— N 1 3 * Aueiget RWG 88 2 9 N 5* 7. Anzeigeblatt für Seckenheim und Joesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder der n Raum 10 Pfg. bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 27. Mittwoch, den 3. April 1907. 7. Jahrgang Deutſches Reich. Herlin, 30. März. Die Errichtung eines weiteren Kavallerie-Regiments(Erfurt) iſt in Ausſicht genommen, wodurch die Zahl der deutſchen Reiterregimenter auf 100 gebracht wird. Die franzöſiſche Kavallerie zählt nur 89 Regimenter, aber ſie iſt ſchon im Frieden in größerem Umfange in Diviſionen zuſammen— gezogen, als dies im deutſchen Heere der Fall iſt. Während in Deutſchland nur eine einzige Kavalleriediviſton im Frieden beim Gardekorps vorhanden iſt, weiſt die franzöſiſche Armee acht Kavalleriediviſtonen auf, von denen je die Hälfte als ſchwere und als leichte Diviſionen ausgeſtaltet ſind; ſie verteilen ſich auf die weſtlichen Militärbezirke Lunéville, Chalons ſ. M., Sedan, Reims, Lyon, Melun und Dole. Aus Nah und Fern. Seckenheim, 2. April. Bei Gelegenheit der diesjährigen großen internationalen Kunſt⸗ und Gartenbau-Ausſtellung in Mannheim wird in der Zeit vom 21. bis 29. September eine Spezialausſtellung für die Verwertung von Obſt⸗ und Gemüſe im Haushalt ſtattfinden. Die Leitung dieſer Ausſtellung iſt dem Königl. Garteninſpektor Junge in Geiſenheim übertragen. Allen Hausfrauen, die ſich mit der häuslichen Obſtverwertung befaſſen, iſt hierdurch einmal Gelegenheit geboten, ihre Produkte vorführen zu können. Gute Leiſtungen werden in ge— bührender Weiſe gewürdigt und belohnt werden, denn es ſind 2000 Mk. für Geldpreiſe ausge— ſetzt, außerdem ſtehen den Preisrichtern goldene, ſilberne und bronzene Medaillen, ſowie wert⸗ volle Ehrenpreiſe zur Verfügung. Wie aus dem Programme zu entnehmen iſt, wird es auch der kleinſten Haushaltung möglich ſein, mit einzelnen Obſt- und Gemüſeprodukten in Wettbewerb zu treten. Die Ausſtellungsleitung ſorgt ſofern dies gewünſcht wird, für geeignete Aufſtellung der Produkte und wird es ſich auch angelegen ſein laſſen, daß dieſelben in ſorgfältiger Weiſe eingepackt, wieder zurück- geſandt werden. Ueber die Ausſtellung ſelbſt, gibt ein Spezialprogramm weitere Auskunft; aus demſelben ſind auch die feſtgeſetzten Preiſe zu entnehmen. Das Spezialprogramm ſowie Anmeldeformulare ſind unentgeltlich von der Geſchäftsſtelle der Jubiläums-Ausſtellung Mannheim, Friedrichsplatz 14, zu beziehen. Damit die häusliche Obſtverwertung weitere Fortſchritte macht, die auch unſerem deutſchen Obſtbau zu Nutzen gereicht, bitten wir alle Hausfrauen dringend um rege Beteiligung. Die rechtzeitige Bekanntgabe dieſer Ausſtellung ermöglicht es allen Hausfrauen ſchon jetzt die erforderlichen Schritte zu tun, um mit ſchönen Produkten die Ausſtellungsbeſucher zu erfreuen und ſich ſelbſt einen Preis zu ſichern. y Seckenheim, 2. April. Mit großer Freude und unermüdlichem Eifer rüſtet ſich der hieſige Sängerbund mit ſeinem vom Ver— gnügungskomitee in Vorſchlag und vom Vor— ſtande genehmigten Feſtlichkeiten für das lau⸗ fende Jahr mit dem Hinsweis, daß Seckenheim als ein großer emporblühender Ort und welcher auch von vielen Fremden beſucht wird, manche Beſuche bei Veranſtaltung von Feſtlichkeiten heranzieht um auch ſeinen paſſiven Mitgliedern, ſowie der geſamten Einwohnerſchaft etwas zu bieten. Werfen wir noch einen kurzen Rückblick auf die Ergebniſſe inbezug auf arrangierte Feſtlichkeiten der verfloſſenen Jahre, ſo kann auch diesmal mit Freude konſtatiert werden, daß der„Sängerbund“ keine Mühe ſcheut um wirklich etwas Gutes zu leiſten und hat daher folgende Veranſtaltungen für 1907 feſtgeſetzt: 14. April im goldenen Adler Preiskegeln, 9. Juni Gartenfeſt im Schloß, 14. Juli Ausflug nach Neckargemünd, 10. November Theatraliſche Aufführung im goldenen Adler, 22. Dezember Weihnachtsverloſung, 31. Dezember Sylveſter⸗ abend. Wir machen an dieſer Stelle darauf aufmerkſam, daß von Donnerstag ab betreffend dem Ausflug nach Neckargemünd für ſämtliche Mitglieder und auch Anhänger des Vereins wegen Fahrpreisermäßigung eine Liſte zur Ein⸗ zeichnung im Vereinslokal offen liegt. Mannheim, 1. April. Geſtern mittag verübte der Berufsfeuerwehrmann Rimishof im Luiſenpark einen Selbſtmordverſuch, indem er ſich mit einem Revolver zwei Kugeln in die Schläfe ſchoß. Er wurde ſchwer verletzt in das Krankenhaus verbracht. Das Motiv der Tat dürfte auf vorübergehende Geiſtesſtörung zurückzuführen ſein. Mannheim, 29. März. Ueber das Bauſpekulantentum in unſerer Stadt hat der erſte Bürgermeiſter Martin im Bürgerausſchuß intereſſante Mitteilungen gemacht. Wie berich— tet wird, iſt bei 77 ſeit dem 1. Januar geneh⸗ migten Wohnungsbauten noch kein Spatenſtich gemacht worden, und zwar deshalb, weil mit den genehmigten Plänen gehandelt wird. Das ganze Baugeſchäft iſt hier mit der Zeit ein Handelsgeſchäft geworden. Die 77 genehmig⸗ ten Pläne ergeben zuſammen 462 Wohnungen. Dieſe Wohnungen beſitzt man nur deswegen nicht, weil mit den Plänen und mit den Plätzen Handel getrieben wird. Dieſe Speku⸗ lanten ſind nicht einmal Bauunternehmer, ſon⸗ dern Leute, die ein Geldgeſchäft damit machen. Mit dem Bebauen der Plätze wird erſt dann angefangen, wenn in abſehbarer Zeit nichts mehr zu holen iſt. Einem Bauunternehmer, der gegenwärtig ſechs Häuſer baut, mußte von der Polizei ein Zimmer beſchafft werden, worin er mit ſeiner Frau und ſeinen fünf Kindern haufſt. Es giebt hier viele Neubauten, die halbe Ruinen ſind, weil der Baumeiſter keine Mittel zur Vollendung erlangen kann.(B. P.) Karlsruhe, J. April. Die Entſchä⸗ digung von Schöffen und Geſchworenen für deren Zeitverſäumnis haben die Regierungen von Baden, Württemberg und Bayern im Bundesrat angeregt. Der Antrag wurde an die zuſtändigen Ausſchüſſe überwieſen. Pforzheim, 1. April. Am 6. April wird in der Familie des Emailmalers Dieterle hier ein dreifaches Feſt begangen werden. Die Tochter feiert die grüne Hochzeit, ihre Eltern können die ſilberne und ihre Großeltern die goldene Hochzeit feiern. Pforzheim. Bei der Wahl eines zweiten Bürgermeiſters wurde Stadtbaurat Schulz gewählt. Pforzheim hat damit einen „techniſchen Bürgermeiſter“, den erſten im Lande. Ihm ſollen die techniſchen Dienſtzweige unterſtellt werden. Pfullendorf, 1. April. Im Dorfe Lausheim(Oberamt Sigmaringen) ſtarb Mich. Andelfinger, der älteſte Mann Hohenzollerns, im Alter von 101 ½ Jahren. Zu ſeinem 100. Geburtstage wurde Andelfinger u. a. vom Kaiſer mit einem Geſchenk von 300 Mark Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene von Hellmuth. „Das iſt bereits geſchehen“, erklärte Groll— mann.„Die zuverläſſigſten Männer, die ich kenne, unternahmen auf meine Veranlaſſung den ſchwierigen Aufſtieg, der heute, bei dem Regenwetter, wo man auf den glitſchrigen Steinen allzu leicht allgleitet, doppelt gefährlich iſt. Ich wollte dem alten Freiherrn nichts davon ſagen, denn es bleibt doch immer nur eine Vermutung, daß die Baroneſſe ſich da hinauf gewagt hat, und wozu ſoll ich den Greis noch mehr öngſtigen? Die Boten ſind natürlich noch nicht zurück,— aber ich fürchte mich vor der Nachricht, die ſie bringen werden. Schon damals, als ich noch ein Kind war, ging die Sage, dort oben hauſe ein boͤſer Geiſt, der jeden, welcher es wagt, in ſeine Nähe zu kommen, unbarmherzig über die ſteile Wand hinunterſtürzt. Wenn das auch nur ein Märchen ift, ſo hat der tückiſche Berg doch ſchon genug Opfer gefordert, und Tatſache iſt, daß es noch keinem gelang, den Gipfel zu erklimmen. Das unerfahre Kind wird gemeint haben, der böͤſe Geiſt mache mit ihm eine Ausnahme, und— vielleicht liegt es ſchon zerſchmettert in irgend einer Felſenſpalte!“— „Schweigen Sie!“ rief der Oberförſter heftig auf;„es iſt nicht möglich,— es kann, es darf nicht ſein! Der Gedanke iſt mir un⸗ erträglich,— das ſchöne, ſonnige Geſchöpf,— tot,— ſtarr,— nein, nein, ſo grauſam iſt das Geſchick nicht, dem armen, alten Freiherrn den einzigen Sonnenſtrahl zu rauben, er hat wahrlich ſchon genug gelitten im Leben!“— „Ja, ja“, nickte Grollmann,„es wäre zu viel,— aber unmoglich iſt es nicht. es nicht aus zwiſchen meinen vier Wänden. Dieſe Ungewißheit iſt unerträglich! Wenn ich mir vorſtelle, wie Mariannchen da hinaufſtieg, ohne jede Aus rüſtung, mit den feinen Stie⸗ felchen,— wie ſie den Halt verlor,— ſtürzte,— und niemand in der Nähe, der ihr helfen konnte———“ „Was vergeuden wir hier die koſtbare Zeit“, unterbrach der Oberförſter den Spre⸗ chenden. Auf ſeinem ſchönen, männlichen Geſicht lag ein Zug feſter Entſchloſſenheit. Er war ſehr blaß. aber er hielt ſich nicht mehr mit nutzloſen Klagen auf. „Ich will ſuchen helfen“, ſagte er, ſich zur Ruhe zwingend,„und ich ſchwöre Ihnen, daß ich nicht eher ruhen und raſten werde, bis ich die Baroneſſe gefunden habe.“ Die Mutter, die bisher ſchweigend zuge⸗ hoͤrt, kam jetzt näher, und legte beſchwich⸗ tigend ihre Hand auf die Schulter des ſtatt⸗ lichen Mannes. „Verſprich mir eins, Klaus“, bat ſie dringend,„daß Du Dein Leben ſchonen willſt. Ich hielt, n,, ̃ͤ ͤͤT ̃ʃ˙¼ũ Uwe — 1 2 N 2 2 Ich verſuche nicht, Dich zurückzuhalten, denn das würde mir ja doch nichts nützen. Aber werde erſt ein wenig ruhiger, und dann,— verſuche nicht das Unmögliche möglich zu machen, beherrſche Dich, und denke auch ein wenig an mich, denke, daß ich mich ſorge um Dich!“ „Laß mich, Mutter!“ Aus ſeiner Rede klang eine leichte Un⸗ geduld. „Ich tue, was ich tun muß. Und wenn es mein Leben koſtetet, ich könnte jetzt nicht untätig hier ſitzen und die Hände in den Schoß legen,— kein Menſch vermöchte mich von meinem Vorhaben abgzubringen!“ Er hatte, während er ſprach, raſch ein Paar nagelbeſchlagene Stiefel angezogen, ſtülpte ſich den grünen, mit einem Adlerflaum ge⸗ ſchmückten Hut auf das wellige Haar, riß ſeinen Wettermantel vom Haken, drückte der alten Frau, die nur mühſam die Tränen zu⸗ rückzuhalten vermochte, ſchweigend aber feſt die Hand und ſtand in der nächſten Minute draußen unter den triefendn Bäumen. „Ich gehe mit“, ſagte Grollmann, doch der Oberförſter wehrte ab:„Bleiben Sie hier, das iſt nichts für Ihre alten Beine,— was möglich iſt werde ich allein vollbringen, ich fühle die Kraft in mir.“ Der Alte ließ ſich indeſſen nicht abhalten. Frau Oellborn ſah den beiden Männern nach, wie ſie rüſtig vorwärtsſchritten, umkreiſt von 8 1 0 77 e N f . bedacht.— Auf dem Friedhofe zu Aach⸗Linz verübte die 10jährige() Barbara Bühler von inz dadurch Grabſchändung, daß ſie etwa 10 hrabſteine umwarf. Einen Grund für ihre Tat weiß das Mädchen nicht anzugeben. Freiburg, 1. April. Der Rechnungs⸗ führer im Offizierskaſino des Artillerieregiments Nr. 76, Sergeant N. Brante, iſt nachdem er einen gehörigen Griff in die Kaſtnokaſſe getan, verſchwunden. Er wurde aber ſchon abgefaßt und verhaftet. Seine Auslieferung wird dem⸗ nächſt erfolgen. Mitteilungen aus der Seckenheimer Gemeinderats⸗Sitzung. (Vom 27. März 1907.) 6 Anzeigen über abgeſchloſſene Fahrnisver⸗ ſicherungsverträge werden geprüft und bleiben unbeanſtandet. Die Lieferung von 3 Waſſerſchläuchen a 10 Meter zur Beſprengung der Straßen in Rheinau wird an Georg Hoffmann in Rheinau um das Angebot übertragen. Dem Geſuch der Bad. Brauerei den Vor⸗ garten vor der Wirtſchaft zur Wartburg als Wirtſchaftsgarten herrichten zu dürfen wird entſprochen. Es wird beſchloſſen, daß die Rechnungs⸗ kommiſſion aus 3 Mitgliedern zu beſtehen habe. Das Bezirksamt teilt mit, daß Tagfahrt zur Wahl des Bürgermeiſters auf Montag, den 8. April ds. IJs., Mittags von 11½ Uhr bis 12 Uhr anberaumt iſt. Für die Wahlen zur Landwirtſchafs⸗ kammer, welche am 6. April ſtattfinden, wird die Zeit von 5—7 Uhr Nachmittags als Wahlzeit, das Zimmer No. 6 des Rathauſes als Wahllokal beſtimmt. Zu Mitgliedern der Wahlkommiſſton werden die Herren Leonhard Söllner und Jakob Volz ernannt. Ein Geſuch um Befreiung eines Militär- pflichtigen wird verbeſchieden. Das Bezirksamt teilt mit, daß Spengler Albert Max Friedrich Keller in den bad. Staatsverband aufgenommen wurde. Herr Bürgermeiſter Volz wird zum Ankauf des Schulhauſes in der Friedrichſtraße bevoll⸗ mächtigt. Die Beratung der Sparkaſſeſtatuten wird fortgeſetzt und beendigt. Die vorliegenden Rechnungen werden ge— prüft und zur Zahlung angewieſen. Vermiſchtes. Frankfurt. Nach dem Ableben der Frau Georg Speyer wird die Stadt Frankfurt eine Stiftung von 3 Millionen Mark för wiſſenſchaftliche Zwecke erhalten. 100 000 Mk. ſind bereits geſpendet, um die Verwaltung der Stiftung in Funktion treten zu laſſen. Aachen. Die Strafkammer hat den Sattlergeſellen Gſchößl aus Düren wegen ſchwerer Erpreſſung zu neun Monaten Ge— ee fängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte unter Bedrohung mit Ermordung von zwei Dürener Großinduſtriellen in Schreiben, die mit„Bund der ſchwarzen Hand“ unterzeichnet waren, je 28,000 Mk. zu erpreſſen verſucht. Berlin, 2. April. An der nordoͤſtlichen Peripherie Berlins, in der Greifswalderſtraße 96/98, wütete am erſten Oſterfeiertage ein verheerender Brand. Das Produkten⸗Geſchäft von Arons, das bereits vor drei Jahren einmal völlig niederbrannte, iſt wieder ein Raub der Flammen geworden. 2 Pferde kamen in den Flammen um. Der durch Verſicherung gedeckte Schaden beläuft ſich auf 60 000 Mk. Waldenburg, 31. März. Aus dem Poſtamt in Hausdorf wurden für 4332 Mark Poſtwertzeichen und 3992 Mk. Verſicherungs⸗ marken geſtohlen. Die Oberpoſtdirektion in Breslau warnt deshalb vor dem Markenankauf von Privatperſonen. Hamburg, 31. März. Bei einer Feuers⸗ brunſt, die geſtern ein Laden in der Michaelis⸗ ſtraße ergriff, ſind drei Menſchenleben zu be⸗ klagen. Eine Frau erſtickte im Qualm, ein Kind verbrannte und ein junger Mann, der aus dem erſten Stock herausſprang, zog ſich einen Schädelbruch zu, der ſeinen Zuſtand hoff⸗ nungslos erſcheinen läßt. Vier weitere Perſo⸗ nen mußten lt.„Frkf. Ztg.“ wegen Rauchver⸗ giftung ins Krankenhaus gebracht werden. Demmin, 30. März. Auf der Domäne Verſchen am Kummerover See brannten ſämt⸗ liche Gebäude mit Ausnahme der herrſchaft⸗ lichen Wohnung und des Statthalterhauſes nieder. Große Mengen Vieh, darunter 100 Stück Rindvieh, 26 Pferde, viele Schweine und ſämtliches Jung⸗ und Federvieh ſind mit⸗ verbrannt. Wahrſcheinlich liegt böswillige Brandſtiftung vor. — In Preußen beträgt die Zahl der unbeſetzten Lehrerſtellen 3000, über 9000 Klaſ⸗ ſen ſind ſtark überfüllt. Da die unbeſetzten Stellen mitverſehen werden, ſo iſt es ſelbſtver⸗ ſtändlich, daß die Klaſſen dieſer„mitverſehen⸗ den“ Lehrer ebenfalls Not leiden; im ganzen ſind alſo ungefähr 15000 Schulklaſſen durch Lehrermangel in Mitleidenſchaft gezogen. Budapeſt, 31. März. In Szabadka ſtürmte ein ſcheuer Stier in eine Prozeſſion. An hundert Perſonen wurden verletzt, davon zehn ſchwer. Auf das wilde Tier wurden, ehe es verendete, etwa 100 Schüſſe abgegeben. Die beſtraften Junggeſellen. Der Bürgermeiſter Bennett von Fort Dodge in Jowa, Vereinigte Staaten, hat ein Radikal⸗ mittel ergriffen, um endlich einmal dem ver— derblichen Junggeſellenleben ein Ziel zu ſetzen; Bennett hat in ſeinem Stadtrat einen Antrag eingebracht, der für alle Unverehelichten des ſchönen Städtchens ein drohendes Ultimatum bedeutet. Die Junggeſellen und die Jungfrauen ſtehen plötzlich vor der Alternative, zu zahlen oder zu heiraten. Und man erwartet daher, daß in dieſem Frühjahr die Eheſchließungen in Fort Dodge kein Ende nehmen werden. Denn Bürgermeiſter Bennett dringt darauf, daß jeder den freudig bellenden Hunden, die froh waren, der langen Haft entronnen zu ſein. Die alte Frau ſandte einen bangen, fragenden Blick zum Himmel und faltete die Hände im Schoß Schwer laſtete die Sorge auf ihrem Herzen. Sie wußte es, wenn Klaus heute die Baro— neſſe fand, dann war es vorbei mit ſeiner Selbſtbeherrſchung, dann hielt er das Wort der Liehe nicht mehr zurück. Was daraus entſtand, mochte Gott allein wiſſen. Schon ſeit zwei Stunden ſtieg Hellborn mit ſeinem Gefährten bergauf. Sie fprachen wenig miteinander, jeder hing ſeinen Ge— danken nach. Sie kamen nur mühſam vor⸗ wärts auf dem beſchwerlichen Wege, der nur einen Fuß breit Raum bot. Es war eine Art Jägerſteig, der auf der einen Seite den Blick in den ſchauerlichen Abgrund gewährte, auf der andern an nackten, kahlen Felswänden entlang lief. Hellborn war dem alten Guts⸗ Inſpektor immer eine Strecke voraus. Angſt und Unruhe trieben ihn vorwärts, ſo daß der Alte nur mühſam zu folgen vermochte. Manchmal war der ſchmale Steig verſchüͤttet durch Geröll und Steine, die im Lauf der Jahre abgebröckelt ſein mochten und da und dort den 15 ee verſperrten. Dann galt es mit aller Vorſicht zu klettern, Schritt um Schritt. Immer ſteiler wurde der Pfad, bei jedem Tritt geriet man in Gefahr, abzuſtürzen; dazu ſtrömte noch immer der Regen herab. Die zwei ſchweigſamen Wanderer trieften vor Näſſe. Hellborn ſpähte bei jeder Biegung angſtvoll in die Tiefe und ein Schauer durch- rieſelte ſeinen Körper, wenn er daran dachte, daß das ſüße Geſchöpf, das ſeine Gedanken ſo unabläſſig beſchäftigte, da unten liegen könnte in der grauſigen Schlucht. Manchmal ſtöhnte er ſchmerzlich auf; aber ohne ſich Zeit zum ausruhen zu gönnen, haſtete er vorwärts. Sie hatten nach unſäglichen Mühen ein kleines Hochplateau erreicht; verſchiedene Fels⸗ ſtücke lagen hier verſtreut. Grollmann ſank ermattet nieder auf den naſſen Stein. „Ich kann nicht mehr“, klagte er,„ich muß hier ausruhen, ſonſt verſagt meine Kraft. Ich brauche dieſelbe notwendig für den ſchwie⸗ rigen Abſtieg. Es tut mir leid, daß ich mit meiner Mutmaßung Ihnen dieſe viele Mühe bereitet habe. Ich glaube ſelbſt nicht mehr, daß die Baroneſſe hier heraufgeſtiegen iſt, wir hätten ſie längſt finden müſſen; denn weiter hinauf kann man nicht; wenigſtens iſt es für eine Dame ein Ding der Unmöglichkeit, noch hoher zu ſteigen. Wo nur die Männer hinge⸗ kommen ſein mögen, die ſeit heute Mittag unterwegs ſind! Sie muͤßten uns doch eigentlich begegnet ſein.“ „Sie haben wahrſcheinlich einen andern Weg genommen“, meinte der Oberförſter. „Ich glaube nicht, das es einen ſolchen gibt, wenigſtens keinen beſſeren.“ Hellborn, der ſich einige Minuten geſetzt hatte, erhob ſich ſchon wieder. „Wo wollen Sie denn hin?“ fragte Grollmann; er ſtand bei dieſen Worten ſchon neben dem jungen Mann. 22 8 heiratsfähige Unverehelichte beſtraft werde, und ſein Vorſchlag iſt vom Stadtrat bereits votiert. „Alle Perſonen im Alter von 25 bis 45 Jah⸗ ren, die geiſtig und körperlich normal und trotz- dem ledig geblieben ſind, werden aufgefordert, binnen 60 Tagen in den heiligen Eheſtand zu treten, widrigenfalls ſie mit einer Geldſtrafe von 40 bis 400 Mk. belegt werden. So be⸗ ſagt das neue Geſetz, und als es angenommen wurde, ertönte von allen Seite begeiſterte Zu⸗ ſtimmung. — Erſter Student.„Was ſchreibſt du da ſo eifrig, mein lieber Spund?“— Zweiter Student:„Eine Geſchichte! Eine Räuberge— ſchichte ſogar! Da heißt es, den Kopf an⸗ ſtrengen!“— Erſter Student: Wie? Räuber⸗ geſchichte? Für eine Zeitſchrift?“— Zweiter Student:„Ach nein! Für mein Onkel] Ich brauche Geld.“ — Junge Mutter:„Herr Doktor, ich glaube, dem Kinde iſt die Zunge angewachſen.“ — Doktor:„Das woll'n wir hoffen!“— Mutter:„Wie ſo?“— Doktor:„Na, wenn ſie nicht angewachſen wäre, würde ſie raus⸗ fallen.“ — Erſatz. Frau:„Ach, ich möchte gerne ein Paar Goldfiſche haben.“— Mann:„Ach watt, tu dir'n paar gelbe Rüben in't Waſſer— die ſterben wenigſtens nicht.“ — Degeneration.„Wer waren denn die drei Herren, mit denen Sie eben ſprachen?“— „Der mit dem ſchwarzen Haar war der alte Mayer, der mit dem grauen Haar, ſein Sohn, und der mit der Glatze ſein Enkel.“ e Mann:„Der Braten iſt verſalzen.“ — Frau:„Aber du haſt ihn ja noch gar nicht gekoſtet!“— Mann:„Nein, aber da er, wie ich ſehe, nicht verbrant iſt, iſt er wahrſcheinlich verſalzen.“ g Die verſchlafene Frau. Ein Ehe⸗Jdyll. Im erſten Jahre: „Herzkäferle, Langſchläferle, Wach auf, Du goldnes Schäferle! Die Roſen blüh'n im Garten, Dazu die Veilchen fein, Sie können's kaum erwarten, Von Dir begrüßt zu ſein! Drum auf und aus dem Bettchen. Kille, kille, mein Henriettchen!“ Einige Jahre ſpäter: „Heh, Henriette! Rrrrrrrraus aus dem Bette! Haſt Dich genug gedehnt, Lang genug gegähnt! Ob Du auch ſchimpfſt und murrſt, Zwiſchen den Zähnen knurrſt—— Steh' auf und koch' Kaffee! Heh, Alte, heh!“ Seckenheim, 2. April. Der heutige Ferkelmarkt war mit 115 Stück befahren und wurden dieſelben zum Preiſe von 25—30 Mk. pro Paar abgeſetzt. Dolksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. „Ich will verſuchen, ob ich den Gipfel erreichen kann“, entgegnete er;„bleiben Sie einſtweilen ruhig hier, ich komme bald zurück. Sie haben recht, Ihre Kraft könnte Sie beim Abſtieg verlaſſen und das wäre ſehr ſchlimm.“ Grollmann nickte. Er verſuchte nicht, den Gefährten zurückzuhalten, ahnte er doch längſt, was dieſen ſo raſtlos vorwärts trieb. Hellborn wollte ſich eben wieder auf⸗ machen, als bet einer Biegung des Weges die Männer auftauchten, von denen Grollman ge⸗ ſprochen. „Hallo!“ rief er ihnen ſchon von weitem zu,„was iſt's, haben Sie keine Spur?“ „Nichts gefunden“, antworteten dieſe,„wir haben ſo weit es möglich war, alles genau durchforſcht.“ Der Oberförſter ſenkte den Kopf. „Alſo nichts! Wie weit ſeid Ihr denn geſtiegen?“ „Wenn man von hier aus noch eine halbe Stunde aufwärts klettert, hört jeder Weg auf“, entgegnete einer, ein ſtämmiger Burſche mit wettergebräuntem Geſicht,„es iſt umſonſt, da hinauf zu ſteigen,— denn weiter wie bis hierher wäre die Baroneſſe ja doch nicht ge⸗ gangen, es iſt ſchon bis hierher lebensgefährlich. Wir haben auch gerufen, aber es regte ſich weit und breit nichts. Da oben war noch keine menſchliche Seele, wie ſollte ſich ſo ein junges Ding hinauf wagen.“ (Fortſetzung folgt.) 8 12 9— 0 N AB N a 5 0 Bekanntmachung. Die Kretsverſammlung pro 1907 betr. Nr. 33 560 J. Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Kreis⸗ verſammlung des Kreiſes Mannheim(Amt Mannheim, Schwetzingen und Wein— heim) am 5 Samstag, 20. April, vormittags 9 Uhr l im Rathausſaale(E I, Rathaus) dahier zur regelmäßigen Tagung und Erledigung untenſtehender Tagesordnung zuſammentreten wird. Die Sitzungen ſind öffentlich und lade ich die Kreisangehörigen zur Teil— nahme ergebenſt ein. Mannheim, den 14. März 1907. Der Großh. Kreishauptmann: Lang. Verzeichnis derjenigen Gegenstände, welche in der am samstag, den 20. April 1907, vormit- tags 9 Uhr beginnenden 42. 1. der Kreisversammlung zur Verhandlung ommen. 1. Wahl des Vorſitzenden, ſeines Stellvertreters und zweier Sekretäre. 2. Allgemeiner Geſchäftsbericht des Kreisausſchuſſes. 3. Die landwirtſchaftliche Kreiswinterſchule Ladenburg. 4. Die Förderung des Obſt⸗ und Gemüſebaues.— Anſtellung eines Obſt— baubeamten für die Kreiſe Mannheim und Heidelberg. 5. Die Verſicherungsnahme gegen 3 7 1 6. Die Förderung der Viehzucht(Rindvieh- und Ziegenzucht). 7. Die Förderung des Unterrichts in weiblichen Handarbeiten und Aus— bildung von Arbeitslehrerinnen. 8. Kochkurſe und Haushaltungsunterricht. 9. Unterſtützung von Volks⸗ und Schülerbibliotheken. 10. Unterſtützungen zu ſonſtigen Unterrichtszwecken(Baugewerkſchülen ꝛc.). 11. Landarmenpflege. 12. Verpflegung armer Augenkranken. 18. fare für Wöchnerinnen und deren Angehörige. 14. Unterſtützung gemeinnütziger Anſtalten. 15. Kreispflegeanſtalt Weinheim. 16. Kreiserziehungshaus Ladenburg. 17. Kreisarmenkinderpflege. 18. Tuberkuloſe-Bekämpfung. 19. Unfall- und Haftpflichtverſicherung des Kreiſes, Kranken-, Invaliditäts⸗ und Altersverſicherung der Kreisbedienſteten, Alters- und Hinterbliebenenverſor— ung der Kreisſtraßen⸗ und Kreiswegewärter und Unterſtützung von Kreisbedien— ſleten in Krankheitsfällen. 20. Kreisſtraßen und Kreiswege. 21. Jubiläumsausſtellung Mannheim 1907. 22. Verbeſcheidung der Kreisrechnungen und der einzelnen Fondsrechnungen für 1906(Mündlicher Bericht der Rechnungsprüfungskommiſſion). 23. Kreisvoranſchlag für 1907. f 24. Wahl eines Vertreters und zweier Erſatzmänner in den erweiterten e der Fürſorgekaſſe für Gemeinde- und Körperſchaftsbeamte in arlsruhe. 25. Wahl der Rechnungsprüfungskommiſſion. Nr. 1909. Vorſtehendes bringen wir zur öffentlichen Kenntnis. Seckenheim, den 2. April 1907. Bürgermeisteramt Volz. Bekanntmachung. Die Pferdemuſterung betr. Nr. 1910. Am Montag, den 8. April 1907, Vormittags 8 Uhr findet auf dem Nathausplatz hier die diesjährige Pferde⸗ muſterung ſtatt. Die im hieſigen Ort und Nebenort Rheinau anweſenden Pferde⸗ beſitzer werden angewieſen, ihre Pferde eine halbe Stunde vor der Muſterungszeit, d. I. um ½8 Uhr, pünktlich auf genanntem Platze auf⸗ zuſtellen und zwar der Nummer nach, welch letztere jedes Pferd an der linken Backenſeite der Halfter zu tragen hat. Die Nummern für die vorzuführenden Pferde wekden den Beſitzern durch die Polizei zugeſtellt. Die Beſitzer der geſtellungspflichtigen Fahrzeuge werden von uns — Aufſtellung ihrer Fahrzeuge in der Luiſenſtraße noch beſonders auf⸗ efordert. g Zuwiderhandlungen werden gemäߧ 4 der Pferdeaushebungsvor⸗ ſchriften beſtraft. Seckenheim, den 2. April 1907. gürgermeiſter Volz. Bekanntmachung. Heute Mittwoch, den 3. April, abends 8 Uhr wird Herr Landwirtſchaftsinſpektor Kuhn im Gaſthaus zur„Roſe“ hier, einen Vortrag über Errichtung einer Landwirtſchaftskammer in Baden hal⸗ ten, wozu die Mitglieder des landwirtſchaftl. Vereins, alle Landwirte, und wer ſich ſonſt noch dafür intereſſirt, freundlichſt eingeladen ſind. Die Direktiousmitglieder des Landw. Vereins. Nr. 1911. Seckenheim, 2. April 1907. Bekanntmachung Die Verhütung von Waldbränden betr. Gemäߧ 368 Ziffer 8 R.⸗Str.⸗G.⸗B. und 8 23 Ziff. 2 P.⸗Str.⸗G.⸗B. wird hiermit verfügt, daß für die Zeit bis 1. Okto⸗ ber ds. Js. bei anhaltender Trockenheit das Rauchen in den Waldungen der Gemarkung Seckenheim verboten iſt. Zuwiderhandlungen werden— vorbehaltlich etwaiger ſtrafrecht⸗ licher Verfolgung wegen fahrläſſiger Brandſtiftung— polizeilich mit Geld bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft. eee eee eee. * Bürgermeisteramt Volz. zum„Reichsadler“ Radfahrer- Gesellschaft Seckenheim. Morgen Donnerstag, Abends 8 Uhr in unſerm Vereinskokal Alonats⸗Berſammlung. Pünktliches und zahlreiches Erſcheinen erwartet Der Vorſtand. Es empfiehlt ſein Lager in ſämtlichen Bürſten- und Pinſelwaren ammen und Teppichklopfern L. Gilmer, e im Hauſe des Herrn Holzhändler Bühler. Eingang ins Geſchäft über die Treppen im Hof. Dickrüben hat zu verkaufen Thamas Heitz, Friedrichſtr. 52. Wegen Wechſel der Träger des Mannheimer General- Anzeigers bitte ich bei vorkommenden Unregel⸗ mäßigkeiten ſich an E. Werber wenden zu wollen. Zur Stütze des Haushalts und zum Waſchen ſuche ich für täglich — event. auch einige Stunden— ein tüchtiges Mädchen oder Frau. Frau Kuhn, Kohlenhandlung. Eine Varterre⸗ Wohnung mit 3 Zimmern, Küche, Waſchküche, Keller, Speicher und Gartenanteil iſt preiswert auf 1. Mai oder ſpäter zu vermieten. Zu erfragen Schloßſtraße 29, 2. Stock. Wohnungs- Einrichtung ganz oder geteilt, preiswert zu ver⸗ kaufen bei Lion Loeb Erben. Sind preiswerte I ualitatsmaschinen cdurch unbegrenzte flaſtbarteſt und leſchtesten Lauf Allen überlegen! 2 Mertannt eistungs fahigste 5 Fahrrad. Zubehörteiſe Nähmaschinen. Waffen Unten Sport Unhatogk. Artikel. Mus kinstrumenie ele. Prelsiiete kosteffrel August Stukenbrok, Einbeck Altesteg u grösstes Spesſalfaus für fahrräder u pneumatics Squeſle für 2 255 obne Einleg⸗ chweine hat zu verkaufen. Wer? ſagt die Expedt. ds. Bl. Lu verkaufen: ein älteres Pferd, 13 Monate altes Rind. 1 Pfuhlwagen, Heu, alle Sorten Stroh, 300 Ztr. Dickrüben und Verſchiedenes bei Auton Keilbach, Ilvesheim. Ein Stamm Hühner mit Hahn zu kaufen geſucht. Raſſe — 25 Von wem? ſagt die Expedt. ds. Bl. Fuhrleute geſucht für Kies, Sand ꝛc. nach Neckarau und Seckenheim zu fahren. Näheres bei Th. Herdt, Maurermeiſter. „Aus erstkl. Fabrik!“ Laufdecken Mk. 3.50 Luftſchläuche„ 2.50 Fußpumpen„ 1.— Hinterrad m. la. Frei⸗ laufnabe u. Ijähr. Garant. 17.— 9. Selbſtmontteren) delmann, D 4, 2 Mannheim. Hopfen- und Gerüststangen zu haben bei peter günl 5 er 8 Neckarhauſen. g 8 3 3 Dankſagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hin- ſcheiden und der Beiſetzung unſeres lieben Vaters, Schwieger— vaters, Großvaters, Bruders und Onkels Stephan Arnold ſagen wir innigſten Dank. Beſonders danken wir den titl. Vereinen(Geſangverein Sängerbund, Geſellen⸗ und Jünglingsverein, Männerverein Centrum und auch dem Creditverein) für die wohltuenden Worte und Kranzſpenden. Seckenheim, den 2. April 1907. Die trauernden Hinterbliebenen. 3 A —— 2 Bols ——— 1 O0 — 2= SSO 8 1 8 — 2 170 S 3 82— 3 8 S b. S S2 — 323 W 8 1 2 18 SS 281 SS 2 1 5 — 12 3 8 ———— 8 8 I die dlessäbrigen Nonf sind auf grossen Umsatz normiert und deshalb aussergewöhnlich billig. 8 1J5̊l0 * 7 , An 7 2 0 2 Gelegenheitskauf Mannheim Eine große Partie neue, tadellos gearbeitete 1951 i Ahürige Kleiderschränke mit Aufſatz und zum Abſchlagen, kommen ſo lange Vorrat reicht durch den Unterzeichneten zum Preiſe von 28 Mk. per Stück(wirklicher Wert 48 Mk.) zum Verkauf. Ferner befinden ſich am Lager und werden zu billigſten Tar⸗ preiſen verkauft: vollſtändige Betten, einzelne Betteile, Zimmer⸗ und Küchenmöbel aller Art als: Waſchkommode, Nachttiſche, 0⸗Schreibtiſch, 0O⸗Schreibpult,[] Tiſche, 4 Wirtstiſche(birnbaum), Stühle, Sofas, Gallerieleiſten, meterweiſe, Küchenſchränke, Anrichten, mehrere Sorten Ia. Spirituoſen und vieles andere mehr. Peter Schauss, Auktionator. J 2, 18. Mannheim J 2, 16. 1 1 —— E 5 3 2 2 8 8 LI 8 * 221 28 5 0 1 8 2 E 9 2 3 8 — 2 5 88 2— 25 8 25 8 38 2 3 8 2 Brosstes Spezia-Schuhhaus für solide, naturgemäasse Fussbekleidung „ Zreitestrasse. RI. 7. Marktecke in weiss und schwarz Wanger's Au. J. 80 dis 9. 30 Stiefel fur Mnaben. für- Madchen haben in Boxkalf und Chevreaux Wanger's irmanden-[Rommunikanten-Nommunikanten-Xonfirmanden- Stiefel 1 4 MWanger's Stiefel für Mnaben e fur Madchen Manger's Xonfirmanden-[Aon Mk. 4.80 bis 0.50. Mk. 4.50 bis 9.50 3 Mk. 6.50 bis 0.80 3 WANGER. Mannheim