Unxeigeblatt für Seckenbeim und Nioesbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheim. Anzeigen: f Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 33. Samstag, den 23. April 1904. 4. Jahrgang Aus Seckenheims Vergangenheit. (Nach alten Akten mitgeteilt.) Von Eduard Sauer, Seckenheim. Da es in der Seckenheimer Gemarkung verſchiedene Zehntherren gab, ſo konnten kleine Reibereien nicht ausbleiben. So führte anno 1716 der katholiſche Pfarrer Ignatius Löffler, unter dem das Kruzifix bei dem Pfarrhauſe errichtet wurde, wie die latein. Inſchrift beſagt, heftige Beſchwerde gegen das St. Martinsſtift in Worms. Zur Beglaubigung ſeiner Angaben fügte er dieſen Auszug aus dem Competenzbuch der Pfarrei zu Seckenheim de dato 1595 bei: „Kleiner Zehnt. Es hat der Pfarrer das Drittel am kleinen Zehnt, bei denen die in drei Feldern in der ga Drittel am kleinen Zehnten zukomme. Nun befindet ſich ein gewiſſer Diſtrikt in ſolchen Feldern, welcher dem St. Martinsſtift zu Worms zehnbar iſt, auch jährlich dieſer Zehnten gewiſſer Unterthanen zu Seckenheim von beſagtem Stift für eine determinierte (feſte) Summe gewiſſer Früchte verlehnt wird; ſolche Beſtänder aber unterfangen ſich, auch mein Drittel am kleinen Zehnten mit⸗ einzuziehen, ohne daß einmal bei ihrer Ver⸗ lehnung deſſen die geringſte Meldung geſchieht. Gleichwie mir aber an allen Orten in den Feldern zu Seckenheim, wo Ihre Churf. Durchlaucht den Zehnten haben, mein Drit⸗ tel ohngehindert verabfolgt würde und das St. Martinsſtift nie kein größeres Privilegium haben würde als dominus territorialis (Grundherr) und Landesherr ſelbſt, ſo ſehe ich nicht ein, wie mir von obigem nachher Worms zehnbarem unter die Seckenheimer Felder gehörige Diſtrict, beſonders da mich das herangezogene Competenzbuch in allen Feldern klar anweiſt, mein Drittel am kleinen Zehnt länger könne enthalten und abgenommen werden. Bitte demnach ein hochl. Oberamt, mir zu dieſer meiner gerechtsmäßigen Ein⸗ kunft zu verhelfen und den St. Martins⸗ beſtändern anzubefehlen, weiterhin keinen Ein⸗ griff mehr zu thun. Eines hochl. Oberamtes gehorſamſter Diener Ignatius Löffler. Auf dieſe Beſchwerde hin kam vom Land⸗ ſchreiber Schumm ein äußerſt ſcharfer Befehl an den Schultheißen von Seckenheim,„dem inwendig beklagtem Stifte ernſtlich zu bedeuten, daß klagender kath. Pfarrer den ſchuldigen Zehnten erhalten ſolle(datiert v. 9. Nov. 1716).“ Das katholiſche Schulhaus an der Kirche, in dem ſchon lange Unterricht erteilt wurde, war mit der Zeit ſo baufällig geworden, daß ſchleunige Abhilfe not tat. Aus dieſem Grunde wandte ſich der oben genannte Pfarrer Löffler mit dieſen Zeilen an das Oberamt: „Einem hochlöbl. Oberamt muß ich endlich klagend vorbringen, welchergeſtalten das Schulhaus zu Seckenheim— ſo daſige Gemeinde zu bauen ſchuldig iſt— ſolchermaßen altershalber verfallen, daß es nicht allein außer Stande iſt repariert zu werden, ſondern auch man ohne beſorglichen völligen Einfall faſt keinen Tag darin ſicher leben könne. Nachdem nun vielfältig gedachte Gemeinde um eine andere Wohnung des Schulmeiſters förderſamſt iſt erſucht worden, auch ſie ſelbſt den miſerablen Zuſtand des Hauſes in Augenſchein genommen, und die unumgäng⸗ liche Anſchaffung einer neuen Behauſung er⸗ kannt hat, ſo will dennoch hiezu kein Kreutzer gezeichnet werden, bin demnach ge⸗ müßigt, Einem hochl. Oberamt ſolches zu hinterbringen und gehorſamſt zu bitten, daſiger Gemeinde hoch anzubefehlen, damit ſelbige dahin vermögt werden möge,— und ein ganz gewiß ſonſt erfolgendes großes Un⸗ glück abzuwenden, auch den Schulmeiſter nicht alſo miſerabel und unſicher ſeines Lebens logieren zu laſſen— daß die Gemeinde ohne Zeitverlieren eines neues Schulhaus herſtellen möge getröſte mich gütiger Erhörung und verharre eines hochl. Oberamtes g. D. J. Löffller, Pfarrer.“ Der Beſcheid war eben ſo ſcharf als die Beſchwerde: „Wird Schultheiß, Anwaldt und Gericht zu Seckenheim mit dem Befehl zurückgeſchickt, um dieſes Schulhaus ohne ferneres Anmah⸗ men förderſamſt zu erbauen und ſich diesfalls bei ſchärfſten Einſehen nicht länger mahnen zu laſſen.“(16. April 1717.) 5 (Fortſetzung folgt.) Ausland. Petersburg, 20. April. Bei Port Offiziere ans Land geſpült, darunter, wie be⸗ ſtimmt gemeldet wird, auch die Leiche des Admirals Makarow. Charbin, 21. April. Geſtern wurden vom Kriegsgericht ein japaniſcher Oberſt und ein Hauptmann zum Tote verurteilt, die in chineſiſcher Verkleidung durch die Mongolei ihren Weg nahmen und die Eiſenbahnlinien zu. zerſtören ſuchten. 1 — Mit der Ausrüſtung eines ſerbiſchen Freiwilligenkorps von 500 Mann, das dem Zaren als Hilfstruppe angeboten werden ſolle, hatte ein Ausſchuß in Belgrad begonnen. Der Zar hat angeblich zur Verwendung eines ſolchen Korps ſeine Einwilligung gegeben. Es hatten ſich über 1000 Freiwillige gemeldet, und die ärztliche Unterſuchung ſollte in dieſer Woche ſtattfinden. Am 1. April erhielt jedoch die ſerbiſche Regierung ein Telegramm vom Zaren, in welchem dieſer den Serben für ihren guten Willen dankt, aber jede Hilfe als un⸗ nötig ablehnt. Die Nachricht verbreitete ſich in Belgrad mit Blitzſchnelle und machte einen unangenehmen Eindruck. An demſelben Abend fand eine Vorſtellung zugunſten des ruſſiſchen Roten Kreuzes ſtatt, der die ganze königliche Familie beiwohnte. Als nun die ruſſiſche Nationalhymne geſpielt wurde, wurde lebhafter Widerſpruch laut. Der König ſchien dadurch ſehr erregt zu ſein, blieb aber trotzdem bis zum Ende der Vorſtellung, die, was das finanzielle Ergebnis betrifft, außerordentlich erfolgreich Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. (Nachdruck verboten.) 24) dann die Stiefel ausziehen, ging mit ihm Leben gar keine Freude mehr für ſie aufge⸗ ſpart? Immer nur Sorge und Kummer? Mechaniſch griff ſie nach einem Buche, das uf dem Tiſche lag. Sie hatte heute Nacht a darin zu leſen verſucht, aber es ging nicht. Auch jetzt blätterte ſie zerſtreut darin herum. hinüber nach ſeinem Zimmer und verließ es nicht eher, bis ſein tiefes Atemholen ihr bewies, ö daß er feſt eingeſchlafen war. Dann ſetzte ſie ſich ſtill wieder an den vorigen Platz. Aber zur Ruhe ging ſie auch jetzt nicht. Die Sorge, daß dem Sohn etwas zugeſtoßen ſein möchte, war zwar von ihr genommen, aber eine andere war dafür in ihr Herz gezogen. Aus den halben Andeutungen und verworrenen Reden hatte ſie unſchwer herausgefunden, daß er ge⸗ ſpielt und verloren hatte. Sie konnte zwar nicht ermeſſen, wie hoch ſich ſein Verluſt be⸗ zifferte, aber immerhin mußte es eine bedeutende Summe ſein. Und wie ſollte dieſe gedeckt werden? Was ſie beſaßen, reichte gerade zum Leben. Sie hatte alles hingegeben, was irgend ent⸗ behrlich war, um Sigmund während der Studienjahre nicht darben zu laſſen, hatte ſich, — immer in der Hoffnung auf die beſſere Zukunft— manches verſagt, und nun, wer konnte wiſſen, welches Opfer ſie jetzt wieder zu bringen gezwungen wurde? Hatte denn das „Es hat der Menſch, er ſei auch, wer er mag,— ein letztes Glück und einen letzt een Gecht bolf ie im Han, d e„ Tag,“ dann fuhr ſie erſchreckt empor. hatte Jemand die Klingel gezogen. Man rief Sigmund zu einem Kranken. Frau Linde ſeufzte. „Es thut mir leid, mein Sohn iſt ſelbſt unwohl,“ beſchied ſie das harrende Mädchen. Dieſes zuckte die Achſeln und ſagte ſpitz: „Dann muß ich eben zu einem Andern gehen.“ Schwer atmend kehrte Frau Linde nack ihrem Zimmer zurück. Dann ſtand ſie doch wieder vor dem Lager des Sohnes und be— obachtete ſein Geſicht. 8 Es ſchien, als ob ihn ſelbſt im Schlafe etwas quälte, denn er warf ſich unruhig hin und her. Der Tag begann bereits zur Neige zu gehen, als Sigmund endlich aus dem bleiernen Schlaf erwachte. Nur undeutlich vermochte er ſich zu erinnern, was geſtern geſchehen war. Bleich und abgeſpannt ausſehend, trat er mit ſchleppenden Schritten bei ſeiner Mutter ein. Er ſagte kein Wort, und die alte Frau wagte es auch jetzt nicht, ihm einen Vorwurf zu Draußen machen. Sein trübes Geſich hinderte ſie daran. So verging eine ganze Weile in peinlichem Schweigen. Doch als Frau Linde gewahrte, daß er ſich zum Ausgehen fertig machte, da packte ſie eine namenloſe Angſt. „Sigmund,“ das klang ſo flehend, wie nur eine Mutter bitten kann,„Du willſt ſchon wieder fort? Hältſt Du es gar nicht mehr aus mir? Ich vergehe vor Sorge, wenn Du mich wieder die ganze; Nacht allein läßt! Ich bitte Dich, was ſoll daraus werden? Du reibſt Dich auf; bei ſolchem Leben und ver⸗ nachläſſigſt dabei Deine Pflichten! Schon zweimal wollte man Dich holen, und ich mußte ſtets den Beſcheid geben, Du ſeieſt nicht wohl. Siehſt Du denn nicht ein, daß es ſo nicht weitergehen kann? Sigmund, mein Sohn, habe ich das zum Dich verdient, daß mir auf meine alten Tage die letzte Stütze genommen wird? Auf Dich hoffte ich, auf Dich allein! Und nun ſoll auch dieſe Hoffnug mich trügen? Die Thränen rannen ihr nun doch über das gutmütige rundliche Geſicht, es that ordentlich wohl, daß ſie endlich wieder zu fließen begannen, ſie erleichterten das geängſtigte Mutterherz. 8 Sigmund aber lag plötzlich vor ihr auf den Knien und barg den lockigen Kopf in ihrem Schoß. „Ich bin ein ſchlechter Sohn geweſen, Arthur wurde eine Anzahl Leichen ruſſiſcher. war. Der König ſelbſt zahlte 5000 Franken zu dem Fonds. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 20. April 1904.) Verſchiedene Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnisverſicherungsanträge und Aenderungen an ſolchen bleiben unbeanſtandet. Der Ankauf eines Zuchtfarrens auf dem Zuchtviehmarkt in Offenburg wird beſchloſſen. N Zu dem Geſuch des Aufſehers Joſef Schmid in Rheinau um Erlaubnis zum Betrieb der Weinſchankwirtſchaft ohne Branntweinſchank zum„Raſtſtübl“ wird die Bedürfnisfrage be⸗ jaht und das Geſuch befürwortet, da es ſich um eine längſt beſtehende Wirtſchaft handelt. Die amtliche Schätzung zweier Anweſen von Rheinau wird vorgenommen. Die Inſtallation für die elektriſche Be⸗ leuchtung des Volksbades im neuen Schulhauſe in Rheinau wird an Jakob Wunder und Sohn von Mannheim übertragen. Gegen die Zuläſſigkeit der Herſtellung einer Schlachtſtätte durch Gaſtwirt Auguſt Mayer in Rheinau werden keine Eiwendungen erhoben. Verſchiedene wurden erledigt. Eine Anzabl Rechnungen wurden zur Zahlung angewieſen. Aus Nah und Fern. Aus dem Odenwalde, 20. April. Auf faſt ſämtlichen größeren Gutshöfen des Odenwaldes wurden neuerdings zahlreiche polniſche Saiſonarbeiter eingeſtellt, weil es den Gutsherrſchaften trotzt aller Löhne unmöglich iſt, die zur Bewältigung der laufenden Arbeiten erforderlichen Arbeitskräfte im Gebirge zu be⸗ kommen. Dieſer Mangel an Arbeitern für die Landwirtſchaft macht ſich zwar ſchon ſeit einigen Jahren fühlbar, war aber noch niemals ſo intenſiv, als gerade zur Jetztzeit. Mosbach. Um der ſtändigen Wohnungs⸗ not hier abzuhelfen, beabſichtigt die Stadt ent⸗ weder zwei Einzelhäuſer mit je 7 bis 8 Wohn⸗ räume oder ein Doppelhaus mit je ſowiel Räume zu erſtellen und ſolche dem Juſtizetat mitfrei zur Verfügung zu ſtellen.— Obwohl die Jagden in hieſiger Gegend ſehr gut ſind und obgleich ſolche im allgemeinen und be⸗ ſonders im Verhältnis zu den Pachtpreiſen in anderen Gegenden ſeither ſehr nieder verpachtet waren, ſcheinen jetzt ſogar zu den ſeitherigen Preiſen die Liebhaber zu fehlen. So konnten jüngſt mangels genügenden Gebotes zwei der hieſigen Jagddiſtrikte und auch die Lohrbacher Jagd nicht genehmigt werden, es muß vielmehr nochmals der Verſuch zur Erlangung eines höheren Gebots gemacht werden.— Durch ein Motorfahrzeug wurde dieſer Tage ein 6jähriges Kind in Neckarzimmern überfahren und dem⸗ ſelben dabei ein Arm und ein Bein gebrochen. Verwaltungsangelegenheiten angegriffen. Der Täter iſt im ſchnellſten Tempo auf und davon gefahren, doch ſoll deſſen Perſönlichkeit nunmehr feſtgeſtellt ſein. Leopoldshafen, 20. April. Heute nacht wurde im Gaſthaus zum„Engliſchen Hof“ hier ein frecher Einbruchdiebſtahl verübt. Die Täter waren eingeſchlichen, hatten ſich an einem Tiſch niedergelaſſen und wie es ſcheint, längere Zeit gezecht. Die abgenagten Schinken⸗ knochen banden ſie an eine Hängelampe. Auch der Muſikautomat wurde erbrochen und ſeines Inhalts beraubt. Nachdem ſie gezecht hatten, entfernten ſie ſich unter Mitnahme von Würſten, Zigarren und 1 Regulateurs, welch letzterer am Morgen in der Nähe des Dorfes zertrüm⸗ mert aufgefunden wurde. Von den Tätern hat man bis jetzt keine Spur. Todtmoos, 20. April. Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich dieſer Tage zwiſchen Wehr und Todtmoosau im Wehratal hinter dem ſogenannten Hirſchſprung in der Nähe des Tunnels und der Wehrabrücke. Durch das donnerähnliche Geräuſch eines abſtürzenden Felsblockes ſcheu gemacht, raſten die Pferde des Eigentümers Fröhlich von Todtmoos trotz aller Anſtrengungen des Fuhrmanns mitten in die Gefahr hinein, ſo daß die Felsmaſſen den Wagen trafen und deſſen Ladung in die Tiefe hinabſchleuderten. Die vier Pferde ſtürzten mit dem Fuhrmann und der gebrochenen Deichſel in die Tiefe der ſtrömenden Wehra und nur einem glücklichen Zufall iſt es zu verdanken, daß der Fuhrmann mit dem Leben davonkam. Auch drei Pferde haben wunder⸗ barerweiſe keinen erheblichen Schaden genom⸗ men, während das zu unterſt liegende vierte Pferd tot blieb. In Lebensgefahr ſchwebten die Inſaſſen der beiden an jener Stelle kreu⸗ zenden Omnibuſſe, beſonders des talaufwärts fahrenden, denn die gleichfalls ſcheu gewordenen fünf Pferde eines anderen Fuhrwerkes gingen ihrem Führer durch und drohten ebenfalls ab⸗ zuſtürzen und im Fall den Omnibus mit in die Tiefe zu reißen. Sie konnten angehalten und dadurch weiteres großes Unglück verhütet werden. Bis in die Nacht hinein dauerten die Rettungsarbeiten, welche des reißenden Baches wegen beſonders ſchwierig waren. Dem Fuhr⸗ mann, welcher ſeinen Poſten in der Gefahr nicht verließ und mit ſeinen Tieren in den luß geſchleudert wurde, gebührt ein beſonderes ob, da er ſofort zwiſchen den Felſen in dem ſtrömenden Waſſer mit der Arbeit zur Rettung ſeiner Tiere begann, was von Geiſtesgegenwart und großer Tatkraft zeugt. Moosburg. In Buch a. Erlb. wurde der Bürgermeiſter und Gaſtwirt Schrafſtetter von ſeinem älteſten achtzehnjährigen Sohn zuerſt mit dem Meſſer, dann mit dem Revolver Derſelbe hat ſeine Rettung nur den Gäſten zu verdanken, welche auf das Ge⸗ ſchrei der kleineren Kinder herbeieilten, dem Früchtel die Waffen entrangen und demſelben eine weidliche Tracht Hiebe verabreichten. Wiesbaden. Einen eigentümlichen Weg, dem Ortsgendarmen ihr Mißfallen zum Aus⸗ druck zu bringen, wählten eine Anzahl Ein⸗ wohner des benachbarten Dotzheim. Sie erſuchten ein Mitglied der Gemeindevertretung, dies daſelbſt zur Sprache zu bringen, was dieſes auch in der nächſten Sitzung tat, indem es beantragte,„dem Gendarmen 50 Mark zu bewilligen, um ihm Gelegenheit zum Beſuche einer Fortbildungsſchule zu bieten, in der er ſich über Anſtand und anſtändige Behandlung der Leute unterrichten laſſen könne.“ Die Sache kam natürlich zur Anzeige, und nach dem Urteil des Schöffengerichts hat nun der An⸗ tragſteller 50 Mk. Geldſtrafe zu zahlen. München, 20. April. Geſtern machte ein hieſiger Bäckergehilfe mit ſeinem Motor⸗ fahrrad ſeine erſte Ausfahrt. Er verlor bald die ſichere Führung ſeines Rades und rannte mit ſolcher Wucht an einen Baum, daß er mit einer ſchweren Kopfverletzung am Platze liegen blieb. Er verſchied noch im Laufe des Abends. Eſſen, 17. April. Ein Gelſenkirchener Polizeiſergeant hatte einen Bergmann verhaftet und mit dem Säbel derart mißhandelt, daß der Verletzte ſtarb. Der Beamte iſt deshalb zu 5½ Jahren Gefängnis verurteilt worden. Nun nimmt die Witwe des Verſtorbenen die Stadt Gelſenkirchen auf Erſatz des Schadens in Anſpruch, der ihr durch die Tötung ihres Ehemannes entſtanden iſt. Das Landgericht zu Eſſen hat in der Tat die Stadt Gelſen⸗ kirchen zum Schadenerſatz verurteilt. Koesfeld i. V., 19. April. Im benach⸗ barten Flamiſchen kam der Gutsbeſitzer Reſſing auf freiem Felde zu Fall, wobei ihm von der Pflugſchar der Hals glatt abgeſchnitten wurde. — In der„Greifswalder Zeitung“ vom 8. ds. Mts. befindet ſich folgende Anzeige, die tief blicken läßt:„Gläubiger geſucht. Alle meine Gläubiger werden aufgefordert, ſich binnen dreimal 24 Stunden mit ihren paar Forderungen hauptpoſtlagernd Stettin zu melden, da ich den ganzen Bettel in einem Aufwaſch durch meinen Bepollmächtigten er⸗ ledigen laſſen will, denn ich hal e die albe Treterei ſatt. W. M cand. phz Kopenhagen, 21. April. In Aalef ſind bei der Verteilung der eingelaufenen Geld⸗ ſummen für die Abgebrannten große Skandale vorgekommen. Es herrſcht ſo viel Streit, daß der Staat genötigt iſt, einzuſchreiten. Die übergroßen Geldſammlungen haben überhaupt der Bevölkerung mehr geſchadet als genützt, weil viele nun meinen, ſie brauchten nicht mehr zu arbeiten. N Budapeſt. Wie im vorigen Jahre in Holland, ſo iſt jetzt in Ungarn ein allmeiner Streik der Eiſenbahnangeſtellten ausgebrochen und zwar, um eine Gehaltserhöhung zu er⸗ reichen. Die Zahl der Ausſtändigen ſoll über 30,000 betragen. Die Geleiſe und Stationen werden militäriſch bewacht. Im ganzen Land verkehrt kein Zug. Einzelne Lokomotivführer, die fahren wollten, wurden von den Streikenden gewaltſam von der Lokomotive heruntergeriſſen und blutig geſchlagen. Faſt alle Telegraphen⸗ linien wurden zerſtört. Die Regierung ließ Mutter, kannſt Du mir verzeihen?“ ſtammelte er, ohne das Geſicht zu erheben. Frau Linde nickte ſchon halb befriedigt. Es muß ihr gelingen, ihn wieder auf den rechten Weg zu leiten! Ein ſinnender Ernſt lag auf ihrem Geſicht, während die Hände durch das wellige Haar des Sohnes glitten. Wieder entſtand eine Pauſe, der junge Mann rührte ſich nicht, nur von Zeit zu Zeit lief ein Zittern durch ſeinen Körper. „So rede doch endlich,“ drängte die Mutter,„raffe Dich auf aus dieſem unerträg⸗ lichen Zuſtand! Suche Deine Leidenſchaft zu bekämpfen, ſei ein Mann! Du biſt noch jung, das Leben wird auch für Dich manche Freude bringen. Warte es nur geduldig ab. Er ſchüttelte den Kopf. „Ich kann nicht recht daran Mutter. Aber ich will verſuchen, ſteten, unverdroſſenen Arbeit Vergeſſen zu ſuchen. Alles ſoll von heute an anders werden, und ich hoffe, Du biſt ſpäter wieder zufrieden mit Deinem Sigmund. Was an mir liegt, ſoll geſchehen.“ 5 Er ſaß nun neben der Mutter, ihre Hand in die ſeinige nehmend. glauben, „So iſt's recht, mein Junge,“ lobte die alte Frau,„und nun, Kopf hoch! Wir werden in Zukunft feſt zuſammenhalten, nicht Sigi?“ Ueber ihr Geſicht huſchte ſchon wieder ein Lächeln. „Längſt h wiſſentſch junge Ma in der zurückzugewinnen, aber 5 mehr ich mich be⸗ werden. Das giebt meinen Gedanken eine beſtimmte Richtung und füllt meine freie Zeit aus. Noch heute beſorge ich mir das Nötige.“ „Ja, das iſt gut,— das freut mich!— Aber nun beichte mal ordentlich, was geſtern geſchehen iſt!“ Man ſah es der alten Frau an, es wollte ihr doch ein wenig bange werden vor dem, was ſie zu hören bekommen ſollte, aber es mußte ja ſein. „Verſchweige mir nichts, Sigmund, hörſt Du, ich will alles wiſſen. Dieſe Ungewißheit iſt nicht länger zu ertragen, ſie martet mich.“ Er ſenkte den Kopf, ein Zug peinlicher Verlegenheit malte ſich in dem hübſchen Geſicht. „Du haſt vermutlich geſpielt?“ begann die alte Dame reſolut, als er noch immer ſchwieg. Sigmund nickte nur. ö „Und,— und verloren?“. Wieder erfolgte ein Kopfnicken, ſtatt der Antwort. 8 „Wie groß iſt die Summe?“ Es ſchien, als würgte die alte Frau irgend etwas hinunter, ſie ſah angſtvoll zu dem Sohne hinüber, während die Hände nervös an der geſtreiften Schürze zupften. „Ich weiß nicht, Mutter,— ich habe wirklich keine Ahnung, wie hoch ſich meine Verluſte beliefen.“ N Er redete plötzlich ſchneller, als könnte er nicht raſch genug damit fertig werder:„Ich hatte immer gehofft, das Verlorene wieder müh ene te, das entfloh erhaſ che weiter wich es von mir zurück. Ich war halb wahnſinnig geſtern abend alles ſchwamm wie ein roter Nebel vor meinen Augen ich ſpielte und ſpielte, immer mit der verzweifelten Hoffnung mein Ungeſchick müſſe ſich wenden. Die ganze Woche hatte ich nichts als Verluſte gehabt, und doch zog es mich mit dämoniſcher Gewalt jeden Tag an den Ort, den ich fliehen ſollte. Ich wollte dort die quälenden Gedanken bannen, wollte vergeſſen lernen, was ich doch nicht vergeſſen kann. Ich habe die Sache eben ganz verkehrt angepackt, das iſt ſicher nicht das rechte Beruhigungsmittel, und ich möchte mich ſelbſt verachten ob meiner Schwachheit! Aber es iſt nun einmal geſchehen, ich muß ſehen, wie ich wieder herauskomme aus dem Sumpf, in den mich ein Irrlicht gelockt! Aber es ſoll wieder anders werden, Mutter, ganz anders! Alles wollte ich ertragen, wenn ich nur dieſem — Kloßmann nicht eine bedeutende Summe ſchuldig wäre! Das muß bezahlt werden, gleichviel auf welche Weiſe. Der Gedanke iſt mir unerträglich, gerade dem etwas ſchuldig zu ſein, den ich am meiſten haſſe von allen Menſchen auf der Welt!“ „Ja, aber woher ſollen wir denn jetzt eine größere Summe nehmen?“ fragte Frau Linde bang und beklommen. „Das weiß ich noch nicht, aber beſchafft muß ſie auf jeden Fall werden.“ Fortſetzung folgt. „ verhaften, weil ſie ihren Dienſtort ohne Er⸗ laubnis verlaſſen hatten. Mehrere Züge wurden während der Fahrt aufgehalten und Schüſſe auf ſie abgegeben. Das Kornenburger Eiſen⸗ bahn⸗Regiment iſt hierher abgegangen, um den Eiſenbahndienſt zu übernehmen. — Die Zahl der deutſchen Beamten für Poſt und Telegraphie beträgt nach der neueſten Zuſammenſtellung des Weltpoſtvereins 242000 Köpfe. Deutſchland wird darin von den Ver⸗ einigten Staaten von Nordamerika faſt erreicht, die 229 000 Poſtbeamte haben. An dritter Stelle ſteht Großbritanien mit 148000. Alle übrigen Staaten des Weltpoſtvereins haben weniger als 100000 Poſtbeamte. — In dem Dorfe Grendolis im Kanton Wallis ſind 20 Menſchen und 5 Häuſer durch einen Lawinenſturz begraben worden. — Eir in der Rotekreuzgaſſe zu Frankfurt 5 f 0 a gegen tauſend Eiſenbahnbeamte und Bedienſtete a. M. wohnender Hauſterer Bender hat ſeinen 2 kleinen Kindern anſcheinend in einem Anfall von Geiſtesſtörung die Kehle durchſchnitten, das 3. Kind und ſeine Frau ſchwer verletzt. Der Täter iſt verhaftet. — Graf Ferdinand Vetter von der Lilie, Bruder des öſterreichiſchen Reichstagspräſidenten, auf Schloß Hautzenbichl, Oberſteiermarkt, iſt infolge des Genuſſes von Froſchſchenkeln an Vergiftung geſtorben. Fünf andere Perſonen ſchweben in Lebensjahr. — Eine klare Frage. Der„Daily Tele⸗ graph“ zitiert folgenden hübſchen Dialog zwiſchen einem Staatsanwalt und einem Zeugen, welcher in einem kürzlich geführten Prozeß ſtattfand. Der Staatsanwalt fragt:„Haben Sie— ich weiß, Sie haben nicht, aber ich muß Ihnen die Frage ſtellen— am 24.— es war nicht der 24., ſondern der 25., aber das falſche Datum beruht auf einem Irrtum in den Akten — den Beklagten geſehen? Eigentlich handelt es ſich nicht um den Beklagten, ſondern um den Kläger, denn es liegt eine Gegenklage vor, aber das verſtehen Sie nicht— alſo: Ja? oder Nein? Die einzige Antwort des ſo be⸗ fragten Zeugen war ein langdehnendes:„Was?“ — Schmeichelhaft.„Aber meine Gnädigſte — halten Sie mich denn gar für einen Wolf im Schafspelz?“— Nein, nein, im Gegenteil—“ — Je nachdem. Richter:„Sie ſagen, Sie haben den Angeklagten ſein ganzes Leben lang gekannt.“— Zeuge:„Jawohl, Herr Richter.“— Richter:„Nun, glauben Sie, daß er fähig iſt, das Geld geſtohlen zu haben?“— Zeuge:„Wie viel war es denn?“ — Ohne Zweifel. Unteroffizier:„Was ſind Sie, Einjähriger???— Einjähriger: „Chemiker; Aſſiſtent am chemiſchen Labora⸗ torium.“— Unteroffizier:„Ach ſo! In ſo 'ner Waſchanſtalt!“ DDr m err Orts krankenkasse Seckenheim. Gemäß 8 66 unſeres Kaſſenſtatuts bringen wir na ſtehend den Rechnungs⸗ Abnahme derſelben in der heutigen Generalverſammlung zur öffentlichen Kenntnis der Beteiligten. abſchluß der Jahresrechnung 1903 nach Seckenheim, den 17. April 1904. Der Vorſtand: gez. Bühler. Ueberſicht über die Mitglieder, die Krankheits- und Sterbefälle etc. für das Zahr 1903. Nr. 2854. Wir Der Rechner: Merklein. Bekanntmachung. Streuverteilung betr. geben bekannt, daß die zugewieſene Streu bis 1. Mai ds. Js. aus dem Walde zu entfernen iſt. Seckenheim, 22. April 1904. 8 Bürgermeiſteramt Volz. g Geflügelzucht⸗ Genossenschaft Seckenheſm. Diejenigen Mitglieder, welche durch die Genoſſenſchaft rebhuhn⸗ farbige Italiener-Kücken, und Kückenfutter beziehen wollen, möchten ſich baldigſt beim Vorſtand ſowie Torfmull, Fleiſchfuttermehl Zahl der Mitglieder am:] männl. weibl. Im Laufe des Jahres: melden. 5 J. Jan.(Jahresanfang) 617 869 Erkrankungsfälle: St nh 88 t I. Meß. i ol der männl. Mitglieder 314 20 Ute 1. Apri. 1 ee eee ee die Knaben billigſt bei n „ Voiðvo eee Große Auswahl. E. Werber 1 ün 5 5 9 690 209 7 17 8 9 J 57 221 der männl. Mitglieder 4973. 15 7 7 W 670 250 der weibl. Mitglieder 1829 121 12 1. September 8 5 660 219 3 5 i ee, Seele bülzinscne PTapardte. Drogen 1 8. 991 175 der männl. Mitglieder 5 f U. 1. Dezember 5 1 ibl. lt 3 2 2 81. Dezbr.(Jahresſchluß)]! 584 203 der weibl. Mitglieder 5 e F Rechnungs⸗Abſchluß Samtliœ D 50 SKerwWaaren I. Kaſfenrechnung. 1 für den freien Verkehr, 8 Artikel zur Krankenpflege, Einnahmen Mark Pfg. Ausgaben: Mark Pfg. Verbandſtoffe, Kindernährmittel, Medizinal⸗ und Kranken⸗Weine 1. Kaſſenbeſtand am An⸗ 1. Für ärztliche Behand⸗ zu haben in der fang des Rechnungs⸗ ung 3868 16 8 2— lahts 5 J 2487 852. Für Arznei und ſonſtige Medizinal⸗ ToOgerie 3. Domhof. 2. Zinſen und Capitalien 25 50 eilmittel 3024 35 6 5 9 3. Geſamtbeiträge.. 18167 86 3. Krankengelder ö-T. Stenz, Ladenburg, i 4. e 3 1955 8 an Aug 9 0 8385 87 währte Krankenunter⸗ 4 an Angehörige der ſtü„„ Mitglieder 18855 E 1. I 9 5. Brruicge ogene Spar⸗ 4. Unterſticzungen an Ip e un 0 kaſſenefnſa e M 2000 Wöchnerinnen 562 20 Bringe mein und darf aus dem 5. Sterbergeldern 378— 5. Reſervefond Mk. 874.50 2874 50[ 6. Kur⸗ u. Verpflegungs⸗ 1 a 6. Sonſtige Einnahmen gelder an Krankenaͤn⸗ 5 111 ann Weln- Un 0 ueufr- a 07 0 5 1 80 5245 22 7 Grahl i 95 7 0 arun eſor⸗ Erſatzleiſtun Ur ge⸗ 8 1 1 1 gung der Invaliden⸗ währte eee in empfehlende Erinnerung und halte mich den hieſigen Wirten, ſowie und Alters Verſiche⸗ ſtüthungen... 359 20 Privaten beſtens empfohlen. Mache beſonders auf meine billigen rung Mk. 329.27 5„ 0 47 52 Sognac's aufmerkſam. Dieſelben ſind nach Charente⸗Methode her⸗ 5 1110 Zufü 1118 zum geſtellt, ſind naturrein und vollſtändig frei von ätheriſchen Oelen und Reſervefond Mk. 874.50] 2000— Eſſenzen und zeigen genau die Type der echten Charente⸗Deſtillate: 10. Verwaltungsausgaben„Sämmtliche Cognaes entſprechen dem am 1. Okt. 1901 in Kraft W 5 5 getretenen Geſez für Wein und weinhaltige Getränke und können darunter ausſcheid⸗ niemals beanſtandet werden. 0 bare 0 1 Leopold Schaffner, von in⸗ 3 10 1 15 0 Wein⸗ u. Branntweinhandlung. verſich. 1— 75 142 a b. ſächllche Gute Qualtät Prima Futternmehl, a im Ganzen. 264 09 4 1 8 a 11. Sonſtige Ausgaben 5164 18 ax 0 e N Korn⸗Kleie, Weizen⸗Aleie Summa der Einnahme 29120 37 Summe der Ausgaben 27452 77 5 ſowie f jedes Quantum, zu den höchſten f 8 Abſchluß: Tagespreiſen franko Mannheim ge⸗. gemiſchte Kleie Summa aller Einnahmen.... Mek. 29 120.87 liefert kauft gegen Caſſa 0 u a f Summa aller Ausgaben Mk. 2745277 Jacob Secol Bäckerei Berlinghof, Bleibt Kaſſenvorrat am Schluß des Rechnungsjahres Mk. 1687.60 Jaeo cola, Kaufmann — 0 a Ladenburg. 5 Schaffner Nachf. II. Vermögensausweis Ferner eine Partie Gußſtahl⸗ f für den Schluß des Rechnungsfahres 1903. ſenſen verkauft billigſt 0 gebrauchte Das Vermögen der Kaſſe ſetzt ſich zuſammen wie folgt:* e es b Pritschenrolle a. Baares Geld am Schluß des Jahres 1903 Mk. 1667.%% ä DDr 1 b Sparkaſſeneinlage 7275 Mk. 1305.51 2. Paſfiva eine. Es blieb ſomit reines Vermögen Nach dem vorigſährigem Abſchluß war vorhanden. a 5 ſomit Ueberſchuß der Aktiva oder Vermehrung Mk. 278.97 Mk. 2180.01 Mk. 1305.51 Der Reſervefond betrug voriges Jahr dieſes Jahr 71„ 1 75 zuſammen Mk. 2973.11 Mk. 2978.11 Mk 2694.14 Schätzung von 40% leihen durch ö Verminderu Kapitaljen auf I. Hypothek bis 65% der 10 auszu- 1 M. Rennwald, LSirchheim.- Heidelberg. ca. 30 Ctr. Tragkraft, billig abzu⸗ geben. Von wem? ſagt die Exped. ds. Blattes. Möblirtes Zimmer 1 * Zwangs Verſteigerung. Dienstag, den 26. April 1904, Parmittaas 10 Uhr werde ich in Seckenheim am Nauthauſe gegen baare Zahlung im Voll⸗ ſtreckungswege öffentlich verſteigern: 1 Mineralwaſſer-Apparat mit ſämtlichem Zubehör, 1 große Partie Lodawaſſerflaſchen nebſt Käſten, 1 vollſt. Ladeneinrich⸗ . kung, 1 Zimmerofen, 1 Küchenherd, 1 Derimalwaage, Spererei⸗ waage, Mehlwaage mit Gewichten, 1 Handwagen und ſonſt g Verſchiedenes. ö 0 Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt. Seckenheim, den 22. April 1904. Gerichtsvollzieher Brehme. Mänmner⸗Geſang⸗Verein 0 Seckenheim. Feſtbuch ſoll ein IJiuſeraten⸗Anhang aufgenommen werden. 8 Diejenigen hieſigen Geſchäftsleute, welche hiervon Gebrauch machen 5 wollen, werden erſucht, das betr. Inſerar bis Dienstag Abend in der Buchdruckerei ds. Bl. oder bei Unterzeichnetem abzugeben. Der Vorſtand. 1 n eee für die Frühiahr⸗ und Fommer⸗Saiſon hatte ich Gelegenheit große Partien reinwollene Damen-Kleiderstoffe C ſehr vorteilhaft zu erwerben und gebe ich dieſelben zu enorm 8 9 billigen Preiſen ab; es ſind ſtreng moderne Sachen wie: 5 1 Voile, Natte, Satins, Alpacca u. s. W. 1 Reſte in Waſchſtoffen ſpottbillig, V ebenſo vorteilhafte Partien in . Herren- und Knaben-Anzügen. . J. Lindemann, 5 * F 2, 2 Mannheim F 2, 7 . In das anläßlich unſeres Stiftungsfeſtes am 6. Mai erſcheinende 5 Fc Tasten Ta 18 Eduard Merklein, Seckenheim empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in fertigen Hoſen, Bluſen, ſowie blauen Anzügen ferner fertige Hemden für Männer, Frauen und Knaben. Sommer- u. Winterhemdenstoffe Waschstoffe für Kleider und Bluſen, Schürzen Druekkattune und farbige Cattune. Nähmaschinen für den Hausgebrauch und induftrielle Zwecke jeder Art. Mustergitige Konstruktion! Einfache Handhabung! Im Jahre. 1903 allein in Deutſchland: Sieben höchste Auszeichnungen. 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