8 Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktiau, Uruck und Verlag von J. Helfrich in Lemenheim. Anzeigen: Die iſpaltige Garmondzeil« oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 20. Samstag, den 11. März 1905. 5. Jahrgang Ausland. Paris, 9. März. Das„Echo de Paris“ erhielt ein Telegramm aus Petersburg vom 9. März, 2 Uhr 15 morgens, das beſagt: Hier eben eingetroffene Depeſchen berichten, daß Kuropatkin gezwungen worden iſt, ſeine Linie im Zentrum und am rechten Flügel aufzugeben und daß er Mukden räumt und ſich auf Tie⸗ ling zurückzieht. Man hält ſeine Lage für ſehr kritiſch, da die Japaner die Eiſenbahnlinie im Norden von Mukden abſchneiden und den Rückzug faſt unmöglich machen können. Tokio, 9. März. Obgleich der Umfang des Erfolges bei Mukden noch unbekannt iſt, feiert die Bevölkerung Tokios bereits den Sieg; überall iſt geflaggt. Die Extrablätter finden reißenden Abſatz. Im Kriegsminiſterium und im Generalſtab laufen zahlreiche Glückwünſche ein. Es geht das Gericht, Kuropatkin, deſſen Rückzug teilweiſe abgeſchnitten iſt, habe ſchwere Verluſte an Gefangenen gehabt. Takia, 9. März. Die Japaner haben Mukden beſetzt. Die Ruſſen ſind vollſtändig geſchlagen und überall im Abmarſch begriffen. Die Japaner ſetzen die Bemühungen ſort, ihnen den Rückzug abzuſchneiden. In Tokio herrſcht große Begeiſterung. Deutſches Reich. *Seckenheim, 11. März. Morgen Sonntag, den 12. ds. Mts., feiern die Ehe⸗ leute Herrn Martin Herdt und ſeine Ehefrau Margaretha geborene Huber das Feſt der ilbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar unſere beſte Glückwünſche. 5 (2) Seckenheim, 10. März. Sonntag nachmittag 3 Uhr ſtehen unſere Seckenheimer Fußballſpieler zum erſten Male ſeit langer auſe wieder einer Mannheimer Mannſchaft gegenüber, und zwar der Fußballgeſellſchaft 1856, dem älteſten und erfolgreichſten der dannheimer Fußballvereine. Trotzdem Secken⸗ eim vorausſichtlich mit ſeiner vollſtändigen l. Mannſchaft antritt, dürfte das Spiel zu Gunſten der ſich gut trainierten und famos eingeſpielten F.⸗G. Mannheim 1856 verlaufen. it dieſem Spiele eröffnet Seckenheim ſeine Frühjahrsſpielzeit. Es iſt zu wünſchen, daß ieſem Spiele noch recht viele. andere folgen, damit Seckenheim für die im Herbſt d. J. beginnenden Verbandswettſpielen um die Meiſterſchaft von Süddeutſchland über eine eingeſpielte und zuſammengepaßte Mannſchaft verfügt. Mannheim, 9. März. In dem Er⸗ mittelungsverfahren gegen den Schreiner Georg Becker ſcheint das auf dem Tatorte unter der Leiche der ermordeten Suſanna Senges ge⸗ fundene Taſchenmeſſer eine große Rolle zu ſpielen. Feſtgeſtellt iſt, daß das Meſſer in letzter Zeit im Beſitze Beckers geweſen iſt. Das Meſſer ſelbſt war Eigentum des Wirtes Haubt, der eigentlich zuerſt die Aufmerkſamkeit der Unterſuchungsbehörde wegen der Täterſchaft auf Becker gelenkt hat. Wahrſcheinlich hat Becker, der früher in der Wirtſchaft von Haubt verkehrte, das Meſſer entwendet. Becker hat ſeinen Verkehr mit Haubt abgebrochen, weil dieſer ihm öfters Vorhalt über das Verhältnis mit dem Dienſtmädchen machte. Als Haubt von dem Morde erfuhr, gebrauchte er ſofort die Aeußerung, daß niemand anders als Becker der Mörder ſein könne. Mannheim, 9. März. Die Straf⸗ kammer verurteilte den Taglöhner Biedermann von Feudenheim wegen fortgeſetzter Mißhand⸗ lung ſeiner kränklichen Ehefrau zu 2 Jahren Gefängnis. Hauſen, 8. März. In einer Abortgrube wurde hier eine Kindesleiche gefunden. Als mutmaßliche Mutter wurde eine 24jährige Oeſterreicherin verhaftet. Villingen, 8. März. Inmitten des Faſtnachtstreibens ertönte geſtern abend gegen 10 Uhr Alarm, denn in der Brauerei Faller war ein Brand ausgebrochen. Das Feuer fand in der anſtoßenden Scheuer reiche Nahrung, ſo daß es ſehr ſchnell um ſich griff. Bei der herrſchenden Windſtille wurde die Feuerwehr nach 1½ſtündiger angeſtrengtee Tätigkeit des Feuers Herr. Es wurden 2 Scheunen und die Brauerei eingeäſchert, während die anſtoßenden Gebäude durch die hineingeworfenen Waſſer⸗ maſſen ſtark gelitten haben. Man vermutet Brandſtiftung. Der Brauerlehrling wurde ver⸗ haftet. Ein Glück war es, daß der Brand vor Mitternacht, wo alles noch auf den Beinen war, ausbrach, ſonſt hätte er wohl einen noch viel größeren Umfang angenommen. Wertheim, 8. März. Seit dem 1. März, an welchem Tage der 46jährige Landwirt Trunk von Hunsheim den Viehmarkt in Wertheim beſucht hatte, war er verſchwunden. Am Sonn⸗ tag abend ſchwemmte nun lt.„N.⸗Ztg.“ die Tauber oberhalb der Reicholzheimer Brücke ſeine Leiche an. Es iſt rätſelhaft, wie er den Tod im Waſſer fand. Ein größerer Geldbetrag wurde noch bei der Leiche gefunden. Lind au i. B., 6. März. Einen ſchreck⸗ lichen Tot erlitt der bei Rentier Jenny ange⸗ ſtellte Gärtner. Er ſtürzte von einem Baume, ſpießte ſich am eiſernen Gartenzaune auf und verſchied unter gräßlichen Schmerzen. Konſtanz, 9. März. Auf dem hieſigen Bahnhofe wurde der Italiener Michelini ver⸗ haftet, der bei einem Streite in Arbon einen Landsmann erſtochen hatte. Ludwigshafen, 8. März. Der Faſt⸗ nachtsdienstag war reich an ſchweren Rohheits⸗ delikten, ſogar ein Menſchenleben fiel einem Meſſerhelden zum Opfer. Kurz vor 7 Uhr wuede geſtern abend am„oberen Rheinufer“ 5 der Wirt Joſeph Amrhein nach kurzem Wortwechſel von dem ledigen Tagner Buſchke durch zwei Stiche in den Rücken ſo ſchwer verletzt, daß er nach einer Stunde ſeinen Geiſt aufgab. Während Amrhein ſein Leben aus⸗ hauchte, machten die anderen Gäſte Jagd auf den Täter und nahmen ihm feſt, nachdem er vorher eine furchtbare Tracht Prügel erhalten. Kaiſerslautern, 9. März. Wegen [Stimmenkaufs gelegentlich der Gemeinderats⸗ wahl in Godelhauſen ſteht der Fuhrmaun Jakob Fauß von dort vor Gericht, mit mitan⸗ geklagt iſt der Steinbrucharbeiter K. Kuntz von da, der Beihilfe beſchuldigt ſind Ackerer Dan. Fauß und Karl Braun. Er wurden verurteilt Jakob Fauß zu 1 Monat 14 Tagen, Karl Kuntz zu 1 Monat und Dan. Fauß zu 14 Tagen Gefängnis. Karl Braun wird mangels Beweiſes freigeſprochen. Bamberg, 8. März. Geſtern abend verſuchte ein hieſiger Schuhmacher ſeine frühere Braut zu erdroſſeln. Das Mädchen vermochte ſich loszureißen, ſtürzte aber in der Dunkelheit in die Regnitz. Der Angreifer ſprang nach und brachte das Mädchen ans Ufer. Er ſchleppte die Beſinnungsloſe in ſeine Wohnug, bekleidete ſie mit einem Herrenhemd und In letzter Stunde. Original⸗Koman von W. Spangenberg. 47(Nachdruck verboten.) Ein bitteres Lächeln glitt über Barklys Antliz.„Du lieber Himmel,“ ſeufzte er, meine Verwandtſchaft. Ich bin ja ein Waiſen⸗ knabe in des Wortes vollſter Bedeutung.“ „Sie haben keine Verwandten?“ fragte Eva in ungläubigem Tone. „Ich werde ſolche vielleicht noch haben, aber wer könnte mir ſagen, wo ich ſie finde.“ Wieder ſenkte ſich Julius Blick und haftete längere Zeit auf dem Erdboden, dann ſagte er: „Mein lieber Barkly, wenn Sie keine Verwandten, überhaupt keinen Anhang haben, 0 vereinige ich mit der Bitte meiner Frau die meinige: Laſſen Sie ſich hier trauen und es . uns zu ganz beſonderer Freude gereichen, 8 Tag Ihrer ehelichen Verbindung mit meiner chweſter in unſerem Hauſe feiern zu können.“ „Wozu das lange Hin⸗ und Herreden,“ entſchied Gretchen, wir machen es, wie unſere eſchwiſter wünſchen. Allerdings müſſen wir ann erſt nach Dresden zurück, um die erfor⸗ erlichen Papiere und Kleidungsſtücke zu holen.“ 8 Bereits an einem der nächſten Tage trat b Brautpaar zu dieſem Zwecke die Rückreise n, und als es fort war, verfiel Julius in eine geradezu krankhafte Träumerei. Wo man ihn auch ſah, im Hauſe, im Garten, überall ſaß oder ſtand er ernſt und ſchweigſam in tiefem Nachdenken. „Was haſt Du eigentlich?“ fragte ſeine Gattin, als ſie ihn vergeblich im Garten ge⸗ ſucht und ſchließlich oben auf dem Anſichtspunkt gedankenvoll ſitzend fand. „Was ich habe, Martha? Ich weiß es ſelbſt nicht, mich durchdringt ſo ein Gefühl, als ob ſich etwas von ganz beſonderer Wichtigkeit ereignen müßte.“ „Die Hochzeit Deiner Schweſter, iſt ſie kein wichtiges Ereigniß?“ „Nein, nein, daß iſt es nicht, es muß uns ſonſt etwas bevorſtehen,“ beharrte er auf ſeiner Ausſage. Gretchen und Barky waren wieder im Landhauſe eingetroffen, wo alle Hände ſich bei den Vorbereitungen zur Hochzeit fleißig regten. Das große Zimmer, in dem die Feier ſtatt⸗ finden ſollte, war von Grund auf neu renovirt und ein Gärtner hatte bereits damit begonnen, demſelben durch Aufſtellen prächtiger Blumen⸗ und Pflanzengruppen das Ausſehen eines lebensfriſchen, lieblich duftenden Schmuckgärt⸗ chens zu geben. Nur Julius beobachtete das geſchäftige Treiben in einer Stimmung, für die eine treffende Bezeichnung ſchwer zu finden war. Er freute ſich und dennoch ſah er der entſcheidenden Stunde mit einer nahezu ängſt⸗ Zwei Tage noch, dann ſollte der Herzens⸗ bund am Altar die drieſterliche Weihe empfangen. Gretchen befand ſich in ihrem Zimmer und ließ ihr Auge noch einmal prüfend über die Braut⸗ toilette ſchweifen, als ein leiſes Pochen an der Thür hörbar wurde und auf das„Herein!“ Barkly eintrat. „Ah,“ rief er,„ich ſtöre wohl, mein Schatz, Du biſt bei einer hochbedeutſamen Be⸗ ſchäftigung.“ „Durchaus nicht, mein Lieber,“ antwortete ſie mit entzückendem Lächeln,„ich wollte mich nur überzeugen, ob alles in Ordnung iſt.“ Er ſchloß ſie in ſeine Arme, drückte einen Kuß auf ihre Lippen und ſagte: „Ich bin gekommen, Deinen Brautſchmuck um ein Kleines zu vervollſtändigen. Du haſt mir freilich erklärt, daß Gold und Edelſteine bei dem feierlichen Akt einer Trauung über⸗ flüſſiger Zierrat ſei, dennoch hoffe ich, daß Du meine Bitte nicht abſchlagen wirſt.“ „Jeden Deiner Wünſche will Freude erfüllen.“ Geheimnißvoll zog er aus der Bruſttaſche ein zierliches prachtvolles Etui. „Es iſt ein theures Andenken, das hierin verborgen liegt; leider aber kann ich nicht ſagen, weſſen Eigentum es urſprünglich geweſen. Daß jedoch glaube ich, daß es mir ein Talisman war auf allen meinen dornigen Lebenspfaden, ich mit lichen Scheu und Zurückhaltung entgegen. und darum wünſche ich, daß es Dich, mein „ brachte ſie ſo heute früh zu ihren Eltern. Er wurde verhaftet. Friedrichsdorf, 3. März. Heute früh 5 Uhr 25 Min. wollte eine Frau von etwa 50 Fahren aus dem noch in Bewegung ſich befindenden, von Uſingen gekommenen Zuge hier ausſteigen. Sie ſtürzte vom Trittbrett, kam unter die Räder und wurde ſofort getötet. Die Leiche iſt noch nicht agnosziert. Osnabrück, 8. März. Die chileniſche Regierung erwarb von der Sandforter Fiſch— zuchtanſtalt 800,000 Stück Forellenbrut, um die Forellenzucht in großem Maßſtabe zu be⸗ treiben. Straßburg, 9. März. Im Hagenauer Forſt bei Straßburg i. E. ſtürzte ein angero⸗ deter Baum unverſehens in eine Schar Holz⸗ hauer; ein Holzhauer wurde getötet, 2 andere ſchwer verletzt. Bochum, 9. März. Das Schöffengericht verurteilte vier Frauen aus Eickel wegen Be⸗ läſtigung von Arbeitswilligen zu erheblichen Freiheitsſtrafen; vier andere Frauen wurden von der nämlichen Anklage freigeſprochen. Recklingsauſen, 9. März. Auf Schacht„eins“ der Zeche„Auguſta Viktoria“ ſind heute früh vier Mann mit einem Teil der Mauerbühne abgeſtürzt. Zwei von ihnen ſind tot, die beiden anderen leicht verletzt. Limburg, 8. März. Die Strafkammer verurteilte geſtern den 18jährigen Steinbruch⸗ arbeiter Wilhelm Braſt von Büdingen wegen Mordes an ſeinem Arbeitskollegen Paul Heibel zu 15 Jahren Gefängnis. B. geſtand ein den Kollegen auf dem Heimweg von hinten mit einem Strick erdroſſelt und ihm ſeinen Wochen⸗ lohn abgenommen zu haben. Weil er damals noch nicht 18 Jahre alt war, kam er nur an die Strafkammer ſtatt an das Schwurgericht. Köln, 8. März. Zufolge Nachrichten aus Hamborn(Regbez. Düſſeldorf) wurde nach einer polizeilichen Mitteilung durch einen Hilfs⸗ bahnwärter gelegentlich einer Reviſion der Eiſenbahnſtrecke Neumühl⸗Sterkrade unter den Eiſenbahnſchienen verſteckt, eine Dynamitpa⸗ trone gefunden, welche mit Zünder verſehen war. Es iſt beſtimmt anzunehmen, daß die Patrone in verbrecheriſcher Abſicht unter die Schienen gelegt worden iſt. Auf einen Eiſen⸗ bahnzug zwiſchen Hochnenkirchen und Gladbach wurden mehrere Schüſſe abgegeben, welche die Fenſterſcheiben durchſchlugen, ohne zum Glück jemand zu treffen. Die Behörden ſetzten nam⸗ hafte Belohnungen auf die Entdeckung der Täter aus. Köln, 8. März. Im benachbarten Schlebuſch iſt ein Aſſiſtent des dortigen Poſt⸗ amtes flüchtig geworden. Die Reviſion hat ergeben, daß ſich der flüchtige Beamte ſeit längerer Zeit größere Unterſchlagungen hat zu Schulden kommen laſſen. Eſſen, 7. März. Bei Sprockhövel wurde heute Morgen die 45jährige Witwe Backhaus mit durchſchnittener Kehle aufgefunden. Der Mörder iſt noch nicht ermittelt. Wattenſcheid, 7. März. Der neun⸗ 7 zehnjährige Bureaugehilfe Sartor, der bei der hieſigen Firma Kampmann angeſtellt iſt, erhob mit einem gefälſchten Scheck bei der Reichsbank in Gelſenkirchen am Samstag Nachmittag die Summe von 49,000 Mk. und brannte damit nach Köln durch. Am Samstag Abend kam er jedoch ſchon in Haft. Von dem unter⸗ ſchlagenen Gelde fehlte nur eine kleine Summe. Breslau, 8. März. In einem Hotel zu Hirſchberg wurde ein Fabrikbeſitzer aus Odeſſa, der mit ſeiner Familie wegen der herrſchenden Unruhen Rußland verlaſſen hatte, verhaftet und von zwei Offizieren des Hirſch⸗ berger Jäger⸗Bataillons forttransportiert. Der Verhaftete ſoll deutſcher Staatsangehöriger ſein als Offizier einem rheiniſchen Kavallerie⸗Regi⸗ ment angehört haben, ſich jedoch der Fahnen⸗ flucht ſchuldig gemacht haben. Bremerhaven, 8. März. Mit 3000 Paſſagieren geht der Norddeutſche Lloyd⸗ dampfer„Main“ von hier nach New⸗York in See. Noch nie hat ein Schiff ein ſolche Menſchenmenge, zu der noch eirca 400 Mann Beſatzung kommen, über das Meer getragen. Am nächſten kommen der Dampfer der Ham⸗ burg⸗Amerika⸗Linie„Batavia“, der vor kurzem mit 2700 Paſſagieren nach New⸗York abging, und der Lloydampfer„Neckar“, der vor einigen Jahren einmal 2600 Auswanderer dorthin brachte. Infolge der ſtarken Zunahme der Auswanderung wird der Norddeutſche Llody im Monat März nicht weniger als 12 Paſſa⸗ gierdampfer von hier nach New⸗York und Baltimore expedieren. St. Gallen, 8. März. Bei einem Streit unter Italienern in Arbon am Boden⸗ ſee wurde einer getötet, ein anderer tötlich verletzt. Vermiſchtes. 5 Ein unglaublich frecher Diebſtahl wurde Sonntag in Mainz von einem 12fährigen Bengel ausgeführt. Er geſellte ſich zu einem ſpielenden 6jährigen Knaben und unter der An— gabe, er habe ſich ſchmutzig gemacht und würde zu Hauſe Schelte bekommen, zog er dem Kinde den Ueberzieher aus, nahm ihm Hut und Handſchuhe ab und verſchwand damit. — Eine wohl tauſendjährige Eiche, die ſich im oſtpreußiſchen Dorfe Kunigehlen befand, iſt jetzt vom Beſitzer einem Stellmacher ver- kauft, der den Baurieſen fällte und das Holz zu Wagen verarbeitet. Das dichte Blätterdach überſchattete eine Fläche von etwa 1½ pr.. Morgen. Die Beſeitung des herrlichen Baumes wird allgemein bedauert. — In der Gefängniszelle des Amtsgerichts Nürtingen hat ein Dieb und Landſtreicher, welcher ſeinen wahren Namen und ſeine Her— kunft verleugnet, in einer Nacht 6 Teppiche, 3 Leintücher, 3 Kopfpolſter, Handtuch, überhaupt alles Erreichbare in kleine Fetzen zerriſſen. Man vermutet, daß ein gefährlicher Vogel ge⸗ fangen ſitzt, der Grund hat, länger hinter den Gefängnismauern zu ſitzen und ſo aus dem Geſichtskreis der Sicherheitsbehörde zu ver⸗ ſchwinden. 5 — Die Milchkuh der Prinzeſſin. Die in Frauenfeld in der Schweiz in Unterſuchungshaft geweſene Prinzeſſin Yſenburg wurde, wie mit⸗ geteilt, als bankerott erklärt. Sie verlangte die Herausgabe einer Michkuh aus der Konkurs⸗ maſſe, weil nach Thurgauer Recht bei Zahlungs⸗ unfähigkeit ländlicher Beſitzer(das iſt die Prinzeſſin) eine Kuh oder drei Ziegen nebſt⸗ Futter ſür einen Monat unantaſtbar ſind. Das Gericht ſprach auch der Prinzeſſin das Recht auf eine Kuh nebſt Futter zu. — Der Hering.(Aufſatz des Quartaners Bartholomäus Kluge.) Der Hering iſt ein Haustier, weil er in allen Haushaltungen ge⸗ geſſen wird. Nach der Naturgeſchichte gehört er zu den Vögeln, weil er Eier legen kann. Die Eier legt er an das Ufer des Meeres, wo er lebt. Weil der Hering kalt iſt, kann er die Eier nicht ſelbſt ausbrüten, deshalb werden ſie von Laichen ausgebrütet, die aber auch kalt ſind. Aus den Eiern, die nicht gelegt werden, wird Kaviar gemacht. Der beſte Kaviar wächſt in Rußland. Kaviar tut gut ſchmecken, wenn man ihn hat und macht ſtark. Die japaniſchen Soldaten bekommen mehr Kaviar als die ruſ⸗ ſiſchen Soldaten, weil ſie ſtärker ſind. Der Hering lebt meiſtens im Meere, wo er in großen Haufen vorkommt und geſalzen wird. Er wächſt auch auf dem Lande und in den Gärten, wo er Heringsſalat heißt. Im Meere iſt der Hering ein Raubtier und ſehr wild; er läßt ſich aber auch zähmen oder bändigen. Die, wo den Hering zähmen, heißen Herings⸗ bändiger. Den Hering kann man eſſen; er wird meiſtens des Freitags gegeſſen und des Morgens. Der Hering hat auch eine Seele, die man ſehen kann, man kann ſie aber nicht eſſen, weil ſie nicht gebraten wird. Der Hering hat auch einen Storkel in ſich, den man auch nicht eſſen kann, weil er viele Drähte an ſich hat. Der Vater iſt auch manchmal einen Hering, wenn er lange ausgeblieben iſt; die Mutter ſagt dann, der Vater hätte Kater. Der Herr Lehrer hat keinen Kater, weil er vicht ausbleibt und immer in der Schule iſt. Der Hering hat vorne zwei Flügel und zwei am Bauche, womit er durch das Meer fliegt. So lange der Hering noch nicht verheiratet iſt, heißt er Matjeshering. Wenn der Hering voll iſt, ſo nennt man ihn Vollhering; wenn der Vater voll iſt, dann legt er ſich mit die Stiefel im Bett. Der Hering hat auch einen Bruder, der heißt Bücking; der Bücking wird im Win⸗ ter gegeſſen und in der Pfanne mit Eiern ge⸗ braten, was gut riecht. Der Onkel vom Hering und Bücking iſt der Stockfiſch, der keinen Kopf mehr hat. Wer deu Kopf verloren hat, iſt ein Stockfiſch. Einige Paar junge Feldtauben (zur Zucht) zu kaufen geſucht. Von wem ſagt die Expd. ds. Bl. Lieb, ſchmückt, wenn wir vor den Traualtar treten.“ Barkly öffnete das Etui, entnahm dem⸗ ſelben ein koſtbares Medaillon mit goldenem Kettchen und überreichte es ihr. Glückſtrahlend nahm ſie es hin, betrachtete es bewundernd eine Zeit lang, warf ſich dem Geliebten an die Bruſt und jauchzte: „Ich danke Dir von ganzem Herzen, mein lieber, guter John.“ Dann legte ſie das Kettchen um ihren Hals, trat einen Augenblick vor den Spiegel nd hüpfte hinaus. Unten im Zimmer ſaßen Eva und Julius' Gattin, über einige auf die Hochzeit bezügliche Fragen berathend, Gretchen jubelnd hereingeflogen kam. „Hier, ſeht, ſoeben hat mir John dieſes wundervolle Medaillon verehrt.“ Auch die beiden Frauen waren voll der Bewunderung, die eine rühmte die Schönheit des Medaillons noch mehr als die andere. Hauptes, Julius durch die Thür. „Bruder, ſchau her!“ rief Gretchen.„Ein Geſchenk Johns.“ 5 Er trat näher an die kleine Gruppe heran, warf erſt flüchtig einen Blick darauf und hatte ſchon einen Seſſel zurechtgerückt, um ſich, wie er es in der letzten Zeit oft gethan, abſeits niederzuſetzen. Plötzlich wandte er ſich wieder um, beſah das Medaillon genauer, löſte das Kettchen vom Halſe der Schweſter und ſchritt nahe ans Fenſter. Dort, wo das volle licht hereinfiel, drehte er es als ö ſeltene 1 Da kam vom Garten her, gebeugten e ö ihn hintrat mit der Frage: age hin und heit d her, ſein Intereſſe für den Schmuck ſchien ſich mehr und mehr zu ſteigern, er öffnete ihn, ein Blick auf die im Innern befindliche Photo— graphie und, von einem freudigen Schreck ergriffen, ſtieß er den Ruf aus: „Gott im Himmel, unſere Mutter! Wo iſt er, der Dir das gab?“ fragte er, zu Gretchen gewandt. „Oben,“ antwortete ſie ängſtlich. Auf das tiefſte über das auffällige Be⸗ nehmen Julius, der haſtig hinausſtürzte, er⸗ ſchrocken, am ganzen Körper zitternd, blickten die Frauen ihm nach; keine von ihnen fand den Mut und die Kraft, ihm zu folgen. „O gütiger Himmel, er iſt wahnſinnig!“ jammerte ſeine Gattin,„jetzt iſt es zum Aus⸗ bruch gekommen, was ſeit einigen Wochen ſein Gemüt bedrückte.“ Oben in dem Zimmer, das Gretchen kurze Zeit vorher verlaſſen, ſaß Barkly ruhig am Fenſter, als Julius in größter Aufregung vor „Wie biſt Du in den Beſitz dieſes Me⸗ daillons gekommen?“ Schon die Anrede„Du“, die braucht worden war, hatte Barkly verblüfft, und nun gar der Ton, in dem die Frage ge⸗ ſtellt wurde. Medaillons und ich lege mit aller Entſchieden⸗ Verwahrung ein, falls Sie mich 5 bisher zwiſchen den beiden Männern noch nicht ge⸗ „Herr Rheinwald, jedenfalls war ich bis zu dieſer Stunde rechtmäßiger Eigentümer des für einen Dieb oder Einbrecher halten ſollten. Mein Schild iſt blank!“ Barkly hatte ſich während dieſer mit vollem Nachdruck geſprochenen Worte erhoben, Julius ihn aber wieder auf den Seſſel nieder⸗ gedrückt. 5 „Laß mich einen Blick auf Deine Bruſt werfen und ich will Dir ſagen„wer Du biſt.“ „Ein ſonderbares Verlangen!“ erwiderte Barkly. 0 „Ich bitte dringend darum, öffne Weſte und Hemd!“ Der jäh veränderte freundliche Ton bewog Barkly, dem Wunſche nachzukommen. Julius warf einen gierigen Blick auf die linke Bruſt⸗ ſeite, er entdeckte das ihm bekannte Muttermal, umklammerte krampfhaft mit ſeinen Armen den ihn verwirrt anſtarrenden und rief in wilder Freude: 5 „Wilhelm, Wilhelm, mein lieber, teurer Bruder! Du biſt kein Waiſenknabe mehr, Gott ſegne die Stunde, in der Du in dieſes Haus getreten, in die Mitte Deiner Geſchwiſter zurückgekehrt biſt. Nicht John Barkly, nein Wilhelm Rheinwald iſt Dein Name!“ Während er den wiedergefundenen Bruder noch immer feſt umſchlungen hielt, hatte die Thür ſich unbemerkt geöffnet, mit dem Ausdruck des Entſetzens im Geſicht ſtanden die drei Frauen da. (Fortſetzung folgt.) Stiefe! Bekanntmachung und Einladung. . Am Dienstag, den 21. Mär; 1905, nachmittags 5 Uhr findet im Rathausſaale eine Sitzung des Bürgerausſchuſſes ſtatt. Die Herren Mitglieder werden dazu mit dem Erſuchen um pünktliches Er⸗ cheinen eingeladen. Gegenſtände der Tages⸗Ordnung ſind: Die Wahl der Mitglieder der Rechnungskommiſſion für 1905. Die Wahl der Mitglieder der Kontrolbehörde für 1905. 0— die Errichtung zweier Hauptlehrerſtellen. 4. Die Herſtellung der Wilhelmſtraße in Seckenheim. 5. Die Anſtellung eines Rechners(Erhebers) für den Nebenort Rheinau. 4 6. Die Errichtung der Stelle eines Aufſehers für die Gemeinde⸗ ſandgrube in Seckenheim. 7. Genehmigung der mit Herrn prakt. Arzt Dr. Alfred Reh in Rheinau bezügl. der Behandlung von Ortsarmen und Mit⸗ gliedern der Gemeindekrankenverſicherung abgeſchloſſene Verträge. 8. Die Aufhebung der Nachtwache und Anſtellung eines dritten Polizeidieners in Seckenheim. 9. Den Verkauf von Gemeindegelände an die Eiſenbahnverwaltung. 10. Die Verbeſcheidung der Gemeinderechnung, Gemeindekranken⸗ 117 1903 ſowie der Rechnung der Ortsviehverſicherungsanſtalt ür 3. 11. Bekanntgabe eines amtlichen Erlaſſes: Aufhebung der gemeinen Schafweide betr. 12. Genehmigung des Gemeindevoranſchlags für 1905. Erläuterungsbericht zu obiger Tagesordnung liegt bis zum Sitzungs⸗ tage in Seckenheim auf dem Rathauſe Zimmer Nr. 6 in Rheinau auf dem Gemeindehauſe zur Einſicht auf. Seckenheim, 10. März 1905. Der gürgermeiſter Ratſchreiber 8 Volz. Ritter. Bekanntmachung. f Das Ersatzgeschäft pro loos beteffend. 5 Die Muſterung der. e des Aushebungsbezirks Mannheim findet vom 9. märz bis einschliesslich 13. Aprſl ds. J8.,— jeweils vormittags Uhr beginnend— im großen Saale des Reſtaurants„Ballhaus“(Schloß) dahier ſtakt. Es haben zu erſcheinen: 5 1. Donnerstag, 9. März 1905. 5 die me lle Rückstängigen aus früheren Jahren aus dem ganzen Bezirk, ſowie ie Pflichtigen des Jahrganges 1883 aus der Altstadt mannheim(Vororte aus⸗ geſchloſſen), deren Familienname mit dem Buchſtaben 8 anfängt. Alle Pflichtigen d 9 ginge 1633, 1684 5 1885 der Gemeind e Pflichtigen der Jahrgänge 5 un aus der Gemeinde seckenheim mit Rheinau. 8 31. Donnerstag, 13. April 1905. Gefangene und Zugänge. 5 8 Am Freitag, 14. April, vormittags 8 einhalb Uhr findet die Verbeſcheidung 211 rechtzeitig eingekommenen Reklamationsgesuche ſtatt und haben die Be⸗ eiligten an dieſem Tage zu erſcheinen, desgleichen die Herren Bürgermeiſter, alls an dieſem Tage Reklamationen aus ihrem Orte zur Verbeſcheidung kommen. 5 Am Samstag, 15. April 1905, vormittags 8 einhalb Uhr beginnt die Looſung er Pflichtigen des Jahrgangs 1885, ſowie der Pflichtigen älterer Jahrgänge, ſoweſt ſolche ohne ihr Verſchulden noch nicht geloſt haben. 5 uberlaffen. em Militärpflichtigen iſt das perſönliche Erſcheinen im Loſungstermin f en. Für die Nichterſchienenen wird durch ein Mitglied der Erſatzkommiſſion geloſt S5 2 8 f 0 . eder Militärpflichtige gleichviel ob er ſich im 1., 2. oder 8. Militärpflicht⸗ * befindet, darf ſich im Muſterungstermin freiwillig zur Aushebung melden, ohne daß ihm hieraus ein beſonderes Recht auf die Auswahl der Waffengattung der des Truppen⸗(Marine) Teils erwächſt. Durch die freiwillige Meldung ver⸗ Aten die Militärpfllehtigen auf die Vorteile der Loſung und gelangen in erſter inie zur Aushebung. Die Pllichtigen haben zur musterung in reinlichem nüchternen Zustande zu erscheinen. . Wer durch Krankheit am Erſcheinen im Muſterungstermin verhindert iſt, at ein ärztliches Zeugnis mindeſtens 3 Tage vor dem Termine unter Beifügung er Vorladung anher einzureichen. Dasfelbe iſt, wenn der ausſtellende Arzt nicht Stabsarzt iſt, bürgermeiſteramtlich eglaubigen zu laſſen. 5 f dünktlch erschelte e, welche in den Terminen vor den Erſatzbehörden nicht i erſcheinen, können, ſofern ſie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geld bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft werden. Außerdem können ihnen die Vorteile der Loſung entzogen werden 8 267 W. 0 ſung entzog Wer ſich der Geſtellung böslich entzieht, wird als unſicherer Dienſtpflichti⸗ ger behandelt, er kann außerterminlich gemuſtert und zum Dienſt eingeſtellt werden. 9 Die Pflichtigen der Jahrgänge 1888 und 1884 ſowie früherer Jahrgänge aben ihre Loſungsſcheine mitzubriagen.. m Die Bürgermeisterämter werden beauftragt, diese Jerfügung in ihren Ge⸗ einden ortsüblich bekannt zu machen. a Die Kenntnisnahme und der Vollzug iſt sokort hierher anzuzeigen. 1 Die Herren Bürgermeiſter ſelbſt haben mit den Pflichtigen ihres Ortes m Muſterungstermine zu erſcheinen. D Mannheim, den 25. Februar 1905. ö 5 er Cipilvorsitzende der Ersatzkommissſon des Aushebungs-Besirks mannheim Eppelsheimer. a„eſchluf. i Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 6. März 1905. Bürgermeisteramt: Volz. Reklame-Verkauf 55 rea- Wert Mk. 16.— nur Mk. 10.— 1 55 1 5.— 2 6. 7 12.— 10 1 5 (meine Spezialität)„%% ͤ Ä. Aug:, Schnür., und schnanen. 7„ 4.50 ö Mannheim . Otto Baum Die Einführung der erweiterten Volksſchule in Rheinau, hier Ung. 8 Zubereitung von Mörtel für Bauausführungen betr. Nr. 32 434 J. An die Bürgermeiſterämter des Landbezirks: Es iſt zu unſerer Kenntnis gekommen, daß in den Landbezirken von Bau⸗ unternehmern öfters Humus⸗ oder Mutterboden zur Mörtelzubereitung verwendet wird. Wir machen nachdrücklichſt darauf aufmerkſam, daß daß dies unzuläſſig iſt und nur ſcharfkörniger Jaud als zur Her⸗ ſtellung von brauchbarem Mörtel geeignet erachtet werden kann. Mannheim, 2. März 1905. b Großh. Lezirksamt: Abteilung 4. Neff. Nr. 1648. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 4. März 1905. 0 Bürgermeiſteramt: Volz. Bekanntmach Wir verzinſen Spareinlagen mit 4. puremlagen mi 0 vom Tage der Einlage ab. Nichtgekündigte Gelder werden bei günſtigem Kaſſenſtand auf Wunſch jederzeit ſofort zurückbezahlt; doch erleiden die zur Erhebung gelangenden Gelder in dieſem Falle einen Zinsabzug von 14 Tagen. Schwetzingen, 1. Januar 1905. a Volksbank Schwetzingen. eingetragene Genoſſenſchaft m. unbeſchr. Haftpflicht. Gewerbe-Verein rei Seckenheim. Einleg⸗ Am Montag, den 13. Febr., 8 v ch weine abends 8 Uhr zu verkaufen. Monats⸗Verſammlung an im Gaſthaus zum„Reichsadler“. Waſchfrau Um zahlreiches Erſcheinen erſucht Der Vorſtand. für einen Tag in der Woche ſofort geſucht. Zu melden hildastrasse Br. 33, parterre. Schön möbliertes kern en: Zimmer Friedrichſtr. 91. baldigſt zu vermieten. In der Nähe vom Bahnhof Näheres in der Exped. ds. Blattes. 3 grössere Ställe Accumlatouren mit Stroh⸗ und Heuplatz zu ver⸗für Muſikwerke und ſonſt. Zwecke, mieten.(Wäre auch geeignet für werden in unſerer Blockſtation bil⸗ Werkſtätten, Lagerplätze dec.) ligſt geladen,— Reparaturwerk⸗ Näheres bei ſtätte vorhanden. E. Werber. Frankl& Kirchner Wer liebt Mannheim— D I, 11. ein zartes, reines Gesicht? roſiges, jugend⸗ friſches Anssehen? weiße, ſammetweiche Haut? und blendend ſchönen Teint? Der gebrauche nur Radebeuler Stackenpkerd-Lilienmilch-Seife von, Bergmann 8 Co., Radebeul. mit echter Schutzmarke: Steckenpferd. à St. 50 Pfg. bei Georg Röser und in der Apotheke. Gute Ess- und Steckkartoffeln hat zu verkaufen Transportable 2 un n K. 5 aaden on feld fairen die Gratulations- „ Fuppensohmetss 0 Mur Aire 200 A AL vo der Fifi zum Geburtstag, zum Namenstag, zur Ver⸗ lobung, zur Hochzeit, zur ſilbernen Hochzeit, Beileidskarten Noh-I.Noor- Stifte u. Copirstifte, Konfirmations- und Torten-Papier Kommunion- Karten„ i Auswahl em⸗ F Dauer-Feder (erſpart beim Schreiben das öftere Tunken) per Stück 3 Pfg. J. Helfrich. neu eingetroffen 3 del Militar-Verein Seckenheim. Einladung zu der am Sonntag, den 12. Märf 1905, nachmittags 3 Uhr im Lokal„Zähringer Hof“ ſtattfindenden General-Verſammluug. Tages⸗Ordnung: 1. Berichterſtattung des Vorſtandes, 2. Bericht des Schriftführers, 3. Kaſſenbericht des Kaſſiers, 4. Vorſtandswahl, 5. Verſchiedene Vereinsangelegenheiten. Wegen Wichtigkeit des Tagesordnung iſt pünktliches und vollzähliges Erſcheinen ſehr erwünſcht. Adſer Allein-Vertretung: Der Vorſtand H. Mendel. Fahrräder -Transport-Räder -Motorzweiräder Motorwagen P.& H. Edelmann Nachf. D 4, 2. Mannheim. Cel. 1416. FCahrrad-Reparaturen gut und billig. Für Confirmation empfiehlt billigſt für Knaben Tuch, Buxkin, Kragen, Crawatten, Hemdenstoff, Hüte, Handschuhe, Taschentücher eto. Für Mädchen weisse, schwarze und farbige Kleiderstoffe und alle ſonſtige Sachen für dieſe Zeit. Ferner ſinden letzter Woche eingetroffen, di? neuen Muſter für Kleiderſtoffe für Sommer 1905, ſowie elegante Lommerſtoffe zu 5 Herren-Anzüge etc. etc. E. Merklein. ttt 25 2. Fußball⸗Geſellſchaft — 5 Seckenheim 1898. 15 5* 2 Nächſten Sonntag, nachmittags „ 3 Uhr auf hieſigem Platze. 155 bücher für beide Konfeſſio⸗ E p E nen in ſchöner Auswahl 5 5 8 (Gamenaufdruck gratis) 2 ſchaft 1856.„ 5 empfiehlt 85 Zuſammenkunft: 2 8 Lokal. 5 J. Helfrich. 23 Der 1. Spie 22 eee Union-Brikets iſt wegen raſchem Kochen das ſpar⸗ ſamſte, beſte und billigſte. Brennmaterial im Sommer und Winter. Beſtellungen nimmt gerne entgegen Briket⸗Verſandt⸗Geſchäft guy, Verloren ging heute ein weißer Billard ballen in der Schloßſtraße. Der redliche Finder wird gebeten, denſelben gegen Belohnung im Gaſt⸗ Tamm abgeben zu haus zum wollen. Zur Rönfirmation empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, schwarzen u. farbigen Kleider- stoffe, Shirting, Hemdenstoff, Unterrockstoff eto. Hüte Cravatten Corsetts Handsehuhe osenträger Taschentücher eſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- Solleetionen. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Danksagung. 5 Mein Mann, der Schiffer Heinr. Müller, iſt am 11.. ds. Is. in ſeinem Berus tötlich verunglückt. Er war durch Herrn F. Coch, Haupt⸗ agent in Mannheim B 5, 12, ſeit 15. November 1904 Abonnent des illüstrier- ten Familienblattes᷑„Nach Feierabend, das für wöchentlich 15 Pfg. ſeine Abonnenten mit 1000 Mk. gegen tötlichen Unfall und gegen Ganz⸗ invalidität infolge Unfalls, ferner mit 30—300 Mk. gegen dauernde teil⸗ weiſe Invalidität infolge Unfalls versichert. 75 Ich erhielt heute von der Nürnberger Lebensverſicherungs⸗Bank be⸗ dingungsgemäß die Verſicherungsſumme von 500 Mk. in bar ohne jeden Abzug ausgezahlt und ſage hiermit dem Verlag„Nach Feierabend“ Bernh. Meyer in Leipzig öffentlichen Dank. 5 Ilwesheim, den 28. Februar 1905. Neue Schulſtraße. Frau verw. Heinr. Müller. Aufnahmen nimmt jederzeit entgegen: für Seckenheim: Frau Probst, Hauptſtraße 147. für Iwesheim: Maurer Löschmann, Bruchgaſſe. eee 5 Lg N abrik⸗Niederlage der Chemischen Lack- und Farb-Werke Anton Peter& Cie., Ladenburg a. B. von ſämmtlichen el⸗ und trockenen Farben, ele, Spiritus, Bernsteinlacke, fertig zum Anstrich. Staubfreies Bodenöl, Parquetwichse Verkauf zu Fabrikpreiſen durch Herrn Georg Nöſer, Seckenheim. Ausnahme-Angebot. 3000 Meter Druck- Kattun-Reste außerordentlich billig je o meter, ein Kleid, zu Mk. 1.97. . Salomon Hirsch II. 82, 21 Mannheim G2, 21 neben Gebr. Reis, Hofmöbelfabrik und Wirtſchaft z. Margarete. 2 facteintsche Fräpalalg. Drogen Tierarzneimittel sämtliche Apothekerwaaren für den freien Verkehr, Artikel zur Krankenpflege, Verbandſtoffe, Kindernährmittel, Medizinal⸗ und Kranken⸗Weine zu haben in der Medizinal⸗ Drogerie z. Domhof Hildaſtr. Nr. 33. f 1 iſt unſtreitig. Mannheim mann J. Linde Die billigste Bezugsquelle von. Gelegenheitskäufen und Reſten Damenkleiderstoffen, Herrenstoffen und Baumwollwaren C. L. Stenz, Ladenburg. e Zu verkaufen täglich friſche Eier zu Tagespreiſen bei W. Fölluer, Luiſenſtr. 9. Ein Haus zu mieten geſucht i Offerten mit Preisangabe an die Exped. ds. Blattes. 2 NS 53