Anzeigeblatt für Secxenbeim und Moesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Nedaktian, ruck und Verlag von J. Helfrich in geckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 25. Samstag, den 26. März 1904. 4. Jahrgang Streifblite auf die Geſchichte Setenheims. Bearbeitet von Eduard Sauer, Seckenheim. (Fortſetzung.) Am folgenden Tag wollten ſie gerade gegen das„Dorf Seckenheim heranreiten, als der „Pfälzer Fritz“ verſtärkt durch mainziſche Trup⸗ pen aus dem„Fronwald“ hervorbrach und ſie angriff. Es war eine ſonderbare Fügung, daß ge⸗ rade am Jahrestag des Badener Friedens Fried⸗ rich und Karl hier die Klingen kreuzten. Lange wogte der Kampf in heißer Funiſonne hin und her; nach tapferer, verzweifelter Gegenwehr blieb den Gegnern des Kurfürſten, blutend aus vielen Wunden, endlich nichts anders übrig, als die Waffen zu ſtrecken⸗ Nach Heidelberg verbracht, feierten ſie im meldet, mit dem Sieger das berühmte„Mahl zu Heidelberg“, das Guſtav Schwab in ſeinem Gedicht verherrlichte. Friedrich, dem dieſe Schlacht mit andern im Verein den Beinamen„der Siegreiche“ ein⸗ trug, ließ zur ſteten Erinnerung auf dem Felde ein Kruzifix errichten, welches, nach 300jähriger Dauer ſchadhaft geworden, von Karl Theodor in das Hofantiquarium aufgenommen und durch ein neues erſetzt wurde, das aber 1823 von ruchloſer Hand geſtürzt wurde. Im Jahre 1892, am 430. Jahrestag, echielt der bisher verödete Sockel einen einfachen aber würdigen Abſchluß durch den Mannheimer Altertums⸗ verein. i Der Sieg vom 30. Juni 1462, der die glänzendſte Waffentat Friedrichs und das ruhm⸗ vollſte Ereignis in der Geſchichte Seckenheims iſt, fand dadurch ſeine gebührende Ehrung, daß Karl(16821685) auf dem Schlachtfeld um; des Glaubens willen vertriebene Franzoſen an⸗ ſiedelte und der Gründung den Namen„Fried⸗ richsfeld“ gab.(1682.) f Dass unglückliche Los Friedrichs V.(1610 bis 1632), der bekanntlich in der Schlacht am Weißen Berg bei Prag 1620 die böhmiſche Königskrone und die pfälziſche Kurwürde verlor, brachte unſägliches Elend über die Pfalz. Tilly zog mit den ligiſtiſchen Truppen ins Land und ließ die Untertanen die Verfehlungen ihres Herrn entgelten. Als er endlich fortzog(1625), ſchleppte er die koſtbare Bibliothek der Heidel⸗ Pfalzgrafenſchloß, wie die Sage berger Univerſität mit fort und machte ſie dem Papſt zum Geſchenk. Aber kaum hatte ſich die Bevölkerung einigermaßen erholt, als die Schweden erſchie⸗ nen(1631) und, beſonders nach Guſtav Adolfs Tod(1632), plünderten und brandſchatzten, wie kaum ein Feind zuvor. Jetzt tauchten die Kaiſerlichen wieder auf, die Franzoſen griffen ein, und als letzte im Bunde erſchienen die Spanier, die ſich beſon⸗ ders bei Frankenthal aufhielten. Die früher ſo reichen Fluren wurden aufs neue von den Hufen der Streitroſſe zerſtampft, die Bevöl⸗ kerung wurde ausgeſogen, Städte und Dörfer wurden in Brand geſchoſſen. Auch in Seckenheim ſcheint der 30jährige Krieg arg getobt zu haben, denn die Einträge im Grundbuch ſind in den Jahren 16231651 ſehr ſpärlich und betreffen dann gewöhnlich Veräußerungen an Fremde oder Reichere. Kontribution mußte das Dorf, entſprechend zahlen großen Wohlſtande große Summen zahlen. f „Durch den weſtfäliſchen Frieden(1648), er Deutſchland nach ſo langer, ſchrecklicher Kriegsnot aufatmen ließ, kam Seckenheim an Kurmainz, daß ſich ja 1460 die Wiedereinlöſung vorbehalten hatte, aber ſchon 1650 kaufte es Karl Ludwig zurück. Unter der treubeſorgten Regierung dieſes Fürſten erhob ſich die Pfalz allmählich von den Wunden des Krieges; was aber ſeine Fürſorge in unermüdlicher Arbeit geſchaffen hatte, das ſollte wiederum dem Untergange geweiht ſein. Mit Tränen im Auge aber wehrlos mußte er zuſehen, wie die Frucht ſeines langjährigen raſtloſen Fleißes durch die Zerſtörungswut der Soldaten Ludwig XIV. vernichtet wurde, dem ſeine Höflinge den Namen„ allerheiligſter König“ gaben. Innerlich erbittert ob ſeiner fruchtloſen Lebensarbeit ſtarb Karl Ludwig, wohl der beſte Pfalzgraf bei Rhein im Jahre 1680. Kaum 8 Jahre ſpäter, als er ſeine Augen zur ewigen Ruhe geſchloſſen hatte, ballte ſich wiederum eine dunkle Wolke am politiſchen Himmel zu⸗ über die Wieder Pfalz herein. dem Erbe Liſelottens, ſeiner Schwägerin. Mann⸗ wurde An heim und Heidelberg wurden ſo beſchoſſen, daß faſt kein Stein auf dem andern blieb; das Pfalzgrafenſchloß, das Wahrzeichen Heidelbergs, in die Luft geſprengt. Auf Jahre hinaus war der Ackerbau, der Haupterwerbs⸗ zweig der Pfälzer, gelähmt, was aus einer Bittſchrift klar hevorgeht, welche die Gemeinde eckenheim im Jahre 1708 an den Freiherrn von Hundheim in Ilvesheim richtete. Unter der Regierung der kath. Kurfürſten aus der Neuburger Linie konnten zwar dieſe Schäden ganz ausgebeſſert werden, aber ſie brachten durch ihre Intolleranz ſchwere Zeiten konfeſſtonellen Haders herein, der allerdings ſchließlich nur ein Gegenbild des Unfriedens zwiſchen Lutheranern und Reformierten und Reformierten und Katholiken im 17. Jahrhun⸗. dert war. Ja es war einſt ſo weit gekommen, den angriffen, ſo daß er kaum ſeiner geiſtlichen Pflicht genügen konnte“.“) Die Erneuerung des Religionskampfes im 18. Jahrhundet war aber der Geſinnung der Pfalzgrafen gemäß nicht beſſer als jener alte Zwiſt. So wurden die Wagner Bettle und Weidenthal zu 10 fl Strafe verurteilt, weil ſie ihre Kinder hatten lutheriſch taufen laſſen, und im Anſchluß daran wurde dieſe Strafe für jeden 5 Fall feſtgeſetzt.!) f (Fortſetzung folgt.) Deutſches Reich. Berlin, 23. März. Zahlreiche Unter⸗ offiziere und Mannſchaften aus allen Garde⸗ Regimetern, die ſich zum Kampf gegen die Hereros freiwillig meldeten, werden jetzt auf ihre Tropendienſtfähigkeit unterſucht, jeden Tag 30—40 Mann. Die erſten 400 Mann, die morgen ausrücken, ſind meiſt Infanteriſten. Ausland. Tondon, 24. März. In Port Arthur wurden vier Kaufleute ausgepeitſcht, weil ſie Lebensmittel zu übermäßig teuren Preiſen ver⸗ ſammen, und das Unwetter brach abermals kauft hatten. war es Ludwig XIV., der ſeine Hand ausſtreckte nach Tokio. Etwa 300 aufſtändiſche Koreaner ) Dr. K. Hauck⸗München:„Karl Ludwig“ S. 198. ) Seckenheimer Dokumentenbuch N Nachbarskinder. Original⸗Roman von Frene v. Hellmuth. 1(Nachdruck verboten.) Siehe zu, daß Du Dich vorher ſeiner ver⸗ werden. Er wurde nämlich mit dem Auftra beehrt, den Bau einer 5 Bahnlinie 955 Wolfenſtein aus zu leiten. Dort ſoll es ſehr hübſche Mädchen geben, und er wird Gelegen⸗ heit genug haben, dieſelben kennen zu lernen. Die Männer ſind zu unbeſtändig, meine Mutter ſagte immer, man darf keinem trauen. Alſo, haſt Du es gehört? Nun nütze Deine Zeit gehörig aus!“ f 5 Sie hatte ſich, während ſie ſprach, den Blumen am Fenſter zugewandt; ſo war es ihr entgangen, daß beide Frauen bei Nennung des Ortes einen erſchrockenen, bedeutungsvollen Blick wechſelten. Eva preßte die Hand auf das wild klopfende Herz, und auch ihre Mutter ſchien ganz außer Faſſung zu ſein; ſie öffnete ein paar Mal den Mund, ohne etwas heraus⸗ zubringen. „Nach— Wolfenſtein, ſagten Sie?“ fragte die alte Frau endlich gepreßt und zupfte nervös an den Franſen des Tuches, das ſie ſich um die Schultern gelegt hatte. Hilda wandte ſich jäh um. weil ihr beide kein Vermögen habt. Das Etwas in dem Ton mußte ihr aufgefallen ſein und es ſchien, als käme ihr ganz plötzlich ein erleuchtender Gedanke. Sie fixirte die Beiden ſcharf. i ö„War es nicht Wolfenſtein, wo Sie früher wohnten, ehe Sie hierher zogen?“ rief ſie mit Eifer, ſich an die blaſſe Frau wendend. f„Mir iſt, als hätte ich einmal davon gehört ſicherſt, er möchte Dir am Ende ſonſt untreu — wo war es nur?— Richtig, in der Schule, als unſer Lehrer alle Namen aufſchrieb. Eva Abendrot aus Wolfenſtein, ſo war es doch, nicht wahr? Na, Frau Abendrot, da müſſen Sie doch wiſſen, ob es dort hübſche Mädchen giebt? Sie können durch Herrn Koßmann die alte Heimat grüßen laſſen. Ueberhaupt werden Sie im Stande ſein, dem jungen Herrn manchen wünſchenswerten Auf⸗ ſchluß zu geben, da Sie dort bekannt ſind. Ich werde ihm das ſagen, wenn ich ihn ſehe, und er wird mir dankbar ſein. Dann hat er zugleich einen Grund, Sie zu beſuchen und dabei Eva zu ſehen und zu ſprechen. Vielleicht kommt es noch vor der Abreiſe zur Ver⸗ lobung?!“— Siehſt Du, Eva, Du ſollteſt Dich nicht ſo zieren und endlich zulangen. Kloßmann iſt ein ganz braver Menſch und dabei ein tüchtiger Arbeiter, der auch etwas verſteht. Er kann es noch einmal weit bringen, ſagen die Leute. Ich meine es doch wirklich gut mit Dir! Worauf willſt Du warten? Den Dokton Linde kannſt Du nicht heiraten, N Mann ein armes Mädchen heiratet. Das haben ſchon viele bereut.“ Eva hatte mehrmals verſucht, den Rede⸗ ſtrom des ſchwatzhaften, jungen Mädchens zu unterbrechen. Sie erhob wie abwehrend die Hand, aber Hilda ſchien es nicht zu bemerken. Wie kraftlos ſank Eva auf einen Stuhl, es ſchien ihr faſt unmöglich, das alles noch länger mit anzuhören. „Vielen Dank für Deine guten Rat⸗ ſchläge,“ ſagte ſie, als Hilda endlich ſchwieg, um Atem zu ſchöpfen.„Aber die Mühe hätteſt Du Dir ſparen können; ich weiß ſelbſt ganz genau, was ich zu tun und zu laſſen habe.“ „Ach, Du nimmſt mir meine Offenheit übel?“ entgegnete Hilda und machte ein ſehr gekränktes Geſicht,„ich d ächte, zwiſchen zwei Freundinnen könnte ſo etwas wohl erörtert werden. Frau Linde ſagte es erſt heute wieder zu meiner Mutter, daß es das Klügſte wäre, wenn Du Kloßmann nähmſt, und Frau Linde meint es doch auch gut mit Dir!“ „Was nur die Leute immer für mich ſorgen,“ brauſte Eva zornig auf,„meine Wahl ſcheint ihnen ſehr am Herzen zu liegen, es iſt wirklich rühend.“ 5 3 Hilda ſchickte ſich zum Weggehen an. „Bitte, ſage Kloßmann nichts, daß wir 5 8 aus Hamheung wurden von Japanern, die von Genſam aus anrückten, angegriffen; 2 Koreaner wurden getötet, 20 verwundet, 36 gefangen. Die Gefangenen gaben an, ſie ſeien von den Ruſſen aufgeſtachelt. Die koreaniſche Regierung hat ſich entſchloſſen, Von⸗Gampho für den fremden Handel zu öffnen. San Remo, 24. März. Agententen der ruſſiſchen Regierung knüpften in Genua, Mar⸗ ſeile und Nizza Verhandlungen betr. des An⸗ kaufs von Transportſchiffen an. Eine franzö⸗ ſiſche Geſellſchaft bot vier große Schiffe für 40 Millionen Frks. zum Verkaufe an. Aus Nah und Fern. )(Seckenheim, 25. März. Der ge⸗ nehmigte Gemeindevoranſchlag weiſt an Ein⸗ nahmen 81873 Mk. nach, denen Ausgaben in Höhe von 174485 Mk. gegenüberſtehen. Durch Bürgergenußauflage und Umlage ſind ſomit 92 612 Mk. zu decken. Bei dem vorhandenen Steuerkapital von rund 30 Millionen werden daher— wie früher— 30 Pfg. Umlage er⸗ hoben. 11 Seckenheim, 24. März.(Jubiläum.) Die Klänge:„Das iſt der Tag des Herrn“ erſchallten geſtern Abend in der Niedfeldſtraße; ſie galten unſerm Mitbürger Herr Gg. Blümmel, welcher ſein 25jähriges Dienſtjubiläum bei der Deutſchen Steinzeugwaarenfabrik Friedrichsfeld feierte, aus welchem Anlaß die Fabrikfeuerwehr⸗ kapelle ihm ein Ständchen darbrachte und wurde dem Jubilar aus der Geſchäftskaſſe ein anſehnliches Geldgeſchenk überreicht. Rheinau. Hier ereignete ſich ein ſchreck⸗ liches Unglück. Die Kinder des Fabrikarbeiters Johann Schmitt, zwei Mädchen im Alter von 9 und 3 Jahren und ein Knabe im Alter von 2 Jahren, wollten mit Petroleum Feuer an⸗ machen. Die Flaſche explodierte und die Kinder erlitten ſchwere Brandwunden. Auf dem Transporte nach dem Diakoniſſeahaus in Mannheim ſind alle 3 Kinder an ihren ſchweren Verletzungen geſtorben. Heidelberg, 24. März. Geſtern ſtürzte der Sohn des Bäckermeiſters Lenz im Stadt⸗ teil Handſchuhsheim von der Tenne in die Scheune herab und erlitt dabei ſchwere innere Verletzungen. Ettlingen, 24. März. Zum Tote des Leutnants Dyiobek der in Südafrika gefallen iſt, iſt es gewiß intereſſant zu erfahren, daß der Verlebte im Jahre 1900 in dem Gefecht bei Scha⸗wo im Kreiſe Kau⸗mi(Kiautſchou) gegen aufrühreriſche Boxer durch einen Schuß aus einer Wallbüchſe, geladen mit Nägel und ſonſtigem altem Eiſen, ganz furchbare Ver⸗ letzungen erhielt, von welchen er aber nach langer Zeit wieder geheilt werden konnte. Der zweite verwundete in dieſem Gefecht war auch ein Badener Kind aus dem Murgthal. Auch der Feldwebel dieſer Abteilung, ein Kuppen⸗ heimer, nahm daran mit Auszeichnung teil. Freiburg, 23. März. Die Bahnſteig⸗ ſperre wird nun auch am hieſigen Bahnhofe tieg in zur Einführung kommen und zwar auf den 15. Mai. Im Unterlande ſcheint man ſich bereits in das Unvermeidliche gefügt zu haben. Hoffentlich dauert es hier auch nicht zu lange, denn es handelt ſich um eine Einrichtung, die ſehr im Intereſſe der Betriebsſicherheit und der Bahnbeamten liegt. Die Sperre wird ziemlich gleichzeitig bis zu dem genannten Termine im ganzen Oberlande zur Einführung kommen. Triberg, 23. März. Heute nacht iſt wiederum Schneefall eingetreten und Feld und Flur zeigt wieder ein winterliches Kleid. Lörrach, 23. März. Ein eigentümlicher Streik beſteht ſeit etwa 14 Tagen bei dem hieſigen Amtsgericht, ein Streik der Rechtsan⸗ wälte. Um einen Amtsrichter wegzubekommen, der ihre Tätigkeit und ihr Anſehen bei dem rechtſuchenden Publikum durch die Art ſeines Verhaltens gegen die Rechtsanwälte ihrer Ueberzeugung nach beeinträchtigt hatte, haben lt.„Schw. Merk.“ ſämtliche fünf bei dem hieſigen Amtsgericht zugelaſſenen Anwälte die Uebernahme der Verhandlungstätigkeit vor dieſem Richter eingeſtellt und ſich in einer Ein⸗ gabe an das Landgericht zur Beſeitigung der Mißſtände gewandt. Das dienſtlich vorgeſetzte Landgericht hat bereits die Unterſuchung der Angelegenheit aufgenommen. Die Streikenden laſſen ſich entweder durch Rechtsagenten bei den Zivilprozeſſen vertreten oder vereinbaren als Gerichtsſtand das Landgericht in Freiburg. Vom Oberlande, 23. März. Der bei der Bahn verwendete Militäranwärter Schmidt Albbruck in einen falſchen Zug in der Meinung, derſelbe fahre nach Konſtanz. An der Abzweigung der Konſtanzer Linie bei der Zigarrenfabrik ſprang Schmidt aus dem Zuge und fiel zwiſchen die Konſtanzer Geleiſe, wo er bewußtlos liegen blieb. Von dem nachfolgenden Konſtanzer Zuge wurde der Unglückliche überfahren, ſo daß man ihn ſpäter nur noch als Leiche vorfand. Rotthalmünſter, 18. März. Vor Monaten wurde der Oekonom Reislhuber in Schöffen, Gemeinde Weihmörling, in ſeinem Anweſen erhängt aufgefunden. Man nahm bei der geiſtigen Beſchränktheit desſelben für ſicher Selbſtmord an. Die Witwe Reislhuber ſoll nun ihrem derzeitigen Bräutigam das Ge⸗ ſtändnis gemacht haben, ihren Mann„zu Tot gekitzelt“ und hernach aufgehängt zu haben. Aufgrund dieſer Angabe wurde dieſelbe in Unterſuchungshaft genommen. Eſſen, 21. März. Geſtern nacht han⸗ tierten in der Bruſtſtraße zwei Schreinergeſellen mit Revolvern, wobei der eine in der An⸗ nahme, der Revolver ſei nicht geladen, die Waffe auf ſeinen Kollegen richtete. ſich und das Geſchoß drang dem Unglücklichen oberhalb des Auges in den Kopf. Der Ge⸗ troffene war ſofort tot. Koblenz, 19. März. Ueber einen frechen hauſes einzufinden. Der Revolver war jedoch ſcharf geladen, entlud einem hieſigen Reſtaurant ein Mann, der ſich für einen Inſtallateur ausgab und erklärte, er ſei von ſeinem Meiſter geſchickt, um die Bierleitung inſtand zu ſetzen. Als man ſpäter die Leitung benutzen wollte, ſtellte ſich heraus, daß der vermeintliche Inſtallateur die Leitung geſtohlen hatte. f Wien, 18. März. Dieſer Tage iſt hier ein ehemaliger Briefträger im Alter von 62 Jahren, ein menſchenſcheuer höchſt ärmlich lebender Sonderling, geſtorben, in deſſen Nachlaß 45,000 Kronen gefunden wurden. Ein Teſtament wurde nicht vorgefunden, das Geld fällt armen Verwandten des Verſtor⸗ benen zu. London, 11. März. Dem„Standard“ wird aus Johannesberg gemeldet:„Dem Drucke der öffentlichen Meinung nachgebend, hat der Polizeikommiſſar von Johannisburg einen Befehl erlaſſen, durch welchen farbigen Perſonen, einſchließlich Kulis, verboten wird, die Trottois zu benutzen. Die beſſere Klaſſe der farbigen Einwohner iſt von dieſem Verbot ausgeſchloſſen.“ Zum Lachen! Vermiſchtes. — Unter ſcharfer Bewachung von Schutz⸗ leuten und Sicherheitsaufſehern wurden in Straubing ungefähr 40 im militärpflichtigen Alter ſtehende Gefangene der Strafanſtalt in das Rathaus geführt, um ſich vor der Militär⸗ erſatzkommiſſion der Muſterung für den Mili⸗ tärdienſt zu unterziehen. Der Anblick dieſer jungen Leute bot ein trauriges Bild. —„Buffallo Bills“ Eheſcheidung. Nach 38jähriger Ehe hat der unter dem Namen „Buffallo Bill“ auch hier bekannte Colonel William F. Cody, wie aus Chicago gemeldet wird, die Eheſcheidungsklage gegen ſeine Frau eingebracht. Als Gründe führt der berühmte Bekämpfer der Rochäute an, ſeine Frau habe ihn grauſam behandelt und ihn zu vergiften verſucht. g — Ein politiſcher Spaßvogel hat ſich einen „Witz“ mit dem öſterreichiſchen Abgeordneten⸗ hauſe erlaubt. Wie die Wiener N. Fr. Preſſe erzählt, erſchien vor einer der jüngſten Sitzungen ein Mann bei dem Präſidenten und teilte mit, er bringe die gewünſchten Muſter. Graf Vetter erwiderte, er habe nichts beſtellt. Darauf zeigte der Mann eine Poſtkarte vor, auf welcher der Sattlermeiſter N. N. beauftragt wurde, ſich mit Proben für Maulkörbe, namentlich für Bull⸗ doggen, beim Präſidenten des Abgeordneten⸗ Es dauerte einige Zeit, bis man dem enttäuſchten Geſchäftsmann be⸗ greiflich gemacht hatte, daß er das Opfer eines Witzboldes geworden war. — Unglaublich klingt es, daß für ein einziges Pferd 280000 Mk. bezahlt worden ſind: Es iſt dies der engliſche zehnjährige braune Vollbluthengſt Galtee⸗Moorn, der ganz kürzlich als Zuchthengſt vom preußiſchen Staat für die genannte Summe angekauft worden iſt. Derſelbe iſt 1,70 m hoch und Gaunerſtreich wird berichtet: Es erſchien in etwas über Wolfenſtein wiſſen,“ rief ihr Eva nach,„ich möchte nicht, daß er uns beſucht.“ 5 Aber Hilda nahm ſich im Stillen vor, es dennoch zu tun, weil ſie die Freundin als Nebenbuhlerin fürchtete, und die Hoffnung hegte, Eva werde klug genug ſein und die ſich ihr bietende„gute Partie“ nicht aus⸗ ſchlagen. 5 Eva atmete wie befreit auf, aus Hilda endlich gegangen war. Sie verſuchte zu ar⸗ beiten, aber es ging nicht. Immer wieder ließen die zitterndern Hände die Stickerei ſinken. Trübe ſtarrte ſie vor ſich hin. Die Dämmerung brach herein, Eva ſchien es kaum zu bemerken, daß es im Zimmer ganz dunkel wurde. a Nachdem ſie die Läden geſchloſſen und die Lampe angezündet hatte, ſaß ſie wieder ſtill neben dem Lehnſtuhl. Wie liebte ſie ſonſt die traulichen Stunden, wo ſie emſig arbeitend und mit der Mutter plaudernd am Tiſche ſaß, und die Zeit ſo raſch verſtrich, daß ſie ſich immer darüber wunderte. Heute war alles ganz anders. In ihre Grübeleien hinein tönte draußen ein raſcher, feſter Tritt. Eva ſprang haſtig auf; ihr Atem ging faſt keuchend, die ganze Geſtalt bebte und von ihm, ich wäre fort.— oder was Du willſt, — laß mich hinaus!“——— Damit riß ſie ſich los und verſchwand im Nebenzimmer. Gleich darauf trat Doktor Linde ein. Er trug einen kleinen Veilchenſtrauß in der Hand, und ſchritt raſch auf die Kranke zu, ſie lebhaft chem begrüßend. „So, alſo befolgen Sie meine Anordnun⸗ Eva mit,— ſie wollten jedenfalls ſpazieren zutrauen, Frau Abendrot, den ganzen Tag gehen. gen?“ rief er.„Sie ſollten ſich nicht ſo viel außer Bett,— das dürfen Sie wirklich nicht!“ Während er ſprach, wanderten ſeine ſuchenden Blicke im Zimmer umher, ihm war, als müßte in irgend einem Winkel ein lächeln⸗ des, roſiges, junges Geſicht auftauchen. Die beſtürzte alte Frau bemühte ſich, ihrer Er⸗ regung Herr zu werden. Sigmund Linde hatte indeſſen Platz genommen, aber er ſah ſo er⸗ wartungsvoll aus, man ſah es ihm an, er konnte kaum ſeine Ungeduld bemeiſtern. Un⸗ ruhig rückte er hin und her, ſtiebte ein kaum ſichtbares Stäubchen von ſeinem Rockärmel und ſpielte mit den Blumen, die er noch immer in der Hand hielt. Die arme, gequälte Frau fühlte das Peinliche der Situation, ſie war nahe daran, dem jungen Manne all ihren Kummer anzuvertrauen. „Eva muß ja gleich kommen,“ ſagte ſich Doktor Linde,„ſie weiß ja, daß ich heute be⸗ ſtimmt da bin,— ſicher weiß ſie es. Ich ließ es ihr ja deutlich merken.“ 0 8 Endlich hielt er ſich platzte direkt mit der Frage heraus:„Wo iſt denn Fräulein Eva?“ „Sie— hatte eine— Einladung,“ klang es zögernd und unſicher von den Lippen der Frau. Sigmund war ganz blaß geworden. „Eine Einladung? So,— ſo, und von „Fräulein Hilda war hier,— und nahm Wie ſauer der armen Frau das Lügen wurde! Ein aufmerkſamer Beobachter hätte wohl ſofort herausgefunden, daß etwas nicht in Ordnung war. Aber der Doktor merkte nichts. Er hielt den Kopf geſenkt und begann halb unbewußt die Köpfchen der blauen Blumen abzupflücken, eins nach dem anderen, ſo daß ſchließlich ein ganzes Häufchen zu ſeinen Füßen lag. Hart und feſt trat er dann darauf. Frau Abendrot beobachtete das alles, doch ſprach ſie kein Wort. Sie ſah den Sturm, der in dem Manne tobte, ein unſäg⸗ liches Mitleid ſtieg in ihr auf. Wieder ſchwankte ſie, ob ſie ihm nicht alles ſagen ſollte. Während ſie noch überlegte, begann Linde wieder:„Iſt es Ihnen angenehm, wenn ich ein Weilchen warte? Ich habe mit Fräulein Eva zu ſprechen,— ein Auftrag meiner Mutter,— lange wird ſie ja nicht mehr ausbleiben.“ f (Fortſ etzung folgt.) 1 Rennen brachte er ſeinem gluͤcklichen Beſitzer die ſtattliche Summe von 540380 Mk. Im Jahre 1900 wurde er von der ruſſiſchen Re⸗ gierung zu Zuchtzwecken für 400000 Mk. ge⸗ kauft und an den Kaiſerlich Moskauiſchen Rennverein abgetreten. Die Anlage des Stallgebäudes in Charkow hat 160000 Mk. gekoſtet, die jährlichen Aufwendungen für das Perſonal einſchließlich eines eigenen„Leib⸗ Tierarztes“ beliefen ſich auf 32 000 Mk. Die von ihm bisher erzielte Nachkommenſchaft ſoll ſich denn auch ebenfalls durch hervorragende Rennleiſtungen auszeichnen. Galtee⸗Moorn ſoll zunächſt im Kgl. Geſtüt zu Graditz ſtationiert werden. — Eine 10köpfige Bande ſchulpflichtiger Jungen ſtahl auf dem letzten Krammarkt zu Fulda Taſchenmeſſer, Mundharmonikas, Mützen, Juterdeng und andere„Kleinigkeiten“ zu utzenden vom Auslageſtand hinweg. Die Polizei beſchäftigt ſich mit dieſer jugendlichen 75 Regſamkeit“ 5 — Ein eigenartiger Viehhandel kam in Oſterach zuſtande. Ein Geſchäftsmann kaufte von einem Viehhändler ein Stück Vieh für 3 Zentner Oſterhaſen. — Auf offener Straße wurden in Bam⸗ berg die beiden Töchter des Gaſtwirts Schoder überfallen und die eine durch einen Meſſerſtich verwundet und ihrer Geldtaſche von einem un⸗ bekannten Täter beraubt. — Ein Zeichen ſeines Ruhmes beſitzt das 1. Bataillon des 3. Infanterie⸗Regiments in Augs burg in ſeiner Bataillonsfahne. Be⸗ ſagte Fahne iſt derartig von Kugeln zerfetzt, daß ganze Stücke ſich loslöſen. So ging bei der Parade am Samstag ein bedeutendes Stück der Fahne verloren, das jedoch als koſt⸗ ſelten ſchön und ebenmäßig gebaut. In 7 Verwahr genommen wurde. bare Reliquie vom Stab der 2. Diviſion in — Doppeltes Pech hatte ein Holzhändler in Neuruppin. Ihm wurden 80,000 Mark in Wertpapieren geſtohlen, ohne daß es gelang, den Dieb zu ermitteln. Umſo findiger war die Steuerbehörde; ſie ſtellle feſt, daß der Beſtohlene ſein Vermögen um die 80,000 Mark zu niedrig angegeben hatte. Die Folge war eine Anklage wegen Steuerhinterziehung. Der Gerichtshof erkannte auf 4500 Mark Geldſtrafe oder 3 Monate Haft. — Eine ruſſiſche Dame ſoll vor einigen Tagen allen Ernſtes um die Erlaubnis nach⸗ geſucht haben, ein Regiment von 2000 Frauen aufſtellen zu dürfen. Dieſe neuen Amazonen haben angeblich bereits das nötige Geld ge⸗ ſammelt, um ſich auszurüſten und mit den nötigen Vorräten für die Dauer eines Feld⸗ zuges zu verſorgen. Das Geſuch erſchien dem Kriegsminiſterium ſo außerordentlich, daß es ausweichend beanwortet wurde. Die Amazonen ſcheinen mit dieſer Antwort aber keineswegs zufrieden zu ſein und erklären, unter allen Umſtänden die Erlaubnis, in den Krieg ziehen zu dürfen, durchſetzen zu wollen. — Ein alter totkranker Farmer ließ durch einen Notar ſeinen letzten Willen nieder⸗ ſchreiben.„Meiner Frau“— ſo beſtimmte er in erſter Linie—„vermache ich tauſend Dollars Renten.“—„Und was ſoll geſchehen, wenn ſie bei ihrer Jugend ſich wieder verheiratet?“ fragte der Beamte.—„Dann ſoll ſie zwei⸗ tauſend erhalten.“—„Wie, das Doppelte?“ —„Allerdings, der Mann, welcher ſich ent⸗ ſchließt, meine Frau zu heiraten, ſoll ſich da⸗ Humoriſtiſches. — Was iſt ſeltſam? Wenn ſich Mohren gegenſeitig etwas weiß machen.— Wenn Be⸗ trunkene nüchterne Anſchauungen haben.— Wenn ſich Kahlköpfe in den Haaren liegen.— Wenn kleinliche Menſchen groß daſtehen.— Wenn ſich Taubſtumme ſprechend ähnlich ſehen. — Wenn ſich Verwandte unverwandt anſehen. — Wenn einem Hungrigen der Appetit ver⸗ geht.— Wenn Weinpantſcher waſſerſcheu ſind. — Wenn Humoriſten mit Ernſt an die Abeit gehen. — Gute Referenzen. Gnädige(zur neuen Köchin):„Sie gefallen mir ſoweit ganz gut, — die Hauptſache bleibt aber für mich, daß Sie vorzüglich kochen können!“— Det kann ick, jnädige Frau! Danach können Sie ſich bei unſer janzet Dragoner⸗Regiment erkundigen.“ — Aus der Schule. Lehrer(im gramma⸗ tiſchen Unterricht):„Wir wollen jetzt Sätze bilden mit den perſönlichen Fürwörtern: ich, du uſw. Wenn z. B. der Vater ſagt:„Ich gehe aus“, wie ſagt dann die Mutter zu ihm?“ „Du—“— Schüler:„Du bleibſt zu Haus!“ — Keine Gefahr. Lehrer:„Du kannſt aus der Schule ausbleiben, ſo lange Deine Mutter die Maſern hat.“— Schuler:„O, da brauchen Sie keine Angſt zu haben, daß ich ſie von ihr kriege: ſie iſt bloß meine Stief⸗ mutter! Von der kriege ich nie etwas!“ — Gut gegeben.„Sie tun ja in keiner Sitzung den Mund auf,“ ſagt ein Reichstag⸗ abgeordneter zu einem andern.—„Durch dieſe Behauptung tun ſie mir unrecht,“ erwiederte dieſer,„denn ſo oft Sie ſprechen, muß ich durch für ſeinen Mut belohnt finden.“ gähnen.“ Bekanntmachung. Die ſtaatliche Prämüirung von Rindvieh im Jahre 1904 betreffend. Nr. 31172 1. Die ſtataliche Prämiirung von Rindvieh findet am Dienstag, den 12. April ds. Js., vormittags 9 Ahr in Tadeuburg ſtatt. „Die Bürgermeiſterämter und Stabhaltereien werden beauftragt, dieſes den Rindviehbeſitzern in ortsüblicher Weiſe bekannt zu geben, mit der Aufforderung, etwaige Anmeldungen zur Prämiirung bis ſpäteſtens 1. April ds. Js., bei dem Bürgermeiſteramt oder dem Stabhalteramt zu machen. Die einlaufenden Anmeldungen ſind in das vorgeſchriebene Formular aufzunehmen und ſafart hierher vorzulegen, eventnell wäre Fehlanzeige zu erſtatten. Dabei machen wir auf folgende Punkte noch beſonders aufmerkſam: Nach den für die ſtaatliche Prämiirung von Rindvieh geltenden Grundbeſtimmungen ſind die im vorigen Jahre prämiirten weiblichen Tiere der Prämiirungskommiſſion zur Kontrole vorzuführen. Den be⸗ treffenden Beſitzern, welche auf dieſe Verpflichtung durch die Ortsbehörden beſonders hinzuweiſen ſind, ſteht der Anſpruch auf Verwilligung der gleichen Prämie wie im Vorjahr zu, wenn die Tiere gut gehalten ſind und mit entſprechender Nachzucht vorgeſtellt werden. Andern⸗ falls kann die Prämiirungskommiſſton auf ein der Entfernung des Herkunftsortes des Tieres angemeſſenes Weggeld von 5— 10 Mark er⸗ kennen. Unter den gleichen Vorausſetzungen können dieſe Vergünſtigungen auch den Beſitzern der erſtmals anläßlich der vorletzten Prämiirung d. i. Jahre 1902 prämiirten Tiere, zu deren Wiedervorführung aber— wie ausdrücklich hervorgehoben werden ſoll— eine Verpflichtung nicht vorliegt, gewährt werden. Hierauf ſind die Beſitzer der 1902 prämiirten Kühe und Kalbin⸗ nen beſonders aufmerkſam zu machen. Bei der Beurteilung der Nachzucht, als welche ein ſeit der letzten (190fer) Prämiirung von der prämiirten Kuh oder Kalbin gefallenes Farren⸗ oder Kuhkalb in Betracht kommt, iſt einerſeits auf die Ver⸗ erbungsfähigkeit des prämiirten Muttertieres und andererſeits auf die Art und Weiſe der Aufzucht Gewicht zu legen. Kälber, welche in ihrem Aeußeren die Merkmale einer unſicheren Vererbungs⸗ kraft des Muttertieres oder in ihrer Kondition die Merkmale einer nicht rationellen Aufzuchtsweiſe bezw. mangelhafter Pflege erkennen laſſen, können als„entſprechende Nachzucht“ nicht betrachtet werden. 5 Die wiederholte Zuerkennung einer Prämie für ein und dasſelbe Tier ſchließt die Prämiirung einer dem gleichen Beſitzer gehörige Kuh oder Kalbin, welche erſtmals zur Vorführung gelangt, nicht aus. Filür Farren, welche gemäß der Vorſchrift in Ziffer 6 der Grund⸗ beſtimmungen für die Prämiirung die Tuberkulinprobe beſtanden haben müſſen, iſt der bezügliche Nachweis durch eine Beſcheinigung eines appro⸗ birten Tierarztes zu erbringen, welche der Anmeldung zur Prämiirung angeſchloſſen oder dem Vorſitzenden der Prämiirungskommiſſion anläß⸗ ch der Vorführung des betreffenden Tieres vorgezeigt werden kann. Mannheim, den 23. März 1904. Grossherzogliehes Bezirksamt: Lang. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 25. März 1904. Hürgermeiſteramt 5 Volz. Eduard Merklein, Seckenheim empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in Kleiderſtoffen, Schirting, Madapolam, Spitzen, Stickereien etc. Ferner Tuch und Zurkin für Herren- und Knabenau⸗ züge und alle ſonſtige in mein Fach einſchlagende Artikel billigſt. Medizinische Präparate, Drogen 0 Tierarzneimittel Sämtliche Apothekerwaaren a für den freien Verkehr, Artikel zur Krankenpflege, Verbandſtoffe, Kindernährmittel, Medizinal⸗ und Kranken⸗Weine zu haben in der l Medizinal⸗Drogerie„ donbof C. T. Stenz, Ladenburg, N Gebr. Kaufmann, Ladenburg . empfehlen ihr reichhaltiges Lager in Damenjackets und Damen-Blousen neueſte, modernſte Sachen, ſehr preiswert. Ferner: Herren⸗Paletots und Lodenſoppen zu ſehr billigen Preiſen. auf I. Hypothek bis 65% der Schätzung von 4% an auszu- leihen durch M. Rennwald, Kirchheim⸗ Heidelberg. 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