1 Al Anzeigeblatt für Seckenheim und Ilvesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., dur 1 0 die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. 1 e e Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. find, * Nr. 4. Samstag, den 12. Januar 1907. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Ueber Hausmittel. Von Sanitätsrat Dr. O. Wolff ⸗Frankenſtein in Schleſien. (Fortſetzung.) Das Hühner⸗Eiweiß kann auch bei Brand⸗ wunden gute Dienſte leiſten. Man gießt zu dieſem Zweck friſches Eiweiß als Verbands⸗ mittel über die Brandſtelle, oder ſchlägt das⸗ ſelbe mit Leinwand um die Wunde. Es bil⸗ det dann einen weichen, die Luft abſchließenden Ueberzug, der auch zugleich kühlend wirkt. In derſelben Weiſe kann man auch das Eigelb bei Verbrennungen verwenden; dieſes gibt, mit gleichen Teilen Baumöl, ebenfalls ein gutes Deckungsmittel und kann als ſolches auch bei allen leichten Hautabſchürfungen ange⸗ wendet werden. Ebenſo benutzt man die Eihaut, um kleine Brandwunden, Hautabſchürfungen und wunde Bruſtwarzen zu bedecken. Ich fand in meiner Praxis auch das rohe g Eigelb, innerlich gebraucht, oft nützlich, beſon⸗ ders bei Erkältungskatarrh, bei Lungen⸗ und Kehlkopfkatarrh(Heiſerkeit, Huſten), wo es noch mit Zucker gequirlt, auf die Schleimhäute reiz⸗ mildernd und auf den Auswurf löſend wirkt. Dabei iſt es in dieſer Form ſehr wohlſcheckend, ſo daß es auch von den kleinſten Kindern, denen oft Medikamente ſchlecht beizubringen ſehr gern genommen wird. Das Schweine- und Gänſefett hat keine mediziniſche Wirkung und wird öfters nur beim Maſſteren benutzt, um damit die Finger ſchlüpf⸗ rig zu machen. Speckeinreibungen werden gegen übermäßige Hautſchweiße empfohlen. Die Fette von allen möglichen zahmen und wilden Tieren, die ſo oft in der Apotheke als Heilmittel gegen ee Krankheiten verlangt werden(Löwen⸗, Tiger⸗, Bären-, Biber⸗, Storch⸗, Mückenfett, ja ſogar Menſchen⸗ und Leichenfett), haben 0 keine Wirkung und gibt die Apotheke dafür tets das gewöhnliche Schweinefett ab. Die Butter, wenn ſie ausgewaſchen(unge⸗ a ſalzen) iſt, eignet ſich, auf Leinwand geſtrichen (Butterpflaſter), als mildes, äußeres Ableitungs⸗ und Beruhigungsmittel bei Katarrhen und Ent⸗ zündungen. ö Bei Vergiftungen kann man die Butter, einige Teelöffel in viel lauem Waſſer verrührt, als Brechmittel benutzen, welches den Magen nicht angreift und, reichlich getrunken, ziemlich ſicher wirkt. Der Honig wirkt durch ſeinen Zuckergehalt leicht abführend und wird zu dieſem Zweck beſonders Kindern zu einem Teelöffel bis zu einem Eßlöffel gegeben. Ferner wirkt er auch ſcheimlöſend, weshalb man ihn bei Katarrhen, Huſten, Heiſerkeit und Halsentzündung mit Vorteil reicht; bei letzterer wird er auch, mit Salbeitee gemiſcht, zum Gurgeln benutzt. Von den pflanzlichen Produkten finden wir im Haushalt: Eſſig und Oel, Zucker, Mehl, Kartoffeln, Kaffee, Tee, Zitronen, von Gewürzen oft Maggi und endlich einige Alko⸗ holika(Wein, Rum, Arak, Kognak). Der Eſſig macht, in kleinen Quantitäten, verſchiedene der Verdauung widerſtrebende Stoffe dieſer zugänglicher und wird daher dieſen (z. B. den verſchiedenen Salaten) zugeſetzt. In großer Quantität dagegen und längere Zeit gebraucht, wirkt er ſchädlich auf die Verdauung. Sehr zu warnen iſt daher vor den Eſſigkuren, die öfters von jungen, blühenden Damen mit knallroten Backen aus Eitelkeit gemacht werden, um einen modernen, mondſcheinartigen, ätheriſch bleich angehauchten Teint zu erhalten und die gar zu üppigen Rundungen ihres Körpers in ſanfte Wellenlinien zu verwandeln. Zunächſt iſt der Eſſig ein gutes Antidot bei Vergiftungen mit kohlenſauren und ätzenden Alkalien(Aetzkali, Kalilauge, Natronlauge, Ammoniak), und gibt man denſelben 10 bis 15 Eßlöffel mit einem halben Liter Waſſer gemiſcht, alle fünf Minuten zu ein Weinglas. Wenn man den Eſſig mit Waſſer oder Zuckerwaſſer ſtark verdünnt(z. B. 3 bis 4 Eßlöffel Eſſig auf ein Glas Waſſer), ſo erhält man eine angenehm ſchmeckende, kühlende Limo⸗ nade, die ſich befonders als Getränk für Fieber⸗ kranke eignet. Dieſelbe wirkt auch durſtlöſchend, ableitend vom Gehirn und nervenberuhigend und kann daher ſehr als Getränk bei Konge⸗ ſtionen nach dem Gehirn, bei Vollblütigkeit, ſowie bei allen geiſtigen Aufregungen empfoh⸗ len werden. Cortſetzung folgt.) 7. Jahrgang der neue Anttrrithtsplan der Lertbibbungs- ſchulen. Unter dem 4. Dezember 1906 iſt ein neuer Unterrichtsplan für die Fortbildungs⸗ ſchulen aufgeſtellt worden, der jetzt herausge⸗ kommen iſt. Er enthält ſehr zeitgemäße Be⸗ ſtimmungen. Neben den Vorſchriften über Klaſſeneinteilung, Unterrichtszeit, Leſen, Schrei⸗ ben, Rechnen, Geſang, Zeichnen, iſt namentlich die Verteilung des Unterrichtsſtoffes ſehr inte⸗ reſſant und, wenn durchgeführt, gewiß erfolg⸗ reicher als der jetzige Betrieb. Von der Vor⸗ ausſetzung ausgehend:„Die Knaben ſind ent⸗ weder in der Landwirtſchaft oder in einem Gewerbe oder als Lohnarbeit in Fabriken uſw. beſchäftigt, ſollen die Schülee in landwirtſchaft⸗ liche, gewerbliche und Lohnarbeiter⸗Knabenklaſſen eingeteilt werden. Die land wirtſchaftlichen Knaben ⸗ klaſſen haben ſich mit den Abſchnitten des amt⸗ lichen Leſebuchs zu beſchäftigen, welche von der Landwirtſchaft, Bodenarten, Düngung u. dergl. handeln. Aus dem buͤrgerkundlichen Abſchnitt ſind die Stücke über die Verfaſſung der Ge⸗ meinden des badiſchen Staates und des Reiches, ferner die über Hagelverſicherung und Verſiche⸗ rung der Rindviehbeſtände alljährlich durchzu⸗ nehmen. Auch Briefe, Geſchäftsaufſätze und landwirtſchaftliche Buchführung muß geuͤbt wer⸗ den und mündliches und ſchriftliches Rechnen unter enden Anſchluſſe an die örtlichen Ver⸗ hältniſſe. 5 Die gewerblichen Knabenklaſſen leſen im gewerblichen Abſchnitte des amtlichen Leſe⸗ buchs die gewerbekundlichen und büurgerkund⸗ lichen Stucke, wobei die Kranken-, Unfall⸗ und Invalidenverſicherung, ſowie die Gemeinde⸗, Staats⸗ und Reichs verfaſſung beſonders zu be⸗ rückſichtigen ſind, dazu Briefe, Geſchäftsaufſätze und gewerbliche Buchführung, Rechnen im An⸗ ſchluß an die Berufsarbeiten der Schüler und an die Buchführung. 8 3553 Die Knabenklaſſen der Lohn arbeiter leſen Gedichte und Stücke ethiſchen und biogra⸗ phiſchen Inhaltes; bürgerkundliche Abſchnitte des Leſebuchs mit alljährlicher Behandlung der ſozialen Geſetzgebung; ſie ſchreiben Briefe und Geſchäftsaufſätze und üben ſich in hauswirt⸗ Zur kalten Herberge. Eine wahre Geſchichte von Anno 1820 von E. W. Stich. Vor der königlichen Poſt zu Schleißheim hielt ein vornehm ausſehender Reiſewagen. Socben wurden die wohlgepflegten Gäule vor⸗ geſpannt. Die ſchnoben ungeduldig und ſogen die kühle Abendluft begierig mit weitgeöffneten Nüſtern ein... Bereits lehnte der Poſtillon am Sattelroß, in der Hand die lange Peitſche, während der Schirrmeiſter aus ſeiner Schmier⸗ büchſe noch die Wagenräder tränkte und hiebei von Zeit zu Zeit das in bunten Farben und in Gold und Silber pröchtig ausgeführte Wappen am Wagenſchlag betrachtete und ver⸗ wunderte, das trotz der ſchon eingebrochenen Dämmerung ihm Licht entgegenſchimmerte. Soeben ritt ein Eilbote aus dem Hofe der Poſthalterei hervor und der ſchon bejahrte Stafettenreiter rief dem jungen Poſtillon zu: „Fahr mir glücklich nach, Maxl, ich will Dir einſtweilen im Münchener Poſtſtall gutes Quartier beſtellen.“ ö „Sepp, nur ein Wörtl!“ entgegnete der Poſtillon wie aus tiefem Traum erweckt ſeinem Kameraden und ſtand auch ſofort neben der bockenden Märe desſelben.„Kommſt Du am Paradieswirtshaus vorbei, verzieh einen Augen⸗ blick und vermeld der Jungfer Kati,— aber ganz insgeheim, daß kein Menſch etwas merkt: — Einen ſchönen Gruß von mir, übermorgen ſeien die acht Tage um,. ſte möchte das ja recht wohl beherzigen und es gewiß nicht vergeſſen!“ „Kann mir's ſchon denken“, ſchmunzelte der alte Poſtknecht.„Ich werd' Deine Bot ſchaft genau ausrichten. Weiß ja ſelber noch aus alter Zeit Beſcheid, wie es die jungen Leutle treiben; gönn' ihnen auch herzlich ihre 8 Darfſt Dich ſchon auf mich verlaſſen, axl.“. Der luſtige Alte gab ſeinem Schimmel die Sporen und war gleich darauf den ihm traurig nachſehenden Poſtillon aus dem Geſicht im Abenddunkel verſchwunden. Maxl kehrte wieder aus dem Geſpann zurück, zog die Zügel, die er immer in der Hand behalten, kürzer an und klatſchte mit kräftigem kunſtgerechten Schwung mehreremal mit der Peitſche durch die Luft, wobei die ungeduldigen, aber gut eingefahrenen Pferde ihre Köpfe geradeaus ſtellten und ſich feſt aneinanderſchloſſen, gleichſam ſich ſo zur Abfahrt vorbereitend. Währenddem ſagte der Geſchirrmeiſter, welcher ſoeben mit dem Einſchmieren der Achſen und Räder der prächtigen Reiſekaleſche fertig geworden war, zum jungen Poſtillon:„Nußt ſchon noch warten, Maxl! Heute haſt Du einen gar munteren Paſſagier zu kutſchieren, der eine Flaſche Champagner d'rin im Hono⸗ ratiorenſtübl wie eine Piſtole knallen lies Doch gar vornehm iſt der fidele Herr dazu,— er und ſein Freund reiſen beide zu unſerm König. Alſo fahr' ſie nur flott und ſpar, wenns not tut, die Peitſche nicht. Ein bisl Schweiß ſchadet den jungen geſunden Gäulen gar nichts. Und vergiß nicht, daß ſolche Cavaliere gern über Stock und Stein und über's Pflaſter der alten Münchener⸗Stadt hinfliegen wollen Unter zwei Krontaler Trinkgeld tut's keiner der zwei Hofherren.“ n Der Poſtillon ſagte keine Silbe auf dieſe ſo erfreuliche Prophezeihung und ſein ernſtes Geſicht wurde deshalb nicht fröhlicher. Bald darauf trat ein langbärtiger Lipree⸗ jäger aus dem Poſtgebäude und öffnete den Wagenſchlag; nach ihm kamen die beiden Reiſenden, vom Poſthalter Lochinger ſelber ehrfurchtsvoll und mit entblößtem Haupte bis zum Fuhrwerk geleitet. Die zwei Herren waren bereits Männer gereifteren Alters, doch ſchien der Größere mit ſeiner hohen, haarloſen Stirn, die nur mehr vom Hinterhaupt her von einem Kranze zarter, ſchon beinahe 5 8 Haare umgeben war, der Aeltere zu ſein. Ehe ſie in den Wagen ſtiegen, trat der jüngere Cavalier, der einen feintuchenen, dunkelgrünen Jagdüber⸗ zieher trug, zuerſt an die Roſſe heran. „Wirklich, prächtige Tiere, Herr Poſthalter“, ſagte er mit lebhaftem Lobe,„die haben im Hals und Fuß Ungarblut. Doch beim Herkules, Poſtillon! — Du biſt noch ein rect junger Burſche! und glaubſt Du, dieſen P ſtzug. wirtſchaftlicher Buchführung; mündliches und ſchriftliches Rechnen im Anſchluſſe an die Er⸗ werbsverhältniſſe der Schüler und an die ſoziale Geſetzgebung iſt ihre weitere Beſchäf⸗ tigung. 8 Die Mädchen werden in Klaſſen mit Kochen und ohne Kochen eingeteilt. Die erſteren behandeln die Stücke im hauswirt⸗ ſchaftlichen Abſchnitte des amtlichen Leſebuches, über hauswirtſchaftliche Buchführung u. Schreiben der Kochregeln. An die Stelle der Kochregeln können Briefe, Geſchäftsaufſätze und Aufſätze über behandelte Lehrſtoffe treten.„Kopfrechnen im Anſchluſſe an den Kochgegenſtand!“ Die Mädchenklaſſen ohne Kochen leſen hauswirtſchaftliche und landwirtſchaftliche Ab⸗ ſchnitte des Leſebuchs, die Gedichte und Leſe⸗ ſtücke ethiſchen und biographiſchen Inhalts, ſchreiben Briefe, Geſchäftsaufſätze und haus⸗ wirtſchaftliche Buchführung und machen haus⸗ wirtſchaftliche Rechnungen aller Art mündlich und ſchriftlich. Außer Knaben⸗ und Mädchenklaſſen giebt es auch gemiſchte Klaſſen. In den kleineren Landſchulen, in denen Knaben⸗ und Mädchen in der gleichen Klaſſe ſitzen, haben die Knaben landwirtſchaftliiche⸗ und die Mädchen hauswirtſchaftliche Buchführung. Beim Rechnen, beim Leſen landwirtſchaftliche Stoffe und beim Schreiben von Briefen und Geſchäftsaufſätzen iſt der Unterricht gemeinſam. Doch ſind die Mädchen auch mit dem Inhalte wenigſtens der wichtigſten hauswirtſchaftlichen Leſeſtücke bekan it zu machen. Die Lehrer und Lehrerinnen ſind verpflichtet, alljährlich für jede einzelne Klaſſe einen genauen Stoffplan, worin inſonderheit die zu behandelnden Leſeſtücke einzeln zu be⸗ zeichnen ſind, aufzuſtellen und ſpäteſtens 2 Wochen vor Beginn des Schuljahrs in dop⸗ pelter Ausfertigung dem Kreisſchulrate be⸗ ziehungsweiſe dem Rector, erſterem durch Ver⸗ mittelung der Ortsſchulbehörde, zur Geneh⸗ migung vorzulegen. Ausland. Petersburg, 10. Jan. Eine geheime Verſammlung der Gardeoffiziere beſchloß, den Zaren in Petitionen zu beſtürmen, die Duma wieder abzuſchaffen und die Autokratie herzu⸗ ſtellen. Falls dies Vorgehen erfolglos bleibe, ſolle der Zar beſeitigt und ſein Onkel zum Zaren ausgerufen werden. 5 Aus Nah und Fern. * Seckenheim, 10. Jan. Die Obmann⸗ ſchaft Seckenheim des Verbandes bad. Eiſen⸗ 5 bahnbedienſteter feierte ihre Weihnachtsfeier am Sonntag, den 3. ds. im Lokal Gaſthaus zum Stern und war der Saal bis zum letzten Platz beſetzt. Der Obmann, Herr Georg Volz, be⸗ grüßte die Anweſenden, worauf die Gabenver⸗ loſung ſtattfand. Den unterhaltenden Teil hatte der humoriſtiſche Club übernommen, während die Klavierbegleitung durch Herrn Kapellmeiſter Demgensky ausgeführt wurde. Beide Teile löſten ihre Aufgabe in bekannt guter Weiſe und fanden allgemeinen Beifall, welchen der Vorſitzende, Herr Volz, in lobenden Worten des Dankes zum Ausdruck brachte. Schwetzingen, 9. Jan. Ein bedauer⸗ licher Unglücksfall ereignete ſich am Dienstag nachmittag bei dem Holzfällen im hieſigen Ge⸗ meindewald. Wie alljährlich, ſo war auch dieſes Jahr wieder das Gabholz zum Fällen in Loſe verſteigert, wo bei der einen Partie der 44 Jahre alte Jean Ueltzhöffer beſchäftigt war. Plötzlich fiel ein ſchwerer Stamm um, Ueltzhöffer kam ſo unglücklich darunter, daß er von der Wucht der Stammes erſchlagen wurde. Neckarau, 8. Jan. Von einem Hunde ſchlimm zugerichtet wurde geſtern nachmittag das 2½ jährige Söhnchen des Roſenwirtes Kranz. Das Kind lief in einem unbewachten Augenblick in die Wirtſchaft„Zum Ochſen“, wo das Hoftor aufſtand und der Hund an der Kette lag, der gegenwärtig Junge hat. Der Hund packte das Kind und richtete es ſchrecklich zu. Nur dem Umſtand, daß das Kind rückwärts fiel und ſo aus dem Bereich des Hundes kam und von einer Frau weggeriſſen werden konnte, iſt es zu danken, daß das Kind gerettet werden konnte. Mannheim, 9. Jan. Von dem Schöffengericht dahier wurde die 65 Jahre alte Ehefrau Roſalie Müller von Käfertal, die zu den reichſten Leuten Käferthals zählt wegen Milchpantſcherei zu einer Gefängnisſtrafe von 3 Tagen und 300 Mk. Geldſtrafe verur⸗ teilt. Sie führte auf dem Wagen eine Flüſſig⸗ keit mit ſich, die zu einem Teil aus Milch, zu zwei Teilen aus Waſſer beſtand. Breitenbronn(A. Mosbach), 9. Jan. Heute abend fiel die 82 Jahre alte, ledige Margarete Seitz, die von einem plötzlichen Un⸗ wohlſein befallen wurde, in den hieſigen Ortsbach und iſt in dem kaum 30 em. hohen Waſſer ertrunken. Pforzheim, 10. Jan Ein 5 Jahre alter Knabe hat ſich hier zu Tote verbrüht! Ueber den ſchweren Unfall wird gemeldet: Die Frau des Faſſers Franz Dennig betreibt eine Koſtgeberei in größerem Umfange. Am Dientag mittag hatte ſie in der Küche einen Keſſel voll kochender Fleiſchbrühe auf den Boden geſtellt, um dieſelbe nachher durchzuſeihen. Während die Frau noch am Herde zu ſchaffen hatte, geriet der 5 Jahre alte Sohn an den Topf und fiel rücklings in ſitzender Stellung hinein. Durch die ſiedende Flüſſigkeit wurde er furchtbar verbrüht, ſo daß das arme Kind in der fol⸗ genden Nacht ſtarb. i 5 Schwerin, 8. Jan. Der Stationsvor⸗ ſteher auf Bahnhof Lubtheen wurde wegen Unterſchlagung amtlicher Gelder in Höhe von ca. 10 12000 Mk. vom Amte ſuspendiert und verhaftet. g a Von der fränkiſchen Hochebene, 9. Jan. Bei einer uulängſt hier ſtattgefundenen Treibjagd wurde u. a. auch ein weißer Feld⸗ haſe zur Strecke gebracht. In Jaägerkreiſen behauptet man, daß weiße Feldhaſen keineswegs zu den Seltenheiten gehören und hervorge⸗ gangen ſeien aus einer Kreuzung des ungariſchen Haſen mit unſerm Feldhaſen. Kaſſel, 10. Jan. Tot fand der Schmied Gehrke in Hendſchels Lokomotivfabrik. Beim Schmieden einer großen Stahlplatte unter dem 100 Zentner ſchweren Dampfhammer ſprang plötzlich ein glühendes Stück Stahl ab und durchbohrte wie ein Geſchoß den Körper des 40jährigen Mannes. Dresden, 10. Jan. Das Kriegsgericht verurteilte den Major von Teſchwitz vom Be⸗ zirkskommando Freiberg, der ſeinen Burſchen geohrfeigt hatte, zu 8 Wochen Feſtung. Bergedorf, 9. Jan. Als auf dem hieſigen Friedhof ein Begräbnis erfolgen ſollte und man die Bretter von der Gruft entfernte, um den Sarg hinabzulaſſen, ereignete ſich ein die ernſte Handlung ſtörender Zwiſchenfall. In der Gruft ſaß ein Marder und fauchte die Männer, die den Sarg trugen, heftig an. Als es nicht gelang, das Tier zu fangen, wurden aus einem Teſchin mehrere Schüſſe auf den Marder abgegeben. Sie trafen nicht, und erſt nach erneuten Bemühungen gelang es, das Tier zu töten. Dann erſt konnte die Be⸗ ſtattung erfolgen. Hamburg, 9. Jan. bei Schiffbek wurde heute der Schuhmacher⸗ meiſter Jenfeld und deſſen Frau in ihrer Werkſtatt erſchlagen aufgefunden. Es liegt Raubmord vor. Der oder die Täter ſind bis jetzt unbekannt. Poſen, 10. Jan. Das hieſige Land⸗ gericht verurteilte am Dienstag eine wegen Diebſtahls ſchon oft vorbeſtrafte Frau zu einem Jahre Zuchthaus, weil ſie einem Krämer 8 Pfund Mehl geſtohlen hatte. Vermiſchtes. — Ueber eine drollige Warnung zur Vorſicht wird aus Flensburg berichtet: Am Eingang des Standesamtes wird mittelſt Schrift an der Mauer auf dasſelbe hinge⸗ wieſen; an derſelben Wand befindet ſich aber ein Aufzug. Um die Vorübergehenden auf dieſen aufmerkſam zu machen, ſteht an dieſer Wand:„Vorſicht!“ und das zweimal. Nun ſieht die Sache folgendermaßen aus: Vorſicht! i Porſicht! Zum Standesamt. 4—— — In Berlin ſtand vor dem Kriminal- gericht ein Arbeitsmann, der ſeinem Brotherrn, einem Lohgerbermeiſter, fünf Flaſchen Aepfel⸗ wein aus dem Keller geſtohlen hatte. Seine Ausrede beſtand in folgendem:„Meine Frau ſagte immer, ich trinke zu viel; deshalb wollte ich ſehen, was mein Herr trinkt. Eine Flaſche von dem Wein habe ich wirklich im Keller aus⸗ getrunken; er ſchmeckte aber ſo ſchlecht, daß ich die anderen vier nach Hauſe mitnahm, blos um meiner Frau zu zeigen, was ein Lohgerber vertragen kann.“ Der Angeklagte wurde zu einer kleinen Geldbuße verurteilt. mitten durch die Nacht, welche wahrlich keines Menſchen Freund iſt, noch dazu in dieſer ver⸗ rufenen Moor⸗ und Waldgegend, ſicher nach München zu fahren? CEhrerbietig zog der Poſtillon ſeinen Glanzhut; als er ſich aber zur ehrfurchtsvollen Antwort gegen die zwei hohen Herren wendete, traf ſein Blick den größeren Fremden und das vornehme Aeußere desſelben, deſſen blaſſes, edles Antlitz, noch gehoben durch die ſchwarze Kleidung mit einem blitzenden Ordensſtern, hauptſächlich aber ſein großes ausdrucksvolles braunes Auge, das wie mit einer wehmütigen Frage auf den jungen Mann zu haften ſchien, ließen dieſen zu keiner Antwort kommen. Auch ſprach nun der Poſthalter ſtatt ſeiner und meinte unterwürfig:„Für den Poſtillon da, Gnaden Herr Graf, ſtehe ich ſelber gut. Unter allen meinen Leuten iſt der Maxl hier trotz ſeiner Jugend der beſte ſicherſte Fahrer und dazu ein vorzüglicher Poſthorn⸗Bläſer. Ich gehe jede Wette ein, daß er den Schimmel⸗ 8 Zwölfer⸗Zug unſerer Majeſtät des Königs Max Joſef drinn in München durch die Thea⸗ tiner⸗, Kaufinger⸗ und Neuhauſerſtraße hinaus durch's Karlstor ſo kunſtgerecht lenkt, wie nur einer der königlichen Leib⸗ und Hofkutſcher, dazu würde er im Hoforcheſter, wo man die Waldhorn⸗Solis insbeſondere liebt, ſeinem Platz volle Ehre machen; war er ja doch ſchon dazu berufen und könnte jeden Augenblick, auch etzt noch, die Stelle dort einnehmen aber der iſche Burſche will durchaus nicht fort von Wollen nun die hohen Herren auf ihrer nächtlichen Fahrt wach bleiben, um ſich an den geiſterhaften Formen des Föhrenwaldes und des Tanns zu ergötzen, wenn die weißen, dichten Nebeldünſte aus den zahlreichen Bächen, Kanälen und Mooren hieſiger Sumpfgegend wie ein endloſer Geſpenſterzug auftauchen und ſich bald heben, bald ſenken, ſo bläſt Ihnen der Maxl jede Schlummeranwandlung mit dem Ständchen aus der„Precioſa“ im Nu aus den Augen. Belieben Sie jedoch altbayeriſche kriegeriſche Melodien, ſo wartet Ihnen ſofort der Künſtler da mit dem kühnen, Bel grad⸗Marſch“ unſeres einſtigen Churfürſten Max Emanuel, des „blauen Königs“ lobeſam auf, oder mit unſerer alten Nationalhymne, genannt„Vater unſer“ aus dem vorigen Jahrhundert.“ „Alſo ein viritales Poſtillon⸗Genie“, lachte beifällig der Graf..„Doch, lieber Poſt⸗ halter, wir ſind ja bei Ihnen an was ganz Rares gewöhnt! als zwanzig Jahren, ſchon als Sie noch fürſtlich Thurn⸗ und Taxiſcher Poſtmeiſter waren, ehe unſer bayeriſcher Staat das Poſtweſen über⸗ nahm, Ihre trefflichen Pferde, Ihre ſchnelle und bequeme Reiſebeförderung, den höflichen „Willkomm“ und„Abſchied“ dazu, ja nicht zu vergeſſen die feine Küche, Ihre reinen Weine und zuletzt Ihre billigen Zechen... Lauter Seltenheiten, welche man weit und breit ver⸗ gebens in den Poſt⸗Tafernen ſucht!.. Alſo, mein junger wackerer Poſtillon, fahre uns recht gut und ſicher, damit wir dem morgigen Hof⸗ feſte in der königlichen Reſidenz zu München nicht mit blutrünſtigen Geſichtern Kenne ich doch ſeit mehr China reiſen. ande machen und blaſe uns vor allem den Pariſer Einzugsmarſch von anno 1814 und 1815 vor,— Kriegs⸗Erinnerungen von einſt.“ Sofort ſetzte der Poſtillon ſeinen linken Fuß in den Bügel und ſchwang ſich ſo leicht in den Sattel, als hätte er Reiten und Fahren in der königlichen Hofbahn in der Hauptſtadt gelernt, ſodaß ihm die beiden Cavaliere ihren vollen Beifall zunickten und ſich darauf ſorglos in dem Reiſewagen zurücklehnten. Noch er⸗ kletterte der Livreejäger den Kutſcherbock, ſtellte ſeine Doppelbüchſe zwiſchen die Kniee und die angeklatſchten Pferde zogen im raſchen Trabe das Fuhrwerk auf der Landſtraße in die mitt⸗ lerweile ganz hereingebrochene ziemlich finſtere Julinacht hinaus unter den ſchmetternden Jubelklängen des anbefohlenen Siegesmarſches. (Fortſetzung folgt.) — Leute, die Schulden haben, mögen nach ſperrt, und wegen Vorſchubleiſtung des Borgens mit— Stockprügeln bezahlt werden. — Zoologiſch. Der kleine Hans(im Tiergarten):„Vater, warum heißt man dieſe Tiere eigentlich Kamele?“— Herr Süffle: „Weil ſie's vierzehn Tag' ohne Saufen aus⸗ halten können!“ e Langweilig. Sie:„Iſt das wahr, daß verheiratete Männer länger leben als ledige?“— Er:„J bewahre, es kommt ihnen nur länger vor“ i 8 Einen entſetzlichen In Schöningſted Dort herrſcht nämlich der ver⸗ nünftige Gebrauch, daß bei Schuldklagen nicht die Schuldner, ſondern die Gläubiger einge⸗ 2 8 * 5 Neuwahl auf: feſtg;ſegt worden ſſt. 3 Bezirke zerlegt und zwar findungsſumme von 64000 Mk. wurde dem Kaufmann Birkhold in Straßfurt vom Eſenbahnfiskus zuerkannt. B. verun⸗ glückte vor einigen Jahren beim verſuchten Paſſieren der Eifenbahngleiſe in der Bernbur⸗ gerſtraße zu Leopoldshall in dem Augenblick, daß ihm eine als die Schranke zur Abſperrung des Bahn⸗ körpers niedergelaſſen wurde. Er erlitt hierbei eine ſchwere Kopfverletzung, die eine erhebliche Schädigung ſeiner Geſundheit zur Folge hatte — Eine Abf konnte. ziffert. und die trotz vielfacher ärztlicher Behandlungen auch bis jetzt nicht vollſtändig beſeitigt werden Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Eiſenbahnfiskus ſind ſeine Entſchädigungs⸗ anſprüche nunmehr dahin anerkannt worden, einmalige 64000 Mk. zugebilligt wurde. Anſpruch anfänglich auf 75 000 Mark be⸗ Heute und morgen für Männer geöffnet. Unſerer heutigen Nr. liegt ein Proſpekt Abfindung von B. hatte ſeinen Straßburg, betr. der Badiſchen Invaliden⸗ geld⸗Lotterie bei, warauf wir unſere geſchätzten Leſer und Leſerinnen beſonders aufmerkſam machen. Bekanntmachung. Meldung der zum Einjährig⸗Frei⸗ willigendienſt Berechtigten betr. Nr. 47 M. Auf nachſtehende Beſtimmung des§ 93 Ziffer 2 Wehr⸗Ordn. werden hiermit die Beteiligten beſonders hingewieſen: „Beim Eintritt in das militärpflichtige Alter haben ſich die zum Einjährig⸗Freiwilligendienſt Berechtigten, ſofern ſie nicht bereits vorher zum aktiven Dienſt eingetreten ſind, ſowie diejenigen Militärpflichtigen, welche gemäߧ 89 Ziffer 3 die Berechtigung zum Einjährig⸗Freiwilli⸗ gendienſt bei der Prüfungs⸗Kommiſſion nachgeſucht haben, bei der Erſatzkommiſſion ihres Geſtellungsortes ſchriftlich oder mündlich unter Vorlegung ihres Berechtigungsſcheines, ſofern ihnen derfelbe bereits behändigt iſt, bezw. unter Vorlegung des Befähigungs⸗ eugniſſes zum Seeſteuermann zu melden und ihre Zurückſtellung von r Aushebung zu beantragen. 85 Militärpflichtige, welche dieſer Meldung ſpäteſtens bis zum 1. Februar d. J. nicht nachgekommen ſind, haben gemäߧ 33 Reichs⸗ milftärgeſetz,§ 93 Ziff. 4, 26, Ziff. 7 Wehrordnung Geldſtrafen bis zu 30 Mark oder Haft bis zu 3 Tagen zu gewärtigen.“ Die Gemeinderate des Amtsbezirks werden angewieſen, dieſe Ver⸗ fügung alsbald in ortsüblicher Weiſe bekannt zu geben und den Vollzug anzuzeigen. ö Mannheim, den 2. Januar 1907. Der Jivilvorſitzende der Erſatzlommiſfon des Aushehungs⸗ berirks Maunheim: Gartenſtraße, Wilhelmſtraße, Friedrichſtraße, Riedſtraße, Bahnhofſtraße, 8 Heumarkt, Lauerſtraße, Kapellenſtraße, Hildaſtraße bis Luiſenſtraße. Wahllokal: Geſchäftszimmer des Bürgermeiſters(Nr. 6— Rathaus). Wahlvorſteher: Bürgermeiſter Volz, 5 Stellvertreter: Georg Jakob Seitz, Fabrikannt, 5 der 2. Bezirk aus Seckenheim(Unterdorf) der öbrige Teil des Hauptortes Seckenheim, 1 Feudenheimer Fähre, Bahnwartshäuſer und Rangier⸗ ahnhof. Wahllokal: Geſchäftszimmer des Ratſchreibers(Nr. 7— Rathaus), Wahlvorſteher: Johann Georg Zahn, Gemeinderat, Stellvertreter: Adam Valentin Schmich, Gemeinderat, der 3. Bezirk f aus dem Nebenort Rheinau. Wahllokal: Geſchäftszimmer des Stabhalters in Rheinau. Wahlvorſteher: Wilhelm Wöllner, Stabhalter, Stellvertreter: Jakob Roßrucker, Gemeinderat. Gleichzeitig laden wir die Herren Wähler zur zahlreichen Beteili⸗ gung an der Wahl ergebenſt ein. s Seckenheim, den 7. Januar 1907. Der Gemeinderat Volz. Bekanntmachung. Die Allmendnutzung betr. Ritter. Eppelsheimer. No. 267. Das Protokoll über Zuteilung der auf 1. Januar 1907 5555 frei gewordenen Almendloſe liegt bis zum 20. ds. Mts. zur Einſicht 5 Beſchluß. a 4 i auf dem Rathaus, Zimmer Nr. 6 offen, bis zu welchem Termine Ein⸗ Nr. 159. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen ſprache gegen die Verteilung geltend gemacht werden können. Kenntnis. f Spätere Einſprachen werden nicht mehr berückſichtigt. Seckenheim, den 7. Januar 1907. Seckenheim, den 12. Januar 1907. N 8 Gemeinderat Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Schmitt. Volz. Ritter. Zugelaufen Oeflentlſebe Nufforderung. iſt Herrn Joh. Jak. Stöhr Friedrichſtraße ein junger Rehpinſcher Die Anmeldung zur Stammrolle betr.(weiblich). 5 Jn Gemäßheit des§ 25 der Wehrordnung werden die Militär⸗ Seckenheim, 12. Januar 1907. i 8 pflichtigen, welche bei dem Erſatzgeſchäft des Jahres 1907 meldepflichti gürgermeiſteramt 8 ſind, aufgefordert, ſich zur Stammrolle anzumelden.. Volz. 1. Zur Anmeldung ſind verpflichtet: N a. alle Deutſche, welche im Jahre 1907 das 20. Lebensjahr zurücklegen, alſo im Jahre 1887 geboren ſind; b. alle früher geborenen Deutſchen, über deren Dienſtpflicht noch nicht endgültig durch Ausſchließung, Ausmuſterung, Ueber⸗ weiſung zum Landſturm, zur Erſetzreſerve, oder Marine⸗Er⸗ ſatzreſerve, oder durch Aushebung für einen Truppen⸗ oder Marineteil entſchieden iſt, ſofern ſie nicht durch die Erſatz⸗ behörden von der Anmeldung ausdrücklich entbunden oder über das Jahr 1907 hinaus zurückgeſtellt wurden. i 2. Die Anmeldung erfolgt bei dem Gemeinderat desjenigen Ortes, an dem der Militärpflichtige ſeinen dauernden Aufent⸗ halt hat. Hat er keinen dauernden Aufenthalt, ſo muß die Anmeldung an dem Orte des Wohnſitzes und beim Mangel eines inländiſchen Wohnſitzes an dem Geburtsort, oder wenn auch dieſer im Ausland liegt, an dem letzten Wohnſitz der Eltern geſchehen. i 3. Iſt der Militärpflichtige von dem Orte, in dem er ſich nach Ziffer 2 zu melden hat, zeitig abweſend, ſo haben die Eltern, Vormünder, Lehr⸗Brod⸗ oder Fabrikherren die Verpflichtung zur Anmeldung. 4. Die Anmeldung hat vom 15. Jaunar bis 1. Februar zu geſchehen, ſie ſoll enthalten: Familien⸗ und Vorname des Pflichtigen, deſſen Geburtsort, Geburtsjahr und Tag, Aufent⸗ haltsort, Religion, Gewerbe oder Stand, ſodann Name, Ge⸗ werbe oder Stand und Wohnſitz der Eltern, ſowie ob dieſe noch leben oder tot ſind. Sofern die Anmeldung nicht am Geburtsort erfolgt, iſt ein Geburtszeugnis vorzulegen. Bei wiederholter Anmeldung müſſen die Looſungsſcheine vorge⸗ legt werden. a Wer die vorgeſchriebene Meldung unterläßt, wird mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen beſtraft. Seckenheim, den 5. Januar 1907. Der Gemeinderat: Volz. Bekanntmachung. i 5 Die Wahlen zum Reichstag betr. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß der Wahliag für die infolge Auflöſung des Reichstags notwendig gewordene Freitag, den 25 Januar 1907 Schmitt. Dte Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr vormittags und endigt um 7 Uhr nachmittags. Die Gemeinde Seckenheim iſt zum Zwecke der Reichstagswahl in beſteht ö a e der erſte Bezirk eim(Oberdorf) Hauptſt bartenarbetter gefugt OGewerbe-Verein Secltenhelm. Die 5 eneral⸗Verſammlung findet Fonntag, den 20. d. Mts. ſtatt. Die Tagesordnung wird noch bekannt gegeben. Der Vorſtand. Geſchäfts-Empfehlung. Unterzeichneter empfiehlt ſich im Anfertigen von moderner Herren- und Knabendekleidung. Adam Müller, Friedrichſtraße 20. Eine graue Gaus ſeit Don⸗ nerstag 8 entlaufen. Dammſtraſſe 3. Einige gut erhaltene welche für ihre Kinder eine garantiert gründliche kaufmän⸗ niſche Ausbildung wünſchen, ver⸗ langen die ausführlichen Pro⸗ ſpekte der erſtklaſſ. Handelslehranſtalt u. hat zu verkaufen Pbiliry gtein, güfer. 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Umgebung die ergebene Mitteilung, daß ich die Bäckerei des Herrn gerliuaher übernommen habe und halte dieſelbe beſtens empfohlen. Unter Zuſicherung prompter reeller Bedienung bitte um geneigtes Wohlwollen. Hochachtungsvoll Ludwig Schad, Hätkermeiſter. SGeſchd ifls⸗ Empfehlung. Unterzeichneter erlaubt ſich hiermit höflichſt, einer verehrl. Ein⸗ wohnerſchaft Seckenheims und Umgebung in gefl. Erinnerung zu bringen, daß er ſeine frühere Tohnkutſcherei von heute ab wieder aufgenommen hat. Geehrten Aufträgen ſieht gerne 8 entgegen und 1 Achtungsvollſt Bruno Honegg, Dammſtr. 5. Turk. Der ein Heckerſheim. Einladung. Am Samstag, den 12. Junnar l. Jrs. findet im Lokal 1 „Zähringer Hof“ unſer diesjähriger Vereins-Ball Wir laden hierzu Freunde und Gönner unſeres Vereins beſlcft ein. a Der Tururat. 1 10 ee Anzeiger. 5 Schwein Halertlocken ſtait. hat zu bettaüfen 2 3 oder 4 Zimmer vis-à-vis vom e per 1. April zu ver⸗ f 5 mieten. Valentin Naas 5 ſtatt. Radiahrer-Oesellschatt Seckenheim. Einladung. Am Zountag, den 13. Zaunar 1907, Abends 7 Uhr findet in unſerm Vereinslokal zum„Reichsadler“ Ball mit Reigenfahren unf er diesjähriger Wir laden hierzu unſere aktiven und paſſiven Mitglieder höflichst ein, mit dem Wunſche, ſich recht zahlreich einfinden zu wollen. Der Vorſtand. Freiw. Sanitätskolonne Seckenheim. Sonntag, den 13. Januar, nach⸗ mittags 2 Uhr im Lokal zum Stern nach dem Empfang der Einklei⸗ dungsſtücke Probe. Die Mitglieder werden dringend gebeten, pünktlich zu erſcheinen. Der 1. Kolonnenführer. Spareinlagen und Kapitalien verzinſe ich mit längerer Kündi⸗ gungsfriſt zu Pt. G. Schowalter, Lriedrichsfeld, am Main⸗Neckar⸗Bahnhof. Schöne Wohnung A. Kolluig. 5 55 möbl. N ä Zimmer vermieten. 8. Cranſter me, Schloßſtraße 1 ſind in der Verkaufsſtele zu haben. Erſte günſtige 33 ehung im Neuen Jahre iſt die rose Mollthätigkeits⸗ Geld-Lotterie für Badische Invaliden. Ziehung sicher 26. Januar 1907. 2928 Bargewinne ohne Abzug 25 u Spezialhaus für Züpfe n. 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