7 * 3 Anzeigeblatt für Seckenheim und Npesheim. 3 Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 80 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. Helfrich in Seckenheim. n An ö eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 26. Samstag, den 30. März 1907. 7. Jahrgang .;* A7 Lehrſtellenvermittlung aus Aachen berichtet.] badiſche Geſangswettſtreit, bei welchem ein Weitere Wine ſür die. erufsnahl. Dort haben die Handwerkskammer, die Schul-] Kaiſerpreis zur Verteilung kommt. Als Preis⸗ (Schluß.) Wo der Beſuch einer Fortbildungsſchule nicht obligatoriſch iſt, iſt vor allem auch darauf zu achten, daß der Lehrherr ſich verpflichtet, den Lehrling zum pünktlichen und regelmäßigen Beſuch derſelben zu veranlaſſen und denſelben zu überwachen. Ueberhaupt ſollte von dieſem verlangt werden, daß er jede Gelegenheit benutzt, die geeignet iſt, dem Lehrling bezüglich ſeiner fachlichen und geiſtig⸗ſittlichen Ausbildung eine Förderung zuteil werden zu laſſen, damit dieſer dann ſpäter nach der Beendigung der Lehrzeit wohl gerüſtet ſich vor dem zuſtän⸗ digen Prüfungsausſchuß der Ablegung der Ge⸗ ſellen⸗ und ſpäter der Meiſterprüfung unter⸗ ziehen kann. Letztere ſpeziell gewinnt für die Zukunft inſofern erhöhte Bedeutung, als von deren Beſtehen überhaupt das Recht der Lehrlingshaltung abhängig gemacht werden wird. Ueber die verſchiedenen bei der Wahl eines richtigen Lebensberufes inbetracht zu ziehenden einzelnen Geſichtspunkte kann nicht genug Auf- klärung verbreitet werden. Durch die Preſſe iſt das ja auch in dieſen Tagen nach den verſchie⸗ denſten Seiten hin geſchehen. Faſt noch wirk⸗ ſamer erſcheint die perſönliche Aufklärung, die durch die Schule, durch die Geiſtlichkeit in der jeweils geeignet erſcheinenden Weiſe ſich voll⸗ ziehen muß. Speziell können dieſe Kreiſe wohl am eheſten auf die wirtſchaftlichen Ausſichten der einzelnen Berufszweige, ſowie die hygie⸗ niſchen und geiſtigen Anforderungen, die dieſelben ſtellen, hinweiſen. Vor allem muß aber nach der praktiſchen Seite noch viel mehr geſchehen, wenn die theoretiſchen Mahnungen auch die Möglichkeit finden ſollen, daß ſie praktiſch durch⸗ geführt werden! Da haperts aber noch teilweiſe ſehr! In einigen ausſchließlich größeren Orten hat man durch das Zuſammenarbeiten von Arbeitsnachweis, Schule, Jugendorganiſation eine Lehrſtellenvermittlung mit vorläufig auch befriedigten Ergebniſſen geſchaffen. Aber es fehlt noch der große Zug, wenn auch die Hand⸗ werkskammern ſpeziell immer mehr Initative entwickeln! So wird eben von einer Einrichtung einer behoͤrde und die ſtädtiſche allgemeine Arbeits⸗ nachweisanſtalt es unternommen, die geſamte örtliche Lehrſtellenvermittlung bei einer Stelle zu vereinigen. Dieſe Vermittlung ſoll bei dem bevorſtehenden Schulentlaſſungstermine zum 1. Male und zwar nach folgenden Grundſätzen erfolgen: Der Klaſſenlehrer verteilt rechtzeitig vor den Oſter⸗ und Herbſtferien an alle zur Entlaſſung kommenden Volksſchüler einen von der Arbeitsnachweisanſtalt zu liefernden An⸗ meldeſchein und läßt dieſen ſofort ausfüllen. Hierauf übergibt er die ausgefüllten Scheine der Arbeitsnachweisanſtalt, welche die Perſo⸗ nalien der Schüler je nach dem Beruf, welchem ſie ſich zuwenden wollen, in geſonderte Liſten einträgt, von denen ein Abzug der Handwerks kammer übermittelt wird. Dieſe fordert die ſelbſtändige Handwerker des Kammerbezirks auf, ihre offenen Lehrlingsſtellen fortlaufend bei ihr anzumelden, trägt nach erfolgter Prüfung die Meldung in geſonderte Liſten ein und über⸗ mittelt alle eingegangenen Meldungen der Ar⸗ beitsnachweisanſtalt auf einem von dieſer zu liefernden Formular. Die Arbeitsnachweisan⸗ ſtalt richtet beſondere Sprechſtunden ein, zu denen Meiſter wie die Lehrlinge nebſt ihren Eltern beſtellt werden Die Lehrlingsvermitt⸗ lung erfolgt unentgeltlich. Die Vorbereitungen für eine geeignete Lehrſtellenvermittlung müſſen von langer Hand getroffen werden, nicht etwa im Frühjahr. Das iſt ebenſo verkehrt, als wenn man erſt in letzter Stunde an die Be⸗ rufswahl denkt! Mögen dieſe Ausführungen erneut ein Anſtoß dazu ſein, nach praktiſchen Maßnahmen zu forſchen, wie eine gute Lehr⸗ ſtellenvermittlung nicht bloß für größere Städte, ſondern auch für mittlere und kleinere, nicht bloß lokal, ſondern auch für einen weiteren Umkreis durchzuführen iſt! Aus Nah und Fern. Mannheim. Der Geſangverein„Froh⸗ ſinn“ Mannheim begeht in den Tagen des 13., 14. und 15. Juli das Feſt ſeines 50jährigen Jubiläums und zugleich die Feier des 300⸗ jährigen Stadtjubiläums, verbunden mit einem großen nationalen Wettgeſang. Es iſt der erſte richter fungiren die Herren Ernſt Heußer, Tonkünſtler in Cöln, J. B. Zerlett, Muſikdir. in Hannover. Richard Breu, Profeſſor in Würzburg, Julius Scheidt, Profeſſor in Karls⸗ ruhe, Herm. Kutſchbach, Hofkapellmeiſter in Mannheim und Herm. Bieling, Muſikdirektor in Mannheim. In Anbetracht der hohen Geld⸗ preiſe verſpricht die Beteiligung eine rege zu werden. — In Kuppenheim(Raſtatt) ver⸗ kauften die Metzger am Samstag das Schweine⸗ fleiſch für 86 Pfg. das Pfund, die Einwohner aber ſtreikten und deckten ihren Bedarf durch Hausſchlachtungen. Durch dieſes gezwungen, ließen die Metzger geſtern mittag bekannt machen, daß ſie das Schweinefleiſch fuͤr 70 Pfg. verkaufen. An dem war aber noch nicht genug, denn abends ließ ein Metzger nochmals bekannt machen, daß er das Pfund für 60 Pfg. ver⸗ kaufen werde, alſo 26 Pfg. Abſchlag an einem Tag! Oberhauſen, 26. März. Im benach⸗ barten Oſterfeld wurde der Arbeiter Janſen, als er einen ſteckbrieflich verfolgten Bekannten aus den Händen eines Gendarmen befreien wollte, von dem tätlich angegriffenen Beamten durch eine Revolverkugel niedergeſtreckt. Janſen wurde ſterbend ins Krankenhaus eingeliefert. Mainz, 26. März. In Budenheim ge⸗ rieten heute vormittag in der Flaſchenfabrik von Kupferberg zwei Lehrlinge in Streit. Dabei zog einer ſeinen Revolver und ſchoß auf ſeinen Gegner, der tot zuſammenſtürzte. Langenſelbold. Ein gemeiner Rache⸗ akt iſt gegen einen Gutsbeſitzer im benachbarten Ravolzhauſen veruͤbt worden, indem ihm von unbekannter Hand die ſämtlichen fetten Schweine, fünf an der Zahl, angeblich vergiftet worden ſind. Wilhelmshafen, 27. März. Das Kriegsgericht verurteilte wegen militäriſchen Aufruhrs den Heizer Gahlenbeck zu 5/ Jahren und Heizer Haman zu 5 Jahren 1 Monat Zuchthaus. Prag, 27. März. Bei einem ſchwer betrunkenen Arbeiter konfiszierte die dortige Polizei kürzlich ein Los der ſächſiſchen Staats⸗ Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene von Hellmuth. Die Mutter legte ihm leicht die Hand auf die Schulter.„Was ſinnſt Du, Klaus?“ fragte ſie in ſanftem Ton.„Du biſt ſo ver⸗ ändert ſeit einiger Zeit, willſt Du mir nicht ſagen, was Dir fehlt?“ Er fuhr haſtig empor und verſuchte ein Lächeln auf ſeine Lippen zu zwingen, was ihm nicht recht gelingen wollte. „Das abſcheuliche Wetter macht mich me⸗ lancholiſch“, verſuchte er zu ſcherzen. „Ach das Wetter iſt es wohl nicht, Klaus, ich weiß es beſſer.— Bin ich Dir nicht immer die beſte Freundin geweſen? Haſt Du mir nicht ſtets alles anvertraut? Wir ſind doch wie zwei gute Kameraden. Weshalb willſt Du mir nun ausweichen? Sprich Dich aus, vielleicht erleichtert es Dir das Herz. Mir kannſt Du alles ſagen. Wir beide verſtehen uns doch, was? Ich ahne Deinen Kummer, aber ich rate Dir, Dich Deinen Gedanken nicht allzuſehr hinzugeben, Klaus! Es tut nicht gut, daß Du wie ein Nachtwandler umhergehſt. Raffe Dich auf, ſei ein Mann!“ Er ſeufzte tief auf. „Laß mir Zeit, Mutter, 1 ö 1 1 — ich werd's ſpringend und unruhig im Zimmer hin⸗ und überwinden“, murmelte er.„Warum mußte herlaufend. 0 ſie gerade vor meinem Blick erſcheinen in ihrer ganzen holden Lieblichkeit! Mutter, daß ich die Baroneſſe liebe, ahnſt Du wohl, und wenn Du ſie geſehen hätteſt, ſo würdeſt Du es be⸗ greifen, denn jeder liebt ſie, der ſie näher kennen lernt. Nicht allein ihre Schönheit und Anmut macht ſie ſo begehrenswert, es liegt wohl in ihrer perſönlichen Liebenswürdigkeit begründet, in der Art und Weiſe, wie ſie mit jedem, auch dem— 57 555 verkehrt. Ich fühlte mich vom erſten Augenblick an zu ihr hingezogen. Ich genoß ihre holde Nähe wie ein Geſchent. Im Anfang gab ich mir kaum Rechenſchaft von meinem Tun. So erlag ich dem Zauber. Und dann kam das Erwachen; ich fürchte— es kam zu ſpät! Dem kurzen Traum von Glück folgte nur zu ſchnell die Er⸗ nüchterung. Viele Mädchen kreuzten ſchon meinen Weg,— ich habe keines begehrenswert gefunden, warum muß ich gerade ſie lieben, die ich nie mein eigen nennen kann? Sie iſt mein Schickſal geworden, ich fürchte, mir blüht kein Glück mehr auf der Welt.“ 5 Es war als ſpräche er mit ſich allein. Die Gegenwart der alten Frau hatte er ganz vergeſſen. Seine Mutter aber hatte ihn ruhig ausſprechen laſſen. Endlich begann ſie leiſe: „Und die Baroneſſe,— wie ſteht es mit ihr, liebt ſie Dich denn wieder?“ „Das wiß ich doch nicht!“ rief er auf⸗ In dem traulichen Gemach herrſchte eine Weile tiefe Stille. Die alte Frau nahm eine leichte Stickerei zur Hand, emſig zog ſie den feinen Seidenfaden durch das leichte Gewebe. Keines ſprach ein Wort. Langſam rückte der Zeiger der altmodiſchen Uhr vor. Klaus trat an eines der Fenſter und riß es ungeſtüm auf, als müßte er friſche Luft ſchöpfen. Ein feuchter, kühler Wind ſchlug ihm entgegen. Der Regen floß jetzt in Stroͤmen hernieder, ein Aufenthalt im Freien war faſt unmoglich. Ein Rauſchen zog durch die Wipfel der Bäume. Sonſt war auch draußen alles ſtill, nicht einmal ein Vogel ließ ſich hören. Doch plotzlich vernahm man ellig ſich nähernde Schritte. Klaus Hellborn bog ſich weit hinaus, um zu ſehen, wer bei dem Wetter im Walde umherlaufe; er bemerkte, daß der Inſpektocr Grollmann raſch auf das Haus zukam; man konnte es aus ſeinen Bewegungen ſchließen, daß etwas Beſonderes vorgefallen ſein mußte. „Was gibt's?“ rief der Oberförſter beun⸗ ruhigt. „Im Schloſſe iſt alles in großer Angſt und Aufregung“, berichtete der Gefragte, noch atemlos vom raſchen Lauf.„Baroneſſe Ma⸗ rianne hat ſich heute in aller Frühe, als eben die Sonne die oberſten Berggipfel beſtrahlte, vom Hauſe entfernt. Der Kammerdiener ſah ſie fortgehen. Er fand nichts beſonderes dabei, N 1 „8 9 1 * 5 * 10 70 99 5 3 4 * 1 lotterie. Wie ſich jetzt herausstellt, wurde das Los mit 40 000 Mark gezogen. Der Ar⸗ beiter erhält nichts und muß noch Strafe zahlen. — Die Fremdwörterunkenntnis hat den rohnern in Pfullingen einen ſchlimmen treich geſpielt. In einer Eingabe an die bürgerlichen Kollegien erſuchten ſie nämlich um „Reduzierung“ ihres Lohnes, was bei Ver⸗ leſung der Eingabe in der öffentlichen Sitzung große Heiterkeit hervorrief. Die Kollegien be— beſchloſſen eine— Regulierung. Madrid. In Granada wohnte ſeit einigen Jahren eine engliſche Dame, die ſich durch Sprachunterricht ernährte und ſich in den Familien ihrer Schüler und Schülerinnen des beſten Anſehen erfreute. Vor einigen Tagen fand ſie ſich in der dortigen Nebenſtelle der Bank von Spanien ein, um einen Scheck ein⸗ zulöſen. Der Kaſſier weigerte ſich, die Summe auszuzahlen, da das Papier auf einen männ⸗ lichen Vornamen ausgeſtellt war. Kurze Zeit darauf kehrte ein Herr in eleganter Kleidung mit demſelben Scheck zur Kaſſe zurück. Der Beamte erkannte in dem Herrn die Züge der Dame von vorher wieder; er ſchoͤpfte Verdacht, daß es ſich um einen Betrug handle und ließ die rätſelhafte Perſönlichkeit verhaften. Dieſe erklärte bei ihrer Vernehmung auf der Polizei, ſte ſei tatſächlich ein Mann. Aus Not und ohne Stellung habe ſie vor Jahren den Ent⸗ ſchluß gefaßt, als Frau weiter durchs Leben zu gehen, da er auf dieſe Weiſe leichter einen Erwerb finden zu können hoffte. In dieſer Anſicht ſei er nicht getäuſcht worden. — Mit dem Revolver zum Tanzen ge— wungen. Eine eigenartige Szene, wie ſie nur jenſeits des großen Waſſers möͤhlichſt iſt, er⸗ eignete ſich dieſer Tage an der Ecke der 111. Straße und der Dritten Abenne in New-Pork. Ein betrunkener Matroſe, der aus einer Re— ſtauration kam, ſtellte ſich dort auf und zwang die Paſſanten mit vorgehaltenem, geladenen Revolver zum Tanzen. Derjenige, der dem Verlangen des Trunkenboldes nicht nachkam, erhielt einfach einen Schuß in den Rücken. Die anderen Paſſanten, die ſich aus Angft fügten, tanzten auf offener Straße, und ein zahlreiches Publikum fand ſich bald ein, das den„Spaß“ ſehr amüſant fand und laut Beifall klatſchte. Schließlich tanzten die unge⸗ fähr zwanzig Männer und Frauen dem rohen Patron nicht ſchnell genug, und er feuerte ſie zu immer größerer Behendigkeit an, indem er aus dem Revolver Schüſſe vor ihren Füßen abgab. Endlich erſchienen zwei Schutzleute, die dem Schauſpiel ein ſchnelles Ende bereiteten und vor allem für die Unterbringung der Ver⸗ letzten in einem Krankenhauſe ſorgten. Der rabiate Matroſe konnte erft nach heftiger Gegenwehr überwältigt und verhaftet werden. — Zehn Gebote, um mit den Hausbe⸗ wohnern in Frieden zu leben. 1. Man ſei ſtets nachgiebig und nachſichtig. 2. Man begrüße ſich ſtets freundlich und zuvorkommend, meide aber ſoviel als möglich näheren Verkehr. 3. Man laſſe, ſich nie von den Dienſt⸗ mädchen über die Verhältniſſe der Mitbewohner etwas erzählen. 4. Man halte nie Näherin, Flickerin uſw. 5. Man miete nie ein Mädchen, das ſchon bei einer Herrſchaft im Hauſe gedient hat. 6. Man borge ſich nie etwas, müßte es aber ja geſchehen, ſo gebe man das Geliehene ſo raſch als möglich wieder zurück. 7. Hat man auf der Treppe etwas ver⸗ ſtreut oder ausgegoſſen, laſſe man es ſofort wegbringen. 8. Man nehme ſtets Rückſicht auf die nebenan und in den hoheren und unteren Etagen Wohnenden und vermeide überflüſſiges Lärmen. 9. Hört man einen Wortwechſel, ſo ſchließe man ſofort die Fenſter und entferne ſich, um nichts davon zu verſtehen. 10. Man bilde ſich nie ein, daß die eigenen Kinder artiger ſind, als die der Mit⸗ bewohner. — Im Maſchinengetriebe furchtbar verletzt wurde der 18jährige Arbeiter Franz Lüdecke aus Berlin. Er war in dem Zurichteraum der Lederfärberei von Hermann Fuchs be⸗ ſchäftigt. Beim Auflegen eines Transmiſſtons⸗ riemens geriet er mit ſeiner Kleidung in die Verkuppelung einer Welle und wurde etwa 200mal herumgeſchleudert, da die Maſchine nicht ſofort zum Stillſtand gebracht werden konnte und eine Ausrücke-Vorrichtung nicht vor⸗ handen iſt. Ein herbeigerufener Arzt ſtellte Brüche beider Oberſchenkel und ſchwere innere Verletzungen feſt. Er leiſtete dem Manne die erſte Hilfe und ließ ihn dann nach dem Virchow⸗Krankenhauſe transportieren. Die Schuld dürfte den Betriebsleiter treffen, weil gegen das polizeiliche Verbot der Riemen auf⸗ gelegt wurde, während ſich die Transmiſſion in Bewegung befand. — Gräfin und Einbrecher als Liebespaar. Die Abenteuer einer öſterreichiſchen Gräfin wurden in einem Strafprozeſſe gegen einen ge⸗ fährlichen Einbrecher vor der fünften Straf— kammer des Dresdener Landgerichts enthüllt. Im Juli 1906 erſchien im Wiener Hofburg⸗ theater ein elegant gekleideter junger Mann, an dem die Gräfin Gefallen fand. Im Hand⸗ umdrehen war die Bekanntſchaft gemacht. Die Gräfin ging mit ihrem jungen Freunde auf Reiſen, ſie beſuchten Königsberg, Breslau, Ham⸗ burg, Hannover, Berlin und trafen Anfang Auguſt in Dresden ein. Die Gräfin mochte inzwiſchen eingeſehen haben, wes Geiſtes Kind ihr Begleites war, denn das Paar trennte ſich in Dresden, und um den Freund endgiltig los zu werden, händigte die Gräfin ihm zum Ab⸗ ſchied noch eine Handvoll Geld ein. Um dieſe Zeit machte ein gefährlicher Einbrecher Dresden, Meißen, Pillnitz, Loſchwitz, Neuſtadt in Sachſen unſicher. In den genannten Orten wurden Einbrüche mit außerordentlichem Geſchick aus⸗ dieſelbe Waſchfrau, geführt, und jede einzelne Tat verriet die Hand eines raffinierten Verbrechers. Aber bei einem dieſer Einbrüche wurde der Täter erwiſcht. Das Vorleben des Ergriffenen iſt überaus reich an wechſelvollen Schickſalen und Tragödien. Er nannte ſich Ernſt Artur Saale und will 1889 in Königsberg das Licht der Welt erblickt haben. Schon im 13. Lebensjahre machte er Bekanntſchaft mit dem Straf⸗ richter und im Jahre 1904 wurde er im Gefängnis eingeſegnet. Um Weihnachten 1905 ſaß er auf der Anklagebank vor dem Landgericht zu Altona. Dort wurde er wegen verſchiedener Einbruchsdiebſtähle zu zwei Jahren ſieben. Monaten Gefängnis verurteilt. Bald darauf unternahm er mit Erfolg aus dem Altonaer Gefängnis einen Fluchtverſuch, trieb ſich in Deutſchland und Oeſterreich vaga⸗ bundierend umher, ſtahl in Dresden eine größere Summe und machte dann in Wien die Be⸗ kanntſchaft jener Gräfin. Auch in Torgau und anderen Städten verübte Saale ſchwere Ein⸗ brüche. Das Dresdener Landgericht verurteilte ihn jetzt zu drei Jahren ſechs Monaten Ge⸗ fängnis. — Böſe Ergänzung.„Ach, Tantchen, Onkel ſagte heute morgen, daß es in der Welt keine zweite Frau wie Dich gebe“.— „Ach, der liebe Menſch! Hat er das wirklich geſagt, Freddy?“—„Ja, und er ſagte, das wäre nur ein Segen.“ — Das Glück.„Das iſt ein reiches Glück, daß wir jetzt weibliche Aerzte haben. Wenn meine Frau krank iſt, brauch' ich nur zur Dok⸗ torin Heimböck zu ſchicken; dann ſchwatzen die beiden über die neueſten Moden und ſofort iſt meine Frau geſund!“ — Aus dem Leben. Menageriebeſitzer: „Ja, ich verſichere Ihnen, meine Herrſchaften, auch die wildeſte und unbändigſte Kreatur der Schöpfung kann ich durch die Kraft meines Blickes ſo zahm machen, wie ein Lamm!“— Puttſarcken:„Ach, lieber Herr, da wir nur gerade mal hier ſind— tun Sie mir den ein⸗ zigſten Gefallen und gucken Sie meine Frau en bischen an.“ — Beſorgt. Fritz iſt ſpät nach Hauſe ge⸗ kommen und ſoll vom Vater die Rute koſten. — Fritz:„Vater, Vater, überanſtrenge Dich nicht, Oskar und Hugo kommen ja auch noch!“ — Das rauchloſe Pulver. Unteroffizier (zum Einjährigen):„Wie heißen Sie?“— Einjähriger:„Schwarz“.— Unterofftzter: „Eigentlich doch nur ne' ganz gewöhnlicher Name.“— Einjähriger:„Vergeſſen Sie nicht, Herr Unteroffizier, daß einer meiner Namens⸗ vettern das Pulver erfunden hat.“— Unter⸗ offizier:„Na,'s war aber auch danach!“ — Vergleich. Unteroffizier(zum Einjäh⸗ rigen, der Kunſtmaler iſt):„Ja, ja, Werner, ſo leicht iſt der königliche Dienſt nicht, das iſt ganz'was anderes als Ihre eingerahmten Fetiflecke. Volksbad Seckenheim. Heute und morgen für Männer geöffnet. weil die Baroneſſe ja öfters Morgerausflüge unternimmt. Im ganzen Hauſe ſchlief noch alles.“— Der Erzähler machte eine Pauſe, um Atem zu ſchöpfen. Die Augen des Ober⸗ förſters hingen an ſeinen Lippen, als wollte er ihm jedes Wort vom Munde ableſen. „Weiter,— weiter“, drängte er angſtooll, „was iſt mit der Baroneſſe?“ „Das eben wiſſen wir nicht. Sie iſt ſeit heute früh nicht mehr zurückgekehrt! Niemand hat ſie geſehen! Wir fürchten, es iſt ihr etwas zugeſtoßen.“ Der Oberförſter ſtieß einen Schreckensruf aus. Er hielt ſich am Fenſterbrett feſt, als bedürfte er einer Stütze. Er war ſehr bleich geworden und ſeine Hand zitterte. „So iſt ein Unglück geſchehen! Hat man denn nicht Boten in den Wald geſandt, ſie zu ſuchen?“ Grollmann nickte eifrig. „Die ganze Dienerſchaft iſt unterwegs. Zuerſt wurde es gar nicht bemerkt, daß die Baroneſſe fehlte. Man glaubte, ſie ſei in ihrem Zimmer. Erſt als die Glocke zu Tiſch rief und das Mädchen nicht wie gewöhnlich erſchien, wurde man aufmerkſam un) fing an zu ſuchen, im Park, im ganzen Schloſſe, in der näheren Umgebung,— alles umſonſt. Der alte Freiherr iſt außer ſich. Die Aufregung macht ihn ganz ſchwach; er mußte ſich zu Bett legen. Nun ſieht man erſt, wie lieb er die Baroneſſe hat.“ Der Oberförſter barg ſtöhnend den Kopf n. zwiſchen den Händen. Man ſah, daß ihn die Nachricht erfchütterte bis ins Innerſte. Grollmann betrachtete ihn verſtohlen von der Seite. Entfernteſten daran, Liebe zu wahren, und der andere erkannte mit Freund ſtand. Doch der Oberförſter ließ ihm nicht lange Zeit über dieſe Entdeckung nachzu⸗ denken. „Hat denn Niemand eine Ahnung, wohin ſich die Baroneſſe gewandt haben könnte?“ fragte Hellborn bebend. Grollmann ſchüttelte den Kopf. „Sie pflegt ja jeden Morgen auszugehen, auffallend iſt nur, daß ſie ſich heute ſo unge⸗ wöhnlich früh auf den Weg machte, gerade, als hätte ſie etwas Beſonderes vor. Die Bauern vom Dorfe, die ja jetzt auch frühzeitig die Arbeit auf dem Felde beginnen, haben ſie nicht geſehen, ſie muß alſo durch den Wald gegangen ſein und da iſt ihr natürlich niemand begegnet. Während ich über alles nachgrübelte und mir all das in Gedächtnis zurückrief, was ich in der letzten Zeit mit der Baroneſſe ge⸗ ſprochen, um irgend eine Spur zu finden, da kam mir ganz plötzlich ein Gedanke, der mich nicht mehr losläßt; die Baroneſſe äußerte nämlich vor ein paar Tagen die Abſicht, den Greifenſtein zu beſteigen. Ich redete natürlich dagegen, ſo viel ich konnte.“—— Der Oberförſter machte eine heftige Be⸗ wegung, er war jäh zuſammengezuckt und unterbrach den Alten haſtig:„Um Gotteswillen, 0 7 e Der Oberförſter dachte nicht im das Geheimnis ſeiner entgegnete Grollmann mit bekümmerter Miene. „Denn wenn das Mädchen etwas vor⸗ tiefem Erſchrecken, wie es um ſeinen jungen lc Sie glauben doch nicht, daß das Fräulein den Verſuch gemacht hat, da hinaufzukommen?“ rief er angſtvoll. „Ich glaube es jetzt ſogar ganz beſtimmt“, nimmt, ſo führt ſie es gewöhnlich auch aus. Sie erzählte mir da etwas von einem wunder- ſamen Traum, ich achtete aber nicht beſonders darauf, nur ſo viel entnahm ich der Er⸗ Zzählung, daß in der Baroneſſe der Wunſch aufſtieg, einmal auf der Spitze des Greifenſteins zu ſtehen. Nun kann ſie ihre Tollkühnheit vielleicht mit dem Leben bezahlen.“ Der Erzähler hielt wie erſchöpft inne; er ſtand noch immer draußen in dem ſtrö— menden Regen und achtete deſſen nicht, auch dem Oberförſter fiel es nicht ein, den Alten aufzufordern, herein zu kommen. „Aber man muß doch ſogleich Boten nach dem Greifenſtein ſchicken!“ rief Hellborn, (Fortſetzung folgt.) — Einfach. Ein Herr, der ſehr gut lebt, obgleich man weiß, daß er kein Vermögen hat, wird gefragt:„Wie machen Sie das nur?“— O, ganz einfach, ich bezahle eben meine alten Schulden nicht!“—„Aber wie machen Sie es mit den neuen?“—„Die laſſe ich alt werden!“ N n n — Einladung. Die Bürgermeiſterwahl betr. Nr. 91841. Die Amtsperiode des Herrn Bürgermeiſters Volz läuft im April d. Is. ab. Das Großh. Bezirksamt hat Termin zur Vornahme der Erneue⸗ rungswahl anberaumt auf Montag. den 8. April 1907, Vor- mittags 11½ bis ¼1 Uhr in das Rathaus(Bürgerausſchußſaal) Seckenheim. Indem wir hinſichtlich der Wählbarkeit zum Bürgermeiſter auf die Beſtimmungen der 88 12 und 13 der Gemeindeordnung verweiſen, bemerken wir, daß die Wahl durch den Bürgerausſchuß zu erfolgen hat, deſſen Mitglieder wir hiermit zur Teilnahme an der Wahl einladen. Seckenheim, den 27. März 1907. Gemeinderat Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Wahlen zur Landwirtſchaftskammer betr. Nr. 1869. Wir bringen zur Kenntnis der Wahlberechtigten, daß die Wahl eines Mitgliedes der Landwirtſchaftskammer in hieſiger Ge⸗ meinde am Famstag, den 6. April 1907, Nachmittags von 5 7 Uhr im Rathauſe in Seckenheim(Zimmer Nr. 6) ſtattfindet. Die Geſamtgemeinde Seckenheim bildet einen Wahlbezirk. Nur die in die Wählerliſte Eingetragenen werden zur Wahl zugelaſſen. Das Wahlrecht wird in Perſon durch Stimmzettel ohne Unterſchrift ausge⸗ übt. Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und dürfen mit keinem Kennzeichen verſehen ſein; ſie ſollen 9 zu 12 em groß und von mittelſtarkem Schreibpapier ſein und ſind außerhalb des Wahllokals mit dem Namen desjenigen, welchem der Wähler ſeine Stimme geben will, handſchriftlich oder im Weg der Vervielfältigung zu verſehen. Die Stimmzettel werden, nachdem ſolche in einem Nebenraum in den dem Wähler im Wahllokal verabreichten Umſchlag geſteckt wurden, dem Vor⸗ ſitzenden der Wahlkommiſſton abgegeben.. Wir beehren uns hiermit, die Herren Wähler zur Beteiligung an der Wahl einzuladen. Seckenheim, den 27. März 1907. Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Nr. 1864. Wir bringen zur Kenntnis der Genußberechtigten, daß die Verlooſung der Waldſtreu am Mittwoch, den 3. April 1907, Vormittags von 9 Uhr an im Rathausſaale ſtatlfindet und die Looszettel daſelbſt in Empfang genommen werden können. Die Bedingungen, unter denen die Nutzung ſtattfinden darf, ſind folgende: 1. bei der Nutzung der Streu dürfen keine eiſerne Rechen ver⸗ wendet werden; 2. der Verkauf der Waldſtreu an Auswärtige(nicht Gemeinde⸗ einwohner) iſt verboten und hat die Entziehung der Streu bei der nächſten Verteilung zur Folge; 3. es dürfen nur Moos, Nadeln und Forſtunterkräuter genutzt werden. Die Abfuhr von Humus⸗ oder anderer Erde wird ſtreng beſtraft. 4. Die Abfuhr der Streu muß längſtens nach 4 Wochen vom Tage der Ausgabe der Looszettel an gerechnet, beendet ſein. Die Streu, welche nach dieſem Termine noch nicht abgeholt iſt, verbleibt dem Walde. Verſpätete Abfuhr wird gemäß 8 43 des Forſtgeſetzes beſtraft. Nur ſolche Bürger, welche bei der Viehzählung im Dezember 1906 im Beſitze von Vieh waren, können bei der Streu-Verlooſung berück⸗ ſichtigt werden. Seckenheim, 27. März 1907. gürgermeiſteramt Volz. 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