Anzeigeblatt für seckenheim und Moes heim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktiau, ruck und Verlag von J. Helfrich in geckenheim. f Anzeigen: Die(ſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 65. Samstag, den 13. Auguſt 150. 4. Jahrgang Deutſches Reich. Lerlin, 12. Aug. Die Anſiedlerabord⸗ nung aus Südweſt⸗Afrika wurde geſtern im Beiſein des Reichskanzlers vom Kaiſer in udienz empfangen. Nachdem der Sprecher der Abordnung fur die Gewährung der Audienz gedankt und der Hoffnung Ausdruck gegeben hatte, daß die geſchädigten Anſiedler für ihre unverſchuldeten Verluſte volle Entſchädigung erhalten würden, ergriff der Kaiſer das Wort zu einer längeren Erwiderung, worin er zu⸗ ſeiner tiefſten abgegangen und unterſtützen: 1) ſä gehörigen der europäiſchen delt werden, 2) die amerika kaniſche Schulen zu zahlen. demonſtration nicht beachtet weitere Maßregeln folgen. Geſchwader iſt nach den türkiſchen Gewäſſern ſoll folgende Forderungen A mtliche amerikaniſchen Unter⸗ tanen in der Türkei ſollen ähnlich wie die An⸗ Großmächte behan⸗ niſchen Schulen und Kirchen ſollen ausreichenden 3) die Pforte hat eine Su Pfund als Entſchädigung für zerſtörte ameri⸗ Sollte die Flotten⸗ werden, ſo würden Schutz erhalten, mme von 50000 nächſt die Opfer des Aufſtandes Teilnahme verſicherte. Hierauf überreichte der Sprecher dem Kaiſer ein Exemplar der von der Abordnung herausgegebenen Denkſchrift und ſprach die Ueberzeugung aus, daß jetzt von den Anſiedlern niemand mehr das Land ver⸗ laſſen würde, nachdem ſie nunmehr wüßten, daß ihr Kaiſer hinter ihnen ſtehe. Mit dem Wunſche für eine glückliche Heimreiſe verab⸗ ſchiedete ſich der Kaiſer mit Händedruck von jedem einzelnen Mitglieder der Abordnung. Ausland. Petersburg, 10. Aug. von der Beerdi Schwetzingen, 12. unſerem Nachbarorte Faulhaber ausgebrochen und das angrenzende des Aufſehers S fand Nahru greifen der Brü ler und S zu verdanken, in den dichtgefüllten a Als der Zar gung des Miniſters Plehwe Zeit deſſen Wohnhaus und Aus Nah und Fern. Aug. iten Male nach gerufen. le Scheune, ſowie Wohnhaus und die Scheune chimmele in Aſche. Das Feuer Scheunen reichliche ng und iſt es nur dem tatkräftigen Ein⸗ chwetzinger Feuerwehr daß es keine größeren Dimenſtonen zurückkehrte, fand er in ſeinem Arbeitszimmer annahm. Die Entſtehungsurfache iſt bis jetzt in Peterhof ein Manifeſt der ruſſiſchen Revo⸗ unbekannt. Die Betroffenen erleiden einen lutionäre, in dem die Gründe der Ermordung ganz bedeutenden Schaden. Plehwes auseinandergeſetzt waren und gleich⸗ zeitig erklärt wurde, die Terroriſtenpartei werde in der Ausführung der Beſchlüſſe des Aktien⸗ komitees fortfahren und alle Hinderniſſe und erſonen beſeitigen, die der Befreiung des ruſ⸗ ſiſchen Volkes von der Deſpotie entgegenſtehen. Der Zar übergab das Dekoment dem Juſtiz⸗ erhängte ſich der Bäckermeiſt der Backſtube. kannt. infolge der Niederſchläge d miniſter und beauftragte ihn die Unterſuchung erheblich gebeſſert. Die Feldgewächſe, noch vor führrn. Der Palaiskommandant, General kurzem halbverdorrt ausſehend, ſtehen wieder v. Heſſe ſoll ſeines Amtes enthoben werden. in üppiger Friſche da, der Tabak könnte nicht Madrid, 10. Aug. Im Innern des ſchöner ſein und das Wachstum der Reben iſt Falonwagens, welcher den König Alfons nach erheblich vorgeſchritten. Auch das Obſt, be⸗ Viktoria bringen ſollte, entdeckte man drei ſonders Aepfel und Birnen, gedeiht zusehends; Dynamitpatronen, die durch die Bewegungen der Ertrag der Nußbäume verſpricht ein reicher des Zuges unfehlbar zur Exploſton gebracht 5 zu werden. worden wären und den Zug vollſtändig zer⸗ trümmert hätten. Die Reiſe des Königs iſt infolgedeſſen verſchoben worden. em- Hark, 9. Aug. Ein amerikaniſches weiſe der Fall war, auch we verſchont bleiben. Weinheim, 11. Auguſt. ausſichten an unſerer Bergſtraße Alles in allem darf der N auf einen in jeder Beziehung reichlichen Herbſt rechnen, wenn wir, wie dies bisher Heddesheim, 10. Aug. Geſtern abend er Aloys Weber in Das Motiv iſt vorläufig unbe⸗ Die Herbſt⸗ haben ſich er letzten 8 Tage glücklicher⸗ Geſtern nachmittag nach 3 Uhr wurde unſere Feuerwehr binnen kurzer Zeit zum zwe Brühl Der Brand war in dem Anweſen des Milchhändlers gte binnen kurzer Handſchuhs heim(A. Heidelberg), 11. ug. Im Garten des Gaſthauſes zum„Grünen Hof“ befindet ſich ein Rebſtock(Amerikaner), an dem ſich nicht weniger als 4597 gut ent⸗ wickelte Trauben befinden.— Ebenſo als große Seltenheit muß es bezeichnet werden, daß in Handſchuhsheim im ſog. Steinberg dieſes Jahr reife Feigen ſich vorfinden, was ſeit dem warmen Sommer des Jahres 1852 nicht mehr der Fall war. ö Karlsruhe, 11. Aug. Die Herbſtein⸗ ſtellung in die Unteroffiziersſchulen iſt am 15. Oktober und iſt noch Bedarf an jungen Leuten im Alter von 17 bis 20 Jahren vorhanden. Meldungen zum Eintritt können ſofort beim Bezirkskommando Karlsruhe gemacht werden. Bruchſal, 10. Aug. Leopold Heiſel, 70 Jahre alt, Steinklopfer, verunglückte, wäh⸗ rend er ein Kind retten wollte, welches von einem daherraſenden Fuhrwerk, einem leeren Sandwagen ohne Fuhrmann, bedroht war. Dabei wurde er ſelbſt überfahren. Er wurde ſofort ins Spital verbracht. Dürrheim, 9. Aug. Geſtern früh gegen 3 Uhr entſtand in dem Hauſe des Martin Hieſtand ein Brand, wodurch das Ge⸗ bäude total niederbrannte. Aaſen(A. Donaueſchingen), Am Sonntag brannte die ei des Landwirts Zeller mit allen Futter⸗ und Fruchtvorräten nieder. Der Schaden beträgt etwa 1000 Mk. und iſt nicht verſichert. Es wird Brandſtiftung vermutet. 8 Engen, 10. Aug. Auf der Ehinger Straße wurde die Witwe Gregoria Küchler von Ehingen von einem Strolch überfallen und ihrer Barſchaft(6 Mk.) beraubt. Der Täter entkam. i. Zell a. H., 9. Aug. Nachdem erſt vor ca. 14 Tagen hier ein großer Brand wütete, ertönten heute nachmittag abermals die Feuer⸗ ſignale. Es brannte zuerſt im Gaſthaus zum „Adler“, kurz darauf in einem Anbau der 9. Aug. nzelſtehende Scheuer Landwirt Herrenmühle. Beide Brände konnten bald 75 gelöſcht werden. Man vermutet Brandſtiftung. Konſtanz, 9. Aug. Geſtern abend machte der Sergeant Bader von der 3. Kom⸗ iterhin von Hagel pagnie des Regiments Nr. 114 in der Mili⸗ tärbadeanſtalt einen ſogen. Kopfſprung und f J„Frau Furtner! Der Berghof. Ihnen unſer Herrgott Volks⸗Roman von J. Oberparleiter. 5(Nachdruck verboten.) Ich hab das Kind gepflegt vom erſten Tage an, als es der ſelige e auf genommen hat, d'rum iſt es mir, als wäre es 91255 leibliches Kind, und d'rum thun mir ſolche 55 5 auch wehe.— Der ſelige Furtner hat ie Vroni mehr geliebt als ſeinen eigenen Sohn, der ſich weder um ihn noch um den Berghof bekümmert hat. Vroni hat ihm die rſcheucht— Vroni age erleichtert.“ 10 a würde— Gott behüte es!“ dem Nebenzimmer gekommen „Was Muhme,“ fragte gott vergeben? zu beſchwichtigen, doch Vroni „Mein Leben iſt wie ein dem Jedermann leſen kann, garetha,„Ihr habt ja in ort,„Vroni iſt keine Scheinheilige; wie's a 8 a N 5 geßt wohl gar, 9 dum Herz iſt, ſo gibt ſie ſich. Der ſelige läſtigen Beſuchen beghofbeſzer war kein Heuriger, der hätt zubereiten!“ 5 enicht käuſchen laſſen— er hat ihr ehrlich eſen erkannt. i t.„Vroni“, hat er oft geſagt, Frau Furtner,“ ſprach ſie,„dieſe Perſon“, scher at mir unſer Herrgott ins Haus wie Sie ſie nennen, iſt meine Ziehmutter. Ihr eignes Blu Dich hab ich ſo gern wie mein vor Allem danke ich es, daß ſch zu einem ehr⸗ gne lut. lichen, redlichen Menſchenkinde herangezogen Haha! ſpottete Margaretha, haha! wer wurde. Mit ihr verbindet von zarteſter Kindheit an, thut, verletzt auch mich. Ich immer nur mit lieben, freu behandelt zu werden, aber im die Grauköpfe ihnen ja auch anſtelligen Weſe Alter ſchützt vo 5— thut wenn ſie einem jungen n geſchmeichelt werden— haha! 1 r Thorheit nicht! nicht hören, welche böſe Reden möge der Herr⸗ jede Minute frei, In höchſter Verlegenheit ſuchte Leni nicht, was ich nicht über mich at, die Schein⸗„Ei, ei, Jungfer,“ ermannte ſich Mar⸗ Perſon eine gar gewaltig ſcharfe daß es mir freiſteht, dieſen ein für alle Mal ein Ende Thränen perlten in Vroni's Augen. p 9 und wer ihr wehe Dieſe böſe Rede mag vergeben,“ vich wünſchte nicht, daß Vroni ſo denn dann wüßte ich nicht, rief Leni, was hörte, was geſchehen In dieſem Momente trat Vroni vor, die bei den letzten Worten Leni's unbeachtet aus war. ſie, was ſoll ich ſie fuhr fort: N offenes Buch, in ich wüßte daher hören könnte!“ Gegenwart dieſer Zunge; ver⸗ mich mein Herz war es gewohnt, ndlichen Worten mer mehr über⸗ des ſeli leben!“ zeuge ich mich, daß ich jetzt ein unwillkommener Gaſt bin. a Margaretha ließ ſie nicht weiter reden. f „Freche Dirne!“ geiferte ſie,„das ginge doch ab, daß man ſich von ſo einem einge⸗ ſchmuggelten Weſen ſein Benehmen vorſchreiben laſſen ſollte! Nein, f Herrin am Berghofe bin ich; und wem die Einrichtungen hier nicht gefallen, dem ſteht es dorthin zu gehen, woher er gekommen!“ n 0 Vroni's ſonſt ſanftmütiges Weſen bäumtre 5 ſich auf, Vergebens ſuchte ſie Leni a bB ſänftigen. a 5 ſprach ſie mit heute oder nie muß daͤs was es wie eine eiſerne „Laß mich, Muhme!“ erſtickter Stimme„ von meinem Herzen, Klammer umfaßt“ „Ihre Worte,“ wandte ſie ſich an Mar⸗ garetha,„beſtärken mich nur in meinem Vor⸗ ſatze.„Ein Ort, wo ſtatt Liebe Haß regiert, wo ſtatt Frieden und Eintracht Zank und Hader herrſcht, ein ſolcher Ort iſt ſchlecht beraten,— hat neulich unſer Herr Pfarrer gepredigt— und wahr iſt's. Seit dem Tote Berghofe in die Hölle verwandelt; und darum möchte ich lieber mit den unter freiem Himmel bei hauſen, als an dieſem Orte im Ueberfluſſe. hier am Berghof, Jungfer Naſenweis, gen Pflegvaters hat ſich der Himmel an unſchuldigen Vöglein Waſſer und Brod kam, weil der See zurzeit ſehr niedrig iſt, auf den ſteinigen Grund. Er erlitt eine Hals⸗ wirbelquetſchung und iſt am Körper unterhalb der Bruſt vollſtändig gelähmt. Der Verun⸗ glückte wurde von Aerzten verbunden und von Kameraden nach dem Lazarett überführt, wo⸗ ſelbſt er nach einigen Stunden ſeinen Ver⸗ letzungen erlegen iſt. Ober⸗Mörlen, 9. Aug. Ein glückliches Dorf kann man die hieſige Gemeinde nennen. Sie erhält ein Vermächtnis eines in den 50er Jahren nach London ausgewanderten Schuh- machers Geck, der es in London zu großem Vermögen brachte und unſerem Dorfe 500,000 Mark vererbte. Bis vor einigen Jahren erhielt das Dorf hiervon die Zinſen. Das Kapital beträgt jetzt noch ungefähr 390,000 Mk. Rimbach i. O., 11. Aug. Die nahen Dörfer Kreidach und Mengelbach dürften wohl zu den wenigen Dörfern gehören, deren Land— wirte klug genug waren, ihre Nußbäume in ſtattlicher Zahl zu erhalten. werden nun dieſe Leute reichlich belohnt, denn die Nußbäume dorten hängen ſchwer voll, ob— gleich ſchon viele Nüſſe zum Einmachen ver⸗ kauft worden ſind. Bierbach(Pfalz), 9. Aug. Hier wurde im Zimmer der Eliſabetha Frey eine Militär⸗ patrone auf den Ofen gelegt, die beim Feuer⸗ anmachen unbeachtet blieb. Plötzlich erfolgte die Exploſion, bei der das 25jährige Mädchen durch die Kugel getroffen und lebensgefährlich verletzt wurde. Auch zwei Kinder wurden erheblich verletzt. Saarbrücken, 6. Aug. Einen weiteren Beitrag zu dem Thema„Submiſſionsblüten“ liefert die Mitteilung in der letzten Stadtrats⸗ ſitzung, daß von vier eingegangenen Offerten für den Abbruch eines Hauſes die höchſte auf 6000 und die niedrigſte auf 250 Mk. lautete. Köln, 10. Aug. Ueber Nacht iſt ein hieſiges Dienſtmädchen zur Millionärin gewor⸗ den. Das Mädchen wurde lange Zeit von einer feingekleideten Dame verfolgt, die ſchließ⸗ lich dem Mädchen offenbarte, daß ſie ſeine Mutter ſei. Nachdem ſein Vater geſtorben ſei, habe ſie ſeit Jahren die Spur des Kindes vergeblich aufgeſucht. Zu Lebzeiten ſeines Vaters, als dieſer noch die Hochſchule beſuchte, hatte man das Mädchen einem Findelhauſe übergeben. Nachdem die Mutter die zweite Ehe eingegangen, begab ſie ſich auf Reiſen, um die Spur ihres Kindes aufzuſuchen. In Gegenwart des Vormundes wies alsdann die Dame auf ein hieſiges Bankhaus 100 000 Mk. zum Beſten des Mädchens an mit dem Be⸗ merken, daß ſie in Berlin Unter den Linden wohne, und daß der verſtorbene Vater eine Million Mark für ſein Kiad ausgeſetzt habe. Letzteres verbleibt auf dringenden Wunſch in ſeinem bisherigen Dienſtverhältnis und ſchlägt energiſch alle ſeitens der Mutter gemachten Propoſitionen aus.() Hamburg, 11. Aug. Gegenüber den in auswärtigen Blättern verbreiteten Gerüchten, von einem hier vorgekommenen Cholerafall Dieſes Jahr teilt die hieſige Polizei mit, daß in Hamburg kein einziger Cholerafall vorgekommen iſt. Bud apeſt, 10. Aug. 500 Feldarbeiter mit Gewehren nnd Senſen bewaffnet, erſchienen auf dem Gut des Grafen Georg Almaſſy und erklärten dasſelbe für konſiſtiert zum Zwecke der Aufteilung. Die Arbeiter benahmen ſich vollſtändig ruhig. Ein Teil der Beamten flüchtete und rief die Gedarmerie herbei. Oedenburg(Ungarn), 7. Aug. In Györvar ermordeten zwei minderjährige Söhne beſtialiſch ihren Vater Johann Gotharg, weil er ſich zum zweitenmale verheiraten wollte. Die jugendlichen Mörder wurden verhaftet. Wien, 10. Aug. Nach einer Meldung aus Raguſa hat der Fürſt von Montenegro beſchloſſen, den jüngſten ſeiner Söhne, den Prinzen Peter zur Fortſetzung ſeiner Studien die Heidelberger Univerſität beziehen zu laſſen. Antwerpen, 7. Aug. Nach dem„Matin“ wurde auf dem Dampfer Darmſtadt des Nord⸗ deutſchen, Lloyd, der vor zwei Monaten von hier nach Auſtralien abgegangen war, zwiſchen Aden und Colombo ein Kellner plötzlich wahn⸗ ſinnig und ſprang über Bord. Der Kapitän ließ ſofort ſtoppen und ein Boot ins Meer ſetzen, doch war an der Stelle, wo der Ab— ſprung erfolgt war, von dem Geiſteskranken nichts zu entdecken. Dagegen fanden die Bootsinſaſſen die See ringsum von Blut gerötet und bemerkten zugleich zahlloſe Haifiſche, denen der Irre zum Opfer gefallen war. St. Johns(Neufundland), 12. Aug. Große Waldbrände zerſtörten zugerichtetes Nutzholz im Werte von mehreren Millionen Dollars. Das Feuer zerſtörte auch mehrere Auſiedlungen. Die Vorſtädte von St. Johns ſind von den Flammen bedroht. Vermiſchtes. — Seit einem halben Jahrhundert iſt der Juli 1904 der trockneſte aller ſeiner Vorgänger geweſen; denn nach den Meſſungen auf der offiziellen Meteorologiſchen Station in Zürich beträgt ſeine totale Regenmenge 36 Millimeter, d. i. nur ein Viertel der normalen Durch⸗ ſchnittsmenge des Juli. In dieſem Punkte ſchlägt er auch noch den 95er Juli, der ganze 50 Millimeter Regenmenge erhielt. Im Punkte der Temperatur wird er von den beiden heißen 74er und Sler Juli allerdings noch um ein geringes übertroffen. Die letzteren beiden Monate ergaben 2½ Grad Ueberſchuß über das langjährige normale Juli-Mittel(18,4 Grad), während es der eben verfloſſene auf rund 2 Grad Ueberſchuß bringt. Bleibt auch noch der Auguſt auf derſelben Höhe, ſo darf man wirklich, ohne Uebertreibung, von einem heißen 1904er Sommerwetter ſprechen, das in den Annalen der Witterungsgeſchichte für immer an oberſter Stelle ſtehen wird.. — Vorgetan und nachgedacht. In Kiel hatte ſich ein junger Mann mit ſeiner Braut entzweit. In der erſten Erregung faßte er den Entſchluß, bei der Schutztruppe einzutreten, um in den Kämpfen gegen die Herero all ſein Leid zu vergeſſen. Jedoch die Einberufung kam nicht. Inzwiſchen erfolgte, wie die„Kl. N. Nehr.“ erzählen, die Ausſöhnung des Braut⸗ paares, auch wurde die Hochzeit auf den 14. Auguſt feſtgeſetzt. Nun iſt aus dem heiteren Himmel, der den Liebenden natürlich voller Geigen hing, plötzlich doch noch der Blitz in Geſtalt einer Einberufungsorder zur Schutztruppe für den 10. Auguſt herniedergefahren! Man kann ſich denken, wie niederſchmetternd das wirkte. Ob die Bemühungen des jungen Mannes, ſeine Einberufung und ſeine Meldung übechaupt rückgängig zu machen, Erfolg haben werden, iſt wegen der Kürze der Zeit zweifel⸗ haft, aber nicht ausgeſchloſſen. Beim Baden ertrunken iſt im Boden⸗ ſee bei Konſtanz der 22jährige Freiburger Student Etſpüler. Der Ertrunkene, deſſen Leiche durch einen Kiesarbeiter unweit des Ufers gefunden wurde, war ein guter Schwimmer, erlitt aber vermutlich durch den Wellenſchlag eines vorbeifahrenden Dampfers Atembeſchwerden und ertrank vor den Augen ſeiner Begleiter, welche vergeblich Hilfe zu bringen ſuchten. — Die Frage nach dem Verbleib der Schwalben in dieſem Jahre iſt jüngſt aufge⸗ worfen worden. Jetzt wird darauf hingewieſen, daß uns vorläufig nur die Mauerſegler oder Turmſchwalben verlaſſen haben. Schon„Brehms Tierleben“ ſagt über ſie:„Der Mauerſegler iſt es, den wir vom 1. Mai bis zum Auguſt unter gellendem Geſchrei durch die Straßen jagen ſehen. Er trifft mit merkwürdiger Regel⸗ mäßigkeit bei uns ein, gewöhnlich am 1. oder 2. Mai und verweilt hier bis zum 1. Auguſt. In ſehr günſtigen Frühjahren kann es geſchehen, daß einzelne auch ſchon in der letzten Woche des April bei uns ſich zeigen, in günſtigen Sommern ebenſo, daß man unſeren Brutvogel noch während der erſten Hälfte des Auguſt hier bemerkt; das eine wie das andere ſind aber Ausnahmen. Diejenigen, die man ſpäter ſieht, ſind ſolche, die im hohen Norden brüteten, durch ſchlechtes Wetter in ihrem Brutgeſchäft geſtört wurden und ihrer noch unſelbſtändigen Kinder wegen einige Tage länger im Lande ihrer Heimat verweilen mußten.“ Die Rauch⸗ ſchwalbe iſt noch hier. In den Städten wird ſie allerdings immer mehr von dem Mauerſeg⸗ ler verdrängt. Sie verläßt uns früheſtens im September und iſt recht widerſtandsfähig. Nahrung finden die Schwalben in dieſem Jahre genug, denn der ungewöhnliche Sommer bot alle Bedingungen für die Entwicklung der Inſektenwelt. Die Klagen über Ungezieferplage ſind ja auch ſehr zahlreich. — Im Amtsblatt einer kleinen Reſidenz⸗ ſtadt wurde mitgeteilt:„Se. Durchlaucht ge⸗ ruhten, dem Hofmuſikus Wimmer zu Höchſt⸗ ihrem Pammervirtuoſen zu ernennen.“ Tags darauf erſchien folgende Berichtigung:„Seine Durchlaucht geruhten, dem Hofmuſikus Wim⸗ mer zu Höchſtihrem Kummervirtuoſen zu er⸗ nennen.“ ö — Ein Konditor als Einjähriger. An die Schluchzend warf ſich Vroni bei den letzten Worten an Leni's Bruſt. „Kecke Perſon! Anſtatt Dich willig, wie es ſich für ein Geſchöpf, wie Du, geziemt, unſeren Wünſchen zu fügen, Anſtatt Dirs zur Ehre zu rechnen, daß wir Dich für ſetzeſt Du Deinen eigenen Kopf auf. wert halten, Dich als Tochter in unſere Familie aufzunehmen, behandelt Du meinen Sohn wie einen Fremdling, thuſt ihm alles zum Trotz Hals. Apfel fällt nicht weit vom Stamm!“ Leni, die bisher begütigend eingewirkt hatte, wurde durch die letzten Worte ſichtlich in Er⸗ regung verſetzt. „Frau Furtner,“ ſprach ſie in erbittertem Tone,„Sie kennen den Stamm nicht, auf dem dieſer Apfel gewachſen iſt, aber wer weiß. ob er nicht geſünder war, als mancher andere, der zwar ſcheinbar kräftig daſteht, im Innern aber faulig und wurmſtichig iſt—“ „Zwar habe ich, warf Vroni ein, meine Mutter nicht gekannt, aber mein Inneres ſagt mir, daß ſie, und mag ſie noch ſo unrecht an mir gehandelt haben, nicht ſchlecht war. Mein Inneres ſagt mir, daß es noch einmal an den Tag kommen muß, was ſie, die Arme, zu dieſer! That getrieben hat.— Was aber die Anſrielung auf Ihren Herrn Sohn betrifft, ſo merken Sie ſich, Frau Furtner:„Eher heirate ich einen ehrlichen, braven Halderbuben als einen Wüſtlinz!“„Und jetzt, Muhme, nehmt Wer iſt ſchuld an allen Zerwürfniſſen in unſerem Hauſe als Du!? mich mit. Ich will nicht länger unter jenem Dache leben, wo ich täglich an meine Herkunft erinnert werde, wo man täglich meiner armen, unglücklichen Mutter das Armenfünderglöcklein läutet, wo mein Daſein verflucht, meine Liebe, meine Dankbarkeit gegen den ſeligen Ziehvater als erbärmliche Heuchelei hingeſtellt wird.— Dirne die richtige Antwort zu geben!?“ Leni verließ mit Vroni eben die Stube, als Georg durch das Nebenzimmer eintrat. Verſtört, die Haare wüſt in die Stirne hängend, die Kleider vernachläſſigt, verriet der erſte Anblick, daß er die Nacht durchſchwärmt hatte. Müde ließ er ſich auf dem nächſten Stuhle nieder und horchte halb teilnahmslos auf die zornſchnaubenden Mitteilungen der Mutter. „Schau, ſchau,“ lallte er endlich,„die zimperliche Jungfer iſt ja ſonſt das reinſte Un⸗ ſchuldslämmchen, die reinſte Sanftmut. Woher nimmt denn die auf einmal dieſe Schneid? Haha! Da ſoll ſich einer auskennen bei dieſen Weibern! Mit mir will ſie nicht einmal ſcherzen— oh, die Weiber!“ Halb ärgerlich, halb im beſänftigenden Tone erwiderte Margaretha: „Ja, ſcherzen wird ſie mit Dir. Bilde Dir ſo itwas ein! Schade, daß Du nicht früher kommen biſt; hätteſt hören können, wie Du ihr ins Herz gewachſen biſt.“ „Was!“ fuhr Georg auf, hat ſie vielleicht Frei, Muhme, frei will ich ſein von dem Alp, der mich hier zwiſchen dieſen Mauern drückt!“ „Gregor! Schurſch! wo ſeid Ihr,“ rief Margaretha zornſprühend,„um dieſer frechen und hängſt Dich dieſem Jägerbuben auf den Ader wie ſoll's anders kommen: Der etwas Unrechtes geſagt von mir? Ich wollt ihr's nicht raten!“ „Einen großen Reſpekt hat ſie vor Dir, das muß man ſagen— ſie hat Deinen Wert gründlich taxirt und hat gefunden, daß ein jeder Halderbub vor Dir den Vorzug hätte.“ Georg hieb mit der Fauſt auf den Tiſch. „Wie, was ſagſt Mutter!“ brüllte er, „das iſt nichſt wahr, das kann nicht ſein, das ſollte ihr theuer zu ſtehen kommen!“ „Wär' noch das Wenigſte, was ſie geſagt hat— ein Halderbub kann ja ein achtbarer Kerl ſein, ſo arm er auch iſt— aber einen Wüſtling, meinte die Dirne, nein, den nimmt ſie nicht, lieber einen Halderbuben.“ „Mutter!“ ächzte Georg, indem er den müden Kopf emporrichtete,„das haſt Du anhören können— da haſt ihr nicht gleich die Thüre gewieſen?“ 8 Margaretha trat an ihren Sohn heran. In ſanfter mütterlicher Weiſe, ihm die Haare aus der Stirne ſtreichend, ſprach ſie in halb vorwurfsvollem Tone: „Schurſchel, hab' ich die Ueberzeugung, daß es eine Lüge iſt? Schurſchl, Du weißt, ich hab Dich gerne, aber manchmal denk ich mir doch, daß der Vater recht hat, wenn er ſagt, ich hätte Dich aus lauter Liebe verzogen— Schurſchl wann biſt Du den heute wieder heimkommen? — Was ſoll denn dieſes Leben— wohin ſoll es denn führen?“ Fortſetzung folgt.) 1 2 8 3 88 8 rr 3 R 8 N SFC N 8 2. 1 3 8 8 1 N n 5 Wird der Kranke oder d i ör 3 unden Kinder aus der a e e e eden n Du die letzteren bis zum Ablauf von 8 Tage N* Handwerkskammer in Berlin hat der Konditor⸗ dieſer Branche zu beträchtlichen Herabſetzungen gehilfe B. das Erſuchen gerichtet, ihm zur Er⸗ſder Arbeitskräfte ſchreiten mußten. Der Grund kangung des Berechtungsſcheines für den ein⸗ hierfür iſt größtenteils der gegenwärtigen Mode jährig⸗freiwilligen Dienſt in der Marine die zuzuſchreiben, 2 er gut gelaunt, um die jüngſte, iſt er ſchlecht gelaunt, um die älteſte!“ ö 5 — Es kommt darauf an. Hatte er ſeine vollſtändigen geiſtigen 1 e Hervorragendes leiſte. Der Vorſtand wird, nicht minder aber die Urſache diefes Fähigkeiten behalten?“— Frau B:„Das der Kammer hat der Bitte ſtattgegeben. B. Modewechſels eine Folge des Ausſpruches vieler das kann ich wirklich noch nicht ſagen. Das hat der„Nordd. Allgem. Ztg.“ zufolge die mediziniſchen Autoritäten über das nachteilige] Teſtament iſt noch nicht geöffnet.“ theoretiſche Prüfung für Einjährig⸗Freiwillige Tragen des Mieders.“ nun auch glänzend beſtanden und den Be⸗ Intereſſe, zu erfahren, ob unter dem Einfluß Profeſſor rechtigungsſchein erhalten. erſteren beiden als aktiver Schütze, das letztere Möbelſchreiner von Reßlau, beſucht. 0 —, Ein für Kartenſpieler bemerkenswertes ſcheinungen gefallen. Urteil fällte in der Berufungsinſtanz das Land⸗ tief in die Erde ein Ein Spieler hatte eine[Erſt nach einigen Tage Karte beiſeite geſchafft, um dadurch das Spiel] grabung begonnen wer Im Komitat Die Sache wurde zur Anzeige gebracht und brannten in 3 Ortſch das Schöffengericht erkannte wegen Betrugs mit etwa 330 Nebe gericht zu Dortmund. es Gegners, einen Grand, nichtig zu machen.— auf eine Woche Gefängnis. Das Landgericht Trentſchin Mako ka ſtellte alle Vorausſetzungen des Betruges feſt drei Perſonen um. und kam wiederum zu einem verurteilenden Es wäre von großem 55 naturwiſſenſchaftlichen Examen. „Wir ſind jetzt zu den Wuͤrmern der Mode auch in Deutſchland ſich nunmehr[gekommen. Herr Kandidat, können Sie mir — Alle drei eidgenöſſiſche Schützenfeſte Frauen von dem für die Geſundheit ſo ſchäd— in St. Gallen, 1838, 1874, 1904, die lichen Korſett losſagen. — Ein Meteor im Gewichte von 50 als munterer Feſtbummler, hat Roſan Nüßle,] Zentnern iſt bei Keny Staate Michigan un ſagen, wohin der Regenwurm gehört?— Kandidat: In die Erde.“ — Immer derſelbe. Frau Profeſſor: on in dem amerikaniſchen[„Aber, Theodor, da hört doch alles auf! Du ter blendenden Lichter-ladeſt mich ein mit ins Reſtaurant zu gehen, Er grub ſich an 30 Fuß und lieſt nun ruhig eine Zeitung nach der und war glühend heiß.] andern, ohne Dich, um mich zu bekümmern!“ n konnte mit der Aus⸗— Profeſſor:„Entſckuldige, Roſaura. Kellner, den. bringen Sie meiner Frau auch eine Zeitung.“ Trentſchin in Ungarn— Sehr richtig. Schutzmann(in der aften 175 Wohnhäuſer Markthalle):„Schreien Sie doch nicht ſo laut! ngebäuden nieder. In] Sie machen ja hier mehr Skandal, als alle men beim dem Brande andern zuſammen!— Hökerin:„Det is eben der„lautere Wettbewerb“.“ — Schlecht empfohlen. Erſter Gauner: Erkenntnis. Da der Angeklagte jedoch nicht 111„Du, Ede, wat meenſt de zu dem Rechtsan⸗ beſtraft war, wurde nur auf eine Geldſtrafe 5 Bumoriſtiſches. 1% walt Brüller?“— Zweiter Gauner:„Um von 25 Mark erkannt. Immerhin ein teurer. Eigentümlich. Sumpfmeier:„Es iſt Jotteswillen nur den nicht! Grand, zumal die Koſten des Prozeſſes etwa] doch eigentümlich, we N komme, kann ich nich 150 Mark betragen. der Dampferfahrt von Kuxhafen nach Hamburg] wieder nicht ſtehen!“ in den Tod. Er forderte die Muſikkapelle auf,— Kindermund. Der hat mir un ich an eine Kneipe ſchon'mal zu drei Jahre Zuchthaus verteidigt!“ a f t widerſtehen, und wenn — Mit Muſik ging ein Unbekannter auf ich dann auf die Straße komme, kann ich — Nebenſache.„Se ſan nix und ham nix und wollen mei Tochter?“— Aber ich liebe ſie!—„San Se was und ham Se was, b f 5 Mutter:„Fritzchen, dann brauchen Se ſe nix zu lieben, dann kriegen einen recht luſtigen Marſch zu blaſen, dann Fitzchen, kannſt du denn nicht ein bißchen a a ſprang er in die Elbe und ertrank. ganzen 22 Dachfirſte, eingeäſchert. Eine Frau ſamt Enkelkinder kamen um. Der Schaden wird auf 300 000 Mark geſchätzt. — Das Korſett auf dem Rückzuge? End⸗ dafür kann ick nich! lich übt die Mode auch einmal eine günſtige Menſchen jiebt, jerade ſo jiebt et faule Eier. ganz. Wirkung aus. In dem amtlichen Bericht der[Dat is eben Naturjeſetz!“ 5 „Wo wollen Sie denn „Zum Bankier Meyer, ich chter anhalten!“—„Um] wenn ſie ihre Einküufe bei Georg Nö ſer — Das weiß ich noch nicht; iſt[ macht. öſterreichiſchen Kommiſſion für die Handelswerte— Je nachdem. heißt es:„Das abgelaufene Berichtsjahr war ſo ſchnell hin?“— auf dem Gebiete der Miederfabrikation un⸗ will um ſeine To günſtig, ſo zwar, daß beinahe alle Großbetriebe] welche denn?“ artiger werden?“— — Am Samstag Nachmittag wurden in Mama, jeden Abend bitte ich den lieben Gott Heubach bei Paſſau ſechs Bauernhöfe, im darum, aber er tut's nicht!“ Se ſe e' ſo?“ — Ein ängſtlicher Patient.„Seien Sie doch nicht gar zu peſſimiſtiſch— was iſt da Fritzchen:„Ja, liebe 175 zye weiter dabei, daß ſie ſich ein paar Wochen mit Ger b i we 0 1 5 den e einem Schnitt Bier begnügen müſſen? „ E 1 te, waren 4 2 ſechs faul.“— Eierhändlerin:„Liebes Kind, zolch Herr Doktor, ich babe eine gar zu große Angſt, daß ich mir's Biertrinken auf dieſe Art Jerade wie et faule Zede Hausfrau ſpart, N Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit 5 die ſchmerzliche Mitteilung, daß mein teurer Gatte, unſer lieber Vater Bruder, Onkel und Schwager Franz Zzergold, Holzhändler a heute früh 2½ Uhr nach 11½ jährigem, mit großer Geduld er- f tragenem ſchmerzhaftem Krankenlager in die ewige Heimat abge- rufen worden iſt. Alvesheim, den 12. Auguſt 1904. Im Hamen der trauernden Hinterbliebenen Anna Bergold, geb. Griehel. i Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. Auguſt nachmit⸗ tags 2 Uhr, vom Trauerhaus aus ſtatt. 5 Ne. 90%„, Bekanntmachung. 5 8 achdem in weiteren 3 Hausſtänden dahier, Scharlach brei ang Wiohtgen wir nachſtehend die zur Verhütung der Ver⸗ öffentlichen gent und Scharlach vorgeſchriebenen Maßregeln zur Verordnung. Das Familienhaupt, in d 2 g Diphtherie oder Scharlach eſſen Wohnung eine Erkrankung an . 5 vorkommt, iſt verpfli 5 a. für thunlichſte Abſonderung 5 e ſorgen; b. die zu ſeinem Hausſtand gehörende Kinder im Alter bis zu 14 Jahren— diejenigen, welche die Volksſchule beſuchen, ohne Unterſchied des Alters— vom Beſuche der Schule und der Kirche abzuhalten und darauf hinzuwirken, daß der Verkehr dieſer Kinder mit anderen Kindern, insbeſondere auf öffentlichen Straßen und Plätzen, tunlichſt beſchränkt werde; die erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen gemäß der beige⸗ druckten Anweiſung(Anlage J) zu bewirken. ſeit 1 be en unter a und b ſind zu obachten bis 4 Wochen eginn der Er 1 i 7 75 88 gung des rant rkrankung abgelaufen ſind und eine ſorgfältige Reini⸗ danken entſprechend der Anweiſung über das Desinfektions⸗ verfahren fatgefunden gal ſung fektions ohnung entfernt, ſo hat die Maßregel unter b Wenn mehrere Erkrankungen im gleichen Hausſtande erfolgen, iſt die Maßregel unter b bis zum Ablauf von 4 Wochen ſeit Beginn der letzten Erkrankung zu beachten, ſofern nicht entſprechend der Beſtimmung in Abſatzung 3 die Abkürzung dieſer Dauer ſtatthaft iſt. Bei ſtattgehabter Erkrankung an Diphtherie kann auf Grund einer ärztlichen Beſcheinigung, daß die vollſtändige Geneſung des Erkrankten eingetreten, die vorſchriftsmäßige Reinigung und Desinfektion vorgenom⸗ men und kein neuer Erkrankungsfall im Hausſtande vorgekommen iſt die Beobachtung der Maßregel unter a und b durch den Bezirksarzt ſchon nach 14 Tagen ſeit Beginn der Erkrankung nachgelaſſen werden. Der Zutritt zu Leichen der an Diphtherie oder Scharlach Geſtor⸗ benen iſt tunlich zu beſchränken, insbeſondere Kindern nicht zu geſtatten. Auch zu den Leichenbegängniſſen dürfen in ſolchen Fällen Kinder nicht beigezogen werden. Seckenheim, den 9. Auguſt 1904. Bürgermeiſteramt: Ratſchreiber i. V: Seitz. Ritter. othe& Luft Ingenieurbureau für Inllallationen Mannheim Elektrische Licht⸗ ung Kraftanlagen, Wasser- bersorgungsanlagen, Wasser- u. Gasleſtungen Bäder, Closet, Rüchen⸗ u. Warmwasseranlagen, Uebernahme von oompletten Bau- Installationen. 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Ganz beſonders Dank auch Herrn Pfarrer Roth für die troſtreichen Worte, Herrn Bahnmeiſter Rohner und der Obmann⸗ ſchaft Diſtrikt 3 Mannheim, Herrn Gg. Volz für den warmen Nachruf im Namen ſeiner Kollegen, ſowie Herrn Mendel für die Niederlegung des Kranzes im Namen des Militärvereins,“ ſowie Allen für die zahlreiche Leichenbegleitung und die großen Kranzſpenden. 5 Seckenheim, 12. Auguſt 1904. Die trauernden Hinterbliebenen. Im vollständig 2u räumen Sommer-Artikel zu herabgesetzten Preiſen. 6 2, 21. Sal. Hirsch, Mannheim 6 2, 21. egen deer, Tuth, Aaunfalkur- u. Ausſteuer-Artikel„erer ara Mit billigen Preisen ziehe jch Kunden an; mit guter Ware halte sie fest. Ein Verſuch überzeugt. Schuhe u. Kleider Otto Waum,] 1, 7. Für die jetzige Bedarfszeit empfiehlt 0 Pferdeohren, Brust- und Fliegennetze, Pferdedecken Strohhüte. Kappen. Neues Sauerkraut per Pfund 10 Pfg. Neue Gurken Eſſig und Salz. Neue Heringe Stück 7 Pfg. 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