Anzeigeblatt für Seckenheim und Npoesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Jruck und Verlag von J. Helfrich in geckenheim. Anzeigen: Die[ſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 fg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 39. Samstag, den 14. Mai 1904. 4. Jahrgang Deutſches Reich. Berlin, 12. Mai. Gouverneur Leutwein meldet: Aus Outjo wird geblitzt: Oberleutnant Volkmann hatte am 28. April ein Gefecht mit 12 Reitern zehn Kilometer öſtlich von Okank⸗ mindi gegen verſprengte Herero aus dem Diſtrikt. Diesſeits ein Kriegsfreiwilliger ge⸗ fallen. Die Herero hatten 31 Tote. Berlin, 12. Mai. Die„Deutſche Kolo⸗ nialzeitung“ will wiſſen, der Sohn des Prinzen Albrecht von Preußen, Prinz Joachim Abrecht, trete demnächſt die Ausreiſe zum Kriegsſchau⸗ platz von Südweſtafrika an. f Berlin, 12. Mai. Die„Nationalzeitung“ meldet: Große Mengen Proviant und Muni⸗ tion gehen in den nächſten Tagen von Span⸗ dau für die Truppen in Deutſchweſtafrika ab. Hamburg, 13. Mai. Die hier und auswärts verbreiteten Gerüchte, ein Vertreter der japaniſchen Regierung habe hier Aufenthalt wegen Schiffankäufe genommen, iſt völlig un⸗ begründet. Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Petersburg, 13. Mai. Telegr.⸗Agentur meldet aus Mukden: Am 9. Mai näherte ſich eine aus 4—5 Kopagnien beſtehende feindliche Abteilung von neuem der Eiſenbahnlinie im Norden von Pulandian(Port Adam, nördlich von Port Arthur.) Es kam zu einem Zu⸗ ſammenſtoß mit der Grenzwache, bei dem 4 Ruſſen getötet und 8 verwundet wurden. Petersburg, 13. Mai. Generalmajor Charkowitſch meldet: Am 4 Mai erſchienen auf der Höhe von Pitzewo und Kap Terminal gegen 60 japaniſche Transport⸗ und Kriegs⸗ ſchiffe und landeten ſüdlich der Mündung des Fluſſes Scheneſe, 15 Werſt weſtlich von Pit⸗ zewo, ca. 10000 Mann. Die ruſſiſche Be⸗ völkerung hat Pitzewo verlaſſen. Am 6. Mai räumten die Japaner Pulandian, wahrſchein⸗ lich aus Furcht, abgeſchnitten zu werden, da ein ſtarker Zyklon wütete. Nach Angabe von Chineſen wurden im ganzen etwa 20000 Mann mit Feld⸗ und Belagerungs⸗Artillerie gelandet. Am 10. Mai zogen ſich die Japaner von der Eiſenbahnlinie zurück, die ſofort von den Ruſſen ausgebeſſert wurde. aus Tokio: London, 10. Mai. Die„Times“ meldet Zur Tätigkeit auf den acht Dampfern, die den letzten Verſuch zur Sper⸗ rung des Hafens von Port Arthur machten, hatten ſich 20,000 Freiwillige gemeldet. Aus Nah und Fern. § Ilvesheim, 13. Mai. Unſer Ort hatte in dieſer Woche recht bewegte Tage. Am Mittwoch Mittag beehrte uns J. K. Hoheir die Großherzogin Luiſe mit ihrem Beſuche. Die hohe Frau traf gegen 1 Uhr von Laden⸗ burg in der Chaiſe des Herrn Ziegeleibeſitzers Schäfer hier ein und wurde von Herrn Bürger⸗ meiſter Hoefer begrüßt. Die Fahrt ging direkt nach der Großh. Blindenerziehungsanſtalt, welche unſere Landesfürſtin unter Führung des Herrn Rektor Hofheinz eingehend beſichtigte. Für alle unglücklichen Blinden hatte J. K. Hoheit ein freundliches Wort und verſprach bald wieder zu kommen. Auch die in der Anſtalt arrangirte Ausſtellung von Induſtriearbeiten fand die Würdigung der hohen Frau und zog dieſelbe ſämtliche Induſtrielehrerinnen und verſchiedene Anweſenden ins Geſpräch. Reichlich fünf Stunden dauerte der Beſuch.— Geſtern am Chriſtihimmelfahrtstage trafen nun die Armen⸗ pfleger von Mannheim mit Familienangehöri⸗ gen, ca. 900 Perſonen ſtark, zur Beſichtigung der Anſtalt ein.— Nach Abreiſe derſelben kam der hochwürdigſte Herr Erzbiſchof Dr. Nörber von Freiburg aus Feudenheim hierher und beſichtigte ebenfalls die Blindenerziehungs⸗ anſtalt ſowie die kathol. Kirche. Reicher Flaggenſchmuck und feſtlich gezierte Häuſer und Straßen unſeres Ortes gaben Zeugnis, daß es unſere Einwohner verſtehen, ihre Gäſte gebüh⸗ rend zu ehren. Rheinau. Der Männer⸗Geſangverein Rheinau veranſtaltet kommenden Sonntag, den 15. ds. Mts. das Feſt ſeiner Fahnenweihe. Zu dieſer Feier ſind umfangreiche Veranſtal⸗ tungen vorgeſehen, welche nach den bereits ge⸗ troffenen Vorbereitungen auf eine gediegene e laſſen. Am Vorabend indet Fackelzug mit daran anſchließendem Feſt⸗ bankett im neuen großen Saal zum Hirſch ſtatt. Aus dem Programm entnehmen wir ferner folgende weſentlichen Punkte: Vor⸗ richtungen. elektriſchen Backofen mittags Empfang der auswärtigen Vereine und Feſtgäſte, ½1 Uhr Feſteſſen bei J. Geiß, 3 Uhr Feſtzug durch die Straßen Rheinaus nach dem Feſtplatz. Daſelbſt hierauf Feſtakt, Anſprachen, Uebergabe der Fahne, Uebrreichung von Geſchenken, Feſtrede, Liedervorträge der teilnehmenden Geſangvereine, Abends/ 9 Uhr Feſtball, wozu beſondere Einladungskarten aus⸗ gegeben werden.. Mannheim, 13. Mai. Ein ſchwerer Unfall ereignete ſich heute früh zwiſchen 7 und 8 Uhr im hieſigen Binnenhafen. Der 18 Jahre alte Matroſe Friedrich Kappes, in Arbeit bei dem Schiffer Adam Baechert in Eberbach, kam beim Leeren des Schiffes in das Getriebe des Krahnens. Hierbei wurde ihm das linke Bein oberhalb des Knöchels ſo ſchwer gequetſcht, daß es wahrſcheinlich amputiert werden muß. Der Verletzte wurde mittelſt Sanitätswagen ins allgemeine Krankenhaus gebracht. f Mannheim, 11. Mai. Der Großher⸗ zog begnadigte den vom hieſigen Schwurgerichte zum Tode verurteilten Mörder Joh. Knapp aus Heddesheim zu lebenslänglichem Zuchthaus. Mannheim, 12. Mai. Die Anmeldung zur Deutſchen Ausſtellung für Bäckerei, Kondi⸗ torei und verwandte Gewerbe, die bekanntlich vom 18. bis 24. Juni d. J. im hieſigen Zeug⸗ haus ſtattfindet, ſind ſo zahlreich eingelaufen, daß der große Saal des Erdgeſchoſſes bei weitem nicht ausreicht. Eine Reihe von Aus⸗ ſtellern mußte auf den Zeughausplatz verwieſen werden. Es befindet ſich darunter eine große ſüddeutſche Spezialmaſchinenfabrik, die etwa 100 Quadratmeter Ausſtellungsfläche bean⸗ ſprucht. Dieſe Fabrik errichtet einen eigenen Pavillon. Sie wird eine ganze Kollektion von Backöfen ausſtellen, darunter größten Umfangs für Militärbäckereien. Teig⸗, Miſch⸗ und Knet⸗ maſchinen jeder Art. Auch die ſüddeutſche Müllervereinigung wird einen eigenen Pavillon errichten und das ganze Mahlverfahren vom rohen Korn bis zum verkaufsfertigen Mehl vorführen. Acht Bäckereien werden in Betrieb ſein, ſelbſtverſtändlich die modernſten Konſtruk⸗ tionen mit verſchiedenen eee auch Dampfheizung, rauchfreien Verbrennungsein⸗ Eine elſäſſiſche Fabrik wird einen im Betrieb vorführen. Die Ausſtellung wird eines der älteſten Ge⸗ Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 310(Nachdruck verboten.) Dieſe fanden ſich denn auch zahlreich genug ein, und als die Hochzeitskutſchen vorfuhren, um die Geſellſchaft abzuholen, umſtand eine gaffende Menge das ſtattliche Haus, vor deſſen Eingang ſich ein koſtbarer Blumenteppich aus⸗ breitete. Dazu lachte die Sonne vom tief⸗ blauen Himmel ſo hell herab, als gäbe ſie ſich für dieſen Tag beſondere Mühe, um das Glück des jungen Paares zu beſcheinen, das die Nach⸗ barn ſo laut prieſen. Zwar fand man den Bräutigam viel zu ernſt. Du lieber Gott, was machte der für Augen, als er in den Wagen ſtieg! Und er hatte doch wahrlich Urſache, froh zu ſein, da er eine ſo reiche Frau bekam! Aber er war eben ein„Studierter“, Rund dieſe Sorte von Leuten betrachtet alles mit ganz anderen Blicken.. Dafür ſah die Braut um ſo ſchöner und ſtolzer aus in dem weißen Seidenkleid mit der langen Schleppe und dem duftigen, reich ge⸗ ſtickten Schleier über dem Myrthenkranz. Frau Sennebach erſchien in veilchenblauer Atlasrobe, mit einem Strauß gelber„Mar⸗ ſchall⸗Nielroſen“ an der Bruſt. Stolz glitt ihr Blick über die zahlreiche Verſammlung hin, keine Spur von Rührung war in ihren Augen zu leſen, nur der Ausdruck befriedigter Eitelkeit. Auch die Braut trug den Kopf hoch erhoben, ſie ließ ihre Blicke mit einer Art kindlicher Neugierde über die Menge ſchweifen. Kichernd waren die ſechs Brautjungfern davongefahren, dann folgte die übrige Verwandtſchaft und 5975 das Brautpaar. Es war ein ſtattlicher ug. i i Auch die Kirche war voll Menſchen, und Sigmund ſagte ſich, daß nur die Neugierde ſie alle hergetrieben haben könnte. Es war ihm peinlich, Gegenſtand ſo vieler zudringlicher Blicke zu ſein, wie überhaupt das ganze Ge⸗ pränge dieſer Hochzeit, und noch ſo manches Andere durchaus nicht nach ſeinem Geſchmack war. Die Orgeltöne durchbrauſten feierlich den weiten Raum, dann ſchlug die wohltönende Stimme des Geiſtlichen an das Ohr des Bräutigams. Es war eine Anſprache, ſo voll herzlicher Wärme, daß manches Auge ſich feuchtete, und Sigmund gelobte ſich im Stillen, ſeiner jungen Frau ein treuer, nachſichtiger Gatte werden zu wollen. 5 Er blickte ſeine Mutter an. Wie ſchlicht und einfach ſah ſie aus in ihrem ſchwarzſeidenen Kleid und doch ſo viel würdiger, als die pomp⸗ haft aufgeputzte Mutter Hildas. Frau Linde hatte die Augen voll Thränen, Sigmund ſie nickte dem Sohn liebevoll zu. hoffte, ſeinem lieben Mütterchen nun noch viele friedliche Tage bereiten zu können. Doppelt Thränen. as Alles nur, als könne es unmöglich wahr ſein, ſchlecht, nicht gering von ihr denken. fleißig wollte er arbeiten und ſorgen für ſie. Die erfahrene Frau würde für Hilda ein wahrer Schatz ſein, denn einen Haushalt richtig zu leiten, verſtand die junge Gattin wohl noch nicht. Sie war ja erſt neunzehn Jahre ge⸗ worden im vorigen Monat und mußte noch viel lernen; denn ihr bisheriger Lebenszweck waren ihre Tolitten, Bälle, Theater, Concerte geweſen. Dabei hatte ſie ſich ganz gewiß nicht auf ihren künftigen Beruf als Hausfrau vorbereitet.— In einem der hinterſten Kirchenſtühle, halb verdeckt von der mächtigen Säule, ſaß Eva. Ihr liebliches Geſicht ſchaute faſt überirdiſch bleich und ſchmal aus der Spitzenkrauſe, die den ſchlanken Hals umgab; ihre braunen Augen hingen brennend an dem jungen Paare, das dort, eng an einandergeſchmiegt, vor dem Altar kniete und ſich Treue gelobte für das Leben. Bei dem„Ja“ des Bräutigams, das laut und vernehmlich durch die Kirche ſcholl, ſchrak Eoa leicht zuſammen, ſie weinte plötzlich heiße Ihr war es, als träumte ſie das daß derjenige, dem ihr junges Herz entgegen⸗ gejubelt in ſüßem Entzücken, nur einer Andern angetraut wurde. Immer hatte ſie gehofft, es werde ſich eine Gelegenheit finden, wo ſie Sigmund alles ſagen konnte. Sie war feſt dazu entſchloſſen, mochte dann kommen, was da wollte,— aber er ſollte wenigſtens nicht So wie blumengeſchmückte Gotteshaus werbe auf der Höhe der Zeit moderner Ent⸗ wicklung zeigen und nicht nur für Fachleute, ſondern auch für das große Publikum von hohem Intereſſe ſein. Eberbach, 11. Mai. Als geſtern nach⸗ mittag die Eheleute Jakob Eiffler von Neckar⸗ gerach mit ihren Kiadern im Walde mit Rindenſchälen beſchäftigt waren, und gerade unten am Bergeshang beiſammenſaßen, und Mittag machten, kam plötzlich ein ziemlich großer Stein(Findling) aus etwa 150 Meter Höhe den ſteilen Berg heruntergerollt. Eine weitere Perſon war um dieſe Zeit damit bei ſchäftigt, Eichſtämmchen umzuhacken, dabei löſte ſich der Stein los, rollte herunter und traf das 12 Jahre alte Mädchen Berta Eiffler ſo unglücklich in den Rücken, daß es bewußtlos nach Hauſe getragen und infolge innerer Ver⸗ blutung am gleichen Tage abends geſtorben iſt. Bonndorf, 2. Mai. In Brenden wurde ein ungemein frecher Kirchenraub verübt. Aus dem Tabernakel der dortigen Kirche wurden, nachdem die Kirchentüre gewaltſam erbrochen war, ein Kelch und die Hoſtie nebſt Umhüllung geſtohlen. Wie man hört, ſoll ein Dachdecker, der ſich in die Schweiz begab, der Tat verdächtig ſein und wird eifrig nach ihm ge⸗ fahndet. Im Verdachte der Mittäterſchaft wurde ein Handwerksburſche verhaftet. Kaelsruhe, 13. Mai. An Mitglieder der beiden Kammern ſowie an eine Anzahl Vertreter der Preſſe iſt eine Einladung der Großh. Forſt⸗ und Domänenverwaltung er⸗ gangen zu einer Beſichtigung der ſtaatlichen Fiſchteich⸗Anlagen bei Brühl. Die Eingeladenen werden zu dieſem Zweck am Dienstag, den 17. Mai, nachmittags 1,30 Uhr mit Sonderzug der Rheintalbahn von Karlsruhe abfahren bis Station Stengelhof. Dort beſteigen die Teil⸗ nehmer einen Dampfer, der ſie nach einer Fahrt durch den Rheinauhafen nach Brühl bringt. Nach der Beſichtigung der Teichanlagen wird der Dampfer die Gäſte der Verwaltung rhein⸗ abwärts nach Mannheim bringen, wo ſie etwa um 6 Uhr abends eintreffen. Hier werden Extrawagen der elektriſchen Straßenbohn zur Verfügung ſtehen, welche die Herren Abgeord⸗ neten nach dem Roſengarten bringen, der einer Beſichtigung unterzogen werden ſoll. Um 8 Uhr 10 Minuten erfolgt dann wieder die Heimfahrt des Extrazuges nach Karlsruhe. Neuſtadt, 10. Mai. Die Pfalzbrauerei⸗ Aktiengeſellſchaft iſt auf die eigenartige Idee gekommen, zur Wahl eines geeigneten Wirt⸗ ſchaftsnamens für das„Gaſthaus Hirth“ ein allgemeines Preisausſchreiben zu erlaſſen. Dar⸗ nach erhält derjenige, der den erſten Preis be⸗ kommt, die Berechtigung, im genannten Gaſt⸗ hauſe drei Monate lang täglich einen Stein (Maß) Bier zu trinken; derjenige, der den zweiten Preis erhält, darf zwei Monate lang und derjenige, der den dritten Preis davon⸗ trägt, einen Monat lang alltäglich einen Stein Bier umſonſt trinken. Proſt! Zweibrücken, 10. Mai. Ein Arbeiter in der Hilgartſtraße zog ſich eine Stichwunde am rechten Daumen zu und wollte ſich dieſe mit Karbol ſelbſt heilen. Da er aber die Löſung allzuſtark angewandt hatte, ſtellten ſich am nächſtfolgenden Tage aber derartige Schmer⸗ zen ein, daß er ärztliche Hilfe in Anſpruch nehmen mußte, wo es ſich herausſtellte, daß der Daumen anfing brandig zu werden und mit⸗ hin die Gefahr einer Amputation droht. Aus der Pfalz, 10. Mai. Aus einem pfälziſchen Ort wird dem„Kaiſerslauterer Stadtanzeiger“ berichtet:„Ein 17jähriger Hand⸗ werksgeſelle liebte das im gleichen Alter ſtehende Töchterchen eines Schuhmachers. Am vergange⸗ nen Sonntage trat er fröhljch und frei, ſein Liebchen am Arme führend, in die Wohnung des Meiſters und erklärte dieſem, daß ſeine Tochter die Seine werden müſſe. Der Vater der jungen Braut entgegnete ihm, daß ihm dieſer ſehr ehrende Antrag das größte Vergnü⸗ gen bereite und er ihn darum bitte, mit ſeinem Töchterchen in die gute Stube einzutreten. Nicht wenig erfreut leiſteten die Beiden Folge, während der Meiſter, der verſprach, ſofort zu ihnen zu kommen, ſich nach ſeiner Werkſtatt be⸗ gab, um ſeinen Knieriemen zu holen. Mit dieſem erteilte er dann dem Schwiegerſohne in ſpe die Antwort auf deſſen Werbung und zwar in ſo derber Form, daß der junge Mann in den drolligſten Sprüngen das gaſtliche Haus verlaſſen haben ſoll. Der Einladung des Meiſters, ihn doch bald wieder zu beſuchen, hat der Jüngling bis jetzt noch nicht Folge ge⸗ leiſtet.“ a Herdorf i. W., 11. Mai. Durch Blitz⸗ ſchlag wurden hier drei Kinder getötet. Sie ſpielten bei ihrer Mutter, die auf dem Feld arbeitete, als ein Gewitter mit Hagelſchauer hereinbrach. Die Kinder rückten zuſammen und die Mutter bedeckte ſie zum Schutz gegen den Hagel mit einem Tuch. Ein hernieder⸗ fahrender Blitzſtrahl tötete ſie alle drei; die Mutter, die nur einige Schritte entfernt war, blieb unverſehrt. Tokio, 9. Mai. Bei den aus Anlaß der japaniſchen Siege geſtern abend hier ver⸗ anſtalteten Kundgebungen wurden 21 Perſonen getötet und etwa 41 verletzt. Die Getöteten ſind meiſt Knaben, die im Gedränge erdrückt wurden. a Orleans, 7. Mai. Ein vielverſprechen⸗ der Jüngling. Ein junger Wachtmeiſter in einem Dragonerregiment, Andre Creſpel, war in der Wahl ſeiner Eltern ſehr vorſichtig ge⸗ weſen. Dieſe hatten ihm nämlich ein Vermö⸗ gen von mehreren Millionen hinterlaſſen. Der junge Mann ſcheint nun aber von dem Werte des Geldes ſehr ſchwache Begriffe zu haben; denn er brachte in der kurzen Zeit von fünf Monaten nicht weniger als etwas über zwei Millionen durch. Die Verwandten konnten dieſem Treiben nicht länger teilnahmslos zu⸗ ſchauen und erſuchten die Behörden, den allzu ſplendiden Wachtmeiſter unter Kuratel zu ſtellen. Dieſem Verlangen wurde natürlich ſofort ſtatt⸗ gegeben. Spruches? Vermiſchtes. — In Hemmendorf bei Rottenburg wurde der Lagerbierkeller des Bierbrauers Stark erbrochen und an den Fäſſern der Zapfen herausgeſchlagen. Fünfundſiebzig Hekto⸗ liter Bier im Wert von 1400 Mk. ſind ausge⸗ laufen. Der Beſchädigte vermutet einen Rache⸗ akt gegen ihn. — Ein ſeltenes Familienglück hat eine Breslauer Kaufmannsfamilie zu verzeichnen. Die weibliche Linie iſt in fünf Generationen erhalten; Kind, Mutter, Großmutter, Urgroß⸗ mutter und Ururgroßmutter erfreuen ſich des beſten Wohlbefindens. — Nur die allergrößten Kälber— Wäh⸗ len ihre Metzger ſelber!— welches iſt der Urſprung dieſes in Wahlzeiten viel zitirten Wie das„Luzerner Tagblatt“ mitteilt, hat der Spruch in der Schweiz, im Kanton Bern, das Licht der Welt erblickt. Unter der Konſervativen Regierung in Bern wurde Metzgermeiſter Stooß in den Regierungs⸗ rat gewählt. Nun erſchien in einer Nummer des vom radikalen Schloſſer Widmer von Sig⸗ nau redigirten Emmentaler Blattes folgendes derbe Gedicht: Der ſtumpfen Herde ſtarrer Sinn, Er wandte ſich zum Metzger hin, Und, wie es oft geſchieht im Leben, Hat ſie ſich ſelbſt den„Stoß“ gegeben. Denn die größten Kälber Wählten ihre Metzger ſelber. Die berniſche Regierung klagte, und der Richter erblickte in den„größten aller Kälber“ die damalige Großratsmehrheit, worauf Schloſ⸗ ſer Widmer ſeiner Muſe wegen ins Gefängnis mußte. Nach ſeiner Entlaſſung aus der Haft wurde er von den Signauern mit ſechs Schim⸗ meln im Triumph nach Hauſe gebracht. — Der Mann im Schrank. Vor kurzer Zeit beſuchte die Königin Wilhelmina von Holland die Volksküchen von Amſterdam. Die Ehrendame führte die Königin durch ſämtliche Räume und zuletzt auch in die Küche. Die Königin koſtete die Speiſen, fand ſie vorzüglich, und über das Geſicht der alten Köchin huſchte ein Freudenſchimmer.„Und wo bewahren Sie Ihre Vorräte auf?“ fragte ſchließlich die Kö⸗ nigin.„Hier, Majeſtät“, verſetzte die Ehren⸗ dame und öffnete die Tür eines breiten Küchen⸗ ſchrankes. Im ſelben Augenblick ertönte von den Lippen der drei Frauen ein lauter Schrei. In dem Schrank ſtand ein Mann! Natürlich beſchuldigte man ſofort die Köchin, daß ſie trotz ihres vorgerückten Alters noch Liebeleien unterhielte; doch ſie erklärte empört, den Be⸗ treffenden noch niemals geſehen zu haben. In⸗ deſſen war der Schuldige näher getreten, und nun ſtellte es ſich heraus, daß man es mit dem Berichterſtatter eines großen Amſterdamer Blattes zu tun hatte, der in den Schrank ge⸗ ſchlichen war, um einen ganz genauen Bericht über den Beſuch der Königin in der Volksküche liefern zu können. Die Königin hat über den findigen Kopf herzlich gelacht und beim Ver⸗ die Zukunft vor ihr lag, nachdem ſie den Ge⸗ liebten abgewieſen, erſchien ihr das Leben un⸗ erträglich.— Als ſie vor mehreren Wochen die Nach⸗ richt von der Verlobung Sigmunds mit Hilda vernommen hatte, traf es ſie wie ein harter Schlag. alles zu ſpät. Nun mußte die Laſt durch das ganze Leben weiter geſchleppt werden, ſo un⸗ möglich ihr das auch im Anfang erſchien. Und doch, was wollte ſie eigentlich, worüber hatte ſie ſich zu beklagen? Doktor Linde bot ihr doch zuerſt Herz und Hand, ſie wies beides zurück, da— nahm er eine Andere. War das nicht natürlich? Oder hätte er ſein Leben vertrauern ſollen, gleich ihr? Plötzlich faltete Eva die Hände und betete für ſein und ſeines Weibes Glück und dabei wurde ihr leichter ums Herz.— Die glänzende Geſellſchaft verließ das Eva war die Letzte, die heraustrat. Sill ſetzte ſie ſich, als ſie zu Hauſe ankam, an den gewohnten Platz und begann zu arbeiten. blaß ſah das feine Geſichtchen aus. Mutter, die ſich wieder ſo weit erholt hatte, daß ſie im Lehnſtuhl ſitzen konnte, beobachtete mit beſorgtem Ausdrck das ſtille Geſicht. a„Du ſollteſt ein wenig ſpazieten gehen, Eva! Sieh nur, wie hell und warm heute die Sonne ſcheint. Du kommſt zu wenig in Nun wußte ſie, es war alles aus, Nur ungewöhnlich Die chen hing, laut und vernehmlich. die friſche Luft, ich fürchte, Du möchteſt krank werden,“ ſagte die alte Frau. Arbeit— und geh!“ „Laß' doch die Ehepaares war ſehr geſchmackvoll ausgeſtattet. Die Kranke ſeufzte leiſe. Sie wußte es beſſer, es würde niemals ſo gemütlich und traut werden, wie früher. Die ſonnige Heiter⸗ keit der Tochter war verſchwunden, und ob ſie jemals wiederkehren würde, wer konnte es ſagen? a Drüben an der hochzeitlichen Tafel mußte es laut und luſtig hergehen, es ſchien, als ob die Fenſter geöffnet wären, denn manchmal drang ſogar lautes Lachen in Evas ſtilles Stübchen. Dann trat ein Ausdruck ſtummer, ſeeliſcher Qual in die ſchönen Augen, die zu ſagen ſchienen:„Wäre nur dieſer Tag erſt vorüber!“ Und emſiger als vorher arbeiteten die ſchlanken Finger an der feinen Stickerei. Als der Abend kam und Eva die Läden ſchließen konnte, atmete ſie förmlich auf. Nun hört? man nichts mehr von dem Hochzeitsjubel drüben. Es war behaglich und friedlich in dem ſauberen, netten Zimmer. Auf dem Tiſche ſummte die Theemaſchine, feiner, ſüßer Ein paar Mal piepſte der kleine, gelbe Kanarienvogel,. e, ge Sachen entſchied. Auf eine Hochzeitsreiſe hatte Blumenduft durchweht den Raum. der im hölzernen Bauer über Evas Nähtiſch⸗ Dann ſaß auch er ſtill auf ſeiner Stange und ſchlief. Als Eva ihr Lager aufſuchte, ſchlug es vom Kirchturm Sankt Paulus gerade elf Uhr. Aber der Schlaf kam nicht in die Augen des jungen Mädchen, das verſtohlen in die 98 5 Kiſſen weinte. a a 13. Die Wohnung des jungen Dr. Linde'ſchen nur eines ärgerte Sigmund, daß ſie ſo nahe bei dem Hauſe der Schwiegereltern lag; ſie war nur durch zwei ſchmale, einſtöckige Ge⸗ bäude davon getrennt, und er fürchtete mit Recht den ſteten Verkehr zwiſchen ſeiner Frau und deren Mutter. Frau Sennebach war ihm nun einmal im innerſten Herzen unſympatiſch, er hatte ſich bis jetzt nicht entſchließen können, ſeine Schwiegermutter„Du“ zu nennen, trotz⸗ dem ſie ihren„lieben Sigmund“ ſchon am Hochzeitsabend darum gebeten hatte. Er wäre am liebſten nach dem andern Ende der Stadt gezogen; aber da die Wohnung von ihm ſelbſt als praktiſch und paſſend bezeichnet werden mußte und Hilda es reizend fand, ſo nahe bei den Elternn ſein zu können, ſo mußte Sigmund ſich fügen. 1 Bei der Auswahl der Möbel, der Teppiche und Vorhänge hatte es ſehr oft Meinungsver⸗ ſchiedenheiten gegeben, und es zeigte ſich, daß Hilda ſehr wenig Geſchmack beſaß. Sie liebte die grellen, ſchreienden Farben, während Sig⸗ mund ſich mehr für dunkle, ſolide, gediegen e Hilda ebenfalls verzichten müſſen, weil der junge Mann erklärte, dieſelbe nicht von dern Gelde ſeiner Frau machen zu wollen, er ſelbſt aber ſich vorläufig aus eigenen Mitteln ſolchen Luxus nicht geſtatten könne. 8 ö (Fortſetzung folgt.) laſſen der Volksküche dem gewiſſenhaften Zeitungsberichterſtatter herzlich die Hand ge⸗ drückt, mit den Abſchiedsworten;„Bitte, mir von Ihrem Zeitungsbericht auch ein Stück zu ſchicken!“ — Die Geflügelausſtellung, die mit der Weltausſtellung in St. Louis verbunden iſt, verfügt allein allein 64000 Mk. Staatspreiſe. Es kommen dazu noch die Preiſe der Einzel⸗ ſtaaten ſowie der Geflügelzüchtervereine, die reiche Prämien ausgeſetzt haben. So bietet der Staat Miſſouri 28000 Mk. Preiſe für Ge⸗ flügel, das im Staate ſelbſt gezogen wurde. welche in vorherigen 1200, 1000 und 1500 Mk. ſind von ver⸗ ſchiedenen Geflügelzüchterklubs denjenigen Züch⸗ tern zugeſagt, die eine beſtimmte Sorte ameri⸗ kaniſcher Legehühner oder Tauben in beſonders gutem Exemplaren vorführen. Geflügelausſtellung nur Tiere erſcheinen werden, der Vereine als die beſten bezeichnet worden— ſind, dürfte ein ganz großartiges Ausſtellungs⸗ material zuſammenkommen. — Schulurioſum. In der Religionsſtunde einer Volksſchule im Weſtrich, in welcher die Geſchichte Joſefs in Aegypten behandelt wurde, fragte bei der Stelle:„und Pharao ſetzte ihn über ſein ganzes Haus“, der Lehrer, was diefes wohl zu bedeuten habe und wie es zu ver⸗ ſtehen ſei? Nach einigem Zögern meldete ſich ein ſchlagfertiger Junge mit der Antwort: „Ei, er hat'n uf's Dach geſetzt.“ Da auf dieſer kleineren Ausſtellungen 5 Beim Heiratsvermittler. Baron: „... Wiſſen Sie, das Blut braucht nicht blau zu ſein— wenn's nur in der Kaſſe recht blau ausſchaut!“ Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Blutlaus und Spinnraupe betr. Nr. 3194. Das häufige Vorkommen der Spinnraupe und Blut⸗ laus veranlaßt uns, die Beſitzer von Obſtbäumen zur Vertilgung dieſer ſchädlichen Tiere aufzufordern. Die Vertilgung der Blutlaus kann dadurch geſchehen, daß Stämme und Aeſte von alter Rinde, Mooſen und Flechten geſäubert werden, damit der Blutlaus möglichſt wenig Schlupfwinkel zur Eierablage geboten ſind. Von der Blutlaus befallene Stellen, welche ſich durch weiße Filzflocken ſchon aus einiger Entfernung kenntlich machen, ſind mit Neßler'ſchem Inſektengift in etwa 3—bfacher Verdünnung mittelſt einer Stahl⸗ oder Wurzelbürſte gründlich abzu⸗ reiben. An Hochſtämmen läßt ſich die Blutlaus, da ſie ſtets an der unteren Seite der Aeſte und Zweige ſitzt, mittelſt eines auf einer Stange befeſtigten und mit der Neßler'ſchen Flüſſigkeit getränkten Schwammes vertilgen. Sind Aeſte und Zweige ſtark von der Blutlaus beſchädigt, dann iſt es das einzige und ſicherſte Mittel, die getroffenen Teile vor⸗ ſichtig zurückzuſchneiden, die Abſchnitte ſorgfältig zu ſammeln und ſo⸗ gleich an Ort und Stelle zu verbrennen. Auch müſſen die oberen Wurzeln der inficirten Bäume unterſucht, eventuell aufgegraben, mit Gift überſpritzt und zuletzt mit gelöſchtem Kalk hart am Stamme etwa 5 cm hoch bedeckt werden. b Das Neßlerſche Mittel kann von der Gemeinde unentgeltlich be⸗ zogen werden. Seckenheim, 6. Mai 1904. Bürgermeiſteramt Volz. Bekanntmachung. Nr. 3195. Am Fonntag, den 15. Mai 1904, Vormittags 7 Uhr, findet eine Uebung der geſammten Feuerlöſchmannſchaft (Spritze 1, 2 und 3 und Saugpumpe ſowie beide Handſpritzen) und der übrigen Hilfsmannſchaft(Einreiſer, Steiger u. ſ. w.) ſtatt, zu welcher die Beteiligten pünktlich am Spritzenhaus zu erſcheinen haben. Außer dieſem erfolgt noch perſönliche Ladung. Unentſchuldigtes Ausbleiben wird beſtraft. Seckenheim, 6. Mai 1904. Bürgermeister Volz. Bekanntmachung. Die Gemeinderechnung für 1903 nebſt allen Zugehörden liegt ur Einſicht der Gemeindeſteuerpflichtigen während 14 Tagen auf dem Rathauſe in Seckenheim— Zimmer Nr. 6 auf. ö Seckenheim, 13. Mai 1904. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Rechnung der Orts verſich erungsanſtalt für 1903 nebſt allen Zugehörden liegt zur Einſicht der Beteiligten während 14 Tagen auf dem Rathauſe in Seckenheim— Zimmer Nr. 6— auf. Seckenheim, 13. Mai 1904. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Rechnung der Gemeindekrankenverſicherung Secken⸗ heim für 1903 nebſt allen Zugehörden liegt zur Einſicht der Beteiligten N 14 Tagen auf dem Rathauſe in Seckenheim— Zimmer Nr. 6 — auf. 5 Seckenheim, 13. Mai 1904. 5 Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. 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