Abonnement: Platz fand für ſich und ſein Geſchlecht. dieſen Hügel ſind, das iſt deutlich zu erkennen, ſtraße 5 Ek aer Anzeigeblatt für Seckenheim und Ilvesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. die Poſt Redaktion, Druck und Jerlag von J. helfrich in Seckenheim. eigen: Die einſpaltige e oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen— Rabatt. Mittwoch, den 30. Januar 1907. 7. Jahrgang Monatlich 30 Pfg., dur bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Nr. 9. Troja. (Schluß.) Unſer badiſcher Bauleiter, Herr Profeſſor Dr. Durm in Karlsruhe, hat einige antike Oberſtädte und einige mittelalterliche Burgen miteinander vergleichen. Daraus ergiebt ſich, daß„Priams Feſte“ kaum größer war, als eine unſerer mittelalterlichen Ritterburgen. Doch ſagt Durm:„Da aber auch auf dieſen Burgen ſtolze Fürſtengeſchlechter Raum hatten und von dort Königen und Völkerſchaften Trotz boten und Widerſtand leiſteten, da hinter dem mit Mauern und Türmen umwehrten Platze Raum war für den gewaltigen, mehrſtöckigen Berg⸗ fried, für die Wohnungen und Vorratskammern der Herren ſowohl wie der Beſatzung, da dort auch Stallungen und Wirtſchaftshöfe angelegt waren, Priamos auf der annähernd gleich großen Ab⸗ ſo wollen wir auch glauben, daß gleichung des Hügels von Hiſſarlik(Troja) Ueber zu verſchiedenen Zeiten vernichtende Kataſtrophen hinweggoegangen; Feuerſpuren ſind deutlich zu erkennen, ganz beſonders an der zweiten Schicht, die Troja geweſen ſein ſoll; hier iſt nahezu alles Holzwerk verbrannt, die Lehmziegel ſind in der Glut zu Backſteinen gebrannt, teilweiſe ſogar an der Oberfläche verglaſt: Brand von 5 Troße l Niemand wird es dem Dichter übel nehmen wollen, daß er aus dieſer kleinen Königsburg eine mächtige Akropolis mik Paläſten und Tempeln, aus dieſer kleinen Anſiedelung eine prachtvoll ummauerte Stadt mit vielen Thoren, vielleicht auch aus den kleinen Zuzügen benach⸗ barter Vaſallen ganze Völker und Heere ge⸗ macht hat; das iſt dem Dichter geſtattet, aber nicht dem Altertumsforſcher und Geſchichts⸗ ſchreiber. Jedoch iſt zuzugeſtehen, daß noch lange nicht alles ausgegraben iſt und mög⸗ licherweiſe das größere und größte noch gefun⸗ den werden kann. Was hat man nun, aber außer Mauer⸗ teſten wirklich ſchon gefunden? In der erſten Schichte fand man die Ueberreſte der Steinzeit⸗ 4 Kultur, die alſo auch dort wie überall beſtand Aus der berühmten zweiten Schicht war man ſo glücklich einen Schatz zu graben. Er beſteht aus goldenen Schmuckſachen, goldenen, ſilber⸗ nen und kupfernen Gefäßen, kleinen Silber⸗ barren und kupfernen Waffen. Die goldenen Schmuckſachen lagen alle in einem großen ſil⸗ bernen Kruge; es iſt meiſtens Frauenſchmuck: Diademe mit Kettchen und Anhängſeln, die wohl über die Haare herabfielen und das Ge⸗ ſicht einrahmten, Ohrgehönge, Bruſtſchmuck, 30 Paar Ohrringe, Armringe; ſieht das nicht aus wie der Toilettenſchmuck der Helena!? Es ſind aber auch Becher dabei, eine Flaſche, ein kahnförmiges, zweihenkeliges Trinkgefäß im Gewicht von 600 Gramm. Die kleinen ſechs Silberbarren haben die Geſtalt unſerer Meſſer⸗ klingen und wiegen 171 bis 174 Gramm. 8 Silbervaſen mit und ohne Henkel, blattför⸗ mige Dolchklingen, Kupferdolche, Lanzenſpitzen, Flachbeile aus zinnerner Bronze, flache Schüſ⸗ ſeln und kleinere Töpfe gehören ebenfalls zum „Schatze des Priamos!“ Was man ſonſt noch zerſtreut auf der Burg gefunden hat, trägt einen ganz abweichenden ſpäteren Charakter und den Stil der mykeniſchen Schmuekſtücke, Doppelſpirade, Sterne, Roſetten, Vogelfiguren auf Nadeln, Armreifen, Ohrgehängen, Schie⸗ bern u. ſ. w. Dieſe Funde ſind ſicher Import⸗ ſtücke, während die Vaſen, Dolche, Beile, Lanzenſpitzen u. ſ. w. lokalen Urſprungs zu ſein ſcheinen. Nachdem dieſe Stadt des Priamos im Feuer untergegangen war, wurde eine dritte, vierte und fünfte Stadt, eine auf den Trüm⸗ mern der andern gebaut, aber die Fundſtücke bleiben ſich in Allen gleich. Später nach der lydiſchen und perſiſchen Herrſchaft folgt wieder eine längere Periode des Glaugos bis tief in die römiſche Kaiſerzeit hinein. Die Diadochen begannen eine neue Glanzzeit; noch prächtiger bauten die Römer, die ſich bekanntlich für Nachkommen der geflüchteten Trojaner hielten. Heute iſt die Stätte unter dem Namen Hiſſar⸗ lick, was Burgberg bedeutet, ein elendes türki⸗ ſches Dorf, das nur durch Schliemann neues Leben und neuen Ruhm erhielt. Seine Ge⸗ ſchichte iſt noch nicht abgeſchloſſen und möglich iſt, daß neue Nachgrabungen größere Reſultate erzielen. Deutſches Reich. Berlin. Eine erwünſchte Korrektur des Majeſtätsbeleidigungsparagraphen hat der Kaiſer an ſeinem Geburtstage eintreten laſſen. Er hat beſtimmt, daß wegen Majeſtätsbeleidigung eines Mitgliedes des königlichen Hauſes nur ſolche Perſonen eine geſetzliche Strafe erleiden, welche ſich jener Vergehen mit Vorbedacht und in böſer Abſicht, und nicht bloß aus Unver⸗ ſtand, aus Unbeſonnenheit, aus Uebereilung oder ſonſt ohne böſen Willen ſchuldig gemacht haben. In jedem Einzelfalle ſoll die kaiſer⸗ liche Entſchließung über die Ausübung des Begnadigungsrechts eingeholt werden. Aus Nah und Fern. 0 Seckenheim, 28. Jan. Das heute durch den nene aufgeſtellte Statut für Leſern in nächſter Zeit noch wörtlich N muß geradezu als muſterhaft bezeichnet werden; es iſt zu hoffen, daß ſolches auch beim Bür⸗ gerausſchuſſe die entſprechende Würdigung findet und eine loyale Ausführung erfährt und mithin für die Gemeinde Men erfreulichen. Fortſchritt bedeutet. Seckenheim, 29. gan ziehe Woche wird eine namhafte Künſtlergeſellſchaft hieſigen Saalbau zum Zähringer Hof. 6 kurzes Gaſtſpiel geben. Ein vorzüglicher künſtleriſcher Ruf geht der Geſellſchaft voraus. Es gelangen deutſche Luſtſpiele, Singſpiele und lebende Bilder zur Darſtellung. Da ſich unter den Künſtlerenſemble auch acht Japanerinnen befinden, ſo wird das verehrl. Publikum Ge⸗ legenheit haben, Japanerinnen in ihrem Na⸗ tionalkoſtüm zu ſehen, die japaniſche? Tänze, Fächerſpiele und Geſänge in ihrer Mutterſprache darbieten. Es verſäume niemand, dieſe in Ausſicht ſtehende Vorſtellungen zu beſuchen, zumal der Reingewinn des Gaſtſpiels zu wohl⸗ tätigen Zwecken beſtimmt iſt. Wir verweiſen das verehrliche Publikum auf das hochin⸗ tereſſante Programm im Juſerotentell imſeres Blattes. Heidelberg, 28. Jan. Am Samstag wurde beim Felſenmeer das Skelett einer un⸗ bekannten männlichen Leiche aufgefunden. Der Zur kalten Herberge. Eine wahre Geſchichte von Anno 1820 g von E. W. Stich. So wurden denn Buſch und Haag, die Waſſergräben Kanalufer und das nächſte Torf⸗ moor ſorgfältig und doch raſch durchſucht und beim hellen Schein der großen Stalllaterne des Poſthalters Lochinger, dem ſich auch der könig⸗ liche Revierförſter von Schleißheim mit ſeinen Gehilfen, Parkwächtern und Holzknechten ange⸗ ſchloſſen, entdeckte man bald auf der Land⸗ die Stelle des Unfalls durch große Blutlachen. Darauf fand ſich ſchon im nächſten Chauſſeegraben, halb mit Schlamm und Röhricht bedeckt, ein Toter, in dem ſämtliche zu ihrem größten mit Schrecken gemiſchten Erſtaunen den in der ganzen Gegend wohlbe⸗ kannten Hierand⸗Hieſel, den Paradieswirt, er⸗ kannten. Vom Grafen niedergeſchoſſen, war er auch noch in die Räder der Extrapoſt geraten und von dieſen fortgeſchleift und erdrückt worden und hatte dadurch einen ſchnellen Tot gefunden. Zur größeren Vorſicht warfen die nden Räuber den Leichnam in den Graben, denn die begründete Furcht vor raſcher Ver⸗ folgung nach dem gänzlich mißlungenen Raub⸗ anfall hinderte ſie, denſelben weiter fortzu⸗ f ſchaſßen und zu bergen. Noch fand ein Forſtgehilfe durch ſeinen Schweißhund Sumpfes einen Zweiten dieſer Rotte Korah, welchen Bauern und Jäger ſchon an ſeiner dicken, kleinen Geſtalt als den Gäumetzger, den ſog.„Blunzen⸗Nazi“, erkannten. Gut hatte ihn die Piſtolenkugel des Reichsfreiherrn ge⸗ troffen. Sie ſaß in ſeinem unförmlichen Speck⸗ halſe; trotzdem hatte ſich der tötlich Ver⸗ wundete noch in dieſes Verſteck geſchleppt. Auch jetzt lebte er noch, ſtarb aber zum größten Aerger des Gendarmerie⸗Offiziers auf ſeiner Ueberführung in die Paradies⸗Taferne, denn allzugerne hätte man von ihm ein Geſtändnis herausgelockt, was bei dem feigen Burſchen auch wohl gelungen wäre, würde ihn nicht zuvor ſein ſchmerzlicher Tot ereilt haben. Mit Entſetzen erblickte der Baron die beiden blutüberſtrömten Leichen, da ihn das Getümmel auf den Hof und im Hausgang aus dem Gemache herausgelockt hatte, er ſah aber auch, wie die bewußtloſe Kati von den jam⸗ mernden Mägden auf ihre Stube geſchafft ward und erhielt dann ſogleich von dem Leutnant die gewünſchte Aufklärung. Dieſer, ein junger eifriger Beamter, ſchloß ſeinen ehrerbietigen Bericht mit den Worten: „Excellenz, auf Ehre, ſo knapp die Gage iſt und obgleich ich noch den größten Teil des Goldes auf dem Kragen und den Aufſchlägen meines Waffenkollets ſchulde, ich würde mit Freuden einen ganzen Monatsſold ſpringen laſſen, könnte irgend ein Wunderdoktor einen im Ufergeſtrüpp des nächſten der beiden tot daliegenden Schurken wieder lebendig machen!.. Seit Jahren ſchon,— in der letzten Zeit wieder gar ſehr— hatte Polizeidirektion und königliche Gendarmerie ihre Augen auf jeden Stromer, Walzbruder und Vagabunden in dieſen öden Wald⸗ und Moraſt⸗ winkel gerichtet. Daß aber die woͤhlhabendſten Bewohnern dieſer Gegend, noch dazu ſo nahe, faſt vor den Toren der königlichen Haupt und Reſidenzſtadt München„bayeriſchen Hieſel“, „Schinderhannes“— und ähnliche Ehren⸗ männerrollen— ſpielten, dazu faſt ein Men⸗ ſchenalter, wird ſicherlich dem Herrn Polis 155 direktor mehr als eine ſchlafloſe Nachk reiten... Und noch immer wäre den Böle⸗ wichtern ihr blutiges verbrecheriſches Handwerk nicht gelegt worden, wäre bei uns nicht die Anzeige eingelaufen, daß drüben im Dorfe Feldmoching ſchon ſeit der Johannisnacht der reichſte junge Bauer, ein gewiſſer Grashofer⸗ Veſtl, abgängig iſt. Die letzten Spuren von ihm wieſen auf das Paradieswirtshaus, wo er die ganze Nacht mit ungariſchen Pferdehändlern und dann mit einen paar ſehr wohlhabenden Ortsbewohnern von hier mit auffallendem Glücke geſpielt hatte.„Ich erhielt Ordre, mit den Nachforſchungen über dieſen„ſicheren Gras⸗ hofer⸗Veſtl“ bei den bis jetzt gut beleumundeten Hierand⸗Mathias, dem Paradieswirt zu be⸗ ginnen, der ſich auf einmal als Erzr äuber ent⸗ puppte und— „Sie e alſo ein rettender Schutz o 3—— Alnbekannte hatte anſcheinend Selbſtmord durch Erhängen verübt, denn an einem Baum über dem Fundort fand man auch die Reſte eines Strickes. Durlach, 28. Jan. Ein ſchwerer Un⸗ glücksfall ereignete ſich heute vormittag beim hieſigen Trainbataillon. Als gegen 11 Uhr Unteroffiziere des Bataillons die Remonten zum Reiten auf die Reitbahn führten, ging ein Trompeter namens Goos aus Karlsruhe an den Pferden hinten vorbei und erhielt von einem Pferde einen ſolch fürchterlichen Schlag an Wange und Schläfe, daß er ſofort tot war. Schuld an dem Unglück trifft niemanden; die Urſache des Unglücksfalles iſt lediglich in der Sorgloſigkeit oder beſſer Unvorſichtigkeit des Getöteten zu ſuchen. Rammersweier(A. Offenburg), 27. Jan. Eine wahre Völkerwanderung begab ſich heute von Offenburg ins nahe Rammersweier, woſelbſt am geſtrigen Tage durch eine furcht⸗ bare Pulverexploſton fünf Perſonen zum größten Teil lebensgefährliche Verletzungen davon ge⸗ tragen hatten. Die Schwerverletzten ſind der Landwirt Wilhelm Falk, deſſen Ehefrau, der 24jährige Sohn Heinrich Falk und die 17⸗ jährige Tochter Roſa Falk. Schwer, aber nicht lebensgefährlich verwundet iſt der 14jährige Anton Falk. Wie das Unglück geſchehen konnte, wird die Unterſuchung vielleicht an den Tag bringen. Der vom Militär entlaſſene Sohn Heinrich, welcher das Böllerſchießen(Kaiſerstag) beſorgen ſollte, richtete in der Wohnſtube das Pulver, d. h. er öffnete das verſchloſſene Paket und ſchüttete den Inhalt in ein Gefäß, als plötzlich eine furchtbare Exploſton ſtattfand. Am ganzen Leibe brennend, gelangten die Un⸗ glücklichen zwar ins Freie, doch ſind, wie geſagt, die Brandwunden zum größten Teil lebensge⸗ fährlich. Das Gebäude iſt auf der einen Halfte zerſtört, Fenſter Möbel und Zwiſchen⸗ wände in Stücke zerſprengt. Auf der Straße liegen noch die Fetzen der Kleider, die man den brennenden Leuten vom Leibe geriſſen. Offenburg, 28. Jan. Zu dem furcht⸗ baren Unglücksfall in Rammersweier wird noch gemeldet: Der Sohn des Hauſes, der 24jährige Heinrich Falk, gedienter Kanonier, hatte in der Stadt ein Säckchen mit 12 Pfund Pulver zur Verwendung am bevorſtehenden Kaiſerstag geholt und ſchüttete, zu Hauſe an⸗ gekommen, den gefährlichen Inhalt in der Nähe des geheizten Ofens in ein ſog.„Mäßle“ um, damit der vom Wetter und der Kälte etwas feucht gewordene Exploſivpſtoff trocken werde. Feine Pulverteilchen mögen dabei mit der heißen Ofenplatte in Berührung gekommen ſein, kurz, im Nu erfolgte ein Krach. die Wand des Zimmers lag im Freien, mit ihr aber auch die 4 Inſaſſen der Wohnung, Vater und Sohn, Mutter und Tochter, teilweiſe mit brennenden Kleidern, zum Glück noch im tiefen Schnee, aber entſetzlich zugerichtet am ganzen Leib, insbeſondere im Geſicht, mit ſchweren Wunden. Bei drei der verunglückten Perſonen ſollen die Verletzungen lebensgefährlich ſein.“ 1 —— 8 5— Wie die„Bad. Nachr.“ melden, liegt die Frau Falk im Sterben. Freiburg, 27. Jan. Eine in Emmen⸗ dingen ſtattgefundene Verſammlung der Ziegelei⸗ beſitzer des Breisgaus beſchloß eine Erhöhung der Preiſe auf alle Arten Ziegel um rund 10 Prozent. Untergimpern(A. Sinsheim), 28. Jan. Ein Ende mit Schrecken hat hier die Wahlbewegung genommen. Kürzlich fand eine Wahlverſammlung des Bundes der Landwirte ſtatt. Herr Bürgermeiſter Johann Reichens⸗ perger wollte an ihr teilnehmen, trat in den Saal und ſank plötzlich zuſammen. Ein Herz⸗ ſchlag hatte dem anſcheinend ganz geſunden Mann ein plötzliches und unerwartetes Ende bereitet. Weiſenbach(A. Raſtatt), 26. Jan. Geſtern vormittag gerieten die Kleider der ledigen Franziska Wörner beim Kochen in Brand; das Mädchen erlitt dadurch ſo ſchwere Verletzungen, daß es jetzt hoffnungslos dar⸗ niederliegt. Kaiſerslautern, 28. Jan. Der „Pfälz. Preſſe“ zufolge wurden in der Spar⸗ kaſſe und Hilfskaſſe in Homburg i. d. Pfalz Unregelmäßigkeiten in Höhe von ungefähr 30 000 Mk. entdeckt. Der Einnehmer Hilde⸗ brand wurde verhaftet. Martinshöhe, 28. Jan. Einem hieſi⸗ gen Handwerker wurde in der Nacht vor der Reichstagswahl ein böſer Streich geſpielt. Es wurden ihm nämlich durch ein kleines Hinter⸗ fenſter ſeines Hauſes Schinken, Dürrfleiſch und ſeine friſchen Würſte geſtohlen. Von den Tätern fehlt bis jetzt jeder ſichere Anhaltspunkt. London, 27. Jan. Der Dampfer „Seydlitz“ vom Norddeutſchen Llody geriet auf offenem Meer in Brand. Der vordere Teil des Schiffes iſt ausgebrannt; ſämtliche Paſſa⸗ giere und Poſtſachen ſind gerettet. An der Rettung wirkte ein engliſcher Kreuzer mit. Breslau, 29. Jan. In der elektriſchen Zentrale der Königshütte wurden durch die Exploſion eines erhitzten Siederohres drei Ar⸗ beiter getötet; einer iſt ſchwer verbrüht worden. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats ⸗Sitzung. (Vom 28. Januar 1907.). 6 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnis⸗ verſicherungsverträge bleiben unbeanſtandet. Ueber zwei vorliegende außerhalb des Ortsetters geplante Baugeſuche wird Entſchlie⸗ zung getroffen. 1 Anweſen in Seckenheim und ein ſolches in Rheinau werden amtlich geſchätzt. Als Rechner der Gemeinde Seckenheim wird von den um die Stelle aufgetretenen Be⸗ werbern Herr Fabrikant Georg Ludwig Seitz erwählt und dem Bürgerausſchuß zur Beſtäti⸗ gung in Vorſchlag gebracht. 3 Reklamationsgeſuche ſchieden. Die Sturzprotokolle über die Jahresab- werden verbe⸗ ſchlüſſe der Gemeinde⸗, Schulkompetenzfonds⸗ Ortsviehverſicherungs⸗, gemeinſchaftliche Schul⸗ fonds⸗ und Krankenverſicherungskaſſe werden zur Kenntnis gebracht; ſämtliche Kaſſen befin⸗ den ſich in Ordnung. Die Gebühren der Leichenträger in Rheinau werden auf 2 Mk. erhöht. Der Verwendungsnachweis über das am 3. d. Mts. vom Forſtamt überwieſene Holz wird gefertigt. a Herrn Bürgermeiſteramtsſekretär Karl Lorenz Schmitt wird die nachgeſuchte Erlaub⸗ nis zur Uebernahme der Stelle des Erhebers der evangeliſchen Kirchenſteuern erteilt. Die Satzungen für die Gemeindeſparkaſſe Seckenheim⸗Rheinau werden aufgeſtellt. Die vorliegenden Rechnungen werden zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. — Der alljährlich der Prof. Dr. Vul⸗ pius'ſchen Orthopädiſch⸗Chirurgiſchen Heilanſtalt in Heidelberg zur Verfügung ſtehende Stiftungs⸗ betrag von je Zehntauſend Mark iſt beſtimmt zur kliniſchen und ambulanten Behandlung von wenig oder gar nicht bemittelten Kranken (deutſcher Nationalität und ohne Unterſchied der Konfeſſion) mit folgenden Leiden: Angeborene und erworbene Mißbildungen und Verkrüm⸗ mungen. Lähmungen und verwandte Nerven⸗ leiden bezw. deren Folgezuſtände. Verletzungen und Erkrankungen von Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen bezw. deren Folgen. Anfnahmeſtunden für Patienten an allen Wochentagen vormittags von 11—12 Uhr. Anfragen und Anmeldungen wolle man richten: An die Verwaltung der Prof. Dr. Vulpius' ſchen Orthopädiſch⸗Chirurgiſchen Heilanſtalt in Hei⸗ delberg, Luiſenſtraße 1—3. — Der Stadtrat in Freiburg i. B. ſprach ſich gegen die Einführung der engliſchen Arbeitszeit aus. — Gewaltige Baumrieſen exiſtieren noch in den Lobenfeldſchen„Schiffneiwaldungen“ bei Hirſchhorn. Dort wurde dieſer Tage eine Eiche pefällt, deren Stamm, ſoweit er als Langholz Verwendung finden kann, nahezu 5 Feſtmeter umfaßt. as noch übrige Stamm⸗ und Abfallholz ergab noch 18 Raummeter Scheit⸗ und Prügelholz. Der Baumkoloß lieferte demnach faſt 19 Feſtmeter Holz. — Im Stadtwald von Herrenberg wurde eine Hirſchkuh erlegt, die nur drei Füße hatte. Der eine Vorderfuß war ihr unterhalb des Knies glatt abgeſchoſſen worden. Die Wunde war ſehr gut geheilt. — Ein vorſorglicher Selbſtmörder iſt ein Kutſcher in der Umgegend von Inſter burg. Er ging in die Stadt, kaufte einen großen Sarg, ſowie Trauerkleider für ſeine Familie. Dann ging er nach Hauſe und erhängte ſich. an— Folgen einer Felddienſtübung bei großer Kälte. Wie das Wolff ſche Telegraphenbureau aus Königsberg i. Pr. meldet, haben ſich zahl⸗ reiche Froſtſchäden am Montag auf einer bei Quednau abgehaltenen Felddienſtübung gemiſch⸗ geiſt, Herr Leutnant“, unterbrach der Freiherr den Offizier, indem er ſich verbindlich verneigte und einen ſchweren goldenen Brillantring von einem Finger zog.„Ohne ihre ſchüͤtzende Gegenwart dahier, wäre ich, trotz der Geiſtes⸗ gegenwart des armen verwundeten Poſtillons, der dort auf ſeinem Schmerzenslager ſtöhnt, nicht entkommen, ſondern hier in die Höhle der Beſtien geraten und von den Ueberlebenden der Bande als höchſt willkommenes, wehrloſes Schlachtopfer betrachtet und behandelt worden. Zum Gedächtnis an dieſe fürchterliche Nacht und an meine Dankbarkeit bitte ich Sie, dieſes bliende Zeichen an Ihrer tapferen Rechten zu tragen!“ Doch mit abwehrender Hand trat der Leutnant zurück und erwiderte mit ernſter Höflichkeit:„Excellenz, ein königlich bayeriſcher Offizier läßt ſich nie ſeine Pflicht honorieren! Ich freue mich herzlich meiner Dienſtesleiſtung! Sollten mir aber Eure reichsfreiherrliche Gnaden einmal bei den maßgebenden Großen an unſerm königlichen Hofe nützen wollen, ſo wird der Leutnant ſich dero gewichtiges Wort zur Unterſtützung ſeiner dort nur ſchwachen Stimme erbitten. Doch Ihr ſprechendes Gleichnis, daß hier in der Paradies⸗Taferne die Höhle jener räuberiſchen Wölfe grweſen, erinnert mich an meine Amtspflicht.. Einer der beiden Erſchoſſenen da war der Witt— der Herr dieſer Schenke.. Alſo mußte auch die Tochter desſelben um das verbrecheriſche Tun ihres Vaters und ſeiner Mitſchuldigen wiſſen! Darum werde ich ſogleich einen meiner Leute auf ihre Stube beordern, damit ſie uns durch keinen Zufall entführt werden kann.“ Ueber dieſes Vorhaben des Gendarmerie⸗ Offiziers erſchrak aber der Freiherr ſehe und beeilte ſich zu entgegnen:„Wohl, tun Sie Ihre Pflicht, Herr Leutnant.. doch befehlen Sie der Wache zarteſte Schonung des Mädchens an! Laſſen Sie auch dieſes nicht nach München abführen, denn es iſt ſehr nötig zur Pflege unſerer beiden Verwundeten. Ich ſelbſt ver⸗ bürge mich für das ohnedies ſo unglückliche Kind, und werde dieſe Nachſicht auch bei der betreffenden königlichen Behörde vertreten. Sie ſehen mich und meinen grauen Kopf erſtaunt an?.. Doch ſeien Sie überzeugt, Herr Leutnant, daß weder ritterliche Galanterie noch die ſeltene Schönheit des Mädchens die Urſache meines Mitleids mit der ſo ſchwer vom Schickſal Getroffenen iſt.. Ein geradezu wunderſamer Zufall hat mich belehrt und über⸗ zeugt, daß die Tochter nicht im mindeſten Teil an des Vaters Schuld nimmt, wohl wird ſie aber die gewichtigſte Zeugin gegen die anderen Raubmörder werden, wenn ſte die⸗ ſelben dingfeſt machen können. Laſſen wir alſo die Arme ein wenig die ihr ſo nötige Ruhe genießen, mich aber, Herr Leutnant, würden Sie ſehr verbinden, wollten Sie ſogleich nicht etwa einen Ihrer Leute, ſondern einen Mann, einen aus hieſiger Gegend, zur Be⸗ hauſung der ſog.„Pechler⸗Waben“ abſenden und mir dieſe hierher holen laſſen.“ „Wie? Die Pechler⸗Waben, die ſich eines vorzüglichen Leumundes erfreut, trotz ihrer großen Armut? Auch ſie verbündet mit dieſem Raubgeſindel?.. Vielleicht gar die Hehlerin?“. fragte voll eifriger Haſt der Gendarmerie⸗Offizier. „O nein!.. nicht doch“, beſchwichtigte 100 Freiherr den ungeſtümen Dienſteifer des⸗ elben. einer Privat⸗Angelegenheit ſprechen. Ich laſſe alſo die Greiſin freundlich bitten, mich noch im Laufe dieſer Nacht beſuchen zu wollen und verſpreche ihr eine anſtändige Belohnung, daß ſie mir in ihrem leidenden Zuſtand einen Teil ihrer Nachtruhe opfern muß.“ Etwas verſtimmt durch das ihm ver⸗ weigerte Vertrauen, verbeugte ſich der Leutnant, ſalutierte und ſagte, während er ſich raſch auf den Hacken drehte, nur mehr im kurz⸗höflichen Dienſtton:„Die Befehle Eurer Excellenz ſollen ſogleich erfüllt werden!“ f (Fortſetzung folgt.) — Fatale Abwehr..... Meine Elſe iſt ja ein recht braves Kind— jedoch alles was ſie hört und ſieht, plaudert ſte aus!“— „Aber Mama, Menſchen erzählt, daß Du falſche Zähne haſt!“ — Ein ngbler Kunde. Schneider:„Der Anzug iſt Ihnen zu billig?“— Kunde:„Ja, viel zu billig,— ſo wenig bleibe ich nicht gern ſchuldig.“ „Ich will die alte Frau lediglich in vom Außendienſt befreit. 88 entlaſſen. Die noch nicht Entlaſſenen Schwere Fälle liegen auch bei den Lazarettkranken nicht vor. a die Bienen im Winter. Der Honig, den die fleißigen Immen im Sommer zu⸗ ſammentragen, iſt eigentlich ausſchließlich zu ihrer Winternahrung beſtimmt. Der Menſch hegt freilich keine Bedenken, ihnen den größten Teil dieſes leckeren Vorrats zu rauben und ihnen nur ein beſcheidenes Deputat zugeſtehen, eventuell ſie mit künſtlichem Honig in Form von Zuckerwaſſer zu durchwintern. Die Bienen finden ſich aber mit dieſem Geſchick würdig ab. Sie arbeiten ja im Winter nicht, verbrauchen alſo auch wenig Kraft und leben daher be⸗ ſcheiden die Wintertage hin. Ein leiſes Summen geht durch das Volk, und leiſe werden die lügel gerührt, zur Erwärmung. Der Imker tet ſich wohl, den Stock in dieſer Zeit zu oͤffnen, der eiſige Luftſtrom würde die zarten Tierchen erſtarren machen. Will der Bienen⸗ tiger Ton, dann weiß er, iſt es aber, wenn er ein Heulen zur Antwort erhält, dann iſt Not im Volke und raſche Hilfe muß eingreifen. Auch manche Feinde erwachſen im Winter den Bienen, manche Maus läßt ſich durch den Honig anlocken; vor allem aber ſind die Meiſen und der Specht hinter den Bienen her. — Unſinnige Wette. Der 19jährige Karl Reidel in Nieder Saulheim ging die Wette ein, ein Schoppenglas mit beiden Händen zu zer⸗ drücken. Er durchſchnitt ſich dabei die Adern an beiden Handgelenken und erlitt lebensge⸗ fährliche Verletzungen. n — Ein Witwer von fünf Schweſtern hei⸗ ratete jetzt nach Berichten aus Newyork die ſechſte Schweſter. Es handelt ſich um einen gewiſſen James Graves in Ohio. Ueber den ſeltſamen Fall, daß jemand hintereinander fünf Schweſtern heiratet, iſt ganz Amerika in Aufregung. Die ſechſte Schweſter, ſagt man, habe wirklich heroiſchen Mut beſeſſen, dieſen unglücklichen Mann zu heiraten. Die drei erſten Gattinen Graves wurden von Ver⸗ brechern in verſchiedenen Stadtteilen getötet, die vierte ſtarb bei der Geburt eines Kindes und die fünfte ſtürzte vor 4 Monaten von einem Pferde und brach ſich den Hals. — Der Höchſtkommandierende. Franz: „Wieſo gibt's denn eigentlich Krieg?“— Mutter:„Wenn zwei Könige ſich ſtreiten.“— es iſt alles in Ordnung, und beruhigt geht er davon. Schlimm E Da die Wahlen faßt alle an ſich riſſen und auch die Witterung einwirkte, finden die Loſe der Bad. Lotterie a 1 Mk. nicht den nötigen Al wurde mit Rückſicht auf die am 9. ſtattfindenden Ziehung der Karlsruh läumslotterie die Ziehung der Bad. Invaliden⸗ Lotterie auf 22. Februar d. Js. verſchoben, an welchem Tage ſie jedoch garantiert ſtatt⸗ s findet. Seckenheim, 29. Jan. Der heutige Ferkelmarkt war mit 69 Stück befahren und wurden 40 zum Paar abgeſetzt. „Die Rheiniſche Hypothekenbank in Mannheim widmet ſich u. A. auch der Pflege des Depoſitengeſchäftes(Annahme von Bareinlagen zur Verzinſung). Sie nimmt Spareinlagen in beliebig hohen Beträgen zur Verzinſung nach Vereinbarung an. Die Bank beſorgt ferner die Aufbewahrung von Wertpapieren, Urkunden u. ſ. w. gegen mäßige Vergütung. Mündelgeld kann bei der Bank angelegt werden, ebenſo konnen Wertpapiere von Mündeln der Bank zur Auf⸗ bewahrung übergeben werden. Wir verweiſen auf das Inſerat in unſerer heutigen Nummer. Volksbad Seckenheim. Gönner des Vereins höflichſt ein. 880 wiſſen, wie es mit ſeinen Immen ſteht, ann klopft er nur halblaut an die Außenwand der Bienenwohnung. Antwortet ihm ein kräf⸗ mann?“ Franz:„Aber was ſagt dann der Schutz⸗ Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. 25 Bekanntmachung. Die Bekämpfung der Schweineſeuche betr. Nr. 6813 1. Mit Rückſicht darauf, daß neuerdings wieder durch Händler, welche Ferkel aus der bayeriſchen Rheinpfalz eingeführt haben, die Schweineſeuche in einen benachbarten Amtsbezirk eingeſchleppt worden iſt, bringen wir die in unſeren Bekanntmachungen vom 6. Juli und 8 5 Auguſt 1903 enthaltenen Anordnungen erneut zur öffentlichen enntnis. Daarnach dürfen Einſtellſchweine(Milch⸗ und Ferkelſchweine), welche durch Händler aus Norddeutſchland, d. h. den nördlich des Mains ge⸗ legenen deutſchen Gebietsteilen einſchließlich der preußiſchen Provinz Rheinland, aus der bayeriſchen Pfalz und aus Lothringen eingeführt werden, im Amtsbezirk Mannheim nur dann verkauft werden, wenn die Tiere laut bezirkstierärztlichem Zeugnis während der letzten 14 Tage e Zuſtand ſich in einer badiſchen Gemeinde befunden aben. a 5 a Zuwiderhandlungen werden nach 8 66 Reichs⸗Seuchengeſetz vom 23. Jani 1880 und§ 90 Pol. Str. G. B. mit Geldſtrafe bis zu 150 Mk. 1. Mai 1894 f a oder mit Haft beſtraft. f Mannheim, den 19. Januar 1907. Grof. Sezirksamt III: Dr. V. Pfaff. Nr. 685. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, 28. Januar 1907. 5 Arrgermeiſteramt Volz. Bekanntmachung. Die Erhebung der Beiträge für die land⸗ und forſtwirtſchaftliche Unfall⸗ N verſicherung für das Jahr 1906 betr. Nr. 689. Das Kataſter der land⸗ und forſtwirtſchlichen Unfall⸗ verſicherung pro 1906 von Seckenheim nebſt Anhangkataſder für Rheinau liegt vom Mittwoch, den 30. Jaunar l. J. an, während zwei Wochen auf dem Rathaus dahier— Zimmer Nr. 5— Bureauſtunden) zur Einſicht der Beteiligten auf. Während dieſer Zeit und weiterer vier Wochen kann gegen das⸗ ſelbe von den Beteiligten bei dem unterzeichneten Bürgermeiſteramt mündlich oder ſchriftlich Einſprache erhoben werden, welche jedoch nur darauf geſtützt werden darf, daß der Unternehmer ins Kataſter nicht (in den üblichen 8 oder mit Unrecht darin aufgenommen wurde, oder daß die Abſchätzung der Arbeitstage eine unrichtige iſt. SGeeckenheim, den 29. Januar 1907. Hürgermeiſteramt 1 5 8„ okz. i Schmitt. SBesang-Verein„Sängerbund“, Zu dem am Sountag, den 3. Februar ſtattfindenden Vereinsball ladet hiermit alle aktiven und paſſiven Mitglieder, ſowie Freunde und Der Vorſtand. Nagllabrer-Geseſischaff Seckenbeim. Morgen Vounerstag, den 31. ds. Ats. Abends 8 Ayr. zum„goldenen Engel.“ Turnerbund„Jahn“ Sectenheim. 8 8 Einladung. verbunden mit turneriſchen Aufführungen in unſerem Lokale zum „gold. Hirſch“ ſtatt, ſind. Beginn abends 7 Uhr. 8 NB. Nächſte Turnſtunde findet am Donnerstag, den 31. ds. Mts. ſtatt. f f f. Einladun Saale des„Badiſchen Hofes“ ſtattfindenden Surger- Vereins Seckenheim und bittet 8 ö Meng jun badiſchen Hof. 8 Schöne, gute a 5 Aepfel fortwährend zu verkaufen Peter Diehm, Friedrichsſtr. 76 r holländischer Gemüſe⸗ und iſt friſch eingetroffen in erſter Quali⸗ tät und bringe dieſes in empfehlende Erinnerung. i. Gärtnerei F. W. Schröder. Um ſich vor Schaden zu bewah⸗ ren, kaufe man nur bei Fachleuten am Platz und nicht von Hauſierern. r!!! — 4 1. eee 1 ſind alle Hausfrauen, wenn ſie 105 Wäſche⸗Artikel in der edizinal-Drogerie zum Domhof G. L. Stenz, Ladenburg a. N. 5 Telephon Nr. 6. einkaufen. Ein Verſuch und die damit erzielte ſchneeweiße Wäſche wird es be⸗ weiſen. a 8 Nnheiniſche Hypothekenbank i Inlannheim 5 A 2, 1(dem Schloß gegenüber). ö Eingezanltes Aktienkapital. III. 20, 100,00.- Selamtrelerven. III. 12,157,480 8 Die Pfandbriefe der Bank sind in den Sroß- herzogtümern Baden und Feſſen zur Hnlage von mMündelgeldern geeignet, desgleichen können die Kommunalobligatfionen der Bank in Baden zu Anlage von IIlündelgeldern verwendet werden. Die Pfandbriefe, ſowie die Kommunalobligaflonen der Bank werden von der Reichsbank und den deutſchen Ulotenbanken in Klaſſe 1 beliehen, ebenſo von der Kgl. Bank und deren Filialen. 3 Die Bank ist Binterlegungsſtelle für Inlündel- vermögen. 5 Der Vorhand. 4 5 dle Dhektlͤn. zu dem am Jonntag, den 3. Februar 1509 abends 7 Uhr im 5 RR i⸗ Preiſe von 22 26 Mk. pro Am Sonntag, den 3. Fehrnar 1907 findet unſer diesjähriger wozu ſämtliche Mitglieder freundlichſt eingeladen Erfurter Blumenſamen a 1 7 = . ch in Schöns Am 4. Februar beginnen neue Kurse fär i ebenso für Handwerker und Gewerbetreibende Herren und Damen(separat (4 Unterrichtssäle) reiben, Buchführung, Stenographie, Maschinenschreiben, Korrespondenz, Rechnen etc. eto. Tages- und Abendkurse. 2 Garantie für gewissenhafte Ausbildung. Feinste Referenzen. Wer sich bis zum 2. Februar anmeldet erhält einen Einzelkurs zum Süddeutsche Handelslehranstalt und Töchterhandelsschule„Merkur“ MANNHEIM 13 halben preis. P 4, 2. Einladung. Die Wahlberechtigten werden hiermit zur hälftigen Erneuerungswahl der Kirchengemeinde-Verſammlung freundlich eingeladen. Es ſind 20 Mitglieder auf 6 Jahre und 2 Mitglieder auf 3 Jahre zu wählen. Die Wahl wird nächſten Fonntag, den 3. Februar, von 2—3 Uhr in der Kirche abgehalten. Die Namen der Austreten⸗ den und Bleibenden ſind im Vorraum der Kirche, Eingang rechts, durch Anſchlag bekannt gemacht. Die Austretenden ſind wieder wählbar. Der Anſchlag enthält auch das Nähere über Wahlberechtigung und Wählbarkeit. Seckenheim, den 27. Januar 1907... Im Auftrag des Kirchengemeinderats: Roth. . Programm zu der am Donnerstag, den 31. Januar, Freſtag, den 1. Februar, Samstag, den 2. Februar, jeweils abends 7½ Uhr und Sonntag, den 3. Februar, nachmittags 3 Uhr ſtattfindenden Theater⸗Aufführung. Lebende Bilder nach deutſchen Volksliedern. Mama's Augen, Cuſtſpiel in 1 Afʒtt „Strike in der Pension, Geſangsſcene Pauſe. In der Seckenheimer Mädchenschule im Jahre 1937, humoriſtiſches Sukunftsbild. JJ Die Japanerinnen, Singſpiel mit Tanzaufführung. Preis der Plätze: 1. Platz 70 Pfg., 2. Platz 50 Pfg., 5. Platz 30 Pfg. Vorverkauf der Eintrittskarten bei Herrn Kaufmann Filsheimer, Herrn Bäckermeiſter L. Seitz und Herrn Bäckermeiſter N. Jolz. 8 von J. Roſen. von F. Baſelt. 2 von R. Jonas. 2 Mache meine werte Kundſchaft darauf aufmerkſam, daß die Neu⸗ heiten in Tapetenmuſtern eingetroffen ſind. Gleichzeitig halte ich mich in Bezug von leinenen u. wasserdichten Pferdedecken beſtens empfohlen. Adam Ehrhardt, Lattlermeiſter. Zur Konfirmation empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Oheviot, schwarzen u. farbigen Kleider- Stoffe, Shirting, Hemdenstoff, Unterrockstoff eto. Hüte Cravatten Corsetts Handschuhe Hosenträger Taschentücher Beſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- colleetionen. 8 Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Verſteigerungs⸗Lokal 9 2, 16 Mannheim J 2, 16 Am Lager befinden ſich und werden zu jedem anehmbaren Preiſe verkauft: Vollſtändige Betten, einzelne Betteile als Bettſtellen, Bettröſte, Matratzen, Federnbetten, Kleiderſchränke, Vertikovs, Komode, Waſch⸗ u. Nachttiſche, Küchen⸗, Zimmer⸗ und Wirtstiſche, Stühle, Sofas, 4 Divan, 1 Klavier, 1 doppelſitziger Schreibpult, Küchenmöbel, Bilder und vieles andere mehr. Ferner eine große Partie Spirituoſen: als Cognae, Zwetſchgenwaſſer, Pfeſſermünz, Wachholder, Kümmel de. de. J 2, 16 Verſteigerungs⸗Lokal Mannheim J 2, 16 Veter Schauß, Auktionator. Oeffentliche Aufforderung. Die Anmeldung zur Stammrolle betr. In Gemäßheit des§ 25 der Wehrordnung werden die Militär⸗ pflichtigen, welche bei dem Erſatzgeſchäft des Jahres 1907 meldepflichtig find, aufgefordert, ſich zur Stammrolle anzumelden. 7 88 1. Zur Anmeldung ſind verpflichtet: a 85 à. alle Deutſche, welche im Jahre 1907 das 20. Lebensjahr zurücklegen, alſo im Jahre 1887 geboren ſin; b. alle früher geborenen Deutſchen, über deren Dienſtpflicht noch nicht endgültig durch Ausſchließung, Ausmuſterung, Ueber⸗ weiſung zum Landſturm, zur Erſetzreſerve, oder Marine⸗Er⸗ ſatzreſerve, oder durch Aushebung für einen Truppen⸗ oder Marineteil entſchieden iſt, ſofern ſie nicht durch die Erſatz⸗ behörden von der Anmeldung ausdrücklich entbunden oder über das Jahr 1907 hinaus zurückgeſtellt wurden. 2. Die Anmeldung erfolgt bei dem Gemeinderat desjenigen Ortes, an dem der Militärpflichtige ſeinen dauernden Aufent⸗ halt hat. Hat er keinen dauernden Aufenthalt, ſo muß die Anmeldung an dem Orte des Wohnſitzes und beim Mangel eines inländiſchen Wohnſitzes an dem Geburtsort, oder wenn auch dieſer im Ausland liegt, an dem letzten Wohnſitz der Eltern geſchehen. 8 3. Iſt der Militärpflichtige von dem Orte, in dem er ſich nach Ziffer 2 zu melden hat, zeitig abweſend, ſo haben die Eltern, Vormünder, Lehr⸗Brod⸗ oder Fabrikherren die Verpflichtung zur Anmeldung. 85„ Die Anmeldung hat vom 1. Jauuar bis 1. Februar zu geſchehen, ſie ſoll enthalten: Familien⸗ und Vorname des Pflichtigen, deſſen Geburtsort, Geburtsjahr und Tag, Aufent⸗ haltsort, Religion, Gewerbe oder Stand, ſodann Name, Ge⸗ werbe oder Stand und Wohnſitz der Eltern, ſowie ob dieſe noch leben oder tot ſind. Sofern die Anmeldung nicht am Geburtsort erfolgt, iſt ein Geburtszeugnis vorzulegen. Bei wiederholter Anmeldung müſſen die Looſungsſcheine vorge⸗ legt werden. 8 N Wer die vorgeſchriebene Meldung unterläßt, wird mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen beſtraft. 5 5 i Seckenheim, den 5. Januar 1907. Der Gemeinderat: Volz. Schmitt. Schöne Wohnung mit 3 Zimmern, Küche, Garten, Keller, Speicher und Schweineſtall auf 1. März zu vermieten. Jakob Kettner, Maurermeiſter. Sethkenheimer Zimmerſchützen geſellſchaft. Nächſten Freitag findet Königschiessen ſtatt und werden die Mitglieder um recht zahlreiches Erſcheinen ge⸗ beten. Der Vorſtand. Fußball⸗Geſellſchaft Seckenheim 1898. Nächſten Freitag, den 1. Februar, Abends ½9 Uhr Zusammenkunft im Vereinslokal. Der Vorſtand. Spezialhaus 5 für Jive: Haarhetten Verſandt nach Auswärts. Kesel& Maier 5 0 7, 4 Mannheim 0 7, 4 masken ützen Ein ſehr gutes, noch junges Pferd iſt wegen Geſchäftsaufgabe gegen baar ſofort zu verkaufen bei ZJoſeph Bach, Schmied, Neckarhauſen. Dahnatelter Fastnachts⸗Artikel 8 Mannheim 8 J. Helfrich. Vereine erhalten Rabatt. Hhauszinsbücher in Seckenheim 8 Samstag bei Herrn Georg olz neben dem Pfälzer Hof von zu haben bei 9—1 Uhr Sprechſtunde. i J. Helfrieh. 4