ieee Anxeigeblatt für Noesheim ung Seckenbeim. N 5 Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Druck und Verlag non J. Helfrich in Secenheim. Anzeigen: 5 15 Iſpaltige Garmondzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 21. Mittwoch, den 15. März 1905. 5. Jahrgang Ausland. London, 13. März Die Blätter in Tokio melden: Die cuſſiſcke 3. Armee wurde bei Mukden tatſächlich vernichtet. Die Rück⸗ zugslinie wurde größtenteils der erſten Armee abgeſchnitten, ſo daß die Kapitulation zahl⸗ reicher Truppen noch erwartet wird. Die Zahl der ruſſiſchen Verluſte waren bis Sonntag mittag auf 200 000 Mann geſtiegen. Die er⸗ beuteten Geſchütze überſtiegen die Zahl 500. Die geſamte bedeutende Kriegskaſſe Kuropatkins wurde weggenommen. Die Beſetzung Tielings, das ſüdlich wie nördlich bereits umſtellt iſt, wurde vorgeſehen. Man erwartet, daß der Geſamtverluſt der Ruſſen auf 300 000, die Zahl der Gefangenen auf 100000 Mann ſteige. Tokio, 13. März. Eine Depeſche aus dem japaniſchen Hauptquartier meldet: Alle unſere Streitkräfte ſind vorgerückt und ver⸗ folgen den Feind in allen Richtungen. An verſchiedenen Orten, wo die Ruſſen Widerſtand zu leiſten verſuchten, wurden ihnen ſchwere Verluſte zugefügt. Die japaniſchen Truppen ihrerſeits fäuberten die Gegend bis 25 Meilen nördlich von Mukden vom Feinde und ſetzten die Verfolgung fort. reiche Wagen mit Munition und Mundvorräten im Stich. Paris, 13. März. In der hieſigen Aus⸗ gabe des New⸗York Herald wird aus St. Petersburg gemeldet, daß dort geſtern großer Kriegsrat gehalten und die Rückberufung Kuro⸗ patkins beſchloſſen worden ſei. General Drago⸗ mirow habe an der Abſtimmung hierüber nicht teilgenommen mit Rückſicht auf ſein bekanntes feindliches Verhältnis zu Kuropatkin. Petersburg, 13. März. Unter den Ar⸗ beitern und Matroſen in Kronſtadt iſt eine roklamation verbreitet worden, worin aufge⸗ fordert wird, falls die Regierung den Krieg mit Japan fortſetze und im Mai weitere Kriegsſchiffe nach Oſtaſien entſende, dieſe Schiffe ann zu zerſtören und auf dieſe Weiſe Tauſende dem Tode geweihte Perſonen zu retten, da dieſe unfehlbar verloren ſeien, wenn die jetzigen unfähigen Führer weiter ihre Kommandos bei⸗ behielten. Das Erſcheinen dieſer Proklamation hat die Behörde veranlaßt, die Matroſen und —— Die Ruſſen ließen zahl⸗ Arbeiter einer ſcharfen Kontrolle zu unterwer— fen, ebenſo alle fremden Perſonen, die in Kronſtadt eintreffen. London, 13. März. Petersburger diplo⸗ matiſche Quellen erklären: Der Zar befahl die Konzentrierung des ruſſiſchen Heeres bei Charbin und die ſofortige Entſendung von zwei Armeekorps, gefolgt von einer neuen Armee, womit General Kuropatkin dann die Offenſive ergreifen ſoll. Jede Friedenshoffnung ſei unbegründet; der Zar halte feſt an der Ueberzeugung des endlichen Sieges durch Gottes Fügung. Aus Nah und Fern. Mannheim, 13. März. Die Arbeiter der Rheiniſchen Gasmotoren-Fabrik Benz u. Co. befinden ſich ſeit heute früh im Ausſtande. In einer vor 14 Tagen abgehaltenen Ver⸗ ſammlung beſchloſſen ſie, um den fortwährenden Lohnabzügen ſeitens der Meiſter entgegenzu⸗ treten, an die Direktion mit der Forderung der Aushängung einer Stücklohnliſte heranzu⸗ treten. Da die Direktion bis jetzt nicht dieſem Wunſche entſprochen, wurde in einer Samstag abgehaltenen Verſammlung der Ausſtand be⸗ ſchloſſen. Es ſtreiken ſämtliche Arbeiter, ca. 600 Mann, darunter 200 Nichtorganiſierte. Bruchſal, 13. März. Nachdem der größere Teil der Bauzeit an dem neuen Brettener Tunnel ohne Unglücksfall verlaufen, ſollten ſich gegen den Schluß der Arbeit leider drei ſolche Fälle mit tötlichem Ausgang im Laufe von wenigen Monaten wiederholen. In der Nacht auf geſtern wurde der 40 Jahre alte Steinbrecher Anton Habermann, beim Stammholzverladen von einem herabſtürzenden Stamm auf den Hinterkopf getroffen und blieb auf der Stelle tot. Mos bach, 13. März. Die 84 Jahre alte Jakob Wagner Witwe von Auerbach fiel die Treppe herunter und erlitt ſo ſchwere Ver⸗ letzungen, daß ſie alsbald ſtarb. Sinsheim, 13. März. Geſtern früh entgleiſte oberhalb des Bahnhofes eine Lokomotive der Strecke Eppingen-Sinsheim. Perſonen wurden nicht verletzt. Ein großerer Schaden iſt durch die Entgleiſung nicht entſtanden, da die Maſchine noch rechtzeitig angehalten werden konnte. Freiburg, 11. März. Heute früh wurde der 26jährige Luſtmörder Karl Friedrich Laubach aus Zähringen durch Scharfrichter Müller aus Ladenburg unter Aſſiſtenz des Endiger Scharfrichters mittels Fallbeil im Hofe des hieſigen Landesgefängniſſes hinge⸗ richtet. Eine ziemlich große Anzahl Zeugen hatten ſich zu dem traurigen Akte eingefunden. Kurz vor halb 7 Uhr erſchienen die Herren Landgerichtsrat Obkircher und Staatsanwalt Eſchbacher in Amtstracht auf der Richtſtätte und nahmen hinter einem ſchwarz verhängten Tiſche Aufſtellung. Punkt halb 7 Uhr ertönte das Armenſünderglöcklein vom Türmchen der Anſtaltskirche und gleich darauf ſchien der Delinquent, eskortiert von Aufſehern und Gendarmen und begleitet von Herrn Anſtalts⸗ pfarrer Merta. Der Delinquent hörte gefaßt und ruhig die Verleſung des Urteils und die Ankündigung durch den Herrn Staatsanwalt an, daß der Großherzog von ſeinem Be⸗ gnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht habe. Nach der Stabbrechung wurden dem Delin⸗ quenten die Augen verbunden und zwei Scharf⸗ richtergehilfen führten ihn auf das Blutgerüſt, ſchnallten ihn auf das Brett und legten ihn unter das Fallbeil. Es folgte ein Druck auf einen am linken Pfoſten der Guillotine ange⸗ brachten Hebel und Laubach hatte aufgehoͤrt zu ſein. Die Hinrichtung vollzog ſich glatt und ohne jegliche Störung in der Zeit von vier Minuten. In den letzen Stunden ſeines Lebens ſoll L. ruhig und gefaßt geweſen ſein und ſeine entſetzliche Tat aufrichtig bereut haben.— Innerhalb zweier Jahre iſt dies nun die fünfte Hinrichtung, die in unſerer Stadt vollzogen werden mußte, und noch hat die rächende Nemeſis die Täter des Moos⸗ waldmordes und des Raubmordes an der Zähringer Landſtraße nicht ereilt! Möge es der Großh. Staatsanwaltſchaft gelingen, auch dieſer Mörder habhaft zu werden. Konſtanz, 12. März. Die Zuwanderung von Italien ſcheint mit jedem Frühjahr zu wachſen. Kamen in den Vorfahren nur morgens von Beegenz aus in Konſtanz Ita⸗ lienertransporte bis zu 1000 Köpfen an, ſo iſt In letzter Stunde. Original⸗Roman von W. S pangenberg. 48)(Nachdruck verboten.) „Dort, keuchte faſt athemlos Wilhelm. Julius wandte ſich raſch um. 1„Gretchen! Eva! Martha!“ jauchzte er 3 kommt, wir haben ihn wieder, unſeren us geraubten Bruder Wilhelm!“ i Mit ängſtlicher Scheu ſahen die Frauen 590 an und wichen nicht von der Stelle; ihnen chien das, was er ſagte, ſo unfaßbar, ſo dort!“ ſtadlaublich, daß ſie ernſtlich um ſeinen Ver⸗ und fürchteten. Ruhig lächelnd nahm er P. edaillon vom Tiſche, hielt Eva die hotographie hin und fragte: „Iſt Dir dieſes Bild bekannt?“ 55„Unſere Mutter!“ rief nun auch ſie wegt. Nun drängten auch die Frauen ſich um 5 Bruder, den ſie längſt tot geglaubt und Tr noch immer, wie aus einem ſchweren 9 85 erwachend, an der Wand lehnte. Eine ol 15 ergreifende Scene des Wiederſehens gte, und beſonders war es Gretchen, die den iedergefundenen Bruder mit zärtlichen Lieb⸗ kofungen überhäufte. 1 8„Ich weiß in der That nicht, was mit vorgeht,“ ſagte Wilhelm, beide Hände an die Stirn preſſend.„Iſt es denn Wirklichkeit, und woran erkannteſt Du mich?“ „Kommt, meine Lieben, laßt uns hinunter⸗ gehen,“ forderte Julius auf, ſeinen Arm in den des Bruders legend,„bringt Wein her, wir wollen fröhlich ſein, alles Nähere ſollt ihr dann erfahren.“ „Als die kleine Geſellſchaft, verſtärkt durch die hinzugekommenen Kinder Julius— einer ſechzehnjährigen Tochter und einem achtzehn⸗ jährigen Sohn— ſich um den Tiſch gruppirt hatte, begann Julius: „Die Hochzeit müſſen wir nun natürlich auf unbeſtimmte Zeit verſchieben, wir werden aber dennoch an dem dafür beſtimmt geweſenen Tag ein frohes Feſt feiern. Heute will ich Euch nur kurz erzählen, weshalb ich während der letzten Wochen ſo niedergedrückt, verwirrt war. Schon in der erſten Stunde die John, wie er ſich nannte, bei uns zubrachte, war es mir, als blickte ich in das Auge unſeres ver⸗ ſchwundenen Bruders, und je öfter ich ihn anſah, um ſo deutlicher entdeckte ich in ſeinem Geſicht gewiſſe Züge, die mit denen unſeres verſtorbenen Vaters eine täuſchende Aehnlichkeit haben. Ich konnte den Gedanken nicht mehr los werden, daß hinter dieſem John ſich unſer Bruder verberge, nur war es mir ein Räthſel, weshalb er ſeinen wirklichen Namen verheim⸗ liche. Darüber hat mir dann Gretchen an⸗ nähernd Aufklärung gegeben. Das Medaillon und beſonders die Photographie beſtärkten mich in meiner Vermutung, obgleich ichs mir keine Erklärung dafür geben konnte, wie er in deren Beſitz gekommen. Wilhelm wird uns das nachher wohl erzählen können. Völlige Ge⸗ wißheit aber erlangte ich erſt, nachdem ich das Muttermal, von dem außer Wilhelm und mir wohl Niemand Kenntniß hatte, auf der Bruſt fand. Das Medaillon iſt, wie Du Dich, Eva nun erinnern dürfteſt, ein Geſchenk, das unſer verſtorbener Vater Gretchen zu ihrem Geburts⸗ tag machte, als ſie ſechs oder ſieben Jahre alt wurde. Wie aber kommſt Du, lieber Wilhelm,“ wandte er ſich an dieſen,„zu der Annahme eines fremden Namen?“ „Den habe nicht ich, den haben mir wild⸗ fremde Menſchen gegeben.“ „Kannſt Du zurückdenken an das traurige Ereigniß, bei dem Du uns entriſſen wurdeſt und in Folge deſſen, was Dir allerdings un⸗ bekannt, unſer guter Vater einen frühzeitigen Tot fand?“ „Was ich jetzt noch aus meiner Jugend weiß, iſt ſehr wenig.“ „Erinnerſt Du Dich nicht mehr der ſchönen Villa, in der unſer Vater mit Dir und Gretchen wohnte?“ 5 „Nein! Unvergeßlich geblieben aber iſt es mir, wenn auch nur in dunklen Umriſſen, daß ich in einer finſteren Nacht wie aus einer ſchweren Betäubung erwachte und mich von fremdem, verwildert ausſehendem Geſindel umgeben ſah, ob es in einem Stalle oder , Au'bends, wenn es dunkel war, auf 3 und mußte dann ſofort dies jetzt auch abends, alſo zweimal täglich, der Fall. Die badiſche Bahn muß nun öfters 2 Sonderzüge(morgens und abends) über den Schwarzwald ablaſſen, was z. B. am Freitag wieder der Fall war. Konſtanz, 13. März. In der Parkett⸗ fabrik von Ernſt v. Franke in Langenargen entſtand geſtern nachmittag 4 Uhr Feuer, das mit rapider Schnelligkeit um ſich griff und die ganze Fabrik mit allen Holzvorräten zerſtörte. Der Schaden iſt enorm und dürfte ſich gegen 800 000 Mk. belaufen. Die Fabrik beſchäftigte 120 Arbeiter, wurde 1853 gegründet und war die älteſte dieſer Art in Deutſchland. Die Jahresproduktion betrug 120000 Qm. Parkett⸗ boden. Erſt letzter Tage trafen aus Ungarn etwa 30 Eiſenbahnwagen Parkettholz ein. Die neben der Fabrik ſtehende Müllerſche Kunſtmühle wurde gerettet. Der Brand war um 8 Uhr bewältigt. Woollmattingen(A. Konſtanz), 12. März. Geſtern abend wurde das vierjährige Söhnchen des Schmiedemeiſters Adolf Greis in einer benachbarten Güllengrube tot aufge⸗ funden. Die Familie iſt umſomehr zu be⸗ dauern, als bereits vor vier Jahren ein damals anderthalb Jahr altes Büblein auf dieſelbe Weiſe ſein Leben verlor. Ichenhauſen, 13. März. Einer Ver⸗ wechslung zum Opfer gefallen iſt die Kauf⸗ mannstochter Fanny Gerſtle dahier, welche ſeit längerer Zeit hochgradig nervenleidend war. Sie nahm bei einem Anfalle irrtümlich ſtatt Beruhigungstropfen einige Tropfen Sublimat⸗ löſung und iſt an den Folgen der Vergiftung geſtorben. 5 Kempten, 13. März. Geſtern nach⸗ mittag etwa 5½ Uhr hat eine unbekannte Mannsperſon auf der ſog. Engelhalde bei Kempten ein 8 Jahre altes Mädchen durch Abſchneiden der Halsſchlagader und mehrere Stiche in den Unterleib getötet. Der Täter iſt flüchtig. Bayreuth, 13. März. Während des Karnevals war beim ſtädtiſchen Leihamt der Verſatz von Betten ſo ſtark, daß das Leihamt ſich einige Räume dafür mieten mußte. Der Zudrang hielt auch dann noch an, als für jedes Bettſtück(Kiſſen, Oberbett ꝛc.) nur noch 1 Mark gegeben wurde! Nürnberg, 13. März. Ein Brunnen⸗ denkmal für Peter Henlein, den Erfinder der Taſchenuhr, hat der Berliner Bildhauer Max Meißner jetzt vollendet. den Häfnersplatz beſtimmt. Die Enthüllung Das Denkmal iſt für findet in den erſten des Juli ſtatt, in Ver⸗ bindung mit einer großen Uhrenausſtellung. Wiesbaden, 10. März. Heute nach⸗ mittag ſtürzte infolge des Sturmes das zum Neubau des Landeshauſes aufgeſtellte Gerüſt zuſammen und erſchlug zwei vorübergehende Herren. Beide ſind tot. Die Verunglückten ſind der Rentner Fetz und der Fabrikant Wagner, Inhaber der elektrotechniſchen(Uhren⸗) Fabrik C. Th. Wagner. Dortmund, 13. März. 5 Berlin, 13. März. Im benach⸗ barten Hauſen wurde das Haus eines Berg⸗ mannes durch ein am Sonntag nacht ausge⸗ führtes Dynamit⸗Attentat teilweiſe zerſtört. Menſchen ſind nicht verletzt worden. Breslau, 13. März. Die epidemiſche Genickſtarre, die ſeit Ende November in Ober⸗ ſchleſien wütet und der bereits mehrere hundert Menſchen zum Opfer fielen, breitet ſich immer weiter aus. In den letzten Tagen kamen wieder zahlreiche Erkrankungen und Totesfälle vor. Die Krankheit herſcht jetzt auch in anderen Gegenden Schleſiens. Aus Brieg wird ge— meldet, daß mehrere Soldaten von der Ge⸗ nickſtarre befallen ſind. Umfaſſende Maß⸗ nahmen zur Verhütung der Verbreitung ſind getroffen. Leipzig, 13. März. Ein Unglück ereignete ſich heute früh auf dem Grundſtück des Bankdirektors Naumann. Die beiden Dienſtmädchen badeten in dem Gartenpavillon, in welchem ſich die Baderäume befinden, durch einen noch unaufgeklärten Umſtand muß dort Gas ausgeſtrömt ſein. Als die Mädchen zu lange ausblieben und nach ihnen geforſcht wurde, fand man die Räume mit Gas gefüllt und die Alma Körner tot vor, während es dem zweiten Mädchen noch gelungen war, ſich, wenn auch ſtark erſchöpft, aus dem Raume nach ihrem Bett zu ſchaffen. Die außerehelichen Geburten haben ſich in Berlin in den letzten Jahren auffallend vermehrt. Im Jahre 1904 waren unter 50673 Geburten(einſchließlich Totgeburten) 8230 außereheliche, das ſind 162 vom Tauſend. In den Jahren 1903, 1902, 1901, 1900 waren unter den Geburten außer⸗ eheliche 156, 152, 151, 150 vom Tauſend Die Steigerung des Anteils der außerehelichen Geburten war hiernach beſonders in den beiden Jahren 1903 und 1904 ſehr ſtark. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 10. März 1905.) Die Mitzinsentſchädigung an einen Haupt⸗ lehrer in Rheinau wird von 350 Mark auf 500 Mark mit Wirkung vom 1. Januar 1905 erhöht.. Die Prüfung von 4 Fahrnisverſicherungs⸗ verträge mit einer Geſammtverſicherungsſumme von 23894 Mark wird vorgenommen. Gemäߧ 4 des Ortsſtatuts vom 25. Juni 1902 wird beſchloſſen den Gehweg am Backofenweg aus Asphalt mit Randſteinen aus Neckarſandſteinen herzuſtellen. Für die Toreinfahrten werden Granitpflaſter und Granitrandſteine verwendet. Der von der Gr. Rheinaubau⸗Inſepektion Mannheim mitgeteilte Auszug aus dem Ver⸗ zeichnis über die im Jahre 1904 erwachſenen Dammbaukoſten, nach welchem die Gemeinde einen Beitrag von 43,97 Mk. zu leiſten hat, wird anerkannt. Die vom Gemeinderechner Herrn Bühler vorgelegte Liſte der Rückſtandsſchulden wird geprüft und in einzelnen begründeten Fällen Ausſtand erteilt. Die Tagesordnung für die auf Dienstag, den 21. März l. Is. Nachmittags 5 Uhr anbe⸗ raumte Bürgerausſchußſitzung wird bekannt gegeben Zur Herſtellung der Wilhelmſtraße in Seckenheim wird ein Kredit aus Grundſtocks⸗ mitteln für die Jahre 1905 und 1906 in Höhe von 9000 Mk. mit der Maßgabe bewilligt, daß dem Grundſtock in fünf Jahren, beginnend mit 1906, Erſatz zu leiſten iſt. Das Verfahren zwecks Beizug der Angren⸗ zer wird eingeleitet. Man nimmt zur Kenntnis, daß Rheinau nach dem Auszug aus dem ſtatiſtiſchen Buch am 1. März d. Irs. 3438 Einwohner zählte. Die einem Erlös von 68 Mk. vorgenom⸗ mene Verſteigerung von 7 Gärten und des⸗ gleichen die mit 32 Mk. Erlös ſtattgehabte Verpachtung von 5 Aeckern bei der Waldſpitze wird genehmigt. Der freiwilligen Feuerwehr in Rheinau wird für Beſchaffung von Schreibmaterialien ꝛc. ein jährliches Averſum von 200 Mk. mit Wir⸗ kung vom 1. Janar 1905 bewilligt. Die vom Gemeinderechner vorgelegte Dar⸗ ſtellung über den Stand der Gemeindekaſſe auf 1. März 1905 wird bekannt gegeben. Verſchiedene Rechnungen werden Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. Paris, 11. März. In einem Dorfe in der Nähe von Morlaix kam es während einer Hochzeitsfeier zwiſchen den Gäſten zu einer blutigen Schlägerei. Ein Gaſt wurde getötet, drei andere ſchwer verletzt. Madrid, 13. März. Viele Gemeinde⸗ vorſteher aus der Provinz Malaga telegraphieren, ſie könnten nicht mehr für die öffentliche Ordnung einſtehen, wenn nicht ſofort für die zur notleidende Feldarbeiter etwas geſchehe. Die Erregung nimmt zu. In mehreren Orten kam es zu Kundgebungen der Hungernden. Auch in Cordoba durchzogen zahlreiche Arbeitslose mit großem Lärm die Stadt, Arbeit und Brot verlangend, wobei einzelne Schüſſe gegen die Polizei abgegeben wurden. Das Elend iſt allgemein. Die Behörden ſammeln Gendarmerie an den von den Anruhen bedrohten Orten an. — Am Bezirksamte Alzenau beſchwerte ſich ein Bauer aus M., daß ihm keine Jagd⸗ karte ausgeſtellt wurde. Da das Bezirksamt ſich weigerte, drohte der Antragſteller:„Dem St. in F. haben Sie auch eine ausgeſtellt, wenn ich keine Jagdkarte bekomme, ſchreib“ ich's meinem Gevattermann.“ Langes Geſicht des Amtmanns— Gevattermann— na kurz: Der Prinzregent war der Gevattermann des Nimrod— er hatte nämlich ſieben Buben! — Einige Fiſcher von der Inſel Reichenau fingen im Unterſee mit dem Zuggarn in einem Zuge 260 Zentner Brachsmen, die einen Wert von etwa 4500 Mk. darſtellen. ſonſt wo war, kann ich nicht ſagen. Männer und Weiber ſtritten ſich heftig, ſie hatten eine Menge Geld, ſowie blinkende und blitzende Gegenſtände vor ſich ausgebreitet. Ich muß wohl nach meinen Angehörigen ver⸗ langt und geweint haben, denn einer der Kerls ſchlug und mißhandelte mich, ſtieß auch aller⸗ hand Drohungen gegen mich aus. Einſchlafen konnte ich nicht, aus Furcht verkroch ich mich in den Strohhaufen, auf dem ich lag, und als nach längerer Zeit der Streit zu Ende war, gab ein Weib mir einen Fußtritt und ſchrie mir zu, ich ſolle aufſtehen. Während die Alte fortging und ich mich erhob, berührte meine Hand einen neben dem Stroh liegenden harten Gegenſtand, ich griff darnach, ſah bei dem matten Lichtſcheine das Medaillon und ſteckte es in die Taſche. Gleich darauf wurde ich in einen mit einem großen Leintuch über⸗ ſpannten Wagen geſchleppt, in dem noch mehrere Kinder lagen, die, wie ich bei Tage ſah, furchtbar ſchmutzig und zerlumpt aus⸗ fahen. waren und ich noch weinte, drohte einer der Männer mir, er werde mich totſchlagen, wenn ich nicht ruhig ſei, dann wurde der Wagen auch vorne mich einem Tuch verhangen, daß man nicht hineinſehen konnte. So ging die Fahrt wochenlang fort, die anderen Kinder wucden am Tage meiſt aus dem Wagen herausgenommen, ich durfte ihn aber nur ſtets wenige Nachdem wir eine Strecke gefahren Häßliche kleines Ledertäſchch „Was bekamſt Du denn zu eſſen?“ fragte Eva, der, wie den beiden anderen Frauen, bei dieſer Erzählung die Thränen über die Wangen rollten. a „Faſt nur Brot und Waſſer,“ fuhr Wilhelm fort,„und als Zugabe gar oft Ohr⸗ feigen Stöße und Püffe. Wie lange dieſe Reiſe gedauert hatte, iſt mir unmöglich zu ſagen. Eines Tages hielten wir in einem Orte auf einem großen Platze, wo viel ſolches Geſindel mit ähnlichen Wagen und Pferden, aber auch andere Leute, Erwachſene und Kinder zahlreich verſammelt waren. Einer der Kerls, mit denen ich angekommen, packte mich am Arm, führte mich in dem Gedränge hin und her, ſprach bald hier, bald dort mit einem Manne und wies dabei ſtets mit der Hand nach mir. Was das bedeuten ſolle, wußte ich nicht, auch verſtand ich die Sprache nicht, in der er mit den anderen verhandelte. Gegen Abend brachte er mich nach dem Wagen zurück, ich wurde wieder hineingeſtoßen und dann ging die Fahrt weiter, die ganze Nacht hindurch, und als wir am anderen Morgen bei einem Orte, der nahe an einem Walde lag hielten, waren es ſtatt des einen drei Wagen, auch noch eine Anzahl Männer, Weiber und Kinder hatte ſich zu uns geſellt, lauter wider⸗ wärtiges Zigeunervolk. Ein Weib ging mit mir und mehreren der übrigen Kinder in den Ort und gab uns auf dem Wege dorthin An⸗ leitung zum Betteln. Bei dieſer Gelegenheit fand ich auf einem Hofe ein altes, abgenutztes, en Lager, die offenbar dazu gedient hatte, es um den Hals zu tragen. Ich nahm es, verkroch mich hinter ein Gebüſch, ſteckte das Medaillon, wegen deſſen ich ſchon viel Angſt ausgeſtanden hatte, hinein, hing die Schnur unter dem Hemd um den Hals und ſchlenderte dann eine Zeit lang in den Orte umher, denn betteln konnte ich nicht. Da, ich ſtand vor einem Laden und ſah mir die ausgelegten Sachen an, faßte mich plötzlich das Zigeunerweib von hinten und zerrte nach, laut ſchimpfend, mit fort nach dem wohin die anderen Kinder bereits zurückgekehrt waren und das Zuſammenge⸗ bettelte ablieferten. Ich erklärte, nichts zu haben und nachdem man meine Taſchen durch⸗ mit einer Schnur daran, ſucht und nichts fand, gab es Stoße nnd Schläge von allen Seiten. Mein Weinen und Jammern machte die Bande noch wütender und ſchließlich ergriff mich ein Kerl und warf mich ſo derb in einen Wagen, daß ich be⸗ wußtlos liegen blieb. Solche Fälle wieder⸗ holten ſich häufig, und die nächſte Folge war regelmäßig, daß ich während der nächſten Tage faſt nichts zu eſſen bekam. „Wie lange haſt Du denn dieſes ſchreck⸗ liche Leben ertragen müſſen?“ fragte Gretchen. „Das weiß ich nicht, ich war ja noch zu jung, als daß ich mir die Zeit hätte merken können, auch wurde ich allmählich ganz ſtumpfſinnig. f f (Schluß folgt) — Ein ſchweres Verbrechen, das dem der Engelmacherin Wieſe in Hamburg ähnelt, be⸗ ſchäftigt z. Zt. die Kriminalpolizei in Hannover und hält ſie auf der Spur der Verbrecher. Feſtgenommen iſt bereits ein Arbeiter-Ehepaar und ein Arbeiter, die im Verdachte des Mordes von Kindern und der Beihilfe bei dem Ver⸗ brechen ſiehen. — Das bemooſte Haupt. Dieſer Tage hat die Utrechtſche Univerſität einen Arzt als „fertig“ nach Hauſe geſchickt, wie wohl nur wenige an Univerſitätsſtädten während der langen Dauer ihres Beſtehens promoviert wor⸗ den ſind. Es handelt ſich um einen Studioſus, der in der ganzen Stadt bekannt war, beſon⸗ ders bei der Polizei und in den Bierkneipen. Siebzig Semeſter hindurch hat er, wahrſchein⸗ lich nicht ſtets mit emſigem Fleiß, die Kollegien beſucht. Unzählige Male wurde Jüt— ſo iſt der Spitzname des„jungen“ Arztes— gewo⸗ gen und zu leicht befunden, was ihn jedoch nie verhindert hat, es noch einmal zu verſuchen. — Die Enttäuſchten. Ein tragiſcher Vor⸗ fall hat ſich gelegentlich eines Maskenballes in einem Gaſthauſe in Budapeſt ereignet, wo eine Dame von auffallender Erſcheinung den Mittelpunk der Unterhaltung bildete und viel umworben wurde. Als die luſtige Stimmung ihren Höhenpunkt erreicht hatte, demaskierte ſich die Dame, und ihre Tänzer erkannten in ihr den Tiſchlergehilfen Johann Antal, der ſich dieſen Faſchingsſcherz erlaubt hatte. Drei der änzer gerieten über dieſe Enttäuſchung derart in Wut, daß ſie mit Meſſern auf Antal los⸗ achen, der bald darauf ſeinen Verwundungen rlag. a — In dem Städtchen Hugu in Colorado wurde eine Mutter von 12 Kindern von ihren Mitbürgern einſtimmig zum Schutzmanne ge⸗ wählt. Als Begründung dieſer ſeltſamen Wahl wird angegeben, daß die Einwohner beſchloſſen, wer ein Dutzend amerikaniſcher Mädchen und Jungen in Zucht und Ordnung zu erhalten vermöge, der ſei auch die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung geeignete Perſon! — Die Gedenkhalle auf dem Schlachtfelde bei Gravelotte wird im Mai in Gegenwart des Kaiſers eingeweiht werden. Eine Perga⸗ mentrolle mit den 48,000 Namen der Toten und Verwundeten der drei Schlachttage wird eingemauert. — Wohtthätigkeits-Lotterie. Nächſte Woche, am 23. März und folgende Tage, fin⸗ die Ziehung der Geldlotterie zu Gunſten der Krankenpflegeanſtalten vom Roten Kreuz in Straßburg in der hieſigen Bürgermeiſterei öfientlich ſtatt. Allgemein bekannt ſind die Segnungen des Roten Kreuzes, hilfsbereit und opferwillig ſtellen ſich deren Mitglieder in ſelbſt⸗ loſeſter Weiſe, wo es Not tut, Jedermann zur Verfügung. Was das Rote Kreuz in Elſaß⸗ Lothringen und beſonders in Straßburg bisher geleiſtet iſt ſchon häufig rühmend hervorgehoben worden. Segenbringend arbeitet der Vaterlän⸗ diſche Frauenverein, und überaus wohltätig wirkt die vom Männervereine vom Roten Kreuz in Straßburg errichtete ſtändige Sanitäts⸗ wache Tag und Nacht für die leidenden Mit⸗ menſchen. Es ergeht daher an alle edeldenken⸗ den Menſchen die Bitte, obiges Werk tatkräftig zu unterſtützen, damit das geplante Unterneh⸗ men, Erbauung eines Kranken⸗ und Mutter⸗ hauſes vom Roten Kreuz in Straßburg, ſeiner Verwirklichung entgegenſehen kann. Der Wohl⸗ tätigteitsſinn hat ſchon ſo oft reiche Früchte gezeitigt, und ſo dürften auch dieſe Worte ge⸗ nügen, um der edlen Sache noch viele Freunde — und Gönner zuzuführen, die bereit ſind, der leidenden Menſchheit durch Abnahme von Loſen einen Dienſt zu erweiſen. Loſe à 1 Mark ſind bei dem Generalagenten J. Stürmer, Straß⸗ burg, Langſtraße 107, und bei den zahlreichen Verkaufsſtellen zu erhalten. Gleichzeitig wird darauf hingewieſen, daß bei obiger Lotterie trotz einem Einſatz von nur 1 Mk.: Mk. 20000, Mk. 10000, Mk. 5000 bar— zuſammen über 6000 Geldgewinne von Mk. 70 000 zur Ver⸗ loſung gelangen. Näheres iſt aus den Inſera⸗ ten erſichtlich. Magdeburger Lebens⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. In der Lebensverſicherung waren im Jahre 1904 zu erledigen 7273 Anträge über 30 970726 Mark Verſicherungsſumme. Ausgefertigt wurden 5991 Policen über 25 181927 Mark und dazu aus einem rückwir⸗ kenden Rückverſicherungs⸗Vertrage erſtmalig über⸗ wieſen 1527 Verſicherungen über 4114 156 Mk. Der reine Zuwachs des Verſicherungsbeſtandes betrug infolgedeſſen 3652 Policen über 17230342 Mark, ſo daß letzterer ſich Ende 1904 auf 79 069 Policen über 237 615251 Mk. Verſicherungsſumme belief. In der Unfallver⸗ ſicherung erhöhte ſich die Prämien⸗Einnahme auf ca. 843 000 Mk. und der Verſicherungs⸗ beſtand auf 134 Millionen Mark auf den Totesfall, 329 Millionen Mark auf den Inva⸗ liditätsfall und 107000 Mark tägliche Ent⸗ ſchädigung für vorübergehende Erwerbsun⸗ fähigkeit. *Seckenheim, 14. März. Der heutige Ferkelmarkt war mit 66 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 24—30 Mk. pro Paar abgeſetzt. Bekanntmachung 0 Die Herſtellung der Wilhelmſtraße betr. Nr. 1837. Wir beabſichtigen die Wilhelmſtraße dahier herzuſtellen und die Angrenzer zur Tragung der Herſtellungskoſten nach Maßgabe der vom Bürgerausſchuß auf Grund des Ortsſtraßengeſetzes und der Voll—⸗ zugs⸗Verordnung hiezu aufgeſtellten Statuts vom 13. Auguſt 1902 und des vorausſichtlichen Aufwands ſowie der aufgeſtellten Liſte der beitrags⸗ pflichtigen Grundbeſitzer beizuziehen. Es werden daher die im 8 guſt 1890 betr.“ vorgeſchriebenen Vorarbeiten, nämlich tung der beitragspflichtigen Grundbeſtzer, b. Die Straßenpläne, aus welchem die Lage der einſchlägigen Grundſtücke zu erſehen iſt N 5 während 14 Tagen von Donnerstag, den 16. meiden geltend zu machen ſind. Seckenheim, den 10. März 1905. 3 und 4 der Verordnung vom 4. Au⸗ „die Leiſtungen der Anſtößer bei Herſtellung von Ortsſtraßen a. Die detaillirten Berechnungen des Aufwandes, zu deſſen Beſtrei⸗ die Grundbeſitzer beigezogen werden ſollen, ſowie die Liſten der bis einſchließlich 30. März 1905 im Rathaus D Zimmer Nr. 6— zur Einſicht der Beteiligten aufgelegt. Wir bringen dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis, daß etwaige Einwendungen während der l4tägigen Friſt bei Ausſchlußver⸗ werden. (§S 267 W.⸗O.) meinden ortsüblich bekannt Vorſtehendes bringen Seckenheim, 6. März Außerdem können ihnen die Vorteile ders Loſung entzogen werden Wer ſich der Geſtellung böslich entzieht, wird als unſicherer Dienſtpflichti⸗ ger behandelt, er kann außerterminlich gemuſtert und zum Dienſt eingeſtellt werden. Die Pflichtigen der Jahrgänge 1883 und 1884 ſowie früherer Jahrgänge haben ihre Loſungsſcheine mitzubringen. g Die Bürgermeisterämter werden beauftragt, diese Verfügung in ihren Ge⸗ zu machen. Die Kenntnisnahme und der Vollzug iſt sokort e. P anzuzeigen. Die Herren Bürgermeiſter ſelbſt haben mit den im Muſterungstermine zu erſcheinen. Mannheim, den 25. Februar 1905. Der Sioilvorsſtzende der Exsatzkommission des Nushebungs-Besirks Mannheim flichtigen ihres Ortes Eppelsheimer. BVeſchluß. 8 wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 1905. Bürgermeisteramt: 5 Schmitt. Gemeinderat: Ratſchreiber Hüte— Cravatten Volz. Ritter. Hosenträger Beſondere Beachtun Bekanntmachung colleetionen. 5 Das Ersatzgeschäft pro loos beteffend. Die Muſterung der e des Aushebungsbezirks Mannheim April ds. Js.,— jeweils vormittags hr beginnend— im großen Saale des Reſtaurants„Ballhaus“(Schloß) 5 Indet vom 9. März bis einschliesslich 1 dahier ſtakt. Es haben zu erſcheinen: I die Pflicht Alle Seckenheim mit Rheinau. 31. Donnerstag, 13. April 1905. Gefangene und Zugänge. de Am Freitag, 14. April, vormittags 8 einhalb Uhr findet die Verbeſcheidung v. rechtzeitig eingekommenen Reklamationsgesuche ſtatt und haben die Be⸗ nu an dieſem Tage zu erſcheinen, desgleichen die Herren Bürgermeiſter, an dieſem Tage Reklamationen aus ihrem Orte zur Verbeſcheidung kommen. Am samstag, 15. April 1905, vormittags 8 einhalb Ahr beginnt die Looſung rgangs 1885, ſowie der Pflichtigen älterer Jahrgänge, 8 15 erſchulden noch nicht geloſt haben. 5 außer Militärpflichtigen iſt das perſönliche Erſcheinen im Loſungstermin teili te falls der Pflichti 5 a tigen des Ja ſowet ſolche ohne i 8 geloſt 80 Nichterſchienenen wird durch ein Mitglied der Erſatzkommiſſion Feder Militärpflichtige gleichviel ob er ſich im 1., 2. oder 3. Militärpflicht⸗ 5 b darf ſich im Muſterungstermin freiwillig zur Aushebung melden, e ne daß ihm oder des 8 achten die Militärpfllchti i Linie zur ge chtigen auf die Die Pllichtigen i in rei zu erscheinen. gen haben zur musterung in reinlichem nüchternen Zustande Wer 3 ärztliches 0 Deladung cht Stabsarzt iſt, bürgermeiſteramtlich din Militärpflichtige, 27 tlich gabhinen rwirkt ha a önnen, ſofern ſie nicht dadur eld bis zu 30 Mark 2 5 1. Donnerstag, 9. märz 1905. 5 Rückständigen aus früheren Jahren aus dem ganzen Bezirk, ſowie 5 tigen des Jahrganges 1883 aus der Altstadt mannheim(Vororte aus⸗ 9 ſchloſſen), deren Famillenname mit dem Buchſtaben B anfängt. 29. Dienstag, 11. April 1905. Pflichtigen der Jahrgänge 1883, 1884, und 1885 aus der Gemeinde ieraus ein beſonderes Recht auf die Auswahl der Waffengattung Marine) Teils erwächſt. Durch die freiwillige Meldung ver⸗ Vorteile der Loſung und gelangen in erſter Krankheit am Erſcheinen im Muſterungstermin verhindert iſt, eugnis mindeſtens 3 Tage vor dem Termine unter Beifügung anher einzureichen. Dasſelbe iſt, wenn der ausſtellende Arzt eglaubigen zu laſſen. f i welche in den Terminen vor den Erſatzbehörden nicht aft b Haft bis Zur Ronfirmation empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, schwarzen u. farbigen Kleider- stoffe, Shirting, Hemdenstoff, Unterrockstoff eto. 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März 1905. und Gönner freundlichſt ein Acker⸗Verpachtung. Nr. 1875. Die bei der Neueinteilung der Almendſtücke im Eich⸗ anlaßt, am Konntag, den 19. März, abends 7 Uhr die wald als freies Gemeindegut liegen gebliebene Spitze wird auf eine Theaterstücke auf dem Rathauſe öffentlich verpachtet. 7. D. Mts., Vormittags 10 Uhr am letzten Sonntag verſtanden haben, den Anweſenden einen genuß⸗ Gemeinderat: Ratſchreiber reichen Abend zu verſchaffen, laden wir alle Mitglieder, ſowie Freunde Volz. Ritter. Der Vorſtand. Eintritt 50 Pfg., Kinder 30 Pfg., Vereine Preisermäßigung. Ebenſo empfehle mein übriges Lager in allen Artikel ber 5 manufakturwaren- u. Ausstattungs⸗Branche auf das Beſte. Evang. Arbeiter-Verein Seckenheim. 3 3 Sountag, den 19. März, nachmittags ½3 Uhr im Lokal 25 EItra- An 900 1 zum„Schwanen“ 5 5 1 General⸗ Verſammlung. 1 228 beſonders geeignet für Tages-Ordnung: 1. Rechenſchaftsbericht. 5 8 8 Konfirmation und Kommunion . Beſchedenen. 2 farbige, ſchwarze u. 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