Fetkenheinet Anzeiger Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheim. Erſcheint Mittwoch und N Abonement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helkrich in Seckenheim. 9 i n Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 16. Samstag, den 23. Februar 1907. 7 Jahrgang Die Vorkultur der tropiſchen kräftig genug entwickelt hat, an ihren defini-] Duft aus, der bis auf 20 Meter noch wahr— tiven Standort in das große Baſſin. nehmbar iſt. Mit dem erſten fahlen Schimmer Pflanzen. Dei.ieſes hat in der Mitte eine Vertiefung] des Morgens ſchließt ſich die Blüte wieder. 1 in die der Bodenſchlamm mit der Pflanze] Man wird unwillkürlich an die Verſe von Auf dem Ausſtellungsgelände der Großen Gartenbau-Ausſtellung, die am 1. Mai d. Js. in Mannheim eröffnet wird, iſt für den Laien zur Zeit noch wenig von der künftigen Blüten⸗ pracht zu ſehen. Teilweiſe ruhen die Pflanzen zwar ſchon im Boden, aber ſie ſchlummern, dem Auge noch nicht ſichtbar, unter dichter Reiſigdecke ihrer Auferſtehung entgegen, und zum Teil ſind ſie noch in den Treibhäuſern, wo vor allem die Tauſende und Abertauſende von Zierblumen getrieben werden, mit denen die Gebäude, die Rampen, Terraſſen und Pergolen, Pylonen und die ſonſtigen Architekturen ausge— ſchmückt werden ſollen. Die Gewächshäuſer werden auf der Aus⸗ ſtellung in ziemlich großer Anzahl vertreten ſein. Drei Firmen, und zwar Oskar R. Mehlhorn in Schweinsburg(Sachſen), Gerhard Rubruck in Köln⸗Ehrenfeld, ſowie die Mannheimer In⸗ ſtallationsfirma Fuchs u. Prieſter werden der Ausſtellungsleitung Gewächshäuſer als Aus⸗ ſtellungsobjekte zur Verfügung ſtellen, die von bedeutenden Gärtnereifirmen mit Pflanzen be⸗ ſetzt werden; außerdem wird noch der Orchi⸗ deenzüchter Beyrodt, Marienfelde, ein eigenes Gewächshaus erbauen. Auf dieſe Weiſe iſt die Ausſtellungsleitung in den Stand geſetzt, alle Arten von Treibhauspflanzen, beſonders tro— piſche Waſſer- und Sumpfpflanzen, in einer ſelten beobachteten Reichhaltigkeit vorzuführen. Die impoſanteſte Waſſerpflanze der Tropen iſt zweifellos die Vietoria Regia. Ihre kugelförmigen Samenkörner ſind etwas größer als eine große Erbſe. Für die Ausſtellung ſind ſie erſt dieſer Tage ausgeſät worden, und zwar geſchieht das in der Weiſe, daß man ſie in reingewaſchenen Sand ſteckt, der auf einer Schicht Schlammernde lagert. Die Schale, in der die Ausſaat vollzogen wird, ſteht im Waſſer, das ſtändig bis auf 28 Grad Reaumur erwärmt ſein muß. Nach einigen Wochen treibt die junge Pflanze ihre Würzelchen in die Schlammerde und wenn der Keim ſich aus dem Sande herausſchiebt, wird die Victoria ver⸗ pflanzt und kommt Mitte April, wenn ſie ſich hineingelegt wird. Darüber kommt eine Schicht geſchlemmten Sandes und dann wird das Baſſin mit erwärmtem Waſſer angefüllt. Unſere Vietorien werden, wenn die Ausſtellung eröffnet wird, bereits tellergroße Blätter beſizen. So— lange dieſe noch wenig Raum im Baſſin ein⸗ nehmen, werden daneben blau und roſa blühende Nymphäen wachſen, die ſchon im April ihre Blütenkelche entfalten, und die ſolange im Baſſin gehalten werden können, wie die Victoria Regia das noch zuläßt. In der heißen, feuchten Luft des Gewächshauſes treibt ſie nun ein Blatt nach dem andern. Die Blätter werden mii der Zeit immer größer und kräftiger, haben Rippen von dem Umfange eines mäßigen Baumaſtes und können bis zu 30 Pfund tragen. Die Blattknoſpe bietet allein ſchon einen eigenartigen Anblick. Man iſt geneigt, den halb über, halb unter Waſſer ſchwimmenden Klumpen für ein lauerndes Tier zu halten, bis er dann vor unſeren Augen aufbricht und das faſt kreisrunde Blatt ſich breit auf das Waſſer legt. Die Blätter erreichen eine Größe bis zu 2 Meter im Durchmeſſer, und je mehr ihrer die Pflanze anſetzt, um ſo mehr Nymphäen müſſen aus dem Baſſin herausgenommen werden, bis die Victoria es ganz allein für ſich behauptet. Zu Beginn des Juli ſteht ihre Blüte zu erwarten. Mit Spannung beobachtet ſchon Wochen vorher der Cultivateur, ob eine grüne Knoſpe im Waſſer ſichtbar wird. Iſt dies der Fall, dann hebt ſich nach wenigen Stunden ſchon die Blüte aus dem Waſſer heraus, eine weiße Spitze erſcheint und mit hereinbrechender Nacht öffnet die königliche Blume zum erſten Male ihren Blütenkelch. Es gewährt dies einen wunderbaren Anblick. Umgeben von ihren mächigen Blättern, der Ränder in eigentüm⸗ licher Weiſe hinaufgebogen ſind, tront die weiße Blume auf dem Waſſerſpiegel und ihre laneett⸗ förmigen Blütenblätter und die gelben Staub— gefäße und Stempel ſind von wunderbar leuchtendem Glanze. Ueberdies ſtroͤmt die Blüte einen ungemein ſtarken, berauſchenden Heine erinnert, die dieſer der Wetoria-Regia verwandten Lotosblume gewidmet hat: Der Mond, der iſt ihr Buhle, Er weckt ſie mit ſeinem Licht, Und ihm entſchleiert ſie freundlich Ihr Blumenangeſicht. Ebenſo eigenartig wie Wachs zum und Blüte iſt auch das Sterben dieſer Blume. Am nächſten Morgen ſchon hat ſie eine leichte roſa Färbung angenommen, der übe nächſte ſiehn ſie purpurrot. Dann ſchließt ſich die Blüte für immer und verſinkt vor den Augen der Zu— ſchauer wieder ins Waſſer hinab. Ulmer günſtigen Verhältniſſen iſt eine kräftige Pflanze im Stande, in einem Sommer 20—30 Blüten zu treiben. Die Beſucher der Gartenbau-Aus⸗ ſtellung werden alſo öfter das ſeltene Schau⸗ ſpiel des Blühens und Vergehens dieſer Wunderblume beobachten können. (Schluß folgt.) Aus Nah und Fern. () Seckenheim, 23. Febr. Wie aus dem Inſeratenteil erſichtlich, findet am Sonntag, 24. Februar abends 8 Uhr im roten Löwen eine vom Männergeſangverein veranſtaltete Theateranfführung ſtatt. Das uns vorliegende Programm verſpricht einige genußreiche Stunden und können wir den Beſuch der Vorſtellung Jedermann angelegentlich empfehlen. (Seckenheim, 22. Febr. Das letzten Sonntag ſtattgehabte Wettſpiel der F. G. Seckenheim gegen Mannheimer Union II, Neckar⸗ gaumeiſter der Klaſſe A 2, nahm inſofern einen überraſchenden Verlauf, als es der wider Er— warten hervorragend ſpielenden Seckenheimer Mannſchaft trotz zweier Erſatzleute, gelang, ihrem tüchtigen Gegner mit 8:4 eine empfind⸗ liche Niederlage beizubringen. Seckenheim, 21. Febr. Ein naſſes Jahr? Der amertkaniſche Profeſſor Brochear von der Alleghany-Sternwarte meldet die Eat⸗ deckung von Sonnenflecken im Umfang von 3.5 Milliarden engliſcher Meilen, die eine beträcht⸗ liche Bewegung entfalten. Die Häufigkeit der Zur kalten Herberge. Eine wahre Geſchichte von Anno 1820 von E. W. Stich. Der eine dieſer beiden Männer war ein ſchon weißköpfiger älterer Herr im blauen Poſt⸗ dienſtfrack, um ihm gegenüber ſaß ein hübſcher, junger, kräftiß gebauter Gebirgler in der orts⸗ üblichen Tracht der bayeriſchen Hochlands⸗Be⸗ wohner.. Eben jetzt trat eine junge, friſche und ſchöne Frau ein, zu derem reichen, blonden Haar die hinten erhöhte Pelzhaube mit dem reichen Otterbräm ſehr gut paßte. Darüber trug ſie jezt im Sommer ein„Schattendach“, einen ganz breiten Filzdeckel, und in den Armen hielt ſie ein liebliches, geſundes Knäblein. Sie trat zu dem Poſtbeamten, der gerade mit tiefer Stimme ſagte:„Hätts auch nimmer gedacht, daß mich noch einmal mein wackerer Ma in einem ſolchen Prachtweſen, als ſeinem gänzlich ſchuldenfreien Eigentum, mit einem ſo herrlichen Tiroler Roten regalieren würde Doch wahr iſt und bleibt:„Ehrlich währt am längſten“, und mögen die Freigeiſter ſagen, was ſie wollen, auch in unſeren Zeiten geſchehen noch Wunder und unſer lieber Herrgott greift zuweilen noch mit ſichtlicher allmächtiger Hand aus ſeinem Himmel zu uns Staubgeborenen herab.. Aber das glaube mir, kein Menſch hat ſich aufrichtiger über die ſo günſtige Aen⸗ Poſthalter Lochinger. derung Deines Erdenlooſes gefreut als wie ich F und daß Du ſo zu ſagen, per Eilpoſt mitten lich zuſtellen, durch die Du Dir eine Staffel in in ein irdiſches Paradies gefahren worden biſt.. Doch eben jetzt fällt mir's ein, darf ich Dich denn, lieber Max, noch„fortduzen“, „Sie“ wirklich nicht über die ſteife Zunge.“ „Aber liebſter Herr Poſthalter“, entgegnete mit großer Rührung der junge Landwirt, „waren Sie mir nicht in meiner ganz ver⸗ laſſenen Knabenzeit ein wahrer Vater?.. Danke ich nicht Ihnen, was ich kann und was ich bin? Gewiß, nie— niemals hätte ſich mein Lebensſchickſal ſo freundlich geſtaltet, würden Sie ſich nicht um mich angenommen haben. Nach ſo langer Zeit Sie in meinem eignen Heim bewirten und Ihnen meinen tief empfundenen Dank ausſprechen zu dürfen, iſt niſſes löſen, das ihr vielleicht das Leben aufer⸗ für mich und mein liebes Weib ein hoher Feſttag!“ Auch die junge Frau wendete ihr freund⸗ liches Geſicht dem einſtigen ſo großen Wohl⸗ täter ihres Mannes zu, deſſen Worten ſie mit feuchten Augen ihren Beifall zunickte. Nach einer Weile und nachdem ſich die beiden Mönner auf ächt deutſche Weiſe die Hände gedrückt hatten, fragte Max?„Alſo meine gute Ziehmutter iſt auch geſtorben?“ „Ja wohl; ſie iſt ſanft entſchlafen und hat noch in ihrem letzten Augenblicke Dich ge— ſegnet und für Dich gebetet“, antwortete der „Ich ließ der guten alten rau alle Deine reichen Spenden ſtets pünkt⸗ den Himmel gebaut haſt. Ihre letzten Tage waren wunſchlos.“ „Und hatte ſte auch in ihrer Totesſtunde denn ſchau, mir alten Mann will das fremde gar keine geheime Botſchaft für mich?“ forſchte mit lebhafter Spannung Max.„Ich glaubte ſicher, ſie müßte mir durch Ihnen, Herr Poſt⸗ halter, noch eine letzte Mitteilung ſchicken.... deshalb nahm ich die Totesnachricht, welche Sie mir gebracht, ſo verwirrt hin. Denn, als mich die Ziehmutter mit der Hingebung einer wirk⸗ lichen auswartete, als ich an der Wunde dar⸗ niederlag, die ich in jener ſchrecklichen Nacht erhalten hatte, ſprach ſie oft recht rätſelhaft; auch die beiden Hofherren verhandelten ſo vieles insgeheim mit ihr, und deshalb meinte ich, der Tot würde das Siegel eines Geheim⸗ legt hatte.“ „Und wollteſt Du Dir ſo etwas wünſchen?“ fragte faſt ſcharf der Poſthalter.„Bleibt Dir noch ein Wunſch übrig, deſſen Erfüllung Dir in Deinem jetzigen Leben fehlt?“ „Nein, nein, gewiß nicht!“ rief Max mit zum Himmel gehobenen Händen.„Iſt doch der reichſte Himmelsſegen über mich und mein liebes Weib ausgegoſſen; wirklich, meine Nen⸗ gierde iſt ſündhaft, moge ſie nicht geſtraft werden“, ſagte er jetzt, einen Blick auf Weib und Kind warf, der das Gefühl der reinſten Seligkeit ausdrückte. — 1 1 Sonnenflecke wechſelt in Perioden von 11 ahren. Parallel damit geht die Größe der Schwankungen der Magnetnadel und Häufigkeit der Nordlichter. Die Sonnenflecke ſollen auf die Niederſchläge derart einwirken, daß die naſſen Jahre mit denen großer Fleckenhäufigkeit zuſammenfallen. Darnach wäre ein naſſes Jahr zu erwarten; es kann aber auch anders kommen.“ Hoffen wir es. Seckenheim, 22. Febr. Nächſten Dienstag, den 26. Februar feiern die Eheleute Jakob Volk, Landwirt und Anna Maria geb. Bauer das ſeltene Feſt der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaare zu dieſer ſchönen Feier unſere beſten Glückwünſche. N Mannheim, 20. Febr. Seit Jahren waren die Aerzte und die Krankenkaſſen nicht mehr ſo ſtark in Anſpruch genommen wie gegenwärtig, wo die Influenza, dieſe heim— tückiſche Epidemie, auch hier in beängſtigendem Maße um ſich greift. Bei der Ortskranken— kaſſe 1 beträgt der durchſchnittliche Kranken— ſtand ſeit 3 Wochen zirka 2300 gegen 600 in normalen Zeiten. Die Ortskrankenkaſſe der Handelsbetriebe hat einen Krankenſtand von 180 gegen einen Normalſtand von 90. Faſt jeder Krankenſchein lautet auf Influenza. Bei der Krankenkaſſe der Bäckerinnung ſind es 50 Prozent mehr Kranke als gewöhnlich. Heidelberg, 20. Febr. Ein merk— würdiger Menſch iſt in Handſchuhsheim be— erdigt worden, der Drehorgelmann Hamleh. Der Verſtorbene war ohne Beine geboren. Er hatte aber trotzdem eine ſolche Uebung erlangt, daß er ohne fremde Hilfe ſich eines jeden Stuhles bedienen konnte. Seinen und ſeiner Familie Unterhalt beſtritt er durch die Mildtätigkeit ſeiner Mitmenſchen. Weithin auf Meſſen, Jahrmärkten und ähnlichen öffentlichen Veranſtaltungen konnte man den beinloſen, ſehr korpulenten Orgelmann ſehen, wie er in einem Kinderwagen, dec von Frau nnd Kindern ge— zogen wurde, ſaß und die Gaben entgegen— nahm. Hamleh, der ein Alter von 47 Jahren erreichte, hinterläßt neben ſeiner Frau vier er— wachſene Kinder. Aus Baden, 20. Febr. Die„ſt. Zig.“ erzählt aus der Baar folgendes ergötz— liche Geſchichte? In dem am Fuße des Wartenbergs gelegenen Oertchen G. hatte die Feuerſchau einem Hausbeſitzer die Auflage gemacht, das Kamin mit Portland Zement- Mörtel neu beſtechen zu laſſen. Der Mann holte ſich in der Stadt den Zement und gleichzeitig einen Sack Kunſtdünger. Nachdem letzterer ausgeſät war, machte ſich der Bauer an einem Regentage den Mörtel zum Kamin— verputz zurecht, allein, obgleich er eine Kelle voll um die andere mit dem Stoßſeufzer„Hebſcht 8 Tag“ kunſtgerecht an die Wand wirft, der Mörtel zieht halt nicht an. Flugs ſpringt er zum Maurer, um der Bindekraft ſeines Speiſes mit etwas Gips nachzuhelfen. Und ſiehe da, es hat gehalten, aber wie Augenzeugen berichten, nicht länger als 8 Tage. Der gute Mann hat nämlich den Portland Zement geſät und mit dem Künſtdünger das Kamin verputzt! Metz, 20. Febe. Das Infanterie-Re⸗ giment Nr. 174 ſoll vom 1. Oktober d. J. ab von hier nach Forbach verlegt werden. Ebenſo ſoll das ſchleswig⸗holſteiniſche Dragoner-Regi⸗ ment Nr. 13 von hier nach Kiel kommen. Ingolſtadt, 20. Febr. Der Zimmer— mann Martin Neumüller glaubte, daß ihm ſeine Geliebte, die Kellnerin Schamberg im „Munſterer“, Anlaß zur Eiferſucht gebe. Er rief ſie vor die Tür und— biß ihr den linken Naſenflügel weg, ſo daß das Mädchen dauernd entſtellt bleiben wird. Dann ſtellte ſich Neu⸗ müller ſelbſt der Polizei. Biedenkopf, 20. Febr. Ein Mord wurde an dem ſechsjährigen Söhnchen des Landwirts Vollmers in Weſtfeld bei Berleburg verübt. Ein zu Beſuch weilender 14jähriger Knabe namens Hoffmann hat den Jungen, nachdem er vorher verſucht hatte, ihn zu er— tränken, geſchlagen und ihm dann mit dem Meſſer tötliche Verletzungen beigebracht, an denen das Kind ſtarb. London, 21. Febr. Der von London kommende Dampfer„Berlin“ iſt bei Hoek von Holland geſtrandet. Die an Bord befindlichen 141 Perſonen, darunter 91 Paſſagiere, ſind ertrunken. Vermiſchtes. — Der Landwirt Hartmann von Flörs- heim, der 43 Morgen Ländereien beſitzt und in günſtigen Vermögensverhältniſſen lebt, hat drei Pferde elendiglich zu Grunde gehen laſſen, weil er aus Geiz ſich nicht dazu entſchließen konnte, neues Futter zu kaufen. Wegen Tier— quälerei hatte ihn deshalb das Schöffengericht zu zwei Wochen Haft verurteilt. Die Straf— kammer verwarf ſeine Berufung. — In München bewegte ſich Sonntag abend ein Fähnrich, ein Dämchen am Arm, ſehr gepreizt am Iſartalbahnhofß. Wohl um einen Beweis ſeiner militäriſchen Macht zu liefern, ſchnarrte er einen Soldaten an, der den Fähnrich nicht vorſchriftsmäßig grüßte. Im ſtärkſten Gedränge mußte der Soldat vor dem geſtrengen Herrn ſtramm ſtehen, ſich beſchimpfen ſaſſen und ſeinen Urlaubſchein vorzeigen. Einige Ziviliſten ſtellten den Fähnrich deshalb zur Rede, worauf dieſer glaubte, im Kaſernenhof— tone erwidern zu dürfen. Das Redegefecht war kurz, denn auf einmal hörte man ein kräftiges Klatſchen., der Fähnrich hatte eine gehörige Watiſchen ſitzen, flüchtete mutig in einen Stra⸗ ßenbahnwagen und fuhr, von der Menge ver— lacht, tapfer davon. 8 — In Büllingen(Rheinland) ließ ein kranker Mann, von Gewiſſenspein getrieben, einen anderen Dorfbewohner an ſein Sterbebett bitten, der vor 18 Jahren zu 9 Monaten Ge— fängnis verurteilt worden war. Es handelte ſich damals um eine ſchwere Mißhandlung. Der Kranke hatte die den anderen belaſtenden Ausſagen gemacht, worauf die Verurteilung er— folgte. Heute geſtand er ein, daß jener Mann an der Mißhandlung völlig unbeteiligt war und daß er wiſſentlich falſche Ausſagen gemacht und die ihn ſelbſt belaſtenden Momente ver— ſchwiegen habe. Die Ausſagen wurden in Gegenwart von Zeugen protolliert. Nunmehr wurde das Wiederaufnahmeverfahren eingeleitet. In dem Augenblick erhob der große Hof— hund, welcher zu Füßen des jungen Landwirts lag, ſein mächtiges Haupt und fing dumpf zu knurren an. „Alter, braver Sultan, ſei doch ruhig“, beſchwichtigte Max das treue Tier, ſeinen einſtigen Lebensretter, den er aus dankbarer Anhänglichkeit zu ſich und dann ſpäter in ſein neues Beſitztum mitgenommen hatte. Nach einem Blick auf den Weg, der zu ſeinem Hof heraufführte, rief er mit lautem Jubel:„Kati, liebe Kati, der Freiherr kommt zu uns! Der Herr Baron, der einſt das bischen, was ich für ihn getan, ſo kaiſerlich,— ſo ohne Ende bezahlt hatte!“ Alle ſprangen auf und eilten begrüßend dem ſo werten teuren Ankömmling entgegen, der mit ſeinem ebenfalls wieder hergeſtellten Leibjäger Konrad ſchon rüſtig gegen die Laube zuſchritt, wo zuvor die Beſitzer des Hofes mit mit ihrem lieben Gaͤſte, dem Poſthalter, ſaßen. Sogleich haftete das ſeelenvolle braune Auge des Freiherrn mit lebendigem Ausdruck auf dem hübſchen, von Luft und Geſundheit gebräunten Geſichte Maxens und, was er dort las, erweckte auch in ſeinem ſtets ſo ernſten Antlitz den hellſten Sonnenſchein der Freude. „Alles wohl auf? Alles froh und geſund forſchte?“ er, als Frau Kati auf die ihr herzlich gebotene Hand einen ehrfurchtsvollen Kuß drückte. Da zog ihn das junge ſchöne Paar an die— Wiege in der Laube, wohin Maxens Weib das ſchläfrig gewordene Bübchen kurz zuvor gebettet hatte, und das nun von Sultan bewacht wurde. „Mein Karl!“— rief der Baron mit tränenvollen Augen und beugte ſich nieder und küßte den Kleinen zart auf die roſigen apfel— runden Bäckchen:„Ihr habt ihn doch„Karl“ getauft, da ich leider gerade damals, als die Taufe geweſen, unmöglich von Wien abkommen und hierhereilen konnte,— hierher, wohin mich mein Herz trieb!— Nicht wahr, er heißt „Karl“ und ich bin als Pate in's Taufbuch eingetragen?“ Und, als nun Max beteuerte, daß alles nach dem Wunſche Seiner Exeellenz geſchehen ſei und er wie ſeine liebe Kati fühlten, wie ſie ſo hohe Ehre gar nicht verdienten, da wandte ſich der tiefbewegte Freiherr zum Poſthalter und flüſterte:„Lieber Freund, in ſolcher Weihe— ſtunde das übervolle Herz nicht ſprechen laſſen zu dürfen, iſt wohl das ſchwerſte Kunſtſtück, doch—! Manx 1iſt glücklicher als ich— als ſein Bruder Franz Joſef, der adelige Majo— ratsherr— und er ſoll es mit Gottes und der Heiligen Hilfe ſein Leben lang bleiben als freier Landmann auf ſeinem— bäuerlichen Majoratsbeſitz!“ a Ende. — Der höfliche Fahrgast.„Bitte, ſtehen Sie nicht auf“, ſagte ſie, als ſich ein alter Herr in der Straßenbahn erhob, um der jungen Dame ſeinen Platz zu überlaſſen.—„Aber ich—“, begann der Alte.—„Nein, bitte nicht“, und ſie drückte ihn ſanft wieder auf ſeinen Sitz zurück. Als der Wagen einen Häuſerblock weitergefahren war, verſuchte der Mann vnn neuem, ſich zu erheben.„Ich bitte Sie, mein Herr, tun Sie es nicht“, ſagte die junge Dame. Sie war ſehr hübſch, und ihre elegant behandſchuhte Hand ruhte abermals auf ſeiner Schulter, als ſie ihn ſanft zurückſchob. So fuhren ſie vier Blocks weiter, bis der Alte ſich erneut anſchickte, ſich von ſeinem Platze zu erheben. Wieder redete das holde Geſchoͤpf auf ihn ein.„Wirklich, es macht für mich nichts aus, mein Herr“, ſagte ſie.—„Das iſt für Sie ganz ſchoͤn und gut, Fräulein“, ver⸗ ſetzte der alte Mann,„aber für mich macht's doch was aus. Ich wünſche auszuſteigen. Ich bin ſchon ſechs Blocks über meine Straße hin⸗ ausgefahren.“ — Den Rekord der Trägheit hat, wie Londoner Blätter melden, ein gewiſſer Jakob Thomſon erreicht: Der Mann, der mit ſeiner Mutter in einem kleinen Ort bei Belfaſt lebt, legte ſich im Jahre 1877 eines ſchönen Tages ins Bett und iſt erſt var 14 Tagen wieder aufgeſtanden. Es wäre wahrſcheinlich auch jetzt noch liegen geblieben, wenn er nicht durch die Verhältniſſe gezwungen worden wäre, für kurze Zeit aus den Federn zu kriechen. Seine 80jährige Mutter wurde nämlich ſchwer krank und mußte ins Krankenhaus gebracht werden Deshalb mußte Thomſon endlich ans Auf— ſtehen denken. Da er längſt vergeſſen hatte, wie man ſich anzieht, mußten ihn zwei ge⸗ fällige Nachbarn anziehen wie ein kleines Kind. Gehen konnte er auch nicht mehr; man mußte ihn deshalb ins Krankenhaus tragen, obwohl er, wie die Aerzte ſchon wiederholt konſtatiert haben, vollſtändig geſund iſt und nur aus angeborener Faulheit ſich nicht in Be⸗ wegung ſetzen will. Die Mutter des trägen Jakob iſt inzwiſchen wieder geſund geworden, 15 Thomſon konnte ſich ruhig wieder ſchlafen egen. — Der ehrliche Erwerb. Gendarm:„Die goldene Uhr da haben Sie auch wohl nicht auf ehrliche Weiſe erworben?“—„Doch, da hab' ich ehrlich meine drei Monate für abge— brummt.“ A.:„Ich haſſe dieſen — Kann ſein. Kerl, meinen Schneider! Ich könnte ihn um⸗ bringen!“— B.„Warum bezahlſt Du ihm nicht ſeine Rechnung; vielleicht ſtirbt er dann vor Ueberraſchung!“ Volksbad Seckenheim. Heute und morgen für Männer geöffnet. Jede Woche friſch: Süssrahmbutter Süssrahmtafelbutter Eier ſehr große. Holländer Rotkraut Neapler Zlumenkohl Franz. Schwarzwurzel Bamberg. Merrettig Nene Kartoffeln Aene Zwiebeln Neuer Knoblauch. Tafeläpfel Trauben Orangen à 3. 5, 8, 10 Pfg. Califat-Datteln Smyrna-Feigen. ff. Melang-Marmelade Rot-Gelee. Garantirt reiner Bienenhonig Pfund 89 Pfg. empfiehlt Aug. Jericho. 5 . 1 8 . eso 20 * 25 N 0 5 Bekanntmachung. Die Anzeigepflicht der. betr. 1 i 26. Juni 1890 In Gemäßheit des Artikel 16 des Geſetzes vom 12. Juli 1898 in der Faſſung vom 22. Juli 1904— die Verſicherung der Rindvieh⸗ beſtände betr.— machen wir wiederholt darauf aufmerkſam, daß alle Krankheiten(namentlich der Beginn der Krankheiten), Todesfälle, Unfälle und jede Notſchlachtung der verſicherten Tiere ſobald als tunlich, d. h. ſofort, außer beim Tierarzt, auch beim Anſtaltsvorſtand anzu— zeigen ſind und daß Zuwiderhandlungen gegen dieſe Beſtimmungen ge— mäß Artikel 17 des Geſetzes vom Anſtaltsvorſtand mit Ordnungsſtrafen bis zu 6 Mark beſtraft und außerdem noch die Verſagung oder Verkür— zung der Entſchädigungen nach ſich ziehen können. Nur durch die genaue Einhaltung der geſetzlichen Beſtimmungen iſt eine baldige Anordnung der Noiſchlachtung bezw. frühere Verwertung krankhafter(d. h. ſchwer heilbarer oder unheilbarer) Tiere möglich und erſuchen die Viehbeſitzer, in ihrem eigenen Intereſſe dieſe Vorſchriften genau einzuhalten. Seckenheim, den 20. Februar 1907. Der Vorſtand der Ortsviehverſicherungsauſtalt: Volz. Schmitt. Bekanntmachung. Die Verſicherung der Rindviehbeſtände und der Anzeigepflicht der Viehbeſitzer betr. Nr. 1160. Es wird hiermit zur Kenntnis der Rindviehbeſitzer gebracht, daß die von den Ortsſchätzern im Monat Januar 1907 ermit— telten Werte der Rindviehbeſtände in das Verzeichnis eingetragen worden ſind. Das Verzeichnis liegt von heute an während 8 Tagen auf dem Rathaus(Zimmer Nr. 5) zur Einſicht der Beteiligten auf. Beſchwerden gegen die Abſchätzung der Tiere ſind während dieſer Friſt und während dreier Tage nachher von den Viehbeſitzern bei dem Anſtaltsvorſtand mündlich oder ſchriftlich geltend zu machen. Seckenheim, den 20. Februar 1907. Der Vorſitzende der Ortsviehverſicherungsanſtalt Volz. Der Schriftführer: Schmitt. Sammel-Anzeiger. Nur für Mitglieder der Ein⸗ und Derkaufsgenoſſenſchaft Jetenheim. E. G. m. b. H. Eine Peitſche gefunden und in der Verkaufsſtelle abzuholen. Gerstedünger iſt eingetroffen und kann abgeholt werden. Beſtellungen in Kallsalz ſind bald gefl. aufzugeben. Heſtellungen in Saatgerste werden nur noch heute berückſichtigt. Herren- Stiefel ist meine Spezialität. Otto Baum J 1, 2 Mannheim Breiteſlraße. Geflügelzucht⸗ Genossenschaft Seckenheim. In unſerer Sammelſtelle können läglich friſche Trinkeier Daſelbſt iſt auch Fiſchmehl zu haben. Der UMorſtand. Heizt, Kocht, Backt mit Union-Brikets. Beſter Erſatz für Koks und Kohlen, rußt und raucht faſt nicht, fchont die Oefen. 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