Anzeigeblatt für Mvesbeim ung seckenbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Nerlag von J. Helfrich in Leckenheim. Anzeigen: Die kſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 68. Mittwoch, den 24. Auguſt 1904. 4. Jahrgang. Ein Friedenspräſenz⸗Geſetzentwurf wird, wie es als völlig ſicher angenommen werden kann, dem Reichstage Tagungsabſchnitte zugehen, da der im vorigen Tagungsabſchnitt vereinbarte nur bis zum Ende März 1905 Giltigkeit hat. Das erſte Militär⸗ geſetz, das dem Artikel 59 der Verfaſſung ent⸗ ſprach, wurde unter dem 2. Mai 1874 erlaſſen. Nach dem Wunſche der verbündeten Regierungen ſollte darin die Friedenspräſenzſtärke dauernd feſtgelegt werden. Da der Reichstag nicht darauf eingehen wollte, einigte man ſich auf das Septennat. Das ganze Heer wurde durch dieſes Geſetz in 18 Armeekorps eingeteilt, von denen 14 auf Preußen und die ihm angeglie⸗ derten Staaten, zwei auf Bayern, je eines auf Sachſen und Württemberg entfielen. Dieſem Geſetze folgten zwei Novellen vom 6. Mai 1880 und vom 11. März 1887. In beiden wurden die Friedenspräſenzſtücke neu feſtgeſtellt, in den erſteren Beſtimmungen über die Erſatzreſerviſten getroffen. Bald nach dem Erlaß der letzten Novelle ſtellte ſich aber das Bedürfnis heraus, die Wehrpflicht in Deutſchland auf eine andere Grundlage zu ſtellen. Das Geſetz vom 12 Februar 1888 war dazu beſtimmt, dieſe Auf⸗ gabe zu löſen. Die wichtigſte Aenderung, die es ſchuf, betraf den Artikel 59 der Verfaſſung. Er wurde dahin geändert, daß jeder wehrfähige Deutſche ſieben Jahre lang dem ſtehenden Heere, die erſten drei bei der Fahne, die letzten vier in der Reſerve, die folgenden fünf Lebens⸗ jahre der Landwehr erſten Aufgebots und ſo⸗ dann bis zum 31. März desjenigen Kalender⸗ jahres, in welchem das 39. Lebensjahr vollen⸗ det wird, der Landwehr zweiten Aufgebots an⸗ gehört. Die Landſturmpflicht wurde bis zum 45. Lebensjahre verlängert. Ehe an eine er⸗ neute Feſtſetzung der Friedenspräſenz gegangen werden konnte, mußte ſodann noch eine andere enderung vorgenommen werden. Die Armee⸗ korps hatten ſich infolge der dauernden Ver⸗ ſtärkung der Verbände zu ſehr vergrößert, und ſo wurde denn in dem Geſetz vom 27. Januar 1890 beſtimmt, daß ſtatt der 18 Armeekorps des Jahres 1874 20 errichtet wurden, von denen 16 auf Preußen, 2 auf Bayern und jz eines auf Sachſen und Württemberg entfielen! Im Geſetze vom 15. Juli 1890 wurde ſodann im nächſten die Friedenspräſenzſtärke von neuem, und zwar zum erſten Male auf einen kürzeren Zeitraum vom 1. Oktober 1890 bis feſtgeſtellt. In dieſem Geſetze wurde beſonders die Feldartillerie, und zwar von 364 auf 434 Batterien, verſtärkt. In dem Geſetze vom 3. Auguſt 1893 wurde die zweijährige Dienſt⸗ zeit eingeführt, und zum erſten Male ſtatt der Maximalziffer die Durchſchnittsziffer der Frie⸗ denspräſenz feſtgelegt. Auch wurden durch dieſes Geſetz die Halbbataillone geſchaffen. Sie wurden im Geſetz vom 28. Juni 1890 zu Vollbataillonen umgewandelt. Die gegenwärtig drei Geſetze geregelt. men vom 25. März 1899, ſie ſetzen die Friedens⸗ präſenzſtücke feſt und erhöhen die Jaht der Armeekorps auf 23. Das letzte iſt das in dem vorigen Tagungsabſchnitte vereinbarte Geſetz, das die Verlängerung der beſtehenden Verhältniſſe bis Ende März 1905 ausſprach. Das neue Geſetz wird eine Neufeſtſetzung der Friedenspräſenz bringen. Deutſches Reich. Hamburg, 20. Aug. Heute Vormittag iſt mit dem Dampfer„Silvia“ ein Truppen⸗ transport in Stärke von 36 Offizieren, 243 Mann und 205 Pferden nach Deutſchſüdweſt⸗ afrika abgegangen. Berlin, 22. Aug. Der Ausnahmetarif für beſtimmte Futtermittel nach Sachſen, iſt, wie die königliche Eiſenbahn⸗Direktion Berlin ſoeben bekannt gibt, mit ſofortiger Gültigkeit auch auf den Verſandt von den Reichs-Eiſen⸗ bahnen ausgedehnt worden. Geeichzeitig treten die badiſchen Staats⸗Eiſenbahnen im Verſandt von ihren eigenen Stationen dem Notſtands⸗ tarif ſowohl nach dem ſächſiſchen wie nach dem preußiſchen Empfangsgebiet bei. Mainz, 22. Aug. Der Kaiſer traf mit Sonderzugs in der Nähe des Großen Sandes ein. Zum Empfang hatten ſich daſelbſt einge⸗ funden der Großherzog von Heſſen, Prinz und Prinzeſſin Friedrich Karl von Heſſen, ſowie der Kronprinz von Griechenland. Der Kaiſer und die übrigen Herrſchaften ſtiegen zu Pferde und begaben ſich nach dem Großen Sand. Hier . 1 Regiments Nr. 24 ſtatt' zum 31. März 1894 zu Recht beſtehenden Verhältniſſe ſind durch Die beiden erſten ſtam⸗ den Herren ſeines Gefolges um 8 Uhr mittels“ fand zunächſt ein Exerzieren des Dragoner⸗ Daran ſchloß ſich ein Feuergefecht, bei welchem die 42. Infanterie⸗ Brigade, vereint mit Kavallerie und Artillerie, einen Angriff auf einen Feind machte, der durch das 88. Infanterie-Regimet mit Kavallerie und Artillerie dargeſtellt wurde. Nach dem Feuergefecht hielt der Kaiſer Kritik ab, und es folgte ſodann die Parade. a Ausland. Petersburg, 22. Aug. Der Polizeichef von Kars(Transkaukaſien), Groſiow, wurde, als er ſich auf der Promenade befand, durch einen Revolverſchuß getötet. Der Täter iſt entkommen. ö London, 22. Aug. Alle Nachrichten vom Kriegsſchauplaz melden von den entſetzlichen Wirkungen des Bombardements der Japaner auf Port Arthur, das gleichzeitig zu Waſſer und zu Land erfolgte; es hat in der Kriegsgeſchichte nicht ſeinesgleichen. Die japaniſchen Verluſte werden auf 15000 Mann geſchätzt. Die Nach⸗ richt, daß die Ruſſen mehrere Poſitionen zu⸗ rückerobert hätten, bedarf der Beſtätigung, dagegen erwartet man in Japan, nach dem vorgeſtrigen Infanterieſturm in den nächſten Tagen den Fall der Feſtung. Ein neuer Ver⸗ ſuch mehrerer Kriegsſchiffe, aus dem Hafen zu entkommen, iſt geſcheitert. Einige Schiffe ſtehen in Flammen. General Stößel hat ſämtlichen ausländiſchen Militärattachees geſtattet, die Feſtung zu verlaſſen. 5 Petersburg, 21. Aug. Hier will man wiſſen, daß in Japan ein neues Expeditons⸗ korps gebildet werde, das zum Angriff auf Wladiwoſtock beſtimmt ſei. 8 Aus Nah und Fern. *Seckenheim, 23. Aug. Das letzten Sonntag zur Eröffnung der Saiſon ſtattgehabte Wettſpiel zwiſchen den erſten Mannſchaften des Mannheimer Fußball⸗Clubs Allemania und der Fußball⸗Geſellſchaft Seckenheim 1898 endigte trotz aller für Seckenheim ungünſtigen Umſtände mit einem Siege der Letzteren. Und die Um⸗ ſtände waren in der Tat ungünſtig. Zunächſt hatte Seckenheim ſeit einigen Wochen nicht mehr geübt, und zum Ueberfluß fehlten noch 4 r Der Berghof. Volks⸗Roman von J. O berparleiter. (Nachdruck verboten.) „Aber ich hab ein Kraut für Dich— ſüß iſt es nicht, doch heilſam!“ Damit ſchritt Lorenz der Waldhütte zu. Immer düſterer wurde abendliche Himmel. Das Rollen des Donners nahm immer mehr an Stärke zu, und immer häufiger wurde das eintretende Dunkel von leuchtenden Blitzen erhellt. Lorenz ſchritt durch das herrſchaftliche dagtdgebege einſam und in Gedanken verloren ahin. . 13) der Unweit des Waldhäuschens ſtand eine mächtige, weitäſtige Buche, unter derem Dache auf einer bequemen Raſenbank ſoeben Hand in Hand Leni und Vroni ſaßen.— Ach, wie wohl that Vroni dieſe heimliſche, ſelige Ruhe, inmitten der herrlichen Waldnatur nach ſo ſtürmiſchen, ihr erfüllenden Tagen. „Ach, Muhme,“ ſeufzte ſie,„was gelten all die Sckätze der Welt 9955 ein 5 zufriedenes Gemüt.— Wer es doch ſo gut haben könnte, weltentfernt nur ſich und den Seinen leben zu können!“ 5 i „Nun, mein Kind,“ ſprach Leni,„dieſer e Innerſtes mit bitt'rem Weh Wunſch wird vielleicht früher, als Du ahnſt, in Erfüllung gehen.“ f Leni wollte noch weiter ſprechen, als Lorenz aus dem Schatten der Bäume hervor— trat und die Beiden mit einem freudigen „Holla!“ bewillkommte. Nun war es natür⸗ lich das Erſte, daß er ihnen die frohe Mit⸗ teilung von der Ankunft des Inſpektors machte. Freude und Schrecken bemächtigten ſich Vronis. „Ach, Muhme,“ ſeufzte ſie und legte ihr Köpfchen auf Lenis Schulter,„ich kann es gar nicht glauben, daß der ſo heiß erſehnte Tag wirklich nahen ſoll.“—. f Ein Schuß aus unmittelbarer Nähe ſtreckte ſie empor. 5 „Das iſt Toni,“ ſagte Leni,„er wird noch vor Einbruch der Nacht ſeinen Rundgang durch den Forſt machen, wie er's gewohnt iſt.“ Und ſo war es auch. Leger, in der Hand einen Raubvogel tragend, wurde im nächſten Momente auf dem freien Platze ſichtbar. Er war nicht wenig erſtaunt, ſeine Geliebje hier im ſtillen Waldhäuschen ſo unverhofft zu treffen denn von den Ereigniſſen am Berghofe hatte er biher nichts erfahren. Die Bewill⸗ kommnung war daher eine deſto innigere. Leger ließ ſich neben Vroni auf der Raſenbank nieder, und nun mußte ſie ihm des Langen und Breiten über ihre Prüfungszeit am Berg⸗ hofe erzählen. Ueberglücklech waren die Liebenden in Du dieſes Glück vermißt, denn wenn Dir auch ſeliger Erinnerung der vergangenen ſchönen Tage, die ſie bei Lebzeiten des alten Furtner auf dem Berghofe zugebracht, indes Leni ſich anſchickte, einen Nachtimbiß zu bereiten. Der Bruder war ihr gefolgt. Er warnte Toni, ſich nicht zu lange zu verhalten, damit ihn nicht das Gewitter überraſche.. Vroni hätte ihrem Geliebten ſo viel zu ſagen gehabt, und doch lag eine gewiſſe Schwer⸗ mut auf ihrem Herzen, ſo daß ſie nicht die rechten Worte der Freude finden konnte.— Endlich erfaßte ſie ſeine beiden Hände, ſaß ihm voll inniger Liebe in ſeine treuen Augen und ſprach: „Toni, ich kann es nicht glauben, daß das Glück ſo nahe wäre, und daß wir uns gehören ſollen. Ach, und je näher die Entſcheidung kommt, deſto mehr drückt mich das Bewußtſein, Dir nicht einmal ſagen zu können, wer meine Eltern waren.“ Dabei brach ſie in Thränen aus.„Glaube mir, Toni, Jahre meines Lebens gäbe ich dahin, könnte ich meinen Kummer, meinen Schmerz an der Bruſt Derjenigen wegweinen, die mir das Leben geſchenkt;— könnte ich klopfenden Herzens zu ihr eilen, ihr meine Glückſeligkeit anvertrauen.— O, es muß ein unbeſchreibliches Glück ſein, liebende Eltern zu beſitzen!“ 3 Unter Schluchzen hatte ſie die letzten Worten geſprochen. 5 „Schau,“ tröſtete Toni,„am längſten haſt 5 Spieler der erſten Mannſchaft, für welche Erſatz eingeſtellt werden mußte. Allein die Fußball⸗Geſellſchaft Seckenheim 1898 rechtfer⸗ tigte ihren von den Erfolgen der letzten Saiſon ihr vorausgehenden guten Ruf. Mit 5 gegen 2 Tore konnten ſie die Mannheimer abfertigen. Nach vielen wechſelſeitigen Angriffen erzielte Allemania ihr erſtes Tor, dem Seckenheim bis zur Pauſe zwei entgegenſtellte. Nach Platz⸗ wechſel erzielte der Halblinke für Seckenheim das dritte Tor. Bald darauf ſchoß der Seckenheimer Halbrechte ſcharf dem Mannhei⸗ mer Torwart in die Hände. Dieſer pariert den Ball, ſchlägt ihn jedoch gegen die Tor⸗ ſtange und der Ball prallt ins Tor. Allemania beſtreitet jedoch trotz des Zeugniſſes aller unparteiiſchen Zuſchauer, daß ein Tor erzielt ſei, und der Schiedsrichter, ein Mitglied der Allemania, entſcheidet demgemaß. Nach dieſem Zwiſchenfall erzielt Allemania ihr zweites und bald darauf Seckenheim durch ſeinen Mittel⸗ ſtürmer das fünfte Tor. Bei dieſem Reſultat, Sieg der Seckenheimer mit 5 gegen 2 Tore, blieb es bis zum Schluß. Was die Secken⸗ heimer Mannſchaft betrifft, ſo war ſie, von den Erſatzleuten abgeſehen, die übrigens ihren Poſten nach Kräften ausfüllten, ſehr gut. Namentlich war die Verteidigung muſtergiltig. Die beiden Verteidiger überboten einander an guten Lei⸗ ſtungen, und in dem neu eingeſtellten fünfzehn⸗ jährigen Torwart hat Seckenheim einen Mann gefunden, der zum Torwart wie geſchaffen iſt. Ruhig und kaltblütig zeigte er ſich allen An⸗ griffen gewachſen, und rettete oftmals im letz⸗ ten Moment geradezu hervorragend. Die beiden von Allemania erzielten Tore waren für ihn unhaltbar. Alles in allem hat er gezeigt, daß man ſich auf ihn trotz ſeiner Jugend in dieſer Beziehung vollauf verlaſſen kann. reihe war, wohl infolge des Erſatzes, recht mäßig; erſt gegen Schluß zeigte ſie ſich einiger⸗ maßen ihrer Aufgabe gewachſen. Die Stürmer⸗ reihe befriedigte trotz des eingeſtellten Erſatz⸗ mannes vollkommen. Durch dieſen Sieg hat die Fußball⸗Geſellſchaft Seckenheim 1898 ge⸗ zeigt, daß ſie auch in dieſer Saiſon ihren Geg⸗ nern gewachſen iſt. Möge ihr, in einträchtigem n zu ihren bisher errungenen iegen manch weiterer Erfolg beſchieden werden. * Seckenheim, 23. Aug. Das Pro⸗ viantamt Mannheim zahlt für diesjährigen Hafer z. Zt. pro 100 kg je nach Qualität, frei Magazin Mannheim 14— 14.50 Mk. Mannheim, 21. Aug. Einen Unfall erlitt heute nachmittag das 4jährige Bübchen Friedrich Kolb in unmittelbarer Nähe des Mannheimer Bahnhofs. Das Kind wurde von der dort rangieeenden Maſchine eines Zuges der Nebenbahn erfaßt und eine Strecke weit geſchleift. Mit ſchweren Hautabſchürfungen am rechten Hinterkopfe, die den Schädel blos⸗ legten, wurde der Verletzte ins allgemeine Krankenhaus gebracht. Neckarhauſen, 21. Tage im Neckar geländete weibliche Leiche, wurde als diejenige der 22 Jahre alten Tochter Die Läufer⸗ Aug. Ein dieſer des Bahnwärtes Heid in Friedrichsfeld erkannt. hatte, wollte dieſelben zur Polizei führen. Am Ob'ein Unglück oder Selbſtmord vorliegt, konnte bis jetzt nicht ermittelt werden. Heidelberg, 21. Aug. Ein hier zu Gunſten der Brandbeſchädigten in Ilsfeld ſtatt⸗ gefundenes Wohltätigkeitskonzert ergab die ſchöne Summe von über 600 Mk. Karlsruhe, 22. Aug. Im Intereſſe der Bekämpfung der Tuberkuloſe in Baden hat nunmehr das Miniſterum des Innern ange⸗ ordnet, daß ſowohl die Frauenvereine, als auch die Tuberkuloſeausſchüſſe des Landes von nun an gleich den Aerzten und Leichen⸗ ſchauern, welche hierzu verpflichtet ſind, An⸗ zeigen über Erkrankungen und Todesfälle an Lungenſchwindſucht, ſowie über den Wohnungs⸗ wechſel Lungenſchwindſüchtiger erſtatten können. Mosbach, 21. Aug. Heute nachmittag um 4 Uhr brach im Wohnhauſe des Seilers Morr hier Feuer aus. Mit großer Schnellig⸗ keit ergriff dasſelbe auch die angebaute Scheuer desſelben und das anſtoßende Wohnhaus des Sattlers Marquard und des Kaufmanns Scheerer. Was vom Feuer nicht zerſtört wurde, iſt von den beiden erſteren Gebäuden durch die großen Waſſermaſſen, die auf dieſelben ge⸗ ſchleudert wurden, vernichtet. Aber auch das Haus des Marquard und Scheerer haben durch Brand und Waſſer ſehr großen Schaden ge⸗ litten. Ueberdies war das Gaſthaus„zum Lamm“ ſehr gefährdet. Unſere Feuerwehr verdient in der Bekämpfung des Feuerherds auch hier großes Lob. Nach etwa einer Stunde war die Gefahr weiteren Umſichgreifens beſeitigt. i Schwetzingen, 22. Aug. In unſerem Nachbarorte Oftersheim fand heute nacht eine größere Schlägerei ſtatt. In einer Wirtſchaft entſtand zwiſchen einem gerichtsbekannten Bur⸗ ſchen namens Nickler und dem verheirateten Landwirt Wilhelm Hauſer ein Streit, welcher ſich noch auf der Straße fortpflanzte. Der zu Hilfe gekommene Polizeidiener Müller wurde von Nickler zu Boden geworfen, wobei er ihm den Säbel aus der Scheide riß und wie wild auf Hauſer einhieb und nun bearbeiteten ſich beide gegenſeitig derartig, daß ein förmliches Blutbad entſtand und ärztliche Hilfe ſowie die Gendarmerie requiriert werden mußte. Speyer, 21. Aug. Eine förmliche Jagd zwiſchen Schutzleuten und zwei Ausreißern ereignete ſich geſtern vormittag gegen 11 Uhr von der Hauptſtraße aus durch die Schuſter⸗ gaſſe und angrenzenden Straßen. Zwei fremde Radfahrer, welche zu Geinsheim in einem Metzgersladen die anweſende Metzgersfrau um zehn Mark beſchwindelt haben ſollen, indem ſie angeblich ein Zehn⸗Markſtück wechſeln laſſen wollten, durch Manipulationen es aber fertig brachten, daß ſie das Wechſelgeld ſamt dem Zehnmarkſtück an ſich brachten, und dann Reißaus nahmen, waren der Polizei telephoniſch ſignaliſiert. Ein Schutzmann, welcher bald darauf die zwei bezeichneten Radfahrer auf der Hauptſtraße hier traf und ſie angehalten Polizeilokale angelangt, warfen Beide plötzlich ihre Räder weg und ergriffen eiligſt per pedes die Flucht, von dem Schutzmann, welchem ſich noch einige anſchloſſen, verfolgt. Einer der Verfolgten wurde in der Heydenreichſtraße ein⸗ geholt, während der Andere entkam. Er wurde von radfahrenden Poliziſten auf der Rhein⸗ häuſerſtraße noch verfolgt. Die Beiden, welche von Mannheim ſein ſollen, dürften mehreres auf dem Kerbholz haben. Neuſtadt a. H., 22. Aug. Im benach⸗ barten Speyerdorf entſtand durch Blitzſchlag mittags ein Großfeuer. Zwei Wohnhäuſer, vier Scheunen und drei Stallungen brannten ab und große Getreide- und Futtervorräte wurden vernichtet. Nordheim bei Heilbronn, 22. Aug. Geſtern nacht brach in der Scheuer des Bauern Karl Ziegler Feuer aus, welches ſehr raſch um ſich griff, daß bald auch die benachbarten Ge⸗ bäude in Flammen ſtanden. Obwohl die hie⸗ ſige und die Feuerwehren der Umgegend ihr möglichſtes taten, um den Brand auf ſeinen Herd zu beſchränken, brannten 8 Scheunen und 5 Wohnhäuſer nieder. Es wird Brandſtiftung vermutet. Man glaubt, daß der Täter auch den vor drei Wochen hier ausgebrochenen Brand angelegt hat. Stettin, 23. Aug. Auf der Paſewalker Chauſſee wurde ein Handwerksburſche im Schlafe von Reiſegenoſſen mit einer brennbaren Flüſſig⸗ keit übergoſſen und dieſelbe dann angezündet, ſo duß er verbrannte. Die Täter ſind flüchtig. Ko burg, 20. Aug. Großfeuer zerſtörte in Neuſtadt das Förſter'ſche Anweſen und einen Teil des anſtoßenden Bahnhofshotels. In erſterem wohnten 11 Familien, die obdachlos und faſt ihrer ganzen Habe beraubt wurden. Budapeſt, 20. Aug. Die Ortſchaft Topanfalva in Siebenbürgen iſt gänzlich nieder⸗ gebrannt. Der Schaden überſteigt 1½ Mill. Kronen. Kattowitz, 20. Aug. In dem Städchen Wollbronn an der ruſſiſchen Grenze vernichtete ein verheerendes Feuer, das von einem Haus⸗ beſitzer angelegt worden war, 160 Häuſer. Ein Knabe iſt tot; einige Perſonen werden vermißt. Der Brandſtifter wurde verhaftet. Wiesbaden, 21. Aug. Wie nächträglich bekannt wird, ereignete ſich in der Nähe der Eiſenbahnſtation Chauſſeehaus ein ſchwerer Automobilunfall. Nach Eintreten der Dunkel⸗ heit kam am Mittwoch abend in raſendem Tempo ein mit ſieben Perſonen, zwei Herren, zwei Damen und drei Kindern beſetztes Auto⸗ mubil die von der Hohenwurzel ſteil abffallende Straße herunter und rannte mit ſolcher Ge⸗ walt gegen einen Grenzſtein daß das Fahrzeug auf das Bahngleiſe flog. Während fünf Perſonen anſcheinend unverletzt blieben, wurden der Beſitzer und Lenker des Automobils, A. Schneider⸗Köln und ein Verwandter dieſes Herrn, ſo ſchwer verletzt, daß man bei beiden für das Leben fürchtet. Ein in der Penſion „Taunusblick“ weilender Oberſtabsarzt und die Eltern zur Seite ſtünden, Du müßteſt ſie jetzt dennoch verlaſſen, um Deinem Manne zu folgen— das iſt 1— einmal das Loos des Weibes. Und— iſt Dir die Muhme nicht ſo viel wie eine Mutter?— Hat der ſelige Furtner Dich weniger geliebt, als ein Vater? — Iſt Dir Lorenz nicht mehr als ein guter Freund?“ 8 „Gewiß, Toni, verzeih, daß ich nur einen Augenblick darauf vergeſſen konnte— aber die letzten Tage haben mein Gemüt ſo ver⸗ düſtert—“ Ww Merk, Vroni, auf Regen folgt Sonnen⸗ ſchein— auch für uns werden bald die düſteren Tage vorübergehen.“ a In ſeligem Gefühle zog Toni ſeine Ge⸗ liebte an ſein Herz und drückte ihr einen innigen Kuß auf ihre Stirne. 8 Immer heftiger ſchüttelten mittlerweile die Bäume ihre Wipfel und immer grollender wurde der Donner. Leni kam und mahnte Toni zum Außf⸗ bruche.— Noch ein herzlicher Abſchied von ſeiner Geliebten, und Leger verſchwand im Dunkel des Waldes.— 8 „Ach Muhme,“ ſprach Vroni, als ſie mit Leni allein war,„Ihr wißt nicht, welcher Kummer mein Herz bedrückt.— Ich fürchte immer, daß ſich Toni, ſobald der erſte Liebes⸗ rauſch vorüber iſt, erinnern wird, wen er ge⸗ heiratet hat— ein Mädchen ohne Eltern— ohne Kenntniß ihrer Abſtammung. Seht, n ich bedenke, de 5 ten ach d und angeſehenſten Mädchen weit und breit greifen könnte, ſo läßt dies in mir keine wahre Freude aufkommen, ſo iſt es mir immer, als ſollt' ich ihm die Hand verweigern, um ihn nicht unglücklich zu machen, denn wer kann wiſſen, ob nicht doch einmal der Schleier meiner Abkunft gelüftet würde und ob ich mich nicht vielleicht ſchämen müßte und— Toni mir. überleben.“ 8 185 Plötzlich ſtürzte ſie ſich vor Leni auf die nie. „Muhme,“ flehte ſie,„wann ſoll denn die Stunde kommen, daß ich über das Schickſal meiner armen Mutter etwas erfahren ſoll.— Ihr kennt das Geheimniß meiner Abkunft und habt mir verſprochen, zur gegebenen Stunde mich in dasſelbe einzuweihen. O, laßt mich nicht länger darnach ſchmachten, laß mich nicht in der Ungewißheit, ob ich vor Toni hintreten und ſagen kann: Auch meine Mutter war ein ehrliches Weib, wenn ſie auch unglücklich war!“ Leni hob Vroni liebkoſend zu ſich empor. „Kind.“ tröſtete ſie,„Toni kennt längſt das Geheimniß— ihm war ich es ſchuldig, zu ſagen, daß er ſein Herz keiner Unwürdigen geſchenkt, daß er ſich der Herkunft ſeiner Ge⸗ liebten nicht zu ſchämen brauche.——— „Wie!“ cief Vroni in freudiger Erregung, „Toni kennt das Geheimniß und wendet ſich nicht ab von mir?— O, dann bin ich über⸗ zeugt, daß auch ich ohne Erröten mit ihm zum Altare ſchreiten kann.“ i In kindli W᷑ mit Das, Muhme, nein, das könnt' ich nicht 25 nachgeben und Dich mit dem Schickſale Deiner Hals und bat ſie inſtändig, ihr endlich einmal die längſt verſprochene Mitteilung zu machen. Lenis Augen waren thränenerfüllt. Mit einem leiſen Seufzer zog ſie die Bittende zu ſich auf die Raſenbank.— Eine Minute des Stillſchweigens trat ein. Es ſchien, als ob Leni einen inneren Kampf mit ſich ſelbſt zu beſtehen hätte.. 8 „Kind,“ ſprach ſie,„ich will Deiner Bitte Mutter bekannt machen, doch eines verſprich mir: Frage nicht nach dem Namen derſelben, noch iſt die Stunde nicht gekommen, in der auch der Schleier dieſes Geheimniſſes enthüllt werden ſoll; doch ſie wird kommen, und vielleicht iſt ſie näher, als Du es ahnſt.“ Die Augen zu Boden geſenkt, lauſchte Vroni mit ſpannender ufmerkſamkeit den Worten Lenis. a „Deine Mutter“, begann dieſe,„war das ſchönſte Mädchen ihreß Hunatsortes aber auch das brapſte. Kein Makel haftete an ihrem Rufe; kein Burſche des Ortes wagte ſich an dieſelbe heran, denn ſie hatte kein Ohr für unzeitige Scherze und Luſtbarkeiten. Sie war in Demut und Beſcheidenheit auferzogen worden, und darum behagten ihr auch die weltlichen Freuden nicht. Ihre Mutter hatte ſie bereits als Kind verloren und nun ſtarb ihr plötzlich auch noch die einzige Stütze, der Vater. 5(Fortſetzung folgt. eine Schweſter vom Roten Kreuz leiſteten die erſte Hilfe und brachten die Schwerverletzten zu Verwandten nach Wiesbaden. Das zer⸗ trümmerte Automobil, deſſen Unfall wahr⸗ ſcheinlich durch Platzen der Schläuche hervor⸗ gerufen wurde— der Benzinbehältec iſt merk⸗ würdigerweiſe intakt geblieben— wußte von den Bahnbeamten mittelſt Hebel vom Gleiſe entfernt werden. Hopfenberichte. h Seckenheim, 23. Aug. Einige Händler haben verſchiedene Partien Hopfen hier angeſehen. Bis jetzt ſind 180 Mk. per Ctr. geboten, doch hoffen die Pflanzer infolge auswärtiger Mißernten mehr zu erhalten und halten mit dem Verkauf noch zurück. Edingen, 23. Aug. Verſchiedene Partien Hopfen ſind hier verkauft und wurden 180—200 Mk. per Centner bezahlt. Trſchitz,(Mähren), 19. Aug. Die Hopfen⸗ ernte in Mähren iſt im vollem Gange. Wir haben ausgiebigen Regen erwartet, aber bis jetzt vergebens. Die Frühſorten ſind ſchon in allen Diſtrikten ſchön getrocknet. Was die zu erhoffende Qualität betrifft, ſo wird dieſelbe eine ſehr ſchwere, auch wird die Farbe eine ſchöne ſein. Es wurden bereits einige Ballen verkauft und Preiſe von 200 bis 210 Kronen für 50 Kilo angelegt. Die Hopfenernte Mährens bezeichnen wir als eine ſchwache Mittelernte, und zwar von 4000 bis 5000 Zentner; die normale Ernte beträgt 8000 bis 9000 Zentner. Vermiſchtes. — Submiſſionsblüte. Bei der Vergebung der Arbeiten zum Bau einer Fäkaliengrube im Tonnenhof bei Heidelberg betrug das höchſte Angebot Mk. 42 558.64, das niederſte Mk. 16447. — Mit den Verwundeten aus Südweſt⸗ afrika iſt auch der Kriegshund Flock in die Heimat zurückgekehrt. Ein Schuß in die Vor⸗ derpfote hatte ihn bei dem Gefecht von Owi⸗ kokorea getroffen. Drei Tage lang war er verſchwunden, dann ſtieß er wieder zur Ab— teilung Glaſenapp. Mutig verrichtete Flock in dem Gefecht bei Okaharui vor der Schützen⸗ kette ſeinen Dienſt, keine Herero⸗Kugel ſchreckte ihn. — Der Simplontunnel, welcher bei einer Länge von 19 731 Metern alle beſtehenden Tunnels übertrifft, geht ſeiner Vollendung entgegen. Am 1. d. Mts. hatte das noch zu durchbrechende Mittelſtück nur mehr eine Mächtigkeit von 427 Metern. Jeden Tag ſchreitet man um 670 Meter vorwärts. Die Temparatur beträgt 40 bis 41.2 Grad Celſius. Auf der Südſeite, wo derzeit allein gearbeitet wurden 80 zum wird, ergießen ſich pro Minute 1022 Liter Waſſer. Im Oktober dürfte die Eröffnung ſtattfinden. Von beiden Seiten fahren die Züge bereits in den Tunnel hinein. — In Bernweiler(Oberelſaß) ſchlug ein Blitzſtrall in das Wohnhaus des Bauern Jakob Dentzer und tötete die beiden Töchter Dentzers im Alter von 13 und 16 Jahren, die in einem Zimmer des Hauſes ſchliefen. Ein diebiſcher Soldat, der ſeinem Kameraden den Bruſtbeutel ſtahl, wurde in Konſtanz verhaftet. 5 — Stoßſeufzer. Pantoffelheld:„Nichts, auch gar uichts, iſt vollkommen auf dieſer Welt?... Will ich fort, fehlt der Haus⸗ ſchlüſſel und bleib ich zu Hauſe, dann iſt der Kellerſchlüſſel weg!“ * Secken heim, 23. Aug. Der heutige Ferkelmarkt war mit 102 Stück befahren und Preiſe von 14—18 Mk. pro Paar abgeſetzt. 5 f N Jede Hausfrau ſpart, wenn ſie ihre Einkäufe bei Georg Röſer macht. 8 i Jergebung von Bauarbeiten. Zum Neubau eines Schulhauſes in Seckenheim ſollen nachſtehende Arbeiten für in der Gemeinde anſäßige Handwerker vergeben werden: Erd⸗ und Maurerarbeiten, Steinhauerarbeiten, . Eiſenlieferung, Zimmerarbeiten, Schmiedearbeiten, . Schloſſerarbeiten, Spenglerarbeiten. Tüncherarbeiten. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsbeſchriebe könneu auf dem Rathaus Seckenheim, Zimmer 10, jeweils morgens 9—12 Uhr und mittags 2—4 Uhr eingeſehen werden, woſelbſt auch Angebotsformulare abgegeben werden. 5 Die Eröffnung der Angebote, erfolgt a Mittwoch, den 7. September 1904., vorm. 9 Uhr in Gegenwart etwa erſchienener Bieter. Seckenheim, den 22. Auguſt 1904. 5 Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Nr. 1932. Der diesjährige Centralzuchtviehmarkt des Verbands der oberbadiſchen Zuchtgenoſſenſchaften findet in Radolfzell am Mon⸗ tag, den 19. und Dienstag, den 20. September 1904 ſtatt. Auf dieſem Markte können Züchter, Gemeinden und Milchvieh⸗ halter ihren Bedarf an gezüchtetem Jung⸗ und Großvieh beſſerer Raſſe (Farren, Kuhrinder, Kalbinen und Kühe) decken. N. Die Kreisverwaltung Mannheim wird, wie üblich, eine Kommiſſion von Sachverſtändigen, darunter einen Bezirkstierarzt, behufs Mitwirkung beim Einkauf von Tieren für Gemeinden und Private unſeres Kreiſes nach Radolfszell ſenden. 5 Die Kreisverwaltung wird außerdem auch in dieſem Jahre wieder den Kreisgemeinden für eingeführte Farren und den kreisangehöri⸗ gen Tandwirteu etc. cte. für eingeführte„weibliche“ Zucht- tiere angemeſſene Kreisprämien bewilligen. Die Transportkoſten der Tiere trägt die badiſche Staatskaſſe. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis mit der Aufforderung, von dem beabſichtigten Einkauf weiblichen Zuchtviehs bis 10. September d. Is. beim Bürgermeiſteramt Mitteilung zu machen. Seckenheim, den 24. Auguſt 1904. d 8 Bür germeiſteramt: Volz. Bekanntmachung. Nr 5 293. Wir bringen zur Kenntnis der Herren Landwirte, daß das Proviantamt Mannheim für 100 kg Hafer, frei Magazin je nach Qualität 14—14.50 Mk. bezahlt. Seckenheim, 23. August 1904. Bürgermeisteramt Volz. Zwangs-Versteigerung. Im Wege der Zwangsvollſtreckung ſoll das in Seckeuheim be⸗ gene, im Grundbuche von Feckenheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkes auf den Namen der 1) Schreck Philipp Miteicher Witwe, Franziska geb. Dewald in geckenheim, iteigentum, 2) Schreck, Karoline, minderjährig in Feckeuheim, iteigentum /, 3) Schreck, Ludwig, minderjährig in Feckenheim, iteigentum ¼, eingetragene, nachſtehend beſchriebenen Grundſtück am Mittwoch, den 12. Oktober 1904, i Vormittags 9 Uhr Ratſchreiber Ritter. Ratſchreiber Ritter. Der Verſteigerungsvermerk iſt am 29. Juni 1904 in das Grund⸗ buch eingetragen worden. g Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der übrigen das Grundſtück betreffenden Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt jedermann geſtattet. 5 3 Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Ein? tragung des Verſteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtige und bei der Verteilung des Verſteigerungser⸗ löſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachge⸗ ſetzt werden. 5 Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Auf⸗ hebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigerten Gegenſtandes tritt. 8 Beſchreibung der zu verſteigernden Grundſtücke: 5 Ordnungs⸗Zahl 1, Lagerbuch⸗Nummer 603, Flächen⸗ Inhalt 2 a 39 qm a i 1 a 40 qm Hofraite 99 qm Hausgarten im Ortsetter, Friedrichſtraße 61 Schätzung 6000 Mk. Mannheim, den 10. Auguſt 1904.. Gr. Notariat Mannheim IX. als Vollſtreckungsgericht.„ Breunig. Versteigerungszurücknahme. Die auf 7. September 1904 beſtimmte. Zwangs⸗Verſteigerung des Grundſtückes Lagerbuch-Nummer 534, Hofraite mit Hausgarten im Ortsetter an der Riedſtraße, Eigentum des Taglöhners Johann Fedel, Valentin Sohn, in Secken⸗ heim findet 8 nieht Mannheim, den 18. Auguſt 1904. Großh. Notariat LX. Breunig. Das Ertrügnis von circa 8 Zwetſcheubänmen iſt zu verkaufen. f Näheres bei i Gg. Jacob Seitz, Hauptſtraße 80. ee eee Jerusalemer Weine vorzügliche Kranken⸗ u. Tiſchweine. Aerzlich empfohlen. Auguſt Jericho. g ſtatt. Das Smoònste u. raletischste Geschenk f, Damen ist unser neues illustriertes Handbuch der Damenschneiderei, Huta macherei, Weissndhe- rei, Wascherel und Bügelei, Stick- und Hdkelkunst mit Unirersd l- Schnitimuster-H He u. gonbuch zum NVacuibeꝛug beliebiger 5 Squnittmuster. 2 starꝶe Bande, Ia Illustra- tionen, ôd Modell- und Sannitt-TJafeln. 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Juni 1904 in das Grund⸗ buch eingetragen worden. i i Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der übrigen die Grundſtücke betreffenden Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt jedermann geſtattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Ein⸗ tragung des Verſteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich 2 waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger wiederſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungser⸗ löſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachge— ſetzt werden. Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Auf⸗ hebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht des Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigernten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung der zu verſteigernden Grundſtücke: Grundbuch von Seckenheim, Band 55, Heft 7, Beſtandsverzeichnis J. Ordnungs⸗Zahl 1, Laufende Nummer der Grund⸗ ſtücke im BV. I 1, Lagerbuch⸗Nummer 6940 h, Flächen⸗Inhalt 3 a 47 qm Bauplatz auf dem Stengelhof, Stengelhoferſtraße 49 Schätzung Ordnungs⸗Zahl 2, Laufende Nummer der Grund⸗ ſtücke im BV. 1 2, Lagerbuch⸗Nummer 6928, Flächen⸗Inhalt 8 a 63 qm Bauplatz auf dem Stengelhof, Stengelhoferſtraße 28 und 30 4200 Mk. Ordnungs⸗Zahl 3, Laufende Nummer der Grund⸗ ſtücke im BV. 3, Lagerbuch⸗Nummer 6985, Flächen⸗Inhalt 6 a 41 qm Bauplatz auf dem Stengelhof, Wilhelmplatz 4 Ecke Ordnungs⸗Zahl 4. Laufende Nummer der Grund⸗ ſtücke im BV. I 4, Lagerbuch⸗Nummer 6985 h, Flächen⸗Inhalt 3 a 25 qm Bauplatz anf dem Stengelhof, Wilhelmplatz 2 Schätzung 3900 Mk. Ordnungs⸗Zahl 5, Laufend? Nummer der Grund⸗ ſtücke im BV. I 5, Lagerbuch⸗Nummer 6985 0, Flächen⸗Inhalt 4 a 25 qm Bauplatz auf dem Stengelhof, Schwetzingerſtraße 88 Schätzung Mannheim, den 13. Auguſt 1904. Gr. Notariat Mannheim IX. g als Vollſtreckungsgericht: Breunig. Merklein empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in: a Arbeiterhemden, Sportshemden, Kragen, Crawatten, Kappen, Strümpfen u. Socken. 6200 Mk. Freudenberg. Schätzung 9600 Mk. Schätzung 9000 Mk. . Burgunder- Rothwein. garantiert echter, reiner, ſelbſtgekelteter Traubenſaft, tiefroth und glanzhell, vorzüglich erwärmend und wohlthuend, gegen Verdauungsſchwäche, Bleichfucht u. a. von Aerzten vielfach empfohlen, verſende mit Fäßchen zu 20 Liter an un 1 Mk. den Liter Weissweine von 40 bis 80 Pfg. pro Liter. 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Unſere Uebungsstunden ſind bis auf Weiteres wie folgt feſtgeſetzt: Riegen- und Zöglingstürnen jeden Dienstag und Freitag von 8 bis 10 Uhr. männer-Abteilung jeden Samstag von 8 einhalb bis 10 einhalb Uhr. Rürturnen Sonntag von 2—4 ÜUbr. Inmeldungen i behufs Aufnahme in den Verein beliebe man mündlich in der Turnhalle bei H 5 6 dem Vorſtand einzureichen. Der Turnrat. unſern Turnwarten oder ſchriftlich bei