n e W n e 9 5. 8 5 0 f SFG R 8* Ne Anzeigeblatt für Seckenheim und Noesheſm. 9 W Erſcheint Mittwoch und Samstag. Abonnement: Monatlich 30 Pfg., durch die Poſt bezogen vierteljährlich Mk. 1.10. Redaktlon, Druck und Derlag von J. helfrich in Seckenheim. Anzeigen: Die einſpaltige Petitzeile oder deren Raum 10 Pfg bei Wiederholungen entſprechenden Rabatt. Nr. 33. Mittwoch, den 24. April 1907. 7. Jahrgang Aus Nah und Fern. Mannheim, 22. April. Zu dem Be⸗ ſuche der Fürſtlichkeiten bei den anläßlich des Stadtjubiläums im Monat Mai ſtattfindenden Veranſtaltungen erfahren wir, daß eine Zuſage des Großherzogs zur Teilnahme an der Eröff⸗ nungsfeier der Jubiläumsausſtellung am 1. Mai deshalb nicht erfolgen konnte, weil der Landes⸗ herr mit Rückſicht auf die Rekonvaleszenz von dem letzten Unwohlſein noch faſt gar nicht das Schloß verlaſſen hat. Erfreulicherweiſe iſt aber das geſundheitliche Befinden des Großherzogs auf dem Wege andauernd fortſchreitender Beſſe⸗ ruug begriffen und es hat deshalb dem Ver⸗ nehmen nach der Großherzog in beſtimmte Aus⸗ ſicht genommen, die hieſige Stadt und die Aus⸗ ſtellung gelegentlich der Sommertagung der Schiffsbautechniſchen Geſellſchaft am 15. Mai zu beſuchen, ſowie überdies mit den übrigen Mitgliedern des Großherzoglichen Hauſes in der Jublläumsfeſtwoche Ende Mai und Anfang Juni fünf Tage in Mannheim zu verweilen. Zur Eröffnungsfeier der Ausſtellung hat das Erbgroßherzogliche Paar ſein Erſcheinen be⸗ ſtimmt zugeſagt. Mannheim. Das Schwurgericht ver⸗ urteilte die Frau des Kaufmanns Sally Sil⸗ berberg, welche den Tod ihres ſechsjährigen Töchterchens durch fortwährende Mißhandlungen herbeigeführt hatte, zu 4 Jahren Gefängnis Von der Bergſtraße, 22. April. Unſere Kirſchbäume längs der ganzen Berg⸗ ſtraße ſtehen zur Zeit in voller Blütenpracht und es lohnt ſich wirklich der Mühe, eine ſolche Prachtentfaltung anzuſehen. Tauſende dieſer Bäume entfalten ihre Blütenpracht und von der Ferne geſehen ſieht ſie einer Schneeland⸗ ſchaft nicht unähnlich. Außerdem verbreiten die Bäume einen Duft und Wohlgeruch, der für Naſe und Lunge wahrhaft erquickend iſt. Wenn die Blütenzeit gut von ſtatten geht und keine verderbliche Nachtfröſte mehr eintreten und ihnen Schaden tun, dürfte auf das Jahr 1907 auf eine ergiebige Kirſchenernte zu hoffen ſein. Bis jetzt hat es allen Anſchein und berechtigt zu den beſten Hoffnungen. Karlsruhe, 22. April. Angeſichts der günſtigen Erfahrungen, welche die Regierung mit der Tätigkeit der bisherigen Fabrikin⸗ ſpektorinnen gemacht hat, beſchloß ſie, die durch Rücktritt des Fräulein Dr. Baum frei ge⸗ wordene Stelle abermals mit einer wiſſen⸗ ſchaftlich gebildeten Dame zu beſetzen. Angeſtellt wurde deshalb— zunächſt auf Probe— Fräulein Eliſabet Munzinger, eine Tochter des verſtorbenen Landgerichtspräſidenten Munzinger in Zabern im Elſaß. Die neue Fabrikin⸗ ſpektorin hat auf verſchiedenen Hochſchulen Naturwiſſenſchaften und Nationalökonomie ſtudiert und kennt unſere ſüddeutſchen Indu⸗ ſtrieverhältniſſe. Philippsburg, 22. April. Heute früh, etwas nach 6 Uhr, hielt ein mit 2 Pferden beſpannter Möbelwagen vor der Schranke des Bahnübergangs zwiſchen Neudorf⸗Graben ohne Fuhrmann. Beim Nachſehen fand man den⸗ ſelben eine kurze Strecke zurück, tot liegen. Offenbar iſt der Verunglückte von ſeinem Wagenſitze gefallen. Gengenbach, 21. April. Von dem vorletzte Nacht durchfahrenden Italiener⸗Son⸗ derzug ſtürzte im hieſigen Güterbahnhofe ein junger Italiener, der anſcheinend auf der Plattform eines Wagens ſeine Notdurft ver⸗ richten wollte, ab. Es wurden ihm der Offen⸗ burger Ztg.“ zufolge beide Beine abgefahren. Der Tod trat nach kurzer Zeit ein. Riedlingen(A. Lörrach), 20. April. Auf ſchreckliche Weiſe verunglückte geſtern abend das Söhnchen des Straßenwarts Schwarz von hier. Während dasſelbe auf der Straße ſpielte, wurde es von einem plötzlich daherkommenden Fuhrwerk erfaßt und ſofort getötet. Der Fuhrmann Wilhelm Büſch aus Kaltenbach wurde ſofort verhaftet, da ihn die Schuld an dem Unglück treffen ſoll; auch iſt bereits ge⸗ richtliche Unterſuchung eingeleitet. St. Blaſien, 21. April. Ein altes Wahrzeichen unſeres Kurortes wurde vor eini⸗ gen Tagen dem Erdboden gleich gemacht, die 20 Meter hohe Ulme inmitten der Stadt, deren Alter auf 300 bis 400 Jahre geſchätzt wird. Die Waſſer⸗ und Straßenbauinſpektion Bonn⸗ dorf hatte, wie der„Straßb. Pſt.“ geſchrieben wird, den treuen Wöchter ungezählter Genera⸗ tionen zum Tode verurteilt, da die bedenkliche Durchhoͤhlung ſeiner unteren Konſtitution einen gefährlichen Zuſammenſturz befürchten ließ. Die Ulme diente ſeit vielen Jahren auch als Anſchlagſäule. Aus der Pfalz, 21. April. Die un⸗ geheuer großen Unterſchlagungen des früheren Kaſſiers Müller bei der Speyerer Gewerbebank haben auch gleichzeitig enthüllt, daß viele Leute auf der Gewerbebank Depots beſitzen, zum Teil von bedeutender Höhe, von denen die Steuerbehörde jedoch keine Kenntnis hatte. Das kgl. Rentamt hat deshalb bereits Veran⸗ laſſung genommen, Unterſuchungen wegen Ka⸗ pitalrentenſteuer⸗Hinterziehung einzuleiten. Tauber biſchofs heim, 20. April. Im ſeltenen Alter von 101 ½ Jahren ſtarb heute morgen hier Frau Privatier Joſephine Rincker. Die Verblichene war eine große Wohltäterin der Armen. Als Mitbegründerin des hieſigen Frauenvereins und langjährige Präſidentin desſelben war dieſelbe von unſerem Großherzogspaar wiederholt mit ehrenden Aus⸗ zeichnungen bedacht worden. Wattenheim. Auf eine 63 Jahre lange Dienſtzeit bei einer und derſelben Familie konnte die am Freitag im Alter von 85 Jahren geſtorbene, geſtern hier zur letzten Ruhe be ⸗ ſtattete Dienſtmagd Barbara Büger von hier zurückblicken. Sie trat im Alter von 22 Jahren bei der hieſigen Familiie Dürk als Dienſt⸗ mädchen ein und diente dieſer bis an ihr Lebensende. Köln, 22. April. Nach Meldungen aus Altenrath, in deſſen Nähe Artillerieuͤbungen abgehalten werden, herrſchte dort am Samstag große Aufregung, als eine Granate in der Mitte des Dorfes explodierte und eine Menge Sprengſtücke gegen die Häuſer ſchleuderte. Nachdem ein zweites Geſchoß in der Nähe niedergegangen war, flohen die Einwohner. Das Schießen wurde ſofort eingeſtellt. Ein Offizier erklärte, daß die Granaten nur mit Uebungsmuniton geladen waren, bei voller Ladung wäre die Wirkung furchtbar geweſen. 8 23. April. Die geſamte 3 des Bahnarbeiters und Rathausportiers nterſpahn in Johannisthal, beſtehend aus Mann, Frau und drei Kindern, iſt geſtern nach dem Mittageſſen unter Vergiftungserſcheinung ſchwer erkrankt. Angeblich ſoll der Genuß von 5 85 die Urſache dieſer Vergiftungserſcheinung ſein. Der Erbe von Riedheim. Roman nach einer Idee von K. Felden von Irene von Hellmuth. Am dritten Tage erſchien Grollmann im Förſterhauſe. Er brachte einen Brief von Ma⸗ rianne. Ungeſtüm riß Hellborn den Umſchlag ab und las: „Mein geliebter Klaus! Man hat mich ein⸗ geſchloſſen, um mich gedit zu machen. Wir können uns vorläufig nicht ſehen. Dir widerſtreb⸗ te ja ſtets die Heimlichkeit unſeres Verkehrs; denn deine Ehrenhaftigkeit litt darunter. Wir wollen uns einige Zeit meiden, aber was man Dir geſagt haben mag,— glaube es nicht! Ich bin Dir treu und liebe nur Dich allein. Ich war in verzweifelter Stimmung, weil ich glaubte, aus Dankbarkeit gegen den Baron ſeinen Nef⸗ fen heiraten zu müſſen, um ſeinen Herzens⸗ wunſch zu erfüllen. Doch jetzt bin ich ruhig. Mein Lebensglück kann ich nicht zum Opfer bringen. Harre aus, mein Geliebter, ewig kön⸗ 1 nen ſie mich nicht gefangen halten! Es wird auch für uns die Stunde des Glückes ſchlagen. Einſtweilen gab man mir Bedenkzeit; aber meine Antwort würde ewig ſo lauten, wie heu⸗ te. Ich werde keinem andern Manne zum Al⸗ tare folgen als Dirl Ich laſſe mich nicht zwing⸗ en. Und ſchleppte man mich mit Gewalt zum Altare, ich würde auch dort noch„nein“ ſagen. Aber eines fordere ich von Dir: Komme nicht ins Schloß um mit dem Freiherrn zu ſprechen. Du würdeſt nur Aerger und Verdruß davon haben; und helfen würde es doch nichts. Und dann noch eines: Hüte Dich vor Saldern. Er iſt dein Todfeind. Ich kenne ſeine tückiſche, rach⸗ ſüchtige Natur, die vor nichts zurückſchreckt. Ich habe furchtbare Angſt vor ſeiner Gewalt⸗ tätigkeit. Sollte Dir der Rittmeiſter einmal „zufällig“ im Walde begegnen, weiche ihm aus! Ich flehe Dich an, tue es um meinet⸗ willen! Er verfolgt einen beſtimmten Plan, ich ſehe es ihm an. Denke, daß Dein Leben mir gehört, achte darauf! Ich würde ſterben, wenn Du mir genommen wuͤrdeſt! Nun ſoll ich fort von hier, ſoll reiſen; ſie hoffen, daß ich in der Ferne Dich leichter vergeſſen werde. Ich gehe nicht. Ich will wenigſtens in der Nähe bleiben. Gib mir Antwort durch Groll⸗ mann. und verſchwiegen. Immer und ewig Im Geiſte bin ich bei Dir! Deine Marianne.“ Der junge Oberförſter drückte haſtig das — 5 an ſeine Lippen, als er es zu Ende ge⸗ leſen. „Meine Marianne“, flüͤſterte er innig, mein liebes tapferes Mädchen! Ich wußte es ja, das Du mir treu bleiben würdeſt!“ Dann reichte er Grollmann die Hand und ſagte bewegt;„Ich danke Ihnen, daß Sie zu uns halten.“ 9 Ihm kannſt Du vertrauen; er iſt treu unterſtützung gebeten. g Er umſchloß die Rechte des Alten mit feſtem Druck. Dieſer lächelte. „Für unſer Baroneßchen täte ich noch viel mehr. Es iſt ein gutes Mädchen, und Ihnen vergönnte ich ſie von Herzen. Der Oberförſter ſeufzte bekümmert. „Schwere Kämpfe wird es koſten, bis ich mein Kleinod mir erringe. Vorerſt ſehe ich gar keine Möglichkeit. Und dann, was habe ich dem Mädchen zu bieten? Einen einfachen, bürgerlichen Namen, beſcheidene Verhälniſſe. Iſt ſie nicht berechtigt, mehr zu fordern? Wird ſie einſt nicht bereuen, eine ſolche Wahl ge⸗ troffen zu haben?“ Grollmann ſchüttelte den Kopf. „Unſer Baroneßchen weiß ſchon, was es tut. Quälen Sie ſich doch nicht mit ſolchen Gedanken, mein lieber, junger Freund! Ich wollte, das Mädchen ware erſt Ihre Frau.“ „Das wollte ich auch“, lächelte Hell⸗ born.— f 7 Eine ältliche, vernachläſſigt ausſehende rau hatte ſich eines Tages im Dorfe beim ürgermeiſter eingefunden und um Armen⸗ Sie gab an, daß ſie im Orte heimatberechtigt ſei, und als ſich herausſtellte, daß die Alte die Marie Burghardt, die ehemalige Amme vom Schloſſe war, da wies man ihr eines der letzten, halbverfallenen Häuschen am Ende des Dorfes als Wohnſttz an. 8 8 e n Berlin, 22. April. Der wegen Nervo⸗ ſität penſtonierte, mit ſeiner Ehefrau in Scheidung lebende Feuerwehrmann Landefelt erſchoß aus Eiferſucht gegen ſeine Frau geſtern ſeine Schwiegermutter und verletzte ſeine Ehefrau und eine Freundin derſelben ſchwer. Dann ſtellte er ſich der Polizei. Berlin. 23. April. Ein ſchweres Brand⸗ unglück iſt durch den Unfug einiger Kinder entſtanden, durch das das in der Nähe des Schießplatzes Kummersdorf belegene Dorfe Schönefeld heimgeſucht wurde. Geſtern Vormit⸗ tag brach in dem Dorfe ein Brand aus, der die Dorfkirche, die Schule und mehrere Bauern— gehofte zerſtörte. Bis geſtern abend waren 11 Gebäude vernichtet. Mehrere Menſchen und eine Anzahl Vieh ſoll zu ſchaden gekommen ſein. Ueber die Entſtehungsurſache verlautet, daß ſpielende Kinder einen Heuwagen, der durch das Dorf fuhr, in Brand ſteckten. Das Feuer verbreitete ſich durch die umherfliegenden brennenden Heubündel im Dorfe ſo ſchnell, daß die Einwohnerſchaft machtlos dem verheerenden Element gegenüberſtand. Apolda, 22. April. In dem benach⸗ barten Pfuhlsborn ermordete am Palmſonntag der Landwirt Heſſe ſeinen 71jährigen Schwie⸗ gervater Thierolf und begrub die Leiche. Der Moͤrder iſt geſtändig. Dresden, 21. April. Heute Nachmit⸗ tag 3 Uhr überfuhr am Stübelplatz ein Auto⸗ mobil das Ehepaar Böker. Beide wurden ſchwer verletzt nach dem Krankenhaus geſchafft, wo die Frau inzwiſchen geſtorben iſt, und der Mann in bedenklichem Zuſtand darniederliegt. Wien, 22. April. Der Geſchäftsver⸗ treter Ludwig Friedländer, welcher Leipziger und weſtfäliſche Firmen um Betrage in Höhe von 100 000 Mark geſchädigt hat, wurde hier verhaftet. Raperswyl, 22. April. Bei Meilen ſtieß ein Automobil mit einem Reiter zu⸗ ſammen. Das Pferd wurde auf der Stelle getötet, der Reiter leicht verletzt. Von den vier Inſaßen des Automobils wurden zwei ziemlich ſchwer verletzt, einer iſt tot. Aarau, 22. April. Geſtern nachmittag fanden Spaziergänger auf der Waſſerfluh, einem 866 Meter hohen Berge bei Aarau, die Leiche des zwanzigjährigen Gymnaſiaſten Otto Meier aus Stuttgart, der dort ſeit einiger Zeit ver⸗ mißt wurde. Meier hatte ſich mittels Giftes das Leben genommen. Vermiſchtes. — Für Beſitzer von Fahrrädern. Zum neuen Gepäcktarif, der vom 1. Mai an in Kraft tritt, iſt herzuheben, daß für Be⸗ ſitzer von Fahrrädern eine Annehmlichkeit dadurch geſchaffen wird, daß ſie nicht mehr gezwungen ſind, das Rad ſelbſt an den Zug zu bringen oder dort abzuholen. Auf Entfernungen über 100 Kilometer werden künftig Fahrräder wie anderes Gepäck abgefertigt. Auf Entfernungen bis 100 Kilometer hat der Reiſende die Wahl, 11 das Rad ſelbſt an den Zug zu bringen und von dort zu holen oder es als Gepäck bei der Gepäckabfertigung aufzugeben; in letzterem Falle werden bis 50 Kilometer Entfernung 30 Pfg., von 51 bis 100 Kilometer 50 Pfg. Gepäck⸗ fracht erhoben. Holt er das Rad ſelbſt am Zuge ab oder verbringt er es zum Zuge, ſo hat er bis auf 100 Kilometer Entfernung nur 20 Pfg. für die Fahrradkarte zu zahlen. — Ein fideler Gefangenentransport. Als Ziviltransporteur hatte vor kurzem ein Grund⸗ beſitzer aus Fürſtenwalde an der Spree einen Sträfling in das Münchener Amtsgefängnis am Neudeck zu liefern. Er traf auch mit dem Häftling in München ein, ließ ihn aber auf ſein Erſuchen in einen Abort und wartete vor der Tür. Unterdeſſen entfernte ſich der Stäf⸗ ling durch die entgegengeſetzte Tür, konnte aber durch die Münchener Polizei ſchon am nächſten Tage wieder ergriffen werden. Nun hat ſich, wie die Münchener Neueſten Nachrichten mel⸗ den, herausgeſtellt, daß der Transporteur wäh⸗ rend der ganzen Reiſe ſehr gemütlich war. In mehreren Städten verließ er mit ſeinem Ge— fangenen den Zug, beſichtigte mit ihm die Reiſe⸗ orte, manchmal tranken ſie auch zuſammen eins über den Durſt. Der Sträfling hätte nach ſeinen Ausſagen wiederholt Gelegenheit zur Flucht gehabt, er zog es aber vor, bis München mitzufahren, da er ohne Geldmittel und aus⸗ wärts auch ohne die nötige Ortskenntnis war. Wie fidel die beiden gelebt, ergibt ſich daraus, daß der Transporteur faſt das ganze anſehn⸗ liche Reiſegeld verbraucht hatte, als er in München ankam, ſo daß er bei den Münchener Behörden eine Anleihe aufnehmen mußte, um auf der Rückteiſe Zehrgeld zu haben. Gegen den gemütlichen Aufſeher ſoll nun ein Verfah⸗ ren wegen fahrläſſier Gefangenenbefreiung ein⸗ geleitet werden. London, 22. April. In ſchriftlicher Beantwortung einer Anfrage teilte der Staats⸗ ſekretär für Indien, Morley, dem Unterhauſe mit, daß die Zahl der Todesfälle an Peſt in Indien vom September 1896 bis 31. März 1907 rund 5012 000 betrug; die Zahl der Todesfälle im Januar d. J. belaufen ſich auf 58438, im Februar auf 98 367 und im März auf 171522. Die am meiſten betroffenen Provinzen ſind Pundjab, Bombay und die vereinigten Provinzen von Agra und Ondt. — Wieder ein Opfer des Strafregiſters. Ein Kölner, ſehr bemittelter Fabrikant hatte vor langen Jahren erhebliche Vorſtrafen er litten, aber mit Hilfe eines Bekannten ſpäter eine Maſchinenwerkſtätte errichtet, die etwa 20 Arbeiter beſchäftigte, und geheiratet. Wegen eines unbedeutenden Vergehens gegen das Krankenkaſſengeſetz vor Gericht gezogen, verlas der Vorſitzende ſämtliche Vorſtrafen. Der Angeklagte verließ, von Scham erfüllt, den Gerichtsſaal und irrte zwei Jahre in der Welt umher, bis er ſchließlich aufgegriffen und wegen Betruges zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt wurde. 5 — Der Betrieb eines Tiſchlermeiſters in 5 e Berlin war während eines Streiks immer von Stroikpoſten dicht umlagert, trotzdem wurde in der Werkſtatt gearbeitet, ohne daß es den Streikpoſten gelang, die Arbeitswilligen abzu⸗ faſſen. Dieſer Tage nun folgte ein Streikpoſten einem Sargwagen, der regelmäßig mit 6 Sär⸗ gen beladen zu und von dem Geſchäfte fuhr und zu ſeinem Entſetzen ſah er plotzlich, daß vor der Werkſtatttür die Särge geöffnet wur⸗ den und dieſen 6 arbeitswillige Tiſchlergeſellen eutſtiegen. a — Ein Dampferunglück auf der Newa. Der Dampfer„Archangelsk“, ein altes Schiff, das die Ueberſetzung von Paſſagieren in St. Petersburg zwiſchen beiden Newa⸗Ufern ver⸗ mittelt, iſt geſtern in ſpäter Abendſtunde unter⸗ gegangen. Ungefähr 80 Perſonen hatten den Dampfer, der trotz der treibenden Eisſchollen hinüberfuhr, beſtiegen; zumeiſt waren es Ar⸗ beiter, die nach Hauſe wollten. Als das Schiff in der Mitte des Fluſſes war, ſtieß es mit einer großen Eisſcholle zuſammen und fank ſofort. Die Rettung kam zu ſpät. Nur 15 Perſonen konnten gerettet werden, da der ſtarke Eisgang und die ſchnelle Strömung, ſowie die Dunkelheit die Rettungsarbeiten erſchwerten. — Kinderweisheit. Ein Schulinſpektor wendete ſich in der Schule an den Lehrer mit der Frage, ob die Kinder auch feſt in der Bibel ſeien. Auf die bejahende Antwort des Lehrers ruft der Schulinſpektor einen der Jungen heraus und richtet an ihn die Frage:„Mein Kind, weißt Du, wer Hiob war?“ Der Kleine ant⸗ wortete ohne Zögern:„Ein Poſtmeiſter!“ Der durch die Antwort etwas verblüffte Schulin⸗ ſpektor erkundigte ſich bei dem Kleinen, wieſo er auf dieſen Gedanken käme. Der Junge erwiderte unbefangen:„Geſtern kam der Herr Lehrer in die Schule und ſagte:„Kinder, eine Hiobspoſt: der Schulinſpektor kommt morgen!“ — Ein Arzt wird des Nachts wegen ge⸗ ringfügigen Unwohlſeins zu einer Patientin gerufen. Dieſelbe empfängt ihn mit den Worten:„Daß Sie noch ſo ſpät kommen, Herr Doktor, das rechne ich Ihnen hoch an!“— „Ich Ihnen auch, meine Gnädige“, antwortete der Arzt. — Verſchnappt. Kommis:„Unter Euch iſt's aber zu gemütlich, das Studentenleben muß doch famos ſein; ich wünſchte gleich ſelbſt, ich hätte ſtudiert!“— Alter Student:„Ich auch!“ — Erkannt.„Menſch, du biſt ja ganz zerkratzt!“—„Weißt, unlängſt komm' ich ſpät nach Haus— mein Hund erkennt mich nicht und ſpringt mir ins Geſicht..“—„Hor mal, Freunderl— von dem Hund tät' ich mich ſcheiden laſſen!“ Seckenheim, 23. April. Der heutige Ferkelmarkt war mit 116 Stück befahren und wurden 100 zum Preiſe von 25—33 Mk. pro Paar abgeſetzt. i Volksbad Seckenheim. Heute Mittwoch für Frauen geöffnet. Einige der älteren Dorfbewohner erkannten die Fremde und meinten:„Wie alt iſt doch die einſt ſo hübſche Marie Burghardt geworden! Und wie verwahrloſt ſieht das Weib aus! Kaum wiederzuerkennen. Es ſcheint ihr recht ſchlecht gegangen zu ſein.“ Sie ging den Dorfbewohnern ängſtlich aus dem Wege, als ſchämte ſie ſich ihres wenig ver⸗ trauenerweckenden Ausſehens. Man fürchtete ſich auch faſt vor ihr. Die runzligen Züge, die tief in den Höhlen liegen Augen, ihr ſcheues Weſen, kurz alles deutete darauf hin, daß ſie eine abenteuerliche Vergangenheit hinter ſich haben mußte. Das etwas aufgedunſene Geſicht mit der ſtark geröteten Naſe ließ ahnen, daß dieſem Weibe, der einſt ſo hübſchen Frau des Dieners Burghardt, auf ihren Irrfahrten auch der Alkoholgenuß nicht fremd geblieben war. Sie ſah beinahe aus wie eine Hexe. Das ſpärliche Haar war ſchon völlig ergraut und hing wirr und ungeordnet in die von tiefen Furchen durchzogene Stirn. In ihren Augen blitzte es auf, als ſie erfuhr, daß der alte Freiherr Egon von Riedheim oben auf dem Schloſſe noch am Leben ſei. Beſonderes In⸗ tereſſe ſchien die Alte den Bewohnern des Forſthauſes entgegen zu bringen, denn ſie er⸗ kundigte ſich angelegentlich nach ihnen.—— Ein lauer, friedlicher Sommerabend hatte ſich auf die Landſchaft herabgeſenkt. Die unter⸗ gehende Sonne vergoldete das Dach des ſtill und einſam daliegenden Forſthauſes. Auch im Innern desſelben herrſchte Stille und Ruhe,— die Ruhe des herannahenden Todes. Klaus 4* 5 95 8 l n 1 n 1 N Hellborn ſaß am Sterbelager der Mutter. Er hielt die Hand der abgezehrten Frau in der ſeinen und konnte es nicht verhindern, daß ihm ein paar ſchwere Tränen über die Wangen rollten. Eben noch war der Doktor dagewefen und hatte einige Anordnungen getroffen, die der Kranken Erleichterung ſchaffen ſollten. Klaus ſorgte, daß alles genau befolgt wurde. Unaufhaltſam, aber ſcheinbar ſchmerzlos und friedlich ging der durch lange Krankheit zerſtörte Körper der Auflöſung entgegen. Leiſe kam die Magd herein und flüſterte dem Oberförſter zu, daß eine Frau, die ſich Marie Burghardt nenne, Frau Hellborn zu ſprechen wünſche. Der junge Mann entgegnete beſtimmt: „Schicken Sie die Frau nur wieder fort, Anna, meine Mutter kann niemand empfangen, ſie iſt ſehr ſchwach. „Das habe ich auch ſchon geſagt“, ant⸗ wortete die Magd,„aber die Perſon, von der man ſich faſt fürchten könnte, will ſich durchaus nicht abweiſen laſſen. Sie hat gehört, daß Frau Hellborn ſehr krank ſei und behauptet, ſie müſſe unbedingt in einer ſehr wichtigen An⸗ gelegenheit mit ihr reden.“ „Das geht aber jetzt nicht“, ſagte Klaus etwas ungeduldig. Die Magd entfernte ſich, kam aber bald darauf mit dem Beſcheid zurück, daß die Frau auf ihrem Verlangen beſtehe. Sanft löſte Klaus ſeine Hand, welche die Kranke feſt umſpannt hielt. Die bleiche Frau ſchlug die Augen auf. „Was iſt?“ fragte ſie leiſe. „Beruhige Dich Mutter“, gab Klaus bittend zurück,„eine fremde Frau iſt draußen, die Dich unbegingt ſprechen will,— wahrſcheinlich eine Bettlerin. Ich werde ihr etwas geben und ſie fortſchicken.“ „Eine fremde Frau?“ Die Kranke ſchien ſehr erregt zu ſein. „Was will ſie von mir? Wie ſieht ſte aus?“ Frau Hellborn legte die ſchmalen Finger an die feuchte, bleiche Stirn, als dächte ſſe über etwas nach. „Wenn die Frau wichtiges zu erzählen hat, ſo ſoll ſie morgen wiederkommen, hörſt Du Klaus— morgen früh,— heute bin ich ſo müde,— ich möchte ſchlafen,— morgen wird es vielleicht beſſer mit mir ſein,— ſage ihr das Klaus,— morgen!“— Der Oberförſter lächelte ſchmerzlich und trübe; er wußte, daß es morgen zu ſpät ſein würde; denn der Arzt hatte ihn auf das Schlimm⸗ ſte vorbereitet und erklärte, daß die Kranke die Nacht nicht überleben würde. Klaus trat hiuaus, um der draußen Stehenden Beſcheid zu ſagen. Die Frau mit dem wirren grauen Haar und den durchdringend auf ihn gerichteten Augen kam ihm faſt unheimlich vor. Sie muſterte den ſtattlichen, hochgewachſenen Mann mit neu⸗ gierigen Blicken. Dann lachte ſte leiſe in ſich hinein. (Fortſetzung folgt.) Bekanntmachung. Die Sicherung der öffentlichen Geſundheit und Reinlichkeit betr. Nr. 2 162. Nachdem in letzter Zeit die Vorſchriften über die Sicherung der öffentlichen Geſundheit und Reinlichkeit und zwar haupt⸗ ſächlich bezüglich der Straßenreinigung zu ſehr vernachläſſigt wurden, machen wir auf folgende Beſtimmungen aufmerkſam: Alle Ortsſtraßen, öffentliche Plätze, ſowie die gegen die Straßen offenen Hofräume müſſen wöchentlich zweimal und zwar Mitt⸗ wochs und Famstags gekehrt und gereinigt werden Fällt der Kehr— tag auf einen Feiertag, ſo iſt die Reinigung am vorhergehenden Werk- tag vorzunehmen. Die Reinigung hat den Abzug und die ſofortige Entfernung von Unrat, Kot, Staub, Schutt und Abfällen aller Art zu umfaſſen; dabei müſſen die Straßenrinnen nebſt den ihnen zugeleiteten Ablaufrinnen mit reinem Waſſer abgeſpült werden. Das Hineinkehren von Schlamm, Kehrricht und dergl. in die Straßendohlen und Schlammſammler der Straßenkanäle iſt unterſagt. Der aus den Straßenrinnen gekehrte Schlamm darf nicht auf der Straßenbahn liegen gelaſſen, ſondern muß ſofort abgeführt werden. Bei trockener Witterung ſind die Straßen vor der Reinigung mit reinem Waſſer zu begießen. Bei anhaltender heißer Witterung ſind die Straßen ͤͤfters mit reinem Waſſer zu begießen. Das Ausgießen bezw. Ausleeren von allen möglichen Schmutz waſſern auf die Straßen iſt unterſagt. Die Verbindlichkeit der Straßenreinigung u. ſ. w. erſtreckt his in die Mitte der Ftraße. Zur Reinigung ver⸗ pflichtet iſt: 1. Vor bewohnten Gebäuden der Eigentümer und, falls dieſer nicht im Hauſe wohnt, der Mieter des unterſten Stockwerks. 2. Vor unbewohnten Gebäuden z. B Scheuen, Ställen, ferner vor Gärten Höfen u. ſ. w. derjenige, welche dieſe Grundſtücke benützt. Zuwiderhandlungen gegen obige Beſtimmungen werden aufgrund der 88 87a Polizeiſtrafgeſetzbuch oder 366 10 Reichsſtrafgeſetzbuch an Geld bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft. gürgermeiſteramt Volz. Schmitt. Radfahrer- Gesellschaft Seckenheim. Morgen Donnerstag, Abends 8 Uhr Vorſtands-Sitzung in unſerm Lokal. Der 1. Vorſitzende. Dankſagung. 1 Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei dem Hin⸗ ſcheiden unſerer lieben treubeſorgten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Elisabetha Heidenreich geb. Eder ſprechen wir unſeren herzlichſten Dank aus. Beſonderen Dank den barmherzigen Schweſtern für die liebevolle Pflege, ſowie dem Titl. Turnerbund„Jahn“ und der Seckenheimer Muſik⸗ kapelle für die letzte Ehre und für die wohlthuenden Worte und Kranzſpenden. a Seckenheim, Ludwigshafen a. Rh., den 23. April 1907. Die trauernden Hinterbliebenen. Achtung! Wer ſich gutpaſſende erde geſchirre anſchaffen will, der ver⸗ ſäume es nicht, bei mir einen Ver⸗ ſuch zu machen. Da ich mehrere fertige Flollen⸗„ Spihkummrte vorrättg habe, ſo iſt Jedermann freundlichſt eingeladen, um ſich der guten und billigen Qualitäten zu Überzeugen. 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Mitglieder 6287 . 71 860 950 der weibl. Mitglieder 2287 September 844 284 2 1 1. Sttober 802 s Sterbefälle: 1. 3 9 817 270 der männl. Mitglieder 7 1. Dezember 5 790 260 der weibl. Mitglieder 3 81. Dezbr.(Jahresſchluß) 659 255 ir ier tees ˖ Rechnung⸗Abſchluß. I. Raſſen rechnung. Einnahme Mark Pfg. Ausgaben Mark[Pfg. ö 1 1 1. Fu e am An⸗ 1. Für ärztliche Wade 8 fan Rechnungsſahres 3925 96 lung. 3348 95 2. giuſen von Kapitalienf 680 01 J 2. 110 Arzneimittel z. 214821 3. Geſamtbeiträge. 36847 40 3 der 4. Erſatzleiſtung für ge— ö a) Mitglieder. 4945 18 währte Kranken⸗Unter⸗ b) Angehörige.. 227 90 ſtügung 695 49[ 4. Unterſtützungen an 5. Entname aus dem Re⸗ Wöchnerinnen.. 77020 ſervefond.. 9480 01 J 5. Sterbegelder 599 50 6. Vorſchüſſe des ul. 6. Kur⸗ u. Verpſtegungs rechners. 18150— koſten. 2438 90 . Sonſtige Einnahmen 574 61 an Krankenanſtalten 115160 45 3 7. Erſatzleiſtung für ge⸗ währte Kranken⸗Unter⸗ ſtützung ö 8. Zukücge alte Beiträge 103 26 9. Für Kapitalanlage [Mt. 948001 und Zu⸗ führung zum Reſerve⸗ fond Mk. 9480.01 18900 02 10. Vorſchüſſe des Filial⸗ rechners 18150— 11. Verwaltungsausgaben N a) perſönliche 2153 32 b) ſächliche a 325 14 12. Sonſtige Ausgaben 1179 58 9 Summa der Einnahme 70353 48 Summa der Ausgaben 66861 61 Abſchluß: Summa der Einnahmen Mk. 70,353.48 ö Summa der Ausgaben Mk. 66,861.61 Bleibt Kaſſenvorrat am 31. Dezember von Mk. 3,491.87 II. Vermögensaufweis — den Schluß des Rechnungsjahres 1906. b Mk. Pfg. Das wn der Kaſſe ſtellt ſich zuſammen wie folgt: Aktiva a) Kaſſenvorrat am 31. Dezember lt. Abſchluß 349187 b) Sparkaſſeneinlagen in Schwetzingen. 23530 04 27021 91 2. Paſſiva keine Hiernach der Ueberſchuß 27021 91 Nach dem vorjährigen Abſchluß betrug der Ueberſchuß 11840 19 Es ergiebt nach dem Vorjahr ein Ueberſchuß von 15181 72 Zum Reſervefond gehören nach den 8 Ueber⸗ 23530 04 weiſungen 0 14050 03 nach vorjährigem Abschluß Anet eine e 9480 01 Als Betriebsfond bleiben der Kaſſe[3491 87 Die General-Verſammlung findet laut Beſchluß der Vorſtandsſitzung vom 15. ds. Mts. am Joun⸗ daß 7— 28. April, Nachmittags 3 Uhr auf dem Rathauſe ahier ſtatt. Tages⸗Ordnung: 1. eee eee für 1906 reſp. Beſchlußfaſſung über die Abnahme der Rechnung vom vorigen Jahre. 2. Herabſetzung der Beiträge von 4%% auf 3%.“ Seckenheim, den 16. April 1907. Der Vorſtand: Seitz. Merklein. 3 e 15 9 N Rest meines Konfektions-Lagers, welches noch eine Auswahl im Wert von ca. 8000. Anzüge und Hoſen etc. umfaßt, verkaufe jetzt, um nunmehr meinen Total Ausverkauf raſch zu beenden, zu wahren Schlenderpreiſen. 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