7 Secktuheiner Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenbeim und Noesbeim. 5 Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10 Nr. 23. 7 Anzeigen: Die Iſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. 6. Jahrgang iſt der Meeresgrund mit noch aufrecht ſtehen⸗ den Reſten eines großen Waldes bedeckt, deſſen Bäume den heute noch lebenden Arten, alſo der geſchichtlichen Zeit angehören. Und ſo könnte man noch viele Beiſpiele angeben, die In den erſten Jahrhunderten unſerer Zeitrech⸗ alle beweiſen: die Nordküſte Frankreichs ſinkt nung, in der galliſch⸗römiſchen Zeit, erſtreckten ganz allmählich und das Meer dringt immer ſich über die ganze Bucht vom Dol unge- mehr in's Land herein. Schluß: ſinkt das heure Wälder, deren Namen man noch kennt Land ſo weiter, ſo wird Paris in ca. 1800 (Kauquelunde, Seiſſey, Bantias, Its), was Jahren ein Seehafen ſein; das Gefälle der jetzt noch dort von Wäldern ſteht, iſt nur der Seine von Paris bis zum Meer beträgt heute kleine Ueberreſt, der durch Deiche geſchützt wird, nur 26 Meter. der größte Teil davon iſt in's Meer verſunken.(Schluß folgt.) Man findet in dem Moore von Dol alle Spuren von verſunkenen Wäldern: Eichen⸗, Aus Nah und Fern. Pappeln⸗, Kirſch⸗ und Kaſtanienbäume ꝛc. Seit) Seckenheim, 20. März. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Zeckenheim. Mittwoch, den 21. März 1906. fluß in das Meer durch ein liebliches Tal; heute iſt dieſer Fluß 1100 Meter breit und das einſt ſo fruchtbare Tal iſt in den Fluten verſunken. Die einſtige Stadt Ceſembre, die an der Küſte lag, iſt heute eine einſame Inſel. Verändern ſich die Meeresküſten? Wer da meint, die Küſten der Feſtländer ſeien wirklich feſt und keiner Veränderung unterworfen, der irrt ſich ſehr. Es giebt Küſten, die ſich heben und Küſten, die ſich ſenken und Küſten, die durch die Arbeit der Filüſſe und der Meere ſich fortwährend verän⸗ dern, allerdings ſind dieſe Veränderungen nicht in wenigen Jahren, ſondern nur in Jahrhun⸗ derten wahrzunehmen, aber dann ganz ſicher und durch den Augenſchein und durch geſchicht⸗ liche Urkunden beglaubigt. Ein Schulbeiſpiel dafür bildet die Nordküſte von Frankreich. Die Geologie behauptet: in vorgeſchichtlicher Zeit ſei Frankreich mit England in Zuſammen⸗ Das am hang geweſen, der Boden zwiſchen England und Frankreich habe ſich geſenkt, das Meer ſei eingebrochen und habe ſo den Kanal zwiſchen den beiden Ländern gebildet. dings vor vielen Jahrtauſenden; allein jene Senkung ſetzt ſich heute noch fort und das iſt unzweifelhaft nachzuweiſen. Der franzöſiſche b C. Flammarion hat ſich mit dieſer ache beſchäftigt und ſeine ſehr intereſſanten Unterſuchungen und Reſultate herausgegeben. Ihnen entnehmen wir folgendes: An der Küſte der Normandie und der Bretagne(ſpr. Bretanje) liegen eine Anzahl Inſeln, die noch in geſchicht⸗ licher Zeit mit dem Feſtlande verbunden waren; die Ueberlieferung erzählt dies noch von der Inſel Jerſey(ſpr. Schärſeh). Zur Zeit der erſten Biſchöfe mußten die Bewohner der jetzi⸗ gen Inſel dem Geiſtlichen eine breite Bohle liefern, um bei der Ebbe die Strömung über⸗ ſchreiten zu können. Was aber damals Weg war auf breiten Felſenplatten in einer Länge von 32 Kilometer, das iſt jetzt unter das Waſſer geſunken und ſtellenweiſe durch die Meeresſtrömung ausgehöhlt und Jerſey iſt ſo 35 Inſel geworden, die ziemlich weit ab vom ande liegt. Im Jahre 1437 führten die Domänenkammer und das gutsherrliche Kapitel einen langen Prozeß über große Wieſen, die ſich bei Ceſembre am Meere hinzogen. Dieſe Wieſen ſind nicht mehr vorhanden, ſie ſind von den Meeresfluten bedeckt. Im 12. Jahrhundert war der anmutige Fluß Rance(ſpr. Rangs) nur 70 Meter breit und floß vor ſeinem Aus Da war aller⸗ dem 13. Jahrhundert ſind gerade hier unter dem hereinbrechenden Meere 7 Kirchdörfer ver⸗ ſchwunden, deren Namen ebenfalls noch bekannt ſind; das letzte dieſer Dörfer verſank im Jahre 1620.— Im Walde von Seiſſey erhoben ſich zahlreiche Klöſter, eins davon wurde im 6. Jahr⸗ hundert von den Soldaten des Königs Clothar zerſtört. Der Berg von St. Michel erhob ſich in der Mitte aller dieſer Klöſter, etwa 20 Kilometer vom Meere entfernt. Heute ſteht dieſer Berg auf einem ganz kahlen Meeres- ſtrande, der 2 mal täglich von den Fluten des Meeres bedeckt wird. Wälder und Häuſer ſind verſchwunden, im Meere aber ſieht man noch in geringer Tiefe Baumſtämme von allen Arten. Im Jahre 1822 fand man in Folge eines Sturmes, der das Geſtade aufgewühlt hatte, 6 Fuß unter dem gewöhnlichen Niveau (ſpr. Niwoh) des Sandes eine mit ſteinernen Platten gepflaſterte Straße, eine alte Römer⸗ ſtraße, durch den ſumpfigen Boden des einſti⸗ gen Waldes. Aus allen dieſen und ähnlichen Beobach⸗ tungen kann man annehmen, daß im Jahre 709 das Niveau der höchſten Flut bis ungefähr 12 Meter über das gegenwärtige Niveau der tiefſten Ebbe ſich erhob. Nun aber ſteigt das Niveau der hoͤchſten Flut gegenwärtig auf 15,50 Meter. Man kann alſo rechnen, daß ſeit jener Zeit der Boden um 3.50 Meter ge— ſunbin iſt, was eine Senkung von 33 Centi⸗ meter aufs Jahrhundert ergiebt! Auf der hohen See von Cherboury(ſpr. Schehrbuhr) letzten Sonntag ſtattgefundene Wettſpiel der F.⸗G. Seckenheim gegen F.⸗G. Mannheim, endete mit dem Siege der letzteren mit 40. Seckenheim, 21. März. Zum Som⸗ mertagszug wird uns mitgeteilt, daß die Sommertagsſtecken von Samstag Vormittags ab bei den Herren Bäckermeiſtern H. Seitz zum Löwen, Philipp Dehouſt, Georg Leonhard Seitz und Albert Volz zum Preis von 10 Pfg. käuflich ſind. 3 Schwetzingen, 17. März. Der Vor⸗ anſchlag pro 1906 ſieht in Einnahmen 146725 Mk., in Ausgaben 254940 Mk. vor. Die Umlage beträgt wie bisher 65 Pfennig. Weinheim, 16. März. Die Firma Auguſt Mappes in Heidelberg beabſichtigt durch das Gorxheimer Tal einen Automobilverkehr zwiſchen Weinheim und Siedelsbrunn ein⸗ zurichten. Buchenbach(A. Freiburg), 18. März. Ju der Nähe unſeres Ortes hat ſich geſtern ein ſchwerer Unglücksfall ereignet. Ein hier in Arbeit ſtehender Sattlergehilfe fuhr mit dem Rad auf dem Weg neben dem Gleiſe der Höllentalbahn. An einer abſchüſſigen Stelle verlor der junge Mann die Herrſchaft über das Rad, ſtürzte und mußte ſchwer ver⸗ letzt von ſeinen Begleitern nach Buchenbach ge⸗ bracht werden. Da eine Hauptader an der linken Wange geld iſt und der Verun⸗ glückte noch andere Verletzungen davontrug, wird am Aufkommen des Radfahrers ge— zweifelt. — 9 * deen ä— Lahr, 18. März. Ein Einjähriger des hieſigen Infanterieregiments 169, der aus rieſenheim ſtammt, verließ dieſer Tage die arniſon und kehrte nicht wieder. Wie man jetzt erfährt, deſertierte der junge Mann nach der Schweiz, weil ihm eine geringfügige Strafe drohte. Landau(Pfalz), 18. März. Unter dem Verdacht, den am 25. März v. Js an der Ehefrau des Dienſtknechts Braunert von hier verübten Luſtmord begangen zu haben, wurde geſtern nachmittag der„Frkf. Ztg.“ zufolge der wegen gleichen Verbrechens vom Schwur⸗ gericht Konſtanz zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Hausknecht Joſeph Pückler aus Cannſtatt in das hieſige Landgerichtsgefängnis eingeliefert. Schwandorf, 18. März. In einem Dorfe im Birkland lebt ein 68jähriger Gütler, dem ſeine erſte Ehefrau in 15jähriger Ehe 12 und ſeine zweite in 19jähriger Ehe 20 Kinder, darunter zweimal Zwillinge ſchenkte. Kaſſel, 19. März. Das Schwurgericht verurteilte den früheren Maurermeiſter Krebs aus Heckershauſen, der zwei Gebäude in Brand ſetze, um ſich dadurch Arbeit zu ſichern, zu drei Jahren Zuchthaus. i. Kaſtel, 19. Febr.(Das Modell.) Wir leben hier in der Zeit der Bockfeſte. Letzter Tage kam das Töchterchen eines hieſigen Malermeiſters ohne Leſebuch in die Schule. Auf die Frage des Lehrers, wo das Buch ſei, antwortete das Kind:„Mein Vater hat es.“ Was macht dein Vater damit?„Er braucht es.“ Wozu?„Er muß den Bock abzeichnen.“ Der Vater hatte Reklameplakate für das Bock⸗ feſt herzuſtellen und benutzte das in dem Leſe⸗ buch enthaltene Bild des Bockes als Modell. Berlin, 19. März. In der Nacht vom Sonntag 1705 Montag verunglückte bei einer Automobilfahrt der Geſchäftsführer Winter von der Weingroßhandlung Wendeborn Nachf. beim Ausweichen. Das Automobil fuhr gegen eine Telegraphenſtange, gegen die Winter geſchleudert wurde, ſo daß er einen doppelten Schädelbruch erlitt. Breslau, 18. März. Die„Breslauer Zeitung“ meldet: Die Polizei hat zahlreiche amilien, auch Familien der ſogen. beſſeren tände, die wegen der politiſchen Wirren Ruß⸗ land verlaſſen und in Breslau zum großen Teil eigene Wohnungen für längere Dauer ge⸗ mietet hatten, zum 1. Juni ausgewieſen, und zwar ohne Angabe von Gründen. Halle a. S., 20. März. Einbrecher plünderten ein Goldwarengeſchäft und erbeuteten u. a. 63 Uhren und 187 Ringen. Der Schaden beträgt mehrere Tauſende Mark. Lens, 18. März. Die Vertreter der Bergwerksgeſellſchaften erklärten, die Witwen der Verunglückten ſollen ſolange als irgend möglich in den Arbeiterhäuſern wohnen bleiben dürfen. Die Bergleute verlangen, daß die Bürgermeiſter der beteiligten Orte in den Arbeiterdörfern eine genaue Zählung veran⸗ ſtalten ſollen d die Zahl der Opfer genau 8 —— feſtgeſtellt werde. Es heißt nämlich, daß die Zahl der Opfer 1500 betrage und nicht, wie die Geſellſchaft angegeben hatte, 1095. Vermiſchtes. Nach einer Entſcheidung des Ober⸗ landesgerichts in Karlsruhe kann ein Fabrikant nicht gezwungen werden, die Lohnzahlungs⸗ bücher für minderjährige Arbeiter zu führen, wie ſie der§ 134 Abſatz 3 der Gewerbe⸗ ordnung vorſchreibt. Dieſe Lohnzahlungsbücher für minderjährige Arbeiter ſtehen alſo auf dem Papier. — Ein Schwein als Schrittmacher. Als jüngſt die Sekundärbahn von Lüchow nach Salzwedel fuhr, lief hinter Wuſtrow ein Schwein auf die Schienen und immer vor dem Zuge her. Obgleich geläutet und Dampf ge⸗ laſſen wurde, wich das Borſtentier nicht. Eine im Zug befindliche Frau ſtieg aus, um das Tier zu verſcheuchen, aber umſonſt. Hinter Lüchow war das Schwein plötzlich verſchwunden. Als abends der Zug von Salzwedel zurück⸗ fuhr, bemerkte man bald wieder das Schwein. Der Zug fuhr langſamer, das Schwein lief vor dem Zuge her, bis es dicht vor Wuſtrow plötzlich wieder verſchwand. Man kann ſich das Gaudium der Fahrgäſte denken. — Die meiſten Poſtbeamten von allen Ländern der Erde hat nach einer Zuſammen⸗ ſtellung des Weltpoſtvereins vom Jahre 1904 Deutſchland. Das geſamte Poſtperſonal beträgt hier 263517. In Deutſchland iſt damit auch das Perſonal für Telegraph und Fernſprecher inbegriffen, die in anderen Ländern zum Teil in anderen Händen ſind. An zweiter Stelle kommen die Vereinigten Staaten von Amerika, mit 251515 Poſtbeamten. Es folgt Groß britannien mit 192 454. Alle übrigen Lände haben weniger als 100000, am meiſten no Frankreich, wo Telegraph und Fernſpreche ebenfalls mit der Poſt vereinigt ſind, mi 83 735 Köpfen. — Im November 1904 wurde der Land⸗ wirt Schroder aus Oſt⸗Steinbeck von der Strafkammer Altona wegen Verbrechens geg die Sittlichkeit, das er an ſeiner ſchwachſinnigen Stieftochter begangen haben ſollte, zu fünf Jahren Zuchthaus verurteil. Schröder, der ſeine Strafe verbüßt, beteuerte ſtets ſeine Un⸗ ſchuld. Seinem Verteidiger gelang es ſchließ⸗ lich, das Wiederaufnahmeverfahren zu veran⸗ laſſen und dabei wurde Schröder freigeſprochen und ſofort aus der Haft entlaſſen. Der un⸗ ſchuldig beſtrafte und eingeſperrt geweſene Landmann hat ſofort einen Antrag auf Ent⸗ ſchädigung für die bereits verbüßte Zuchthaus⸗ ſtrafe eingereicht. Eine neue Mahnung für alle Richter, namentlich auch für die Ge⸗ ſchworenen, das Belaſtungsmaterial genau zu prüfen und dem Staatsanwalt nur das zu glauben, was poſitiv und zweifellos bewieſen iſt. — Von den Bettlern in Konſtantinopel. Die Polizei von Pera hat ſich kürzlich aufge⸗ Krafft, eine kleine Razzia vorzunehmen, um einige Bettler aus den Straßen Konſtantinopels zu entfernen, durch die das Publikum, ſelbſt nach türkiſcher Anſchauung, zu ſehr beläſtigt wurde. Bei den Verhafteten fand man als kleine Barbeträge, welche die„Herrſchaften“ gerade bei ſich in der Taſche hatten, folgende Summen: einer von dieſen Armen hatte ge⸗ rade 15 türk. Pfund bei ſich, ein anderer 20 fürk. Pfund, und der Bettler Thanas, deſſen Aeußeres vor ſeinen Kollegen des Vorzug eines mangelnden Beines aufwies, hatte als Taſchen⸗ geld rund 64 türk. Pfund, ſind 1184 Mark, bei ſich. Gegenüber dieſen Großkapitaliſten fühlte die türkiſche Polizei ſich abſolut machtlos; die Herren wurden ſofort in Freiheit geſetzt mit dem Rate, ſich doch nunmehr einer anderen Art von Handel oder Gewerbe zu widmen. — Ein Gourmand. Wirtin:„Geh, Alter, mach a' bißl's Fenſter auf!“— Wirt: „Dös könnt mir einfall'n!— Daß der ſchöue G'ruch von die Leberknödel nausgeht!“ — Die Macht der Gewohnheit. In einer kleinen Stadt iſt ein früherer Zahntechniker, der ſich zur Ruhe geſetzt hat, zum Standesbe⸗ amten ernannt worden. An ſeinem erſten Amtstag kommt ein etwas ängſtlicher Bräu⸗ tigam zu ihm, um das Eheaufgebot zu be⸗ ſtellen. Kaum hat er die Worte heraus: Ich will— will nämlich— heiraten,“ als ihm der Beamte mit den Worten auf die Schulter klopft:„Haben Sie nur Vertrauen zu mir— es tut nicht weh!“ — Verſchnappt. Herr:„Wie alt ſind Sie, wenn ich fragen darf?“— Fräulein: „28 Jahre.“— Herr:„So alt ſehen Sie aber wirklich noch nicht aus.“— Fräulein(in der Freude):„Ich bin ſogar noch älter!“ Begriffsverwechslung. Schutzmann: „Ich muß Sie notieren, Sie ſind zu ſchnell ge⸗ fahren!“— Radfahrer:„Ja, das liegt nicht an mir. das liegt an der Ueberſetzung!“— Schutzmann:„Sie mögen das ſo nennen, wir nennens Uebertretung!“ ö— Der unrechte Ort. Mutter(die ihren Jungen mit dem Rohrſtock beſtraft):„Du warſt ungehorſam, Freddy, dafür muß ich Dich beſtrafen, damit es Dir zu Herzen dringt!“ — Freddy:„Irrſt Du Dich da nicht in der Stelle, wo das Herz liegt, Mama?“ — Zwei Eheliebſte. Sie:„Geſtehe es nur, dein ganzes Streben war darauf gerichtet, eine Geldheirat zu machen!!“— Er:„Nein, beruhige dich;— in dieſem Falle hätt' ich eine noch Häßlichere geheiratet!“ — Mißraten.„Iſt denn das wahr, Herr Biermaier, daß Sie ſo viel Unglück mit Ihren Kindern haben?“—„Dös will ich meinen. Mein Aelteſter iſt a Waſſerdoktor worden, der Zweite a Sodawaſſerfabrikant, und mei Reſerl will jetzt gar noch an Schwimmlehrer heiraten.“ N— Seckenheim, 20 März. Der heutige Ferkelmarkt war mit 39 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 3440 Mk. —— pro Paar abgeſetzt. ſichtigt werden. ä 1 9 N N N F** 1 2 K 25 9 N e re ä n 1 e R N N N N 5 7 8 n 1 Fatschreibergebillenstelle. Die Anſtellung von Ratſchreibergehilfen betr. Die vakant gewordene Stelle eines Ratſchreibergehilfen im Neben— ort Rheinau iſt auf 1. Mai 1906 neu zu beſetzen. a Die Anſtellung erfolgt nach Maßgabe der Dienſt- und Gehalts- ordnung für die Beamten und Bedienſteten der Gemeinde Seckenheim. Das Anfangsgehalt beträgt 720 Mk. und ſteigt bei befriedigender Dienſtleiſtung und tadelfreiem Verhalten nach dem beſtehenden Gehalts⸗ tarife alle 2 Jahre um 100 Mk. bis zum Höchſtgehalt von 1200 Mk. Geeignete Bewerber, welche im Beſitze eines Civilverſorgungs— ſcheines ſein müſſen, ſind gebeten, ſich bei dem unterzeichneten Gemeinde⸗ rat bis längſtens 15. April d. Js. unter Vorlage von Zeugniſſen ſchrift⸗ lich zu melden, ſoweit keine geeigneten Militäranwärter ſich melden, werden auch Civilanwärter berückſichtigt. Seckenheim, den 14. März 1906. Gemeinderat: Volz. Bekanntmachung. No. 1920. Wir bringen zur Kenntnis der Genußberechtigten, daß die Verlooſung der Waldſtreu am Freitag, 23. März 1906, Vor- mittags von 8 Uhr an im Rathausſaale ſtattfindet und die Loos— zettel daſelbſt in Empfang genommen werden können. Die Bedingungen, unter denen die Nutzung ſtattfinden darf, ſind folgende: 1. bei der Nutzung der Streu dürfen keine eiſerne Rechen ver⸗ wendet werden; i 2. der Verkauf der Waldſtreu an Auswärtige(nicht Gemeinde— 0 1 ö einwohner) iſt verboten und hat die Entziehung der Streu bei an der nächſten Verteilung zur Folge. g. es dürfen nur Moos, Nadeln und Forſtunterkräuter genutzt werden. Die Abfuhr von Humus- oder anderer Erde wird ſtreng beſtraft. 4. Die Abfuhr der Streu muß längſtens nach 4 Wochen vom Tage der Ausgabe der Looszettel an gerechnet, beendet ſein. Die Streu, welche nach dieſem Termine noch nicht abgeholt iſt, verbleibt dem Walde. Verſpätete Abfuhr wird gemäߧ 43 des Forſtgeſetzes beſtraft. Nur ſolche Bürger, welche bei der Viehzählung im Dezember 1905 im Beſitze von Vieh waren, können bei der Streu-Verlooſung berück⸗ Seckenheim, 20. März 1905. Hürgermeiſteramt Alex. Herm. Bazlen,, Mannheim Allein⸗Verkauf der Weltwunder-Waschmaschine Vorm. 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