. Walli und Böttger, eine große Anzahl ſtädtiſcher Amtsvorſtände, Stadträte, Stadtverordnete mit dem Obmann Dreifuß an der Spitze, Landgerichtsdirektor Dr. Nen 9 A 1 das Wort zu folgenden Ausführungen: ö Meine ſehr geehrten Damen und Herren! Mannheim iſt keine Stadt großer Ausſtellungen wie Köln, Dresden oder München und neuerdings Berlin, hat ſich aber dadurch ausgezeichnet und einen Namen gemacht, daß ſeine Kunſthalle es verſtand, ihre Beſtände lebendig zu halten und kleinere, qualitativ hochſtehende Ausſtellungen zu veranſtalten, die ſtets einen beſonderen Bildungswert für unſere Bevölkerung und die auswärtigen Beſucher gehabt haben. Das von der ſtädti⸗ ſchen Kunſthalle angewandte Syſtem auf das Schloß ⸗ muſeum zu übertragen iſt nicht ganz leicht, da das Ak⸗ tuelle, das von der Kunſthalle vornehmlich gepflegt wird, eine größere Anziehungskraft auszuüben pflegt als das Hi⸗ ſtoriſſche. Aber der Verſuch mußte einmal gemacht werden. So hat das Schloßmuſeum in dieſem Jahre die Ausſtellung „150 Jahre Nationaltheater“ veranſtaltet, die in ganz Deutſch⸗ land nicht nur Beachtung fand, ſondern teilweiſe ſogar Auf⸗ ſehen erregte und bisher über 10000 Beſucher angezo⸗ gen hat. Heute ſoll nun die zweite Sonderausſtellung im Schloßmuſenm eröffnet werden, die ſich mit der politiſchen Bewegung der Jahre 1848/49 befaßt, die anknüpft an die Deutſche Nationalverſammlung in Frankfurt, den Verſuch einer Reichs⸗ verfaffung von 1849 und im Geiſte hinüberleitet zu der Reichs⸗ verfaſſung vom 1. Auguſt 1919, deren 10jähriges Beſtehen wir nunmehr feiern können. Die Männer und Frauen der Wei⸗ marer Nationalverſammlung haben ſich ein weſentliches Stück der inneren Kraft zu ihrem Werk aus den Gedanken und Er⸗ eigniſſen der Jahre 1848 und 49 geholt, aus jener Zeit, in der die beſten Köpfe Deutſchlands für eine demokratiſch parlamen⸗ tariſche Verfaſſung kämpften und nicht wenige unter ihnen für die Schaffung einer deutſchen Republik eintraten. Mannheim ſpielte damals eine beſonders große politiſche Rolle. Als die öſterreichiſchen Mitglieder des Vorparlaments auf der Reiſe nach Frankfurt am 14. April 1848 hier kurze Raſt hielten, geſchah es, wie ſie ſagten,„um den Ort zu ſehen, von dem dieſe raſche und zukunftsreiche Bewegung in Deutſchland als von einem geiſtigen Zentrum ausgegangen ſei.“ Und am 21. April 1848 ſchrieben Berliner Stadtverordnete in einer Dankadreſſe an die Mannheimer Einwohnerſchaft:„Was Ihr für Deutſchland getan, das iſt und bleibt Euch unvergeſſen. Stolz und Dankbarkeit wird jedes deutſche Herz nach wie vor empfinden, ſo oft Mannheims Name genannt wird. Es lebe und blühe Eure edle Stadt, die Heimat der Männer!“ Zahlreiche Mannheimer ſtanden damals an der Spitze 8 der Bewegung Es ſei nur an Adam Itzſtein, Karl Mathy, Friedrich a Daniel Baſſermann, Alexander Soiron, Friedrich 5 Hecker, Guſtav Struve und Lorenz Brentano erinnert. Es ſcheint mir die ſchönſte und nachhaltigſte Verfaſſungsfeier zu ſein, wenn wir durch eine Ausſtellung, wie die gegenwär⸗ tige, jene Zeit und ihrer Führer wieder lebendig machen und beſonders für die junge Generation unſerer Stadt die Wur⸗ zeln der Deutſchen Republik und ihre Farben Schwarz⸗Rot⸗ f Gold aufzeigen. Die Vertiefung des Verfaſſungsgedankens iſt 20 eine der wichtigſten Aufgaben, die wir zu erfüllen haben, weil wir nur von hier aus die Kraft zu einer weiteren Beſſerung unſeres politiſchen und ſozialen Lebens gewinnen können. 1 bu eee u e eee eee den badiſchen Landtag der 1830er und 1840er Jahre, Bilder Die politiſche Bewegung der Jahre 1848/0 Feſtakt im Ritterſaal des Schloſſes Weiß als Vertreter des verhinderten Landgerichtspräſiden⸗ ten, Oberſtaatsanwalt Mickel, Landgerichtsrat Dr. Leſer, Oberpoſtdirektor Vogel, Telegraphendirektor Oettli, Prof. Dr. Selz, Rektor der Handelshochſchule, Schulrat Beck, Ge⸗ heimrat Mathy⸗ Heidelberg und mehrere Reichsbanner⸗ führer. Kurz vor 412 Uhr wurde die Feier mit den feſtlichen Klängen des Allegro aus dem F⸗dur⸗Streichquartett, op. 41, von Schumann, vom Kergl⸗ Quartett virtuos vorgetra⸗ gen, eröffnet. Alsdann ergriff Oberbürgermeiſter Dr. Heimerich Wir wollen heute mit unſerer Ausſtellung den Männern huldigen, die in den Jahren 1848/49 den Grundſtein zur deut⸗ ſchen demokratiſchen Republik gelegt haben und wollen auch derer dankbar gedenken, die dieſes Werk weitergeführt und in der Weimarer Verfaſſung zur Vollendung gebracht haben. Einer ragt darunter beſonders hervor, unſer Mitbürger Lud⸗ wig Frank, der Weimar zwar nicht mehr erlebt, aber für die Deutſche Republik ſtarb, als er— es werden am 3. Sep⸗ tember gerade 15 Jahre ſein— ſein Leben im Felde laſſen mußte. Ich danke Ihnen allen, daß Sie zu der Eröffnung der Ausſtellung gekommen ſind. Insbeſondere begrüße ich den Herrn Miniſter Dr. Remmele, der mit feſter Hand nun⸗ mehr über zehn Jahre die innere Verwaltung der Republik Muſeumsdirektor Profeſſor Dr. Walter hielt alsdann einen etwa dreiviertelſtündigen kulturhiſtori⸗ ſchen Vortrag, der ſich in ſeinem erſten Teil mit der poli⸗ tiſchen Entwicklung, ſoweit ſie auf die Schaffung einer deut⸗ ſchen Republik mit einer freiheitlichen Verfaſſung abzielte, in knappen Umriſſen beſchäftigte, um dann fortzufahren: Von den vielfältigen Gedanken und Zielen dieſer poli⸗ tiſchen Bewegung, die ich Ihnen kurz ſkizziert habe, von den Männern, die für ſie kämpften und litten, kündet die Gedächtnisausſtellung, die wir heute eröffnen. Das Frankfurter Parlament und die Reichsverfaſſung von 1849 ſtehen in ihrem Mittelpunkt. Unſere Ausſtellung beginnt bei den Wurzeln der Bewegung von 1848/49, die weit über die Pariſer Februarrevolution zurückreichen. Sie bringt, zurückgreifend auf Karl Ludwig Sand, die Karlsbader Beſchlüſſe, das Hambacher Feſt und der führenden Perſönlichkeiten und der markanteſten Ereig⸗ niſſe— ſoweit ſie der Stift des Zeichners feſtgehalten hat. Wenn ſich zur Darſtellung zeitgeſchichtlicher Szenen ein Künſtler findet wie Franz Artaria in ſeinen Mannheimer Revolutionsbildern, ſo ſind das für die Nachwelt außer⸗ ordentlich wertvolle hiſtoriſche Dokumente. Aber auch der an⸗ ſpruchsloſe Holzſchnitt, der billige Steindruck, der naive Bil⸗ derbogen ſind uns als Illuſtrationen willkommen und be⸗ deutſam.. Zu den Porträts und den Zeitbildern kommt eine wei⸗ tere Gruppe bildlichen Materials hinzu, die gerade in jener erregten Zeit eine ungeahnte Ausdehnung und künſtleriſche Wichtigkeit erreichte, die 5 Karikatur. Sie hat, auch wo ſie tendenziös übertreibt, dokumentariſche, ſchlaglichtartige Bedeutung und iſt daher auch in unſerer Ausſtellung reichlich vertreten. Schon im Vormärz wird die Karikatur gelegentlich als politiſches Kampfmittel benutzt, um dem Gegner zu Leibe zu rücken und ihn mit ſpitzen Nadel⸗ ſtichen zu bekämpfen. Beiſpiel: Die Auflöſung der Mannheimer Bürgerausſchußſitzung, die gegen die Beſchränkung der bürgerlichen Selbſtändigkeit proteſtieren will, durch die Staatsbehörde im November 1845. Die Reaktion erkennt und fürchtet das Bild als Kampfmittel. 1848 wird in Mannheim die Schauſtellung von politiſchen Karikaturen, von Porträts der Repolutionsführer polizeilich verboten. 5 8 l 7 ĩͤ. . aber dafür doch etwas ſehr Eigenartiges: einen Laien⸗ 1 ſtier kampf. 1 Er iſt an ſich eine ſehr unblutige Angelegenheit, wenn ſich die ſogenannten Stierkämpfer dabei behend genug benehmen. Da wird nämlich ſchon der Stier hereingeführt, ein feiſter, biederer Geſelle. Wenn es ein Menſch geworden wäre, hätte 9 er gewiß mit ſich reden laſſen. Er läßt ſogar mit ſich ſpaſſen. W Gänz gewöhnliche Ziviliſten aus Arles ſtehen um ihn herum; 4 das ſind die eigentlichen Stierkämpfer, ein paar beherzte . funge Leute, die ſich im Stierkampf hundert Franken ver⸗ dienen wollen. Die bekommen ſie ausbezahlt, wenn ſie es fertig bringen, dem Stier eine Kokarde zwiſchen die Hörner zu heften. Wie man ſagen muß, eine recht gewagte Ange⸗ legenheit. N a Man verſucht, den Stier in Trab zu ſetzen. Er geht erſt gemütlich auf und ab, dann ſcheint ihn irgend einer geärgert zu haben, er macht ein paar Sprünge, und ſchon iſt ein junger Mann ſo beherzt, auf ihn zuzuſpringen, und das hundert Franken einbringende Wagnis zu verſuchen. Er ſtürzt dabei, aber der Stier hat Verſtändnis und bleibt auch ſtehen. So geht das hin und her, dem Stier wird allmählich die Sache zu bunt und er ſtrebt dem Ausgang zu. In dieſem Augenblick ſchleicht ihm ein Kämpfer nach, macht einen Flankenangriff und hoppla, die Kokarde ſitzt! Allgemeiner, aber nicht über⸗ mäßiger Beifall, iſt ſein Lohn außer den hundert Franken; die Arena hat ſich inzwiſchen recht anſehnlich gefüllt und man dis⸗ kutiert eifrig über den ſoeben vollendeten erſten Waffengang, an deſſen Ende der Stier ein recht verdutztes Geſicht machte. Dann dauert es wieder eine geraume Weile, bis die Ko⸗ kardenverſuche weiter gehen, u. ſo ziehe ich es deshalb vor, mei⸗ ner Enttäuſchung durch vorzeitiges Verlaſſen der Arena de⸗ monſtrativen Ausdruck zu geben. Wenige Gaſſen weiter und ſchon gelange ich ans Rhoneufer. Langgeſtreckt iſt der Kai, weit die Biegung des reißenden Stromes, den bald das Meer aufnimmt. Abendſchatten ſenken ſich auf ſeine kahlen, ſtillen Ufer. Hier iſt die Stadt wieder ganz einſam und menſchen⸗ leer. Spärlich die Lichter, die am Fluß aufblitzen, während die letzte Abendröte über der provenzaliſchen N Wee e ed W . ** Torexo, todwundem Stier und rauſchender Arenamuſik gefaßt; machen, ich werde keinen letzten„Carmen“ ⸗Akt hier erleben, Theater und Muſik O Pique Dame iſt Trumpf! In der Erſtaufführung von Tſchaikowſkys„Pique Dame“ am kommenden Donnerstag ſind die Hauptpartien beſetzt mit den Damen Edit Märker(Gräfin) und Margarete Teſchemacher (Liſa) ſowie den Herren Boris Greverus(Hermann), Chriſtian Könker(Jeletzky) und Sydney de Vries (Tomſky). Ferner wirken mit die Damen Margarete Kloſe, Nora Landerich, Luiſe Müller, Guſſa Heiken und die Herren Fritz Bartling, Theo Herrmann, Werner Mäckel, Karl Mang und Hugo Voiſin.. Die neue Hindemith⸗Oper. Die nächſte Erſtaufführung der Oper„Neues vom Tage“ von Paul Hindemith findet am 10. September am Landestheater in Darmſtadt ſtatt; es folgen in den nächſten Wochen alsdann: Frank⸗ furt a.., Oldenburg, Dortmund, Erfurt, Magdeburg, Krefeld, Nürnberg, während eine größere Anzahl weiterer Theater die Erſtaufführung für die zweite Hälfte der Spielzeit angeſetzt hat. Die„Imperial League of Opera“ in Lon don unter Leitung von Sir Thomas Beecham wird in der kommenden Saiſon im„Con⸗ vent Garden“„Neues vom Tage“ als einzige deutſche zeit⸗ genöſſiſche Oper zur Aufführung bringen. Auch die Staatl. Theater in Leningrad und Moskau haben die Oper erworben. 5 Der Tänzer Harald Kreutzberg als Regiſſeur. Am 14. 9. 29 findet im Leipziger Opernhaus ein Ballett⸗ abend ſtatt, bei welcher Gelegenheit Harald Kreutzberg erſt⸗ malig als Regiſſeur vor die Oeffentlichkeit treten wird. Zur Uraufführung gelangt ein Tanzſpiel mit Geſang,„„aruſ⸗ ſellfahrt“, von Hans⸗Jürgen Wille, Muſik von Fried⸗ rich Wilckens. Ferner eine Suite von Strawinſki und „La Creation du Monde“ von Milhaud. Hauptrollen tanzen Wvonne Georgi und Harald Kreutzberg. Ein größeres Chorwerk„Marianiſche Antiphonen“ des jungen Leipziger Komponiſten Wilhelm Fortner wird am Die Baden geleitet hat und die Vertreter des Reichsbanners Schwarz⸗Rot⸗Gold, das morgen eine ſüdweſtdeutſche Tagung in Mannheim abhalten wird. Wir müſſen dankbar anerken⸗ nen, daß gerade das Reichsbanner Schwarz⸗Rot⸗Gold ganz Außerordentliches für die Feſtigung der Deutſchen Republik geleiſtet hat. Ich möchte aber dieſe Stunde auch nicht vorüber gehen laſſen, ohne unſerem Muſeumsdirektor, Herrn Prof. Walter, der ſchon mit der Theater⸗Ausſtellung in dieſem Jahre beſonders belaſtet war, herzlich zu danken für die große Mühe, die er bei der Vorbereitung dieſer neuen Ausſtellung aufwenden mußte. i f Meine ſehr geehrten Damen und Herren! Wir rufen heute die Erinnerung wach an die Schickſalsjahre des deutſchen Vol⸗ kes 1848 und 1849, 1918 und 1919. Aber auch dieſes Jahr, in dem wir ſtehen, iſt ein ö Schickſalsjahr Aus dem Haag iſt uns die Kunde geworden, daß endlich die beſetzten Gebiete Deutſchlands ihre Befreiung erleben und mit der Räumung begonnen wird. Möge dieſe von uns freu⸗ digſt begrüßte Tatſache im Zuſammenhang mit den neuen finanziellen Abmachungen dazu beitragen, der Welt den Frieden zu geben und Deutſchland eine Entwick⸗ lung zu ſichern, daß wir nicht nur als freie Bürger in der Deutſchen Republik leben können, ſondern auch einem neuen wirtſchaftlichen Aufſtieg entgegengehen, der auch dem darbenden Kreiſe unſeres Volkes wieder Brot und Anteil an den ſonſtigen Gütern des Lebens gibt.(Starker Beifall.) Meiſt tritt in den Karikaturen und in ihrer Textunter⸗ ſchrift die politiſche Tendenz mit aller Schärfe hervor etwa, wenn ſie die Beziehungen Ludwigs 1 von Bayern zur Tänze⸗ rin Lola Montez verhöhnt oder wenn ſie die Geheimdiplomatie des Bundestages verſpottet, wenn ſie das Erwachen des deut⸗ ſchen Michels ſchildert, wenn ſie das Uebergewicht des revo⸗ lutionären Heckerhutes gegen die Fürſtenkronen demonſtriert — er wiegt mehr als ſie alle— uſw. Friedrich Wil⸗ helm IV. von Preußen iſt mit ſeinen Charaktereigen? ſchaften und Maßnahmen ein beliebter Gegenſtand der Kari⸗ katur. Das Frankfurter Parlament in der Lang⸗ ſamkeit ſeiner Verhandlungen und der Gegenſätzlichkeit ſeiner Parteien hat eine faſt unüberſehbare Fülle von Spottbildern hervorgerufen. Die politiſche Stellung, die perſönliche Eigen⸗ heit oder irgend ein prononcierter redneriſcher Ausſpruch— am liebſten eine parlamentariſche Entgleiſung— wird vor den abſichtlich verzerrenden Hohlſpiegel der Karikatur ge⸗ gebracht. Die verdächtigen Revolutionsgeſtalten, die Friedrich Daniel Baſſermann in Berlin ſah, ſind auch durch die Karikatur als Baſſermannſche Geſtalten unſterblich geworden. Je ſtärker einer im Vordergrund ſteht, 0 häufiger wird er vom Porträtzeichner und Karikaturiſten aufs Korn genommen, ſo die populäre Geſtalt des Volksmannes Robert Blum, deſſen tragiſches Ende in Wien immer wieder dargeſtellt wird. 5. Ein Hauptmittel, politiſche Ideen zu veranſchaulichen, iſt das 5 geſchriebene und gedruckte Wort. In unſerer Ausſtellung erkennen wir den ungeheueren Aufſchwung, den die politiſche Preſſe im Kampf um Freiheit, Einheit und Menſchenrechte, im Kampf gegen Zenſur und Reaktion nimmt. In ausgeprägter Parteifärbung ſucht ſie die öffentliche Meinung zu beeinfluſſen. Welch eine lange Reihe von Zeitungen und Zeitſchriften iſt aus dieſer Bewegung hervorgewachſen— angefangen beim„Wächter am Rhein“, bei der„Tribüne“ und beim„Freiſinnigen“ bis zum „Deutſchen Zuſchauer“ Struve's und zur„Deutſchen Zeitung“, die Gervinus mit Baſſermann, Mathy, Häußer, Mittermaier u. a. herausgab, und bis zu all den vielen raſch verſchwundenen Blättern wie„Republik“,„Leuchtturm“, „Fackel“ uſw. Auch die ſatiriſch⸗humoriſtiſche Gattung blüht auf. Nicht nur der„Kladderadatſch“, auch„Die fliegenden Blätter“ ſind politiſch eingeſtellt. Dazu die unendliche Hoch⸗ flut Berliner Publiziſtik:„Die Buddelmeierzeitung“,„Der Berliner Krakeler“,„Das Berliner Großmaul“,„Tante Voß mit dem Beſen“,„Die ewige Lampe“ und wie ſie alle hießen. Dazu die Menge ſatiriſcher Einzelblätter, die namentlich von Berlin ausgingen. Auch die politiſche Lyrik ſttzber eifrige Pflege. Neben Hoffmann v. Fallersleben, Herwegh, Freiligrath u. a. treten lokale Dichter auf den Plan, wie Schnauffer in Mannheim. Heckerlieder auf den populären Volksmann werden in Einzeldrucken verbreitet. Auch das ſatiriſche Gedicht iſt beliebt. Mit zu den bekannteſten gehören die in der Bänkelſängerweiſe gehaltenen Flugblätter Gottfried Nadlers:„Das Guckkaſtenlied vom großen Hecker“ und„Das ſchöne neue Lied vom Struwelputſch“. Wir gewahren, in welch gewaltigem Umfang— wie nie⸗ mals zuvor— dieſe erregte Zeit ſich des 5 Flugblattes, des Maueranſchlages bedient, um aufzuklären, aufzureizen, zum Kampf aufzurufen, Forderungen zu erheben, zu begrün⸗ den und durchzuſetzen. An aufrüttelnder Leidenſchaft ſind dis Zeitungsartikel und Flugſchriften jener Zeit kaum zu über⸗ treffen. In Fickler's Konſtanzer Seeblättern ſchließt ein haß⸗ erfüllter Aufſatz gegen den Urtypus aller Reaktion, den Fürſten Metternich, folgendermaßen:„Nieder mit Metternich und ſeinem fürſtlichen Gauner⸗ und Henkerſyſtem, das alle Menſchen des Erdbodens in zwei Klaſſen zerteilt: in willen⸗ loſe Viehherden und ſelbſtherrliche Treiber dieſer Herden. Drum nieder mit dieſem gekrönten Menſchenſchinder und ſeinem Syſtem!“„ Die ungeheure Fülle des Materials, das für eine Aus lung 1848/9 in Betracht kommt, nötigt ſchon aus räumlichen Rückſichten zur Auswahl. Berliner Material, wie norddeut⸗ ſches überhaupt, haben wir in unſerer Gedächtnisausſtellung nur beiſpiels⸗ und ergänzungsweiſe herangezogen. Das gleiche gilt von München, Wien uſw. Der Schwerpunkt lieg Süddeutſchland, liegt in Baden ⸗ Pfalz, auch in de Leihgaben, die wir zu den eigenen reichen Beſtänden erb und in dankenswerter Weiſe erhalten haben. Dieſes rheiniſche Gebiet in der Südweſtecke des Reiches hat ja in Bewegung von 1848/49 eine ganz beſondere führende Rolle geſpielt. ö a. 25 5 Damit iſt eigentlich auch ſchon die Frage beantwortet, 21. September in Düſſeldorf unter Hans Weis bach zur Uraufführung gelangen. 5 weshalb Mannheim eine ſolche Ausſtellung veranft 1 5 II. Seite. Nr. 403 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe Samstag, den 31. Auguſt 1929 Mannzeim iſt ganz beſonders berufen, der Jahre 1848/10 a zu gedenken. Seit dem dritten und vierten Jahrzehnt des vorigen Jahr⸗ hunderts war aus der verlaſſenen pfälziſchen Reſidenzſtadt, die lange dem entſchwundenen Glanz ihrer höfiſchen Blüte⸗ zeit nachgetrauert hatte, ein Vorort freiheitlicher Beſtre⸗ bungen, der Wohnſitz fortſchrittlicher, kommerziell und poli⸗ kiſch wagemutiger Männer geworden. Mannheim iſt die Wir⸗ kungsſtätte der verdienten und in mancher ſchwierigen Situa⸗ tion bewährten Führer des badiſchen Liberalismus, eines Adam von Itzſtein, eines Karl Mathy, eines Friedrich Daniel Baſſer mann, eines Alexander von Soiron, ber als Vizepräſident der Nationalverſammlung eine hervor⸗ ragende Rolle in der Paulskirche ſpielte. Sodann war Mann⸗ heim ein Hauptquartier der Führer der badiſchen Revolu⸗ tion. Mannheimer war Friedrich Hecker, der blondgelockte Anwalt, der feurige Volksredner, der vielbeſungene popu⸗ kärſte Revolutionsmann in Baden, der Führer des aben⸗ teuerlichen Aufſtandes von 1848 im Oberlande; ferner Guſtav Struve, der hartnäckige Agitator, der ſcharfzüngige Schrift⸗ ſteller, der in Lörrach die deutſche Republik ausrief, Lorenz Brentano aus angeſehenem Geſchlecht, gleichfalls Anwalt und Abgeordneter, Haupt der proviſoriſchen Regierung in Baden. Aus Mannheim, der Stadt der Oppoſitton, ging cher erfolgreiche Antrag, manche Druckſchrift von ſchlagender Wirkung hervor. 1 Der Mannheimer Friedrich Daniel Baſſermann, der wie ſein Freund Karl Mathy die Ueberzeugung hatte, daß ohne gründliche Reform der Bundesverfaſſung das kon⸗ ſtitutionelle Leben der Einzelſtaaten nur ein Scheindaſein bleibe, beantragte am 12. Februar 1848 im badiſchen Landtag die Errichtung eines deutſchen Parlaments. Mit dieſem denkwürdigen Antrag formulierte er eine For⸗ Herung, die ſchon lange gleichſam in der Luft ſchwebte. Daß Deutſchlands oberſte Behörde, der Bundestag, kein Ver⸗ trauen im Volke genieße, ſei ein tief bedauernswerter Zu⸗ ſtand, ein Nationalunglück, der deutſche Bundesvertrag müſſe in eine konſtitutionelle Bundesverfaſſung umgewandelt wer⸗ den. Nicht eine Verſammlung von Diplomaten, ſondern ein Nationalparlament ſolle berufen ſein, die Wege des deutſchen Volkes zu beſtimmen. Baſſermann ſchloß:„Die allgemein Herrſchende Abneigung der Nation gegen ihre oberſte Be⸗ Hörde in ein vertrauensvolles Zuſammenwirken zu verwan⸗ deln, iſt der deutſchen Füſrſten dringende Aufgabe. Möchten ſie es noch zeitig tun!!“ Die vier Forderungen, mit denen Mannheim wenige Tage nach Ausbruch der Pariſer Revolution am 27. 2. 1848 an den babiſchen Landtag herantrat: Volksbewaffnung, un⸗ bedingte Preſſefreiheit, Schwurgerichte nach dem Vorbild Englands, ſofortige Herſtellung eines deutſchen Parlaments — wurden allerorten in das Programm der Bewegung auf⸗ genommen. In der Heidelberger Verſammlung der 51 Poli⸗ tiker am 5. März 1848, aus der das Frankfurter Vor⸗ parlament hervorging, waren 20 Männer aus Baden, darun⸗ ter die Mannheimer an führender Stelle. Mannheim erlebte ſchwere Revolutionsſtürme. Als mit Hilfe der Preußen der badiſche Aufſtand nieder⸗ geworfen wurde und die Hoffnung auf freiheitliche Entwick⸗ lung für längere Zeit dahinſchwand, litt es ſchwer unter den Maßnahmen der Reſtauration. Adolf v. Trützſchler, Va⸗ lentin Streuber und andere Freiheitskämpfer wurden hier vors Standgericht gebracht und büßten mit dem Tode ihr republikaniſche Geſinnung. Auf der Gedenktafel, die ihre nach Amerika geflüchteten Mitkämpfer zu dem Monument der Standrechtsopfer auf dem Mannheimer Friedhof ſtifteten, ſtehen die Worte: Ob ſie auch im Kampf erlagen, Dennoch ſeien ſie geprieſen. Schon beginnt die Saat der Freiheit Ihrem Blute zu entſprießen. Mit den Flüchtlingen, die drüben überm Weltmeer eine neue Heimat fanden, ging manch tüchtiger Kopf an das Aus⸗ Iand verloren. Manche von ihnen— denken wir nur an Franz Sigel und Karl Schurz— haben ihrem neuen amertkaniſchen Heimatlande in hervorragender Weiſe gedient umd hohe Ehren errungen. Unſere Gedächtnisausſtellung will Vergangenes wieder lebendig werden laſſen. Vielleicht wird überraſchen, wie nahe uns vieles davon liegt. ſo man⸗ durch⸗ Was ſind 80 Jahre in der Menſchheitsgeſchichte! Eine kurze Spanne des Haſtens und Ringens! Aber welch überwältigende Fülle von Veränderungen weiſt ſie auf. Wir können es uns heute kaum mehr vor⸗ ſtellen, wie vieler Kämpfe und Leiden es bedurfte, um durch⸗ zuſetzen, was heute als ſelbſtverſtändlicher Beſitz gilt— was Karl Mathy nennt„die Herſtellung des natürlichen und durch das Grundgeſetz verheißenen Rechtes des freien Menſchen, ſich von dem Tiere und von dem Sklaven unter⸗ ſcheiden zu dürfen, indem er auf eigene Gefahr und Verant⸗ wortung hin ſeine Gedanken ausſpricht.“ Das Recht der Gedankenfreiheit wie der perſönlichen Frei⸗ heit überhaupt iſt eine der höchſten Errungenſchaften, die wir den Stürmen der Jahre 1848/49 verdanken. Wie verſchieden auch im einzelnen die politiſchen Ziele jener Männer waren, wie man ſich auch zu ihnen ſtellen mag, eines iſt ihnen allen gemeinſam: die glühende Liebe zum deutſchen Vaterlande, die glühende Liebe zum deutſchen Volke. Die hoffnungsfreudige Stimmung der vierziger Jahre hat Hoffmann von Fallersleben, den liederfrohen, ge⸗ maßregelten Profeſſor, den Freund Baſſermanns, Itzſteins, Soirons und Heckers, der Einigkeit und Recht und Freiheit als des Glückes Unterpfand pries, zu jenem Vaterlandsliede begeiſtert, das der Nationalhymnus des deutſchen Volkes ge⸗ worden iſt. Als Leitſpruch ſteht über allem, was 1848/49 er⸗ hofft und erſehnt wurde:„Deutſchland, Deutſchland über alles, über alles in der Welt!“ Auch dieſen inhaltsreichen Ausführungen wurde herzlicher Beifall zuteil. Die Feſtverſammlung erhob ſich und ſtimmte den dritten Vers des Deutſchlandliedes an. Das Kergl⸗ Quartett ſpielte hierauf mit Meiſterſchaft das Allegro non assai, vivace aus dem A⸗moll⸗Streichquartett op. 512 von Joh. Brahms. Damit ſchloß gegen halb 1 Uhr die Eröffnungs⸗ feier. Unter Führung der Herren Prof. Dr. Walter und Dr. Jacob wurde alsdann ein Rundgang durch die Aus⸗ ſtellung angetreten. Sl Städtiſche Nachrichten Mannheimer Steuerkalender für den Monat September 1929 4) Stadtkaſſe: Bis 5. September: Gebäudeſonderſteuer für Auguſt 1929. Bis 5. September: Schulgeld der Höheren Handesſchule für September 1929. Bis 16. September: Gemeindebierſteuer, die im Auguſt 1929 feſtgeſtellt wurde. Bis 24. September: Gebühren für Auguſt 1929. Bis 26. September: Schulgeld der Höheren Lehranſtalten II. Tertial 1929/1930. b) Finanzamt: 5. September: Abführung der Lohnſteuerbeträge aus Lohn⸗ zahlungen in der Zeit vom 16. bis Ende Auguſt 1929. 10. September: Börſenumſatzſteuer für Auguſt 1929. 15. September: Abſchlußzahlung zur Einkommen⸗ und Umſatz⸗ ſteuer 1928 lt. Beſcheid. 20. September: Abführung der Lohnſteuerbeträge aus Lohn⸗ zahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. Septbr. 1929. 30. September: Verſicherungsſteuer für Auguſt 1929. St. N. A. * * Katholiſcher Frauenſonntag. Wie alljährlich ſo findet auch in dieſem Jahre am 22. September(Liobatag) der katho⸗ liſche Frauenſonntag mit einer großen Kundgebung in Stadt und Land ſtatt. Nach Erzbiſchöfl. Beſchluß ſoll der Frauen⸗ ſonntag die modernen Schriften mit ihrem Einfluß in Familie und Erziehung behandeln. Ertrunken iſt am Donnerstag abend beim Baden im Rhein beim Strandbad der 19 Jahre alte Kaufmann Erich Keller von hier. Die Leiche wurde bis jetzt nicht gefunden. * Kentern eines Paddelbvotes. Geſtern vormittag ken⸗ terte auf dem Rhein beim ſtädt. Lagerplatz ein an einem zu Berg fahrenden Schleppzug angehängtes Paddelbodt mit zwei Inſaſſen, einem 18 und einem 19 Jahre alten Schüler. Beide Paddler wurden von in der Nähe weilenden Paſſanten ge⸗ rettet. Das Boot wurde ebenfalls geborgen. 12 Fubiläumsfeſtlichkeiten der Württemberger Am Mittwoch, 4. September, wird in der Liedertafel, K 2, 92, das Zugs büro für den hiſtoriſchen Feſtzug der Württemberger Vereinigung eröffnet. Die Vorbereitungen ſind durch die Vergebung der Wagen und Koſtüme ſoweit gediehen, daß nunmehr an die Detailarbeit der einzelnen Gruppen herangegangen werden kann. Städte, Firmen und Vereine aus Württemberg haben ſich bereit ge⸗ funden, die Erſtellung von Gruppe und Wagen zu überneh⸗ men. Das Intereſſe, das für die Abhaltung des Feſtzuges in allen Teilen Württembergs beſteht, verſpricht für Mannheim einen außergewöhnlichen Erfolg. Das Feſtbankett am Samstag, 21. September im Nibelungenſaal, eröffnet die Reihe der Veranſtaltungen. Mitwirkende ſind der bekannte Heldentenor Alfred Färbach, Studiendirektor Dr. Schu⸗ ſter aus Stuttgart u. a. mehr. Am Sonntag, 22. und Montag, 23. September findet auf der Rennwieſe ein großes ſchwä⸗ biſches Volksfeſt ſtatt, in dem beſondere Sehenswürdig⸗ keiten gezeigt werden, u. a. die Haller Siedergruppe mit ihren Originaltänzen, ein Mundharmonika⸗Orcheſter uſw. Die Feſt⸗ lichkeiten laſſen einen außergewöhnlichen Zuſtrom von Frem⸗ den nach Mannheim erhoffen, weshalb um reichliche Be⸗ flaggung gebeten wird. Für den Feſtzug ſelbſt wird ein offizielles künſtleriſches Zugsprogramm herausgegeben, in dem die einzelnen hiſtoriſchen Begebenheiten uſw. näher er⸗ läutert ſind. Die Bewerkſtelligung des Trachtenfeſtzuges be⸗ anſprucht die Aufwendung enormer Mittel. Bühnenbildner Bornhofen bietet die Gewähr für eine einwandfreie künſtleriſche Durchführung des Feſtzuges. * * Lebensmüde. Geſtern vormittag verſuchte ein 48 Jahre alter ſtädtiſcher Weichenſteller in ſeiner Wohnung in Feudenheim ſich durch Einatmen von Leuchtgas das Leben zu nehmen. Sein Vorhaben konnte noch rechtzeitig vereitelt werden. Er wurde nach dem Allgemeinen Krankenhaus ver⸗ bracht. Lebensgefahr ſoll nicht beſtehen. Grund zur Tat bis jetzt noch unbekannt.— In der Abſicht, ſich das Leben zu nehmen, ſprang geſtern nachmittag ein 19 Jahre altes kauf⸗ männiſches Lehr mädchen aus ihrer im 2. Stock gelegenen elterlichen Wohnung in der Neckarſtadt in den Hof. Die Lebensmüde, die eine Wirbelſäulen verletzung davontrug, wurde nach dem Allgemeinen Krankenhaus verbracht. Lebens⸗ gefahr beſteht nicht. Grund zur Tat noch unbekannt. * Eine ſehr unliebſame Ueberraſchung erlebte heute vor⸗ mittag ein älterer Mann am Friedrichsplatz, der ſeinen Handwagen mit Blumen, die er am Markte verkaufen wollte, kurze Zeit unbeaufſichtigt ſtehen ließ. Als er zurückkehrte, waren ihm von Diebeshand die ſchönſten Blumen geſtohlen. * Dienſtjubiläum. Am 1. September begeht Herr Chri⸗ ſtian Kraiker, Abteilungs⸗Vorſteher bei der Allgemeinen Ortskrankenkaſſe Mannheim, ſein 25jähriges Dienuſt⸗ jubiläum. Er iſt am 1. September 1904 bei der Kaſſe ein⸗ getreten und hat ihr in dieſer langen Zeit, ausgezeichnet durch Befähigung, Tüchtigkeit und ſoziales Verſtändnis, treue Dienſte geleiſtet. Möge es ihm beſchieden ſein, noch viele Jahre in gleicher Wirkſamkeit tätig ſein zu können. Die beſten Wünſche begleiten ihn. * Zeppelin⸗Goldſtücke. Anläßlich der Weltfahrt des Luft⸗ ſchiffes„Graf Zeppelin“ prägt die Preußiſche Staatsmünze Berlin Zeppelin ⸗Goldſtücke in der Größe der frühe⸗ ren Zwanzig⸗ und Zehnmarkſtücke. Die Vorderſeite zeigt die Portraits von Zeppelin und Eckener, die Rückſeite das Luftſchiff über Meer, mit der Umſchrift„Weltfahrt Auguſt 1929 L. Z. 127“. Dieſe erſtklaſſigen, hochglanzpolierten Gold⸗ medaillen können zum Preiſe von 25 /, bezw. 15/ ausſchl. Porto durch die Ausgabeſtelle der Zeppelin⸗Goldſtücke, Berlin, Paulsborner Straße 98 bezogen werden. Veranſtaltungen * Stanbkonzert. Am morgigen Sonntag, vormittags 11.30 Uhr, ſpielt am Friedrichsplatz die Kapelle Becker unter Leitung von Kapellmeiſter L. Becker das nachſtehende Programm:(Ausländiſche Komponiſten) Marſch aus„Die verkaufte Braut“(Smetana), Ouver⸗ türe zu„Nebukadnezar“(Verdi), Melodien aus„Die Boheme“(Puc⸗ eini), erſte Suite L, Aréſienne in vier Sätzen„Prelude“,„Menuetto“, „Adagietto“„Crillon“(Bizet), Marſch„San Lorenzo“(Silva). * Rieſen⸗Pracht⸗Feuerwerk. Bei dem am morgigen Sonntag im Ebertpark ſtattfindenden Volkstag iſt u. a. auch ein Rieſen⸗ Pracht⸗Feuerwerk vorgeſehen, das wie beim Verfaſſungsfeuerwerk auf den Rennwieſen wieder eine Höchſtleiſtung deutſcher Pyrotechnik ſein wird.(Weiteres Anzeige.) Karl Ludwig Sand Hiſtoriſcher Roman aus der Zeit der erſten deutſchen Burſchenſchaft Von Daniel Feußuer 61(Nachdruck verboten.) „Recht groß; denn ich habe ja Haare genug, und Herr Mposbrugger beſitzt vielleicht Freunde oder auch Freundinnen, denen er gerne etwas davon ablaſſen möchte.“ In wenigen Sekunden war die Schur beendet, der Maler nahm das ſeltſame Andenken an ſich, wickelte es in ein Blatt Papier und ſteckte es in die Taſche ſeines Rockes. Dann ſchickte er ſich an, Abſchied von dem Jüngling zu nehmen, den er wie einen Bruder liebgewonnen hatte.„Leben Sie wohl, mein lieber, lieber Herr Sand,“ ſagte er mit tränenſchimmern⸗ den Augen. Karl Ludwig hielt ſeine Hand feſt und entgegnete mit einer Heiterkeit, die etwas Abgeklärtes, Erdentrücktes an ſich hatte:„Sie ſind traurig, und ich freue mich wie einer, der bald eine weite, aber herrliche Reiſe, die Himmelfahrt, unter⸗ nehmen wird und von ſich ſagen kann:„Alles Irdiſche iſt vollendet!“ Ein feſter, freundlicher Händedruck, und die beiden Men⸗ ſchen gingen voneinander, um ſich nie wiederzuſehen. Unausſprechliches Wehgefühl im Herzen, verließ Moos⸗ brugger mit ſeinem Bilde das Zuchthaus, um ſeine Herberge aufzuſuchen. Gerade im Begriff von der Heidelberger⸗ in die Neckar⸗ ſtraße einzubiegen, wäre er beinahe mit einem Herrn zuſam⸗ mengeprallt. „Gucken Sie doch vor ſich, Sie— Dös..“ „Döskopp“ hatte der Fremde ſagen wollen. erſtarb ihm aber auf den Lippen und in lautes Lachen aus⸗ brechend, rief er erſtaunt:„Schau, ſchau, der Moosbrugger! Ja, Menſch, wo kommſt denn du jetzt daher? Und ein Geſicht 5 ollſt' heut noch gehängt werden! 1 in e 10 25 8 a Das Wort ich herkomme? Von einem lebendig Begrabenen, den ich gemalt habe“ „Zum Donnerſchock, wer iſt'?“ Moosbrugger ſah ſich vorſichtig um, als befürchte er von unberufenen Ohren gehört zu werden. Dann flüſterte er, als handele es ſich um ein großes Geheimnis:„Karl Ludwig Sand, der Mörder des Staatsrats A. v. Kotzebue.“ Rammſer führte nun den Kunſtbruder in einen Gaſthof und beſtellte für beide je einen Schoppen Wein. Daes gerade um die Mittagszeit war, fanden ſich viel Leute in dem Zimmer, darunter auch mehrere Damen, die an kleinen Tiſchen ſaßen und ihr Mahl einnahmen. Moosbrugger ließ ſeine Blicke mißtrauiſch durch den gro⸗ ßen Saal gleiten, dann meinte er bedächtig:„Es ſind mir zu⸗ viel Leute hier. Am beſten iſt's, du kommſt mit nach meiner Herberge, dort kannſt du das Gemälde in aller Ruhe be⸗ ſchauen. „Nu' mach' aber die Pferde nit ſcheu, Haſenfuß,“ knurrte Rammſer ungehalten.„Meinſt du, hier im Zimmer wär' auch nur ein einziger Menſch, der Sand kennt? Ich ſag', in ganz Mannheim hat ihn kaum ein Dutzend Leut' geſehen.“ Die beiden Maler erhoben ſich jetzt und gingen zu dem an dem Wand lehnenden Bilde, das Moosbrugger nach dem Flügel trug und hier zögernd enthüllte. „Aah, ſehr gut,“ lobte Rammſer,„die Arbeit iſt mit gren⸗ zenloſer Liebe gemacht und gereicht dir zur Ehre. Ich Bratt In dieſem Augenblick rief eine helle Frauenſtimme, in der ſich grenzenloſe Ueberraſchung und freudiger Schreck aus⸗ prägten:„Ach du lieber Gott!“ „Da haben wirs“, ſagte der Künſtler verdußt und legte das Gemälde auf die Vorderſeite. Dann drehte er ſich lang⸗ ſam um, und ſeine Blicke begegneten ſich mit denen eines ſchönen, aber leichenblaſſen Mädchens, das ihn fragend an⸗ ſtarrte. Wieder zu Rammſer gewandt, flüſterte er:„Paß auf, das gibt eine große Ueberraſchung. Hier ſpielt der Zufall wieder einmal Vorſehung Komm an unſeren Platz zurück, dort werde ich dir Aufklärung geben; denn die Beziehungen zwi⸗ ſchen jenem Mädchen und meinem Bilde liegen offen vor mir.“ Als ob nichts vorgefallen, begaben ſich die beiden Freunde n Tiſch. Hier erzählte Moosbrugger, was ihm Sand ädchens aufgetragen hatte, und daß er glaube, es jetzt gefunden zu haben.„Sollte ich“, fuhr er fort,„mit der Dame, die ich unbedingt allein ſprechen muß, dieſen Raum verlaſſen, ſo bewache das Bild bis zu meiner Rückkehr.“ „Armes, armes Kind,“ murmelte Rammſer,„deine Liebe wird wohl Tod bedeuten.“ Als die dem blaſſen Mädchen von den Anweſenden zu⸗ gewandte Aufmerkſamkeit etwas verflogen war, erhob ſich Moosbrugger unauffällig und trat an den bewußten Tiſch heran. „Sind Sie vielleicht Fräulein Kathinka von Bezimo?“ fragte er leiſe. „Ja, hauchte das Mädchen. „Iſt Ihnen der Mann, den das Bild zeigt, bekannt?“ „Ja.“ „Wen ſtellt es dar?“ „Ludwig Sand.“ „Sie haben recht. Nun weiß ich auch, daß die Richtige ge⸗ funden iſt. Sollten Sie Näheres über Herrn Sand zu er⸗ fahren wünſchen, ſo geben Sie mir Gelegenheit, für einige Minuten mit Ihnen und Ihrer Freundin allein zu ſein Ich nehme an, daß Sie in dieſem Hauſe wohnen.“ „Wir wohnen hier,“ entgenete Kathinka mit vor Erre⸗ regung zitternder Stimme.„Kommen Sie, bitte, mit hinauf in unſer Zimmer; dort können wir ungeſtört miteinander plaudern.“. Moosbrugger begrüßte nun auch Nadina, die ſich mit Kathinka zugleich erhoben hatte, und alle drei verließen den Speiſeſaal, um nach oben zu gehen. Hier war Kathinkas erſte Frage: Bild her?“ „Selber gemalt,“ antwortete der Künſtler nicht ohne Stolz. „So waren Sie wohl in Sands Gefängniszelle?“ „Gewiß, viele Tage! Uebrigens bewohnt Herr Sand keine gewöhnliche Sträflingszelle, ſondern einen großen, behaglichen Raum.“ „Wie geht es ihm geſundheitlich?“ wieder geheilt?“ In Moosbruggers Geſicht zuckte es ſchmerzlich, und ſeiner Stimme war die innere Bewegung deutlich anzumerken, als zer fragte:„Wollen Sie die unverſchleierte Wahrheit hören?“ „Wo haben Sie das Sind ſeine Wunden »Ich werde ſie ertragen, ſei ſie auch noch ſo bitter.“ a N(Fortſetzung folgt) * N * . 7 4 4 N . Samstag, den 31. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Abeud⸗Ausgabe! 5. Seite. Nr. 408 Verkehrs ⸗Anfälle in Mannheim * Totgefahren. Der Radfahrer, der geſtern, wie gemeldet, beim Neckarauer⸗Uebergang überfahren und ſo ſchwer ver⸗ letzt wurde, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus ſtarb, iſt mit dem 24 Jahre alten Arbeiter Bertold Hohen⸗ reuther, wohnhaft Traitteurſtraße 81, identiſch. Der Führer des Lieferwagens wurde feſtgenommen. * Sturz vom Rad. Durch Unvorſichtigkeit eines Paſ⸗ ſanten kam geſtern vormittag auf der Kunſtſtraße eine 18 Jahre alte Radfahrerin zu Fall. Die Verunglückte, die über heftige Schmerzen im Rücken klagte, mußte nach ihrer elterlichen Wohnung verbracht werden. * Wenn man die Herrſchaft übers Rad verliert Geſtern nachmittag wurde auf der Dammſtraße ein 50 Jahre alter Radfahrer, der bei Annäherung eines ihn über⸗ holenden Perſonenkraftwagens die Herrſchaft über ſein Rad verlor, von dieſem erfaßt und zu Boden geworfen. Der Ver⸗ unglückte, der einen Schlüſſelbein bruch und er heb⸗ liche Verletzungen im Geſicht erlitt, wurde nach dem Krankenhaus verbracht. Lebensgefahr beſteht nicht. * Unfall eines Motorradfahrers. Auf der Schwetzinger⸗ ſtraße wurde geſtern nachmittag ein 27 Jahre alter Motor⸗ radfahrer von einem aus der Burgſtraße kommenden Lieferkraftwagen angefahren und zur Seite geſchleudert. Der Motoradfahrer trug am rechten Bein erhebliche Ver⸗ letzungen davon. Der Sachſchaden iſt nur gering. * Folgen einer Unſitte. Ins Allgemeine Krankenhaus wurde geſtern ein 29 Jahre alter Fuhrmann eingeliefert, der auf dem Luiſenring beim Aufſpringen auf einen in Fahrt befindlichen Straßenbahnwagen zu Fall kam und ſich am Rücken und an den Knien erhebliche Hautabſchür fungen zuzog. * Straßenlaterne umgefahren. Heute nachmittag fuhr ein Laſtauto mit Anhänger eine Straßenlaterne vor dem rechten Schloßflügel um. Auch ein Baum wurde umge⸗ riſſen. Perſonen wurden nicht verletzt. Der Schaden wurde durch das Gaswerk beſeitigt. Film⸗Nundſchau Alhambra und Schauburg:„Der Graf von Monte Chriſto“ 2. Teil Der ehmalige Schiffsleutnant Edmund Dantes mußte zwar durch ſeine Gefangenſetzung recht ſchlechte Zeiten mitmachen, hat aber auch dadurch wieder ein beſonderes Glück gehabt. Es findet ſchließlich nicht jeder eine Inſel mit unermeßlichen Schätzen, und wenn man hente auch gewiß Wertzuwachsſteuer bezahlen müßte, ſo würe ein ſolcher Fund als Belohnung für ein paar Jährlein unſchuldiger Ker⸗ kerhaft nicht gerade ſchlecht. Die beſte Kapitalsanlage wäre heute allerdings, von den Zinſen eines ſolchen Rieſenvermögens zu leben, aber das tut Edmund Dantes, der„Graf von Monte Chriſto“ wie er ſich nennt, nicht. Vielmehr geht er jetzt im 2. Teil ſeines Films, nachdem er ſeinen Wohltätern unerkannt geholfen hat, daran, mit Zins und Zinſenszins es ſeinen ehemaligen Feinden heimzuzahlen. Er wendet ſchon ein ordentliches Stück Geld dazu auf, dieſen Rache⸗ feldzu groß zu inſzenieren und die Art, wie er mit Fernand Mondego und mit dem Staatsanwalt Villefort abrechnet, iſt außer⸗ urdentlich raffiniert und erweckt das ſtille Behagen der Zuſchauer und vlelleicht auch einen kleinen Neid, daß man mit ſeinen Feinden ſo rachekühlend verfahren kann. Das bildet den Inhalt des zweiten Teils des„Grafen von Monte Ehriſto“, der filmiſch beſſer erſcheint, als der erſte. Vor allem iſt der koſtümliche Aufwand, der das Paris vor hundert Jahren zeigt, ganz außerordentlich zu nennen. Man freut ſich an der Kleidſamkeit der Mode von anno dazumal, die hier ſzeniſchin all ihrer rauſchenden Pracht ausgewertet iſt. Das Arrangement des großen Geſellſchafts⸗ abends, den der„Graf von Monte Chriſto“ gibt, oder die große Ge⸗ richtsverhandlung, in der dem Herrn Generalſtaatsanwalt das Genick gebrochen wird, zeigen den franzöſiſchen Großfilm von ſeiner guten Seite. Der Hauptdarſteller Jean Angelo verkörpert den Reich⸗ tum ſeines Grefen von Monte Chriſto durch eine unbezahlbare Haltung und Miene; er iſt ein ſehr vornehmer, impontierender Dar⸗ ſteller. 8Zil Dagover tritt als Mercedes hier weſentlich mehr hervor als im erſten Teil und offenbart dabet ihre bekannte mimiſche Ausbruckskunſt.— Das Publikum ſcheint hier intereſſierter als beim erſten Teil.. Ufa⸗Theater: Nachtlokal Ein guter, geſchickt aufgebauter Geſellſchaftsfilm, der durch die ſchauſpieleriſchen Leiſtungen in ſeiner Qualität noch geſtetgert wird. Die Handlung an ſich gibt Romankolportage, aber ſie wird verdedelt durch Spiel und Regie. Eine Frau, die ihren Mann früh verlor, beſitzt erſtens ein Nachtlokal höchſt zweifelhafter Art und zweitens eine Tochter, die ſoeben aus dem Penſionat zurückkehrt und ſich aus⸗ kann ſich denken⸗ daß daraus Konflikte entſtehen, die ſchließlich das Glück des Kindes mit dem Tode der Mutter erkaufen laſſen. Der Zuſchauer würde dieſen Spielereien zwiſchen Animierlokal und Jugendliebe nicht ſo aufmerkſam folgen, wenn nicht die Darſtellung hinzukäme. Aber Erna Morena beſitzt ſo viel Chaeme und die Haltung der großen Dame, daß man ihrer Verkörperung der Mutter und ihres Leides mit ſteigender Anteilnahme folgt. Sie hat ganz große ſchauſpieleriſche Momente in dieſem Film, den man durch die Mitwirkung dieſer hervorragenden Künſtlerin beſonders be⸗ grüßt. Evelyn Holt gibt das Töchterlein, das ahnungslos nach Hauſe kommt, ſich ſchrecklich verliebt und glücklich verlobt, um in den Wirbel des Nachtlokals in der Geſtalt des bitterböſen Kompagnons der eigenen Mama hereingezogen zu werden, bis der gute Filmgeiſt ihr ein einigermaßen glückliches Wochenende beſchert. Evelyn Holt ſpielt das mit ganz ſtarkem mimiſchem Ausdruck. Sie zeigt dieſes Frühlingserwachen in allen Variationen, der Freude, des Schreckens und des Leides. Die Schlußſzene allein genügt, um als Einzelheit dieſer eindrucksvollen Mimik hervorgehoben zu werden. Attila Hö ſr⸗ biger gibt den Nachtlokalſchuft mit einem verſchwenderiſchen Auf⸗ wand von darſtelleriſcher Impertinenz. Die Regie iſt präzis, arbeitet mit gediegenem Milieu, und gibt dem Ganzen einen wünſchenswerten Zuſammenhalt. Das Publkum verfolgt den Film recht geſpannt. —— Moroverſuch aus Eiferſucht r. Ladenburg, 31. Auguſt. Der in Rheinau wohnhafte 24 Jahre alte Arbeiter Steinleitner, hatte mit der 19 Jahre alten, in Ladenburg wohnhaften Arbeiterin Buggert ein Liebesverhältnis, das letztere löſen wollte. Am Freitag mittag verſuchte St. das Mädchen aus ſeiner Arbeitsſtelle zu locken, was ihm aber nicht gelang. Er lauerte ihm auf und als es nach Arbeitsſchluß nach Hauſe fuhr, tauchte er in Laden⸗ burg auf, fuhr mit ſeinem Rad dem Mädchen nach und warf es vom Rad, daß es gegen einen Baum flog. Es folgte noch eine tüchtige Tracht Prügel und dann warf er das Mädchen in den Neckar bei der Schleuſenbiegung. Ein mit zwei Herren beſetztes Auto kam noch recht, um die faſt Bewußtloſe zu ret⸗ ten und in die elterliche Wohnung zu verbingen, wo ſie nun krank darnieder liegt. Der Täter flüchtete. * Weinheim, 30. Aug. Heute Freitag nachmittag fand beim Rathauſe im Stadtwäldchen im Beiſein der Vertreter der ſtädtiſchen Behörden, ſowie von Schule und Geiſtlichkeit die Schlußfeier der örtlichen Erholungsfürſorge in Geſtalt eines Kinderdankfeſtes unter ſtarker Be⸗ teiligung der Elternſchaft ſtatt. Bürgermeiſter Dr. Meiſer hielt die Begrüßungsanſprache, in der er ſeine Genugtuung darüber ausſprach, daß durch die ſtädtiſche Erholungsfürſorge annähernd 150 ſchwächliche Schulkinder ſieben Wochen lang im Freien bei guter Verpflegung im Raſthauſe zubringen konnten, wodurch das Gewicht der Kinder ſämtlich— und zwar um je 1 bis 9 Pfund— zugenommen hat. Unter Lei⸗ tung der Schulſchweſter Emma Wagner und ihrer Helfe⸗ rinnen nahm die Schlußfeier, an die ſich die Bewirtung der Kinder im Raſthauſe mit Schokolade und Kuchen anſchloß, einen fröhlichen Verlauf. Die Heubergkinder kehren in dieſen Tagen wieder friſch geſtärkt nach hier zurück. sch. Nußloch, 30. Aug. Im Alter von 70 Jahren ver⸗ ſtarb hier nach längerem Leiden der Rektor a. D. Karl Schreiber. Der Verſtorbene ſtammt aus Neidenſtein, Amt Sinsheim. Von den insgeſamt 48 Schuldienſtjahren war er allein 24 hier in Nußloch tätig. Schreiber, eine wegen ſeiner Herzensgüte allſeits beliebte Lehrerperſönlichkeit, hinterläßt nur einen unmündigen Enkel. Er war auch Ehrenbürger unſeres Ortes. * Mingolsheim(A. Bruchſal), 28. Aug. Letzte Nacht iſt das Wohn⸗ und Geſchäftshaus des Ferd. Stadtmüller völlig eingeäſchert worden. Die Feuerwehr mußte ſich auf die Rettung der Nachbargebäude beſchränken. Die Urſache des Brandes iſt noch nicht geklärt. bv. Karlsruhe, 28. Aug. Am 20. Juli wurde das Karls⸗ ruher Rheinſtrandbad eröffnet. Bis heute, alſo in etwa 4 Wochen, haben nach amtlichen Angaben rund 100 000 Perſonen das Bab beſucht. Unter ihnen befinden ſich neben dem Hauptkontingent der Karlsruher Bevölkerung zahlreiche Badegäſte von auswärts, die zum Teil regelmäßig kommen, ſo aus Baden⸗Baden, Bretten, Bruchſal, Herrenalb, Oberkirch, Offenburg, Mannheim, Wiesbaden, aus Landau und an⸗ deren Orten der Pfalz ſowie von Württemberg. Ende Auguſt veranſtaltet die ſtädtiſche Badeverwaltung ein Ring⸗ tennis⸗Turn ier(30. Auguſt bis 1. September) mit wert⸗ vollen Ehrenpreiſen. Am 21. September findet eine Kan u⸗ Regatta„Rund um Rappenwört“ ſtatt. Anfang Oktober iſt ein Sport nachmittag geplant. Im Winter werden viel⸗ leicht auch ſchon die Eislaufplätze in Betrieb genommen wer⸗ den können. * Pforzheim, 28. Aug. Der verheiratete Holzhauer Karl Merk von Tiefenbronn wurde beim Holzfällen von einem niederſtürzenden Aſt ſo ſchwer getroffen, daß die Schädeldecke Schwerer Verkehrsunfall * Schwetzingen, 30. Aug. Der 18 Jahre alte Schloſſer⸗ lehrling Fritz Weber von Oftersheim, der auf einem Motor⸗ rad fuhr, ſtieß geſtern abend am Ortsausgang von Ofters⸗ heim mit dem in den 40er Jahren ſtehenden Bahnarbeiter Georg Wagner von Oftersheim, der auf ſeinem Fahrrad von der Arbeitsſtätte nach Hauſe fuhr, zuſammen. Beide Fahrer ſtürzten auf die Straße. Wagner blieb bewußtlos lie⸗ gen und wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in das Schwetzinger Krankenhaus überführt. Die Schuloͤfrage konnte noch nicht einwandfrei geklärt werden. Weber hatte zwei Kinder überholt und war mit ſeinem Motorrad über die Mitte der Straße gefahren, während Wagner nur etwa halbrechts auf der Straße gefahren iſt. * ch. Aus dem oberen Neckartal, 30. Aug. Die Getreide⸗ ernte iſt beendet. Mit dem Druſch iſt begonnen worden. Die Körnererträge ſind geringer, als man vermutete, da die ſchweren Regen eine ſtarke Lagerung hervorriefen, die ſich un⸗ günſtig auf die Körnerbildung auswirkte. Auch das Stroh hat gelitten, es iſt brüchig geworden. Die Hackfrüchte ſtehen gut. Auch der Stoppelklee zeigt einen geſchloſſenen Beſtand. Die Oehmdernte läßt an Quantität zu wünſchen übrig. Die anhaltende Trockenheit nach dem erſten Schnitt ließ das kleine Bodengras dürr werden. Die Reben ſtehen ſehr gut. Keine der gefährlichen Krankheiten konnte auftreten, dank der fleißigen Arbeit der Wingerter. Wenn das Wetter günſtig bleibt, werden die Neckartäler einen guten Herbſt machen. Die Gurkenernte ſcheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben, denn ſchon kommen die typiſchen feuchten Neckarnebel und machen die Früchte fleckig, ſodaß ihre Ablieferung unmöglich wird. Im großen ganzen bleibt aber auch der Ertrag in dieſem Jahr hinter den Ergebniſſen des letzten Jahres zurück. Es wird vermutet, daß im nächſten Jahre der Gurkenanbau etwas zurückgehen würd, da auch die Großgüter mit dem Gur⸗ kenanbau beginnen. In Neckarmühlbach herrſcht chro⸗ niſcher Waſſermangel, dem man im Laufe ber Zelt durch Einleitung der Bärenbrunnenquelle abhelfen will. Die Quelle diente ſeit dem 16. Jahrhundert der Waſſerverſorgung des Schloſſes auf dem Guttenberg, bis man zur Anlage einer neuen Brunnenanlage ſchritt. * Mosbach, 28. Aug. In der Nacht zum Dienstag ver⸗ unglückte ein Motorradfahrer, der ſeinen Freund nach Lohrbach fahren wollte, in der Nähe der Blum'ſchen Zigarren⸗ fabrik in Mosbach. Der Fahrer erlitt einen komplizierten Beinbruch, der Beifahrer eine erhebliche Fleiſchwunde ober⸗ halb des Knies. Die Verunglückten wurden ins hieſige Kran⸗ kenhaus verbracht.. 2 Tageskalender ä Sountag, den 1. September 188 Apollotheater: Varieté.00 und.15 Uhr. 5 riedrichspark: Konzerte.30 und.00 Uhr(mit Geſangseinlagen). ichtſpiele: Alhambra und Schauburg:„Der Graf von Monte Chriſtv:— Ufa⸗ Theater:„Nachtlokal“.— Capi tol:„Die Stunde der Entſcheidung“.— Scala:„Die Car⸗ men von St. Pauli“.— Gloria:„Die Repußlik der Back⸗ fiſche“,— Palaſt⸗ Theater:„Unterwelt“. Sehenswürdigkeiten: Kunſthalle: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 1 uhr und g bis 5 Uhr:— Theaterausſtellung im Schloß: Täglich geöffnet von 10 bis 1 Uhse und 8 bis 5 Uhr und Sonntags vorm. von 11 bis nachm 5 Uhr. Schloßbücherei:—1,—7 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völker⸗ kunde im Zeughaus: Sonntag vorm. von 11—1 und nachm von—8 gerchnet mit dem Sohn des Polizeirats vtermählen will, der ſchon von zertrümmert wurde. Sebensgefährlich verletzte uhr: Dienstag—5 Uhr; Mittwoch.—5 Uhr; Freltag—7 Uhr Amts wegen ein geſchworener Feind des Nachtlokalrummels iſt. Man wurde er ins Pforzheimer Krankenhaus verbracht. Planetarium: Vorführungen.00,.30,.00 Uhr; Vortrag.00 Uhr. e e eee eee Nr... 8 25 e 9 55 5 1.. 5 9 erprobt in der Fuhru * n e ng des EZugels, am Riemen, im schlag- sicheren Boxhandschuh greifen nach Momenten höchster Kraftentfaltung zur würzigen a. Seite. Nr. 403 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) Tü Samstag, den 31. Auguſt 1929 eee Wirtſchafts⸗ und Vörſenwoche Was wird nach der Haager Einigung? Es war höchſte Zeit, daß im Haag die Entſcheidun 9 gefallen iſt. Allerdings wurde es eine Entſcheidung, der— vom wirtſchaftlichen Standpunkt aus geſehen— jene Groß⸗ zügigkeit fehlt, die der europäiſchen Wirtſchaftsentwicklung einen kräftigen Anſtoß zur Aufwärtsbewegung hätte geben können. Sie iſt vielmehr immer noch ſo ſtark von Vorur⸗ teilen und Kleinlichkeiten getragen, wurde von inner⸗ politiſchen Rückſichten geleitet, als daß ſie der wirtſchaftlichen Schickſalsgemeinſchaft Europas Rechnung tragen kann. Die Konferenz hätte mehr erreichen können, ſie hätte ſogar die Liquidierung des Krieges auch nach der wirtſchaftlichen Seite hin in die Wege leiten können, wenn alle Teilnehmer ſich dieſer Schickſalsgemeinſchaft bewußt geweſen wären. Immer⸗ hin, die Einigung wurde mit Hängen und Würgen zuſammen⸗ gebracht und auch ſte wird zweifellos von ſtärkſter wirtſchaft⸗ licher Rückwirkung ſein, wenn auch nicht in dem von uns ſkizszierten Sinne. Denn darüber kann wohl kaum mehr Zweifel, daß jetzt der Kampf um die Weltmärkte beſonders ſcharf entbrennen wird. Deutſchland wird, will es den Verpflichtungen auch des Poung⸗Planes gerecht werden, mit Anſpannung aller Kräfte in dieſen Kampf eingreifen müſſen.“ Jetzt mehr denn früher! Das zähe Ringen Eng⸗ lands um die Erhöhung ſeines Anteiles am ungeſchützten Teil der deutſchen Annuität ſowie um die Reparationskohlen⸗ Iteferung ſind ja nichts anderes als der Beginn dieſes Kamp⸗ fes mit verſchärften Mitteln. Die Labour⸗Regierung muß ihr Verſprechen einlöſen, das engliſche Arbeitssloſen⸗ problem aus der Welt zu ſchaffen. Es iſt darum nicht unwahrſcheinlich, daß England die 40—50 Millionen Mark jährlichen Mehranteils an den deutſchen Reparati⸗ onsleiſtungen, um die der Kampf im Haag ging, zur Grun d⸗ lage einer Anleihe machen will. Mit Hilfe dieſes Betrages könnte England ohne eine Belaſtung ſeines Staats⸗ haushaltes eine Anleihe von-800 Millionen Mark zu Ar⸗ beitsbeſchaffungszwecken finanzieren. Ferner mußte man in letzter Zeit mehrfach deutliche Anzeichen feſtſtellen, die er⸗ kennen laſſen, daß die ä engliſche In duſtrie beſtrebt iſt, die bisher noch vernachläſſigte Rationaliſierung der engliſchen Wirtſchaft, vor allem aber der Kohleninduſtrie durchzuführen. Das bedeutet natürlich nichts anderes als die Stärkung der engliſchen Poſition auf dem Weltmarkte, die die Aufnahmefähigkeit für deutſche Waren weiter zu ver⸗ ringern droht. Welche Hinderniſſe einer Ausbreitung des deutſchen Exports entgegenſtehen, zeigt in dieſen Tagen das Beiſpiel, das die amerikaniſche Eiſeninduſtrie bie⸗ tet, die zurzeit mit einem außerordentlich ſcharfen Du m⸗ ping auf dem Weltmarkte tätig iſt. * Kann man darum— wirtſchaftlich betrachtet— das Er⸗ gebnis vom Haag wirklich als. den Beginn einer üeuen Epoche bezeichnen? Es iſt notwendig, darauf hinzuweiſen, daß, wenn das Reparationsſyſtem überhaupt funk⸗ ttonteren ſoll, jede künftige Ausweitungsmöglichkeit ganz ausſchließlich Deutſchland zugute kommen müßte. Wir ſehen aber bei England, wie auch bei Amerika(Zoll⸗ Neben der vollen Ausnutzung der Leiſtungsfähigkeit des deut⸗ tät mehr und mehr einer zunehmenden Ueberproduktion gegenübergeſtellt ſieht, daß ſchon von dieſer Seite die Aus⸗ ſichten hierfür denkbar gering ſind, wie denn überhaupt die Hoffnungen auf eine größere Ausweitung des Weltmarktes nicht allzuhoch veranſchlagt werden können. Deutſchland hat in den letzten Jahren transferiert, obwöhl entgegen den Vorausſetzungen des Dawesplanes ſeine Handels⸗ und Zahlungsbilanz nicht aktiv, ſondern in den Jahren 1924—28 mit 16,5 Milliarden/ paſſiv war, wovon 10 Milliarden auf den Fehlbetrag der Handelsbilanz entfallen. Zurzeit hat Deutſchland aus Schuldzinſen, Reparationszahungen und Einfuhrüberſchuß— letzterer hauptſächlich zur Deckung des Ernährungsfehlbetrages— einen laufenden Fehlbetrag von 5 Milliarden/ jährich. Daß der Weltmarkt für deutſche Waren aufnahmefähig genug werden würde, um dieſe Fehl⸗ beträge auszugleichen und darüber hinaus den für die Reparationen nötigen Ueberſchuß zu erzielen, iſt aber völlig ausgeſchloſſen. Was kann nun Deutſchland tun, um doch noch ſoweit als möglich dieſer Entwicklung Rechnung zu tragen und auf andere Weiſe den wirtſchaftlichen Effekt zu erzielen, der zur Erfüllung ſeiner außenpolitiſchen Verpflichtung nötig iſt? Nben der vollen Ausnutzung der Leiſtungsfähigkeit des deut⸗ ſchen Produktionskörpers zur Herabdrückung der immer noch allzu hohen Produktionskoſten kann zunächſt einmal durch weitſichtige Wirtſchaftspolitik der Binnenmarkt zum Ausgleich herangezogen werden, um die Handels⸗ und Zah⸗ lungsbilanz wenigſtens von der Seite der Lebensmittel aus zu entlaſten. Zu der vernunftgemäßen Wirtſchaftspolitik ge⸗ hört aber unbedingt auch die nun ſchon immer und immer geforderte Milderung der Steuer laſten durch Ein⸗ ſchränkung der öffentlichen Ausgaben, damit auf dieſe Weiſe die deutſchen Geſtehungskoſten herabgeſetzt und der Wettbewerb der deutſchen Arbeit auf dem Weltmarkt verſtärkt werden können. Es bleibt nun einmal ſo: nur der Export wird für die Zukunft ausſchlaggebend ſein! Der deutſche Export kann aber nur dann weſentlich geſteigert werden, wenn die deutſche Arbeit trotz ihrer Quali⸗ tät in der Preisſtellung günſtiger als die des Auslandes zu ltegen kommt. Leider ſind die Ausſichten auf eine Milderung der öffentlichen Belaſtung und damit nachhaltiger Senkung der deutſchen Geſtehungskoſten zurzeit nicht beſonders groß. Zunächſt bleibt uns darum, wie der H. K. richtig bemerkt, nichts anderes übrig als ein Ausweichen nach den für Deutſchland günſtigen Abſatzmärkten. Dieſe ſind in der Hauptſache in Oſt⸗ und Südoſteuropa, teilweiſe auch im fernen Oſten zu erblicken, d. h. in Ländern, die noch der Induſtrialiſierung harren. Schon ſeit einigen Jahren kauft Oſteuropa, allerdings einſchlie lich der ehemaligen deut⸗ ſchen Gebiete, dem Goldwert nach wieder mehr deutſche Ware als in der Vorkriegszeit, es kauft von Deutſchland faſt benſontel deutſche Ware wie die geſamte außereuxopäiſche b mlich für illiard 8 iz nach Oſteurop f ehemalf utente, oh nad Schärfſter Kampf um den Weltmarkt/ Und Deutſchlands Export? Ausgleich in Oſteuropa/ Vor der Herbſtfinan zierung Hauſſierende, aber unſichere Börſe mit Deutſchland auf wirklich gleichberechtigter Grundlage nach wie vor verweigert. Faſſen wir die Situation nach der Haager Einigung noch⸗ mals zuſammen, ſo ergibt ſich alſo, daß wir vor einem rieſen⸗ haften Kampf um den Weltmarkt, einen Kampf um den Kun⸗ den ſtehen, der Formen annehmen wird, die mit normalem Wettbewerb nichts mehr gemein haben dürften. Ob ſchließlich die noch zu gründende Internationale Repara⸗ tionsbank in der Lage ſein wird, dieſem Kampf ſeine Schärfe zu nehmen und den Ausgleich zu bringen, der welt⸗ wirtſchaftlich wünſchenswert iſt, der gleichfalls Deutſch⸗ land die Möglichkeiten zur Aufbringung ſeiner Reparations⸗ verpflichtungen bringt, wird erſt die Zukunft beweiſen müſſen. Von der Funktion der Reparationsbank wird es nunmehr abhängen, ob die internationale Beruhigung Tatſache wird, die man jetzt von der Einigung im Haag in an ſich verſtänd⸗ lichem aber doch nicht ganz begründetem Optimismus er⸗ warten zu können glaubt * Die gründlichen Vorbereitungen haben den Ultimo diesmal normal verlaufen laſſen, was umſo bemerkenswerter iſt, wenn man die kritiſche Lage im Haag und die verſchiedenen deutſchen Kriſenerſcheinungen berückſichtigt. Die Ernte⸗ finanzierung dürfte durch das ſchnelle Abſtoßen der Ge⸗ treidevorräte der deutſchen Landwirtſchaft zu einem guten Teil erledigt ſein. Die ſchlechten Erfahrungen, die die Land⸗ wirtſchaft mit einer längeren Lagerhaltung in den letzten Jah⸗ ren gemacht hat, veranlaßten ſie dieſes Jahr zu einem ſchnel⸗ leren Abſtoßen, was in der Verſteifung des Marktes für Ter⸗ mingeld zum Ausdruck kam. Dieſe ſchnellere Finanzierung der Erntebewegung hat jedoch das Gute für ſich, daß der Geld⸗ markt für den bevorſtehenden Quartalſchluß im Her bſt etwas freier ſein wird. Der Umſchwung am Arbeits⸗ markt jedoch bildet ein beachtliches Gegengewicht für die Entſpannungstendenzen. Bedenklich iſt vor allen Dingen, daß die Arbeitsloſigkeit ſchon jetzt im Baugewerbe, d. h. in einem ausgeſprochenen Saiſongewerbe, umſichgreift. Hier iſt die Zahl der unterſtützten Arbeitsloſen nach den letz⸗ ten Ziffern aus dem Auguſt von 50 000 auf 56 000 geſtiegen. Die Lage im Baugewerbe iſt ein unverkennbares Spiegel⸗ bild unſerer Wirtſchaftsnot. Soweit nicht die Mittel zum Wohnungsbau durch die Hauszinsſteuer beſchafft werden kön⸗ nen, iſt die Aufnahme von Baukrediten außer ⸗ ordentlich erſchwert. Selbſt erſte Hypotheken ſind außerordentlich ſchwer aufzutreiben. Der Abſatz von 8peoz. Hypothekenpfandbriefen gerät immer mehr ins Stocken, ein Beweis dafür, wie ſchwer es iſt, ſelbſt gut fundierte und hoch⸗ verzinsliche Kredite unterzubringen. Kein Wunder, daß unter dieſen Umſtänden die Bautätigkeit frühzeitig erlahmt. Es kommt hinzu, daß die ungünſtige Finanzlage auch der öffent⸗ lichen Hand bei der Errichtung von Neubauten eine ſtarke Zurückhaltung auferlegt. 2* Schwer hält es, die Wirkung der Haager Einigung auf die Börſe einigermaßen zutreffend zu charakteriſteren. Bei den plötzlichen Hauſſeerſcheinungen ſah man nicht ganz klar, ob die Kursſteigerungen, die übrigens immer wieder von Gewinnmitnahmen begleitet waren, echten Charakter trugen, oder ob es ſich dabei nur um einen überhitzten poſitionstech⸗ niſch durch das erhebliche Dekuvert bedingten Umſchwung handelte. Denn tatſächlich war trotz der hereinfließenden Auslandsorders das Auftriebsmoment bisher nur kräftig ge⸗ ung, um— auf ein Gerücht von der etwaigen Dividenden⸗ loſigkeit von Ver. Glanzſtoff hin— der Börſe lediglich einen widerſtandsfähigen Wochenſchluß zu geben. Ein Ereignis wie das vom Haag hätte ganz anders auf die Börſe wirken müſſen, ſelbſt wenn man den Ultimo berückſichtigt. Ein ungünſtiges Gerücht genügte aber ſchon, um die Tendenz des noch an ſtar⸗ ker Materialknappheit leidenden Marktes entſcheidender zu beeinfluſſen. Die Unſicherheit der Börſenſituation kann durch nichts beſſer beleuchtet werden, als durch die Auswirkungen des Glanzſtoff⸗Kurseinbruches. Kurt Ehmer. Der Abſchluß der Leipziger Herbſtmeſſe 1929 Die diesjährige Leipziger Herbſtmeſſe hatte es, wirtſchaftspolitiſch betrachtet, beſonders ſchwer, die ihr zugewieſene Aufgabe zu erfüllen. Die Beſchickung der Meſſe war vorzüglich, auch der Be⸗ darf nach der Reſerve der letzten Monate zweifellos nicht unbe⸗ deutend. Störend zwiſchen Nachfrage und Angebot ſchaltete ſich aber die Ungewißheit ein, die von der Haager Konferenz aus⸗ ging. Allgemein herſcht die Sorge, daß Deutſchland wiederum Laſten auf ſich nehmen ſoll, die eine wirkliche Geſundung unſeres Wirt⸗ ſchafts lebens, vor allem auch eine angemeſſene Neubildung einheimi⸗ ſchen Kapitals und ein Abſtoppen der Auslandskredite in abſehbarer Zeit unmöglich machen. Es iſt keineswegs die Furcht vor einer un⸗ mittelbar bevorſtehenden Kriſe, was heute Fabrikanten und Händler verſtimmt, ſondern die Empfindung, daß man noch lange unter ſo un⸗ erquicklichen Verhältniſſen wird wirtſchaften müſſen, wie ſie nun ſchon ſeit Jahr und Tag beſtehen. Bei all dieſen Schwierigkeiten verdient es um ſo höhere Schät⸗ zung, daß auch dieſe Leipziger Herbſtmeſſe bedeutſam dazu beige⸗ tragen hat, den Güteraustauſch z u ſtabiliſieren und den Ausgleich zwiſchen Bedarf und Produktion zu erzielen. Erneut hat ſich die Leipziger Meſſe als „Schaufenſter der deutſchen Qualitätarbeit“ gezeigt. Es war erſtaunlich, im Vergleich mit der letzten Frühjahrs⸗ meſſe zu ſehen, wie rapid ſich von Meſſe zu Meſſe der Fortſchritt in Technik und Gewerbe vollzieht. Beſonders bemerkenswert war da die Baumeſſe mit ihrer Fülle von neuen Bauſtoffen und Bau⸗ methoden; umſomehr muß man es bedauern, daß unſere heutige Kapi⸗ talsknappheit es ſo ſehr erſchwert, all dieſe Neuerungen für die Be⸗ hebung der deutſchen Wohnungsnot reſtlos nutzbar zu machen. Das Ausland, das in dieſer Beziehung teilweiſe ja erheblich günſtiger daran iſt, als wir, hat hier mit Einkäufen herzhaft zugegriffen, und auch bei anderen Meſſebranchen konnte man wahrnehmen, wie gegen⸗ über dem ſehr beengten, ſehr vorſichtig einkaufenden Inlandsmarkt die Exportkundſchaft ä recht kräftig mit Aufträgen vorging. Als Inlandsmeſſe bei Deutſchlands heutiger Notlage kaum mehr als untermittel, war die Herbſtmeſſe als Exportmeſſe recht zufriedenſtellend. Die Zahl der ausländiſchen Einkäufer dürfte mindeſtens der des Vorjahres— 13 000— entſprochen haben. Die Süd amerikaner SD DDr— ne Weitere Betriebseinſchränkungen bei Adam Spell Schlechte Abſatzlage in Fahrrädern— Eingreifende Betriebs⸗ umſtellungen im Autoban Die bekannte ſchlechte Abſatz lage in der deutſchen Fahr⸗ radinduſtrie mußte ſich naturgemäß bei den Opelwerken als der größten Fahrradfabrik am ſtärkſten auswirken. So wird aus Rüſſels⸗ heim gemeldet, daß ſchon in den Monaten Mai und Juni Kurz⸗ arbeit in dieſer Abteilung erforderlich wurde. Bereits vor Oſtern und Pfingſten, der günſtigſten Abfatzzeit für Fahrräder, betrug die Tagesproduktion nur 1300—1500 Stück gegenüber 3000 in der gleichen Vorjahreszeit. Die augenblickliche Tages produktion iſt außerordentlich ſtark auf 250—300 Stück zurückgegangen. Dazu be⸗ trägt der Lagervorrat bei den Vertretern zirka 40 000 Stück. Die ähnliche Entwicklung wird uns von zuſtändiger Seite bezüg⸗ lich des Automobilabſatzes beſtätigt. Bei einer Geſamtkapa⸗ zität von über 500 Wagen Tagesproduktion beträgt die augenblick⸗ liche Tageserſtellung nur etwa 140 Wagen gegenüber 330 Wagen in der gleichen Vorjahreszeit. Die geringe Produktion dürfte aber weiterem Vernehmen nach nicht nur mit der Abſatzlage, ſondern auch mit der von General Motors durchzuführenden Betriebs ⸗ umſtellung zu erklären ſein. Aus dieſem Grunde beträgt auch die Belegſchaft heute nur etwa 4500 Mann gegenüber einer Höchſtbe⸗ legſchaft von über 11000 Mann zur Zeit der früheren guten Konjunktur Die augenblickliche Umſtellung führte ſchon zu verſchiedenen Pro⸗ teſten der Belegſchaft. Anoeblich ſollen demnächſt nur drei Tage in der Woche gearbeitet oder weitere 2000 Mann abgebaut wer⸗ den, um den Reſt weiterhin 5 Tage in der Woche wie bisher zu be⸗ ſchäftigen. Ueber die ganze Betriebsumſtellung und das weitere Produktionsprogramm dürfte vor Ende September von zuſtändiger Seite erſt weitere Mitteilung gegeben werden. * Die Hawag erhält die Reichsbahnlieferungsqubte wieder. In der ordentlichen Haupt⸗Verſammlung der Hannoverſchen Waggonbau war ein Aktienkapftal vonz 026 600/ mit 151330 Stimmen ver⸗ treten. Die Verſammlung beſchloß, von dem Reingewinn in Höhe von 253 676, 50 000„ der Reſerve und 100 000% dem Erneue⸗ rungsfondszuzuführen, ſowie 103 676, vorzutragen. Als Ver⸗ treter des bekannten Straßen bahnkonſortiums wur⸗ den in den AR. gewählt: Stadtrat Schmude⸗Frankfurt a.., Direk⸗ tor Peter Forr⸗Berlin und Bürgermeiſter Prof. Dr. Landsberg⸗ Mogdeburg. Die Reichsbahn nahm ſeinerzeit den Abſchluß mit Straßenbahnkonſorkium zum Aulaß, den verkragsſchlüeßenden Firmen ſe 59 v. H. rungen vorläufig zu ſtreichen. Umfangreiche Verhandlungen mit der ihres Arbeitsanteils an den Reichsbahnliefe⸗ taten ſich beſonders hervor, aber auch die Nordamerikaner wollten ſich mit deutſcher Ware noch umfangreich eindecken, bevor es zu der dortigen Zollerhöhung kommt. Auch das europäiſche, orientaliſche, in di ſche und oſtaſiatiſche Geſchäft war leb⸗ haft. Vielfach wurde es von den ausländiſchen Einkäufern mit Be⸗ dauern bemerkt, daß manche Branchengruppen nur die Frühjahrs⸗ meſſe benutzten. Man ſprach die Meinung aus, daß Deutſchland heute doch keine Gelegenheit zum Export verſäumen dürfe, und daß auch die Herbſtmeſſe eine weſentliche Chance dafür ſei, zumal da ſie in den letzten Jahren dauernd an Beachtung im Auslande gewon⸗ nen habe, beſonders bet den Einkäufere aus Südamerika und anderen tropiſchen und ſubtropiſchen Ländern. Das Ausland kaufte ſowohl in Technik als auch Gebrauchs⸗ u. Luxuswaren aller Art. Das Inland betätigte ſich vor allem auf dem Markte des Baubedarfs, der Spezialmaſchinen für Handwerk und kleinere Induſtrien, der Weihnachtsartikel und der Winterwaren. Ständig kam es zum Ausdruck, daß die Läger ſtark geräumt ſind, und daß man noch weit mehr kaufen möchte, beſtände nicht die Sorge der Geldknappheit. Ausgezeichnetes boten die auch mit dieſer Meſſe verknüpften Sonderſchauen, teilweiſe Vorſtöße auf ganz neues Gebiet. Die E r⸗ finder ſchau wurde lebhaft beſucht. Einen originellen Gedanken verwirklichte erfolgreich die Planausſtellung für Induſtriegelände, auf der zahlreiche deutſche Städte gleichſam„Muſterproben“ ihrer bau⸗ und verkauſsreifen Induſtrie⸗Terrains„ausſtellten“. Vorzüglich war die Hygienemeſſe organiſtert, die einen glänzenden Ueberblick zu⸗ mal über die moderne Elektro⸗Therapie gewährte. Das Meſſeamt ver⸗ anſtaltete eine Sonderſchau ſeiner Exportpropaganda, die Einblick darein gab, wie man den Auslandskäufer nach Leipzig zieht und durch ſolche Kundenwerbung neue Märkte für deutſche Qualitätswaren erſchließt. Wiederum waren mit dieſer Meſſe auch Vorträge über wirtſchaftlich⸗techniſche Fachgebiete verbunden. Man ſprach über Baufinanzierung, über die Betoninduſtrie, über die Rationaiſierung im Handwerk. So iſt in der Tat nichts verſäumt worden, um durch die Leipziger Herbſtmeſſe 1929 die Bedingungen produktiver Arbeit in Deutſchland zu verbeſſern, ſoweit es die heute ſo prekären Verhältniſſe geſtatten. r Reichsbahn führten zu dem Ergebnis, daß dieſe der Hawag uum⸗ mehr den vollen Arbeitsanteil wieder zuerkaunte. Das laufende Geſchäftsjahr hat ſich erwartungsgemäß entwicklet. Die vorlieg. Anträge gewährleiſten Beſchäftigung bis über Jahresende. : Der Uebergang Hohenzollern AG. an die Krupp AG. Ent⸗ ſprechend unſerer Ankündigung wird nunmehr offiziell beſtätigt, daß das Aktienkapital der Hohenzollern AG. zur überwiegenden Mehrheit an die Friedrich Krupp Ac. in Eſſen übergegangen iſt. Das Schickſal der Hohenzollern AG, ſteht noch nicht endgültig feſt. nur wird beſtimmt die Lokomotivfabrikation auf die Betriebe der Krupp AG. übergeleitet werden. Die Stadt Düſſeldorf wird An⸗ ſtrengungen machen, ſich die reſtlichen Betriebe für Düſſeldorf zu erhalten, ohne aber daß ſtädtiſche Subventionen oder direkte Finanz⸗ beteiligung in Frage käme.— Weiter hören wir, daß faſt das ge⸗ ſamte Ak. von 5,4 Mill./ der Hohenzollern AG. von der Familie Haniel an die Krupp AG. abgegeben wurde. Außerhalb ſtehen nur 50 000 J. Einer demnächſt einzuberufenden ab. GV. wird die Trans⸗ aktion zur Genehmigung, ſowie die Zuwahl von drei Vertretern der Friedrich Krupp AG., in den AR. der Hohenzollern AG. vorliegen. * Volksbank Müllheim eczmbcß. Aus Anlaß der(ſ. Z. mitge⸗ teilten) Verfehlungen fand eine ab. GV. ſtatt, die der ſtellv. AR. Vorſitzende, RA. Hack, leitete. Der AR. hat Antrag auf Amtsent⸗ hebung eines Vorſtandsmitgliedes geſtellt. An deſſen Stelle wählte die Verſammlung Reviſor Heberle. Franzöſiſcher Zement zum Bau des Schluchſeewerks Der Eingabe einer oberbadiſchen Zementfabrik an die zuſtändige Handelskammer iſt zu entnehmen, daß die Schluchſeewerk AG. Freiburg den Bedarf an Zement für den Ausbau des Schluch⸗ ſeewerks in Mengen von weit über 1000 Wagenladungen an franzöſiſche Lieferanten(Lothringen) vergeben hat. Der ſüddeutſche Zementverband habe ſich wiederholt, aber ver⸗ geblich um die Aufträge bemüht. Dieſe Tatſache verſtimmt die ent⸗ ſprechende heimiſche Induſtrie ſtark.— Die Handelskammer tſt bet der Regierung vorſtellig geworden.(Der Preisunterſchied ſtellt ſich immerhin für Zement franzöſiſchen Urſprungs fertig verpackt und verzollt je 10 To. frei Breiſach⸗Greuze 450/ gegenüber etwa 560 1 für deutſchen Zement an dem der Verwendungsſtelle zunächſt ltegen⸗ den Bahnhof.) : Nürnberger Hopfenbericht vom 31. 8. Es wurden 20 Ballen vom Lande ung 50 Ballen von der Bahn zugefahren. 40 Ballen Um⸗ ſatz. Tendenz unverändert. Es wurden bezahlt: Für Markthopfen 4065; für Württemberger und Tettnanger Hopfen 95—105. N * Samstag, den 31. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabef 7. — Steigende Ausfuhr und Einfuhr Trotz der durch die Tonfilmfrage in die Filminduſtrie hinein⸗ Reiragenen Unſicherheit, die ſich am deutlichſten in dem erſten Halb⸗ fahr 1920 feſtzuſtellenden Rückgang der deutſchen Produktion offen⸗ Hart, weiſt der Filmaußenhandel Deutſchlands auch in der erſten Hälfte dieſes Jahres wieder einen beachtenswerten Aufſchwung auf. Die Außenhandelsziffern ſind bei der Unterſuchung der Entwicklung des Filmaußenhandels nur als Näherungswerte zu betrachten, denn die Wertangaben in der Handelsſtabiſtik ſind mit den eigentlichen Einnahmen aus dem Verleih der Filme nicht identiſch. Andererſeits können auch die Mengenangaben nicht als gengue Unterlagen dienen, da hier die aus deutſchen Negatlofilmen im Auslande und die eus ausländiſchen Negativen in Deutſchland hergeſtellten Pofttipfilme nicht berückſichtigt ſind. Mangels anderer Unterlagen muß man jedoch mit den Angaben der Handelsſtatiſtik vorliebnehmen. Danach iſt die Ausfuhr belichteter Kinofilme von 7,75 Mill. Meter im erſten Halbjahr 1926 auf 9,66 Mill. im erſten Halbjahr 1927, 12,30 Mill. Meter im erſten Halbjahr 1928 und 13,45 Mill. Meter in der erſten Hälfte des laufenden Jahres geſtie sen, wobei in dieſem Jahre auf Poſitivfilme 12 969 600 Meter(i. 11 748 000 Meter) und auf Negativfilme 476 100 Meter(i. V. 560 20 Meter) entfielen. Andererſeits weiſt aber auch die Einfuhr belichteter Filme mit 3,51 Mill. Meter, davon 3 022 000 Meter Poſitive und 490 000 Meter Negative, eine bedeutende Steigerung gegenüber den Vor⸗ jahren auf(2,84 Mill. Meter im erſten Halbjahr 1928, 2,18 Mill. Meter 1927 und 2,62 Mill. Meter 1926). Die Hauptlieferanten Deutſchlands waren die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Frank⸗ reach und Rußland, die wichtigſten Abnehmer der deutſchen Film⸗ änduſtrie dagegen Oeſterreich, die Tſchechoflowakei, Frankreich, Ruß⸗ land, Argentinien und Großbritannien. Die Tatſache daß Rußland und England ſowohl unter den Lie⸗ feranten als auch unter den Abnehmern mit an erſter Stelle ſtehen, iſt auf die ſich enger gehaltene Zuſammenarbeit zwiſchen den Film⸗ induſtrien Deutſchlands und dieſer beiden Länder zurückzuführen. Die Auswirkungen dieſer Zuſammenarbeit ſind allerdings bei den belden Ländern grundverſchieden. Im Falle Rußland iſt ein Rück⸗ gang der Ausfuhr deutſcher Filme nach Rußland und eine erhebliche Zunahme der Importe ruſſiſcher Filme zu konſtatieren. Die deutſch⸗ engl ſche Filmzuſammenarbeit zeſtigte dagegen für Deutſchland ein zünſtigeres Ergebnis. Die Einfuhr engliſcher Filme iſt nämlich im erſten Halbjahr 1929 gegenüber dem Vorfahre von rund 550 000 auf 380 000 Meter zurückgegangen, während die Ausfuhr deutſcher Filme nach England von 839 000 auf 638 000 Meter zugenommen hat. N . Amerikauiſche Grundſtücksfinauzierung in Deutſchland. Die beiden amerikaniſchen Bankhäuſer Lawrence, Stern u. Co. und A. G. Becker u. Co. haben, wie aus Chicago gemeldet wird, einen neuen Inveſtmenttruſt, die Manhatton Dearborn Corp., gegründet, der ſich hauptſächlich mit dem Erwerb von großen Grund⸗ ſtücksobjekten, ſowie deren Finanzierung und Verwaltung befaſſen Joll, wobei ſich die Geſellſchaft nicht nur in Amerika, ſondern auch in Europa, in erſter Linie in Deutſchland, betätigen will. Die Geſellſchaft legt 375 000 Stammaktien zur Kurſe von 58 Dollar per Aktie in Newyork und Chicago zur Zeichnung auf, ſo daß ſie ein eingezahltes Kapital von insgeſamt rd. 19 Mill. Dollar beſitzt. 185 000 Stück dieſer Aktien werden von den beiden Gründerbanken erworben, die auch die Leitung des neuen Truſts übernehmen. Dem Aufſichts vat der Geſellſchaft gehören u. a. an: Willſam Wrig⸗ ley, Albert Dr. Lasker, Herbert B. Swope(General Electrie Co.) und Charles S. Peorce(Präſident der Colgate u. Palmolive Co.]. :: Preußen doch Pächterin der Auhaltiſchen Salzwerke? Das Schickſal der Auhaltiſchen Salzwerke ſcheintl endgültig beſie⸗ elt zu ſein. Der Haushaltausſchuß des Landtags nahm mit ſieben Stimmen der Linken und eines Hausbeſitzers gegen 6 Stimmen der Rechten die Vorlage des Staatsminiſterſtums aut pachtwolfe Abtretung der Anhaltiſchen Salzwerke an die Preußag an. Einige volksparteiliche Aenderungsanträge auf Beſſerſtellung des Deutſchlands Filmaußenhandel Staats im Falle der Stillegung des Schachts in Schierſtedt wurden abgelehnt. Am Dienstag ſoll das Plenum des Landtags endgültig über die Frage entſcheiden. Ein andres Ergebnis als die Abtre⸗ tung an die Preußag iſt kaum mehr zu erwarken. * Der rumäniſche Lokomotivauftrag. Ueber den am Sonntag in Bukareſt unterzeichneten Vertrag deutſcher Intereſſenten mit den rumäniſchen Staatseiſenbahnen zur Lieferung von 100 Lokomo⸗ tiven war bisher an zuſtändiger deutſcher Stelle eine Beſtätigung nicht zu bekommen. Nunmehr wird von der Deutſchen Loko⸗ motivintereſſengemeinſchaft mitgeteilt, daß bei den Verhandlungen, die jetzt zum Abſchluß gekommen ſind, zwei deutſche Intereſſentengruppen zu unt heiden waren, und zwar die bisher genannte Gruppe AE G. ⸗Henſchel u. Sohn einerſeits und andererſeits die Tokomotiv⸗J G. für die Otto Wolff die Verhandlungen führte. Der Abſchluß des Lteſerungsvertrages iſt nunmehr mit dem letztgenannten Konſortium erfolgt. Der Verteilung des Auftrages, der bekanntlich die Ablieferung von 100 Lokomotiven bis zum Frühfahrsbeginn vorſieht, verteilt ſich mengenmäßig der Reihe nach wie folgt: Henſchel u. Sohn AG., Kaſſel; Fried. Krupp AG., Eſſen; Maſchinenfabrik vorm. Schwartzkopf, Berlin; A. Borſig GmbH., Berlin; AC.; Linke⸗Hofmann⸗Buſch⸗Werke und evtl. mit ener kleineren Quote die Schichau⸗Werke in Elbing. Die Finon⸗ zierung der Arbeiten erfolgt nicht zentral von der Konſortialleitung, ſondern wird von jedem Lieferanten für ſeinen Anbeil geſondert beſorgt. * Geplante Errichtung einer Fabrik von Citroen an der nieder⸗ ländiſch⸗belgiſchen Grenze. Die franzöſiſche Automobilfabrik Citroen beabſichtigt laut Algemeen Handelsblad an der niederländiſch⸗belgi⸗ ſchen Grenze am Kanal Gent Terneuzen eine Fabrik zu errichten, um auf dieſe Weiſe die hohen belgiſchen Einfuhrzölle für franzöſiſche Fertigfabrikate zu ſparen. * Vorzeitige Rückzahlung der Holland⸗Anleihe der Gerresheimer Glashüttenwerke. Die Engelſch⸗Hollandſche Banken Handelsmif. teilt mit, daß ſie im Hinblick darauf, daß die.⸗G. Gerresheimer Glashüttenwerke vorm. Ferd. Heye in Düſſeldorf den ihr gewährten Kredit(750 000 Hfl.) zum 1. Dezember 1929 gekündigt hat, die hierfür ausgegebenen Sproz. Zertifikate am 1. Dezember zum Kurſe von 10 v. H. einlöſen wird. Nürnberger Hopfenmarkt Die Saiſon 1928/29 hat mit Beendigung dieſer Woche auch ihren kalendermäßigen Abſchluß gefunden und ſo beſteht für die 1928er Ernte faſt keinerlei Nachfrage mehr. Lediglich am Mittwoch wurde noch ein größerer Poſten beſtvorhandener Ware zu 20 und 28 per Zentner verkauft. Dagegen eröffnete die Berichtswoche mit ziemlich lebhoftem Intereſſ für die neue Plücke. Ab ſchon am erſten Tage vollzog ſich der Einkauf ruhig und die Käufer verhielten ſich im Verlaufe der Geſchäftswoche immer mehr und mehr abwartend. Der Grund hierfür liegt vor allem darin, daß ſich die Ernteausſichten durch die ſommerlich warme Witterung der letzten 10 Tage weiter gebeſſert haben, ſodaß wir weit mehr grünfarbige Hopfen bekommen werden, als urſprünglich anzunehmen wor. So blieb denn auch die Auswirkung auf die Preisgeſtaltung nicht aus: Die am Wochen⸗ anfang noch angelegten Preiſe wurden mit Erfolg gedrückt und ſind die Notierungen in wenigen Tagen um durchſchnittlich 10% per Zentner zurückgegangen. Wochenzufuhr 600 Ballen mit der Bahn, 300 Ballen vom Lande. Wochenumſatz 400 Bollen. Gehandelt wur⸗ den Hallertauer, Württemberger, Gebirgs⸗ und Markhopfen, meiſt nur prima Qualität. Bei Wochenſchluß notieren(in 4 per Ztr.): Prima Mittel Geringe Markt⸗ und Gebirgshopfen 65—85 50—65 50—43 Hallertauer 100110 8590 Württemberger 95—105 85—90 Schlußſtimmung: bei ſchwacher Nachfrage ruhig. Am Saazer Morkte hat das Geſchäft in neuen Hopfen noch nicht recht eingeſetzt; der Handel verhält ſich noch zuwartend. Vereinzelte Ballen wurden 8900 Kronen verkauft.— Weſtliche Märkte noch ohne Bericht. s Wetter werden? Welter-Vorausſagen für Sonntag, 1. Seplember 1929 Heiter und zunehmende Schwüle bei Welter⸗Nachrichten der Badiſchen Landeswelterwarte Karlsruhe Beobachtungen badiſcher Wetterſtellen(.26 Uhr morgens). 2 n See- Duft- Tem⸗ 8 Wind höhe 1 5 N Wetter . mm Richt. Stärke Bertheim 151— 1 28 12 fu Nee! Königsſtuhlf 508 762.90 19 24 18 80 leicht wolken. Karlsruhe 120 762,9 17 28 16 ſtill ö 5 ö Bad.⸗Bad. 213 762,8 16 28 13 ſtill 7 Villingen 780 765,2 13 2 12 NW leicht* Feldbg. Hof 1275 641,4 17 20 15 N ö 5„ Badenweil.— 762,9 18 27 16 ſtin wolkenl. St. Blaſten 780 11 28 9 SWW leicht 75 Höchenſchw.— 0 Unter dem Einfluß des hohen Drucks hielt das heitere, ſpätſommerliche Wetter an. Die Höchſttemperaturen liegen unter dem Einfluß der noch kräftigen Einſtrahlung bis in Höhere Lagen zwiſchen 25 und 28 Grad und ſelbſt der Hoch⸗ ſchwarzwald erreichte 20 Grad. Schon ſeit einigen Tagen zieht eine weſtatlantiſche Zyklone zwiſchen dem 50. und 55. Breite⸗ grad gegen den Kontinent. Heute liegt ſie dicht vor Irland und ruft einen kräftigen Südoſtſtrom über Frankreich und Südengland hervor, deſſen Nordgrenze ein großes Regengebiet über Irland und Schottland kennzeichnet. In ſeinem Bereich hat Weſtfrankreich heiteres und kühles Wetter mit ſtarker Ge⸗ witterneigung. füdlichen Winden, vielerorts Gewitter. Reiſewelter in Deutſchland Nord⸗ und Oſtſee: Nordſee mäßiger Südweſt, Oſtſee wolkig. Waſſertempe⸗ raturen: Cranz und Travemünde 17 Grad. Geſtern: heiter und warm. Harz und Thüringer Wald: Heiter, leichte, örtlich verſchiedene Winde. heiß mit örtlichen Gewittern. Rhein⸗ und Weſergebiet:. Heiter, leichter Südweſt. Geſtern: heiß Fichtelgebirge Erzgebirge und Sudeten: Leichte weſtliche Winde, heiter. Geſtern liche Schwüle und Gewitter. Alpen: Leichter Süd. Geſtern: heiß, heiter. Flugweilter Ueber dem ganzen Reich ungeordnete, meiſt ſüdöſtliche Bodenſtrömung, in mäßiger Höhe leichte, auf einer ſchmalen Zone in Linie Hamburg-Berlin Gleiwitz ſtärker auffri⸗ ſchende ſüdöſtliche bis füdliche Winde. Darüber ungeordnete, meich ſchwache, im äußerſten Weſten mäßige Sübſtrömung, vielfach heiter. Gegen Abend beſonders in den Gebirgen ört⸗ liche Gewitter; mäßig gute Sicht. Geſtern: heiter, und heiter. : heiter, heiß, ört⸗ Sportliche Rundschau Box⸗ und Ringkämpfe im Ballhaus Für das am Samstagabend durch den Verein für Kör pflege von 1886 im Ballhaus vorgeſehene große Doppe gramm ſind folgende Paarungen vorgeſehen: Boxen: 0 bis Halbſchwergewicht, Leichtgewicht doppelt beſetzt: Bft.— Mautz⸗Phönix Mannheim; Schrö Phönix Mannheim; Lutz⸗BfK.— Vi uer⸗ ſchorke 2⸗Phönig Mannheim— Koch⸗Bſs. 3 per lpro⸗ Gräß Neckarau— Werle⸗ it. Wit Mannheim; 1 arau, Ulmrich 2⸗VfK. gegen Hamm⸗Phönig Mannheim; Rudo önix unheim er 5 1 Nag 9 1* 755 Bahr⸗Bfc.; Hornegg⸗Köln— eybold⸗Phs 5 Phönix Mannheim— Jakob⸗2 Ringe en vom Stemm⸗ und Ringklubs vor Münch, gegen Mannſchaft des für den Vf.: Bantam⸗ bis Schwergewicht: Walz, Güſtel, Weber und Kreimes; für Lu Impertro, 5 77 Krei 8 drei 831 2 Z afener Selzer, Pfirrmann, Kreimes, Klein, Hauck. 2 zhafener Mannſchaft wird durch zwei gewandte Leute der zweiten Garnitur verſtärkt. Wertungsfahrt des Motorfahrer⸗Clubs Mannheim Der Motorfahrer⸗Club Mannheim veranſtaltet am 8. September eine Wertungsfahrt. Das Reiſeziel iſt jedem Fahrer ſelbſt über⸗ laſſen. Bis 6 Uhr abends müſſen die Fahrer wieder zurück ſein. Sieger wird derjenige Fahrer, der die weiteſte Strecke zurückgelegt hat. Marathouſchwimmen in Toronto Toronto(Kanada), 31. Auguſt.(United Preß.) Im diesjährigen Wrigley Marathonſchwimmen über 18 engliſche Meilen, das im Bei⸗ ſein von 100 000 Zuſchauern ausgetragen wurde, errang der New⸗ horker Edward Keating den erſten Preis von 25 000 Dollar in der Rekordzeit von 8 Stunden 25 Minuten. Deutſche Ernſt Bierkötter kam 400 Meter hinter Keating ans Ziel und erhielt Dar Der den zweiten Preis von 5000 Dollar. Dritter wurde Norman Roß aus Chicago. Zu dieſem Wettſchwimmen waren 237 Teilnehmer geſtartet, darunter zwei Frauen, ſedoch nur 25 ſchwammen bei dev niedrigen Waſſertemperatur von 10 Grad Celſius die Strecke bis zu Ende. Aus den Rundfunk-Programmen Sonntag. 1. Seplember Deutſche Sender Berlin(Welle 418), Küönigswuſterhauſen(Welle 1685) .30 Uhr: Frühkonzert; 9 Uhr: Morgenfeier; 12.15 Uhr: Mit⸗ tagskonzert; 14.35 Uhr: Die Revellers, Schallplattenkonzerkz 17 Uhr: Blasorcheſterkonzert; 20 Uhr: Er und ſelne Schweſter; 22.80 Uhr: Völkerbundkonzert in Genf. Breslau(Welle 325) 20.15 Uhr: Das geſtörte Konzert; 22.90 Uhr; Uebertragung von Berlin. Frankfurt(Welle 390).05 Uhr: Hamburger Morgenruf;.15 Uhr: Morgenfeier; 12 Uhr: Milltärkonzerk; 13.10 Uhr: Ehor⸗ konzert; 16.30 Uhr: Huldigungsakt am Rheinufer von Mainz; 17 Uhr: Konzert; 19.45 Uhr: Der Graf von Luxemburg, Operette; 22.30 Uhr: Uebertragung von Berlin. 5 Hamburg(Welle 872) 20 Uhr: Abendunterhaltung; 22.90 Uhr: Hebertragung von Berlin. Königsberg(Welle 276) 20 Uhr: Abendunterhaltung; anſchl. Sendeſpiel: Eine Nacht reich; 22.30 Uhr: Uebertrag. v. Berlin. Langenberg(Welle 473) 20 Uhr: Abendkonzert; 22.30 Uhrz Uebertragung von Berlin.. Seipzig(Welle 259) 19.30 Uhr: Humperdinck⸗Feler; 21 Uhr: Haus Reimann aus eigenen Werken; 22.30 Uhr: Uebertrag. v. Berlin. München(Welle 583), Kaiſerslautern(Welle 270) 10 Uhr: Morgenfeier; 11.30 Uhr: Geiſtliche Vokalm Standmuſik in der Feldherrnhalle; 14.30 Uhr: 1 16.30 Uhr: Konzert; 18.15 Uhr: Hausmuſik der Familie Joh. Seb. Bach; 20 Uhr: Abendkonzert; 22.30 Uhr: Uebertr. v. Berlin. Stuttgart(Welle 980) 8 Uhr: Brunnenkonzert von Bad Mer⸗ gentheim; 11.15 Uhr: Morgenfeſer; 12 Uhr: Promenadekonzertz 14 Uhr: Kaſperlthegter; 15 Uhr: Konzert; 17 Uhr: Konzert von Frankfurt; 19.45 Uhr: Der Graf von Luxemburg, Operette Ausländiſche Sender Bern(Welle 408) 20.05 Uhr: Von Zürich: Konzert und Soldaten⸗ lieder; 22.30 Uhr: Völkerbundskonzert in Genf. Budapeſt(Welle 550) 19.40 Uhr: Der Graf von Luxemburg: 29.20 Uhr: Konzert; 23.15 Uhr: Zigeunermuſik. Daventry(Welle 479,2) 21 Uhr: Kammermuſik. Mailand(Welle 500,8) 20.32 Ihr: Abendkonzert; Paris(Welle 1725] 20.15 Uhr: Abendkonzert. Rom(Welle 441,) 21 Uhr: Madame Butterfly, Oper v. Puceink. Wien(Welle 517) 20 Uhr: Der gute Schwimmer, Schwank; 22.30 Uhr: Völkerbundskonzert in Genf. Zitrich(Welle 459) 20 Uhr: Konzert; 20.30 Uhr: Soldatenlieder; „21.20 Uhr: Konzert. Marktplatz G 2, 6— felephon 26547 0 8 * anſchl. anz. Der gute Radio⸗Empfang Ihres Nachbarn ärgert Sie, weil Ihr Gerät nicht ebenſo arbeitet! Woher kommt das? Speziell jetzt bei der heißen Witterung iſt die Grundbedingung für einwandfreien Empfang die, daß Ihr Gerät, Röhren und Batterien in Ordnung ſind. Rufen Sie Tel. Nr. 265 47 au, alles weitere beſorgen wir. Chefredakteur; Kurt Fiſcher(im Urlaub) Verantwortlich für Politik: H. A. Meißner Feuilleton Dr. S. Kayſer Kommunalpolitik u. Lokales: Richard Schönfelder— Sport und Vermiſchtes Willy Miller— Handelsteil: Kurt Ebmer— Gerich gt und alles übrige: zeigen u. geſchäftliche Mitteilun: Jakob Fauße ausgeber, Drucker und Verleg Druckereſ Dr. Haas Zeltung G, in.. Mannheim b 6. 2 weiße Zähne: Chlorodont i. B. R. 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Als Tobias Tulipan nach zehnjähriger Abweſenheit zum erſtenmal wieder das Gewann ſeiner Heimatſtadt betrat, ſchlug es morgens ſieben Uhr am Tag der Margareta im Juli, dem Geburts- und Todestag der nun in Gott ruhenden Margareta Urſula Schüelin, ſeiner viellieben Mutter, welche vor Jahres⸗ friſt in die beſſere Heimat abgeſchieden war,„aus Gram und Eigenſinn“, wie der Vater in kurzen, kümmerlichen Worten dem Sohne in die Fremde mitteilen ließ. Tobias ſtellte ſich vor, wie der alte Mann nach dem Be⸗ gräbnis mit ſeinen ſchleppenden Gärtnerſchritten in die Stube ſtapfte und in einer wehen Stunde einſamen Grübelns den feinen Biedermeierſekretär der Erblaßten mit leiſe zitternden Händen öffnete, haſtig und ein wenig ſcheu; denn er hatte zu ihren Lebzeiten nie daran gerührt. Die Mutter war eigen geweſen, ſie hatte auch immer ein Geheimnis darinnen verborgen gehalten, heimliches Weih⸗ nachtsgld für Tabak, Strümpfe und Taſchentücher, kleine nette Pappſchächtelchen mit Roſen und Vergißmeinnicht darauf, die feinen Filetbrauthandſchuhe, eine welke Margerite, die auf einen Briefbogen geklebt war, in deſſen vier Ecken die Worte verteilt ſtanden, ſorgfältig verſchnörkelt geſchrieben: Marga⸗ veta vergiß mein nicht. Auch der Schmuck lag da, liebevoll auf roſa Watte gebettet, das goldene Einſegnungskreuz am ſchwarzen Samtband, die ſternartige Granatbroſche, ein Haar⸗ pfeil dazu und Ohrringe, durchlöcherte Golddukaten, der Frankfurter Taler als Broſche gefaßt und der ſilberne Roſen⸗ kranz mit himmelbauen Glasperlen. Sie hatte mit dieſen Sachen in den letzten Jahren wohl weniger geliebäugelt als mit den viel köſtlicheren Dingen, die ganz hinten lagen in dem Geheimfach, deſſen Feder allerdings geſtört war, ſo daß das Schublädchen immer von ſelber herausſprang, wenn man den Deckel des Schreibtiſches aufrollte. Sicherlich lächelte auch diesmal der Vater darüber, wie er es oft getan, wenn die Mutter früher, als noch Frieden in der Familie herrſchte, abends ihr Haushaltbuch eintrug und er über Fein Zeitung hinweg ein wenig ſpöttiſch ſagte:„Schieb auch das Ding nachher richtig hintere, ſonſt ſperrt ſich der Deckel.“ In ſeinen Erinnerungen traumwandelnd, wurde Tobias plötzlich von würzigem Kaffeeduft geweckt, und da er ſeine Blicke wieder in die Außenwelt kehrte, hatte er den Saum der Stadtſiedlung erreicht. Kleine, neue, leicht und licht ge⸗ baute Einfamilienhäuſer mit heiteren Vorgärten hinter wei⸗ ßem Lattenhag reihten ſich blitzblank an der breiten Land⸗ ſtraße auf. Aus den hellen Betonkaminen knäuelte ſich Rauch in luftigen, verdallten Bällen. Tobias wäre gern in eine ſolche ſaubere Haushaltung eingetreten, um einer Taſſe Kaffee willen, aber die Haustüren ſtanden ſchmal und ſtreng ver⸗ ſchloſſen, und von grellen Meſſingtäfelchen her ſtachen kalte, abwehrende Namen. Es wohnten Bürger, keine Bauern in dieſen zierlichen Käſten, Bürger mit bettlerfeindlichem Gemüt. Alſo wollte er lieber nicht heiſchen, der gelüſtige Drang zum warmen Kaffee ging auch ſchon vorüber. Er ſchritt merkwürdig erfriſcht weiter, bis er in der ſilber⸗ nen Sichtigkeit des Morgens parkarxtige Baumreihen auf⸗ tauchen ſah: weit in den Himmel ſteilende Pappeln, aufgereckte Tujas und ſtill emporſtrebende Zypreſſen. Das war der Fried⸗ hof, in dem die Mutter ſchlief. Und von einem beſtimmten Teil des Gottesackers aus konnte man die Heimat ſehen, wenn ſichtiges Wetter war. Dazu ſchien es freilich jetzt noch zu verſchleiert zu ſein, die Sonne ſtand blaß hinter dichtem Mull. Das Friedhoftor wurde gerade aufgeſchloſſen, als Tobias in ſeine Nähe kam. Er bot dem Wärter einen klaren Morgen⸗ gruß, den der Alte griesgrämig erwiderte; aber Tobias focht das nicht an, er fragte, ob er Auskunft haben könne über die Lage des Grabes der Margareta Urſula Tulipan, geborenen Schüelin, am 13. Juli vorigen Jahres geſtorben. Und weil ihn der andere neugierig muſterte, „Ich bin der Sohn.“ „So, ſo, der Tobias, ſo, ſo. Auch wieder hieſig! Aber zu ſpät, zu ſpät, Herr Doktor, ſie merkt's nimmer, daß Ihr end⸗ lich da ſeid.“ Der Alte deutete dabei unwillkürlich über die Schulter in die Richtung hin, wo die Frau liegen mußte, und ſagte halb verächtlich, halb vorwurfsvoll zu dem Hergewanderten:„Feld 64, neunte Reihe, vom Hauptweg's zweite Grab,“ rückte dann verdroſſ en an der Kappe, ging weg und brummte noch, ohne Tobias eines Blickes zu würdigen:„Der Alt' war geſtern auch da, hat's Grab gemacht. Iſt klapprig geworden, gefallt mir nit—, gefallt mir nit“, und ſchlurfte holprig davon, ziem⸗ lich raſch, als wäre ihm jedes weitere Wort zuviel. Tobias ging zu dem hölzernen Kreuz, einem niederen braunen, ſchöngeformten Kunſtwerk, fein bunt bemalt. Um den klaren Namenszug hing ein Kranz aus Strohblumen. Er fühlte liebliche Freude von dem Muttergärtlein herſtrahlen, er emp⸗ fand weder Qual noch Trauer über dem Stück Erde, das die ſtille Frau umſchloß.. Tobias bog ſich über die Blumen, ſtrich mit behutſamen Händen über ſie. Er fand des Vaters Pfeife dabei. Sie ſteckte im kuppeligen Gezweig eines Buchsbäumchens. Da lachte er überraſcht wie ein Knabe. Nur des Vaters Pfeife konnt es ſein, die ſo im Buchsbaum geborgen war, wo ſie immer, dem Gärtner kalt oder hinderlich geworden, ihren Platz bekam, auch droben in den Gärten an der Halde. Der Heimgekehrte, der nicht wußte, wie ihn ſein Vater, der ihn 1 8 verſtoßen, weil er Semeſter verbummelte, in Saus und Braus lebte, liebte und trank oder aber, und das brachte ihn noch mehr auf, oft den ganzen Tag die Geige in den Händen hatte und in den Abendſtunden die Flöte und wieder die Geige bis in die tiefe dunkle Nacht hinein, wo ihr Ton einſam über die Halde ſang zu dem leidenſchaftlichen Lied der Nachtigallen,— der Heimgekehrte betrachtete den Fund als glückliche Schickung. Er konnte die Verlorene auf den blanken Nußbaumtiſch legen in der Wohnſtube, vor den Vater gab er zu: in, und wollte dazu ſagen:„Sieh her, dies ſchickt dir die Muter, u lach deinen Frieden it h ich bin der unde rüſſig der aß te, ich b. eim zu dir ge⸗ W nich iet 8 in dreußen etwas geworden. Auch ein wenig Geld habe ich ge⸗ wonnen durch ehrliche Arbeit, obgleich ich nur ein Doktor der kleinen Leute war.“ Aber es ſchien am Ende beſſer, er legte nur wortlos die Pfeife vor den Alten und hielt deſſen Blick aus, der ihm das Hemd herabzog und die Seele aufblätterte. Der Vater mußte von ſelber wiſſen, daß er von der Mutter Grab kam und daß er, weil er von dort kam, bereit war gutzumachen 0 Tobias fühlte nichts von der Wehmut eines an ein friſches Grab Gewanderten, keine Trauer, keine Einſamkeit, nichts von der feuchten Rüprſeligkeit flüchtig reuiger Söhne an der Ruheſtätte der ewig guten Mutter, nichts von alledem. Ihm war, als ſei das fröhliche Mädchenhersz der Lieblichen aus einer der Blumen geſtiegen und wehe leiſe melodibs um ihn her. Tobias rollten unverſehens zwei große Tränen über das Geſicht, ſein Mund zuckte wie der eines Kindes, und das Herz tat weh vor Andacht und Demut. Er bückte ſich, nahm eine Handvoll Grund auf und ließ ihn in die Rocktaſche rieſeln. „Muttererde“— ſagte er vor ſich 5—„Muttererde“. Dann machte er ſich auf den Weg zum Vater. Er ging bald ſo leicht dahin, als habe er das Schwerſte hinter ſich gelaſſen: den erſten beklommenen Schritt aus ſeinem Mannestrotz in die Reue, die das Herz mit unausgeglichenen Gefühlen quält, mit Scham und Hochmut, Güte und Zorn. Die Scham und die Güte behielten die Oberhand; denn der milde Geiſt der Mutter waltete tiefer in ihm als der ſtolze Sinn des Vaters. Er wollte ſich nur beugen, um ſich wieder aufzurichten, um ſauberen Tiſch zu machen zwiſchen dem Alten und ſich, damit die Tote ihre Ruhe hatte. Unterwerfen, nein, das war nicht nötig, er hatte ſich draußen geholfen, ſeinen Mann geſtellt, war fertig geworden mit dem Schickſal bis heute. Sein Rückgrat, in hundert Kämpfen geſtählt, bog ſich nur, wo er ehren durfte, nicht dienen. Er hatte das nicht nötig, dem Alten gegenüber, bei Gott nicht, er war als Jüngling dem gefolgt, was ſeine Kraft anzog: der geheimnisvollen Magie des Blutes, der Sehnſucht nach Freiheit, Fremde, Strom und Strand, der Neugier der gärenden, mit vielen Talenten begabten Jugend. Bis zur Sekunda war er ein braver Schüler geweſen, nicht beſſer als der Durchſchnitt und nicht ſchlechter; vielleicht viel zu träumend, zuviel ſchwärmend, und vielleicht auch ein wenig ängſtlicher die Lernpflicht übend als ſonſt einer. Er erwachte ſpät, aber dann mit der Kühnheit und Kraft zu lang aufgeſpeicherter, plötzlich gelöſter Energien. Er wurde ein völlig anderer Menſch, ſein Ich brandete auf, ſeine ſanfte Knabengelaſſenheit fiel ab und überließ das Blut jähzornigen Wallungen, gefährlichen Böen der Leiden⸗ ſchaft. Er wurde ohne Uebergang Mann, allen Kameraden, denen die Stimme langſam brach, körperlich und geiſtig über⸗ legen und ſelbſt zuweilen den Lehrern. Dies kam von einem unbändigen Hochmut her, die Entdeckung von zwei bisher tief in ihm ſchlummernden Fähigkeiten eingab: es gelang ihm, aus nachhaltigen Erleb⸗ niſſen Gedichte von zweifellos hymniſcher Schwebe in einem Schwung niederzuſchreiben, als diktiere ſie ihm jemand ins Ohr, und ein Drang zur Muſik erfüllte ihn, der ihn auf ſeiner Flöte und Geige ſo raſch vorwärts brachte, daß den alten Muſiklehrer das Zittern ankam und er eines Tages mit Tränen in den Augen geſtand:„Ich kann nicht mehr, du biſt weiter als ich, geh zu einem Meiſter.“ Als er eine ſtattliche Zahl von Verſen beiſammen hatte, ordnete er ſie nach Wert und Wahl, ſuchte mit ſehr ſtrenger Selbſtkritik das Beſte heraus und ſchickte ſie an einen Verlag. Sie wanderten im Reich herum und begegneten bei den großen Verlegern überall wohlwollender Abſage, bis einer endlich zugriff, das junge Talent auf den Weg verheißender Zukunft zu führen und in ſchlichtem, blauem, ſchmalem und dünnem Band die Gedichte des Siebzehnjährigen heraus⸗ brachte. Es gab einen Skandal in der Schule, das Buch entdeckte. Es wanderte zunächſt im Konferenz⸗ zimmer herum, und jeder ſchmeckte hinein. Und jeder hätte es verſtanden— an eigene Reifejahre gedacht—, wenn zarte, lyriſche, von Weltſchmerz durchhauchte Reime an die unerreich⸗ bare Geliebte darin geſtanden hätten; aber nichts von dem. In ſtrenge Form geſtanzt die Geſchichte einer Liebe, einer Ent⸗ wicklung in ſo ſtarker Faſſung, glühend bis zur Weißglut, hymniſch bis zur Ueberſteigerung des Hymniſchen, wo der Himmel ſo nahe rückt, daß die Luft ſchwarzblau ſcheint, kühl und nicht mehr leuchtend, wie ſie in Tauſenden von Kilometern Höhe iſt, wenn dem Menſchen der Atem vergeht vor der Reinheit und Ewigkeit des Allumfaſſenden. Dieſes Bild kehrte zweimal in verſchiedener Form in den Gedichten wieder. Das nachſichtige Lächeln erſtarrte allen auf den Lippen, keiner hatte je dieſe Seelenhaltung des Schülers geahnt, keiner vor allem von dieſer für einen 10 jungen Menſchen laſterhaften Wiſſenſchaft um Weib und Liebe gewußt. Der Tulipan entpuppte ſich als Verdorbener, als Gottesleugner, als Vaterlandsverhöhner. Als Tobias am nächſten Tag nach dem Unterricht an die Türe des Direktorzimmers klopfte, ſchlug ſein Herz wohl lauter gegen die Rippen, als der zitkernde Knöchel ans Holz, aber er hielt ſich mit aller Macht aufrecht und ſtellte ſich äußer⸗ lich gelaſſen. Die Ausſprache wurde gar nicht ſo ſchlimm, wie er es er⸗ wartet hatte. Der hochgewachſene Mann in dem modiſch vor⸗ nehmen dunklen Anzug hieß den Jüngling ſitzen und muſterte ihn ſchweigend, doch nicht ſtreng, eher ein wenig neugierig. Tobias verlor langſam Trotz und Herzklopfen, ja, beinahe hätte er gelacht, ſo merkwürdig alltäglich kam ihm ſein Aufent⸗ halt im Zimmer des Direktors vor. Der Herr im ledernen Klubſeſſel hätte ihm nur mit liebenswürdiger Höflichkeit eine Zigarette anzubieten brauchen, ſo wäre der Situation jeder Schein hochnotpeinlichen Verhörs noch vollends genommen worden. 8 2 Indeſſen erhob ſich der Direktor plötzlich, als raffe er ſich zluſgmmwen, machte ein paar große Schritte durch den Raum d warf, nur um endlich etwas zu ſagen, die Frage auf:„Wie ten u dieſem Buch?? i den ihm als ein Profeſſor ihn im Traume. Darauf konnte Tobias keine Antwort geben. ſich angeſtrengt eine Weile, während der Direktor Straße hinausſchaute. Die Wanduhr ſchlug fünf in tiefen, ſchweren Schlägen. Die Stille darnach wurde beiden im Zimmer zur Qual. „Nun,“ forderte der Mann am Fenſter leicht ungeduldig, „ſprechen Sie doch!“ Und Tobias Tulipan ſagte mit angerauhter Stimme, jedes Wort fiel zögernd wie ein Tropfen:„Auf einmal merkte ich, daß ich dichten konnte, namentlich wenn mich etwas ſehr aufregte.“ „Und es hat Sie wohl ſehr viel aufgeregt die letzten Monate, Tulipan?“ Dieſe Frage klang lauernd. Tulipan errötete jäh und hob den Kopf, er ſprach plötzlich freier:„Das iſt alles ſchon viel länger her, die letzten Monate ſchrieb ich nicht mehr.“ „Alſo Sie liebten und erlebten nicht in der Phantaſie, ſon⸗ dern in Wirklichkeit?“ Des Direktors Ausruf verriet ungläubiges Erſtaunen. Tulipans Geſicht überzog eine kraſſe Bläſſe, nun würde der Erwachſene den Namen der Frau wiſſen wollen und alles andere. Oh, eher biß er ſich die Lippen durch, als daß er das preisgab! Der Direktor aber ſchwieg, ſchritt wieder auf und ab, in Gedanken verſunken. Endlich blieb er vor Tobias ſtehen. Sein Geſicht veränderte ſich ſeltſam, Tobias erhob ſich, ſah, wie aus der glatten Maske des ſchönen, gelaſſenen Mannes ein un⸗ ruhiges, aber leuchtendes und ungemein ſympathiſches Antlitz herauswuchs. Es ſchoß ihm Waſſer in die Augen, während er keinen Blick von dem Geſicht des Direktors wandte, der ſich ihm zuneigte. Er legte ſeine Hände auf die ſchmalen Schultern des Jungen:„Ich will nichts weiter wiſſen. Ich will nur das Verſprechen von dir, daß du mit deinen Kameraden wohl über Liebe, Politik, Gott ſprichſt im allgemeinen, ſoviel Torheit da⸗ bei herauskommen mag. Dein Beſonderes aber, dein Einzel⸗ erlebnis verſchließe in dich. Auch die Gedichte.“ Der Direktor, der längſt wieder ſeine Wanderung über den Teppich aufgenommen hatte, trat nun raſch auf Tobias zu und bot ihm die Hand. Der Jüngling ſchlug leidenſchaftlich ein, er ſchien vor dem Manne emporzuwachſen, bog den Kopf in den Nacken und hielt den Blick des Freundes leuchtend aus. Er beſann auf die Benommen, voll heißen Glücksgefühls, in das unterſchich⸗ tig Scham und Wehmut pochten, taumelte er dann die Frei⸗ treppe vor dem Schulhaus hinab, ſchritt über den heißen, menſchenleren Platz, durch die brütende Schwüle der Straßen aus der Stadt hinaus heim in ſeine kühle Stube 5 Tulipan, der Mann auf dem Heimweg, wurde ganz in das Geſchehen ſeiner Menſchwerdung eingeſponnen, die Erinne⸗ rung ließ ihn nicht los. Was war aus dem Direktor geworden, dem erſten großen Freund, den er gewann? Kaum drei Wochen ſpäter machte er ſeinem Leben ein Ende, niemand ahnte, warum. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel zerſprengte eine tragiſche Sekunde dieſes äußerlich ſo ſchön erſchienene Daſein. Tobias hörte kurz nach dem Unglück einen ſeiner Lehrer während der Pauſe im Schulhof zum andern ſagen:„Er tötete ſich aus Langewefle, er war ja ſo leer.“ Tobias hätte dem Sprecher mit beiden Fäuſten ins Ge⸗ ſicht ſchlagen können, weil ihm die entſetzliche, monoton hin⸗ geſagte Urſache dieſes Todes eine furchtbare Beleidigung ſchien, damals, in ſeiner Unerfahrenheit. Später freilich, an ſich ſelber, merkte er, wie recht der Lehrer mochte geahnt haben; in ganz anderem Sinne ver⸗ ſtand er die harten, dürren Worte, deren Begriffe ſo in un⸗ meßbaren Tiefen ſeeliſcher Rätſel gelotet hatten. Die Tra⸗ gödie dieſer Erſchöpfung infolge entweder zu eng oder zu grenzenlos genoſſenen Daſeins drängte auch ihn mehr als einmal zu einem verzweifelten Aktſchluß, von dem ihn eher Zufälligkeiten als ſtärkeres Lebensmark abgehalten hatten. II. Es gab einen ſchönen Tag heute. Tobias Tulipan ſah nach dem türkisblauen Himmel und verſuchte, ſich ſo an die Gegenwart zu klammern, denn der Einfall der Erinnerungen wurde derart mächtig, daß er ihn bedrückte. Er entrann ihnen aber nicht. Schon lenkten ſeine Füße in die Straße ein, die ein Umweg war, wenn er zum Vater wollte. Wie oft hatte er als Primaner dieſen Umweg gemacht, lieber Gott!, hatte die altmodiſche Glocke gezogen an dem ſchmucken Barockhaus des blinden Profeſſors Weißhand. Und Brigitte Weißhand, die Tochter, kam mit ihren ruhigen Schrit⸗ ten den Gang vor, legte lächelnd durch das Gitter im Tor und öffnete ganz ſchmalſpältig, um den jungen Freund ein⸗ zitlaſſen. Ihr ſchönes, weißes Geſicht, das faſt zu groß ge⸗ ſchnitten war für ihre ranke, ſchmale Geſtalt, ging für Tobias auf wie Sonne, Mond und Sterne, ſo ſtill, ſo regelmäßig, ſo zuverläſſig hehr und hold. Darinnen ſtand alles geſchrie⸗ ben, was dem Jungen koſtbar war, daraus las er unabläſſig monatelang Tag für Tag, oft auch des Nachts, ſeines Lebens hohe Wonnen und beſeligende Leiden ab. Das war die Frau, die ſeine Gedichte erweckte und ſeine Muſik ſteigerte. 5 Eines Tages hatte Tobtas Pflanzen in ihr Haus brin⸗ gen müſſen in des Vaters Auftrag und war von ihrem Weſen und von ihrer Erſcheinung nicht mehr losgekommen. So lange ſtrich er um das weiße Haus und den Garten, ſo oft lief er ihr über den Weg, bis ſie ihn zu ſich nahm. Sie war faſt zehn Jahre älter als er und lebte mi ihrem Vater klöſter⸗ lich zurückgezogen, dem greiſen Blinden Stab und Stecken, und begrub ſeinetwegen ihre ſüßen Mädchenträume frühe, ahnte ſie doch nur halb, was ſie damit begrub. Es begann ſchon ganz ruhig zu werden in ihr, die Sinne begehrten viel, viel ſeltener auf, da trat dieſer hartnäckige Knabe in ihren Kreis, mit den leuchtenden Wundern ſeiner großen, zärtlichen Augen. Sie träumte von ihm und küßte (Fortſetzung folgt.] 22 8 1 1 1 ö * N 4 * 1* * . Samstag, den 31. Auguſt 1920 Emes Zuruck 9 Zahnarzt Dr. Altpeter M 7, 8 Z ur ü e k 1 Dr. Girshausen, Flauenart M 6. 11 Ea ls 1 Zulückgekehtrt 5 Zabmerzf Dr. Bleffmanm 8 Frledrich Kerlsfrage 1 3 25 Von der Reise zurück N Zabnerzt Dr. KUZ el 0 7, 4 9684 Telephon 21155 57 . Zuruck 8 Zabnerzf Dr. Irschlinger 22900 Ceinnen Lenzsfr. 58 Telephon 8 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabef — ³·¾• i Qu 2. 19 Hannbein, O 8, 7, fel. 284 b6 0 7 1 95 Wir geben Iileleszenten Z. Zt. Auskunft über Adressen von 5 N nachstehender Anzahl gebrauchter 6 Von der Reise zurück Kraftwagen: Dr. Th. Gernsheimer, Arzt 46 Wagen bis 4 Steuer PS 358 990 Telephon 27 005 55 Wagen mit 6 Steuer 58 885 K 88— 46 Wagen mit 8 Steuer 88 13 Wagen mit 9 Steuer 58 der Neise AU 43 Wagen mit 10 Steuer ps 46 Wagen mit 1 Steuer 58 Dr. Bender 87 Wagen über 12 Steuer 58 prekl. 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Als ich ihm unſere Stadt zeigte, ihn durch die Breiteſtraße und durch die Planken führte, fiel dieſem guten Mann auf, daß unſere Schutzleute ſehr oft das Notizbuch ziehen und die ſo bekannten Notizen(ſiehe Strafzettel) machen. Er ſagte mir, daß das bei ihnen und auch in anderen Städten micht ſo ſehr bekannt ſei. Das mag ſein, aber unſere Polizei bw. das Bezirksamt ſteht auf dem Standpunkt, daß man die Deute dadurch zur Einhaltung der Verkehrsregeln anhält. Dies wird aber ſchon jahrelang verſucht, ohne weſentliche Er⸗ folge erzielt zu haben. Warum? Weil Mannheim viel zu wenig Verkehrsſchilder und Verkehrs⸗ ſchranken im Verhältnis zu anderen Städten hat. Bei⸗ ſpielsweiſe hat Stuttgart beſonders in der inneren Stadt und insbeſondere am Bahnhof eine muſtergültige Verkehrsrege⸗ lung. Ich glaube, daß am Stuttgarter Bahnhofsplatz ſehr ſelten ein Unglücksfall und Zuſammenſtoß vorkommt. So⸗ dann iſt dort eine ſolche Menge Verkehrstafeln angebracht, daß kein Menſch auf den Gedanken kommt, anders zu laufen zw. zu fahren. Sogar in Pforzheim iſt eine der Stadt ent⸗ ſprechende Verkehrsregelung durch Tafeln, Schranken ete. Auch in Karlruhe iſt es weit beſſer als in Mannheim. An den Halteſtellen der Straßenbahn beobachtet man öfters, daß Radfahrerinnen faſt immer, trotzdem der Wagen noch hält, durchfahren. Aber ſelten, faſt nie ſieht man, daß ſich ein Schutzmann darum kümmert. Bei einer männ⸗ lichen Perſon gibts beſtimmt eine Ermahnung. Da ich gerade vom Radfahren ſpreche, ſo bitte ich die leitenden Stellen auf dem Rad folgende Fahrt zu machen: Max Joſefſtraße— 1. Die Vertiefungen an den Radfahrwegen ſowie die Ver⸗ tiefungen an den Brückenauffahrten, würden beſtimmt ſofort verſchwinden. Unſere Poltzei iſt gut geſchult. Der Schutz⸗ mann am Paradeplatz z. B. iſt wirklich nicht beneidenswert. Er muß ſtändig Vorträge halten, wie man richtig die Straße überqueren ſoll, dabei hören die Leute in ihrer Aufregung davon meiſtens gar nichts. Das nächſte Mal machen ſie es wieder ſo. Ich hoffe, daß nun doch mal etwas geſchieht, denn es wurde ſchon viel, ſehr viel geſchrieben, aber nie etwas getan. Alſo bitte nochmals in Kürze: Mehr Verkehrstafeln, mehr Verkehrsſchranken und in der inneren Stadt gute Straßen und gute Radfahrwege an der und über die Friebrichsbrücke. Sollen Beiſpiele beſſer wirken, ſo bitte ich, nach Stuttgart zu fahren. Sonntagskarte 3. Klaſſe 6,50 Mk. O. Sch. * Die vernachläſſigte Weſtſtadt Mit Dank haben wir vernommen, daß ſich Stadtrat Zudwig der Weſtſtadt annimmt. Es iſt auch ſo dringend nötig. Die Oelhag⸗Tankſtelle iſt ſchon lange fertig, aber der kleine grüne Platz dahinter noch in troſtloſem Zuſtande. Und es iſt doch nur eine Kleinigkeit, das Gelände wieder zu be⸗ feſtigen, den Platz in Ordnung zu bringen und umzugraben und einzuſäen. Dringend nötig iſt dieſe kleine grüne Inſel doch bei den zwei Hauptverkehrsſtraßen, Hafenſtraße und Ring, zwei Hauptzufuhrſtraßen für Ludwigshafen und Güter⸗ Bahnhof. Der grüne Raſen muß unbedingt bleiben, denn ein Sandplatz wäre bei Wind nicht auszuhalten an dieſer Stelle. Man verſchone uns mit einer Parkanlage für Autos an die⸗ ſer Stelle, denn der Autoverkehr in dieſer Gegend iſt ja ſchon ohnehin lebensgefährlich. Und der Halteplatz für Taxameter iſt ja ſehr gut an der Ecke der Rheinſtraße, ſicher ungefähr⸗ licher als er auf dieſem Platze wäre. Man legt in der Oſt⸗ ſtadt und in Feudenheim herrliche Anlagen an. Alſo laſſe man auch den anderen ſchon vernachläſſigten Stadtteilen ihre freien grünen Eckchen, die früher ein guter Geiſt geſchaffen hat und die das Stadtbild ſo verſchönern. Begrüßenswert wäre es, wenn die Anlage wieder in ihrer früheren Art mit einem ſchönen Rondell erſtehen würde. Die Hunderte, die der Weg hier vorbeiführt und die, wenn der Verkehr nachgelaſſen, ſich auf einige Minuten hier ausruhen, wären ſo dankbar Hierfür der betreffenden behördlichen Stelle. Weſtſtabtbe wohner, die auch Sinn für Schönhelt haben. N Iſt die Polizei machtlos? Der Lindenhof gilt im allgemeinen als ruhiger Stadtteil. Und er iſt es auch. Aus dieſem Grunde bin ich von der Stadt auf den Lindenhof gezogen. In die Rheindammſtraße. Dieſe Straße iſt auch wirklich in idealer Weiſe von dem üblichen Lärm: Fahrverkehr, Straßenbahn, größere Anſamm⸗ lungen uſw. verſchont. Am Tage. Wer beſchreibt aber mein Erſtaunen und meinen Aerger, als ich in dieſer erſten Nacht gegen halb 11 Uhr hören mußte, wie in der mir gegenüber liegenden Wirtſchaft„Karlsburg“, Rheindammſtraße 30, bei offenem Fenſter plötzlich der Grammophon anfing zu ſpielen. In der ruhigen Straße natürlich doppelt auffallend und un⸗ angenehm. Es blieb mir nichts übrig, als mich anzuziehen und auf die Polizeiwache zu gehen. Danach gab es wenigſtens auf Verwarnung der Polizei inſoweit Ruhe, als das Spielen des Grammophons unterblieb. Gegen halb 12 Uhr wurde ich wieder geſtört,— man hatte wohl die Fenſter wieder ge⸗ öffnet,— durch lautes Sprechen und Lachen in der Wirtſchaft. Es blieb mir, wollte ich ungeſtört ſchlafen, nichts übrig, als noch einmal die Polizei telephoniſch anzurufen, damit ſie Ruhe in der Wirtſchaft biete. Das geſchah dann. Nächſten Tag ein Geſangverein oder ſang nur der Stamm⸗ Aiſch. Jedenfalls wieder eine Ruheſtörung, wie man ſie ſich in der Stadt glatt verbieten würde. Als der Lärm durch den Geſang aufhörte, ſchimpfte ein Einzelner der Gäſte ſo Aunbändig, daß ich empört aus dem Fenſter„Ruhe“ rief. Da⸗ rauf wurden die Wirtſchaftstür und die Fenſter geſchloſſen, auch der eine Rolladen heruntergelaſſen. Zum Glück komme ich nicht jeden Abend früh nach Haus— vor zwölf Uhr Ehnnte ich ſonſt nicht ſchlafen. Letzten Samstag und Sonntag⸗ abend war wiederum die Wirtſchaft die lauteſte auf dem ganzen Lindenhof, wie ich mich durch einen Rundgang mit meiner Frau überzeugte. Aus anderen Wirtſchaften war nichts zu hören. Geſchweige denn, daß man ſich über die Straße hinweg geſtört fühlen konnte. Das Mindeſte, was verlangt werden kann, iſt, daß man bei unruhigen und lauten 0 en die Doppeltüren des Eingangs und die Fenſter 18 Nr ber 9050 5 ſich denn dieſen Lärm immer gefallen ließe. Ja, entgegnete man mir, man wolle doch keine Feindſchaft. Nun, ich will auch keine Feindſchaft, im Gegenteil nur Ruhe! Am groteskeſten war die Situation am Freitag vor acht Tagen.(Die drei letzten Tage der Woche find immer am ſchlimmſten!) Noch gegen zwölf Uhr war der Lärm: lautes Sprechen, Lachen, auf die Tiſche ſchlagen, ſo ſtark, daß ich die Lindenhofpolizeiwache anklingelte und bat, endlich Ruhe zu ſchaffen. Die Schutzleute kamen und die Wirtin entgegnete: „Wenn die Leute nicht ſchlafen können, ſollen ſie doch ihre Fenſter zumachen!“ Ein netter Standpunkt: Ich ſoll das Fenſter ſchließen, damit man ungeniert laut ſein kann! Nach einer Weile fing der Lärm wieder an, ich zog mich an, be⸗ ſchwerte mich perſönlich auf der Wache und bedauerte nur, daß ich darauf verzichtet hatte, Anzeige wegen Ruheſtörung zu machen, ſondern vorher nur darum gebeten hatte, die Wirtsleute zu verwarnen. Nachher ging ich eine halbe Stunde auf dem Lindenhof umher und überzeugte mich von meiner früheren Feſtſtellung, daß die genannte Wirtſchaft am hörbarſten in allen Straßen war. Nirgends wird ſich wohl ein Anwohner mit Recht über dieſe Wirtſchaften beſchweren können. Aber als ich wieder in meine„ſtille“ Straße zurück⸗ kehrte, mußte ich ſchon von weitem das Gegröhle und Ge⸗ lächter, das überlaute Sprechen und auf den Tiſchſchlagen mit⸗ anhören. Hat denn ſich noch niemand darüber beſchwert. Und warum kontrolliert die Polizei dieſe Wirtſchaft nicht öfters— nachdem ich mich zweimal perſönlich und dreimal telephoniſch beſchwert habe? An einem Abend würde es für ein halbes Dutzend Strafanzeigen wegen Ruheſtörung reichen— oder müſſen die Bürger die Fenſter nachts ſchließen, wenn ſie Ruhe haben wollen? P. HH. * Das Tanzknopfſpielen ein Unfug In der langen Ferienzeit iſt das Tanzknopfſpielen eine der liebſten Beſchäftigungen und Zeitvertreibe unſerer Ju⸗ gend. Scharenweiſe treiben ſie in ihrem Spiel den Dreher die Straße hinunter und beachten nicht, daß durch einen kräf⸗ tigen Peitſchenhieb der Kopf in dem Antlitz eines Paſſanten landet. Lachend und den Betroffenen verhöhnend ſuchen ſie das Weite, die wohlerzogene Großſtadtjugend. Auch macht es ja nichts, wenn einmal eine Scheibe entzwei geht. Der Tanz⸗ knopf koſtet ja nicht viel. Wie gehts es aber uns Radfahrer? Vorſichtig müſſen wir die Straße entlang fahren. Weſſen Tanzknopf wird uns zuerſt im Geſicht ſitzen? Oder wer wird mir zuerſt ins Rad laufen? Kaum gedacht läuft ſchon einer der Bengel in das Rad und bringt den darauf Sitzen⸗ den ins Schwanken. Was kümmert das die Jungen? Unſere Kleider ſind gleich wieder ſauber, ſagen ſie, und wenn der nicht fahren kann, dann ſoll er von ſeinem Schleifſtein bleiben! Er hat ja genug Platz zum Ausweichen! Es gibt ſo viel ſchöne zeitvertreibende Spiele weshalb denn ausgerechnet das Tollſte? Genau wie das Fußballſpiel in Straßen verboten iſt, könnte doch das Tanzknopftreiben ebenſogut verboten 58 H. St. * Auch ein Standpunkt! Dem Herrn Einſender des unter vorſtehender Ueberſchrift in Nr. 391 der„Neuen Mannheimer Zeitung“ veröffentlichten Artikels gebe ich vollkommen recht, wenn er meint, es ſei ein ſonderbarer Standpunkt, anzunehmen, die Bezahlung der Hundeſteuer enthebe den Hundebeſitzer von der Verpflichtung, dafür zu ſorgen, daß ſein Hund den Mitmenſchen ſo wenig als möglich läſtig fällt. Einen ſolchen Standpunkt wird wohl kaum ein vernünftiger Menſch einnehmen. Nicht beiſtimmen kann ich jedoch der Anſicht des Herrn Einſenders, man könne einen Hund zur Verrichtung ſeiner Notdurft einfach auf die Straße weiſen. Das iſt bei den heutigen Verkehrsverhält⸗ niſſen unmöglich. Es würde wohl nicht nur jeder Verkehrs⸗ ſchutzmann, ſondern auch jeder Fuhrwerkslenker mit Recht gegen die daraus entſtehenden Verkehrsſtörungen proteſtieren. Auch kann man dem Hundebeſttzer nicht gut zumuten, ſeinen Hund der Gefahr des Ueberfahrenwerdens auszuſetzen. Selbſt wenn man den Hund an der Leine führt, was in verkehrs⸗ reichen Straßen zu empfehlen iſt, wird es nicht immer möglich ſein, das Tier im gegebenen Moment auf die Straße zu brin⸗ gen. Hier müſſen eben guter Wille und Duldſamkeit Hand in Hand arbeiten, dann werden Vorkommniſſe, wie das vom Herrn Einſender geſchilderte, vermieden werden. Ich nehme meinen Hund ſchon ſeit Jahren auf meinen Gängen durch die Stadt mit. Noch nie hat mir jemand durch Worte oder Ge⸗ bärden zu erkennen gegeben, er fühle ſich durch das Tier be⸗ läſtigt. Der Ruf des Herrn Einſenders nach der Polizei muß aus den oben angegebenen Gründen natürlich wirkungslos bleiben. Not tut aber, wie geſagt, möglichſte Rückſichtnahme auf der einen und etwas Duldſamkeit auf der anderen Seite, dann werden die Hunde auch dem Nichttierfreund keine Plage bedeuten. H. B. N Mangel an Sitzgelegenheit im Schloßgarten Wer ſich bei ſchönem Wetter in den Schloßgarten begibt mit der Abſicht ſich auf kürzere oder längere Zeit auszuruhen, kann nicht ſelten die Enttäuſchung erleben, daß er nach langem Suchen und eifrigem Unherſpähen keine einzige freie Bank findet. Das iſt beſonders am Nachmittag etwa von 3 Uhr ab bis zum Eintritt der Dunkelheit der Fall. Ange⸗ nommen, ein altes Ehepaar möchte auf ſeinem Spaziergang ein wenig ausſchnaufen oder eine Mutter hat ſich daheim abgeplagt und müde gelaufen, Kind und Haushalt ſo recht⸗ zeitig in Ordnung zu bringen, daß ſie mit ihrem kleinen Lieb⸗ ling auf ein paar Stunden den Park beſuchen kann, um ſich zu erholen. Welche Enttäuſchung, wenn im ganzen Revier jede Bank beſetzt iſt! Nicht jedermann kann ſich den Luxus erlauben, das Ballhaus, den„Rheinpark“ oder gar den Fried⸗ richspark aufzuſuchen, nur um ſeine müden Glieder in friſcher Luft ein wenig ausſtrecken zu können. Wenn die Stadtver⸗ wältung noch einige Bänke im Schloßgarten aufſtellen laſſen oder noch beſſer, wenn ſie einige Raſenplätze zur allgemeinen Benützung freigegeben würde, dürfte ſie des Dankes be⸗ ſonders der weniger bemittelten Bevölkerung gewiß ſein. In England ſind die Wieſen in den Parks allgemein der Oeffent⸗ einmal einen Verſuch zur Nachahmung machen würde? G. B. Beſſ⸗ eachtung der Vorſchriften im Straßenverkehr muß kommen und ſie kommt! des Artikelſchreibers, daß man— um Unfälle nach Möglich⸗ keit zu verhüten— den Beſttzern der Eckhäuſer in M7 und N7 im Kaiſerring die Auflage machen ſoll, die Sträucher in den Vorgärten zu entfernen, um den Autos und Radfahrern eine beſſere Orientierung zu verſchaffen, iſt ſehr beachtens⸗ wert. Aber noch viel gefährlicher für das Publikum iſt die Ecke N 7 und 0 7. Dort müßte unbedingt ein Verkehrs⸗ ſchutzmannn poſtiert werden. Bei dieſer Gelegenheit möchte ich an die verehrliche Polizeidirektion das dringendſte Er⸗ ſuchen richten, das Verbot an Autos und Radfahrer, wonach dieſe an den Halteſtellen der Straßenbahn ſolange zu halten haben, bis die Straßenbahn ſich wieder in Bewegung geſetzt hat, zu verſchärfen. Insbeſondere müßten ſowohl Autos wie Radfahrer mindeſtens 5 Meter vor den Halteſtellen halten bleiben. Dies könnte geſchehen durch Anbringung von ſicht⸗ baren Warnungstafeln. Ich habe gerade in den letzten Tagen an der Halteſtelle der Peſtaloziſchule(Seckenheimerſtraße) die Wahrnehmung gemacht, wie rückſichtslos ſich ſowohl Rad⸗ fahrer wie auch Autos benommen haben und wobei das Leben des Publikums direkt gefährdet wurde. Ein Verkehrsſchutz⸗ mann wäre gerade dort auch dringend notwendig. M. W. * Gibt es zwei Verfaſſungen? Man hat ſicher nicht das mindeſte dagegen einzuwenden, daß das Reichsbanner, wie es auch andere Verbände machen, ſogenannte„Tage“ oder„Treffen“ abhält. Um der Sache mehr Zugkraft zu geben, hat man diesmal die Angelegenheit des Reichsbanners als Republikanertag aufgezogen und mit einer ſogenannten Verfaſſungsfeier verbunden. Warum denn jetzt noch Verfaſſungsfeier, wo doch überall in Deutſchland auch in Mannheim— am 11. Auguſt die Verfaſſung gefeiert wurde? Wer erinnert ſich nicht noch der großen grünumran⸗ deten Plakate, auf denen verſchiedene Artikel der Reichsver⸗ faſſung wiedergegeben waren? Genau die gleichen Plakate ſind jetzt anläßlich des„Republikanertags“ wieder aufgebaut. Die Stadt hat geflaggt, und zwar, man kann dies ruhig ſagen, nur für das Reichsbanner. Man kann die Sache be⸗ trachten wie man will, es iſt und bleibt eine maskierte Feier des Reichsbanners mit Unterſtützung der Stadt und ſeines ſozialdemokratiſchen Oberbürgermeiſters, der ſich in dieſem Falle ganz von ſeiner Partei hat für ihre Zwecke benutzen laſſen. Es iſt ſchon ein ſtarkes Stück, daß die linke Seite verſucht, die Bürgerſchaft zu ihrer Meinung zu bekehren. Was würde wohl die„andere Seite“ ſagen, wenn ein Rechtsverband mit der gleichen Forderung an die Stadt⸗ verwaltung herantreten würde? Würde ein ſolcher Verband das gleiche Entgegenkommen finden? Hoffentlich geben die Bürger, die genau ſo gute Republikaner, wie dieſe ſoge⸗ nannten Republikaner ſind, die richtige Antwort und flaggen nicht zu dieſer einſeitigen Angelegenheit. f 33 06 Wohnungsnot Zu keiner Zeit hat man mehr Klänge in der Wohnungs⸗ frage geführt, wie in der Gegenwart. Man ſucht nach Wohnungen und findet keine, außer es wird ein hoher Miets⸗ preis bezahlt oder der ſo üblich gewordene Baukoſtenzuſchuß. Für ſolche aber, die in größten wirtſchaftlichen Schwierig⸗ keiten leben, hat man anſcheinend wenig Verſtändnis. Und wenn man nach Abhilfe ſucht, ſo findet ſich faſt nie ein Aus⸗ weg. Bemerkenswert iſt es aber meines Erachtens doch, daß tatſächlich oft monatelang Wohnungen leer ſtehen, deſſen Hausbeſitzer keine Veranlaſſung finden, in dieſer äußerſten Notfrage ein wenig Entgegenkommen zu zeigen. Z. B. wurde mir verſchiedentlich bekannt, daß in Villen Hausmeiſterwoh⸗ nungen leer ſtehen, oft mit 3 Zimmern und Küche. Warum dies? Es wäre bald an der Zeit, daß das Wohnungsamt hier nach dem Rechten ſehen würde. Oft könnte Abhilfe geſchaffen werden, aber es fehlt hier doch manchmal am Wollen. Jetzt, wo bald der Winter Einzug halten wird, iſt es doppelt an⸗ gebracht, hier einmal dieſe endloſe Wohnungsnot mit ihrem Sittenelend ins Gedächtnis zurückzurufen und die, die es au⸗ geht, an ihre Pflicht zu erinnern. K. G. * Die Emanzipation des Mannes Die Neugeſtaltung der Herrenkleidung hat dieſes Jahr gute Fortſchritte gemacht. Viele Herren ſinb, veranlaßt durch die verſchiedenen Ermahnungen, dazu übergegangen, während der warmen Tage dem veralteten, ſchweren und unhygteni⸗ ſchen Anzug mit dem höchſt überflüſſigen, läſtigen und ge⸗ ſundheitsſchädlichen Kragen zu entſagen. Nun heißt es nicht mehr locker laſſen. Wenn auch die Tageswärme von Tag zu Tag abnimmt, ſo möchte ich den Herren doch empfehlen, zu überlegen, welche Kleidung angeſchafft werden ſoll, wenn Erſatz bzw. Auffſftllung des Kleiderbeſtandes erforderlich iſt. Da kann es eigentlich nur eine Löſung geben: Hoſe und Bluſe; denn dieſe Bekleidung hat alle Vorzüge, der heu⸗ tige Anzug dagegen alle Nachteile. Hoſe und Bluſe können unabhängig voneinander ausgewechſelt bzw. erſetzt werden, während dies beim Anzug nicht der Fall iſt. Es iſt doch nicht von der Hand zu weiſen, daß die Hoſe, die man den ganzen Tag am Leibe hat, immer unordentlich ausſteht, in verhält⸗ nismäßig kurzer Zeit verſchleißt, während die Jacke, die die meiſte Zeit am Garderobehaken zubringt, viel länger hält. Der Anzug, den man für teures Geld erſtanden hat, iſt alſo wertlos, da zu der Jacke niemals mehr eine genau paſſende Hoſe zu finden iſt. Ferner hat die neue Keidung (Hoſe und Bluſe) den Vorteil, daß ſie bequem iſt und für ziemlich billiges Geld angeſchafft werden kann. Für den Preis eines Anzugs erhält man mehrere Bekleidungsſtücke, was zur Folge hat, daß die Kleidung des öfteren erneuert, gewechſelt und gereinigt werden kann. Dazu trägt man bei kühler Witterung eine neutrale, unausgepolſterte Jacke, eine Jumber oder, wenn man ganz vornehm wirken will, einen paſſenden Mantel. Die Damen kleiden ſich ja auch nach dieſem Syſtem und ſind jeder Witterung entſprechend angezogen; warum ſoll es bei uns Männern nicht auch möglich ſein? Man bewegt ſich doch zu Hauſe auch nicht im Straßenanzug. Warum quält man ſich im Sommer, bei Veranſtaltungen, in Lokalen uſw. mit einem Bekleidungsſtück, deſſen Exiſtenz heute keine Berechtigung mehr hat? Darum fort mit ihm! Und nun, meine Herren, überlegen Sie ſich, welche Kleidung Ste in Zukunft zu beſchaffen haben. Die neue Kleidung Richard Kargel. 4 . — Spezialausführung, mit 500 cem. Jap o. h.., Samstag, den 31. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe) 11. Seite. Nr. 403 Werkstattbetrieb! 1 Modern eingericht., gut beſchäftigte Schloſſer⸗ werkſtatt mit Lagerräumen in günſtig geleg. Stadtteil Mannheims iſt in andere Hände zu geben. 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Man warnt vor dem Glauben, als ob die engliſchen Rieſenluftſchiffe an Ge⸗ ſchwindigkeit und ununterbrochener Fahrtdauer überhaupt oder doch erheblich mehr leiſten könnten als der„Graf Zeppe⸗ lin“ auf ſeiner Weltrundfahrt. In einem lehrreichen Artikel der„Times“ wird dem engliſchen Publikum auseinandergeſetzt, was das engliſche „Experiment“ zu bedeuten hat. Hinter dem„Grafen Zeppe⸗ lin“ liegen 30 Jahre ununterbrochener Erfahrung in dem Bau von Luftſchiffen. Der Bau von„R. 100“ und„R. 101“ iſt ein erſter Verſuch, den der engliſche Staat unternommen hat, um der privaten Unternehmungsluſt auf dem Gebiete des Luftſchiffverkehrs einen Anſtoß zu geben. Dabei wurde dem Stcherheitsfaktor ausſchlaggebende Bedeutung bei⸗ gemeſſen. Es mußte darauf Rückſicht genommen werden, daß eins der Luftſchiffe ſicher, das andere vielleicht in den Tropen verkehren wird. Deshalb verzichtete man auf die Verwendung von Benzin und Waſſerſtoff, die in der tropiſchen Hitze Ge⸗ fahren mit ſich bringen, wenn darunter auch Geſchwindigkeit und Tragfähigkeit der Luftſchiffe leiden mußten. Vielleicht — ſo wird angedeutet— ſei der„Graf Zeppelin“ in den Tropen nicht zu verwenden, denn Eckener habe bei ſeiner Weltrundfahrt offenbar abſichtlich jede Annäherung an die Tropen vermieden. Dabei wird nur vergeſſen, daß das Zep⸗ pelinluftſchiff, das den Verkehr zwiſchen Spanien und Süd⸗ amerika vermitteln ſoll, den Tropengürtel paſſieren muß. Dem Führertalent Eckeners wird in dem Artikel die denkbar größte Anerkennung gezollt. Es wird betont, daß gegenüber der deutſchen Erfahrung im Bau und in der Führung von Luftſchiffen der engliſche Luftſchiffverſuch ſich noch im erſten Stadium einer vielver⸗ ſprechenden Entwicklung befinde. Die Hauptfrage iſt aber doch ſchließlich: was bedeuten die engliſchen Luftſchiffe als Kon⸗ ſtruktion, in welchen Punkten ſind ſie dem„Grafen Zeppelin“ überlegen? Hier gibt der Artikel der„Times“ zum erſten Male Ziffern bekannt, die einen Vergleich ermöglichen. Da⸗ nach ſind die engliſchen Luftſchiffe zunächſt nicht unweſentlich kürzer als der„Graf Zeppelin“. Nach dem engliſchen Maß⸗ ſtab gemeſſen iſt„R. 100“ 709 Fuß,„R. 101“ 732 Fuß und der „Graf Zeppelin“ 772 Fuß lang. Dagegen ſind die engliſchen Luftſchiffe im Durchmeſſer etwa um„ ſtärker. Sie beſitzen alſo im Vergleich zum„Grafen Zeppelin“ eine kurze, ge⸗ brungene Geſtalt. Nach der Behauptung des Artikels haben eingehende Verſuche ergeben, daß dieſe Geſtalt den Luft⸗ widerſtand beſſer überwindet als die ſchlanke Figur des „Grafen Zeppelin“. Man wird aber wohl annehmen dürfen, daß auch für die deutſche Bauart gute Gründe vorliegen. Trotz der kürzeren Geſtalt ſind die beiden engliſchen Luft⸗ ſchiffe dem„Graf Zeppelin“ an Größe überlegen. Sie haben eine Luftverdrängung von 151 bezw. 156 Tonnen, der„Graf Zeppelin“ eine ſolche von 107 Tonnen. Auch in der Kraft der Motoren ſind ſie dem deutſchen Luftſchiff über⸗ legen.„R 100“ hat ſechs Motoren,„R 101“ wie der„Graf Zeppelin“ fünf. Die fünf Motoren des engliſchen Luftſchiffs entwickeln eine Geſamtantriebskraft von 3250 Pferdeſtärken, die ſechs eine ſolche von 4200. Demgegenüber bleibt das deutſche Luftſchiff mit ſeinen 2650 Ps entſchieden zurück. Wie wirken ſich nun der größere Umfang und die ſtärkere Antriebskraft der engliſchen Luftſchiffe aus? Dieſe Schiffe ſind für eine größere Zahl von Fahrgäſten berechnet. Sie können außer der Poſt und der Bedienungsmann⸗ ſchaft 100 Fahrgäſte befördern, oder beſſer gieſagt: man rechnet damit, daß ſie es können. Der „Graf Zeppelin“ iſt, abgeſehen von der Bedienungsmann⸗ ſchaft, für zwanzig Fahrgäſte und fünfzehn Tonnen Fracht eingerichtet. Er hat zum Unterſchied von den engliſchen Luft⸗ ſchiffen ſchon bewieſen, daß er mit einer ſolchen Zahl von Fahrgäſten an Bord über Meere und Kontinente hinweg flie⸗ gen kann. Aber nun das Weſentliche: die Möglichkeit der Beförde⸗ rung von 100 Fahrgäſten haben die engliſchen Luftſchiffe, wie es ſcheint, reichlich teuer erkauft. Denn nach der Vergleichs⸗ tabelle der„Times“ werden ſie trotz ihrer erheblich höheren Motorenkraft nur dieſelbe Höchſtgeſchwindigkeit beſitzen wie der„Graf Zeppelin“, nämlich die Stunden⸗ geſchwindigkeit von 80 Meilen. Damit ſoll dem engliſchen Publikum wohl von vornherein angedeutet werden, daß es den engliſchen Luftſchiffen ſehr ſchwer fallen wird, die Schnel⸗ ligkeitsrekorde des„Graf Zeppelin“ zu brechen. anderen wichtigen Punkte aber ergibt ſich eine ganz fühlbare Ueberlegenheit des deutſchen Luftſchiffes. In einem Die„Times“ berechnet die ununterbrochene Fahrtdauer bder den Luftradius bei dem„R. 101“ auf 3000 Meilen, bei dem daß Brennſtoff und Gasvorrat noch genügt hätten, um die Fahrt ohne Unterbrechung bis Los Angeles über den Stillen Ozean hinweg fortzuſetzen. In dieſem Punkte ſtehen die eng⸗ liſchen Luftſchiffe ſo weit zurück, daß man von einer Kon⸗ kurrenz kaum noch ſprechen kann. 5 Die engliſchen Luftſchiffe ſind mehr für die Bequemlich⸗ keit der Fahrgäſte gebaut. Im Innern des Schiffes liegen Speiſeſäle und es iſt ſogar ein Rauchſalon vorhanden, wäh⸗ rend auf dem„Graf Zeppelin“ das Rauchen bekanntlich ſtreng verboten iſt. Außerdem gibt es auch Promenadendecks zum Tanzen. Aber dies ſind Vorteile, die nicht entſcheidend ins Gewicht fallen. In den weſentlichen Punkten iſt nicht damit Schweſterſchiff auf 3500 Meilen, während der„Graf Zeppelin“ zu rechnen, daß die engliſchen Luftſchiffe die Leiſtungen des einen doppelten Radius, nämlich einen Meilen beſitzt. f Man wird gerade dieſem letzten Punkte große Bedeutung beimeſſen müſſen. Die Weltrundfahrt des„Graf Zeppelin“ war nur möglich, weil das deutſche Luftſchiff die Fähigkeit be⸗ ſitzt, ungeheure Entfernungen gewiſſermaßen in einem Satz zu überſpringen. Gerade in dieſer Beziehung war die Welt⸗ rundfahrt eine entſcheidende Probe auf das Exempel. Bei der Ankunft des Luftſchiffes in Tokio hat ſich herausgeſtellt, 21 Schwere Brandkataſtrophe im Berliner Weſten ſolchen von 6250 Ein Dachſtuhlbrand am Kurfürſtendamm in Berlin nahm einen ſo großen Umfang an, daß ein großer Teil der Berliner Feuerwehr den ganzen Tag über mit den Löſcharbeiten be⸗ ſchäftigt war. Das Dach des Gebäudes ſtürzte in ſich zu⸗ ſammen, durchſchlug das vierte Stockwerk und begrub mehrere Feuerwehrleute. Im ganzen ſind 2 Tote und 10 Schwer⸗ verletzte Opfer der Kataſtrophe geworden Der Sachſchaden iſt außerordentlich hoch, da die Wohnung eines Schauſpielers „Graf Zeppelin“ in den Schatten ſtellen werden. Ein Kragenknopfrekord Wir leben heute im Zeitalter der Rekorde. Ein jeder iſt heſtrebt, irgend einen Rekord aufzuſtellen. Von dieſem Re⸗ kordwahnſinn wurd Edward F. Silleox, ein kleiner New⸗ horker Eiſenbahnbeamter, ſchon vor 40 Jahren befallen. Als 20 jähriger bekam er von ſeiner Mutter zum Geburtstag einen ſchönen vergoldeten Kragenknopf. Und dieſer Kragenknopf wurde das Verhängnis ſeines Lebens. Im Beſitze des koſt⸗ baren Knopfes kamen ihm große Bedenken. Solch ein Knopf muß ſorgſamſt aufbewahrt werden. Alſo, es wäre am beſten, ihn einzuſchließen. Doch ſeine Beſtimmung iſt es, getragen zu werden. Soweit kam das Geburtstagskind in ſeinen Ge⸗ danken, als ihm plötzlich ein glänzende Idee einfiel.„Ich werde,“ ſagte er ſich ganz einfach,„ein Leben lang(und hof⸗ fentlich werde ich lange leben) dieſen einen Knopf tragen und damit einen Weltrekord, einen Kragenknopfrekord aufſtellen. Und er führte ſein Vorhaben auch durch. Der Knopf wurde ſeine Leidenſchaft und zugleich auch ſeine größte Freude. An dem rückwärtigen Kragenknopf lag ihm nicht viel. Fiel er einmal unter das Bett, ſo ließ er ihn ruhig liegen und nahm aus ſeinem Schrank einen anderen heraus. Aber der vordere.... Dieſer wurde Abend für Abend in einem kleinen Käſtchen ſorgſamſt aufbewahrt. Silleox gewöhnte es ſich an, tagsüber, ſelbſt in der größten Hitze, ſeinen Kragen niemals abzunehmen, damit es nie geſchehe, daß der Knopf verlegt werde. Ein einziges Mal geſchah es aber dennoch. Der Eiſen⸗ bahnbeamte ſtand vor ſeiner Trauung. Es war ſchon höchſte Zeit, auf das Standesamt zu gehen. Er mußte zu dieſem Zweck einen reinen Kragen anlegen. Den alten nahm er ab, wollte ſchon einen neuen ergreifen, als plötzlich das Unglück geſchah. Die Knopflöcher waren zu groß, der Knopf fiel zu Boden und Sillcox ſtand nun ohne Knopf da. Der zukünftige Ehemann war tief ungkücklich. Er bückte ſich, ſuchte den Knopf, fand ihn nicht. Er kroch unter das Bett und ſuchte weiter. Doch der Knopf kam nicht zum Vor⸗ ſchein, dafür aber wurde die Hoſe ſchmutzig, ſtaubig, und auf einmal blieb der kragenknopfloſe Silleox an einem Nagel hängen. Die Hoſe riß, aber dieſe Kleinigkeit kümmerte den Bräutigam nur wenig. Er jammerte:„Wo iſt der Knopf?“ Es verging ſchon faſt eine Stunde, bis endlich der Knopf zum Vorſchein kam. Nun war Sillcox glücklich. Allerdings, aufs Standesamt konnte er ſchon nicht mehr gehen. Erſtens, es war ſchon zu ſpät und zweitens, er hatte auch keine ordent⸗ liche Hoſe, aber der Knopf war wenigſtens gefunden. Dies geſchah vor neunzehn Jahren. Die geplante Ehe von Sillcox zerſchlug ſich. Doch was tuts, er war ja wieder im Beſitze des Knopfes. Nun iſt er 60 Jahre alt geworden, und der Knopf feierte ſein 40 jähriges Gebrauchs jubiläum. Abenteuer eines Scheintoten Aus der Leichenkammer des Anatomiſchen Inſtituts entflohen mit einer ſehr wertvollen Kunſt⸗ und Schmuckſammlung ausbrannte Ein vierund zwanzigjähriger Mann, der Bankbeamte Marcel Roux, wurde dieſer Tage Held eines grauenvollen Abenteuers, das vielfach wie ein Abſchnitt aus einem Hinter⸗ treppenroman oder aus einem kitſchigen Filmdrama anmutet. Nach einem Ausflug, an einem heißen Tag, war Roux auf den ſuchen. Er ſtieg zunächſt in ein Boot ein, das anſcheinend herrenlos auf den Wellen ſchaukelte, ruderte eine Weile hinaus und ſprang dann ins Waſſer. ging er infolge plötzlichen Unwohlſeins, das ihn im Waſſer befallen hatte, unter. Zwei Matroſen, die ſich unweit von der Unfallſtelle befanden und Augenzeugen dieſer Szene waren, ſprangen, wie das„N. W..“ meldet, ihm nach und zogen den Bewußtloſen aus dem Waſſer. Auch ein Arzt war kurze Zeit ſpäter zur Stelle und ſtellte Wiederbelebungs⸗ verſuche an, die jedoch nicht den geringſten Erfolg hatten. Auch die Abreibung des Körpers mit Alkohol führte zu keinem Reſultat. Nun überführte man den Verunglückten in das Ein ganzes Dorf niedergebrannt Die Brandruinen von Wormsfeld. In dem Dorf Wormsſeld, 5 Kilometer von Landsberg a. d. Warthel entfernt, brach ein Feuer aus, das mit kaſender Geſchwindigkeit um ſich griff und 28 Gehöfte niederlegte. 15 Feuer⸗ wehren verſuchten vergebens das Feuer einzüdämmen. Einige Minuten ſpäter u Einſchnitt machte. Gedanken verfallen, in den Wellen der Seine Abkühlung zu. Saint⸗Denis⸗Hoſpital, wo man dem Bewußtloſen zwei Infek⸗ tionen gab. Auch dies blieb ergebnislos, es war kein Lebens⸗ zeichen feſtzuſtellen. Man griff nun zu einer recht draſtiſchen Methode, indem man an einer empfindlichen Körperſtelle einen Als die erwartete Wirkung auch diesmal ausgeblieben war, ſtellte man den bereits eingetretenen Tod feſt und überführte den lebloſen Körper in die Leichenkammer. Da ſich keine Verwandten meldeten— Roux iſt alleinſtehend N und hat keinen Anhang in Paris— gab der Amtsarzt die Leiche des Ertrunkenen für das Anatomiſche Inſtitut frei. In der Leichenkammer wurde der entſeelte Körper unter eine Duſche geſtellt und gewaſchen. Der Diener ließ den Körper ungewöhnlich lange unter der Duſche, da er während ſeiner Arbeit plötzlich zum Telephon gerufen worden war und dort ein halbſtündiges Geſpräch zu führen hatte. Das Entſetzen des braven Mannes war nicht gering, als der Tote unter der eiskalten Duſche plötzlich die Augen aufſchlug, ſich erhob und dann mit einem fürchterlichen Aufſchrei von dem Brette, auf dem er gelegen war, zu Boden ſprang. Es fehlte ihm gar nichts. Er verlangte ſeine Kleider und wollte die Leichenkamer verlaſſen. Der Diener erklärke jedoch, daß er ihn unter keinen Umſtänden weglaſſen könne; über die Zahl der in der Leichenkammer des Inſtituts befind⸗ lichen Leichen werde genau Buch geführt, und wenn der junge Mann jetzt fortgehe, wird eine Leiche fehlen, und man werde ihn verdächtigen, er habe die Leiche unterſchlagen und ver⸗ kauft. Roux zeigte begreiflicherweiſe wenig Verſtändnis für dieſes Argument und weigerte ſich, auch nur eine Viertel⸗ ſtunde weiter in der Leichenkammer zu verbleiben. Da jedoch der Diener darauf beſtand, entſtand zwiſchen den beiden eine heftige Auseinanderſetzung, in deren Verlauf der„Tote“ in ſeinem Zorn dem Diener zwei Hiebe verſetzte und die Flucht ergriff. Dann raffte Roux einige Kleidungsſtücke zuſammen, die er im Vorraum vorfand und verließ äußerſt mangelhaft bekleidet die Leichenkammer. Auf der Straße erregte das Erſcheinen des halbnackten Mannes einen Auflauf. f Ein Poliziſt ſchritt ein und brachte den jungen Mann wegen Verletzung des öffentlichen Anſtandes zum nächſten Polizei⸗ bureau. Dort ſchenkte man der Erzählung Roux', der be⸗ teuerte, er ſei ſoeben mit knapper Not aus der Leichenkammer entronnen, keinen Glauben. Der Kommiſſär meinte, er ſei geiſtesgeſtört und ordnete die Unterſuchung ſeines Geiſtes⸗ zuſtandes durch den Polizeiarzt an. Der unglückliche Roux mußte die Nacht in einer Zelle verbringen und wurde erſt am nächſten Tage, nachdem der Diener der Leichenkammer gegen den entſprungenen Toten bereits eine Anzeige wegen ſchwerer Körperverletzung erſtattet hatte, auf freien Fuß geſetzt. Die ſeltſame Affäre wird noch eine gerichtliche Fortſetzung haben, auch der„Tote“ wird ſeinerſeits den Spitalarzt verklagen, der ſeine„Leiche“ zur Sezierung freigegeben hatte. Man darf jedenfalls auf die Verhandlung der beiden recht eigen⸗ artigen Prozeſſe geſpannt ſein. 2 * * 0 2 4 Samstag, den 31. Auguſt 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Abend⸗Ausgabe] 15. Seite. Nr. 403 Töbengaten uses l. Konzert: 22. Oktober: I. Konzert: Klevierdbend. Il. Kenzert: 23, Januar IV. KRonzert: 11. Mirz: Des Kölner V. Konzert: 15. April: VI. Konzert: Mai: Auskünfte ettellen: Tullastr. 18, Tel. 264 20 armenischer herein 6 Abonnements-Konzerte Das Natlenalthester-Orehester Dirigent: Professor Brune Walter Gesang: Sigrid Onegin 28. November: Walter Gleseking · Eduard Erdmann Dirigent: Professor Nermanm Abendroth Sesäng: Celestine Sarobe Viollne: Alma Moedle Klevier: Miehsel Rauenheisen Das Kölner Gürzenichorchester cd. 100 Künstler Olrigent: Pfiofessor Nermann Abendreih Verändetter Dlsposſtionen wegen kenn das bereits angekündigte Nelkongzert mit Wilhelm Fürty/öpgler und den Berlinein Phlhetmonikern nicht stattfinden, Es schweben Verhandlungen für einen Ersetz Wulnelmine Klein Dr. Richard Kahn-Starré Margarete Moll Werdefplatz 14. Tel. 21042 Charlottenstr. 9, Tel. 25515 Werke füt 2 Klaviere Kammerorehester 9636 SIE MER RBEIS ENI e Feseuschalls- EISEN Billige Sonderfahrten ab München und zurück. ei September Gardast. 29. ag ee 19 J. Here: 18.- i 9 5 138. 9. mit 21. September Tauernbahn- Sonderzug VELDLE TEA RM. 11 PORTOROSE. RM; 17 ABBAZIA RM. 159. IGR DO RM. 158. ABBAZIA u. VENEDIG 55 207. DALMATIEN¶ 1. 272. Im Preis enſhalten: Bahn- u. 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Irma Heinrichsdorff 1, 3a am Paradeplatz, Tel. 22933 Von dem allgem. deutschen nterrickt in modernen Gesellschafts- Tanzen. Privatunterricht jeder Zeit. Beginn neuer Kurse Mitte September. Anmeldungen erbeten. Tam. Anmeldung zum Unterricht erbeten. 9470 Teuen süden Plälue pfalz; Wein- Haus, F 3, 5 Hört! Hört! Hört! uu M.—.80 dis liter Telephon 29683 9676 Lindenhof: Gontardplatz 8 Neckarau: Wörthstr. 28 Bünnenvolttsbund F. J geschäftssteſlen: MANNHEIM, 6 3, 14, ſel, 285 94/95 Ludwigshafen a, Ph., Maxstr. 71, Tel. 6 2 58 Die neue Spielzeit beginnt Theatergemeinde: 9632 Gruppe A Preise der Vorstellungen RM. 180 bis.89(Roseng. u. Nationalth.) (keine Plätze im 4. Rang, Seite und Steh- 5 Parterre) Gruppe B Preise der Vorstellungen RM.„30(Rosengarten u. Nationaltheater) Gruppe 0 Preise der Vorstellungen RM..80(nur Pfalzbau) Verlosung: 40 Preise, darunter 3 Auslands- Preisen Erste Vorstellung: Nationaltheater„Die Räuber“ am 16. September 1929. Nationaltheater;„Pique Dame“, Oper von Tschaikowsky ams. Sept kember Rosengarten:„Bayrisch u. Pfälzisch“ am 28. September. Pfalzbau: Bayrisch und Pfälzisch“ am 25. September. Anmeltungen und kostenlose Auskunft in den geschäftsstellan parat u. Umarbeit billigst 8208 Felxſtaus Fiege 8 90755 Nur eigene Anfertigung! Mäntel, wolte Shumkes, Fudtise Besatz: Felle kauf. Sie preiswert. Re- und Brunswift- alen zu haben im 95965 Mannheimer Piusikhaus 0 7. 13 „ Asüe Telefunken T 40 W Ist eingetroffen. Wir bitten um Besichtigung. 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Beiten- Ausstellungen H 1, 2. H 1, 13 H 1, 14 Montag— Dienstag und Abschnitte aus sämtlichen Abteilungen Vir vergrößern wiederum unsere Ausstellungs- —— R 2.— raume. Die Baumaſinahmen sind noch in vollem 1 II T d 1 E 2 E 5 Cange! Drofiſieren Sie von unseren ö 11 11 9 des regulären Weries Die neuesfen Modeschspfungen für den Herbst i 1 Pririger Wir heufe schem in reicrmelfiger Sorfirnerhferd. Sje finden zum Belspiel. Wir Piffer urn Zwerglose Pesichuigurig. 7 g adnalzimmer d 5485.“ sr d e N N spescummer.* 568. 2 SA. 5 0 F 3.. Herrenzimmer. 465. 8 e bas moderne Etagengeschäft am n Pata plz D„1 Kücken di. 218. z er 1 a glläbrige Fachtätigtelt, und Hilfe durch H Holen Sie Sich Rat, i eee Haarpflegemittel. 8 5 8 8 1 e 15 i 55 1 affe oder„ Gut gehendes irgendwelcher Art ſich zeigen, während unſerer S inh. 4 am Diensieg, den 3. und Mittwoch, den 4. 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