Anzeigeblatt für Seckenbeim und Jivesheim. n F Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, ruck und Werlag von J. Helfrich in geckenheim. 1 Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 72. Mitwoch, den 7. September 1904. 4. Jahrgang. Deutſches Reich. Berlin, 4. Sept. Kronprinz Wilhelm des deutſchen Reiches und von Preußen hat Schwerin verlobt. boren am 6. Mai 1882, ſteht alſo jetzt im 23. Lebensjahre; ſeine Baut, die Herzogin Cäcilie, Schweſter des regierenden Großherzogs Friedrich Franz IV., iſt geboren am 20. September 1886, ſteht alſo im 18. Lebensjahre. Schwerin, 5. Sept. Der Großherzog von Mecklenburg⸗Schwerin hat heute dem Staatsminiſterum die Verlobung ſeiner Schweſter der Herzogin Cäcilie, mit dem deutſchen Kron⸗ prinzen, von der er hoffe, daß ſie in ganz Mecklenburg freudigen Wiederhall finden werde, offiziell mitgeteilt. Ausland. Tſchifu, 5. Sept. Die Beſchießung von Port Arthur wird Tag und Nacht fortgeſetzt: an einem Tag fielen 170 Granaten in die Stadt, aber zumeiſt auf offene Plätze. Die ruſſiſchen Kriegsſchiffe beſchießen die japaniſchen Stellungen. Am 29. Auguſt verließen die Schiffe„Bajan“,„Pereswjet“,„Retwiſan“ und„Pallada“ den Hafen und gingen 2 Meilen in See ohne von den Japanern angegriffen zu werden. Vom Lande aus fiel eine Granate auf das Schiff„Pereswjet“ und tötete 14 Mann. Die Reparaturen an den beſchädigten Schiffen werden ſtändig fortgeſetzt. Die Zufuhr von Lebensmitteln wird immer ſchwieriger. Die Ruſſen und die Japaner machten in Tſchifu amtlich bekannt, daß eine Pauſe in en Operationen vor Port Arthur eingetreten ſei; ein ſchweres ruſſiſches Marinegeſchütz ſoll geplatzt ſein. Man glaubt darin einen Beweis 11 5 zu erblicken, daß die Geſchütze verbraucht Aus Nah und Fern. § Seckenheim, 6. Sept. Morgen Donnerstag findet im Saale zum Stern die amtliche Ziehung der Lotterie zu Gunſten der Turmuhr ſtatt. Die Gewinne können am Frei⸗ tag, den 9. ds. Mts. von nachmittags 12 Uhr abgeholt werden. Gewinnliſten liegen bei den Loosverkäufern auf. Gleichzeitig ſei allen denen, die in ſo freigebiger Weiſe zur Erſtellung der Turmuhr beigeſteuert haben, hiermit geziemend ſich mit der Herzogin Cäeilie von Mecklenburg. gedankt. Kronprinz Wilhelm iſt ge⸗ z. Seckenheim, 6. Sept. Das dies⸗ jährige Gauturnfeſt des bad. Pfalzturngaues fand am Samstag, den 4. und Sonntag, den 5. ds. Mts. in Hockenheim ſtatt. Da zum Einzelwettturnen Sonntag früh um ¼6 Uhr ſchon angetreten werden mußte, ſo ward den Turnern, welche keine Fahrgelegenheit geboten war, von der Einwohnerſchaft Hockenheims in liebenswürdiger Weiſe Freiquartier gewährt für Samstag⸗ auf Sonntagnacht. ½8 Uhr fand die erſte Kampfgerichtſitzung ſtatt und nach Beendigung das Feſtbankett im Gaſthaus zur Eintracht. turner, welche ſich, außer dem zahlreich einge⸗ fundenen Publikum aus Hockenheim an letzterem beteiligten, war der große Saal überfüllt. Der Vorſitzende des Turnvereins Hockenheim, Herr Ammer, begrüßte die Feſtgäſte. Er be⸗ tonte, daß ſeit dem Jahre 1891, an welchem die Fahnenweihe des Vereins ſtattgefunden hatte, kein Turnfeſt in Hockenheim war und wies im weiteren noch auf die Zwecke unſerer Feſte hin; ſein„Gut⸗Heil“ galt dem Blühen und Gedeihen des deutſchen Turnens. Unter Mitwirkung der Geſangvereine, ſowie der Kapelle der Feuerwehr aus Hockenseim, ſowie durch die turneriſchen Vorführungen war ein reichhaltiges Programm aufgeſtellt und nur allzu ſchnell nahte die Zeit, wo man ſich trennen mußte, um den andern Morgen wohlvorbereitet in die Schranken des edlen Wettkampfes treten zu können. Nachdem noch Herr Ptofeſſor Weiß aus Schwetzingen einige Worte über die Leibes⸗ übungen geſprochen hatte, erhielt der Bürger⸗ meiſter aus Hockenheim das Wort. Er betonte u. a., daß er dem Verein als aktives Mitglied von jeher angehört habe und immer das Be⸗ ſtreben habe, die Turnſache in Hockenheim nach Kräften zu fördern, er wünſchte ein gutes Ge⸗ lingen des Feſtes. Der Sonntag wurde einge⸗ leitet durch Weckruf. Kurz nach 5 Uhr eilten ſchon die Turner auf den Feſtplatz, um vor dem Antreten die Glieder noch ein wenig zu recken, damit ſie beim Wettkampfe ihr ganzes Können einzuſetzen vermögen. Zur feſtgeſetzten Zeit erſchien der 1. Gauturnwart, Herr Bitter Durch die ſchon eingetroffenen Wett⸗ zu ringen. aus Rohrbach, und ließ ſofort antreten. 176 Einzelwettturner waren angetreten, um nun im edlen Wettkampfe um den ſchlichten Eichenkranz Unter der umſichtigen Leitung des Gauturnwartes ging alles flott von ſtatten und bald waren die Riegen eingeteilt und zogen an die Geräte. Ein lebhaftes Bild entrollte ſich in früher Morgenſtunde, als an den Geräten zum Teil von den Turnern Leiſtungen gezeigt wurden, die ſehr gut zu nennen waren. Nach⸗ dem nach 10 Uhr das Einzelwettturnen beendet war, wurde mit dem Vereinswettturnen begon⸗ nen. Um ½'2 Uhr wurde angetreten zum Aufſtellungsort des Feſtzuges. Um 2 Uhr be⸗ wegte ſich nun der ſtattliche Feſtzug, an welchem außer den 34 Turnvereinen des bad. Pfalz⸗ gaues auch noch die verſchiedenen Vereine Hockenheims ſich beteiligten, durch die feſtlich geſchmückten Straßen der Stadt nach dem Feſtplatz, woſelbſt ſofort zur allgemeinen Stab⸗ übung Aufſtellung genommen wurde. Die von nahezu 1000 Turnern mit Muſikbegleitung vor⸗ geführten Stabübungen gelangten bis auf einige Geringigkeiten tadellos zur Ausführung, nur die nun folgende Bewegung in 4 Kolonnen nach der Rednertribüne iſt leider infolge fal⸗ ſcher Auffaſſung einiger Führer verunglückt. Vor der Rednertribüne angelangt, wurde zunächſt das allgemeine Feſtlied„Ein Deutſchland“ ge⸗ ſungen, wonach die Begrüßung der Turner durch den Vorſitzenden des Turnvereins Hocken⸗ heim, Herrn Ammer, ſtattfand. Das ſich nun anſchließende Fortſetzen des mittags 12 Uhr unterbrochenen Vereinswettturnens war kurz vor 5 Uhr beendet und allgemeines Kürturnen und Spiele füllten nun die Zeit bis zur Preis⸗ verteilung aus. Sehr intereſſant geſtaltete ſich das von Mitgliedern des Turnvereins Secken⸗ heim vorgeführte Tamborinſpiel, wofür ihnen allgemeine Anerkennung zu teil wurde. Um 6 Uhr war Preisverteilung. Zunächſt nahm Gauvertreter Benzinger⸗Feudenheim das Wort. Er wies beſonders auf die geleiſtete turneriſche Arbeit hin und ermahnte die Turner ſo wie bisher auch fernerhin für die edle Turnſache weiter zu arbeiten. Mit einem Gut Heil auf das fernere Wachſen und Gedeihen des bad. Pfalzturngaues ſchloß er ſeine Ausführungen. Hicrauf erhielt Gauturnwart Bitter das Wort. Er gab ſeiner Freude Ausdruck, daß das Gau⸗ Der Berghof. Volks⸗Roman von J. Oberparleiter. 17) f(Nachdruck verboten.) Es war dies der vor Kurzem auf Legers Veranlaſſung ſeiner Unredlichkeit wegen aus dem herrſchaftlichen Dienſte entlaſſene Holz- bauer Martl. Derſelbe hatte im Vereine mit dem Flüchtling dieſe Freveltat verübt, war aber von einem durch den herrſchenden Sturm frühzeitig zum Falle gekommenen Baume erfaßt und zu Boden geſchleudert worden. Zum Glücke war es nur ein Aſt, der Martl mitriß, und unter deſſen Laſt er nun weh⸗ klagte. Mit großer Anſtrengung gelang es endlich Leger, den Frevler aus deſſen gefähr⸗ lichen Lage zu befreien, worauf er ihn zum nahegelegenen Forſthauſe transportirte. — 8. Allgemeiner Aufruhr herrſchte des andern Morgens in Altberg. Gruppenweiſe ſtanden die Leute vor den Häuſfern, wehklagend über das Unheil, welches das nächtliche Ungewitter allenthalben verurſacht hatte. Die die Anhöhe hinabſtürzenden Waſſermaſſen ſchwemmten das beſte Erdreich mit ins Thal und legten den ſteinigen Untergrund bloß. Die noch nicht eingeheimſten Feldfrüchte wurden zum großen Teile vernichtet. frühzeitig lebhaft. Der Feldhüter berichtete, daß die ſogenannte Thalwieſe von dem Bache, der des Nachts förmlich zum Strome ange⸗ wachſen war, vollſtändig überſchwemmt und mit Steingerölle, Schlamm und mancherlei Unrat überdeckt worden ſei. Auch den zum herrſchaftlichen Forſte führenden Steg gegen⸗ über dem Fichtenſchlage habe der Wildbach mitgeriſſen. Furtner, der das Geſinde zuſammenrief, ordnete nun ſofort an, mit dem nötigen Ge⸗ räte hinabzueilen und ſich gleich rüſtig an die Reinigung der Thalwieſe zu machen, bevor ſich der Unrat erſt recht feſtſetze. Den Jungknecht beauftragte er, den noch ſchlafenden Georg zug wecken, damit er die Arbeit beaufſichtigte— er ſelbſt wollte indes nach den Berggründen ſehen, was hier zu thun ſei. Die Dienſtboten ſchickten ſich an, aus den Gerätſchaftskammern Harken, Schaufeln, Schiebkarren uſw. hervor⸗ zuholen, indes der Jungknecht ſich zur Schlaf⸗ kammer Georgs begab.— Mißlaunig fragte Margareta, die eben im Hausflur erſchien, nach der Urſache die ſo zeit⸗ lichen Störung. Als ſie nun von den Folgen des nächtlichen Unwetters erfuhr, da umzog ein ſpöttiſches Lächeln ihre Mundwinkel. „Ich ſags ja immer: Keinen Schuß Pulver iſt der ganze Berghof wert, lauter ſchadhafte, wenig erträgliche Gründe— man 8 5 plagt ſich hier rein nur fürs Dienſtbotenvolk!“ Auch auf dem Berghofe war es heute Gregor, ihr Mann, den dieſe liebloſe Sprache verletzte, erwiderte ebenfalls im ge⸗ reizten Tone: „Das Plagen überläßt Du ſchon lieber dieſem Dienſtbotenvolke; und was den Berg⸗ hof anbelangt, ſo muß er nicht ſo ſchadhaft und unerträglich ſein, wie Du ſagteſt, ſonſt wäre der Vater ſelig, darauf nicht ein reicher Mann geworden, aber freilich, wenn Du es auch hier ſo machſt, wie Du es am Stiftshof gewohnt warſt, dann langt bald Dies, bald Jenes nicht.“ Margareta wollte gerade eine gehadd te Antwort geben, als der Jungknecht meldkte, daß der Son Georg nicht in der Schlafkammer ſei und wohl auch gar nicht die Nacht dort zugebracht haben könne, da das Bett ganz un⸗ berührt ſei. Furtner ging raſch mit dem Jungkuecht in den Hofraum, wo bereits das übrige Ge⸗ ſinde mit den Geräten auf die Ankunft Georgs wartete, um gemeinſam an die Arbeit zu gehen.— Er gab ſchnell den Dienſtboten den Auf trag, einſtweilen allein die Arbeit in Angriff zu nehmen, bis er ſelbſt nachkomme.— Er wollte offenbar unberufene Zeugen entfernen, denn ſein Innerſtes bebte vor Erregung über dieſen Bruder Liederlich, der ganze Nächte hätte. turnfeſt als Feſt echter turneriſcher Arbeit bis hierher gut verlaufen iſt. Er dankte noch, daß ihm neben der Arbeit auch die Ehre zu teil wurde, den Turnern das Errungene zu überreichen und nun begann er mit Verleſung des Ergebniſſes des Berechnungsausſchuſſes und zwar zuerſt der Sieger im Vereinswett⸗ turnen. Es erhielt die 1. Auszeichnung 1. Klaſſe 1. Abteilung Turnverein Seckenheim. Dann folgt Turnverein Hockenheim. Im Einzelwett⸗ turnen erhielt unter anderen in die Oberſtufe den 3. Preis mit 66½ Punkten Georg Volz, Turnverein Seckenheim; außerdem erhielten in der Oberſtufe noch vom hieſigen Turnverein Mart. Hartmann mit 64 Punkten den 7., Karl Neubauer mit 61 Punkten den 9. und Math. Frey mit 60 Punkten den 10. Preis. In der Unterſtufe erhielten von den Turnern des hieſigen Turnvereins Adam Jakob mit 67 Punkten den 4., Peter Klumb mit 61 Punkten den 9. und Wilhelm Möll mit 60 Punkten den 11. Preis. Glänzende Probe turneriſcher Fähigkeit hat der hieſige Turnverein wieder abgelegt, um unter 34 mitbewerbenden Vereine 1. und im Einzelwettturnen in Oberſtufe unter 176 Turner 3. und Unterſtufe 4. Sieger zu werden. Aber den Beweis liefert uns auch dieſes Reſultat wieder, daß die Leiter des Turnvereins die richtigen Zwecke und Ziele um etwas zu erreichen, erkannt haben. () Seckenheim, 7. Sept. Auch dieſes Jahr wird der Militär⸗Verein das Geburts⸗ feſt S. K. H. des Großherzogs in feierlicher⸗ weiſe begehen. Samstag abends 8 Uhr findet Feſtbankett im„Zähringer Hof“ ſtatt, zu welchem ein überaus reichhaltiges Programm vorliegt. Sonntag findet Kirchenparade bei⸗ der Confeſſionen ſtatt. Die tit. Einwohnerſchaft und beſonders die Mitglieder des Militärvereins werden gebeten, zur Feier des Tages die Häuſer zu beflaggen. 5 Pforzheim, 4. Sept. Am Samstag abend gegen 10 Uhr wurde auf der Anshelm⸗ ſtraße ein älteres Mädchen von einem Strolche überfallen. in den Straßengraben, ſtopfte ihm mit einem Taſchentuche den Mund zu und verſuchte ein Sittlichkeitsverbrechen. Durch hinzugekommene Perſonen wurde er in ſeinem Vorhaben geſtört und ergriff die Flucht. Trotzdem die Polizei alsbald nach dem Kerle fahndete u. a. alle Wirtſchaften in weiterem Umkreiſe abſuchte, gelang es nicht, ihn bis jetzt feſtzunehmen. Oos, 5. Sept. Ein durch unſeren Ort raſendes Automobil überrannte geſtern einen jungen Burſchen, der nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Er ſoll eine Gehirner⸗ ſchütterung und ernſtliche innere Verletzungen davongetragen haben. Sulz(A. Lahr), 3. Sept. Heute früh verunglückte beim Aufladen einer Hobelmaſchine der 34jährige Philipp Wäckerle von hier. Die Maſchine ſollte auf einen Wagen geladen werden, kippte um und traf lt. Lahr. Ztg. den Unglücklichen derart am Kopf, daß der Tot ſofort eintrat. Der Menſch warf das Mädchen Raſtatt, 4. Sept. Als der geſtern abend 928 hier fällige Perſonenzug in Oetig⸗ heim hielt, verließ denſelben ein von aus⸗ wärts kommendes Dienſtmädchen. Wie ſich der Zug wieder in Bewegung ſetzte, vermißte dasſelbe ihre Handtaſche, welche ihr erſpartes Geld im Betrage von Mk. 400 enthielt. Das Mädchen rief einer während der Fahrt neben ihr geſeſſenen Frau zu, ihr die ſtehengeblie⸗ bene Taſche herauszugeben, was die Frau jedoch nicht tat. Das Mädchen telegraphierte darauf ſofort nach Raſtatt, wo der ankom⸗ mende Zug durchſucht wurde. Währenddeſſen verließ die betr. Frau unter Mitnahme der Taſche den Bahnſteig. Da ſie ihre Fahrkarte in Karlsruhe verloren haben wollte, ließ ſie der Bahnſteigbeamte auf Erklärung des Schaffners paſſieren. Als man dann anfing, den Ausgang zu kontrollieren, war die Frau mit der Taſche verſchwunden. Ein unmittel⸗ bar darauf mit dem Rad von Oetigheim kommender Verwandter des Mädchens über⸗ gab die Sache ſofort der Polizei. Freiburg, 3. Sept. Ein Konkurrent des Berliner Wunderpferdes im Abnormen macht hier von ſich reden; es iſt dies ein fleiſchfreſſender Gaul. Früher der Artillerie zugeteilt, ſteht dieſer Auserwählte ſeines Ge⸗ ſchlechts jetzt im Stalle des Metzgermeiſters Rieger. Seme Leibſpeiſen ſind Blutwurſt und Schweinefett warm. Heu und Hafer rührt er nur an in Fällen, in denen der Teufel Fliegen zu freſſen pflegt! Diedesfeld, 3. Sept. Geradezu über⸗ füllt mit Hamſtern iſt in dieſem Jahre die hieſige Gemarkung. Es ſchien daher dringend notwendig, dieſelben fangen zu laſſen. Bis jetzt ſind bereits über 2000 ſolcher Schädlinge abgeliefert. Schutterwald, 6. Sept. Im nahen Höfen ſtarb plötzlich der Landwirt Hauſert, wie es heißt, infolge von Kurpfuſcherei. Die Frau eines Schaubudenbeſitzers ſoll ihm gegen Rheumatismus derartig heiße Bäder vorge⸗ ſchrieben haben, daß er beim Gebrauche der⸗ ſelben ſtarb. Eſſen, 3. Sept. Wie leicht jemand in den Verdacht geraten kann,„umſtürzleriſchen“ Ideen zu huldigen, mußte jüngſt eine Lehrerin in der Umgegend erfahren. Sie hatte eine Eingabe an die kgl. Regierung gemacht; zu dieſem Schriftſtück hatte ſie einen Bogen ſog. Adlerpapier benutzt. Sie übergab die Eingabe dem Herrn Ortsſchulinſpektor zur gefälligen Weiterbeförderung. Dieſer aber ſtellte ihr, das Schriftſtück wieder zu und erſuchte ſie, es noch einmal anzufertigen, weil der Adler— nämlich das Waſſerzeichen in Papier— auf dem Kopf ſtehe! Altona, 4. Sept. Bei dem heute vom Kaiſer für die Provinz Schleswig⸗Holſtein aus Anlaß der Anweſenheit des Kaiſerpaares ver⸗ anſtalteten Prunkmahle gab der Kaiſer in ſeiner Erwiderung auf den Trinkſpruch des Oberpräſidenten der Provinz die Verlobung des Kronprinzen mit der Herzogin Cäceilie von Mecklenburg⸗Schwerin bekannt. New Pork, 5. Sept. Eine Mietskaſerne in der Attorneyſtraße iſt abgebrannt, wobei es 14 Tote und 20 Verletzte gab. Die Verun⸗ glückten ſind meiſt ruſſiſche Juden. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 2. September 1904.) Auf Antrag des Gewerbevereins dahier werden die Beſtimmungen bei Vergebung von Gemeindearbeiten in Submiſſionswegen durchberaten und erklärt ſich der Gemeinde⸗ rat mit dem Inhalt der Vorlage mit Aus⸗ nahme des§ 1 damit einverſtanden. Verſchiedene Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnisverſicherungen und Aenderungen an ſolchen bleiben unbeanſtandet. Die Einladung des Militär⸗Vereins hier zum Feſtbankettt am 10. ds. Mts. im Zähringer Hof wird zur Kenntnis gebracht. Zum Laueraufſeher wird Adam Gropp hier ernannt. Die Lieferung von 300 Pfähle für Kin⸗ dergräber wird ausgeſchrieben. Das Geſuch des Metzgermeiſters Peter Gropp dahier um Anſchluß an den Gemeinde⸗ kanal wird genehmigt. Die vom Gemeinderechner vorgelegte Dar⸗ ſtellung der Gemeindekaſſe auf Ende Auguſt l. Is. wird bekannt gegeben. Die Geueidejagd ſoll bei der demnächſten Verpachtung in 3 Diſtrikte eingeteilt werden. Von den Koſten für den Waſſerverbrauch im Stengelhofſchulhauſe werden ½0 auf die Schule und 0 auf das Volksbad zur Ver⸗ rechnung kommen. Während des Urlaubs des Herrn Rat⸗ ſchreiber Ritter wird Herr Ratſchreiber Schmitt die Stellvertretung übernehmen. Eine Anzahl Rechnungen werden zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. — Was ein Panzerſchiff jährlich koſtet. In einer der letzten Verhandlungen des eng⸗ liſchen Parlaments iſt unter anderem auch mitgeteilt worden, was der Unterhalt eines Kriegsſchiffes jährlich koſtet. Es ergab ſich die reſpektable Summe von zwei Millionen Mark, von denen faſt 1 Million auf die Unterhaltung des Schiffs und die Beſoldung der Offiziere, Mannſchaft u. ſ. w. kommt, 370,000 Mark werden für Ernährung der Mannſchaft 150,000, Mark für Munition u. ſ. w. ausgegeben. — Berliner Worſcht. Ueber die Geheim⸗ niſſe des Wurſtkeſſels in Berlin wurden, nach Berliner Blättern, in einer Verſammlung der Fleiſchergeſellen erbauliche Dinge zum beſten gegeben. Davon, daß Pferdefleiſch als Rind⸗ und Schweinefleiſch verarbeitet und feilgehalten werde, wie es in vielen Geſchäften gang und gäbe ſei, wollte man nicht viel reden, das ſei nicht ſo ſchlimm, es ſei ja„nur“ Betrug; Lammwirt durchſchwärme und ſich um den Berghof ſo viel wie gar nicht bekümmere. Margareta wartete, nachdem das Geſinde abgezogen war, nicht erſt den Ausbruch ſeines Zornes ab, ſondern fiel ihm mit wohlberech—⸗ neter Entrüſtung ins Wort: „Der arme Schurſch, er wird ſich den geſtrigen Auftritt mit dieſer frechen Dirne zu viel zu Herzen genommen haben— er hat wahrſcheinlich im Gaſthauſe verweilt, bis er vom Ungewitter überraſcht wurde und nicht mehr nach Hauſe konnte. Er wird halt zeitig früh auf die Thalwieſe gegangen ſein, um Nachſchau zu halten.“ „Haha!“ lachte Furtner,„auf die Thal— wieſe iſt er gegangen— geh, Margareta, das glaubſt doch ſelber nicht. Du wirſt doch zuge— ſtehen, daß es ihn mehr kränken würde, wenn in Ungarn der Wein mißräte, als wenn das Hochwaſſer die ganze Thalwieſe mitgenommen a Wundert mich gar nicht, wenn ein Mädl wie die Vroni vor ſo einem Liederlich, ſo einem Nichtsnutz einen Abſcheu kriegt und 5 lieber in der Waldhütte bleiben will als auf dem Berghof.“ „Was!“ kreiſchte Margareta vor Zorn, „was, dieſe freche, ſcheinheilige Dirne ziehſt Du dem Schurſchl vor? Haha! es wäre wohl eine große Ehre, das Kind einer Rabenmutter, das Kind einer Diebin— verſteh mich wohl, einer Diebin zur Schwiegertochter zu haben!“ „Was ſagt Du?“ entgegnete Gregor in urechtweiſendem Tone,„das Kind einer Diebin? argareta, bedenk, was Du ſprichſt— dieſes Näheres hierüber wiſſe. Die erzählt mir a 8 5 e 1555 83 ſanfte Weſen ſoll das Kind einer Verbrecherin ſein?“ „Daß ich nicht lache,— ſanftes Weſen! Da ſiehſt man, daß Dich dieſe Schlange ſchon ganz verblendet hat. Dieſe vermeintliche Sanftmut iſt nichts als Scheinheiligkeit, mit der ſie auch Deinen Vater zu umſtricken wußte, während das Blut ihrer Mutter in ihr ſteckt, die nichts anders ſein konnte als eine lieder⸗ liche Dirne!“ Die Hände in die Hüfte ſtemmend, trat Margareta mit dem Ausdrucke innerer Schadenfreude vor Gregor, als dieſer kopf— ſchüttelnd auf und ab ging. „Alſo, was ſagſt Du dann?“ eiferte ſie, —„nach dem geſtrigen Auftritte, als die Dirne mit dieſer Kupplerin, der Leni, unſeren Hofe verlaſſen hatte, gehe ich in ihre Kammer, um unter ihren Sachen nachzuſehen, ob nicht etwa auch darunter etwas zu finden wäre, was nicht gerade ihr gehört. Wie ich die Kommode aufmach, was find ich da ganz hinten im Schubfach?— Eine ſchwere goldene Kette mit einem ebenſo ſchweren Kreuz. „Nun, wahrſcheinlich halt ein Andenken vom ſeligen Vater,“ bemerkte Gregor leichthin. „Laß mich zuerſt ausreden, dann kommſt Du an die Reihe!“ fiel ihm Margareta ins Wort.„Die Geſchichte war mir verdächtig, getragen hat. die ſeit zwanzig Jahren am Berghof im Dienſte ſteht und fragte ſie, ob ſie etwas nun, N 9 daß man dieſe Kette ſammt dem Kreuz bei dem Kinde gefunden habe, als es ausgeſetzt wurde. Es war ihm um den Hals gehängt, ſonſt aber wiſſe man darüber nichts.“ „Bei dem Kinde, ſagſt Du, hat man es gefunden?— wirklich ſonderbar!“ „Ja, allerdings ſonderbar! Jetzt frage ich: Wie kommt eine Dirne, die ihr eigenes Kind wie einen wertloſen Gegenſtand von ſich wirft, zu einem ſolchen Kleinod? Aus eigenen Mitteln konnte ſie wahrſcheinlich ſo teure Sachen nicht kaufen, denn darnach ſoll auch die Wäſche nicht geweſen ſein, in die das Kind gehüllt war; ein Geſchenk wird es wohl auch nicht geweſen ſein, denn dann hätte ſie wohl Kreuz und Kette verkauft, um in ihrer Not einige Mittel zu erlangen.— Selbſt tragen konnte ſie es auch nicht, weil dazu wahrſcheinlich ihr Stand nicht gepaßt hat, oder weil ſie fürchten mußte, ſich damit zu ver⸗ raten; was iſt alſo wabrſcheinlicher, als daß die Mutter des Kindes das auf unrechtmäßige Weiſe erworbene ſogenannte Andenken in einer falſchen Anwandlung von Mutterliebe dem Kinde mitgegeben hat, damit dieſes wenigſtens einmal nach Jahren, wenn eine Entdeckung nicht mehr ſo leicht möglich iſt, damit Staat machen könne. Daß die Dirne ſich damit nie hat ſehen laſſen, iſt leicht begreiflich: entweder weil die Dirne dieſen wertvollen Schmuck nie machte ſie ſich darüber ſelbſt ſolche Gedanken, Ich gehe alſo zur Großdirne, oder ſie ſchämte ſich, an ihre Mutter erinnert zu werden.“ Fortſ etzung folgt.) i 3 3 8 4* Iv 8 . bdeieider Confeſſionen. wenn jedoch das„Faßfleiſch“— dieſes ſei faſt immer ohne Stempel— verarbeitet werden ſollte zu Wurſt uſw., dann erfaſſe die Geſellen immer ein Grauen. Das Faßfleiſch ſei ent⸗ weder verdorbenes Fleiſch, oder Fleiſch von kranken Tieren, finniges oder trichinöſes Fleiſch. Die Verkäufer ſolchen Fleiſches ſeien die ſchlimm⸗ ſten Verbrecher, es ſeien Menſchenvergifter. Ungeſtempeltes Fleiſch werde nicht nur aus einickendorff, ſondern auch aus Rixdorf und noch einem anderen Vororte Berlins eingeführt. So lange jedoch die Behörden es noch geſtat⸗ ten, daß Keller von den Schlächtern als Werk⸗ . die agrariſche Breſche gelegt werden ſoll, ſehr intereſſant und lehrreich. Eine furchtbare Feuersbrunſt ver⸗ nichtete die Stadt Binan in der Provinz La⸗ guna auf den Philippinnen. Mehrere 100 Menſchen kamen in den Flammen um. Gegen 5000 ſind obdachlos. Der Schaden iſt ungeheuer — Ein Stimmungsbild aus Südweſtafrika bringt die„Südw. Ztg.“ in Swakopmund. Die Beobachtung der Abfahrt der Schiffe nach Deutſchland kann recht traurig ſtimmen. Da gehen Verwundete weg oder ſolche, die von ſchwerer Krankheit geneſen ſind, aber auf dem wieder bot: Da ſaßen nebeneinander zwei junge Frauen, eine jede zwei niedliche Kinder von vielleicht drei bis ſechs Jahren vor ſich, die ſich an der Mutter feſthielten: die Hinterbliebenen ermordeter Farmer. — Schneidiges Engagement. Backfiſch Olga(auf dem Ball zu ihrem Vetter, der Marineoffizier iſt:„Lieber Vetter Kurt, engagiere 223 mich doch einmal recht kriegsmarinenmäßig!“ 1 5 — Marineleutnant:„Zu Befehl, liebes Cou⸗ 8 ſinchen!— darf ich alſo die„Olga“ auffordern, N in Rundtanz Formation mit Walzer⸗Geſchwin⸗ ſtätten benutzt würden, ſo lange würde die Verfälſchung, die Unſauberkeit und Schweinerei nicht aufhören. Es gelangte eine Reſolution zur Annahme, in der die Aufhebung der Kellereiwerkſtätten verlangt wurde. Die Meiſter werden wohl zu dieſer Anklage das Wort er⸗ greifen müſfen. Dieſe Enthüllungen ſind gerade ſanitäre Bollwerk der Städte etwas gebracht hatten naten noch glauben aber iſt der Anblick, Geſicht oder in der Haltung noch die Spuren der Krankheit tragen. Bekannte, die durch Fleiß und Ausdauer es zu zu ſtehen, und die heute ohne eigenes Ver⸗ ſchulden alles verloren haben. digkeit unter meiner Flagge ein Viertetſtündchen in dieſem Saale zu kreuzen?“ Da ſiehſt man alte f und vor wenigen Mo⸗ *Seckenheim, 6. Sept. Der heutige durften, ſicher im Leben 5 5 eu Ferkelmarkt war mit 129 Stück befahren und wurden 110 zum Preiſe von 10—14 Mk. pro Am trübſten Paar abgeſetzt. wie er ſich vorgeſtern jetzt, wo in das Bekanntmachung. Die Dampfwalzarbeiten betr. Wegen Vornahme von Walzarbeiten mittels Gemarkungen Edingen und Seckenheiim müſſen vom 1. his 7. September ds. Js. der Kreisweg Friedrichfeld⸗ Edingen und vom S. bis 24. September I. Js. die Kreis- wege Seckenheim⸗Neckarau und Seckenheim⸗Friedrichsfeld(Tonwarenfabrik) für den 6 ffentliehen Fuhrverkehr gesperrt werden. Für Abſchränkungen und Aufſtellungen von Wachen wegen der Umleitung der Fuhrwerke wird Sorge getragen Zur Verhütung von nglücksfällen werden die Fuhrwerksbeſitzer auf die Verpflichtung, die uhrwerke zur Nachzeit zu beleuchten, beſonders aufmerkfam gemacht. Mannheim, 1. September 1904. f Großh. Bezirksamt. Polizeidirektion: Nr. 163014 II. Dampfwalze in den Schäfer. Beſchluß. Nr. 5 561. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 3. September 1904. Bürgermeisteramt: Volz. Bekanntmachung. Die Lieferung der Gemeinde⸗Kohlen betr. Nr. 5 502. Die Gemeinde Seckenheim vergiebt die Lieferung von ga. 500 Zentner Kohlen für das Herbſt⸗ und Winterhalbjahr 1904/1905 im Wege des öffentlichen Angebots. i ngebote, über verſchiedene Sorten ſind bis längſtens N Donnerstag, den 15. September l. Js., Vormittags 10 Uhr verſchloſſen und mit entſprechender Aufſehrift verſehen beim Gemeinderat ier einzureichen, woſelbſt auch die Bedingungen eingeſehen werden können. Seckenheim, 31. Auguſt 1904. a a f Gemeinderat Ratſchreiber Vol z. Ritter. Bekanntmachung. 53 Die Lieferung von 300 Grabſtickel für Kindergräber wird vergeben; Angebote ſind bis 15. September ds. Js. anher einzu⸗ e Muſter und Bedingungen können auf dem Rathaus eingeſehen Seckenheim, 2. September 1904. Gemeinderat Ratſchreiber 8 Volz. Ritter. Bekanntmachung. Nr. 5546. Wir machen die Herren Landwirte auf die im Rathauſe angeſchlagens Bekanntmachung betr.„den Abſatz landwirt⸗ ſchaftlicher Erzeugniſſe, hier den Ankauf derſelben durch die Königl. reuß. Proviantämter“ beſonders aufmerkſam. Seckenheim, 3. September 1904. Bürgermeiſteramt Volz. Mälttar-Verein Seckenheim. Zur Feier des Geburtsfeſtes Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs findet Samstag den 10. September 1904, abends 8 Ahr im ereinslokal„Zähringer Hof Festbankett unter Mitwirkung der hieſigen Geſang- und Turn-Vereine und ervorragender muſikaliſcher Kräfte ſtatt. 5 Wir laden unſere werten Mitglieder nebſt deren Angehörigen hierzu freundlichſt ein und bitten um zahlreiches Erſcheinen. Lonntag, den 11. September 1904, 9½ Uhr Kirchenparade Antreten 9¼ Uhr am Lokal. und Vereinsabzeichen ſind anzulegen. Verbands⸗ Orden, Ehren⸗ Sängerbund Seckenheim. Einladung zu der am Kountag, den 11. ds. Mts., nachmittags ½3 Uhr im Lokal(Adler) ſtattfindenden General⸗Verſammlung anläßlich des 40 jährigen Stiftungsfeſtes verbunden mit Geſangswett⸗ ſtreit, wozu alle aktiven und paſſiven Mitglieder, ſowie Freunde und Gönner des Vereins höflichſt eingeladen ſind. i Der Vorſtand. Fabrik⸗Niederlage der Chemischen Lack- und Farb-Werle von ſämmtlichen Oel- und trockenen Farben, Oele, Lacke, Firnisse und Leime. Verkauf zu Fabrikpreiſen durch Herrn . Georg Nö ſer, Seckenheim. Ulaurer geſucht. 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