Anxeig eblatt für Seckenheim ung Npesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg Nedaktiau, Druck und Verlag van bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. ö 4 J. Helfrich in Feckenheim. Nr. 38. Mittwoch, den II. Mal 1904. J. Jahrgang Ses Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Petersburg, 8. Mai. Hierher wird Kämpfen am Jalu am Kopf verletzt wurde. Die ruſſiſchen Verluſte werden hier auf 45 Offiziere und 680 Mann angegeben. 600 Mann, darunter 6 Oberſte und ein Oberſtleut⸗ nant ſind verſchwunden. London, 8. Mai. Das Reuterſche Bureau meldet aus Tokio: Die Japaner haben am Freitag Föngwangſchön genommen. Die bevor dieſe ſich von ihrer Niederlage am Jalu erholt hatten. In Anbetracht, daß Föngwang⸗ ſchön die zweite ruſſiſche Verteidigungslinie war, war man auf einen erbitternten Kampf gefaßt. London, 8. Mai. Aus Schanghai wird telegraphiſch gemeldet, es verlaute dort, daß die Japaner den nördlich bei Port Arthur ge⸗ legenen Ort Talienwan erobert haben. Port Arthur iſt jetzt zu Lande und zu Waſſer ab⸗ geſchnitten. London, 9. Mai. Nach Meldungen aus Söul betragen die ruſſiſchen Verluſte bei Kiulientſcheng am Jalu das dreifache der japaniſchen. Die ruſſenfeindlichen Chineſen, bei denen über die japaniſchen Erfolge viel Freude herrſcht, bereiten den Ruſſen Schwierig⸗ keiten. Beim Rückzug wurden ruſſiſche Ver⸗ wundete von chineſiſchen Laſtträgern und Führern verlaſſen und die Bagage geplündert. Aus Nah und Fern. “ Seckenheim, 10. Mai. Das vom hieſigen Männer⸗Geſang⸗Verein abgehaltene Sängerfeſt mit Preiswettſingen nahm, wie vorauszuſehen war, trotz der Witterung einen ſehr ſchönen Verlauf. Am Samstag Abend nach 8 Uhr fand Fackel⸗ zug nach dem Schloß ſtatt, welchem ſich kühlen Witterung recht gut Nach dem Eröffnungsmarſch und einem „Lob des Geſanges“ erfolgte durch den Vor— ſtand des feſtgebenden Vereins, Herrn Thomas Möll, die Begrüßung der zahlreichen Anweſen⸗ berichtet, daß General Kaſchtalinski bei den ungünſtigen ein Feſtbankett anſchloß, welches trotz der beſucht war. verkündeten in aller Frühe Böllerſchüſſe und 1 Tagesreveille. Die Begrüßung der auswärti⸗ Geſangsvortrag des Männer⸗Geſang⸗Vereins nen werden und hatten ſich auswärtige Gäſte, den. In längerer gut durchdachten Rede ſchil- Zähringer Hof begann nach 9 Uhr das Preis⸗ derte der Vortragende die Leiſtung und Be⸗ wettſingen, an welchem ſich 23 Vereine beteilig⸗ deutung des Volks- ſpez. des Männergeſangs, ten. Preisrichter waren die Herren Hofkapell⸗ um ſodann auf die Gründung und Geſchichte meiſter Langer⸗Mannheim und Profeſſor Scheid⸗ des Vereins einzugehen. Derſelbe wurde im Karlsruhe. Bei dem um ½2 Uhr im Gaſt⸗ Jahre 1861 von den Herren L. Hauck, L. Pfiller, haus zum Löwen ſtattgefundenen Feſteſſen Seb. Hörner, Jak. Seitz, M. Seitz, M. Hirſch, toaſtete Herr Bürgermeiſter Volz auf S. K. Jak. Hörner, Joh. Gg. Volz, G. L. Seitz, Hoheit den Großherzog und fand der Toaſt Raufelder, M. Sturm und M. Frey im Gaſt⸗ begeiſternden Widerhall. Herr Vorſtand Möll haus zum Lamm gegründet und war erſter gedachte dankend dem Feſtausſchuß und den Dirigent Herr Hertel aus Ladenburg. Von Herren Preisrichtern. Leider konnte der Feſt⸗ den Gründern leben noch die Herren Math. zug den beabſichtigten Weg nicht einſchlagen, Japaner machten einen Angriff auf die Ruſſen, Hirſch, Math. Frey und Gg. Leonh. Seitz. Nach da eingetretener ungünſtiger Witterungsverhält— f Schilderung der Geſchichte des Vereins dankte niſſe halber derſelbe bedeutend verkürzt werden Herr Möll allen Freunden und Gönnern des mußte. Trotz der ungünſtigen Witterung ent⸗ Vereins für die Mithilfe am Zustandekommen wickelte ſich auf dem Feſtplatze bald ein reges des Feſtes, vor allem den Stiftern der koſtbaren] Leben und darf die dort verſammelte Menſchen⸗ Ehrenpreiſe: der Gemeinde Seckenheim, Militär⸗ menge gewiß auf 3000 Perſonen geſchätzt verein, Herrn Geh. Legationsrat Dr. Seitz, werden.— In feiner Feſtrede, welche Herr Frauen von Seckenheim, Ehren⸗Ausſchuß, Carl Berlinghof hier hielt, begrüßte Redner Brauerei Edingen, Zimmerſchützengeſellſchaft, zunächſt die zahlreichen Anweſenden. Sodann Löwenwirt Hr. Seitz, Jungfrauen, Radfahrer⸗ ſchilderte er in flottem Vortrag und gewählten SGeſellſchaft, Stammgäſte im Löwen und Worten die Geſchichte des Geſanges vom Wirte Seckenheims. Herr Jak. Eder, grauen Altertum bis zur Jetztzeit und beſonders der Vorſtand des Sängerbundes, überbrachte die Entwickelung des deutſchen Volksgeſanges die Grüße und Glückwünſche des genann⸗ und ſeine Bedeutung im deutſchen Volksleben. ten Vereins und Herr Vorſtand Heinrich— Die Verteilung der Diplome, Medaillen 4 85 r 95 8 1 9 15. Bihler 950 und Ehrenpreiſe brachte folgendes Reſultat: In Foaſt des Herrn Alb. Bühler galt den Landververeine unter 25 Sänger: ö a 5 ger: Frauen und Jungfrauen Seckenheims. Gut Germania Wallſtadt 1. 4 Preis und durchgeführte Männerchöre des feſtgebenden 5. 6 ins Sz in Ehrenpreis der Stammgäſte mit 28½ Punkten. Vereins und des Geſangvereins Sängerbund in Liederkranz Wallſtadt 1. B Preis und Abwechslung mit muſikaliſchen Aufführungen g f der. bekannten 2 e ö N des Herrn Seitz(Löwenwirt) mit ö unkten. ſorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung. 3. Beſondere Anerkennung verdienen auch die Liederkranz Friedrichsfeld 1. C Preis und exakt und ſchön vorgeführten turneriſchen Auf⸗ Ehrenpreis der Edinger Aktienbrauerei mit führungen der beiden Turnvereine, insbeſondere 33 Punkten. N i die Pe und Marmorgruppen. Recht Liederkranz Asbach 2. A Preis mit 35 ¼ effektvoll wirkte auch die von Herrn Maler⸗ Punkten. i B meiſter Mich. Weiß und Herrn Buchbindermſtr. Germania Feudenheim 2. B Preis mit 37 Krauß aus Ladenburg arrangirte Schloßbeleuch⸗ Punkten. f 5 tung. Leider zwang die eiſige Witterung nur Sängerbund Heddesheim 2. C Preis mit allzu bald zum Aufbruch.— Den Hauptfeſttag 40 Punkten. Landvereine über 25 Sänger: Aurelia Ilvesheim 1. A Preis und Ehren⸗ gen Vereine konnte ſchon recht frühzeitig begon⸗ p preis des Ehrenausſchuſſes mit 22½ Punkten. Liedertafel Plankſtadt 1. B Preis und da ſchönes Wetter in Ausſicht ſtand, zahlreich Ehrenpreis der Schützengeſellſchaft mit 27 eingefunden. Im dichtgefüllten Saalbau zum Punkten. 3 Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 5 30)(Nachdruck verboten.) „Aber er konnte es nicht ändern, ſo viel Mühe er ſich auch gab, und oft fragte er ſich angſtvoll, ob es nicht doch beſſer wäre, die Verlobung rückgängig zu machen. Freilich, einen Höllenſkandal würde es geben, das ver⸗ hehlte er ſich keineswegs aber war derſelbe nicht einem Leben voll Lüge und Verſtellung vorzuziehen? Doch ſeine Schulden, an die er bisher kaum noch gedacht! Würden die Eltern ſeiner Braut nicht unverzüglich ihr ſeine eigene Stimme erſchrak.„Will ich denn wirklich heiraten?“ ſetzte er ſein Selbſtgeſpräch fort. Aufſpringend lief er im Zimmer hin und her.„Aber es wäre doch eine Nieder⸗ trächtigkeit, eine Schändlichkeit! Nein,— nein,— es giebt kein„Zurück“ mehr, darum nur vorwärts,— vorwärts!“ So vergingen ein paar Wochen. Sigmund hatte Eva nicht wiedergeſehen ſeit jenem Abend, an dem ſie vergebens ſeine Hilfe erflehte. Er wich einer Bewegung aus, wo er immer konnte und weigerte ſich auch ganz entſchieden, mit ſeiner Braut Beſuch bei ihr zu machen, wie Hilda es durchaus wollte. Die Letztere ſchmollte deswegen ein paar Tage mit ihrem Verlobten. Er gab keinen ſtichhaltigen Grund für ſeine Weigerung an, konnte keinen angeben, folglich Groſchen, die jene Dir bezahlt hätten, ver⸗ zichten. Mama ſagt alle Tage, wenn Du gar nichts verdienteſt, hätten wir doch zu leben. Geld iſt genug da!“ „Ich werde aber etwas verdienen“ fuhr er gereizt auf,„von dem Gelde meiner Frau lebe ich nicht! Es wäre erniedrigend, und ich habe noch nie daran gedacht.“ „Nun ja, wie Du nun gleich wieder biſt,“ beruhigte Hilda,„es war doch gar nicht ſo gemeint. Mama ſagte es auch blos für den Fall, daß Du nichts verdienen könnteſt. Ich weiß es ja, daß Du mich aus Liebe nahmſt, und nicht des Geldes wegen.“ Sigmund wurde ſehr rot, doch ſie bemerkte es nicht, denn ſie ſchmiegte ſich an ihn, und zum erſten Male ſeit der Verlobung küßte er Geld zurückfordern? Wären ſie dabei nicht pollſtändig im Rechte? Und welches Recht hatte er denn, ein unſchuldiges, vertrauendes Mädchen in ſolcher Weiſe zu kompromittiren?— Solche und ähnliche Gedanken quälten den jungen Mann ſters, wenn er in ſeinem ein⸗ ſamen Zimmer ſaß und zu arbeiten verſuchte. Das wiſſenſchaftliche Werk, das er ſchreiben wollte, war über die erſten Seiten noch nicht hinausgekommen. Immer warf er ungeduldig die Feder wieder hin, wenn er ſie kaum in die Hand genommen.„Wenn ich erſt verheiratet bin,“ tröſtete er ſich. Würde es dann anders werden?„Es muß“ ſagte er ganz laut, daß er beinahe über war es lediglich Eigenſinn von ihm. Warum ſollten ſie als Nachbarskinder denn nicht gegen⸗ ſeitig weiter miteinander verkehren?“ Gerade an dem Beſuch bei Eva lag Hilda ſehr viel; denn ſie wollte der Freundin vor Augen führen, wie glücklich ſie war. Aber es Einen Tag ſpäter traf Sigmund ſeine kam dennoch nicht ſo weit. Verlobte in hellem Zorn. Ihre Augen fun⸗ Und nun erzählte Hilda ihrem Verlobten, kelten boshaft, ſie ballte das Taſchentuch in daß„die Abendroths“ einen andern Arzt ge⸗ der Hand zu einem Knäuel zuſammen. 5 nommen hätten,„aus Zorn natürlich“, fügte„Denke Dir,“ rief ſie lebhaft,„ich komme ſte hinzu.„Siehſt Du, um die Kundſchaft gerade von Eva. Ich bat ſie, einige Stickereien haſt Du Dich nun gebracht, weil Du keinen für meine Ausſtattung zu übernehmen, wir Beſuch machen mochteſt! Pah,“— ſie ſchnippte bekommen die Sachen nicht fertig. Aber was mit den Fingern und machte ein höchſt ver⸗ denkſt Du, was geſchah? Eva wies mich ächtliches Geſicht,—„wir können auf die paar kurz und bündig ab! Die Bettelprinzeſſin! ſeine Braut innig. Sonſt berührte er kaum flüchtig ihre Stirn. Er fühlte ſich im tiefſten Herzen beſchämt durch diefe Worte, denn er wußte es, daß Hilda niemals ſeine Braut ge⸗ worden, wenn ſie— arm geweſen wäre. 8 . 8 7 e Männergeſangverein Rohrbach 1. C Preis und Ehrenpreis der Wirte mit 30 Punkten. Germania Edingen 1. D Preis mit 31 Punkten. Sängerbund Reilsheim⸗Bammenthal 1. E. Preis mit 34½ Punkten. Liederkranz Bammenthal 2. A Preis mit 37 Punkten. Liederkranz Seckenheim 2. B Preis mit 41 Punkten. Landvereine über 35 Sänger: Liederkranz Reichartshauſen 1. A Preis und Ehrenpreis des Hrn. Legationsrats Dr. Seitz mit 26 Punkten. Sängereinheit Nußloch 1. B Preis und Ehrenpreis der Radfahrergeſellſchaft mit 27½ Punkten. i f Sängereinheit Altrip 1. C Preis mit 33 Punkten. Liederkranz Oppau 2. Preis mit 41 Punkten.. Stadtvereine unter 35 Sänger: Harmonie Mannheim 1. A Preis und Ehrenpreis der Gemeinde mit 21 Punkten. Geſangsabteilung Gemütlichkeit Ladenburg I. B Preis und Ehrenpreis des Militärvereins mit 24 Punkten. Sängerbund Blankenloch 1. C Preis mit 27 Punkten. Stadtvereine über 35 Sänger: Liedertafel Weinheim 1. A Preis und Ehrenpreis der Frauen mit 24 Punkten. Liederkranz Wiesloch 1. B Preis und Ehrenpreis der Jungfrauen mit 24 Punkten. Liederkranz Hockenheim 2. Preis mit 35½ Punkten. Der Feſtball abends im Löwen und Zäh⸗ ringer Hof war ſehr gut beſucht.— Trotz der ungünſtigen Witterung war das Reſultat des Sängerfeſtes des Männergeſangvereins ein recht befriedigendes und darf Vorſtandſchaft und Feſtausſchuß das Lob, das Ganze recht ver⸗ ſtändnisvoll und praktiſch arrangirt zu haben, nicht vorenthalten werden. Anerkennung ver⸗ dienen auch die hieſigen Wirte, welche durch flotte Bedienung und Verabreichung von guten Speiſen und Getränken bei den Feſtgäſten, wie man von dieſen allſeitig hören konnte, in guter Erinnerung ſtehen. Daß der Bitte des feſt⸗ gebenden Vereins um Schmückung und Beflag⸗ gung der Häuſer allgemein entſprochen wurde, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. (2) Seckenheim, 10. Mai. Die alte katholiſche Kirche hier iſt nun mit Ausnahme des Turmes vollſtändig niedergelegt und es be⸗ innen bereits wieder die Grabarbeiten für die Funden des zweiten Teiles des Neubaues. Um nämlich den Bau einer Notkirche zu ſparen, hatte man ſich entſchloſſen, die neue Kirche in zwei Hälften zu bauen, von denen die eine ſo weit fertig geſtellt iſt, daß jetzt nach dem Ab⸗ bruch des alten Gottes hauſes daſelbſt der Gottesdienſt gehalten werden kann. Bei den Fundamentierungsarbeiten wurden an der Stelle des alten Chores eine Anzahl Gruften mit ziemlich gut erhaltenen Särgen bloßgelegt, die wahrſcheinlich Angehörige der freiherrlichen Familie von Stengel in ſich bergen. Schon im vorigen Jahre ſtieß man auf eine Gruft, in welcher die irdiſchen Ueberreſte von zwei Vorfahren der Grafen von Lurxburg beigeſetzt waren. f [Seckenheim, 7. Mai. Die Geſammt⸗ einwohnerzahl Rheinaus beträgt nach einem Berichte in dieſer Nummer unſeres Blattes 2978. Seckenheim iſt am 1. Mai durch Ge⸗ burtenüberſchuß und Zuzug auf ca. 4850 Ein⸗ wohner geſtiegen, hiezu Rheinau 2978, ſo daß die Einwohnerzahl der Gemeinde 7828 beträgt. Seckenheim(Sammtgemeinde) war ſchon bei der Zählung 1900 die größte Ortsgemeinde und an 18. Stelle, wenn man die Gemeinden im Großherzogtum nach der Einwohnerzahl aufzählte; nunmehr ſteht es zweifellos an 16. Stelle, da es Schwetzingen und Kehl überflügelt hat und Villingen mit 7819 Seelen am 1. Dezember 1900 gleichkommen wird. * Seckenheim, 10. Mai. Geſtern Abend fiel das 7½ Jahre alte Söhnchen des Herrn Karl Kaſpar Seitz in der Friedrichsſtraße beim Verſteckensſpielen von der Scheuer und erlitt einen Schädelbruch, welcher den ſ ofortigen Tod des bedauernswerten Kindes zur Folge hatte. Mannheim, 9. Mai. Am 7. d. Mts., vormittags entſtand in einem Hauſe der Rhein⸗ 1 dammſtraße eine Gasexploſion dadurch, daß ein Arbeiter an einer neugelegten Gasleitung vor dem Ableuchten derſelben vergeſſen hatte, im 3 Stock eine Oeffnung zu ſchließen. Bei der Exploſion erlitt der Arbeiter ſtarke Brand⸗ wunden im Geſicht, auch wurden mehrere Fenſterſcheiben und Türfüllungen zertrümmert. — Heute früh verübte eine hier wohnhafte, 19 Jahre alte, ledige Einlegerin einen Selbſt⸗ mordverſuch dadurch, daß ſie ſich bei der Nachenüberfahrt unterhalb der Friedrichsbrücke in der Neckar ſtürzte. Die Tat wurde jedoch noch rechtzeitig bemerkt, das Mädchen wurde aus dem Waſſer gezogen und in ſeine Wohnung verbracht. Mannheim, 7. Mai. Die Jahreszufuhr an Schweinen auf dem ſtädtiſchen Viehhof iſt von 29,000 Stück des Jahres 1902 auf 105,000 Stück im Vorjahre geſtiegen. Für dieſe enorme Zufuhr reichen die vorhandenen Stallungen nicht mehr aus, ſo daß weitere Haller mit einem Aufwand von 150,000 Mk. erſtellt werden müſſen. Heidelberg, 7. Mai. Mit dem Bau der Neckarbrücke für die Nebenbahn nach Weinheim wird es nunmehr ernſt. Die Pläne liegen bereits dem Bezirksamt und dem Stadt⸗ rat zur Einſicht vor. Die Brücke wird etwa 2½ Kilometer unterhalb der neuen Brücke errichtet. Karlsruhe. Nachdem die Bauunter⸗ nehmer und Maurermeiſter die Forderungen der Maurer nicht bewilligt haben, hat heute Morgen der von den letzteren angekündigte Streik begonnen. Die ausſtändigen Maurer haben ihre Arbeitsſtellen mit ihrem Arbeits⸗ beſchäftigt zur zeug verlaſſen. Sie begaben ſich heute Morgen in das in der alten Brauerei Heck(Kaiſer⸗ ſtraße) befindliche Streikquartier. Uebrigens ſind nicht alle Maurer in den Ausſtand einge⸗ treten und es ſtehen deshalb nicht alle Bau⸗ ſtellen leer. Ein Teil der Leute arbeitet nach wie vor an den alten Bauſtellen oder wird von den Bauunternehmern an andern Bauten Ergänzung der durch den Streik geſchwächten dortigen Maurerzahl. Im ganzen ſtreiken rund 900 Mann, während 500 weiterarbeiten. Die Gerüchte über Konſig⸗ nierung des Militärs oder ſchärfere Polizei⸗ maßregeln und Beorderung von polizeilichen Verſtärkungen entbehren der Begründung. Bruchſal, 9. Mai. In dem Schnellzug, der 8.25 Vorm. von Heidelberg hier eintrifft, wurde geſtern ein jüngerer Mann gefunden, der ſich erſchoſſen hatte. Er ſtarb, noch ehe man die Anſtalten zu ſeiner Verbringung ins Spital treffen konnte. Der Selbſtmörder war ein Zuckerbäcker aus dem Württembergiſchen. forzheim, 9. Mai. Heute früh gegen 5 Uhr wurden zwei Bäckerlehrlinge namens Friedrich Spöhr und Wilhelm Schmalacker verhaftet, als ſie von der neuen Gleisüber⸗ führung bei der Iſpringer Landſtraße mit Steinen nach dem Orientexpreß⸗ und einem Perſonenzuge warfen. In einem Zuge wurde eine Scheibe zertrümmert. N Ettlingen, 9. Mai. Das dem Frei⸗ herrn v. Seldeneck gehörige Kurhotel zur „Wilhelmshöhe“ iſt um den Preis von 100 000 Mk. an einen Herrn aus Baſel ver⸗ kauft worden. Frhr. von Seldeneck kaufte dasſelbe für 130000 Mk. Das Hotel ſoll jetzt in ein Erholungsheim umgewandelt werden. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 6. Mai 1904.) Das Geſuch des Schmieds Chriſtian Schweiß in Rheinau um Erlaubnis zum Be⸗ trieb der Schankwirtſchaft mit Branntwein⸗ ſchank zum alten Relaishaus in Rheinau wird befürwortet und die Bedürfnisfrage für die längſt beſtehende Wirtſchaft bejaht. Die amtliche Schätzung eines Anweſens von Seckenheim wird vorgenommen. Gegen die Aufnahme des Peter Hoock in den badiſchen Staatsverband werden keine Be⸗ denken erhoben. Die Uebernahme des von Phil. Volz, Martin Sohn, gepachteten Grundſtücks, Lager⸗ buch⸗Nr. 4421, O.⸗Z. 36, durch Johann Peter Seitz, Kaſpar Sohn, als Afterpächter wird ge⸗ nehmigt. Man nimmt zur Kenntnis, daß Rheinau am 1. Mai 1904 2978 Einwohner zälte. Die Unterhaltung der Gemeindegebäude pro 1904 werden übertragen wie folgt: Die Maurerarbeiten an Leonhard Volz um 140.75 Mk. die Pfläſtererarbeiten an Weiß& Kloos um 3.35 Mk. pro qm neues Pflaſter Als ob man nicht wüßte, daß ſie oft das Brot über Nacht nicht im Hauſe haben! Weiſt mich ab— mich! Iſt das nicht uner⸗ hört? Wir hätten ihr die Arbeit ſelbſtver⸗ ſtändlich gut bezahlt, Mama iſt nicht kauſerig in dieſer Beziehung! Wenn Eva die Be⸗ ſtellung ſchon nicht aus Freundſchaft für mich übernehmen wollte, ſo doch des Verdienſtes wegen! Aber ich weiß ſchon, es iſt der pure Neid, weil ſie Dich nicht bekommen hat. Du hätteſt ſie nur ſehen ſollen, mit welch' hoch⸗ mütiger Miene ſich mich abwies. Eine Fürſtin konnte nicht ſtolzer ſein.“ „Es tut mir leid, Hilda,“ ſagte ſie zu mir,„aber dieſen Auftrag kann ich nicht über⸗ nehmen.“„Ja warum denn nicht,“ fragte ich ganz überraſcht. genug, ich kann nicht!“ entgegnete ſie.„Du willſt nicht, das iſt wohl richtiger,“ rief ich ge- reizt.„Nun gut— ja, ich will auch nicht!“ antwortete ſie, und dabei blieb ſie, trotz meiner Bitten, und trotzdem ihre Mutter ſie ermahnte, nachzugeben. „Was ſagt Du dazu, Sigmund?“ Der Angeredete fuhr auf, als hätte er geträumt. Er begriff, daß Eva nicht helfen wollte, gerade ſeine Wohnung auszuſchmücken. Sie hatte ihn geliebt, das war klar, wenn er auch noch immer nicht wußte, weshalb ſie ihn abgewieſen. Und da befand er ſich ſchon wieder mitten in ſeinen Gedanken. Er ſah ſich am Bette der alten Frau ſitzen, Eva ihm gegenüber, das lächelnde e braunen, ſchönen Augen auf ihn gerichtet „Erlaß mir die Antwort, Geſicht ihm zugeneigt mit einem Ausdruck, ſo ſüß, ſo glückverheißend, ſo ſtrahlend. Hatte ſie mit ihm geſpielt?— Er fuhr ſich über die Stirn. Fort— fort mit den Gedanken— vorbei— es war alles aus! 5 Hilda beobachtete ihn ſcharf. „Woran denkſt Du?“ fragte ſie. Ich— o— an nichts— doch ſage, wie befindet ſich Evas Mutter? Geht es ihr beſſer?“ „Iſt das nun eine Antwort auf meine Frage? Geh doch hinüber und erkundige Dich! Das gnädige Fräulein wird Dir gewiß gern die gewünſchte Auskunft geben! Sie iſt ja ſo arm und verlaſſen, und das webt immer eine Art Glorirnſchein um die Stirn einer ſolchen Dulderin!“ „Hilda!“ i Er rief es faſt drohend, auf ſeiner Stirn ſchwoll eine blaue Ader. Hilda hing ſich ungeſtüm an den Hals ihres Verlobten.„Verzeihe, ich wollte Dich nicht kränken, aber eiferſüchtig bin ich auf Eva, ſchrecklich eiferſüchtig! Sie iſt ja auch viel ſchöner als ich und klüger,— ich weiß es, und es hat eine Zeit gegeben, intereſſirtet Euch für einander. ich Eva, nicht ſie gewählt haſt. heit, Sigmund, Du liebteſt Eva?“ „Nein,“ klang es hart. rot bei dieſer Lüge. wie es um ſein Herz ſtan wo ich glaubte, Ihr O, da haßte und beinahe,— wenn ich ernſtlich an. Frau Sennebach hatte dafür geſorgt, daß nachdenke, weiß ich nicht, warum Du mich und es für die ſchauluſtigen, neugierigen Nachbarn Sage mir die Wahr⸗ Er wurde nicht Hilda durfte nicht ahnen, das ſah er jetzt ein. Sie würde ſich um ihn gequält haben, hätte ſie es gewußt. Auch hoffte er noch immer, eine Ausſprache mit Eva herbeiführen zu können, damit ſie ihm wenigſtens die Be⸗ handlung ihrer Mutter wieder übertrug. Er redete ſich ein, es leiteten ihn ganz uneigen⸗ nützige Gründe. Wie konnte das arme Kind von ihrer Hände Arbeit, die ſo ſchlecht bezahlt wurde, auch noch die Koſten für einen Arzt beſtreiten? Was kümmerte ſich ein fremder W darum, ob ſie die Mittel beſaß oder nicht? i Sigmund wollte ihr auch ſagen, daß ſie Hilda gegenüber nie ein Wort von dem er⸗ wähnen durfte, was zwiſchen ihm und Eva vorgefallen war, und noch ſo manches Andere hatte er zu beſprechen. Er wollte es ſich nicht eingeſtehen, daß die Sehnſucht ihn immer noch zu dem ſchönen Mädchen zog. Und doch, in der andern Stunde fragte er ſich wieder mit tiefer Bitterkeit:„Was geht mich eigentlich Eva noch an? Sie wies mich ab,— hat mich wahrſcheinlich nie geliebt. Sie trachtete vielleicht nach einem reicheren Gatten.“ Golden und klar brach der Hochzeitstag viel zu bewundern gab. Cort etzung folgt.) 1 um 90 Pfg. pro qm altes Pflaſter die Sattlerarbeiten an Joſef Spieß f um 48 Mk. die Schreinerarbeiten an Philipp Hauck 5 15 um 39.30 Mk. die Tüncherarbeiten an Philipp Weißling um 278.70 Mk. Verſchiedene Verwaltungsangelegenheiten werden erledigt. g Eine Anzahl Rechnungen werden zur Zahlung angewieſen. d Vermiſchtes. Altrip, 7. Mai. Vorgeſtern fiel die Ehefrau des Schiffers Heinrich Gutjahr, Mar⸗ gareta geb. Maus aus Gernsheim(Heſſen) an dem Einladeplatz der Gebr. Baumann in Altrip über Bord und ertrank. Für die Auffindung der Leiche ſind 100 Mark Belohnung aus⸗ geſetzt. Zweibrücken, 7. Mai. Einen wahren Gänſeappetit entwickelte geſtern Abend ein junger Mann im Deutſchen Haus, der ſage und ſchreibe nicht weniger als 13 Köpfe Kopf⸗ ſalat ohne irgend welche andere Speiſen„ver⸗ tilgte“. Wohl bekomm's! Aus Heſſen, 7. Mai. Frau A. M. Stolz in Mölsheim wurde vom großh. heſſiſchen Kreisamt Worms als Rechner der evangeliſchen Kirchengemeinde verpflichtet. Es iſt dies der erſte Fall in Heſſen, daß die Frauenfrage in ſolcher Form eine Berückſichtigung Seitens der Regierungsorgane erfährt. Olsbrücken, 7. Mai. Als der Schmied Schiffer in ſeinem Keller, den er wölben laſſen wollte, beſchäftigt war, ſtürzten plötzlich das Gebälk und die in der Küche lagernden Stein⸗ platten ein. Schiffer wurde ſchwer verletzt, indem er zwei Rippenbrüche erlitt. Poſen, 9. Mai. Als ein größeres Polizeiaufgebot heute eine Verhaftung von vier ſchweren Verbrechern in einer Vorſtadt vor⸗ nehmen wollte, wurde es aus der verſchloſſenen Wohnung mit Revolverſchüſſen empfangen. Nach Erſtürmung der Wohnung und einem blutigen Kampfe, bei dem es auf beiden Seiten ſchwere Verwundungen gab, wurden die Ver⸗ brecher feſtgenommen. Buda peſt, 8. Mai. Gegen den 83⸗ jährigen Grafen Zichy wurde heute ein Raub⸗ mordverſuch verübt. Der Graf ſaß auf einer Bank auf der unteren Margareteninſel, als ein elegant gekleideter junger Mann einen Schuß gegen ihn abfeuerte, der jedoch verſagte; darauf ſchlug der Angreifer mit dem Lauf des Revolvers das Geſicht des Grafen blutig und raubte ihm die Brieftaſche. Der Zuſtand des Grafen iſt bedenklich. Nach dem Täter, der entkommen iſt, wird gefahndet. Iggensbach, 6. Mai. Ein„Rieſen⸗ kind“. In Iggensbach war unter den aus der Werktagsſchule entlaſſenen Kindern auch die noch nicht ganz 13 Jahre zählende Tochtey des hieſigen Bierbrauers Duſchl, die eine Größ von 1 Meter 65 Zentimeter hat und 1 Zentner 37 Pfund ſchwer iſt. Körne, 4. Mai. Durch Erhängen fand hier ein acht Monate altes Kind ſeinen Tot. Die Mutter ſetzte dasſelbe in den Kinderwagen und ging in den Keller. In dieſer Zeit hat ſich das Kind über den Rand gebeugt und iſt herausgefallen. Hierbei blieb es mit dem Halſe in einer Schnur hängen. Als die Mutter wieder kam, war es bereits tot. — Ein merkwürdiger Blitzſchlag. Bei dem ſchweren Gewitter, das am Sonntag über Frankfurt a. M. hinzog, ſchlug der Blitzſtrahl in einen Sommerwagen der Trambahn, dabei wurde einem Mädchen der Spazierſtock, den es in der Hand hielt, total zerſpittert und angebrannt, während das Kind ſelbſt, welches auf dem Schoße des Vaters ſaß, ſowie die übrigen Paſſagiere des dichtbeſetzten Wagens nicht den mindeſten Schaden erlitten. Der Blitz hatte ſeinen Weg an dem eiſeren Ge⸗ ſtänge des Wagens herab und durch den Spazierſtock genommen. Danach ſchlug der Blitz auch noch einigemale in die Oberleitung, ſo daß jedesmal ein Funkenregen auf den Wagen niederſprühte. — Am Montlingerberg im Rheintal wurde letzter Tage eine intereſſante Sprengung mit Dynamit vorgenommen. In die Stollen wurden 2000 Kilogr. Dynamit im Werte von 10000 Fr. gebracht und dann entzündet. Bei der Exploſion bebte der Berg; ein dumpfes Rollen wurde hörbar, dem ein verhallendes Geknatter folgte, dann aber brach mit ge⸗ waltigen Stößen eine ca. 3000 Kubikmeter betragende Erd⸗, Stein⸗ und Schuttmaſſe die Berghalde hinab, begleitet von einer dichten Staubwolke. Das hiebei gewonnene Stein⸗ material ſoll übrigens den gehegten Erwar⸗ tungen nicht entſprechen. — Höchſte Liebe. Sag', Karl wirſt Du mich auch ewig lieben?— Mindeſtens. — Moderner Dienſtbote.„Ihre Zeugniſſe ſind aber miſerabel!“—„Na, Sie ſind mir auch nicht gerade beſonders empfohlen worden!“ * Seckenheim, 10. Mai. Der heutige Ferkelmarkt war mit 112 Stück befahren und wurden 100 zum Preiſe von 16-22 Mk. pro Paar abgeſetzt. Bekanntmachung. Die Sicherung der öffentlichen Geſund⸗ eit und Reinlichkeit betr. N. 3196. Zu Tage getretene Mißſtände, insbeſondere in der Hilda⸗, Schloß⸗ und Neckarauerſtraße, veranlaſſen uns die für die Strassenreinſgung beſtehenden Be⸗ ſtimmungen der bezirkspolizeilichen Vorſchrift vom 14. Oktober 1891 zur öffent⸗ lichen Kenntnis zu bringen. 5 5 95 § 25. Alle Ortsſtraßen, öffentlichen Plätze, ſowie die gegen die Straßen offenen Hofräume müſſen wöchentlich zweimal und zwar Mittwoch und Sams⸗ tag Nachmittags gekehrt und gereinigt werden. Fällt der Kehrtag auf einen Feiertag, ſo iſt die Reinigung am vorhergehenden Werktag vorzunehmen. § 26. Die Reinigung hat den 111 und die ſofortige Entfernung von Unrath, Koth, Staub, Schutt und Abfällen aller Art zu umfaſſen; dabei müſſen die Straßenrinnen nebſt den ihnen zugeleiteten Ablaufrinnen, ſowie die Umge⸗ bung der Brunnen mit reinem Wafer abgeſpült werden. Das Heineinkehren von Schlamm, Kehricht und dergleichen in die Straßendohlen und Schlamm⸗ ſammler der Straßenkanäle iſt unterſagt. Der aus den Straßenrinnen gekehrte Schlamm darf nicht auf der Straßenfahrbahn liegen gelaſſen, ſondern muß ſo⸗ ort abgeführt werden. Bei trockener Witterung ſind die Straßen vor der ien mit reinem Waſſer zu begießen. 8 27. Die Verbindlichkeit der Straßenreinigung u. ſ. w. erſtreckt ſich bis in die Mitte der Straße. Zur Reinigung verpflichtet iſt: 5. 1. vor dase Gebäuden der Eigentümer und falls dieſer nicht in dem Hauſe wohnt, der Mieter des unterſten Stockwerks: 2. vor unbewohnten Gebäuden z. B. Scheunen, Ställen, ferner vor gärten, Höfen, Grundstücken, Bauplätzen uſw.) derjenige, welcher dieſe Gründſtücke benützt(Eigentümer oder Pächter). Ferner 1 5 wir bei dieſem Anlaß bekannt, daß die Ablagerung organi⸗ niſcher Stoffe(Krautblätter uſw. auf die verlängerte Ackerſtraße und die Wilhelm⸗ ſtraße verboten iſt. Derartige Abfälle können in das alte Foßloch verbracht werden. Bei Zuwiderhandlungen müßten wir gemäߧ 86610 R.⸗St.⸗G.⸗B. ſtrafend gegen die Schuldigen einſchreiten. Seckenheim, 24. November 1908. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung. Nr. 3228. Infolge Rücktritts des ſeitherigen Unternehmers ſoll die Reinigung der Straßen⸗Sinkkaſten in Seckenheim im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. 0 ee liegen zur Einſicht auf dem Rathaus Zimmer r. 6 auf. „Angebote, welche auf das Jahr berechnet ſein ſollen, ſind bis 15. Juni l. Js. an den unterzeichneten Gemeinderat einzureichen. Seckenheim, den 6. Mai 1904. 5 i a Gemeinderat Ratſchreiber Volz. f Ritter. Bekanntmachung. Nr. 3190. Am Freitag, 13. Mai 1904, Vormittags 10 Uhr wird ein zur Zucht untauglicher fetter Farren im Farrenſtall gegen Baarzahlung öffentlich verſteigert. Seckenheim, 6. Mai 1904. Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Mien Bekanntmachung. 5 Nr. 3195. Am Fonntag, den 15. Mai 1904, Vormittags 7 Uhr, findet eine Uebung der geſammten Feuerlöſchmannſchaft (Spritze 1, 2 und 3 und Saugpumpe ſowie beide Handſpritzen) und der übrigen Hilfsmannſchaft(Einreiſer, Steiger u. ſ. w.) ſtatt, zu welcher die Beteiligten pünktlich am Spritzendaus zu erſcheinen haben. n Außer dieſem erfolgt noch perſönliche Ladung. Unentſchuldigtes Ausbleiben wird beſtraft.. Seckenheim, 6. Mai 1904. a Bürgerme E ister Jahrnis⸗Oersteigerung. Nr. 3241. Am Samstag, den 14. Mai 1904, Nachmittags 2 Uhr findet an Ort und Stelle(Luiſenſtraße) die Verſteigerung der Fahrniſſe der T Näherin Fuſauna Frey gegen Baarzahlung ſtatt. Seckenheim, 10. Mai 1904. Ortsgericht Volz. Geſchüfts Eröffnung und Empfehlung. Der titl. Einwohnerſchaft, Bekannten und der geehrten Nachbarſchaft, die ergebene Mitteilung, daß ich das Waaren⸗Geſchäft ai„ Herrn Braumeiſter Buber, übernom⸗ men habe. Es wird mein eifriges Beſtreben ſein, durch gute Waare, änſßerſt billige Preiſe und aufmerkſame bedienung eine große Kundſchaft zu erwerben. N 5 Ich habe das Geſchäft mit allen gangbaren Artikeln ausgeſtattet, bedeutend vergrößert, um allen Wünſchen gerecht zu werden. Um geneigten Zuſpruch bittet Hochachtungsvoll Georg Röser, Kaufmann Colonialwaaren, Oele, Fette ꝛce. Einladung. Es wird beabſichtigt, eine Gabenwerlooſung zu Gunſten einer Turmuhr an der neuen kath. Kirche zu veranſtalten. Freiwillige Gaben beſtehend aus Haushaltungsgegenſtänden, Handar⸗ beiten oder Geld nehmen entgegen. E. Stadtelberger. E. Schlötterer. Herdt zum Stern. e dolb 1 I Gſeſuͤcht 10—18 c 5 a Holzbrunnen 1 beſtehend 1 3 Stöcken, ſowie eine 8 U 0 b 5 1 1. 5 faſt neue eiſerne Faug⸗ u. 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