flrüherer Nachbar, Monſieur Felir ſind. Aber ſagen Sie adiſche Volkszeitung. Abonnement: 5 70 Pfeunig monatlich. Bringerlohn 20 Pfg. monatlich, burch die Poſt bez. incl. Poſt⸗ auſſchlag M..43 pro Quartal. Einzel⸗Nummer 8 Pig. Inſerate: E 6. 2. Die Colonel⸗Zeile. 20 Pfg. Auswärtige Inſerate 25„ Die Neklame⸗Zeile. 60„ Schluß der Inſeraten⸗Annahme —Föär unverlaungte Mann ſeripte wird keinerlei Gewähr geleiſtet. 0 5 der Stadt Mannheim und Uumgebung. Unabhängige Tageszeitung. Erſcheint wöchentlich zwölf Mal. Geleſenſir und verbreitelſte Zeitung in Mannheim und Amgebung. für das Mittagsblatt Morgens 9 Uhr, für das Abendblatt Nachmittags 3 uhr. (Mannheimer Volksblatt.) Telegramm⸗Adreſſe: „Journal Manuheim““ Telephon⸗Nummern: Direktion u. Buchhaltung 149 Druckerei⸗Bureau(An⸗ nahme v. Druckarbeiten 341 Redaktion 3677 Expedition 53„ 218 Filiale(Friedrichsplaß) 815 E 6, 2. —— Nr. 325. Die Weltanſchauung der Sozialdemokratie. Von den beiden badiſchen Organen der Sozialdemokratie iſt das Karlsruher bekanntlich das mit mehr Aufwand von redigierte; das Mannheimer glaubt mit der eſinnungstüchtigkeit auskommen zu müſſen. So findet man im„Volksfreund“ gelegentlich Artikel, die auch etwas anderes enthalten als die eintönige Verherrlichung ſozialdemokratiſcher Unübertrefflichkeit und die ebenſo eintönige Brandmarkung bürgerlicher Verkommenheit. Neuerdings bringt der Volks⸗ freund einen mit F—. Fendrich?— unterzeichneten Aufſatz, der ogar ein ungewöhnliches Maß von kritiſcher Selbſtändigkeit gegenüber einer Praxis bekundet, die ſich in der eigenen Partei eingebürgert hat. Der Aufſatz jener Artikel, die den Standpunkt der badiſchen Genoſſen zur Kloſterfrage für reviſionsbedürftig erklärten; dabei kommt er jedoch auf die Frage von allgemeinerem Intereſſe, ob die Sozial⸗ demokratie überhaupt ſchon eine Weltanſchauung habe: In wpeiten Schichten der denkenden Menſchheit— nicht nur in den Kreiſen der nach Wiſſen dürſtenden Arbeiterſchaft, ſondern auch bei ſozialdemokratiſchen Ueberläufern des ohne Gänſefüßchen ge⸗ bildet zu nennenden Teils der Bourgeoiſie— hat ſich ein neuer Aberglaube eingeſchlichen, der Irrtum nämlich, daß wir Sozial⸗ demokraten eine abgeſchloſſene„moderne Weltanſchauung“ beſäßen, eine Weltanſchauung, die keine Frage des Daſeins unbeantwortet läßt. Als pſychologiſcher Reflex und als Proteſt gegen die durch die Kirchen vertretene und zertretene Religion hat ſich, beſonders unter dem Einfluß des naturwiſſenſchaftlichen Materialismus Büch⸗ ners und Haeckels und unter der Einwirkung des nur zu oft als bequeme Schablone mißbrauchten hiſtoriſchen Materialismus, dieſe Ueberzeugung in vielen Köpfen feſtgeſetzt. Mit dieſem Wort von der„modernen Weltanſchauung“, das ſtch zur rechten Zeit eingeſtellt hat, weil die nötigen Begriffe fehſen, wird derzeit das gleiche Spiel getrieben, wie mit dem Worte von der„vorausſetzungsloſen Wiſſenſchaft“, für die ſich im Mommſen⸗ rummel die geiſtige Elite des man ſich aber die Idee von der Exiſtenz einer„modernen Welt⸗ unſchauung“ nicht ſuggerieren und ſtellt entſchloſſen die nüchterne Frage:„Wo und was iſt die moderne Weltanſchauung“, dann wird man zwar ein großartiges Nebelgewoge von Gedanken entdecken, hem dabei doch noch ſehr viel zu dem feſten Gebilde einer Welt⸗ anſchauung fehlt. Von der„modernen Weltanſchauung“ redet man ſehr viel und weiß man ſehr wenig. Man weiß von ihr eher, was ſie nicht will, als was ſie will. Vor allem will ſie, wie es im D⸗ſchen Artikel heißt, für Baden keine„neuen Pflangſchulen“ einer Agitation gegen alles was modern heißt. Wenn das aber das Charakteriſtikum des Modernen ſein ſoll, dann iſt der Evangeliſche Bund auch modern, denn auch er will dieſe„Pflanzſchulen“ nicht. Nennt man aber— vielleicht mit mehr Recht— die Forderung abſoluteſter Geiſtes⸗ und Glaubensfreiheit ein Stück der modernen Weltanſchauung, dann paßt die Aufrechterhaltung eines Ausnahmegeſetzes gegen die Ordensgeiſtlichen ſchlecht in den Rahmen dieſer Weltanſchauung. Oder iſt der naturwiſſenſchaftlich begründete Atheismus die moderne Weltanſchauung? Hiegegen würden ſich die Stimmen zahlreicher, auch ſehr radikal geſinnter Sozialdemokraten erheben. Oder dann der Nietzſcheanismus? Oder die neue Religion der Gebrüder Hart? Oder was denn eigentlich? Als Antwort auf dieſe Fragen folgt dann ein Bekenntnis von beachtenswerter Ehrlichkeit und Oblektivität: Dunkile Mächte. Roman von E. Mitchell. Autorifterte Bearbeitung von Clar a W e ßner. N Nachdruck verboten. (Fortſetzung). „Mein Gott, ich ſterbe!“ ächgte er. „.Ja, Caradini, die Wahrheit kann und gehlt werden. Sie ſind ein Sterbender. In Sie, bereiten Sie ſich auf Ihr Ende vor.“ Der dem Tode Verfallene atmete kurz und ſtoßweiſe. „Caradini,“ fuhr Hamilton eindringlich fort,„Sie können Ihre Seele noch durch ein Bekenntnis erleichtern. Ich weiß, daß Sie mein mir nur das darf Ihnen nicht ver⸗ Gottes Namen bitte ich Eine: ſind Sie auch Henri Poiteau?“ „Ich bin Henri Poiteau!“ „Und warum veranlaßten Sie Stefano Garcias Tod?“ „Aus verſchiedenen Gründen. Sie verſtehen das nicht.“ „Oh ja, ich verſtehe es. Er gab Ihnen einen Schlag ins Geſicht.“ „Und dieſer Schlag iſt vollauf gerächt!“ „Und Ihr an Ihrer Geſellſchaft begangene Verrat werkſtatt in Paris, Caradini? Wie ſteht es damit?“ „Ich ſtand ſelbſt im Verdacht— ob mit oder ohne Grund, iſt Nebenſache. Aber ich verſtand es, den Verdacht auf Garcia zu wälzen, und erbrachte auch die ſchriftlichen Beweiſe für ſeine Schuld.“ „Und auf dieſe Weiſe vetteten Sie ſich?“ der Bomben⸗ „Ja,“ hauchte Caradini.„Ich rettete mich— und ſicherte mir dnm gleichzeitig meine Revanche. Die Worte kamen wie ein Hauch aus ſeinem Munde, und 5 ch entdeckte Hamilton, während er voll geheimen Schreckens in einen ſeltſamen Schauer des Froh⸗ „Revanche ausſprach. Es war, als & Totengruft horchte, der Sterbende das iſt geſchrieben zur Widerlegung Liberalismus ſo begeiſtert hat. Läßt 1 Eintige Augenblicke ſchwieg der junge Argk. 15. Juli 10904. (Mittaablatt.) en haben n och k eine abgeſ ch Lo ſ⸗ Grund⸗ und Bauſteine Der Bau zu einer ſolchen. wartet noch der Ausführung und V ſozialdemokratiſchen Partei zu den Jahren der Satz:„Von dem Zentrum, der politiſchen katholiſchen Kirche, trennt uns eine Weltanſchauung.“ Danach hätte die katholiſche Kirche eine Weltanſchauung. Und ſie hat eine, in der Tat. Dieſe Weltanſchauung, die ſich— darüber täuſche man ſich micht— auch mit den Reſultaten der Wiſſenſchaft abzufinden wiſſen wird, wie ſie es gegenüber den von ihr verbrannten Ketzern nach⸗ träglich getan hat, beſteht in dem Glauben, daß die katholiſche Kirche von Gott dazu berufen ſei, über die Welt als höchſte Au⸗ torität zu herrſchen und daß zu dieſem Endzweck ihr und ihren Dienern die geiſtliche Leitung und Führung der Maſſen anvertraut ſei. Ohne Prieſter kann kein Katholik zu Gott kommen. Damit iſt der katholiſchen Geiſtlichkeit das Mittel zur religiöſen Hypnoti⸗ ſterung und Narkotiſierung der Maſſen in die Hand gegeben und wer die Geſchichte kennt, weiß, was die Kirche auf dieſem Gebiet ge⸗ leiſtet hat. Ob die Kirche bei dieſer Arbeit der Unterſtützung des Staatsgewalts ſicher iſt oder nicht, ſpielt keine beſondere Rolle. Gerade in Nordamerika, auf das Genoſſe D. hinweiſt, wo Kirche und Staat getrennt ſind, erfreut ſich der Katholizismus eines be⸗ ſonderen Aufſchwungs. Der Kardinal Manning hat gerade den Boden der Trennung von Kirche und Staat für das beſte Ent⸗ wicklungsterrain für den Katholizismus gehalten und der kürzlich verſtorbene amerikaniſche Staatsmann und„Präſidentenmacher“ Mark Hanna, der eine feine Witterung für dieſe Dinge hatte, hat die katholiſche Kirche für die einzige Macht erklärt, die in Nord⸗ amerika der ſozialdemokratiſchen Bewegung mit Erfolg entgegen⸗ zutreten vermöchte. Und nun wird, behutſam zwar, aber doch deutlich genug, der Finger an eine Wunde der ſozialdemokratiſchen Herrlichkeit gelegt: Was haben wir der Weltanſchauung und der Organiſation dieſer älteſten Macht der Welt ſeit Beſtehen unſerer Zeitrechnung entgegen zu ſetzen? Das Kloſter verbot im Lande Baden?? Man ſcherze nicht und laſſe das Schießen auf Elefanten mit Spatzenflinten. Wir haben ihr mehr entgegenzu⸗ ſetzen. Vor allem den Willen der in Organiſation begriffenen Arbeiterſchaft und das mit den Geſetzen der ökonomiſchen Ent⸗ wicklung übereinſtimmende Stück Welkanſchauung, daß der Menſch zwar nicht vom Brot allein lebt, aber in erſter Reihe vom Brot. Die Magenfrage— ein häßliches aber wahres Wort!— muß zuerſt gelöſt werden. Wir alle müſſen hinabſteigen in die tiefſten Tiefen der ökonomiſchen Hölle, in denen Hunderttauſende unſerer Brüder ſchmachten in den größten Qualen und mit ihnen heraufſteigen. Das iſt ſchon ein herrliches Stück Weltanſchauung. Aber fehlt nicht ein wichtiges daran? Wenn wir von den Brüdern ſprechen, fühlen wir dann auch wirklich ſo? Hat das Wort bei uns nicht noch einen gezwungenen unechten Klang? „Genoſſen“ ſagen wir. Klingt etwas kühl und abgebraucht. Sollten wir nicht„Brüder“ ſagen und auch fühlen, daß es ſo iſt? Aber ohne eine religiöſe und metaphyſiſche Weltanſchauung kann man keinen Menſchen Bruder nennen. In dieſem Wort liegt ein religiöſer Schwung und eine idealiſtiſche Kraft, die nur das religiöſe Empfinden gebären kann. Und hier iſt der Punkt, wo wir als Partei die Kirche, be⸗ ſonders die katholiſche anzugreifen und zu ſchlagen vermögen. Die heutigen Kirchen ſind großartige Prätentionen des Chriſten⸗ Dann ſprach Cara⸗ dini weiter, die Rolle des Fragenden übernehmend. „Erklären Sie mir nur das eine,“ bat er,„auf welche Weiſe erfuhren Sie, daß ich auch Poiteau bin?“ „Auf ſehr einfache Weiſe,“ antwortete Hamilton.„Henri Poiteau hatte einſt vorgegeben, Charlotta Garcia zu lieben.“ „Ah, Carlotta mia, murmelte Caradini, unendliche Zärtlichkeit im Ton, als er dieſen Namen ausſprach. „Poiteau modellierte einſt die Hand des jungen Mädchens. Caradini, der Bildhauer, ſchuf die Büſte eines Kindes, das eine Taube an die Bruſt gedrückt hält. Die Hand des Kindes iſt die Hand Charlottas, und der am Finger der Marmorbüſte eingemeißelte Ring iſt mit einem antiken Ring identiſch, den Charlotta ſtets zu tragen pflegte.“ „Mein Gott!“ ſeufzte Caradini.„Daran habe ich nie gedacht. Welch geringfügige Zufälle doch das Geheimnis eines ganzen Lebens an den Tag bringen!“ „Ja. Es kommt oft vor, daß geringfügige Kleinigkeiten große — Dinge ans Licht bringen!“ Er hatte„Verbrechen“ ſagen wollen, aber in ſeinem tiefen Mitgefühl für den Leidenden ſchreckte er vor dem Wort zurück und wählte einen milderen Ausdruck. „Und woher kennen Sie Charlottas Ring?“ fragte der Bild⸗ hauer. „Ich habe dieſen Ring bei mir— in meiner Taſche,“ verſetzte Hamilton. Caradini gab einen leiſen Laut des Erſtaunens von ſich, aus dem man deutlich Mißmut heraushörte. „So hat ſich Charlotta Ihnen verſprochen?“ fragte er ſchmerzlich. „Nein das nicht. Aber ſie ſchwur, den Mörder ihres unglücklichen Vaters zu finden. Sie vertraute mir dieſen Ring an, der mir helfen ſollte, ſie in ihren Nachforſchungen zu unterſtützen. Ich weiß jetzt, Morde iſt. lichen Streich führte? „Laſſen Sie mich den Ring noch einmal ſehen,“ bat Caradini, die letzte Frage nicht beachtend. Caradini, welcher der wirkliche Anſtifter zu dem an Garcia begangenen Wollen Sie mir nicht auch ſagen, weſſen Hand den töt⸗ tums, nichts weiter. Unter dem Rahmen der Menſchenliebe und unter ihren Anhängern entwickelt und die Sklaven merken den Betrug nicht. An uns iſt es, dieſen Betrug aufzudecken durch eine Religion wahrer Brüderlichkeit und ſelbſtloſer Arbeit. Man hat den Eindruck, daß hier ein Mann geſprochen hat, der— wenn er ſeinem Herzen frei hätte nachgeben können“— viel, viel mehr zu ſagen gehabt hätte. Denn was das„raffinierte Syſtem geiſtiger Sklaverei“ angeht, ſo haben die Herrſchaften, die die widerſpenſtigſten Reviſioniſten durch Hunger zur Einkehr zu führen ſuchten, der kirchlichen Orthodoxie wohl nicht viel mehr vorzuwerfen. Uns iſt das Wertvollſte an dieſem Aufſatz das offene Eingeſtändnis, daß mit der befriedigenden Löſung aller materiellen Fragen der Himmel auf Erden noch nicht eſchaffen ſei. Eine elegiſche Sehnſucht nach beſſern Idealen klingt aus den letzten Sätzen durch, die gegen Auguſt Bebels phariſäiſchen Materialismus ſehr angenehm abſticht, innerhalb der Partei ſich aber einſtweilen noch beſcheiden wird in den Winkel drücken müſſen. 8 Politische Uebersſeht. „Manuuheim, I5. Juli 1904 Rücktritt des Staatsminiſters von Brauer? ſcheint u wie er ſelbſt bei ſ der Rückkehr aus der Verfaſſungsvorlage die Konſequen ziehen würde, falls wider Erwarten Schwierigkeiten bei eintreten ſollten. Hamilton reichte ihm den Ring. In dem gläſernen in den Augen des Sterbenden lag, und der weißen Farbe der völlig blutleeren Lippen, erkannte Hamilton, daß das Ende nahe vorſtehe. „Sprechen Sie, Caradini,“ flehte er eindringlich,„ſprechen ſo lange es noch Zeit iſt. Sagen Sie mir wenigſtens das eine nicht Ihre Hand es war, die den tödlichen Streich führte. „Nein, es war nicht meine Hand,“ verſetzte Caradini raum bar flüſternd und mit leiſem Schauder.„Wollen Sie Charlotta letzte Botſchaft von mir überbringen? Sagen Sie ihr, daß ic trotz allem, was geſchehen iſt, heiß und innig liebte. Ich t in alle Ewigkeit treu geblieben ſein. Wäre ich am Leben ich würde ſie zu meinem Weibe gemacht haben— meinem ſü liebten Weibe! Aber es ſollte nicht ſein!“ 555 Er hielt inne und Hamilton wartete ſchweigend, ob er we ſprechen werde. „In meiner Taſche finden Sie ihre Photographie. derſelben modellierte ich ihre Züge. Dieſe verlieh ich jenem! kinde. Laſſen Sie mich mit ihrem Bilde auf der Bruſt b0 Und noch eins, enthüllen Sie die Geheimniſſe unſerer Geheimgeſt ſchaft der ganzen Welt. Ich hoffe— ich wünſche das— bon ganzem Herzen! „Und warum! 25 „Weil die Enthüllung den ſicheren Tod für eine mit deren Tod auch der meine gerächt wird!“ 17 „Wen meinen Sie damit?“ fragte der junge Arzt, krr die Antwort nur zu genau wußte, und nur mit Mühe konnt wie ein Hauch geflüſterten Silben vernehmen. Der Name lar „Angeling.“„„„ Gleich darauf ſtellte ſich völlige Bewußkloſigkeit ein, aus wele Zuſtand der Bildhauer nicht wieder zum Leben erwachte 5 So warf auch noch der letzte bewußte Gedanke des S jene häßliche Leidenſchaft zurück, die eine ſo hervorragen * 7 einem kurzen und dennoch ſo ereignisreichen Leben Brüderlichkeit haben ſie ein raffiniertes Syſtem geiſtiger Sklaveref 2. Seite. General⸗Anzeiger. Mannheim, 15. Juli. ergeben, ſo wird vielleicht abermals eine Beſprechung zwiſchen Witte und Bülow erfolgen. Zur Frage der Anleihe wird an maßgebender Stelle erklärt, daß die beiden Staatsmänner über die Anleihe natürlich nicht verhandeln. Die An⸗ leihe ſei ja überhaupt nicht Sache der deutſchen Regierung, ſondern der deutſchen Finanz. Die deutſche Regierung könne dabei höchſtens eine negative Rolle ſpielen, indem ſie den deut⸗ ſchen Financiers, wenn dieſe geneigt ſeien, Rußland eine An⸗ leihe zu gewähren, die Gewährung nicht widerrate. Sollte es zur Aufnahme der Anleihe in Deutſchland kommen, ſo dürfe man darin keinesfalls eine Verletzung der Neutralität ſehen. Die Aufnahme einer Anleihe ſeitens einer kriegführenden Partei in einem neutralen Lande ſei nach den Grundſätzen des Völker⸗ rechtes mit der Neutralität durchaus verträg⸗ lich und niemand habe gedacht, als Japan in England und Amerika, Rußland in Frankreich Anleihen aufnahm, der eng⸗ liſchen, amerikaniſchen oder franzöſiſchen Regierung einen Neutralitätsbruch vorzuwerfen Das Wahlverfahren zum preußiſchen Landtag. Die„Berl. Pol. Nachr.“ ſchreiben: Die im Abgeordneten⸗ hauſe zum Wahlrecht geſtellten Anträge beſchränken ſich nicht auf die Wahlkreiseinteilung, ſondern regen auch Aenderungen des Wahlverfahrens an, und zwar nach der Richtung, daß ent⸗ weder im allgemeinen oder doch für beſonders große Ortſchaften im Bedürfnisfalle anſtelle der jetzt geltenden Art der Abſtim⸗ mung ein nach dem Vorbilde der Stadtverordnetenwahlen ge⸗ ordnetes Wahlverfahren trete. Würde eine ſolche Aenderung eintreten, ſo würde, abgeſehen von anderm, insbeſondere auch eine weſentliche Aenderung in Bezug auf die Vornahme von Stichwahlen bei den Wahlmännerwahlen eintreten. Während dieſe jetzt in unmittelbarem Zuſammenhange mit dem erſten Wahlgange in der betreffenden Abteilung ſich vollziehen, würde bei der angeregten Aenderung des Wahlverfahrens die Stichwahl auf einen ſpätern Tag zu verlegen ſein, wie dies ja auch bei den Stadtverordnetenwahlen der Fall iſt. Der Miniſter des Innern hat im Anſchluß an gewiſſe Erfahrungen, die bei den letzten allgemeinen Landtagswahlen bereits gemacht waren, Erhebungen darüber angeſtellt, ob nach den bei dieſen Wahlen gemachten Wahrnehmungen ein Bedürfnis zu der an⸗ geregten Aenderung des Wahlverfahrens im allgemeinen oder doch wenigſtens für größere Ortſchaften als vorhanden an⸗ zuerkennen iſt, und ob und gegebenenfalls inwieweit die Vor⸗ teile einer ſolchen Aenderung nicht durch Nachteile überwogen werden. Dieſe Erhebungen ſind noch nicht völlig abgeſchloſſen, aber man wird in der Annahme nicht fehlgehen, daß deren Er⸗ gebnis nicht zugunſten der allgemeinen Einführung eines den Stadtperordnetenwahlen nachgebildeten Wahlverfahrens bei den Urwahlen ausgefallen iſt, und daß es ſelbſt zweifelhaft er⸗ ſcheint, ob die Unbequemlichkeiten, die mit dem jetzt geltenden Wahlverfahren, namentlich für größere Sktädte„bver⸗ bunden ſind, die Bedenken überwiegen, die ſelbſt einer auf ſolche Gemeinden beſchränkten Aenderung des jetzt geltenden Wahl⸗ verfahrens entgegenſtehen. Eine Burenrepublik unter deutſcher Schutzherrſchaft 7 Der„Standard“ veröffentlicht folgendes Telegramm aus Johannesburg:„Herr Barend Vorſter teilt mir mit, daß er im Begriffe ſteht, nach Deutſch⸗Oſtafrika zu reiſen, wo ſchon drei⸗ hundert Burenfamilien angeſiedelt ſind. Er behauptet, die Holländer aus der Kapkolonie, Transvaal und der Orange⸗ kolonie drängten auf Auswanderung zu dem Zwecke, unter deutſcher Schutzherrſchaft ein Staatsweſen mit Selb ſt⸗ verwaltung zu gründen, und daß, obwohl kein amtlicher Briefwechſel ſtattgefunden habe, die Bewegung nicht ohne Kennt⸗ nis der deutſchen Behörden in Oſtafrika vor ſich gehe.“ Hierzu bemerkt die„Köln. Ztg.“: In dieſer Faſſung wird die Nachricht wohl nicht zutreffen. Immerhin verdient ſie Beachtung und Vorſicht. Nach unſerer Kenntnis waren vor einiger Zeit einige Buren beim Gouverneur in Dar⸗es⸗Salaam erſchienen, um einen Plan für die Anſiedelung von Buren am Kilimandſcharo vorzutragen, wobei ſie ähnliche Abſichten von Selbſtverwaltung laut werden ließen. Aus der Anſiedlung iſt, entgegen obiger Meldung, indeſſen nichts geworden. Das Schiedsabtommen mit England. Die offiziöſe Mitteilung an die engliſchen Blätter über den Schiedsgerichtsvertrag mit dem Deutſchen Reich weiſt darauf hin, daß der Vertrag den gleichen Wortlaut hat wie die Ver⸗ träge die ſchon mit Frankreich, Italien und Spanien abge⸗ ſchloſſen ſind. Demnach wäre der Wortlaut folgender: Art. 1. Wenn Streitfragen rechtlicher Art oder ſolche mit Bezug auf die Auslegung der zwiſchen den vertragſchließenden Par⸗ teien beſtehenden Verträge zwiſchen ihnen entſtehen und keine Aus⸗ ſicht vorhanden zu ſein ſcheint, ſie mit den Mitteln der Diplomatie beizulegen, werden ſie dem kraft des Abkommens vom 29. Juli 1899 ee eeee eeee. eingeſetzten Schiedshof im Haag unterbreitet, unter der Bedingung jedoch, daß ſie weder die Lebensintereſſen noch die Unabhängigkeit oder Ehre eines der beiden vertragſchließenden Staaten betreffen, und daß ſie die Intereſſen einer dritten Macht nicht berühren. Art. 2. In jedem beſondern Fall werden die hohen vertrag⸗ ſchließenden Parteien vor Anrufung des ſtändigen Schiedshofes ein beſonderes Schiedsabkommen unterzeichnen, worin der ſtreitige Gegenſtand, die Zuſtändigkeit der Schiebsrichter und die für die Bildung des Schiedshofes und das Verfahren zu beobachtenden Ein⸗ zelheiten genau feſtgeſtellt werden. Art. 3. Dieſe Abmachung iſt für einen Zeitraum von fünf Jahren vom Datum der Unterzeichnung an abgeſchloſſen. —— Deutsches Reich. B. Karlsruhe, 15. Juli.(Der Vorſtand des nationalliberalen Vereins) wählte geſtern abend den Rechtsanwalt Dr. Bi nz wieder zum Vorſitzenden; derſelbe iſt damit zugleich Vorſitzender des eſchäftsführenden Ausſchuſſes der nationalliberalen Partei in Waben Zum ſtellvertretenden Vorſitzenden wurde Stadtrat Gla ſer, zum Schriftführer Stadtrat Oſtertag gewählt. * Berlin, 14. Juli.(Der deutſche Kaiſer) iſt heute Nachmittag 2¼ Uhr an Bord der„Hohenzollern“ bei prächtigem Wetter in Aale ſund eingetroffen und mit Salut⸗ ſchüſſen empfangen worden. Meherere Dampfer, auf deren einem ſich ein Sängerchor befand, waren der„Hohenzollern“ entgegengefahren. Der Magiſtrat und der Präſident der Stadt⸗ verwaltung gingen an Bord der„Hohenzollern“, um den Kaiſer zu begrüßen und kehrten mit dem. Kaiſer und Gefolge an Bord zurück. Auf einem Spaziergange um die Stadt würde der Kaiſer von einer zahlreichen Volksmenge mit lebhaften Hurrah⸗ rufen begrüßt. Die Stadtgebäude und der Hafen ſind mit Flaggen reich geſchmückt.— Bei Ankunft des Kaiſers in Aale⸗ ſund hielt Amtmann Alexander Kielland etwa folgende An⸗ rache: ſb 9165 gnädigſter Erlaubnis Eurer Majeſtät geſtatte ich mir, namens der Gemeinde Aaleſund der großen Freude ihrer Ein⸗ wohner über die Anweſenheit Eurer Majeſtät Ausdruck zu geben. Eure Majeſtät haben mir und dem Gemeindevorſtande geſtattet, per⸗ ſönlich den Dank der Stadt für die Wo hltaten darzubringen, welche Eure Majeſtät uns haben zufließen laſſen anläßlich der letzten großen Feuersbrun ſt. Die ſchnelle Hilfe, welche Gure Maje⸗ ſtät mit bewundernswürdiger Entſchloſſenheit der unglücklichen Be⸗ böllerung zuteil werden ließen, iſt für die ganze Welt, von Japan bis zur Weſtküſte Amerikas, ein Beweis dafür, daß die Menſchheit an Mitgefühl und Solidaritätsgefühl große Fortſchritte gemacht hat. Eurer Majeſtät wird von ganz Norwegen gehuldigt, und der Name Eurer Majeſtät wird im ganzen norwegiſchen Lande mit Liebe und Begeiſterung genannt“. Schließlich teilte der Amtmann mit, daß die Gemeinde be⸗ ſchloſſen habe, eine der neuen Straßen der Stadt nach Kaiſer Wilhelm zu nennen. —(Der Aufſtand der Herero.) Der aus dem Burenkrieg bekannte Führer M aritz iſt infolge einer Verein⸗ barung mit der Kolonial⸗Abteilung des Auswärtigen Amtes mit 70 Ochſenwagen, einer Anzahl Buren und einem zahlreichen ſchwarzen Treiberperſonal nach Südweſt unterwegs, um den Transport für die deutſche Truppe zu übernehmen. Die„Leipziger Neueſten Nachrichten“ haben aus dem Schutz⸗ gebiet erfahren, Maritz werde Buren mitbringen, die nach ihrer Art die Eingeborenen bekämpfen, ſpäter würden dann Tauſende von Buren als Anſiedler folgen. Die Abmachung mit Maritz beſchränkt ſich lediglich auf das Transportgeſchäft, alles übrige beruht auf Erfindung. *Königsberg, 14. Juli.(Hochvberrats⸗ und Geheim⸗ bundprozeß.) In der heutigen Verhandlung wurde die Zeu⸗ genvernehmung fortgeſetzt. Kriminalkommiſſar Wohlfromm⸗Königs⸗ berg ſagte aus, die Steuerbehörde überſandte der Polizei aus jedem Paket ein Exemplar. Die Polizei reichte die Schriftſtücke dem ruſ⸗ ſiſchen Generalkonſul zur Prüfung ein. Redakteur Queſſel⸗Stettin, gegen den die im Zuſammenhange mit dieſem Prozeß begonnene Vorunterſuchung eingeſtellt iſt, bekundete, er hätte Skubbik niemals die Adreſſe Nowagrotzkis gegeben, wenn er nicht überzeugt geweſen wäre, daß Skubbik ein Sozialdemokrat und ein entſchiedener Gegner des Terror ſei. Skubbik ſei ein Freund von Plechanoff geweſen, der ſich in einer Verſammlung ſo ſcharf gegen den Terror und den Anar⸗ chismus ausgeſprochen habe, daß es zu einer Lärmſzene gekommen ſei, weshalb Plechaneff die Rede abbrechen mußte. Auf Befragen des Rechtsanwaltes Haaſe bemerkte der Zeuge, er ſei überzeugt, Nobwagrotzki hätte die Poſtſendungen nicht angenommen, wenn er gewußt hätte, daß Schriften anarchiſtiſchen und terroriſtiſchen In⸗ halts darin enthalten ſeien. Der Gerichtshof beſchloß, Queſſel D er — nicht zu vereidigen, da er der Teilnahme dringend verdächtig ih Reichstagsabgeordneter Verlagsbuchhändler Dietz⸗ Stuttgart er⸗ klärte, im Auguſt vorigen Jahres habe ihm der in Paris lebende ruſſtſche Schriftſteller Burzeff zwanzig ruſſiſche Hefte, die die VBurzeff habe manches gute geſchrieben, in politiſcher Beziehung aber gelte exn ärgſten Tollheiten enthielten, zum Vertriebe zugeſandt. allgemein als Narr. Auf Befragen des Verteidigers ſtellte es der Zeuge in Abrede, daß ſozialdemokratiſche Redakteure häufiger alz Redakteure bürgerlicher Blätter wegen Majeſtätsbeleidigung beſtraft würden. Gaſtwirt Webners⸗Charlottenburg bekundete, er habe Ehrenpfort einigemal als Deckadreſſat gedient. Vor alwei Jahren ſei ein Poſtpaket an ihn angekommen, über welches ſich ſchon borher Polizeibeamte erkundigt hätten; dasſelbe ſei ſofort nach dem Eintreffen von zwei Polizeibeamten beſchlagnahmt worden. Auf den Antrag der Verteidigung beſchloß der Gerichtshof, die beiden Beamten und den Dezernenten der betreffenden Abteilung als Zeugen zu laden, um feſtzuſtellen, durch wen die Polizei von der Sendung Kenntnis erhielt. Hierauf wurde die Verhandlung auf morgen vertagt. ———— Eine neue Heimſuchung der New⸗Vorker Deutſchen. Die furchtbare Kataſtrophe, von der die deutſche St. Martins⸗ Kirchengemeinde in New⸗Nork bei dem Untergang des Vergnügungs⸗ dampfers General Slocum betroffen wurde, ſteht noch friſch in aller Erinnerung, und ſchon wieder iſt, wie kurz telegraphiert wird, die deutſche Kolonie Newyorks durch ein zweites Unglück, das einem ihrer blühendſten Vereine widerfahren, in Trauer verſetzt. Am Sonntag veranſtaltete der viele Hunderte von Mitgliedern zählende„Platt⸗ deutſche Verein“ einen Ausflug nach dem etwa 80 Kilo⸗ meter von Newhork entfernten, äußerſt romantiſch im Gebirge ge⸗ legenen Waldſee(Greenwood Lake). Etwa 800 Perſonen, Män⸗ ner, Frauen und Kinder, nahmen an dem Ausfluge teil, und der ſie befördernde Sonderzug machte in der kleinen Station Midbale Halt, um Waſſer und Kohle einzunehmen, als er plötzlich von rückwärts bon einem Schnellzuge angefahren wurde. Der Weichen⸗ ſteller der Station behauptet, daß das Signal gegen den mit gwei Lokomotiven heranbrauſenden Schnellzug geſtellt war, aber nicht beachtet wurde. Er gab dann das Notſignal mit der Flagge; dieſes wurde aber nur von dem Führer der erſten Lokomotive bemerkt, der Gegendampf gab und den Zug wohl noch rechtzeitig zum Stehen gebracht hätte, wenn nicht der zweite Lokomotivführer mit Voll⸗ dampf weitergefahren wäre. Der Zuſamnienprall wurde wohl da⸗ durch geſchwächt, ließ ſich aber nicht mehr bermeiden und war noch ſo heftig, daß die letzten zwei Waggons mit etwa hundert Per⸗ ſonen vollſtändig zertrümmert wurden. Ein furchtbares VBlutbad war die Folge. Nicht weniger als 17 Perſonen blieben auf der Stelle tot, darunter einige Frauen und Kinder, und über 50 trugen ſo ſchwere und oft entſetzliche Verletzungen und Ver⸗ ſtümmelungen davon, daß bei einer großen Zahl derſelben keine Hoffnung vorhanden iſt, ſie am Leben zu erhalten. Ein Herr, deſſen rechtes Bein ganz zerquetſcht und zwiſchen den Trümmern eingeklemmt war, bat, ihn loszureißen, da er vor ſeinem Tode noch gern Frau und Kinder geſehen hätte, die in Newyork zurückgeblieben waren. Seiner Bitte wurde, nachdem man ihm Brandy verabreicht hatte, willfahrt, ſein Wunſch blieb aber unerfüllt, da er nach einigen Minuten ſtarb. Andere baten verzweiflungsvoll, man möge ſie er⸗ ſchießen, um ihren Leiden ein Ende zu machen. Die unverletzt ge⸗ bliebenen Ausflügler wollten in ihrer Aufregung und Entrüſtung den ſchuldigen Lokomotibführer lhnchen und hätten dies wohl auch ausgeführt, wenn er ſich nicht rechtzeitig geflüchtet hätte. Die Erie⸗ Eiſenbahn, auf deren Strecke das Unglück geſchah, hat auffälliger⸗ weiſe ſofort die bolle Verantwortlichkeit übernommen und hat weiter, um Eingelklagen der Beſchädigten und Hinterbliebenen zu vermeiden, dem„Plattdeutſchen Verein“ eine Abfindungsſumme von 750 000 Mk,. angeboten, ein Antrag, der jedoch nicht angenommen wurde ———— Aus Stadt und Tand. *Maunheim, 15. Juli 1904. * Veränderungen im Eiſenbahndienſt. Stationsverwalter Friedr. Dink in Heidelberg wurde zum Stationskontrolleur ernannt und der Güterverwaltung Heidelberg zugeteilt. Uebertragen wurde dem Bahn⸗ verwalter Friedr. Zimmermann das Stationsamt Rheinau. 152 009 Einwohner zählte nach der Berechnung des Statiſt. Amts Ende Mai Mannheim. *Fremdenverkehr. In den Gaſthöfen der Stadt ſtiegen im Monat Mai 114117 Perſonen ab. * Frequenz unſerer Theater. Unſer Hoftheater hatte im Monat Mai den beſten Beſuch mit 1387 Perſonen bei der Aufführung der Millöckerſchen Operette„Der Bettelſtudent“ gelegentlich des Dreher⸗ ſchen Gaſtſpiels aufzuweiſen. Am ſchlechteſten beſucht war das Gaſt⸗ ſpiel des Hans Sachs⸗Enſembles(230 Perſonen). Auch das Neue eeerrrrrree. 2 6. Kapitel. Inzwiſchen hatte Charlotta Stunden noch ſchlimmerer Qual durchlebt, als die während ihrer Gefangenſchaft im Hauſe des Engels. Ein böſes Geſchick, das ſie ſeit Tagen nun zu verfolgen ſchien, hatte es gewollt, daß der Zug, in dem ſie ſich mit dem Baron und St. John befand, auf halber Strecke liegen blieb. Defekt an der Maſchine, er⸗ klärte der Zugführer lakoniſch. Weit und breit kein Haus, und Stunde um Stunde verrann, ehe endlich die Erſatzmaſchine eintraf. So war aus dem frühen Morgen faſt ſchon der Abend geworden— und der, der ihrem Herzen am nächſten ſtand, ſchwebte bielleicht indeſſen in höchſter Gefahr. St. John hatte bereits von London aus, als er mitten in Char⸗ lottas Erzählung ein Telegramm aufgab, einen Wagen an die Bahn beordert. (Fortſetzung folgt.) Buntes Feuilleton. — Die Gelbe und die Grüne. Von allen geiſtigen Gebieten ſind die Kongregationen in Frankreich nunmehr verdrängt. In den Klöſtern darf der Jugend nicht mehr der geiſtliche Unterricht geboten werden und auf dem ſehr materiellen Gebiete der Liquerproduktion iſt das Monopol der berühmten Kartäuſer gebrochen. Die Mönche der Grande Chartreuſe haben Frankreich verlaſſen, die Leitung des Ordens iſt nach Italien, bei Turin, überſiedelt, während der be⸗ rühmte Liqueur in Spanien von den Mönchen weiter erzeugt wird. Daneben ſtellt der ſtaatliche Liguidator des Vermögens der Kartäuſer die gelbe und die grüne Chartreuſe nach dem ſchon lange enkhüllten Geheimniſſe der Mönche an der alten Stätte Fourvoirie her. Welches iſt die echte Chartreuſe? Dieſe Frage wird nun nicht mehr nach den alten Trinkertraditionen, ſondern nach politiſchen Parteianſchau⸗ ungen entſchieden. Die alte Chartreuſe iſt aus dem Handel ver⸗ ſchwunden, da der Stock nicht mehr groß iſt und da die vorhandene Menge als Spekulationsware zurückgehalten wird. Wenn man in Paris jetzt den alten Mönchliqueur haben will, muß man wahre Phantaſiepreiſe für eine Flaſche zahlen. Vor drei Wochen war eine Flaſche, die früher mit 9 Franes bezahlt wurde, noch für 16 Franes zu haben. Dieſer Preis iſt lange überſchritten. Am Freitag haben die Zollbehörden an der ſpaniſchen Grenze 500 Kiſten von dem Mönchliqueur konfisziert, welchen die Kartäuſer nach Frankreich ſenden wollten. Die Finanzverwaltung behält ſich überdies vor, wegen Uebertretung des Markenſchutzgeſetzes gegen die Mönche vor⸗ zugehen. Damit will der Staat feſtſtellen, daß er durch das Kon⸗ gregationsgeſetz Eigentümer der berümten Marke geworden iſt. Dieſelbe iſt ein Beſtandteil des zur Liquidation gelangenden Ver⸗ mögens der Kartäuſerkongregation. Die Liquidationschartreuſe wird an Stelle der Kloſterchartreuſe treten; aber dieſer ſtaatliche Liquer wird ſchon jetzt als ein unheiliges Getränk bezeichnet, während die alte Chartreuſe ein heiliger Trunk geweſen. Der berühmte Liqueur hat ſeine hiſtoriſchen Farben, gelb und grün, behalten, aber er hat ſeine politiſche Farbe gewechſelt, er iſt rot geworden; er iſt zum Zeichen des Kirchenraubes, der Kirchenverfolgung, der Religionsloſigkeit geſtempelt, aber er wird den Gourmands, welche beim Trinken keinerlei Ideale verfolgen, dennoch ſchmecken. — Moderne Walfiſchjagd. Zu Tauſenden ſchwärmen jetzt die Walfiſche um die nördlichen Küſten der britiſchen Inſeln und nähren ſich bon den Wanderzügen der Heringe, die um dieſe Zeit reichlich dorhanden ſind. Man ſieht ſie beſonders in der Gegend der Shet⸗ land⸗ und Orkney⸗Inſeln; häufig tauchen auch große Schwärme weſtlich bei den Hebriden und öſtlich im Moray Firth auf. Auf den Shetland⸗Inſeln werden zur Zeit etwa 30 Walfiſche täglich erlegt; der Geſamtfang der letzten, ſehr erfolgreichen Woche betrug 164 Walfiſche. Vier norwegiſche Geſellſchaften beſchäftigen ſich mit dem Walfiſchfang auf den Stationen der Shetland⸗Inſeln, zwei in Ronasvoe, eine in Collafirth und eine in Olnafirth. Jede dieſer Geſellſchaften hat kleine Dampfer, die auf der Suche nach Walen umherkreuzen. Die Dampfer ſind meiſtens 70 Fuß lang; mehrere meſſen jedoch über 80 Fuß. Vor einigen Tage wurde ein ſechzig Fuß langer Pottwal harpuniert, deſſen Wert über 4000 M. beträgt, in der vorigen Woche ein Grönlandwal, deſſen Fiſchbein ſehr wert⸗ doll iſt. Die alten Methoden des Walfiſchfanges mit Haxpunen, die aus Boten geſchleudert wurden, waren ſehr gefährlich und mühſam. Jetzt gebraucht man dazu die ſchnellen Dampfer. Wenn ein Walfiſch von dem am Fockmaſt hängenden„Krähenneſt“ aus geſichtet wird, dampft der Walfiſchfahrer bis auf etwa 20—30 Meter Entfernung auf ſeine Beute zu, ſo nahe es irgend möglich iſt, ohne daß das Tier beunruhigt wird. Jetzt braucht man nicht mehr ein geſchickt geführtes Boot und einen kräftigen Harpunierer, der über ſtarke Nerben ver⸗ fügen muß; im Bug des Walfiſchfängers befindet ſich eine kurze Kanone, die wie eine Piſtole mit einem Drücker abgefeuert wird. Dieſe Kanone wird mit der Harpune geladen und mit einer kleinen Ladung abgefeuert, die genügend ſtark iſt, die Waffe in den Körper des Wals einzubohren. Die Harpune iſt jetzt eine gewichtige Waffe von drei bis vier Zentnern. Die Leine bewegt ſich frei am Schaft entlang, und der Kopf beſteht aus vier Widerhaken, die zurückgefaltet lfegen, bis der Wal getroffen und dadurch ein Druck auf ſie ausgeübt wird. Dann ſtreckt ſich jeder Widerhaken vierzehn Zoll lang aus und packt feſt. Hinter dem Kopf der Harpune befindet ſich ferner eine kleine, beim Stoß explodierende Granate, die den Wal tstet, wenn er an einem edlen Teil, dicht hinter den Floſſen, getroffen worden iſt. Wird der Wal nicht getötet, ſo wird mehr Leine heraus⸗ geſteckt und man läßt den Walfiſch das Schiff ſchleppen, bis er es erſchöpft aufgibt, ſo daß man ſich ihm mit Leichtigkeit nähern und ihn abtun kann. Sobald er tot iſt, wird eine hohle Lanze tief in den unteren Teil des Körpers gebohrt, und durch eine an den Schaft befeſtigte biegſame Röhre wird ſchnell Luft in den Leichnam gepumpt, ſo daß er leicht ſchwimmt; dadurch wird auch bis zu einem gewiſſen Grade die Zerſetzung verhindert. Die Lanze wird erſt zurückgezogen, wenn der Wal genügend aufgebläht iſt, und die Oeffnung wird dann zugepfropft. Iſt kein anderer Fang in Ausſicht, ſo fährt das Schiff mit voller Geſchwindigkeit zur Station oder ans Land. Der Wal wird auf eine große Plattform ans Land gezogen, der Speck abgezogen und zu Tran gekocht. Bei jeder Station befindet ſich auch eine Düngemittelfabrik, in der die Abfälle und der abgezogene Körper des Tieres verwertet werden Die Romantik und die Gefahr des Walfiſchfanges iſt alſo dahin. Ein Unglück iſt heute ferſt ausgeſchloſſen, es ſei denn, daß ein wild gewordener Wal einen — Mannheim, General⸗Anzeiger, 38. Seite. ETheater hatte die beſte Freguenz beim Drehergaſtſpiel zu verzeichnen. Die Poſſe„Die beiden Reichenmüller“ war von 1200 Perſonen be⸗ ſucht. Den geringſten Zuſpruch im Berichtsmonat(280 Perſonen) fand Gerhart Hauptmanns„Roſe Bernd“. * Der Aufruf des Kunſtgewerbevereins„Pfalzgau“ bezügl. der Erhaltung des Heidelberger Schloſſes in ſeinem jetzigen Beſtande iſt, worauf wir unſere Leſer auch an dieſer Stelle aufmerkſam machen möchten, im Inſeratenteil dieſer Nummer enthalten. Zugleich ſei darauf hingewieſen, daß auch in unſerer Grpedition eine Liſte zum Einzeichnen aufliegt. *Die vorgeſtrigen Gewitter haben ſtellenweiſe in Baden ſchwer gehauſt. Ergänzend iſt mitzuteilen, daß in Ihringen der Blitz in das Wohnhaus des Reinhard Hohwieler ſchlug und den unter der Haustür ſtehenden 78 Jahre alten Johann Hohwieler tötete. Die in der Wohnſtube ſitzende Ehefrau wurde betäubt. In Teutſch⸗ Neureuth ſind durch den Brand 3000 Fruchtgarben, die erſt letzte Woche eingeheimſt worden ſind, vernichtet worden. * Zwangsverſteigerung vor Großh. Notariat III. Das Grund⸗ ſtück Mittelſtr. 117, Eigentum des Bauunternehmers Jak. Seeger Gheleute dahier, wurde dem Schloſſermeiſter Ernſt Axt dahier um 4750 Mk. zugeſchlagen. Außerdem ſind Hypotheken zu übernehmen in Höhe von Mk. 54 000. Nicht ausgebotene Hypothek des Meiſt⸗ bietenden ca. 12 000 Mk. Geſamtkoſtenpreis des verſteigerten Grundſtückes Mk. 70 750.— Amtliche Schätzung Mk. 70 580. * Ludwigshafen⸗Mannheimer Lokalſchiffahrt. Unter den ver⸗ ſchiedenen Neuerungen, die die Ludwigshafen⸗Mannheimer Lokal⸗ ſchiffahrt ſeit letzter Zeit brachte, dürfte wohl die ab 1. Auguſt cr. beabſichtigte Einführung von Monats⸗Abonnements⸗Karten unge⸗ leilten Beifall finden. Es gelangen nämlich ab obigem Zeitpunkt auf den Linien Kaiſer Wilhelmſtraße—Mannheim und Luitpold⸗ hafen—Rennershof Monats⸗Abonnements⸗Karten zur Ausgabe, die für Erwachſene M. 4, für Kinder M. 2 koſten. Dieſe Neuerung dürfte hauptſächlich Kaufleuten, Schülern ete., die täglich den Weg zu machen haben, hoch willkommen ſein, da jetzt Manches, das bisher den Weg über die Rheinbrücke vorzog, künftig mit dem Boot fährt. Gleichzeitig gewährt die Firma noch eine weitere Verbilligung, indem ſie für die Billet⸗Heftchen, die ſchon einige Zeit eingeführt, eine weitere Preisreduktion eintreten läßt. Künftig koſten 50 Billete, giltig für alle Linien, M. 3. Hierdurch wird dem Publikum Ge⸗ legenheit geboten, ſeinen Weg nach Mannheim und zurück noch billiger als bisher zurücklegen zu können. Wer z. B. künftig zunächſt ab Kaiſer Wilhelmſtraße mit dem Boot und ab Rheinluſt mit der Glektriſchen fährt, kann auf dieſe Weiſe für die Folge die Strecke biis Neckarbrücke für 12 Pfg. zurücklegen; das Gleiche iſt um⸗ gekehrt der Fall. Es kann deshalb wohl dieſen Heftchen eine Zu⸗ kunft in Ausſicht geſtellt werden und den Booten iſt künftig eine ſtärkere Frequenz wohl zu gönnen. * Badet nicht mit vollem Magen! Der„F..“ ſchreibt ein Mitarbeiter: In der jetzigen Badezeit vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht lieſt, daß da und dort einer beim Baden im offenen Fluß oder See ertrunken ſei. In den ſeltenſten Fällen ſind es des Schtwimmens unkundige Leute, in den meiſten junge Menſchen vom Fünglings⸗ bis ins beſte Mannesalter, von denen es heißt, daß ſie plötzlich im Waſſer verſunken ſeien und daß vermutlie ein Herz⸗ ſchlag ihrem Leben ein Ende gemacht habe. Die Geſchichte mit dem Herzſchlag wollte mir nie recht glaubhaft erſcheinen. Denn wie geſagt: es ſind zumeiſt junge, kräftige Menſchen von 13 bis 30 FJahren, deren Herz bis dahin immer recht funktioniert hat. Ein ſchweizer Arzt, mit dem ich anläßlich eines ſolchen Falles über den Gegenſtand ſprach, teilte mir denn auch als ſeine Meinung über die wahre Urſache des Todes folgendes mit:„Wenn Sie die meiſt von Augenzeugen wiedergegebenen Berichte der Lokalblätter leſen, heißt es ſelten, daß der junge Mann kurz, nachdem er ins Waſſer geſtiegen, untergegangen ſei, ſondern in der Regel wird berichtet, daß er ein beträchkliches Stück in den freien Fluß oder See hingus⸗ ſchwamm und dann lautlos verſank.„Wahrſcheinlich iſt, daß ein Herzſchlag ſeinem Leben ein Ende gemacht hat! Das iſt in 96 pon 100 Fällen ein Irrtum. Wahrſcheinlich iſt vielmehr, daß der junge Menſch mit vollem Magen ins Waſſer ging, daß der gegen den Unterleib gerichtete Wellenſchlag eine momentane Uebel⸗ keit verurſachte, deren Urſachen und Folgen dieſelben ſind, wie bei der Seekrankheit, daß Erbrechen und Schwindel eintrat, der Betreffende für einen Augenblick die Beſinnung und die Herrſchaft über ſeinen Körper verlor, nicht mehr die Kraft hatte, den herauf⸗ kommenden Speiſebrei auszuſpeien, bielleicht auch noch Waſſer auf⸗ nahm und einfach erſtickte. Es iſt keine Frage, daß ſelbſt ge⸗ ringer Wellenſchlag und leichtes Schaukeln auf einen vollen Magen höchſt ungünſtig einwirken. Ich ſelbſt habe ſchon derartige Er⸗ fahrungen an mir ſelbſt gemacht und kann nur jedermann raten, nach einer größeren Mahlzeit mindeſtens drei oder vier Stunden bis zu einem Fluß⸗ oder Seebad verſtreichen zu laſſen. Es kann ihm paſſieren, daß er in unmittelbarer Nähe anderer, die ihn vetten könnten, ertrinkt; denn er wird in der Regel gar nicht zum Schreien kommen, oder, wenn er ein Menſch iſt, der ſich etwas zutrauen zu dürfen glaubt, die erſten Merkzeichen von leichter Uebel⸗ ſeit viel zu gering anſchlagen, um ſofort Hilfe zu alarmieren. Daher: Badet nicht mit vollem Magen!“— Da die Anſchau⸗ 1 25 recht plauſibel erſcheinen, dürfte der Rat wohl zu beherzigen ein. *Nach ſpaniſchem Muſter. Dem berüchtigten ſpaniſchen Schatz⸗ ſchwindel ſtellt ſich jetzt ein Londoner Erbſchafts⸗ ſchwindel an die Seite. Auch dieſer beſchäftigt jetzt die Behör⸗ den. Das Schema, nach dem die Londoner Schwindler arbeiten, zeigt folgender Fall: Ein Handwerksmeiſter aus der Umgegend von Berlin erhielt aus London die Nachricht von einer ziemlich bedeu⸗ tenden Erbſchaft. Der Briefbogen, der die Kunde brachte, enthält die mit Gummitypen hergeſtellte Aufſchrift„Deutſches Reich“, dar⸗ unter„Geſandtſchaft in London“. Dann kommt irgend ein Akten⸗ zeichen, das Datum London uſtv. und endlich auf der anderen Hälfte des großen, geknifften Aktenbogens die handſchriftliche Aufſchrift: „Im Namen des Königs“. Im Text heißt es: Die Geſandtſchaft hat für Sie von einem hieſigen Deutſchen(Namen), der geſtorben iſt, ein Teſtament, nach dem er Sie zum Univerſalerben ſeines ge⸗ eine Verpflichtung zur Herſtellung der Bilder begründet. ſamten lebenden und toten Gutes, ſowie eines Bankguthabens in Höhe von 60 000 Mark eingeſetzt hat. Wir fragen hiermit an, ob Sie die Erbſchaft antreten wollen. Sie muß dann durch die hieſige Geſandtſchaft gehen, da ſonſt England das Geld nicht auszahlt. Sie müßten uns Ihre Willenserklärung mit Ihrer von einem Notar beglaubigten Namensunterſchrift und in dem beiliegenden Kuvert die Vorſchußzahlung von 300 Mark für Gerichtskoſten, die an das engliſche Gericht zu zahlen ſind,. einſenden. Das Kuvert enthält den Namen deſſen, der angeblich den Brief unterſchrieben hat, eine Wohnung und den rot unterſtrichenen Vermerk„Eilt“ und„Ein⸗ geſchrieben“. Da London ein Meldeweſen, wie wir es haben, nicht kennt, ſo kann ſich leicht jemand unter einem falſchen Namen irgendwo einmieten und ſoviel Geld einſtreichen, wie— Dumme ihm zuſenden. Der Handwerksmeiſter aber ging nicht auf den Leim. Ihm fiel ſchon auf, daß von einer deutſchen Geſandtſchaft in London, nicht Botſchaft die Rede war. Er wußte auch von nie⸗ mandem in der Themſeſtadt, den er hätte beerben können, und zeigte den Schwindel der Polizei an. Ob jedoch alle Briefempfänger ſo klug ſein werden, iſt ſehr die Frage. Eine ganz hervorragende Schwimmtour hat dieſer Tage ein Offizier unſerer hieſigen Garniſon ausgeführt. Herr Leutnant Hertzer vom Bad. Grenadier⸗Regiment Kaiſer Wilhelm J No. 110 unternahm es am 12. ds., auf dem Rheine von der Militärſchwimm⸗ anſtalt in Germersheim bis zur Militärſchwimmanſtalt in Mann⸗ heim zu ſchwimmen und hat dieſe 40 Kilometer lange Strecke ohne Unterbrechung in beſter Verfaſſung in 5 Stunden 20 Min. zurück⸗ gelegt. Begleitet wurde der mutige Schwimmer von Unteroffizier Preußner und den Grenadieren Häußler und Künzler in einem Nachen. Herr Preußner legte ebenfalls eine Probe als tüch⸗ tige Schwimmer ab, indem er gleichzeitig die Strecke von Speher bis Altrip in 2 Stunden ununterbrochen ſchwimmend zurücklegte. Dieſe ganz vortrefflichen Leiſtungen in der Kunſt des Schwimmens dürften gewiß die volle Bewunderung aller Freunde des ſo geſunden, er⸗ friſchenden und kräftigenden Schwimmſports finden. * Künſtler und Photograph. Die Begründung des Urteils in der vielerörterten Klageſache des Hofſchauſpielers Ludwig gegen Photograph Tillmann iſt den beiden Parteien nunmehr zuge⸗ gangen. Sie umfaßt nicht weniger als 70 mit der Schreibmaſchine bedruckte Seiten. Zunächſt wird feſtgeſtellt, daß in dem vorliegenden Falle weder ein Auftrag des Klägers vorliegt, noch wurde für den Beklagten durch die Aufnahme der Photographie des Herrn Ludwig Den größten Teil der Begründung beanſpruchen die Kommentare der juriſtiſchen Schriftſteller zu den einſchlägigen Geſetzesbeſtimmungen, ſo wie Kohler, Gierke, Rietſchel, Gareis, Neumann, Th. Olshauſen. Gerade der Wunſch nach einer ſachlichen Regelung des Schutzes der Perſönlichkeit heißt es in der Begründung, der auch beſonders in der Preſſe als das Sprachrohr der öffentlichen Meinung hervorge⸗ treten ſei, laſſe erkennen, daß eine Ueberzeugung von dem Beſtehen eines rechtlichen Schutzes nicht vorhanden iſt. Unter verſchiedenen Entſcheidungen des Reichsgerichts wird u. A. auf einen Fall hinge⸗ wieſen, in dem eine Dame ohne ihr Wiſſen und Willen im Bade⸗ koſtüm photographiert und dieſe Photographie gewerbsmäßig ver⸗ breitet wurde. Die Verbreitung dieſer Photographien wurde unter⸗ ſagt, nicht etwa auf Grund des Perſönlichkeitsrechtes, ſondern weil angenommen werden konnte, daß die Dame ſich mit ihrem Einver⸗ ſtändnis in dieſem Anzuge hätte photographieren laſſen, was ein bedenkliches Licht auf ihr Scham⸗ und Sittlichkeitsgefühl geworfen hätte. Selbſtvperſtändlich ſei ein Rechtsſchutz gegeben, wo das Ein⸗ ſpruchsrecht des Klägers auf einem Vertrage beruht. Ein ſolcher liege aber nicht vor. Einen Beweis, daß der Kläger ſich die Geneh⸗ migung zum Verkauf der Bilder vorbehalten habe, konnte das Ge⸗ richt nicht als erbracht anſehen. Auch von einer ſtillſchweigenden Vereinbarung durch eine von allen Beteiligten in gleicher Weiſe be⸗ obachteten Uebung könne keine Rede ſein. Hierfür werden die Aeußerungen der als Zeugen vernommenen Zeugen Kromer, Eckel⸗ mann und Frl. Wittels herangezogen. Auch Herr Baſſermann habe ſich nie darüber vergewiſſert, ob die Aufnahmen gelungen waren oder nicht. Warum es, wie ſeither ſtets, in allen anderen Fällen, auch in dieſem Falle nicht zu einer Einigung zwiſchen dem Künſtler und dem Photographen gekommen, ſei nicht aufgeklärt, als ſicher kann aber angenommen werden, daß nicht ausſchließlich ſachliche Beweggründe es waren, welche die Parteien beranlaßt haben, mit ſolcher Entſchiedenheit ihren Standpunkt zu vertreten. Da der Kläger keine Vorbehaltsrechte über die Aus⸗ ſtellung der Bilder gemacht habe, müſſe es dem Künſtler überlaſſen bleiben, darüber zu befinden, ob die Bilder ausſtellungsfähig ſind. Wenn das Mannheimer Theaterpublikum, das die Künſtler tag⸗ täglich auf der Straße ſieht, fände, daß Bilder dem Urbilde an Voll⸗ kommenheit nicht ähnlich ſind, iſt es nicht der Kläger, ſondern der Beklagte, der darunter Schaden erleiden könnte. Das Klage⸗ begehren erſcheine alſo nicht gerechtfertigt. Damit falle aber auch die Verpflichtung einer Schadenerſatzklage. Es ſeien aber auch keine Tatſachen vorhanden, welche einen Schadenerſatz recht⸗ fertigen. Vermögensnachteil ſei dem Kläger nicht entſtanden. * Gegen Wegelagerer kennt das Gericht keine Nachſicht, das dürfte wenigſtens zur Beruhigung des Publikum dienen. Die Tag⸗ löhner Herm. Maas und Hch. Sack, welche die Nacht durchzecht hatten, überfielen am 5. Juni früh morgens auf der Neckarſpitze mehrere friedliche Spaziergänger. Maas und Sack zogen ſofort das Meſſer und erſterer ſtach mit einem Serviermeſſer dem auf der Flucht ſtrauchelnden Büttner von hier von hinten in den Rücken. Er kann von Glück ſagen, daß er nicht wegen Raubes angeklagt iſt, denn es konnte nicht feſtgeſtellt werden, daß er dem Verletzten die Uhr, die er unterſchlug, während des Fallens entriſſen. Das Gericht ſprach eine exemplariſche Strafe aus. Maas erhielt eine Gefän g⸗ nisſtrafe von 5 Monaten abzüglich 1 Monat Unterſuchungs⸗ haft, Sack eine ſolche von ſechs Wochen, die Unterſuchungshaft von 14 Tagen wird nicht angerechnet. * Aus dem Vorort Neckaran. Schäfer Andr. Schantz, in Dienſten bei Wilh. Rohl in Neckarbiſchofsheim, wollte geſtern in einem Rhein⸗ ſporen ein Bad nehmen und iſt hierbei ertrunken. Seine Herde weidete friedlich unweit des Sporens.— Der Polizeibericht meldet über den Unglücksfall folgendes: An einem Altwaſſer des Rheines im Stadtteil Neckarau wurden geſtern abend nach 8 Uhr die Kleider weene Dampfer rammt und einige Platten einſchlägt, was allerdings ſchon geſchehen iſt. 5 — Warum Frida nicht turnen ſoll! Folgendes Entſchuldi⸗ gungsſchreiben wurde kürzlich an eine Lehrerin gerichtet: 5 SGeeerthes Freilein. Endes Unterſchribner hatt an ſie eine höf⸗ liche bitte ſein ſie ſo Güttig Freilein u. laßen ſie die Frida J. nicht Geräte Turnen den das Madel ſie iſt in einen ſolchen Wacksthum u. ſie kans nicht. ſie Wirt ſchwindlich. Und Weint zu hauße. Alſo bitte Freilein Entbinden ſie das Madel. Mit Achtung zeichnet dieſes. Der Ackerbürger. — Die Rothſchilds. Anläßlich der zehn Millionen, die die Brüder Rothſchild in Paris zur Herſtellung von Arbeiterwoh⸗ Rungen vorſchießen, behauptete ein proteſtantiſches Blatt, das Ge⸗ famtbermögen des bekanntlich in einer Art Gütergemeinſchaft kebenden Geſchlechtes Rothſchild betrage zehn Milliarden. Die meiſten Blätter widerſprechen. Indeſſen würde es, wie der„Köln. Volksztg. geſchrieben wird, ſchwer halten, etwas Sicheres über dieſes Vermögen anzugeben. Es liegen nur einzelne Angaben vor. Als der erſte Rothſchild, Maher Anſelm 1812 zu Frankfurt ſtarb, ſurde ſein ögen verſchiedentlich auf zwei⸗ bis dreihundert, rerſeit i angegeben. Sein 1855 in für 800 Millionen. Frankfurt verſtorbener Sohn hinterließ pler⸗ bis fünfhundert Mil⸗ lionen. Ein zweiter Sohn, Salomon, Haupt des Wiener Hauſes, ſtarb im ſelben Jahre zu Paris, wohl ein ähnliches Vermögen hin⸗ terlaſſend. Nathan Maher, Inhaber des Londoner Hauſes, ſtarb 1836 zu Frankfurt. Karl, Inhaber des(ſeither aufgelöſten) Hauſes zu Neapel, ſtarb 1855 zu Paris. Bei dem Tode des fünften Sohnes, Jakob, zu Paris 1866, verlangte der Fiskus die Erbſchaftsſteuer Ohne Uebertreibung kann geſagt werden, daß jeder der fünf Söhne 300 Millionen wert war, alſo zuſammen 1500 Millionen, anderthalb Milliarden. Seither ſind die Kinder dieſer fünf Söhne ſämtlich geſtorben. Die älteſten jetzt lebenden Roth⸗ ſchilds ſind Urenkel des erſten Rothſchild. Der in Frankfurt vor mehreren Jahren geſtorbene Rothſchild war ein Urenkel, hinterließ drei⸗ bis vierhundert Millionen. In Paris ſitzen ein Schock Roth⸗ ſchild, außerdem einige Witwen. In Frankfurt gibt es keine Roth⸗ ſchild mehr. Ein vor längeren Jahren in Wien verſtorbener Roth⸗ ſchild hinterließ 400 Millionen Gulden. In London und Newgork gibt es je mehrere Rothſchild. Die Urenkel des erſten Rothſchild ſind ihrerſeits alle Großväter. Das Geſchlecht iſt ſo zahlreich, daß. ſich ſeine Mitglieder untereinander verheiraten. Bei einer ſolchen Hochzeit unter dem Kaiſerreich in Paris erſchienen fünfzehn ganz gleich gekleidete Fräulein v. Rothſchild. Es gibt jetzt ſicher etliche dreißig Ehepaare des Namens. des 31 Jahre alten ledigen Schäfers Andreas Schanz von Det⸗ tingen, in welchen ſich ein Geldbetrag von 206 M. befand, auf⸗ gefunden. Schanz iſt vermutlich beim Baden ertrunken. Die Leiche konnte bis jetzt nicht geländet werden. * Aus Ludwigshafen. Durch einen unbekannten Radfahrer wurde geſtern auf der Mundenheimerſtraße ein 5jähriger Knabe von Rheingönheim ſchwer verletzt. Der Täter fuhr ruhig weiter.— Dem Elevatorführer Ludwig Gauer von der Walzmühle fiel geſtern beim Ausladen eines Schiffes ein Gewichtſtein von einem Zentner aus einer Höhe von 3 Meter in die Seite. Gauer mußte ſich in ärztliche Behandlung begeben. * Mutmaßliches Wetter am 16. und 17. Juli. Weſtlich von Irland liegt nunmehr eine ſchwache Depreſſion von 755 mm, da⸗ gegen über der unteren Oſtſee, dem öſtlichen Teile von Preußen ſowie Polen ein Maximum von 770 mm. Demgemäß wird ſich das größtenteils heitere und ſehr warme Wetter mit nur ganz ver⸗ einzelten Gewitterneigungen am Samstag und Sonntag noch fort⸗ ſetzen. Polizeibericht vom 15. Juli. 1. Beim Oeffnen eines Einfahrtstores an der Oelfabrik auf dem Lindenhof kam der ledige 18 Jahre alte Fuhrknecht Heinrich Brünner von Mundenheim zu Fall und wurde von einem etwa 50 Zentner ſchwer beladenen Eisfuhrwerk überfahren, wobei ihm ein Vorder⸗ und Hinterrad über den Fuß gingen. Brünner, welcher ſchwere Quetſchwunden davontrug, mußte mittelſt Droſchke in ſeine Wohnung verbracht werden. 2. Zwei Kellner von hier gerieten auf der Straße zwiſchen 22 und 3 in Streit, wobei der eine dem andern mit einem geſchloſ⸗ ſenen Meſſer in das Geſicht ſchlug. 3. Auf dem hieſigen Speiſemarkt wurden geſtern vormittag von noch unbekanntem Täter zwei Frauen je ein Portemonnaie mit zu⸗ ſammen 16 Mk. Inhalt aus ihren hinteren Rocktaſchen ent⸗ wendet. 4. Verhaftet wurden 8 Perſonen wegen verſchiedener ſtraf⸗ barer Handlungen, darunter ein lediger Taglöhner von Offenbach, welcher in letzter Zeit in der Neckarvorſtadt durch Vornahme unzüch⸗ tiger Handlungen öffentlich Aergernis erregte. 5 Nus dem Grossherzogkum. * Heidelberg, 14. Juli. Der 7jährige Volksſchüler Wilhelm Bommer von Schlierbach geriet geſtern nachmittag etwa 300 Meter oberhalb der Schlierbacher Fähre beim Baden in Gefahr, zu er⸗ trinken. Oberrealſchüler Klingmann, Gymnaſiaſt Oskar Martus und Volksſchüler Wetzel ſchwammen beherzt über den Neckar und zogen den bereits untergeſunkenen und bewußklos gewordenen Jungen aus dem Waſſer. Die ſofort angeſtellten Wiederbelebungsverſuche waren glücklicherweiſe von Erfolg gekrönt.— Geſtern nachmittag wollte ſich lt.„H. Ztg.“ der in Neuenheim wohnhafte Schuhmacher Karl Tränkle durch Oeffnen der Pulsader das Leben nehmen. Der Lebensmüde wurde ins Akademiſche Krankenhaus geſchafft.— Bei der Heidelberger Zementwaren⸗Induſtrie ſtürzte heute ein Arbei⸗ ter 152 Ausbetonieren ab und mußte in die Klinik verbracht werden. Gerſchtszeſtung. *Mannheim, 14. Juli.(Strafkammer III.) Vorf.: Herr Landgerichtsdirektor Wengler. Vertreter der Gr. Staatsbehörde: Herr Staatsanwalt Dr. Fuchs. 1. Späte Sühne fand eine Fahrläſſigkeit, durch die vor zwei Jahren ein junges Menſchenleben vernichtet wurde. Am 22. April 1902 nachmittags war aus dem Schwind'ſchen Anweſen in der Mannheimerſtraße in Käſerthal ein großer Bordwagen auf die Straße geſchoben und auf der jenſeitigen Straße aufgeſtellt worden. Um dieſen Wagen herauszubringen, hatte man einen kleineren Wagen zuerſt hinausſchaffen müſſen. Dieſen war man im Begriff wieder in die Scheune zu ſchieben, als in tollem Tempo ein Fuhrwerk di Straße daherraſte. Der Mann, der an dem kleinen Wagen ſcho rief einem Mädchen, das ihm half, zu:„Schieb, ſchieb, der tut ni langſam!“ Das Mädchen aber machte einen Sprung und bracht in Sicherheit. In dem Augenblick, in dem das fahrende Geſpam ſchmale Gaſſe zwiſchen den beiden unbeſpannten Wagen paſſi verſuchte noch die 16 Jahre alte Eliſe Reichert dieſen Engpaß überſchreiten und kam dem Fuhrwerk zu nahe. Der Fuhrmann ri das Pferd zurück, die Deichſel fuhr ſeitwärts in die Höhe und tra das Mädchen an die rechte Kopfſeite. Das Mädchen wurde dadurch das leerſtehende Fuhrwerk geſchleudert, erlitt eine weitere Verletzung und blieb dann bewußtlos und aus dem Ohr blutend liegen. Nach 22 Stunden trat der Tod ein. Gegen den Lenker des Fuhrwerks, durch welches der Unglücksfall herbeigeführt worden war, den 24 Jahre alten Landwirt Heinrich Kübler, wurde ein Strafverfahrer eingeleitet, dieſes aber, da einige Zeugen teils nur zurückhaltende teils unwahre Angaben machten, wieder eingeſtellt. Der Vater des verunglückten Mädchens erzielte aber auf dem Zivilwege, den e⸗ durch alle Inſtanzen verfolgte, die Anerkennung ſeines Anſpruch auf Schadenerſatz. Die Höhe iſt zwar noch nicht feſtgeſtellt. Au Grund der neuen Beweiſe, die in dem Zivilprozeß hervortrat wurde das Verfahren wieder aufgenommen und der von Rechtsanm Dr. Gbertsheim verteidigte Angeklagte heute zu 2 Wochen Ge⸗ fängnis verurteilt. Der Angeklagte ſei rückſichtslos in die Straße hineingefahren, obwohl er ſah, daß ein Wagen auf der Straße ſtand und ein anderer hineingeſchoben wurde. Es wäre ſeine Pflicht ge weſen, ſein Tempo zu mäßigen. Chealer, Runſt ung Wiſſenſchaft. Hochſchule für Muſik in Mannheim. Die fünfte(letzte) Prü⸗ fungsaufführung— Dramatiſche Darſtellung— Schauſpielſchule— findet Samstag, 16. Juli, abends 7 Uhr im Bernhardushof ſtatt. Zur Aufführung wird gelangen: Emilia Galotti von G. E. Leſſin Aufzug IV.—5; Die Ballſchuhe, Luſtſpiel in 1 Aufzug von Octave Gaſtineau; Kabale und Liebe von Friedrich on Schiller, Aufzug II,—4; Wilhelm Tell von Friedrich von Schiller, Aufzug II,—4; Minna von Barnhelm von G. E. Leſſing, Aufzug II. Die Rollen ſind mit Studierenden der Anſtt beſetzt und zwar: Die Damen Joſephine Roth, Emmy Wecke Sophie Fingado, Paula Ruppenthal; Herren: Brund Kretſchmar, Ernſt Bechthold, Karl Stieffel. Die Regie führt Herr Hofſchau⸗ 1 85 Tietſch, Leiter der Schauſpielſchule an der Hochſchule uſik. Zur Heidelberger Schloßbaufrage. Bei der am letzten Samstag nachmittag in Heidelberg abgehaltenen Dozentenverſammlung wurde nachfolgende von einer freien Kommiſſion, beſtehend aus dem Pr rektor der Uniberſität Hofrat Dr. Wilhelm Braune, den Profeſſ Geh. Kirchenrat Heinrich Baſſermann, Geheimrat Ernſt Ima Becker, Exz. Geheimrat Th. Curtius, Geh. Hofrat Dr. Franz Krau Geh. Hofrat Dr. Erich Marcks, Geh. Hofrat Henry Thode aufgeſtellte Proteſterklärung zum Beſchluß erhoben: Erklärung: Das Heidelberger Schloß ſchwebt in dringender Gefahr. Das Großherzogliche badiſche Finanzminiſterium hat die Frage der Möglichkeit, den Otto⸗Heinrichsbau durch Stützen zu er⸗ halten in„verneinendem Sinne für erledigt“ erklärt, nach Eggerts Plan, der ſie bejahte, durch eine Anzahl von Gutac die im weſentlichen von grundſätzlichen Vertretern der Wieder⸗ herſtellungsidee ausgingen, verworfen worden iſt. Nur die Art der Bedachung ſoll eine neue Kommiſſion von Fach — Seite Seneramunzemeri Mannheim, 15“, Jun Mittel zur Erhaltung der Faſſade zu finden und erklären es 5 für unbedingt erforderlich, daß den Fachmännern bei der Art Anregung, Möglichkeit und Zeit gewährt werde, Projekte aus⸗ zuarbeiten und der Oeffentlichkeit bekannt zu machen, bevor ein weiterer Schritt geſchieht. Aber wir proteſtieren darüber hin⸗ aus, auf das ſchärfſte und eindringlichſte, gegen eine jede Reſtauration, die, wie ſie auch ſei, in viel höherem Maße als irgend eine langſame und unberechenbar fortſchreitende und umbildende natürliche Zerſetzung der Ruine, deren jähe und vorzeitige, vollſtändige und unwiderrufliche Zerſtörung bedeuten müßte. Wir weiſen mahnend auf all das Unglück hin, das ein unhiſtoriſcher und unkünſtleriſcher Reſtaurationsfanatismus im letzten Jahrhundert an ſo viel ehrwürdigen Denkmälern ange⸗ richtet hat, indem er an Stelle des Kunſtwerkes die Nachbildung, en Stelle des Echten die Fälſchung, an Stelle des Gewordenen und Zweckvollen das künſtleriſch Gemachte und die bare Maske ſchob. Wir beklagen die Reſtaurierung des Friedrichsbaus, dieſe Verdrängung des Lebenden durch das ein für alle Mal Tote, des hiſtoriſchen Baues und ſeiner eigentümlichen Werte durch ein im Aeußeren kaltes und erkältendes, im Innern ſchreiend buntes Scheinwerk, der unmittelbaren Schöpfung durch eine ſeelenloſe architeltoniſche Gelehrſamkeit. Wer in aller Welt wagt es denn, an einen Ausbau des Parthenons, der Tempel von Girgenti oder Paeſtum auch nur zu denken? Wer darf aus dem heiligen Reſte unſeres Otto⸗Heinrichs⸗Baus, aus dem Erbſtück einer ſchaffenden und dem ſprechenden Gebilde der Jahrhunderte ein Zwitterding machen, unwahr und weder alt noch neu? oder viel⸗ mehr: ein neues, in dem das alte tatſächlich untergeht. Denn mit Beſtimmtheit iſt es vorauszuſehen, daß der Ausbau einem Neubau gleichkommen würde. Ein Neubau kann auf Grund der vorhandenen genauen Aufnahmen auch ſpäter noch jeder Zeit, wenn es ſein ſoll, vorgenommen werden. Warum ſoll es der Ruine nicht vergönnt ſein, ſich auszuleben, ſo lang es ihr Geſchick erlaubt? Wir ſind gewiß, im Sinne eines jeden geſchichtlichen Gefühls und eines jeden künſtleriſchen Empfindens den Warnruf zu erheben: In keinem Fall, unter keiner Bedingung: die Barbarei des Wiederaufbaues. Sie allein, auf abſehbare Zeit hinaus, droht unſerm Schloß die wahre Vernichtung an, die Vernichtung ohne Not und ohne Gewinn. Untberſität Heidelberg, im Juli 1904. Erich Schönfelder aus Frankfurt a.., ein Schüler des Regiſ⸗ jeurs Herm. Jacobi und bisheriger Volontär am hieſigen Hoftheater, wirkt gegenwärtig am Fürſtl. Schauſpielhaus in Putbus a. Rügen und iſt vom Herbſt ab für das königl. ſubvent. Provinzialtheater in Poſen verpflichtet worden. heueſſe Hachrichlen und Telegramme. Orivat-Celegramme des„General⸗Hnzeigers“. *London, 15. Juli. Bei einer heute abend vom Parteirate der Liberalen und Unioniſten veranſtalteten großen Ver⸗ ſammlung in der Alberthall war Chamberlain Haupt⸗ kedner. Er forderte die Regierung auf, die Unioniſten durch Reform des Steuerweſens zum Siege zu leiten in der Frage der Union des Reiches, und betonte dann die Notwendigkeit, die große Ungerechtigkeit des jetzigen Wahlſyſtems zu beſeitigen, und die parlamentariſche Macht der iriſchen Nationaliſten zu brechen. Die Ver⸗ ſammlung nahm dann eine Reſolution an, in der die Fiskalpolitik der Regierung gebilligt wird. Der Miniſter des Innern, Lord zandsdo we erklärte, dieſe Reſolution werde dem Premierminiſter leue Kräfte verleihen für die Führung des Amtes. Der Kolonial⸗ niniſter erklärt, er ſtimme darin mit Chamberlain überein, daß es ür das gegenwärtige Parlament nicht angängig ſei, über die Fiskal⸗ rage zu verhandeln, ſondern daß an das Volk appelliert werden müſſe. * London, 15. Juli. Das Oberhaus nahm die dritte zeſung des Geſetzentwurfes an, nach welchem ausländiſche Silberwaren mit einem deutlichen Kennzeichen verſehen ein müſſen. Die Kretſchmannbriefe vor Gericht. * Darmſtadt, 15. Juli. Wie das„Darmſt. Tagbl.“ er⸗ löährt, iſt der Strafantrag gegen die„Mainzer Volks⸗ jeitung“ wegen Beleidigung, betr. die angebliche Plünderung der Heſſen in Sens, nicht zurückgezogen worden, da die Mehrzahl der Antragſteller ſich dagegen erklärt hat und die Unwahr⸗ heit der Beſchuldigungen durch gerichtliches Urteil für alle Zeiten feſtgeſtellt wünſcht. Berliner Nachrichten * Berlin, 15. Juli. Die„Voſſ. Ztg.“ meldet aus Buda⸗ peſt: Auf der elektriſchen Straßenbahn fand geſtern ein Zuſammenſtoß zweier Waggons ſtatt, wodurch die Waggons zertrümmert wurden. Ein Paſſagier wurde getötet, mehrere Perſonen wurden ſchwer verletzt.— Die„Morgenblätter“ melden aus Breslau: Unter der Schifferbevölkerung an der Oder ſind zwei Tyhphus⸗Fälle vorgekommen. Katiſer Wilhelm in Aaleſund. * Aaleſund, 14. Juli. Beim Einlaufen der Hohen⸗ zollern“ in Aaleſund wurde der Kaiſer, obgleich er jeden Empfang ausdrücklich abgelehnt hatte, doch von der Bevölkerung teils in vielen bunt bewimpelten und mit Blumen geſchmückten Booten freudig begrüßt. Von einem gemiſchten Geſangschor auf einem kleinen Dampfer wurde außer mehreren norwegiſchen Liedern auch „Heil Dir im Siegerkranz“ in deutſcher Sprache vorgetragen. Bald nach dem Ankern beſichtigte der Kaiſer unter Führung des Fregatten⸗ kapitäns von Grummee, der im Januar die Hilfsexpedition geleitet hatte, des Bürgermeiſters, Vertreter des Magiſtrats und des deutſchen Konſuls die hauptſächlich vom Brande betroffenen Stadt⸗ teile. Dank der Tatkraft der Bevölkerung ſchreitet der Wieder⸗ aufbau der Stadt rüſtig fort. Der Vertreter des Magiſtrates, der an den Kaiſer beim Betreten der Stadt eine längere Anſprache richtete, bat den Kaiſer um die Erlaubnis, als Zeichen der Dankbarkeit für die Initiative des Kaiſer, dem in erſter Linie die deutſche Hilfs⸗ gaktion zu danken ſei, eine der neuen Straßen Kaiſer Wilhelm⸗Straße benennen zu dürfen. *Aaleſund, 14. Juli. In Erwiderung der Anſprache Kiellands drückte der Kaiſer dieſem ſeine Freude aus, die Arbeiten für den Wiederaufbau der Stadt zu ſehen, ſowie die von der Bevölkerung in ihrer Arbeit an den Tag gelegte Kraft und Zuverſicht wahrzunehmen. Nach einem Rundgange durch die Stadt, bei welchem der Kaiſer mit freundlichem Gruße für die begeiſterten Hurras, die allerſeits ausgebracht wurden, dankte, begab er ſich auf der Dampfbarkaſſe nach der„Hohenzollern“ zurück. Das Verwal⸗ tungskommitee für das neue Kinderheim in Aaleſund über⸗ reichte dem Kaiſer als Geſchenk eine Anzahl Photographien von Aaleſund. Der Metallgießer Ingebrechtſen übergab eine Er⸗ innerungsgabe aus dem Metall der während des Brandes geſchmol⸗ zenen Kirchenglocken. Das deutſche Geſchwader in Holland. *Vkiſſingen, 14. Juli. Die König in gibt Montag den höheren Offizieren des deutſchen Ge ſchwaders ein Diner, an dem der deutſche Geſandte und der holländiſche Miniſter des und Pferde ertrinken. Aeußeren teilnehmen.— Weſentliche Aeußerungen zum Flottenbeſuch fehlen noch immer in der holländiſchen Preſſe, doch verſicherte ein in den ariſtokratiſchen rechtsſtehenden Kreiſen angehörender be⸗ kannter Parlamentarier, daß man in dieſen Schichten die Ankunft der deutſchen Schiffe als freundnachbarliche Aeußerung mit freudiger Genugtuung aufnehme. Marokko. *Tanger, 15. Juli.(Reuter.) Der Vertreter des Sultans, Mohamed Torres, ließ die hier und in Tetuan gefangen gehaltenen Leute des Amheras⸗Stammes frei. Bei dem Stamme herrſcht Freude darüber. Die Gefahr der Entführung von Europäern iſt jetzt nur ſehr gering. In dem hieſigen Zollamt ſind franzöſiſche Beamte tätig. Die Stimmung der Marokkaner gegen ſie iſt ſehr erbittert, doch iſt alles ruhig. Ausſtände. *Stockholm, 14. Juli. Auf Beſchluß der Baumeiſter⸗ bereinigung erfolgte heute mittag die Ausſperuung der Maurer, Zimmerleute und Bautiſchler wegen Lohn⸗ ſtreitigkeiten. Von der Ausſperrung ſind 4000 Arbeiter betroffen. Titbet. Gyangtſe, 13. Juli.(Reuter.) Oberſt Wounghus⸗ band richtete an das Volk von Tibet eine Kundgebung, in welcher er als Zweck der engliſchen Expedition den Vormarſch auf Lhaſſa bezeichnet, um Genugtuung zu fordern für die ſchmähliche Behandlung der Vertreter des Königs ſeitens der tihetani⸗ ſchen Behörden. Ferner droht Mounghusband in der Kundgebung dem Volke, daß eine ſtrenge Beſtrafung jedem Angriffe auf die vor⸗ rückende Truppenmacht folgen werde. Der Krieg. Japan und Koreag. * Berlin, 15. Juli. Der„Lokalanz.“ meldet aus Söul: Nach einer Privatmeldung hißten die J apaner die Flagge in Tſchemulpo trotz des Widerſpruchs der Koreaner. Zwiſchen dem japaniſchen Geſandten und der koreaniſchen Regierung ſchweben auch Differenzen wegen der Aus⸗ beutung der Flüſſe, Wälder und der herrenloſen Länderſtriche. Die Eingeborenen wehren ſich gegen die Beſitzergreifung der Japaner erfolglos.— Die Arbeiten zur Hebung des im Hafen von Tſchemulpo geſunkenen ruſſiſchen Kreuzers„Warjak“ und des Handelsſchiffes„Sugari“ ſind in der letzten Zeit erfolgreich fortgeſchritten. *Petersburg, 14. Juli. Aus Liaojang meldet die „Nowoje Wremja“ unter dem 12. ds., die Aufmerkſamkeit iſt jetzt auf die Oſtabteilung gerichtet. Im Tale des Liauhe⸗ fluſſes iſt jetzt eine große Schlacht zu erwarten. Das Tal trennt die von Ruſſen und Japanern beſetzten Höhen. Nachdem ich 50 Werſt zu Pferde zurückgelegt hatte, erreichte ich von Etappe Ljandinſan das Dorf Nfuchtiai, in deſſen Nähe Graf Keller ſteht. Der Weg durch das Tal über Hügel und Päſſe iſt ſehr ſchwierig aber ungewöhnlich maleriſch. Mehr⸗ mals mußte ich namenloſe Bergflüßchen durchwaten, die der Regen in reißende Ströme verwandelt hatte und in denen Leute Der endloſe Train der Oſtabteilung Kellers ſteht in öder wilder Berggegend. Keller lebt in zwei einfachen Zelten wie ein Soldat. In ſeiner Abteilung ſind viele Petersburger Gardeoffiziere, Werchneudinſchen Koſaken⸗ offiziere, frühere Leib⸗Ulanen, Huſaren und Gatſchina⸗Küraſſier⸗ Offiziere ſchwer zu erkennen. Die Schützen die bei Tjurentſchen kämpften und Koſaken bilden die Oſtabteilung. Jeder Tag bringt Allarm und kleine Gefechte. Eine Schlacht mit der Armee Kurokis ſteht bevor. Die japaniſchen Trup⸗ pen verſchanzten ſich hinter dem Fluß, und jetzt iſt die Frage, wer zuerſt in das Tal hinabgeht, wir oder die Japaner. Die feindlichen Vorpoſten ſtehen nur zwei Werſt entfernt. Nach Taſchitſchiao wurden Kiſten mit japaniſchen Proklamationen gebracht, die den ruſſiſchen Soldaten, die ſich gefangen nehmen laſſen, verſchiedene Vergünſtigungen verſprechen. Solche Auf⸗ rufe wurden auch bei der Abteilung des Generals Miſchtſchenko gefunden.— Der„Nowoſti Dnuja“ wird aus Liaojang gedrahtet: es beſtätige ſich, daß feindliche Truppen in bedeutender Zahl ſich unfern Ligojang befinden und ebenſo auf dem Wege nach Mukden. Es wird angenommen, daß dieſe Truppen die Aufgabe haben, von japaniſchen Offizieren befehligte Chun⸗ chuſenbanden zu unterſtützen. Dieſe Banden konzentrieren ſich längs der Flüſſe Hunke und Taitſe und haben die Aufgabe, Brücken zu zerſtören. Nach Meldungen von Kundſchaftern herrſcht Dyſſenterie und Cholera hauptſächlich unter der japa⸗ niſchen Armee in Föngwangtſchöng. Die in der ruſſiſchen Armee auftretenden Magenkrankheiten verlaufen gutartig. Der japaniſche Sturm auf Port Arthur. * Petersburg, 15. Juli. Ueber den Sturm auf Port Arthur liegen noch keine Einzelheiten vor, nur die „Nowoje Wremja“ weiß aus Liaufong zu berichten, daß der Sturm glänzend zurückgeſchlagen wurde. General Fock verfolgte den Feind bis Nonalin. Die Verluſte der Japaner ſind enorm. Die Ruſſen verloren gegen 1000 Mann. Beſchlagnahmter Dampfer. London, 14. Juli.(Reuter.) Aus Tſchifu wird vom 14. ds. gemeldet: Der britiſche Dampfer„Kaiping“, der Schanghai am 8. Juli verließ, ſei heute vormittag zehn Meilen nördlich von Tſchifu von den Japanern mit Be ſchlag belegt worden, weil er Kontrebande geladen hatte. Vom Kriegsſchauplatz. Petersburg, 14. Juli. Wie General Sachar o w dem Generalſtab vom 13. Juli meldet, traten am 12. Juli im Süden von Liaujang keine Veränderungen ein. Feind⸗ liche Streifwachen zeigten ſich im Weſten der Eiſenbahn und und zogen ſich, als ſie die ruffiſchen Streifwachen ſahen zurück. Eine Koſakenſtreifwache, die zur Rekognoszierung auf dem aus Kaitſchou nach Inkau führenden Küſtenwege ausgeſandl wat, ſtellte feſt, daß ſich in den Salzgruben von Ta w alga bis Lanytſitſchan und weiter nordwärts japaniſche Streifwachen befinden, etwa eine Eskadron ſtark. Bei Lanytſitſchan ſtehen Wachtpoſten des Gegners, eine Werſt nördlich von der Linie Makuntſuiſy⸗Tſchian⸗ ſatun bis zur Küſte. Tfinſai, Sangoimi und Tawalga werden von einer aus den drei Waffengattungen beſtehenden Abteilung beſetzt gehalten. An der Mündung des Natahe ſah eine Streifwache zwei Dampfer, die nach Aus⸗ ſagen von Chineſen Proviant ausladen. Haitſcheng, 13. Juli.(Ruſfſiſche Telegraphen⸗ Agentur.) Die Abteilung des Generals Miſchtſchenko beſtand ein glänzendes Gefecht ſüdlich von Hai⸗ tſcheng bei den Schwarzen Bergen. Die Japaner be⸗ feſtigten die Stellungen, welche ſie acht Werſt von Taſchi⸗ tſchas innehaben. Die Hitze ſtieg auf 25 Grad Celſius. Der Geiſt der Truppen iſt außerordentlich gehoben durch die Nach⸗ richt von dem zurückgeſchlagenen Angriff auf Port Arthur. *Petersburg, 14. Juli. Der Kaiſer und der Groß⸗ fürſt⸗Thronfolger ſind geſtern in Slatouſt eingetroffen, wo der Kaiſer über die Truppen eine Parade abnahm und ſie mit Heiligenbildern ſegnete. Er reiſte dann über Uf a nach Sa marg weiter. Hier trafen die Herrſchaften heute bormittag ein und wur⸗ den von den Spitzen der VBehörden und der Bevölkerung begeiſtert empfangen. Der Kaiſer ſegnete auch hier nach der Parade die Trup⸗ ben in ſeinem und der Kaiſerin Namen und beſuchte dann den Dom. Darauf reiſten der Kaiſer und der Großfürſt⸗Thronfolger weiter. Berlin, 15. Juli. Das„Verl. Tagbl.“ meldet aus Breslau: Das Milowicer Eiſenwerk erhielt von dem ruſſiſchen Generalſtab Auftrag zur Lieferun g von Eiſenba hn⸗ material für die Vahn in Turkeſtan, die ſich über 400 Werſt erſtreckt. Voltswirtſchaft. Ueber Veränderungen der wirt⸗ ſchaftlichen Lage in Südrußland ſind der Gand kammer Mitteilungen zugegangen, über welche die Intereſſenten durch das Bureau— D 3, 14— Auskunft erhalten. Telegramme. Leipzig, 14. Juri. Die Brauerei Groß⸗C Aktech eſ. mit dem Sitz in Leipzig iſt dem„Leipziger Tage⸗ Hlatt zufolge in Zahlungsſchwieri gkeiten geraten. Die Jorderungen betragen M. 650 000 bei M. 1% Mill. Aktienkapital Es wird ein Arrangement mit den Gläubigern auf der Grundlage angeſtrebt, daß dieſe durch 25 pctt. in bar, 75 pCt. in Aktien befrie⸗ digt werden. Gine Gläubigerverſammlung hat bereits ſtattge⸗ funden. Das Arrangement ſoll durch die Direktoren der Brauerei C. W. Naumann.⸗G. Leipzig durchgeführt werden. 5 Mülheim(Ruhr), 14. Juli. In der außerordentlichen Generalverſammlung der Bergbau⸗ und Schiffahrts⸗ Akt.⸗Geſ. Kannengießer, in der Mark 5 041 000 Aktien bertreten waren, wurde der Antrag auf Fuſion mit der Harpener Be 9 bau⸗Akt.⸗Geſ. zu den angehotenen Bedingungen ein⸗ ſtimmig genehmigt unter Vorbehalt der Genehmigung der am 23, 8 1 ſtattfindenden Generalverſammlung der Harpener Geſell⸗ haft. ficht es Hiergt 5 6 vom 14. Juli. i er Direktion.) Es wurde bezahlt für 50 Ko. Schlachgewi 842 Kälber: a) feine Maſt⸗(Vollm.⸗Maſt) und 718 Saugkalber 80.85., gute Saugkälber 75—80., o) ge⸗ ringe Saugkälber 70—75., 4) ältere gering genährte(Fre 00—00 M. 10 Schafe: a) Maſtlämmer und alngene Maſtpame —70., b) ältere Maſthammel 00—65., c) mäßig genährte Hammel und Schafe(Merzſchafe) 00—60 M. 838 Schweine: a) vollfleiſchige der feineren Raſſen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1¼ Jahren 57—58., b) fleiſchige 56—57., e) gering entwickelte 55—56., d) Sauen und Eber 00—00 M. Es wurde bezahlt für das Stück: 000 Luxuspferde: 0000—0000., 00 Arbeitspferde: 000—000., 000 Pferde zum Sch Lach⸗ ten: 00—=000., 000 Zucht⸗ und Nutzvieh: 000—000 M „Stack Maſtvieh: 00—000 Mt, 72 Milchkühe: 250—450 M. 756 Ferkel:.00—10.00., 2 giegen: 10—15 Mk. 0 3ich⸗ lein:—0., OLämmer: 0=0 M. Zuſammen 1552 Stück, Handel mittelmäßig; Kälber wurden nicht ausverkauft. Waſſerſtandsnachrichten vom Monat Juli. Handelskammer. roſtiitz Amtlicher Be⸗ Pegelſtationen Datum: vom Rhein: 10. 11. 12. 13. 14. 15. Bemerkungen Roltſtanß!ßsßßß. 72 4,17 4,14 4,7 Waldshut.. 43,14 3,08 8,06 8,04.04 2,99 Hüningen 2,78 2,66 2,65 2,60 2,62 Abds. 6 Uhr Kehl. 4407 801 2,96 2,94 2,95 2,94 N. 6 Uhr Lauterburg 4,49 4,88 4,30 4,27 4,25 Abds. 6 Uhr Maxauu. 4,54 4,48.41 4,38 4,88 4,37 2 Uhr Germersheim. 4,54 4,39 4,30 4,25 4,28.-P. 12 Uhr Mannheim„J4,17 4,10 4,02 8,94 3,91 8,88 Morg. 7 Uhr 1,44 1,36 1,30 1,29.-P. 12 Uhr Dahehh 2,16 2,06 2,00 1,98 1,98 10 Uhr F 2,40 2,84 2,26 2,21 2,20 2 Uhr Koblenz 2,40 2,35 2,80 2,24 2,20 10 Uhr Kölnn.42 2,35 2,28.20 2,12 2 Uhr Nüinh!!!! 1,80 1,73 1,66 1,95 1,50 6 Uhr vom Neckar Mannheinmm 44,15 4,06 4,03 8,91 8,88 8,84] V. 7 Uhr Heilbronn„J0,45 0,49 0,44 0,41 0,47 0,50 V. 7 Uhr Waſſerwärme des Rheins 190 R. 2————— Für die Sammlung der durch einen Wolkenbruch Beſchädigten der Bezirke Meßkirch und Stockach gingen bei uns ein: Transport Mk. 14.50. Ungen. Mk. 15.—. Für die Sammlung Dörlinbach und Schweighaufen: Ungenannt Mk. 15.— Zur Entgegennahme von weiteren Gaben iſt ſtets gerne bereit Die Expedition des„„Maunheimer General⸗Anzeigers“ („Mannheimer Ipurnal“) E 6, 2. ———————̃̃ͤ— Verantwortlich für Polktit: Chefredatteur r. Paul Harms, für Fenilleton, Kunſt, Volkswirtſchaft und den übrigen, redaktlonellen Teil: Georg Chriſtmann, für Lokales, Provinzielles u. Gerichtszeitung: Richard Schönfelder, für den Inſeratenteil und Geſchäftliches: Karl Apfel. Druck und Verlag der Ir. H. Haas'ſchen Buchdruckerei. N 90 zNähmaſchine 4 kür Famillengebrauch und gewerbliche Martin Deeker, A 3, 4. Telephon 1298. Eigene Reparaturwerkstatt. 1, 4 Breite-Strasse nachst dem Kaufhaus. G. m. b..: Eruſt Müller. Zwecke, auch vorzüglich zum Sticken dtebrüder Reis, 15691 Srosses Lager elnfacherer Mobel 8 25 22, 28168 nachst dem Spelsemarkt. neueste Dessins, echte Farben, gute Qualität billig empfiehlt J. Gross Nachf. a. Markt. 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Neckaran betr. No. 24659 J. Die Stadtge⸗ meinde Mannheim läßt am Samstag, den 6. Auguſt, vormittags 9 Unr im Rathauſe in Käferthal und am gleichen Tage nachmit⸗ vags 3 Uhr im Rathauſe Neckarau die Plätze zur Aufſtellung von Ka⸗ ruſſels, Schau⸗, Schieß⸗ und Zuckerbuden für die am 14. und 15. in Käferthal u. Waldhof und am 21. und 22. Auguſt in Neckarau ſtatlfindenden Kirch⸗ weihen öffentlich verſteigern. Der Steigpreis iſt unmittelbar nach der Verſteigerung zu ent⸗ richten. Mannheim, den 5. Juli 1904. Bürgernieiſteramt: Ritter. ,— kigchergegellen 700 Die Pläne, Bedingungen und Arbeltsbeſchriebe ſind täglich von —12 Uhr vormittags imevang. Pfarrhaus in Käferthal einzu⸗ ehen, die ſchriftlichen Angebote hingegen ſind bis Samstag, den 16. dſs. Mis. eee Stelle einzu⸗ ceichen. Heidelberg, 7. Juli 1904. Evangel. Kirchenbauinſpektion. Huber. boss7 Ble für Frelrtag, den 15. Jul! 1904, nachmittags 4 Uhr, ſeſtgeſetzte Jwangs⸗verſteigerung don 0 1 Prioritäts⸗Aktien, Ritterbr. Schwetzingen, 5 Ankeil⸗ kilen Ritterbrauetei Schwetzingen, 1 Anteil Kathol. Vereinshaus Mannheim, 1 Anteil Marienanſtalt Stutt⸗ art, 1 Ante Mannheimer Park⸗ 15898 geſellſchaft, iſt zurückgenommen. Schwetzingen, 14. Juli 1903. Stoffel, Gerichtsvollzteher. Jahrnig⸗Verſteigerung. Den Nachlaß garete Düringer Ww. Gräber hier etreffend. Freitag, 15. Juli., Samstag, 16. Juli., morg. 9½½ u. mittags 2½ Uhr Litera L. XK. 4, 1 Stlege werden öffentlich gegen Baarzahlung ver⸗ eigert: 15854 ſanino, Plüſch⸗Garnitur, Büffet, Divan, 4 compl. Betten, Vertikow, Spieltiſche, Oval⸗ und Damentiſch, Schrank, große Tep⸗ piche, franzöſ. Bett, Glaswaren, Lampen, 5 der, Küchenſchrank, Anricht, Kuaben⸗Velociped u..m. Mannheim, Juli 1904. Waſſenrah Becker, 2, 5. Volksküche, f 5 mit Dampfkocherei. Anerkannt reinlichſter Betr ieb Verwendung nur beſter Quali tät Mitta,stiſchan Wochentagen zu billigſten Preiſen. eeee Raſſee; Nakao und Milch. Speiſen⸗Abgabe über die Straßze. 21041 er Mar⸗ Manufaktur⸗ u. 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