Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von ö J. Helfrich in Leckenheim. Nr. 23. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Samstag, den 10. März 1904. 4. Jahrgang Deutſches Reich. Berlin, 10. März. Die„Ntl. Correſpond.“ meldet: Es dürfte als ſicher angeſehen werden, daß es dem Reichskanzler gelungen iſt, den Widerſtand gegen die Gewährung der Reichs tagsdiäten, der an maßgebender Stelle beſtand, zu überwinden. Der Reichstag wird in der nächſten Zeit eine entſprechende Vorlage er⸗ halten. 8 Berlin. Die Stiftung eines Kolonial⸗ ordens ſteht, wie eine hieſige Korreſpondenz erfahren haben will, unmittelbar bevor. Der Orden ſoll in zwei Klaſſen, eine Kriegs⸗ und Friedens⸗Klaſſe zerfallen und iſt zur Auszeich⸗ nung für Verdienſte in den Kolonien beſtimmt. Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Tondon, 16. März. Aus Pingkau wird gemeldet, daß die letzte Beſchießung von Port Arthur nur wenig Schaden angerichtet hat. Die Ruſſen waren erſtaunt, einige Geſchoſſe unter ſich krepieren zu ſehen. Es waren meiſt ruſſiſche Granaten, die aus dem gekaperten Transportdampfer„Mandſchurai“ ſtammten. — Die Konſuln in Niutſchwang proteſtierten bei dem Statthalter Alexejew gegen die Be⸗ ſitznahme neutralen Eigentums. Am vorigen Sonntag waren nämlich die Gebäude und Waren der amerikaniſchen Handelsgeſellſchaft requiriert worden.— Der Marinemitarbeiter des„Daily Chronicle“ keitiſiert in ſchärfſter Weiſe die Haltung des japaniſchen Admirals Togo. Mit ſeiner Beſchießung von Port Arthur habe er nichts anderes als Geld⸗ und Munitionsverſchwendung getrieben. Petersburg, 16. März. Die Meldung, daß japaniſche Truppen in Korea bereits nörd⸗ lich von Genſan operieren, wird amtlich als Erfindung bezeichnet. Die Stimmung der koreaniſchen Bevölkerung im Gebiete des Grenzfluſſes Tumen iſt den Ruſſen günſtig. In der Mandſchurei herrſcht völlige Ruhe.— Die Bewegungen des Wladiwoſtok⸗Geſchwaders hemmen den japaniſchen Handel in empfind⸗ licher Weiſe. Ende März beginnt am ſüdlichen Ufer der Inſel Sachalin der Fiſchfang, wovon ein großer Teil der Japaner lebt. Die Japaner errichten dort Hütten, wo ſie die gefangenen Lachs zerlegen und zum Verſand bringen. Die Handel fortzuſetzen. Aus Nah und Fern. i Seckenheim. Bei der letzten General⸗ verſammlung des hieſigen Kaninchen⸗ und Geflügelzuchtvereins fühete der Vortragende, Herr Albrecht⸗Neckarau ungefähr folgendes aus: Während in Deutſchlands Nachbarländern, in erſter Linie Frankreich und Belgien, die träglicher Erwerbszweig galt, befaßte man ſich in Deutſchland ſelbſt faſt gar nicht mit derſel⸗ ben. Das Kaninchen war zwar von Alters her als Haustier bekannt, nahm jedoch als ſolches die unterſte Stufe ein. Niemand dachte daran, aus deſſen Zucht Gewinn zu ſchlagen, am wenigſten es zum Fleiſchgewinn zu züchten. Es wurde als Spielzeug der Kinder angeſehen und war an eine ſachgemäße Behandlung des⸗ ſelben nicht zu denken. Etwas mehr Aufmerk⸗ ſamkeit wurde dem Kaninchen bei uns geſchenkt, als nach dem Feldzuge 1870/71 unſere Truppen aus Frankreich heimkehrten. Dort hatte man geſehen, daß das in Deutſchlaud verachtete Kaninchen überall als geſchätztes Haustier galt, welches ſeines Fleiſches wegen in großen Mengen gezüchtet wurde und für den kleinen Mann eine Einnahmequelle bildete. Es wurde nun verſchiedentlich der Verſuch gemacht, ähnlich wie in Frankreich auch bei uns die Kaninchen⸗ zucht nutzbar zu machen. Das Augenmerk aller Intereſſenten war aber: in kurzer Zeit viel Geld aus dem neuen Zuchtgebiet zu ſchla⸗ gen. Infolge der unvernünftigen Ausnutzung der Zuchttiere und überfüllter Stallung blieb der erhoffte hohe Gewinn aus; damit ſchwand aber auch die Luſt und Liebe zur Sache. Das Kaninchen ſank in die frühere Vergeſſenheit zurück, aus der es erſt im Anfang der 90er Jahre entriſſen wurde. Heute gibt es aber noch Leute, die zur Kaninchenzucht nicht zu be⸗ wegen ſind. Wie iſt das zu erklären? Die Kaninchen ziehen die Ratten an! Wir Kanin⸗ chenzüchter ſagen aber uns, was zieht in den Pferde⸗ und Schweineſtällen unſerer Bauern die Ratten in hellen Scharen herbei. Sind hier auch die Kaninchen ſchuld, wenn der Knecht jetzige Lage macht es doch unmöglich, den Kaninchenzucht ſeit langen Jahren als ein ein⸗ 1 die Langſchwänze beim Betreten des Stalles aus der Pferdekrippe ſpringen ſieht? Was können die Schweine dazu, daß die Magd mit einem Angſtſchrei zur Seite ſpringt, wenn ſie oft mehrere der genannten Schmarotzer ent⸗ hüpfen ſieht? Hat hier auch das Kaninchen angefangen? Schwerlich, denn der Bauer duldet das rattenähnliche Kaninchengeſindel nicht. Der Landwirt würde denjenigen nicht für reif halten, der behaupten wollte, Pferde und Schweine zögen Ratten an. Genau ſo ur⸗ teilen wir. Jeder Menſch muß ſagen: Es iſt einzig und allein das Futter. Redner beſpricht noch den Ankauf und warnt vor Nachnahme⸗ ſendungen und kommt hierauf nach ſeiner über lſtündigen Rede zum Schlußwort, in welchem er die Anweſenden bittet, ſich dem Kaninchen⸗ zuchtverein zuzuwenden, den großen Vorteil werden ſie ſpäter noch erkennen. Mannheim, 17. März. Der vom hie⸗ ſigen Schwurgericht am 22. Januar wegen Mordes zum Tode verurteilt Inhannes Knapp, Landwirt von Heddesheim, hatte bekanntlich gegen das Todesurteil durch ſeinen Verteidiger Herrn Rechtsanwalt Dr. Jordan Reviſton ein⸗ gelegt.— In der heutigen Sitzung des Reichs⸗ gerichts wurde, wie ein Privattelegramm aus Leipzig meldet, die Reviſion verworfen. Das Urteil erlangt ſomit ſeine Rechtskraft. Villingen, 16. März. Im Bahnhof Klengen wurde der 27 Jahre alte ledige Johann Schaaf von Ueberauchen beim Langholzver⸗ laden von einem ins Rollen geratenen Stamm erdrückt. Schaaf war auf der Stelle tot. Neckar⸗Steinach, 16. März. Ein ſchrecklicher Unglücksfall ereignete ſich geſtern in der bekannten Wisweſſer'ſchen Bierbrauerei auf dem nahen Neckarhäuſer Hof. Beim Umladen von Fäſſern kam ein großes Faß ins Rollen und erdrückte einen dabei beſchäftigten Brau⸗ burſchen derart, daß deſſen Tod ſofort eintrat. Frankenthal, 16. März. Eine ſchwere Geſichtsverletzung brachte geſtern in einer hieſigen Mälzerei ein Mälzer aus Oggers⸗ heim dem Obermälzer aus Aerger über eine ihm erteilte Zurechtweiſuung bei, indem er ihm mit einer Schaufel den rechten Oberkiefer ſpaltete. Pirmaſens, 16. März. Ein ſchreck⸗ liches Unglück ereignete ſich heute Mittag gegen Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 15)(Nachdruck verboten.) „Laß mich, Mutter,— von Schlaf kann ja doch nicht die Rede ſein in dieſer Nacht!“ ud aufs Neue in heftiges Weinen aus⸗ brechend, kniete das Mädchen wie vorhin am Bette der Muttter nieder. „Rate mir, Mutter, ich bitte Dich, was ſoll ich thun? Was ſoll ich antworten, wenn er mich fragt? O, dieſe Stunde, die die ſchönſte meines ganzen Lebens werden ſollte, ſie wird nun die qualvollſte ſein! Ob mein Herz nicht darüber bricht? Ach Mutter, warum haſt Du nicht früher zu mir geſprochen? Du durfteſt es niemals ſo weit kommen laſſen, Du mußteſt mich warnen! Was war ich noch geſtern für ein glückliches, ſorgloſes Kind, wie dünkte mir die Welt ſo ſchön, ich glaubte, ſie biete uns in Zukunft nur Roſen,— ich ſah die Dornen nicht, die mich nun blutig ritzten!“ „Hätte ich eine Ahnung von Deiner Liebe zu Doktor Linde gehabt, ich hätte vielleicht geſprochen! Aber ich wußte nichts davon,— bis heute; nun ſehe ick zu ſpät ein, daß ich Dir früher hätte Mitteilung machen ſollen. Aber ich meinte es gut,— glaube mir Eva, ich meinte es gut!“ „Ich weiß, Mutter,“ ſchluchzte Mädchen. 5 „Warſt Du nicht glücklich bisher?“ begann die Kranke wieder,„und glaubſt Du, daß es Dir nicht die Jugend vergiftet hätte, wenn ich Dir alles ſagte? War es nicht genug, daß ich allein litt? N Eva nickte nur. f „Ich dachte nicht, daß Du die Sache ſo tragiſch auffaſſen würdeſt, ſonſt, bei Gott, hätte ich auch jetzt noch geſchwiegen, oder Dir noch nicht die ganze Wahrheit geſagt. Beſſer wäre es geweſen, den Dingen ihren Lauf zu laſſen, — eigen Augenblick lang war ich auch ent⸗ ſchloſſen, dazu,— aber, Du ließeſt ja nicht nach mit Bittten, Du beſtürmteſt mich förmlich. Da wurde ich wankend und ſo erzählte ich Dir, was Du beſſer nie erfahren hätteſt.“ Die Kranke ſeufzte tief urd ſchmerzlich auf. „Ich glaubte immer, es handle ſich nur um den Verluſt Deines Vermögens,“ begann Eva nach einer kleinen Weile.„Denn daß wir früher wohlhabend waren, das wußte ich. Ich konnte freilich nicht ahnen daß wir weit Schlimmeres als Geld und Gut verloren haben.“ Nur dem wiederholten Drängen der Mutter gelang es, Eva zu bewegen, das Lager aufzuſuchen. Schwer ſank ſie auf die weichen Kiſſen, aber Schlaf fand ſie nicht. Mit das ſchmerzendem Kopf und brennenden Augen lag ſie da und ſtarrte in die Dunkelheit. Sie wußte es, auch die Mutter lag wach, deshalb ſtand ſie wieder auf, öffnete den hölzernen Laden und das Fenſter und ließ die kühle Nachtluft über ihre heiße Stirn ſtreichen. Wie wohl das that! Träumeriſch hingen ihre Augen an der vollen Mondſcheibe, die hoch am Himmel ſtand. Zuweilen verdunkelte eine Weile ſein helles Licht, doch dieſe zog vorüber, und wieder er⸗ ſtrahlte er im ſchönſten, reinſten Glanz. „So iſt das Leben,“ dachte Eva.„Auch über mich ziehen ſchwere, dunkle Wolken hin, — aber ſie werden bleiben, immer— immer. Ob auch mir die Sonne des Glückes noch einmal leuchten wird? Ich glaub es nicht! Die Wolke iſt zu dicht und ſchwer, als daß auch nur ein einziger, goldener Sonnenſtrahl hindurch zu dringen vermöchte.“ Ihr ferneres Leben lag vor ihrem ſinnen⸗ den Blick wie ein einziger, trüber Regentag. Auf ihrem Pfad,— ſo dachte ſie, würden die Blumen der Freude nicht mehr blühen. Ob es ſich lohnte, weiter zu leben?“ Mit heißem Schmerz dachte Eva auch an Sigmunds Mutter. Die alte, ehrliche Frau, — was würde ſie ſagen, wenn ſie erfuhr, daß ihr geliebter Sohn einen Korb erhalten hatte, daß die kleine Eva, die nichts hatte, nichts be⸗ ſaß und die man gleichwohl doch immer lieb gehabt, ſich nun weigerte, die Gattin Sigmunds zu werden? . Aumherlagen. llebensüberdrüſſig! 7 1 ½12 Uhr in dem Steinbruch des hieſigen Baumeiſters Bozung. Dortſelbſt waren Stein⸗ brecher mit Losſchießen von Felſen beſchäftigt. Infolge der feuchten Witterung verſagte jedoch die Wirkung der Zündſchnur längere Zeit, weshalb ſich die Arbeiter nach der Urſache um⸗ ſehen wollten. Als dieſelben ſich auf ihrem Gerüſte zu ſchaffen machten, krachte plötzlich der Schuß und die herabſtürzenden Felsmaſſen begruben 5 Arbeiter. Einer derſelben war ſofort tot, da ihm ein Felſenſtück den Kopf buchſtäblich geſpalten hatte und den einen Arm abſchlug, ſodaß der andere Teil des Kopfes und die Hand getrennt, vom Körper Die überigen 4 wurden ſchwer verletzt ins Spital gebracht. Mittlerweile iſt einer derſelben ebenfalls geſtorben. 4 der Verletzten ſtammen von Fiſchbach bei Dahn, 1 aus Schönau. Der Getötete hinterläßt eine ſchwer kranke Frau mit 1 Kinde. Das Ge⸗ richt begab ſich alsbald an Ort und Stelle. Pfarrkirchen, 16. März. Ein origi⸗ neller Schweinehandel kam kürzlich in einem Gaſthauſein Zimmern zuſtande. Ein Schweine⸗ züchter verkaufte ſein vier Zentner ſchweres Schwein um den anſcheinend billigen Preis von 2 Pfg. für die erſte Klaue, dann jede weitere Klaue das Doppelte der vorherge⸗ gangenen. Der Käufer gab ein Drangeld von 5 Mark in der Meinung, einen billigen Fang gemacht zu haben. Doch wie erſtaunte der Schlaumeier, als ſich bei der Berechnung der 16. Klaue die anſehnliche Kaufſumme von 655 Mk. 36 Pfg. ergab. Kronwinkel. 16. März. Einen ſelten reichen Kinderſegen vermochten 9 Muſiker, welche dieſer Tage hierſelbſt muſizierten, nach⸗ zuweiſen. Sie zählten die Häupter ihrer Lieben und ſiehe, es ergab ſich, daß die 9 Männer Ernährer von 88 Kindern ſind, von denen einer allein die gewichtige Zahl von 20 Köpfen aufzählen kann! Lieb Vaterland magſt ruhig ſein! New⸗York, 14. März. Der Reverend James Jacobs, Paſtor einer Regerkirche in Brooklyn, forderte geſtern die Farbigen in einer Predigt in der Kirche auf, ſich zu bewaffnen und mit Waffengewalt dem Lynchweſen ein Ende zu machen. Der Geiſtliche erklärte, daß die Neger von Springfield(Maſſachuſſets), wo kürzlich ſchwere Ausſchreitungen gegen die Neger vorgekommen ſind, die Weißen dieſer Stadt mit Feuer austreiben ſollten. Vermiſchtes. — Zn einer polizeilichen Strafverfügung gegen welche Antrag auf gerichtliche Entſchei⸗ dung bei dem Amtsgericht zu Köln geſtellt wurde, iſt wörtlich zu leſen:„Sie haben in der Nacht vom 4. zum 5. Oktober dadurch ruheſtörenden Lärm verübt, daß Sie Ihren Hahn haben krähen laſſen.“ a— Dem Erfinder der Taſchenuhren, Peter Henlein, wird in Würzburg ein Denkmal in Form eines Brunnens auf Veranlaſſung des Deutſchen Urmacherverbands geſetzt. Die Koſten (22 000 Mk.) werden der Deutſche Uhrmacher⸗ verband und die Stadt tragen. — Eine waghalſige, aufregende, aber, wenn man am Leben bleibt, auch einträgliche Art, ſeinen Lebensunterhalt zu verdienen, gibt es in Auſtralien. Es iſt das Sammeln von Schlangengift, einer Subſtanz, die wie das Radium granweiſe abgeſchätzt wird. Ein Pfund davon ſoll 100 000 Mark wert ſein. Es herrſcht aber von ſeiten der Chemiker leb⸗ hafte Frage danach. Man erhält es von drei Schlangenarten: von der Hornſchwanz⸗Gift⸗ ſchlange, der braunen Otter und der Tiger⸗ ſchlange. Die Reptilien müſſen unverletzt ge⸗ fangen werden; natürlich erfordert dieſe Indu⸗ ſtrie beträchtliche Kenntniſſe und Geſchicklichkeit beim Fangen. Die Tigerſchlangen ſind am ge⸗ eignetſten; denn ſie haben das meiſte Gift. Die Schlangen ſind im auſtraliſchen Buſch noch reichlich vorhanden. 5 — Von der Fändeſpitze(2787 m) löſte ſich eine große Lawine los und verſchüttete die Kirche, die Schule und das Gaſthaus des Dorfes Galtür im Paznauer Tal. Der Schnee war zum Glück locker, ſo daß nur die Fenſter eingedrückt wurden. Nachdem ſich die Leute von dem erſten Schrecken erholt hatten, be⸗ gannen ſie die im Schnee begrabenen Gebäude auszuſchaufeln. — In mehreren Staaten Nordamerikas, namentlich in Penſylvanien, hat das Hoch⸗ waſſer großen Schaden angerichtet. Brücken ſind weggeſchwemmt und Bergwerke unter Waſſer geſetzt. die Häufer von den Bewohnern verlaſſen werden. — Der älteſte Mann der Erde, namens Noah Raby, welcher 1772 in Nordkarolina geboren war, ſomit 132 Geburtstage erlebt hat, ſtarb im Armenverſorgungshauſe Neu⸗ braunſchweigs(Nordamerka), welches ihn ein halbes Jahrhundert hindurch beherbergt hatte. Wiewohl ein amtlicher Beleg des Geburtsjahres fehlt, ſteht doch andererſeits feſt, daß Raby auf der alten Fregatte„Conſtituton“ anfangs des 19. Jahrhunderts gedient hat. Er erin⸗ nerte ſich an George Waſhington, welchen er einmal ſprechen hörte. Er war niemals ver⸗ heiratet und rauchte bis an ſein Lebensende. — Originelles aus der Schule. Ein Schüleraufſatz über den Dachshund enthielt folgende köſtliche Stelle:„Der Dachshund iſt ein Hund, trotz ſeines Ausſehens. Er hat vier Beine, zwei vorne und zwei hinten, aber ſie verkehren nicht miteinander. Dachshunde ſind ziemlich geſcheit, trotz ihrer Form. Da ihr Gehör ſo weit vom Schwanz fort iſt, ſo macht es ihnen ein bißchen zu ſchaffen, mit dem Schwanz zu wedeln. — Immer derſelbe. Polizeibeamter: „Herr Profeſſor, Sie haben alſo den Dieb ge⸗ ſehen, als er aus Ihrem Hauſe lief?!“— Profeſſor:„O ja! Er hatte eine verblüffende Aehnlichkeit mit Ramſes 1. aus der 19. Dynaſtie der Pharaonen!“ In manchen Bezirken müſſen — Berufsſtörung.„.. Sie ſind doch Privatier!... Wie können Sie da ſagen, daß Sie infolge des kleinen Unfalls ſo lange arbeitsunfähig waren?“—„Was glauben S' denn, Herr Inſpektor!.. Geſcelagene vier Wochen hab' i nimmer recht privatiſier'n könna!“ — Doppelſinnig. Ein junger Freigeiſt und ein alter Pfarrer unterhalten ſich uber Religion, wobei der erſtere ausruft:„Nach Ihrer Anſicht gehöre ich alſo auch zu den ver⸗ lorenen Schafen?“—„Zu den verlorenen nicht,“ antwortet mit feinem Lächeln der Herr Pfarrer. — Gerechtes Verlangen. Reiſender(der zwei Stunden gewartet, bis er endlich vorge⸗ laſſen wird und alsdann ſofort wieder heraus⸗ fliegt):„Hätten Se mich nicht gleich raus⸗ ſchmeißen können— ich hab' doch meine Zeit nicht geſtohlen!“ Kommt zum Turnen! In unſerm heutigen Zeitalter ſind wir gezwungen, um den Anforderungen zu genügen, zur Erreichung und Behauptung einer ſicheren auskömmlichen Exiſtenz, welch letztere unbedingt notwendig iſt, um einen redlichen, zeitgemäßen Lebenswandel führen zu können, diejenigen Organe, welche zu unſerer, ſei geiſtige oder körperliche Berufsarbeit in Anwendung kommen, ſehr überanſtrengen. Es hat dies zur Folge, daß die Muskulatur ſich einſeitig entwickelt, d. h. es werden den in Anwendung kommenden Muskeln infolge der vielen einſeitigen Be⸗ wegungen und Anſtrengungen mehr Nährſtoffe durch das Blut zugeführt, als den nicht in Anwendung kommenden, infolgedeſſen erſchlaffen letztere, verlieren ihre Wiederſtandsfähigkeit, erkranken ſehr leicht und damit wird der ganze menſchliche Organismus arbeitsunfähig. Mit der Erkrankung bricht dann das Elend ſchon von ſelber herein, man wird ungeduldig, miß⸗ mutig, überhaupt jegliche Freude am Leben iſt dahin und mit ihr unſer höchſtes irdiſches Glück. Schlimme Folgen kann letzteres beſonders bei ſolchen Leuten haben, welche durch Krank⸗ heit ihren Verdienſt verlieren. Es muß des⸗ halb als erſte Aufgabe für uns gelten, unſern Körper zu kräftigen, um ihn wiederſtandsfähig zu machen gegen die Kraft und Geſundheit zerſtörende Stürme des Lebens. Erreichen können wir dieſes am beſten durch Leibesübung, wie ſie uns das Turnen bietet, indem dasſelbe eine harmoniſche Durchbildung des Körpes be⸗ zweckt. Die beſte Gelegenheit dazu iſt uns in den Turnvereinen geboten. Der Turnverein, der ſich zur Aufgabe macht, das notwendige Turnen jedem Stand und für jedem Alter zu⸗ gänglich zu machen, hat deshalb neben den beſtehenden Uebungsſtunden für jüngere Leute und Zöglinge, von dieſem Monat ab noch eine ſolche für ältere ungeübte Leute feſtgeſetzt und zwar auf jedem Samſtag Abends von ½9 Uhr ab in der Turnhalle beim Zähringer Hof. Dieſe ältere Abteilung kann allen erwachſenen Einwohnern nur empfohlen werden, umſomehr als 0 Das junge Mädchen ſtöhnte ſchmerzlich auf. Die arme Kranke hörte alles, jeden Seufzer, jede Bewegung ihres Kindes, und ſie litt unſägliche Qualen. Ihr Herz zog ſich ſchmerzlich zuſammen, denn ſie wußte, Eva mußte den Kampf allein auskämpfen. 5 Wollte denn dieſe Nacht kein Ende nehmen. a Die Stunden ſchienen ſich zur Ewigkeit zu dehnen. Eva fühlte eine bleierne Müdigkeit in den Gliedern. Sie ſaß noch am Fenſter, als im Oſten der erſte fahle Schein ſichtbar wurde. Der Morgen zog herauf und die Sonne ſchien hell und freundlich, als gäbe es für ſie nichts zu thun, als lauter Glück zu be⸗ ſcheinen. ü Und doch ſchlich dort, wohin ſie ihre goldenen Strahlen ſandte, ein bleiches, über⸗ wacht und traurig ausſehendes Menſchenkind umher, ganz ſtill und ſtumm,— müde und Und die Augen, die ſonſt ſo fröhlich dem leuchtenden Himmelsgeſtirn entgegenſahen, ſie blickten heute ſo trübe, lagen tief in den Höhlen und erzählten von vielen vergoſſenen Thränen. Euoa beſorgte den kleinen Haushalt wie früher, aber ſie tat es mechaniſch, nicht mit der gewohnten Freudigkeit, Man ſah es ihr an, die Gedanken waren ganz anderswo. Auf alle die liebevollen Fragen der Mutter gab ſie nur karge Antworten, bekümmert blickte die e Frau dem ſonſt ſo flinken Mädchen nach. bzdem die Patientin ſich noch recht 8 ſchwach fühlte, verſuchte ſie, aufzuſtehen. Sie ſaß im Lehnſtuhl,— denn mit der Arbeit wollte es immer noch gehen,— und hielt die mager gewordenen Hände im Schoß gefaltet, während Thräne auf Thräne darauf niederran. Eva kniete neben der Leidenden nieder. „Nicht weinen, Mutter— nicht weinen,“ bat ſie.„Mache mich nicht wieder weich, ich muß ja heute ſtandhaft bleiben, muß ſogar heiter ſcheinen. Niemand darf ahnen, wie ſchwer wir an der Laſt zu tragen haben, die auf uns liegt. Laß uns feſt zuſammenhalten, nur ſo wird es möglich ſein, weiter zu leben.“ Die alte Frau nickte. Eva öffnete das Fenſter, lehnte den ſchmerzenden Kopf auf die Hand und ſchaute auf die wenig belebte Straße hinaus, wo ein paar Sperlinge nach Futter ſuchten. Plötzlich ſtoben ſie auseinander von den eilig heran⸗ kommenden Tritten eines Mannes. Eva fuhr erſchrocken zurück, doch zu ſpät, Doktor Linde, der nie voruͤberging, ohne nach den Fenſtern zu ſpähen, hatte ſie ſchon erblickt. Sonſt ging er mit freundlichem Gruß vorbei, heute kam er raſch herüber und ſtreckte dem Mädchen mit glücklichem Geſicht die Hand ent⸗ gegen. lag, wie er auch nicht bemerkte, daß ſie taſtend nach einer Stütze ſuchte und ſich mit der Rechten an der Lehne des Stuhles feſthielt, während die Linke ſich auf das heftig pochende nicht Er war derart in Eifer, daß er die Bläſſe nicht gewahrte, die auf Evas Geſicht kommen Sie an mir nicht, Herr Doktor! Herz preßte, als gelte es, das raſende Klopfen zu beſänſtigen. „Guten Morgen, Eva,— ſchon munter?“ rief er fröhlich,„wie geht es Ihrer Mutter? Hatte ſie eine gute Nacht?“ Er warf, während er ſprach, einen Blick ins Zimmer und gewahrte die Frau im Lehn⸗ ſtuhl und bemerkte, daß ihre Augen mit eigen⸗ tümlich bangem Ausdruck an den blaſſen Zügen des Mädchens hingen. 55 „Ei, ei,“ fuhr er gutmütig fort,„da müßte ich ja eigentlich ſchelten, daß Sie ſchon ſo früh aufſtehen! Habe ich, Ihr Hausarzt, Ihnen denn ſo etwas erlaubt, Frau Abend⸗ rot? Gleich legen Sie ſich wieder ins Bett, und wenn ich heute Abend komme, nach Ihnen zu ſehen, will ich erſt prüfen, ob ich Ihnen für morgen Erlaubniß geben darf!“ N a Er warf Eva einen lächelnden, bedeutungs⸗ vollen Blick zu, und ſchien jetzt erſt zu be⸗ merken, wie blaß das Mädchen ausſah, denn er erſchrak ſichtlich. „Ach, Eva— ſind Sie krank? Was iſt Ihnen?“ Die Angeredete fühlte, daß ſie ſich mehr zuſammennehmen mußte, ſollte nicht ſofort Jedermann bemerken, daß eine Veränderung mit ihr vorgegangen war. Ein Lächeln er⸗ zwingend, ſagte ſie möglichſt unbefangen: „Es iſt nichts— einen neuen Patienten be⸗ Faortſetzung folgt.) 79 A7 1 125 in letzterer keine großartige Gipfelleiſtungen erzielt werden ſollen, ſondern nur eine harmoni⸗ ſche Durchbildung des Körpers dem Alter und der Fähigfeit angefaßt. Der Turnverein richtet auch an Alle Altern und Erzieher die Bitte ihre an Oſtern aus der Schule entlaſſenen Schüler ihm anzuvertrauen; denn wie allſeitig bekannt, herrſcht in den Turnvereinen Ordnung und gute Sitte, wodurch die Jugend in Selbſt⸗ ſucht und Disziplin aufwächſt. Auch den hier angeſtellten Herrn Volksſchullehrer gegenüber erlauben wir uns die Bitte, die Turnſache, den in Betracht kommenden Schüler und Fort⸗ bildungsſchüler in entſprechender Weiſe empfehlen zu wollen, da Ihnen die beſte Gelegenheit dazu geboten iſt und Sie am meiſten überzeugt ſind von dem Wert des Turnens für Körper und Geiſt des Menſchen. Unſere turneriſchen Beſtrebungen faſſen wir in folgendem zu⸗ ſammen. Die weſentlichſten Sätze lauten: „ ⸗Wir wollen dem Körper nach der ein⸗ ſeitigen Kräfteanſponnung, die der Beruf fordert, eine zweckmäßige, für Körper und Geiſt gleich zuträgliche Ausſpannung bieten. Feiern heißt nicht untätig ſein, ſondern den Körper anders als in der gewohnten Weiſe betätigen. Wir wollen, daß unſere Turnſtätten Pflegeſtätten ſeien des Sinnes für gute Zucht feſtigt werden. in demſelben Maaße, wie er über ſeine Glieder und Ordnung und Sammelplätze edlen Wett⸗ eifers bei treuer Kameradſchaftlichkeit. Wir begrüßen es als einen beſonderen Vorzug des deutſchen Turnens, daß Tauſende, die ihm als Knaben und Jünglinge zugeführt wurden, als reife Männer ihm treu bleiben und ſogar als Greiſe noch mittätig auf dem Turnplatz er⸗ ſcheinen, ſich ſelbſt zum Gewinn, der Jugend zum Anſporn. Die Schranken, die das Leben draußen zieht, die Verſchiedenheit im Alter, Rang, Bildung, Beſitz, religiöſen und politiſchen Anſchauungen, hier fallen ſie und ſchwinden vor dem gemeinſamen Streben, edle Männ⸗ lichkeit in ſich zu wecken und zu nähren. Wir wollen durch unſere Turnmärſche und Turn⸗ ſpiele in Gottes freier Natur der Engbrüſtig⸗ keit nicht nur des Leibes, ſondern auch des Geiſtes wirkſam entgegentreten. Die Freude an der Natur, die offene Empfänglichkeit für ihre wunderbare Sprache, ihren unendlichen Formen⸗ und Farbenreichtum ſollen belebt und dadurch die Geſinnung geadelt, das Wohlge⸗ fallen an allem Schönen und Erhabenen ge⸗ Wir wollen, daß der Turner die Herrſchaft gewinnt, ſich ſelbſt beherrſchen lernen und der Stimme des Gewiſſens und den Geſetzen des Staates nicht aus fklaviſcher Furcht, ſondern in freiem und freudigem Ge⸗ horſam gerecht werde. Vaterlande, dem unmittelbar und mittelbar unſere Arbeit dient, im ganzen eine ſtarke, wetterfeſte, ausdauernde Jugend heranbilden, die im Kampf ums Daſein ſich zu behaupten wiſſe, den Gefährdungen der Geſundheit eine zähe Widerſtandskraft entgegen zu ſetzen habe, vor Anſtrengungen nicht zurückſchrecken und im Notfalle entſchloſſen und erfolgreich unſeres Volkes heiligſte Güter zu verteidigen, geſchickt ei* So möge von neuem auf die ſegensreiche Wirkſamkeit unſerer Turnvereine hingewieſen ſein, die in alter Treue und Liebe zur deutſchen Turnſache auch bei uns zum Wohle der Bürgerſchaft wirke. Der Turnrat des Turnvereins Seckenheim. In der Dankſagung der Familie Stephan Winkler, in letzter Nr. unſeres Blattes hat ſich bedauerlicherweiſe ein ganz ſinnentſte llender Druckfehler eingeſchlichen. Wie unſere geſchä tzten Leſer gewiß berichtigend geleſen haben werden, muß es heißen:„... unſerer unvergeßlichen Mutter u. ſ. w.“ 8 Bekanntmachung. e Erſatzgeſchäft pro 1904 betr. Nr. 5660. Die Muſterung der Militärpflichtigen des Aushebungsbezirks Mannheim findet am 8., 9., 10., 11., 12., 14. 15., 16., 17., 18., 21., 22., 23., 24. 25., 26. März, 5., 6., 7., S., 9., 11., 12., 13., 14., 15., 16., 18., 19., 26. und 21. April l. J. feweils nvarmittags 8 Uhr beginnend im graßen Saale des Ballhauſes, Schloß, dahier ſtatt. Es haben zu erſcheinen: Montag, 18. April 1904, Die Pflichtigen der Jahrgänge 1882, 1883 und 1884 aus der Gemeinde Seckenheim und dem Ortsteil Rheinau. Donnerstag, 21. April 1904, Zugänge und Gefangene. b Am Freitag, 22. April 1904, Vorm. 8½ Uhr findet die Verbeſcheidung der rechtzeitig eingekammenen RNekla⸗ mationsgeſuche ſtatt und haben die Beteiligten an dieſem Tage wiederholt zu erſcheinen, desgleichen die Herren Bürgermeiſter, falls an 80 Tage Reclamationen aus ihrem Orte zur Verbeſcheidung ommen. ö Am Samstag, 23. April 1904, Vorm. 8½ Uhr beginnt die Loſung der Pflichtigen des Jahrgangs 1884, ſowie der Pflichtigen älterer Jahrgänge, ſoweit ſolche ohne ihr Verſchulden noch noch nicht geloſt haben. Jedem Militärpflichtigen iſt das perſönliche Erſcheinen im Loſungs⸗ termin überlaſſen. a Für die Nichterſchienenen wird durch ein Mitglied der Erſatzkom⸗ miſſion geloſt werden. Jeder Militärpflichtige, gleichviel ob er ſich im 1., 2. oder 3. Militärpflichtjahr befindet, darf ſich im Muſterungstermin freiwillig zur Aushebung melden, ohne daß ihm hieraus ein beſonderes Recht auf die Auswahl der Waffengattung oder des Truppen⸗(Marine) Teils erwächſt. Durch die freiwillige Meldung verzichten die Militärpflichtigen auf die Vorteile der Loſung und gelangen in erſter Linie zur Aushebung. Die pflichtigen haben zur Muſterung in veinlichem und nüchternem Juſtande zu erſcheinen. Wer durch Krankheit am Erſcheinen im Muſterungstermine verhindert iſt, hat ein ärztliches Zeugnis mindeſtens 2 Tage vor dem Termine unter Beifügung der Vorladung anher einzureichen. Dasſelbe iſt, wenn der ausſtellende Arzt nicht Staatsarzt iſt, bürgermeiſteramtlich zu be⸗ glaubigen. 1 8 Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Erſatzbehörden nicht pünktlich erſcheinen, können, ſofern ſie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geld bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen beſtraft werden. Außerdem können ihnen von den Er⸗ ſatzbehörden die Vorteile der Loſung entzogen werden(§S 267 W.⸗O.). Wer ſich der Geſtellung böslich entzieht, wird als unſicherer Dienſtpflichtiger behandelt, er kann außerterminlich gemuſtet und zum Dienſt eingeſtellt werden. Die Pflichtigen der Jahrgänge 1882 und 1883 Jahrgänge haben ihre Loſungsſcheine mitzubringen. Mannheim, 26. Februar 1904. Der Civilvorſttzende der Erſaßtommiſſton des Aushebungsbezirks zaunheim Dr. A. 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