bald auf. i Alher Anzeigeblatt für Seckenheim und Mpesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag N. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag bon J. helfrich in Seckenheim. g 5 Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 21. Mittwoch, den 13. März 1907. 7. Jahrgang ——— 2 Aus Nah und Fern. Mannheim. In unſerer Stadt iſt vor kurzem ein Verein für Luftſchiffahrt gegründet worden, deſſen Vorſitz Herr Geh. Kommerzien⸗ rat Reiß übernommen hat. Der neue Verein iſt dem Oberrheiniſchen Luftſchiffahrts-Verband angegliedert worden. Feudenheim, 11. März. In ſeiner Scheuer erhängte ſich geſtern abend der 45 Jahre alle verheiratete Maurermeiſter Val. Wetzel. Da Wetzel in guten Vermögensver— hältniſſen lebt, iſt anzunehmen, daß er die Tat in einem Zuſtand geiſtiger Störung verübte. Von der Tauber, 11. März. An einem der letzten Tage konnte man in dem Städichen Königshofen a. T. ſehr billiges Schweinefleiſch erhalten und das kam ſo: Wurden da verſchiedene Privatſchlachtungen vorgenommen und das Pfund Schweinefleiſch für 68 Pfg. feilgeboten, während die dortigen Metzger immer noch auf 75 Pfg. für das Pfund beſtanden. In kurzer Zeit ließ nun einer der Königshofer Metzger durch die Orts— ſchelle bekanntmachen, daß er für 60 Pfg. ver⸗ kaufe, ein weiterer folgte mit 55 Pfg., ein anderer ſogar mit 50 Pfg., ſo daß deſſen Laden in kürzer Zeit vollſtändig geleert war, ſo raſch, wie noch nie ſeit der Zeit ſeines Betriebes. Das alles ſpielte ſich im Laufe eines Vor⸗ mittags ab. Heute ſind indeſſen bei den dor— tigen Metzgern wieder normale Preiſe ein— geführt. Tiengen(A. Waldshut), 8. März. Geſtern abend tötete ein Arbeiter, namens Frey, zurzeit in der Lauffenmühle beſchäftigt, in ſeiner Wohnung ſein etwa dreijähriges Kind, einen Knaben. Die Familie ſtand unter Poli- zeiaufſicht wegen dieſes Kindes, das ſie immer mißhandelte. So wurde auch geſtern Nachſchau gehalten und als der unbarmherzige Vater abends davon erfuhr, geriet er in Wut und tötete das Kind, welches ſonſt ſehr brav und anhänglich war. herzlos geſchildert. Boxberg. Ein eigentümlicher Kauf wurde dieſer Tage in Berolzheim abgeſchloſſen. Ein dortiger Gemeinderat L. verkaufte einen Nußbaum an einen Schreiner aus Eubigheim Auch die Mutter wird als pro Zentner zu 1.50 Mk. Da man den Feſt⸗ meter Nußbaum zu ca. 20 Zentner rechnet, ſo käme der Feſtmeter auf 30 Mk. zu ſtehen; er hat ſomit um 40 50 Mark zu billig verkauft. Ludwigshafen, 11. März. Ein ſchwerer Einbruch wurde in der Nacht zum 10. d. M. in das Manufakturwarengeſchäft von Jakob Röder zu Ludwigshafen verübt. Die Diebe drangen vom Kellerfenſter aus durch die Kellertüre in den Laden ein und ſtahlen Kamm— garn und Seidenſtoffe, Anzüge, Hemden, Bettücher uſw. im Geſamtwerte von annähernd 3000 Mark. Von den Dieben hat man noch keine Spur. Ludwigshafen. Großer Wagenmangel herrſcht ſeit 3 Wochen im hieſigen Hafengebiete, legt den ganzen Verkehr lahm und ſchädigt die Spediteure und Arbeiter außerordentlich. Es werden daſelbſt täglich 300 gedeckte Wagen und 150 Kohlenwagen verlangt, wovon ur 80 gedeckte und 60 offene Wagen geſtellt werden. Aus der Eifel. Kürzlich gingen wieder— holt Schauererzählungen durch die Blätter über das Erſcheinen von Wölfen in der Eifel. Bei Elfenborn ſollte ein Mann ſogar von zwei Wölfen angefallen worden ſein. Ein Züricher Blatt wußte ſogar zu melden, daß ein Brief⸗ träger und deſſen Frau von Wölfen zerriſſen worden ſeien. Wie ein in der Nähe von Elfenborn wohnender Förſter mitteilt, iſt kein Wort davon wahr. In der Eifel gebe es ſelbſt im ſtrengſten Winter keine Wölfe mehr. Der letzte ſei vor 40 Jahren dort geſchoſſen worden. Stuttgart, 9. März. Im württem⸗ bergiſchen Allgäu greift die Maul- und Klauen⸗ ſeuche weiter um ſich. Auch im ubrigen Würt⸗ temberg breitet ſich die Seuche mehr und mehr aus. Bisher ſind über 17 Oberämter die Sperrmaßregeln verhängt. Auch im bayeriſchen Allgäu waren in der letzten Zeit wieder mehrere Seuchefälle zu verzeichnen. Gebweiler, 9. März. Eine Erbſchafts⸗ geſchichte eigener Art wird in den Landge⸗ meinden des Kreiſes eifrig beſprochen. Ein lediger, reicher Landwirt, deſſen Vermögen auf etwa 100000 Mt. geſchäzt wird, ſtarb kürzlich. Die nächſten Anverwandten, ein Bruder und eine Schweſter, teilten nach dem Tote den Nachlaß, während Mobiliar und dergl. in den nächſten Tagen verſteigert werden ſollte. Am Samstag nun fand ein früherer Knecht in einem Strohkiſſen, das er aufge⸗ ſchnitten hatte, das Teſtament des Verſtorbenen, wonach er eine Frau, die längere Zeit bei ihm gewohnt und mit ihren erwachſenen Kindern das ganze Bauerngut geführt hatte, zur Uni— verſalerbin eingeſetzt hal. Die Behörde ſtellte nunmehr den oben erwähnten Erben des Ver— ſtorbenen eine Friſt, bis zu der ſie ſämtliche Sachen zurückgeben müſſen. Wie erzählt wird, ſoll die betreffende Frau ihr eigenes Geld dem Bauer während deſſen Lebzeit ohne jede hand⸗ ſchriftliche Beſtätigung anvertraut haben, weil er ihr verſprach, ihrer in ſeinem Teſtament be— ſonders zu gedenken. Schneidemühl, 11. März. Zwölf Gehöfte mit über 25 Häuſern ſind in Filehne (Reg.⸗Bez. Bromberg) vollſtändig niederge⸗ brannt. Viel Vieh und große Erntevorräte wurden vernichtet. Köln, 11. März. Zu einer aufregenden Szene kam es unweit der Station Waldbergen in dem nach Holland fahrenden Zuge. Aus einem Kouppe 3. Klaſſe erſchollen laute Hilfe⸗ rufe. Mehrere Reiſende befanden ſich in einem regelrechten Kampf mit einem Geiſteskranken, der ſeine beiden Wächter überwältigt hatte und auf das Bahnperſonal eindrang. Zwei von den Beamten wurden ſchwer verletzt. Als der Zug hielt, ſprang der Kranke aus dem Wagen und entkam im Dunkel der Nacht. Dresden, 11. März. In der Samstag⸗ nacht hat der Oberförſter Wilsdorf ſeine Frau und fünf ſeiner ſechs Kinder erſchoſſen. Das ſechſte Kind und die älteſte Tochter iſt gleich⸗ falls ſchwer verletzt, konnte aber noch lebend ins Krankenhaus gebracht werden. Sonntag nacht erſchoß ſich Wilsdorf ſelbſt. Nahrungs⸗ ſorgen ſind der Grund der Mordtaten. Paris, 11. März. Geſtern Abend ver⸗ ſuchte der Wagenbauarbeiter Solibais im Hotel „Montmartre“ eine Frau zu erwürgen. Als man ihn daran hindern wollte, erſchoß er den Kellner und verwundete den Hotelier. Dann floh er und tötete auf der Verfolgung einen Polizeibeamten und verwundete einen andern. Schließlich gelang es doch, ihn feſtzunehmen. Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene van Hellmuth. „Ich redete begütigend auf ihn ein. aber es half nicht viel. Draußen traf ich Baroneſſe Marianne; ſie hatte rotgeweinte Augen. Da ſie mich fragte, konnte ich auch ihr nicht ver⸗ hehlen, daß die Aufregungen dem Freiherrn ein— mal das Leben koſten können. Die junge Dame ſcheint mir ebenfalls ein kleiner Trotzkopf zu ſein.„Mein Gott“, rief ſie lebhaft,„es handelt ſich doch um mein ganzes zukünftiges Leben! Soll ich,— muß ich das furchtbare Opfer bringen? Weshalb zwingt man mich zu einer Heirat, vor der mir graut? Sagen Sie, Doktor, muß ich das tun, was man von mir verlangt?“ Ich konnte nicht ja, nicht nein ſagen, ich ſehe ja ſelbſt keinen Ausweg! Wirklich eiue ſchlimme Sache.“ s Der Doktor trank ſein Glas Glühwein leer und verabſchiedete ſich eilig. Man hörte ſein Wägelchen raſch davonraſſeln. Die Gäſte des Honoratiorenſtübchens blieben noch eine Weile beiſammen, einſilbige Bemer— kungen austauſchend; dann erhob ſich einer nach dem andern, um den Heimweg anzu— treten. Auch der junge Oberſörſter Hellborn brach Mit ſeinen Gedanken beſchäftigt, ſchritt er durch die ſtürmiſche, unfreundliche Frühlingsnacht ſeiner einſamen, mitten im königlichen Forſt gelegenen Behauſung zu. Wieder ſtand er vor dem finſter daliegenden Schloſſe ſtill, und alles, was der Guts⸗In⸗ ſpektor, von den Bewohnern erzählt hatte, zog noch einmal durch ſeinen Sinn.— 2. Die königlichen Forſten begannen gleich hinter den freiherrlichen Waldungen. Das Haus, das Oberforſter Hellborn mit ſeiner Mutter, einer kränklichen, blaſſen Frau vor kurzem bezogen, lag ſehr anmutig auf einer kleinen Anhöhe mitten im Walde. Alte knorrige Eichen um ſtanden es wie treue Wächter. Oben in den beiden Erkerſtübchen hauſten ein paar Jägerburſchen und eine robuſte Magd beſorgte das Hausweſen. Frau Hellborn, die Witwe eines Steuer— Kranke und tat, was in ſeinen Kräften ſtand, ihr Leben erträglich zu geſtalten, denn er liebte die Mutter und verehrte ſie hoch. Die beiden Menſchen waren auch ganz aufeinander ange⸗ wieſen, denn ſie heſaßen auf der Welt keinerlei Verwandte oder Freunde, und ſo mußte eines dem andern alles ſein. Die jahrelange Krankheit chatte es mit ſich gebracht, daß ſie ſich nach und nach von jedem Verkehr zurückzogen; dennoch Inſpektors, war eine auffallend kleine, ſchmäch⸗ tige Erſcheinung, und wenn man den hochge⸗ wachſenen, hünenhaften Sohn neben ihr ſah, der ihr nicht im geringſten ähnlich war, ſo mußte man ſich unwillkürlich wundern über den Gegenſatz, den die beiden bildeten. Da die zarte Frau ſchon jahrelang kränkelte, ſo hatte ſich der Sohn in dieſe Waldgegend ver⸗ ſetzen laſſen; er hoffte, daß ſeine Mutter in der reinen Luft wenn nicht Heilung, ſo doch Linderung ihrer Leiden finden würde. Er war überhaupt voll zärtlicher Fücſorge für die empfanden beide nie das Bedürfnis nach Zer⸗ ſtreuung oder den Freuden und Vergnügungen der großen Stadt. Klaus Hellborn liebte nichts ſo ſehr als ſeinen Wald. Hier war er zufrieden und wunſchlos glücklich. Es war wohl nur die Macht der Gewohnheit, die ihn immer wieder zu der grünen Einſamkeit zog. Hatte er ja einmal Geſchäfte in der Stadt ſo wurden dieſelben eiligſt erledigt, und er atmete erſt wieder auf, wenn die Bäume des geliebten Waldes wieder vor ihm auftauchten, wenn das grüne Dämmerlicht ihn wieder umfing.— Ein lieblicher Malmorgen war ange⸗ brochen. Die erwachte Natur, die noch vor wenigen Wochen in den rauhen Banden des Nachwinters gelegen, prangte jetzt plötzlich im herrlichſten Frühlingsſchmuck. Vogelgezwitſcher und goldener Sonnenſchein erfüllte die laue Luft. Wie in Duft gebadet lag der Wald. Klaus Hellborn trat, bie Büchſe über die Schulter gehängt, aus dem Hauſe, gefolgt von ſeinen beiden Hunden, um ſein ausgedehntes Revier zu begehen. Er hob prüfend den Blick 2 8 Vermiſchtes. Seckenheim, 12. März. Infolge der am letzten Sonntag eingetretenen ungünſtigen Witterung konnte der geplante Sommertagszug leider nicht ſtattfinden; derſelbe wurde nun auf kommenden Sonntag verſchoben; hoffentlich wird ſich das Wetter bis dahin gut geſtalten. — Die„12 Apoſtel“ 1907. Einen ſchönen alten Brauche entſprechend, findet, wie alljähr⸗ lich, am Gründonnerstage(28. März) in der bayeriſchen Reſidenz die Zeremonie der Fuß— waſchung ſtatt. Zwölf über 90 Jahre alte Männer aus verſchiedenen Teilen des König— reichs ſind auserſehen, als Apoſtel zu fungieren; es ſind: J. Peter Huber, Privatmann in Ens⸗ heim, Amtsbezirk St. Ingbert(Pfalz), 102 Jahre alt; 2. Mich. Samer, Austrägler in Saulorn, Amtsbezirk Wollſtein(Niederbayern), 95 Jahre alt; 3. Lor. Kühnel, Austrägler in Unterwangenbach. Amtsbezirk Mainburg(Nie— derbayern), 95 Jahre alt; 4. Peter Endgruber, Austrägler in Falkenberg, Amtsbezirk Ebers— berg(Oberbay), 95 Jahre alt; 5. Johann Baptiſt Schindler, Tag öhner in Lochbühl, Amtsbez erk in Wunſied 1(Oberfranken), 93 Jahre alt; 6. Pius Ehartsberger, Pfründner in Leeder, Amtsbezirk Kaufbeuren(Schwaben), 92 Jahre alt; 7. Paul Fiſcher, Austrägler in Tegerau,. Amtsbezirk Mühldorf(Oberbayern), 92 Jahre alt; 8. Jakob Geißler, Pfründner in Germersheim(Pfalz), 92 Jahre alt; 9. Georg Hofmeiſter, Schneider in Freiſing, 92 Jahre alt; 10. Franz Reichel, ehemaliger Poſthote in Sandbach, Amtsbezirk Paſſau, 92 Jahre alt; 11. Dom. Fiſchen, Pfründner in Bohenbauſen, Amtsbezirk Illertiſſen(Schwaben), 92 Jahre alt, und 12. Franz Schröttle, Austrägler in Auchſes⸗ heim, Amtsbezirk Donauwörth(Schwaben), 9! Jahre alt. Das Geſamtalter der zwölf Apoſtel beträgt 1123 Jahre, im Vorjahre be— tiug es 1099 Jahre. Der älteſte der Apoſtel, der 102 Jahte alte Peter Huber, hat bereits mehrere Male an der Fußwaſchung teilgenom— men.— Außer den zwölf alten Männern werden am Gründonnerstag noch zwölf arme Mädchen, die ſogenannten Sklavenmädchen, auf allerhöchſten Befehl gekleidet und mit Geld be— ſchenkt. — Eine turbulente Szene ereignete ſich auf der Unfallſtation in der Badſtraße in Berlin. Der 33jährige Arbeiter Wilhelm S., der einen Unfall erlitten hatte, wurde dort bewußtlos eingeliefert. Seine Begleiter waren die Kutſcher Paul M. und Bernhard B. Der Verunglückte führte einen kräftigen Hund mit ſich. Als der Heilgehilfe die Wunden des Hundbeſitzers verbinden wollte, faßte das Tier dies als einen Angriff auf ſeinen Herrn auf und ſtürzte ſich auf den Samariter. Die beiden Kutſcher ſprangen dem Bedrohten zu Hilfe, aber das Unglück wollte es, daß dem Tier der Maulkorb herunterfiel. Der Hund wandte ſich nun gegen die beiden Freunde ſeines Herrn und brachte ihnen mehrere tiefgehende Bißwunden bei. Inzwiſchen war der Beſitzer des Hundes zum Himmel, über den grünen Wipfeln der Bäume ſegelten kleine weiße Wölkchen dahin, und ringsum herrſchte tiefe, lautloſe Stille. Klaus wandte ſich noch einmal um, und rief der am Fenſter ſitzenden Mutter zu: „Das wird ein herrlicher Tag heute, laß Dir doch Deinen bequemen Lehnſtuhl heraus⸗ tragen, und ſetze Dich hierher,— die Luft iſt ſo wunderbar mild, da mußt Du doch geſund werden!“ Die Frau am Fenſter lächelte ihm zu. „Immer ſorgt Du für mich! Bin ich Dir nicht eine große Laſt?“ „Aber Mutter,— liebe Mutter!“ Ein unmutiger Zug erſchien hübſchen, männlichen Geſicht und die Stirn faltete ſich Die Frau mochte bemerkt haben, daß ſie den Sohn gekränkt, denn ſie lenkte raſch ein. „Sei nicht böſe, lieber Klaus, es war gewiß töricht von mir, ſo etwas zu ſagen; aber— ſiehſt Du, ſchwere Gedanken.“ „Du haſt Dein lebenlang genug gearbeitet, nnn ruhſt Du aus, Du kannſt es doch. Es geht alles ſeinen Gang, auch ohne Deine Hilfe. ruft, ich ſchweifte hinauf zu den ſchroffen, felſigen Ab— hängen, auf denen der Schnee des Winters Doch nun lebe wohl, der Dienſt muß fort.“ Er nickte der Muter noch einen Abſchieds— gruß zu und ſchrüit dann ſaſch in die grüne Ruhiges Behagen, Ernſt und Wildnis hinein. Entſchloſſenheit prägten ſich in den edlen, vor— nehmen Zügen des jungen Mannes aus. Mit Jͥͤĩ ĩðV2;v/ ͤ 8 Befehle erteilte auf dem — immer zur Untätigkeit gezwungen zu ſein, bringt den Menſchen auf 8 8 2 zu ſich gekommen und beruhigte den treuen Köter der ſeine Anhänglichkeit leider an der falſchen Stelle bewieſen hatte. Die beiden Kutſcher mußten ebenfalls die Unfallſtation in Anſpruch nehmen. — Das Schwurgericht in Bayreuth verurteilte den früheren Lehrer Müller, der bereits im November 1906 wegen Ermordung einer elfjährigen Schülerin in Nürnberg zum Tode verurteilt worden war, wegen Ermordung der Witwe Enders aus Bayreuth zum Tode. Ungariſche Soldaten im Schneeſturm. Eine Patrouille des 23. Ungariſchen Jäger⸗ bataillons unternahm zu Anfang dieſer Woche über die Berge eine Skitour von Petrozſeny nach Hermannſtadt. Auf den hohen Berg⸗ kämmen wurde ſie durch Schneegeſtöber zwei Tage und zwei Nächte aufgehalten. Die Jäger mußten im Freien auf zwei Meter hohem Schnee weitere zwei Tage und Nächte ver— bringen. Vier Tage hatten ſie wenig zu eſſen und mußten faſten. Nur der Energie der Offiziere iſt es zu danken, daß die Soldaten ſchließlich ihr Ziel, wenn auch manche mit er⸗ frorenen Gliedern, erreichten. Oberleutnant Franz Knapek und Leutnant Karl Rehner haben Füße und Hände erfroren. Der Kadett Boceicarin ſowie fünf Mann haben mehr oder minder Froſtbeſchädigungen erlitten. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht. — Der Heiratsmarkt von Eeauſſines. In Ecauſſines in Belgien herrſcht ſeit uralten Zeiten die Sitte, daß die jungen Mädchen des Ortes die heiratsfähigen jungen Leute des ganzen Landes zu Pfingſten einladen, um ſich beim Tanz um den Maibaum ihre Zakünftige zu wählen. Vor wenigen Tagen haben die Jungfrauen von Ccauſſines ihre Einladungen zum Heiratsmarkt ergehen laſſen, der am Pfingſtmontag ſtattfinden wird. In allen Ge⸗ meinden Belgiens iſt das große, farbenprächtige Plakat angeſchlagen, in dem die jungen Leute aufgefordert werden, nicht zu verſäumen, am Pfingſtmontag nach Ccauſſines zu kommen, um ſich dort ein Schätzchen zu holen. — Ein eigenartiges Mißgeſchick hat in Köln einen Bauherrn getroffen. Er hatte von einem Agenten ein Baugrundſtück an der Riehler Straße gekauft und dort ein Wohn— haus errichtet. Als dieſes ſoweit fertig geſtellt war, daß es bezogen werden konnte, ſtellte ſich heraus, daß das Haus auf dem unrichtigen Grundſtücke aufgebaut war. Da der richtige Eigentümer des Grundſtücks ſich auf einen Ankauf des Hauſes nicht einlaſſen wollte, mußte das Gericht entſcheiden und dieſes ent— ſchied, der Erbauer des Hauſes müſſe das Geundſtück wieder in ſeinen urſprünglichen Zuſtand verſetzen. — Beim Ausſchiffen von Vieh in Nieu— kerken⸗Waes(Gent) entwichen zwei Stiere. Der eine wurde ſofort wieder eingefangen, der andere floh querfeldein, ſchleuderte ein junges Mädchen in einen Graben, ſpießte dann einen Landmann auf und brach ſchließlich, von ſieben Flintenſchüſſen verwundet, zuſammen. Ein 8 7 f 5 3 7 Schlächter ſuchte jetzt dem Tier durch einen tiefen Schnitt in den Hals den Garaus zu machen, aber es ſprang brüllend von neuem auf und ſetzte ſeinen Lauf fort. Auch ein Stoß mit einer Gabel, die ihm im Kopfe ſtecken blieb, vermochte es nicht aufzuhalten. Endlich gelang es einem Flurſchütz, dem Stier einen Strick umzuwerfen und ihn mit Hilfe anderer Perſonen zu bändigen, nachdem das Tier noch einem Manne ein Bein zerſchmettert hatte. — Ein Trambahnerlebnis. Ein Leſer teilt den„Straßb. N. N.“ folgendes köſtliche Geſchichtchen mit:„Ich fuhr dieſer Tage im Schwarzwaldtram, als zwei„beſſere Köchinnen“ ſich im ſelben Wagen trafen. Natürlich ging's ſchnurſtracks über die Herrſchaften los. Die eine hatte zwei Päckchen im Korbe und fragte ihr Gegenüber:„Was haſt Du da im Korbe?“ „Zwei Päckchen Kaffee; die Gnädige wünſcht Kaffee zu 80 und uns ſoll ich gewöhnlich ſolchen zu 60 holen.“— Und da mußt Du ſtets zweierlei Kaffee kochen?“ fragte die erſtere wieder.„Das iſt aber umſtändlich!“—„Das ſchon“, antwortete die andere.„Aber umge— kehrt iſt auch gefahren; den Kaffee für 80 mache ich für uns, den zu 60 kriegt die Herr— ſchaft!!“ — Die Zigarren.„John“, ſagte Frau Brown, ſich plötzlich im Bett aufſetzend,„es iſt ein Einbrecher im Hauſe!“—„Unnſinn“, entgegnete ihr Mann ſchläfrig.“—„Ich bin meiner Sache ganz ſicher“, gab ſie zurück. „Ich kann ihn deutlich durch das Zimmer unter uns gehen hören.“ Jetzt,—“ fügte ſie aufgeregt hinzu,— zündet er ſich eine von den Zigarren an, die ich dir zum Geburtstag fchenkte. Ich hörte ihn die Kiſte aufnehmen und wieder hinſtellen.“— Nun ſetzte ſich auch John auf und lauſchte.—„Wirklich, Mary, du haſt recht!“ verſetzte er.„Er raucht tat— ſächlich eine von dieſen— äh— äh— dieſen Zigarren.— Dann verkroch er ſich von neuem behaglich unter ſeiner Bettdecke.—„Schlaf wieder ein, Mary“, ſagte er freundlich.„Wir werden den armen Menſchen morgen früh finden.“ 6 — Ein echt ruſſiſches Stückchen ſpielte ſich, wie die Erml. Ztg. meldet, letzter Tage in Illowo ab; dorthin waren nicht weniger als 20 zuſſiſche Dragoner von Mlawa von ihrem Regiment entflohen. Nun kam ihr Rittmeiſter und ein alter Wachtmeiſter nach Illowo und beſchworen die Soldaten, nach Ausſagen von Augenzeugen, faſt kniefällig, doch wieder zu ihrem Regiment zurückzukehren. 19 Dragoner ließen ſich erweichen, doch zu ihrem Schaden, denn ſchon an der Grenze wurden ſie mit Knutenhieben empfangen und ſofort ins Ge— fängnis geſchleppt. Der Zurückgebliebene, der wohl den Braten gerochen hatte, ſagte, daß er nach Amerika auswandern wollte. — Die am vergangenen Sonntag im „Schloß“ von H. Kuby veranſtaltete Probe— ſeuerung mit Brikets ergab die Tatſache, daß Kennerblicken muſterte er den Waldbeſtand, hie und da blieb er ſtehen und ſprach mit den Holzfällern und Waldarbeitern, denen er ſeine Man merkte deutlich, daß er es verſtanden hatte, ſich die Liebe und Achtung ſeiner Untergebenen zu erwerben. Hellborn ſchritt rüſtig weiter. Durch eine einſame, ſchattige Schlucht führte ſein Weg über eine im Sonnenglanz gebadete Waldblöße. Fern auf der Höhe ſchimmerten die im erſten, hellen Grün prangenden Birken und dunklen Tannen des freiherrlichen Waldes. Unfern von ihm ſah er ein morſches, halbverfallenes Wild⸗ gatter, welches die freiherrlichen Forſten von ſeinem Revier trennte, und auf ſeiner Slirn erſchien eine Falte des Unmuts. „Schauderhafte Nachläſſigkeit“, murmelte er.„Das Wild wechſelt ungehindert hinüber und herüber. Ich werde veranlaſſen, daß die Grenze in zweckentſprechenden Zuſtand verſetzt wird. Es ſcheint, daß dem Gute Riedheim ein energiſcher Herr fehlt, und die dortigen Forſt⸗ leute verſäumen ihre Pflicht“ Langſam und gedankenvoll ſchritt er weiter. Er hatte eine kleine Anhöhe erreicht und blieb überraſcht ſtehen. Es war ein herr⸗ liches Landſchaftsbild, das ſich von hier aus ſeinen entzückten Blicken darbot. Sein Auge noch in dichten Maſſen lag. Nur da und dort ragte eine kahle, ſteile Wand grau aus dem blitzenden, im Sonnenglanz blendenden eiß der ſonſtigen Umgebung heraus. 7 3 5 2 Rieſige Felsblöcke lagen am Fuße des 1050 80 Berges verſtreut. Der vom ſchmelzenden Schnee an⸗ geſchwollene Wildbach mochte dieſelben, einen nach dem andern, mit herabgeriſſen haben aus der felſigen Höhe. Hellborn nahm auf einem der großen Blöcke Platz. Der lange Marſch im Verein mit der herben Frühlingsluft hatte ihn müde und hungrig gemacht. Er entnahm ſeiner Jagdiaſche ein Fläſchchen mit Wein ſowie ein kleines Päckchen. Dieſes enthielt ſein be⸗ ſcheidenes Frühſtück, welches er redlich mit den Hunden teilte. Wieder ſchweifte ſein Blick hinauf in die ſchwindelnde Höhe zu den kahlen Felſenſpitzen des vor ihm liegenden Berges, dann ſchloß er einen Moment die Augen. Der Schnee, welcher da oben in unberührter Remheit lag, blendete ihn, und ließ rote Lichter vor ihm hertanzen. Als er ſein kleines Frühſtück beendet hatte und ſich eben zum Weitergehen anſchickte, bemerkte er dicht vor ſeinen Füßen ein Stückchen blau⸗ ſeidenes Band, an dem eine kleine, ſilberne Kapſel hing. Erſtaunt betrachtete er das zier⸗ liche Ding, das er mich leichter Mühe öffnete. Es enthielt nichts als eine blonde Locke. Wer mochte das wohl verloren haben? Am Ende Bau oneſſe Marianne? Unwillig über ſich ſelbſt ſchüttete er den Kopf.„Und warum gerade ſie?“ murmelte er. Weshalb mußte er gerade immer an die junge Dame denken? hr Schickſal beſchäftigte ihn unaufhörlich. as ging es ihn denn an? i FGaortſetzung folgt) 2. * mit Brikets in größeren Räumlichkeiten ſowohl eine intenſive Wärme erzielt wird, als auch bedeutende Erſparnis an Brennmaterial gemacht werden kann. Hielt doch das Feuer in beiden Oefen den ganzen Sonntag nachmittag bis Montag früh an, ohne daß weitere Brikets aufgelegt werden mußten. Auf Veranlaſſung des gerade anweſenden Herr Direktor Thon aus Edingen wird Herr Kuby auch dort eine Probeheizung veranſtalten. Trotz der großen Bedeutung der Heizungsfrage zumal im dies⸗ jährigen langen Winter, waren leider nur wenige Intereſſenten anweſend. — Wie uns von zuſtändiger Seite mitge— teilt wurde, iſt infolge ungünſtiger Zeit- und Witterungsverhältniſſe, vielfacher Erkrankungen, neben großer Concurrenz, die Ziehung der Bad. Roten Kreuz⸗Lotterie vom 12. März auf 16. April verlegt worden, an welchem Tage dieſelbe jedoch garantiert ſtattfindet. Es ſind daher noch Loſe a 1 Mk., 11 Loſe 10 Mk. Porto und Liſte 30 Pfg. bei Generalagent J. Stürmer, Straßburg i. E., Langſtraße 101 und allen bekannten Losverkaufsſtellen zu haben. — Literariſche Notiz. Probieren geht über Studieren, das bewahrheitet ſich nirgends ſo wie im Haushalte. Wie manches gute und billige Gericht könnte bei den täglichen Mahlzeiten erwünſchte Abwechſelung bieten wenn die Hausfrau ſich entſchließen würde, hin und wieder ein neues Rezept auszuprobieren! Wie viele hübſche Gardecobenſtücke könnten unter ihren fleißigen Händen entſtehen, wenn ſie ſich die Mühe nicht verdrießen ließe, die Herſtellung derſelben an der Hand genauer Beſchreibungen und exakter Schnitte vorzunehmen! Wie viele wirtſchaftliche Neuheiten könnten ihr Zeit und Geld erſparen helfen, wenn deren Einführung nicht ſtets verzögert würde. Ratgeber“(Verlag Robert Schneeweiß, Berlin W uEiſenacherſtr. 5) gibt ihr zu allem vorge⸗ nannten entſprechende Anl itung, was ein Durchblättern der ſoeben erſchienenen Nummer 9 jedem beſtätigen wird.— Modenummern wechſeln ſtets mit Handarbeitsnummern ab. Belehrende Artikel aus allen, die Frauen ſpeziell intereſſterenden Gebieten. Modelle zu Straßen— und Hauskleidern, mit beſonderer Berückſichti⸗ gung der Frühjahrsmode. Angenehme Lektüre für die Mußeſtunden. Rezepte und nützliche Winke aller Art. Man verlange Probe⸗ nummern, die oben genannter Verlag jedem auf Wunſch koſtenlos zuſendet. Seckenheim, 12. März. Der heutige Ferkelmarkt war mit 66 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 25 30 Mk. ro Paar abgeſetzt. Der„Häusliche Bekanntmachung No. 6796. M. Das Erſatzgeſchäft 1907 betr. Die Muſterung der Militärpflichtigen des Aushebungsbezirks Mann— heim findet vom 7. März bis einſchließlich 22. April 1907— jeweils vorm. ½8 Uhr beginnend— im Saale der Wirtſchaft„Zur Kaiſer— hütte“, Seckenheimerſtr. 11 dahier ſtatt. Es haben zu erſcheinen: a. Aus dem ganzen Amtsbezirk: Alle Rückſtändigen aus früheren Jahren— d. h. vor dem Jahr 1885 Geborene— am Donnerstag, 7. März 1907, vorm. ½ Uhr; b. Aus dem Tandbezirk: Sämtliche Pflichtigen der Jahrgänge 1905, 1906 und 1907 aus den Gemeinden: Geburtsjahr 1885/87: Neckarhauſen, Heckenheim und Nheinau am Samstag, 20. April 1907, vorm. 8 Ahr. Am Montag, 22. April 1907, vorm. ½8 Uhr, findet die Muſte— rung der hier in Straf- oder Unterſuchungshaft befindlichen Militär— pflichtigen ſowie derjenigen Pflichtigen ſtatt, welche während den letzten Muſterungstagen neu zur Anmeldung gelangten bezw. zu den vorſtehend angegebenen Terminen nicht erſcheinen konnten. Am 23. und 24. April 1907, vorm. 8 ½ Uhr beginnend, findet die Verbeſcheidung der rechtzeitig eingekommenen Reklamationsgeſuche ſtatt und haben die Beteiligten(Eltern und Pflichtige) an dieſem Tage zu erſcheinen. Am Donnerstag, 25. April 1907, vormittags 8 ¼½ Uhr beginnt die Loſung der Pflichtigen des Jahrganges 1887 ſowie der Pflichtigen älterer Jahrgänge, ſoweit ſolche ohne ihr Verſchulden noch nicht geloſt haben. 5 Zu den vorſtehend angegebenen Terminen haben die Militärpflich⸗ tigen— auch wenn eine beſondere Vorladung nicht erfolgt— pünktlich, ſowie in reinlichem und nüchternem Zuſtande zu erſcheinen. 5 Wer durch Krankheit am Erſcheinen im Muſterungstermin ver- hindert iſt, hat ein ärztliches Zeugnis ſpäteſtens drei Tage vor dem Muſterungstermin unter Beifügung der Vorladung hierher einzureichen; das Zeugnis iſt durch die Polizeibehörde beglaubigen zu laſſen, ſofern der ausſtellende Arzt nicht amtlich angeſtellt iſt. Die Beglaubigung der Zeugniſſe erfolgt koſtenlos. Gemütskranke, Blöſinnige, Krüppel, Epileptiker uſw. können auf Grund der Vorlage eines derartigen ärztlichen Zeugniſſes von dem per— ſönlichem Erſcheinen im Muſterungstermin befreit werden. Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Erſatzbehörden nicht pünktlich oder überhaupt nicht erſcheinen, werden, ſofern ſie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft werden.(8 26 Hiker 7 Wehrordnung.) Außerdem können ihnen die Vorteile der Loſung entzogen werden. Wer in böslicher Abſicht oder wiederholt ſich der Geſtellung ent— zieht, wird als unſicherer Dienſtpflichtiger behandelt, außerterminlich ge— muſtert und im Falle ſeiner Tauglichkeit ſofort zum Dienſt eingeſtellt werden. Die Pflichtigen der Jahrgänge 1885 und 1886 ſowie derjenigen früherer Jahrgänge habe ihre Loſungsſcheine mitzubringen. Jeder Militärpflichtige darf ſich im Muſterungstermin freiwillig zur Aushebung melden, ohne daß ihm hieraus ein beſonderes Recht auf die Auswahl der Waffengattungen oder des Truppen ⸗(Marine⸗)teils erwächſt. Durch dieſe freiwillige Meldung verzichten die Militärpflichti⸗ gen auf die Vorteile der Loſung und gelangen in erſter Line zur Aus⸗ ebung. 0 5 Baden Militärpflichtigen iſt das perſönliche Erſcheinen im Loſungs⸗ termin überlaſſen. Für die Nichterſchienenen wird durch ein Mitglied der Erſatzkommiſſton geloſt werden. g Mannheim, den 25. Februar 1907. Der Zivilvorſitende der Erſahkommiſſion des Aushebungsbezirks Mannheim. Eppel 30 eim er. Beſchluß. Vorſtehendes bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenatnis. Seckenheim, den 8. März 1907. i Hürgermeiſteramt: Volz. Gefunden. Nr. 1500. Joſef Hirſch, Wegwart dahier, hat am 9. ds. Mis. auf ſeinem Grundſtück an der Neckarauerſtraße eine Taſchenuhr gefunden. Seckenheim, den 11. März 1907. Bürgermeisteramt Volz. Schmitt. Bekanntmachung. Den Gemeindevoranſchlag für 1907 betr. Nr. 1505. Der Gemeindevoranſchlag für 1907 iſt aufgeſtellt und liegt 8 Tage vom 13. bis mit 21. ds. Mts.— auf dem Rat⸗ hauſe in Seckenheim(Zimmer Nr. 6) und dem Gemeindehauſe in Rheinau zur Einſicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen denſelben ſind vor deſſen Beratung durch den Bürgerausſchuß, welche am 4. April l. Is. ſtattfindet dem unter— zeichneten Gemeinderat ſchriftlich zu übergeben. Seckenheim, den 12. März 1906. Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. 9 Todes- Anheige. Freunden und Bekannten die ſchmerzliche Mitteilung, daß unſer lieber Onkel Poannes Gruber am Montag abend in Heidelberg nach ſchwerem Leiden ver— ſchieden iſt. Seckenheim, 12. März 1907. Die krauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittag 2 Uhr vom Hauſe des Jakob Karl aus ſtatt. Elektrische 4 Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neuen wiſſenſchaftl. Gutachten von Prof. Dr. Hoffa, Dr. von Norden, Dr. Loſſen, Hofrat Dr. Stitzing wurde durch die Behandlung der Glektr. 4 Zellen-Gäder erfolgreiche Heilung bei Herz. und Nervenkraunheiten, Kopfſchmerz, Schlafloſigkeit, Augſtgefühl, Jschtas, Veitstanz, Hyſterie, Neuralgien, Schreih⸗ krampf, Tabes-Hpinal-Arritation. Diabetes(Zuckerkraulth.), Rheumatismus, Muskelſchwäche, Blaſenſtörungen, Stuhlver⸗ ſtopfung etc. erzielt. Direkt. ch. Schäfer, Lichtheil⸗Inſtitut„Elektron“ N Mannheim, N 3, 3, 1. Stock. Geöffnet von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, Sonntag von 9—1 Uhr. 7jührige Praris in Mannheim. Cognac Scherer 13 N 2 In allen Preislagen. 9 0h Hervorragende deutsche Marke. Kent 23 preise auf den Etiketten. 1 1 * 2 Sc horef 0 Co. Langen.(Frentf.. H. Alleinige Verkaufsſtelle: Aug. Jerieho. — bh hur erskl. Fabrikat! Alle Aufträge für chemiſche deck Mk. 3.50* Lufiſehläche 250 Wäſcherei Fußpumpen„ 1.— ſowie Färberei werden ſtets ent interrad m. la. 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Die Mitglieder werden erſucht wegen Beſprechung wichtiger Vereins- angelegenheiten u. a. Abſ. 5 der heutigen Tagesordnung unbedingt voll⸗ zählig zu erſcheinen. Der Vorſtand. NB. Tagesordnung iſt bekannt durch Rundſchreiben. Sollte ein Mitglied am Erſcheinen verhindert ſein, ſo iſt dies von der Verſammlung mit Angabe des Grundes ſchriftlich dem 1. oder 2 N— 2. 3 0 7 Vorſtand mitzuteilen. Zur Kommunion empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, weissen und farbigen Kleider- stoffe, Ohirting, Hemdenstoff, Unterrockstoff eto. Hüte Cravatten Corsetts Handschuhe Hosenträger Taschentücher Beſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- colleetionen. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Das Sortiment in modernen Anzügen iſt dadurch neu ergänzt, weil es mir gelangen iſt, einen Teil meiner übrigen Winterwaren gegen Frühjahrs-Neuheiten einzu— tauſchen. 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