1 *— 8 St l Nnzeigeblatt für Seckenheim und Noesheim. — Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in geckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 74. Mittwoch, den 14. September 190 4. 4. Jahrgang. Ausland. Petersburg, 12. Sept. Wie in Mari⸗ nekreiſen verlautet, ſoll auf Befehl des Zaren die Zahl der 1½ Million gebracht werden. Zu dieſem ehufe werde eine weitere Anzahl von Armee⸗ korps einberufen und auf den Kriegsſchauplatz befördert. Petersburg, 22. Sept. In den letzten Tagen wurden hier 2 Japaner verhaftet, die vor dem Ausbruch des Krieges als Handlungs⸗ gehilfen hier tätig waren. Einer von ihnen war zur griechiſch⸗katholiſchen Kirche überge⸗ treten und hatte eine Ruſſin geheiratet. Aus den in der Wohnung der Verhafteten gefundenen Papieren geht hervor, daß beide japaniſche arineoffiziere ſind, die Spionage betreiben. Aus Nah und Fern. 20 Seckenheim, 12. Sept. Eine am Sonntag nachmittags 3 Uhr in dem Bürger⸗ ſaale im Rathauſe einberufenen Frauerver⸗ ſammlung beſchloß die Gründung eines Frauen⸗ vereins im Anſchluß an den Verein Bad. Frauenverein. Von den gewählten 20 Vor⸗ ſtandsdamen aus allen Altersklaſſen wurden Frau Bürgermeiſter Volz als 1. Präſidentin und Frau Tierarzt Dr. Stadtelberger als 2. Vizepräſidentin berufen. Der neugegründete Verein zählt bereits 54 Mitglieder. Beiräte des Vereins ſind Herr Bürgermeiſter Volz und die beiden Ortsgeiſtlichen Herr Pfarrer Roth und Herr Pfarrer Pfenning. r Seckenheim, 12. Sept. Am Sams⸗ tag, den 10. September fand ſich abends gegen J Uhr auf die Einladungen des Militärvereins hin eine zahlreiche Geſellſchaft im Saale des ähringer Hofes ein, um den Geburtstag des Großherzogs zu feiern. Nach dem Eröffnungs⸗ marſch(von Herren K. Braun und W. Götz) leitete der Vorſtand des Militärvereins, Herr Mendel, den Abend durch eine Begrüßungsrede ein, in der er den Anweſenden, beſonders dem verehrlichen Gemeinderat mit Herrn Bürger⸗ meiſter Volz an der Spitze und Wirkl. Legationsrat, Herrn Dr. Seitz für ihr Erſchei⸗ nen dankte. Nachdem die Ouverture Almen⸗ rauſch und Edelweiß und das Lied„Ehre, Freiheit, Vaterland“ verklungen waren, erteilte Herr Mendel Herrn Rudolf Lorentz das Wort zur Feſtrede. Der genannte Herr gedachte des Großherzogs, wie er einem Ideale unaufhörlich g ſtrebt hatte: d ini l Ota, nachgeſtrebt hatte: der Einigung Deutſchlands mit Preußen an der Spitze, entgegen der groß⸗ deutſchen d. h. öſterreichfreundlichen Richtung der ſüddeutſchen Staaten. Der Redner ſprach von den Opfern, die der Fürſt ſeinem Lebens⸗ ziel brachte, bis er endlich am 18. Januar 1871 das Werk ſo vieler Jahre von Erfolg gekrönt ſah. Aus dieſem Vorbild, hieß es weiter, er⸗ wachſe uns die Pflicht, ebenſo deutſch zu han⸗ deln. Um den Begriff des echten Deutſchtums zu charakteriſieren, skizzierte Herr Lorentz die Zuſtände Deutſchlands in den 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts und wies dann auf den mächtigen Aufſchwung des Reiches ſeit 1871 hin. Wir deutſchen Voͤlkerſchaften dürf⸗ ten nicht über altem Stammeshader die großen Aufgaben vergeſſen, die in Zukunft unſrer harren. Einer für alle und alle für einen— das ſei unſere Loſung. Zum Schluſſe gedachte der Redner noch einmal unſres Großherzogs, der ſtets ein echter Deutſcher geweſen ſei. Seine Rede klang aus in ein dreifaches Hoch auf den Landesherrn. Reicher Beifall belohnte Herrn Lorentz für ſeine Ausführungen. An⸗ ſchließend an den Vortrag ſangen die Anweſen⸗ den ſtehend die Volkshymne. Nun wechſelten Geſangsvorträge(Sängerbund:„Waldabend⸗ ſchein“, Liederkranz:„Nichts gleicht der Heimat“) mit Klavier⸗ und Violinvorträgen(Herr K. Berlinghof und Herr K. Braun:„Ratten⸗ fängerlied“) und turneriſchen Aufführungen des Turnvereins(Pyramiden) ab. Alsdann ſprach Herr K. Berlinghof einige kernige Worte der Großherzogin zu Ehren und brachte ein drei⸗ faches Hoch auf ſie aus, der vor allen das Prädikat„Landesmutter“ gebühre. Nach einem neuen Klavier- und Violinvortrag ſang der Männergeſangverein ſein Hockenheimer Preis⸗ lied„Wir ſaßen im frohen Vereine“. Kurz darauf erhob ſich Herr Wickl. Legationsrat Or. Seitz zu einem Trinkſpruch auf den Kaiſer. Mehrfach an die Feſtrede des Herrn Lorentz anknüpfend ſkizzierte er die beſchämende Stellung des Deutſchen im Auslande, die größtenteils nur durch unſern Kleinmut in kolonialen Bewe⸗ gungen bedingt ſei und wies auf„unſern Vetter“, den Engländer, hin, dem kleinliche Be⸗ denken in großen Dingen völlig fremd ſeien. Und gerade mit England müßten wir in einen ſcharfen wirtſchaftlichen Konkurrenzkampf ein⸗ treten. Er glaube, ſchloß Herr Dr. Seitz, daß in der kommenden Zeit kein andrer geeigneter ſein werde, dem deutſchen Volke im Kampfe um Sein oder Nichtſein zum Siege zu verhelfen, als unſer Kaiſer. Auf ihn, den oberſten Kriegsherrn, fordere er die Anweſenden auf, in ein dreifaches Hoch einzuſtimmen. Turneriſche Aufführungen, Geſangsvorträge der Geſangvereine Männergeſangverein, Sänger⸗ bund und Liederkranz und Solovorträge der Herren Berlinghof und Schaffner verſchönten den Abend in beſter Weiſe. Des Sedanstages gedachte Herr Thomas Möll und brachte nach einem ſchönen Prolog ein Hoch auf die Krieger von anno 70 aus. Mannheim, 11. Sept. Eine gemein⸗ gefährliche Hochſtaplerin ſtand heute in der Perſon der 31 Jahre alten verheirateten Emilie Ziegler aus Neukirch vor der hieſigen Straf⸗ kammer. Die Genannte hatte neben anderen Schwindeleien und Wechſelfälſchungen eine alte Dienſtmagd, die hier diente, um ihre geſamten Erſparniſſe im Betrage von ca. 3000 Mk. beſchwindelt. Das Urteil lautet auf 4 Jahre Gefängnis. Schwetzingen, 11. Sept. Wegen Ver⸗ dachts der Beihilfe zur Wechſelfälſchung und Betrug wurde geſtern früh ein hieſiger Kauf⸗ mann verhaftet und in Unterſuchungshaft nach Mannheim eingeliefert. Pforzheim, 10. Sept. Geſtern ſtürzte das Z3jährige Kind des K. Aug. Maier hier vom zweiten Stockwerk in den Hof, woſelbſt es ſich einen Schädelbruch zuzog und bald darauf ſtarb. Offenburg, 11. Sept. Dienſtknecht Braun in Hofweier erhielt von einem Pferde einen derartigen Schlag auf den Leib, daß die Gedärme hervortraten und der Verletzte noch in der vergangenen Nacht ſtarb. Münſter i. W., 12. Sept. Ein„feiner“ Konkurs. In dem Konkursverfahren über den Nachlaß der in Dülmen in Weſtfalen ver⸗ ſtorbenen Herzogin von Croy⸗Dülmen, ge⸗ borenen Prinzeſſin zu Salm⸗Salm, ſoll dem⸗ nächſt die Schlußverteilung erfolgen. Nach dem Bericht des Konkursverwalters ſind hierfür Der Berghof. Volks⸗Roman von J. Oberparleiter. 19)(Nachdruck verboten.) „ein es aber nicht beſſer verdient— was aber war ich dem Kinde der Staſt, was meinem eigenen Fleiſch und ich gemacht— darum die Strafe— nichts bleibt ungerächt auf der Welt.“ Er nahm das Kreuz und betrachtete es abermals.„Kein Zweifel.“ ſprach er,„es iſt das Kleinod, das ich einſt Staſi an unſerem Ehrentage zum Geſchenke machte. Hier auf der Rückſeite ſteht es„Zum Andenken“ und das Datum— alles ſtimmt.— Sie, die Unglückliche ſie hat ihren Schmerz allein getragen, ſie hat mich zu ſehr verachtet, um ihr Recht geltend zu machen.— Ja, war ich denn blind? Iſt Vroni nicht das Ebenbild ihrer Mutter? Die⸗ elben treuherzigen Augen, die ſilberhelle Stimme, die mich einſt bezauberte— ihr ganzes wieder auf vor mir! Wie glücklich konnte ich mit Dir ſein— wenn auch unter beſcheideneren Verhältniſſen— und jetzt!— Aber es hat ſo kommen müſſen. O Lenz, Lenz! jetzt find ich die Löſung für Deine Gleichniſſe, die für mich Rätſel waren. Ja, wie ſie arbeitet die Brett⸗ ſäge, wie ſich die Zähne inls Mark einnagen F und wie ſie kreiſcht— weil die Aeſte, die „Ja,“ ſprach er endlich, den Kopf erhebend, Mutter verbrochen— ich will hineilen in die Stiefvater war ich dem Georg, der hat Blut?— Einen Verräter habe Gewiſſensbiſſe, zu hart ſind.— Nun weiß ich's, warum ich dem Mädl nicht feind ſein Plötzlich ſprang er empor. konnte— es war die Stimme der Natur.“ „Ja, ich will an roni alles gut machen, was ich an ihrer Waldhütte, will mein Kind an die Bruſt drücken, will mich ſatt ſehen an dem Anblicke dieſes Goldkindes, will ſie kniefällig bitten, mir im Namen Staſi's zu vergeben und mich nicht zu verachten!“ Gregor wollte forteilen, doch am Garten⸗ zaune, über den man einen freien Ausblick ins Thal hatte, blieb er plötzlich wie gebannt ſtehen. „Dort kommt Lenz mit Leni,“ ſprach er eingeſchüchtert,„jetzt gerade in dieſem Augen⸗ blicke.— Merkwürdig, was wenige Augenblicke vermögen!— „Was waren dieſe Leute früher für mich — wie tief ſtanden ſie vermeintlich unter meinem Werte, und wie hoch ſtehen ſie plötzlich über mir, wie gedemütigt muß ich vor ſie hin⸗ treten; aber ich will es, ich will auch ihnen gegenüber meinen Fehler eingeſtehen. Doch erſt will ich mich ſammeln, denn es kommt mir plötzlich vor, als ſollte ich vor den Richterſtuhl treten.“ Gregor begab ſich ins Wohnhaus. Kurze Zeit darauf ſehen wir auch Lorenz und Leni eintreten. N „Die Sachen Vronis täten wir abholen, Herr Furtner,“ ſprach Leni, die ſich mit ihrem Bruder im Hintergrunde der guten Stube hielt, während Gregor im Vordergrunde, die Hände auf einen Stuhl geſtützt, ſein Geſicht abgewen⸗ det, regungslos daſtand. „Und wo iſt Vroni?“ wagte Gregor mit zitternder Stimme zu fragen. „Sie iſt bis ins Dorf mitgegangen,“ antwortete Leni,„da hat ſie von dem Unglücke gehört, das den Georg getroffen haben ſoll, hat laut zu jammern angefangen und iſt hinunter auf die Thalwieſe, um etwas Näheres zu erfahren.“ „Ihr werdert daher ſchon ergänzte Lorenz,„daß wir die Sachen Vroni's ordnen und mitnehmen. Es iſt uns beſonders darum zu tun, daß ein gewiſſes Andenken ihrer unglücklichen Mutter nicht verloren gehe, denn das, Herr Furtner, möchte ſie jetzt um keinen Preis vermiſſen.“ Lorenz hatte letztere Bemerkung mit be⸗ ſonderem Nachdrucke geſprochen; aber auch ohne dieſen hätte ſie auf Gregor einen tiefen Eindruck hervorgerufen. Er wandte ſich denn auch ſofort zu den Geſchwiſtern um und bat in flehendem Tone; „Lenz, Leni, was ſagt Ihr? das An⸗ denken ihrer unglücklichen Mutter? O, ſpannt mich nicht auf die Folter, habt Erbarmen mit einem von Gewiſſensbiſſen Gequälten! Seit wenigen Minuten kenne ich das Geheimniß von erlauben,“ 5 2 ——— 5 — 3ST ——— 3 2 — 3 ee eee ee e 124,000 Mk. verfügbar. ſind dagegen 1,860,113 Mk. nicht bevorrechtigte Forderungen. Die„glücklichen“ Gläubiger werden daher eine Konkursquote von ganzen 0,6 Prozent erhalten. Auszug aus den Standesregiſtern der Gemeinde Seckenheim. Getraute: Auguſt. Zu berückſichtigen 6. Erdarbeiter Friedrich Raule mit Katharina Kleinböck. Geſtorbene: Auguſt. 2. Taglöhner Georg Leonhard Weißling Ww. Anna Chriſtina geb. Orth, 66 Jahre 11 Monate 20 Tage alt. 9. Landwirt Georg Adam Hirſch, 85 Jahre 3 Monate 15 Tage alt. 9. Bahnarbeiter Philipp Stein ledig, 25 Jahre 8 Monate alt. Bahnarbeiter Johann Ludwig Bauſch, 32 Jahre 1 Monat 21 Tage alt. Peter Auguſt, S. d. Landwirts Johann Peter Eder, 4 Monate 25 Tage alt. Katharina, T. d. Bahnarbeiters Johann Ludwig Bauſch Wittwe, 5 Monate 24 Tage alt. . Anna, T. d. Steinhauers Peter Sauer, 4 Jahre 3 Monate 24 Tage alt. Hermann S. d. Taglöhners Georg Helbig, 7 Monate 4 Tage alt. Wilhelm Valentin, S. d. Landwirts Philipp Jacob Blümmel 11 Monate 5 Tage alt. Georg Leonhard S. d. Steinhauers Peter Sauer, 12 Jahre 1 Monat 28 Tage alt. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 13. September 1904.) Verſchiedene Anzeigen über abgeſchloſſene Fahruisverſicherungsverträge und Aenderungen an ſolchen bleiben unbeanſtandet. Für den Neubau eines Schulhauſes in Seckenheim werden wie folgt die Arbeiten ver⸗ geben: f 1. Erd⸗ und Maurerarbeit an Baumeiſter Volz hier. 10 2. Eiſenlieferung an Ludwig Lochbühler ier. 3. Steinhauerarbeiten: 1. Loos an Anton Jäger von Enkenbach, 2. Loos an L. Knab von Eberbach, 3. Loos an Paul Jakob von Marktleuten. f 4. Zimmerarbeiten 1. Loos an Heinrich Zwingenberger, 2. Loos an Stein u. Tranſier hier. f ö 27. 5. Schloſſerarbeiten an Karl Eiermann hier. 6. Schmiedearbeiten an Georg Lochbühler. 7. Spenglerarbeiten an J. Schäfer in Rheinau. 8. Tüncherarbeiten an Adolf Scherer in Rheinau. zählt. Anſicht dahin zuſammenfaßte: Dem Geſuch der Rheinau G. m. b. H. in Rheinau um Legung von einem Normal⸗ ſpurengeleis und einer chauſirten Straße von 10 Mtr. Breite wird ſtattgegeben. Man nimmt Kenntnis, daß lt. Auszug aus dem ſtat. Buch Rheinau 3 191 Einwohner Eine Anzahl Rechnungen werden zur Zahlung angewieſen. Verſchiedene Verwaltungsangelegenheiten werden erledigt. Vermiſchtes. — Eine für Bäcker und Publikum gleich intereſſante Entſcheidung von prinzipieller Be⸗ deutung fällte das Dresdener Oberlandesge⸗ richt, indem es die Frage entſchied,„Dürfen Bäcker dem Brotteig altbackene Semmeln bei⸗ mengen, um das Springen des Brotes zu ver⸗ meiden, ohne ſich einer Nahrungsmittelfälſchung ſchuldig zu machen?“ Das Oberlandesgericht verneinte dieſe wichtige Frage, indem er ſeine „Die Bei⸗ mengung altbackener Semmeln zum Brotteig bedeutet eine Nahrungsmittelfälſchung, auch wenn der betreffende Bäcker dadurch keinerlei Vermögensvorteile erzielt.“ — Von tieriſchem Inſtinkt erzählt die „Deutſche Wochenzeitung“ in den Niederlanden folgendes Stückchen: Ein Bauer im Haarlemer Meer beſitzt zwei Katzen, die gleichzeitig Junge warfen. Beide konnten ſich durchaus nicht gut vertragen. Deshalb wunderte ſich der Bauer ſehr, daß eines Tages die eine der andern ſo ſehr ſchmeichelte, den Kopf an ihr rieb und ſie leckte. Schließlich ſchleppte ſie ihre ſchreienden Jungen ins Neſt der andern, die ſofort an der andern Mutter zu ſaugen begannen, was dieſe auch zuließ. Ein paar Stunden darauf war die eigentliche Mutter verendet. — Ein Taubſtummer als Bürgermeiſter. In Amerika kann bekanntlich alles paſſieren — daß man aber einen taubſtummen Menſchen zum Bürgermeiſter einer großen Stadt wählen konnte, das hätte ſelbſt in dieſem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten bisher kein Staats⸗ bürger für möglich gehalten. Und doch iſt dieſer merkwürdige Fall vor kurzem eingetreten: Die Stadt Minneapolis in Minneſota(mehr als 200,000 Einwohner) vertraute die Leitung ihrer Geſchicke einem ihrer reichſten Einwohner, dem taubſtummen Herrn William H. Cowles an. Stadt die ſtummen Befehl ihres Oberhauptes mit ſtummen Gehorſam entgegennehmen werden. — Die Schlöſſer des Zaren. Nicht viele dürften wiſſen, daß Nikolaus II. in ſeinem ungeheuren Reiche mehr als 100 Paläſte und Schlöſſer beſitzt. In dieſen 100 Schlöſſern ſind ſtändig faſt 32,000 Bedienſtete, Köche, Pagen, Kammerdiener, Küfer, Kammerfrauen, Stallknechte, Vorreiter und Gärtner beſchäftigt. Die Gehälter dieſes gewaltigen Dienerheeres betragen jährlich mindeſtens 16 Millionen Mark. In den Ställen des Zaren ſtehen Es bleibt abzuwarten, ob die Bürger der 7 50005500 Zug- und Sattelpferde, und das Vieh, das auf den Beſitzungen des Kaiſers gezüchtet wird, umfaßt mehr als 50 000 Häupter. Die meiſten ſeiner Schlöſſer hat Nikolaus II. noch nie geſehen, und gewohnt hat er nur in einigen wenigen. Trotzdem darf das Leben auf keiner einzigen dieſer Be⸗ ſitzungen ſtillſtehen, und ſo wird in allen Schlöſſern genau ſo gewirtſchaftet, als wenn die kaiſerliche Familie dort für die Dauer Aufenthalt nähme. —„Wenn eener ſchläft.“ Der 45 Jahre alte Bootsmann Emil Müller, der mit dem Kahn des Schiffeigners Noack im Humboldt⸗ hafen zu Berlin lag, trank am Samstag abend mit einem anderen Schiffer über den Durſt und geriet mit ſeinem Zechgenoſſen in Streit. Um 9 Uhr legte er ſich in der Kajüte ſchlafen. Als eine Viertelſtunde ſpäter ſein Gegner auch dorthin kam und ihn da liegen fand, nahm er einen Dachſtein und richtete ihn damit am Kopfe ſo übel zu, daß er ſofort in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Auf die Frage des Arztes, ob er denn die Schläge auf den Kopf nicht gleich gemerkt habe, ſtellte der Bootsmannn ganz verwundert die Gegenfrage:„Wenn eener ſchläft?“ — 33,000 Perſonen in einem Jahre „vermißt“. Die Zahl der Perſonen, die all⸗ jährlich in dem dunklen Strome des Londoner Lebens verſchwinden, iſt erſtaunlich groß. Nach den Berichten der Londoner Kriminalpolizei wurden im Jahre 1902 33,413 Perſonen als „vermißt“ gemeldet und 17,326 als„gefunden“. Die gewaltige Differenz zwiſchen dieſen beiden Rubriken ſpricht durch die trockene Zahl von 16,087 Menſchen, über die man keine Kunde mehr erhalten, erſchütternd von unheimlichen Verbrechen und tragiſchen Unglücksfällen. Dieſe Menſchen ſind ertrunken, ſie ſind von dem gierigen Schlund der Großſtadt ſpurlos ver⸗ ſchlungen worden oder ſie haben ſich wegen lichtſcheuer Taten in Verſtecken und Schlupf⸗ winkeln unauffindbar verborgen. An Ent⸗ führungen und ähnlichen Verbrechen wurden 14,000 Fälle regiſtriert. — Was Berliner Gaſthöfe wert ſind. Der Kaufpreis für das„Hotel Briſtol“ beträgt nach dem„Konf.“ 10,840,000 Mark, der ſich aus 10,040,000 Mark für das Grundſtück und 800 000 Mark für Inventar und Maſchinen zuſammenſetzt. Am 31. Dezember 1903 beſaß das Hotel Briſtol: Geſchirre im Werte von 32,104.30 Mk., Möbel und Geräte im Werte von 572,025.04 Mk., Wäſche im Werte von 64,029.49 Mk. Das Zentral⸗Hotel, das Reſtaurant„Zum Heidelberg“, das Cafe Zentral⸗ Hotel, der Wintergarten im Zentral⸗Hotel koſten an Miete zuſammen: vom 1. April 1904 bis 31. März 1906 jährlich 660 000 Mt., bis 31. März 1903 jährlich 685 000 Mk. bis 31. März 1912 jährlich 710000 Mk., bis 31. März 1916 jährlich 732,000 Mk., bis 31. März 1920 jährlich 760,000 Mk. Auf den Winter⸗ garten entfallen hiervon 153,000 Mk. jährlich. „Das„Hotel und Cafe Weſtminſter“, Unter Vronis Herkunft.— Hier iſt das bewußte Andenken ihrer zunglücklichen Mutter— das Andenken Staſt's“. Gregor zog bei dieſen Worten Goldkette und Kreuz hervor. „Glaubt mir,“ fuhr er fort,„der Anblick dieſes Kleinodes, er hat mir den Abgrund ge⸗ zeigt, in welchen ich geſtürzt bin— er hat mich aber auch zur Beſinnung gebracht und in mir den Vorſatz hervorgerufen, an Vroni das gut zu machen, was ich an Staſt verbrochen. Ich ſelbſt will meinem Kinde dieſes Andenken überreichen, ich will es bitten, mich als Vater anzunehmen, mich in Liebe in ſein Herz ein⸗ zuſchließen. Er wollte die Hand des Geſchwiſterpaares gleichſam wie zur Verſöhnung ergreifen, doch Lorenz trat um einen Schritt zurück. Eine auffallende Veränderung war plötzlich mit ihm vorgegangen, Während er ſich früher faſt ſchüchternd und zurückhaltend im Hintergrunde verhielt, ſchien ſeine Geſtalt nun merklich größer geworden zu ſein; ſeine Augen rollten, die blaſſen Wangen färbten ſich. Oho, Herr Furtner!“ rief er mit vor Erregung zitternder Stimme,„ſo ſchnell geht die Sache wohl nicht! Nicht umſonſt habe ich achtzehn Jahre lang auf jenen Augenblick ge⸗ wartet, wo ich als der Rächer meiner Schweſter vor Euch hintreten kann, um Euch zu ſagen; „Furtner, ihr ſeid nicht wert, dieſes Kleinod, dieſe Perle, Euer Kind zu nennen, ſo wenig Ihr wert waret, Staſt, dieſe treue, edle Seele Euer b zu nenne i Nein, das wonnige anders Gefühl der Vaterfreude ſollt Ihr Eurem eigenen Kinde gegenüber nie bekennen dürfen, Ihr habt dieſes Recht verwirkt,— fremd ſoll Euch Euer Kind bleiben, ſo wie Ihr ihm gegenüber fremd ward. 5 „Wie habe ich mich nach der Stunde ge⸗ ſehnt, in der ich Euch dieſes Krenz, das Sinn⸗ bild übermenſchlicher Liebe, vor dem Ihr meiner unglücklichen Schweſter den Eid der Aufrichtig⸗ keit und wahren, dauernden Liebe geſchworen, vor die Füße werfen kann, auf daß es Euch zurufe:„Meineidiger, Du haſt mich entweiht, entweiht durch den Leichtſinn, mit dem Du Dein Gelübde gebrochen uud ein Menſchenleben vernichtet.“ „Auch Vroni durfte dieſes Kreuz nicht tragen,“ fiel Leni ins Wort,„ich ſagte ihr nur einmal: Kind, auf dieſem Andenken ruht kein Segen— und ſie verlangte es nicht mehr.“ Den Blick zu Boden geſenkt, das Antlitz abgewendet, ſtand Gregor wie ein Verurteilter da, für den jede Hoffnung auf Begnadigung geſchwunden iſt. Er ſchien geiſtig abweſend zu ſein.„Ja,“ murmelte er endlich mehr für ſich als für ſeine Ankläger,„ja, auch ich ſtand unter dem Banner der Schuld. Die erſte, kurze Zeit meiner erſten Ehe abgerechnet, war mein Leben eine Kette von Sorgen und Verhängniſſen. Nichts wollte mir mehr gelingen, das Glück wendete mir den Rücken. O, hätte ich doch Staſi nie von meiner Seite gelaſſen, ſie wäre gewiß mein Schutzgeiſt geblieben und Alles, Alles wäre Daß ſie mir ſelbſt ihr ſüßes worden. * 8 12 Geheimniß verſchwieg, wie ſehr muß ſie mich verachtet haben; und gewiß, das Bewußtſein Vater zu ſein, hätte mich zur Beſinnung ge⸗ bracht, hätte mir die Augen geöffnet, auf welch leichtfertiger Bahn ich mich befand, denn—“ er preßte ſeine Hand ans Herz—„Staſi war mir trotzdem lieb und teuer und nur der Um⸗ ſtand, daß ſie mich ganz in Unkenntnis über ihren ſpäteren Aufenthaltsort ließ, hat in mir eine Art Trotz heraufbeſchworen.“ „Sagt das nicht Furtner,“ fiel ihm Lorenz ins Wort,„nein, nicht Trotz war es, der Euer Benehmen gegen Staſi hervorrief, ſondern Mangel an moraliſcher Kraft, Euch loszuſagen von der Sucht nach irdiſchen Gütern, nach Anſehen und Macht. Dieſe Eure Schwäche hatte ich bald erkannt, und darum ſtellte ich mich mit Recht einer Verbindung zwiſchen Euch und Staſi entgegen. Ich wußte es, ein armes, wenn auch braves Weib mußte Eurem Streben nur ein unbequemer Hemmſchuh ſein. Staſi war in Demut, in der Einfachheit aufer⸗ zogen worden, Euren Charakter hatte die Welt für das Gegenteil geſchaffen. „Glaubt mir, Furtner, ich verurteile auch Staſi, daß ſie ihr Kind in dem Wahne, es glücklich zu machen, Eurem Vater hinterlegte — nein, ſie ſollte es in Armut auferziehen, denn Armut iſt keine Schande. (Fortſetzung folgt.) 1 . 1 5 5 3 8* den Linden 17/18 koſtet jährlich 180,500 Mk. Miete, Das Inventar und die Maſchinen der Weſtminſter und Zentral⸗Hotel⸗Etabliſſements (ohne Wintergarten) ſind mit 936,566.60 Mk. eingſtellt. Dieſe Summe erſcheint gegenüber den 800,000 Mk., die Inventar und Maſchinen des Hotel Briſtol gekoſtet haben, niedrig: man muß aber berückſichtigen, daß hier im Laufe der Jahre mehr abgeſchrieben iſt.„Abſolut“ ſind beide Ziffern nach dem Urteil von Fach⸗ leuten recht mäßig angeſetzt. — Die Ehrlichkeit der Pariſer Droſchken⸗ kutſcher wird vorzüglich durch folgende Anekdote illuſtriet, die zur Zeit die Runde durch die Pariſer Preſſe macht. Es regnet heftig; ein gut gekleideter Herr ſpringſt eiligſt in eine Droſchke und läßt ſich heimfahren. Unterwegs bemerkt er zu ſeiner Beſtürzung, daß er keinen Centime in der Taſche hat, er hat ſein Portemonnaie irgendwo liegen laſſen. Was tun? Sobald der Wagen ſich dem Ziele nähert, läßt er halten, ſteigt aus und bittet den Kutſcher um ein Streichholz, er ſei ihm ein Goldſtück unter den Sitz gerollt. Im Nu haut der Kutſcher auf die Pferde ein und jagt davon. Und der Paſſagier geht, ohne zu zahlen, von dannen. — Ein Automobilfeind.„Sie können alſo die Schnauferl nicht leiden?“— Nein! Ich hab' ſchon genug davon geſehen, gehört, gerochen und gefühlt!“ — Zeitbild. Arzt(zum Backfiſch):„„. Ich kann mir abſolut nicht denken, woher Ihr Unwohlſein kommt!... Haben Sie vielleicht geraucht?“* Literariſche Notiz. Alle Arbeit für die Frau durch die Frau. Unter 1 19 5 Titel eröffnet Paul Gisbert in dem beliebten Frauenblatte„Häuslicher Ratgeber“ eine Serie von ſachlich geſchriebenen Erwerbs⸗Artikeln, unter welchen in der ſoeben erſchienenen Nummer 37 dieſes Blattes der Beruf der„Aerztin“ in hochintereſſanter Weiſe zur Beſchrechung kommt. Im Feuilleton werden die Fortſetzungen der beiden Romane:„Verſchlungene Pfade“ von C. Kohl⸗Wild und„Am Rande des Abgrunds“ von Henry Wood immer ſpannender; außerdem gewährt uns die„Marsreiſe“ von Ludwig Makowsky diesmal ganz beſonderes Vergnügen. Der reichilluſtrierte Modenteil bringt, wie immer in dieſem Blatte, geſchmackvolle Modelle einfacher, ſowie eleganter Kleider zu den verſchiedenſten Ge⸗ legenheiten, wie 1 und Herbſttoiletten für junge Damen, reizende Boleros und Theaterbluſen, Koſtüme, Jacketts und Mäntel für die Herbſtſaiſon nebſt Kinderanzügen verſchiedenen Genres. Praktiſche Ratſchläge zur Pflege und Erhaltung von Geſundheit * und Schönheit, zur Renovierung und Reinigung von Garderobenſtücken und Wirtſchaftsgegenſtände aller Art füllen den übrigen Teil dieſes praktiſchen Blattes, das wir allen Hausfrauen nur aufs beſte empfehlen können. Abonnementspreis vierteljährlich 1,40 Mark. Probenummern ſtets gratis und franko. Robert Schneeweiß, Berlin W. 30, Eiſenacherſtraße 5. Seckenheim, 13. Sept. Der heutige Ferkelmarkt war mit 89 Stück befahren und wurden 60 zum Preiſe von 10—12 Mk. pro Paar abgeſetzt. Versteigerung. Günstige Gelegenheit. 4 Stück amerikaniſche Däbh⸗- Maſchinen werden kommende Woche im Zähringer Hof an den Meiſtbieten⸗ den verſteigert. Event. werden die⸗ ſelben vorher aus freier Hand ver⸗ kauft. übrigen die Grundſtücke Zwangs⸗Oersteigerung. Im Wege der Zwangsvollſtreckung ſollen die in Leckenheim belegenen, im Grundbuche von Feckenheim zur Zeit der Eintragung des Verſteigerungsvermerkes auf den Namen der Tandwirt Peter Wagner Witwe, Anna Maria geb. Hörner in Seckenheim eingetragenen, nachſtehend beſchriebenen Grundſtücke am Mittwoch, den 26. Oktober 1904, Vormittags 9˙% Uhr durch das unterzeichnete Notariat im Rathauſe zu eckenheim ver⸗ ſteigert werden. i Der Verſteigerungsvermerk iſt am 1. Juni 1904 in das Grund⸗ buch eingetragen worden. Die Einſicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, ſowie der betreffenden Nachweiſungen, insbeſondere der Schätzungsurkunde iſt jedermann geſtattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, ſoweit ſie zur Zeit der Ein⸗ tragung des Verſteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht erſichtlich waren, ſpäteſtens im Verſteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger wiederſpricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls ſie bei der Feſtſtellung des geringſten Gebots nicht berückſichtigt und bei der Verteilung des Verſteigerungser⸗ löſes dem Anſpruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachge⸗ ſetzt werden. Diejenigen, welche ein der Verſteigerung entgegenſtendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuſchlags die Auf⸗ hebung oder einſtweilige Einſtellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht des Verſteigerungserlös an die Stelle des verſteigernten Gegenſtandes tritt. Beſchreibung der zu verſteigernden Grundftücke: Grundbuch von Seckenheim, Band 28, Heft 2, Beſtandsverzeichnis I. 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