— n cen Anzeigeblatt für Seckenheim und Moes heim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Heckenheim. ö Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 3 Samstag, den 16. April 1904. 4. Jahrgang eckenheims Vergangenheit. (Nach alten Akten mitgeteilt.) Von Eduard Sauer, Seckenheim. Seckenheim befindlichen Gemeindearchiv, welche zugleich ein Streiflicht auf die Verhältniſſe der damaligen Zeit wirft, hat folgenden Wortlaut: a„Anno 1650 hott man die beiden hirtt (Hirten) gedingt, als ſchwein⸗ und kuhhirtt iſt ihr Belohnung wie volgt: 1 Der kuhhirdt hott an korn und gerſte S8 Malt. jedes halb und 12 fl. an gelt(Geld). Der ſchweinhirt hott 10 Malt. korn und gerſte ein jedes halb und 20 fl. an gelt.“ Die in der Abhandlung„Streifblicke auf die Geſchichte Seckenheims“ erwähnte Bittſchrift, welche im Namen der Gemeinde der damalige Schultheiß Anton Staß an den Freiherrn von Hundheim im Jahre 1707 richtete, lautet folgendermaßen:“) a f „Hochwohlgeborener Freiherr, gnädiger Herr. In was große Beſtürzung und Kummer die ganze arme Gemeinde Seckenheim letzt verwichenen Samstag den 10. Marty l. Ihrs. durch den unvermuteten ſcharfen Befehl von der hochlöblichen Hofkammer, unſer der Ge⸗ meinde zukommendes ½ von der Schäferei unſeres Ortes innerhalb 2 Tagen ohne fer⸗ neres Anſuchen zu quittieren und an Ew. hochfreih. Exz. abzutreten geraten und ge⸗ ſetzet worden, das iſt, Ew. hochfr. Exz. mit einem Federzug darzulegen, nicht wohl mög⸗ lich; können demnach daraus anders nicht mutmaßen und ſchließen, als daß eingangs erwähnte ſehr arme Gemeinde entweder bei Ew. h. Exz. übel muß recommendiret, oder die Sache anders, als ſie an und für ſich ſelbſt iſt, vor⸗ und angebracht worden ſein. Indem uns aus der Erfahrung bekannt, daß an jenen Orten, wo die Gemeinden mit und neben gnädigſter Herrſchaft an den Schäfereien participieren und die Gemeinden ihr Anteil nicht gebrauchen, ſondern ſelbiges um einen gewiſſen Zins verlehnet, daß den⸗ jenigen, ſo gn. Herrſchaft Anteil im Beſtand *) Hier konnte leider die. Schreibweiſe Eine der älteſten Nachrichten aus dem in ergegeben werden, auch vor andern den nächſten... und zu dritt um denjenigen Zins, ſo andere daraus geben wollen, auch zu der Gemeinde ihrem Anteil haben. Weil aber an unſerem Ort die ganze Gemeinde ſolchergeſtalt in dieſen bekannten und ſchweren Kriegszeiten verarmt und in Dürftigkeit geſetzt worden, daß man auf alle Mittel und Wege muß bedacht ſein, wie die herrſchaftl. und zur Kriegsnotdurft erforderlichen Gelder aufbringen, zu dem Ende dann mehr erwähnte arme Gemeinde ſich dringlich reſolvieren müſſe, ihr/ an der Schäferei, um berührte(erwähnte) Gelder aufzubringen, ſelbſt mit Weidvieh zu beſchla⸗ gen, und wann ſelbige daran ſollte verhindert werden, ihr unvermeidlicher„rum“(Ruhm) daran dependiret würde, wir aber zu Ew. hochfr. Exz. bekannte„Clemenz“(Güte, Milde) das zuverſichtliche Vertrauen ſetzen, Sie werden an unſerer ohnedem ſehr ver⸗ armten Gemeinde Ihrem„rum“ keinen Ge⸗ fallen thun, ſondern derſelbe vielmehr uns zu helfen geneigt ſein. Wir erregen, daß unſre der ganzen, ungetrennten, armen Gemeinde Seckenheim an Ew. hfr. Exz. unterthänigſte, demütigſte und höchſt flehentliche Bitte gelangt, uns in Anſehung angeführter und in Wahrheit ſich befindender Motiven bei unſrem ½ unſrer Schäferei, weil wir ſelbige ſchon wirklich be⸗ ſchlagen, in Gnaden zu laſſen, oder aber, wann dieſes ja nicht ſollte ſein können, uns doch Zeit zu gönnen bis Michaeli l. Ihrs., wo die Aenderungen mit den Schäfereien pflegen vorgenommen zu werden, oder wenig⸗ ſtens auf eine andere zulängliche Zeit, in welcher wir unſer Weidvieh mit Nutzen und nicht mit ſo großem Schaden, den wir arme Leute nicht ſo leicht würden verſchmerzen können, abſchaffen mögen, um welche hohe Gnade und Barmherzigkeit oft angeregte arme Gemeinde Ew. hfrhrl. Exz. nochmals wegen des erbarmenden großen Gottes Barm⸗ herzigkeit demütigſt anflehend und deroſelben willfährigen Reſolution in ihrem großen Kummer ſich getröſtet mit Verharren Ew. hochfreih. Exz. unterthänige gehorſamſte ſämtliche Gemeinde zu Seckenheim. Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Vetersburg, 12. April. Rußland hat von China die Entlaſſung der japaniſchen Inſtrukteure verlangt, die in chineſiſchen Dienſten ſtehen, wie auch der japaniſchen Offiziere, die bei den Truppen des chineſiſchen Generals Ma ſind. Rußland betrachtet deren fortgeſetzte An⸗ weſenheit bei den Chineſen als eine gegen Rußland gerichtete Drohung. Dabei hob Rußland hervor, daß die beim General Ma befindlichen japaniſchen Offiziere einen über⸗ großen Mauer ſtehenden chineſiſchen Truppen erlangen könnten und ſie benutzen möchten, wenn die Operationen der Japaner es verlangten, eine Diverſion in Kuropatkins Rücken zu machen, um deſſen Verbindungen zu unterbinden. Falls Kuropatkin in einer bedrängten Lage plötzlich einem unerwarteten Angriff zu be⸗ gegnen hätte, ſo könnte er in eine bedenkliche Verlegenheit geraten. Petersburg, 13. April. Ein Telegramm Alexejews an den Kaiſer aus Mukden vom 13. d. M. meldet, daß die Flotte des Stillen Ozeans einen neuen ſchweren Verluſt erlitt in der Perſon des Viceadmirals Makaroffs, des ruhmvollen erfahrenen Chefs, der mit dem Flaggſchiff„Petropawlowsk“ zuſammen unter⸗ ging.— Ein weiteres Telegramm Alexejews meldet: Nach dem Bericht dem Kommandanten von Port Arthur gingen die Panzerſchiffe und Kreuzer unter der Flagge des Kommandanten der Flotte in See, als der Feind ſich zeigte. Sie verfolgten einen Teil der feindlichen Steitkräfte und kehrten, da jene ſich bis auf 30 Schiffe vermehrten, auf die Rhede zurück. Hierbei geriet das Panzerſchiff„Petropawlowsk“ auf eine Mine. Dies hatte den Untergang des Schiffe zur Folge. Großfürſt Kyrill, der ſich auf dem„Petropawlowsk“ befand, iſt gerettet; er iſt leicht verwundet. Das ganze Geſchwader iſt in den Hafen eingelaufen. Das japaniſche Geſchwader befindet ſich bei Lianteſchau. Vetersburg, 14. April. General Ba⸗ tianow, Mitglied des oberſten Kriegsrat Fortſetzung folgt. er⸗ klärte in einem Interview: Um den wen des„Petropawlowk“ wieder auszuwetzen, müſſen wir die Abfahrt des baltiſchen Geſchwaders Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 23)(Nachdruck verboten.) „Ich konnte es nicht länger ertragen, daß Sie mein Beginnen ſo falſch beurteilten,“ klang En eendlich zögernd von den bleichen Lippen und ſchritt hinaus, mit geſenktem Kopf. Evas. „Und welche andere Beurteilung ließe denn Ihre Handlungsweiſe noch zu?“ nief Frau Linde hohnvoll.„Könnte Ihrem Thun etwas Anderes zu Grunde liegen, als eitle Koketterie? Sie feſſeln einen jungen Mann an ſich, laſſen ihn ahnen, daß er geliebt werde, — und da er Sie begehrt, da er um Liebe bettelnd vor Ihnen ſteht, heißen Sie ihn gehen! Und nun wagen Sie es auch noch, zu mir, ſeiner Mutter, zu kommen? O, Sie haben Ihre Rolle gut einſtudirt, eine Schauſpielerin könnte von Ihnen lernen! Aber mit dem heuchleriſchen Weſen täuſchen Sie mich nicht mehr, verſuchen Sie bei anderen Leuten Ihr Glück! Und nun,— gehen Sie, wir Beide haben uns nichts mehr zu ſagen. Ich erwarte jeden Augenblick meinen Sohn, wenn er kommt, ſoll er Sie nicht hier ſehen,— das würde ihn nur aufs neue erregen,— deshalb, — gehen Sie!“ „Ich bitte,— ich beſchwöre Sie, hören neu gewonnenen Freunden Sie mich an, ehe Sie mich verdammen, ich — kann ſo nicht weiter leben flehte Eva. Doch die ſonſt ſo gütige Frau blieb hart und ſtreng. „Ich will gar nichts hören!“ beharrte ſie, jedes Wort ſcharf betonend. g Eva ließ die bittend erhobenen Hände ſinken. Ein troſtloſer Ausdruck lag auf dem bleichen Geſicht. Langſam wandte ſie ſich um 1 1 1 Als ſich die Thür hinter der ſchlanken Geſtalt geſchloſſen hatte, ſchien es einen Augen⸗ blick, als wollte die alte Dame ſie zurückrufen, doch ſank ſie wie kraftlos in ihren Stuhl am Fenſter und ſtarrte trübe vor ſich hin, wie in tiefe Gedanken verloren. Drüben über der Straße trat Eva mit wankenden Schritten ins Haus.——— Während dem ſaß Doktor Linde bei den am Speieltiſch. Tagtäglich konnte man ihn hier finden. Stets war er einer der Lauteſten unter den Genoſſen, es ſchien, als ſuchte er ſchwere Gedanken durch die eigene Stimme zu betäuben. Immer ſpornte er die Andern zu noch höheren Ein⸗ ſätzen an, dabei ſprach er dem feurigen Wein eifrig zu. Sein Geſicht war heute ungewöhn⸗ lich ſtark gerötet, die Augen irrten unſtät von Einem zum Andern, zuweilen fuhr er ſich mit raſcher Bewegung durch das dichte Haar. Sein Freund Fritz Engelhardt, der ihn unaus⸗ 8 3 geſetzt beobachtete, trat ganz nahe zu ihm heran und berührte leicht ſeinen Arm. „Laß uns fortgehen, es iſt genug für heute,“ bat er und verſuchte ohne Weiteres ſeinen Arm in den Sigmunds zu ſchieben. „Was fällt Dir ein?“ brauſte dieſer heftig auf. zu Bett ſchickt, wenn man die Zeit für ge⸗ kommen erachtet? Laß mich,— was ſoll Dein finſteres Geſicht? Komm, wir wollen anſtoßen!— Proſit! Alle ſchönen Mädchen unſerer Stadt ſollen leben,— hoch!“——— Begeiſtert ſtimmten die anweſenden jungen Herren in den Ruf ein. Nur Fritz Engelhardt blieb ſtumm. Während die Andern lachten, plauderten, ſcherzten und— tranken, während die Köpfe ſich mehr und mehr erhitzten, ſaß er ganz allein an einem der Seitentiſche. „Ich dachte gar nicht, daß Sie ſo ver⸗ gnügt ſein könnten,“ meinte Einer der neben dem Doktor Sitzenden. „Oh, Sie ſollen mich kennen lernen,“ lachte dieſer; doch das Lachen hatte etwas Ge⸗ zwungenes, Krampfhaftes, es konnte einem beinahe wehe tun. „Luſtig will ich ſein,“ fuhr er dann in demſelben Tone fort.„Mein Freund Fritz Engelhardt ſagte erſt kürzlich zu mir, daß das 5 Leben ſo ſchön ſei. Nun denn, laßt es uns genießen, ſo lange wir noch jung ſind, ſtoßt an, liebe Kameraden, es lebe die Liebe, die Freude, die Luſt!“—— ö 8 5 wiegenden Einfluß über die jetzt nördlich der „Bin ich ein Schuljunge, den man 8 . 2 9 7* Nr 8 3 beſchleunigen und dasſelbe ſo ſtark wie möglich machen. London, 13. April. Eine aufregende Fahrt hat der ruſſiſche Küſtendampfer„Betty“ hinter ſich, der nach Meldungen aus Moskau kürzlich in Wladiwoſtok eingetroffen iſt, nachdem man ſchon geglaubt hatte, die Japaner hätten ihn gekapert. Auf der Fahrt nach Wladiwo⸗ ſtok begriffen, lag das Schiff 2 Tage vor Abbruch der diplomatiſchen Beziehungen zwiſchen Rußland und Japan gerade im Hafen von Nagaſaki. Tage lief es aus, wurde aber am Abend darauf ſchon von einem japaniſchen Kreuzer eingeholt und zum Beilegen gezwungen. 2 japaniſche Offiziere und 6 Matroſen kamen an Bord und überbrachten dem Kapitän den Befehl, mit ſeinem Schiffe dem Kreuzer nach einem japaniſchen Hafen zu folgen. Das Wetter war ſehr ſtürmiſch, und ſchließlich lagerte ſich dichter Nebel über den See, ſo daß man von dem einen Schiff das andere nicht mehr ſehen konnte. Da kam dem Kapitän der„Betty“, einem alten eſthländiſchen Seebären, ein rettender Gedanke. Er rief ſeinen 23 Matroſen, ſämtlich Eſthländer, einige Worte in der Heimatsſprache zu, wovon die Japaner natürlich kein Wort verſtanden, und ſofort ſtürzten ſie ſich auf die japaniſchen Matroſen, überwältigten ſie nach verzweifeltem Widerſtand und warfen ſie in die See. Der eine japaniſche Offizier, der eben⸗ falls auf Deck war, wurde in Eiſen gelegt, der andere in einer Kajüte eingeſchloſſen. Ohne weiteren Zwiſchenfall erreichte dann die „Betty“ mit ihren beiden Gefangenen Wladi⸗ woſtok. In der Nacht nach dem nächſten Aus Nah und Fern. D Seckenheim, 15. April. Sonntag 17. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, findet dahier ein Wettſpiel zwiſchen den beiden erſten Mann⸗ ſchaften der Mannheimer Fußballgeſellſchaft Bavaria und der F.⸗G ⸗Seckenheim 1898 ſtatt. Die Seckenheimer, welche, wie ihr letzter Sieg über die Mannheimer Union zeigt, zurzeit gut in Form ſind, werden jedenfalls ihrem Gegner einen ſpannenden Kampf liefern, den ſich anzu⸗ ſehen wohl der Mühe wert ſein wird. i Mannheim, 14. April. Ein ſchwerer Unglücksfall ereignete ſich heute früh am Rhein⸗ vorland. Auf der Gewerkſchaft„Deutſcher Kaiſer“ hier waren drei Arbeiter Wink, Kirſch und Kitterich mit Kohlenausladen beſchäftigt. Durch den Bruch der Kette am ſogen. Tender ſtürzte die ganze Laſt auf die drei Arbeiter herab und alle drei ſind ſchwer verletzt. Zwei davon erlitten Beinbrüche, einer erlitt innerlich ſo ſchwere Verletzungen, daß er bald darauf geſtorben iſt. Die Verunglückten wurden nach dem Allgem. Krankenhaus verbracht. Mannheim, 14. April. Heute früh brachte in der Seilinduſtrie Neckarau der ver⸗ heiratete 33 Jahre alte Schloſſer Bernh. Deckert den linken Arm in eine Transmiſſion. Der Mann wurde ſo ſchwer verletzt, daß er mittels Sanitätswagen in das Allg. Kranken⸗ 15 haus überführt werden mußte, wo ihm der verletzte Arm amputiert wurde. d Ketſch, 11. April. Am Sonntag traf hier folgendes Telegramm an Jakob Schreiner vom 1. Seebataillion in Kiel über ſeinen in Weſtafrika gegen die Hereros kämpfenden Sohn ein:„In einem Gefecht ſeiner Kompagnie bei Okaharui ſtarb Horniſt Michael Schreiner den Heldentot. Nähere Angaben folgen ſobald als möglich. Seien Sie innigſter Anteilnahme verſichert. Wir werden ſtets mit Stolz des Tapferen gedenken.“ Die ganze Gemeinde wird dieſem Tapferen ein warmes Andenken bewahren. Heidelberg, 13. April. Die erſte Schloßbeleuchtung wird anläßlich des Chemiker⸗ tages, der in Mannheim ſtattfinden wird, am 28. Mai veranſtaltet wird. Heddesheim, 12. April. Der ſeitherige Bürgermeiſter Lehmann iſt wiedergewählt worden. Er iſt nunmehr zum vierten Male zum Bürgermeiſter gewählt. i Von der Bergſtraße, 12. April. Die Mandelbäume an der Bergſtraße ſtehen in voller Blüte. Hie und da blühen auch die Aprikoſen. Im vergangenen Jahre war die Blüte der Mandelbäume und Aprikoſen drei Wochen früher. Wiesloch, 12. April. Vergangenen Samstag fiel der 27 Jahre alte ledige Dienſt⸗ knecht Andreas Heck von Mückenloch, Amt Heidelberg, in der Scheuer vom Heuſtock ſo unglücklich auf die Tenne herunter, daß ihm ein Schaufelſtiel in den Unterleib drang. Im Krankenhaus in Heidelberg erlag der Verun⸗ glückte nach vorgenommener Operation ſeinen ſchweren Verletzungen. Karlsruhe, 13. April. Die Mietzinſe für die Bahnwirtſchaften ſind je nach der Be⸗ deutung der betreffenden Stationen ſehr ver⸗ ſchiedenartig bemeſſen. Den höchſten jährlichen Mietzins 30000 Mk.) wirft zur Zeit die Bahn⸗ wirtſchaft in Heidelberg ab. Dieſer Wirtſchaft ſteht in Bezug auf die Höhe des Mietzinſes am nächſten die Bahnwirtſchaft in Karlsruhe mit 20000 Mk. Es folgen Offenburg und Freiburg mit je 15000 Mk., Mannheim (Hauptbahnhof) und Appenweier mit je 12000 Mk., Mühlacker mit 11000 Mk., Bruchſal, Pforzheim und Baſel mit je 8000 Mk. u. ſ. w. Die Bahnwirtſchaft in Mannheim iſt kürzlich zu 28000 Mk. neu verpachtet worden. Im ganzen wurden im Jahr 1902 an Miet⸗ zinſen für Bahnwirtſchaften 203000 Mk. ein⸗ genommen. Landau, 12. April. Nachdem kurz vor den Oſterferien mehrere Schüler des hieſigen Gymnaſiums wegen Kneipens und Teilnahme an einer verbotenen Verbindung dimittirt werden mußten, ſtellte es ſich heraus, daß auch zahlreiche Schüler der oberen Klaſſen der Realſchule ſich das gleiche Vergehen zu ſchulden kommen ließen. Es wurden dieſerhalb 11 Schüler dimittiert, 14 Schüler kamen mit einer Verwarnung davon. 4 Furth i. W., 11. April. In Skomelne überfiel der Bauernknecht Fingl den Knecht Lieska, zertrümmerte ihm die Schädeldecke und ſtach ihn hierauf mit einer Miſtgabel mehr⸗ mals in Bruſt und Unterleib, ſo daß die Ge⸗ därme hervortraren. Garmiſch, 13. April, Eine Blutver⸗ giftung durch Färben der Oſtereier zog ſich die Schloſſermeiſtersgattin Reiſer hier zu. Die Frau hatte am Finger eine unſcheinbare Ver⸗ letzung, beachtete dieſelbe beim Färben nicht, wodurch der Arm infolge Blutvergiftung an⸗ ſchwoll. Frau Reiſer iſt wieder auf dem Wege Weſſiszell bei Daſing, 11. April. Unſer ſonſt ſo friedliches Dörfchen wurde heute nacht der Schauplatz eines entſetzlichen Ver⸗ brechens. In der Lechner'ſchen Wirtſchaft war unter den Gäſten ein Streit ausgebrochen. Der Wirt, Herr Lechner, bemühte ſich, den Streit zu ſchlichten, wurde jedoch von einem der Streitenden mit einem feſtſtehenden Meſſer derart verletzt, daß er ſofort zuſammenbrach und den Geiſt aufgab. Der Ermordete hinter⸗ läßt eine Frau mit neun unmündigen Kindern. Lechner war Bürgermeiſter der Gemeinde Weſſiszell. Der Täter iſt ebenfalls Familien⸗ vater und iſt flüchtig gegangen. — Generalfeldmarſchall Graf Haeſeler, der ehemalige kommandierende General des 16. Armeekorps, hat den Vorſitz in dem branden⸗ der Beſſerung. burgiſchen Provinzialverein gegen den Miß⸗ brauch geiſtiger Getränke angenommen. 5 8 Die Kirche in Borgund, in welcher ſeinerzeit die durch das Brandunglück betroffe⸗ nen Bewohner von Aaleſund untergebracht waren, iſt von Dieben geplündert worden. In der Sakriſtei wurde Feuer angelegt. Die Kirche brannte gänzlich nieder. Von den zahl⸗ reichen Altertümern, welche die aus dem 12. Jahrhundert ſtammende Kirche enthielt, wurde nichts gerettet. Einzelne Wertgegenſtände, ſo der Altarkelch, wurden auf dem Felde ge⸗ funden. Humoriſtiſches. — Zu viel verlangt.„Hier bringe ich Ihnen die zwanzig Mark, die Sie mir vor längerer Zeit geliehen haben!“?—„Ah, darauf hatte ich ſchon ganz vergeſſen!“ Don⸗ nerwetter, das hätten Sie mir vorher ſagen ſollen. — Malitiös. Fräulein:„Ich ſage Ihnen, ich habe ſchon meine ganze Ausſtattung fix und fertig!“— Herr:„Alſo die Kriegs⸗ ausrüſtung iſt komplett.“ 0 — Erkannt. Herr(zum Schuſterjungen): „Schäm' dich, wirf' den Stummel doch fort!“ — Schuſterjunge:„Ja freilich, daß Sie'n aufklauben und weiterrauchen können, Sie feiner Hecht, den Witz kennen wir ſchon.“ — Schlechter Troſt. Reiſender(auf den Perron ſtürzend):„Iſt der letzte Zug am Ende gar ſchon fort?“— Stationsdiener: „Jawohl, aber erſt vor zehn Sekunden.“ Wieder trank er in gierigen Zügen, ſeine Hände griffen nach den Karten und wieder be⸗ gann das Spiel, eifriger denn zuvor. Und immer luſtiger wurde Doktor Linde, immer lauter klang ſeine Stimme. Aber dieſe aus⸗ gelaſſene Fröhlichkeit war der Winterſonne ähnlich, die ihre Strahlen auf den gefrorenen Boden ſendet. Sie iſt da, ſie ſcheint hell und blendend, aber ſie wärmt nicht, man friert trotzdem. ö Fritz Engelhardt ſagte ſich, daß ſein Freund etwas Schweres verlebt haben mußte, größter Seelenruhe, darauf Platz genommen. weil das ganze Benehmen deſſelben ſo völlig verändert war. Er ſuchte Zerſtreuung, das war klar, aber daß er ſie hier und bei dieſem Spiel ſuchte, das konnte ihm gefährlich werden. Der junge Rechtsanwalt bereute es im tiefſten. der Andere,„aber jetzt— nun, jetzt teilen Herzen, den unerfahrenen Freund hierher ge⸗ führt zu haben. Und nun ſann und grübelte er unabläſſig darüber nach, wie er es anſtellen ſollte, den Doktor von hier fortzubringen. Endlich ſchien ihm das Schickſal ſelbſt helfen zu wolleu. Unter der Thüre des Klubzimmers erſchien eine hohe Männergeſtalt,— der Ingenieur Hans Kloßmann. Gewöhnlich ſtand Doktor Linde auf, ſobald jener eintrat, und entfernte ſich. Daß die beiden jungen Männer könnten.“ ſich feindlich gegenüberſtanden, wußte man längſt aus gelegentlich hingeworfenen Aeu⸗ ßerungen des Einen oder des Anderen. Fritz Engelhardt atmete auf; er glaubte, der aufs Aeußerſte erregte Freund würde nun ganz von ſelbſt das Lokal verlaſſen. Aber zur Ver⸗ wi ng A chah heute das Ungewöhn⸗ 5 liche: Kloßmann hatte neben Doktor Linde einen leeren Stuhl erblickt und, anſcheinend mit Nur ein ſcheuer, forſchender Seitenblick ſtreifte das erregte Geſicht des Doktors, der Miene, machte aufzuſtehen. 5 Kloßmann berührte leicht den Arm ſeines Nachbars. i „Weshalb meiden Sie mich eigentlich ſo auffallend?“ flüſterte er ihm ins Ohr.„Es iſt ja gar kein Grund dazu vorhanden?“ ö Der Doktor griff ſich an die Stirn, als wollte er erſt ſeine Gedanken ſammeln. „Ich dächte doch,“ ſagte er dann langſam. F „Wir beide haben nichts mit einander zu ſchaffen.“ a „Ach, das war früher der Fall,“ lachte wir dasſelbe Schickſal, und ich ſehe nicht ein, weshalb wir nicht gute Freunde werden Doktor Linde ſah den Sprecher halb miß⸗ trauiſch an, dieſer aber fuhr unbeirrt fort: „Es gab eine Zeit, wo ich Sie glühend haßte, denn ich fühlte mich durch Sie der Zuneigung eines holden Mädchens beraubt, das ich innig liebte. Doch ſeit jenes Mädchen mir ſagte, daß es auch Ihnen niemals angehören könne, da betrachte ich Sie als einen Leidensgenoſſen und unter dieſen Umſtänden dünkt mich, könnten wir uns gar wohl befreunden.“ 5 Wäre nur der lauernde Blick nicht ge⸗ weſen, man hätte die Worte Kloßmanns für dunklen, 1 rzlich halten können. Aber die . J%%%«ĩ; glühenden Augen desſelben widerſprachen dieſer Annahme. Sigmund Linde aber merkte nichts davon. Er lachte laut auf, als hätte er eben einen köſtlichen Witz vernommen.„Ach das iſt ja intereſſant— in der That, ich ſehe es ein, wir ſind Leidensgenoſſen! Hier, meine Hand, ſchlagen Sie ein, und darauf laſſen Sie uns anſtoßen! Heda!“ rief er dem eben vorüber⸗ gehenden Kellner zu,„raſch— eine neue Flaſche, aber beeilen Sie ſich 125 Aus den unruhig flackernden Augen Kloßmanns brach ein Strahl dämoniſcher nächſten blickten ſie wieder wie vorher. Doktor Linde ſpielte jetzt um jeden Einſatz. Die Unterhaltung war nach und nach beinahe ganz verſtummt, man hörte nur hie und da eine halblaut hingeworfene Bemerkung und das leiſe Klirren der Goldſtücke. die Köpfe der Spieler. a f Mit weit aufgeriſſenen Augen ſah Sigmund ein Goldſtück nach dem anderen verſchwinden, und als ihm nichts mehr übrig blieb, half ſein gefälliger Nachbar ihm in zuvprkommendſter Weiſe aus. a 5 „Sie haben mir Unglück gebracht,“ lachte Sigmund heiſer auf, ſich an Kloßmann wendend, „ſeit Sie hier ſitzen, habe ich noch mehr Pech, als vorher.“ Cort cgung folgt. 5 reude, doch nur eine Sekunde lang; in der Je ſtiller es aber in dem Kreiſe wurde, deſto mehr erhitzten ſich Bekanntmachung. Die ſtaatliche Prämiirung von Zuchtſtuten, die Erteilung von Frei⸗ deckſcheinen und die Gewährung von Kaufpreisnachlaſſen betr. Nr. 37582 1. Die Bürgermeiſterämter und die Herren Stabhalter werden beauftragt, die unten abgedruckten Grundbeſtimmungen für die ſtaatliche Prämiierung von Zuchtſtuten, die Erteilung von reideckſcheinen und die Ge⸗ züchter g von Kaufpreisnachläſſen in geeigneter Weiſe zur Kenntnis der Pferde⸗ züchter zu bringen und denſelben weiter zu eröffnen: 1 1. Die Bewerbungen um Staatspreiſe, Freideckſcheine und Kaufpreisnach⸗ läſſe ſind längſtens bis zum 20. April 1904 bei den Bürgermeiſterämtern ein⸗ zureichen und von dieſen ſofort dem Großh. Bezirksamte vorzulegen. N Anmeldungen, welche nach dieſem Zeitpunkte erfolgen, koͤnnen nicht be⸗ rückſichtigt werden. 5 Die Bewerbungen müſſen enthalten: 5 5 5 a. Vor⸗ und Zuname, Stand und Wohnort der Eigentümer der Tiere. b. Name, Abſtammung, Geburtsjahr, Farbe und Abzeichen der Stute und eventuell ihrer Nachkommen. 1 1 c. Die Angabe, ob und wann die Stute prämiiert oder mit einem Frei⸗ deckſchein bedacht(gekört) wurde. 2. Bei dem im laufenden Jahre ſtattfindenden Tagfahrten zur Prämiirung müſſen Vaheort werden: 5. a. Alle im Bezirk aufgeſtellten ſubventionierten Hengſte. b. Die im Jahre 1894 und den folgenden Jahren mit Staatsunterſtützung eingeführten Stuten und Stulfohlen, inſofern dieſelben von der Kom⸗ miſſion noch nicht für zuchtuntauglich erklärt worden ſind. Hierbei können Beſitzern von im Jahre 1903 mit Staatsunterſtützung einge⸗ führten oder angekauften Stuten und Stutfohlen Kaufpreisnachläſſe in Höhe von 10 pCt. des Uebernahmepreiſes der Pferde und Beſitzern von im 128 1902 eingeführten oder angekauften Stuten und Stutfohlen Nachläſſe in Höhe von 6 pCt. bezw. 5 pCt. des Uebernahmepreiſes der Pferde gewährt werden. c. Diejenigen Stuten, welche in den Jahren 1901, 1902 oder 1903 einen Staats- oder Aufmunterungspreis erhalten haben. d. Diejenigen Stuten bezw.„Stutfohlen, welche zur lich aur bin Pferde⸗ „ hätten vorgeführt werden ſollen, aber nicht zur Vorführung elangten. 8. Wenn die Beſitzer der unter Ziffer 2 d bezeichneten Pferde an deren Vorführung behindert ſind, haben ſie dies vor der Prämiierungstagfahrt dem des f Bezirksamt mit Angabe des Behinderungsgrundes und des Standorts des Pferdes anzuzeigen.. 4. Die Beſitzer von Stuten, welche ſich um die in Ziffer 2—5 der Grund⸗ ſtimmungen für die ſtaatliche Prämiierung von Pferden in Ausſicht geſtellten Preiſe bewerben, ferner die Beſitzer, welche gemäß Ziffer 9b der Grundbeſtim⸗ mungen bezw. Ziffer 20—d oben zur Vorführung ihrer Stuten verpflichtet ſind, haben zur Prämiierungstagfahrt die zur Erbringung der verlangten Nachweife erforderlichen Beſchälkarten 7 55 Geburtsſcheine mitzubringen. Die gemäß Ziffer 1 diefer Verfügung einkommenden Bewerbungen, ſowie ein Verzeichnis der gemäß Ziffer 2 dieſer Verfügung im laufenden Jahre vor⸗ zuführende Hengſte, Stuten und Stutfohlen ſind uns von den Bürgermeiſter⸗ ämtern bezw. Stabhaltern spätestens am 22. April l. J5, vorzulegen. Kommen Bewerbungen nicht ein, oder find vorzuführende Hengſte, Stuten oder Sutfohlen nicht vorhanden, iſt Fehlanzeige zu erſtatten. Mannheim, 11. April 1904. Grossh. Bezirksamt: Lang. Beſchluß. Nr. 2670. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir mit dem Anfügen ur öffentlichen Kenntnis, daß die Grundbeſtimmungen für die ſtaatliche rämiterung von Pferden auf dem Rathaus dahier zu jedermanns Einſicht aufliegt. 5 Seckenheim, 14. April 1904. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung. Die Unterhaltung der Gemeindegebäude betr. Nr. 2652. Die Maurer⸗, Tüncher⸗, Tapezier⸗, Schreiner- und Pfläſtererarbeiten, welche zur Unterhaltung der Gemeindegebäude nach dem aufgeſtellten Voranſchlag für das laufende Jahr nötig fallen, werden öffentlich vergeben. Bedingungen können auf dem Rathauſe in Seckenheim(Zimmer Nr. 6) und auf dem Gemeindehaus in Rheinau eingeſehen werden, wo⸗ ſelbſt auch Angebote von in der Gemeinde anſäſſigen ſelbſtſtändigen Gewerbetreibenden bis am Donnerstag, 5. Mai ds. Js., Bar- mittags 12 Ihr einzureichen ſind. Seckenheim⸗Rheinau, 15. April 1904. Gemeinderat: Volz. Bekanntmachung. Den Fortbildungsunterricht betr. Wir bringen zur öffentlichen Kenntnis, daß der Fortbildungs⸗ unterricht für Knaben und Mädchen im Sommerhalbfahr— 1. April bis 1. Oktober— am Sonntag Vormittag von 7 bis 9 Uhr ſtatt⸗ findet. Das Schullokal für die Knaben befindet ſich im Schulhauſe des 1 Lehrer Karle, jenes für die Mädchen im Schulhauſe in der Fried⸗ richſtraße. Seckenheim, 14. April 1904. ieee Fahrnis⸗Oersteigerung. Am Montag. den 18. April 1904, nachmittags 2 Uhr, werden auf Antrag der Erben die des t Georg Leonhard Bühler auf dem Platze(Luiſenſtraße 10) gegen Barzahlung öffentlich verſteigert. Seckenheim, 14. April 1904. Ortsgericht Volz. Dampfaresch⸗Genossenschaft Seckenheſm. Wer noch eine Ritter. Forderung an die Kaſſe der Dampfdreſch-Genoſſenfchaft zu machen hat, möge Um Begleichung der Rückſtände von 1902 Der Vorſtand. dieſelbe alsbald einreichen. wird gebeten. * Bekanntmachung. Nachdem die Mahnfriſt für die Rückſtandsſchuldner der Gemeinde⸗ kaſſe abgelaufen iſt, wird denſelben hiermit eröffnet, daß diejenige Rück⸗ ſtände, welche bis zum 30. d. Mts. Gemeinderat erwirkt iſt, ohne Nachſicht eingeklagt werden. Seckenheim, den 15. April 1904. Gemeindcekaſſe Bühler. nicht bezahlt oder ein Ausſtand vom eröffnen werde. Pfiſterer. Gaſthaus„zum Stern“ Turner⸗Bund Jahn, Seckenheim. Einladung zu der morgen Sonntag den 17. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr in unſe⸗ rem Lokale„ zum Hirſch“ ſtattfindenden Oersammlung. Um vollzähliges Erſcheinen bittet Der Vorſtand. Wirtſchafts⸗Exröffnung⸗ u. Empfehlung. Einer verehrl. 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