und war ſofort eine Leiche. * R R Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheſm. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Derlag von J. Helfrich in Seckenheim. s. Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 24. Samstag, den 23. März 1907. 7. Jahrgang Erſtes Blatt. Ausland. Charbin, 21. März. Der Kommandeur der vereinigten mandſchuriſchen Korps iſt heute nach Petersburg abgereiſt, womit die Räumung der Mandſchurei von ruſſiſchen Truppen als beendet angeſehen werden kann. In Charbin verblieb nur ein Bataillon, welches in den nächſten Tagen ebenfalls ſeine Heimreiſe antritt. Aus Nah und Fern. [ Seſckenheim, 22. März. Der vom Männergeſangverein am letzten Sonntag ver— auſtaltete Sommertagszug nahm einen guten Verlauf; der Himmel hatte ein Einſehen und öffnete ſeine Schleuſen, die er kurz vor Beginn des Zuges geſchloſſen hatte, erſt wieder nach Beendigung desſelben. Dank der Opferwillig⸗ keit hieſiger Kinderfreunde wurden die durch den Sommertagszug erwachſenen Koſten für Muſik ꝛc. ganz gedeckt, ſodaß dem Männergeſangverein ein Defizit, wie ein ſolches im vorigen Jahr leider zu verzeichnen war, diesmal nicht er⸗ wuchs. Den Gebern ſei hierfür beſtens ge— dankt. Zweifellos wird denſelben der Anblick N ceeiner ſo großen Sahl fröhlicher Kindergeſichter eine innerliche Befriedigung gewährt haben. Nach dem Zug verbrachten die Vereinsmit⸗ glieder und ſonſtige Freunde der Veranſtaltung noch einige frohe Stunden im Löwen, wo die Zugs⸗Kapelle konzertirte. Mannheim, 21. März. In einem Schreiben teilt Oberbürgermeiſter Beck dem Obmann des Stadtverordnetenvorſtandes mit, daß er auf eine höhere Gehaltsfeſtſetzung ver⸗ zichte, da die vom Stadtrat beſchloſſene Ge⸗ haltszulage von 5000 Mk. nicht von der ganzen Vertretung der Bürgerſchaft akzeptiert worden wäre. n 5 Mannheim. Die Fremden, die zu den geplanten Jubiläumsveranſtaltungen und Kon⸗ greſſen hierher kommen, brauchen wegen Unter⸗ kunft nicht beſorgt zu ſein. Bis jetzt ſind beim Wohnungsausſchuß, für den auf dem Haupt⸗ bahnhof ein beſonderes Bureau eingerichtet wird, rund 2600 Privatbetten angemeldet, zu denen noch etwa 800 Hotelbetten kommen. Die Zimmer, die von privater Seite an Fremde abgegeben werden, ſind vom 1. Mai bis Mitte Oktober zur Verfügung des Wohnungsbureaus zu ſtellen. Schwetzingen. Die ſeit 40 Jahren be⸗ „ ſtehende Schwetzinger Feuerwehr wurde be⸗ hoördlich aufgelöſt. Die Organiſation derſelben war infolge Streitigkeiten unter zwei Char⸗ gierten ganz zerriſſen und die Gemeindever⸗ waltung hegte berechtigte Zweifel in die Schlag⸗ fertigkeit des Korps bei Ausbruch eines Brandes. Es muß nun zur Organiſation einer neuen Wehr geſchritten werden. wohl einzig in ſeiner Art daſtehen. Dieſer Fall dürfte Heidelberg, 21. März. Geſtern nach⸗ N wollte der 9 Jahre alte Sohn des Tagloͤhners Sieg in der Nähe des Marſtalls die Tiefe des Neckars meſſen. Als der Knabe vorübergebeugt einen Stab ins Waſſer tauchte, verlor er das Gleichgewicht und verſchwand vor den Augen der entſetzten Spielgefährten in der hochgehenden Flut. Die Leiche konnte bis letzt nicht aufgefunden werden. Pforzheim, 21. März. In Königsbach 1 ereignete ſich geſtern nachmittag ein erſchütternder Unglücksfall. Als eine Frau beerdigt werden ſollte, fiel der ſchon bejahrte Toteagräber Heinrich Koch vom Schlag getroffen zu Boden Baden-Baden, 21. März. Die ver⸗ witwete Fürſtin Herbert Bismarck, die Schwie⸗ gertochter des großen Kanzlers, nimmt aus Geſundheitsrückſichten ihren ſtändigen Wohnſitz in Baden⸗Baden. Der Haushalt in Friedrichs⸗ ruhe wurde aufgelöſt. Lahr, 21. März. Der hochbetagte Schuhmachermeiſter Johann Drexler von hier brachte ſich geſtern in ſelbſtmörderiſcher Abſicht mit einem ſog. Schuſterskneipen ſchwere Ver⸗ letzungen am Halſe bei, denen er im Laufe des geſtrigen Abends erlegen iſt. Eine ſchwere, lange Krankheit ſcheint den Bedauernswerten zu dem Schritte getrieben zu haben. Karlsruhe, 20. März. Nach einer miniſteriellen Verfügung müſſen in Baden jetzt auch Kaffeehäuſer, Konditoreien und alkoholfreie Wirtſchaften für den Ausſchank alkoholfreier Getränke eine Konzeſſion haben. Peterstal(A. Offenburg), 20. März. Ein ſchweres Unglück ereignete ſich geſtern morgen. Die Milchhändlerin Thereſia Kimmig vom Zinken Ilven wollte mit ihrem Karren einem ſchwer beladenen Holzfuhrwerk aus⸗ weichen, kam aber zu nahe, wodurch ſie unter die Räder kam und ſofort getötet wurde. Stockach, 20. März. In der Nähe von Burgtal, an dem Platze, wo Major von Langsdorff vom Regiment Nr. 169 in Lahr während des letztjährigen Manövers durch einen Sturz vom Pferde tötlich verunglückt iſt, wurde von den Regiment ein Denkſtein errichtet. Es iſt ein Granitblock mit weißer Marmortafel, auf der geſchrieben ſteht:„Hier verſchied, im Manöver am 8. September 1906 durch Sturz vom Pferde beim Anſetzen ſeines Bataillons zum Angriff Major von Langsdorff, Führer III 169. Ehre ſeinem Andenken.“ Die Stadtge⸗ meinde hat die Inſtandhaltung von Platz und Denkmal übernommen. Mosbach, 20. März. Heute hat unſere Nebenbahn Mosbach⸗Mudau das erſte Opfer verlangt. Der hieſige Schuhmachermeiſter Va⸗ lentin Achſtätter wollte von Limbach nach Hauſe fahren. Da er ſich etwas verſpätet hatte, ſprang er auf den ſchon in Fahrt ſich befindenden Zug. Er rutſchte dabei auf dem Trittbrett aus und kam unter die Räder der beiden letzten Wagen. Der Unglückliche verſtarb nach wenigen Minuten. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 13. und 20. März 1907.) 16 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnis⸗ verſicherungsverträge bleiben unbeanſtandet. Ein Geſuch um Entlaſſung und ein ſolches um Zurückſtellung von Militärpflichtigen wird befürwortet. Mit Herrn Gemeinderechner Seitz wird ein Dienſtvertrag abgeſchloſſen. Zwei Grundſtücke werden amtlich geſchätzt. Man nimmt zur Kenntnis, daß Secken⸗ heim am 1. März 5127 und Rheinau 3705 8832 Einwohner zählte. Die Anſchaffung von 2 Farren zu 1300 Mark wird genehmigt. Das Bezirksamt teilt mit, daß Karl Lud⸗ wig Zahn die Genehmigung zum Betrieb einer Wirtſchaft in ſeinem Hauſe, Ecke der Hilda⸗ und Neckarauerſtraße in Seckenheim, erteilt wurde. Eine Verfügung des Berzirksamts, durch welche die Gewährung von Darlehen mit Til⸗ gungszwang und die Umwandlung gewöhnlicher Darlehen in Tilgungsdarlehen ſeitens der Ge⸗ meinden und Stiftungen empfohlen wird, kommt zur Verleſung. Für ein von der Gemeinde im Jahre 1906 erworbenes, erſt 1907 protokollirtes Grundſtück wird die Verkehrsſteuer im Betrage von 12.70 Mark erlaſſen. Zum Geſuche des Heinrich Feſenbecker in Mannheim um Erlaubnis zum Betrieb einer Wirtſchaft in ſeinem Hauſe, Wilhelmſtraße 25 in Rheinau, wird die Bedürfnisfrage verneint. Tagesordnung für die am 4. April d. Js., nachmittags 5 Uhr ſtattfindende Bürgerausſchuß⸗ ſitzung wird aufgeſtellt. Das Zeugnis des Bezirksbauſchätzers zwecks Zahlung der der Firma Deutſche Zündholz⸗ fabrik zugeſprochenen Brandentſchädigung wird Großh. Bezirksamt mit dem Antrag auf Zahlung der hälftigen Entſchädigung vorgelegt. Der Rechenſchaftsbericht der 1. bad. Ver⸗ bandsabdeckerei Ladenburg für 1906 wird zur Kenntnis gebracht. Die von der Commiſſion für Aufſtellung der Satzungen der Gemen ideſparkaſſe Secken⸗ heim⸗Rheinau in Vorſchlag gebrachte Faſſung der dem Bürgerausſchuß zu unterbreitenden Satzungen wird teilweiſe angenommen; die Be⸗ ratung der Satzungen wird in der nächſten Sitzung fortgeſetzt. Die vorliegenden Rechnungen werden geprüft und zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. Heilbronn, 21. März. Die Neckar⸗ kanaliſterung bildete Beratungsgegenſtand einer Verſammlung, welche kürzlich die Handelskam⸗ mer Heilbronn veranſtaltete. In dieſer Ver⸗ ſammlung ſprachen Geh. Hofrat Dr. v. Jobſt aus Stuttgart ſowie Baurat Gugenhan von der Miniſterialabteilung für den Straßen⸗ und Waſſerbau. Erſterer führte u. a. aus, die Frage dürfte in 2 Jahren ſpruchreif ſein, der gegenwärtige Landtag werde ſich alſo damit zu befaſſen haben. Seit 1903 haben ſich viele Faktoren zu Gunſten des Projekts verändert. Baurat Gugenhan teilte mit, über die Herſtel⸗ lung eines Großſchiffahrtsweges auf dem Neckar von Mannheim bis Heilbronn mit 2,2 Meter Mindeſttiefe werde gegenwärtig ein Entwurf ausgearbeitet, der aber noch nicht ſo weit vor⸗ geſchritten ſei, daß weitergehende Mitteilungen gemacht werden konnten. Redner kam auch auf die Schiffahrtsabgaben zu ſprechen und meinte, man hätte in Heilbronn alle Urſache, die Einführung der Rheinabgaben zu begrüßen, denn ſie bedeuten nicht nur einen Abgabennach⸗ laß von ½ gegenüber demjenigen Betrag, der nach den ſeitherigen Annahmen für den kanali⸗ ſierten Neckar als notwendig erachtet worden ſei, ſondern ſie ſeien auch geeignet, ſpätere Wünſche auf Verbeſſerungen der Schiffahrts⸗ ſtraßen eher in Erfüllung gehen zu laſſen. Lindau a. Bodenſee, 21. März. Während eines Manövers im hieſigen Hafen iſt ein Rettungsboot umgeſchlagen. Ein bayeriſcher Matroſe ertrank. Königsberg i. Pr., 21. März. Heute abend wurden der ſtellenloſe Arbeiter Roſen⸗ baum und ſeine Frau in ihrer Wohnung tot, anſcheinend vergiftet, aufgefunden. Die 17jäh⸗ rige Tochter der Eheleute, die vermutlich auch Gift genommen hat, wurde ins Krankenhans gebracht. Als Motiv der Tat, die nach Aus⸗ ſagen der Hausbewohner wahrſcheinlich ſchon in vergangener Nacht verübt worden iſt, werden Nahrungsſorgen angenommen. — In der ſüddeutſchen Automobilfabrik Gaggenau entſtand Großfeuer, wodurch eine Halle, in der ſich fünf Automobilomnibuſſe be⸗ fanden, zerſtört wurde. Der Schaden beträgt 100000 Mark. — Das 15. deutſche Bundesſchießen, das voriges Jahr in München ſtattfand, hat bei 1047000 Mk. Ausgaben 32 141 Mk. Difizit gebracht. R N — Ein Gemütsmenſch. Gattin:„Gehſt Du ſchon wieder fort? Ach, wenn Du wüßteſt, wie langweilig es hier abends iſt!“— Gatte: „Weiß ich! Darum gehe ich ja eben weg!“ — Großfeuer in London. In den frühen Morgenſtunden des Sonnabend brach in Fea⸗ therſtone Street, Finsbury, ein Großfeuer aus, das einen Schaden von wenigſtens 4 Millionen Mark anrichtete. Ueber 50 Dampfſpritzen kämpften vergeblich gegen die Macht des vom Sturm gepeitſchten Feuers. Die Urſache des Brandes iſt, wie geſchrieben wird, unbe⸗ kannt. Das Feuer hatte offenbar bereits be⸗ trächtliche Zeit in einem Warenhauſe ge⸗ glommen, ehe es plotzlich in hellen Flammen ausbrach, die ſich in der engen Straße bald aller Gebäude bemächtigten. Der betroffene Stadtteil beſteht faſt ganz aus Warenhäuſern und Werkſtätten mit ſehr brennbarem Material. Als Schauſpiel war der Brand großartig. Der Lichtſchein konnte weit von London ent⸗ waren nicht zu beklagen, weil es einem Poli⸗ ziſten gelang, die Inſaſſen des Hauſes, in dem der Brand ausbrach, rechtzeitig zu alarmieren. Die Feuerwehr war mehrfach großer Gefahr ausgeſetzt, weil ſie trotz der Enge der Straße zwiſchen den mit Einſturz drohenden Häyſern aushalten mußte, um Nachbargebäude vor den Flammen zu ſchützen. — Alkohol weniger ſchädlich als Kaffee und Tee?—— Bisher pflegte man vielfach in Aerztekreiſen dem Alkohol⸗Genuſſe weit nach⸗ teiligere Folgen zuzuſchreiben. als dem Ge— brauche der Genußmittel Kaffee und Tee. Nun hat in der allerletzten Zeit der bekannte Mün⸗ chener Spezialiſt für Magenkrankheiten, Hofrat Dr. F. Crämer, im Münchener Aerztlichen Verein auf Grund von zahlreichen, über 3 Jahre ausgedehnten(kliniſchen und experimen⸗ tellen Verſuchen an geſunden und kranken Per⸗ ſonen nachgewieſen, daß der regelmäßige Genuß von Kaffee und Tee viel ſchwerere Krankheits— Genuß. So hält Crämer den Genuß eines beſtimmten Quantums Bier für minder ſchäd⸗ lich, als den eines gleichen Quantums Kaffee oder Tee. Insbeſondere werden die Verdau⸗ ungsorgane in Mitleidenſchaft gezogen, da die Eiweißverdauung erheblich verzögert wird. Ueber die angeſtellten Unterſuchungen und Krankenbeobachtungen wird C. demnächſt eine Abhandlung in Buchform herausgeben—— Auch in Abſtinentenkreiſen, die früher lediglich gegen den Alkohol ankämpften, bricht ſich be⸗ kanntlich die Erkenntnis immer mehr Bahn, daß Tee und Bohnenkaffe auf die Dauer min⸗ deſtens ebenſo ſchädlich wirken, wie der Alkohol und daher als Erſatzgetränke ausſcheiden. Volksbad Seckenheſm. Heute und morgen für Männer geöffnet. fernt deutlich beobachtet werden. Menſchenleben Bekanntmachung und Einladung. Am Donnerstag, den 4. April 1907, Nachmittags 5 Uhr und allenfalls am Freitag, den 5. April 1907, Nachmittags 5 Uhr findet im Rathausſaale eine Sitzung des Bürgerausſchuſſes ſtatt. Die Herren Mitglieder werden dazu, mit dem Erſuchen um pünktliches und zahlreiches Erſcheinen eingeladen. Gegenſtände der Tagesordnung ſind: 1. Die Wahl der Mitglieder der Rechnungskommiſſion für 1907. 2. Die Wahl der Mitglieder der Controlbehörde für 1907. 3. Genehmigung des Gemeindevoranſchlags für 1907. 4. Antrag der Rheinauer Gemeinde-Vertreter auf Uebernahme der Koſten für die Kehrichtabfuhr in Rheinau auf die Gemeindekaſſe. 5. Die Errichtung einer Gemeinde-Sparkaſſe Seckenheim⸗Rheinau. 6. Die Abänderung der Taxordnung für Sterbefälle in Secken⸗ heim in Bezug auf die Gebühren der Leichenträger. Die Akten über obige Gegenſtände liegen von heute an im Rathauſe in Seckenheim zur Einſicht der Mitglieder des Bürgeraus— ausſchuſſes offen. 5 Seckenheim, den 22. März 1907. Der gürgermeiſter: Volz. Bekanntmachung. Die ſtaatliche Prämiirung von Rindvieh im Jahre 1907. Nr. 1732. Die ſtaatliche Prämtirung von Rindvieh findet am Samstag, den 6. April 1907, vormittags 10 Uhr in Secken⸗ eim ſtatt. g Wir beehren uns, dies bekannt zu geben, mit der Aufforderung, etwaige Anmeldungen zur Prämiirung bis 25. März ds. Is. bei dem unterzeichneten Bürgermeiſteramt zu machen. Dabei machen wir auf folgende Punkte noch beſonders auf— merkſam: Nach den für die ſtaatliche Prämiirung von Rindvieh geltenden Grundbeſtimmungen, welche an der Rathaustafel angeſchlagen ſind, ſind die im vorigen Jahre prämtiirten weiblichen Tiere der Prämifrungs⸗ kommiſſion zur Kontrole vorzuführen. Den betreffenden Beſitzern, welche auf dieſe Verpflichtung durch die Ortsbehörden beſonders hinzuweiſen ſind, ſteht der Anſpruch auf Verwilligung der gleichen Prämie wie im Vorjahre zu, wenn die Tiere gut gehalten ſind und mit entſprechen⸗- der Nachzucht vorgeſtellt werden. Andernfalls kann die Prämiirungs⸗ kommiſſion auf ein der Entfernung des Herkunftsortes des Tieres ange— meſſenes Weggeld von 5 bis 10 Mark erkennen. ö Unter den gleichen Vorausſetzungen können dieſe Vergünſtigungen auch den Beſitzern der erſtmals anläßlich der vorletzten Prämiirung (d. l. im Jahre 1905) prämürten Tiere, zu deren Wiedervorführung aber— wie ausdrücklich hervorgehoben werden ſoll— eine Verpflich- tung nicht vorliegt, gewährt werden. Die wiederholte Zuerkennung einer Prämie für ein und dasſelbe Tier ſchließt die Prämſtrung einer dem gleichen Beſitzer gehörigen Kuh oder Kalbin, welche erſtmals zur Vorführung gelangt, nicht aus. Seckenheim, 22. März 1907. gürgermeiſteramt Ratſchreiber Volz. Ritter. 0 Der Ratſchreiber Ritter. VANNHE NN MITaMAT. KN: u. Ok AAMENBAU⸗-AUTELLUANM 0 u 1007 200n noftxfog: 5 K. Honteff oοτ,αh⁰⁰hε kata vod BAb EN. S 8 erſcheinungen im Gefolge hat, als der Alkohol⸗ Sammel-Anzeiger. Unr für Mitglieder der Ein⸗ und Nerkaufsgenoſſenſchaft Sectenheim. E. G. m. b. H. 100 Zentner Rüben zu verkaufen Franz Weimart, Luiſenſtraße. 100 Zentner Rüben zu verkaufen Vhilipp gühler, Hauptſtraße. Zwei Einlegſchweine hat zu verkaufen Math. Ruf, Neckarſtraße Nr. 23. Kartoffeln können in der Verkaufsſtelle von Montag ab abge— holt werden. Zur Kommunion empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, weissen und farbigen Kleider- stoffe, Chirting, Hemdenstoff, Unterrookstoff eto. Hüte Cravatten Corsetts Handsehuhe Hosenträger Taschentücher Beſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- colleetionen. Um geneigten Zuſpruch bittet chtung! Empfehle mein reichhaltiges Lager in Fährrädern und Zubehörteilen. Mäntel von Mark 2.50 an. Eudwig Eochbühler. Elektrische 4 Zellen Bader Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neten wiſſenſchaftl. 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Aus dem ganzen Amtsbezirk: Alle Rückſtändigen aus früheren Jahren— d. h. vor dem Jahr 1885 Geborene— am Donnerstag, 7. März 1907, vorm. ½ Uhr; b. Aus dem Tandbezirk: Sämtliche Pflichtigen der Jahrgänge 1905, 1906 und 1907 aus den Gemeinden: Geburtsfahr 1885/87: Neckarhanſen, Zeckenheim und Rheinau am Samstag, 20. April 1907, vorm. ½8 Uhr. Am Montag, 22. April 1907, vorm. ½8 Uhr, findet die Muſte⸗ rung der hier in Straf- oder Unterſuchungshaft befindlichen Militär⸗ pflichtigen fowie derjenigen Pflichtigen ſtatt, welche während den letzten Muſterungstagen neu zur Anmeldung gelangten bezw. zu den vorſtehend angegebenen Terminen nicht erſcheinen konnten. Am 23. und 24. April 1907, vorm. 8½ Uhr beginnend. findet die Verbeſcheidung der rechtzeitig eingekommenen Reklamationsgeſuche ſtatt und haben die Beteiligten(Eltern und Pflichtige) an dieſem Tage zu erſcheinen. Am Donnerstag, 25. April 1907, vormittags 8 ¼ Uhr beginnt die Loſung der Pflichtigen des Jahrganges 1887 ſowie der Pflichtigen älterer Jahrgänge, ſoweit ſolche ohne ihr Verſchulden noch nicht geloſt aben. 0 Zu den vorſtehend angegebenen Terminen haben die Militärpflich⸗ tigen— auch wenn eine beſondere Vorladung nicht erfolgt— pünktlich, ſowie in reinlichem und nüchternem Zuſtande zu erſcheinen. Wer durch Krankheit am Erſcheinen im Muſterungstermin ver⸗ hindert iſt, hat ein ärztliches Zeugnis ſpäteſtens drei Tage vor dem Muſterungstermin unter Beifügung der Vorladung hierher einzureichen; das Zeugnis iſt durch die Polizeibehörde beglaubigen zu laſſen, ſofern der ausſtellende Arzt nicht amtlich angeſtellt iſt. Die Beglaubigung der Zeugniſſe erfolgt koſtenlos. Gemütskrunke, Blöſinnige, Krüppel, Epileptiker uſw. können auf Grund der Vorlage eines derartigen ärztlichen Zeugniſſes von dem per⸗ ſönlichem Erſcheinen im Muſterungstermin befreit werden. Militärpflichtige, welche in den Terminen vor den Erſatzbehörden nicht pünktlich oder überhaupt nicht erſcheinen, werden, ſofern ſie nicht dadurch zugleich eine härtere Strafe verwirkt haben, mit Geldſtrafe bis zu 30 Matt oder mit Haft bis zu 3 Tagen beſtraft werden.(8 26 den 7 Wehrordnung.) Außerdem konnen ihnen die Vorteile der oſung entzogen werden. Wer in böslicher Abſicht oder wiederholt ſich der Geſtellung ent⸗ zieht, wird als unſicherer Dienſtpflichtiger behandelt, außerterminlich ge⸗ muſtert und im Falle ſeiner Tauglichkeit ſofort zum Dienſt eingeſtellt werden. Die Pflichtigen der Jahrgänge 1885 und 1886 ſowie derjenigen früherer Jahrgänge habe ihre Loſungsſcheine mitzubringen. 5 Jeder Militärpflichtige darf ſich im Muſterungstermin freiwillig zur Aushebung melden, ohne daß ihm hieraus ein beſonderes Recht auf die Auswahl der Waffengattungen oder des Truppen⸗(Marine⸗)teils erwächſt. Durch dieſe freiwillige Meldung verzichten die Militärpflichti⸗ gen auf die Vorteile der Loſung und gelangen in erſter Line zur Aus⸗ hebung. Jedem Militärpflichtigen iſt das perſönliche Erſcheinen im Loſungs⸗ termin überlaſſen. Für die Nichterſchienenen wird durch ein Mitglied der Erſatzkommiſſion geloſt werden. Mannheim, den 25. Februar 1907. Der Zivilvorſtzende der Erſahlommiſſion des Aushebungsbezirks Wannheim. Eppelsheimer. Beſchluß. Vorſtehendes bringen wir biermit zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 8. März 1907. gürgermeiſteramt: Volz. Zahnarzt(J. Henning Hismarchſtraße Mannheim L 8, 14. Sprechstunden: täglich 9— 12 und ½3—½6 Uhr. An Sonntagen 10— 12 Uhr. Schmitt. * 2* Sängerbund. Sonntag ½2 Uhr Vrobe. Oer Vorſtand. r wert iſt ein zartes, reines Gesicht, roſiges jugendfriſches Aussehen, weiße ſammet⸗ weiche Baut und blendend ſchoͤner Teint. 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