1 „ 3 1 . 1 Seltenheiner Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenbeim und Mboesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Leckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 41. Samstag, den 21. Mai 1904. 4. Jahrgang Zum ruſſiſch⸗japaniſchen Kriege. Tokio, 19. Mai. Nach einer Meldung aus Schankaikwan ſtehen die Japaner bereits bei Lagtſeha, 47 engliſche Meilen ſüdöſtlich von Liaoyang. Aus der Mandſchurei wird gemeldet, daß die Zuſammenſtöße zwiſchen Ruſſen und Räuberbanden immer häufiger werden. Takia, 19. Mai. In einer Beſprechung der Taktik des ruſſiſchen Generals Kuropatkins unter Berückſichtigung der Ereigniſſe der letzten 14 Tage bezweifelt das Blatt„Niſchi⸗Niſchi“ die Möglichkeit einer Konzentrierung der Ruſſen bei Liaoyang, da das Land völlig ausgezogen iſt und die Verbindungen von Süden nach Charbin ebenſo wie die nach Port Arthur ab⸗ geſchnitten ſind. N Tokio, 19. Mai. Der Admiral Togo meldet, daß während dichten Nebels am 15. Mai in der Nähe von Port Arthur der Kreuzer„Kaſuga“ den Kreuzer„Poſhino“ an⸗ rannte. Letzterer ſank in wenigen Minuten. Nur 90 Mann der Beſatzung ſind gerettet worden. An demſelben Tage ſtieß der Panzer „Hatſuſe“ auf eine unterſeeiſche ruſſiſche Mine und ſank. 300 Mann des Panzers find von Torpedobooten gerettet worden. Tokio, 20. Mai. Nach Meldungen aus Niutſchwang ſind dort in Kreiſen, die im allgemeinen gut uuterrichtet ſind, Gerüchte ver⸗ breitet, nach denen die japaniſche Armee am Jalu eine ernſtliche Schlappe erlitten habe und 7 Fönghwangtſchöng zurückgedrängt worden eien. Aus Nah und Fern. [1 Seckenheim, 19. Mai. In der Nacht vom 17. auf 18. ds. Mts. gerieten zwei Petersthaler Wäſchefuhrleute beim Nach⸗ hauſefahren in der Nähe der Kramer'ſchen Fabrik mit einander in Streit, wobei der Eine dem Andern mit einem Prügel derart auf den Kopf geſchlagen und ihn hiebei ſo verletzt hat, daß er heute früh geſtorben iſt. Friedrichsfeld, 18. Mai. Am Mitt⸗ woch vormittag ereignete ſich in der bekannten Steinzeugwarenfabrik hier ein ſehr bedauer⸗ licher Fall. Der ledige Arbeiter Thomas Lutz aus Forſt bei Bruchſal beging die Unvorſichtig⸗ keit, bei größter Erhitzung kaltes Waſſer zu trinken. Die Folgen blieben nicht aus. Es trat ein Lungenſchlag ein und nach 2 Stunden war der noch junge kräftige Arbeiter eine Leiche. Mannheim, 19. Mai. Mit Geneh⸗ migung des Großherzogs hat die Parkgeſell⸗ ſchaft beſchloſſen, den von ihr gepachteten Teil des Schloßgartens von jetzt ab Friedrichspark zu benennen.* Mannheim, 19. Mai. Ein in der chemiſchen Fabrik Wohlgelegen beſchäftiger 15 Jahre alter Taglöhner trat am 18. d. Mts. in eine heiße flüſſige Maſſe und verbrannte ſich beide Füße derart, daß ſeine Aufnahme ins Allg. Krankenhaus nötig fiel.— Auf dem Speicher der Dresdener Bank verunglückte geſtern nachmittag die Ehefrau eines Bank⸗ dieners, welche mit Abhängen von Wäſche be⸗ ſchäftigt war, dadurch. daß ein 8—10 Zentner ſchweres Büchergeſtell, auf dem ſie ſtand, um⸗ fiel und die Frau zu Boden ſchlug. Schwer⸗ verletzt wurde dieſelbe mittelſt Sanitätswagens ins Allg. Krankenhaus verbracht. Oftersheim, 16. Mai. Der ſ. Zt. vielgenannte Bürgermeiſter Ullmer, der vor einigen Wochen ſein Amt niedergelegt hat, wurde heute mit Zweidrittelmehrheit und unter großer Begeiſterung ſeiner Wähler abermals zum Ortsvorſtand gewählt. Ullmer lehnte jedoch die ihn ehrende Wiederwahl beſtimmt ab, da er beabſichtigt von hier fortzuziehen. Konſtanz, 14. Mai. Dieſer Tage wurde der frühere Bierbrauer Wetzel aus Bettmaringen aus dem Zuchhauſe entlaſſen, in dem er 26 Jahre zugebracht hatte. Wetzel wurde ſeinerzeit vom Schwurgericht Konſtanz wegen Anſtiftung zur Ermordung ſeiner Frau und zur Brandſtiftung zum Tote und 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die gleiche Strafe traf ſeinen Komplizen, einen gewiſſen Ortlieb, der die beiden Straftaten, wegen deren die Ver⸗ urteilung erfolgte, verübte. Beide Verurteilte wurden zu lebenslänglicher Zuchthausſtrafe begnadigt. Ein neuerlicher Gnadenakt gab nun Wetzel nach 26 Jahren Zuchthaus die Freiheit. Der Mann war in den erſten Tagen, die er außerhalb der Zuchthausmauern zubrachte, von dem Wechſel ſeines Schickſals förmlich betäubt, hat ſich aber jetzt in die veränderten Verhält⸗ niſſe gefunden und will den Kampf ums Daſein, dem er ſo lange entrückt geweſen, mutig aufnehmen. Sein Arbeitsverdienſt, der ihm nach der Entlaſſung ausgefolgt wurde, betrug etwa 300 Mk. Sein Mitſchuldiger Ortlieb weilt noch im Zuchthaus. Freiburg, 19. Mai. Ein lediger, 23 Jahre alter Dienſtknecht aus Württemberg ver⸗ unglückte heute früh auf einem Holzlagerplatz an der Nägelſeeſtraße. Ein vom Wagen herabgefallener ſchwerer Baumſtamm drückte den Mann zu Boden, ſo daß er auf der Stelle tot war. Ein Verſchulden dritter liegt nicht vor. Viernheim, 18. Mai. Zur Bekämpfung der Rabenplage werden gegenwärtig für jedes bei der Bürgermeiſterei abgeliefertes Rabenei 5 Pfennig Prämien aus der Gemeindekaſſe ausbezahlt. Dieſer aufmunternde Prämienſatz veranlaßte natürlich einen beträchtlichen Teil der Jugend zu den waghalſigſten Kletterübungen bei der Suche nach Rabeneiern. Dabei ſtürzte dieſer Tage ein 13jähriger Kletterer von einer hohen Tanne herab, erlitt aber nur unbedeu⸗ tende Beinverletzungen, die der Knabe ſeinen Eltern verſchwieg. Es entſtand indeſſen raſch eine hochgradige Blutvergiftung, welche in der Heidelberger Klinik eine Operation erforderlich machte. Wenige Stunden ſpäter war der hoffnungsvolle Junge eine Leiche. Hattenheim, 19. Mai. Eine Muſter⸗ ſtraußwirtſchaft hat ein Bauersmann dahier eröffnet. Der Mann haite vor einiger Zeit aus einer Konkursmaſſe für ca. 1000 Mark Ware bezogen, welche er nicht verwerten kann. Jetzt kam er auf eine originelle Idee und nahm ſein eignes Wachstum 1903 Wein in Zapf, per Schoppen 25 Pfg. Wer 5 Schoppen trinkt, erhält gratis 1 paar Kinderſchuhe und beim 6. Schoppen noch ein Kindertaufhäubchen dazu. — Junge Väter die gleichzeitig kehlfeſte Trinker ſind, können ſich alſo ihre notwendige Kinder⸗ ſachen dort„gratis“ beſorgen. Edenkoben, 8. Mai. Ein Opfer des ruſſiſch⸗japaniſchen Krieges iſt der aus Ven⸗ ningen ſtammende Konrad Lentz geworden. Er trat bei Ausbruch des Krieges freiwillig in das ruſſiſche Heer ein und fand in einem der letzten Gefechte am Yalu den Tod. Nachbarskinder. Original⸗Roman von Irene v. Hellmuth. 33)(Nachdruck verboten.) „Hüte Dich, einen ähnlichen Gedanken meiner Mutter gegenüber auszuſprechen. Ich ſage Dir, wenn die alte Frau ganz bei uns wohnt und Du unterſteht Dich, ſie zu ärgern—“ Er hielt inne, denn Hildas helles Auflachen unterbrach ihn. „Ha, ha, Du biſt köſtlich, wenn ſie ganz bei uns Keule wiederholte ſie,„das wird nie geſchehen!“ f 15 umfpannte mit krampfhaftem Druck ihr Handgelenk daß ſie beinahe aufſchrie. „Was ſagt Du?— Es wird nie ge⸗ ſchehen? Aber es war doch alles vorher aus⸗ gemacht, daß die Mutter nächſtes Ziel die Wohnung kündigen ſolle, um dann zu uns zu für de Die beiden hinteren Zimmer ſind doch ür ſie reſerviert!“ N „Ja, das war ſo— aber— nun, wir haben es uns anders überlegt, Mama und ich. — Mama ſagt, wenn ich nicht will, brauche ich es auch nicht, und dann— wenn wir ſpäter ein— Kinderzimmer haben müſſen, würde die Wohnung ſo wie ſo zu klein. Ich kann doch nicht die Wiege in den Salon ſtellen, und dann meint Mama, das Zuſammenleben mit einer Schwiegermutter ſei für die Dauer unmöglich, ſie habe die ihrige auch drei Monate lang im Hauſe gehabt und es hätte alle Tage Streit gegeben. Die Frau ſei dann ſo klug eweſen, auszuziehen, aber das Gerede der Leute hätte man doch gehabt, und das Alles ſollte ich mir ſparen und alles laſſen, wie es iſt— es wäre beſſer ſo.“ Sigmund ſtand ſprachlos und ſtarrte ſeine Frau an, die das ſo ſicher und ruhig herſagte, wie eine auswendig gelernte Lektion, wie etwas ganz Selbſtverſtändliches. Daß ſie ihm damit furchtbar wehe that, ſchien ſie keinen Augen⸗ blick zu bedenken. Seine goldene, herzensgute Mutter wollte man alſo nicht; ſie durfte nicht einen friedlichen Lebensabend bei ihrem Sohn verleben, wie ſie es ſich immer geträumt, wie ſie es gehofft hatte. Man ſperrte einfach die Thür vor ihr zu und hieß die alte Frau gehen. Einſam ſollte ſie bleiben bis an ihr Ende! Und welchen Reichtum an Liebe und gütiger Fürſorge barg dies treue Herz! Wie hatte ſie immer verſichert:„Deine Frau ſoll es gut haben, wenn ich bei Euch wohne; ich werde ſchon nach dem Rechten ſehen, werde ſie lehren, Deine Lieblingsgerichte ſelbſt zu kochen,— paß mal auf, was für ein liebes, fürſorgliches Hausmütterchen ich aus ihr mache, Du ſollſt Deine Freude daran haben! Freilich, Geduld braucht man dazu, das weiß ich,— denn Hilda iſt ja noch ſo jung, ſie muß das alles erſt lernen.“ So gut hatte es die Mutter gemeint und er hatte ſo unendlich viel von ihrem Einfluß erwartet, und nun war alles aus, alles dahin! Denn unter den obwaltenden Umſtänden mußte er ſich ſagen, daß es am beſten ſei, wenn die Mutter in dem ſtillen Frieden ihres eigenen Heims blieb. Nimmermehr würde er die alte Frau dem Aerger ausgeſetzt haben, der ſie hier erwartete. Aber wie ſollte er es ihr beibringen? Sie durfte nicht ahnen, daß man ſie nicht haben wollte, er mußte auf einen Ausweg ſinnen. Aber wie war ein ſolcher zu finden? Mit großen Schritten wanderte er im Zimmer hin und her, ſeine Frau folgte ihm mit den Blicken. „Du ſiehſt es doch ein, daß ich Recht habe?“ fragte ſie ein wenig beklommen. Er antwortete nicht, ſondern ſetzte ſeine Wanderung fort. „Ich gehe jetzt zu meinen Eltern, Du kannſt mich nachher abholen,“ ſagte Hilda nach einer Pauſe. Und ſchon im Hinausgehen rief ſie ihm noch zu:„Du willſt ja doch ungeſtört ſein bei Deiner Arbeit; ich richte alſo kein komme gegen ſieben.“—— Ohne die Antwort ihres Gatten abzu⸗ warten, eilte ſie fort. Sie reichte ihm auch nicht wie ſonſt die Hand zum Abſchied, ſondern begnügte ſich damit, ihm zuzunicken. Er trat ans Feſter und ſah ihr nach, bis Abendeſſen, wir ſpeiſen drüben bei Mama, % ˙ A ¼m“ . e —— der Kinder des Joſ. Egle hier hatte ſich auf den Heuſtock begeben, um mit offenem Lichte nach jungen Katzen zu ſchauen; hierbei entzün⸗ dete ſich das Heu und in kurzer Zeit war das ganze Anweſen eingeäſchert. Der Geſchädigte iſt nicht verſichert. Nürnberg, 18. Mai. Im Donau⸗ Main⸗Kanale hat man die Leiche der ſeit einer Woche vermißt geweſenen 12 jährigen Tochter einer Taglöhnerswitwe gefunden. Das Mädchen iſt aus Furcht vor Strafe wegen einiger zerbrochener Kaffeetaſſen in den Tot gegangen. Göttingen, 18. Mai. Hier ereignete ſich auf der Gartetalbahn ein ſchwerer Unglücks⸗ fall. Der Univerſitätsſtudent R. Hermann kehrte von einem Ausflug zurück und verulkte den Betrieb der Gartetalbahn dadurch, daß er während der Fahrt vom Zuge auf⸗ und abſprang. In der Nähe der Halteſtelle kam der junge Mann ſo unglücklich unter die Räder, daß ihm beide Beine abgefahren wurden. Radeberg, 18. Mai. Im Lomnitz bei Radeberg wurden vergangene Nacht durch Brandſtiftung drei Anweſen eingeäſchert. Ein 84jähriger Greis, ein fünfjähriges Kind und viel Vieh ſind in den Flammen umgekommen. Hamburg, 18. Mai. Aus dem Nach⸗ bargebiet treffen Hiobspoſten über ſchwere Schäden bei einem Wirbelſturm und Hagel⸗ boen ein. Die Flurſchäden und Verwüſtungen an Häuſern ſind groß. In Billwärder wurden zwei Menſchen erſchlagen. In Harburg iſt ein Gerüſt mit Maurern umgeworfen worden; einige wurden ſchwer verletzt. In Wedel wurden drei Perſonen vom Blitz getroffen. Im hieſigen Hafen haben ſich mehrere große Schiffe losgeriſſen, der Schaden iſt aber gering. Weiden au bei Siegen, 19. Mai. Geſtern wurde hier der Bäcker Heſſe verhaftet, der an einem 11jährigen Mädchen einen Luſtmord ver⸗ übt hatte. Die Leiche hielt er in einem Schranke in ſeinem Zimmer verſteckt. Vermiſchtes. — Zum Submiſſions⸗Unweſen. Um Miß⸗ ſtänden bei der Vergebung von Staatsarbeiten im Wege der Submiſſions⸗Ausſchreibung ab⸗ zuhelfen, hat der preußiſche Migiſter die Eiſen⸗ bahndirektionen angewieſen, von dem Unter⸗ nehmer, der den Zuſchlag erhält, außer der feſtgeſetzten Kaution von 5 Prozent der die Arbeit ausmachenden Summe noch eine Extra⸗ kaution einzufordern, die ausreicht, einen 14⸗ tägigen Lohnbezug der beim Bau beſchäftigten Arbeiter und Handwerker zu decken. — Der praktiſche Arzt Dr. Hartung von Schelklingen hatte in einem amtlichen Ver⸗ zeichnis von Nachlaßſachen beim Namen des dortigen Oberamtswundarztes die Standesbe⸗ zeichnung ausgeſtrichen und dafür„Kurpfuſcher“ hingeſchrieben. Wegen Beleidigung wurde er deswegen von der Strafkammer zu 20 Mark Geldſtrafe verurteilt. Egg(A. Säckinger), 18. Mai. Eines — Von dem Schwurgerichte zu Frank⸗ furt wurden der Möbelträger Bruno Groß und der Kutſcher Friedrich Stafforſt der Er⸗ mordung des Klavierhändlers Lichtenſtein ſchul⸗ dig geſprochen und zum Tode verurteilt. Stafforſt hatte bald ein Geſtändnis abgelegt, während Groß bis zuletzt zu leugnen ſuchte. — Wegen Majeſtätsbeleidigung iſt nach dem„Elſäſſer“ ein Soldat des 112. Regiments verurteilt worden. Als kürzlich der Kaiſer an Mülhauſen vorüberfuhr, ließ der Kommandeur eines Bataillons des Regiments auf dem Exerzierplatze vor dem vorbeiſauſenden Hofzug das Gewehr präſentieren. Ein Soldat machte darüber eine Bemerkung, die von einem Serge⸗ anten gemeldet und als Majeſtätsbeleidigung durch Ausſtoßung des Mannes aus dem Heere und durch Verhängung von 7 Jahren Zucht⸗ haus geahndet wurde. — Städtiſche Arbeiterinnen in Heilbronn waren auf der Pfeilerſpitze der Neckarbrücke mit Wegſchaffen von Gras beſchäftigt, als plötzlich eine Arbeiterin in den Neckar fiel. Ein Arbeiter wollte ihr Hilfe leiſten, fiel aber gleickfalls ins Waſſer. Nun ſprang ein Schutzmann hinzu, aber auch dieſer glitt an dem ſehr glatten zementierten Ufer ins Waſſer. Schließlich reichte ein vierter Mann den Ver⸗ unglückten eine Stange und ſo gelang es, alle aus ihrer gefährlichen Lage zu befreien. b — Ihre goldene Hochzeit feierten die Bürgerseheleute Joſef und Urſula Holzer in Pferſee. Die ſeinerzeitigen Brautjungfern ſind auch beide noch am Leben und nahmen an der ſeltenen Feier teil. 85 — Kurz und bündig. Als Blücher 1814 in Paris eingezogen war, hatte er 200,000 Franken Kontributionsgelder erhoben und dieſe für ſeine Truppen ausgegeben. Nach herge⸗ ſtelltem Frieden 1816 fand das Kriegsmi⸗ niſterium zu Berlin dieſen Poſten verzeichnet, aber keinen Nachweis von Blücher dabei, wie er obige Gelder verwendet habe, und forderte deshalb nachträglich die diesbezüglichen Belege ein. Blücher ſandte dem Miniſterium darauf⸗ hin folgende Abrechnung ein:„In Frankreich eingenommen 200,000 Franken, daſelbſt aus⸗ gegeben 200,000 Franken. Bleiben 0 Franken. Wer's nicht glaubt, iſt ein Eſel! Blücher.“ Als Friedrich III. Kenntnis davon erhielt, be⸗ fahl er, daß die Angelegenheit ſofort niederge⸗ ſchlagen und obiges Dokument ad acta gelegt werden ſolle. f. — Das Dorf Unterkeſſach hat einen gar vielſeitigen Beamten. Er iſt in einer Perſon Kirchendiener, Schuldiener, Leichenſchauer, Toten⸗ gräber, Steinſetzer, Ortswegwart, Ortslampen⸗ anzünder, Maulwurfsjäger und Gänſehirt. Mehr kann man nicht verlangen. Die Feſttrommel raſſelt durch's Schweizerland! In der„Schweiz Schützen⸗ zeitung“ ſind für die Zeit vom 1. Mai bis Mitte Auguſt 39 Schützenfeſte angekündigt. Dieſe 39 Feſte abſorbieren zuſammen 167 Tage oder 5½ Monate. Aber ſie haben's ja! — Ein junges Brautpaar in Megesheim hat alle Vorbereitungen getroffen, um in den nächſten Tagen Hochzeit zu halten. Da ſtellte ſich eine frühere, vom Bräutigam jetzt ver⸗ ſchmähte Geliebte ein und drohte mit Ent⸗ ſchiedenheit Klage. Der Bräutigam wurde da⸗ durch ſo aufgeregt, daß er in Tobſucht verfiel und in die Irrenanſtalt Kaufbeuren verbracht werden mußte. i — Ein Wirbelſturm in Cochinchina, der vor einigen Tagen deſſen ſüdliche Provinz heimſuchte, hat die Stadt Mytho faſt völlig zerſtört. Mehrere hundert Dſchunken gingen unter oder wurden ans Ufer geworfen. Die Zahl der Umgekommenen wird auf mehr als 2000 angegeben, vermutlich ſämtlich Einge⸗ borene, da kein Europäer als vermißt gemeldet worden iſt. Der angerichtete Schaden beträgt über zwei Millionen Franken. Der Sturm zog in der Richtung von Kambodſcha vorüber und hat auch in der Stadt Pnom⸗Penh große Verwüſtungen angerichtet. Auch dort ertranken zahlreiche Perſonen, und viele Schiffe wurden wrack. Die Telegraphenlinien ſind überall zer⸗ ſtört. Die Eiſenbahnverbindung mit Mytho iſt noch nicht wieder hergeſtellt. Die vereinigten Faßfabriken zu Andernach a. Rh. haben im Auftrag der Weingroßhandlung Louis Thomann und Comp. in Schiltigheim bei Straßburg ein Rieſenfaß hergeſtellt, das einen Inhalt von 100 000 Liter faſſen kann. Aus Anlaß der Fertigſtellung fand ein Feſt im Faſſe ſtatt. Das Faß wurde etwa in vier Wochen gebaut und koſtet gegen 10 000 Mk. — Das iſt ganz was and' res. Belieben viellaicht mit mir aine Partie Billard ſpielen zu wollen? ſagte der Ungar.— Nein, mit ſo einem Affen ſpiele ich nicht.— Taifel, Herr, wie können Sie's wogen, mayariſches Kavalier Affen zu heißen?— Hab' ich ja gar nicht. Ich meine ja den Affen, den ich hab', nicht den, der Sie ſind.— Ach, ſo, Pardon, dos is was and' res. 5 Unbeſtreitbar. Geſchichtsprofeſſor: „Was glauben Sie, wäre geſchehen, wenn Wallenſtein nicht ermordet worden wäre?— Schüler:„Ich glaube, er wäre ſpäter doch geſtorben.“ — Ehrgefühl. Angeklagter(nach längerem Leugnen):„Ich will ein offenes Geſtändnis ablegen: Den Raubmord an dem Bürgermeiſter nehm' ich auf mich, ebenſo die Brandſtiftung in Gelnrode, aber dem Taxenwirt ſeine Fenſter⸗ ſcheibe habe ich nicht eingeworfen!“ Jede Hausfrau ſpart, wenn ſie ihre Einkäufe bei Georg Röſer macht. 7 Hierzu eine Beilage des Herrn Gg. Röſer, Kaufmann, hier. ſie in ihrem Elternhauſe verſchwunden war. Bitter auflachend, warf er ſich ſo heftig in einen Seſſel, daß das zierliche Möbel in allen Fugen krachte. a f „Da ſoll man nun arbeiten!“ murmelte er,„ſie hat dafür geſorgt, daß es für heute gründlich damit vorbei iſt.“ Dann ſaß er eine Weile ſinnend und grübelnd— es war ganz ſtill im Zimmer. Nach etwa einer Vietelſtunde vertauſchte er den bequemen Hausrock mit einem Jackett und nahm ſein Hut. „Wenn Jemand nach mir fragen ſollte — ich bin bei meiner Mutter drüben,“ rief er dem Dienſtmädchen zu, das heimlich verwundert den Kopf ſchüttelte. 5„Merkwürdig,“ brummte die Küchenfee dann,„verliebt ſind die zwei ſchon gar nicht mehr ineinander. Sie geht zu ihrer Mutter, er zu der ſeinen. Wenn ich meinen Fritz einmal heirate, wir gehen dann immer zu⸗ ſammen aus. Na, mir kanns recht ſein, es giebt hier wenigſtens nicht viel Arbeit, das iſt die Hauptſache.“ Damit ſetzte ſie ſich im Salon auf den Plüſchdivan und machte es ſich ſo bequem als möglich. Zu thun hatte ſie gerade nichts, und da nickte ſie ein wenig ein. 8 Sigmund ſaß inzwiſchen in dem behag⸗ lichen Stübchen ſeiner Mutter. Er ſah ſehr blaß aus, und die alte Frau wußte auch gleich, daß ihm etwas Unangenehmes paſſirt war. „Was fehlt Dir denn, mein Junge?“ fragte ſie nun ſchon zum zweiten Male,„ich . 1 ſehe, Du biſt verſtimmt, alſo beichte einmal. Mir kannſt Du alles ſagen,“ fuhr ſie auf⸗ munternd fort, immer die Augen auf ſein finſteres Geſicht geheftet;„ich bin Deine beſte, treueſte Freundin. Hat es etwas mit Hilda gegeben? Nun, ihr darfſt Du nicht gleich alles übel nehmen. Schau, ſie iſt noch ſo jung und dazu ein wenig falſch erzogen. Du liebe Zeit, ſo ein einziges Töchterchen iſt immer der Abgott von Vater und Mutter, und alle Fehler werden da als Tugend angeſehen! Wenn ich erſt bei Euch wohne, dann ſoll kein Mißverſtändniß mehr vorkommen! Weißt Du, ich freue mich ordentlich darauf, Hilda ein wenig zu erziehen. Und wenn mir der liebe Gott noch die Freude erleben läßt, daß ich ein Enkelkindchen auf meinem Schooße wiegen darf, dann— will ich nichts mehr!“ N Sie nickte dem Sohne liebreich zu, doch ſein Geſicht hellte ſich nicht auf. Unmöglich konnte er der Mutter erzählen, wie lieblos Hilda von ihr geſprochen, er zermarterte ſein Hirn, was er vorbringen ſollte, es wollte ihm nicht die kleinſte Lüge einfallen, er ſtarrte nur immer vor ſich hin. „Geh' Du närriſcher Geſell, mit Dir iſt heute ſchon gar nichts zu reden,“ rief die nicht gekommen, denn er wußte es im Voraus, Mutter, und klopfte dem jungen Mann ſcher⸗ zend auf die Schulter.„Wo iſt denn Hilda?“ „Bei ihren Eltern natürlich,“ entgegnete er gereizt. 1 nicht ſo oft nachhauſe laſſen,“ fuhr ſie fort, „was zwiſchen Eheleuten vorfällt, braucht nicht Wahrheit zu ſagen. „Höre, Sigmund, Du ſollſt Dein Frauchen weiter ausgetragen zu werden, und wäre es auch nur zu den Eltern. Ihr macht das am beſten unter Euch allein aus, dahinein ſoll ſich kein Dritter miſchen, geht auch keinen ſonſt was an.“ e Er lachte wiederum laut und bitter auf. „Wenn die Mutter meiner Frau ſo klug und vernünftig wäre, wie Du, dann dürfte ich Hilda getroſt zu ihr gehen laſſen,— aber ſo, — es iſt doch rein zum Toll werden! Die alte,— dumme,— er ſtockte,— offenbar konnte er den rechten Ausdruck nicht finden, —„ihre Mutter hetzt meine Frau abſichtlich gegen mich auf! Wer weiß, was ſie jetzt wieder zuſammentratſchen mögen!“ Er begleitete ſeine Rede mit einer Gebärde des Abſcheus. f f „Geh' jetzt hinüber und hole Dir Dein Frauchen,“ riet die Mutter eindringlich,„zu Hauſe kocht ihr Euch ein Theechen, nachher komme ich ein wenig hinüber und ſtelle Hilda die Sache vor. Du wirſt ſehen, es gibt einen ganz gemütlichen Abend.“ Er ſchüttelte trübe den Kopf, als glaube er dieſer Prophezeihung ſehr wenig. Es wäre ihm lieber geweſen, die Mutter wäre heute daß es ihm nicht gelang, Herr ſeiner Beſtim⸗ mung zu werden. Und Hilda war ſchließlich rückſichtslos genug, der alten Frau die ganze (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachung. Perſonen gegen Berufsgefahren betr. Nr. 48 591 J. iſt nunmehr in einer Sonderausgabe druckerei, Verlag des„General-Anzeiger“ Wir fordern die an der i Leitung oder Ausführung von Hoch⸗ oder Gemeinderat: Ratſchreiber„ Tiefbauten als Bauherren, verantwortlichen Bauleiter oder Unternehmer, Volz. Ritter.. 1 W f Mie Aufſeher oder Arbeiter betei⸗ 3 1 igten Perſonen auf, ſi mit en Vorſchriften der Verordnung eingehend f 0 B— . bekannt zu machen und dieſelben, ſoweit ſie die Verhütung von Unglücks⸗ 8 tto Aum, 1 fällen und den Schutz der Geſundheit betreffen(8 1— 37), ſtrengſtens 8 4 5 zu beachten und auch, ſoweit in der Verordnung beſondere Vorſchriften J e Mann Beim 1 57 1 1 nicht gegeben ſind, ihre Aufmerkſamkeit darauf gerichtet zu halten, daß 7 D N 5 5 4 5 e 85 975 5 1 8 und in 1 Gefahrenbereich, ſowie welcher das Schuh⸗ und Kleidergeſchäft von. 5 gungen der Geſundheit der auf der rbeitsſtelle beſchäftigten 1 ö 5 5 3 1 Perſonen vermieden werden, ſoweit dies bei gewiſſenhafter Erfdlung Joseph Hahn übernommen hat, gibt bekannt, 1 ihrer Obliegenheiten nach der Natur des Baubetriebes möglich iſt. daß er den Restbestand des . Insbeſondere weiſen wir auch auf dieſe Beſtimmung des 8 38 der 5 Verordnung hin, Abdruck derſelben Arbeitsſtelle zur Einſichtnahme aufzulegen oder bereit zu halten iſt. Mannheim, den 6. Mai 1904. b Groſth. Bezirksamt: evinger. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. 19. Mai 1904. gürgermeiſteramt Volz. wonach ſeitens der N. 3391. Seckenheim Den Schutz der bei Bauten beſchäftigten Die Verordnung Großh. Miniſteriums des Innern vom 29. Februar 1904„den Schutz der bei Bauten beſchäftigten Perſonen gegen Berufsgefahren betr.“(Geſetzes⸗ und Verordnungsblatt No. IV) 0 0 in Heftform erſchienen und kann zum Preis von 10 Pfg. für das Stück von der Dr. Haas'ſchen Buch⸗ in Mannheim bezogen werden. 0 verantwortlichen Unternehmer ein in mindeſtens einem Exemplar auf jeder Bau⸗ oder Bekanntmachung. Das Geſuch 1. der Aktiengeſellſchaft für Anilinfabrikation in Berlin, der chemiſchen Fabrik Rhenania in Rheinau, der Firma Kuhnheim u. Co. in Rheinau. der Rh. Gummi⸗ u. Celluloidfabrik in Rheinau um Genehmigung zur Ableitung der Fabrik⸗ abwaſſer in den Rheinau betr. Nr. 3376. Die Aktiengeſellſchaft für Anilinfabrikation in Berlin, die chemiſche Fabrik Rhenania in Rheinau, die Firma Kuhnheim u. Co. in Rheinau, ſowie die Rheiniſche Gummi⸗ und Celluloidfabrik in Rheinau beabſichtigen, die Abwaſſer ihrer in Rheinau liegenden Fabriken in den Rhein einzuleiten. Der Plan und die Beſchreibung liegen während der Einſprache⸗ *g 5 friſt— das iſt vom 20. Mai bis mit 2. Juni— auf dem Rathauſe 5 in⸗Seckenheim und der Kanzlei des Großh. Bezirksamts Mannheim zur Enſcht offen. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß 1 etwaige Einwendungen bei dem unterzeichneten Gemeinderat oder dem 1 Großh. Bezirksamt Mannheim während der obigen Einſprachefriſt vor⸗ 4 zubringen ſind, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln be⸗ N ruhenden Einwendungen als verſäumt gelten. 1 Seckenheim, den 20. Mai 1904. 1 Gemeinderat Der Ratſchreiber Volz. Ritter. 3 8 Gras-Versteigerung. Nr. 3420. Wir geben bekannt, daß die Verſteigerungen des Graserträgniſſes vom Wörtel und den Feldwegen, welche am 19. und 20. Mai ds. Js. ſtattfanden, genehmigt werden. Seckenheim, 20. Maiß 1904. 125 Gemeinderat Volz. Vekanntmachung. N 0 Voranſchlag für örtliche 1 5 Kirchenſteuer pro 1904 betr. 81 Der Voranſchlag für örtliche Kirchenſteuer pro 1904 liegt ſammt 1 Beilagen vom Montag, den 23. Mai an vierzehn Tage lang im katho⸗ 1 liſchen Pfarrhauſe dahier zur Einſicht aller Beteiligten auf. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gegeben, daß Einwendungen gegen den Voranſchlag, welche ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll bei dem Vor⸗ ſitzenden des Stiftungsrates anzubringen wären, nur bis zu dem für die Beſchlußfaſſung der Kirchengemeindevertretung beſtimmten Tag, alſo bis 12. Juni, zuläſſig ſind. Seckenheim, den 21. Mai 1904. Kathol. Stiftungsrat: Val. Pfenning, Pfarrer. c bausthaus zum Deutschen Hof. 1 Pfingſtmontag, nachmittags 3 Uhr ab gutbeſetzte Tanz- Musik ausgeführt von der Kapelle Häußler⸗Friedrichsfeld. Hierzu iſt jedermann freundlichſt eingeladen. Ratſchreiber Ritter. 0 N* Bekanntmachung. Nr. 3228. Infolge Rücktritts des ſeitherigen Unternehmers ſoll die Reinigung der Straßen⸗Sinkkaſten in Seckenheim im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen liegen zur Einſicht auf dem Rathaus Zimmer Nr. 6 auf. Angebote, welche auf das Jahr berechnet ſein ſollen, ſind bis 15. Juni l. Is. an den unterzeichneten Gemeinderat einzureichen. Seckenheim, den 6. Mai 1904 Ausverkaufes zu Schleuderpreisen abgibt. Ferner die neu⸗ ankommenden Waren, um ſich einzuführen ebenſo spottbillig verkauft. Es merke ſich deshalb jeder der Schuhe und Kleider billig kaufen will: 417 Otto Baum 417 Aeckurſtufße Daanntzeim Aetharſaße Weinrosinen ſchöne große Frucht per Centner 14 Mark. a August Jericho. Arbeiter⸗Verein eekenheim. den 29. Mat, nachmittags 3 Uhr findet im zum Zähringer Hof anläßlich des 2jährigen Evangel. Am Sonntag, Saale des Gaſthauſes Beſtehens des Vereins Stiftungs-Feier ſtatt, wozu mehrere auswärtige Brudervereine eintreffen werden. Unſere Mitglieder und Freunde des Vereins laden wir hierzu ein freundlichſt. Der Vorſtand. Ein moderner gut erhaltener Kinderwagen und Rinderſtühlchen billig zu verkaufen. Chilisalpeter liefere von jetzt ab zu Mk. 9.75 per Centner, ab hier. Johann A. Rennig, Rheinau-Stengelhof. J. Weinacht. Frisch eingetroffen! ene Badhosen, r Pferdeohren, te Fliegen u. Brustnetze ee für Pferde. Saieltsle m. dite Leinene und waſſerdichte Pferdedecken Ftrohhüte u. Kappen elk. bei Ed. Merklein. Turner⸗Bund Jahn Seckenheim. Dienstags und Freitags bur Fahrrader jeden deſiabigen fabrikats. Eigene Vernickelung und Efmaiſlirung. MaNNHEIM- DA, N22 Zwei f Einlegschweine ſind zu verkaufen Wörthlraße 19. Tournstunde. 5 2 5 Gaſthaus zum Hirſch. 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