Anzeigeblatt für Seckenbeim ung Noesbeim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Nedaktion, Iruck und Verlag non J. Helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die Iſpaltige Garmondzeile« oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 75. Mittwoch, den 20. September 1905. 5. Jahrgang Kochkiſten⸗Aus ſtellung. Unſeren Ausführungen über Zweck und Verwendung der Selbſtkocher möchten wir nun noch einige Bemerkungen über die Ausſtellnung ſelbſt, welche am 21. ds. Mts. im Rathausſaal eröffnet werden wird, beifügen. Die Aus⸗ ſtellung iſt reichhaltig beſchickt. Neben trans⸗ portablen und nichttransportablen Selbſtkochern ſind Speiſen⸗ und Milchwarmhalter, Töpfe für Garkocher und einiges andere in der Aus⸗ ſtellung vertreten. Die Verſchiedenartigkeit in den zur Wärmeaufſpeicherung verwendeten Materialien. in der geſammten Anordnung der Selbſtkocher, in der Form der Kochgeſchirre mit ihren Verſchlüſſen, in den Gewichten und Preiſen bietet reiche Gelegenheit Beobachtungen und Unterſuchungen anzuſtellen und manches Neue, Empfehlenswerte kennen zu lernen. Sehr intereſſant iſt das Ergebnis der Prüfung der Leiſtungsfähigkeit der Ausſtellungsgegenſtände. Um nämlich feſtzuſtellen, ob die Ausſtellungs⸗ objekte auch wirklich den Namen Selbſt-⸗ oder Garkocher verdienen, d. h. die Temparatur kochend eingebrachten Waſſers 4 Stunden lang bis auf 70 Grad C erhalten, wurden unter dieſem Geſichtspunkte ſämmtliche eingeſandten Selbſtkocher ſoweit ſie mit geeigneten Kochge⸗ ſchirren verſehen waren unterſucht. Eine größere Anzahl hat die Bedingung erfüllt, andere aber waren wieder nicht imſtande die Temperatur nach 4 Stunden auf wenigſtens 70 Grad zu halten. Hiernach kann man das geſammte zur Ausſtellung eingegangene Material in zwei große Gruppen trennen, nämlich: 1. Selbſtkocher, 2. Speiſewarmhalter. Die erſte Gruppe umfaßt alle Apparate in denen die Temperatur innerhalb 4 Stunden nicht unter 70 Grad ſank, die 2. Gruppe ſolche, bei denen dies der Fall war. Was die Form der eingeſandten Gegen⸗ ſtände anbelangt, ſo iſt zu beachten, daß die neueren Konſtruktionen meiſt die viereckige Form der Kochkiſte verlaſſen und dafür die runde zylindriſche eingeführt haben. Auf die Wärmeaufſpeicherung hat dieſe Form wenig Einfluß. Von den Iſoliermaterialien hat Filz eine ſehr hohes Wärmeaufſpeicherungsvermögen erwieſen, ebenſo Zement, Holzaſche, Seide, Quarzſand. Recht gut und ebenfalls noch ſehr zu empfehlen iſt Kork und Holzwolle. Die Preiſe der Selbſtkocher ſind bei jedem Ausſtellungsgegenſtand angegeben. Kleinere Ausführungsformen Selbſtkocher 1. Klaſſe ſind ſchon zum Preiſe von 6 Mark bei 2,5 Liter Inhalt, ſolche 2. Klaſſe zu 5 Mark vorhanden, die billigſten Speiſewarmhaltern koſten 3 Mark. För einen guten Selbſtkocher mit 2 Töpfen iſt der Preis 8— 10 Mark. . Beſondere Aufmerkſamkeit verdienen die transportablen Selbſtkocher. Wenn unter Trans⸗ portabel mit der Hand zur Arbeitsſtelle tragbar verſtanden wird, ſo darf das Gewicht des ge⸗ füllten Selbſtkochers 6 Kg. nicht überſchreiten. Da nun bei dieſem Miximalgewicht der Arbeiter eine möglichſt große Speiſenmenge mitnehmen ſollte, ſo war es von Intereſſe zu wiſſen, wie ſich das Gewicht des nutzbaren Inhalts(Waſſer, Speiſen) zum Geſammtgewicht des gefüllten Selbſtkochers verhält. Die Verſuche ergaben im günſtigſten Fall als nutzbares Gewicht ½ des Geſammtgewichts, ſo daß in einem hand⸗ transportablen Selbſtkocher höchſtens 3 Liter Speiſen transportiert werden können oder auf 2 Kochgeſchirre verteilt, jedes 1½ Liter Inhalt haben darf. Damit iſt von vornherein den transportablen Selbſtkochern eine gewiſſe Grenze geſetzt. Es hat ſich aber weiter gezeigt, daß obwohl es theoretiſch möglich ſein ſollte, auch bei kleinen Speiſenmengen die Temperatur nach 4 Stunden noch auf wenigſtens 70 Grad C zu halten, dies praktiſch doch nur in gewiſſem Maße erreicht iſt. Der kleinſte nutzbare Inhalt, mit dem eine Temperatur über 70 Grad er⸗ reicht wurde iſt 2½ Liter, während bei Selbſt⸗ kochern von 1½ Liter 67 Grad und bei ſolchen von nur 1 Liter 60 Grad die höchſte erreich⸗ bare Temperatur nach 4 Stunden war. Eine beſondere Abteilung der Speiſen⸗ warmhaltern bilden die Termophore und die Milchwarmhalter, welche letztere aufgewärmte Milch längere Zeit warm erhalten. Näher wollen wir auf die einzelnen Gegen⸗ ſtände nicht eingehen, da ja Jedermann Gelegen⸗ heit gegeben iſt das Material zu beſichtigen und ſich an Ort und Stelle zu orientieren. Die Ausſtellung iſt vom 21.25. Sep⸗ tember täglich von 8—1 Vormittags und 2—5 Nachmittags unentgeltlich geöffnet. Möge ſie lebhaften Zuſpruch finden und der weiteren Verbreitung der ſo nützlichen Ein⸗ richtung der Selbſtkocher förderlich ſein. Aus Nah und Fern. [ Seckenheim, 18. Sept. Welche ge⸗ waltige Summen der Verband der Badiſchen Frauen⸗Vereine für Wohltätigkeitszwecke aus⸗ giebt, möge aus folgenden Mitteilungen erſehen werden: Der Verband der Bad. Frauen⸗Vereine beſteht aus 347 Ortsvereinen, welche zuſammen 61149 Mitglieder zählen. Unſer Seckenheimer Verein iſt der 278. in der Reihe der Vereine. Alle dieſe Vereine unterhielten im Jahre 1904 40 eigene Handarbeitsſchulen mit 54 Lehrerin⸗ nen, 2589 Schülerinnen mit einem Aufwand von 45 464 Mk. Außerdem wurden noch 184 Koch⸗, Flick⸗, Spinn⸗ und Bügel⸗Kurſe unter⸗ halten und dafür 18928 Mk. ausgegeben. 94 Ortsvereine unterhalten eigene Kleinkinder⸗ ſchulen mit 168 Kinderlehrerinnen und mit einem Aufwand von 57542 Mk. Eigene Krankenſtationen unterhalten 150 Vereine; an dieſen Stationen ſind tätig 111 Ordens⸗ ſchweſtern, 58 Diakoniſſen, 65 Vereinsſchweſtern und 71 Landkrankenpflegerinnen. Es wurden in dieſen Stationen 34328 Kranke verpflegt durch 438 659 Einzelbeſuche mit einem Auf⸗ wand von 115094 Mk. für alle dieſe Pflege⸗ ſtationen. Die Armenpflege aller dieſer Ver⸗ eine unterſtützte 11192 Arme mit Naturalgabe im Wert von 58 715 Mk. Durch die Suppen⸗ anſtalten oder Volksküchen, deren 5 in den Vereinen beſtehen(2 in Mannheim, je eine in Heidelberg, Lörrach und Triberg) wurden 309312 Portionen ausgeteilt. 98 Vereine haben die Muſter zu Verbandmitteln für Kriegsgefahr, 32 haben Vorräte von dieſen Verbandmitteln; alle haben ein Kapital von 36163 Mk. für Kriegszwecke vorrätig. 32 dieſer Vereinen ſtehen in Verbindung mit Männerhilfsvereinen. 202 Vereine wirken mit bei Chriſtbeſcheerungen und anderen Feſtlich⸗ keiten, 63 zur Kleidung von armen Konfirman⸗ den, 37 zur Belohnung treuer Dienſtboten, Der rote Kaſpar. Criminalnovelle von Carl Caſſau. (Nachdruck verboten.) Es war gegen 1850, als auf der Linie zwiſchen Standorf und Stauhagen in Mittel⸗ deutſchland der Eiſenbahnbau beginnen ſollte. Man war Seitens der Landbevölkerung ſehr gegen die„Wagen ohne Pferde“ eingenommen und wehrte ſich gegen einen Bahnbau mit Hand und Fuß; die Segungen der Eiſenbahnen für den Landbau unterſchätzte man kurzſichtig La und gar; heute entlockt es uns ein ächeln, damals aber war die Oppoſition an der Tagesordnung. Niemand war in der ganzen Gegend ein erbitterterer Gegner des Bahnbaues als Ignaz Rainhuber der Buchenhofbauer zu Staudorf, ein ſehr bemittelter Landmann, aber querköpfig und ſtarrſinnig wie ſonſt Keiner. Er war ſonſt ein paſſabler Mann, wenn er aber auf die Bahn zu ſprechen kam, war er ganz wie aus dem Häuschen. Heute kam er auch wieder zu Frau Grete heim und murrte: 1 „Und nun wird's doch Ernſt mit der“ Bahn, Frau! Mitten durch unſere ſchönſten Koppeln wollen ſie durch, um Stauhagen und den Stauhagener Forſt zu erreichen.“ ö 1„Aber, Ignaz, das iſt uun doch wohl nicht zu ändern!“ „Nicht zu ändern? Wenn ſie doch nur vernüftig wären! Sollſt es ſehen: Armut bringen ſie in's Land, Unglücksfälle und Ver⸗ brechen!“ Frau Grete zuckte die Achſeln. Der Buchenhofbauer ärgerte ſich, daß ſeine Gattin ſo gelaſſen blieb, ſeine Tochter Vroni, ſein einziges Kind, ein hübſches und gutes Mädchen, welches auch zuhörte, ſchnauzte er gewaltig an: „Was ſtehſt da und fängſt Maulaffen ein, Dern'? Geh' an Deine Arbeit!“. Vroni erſchrak und eilte hinaus. Und nun ließ Rainhuber ſeiner Laune die Zügel ſchießen, indem er mächtig über das Bahnpro⸗ jekt loszog. Man werde ſchon ſehen, was das mit ſich bringe; Andere hätten ſchon die traurigſten Erfahrungen gemacht, und hier würden ſie gewiß nicht ausbleiben. Frau Grete blieb ganz ſtill, weil dieſes das einzige „Mittel war, ihren geſtrengen Eheherrn zum Schweigen zu bringen. Seine Laune wurde gerade nicht dadurch verbeſſert, daß ein be⸗ brillter, eleganter Herr eintrat in den Hof, der ſich als Ingenieur des neuen Bahnbaues, Harry Goldſchmidt, vorſtellte. Rainhuber empfing ihn nicht eben freund⸗ lich, beſonders als der Ingenieur mitteilte, daß der Bahndamm durch die„lange Koppel“ und die„Wieſenkoppel“ geführt werden müſſe. „Läßt ſich das nicht umgehen?“ mögend—!“ 1 f „„Alles, 1 1 0 iſt, Herr; mei 20 zur Hebung der Sittlichkeit der weiblichen „Leider nicht, aber Sie werden gut ent⸗ ſchädigt werden durch das Enteignungsverfahren, Herr Rainhuber, meinte der Ingenieur,„es wird Ihnen die Koppel ganz bezahlt!“ f „Sapperment!“ 5 Es war gerade Frühſtückszeit. „Grete!“ rief der Bauer. Und als die Hausfrau erſchien, hieß er ein Frühſtück, würdig des Buchenhofes, zurichten. 5 Nun kam Vroni knixend berbei und deckte den Tiſch. Kaum ſah Harry Goldſchmidt das ſchöne, goldzopfige Kind, ſo ward er Feuer und Flamme, denn er war ein großer Frauenfreund. Da er nun auch wußte, daß Papa Rainhuber fix Gulden im Säckel hatte, ſo machte er ſich gleich einen Plan, wie er es anfinge, des Bauern Schwiegerſohn werden zu⸗ können, denn mit ſeinen Finanzen hatte der Lebemann ſtets im offenſten Unfrieden gelebt. 5 Einladung zum Frühſtück an und fragte dann ſo beiläufig: 1 „Ihr einziges Kind, Herr Rainhuber?“ „Jawohl, meine Vroni, achtzehn Jahre „Da kann ja die junge Da 1 5 heiraten!“ e „Möchte ſchon, aber 1 3 „Aber ich bitt' Sie: ſo alt!“ bekommt einm fragte der * N Buchenhofbauer gedrückt. iſt gewiß!“ ihre 20000 G 7 8 Er nahm die — Jugend. Alle 347 Vereine hatten im Jahre 1904 eine Einnahme von 1042 582 Mk. Davon gingen 175676 Mk. durch die Mit⸗ gliederbeiträge ein, alles andere durch Geſchenke und Vermächtniſſe. Alle Vereine hatten eine Ausgabe von zuſammen 971404 Mk. Der Kaſſenvorrat der Vereine ſtellt ſich auf 71178 Mark, der Wert der Liegenſchaften beträgt über 1½ Millionen, die Kapitalien über eine Million, die Inventurvorräte bewerten ſich auf 385 197 Mk., ſodaß als das Aktivvermögen ſämtlicher Vereine über 3 Millionen beträgt, welchem ein Schuldenſtand von 819 212 Mk. gegenüberſteht. Der Jahresbericht ſchließt mit folgenden beherzigenswerten Worten:„Wir haben in Vorſtehendem große Reihen von Zah⸗ len vorgeführt, welche die Summe der Leiſtungen derſelben, die das Zuſammenwirken vieler Tau⸗ ſende von Frauen in getreuer, unermüdlicher Arbeit erzielte; ſicher eben ſo groß iſt aber die Summe deſſen, was dieſelben Frauen in der Stille getan und was ſich nicht in Zahlen dar⸗ ſtellen läßt, durch Spendung von Hilfe, von Rat und von Troſt und von Anleitung und Aufrichtung. Herzlichen Dank ihnen Allen! Möge ihre Arbeit mit der unſerer treuen Lei⸗ terin und Beſchützerin auch ferner geſegnet ſein und bleiben!“ en Dem fügen wir hinzu: Möge die Tätigkeit auch des hieſigen Frauenvereins immer mehr Mitarbeiterinnen finden unter denen, die ſich aus irgend einem Grunde noch auf die Seite ſtellen und möge die Arbeit des Vereins in ſeinem reichen Segen immer mehr erkannt werden von denen, die in ihr Torheit und Beſchränktheit immer noch nicht wiſſen, welches die Zwecke des Vereins ſind, ſich aber dadurch doch nicht abhalten laſſen, über den Verein ihre einfältigen Urteile abzugeben. Durch dieſe Mitteilungen kann Jedermann er⸗ kennen, wieviel Wohltätigkeit im ganzen Lande geübt, wie vieler Not geſteuert wird, wie viel überhaupt getan wird für die Hebung der Er⸗ werbsfähigkeit des weiblichen Geſchlechts, für Kinderpflege, Krankenpflege, Armenpflege u. dgl. mehr in unſerm badiſchen Lande und das Alles unter der treuen unabläſſig tätigen Initiative unſerer Großherzogin und ſo vieler Frauen und Männer, die ſich mit Aufopferung von Zeit und Geld, und ohne auf Dank zu rechnen dieſer ſozialen Tätigkeit widmen. * Ilvesheim, 18. Sept. In der Nacht von Sonntag auf Montag gegen 12 Uhr brach in der Scheuer des Herrn Gerhard, dahier, Feuer aus, welches das große Gebäude in Aſche legte. Auch die angebaute Scheuer des Herrn Bühler, Gaſthaus zum Hirſch, wohl die größte und beſteingerichtete in hieſiger Gemarkung, wurde ein Raub der Flammen. Dem tatkräf⸗ tigen Eingreifen der hieſigen freiwilligen Feuer⸗ wehr, welche ſpäter durch die Seckenheimer und Feudenheimer Feuerwehren unterſtützt wurde, gelang es, das Feuer zu lokaliſteren und die Nachbargebäude zu retten. Heidelberg, 18. Sept. Am Samstag mittag wurden in der Leyergaſſe die Pferde D 1 eines Bierfuhrwerks ſcheu. Dem Fuhrmann ge⸗ lang es nicht mehr, ſie zu beruhigen, und ſo rannten ſie in dem Hauſe Obere Neckarſtraße 19 ein Fenſter ein, warfen die Fenſterbank um und richteten ſonſt noch verſchiedenen Schaden an. Verletzungen kamen glücklicher⸗ weiſe nicht vor. Heidelberg, 18. Sept. Der in Wies⸗ baden verhaftete 21 Jahre alte Schloſſer Ludwig Ueberle aus Neuenheim hat in einem Verhör geſtanden, den Tapezierer Peter Kunz aus Pforzheim, der am 4. Auguſt in der Nähe der Bismarkſäule ermordet aufgefunden wurde, am 25. Juli erſchoſſen zu haben. Steinen, 16. Sept. Ein ſchwerer Un⸗ fall ſtieß laut„M. Tgbl. geſtern mittag dem Herrn Buchdruckereibeſitzer H. Zimmermann von Waldshut zu. Derſelbe beſtellte bei der Firma Siegriſt in Brom bach ein dreiräderiges Automobil und ſoll ſich auch ſeit zwei Tagen in Brombach befunden haben, um ſich in die Kunſt des Fahrens einzuweiheu. Geſtern nun wollte er die Heimreiſe antreten, ſtieß jedoch beim Gaſthaus zum„Ochſen“ hier, wo die Straße einen Bogen beſchreibt, an einem Wagen auf. Das Automobil fiel um, Herrn Zimmermann unter ſich begrabend. Bewußtlos mit gebrochenem Arm und ſonſtigen Ver⸗ letzungen wurde er von den zu Hilfe herbeige⸗ eilten Leuten blutüberſtrömt aus ſeiner Lage befreit, eine Krankenſchweſter nahm ſich ſofort hilfreich ſeiner an. Mähriſch⸗Szenberg, 18. Sept. Der Kaſſierer der Olleſchauer Papierfabrik hat ſich erſchoſſen. Der Direktor iſt flüchtig. Es ſind Unterſchlagungen in Höhe von 2,000,000 Kronen aufgedeckt worden, die ſich auf 20 Jahre ver⸗ teilen und die durch falſche Bilanzen verdeckt wurden. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 15. September 1905.) Für Herſtellung der Fabrikſtraße in Rheinau werden übergeben: Die Lieferung von Stückſteinen, Schotter und Gruß an Herbel Wilhelm und Hilde⸗ brand um 2634.— Mk. Die Lieferung von Randſteinen aus Neckar⸗ ſandſteinen an Hermann Krauth in Eberbach um 1522.80 Mk. Die Lieferung der Granitrandſteine an Johann Tiſon in Bärsbach um das Angebot von 198.— Mk. Die Straßenherſtellungsarbeiten an Hein⸗ rich Eiſen in Mannheim um das Angebot von 7119.— Mk. Die Gehwegherſtellungsarbeiten werden der der Firma Heinrich Eiſen um das Angebot von 3 360 Mk. übertragen. Der hier eingereichte abgeſchloſſene Fahr⸗ nisverſicherungsantrag bleibt unbeanſtandet. Man nimmt zur Kenntnis, daß Rheinau am 1. September er. 3574 Einwohner zählte. Ein Grundſtück in Seckenheim wird amt lich geſchätzt Der Vertrag zwiſchen den Jagdpächtern des 1. Jagdbezirks Seckenheim und Herrn Emil Kunzel in Mannheim bleibt ohne Ein— wand. Die mit Erlöſen von 482 und 690 Mar abgeſchloſſene Farrenverſteigerungen werden ge⸗ nehmigt. 90 Die Verſteigerung von Sterholz 11 Wellen wird genehmigt; das Stammholz wir zur abermaligen Verſteigerung ausgeſchrieben. Auf den Aufnahmsliſten wird die Verwendung des Holzes beurkundet. 9 Die Lieferung von Kohlen wird an Eduar Merklein um 92 bezw. 1.15 Mk. pro Zentner übertragen. Der Karouſellplatz in Rheinau wird an Andreas Fiſcher in Aglaſterhauſen um 101 Ml. und jenes in Seckenheim um 245 Mk. an Johann Günther in Altrip übertragen. Vermiſchtes. — Wem gehören überhängende Früchte Angeſichts der Obſternte iſt es angebracht, auf die rechtliche Seite des Eigentums aufmerkſam zu machen. Ein Baum gehört immer den jenigen, auf deſſen Grund und Boden er ſteht. Hängen nur Zweige aus dem Nachbargarten über, ſo kann der Nichteigentümer das 1 ſchneiden dieſer Zweige verlangen oder ſe bf vornehmen, aber die Zweige gehoͤren dem Eiger, tümer. Anders iſt es mit den Wurzeln de Baumes. Dieſe kann der Nichteigentümer abs hauen und für ſich behalten. Die in den Nach, bargarten überhängenden Früchte gehören ſtet 5 dem Baumbeſitzer. Dieſer muß aber, will 3 die Früchte abnehmen, erſt die Erlaubnis de Nachbarn zum Betreten des Gartens haben Abgefallene Früchte gehören demjenigen, au deſſen Grund und Boden ſie liegen. ie — Eine ruſſiſche Zeitung ſchildert, we ruſſiſche Beamte arbeiten. Die Schreiber a beiten in den meiſten ſtaatlichen Inſtitution bei einem durchſchnittlichen monatlichen Gehe 2 e 1 von 30 Rubeln(àa 3 Mk. 20 Pfg.) täglich von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags der Tiſchvorſteher arbeitet entſprechend ſeine höheren Gehalt von 125 Rubeln täglich nut in Stunden; der Abteilungschef bezieht en Monatsgehalt von 300 Rubeln, er erſchein demgemäß erſt mittags 1 Uhr auf Din, Bur eau; der Departementsdirektor, der 4 nahmen von etwa 1000 Rubeln monatlich 15 iſt natürlich genötigt, vornehmer als der Abe teilungschef zu ſein, er kann als Direktor 1 2 Uhr mittags nicht erſcheinen; da der Une gebene den Dienſt aber nicht vor ſeinem Ehe verlaſſen kann, iſt der Chef wiederum genötig“ noch vor 4 Uhr„Feierabend“ zu machen. — In Weſſingen, einem Dörfchen 166 565 Seelen, gibt es nicht weniger als An „Mayer mit 9“, 38 Verheiratete mit 128 2 5 gehörigen. Gegenwärtig befinden ſich die Wes ſinger„Mayer“ in einem gewiſſen Kampf 1. Herrn Harry Goldſchmidt lief das Waſſer im Munde zuſammen. Der Alte lenkte aber geſchickt wieder zum Bahnbau hinüber und erfuhr nun aus ſicherer Quelle Alles, was es wiſſen wollte. „Aber Segen bringt's dem Lande doch nicht!“ ſagte er ſchließlich.„Sollt's ſehen!“ Goldſchmidt war ganz Feuer und Flamme und explicirte es Rainhuber deutlich, daß ihm die Bahn, zumal hier in Staudorf ein Halte⸗ platz geplant ſei, nur Vorteile bringen könne. „Ihr könnt“, meinte er,„Eure Produkte, z. B. Euer Getreide, viel vorteilhafter ver⸗ kaufen; die Bahn erſchließt Euch den Weg nach jeder Stadt!“ „Das iſt wahr!“ „Uebrigens geht es mit Erdäpfeln. Rüben, Raps, Hopfen nicht anders!“ Aber der Herr „Mir leuchtet's ein! zuckte die Achſeln. Förſter glaubt's nicht!“ Harry Goldſchmidt Er war ein politiſcher Kopf, tat aber dem Frühſtück alle Ehre an. Nur zögernd und nicht ohne einen feurigen Blick auf Vroni ver⸗ abſchiedete er ſich; verſprach aber baldige Wiederkehr. „Das iſt ein viel geſcheiterer und ver⸗ nünftiger Herr, als ich gedacht hab,“ meinte der Rainhuber nach ſeinem Weggange und wiſchte ſich den Mund, um in den Stallungen nachzuſehen. Bei den Pferden Hatte er einen Knecht, den die Leute den„roten Kaſpar“ nannten; er war durch einen Geſindevermieter aus Litthauen hierher verſchlagen worden. Als der Bauer leiſe in den Stall trat, lag der Litthauer hinter der Futterkiſte und ſchlief. Das eine Pferd, das ſah Rainhuber mit einem Blick, hatte die Kolik. Er ſtieß deshalb den roten Kaſpar mit dem Fuße an, daß er erwachte und ſagte: „Fauler Schlingel, Du ſchläfſt, während Du die Pferde abwarten ſollſt? Auf der Stelle an den Dienſt! Die Bleß hat die Kolik! Wenn es ſchon zu ſpät iſt, wie ich faſt glaube, koſtet es Dich den Dienſt, das ſage ich Dir! Hole eilends den Thierarzt!“ Ein ſolcher wohnte in Stauhagen. Der rote Kaſpar fuhr empor und lief ſchnurſtracks davon. Mit dem Pferde aber ward es ſchlimmer. Es geberderte ſich wie 5 man ſah, daß das Tier an Krämpfen erlitt. Dahin war alle Beſonnenheit Rainhubers: er fluchte und wetterte. Schweißtriefend kehrte der rote Kaſpar zurück, der Tierarzt kam ſchon vor ihm zu Pferde an und gab das Vieh ver⸗ loren, machte aber doch noch einen Verſuch mit einer Mixtur. Aber das Pferd verendete ſchon nach Kurzem. Nun war Rainhuber Häuschen: „Durch Deine ganz aus dem Schuld, Du Strolch“, ſchnob er den roten Kaſpar an,„iſt das Tier krepirt, nun verläßt Du meinen Dienſt ſofort! Komm herein, hole Dein Geld und dann gehſt Du! Achtzig Gulden ſind durch Deine Schuld dahin; Hätteſt Du Lump nicht geſchlafen, ſtatt auf das Tier acht zu geben, ſo, wär's gerettet tragen ausgezeichnet, im Geſpräch mit 2 worden] Solche Faullenzer kann der Buchen hofbauer im Dienſte nicht gebrauchen!“ 15 Als der rote Kaſpar ſein Geld hatte, 110 ließ er den Hof mit Drohworten und g dann unter höhniſchem Lachen fort. m Da die Schachtmeiſter ſchon Leute zun Kiesgraben ſuchten, fand der rote Kaſpar Bahnbau ſchnell wieder einen Arbeitsplatz. cet Kaum war das tote Roß vom Abde entfernt worden, ſo fand gleich nach Tiſche 1 85 Buchenhofbauer einen neuen Anlaß zum Goal, er ertappte ſeinen Oberknecht Sepp Bich 90 einen hübſchen, kraftvollen, blonden Menſch 10 der ſich ſtets durch Fleiß und ein geſehle deine Vroni. 207 „Habt Ihr nichts Beſſeres zu dolch⸗ ſchnaubte er,„Du, Vroni, gehörſt in die Mi ort . und Du, Sepp, auf den Acker! 8 jetz K 5 Er ging hinein, um ſich die Meerſchaum pfeife anzuzünden und brummte: eine „Fehlte mir gerade noch, wo ſich der ſpaß Menſch ſichtlich für die Vroni intereſſirt, men das Mädel eine Liebſchaft mit dem ar ge⸗ Tropf, dem Sepp, anfinge! Will da doch hörig und früh genug acht geben!“ Frau So trat er denn in's Haus, um mit 55 Grete über den Punkt weiter zu verhandelt. (Fortſetzung folgt.) dem„Pflumm“ um die Vorherrſchaft im Dorf. Es gibt ſchon jetzt 44 Verheiratete names Pflumm; ſie haben es aber noch nicht zu der anſehnlichen Zahl von Frauen und Kindern gebracht, wie die Mayer. — Der Friedensſchluß. Wie ſich's der kleine Sepp vorſtellt: „D' Japaner, die ſan viel zu gut Ham all's verſchenkt wie Nuſſen. Bloß a bißel„Zachalin“ Hams b'halten gegen d' Ruſſen!“ — In dem Speiſeſaal einer neuen Heil⸗ anſtalt in Schlachtenſee befindet ſich, wie die „Tägl. Rundſchau“ mitteilt, eine große Plakette, die als Inſchrift Otto Erich Hartlebens Verſe über die Neuraſthenie trägt. Sie lauten: „Raſte nie, Doch haſte nie! Sonſt haſte die Neuraſthenie.“ — Wohlmeinend. Gaſt:„Kellner, dieſe Eier ſind verdorben und nicht genießbar, rufen Sie mir ſogleich den Wirt!“— Kellner: „Sie, der iſt noch ungenießbarer!“ — Neunmal verheiratet im Alter von 33 Jahren, das iſt ein Rekord, den wohl nicht viele Frauen zu brechen verſuchen könnten. Die unerſchrockene Frau, die das vollbracht hat, iſt Miß Matilde Jane Ayres, die jetzt in Taylor County in den Vereinigten Staaten lebt. Sie hat ihre ereignisreiche Ehelaufbahn ſchon ſehr früh und auf ſehr romantiſche Art begonnen. Sie war 16 Jahre alt, als ſie ſich entführen ließ und den Mann ihrer Wahl heiratete. Elf Monate ſpäter wurde ihr Gatte, durch einen unglücklichen Zufall erſchoſſen, und um ihr Haus zu retten, heiratete die jugendliche Witwe ſchon innerhalb Jahresfriſt einen Mann, der eine große Hypothek auf ihrem Hauſe hatte. Auch der zweite Gatte wurde nach wenigen Wochen aus dem Hinterhalt erſchoſſen. Der dritte Gatte war ein junger, ſchöner Schmuggler, der von einem Steuerbeamten geſchoſſen wurde und ſtarb. Matilde Jane war damals 19 Jahre alt, und ſie blieb 2 Jahre Witwe; dann wählte ſie als 4. Ehemann einen früheren Geliebten, mit dem ſie 2 glückliche Tage zu⸗ ſammenlebte. Dann wurde ihr der Mann durch eine ſchwere Krankheit entriſſen. Nun heiratete ſie den Bruder des 4. und die Ehe hatte 4 Jahre gedauert, als ein niederſtürzender Baum ihr den 5. Gatten entriß. Ein Jahr ſpäter lernte die Witwe den Politiker Manuel Hudſon kennen, der ſie bald heiratete; aber auch dieſe Ehe fand ein jähes Ende, als Hud⸗ ſon eines Tages bei einem hitzigen Streit von einem Gegner erſchoſſen wurde. Der 7. Gatte, namens Dumesnil, ſtarb am Herzſchlage, und auch der 8., namens Maſon, konnte ſich des Eheglücks mit Matilda Jane nur kurze Zeit erfreuen. Aber es fand ſich noch ein mutiger Mann, den das Geſchick ſeiner Vorgänger nicht ſchreckte, und dieſer Mr. Ayres lebt jetzt glücklich und zufrieden mit der vielerfahrenen Frau. — Erbauliſches von der ſchweizeriſchen Miliz. Die guten Schweizer ſind ganz empört über einen Vorfall, der ſich letzte Woche in Grenchen, Kanton Solothurn, zugetragen hat: Montags rückte dort die tags zuvor mobil ge⸗ machte Poſttionskompagnie 1., beſtehend aus Genfern, Waadtländern und Neuenburgern, etwa 250 Mann ſtark ein, und zwar in einem nichts weniger als militäriſchen Zuſtande. Eine große Anzahl der Mannſchaft war näm⸗ lich betrunken, und zwar ſo ſehr, das die Aus⸗ ladung des am Abend eingetroffenen Material⸗ zuges mit den Geſchützen unterbleiben und der Zug über Nacht nach Biel geführt werden mußte, wo er dann am Dienstag entladen wurde. Ein ſchweizeres Blatt behauptet ſogar, daß die Offiziere nicht mehr ihre Au⸗ torität zu wahren vermocht hätten, was jedoch ſchon deshalb unglaublich erſcheint, weil der Truppe überhaupt kein Offizier, ſondern nur ein einfacher„Fogrier“ als Führer beigegeben war. Die Mannſchaft war ſich infolgedeſſen ganz ſelbſt überlaſſen, und unter dieſen Um⸗ ſtänden kann man es ſchließlich auch verſtehen, daß einige ſich vergaßen. Aber nichtsdeſto⸗ weniger verlangen ſchweizeriſche Blätter zur Ermittlung des Tatbeſtandes und ſeiner Ur⸗ ſache eine genaue Unterſuchung. — Entgegnung. Kurgaſt:„Na, wiſſen Sie, Herr Wirt, Ihre Speifen und Getränke ſind aber miſerabel!“— Wirt(in einem Luft⸗ korort):„Na, Sie ſind doch auch wegen der guten Luft hier und nicht, um gut zu eſſen und zu trinken.“ Seckenheim, 19. Sept. Der heutige Ferkelmarkt war mit 125 Stück befahren und wurden 100 Stück zum Preiſe von 25—30 Mk. pro Paar abgeſetzt. Dutzholz⸗Uersteigerung. Nr. 9952. Am Freitag, den 22. September d. Js., Vor- Phosphorsaurer- Cent Wahlläligkeits Z mittags 10 Ahr werden auf dem Rakhauſe dahier 4 Stämme 1 N gegen Baazahlung öffentlich verſteigert. f. I r 2 3 Geld⸗Lotterie Seckenheim, den 15. September 1905. 55 Zieluun 1 0 11 55 42 Gemeinderat: Ratſchreiber das wichtigſte, mineraliſche Nah⸗5 9 garant. 4. 771⁊1 J. V.: Seitz. Ritter e e Auf⸗ E Beste Gewinnchancen! 8 zucht und Mäſtung aller Haustiere. E Bekanntmachung. 5 Kilogramm Mk. 1.75, bei Poſten 8 3388 Harzen. ohne Abzug zn 5 Die Liſte der Geſchworenen und Schöffen betr. billiger. 5 5— 44,000 5 Nr. 9 452. Die Liſte der Geſchworenen und Schöffen iſt gefertigt] Nuiverſal⸗Hrogerie R. Clajus 1. Haupk⸗Gew. Mk. 15,0005 und liegt vom 20. ds. Mts. an 8 Tage lang zu Jedermanns Einſicht Mannheim, Seckenheimerſtr. 8.[2 Haupt⸗Gem. Ml. 5,000. auf dem Rathauſe(Zimmer Nr. 7) hier offen und können Einſprachen 8 0% 4 100 in 200 8 gegen dieſelbe innerhalb 5 a ſchriftlich oder mündlich zu Protokoll Schöne 8 5 Ak. 200048 bei dem unterzeichneten Bürgermeiſteramt vorgebracht werden. a 4388 6 55 20000 8 Spätere Einſprachen finden keine Berückſichtigung mehr. II U 1 Gkwinne ful. Seckenheim, den 19. September 1905. 0 nun dos 1 Mk.( Porto u. Lite 30 Pg Bürgermeisteramt: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Baugeſuch der deutſchen Steinzeugwarenfabrik in Friedrichsfeld betr. Nr. 9931. Die deutſche Steinzeugwa enfabrik für Kanaliſation und Chemiſche Induſtrie in Friedrichsfeld beabſichtigt, im Anſchluß an Ihre Fabrik ein neues Ofengebäude mit 4 Brennöfen, Kamin und Ver⸗ bindungsgang aufzuführen. Die Beſchreibungen und Pläne liegen während der Einſprachsfriſt —- das iſt vom 19. September bis 2. Oktober 1905, einſchließlich— auf dem Rathaus Seckenheim, Zimmer 7 und der Kanzlei des Großh. Bezirksamts Mannheim zur Einſicht offen. Wir bringen dies mit dem Anfügen zu öffentlichen Kenntnis, daß etwaige Einwendungen bei dem unterzeichneten Gemeinderat oder dem Großh. Bezirksamt Mannheim, während der obigen Einſprachsfriſt vor⸗ zubringen ſind, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln be⸗ ruhenden Einwendungen als verſäumt gelten. Seckenheim, den 19. September 1905. Gemeinderat: J. V. Seitz. Frauen-Verein Seckenheim. Sämtliche verehrl. Mitglieder des Vereips, beſonders die verehrl. Vorſtandsfrauen werden auf die Ausſtellung von Kochkiſten, welche vom 21. bis 25. September im Rathausſaal in Mannheim ſtattfindet, aufmerkſam gemacht und freundlichſt zur Beſichtigung eingeladen. Seckenheim, den 19. September 1905. Die 1. Präſidentin: Ratſchreiber Ritter. M. Volz. FCTCCCCCCCCCCCCTCTCCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTCTTTT e Magdeburger; e Lebens-Versicherungs- Gesellschaft. (Alte Madeburger.) Lebens- und Unfall-Versicherung. niedrige Prämien. N Günstige Bedingungen. Vorteilhafte Gewinnbeteillgung. Verſicherungsbeſtand ca. 237 Millionen Mark. Geſamtvermögeu ca. 74 Millionen Mark. Bisher an Verſicherte bezahlt ca. 69 Millionen Mark. Vertreter für Seckenheim und Umgebung: Phil. Heidenreich, Schloßſtraße 29. mit 3 Zimmern und Küche an der Halteſtelle Rathaus ſofort zu vermieten. Hauptſtraße Ar. 123. Jahnatelier Th. Beisser P 4, 15 Mannheim P 4, 15. 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