Anzeigeblatt für Mvesbeim und Seckenbelm. Erſcheint Mittwoch und Samstag. 0 eda ö 4 h und* ö Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt*. W 5 i bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 J. Helfrich in Heckenheim. Nr. 5. Samstag, den 16. Januar 1904. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. 4. Jahrgang Deutſches Reich. Karlsruhe, 12. Jan. Der Kaiſer hat in einem ſehr herzlich gehaltenen Telegramm den Großherzog und die Großherzogin zur Feier ſeines Geburtstages nach Berlin eingela⸗ den. Die Großherzoglichen Herrſchaften ge⸗ denken, ſich am 25. d. Mts. nach Berlin zu begeben. Der Kaiſer hat mit dieſer herzlichen Einladung wohl die Gerüchte von neuen Ver⸗ ſtimmungen zwiſchen Berlin und Karlsruhe widerlegt. Karlsruhe, 10. Jan. In Baden wer⸗ den die Zeugen und Sachverſtaͤndigengebühren von den Steuereinnehmereien ausbezahlt, die Gerichtskoſten von dieſen erhoben, ſoweit außer⸗ halb Badens wohnende Zahlungspflichtige in Betracht kommen, von den Bezirksſtellen einge⸗ zogen. Beim Amtsgericht Karlsruhe werden nun die Zeugengebühren durch die Gerichts⸗ ſchreiberei ausbezahlt und die Budgetkommiſſion der Zweiten Kammer hat daraus Veranlaſſung enommen, die Regierung zu erſuchen, eugen⸗ und Sachverſtändigengebühren bei allen Gerichten den Gerichtsſchreibereien zu übertragen. Die Regierung iſt ferner erſucht worden, die Errichtung von Gerichtskoſtenkaſſen bei allen Gerichten in Erwägung zu ziehen, wie ſolche auch in anderen Staaten be⸗ ſtehen. Berlin, 13. Jan. In Deutſch⸗Südweſt⸗ afrika ſind Unruhen ausgebrochen. Die erreros eröffneten durch Einſchließung von kahandia, durch Zerſtörung der Eiſenbahn⸗ brücke bei Oſona etwa 4. Km. öſtlich von Okahandia, ſowie durch Unterbrechung der telegraphiſchen Verbindungen mit Windhoek und Swakopmund die Feindſeligkeiten. Ein Verſtärkungstransport von 56 Mann Reſer⸗ viſten aus Swakopmund mit 2 Offizieren und einem Arzt wurde ſofort von Swakopmund nach Okahandia abgeſandt, bei der Station Waldau aber an der Weiterfahrt verhindert, worauf der Angriff auf Waldau erfolgte. Der am 6. Jan. von Cuxhaven abgegangene Erſatztransport wird vorausſicht am 3. Febr. in Swakopmund eintreffen. die Ausland. Takio, 15. Jan. Die Nachrichten über algebliche Forderungen Japans bezüglich der Mandſchurei ſind falſch. Japan hat niemals die Räumung der Mandſchurei verlangt, es hal vielmehr die beſonderen Intereſſen Ruß⸗ lands und deſſen Recht, ſeine Intereſſen zu ſchizen, offen anerkannnt und nur gefordert. daß Rußland ſeine freiwillig gegebene Bürg⸗ ſchaft der territorialen Integrität Chinas in der Nandſchurei einhalte; außerdem hat Japan Freiheit der den Wohnſitzt betr. Rechte und des ißternationalen Handels in der Mand⸗ ſchurei gefordert. Aus Nah und Fern. Mannheim, 13. Jan. ſchäftsjchr des Roſengartens(ſtädt. Feſthalle) ll, 2 i 30000 Mark 50 i a e e eee 15 tum nicht zugelaſſene, nach dem Geſetze daher nicht erlaubte Lotterie handelt, iſt die öffent⸗ liche Ankündigung in Zeitungen und der Ver⸗ mit einet Unterbilanz von 173 000 Mark ab⸗ ſchließen. Mannheim, 14. Jan. In der Fabrik Wolgelegen iſt vor einigen Tagen einem dort beſchäftigtm Arbeiter aus Fehlheim ein Unfall dadurch zugeſtoßen, daß derſelbe einem andern Arbeiter, welcher Säcke trug, auf die Schulter ſaß, dabei das Gleichgewicht verlor und herun⸗ terfiel. Der Geſtürzte hat ſich ſchwere innere Verletzungen zugezogen und mußte ins Kranken⸗ haus aufgenommen werden. Weinheim, 12. Jan. Ein auswärtiger Arzt beabſichtigt, das Stahlbad käuflich zu er⸗ werben, um eine Naturheilanſtalt nach den neueſten wiſſentſchaftlichen Erfahrungen zu errichten. Oberried(A. Freiburg), 13. Jan. Wie verlautet, ſoll in unmittelbarer Zeit an der rechten Seite des Schneeberges gebohrt werden, da nach geologiſchem Gutachten der Berg in der Richtung nach Kappel Eiſenerz bergen ſoll. Die Aktiengeſellſchaft für Schwarzwälder Eiſen⸗ bergwerke, ſeßhaft in Köln, die über die ganze Fläche verfügt, hat zu dieſem Zwecke die hie⸗ ſige Holzſtofffabrik, ohne Inventar(ausſchl. Kraftmaſchinen) angekauft. Wie die„Frbg. Ztg.“ hört, ſoll das Haus zu einem Maſchinen⸗ haus eingerichtet werden, das die nötigen Kräfte in das Bergwerk vermittelt. Unternehmers eindringlich gewarnt. daher nur jederman im eigenſten Intereſſe 1. Ge. e Unternehmen in keiner Weiſe zu bereiligen. Stimmen. daher Stichwahl ſtatt. Aus Baden, 13. Jan. In jüngſter hat die„Hollandſche Creditbank Amſterdam“ in marktſchreieriſcher Weiſe unter Inausſicht⸗ ſtellung größter Gewinne zur Beteiligung an einer angeblich ſtaatlich genehmigten Serienlos⸗ ziehung in verſchiedenen Gegenden des Landes durch Ueberſendung von Proſpekten aufgefordert. Schon die Art und Weiſe der Anpreiſung läßt erkennen, daß es ſich um kein ſolides Geſchäft handeln kann. Die behaupteten„allergrößten Gewinnchancen“ ſtellen ſich bei näherer Prüfung der Verloſungsbedingungen als ſehr gering dar. Von mit den Verhälniſſen der Holland⸗ ſchen Creditbank vertrauter maßgebender Seite wird daher vor dem Geſchäftsgebaren dieſes Es kann empfohlen werden, ſich an dem zweifelhaften Da es ſich überdies um eine im Großherzog⸗ trieb der Anteilsſcheine ſtrafbar. 6 Vom Schwarzwalde, 12. Jan. Die Holzpreiſe haben für den Verkäufer eine er⸗ freuliche Hohe erreicht und es ſind Anzeichen vorhanden, daß die Preiſe in der Höhe bleiben. Eine Gemeinde hat beim Verkauf ihres vor⸗ jährigen Nutzholzes 7000 Mk. über den An⸗ ſchlag erlöſt.— Die Schwarzwälder Uhrenin⸗ duſtrie entfaltet gegenwärtig eine beachtens⸗ werte Geſchäftstätigkeit. Auch die Orcheſtrion⸗ fabrikation Vöhrenbach, Unterkirnach und Wald⸗ kirch hat in neueſter Zeit anſehnliche Aufträge durch Unterhändler erhalten.— In St. Georgen verlangen jetzt die Milchhändler 17 Pfg. pro Liter(bisher 16 Pfg.). Der dortige Konſumverein ſchließt nunmehr mit einem Lieferanten aus Mönch⸗ weiler einen Vertrag, vorläuflg auf 5. Jahre, wonach derſelbe den Liter um 16. Pfg. hierher liefert. ö Viernheim, 12. Jan. Bei der ſtattge⸗ habten Bürgermeiſterwahl erhielten Herr Bau⸗ techniker Neuhäuſer 444, Beigeordneter Kühl⸗ wein 401 und Bierbrauereibeſitzer Kühner 279 Zwiſchen beiden Erſteren findet Germersheim, 14. Jan. Einige Män⸗ Ihr Vormund. Original⸗Roman von Ellen Spala. (Nachdruck verboten.) Aufſpringend führte ſie die Hand zum f Munde und rief mit Aufbietung aller Kräfte ſeinen Namen. Sofort krachte und knachte es in den Gebüſchen und ſchweres Atmen kam näher und näher; noch einmal rief ſie und im nächſten Augenblicke ſtürmte Mars heran und riß ſie in ſeiner Freude beinahe zu Boden. Gott im Himmel, Felicia, Kind!“ ſagte Elmar's Stimme und ſeine hohe Geſtalt brach ſich Bahn nach dem Platze, wo ſie ſtand. „Was in aller Welt tuhſt Du hier?“ 8„Ich habe mich im Walde verirrt,“ ſagte Felicia mit einem Ausflug ihrer alten Heiter⸗ eit, indem ſie ſich an Elmar's Arm kammerte, als ob ſie ihn nie mehr loslaſſen wollte. Freude, ein menſchliches Weſen zu ſehen und dem ind ſchrecklichen Walde entrinnen zu können. N 5 s oder nicht, Du mußt mit mir nach Schloß Rhenen, die Haushälterin wird nach Dir ſehen, Deine Zähne klappeln vor Froſt und Du biſt durch und durch naß. Den Tod kannſt⸗Du davon haben! Kannſt Du gehen?“ 5 O ja!“ b 5 Keine weiteren Worte wurden verſchwendet. Halb getragen, halb geführt, erreichte das junge Mädchen das Schloß. Lichter ſchimmer⸗ ten vor ihren Augen, eine alte, hohe, mit Waffen, Gobelins und Gemälden reich dekorirte Halle bot ſich ihren Blicken—— dann be⸗ fand ſie ſich in einem Zimmer mit der Haus⸗ hälterin, welche ſie entkleidete, ihr warmen Wein einflößte und mit begütigenden Worten zu ihr ſprach. 5 „Und wie geht es Dir jetzt?“ ſagte Elmar lachend, als ſie eine halbe Stunde ſpäter in das Zimmer trat, wo er war. „Wie ſſehe ich aus?“ fragte ſie lachend dagegen. ö Ein loſes, ſeegrünes Seidengewand um⸗ hüllte ſie. Wem es gehört hatte und wer es ſchimmerte um ihr ſchmales Geſicht. lieblich aus in einer ſtrahlenden Schönheit, welche Lilian von Dahlen nie erreichen würde. Sie ſah unendlich Elmar ſtand mit dem Rücken nach dem Feuer, und als ſie mit ſchelmiſchem Blicke zu ihm aufſah, verwickelte ſie ſich in die Falten ihres Kleides und lag im nächſten Augen in ſeinen Armen. „Wie Du ausſiehſtſ?“ wiederholte er, ſeine Arme feſt um ſie ſchlingend. Sein beſeligter Blick ließ ihr Herz in ſtürmiſchen Entzücken ſchlagen.„Nicht wie das trotzige, unartige Kind, welches ich all' dieſe Monate kannte, ſondern wie das verirrte Schäfchen das ich in Dickicht und Dorn gefunden und durch den Nebel nach Hauſe gebracht. Felicia wirſt Du die Vergangenheit bei Seite laſſen?? „Ja—— ich denke ich will—— aber bitte, laß' mich los.“ „Mein Liebling, ich will Dich loslaſſen, wenn Du es willſt, aber zuerſt ſage mir, ob Du mir vergeben haſt?“ Felicia lag ſtill, ganz ſtill in ſeinen Ar⸗ men. Nur das eine war ihr klar—— daß ſie allein mit ihm war und daß er ſie—— nicht Lilian in ſeinen Armen hielt. Hatte er Lilian jemals ſo geſehen?“ 5 „Ja, Elmar,“ ſagte ſie dann weich und leiſe. In letzter Zeit habe ich nt. 0 25 icht Du ſt daß nicht Antlitzes dazu beſtimmt ſchaute ihn an; ner waren vor einigen Tagen damit beſchäftigt, eingefrorene Fiſche aus dem Mechtersheimer Altrhein zu entfernen. Zu dieſem Zweck wurde einer namens Zimmermann an ein Seil gebunden. Dieſes riß und Zimmermann er⸗ trank. 8 Landau, 13. Jan. Zum Metzgerſtreik. Die Metzger beſchweren ſich neuerdings in einer Zuſchrift an den„Landauer Anzeiger“ über die ihnen zu teil werdende Behandlung. In erſter Linie geht die Klage gegen Herrn Schlachthof⸗ direktor Feil, der als Bezirkstierarzt nicht ge⸗ nug im Schlachthof iſt und dann handelt es ſich um eine Willkürlichkeit. Ein Metzger beab⸗ ſichtigte eine beanſtandete Lunge zur Entſchei⸗ dung an eine höhere Behörde einzuſenden. Trotz dieſer ausdrücklichen Erklärung wurde dieſe aber verbrannt. Nach dieſer Darſtellung ſcheint die Klage allerdings berechtigt. Oberbrombach(Birkenfeld), 13. Jan. Infolge Scheuwerdens der Pferde murden aus einem Wagen ſämtliche Inſaſſen herausgeſchleu⸗ dert. Der Kutſcher und eine Frau wurden getötet, die anderen ſchwer verletzt. Denkingen(A. Pfullendorf), 13. Jan. Im nahen Walde Malayeu verunglückte Herr Gutspächter Möhrle von Andelsbach. Er war mit Holzſchleifen beſchäftigt, wobei ihm durch die ſchnelle Schwenkung eines Stammes der linke Oberſchenkel zweimal abgeſchlagen wurde. Hildburghauſen, 12. Jan. Der Nachlaß des Malers Heinrich Vogel 1,300,000 Mark ſoll, wie die„Dorfztg.“ berichtet, zur Errichtung einer Seraphine Vogel-Familien⸗ ſtiftung für deutſche Maler dienen. Maler, die deutſche Staatsangehörige ſind, ohne Unter⸗ ſchied der Konfeſſion, und die in München, Dresden oder Rom leben, haben Anſpruch auf AUnterſtützung; Malerinnen ſind ausgeſchloſſen. Nürnberg, 13. Jan. Im Walde beim Rangierbahnhof wurde in der letzten Nacht ein junger Goldſchlägergehilfe von zwei Unbekannten überfallen, beraubt, mit Spiritus übergoſſen und angezündet. vom Leibe gebrannt. Der Ueberfallene erlitt tötliche Brandwunden. Küſtrin, 9. Jan. Ein erſchütternder Anblick bot, wie die„Neum. Ztg.“ miteeilt, ſich dem Oberleutnant Graifunder dar, als er, von einem Beſuche bei ſeinen in Sagan wohnenden Angehörigen nach ſeiner Behauſung in Küſtrin zurückkehrend, durch einen Schloſſer ſeine Wohnung hatte öffnen laſſen. Seinem Burſchen war ein Biſſen in die Speiſeröhre gekommen und iſt derſelbe infolge deſſen den Tod des Erſtickens geſtorben. Da der traurige Unglücksfall kurz nach der Abreiſe des Ober⸗ leutnants Grafunder nach Sagan vorgekommen ſein muß, war ſowohl der zurückgebliebene Hund als auch das Reitpferd halb verhungert. Halle, 14. Jan. Das Schwurgericht verurteilte den Wilderer Schollbach, der den Gemeindevorſteher in Zſchieſewitz erſchoß, zu 13 Jahren Zuchthaus. — Die deutſche Landwirtſchaftsgeſellſchaft beabſichtigt, im laufenden Jahr wieder und Die Kleider waren 1* zwar in den Tagen vom 7.— 13. April in Eiſenach einen Lehrgang für Wanderlehrer zu veranſtalten. Als Lehrgegenſtände ſind 15 Zweige der Landwirtſchaft auserſehen. — Der„Poſt“ wird aus Wien geſchrie⸗ ben: Wie wir authentiſch erfahren, wird in den hieſigen maßgebenden Kreiſen die Lage in Serbien als ſehr ernſt angeſehen, und man be⸗ fürchtet, daß dort Ereigniſſe eintreten könnten, welche die Stellung des Königs arg erſchüttern könnten. Die Geſandten der Mächte würden ihre Poſten nicht verlaſſen haben, wenn hierzu nicht durch die Verhältniſſe, die ace ng zur Anarchie führen müßten, gezwungen wor⸗ den wären. Auch die Entfernung der Ver⸗ ſchworenen vom Hofe, welche übrigens zu ſpät erfolgt, würde kaum mehr eine Beſſerung der Zuſtände herbeiführen. Die Lage in Serbien bilde bereits den Gegenſtand wichtiger diploma⸗ tiſcher Verhandlungen zwiſchen Oeſterreich⸗ Ungarn und Rußland. b f ö — Aus Geiz verhungert und erfroren iſt in Dießbach die menſchenſcheue Einſiedlerin Anna Maria Studer, eine 63jährige Jungfer, die allein in einem kleinen Häuschen wohnte, und ſelten jemanden Einlaß geſtattete. Sie hinterläßt ein Vermögen von 30000 Fr. — Nach Zimmerholz(Amt Engen) ſandte ein Mädchen, das ſeit längerer Zeit bei einer Dame in Frankreich dient, auf Weihnach⸗ ten ſeinen Eltern einen Wertbrief mit 10000 Franken, die ihr ihre Herrin in Anerkennung ihrer Dienſtleiſtungen zum Chriſtkindle ge⸗ ſchenkt hatte. — Auf einer Jagd im Schwarzwald wurde dieſer Tage ein bei uns ſeltener Vogel geſchoſſen, ein Seidenſchwanz, der ſeine Heimat im Norden Europas hat und auch im nörd⸗ lichen Aſien und Amerika vorkommt. Er zählt zu den ſchönſten Singvögeln Europas; früher galt er wegen ſeines unregelmäßigen Erſcheinens als Vorbote von Landplagen und wurde da⸗ her auch Kreuz⸗, Peſt oder Sterbevogel genannt. — Was der Neujahrsrauſch macht. In Halle verbrannte ein Poſthilfsbote die ihm zum Austragen am Neujahrsmorgen überge⸗ benen Briefſchaften, darunter auch behördliche Schreiben. Durch Reklamation eines aus⸗ wärtigen Notars kam die Sache ans Licht. — Ueber 300 Häuſer Berlins haben 201—225 Einwohner, 159 bis 250, 105 bis 275, 64 bis 300, 38 bis 325, 29 bis 350, 25 bis 375, 14 bis 400, 5 bis 425, 3 bis 450, 3 bis 475, 1 bis 500, 34 mehr als 500 Einwohner. Ein Haus hat 180 bewohnte Wohnnngen und 589 Einwohner, ein Haus 142 bewohnte Wohnungen mit 616 Ein⸗ wohner; ein Haus in der Krautſtraße(am Schleſiſchen Bahnhof) 166 bewohnte Wohn⸗ ungen mit 780 Einwohner. — Das Schwurgericht zu München ver⸗ urteilte den zwanzigjährigen Münchener Buch⸗ halter Baureis, welcher den Kölner Rentier Franz Völker auf einem waldigen Bergweg von der Neureuth nach Tegernſee niederſchlug * 1 und berauben wollte, zu 10¼ Jahren Zucht⸗ haus. Völker hatte den ihm Unbekannten freiwillig ſchon Tags vorher zur Begleitung bei Gebirgsausflügen mitgenommen. Baureis leugnete und ſchützte ein Mißverſtändnis vor. — Die amtliche Statiſtik über den Ber⸗ liner Neujahrs⸗Briefverkehr ergibt, daß in der Zeit vom 30. Dezember 1903 abends bis zum 1. Januar 11 Uhr abends bei den Poſtämtern in Berlin allein nahezu dreizehn Millionen Stadtbriefe aufgegeben worden ſind. Die von auswärts angekommenen Briefſendungen ſind alſo ebenſo wenig dabei mitgerechnet wie die in Berlin nach auswärts eingelieferten Briefe. Auch ſie weiſen ſelbſtverſtändlich eine Verviel⸗ fachung auf. Die genaue Zahl der Neujahrs⸗ ſtadtbriefe iſt 12,824,200. Nachdem der Neu⸗ jahrsbriefverkehr in Berlin nach der Ueber⸗ nahme der Privatpoſten ſich zu Neujahr 1901 verdoppelt hatte, war er ſeitdem nach Berliner Blättern, bis zum vorigen Jahre faſt zum Stillſtand gekommen. — Der in Bern verſtorbene, unter dem Namen„Or. Bäri“ als Witzbold ſtadtbekannte Journaliſt König ſpazierte eines Tages als junger Student im engliſchen Garten in München, als er einem großen hageren Mann begegnete und ohne Begrüßung vorübergehen wollte. Dieſer aber, der kein Geringerer war als König Ludwig 1., kehrte ſich raſch um und fragte kurz:„Heißen?!“—„König von Bern!“—„So, und ich König von Bayern! Nächſtes Mal gegenſeitig grüßen!“ — Für das eidgenöſſiſche Schützenfeſt, das 1904 in St. Gallen ſtattfindet, wurden bereits 109 380 Frs. an Ehrengaben geſtiftet; man hofft, den Betrag auf 200000 Frs. zu erhöhen. — Die rumäniſche Bauernbevölkernng in der Gemeinde Talpas bei Arad erſtürmte das Gemeindehaus, wo die Herausgabe der Kaſſen⸗ ſchlüſſel erzwungen wurde. Zur Unterdückung der Revolte wurde, da ſich die Gendamerie als zu ſchwach erwies, Militär requiriert, welches bie Gemeinde beſetzt hält. — Bei den deutſchen Ausgrabungen zu Bagdad iſt eine Statue von Salmanaſſar 2. mit zahlreichen Inſchriften entdeckt worden. Kopf und linke Seite ſind beſchädigt. Salma⸗ naſſar 2. war der bedeutendſte der aſſyriſchen Könige. Er regierte von 860 bis 824 v. Chr. — Nette Zuſtände herrſchen im belgiſchen Heere. Mehr als die Hälfte der Soldaten ſoll ſich auf Urlaub befinden und zwar aus Spar⸗ ſamkeitsrückſichten, denn den Urlaubern wird weder Sold noch Beköſtigung gewährt. Wie weit die Zuſtände— die bereits in der Abge⸗ ordnetenkammer, aber ohne Erfolg, beſprochen worden ſind— gediehen ſind, zeigt folgender Brief, den der Brüſſeler Bürgermeiſter an den Kriegsminiſter richtete:„Ich habe von Soldaten aus Brüſſel, die Sie nach Hauſe geſchickt haben und die infolge dieſer Heimſendung ar⸗ beitslos und im Elend ſind, Hilfsgeſuche erhal⸗ ten. Sie bitten um Unterſtützung aus dem Arbeitsloſenfonds. Bevor ich dieſe Geſuche „So iſt's recht! Erſt wollte ich hören, daß Du mir vergeben haſt, dann wollte ich Dir alles erklären. Weißt Du, daß Du ſchon einmal in meinen Armen gelegen haſt?“ fügte er dann weich hinzu. Felia's Augen weiteten ſich vor Erſtaunen, aber ihr Geiſt flog zurück zu jener ſchatten⸗ haften Erinnerung und nun ſah ſie klar, ganz klar. Wie hatte ſie ihn nicht wieder erkennen können? „Ah!“ rief er durch den Ausdruck ihres „Du erinnerſt Dich?“ „Du warſt es, Elmar? Du? Des großen blonden Mannes habe ich mich immer erinnert, aber daß Du es warſt, weiß ich erſt jetzt. War ich ſehr unglücklich?“ „Es war am Hochzeitstage Deiner und meiner Stiefmuter, und Du ſollteſt fortgebracht werden, aber Du wollteſt nicht gehen. Dein Kinderherz hing an dem ſchönen Hauſe, wo Du gewohnt und geſpielt. Sie war nicht gut zu Dir— die Stiefmutter und ich nahm Dich in meine Arme. Du lagſt ſo ſtill da—— ſo ſtill, und mein ganzes Herz flog dem kleinen verwaiſten Mädchen zu—— der Stief⸗ ſchweſter—— die ſpäter mein Mündel wurde.“ „Erſt jetzt machte ſich Felicia von den ſie umſchlingenden Armen frei— ſie hatte ver⸗ geſſen, daß ſie ihn gebeten, ſie loszulaſſen und „O Elmar, wie trotzig und feindſe lig ich . glänzten feucht.„Denke nicht mehr daran, es iſt alles vorüber und—— ich bin ſo froh, daß Du es nicht warſt, der mich vergaß.“ „Dich vergeſſen! Ich habe es nie—— werde es nie,“ ſagte er leidenſchaftlich, indem er ſie zu einem Seſſel führte und ſich ihr dann gegenüber ſetzte. Eine Zeitlang ſah er nach⸗ denklich in die flammenden Brände des offenen Kamines, dann wandte er ſich ihr zu, jenes Lächeln auf den Lippen, welches er für wenige hatte, und welches ſein ſchönes Antlitz ſo an⸗ genehm machte. „Ich ſehe Dich gerne da ſitzen, Kind,“ ſagte er einfach.„Oft und oft auf meinen Wanderungen habe ich an das kleine Mädchen daheim gedacht, welches mir gehörte. Es Dir zu erklären iſt ſchwieriger, als ich gedacht, und ich muß dabei eine Frau tadeln, die Du kennſt —— und die trotz aller Fehler mich doch liebt.— Vernimm einige erläuternde Worte: Deine Stiefmutter zerſtörte unſer einſt ſchönes Familienleben—— ich ging— Johanna 9 zog zu Onkel Fritz. Als die Stiefmutter ge⸗ ſtorben wurde ich zu Deinem Vormunde er⸗ Mädchen wachen zu dürfen, das ſich in meinen Armen ausgeweint, machte mich glücklich. Nach Schloß Rhenen warſt Du nie gekommen, die Stiefmutter haßte Dich, wie ſie auch uns haßte. Ich wollte Dich froh machen. die kleine Felicia und bat ſie, mir zurück zu ſchreiben, Es geſchah niemals, ſie erhielt keinen meiner Briefe. Ich gab den Auftrag, 5. gnügen bereit nannt, und das Bewußtſein, über das kleine Ich ſchrieb an 1 ö 0 1 ö f — ihr geben, was ihr Herz begehrte. Jetzt weiß ich, daß es niemals geſchehen iſt, daß die kleine Felicia, die ich glücklich machen wollte, einſam und verlaſſen eine traurige Jugend verlebte. Es lag böswillige Abſicht⸗ lichkeit in dieſem Thun—— denn ſie durfte nicht einmal Freunde haben. Du ſiehſt, ich weiß jetzt alles und—— erkenne die Urſache. Ich glaubte meine Pflicht gethan zu haben, Felicia—— auf Ehre, ich glaubte es,—— bis ich das letzte Mal heimkam, und erkennen mußte, wie die Dinge ſtanden. Die Begegnung mit Dir, ließ mich aufs höchſte erſtaunen,— aber ich unterſuchte die Dinge, und fand, daß Du recht hatteſt. Es thut mir leid um Deine traurige Kindheit, die ich ſo glücklich geſtalten wollte und um die gleichfalls traurige Zeit auf Schneehauch— ſehr leid thut es mir Kind, aber Worte ſind arm, ſie können die Gefühle nur ſchlecht wiedergeben.“ Er ſah zu ihr hin mit tiefer Traurigkeit in ſeinen Augen und beugte ſich vor. „Ich habe ſeit einigen Wochen die Wahr⸗ heit erraten,“ ſagte ſie bewegt,„verzeih' mir, ich—— ich bin ſo glücklich.“ Er nahm die dargeſtreckte Hand in ſeine i Elmar Rechte und hielt ſie feſt. „Wie blaß Du ausſieht, Kind— ich glaube, ich muß Dich nach der Villa führen —— aber Du ſollſt nicht lange dort bleiben, ſelbſt wenn Fred Dich nicht fortholt.“ FCortſetzung folgt)* * r * 8 !* 8 55— 8 3— — Tzwangs-Gersteigerung. 4 prüfen laſſe, bitte ich Sie, mir mitzuteilen, ob es in Ihrem Miniſterium keinen Kredit gibt, um dieſen Leuten zu helfen. HFJalle würde ich mich beeilen, Im bejahenden Ihnen die Ge⸗ ſuche zuzustellen.“ a . K. Vom Geſchmackſinn. Das Zuwider⸗ ſein häufig genoſſener Speiſen iſt ein wichtiger Fingerzeig. Der menſchliche Organismus for⸗ dert die Abwechſelung der Nahrungsmittel und es rächt ſich ſehr, wenn dieſer Forderung nicht folge geleiſtet wird. Die Zunge, oder richtiger geſagt unſer Geſchmackſinn, iſt daher eine Art Regulator. Am deutlichſten bemerken wir die regulierende Tätigkeit des Geſchmacksſinnes bei einem dem wichtigſten Beſtandteile der Speiſen, bei dem Salze. Eine Speiſe, welche zu wenig Salz enthält, ſchmeckt nicht und wir fügen Salz hinzu; im umgekehrten Falle, von ſtark geſalzenen Speiſen ſind wir wohl imſtande, eine kleine Menge zu genießen, allein bald ſträubt ſich unſer Geſchmack dagegen und ge⸗ zwungener Weiſe hören wir auf zu eſſen. Wenn viele Leute glauben, der Sinn des Ge⸗ ſchmacks ſei nur dazu da, ihnen genußreiche Augenblicke zu verſchaffen, ſo irren ſie hierin vollſtändig, denn der Geſchmackſinn iſt deshalb da, um die verſchiedenen Nahrungsmittel zu unterſuchen, ob ſie dem Körper zuträglich ſind oder nicht. Es iſt daher von großer Wichtig⸗ keit, den Geſchmack rein zu halten. Durch den häufigen Genuß ſtark gewürzter Speiſen, na⸗ mentlich gepfefferter Speiſen werden die Ge⸗ ſchmacknerven abgeſtumpft und die Unter⸗ cheidung der Speiſen wird bedeutend erſchwert. In ähniicher Weiſe wirkt das Rauchen ſtarker ind vieler Zigarren. Am beſten können wir de Empfindlichkeit und Richtigkeit des Ge⸗ ſchmackes bei kleinen Kindern beobachten. Das Kud weiſt jede Speiſe, welche im Salzgehalt, Gevürz uſw. nicht zu ſeinem Organismus paſt, zurück; es verabſcheut Kaffee und Wein, daggen erfreut es Milch und Zucker. Milch und Zucker ſind ihm zuträglich und der Ge⸗ ſchmick läßt ſie willig paſſieren. 5 — Seine eigene Frau verhaftet hat in Köln ein Schutzmann, mit der er auf offener Straße in erregte Auseinanderſetzungen ge⸗ raten war. Es fielen Beſchimpfungen von beiden Seiten, bis ſchließlich der Schutzmann ſeiner Frau die Kette anlegte und ſie abführte. — Zeitgemäß. Herr(in einem Schuh⸗ macherliden): Meiſter Sohling, ich brauche ein Pack neue Stiefel. Nicht aber wieder ſo hochelegante, wie ich ſie bisher getragen habe. Ich hab erſt vor kurzem mehrfach und auch gegenwärig wieder empfindliche Verluſte im Geſchäfte gehabt, ſo daß ich meinen Etat ein⸗ ſchränken nuß. Was für eine Fußbekleidung würden Se mir daher vorſchlagen? Meiſter Sohling: Na, am beſten wären wohl ein Paar Hemmſchuhe, wenn es mit Ihnen ſo bergab geht. — Die Vernunftheirat. Kinder:„Papa, Onkel Karl ſagt doch immer, er will nur eine Vernunftheirat eingehen. Da will er wohl die Vernunft heiraten. Darf er denn das?“— Vater:„Gewiß, er iſt ja doch mit derſelben weder verwandt noch verſchwägert.“ — Tröſtlich.„Meine Frau ärgert mich noch zu Tot... Du kennſt ſie ja!... Ach, wenn ſie wär', wo der Pfeffer wächſt!“— „Mein Lieber, das würde Dir auch nichts helfen. Mit der nächſten Pfefferſendung täten ſie ſ' wieder rüberſchicken!“ — Einen glücklichen Fiſchfang machte Bahnexpeditor Laifle von Memmingen in der Iller bei Kardorf, indem er ſportsgerecht mit der Angel einen Huchen im reſpektablen Ge⸗ wichte von 38 Pfund fing; die Länge des Fiſches iſt 115 em, deſſen Bauchweite 65 em, Schwanzfloſſenbreite 26 om. — Replik.„Wie kommen Sie dazu, mich fortwährend anzuſehen?“—„Wie kommen Sie dazu, ſich gerade hin zu ſetzen, wo ich hingucke?“ — Nach Mitternacht. Ehemann(dem beim ſpäten Nachhauſe kommen ein Blumen⸗ topf entgegenfliegt):„Nu Alte, Du träumſt wohl vom Blumenkorſo?“ Im Wege der Zwangsvollſtreckung ſoll das Anteil des Bäckers Georg Rohr in Rheinau an den in der Gemarkung Hechenheim belegenen, im Grundbuch von geckenheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkes auf den Namen des 1. Johann Rohr, Landwirt in Rheinau, 2. Georg Rohr, Bäcker in Rheinau, 3. Karl Rohr, Bäcker in Neckarau, als Miteigentümer je zu/ eingetragene, nachſtehend beſchriebenen Grund⸗ ſtück am i Mittwoch, den 3. Februar 1904, Vormittags 101f Uhr durch das unterzeichnete Notariat im Rathauſe zu ſteigert werden. 5 Der Verſteigerungsvermerk iſt am 24. Oktober 1903 in das Grundbuch eingetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der übrigen die Grundſtücke betreffenden Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzurgs⸗ urkunde iſt jedermann geſtattet. i Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der En⸗ tragung des Verſteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungser⸗ löſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachge⸗ ſetzt werden. f Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Auf⸗ hebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung der zu verſteigernden Grundſtücke: Grundbuch von Seckenheim, Band 9 Heft 5 Beſtandsverzeichnis J. getenheim ver⸗ Bekanntmachung. Den einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt betr. Br. 5 M. Bei der Prüfungs⸗Kommiſſion für wee e laufen zahlreiche Geſuche um Zulaſſung zum Einjährig⸗Freiwil igendienſt verſpätet oder unvollſtändig ein. Wir machen deshalb darauf aufmerkſam, daß die Berechtigung zum Ein⸗ jährig⸗Freiwillendienſt nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre nachgeſuücht werden kann und ſpäteſtens bis zum 1. April des erſten Militärpflichtjahres(d. h. 1. April desjenigen Kalenderjahres, in welchem der Pflichtige das 20. Lebensjahr erreicht) erlangt ſein muß. Die Berechtigung wird bei derjenigen ede ee u b nachgeſucht, 1 fett 1 der Wehrpflichtige geſtellungspflichtig iſt d. h. ſeinen dauernden ufenthalt hat. Die im Großherzogtum Baden Geſtellungspflichtigen haben ihre Geſuche an die prüfungs-RKommission für Einjährig⸗Freiwillige in Karlsruhe zu richten. Wer die Berechtigung nachſuchen will, hat ſich bei der bezeichneten Prüfungs⸗Kommiſſion spätestens bis zum 1. Februar des erſten Militärpflicht⸗ jahres 0705 5 zu melden. Dieſer Meldung iſt beizufügen: a) ein Geburtszeugnis b) ein Einwilligun 8⸗Atteſt des Vaters oder Vormundes mit der Erklä⸗ rung über die Bereiwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen aktiven Dienſtzeit zu bekleiden, auszurüſten, ſowie die Koſten für Wohuung und Unterhalt zu übernehmen. Die F keit hierzu iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen: c) ein Unbeſcho tenden welches für Zöglinge von höheren Schulen durch den Direktor der Lehranſtalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizeiobrigkeit oder ihre vorgeſetzte Dienſtbehörde auszuſtellen iſt. Sämtliche Polen ſind in Original 9. Außerdem bleibt die wiſſenſchaftliche efähigung für den Einjährigen⸗ dienſt noch nachzuweiſen. Dies kann entweder durch Beibringung von 815 geschehen. oder durch Ablegung einer Prüfung vor der Prüfungs⸗Kommiſſion geſchehen. Mannheim, den 1. Januar 1904. Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Anshebungsbezirks mannheim: Dr. A. Jung. g Beſchluß. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 6. Januar 1904. Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. eldung der zum Einjährig⸗ Freiwilligendienſt Berechtigten betr. Nr. 4 M. Nachſtehend bringen wir die Beſtimmung des 8 98, Ziff. 2 der Schmitt. Ordnungs⸗Zahl 1, Lagerbuch⸗Nummer 6890 g, Flächeninhalt 6 a 64 qm Straßenfläche im Sand Stengelhof, Schätzung 1900 Mk., hierher Miteigentum zu/ Ordnungs⸗Zahl 2, Lagerbuch⸗Nummer 6891 d, Flächeninhalt 8 a 46 qm Straßenfläche im Sand Stengelhof, Schätzung 2500 Mk., hierher Miteigentum zu Mannheim, den 1. Dezember 1903. Gr. Notariat Mannheim IX. als Vollſtreckungsgericht. Breunig. Bekanntmachung. Farrendungverſteigerung betr. Am Dienſtag, den 19. Januar D. Js. Vormittags 10 Ahr, wird der Farrendung im Farrenſtall öffentlich verſteigert. Seeckenheim, 15. Januar 1904. 8 Gemeinderat Ratſchreiber i Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Vertilgung der Raupen betr. Wir fordern letztmals zur Vertilgung der Raupen durch Reinigen der Obſt⸗ und Zierbäume ſowie Geſträucher von Raupenneſtern auf. Das Beſeitigen der Raupenneſter auf den Obſtbäumen der verpachteten Grundſtücken im Eichwald iſt von den Pächtern und auf den Almend⸗ grundſtücken von den Nutznießern zu beſorgen. N 8 d Seckenheim, den 12. Januar 1904. 633.33 Mk. 853.33 Mk. Wehrordnung beſonders zur Kenntnis der Beteiligten: „Beim Eintritt in das militärpflichtige Alter haben ſich die zum Einjährig⸗ N Freiwilligendienſt Berechtigten, ſoforn ſie nicht bereits vorher zum aktiven Dienſt eingetreten ſind, ſowie diefenigen Militärpflichtigen, welche gemäß 8 89, Ziff. 3 die 1 d zum Einſährlg⸗Freiwilligendient bei der Prüfungs⸗Kommiſſion nachgeſucht haben, bei der Ersatzkommſssſon ihres Gestellungsortes schriftlich oder mündlich unter Vorlegung ihres Berechtigungsſcheines, ſofern ihnen der⸗ ſelbe bereits behändigt iſt, bezw. unter nee des Befähigungszeugniſſes . zu melden und ihre Zurückſtellung von der Aushebung zu eantragen. Militärpflichtige, welche dieſer Meldun ds. Js. nicht nachgekommen ind, haben gemä Ziff. 4, 26, Ziff. 7 Wehrordnung Geldſtrafen bis zu 30 Mark oder J Tagen zu gewärtigen.“ a Die Gemeinderäte des Amtsbezirks werden angewieſen, dieſe Verfügung in ortsüblicher Weiſe bekannt zu geben und den Vollzug anzuzeigen. Mannheim, deu 1. Januar 1904. Der Zivilvorsitzende der Ersatzkommission des Aushebungsbezirks Mannheim: Dr. A. Jung. Beſchluß. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 6. Januar 1904. 5 Gemeinderat § 33 Reichsmilitärgeſetz, 8 93 Schmitt. billigſt die ee 8 1 Buchdruckerei ihig ⸗ spätestens bis zum 1. Februar aft bis zu Druck Arbeiten für Behörden und Private liefert in hübſcher Ausführung Einladung. Es iſt e am hieſigen 1 einen a Kaninchen⸗ und Geflügelzuchtuerein ins Leben zu rufen und findet am Sonntsg, den 17. Januar, nachmittags 3 Uhr in dieſer Sache Cersammlung auf Abzahlung kauft die Hälfte Achtung. Mache jedem, welcher ſich durch meine Vermittlung eine Original⸗Singer⸗Hähmaschine der Anzahlung. Näheres zu erfragen: Gaſthaus zum Hirſch, Seckenheim. mit Vorſtandswahl im Gaſthaus zur Kapelle ſtatt. Hierzu werden Freunde der Kaninchen- und Geflügelzucht freundlichſt eingeladen. Die Einberufer. 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