Sethenheinet Anzeiger 3 n 9 9 A. rr 8 Se R* Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheim. Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktion, Druck und Verlag von J. helfrich in Seckenheim. An 0 eigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 28. Samstag, den 6. April 1907. 7. Jahrgang Die Einführung der Nermögensſteuer in Baden. Die neue Vermögensſteuer tritt an die Stelle der ſeitherigen Grund-, Häuſer⸗, Ge⸗ werbe⸗ und Kapitalrentenſteuer. Gegenſtand der Vermögensſteuer iſt das ſteuerbare Ver⸗ mögen eines Pflichtigen, das iſt die Summe des laufenden Wertes ſeiner im Großherzogtum Baden gelegenen Liegenſchaften, der Betriebs⸗ kapitalien ſeiner im Großherzogtum betriebenen gewerblichen und land- und forſtwirtſchaftlichen Unternehmungen, ſowie ſeines Kapitalvermögens nach Abzug ſeiner nach dem Geſetz für abzugs⸗ fähig erklärten Schulden. Die Haushaltungs⸗ fahrniſſe, ſowie Barmittel, die nicht einem Ge⸗ werbebetrieb dienen, ſind nicht ſteuerpflichtig. Die Vermögensſteuer wird erſtmals im Jahre 1908 erhoben werden. Die Veranlagung zu dieſer Steuer findet jedoch bereits im lau— fenden Jahre bei dem demnächſt beginnenden Steuer⸗Ab⸗ und Zuſchreiben ſtatt, deſſen Zeit⸗ punkt in jeder Gemeinde in der ortsüblichen Weiſe bekannt gemacht wird. Für die Steuer⸗ pflichtigen wird es deshalb erwünſcht ſein, wenn ſie in Kürze auf die wichtigſten, im laufenden Jahre von ihnen zu beachtenden Vorſchriften aufmerkſam gemacht werden. Zu beachten iſt vor allem, daß bei dem diesjährigen Ab⸗ und Zuſchreiben alle diejeni⸗ gen nach dem Geſetz ſteuerpflichtigen natürlichen uud juriſtiſchen Perſonen zur Abgabe von Ver⸗ mögensſteuererklärungen verpflichtet ſind, die Betriebs⸗ oder Kapitalvermögen beſitzen. Die Steuererklärung erſtreckt ſich ſomit nicht auf das Liegenſchaftsvermögen; deſſen Wert iſt bereits in beſonderem Verfahren durch die Or⸗ gane der Steuerverwaltung ermittelt worden. Ferner hat, wer bei ſeiner Veranlagung Schul⸗ den berückſichtigt wiſſen will, deren Betrag in einer Steuererklärung anzugeben. Außer dem eigenen Vermögen hat der Steuerpflichtige auch dasjenige ſeiner Ehefrau ohne Rückſicht auf das beſtehende eheliche Güter⸗ rechtsverhältnis, ſowie das in ſeiner Nutznießung ſtehende Vermögen ſeiner Kinder in die Steuer— erklärung aufzunehmen. Die Steuererklärung iſt in der Regel am Wohnſitze(Sitze) des Steuerpflichtigen abzu⸗ geben. Der Gewerbetreibende hat hiernach an ſeinem Wohnorte(nicht wie ſeither am Orte des Gewerbebetriebs) den laufenden Wert ſeines geſamten, dem inländiſchen Gewerbe gewidmeten Betriebsvermögens anzumelden. Die Vorſchrif⸗ ten darüber, was zum Betriebskapital gehört, und über die Ermittlung ſeines Wert ſind im weſentlichen die gleichen, wie ſeither. Maß⸗ gebend iſt der Stand des Betriebsvermͤgens am 1. April d. J. oder, wenn Geſchäftsbücher geführt werden, ſein Stand nach der letzten vor dem 1. April gefertigten Inventur und Bilanz. Beträgt das Betriebsvermoͤgen eines Pflich⸗ tigen weniger als 1000 Mk., ſo liegt keine Steuerpflicht vor; eine Steuererklärung iſt des⸗ halb in dieſem Falle nicht abzugeben. Neu iſt die Beſteuerung des land- und forſtwirtſchaftlichen Betriebsvermoͤgens. Es ſind hier im weſentlichen dieſelben Vorſchriften zu beachten, wie bei der Anmeldung des gewerb— lichen Besriebsvermögens; nur tritt hier die Steuerpflicht und ſomit auch die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung erſt dann ein, wenn das genannte Vermögen mehr als 25 000 Mk. beträgt. Der Kapitaliſt hat ſein geſamtes verzins⸗ liches und unverzinsliches Kapitalvermögen nach ſeinem Stand vom 1. April d. J., einerlei, ob es im Inland oder Ausland angelegt iſt, anzu⸗ melden, alſo nicht mehr wie ſeither, deſſen Zinsertrag. Dabei iſt der laufende Wert von Wertpapieren, die in Deutſchland einen Börſen⸗ kurs haben, nach dem Kurs der Frankfurter Börſe vom 30. März d. J., oder, wenn ſie nicht gehandelt werden, nach demjenigen der Berliner Börſe vom gleichen Tage zu beſtim⸗ men.(Bruchprozente der Kursnotiz können dabei außer Betracht gelaſſen werden.) Andere Wertpapiere ſind nach ihrem Verkaufswerte, alle ſonſtigen Kapitalforderungen(Darlehen, Kaufſchillinge, Sparkaſſenguthaben, Kontokor⸗ rentguthaben uſw.) nach ihrem Nennwerte zu berechnen. Wer weniger als 1000 Mk. Kapitalver⸗ mögen hat, iſt hierfür nicht ſteuerpflichtig und hat keine Steuererklärung abzugeben. Rentenanſprüche, wie Apanagen, Leibrenten, Leibgedinge uſw. ſind nicht vermoͤgensſteuer⸗ pflichtig, ſondern unterliegen vom 1. Januar 1908 an nur noch der Einkommenſteuer. Abzugsfähig ſind nur Kapitalſchulden, alſo insbeſondere Hypotheken ſoweit ſie nicht getilgt ſind, und ſonſtige verzinsliche und unverzins⸗ liche Schuldbeträge, nicht aber Rentenſchulden und ſonſtige Laſten, wie Apanagen, Leibrenten, Leibgedinge uſw., ebenſo nicht Zinsſchulden und Haushaltungsſchulden(für Wohnung, Kleidung, Verpflegung, Bedienung). Maßgebend iſt der Stand der Schulden vom 1. April d. J. Wenn ein Steuerpflichtiger, der außerhalb Badens Liegenſchoften beſitzt oder außerhalb Badens ein Gewerbe oder Land- und Forſt⸗ wirtſchaft treibt, Schulden zum Abzug anmel⸗ den will, hat er außerdem— behufs Berech⸗ nung des abzugsfähigen Teils derſelben— den laufenden Wert des erwähnten außerbadiſchen Vermögens anzugeben. Wird die Anmeldung der Schulden oder die Wertangabe des außerbadiſchen Vermögens in dem eben bezeichneten Falle unterlaſſen, ſo können die Schulden bei der Feſtſtellung der Vermoͤgensſteueranlage nicht berückſichtigt werden. Die Formulare zu den Steuererklärungen (nebſt Anleitungen) ſind unentgeltlich bei dem Steuerkommiſſär erhältlich. Iſt jemand nicht imſtande, ſeine Steuer⸗ erklärung überhaupt oder in einzelnen Teilen ſelbſt aufzuſtellen, ſo wird ſie ihm der Steuer⸗ kommiſſär auf Erſuchen aufſtellen oder vervoll⸗ ſtändigen; der Steuerpflichtige bleibt jedoch für die Richtigkeit ſeiner Angaben verantwortlich. Auf Anſuchen wird der Steuerkommiſſär den Steuerpflichtigen auch eine Darſtellung ihrer Vermögensſteueranlage unentgeltlich ver⸗ abfolgen. Wer ſeiner Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht nachkommt oder unrich⸗ tige Angaben darin macht, unterliegt der geſetz⸗ lichen Strafe. Die Steuer für das geſamte ſteuerbare Vermögen iſt künftig nur in einem Orte(in der Regel am Wohnſitze des Pflichtigen) zu entrichten. Der Steuerpflichtige wird alfſo künftig auch nur einen Staatsſteuerforderungs⸗ zettel, der auch die Einkommenſteuerſchuldigkeit enthält, erhalten. Außer der Vermögensſteuererklärung ſind im laufenden Jahre letztmals auch noch Kapital⸗ Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene von Hellmuth. Hellborn horte die letzten Worte ſchon nicht mehr.„Bleibt einſtweilen hier! rief er über die Schulter zurück,„ich mache noch einen letzten Verſuch—“ Das andere blieb unverſtändlich, denn er war ſchon zu weit entfernt. „Du kehrſt auch bald wieder um“, klang es hinter ihm her, aber er hörte es nicht. Die Zurückbleibenden, zu denen ſich auch Grollmann geſellte, hatten es ſich ſo bequem als möglich gemacht. Der eine holte aus dem Rückſack, den er auf dem Rücken getragen, eine Flaſche mit Rum, Brot und Fleiſch hervor, und ſie luden auch den alten Inſpektor ein, zuzulangen. Einen kleinen Reſt ſparten ſie für Hellborn auf, denn der würde eine Stärkung wohl nötig haben, wenn er zurückkäme, meinten ſie. a Etwa eine Stunde lang war der junge Oberförſter unter großen Mühen aufwärts ge⸗ legen Den Gipfel zu erklimmen erſchien allerdings als eine Unmöglichkeit; denn ſteiler und ſteiler wurde der Pfad, der zuletzt völlig verſchüttet war. Die grauen Nebelwolken hatten ch nach und nach verzogen hie und da lugte ein Stückchen des blauen Himmels heraus, und endlich brach die Sonne ſiegreich durch. Die wogenden Nebelmaſſen begannen zu ſinken, und wie aus einem Meer ragten die Spitzen der umliegenden Berge hervor. Es war ein ge⸗ waltig ſchönes Schauspiel, aber Hellborn hatte kaum einen Blick dafür. Die Schwierigkeit des Weges nahm ſeine ganze Aufmerkſamkeit in Anſpruch. Eine tiefe Hoffnungsloſigkeit be⸗ mächtigte ſich ſeiner. Vergebens ſpähte er nach der heißgeliebten Geſtalt aus. Sein Ruf verhallte ungehört. Doch plotzlich war es ihm, als hätte er eine ſchwache, menſchliche Stimme vernommen. Er wandte ſeine ganze Kraft an,— er ſtieg ſo ſchnell er konnte vorwärts, — nun klang es ſchon deutlicher, ſchon ganz in der Nähe:„Zu Hilfe! Hierher!“ Es gab keinen Zweifel mehr, das war ſie, die ſchmerzlich Geſuchte, und die Gewißheit, daß ſie lebte, verſetzte ihn in einen wahren Freu⸗ dentaumel. Vergeſſen war alle Müdigkeit, alle Qual und Pein der letzten Stunden. Nun galt es noch eine letzte Kraftanſtrengung— und da ſah er ſie vor ſich: ein wenig unterhalb des Weges lag ſie, aber ſeinen Armen doch er⸗ reichbar und ſcheinbar unverletzt. Sie hielt ſich mit beiden Händen an dem vorſpringenden Geſtein feſt, um nicht noch weiter abzu⸗ rutſchen. Als Marianne den auf ſie zuſtürzenden Mann erblickte, ſtieß ſie einen Freudenſchrei aus und verſuchte, ſich emporzuarbeiten, ſank aber mit einem leiſen Stöhnen wieder zurück. „Gott ſei Lob und Dank!“ rief ſie, und all die ausgeſtandene Angſt löſte ſich in einen Tränenſtrom auf. Sie fühlte ſich von zwei Armen feſt umſchlungen und eine Stimme, die ſo weich und mild klang, als ſpräche ſie zu einem verirrten, verängſtigten Kinde, tonte 5 ihr Ohr:„Marianne, Geliebte,— weine nicht!— Du lebſt,— Du lebſt! Nun mag kommen, was will, Du lebſt, und nun biſt Du mein— mein! Niemand dacf Dich wieder von mir reißen!“ Er hätte nicht ſagen können, wie es ge⸗ kommen, daß ſie plotzlich an ſeiner Bruſt lag,— woher er den Mut genommen, ſie zu küſſen, und mit den ſüßeſten Schmeichelnamen zu nennen. Im überſchwänglichen Glück dieſer Minuten ging alles unter, was ihn bislang gequält. Was fragte er darnach, ob ſie eine Baroneſſe oder eine Bettlerin war? Ihm galt jetzt alles gleich,— kein Zweifel hatte Raum in ſeiner Seele. Die Zukunft verſank vor ſeinen Blicken, er dachte nicht daran, er fühlte nur, daß er die holde Geſtalt in ſeinen Armen hielt. Marianne lächelte unter Tränen zu ihm auf. „Haſt Du Dich um mich geängſtigt?“ fragte ſie leiſe. „Er nickte nur, aber in dem Blick, mit dem er ſte umfaßte, lag die ganze Qual der letzten Stunden. Er ſtreichelte zärtlich ihr feuchtes Haar, das wirr in die Stirn hereinhing. E. 9 * 7 0 1 * . 7 14 1 W 4* 7 rentenſteuererklärungen nach Maßgabe des Ka⸗ pitalrentenſteuergeſetzes einzureichen, desgleichen Gewerbſteuererklärungen nach Maßgabe des Gewerbſteuergeſetzes von denjenigen Gewerbe⸗ treibenden, die erſtmals gewerbſteuerpflichtig geworden ſind oder deren Gewerbſteuerkapital ſich derart erhöht hat, daß die Erhöhung der Steueranlage mit Rückwirkung eintritt. In den Obliegenheiten, die den Steuer⸗ pflichtigen durch das Einkommenſteuergeſetz auf— erlegt ſind, tritt keine Aenderung ein. Krlsr. Ztg. Aus Nah und Fern. Eberbach, 2. April. Der Stellwerk⸗ ſchloſſer Neuer gewann in der Badiſchen In⸗ validenlotterie 10000 Mk. Neuer ſteht kurz vor ſeiner Hochzeit. Weinheim, 3. April. Im Herbſt d. J. wird vorausſichtlich mit dem Abbruch der alten katholiſchen Kirche begonnen werden. An ihrer Stelle wird ſich ein großer Neubau im gothiſchen Stile erheben, deſſen Koſten auf etwa 400000 M. veranſchlagt ſind. Erbach, 3. April. In einer Wirtſchaft hier trieben junge Leute allerlei Scherz, einer ſprang dem Dienſtmädchen nach in die Küche um es zu küſſen. Dabei kam das Mädchen dem Keſſelfeuer zu nahe, ſodaß ſeine Kleider Feuer fingen. Während der junge Mann ſich raſch entfernte und die Tür der Küche verſchloß, ohne von dem Unglück eine Ahnung zu haben, ſtand das bedauernswerte Mädchen plötzlich in Flammen und erlitt am ganzen Körper gräßliche Brand- wunden. München, 2. April. Nachdem erſt geſtern ein vierjähriges Kind von der Tram⸗ bahn getötet wurde, iſt heute vormittag neuer⸗ dings ein tötlicher Straßenbahn⸗Unfall zu ver⸗ eichnen. Der Trödler Raßhofer ſtieß in der Augustastraße mit ſeinem Rade auf einen Straßenbahnwagen, wurde zu Boden geſchleu⸗ dert und war infolge eines Schädelbruches ſofort tot. München, 4. April. In Neu⸗Ebersbach iſt der Bürgermeiſter Leisner wegen Mordver— dachtes und Sittlichkeitsvergehens ſowie wegen verſchiedener Verfehlungen im Amte verhaftet worden. Landau, 3. April. Der Gaſtwirt Feindel wollte zum Fenſter hinausſchauen, dabei ſtürzte er infolge eines Ohnmachtsanfalles aus dem erſten Stockwerk auf die Straße und blieb tot liegen. Breslau, 3. April. In Beuthen iſt der Maſſenmoͤrder Liberka, mutmaßlich auch der Verüber des Konitzer Mordes, der ſ. Zt. zu ſo großen autiſemitiſchen Treiben wegen an⸗ geblichen„rituellen Mordes“ führte, ergriffen worden. Außer der Aehnlichkeit der Leichen⸗ funde am Konitzer Mönchſee und Beuthener Heumarkt ſpricht dafür, daß Liberka, nach dem „Oberſchl. Anz.“, zur Zeit der Ermordung des Gymnaſtaſten Winter bei einem Fleiſcher in Konitz als Geſelle geweſen iſt. Dortmund, 3. April. Ein 12 jähriger Knabe erſtach in Herfeld bei Soeſt im Streit einen 18jährigen Burſchen. Vermiſchtes. — Die Zahl der auf Grund des Unfalls⸗ und des Invalidenverſicherungsgeſetzes fort⸗ laufende Entſchädigungen beziehenden Rentner iſt gegenwärtig auf über zwei Millionen ange⸗ wachſen. Nach dem letzten Geſchäftsberichte des Reichsverſicherungsamtes belief ſich die Zahl der Perſonen, die im Jahre 1906 auf Grund der Unfallverſicherungsgeſetze Unter⸗ ſtützungen bezogen, auf 1082 670. Davon waren 1035 725 Perſonen Rentner, d. h. Ver⸗ letzte, Witwen, Kinder oder Verwandte Getö— teter, die fortlaufende Entſchädigungen er⸗ hielten. Von Renten, die auf Grund des In⸗ validenverſicherungsgeſetzes gezahlt werden, liefen anfangs 1907 überhaupt 962 277. In beiden Verſicherungszweigen gab es demgemäß anfangs 1907 bereits 1998002 Rentner. In der Zwiſchenzeit iſt die kleine an der zweiten Million fehlende Zahl bei der bisher immer noch zu beobachten geweſenen Steigerung der Rentenzahlen überhaupt ſicherlich nicht nur er⸗ reicht, ſondern auch überſchritten worden. Etwa der dreißigſte Teil der Bevölkerung Deutſchlands erhält auf Grund der Unfall⸗ und Invaliden⸗ verſicherung eine Rente. — Während in Kaſſel ein Arbeiter im Polizeigebäude vernommen wurde, eilte er plötzlich zum Fenſter und ſprang auf der nach der Fulda zu gelegenen Seite drei Stockwerke tief hinab, wobei er an einem geöffneten Fen⸗ ſterflügel einige Augenblicke hängen blieb und dann zu Boden ſtürzte. Trotz ſchwerer Ver⸗ letzung erhob er ſich wieder und ſprang in die Fulda. Er wurde von Kriminalbeamten herausgezogen und in das Krankenhaus ver⸗ bracht. — Ein Gutsbeſitzer bei Bocholt ſchickte ein Dienſtmädchen mit einem Brief, der ſteben Sparkaſſenbücher, zwei Tauſendmarkſcheine und fünf Hundertmarkſcheine enthielt, zur dortigen Sparkaſſe. Unterwegs erbot ſich ein galanter Mann bereitwilligſt, den Brief zu beſorgen. Die Briefträgerin ließ ſich dupieren und händigte dem Fremden den Brief aus. Als der Gutsbeſitzer davon Kunde erhielt, benach⸗ richtigte er die Polizei. Nach längeren Re⸗ cherchen wurde als der Täter ein inzwiſchen nach Gemen gereiſten Arbeiter feſtgenommen. In Borken hatte er zwei Hundertmarkſcheine an zwei Freunde verſchenkt, deren Verhaftung ebenfalls bald gelang. Bis auf 37 Mk., die von dem Trio ausgegeben waren, konnten die erſchwindelte Summe und die Sparkaſſenbücher dem Beſitzer wieder zurückgegeben werden. — Der Bäckermeiſter Meitinger von Balzhauſen bei Babenhauſen wurde verhaftet, weil er ſeine beiden Stiefkinder gräßlich miß⸗ handelt hatte. Er war morgens betrunken heimgekommen, hatte mit ſeiner Frau Streit bekommen und ſchlug, als dieſe geflüchtet war, mit einem Toiſchläger auf die im Bette ſchla⸗ fenden Kinder ein. Bei einem älteren, einem 6jährigen Mädchen, lag das Gehirn bloß. Trotz der ſchweren Verletzungen glaubt man die Kinder am Leben erhalten zu können. — Eine Familientragödie. Als in der Nacht zum Dienstag gegen 12 Uhr der Schloſſergeſelle Paul Schröder mit ſeiner Ehe⸗ frau, ſeiner Mutter und ſeinen beiden Kindern auf der Heimkehr vom Tanzſaal über die Marienbrücke in Dresden ging, warf Schröder, der ſein dreijähriges Mödchen auf dem Arme trug, das Kind plötzlich und ohne daß es jemand hätte hindern können, über das Brü⸗ ckengeländer in die Elbe und ſprang dann ſelbſt dem Kinde nach. Beide verſchwanden ſofort in dem hochangeſchwollenen Strom. Seine über den Vorgang auf das höchſte erregte Frau, die mit dem zweiten Kinde ihrem Manne nach⸗ folgen wollte, konnte nur mit großer Mühe davon abgehalten werden. Der Beweggrund zur Tat iſt zweifellos in Eiferſucht zu ſuchen. — Ein zum Diebſtahl dreſſterter Affe hat dieſer Tage in einer Pariſer Polizeiwache eine heitere Szene verurſacht. Bei einer von der Polizei veranſtalteten Razzia war auch ein Mann feſtgenommen worden, der vor mehreren Monaten aus dem Gefängnis entſprungen war. Auf dem Arme trug er einen kleinen Affen, deſſen poſſierliches Benehmen die Beamten des Wachtlokals ſehr amüſterte. Das Tier be⸗ ſchäftigte ſich namentlich mit dem Polizeikom⸗ miſſar, an dem es einen ganz beſonderen Ge⸗ fallen gefunden zu haben ſchien. Da bemerkte plötzlich ein Schutzmann, wie der Affe, der von ſeinem Beſitzer zu dieſem Trick anſcheinend Jreſſiert war, dem Kommiſſar blitzſchnell das Portemonnaie aus der Taſche zog und geſchickt ſeinem Herrn zuſteckte. Der Affe wurde dem Tier⸗Aſyl überwieſen und ſein Eigentümer in Haft behalten. — Eine entſetzliche Kataſtrophe ſpielte ſich bei einem Kinderfeſt in dem ruſſiſchen Flecken Kachowka ab. Im Orte fand ein Unter⸗ haltungsabend mit nachfolgendem Tanz zum Beſten von mittelloſen Schülern des Progymna⸗ ſiums ſtatt. Unter anderem gelangte das Stück„Schneeflocken“ zur Aufführung. An dreißig in Watte gehüllten Kinder betraten als Schneeflocken die Bühne, um den Tanz der ae darzuſtellen. Ein auf der Bühne be⸗ indliches Licht wurde umgeworfen, im ſelben Augenblick brannten faſt alle Kinder wie Fackeln und ſuchten durch Hin⸗ und Herlaufen vergeblich eine Rettung aus dem Feuermeer. Die Zuſchauer waren im erſten Augenblick ſo ſtarr vor Entſetzen, daß ſie ſich nicht rührten. Als die erſte Hilfe auf der Bühne erſchien und man die Kinder mit Decken aus dem Feuermeer trug, war es zu ſpät. Mehrere Kinder lagen angekohlt auf der Diele, andere waren bewußt⸗ los, andere wieder ſchrien vor Oualen. Sofort war ärztliche Hilfe zur Stelle. 23 Kinder wurden ins Hoſpital gebracht, von denen fünf ihren Brandwunden Abends erlagen, drei gaben noch auf der Bühne ihren Geiſt auf. „Haſt Du Schmerzen, Marianne?“ begann er nach einer kleinen Weile. „Ja, hier am Fuß. Ich tat einen Fehltritt und rutſchte ab. Zum Glück war es gerade an einer Stelle, die nicht ſo ganz ſteil abfällt, ſonſt läge ich wohl in der Tiefe da unten. Ich konnte nicht mehr aufſtehen, mühſam habe ich mich bis hierher geſchleppt, ich kann unmöglich ohne Hilfe gehen und glaubte, hier ſterben zu müſſen. Ach was habe ich für Angſt ausgeſtanden! Ich fürchtete, die Nacht in dieſer entſetzlichen Lage zubringen zu müſſen! Dazu quälte mich ein furchtbarer Hunger und ein noch größerer Durſt. Ich verſuchte immer wieder, mich zu erheben, einmal wurde ich vor Schmerzen ohnmächtig, mir wurde dunkel vor den Augen, ich lag da, ohne mich rühren zu können O, ich dachte immer an Dich,— ich wußte, daß Du kommen würdeſt!“ Sie ſchwieg und lehnte den Kopf an ſeine Bruſt wie ein müdes Kind. Er kniete noch immer vor ihr, doch jetzt verſuchte er, ſie emporzurichten. Schmerzlich ſtoͤhnend ſank ſie wieder zurück auf den Stein. „Liebes Kind, wir müſſen einmal den Fuß unterſuchen“, ſagte er,„bitte, bitte, Marianne, es muß ja ſein.“ Sie zögerte eine Weile, doch dann zog ſie gehorſam den Schuh von dem verletzten Fuß; der Knöchel war derartig angeſchwollen, daß man nur mit Mühe den Strumpf entfernen konnte. Vorſichtig verſuchte Hellborn, nachdem er ſich übe rde 8 ugt hatte. daß nich ts gebrochen „ 2 Ann war, den Knöchel zu maſſieren, ſie biß vor Schmerz die Lippen zuſammen, die ganz blaß geworden waren. „Vorläufig iſt gar nichts zu machen“, ſagte Hellborn,„wir müſſen ſehen, daß mir ſo bald als möglich hinunterkommen. Drunten auf dem Plateau wartet Grollmann mit noch drei Burſchen aus dem Dorfe, die ſchon am Mittag auszogen, Dich zu ſuchen. Haben wir dieſe Leute erreicht, dann hat es keine Not, wir werden Dich ſchon hinunterbringen. Der Der Abſtieg iſt freilich gefährlich, aber ich hoffe, daß es geht. Slütze Dich nur feſt auf mich,— ſo— und verſuche, vorwärts zu kommen.“ Wo der beſchwerliche Weg es zuließ, legte er den Arm um die zarte Geſtalt und trug ſie mehr, als er ſie führte. Wo es aber ganz ſteil und abſchüſſig wurde, mußte ſie ſich feſt auf ſeine Schulter ſtützen, um überhaupt vorwärts zu kommen. Manchmal gerieten ſie beide in Gefahr, abzuſtürzen. Unter unſäglichen Mühen ging es langſam bergab. Hellborn fühlte, wie ihm der Schweiß in großen Tropfen von der Stirne rann, er achtete deſſen nicht. Als der gefäahrlichſte Teil des Weges hinter ihnen lag, hielten ſie aufatmend kurze Raſt. a „Was veranlaßte Dich denn eigentlich, dem Greifenſtein einen Beſuch abzuſtatten?“ fragte Hellborn das Mädchen. Dieſes lächelte errötend. „Ein Traum! Mir war's, als ſtände ich da oben auf der Spitze, und Du hielteſt mich 2 2 umſchlungen. Ich lehnte mich an Dich und fühlte mich ſicher und geborgen. Der Tranm war ſo ſüß,— er ließ mir keine Ruhe mehr, — ich mußte dem Drange folgen. Als 5 Dich die letzten Tage nicht ſah, da wurde ich ſehr traurig, ich ſehme mich nach Dir und ich hoffte, mein Traum würde ſich erfüllen. Nun iſt es wirklich ſo gekommen. Nur noch viel ſchöner iſt die Wirklichkeit,— viel ſüßer.“— „Alſo ſo hoch mußteſt Du erſt ſteigen, ehe wir uns finden durften“, lächelte Hellborn. „Ja, Du böſer Mann, wenn Du mich liebteſt, warum ließeſt Du mich vergebens ſchmachten? Du mußteſt doch längſt wiſſen, daß ich auf Dich wartete?“ Sie drohte ihm lächelnd mit dem Finger. Seine Stirn umwoͤlkte ſich. Die ganze Qual, der ganze nutzloſe Kampf der letzten Tage fiel ihm wieder ein. Wie hatte er das alles nur vergeſſen können? „Ich wollte Dich meiden, Marianne“, entgegnete er ernſt.„Du biſt die Baroneſſe von Riedheim, ich der einfache, bürgerliche Oberförſter Hellborn. Und als ich fühlte, daß die Liebe zu Dir mich ganz gefangen nahm, da floh ich Deine Nähe. Was mich dieſer Entſchluß gekoſtet hat, darüber will ich ſchweigen,— ich glaube, ich wäre zu Grunde gegangen an dieſer Liebe. Wie es enden ſoll, weiß ich freilich nicht;— man wird mir Deine Hand verweigern,— nur eines iſt mir klar geworden in den letzten Stunden: daß Du zu mir gehörſt, daß mein Leben ohne Dich wertlos iſt.“ i(Fortſetzung folgt. 3 4 8 n 1 3 3. 1 — Standesgemäße Totes⸗Arten. Der Advokat— tritt vor den höheren Richter. Der Beamte— wird in eine andere Welt verſetzt. Der Buchhalter— hat ſein Leben abgeſchloſſen. Der Barbier— kratzt ab. Der Buchdrucker — drückt ſich. Der Briefträger— hat ſeine Bahn und der Büchſenmacher— ſeinen Lauf vollendet. Der Chemiker— ſieht ſeiner Auf— löſung entgegen oder— ſcheidet. Der Chauffeur — ſauſt ab. Der Diplomat— wird abge⸗ rufen. Der Färber— erblaßt. Der Feuer⸗ werker— brennt ab. Der Gelehrte gibt ſeinen— Geiſt auf. Der Holzſchlager— wird vom Schlag gerüht. Dem Herzensdieb— ſteht das Herz ſtill. Der Jäger— wird in die ewigen Jagdgründe befördert. Der Krieger — iſt zur großen Armee einberufen. Der Kutſcher— fährt ab. Der Kondukteur— hat ſeine letzte Reiſe angetreteu. Der Kaufmann — empfiehlt ſich. Dem Kerzenzieher wird das Lebenslicht ausgeblaſen. Dem Laternenzünder — iſt das Licht erloſchen. Der Lebemann— ſagt der Erde„Lebewohl.“ Der Muſiker— geht flöten oder pfeift auf dem letzten Loch. Schriftſetzer— wird„abgelegt.“ Der Souffleur — haucht das letzte Wort aus. Der Sammler verſammelt ſich zu ſeinen Vätern. Der Soldat— hat ausgedient. Der Straßen kehrer— kehrt zum Staub zurück. Dem Schneider— reißt der Lebensfaden. Die Schildwache— hat es überſtanden. Der Schnapsbrenner— gibt ſeinen Geiſt auf. Die Stickerin— erſtickt. Der Touriſt— rutſcht ab. Der Taucher— findet ſeine Tot in den Fluten. Der Totengräber und der Bergmann— fahren in die Grube. Dem Türmer— ſchlägt die letzte Stunde. Der Uhrmacher— hört ſein letztes Stündchen ſchlagen oder ſeine Uhr iſt abgelaufeu. Der Vegetarier und Botaniker— beißen ins Gras. Die Wäſcherin— hat ausgerungen. — Ein Gemütsmenſch. Vor Gericht. Richter:„Sie ſind angeklagt, dieſen Stuhl auf dem Kopf Ihrer Frau zerſchlagen zu haben.“ — Angeklagter:„Herr Präſident, es war ein unglücklicher Zufall!“— Richter:„Was, ein Zufall? Sie beabſichtigten doch, Ihre Frau zu ſchlagen!“— Angeklagter:„Ja, es war brauche keinen Laufjungen. Ich habe ſchon einen.“— Der Junge:„Nein, Herr, Sie haben keinen. Er iſt eben von der Droſchke da drüben übergefahren worden.“—— — Ein Belaſteter. Sie:„Wie kommt es daß Sie manchmal energiſch wie ein Mann und dann wieder furchtſam wie ein Weib ſind?“— Er:„Ach, das iſt lediglich eine Folge von Vererbung. Die Hälfte meiner Vorfahren waren Frauen, und die andere Hälfte Männer.“ — Höflich. Richter:„Stehen Sie ſchon wieder hier?“— Vagabund:„Ach ich wollte der erſte ſein, der den Herrn Amtsanwalt nach den Gerichtsferien begrüßen darf!“ Der heutigen Auflage unſeres Blattes iſt eine reichilluſtrierte Beilage für Damen⸗Kon⸗ fektion, Coſtumes, Bluſen ꝛc. der Firma geschw. Alsberg in mannheim beigefügt. Die Firma gibt darin eine bequeme Ueberſicht der verſchiedenen Artikel, welche in hervorra- gender Auswahl am Lager ſind. und können wir einen Beſuch der in dieſer Saiſon beſonders Der Matroſe— läuft in den Hafen ein. Der] aber nicht meine Abſicht, den Stuhl zu zer-] reichhaltig ausgeſtatteten Läger aufs Wärmſte Mörder— wird ins Jenſeits befördert. Der] brechen.“ Maler— wird zum Schatten. Der Pfarrer— ſegnet das Zeitliche. Der Romanſchriftſteller— — Fixigkeit. Der Junge:„Bitte, Herr, ich komme wegen des Poſtens als Laufjunge für endet. Der Schauſpieler— geht ab. Der J Ihr Geſchäft.“— Der Krämer:„Aber ich empfehlen. Volksbad Seckenheim. Heute und morgen für Männer geöffnet. Bekanntmachung. Die Wahlen zur Landwirtſchaftskammer betr. Nr. 1869. Wir bringen zur Kenntnis der Wahlberechtigten, daß die Wahl eines Mitgliedes der Landwirtſchaftskammer in hieſiger Ge⸗ meinde am Samstag, den 6. April 1907, Nachmittags von 57 Uhr im Rathauſe in Seckenheim(Zimmer Nr. 6) ſtattfindet. Die Geſamtgemeinde Seckenheim bildet einen Wahlbezirk. Nur die in die Wählerliſte Eingetragenen werden zur Wahl zugelaſſen. Das Wahlrecht wird in Perſon durch Stimmzettel ohne Unterſchrift ausge⸗ übt. Die Stimmzettel müſſen von weißem Papier und dürfen mit keinem Kennzeichen verſehen ſein; ſie ſollen 9 zu 12 om groß und von mittelſtarkem Schreibpapier ſein und ſind außerhalb des Wahllokals mit dem Namen desjenigen, welchem der Wähler ſeine Stimme geben will, handſchriftlich oder im Weg der Vervielfältigung zu verſehen. Die Stimmzettel werden, nachdem ſolche in einem Nebenraum in den dem Wähler im Wahllokal verabreichten Umſchlag geſteckt wurden, dem Vor⸗ ſitzenden der Wahlkommiſſion abgegeben. Wir beehren uns hiermit, die Herren Wähler zur Beteiligung an der Wahl einzuladen. Seckenheim, den 27. März 1907. Gemeinderat: Ratſchreiber Volz. Ritter. Bekanntmachung. Die Pferdemuſterung betr. Nr. 1910. Am Montag, den 8. April 1907, Vormittags 8 Ahr findet auf dem Nathausplatz hier die diesjährige Pferde muſterung ſtatt. Die im hieſigen Ort und Nebenort Rheinau anweſenden Pferde— beſizer werden angewieſen, ihre Pferde eine halbe Stunde vor der Muſterungszeit, d. i. um ½8 Uhr, pünktlich auf genanntem Platze auf⸗ zuſtellen und zwar der Nummer nach, welch letztere jedes Pferd an der linken Backenſeite der Halfter zu tragen hat. Die Nummern für die vorzuführenden Pferde werden den Beſitzern durch die Polizei zugeſtellt. Die Beſitzer der geſtellungspflichtigen Fahrzeuge werden von uns zur Aufſtellung ihrer Fahrzeuge in der Luiſenſtraße noch beſonders auf— gefordert. Zuwiderhandlungen werden gemäß 8 4 der Pferdeaushebungsvor⸗ ſchriften beſtraft. a Seckenheim, den 2. April 1907. gürgermeiſter Volz. I VaNNHEMN O MIT ANAT KUN Tu. CO k CAM BAU-AUSJTEIUUN0 L. Mal U 9 07 20.01 aon: 5 K. noHEH oH HEhlg 8 kfd vont Gab EN; 3 Zahnarzt. Henning Mannheim Sprechstunden: täglich 9— 12 und ½3—½' Uhr. An Sonntagen 1012 Uhr. . Bismarchſtraße L 8, 14 Zur Kommunion empfehle mein reichhaltiges Lager in: Tuch, Buxkin, Cheviot, weissen und farbigen Kleider- stoffe, Chirting, Hemdenstoff, Unterrockstoff eto. Hüte Cravatten Corsetts Handschuhe Hosenträger Taschentücher Beſondere Beachtung verdienen meine reichhaltige Muster- colleetionen. Um geneigten Zuſpruch bittet E. Werber. Elektrische 4 Zellen Bäder Syſtem Dr. Schnee, Karlsbad. Nach den neuen wiſſenſchaftl. 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Kundſchaft prompt und ſorg- fältigſt bedient wird. Die Inhaber der Ladengeſchäfte in Mannheim. ö Hochachtungsvoll Eduard Merklein, Seckenheim empfiehlt ſein reichhaltiges Lager in Tuch und Buxkin, Kleiderstollen, Wolle und Baumwolle, Schürzenstoffen, Satin, Auguste, Rölsch, fertige hemden und hosen, Kragen, Kravatten etc. Aufmerkſame gedienung. Neue Muſter ſind eingetroffen. nen Sind preiswerſe 5%, 7 Billigeſpreiſe. 7 atsmaschinen 7 550 ö 77 uücch unbegrenzte altbarzelt 5 ſchesten Lauf 5 ö 9 * ie U. R ra ft- Jutter-Zusatz 5 Arematik. iſt ein die Ftesslust im hohen Grade ſteigendes und die Fettproduktlon begünſtigendes Präparat für Mastoleh und pferde. Poſtkolli Mk. 4.75 franko Nachnahme. Albert Schmitt, Mannheim⸗Neckarau 4. PCT Männergesang⸗Oerein Seckenheim. Heute findet infolge Erkrankung des Dirigenten keine Singstunde ſtatt. Nächſte Singstunde beſtimmt am Samstag, 13. April, Abends ½9 Uhr. Da in derſelben Vortrag über die Delegirtenverſammlung in Mann⸗ Haus⸗ Verlauf: Mein Haus mit Stallungen, Scheuer und Garten beabſichtige ich zu verkaufen. Dammſtraße 19. Schlafstelle geſucht in der Nähe der Neckarauer⸗ ſtraße. Zu erfragen bei Herrn Schröder, Gärtnerei. heim gehalten wird und außerdem wichtige Vereinsangelegenheiten zu beſprechen ſind, bittet um pünktlichen vollzähligen Beſuch Der Vorſtand. Rauch⸗ und geruchfreie Ordentliches Mädchen Fohlen geſucht. Karl Zahn, zur Pfalz. herren. l. Knaben. Bekleidung Eigene Fabrikation und erste Fabrikate. eit Jahren zielt unsere Aufmerksamkeit stets auf die Verbesserung der fertigen Konfektion. Der Bedarf wird hierin immer grösser, die Abneigung Anzüge und Paletots fertig zu kaufen, immer schwächer. Die verwöhntesten Kunden bezw. Käufer können aber auch bei unserm ganz eminenten, fast unerreichtem Lager stets nach Wunsch und Geschmack sich kleiden. Unsere eigene Anfortigung in den soliden Arten von Stoffen wird in vortrefflicher Weise dadurch ergänzt, als wir die modernen der täglichen Mode unterworfenen Teile im Alleinverkauf von einer wirklichen ersten Mode-Konfektions- Firma mitführen. Es liegt im Interesse eines jeden Käufers unser assortiertes Lager an- zusehen und wird alles ohne jeden Kauf- zwang in liebenswürdigster Weise vorgezeigt. Die Knaben-Konfektion wird in unseren Fabrikations-Räumen hergestellt und bietet solche unbedingt für jeden Kunden unstreit- baren Vorteil, nicht allen durch Massen- Anfertigung und Werkauf, sondern auch durch Wegfall eines jeden Zwischen-Ver- dienstes. Aug. Jericho. Herren⸗Anzüge 7.50, 12, 18, 24, 29, 33, 36, 42, 48 Il. Butſchen⸗Anzüge 6.50, 10, 12, 16, 18, 21, 24, 28, 30 Ak. Herren⸗Paletots 16, 18, 22, 27, 30, 33, 36, 39, 42 Mk. Kuaben⸗Auzüge 1.90, 2.50, 3.80, 4.50, 5.50, 7, 8, 10, 15 Mk. 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