8 2 8 Tradition, ühren Lauf verläßt, erfüllt ihre Pflicht! lcche Reise Anzeigeblatt für Seckenbeim und Noesbeim. 2 ö Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monetlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Feckenheim. Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg Anzeigen: bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 7. Samstag, den 23. Januar 1904. 4. Jahrgang Deutſches Reich. Berlin, 21. Jan. Der zum Führer des Expeditionskorps nach Südweſtafrika beſtimmte Oberſt Dürr lein geborener Badener.) wird ſich mit ſeinem Stabe am 6. Februar einſchif⸗ fen. Bis zu ſeinem Eintreffen in Afrika wird der Transportführer und Kommandeur des Marine⸗Infanteriebataillons Major v. Glaſen⸗ app die Führung des Expeditionskorps über⸗ nehmen. ö Berlin, 21. Jan. Nach einer Privat⸗ meld der„Berl. Neueſt. Nachr.“ iſt der Kauf⸗ mann Raimund Boyſch in Windhoek, der als Leutnant zur Schutztruppe eingezogen war, in einem Gefecht mit den Hereros bei Okahandja gefallen. Berlin, 20. Jan. Prinz Heinrich von Preußen hielt in Kiel an die Expedition für Südweſtafrika folgende Anſprache:„Im Ver⸗ lauf von wenigen Jahren iſt es das vierte Mal, daß das Seebataillon berufen iſt, auf Befehl des Kaiſers Schäden zu decken, wo ſolche in unſeren Kolonien entſtanden ſind. Ich freue mich deſſen mit Euch, ich kann ſagen, ich beneide Euch, daß Ihr berufen ſeid, deutſchen Ruhm und deutſche Ehre auf's neue herzuſtel⸗ len. Ich weiß, daß Ihr freiwillig hinauszieht. Das erfordert der Soldatenſtand, das iſt alte auf die wir ſtolz ſein dürfen. Wenig wird Euch erſpart bleiben, Hunger, Durſt und ſchwerſte Entbehrungen. Denkt an Eure Pflicht, denkt an Euren Eid, denkt daran, daß Ihr Söhne Eures Vaterlandes ſeid! Seid gehorſam, ſeid treu untereinander und haltet Kameradſchaft, vergeßt nicht, daß der Weg zum Erfolg bei Euch liegt! Eine jede Kugel, die Glück⸗ Gott ſei mit Der„Köln. Ztg.“ wird Bis heute morgen und Heimkehr! Euch!“ Köln, 29. Jan. aus Berlin telegraphiert: liegen aus Südweſt⸗Afrika keine Nachrichten von allgemeiner Bedeutung vor. Es iſt aber mit Befriedigung zu verzeichnen, daß die ſelbſt⸗ verſtändliche Pflicht des Reiches, den Aufſtand zu unterdrücken, von keiner ernſten Seite be⸗ ſtritten wird. Mehrfach wird der Tadel laut, daß man über die Veranlaſſung des Auf⸗ ſtandes keine Nachrichten erhalten habe und daß ſich die örtlichen Behörden von ihm über⸗ raſchen ließen, doch wird man abzuwarten haben, bis über dieſen Punkt volle Klarheit ge⸗ bracht iſt. An verſchiendene Blätter richten Kenner des Landes Zuſchriften, in denen ſie ihre Anſchauungen über die jüngſten Ereigniſſe niederlegen. Da auch ſie auf Vermutungen angewieſen ſind, ſo verlieren dieſe Mitteilungen teilweiſe ihren Wert. Immerhin iſt es bedenk⸗ lich, wenn alte Afrikaner die Ueberzeugung ausſprechen, daß nicht alle Stationen imſtande geweſen ſeien, den Anſturm der Hereros aus⸗ zuhalten und mehrere bereits gefallen ſein dürften. Anſicht vor, daß die Hereros ſich auf grund falſcher Nachrichten von dem Aufſtande der Bondelzwarts empört haben. Was die Aus⸗ rüſtung der neu hinausgeſandten Truppen an⸗ belangt, wird darauf aufmerkſam gemacht, daß der Krieg in Südweſtafrika in ganz hervor⸗ ragendem Maße die Verwendung berittener Truppen erfordere und daß man den Hereros nur durch ausgiebige Verwendung von Reitern werde beikommen können. Tatſächlich iſt in Südweſtafrika unſere Schutztruppe zum großen Teil unter dem Zwange der Verhältniſſe als berittene Infanterie ausgebildet worden. Die hinauszuſendenden Truppen— das Seebataillon kann hierbei nicht in Frage kommen— werden daher um ſo wirkſamer auftreten können, wenn ſie befähigt ſind, den Dienſt auch zu Pferde zu verſehen. iſt natürlich keine Zeit vorhanden. Man betont daher, daß mindeſtens ein erheblicher Teil der Truppen unſeren Kavallerie⸗ Regimentern ent⸗ nommen werden müſſe. Der Einwand, daß die Kavallerliſten für das Infanteriegefecht weniger ausgebildet ſeien, wird dadurch hin⸗ fällig, daß ſie es mit einem Gegner zu tun haben, dem gegenüber auch eine kavalleriſtiſche Ausbildung für das Feuergefecht genügen wird. Jedenfalls muß man ſogleich dafür Sorge tragen, daß ein ausreichendes Pferdematerial, das in Südweſtafrika nicht zu erhalten iſt, ſo raſch als möglich dahingeſchafft wird. Ausland. London, 20. Jan. Gegenüber einem Vertreter des Reuterſchen Bureaus erklärte der In amtlichen Kreiſen herrſcht die Zur Ausbildung in dieſem Sinne 1 1 dorffſche Brauerei in Edingen amt anzuzeigen, welches auch über Zulaſſung japaniſche Geſandte, die Lage ſei, ſoweit Japan in Betracht komme, unverändert. Japan er⸗ warte noch die Antwort Rußlands. Er wiſſe alſo auch nichts über deren Inhalt. Ebenſo⸗ wenig wiſſe er etwas von der Meldung, daß Japan beim Ausbleiben der Antwort ent⸗ ſchloſſen ſei, an einem beſtimmten Tage zur Aktion zu ſchreiten. Es ſei ſchwer möglich, zu entſcheiden, was eine angemeſſene Friſt wäre, binnen welcher die Antwort Rußlands einzugehen hätte. a 5 Aus Nah und Fern. )(Seckenheim, 22. Jan. Wie ver⸗ lautet, findet der diesjährige Schützenball am 6. Februar d. Is. im badiſchen Hof dahier ſtatt. Das Vergnügungskomitee entwickelt ſchon ſeit geraumer Zeit eine fieberhafte Tätigkeit, ſo daß wohl anzunehmen iſt, daß der diesjäh⸗ rige Ball den vorhergehenden, hinſichtlich Unter⸗ haltung, nicht nachſtehen wird. Neben Kouplets, Duetts, kommt unter anderem auch ein Ein⸗ akter zur Aufführung, der ſicherlich nicht ver⸗ 8 fehlen wird, ſein Möglichſtes auf die Lachmtss keln der Zuſchauer auszuüben. Wie alljährlich, 8 ſo ſind auch dieſes Jahr Einführungen geſtat⸗ tet und ſind die Namen der Einzuführenden mindeſtens 3 Tage vorher dem Schützenmeiſter⸗ der Einzuführenden entſcheiden wird. N -e. Seckenheim, 22. Jan. Wie all⸗ jährlich, ſo wird auch dieſes Jahr der hieſige Cäcilienchor mit teatraliſchen und muſikaliſchen Darbietungen vor die Oeffentlichkeit treten. Der Verein beabſichtigt, die erſte Aufführ am 31. Januar, abends 6 Uhr im Saale; Schloß zu geben und die Wiede 2. und 7. Februar folgen zu laſſ reichhaltige und gediegene Pro noch veroffentlicht werden. Die den bewährten Händen von Fräulei Schlötterer, welche auch in dankenswen die Einübung der Theaterſtücke und der ſpiele beſorgt hat. Nicht unerwä bleiben, daß die Direktion der Gräfl. verein zu ſeinen Aufführungen eine neue, moderne Bühne hat erſtellen maleriſche Ausſtattung derſelben Ihr Vormund. Original⸗Roman von Ellen Spala. 19) 5(Nachdruck verboten.) Felicia hatte nur eines gehört— das was Johanna ſowohl wie Lilian ihr entgegenge⸗ ſchrieen— die verletzende Anſpielung, Elmar von derjenigen abzubringen, die er liebte, und die ihm nur angehören wollte, wenn das läſtige Hindernis beſeitigt ſei. Eine qualvolle Verzweiflung bemächtigte ſich des jungen Mädchens, ein raſtloſer Schmerz durchtobte ſie. Zu Elmar zu eilen und ihm alles mitzuteilen, war unmöglich— das ſcheue Zartgefühl der Frauennatur verhinderte ſie daran, und hier⸗ bleiben, in den alten Verhältniſſen weiterleben, von Johanna geduldet, von Lilian mißhandelt zu werden,— nein— tauſendmal nein, lieber in Nacht und Nebel davongehen. Und dann— würde ſie die Kraft haben, zuzuſehen, wie Elmar und Lilian glücklich miteinander wurden— nachdem was heute Abend ge⸗ ſchehen? Würde ſie jemals anders an Elmar denken können, denn mit jenem Herzſchlag einer neuen, berauſchend glücklichen Empfindung, und würde ſie vergeſſen können, wie er ſie angeblickt und ſie in ſeinen ſtarken Armen gehalten? Noch einmal nein— tauſendmal nein— 5 tauſendmal nein!“ i * Sie mußte einen Ausweg. Ganz draußen in einem Vororte der Hauptſtadt lebte die alte Mutter einer ehemaligen Lehrerin. Manchen Sonntag hatte Felicia in dem einfachen Heim der alten Profeſſorswittwe zugebracht, und als dann die Tochter ihre Stelle im Penſionate verließ und Fräulein Weil dieſen einzigen Um⸗ gang verbot, war Felicia nicht mehr dahinge⸗ kommen, aber hie und da waren briefliche Grüße hinüber und herüber geflogen, und nach⸗ dem ſie die Schule verlaſſen, von Villa Schnee⸗ hanch aus, wanderte auch hie und da ein Brieflein zu der alten Freundin. Glücklicherweiſe war das Taſchengeld der verfloſſenen Monate zu einer guten Summe angelaufen, damit war die erſte Zeit durchzu⸗ kommen, ſpäterhin würde wohl anderweitig Rat zu ſchaffen ſein. b Nicht zufrieden damit, das Mädchen in gröbſter ungerechteſter Weiſe beleidigt zu haben, ließ Jahnna ihren Haß und ihre Wut ſo weit gehen, ſie in ihrem Zimmer einzuſchließen und den Schlüſſel in die Taſche zu ſtecken. Der Grund dazu war wieder jene Angſt, Felicia möge heimlich das Haus verlaſſen und zu Elmar eilen. Dadurch würde ihr ſeit langen Jahren ſo ſchlau durchgeführter Plan, den unbekannten Vormund durch harte, ſcharfe Be⸗ fehle verhaßt zu machen, um das junge Mädchen von ihm um ſo ſicherer abzubringen, entdeckt. f 5 Aber Felicia ſah in der Einſperrung kein Es verlangte nur eine mi Hindernis. um von dem Balkon Anſtrengung, Zimmers nach dem des benachbarten, 5 ſtehendes Gemaches zu klettern, der eine kleine gußeiſerne Treppe nach dem Garten zu ha Der erſte Zug ging um ſechs Uhr Morgens und die Poſt, welche unweit der Villa vorbei⸗ fuhr, würde ſie zur Zeit dahinbringen.„ In fieberhafter Aufregung packte ſie etwas Wäſche und ein Kleid in ihren Handkoffer, ver⸗ ſchloß die übrigen Sachen und ſchrieb dann an Onkel Fritz, ſteckte den Brief in ihre Taſche und legte ſich auf's Bett. Es war ſehr kalt im Zimmer, glühend heiß rann das Blut durch Felicia's Adern und der Kopf ſchmerzte zum Zerſpringen. Mit faſt übermenſchlicher An⸗ ſtrengung raffte ſie ſich auf, als es Zeit wurde, kleidete ſich warm an und trat auf den Bal⸗⸗ kon hinaus. a 55 Wie ſie es nur hatte fertig bringen können? War nicht alles ein Traum und war ſie wirklich eilig durch den ſtillen Garten nach der Landſtraße gegangen, mit der Poſt nach der Station, dann im kaum erwärmten Coupe durch den Wintermorgen und in einem Wagen durch die lärmende Stadt bis hinaus vor das kleine Haus? Nein, es war kein Traum, es war alles Wahrheit. Hatte nicht eine alte Frau 8 einem gütigen Antlitz unter ſchneewei Haar ſie in ihre Arme genommen, ſie rröſtet und ihr Mut zugeſprochen und Maler Weiß, hier, hat ausführen laſſen. Die Eintrittskarten zu den Aufführungen ſind nur im Vorverkauf zu haben. Am Saaleingang werden keine Eintrittskarten mehr ausgegeben. Die Karten ſind zu haben bei Fräulein Eliſe Schlötterer, Frl. Marie Herdt, Herdtſtraße und Herrn Vorſtand Adam Sichler. Mannheim, 22. Jan. Vom hieſigen Schwurgericht wurde geſtern der des Mordes an der Barbara Lang angeklagte Johann Knapp von Heddesheim zum Tode verurteilt. Mannheim, 20. Jan. Im benachbarten Sandhauſen fand am Sonntag im Gaſthaus „zum Adler“ eine Schlägerei ſtatt, bei der nicht nur das Meſſer, ſondern auch der Re⸗ volver eine Rolle ſpielte. Der Täter konnte jedoch infolge des gewaltigen Durcheinanders nicht ermittelt werden. Mannheim. Die badiſchen Staatseiſen⸗ bahnen haben nach den proviſoriſchen Feſt⸗ ſtellungen im Jahre 1903 2,860,980 Mark mehr als im Vorjahre vereinahmt. Der Bud⸗ getvoranſchlag überſteigt die Einnahmen um nahezu 5 Millionen Mark. Mannheim, 20. Jan. Vor dem Schwur⸗ gericht fand heute die Verhandlung gegen den Taglöhner Heinrich Möll aus Klein⸗Gartach und den Taglöhner Friedrich Johann Fuhr aus Pleutersbach a. N. wegen räuberiſcher Erpreſ⸗ ſung ſtatt. Beide waren durch Arbeitsloſigkeit und Krankheit in Not geraten und Möll kam auf den Gedanken, ſeine in Riechen bei Eppingen wohnende Tante zu berauben. Dies führten Beide in der Nacht zum 4. November aus. Sie drangen zwiſchen 1 und 2 Uhr ins Haus der Tante und zwangen die Frau durch Wür⸗ gen und Drohungen, ihnen ihr Geld, 300 Mk., herauszugeben. Nachdem ſie dieſes erhalten, kehrten ſie nach Mannheim zurück, konnten jedoch bereits am nächſten Tage verhaftet werden. Das Urteil lautete unter Ausſchluß mildernder Umſtände gegen Möll auf 6 Jahre und Fuhr 5 Jahre 6 Monate Zuchthaus und gegen Jeden 6 Jahre Ehrverluſt. Beide ſind Familienväter. Karlsruhe, 20. Jan. Reiſende, die die direkten Wagen in den Schnellzügen auf eine deren häuptſächlichſtem Zweck entſprechende Entfernung benützen, fühlen ſich häufig durch Reiſende des Lokalverkehrs, welche ſelbſt bei ganz kurzen Reiſeſtecken die direkten Wagen vor⸗ ziehen, beläſtigt. Zur Fernhaltung von Unzu⸗ träglichkeiten hat das Stations⸗ und Fahrper⸗ ſonal laut höherer Anordnung durch Belehrung der Reiſenden, geeignetes Ausrufen und ent⸗ ſprechende Platzanweiſung tunlichſt darauf hin⸗ zuwirken, daß Reiſende des Lokalverkehrs, ſo⸗ weit möglich, nur die für dieſen Verkehr be⸗ ſtimmten Wagen benützen. Stehen Plätze in ſolchen nicht zur Verfügung, ſo ſind die Reiſenden des Lokalverkehrs zunächſt auf die für kürzere Strecken beſtimmten und erſt im Bedarfsfalle auf die weitere Strecken durch⸗ laufenden direkten Wagen zu verweiſen. Es iſt indes zu vermeiden, die Reiſenden des Lo⸗ kalverkehrs in die dafür beſtimmten Wagen zuſammenzudrängen, während direkte Wagen leer laufen oder nur ſchwach beſetzt ſind. Freiburg, 21. Jan. Die Direktion des hieſigen Stadttheaters erläßt folgende Bekannt⸗ machung: Um den Theaterbeſuchern das richtige Funktionieren des eiſernen Vorhanges erſichtlich zu machen, wird derſelbe in Zukunft erſt 5 Minuten vor Anfang der Vorſtellungen aufge⸗ zogen und jeweils mit Beginn der großen Pauſe herabgelaſſen werden.— Gleichzeitig wird in Anregung gebracht, daß das Publikum beim Verlaſſen des Theaters tunlichſt alle Ausgänge benützen wolle. Blumberg(A. Donaueſchingen), 18. Jan. Letzte Woche ſtarb hier die älteſte Perſon der Gemeinde, Witwe Anderhuber, genannt das „Schreinerweible“, im Alter von 99 Jahren. Aßmannshauſen, 20. Jan. In der vergangenen Nacht in der elften Stunde hörte der Bahnwärter Engel dumpfe Hilferufe vom Rhein her. Er telephonierte an die Station Aßmannshauſen, von wo ſich zwei Beamte eiligſt an den Rhein begaben. Da ſahen ſie auch ſchon inmitten des Rheins ein Boot trei⸗ ben und hinter dieſem den Körper eines Men⸗ ſchen, der Hilferufe ausſtieß. Bei der Burg Rheinſtein zogen Schiffer den Verunglückten glücklich in einen Kahn. Er erzählte ſeinen Rettern, daß er auf einem holländiſchen Schiff, das vor Bingen lag, bedienſtet ſei. Als er, vom Land kommend, ſeinen kleinen Kahn an dem Schiff befeſtigen wollte, ſtürzte er plötzlich in den Rhein. Seine ſchwere Winterkleidung, die ſich ſchnell voll Waſſer ſog, machte alle Bemühungen, in den Kahn zu klettern, zu Schanden, und ſo trieb er, immer das Seil in den Händen haltend, die vier Kilometer bis Rheinſtein in den eiſigen Fluten. Gräfenthal(Thüringen), 18. Jan. Vor einigen Tagen wurde auf der hieſigen Station ein Paſſagier ohne Fahrkarte betroffen. Er ſollte 6 Mk. Strafe bezahlen. Der Mann bat, ihn noch bis zu einer weiteren Station mitzunehmen, wo er das Verſäumte nachholen wollte. Unterwegs ſprang er aus dem fahren⸗ den Zug und brach das Genick. Tübingen, 20. Jan. Das geſamte, nicht unbeträchtliche Weinlager des hieſigen Bahnhofreſtaurateurs iſt am Samstag gericht⸗ lich beſchlagnahmt worden; es ſollen Weinfäl⸗ ſchungen größeren Umfangs vorliegen. Es wurde ein ganzer Vorrat von Weinſurrogaten aufgefunden. Die Pantſchereien ſind aus den Büchern eines vor kurzer Zeit verhafteten Surrogatlieferanten zu erſehen geweſen. Der Fall erregt hier großes Aufſehen. Mainz, 19. Jan. Heſſen zählt gegen⸗ wärtig 986 Volksſchulen. An dieſen wirken 2617 Lehrer und 295 Lehrerinnen, davon 65 allein in Mainz. Die Zahl der Schulkinder beträgt 173930 und zwar 116 533 evangel., 54610 kothol., 1989 israel. und 798 anderen Konfeſſionen angehörend. Die Zahl der Schul⸗ kinder hat ſeit zehn Jahren um 17 828 zuge⸗ nommen. Danach ſtirbt Heſſen noch nicht ſo bald aus. Baſel, 20. Jan. Einem durchtriebenen Schmuggel kam ein Angeſtellter der badiſchen Bahn auf die Spur. Er entdeckte bei der Reviſion des vom Schweizer Bahnhof am badi⸗ ſchen Bahnhof ankommenden Frankfurter Schnell⸗ zuges im Abort eine Kiſte, welche 150 goldene Uhren enthielt. Dieſelben wurden ſofort be⸗ ſchlagnahmt. Der Eigentümer zog es vor, ſeinen„Verluſt“ nicht zu reklamieren. Der Schmuggel dürfte ſchon längere Zeit betrieben worden ſein. Vermiſchtes. — Benutzung von nicht dem Publikum zugänglichen Eiſenbahnzügen durch Aerzte ꝛc. Auf den Eiſenbahnſtrecken Reinheim bis Offen⸗ bach, Wiebelsbach— Eberbach, Weinheim— Fürth, Mörlenbach—Wahlen, Langenlonsheim—Kirch⸗ berg und Simmer⸗Kaſtellaun hat die Eiſen⸗ bahndirektion Mainz genehmigt, daß den Aerzten, Tierärzten und Hebammen bei Aus⸗ übung ihres Berufes die Benutzung der dort verkehrenden Güterzüge gegen Löſung von Perſonenzugfahrkarten für einfache oder Doppel⸗ fahrt 3. Klaſſe ohne Zuſchlag geſtattet wird. Derartige Reiſende haben ſich bei dem Vor⸗ ſteher der Reiſeantrittsſtation zu legitimieren und den Reiſezweck in Ausübung ihrer Tätig⸗ keit in Fällen dringender Gefahr durch Angabe der erkrankten Perſon oder des Beſitzers der erkrankten Tiere nachzuweiſen. Die Rückreiſe darf gleichfalls mit einem Güterzuge und zwar auch dann erfolgen, wenn die Hinreiſe mit einem Perſonenzuge erfolgt iſt. Die betr. Perſonen werden entweder im Dienſtabteil des Zugführes oder im Packwagen untergebracht und iſt für die perſönliche Sicherheit der Reiſenden Sorge getragen. — In einer Klaſſe der Mainzer Volks⸗ ſchule fand deutſcher Sprachunterricht ſtatt. Der Lehrer ließ die Schüler Sätze bilden, unter anderem auch einen ſolchen, wo das Wort„gedenket“ vorkämen. Dabei antwortete der Lehrer, daß wohl einer ſeiner Schüler ſich des Satzes:„Gedenket der hungernden Vögel“ erinnern würde. Sofort meldete ſich auch ein 10jähriger Junge mit dem Satze:„Arbeiter, Genoſſen, gedenket der hungernden Weber in Crimmitſchau!“ — Der Kaffee wird teuerer! Dieſe für unſere Hausfrauen unangenehme Kunde kommt von den Hafenplätzen. Rohkaffees haben ſeit einiger Zeit andauernd eine ſteigende Tendenz, einige Sorten notieren heute 10—12 Pfg. höher als vor wenigen Wochen. Ungünſtige Ernteberichte machen eine weitere Preisſteigerung wahrſcheinlich. — Wenn Kinder heiraten. Unter dieſer Ueberſchrift bringen Berliner Zeitungen fol⸗ gende Mitteilungen, die man vielleicht mit einem Fragezeichen verſehen darf: Im Alter von 17¼ Jahren iſt vor einigen Tagen die Nichte eines Berliner Gaſtwirts geſchieden worden. Schon nach zweimonatiger Ehe hatte ſich das Verhältnis ſo unleidlich geſtaltet, daß gemütliche, einfache Heim geöffnet, welches ſie früher hie und da beſucht hatte? Felicia lag ſtill, ganz ſtill, nur die großen Augen gingen von einem Gegenſtand des freundlichen, wohltuend erwärmten Zimmers zum andern. Auf der altmodiſchen Komode ſtand ein Strauß bunter Aſtern und darüber hing die Reproduktion eines Guido Reni: St. Sebaſtian, der junge Märtyrer mit den wunderbaren Augen und dem edelſchönen, be⸗ geiſterten Antlitz. Blütenweiße Gardinen ver⸗ hüllten die Fenſter, ein Kararienvogel ſang im Bauer und im Ofen praſſelten die Flammen. Ihr Sparziergang vom geſtrigen Tag und die Flucht in der kalten Nacht waren nicht ſpurlos an ihr vorübergegangen. Frau Reif hatte ſie zu Bett gebracht, und nun lag ſie da den ganzen Tag, ununterbrochen an Elmar denkend, an die Vorgänge der letzten Zeit, und in ihrem Herzen jagten ſich zwei Fragen: Hatte Lilian recht, ſtörte ſie ſein Glück—— oder hatte ſie ſich geirrt, als ſie zu verſtehen glaubte——? Dann verlor ſie alle Be⸗ rechnung der Tage. Ein ſchweres Fieber hatte ſie ergriffen und nur undeutlich gewahrte ſie, was um ſie herum vorging. Sie wußte nur, daß zwe Aerzte zu kommen pflegten, daß Frau Reif ſtets um ſie bemüht war und daß ſich bei Nacht ein fremdes, mildes Geſicht über ſie beugte. Und dann hatte ſie Träume— Träume ſo roſig und beruhigend, wie es eben nur, Träume ſein können, die nichts zu ſchaffen haben mit den Geſetzen des materiellen Lebens, die wenn der müde Körper dem Schlafe verfallen und die Bewußtloſigkeit allen Kummer und alle Sorgen mit ſanften Flügeln zugedeckt, aus den Wünſchen und Hoffnungen des Herzens Bild auf Hild vor den geiſtigen Augen aufrollen und ſie auf Augenblicke der Seele mit zauberkräftiger Ge⸗ walt eindrücken. Ihr war, als käme Onkel Fritz mit leiſen Schritten an ihr Bett, als beugte er ſich über ſie mit Thränen in den Augen, um ſie zu küſſen und ihr zu erzählen von Evchen und Lilly und Fred, von den Blumen und Vögeln und dem Studio. Deut⸗ lich hörte ſie ihn von Elmar ſprechen(wann hätte Onkel Fritz nicht von Elmar geſprochen)? hörte ihn ſagen, daß er zweimal jeden Tag komme, um nach ihr zu fragen, wie er außer ſich ſei über Johanna, mit der er ſich entzweit und mehr noch darüber, daß ſie nicht beſſer würde. Mehreremale glaubte ſie Elmars Stimme im anſtoßenden Zimmer zu hören und ſie wollte rufen, in bitten, zu ihr zu kommen, aber die Kraft verſagte ihr und der Traum verſchwand. Schlimmer als die Tage waren die Nächte, wo die ſchönen Träume ſie verließen und ſie nicht einſchlafen konnte. Der Wind heulte um das kleine Haus, praſſelnd ſchlug der Regen gegen die geſchloſſenen Fenſter⸗ läden und dem jungen Mädchen erſchien es, als läge ſie in einem Sarge; eine quälende Angſt, daß ſie nie mehr beſſer und niemals diejenigen wiederſehen würde, welche ſie in den letztverfloſſenen Monaten hatte lieben gelernt, kam über ſie. Aber dann kam ein Tag, wo ihr nach 22 8 5. „„ R n 72. 2 N langen Wochen das Bewußtſein zurückkehrte, wo ſie mit verſtehenden Blicken um ſich ſchaute, die ſtille Schönheit des kleinen Zimmer, das gute, ſorgenvolle Geſicht der Profeſſorin als Thatſachen erkannte und erfahren mußte, daß ihre Träume nicht Phantaſiegebilde, ſondern ſchwache Reflexe der Wirkſamkeit geweſen, daß die Thüre aufging und Onkel Fritz hereintrat, daß er bei ihr ſaß, ihr mit Thränen in den Augen die weißen, abgemagerten Hände ſtrei⸗ chelte und ſie immer und immer wieder küßte, ſie ſein liebes Kind, ſeinen kleinen Sonnenſtrahl nannte und ſo viel Blumen auf die Bettdecke legte, als die Profeſſorin nur erlauben wollte. Nach und nach erfuhr ſie, wie alles gekommen war, daß Elmar außer ſich vor Zorn und Schmerz nach Angabe des Billetteurs an der Station nach der Hauptſtadt gereiſt war, daß er tagelang ohne Erfolg geſucht und erſt durch ein Telegramm von Onkel Fritz auf ihren jetzigen Aufenthaltsort aufmerkſam geworden ſei. Als das Fieber mit ſo ſtarker Gewalt aufgetreten und der Arzt geraten, die Ange⸗ hörigen des jungen Mädchens zu benachrich⸗ tigen, hatte Frau Profeſſor Reif dem Vor⸗ munde ihrer jungen Freundin geſchrieben und einen Tag ſpäter war Elmar von Rhenen mit Onkel Fritz in dem kleinen Hauſe der Vorſtadt erſchienen. f (Schluß folgt.) e der 19 Jahre alte Ehemann, ſeines Zeichens Schneider, mit der ganzen Wirtſchaft das Feld räumte. — Im Jahre 1902 endeten in Preußen nach amtlichen Feſtſtellungen 7217 Perſonen, darunter 5728 Männer und 1499 Frauen, ihr Leben durch Selbſtmord. Seit den letzten fünf Jahren— von 1898 an— ſchwanken die Ziffern der jährlichen Selbſtmordfälle auf 100 000 Lebende zwiſchen 19 und 21. Bei den männlichen Selbſtmördern betrug die Ver⸗ hältniszahl 31 bis 38, dagegen nur 8 bei den Frauen. — Traurige ſoziale Verhältniſſe wurden in einer Verhandlung am Gewerbegericht München zu Tage befördert. Eine verheiratete Frau ſuchte ſich durch Fertigung von Karton⸗ nagearbeiten einen Verdienſt zu verſchaffen, da ihr Mann zur Zeit ſtellenlos iſt. Mit Hilfe eines Mädchens, das ſie noch koſt⸗ und wohnungsfrei halten mußte, ſtellte ſie kleine Pappſchachteln her. In einem Zeitraum von mehr als 14 Tagen konnte ſie mit ihrer Helferin 1100 ſolcher Schachteln fertigen. Dafür ſollte ſie einen Lohn von ganzen 6 Mk. 80 Pfg. bekommen, aber ſelbſt die Auszahlung dieſes ſauer verdienten Geldes wurde ihr ver⸗ weigert, da die Schachteln nach Anſicht ihres Prinzipals nicht ſchön genug ausgefallen waren. G.-K. Häuslichkeit.— Wenn ich ein junges Mädchen wär',— Mein Erſtes wäre das:— Ich nähme Strickbaumwolle her— Und ſtrickt' ohn Unterlaß.— Ich ließe das Pianoſpiel,— Das iſt nur Ohrentrug,— Ge⸗ klimpert wird ja viel zu viel,— Geſtrickt doch nie genug.— Wenn ich ein junges Mädchen wär',— Mein Zweites wäre das:— Ich kontrollierte etwas mehr— Die Wäſcherin am Faß.— Ich ſtellte, wenn die Waſchzeit iſt, — Romanlektüre ein:— Mit ſpannenden Romanen lieſt— Man nicht die Wäſche rein. — Wenn ich ein junges Mädchen wär',— Mein Liebſtes wäre das:— Ich ging zur Köchin in die Lehr'— Und kochte ſelber was! — Der Hausfrau ziemt es ſicherlich,— Wenn ſie gut kochen kann.— Und könnt' ich dies, bekäme ich— Auch ſicher einen Mann!— G.-K. Bankerott. Dieſes ſehr deutſch ge⸗ wordene Wort ſtammt aus dem Italieniſchen, und zwar von der Sitte her, einem zahlungs⸗ unfähig gewordenen Kaufmann zum Zeichen, daß er das öffentliche Vertrauen eingebüßt habe, auf Befehl der Obrigkeit ſeine Bank zu zerſchlagen(„banco rotto“ zerbrochene Bank), da die Kaufleute, beſonders in Venedig, einen hohen Tiſch, den ſie banca oder banco nann⸗ ten, im Freien aufſtellten, um darauf ihre Waren auszulegen oder Geldgeſchäfte zu machen. Jetzt werden bankerotten Geſchäftsleuten keine Bänke mehr zerſchlagen; ſie machen im Gegen⸗ teil manchmal durch Bankerott ſoviel Geld, daß ſie ſich nicht nur neue Bänke, ſondern auch koſtbarere Tiſche und Möbel anſchaffen können. G.-K. Paſſende Brillen! Sind paſſende Brillen in der Schule oft nützlich und notwendig, ſo erweiſen ſie ſich ſpäter bei der Erlernung oder Ausübung der verſchiedenſten Berufsarten als unerſetzliche Hilfsmittel, die bei der Arbeit die Ausdauer erhöhen und die Sehkraft verbeſſern. Noch immer iſt die falſche Anſicht verbreitet, man müſſe ſich ſo lange als möglich ohne Augengläſer behelfen; in Folge der übermäßigen Anſtrengung entſteht aber Reizbarkeit und Schwäche der Augen und es tritt ſchnelle Ermüdung ein. Alle dieſe Uebelſtände laſſen ſich durch entſprechende Bril⸗ len vermeiden, denn ſie erſparen den Augen die Anſtrengungen, deulich zu ſehen, und erhöhen die Leiſtungsfähigkeit. Von größter Wichtigkeit iſt die richtige Wahl der Brillen und zu dieſem Zwecke ſtets eine genaue Unterſuchung der Augen erforderlich, denn nur paſſende Gläſer tragen zur Schonung und Erhaltung der Augen bei, während ſowohl zu ſchwache, wie zu ſtarke ſchädlich ſind. Das iſt oft genug be⸗ tont worden, aber das Uebel iſt ſchwer auszu⸗ rotten. In keinem Falle iſt Sparſamkeit übler angebracht als in dieſem und nirgends konſer⸗ vatives Beharren ſo ſchädlich wie hier. Humoriſtiſches. — In der Inſtruktionsſtunde. Haupt⸗ mann:„Einjähriger Silbermann, was würden Sie machen, wenn kommandiert würde: Frei⸗ willige vor!“— Einjähriger:„Nu Herr Hauptmann, ich würde Platz machen, damit die Freiwilligen vortreten können!“ — Der einzige Fehler!„Wie ſchmecken Ihnen die Würſte?“—„Hm. Sie haben nur einen Fehler!“—„Und der wäre?“— „Was hineingehört, iſt nicht d'rin und was d'rin iſt, gehört nicht hinein!“ — Großes Glück. Wenn i' ſo mei Halsweh hab', nacha bin i' nur froh, daß i' kein'— Giraff' worden bin!“ — Im Zeitalter der Rauchloſigkeit. r e e JFF Unteroffizier:„Wie heißen Sie?“— Ein⸗ jähriger:„Schwarz!“— Unteroffizier:„'n recht gewöhnlicher Name!“— Einjähriger: „Wiſſen Sie nicht, daß ein Namensvetter von mir das Pulver erfunden hat?“— Unter⸗ offizier:„Ja,'s war aber auch danach!“ — Kindliche Logik. Mama:„.. Da⸗ raus darfſt du dir nichts machen, Otto, daß dich Papa öfters durchhaut. Er tut es eben nur, weil er dich gern hat!“— Otto:„Aber, Mama, warum haut er dann dich nicht auch? Dich hat er ja noch viel lieber!“ — Sonderbarer Zufall. Hauptmann: „.. Wie viele Urlaubsgeſuche liegen vor?“ — Feldwebel:„Einundzwanzig, Herr Haupt⸗ mann!“— Haupmann: Wie? So viele! ... Mit was ſind ſie denn in der Hauptſache begründet?“— Feldwebel:„Beinahe durch⸗ gehends iſt die Großmutter geſtorben!“ Zerſtreut. Proſeſſor:„Na, wie geht's lieber Freund? Was macht Ihre Frau?“— Herr:„Aber, Herr Proſeſſor, ich habe ja doch keine Frau.“— Profeſſor: „Ach richtig! Na, dann gratulieren Sie ihr in meinem Namen!“ Der Wanderer. Friſch zieh' ich durch die Felder Durch grüne Frühlingsau, Mein Sang grüßt dunkle Wälder Und grüßt des Himmels Blau. Die Vöglein jubilieren In meine Lieder ein, Das iſt ein Muſtzieren Von Freiheit, Lieb und Wein. Die Tannen rauſchen leiſe Des Liedes Schlußakkord, Ich zieh weiter, reiſe Unſtet von Ort zu Ort. Und einſam das Gemüte Wird mir wie's vorher war, Es winkt keine traute Hütte Dem fahrenden Scholar. Seckenheim. * 2 Zimmer ſofort zu vermieten. Bei wem? ſagt die Exped. ds. Bl. E. Pilgrim. Bekanntmachung. Die Erhebung der Beiträge für die land⸗ und 11 chaftliche Unfallverſicherung für das Jahr 19 hier. Die Aufſtellung der Umlageregiſter betr. Das Kataſter für die land⸗ und fortwirtſchaftliche Unfallver⸗ ſicherung für 1903 liegt vom 20. Januar his mit 3. Februar 1. Js. zur Einſicht der Beteiligten auf dem Rathauſe dahier(Zimmer No. 5 auf. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß Einſprachen während dieſer Zeit und weiterer vier Wochen von den Beteiligten bei dem unterzeichneten Bürgermeiſteramt ſchriftlich oder mündlich erhoben werden können. Seckenheim, 19. Januar 1994. Bürgermeiſteramt Volz. Schmitt. Pfaff nhmaſchinen fürbamilien gebrauch, auch zum Slichken vorzüglich geriguet, ſowie für gewerbliche Zwecke. 5 Die vielen Vorzüge und Verbeſſerungen, 5 welche die Pfaff-häbmaschinen. aufweiſen, haben dieſem Fabrikat einen Weltruf verſchafft.. 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