— Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 25 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 0.80 Redaktion, Jruch und Verlag non J. Relfrich in Seckenheim. Anzeigen: g Die Iſpaltige Garmondzeil⸗ oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 55. 5. Jahrgang Deutſches Reich. Seckenheim. Die Disziplinar⸗Strafbe⸗ ſtimmungen der deutſchen Armee geſtatten einem ann, der ſich zu Unrecht beſtraft glaubt, erſt nach Verbüßung der Strafe den Beſchwerde⸗ weg. Für den aktiven Soldaten hat dies bei geringen Arreſtſtrafen in der Regel wenig zu bedeuten, weil die Entziehung der Freiheit ihm keinen materiellen Verluſt bringt. der Fall für einen Angehörigen des Beurlaub⸗ tenſtandes, dem auf der Kontrollverſammlung mehrere Tage Arreſt diktiert werden. Iſt er ſelbſtändiger Geſchäftsmann oder Handwerker, rnährer einer Familie, ſo trifft ihn der durch ie unvorhergeſehene Freiheitsentziehung verur⸗ ſachte Geſchäftsverluſt unter Umſtänden ſehr empfindlich. Es kann auch vorkommen, daß em Vorgeſetzter ſich irrt, ſo gut wie jeder Sterbliche irren kann, und den Unrechten be⸗ ſtraft, während der wirliche Uebeltäter uner⸗ mittelt bleibt. Ein ſolcher Fall ſoll kürzlich in der Rheinprovinz vorgekommen ſein. Der be⸗ trafte Landwehrmann, als Bürger und Soldat noch unbeſtraft, ſoll im Gliede geſprochen haben und erhielt dafür 3 Tage Arreſt. Seine Nedbenleute, achtbare Männer in angeſehenen, öffentlichen Aemtern, ſind jederzeit zu bezeugen bereit, daß der Beſtrafte nicht den Mund geoͤff⸗ net hat. Seine ſofortige eigene Verteidigung gegenüber dem ihn beſtrafenden Offizier wurde zurückgewieſen. Der Mann muß eine Strafe verbüßen, ſein Geſchäft im Stich laſſen und darf erſt nachher den Beſchwerdeweg be⸗ ſchreiten. Wir ſind der Anſicht, daß dem eurlaubtenſtande dieſe Härte genommen wer⸗ en könnte, zumal der Staat doch darauf be⸗ dacht ſein müßte, im Falle irgend eines menſch⸗ lichen Mißgriffes nicht die Dienſtfreude im deurlaubten Soldaten herabzumindern; mit dem Rechtsgefühl des Volkes läßt es ſich h. z. T. nicht mehr vereinbaren, wenn dem nach ſeinem Bewußtſein unſchuldig Beſtraften die Gelegen⸗ heit zur Rehabilitation erſt nach Verbüßung der Strafe geboten iſt. Hierin könnte ſehr leicht Wandel geſchaffen werden, ohne daß die militäriſche Disziplin oder das Anſehen der in Frage ſtehenden Offiziere Schaden leidet. — Ausland. g Paris, 27. Nov. des„Matin“ aus Sebaſtapol iſt die ganze Schwarzemeer⸗Flotte in Rebellion. Die Meuterer ſind Herren des Arſenals und des Kriegshafens. Es ſoll bereits zu Plünderungen, Brandſtiftungen und Niedermetzelungen ge⸗ mächtig und verlangen Hülfe von Petersburg. Tokio, 27. Nov.„Daily Telegraph“ meldet: Das Armeemedizinaldepartement teilt mit, daß die japaniſchen Verluſte während des Krieges an Toten und Verwundeten zuſammen 218 429 Mann, an Kranken 221 136 Mann betrugen. a Petersburg, 27. Nov. Aus allen Teilen des Reichs kommen Meldungen, das ſich die Truppen der Revolution anſchließen. Das ruſſiſche Kriegs⸗Miniſterium erhielt Depeſchen von den Militärbehörden in Odeſſa, in Aſchabad, Taſchkent, Kiew, Charkow, Warſchau und Aſtrachan, die alle darin übereinſtimmen, daß die Trupprn revoltieren. Die Militärbe⸗ hörden melden, alle Anzeichen ſprechen dafür, daß eine allgemeine Meuterei geplant ſei. Warſchau, 27. Nov. Geſtern abend 10 Uhr wurden aus dem Cafe des Hotels Windſor hierſelbſt zwei Bomben geworfen. Dieſe explo⸗ dierten auch, es wurde jedoch niemand verletzt. Nur Geſchirr und Möbel wurden zertrümmert. In den büchſenartigen Bomben befand ſich eine Füllung mit Nägeln. Die Täter wurden ver⸗ folgt. Die ſchoſſen im Fliehen und töteten einen alten Mann. Es gelang ihnen unerkannt zu entkommen. Moskau, 27. Nov. Der Streik gewinnt hier fortgeſetzt an Ausdehnung. Die Arbeiter demolieren täglich Fabriken und Privathäuſer. Die in den letzten Tagen durch die Streik⸗ unruhen erlittenen Verluſte belaufen ſich auf etwa eine Million Rubel. Die Kolomnaſche Maſchinenbauanſtalt wird am 28. November geſchloſſen, die gegen 6000 Mann betragende Arbeiterſchaft wird entlaſſen. Aus Nah und Fern. [ Seckenheim, 28. Nov. (Geſang⸗ verein Sängerbund.) Da wegen des Buß⸗ Nach einem Telegramm kommen ſein. Die Militärbehörden ſind ohn⸗ Anders liegt und Bettages die geplante 1. Aufführung auf 3. Dezember verſchoben werden mußte, laden wir unſere Freunde und Gönner nochmals ein. Verſpricht doch nach allen Anzeigen der Abend ein ſehr genußreicher zu werden. Da treffen wir den trinkfeſten Sultan, der ſeine Tochter gern an den Muſchbl verheiraten möchte und ſie nicht losbringen kann, dem eine halbe Million ſo feil iſch, wie e Blutwurſcht. Nord⸗ bhäuſer— viel Nordhäuſer trinkt der Gerichts⸗ diener Lutſchke und verwechſelt darum in ſeinem Schnapsduſel den Weinonkel mit einem ganz gemeinen Verbrecher, den er nicht nur einfängt, ſondern ihn knebelt und bindet. Zahlreiche Er⸗ lebniſſe aus Land und Stadt ſchildern uns die Soloſcenen und Ohrfeigenduette. Für geſunden Humor ſorgt der Berufskomiker Herr Kuntz, der einige Schlager mitbringt. Wer ſich alſo amüſieren will, kommt dabei ſicher auf ſeine Rechnung. Es ſei noch hinzugefügt, daß die Mitglieder auch nur gegen Entgelt Zutritt haben. Programme zu 30 Pfg. ſind an der Kaſſe zu haben. Anfang ½8 Uhr. Mannheim, 27. Nov. Tot aufge⸗ funden wurde in dem Hofe einer Wirtſchaft in der Meerfeldſtraße heute Nacht der verh. 50 Jahre alte Agent Max Gilly. Er iſt einem Schlaganfall erlegen.— Der 48 Jahre alte verh. Landwirt Peter Graber von Neckarau fiel am 25. ds. Mts. mittags, als er Holz in ſeinem Schuppen holen wollte, 8 Meter tief herab auf einen Steintrog und erlitt hierbei ſchwere Kopfverletzungen.— Der ledige Kauf⸗ mann Otto Frieder ſtürzte geſtern abend an⸗ ſcheinend in ſchlaftrunkenem Zuſtande in ſeiner Wohnung aus einem Fenſter des 4. Stockes in den Hof hinab. Glücklicherweiſe kam er noch mit dem Leben davon; er erlitt nur einen komplizierten Bruch des linken Schenkels. Mannheim, 25. Nov. Zum Komman⸗ danten des hieſigen 4. Gendarmerie⸗Diſtrikts wurde anſtelle des nach Freiburg verſetzten Herrn Major Grabert der Königlich Preußiſche Major a. D. Ernſt Faller, zuletzt Bezirks⸗ offizier beim Landwehrbezirk Frankfurt a. M. ernannt. Mannheim, 27. Nov. Nach einer dem Bürgerausſchuß zugegangenen Vorlage betragen die Koſten der Erwerbung des Kaufhauſes und Das Geheimnis der Brüder. Kriminal⸗Roman von J. Fichtner. 18)(Nachdruck verboten). „Gut, ich komme. Gehen Sie voraus!“ In wenigen Minuten war ich wieder an⸗ gekleidet, zog meinen Regenmantel über und— halt, da fällt mir ein, das Nötigſte mitzu⸗ nehmen— für ſchnelle Erkrankungen war ich ſtets gerüſtet; vielleicht ein Schlaganfall, Krämpfe oder irgend ein Zufall. Nun war auch das eſorgt. Ein Bläck ins Schlafzimmer belehrte mich, daß meine Frau ſchlief— ich ſtörte ſie nicht und ging, meiner Pflicht zu folgen. Wohnräume des Hauſes, in welchem vor einer Stunde noch volles Leben pulſierte und das nun ſo unheimlich ſtill ſich ausbreitete. In Diener behilflich war. Da drang aus dem Nebenzimmer eine tiefe, dringende Stimme: „Nimm Vernunft an, Kind, und laß dieſen törichten Wahn fahren; Papa muß doch ſeine Gründe haben, daß er ſich derart widerſetzt—“ „Weil er arm und aus niederem Stande iſt!“ klang es bitter zurück. „Nicht das allein, es müſſen noch be⸗ ſondere Umſtände mitreden,— ich bitte dich inſtändig, gib unſerem Hauſe die Ruhe wieder — ſiehſt du nicht, was dein Trotz wieder an⸗ gerichtet hat, du wirſt ihn noch töten!“ „Mama!“ Wie ein Verzweiflungsgeſchrei Wilder Herbſtſturm tobte mir entgegen, es war weder leicht, noch angenehm, hindurch zu ſteuern, aber dennoch hatte er ſein Gutes, er rief alle meine Lebensgeiſter wach und weckte mich zu voller Beſonnenheit. Ich kürzte den eg durch den Park ſoviel als möglich und war bald zur Stelle. Die große ſchwere Eichentür war nur an⸗ gelehnt, ich drückte ſie zurück und fand in dem weiten Flur den Diener, der mit einer großen undlampe in der Hand meiner wartete. itternde Streiflichter fielen auf die Dekora⸗ nonsbilder des Hintergrundes, der in tiefe unkelheit gehüllt war. Lautlos ſtiegen wir drang es durch die halb angelehnte Tür. Ich war fertig, räuſperte mich, und der Diener ging mich anmelden. In nächſten Augenblick rat mir Frau Franke entgegen. „Meinen herzlichſten Dank, daß Sie gekommen ſind!“ ſagte ſie, mir die Hand bietend. „Ich bedauere nur die traurige Veran⸗ laſſung, wie iſt das unr ſo ſchnell gekommen, Herr Franke befand ſich doch vorhin ganz wohl, wie es mir ſchien— nur etwas un⸗ ruhig und aufgeregt—“ „Dieſer Zuſtand hat ſich ſpäter noch die Treppen hinauf und gelangten an die einem Vorzimmer legte ich ab, wobei mir der früher einmal gelitten, wiedergekehrt, vielleicht iſt es Ihnen möglich, ihm Linderung zu bringen — bitte—“ Sie befand ſich immer noch in ihrer Ge⸗ ſellſchaftsrobe, die kurze Schleppe des ſchwarzen Samtkleides nach ſich ziehend. Im nächſten Zimmer, in welches wir getreten, herrſchte beinahe völlige Dunkelheit, nur eine Kerze ver⸗ breitete matten Dämmerſchein, bei welchem ich geſteigert und jedenfalls ſind dadurch die ſchrecklichen Herzkrämp fe, an welchen er ſchon dennoch bemerkte, wie in einen der tiefen Sammetſeſſel ſich eine weibliche Geſtalt ſchmiegte, welche das Geſicht mit beiden Händen ver⸗ hüllte. Es war Erika, den die helle, ſchim⸗ mernde Seidenwoge, welche ſie umflutete, ver⸗ riet mir dies. Nun ſchritten wir anſcheinend durch ein Frühſtückszimmer und dann traten wir in das Schlafgemach, aus welchem uns ein angſt⸗ volles Stöhnen entgegendrang. Ich war er⸗ ſchüttert. Kaum daß ich aus den gelben, ſchmerzverzerrten Zügen das mir ſtets lächelnd und blühend erſchienene Geſicht des Hausherrn wieder erkennen konnte. Dunkle Raͤnder um die Augen, die wachsbleiche, faltenreiche Haut ſagte mir, daß er in der kurzen Friſt ſehr ſchwer gelitten. Indeß erkannte er mich ſofort und ſuchte mich zu begrüßen. Ich gab ihm meine Teil⸗ nahme zu erkennen und machte mich daran, ihn zu unterſuchen und das Nötige anzuordnen. Der Zuſtand war nicht leicht zu nehmen. Eine ungewöhnliche Aufregung hatte eine bedenkliche zeiger Anxeigeblatt für Secpenbeim und Mpesbeim. Mittwoch, den 29. November 1905. 2 5 5 0 2 22 2 1 25 2 1 2 1 8** F—————— ̃—— e —...——̃—— 585 5 1 r 33 ĩ5ĩ— 1 f 2 eee ee eee des Umbaues zum Rathaus 5½ Millionen Mark. a Heidelberg, 28. Nov. Ein Studenten⸗ tumult größeren Formates hat in der Nacht vom Samstag auf Sonntag hier ſtattgefunden. Mitglieder hieſiger Korps waren in eine Bäckerei in der Kettengaſſe eingedrungen und hatten ſich dort den Spaß erlaubt, den Bäckermeiſter und ſeine Geſellen derart zu beläſtigen, daß dieſe Hilfe der Polizei herbeirufen mußten. Nur mit Mühe gelang es der Polizei, zwei der Radaubrüder zu verhaften und zur Feſtſtellung ihrer Namen auf die Wachſtube zu führen. Die übrigen erklärten ſich mit ihren verhafteten Korpsbrüdern ſolidariſch und begleiteten die Feſtgenommenen zum Rathaus, wo es dann einen ſolchen Skandal gab, daß ſich bald etwa 300 Perſonen vor der Wachſtube verſ ammelten. Mit vieler Anſtrengung gelang es der Polizei nachdem ſie 8 Studenten eine Unterkunft im Amtsgefängnis verſchafft hatte, die Ruhe wieder herzuſtellen. Asbach, 25. Nov. Die hieſige Gemeinde feierte geſtern abend ein recht ſchönes Feſt, den Empfang unſeres Pfarrers Herrn Sailer mit ſeiner jungen Frau. Nachdem das junge Ehe⸗ paar in bekränztem Wagen vom Bahnhof ab⸗ geholt worden war, wurde es von den evang. Kirchenvorſtehern, ſowie noch verſchieden ande⸗ ren Herren im feſtlich geſchmückten Pfarrhaus herzlich bewillkommt. Nach einer kurzen An⸗ ſprache des Kirchengemeinderats Hrn. Riedinger wurden dem hochverehrten Herrn Pfarrer und der jungen Pfarrfrau eine von der evang. Ge⸗ meinde geſtiftete wertvolle Wanduhr als Hoch⸗ zeitsgeſchenk überreicht. Darnach brachte der Geſangverein„Liederkranz“ ein Ständchen, wobei Herr Bahnvorſteher a. D. Wittmann eine Anſprache hielt, worin er den Wunſch ausſprach, daß Gemeinde und Pfarrhaus in gegenſeitiger Liebe, wie bisher, verbunden bleibe. Seine Rede klang aus in ein dreifaches Hoch auf die Pfarrfamilie. In herzlicher Weiſe dankte Herr Pfarrer Sailer für die ihm dar⸗ gebrachten Eh ungen mit einem Hoch auf die Gemeinde. Der Geſangverein, ſowie die Ge⸗ meindemitglieder fanden ſich dann im„Hirſch“ zu einer gemütlichen Feier ein, die männliche Jugend im„Adler“. Geſang⸗, Gedichts⸗ und Klaviervorträge trugen zur Erhöhung der Feſt⸗ ſtimmung weſentlich bei. Auch unſere junge Pfarrfrau erfreute durch den Vortrag zweier Lieder. Durlach, 25. Nov. Infolge Exploſion einer Petroleumlampe erlitt geſtern abend die Ehefrau des Gärtners Jakob Bechtold junior ſchwere Brandwunden. Pforzheim, 27. Nov. In der Heil⸗ und Pflege⸗Anſtalt dahier ſtarb letzte Woche nach Ausweis der Standesamtsregiſter der faſt 34jährige ledige Schriftſteller Paul von Herrmann. Der Verſtorbene wurde vor wenigen Monaten in Frankreich geiſtesgeſtört aufge⸗ griffen, über die Grenze und in die Heil- und Pflegeanſtalt Illenau gebracht, von wo er erſt kurze Zeit vor ſeinem Tot als unheilbar hierher eingeliefert wurde. Es gelang nicht, über ſeine Perſonalien mehr zu erfahren, weder ob er noch Angehörige beſitzt, noch wo er beheimatet iſt. Gemmingen(A. Eppingen), 27. Nov. Der Rentamtmann Fanz, in Freiherrl. von Gemmingſchen Dienſten ſtehend, war am vor⸗ letzten Freitag abgereiſt. Es hieß, er habe ſich aus geſchäftlichen Gründen nach Karlsruhe be⸗ geben. Fanz kehrte jedoch nicht wieder zurück. Es ſtellte ſich heraus, daß er am Tage vor der Abreiſe in Ittlingen eine Summe von etwa 15 000 Mk. aus der Kaſſe mitgenommen hatte, angeblich, um die Gelder auf der Bank zu deponieren. Die Erkundigungen ergaben nun, daß Fanz jenen Betrag in Karlsruhe nicht zur Ablieferung gebracht hatte. Darauf traf aber einige Tage ſpäter ein Brief aus Wien von Fanz ein, in dem er mitteilte, daß er ſich dort befinde, und man ihn holen möge. Ein Schwager von Fanz und Gutspächter Hagen⸗ buchen reiſten nun ſogleich nach Wien ab. Sie fanden ihn dort vor, und trafen mit ihm Als Fanz aus dem Zuge ſtieg, nahm ihn ein Gendarm in Empfang und verhaftete ihn. Von dem unterſchlagenen Gelde hatte Fanz noch eine größere Summe bei ſich. Er befindet ſich gegenwärtig in Eppingen in Unter⸗ ſuchungshaft. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung (Vom 24. November 1905.) Für die am 1. Dezember ds. Is. ſtatt⸗ findende Viehzählung werden die Zähler be⸗ ſtellt und beſchloſſen, daß denſelben eine Gebühr von 3 Mark aus der Gemeindekaſſe bezahlt werde. Zehn hier eingereichte abgeſchloſſene Fahr⸗ nisverſicherungsverträge blieben unbeanſtandet. im Nebenort Rheinan wird an Wilhelm Jäger übertragen. Zwei in Rheinau belegene Grundſtücke wurden amtlich geſchätzt. Zu dem Geſuch des Valentin Kunzelmann in Seckenheim um Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb der Schankwirtſchaft mit Brannt⸗ weinſchank zum deutſchen Hof in Seckenheim wird die Bedürfnisfrage bejaht, und das Geſuch befürwortet. Es wird von dem Gemeinderat nicht für erforderlich erachtet, dem Geſuch des Gg. Peter Ding und Genoſſen dahier um Feſtlegung der Baulinie auf dem ſogen. Kegel näher zu treten, es bleibt vielmehr den Antragſtellern überlaſſen das Gelände durch eine vorgängige Umlegung und Neueinteilung bebauungsfähig zu geſtalten und dann weiteren Antrag zu ſtellen. Man nimmt Kenntnis, daß Rheinau auf 1. November ds. Is. 3 641 Einwohner zählte. Gegen das Baugeſuch der chem. Fabrik Rhenania in Rheinau um Bau eines Aborts welcher an die Fabrikſtraße grenzt, wird nichts eingewendet. nen nieder. 3 Schweine verbrannten. wurde verletzt. Das Ausputzen und Beſchneiden der Bäume 200000 Mk. wurden aus Godullahütte, Zur Unterſtützung des Bürgermeiſters werden die Mitglieder und Verwaltungszweige bezeichnet, welche den einzelnen zur beſonderen Aufſicht zugewieſen ſind. Der Gypſer Wilhelm Bauer wird zum Antritt des angeborenen Bürgerrecht zugelaſſen. Verſchiedene Verwaltungsangelegenheiten wurden erledigt und Rechnungen zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. * Secken heim, 28. Nov. Geſtern abend ließ ein ſchon öfter flüchtig gegangener im 3. Jahre dienender Soldat der Mannheimer Infanterie ſeinen Poſten am Schießſtand im Stich und ging wieder durch. Bei einer heute hier abgehaltenen Feldübung erkannte der Unteroffizier des Durchgegangen denſelben durch das Fernglas am Neckarufer und es gelang demſelben mit Hilfe einer Patrouille der Schwetzinger Dragoner feſtzunehmen und ſeinem f f ö a 3 teil ühren. am Freitag Nacht wieder in Gemmingen ein.— Adelsheim, 26. Nov. Ein ſeltenes Feſt begehen die Wagner Götz Eheleute am 2. Dezember; ſie feiern an dieſem Tage ihre diamantene Hochzeit. Berlin, 27. Nov. Gouverneur v. Lindequi meldet, Samuel Iſak Witboi und der Unter⸗ kapitän mit 17 Großleuten und ihren Anhang, ſowie der Kapitän der Vanderſcherträger, Hans Hendrik, insgeſamt 74 Männer, 44 Weiber, haben ſich bei Berſebar freiwillig geſtellt. Dabei ſind 34 Gewehre abgeliefert worden. Ueber die Bedingungen der Uebergabe enthält die Meldung keine Angaben. Oeſchelbronn(A. Pforzheim), 27. Nov. Hier brannten zehn Wohnhäuſer und elf Scheu⸗ Das Mobiliar ging zugrunde. Ein Feuerwehrmann Der Schaden beträgt etwa Ludwigshafen, 27. Nov. Am Samstag abend entſpann ſich in der Wirtſchaft von Jean Bengel in Mundenheim ein Streit, der bald in Tätlichkeiten ausartete. Der 18 Jahre Invalide Joh. Wolf verſetzte hierbei dem Wirte einen ſchweren Stich in die linke Bauch⸗ ſeite. Der Täter wurde verhaftet. Beuthen O.⸗S., 27. Nov. Geſtern Biskupitz und Hennersdorf neue Todesfälle an Genickſtarre angezeigt. Im Knappſchaftslazarett in Zabrze ſind gegen 60 Kinder unterſucht worden, die während der Genickſtarre⸗Epidemie erkrankt waren und wieder geſundeten. Leider mußte der Arzt die traurige Feſtſtellung machen, daß etwa 20 Kinder Krüppel geblieben ſind. Einige Kinder haben die Sprache verloren, andere wurden taub, wieder andere ſehen ſchlecht. Seckenheim, 28. Nov. Der heutige Ferkelmarkt war mit 42 Stück befahren und wurden 32 zum Preiſe von 26 30 Mk. pro Paar abgeſetzt. Affektion der Herztätigkeit herbeigerufen, darüber war ich mir klar. Dennoch hätte ich einige Fragen ſtellen müſſen über vorheriges Be⸗ finden, die Veranlaſſung u. ſ. w. In Er⸗ innerung aber an die eben vernommene Unter⸗ redung zwiſchen Mutter und Tochter unterließ ich dies, um nicht noch einmal eine direkte Gefahr herbeizuführen, denn der Kranke war tatſächlich ſchwach und die Gefahr einer längeren Krankheit lag ſehr nahe. Größte Schonung war unerläßlich, mein beſorgter Blick, als ſich die Herzkrämpfe wieder⸗ holten, rief Frau Franke an meine Seite. „Es iſt Gefahr vorhanden, ich ſehe es auf Ihrem Geſicht!“ flüſterte ſie. Ich antwortete nicht. „Mein Gott, ſteht es ſo ſchlimm? Was ſollen wir denn tun, um die Gefahr abzu⸗ wenden?“ Sie war ſichtlich in großer Angſt, obwohl ich nicht gerade eine beſondere Herzlichkeit in ihrem ehelichen Verhältnis wahrgenommen. „Laſſen Sie noch Ihren Hausarzt herbei⸗ rufen, ich werde ihm die Behandlung überlaſſen; er iſt mit der Konſitution Ihres Mannes beſſer vertraut als ich; außerdem—“ „Außerdem—“ wiederholte ſie wartend, in großer Spannung. „Außerdem müſſen Sie alles vermeiden, was ſeine Nerven und ſein Blut erregen könnte.“ „Sie meinen, auch jedes Aergernis, jeden Kummer,“ fragte ſie. Ich bejahte ſtumm, es war mir ſo leid um das bangende Mädchen da draußen— ich wollte es nicht beſchuldigen und es auch nicht zum Verzicht veranlaſſen. Meines Erachtens hatte ſicher ein harter Kampf zwiſchen Vater und Tochter ſtattge⸗ funden, denn die Beobachtung, die ich bei der Erwähnung des Künſtlers gemacht, ließ mich dies vermuten. Frau Franke hatte ſich ſtill entfernt. Ich wartete auf die Wirkung meiner Medizin; der Kranke rang ſtöhnend in heißen Schmerzen; und draußen heulte der Sturm un die Erker und Zinnen des alten Baues. Eine antike Stutzuhr auf dem goldum⸗ gitterten Kamin verkündete mit hellem Silber— klang die dritte Stunde des neuen Tages. Da ſchleifte etwas leiſe über den Teppich. Ich ſah auf. Es war Erika, die mit verſchlungenen Händen langſam, zögernd auf das Lager des Kranken zuſchritt. Den Kopf geneigt, troſt⸗ loſes Weh in den weichen, kindlichen Zügen, in müder, ſchlaffer Haltung, kein Spiel des ſtolzen Selbſtgefühls von vorhin. Mit heftigem Aufſchluchzen ſank ſie an dem Bett des Kranken nieder. Die Hände an das Antlitz gepreßt, als wolle ſie den Jammer des Kranken nicht ſehen, bemerkte ich, wie heiße Tränen durch die weißen Finger quollen, die heftigſte Aufregung den ſchlanken Körper er⸗ zittern machte. „Papa, Papa!“ ſchluchzte ſie. Angſt und Schmerz und tiefe innere Qual lag in dieſem einzigen Ausruf, und tief erſchüttert ſchaute ich in das ergreifende Bild. Was ſollte ſie auch ſagen? 5 Sich anklagen um der Liebe ihres Herzens willen, die er nicht billigte, vielleicht aus be⸗ ſonderen Gründen nicht billigen konnte? Sie ſuchte ſeine Hände zu faſſen und drückte ihre weiche Wange darauf. Um ihn zu retten, gab ſie das Leben ihres Herzens preis, denn ich fühlte es wohl, daß ihr Widerſtand gebrochen, ihre Kraft erlahmt war, angeſichts der traurigen Konſequenzen, die daraus entſtanden waren. Der Kranke wandte erſt den Kopf zur Seite, wie es ſchien, in ſtummer Abwehr. Aber immer wieder glitten die kleinen Hände bittend über die ſeinen und mehr und mehr drängte ſich das goldene Blondhaar an ſeine ergrauende Schläfe. „Ich will dich ja— nicht mehr kränken, Papa,— werde doch wieder geſund,— ach, — ich kann's nicht ſehen, wenn du ſo leideſt!“ flüſterte ſie und ihre Tränen netzten ſeine Wangen. Allmählich beruhigte ſich auch ſein Zuſtand, die Schmerzen ließen nach— er hielt ihre Hand feſt und ſah tief in die tränenerfüllten Augen ſeines Kindes. „Wenn ich könnte, würde ich dich ja glöcklich machen— das kannſt du mir doch glauben—“ ſprach er mit Anſtrengung. (Fortſetzung folgt.) ho le Aufforderung. Nr. 11.855. Alle diejenigen, welche Forderungen an die Gemeinde zu machen haben, werden aufgefordert, die diesbezüglichen Rechnungen is längſteus 15. Dezember dss. Js. unter Benützung der vor⸗ geſchriebenen in der Buchdruckerei von J. Helfrich hier erhältlichen ormulara(getrennt für jede Rechnungsrubrik) an den unterzeichneten emeinderat einzureichen. 5 Seckenheim, den 28. November 1905. Gemeinderat: Volz. Ratſchreiber Ritter. — Fol- und FPblortagen halte ich von jetzt ab meine Sprechſtunde von 712 J 1 Ubr. Dr. med. Fr. Bruch, prakt. Arzt. 4 Bei ſämmlichen Seckenheimer Milchhänd⸗ ler iſt die Milch zu 18 Pfg. per Liter a Fu haben. Geldbörsen u. Messer di ae als Weihnachtsgeschenke geeigurt empfiehlt J. hellrich. — empfiehlt Bekanntmachung. Die Erhebung der Beiträge für die land⸗ und forſtwirtſchaftliche Unfall⸗ verſicherung für bie Jahr 1905 ier die Aufſtellung der Umlageregiſter betr. Nr. 11881. Das Kataſter der land⸗ und forſtwirſchaftlichen Un⸗ fallverſicherung pro 1904 von Seckenheim nebſt Anhangregiſter für Rheinau liegt von Samstag, den 25. hovember J. J. an, während zwei Wochen auf dem Rathaus dahier— Zimmer Nr. 5—(während den üblichen Bureauſtunden) zur Einſicht der Beteiligten auf. Während dieſer Zeit und weiterer vier Wochen kann gegen das⸗ ſelbe von den Beteiligten bei dem unterzeichneten Bürgermeiſteramt mündlich oder ſchriftlich Einſpruch erhoben werden, welcher jedoch nur darauf geſtützt werden darf, daß der Unternehmer ins Kataſter nicht aufgenommen oder mit Unrecht darin aufgenommen wurde, oder daß die Abſchätzung der Arbeitstage eine unrichtige ſei. Seckenheim, 24. November 1905. Bürgermeisteramt Volz. In Seckenheim iſt an günſtiger Geſchäftslage des Ortes mein Ladenlokal geignet für Manufaktur⸗, Schuh⸗ waren, Buchbinder, Friſeurgeſchäft mit Wohnung preiswert zu ver⸗ mieten, dasſelbe ſteht auch Reflek⸗ tanten zum Kauf offen. Jakob Sponagel, Hauptſtr. 116. Schmidt. Aufforderung. Diejenigen Perſonen, welche vor 2 Jahren an dem erfolgten Fleiſch⸗ brand beſchädigt wurden, werden dringend gebeten, innerhalb 3 Tagen ſich zu melden. Tudwig Arnold. Junge i Zwetschgen bäume hat zu verkaufen. Mathäus Seitz, Hauptſtraße No. 132. Spielkarten französische, Cego u. Geigel J. Helfrich. passende Weihnachts⸗Geschenke finden Sie unstreitig in grösster und schönster Auswahl am billigsten bei: Cülar keſenmayer OO als grösstes Speꝛzial-Oeschäft am hiesigen Platze 00 Nächſten Freitag, den 1. Dezem⸗ ber, Abends 8 Uhr findet im Lokal Königs-Schiessen ſtatt und werden die aktiven 1 ahl⸗ reiches Erſcheinen gebeten. uch paſſive Mitglieder ſind ſehr will⸗ kommen. Nach dem Schießen gockwürſt⸗ glieder um pünktliches und Eſſen mit Ia. Bier. Hieran anſchließend Beſprechung über die Winterfeſtlichkeiten. Das Schützenmeiſteramt. Semenheimer Zimmerſchützen geſellſchaft. P 1, 3 5 P 1, 3— 1 Tel. 3701 Mannheim reiten Tel. 3701 Mb el . g verſchenlit 5 a 50 e von Mk. 6 g Ring Gold, geſt. v. Mk. Dan Damen⸗ ö un nn 8, Herrenring e Silberne Damen⸗Ahren 9 von Mk. an Goldene Herren⸗Ahren von Mk. in hübſchen Muſtern zu ſtaunend für Oeschenke Nachttiſche mit Marmor 5 Salontiſche m. Stegverbnd. Trumeaux mit Spiegel Kameltaſchendivans 45, 50, 55„ Rücheneinrſchtg., hochmodern, Jugendstil, 8 Reichere Einrichtungen ſtets vorrätig. Spezialität: billigen Preiſen. 28 18 a0 Goldene Damen⸗Ahren von Mk. Cavalier⸗Ahren, hochmodern u. elegant. Lager in: Glashütter und Schweizer Uhren Medaillons, Herze Ohrringe, Broschen; Kolliers u. Uhrketten Schlafzimmereinrichtungen: 0 B. ompl. poliertes engl. helles Schlaf⸗ zimmer mit 2türigem piegelſchrank inkl. Glas und Marmor, Handtuchſtän⸗ niemand; bevor Sie aber ſolche kaufen, bitte um Ihren w. Beſuch. ö Offeriere Ihnen z. B.: Muſchelbettſtell. m. u. bl. pol 37 Mk. halbe Fanz Bettſtellen„ 30. 5 Waſchkommode m. Marm. 38 Chiffon m. Muſchelauff. 45, 48„ Vertikow mit Spiegel 44„ der, 2 Stühle für nur 270, 320 Mark in größter Auswahl. Grösste Auswahl in Haus⸗ und Cafel⸗Ahren in allen Farben und Stilarten. Moderne Bijouterie Mannheim. 8 Günstigste (Darmſtädter Richtung.) Regulateure vn du 1 0an (14 Tage Geh⸗ und Schlagwerk.) Brillantringe u. Broschen ete. iehung sicher 16. Dezembe Baargewinne ohne Abzug S 2, A. eld Kotten 8 2152 ſehr billig. a 1. Hauptg. Mk. 10,00 Zier-Uhrchen und Wecker Bureau- und Kuchenuhren Zier- und Tafel-Bestecke in echt Silber und ſchwer verſilbert. Kataloge zu Diensten, 2. Hauptg. Mk. 2150 zuſammen 27,00 11 Lose 10 Mk. I 2 27 ersendet: 8 Stürmer, 2 Strassburg i. E. i 8 5 Möbelkaufhaus zur guten Quelle, Frauen⸗Verein Seckenheim. Der Frauen⸗Verein Seckenheim begeht den 5 Geburtstag der Frau Großherzogin verbunden mit einer Feier zur Ehrung treuer ODienſtboten, welche bis Weihnachten mindeſtens 5 Jahre in einer Familie treu und untadelig gedient haben und noch dienen, Lonntag, den 3. Dezem- her, Nachmittags 3 Uhr im Bürgerſaal des Rathauſes. Alle verehrl. Mitglieder des Vereins, die Eltern und Dienſtherr⸗ ſchaften der betr. Dienſtboten werden hiermit zu dieſer Feier freundlichſt eingeladen. Die 1. Präſidentin: M. Volz. Frauen⸗Verein Seckenheim. 0 2 2 Flick kurs beginnt Montag, den 4. Dezember, Abends 8 Uhr im Lehr⸗ zimmer des Herrn Oberlehrer Schlötterer. Die Teilnehmerinnen haben Nähzeug, Flickſtoffe u. dergl. reingewaſchen mitzubringen. Anleitung und Beihilfe im Flicken leiſten die Vorſtandsfrauen des Vereins. Die 1. Präſidentin: M. Volz. ß ſie beſchloſſen haben, Der Die unterzeichneten Aerzte geben bekannt, da an Sonn- und Feiertagen nachmittags keine Sprechſtunde mehr zu halten. In der Vormittagsſprechſtunde an ſolchen Tagen werden nur noch dringende Fälle zur Behandlung angenommen. Gleichzeitig erſuchen ſte, den Arzt an dieſen Tagen nur in wirklich dringenden Fällen zu rufen und dies frühzeitig margens zu tun. Dr. Bruch, Seckenheim. Dr. Landfried Seckenheim. Dr. Orößler, Ladenburg. Dr. Zöber, Ladenburg. Einige fleißige, tüchtige 5 486 In verkaufen: Mädchen 5 Zjährige Johannisbeerſtöcke, die ſofort gegen hohen Lohn geſucht. ſogleich tragen, Stachelbeerſetzlinge, Mannheimer Eierteigwarenfabriß Bäumchen und Himbeerſetzlinge. Hermann So encker. Traugott Arnold. Dr. Zimmermann, Friedrichsfeld. Holzlagerplätze. Die Bewirtſchaftung der Gemeindewaldungen betr. Nr. 11963. Am Daunerstag, den 30. November 1905, Nachmittags 1 Uhr werden an Ort und Stelle die Plätze beim Fröschloch auf 6 Jahre als Lagerplätze öffentlich verpachtet. Seckenheim, 24. November 1905. i Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Laut Beſchluß vom 27. d. Mts. geben wir bekannt, daß die Mileh vom 1. Zezember ab an Milchhändler für 16 Pfg. pro Liter und im Detail-Verkauf für 20 Pfg. pro Liter verkauft wird. Vereinigte Milchproduzenten Seckenheim. Zum Winterbedarf empfehle mein reichhaltiges Lager in Mannfakturwaren ſpet. Qualität in Werktagshosenstoffen. Wollwaren: Lamachales, Umſchlagtücher, Damen⸗ und Kinderhauben und-Mützen, Ohrwärmer, Unterhoſen, Jagdhemden, Jagdkappen, Fauſthandſchuhe in Leinen, Wolle und Plüſch. Wintermützen für Herren und Knaben. Zur Aussteuer: Settfedern, Daunen, Barchente, Federleinen, Drelle, Damast, Cattun, Cölsch, weiss Leinen la. Oualitäten ferner wollene u. wasserdichte leinene Pferdedecken. Hanf in la. Qualitäten. E. Werber. NB. Beim Einkauf von 6.— Mk. an einen ſchönen Abreiß⸗ kalend ö Anſere Ipielwaren⸗ — 5 . ö ist eröffnet und bietet für Verlangen Sie Gratis-Zusendung unserer soeben erschienenen Preisliste für Lebensmittel. eine enorme Auswahl paſſender Geſchenke dchen.