. f Sete Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von 2. Helfrich in Keckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 70. Mittwoch, den 31. Auguſt 1904. 4. Jahrgang. Ausland. Petersburg, 30. Aug. Einem kaiſerl. Tagesbefehl zufolge wird allen Port Arthur verteidigenden Militär⸗Chargen vom 1. Mai 1904 bis zur Beendigung der Belagerung je 1 Mongct gleich einem Dienſtjahr gerechnet. Petersburg, 30. Aug. General Kuro⸗ paktin teilte dem General Stöſſel mit, er möge ſich in Port Arthur noch einen Monat halten. er, Kuropatlin, werde alsdann mit 560 000 Mann ihm zu Hilfe kommen. Ein Brief aus Port Arthur vom 25. d. Mä beſtätigt, daß die Japaner die Taubenbucht beſetzt haben, aber 8 ebenſowenig halten könnten wie die uſſen. London, 29. Aug. Kuropatkin hat ſich am Samstag auf Liaujang verzweifelt kämpfend zurückgezogen. Der japaniſche Befehlshaber General Kuroki beſetzte die Bahnlinie ſuͤdlich von Mukden. Er hat damit Kuropatkin den Rückzug abgeſchnitten. General Kuroki führt Belagerungsgeſchütze gegen das ruſſiſche Lager von Liaujang herbei. Rom, 29. Aug. Hieſige maßgebende militäriſche Kreiſe haben aus Tokio die ver⸗ trauliche Nachricht erhalten, daß alle Angriffe der Japaner auf Port Arthur unter ſchweren Verluſten für die Japaner zurückgeſchlagen worden ſeien. Die Japaner hätten nicht ein einziges wichtiges Fort erobert. Die Verluſte der Japaner ſeien ſo ſchwer, daß die japa⸗ niſche Heeresleitung zögere, dieſelben bekannt zu geben. Aus Nah und Fern. *Seckenheim, 30. Aug. Die hieſige Hopfenernte iſt ziemlich beendigt und ſind die Hopfen zum größten Teile auch verkauft. Be⸗ zahlt wurde bis zu 195 Mk. per Centner. Mannheim, 29. Aug. Gegen 5 Uhr nachmittag ertönte geſtern Feuerlärm. Es hieß, in der Vorſtadt Neckarau ſei Großfeuer ausgebrochen. Die zwei Scheunen des Land⸗ wirts Heinrich Simon und Fuhrmann Niko⸗ kolaus Sauer in der Friedrichſtraße in Neckarau brannten völlig nieder. Zahlreiche Angehörige der Feuerwehr befanden ſich beim Jubiläums⸗ feſt der Bruchſaler Feuerwehr, darunter auch einer der Brandbeſchädigten, Heinrich Simon. Ein Telegramm rief die Wehrmänner herbei. Der Schnellzug hielt extra in Neckarau. Ueb⸗ rigens ſtand das ganze Viertel in hoher Gefahr, doch gelang es, die ſtark bedrohten Scheuern der Nachbarn zu ſchützen. Das Pferd eines Mannſchaftswagens der Feuerwehr erlitt auf der Friedrichsbrücke einen Schlaganfall und blieb auf der Stelle tot. Um 7 Uhr war der Brand lokaliſtert. Außer der Mannheimer Feuerwehr waren die Lanzſche Fabrikfeuerwehr und die Wehr der Gummifabrik zur Stelle. Mannheim, 29. Aug. Am 16. Juni l. Js. wurde auf der Käferthalerſtraße hier der 9 Jahre alte Volksſchüler Andreas Reichert von hier durch eine ſogen. Halbchaiſe des Bäckers Hecker aus Wallſtadt überfahren und an den Beinen unerheblich verletzt. Gleichzeitig aber klagte der Knabe über Schmerzen an der linken Kopfſeite. Bei einer am 17. d. Mts. vorgenommenen Operation wurde feſtgeſtellt, daß an der linken Schläfe die Schädeldecke in der Größe eines Markſtückes eingedrückt war und Splitter davon in die Hirnhaut einge⸗ drungen ſind. Am 26. d. Mts. iſt der Ver⸗ unglückte infolge Hirnhautentzündung geſtorben. Nach den gemachten Erhebungen ſoll den Lenker des Wagens kein Verſchulden treffen. Mannheim, 27. Aug. Von einem Automobil überfahren wurde geſtern Abend überm Neckar in der Nähe der Benz'ſchen Fabrik eine Frau in den 70er Jahren. Die alte Frau hat anſcheinend innere Verletzungen erlitten und wurde mittels Sanitätswagens ins Allgemeine Krankenhaus verbrncht. Heidelberg, 26. Aug. Ein intereſſantes militäriſches Schauſpiel bot ſich in den letzten Tagen am unteren Neckar unterhalb der Fähre, die von der Tibautſtraße zur Keplerſtraße führt. Die hieſigen Inſanteriſten mußten ſich im Pio⸗ nierdienſt üben und ſogar eine Brücke ſchlagen. Dieſelbe iſt heute früh befeſtigt worden und damit hat die Uebung ihren Abſchluß gefunden. Die Brücke wurde lt. M. G.⸗A. im Laufe des Tages wieder abgebrochen. Heidelberg, 29. Aug. Geſtern abend ſpielte ſich in der Nähe der neuen Neckarbrücke eine Meſſeraffaire ab. Italieniſche Arbeiter hatten Schwellen über die Landſtraße, welche nach Wieblingen führt, gelegt, um die Paſſanten zu Fall zu bringen. Der Brückenwärter Peter Zimmer von Wieblingen unterſagte den Leuten dies, worauf er von denſelben mit dem Meſſer angegriffen wurde. Er erhielt mehrere Meſſer⸗ ſtiche in den linken Oberſchenkel, ſo daß er kurze Zeit darauf ſtarb. Zimmer hinterläßt eine krank darniederliegende Frau. N Heidelberg, 29. Aug. Gelegentlich einer geſtrigen Beerdigung gerieten die Leid⸗ tragenden nach der Trauerfeier auf dem Fried⸗ hofe in heftigen Streit, in deſſen Verlauf einer der Leidtragenden einfach über die Friedhofs? Heute früh mauer geworfen wurde. Großſachſen, 30. Aug. etwa um ½1 Uhr entſtand in dem Oekono⸗ 73 miegebäude des„Gaſthauſes zum Löwen“ auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weiſe ein größeres Schadenfeuer, durch das die Scheune und Stallung des Löwenwirtes ſowie das Oeko miegebäude des Gemeinderats Reinig einge Dem energiſchen Vorgehen der Arbeiter von Müller und Feder in Großſachſen, welche aus ca. 6—8 Schlauchleitungen unge⸗ äſchert wurde. heuere Waſſermaſſen auf die brennenden Objekte ſchleuderten, war es zu danken, daß das Feuer keine größere Dimenſionen großes Unheil verhütet wurde. konnte in Sicherheit gebracht werden. Der Schaden wird, ſoweit er ſich überſchätzen läßt, 15 20 000 Mark betragen. Auch die Feuer⸗ wehren von Leutershauſen, Heddesheim und Weiheim trafen zur Hilfe ein. Pforzheim, 28. Aug. Meſſerſtecherei hat geſtern abend zwiſchen dem Metzgermeiſter Butzer hier und ſeinem Schwager, dem Metzgeſellen Dorner, ſtattgefunden. Im Verlaufe eines Streites griffen beide zu den Meſſern und ſtachen auf einander ein. Dorner erhielt zwei Stiche in den Kopf und vier Stiche in die linke Schulter, Butzer einen Stich in den Kopf. Der Metzergeſelle mußte im Krankenhaus aufgenommen werden. Weinheim, 27. Aug. Aus der be⸗ kannten Maſchinenfabrik Badenia vormals Wm. Platz Söhne, A.⸗G., rollte geſtern ein ganzer Eiſenbahnzug, beſtehend aus 11 großen Eiſenbahnwaggons, ſämtlich mit Export⸗Loko⸗ Der Berghof. Volks⸗Roman von J. Oberparleiter. (Nachdruck verboten.) Von ihrem Manne hatte ſie ſeit der mehr von den Verwandten 5 Nachricht abfich tlg— er von ihr nicht, ſie hatte chtlich weder ihm, noch ſonſt Jemand ihren Aufenthaltsort bekannt gegeben; unter ihrem früheren Familiennamen war ſie in den Dienſt eingetreten. Doch, wie der Zufall überhaupt in der Welt eine große Rolle ſpielt, ſo war es auch hier der 9 „In dem Aufenthaltsorte Dei lebte ene junge, kränklche Frau zur Erholung, deren Mann bei eben derſelben Bahnlinie als Ingenieur beſchäftigt war, bei der Dein Vater eine Stellung gefunden. Sie war eine Ver⸗ 15) wandte der Dienſtgeberin Deiner Mutter und kam daher häufig dahin zu Beſuch. „Bei einem dieſer Beſuche teilte ſie nun mit, daß ihr ihr Mann in ſeinem letzten Briefe geſchrieben, er habe Bekanntſchaf mit einem eit Kurzem der Bauleitung zugeteilten Partie⸗ führer gemacht, durch den wieder neues Leben in die ganze Geſellſchaft gekommen ſei.— Der Name, den er nannte, war der Deines Vaters.— a„Beſonders, ſchrieb er, ſei derſelbe der Liebling der Damen, da er eine beſondere Gabe zur Erheiterung und Unterhaltung beſitze. So arglos jene Frau dieſe Mitteilung machte, ſo ſehr mußte ſie das ohnehin kranke Herz Deiner Mutter verletzen.— Alſo er konnte Vergnügen an Unterhaltungen finden, konnte ſelbſt dazu die Aaregung geben, während er wußte, daß ſein armes, gekränktes Weib in der Fremde ihr Leben friſtete. O, wie Schuppen fiel es ihr von den Augen— er vermißte ſte nicht. — Damals ſchon, liebes Kind, faßte ſie in ihrer Verzweiflung den Plan, den ſie ſpäter hier ausführte. „Nicht lange Zeit mehr hielt ſie ſich in ihrem Dienſtorte auf;— ſie nahm ihre Zuflucht zu mir, der Enzigen, der ſie ſich anvertrauen konnte.“ Wieder ſchwieg Leni eine Weile; der Himmel wurde immer düſterer, immer heftiger grollten die fernen Donner. „Weiter, Muhme!“ bat Vroni,„laßt mich auch das Schrecklichſte wiſſen, mein Herz iſt gewappnet auch gegen die aufregendſte Ent⸗ hüllung.“ „Bald bin ich zu Ende, Vroni,“ fuhr Leni weiter fort. „Vergebens bat ich Deine Mutter, ſich dem Vater ihres Mannes, einem Ehrenmanne durch und durch anzuvertrauen,— aber vegebens.“ „Nein, und tauſend Mal nein!“ rief ſte. „Wenn mein Mann, der Pflichtvergeſſene es unterließ, mir jenen Platz anzuweiſen, der mir ſeit unſerer Verbindung gebührte, wenn er ſich etwa ſchämt, mich vor ſeinen Angehörigen als ſein Weib zu bezeichnen, dann ſei es Gott vor, mir erſt jenen Platz zu erbettelu, nein, durch meiner Hände Arbeit will ich mir einen ehren⸗ haften Platz in der Menſchheit verſchaffen.— Ich kehre wieder zurück an meinen Dienſtort — für mein Schmerzenskind wird der Himmel ſorgen. „Nichts vermochte ſie von ihrem Vorhaben abzubringen. So kamſt Du hier zur Welt. „Kein Menſch außer mir und einer alten Vorwandten, die nun ſchon längſt die Erde deckt, hatte eine Ahnung, von dem, was hier in der Hütte vor ſich ging. Es ſollte auch Niemand davon etwas erfahren, das war die inſtändigſte Bitte Deiner Mutter. „Kaum war ſie geneſen, ſo erklärte ſie, wieder an ihren Beſtimmungsort zurückzukehren; ſo wie ſie gekommen, des Nachts, wollte ſie wieder den Weg mit Dir, dem armen Wurme antreten. „O Kind, Vroni! Du haſt keine Ahnung, n wie ſchmerzlich dieſe Trennung auch für mich war, ſchmerzlicher als das Wiederſehen. und immer wieder fiel mir Deine Mutter um den Hals, herzte und küßte mich und bat mich — ihrem Unglückskinde eine Mutter zu ſei. 5 Leni mußte innehalten, ſie war zu ſehr engriffen von der Erinnerung. „Ich hatte keine Ahnung,“ ſprach ſie end⸗ lich weiter, indem ſie ſich eine Thräne trocknet, „welche Bedeutung Deine unglückliche Mutter ihren letzten Worten beimaß. Ich begleitete annahm und namentlich auf die angrenzende Fabrik von Müller und Feder nicht überging, wodurch Bei dem Brande kamen drei Schweine um. Das übrige Vieh Eine wüſte Immer 5 Wehmut im Hütte zurück. Reliquie; Mutter aufbewahrt.“ — mobilen in ſeemäßiger Verpackung beladen, ſeinem fernen Beſtimmungsort entgegen. Die Lokomobilen ſind teils für Java(im Auftrag und für Rechnung des Holländiſchen Kolonial⸗ Miniſteriums), teils für Mexiko beſtimmt. Trotz des ſcharfen engliſchen Wettbewerbs wurde die Ausführung dieſer großen Aufträge der ge⸗ nannten Firma übertragen. Ettlingen, 29. Aug. Ein Raubanfall mit ſchwerem Sittlichkeitsverbrechen wurde am letzten Samstag vormittag auf dem Wege zwiſchen der Spinnerei und Buſenbach be— gangen. Eine verheiratete Frau aus Calmbach bei Wildbach wurde von einem Strolchen rück⸗ lings angefallen, zuerſt ihrer Barſchaft von etwa 2 Mk. beraubt und dann ein Sittlichkeits⸗ verbrechen an ihr verübt. Trotz äußerſter Anſtrenguung ſeitens der hieſigen Gendarmerie iſt es noch nicht gelungen, des Täters habhaft zu werden. i N Sasbach, 28. Aug. Vor einigen Tagen fingen im vollem Rhein einige Fiſcher 5 Stück Salmen im Geſamtgewicht von 70 Pfund. Dieſer Fiſchfang kann mit Recht eine Selten⸗ heit genannt werden, da der Salm im Ober— rhein wenig mehr in Erſcheinung tritt. Niederſimten, 27. Aug. Als geſtern eine Frau die für das Kirchweihfeſt beſtimmten Kuchen, die 45 Pfund Mehl repräſentierten, in den Backofen ſchob, ſtürzte dieſer zuſammen. Dieſe Beſcherung hinterließ bei der Betroffenen gerade keinen feſtlichen Eindruck. Nürnberg, 27. Aug. Das finanzielle Ergebnis des vorjährigen zehnten deutſchen Turnfeſtes in Nürnberg war 24,762 Mk. Ueberſchuß, während die vorhergehenden Turn⸗ feſte in München, Breslau und Hamburg faͤmtlich Fehlbeträge von 30,000— 45,000 Mk. ergaben. Heilbronn, 29. Aug. In Oſterburken zerſtörte eine Feuersbrunſt heute Nachmittag ſieben Wohnhäuſer und zwölf Scheunen. Rüdesheim, 26. Aug. Ein nettes Pärchen wurde hier feſtgenommen, das ſich über Nacht in einem Hotel einlogiert hatte. Als es ans Bezahlen ging, ſagte„Er“,„Sie“ ſei Nachts mit der Barſchaft durchgegangen, und als man„Sie“ fand und feſtnahm, hatte ſie auch nichts. Beide ſind verhaftet worden. Rheydt, 27. Aug. Der Polizei wurde ein Milchlieferant aus Neersbroich zur Anzeige gebracht, der verfälſchte Milch in den Handel brachte. Eine Stallprobe ſtellte feſt, daß die beanſtandeten Proben einen Zuſatz von 60 Prozent Waſſer erhalten. 5 Feldmoching. Ein Bauernmädchen, das ſich am Bache labte, erkrankte bald darauf. Wie durch eine Operation feſtgeſtellt wurde, hat es einen Wurm mitverſchluckt, der ein Loch in die Magenwand gefreſſen hat. An dem Aufkommen des Mädchens wird gezweifelt. Bache rach. Ein hieſiger Weinhändler ſah ſich auf merkwürdige Weiſe gezwungen, ſeinen Namen zu ändern. Er heißt nämlich Sauereſſig und hatte ſich wegen ſeines Namens 5 vielfachen Spötteleien auszuſetzen, namentlich konnte ſich ſeine ausländiſche Kundſchaft abſolut nicht mit der Möglichkeit abfinden, daß auch jemand der Sauereſſig heißt, ſüßen und guten Wein haben kann. Der Weinhändler hat nun⸗ mehr mit behördlicher Genehmigung den Namen Schellenberg angenommen. Hamburg. Boykottierte Brauereien haben eine Klage auf Schadenerſatz von 21000 Mk. gegen das Gewerkſchaftskartell angeſtrengt. Es habe den Vertrag vom 22. Juni gebrochen, ferner komme der§ 826 des Bürgerlichen Geſetzbuches in Betracht. Die Verhandlung iſt auf den 8. November an⸗ beraumt. Freiſing. Ein für Damen Jubiläum feierte die Forſtmeiſterstochter Fräulein Striegel von hier, welche heuer ihren 50. Reh⸗ bock erlegte. Bad Aibling.(O Eiferſucht!) Dieſer Tage traf eine anſcheinend den beſſeren Ständen angehörige hübſche junge als Herr verkleidete Dame aus München dahier an, die es jeden⸗ falls darauf abgeſehen hatte, ihren hier zur Kur weilenden Bräutigam unerkannt beobachten zu können. Der Polizei gefiel jedoch ein der⸗ artiger„Spaß“ nicht und ſie transportierte die eiferſüchtige Evastochter nach München zurück. Mainz, 29. Aug. Die Buchhalterin Eliſe Frettwurſt wurde, wie berichtet, vor einiger Zeit wegen Unterſchlagung von 36000 Mk. zu einer Gefängnisſtrafe von 2½ Jahren ver⸗ urteilt. Bei einer nachträglich vorgenommenen Reviſion wurde eine weitere Unterſchlagung von 10000 Mk. feſtgeſtellt. Es wird alſo nochmals gegen die Frettwurſt verhandelt werden. Kiel. 29. Aug. Der auf der hieſigen Howaldtwerft erbaute Dampfer„Basra“, der geſtern nachmittag eine Probefahrt unternahm, überrannte in der Eckernförgerbucht ein mit 5 Perſonen beſetztes Boot. Zwei Inſaſſen konnten gerettet werden, drei ertranken; einer der Geretteten erlitt ſchwere Verletzungen. Budapeſt, 29. Aug. Bei einer ſächſi⸗ ſchen Verſammlung in Neuſtadt erkrankte ei Teil der Gäſte, etwa 120 Perſonen, unter Vergiftungserſcheinungen an genoſſener Mehl⸗ ſpeiſe. Man glaubt, daß die Vanille verdorben war. Gegen den Großſtädter Zuckerbäcker, der die Mehlſpeieſe lieferte, wurde Unterſuchung eingeleitet. Verona. Durch einen eigentümlichen Unfall kam in der vorigen Woche der 18jährige Student Dall' Oca Bianca ums Leben. Als er auf einer Radfahrt im raſcheſten Laufe uͤm eine Straßenecke bog, rannte er gegen einen Karren, den er bei der gebückten Haltung des Kopfes nicht bemerkt hatte, warf das Pferd zu Boden, daß es auf der Stelle tot blieb, erhielt aber ſelbſt ſolche Qeutſchungen an der Bruſt, daß er nach wenigen Stunden verſchied. Vermiſchtes. — Den zur Uebung eingezogenen Land⸗ ſeltenes wehrleuten und Reſerviſten wird von der Militärbehörde bezüglich der Lohnzahlung eine bemerkenswerte Belehrung erteilt. Die Leute werden darauf hingewieſen, daß in Fällen, wo eine rechtzeitige Kündigung des Arbeitsverhält⸗ niſſes nicht erfolgt ſei, der Arbeitgeber verpflich⸗ tet ſei, dem Arbeitnehmer auch für die Zeit einer militäriſchen Uebung den Lohn weiter zu zahlen. Es ſei indeſſen zuläſſig, daß der Arbeitgeber von dem Lohn die dem Arbeit⸗ nehmer von der Militärverwaltung gewährten Beträge zur Verpflegung und Löhnung in Ab⸗ zug bringe. Wenn jedoch eine rechtzeitige Kündigung erfolgt ſei, ſo habe der Arbeitneh⸗ mer, auch wenn er nach beendigter Militär⸗ übung wieder in den alten Poſten eintritt, ſelbſtverſtändlich keinen Anſpruch auf Lohnzah⸗ lung für die Zeit der Uebung. — Der Kaiſer und die Heidelberger Schloßbaufrage. Aus Heidelberg wird der „Frkf. Ztg.“ geſchrieben: Seit kurzer Zeit kur⸗ ſieren Gerüchte über Aeußerungen, die von unterrichteter Seite in der Schloßbaufrage getan worden ſein ſollen. Bei den Feſtlichkeiten in Kiel habe ſich der Kaiſer an einen ſüddeutſchen Gelehrten mit den Worten gewandt:„Na, das Heidelberger Schloß wird alſo gebaut?“— „Weiß nichts davon, Majeſtät!“—„Na, es kommt aber!“ Und ging plaudernd weiter. — Frau Roſenhardt und ihr Entführer Gutsbeſitzer Paul Roſenhardt in Cal w 100000 Mark kin barem Geld und Wertpapieren ver⸗ untreut haben und über Budapeſt und Fiume nach Amerika flüchten wollten, ſind in Buda⸗ peſt verhaftet worden. — Auf der Gewerkſchaft„Deutſcher Kaiſer“ bei Eſſen gerieten 2 Italiener in das Getriebe der Waſſerhaltungsmaſchine. Sie wurden zermalmt. — In Aulhauſen in Rheingau ſind vor einigen Tagen einige Häuſer mit den Scheunen niedergebrannt. Bei den Aufräu⸗ mungsarbeiten hat man nun an der Stelle, wo eine der Scheunen ſtand, den Leichnam eines unbekannten Mannes gefunden und zwar ſtark verkohlt. Die Leiche iſt gänzlich unbekannt, weshalb man wohl in der Annahme nicht fehlgeht, daß ein Fremder ſich die Schenne als Nachtquartier ausgeſucht hat, wo er dann ver⸗ brannt iſt. e b — Bayeriſcher Durſt. Wie das„Vater⸗ land“ berichtet, wurden jüngſt bei einem großen Brande in der Nähe Regensburgs 300 Mk. Zechſchulden auf Koſten der Gemeinde von der Feuerwehr gemacht. Bei einem anderen Brande unweit Regensburg forderte eine Wehr bald nach ihr Ankunft Bier, obwohl ſie noch gar nichts geleiſtet hatte. a — Wie aus Saarbrücken berichtet wird, wurde vom dortigen Landgericht eine arme Frau, die ſich auf einer alten Berghalde ein paar Kohlen im Werte von 20 Pfg. zuſam⸗ mengeſucht hatte, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Frau wurde als rückfällig be⸗ ſie im Dunkel des Waldes noch eine kurze Strecke Weges und kehrte dann, Trauer und Herzen, in meine ſtille, vereintſamte „Ich durchwachte die ganze Nacht; die Ereigniſſe der letzten Tage, die Gemütser⸗ regungen des Abſchiedes ließen keinen Schlummer in meine Augen komtmnen. Früher als ſonſt ſtand ich auf, um Zerſtreuung in der Arbeit zu ſuchen; da nahm ich wie alltäglich den Pſalter zur Hand, um meine Morgenandacht zu verrichten.— Da, wer beſchreibt mein Ent⸗ ſetzen, fällt ein Brief heraus— es war ein Brief Deiner Mutter, den dieſelbe am Tage vorher während meiner Abweſenheit an mich geſchrieben. Dieſen Brief habe ich als teure als eine Art Teſtament Deiner „O!“ bat Vroni, indem ſie vor Leni in die Knie ſtürzte,„Muhme. laßt mich dieſes teure Andenken meiner unglücklichen Mutter 5 ſehen, laßt mich einen Blick werfen in ihre teuren Schriftzüge!“ Leni erhob ſich.„Kind,“ ſagte ſie,„wenn ich Dir Deine Bitte verweigern wollte, hätte ich des Briefes nicht erwähnt, doch faſſe Dich, um das ertragen zu können, was er Dir offen⸗ baren wird.“ Damit ging ſie in die Hütte, und Vroni folgte ihr; bald hatte ſie das vergibte Papier, ihrem Gebetbuch verſteckt war, gefunden. 5 Dank, tauſend Dank!“ rief Vroni, indem ſt drückte ſie ihn an ihr Herz und küßte gereichten Brief erfaßte. Mit In⸗ die Schriftzüge, die noch deutlich die Spuren der Thränen zeigten, welche die Verfaſſerin des Briefes einſtens vergoſſen. „Lies, Vroni!“ mahnte Leni,„und faſſe Dich!“ i Unter Schluchzen begann dieſe, während Leni, auf einer Bank ſitzend, ihr Geſicht in den Händen vergrub. „Innigſtgeliebte Leni, meine einzige Stütze auf dieſer Welt! Wenn alle Welt mich verurteilt, verur⸗ teile Du mich nicht wegen einer That, die die Menſchheit unter anderen Umſtänden verdammt— verdammen muß. Ich ver⸗ mag den Gedanken nicht zu ertragen, daß mein Kind die Schuld des gewiſſenloſen Vaters büßen ſoll, daß ſeine Zukunft von vorneherein eine Kette von Entbehrungen und Leiden werde, während er ſelbſt, der ſo frevelhaft mit meinem Herzen geſpielt, ſich Mutter an ihm vergelten. Der liebe Gott, der es zugeben konnte, daß ſein Name vor ſeinem Altare in ſo frevelhafter Weiſe miß⸗ braucht wurde, wird das Herz jenes Mannes lenken, dem ich im Uebermaße der Mutter⸗ liebe mein Kind abtrete.— Das wertvolle goldene Kreuz ſammt Kette, das ich meinem Kinde als einziges Angedenken an ſeine Mutter mitgebe, iſt ein Geſchenk meines Mannes, daß er mir an unſerem Ehrentage zur Erinnerung an denſelben überreichte. Möge es dem Kinde ebenſoviel Glück bringen, als es mir Unglück gebracht, vielleicht lenkt es Gotttes Vorſehung, daß es einſtens zum Ankläger deſſen wird, der mutwilliger Weiſe vor dem Altare den Namen des Gekreuzigten zum Zeugen anrief. Und nun, liebe Leni, bitte ich Dich zum Abſchiede, daß Geheimniß der Abſtammung meines Kindes tief in Deinem Herzen zu wie ein Schuldloſer den Freuden und Aunehm⸗ lichkeiten der Welt hingibt.— Nein, liebe Leni! ſoll es mir nicht gegönnt ſein, ein ſorgenloſes Leben zu führen, mein Kind will ich davor bewahren, darum will ich es jenem Mann anvertrauen, deſſen Ehrenhaftigkeit über jeden Zweifel erhaben iſt, der an dem Kinde das gut machen wird, was der gewiſſenloſe Vater verſchuldet. Dir, liebe Leni, wird es leicht werden, Mutterſtelle an meinem Kinde zu vertreten; Dir vectraue ich mein größtes Kleinod auf dieſer Erde an— o, ſei ihm das, was ich ihm ſein ſollte— Du wirſt nicht die Schuld des Vaters, den Fehler der bewahren und meine That als das zu beur⸗ teilen, was ſie iſt: die Verzweiflungstat eines betrogenen Mutterherzens. Wenn Du meinem Kindlein in die un⸗ ſchuldigen Blauäuglein blickſt, dann gedenke auch ſeiner unglücklichen Mutter und bewahre ihr ein liebevolles Angedenken.“ N Hier brach der Brief plötzlich ab— Leni hatte die Schlußworte losgetrennt. (Fortſetzung folgt.) ., Karl Krauß, die dem Gatten der erſteren, dem trachtet, da ſie einmal wegen Holzdiebſtahls im Werte von 10. Pfg. verurteilt war. i— Sonderbare Wohnungsverhältniſſe. Das Amtsgericht in Windecken erläßt einen Steckbrief gegen die Frau des Korbmachers und Schirmflickers Peter Werner von Wehr⸗ heim„zuletzt aufenthältlich im Chauſſeegraben zwiſchen Langsdorf und Birklar.— Es handelt ſich, wie aus dem Ausſchreiben hervorgeht, um die Beitreibung einer Geldſtrafe von Mk. 12.— 5 nebſt Mk. 1.20 Koſten— die event. durch drei 4 Tage Haft zu verbüßen ſind. 1 Auch ein Jubiläum! Kürzlich erſchien im einer Wiesbadener Tuchhandlung ein biederer 75jähriger Bewohner des„Ländchens“ und erklärte, eine Hoſe zu beſitzen, deren Stoff er dor 50 Jahren, als der Gründer der Tuch⸗ . handlung noch Lehrling war, von dieſem er⸗ . ſtanden hatte. Die Hoſe, die kürzlich zum * erſten Mal geflickt wurde, will der Beſitzer jetzt Weektags auftragen. Jedenfalls ſpricht die Tatſache dafür, daß vor 50 Jahren außer⸗ ordentliche haltbare Tuche fabriziert wurden. — Ein Richter, wie er nicht ſein ſoll. Eine unglaubliche Szene hat ſich vor dem Tribunal in Plainfield(New⸗Jerſey) abgeſpielt. Ein Advokat, der in ſeinem Plaidoyer einige Ausdrücke gebrauchte, die dem Richter nicht gefielen, wurde von dieſem aufgefordert, ſein Plaidoyer zu unterbrechen und ſofort den Sitzungsſaal zu verlaſſen. Als der Advokat aber dieſer Aufforderung keine Folge leiſtete, ſprang der jähzornige Vertreter der Gerechtig⸗ keit von ſeinem Sitze anf und traktierte den Advokaten mit Fauſtſchlägen und Fußtritten. Nur mit Mühe gelang es dem im Gerichts⸗ ſaale anweſenden Publikum, den Advokaten blutüberſtrömt und mit zerriſſener Kleidung aus den Händen ſeines Vergewaltigers zu be⸗ freien. Eine Dame, die in dem Prozeß als Zeugin fungierte, wurde anſichts dieſer uuglaub⸗ lichen Prügelſzene ohnmächtig. Begreiflicher⸗ weiſe hat der übelzugerichtete Rechtsanwalt gegen den jähzornigen Richter ſofort eine Klage eingereicht und deſſen Amtsentſetzung beantragt. 5 D Ein koloſſales Faß, das jüngſt für wurde, wird für lange Zeit— vielleicht ſogar für immer— den Ruhm des Heidelberger Faſſes, das bis jetzt als das größte und be⸗ rühmteſte aller Stückfäſſer galt, verdunkeln. Das kaliformſche Faß wurde aus dem Holz eines der Rieſenbäume der amerikaniſchen Far Weſt gezimmert, und der Bau dauerte faſt zwei Jahre. Die Faßdauben werden von Reifen gehalten, die faſt acht Meter Durch⸗ meſſer haben. Sie ſind aus Stahl erſter Güte und wiegen 18,000 Kilogramm. Das kalifor⸗ niſche Faß iſt 11,45 Meter hoch und hat in ſeinem mittleren Teile einen Umfang von 23,50 Meter; es faßt 100,000 Liter mehr als das Heidelberger Faß. Um einen deutlicheren Be⸗ griff von ſeinen koloſſalen Demenſionen zu geben, wollen wir zum Schluß noch mitteilen, daß am Tage ſeiner„Einweihung“ die Beſitzer im Innern des Faſſes ein von 40 Dienern aufgetragenes Feſtmahl von 300 Gedecken gegeben haben. — Welch ernorme Mengen an Kohlen ein moderner Schnelldampfer verbraucht, ſieht man aus folgenden Zahlen: Dampfer„Kaiſer Wilhelm der Große“ des Norddeutſchen Lloyd verbraucht an einem Tage etwa 560 Tonnen Kohlen, auf der ganzen Reiſe von Bremen nach New⸗York ungefähr 4000 Tonnen. Der noch größere Lloydampfer„Kaiſer Wilhelm II.“, deſſen Maſchinen 40000 Pferdekräften indizieren, hat einen Tagesverbrauch von ungefähr 750 Tonnen, einen Reiſeverbrauch zwiſchen Bremen und New⸗York von etwa 52000 Tonnen. Da eine Tonne 20 Zentner iſt, verbraucht der Dampfer an einem Tage 15000, auf der ganzen Reiſe das erſchreckliche Quantum von 104000 Zentnern. Ueber dem Laden des Juweliers Lepee⸗ Esmelin, 21, Boulevard des Capueines in Paris ſtand ſeit einiger Zeit eine Wohnung leer. Dieſe wurde von einem Herrn beſichtigt, dem ſie gefiel und der mit ſeinem„Architekten“ wiederkam. Während die Herren Maße nah⸗ men, wurde die Portiersfrau abgerufen und nun verſchafften ſich die beiden einen Abdruck eine Weinbaugeſellſchaft in Kalifornien gebaut des Türſchloſſes. Mit Hilfe desſelben drangen ſie letzte Nacht in die Wohnung ein und von dieſer durch ein Loch in den Laden, wo ſie für 150 000 Franken Schmuck ſtahlen. Humoriſtiſches. c — Amerikaniſcher Humor. Braut und Bräutigam ſitzen Seite an Seite.„Liebſte,“ ſagte er und ſah hinauf in ihre Augen, denn er war der Kleinere, ſo daß er wirklich zu ihren Augen aufſah.„Ja, Geliebter,“ ant⸗ wortet ſie mit ihrem weichen, ſanften Stimm⸗ chen.„Hätte ich gewußt, daß der Tunnel ſo lang iſt, würde ich dich geküßt haben.“ 1 haſt du mich denn nicht geküßt?“ frug ſie ziemlich erſtaunt.„Nein,“ antwortete er erſchreckt.„Gut, aber es hat mich jemand geküßt.“ — Ablöſung. Frau:„Mein Mann ſitzt noch immer im Schreibzimmer. Er muß mich doch ſchluchzen hören!“— Zofe:„Er will es nicht hören, Gnädige!“— Frau:„Er muß nachgeben! Mir tut ſchon der Hals weh; kommen Sie, Lina, ſchluchzen Sie eine halbe Stunde weiter!“ i — In der Saiſon. Wirt:„Für drei Perſonen hätte ich noch Betten die übrigen Herren müßten auf dem Heuboden ſchlafen; (als die Fremden ſich zögernd anſehen) zu genieren braucht ſich keiner... es koſt' g'rad ſo viel wie ein Bett!“ 5 — Entſchädigung.„Sind Sie gegen Haftpflicht verſichert, gnädiges Fräulein?— „Nein— ſollte ich einmal einen Herren über⸗ radeln, heirate ich ihn einfach!“ 5 — Abgeblitzt. Herr:„Wenn Sie die Meine werden wollen, Fräulein Ella, ich würde Sie mein ganzes Leben lang auf den Händen tragen!“— Dame:„Ja, haben Sie denn gar nichts anderes zu tun?“ — Stoßſeufzer der modernen Hausfrau. „Nein— ein Jammer iſt's wirklich mit unſern Mädchen von heute:„putzſichtig“ ſind ſie Alle; putzen wollen ſie nichts.“ e Seckenheim, 30. Aug. Der heutige Ferkelmarkt war mit 153 Stück befahren und wurden 70 zum Preiſe von 10—16 Mk. pro Paar abgeſetzt. 5 „Wieſen außer dem behmdgras-Versteigerung Das Großßh. Domänenamt Mannheim verſteigert Dienstag, den 6. September l. Vormittags 9 Uhr die Beobachtung der M ſchon nach 14 benen nicht beigezogen werden. Seckenheim, den 30. Auguſt 1904.— aßregel unter a und b durch den Bezirksarzt Tagen ſeit Beginn der Erkrankung nachgelaſſen werden. Der Zutritt zu Leichen der an Diphtherie oder Scharlach Geſtor⸗ iſt tunlich zu beſchränken, insbeſondere Kindern nicht zu geſtatten. Auch zu den Leichenbegängniſſen dürfen in ſolchen Fällen Kinder Ratſchreiber f ü a gürgermeiſteramt:. 8 im„Relaishaus“ zu Rheinau den diesjährigen Oehmdgraserwachs Volz. a 5 Ritter. * von 35 ha Backofen⸗ und Riedwieſen der Gemarkung Seckenheim, ſowie 3 r ſtücker⸗ 57 den Gewannen„alte und neue Nachtweide“,„Damm— 5 e i 1 8 Rohrhof. 15 Mannheim, den 27. Auguſt 1904. Großh. Domänenamt: Vierling. Damm“ auf der früheren Gemarkung Fertige Haſen. Emil Werber Nr. 5420/5421. breitung von öffentlichen Kenntnis: Bekanntmachung. 8 21. Nachdem in 2 weiteren Hausſtänden dahier Diph⸗ terie ausgebrochen iſt, bringen wir nachſtehend die zur Verhütung der Ver⸗ Diphterie und Scharlach Verordnung. vorgeſchriebenen Maßregeln zur 2 Blaue Anzüge, 88 Baumwallzeug, Cattun u. Rurzwaren. 0 Prima Fruo zu Schürzen in bekannt guter Qualität. Ferner empfehle: g htsäcke, Wachstuch Das Familienhaupt, in deſſen Wohnung ei ; f. g eine Erkrankung an Diphtherie oder Scharlach vorkommt, iſt verpflichtet; 5 5 für thunlichſte Abſonderung des Erkrankten zu ſorgen; Die zu ſeinem Hausſtand gehörende Kinder im Alter bis zu 4 Jahren— ieent i 1 2 5 Unterſchied des e welche die Volksſchule beſuchen, ohne Certige Hemden. Arbeiter-glouſen. eee Kirche abzuhalten c. die erforderlichen beit Beginn der Erkrankung verfahren ſtattgefunden hat. ſunden nwendung zu finden. die in Abſatzung ärztlichen Beſcheinigung, da eingetreten, dieſer Kinder mit anderen Ki Straßen und Plätzen, kunlichſt beſchränkt werde; Desinfektionsma nahmen gemäß der beige⸗ druckten Anweiſung(Anlage ßnah gemäß 9 Die Maßregeln unter gung des Kranken entſprechend der Anweiſung über das Desinfektions⸗ ird der Kranke oder werden die zum Hausſtand gehörenden ge⸗ Wenn mehrere Erkrankungen im gleichen Hausſtande erfolgen, iſt Maßregel unter b bis zum lezten Erkrankung zu beachten, ſofern nicht entſplechend der Beſtimmung N 3 die Abkürzung 2 Bei ſtattgehabter Erkrankung an Diphtherie kann auf Grund einer die vorſchriftsmäßige ind en und kein neuer Erkrankungsfall im Hausſtande vorgekommen iſt vom Beſuche der Schule und der und darauf hinzuwirken, daß der Verkehr ndern, insbeſondere auf öffentlichen f Das schònste u. praktischste Geschenk ,, Damen lt unser neuès illustriertes Handbuch der Damenschneijderej Putæmacherei, Weissnane- ei, Wdscherel und Bügelei, Stice- und Hdleltunst mii ) zu bewirken. 2 und b ſind zu beobachten, bis 4 Wochen abgelaufen ſind und eine ſorgfältige Reini⸗ 8 151 75. Kinder aus der Wohnung entfernt, ſo hat die Maßregel unter b e Sant Fafein, guf die letzteren bis zum Ablauf von 8 Tagen ſeit dieſer Entfernung 8„ Ablauf von 4 Wochen ſeit Beginn der dieſer Dauer ſtatthaft iſt. von der Firma. ß die vollſtändige Geneſung des Erkrankten Unirersa l- Schnittmuster- Hupe u. Bonbuch æum Nachbeaug beliebiger Schnittmuster. 2 starke Die grôõsste Freude be- reilet jedem Mddqùen von J jahren die Hlippe schneider in:: Ilustr. Handb. in eleg. Aussltaltg. Br. J. 8 0 Al. ur direhet zu beztlehen Deulscie Moden. u. SDH Lid e, 2 TT Lelpelg, Nec. Weine ärztlich empfohlen für Kinder, Kranke und Magenleidende. g Georg Röser. U llsalgete liefere von jetzt ab zu Mk. 9.75 per Centner, ab hier. 5 Reinigung und Desinfektion vorgenom⸗ Johann A. Griechiſche 1 Dankſagung. g 5 Für die vielen Bewieſe herzlicher Teilnahme an dem Ver⸗ luſte unſerer zwei Kinder Anna und Georg Sauer für die zahlreichen Kranz⸗ und Blumenſpenden, ſowie für die vielen Krankenbeſuche des Herrn Pfarrers und der Schweſtern ſprechen wir hiermit unſern innigſten Dank aus und ſagen allen:„Vergelt's Gott“. Seckenheim, den 30. Auguſt 1904. Familie Sauer. Turnerbund„Jahn“ Seckenheim. Einladung. Sämmtliche aktiven und paſſiven Mitglieder des Vereins werden hiermit zu dem am Sonntag, den 4. September 1904 in Hockenheim ſtattfindenden Uereins⸗eitturnen freundlichſt eingeladen. a Der Vorſtand. Voranzeige. Unterzeichneter beabſichtigt im Oktober ein Schreibmaterialiengeschäft mit 3 Buchhandlung Sämmtliche im Buchhandel erſcheinenden Werke und Zeitſchriften, von welchen verſchiedene im Oktober der Jahrgang beginnt, können be⸗ zogen und ſofort beſtellt werden. Hochachtend J. Helfrich. 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Notariat IX. als Vollſtreckungsgericht. Breunig. E. Merklein empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in: Arbeſterhemden, Sportshemden, Normal-Hemden, Kragen, Crawatten, Kappen, Strümpfen u. Socken. Ferner ſind neu eingetroffen: farbige Baumwollstoffe für Schürzen und Kleider, Arbeiterblousen, Strohsäcke, ſtatt. maschinenkohlen und Federnabfall. Turn⸗Verein Seckenheim. Sonntag, den 4. September ds. Ars. findet unſer dies⸗ jähriges Gauturnfest in Hockenheim ſtatt. a Die Abfahrtszeiten hierzu ſind feſtgeſetzt: a) Für Einzelwettturner, welche am Sonntag früh ½6 Uhr anzu⸗ treten haben und in Hockenheim Freiquartier gewährt wird, ab Friedrichsfeld M.⸗N.⸗B. Samstag Abend 72 Uhr. b) Für Vereinswettturner, ſonſtige Turner und Turnfreunde, welche das Einzelwettturnen am Sonntag früh nicht anzuſehen 7255 5 5 ab Friedrichsfeld M.⸗N.⸗B. Sonntag Nachmittag 1 125 5 Sämtliche Freunde und Gönner der Turnſache ſind zu dieſem Feſte, zu welchem bis jetzt nahezu 1000 Anmeldungen vorliegen, freund⸗ lichſt eingeladen. Zu näherer Auskunſt gerne bereit Der Turnrat. 8 Die beſte, billigſte und auswahlreichſte Mannheims 8 Breiteſtraße Hochzeitshüte von Uk. 3 an 8 Nur II I, 6, im Hauſe der Badeanſtalt. Nur im Hauſe der Badeanstalt 8 Rur im Hauſe der Badeanſtalt— 40 Pfg. per Bad. Filz- u. Zylinder-Hutquelle iſt nur die überall bekannte und bewährte Hutfiema Zeumer Herren-Filzhüte von Mk. 1.20 an Gegenwärtig wird mit 10—15 Prozent Preisabſchlag verkauft, machen Sie ſich das zu Nutzen indem Sie Ihre Hüte bei mir kaufen. per Bad 40 Pfg. II 1 85 Der 1. oder 2. Stock meines 7 Wohnhauſes, beſtehend in je 3 Zim⸗ mern und allem Zubehör mit Gar⸗ ten iſt auf 1. Oktober oder ſpäter zu vermieten. K. Askani, Amtsg.⸗Regiſtrator a. D. Schloßſtraße 29. Beitlade, Matratze und Kopfpolſter billig abzugeben. 8. Tranſier Ww., Luiſenſtraße. 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