2 1 939 Donnerstag, 5. September 1929 Bezugspreiſe: In Mannheim u. Umgebung frei ins Haus oder durch die Poſt monatlich.⸗M..— ohne Beſtellgeld. Bet evtl. Aenderung det wirtſchaftlichen Verhältniſſe ach⸗ ſorderung vorbehalten Poſtſcheckkonto 17590 Karlsruhe gaupt⸗Geſchäftsſtelle E 6, 2. Haupt⸗Nebenſtelle R1.9/11 aſſermannhaus).Geſchäfts⸗Nebenſtellen: Waldhofftr.6, chwetzingerſtr. 10/20 u. Meerfeldſtraße 18 Telegramm⸗ Adreſſe: Generalanzeiger Mannheim. Erſcheint wöchentl. 12 mal. Fernſprecher: 24944, 24945. 2495124952 u. 24953 Ri f Montag: Sport und Spiel Regelmäßige Beilagen: Seit u. Nacht Mittag- Ausgabe 1* aunheimer General Anzeiger Dienstag wechſelnd Aus der Welt der Technik 5 5 Donnerstag wechſelnd: Mannheimer Frauenzeitung. Aus dem Kinderland Freitag: Wandern u. Reiſen Samstag: Aus Seit u. Leben Mannheimer Muſilezeitung Kraftfahrzeug und Verkehr Nr. 40— 140. Sahrgang 8 Anzeigenpreiſe nach Tarif, bei Vorauszahlun je einſp. Kolonelzeile für Allgem. Anzeigen 0,40.⸗M. Reklamen 34.-M. 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Der franzöſiſche Miniſterpräſtdent macht kein Hehl daraus, Loucheur als ſeinen Mitarbeiter zu bezeichnen und entgegnete auf Fragen, die über den Inhalt ſeiner heutigen Rede geſtellt werden: „Praktiſche Vorſchläge zur Organiſierung einer europäiſchen Arbeitsgemeinſchaft halte ich für wichtiger als Ausflüge ins Reich des Idealen. Ich denke auch nicht daran. ein Füllhorn von Weltbeglückungs⸗ ideen über der Vollverſammlung auszuſchütten. Wir müſſen zu einem wirtſchaftlichen Ausgleich kommen, der den Unter⸗ bau für die Fortführung der europäiſchen Verſtändigungs⸗ pottlik bildet.“ Es liegt in der Abſicht Briands, durch Fachausſchüſſe einen Organiſationsplan ausarbeiten zu laſſen, der am Schluß der Vollverſammlung zur öffentlichen Erörterung geſtellt werden ſoll. Auf die Mitarbeit Dr. Streſemanns an dieſem Plan legt der franzöſiſche Miniſterpräſident umſo größeren Wert, als der Reichsaußenminiſter als Berichterſtatter über die Weltwirtſchaftskonferenz ein intenſives Intereſſe an dem ökonomiſchen Aufbau des Kontinents gezeigt hat. Wie ſich verſchtedenen Ausführungen Briands entnehmen läßt, würde man in dem Gelingen der deutſch⸗polniſchen Handelsvertrags⸗ beſprechungen einen weſentlichen Fortſchritt auf dem Wege zur europäiſchen Wirtſchaftgemeinſchaft erblicken. Ohne Zweifel gehört auch die Saarfrage in den Rahmen einer engeren wirtſchaftlichen Zuſammen⸗ arbeit der europäiſchen Staaten und unter dieſem Geſichts⸗ winkel ſollen auch die demnächſt beginnenden Pariſer Ver⸗ handlungen über die Regelung der Saarfrage beurteilt wer⸗ den. Sehr zurückhaltend verhält ſich die franzöſiſche Dele⸗ gation in der Abrüſtungsfrage. Der Eindruck der von Macdonald zum Ausdruck gebrachten Abrüſtungswünſche iſt ſoweit es ſich um Frankreich handelt, ſehr ungünſtig. Ueber die engen Grenzen, die der franzöſiſche Generalſtab den Sachverſtändigen Frankreichs in der Abrüſtungskommiſſion gezogen hat, will man nicht hinausgehen und benutzt jetzt mit beſonderem Nachdruck den Vorwand, daß erſt eine Verſtändigung unter den großen Seemächten die Einſchrän⸗ kung der Landrüſtungen ermöglichen laſſe. Frankreichs Taktik in Genf läßt ſich bereits klar erkennen. Sie beſteht darin, durch die breite Aufrollung der europäiſchen Wirtſchaftsnöte und Empfehlung eines engen ökonomiſchen Zuſammenwirkens das Abrüſtungsproblem in den Hintergrund zu rücken. Die geſtrige Nachmittagsſitzung der Vollverſammlung führte den Kanadier Dandurand, der ſich als unent wegter Minderheitenfreund bewährte, auf die Tribüne. Er wiederholte ſeine Forderungen, die er bereits auf der Mad⸗ rider Tagung des Rates aufgeſtellt hatte. Auch diesmal kriti⸗ ſierte er die unzureichende Behandlung von Minderheiten⸗ beſchwerden durch den Dreierausſchuß, der mit der Unter⸗ ſuchung der einlaufenden Klagen betraut iſt, und verlangte, daß dem Dreierkomitee höhere Machtbefugniſſe eingeräumt werden. Als Vertreter Kanadas teilte Dandurand mit, daß er im Namen ſeiner Regierung die obligatoriſche Schieds⸗ klauſel unterzeichnen werde. Der Delegierte Perus kündigte gleichfalls die Unterzeichnung dieſer Klauſel an. Die mörderiſche Hitze im Reformationsſaal nötigte den Vorſitzenden zu verfrühter Aufhebung der Sitzung. Er konnte ſich davon überzeugen, daß bereits vor dieſer Mit⸗ teilung eine größere Anzahl von Bänken leer war. Spötter meinen, daß die Hygiene⸗Kommiſſion des Völkerbundes end⸗ lich eingreifen könnte, um den Aufenthalt im Reformations⸗ ſaal erträglich zu machen. Dr. Streſemann in Genf Reichsaußenminiſter Dr. Streſemann traf am Mitt⸗ woch nachmittag mit ſeiner Frau und Miniſterialdirektor Dr. Gauß in Genf ein. Die in Geuf anweſende deutſche Dele⸗ gation ſowie der deutſche Geſandte in Bern, und der deutſche Generalkonſul in Geuf begrüßten Dr. Streſemann, der im Hotel Metropol Wohnung nahm. Ein franzöſiſcher Plan Genf, 5. Sept.(Von unſerem eigenen Vertreter.) Zwi⸗ ſchen der franzöſiſchen und der engliſchen Delegation ſind geſtern Abend die Verhandlungen über die beiden nachſtehen⸗ den, von der Vollverſammlung des Völkerbundes zu behan⸗ delnde Punkte eingeleitet worden: 1. Eingliederung des Kel⸗ loggpaktes in die Völkerbundsſatzungen, 2. Angleichung der Vorſchläge über die wirtſchaftliche Zuſammen⸗ arbeit der europäiſchen Staaten. Eine Konferenz, die geſtern abend zwiſchen Briand, Loucheur, Macdonald und Henderſon ſtattfand, war der Ausſprache über dieſe beiden er⸗ wähnten Punkte gewidmet. Der franzöſiſche Miniſterpräſident gab ſeine grundſätzliche Zuſtimmung zum Ausbau des Völker⸗ bundsſtatuts durch den Kriegsächtungspakt(Kelloggpakt). Der durch das geſtern erfolgte juriſtiſche Gutachten nunmehr ge⸗ ſicherte Beitritt Amerikas zum Haager Weltſchiedshof wird von den Außenminiſtern Frankreichs und Englands als eine Erleichterung der Verhandlungen über die Angleichung des Kelloggpaktes an die Völkerbundsſatzungen angeſehen. Man ißt dahin übereingekommen, bei der Washingtoner Regierung un die Mitarbeit eines amerikaniſchen Juriſten anzuſuchen. Die Rechtskommiſſion des Völkerbundes wird ſich mit dieſer Frage zu befaſſen haben. Miniſter Loucheur teilte in der Konferenz mit, daß er in der nächſten Woche im Anſchluß an Briauds Rede den Plan einer eurvppäiſchen Wirtſchaftsorganiſgtion der Vollverſammlung vorlegen werde. Um zur Angleichung der franzöſiſch⸗engliſchen Auffaſſungen zu gelangen, regte Handelsminiſter Loucheur an, ſich mi“ ſeinem engliſchen Kollegen Graham über die Grundzüge Jer franzöſiſchen Vorſchläge vorher auszuſprechen. Der Widerhall der Matdonald⸗Rede y Paris, 3. Sept.(Von unſerem Pariſer Vertreter.) Lord Robert Cecil, der zur Knonſervativen Partei gehö⸗ rende engliſche Delegierte beim Völkerbund wurde vom Be⸗ richterſtatter der„Volonté“ um ſeine Meinung über die Rede Mac donalds befragt. Lord Ceeil gab zur Antwort, daß er ſich über deren politiſchen Inhalt nicht verbreiten will, doch ſagte er, daß er mit dem, was Macdonald über die Arbeiten des Völkerbundes, die Haager Konferenz, die Abrüſtung, die Schiedsgerichtsbarkeit und die Ereigniſſe in Paläſtina geſagt habe vollkommen einverſtanden ſei. Am Freitag wird Henderſon ſich über die Stellung Englands zur allge⸗ meinen Schiedskonvention äußern.„Was die Abrüſtung anlangt“, ſagte Lord Robert Cecil,„ſo glaube ich, daß wir in den nächſten Monaten beginnen werden, um die Vorarbeiten für die große Abrüſtungskonferenz einzuleiten. Die Abhal⸗ tung dieſer Konferenz wird nach dem glücklichen Abſchluß der engliſch⸗amerikaniſchen Beſprechungen möglich ſein. Das eng. liſche Volk wünſcht lebhaft ihren Zuſammentritt im Laufe des nächſten Jahres. Werden ſich unſere Hoffnungen verwirk⸗ lichen, ſo wird die Schiedsgerichtsbarkeit und die Abrüſtung in den nächſten 18 Monaten gute Fortſchritte machen.“ „Echo de Paris“ teilt mit, man ſchiebe in Paris dem Präſidenten des Board of Ftrat, Graham die Abſicht zu, der Vollverſammlung einen Vorſchlag für ein Protokoll zu unterbreiten, in dem ſich alle Staaten verpflichten, in den kommenden 10 Jahren ihre Zolltarife nicht zu erhöhen. Briand wird ſich wahrſcheinlich dieſer Idee be⸗ mächtigen, um ſeinem Plan einer wirtſchaftlichen Förderation Geſtalt zu geben, doch wird er ſich darauf beſchränken, vorerſt die Einſetzung einer Studienkommiſſion vorzuſchlagen. Joſiah Stamp über den Poungplan § London, 5. Sept.(Von unſerem Londoner Vertreter.) Eine intereſſante Aeußerung über die Entſtehung des Houng⸗ planes bringt der bekannte amerikaniſche Finanzſachverſtän⸗ dige Joſiah Stamp. Die Finanzkriſe im April hätte die Gefahr mit ſich gebracht, daß die Transferklauſel des Dawes⸗ planes hätte in Kraft treten müſſen und daß damit alle Reparations zahlungen aufgehört hätten. Es wäre alſo darauf angekommen die Geldbewegungen in Fluß zu halten und den Dawesplan endgütig zu erſetzen. Auf dieſe Weiſe hätte man erreicht, daß auf weite Sicht genommen Großbritannien ſeine Reparationen erhält, auch wenn be⸗ ſtimmte Verluſte eintreten. Nach viermonatigen Kämpfen hätte es ſich im Mai zur Zuſtimmung entſchloſſen. Andern⸗ falls hätte man die Zuſtimmung Deutſchlands nicht erzielen können. Ueber die ſogenannten engliſchen Verluſte beſtanden viele Mißverſtändniſſe und irrtümliche Auffaſſungen. Sn o w⸗ den habe, praktiſch genommen, nichts erreicht und ſein Geſicht nur dadurch gewahrt, daß er die deutſchen Laſten erhöhte, während ſich der engliſche Einfluß in Paris aus wirtſchaft⸗ lichen Gründen gerade in umgekehrter Richtung bewegt hätte. 18 politiſche Seite könne er nicht beurteilen. Die Aufräumungsarbeiten in Algier beendet. Paris, 5. Sept. Die Aufräumungsarbeiten an der Unglücksſtelle des Hauseinſturzes in Algier ſind nunmehr voll⸗ kommen beendet. Die Bilanz ſtellt ſich wie folgt: 57 Tote und 10 Schwerverletzte. Schont die Rentner! Von Dr. Adolf Schwarz Die Wirkungen des verlorenen Krieges haben in Deutſch⸗ land beſonders hart die Rentner zu ſpüren. Sie haben nicht nur faſt ausnahmslos einen oder gar mehrere Söhne dem Vaterland opfern müſſen, ſondern mit der Inflation zugleich auch ihre oft nicht unbeträchtlichen Vermögenswerte bezw. Renten eingebüßt. Das Reich, das zur Hilfe in dieſer Not⸗ lage am erſten verpflichtet war, hat mit der Fürſorge für dieſe ſchuldlos verarmten Menſchen kurzer Hand und in Hinblick auf die Tributforderungen der Feindbundſtaaten taktiſch un⸗ klug die Kommunalverwaltungen belaſtet, wodurch einer ſehr willkürlichen Unterſtützung Tür und Tor geöffnet wurde. Das Einzige, was das Reich gegenüber dieſen für jedes Staatsweſen ſo überaus wichtigen Schichten des Mittel⸗ ſtandes getan hat, iſt die Aufſtellung der„Reichsgrundſätze über Vorausſetzung, Art und Maß der öffentlichen Fürſorge“ vom 4. Dezember 1924, die die geſetzliche Grundlage der heutigen Rentnerfürſorge darſtellen. Ihr Inhalt iſt ſchon inſofern für die betroffenen Kreiſe wenig befrie⸗ digend, als ſie recht unklare und vieldeutige Beſtimmungen enthalten, zum anderen aber auch weil ſie für den Sozial⸗ oder Keinrentner keinen Rechtsanſpruch auf eine Rente be⸗ gründen, wohl aber Rückerſtattungsanſprüche der Fürſorge⸗ verbände. Nun endlich ſoll den Rentnern, von denen inzwiſchen viele Tauſende in Not und Elend hinweggeſtorben ſind, ein Rentnerfürſorgegeſetz, das einen Rechtsanſpruch begrün⸗ det, beſchert werden. Es icheint jedoch, als ſei dieſes Ver⸗ ſprechen ein Danagergeſchenk für die betroffenen Kreiſe, denn die Gemeinden bezw. Fürſorgeverbände legen plötzlich einen verdächtigen Eifer an den Tag, die Vermögenslage jedes Rentenempfängers zu prüfen, um vor Erſcheinen des Geſetzes den Kreis ſeiner Nutznießer möglichſt zu verengen. Bei der Belaſtung, die ſchon die heutige Rentner⸗Unter⸗ ſtützung für jede Gemeinde bedeutet letwa 10 Mark auf den Kopf der Bevölkerung), iſt eine Sichtung aus finanziellen und moraliſchen Gründen durchaus notwendig. Die Strenge, mit der jedoch beſcheidene Nebenverdienſte und teils geſetzlich, teils finanziell— wie die Hypotheken und Grundſtücke— zur Zeit nur mit Verluſt verwertbare bezw. in ihren Erträg⸗ niſſen beſcheidene Vermögenswerte in Anſatz gebracht werden, läßt das ſo viel geprieſene ſoziale Verſtändnis unſorer Tage vermiſſen. Die„Reichsgrundſätze“ beſagen, daß die Fürſorge nicht abhängig gemacht werden ſoll,„vom Verbrauch oder der Ver⸗ wertung“ kleinerer Vermögen, eines angemeſſenen Haus rates, Familien- und Erbſtücken und kleiner Hausgrundſtücke ſowte ferner von der Sicherſtellung des Erſatzes, wenn dies eine beſondere Härte für den Hilfsbedürftigen oder ſeine unter⸗ haltsberechtigen Angehörigen bedeuten würde. In der Praxis haben ſich die rechtlich nicht ganz eindeutigen Beſtimmungen dahin ausgewirkt, daß von den Rentnern eine Verpfän⸗ dung ihrer Vermögenswerte gefordert wird. Gerade dieſe Maßnahme aber iſt geeignet, eine weitere Verarmung des Mittelſtandes und Erſchütterung der Seß⸗ haftigkeit der Bevölkerung herbeizuführen. Beanſpruchten die Fürſorgeſtellen, wenn man den Erſtattungsanſpruch feſt⸗ halten will, das Recht, nach dem Tode des Rentners zu Laſten der Erben auf das Grundſtück eine Hypothek in Höhe der empfangenen Rente eintragen zu laſſen, ſo ließe ſich wenig dagegen ſagen. Ein ſolcher Ausweg wäre auch für jede Ge⸗ meinde tragbar, da die Fürſorgemittel in den ordentlichen Haushaltsplänen ſtehen, alſo durch Steuerzuſchläge gedeckt werden. Der jetzige Weg der Verpfändung aber gibt dem Gläubiger das Recht, ſofort nach dem Tode des Schuldners mit ſeiner Forderung hervorzutreten, und damit in vielen Fällen, da auch unter den Erben der Rentner nur wenige über flüſ⸗ ſige Mittel verfügen, die Verſteigerung des Nachlaſſes herbei⸗ zuführen. Es bedarf keiner Erläuterung, daß dadurch einer Verſchleuderung alle Wege geebnet ſind, die beſtenfalls den heute ſchon beträchtlichen Grundbeſitz der Gemeinden weiter⸗ hin vermehren hilft. Die Renten, die heute gezahlt werden, gewähren den in Ehren grau gewordenen Alten noch lange nicht das piel⸗ zitierte Exiſtenzminimum. Mag man das auch mit dem ver⸗ lorenen Krieg und der allgemeinen Not entſchulbigen, ſo ſollte man doch, auch wenn dieſe Rentner für die politiſchen Par⸗ teten keine gewichtige Maſſe darſtellen, ihnen nicht unnötig das Leben verbittern. Wenn für die Pflege der Jugend, die Fürſorge für Arbeitsloſe uſw. noch ſo beträchtliche Mittel flüſſig gemacht werden können, ſo gebietet die einfachſte An⸗ ſtandspflicht, auch dieſen verarmten, abgearbeiteten und kör⸗ perlich ſiech werdenden Volksgeuoſſen einen einigermaßen er⸗ träglichen Lebensabend zu ermöglichen. Zum Sprengſtoffattentat im Reichstag Zu den Angaben eines Kraftdroſchkenführers über den Sprengſtoffanſchlag im Reichstagsgebäude erfahren wir von zuſtändiger Stelle: Der in Frage kommende Kraftdroſchkenführer, der ſeine Angaben zunächſt bei verſchiedenen Zeitungen gemacht hat, wurde von der Polizei ſofort zur Vernehmung geholt. Er gab an, daß er am Samstag abend um 11 Uhr zwei Herren nach dem Reichstagsgebäude gefahren habe. Während der Fahrt ſei ein Herr ausgeſtiegen und dann mit einer Akten⸗ taſche wiedergekommen. Am Reichstagsgebäude ſeten die bet⸗ den Fahrgäſte wieder ausgeſtiegen. Als er, der Chauffeur, nach einer Stunde wieder vorbeigekommen ſei, hätten die beiden Herren noch da geſtanden. Eine genaue Perſonenbeſchretbung könne er nicht geben, er würde aber die Perſonen bei einer Gegenüberſtellung ſofort wiedererkennen. 2. Sekte. Nr. 110 Neue Maunheimer Zeitung[Mittag⸗Ausgabe) Donnerstag, den 5. September 1929 — Hier Streſemann, dort Hugenberg igtöſe Organ der Deutſchen Volkspartei, die Nationalliberale Correſpondenz, bringt(jedenfalls im Zu⸗ ſammenhang mit der Agitation des deutſchnationalen Partei⸗ vorſitzenden und Preſſemagnaten) eine recht Aufſchlußreiche Das parteioffi Gegenüberſtellung der Leiſtungen Streſe⸗ manns und Hugenbergs. Es heißt da u..: Streſemann Hugenberg Befreiung der Ruhr von der blutigen und gewalttätigen Be⸗ ſetzung durch die Franzoſen und Belgier. Befreiung ber beiden Sank⸗ tio ädte Düſſeldorf und Duis⸗ burg. Befreiung der nördlichen Rhein⸗ landzone. Rechtzeitige Räumung der zwei⸗ ten Zone. Vorzeitige Räumung der dritten Zone und damit des ganzen Rhein⸗ landes 4% Jahre vor der im Ver⸗ ertrag feſtgeſetzten und 1935 laufenden Beſatzungs⸗ Vorbereitung, Mitarbeit bei Nortlef 1 kitif . 2 55 7 Schaffung der neuen deutſchen Verttefung aller innerpolitiſchen ne 5 0 Gegenſätze durch eine unermüd⸗ Wührung; a Stabtiliſterung der neuen deutſchen wertbeſtändigen Währung nach der Inflation. liche Hetzpropaganda, die von dem großen Preſſekonzern Hugenbergs geſtützt und gefördert wird. Erneute Radtikaltſierung der Deutſchnationalen Volkspartet, aber keine einzige poſitive Tat, die uns nach innen einig und nach außen ſtark macht. Nicht einmal der Verſuch einer poſitiven Löſung der außenpoliti⸗ tiſchen Fragen, nur Worte und Phraſen. Erſte vorbereitende Oroͤnung der dentſchen Reparatlonszahlungen im Dawesplan unter Ausſchal⸗ tung militäriſcher Sanktionen. Erſte Repiſion des Dawesplans im Noungplan, der nicht nur wirtſchaftliche, ſondern auch poli⸗ tiſche Erleichterungen bringt. Abſchluß zahlreicher Handels⸗ verträge und Wiedereingliederung Deutſchlands in die Reihe der Weltwirtſchaft. Rückgabe des in ſchlagnahmten gens. In Amerika be⸗ deutſchen Vermö⸗ Sein Einfluß auf die praktiſche Regierungspolitik iſt gleich Null und keines ſeiner Kraftworte hat das Wachstum der Sozialdemo⸗ kratie aufgehalten. S u m ma: nung unſerer nität durch Zurückgewin⸗ äußeren Souverä⸗ die Befreiung des deutſchen Bodens von fremder Beſatzung ohne Errichtung einer Sonderkontrolle für das Rhein⸗ Iand. Wiedergewinnung der Souveränität durch Fortfall der zahlreichen mit dem Dawesplan nerbundenen wirtſchaftlichen und finanziellen Kontrollen, Ermög⸗ lichung neuer politiſcher und wirt⸗ schaftlicher Entwicklung trotz des allgemeinen Drucks der Tribut⸗ laſten als Folge des verlorenen Krieges. Volksparteiliche Jühreroppoſition gegen Sireſemann 5. Sept,(Von unſerem Berliner Bürp.) In geſtern der deutſchnationale Parteiführer und in Königsberg der Vorſitzende der volksparteilichen Reichstagsfraktion Dr. Scholz zu den Haager Vereinbarungen geäußert. Der Unterſchied in der Beurteilung des Ergebniſſes iſt keineswegs ſo groß, wie man eigentlich hätte erwarten ſollen. Freilich iſt es nicht das erſte inneren J Berlin, Berlin hat ſich Graf Weſtar p Mal, daß Herr Dr. Scholz ſich in Oppoſition zu Dr. Streſemann ſetzt. Daß dieſe Rede eine Erſchwe⸗ rung auch der innerpolitiſchen Situation bedeutet, kann keinem Sweifel unterliegen. Scholz iſt in der Kritik der finanziellen Seite der Abmachungen ebenſo ſcharf wie in der politiſchen. Das gilt beſonders von der Kontrollfrage. Er hält in völliger Uebereinſtimmung mit dem Grafen Weſtarp entgegen der von der dentſchen Delegation vertretenen Auffaſſung eine Erweiterung der Kontrolle für vorliegned und er bemängelt In zwei Tagen eborholung des„Graf Jeppelin“ Das Luftſchiff N Zeppelin“ wird jetzt in allen ſeinen Einzelheiten gründlich überholt und beſonders ein⸗ gehend darauf geprüft, wie die Konſtruktion, die Motoren uſw. die Weltfahrt beſtanden haben. Die oberflächliche vorläufige Unterſuchung ergab, daß das Schiff keinerlei nennenswerten Schaden erlitten hat. Im Laufe des geſtrigen Tages äußerte ſich Kapitän Leh⸗ mann Preſſevertretern gegenüber über den. Teil der Fahrt von Lakehurſt nach Friedrichshafen. Die Ozeanüber⸗ guerung ſet völlig glatt und in techniſcher Hinſicht glänzend verlaufen. Es ſelen lediglich die durch die Jahreszeit bedingten ſchlechten Wetterverhältniſſe zu überwinden geweſen. Dieſe 1 Fahrt habe aufs neue bewieſen, daß nur das eee als ſchnellſtes Befbrderungsmittel zwiſchen den Weltteilen in Frage komme. Was das neue Luftſchiff betreffe, ſo würde die⸗ ſes noch weit größere Geſchwindigkeiten entwickeln können, die ungeachtet der Wetterverhältniſſe eine Flugverbindung Europa Amerika in zwei bis zweieinhalb Dagen höchſtwahrſcheinlich in Ausſicht ſtelle. Beim Luftſchiffhau Zeppelin laufen ununterbrochen un⸗ zählige Glückwunſchtelegramme aus allen Teilen des Reiches und des Auslandes ein. In jedem Telegramm wird der gro⸗ ßen Freude und der Bewunderung über die außerordentlichen Leiſtungen des Luftſchiffes und der Beſatzung Ausdruck ge⸗ geben. Franzöſiſche Anerkennung Die Pariſer Preſſe widmet dem kühnen Flug des deut⸗ ſchen Luftſchiffs„Graf Zeppelin“ wärmſte Worte der Aner⸗ kennung. Beſonders intereſſant iſt es, zu leſen, was im na⸗ tionaliſtiſchen„Journal des Debats“ an anerkennenden Worten ſteht. Dort heißt es u. a. wörtlich: „Zeppelin! Dieſes Wort klang vor 15 Jahren noch kaum 1 in unſeren Ohren. Die einſtimmige Be⸗ wit der die Heldentat 29. weiter vor allem, daß über die Saarfrage ſo gut wie nichts verhandelt ſei. Schließlich regt er an, der Reichstag ſolle die Annahme des Youngplanes von einer vor⸗ herigen Regelung der Saarfrage abhängig machen. Es ſind nicht ſo ſehr die fachlichen Einwendungen ſelbſt, die Herr Dr. Scholz gegen die Abmachungen vom Haag erhebt, als die Form, in der ſie vorgetragen wurden, die dieſer Königsberger Rede den Charakter eines perſönlichen Angriffes auf Dr. Streſemann und die Delegation gibt. Kein Wunder, daß die Ausführungen des Herrn Scholz in der deutſchnationalen breſſe mit Jubel aufgenommen wer⸗ den. Der Hugenbergſche„Lokalanzeiger“ ſtattet dem volks⸗ parteilichen Führer ergriffen„Dank“ ab für die Ehrlichkeit, mit der er„gegenüber Verdrehungskünſten der amtlichen Stellen“— gemeint iſt damit vor allem auch die parteioffiziöſe Nationalliberale Correſpondenz— den wahren Sachverhalt aufgedeckt habe. Zuſtimmen kann man der Schlußfolgerung des Abg. Scholz, daß nämlich Deutſchland, wenn es überhaupt in der Lage ſein könnte, die neuen Laſten zu tragen, eine gründ⸗ liche Reviſion ſeiner Finanz und Wirtſchafts⸗ politik durchführen müſſe. Was hat Scholz geſagt? Dem Bericht der„Königsberger Allgemeinen Zeitung“ über die Ausführungen von Dr. Scholz iſt folgendes zu ent⸗ nehmen. Gerade das Ergebnis der Haager Konferenz lehre uns, daß man eine geſunde Außenpolitik nur treiben könne, wenn die Verhältniſſe im Innern auch geſund ſind. In einer ſehr eingehenden Beſprechung des Ergebniſſes der Haager Konfe⸗ renz erklärte Dr. Scholz, daß es in Deutſchwund zwei Gruppen von Meinungen gebe: die eine lehne den Young⸗Plan als wirtſchaftlich untragbar ab, die andere, zu der auch die Deut⸗ ſche Volkspartei gehört, ſage: Wir wollen den Plan an ſich alzeptieren, machen ſeine Annahme aber von drei poli⸗ tiſchen Vorausſetzungen abhängig: ſofortige und bedingungsloſe Räumung des Rheinlandes, keinerlei an die Stelle der Beſatzung tretende Kontrollbefugniſſe der Be⸗ ſatzungsmächte und eine befriedigende Löſung der Saarfrage. Welches iſt nun das Ergebnis der Haager Konferenz? Die finanziellen Laſten des Popung⸗Plaunes ſind nicht ver⸗ ringert, ſondern weſentlich erhöht worden. Wir mußten uns mit einer Erhöhung der nicht transfergeſchützten Annui⸗ tät einverſtanden erklären, auch unſere Hoffnung auf einen Abſchluß der finanziellen Beſatzungskoſten ſowie auf den Er⸗ ſatz der uns durch die Beſatzung entſtandenen Schäden hat ſich nicht erfüllt. Die erhoffte Löſung der Frage der Ltqut⸗ dation deutſchen Eigentums in fremden Ländern iſt eben⸗ falls nicht eingetreten, es ſoll darſtber weiter verhandelt werden. Auf dem Gebiet der Sachlieferungen enltſtehen ebenfalls neue Laſten. So wurde der Young⸗Plan im Haag finanziell weſentlich verſchlechtert. Und wie ſteht es mit den politiſchen Vorausſetzungen? Die bedeuten dſte poli⸗ tiſche Forderung iſt, wenn auch nicht reſtlos, erfüll! worden, nämlich die Befreiung des Rheinlandes. Das iſt ein großer Erfolg. Aber viel bedenklicher ſcheint ſich die ſogenannte Kontrollfrage zu entwickeln. Eine Er⸗ weiterung der Kontrolle, die von vornherein ſtrikt abgelehnt wurde, iſt anſcheinend doch nicht vermieden worden.(In⸗ wiefern? Schriftl.) Die dritte politiſche Vorausſetzung, die Saarfrage, iſt Sonderverhandlungen zwiſchen Frankreich und Deutſchland überwieſen worden. Das iſt ein ſehr bedenkliches Ergebnis. Ich könnte mir gerade in dieſer Frage ſehr gut eine Initiative des Reichstags vor⸗ ſtellen, wenn nämlich erklärt wird: Wir ſind bereit, den Moung⸗Plan zu ſchlucken, wir verlangen aber, daß die Sacr⸗ frage zuerſt geregelt werde. Hauptziel, Kern und In⸗ halt der Streſemannſchen Außenpolitik war es ſeit jeher, Deutſchland die territoriale und wirtſchaftliche Souveräni⸗ tät wiederzugewinnen. Am 30. Juni 1930 verläßt nun der letzte fremde Soldat den deutſchen Boden. Das bedeutet die territoriale Freiheit. Die Beſeitigung aller wirtſchaftlichen Kontrollen bedeutet die Wiederherſtellung unſerer wirtſchaft⸗ lichen Spuveränität. 1 9 „Graf Zeppelin“ vom ganzen Univerſum gemeinſam emp⸗ funden wird, iſt nicht übertrieben. Wir ſchließen uns mit gan⸗ zem Herzen den Glückwünſchen an, die über alle Himmel der Welt Dr. Eckener und ſeiner Mannſchaft zufließen.“ Im Zeppelin geraucht Wie erſt jetzt bekannt wird, befand ſich das Luftſchiff„Graf Zeppelin“ auf der Ueberfahrt von Lakehurſt nach Friedrichs⸗ hafen in einer gefährlichen Situation. Unter den Fahrgäſten, die in Lakehurſt zuſtiegen, befand ſich auch der Kaufmann Hogg. Dieſem war wie den anderen Fahrgäſten klar gemacht worden, daß in dem Luftſchiff wegen der Exploſtons⸗ gefahr keineswegs Feuer gemacht oder geraucht werden dürfe. Als der Luftkreuzer ſich über dem Ozean befand, ſtellte plötzlich ein Paſſagier im Waſchraum zu ſeinem höchſten Be⸗ fremden feſt, daß die Kabine ganz in Zigarren⸗ rauch gehüllt war. Man ermittelte, daß ſich Hogg zuletzt im Waſchraum befunden hatte. Dieſer geſtand, daß er ſeine Rauchluſt nicht mehr habe bezähmen können und tat⸗ ſächlich eine Zigarre im Waſchraum geraucht habe. Dem Fahr⸗ gaſt wurden ſeine Zigarren, ſowie ſein Feuerzeug ab⸗ genommen.— * Prominente Fluggäſte des„Do x. Im Anſchluß an die Empfangsfeierlichkeiten für den„Graf Zeppelin“ beſichtigten die Ehrengäſte das in Friedrichshafen vor Anker liegende Dornierflugſchiff„Do“. Anſchließend fand ein Flug um den Bodenſee ſtatt, an dem ſich u. a. Reichsverkehrsminiſter Dr. Stegerwald, Miniſte⸗ rialdirigent Brandenburg, der württembergiſche und der badiſche Staatspräſtdent, der amerikaniſche Bot⸗ ſchafter Schurmann, der japaniſche Botſchafter Nagaoka ſowie viele andere Ehrengäſte beteiligten. Badiſche Politik Der Dank Kehls Ein Schreiben des Bürgermeiſters Der Bürgermeiſter 198 Stabt Kehl hat namens des Ge⸗ meinderats im Hinblick auf die Ergebniſſe der Haager Kon⸗ ferenz an den Re i für die Eeſet kes Gebiete, Dr. Wirth, nachſtehendes Schreiben gerichtet: „Mit dem ganzen deutſchen Volk hat insbeſondere die Be⸗ völkerung der Stadt Kehl die Verhandlungen im Haag mit lebhafter Anteilnahme verfolgt. Das Ergebnis der Kon⸗ ferenz wurde mit Freude begrüßt, dürfen wir doch nun hoffen, daß auch für unſere Stadt, die einzige Stadt Badens, die noch unter der Beſatzung leidet, bald die Stunde der Befreiung ſchlagen wird. Wir danken Ihnen, hoch⸗ verehrter Herr Reichsminiſter, als oberſtem Sachwalter der Intereſſen der beſetzten Gebiet e, unſerem badiſchen Landsmann ganz beſonders, für die Hingabe, mit der Sie unſere Inter⸗ eſſen vertraten. ir beglückwünſchen Sie mit ſämtlichen Mitgliedern der deutſchen Delegation herzlichſt zu dem Er⸗ folg. Wir verknüpfen damit die Bitte, auch in Zukunft den Lebensnotwendigkeiten der Stadt Kehl Ihre wohlwollende Anteilnahme zuzuwenden und uns in der ſchwerbedrängten finanziellen Lage und in der materiellen und geiſtigen Not Ihren Beiſtand und Schutz nicht zu verſagen. Hochverehrter Herr Reichsminiſter! Bitte kommen Sie einmal zu uns nach Kehl. Ihre Anweſenheit wird die Bevöl⸗ kerung wieder in ihrem Vertrauen beſtärken, daß das Reich dem Badnerland, beſonders der Stadt Kehl helfen will, die großen Aufgaben des Grenzzollbahnhofes und der Kinzigverlegung und alle damit zuſammenhängenden Fragen durchgreifend zu löſen, um damit die wirtſchaftliche Entwicklung der Stadt Kehl wieder aufwärts zu führen und die Bevölkerung in ihrer Vorpoſtenſtellung auf wirtſchaft⸗ lichem und kulturellem Gebiet nicht im Stich zu laffen.“ Engliſcher Abzug aus Koblenz O Koblenz, 4. Sept. Die Engländer haben das Wachk⸗ kommando, das hier lag und die Poſten vor der Wohnung des britiſchen Oberdelegierten bei der Rheinlandkommiſſion z t rückgezogen. Die Mannſchaften gehen nach Wiesbaden, von wo aus ſie nach England zurückbefördert werden. Das Wachtlokal, das ſich im ſüdlichen Flügel des Schloſſes befand, wurde heute nachmittag mit den Mobilien der Reichsvermögens verwaltung zurückgegeben Exploſion einer italieniſchen 5 Siebzehn Todesopfer In der Pulverfabrik von Caſtelando flog ein Pulver⸗ magazin, in dem 37 Perſonen, zum größten Teil Frauen ar⸗ beiteten, infolge eines Brandes in die Luft. Nach den bis⸗ herigen Feſtſtellungen wurden 17 Perſonen getötet und etwa 20, zum Teil außerordentlich ſchwer, verwundet. ſtellte, Die Pulverfabrik von Monte Chiari gehörte den Metallwerken von Brescia. Das Feuer hatte ſich ſo raſch ausgebreitet, daß vielen Arbeitern und Arbeiterinnen der Ansgang abgeſchnitten war und dieſe daher ebendig verbrannten. Nach einer halben 8 griff das Feuer auch auf ein Sprengſtofflager über, in dem über 500 Doppelzentner Dynamit lagerten, die ſofort in die Luft flogen. Einigen Opfern wurden von der Wucht der Exploſion die Kleider vom Leibe geriſſen und ihre Körper weit weggeſchleudert. Man befürchtet, daß ſich noch viele Opfer unter den Trümmern befinden. In der Fabrik waren 120 Perſonen, vorwiegend Franen, beſchäftigt. Die meiſten ſind ſofort nach der Exploſion geflüchtet, ſodaß noch keine ge⸗ naue Kontrolle möglich war. Letzte Meldungen Trauerfeier für die Schweſter des Reichspräſidenten — Berlin, 5. Sept. Am Mittwoch fand die Trauerfeier für die verſtorbene Schweſter des Reichspräſidenten im Familien⸗ und Freundeskreiſe in aller Stille ſtatt. Die Trauerrede hielt Pfarrer Krummacher. Die Reichsregierung legte einen Kranz mit ſchwarz⸗rot⸗goldenen Schleifen nieder. Ein rätſelhafter Selbſtmord — Berlin, 5. Sept. In der Sprechſtunde des Sanitätsrates J. Hir ſch erſchien am Mittwoch ein etwa 18 jähriges auf⸗ geregtes Mädchen, das erklärte, daß es ſich krank fühle und deshalb um eine Unterf rfſuchung bitte. Auf den Arzt machte es den Eindruck einer Geiſtesgeſtörten. Der Arzt konnte ein körperliches Leiden nicht feſtſtellen. Von dieſer Tatſache wollte die Patientin aber nichts wiſſen, denn ſie zog beim Verlaſſen der Wohnung plötzlich einen Revolver und tötete ſich durch einen Kopfſchuß. Bruch einer Talſperre— Vier Todesopfer — Rom, 5. Sept. An der Talſperre von Tartano bei Como brach beim Schließen des Notauslaſſes die Stütze, ſo⸗ daß ſich das Waſſer unvermutet in ein Dienſtgebäude ergoß, in dem ſich drei Arbeiter und ein Ingenieur befanden. Alle vier fanden den Tod. Tauſend Todesopfer der indiſchen Hochwaſſerkataſtrophe — London, 5. Sept.„Daily Mail“ meldet aus Lahore, über tauſend Meuſchen ſeien bei den Ueberſchwem⸗ mungen im Staate Swat in der Nordweſtgrenzprovinz ums Leben gekommen. Flugzengkataſtrophe in Amerika —Newyork, 4. Sept. Wie bereits berichtet, wurde ſeit geſtern ein Flugzeug mit fünf Paſſagieren und drei Maun Beſatzung vermißt. Nunmehr wird gemeldet, daß das Flugzeng, das den Namen„City San Franeisco“ trägt, in der Nähe von Gallop in Neu⸗Mexiko aufgefunden wurde. Sämtliche Inſaſſen des Flugzeuges waren tot. Augen⸗ ſcheinlich iſt das Flugzeug vom Blitz getroffen worden. 1. * Dr. Curtius ſpricht im Rundfunk. Reichs wirtſchafts⸗ miniſter Dr. Curtius wird Donnerstag abend 19,20 Uhr auf der Deutſchen Welle einen Vortrag über die Verhandlung im Haag halten. Außer Reichswirtſchaftsminiſter Dr. Curtius werden am heutigen Donnerstag auch die Reichsmintiſter Wirth und Hilferding Rundfunkvorträge über die Haager e halten. 5 C 1 1 4 S rene kehr des Donnerstag, den 5. September 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 8. Seite. Nr. 410 Staͤoͤtiſche Nachrichten „Kaſten im Betrieb Hauptſache, daß er in Betrieb iſt! Die Leerungszeiten können Dir Wurſt ſein. So deute ich mir den Inhalt der Auf⸗ ſchrift, die an Stelle der Meſſingſchilder an vielen(ich will mich vorſichtig ausdrücken: vielen) Poſtbriefkaſte angebracht iſt. Zur weiteren Aufklärung ſteht noch dabei, daß das Schild„für einige Tage“ d ur Inſtandſetzung abgenommen ſei. Dieſer Zuſatz iſt nicht ſo überflüſſig, wie man vielleicht anzu⸗ nehmen gleich bet der Hand iſt. Stellen Sie ſich vor, alle Menſchen hätten ein ſo empfindliches Gewiſſen wie der Herr, der auf der Poſt telephonterte und als er einhängte, ſein Zehnerle von dem ſpendabeln Apparat wieder bekam. Jetzt läuft der Arme non Pontius zu Pilatus und will ſeinen Groſchen loshaben, aber keiner nimmt ihn ab, weil er ihn nicht verbuchen kann.(Das könnte die Bilanz der Poſt auf den Kopf stellen!) Die Zeitung befaßt ſich ſchon mit der Frage, nächſtens— wenns wieder ſoweit iſt, der Landtag, Reichstag, ſchließlich der Reparationsagent. Kein Wunder! Wenn alle Deutſchen ſo den Staat betrügen, da können ſich Dawes und Young irrſinnig rechnen und es bleibt beim Dalles des Deut⸗ ſchen Reiches. Alſo, denken Sie ſich: Jeder meldet der Polizei: kaſten dort und dort iſt das Meſſingſchild geſtohlen! Die Polizei würde ja verzweifeln über dieſe Angelegenheit und die Poſt müßte ein Büro einrichten zur Richtigſtellung dieſes Irrtums.„Kaſten im Betrieb“— liber Volksgenoſſe, das muß Dir genügen] Es iſt doch ſchließlich ganz egal, ob Dein Brief noch heute abend weggeht oder erſt morgen mittag. Warum mußt Du das wiſſen? Deine Mitteilung an die Minna(oder Miena), daß Du morgen abend ſie am Waſſerturm erwarteſt, iſt doch nicht ſo wichtig? Oder der Brandbrief an Deinen Käſefabrikanten, daß Du ſchon 4 Tage auf das Paket warteſt!? Wenn Du es wirklich eilig haſt, lieber Freund, und Du weiſt nicht auswendig, wann der Briefkaſten an Deinem Eck geleert wird, dann mußt Du eben zur Poſt gehen, gleichgültig, wie weit es iſt. Außerdem kannſt Du mir leid tun, daß Du Dir die Leerungszeiten nicht aufgeſchrieben haſt. Ein ordentlicher Menſch hat eben Ordnung in allem. Gegen den Vorwurf, daß die„einige Tage“, wte es auf dem drangeklebten Zettel ſteht, ſchon vorbei ſind, muß man die Poſt ebenfalls in Schutz nehmen. Das iſt ein kleiner Druckfehler. Das ſollte ur⸗ ſprünglich heißen„einige Wochen“. Außerdem kommts ja da garnicht drauf an! Lix. Jeier der Zeppelinlandung Die Beflaggung der Stadt anläßlich der glücklichen Heim⸗ hr„Grafen Zeppelin“ von der Weltreiſe ließ ſehr zu wünſchen übrig. Die Staatsgebäude und das Rathaus gingen mit gutem Beiſpiel voran. Die Gefolgſchaft aus den Kreiſen der Bürgerſchaft war recht gering. Die Mannheimer legen hei derartigen Dingen eine eigenartige Schwerfälligkeit an Am Brief⸗ den Tag. Wir wiſſen nicht, ob die zahlreichen Meldungen aus dem Reiche über reiche Beflaggung der Privatgebäude zutreffen. Aber ſoviel iſt wohl ſicher, daß ſie nicht geringer als hier geweſen iſt. In Berlin, wo die Schulferien ſchon zu Ende find, wurden die Kinder auf die Bedeutung der Weltfahrt und die Wichtigkeit der Luftſchtffahrt hingewieſen. Nach der Feier Hatten die Kinder ſchulfrei. In Min chen trugen ſogar die Straßenbahnen Wimpel in den Landes⸗ und Stadtfarben. In Saarbrücken wurden von 112 Uhr ſämtliche Kirchen⸗ glocken geläutet. Schweres Motorradunglück bei Käfertal Geſtern Abend rannte ein Molor rad fahrer in voller Fahrt ein Bierfuhrwerk, das auf dem Wege nach dem Turn⸗ platz der Freien Turnerſchaft Käfertal war, dermaßen an, daß das Fuhrwerk umgeworfen wurde und eine Frau, die neben dem Fuhrmann ſaß, in hohem Bogen auf die Straße flog und erheblich verletzt wurde; der Fuhrmann konnte noch rechtzeitig abſpringen. Der Motorrad fahrer und der Begleiter blieben mit ſchweren Verletzungen liegen. Der erſtere kam unter das Fuhrwerk zu liegen und konnte erſt hervorgezogen werden, als Paſſanten das Fuhr⸗ werk aufrichteten. Die Verunglückten wurden von einem in der Nähe wohnenden Arzt verbunden und dann in einem Privatauto in das ſtädtiſche Krankenhaus verbracht. Dee n Winzers Schtoßgebet Wenn ſo die Sunn jetzt Dag for Dag Vum Himmel runnerbrennt, Hofft jeder Winzer, daß des Johr Der Wein gerode könnt. Daß widder mol was Gutes wachſt, Was Feines kummt ins Faß, Un aach, was mit die Hauptſach is, En Schtummel Geld in d' Kaſſ'. Drum bete alle Winzer heit Zum Schutzherr Kilian: „Sankt Kilian, du hoſcht bis jetzt Dei Schuldigkeit gedan. Sei fürder gnädich uns geſinnut, Mar bidde dich recht ſehr, Führ alles gut zu End un ſchick Kei Regewedder her. Vun ſelwer unſern Wein. Loß jo de Waſſerhahne zu Un ſchenk uns Sunneſchein.“ Zwei Gasexploſionen Beim Reparieren der Gasleitung in der Kunſt⸗ ſtopferei in P 5, 134 entſtand geſtern nachmittag eine ſtarke Exploſion, wodurch die große Schaufenſterſcheibe total zerſplittert unter ſtarker Detonation auf die Straße ge⸗ ſchleudert und Ausſtellungsgegenſtände zerſtört wurden. Der Inſtallateur trug im Geſicht und an den Armen ſchwere Brandwunden davon und mußte ſich ſofort in ärztliche Behandlung begeben. Auch einige Paſſanten wurden durch Glasſplitter verletzt. Die um.06 Uhr alarmierte Berufs⸗ feuerwehr löſchte ſofort die Exploſionsſtelle ab. Der Schaden beträgt etwa 500 /. Um 7,19 Uhr abends wurde die Berufsfeuerwehr nach dem Haufe Schwetzingerſtraße 128 gerufen. Ein Schloſſer, der einen Gasherd unvorſchriftsmäßig anſchloß, verurſachte eine Gas⸗ epploſton. Wohnungsin haber und ein Kind trugen leichte Brandwunden davon. Ein Bett, Fenſter und Vorhänge wurden beſchädigt. Der Schaden beträgt etwa 300 Mark. Tageswärme und Nachtkühle im Schwarzwald Die Spätſommerhitze, die in der Rheinebene die Tempe⸗ raturen bis auf 30 Grad und mehr treibt, hat naturgemäß durch die Oſt⸗ und Südoſtluft auch im Schwarzwald eine kräftige Einſtrahlung und Erwärmung zur Folge gehabt. Die Maximaltemperaturen gehen aber bei weitem nicht an die Höhe, daß man, wie es vielfach dargeſtellt und vermutet wird, von einer anangenehmen Erſcheinung ſprechen könnte. Dafür ſorgt ſchon die tägliche Abkühlung über die Nachtſtunden, die geradezu hervorragende Ausgleichungen ſchafft. Bereits am Spätnachmittag macht ſich dieſer Ausgleich bemerkbar. Die Sommerabende ſind derzeit wunderbar temperiert, ſodaß die Konzerte in den Kurorten ungehindert im Freien ſtattfinden können. Die eigentliche Nachtkühle ſetzt in der Regel nach 9 Uhr ein, wo die abſinkende ſchwerere Luft aus den Höhen ſich in Bewegung ſetzt und die lokalen Fallwinde verurſacht. Dieſe räumen mit einer etwa eingelagerten Heißluft völlig auf und bringen die Morgentemperaturen auf etwa zehn Grad herunter. Die Friſche dieſer Erſcheinungen iſt augen⸗ fällig und für die Erholung ganz außerordentlich wichtig, weil ſie gerade das bringt, was in den Städten in dieſen Tagen vermißt wird: Abkühlung über Nacht. Von einer eigentlichen Hitze im unangenehmen Sinn im Schwarzwald kann jedenfalls nicht die Rede ſein. Vor allem wird die Ein⸗ ſtrahlung nicht darum mißlich empfunden, weil die Luftfeuch⸗ tigkeit ungemein gering iſt, ſodaß keine Schwüle entſteht. Kenner dieſer Verhältniſſe, die Feinſchmecker der Ferien, pil⸗ gern darum jetzt in die Höhen und finden die beſte Erholung. Die Kurorte haben daher nach wie vor eine für die Jahres⸗ zeit erfreuliche und nicht alltägliche Beſetzung aufzuweiſen. 5** * Tätigkeit der Berufsfeuerwehr. Im Monat Augeuſt wurde die Berufsfeuerwehr im ganzen 32 mal alarmiert. In 4 Fällen handelte es ſich um Großfeuer, in 5 Fällen um Mittelfeuer, in 14 Fällen um Kleinfeuer, in einem Fall um Kaminbrand und in 8 Fällen um ſonſtige Hilfeleiſtungen. Mit dem Krankentransportwagen wurden 333 Transporte durch⸗ A. Weber. Der Der N Tl e 30 Jahre Wurſtmarktszeitung Fünfzig Jahre, ein halbes Jahrhundert, ſind vergangen, ſeitdem die erſte Zeitung des Dürkheimer Wurſtmarktes, des größten Volksfeſtes und Weinfeſtes der Pfalz, erſchienen iſt. Es war im Jahre 1879. Die erſte Ausgabe war eine kleine, vierſeitige Zeitung, faſt nur ein Mitteilungsblatt. Es hieß „Der Wurſtmarktsanzeiger“. Im Wandel der Zeiten hat die Wurſtmarktszeitung eine reiche Entwicklung durchgemacht. Nach 1900 wurde ſie acht Seiten ſtark und eine Reihe pfäl⸗ ziſcher Schriftſteller veröffentlichte nun in ihren Spalten Ge⸗ dichte und Aufſätze. Während des Krieges erſchien die Wurſt⸗ marktszeitung nicht. Erſt im Jahre 1924, nachdem die ſchwerſte Zeit der Pfalz überwunden war, kam ſie wieder heraus. In den nächſten Jahren wurde die Wurſtmarktszeitung weiter ausgebaut. Die Jubiläums nummer iſt ein ſtattliches, ſchönes Heimatbuch geworden. Im erſten Teil dieſer Ausgabe wird ſelbſtverſtändlich des Jubiläums gedacht. Das tut in Poeſie und Proſa unſer Dürk⸗ heimer Mundartdichter Karl Fiſcher, der der älteſte Mit⸗ arbeiter der Wurſtmarktszeitung iſt. In ſeinen„Worſcht⸗ zibbl“ erzählt er echte Dürkheimer Geſchichten. Er trifft wie kein anderer den Ton der Dürkheimer Mundart. Karl Rä⸗ der heißt in einem ſchönen Gedicht die Wurſtmarktsgäſte und Leſer willkommen. Lorenz Wingerter, der Speyerer Dich⸗ ter, hat an Stammtiſchen und in vergilbten Blättern pfälziſche Scherze und Anekdoten geſammelt, die ſonſt unbekannt und einzigartig und ſcharf in ihren Pointen ſind. Max Braun, der Kaiſerslauterer, iſt mit einem herrlichen Gedicht auf ſeine Pfälzer Heimat vertreten. Hanns Glückſtein, der Mann⸗ heimer Pfälzer, der in ſeinen Beiträgen durch ſeinen urwüch⸗ ſigen Humor immer feſſelt, hat wieder eine Reihe ſehr netter, luſtiger Mundartgedichte beigeſteuert. Ferner finden wir von ihm einen ausgezeichneten Beitrag pfälziſchen Humors über Namen in der Pfalz. Lina Sommer, die alte verehrte Meiſterin pfälziſcher Mundart, hat eine humorvolle Plauderei geſchrieben, die den Titel„So Sache“ trägt und iſt mit einigen luſtigen und ernſten Gedichten vertreten. Von Hermann Schaefer, dem greiſen Dichter der Herzogmühle, finden wir einige tiefe, lyriſche Dichtungen, die in Form und Sprache ſehr kultiviert ſind. 5 Franz Hartmann, der bekannte pfälziſche Journaltſt und Volksbildner, erzählt einige ſeiner intereſſanten Erleb⸗ niſſe aus der Separatiſtenzeit und ſchildert bisher unbekannte Einzelheiten über die Proklamation der„freien“ Pfalz. Es folgt nun der letzte Teil der Wurſtmarktszeitung, der mit dem Glückwunſch des erſten Bürgermeiſters der Stadt Bad Dürk⸗ heim, Dr. Dahlem, beginnt und ferner zwei Rund ⸗ fragen enthält, die in intereſſanter Weiſe von einer Reihe bekannter Pfälzer beantwortet worden ſind. Die erſte Rund⸗ frage hieß:„Wie denken Sie über den Dürkheimer Wurſt⸗ markt?“ Die zweite Rundfrage wurde den pfälziſchen Schrift⸗ ſtellern, die ſeit Jahren Mitarbeiter der Wurſtmarktszeitung ſind, vorgelegt. Sie ſollten über ſich Perſönliches mitteilen und ſie ſind dem Wunſch auch nachgekommen, indem ſte die Freuden und Leiden ihres Lebens erzählen. Auch äußerlich macht die Wurſtmarktszeitung im Gegen⸗ ſatz zu mancher früheren Entgleiſung, die allzuſehr auf das Motto„Gſuffa“ abgeſtimmt war, einen ausgezeichneten Ein⸗ druck. Das Titelblatt, das drei Mackebacher Muſikanten, echte pfälziſche Wurſtmarktstypen darſtellt, wurde von dem Düek⸗ heimer Graphiker Erich Dolleſchal entworfen, während der bekannte Kaiſerslauterer Graphiker Sep Semar die Beiträge illuſtrierte und für die Wurſtmarktszeitung vier künſtleriſch⸗hochſtehende, vierfarbige Kunſtbeilagen geſchaffen hat. Die Jubiläumsnummer iſt ein echtes, inhaltsreiches Jahr⸗ buch pfälziſchen Volkstums und wird ſicherlich bei allen Pfäl⸗ zern großen Beifall finden. Sie iſt im Verlage der J. Rhein⸗ berger.⸗G., Bad Dürkheim, erſchienen, iſt 72 Seiten ſtark und in allen Buchhandlungen und bei allen Kolporteuren er⸗ hältlich. * * Das 25jährige Geſchäftsjubiläum begeht heute Herr Felix Haag, Inhaber der Bahnhofswirtſchaft, Rheinkaiſtr. 6. * Preußiſch⸗Süddeutſche Klaſſenlotterie. In der Mitt⸗ woch⸗Vormittagsziehung wurden von größeren Ge⸗ winnen ausgeloſt: 2 Gewinne zu je 10 000 Mk. auf Nr. 78 703, 4 Gewinne zu 5000 Mk. auf die Nummern 207071, 252 423 12 Gewinne zu je 3000 Mk. auf die Nummern 92928, 194 212, 261 629, 303 583, 306 328, 341024, In der Nachmittags ⸗ ziehung: zwei Gewinne zu je 10 000 Mk. auf die Nummer 309 027, zwei Gewinne zu je 5000 Mk. auf die Nummer 271 490, vier Gewinne zu je 3000 Mk. auf die Nummern 117 493, 152 732.(Ohne Gewähr.) N 8 2 2 5 2 Zur heutigen Erſtaufführung im Mannheimer Nationaltheater a Den ruſſiſchen Komponiſten Peter Tſchaikowſky kennt das Publikum vom Konzertſgal her viel beſſer als durch die Opernbühne, obwohl er eine ganze Reihe von Bühnenwerken ſchrieb. Nach zwei Jugendopern ldarunter war auch eine „Undine“!), die er vernichtete, errang er mit 34 Jahren ſeinen erſten Opernerfolg mit„Opritſchik“(deutſch:„Der Leib⸗ wächter“). Auch ſein nächſtes Bühnenwerk„Die Pantöffel⸗ chen“ fand Anklang. Die folgende Oper, eine Umbildung der „Jungfrau von Orleans“ für die Geſangsbühne, wurde zu einem Mißerfolg, vor allem auch durch die Unmöglichkeit, aus Johanna und Lionel ein wirkſames Opernliebespaar zu machen. Der große Opernerfolg, der nachhaltigſte in Tſchaikowſkys menſchlich reichem und dennoch tieftragiſchem Leben, war ſein Meiſterwerk„Eugen Onegin“(1881), deſſen Text ihm ſein Bruder Modeſte nach dem Epos von Puſchkin dichtete. In der Geſtalt der Tatjana hat ſeine tiefe, empfindungsvolle Lyrik ihren ſtärkſten Ausdruck gefunden. Seine nächſten Opern, mit denen er weit weniger Erfolg hatte, heißen „Mazeppa“ und„Die Zauberin“; zwiſchen dieſen und ſeinem letzten Opernwerk, dem Einakter„Yolanthe“, entſtand die „Pique Dame, deren Muſik Tſchaikowſky in Florenz ſchrieb. Den Text, der urſprünglich für einen anderen Komponiſten geſchrieben war, verfaßte wiederum Modeſte Tſchaikowſky nach einer Novelle von Puſchkin. Wieweit ſich der Operntext von der Dichtung Puſchkins unterſcheidet, ſoll mit der Würdigung von Tſchaikowſkys Muſik Aufgabe unſeres morgigen Berichts ſein. Nachſtehend möge als Ein⸗ führung eine Wiedergabe des Ganges der Handlung folgen: Ort und Zeit: Petersburg, zu Ende des 18. Jahrhunderts. Erſter Aufzug. Auf der Petersburger Promenade, der Sommergarten genannt, ſieht man in lebhafter Bewegung Spaziergänger, Wärterinnen mit Kindern, die allerh ind Spiele betreiben; Knaben kommen anmarſchiert, ſpielen Sol⸗ daten uſw. Die Offiziere Ezekalinſtn und Sſurin ſprechen über den geſtrigen Spielabend ihren Kameraden Her⸗ mann, der, ohne zu ſpielen, immer nur ſchweigend und be⸗ ochachtend zuſchaue. Er ſelbſt kommt mit Tomſky, auf deſſen Drängen er geſteht, daß er eine vornehme Dame liebe, als armer Offizier aber nicht um ſie werben könne. Fürſt Jeletzky wird von den Kameraden zu ſeiner Verlobung beglückwünſcht, und wie er Liſa, die mit der Gräfin erſcheint, als ſeine Braut vorſtellt, erkennt Hermann erſchreckt in ihr die Geliebte. Als die Damen ſich entfernt haben, erzählt Tomſky von der Grä⸗ fin, die man allgemein Pique⸗Dame nennt, daß in den jun⸗ gen Jahren ihrer Ehe ihr von dem Grafen St. Germain, als ſte all ihr Geld verſpielt habe, um den Preis ihrer Liebe das Geheimnis, immer zu gewinnen, geſagt worden ſei. Hermann ſingt darauf das Lied von den drei Karten, das die Erzählung fortſetzt, wonach der Teufel ihr prophezeit haben ſoll, daß ſie durch den Dritten, dem ſie das Geheimnis der drei Karten verrate, das Leben verlieren werde. Er ſchwört ſich zu, dem Fürſten Liſa zu entreißen und ruft den Gewitterſturm, der ſich erhoben, zum Zeugen ſeines Schwurs an. Das nächſte Bild ſpielt im Zimmer Liſas, die mit ihren Freundinnen zuſammen iſt. Mit Pauline gemeinſam ſingt ſie ein idylliſches Duett, dann ſingt dieſe allein eine rührende Romanze, die ihr aber zur Verlobungsfeier ſelbſt ungeeignet erſcheint, da Liſa ohnehin wenig heiter iſt. So ſtimmt ſie mit dem Chor ein ausgelaſſenes, im Volk der Steppe verbreitetes Tanzlied an. Entſetzt ſtürzt die Gouvernante herein und ge⸗ bietet Ruhe. Die Freundinnen entfernen ſich. Liſa bleibt allein; träumeriſch an den Pfoſten der Veranda gelehnt, denkt ſtie an Hermann, deſſen Bild neben dem ihres Verlobten auf⸗ ſteigt. Und nun ſteht er plötzlich leibhaftig vor ihr, um Ab⸗ ſchied zu nehmen. Sie will ihn nicht hören, doch er droht, ſich zu töten, und ganz im Bann ſeiner Liebesworte, vermag ſte nicht ihn abzuweiſen. Als die Gräfin naht, verbirgt ſich Her⸗ mann, und nach ihrem Weggang ſetzt er ſein Werben fort, bis Liſa ſagt:„Ich bin dein.“ 5 Zweiter Aufzug: In einem vornehmen Hauſe iſt Maskenball, an dem auch die Offiziere teilnehmen. Als der Fürſt mit Liſa allein iſt, bittet er ſie, die ſich ſeiner Zärtlichkeit entzieht, ihm Vertrauen zu ſchenken, ihm zu ſagen, was ihr Herz beſchwert. Doch ſie ſchweigt, Ein Schäferſpiel wird auf⸗ geführt, in dem Chloe vor die Wahl zwiſchen dem reichen, dreiſt begehrenden Plutus und dem ſchüchternen, armen Daphnis geſtellt wird. Sie wählt Daphnis, und Fortuna, Amor und Hymen ſegnen den Bund. Danach gibt Liſa heim⸗ lich Hermann den Schlüſſel zum Schlafgemach der Gräfin, durch das er um Mitternacht zu dem ihrigen kommen ſoll. Der feierliche Eintritt der Kaiſerin beendet die Szene. Das folgende Bild zeigt das Schlafzimmer der Gräfin mit deren Jugendbild. Hermann kommt, noch unentſchloſſen, ob er bleiben oder gehen ſoll; von dem Bildnis gebannt, bleibt er und verſteckt ſich. Die Dienerſchaft geleitet die Gräfin zur Nachtruhe. Während ſie ſich im Nebenzimmer umkleidet, heißt Liſa ihr Kammermädchen Wache halten. Im Nachtgewand zu⸗ rückkommend, ſetzt ſich die Gräfin in den Lehnſtuhl und ſpricht von ihren Erinnerungen an die früheren Hoffeſtlichkeiten, als ſie dem Könige vorſingen mußte. Noch weiß ſie die Romanze aus Gretrys„Richard Löwenherz“ auswendig und ſingt ſte, bis ſte endlich entſchlummert. Hermann tritt zu ihr hin, ſie wacht erſchreckt auf und hört, wie er ſie anfleht, ihm die drei Glückskarten zu nennen. Ihre hartnäckige ſtumme Weigerung verſetzt ihn in Wut, er droht mit der Piſtole. Abwehrenb fällt ſte tot in den Seſſel zurück. Liſa kommt und ſinkt an der Leiche nieder. Hermann ſagt, daß er es nicht gewollt, nur die Karten ſollte ſie ihm nennen. Liſa, ſchmerzlich enttäuſcht, daß er nicht ihrer Liebe, ſondern des Spieles wegen gekommen, weiſt ihn hinaus. Dritter Aufzug. In ſeinem Kaſernenzimmer Iieſt Hermann Liſas Brief, in dem ſie ihren Verdacht zurücknimmt und ihn für die Nacht an die einſame Newabrücke beſtellt. Er wird dauernd von Wahnvorſtellungen verfolgt, glaubt noch immer die Trauergeſänge bei der Beiſetzung der Gräfin zu hören. Da klopft es ans Fenſter, er will fort, aber der Geiſt der Toten erſcheint und neunt ihm die drei Karten: Drei, Sieben, Aß. In ſchauerlicher Freude über den Beſitz des Ge⸗ heimniſſes tanzt er umher und macht ſich zum Weggehen fertig. Das folgende Bild ſptelt am Kanalufer am Winterpalats. Große Szene der Liſa, die unter Schmerzen und Zweifeln Hermann erwartet. Enblich nach Mitternacht kommt er, und Liſa ſinkt in ſeine Arme. Aber Hermann iſt wie von Wahnſinn ergriffen. Nach kurzem Austauſch von Liebes worten denkt er nur noch an das Spiel, an die drei Karten. Vergebens be⸗ (Fortſetzung auf Seite 5) . Richard Dornseiff Oberſpielleiter(Schauſpiel) „Ich bin ein Findelkind— ſo weiß ich ungefähr nichts von mir. Als ich eines Tages aus langem Jugendtraum erwachte — war ich am Theater. Früher wurde ich ſehr gequält von meinen Regiſſeuren, was ich nie begriffen habe, aus Rache quäle ich heute die mir anvertrauten Kollegen, bis aufs Blut! 5 Was ich erwarte?— Alles! Wie mir Mannheim gefällt?... ſobald ich einſtens eine Wohnung haben werde und nicht mehr 600 Kilometer getrennt leben muß von meiner Familie, glaube ich groß⸗ artig. Es ſind nette Menſchen, die Manne⸗ mer— aber— aber, ich habe vorerſt noch zu wenig davon, bin noch zu abgehetzt durch die faſt ausſichtsloſe Wohnungsſucherei.“ von Mannheim Boris Greverus „In Rußland bin ich geboren, aber in Deutſchland aufgewachſen. Soeben habe ich meine Studien bei Grenzebach in Berlin dem Lehrer von Frau Bindernagel, beendet. Vielleicht hat er etwas von meiner Bega⸗ bung gehalten; denn er nahm mich als Frei⸗ ſchüler. Die berühmte Bühne des Mann⸗ heimer Nationaltheaters werde ich jetzt in einer Rolle betreten, die mir durch meine Geburt naheliegt, als Hermann in Tſchai⸗ kowfkys„Pique Dame“, Vielleicht werde ich auch dieſe Partie demmnächſt in der großen Oper in Moskau ſingen können, in depen Konzertfſaal ich im April dieſes Jahres als Soliſt aufgetreten bin. Ich hoffe von der Mannheimer Bühne, daß ſie der richtige Boden für meine künſtleriſche Ent⸗ wicklung ſein wird und daß ich das Ver⸗ trauen meiner Freunde rechtfertige, die von meiner Zukunft das erwarten, was ich mir heute, am Anfang meiner Laufbahn, wur wünſchen kann.“ 5 Werner Mäckel „Mannheim iſt mein zweites Engage⸗ ment. Nachdem ich in Leipzig meine Ge⸗ angsſtudien abſolviert hatte, war ich in Liegnitz als lyriſcher Tenor tätig; ich darf agen mit gutem Erfolg. Nach Mannheim hat man Operettentener geholt und ich ſchon, im„Vetter von Dingsda“ Mannheimer Publikum zu treten. Bis fetzt habe ich eifrige Geſſpiele im 5 Mannheimer ee gegeben. und wenn i leſig e erſriſchend mich als freue mich vor das Edit Maerker „Meine Laufbahn iſt erſt kurz und des⸗ halb ſchnell beſchrieben. Ich bin Schülerin einer wohl in Mann⸗ heim noch gut bekannten Sängerin, der jetzt in M agdeburg lebenden Hermine Rabl. Im Jahre 1920 begann ich meine Bühnentstig⸗ keit in Königsberg als„Tosca“. Meine zweite Rolle war„Aida“. Auf dieſes Auf⸗ treten hin bin ich nach Wiesbaden an das Staatstheater engagiert worden, dort war ich von 1921 bis jetzt. Ich gaſtierte während⸗ deſſen in beiden Berliner Opernhäuſern, der Dresdner Staatsoper, Frankfurt, Köln, Barcelona ete. Ich hoffe, mich in Mannheim recht wohl fühlen zu können und dieſelbe Anerkennung zu finden wie in den Orten meiner bis⸗ herigen Tätigkeit.“ Eva Fiebig „Ich fing an, mich mit 14 Jahren als einzige Schülerin von Helene Thimig auf den Schauſpielerberuf vorzubereiten. Nach der Abſchlußprüfung im Lehrerinnenſeminar ſtartete ich 10 Tage ſpäter mein erſtes En⸗ gagement an den Kammerſpielen München als jugendl.⸗komiſche Type. Steinrück fand meine Begabung tragiſch(oder meine tra⸗ giſche Begabung] und verpflichtete mich, 18⸗ jährig, an das Münchener Nattonaltheater als Sentimentale, ein Jahr darauf kam ich nach Berlin zu Reinhardt. Da kam die Inflation und damit reizvolle Angebote in valutaſtarke Länder, ſodaß ich mich 3 Jahre im Ausland(Rumänien, Südamerika und Newyork) als Kulturträger für deutſche Kunſt fühlte und dem ſprichwörtlichen Wandertrieb des Bühnenmenſchen huldigte. Ich habe gute Gründe, anzunehmen und zu hoffen, daß auch in Mannheim meiner darſtelleriſchen Energie und Beſeſſenheit ein entſprechender Spielraum eingeräumt wird, auf daß ich bald zu meinen letzten und ernſt⸗ hafteſten Möglichkeiten gelange, zu meiner, ſeiner(des Intendanten und Regiſſeurs) und Eurer Freude(des Publikums).“ Trude Hoch- Schönleber „Ich habe in Stuttgart letzten Winter bei Kurt Junker ſtudiert. Hauptwunſch: Die Bekanntſchaft mit den Brettern dieſen Winter recht oft und gründ⸗ lich zu machen. Nebenwunſch: Viel Sport treiben und viel friſche Luft ſchnappen. Für Beides iſt ia in Mannheim beſtens geſorgt.“ Annemarie Schradiek „Eigentlich habe ich ſehr wenig zu er⸗ n Ziemlich einfach war es, daß ich an die Bühne kam. Mit vierzehn Jahren hatte ich ſchon die feſte Abſicht, aber— die Eltern — begeiſtert waren ſie nicht gerade von meinem Plan und es hat noch ein paar Jahre gedauert und manchen Krach gegeben, bis ſie mir endlich die Erlaubnis gaben. Unterricht zu nehmen. Jetzt möglichſt ſchnell ins Engagement und ſpielen Dürfen viel ſpielen, alles ſpielen! Ins Engagement kam ich wohl nach einem Jahr Unterricht, aber— auf viele meiner Rollen mußte ich mich auf ſpäter vertröſten. Und was ich mir nun von meiner jetzigen Tätigkeit verſpreche— nein, verſpreche nicht — aber herrlich wärs, wenn alle meine „Wunſchrollen“ drankämen!“ Margarete Klose „Mein Weg führte mich über das Stadt⸗ theater Ulm a. D. hierher nach Mannheim, wo ich als Altiſtin verpflichtet wurde. Ich ging dann auf ein Jahr an das Stadttheater Kaſſel, wurde jedoch bereits im März 1928 von Herrn Intendant Sioli wieder für das hieſige Nationaltheater als erſte Altiſtin verpflichtet. Inzwiſchen wirkte ich mit gro⸗ ßem Erfolge bei einer Feſtaufführung von Wagners„Triſtan“ in Bayreuther Beſetzung unter Leitung Hößlins in Elberfeld als Brangäne mit, ſang unter Leitung des Münchener Staatskapellmeiſters Elmendorff bei den Feſtſpielen in Coburg ebenfalls die Brangäne und wurde dann für die Wagner⸗ Feſtſpiele in Paris verpflichtet, wo ich mit den Alt⸗Partien des Ringes große Erfolge hatte. 0 Ich bin ſehr gerne nach Mannheim zu⸗ rückgekehrt und ich freue mich auf die ſchönen Aufgaben, die mir hoffentlich in reichem Maße zuteil werden und mich in meiner Laufbahn aufwärts führen.“ Nora Laudelich „Stelle mich vor: Nora Landerich, Aus Deſſau in Anhalt komme ich, Fünf Jahre hab ich dort geſungen, 5 Teils kleinen, auch großen Erfolg errungen. Ich komme mit Bangen und etwas Mut— Und denke mir, hoffentlich wird es gut, Kriegſt Rollen, wirſt nicht enttäuſcht zu ſehr, Enttäuſcht das Publikum nicht noch viel mehr. Sie leſen das und denken ſich, Dichten, ſo ſcheint es, kann ſie nicht. it dem e den, la, A0 gehts eben ſchlecht, Eugen Jochum Erſter Kapellmeiſter „Ich habe von 1922 bis 1925 in München ſtudiert, war 1025 Korrepetitor und Kapell⸗ meiſter in München ⸗ Gladbach, ging von dort nach Kiel, zuerſt als zweiter und ab 1927 als erſter und leitender Kapellmeiſter der vereinigten Städtiſchen Theater in Kiel. Von 1926 bis 1928 leitete ich daneben die Chorkonzerte des Chorvereins in Kiel (IX. Beethoven, Schöpfung, Herakles u..). 1928 bis 1929 dirigierte ich als Nachfolger Edwin Fiſchers die Symphoniekonzerte des Vereins der Muſikfreunde in Lübeck; außer⸗ dem leitete ich während 97 letzten Jahre Symphontekonzerte u. a. in München, Augs⸗ burg, Nürnberg, Königsberg, Duisburg. Ab Herbſt 1930 bin ich für drei als Generalmuſikdirektor nach Duisburg verpflichtet.“ Erich Musil „Am 29. Oktober 1905 geboren, bin Wiener. Eines Tages Beſuch bei Direktor Dr. Beer in Wien. Sprach vor und gefiel. Er wollte mich ausbilden. Großer häus⸗ licher Krieg: Mutter dagegen, Vater dafür. Vater ſiegte diesmal. Wurde Beers Schüler. Zwei Jahre Ausbildung, ein Jahr Reichen⸗ berg. Spielte dort— 20 Jahre alt— Egmont, Jaſon mit langen Bärten, auf daß ich männlich wirkte. Dann zwei Jahre Bern. Max Piccolomint, Urfauſt, Ferdi⸗ nand, Claudio uſw. Als Poſa ſah mich In⸗ tendant Sioli. Anſtellungsgaſtſpiel als Fer⸗ dinand führte zu Vertragsabſchluß mit Mannheim. Ich war ſtolz, mit 23 Jahren für erſtes Fach an eine der bedeutendſten Bühnen verpflichtet zu ſein. Für die Hof⸗ mannsthal⸗Gedenkfeier in Salzburg wurde mir neben Alexander Moiſſi eine Haupt⸗ rolle übertragen. 5 Was ich mir von Mannheim erhoffe? Eine Fülle großer Rollen! Ich will zeigen, was ich kann und will verſuchen, mich zu vervollkommnen. Ich hoffe, man wird in Mannheim mit mir zufrieden ſein und ich werde mit Mannheim zufrieden ſein können.“ Malter Riessland Volontärzeit am Landes⸗ theater in Stuttgart, Studium bei Staats⸗ ſchauſpieler Fritz Wiſten, wurde ich von Herrn Intendant Sioli an das hieſige Na⸗ tionaltheater verpflichtet. Ueber meine ſeitherige künſtleriſche Tätig⸗ keit kann ich alſo leider noch nichts berichten, „Nach 2jähriger da ſie während der Schülerzeit am Landes⸗ theater Stuttgart nur Vorbereitung für die 1 beginnende. war.“ Jahre. 1 N* — N rer cc 2 E K r hren, Aa ran e 0 K e . * Heidelberg, „Donnerstag, den 5. September 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) „ . Nr. 410 Aus dem Lande Tödlich verunglückt Bere i 4. Sept. Hier wurde geſtern der Bierwagen⸗ ö 8 arl Zim m ermann aus Karlsruhe beim Einfahren Eines Laſtkraftwagens in den Hof einer Bierniederlage derart a Haus gedrückt, daß er ſchwer verletzt ins Kranken⸗ haus kam. Dort iſt er einige Stunden nach der Einlieferun e S der Einlieferun geſtorhen. 8. 8 Ein guter Frühherbſt in Unterbaden Bruchſal, 2. Sept. Der diesjährige Frühherbſt ver⸗ ſpricht außerordentlich gut zu werden. Der Portugieſer, der Feuptſäihlich in den guten Weinlagen von Rauenberg, Mal⸗ ſchenberg und Malſch als Frühgewächs gebaut wird, färbt ſich allmählich dunkel. Der Behang iſt faſt durchweg gut. Im jeslocher, Peg i 77 f 5 Ja Wieslocher Rebbaugebiet ſind in dieſem Jahre die Wurm⸗ krankheiten kaum aufgetreten, ſodaß die Trauben recht üppig ausſehen. Die vier gebauten Spätſorten, wie Tokayer, Ries⸗ Uing, Elbling, Burgunder, Sylvaner und Taylor werden in 5 Dis 6 Wochen ebenfalls einen quantitativ und qualitativ aus⸗ gezeichneten Spätherbſt zeitigen. Brand eines landwirtſchaftlichen Lagerhauſes 5 Bretten, 4. Sept. Heute früh brach aus noch unbe⸗ kannter Urſache im Lagerhaus der Landwirt ſchaft⸗ Li chen L agerhaus G. m. b. H. ein Brand aus. An eine Löſchung des Feuers, das in den rieſigen Getreidevor⸗ räten reiche Nahrung fand, war gar nicht zu denken und ſo mußte ſich die Feuerwehr auf die Lokaliſierung des Brandes beſchränken. Innerhalb kurzer Zeit ſtürzte die weſtliche Giebelfront des Brandherdes ein, wobei ſich einige Feuer⸗ wehrleute nur noch mit knapper Not zu retten vermochten. Der Schaden läßt ſich zahlenmäßig noch nicht ausdrücken dürfte aber ſehr groß ſein.. Beim Spiel erſchoſſen Gausbach(Murgtal), 4. Sept. Am Montag vormittag ſpielte im Wohnhaus des deſſen ſiebenjähriges Söhnchen mit einem Walzenrevolver. Die Waffe entlud ſich und das Geſchoß drang dem Jungen durch den Leib. Er wurde ſofort operiert, doch konnte das Kind nicht mehr gerettet werden und ſtarb am Dienstag morgen. Im Paddelboot bis nach Rotterdam RNonſtanz, 3. Sept. Am 11. Auguſt ſtarteten in Konſtanz wei junge Paddler, Gertrud Oſtermaier und der Muſik⸗ ſtüdent von Weede, zu einer Paddelfahrt nach Rotterdam. . ſind den ganzen Rhein hinutergefahren und haben Rot⸗ dam am 29. 8, glücklich erreicht. N „ cch. Hockenheim, 4, Sept. Der von hier ſtammende Martin Klenk, der nach beendeter Lehrzeit als Wagner im Alter won 18 Jahren im Jahre 1883 nach Amerika auswanderte, iſt wach 46jähriger Abweſenheit zum Beſuch in ſeiner Vaterſtadt eingetroffen. Der Ausgewanderte lebt im Staate Ohio, in der Stadt Sanduſky, wo er nach ſeiner Amerikareiſe bei Ver⸗ Nach ſeiner Heirat wandten in ſeinem Handwerk arbeitete, mttt einer Amerikanerin übernahm er das Geſchüft, das ſich mit der Herſtellung von Karoſſerien für Automobile befaßt, Er hat es im ſelbſt und beſchäftigte dort etwa 25 Arbeiter. Laufe der Zeit zu Anſehen und Wohlſtand und ſeinen Betrieb durch Fachkenntnis und Fleiß auf eine bedeutſame Höhe ge⸗ bracht. Klenk gedenkt einige Zeit hier in ſeiner Vaterſtadt zu blethen. * Mudan, 4. Sept. Ein Radfahrer fuhr in dem benach⸗ barten Uenglext ſo ſtark auf eine Mauer auf, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte wurde von Paſ⸗ ſanten aufgefunden. * Kirchen(Amt Lörrach), 4. Sept. Gin in den Zöoer Jahren ſtehender Kaufmann Hertrich, Inhaber eines Kon⸗ fektionsgeſchäftes, fuhr am Mittwoch abend mit ſeinem Motorrad auf der Straße zwiſchen Fiſchingen und Kirchen. Ein entgegen kommendes Auto, das nicht abgeblendet hatte, vaunte mit voller Wucht gegen das Motorrad. Durch den Anprall wurde Hertrich der linke Fuß weggeriſſen. Der Automobiliſt fuhr, ohne ſich um ſein Opfer zu kümmern, weiter. In der Nähe hauſende Zigeuner brachten ihm die erſte Hilfe und bemühten ſich um den Schwerverwundeten. Das aufgefahrene Auto dürfte nicht ohne erhebliche Beſchädi⸗ gungen davongekommen ſein und ſicherlich auch Blutſpuren aufweiſen, ſodaß der unmenſchliche Autofahrer bald gefaßt werden kann, N 8 5 85 Fabrikarbeiters W. Mungenaſt N Verſchärfung der Verkehrsbeſtimmungen in Heſſen * Darmſtadt, 3. Sept. Da die Verkehrsunfälle in jüngſter Zeit ſtark zunehmen, hat der heſſiſche Min iſter des Innern verſchärfte Maßnahmen zur Ver⸗ kehrs überwachung angeordnet. Sie beziehen ſich auf die Kontrolle von Führer und Fahrzeug, auf die Einhal⸗ tung der Verkehrsvorſchriften, insbeſondere die vorgeſchrie⸗ benen Geſchwindigkeiten, die Vermeidung von Beläſtigungen durch Geräuſch, Rauch, Dampf und üblen Geruch, ſowie über⸗ haupt die Einhaltung der Fahrordnung durch 1 3 3 ä Aus der Pfalz Weinverſteigerung zu Wachenheim * Wachenheim, 3. Sept. Die heutige Wein verſteige⸗ rung der Winzergenoſſenſchaft Wachenheim blieb weit hinter dem in voriger Woche in Kallſtadt durch⸗ geführten Ausgebot zurück. Der Handel hatte offenbar den wenigen Bedarf ſchon gedeckt und war heute nur mit ge⸗ ringen Aufträgen erſchienen. Der Verlauf des Ausgebotes war darum ſchleppend. Von 43 Nummern wurden 13 zurück⸗ gezogen. Die Preiſe konnten befriedigen. Ausgeboten wurden 5 Stück und 2 Halbſtück 1827er, 28 Stück und 10 Halbſtück und 4 Viertelſtück 1928er Weißweine. Der Preis ſtellte ſich für 1000 Eiter 1927er auf 1160—1890, für 1928er auf 11003030 Mark. Tragiſcher Todesfall * Kirrweiler, 4. Sept. Eine Frau Dorn aus Staudern⸗ heim, die gelegentlich der Kirchweihe hier zu Beſuch war ge⸗ riet unter ein Auto. Die Frau hatte einem anderen Auto ausweichen wollen. Den Führer des Wagens ſoll keine Schuld treffen. Die bedauernswerte Frau zog ſich ſo ſchwere Ver⸗ letzungen zu, daß der Tod ſofort eintrat. * * Frankenthal, 8. Sept. Frau Peter Philipp Wwe. feierte geſtern ihren 95. Geburtstag. GD Neuſtadt a.., 2. Sept. Die vielen Touriſten wohl⸗ bekannte Welſch.⸗Terraſſe lein Geſchenk des verſtorbe⸗ nen Pfarrers Dr. Welſch in Haardt an die Stadt Neuſtadt a..) iſt auf Betreiben des Bürgermeiſters Ernſt von der Stadtverwaltung vollſtändig umgebaut worden. Früher ſtand da ein kleiner Ausſichtsturm und dahinter ein zierlicher Pavillon mit bunten Scheiben ſonſt aber Rebengelände und Obſtanlagen, die der Allgemeinheit nicht zugängig waren. Heute iſt das alles verſchwunden. Zwei Ausſichtsterraſſen von 600 und 1000 Am. Umfang ſind erſtanden und werden umrahmt von ſanftanſteigenden Spazierwegen, die ſich durch gärtneriſche Gruppenanlagen mit den herrlichſten Blumen und exotiſchen Zierſträuchern hindurchſchlängeln. An beſon⸗ ders ausſichtsreichen Punkten ſind Bänke zum Ausruhen ein⸗ geordnet. In die größte untere Terraſſe wurde eine voll⸗ ſtändige Wohnung für den Anlagewärter eingebaut. Kinder⸗ ſpielplatz und Planſchbecken vervollſtändigen die Anlage, zu der jetzt drei Eingänge von Oſt, Nord und Süd führen. In einigen Wochen dürfte die Anlage vollſtändig ſein, voraus⸗ geſetzt, daß die Differenzen mit den Arbeitern, die zu einer Geſamtentlaſſung geführt haben, wieder bald beſeitigt werden. Die neue Welſchterraſſe, an der ſeit April vorigen Jahres hauptſächlich mit Arbeitsloſen gearbeitet wird, iſt nun eine der ſchönſten Sehenswürdigkeiten unſerer Stadt. Nachbargebiele * Schlatt(Hohenzollern), 3. Septbr. Am Ortsausgang von Schlatt nach Jungingen ereignete ſich am Samstag mit⸗ tag ein ſchwerer Autpunfall. Ein Tübinger Auto, das beim Ueberholen eines anderen Kraftwagens zu weit links fuhr, ſtürzte den Abhang hinunter. Von den Inſaſſen wax eine Dame ſofort tot, während der Führer des Autos einen Beckenbruch und ſchwere innere Verletzungen erlitt. Es be⸗ ſteht kaum Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten. Ein dritter Inſaſſe konnte noch rechtzeitig abſpringen und trug nur leichte Verletzungen davon. D 1 2 eee Dee ſämtliche Eine Tote, ein Schwerverletzter bei einem Autounglück Wagenbenutzer. Der Miniſter hat ferner angeordnet, daß im Rahmen der Maßnahmen zur Verhütung von Verkehrsunfäl⸗ len auch eine Unfallſtatiſtik zur Klärung der Urſachen durch⸗ geführt. Die Vorbereitungen ſind bereits getroffen. Da Heſſen ein Land mit ſehr ſtarkem Kraftfahrzeug⸗Durchgangs⸗ verkehr iſt und da die Verkehrszählung auch eine erhebliche Verkehrsdichte aufweiſt, dürfte die Unfallbekämpfung in ganz Deutſchland aus einer guten heſſiſchen Statiſtik über die Un⸗ fallurſachen beträchtlichen Nutzen ziehen. Rekordtage in Autounfällen * Mainz, 3. Septbr. Der Zuſtrom der deutſchen Auto⸗ mobiliſten nach Mainz am Samstag bis Montag hat eine wahre Rekorödziffſer an Autounfällen hervor⸗ gerufen. Im ganzen wurden in der Umgebung von Mainz 18 mehr oder weniger ſchwer Verletzte und drei Tote ge⸗ zählt. Allerdings werden die Toten nicht auf Autounfälle zurückgeführt, die mit der A. D. A..⸗Jahrt in Verbindung ſtehen. Geſtorben ſind zwei Perſonen aus Vororten von Mainz, die mit Radlern und Auto zuſammenſtießen. Schwer verletzt wurden einige Paſſanten am Nordausgang der Stadt, während die übrigen Unfälle meiſt auf Zuſammenſtöße mit Motorrädern und Fahrrädern zurückzuführen ſind. Todesſprung vom Ausſichtsturm * Bab Nauheim, 4. Septbr. Ein 15jähriger Bäcker lehrling aus Rodheim v. d. H. ſprang geſtern nachmittag in ſelbſtmörderiſcher Abſicht vom Ausſichtsturm auf dem Johannisberg. Mit ſchweren Schädelverletzungen und meh⸗ reren Knochenbrüchen wurde er ins Krankenhaus eingeliefert, wo er, ohne das Bewußtſein wieder zu erlangen, nach zwet Stunden ſtar b. Der Grund zu dem Tadesſprung iſt un⸗ bekannt. N * * Nierſtein, 4. Septbr. Hier rannte ein anläßlich der Kirchweihe hier zu Beſuch weilendes dreijähriges Mädchen in ein Lieferauto. Obwohl der Fahrer ſofort den Wagen zum Stehen brachte, wurde das Kind überfahren und ihm dabei der Bruſtkorb eingedrückt. Es ſtarb bald darauf. * Frankfurt a.., 4. Sept. Heute früh ereignete ſich au der Landſtraße zwiſchen Vilbel und Bergen ein ſchwerer Autounfall. Der Lieferwagen einer Seltersfirma aus Vilbel überſchlug ſich und wurde gegen einen Baum geſchleudert. Hierbei wurde der 21 Jahre alte Waſſerhändler Friedrich Klöß, der als Chauffeur den Wagen leitete, getötet, während einer der beiden Mitfahrer leichte Verletzungen er⸗ litt. Das Auto wurde zertrümmert. * Bad Homburg, 4. Sept. Ein angeſehener„ Bürger und ſeine einzige Tochter, die ſchon ſeit längerer Zeit von einem ſchweren Gemütsleiden heimgeſucht war, ſind gemeinſam in den Tod gegangen. Der Beweggrund der Tat dürfte wohl die Unheilbarkeit des Leidens der Tochter ge⸗ weſen ſein. * Straßburg, 4. Sept. Der 15 Jahre alte Metzgerlehrlin Friedrich Woltz wurde zwiſchen den beiden Eiſenbahnbrücken am Weißturmtor von einem Zuge der Straßenbahn erfaßt und auf den Bürgerſteig geſchleudert. Den erlittenen ſchweren Verletzungen iſt er alsbald erlegen.— Unterhalb der Markholzheimer Schiffbrücke wurde die Leiche des 26 Jahre alten Leonhard Schlecht aus Steinenſtadt, Amt Müllheim, der am 14. Auguſt beim Baden ertrunken war, aus dem Rhein geländet. Schluß des redaktionellen Teils Zur Gesundhaltung! 3 1 5 S169 Peter Rixius 6. m. b.., Mannheim, fel. 26796 u, 97 Wilhelm Müller jun., U 4, 25, Fernsprecher 21586 müht ſich Liſa, ihn zu halten, er ſtößt ſie von ſich und läuft fort, Viſa in ihrer Verzweiflung ſtürzt ſich in die Newa. Im Spielhauſe ſind die Offiziere beim Pharao, an dem ſich auch der Fürſt beteiligt. In der Pauſe ſingt erſt Tomſky ein heiteres Lied, dann ſtimmen alle den Bundespfalm au. Als das Spiel wieder begonnen, kommt Hermann bleich und verſtört und ſetzt vierzigtauſend Rubel auf eine Karte und ge⸗ winnt auf die Drei, dann das Doppelte auf die Sieben. Der Bankier weigert ſich weiterzuſpielen, nur der Fürſt nimmt die Partie auf. Hermann setzt ſiegesgewiß den ganzen Gewinn auf die nächſte Karte, als er ſie aber wendet, hat er nicht das Aß, ſondern die Pique⸗Dame in der Hand, und mit Entſetzen erblickt er wieder den Geiſt der Gräfin, die ihn grinſend an⸗ ſteht. Die Hexe verfluchend, erſticht ſich Hermann. Sterbend bittet er den Fürſt um Verzeihung, In Verzückung glaubt er Liſa engelgleich vom Himmel herabſchweben zu ſehen und ſinkt tot zurück. Neue Mitglieder des Nationaltheaters. Wir veröffent⸗ lichen in dieſer Ausgabe zwölf Bilder neuer Mitglieder des Nationaltheaters mit kurzen, von den Künſtlern ſelbſt ver⸗ faßten Begleitworten, um die wir ſie gebeten haben. Die Bilder ſtammen aus folgenden photographiſchen Ateliers: H. Haas, Hamburg(Oberſptelleiter Dornſeiff und Annemarie Schradiek), Paul Schäfer, Wiesbaden(Edit Maerker), Land⸗ ſchek, München⸗Gladbach(Kapellmeiſter Jochum), Zimbler, Wien(Erich Muſil), Geo Kerner, Bamberg(Eva Fiebig), Nehrdich, Kaſſel(Margarete Kloſe), O. Hartmann, Berlin⸗ Karlshorſt(Boris Greverus), E. Hoeniſch, Leipzig(Werner Mäckel), Balluf, Stuttgart(Trude Hoch⸗Schönleber), B. Hein⸗ zel, Graz(Nora Landerich), O. Eiſenſchink, Stuttgart(Walter Rießland). Der Konkurrent Was ſoll der Junge werden? Dieſe bange Frage lag auch auf den Lippen von Thomas Mann, als er ſeinen ſech⸗ zehnjährigen Sohn Klaus betrachtete; nicht ganz ohne Wohl⸗ wollen und Stolz. Pianiſt? Das wäre wohl das richtigſte Aber ſchon nach drei Wochen kam ein Brief des Lehrers: Der Sohn Klaus müſſe Monate nehmen, Stunden hätte wenig Sinn. 5 Er wurde dann Schriftſteller. Verliner Theater Von Oscar Bie Die Première von„Happy End“ im Theater am Schiffbauer damm war ſehr unangenehm. Es iſt ein Aufguß nach der„Dreigroſchenoper“, die in dieſem Hauſe ihren großen Erfolg gehabt hat. Es iſt eine ähnliche Szenerie, es ſind ähnliche Geſänge von Brecht und Weill ein⸗ gefügt nach dem typiſchen wirkſamen Schema dieſer modernen Gattung und es iſt auch ein ähnliches Verbrechermilieu. Es handelt ſich um einen Zuſammenſtoß in Chicago zwiſchen den Verbrechern und der Heilsarmee, wobei ein Heilsmädchen rührende Taten der Menſchlichkeit vollbringt, ſodaß die Ver⸗ brecher zuletzt ihr bisheriges Leben abſchwören und weih⸗ nachtliche Buße tun. Angeblich iſt das Stück aus dem eng⸗ liſchen überſetzt, es ſcheint aber gans für die Erfolgsſphäre dieſes Theaters zurecht gemacht zu ſein. Als Drama iſt es ſehr ſchwach, arm und dünn, ſogar langweilig. Als Tendenz wird es zugeſpitzt: nämlich daß dieſe Verbrecher gar nichts wären gegen die großen Verbrecher der Weltfinanz. Dieſes zündete zum Schluß die Oppoſition, einer aus dem Publikum beſchimpft die Republik, es erhebt ſich ein Lärm, in dem das Ende des Stückes untergeht. Der etwas demonſtrative Bei⸗ fall, der die erſten Szenen begleitet hat, auch auf die an ſich gute Aufführung hin und die Leiſtung des komplizierten Ver⸗ brechers Homolka und des rührend unbefleckten Heils⸗ mädchens Carolg Neher, dieſer Beifall iſt dadurch problematiſch geworden. Das Stück von Geraldy und Spitzer„Der Un⸗ widerſtehliche“ in den Kammerſpielen iſt ſchon ange⸗ nehmer. Paulſen, ein Don Juan, wird von einer zarten Dame Mosheim beauftragt, ein Verhältnis mit der Theaterdiva Mewes zu beginnen, weil die Mosheim weiß, daß ihr Mann Gründgens mit eben dieſer ein Verhält⸗ nis hat, das ſie trennen möchte. Das Kreuzſpiel der Intrigen verläuft etwas anders als gedacht, gibt aber Gelegenheit zu reizenden und dankbaren Szenen, von denen die zweite ſogar in einer verführeriſchen Theatergarderobe ſpielt. Gründgens als Regiſſeur erreicht einen wirklichen kammerſpielhaften Ton, in den ſich die kultivierten Perſönlichkeiten dieſer Dar⸗ ſteller mit einer gewiſſen Gedämpftheit nicht all zu heftig ausgeben. In ſolcher Diſtanz verliert ſich der etwas alt⸗ 5 modiſche Liebesſpieltyp des Stücks und gewinnt mit feiner leiſen verfeinerten Erotik die ganze Sympathie der Hörer. Paul Francks„Grand⸗ Hotel“ im Luſtſpiel⸗ haus unter Zickels Regie hat einen guten Erfolg durch die flotte und friſche Darſtellung mit Georg Als xander und Nora Gregor. Der Anfang iſt etwas ſchwer, der Schluß etwas konventionell, aber in der Mitte ſtrahlt eine be⸗ ſchwingte und beſchwipſte Szene, das Souper im Hotel, das ein armer Schlucker mit leeren Taſchen ſeinen Freunden und ſeiner Schönen gibt. 10 Milllarben verſchenkt 10 Milliarden— das iſt das geſamte Nationalvermögen des heutigen Ungarns. 10 Milliarden— das iſt die Summe, die amerikaniſche Millionäre im Jahre 1928 für gemeinnützige Zwecke geſtiftet haben. Man kann kaum einen beſſeren Begriff von dem Reichtum Amerikas im Gegenſatz zu dem verarmten Europa bekommen, als durch den Bild⸗ aufſatz, den die Kölniſche Illuſtrierte Zeitung unter dieſem Titel verbffentlicht. Wir erfahren daxin, daß Herr Rockefeller einen eigenen„Schenkungsminiſter“ beſitzt, daß die amerikaniſche Preſſe täglich Stiftungsrubriken bringt, daß faſt alle amerikaniſchen Untverſitäten ihr Daſein den Zu⸗ wendungen reicher Leute verdanken und andere Tatſachen, die den armen Europäer ſtaunen machen.— Los Angeles bei Nacht, über das die Fahrgäste des„Graf Zeppelin“ begeiſtert berichten, wird in einer Reihe von Bildern gezeigt. Neben der reichhaltigen Bilöberichterſtattung, aus der wir nur einige Aufſätze nennen:„Das Rheinland wird frei“„Moderne Fol⸗ ter“„Das Gebet des gläubigen Mohammedaners“„Kämpfe in Paläſtina“, bringt das Feuilleton Beiträge aus der Feder von Roda Roda, Oskar A. H. Schmitz u. a. Für die Frauen werden die Mäntel der neuen Saiſon gezeigt. Die Denkſport⸗ aufgabe heißt:„Der, Die, Das Dritte im Bunde“ Der neue Roman der Kölniſchen Illuſtrierten„Nächte neben der Tür“, Riviera⸗Erlebniſſe eines Hotelportiers, von Juſtus Franz Wittkop, beginnt in dieſem Heft.(Ueber den Bezug der Zei⸗ tung ſiehe die Anzeige.) 1 8. Seite. Nr. 410 Neite Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Donnerstag, den 5. September 1920 In Palſtina Von Spen Hebin Der berühmte Aſienforſcher hat über Paläſtina ein aufſchlußreiches Buch— mit dem Titel„Jeruſalem“— geſchrieben, das im Verlag Brockhaus erſchienen iſt. Was er über die jüdiſche Koloniſierung Paläſtinas darin ſagt, dürfte anläßlich der ernſten Unruhen dort jetzt intereſſieren. D. Red. 8 Die erſte Anlage der Alliance Iſraslite Univerſelle war die 1870 begründete Ackerbauſchule in Mikwe⸗Iſrael, an der beſonders der Elſäſſer Carl Netter tätig war. Die erſte Kolonie(1878) war Petach Tikwe, das„Tor der Hoffnung“; te liegt etwa 12 Kilometer nordöſtlich von Sarong und iſt mit 3000 Einwohnern heute die größte von allen. Dann folgte Riſchon le Sion, das jetzt 900 bis 1000 Einwohner zählt, der Mehrzahl nach ruſſiſche Studenten, begeiſterte Zioniſten, die ihre Raſſe vor dem Untergang in der Diaſpora retten wollen. Sie nennen ſich Bilu, nach den Anfangsbuchſtaben des Pſalm⸗ verſes: Bene iakob lechu Uanelcha(„Kinder Jakobs, laßt uns gehen“), eines Mahnrufes, auszuziehen und ein Reich zu gründen oder das alte wieder herzuſtellen. Andere Kolonien find: Rehobot mit 1200 Einwohnern, Wadi el⸗Chanin mit 150, Wadi Katra mit 130, Ekron mit 250, Bir Jakob mit 150, Kufr Saba mit 40, Chulda mit 40, Kafrurije mit 30 und Artuf mit 100 Einwohnern. Alle dieſe Ortſchaften liegen mehr oder weniger weit von Jaffa entfernt. Jüdiſche Koloniſten wohnen übrigens nicht nur in Judäa, ſondern auch in Samaria, auf der Ebene Jeſreel und in Ober⸗ und Untergaliläa. Die jüngere Generation der jüdiſchen Einwanderer ſtrebt nach Verwirklichung der Eigenheimidee. Jeder ſoll ſeinen Grund und Boden haben, um von fremder Hilfe unabhängig zu ſein. Der Gemeinſamkeitsgedanke ſteht über allem; er duldet keine Spekulation mit Land oder wachſender Saat, ſon⸗ dern läßt den Ertrag der Arebit allen zugute kommen. Auch die Weinfabrikation iſt gemeinſamer Betrieb. Jeder Wein⸗ bauer liefert ſeine Traubenernte an die Zentralverwaltung al, wird dadurch Teilhaber des Unternehmens und erhält ſeinen Anteil am Gewinn. Die hauptſächlichſten Landwirtſchaftserzeugniſſe ſind Wein und Mandeln. Vor kurzem hat man das„gemiſchte Syſtem“ eingeführt, um gegen die Unſicherheit der Ernte— eine Folge des wechſel⸗ vollen Klimas— einen Rückhalt zu beſitzen. Die Kolonie er⸗ zeugt 400 Millionen Liter Wein jährlich. Die Gärung geht in einem drei Stock hohen Gebäude vor ſich, in dem 230 Fäſſer von 10 000 Liter lagerten. Etwa 100„Amphoren“ faßten je 30 000 Liter. An die Staatskaſſe führt die Fabrik jährlich 100 000 Franken ab. 5 Ein Dünengürtel, der von Weſten her anrückt, droht die Kolonie zu erſticken. Man ſucht daher die Dünen dadurch zu binden, daß man zwiſchen ihnen Eukalyptus, Kaſuarinen, Tamarisken und einige Pinusarten anpflanzt. Die Baum⸗ ſchule zählte zur Zeit 20 000 Eukalyptusſtämmchen, die bald in den Dünengürtel eingepflanzt werden ſollten. Von 1917 an ſollten jährlich 200 Hektar gebunden werden; dann wäre alſo in 10 Jahren der ganze etwa 2000 Hektar umfaſſende gefähr⸗ liche Dünengürtel gefeſtigt, Durch gute Bodenbewirtſchaftung hofft man Wohnplätze und Ländereien für eine große Zahl neuer Einwanderer zu gewinnen. Dſchemal Paſcha hatte deshalb der Bevölkerung dieſe Dünengebiete als Eigentum für alle Zukunft zugeſichert. Die ſchlimmſten Feinde der Kolonie ſind die Heuſchrecken, die unregelmäßigen Niederſchläge, der vernichtende Schirokko und die Schakale, die Trauben und Melonen leidenſchaftlich lieben. All dieſer Fährlichkeiten weiß ſich aber das wackere Koloniſten⸗ völlchen tapfer zu erwehren. Ein Beſuch der jüdiſchen Kolonien in Paläſtina führt von ſelbſt auf das Problem des modernen Zionismus. Er hat zwei Wurzeln. Die eine iſt die Tatſache, daß die Juden in der Diaſpora verſchwinden, d. h. von den Völkern, zwiſchen denen ſie leben, aufgeſogen werden. Es gibt aber auch Juden, die ihre Raſſe und ihren Glauben treu bewahren und nicht ver⸗ ſchwinden wollen. Sie ſehen in der Auswanderung nach Pa⸗ läſting die einzige Rettung. Die andere Wurzel ſind die Judenverfolgungen in Ruß⸗ land und überhaupt der Antiſemitismus. Die ruſſiſchen Juden wandern jedoch meiſt nach Amerika aus, wo ſie leichter vor⸗ wärtskommen; aber auch dort gehen ſie als Raſſe unter. Die Zahl der amerikaniſchen Juden beläuft ſich bereits auf 3% Millionen, und neuerdings hat man ihre Einwanderung nach den Vereinigten Staaten erſchwert, da ſie überhand zu nehmen drohten und die Arbeitslöhne drückten. Die beſſeren Elemente, die für ideale Ziele kämpfen, wenden ſich nach Paläſtina, wo der Kampf ums Daſein weit härter iſt als in Amerika. Vor 2000 Jahren wurde das Staatsleben der Juden zerſtört. Aber die Hoffnung auf ſeine Wiederherſtellung und die Sehn⸗ ſucht nach Jeruſalem lebt noch immer. Die Rückwanderung begann ſchon vor 300 Jahren, als gelehrte Juden talmudiſti⸗ ſcher Studien wegen ihre alte Heimat aufſuchten. Im 18. und beſonders im 19. Jahrhundert verließen zahlreiche alte Juden Oſteuropa, um im Heiligen Lande zu ſterben. Sie und ihre jüngeren Begleiter gründeten die jüdiſchen Kolonien in Jeru⸗ ſalem, Hebron, Saſed und Tiberias. Aus Europa erhielten ſie regelmäßige Unterſtützung(Chaluka) und das Intereſſe an der Auswanderung nahm zu. Nun entſtand der Gedanke, alle Juden der Welt ſollten ſich vereinen, um die alte jüdiſche Landwirtſchaft im Heiligen Lande wieder zu erwecken. Das führte 1870 zur Gründung der Alliance Iſraélite Univerſelle und ähnlicher Vereine. Dennoch wären der Zionismus und die Kol nien untergegangen, hätte nicht Baron E. Roth⸗ child Anfang der achtziger Jahre die Bewegung dadurch gerettet, daß er ſie mit hundert Millionen Franken unter⸗ ſtützte. Dieſes Kapital ermöglichte es, Weinbau in größtem Stile zu unternehmen. Im Jahre 1900 ſetzte Baron Hir ſch für die jüdiſche Koloniſation außerhalb Europas zweihundert Millionen aus. Im ſelben Jahr griff eine engliſche Geſell⸗ ſchaft, die Jewiſh Coloniſation Aſſociation, mit Hilfe Rothſchilds die Sache ſyſtematiſcher an und gründete mehrere Kolonien. Einige Jahre ſpäter trat in Jaffa die zioniſtiſche Organiſation ins Leben, die, geſtützt auf den jüdi⸗ ſchen Nationalfonds, eine Reihe von Muſter betrieben einrichtete. Auch europäiſche Juden legten ihr Geld in die⸗ ſem Unternehmen an, das ſich vortrefflich verzinſte. Beſon⸗ Apfelſinen und Mandeln gebaut. Zur gibt es vierzig ſolcher Kolonien mit 50 000 Hektar Land 42000 Einwohnern, und man —7 Millionen Fr. r Vermögen auf Dann ſtellte Theodor Herzl die Nationalitätenfrage in den Vordergrund. Er berief 1897 einen Kongreß nach Baſel, der die Erringung einer politiſch und rechtlich geſchützten Hei⸗ mat der Juden in Paläſtina als Ziel des modernen Zionis⸗ mus aufſtellte. Hunderttauſend Juden aller Länder haben ſich dieſem Programm angeſchloſſen. Die kräftigſte Unterſtützung erfährt die Bewegung natürlich in Ländern, wo die Juden arm und unterdrückt ſind, wie in Rußland, Polen, Rumänien, Galizien und der Bukowina. In Weſteuropa gewinnt ſie nur langſam Anhänger, Unterſtützung aber findet ſie auch hier. Dafür ſorgt ſchon der Antiſemitis⸗ mus, und das Zuſammengehörigkeitsgefühl des ganzen Judentums iſt durch den Zionismus gewachſen. Im Jahre 1910 zählte man in Paläſtina 86 000 Juden; ihre Zahl war kurz vor dem Kriege auf 100 000 geſtiegen, war aber jetzt wieder auf 85 000 gefallen. Sie bilden alſo nur etwa ein Sechſtel der ganzen Bevölkerung des Landes. In Jeru⸗ ſalem wohnten etwa 50 000, in fünf größeren Städten 28 000, in den Kolonien 8000. Mehr als ein Drittel von ihnen iſt Jiſche, die auf 8 arm und lebt von„Chaluka“, die alljährlich im Betrag von mehreren Millionen Franken aus der ganzen Welt eintrifft. Die übrigen ernähren ſich durch eigene Arbeit. Vermögende Kaufleute ſind in der Minderheit. Die Koloniſten ſind beſſer geſtellt als ihre Volksgenoſſen in den Städten. Von den 80 000 Quadratkilometern Paläſtinas ſind nur 500 jüdiſcher Beſttz. Der Zionismus ſteht ſeine Aufgabe auch darin, die Juden zur Landwirtſchaft zu erziehen, ein Ziel, das natürlich nur erreicht werden kann, wenn mehr Land in ihre Hände übergeht. Die heutige jüdiſche Bevölkerung Paläſtinas zerfällt in drei Gruppen Einwanderer: 1. Sefardim, das ſind Juden, die zur Zeit Iſabellas aus Spa⸗ nien vertrieben wurden; ſie ſprechen Spanioliſch, alſo das klaſſiſche Spaniſch des Cervantes; 2. Juden, die im 18. und 19. Jahrhundert aus religiöſen Gründen Oſteuropa verlaſſen mußten; 3. Juden, die in den letzten dreißig Jahren als Kauf⸗ leute und Handwerker zuwanderten oder vom Zionis⸗ mus angelockt wurden. Gruppe 2 und z ſind Aſchkena⸗ ſim, d. h. Juden aus Rußland, Polen, Oeſterreich⸗Ungarn, Deutſchland und Holland. Sie ſprechen Jiddiſch, das zum großen Teil aus dem Deutſch des 14. und 15. Jahrhunderts beſteht. Dazu kommen Einwanderer aus Georgien(Gurt⸗ ſchi), aus Perſten(Adſchemi), aus Meſopotamien und Aleppo (Halebi), aus Marokko und anderen Gegenden Afrikas (Mohrabin), aus Buchara(Bukharli), und ſchließlich eine Minderheit aus Jemen. dume klettern 05 — Landgänger unter den Waſſerbewohnern— Der afrikaniſche und auſtraliſche Lungenfiſch— Die Spaziergänge des indiſchen Schlammſpringers— Das Krabbeln auf ſchräge Baum ſtäm me Ein Fiſch, der im Waſſer ertrinkt Wohl jedes Tier hat in Bezug auf Körperbau oder Aufenthaltsort irgend ein Charakteriſtikum, an das man beim Hören des Namens zuerſt denkt. Bei dem Wort„Giraffe“ denken wir an den ungeheuren Hals, das Wort„Vogel“ verbinden wir mit„Flügel“ und„fliegen“. Der„Fiſch“ er⸗ innert uns unwillkürlich an„Waſſer“; in der Tat iſt ja die Familie der Fiſche, der niederſte Wirbeltierſtamm, ſeinem ganzen Organismus nach dem Aufenthalt im Waſſer ange⸗ paßt. Doch die moderne Entwicklungslehre zeigt uns, wie in jeder ſcheinbar noch ſo abgeſchloſſenen Tiergruppe nach ver⸗ ſchiedenen Richtungen hin höhere und niedere Formen zu er⸗ kennen ſind. So auch unter den Fiſchen. Und ſehr wenig bekannt iſt es, daß einige Fiſche den großen Schritt getan haben, den der Wirbeltierſtamm auf ſeinem Wege zur Höher⸗ entwicklung tun mußte, nämlich die Loslöſung vom Waſſer, den kühnen Verſuch, ſich als erſte Pioniere auf das feſte Land hinaus zu wagen, das dem Wirbeltier bis dahin verſchloſſen war. Im Süden der großen Kontinente, beſonders in Süd⸗ amerika, Afrika und Auſtralien, hauſt zerſtreut die kleine Familie der ſogen. Lungenfiſche. Der Name nennt uns ſchon die Fähigkeit dieſer Tiere, das Atmen an der Luft. Die abweichendſte Form iſt die auſtraliſche, Ceratodus mit Namen, die nur eine unpaare Lunge beſitzt. In Abſtänden von etwa einer halben Stunde kommt der ſeltſame Fiſch an die Ober⸗ fläche, um ſchnaufend und pruſtend zu atmen. Freilich gänzlich zum Lungenatmer iſt er noch nicht geworden, er übk neben⸗ bei noch die volle Kiemenatmung, wie ſie jeder anſtändige Fiſch beſitzt, aus. Dieſe erſte Lunge iſt übrigens nicht etwa einfach gebaut, ſondern anatomiſch ſogar hoch differenziert, als An⸗ paſſung an den Kampf ums Daſein, den er mit dem Geſpenſt der Trockenheit zu beſtehen hat. Sehr leicht tritt im Lande des Durſtes der Fall ein, daß der Fluß zum Bache wird, der ſchließlich bis auf vereinzelte Waſſerlöcher in dem ſonnen⸗ durchglühten Boden verſchwindet. Jeder andere der zahl⸗ reichen Waſſerbewohner, die ſich in dieſer letzten Zufluchts⸗ ſtätte ſammelten, muß alsbald zugrunde gehen in dem warmen, von tauſenden von Fäulniskeimen durchſetzten Loche; nur der Ceratodus mit ſeiner teilweiſen Lungenatmung ent⸗ geht dem Tod durch Sauerſtoffmangel und der Vergiftung durch die entſtandenen Zerſetzungsprodukte. Doch zur nächſten Stufe! Zu den Fiſchen, die nicht bloß notwendig im Trockenen exiſtieren können, ſondern freiwillig das feuchte Element verlaſſen, um draußen ganz gemütlich herumzuſpazieren. In den Flußmündungen von Afrika, In⸗ dien und Auſtralien lebt der Periophthalmusfiſch oder Schlammſpringer, aus der Familie der Grundeln, die ſich zurzeit der Ebbe auf feuchtem Untergrund weit vom Waſſer weg entfernt und ſomit als erſter Fiſch das Land be⸗ tritt. Ja, er kann noch mehr. Mit Schwanz und Floſſe klet⸗ tern die knapp handlangen Fiſchchen auf den ſchrägen Stelz⸗ wurzeln der halb im Waſſer ſtehenden Mangrovenbäumae, jener Charakterpflanzen der tropiſchen Flußgebiete, in die Höhe, und ein ſehenswertes Schauspiel beginnt, wenn plötz⸗ lich ein Störenfried herankommt; wie eine Schar aufge⸗ ſcheuchter Fröſche hüpft es hurtig davon, von den Wurzeln ſpringt es platſchend herunter und im nächſten Augenblick iſt der ganze Spuk wieder im ſchützenden Waſſer verſchwunden, aus dem er gekommen war. Noch intereſſanter iſt der Anabas⸗Fiſch, deſſen Namen man geradezu mit„Auf⸗ wärtskletterer“ überſetzen kann. Wenn der Tümpel, den er bewohnt, vertrocknet, dann macht er ſich auf die Wanderung und läuft auf trockenem Wege dahin, nicht wie unſer Schlammepringer, der ſich bloß auf feuchtem Untergrund weiter wagt, immer das tiefe Waſſer als Zuflucht im Rücken. Man hat beobachtet, daß die Tiere auf den trockenen Sand hinausliefen, wenn ihnen der bisherige Aufenthalt nicht paßte. Anatomiſch iſt das dadurch möglich, daß die Tiere eine Art„primitiver Lungen“ beſitzen, nämlich beſtimmte blut⸗ umſpülte Schleimhäute, die imſtande ſind, Sauerſtoff aufzu⸗ nehmen. Und der Name Anabas? Er kommt daher, daß der Fiſch ausnahmsweiſe auch auf ſchräge Baumſtämme hinauf⸗ krabbeln ſoll, was freilich nach dem, was wir von den Kletter⸗ künſten des Schlammſpringers hörten, nicht mehr ſo über⸗ raſchend iſt. Sogar unſer deutſches Vaterland hat einen über Land wandernden Fiſch: den Aal. Und nun das Beſte! Der Fiſch, der im Waſſer ſogar er⸗ trinken kann. Wohlbemerkt: ein Waſſerbewohner iſt er an ſich auch, aber er atmet athmoſphäriſche Luft und kann Wande⸗ rungen bis zum nächſten Tümpel vornehmen. Es dſt der meterlange indiſche„Schlangenkopffiſch“(Ophiocepha⸗ lus). Seltſames Bild; ein meterlanger Fiſch, der über Land wandert.. Doch nun das merkwürdigſte: als Bewohner von ausgeſprochen ſchlechtem, ja fauligem, pflanzendurch⸗ ſetztem Waſſer, hat er ſich der Luftatmung derartig angepaßt, daß er ohne ſie überhaupt nicht mehr exiſtieren kann. Die Mundhöhle hat eine Art„Lunge“ neben ſich, im Prinzip der des Schlammſpringers ähnlich. Und dieſer Fiſch„ertrinkt“ im Aquarium, auch im reinſten, beſten Waſſer, wenn man ihn durch Drahtnetz daran hindert, an die Oberfläche zu kommen. Kindliche Drachentöter Wie die japaniſchen Blätter berichten, haben ſpielende Kinder in einem Tempelgarten in der Nähe des japaniſchen Dorfes Kitatsaru einen„Drachen“ erſchlagen. Das ſelt⸗ ſame Tier wird beſchrieben als eine Schlange von etwa zwei Meter Länge mit zwei ſtarken Beinen. Die Füße ſind mit je zwölf Klauen verſehen. Das Reptil iſt in Alkohol geſetzt und in dem Dorfgemeindehaus öffentlich ausgeſtellt worden. Aus allen Richtungen ſtrömen Taufende herbei, um es zu beſich⸗ tigen. Abergläubiſche Dorfbewohner behaupten, die Tötung des„Drachens“ bedeute Unheil. Zur furchtbaren Brandkataſtrophe in Teuſchnitz(Oberfranken) Das eingeäſcherte Dorf Teuſchuitz 59 Wohnhäuſer und über 50 Scheunen und Schuppen des Ortes Teuſchnitz(Oberfranken) ſtud in einer Nacht bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Bewohner waren meiſt un⸗ verſichert und ſind durch die Kataſtrophe völlig verarmt. S „ 4 11 Donnerskag, den 5. September 1929 Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) 7. Seite. Nr. 410 „Ja, es ſind die Königs berger“, ſagte er leiſe und reichte] Tage ihres mich beſeligenden Bewußtwerdens... Unſere 17 Sa den rechten Arm grüßend empor. Seelen ſind ineinandergewachſen und können auch durch den 9 ax I dwi 1 0 an Aber ſchon gellte ein Schrei, gemiſcht aus Freude und Tod nicht getrennt werden, das hat zur Folge, daß du mich S. Schmerz, durch das Gemach, und lebig aller Selbſtbeherr⸗ mit dir nehmen oder nachziehen mußt Hiſtoriſcher Noman ſchungsfeſſ ſel ſtürzte der füngere der Ankömmlinge mit er⸗„Mädchen, was willſt du tun!“ rief Karl, Ludwig er⸗ aus dor Seit der erſten deutſchen Burſchenſchaft gobenen Händen auf den Kranken zu, warf ſich vor deſſen chrocken,„doch nicht etwa Hand an dich legen? Von D Lager auf die Knie und ſtammelte:„Ludwig, Geliebter, ſo 5 ich es nötig?“ hauchte ſie,„iſt dein Blick verſchleiert, on Daniel Jenſner darf ich dich doch noch einmal ſehen!“ daß du nicht erkennſt, wie mich der Tod bereits gezeichnet 85(Nachdruck verboten.) Vor freudigem Staunen, vor heiligem Erſchauern, das hat? Schon ſeit Wochen verließ ich das Krankenlager nicht „Sind Sie gar nicht ein wenig neugierig auf die Nachricht 25 übermächtige Ergriffenheit einmündete, konnte Sand kein mehr. Schon berührt mein Fuß das Geſtade des unbekannten über die bekannte Dame?“ Vort hervorbringen, ſondern er legte nur die geſunde H s vor dir zu betreten die Macht der Liebe aber „Was nutzt mir zwanzig Stunden vor meinem Tode auch 8 das Haupt des Knienden und liebkoſte deſſen ht. 5; denn ich mußte dich zuvor noch einmal ſehen, die beſte Nachricht. Sie macht mich höc chſtens ſchwach und Dann richtete er den verklärten Blick nach oben und flüſt in die trauten Augen ſchauen, deine liebe Stimme hören, nimmt mir die Todesfr eude.. Freilich, wiſſen möchte ich„Himmliſcher Vater, habe Dank für die Augenblicke höchſten und di ich meiner ewigen Treue verſichern, damit der Tod dir ſchon, um welche Dame es ſich handelt...“ lnger e 155 die.. Lebens⸗ leichter werde.“ ſtunde i 1 f 0 H be e tief e t es 1 5 5 5 fort Als Kathinka ſchwieg, legte der Kranke den rechten Arm ef 0„ als 8„* 5 üßte ihr ype ann flüſterte „Geliebtes, tapferes Mädchen, ſo genieße ich doch noch einmal 5 155 119 115 1918 0 5 18 19855 985 W den ſüßen Rauſch deiner Nähe,— wenn auch flüchtig nur und 5 70 9955 inte beſſere e Welt, wo die Tran; erſt hic vor dem Eingang zur Ewigkeit— und ich darf de i 1 5 15 8 benen ſich wieder eren; 2 5 erhebende Bewußtſein mit hinüber nehmen, daß du zu den N e 5 W 5 88 en Zutritt haben, wo *. Wenigen gehörſt, die mir— obgleich ich auch dein Leben e ee eee e e ee 5 4 5„Ich hatte ſoeben ein Geſicht, ja ich habe es noch,“ flüſterte vernichtete Ff f d en Lie e chleier fallen... Ewigkeit heißt ihr Name Dort 5 5 5 2 vernichtete— nicht fluchen, ſondern deren Liebe auch dann er Kranke verzückt,„vor mir ſteht ein Mädchen in ſeliger[nicht neuf i Oz will ich deiner warten.“ Ergr heit 1 des N e ee de nicht verlöſcht, wenn ſie der Ozean des Unbegreiflichen übe 5 f.. 5 1 5 5 3 rgriffenhei. ſein holdes Geſichtchen iſt totenbleich, die brauſt... Oder biſt auch 5 15 gekommen, um mir Vorhal⸗ Da konnte Nadina, die bisher abſeits geſtanden, nicht Augen ſchwimmen in Tränen und die Arme ſtreckt es mir tungen zu machen, Rechenſchaft von mir zu fordern? O, ver⸗ Karl Ludwig ſchwieg und ſah ſinnend vor ſich nieder. Da 915 der Blitzſtrahl freudigen Ahnens in die Kammer ſeiner Seele, und in heiliger Reinheit und Schöne ſtieg das Bild des geliebten Mädchens ſo ſinnhaft, ſo greifbar vor ihm auf, daß er unwillkürlich einen Freudenſchrei ausſtieß. „Nun, was iſt Ihnen?“ fragte Kieſer beſorgt mehr länger an ſich halten; wie von unwiderſtehlicher Macht %%% gib mir meine Schuld an dir.“ gesogen, eilte ſie auf das Paar zu, warf ſich laut aufweinend „Ein Mädchen? Kennen Sie es?“ Kathinka erhob ſich langſam, ſah dem Geliebten einige vor dem Lager nieder und rief gequält:„Lieber Herr Sand, e fitedie Geliebte meines Hewens. Von ihr kommt Sekunden in die feuchtſchimmernden Augen und berührte verzeihen Sie mir! Denn nur durch meine Schuld ſeld Ihr mir N Stunde eine Botſchaft, das fühle ich. die mit ihren Lippen hauchzart ſeine Stirn. s beide ſo unſagbar unglücklich geworden.“ Wee 1 95 e 1 Dann legte ſie ihren linken Arm über ſeine Schultern— Karl Ludwig gab die Geliebte frei und wandte ſich der die Bot 8 f das ſch 5 8 aber mit unendlicher Vorſicht, wie eine Mutter ihr Kind b nenden zu:„Ich weiß, was Sie meinen!“ ſagte er weich. die Boten einzulaſſen f treut—, ließ ſich auf die Bettkante nieder und ſagte leiſe:„Sie halten eine bewußte Stunde für den Quell meines ſchwe⸗ hick.Das iſt aber ein Irrtum! Was geſchehen „wäre auch ohne jene Stunde ausgeführt worden; die Tat zu tun war mir beſtimmt. Nein, nein, die Ver⸗ Von einer merkwürdigen Ahnung erfaßt, e„Wohl habe ich, von brennendem Weh durchwühlt, einmal walter hinaus, und wenige Minuten ſpäter betra„ausgerufen:„Ludwig, warum haſt du mir das getan!?“ denten das Zimmer; die Tür wurde von draußen leiſe ge⸗ Gleich bin ich aber wieder ſtill geworden, ergeben in mein ſchloſſen. Schickſal, ohne dem Unerforſchlichen, Unbegreiflichen nach⸗ antwortung, die ganze Laſt der Schuld liegt auf mir; ich Karl Ludwig hatte 5 i zugrübeln. Meine Liebe zu dir wankte nicht, ſondern ſie i ſühne ſie morgen mit meinem Blute.“ 5 58 5 3 2 8 aroß, rein 8822 unſterblich wie am erſten!(Fortſetzung folgt) eee en 2 e eee— 22 2 eee 1 eee 2 2 ieee ren 15 E8 1 wor sich ewig bindet, wo man dle Hesten Matratzen findet Wird der jaheſſode Waäsche-Verschleiss in, Chalselongues, Bett- Oeutschland geschstzt. ſſſſt chaiselongue, Diwan, der durch ungeeignete 8 kompl. B 8 8 i El Imöbel zu sehr u. scharfe Waschmittel 5414118 5 n Preisen hervorgerufen Wird. 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Es haben ſich um dieſe Reichsheimſtätten bereits 600 Antragſteller beworben. 5 K sch. Hockenheim, 3. Sept. Der neue Gemeinde⸗ vorxanſch lag der Stadtgemeinde Hockenheim für das Rech⸗ mungsjahr 1929/0 weiſt folgende Poſitionen auf: Einnahmen 408 480 /, Ausgaben 739 900, folglich bleibt ein ungedeckter Aufwand von 241 420 4, der durch Gemeindeſteuern, Umlage uſw., gedeckt werden muß. Danach werden erhoben: füür Grundvermögen 1,35 1, für Betriebsvermögen 0,54% und vom Gewerbeertrag 10,12, jeweils je 100/ Steuerwert. Im Durchſchnitt konnte der Umlagefuß um 11 Pfennig herabgeſetzt werden und zwar im einzelnen: für das Grundvermögen um 5, für das Betriebsvermögen um 2 und für den Gewerbeertrag um 38 Pfennig, was ſicher bei der Bürgerſchaft mit allgemeiner Befriedigung au 0 genomm werden dürfte. f gung aufg en Gerichtszeitung 1 2* 7—* Aus den Mannheimer Gerichtsſälen Vater und Sohn als Kreditſchwindler Früher betrieb der Vater den Warenbetrug allein. In dem Sohne hat er nun einen tüchtigen Gehilfen. Der alte Franz K. aus Sandhofen hat außer zahlreichen anderen Stra⸗ fen eine Strafe ſchwerſten Grades hinter ſich. Heute meint er aber, all die Dinge, die er gedreht, ſeien nicht ſchlimm ge⸗ weſen. Er beſtellte bei der Oberfränkiſchen Korbmöbelfabrik G. Ruff in Oberlangenſtadt Korbmöbel im Werte von 205. Heute behauptete er, es habe ein Hochzeitsgeſchenk für ſeinen Sohn Jakob ſein ſollen, der ihm auf der Anklagebank Geſell⸗ ſchaft leiſtet. Einzelrichter Kñarlowa muß lächeln über dieſen Familienſinn des Angeklagten, der, wie ſein Sohn neben ihm ſelbſt ſagt, keinen Pfennig zur Ernährung der Fa⸗ krilie beigetragen hat; wenn er einmal einige Tage arbeitete, ſich aber an den gedeckten Tiſch ſetzte. Aber auch der Sohn glaubt das Gericht anbluffen zu können, daß ſein Vater wirk⸗ lich eher an die Ausſtattung einer Diele gedacht hat als ihm das Notwendigſte zu kauſen. Denn auch er hat nichts als zwei Arme für ſeinen Lebensunterhalt. Am Tage vor Weih⸗ nachten v. J. kamen die Möbel an. Der Sohn fuhr die Möbel direkt vom Bahnhof zu einem in der Nähe wohnenden Ge⸗ ſchäftsmann und verkaufte ſie für den Preis von 78 /, Kein Pfennig war auf die Möbel bezahlt und es ruhte Eigentums⸗ vorbehalt darauf. Die mit K. ſen, in Scheidung lebende Ehe⸗ frau hat dafür geſorgt, daß der ungebetene Miteſſer wieder am 22. Januar ins Kittchen kam. Er hatte um Aufſchub ſeiner Strafe gebeten. Auf Anfrage bei ſeiner Frau, ob er wirklich arbeite, wie er angegeben, antwortete dieſe, daß er herum⸗ faulenze. Heute machte er große Augen, als er erfuhr, daß ſeine Frau die Urheberin der Ablehnung war. Beide ſuchten ſich in der Verhandlung als Biedermänner aufzuſpielen, aber es gelang ihnen nicht. Der Vater wurde zu ſechs, der Sohn zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Strandbad⸗Marder Nur ſelten gelingt es, einen Taſchendieb im Strandbade zu fangen. Die Damen werden wohl endlich ſo klug ſein, Uhren und Schmuckſachen zu Hauſe zu laſſen. Bei dem Ein⸗ zelrichter Bürger holte ſich der Taglöhner Peter Schmitt aus Ketſchdrei Monate Gefängnis. Er hatte einem Badenden aus dem Kleiderbündel den Geldbeutel mit.50 Mark entwendet. Zur Warnung für noch nicht gefaßte Gauner und die es werden wollen! Serienbetrügereien Die Staatsanwaltſchaft hat neun Fälle zuſammen⸗ Kabracht, in denen der Kaufmann Friedrich G. von hier Ge⸗ ſchäfte ſehr bedenklicher Art machte. Nach ſeiner Strafliſte kann man ihn zu den völlig Geſtrandeten zählen. In dem Be⸗ ſtreben, wieder hoch zu kommen, gerät er immer mehr mit dem Strafgeſetz in Konflikt. Jetzt verlegte er ſich wieder auf Warenſchwindel, bei dem es ſich aber meiſt um Kleinkram handelt deren Erwerb halb zivilrechtlich, halb kriminell iſt. Auf eine Anzeige, in der er einen ſtillen, natürlich zahlenden Teilhaber für ſeine neueſte Gründung„Hygienos“ ſuchte, fiel ein Mann herein, der 500 Mk. hergab und die er im Nu ver⸗ raucht hatte. Der Angeklagte iſt ſchwer lungenleidend. Er bat darum um Milde. Das Gericht verurteilte den wieder⸗ holt Rückfälligen wegen Betrugs in drei und Unterſchlagung von Inkaſſogeldern in zwei Fällen zu einer Gefängnis⸗ ſtrafe von 5 Monaten. Der Statsanwalt hatte ein Jahr beantragt. In den übrigen Fällen ſah das Gericht Fälle zivilrechtlicher Natur. portli Abendſportfeſt in Kaſſel Gute Beſetzung und ausgezeichnete Leiſtungen Beim Abendſportfeſt in Kaſſel trafen am Mittwoch vor 5000 be⸗ geiſterten Zuſchauern Teilnehmer von den Länderkämpfen in Paris und Zürich, von den Deutſchen Polizeimeiſterſchaften und einige Turner zuſammen. Lelder war von den gemeldeten Lammers aus dienſtlichen Gründen verhindert. Bei den guten Feldern und den ausgezeichneten Bahnverhältniſſen der Heſſenkampfbahn gab es auch eine Anzahl guter Leiſtungen. Sehr ſchöne Leiſtungen gab es im 400⸗Meter⸗Lauf, bei dem der Turnermeiſter Danz⸗Kaſſel mit 48,8 Sek. eine neue Tur ner⸗Höchſtleiſtung aufſtellte. Zehn⸗ kampfmeiſter Weiß wurde in 49 Sek. Zweiter vor dem Kaſſelaner Schaurig, der 50 Sekunden benötigte. Der deutſche 800⸗Meter⸗ Meiſter Müller ſpielte hier nie eine Rolle. Weltrekordmann Hirſchfeldd brachte es im Kugelſtoßen wieder einmal auf 15,91 Meter. Der Rekordverſuch des SC. Charlottenburg über 4 mal 100 Meter ſcheite trotzdem die Charlottenburger in ihrer Re⸗ kordbeſetzung antraten und alle gut disponiert waren. Immerhin erreichten die Vertreter ſchwarzen„C“ beim erſten Verſuch 41,2 Sek. und beim zweiten Verſuch 41,1 Sek.— Mit einer aus⸗ gezeichneten Leiſtung wartete auch der Düſſeldorfer Mölle auf, der es im Weitſprung auf 7,18 Meter brachte. Die Ergebniſſe: 100 Meter: 1. Schlößke⸗ Charlottenburg 11 Sek.; 2. Großer⸗SCC. Handbreite; 3. Mölle⸗Düſſeldorf und Weiß⸗Berlin totes Rennen in 11,1 Sekunden. 200 Meter: 23,1 Sekunden.. 5 400 Meter: 1. Danz⸗Kaſſel 48,8 Sek.(neue DT.⸗Höchſtleiſtung); 2. Weiß⸗Berliner SC. 49 Sek.; g. Schaurig⸗Kaſſel 50 Sek. 1500 Meter: 1. Walpert⸗Berlin:02,3 Min.; 2. Schaumburg⸗ Münſter:07,1 Min.; 3. Kohn⸗Berlin:08 Min. 9 4 mal 100 Meter: 1. Sportelub Charlottenburg(Körnig, Nathan, Großer, Schlößke) 41,1 Sek.; 2. Heffen⸗Preußen⸗Kaſſel; 3. Kur⸗ heſſen⸗Kaſſel. 2 3 mal 100 Meter: 1. Kombinierte Staffel(Walpert, Schaum⸗ burg, Kohn):56, Min.; 2. Heſſen⸗Preußen⸗Kaſſel. 5 Weitſprung: 1. Mölle⸗Düſſeldorf 7,18 Meter; 2. Siebert⸗Dort⸗ mund 6,50 Meter. Stabhochſprung: 1. Stechemeſſer⸗Münſter 3,64 Meter; 2. Born⸗ Polizeli⸗SV. Dortmund 3,49 Meter. g Diskuswerfen: 1. Hirſchfeld⸗Allenſtein 43,95 Meter; 2. Goitzſch⸗ Duisburg 40,25 Meter; 3. Seraidaris⸗Dresden 39,19 Meter. Kugelſtoßer Hirſchfeld 15,91 Meter; 2. Seraidaris⸗Dresden 14,13 Meter; 3. Werring⸗Gronau 13,18 Meter. Derby der Flieger 155 Meter in einer Sekunde Nicht nur in England und Italien als den unmittelbar am Wettbewerb beteiligten Ländern, ſondern ganz allgemein herrſcht ein ſehr großes Inbereſſe für das am Wochenende bei Portsmouth zum Austrag gelangende Waſſerflugzeugrennen um den Schneider⸗Pokal, das man nicht zu Unrecht als das„Derby der Flieger“ bezeichnet. Nicht zuletzt iſt es der Nervenkitzel des Spiels mit dem Tode, den die Piloten bei dieſen ungeheuren Geſchwindigkeiten ja ſtets vor Augen haben müſſen, der die Maſſen in ſeinen Bann zieht. Zahllofe Extra⸗ züge werden am 7. September in England eingeſetzt, um die Zu⸗ ſchauer an den Schauplatz des Rennens zu bringen. Aber auch aus Italien und Frankreich kommen Sonderzüge nach der Kamalküſte. Damit die Zuſchauer, beſonders natürlich die Einheimiſchen ihrer Wettleidenſchaft fröhnen können, iſt ein Totalbiſator aufgeſtellt wor⸗ den, an dem man ſein Geld auf den Geſamtſieger und ſeine Durch⸗ ſchnittsgeſchwindigkeit anlegen kann. Daß das Ereignis auf die engliſchew Rundfunkſender übertragen wird, verſteht ſich von ſelbſt. Auch einige deutſche Senden wollen ihren Höhrern die Vorgänge Übermitteln. Die beiden Mannſchaften, die britiſche wie die italjeniſche, ſind natürlich von ihrem Siege überzeugt. Die vier italieniſchen Piloten im einzelnen Lt. G. Monti, Lt. R. Cadringher, Deck⸗ oſffizter dal Molin und Unteroffizier Agello ſind die Ausleſe von hundert jungen Fliegern, die in einer Spezialſchule zu Venedig für dieſe Aufgabe ſeit zwei Jahren herangebildet wurden. Sie mußten ſtrengſte Diät beobachten, durften nicht rauchen und keinen Alkohol zu ſich nehmen. Ein eigener Hoch iſt mit ihnen nach England ge⸗ kommen, damit nicht etwa durch einen Wechſel in der Speiſenzube⸗ reitung die Fähigkeiten der Flieger irgendwie beeinflußt werden. Unter Leitung von Oblt. Ing. M. Bernasconi haben die Italiener zuletzt in Deſenzano am Garda⸗See ihre Maſchinen eingeflogen, wo⸗ hei einer ihrer Kameraden und dazu ihr beſter Pilot, Hauptmann Motta, tödlich verunglückte. Sehr gewiſſenhaft ſind auch die Engländer bei ihren Vorbe⸗ reitungen zu Werke gegangen. Ihre Streitmacht beſteht aus dem ECheſpiloten Orleber, ſowie aus den Leutnants'Arcy⸗Greig, Stain⸗ forth, Atcherley, Waghorn und Moon, von denen Letzterer ſchon vor zwei Jahren in Venedig als Techniker mitgewirkt hat. Wer die drei Auserwählten ſind, die die Maſchinen im Rennen fliegen werden, wird erſt im allerletzten Augenblick entſchieden, hängt von der kör⸗ perlichen Verfaſſung und den Trainingsleiſtungen ab. Die meiſten Ausſichten auf Berückſichtigung dürften neben Cheſpilot Orlebar die Leutnants Atcherley und Waghorn haben. An einem der letzten Trainingstage hat erſt wieder Lt. Atcherley auf der langen Geraden der Rennſtrecke mit dem Supermarine 8 6 eine Geſchwindigkeit von mehr als 560 Stundenkilometer erreicht, was einer Sekundenleiſtung von etwa 155 Metern entſpricht. Im Rennen ſelbſt, das über ea. 350 Kilometer führt, dürften dieſe Geſchwindigkeiten nicht erzielt wer⸗ den; denn nur auf den Langſetten des Viereckskurſes können die Maſchinen voll ausgeflogen werden, während ſich das Tempo bei den insgeſamt 14 Wendepunkten, die die Apparate in faſt vertikaler Lage nehmen müſſen, erheblich verringert. Der Start iſt auf punkt 14 Uhr angeſetzt, und zwar gehen die britiſchen und italieniſchen Ma⸗ ſchinen nacheinander abwechſelnd ins Rennen. Die Zeitmeſſung er⸗ ſolgt auf elektro⸗photographiſchem Wege umd ſoll bis auf 1/100 Se⸗ kunde genau ſein. Im Abſchluß au das Rennen finden dann noch auf etner abgeſteckten Strecke Rekordverſuche über drei Kilometer ſtatt und hierbei wird ſich erſt herausſtellen, wer die ſchnellſte Ma⸗ ſchine hat. Sollte das Wetter den Veranſtaltern einen Strich durch die Rechnung machen, ſo erfolgt gemäß den internationalen Beſtim⸗ des 1. Körnig⸗Charlottenburg 22,4 Sek.; 2. Nathan⸗SCC. — S mungen immer eine Verlegung von 24 Stunden. Rundſchau Pferdeſport Dortmund(4. September) 1. Phönix⸗Rennen: 1. Geſt. Mydlinghovens Ilſenburg(Haynes 2. Selim; 3. Utamaro. Tot: 14, Pl.: Ferner liefen: Mampe, Böckerſchuß, Elan. 8 2. Union⸗Jagdrennen: 1. F. Denickes Sennefagd(Hochſtein); 2. Zwirns Bruder(A. Auguſtin); 3. Woge. Tot: 32, Pl.: 19, 17, 18. Ferner lieſen: Giralda, Edelgunde, Orma, Schwäbbchen, Alida. 3. Hochofen⸗Reunen: 1. J. Recklenwalds Prünz Eugen(Präger); 2. Maltheſerkreuz; 3. Kalif. Tot: 49, Pl.: 29, 20, 8 Ferner liefen: Bundſchuh, Stammherr, Tutankhamen, Panzer, Clauſewitz, FJar⸗ merin, 2 us, Anitra 2, Kariſſima, Deluſion. 4. Kartell⸗Rennen: 1. M. J. Opppenheimers Atalante(K. Narr); 2. Anteſignano; 3. Drachenburg. Tot: 15, Pl.: 18, 27. Ferner lief: Feldjäger. a 5. Stahlwerk⸗Jagdrennen: 1. E. Diltheys Simulant(J. Hoch⸗ ſtein); 2. Hofgräfin; 3. Noröſee. Tot: 20, Pl.: 13, 16. Ferner liefen: Mühelos, Magnus.. 6. Induſtrie⸗Rennen: 1. P. Schneiders Audi Heilige Johanna; Gero angehalten. Tot: 46. 7. Soeſch⸗Rennen: 1. L. Lewins Ladch Allice(E. Marowez); 2. Miltiades; 3. Francois 1. Dob: 32, Ph.: 18, 20. Ferner lieft Mira 2. 10, 11. (Mocawez); 2. Briefkaſten Sir bitten für den Briefkaſten beſtimmte Einſendungen auf dem Umſchlag als ſolche kenntlich zu machen. Mündliche Auskünfte können nicht gegeben werden. Beantwortung furiſtiſcher, medizini⸗ ſcher und Aufwertungs fragen iſt ausgeſchloſſen. Jeder An⸗ frage iſt die Bezugsquittung beizufügen. Anfragen ohne Namens⸗ nennung werden nicht beantwortet. A. Fr. 1. Wenden Sie ſich an das Auslandsinſtitut in Stutt⸗ gart Charlottenplatz. 2. Im allgemeinen bis zum 21. Lebensjahr. 3. 59. Sie müſſen den Nachweis erbringen, daß die Abſin⸗ dung aufgrund des Betriebsrätegeſetzes erfolgt, daun erhalten Ste Erwerbsloſenunterſtützung. Für Ihr Kind erhalten Sie eine Kinder⸗ zulage, die Anſtaltskoſten müſſen Sie jedoch bezahlen. H. Sch. Staffort. In jeder Buchhandlung können Sbe doͤte ge⸗ wünſchten Aöreſſen erfahren. Tageskalender Donnerstag, den 5. September Nationaltheater: Zum erſtenmal:„Pigque Dame“,.80 Uhr. Apollotheater: Varieté⸗Vorſtellung,.15 Uhr. Friedrichspark: Konzert.00 Uhr. Lichtſpiele? Alhambra und Schauburg:„Der Graf von Monte Chriſto:— Ufa⸗Theater:„Nachtlokal“.— Capi⸗ to:„Das Schloß der Liebe“.— Scala:„Das verſchwundene Deſtament“.— Gloria:„In den Händen der Polizei“.— Palaſt⸗Theater:„Geheimniſſe des Orients“. Sehens würdigkeiten: Kunſthalle: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 1 Uhr und g bis 5 Uhr:— Theaterausſtellung im Schloß: Täglich geöffnet von 10 bis 1 Uhr und 3 bis 5 Uhr und Sonntags vorm. von 11 bis nachm. 5 Uhr.— Schloßbücherei:—1,—7 Uhr.— Muſeum für Natur⸗ und Völker⸗ kunde im Zeughaus: Sonntag vorm. von 11—1 und nachm von—8 Ubr; Dienstag—5 Uhr: Mittwoch—5 Uhr; Freitag—7 Uhr.— Planetarium: Beſichtigung.00 Uhr. Rhein Pegel 29. 30 81.3 4„ Neckar⸗Pegel 29 3⁰ 81 3. 4 45 Dafel 52.78 0/78 0,88.87.80 Schiene.47.45 1,85.29.281.283 Mannheim.92.95 289.70.65.85 Kehl.62.58.53.89 2,422.38 Jagſtfeld 0,000, 00.00 o. 00 c, ooo. 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Oellcer, Bielefeld. , g 1 Donnerstag, den 5. September 1929 9. Seite. Nr. 410 8 Mutter, Mannheim(D 2, 3) Da es uns nicht möglich ist jedem einzelnen zu danken, für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme, die uns an- läglich des Hinscheidens meiner lieben Frau, unserer guten erta Staud geb. Trabold zu Teil wurden, sagen wir unseren innigsten Dank Franz Stauch 55 Minder 0 5 Frau „5. September 1929 6537 5 085 Von der Reise zulück Zebhnerzt Dr. KUnzel 7 9 Telephon 21133 0 74 684 P. 1 7 0 Von der Reise zurück Dr. med. Erich Haaf, Hals-, Nasen- u. GShrenarzt 8 O 7, 3 Teleph. 335 48 J. Stündebeek, Dipl.-Tanzmelster . 8 rel. 2300 1 Steuerzahlung für September 1929 Oeffentliche Erinnerung. Die einzelnen Pflichtigen werden nicht beſonders gemahnt. Gegen Schuldner, die nicht innerhalb einer Woche die fällig gewor⸗ dene Steuerart begleichen, wird die Zwangs⸗ vollſtreckung eingeleitet werden. Wird eine geſtundete Steuerſchuld nicht friſtgemäß ent⸗ richtet, ſo wird vor Einleitung von Zwangs⸗ maßnahmen nicht weiter gemahnt. Es wird erinnert an die Zahlung der: 1. Lohnſteuer aus Lohnzahlungen in der Zeit vom 16. bis Ende Auguſt 1929, fällig am 5. September 1929 und aus Lohnzahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. September 1929, fällig am 20. September 1929. Monatszahler, fällig am 30. Septbr. 1929. Es wird weiter erinnert an die Zahlung ſämtlicher Steuerrückſtände, insbeſondere der fälligen Abſchlußzahlungen aufgrund der zu⸗ Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) .... ͤ ͤv r 3 Die schwarze Ananas-Erdbeere aus Vierlanden, die so großes Aufsehen erregende Massenträgerin. Kleine Quartiere geben bis Tausend Pfund, in Vierlanden gibt der Morgen bis 10 Tausend Pfund Erd- beeren. Ueber und über hängen die Zweige voll von den großen schwarzen Klumpen, den süßen festfleischigen Früchten. Zäh und fest, ist sie die haltbarste Transport-Erdbeere und die allerbeste zum Einmachen. Wird nicht matschig. Die Vier- länder sagen:„Wenn wir mit unseren Erdbeeren auf den Hamburger Markt kommen, greift alles nur nach den schwarzen.“ Die schwarze Ananas ist ein Findling. Niemand weib, Eltern sind. Entstammt wahrscheinlich dem König Albert. Herz- lichst nahmen die Vierländer sich der Neugeborenen an, hegten und pflegten sie, und in Erstaunen steht man jetzt vor diesem schwarzen Königskinde, das durch seine ungeheuren Erträge bald den ganzen Erdbeermarkt beherrschen wird. 20 Pflanzen Mark .75, 40 Pflanzen M..85, 100 Pflanzen M..50, 200 Pflanzen M. 7. Es ist nur eine beschränkte Pflanzenmenge abgebbar. Die Aufträge werden der Beihe nach ausgeführt, soweit die Menge hergibt. Verbindlich bis 18. September. Außerdem stehen noch einige Quartiere der berühmten Sorten„Roter Elefant“,„Madame Moutot“,„Sieger“,„Königin Luise“,„Rotkäpple vom Schwabenland“ zum Ver- kauf, Tafel-Erdbeeren ersten Ranges, zum Preise von M. 2 für 100 Pflanzen, 1000 Pflanzen M. 18. 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Sepchr, i8eb, nachm. 2 Uhr See, ee Morgen früh auf der Freibank Kuhfleiſch. Anfang Nr. 400. 38 für isl. Frauen und Mädchen Sprechſtunden Montags, Dienstags u. Donners⸗ tags von 11.12, Teleph. 28 130 währ. der Sprechſt. S177 Ceschloss. Einzelboxen Bei nicht rechtzeitiger Zahlung werden 10 v. H. Verzugszinſen jährlich erhoben. Werden rückſtändige Steuern unter 1000 R. im Poſtnachnahmeverfahren eingezogen, ſo ge⸗ ſchieht dies auf Koſten des Pflichtigen. Zahle bargeldlos, gib bei Poſtüberweiſungen Steuernummer, Steuerart u. Steuerabſchnitt auf dem Poſtabſchnitt an. Im Giroweg über⸗ wieſene Beträge ſind zweckmäßig mit kurzen, vorſtehende Angaben enthaltenden Anſchreiben der Finanzkaſſe anzuzeigen. Für Kraftfahrzeug⸗ u. Grunderwerbſteuer werden nur Barzahlungen oder beſtätigte Schecke angenommen. Auf auswärtige Banken gezogene Schecke werden als Zahlungsmittel nicht angenommen. Quittungen der Finanzkaſſe müſſen mit dem Dienſtſiegel und den Unterſchriften des werde ich im hieſigen Pfandlokal Q 6. 2 gegen bare Zahlung im Vollſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Schreibmaſchine, 1 große Partie Anſichtskarten, Künſtlerkarten, Reißzeuge, Neujahrskarten, Füllfederhalter, Spielkarten, Federkaſten, Möbel u. anderes. 9884 Mannheim, den 5. September 1929. Lindenmeier, Gerichtsvollzieher. ZVAangs versteigerung Freitag, den 6. September, Samstag, den 7. Septbr. und folgende Tage, jeweils nach⸗ mittags 2 Uhr werde ich im hief. Pfandlokal 6. 2 gegen bare Zählung im Vollſtreckungs⸗ wege öffentlich verſteigern: 2 Fahrräder, ein Ahe Vertreter: 5 gcgen e. Wilm. Jötten, Stufigart, Posach 64 S¹⁰ (Priller 5 e 9 Freihand- Verkauf. Tüchtige Schneiderin Sollbuchführers und Kaſſiers verſehen ſein. Tafelklavier, ein Kleiderſchrank, ferner ein. 5 5 5 anfert. Mäntel, Koſt., 5 8(Siehe Aushang im Schalterraum.) 89 größeres Warenlager in:. 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Traub, D, 6 1 hergestellten Fertigerzeugniſſen hin. heutigen Börſe auf 425 4(geſtern 440). 10. Seite. Nr. 410 Donnerstag, Neue Mannheimer Zeitung(Mittag⸗Ausgabe) Verluſte auch bei der„Vaterländiſchen— Rhenania“ An der geſtrigen Börſe waren Gerüchte von Schwierigkei⸗ ten im Vaterländiſchen Rhenanta⸗Verſicherungskonzern im Umlauf, die zeitweiſe dem Börſenverkehr nervöſen Charakter verliehen. Der Kurs der Aktien dieſer Geſellſchaft, der am 21. Auguſt b. J. 460, notierte, iſt ſeitdem ſukzeſſive zurückgegangen und ſtellte ſich an der Der Umſatz wurde auf 500 bis 600 Stück angegeben. Die Kursfeſtſetzung erfolgte durch den amtlichen Börſenkommiſſar. Auf Rückfragen konnte feſtgeſtellt werden, ſtark übertrieben zu ſein ſcheinen. Von maßgebender Stelle des Konzerns wird verſichert, daß Vigutlditätsſchwierig⸗ keiten nicht vorliegen und alle Verpflichtungen prompt er⸗ füllt werben könnten. Richtig ſei, daß größere Verluſte ent⸗ ſtanden ſeien, und zwar nicht nur bei der Vaterländiſchen Kreditver⸗ ſicherungs⸗A. als auch bei dem Mutterunternehmen ſelbſt, der Vaterländiſchen Rhenania⸗Ach. Die Verluſte bei der Vaterländiſchen Krebitverſicherungs⸗Ach waren in eingeweihten Kreiſen ſchon ſeit längerem bekant. Sie reſultteren neueſtens insbeſondere aus dem Zuſammenbruch der Automobilbank, für die die Vaterländiſche Kreditverſicherungs⸗AG. Garantien übernommen hatte. Es wird aber erklärt, daß dieſe Verluſte hinter den vereinnahmten Prämien in der Kreditverſicherung zurückbleiben, ſo daß das Kapital als intakt gelten könne. Auch die anderen Verluſte ſollen gegenüber dem Vermögenskomplex des Konzerns nicht relevant ſein. Ein Ver⸗ gleich mit den Zuſtänden bei der Frankfurter Allgemeinen ſet ſchon deswegen nicht am Platze, weil die verluſthringenden Geſchäfte der Frankfurter Allgemeinen insbeſondere aus verſicherungsfremden Transaktionen ſtammten, wohingegen die Ausfälle bei der Vater⸗ ländiſchen und Rhennania lediglich auf das reine Verſicherungsgeſchäft zurückzuführen ſeten. Das Aktienkapital der Vaterländiſchen und Rhenania beträgt 12 Mill. 4. Für 1928 gelangten 12 v. H. Dividende zur Verteilung. Der Konzern umfaßt mehr als 20 in⸗ und aus⸗ ländiſche Verſicherungs⸗Geſellſchaften. Die Kursnotierung fand unter Beteiligung einer anſehnlichen Anzahl von Börſenbeſuchern ſtatt. Daß zum Verkauf geſtellte Material fanb zum erheblichen Teil bei einer Großbank(Deutſche Bank) Aufnahme. daß die Gerüchte Für heute iſt eine Sitzung der maßgebenden Auf⸗ [ſichtsräte des Konzerns anberaumt, die zu der Situation Stellung nehmen und über das Ergebnis die Oeffentlichkeit in einem Co m⸗ muniqué unterrichten werden. Die Verluſte ſind entſtanden bei ber Vaterländiſchen Kreditver⸗ ſicherungs⸗AG., deren Geſchäft zu etwa s aus der eigentlichen Del⸗ kredereverſicherung und zu etwa 7 aus der Verſicherung von Teil⸗ zahlungsriſiken beſteht. Im eigentlichen Delkrederegeſchäft ſind nach der F. Z. bisher keine Verluſte zu verzeichnen. Im Teilzahlungs⸗ geſchäft ſind die Verluſte, ſoweit ſie das eigentliche Verſicherungsriſiko betreffen, nicht groß. Ein größerer Verluſt iſt nur dadurch entſtan⸗ den, daß die Vaterländiſche Kredit⸗AG., um eine ungebührliche Bean⸗ ſpruchung durch die Kreditverſicherten zu verhindern, im vorigen Jahre der Deutſchen Automobilbank AG. eine Finanzhilfe leiſten mußte. Wäre dieſe Finanzhilfe nicht geleiſtet worden, ſo wäre damals bei der Automobilbank alles drunter und drüber gegangen, die Schuldeneintreibung hätte nicht mehr durchgeführt werden können und ſomit hätte die Vaterländiſche Kredit wahrſcheinlich größere Ver⸗ luſte erlitten, als ſie bei einer Finanzhilfe und Uebernahme der Abwicklung in Kauf nehmen mußte. Dieſe Verluſte hat man aber im Konzern der„Vaterländiſchen“ längſt als eine hiſtoriſche Angelegen⸗ heit betrachtet und iſt überraſcht, daß jetzt damit eine Baiſſe⸗ Attacke motiviert wird. Die Muttergeſelſchaft, die„Vater⸗ ländiſche“ und„Rhenania“ in Elberfeld, wird durch die Verluſte ihrer Tochtergeſellſchaft natürlich als deren Aktionär(50 v. H. des.⸗K. von 8 Mill.„ liegen im Beſitz der Muttergeſellſchaft) be⸗ troffen, und man könnte ſich denken, daß auch ſonſt finanzielle Bin⸗ dungen zwiſchen Mutter⸗ und Tochtergeſellſchaft beſtehen. Aber dieſe Verluſte ſind, auch wenn die abſolute Ziffer vielleicht hoch iſt, nicht ſo groß, daß dadurch die finanzielle Intaktheit des Elberfelder Geſamt⸗ konzerns geſtört wird. Gewiſſe Abbaumaßnahmen mögen in Elber⸗ feld vielleicht dadurch ausgelöſt werden. In einem Falle iſt ein ſolcher Abbau bereits erfolgt. Die F. Z. erfährt nämlich, daß die „Vaterländiſche“ und„Rhenania“ ihre etwa 17proz. Beteiligung an der Nordſtern Allgemeinen Verſicherungs⸗AG., Berlin(nom. 600 000%) vor kurzem etwa zum Börſenkurs an die Noröſtern⸗Verwaltung verkauft hat. Weitere Einzelheiten wird man morgen hören. Der erſte Montan-Abſchluß Klöckner Den bereits bekaumtgegebenen Ziffern der Gewönn⸗ und Ver⸗ luſtrechmung— Reingewinn 8 092 939(7 232 129)„ bei 10 117 030 8 019 780) 4 Abſchreibumgen— ſind aus dem nunmehr vorliegenden Geſchäftsberlcht noch folgewde Angaben nachzutragen: Die 8 örcherung iſt von 4282 525 Tonnen im Vorfabre auf 4099 193 Tonnen dur ückgegamgen, die Koks produktion von 1887 580 Tonnen auf 1 434 881 Tonnen geſtiegen. Die Herſtellung von Ammoniak iſt von 18 821 Tonmen auf 19 408 Tomnen geſttegen, von Teer vom 40 885 Tonnen auf 45 481 Tonnen reduzbewt, die von Benzol von 11075 Tonnen auf 10 228 Tonnen. Die Moheiſenproduk⸗ sion iſt von 777 172 Tonnen auf 782 047 Tonnen zurückgegangen, dbe von Roßſtahl von 885 481 Tonnen auf 870 072 Donmen, die Herſtellung von Fertigerzeugniſſen von 886 018 auf 858 956 Domnen. Eine ſhörkere Erhöhung zeigt die Zement produktion und zwar von 104 106 Tonnen im Vorjahre auf 124682 Tonnen. Die Verwaltung weiſt bei der Veröffentlichung dieſer Zöſſern aus⸗ drücklich auf das günstige Verhältnis dew Rohſtahlproduktion zu den Aus dem Vergbe ich gehe hew⸗ vox, daß das Unternehmen mit Ausnahme einer kleinen Menge, die in Halbzeug in beſſeren Qualitäten verlauft werde, die ganze Ro h⸗ ſtahlproduktlon in den eigenen Walzwerken zu Fertig⸗ epzeugniſſen umgewandelt habe. Am 30. Juni 1929 wur den 27 921 Arbeiter und Beaune gegen 28 840 im Vorfahre beſchäftigt. Im den Kohlenbergwerken und Hüttem iſt der Auczbau der Be⸗ kriebe webber fortgeſetzt worden. Ueber Beteiligungen wird mitgeteilt, daß die Intereſſengemeinſchaft Maſchim enbauanſtalt Hum⸗ Boldt Ach.— Motorenſabrik Deutz Ach. wie bereits angekündigt, für das am 30. Juni abgelaufene Geſchäſas jahr müt den erhofften beſſeren Erträgniſſen werde aufwarten können. Die vorfährbgen Verbuſtzahlem ſeien beſeitigt und die dann noch zur Verfügung stehenden Ueberſchüſſe können zu einer kleinen Dividende benutzt werden.(Hieraus geht alſo noch nicht hervor, o es tatſächlich zu einer unverhofften Dividenden ausſchütbung kommen wird. Die vor⸗ handenen größerem Auftrags beſtände und die Auswirkung der in den letzten Jahren dupchgeführten Rationaliſierungsmaßnahmen e He rech⸗ 1 Die Konſumgenoſſonſchaften im 2. Vierteljahr 1929 Mäckgang des Geſamtumſatzes Ueber Umfätze, Geſchäftsguthaben und Spareinlagen im 2. Quar⸗ tal 1929 berichteten 592 Vereine gegen 589 im 1. Blertelfahr. Die Milgliederzahl iſt von 2870 201 auf 2815 280 zurückgegangen, Furch die der Zuwachs des erſten Vierteljahres faſt aufgehoben wird. Der Geſamtumſatz der Konſumgenofſſenſchaften beträgt 286 644 802 Mark gegen 288 451591 J. Damit iſt zum erſten Mal ſeit der 1025 gufgenommenen Statiſttk im 2. Jahresviertel ein Rückgang gegen⸗ über dem 1. Quartal feſtzuſtellen. Dieſe Tatſache dürfte auf die Angünſtige Lage der letzten Wochentage im Juni und die Verſchie⸗ Bung des Oſterſeſtes in das erſte Bierteljahr zurückzuführen ſein. Der Vierteljahresumſatz betrug je Mitglied 101,82/ gegen 100,80„ im erſten Quartal und 94,80/ im 2. Quartal 1928. Der Umfatz der Konſumgenoſſenſchaften bei der Großeinkaufs⸗ geſellſchaft Deutſcher Konſumvereine betrug 106 668 665„ gegen 114 511 848„ im erſten Viertelfahr 1290 und 96 855 715„ im 2. Quartal 1928. Am Umſatz der Vereine gemeſſen, betrug er 37,21 v. H. gegen 30,71 v. H. im erſten Jahrespiertel. Die Reſerven haben ſich um vd. 200 000/ auf 83 523 069„ erhöht. Die Spareinlagen verzeichnen einen Zuwachs von 17 698 768 auf 341 510 146 l. Schutzvereinigung der Aktlonäre der Frankfurter Allgemeinen. Als Vertreter der holländiſchen Aktlonärintereſſen iſt der Syndikus der nieberländiſchen Handelskammer in Frankfurt a. M. Herr Dr. Metz, mit in den Arbeitsgusſchuß der vom Deut⸗ ſchen Aktlonärverein ins Leben gerufenen Akttonärſchutzvereinigung (Geſchäftsſtelle Frankfurt a..) getreten. „ Zum Verkauf der Witikop A.— Käufer die Magdeburger Bau⸗ und Krebitbank. Wie in Ergänzung der Meldung, wonach die Grube Leopold ihre maßgebende Beteiligung an der B. Wittlop Ach. fur Hoch⸗ und Tleſbau in Berlin verkauft 5 noch zu erfahren iſt, iſt der Käuſer die Magdeburder u u⸗ und Kredit⸗ Hank bzw. eine ihrer Tochtergeſellſchaften. Das Unternehmen, das blsher nur in kleinem Umfange dos Tiefbaugeſchäft betrieb, beab⸗ ſichtigt nunmehr, ſich dieſem Geſchäftsgzweige ſtärker zuzuwenden. Vorläufig ſoll der Betrieb bei der Wittkop., die ſich bekanntlich im weſentlichen mit Tlefbauten, Erd⸗, Beton⸗ und Eiſenbeton⸗ Arbeiten beſchäftigt, im bisherigen Umfange fortgeführt werden. Ob über kurz oder lang eine Fuſſon mit der Magdeburger Bau⸗ und Kreditbank oder ihrer Tochtergeſellſchaft erfolgen wird,, darüber ſei zurzeit ein Ueberblick noch nicht möglich. Der Kaufpreis halte ſich Ungefähr auf der Baſis des Tageskurſes(111 v.., vor acht Togen 115,5 v..). Eine Kapitalerhöhung bei der Magdeburger Bau⸗ und Kreditbank ſei vorläufig nicht ins Auge gefaßt und werde aller WVorausſicht nach nicht erforderlich ſein. Der augenblickliche Beſchäf⸗ kgungsgrad der Magdeburger Bon⸗ und Kreditbank wird uns als günſtig bezeichnet. dende. Aller Voraus ſicht nach iſt mit einer Dipidendenausſchüttung on wieder 10 v. H. zu rechnen. Das abgelaufene Geſchäſtsfahr war durch einige Schwierigkeiten, insbeſondere auch ſchlep⸗ Koſas und eine gegen Schluß d chäftsla 5 er . beeinflußt, trotzdem 5 15 N r 9 Un 5 8 8 .—— 2 8 tigem zar der Erwartung, daß die Dividendenzahlung im meuen Jahre nicht nuw beibehalten, ſonderm noch erhöht werde. Die Geis⸗ weider Eiſenwerke AG. wird ſür das am 30. Juni beendete Ge⸗ hr eine Dividende ausſchütten. Bei der Gewerlſchaſt Viktor f ais Anlauſfachhr, wie zu erwarten war, bei ord numg sm ßegen bſchreibungen einen kleinen Verluſt ergeben. Stümtliche Anlagen befinden ſich in regelrechtem Betriebe. Der in Gemeinſchaft mit dem Wintershall⸗Konzern hergeſtellte Miſchdünger habe ſich auf dem Markt gut eingeführt. Es ſei anzunehmen, daß trotz des herabgeſetzten Stickſtoſſpreiſes die Fabrik befriedigende Er⸗ trügniſſe liefern werde. In der Bilanz erſcheinen Kreditoren mit 29 340 82(29 522 117) Mark nur wenig verändert. Das im Vorfahr mit 1451 598/ aus ſchäfts ja 2 Stickſtoffwerbe, hat d 2 geworfene Konto Bankſchubden iſt aber aufgelbſt und die Alzephe ſind von 7027 868/ auf 4 504599% zu vüchgegangen. Auch die Hypo⸗ Debitoren 5 enſo ſind Kaſſe, We 0014% auf 10 469 912/ geſtiegen. Wert⸗ gen erſcheinen mit 22 535 492(22 050 616) J. Hierunter befinden ſich folgende nennenswerte Beträge: 10 325 380 10 922 880)„/ Humboldt⸗Ahtien, 7779 850(7 957 550)„ Motoren Deutz⸗Aktien, 1 752 000(1 749 000)„ Geis weider Eiſen⸗Stammaktien und 393 000%(unverändert) Geisweider Eiſen⸗Prioritälsaktten, 2 589 000(2 415 000)„ Rheiniſche Ghamobte⸗Aktien, 951200(934 400) Mar Deſrbes⸗Aktien und 430(428) Kuxe der Gewerkſchaft Pfannem⸗ berger Einigkeit. Der Wertpapferbeſitz hat im verfloſſenen Geſchäfts jahr 869 440(750 983)„ erbracht. Bei den Anlagekontem ſind den eingangs erwähnten Abſchreüibungen insgeſamtb 10 972 030 Bamkguthaben von 4 papieve und Beteiligun beveits berückſichtigt ſind, ſodaß ſich dor Geſamuͤſchlußwert auf 141 941 000(141 686 000) ¼ ſtellt. Für Neubauten ſind 4564 989, (7 210 449 //) in die Bilanz eingeſetzt. Im laufendem Geſchäfts⸗ Probduklenbörſe 4. September Abteilung Getreide, Mehl und Fwttermöttel: Bis jetzt iſt es bei der ſtillen Marktlage gebltebem. Brolgebreide und da⸗ mit im Zuſammenhang Mechl ſündd nach wie voy vernachläſſigt und erzielen nur kleine Umſätze. In neuem Weizen war vorübergehend Geſſchäüſſt, in Gerſte iſt wur Ausſtichware gefragt. Futtermöttel ſind nach wie vor geſchäftslos. Süd deutſcher Weizen 2626,25 /, dennb⸗ ſcher Roggen 20,25 20,50; Braugerſte, je wach Qual. 22— 24; Futter⸗ gerſte, deutſche Sortiergerſte und bezugsſcheönpflichtige ausländische 1821; deubſcher Hafer, gebb oder weiß, je nach Qualität 1020; Plaba⸗Mabs, bezugsſcheinpflichtig 21,50) Weizenmehl, Müßlenfor⸗ derung 39) Roggenmehl, 60—65 Prozent, ſüdd. Müblenſorderung 31 bis 31,75; Weizenvollmehl(Futtermehl) je nach Fabrikat 12,25—12,75; Speziabfabrikate entſprechend teurer; Wetzenkleie, fein 10,50; Wei⸗ genkbeie, grob 11; Bierbreber je wach Qualktät, prompt 17,75—18,25; Mabzkeime, je nach Qualität 1717,50; Drockenſchnitzel, loſe 12,50 bis 13; Rapskuchen, loſe 18,25—19,50; Grdnußbuchen, loſe 22 Koll os⸗ kuchen je nach Fabrikat 20,75. 2,25; Soyaſchrot, ſüdd. Fabrikat 20,50 his 21; Leinkuchenmehl, je nach Fabrikat 25— 28,25; Speiſekartoſſel, e lbſil, 6,75—7; weißfleiſchig 6 4.— Rauhſfutbber mittel: Loſes Wieſenheu, gut, geſund, trocken 9,50— 10,25; Luzerne, je nach Qual, 10,75—11½5; Stroh drahtgepreßt, je nach Qualitt 5,75—6,50. Tabakernte an der Bergſtraße Die Tabakernte im Weinheimer Bezirk hat ſeit kurzem be⸗ gonnen in den Landorten Großſachſen, Lützelfſachſen, Leutershauſen, Hohenſachſen und Heddesheim iſt ſie in vollem Gange. Soweit ſich fetzt überblicken läßt, iſt die Tabakernte im Amtsbezirk Weinheim gleich der vorfährigen als mittel bis gut zu bezeichnen. Die geernteten Grumpen ſind im allgemeinen ſchön in Farbe. Verkäufe der 1928er Ernte, von der noch erhebliche Mengen unverkauft lagern, haben in dieſen Tagen zum Preiſe von 50„ Für den Zentner an Tabak⸗Großhandlungen in Heddesheim, Mannheim uſw. ſtattge⸗ funden. Soweit die neue Ernte in Betracht kommt, ſind bis jetzt ſelbſtredend nur wenig Verkäufe getätigt worden und auch nur dort, wo mittels Heizofens dos Schnelltrocknungsverfahren in An ven⸗ dung kam. * Obſt⸗ und Gemüſe⸗Großmarkt Weinheim a d. Bergrſtr. vom 4. Sept. Bei ſehr ſchavacher Anſuhr, aber lebhafter Nachfrage wurden eulöſt für je 100 Pfund: Birnen 1. Qualität 10—30; 2. Qualität 410; Aepfel 1. Qualität—18; 2. Qualität—7; Zwetſchen 78.90, Mirabellen 10—14; Pförſiche 12—50; Stangenbohnen—16; To⸗ maten 35. Bom Jute⸗Markt. Berlin, 4. Sept. Rohfute: Der Markt iſt ruhig. Firſts koſten: Neue Erute, Aug.⸗Sept.⸗Verſchiffung Iſtr. 32.5 je To., Sept.⸗Okt.⸗Verſchiffung Iſtr. 32.5/— je T Fabri⸗ katenmarkt in D eie; Der Garnmarkt iſt unverändert, er Gewebemarkt war etwas belebter. Die 2 0 e! 1 Markt: Der Markt war auch in der aben leicht an⸗ Verluſtabſchluß f der Parker AG. in Heidelberg⸗Ooſſenheim Die frühere Osmia⸗Füllfederhalterfabrik der Böhler u. Co. AG., deren Aktienmehrheit bekanntlich im Frühjahr 1928 an die Parker Pen Company in Janes ville übergegangen war, befaßte ſich im G. J. 1928 zunächſt in der Hauptſache mit dem Vertrieb, nach der Umſtellung der Fabrikationseinrichtungen aber ſofort auch mit der Fabrikation der Par ker⸗Erzeugniſſe. Fa⸗ brikation und Umſatz konnten nach dem Geſchäftsbericht bereits eine beachtenswerte Höhe erreichen. Im Frühjahr 1929 wurde die Firma bekanntlich in Parker AG. umgewandelt, während ſie anläßlich des Mehrheitsüberganges Parker Osmia AG. firmierte. Die raſche Ein⸗ führung des Parker⸗Halters erforderte verhältnismäßig groß e Be⸗ träge für die Reklame. Man hofft jedoch, daß durch bie 1928 gemachte Reklame eine Wirkung erzielt wurde, die ſich über das Jahr 1929 hinaus geltend machen wird. Aus dieſem Grunde habe man „einen Teil der Reklameausgaben mit 150 000% in der Bilanz akti⸗ viert“. Trotz dieſer Reklameaktivierung verzeichnet die Gewinn⸗ und Verluſtrechnung auf 31. Dezember bei einem Warenbruttogewinn von 734 966„(die Böhler AG. wies am 31. Dez. 682 654 aus) nach Ab⸗ zug der Handlungsunkoſten von 245 131(377 272)/ ſowie ber Ver⸗ triebsunkoſten von 631 649(50 170)& und nach 37 980(28 443)„ Ab⸗ ſchreibungen(bei der Böhler AG. wurden die Betriebsunkoſten außer⸗ dem noch mit 76 196/ und die Löhne mit 224 762„ ausgewieſen) einen Ver luſt von 175 469 K. Die geſtrige o. GV., in der von dem inzwiſchen von 400 000 auf 800 000/ verdoppelten AK. rund 95 v. H. vertreten waren, genehmigte die Regularien und beſchloß, den Verluſt auf neue Rechnung vorzu⸗ tragen. In der Bilanz erſcheinen u. a. Immobilien mit 111 775 (114 056) //, Vorräte mit 601 755% und Debitoren mit 761 298., denen 908 248/ Bankſchulden und 652 340% Kreditoren gegenüber⸗ ſtehen. Auf Anfrage teilte die Verwaltung mit, daß die Aktivierung der Reklame mit 150 000/ inſofern zu Recht beſtehe, als inzwiſchen ein Betrag von über 150 000„ von der Parker Pen Company in bar à fonds perdu überwieſen wurde. Zu dem Konto Bankſchulden wurde mitgeteilt, daß es ſich aus 800 000% langfriſtigen Darlehen und der Reſt aus laufenden Bankſchulden zuſammenſetze. Von erſteren wurden 400 000% amerikaniſche Bankſchulden inzwiſchen durch die Kapitals erhöhung in Aktien umgewandelt, ſodaß zurzeit neben ben[Ufd. Verpflichtungen noch ein 4 Jahre laufendes Darlehen ber Parker Pen in Höhe von 400 000 4 beſteht. Zwiſchen Aufſichtsrat und einem Vorſtandsmitglied ſind gewiſſe ſchwerwiegende Differenzen entſtanden, denn bei der Entlaſtung des Vorſtandes wurde bezüglich des Direktionsmitgliedes C. Joſeph Lamy ⸗Heidelberg von Verſtößen gegen 8 236 und 241 HGB geſpro⸗ chen. Man erteilte jedoch dem Vorſtand insgeſamt Entlaſtung, weil der AR. der Anſicht war, daß die von ihm nicht gebilligten Dispoſitionen dieſes Herrn erſt in das laufende Geſchäftsjahr fallen und demgemäß auch erſt von der nächſten GV. behandelt werden können. Infolge dieſer Vorgänge— Herr Lamy iſt zunächſt freiwilltg aus dem Vorſtand ausgeſchieden— delegierte der AR. das AR.⸗Mit⸗ glied A. R. Zoceola⸗London, den eigentlichen Vertreter der Par⸗ ker Pen Company, vorübergehend in den Vorſtand. An ſeine Stelle wurde für dieſe Zeitdauer Erich Cohn heim ⸗Berlin dem AR. zu⸗ gewählt.— Ueber das lfd. G. J. wurden leider keine Mitteilungen gemacht. * Walzenmühle Karl Koch, Aſſenheim in Konkurs. Die Walz⸗ mühle Karl Koch, über die das Vergleichsverfahren eröffnet wurde, iſt jetzt in Konkurs geraten. Nach vorläufiger Schätzung werden die ungedeckten Schulden mit etwa 270 000„ angenommen, denen an Akbiva kaum 50 000% gegenüberſtehen dürften. Der Zuſammen⸗ bruch dieſer Mühle iſt mit den Vorgängen bei der Getreide ⸗ Kredit AG. in Mainz in Verbindung zu bringen. * Faaſt 4 Millionen Lſtr. Goldexporte Englands in der letzten Auguſt⸗Woche. Der Wochenbericht von Samuel Montagu u. Co für die am 28. Auguſt beendete Berichtszeit teilt u. a. mit: Die Gold⸗ reſerve der Bank von England ſtellte ſich am 21. Auguſt auf 139,96 Mill. Eſtr. gegenüber 139,44 Mill. Sſtr. in der Vorwoche und hat tetzt eine Minderung um 16,95 Mill. Eſtr. ſeit Ende April 1925, wo ein effektiver Goldſtandard erreicht wurde, erfahren. Die Gold⸗ geſchäfte der Bank von England waren, da der Frane und Reichs⸗ mark in der Berichtswoche zum Sterling günſtiger ſtonden, etwas kleiner. Der Nettoverluſt der Bank in der letzten Woche erreicht trotzdem 639 657 Eſtr. Die britiſche Geſamtausfuhr von Gold in der Woche vom 19. bis 28. Auguſt hat faſt 4 Mill. Oſtr. 5 Wäh⸗ rend Frankreich 2 539 185 Fſtr. und Deutſchland 1 336 580 r. aus dem engliſchen Markt nahmen, hielten ſich die Käufe der anderen Länder, u. a. Oeſterreich, der Schweiz, Aegypten und Britiſch⸗Indien in kleinerem Rahmen. Einem Geſomtexport von 3 986 400 PEſtr. ſtand ein Import von nur 915 194 Lſtr., wovon der größbe Teil, nämlich 880 514 Lſtr. aus Britiſch⸗Südafrika ſtammte, gegenüber. Deulſchlanos Zinkerz förderung Die Zinkerzförderung in Oberſchleſien und am Niederrhein hat ſich in den Monaten Januar bis Jult wie folgt entwickelt: Monat Oberſchleſien Niederrhein (in 1000 Tonnen) Januor 14, 4,2 Februar 11,6 8,5 März 18,7 4,0 April 14,8 4,8 Mai 14,8 4,3 Juni 14,2 42 i 9,0 4 Juli 19, 7 Die Förderung in Oberſchleſten entfällt auf die Gruben der Bergwerksgeſellſchaft Georg von Gieſche's Erben und der Schleſiſchen Bergwerks⸗ und Hütten⸗A., die am Niederrhein auf die Gru der Aktiengeſellſchaft für Bergbau, Blei⸗ und Zinkfabplkation zu Stolberg in Weſtfalen. * Die Zinnweltproduktion im Juli. Nach den Berechnungen Her ſtatiſtiſchen Abteilung der Metallgeſellſchaft Ach, Franf⸗ furt a.., betrug die Zinn⸗Bergwerksproduktlon der Welt im Monat Julk os. Is. 16 191 Tonnen gegen 15 857 Tonnen im Juni 1929. Dieſe Produktton verteilt ſich auf die einzelnen Kon⸗ tinente wie folgt: Aſten 10 731(im Juni 9867) Tonnen, Afrika 878 (1265) Tonnen, Amerika 9900(4100) Tonnen, Auſtralien 200(200) Ty. Europa 425(425) Tonnen. Im Monats durchſchnitt des erſten Halb⸗ jahres 1929 betrug die Produktion der Welt 15 946 Tonnen gegen 15 100 Tonnen im Monatsdurchſchnitt des Jahres 1928. ODepiſenmarkt Im heutigen Frühverkehr notierten Pfunde gegen New. Hor! 494,81 48482 Schweiz; 25,18 25,10 Stockholm 19,00J 18,10 Baris 123.8812394 Holland. 1210 12,10 Madrids 0 Srülſſel. 34,88 84,90 Oslo 18.21 18,20. Mailand. 92,70] 92.70 Kopenhagen. 18.21 18,2 21 Gegen Reichsmark wurden Dollar mit 420 20 und Pfunde itt 2087.— gehnd el Frachtenmarkt Duisburg-Ruhrort 4. September Das Geſchäft war an der heutigen Börſe ſehr ſtill. Die Frachten erfuhren keine Aenderung. Das Berggeſchäft iſt immer noch äußerſt ſtill. Eine Bergfrachtnotkerung fand ſchon ſeit einigen Tagen nicht mehr ſtatt, ſodaß noch immer mit 1,50 bis 70„ Baſis Mannheim zu pechnen iſt. Die Schlepplöhne dal⸗ und bergwärts blieben auf dem geſtrigen Satze ſtehen. n TTTTTTTTTfTTfTfTTfTTT 8 Chefredakteur: Kurt Fiſcher Verantwortlich für Polſitk: H. A. Melßner— Feuilleton Pr. S. Kayſer Kommunalpolitik u. Lokaſes Richard Schönfelder— Sport und Vermiſchtes! Will Müller— Handelsteil: Kurt Egmer— Gericht und alles übrige: „B. R. Schanfelder— Anzeigen u, geſchäftliche Mitteilungen? Jakob Fau 92 üämtlich in e r. Haas Mannheim— Herausgeber, Drucker und Verleger: Neue Manubeimer Zeitung G. m. 5. H. Wangen 1 1 ö ö 2 Zum J. Male: Chdre: Karl Klaug— Bühnenbild. Pr. Ed. Löffler Gouvernante N ene e, Oper in 3 Akten und 7 Bildern Das mit I Donnerstag, den 5. September 1929 11. Seite. Nr. 40 National-Theater Mannheim. Donnerstag, den 5. Sept. 1929 Vorstellung Nr. 1. Miete A, Nr. 1 Piꝗq ue D a me 0— Text mit Benutzung der gleichnamigen Novelle Puschkins von M. Tschaikowsky— Für die deutsche Bühne bearb. v. Max Kalbeck— Musik v. P. Tschaikowsky Inszenierung: Dr. Richard Hein Musikalische Leitung: Erich Orthmann Technische Einrichtung: Walther Unruh Anfang 19.30 Uhr Ende geg. 22.30 Uhr Personen: Hermann Boris Greverus Grat Tomsky Um Zwischenspiel: Plutus) Sydney de Vries Fürst Jeletzky Christian Könker zekalinsky Fritz Bartling Ssurin Karl Mang Ischaplitzky Theo Herrmann Narumoff Hugo Voisin Eestordner Werner Mäckel Gräfin Edit Maerker 5 Lisa Marg. Teschemacher Pauline(im Zvrischen- spiel: Daphnis) Marg. Klose Nora Landerich Mascha Luise Müller Qhlos(im Zwischenspiel) Gussa Heiken grandiosem Beifall aufgenommene 3 N Abendliem 8½/% Uher 3506 T arerso dle fc Se ſmftt D 2. 12 Tel. 224 12 (Leiter: Staatl. anerkannt) 6441 beginnt Montag, den 9. September Vorbereitung zum Staatsexamen. Hervorragende Gutachten der Presse. 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