Anxeigeblatt für Sechendeim und Npesbeim. . Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., dur 10 die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Lerlag von J. helfrich in Seckenheim. An 5 igen: a N Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 3. Mittwoch, den 9. Januar 1907. 7. Jahrgang Ueber Hausmittel. Von Sanitätsrat Dr. O. Wolff ⸗Frankenſtein in Schleſien. Unter Hausmittel ſollen hier nicht alle die Mittel verſtanden werden, welche aus der Apo⸗ theke im Handverkauf zu beziehen ſind, ſondern nur diejenigen, welche gewöhnlich in jeder Haus⸗ haltung zu finden oder, wenn dies nicht der Fall, vom Kaufmann leicht zu beſchaffen ſind. In den folgenden Zeilen ſoll nun nicht etwa eine Anleitung gegeben werden, wie man mit Hausmitteln Kranke kurieren kann, denn dies iſt Sache des Arztes, ſondern es ſollen nur Winke gegeben werden, wie bei plötzlichen Erkrankungen, Vergiftungen oder Unglücksfällen der Laie, bis zur Ankunft des Arztes, dem Patienten beiſtehen kann, um ihm, ohne ihm zu ſchaden, momentan Erleichterung zu ver⸗ ſchaffen. Leider ſehen wir noch häufig, daß in ſolchen Fällen, da die hygieniſche Bildung bei bei dem größten Teile des Volkes noch eine ſehr mangelhafte iſt, oft das Verkehrteſte ange⸗ wendet wird, was meiſt ſtatt Nutzen großen Schaden bringt. Wenn z. B. bei einer Wunde am Finger, um das Blut zu ſtillen, eine recht ſchmutzige Spinnwebe umgewickelt wird, ſo kann dies leicht eine tötliche Blutvergiftung zur Folge haben. Ebenſo unpraktiſch iſt das noch viel⸗ fach beliebte Bekleben der Wunde mit einem Pechpflaſter. Wir können nun die Hausmittel nach ihrem Urſprung unterſcheiden, als ſolche, die aus dem Tierreiche, aus dem Pflanzenreiche oder aus dem Mineralreiche ſtammen. Aus dem Tierreich ſtammende Produkte, die in der Haushaltung meiſt zu finden ſind, ſind Milch, Eier, Butter, Fett(Schweinefett, Gänſefett, Speck) und Honig. Was zunächſt die Milch anlangt, ſo iſt dieſe, wie ja bekannt, das geſündeſte und leicht verdaulichſte Nahrungsmittel, welches beſonders bei allen fieberhaften Krankheiten und bei allen Störungen der Verdauung zu empfehlen iſt. Da die Milch eine milde, ſchleimige Löſung bildet, ſo kann dieſelbe auch bei allen Entzün⸗ dungen der Mund⸗ und Rachenſchleimhaut als Mund⸗ und Gurgelwaſſer angewandt werden. Auch als mild eröffnendes Klyſtier findet die⸗ ſelbe, beſonders in der Kinderpraxis, Anwen⸗ dung. Eine große Rolle ſpielt hauptſächlich aber die Milch bei vielen Vergiftungen. Hier kommt es darauf an, daß durch Erbrechen das Gift ſo ſchnell wie möglich wieder aus dem Magen entfernt und die Magenſchleimhaut durch eine dicke, ſchleimige Flüſſigkeit von der ſchädlichen Einwirkung des Giftes(Aetzung, Geſchwürbildung) geſchützt werde. Reicht man nun ſofort Milch mit lauem Waſſer gemiſcht in großen Quantitäten, ſo bewirkt das zumeiſt bald Erbrechen oder erleichtert dasſelbe, wenn man es durch andere, mechaniſche Mittel, z. B. durch Kitzeln des Gaumens mit dem Finger oder einer in Oel getauchten Gänſefeder, zu erreichen ſucht. Dann aber hüllt es auch das im Magen noch befindliche Gift ein und ſchützt die Magenwandung vor der ätzenden Wirkung desſelben. Man reicht die Milch mit Vorteil bei allen Vergiftungen mit ätzenden Säuren (Salpeter⸗, Schwefel⸗ und Salzſäure, Lyſol, Karbolſäure), ferner bei Vergiftung mit Metall⸗ ſalzen(leſſig⸗ und ſalpeterſaurem Blei, Eiſen⸗ vitriol, Grünſpan, Kupfervitriol, Höllenſtein, Sublimat, Zinkvitriol, Chlorzink), ferner bei allen ſcharfen Giften(Arſenik, Kreoſot). Bei Phosphorvergiftung(Streichhölzchen) darf jedoch keine Milch gegeben werden, ebenſo auch kein Oel oder Alkoholika. Endlich bei Vergiftung mit Alkalien(Aetzkali, Kalilauge, Natronlauge, Ammoniak), welche ebenfalls ſowohl auf die 1 wie auf die Magenſchleimhaut ätzend wirken. Wie die Milch, ſo können auch die Hühner⸗ eier bei vielen Vergiftungen mit Erfolg ange⸗ wandt werden. Zu dieſem Zwecke quirlt man das Weiße von vier Eiern in einem Liter Waſſer und läßt dies lauwarm und reichlich trinken. Dieſe Flüſſigkeit hat den Vorteil, daß ſte, ebenſo wie die Milch, die Magenſchleim⸗ haut vor der ätzenden und Entzündung erregen⸗ den Einwirkung der genoſſenen Gifte ſchützt und dabei auch leicht Erbrechen erregt. Dieſelbe Fier Wirkung e zeigt auch der iertrank, welcher in der Weiſe bereitet wird, daß man 4—5 Eier mit Waſſer abquirlt, dann mit einem Liter Milch zuſammenrührt und dies reichlich trinken läßt. Man wendet nun das Hühner⸗Eiweiß, ſowie den Eiertrank Verein wäre zu ſeinem 2. Aufführungsabend bei allen Vergiftungen an gegen die man die Milch reicht. (Fortſetzung folgt.) Ausland. Paris, 6. Jan. Nach dem heute vom Ha idelsminiſterium veröffentlichten Ergebnis der letzten Volkszählung vom 4. März 1906 beziffert ſich die Bevölkerung Frankreichs auf 39 252 267 Seelen. Die Zunahme ſeit der Volkszählung von 1901 beträgt 390 322. In dielen Departements hat die Zahl der Be⸗ wohner abgenommn infolge der Anziehung der ländlichen Bevölkerung durch die Großſtädte. Von dem Geſamtzuwachs von 290 322 Seelen entfallen auf die über 30 000 Einwohner zäh⸗ lenden Städte 223 972; im Seinedepartemrnt ſtieg die Bevölkerung von 3 669 130 Menſchen im Jahre 1901 auf 3 848 618 in 1906; hiervon entfallen auf Paris allein 2 763 393, das ſind 49 325 mehr als im Jahre 1901. Aus Nah und Fern. (JSeckenheim, 8. Jan. Der Geſang⸗ verein„Sängerbund“ hat mit ſeinem 1. Unter⸗ haltungsabend den zahlreich Erſchienenen einige genußreiche Stunden verſchafft. Eingeleitet wurde die Feſtlichkeit durch den gut vorge⸗ tragenen Männerchor„Des Kindes Sehnen“ von Mietkewitz. In bunter Reihenfolge kamen die auf dem Programm angeführten Enſemble s, Duette, Couples zur Abwicklung. Dem Humor wurde reichlich Rechnung getragen; es klappte alles ganz vorzüglich und namentlich die beiden Vagabundenſtücke„Robert und Bertram“ und „Lumpacivagabundis“ zeigten recht deutlich, daß der Verein über eine größere Anzahl guter Kräfte verfügt, die als Darſteller der einzelnen Rollen wirklich Vorzügliches leiteten. Dem am 13. Januar abends ½8 Uhr für ſein mühevolle Arbeit auch ein recht guter Beſuch ſeitens der Einwohnerſchaft zu wünſchen. Mannheim, 6. Jan. Anläßlich der Bearbeitung einer Schulſtatiſtik im Großher⸗ zogtum fragte ein Lehrer in einer großen Stadt ſchriftlich nach der Staatsangehörigkeit Zur kalten Herberge. Eine wahre Geſchichte von Anno 1820 von E. W. Stich. Nun ſprach er mit dumpfer Stimme, die wie aus einem Grabe herauftönte:„Nein, Gottlob, mir haben ſie kein Leid zugefügt, aber unſere reine Liebe haben ſie durchſchnitten und dieſer mörderiſche Schnitt ging mitten durch unſere eng verbundenen Herzen. Das Blut aber, welches Du dort erblickt,— ach, dieſes ſcheidet uns für alle Zeit.“ Jetzt rief das Mädchen erſchrocken:„Du ſprichſt im Fieber, liebſter Maxl! a Du biſt krank... Oder kannſt Du mit mir ſo argen Scherz treiben? Nein, ich ſehe es Dir an, Du leideſt ſchwer; drum erzähle mir, was Dir geſchah, erleichtre Dein Herz indem 3 mir nicht verſchweigſt, mir, Deiner treuen ti 4 8 Wie ſchwer drückte dieſer Angenblick auf ſein von Schmerz zerriſſenes Herz.. Doch er ſah nur zu gut ein, daß er ihr ebenfalls den bitteren Kelch bis zur Neige reichen mußte. Auch drängte es ihn mit unwiderſtehlicher Ge⸗ walt, ſeine Bruſt von einer Laſt zu erleichtern, die, allein getragen, ihn erſticken mußte. So enthüllte er denn ſeine blutigen, entſetzlichen Erlebniſſe der letzten Nacht in eintönigen ſchleppenden Worten, und ſchien dabei nicht den geringſten Anteil an dem Eindruck zu nehmen, den dieſe ſchauerliche Märe auf die Zuhöoͤrerin machte. „Und all das Fürchterliche ſahſt Du wirklich? Biſt Du nicht geſtorben, ehe Du das Gräßliche zu Ende geſchaut?“ rief das arme Mädchen mit wie zum Gebete gefalteten Händen, und die roten Roſen, die auf ihren Roſen, die auf ihren Wangen ſonſt blühten, hatten ſich in ſchneeweiße umgewandelt. „Aber mein Vater war nicht unter den Mördern? Sprich, um der blutigen Wunden Chriſti willen! Den Vater ſchauteſt Du nicht unter ihnen?“ „Wohl war Dein Vater nicht bei jener grauenvollen Tat zugegen“, entgegnete der Poſtillon mit ſtarr zur Erde geſenkten Blicken; „aber ich ſah ihn, wie er Wache ſtand und— und die Mörder nannten ihn ihren Ver⸗ trauten.“ „Nein, lieber Maxl, nein!“ ſchrie das Mädchen in größter Seelenangſt auf und um⸗ faßte ihn wie im Krampf.„Nimmermehr kannſt Du den Vater Deiner Kati zu einer ſolchen Tat fähig halten.. Und ſollteſt Du es wirklich für wahr halten— was— was wirft Du dann tun?“ fuhr ſte ſchneller fragend fort. Da antwortete tiefbewegt im leiſen Ton der wackre junge Mann:„Die Heiligen ſelber ſtellten mich dahin, damit ich Augenzeuge der Mordtat werden und für das unſchuldig ver⸗ 18 goſſene, Blut, das zum Himmel ſchreit, den ir⸗ finſterm Ernſte der Poſtillon. 8 f„Furchtbar!“ ſtöhnte das unglu Mädchen„Und kannſt Du auch m diſchen Richter aufrufen ſoll. Ich muß auf die Gendarmerie⸗Station und dem Bri⸗ gadier die Meldung machen.“ Da ſchrie Kati im bitterſten Schmerz auf, daß ihm ihr Wehruf durchs Herz ſchnitt und ſein Körper aufs Neue von Fieberfroſt ge⸗ ſchüttelt wurde; dann jammerte ſie mit vor Seelenangſt zitternder Stimme:„Das kannſt Du nicht, lieber Maxl. Du darft es nicht— Du ſollſt es nicht tun!.. Bedenke, wenn dieſe ſchlauen Böſewichter, ehe man ſie faßte, oder wenn ſie ſich durch ihre ſchlauen Lügen durchgeholfen haben, es erfahren würden, daß Du ſie bei Gericht angezeigt habeſt, ach, Du wäreſt ja keinen Augenblick Deines Lebes mehr ſicher und ſie würden Dich noch viel ſchreck⸗ licher ermorden als wie den armen Grashofer⸗ Veſtl... Und dann, Maxl— lieber Maxl! was ficht dieſe Tat Dich an?“ Und dringender ſetzte das von Totesangſt gefolterte Mädchen hinzu:„Ueberlaſſe Gott die Rache Er trifft die Böſen ſicher und zur rechten Zeit!“ „Kannſt Du alle die Uebeltaten— das Blut auf Dein Gewiſſen nehmen. Kati, welche dieſe Verbrecher vielleicht noch begehen werden? — Willſt Du als ihre Mitſchuldige einſt vor dem Richterſtuhle Gottes ſtehen?“ fragte mit Vater beſchuldigen, würde Dir nicht die N. 3 7 eines Vaters. tat dasſelbe. Der Vater des Kindes, ein Reichsausländer, verwechſelte offenbar Staats⸗ angehörigkeit mit Staatsanwalt und ſchrieb dem Erzieher ſchleunigſt:„Bitte Herr Leerer ich verſteh nichs. Soll was ich verbrochen haben?“ 5 Heidelberg, 7. Jan. Am Sonntag mittag hat ſich der ungefähr 70 Jahre alte Johann Hochſtetter aus Ziegelhauſen in einem Zimmer einer hieſigen Herberge mit einem Re⸗ volver erſchoſſen.— Am Freitag wurde im Männerabort des Bahnhofs beim Entleeren die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden. Bruchſal, 7. Jan. Geſtern abend war in dem zwiſchen Bruchſal und Unteröwisheim gelegenen ſog. Rohrbacher Hof, dem Herrn v. Bohlen und Halbach gehörig, ein größeres Schadenfeuer ausgebrochen. Es brannten zwei Scheunen vollſtändig nieder. Nur das Wohn⸗ haus und das Vieh, welches auf das freie Feld getrieben werden mußte, konnte gerettet werden. Der Schaden iſt ſehr beträchtlich. Man vermutet Brandſtiftung. Darmſtadt. 7. Jan. Der 17jährige Sohn eines hieſigen aus Seligenſtadt ſtam⸗ menden Bahnmeiſters hatte ſchon wiederholt ſeine Körperſtärke in Ringkämpfen mit Kollegen erprobt und wollte davon in der vorigen Woche einen neuen Beweis liefern. Plötzlich brach d. Unglücklichen etwas im Rückgrat und völlige Lähmung war die Folge. Eine dazu kommend Lungenentzündung machte vor⸗ geſtern dem blühenden Menſchenleben ein Ende. Eine Warnung für alle, die es angeht! Landſtuhl, 5. Jan. Ein geradezu glänzendes Ergebnis wurde dieſer Tage bei einer Treibjagd auf der Gemarkung unſeres Nachbarortes Queidersbach von 9 Nimroden erzielt. Bei einem Aufgebote von 26 Treibern ſchoſſen die Glücklichen— einen ganzen Haſen! Weidmannsheil! Vermiſchtes. — Was die Staatsmänner koſten. Dieſer Tage wurde mitgeteilt, daß der deutſche Botſchafter in Waſhington, Freiherr Speck von Sternburg, eine Erhöhung ſeines Gehaltes, das bisher 100 000 Mark betrug, um 20 000 Mk., alſo auf 120 000 Maak erfahren wird, damit er hinter den Botſchaftern der übrigen Groß⸗ mächte in Nordamerika nicht zurückſteht. Dieſe Erhöhung erſcheint nicht gerade auffällig, da Waſhington ein teures Pflaſter iſt, ſicherlich teurer als Madrid und Rom, wo Graf Monts und Herr von Radowitz 100 000 Mark erhalten, und ebenſo teuer wie Konſtantinopel, Paris und Wien, wo Baron Marſchall, Fürſt Radolin und Graf Wedem 120000 Mark beziehen. Am beſten bezahlt werden die Vertreter des Deutſchen Reiches in London und Petersburg; ſowohl Graf Wolff⸗Metternich wie Herr von Schoen haben jährlich 150 000 Mark auszugeben. Die Gehälter der deutſchen Geſandten ſchwanken zwiſchen 24 000 und 60000 Mark. Da der Auf einem Zettel ſtand die Antwort;„Badtänzer“.— Ein anderer Lehrer Reichskanzler Fürft Bülow für ſeine Tätigkeit nur mit 100 000 Mark entlohnt wird, ergibt er ſich, daß er ſchlechter daſteht als die meiſten der ihm untergebenen Botſchafter, denen aller⸗ dings in der Mehrheit beſondere Repräſeata⸗ tionskoſten dadurch zufallen, daß ſie nach völ⸗ kerrechtlicher Anſchauung nicht nur ihren Heimat⸗ ſtaat, ſondern auch die Perſon ihres Souveräns vertreten und deshalb den Monarchen, bei dem ſie akkreditiert ſind, ſeine Familie und ſeinen Hof zu empfangen haben. Dabei überragt der Reichskanzler mit ſeinen 100 000 Mark alle übrigen deutſchen Miniſter ganz bedeutend. Am nächſten kommen ihm im Reich die Staats⸗ ſekretäre des Auswärtigen und des Innern; das Gehalt des Herrn v. Tſchirſchey und des Grafen Poſadowsky beläuft ſich auf 50 000 Mark, während die Staatsſekretäre der Poſt, Herr Krätke, des Schatzes, Freiherr v. Stengel, und der Marine, Admiral v. Tirpitz, je 44000 und der des Reichsjuſtizamtes, Dr. Nieberding, gar nur 30 000 Mark haben. Da ſind die preußiſchen Miniſter noch beſſer geſtellt, indem jeder von ihnen 36000 Mark im Jahre erhält. Ebenſo viel bekommt der Vorſttzende des bayriſchen Staatsminiſteriums Freiherr von Podewils; die übrigen bayeriſchen Miniſter werden dagegen nur mit 25 200 Mark entlohnt, mit Ausnahme des Kriegsminiſters, der 30 000 Mark erhält. Im Königreich Sachſen ſtellt ſich das Miniſtergehalt auf 26 000 Mark, wird aber beim Mangel einer Dienſtwohnung um 4000 Mark erhöht, und in Württemberg gibt es Miniſtergehälte von 23 000, 21000 und 18 000 Mark. 18 000 iſt es auch das, was die Miniſter in Baden beziehen. Bei den übrigen deutſchen Staaten verringert ſich die Höhe der Miniſtergehälte gradweiſe. Im Groß⸗ herzogtum Heſſen find für den dirigierenden Miniſter zwar 25000 Mark ausgeſetzt, für die anderen Portefeuille⸗Träger jedoch nur 14000 Mark. Im Großherzogtum Sachſen iſt das Gehalt des leitenden Staatsminiſter z. B. mit 16 000 Mark, in Oldenburg ungefähr ebenſo hoch angeſetzt(die oldenburgiſchen Reſſort⸗ miniſter bekommen 12000 Mark), in Sachſen⸗ Meiningen mit 12000 Mark, in Schwarzburg⸗ Sonderhauſen und Reuß j. L. mit 11.500 Mk. Am wenigſten beziehen wohl die dirigierenden Miniſter in den beiden Fürſtentümern Lippe, nämlich jährlich 9000 Mark, alſo etwa das gleiche wie beim Militär ein Regimentskom⸗ mandeur. 38 Stettin, 7. Jan. Das Oberkriegs⸗ gericht des 2. Armeekorps verurteilte auf die Berufung des Gerichtsherrn den Grenadier Daheim von der 1. Kompagnie des hieſigen Grenadier⸗Regiments zu 2½ Jahren Gefäng⸗ nis, weil er beim Exerzieren ſich dazu hinreißen ließ, einem Unterofſizier einen Schlag mit dem Gewehr gegen den Kopf und einen Fauſtſchlag zu verſetzen. Die erſte Inſdanz hatte nur auf 1 Jahr Gefängnis erkannt. Düſſeldorf, 5. Jan. Strafkammer in Düſſeldorf und Leipzig zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte Schreiner Der von der Franz Köhler legte ein Geſtändnis ab, gemein⸗ ſchaftlich mit dem ebenfalls eine längere Zucht⸗ hausſtraße verbüßenden Pferdehändler Adolf Gotzen am 5. Dezember 1905 den Gutsbeſitzer Reick in Wattenſcheid bei einem nächtlichen Einbruch ermordet zu haben. — In Frickenhauſen(Schwaben) wurden einer im Wirtshauſe raſtenden Reiſe⸗ geſellſchaft mehrere Schrauben an dem Auto⸗ mobil heimtückiſcher Weiſe entfernt. Als die Fahrt fortgeſetzt werden ſollte, erfolgte ein Achſenbruch. Die Inſaſſen flogen aus dem Fahrzeug und erlitten alle ſchwere Ver⸗ letzungen. 5 — In Altenrhein(Staad) wurde ein 20pfündiger Hecht aus dem Bodenſee gezogen, der, als man ihn getötet und ausgeweidet hatte, die halbe Hand mit drei Ringen einer männlichen Leiche in ſeinem Innern barg. — Der mexpikaniſche Kröſus Don Pedro Alvarado, der vor einem Jahr allgemeine Aufregung durch das Anerbieten hervorrief, die Staatsſchulden Mexikos zahlen zu wollen, verſetzt die Amerikaner augenblicklich in noch größere Aufregung dadurch, daß er bei einem Einkommen von 2400 000 Pfd. St. jährlich den Beſchluß gefaßt hat, unbemittelt zu ſterben. Nach langen Ueberlegungen beſchloß Don Pedro Alvarado, der Regierung von Mexiko 2 Mill. Pfd. St. für die Armen zur Verfügung zu ſtellen. Jeder Arme, der von der Regierung für würdig erachtet wird, ſoll eine kleine Farm und ein Haus erhalten oder die Mittel zur Einrichtung eines Geſchäfts. Der Mexikaner will ferner Freiſchulen errichten. Für ſeine armen Verwandten hat der reiche Mann ein palaſtartiges Gebäude errichten laſſen. Wer auch nur im entfernteſten mit ſeiner Familie verwandt iſt, findet in dieſem Gebäude freund⸗ liche Aufnahme. Von Zeit zu Zeit fährt er die ganze Verwandtſchaft in einem Extrazug ſpazieren. Don Pedro hat eine Abneigung gegen Dienerſchaft. Er raſtert ſich ſelbſt, putzt ſeine Stiefel und kocht auch meiſtens ſein Eſſen. Wenn ihm irgend etwas gefällt, ſo kauft er den Gegenſtand im großen ein. Als er vor einiger Zeit eine neue Nähmaſchine ſah, die ihn intereſſterte, kaufte er 50 Maſchinen und al in jedem Zimmer ſeines Hauſes eine auf⸗ ellen. Gut erhaltener Holzkäſig zu kaufen geſucht. Von wem? ſagt die Expdt. ds. Bl. 25 8 * Seckenheim, 3. Jan. Der heutige Ferkel markt war mit 70 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 28—30 Mk. pro Paar abgeſetzt. Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. erlahmen, wenn dadurch der ehrliche Name Deiner Kati vor Gericht käme? Und wollteſt Du auch ihn und mich verſchonen, die Mordgeſellen, hauptſäch der grimmige Oed⸗ müller, würden keine Tat des unſeligen Mannes, ihres Mitſchuldigen, verſchweigen Dieſer Unmenſch, weil ſelbſt verloren, wird ſich einem böſen Geiſte gleich freuen, den Vater und mich zu verderben, um dadurch ſich an Dir, den er tötlich haßt, zu rächen.. O, lieber Maxl, was ſoll da aus unſerer Liebe, aus unſerm zertretenen Lebensglück werden?“ Der arme, gequälte Jüngling preßte ſein Geſicht in das reiche blonde Haar der Jung⸗ frau und flüſterte:„Sind doch wir zwei un⸗ glückliche Menſchen— Du und ich.. Ver⸗ dient haben wir ein ſolches Loos gewiß nicht! Der Herr Pfarrer hat aber einmal in einer ſeiner Predigten vorgebracht, daß in der hl. Schrift die bedeutſamen Worte ſtehen:„Die Kinder ſollen die Sünden ihrer Väter büßen bis ins vierte Glied“! Muß denn dieſer ſchreckliche Ausdruck ſich gerade an uns Un⸗ ſeligen erfüllen? Und ach, arme Kati, von Aunſerer treuen Liebe darfſt Du ſchon gar nimmer reden; die iſt für immer dahin und eingeſenkt in dem einſamen, unbekannten Wald⸗ grab, in dem der unglückliche Grashofer liegt und der gewiß nimmer ſeine Ruhe finden kann bis ſeine Mörder zur Rechenſchaft gezogen ud... Ja, unſere Liebe iſt dahin, ver⸗ Lon, und wir zwei, daß ſich Gott über uns kann vom Blutgerüft!. muß ihn zur Flucht bereden— weit weg muß und ſtößeſt mich von Dir?.. So willſt Du mich ebenfalls vernichten, mich, die ſo manches für Dich ertragen hat und Dir ihr Leben lang nur liebes tat?“ fragte das Mädchen voll Wehmut und ſah ihren Jugendfreund mit mit weinenden Augen an.„Du willſt von mir gehen?“ „Ja, für dieſe Welt müſſen wir ſcheiden. Sehen wir uns dereinſt im Himmel wieder, dann erſt, liebe Kati, kann ich Dir darauf ant⸗ worten!“ verſetzte mit tiefem Gefühl der junge ihrer Ver⸗ Mann. Da fiel das Mädchen in zweiflung vor ihm nieder auf die Knie und rief händeringend:„Nein, ich gehe nicht eher von Dir, lieber Maxl, bis Du mir nicht zuge⸗ ſchworen haſt, daß Du ſtumm wie ein Fiſch ſein und kein Wörtlein von der Untat verraten willft!... Nicht für immer ſollſt Du ſchweigen... Gewiß nicht! Nur eine kurze Woche lang, damit ich meinen Vater retten Ich will— ich er von hier,— über's wilde Meer— hinüber nach Amerika Und Du, liebſter Maxl mußt uns folgen dahin, wo uns kein Menſch kennt... Ach, denk' Dir nur den Vater Deiner Braut, wie man ihn zu München hinausführt auf die Richtſtätte, wie alles Volk mitläuft und ſchreit: Jetzt wird der Hierand⸗ Mathias, der Paradieswirt von Schleißheim gerichtet!.. Und denke an mich, in der Stunde ſtirbt auch Deine Kati, denn all' das unſäg⸗ liche Herzeleid bricht ihr das arme Herz!“ Ganz erſchöpft ſank ſie zu Boden, um ſchon im nächſten Augenblick wieder mit auf⸗ gehobenen Händen zu bitten:„Ja, ſei mir gnädig; ſei ein barmherziger Chriſt, denk an das bittere Leiden unſeres Herrn Jeſus Chriſtus, der noch am Kreuz den Schächer verziehen hat Und bedenke, daß Du dann auch mich, Deine treue Braut, die für Dich mit Freuden ihr Herzblut ſofort hingeben würde, töten wirſtl.. Doch Du ſitzeſt ſo ſtumm, ſo kalt da!. Ach, ſei barmherzig!“ 5 Während den unglücklichen jungen Mann Fieberfroſt ſchüttelte, bedeckte kalter Schweiß ſeine Stirne. Endlich brachte er mühſam die Worte hervor:„Wenn ich Unrecht tue, ſo mögen mir es alle Heiligen vergeben, wie Dir, die Du mich dazu verleitet haſt!“ Und er⸗ ſchüttert durch den innern Kampf, fügte er bei: „Meine Gewiſſensruhe, mein Seelenfrieden iſt es, den ich Dir zu lieb opfere! Ja, eine Woche will ich ſchweigen. Gebe mirff aber Gott auch die übermenſchliche Kraft, daß ich dieſe Friſt überlebe!“ Hand in Hand ſchleppte ſich jetzt das un⸗ glückliche junge Paar vor das ganz nahe Feldkreuz. Dort ſanken beide auf's Knie nieder und flehten inbrünſtig ihren Herrn und Heiland an um gnadenvolle Rettung aus dieſem Herze⸗ leid und Jammer. (Forrſetzung folgt.) Bekanntmachung. Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß im kommenden Win⸗ ter folgende Uebungskurſe für Handwerksmeiſter und ältere Geſellen, die ſich ſelbſtändig machen wollen, bei dem Landesgewerbeamt in Karlsruhe abgehalten werden ſollen. 1. für Zimmerer vom 14. bis 26. Januar(im Schiften theoretiſch und praktiſch und im Austragen von Treppen); für Schneider vom 14. bis 26. Januar(Maßnehmen und Zu⸗ ſchneiden von Fachlehrer Fr. Wienhold); für Schneider vom 28. Januar vom 9. Februar(Maßnehmen und Zuſchneiden von Fachlehrer G. Kramer); für Schuhmacher vom 28. Januar bis 9. Februar(Maßnehmen Zuſchneiden, Herrichten der Leiſten und Kalkulation); für Sattler vom 11. bis 23. Februar(Zuſchneiden und Anfer⸗ tigen von Spitzkummeten, Beſprechung der Pferdebeſchirrung, Kalkulation); für Blechner und Kunſtſchloſſer vom 21. bis 23. Februar (Metallfärben, Oxydieren und Patinieren von Metallen); „für Inſtallateure vom 25. Februar bis 2. März(Anordnung, Verlegen und Bedienung von Gas⸗, Waſſer⸗ und Abwaſſer⸗ leitungen); f „für Blechner, Inſtallateure und Schloſſer vom 4. bis 9. März, (Inſtallieren einfacher elektriſcher Hausleitungen und Blitzab⸗ leiter⸗Anlagen); für Dekorationsmaler vom 11. bis 23. März(Anſtrich von Faſſaden und Treppenhäuſern, Farbſtimmung verſchiedener Räume, Verſchiedene Techniken von Wandanſtrichen als Erſatz für Holz⸗ und Marmormalerei, Schriftenmalen); für Gipſer vom 11. bis 23. März(Uebungen in Antrags⸗ technik, Stuck); für Maurer vom 18. bis 23. März(Herſtellen moderner Decken⸗ und Eiſenbeton⸗Konſtuktionen); 12. für Buchbinder v. 15. bis 20. April(Marmorieren). Wünſche nach Abhaltung weiterer Kurſe können, wenn genügend Teilnehmer vorhanden, noch berückſichtigt werden. Anmeldungen zu dieſen Kurſen ſind durch Vermittlung der gewerb⸗ lichen Vereinigungen, des Landes verbandes der Gewerbe⸗ und Hand⸗ werkervereinigungen oder der Handwerkskammern beim Landesgewerbe⸗ amt mit tunlichſter Beſchleunigung einzureichen. Zur Anmeldung iſt das vorgeſchriebene Formular zu benutzen, welches von den Handwerks⸗ kammern und vom Landesverband der badiſchen Gewerbe⸗ und Hand⸗ werkervereine bezogen werden kann. Die Anmeldungen haben nur dann Ausſicht auf Berückſichtigung, wenn ſtie eingereicht werden: Zu 1 und 2 bis 5. Januar 1907, zu 3 und 4 bis 19. Januar 1907, zu ölbis 2. Februar 1907, zu 6 bis 9. Februar 1907, zu 7 bis 16. Februar 1907, zu 8,9 und 10 bis 23. Februar 1907, zu 11 bis 2. März 1907, 5 zu 12 bis 30. März 1907. a Die Kurſe für Dekorationsmaler und Gipſer(O.⸗Z. 9 und 10) werden in der Kunſtgewerbeſchule abgehalten. Die zu dem Meiſterkurs für Schneider(O.⸗Z. 2 und 3) ſich Anmeldenden haben anzugeben. ob ſie an dem Kurs des Fachlehrers Wienhold oder des Fachlehrers Kramer teilnehmen wollen, ferner haben die zu den Meiſterkurſen für Zimmerer (O.⸗Z. 1) und für Dekorationsmaler(O.⸗Z. 9) ſich Anmeldenden zugleich mit ihrer Anmeldung noch Ausweiſe über ihren zurückgelegten Bildungs⸗ gang, insbeſondere auch aber ihre Kenntniſſe im Zeichnen vorzulegen. Den Kursteilnehmern wird auf Antrag der Reiſekoſtenerſatz in der Höhe der Auslagen für Hin⸗ und Rückfahrkarte gewährt. N f Minderbemittelten Meiſtern kann auf Anſuchen auch zur Beſtreitung der Aufenthaltskoſten eine Beihilfe aus der Staatskaſſe bewilligt werden; etwaige Geſuchſteller haben zugleich mit der Anmeldung eine Beſchei⸗ nigung des Bürgermeiſteramts ihres Wohnortes darüber vorzulegen, daß ſie„minderbemittelt“ ſind.. Unterſtützungsgeſuche, die erſt bei oder nach Beginn des Kurſes geſtellt werden, haben keine Ausſicht auf Bewilligung. Der Unterricht iſt unentgeltlich. Karlsruhe, den 1. Dezember 1906. Groſih. e ron. Oeffentliche Aufforderung. Die Anmeldung zur Stammrolle betr. In Gemäßheit des 8 25 der Wehrordnung werden die Militär⸗ pflichtigen, welche bei dem Erſatzgeſchäft des Jahres 1907 meldepflichtig ſind, aufgefordert, ſich zur Stammrolle anzumelden. 1. Zur Anmeldung ſind verpflichtet: a a. alle Deutſche, welche im Jahre 1907 das 20. Lebensjahr zurücklegen, alſo im Jahre 1887 geboren ſind; b. alle früher geborenen Deutſchen, über deren Dienſtpflicht noch nicht endgültig durch Ausſchließung, Ausmuſterung, Ueber⸗ weiſung zum Landſturm, zur Erſetzreſerve, oder Marine⸗Er⸗ ſatzreſerve, oder durch Aushebung für einen Truppen⸗ oder Marineteil entſchieden iſt, ſofern ſie nicht durch die Erſatz⸗ behörden von der Anmeldung ausdrücklich entbunden oder über das Jahr 1907 hinaus zurückgeſtellt wurden. .Die Anmeldung erfolgt bei dem Gemeinderat desjenigen Ortes, an dem der Militärpflichtige ſeinen dauernden Aufent⸗ halt hat. Hat er keinen dauernden Aufenthalt, ſo muß die Anmeldung an dem Orte des Wohnſitzes und beim Mangel eines inländiſchen Wohnſitzes an dem Geburtsort, oder wenn auch dieſer im Ausland liegt, an dem letzten Wohnſitz der Eltern geſchehen. i Ifſt der Militärpflichtige von dem Orte, in dem er ſich nach Ziffer 2 zu melden hat, zeitig abweſend, ſo haben die Eltern, Vormünder, Lehr⸗Brod⸗ oder Fabrikherren die Verpflichtung 4. Die Anmeldung hat vom 15. Jauuar bis 1 zu geſchehen, ſie ſoll enthalten: Familien⸗ und Vornam Pflichtigen, deſſen Geburtsort, Geburtsjahr und Tag, Aufent⸗ i haltsort, Religion, Gewerbe oder Stand, ſodann Name, Ge⸗ werbe oder Stand und Wohnſitz der Eltern, ſowie ob dieſe noch leben oder tot ſind. Sofern die Anmeldung nicht am Geburtsort erfolgt, iſt ein Geburtszeugnis vorzulegen. Bei wiederholter Anmeldung müſſen die Looſungsſcheine vorge⸗ legt werden. 5 Wer die vorgeſchriebene Meldung unterläßt, wird mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen beſtraft. Seckenheim, den 5. Januar 1907. Der Gemeinderat: Volz. Bekanntmachung. f 5 Die Wahlen zum Reichstag betr. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß der Wahltag für die infolge Auflöſung des Reichstags notwendig gewordene Neuwahl auf: a Freitag, den 25. Januar 1907 feſtgeſetzt worden iſt. Dite Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr vormittags und endigt um 7 Uhr nachmittags. Die Gemeinde Seckenheim iſt zum Zwecke 3 Bezirke zerlegt und zwar beſteht der erſte Bezirk aus Seckenheim(Oberdorf) Hauptſtraße bis Rathaus, Schloßſtraße, Gartenſtraße, Wilhelmſtraße, Friedrichſtraße, Riedſtraße, Bahnhofſtraße, Heumarkt, Lauerſtraße, Kapellenſtraße, Hildaſtraße bis Luiſenſtraße. Wahllokal: Geſchäftszimmer des Bürgermeiſters(Nr. 6— Rathaus). Wahlvorſteher: Bürgermeiſter Volz, Stellvertreter: Georg Jakob Seitz, Fabrikannt, a der 2. Bezirk aus Seckenheim(Unterdorf) der öbrige Teil des Hauptortes Seckenheim, Fahne Feudenheimer Fähre, Bahnwartshäuſer und Rangier⸗ ahnhof. Wahllokal: Geſchäftszimmer des Ratſchreibers(Nr. 7— Rathaus), Wahlvorſteher: Johann Georg Zahn, Gemeinderat, Stellvertreter: Adam Valentin Schmich, Gemeinderat, der 3. Bezirk aus dem Nebenort Rheinau. f Wahllokal: Geſchäftszimmer des Stabhalters in Rheinau. Wahlvorſteher: Wilhelm Wöllner, Stabhalter, Stellvertreter: Jakob Roßrucker, Gemeinderat. Gleichzeitig laden wir die Herren Wähler zur zahlreichen Beteili⸗ gung an der Wahl ergebenſt ein.. Seckenheim, den 7. Januar 1907. Der Gemeinderat s Volz. Bekanntmachung. 5 Den Schutz der Kulturen betr. No. 122. Das Schälen und Spitzen von 7 Ster Pfahlholz wird am Daunerstag, den 10. Januar 1907, Vormittags 10 Uhr auf dem Rathauſe in öffentlicher Verſteigerung vergeben. 8 Seckenheim, den 4. Januar 1907. i Gemeinderat Volz. Sammel-An zeiger. Nur für Mitglieder der r een Setkenheim. 2. m. b... 5 a Schmitt. der Reichstagswahl in Ritter. Einen. Wagen. Martin Eder, Schloßſtr. 43. unter zwei die Auswahl, hat zu verkaufen ZJohaun Philipp 2, 18 Mannheim d 2. 18 Am Lager befinden ſich und werden zu jedem anehmbaren Preiſe verkauft: 8 Vollſtändige Betten, Matratzen, Federnbetten, Kleiderſchränke, Vertikovs, Komode, Waſch⸗ u. Nachttiſche, Küchen⸗, Zimmer⸗ und Wirtstiſche, Stühle, Sofas, 4 Divan, 1 Klavier, 1 doppelſitziger Schreibpult, Küchenmöbel, Bilder und vieles andere mehr. Zwetſchgenwaſſer, Pfeſſermünz, Wachholder, Kümmel de. ꝛc. 5 J 2, 16 Verſteigerungs⸗Lokal Mannheim J 2, 16 hat zu verkaufen N Junge friſchmelkende Volz, Friedrichſtraße 7 Veter Schauß, Auktionator la. 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Jrs. findet im Lokal zum „Zähringer Hof“ unſer diesjähriger Vereins-Ball Der Turnrat. Radfahrer-Gesellschaft Seckenheim. Morgen Donnerstag, den 10. ds. Mts., abends 8 Uhr Zuſammenkunft 150 uke Mitgliede, Herrn Leopold Schaffner zum„Lamm“. Um zahlreiches Erſcheinen bittet i der Vorſtand. Manner-Gesang-Verein Sechenheim. Donnerstag, den 10. Zauuar 1907, abends 8 Uhr Sing⸗ Probe. Daran anſchließend General-Berſammlung. Tages⸗Ordnung: 1. Rechnungsablage. 2. Bericht des Schriftführers. 3. Vorſtands⸗Wahl. 5 5 5 15 1 m zahlreiches pünktliches Erſcheinen bitte 5 e 50 der ſtellvertr. Varſtand. ein. Piep d Wolf, ee 8 dau 9. Seeckenheim Hecarſtraße 9. E Großes Lager in Uhren l aller Art. Gold- u. Silberwaren Srillen und optiſche Gegenſtände. Trauringe ohne Lötfugen(D. R. ⸗P.) in allen Größen und Breiten. Altes Gold und Kilber wird zu höchſten Preiſen in Zahlung genommen. Für jede bei mir gekaufte Uhr leiſte 2 Jahre ſchriftliche Garantie. Jedes Brautpaar erhält bei einem Einkauf von 20 Mk. an einen 9 gutgehenden Wecker gratis. D urch Bareinkauf bin ich in der Lage, jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. ———— t. Wir laden hierzu Freunde und Gönner unſeres Vereins höflichſt einfässer Nr. 121. Holz-Uersteigerung. ü Die Bewirtſchaftung der Gemeindewaldungen betr. Am Samstag, den 12. Januar l. Js., Nachmittags 2 Uhr werden auf dem Rathauſe dahier 487 Ster forl. Scheit⸗ und Seckenheim, den 4 Prüͤgelholz gegen e öffentlich verſteigert. Januar 1907. Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Das Kleinmachen des Schul⸗ und Gemeindeholzes betr. Nr. 113. Das Heimführen und das Kleinmachen des Schul⸗ und Gemeindeholzes für 1907 wird am Donnerstag, den 10. Januar 1907, Vormittags 10 Uhr auf dem Rathauſe dahier öffentlich verſteigert. Seckenheim, den 4. Januar 1907. Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Nr. 95. Farrenhaltung betr. Am Freitag, den 11. Januar 1907, Vormittag⸗ 9½ Uhr wird im Farrenſtall dahier ein zur Zucht untauglich gewor⸗ dener Farren verſteigert. Seckenheim, den 4. Januar 1907. Gemeinderat Volz. Seckenheimer Zimmerſchützengeſellſchaft. Nächſten Freitag Kranzschiessen. Der Vorſtand. Radfahrergesellschaft Uebeldran. Heute abend Zusammenkunft. stellbertr. Vorstand. Einige gut erhaltene hat zu verkaufen Philipp Stein, Küfer. Einfach möbl. Zimmer mit 2 Betten an ſolide Leute zu 8 Veziminten. 3. Tranſter Wwe., Schloßſtraße 1. Wohnung mit 3 Zimmer und Küche zu ver⸗ mieten. Phil. Johann, Friedrichſtr. 2 junge Arbeiter nicht unter 20 Jahren, bei gutem Lohn geſucht von A. Dorner, Gürtnerei, früher Wieſt, Feudenheimer Fähre. Erſte günſtige 8 im 5 Jahre iſt die rosss Wohlthätigkeits⸗ SGeld-Lotterie „ kü Baqische Invallden. LZiehung sicher 26. Januar 1907. 82928 Bargewinne ohne Abzug 4 4000. 1. Hauptgewinn 20000 Mark 2. Hauptgewinn 5000 Mark N 2 115 agua; D eee 2926 Gewinne zuſ. 19,000 Mark 2 Los 1 n. 2 11 Lose 10 Mk. 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