Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. 5 Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in geckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 69. Samstag, den 27. Anguſt 1904. N 4. Jahrgang. Jer Sieg des Generallentnanks v. Frotha über die Hereros am Waterberg war leider keineswegs ſo groß, wie man nach den erſten Meldungen annehmen mußte. Die Hoffnung, ihre Hauptmacht ſei ſo gründlich geſchlagen, daß die Kraft des Aufſtandes gebrochen ſei und man künftig nur noch mit einzelnen ver⸗ ſprengten Banden zu tun habe, die wohl noch läſtig, aber nicht mehr gefährlich werden könn⸗ ten, wird man wohl aufgeben müſſen. Es ſcheint, als ob ſehr viele Hereros gar nicht an den Kämpfen beteiligt geweſen ſeien, ſondern ſich ſchon vorher mit ihrem Vieh davon ge⸗ macht hätten. Die erſten Meldungen über die Verfolgung des Feindes beſagten, dieſer ſei panikartig nach Oſten hin in eine Gegend ge⸗ flohen, wohin man ihm wegen des gänzlichen Mangels an Weide und Waſſer nicht folgen, wo er es alſo ebenfalls nicht aushalten konnte. Nunmehr erfährt man, daß er ſich nach Süd⸗ oſten gewandt hat und in der Richtung zieht, aus der er von der Konzentrirung am Water⸗ berg gekommen war,„in den an Buſchwald reichen, koupirten Landſtrich nordöſtlich von Owikokorero“. Und zwar zieht er nach der Meldung v. Trotha's„mit ſtarken Teilen“ dahin. Das will allem Anſchein nach ſagen: die Hereros, die man am Waterberg einzu⸗ ſchließen und mit einem Schlage zu vernichten gedacht hatte, ſind, wenn auch unter ſtarkem Verluſte an Menſchen und Vieh, durchgebrochen oder durchgeſchlüpft und ſammeln ſich wieder in einer zugänglichen Gegend, wo ſie ſich leicht verſtecken können und ausreichend Weide und Waſſer haben. Unſere Truppen haben infolge deſſen ihre Marſchrichtung geändert und werden nach Süden dirigirt,„um ein Eindringen der Herero in den Weſten zu verhindern“. General v. Trotha hat ſelbſt ſein Hauptquartier nach Süden zurückverlegt. Kurz und ſchlecht: der große Schlag am Waterberg, der ſo umſtänd⸗ lich vorbereitet war, iſt mißglückt. Es wird alſo nächſtens ein neuer Einkreiſungsverſuch gemacht werden, deſſen Erfolg ee. zwei⸗ felhaft iſt. Die Hereros, die das Terrain genan kennen und an ſeine Schwierigkeiten und das Klima gewöhnt ſind, werden unſeren Trup⸗ pen das Leben noch recht ſauer machen. Hoffentlich iſt die Meldung, daß ſich 30 000 gut bewaffnete Ovambos ihnen angeſchloſſen hätten, nicht wahr. Man hat vielfach hoff nungsfreudig mit dem Zeitpunkt gerechnet, wo den Herero die Munition ausgehen werde. Aber Oberſt Leutwein hat neulich dazu bemerkt, auch dann würden ſie den Kampf noch nicht aufgeben, ſondern ihn mit ihren heimiſchen Waffen fortſetzen. Im unzugänglichen und auch damit unſeren Truppen noch manchen empfindlichen Verluſt beibringen. Immerhin wollen wir auch jetzt noch hoffen, daß die Sachverſtändigen ſich täuſchen, die behaupten, jetzt, wo die Hauptmaſſe des Feindes entſchlüpft ſei, werde der Feldzug noch Jahre dauern. Hoffentlich wird dem General von Trotha bald mehr Glück beſchieden ſein. Deutſches Reich. Berlin, 23. Aug. Die Reichsſchulden beliefen ſich Ende 1903 auf genau 2933,5 Millionen Mark. Im Jahre 1900 machen ſie 2418,5 Millionen, im Jahre 1895 2201,2 Millionen, 1885 551,2 und 1875 120,3 Mill. Mark aus. Die Schulden des Deutſchen Reiches haben mithin in kurzer Zeit reißend zugenommen. Berlin, 15. Juli. Es beſtätigt ſich, daß im Reichsſchatzamt ein Geſetzentwurf betreffend Aenderung des Brauſteuergeſetzes vorbereitet wird. Die Vorlage bezweckt eine Entlaſtung der kleinen und mittleren Brauereien auf Koſten der großen, aber ohne Mehrerträge in Ausſicht zu nehmen. Regierungskreißen nicht als ausgeſchloſſen be⸗ trachtet, daß der Reichstag die neue Grund⸗ lage benutzen wird, um der Reichskaſſe ver⸗ mehrte Einnahmen zuzuführen. Stengel wird am 1. September aus ſeinem Urlaub zurückkehren. Ausland. Paris, 24. Aug. Die Reſerviſten einer Kompagnie des 23. Infanterie⸗Regiments lehn⸗ ten ſich in dem Hofe einer Pariſer Kaſerne gegen einen Hauptmann auf, weil ſie 2 Stun⸗ den länger exerzieren mußten, als ihre Kame⸗ raden von den anderen Kompagnien. Petersburg, 25. Aug. Ein hieſiges Jedoch wird es in Staatsſekretär Telegram der„Köln. Ztg.“ übermittelt nun⸗ mehr dort vorliegende Einzelheiten über die Kämpfe der letzten Wochen vor Port Arthur. Danach machten die Japaner am 16. Juli ſchon verzweifelte Anſtrengungen, die Feſtung zu nehmen. Hierbei fielen Tauſende von Japanern. Die Ruſſen ſchlugen fünf Angriffe a mit ſolcher Gewalt zurück, daß die Japaner undurchſichtigen Buſchwerk verſteckt, können ſie in wilder Flucht Gewehre und Patronentaſchen fortwarfen und gegen 7000 Tote und Ver⸗ wundete zurückließen. Am 27. Juli erfolgten abermals vier Angriffe, nachdem am 20. Juli nachts die Japaner den Verſuch gemacht hatten, die Ruſſen zu überrumpeln. An 60000 Japaner rückten gegen das 13. Regiment vor, welches mutig Stand hielt und den zwölfmal überlegenen Feind mit dem Bajonett zurück⸗ warf. An dieſem Tage verloren die Japaner über 10000 Mann. Der bisherige Verluſt beziffert ſich auf insgeſamt 28000 Mann. General Fock äußerte, wenn Port Arthur auch falle, ſo gehe die japaniſche Armee zu Grunde. Den Ruſſen wurde es unmöglich, die Wolf⸗ berge zu halten. Am 8. Auguſt hatten die Japaner dortſelbſt 25 Belagerungsgeſchütze aufgeſtellt, welche entſetzliche Wirkungen an⸗ richteten. Das Bombardement wird ſeither ununterbrochen fortgeſetzt. Alltäglich ſchleudert der Feind 800 große Granaten auf die Stadt; ſeine Batterien find Tag und Nacht tätig. Shanghai, 25. Aug. Trotz der zuver⸗ ſichtlichen Sprache des Generals Stöſſel wird hier die Lage Port Arthurs für ſehr ernſt ge⸗ halten. Die permanenten Forts der Oſtfront ſind nunmehr ſeit dem 11. Auguſt unter ſtän⸗ digem Feuer. Die japaniſchen Batterien ſind ſeit dieſem Tage auf den Takuſchan⸗Hügeln, die am 10. Auguſt als letzte vorgeſchobene Poſition verloren gingen. Man erwartet den japaniſchen Sturmangriff auf die Oſtforts ſchon für die nächſten Tage. Der ruſſiſche Verluſt ſeit Anfang Auguſt beträgt 6000 Mann, alſo über/ der Garniſon. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 25. Auguſt 1904.) Es wird beſtimmt, daß die Stelle eines Der Berghof. Volks⸗Roman von J. Oberparleiter. 140(Nachdruck verboten.) „Da wollte es der Zufall, daß ſie ferne, ferne von der Heimat durch Vermittlung eines väterlichen Freundes gemeinſam mit ihrem Bruder ein einträgliches Geſchäft übernehmen konnte. N „Bei der Schönheit Deiner Mutter war, es kein Wunder, daß ſie ſich bald von jungen Leuten umſchwärmt ſah, doch widerſtand ſie allen Anfechtungen und bewahrte ſich ihr reines Herz. Ein junger Mann jedoch bewarb ſich ernſtlich um das Herz Deiner Mutter, doch trennte die Beiden eine tiefe Kluft: es war ein reicher Mann, wenigſtens hielt man ihn dafür ſie war die Armut ſelbſt, zudem war er der Brodherr der Geſchwiſter. „Der Bruder ſah mit Bangen der Zukunft entgegen; er kannte nur zu gut den wahren harakter des jungen Mannes und wußte, daß er zu ſehr an weltlichen Gütern hänge, als daß er einem vielleicht vorübergehenden Her⸗ zensbedürfniſſe zu Liebe, ein ſo großes Opfer bringen könnte; zudem war es kein Geheimniß, daß ſein Geſchäftsanternehmen gerade damals einer ausgibigen Geldſtütze bedürfte. „Und dennoch— was der Bruder zu verhindern ſuchte, geſchah: Deine Mutter, deren Herz ſelbſt kein Falſch kannte, beurteilte auch die Menſchheit nach ſich ſelbſt und ſetzte volles Vertrauen in Den, an Dem ihr unſchuldiges Herz hing. Hoffnungsvoll, in der ſicheren Er⸗ wartung einer glücklichen Zukunft reichte ſie ihm die Hand zum Bunde fürs Leben.—— „Nur kurze Zeit dauerte aber das eheliche Glück Deiner Mutter. Ein furchtbares Ele⸗ mentarereigniß vernichtete die Hoffnung, die Dein Vater auf das geſchäftliche Unternehmen ſetzte, ja führte ſeinen Ruin herbei. Nun aber zeigte ſich ſein ſchwacher Charakter. ſeinem Unglücke troſt bei ſeinem Weibe zu ſuchen und auch in trüben Tagen treu an ihrer Seite auszuharren, ging ſein ganzes Streben darnach, ſich erſt wieder eine Stellung zu erringen, die ſeinem Weibe ein ſorgenloſes Leben bieten könnte. Deine Mutter ſollte bis dahin bei Verwandten im Salzburgiſchen ver⸗ bleiben und beſſere Tage abwarten. So ge⸗ ſchah es auch. Von da an zählt das Unglück der Schwergeprüften.“ Leni hielt einen Moment inne; es war, als fiele es ihr zu ſchwer, noch weitere Ent⸗ hüllungen zu machen; der bittende Blick Vronis jedoch ließ ſie weiter fortſetzen. N „Achtzehn Jahre biſt Du jetzt alt, Kind, nicht wahr?“ ſetzte Leni fort, indem ſie Vroni die lackigen Wellen aus der Stirne ſtrich. ö„Alſo es war vor achtzehn Jahren, als ich an einem gewitterſchwülen Sommerabende an derſelben Stelle ſaß, an der ich jetzt ſitze. 5 Meine Gedanken weilten ferne, ferne von hier Statt in Laueraufſehers ausgeſchrieben und demſelben bei Denjenigen, die mir die Liebſten auf dieſer Welt waren. Da wurde es plötzlich düſter; ein ſchweres Gewitter zog über den Hagenberg und ein furchtbarer Sturm erhob ſich. Eiligſt begab ich mich in mein Häuchen, verſchloß die Thüre und war eben im Begriffe, den Pſalter zu ergreifen und um einen glücklichen Ausgang des Gewitters zu bitten— da war mirs, als pochte Jemand eiligſt an die Thüre. Ich wähnte Anfangs, es rüttle der Sturm an derſelben, doch bald überzeugte ich mich vom Gegentheil. f „Kaum öffnete ich die Thüre, ſo fiel mir Jemand um den Hals, küßte und herzte mich unter heftigen Schluchzen und bat mich endlich um Unterſtand. 5 f „Muhme!“ rief Vroni unter ſpannender Erwartung,„ſprecht, das war gewiß meine Mutter?“ 5 „Ja, Kind,“ ſeufte Leni,„ſie war es; in ihrer Seelenangſt hat ſie Zuflucht zu mir ge⸗ nommen, um ihre unmittelbar bevorſtehende ſchwere Stunde bei mir, ihrer zweiten Mutter abzuwarten— war ich doch die Einzige auf dieſer Welt, der ſie ihr Innerſtes anvertrauen konnte. Den etwa zwei Stunden weiten Weg von der nächſten Bahnſtation hatte ſie zu Fuß auf entlegenen Wegen zurückgelegt, um unbe⸗ helligt zu mir zu gelangen. Kind, das war ein trauriges Wiederſehen nach längerer Zeit. „Ich hätte die Arme beinahe nicht wieder erkannt. Die friſchen Roſen in ihrem Ge⸗ werden ſollen, während/ der Gebühren der Gemeinde verbleiben. Die Lauerordnung ſoll vom 1. Oktober 155 in der abgeänderten Form gehandhabt werden. d d Die Zeugniſſe betr. den Wiederaufbau der abgebrannten Gebäude des Georg Schreck und Jacob Ehrhardt werden Gr. Bezirksamt mit dem Antrag auf Zahlung der vollen Brand⸗ entſchädigung vorgelegt. Gegen die Kreuzung der Eder'ſchen Schmalſpurbahn mit dem Anſchlußgleis der Anilinfabrik in Rheinau wird unter der Be⸗ dingung nichts eingewendet, daß die Kreuzungs⸗ ſtelle verpflaſtert und die Beſtimmungen der bezirkspolizeilichen Vorſchrift vom 28. Oktober 1889 eingehalten werden. Mit der Entſchädigungsfeſtſetzung des Bezirksbauſchätzers über den Blitzſchlag in der Deutſchen Steinzeugwaarenfabrik vom 17.— 18. 1. Irs. erklärt ſich der Gemeinderat einver⸗ ſtanden. Eine Anzahl Rechnungen werden zur Zahlung angewieſen. 5 Georg Berlinghoff, Heinrich Gruber und Wilhelm Volz werden zum Antritt ihres ange⸗ borenen Bügerrechts zugelaſſen. Aus Nah und Fern. Seckenheim, 24. Aug. Der niedrigſte Waſſerſtand des Neckars ſeit 1842 wurde am 20. d. M. beobachtet. An dieſem Tage zeigte der Pegel den Stand von 1 Meter, d. i. noch 8 Zentimeter niedriger, als im Jahre 1842. Ruith(A. Bretten), 23. Aug. Geſtern abend 6 Uhr zog über die hieſige Gemarkung ein Gewitter mit ſo ſtarkem Hagelſchlag, daß ſich ſelbſt die älteſten Leute eines ſolchen Schloſſenwetters nicht erinnern können. Die Schloſſen fielen— bis zu Taubeneigröße— über eine Viertelſtunde lang. Der Schaden, welchen das Wetter an Obſt, Reben und Pflanzen angerichtet hat, iſt ſehr bedeutend; am meiſten ſind aber unſere Tabakpflanzer zu bedauern. was einen Schaden von 4— 5000 Mk. füc die hieſige Gemeinde ausmacht. Es iſt um ſo ſchmerzlicher für die hieſige, meiſt arme Ge⸗ meinde, da alle Tabakpflanzer das Geld dringend brauchen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen. i Pforzheim, 24. Aug. Auf dem Bahn⸗ hofe in Teinach verunglückte, wie noch in Er⸗ 1 1 5 1 0 1„ 8 i 5 ee en e e ec, Mannes nicht beſonders entzückt iſt, von ſeinem innerung ſein dürfte, am 8. Mai die Schuh⸗ machersfrau Haffa aus Baſel mit zweier ihrer Kinder. Wir haben ſeinerzeit darüber berichtet. Eine für ſie veranſtaltete Sammlung ergab die ſtattliche Summe von 7400 Mk. Sulzburg, 24. Aug. Ein ſich noch guter Geſundheit erfreuender 65 Jahre alter Holzhauer äußerte vorgeſtern, er gehe ins Spital und ende heb lch nicht wieder⸗ kommen. Sein Vermögen vermache er dem Säckingen, 24. Aug. Ein eigenartiges Schauſpiel bot ſich dieſer Tage dem Spazier⸗ gänger auf dem Wege nach der Mumpfer Fähre. Ein Marder war an einer Stange der elektriſchen Leitung emporgeklettert und hatte oben unliebſame Bekanntſchaft mit den Leitungsdrähten gemacht. Statt Beute zu finden, wurde er ſelbſt das Opfer des elek⸗ triſchen Stromes. a Konſtanz, 24. Aug. Drei Kaufmanns⸗ lehrlinge in Hechingen, welche mit 2200 Mk. Poſtgeld durchgegangen maren, wurden hier verhaftet. 700 Mk. verbraucht. Bietigheim(A. Raſtatt), Der 34 Jahre alte verheiratete Bierführer Otto Schröder von hier kam am Dienstag nacht auf der Landſtraße Raſtatt⸗Bietigheim unter ſein Fuhrwerk und erlitt derart ſchwere Verletzungen, daß geſtern vormittag der Tod eintrat. Er ſtieg während der Fahrt vom Wagen herab, anſtatt daß der andere Bierfüh⸗ rer das Fuhrwerk anhielt. Ob letzteren eine Schuld an dem Unglück trifft, wird die Unter⸗ ſuchung ergeben. Schifferſtadt, 25. Aug. Hier iſt ſtellenweiſe der Typhus ausgebrochen. Ein Opfer iſt von dieſer gefährlichen Krankheit bereits gefordert worden. — 250 Stück Feld hühner ſind hier geſtern von einer Schweizer Jagd⸗Geſellſchaft erlegt worden. Landau, 23. Aug. Ein Bubenſtück wurde in der Nacht vom 22. ds. Mts. in der Gemarkung Göcklingen ausgeführt. Es wurden dort in dem achtjährigen Wingert des Winzers Julius Dillmann 240 Rebſtöcke völlig abge⸗ ſchnitten. Die hieſige Gendarmerie iſt dem Täter bereits auf der Spur. Neuſtadt, 22. Aug. Die„Neuſt. Ztg.“ berichtet: Eine eigenartige Dienſtleiſtung be⸗ anſpruchte gleich nach der Eröffnung der Feld⸗ hühnerjagd ein junger Jagdpächter und Guts⸗ beſitzer in einem unſerer Nachbarorte, deſſen Frau von der leidenſchaftlichen Paſſion ihres Dienſtknecht. Bei ſeiner Zurückkunft von der Jagd am Abend legte er die Utenſilien und die Beute ab und ſagte dann zum Knecht er ſolle mit ihm hinaus in den Stall kommen. Dort riegelte er zum Erſtaunen des Mannes die Tür zu und ſagte zu ihm, er habe, als ſein Jagdkollege auf eine Kette Hühner ge⸗ ſchoſſen habe, ein paar Schrote in die Revers⸗ ſeite bekommen, von denen noch etliche feſtſäßen, ſo daß er Schmerzen habe, wenn er ſich ſetze. Da er ſeiner Frau nichts davon ſagen wolle, ſo möge er einmnl nachſehen, ob er die Körner nicht herausbringen könne, was dem Knecht nach vieler Mühe denn auch mit acht Schroten gelang. Mit dem Verlangen, nur ſeiner Frau nichts davon zu ſagen und einem guten Trink⸗ geld wurde der dienſtbare Geiſt und Gelegen⸗ heits⸗Operateur entlaſſen. Seit geſtern hatten die jungen Leute als Belohnung 91 der Gebühren zugewieſen Spital. Geſtern morgen begab er ſich dorthin und ſtarb in der folgenden Nacht. 25. Aug. Mainz, 24. Aug. Vor der Strafkammer hatte ſich heute die 30 Jahre alte wegen Dieb⸗ ſtahls mit 2 Wochen Gefängnis vorbeſtrafte Comptoiriſtin Elſe Fretwurſt aus Mecklenburg unter der Anklage zu verantworten, ihrem Prinzipal, dem Cognachändler Heinrich Fett 38 40000 Mk., nach Angabe des Geſchädigten über 50000 Mk. unterſchlagen zu haben. 36000 Mk. wurden in dem Koffer der Ange⸗ klagten gefunden und dem Beſchädigten zuge⸗ ſtellt. Der Staatsanwalt beantragte 4¼ Jahre Gefängnis; das Gericht erkannte mit Rückſicht auf die raffinierte Buchfälſchung und mit Rückſicht auf die Höhe der unterſchlagenen Summe auf 2½ Jahre Gefängnis und 3 Jahre Ehrverluſt. Magdeburg, 24. Aug. Im benach⸗ barten Schwanebeck hat ein Schuhmacher Schneider ſeine Frau mit dem Brotmeſſer er⸗ mordet, weil ſie ihm kein Geld zu Schnaps geben wollte. Er wurde verhaftet. Köln, 24. Aug. Der geſtrige Tag hat zahlreiche Unglücksfälle im Gefolge gehabt. Von der Schiffsbrücke fiel ein Mann in den Rhein und ertrank. Im Rheinauhafen ſtürzte ein Matroſe über Bord und fand gleichfalls den Tod in den Wellen. Im benachbarten Kalk überrannte ein ſcheu gewordenes Pferd einen achtjährigen Knaben. Der Tod trat ſofort ein. Paſſanten eines zu Tal fahrenden Schiffes bemerkten geſtern in der Dämmer⸗ ſtunde, daß oberhalb Rolandseck ein Kahn mit zwei Perſonen umſchlug. Der Nachen trieb rheinabwärts. Von den verunglückten Inſaſſen wurde nichts mehr geſehen. a München, 23. Aug. Rittmeiſter Fehr. v. Horn, der vor 1½ Jahren unter Hinter⸗ laſſung zahlreicher Schulden aus München flüchtig ging, wurde geſtern vom Kriegsgericht wegen Fahnenflucht, Betrug, Mißbrauch der Dienſtgewalt, Urkundenfälſchung und Sittlich⸗ keitsverbrechen zu 6 Jahren Zuchthaus, Aus⸗ ſtoßung aus dem Heere und 10 Jahren Ehr⸗ verluſt verurteilt. Die Oeffentlichkeit war teil⸗ weiſe ausgeſchloſſen. Hopfenberichte. Seckenheim, 26. Aug. Bis jetzt nd hier 2 kleinere Partien Hopfen verkauft. ezahlt wurden per Zentner 190 Mark. N Tettnanger Frühhopfen werden zurzeit von einer großen Anzahl von Händlern raſch aufgekauft. Halten jetzt bei ſteigernden Preiſen auch manche Produzenten zurück, ſo herrſcht immerhin ein lebhafter Handel. Dieſer Tage wurden für prima Frühhopfen per 50 kg. vereinzelt 190—211 Mk. gegeben. Aus dem Elſaß, 22. Aug. Die Hopfenernte, die ſeit einigen Tagen ſchon im Gange iſt, fällt in den Orten, wo es den Pflanzern gelungen iſt, durch Begießen die nicht vom Kupferbrande befallenen Hopfen zu retten, befriedigend aus. Wenn auch die Menge in vielen Orten, wie in Baldenheim, Heſſen⸗ heim, Heidelsheim, Mußig, Mütterholz und Markolzheim, nur eine Drittelernte ausmacht, ſichtchen waren verſchwunden, bleich und abge⸗ härmt, blickten mich ihre matten Augen an, als wollten ſie ſagen:„O, hab Erbarmen mit einer Unglücklichen!“ „Du arme, arme Mutter!“ wehklagte Vroni ſchluchzend. N „Ich nahm Deine Mutter ſofort zu mir. An meinem Herzen ſollte ſie geſunden. erſt erfuhr ich aus ihrem Munde all den Jammer, all den Gram, der ihr ſo zartes, unſchuldiges Leben vergiftete, das es ſchien, als ſollte ſie daran konnte aber auch zugleich einen tiefen Blick in ihr Herz werfen, der mich ihre ganze Seelen⸗ qual erkennen ließ.“ 5 „O Leni!“ waren ihre erſten Worte,„es iſt das größte Unglück für einen Menſchen, ein zartfühlendes Herz zu beſitzen, ein Herz, das ſich nicht hinwegzuſetzen vermag über unver— meidliche Schickſalsſchläge, das keinen Glauben au eine beſſere Zukunft hat. Es muß ſich loſigkeit.“ s „Und nun erzählte ſie mir ihre Erlebniſſe 1 ö ö ö nichts als kühle, geſchäftsmäßige Redensarten zu leſen bekam. Bald mußte ſie erkennen, daß die Sucht nach iediſchen Gütern im Herzen ihres Mannes jedes edlere, zartere Gefühl er⸗ ſtickt habe— doch was galten ihr alle Glücks⸗ güter ohne ein fühlendes, liebendes Herz? Von dieſer Zeit an, wo ſte erkannte, daß all die Nun Liebesſchwüre ihres Mannes nur einer vorüber⸗ gehenden Leidenſchaft entſprungen waren, war ihr Herz gebrochen— im Geiſte trennte ſie ſich von ihm, ja ſie verſchwieg ihm ſogar, zu Erunde gehen; ich daß ſie Dich, ihr Kind unter ihrem Herzen trug.“. Vroni verhüllte ihr Antlitz, bittere Tränen rollten über ihre Wangen. Auch Leni trocknete ſich die Augen— man merkte, es wurde ihr ſchwer, dieſe ſchmerzlichen Erinnerungen wieder wachzurufen. Weile fuhr ſie fort: „Gerne hätte Deine Mutter mit einem endlich verzehren an der eigenen Hoffnungs- Manne, deſſen Herz auch für ſein Weib ſchlug, die bitterſte Not geteilt, gerne wäre ſie ihm in die unerbittlichſte Wildniß gefolgt, ſeit den letzten Monaten: Sie hielt ſich, wie Du weißt, die erſte Zeit nach der Trennung von ihrem Manne bei entfernten Verwandten im Salzburgiſchen auf.— Doch bald ſollte für ſie Enttäuſchung auf Enitäuſchung folgen. Zwar erhielt ſie anfänglich Nachrichten von ihrem Manne, dieſelben kamen aber nach und nach in immer größeren Zwiſchenräumen, und kalter Schauer überfiel ſie, wenn ſie ſtatt eines liebevollen Wortes, nach dem ſie ſich ſehnte, doch durch das ganze Leben an ein liebeleeres Herz gefeſſelt zu ſein— der Gedanke war ihr zu ſchrecklich; ſie wußte es, ſie müßte im Ueber⸗ 59 der ſchrecklichen Enttäuſchungen zu Grunde gehen. ö „Und doch wollte ſie ihren Mann nicht verurteilen, ohne ihn vorher geprüft zu haben. — Sie wollte das Schickſal ſelbſt eutſcheiden laſſen, ob die Kälte, die Gleichgiltigkeit ihres Mannes nur Leichtſinn oder wirkliche Abſicht Nach einer war.— Ein Brief, der von ihm anlangte, beſtärkte ſie in ihrem Vorhaben.“ ö„Ihr Mann ſchrieb, daß er ſeinen gegen⸗ wärtigen Poſten wieder aufgebe, aber Dank ſeiner weitläufigen Bekanntſchaft in maßgebenden Kreiſen eine Stellung bei dem Bau einer Bahnlinie in Steiermarkt erhalten habe, die einträglich zu werden verſpreche.— Helle Freude ſprach aus jeder Zeile— doch kein Wort der Sehnſucht nach ſeinem Weibe, kein leiſer Wunſch auf ein freundiges Wiederſehen; immer hieß es: man müſſe erſt abwarten. Es war unzweifelhaft, er fühlte ſich wohler, freier, wenn er keine Rückſicht auf ſein Weib zu nehmen hatte. „So wollte ſie ihm denn auch nicht weiter zur Laſt fallen, ſie wollte es der Zukunft über⸗ laſſen, ob er den Weg zum Herzen ſeines Weibes finden, oder ob er mit der Zeit ſich ſelbſt zur Rechenſchaft ziehen werde. „In der Ueberzeugung, daß ſie nicht länger mehr ihren Verwandten zur Laſt fallen könne, nahm ſie Abſchied von ihnen und begab ſich ziellos fort, um ſich anderwärts eine Beſchäfti⸗ gung zu ſuchen. Das Glück wollte es auch, daß ſie wieder im Salzburgiſchen eine ihr zuſagende Beſchäftigung fand. Wäre es nicht der Herzensgram geweſen, der ſie Tag und Nacht quälte, ſie konnte mit ihrem Looſe zu⸗ frieden ſein. n (Fortſetzung folgt.) 1 ſeo iſt doch die Beſchaffenheit der neuen Ware gut, und die dafür angelegten Preiſe ſind hoch. Bei lebhafter Nachfrage gingen in obenge⸗ nannten Orten Hopfen zu durchſchnittlich 150 Mk. der Centner in den Handel über. In Balden⸗ heim wurde ein größerer Poſten zu 160 Mk. abgeſeſetzt In Grußenheim und in Booßheim fanden neue Hopfen zu 160—170 Mk. Käufer. In der Hagenauer und Weißenburger Gegend verlangen die Eigner viel höhere Preiſe die — Ein Einwohner von Pfullendorf ver⸗ langte um Mitternacht von jungen ſingenden Leuten Ruhe. Als Antwort flog ihm ein Stein durchs Fenſter in ſein Zimmer. Tags 1 darauf erhielt er einen Brief, in dem ihm mit * brennen ſeines Hauſes bedroht wird. Dann 1 empfing er einen Brief, wonach ihm ſein Leben verkürzt werden ſoll. N Bevölkerung des Deutſchen Reiches wird im neueſten Statiſtiſchen Jahrbuche nack dem Stande um Mitte dieſes Jahres auf 59 495 000 Perſonen geſchätzt. Bei der letzten Volkszählung, die am 1. Dezember 1900 ſtatt⸗ gefunden hat, iſt eine Einwohnerzahl von 56 367 178 Köpfen feſtgeſtellt, ſo daß in den ſeitdem verfloffenen 3½ Jahren eine Bevöl⸗ kerungszunahme um etwa 3,13 Millionen oder 5,5 vom Hundert ſtattgefunden hat. Von 1895 bis 1900 hatte ſich die Bevölkerung um 4,09 Millionen vermehrt. Seit Errichtung des deutſchen Reiches bis Mitte dieſes Jahres hat die Bevölkerung um rund 18,6 Millionen auch verſchiedentlich angelegt wurden; ſo wurden einige Partien zu 180—190 Mark die 50 Kilo verkauft. Vermiſchtes. 0 der Ilsfelder Bauern haben. Unter den über⸗ Cylinder, hohe moderne Stehkragen, Strohhüte oder 45 vom Hundert zugenommen. — Hausmannskoſt für den Großherzog von Heſſen. Am Montag Abend war der Großherzog zu Gaſt bei der Familie des Herrn Oberbürgermeiſters Dr. Gaßner in Mainz. Wie ein Mainzer Blatt hört, hatte der hohe Gaſt für das Eſſen beſondere Wünſche ge⸗ äußert, nicht etwa ſolche eines Feinſchmeckers, ſondern ſolche, die auf gut Hausmannskoſt zielen und zwar: Sauerkraut, Leberklöſe, Schweinehespchen und Erbſenbrei! Das man dieſe Wünſche gerne befriedigte, iſt ſelbſt⸗ verſtändlich. — Eine niedliche Hexengeſchichte wird der „Rein.⸗ und Ruhrztg.“ aus Neukirch i. E. mit⸗ geteilt. Stand da in einem Stalle eine Kuh, rechts davon wieder eine Kuh, links ein Kalb. Eines Tages gab ſie keinen Tropfen Milch mehr; ſie mußte alſo„behext“ ſein. Zum Glück war das„Hexenmännel“ im Dorf. Das wurde geholt, ſprach ſeine Zauberſprüche und befahl dann, den Platz der Kuh zu wechſeln. O Wunder, am nächſten Morgen ſtand die Kuh wieder mit vollem Euter da. Als man die Kuh wieder an den alten Platz ſtellte, blieb auch die Milch wieder aus. Endlich entdeckte man, daß das Kalb das Euter austrank. Das Hexenmännel aber, das ſogleich geſehen hatte, wie Sache zuſammenhing, hatte für ſeine „Zauberei“ zehn Mark eingeſtrichen. — Auch der Humor iſt bei den Samm⸗ lungen für die Ilsfelder Abgebrannten ein⸗ mal wieder, allerdings unfreiwillig, zum Aus⸗ druck gekommen. Es iſt nämlich erſtaunlich, was manche Spender von Kleidern und Wäſche für Vorſtellungen von den Kleidungsbedürfniſſen reichen Sendungen befanden ſich u. a. Fräcke, Ilsfeld neu aufgebaut ſein wird, dann kann ſich dort auch ein elegant gekleidetes einheimi⸗ ſches Publikum auf der Promenade ergehen. — In dem Prozeß gegen mehrere Berliner Reſerveoffiziere vor der Strafkammer zu Han⸗ nover wurde Freiherr von Bodenhauſen wegen gefährlicher Körperverletzung zu 6 Mona⸗ ten Gefängnis, Heye wegen mehreren Beleidi⸗ gungen zu 40 Mark und Beſſer wegen öffent⸗ licher Beleidigung zu 2000 Mk. Geldſtrafe, außerdem wegen groben Unfugs zu 30 Marl Geldſtrafe verurteilt. — Aus allen Teilen Tirols laufen Nach⸗ richten über einen plötzlichen Wetterſturz ein. Ueberall ſind heftige Regengüſſe niedergegangen und die Temperatur iſt an vielen Orten bis auf 8 Grad geſunken. Die Berge ſind bis 1000 Meter herab in dichtem Schnee verhüllt. Viele Fremde reiſen ab. — Auf ſeltene Art iſt in Neuilly ein Dienſtmädchen verunglückt. Sie ſollte bei einer Feuerwehrübung mit einem der Rettungs⸗ ſchläuche, wie ſie auch die Pariſer Feuerwehr benützt, von dem Dache ihres Hauſes ſich„ret⸗ ten“ laſſen. Während des Gleitens riß aber eine Naht des Schlauches, das unglückliche Mädchen ſtürzte herab und ſpaltete ſich den Schädel, ſo daß ſie am Abend tot war. — Jugend von heute. In Allona wurde ein 23jähriger Kaufmann, Vertreter eines Hamburger Bankgeſchäfts, wegen Unterſchla⸗ gung von 115,000 Mark verhaftet. Der junge Herr, der ein beſcheidenes Gehalt bezog, knüpfte ein koſtpieliges Verhältnis an und hielt ſich auch noch einen— Rennſtall in Berlin. 5 für Herren und Damen in den modernſten Faſſonen, Handſchuhe u. ſ. w. Wenn alſo Hierzu ein zweites Blatt. Fabrik⸗Niederlage der Zwangs⸗Oersteigerung Im Wege der Zwangsvollſtreckung ſollen die in Seckenheim belegenen, im Grundbuche von Seckenheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkes auf den Namen der Tandwirt Peter Wagner Witwe, Anna Maria 9% b. Hörner in Seckenheim eingetragenen, nachſtehend beſchriebenen Grundſtücke am a Mittwoch, den 31. Auguſt 1904, Vormittags 10 Uhr durch das unterzeichnete Notariat; f ſteigert werden. 5 V e 95 „Der Verſteigerungsvermerk iſt am 1. Juni 1904 in das Grund⸗ buch eingetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der übrigen das Grundſtüick betreffenden Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt. 9 1 8 e d i 8 5 die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Ein⸗ 5 9 des Verſteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich Abaad ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur 15 e 85 Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerſpricht, Geb. af u machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten ebots nicht berückſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungser⸗ löſes dem Anſpruche des Gläubi 97100 5 feht werd ch äubigers und den übrigen Rechten nachge i zu verſteigernden Grundſtücke: Grundbuch von Seckenheim, Band 28, Heft 2, Beſtandsverzeichnis J. 1, Laufende Nummer der Grund⸗ V. IU 6, Lagerbuch⸗Nummer 6105, Flächen⸗Inhalt 18 4 86 8 am Wand nen Hientten qm Ackerland im Sand ö Schätzung 650 Mk Flächen- a 2, Lagerbuch ee unteren Ju ßalt 18 a 82 qm Ackerland in der Orbe Hall in den 28 Morgen Schätzung 650 Mk 5 5 gs⸗Zahl 3, Lagerbuch⸗Nummer 6491, Doch 9 a 37 qm Ackerland im Sand ö ä 00 5 Ordnungs⸗Zahl 4, Lagerbuch⸗ 9 5 671. lächen⸗Inhalt 13 a 50 am im Or 15 Friedrichsſtraße 8 Ortsetter an 4 a 09 qm Hofraite i 9 a 41 qm Hausgarten Auf der Hofraite ſteht: ein einſtöckiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller und Waſchküche, angebautem zweiſtöcki⸗ gem Stall, einſtöckigem Schopf, und an dieſen angebaut eine einſtöckige Scheuer, an welche einſtöckige Schweineſtälle angebaut ſind Schätzung 10 500 Mk. Mannheim, den 28. Juni 1904. Gr. Notariat Maunheim IX. 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