8 4 Anzeigehlatt für Seckenheim und Jloesheſm. 1 Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Renaktian, Bruck und Verlag von J. Helfrich in Feckenheim. f Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 21. Samstag, den 18. März 1904. 4. Jahrgang Unſere afrikaniſchen Schutzgebiete machen den Reichsbehörden augenblicklich recht viel zu ſchaffen. Während noch der Herero⸗ aufſtand, der bereits zahlreiche Opfer gefordert hate keineswegs niedergeworfen iſt, werden gleichzeitig Meldungen vor einer Erhebung in Kamerun gemeldet, die die Ermordung von vier Weißen im Croßgebiet von Kamerun und die Zerſtörung mehrerer Faktorien zur Folge hatte und das ganze Gebiet ſüdlich vom Eroß⸗ fluſſe in Mitleidenſchaft gezogen hat. Nicht nur die Niederlaſſungen der Geſellſchaft Nord⸗ weſt⸗Kamerun, ſondern auch die Regierungs⸗ ſtationen ſind zerſtört und beraubt worden. Große Mengen von Eingeborenen müſſen daran beteiligt geweſen ſein. Das Land dort iſt ſehr ſtark bevölkert. Hauptmann Glauning berichtete nach Errichtung der Station Oſſi⸗ dinge 1901: Im nächſten Umkreis der Station, auf eine Entfernung bis zu 10 Kilometer, lie⸗ gen 11 zum Teil ſehr bedeutende Dörfer, die teils über Land, teils mit Kähnen bequem zu erreichen ſind. Damals wurde auch feſtgeſtellt, daß das an der nördlichſten Flußbiegung ge⸗ legene Dorf Bacje(etwa 10 Kilometer von Oſſtdinge) ſehr nahe der deutſchen Grenze, aber noch in deutſchem Gebiete liegt. Auch die Station Nſſauakang im Oſten, wo ſich Salz⸗ lager befinden, iſt zerſtört, ebenſo Mamſe im Weſten, bis wohin der Croßfluß in der Regen⸗ zeit ſchiffbar iſt. Die Zerſtörungen am Croß⸗ fluſſe erſtrecken ſich alſo auf eine Strecke von ungefähr 50 Kilometer. ſtandes wird angegeben, daß Leutnant Graf Pückler, der ſelbſt ermordet wurde, einen Zug gemacht habe, um die Eingeborenen für einen geringfügigen Diebſtahl zu beſtrafen. Daß ein ſolcher Vorgang einen Aufſtand von einer ſo großen Ausdehnung hervorgerufen haben könnte, muß bezweifelt werden. Der Zündſtoff iſt ſchon vorhanden geweſen, man hat offenbar nur einen Anſtoß erwartet, ſonſt hätte nicht das ganze Land aufſtehen und ſo weitgehende Verwüſt⸗ ungen und Mordtaten anrichten können. Wie immer wird auch die Habſucht der Eingebore— nen, die keinen guten Ruf haben, wenn ſie auch zu beſonderen Klagen bisher keinen Anlaß gaben, durch das begehrenswerte Beſitztum der Weißen vor ihren Augen gereizt. Dann legen Als Urſache des Aufe der Aktion an der oſtſibiriſchen Küſte und gegen ihnen die Europäer einen Zwang auf, den ſie früher nicht kannten. Dabei wirken die Grenz⸗ verhältniſſe mit und die vielfachen Beziehungen zu der Bevölkerung jenſeits der Grenze. ganze Kulturwerk unſererſeits am Croßfluſſe iſt zerſtört, wir müſſen von vorn anfangen und mit größerer Schwierigkeit infolge des gegen⸗ ſeitigen Mißtrauens. Vermutlich müſſen wir dort dauernd eine ſehr ſtarke Beſatzung erhal⸗ ten, um uns zu ſichern. Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Aus Nagaſaki meldet der Korreſpondent des Expreß“ die Einberufung der japaniſchen Das Reſerve und zwar: Infanterie 186,800 Mann, 5 0 5 Gian 1 züchtern in Hannover angekauft wurde, durch Kavallerie 11,500 Mann, Feldartillerie 15,500 Mann und 800 Kanonen, Garniſonstruppen 13,000 Mann und 20 Kanonen, Pioniere 9000 Mann, Train 12,000 Mann; insgeſamt 247,800 Mann und 820 Kanonen. Dieſe rund 250,000 Maun mit 820 Ge⸗ ſchützen ſollen der eigentlichen Linie unverzüg⸗ lich folgen. Das gilt beſonders von den erſten Diviſionen, denen von Tokio, Sondei und Mumatoto, die ſämtlich in Tſchemulpo gelan⸗ det wurden. Sobald die jetzt in der Mobiliſie⸗ rung begriffene erſte Reſerve zur Einſchiffung bereit iſt, wird die Territorialarmee einberufen werden, um den Garniſondienſt und die Küſten⸗ verteidigung zu übernehmen. Als Operations⸗ baſen werden Tſchemulpo für die in Nord⸗ korea operierende Armee, Fuſan für die mit Wladiwoſtok betrauten Truppen und Tſchinampo als Baſis für die zur Iſolierung Port Arthurs beſtimmten Heereskörper dienen. Pertersburg, 9. März. Auf die Bitte von Serben und Montenegrinern, ihnen zu geſtatten, als Freiwillige am Kriege teilzu⸗ nehmen, hat der Zar in einer Zuſchrift geant⸗ wortet, er ſei gerührt von den Gefühten der Slawen und erfülle ihnen die Gewährung dieſer Bitte eigentlich als Ausnahme vom Ge⸗ ſetz, weil ſie eben Slawen ſeien. Er knüpfe jedoch die Beſtimmung daran, daß nicht über tauſend Mann mitgehen, daß die Freiwilligen müßten ſie um definitiven Abſchied bei ihrer Armee einkommen. Wien, 10 März. Dem Vernehmen nach haben ſämtliche Kabinette der Großmächte der ruſſiſchen Regierung mitgeteilt, daß vom Standpunkte des Völkerrechts die ruſſiſchen Beſchwerden gegenüber Japan gerechtfertigt ſeien und Japan für den Kriegsbeginn alle Verantwortlichkeit zugeſchrieben werden müſſe. Aus Nah und Fern. ? Seckenheim, 11. März. Ein wichti⸗ ges Ereignis ſpielte ſich geſtern in unſerem Dorfe ab: Die Körung unſeres neuen Hengſtes, der vor einigen Wochen von hieſigen Pferde⸗ die ſtaatliche Körkommiſſton. Die Mitglieder dieſer Kommiſſion, die Herren Graf v. Bismarck, Geh. Rat Lang, Major Seubert, Velten und Dr. Ulm waren von dem Hengſte recht befrie⸗ digt, außer Herr Graf v. Bismarck, welcher einige kleine Fehler entdeckte, was ja wohl auch nötig war, um die Verweigerung der ſtaatl. Subvention zu rechtfertigen. Wenn auch einer⸗ ſeits der Ausfall der ſtaatl. Subvention be⸗ dauerlich erſcheint, ſo kann es anderſeits nur von Vorteil ſein, wenn die freie Verfügung über den Hengſt dem Pferdezuchtverein voll und ganz gewahrt bleibt. i Rheinau, 10. März. Am Dienstag nachmittag ereignete ſich in der„Diamant Deutſchen Zündholzfabrik“ ein bedauerlicher Unglücksfall. In einem unterirdiſchen Kanal, welcher zum Abführen von Waſſer und der verſchie⸗ denen nicht mehr gebrauchsfähigen Chemikalien (Zündmaſſe ꝛc. dient hatte der verheiratete 33 Jahre alte Maurer Aug. Hamſch aus Ober⸗ hauſen einige Reparaturen vorzunehmen. Die ſich niedergeſetzten feuergefährlichen Stoffe ent⸗ zündeten ſich plötzlich exploſionsähnlich und ver⸗ brannten faſt den ganzen Körper des Maurers. Trotzdem beſaß der Arbeiter noch die Kraft, ſich nach dem 20 Meter entfernten Ausgang nicht über 43 Jahre alt und nur gediente Militärs ſeien. Falls ſie noch aktiv ſeien, zu ſchleppen. Der Zuſtand des Hamſch iſt be⸗ denklich. An ſeinem Aufkommen wird ge⸗ zweifelt. 5 Biruchſal, 9. März. Geſtenn nachmittag machte ſich ein 13jähriger Knabe mit einer ge⸗ füllten Patrone deart zu ſchaffen, daß er mit Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 13)(Nachdruck verboten.) Sie hätte weinen mögen, wenn ſie daran dc daß ſie die Stunde, die ihr als die ſchönſte des ganzen Tages galt, heute ohne die Gegenwart des geliebten Mannes verbringen ſollte, daß er am Abend an der Seite einer n dae u und dieſe Andere— liebte ihn, das wußte Eva genau, 5 oeh 15 genau, den Hilda machte Ein Gefühl brennenden Schmerzens, na⸗ gender Eiferſucht ſtieg ihr ke 5 auf. Wenn Hilda doch ſchließlich den Sieg über ſie davon trug? Wenn es ihr gelang, den heim⸗ lich Geliebten für ſich zu gewinnen? Was dann? Mußte das fernere Leben dann nicht einer ewigen Nacht gleichen— einer Nacht, ſo finſter und ſternlos, wie es kaum auszu⸗ denken war? Eva fuhr ſich mit der Hand über die Augen, als wollte ſie das häßliche Bild verwiſchen, das da von ihr aufſtieg. Und dann lächelte ſie über ihre eigenen Beſorgniſſe und ſchalt ſich thöricht und kleingläubig. Sigmund war doch nicht ein Mann, der heute ſie und morgen eine Andere liebte!— Als aber der Abend ſich herniederſenkte, ſaß ſie, bebend vor Aufregung, an ihrem ge⸗ wohnten Platz. Tauſendmal fragte ſie ſich: „Ob er wohl heute kommen wird? Oder ob er die Einladung Hildas angenommen hat?“ Es war ihr kaum möglich, die gewöhn⸗ liche Unterhaltung mit der Mutter ruhig fort⸗ zuſetzen, und manchmal ſchüttelte die alte Frau verwundert den Kopf, wenn ſie ganz verkehrte Antworten bekam. Evas Hände, die eine kunſtvolle Stickerei hielten, zitterten ſo heftig, daß ſie gezwungen war, die Arbeit wegzulegen. Sie ſtand auf und wanderte im Zimmer umher, dabei lauſchte ſie auf jeden Schritt, der von draußen hereinklang. „Wenn er doch käme,“ dachte ſie unaus⸗ geſetzt und verſuchte wiederholt, die Arbeit auf⸗ zunehmen. Umſonſt, es ging heute nicht, die zitternden Finger verſagten den Dienſt! Sie dachte gar nicht daran, daß ihr Be⸗ nehmen der Mutter auffallen mußte, wie ſie auch nicht bemerkte, daß die Kranke ſie unruhig und forſchend betrachtete. Endlich, nach langem Warten, tönte ein raſcher, feſter Tritt auf den Steinfließen des Hausflurs. Nur mit Mühe unterdrückte Eva einen Jubelruf, ſie eilte zur Thür und ließ Doktor Linde eintreten „Ach endlich— ich dachte ſchon, Sie würden heute nicht komen!“ Eva brachte die Worte ſtammelnd heraus, ſie war ihrer Sinne kaum mächtig. Die Freude raubte ihr in dieſer Minute jede Ueberlegung, jeden klaren Gedanken!“ Er,— deſſen Bild unabläſſig vor ihrer Seele ſtand,— er war ja nun da, war ge⸗ kommen, trotz der Einladung, die ſo dringend an ihn ergangen war. Er betrachtetete mit lächelndem Wohlge⸗ fallen das erglühende Geſichtchen vor ihm, während er ſelbſtvergeſſen die Hand des Mäd⸗ chens in der ſeinigen behielt. Er mußte immer und immer in die ſchönen Augen ſchauen, aus denen jene kindliche, unverkennbare Freude leuchtete, die die Kunſt des Verſtellens ſogar nicht gelernt hatten. „Warum ſollte ich denn heute nicht kommen, Eva?“ fragte er halblaut, noch an der Thür ſtehend. „Ich— ich dachte—, Hilda ſagte mir doch,— daß Sie heute Abend bei ihren Eltern eingeladen ſeien.“ Er lachte laut und übermütig auf, ſo daß ſeine weißen Zähne ſichtbar wurden. „Ach ſo,“ rief er dann,„die Einladung meiner liebenswürdigen Nachbarin,— ich habe dieſelbe abgelehnt!“ Und leiſe, nur ihr verſtändlich, fügte er hinzu:„Sie glaubten doch nicht im Ernſt, Eva, daß ich deswegen die ſchöne Stunde, auf die ich mich den ganzen Tag freue wie ein Kind, zum Opfer bringen würde? Das wäre mir zu teuer bezahlt!“ 5 Evas Mutter konnte zwar nicht hören, einem Hammer auf einem Ambos dieſelbe ent⸗ zündete. Die Ladung zerſtörte ihm das rechte Auge und riß noch drei Finger vollſtändig weg. Neudingen(A. Donaueſchingen), 8. März. Geſtern nachmittag fiel der etwa 50⸗ jährige, verheiratete Landwirt Theodor Münzer vom Heuſtock herunter, als er eine Egge herab⸗ ſchaffen wollte. Er brach ein Bein, auf das noch die Egge fiel, wodurch der Fuß vollſtän⸗ dig zerſchmettert wurde. Karlruhe. Zwei 19 Jahre alte Mädchen, die in der Scheibenhardt durchbrannten, gingen hierher, gaben ſich für Sängerinnen aus, mieteten ein Zimmer und beſtellten von mehreren Geſchäftsleuten Waren zur Auswahl in ihre Wohnung. Eines der Geſchäftshäuſer lieferte 4 Koſtüme im Werte von 130 Mk., mit denen die Mädchen flüchtig gingen, aber ſchon in Baden-Baden verhaftet wurden. Lorſch, 8. März. Schon ſeit länperer Zeit verkaufen mehrere Bäcker aus Worms den Vierpfünder Schwarzbrot in unſerer Nach⸗ bargemeide Bürſtadt für 40 Pfennig, während dasſelbe Brot in Worms ſelbſt erheblich teurer bezahlt wird. Als Antwort auf dieſe empſind⸗ liche Konkurrenz laſſen jetzt die Bürſtädter Bäcker beſtes Schwarzbrot an zwei Wochen⸗ tagen auf dem Wormſer Markt für 42 Pfg. verkaufen. Bei dieſem heiteren Konkurrenz⸗ kampf iſt natürlich das kaufende Publikum der lachende Dritte; denn ſowohl die Wormſer, 5 auch die Bürſtädter verzehren wohlfeiles rot. Schifferſtadt, 9. März. Vorige Woche haben wir an dieſer Stelle von einer anſehn⸗ lichen amerikaniſchen Erbſchaft berichtet, die hierher gefallen iſt. Heute können wir wieder eine ſolche vermelden, nur mit dem Unter⸗ ſchiede, daß die betreffenden Erben bereits in den Beſitz derſelben gelangt ſind. Es ſind dies die hochbetagte Wittwe Eckrich in der Hirſch⸗ gaſſe dahier und deren Kinder. Ihr vor etwa 20 Jahren nach Amerika ausgewanderter, aber bereits ſeit 2 Jahren ledig verſtorbener Sohn Franz hat ſeine Angehörigen mit einer einſt⸗ weiligen Hinterlaſſenſchaft von 12,000 Mk. bedacht. Nächſtens werden noch weitere 16,000 Mk. an die Obigen zur Auszahlung gelangen. Auch in dieſem Falle unſern Glückwunſch. Seeſen(Harz). Als kürzlich ein Vater ſeinen Sohn, der die Jakobſon'ſche Schule dahier beſucht, bei den Ohren nehmen und ihn veranlaſſen wollte, ſeine Schularbeiten zu machen, warf ſich der Sprößling in die Bruſt und erwiderte:„Vater, ich darf nicht, wir ſtreiken!“ Der Vater war ſprachlos. Aber die Angaben ſeines Sohnes waren tichtig. Die jungen Leute ſtreikten in der Tat. Sie hatten ein Schriftſtück aufgeſetzt, es Mann für Mann unterſchrieben und ſich darin ſolidariſch verpflichtet, nicht früher wieder zu den„ge⸗ liebten“ Büchern zu greifen, als bis die Ueber⸗ laſtung mit häuslichen Arbeiten abgeſtellt ſei. Als die Streikenden ihre Forderung erfüllt glaubten, zerriſſen ſie das Schriftſtüͤck mit Solidarhaft— wenn das andere doch auch könnten!— und kehrten zu ihren Schulbüchern zurück. Streikbrecher waren nicht zu ver⸗ zeichnen geweſen. Zuzug von außen war auch nicht erfolgt. Amberg, 9. März. Das oberpfälz. Schwurgericht verurteilte geſtern Abend nach zweitägiger Verhandlung den Luſtmörder Jakob Stadi, verheirateter Spengler von Heilinghauſen bei Regenſtauf zum Tote und zwei Jahren Zuchthaus. Stadi hatte im Herbſte vorigen Jahres einen fünfjährigen Knaben in den Wald gelockt und dort einen Luſtmord an ihm verübt. Nußloch, 8. März. Der Mörder Al⸗ kohol. Wohl ſelten hat ſich die Berechtigung dieſes Wortes augenfältiger erwieſen, als an⸗ läßlich des Unfalles, von dem der Landwirt Heibel ebetroffen wurde. Heibel fuhr an dem Unglückstag mit andern in den Heibelberger Stadtwald. Sein Auftraggeber hat gleich zwei Flaſchen Schnaps mitgenommen. Mit⸗ tags kam man in eine Wirtſchaft in der Rohr⸗ bacherſtraße, dort wurde zum Bier wieder Schnaps getrunken. In Leimen kehrte man noch einmal ein, obgleich es inzwiſchen Nacht geworden war, dort wurden wieder ungefähr 10 Liter Bier getrunken. Erſt gegen 9 Uhr machte man ſich auf den Heimweg. Heibel, der offenbar Mühe hatte zu gehen, ſtieg auf den Wagen und fiel herunter, zog ſich eine Verletzung des Gehirns, der Rippen und der Lunge zu, der Tot mußte eintreten. Donners⸗ tag morgen iſt er unter den gräßlichſten Schmerzen geſtorben. Er war ein äußerſt braver und nüchterner Mann, aber die Ge⸗ legenheit hat ihn verführt. Bayreuth, 9. März. originellen Hinderungsgrundes mußte eine Schwurgerichtsverhandlung vertagt werden. Es waren eine Anzahl Zeugen aus Bamberg geladen. Als dieſe mit dem Morgen⸗ Wegen eines zuge in Lichtenfels anlangten, fühlte ein Teil von ihnen im Magen ein menſchliches Rühren und ſie begaben ſich deshalb in die Bahnhof⸗ reſtauration, um zu frühſtücken. Unterdeſſen fuhr ihnen der Zug vor der Naſe davon und die Herren hatten das Nachſehen. Für ſie alle dürfte das Frühſtück in Lichtenfels ziem⸗ lich teuer werden. Köln, 8. März. Unweit der Station Mühlheim a. Rh. gerieten in einem Eiſen⸗ bahnzug Düſſeldorf⸗Köln zwei Fahrgäſte in Streit, weil einer den andern verdächtigte, ſein Portemonnaie geſtohlen zu haben. Plötzlich öffnete einer der Streitenden das Kupeefenſter, wobei beide im heftigſten Ringen befindliche Perſonen aus dem in voller Fahrt begriffenen Zug herausſtürzten. Beid: wurden tötlich verletzt ins Hoſpital gebracht. München, 8. März. Der 26⸗jährige Steindrucker Joſeph Danhauſer, der am 20. November v. J. ſeine Geliebte erſchoß, wurde vom Schwurgericht zum Tode verurteilt. 3 Hamburg, 8. März. Ein Rechen⸗ fehler iſt einem im Ependorfer Krankenhauſe angeſtellt geweſenen Apothekergehilfen recht verhängnisvoll geworden. Er ſollte am 7. Juli v. J. für einen an Diphtheritis erkrankten ſechsjährigen Knaben nach ärztlicher Vorſchrift eine Strychnin⸗Löſung: Strych. nitr, 0,01, aqua deſt. 10,00 herſtellen. Er verrechnete ſich aber und ſtellte eine zehnfach ſtärkere Löſung(0,1 anſtatt 0,01) her. Das Kind wurde gleich nach der Einſpritzung mit dieſer ſtarken Doſis Strychnin von Herzkrämpfen be⸗ fallen und es ſtarb noch an demſelben Tage. Das hieſige Landgericht verurteilte den Apo⸗ thekergehilfen wegen fahrläſſiger Tötung zu zwei Monaten Gefängnis. Berlin, 8. März. Der Leutnant a. D. Beſecke, Geſchäftsführer des gleichnamigen kar⸗ tographiſchen Inſtituts, nebſt Frau, einer 19⸗ jährigen Tochter und zwei Söhnen, 16⸗ und 11jähr. Kadetten aus der Anſtalt Bensberg, vergifteten ſich in ihrer Wohnung in der Wilhelmſtraße. Grund: mißliche Vermögenslage. Vermiſchtes. — Telefoniſche Sprechverſuche zwiſchen Stuttgart und Königsberg i. Pr. via Berlin haben eine gegenſeitige Verſtändigung ergeben. Die Entfernung zwiſchen Königsberg und Stutt⸗ gart über Berlin beträgt 1341,10 Kilometer. Die Sprechverſuche fanden zwiſchen der Filiale des Wolff ſchen Bureaus in Königsberg und dem Süddeutſchen Korreſpondenz⸗Bureau in Stuttgart ſtatt. — Der Violinvirtuoſe Jean Kubelik hat, wie berichtet wird, um ſich gegen Unfälle, die ſein Auftreten verhindern könnten, finanziell zu ſichern, ſeine rechte Hand für jedes Konzert um 50 000 Kronen verſichern laſſen. — Der Taglöhner Joſeph Schmidinger in Oberberg, Bezirk Mauthauſen, entfernte ſich Sonntag, während ſeine Frau in der Kirche war, mit dem dreivierteljährigen Söhnchen, eilte zur Donau bei Albern und ſchleuderte das Kind in die Donau. Von der Frau nach dem Verbleiben des Kindes befragt, gab er an, es zu Verwandten gebracht zu haben, geſtand aber dann die Wahrheit, worauf er auf Anzeige des Hausbeſitzers, der durch das Jammern des Weibes aufmerkſam geworden war, in Haft genommen wurde. Schmidinger geſtand auch der Gendarmerie die Tat. Das Kind habe ihm, gab er an, ſtets Widerwillen entgegenge⸗ bracht und ſeine Frau am Verdienen gehindert, darum habe er es ins Waſſer geworfen. — Münchhauſen am Nordpol. engliſcher Nordpolforſcher unterhielt Eiu ſeine Freunde mit Geſchichten aus den arktiſchen Regionen.„Einmal“, ſo erzählte er,„wurde ich von einem Eisbären geſtellt und hatte keine Kugel mehr, um mich zu verteidigen. Tränen traten mir ins Auge, als ich an mein Heim dachte..“„Und was geſchah nun?“ fragten ſeine Freunde atemlos.„Nun, die Traͤnen froren hart wie Stein; ich ſtopfte ſie in mein Gewehr und tötete ſo den Bären!“ was die zwei zuſammen ſprachen, aber ſie ſah die glänzenden Augen, das glückliche Lächeln, die glühenden Wangen ihres Kindes, ſah wie der junge Mann die Hand des Mädchens in der ſeinigen hielt, und— ſie ahnte, was in den Herzen der Beiden vorging. Dieſe dachten in dieſer Minute auch kaum daran, es zu ver⸗ bergen. Ueber kurz oder lang würde es ja doch offenbar werden, daß ſie ſich liebten, wahr und innig, mit der Liebe, die ein ganzes Leben lang ausdauert. Wären ſie jetzt allein geweſen, ſie hätten es ſich geſtanden, das fühlten ſie wohl beide. Der junge Mann malte ſich im Geiſte die Wonne jener Stunde aus, wo er Eva an ſein Herz ziehen und ſie fragen durfte, ob ſie die Seine werden wolle. Ob es wohl ein größeres Glück geben konnte, als wenn die Geliebte, hold errötend, das ſüße Geſichtchen an ſeiner Bruſt barg und er ihr die Antwort von den Lippen küſſen durfte! Wie ſchön war doch die Welt, wie ſchön das Leben! Doktor Linde hatte ſich von jeher ein wenig als Stiefkind des Glückes gefühlt. Nur durch raſtloſe, ununterbrochene Arbeit war es ihm möglich geweſen, ſich durchzuringen. Wenn die Kameraden im tollen Uebermut der Jugend ſchwelgten, ſaß er bei ſeinen Büchern, um raſch und ſicher ans Ziel zu kommen; denn er wußte es, die Mutter darbte und ſparte für ihn, ſie verſagte ſich manchen Genuß, um für ihn ſo viel als möglich zu erübrigen. Wenn die ndern ihn einen Geizhals, einen Streber, einen Philiſter ſchalten, er kümmerte ſich nicht darum, er blieb bei ſeinen Büchern und lächelte nur. i Während ſeiner Univerſitätszeit hatte er ein beinahe einſiedleriſches Leben geführt und ward bald zur Zielſcheibe des Spottes. Er hatte nie von dem überſchäumenden Becher der Freude und Luſt getrunken, immer ſparſam, immer beſonnen gelebt, und ſein Ziel vor Augen. Und nun war es erreicht. Nun lachte ihm das reits ſo viel, daß er über die Zukunft beruhigt ſein konnte. des Kindes zum treuen Freunde gemacht, war unabläſſig bemüht, ſeine Dankbarkeit durch Zuführung neuer Kunden zu beweiſen. An all das dachte Doktor Linde, während er neben dem Bette der Kranken ſaß. Dieſe hatte die Hände auf der Decke gefaltet. Sie ſprach nur wenig, aber man ſah es ihr an, daß irgend eine Sorge ſchwer auf ihr laſtete, daß etwas ſie bedrückte, worüber ſie unab⸗ läſſig grübelte. Ein tiefer Seufzer unterbrach die Sille, die ſeit einer Weile in dem kleinen Gemach herrſchte. „Mutter, was iſt Dir, fühlſt Du Dich nicht wohl?“ fragte Eva beſorgt. 5 „O ja,— es iſt nichts, ängſtige Dich nicht,“ beruhigte die Kranke,„ich hoffe ſogar, dieſes proteſtirte eifrig: Glück in ſeiner fholdeſten Geſtalt. Daß die Erwählte ſeines Herzens arm war, ſtörte ihn durchaus nicht, denn er verdiente be⸗ Du nicht ganz wohl biſt, darfſt Du das Bett Und das würde ſpäter noch beſſer werden, dank verſchiedener Empfehlungen. Der Bürgermeiſter, den er ſich durch die Erretung gehen. in einigen Tagen das Bett verlaſſen zu können, um meine gewohnte Arbeit wieder aufzunehmen. Du biſt in der Zeit, wo ich krank lag. ganz blaß und ſchmal geworden. Es war auch zu viel für Dich armes Kind! Ich fürchte faſt, Du wirſt mir auch noch krank.“ Doktor Linde heftete ſeine Augen mit be⸗ ſorgtem Ausdruck auf das allerdings etwas ſchmale Geſicht des jungen Mädchens. Doch „Um mich ſorge Dich nicht, Mutter, ich bin ganz friſch, mir fehlt durchaus nichts! Werde Du nur erſt voll⸗ ſtändig geſund, dann iſt alles gut. Doch ehe nicht verlaſſen, ich dulde es nicht.“ Der Doktor wollte eben irgend etwas ein⸗ wenden, als draußen der ſchrille Klang der Hausglocke ertönte und gleich darauf Jemand an die Thür pochte. 55 Eva ging, um zu öffnen. Das junge Dienſtmädchen, welches Frau Linde auf Wunſch ihres Sohnes für die häuslichen Arbeiten hielt, ſtand draußen und berichtete, noch faſt atem⸗ los, der Herr Doktor möge ſogleich kommen, er müſſe noch zu einem ſchwer Erkrankten Der junge Mann ſprang auf. Faſt ſchien es, als wäre ihm die Strömung unwillkommen, doch im nächſten Moment verſchwand die Wolke auf ſeiner Stirn ſchon wieder. „Es iſt gut, ich komme,“ rief er dem Mädchen zu, das ſich eilig entfernte. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachung. Zubereitung von Mörtel für Bauausführungen betr. Nr. 22651 1. An die Bürgermeiſterämter des Landbezirks: Es iſt zu unſerer Kenntnis gekommen, daß in den Landbezirken von Bau⸗ unternehmern öfters Humus⸗ der Mutterboden zur Mörtelzubereitung verwendet wird. Wir machen nachdrücklichſt darauf aufmerkſam, daß dies unzuläſſig iſt und nur ſcharfkörniger Fand als zur Herſtellung von brauchbarem Mörtel geeignet erachtet werden kann. Die Bürgermeiſterämter werden angewieſen, Obiges in zweckdien⸗ licher Weiſe zur Kenntnis der Interreſſenten zu bringen. Mannheim, 1. März 1904. Großherzogl. gezirksamt Neff. Beſchluß. Nr. 1184. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 5. März 1904. Hürgermeiſteramt Volz. Versteigerungsankündigung. Auf Antrag der Briefträger Georg Hammer Eheleute in Seckenheim, wird das auf Gemarkung Seckenheim gelegene, auf den Namen des Briefträgers Georg Hammer in Seckenheim einge⸗ tragene Grundſtück. Lagerbuch⸗Nummer 628 Flächen⸗Inhalt 3 a 90 qm Hofraite und Hausgarten mit Gebäulichkeiten im Ortsetter an der Luiſenſtraße einerſeits Lagerbuch⸗ Nummer 628 ee anderſeits Lagerbuch⸗Nummer 633. Anſchlag 8800 Mk. Mittwoch, den 16. März 1904, Vormittags 10 Uhr im Rathaus zu Seckenheim öffentlich verſteigert. am Die Verſteigerungsgedinge können bei dem unterzeichneten Notariat E eingeſehen werden. Mannheim, den 2. März 1904. Großh. Notariat LX. Breunig. empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, weiß, ereme und farbigen leiderſtoffe, Shirting, Hemdenſtoff, Unterrockſtoff ꝛc. Es K Hüte Cravatten Corsetts Handschuhe Hosenträger Taschentücher Beſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- eolleetionen. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Militär-Verein Seckenheim. Einladung zu der am Fanntag, den 13. März, Nachmittags ½3 Uhr, im Vereinslokal„Zähringer Hof“ ſtattfindenden a eneralverſammlung. f Tages⸗Ordnung. Bericht des Vorſtandes über das Geſchäftsjahr 1903. Bericht des Schriftführers. „Kaſſenbericht des Kaſſiers. Neuwahl des geſamten Vorſtandes. „Verſchiedene Vereinsangelegenheiten. Anträge, welch: bei dieſer Verſamlung zur Beratung kommen ſollen, möchten ſchriftlich bei dem 1. Vorſtand eine Stunde vorher eingereicht werden. Um pünktliches und vollzähliges Erſcheinen erſucht Der Vorſtand: Heinrich Mendel. Medizinische Präparate, Drogen Tierarzneimittel Sämtliche Apothekerwaaren für den freien Verkehr, Artikel zur Krankenpflege, Verbandſtoffe, Kindernährmittel, Medizinal⸗ und Kranken⸗Weine zu haben in der Medizinal⸗Drogerie z. Domhof. C. T. Stenz, Ladenburg, e 9— I Uhrmacher 9 66 Neckarſtraße 9. n 1 Wand⸗ und Taſchenuhren 9. Gold- und Silber- Waaren SBürſten Zzeſen in jeder Preislage von 12 Pfg. an. Bodenoel ZBodentũcher ſtaubfrei, p. 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