N 5 5 Mziger Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. N Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. e n Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 12. Samstag, den 9. Februar 1907. 7. Jahrgang Mykenä. (Schluß.) Wenn man nun die Herrlichkeiten dieſer mykenäiſchen Kultur bewundern will, braucht man nur die Fundſtücke in den Muſeen Griechen⸗ lands u. a. zu betrachten, die dort ausgeſtellt ſind und ſich ſagen zu laſſen, was alles in jedem einzelnen Grab in den unterirdiſchen Totenkammern Mykenäs beſonders gefunden worden iſt. Da erfährt man: das erſte Grab enthielt drel Leichen; es war verhältnismäßig nicht beſonders reich ausgeſtattet. Es fanden ſich drei ſchmale Diademe(Stirnſchmuck), aus Goldblech geſchnitten und mit getriebenen Buckeln und Kreiſen verziert, eine Anzahl ähnlicher dreieckiger Goldbänder, vielleicht be⸗ ſtimmt, als Strahlen von den genannten Dia⸗ demen emporzuragen, gekreuzte, in der Mitte durch 1 zufammengehaltene Gold⸗ blätter, ſicherlich Schmuck an irgend einem größeren Gegenſtand. Reſte von Kupfer⸗ und Silbergefäßen, Bronzemeſſern, Bernſteinkugeln, eylinderiſche und quadratiſche Glasperlen, zwei Terrocottafigürchen mit halbmondförmig erhobe⸗ nen Armen, acht Thongefäße, darunter eine Schale außen mit Kreuzmuſtern, innen mit kleinen Seetieren bemalt, ein Topf mit Spiralen und Bruſtwarzen und eine Kanne mit natura⸗ liſtiſchem Pflanzenornament. Grab 2 war nur mit einer Leiche belegt; bei derſelben befand ſich ein goldenes Henkel⸗ gefäß mit getriebenen Verzierungen, die ein Flechtmuſter nachahmen, zwei Thonvaſen mit Verzierungen, drei Vaſen aus ägyptiſchen Por⸗ zellan, ein Golddiadem mit reicher Verzierung, eine Lanzenſpitze mit Tülle und Oehr, ein Schwert und ein Meſſer, alle drei aus Bronze. Das dritte Grab umſchloß drei Leichen, wahrſcheinlich von Frauen. Außer 700 runden Scheiben aus kartenblattſtarkem Goldblech waren noch eine Unzahl der ſchönſten Figuren und Verzierungen darin enthalten, Kettchen mit Anhängſeln von Tiergeſtalten, Greifen, Löwen, Sphinxen, Doppelhirſchen, Doppelpanthern; auch eine Halbmaske eines Kindes mit Augen⸗ öffnungen, Miniaturgeföße, ein Henkelbecher u. ſ. w. Neben einer Maſſe kunſtvoll verar⸗ 1 beiteten Goldes waren aus anderen Stoffen vorhanden: ein Silbergefäß mit goldenen Roſetteu, Ringe und andere Schmuckſachen aus Silber, Sardonix, Amethyſt, Achat, Bernſtein, ein Bronzemeſſer, Bronzenadeln mit Berg- kryſtallknöpfen, Reſte von bemalten Alabaſter⸗ gefäßen und anderes mehr. Alſo königliche 1 mit all ihrem Schmuck, der ſie im eben umgab. Grab vier barg fünf Leichen; es war offenbar ein Männergrab, denn außer zahl⸗ reichen Schmuckgegenſtänden wie im vorigen Grab fand man in ihm eine wahre Waffen⸗ ſammlung: 146 mehr oder weniger guterhaltene Bronzeſchwerter; es waren meiſt meterlange, ſchmale, gegoſſene Klingen, die mit doppel⸗ köpfigen, an den Enden goldplattierten Nieten an den hölzernen Griffen befeſtigt waren. Auch die Scheiden ſcheinen aus Holz mit einem Stoffüberzug beſtanden zu haben. Daneben gab es fünf breite Haumeſſer mit Oeſen an den Enden, Lanzenſpitzen mit Ringen an der Tulle, lanzenartige Meſſer und einen Meißel aus Bronze. Der ſchöͤnſte Fund unter ſo vielen wert⸗ vollen Stücken beſtand aber in zwei bronzenen Dolchklingen mit eingelegter Arbeit in Gold. Dieſelbe zeigt bei dem einen Stück drei hinter⸗ einander laufende Löwen, bei dem andern auf der Rückſeite fünf gazellenartige Tiere, von welchen das letzte einem Löwen zur Beute fällt, auf der Vorderſeite aber eine Löwenjagd von fünf Männern. Vier davon ſind mit geform⸗ ten Schilden bewehrt, einer der Beſchildeten iſt von einem anſpringenden Löwen nieder⸗ geriſſen, die 4 andern dringen mit Lanzen⸗ würfen und Pfeilſchüſſen auf den Löwen ein, während zwei andere Löwen, der eine mit umgewandtem Haupt, der andere ohne umzu⸗ ſehen, geſtreckten Laufes entfliehen. Die Zeich⸗ nung iſt höchſt lebendig und muſterhaft in den gegebenen Raum, ein langgezogenes Dreieck, hinein componiert. In Aegypten finden ſich um die Mitte des zweiten Jahrtauſends vor Chriſtus ähnlich verzierte Waffen in Königs⸗ gräbern. Grab fünf enthielt drei Männer, von denen zwei goldene Geſichtsmasken hatten. Die eine ſtellt das Geſicht eines bärtigen Mannes dar mit geſchloſſenen Augen in ſtarrer Regel⸗ mäßigkeit, Bart⸗ und Brauenhaare ſind nach— eiſeliert. Die andere Maske zeigt ein kugel⸗ rundes unförmliches Geſicht ohne Bart. Auch in dieſem Grabe fanden ſich über 60 kleine und große Schwerter aus Bronze, manches mit goldumhüllten Griff. Dolche mit wunder⸗ ſchönen koſtbaren Einlagen aus Gold, Silber und anderen Stoffen. Der ſchönſte zeigt einen geſchlängelten Fluß mit Fiſchen, an deſſen von Papyrusſtauden umſäumten Ufern vier Waſſer⸗ vögel von zwei katzenartigen Raubtieren be⸗ ſchlichen und zum Teil gefangen werden. Die Ausführung geht ſo in's Detail, daß an dem Halſe des nun gefangenen Vogels ſogar ein roter Blutstropfen ſichtbar iſt. Noch ein ſechstes Grab wurde aufgedeckt mit ähnlichem Inhalt. Außer dem Leichenſchmuck in dem Grabe der ägyptiſchen Königin Aah-Hotep läßt ſich nichts mit dieſen Fundſtücken aus den mykenä⸗ iſchen Schachtgräbern vergleichen. Gold, Gold und wieder Gold in unerſättlich verſchwenderi— ſchem Gebrauch, Löwen und wieder Löwen, Greifen und Tauben und nackte Frauen und halbnackte Männer und Seetiere und Palmen und Wagenjagden im Wildpark und heraldiſch gepaarte Tiere— das alles weiſt auf die Karer hin und auf ihre aſtatiſche Heimat, auf ägyptiſche und haldäiſche Vorbilder. Und das Alles wurde hergeſtellt vor mehr als drei tauſend Jahren. Wie wenig haben wir doch Grund, auf unſere Erzeugniſſe ſtolz zu ſein und doch hat der Dichter recht, der geſprochen hat:„Was Dir zu Füßen liegt, iſt Dein Myken, die goldgeſchmüͤckte Herrſcherſtadt, und hier der Pelojiden toderfülltes Haus.“ Deutſches Reich. Berlin, 6. Febr. Nach den nunmehr völlig zu überſehenden Ergebniſſen der Haupt⸗ wahlen und der Stichwahlen hat der neue Reichstag folgende Znſammenſetzung: 105 Zentrum, 59 Konſervative, 55 National⸗ liberale, 43 Sozialdemokraten, 28 Freiſinnige Volkspartei, 21 Reichspartei, 20 Polen, 15 Wirtſchaftliche Vereinigung, 11 Freiſinnige Vereinigung, 10 Fraktionsloſe, 8 Bund der Landwirte, 7 Deutſche Volkspartei, 7 Elſäſſer, Zur kalten Herberge. Eine wahre Geſchichte von Anno 1820 von E. W. Stich. Der Landarzt Pichler war allein und zwar zu Pferde angekommen; der Graf hatte ihn erſucht, ſo ſchnell als möglich den beiden Verwundeten im Paradieswirtshauſe ſeine ärzt⸗ liche Hilfe gewähren zu wollen, da er dem ganz ermüdeten Roſſe ſeines Geſpanns vorerſt Ruhe und etwas Futter gönnen mußte. Während nun der Chirurg ſeine Unter⸗ ſuchungen anſtellte, ſtanden die mit den Gen⸗ darmen und dem Wagen gekommenen Land⸗ leute am Krankenlager des Poſtillons und freiherrlichen Leibjägers und gingen, ſo gut ſie es vermochten, dem Arzt an die Hand. Unter⸗ deſſen ſchritt der Baron mit auf dem Rücken gekreuzten Armen unruhig in dem kleinen Ge⸗ mache neben der großen Gaſtſtube auf und ab. Er hörte, wie ſoeben der alte Gemeindevor⸗ vorſteher Urban von Schleißheim zu ſeinem Nachbarn heftig ſagte:„Ja, für unſere ganze Gegend iſt's eine helle Schande, daß unter ehrlichen Leuten ein ſolches Räuberpack hauſt. Aber wirklich, keinem Menſchen iſt mehr zu trauen, und gerade der Hierand-Hieſel, der ſich alleweil ſo bieder anſtellte, dazu der kleine, dicke Gäumetzger, der Blunzen⸗Nazzi, von dem man meinte, er könnte nicht fünf zählen, haben bei uns und drüben in der ganzen„Halletau“ Bekannte und Freunde genug gehabt Jetzt haben wir aber auch unſern gehörigen Deuter weg und ſind es durchaus inne ge—⸗ worden, daß Se. Hochwürden der Herr Pfarrer, alleweil in ſeinem vollen Recht geweſen iſt, wenn er auf der Kanzel darüber losgedonnert hat, daß die Kirche ſo leer ſteht und die Ta⸗ ferne ſo voll iſt. Mich dauert nur der arme Roß⸗Maxl da, daß g'rad der brave Kerl alles hat ausbüßen müſſen! Hat ſeine Lebtag nur ſchwere Arbeit, dazu Not und wenig gute Stunden gehabt, und ich weiß es noch ſo gut, als wenn es erſt heut' geweſen wär' wie man ihn im hohlen Weidenbaum gefunden hat. Gleich aber hab' ich's dem feinen Büblein an⸗ geſehen, daß er nicht von gewöhnlicher Art ſei, wenn wir Bauern uns auch umſonſt die Köpfe darüber zerbrochen haben, wie das Kind ſo mutterſeelenallein in den ausgehöhlten Baum gekommen ſein mag.“ Der Freiher, welcher gerade hinter dem Gemeindevorſteher ſtand, redete ihn nun ſofort an:„So Vater, Ihr ſeid damals auch an⸗ weſend geweſen?.. Könnt Ihr Euch nimmer entſinnen, wie das Kind gekleidet war?. Hat man an dem Knäblein gar nichts be⸗ ſonderes, zum Beiſpiel einen Schmuckgegen⸗ ſtand gefunden?“ Der alte Landmann kehrte ſich langſam um, als er aber nun dem vornehmen, fremden Herrn gegenüberſtand, zog er gleich ſein nie— 1 ö deren, breitrandigen Hut und antwortete ehrer⸗ bietig:„Was hatte man an dem kleinen Buben finden ſollen, Euer Gnaden! Was Koſtbares? Lieber Gott, der Maxl hatte ja nicht einmal ein Kinder-G'wand'l angehabt, iſt nur in eine Windel eingewickelt geweſen! Woher hätte ihm ein ſilbenes Kettl, ein Ringl an einer Schnur, ein alter Anhang-Taler oder ſo etwas kommen ſollen? Die ganze ſaubere Geſchichte ſchien uns überhaupt auf ein Schelmenſtückl hinaus⸗ zulaufen, da es am Morgen ſchier ſo kalt als wie im Winter geweſen iſt, und der, welcher das arme Kindl dahineingelegt, hats gewiß nur deshalb getan, daß es nimmer entdeckt werden Aa oder doch erſt, wenn's ſchon zu ſpät war!“ Der Baron ſeufzte tief bei dieſem Beſcheide und ging wieder in's Nebengemach zurück. Die Bauern aber ſtießen und grinſten ſich an und verwunderten ſich ſehr, daß der vornehme Herr von der abſonderlichen Geſchichte wiſſe und warum er ihren Vorſteher Urban geradeſo darüber ausgefragt habe, als wie der Advokat in der Münchener⸗Stadt irgend einen von ihnen, der prozeſſieren will. Nun begab ſich auch der Landarzt zu dem Freiherrn und ſtattete ihm Bericht über die zwei Verwundeten ab. Während er die Wunde des Leibjägers Konrad für tötlich hielt, gab er bezüglich der des Poſtillons ſeine Anſicht dahin ab, daß dieſe nicht lebensgefährlich wäre, aber „ 2 3 itſche 9 We 1 d Die Fraktionen im Reichstag haben alſo gegen den Stand im vorigen Reichstage folgende Veränderung erfahren: Es gewannen: das Zentrum 5, die Konſervativen 8, die National⸗ liberalen 6, die Freiſinnige Volkspartei 7, die Reichspartei 7, die Polen 4, die Wirtſchaftliche Vereinigung 1, die Freiſinnige Vereinigung 2, die Fraktionsloſen 1, der Bund der Landwirte 5, die Deutſche Volkspartei 1. Wie früher mit 6 Abgeordneten iſt die deutſche Reformpartei und mit 1 Abgeordneten ſind die Dänen ver— treten. Dagegen verloren: Die Sozialdemo— kraten 38(), alſo faſt die Hälfte ihrer bei der Wahl von 1903 gewonnenen Zahl 81, die Elſäſſer 3, die Welfen 6. Mitteilungen aus der Seckenheimer f Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 5. Februar 1907.) 26 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnis⸗ verſicherungsverträge bleiben unbeanſtandet. 2 Anweſen in Seckenheim und 2 ſolche in Rheinau werden amtlich geſchätzt. Ein Geſuch des Medizinalverbandes um Gewährung eines jährl. Zuſchuſſes muß aus Mangel an Mitteln und aus prinzipiellen Gründen abſchlägig verbeſchieden werden. Die Verſteigerung des Farrendungs mit einem Erlös von 60 Mk. wird genehmigt. Auf ein Geſuch der Kath. Kirchengemeinde dahier um Bewilligung eines Beitrags zu den Koſten des Kirchenbaues wird erwiderk, daß ſolches aus Billigkeitsgründen Berückſichtigung finden werde. Einem Geſuche von Eberhaltern um Er— höhung der Vergütung kann nicht entſprochen werden, da die Vergütung ſeiner Zeit infolge einer Submiſſion auf den beſtehenden Betrag normirt wurde. Zum Geſuch des Philipp Lenz in Rheinau um Umwandlung ſeiner Schankwirtſchaft ohne Branntweinſchank in eine Gaſtwirtſchaft, ſowie des Karl Zahn in Seckenheim zum Betrieb einer Schankwirtſchaft ohne Branntweinſchank wird die Bedürfnisfrage bejaht. 5 Die Kaſſenſtandsdarſtellungen des Ge— meinde⸗ und Ortsrechners werden zur Kenntnis gebracht. Gegen die Aufnahme des Martin Braun in Seckenheim in den bad. Staatsverband werden keine Bedenken erhoben. Ein Geſuch um Zurückſtellung eines Mili— tärpflichtigen wird befürwortet. Für die Verſteigerung von Holz wird Termin beſtimmt. Eine Anzahl Rechnungen werden zur Zah— lung angewieſen. Aus Nah und Fern. [Ilvesheim, 8. Febr. Am Sonn- tag, den 10. Februar, abends 8 Uhr veran— ſtaltet der Geſangverein„Aurelia“ eine karne— valiſtiſche Abendunterhaltung, welche den Teil— durch den ſtarken Blutverluſt eine ziemlich langwierige Kur erfordere. Der Baron empfing dieſe letztere Nachricht ſeltſamerweiſe nicht mit dem großen Anteil mehr, den er noch vorhin für den jungen Mann gezeigt; die bündige Ausſage des Gemeindevor⸗ ſtehers Urban hatte ihn ganz irre gemacht in einem bisherigen Glauben über die wahre Perſönlichkeit des Poſtillons. dazu kam auch noch, daß ſein Geiſt durch die ſo vielfachen Gefühle, die ihn im jähen Wechſel beſtürmten, recht ermüdet war, und ſo erwartete er denn iin großen Lehnſtuhl, der im Gemache ſtand, die Ankunft ſeines Freundes, des Grafen, und ein früherer lebhafter Drang nach Aufklärung in einer ſo hochwichtigen Angelegenheit ſchien auf einmal in ſtumpfe Zurückhaltung überge⸗ gangen zu ſein. Soeben hielt das Bauernwägel mit der alten Pechler-Waben vor dem Paradieswirts⸗ aus an... Die beiden Leichen, welche von (bendarmen bewacht in der Hausflur lagen, die Redſeligkeit der Mägde vervollſtändigten en etwas verworrenen Bericht, welchen ihr zer junge Bauer von den blutigen Ereigniſſen der Nacht unterwegs gemacht hatte. So wankte ſie denn gleich hin an das Schmerzens⸗ ager ihres lieben Ziehſohnes, fiel laut weinend in die Knie und machte über den jetzt Schlum— nernden das Zeichen des Kreuzes. Nun aber forderte ſie ein Gendarm auf, 'ofort zu dem vornehmen fremden Herrn zu kommen und ſchalt ſie, daß ſie darauf hatte vergeſſen können. Da ging auf einmal eine 8 35 4 nehm che verſpricht. Außer mehreren Theaterſtücken weißt das Programm eine größere Anzahl humori⸗ ſtiſcher Vorträge, Couplets ꝛc. Auch mit ge⸗ ſanglichen Darbietungen wird die Aktivität des Vereins zur Unterhaltung beitragen. Mannheim, 6. Febr. Zur Arbeit gehende Leute fanden heute früh den 33 Jahre alten ledigen Friſeur Maximilian Scholz aus Bernſtadt(Kreis Oels i. Pr.) auf dem Wege von Frieſenheim nach Oggersheim in erfrorenem Zuſtande vor. Scholz war in Ludwigshafen in Stellung. Wegen Trunkenheit wurde er geſtern von 4 bis 9 Uhr auf Station Frieſen⸗ heim verwahrt. Nach ſeiner Entlaſſung begab er ſich auf das Feld, ſtürzte dabei in den Chauſſeegraben und wurde ein Opfer der Kälte. Mannheim, 7. Febr. Geſtern vormit⸗ tag geriet der verheiratete Maſchiniſt Heinrich Dörſam, während er mit der Reparatur eines Transmiſſtonsriemens beſchäftigt war, in dem Siebwerk einer Großkohlenhandlung im Binnen⸗ hafen hier dadurch in eine Transmiſſionswelle, daß er dieſer mit den Kleidern zu nahe kam. Hierbei wurde ihm der Bruſtkorb eingedrückt und der rechte Arm zweimal gebrochen. Bald nach ſeiner Verbringung ins allgemeine Kranken⸗ haus erlag er den Verletzungen. Es hinterläßt Frau mit ſieben unmündigen Kindern. Plankſtadt, 4. Febr. Als Kurioſum dürfte von hier zu berichten ſein:„Heute früh fand die Vergebung der freigewordenen Poli⸗ zeidienerſtelle ſtatt. Es hatten ſich 5 Bewerber gemeldet. Anweſe id waren in der Gemeinde— ratsſizung der Bürgermeiſter und 4 Gemein⸗ deräte. Bei der Abſtimmung erhielt jeder der 5 Bewerber je eine Stimme.“ N Aue(A. Durlach), 5. Febr. Geſtern ereignete ſich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein 18jähriger Schulknabe trug ein geladenes Terzerol in der Hoſentaſche. Der Schuß entlud ſich und die Kugel drang dem Unglücklichen in den Leib. Der Knabe wurde in ein Kranken⸗ haus nach Karlsruhe überführt. Aus der Pfalz, 6. Febr. In Forſt, dem berühmten Weinorte, konnten am ver⸗ gangenen Sonntag die Zdwillingsſchweſtern Witwe Braun und Witwe Bräunling bei beſtem Wohlbefinden ihren 90. Geburtstag begehen. Mittelbexbach. Wie verlautet, ſollen in nächſter Zeit 20 bis 30 junge Burſchen aus Böhmen nnd ebenſoviele Mädchen kommen, die im hieſigen Falzziegelwerk die hieſigen Kinder erſetzen wollen. Wehlheiden, 5. Febr. Hier vergiftete der 36jährige Schuhmacher Matheis ſich ſelbſt, ſeine Frau und 3 Kinder mit Rattengift wegen Mangels an genügendem Arbeitsverdienſt. Alle fünf ſind ſchwer erkrankt und bewußtlos ins Krankenhaus verbracht worden. Es iſt Hoff⸗ nung vorhanden, ſie am Leben zu erhalten. Berlin, 6. Febr. Der Kaiſer wurde am Sonntag am Brandenburger Tor von einem Schneeball getroffen. Ein Automobil die Zielscheibe der Sch dieſen flog einer dem Kaiſer, als er im offenen Wagen durch das Brandenburger Tor fuhr direkt ins Geſicht. Der Kaiſer nahm die Sache natürlich, wie die„Berl. N. N.“ berichten, nicht ernſt; er lachte und drohte den unvorſichtigen Werfern nur mit dem Finger. Die Jungen machten ſich erſchrocken aus dem Staub. Der angetrunkene Medizinalſtudent Burk gab auf dem Marktplatz zu Würzburg einen Schuß auf ſeinen Komilitionen Fillauer aus Heppenheim ab, welcher ſtarb. Burk wurde verhaftet. — Ein Gendarm, der einen Häftling von Straubing nach Kötzting zu verbringen hatte, ſtürzte unterwegs und brach einen Fuß. Der Gefangene verbachte den Verunglückten in's Krankenhaus und ſtellte ſich dann ſelbſt dem Bezirksamte. — Ein köſtliches Wahlkurioſum ereignete ſich in Danzig. Dort wurde im 33. Wahl⸗ bezirk ein Zettel mit folgender Aufſchrift im Umſchlag gefunden:„Bitte, mir von beiliegen⸗ der Probe 25 bis 30 Meter zum Abarbeiten ſenden zu wollen. Den Reſt bringe ich am Montag zurück. 1 Gr.⸗Rolle weißes Garn. Beſten Gruß N. N.“ Als Muſter war ein blaues Band angeſteckt. — Glück im Unglück hatte ein Bankbeam⸗ ter eines Berliner Bankinſtituts. Auf der Fahrt nach Lichterfelde war ihm ein Paket, das die„Kleinigkeit“ von etwa 500000 Mk. in Wertpapieren enthielt, abhanden gekommen. Er telegraphierte nach Potsdam, wo der Zug bald eintreffen mußte. Ein ehrlicher Finder, der wohl kaum geahnt, welchen Schatz das kleine Paket berge, hatte es denn auch auf dieſer Station abgegeben. — Kleines Geſpräch.„Sie war'n ja in Berlin, Herr Huber? Na wie hat's Ihnen denn dort g'fall'n?“—„O mei, da ſan ja beinah' mehra Breiß'n wia bei uns in München!“ Zur gefl. Beachtung! In letzter Zeit wurden bei uns vielfach Klagen darüber erhoben, daß der„Seckenheimer Anzeiger“ gar nicht oder doch zu ſpät zuge⸗ ſtellt werde. Wir bitten unſere geſchätzten Abonnen⸗ ten, bei Unregelmäßigkeit uns gefl. Mitteilung machen zu wollen, damit dieſelben abgeſtellt werden können. 5 Gleichzeitig machen wir bekannt, daß die Zeitung jeden Mittwoch und Samstag Nach- mittag 4 Uhr jedem Abonnenten zuſtellt ſein muß. Die Expedition des„Seckenhelmer Anzeiger“, Volksbad Seckenheim. Heute und morgen für Männer geöffnet. ——— Veränderung mit der Greiſin vor; ſie ſtand aufrecht da, ihre gekrümmte Haltung war wie mit einem Zauberſchlag verſchwunden, in ihren trüben, rotumrandeten Augen ſprühte das Feuer jugender Tatkraft und die mageren Arme erhoben ſich drohend, als wollten ſie einen flüchtigen, ſchemenhaften Feind ergreifen. „Schlaf' wohl, mein lieber, guter Maxl“, ſagte ſie mit gerührter, faſt vor innerer Be⸗ wegung gebrochener Stimme.„Mit dem Schlummer iſt alles Leid begraben, denn der Herr gibts den Seinen im Schlafe!.. Und mir,— was iſt mir das bisl Leben noch wert, wenn ich Dich, meine einzige, meine letzte Freude, auf dem Friedhofe weiß? Doch dem Oed— müller, dem grimmigen Wehrwolf, der Dich, meinen wackeren Sohn zweimal ſchon ver⸗ nichten wollte, immer vergehen!.. Den habe ich ſchön in meiner baufälligen Hütte gefangen, die für ihn die Wolfsgrube ward, in die er ſelber durch Gottes Willen hineingefallen iſt.— Seine Zeit iſt aus, und nimmer läßt er, wie er mir an— gedroht, den roten Hohn auf mein ärmlich Strohdach fliegen!“ Als ſie nun ſo durch die Leute hinſchritt wie das allgemein bekannte Nachtgeſpenſt der „Klagmutter“, welche ſtets der uralten Volks⸗ ſage nach den baldigen Tot eines der Haus⸗ bewohner votaus verkündet durch Jammern und Weinen an deren Türe, wichen ihr alle Landleute ſcheu aus; darauf, als ihr der Gendarm die Türe zum Gemache geöffnet, in dem ſich der Freiherr aufhielt, ſahen die — dem ſoll das Lachen für Neugierigen in der Gaſtſtube nur noch, daß ſie den ihr fremden, hochgewachſenen alten Herrn zuvor anſtarrte, dann jedoch ſich gleich vor ihm in die Kniee warf,.. in dem Augenblicke aber ſchloß auch der Baron die Türe vor den zudringlichen Blicken der Außenstehenden. 5 a * 5 Der Graf war endlich auch wieder in's Paradies-⸗Wirtshaus zurück, wurde aber gleich nach ſeiner Ankunft eine Weile durch die Er⸗ kundigungen nach den Vorfällen in ſeiner Ab— weſenheit aufgehalten... Jetzt gedachte er des Freiherrn, ſeines Freundes, war aber nicht wenig überraſcht, als er denſelben eingeſchloſſen fand, und ſein Erſtaunen ſtieg noch mehr, als jetzt die Zimmertüre geöffnet wurde, der ernſte, wortarme und ſonſt ſo ruhige Baron mit vor heftiger Gemütsbewegung dunkel gerötetem Geſichte in die Gaſtſtube trat, die alte Pechlerin, welche er an der Hand geleitet, den weiblichen Ehehalten zur Pflege übergab, dann den Gen⸗ darmerie-Offizier vertraulich in einen Winkel zog und mit ihm heimliche Worte ſprach, die der Leutnant mit freudigem Erſtaunen an⸗ hörte. Darauf eilte der Leutnant ſogleich zu ſeinen Leuten. (Fortſetzung folgt.) — Zur Augenheilkunde. Profeſſor(beim Examen):„Herr Kandidat, welches iſt das erſte Erfordernis für eine brauchbare Brille?“ Kandidat:„Daß ſie durchſichtig iſt!“ Bekanntmachung. Diejenigen Geſellen und Lehrlinge, welche ſich der im Frühjahr 1907 ſtattfindenden Geſellenprüfungen unterziehen wollen, werden hiermit aufgefordert, ihre Geſuche umgehend, ſpäteſtens bis 15. Februar d. Is. an die Vorſitzenden der Prüfungsausſchüſſe oder an die Hand⸗ werkskammer Mannheim einzureichen. Nach§ 1310 R.⸗G.⸗O. ſind die Lehrmeiſter verpflichtet, ihre Lehrlinge zur Ablegung der Geſellenprüfung anzuhalten. Mannheim, den 3. Januar 1907. Der 2. Vorsitzende: Gg. Herrmann. Satzungen der Gemeinde⸗Sparkasse Seckenheim⸗Rheinau. (Schluß.) § 20. Sämtliche Schuldverſchreibungen(Hypotheken, Ceſſionsurkunden, Kaufbriefe, Policen) und alle andere wichtige Urkunden, ſowie ſonſtige Wertpapiere werden in einem auf dem Rathaus ſich befindlichen doppelt verſchließbaren feuerfeſten Kaſſenſchrank aufbedahrt. Die Schlüſſel haben der Vorſitzende des Verwaltungsrats und der Kon— troleur in Verwahrung. Kosten der Anstalt. 8 21. Alle Koſten der Anſtalt für Porto, Druckſachen und Schreib— materialen werden aus der Kaſſe beſtritten. Reserboe-Fond. 1 8 22. Der nach Beſtreitung der Koſten der Anſtalt ſich ergebende Ueberſchuß bildet den Reſervefond zur Deckung etwaiger Ausfälle und Verluſte. Derſelbe ſoll mindeſtens 5%(fünf Prozent) der Geſamtſumme des Guthabens der Einleger betragen. Die Ueberſchüſſe dürfen nur zu gemeinnützigen Zwecken im Sinne des§ 15, Abſ. 2 des Sparkaſſengeſetzes verwendet werden. Garantie. § 23. Die Gemeinde Seckenheim-Rheinau haftet mit ihrem Vermögen und Einkommen für die von der Sparkaſſe übernommenen Verbind— lichkeiten. Dieſe Garantie kann jedoch nicht in Anſpruch genommen werden, ſolange noch irgendwie Vermögen der Kaſſe vorhanden iſt.“ Für ihre Geſchäftsführung haften Verwaltungsrat, Rechner, Kontroleur und alle ſonſtigen Beamten und Bedienſteten der Kaſſe nach den geſetzlichen Beſtimmungen. e 8 Sicherheit. Der Sekretär: C. Haußer. * Die Verwaltung der Sparkaſſe wird durch den Verwaltungsrat, den Vertreter der Kaſſe nach außen, als Ehrenamt beſorgt. Derſelbe beſteht aus dem Gemeinderat. Dem Verwaltungsrat iſt ein Rechner unterſtellt, der bei den Beratungen kein Stimmrecht hat. Der Vor— ſitzende des Verwaltungsrats und ſein Stellvertreter werden vom Gemeiderat auf 6 Jahre ernannt, desgleichen bei ihrem Ausſcheiden deren Nachfolger. Bei ihrer Ernennung iſt der Gemeinderat in der Wahl der Perſönlichkeiten nicht beſchränkt. Der Verwaltungsrat be— ſtellt aus ſeiner Mitte einen Kontroleur und deſſen Stellvertreter, falls nicht ein Kontroleur als beſonderer Beamter angeſtellt wird, ferner den Protokollführer und deſſen Stellvertreter und den Stell— vertreter des Rechners je auf ſechsjährige Dienſtzeit. Der Verwal— tungsrat ſtellt die Beamten und Bedienſteten der Kaſſe an und be— ſtimmt deren Gehälter und zwar jene der Beamten vorbehaltlich der Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes. Der Verwaltungsrat überwacht die Geſchäftsführung des Rechners durch öftere Prüfung der Bücher, Sturz der Kaſſe und der Wertpapiere. Er beſchließt über Freigebig⸗ keitshandlungen bis zu 200 Mark. Der Verwaltungsrat hat aus ſeiner Mitte eine beſondere Hinterlegungs- und Sturzkommiſſion zu beſtellen, die für die ſichere Aufbewahrung der Schuldurkunden und Wertpapiere der Kaſſe verantwortlich iſt und die Stürze vornimmt. Zur Beſchlußfaſſung des Verwaltungsrats iſt die Anweſenheit von mindeſtens 6 Mitgliedern bei Beratung und Stimmenmehrheit erforderlich. Bei Stimmengleichheit entſcheidet die Stimme des Vor— ſitzenden. Die Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes iſt in den in 8 9 des Sparkaſſengeſetzes vom 9. April 1880 erwähnten Fällen einzu— holen. Ueber Beratung und Beſchlußfaſſung des Verwaltungsrats wird Protokoll geführt. Den etwa fehlenden Mitgliedern ſind die Beſchlüſſe nachträglich zur Anerkennung oder Verwahrung dagegen bekannt zu geben. 8 25. Der Rechner wird vom Verwaltungsrat unter Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes auf unbeſtimmte Zeit bei dreimonatlicher beider— ſeitiger Kündigungsfriſt mit feſten Gehalt angeſtellt. Im Falle ſeiner Verhinderung übernimmt der vom Verwaltungsrat beſtellte Stellver— treter den Dienſt. Vom Rechneramt ſind ausgeſchloſſen: Der Vor⸗ ſitzende des Verwaltungsrats und die mit ihm in direkter Linie, ſowie die in der Seitenlinie im 2. Grade verwandten Perſonen, der Bürgermeiſter und der Gemeinderechner. Der Sparkaſſenrechner iſt für die Geſchäftsführung nach der Sparkaſſenrechnungsan weiſung, den ſonſtigen ſtattlichen Vorſchriften und den gegenwär— tigen Satzungen verantwortlich und hat dafür Sicherheit durch Ver— pfändung von Liegenſchaften oder deutſchen Staatspapieren oder gleichwertigen Obligationen oder in bar zu leiſten. Die Höhe der Sicherheitsleiſtung des Rechners beſtimmt der Verwaltungsrat mit Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes. Die Rückgabe der Kaution erfolgt ein Jahr nach Prüfung der von ihm geſtellten letzten Rech⸗ nung. Rechner und Kontroleur haben die Spareinlagen und Rück⸗ zahlungen in den Sparkaſſenbüchern zu beurkunden und ſind dienſt— polizeilich als Gemeindebeamte zu betrachten, der Kontroleur jedoch nur ſo lange er Mitglied des Verwaltungsrats iſt. 5 0 Nullösung. 5 g 8 26. 9— g 5 Die Auflößung der Anſtalt kann durch den Verwaltungsrat unter Zuſtimmung des Bürgerausſchuſſes und mit Staatsgenehmi⸗ gung nur dann beſchloſſen werden, wenn deren Betrieb für die bür⸗ gerliche Gemeinde nichtz mehr nützlich, ſondern nachteilig ſein ſollte. In dieſem Falle iſt das Vermögen der Sparkaſſe der Gemeinde Seckenheim zuzuweiſen. Ausnahmepreise. Ausnahmepreise. Estol Palmin das billigſte und geſündeſte Produkt der Gegenwart zum Backen von gutbekömmlichen Fastnachtsküchelchen (Kräppeln oder Krapfen) Schweineschmalz Süssbutter Margarine frische Eier ff. 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Johann, Ecke Luiſen⸗ u. rade ——— e . 8 7 Frauen⸗Verein Seckenheim. 2 ä— ———— Die General-Verſammlung wird nächſten Montag, den 11. Lebruar Abends ½8 Uhr im Bürgerſaale abgehalten Jahresbericht und Rechnungsvorlage. Alle Mitgieder ſind freundlichſt eingeladen. Seckenheim, den 8. Februar 1907. Die 1. Präſidentin: M. Volz. * 1— Holz⸗Nerſteigerung. Am Montag, den 11. Februar, Nachmittags 2 Uhr wer⸗ den in der Nähe der Straßenkreuzung Edinger Riedweg Brühler Straße ca. 80 Ster Forlen Brennholz ca. 20 Loſe à 50 Stück Wellen ca. 4 Loſe Streu u. Wurzelſtöcke öffentlich an den Meiſtbietenden gegen Barzahlung verſteigert. Nene Rheinau⸗Aktien⸗Geſellſchaft Rheinau(aden). Landw. Ein- und Uerkaufs⸗Genossenschaft Seckenheim. Donnerstag, den 14. Februar, abends 7 Uhr findet im Gaſthaus zum„Reichsadler“ 5 General-Oersammlung ſtatt. Unſere werten Mitglieder werden hierzu freundlichſt eingeladen. Tages-Ordnung: 1. Verkündung der Rechnung. 2. Entlaſtungen. 3. Wahlen. 4. Wünſche und Anträge der Mitglieder. Die Rechnung liegt vom 10.— 19. Februar zur Einſicht beim Rechner auf. Seckenheim, den 2. Februar 1907. Joh. Phil. Volz, N. hoerner. Erste Mannheimer Nahrungsmittel-Besellschaft m. b. H. Filiale: Seckenheim empfiehlt für die Faſtnachtstage billigſt: Kaiſermehl, ſehr gut backend 1 Presshefe Esto Küchelöl Margarine Süssrahmbutter Zwetschgen Schweineschmalz Apfelringe Palmin Birnschnitze Marmelade ——— empfehlen wir: Teinſte Kunſtmehle 5 von großer Ausgiebigkeit, ſtets friſche Preßhefe, feinſtes Backöl, Palmin, Estol, Süssrahmbutter, Dürrobt etc. Greulich& Herschler. Filiale: Seckenheim, Friedrichſtraße 59. Gesang⸗Uerein„Aurelja“ Jpesheim. Am gonnkag, 10. Februar 1907, abends 8 Uhr findet im Gaſthaus„zum Hirſch“ unſere diesjährige carnevaliſtiſche- Abend- Unterhaltung mit theatraliſchen Aufführungen ſtatt. Mir laden hierzu unſere verehrl Mitglieder mit Familienange⸗ hörigen, ſowie Freunde und Gönner unſeres Vereins ein. 5 Der Vorſtand. NB. Eintrittskarten ſind im Vereinslokal, ſowie bei Herrn P. Seitz erhältlich. Nichtmitglieder, welche nicht im Beſitze einer Eintritts⸗ karte ſind, haben keinen Zutritt. Zur Konfirmation schwarze Hüte Regenschirme E. Werber. Leinegarn 35 Webgarn Masken beſter en bene se ützen Fastnachts⸗ Artikel empfiehlt billigst J. Helfrich. Vereine erhalten Rabatt. 2 event. 3 gutmöblierte Zimmer zu vermieten. Wo? ſagt die Exped ds. Blattes. bin ich in der Lage, 9 ausserordentlich billig Cheviot, reine Wolle Satin Covereoat, reine Wolle Beige, ſchwere Qualität, reine Wolle OCrepe, reine Wolle cachemire, reine Wolle Fantasiestoffe, reine Wolle Wollbattist, reine Wolle, 110 em. breit Alpacca, ſchwarz und weiß Mtr. v Angebote besonderer Billigkeit EEE 6. durch Maſſeneinkäufe von W und farbiger 1 Damenkleiderstoffe von Mk. 1.30 an Meter Mk. 1.— Meter von Mk. 1.— an Meter von Mk. 1.— an Meter von Mk. 1.25 an Meter von Mk. 1.25 an Lose Tote. 1 f 2 des Badischen Landesvereins bur Geldgewinne! 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